Hr. 218 (Elftes Blati 181. Jahrgang Zreitag, 18. September 1931 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vrvS und Verlag: vrühl'fche UntversitLlr-vuch. und Stetnöruderei N. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Sefchästrftelle: Schulfttatze 7. Erich«,nr täglich,außer Sonntag» und Feierlag». Beilegen: Tie Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle Konati Bnngspreli: 2.20 Reichsmark und 30 Reichapsennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen emzelnerNummern infolge höherer Gewalt. gernfpred)flnfd)lfiflt ■nterSammelmimmer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße». paßschelktonto: Frankfurt am Main 11688. Annahme von Anzeiae» für die Tageonummer Di» zum Nachmittag vorher. Preis |ur 1 mm Höhe gx Anzeigen von 27 mm reite örtlich 8, aurwärl» 10 Neichopfennig, für Re» lilameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neich»pfennig, Playvorschrift 20'. mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Will). Lange. Verantwortlich sürPolüiK Dr. Fr. Will). Lange, für Feuilleton Dr H.IHyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Ma^ FiU«, sämtlich in Gießen. Der „Run" auf Deutschland. Luther über die Politik der Reichsbank während der Fulikrisis. Berlin, 17. Sept (IU.) Reichrbankpräfideni Dr. Luther veröffentlicht in der Zeitschrift „Der heimaidicnjt" unter der Ueberschrist „Der Run auf Deutschland" einen Artikel, In dem er ju den Problemen der Kreditpolitik Stellung nimmt. Ausgehend von den Ereignissen feit dem 13. Juli verteidigt er die Politik der Reichabank und beschäs- tigt sich sodann mit der künftigen Reich»bankpoliiik. Er weist daraus hin, daß der Run der Au »- landgläubiger der deutschen Wirtschaft seit Beginn de» Jahre» 1931 f a ft drei Milliarden Gold und Devisen entzogen habe, und daß diese drei Milliarden im wesentlichen au» den Devisen. und Goldvorräten der Reichsbank und der Banken gezahlt worden seien. 6» handle sich um die Frage, ob etwa in dem gleichen Umsang, in dem ausländische Zahlungsmittel abgeflossen seien, da» Inländische K r e d t t o o I u m e n abgebaut werden müsse. Tatsächlich sei schon heute in starkem Umfang der Reich»bankkredit an d I e Stelle de» entzogenen ausländischen Kredit» getreten. Denn die Befriedigung der legitimen Kredltbedürsnisse müsse die oberste Regel der Bankpolltlk bleiben, weil sonst in Deutschland der Deflation-Prozeß, der ja international sei, und aus dem sich Deutschland nicht heraus,iehen könne, übertrieben werden würde, und dadurch zu einem so übermäßigen Druck ausarte, daß die Folgen kaum absehbar seien. Aus der anderen Seite könne eine Aufrechterhaltung des Kreditvolumen, verantwortet werden, nachdem durch Slillhaltung und Devisenbewirtschaftung ein Zustand geschassen sei, mit einer geringeren ooIk»- wirtschaftlichen Kassenreserve an Gold und Devisen auszukommen. Anschließend beschäftigt sich Dr. Luther eingehend mit der Frage, ob und inwieweit da« deutsche Kredilvolumen noch ausgedehnt werden kann, und kommt dann zu folgenden Schiußsolgorungen: 1. was den K-rud) Im Kredit- und Zahlung»-« system am 13. Juli erzwang, war ein Run der Aus- landgläubiger aus Deutschland. 2. Stillhaltung und Devisenbewirtschaftung sind die vorläufige Sicherung gegen öle Wiederholung eines Runs der Auslandgläubiger. 3. S4Klf)aKwg und Dsvifenordnung machen ce möglich, trotz de» starken Deoisenoerlustev der ersten sieben Monate de» Jahre» 1931 dasaltekredit- volumen, soweit ev noch wirtschaftlich gerechtfertigt ist, im wesentlichen aufrechtzuerhalten. Eine Ausdehnung de» kreditoolumens hat zur Voraussetzung eine Ausdehnung de» Handelsvolumen», die zur Zeit nicht besieht. 4. Binnenwährungvprojekte und ähnliche» können die Kreditnöte nicht befeitigen, sondern führen in eine Jnflation. Sofern eine enl- fprechende Ausdehnung de» Handelsvolumens sich vollzieht, ist eine gesunde und gerechtfertigte Kredit- ausdehnung auch in Relch»markwährung möglich. Der Reichsbankpräsident Dr. Luther hat sich etwas spät der Aufgabe unterzogen, die Iulikrise in Ausggng und Entwicklung darzustellen, um von dieser Plattform aus nicht nur die Politik der ReichSbanl zu verteidigen, sondern auch zusam- menfassend mitzuteilen, wie die Krise sinanz- und währungspolitisch überwunden werden soll. Es hätte nicht geschadet, wenn der Reichsbankpräsi- dent darauf hir-cwiesen hätte, daß der Run auf Deutschland die Auswirkung des Zustandes war. der im Layton-Bericht als Erschütterung des DerttauenS durch die ungesicherte politische Lage bezeichnet wurde. Richt um innerpolitische Dorgänge handelt es sich dabei, sondern • Ä1r. loßlFamilie Armen ,cr^Ä Gründen - •ttt zae«- MS »cttUn0'n M ***jfl* **;r»*« Ä »A Kreis Schotten. * Ruppertsburg. 17. Sept. Am letzten Sonntag fand hier das diesjährige kirchliche 3ugcnbfeft statt. Es wurde gemeinfam von der Jugend 1 on Laubach. Wetterfeld, Röthges und Ruppertsburg gefeiert. Leider erlaubten es die Witterung-Verhältnisse nicht, auf dem .alten Gericht" zwischen Laubach und hier zusammen- zukommen. 3m kirchlichen Gemeindesaal zu Ruppertsburg fanden sich die 3ugendlichen der vier Orte mit ihren Pfarrern und vielen Erwachsenen hin, so daß der Saal übervoll beseht war. Gemeinsame Gesänge. Lieder des Laubacher Mäd- chenvercins und Gedichtvorträge über 3ugendglück und Pflichten einer christlichen 3ugen6 umgaben die Vorträge von Pfarrer Kornmann. Lau» bach. und des Ortsgeistlichen, welche redeten vom Glück der 3ugenb und ihren Pflichten, den christlichen Glauben zu bekennen, für ihn sich zu entscheiden und wenn es nötig ist. für ihn zu leiden und yi kämpfen. Es war eine schöne Feier, die keinen äußeren Festcharakter hatte, aber festlich war durch die große Schar der Teilnehmer und ihre ernste Teilnahme. Daß des Vaterlandes auch gedacht und das Deutschlandlied gesungen wurde, war selbstverständlich. Die Vorgeschichte. 3m 3ahre 1865 wurde in Frankfurt a. M die DlasversicherungSgeseklschast gegründet. die Im Laufe der 3ahre ihre geschäftliche Tätigkeit auch auf andere DersicherungS- zweige auSdehnte. Die Gefellfchaft änderte die Firmenbezeichnung in ..Frankfurter Allgemeine Verficherungs-Aktien-Gefellfchaft" um. und daS Unternehmen wuchs sich zu einem Konzern- g e bilde allergrößten Stil- aus. DaS Aktienkapital deS Unternehmens betrug 1928 250 Millionen Mark. Von den Aktien waren 185 000 Stück ä 1000 Mark voll bezahlt, weitere 65 000 Mark mit 25 Prozent Einzahlung befanden fich im Besitz der Helios Allgemeinen Rück- versicherungS-A-G. Die leitenden köpfe. Generaldirektor des Unternehmens war bis zu feinem Tode im Februar 1929 Paul Dumcke. dessen Bezüge sich 1928 auf rund 358 000 Mark belaufen haben. Ordentliche Vorstandsmitglieder waren der 1874 in Homburg geborene Direktor Philipp Becker, der 1928 rund 175 000 Mark bezogen hat. der aus Pegau in Sachsen stammende Direktor Bernhard Lindner, wohnhaft in Et. Goar, der 192 000 Mark Einkommen hatte, der auS Köln gebürtige Direktor Heinrich Schumacher. der 1928 daS gleiche Einkommen wie Becker befaß, stellvertretendes Vorstandsmitglied ist der Rechtsanwalt und Rotar Dr. Alfred Kirschbaum, Frankfurt a. M.. gewesen, dessen Bezüge sich zuletzt auf 85 000 Mark belaufen haben sollen. Die gesamte Buchhaltung unterstand Becker, die Finanzbuchhaltung wurde von Direktor Siegfried Sauerbrey, 1901 in Frankfurt a.M. geboren. geleitet; er war Prokurist der Favag. 3m Laufe der Zeit gliederte fich der Favag eine Reihe von Tochtergesellschaften an. Zwei dieser Gesellschaften spielen in dem vorliegenden Prozeß eine besonders große Rolle. eS sind Vie Südwe st deutsche Bank und die Frankfurter 3ndustriekredit- G.m. b. H.. beide- kapitalschwache Organisationen. Sauerbrey hatte neben seinen Geschäften als Favag-Prokurist auch den Posten eine- Direktors der Südwe st deutschen Bank zu versorgen. Vorstandsmitglied der Südwestdeutschen Dank war ebenfalls der 1902 in München geborene Direktor Bruno Fuchs. Auch zwischen der Garantie- und Kautionsabteilung der Favag und der Frankfurter 3n- dustriekredit bestand eine Personalunion, denn Dr. K i r s ch b a u m . der Syndikus der Favag. beeinflußte als Beirat der 3ndustriekredit deren Geschäftsmahnahmen. Der Zusammenbruch. Schon im Jahre 1928 wurde in der Öffentlichkeit djarfe Kritik an der Expansionspolitik der Favag jeübt. Es wurde darauf hingewiefcn, daß die Favag ich vom Felde ihrer eigentlichen Tätigkeit abgewandt habe, daß sie sich nicht mehr auf die Ausübung des Berficherungsgeschäftes beschränke, sondern auch Ainanzgeichäfte tätige, die völlig versicherungssremd waren. Unter den vom Auffichlsrat bestellten Kommissionen befand sich auch eine Revisionskommission, die bis dahin eine rein formelle Tätigkeit entwickelt hatte. Eie kam jeweils vor den jährlichen Generalversammlungen zusammen, um nach kaum zweistündiger Tagung und einer Anzahl Stichproben die Erklärung abzugeben, daß alles für richtig befunden worden sei. In einem Protokoll vom Herbst 1928 über eine Bilanzsitzung des Aufsichtsrates findet sich erstmals eine beachtliche Stelle, die zeiat, daß man den eingeschlagenen Kurs doch nicht ins Uferlose fließen lassen konnte. Aus dem Protokoll geht hervor, daß Direktor Becker zur Vorsicht bei Finanzkreditgeschäften mahnte. Den Aufsichtsrat beunruhigten derlei Dinge jedoch nicht. Erst Ende Mai 1929 wurde eine besondere Kommission eingesetzt die feststellen sollte, ob und in welchem Umfange Verluste in oersicherungsfremden Geschäften eingetreten waren. Die Lawine war bereits im Nollen, sie stürzte krachend in die Tiefe. Am 17. August 1929 war der Untergang der Favag besiegelt. Nicht weniger als 215 Millionen Mark Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften waren zu verzeichnen. Es gab stör- mische Verhandlungen, und nach und nach wurde klar, daß die Katastrophe einen öö-Millionen-verlusk für die deutsche Wirtschaft bedeutete. Am 4. September 1929 wurden die Direktoren Becker. Dr. Kirschbaum und Fuchs in U n • ter suchung »haft genommen, letzterer konnte bereits am 2b. September wieder entlasten werden. Becker, ein schwer nieren. und herzletdender Mann, saß bi» zum IL.Lpril 1930 in Untersuchung», haft und befindet sich heute in einem Sanatorium in Bad Nauheim, körperlich nicht in her Lage, im Verhandlungssaal zu erscheinen. Das gegen ihn schwebende Verfahren ist abgetrennt. Ebenfalls am 12. April 1930 wurde Dr. Kirschbaum aus der Hast entlassen. Al» die Lage prekär wurde, zog e# Sauerbrey vor. plötzlich au» Frankfurt zu ve rschw i n den. Nach einer abenteuerlichen flucht ist er Anfang» November 1929 in Prag verhaftet worden. Er wurde dann am 8. November 1930 au» der Haft entlassen. Da» Aklenmaterial. Der Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Dr. Sch a ad, hatte 2100 Geschäftsakten und etwa 1000 Geschäftsbücher aufjer Beiakten nachzuprüfen. Nach zweieinhalbjähriger Tätigkeit wurde Ende Februar die Voruntersuchung abgeschlossen. Das Material, das der Verhandlung zugrunde liegt, ist in 15 0 Aktenbänden und 600 Beiak- t e n vereinigt. Im Juni 1931 erschien die gedruckte Anklageschrift, die 407 Seiten umfaßt. Einen Um. fang von 290 Druckseiten hat da» Gutachten über das Rechnungswesen der Favag in den Jahren 1924 bis 1929 von Professor Dr. W. Kaloeram, der dies Werk gemeinsam mit feinem Assistenten Dr. T h e I f • finger schuf. Die Anklage. Die Anklage richtet sich außer gegen Direktor Becker, Dr. Kirsch bau nv Sauerbrey, Schumacher, Lindner. Fuchs noch gegen den 1882 in Hannover geborenen früheren Direktor der Bereinigten Berlinisch-Preußischen Lebensoer- sicherung AG. Adolf M ä dj e in Berlin. Zu den Beschuldigten zählt ferner Direktor und Geschäftsführer Hermann Ehrlich. 1882 in Stanislau in Polen geboren, der Mitte 1928 Frankfurt auf dem schnell- fiten Wege verlassen hat; er hält sich heute in D 0 - 1 i n a in Polen auf. Die Anklage enthält unter den Namen der Beschuldigten feinen Namen nicht, da er dem Zugrift der deutschen Behörde zur Zeit nicht erreichbar ist. Die Angeklagten werden teils gemein- schaftlich, teils allein der handelsrecht- lickien Untreue, Becker und Kirschbaum auch des B e t r u g s beschuldigt. In einzelnen Fällen kommen auch Beihilfe und Anstiftuna in Frage. Al» Mitbeschuldigter wird der verstorbene Generaldirektor Paul D u m ck e genannt. Die Art der Verfehlungen. Die Derfehlunaen erstreckten sich vornehmlich auf Verstöße gegen die aktienrechtlichen verbuchungsvor- schriften. In den Büchern der Fvag scheint eine Reihe erheblicher Verpflichtungen nicht verbucht zu sein, in vielen Fällen sollen die Angeklagten ihre privaten Interessen mit den Interessen der Gesellschaft vereinigt und durch die Favag ihren eigenen Geschäften Finanzhilfe geleistet haben. Mit außerordentlicher Derschleierungskunst sollen Finanzmanöver vielfältigster Art verdeckt worden sein. Irreguläre Spekulationsgeschäfte und oberfaule Risiken scheint man kunstgerecht verdeckt zu haben. Der Umfang der Bilanzverschleierungen dürfte ein geradezu groteskes Ausmaß angenommen haben. Um nur ein Beispiel heraus,^greifen, sei erwähnt, daß das Konto der Städtischen Girokafse Stuttgart und das Helios.Hypotheken- Separatkonto von Falschbuchungen wimmelte. In den Bilanzen sollen die in die Millionenbeträge gehenden Bankschulden nicht genannt gewesen sein. 3n der Verhandlung dürfte man von sachverständiger Seite hören, daß die flüffigen Mittel der Favag von 3ahr zu 3ahr fich verringerten und daß der tiefe Abgrund, in den das Unternehmen geriet, im wesentlichen durch Hypotheken-, Grundstücks- und andere Finanzgeschäfte verursacht war. Die Verhandlung wird sich auch mit der Frage zu beschäftigen haben, ob der Auf- fichtSrat seine Pflichten erfüllt hat, und ob der Vorst and bet gewinnbringenden Geschäften Sondervergütungen vergeben durfte. Die Verhandlung. Den Vorsitz in der Verhandlung führt Lanb- gerichtSdirektor M e f s e r f ch m i d t, die Anklage vertreten Erster Staatsanwalt Dr. Meißner und Staatsanwalt Dr. Brenner. Als Verteidiger fungieren: Dr Rudolf Loewenthal (für Dr. Kirschbaum». Dr. Bruno Fürst und Dr. Rosenblatt (für Sauerbrey), Dr. Eugen Elle und Martin May (für Schumacher und Lindner), Profeffor Dr. Alsberg, Berlin. 3u- stizrat QL Fuld, Dr. Daerwald, Dr. Geiger und Dr. Herbert Strauß (für Mädje), sowie Rechtsanwalt Erich Sulau (für Fuchs). Zur Verhandlung werden etwa 15 Sachverständige erscheinen. Es ist beabsichtigt, an den Werktagen (außer Mittwochs und Samstags. die freibleiben) von 9 bis 14 Uhr täglich zu verhandeln. Der Verhandlungsstoff ist für jeden Tag bereits abgegrenzt. •• Herbst-Pserdemarkt in Gießen. Am Mittwoch, 30. September, findet auf den städtischen Warktanlagen an der Rodheimer Straße der Gießener Herbst-Pserdemarkt statt, mit dem wieder eine Prämiierung verbunden sein wird, liebet 2000 Wk ft eben als Geldpreife zur Verfügung. Der Landwirtschaftskammeraus- schuh für die Provinz Oberheffen hat 300 Mk, der Hessische Landespferdezuchtverein 100 Mk. für die Prämiierung gestiftet Zur Prämiierung können Reitpferde, Wagenpferde (3udcr und PonyS), leichte Arbeitspferde, Händlerpferde, zwei- und dreijährige Fohlen, Zuchtstuten mit Saugfohlen und nachweisbar gedeckte Stuten gemeldet werden. Die Prämienverteilung findet am Schluffe de- PferdemarkteS statt. RähereS ist auS dem von der städtifchen Pferdemarkt-Deputation herausgegebenen Prämiierung-Plan ersichtlich. •• StaatSbürgerabend derDolkSna- tionalcn Reich-vereinigung, Ortsgruppe Gießen. Man berichtet unS: Vergangenen Dienstag hielt die Volksnationale Reich-vereinigung Gießen im Hotel Köhler einen sehr gut besuchten StaatSbürgerabend bei Anwesenheit zahlreicher Gäste ab. Bruder HanS Stein sprach über ReichSresorm klar und gedankentief. Die Revolution habe, so führte er aus, e- nicht fertiggebracht, dem deutschen Volke den deutschen Staat zu schenken. Reben dem Streben nach der Lösung der wirtschastlichen Rot sei daher die ReichSresorm mit die wichtigste Frage für den Bestand deS deutschen Volke- und Staates. Unter den heute zahlreich auftauchenden Vorschlägen könne man drei Richtungen erkennen: Die Söbcraliflen, die jede Reich-reform ablebncn und am bundesstaatlichen System sesthalten, dann den Gedanken deS zentralisierten Einheitsstaates, wie er auf feiten der Linken meist unterstützt wird, und schließlich der Waihelsche Vorschlag und daS ,3ungdeu ’ ® ö n 5' r15- Sept- Die hiesige Evan - g elifch e G e m e t n s ch a s t feierte am Sonntag tfer Iahressoft, das gut besucht war. Posaunen- vortrage der Po,aunenchore Hochelheim und Lang- Göns unter Leitung von Dirigent Boller leiteten das Fest ein. Prediger Tr i p p l e r (Groß-Rechten- bach) sprach das Eingangsgebet. Die erste Festansprache hielt Pfarrer Haas (Frankfurt a. M.) die Zweite Ansprache hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer W atz l, die Schlußansprache hielt Lehrer Kunz (Kröffelbach), Br. Engel (Großen-Linden) sprach das Schlußgebet. Die Feier war umrahmt von Gesangsoorträgen des Kirchenchors. Über den Vieh- und Fleischmarkt* veröffentlichten Richtlinien. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag: Bund Hau» und schule, 20 Uhr, Familienabend, Johannes- |aaL — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „... und das ist die Hauptsache!". — Astoria-Lichftpiele: „Die fliegende Flotte". — 2uS dem Stadttheater-Bureau wird unS geschrieben: Für die vielen Theaterfreund«, denen der Besuch von Meyer-Förster- Schauspiel .Alt-Heidelberg" bei der Erstausführung infolge de- auSverkauften Hause- Nicht möglich war, setzt die 3ntendanz eine nochmalige (und letzte) Wiederholung al- 12. Vorstellung der Sommerspielzeit am Sonntag. 20 September, fest. Das Werk gelangt in der Besetzung der Erstaufführung unter der Spielleitung von Karl V 0 l ck in neuer 3nfzenicrung zur Aufführung. Beginn der Vorstellung 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Zu dieser Vorstellung erscheint eine neue und letzte AuSgabe deS Programmhef» teS von 1930 31 mit einem Rückblick über da- Spieljahr 1930,31 de- Giefeener Stadttheaters und einem Ausruf mit den neuen Abonnementsbedingungen., Gegen üblen Mundgeruch »Ich will nicht versSumen, Ihnen Mitteilung zu machen, daß ich fett dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste „Chlorodont" nicht nur reine, weiße Zähne besitze, sondern auch den bei mir sonst üb» liehen Mundgenick verloren habe. Ich werde Ihr CHIorodont auss beste empfehlen." ae». E.A, Mainz. Man verlange nur die echte Thlorodonl.Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 80 Bf-» unb weise jeden Ersatz dafür zurüch Qvonttoios öntitcr. a»af6 Dtdectu ® wolkig, e ef'tgt«, ♦ Sehnte altiupem «Rebel Kgrwit'/r^Uinditmc O« 5dw leichte» Or «ilssigtr lflo$odwe$i q sttirmocne« «ordwcsl ölt »leit fliegen mn atm Winde. Pit DOfltn Sfetiontn itenenden l* Itn gtotn d>t lemperetur en Pie umen verbinden Orlt aui.gjeKAcA W nrereiniteeu umoertcBnetee Luftdruck Wettervoraussage. Fcuchtwarme Luft lagert über dem Fest lande und hat eine geschloffene Rebel- und Wolkendecke gebildet. 3m Westen macht sich wieder Lkustdruck- anstieg bemerkbar, der zur Bildung eines Hochdruckgebietes führen dürfte und wieder bessere- Wetter in Aussicht stellt. Zunächst wird unter dem Einfluß der Warmluft noch verbreitete Rebel- und Dunftbildung auf treten, doch heitert sich bei der Ostwärtsverlagerung des hohen Drucks tagsüber der Himmel wieder mehr auf. Vorhersage für SamStag: Aeblig-wol- kig. aber tagsüber mehr aufheiternd, Temperaturen zunächst wenig verändert, meist trocken. Lufttemperaturen am 17. September, mittags 15,5 Grad Celsius, abends 14 Grad: am 18. September: morgens 12,6 Grad. Maximum 15,5 Grad, Mini» mum 11,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. September: abends 14,7 Grad: am 18. September: morgens 12,6 Grad — Niederschläge otoötDonlonö in Alsfeld. H» Al - feld, 17. Sept. 3n der jüngsten Sit- jung deS Stadtrate - gelangte der schon einmal zurückgestellte Voranschlag der Oberrealfchule für da - Rj. 1932 erneut zur Vorlage Der Zuschuß der Stadt ist mit 32 462 Mark vorgesehen, gegen 35 065 Mark im Voranschlag 1931. Auf Antrag der Finanzkommiffion wurden an den fachlichen Kosten 1003 Mark gestrichen und an den persönlichen Kosten ein Betrag von 600 Mark für Stellung eine- besonderen HerzerS gekürzt, so daß sich der Beitrag der Stadt auf 31 253 Mark ermäßigt. Mit diesen Abänderungen wurde der Voranschlag genehmigt Zur Berücksichtigung der E r n schaden bei den Gemeindesteuern kann solchen Steuerpflichtigen, die im Hauptberuf Landwirtschaft betreiben, in Berücksichtigung der diesjährigen Erntefchäden für die Zahlung Der fälligen Gemeindeumlagen für 1931 eine Schonfrist vl- zum 30. September 1931 gewährt werden, fall» die- die Gemeinde befck derartigen allgemeinen Steuerstundung mürbe abgelehnt im Hinblick darauf, daß die Gemeindesteuerzettel für die Stadt AlSfeld erst vom 15. September al- zugestellt gelten und dadurch ohne weitere- eine Schonfrist bi- zum 30. September eintritt. Preußen. Kreis Wetzlar. 0 HörnSheim, 16. Sept. Der Ziegenzuchtverein HörnSheim feierte am Samstag fein 20jährige- Bestehen und verband damit eine Lokal-Ziegenfchau. ES waren 56 Tiere au-gestellt Rach der Bekanntgabe der PrämiierungS-Ergebnifte schilderte der Vorsitzende G. H e d d r l ch die Entwicklung de- Verein-. Dr. Ullrich, Wetzlar, überbrachte die Grüße der Landwirtschaftskammer Bonn, der Landwirtschaftlichen Schule und de- KreiSziegenzuchtver- eins. Dr. Göbel, Marburg, beglückwünfchte den Verein zu dem ausgestellten vorzüglichen Zuchtmaterial. Der Vorsitzende de- Verein-, Gg. H e d d r i ch, der Kassierer 2. Engel und der Schriftführer O. Schneider wurden für ihre 20jährige ununterbrochene Tätigkeit im Verein mit Ehrendiplomen bedacht. Die Prämiierung brachte den nachfolgend genannten Züchtern Auszeichnungen: Klaffe I Bocklämmer: 1. Preise: G. Müller IV, G. Hinkler: 2. Preise: H. Bops, A. Wedel: 3. PreiS: A. Weber: Anerkennungen: H. Eehl, Fr. Kuhl. — Klasse II: Mutterlämmer: 1. PreiS: L Peppier: 2. Preise: Fr. 3ung, H Soll: 3. Preise: H Zörb, W. ßenA 1.; 4. Preise: A. Engel, W Soll. — Klasse III: einjährige Ziegen: 1. Preise: W. Ludwig, 3. Martin: 2. Preise: A. Weber II., W. Weber: 3. PreiS: W. Engel: 4. PreiS: H. Ludwig: Anerkennung: Fr. Mack. — Klasse IV: Zwei - u. dreijährige Ziegen 1. Preise: A. Engel, O. Ohly, G. Heddrich, W. Luh; 2. Preise Fr. 3ung, Fr. Luh, W. Lenz l., G. Müller IV., D. Schäfer: 3. Preise: W. Bing, W. Glaum, W. Deppler, H. Zerb, L. Volk, W. Ludwig, QI. Ohly: 4 Preise: W. Lang. W. Müller, A. Beppler, W- Ding, 3. 3ung, M. Volk. — Klasse V: mehrjährige Ziegen: Ehrenpreis: H. Bopf: 1. Preise: Ehr. Wedel II-, G. Weber HI.; 2. Preise: W. Lenz, Fr. 3ung, A. Ohly: 3. Preise: D. Hinkler, Ql. Engel, Fr. Kuhl; 4. PreiS. M. Sott; Anerkennungen: QI. Ludwig, M. Depler. Oie Wetterlage. Echt Mako. . 1.50, 1.25, 0.95, 0.60 Wasch-K.-Seide 2.25,1.50,1.20. 0.95 Darbietungen. 05380 K.-Seide, plattiert 2.25, 1.95, 1.50 Gießen, den 18. September 1931. 05388 Statt Karten! Reiskirchen, im September 1931 05369 Gießen, den 16. September 1931. ab 20 Uhr 05375 05357 Sonntag, den 20.September Ai^ddaffJ6äiaJiamocThriden,5einsdiäden. HT das vorzügliche U “ 11* JLJ Lv \z 1 mit UM! Auneben. Unterer Hardthof. 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September, abends 8 Uhr in der Tu rn ha I le, Steinstraßei, einen Oeffentlichen Vortrag unter Mitwirkung der Frankfurter Musikkapelle 6% Uhr Platzkonzert am Brandplatz Jedermann ist freundlichst eingeladen Frauenarzt Dr. Koch Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Sally Joseph und Frau Jeny geb. Joseph | Kaufgesuche | Antike Kommode zu kauten gesucht. Schristl. Ang. unter 61420 a.d.Wtek.Anz. Obstversteigerung. Das der Gemeinde Queckborn gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, soll Montag, den 21. d. 2TL, vormittags von 9 Uhr ab, meistbietend öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft um 9 Uhr am Bahnhof. 6134D Queckborn den 17. September 1931. Hessische Bürgermeisterei. Albert. Vereinigung ehern. Schüler des Giehener Pädagogiums Am Sonntag, dem 20. September 1931, 16 Uhr, findet aut der .Karlsruh* eine Zusammenkunft ehemaliger Pädaschüler statt, zu der auch alle ehemaligen Schüler aus Gießen und Umgegend herzlich eingeladen sind. Um vorherige Anmeldung an die Leitung des Gießener Pädagogiums wird gebeten Im Auftrag der ehern. Heimschüler: Peter Paul Ihne Spielffiinigg. 1900 Sonntag. SO.Sevt. Handball 11 Ubr: 2. Mannschaft gegen T.-B. TreiS 1. Mannschaft 3 Ubr: 61S7D 1. Mannschaft gcg.Tgmde. Friedberg 1. Mannschaft Ingenieurschule Ilmenau «n Thüringen. Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissenschaftlich^ Betriebsführung. Werkmelsterabtellg. Friedrich Wilhelm Lebensversicherung» - Aktlengesell. Frankfurt s. Hain, Neckarstraße 9. Wir suchen Mitarbeiter denen wir auch in der Einarbeitszeit festes Tagegeld vergüten. Unser System und Tarif gewährleistet reise- und redegewandten Herren gut. Erfolg. Vorslellungs- zeit: Samstag,den 19. September, vormittags 10-11 Uhr, im Hotel «uftragqcwr unbetannl und In dlescnFailen können wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Bewerbungsunterlagen Gietzenev Anzeiger Wir warnen Sie ZhrrnBewerbungen aus Anzeigen ebne Namen Zeugnisse, urkunden ob sonst wichtige Papiere beizusügen; Abschriften genügen zur Einleitung v. Bnstellunasverhand» Restaurant zum Löwen Neuenw. 28 Inh. Fritz Greilich Tel. 3414 Samstag, 19. September, Obstversteigerung. Dienstag, den 22. September 1931, von vormittags Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend aus Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. Auswärtige Steigerer gegen Barzahlung. Anfang in der Schulstraße. 61350 Allendorf a. d. Lahn 17. Sept. 1931. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn. Volk.. (Mer MMAnsverM wegen Aufgabe nachstehender Artikel: Emaille-, Blech-und Aluminiumwaren, sowie Eisenwaren für jedes Handwerk und 1 kompl. Ladeneinri cht. Verkauf findet ab Samstag, vormittags 8 Uhr, bis einschließlich Mittwoch, den Strickgarne I reine Wolle, beste, baltb. Qualitäten I zu vorteilh. Preisen an Wiederverk. H JFr.Otto.WernshauHentTh.)04276 1 Billige Damen-Strümpfe in modernen Farben 224er Samstag, 19.9.31 Treffen mit d. Kl.-Lindcner Kameraden im Ci.6 Lutz. Adm. 20.30 Uhr vom Andres. [6l;aD Trinken /Sietägl.anstattX r schwarzen Tee \ , PlellerminzleeHtWÖ. 50 PL Vn eu h Er n te, sch. / X, Blatt wäre,/ am Samstag, dem 19. Sept, 4 ühr nachmittags und Sonntag, den 20. Sept., 11 ühr vormittags zu der von den Herren Willi Kreß und Ludwig Oehlert ? TorwäditerBot-Welfi,Frankl, in pers. Anwesenheit veranstalt. Sonderfi mvorführung 3 SPORTFILME Evangel. SiMmission Löberstraße 14. Sonntag, den 20. Sept., nachm. 3 Llhr und abends 8 Llhr Erntedankfest-Feier Festansprache von Prediger Stabe, Marburg. - Chorgesä'nge und musikal. Löwen-Drogerie W. Kilbinger Nacht, Seltersweg 79a, Drogerie Winterhoff, Kreuz-Drog. A. 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Obwohl wir In wesentlichen Punkten die Auffassung de« Derfafser« n i ch t zu teilen verwögen, entsprechen wir dem Wunsche nach Veröffentlichung dieser Zuschrift, weil sie vielleicht zur Klärung der innerpoli- tifchen Lage beizutragen vermag. Dor einem Jahr, am 14. September 1930, hat die letzte RcichStagSwahl stattgefunden, die eine bedeutende Verstärkung der nationalen Opposition mit sich brachte. Der Verfasser hat kurz nach den Wahlen an dieser Stelle einen Aussatz veröffentlicht, in welchem der Wunfch und die Hoffnung ausgesprochen war, e« möchten die Mittelparteien die Zeichen der Zeit erkennen und sich der nationalen Rechten anschliehen, damit der weitere Diedergang aufgehalten würde. Wie haben sich in Wirklichkeit die Dinge seitdem entwickelt? Die nationale Opposition — Deutschnationale und Nationalsozialisten — war mit 148 Abgeordneten gegen vorher 85 In den Reichstag eingezogen und zur stärksten Gruppe geworden. Die Sozialisten hatten zehn Mandate eingebüht, die Mittelparteien waren noch mehr geschwächt worden. U hätte den parlamentarischen Regeln entsprochen, wenn die nationale Opposition nunmehr zur Regierungsbildung mit herangezogen worden wäre. Ts wurde aber überhaupt kein Versuch dazu gemacht. Die alte Koalition behielt zunächst die Regierung weiter in der Hand und alS die Sozialdemokraten und später auch die Wirtschaft«- Partei auS der Regierung auSgefchieden waren, bildeten sogar die übriggebliebenen Mittelparteien allein die Regierung, obgleich die hinter ihnen stehenden Fraktionen von insgesamt 577 Mandaten nur 123, also noch nicht den vierten Teil der Gesamtzahl, inne hatten. Artikel 54 der ReichSversassung sordert, das) jede Regierung zur Führung der Geschäfte deS Vertrauen- de« Reichstags bedarf. Hiernach hätte die Regierung die Vertrauensfrage stellen muffen. DaS geschah nicht. MihtrauenSanträge der Opposition wurden durch die passive Unterstützung der Sozialdemokraten abgelehnt. Dem sozialdemokratischen Reichskanzler Muller folgte nach dem Austritt feiner Partei auS der Regierung der Zentrums-Reichskanzler Brüning. Brüning, dem Deigungen nach rechts nach- fiesagt wurden, machte nicht den leisesten Versuch, ein Kabinett nach rechts zu verbreitern, obgleich Hugenberg öffentlich erklärt hatte, daß die Oppo- sition zur Mitverantwortung bereit sei, sofern das Zentrum fich vom Marxismus lossagc. Brüning zog e« vor, mit stiller Unterstützung der Sozialdemokratie — die ihre Hilfe selbstverständlich nicht umsonst leistete — durch Dotverord- n u n g e n zu regieren. Dach Artikel 48 der Verfassung sollen Dotverordnungen nur dazu dienen, .die zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit mb Ordnung notwendigen Maßnahmen zu treffen". Die Dotverordnungen betrafen aber vorwiegend sinanz-, wirtschastS- und sozialpolitische Fragen, die Ordnung und Sicherheit war niemals bis dahin ernstlich gestört worden. Es bedarf keiner näheren Darlegung, daß damit die Grundlagen der Reichsverfassung verlassen waren, so daß heute tatsächlich gegen die Verfassung regiert wird. Es ist wohl durchaus verständlich, daß die Parteien der nationalen Opposition die Verantwortung für einen solchen Zustand ablehnten. Sie taten dies demonstrativ durch ihren Auszug aus dem Reichstag, sich vor- behaltend, wieder in ihn zurückzukehren, wenn die Lage es angczeigt erscheinen ließe. Daß gerade die Parteien, die die Verfassung geschaffen hatten und sich alS ihre Hüter gebärden, den vorher gekennzeichneten Weg gingen, ja daß sie außerdem die Pressefreiheit in einer Weise beschränkten, die nur in Rußland ihr Vorbild sindet, ist daS Bedeutsamste an der Entwicklung. Die neue Zeppelinhalle in Friedrichshafen Lowental gehl ihrer Vollendung entgegen. Die Halle ist aus besonders festem Stahl gebaut, 53 Meter hoch und 58 Meter breit. WaS sind nun die Früchte dieser RegicrungS- weise bisher gewesen? Der Doungplan, wegen dessen Bekämpfung die nationale Opposition von der Regierungskoalition auf das schärfste ange- orifftn wurde — man denke nur an den Terror, der gegen die Beamten anläßlich deS Volksbegehrens geübt wurde — hat sich als ein wahres Danaer-Geschenk erwiesen. Der Satz Brünings »erst innere Sanierung, dann Revision deS Tri- butplanS", ist ad absurdum geführt worden: übrigens bedeutet er ungefähr dasselbe, alS wenn ein Kapitän, dessen Schiff auf hoher See ein Leck bekommen hat, den Befehl ausgibt: »erst das Schiff leerpumpen, dann das Leck stopfen". Heute nach dem Zusammenbruch unserer Wirtschaft sehen es die bürgerlichen Parteien ein, daß es unverantwortlich war, jahrelang Anleihen aufzunehmen, um damit Tribute zu bezahlen. Als aber Präsident Hoover, der durch den Zusammenbruch Deutschlands auch die kapitalistischen Interessen des Auslandes gefährdet sah, seinen Vorstoß gegen den Tributplan machte mit dem Vorschlag eines Feierjahres, ein Vorstoß, der nach allgemeiner Auslassung sich gegen Frankreichs wahnsinnige Politik richtete und von Frankreich auch so aufgefaßt wurde, durchkreuzte Brüning mit seiner Rundfunkrede diesen Vorstoß gegen das zum ersten Male isolierte Frankreich, indem er erklärte, er wolle sich mit Frankreich verständigen. Die .Verständigung" erfolgte dahin, daß Frankreich seine Forderung aus Weiterzahlung Oer ungeschützten Tribute durchsetzte und daß kürzlich der englische Minister in Genf erklären konnte, von einer Revision der Verträge dürfe nicht gesprochen werden. Die Verständigung bestand weiter darin, daß Deutschland und Oesterreich den von ihnen mit so großem Aufsehen in die Welt gesetzten Zoll-Union-Vertrag unter dem Druck Frankreichs zurückzogen und daß das Haager Schiedsgericht unter dem Einflüsse Frankreichs diesen Vertrag auch noch als rechtsungültig erklärte. Selbst demokratische Blätter empörten sich über diese Demütigung und Rechtsverletzung und schrieben unter anderem: .Die Vorgänge im Haag und in Genf machen es sonnenklar, daß nicht das Recht, sondern Frankreichs Macht entscheidet, daß die durch den Völkerbund festgelegte Ordnung nur gilt, wenn sie Frankreich von Dützen ist." Dazu kamen die Mißerfolge gegenüber den polnischen Gewalttaten in Danzig und Oberschlesien und die Fehlschläge in der Ab- rüstungs-, Kolonial- und Minderheitenfrage. Und nun d i e innere Politik. Sie ist nach einem Wort deS Zentrumsministers Slegerwald — eines angesichts der Mitverantwortung des Zentrum- gewiß unverdächtigen Zeugen — ein einziger Trümmerhaufen. Die deutsche Wirtschaft ist seit dem Boungplan durch eine fünsfache Welle von neuen Steuern und Erhöhung der sozialen Abgaben bedrückt und zum großen Teil bereits zum Erliegen gebracht worden. Sie Zahl der Arbeitslosen ist auf fast 5 Millionen gestiegen und noch kein Ende dieser Dot ist abzusehen. Gewiß kann man für die ungeheure Arbeitslosigkeit (Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Björn Björnson ärgert sich (r) OSl o. Herr Björn Björnson, Sohn des norwegischen Dichters, ist nicht nur der Sohn eines großen Vaters, sondern selbst eine ziemlich anerkannte Persönlichkeit, die als Schauspieler, Theaterdirektor, Dramatiker und Schriftsteller nennenswerte Erfolge erzielt hatte. Deben seinen literarischen Qualitäten hat der Verfasser des Werkes „Vom deutschen Wesen" eine Eigenschaft, der er viele Feinde verdankt. Björnson ist über alle Maßen eitel, ein von sich eingenommener Sonderling, der sich sozusagen selbst vergöttert ... Dieser kleinen Schwäche des großen ManneS kann man nicht abhelfen: Björnson soll unverbesserlich sein. Wiewohl seine eigenen Landsleute alles versuchen, ihn zu heilen. So durch Witze wie den folgenden: Björnson macht eine Dampferpartie. Er sondert sich von den übrigen Fahrgästen ab und begibt sich an Bord auf einen Platz, der ob- gesperrt und durch eine Tafel kenntlich gemacht ist „Dur für Personal". Da kommt ein Offizier hinzu und meint höflich: „Entschuldigen Sie, nicht die RegierungSmaßnahmen allein verantwortlich machen, aber man darf sie auch nicht einfach auf daS Konto der .Weltkrise" setzen. 3n jedem Land smd die Ursachen der Krise verschieden, in Deutschland ist sie, wie heute von allen bürgerlichen Parteien anerkannt werden muß, wesentlich durch die Art der Gesetzgebung und Verwaltung der letzten Jahre hervorgerusen worden: nur der Tributplan bildet eine gemeinsame Ursache der Krise der Länder und gerade zu dessen Beseirigung bat die deutsche Regierung nichts Entschiedenes getan. Und wie ist es mit der Einigkeit im Volk? Ist sie vielleicht durch die bisherige Regierung-- weise gefördert worden? Ich glaube, die Frage stellen, heißt sie verneinen. Die kommunistische Gefahr ist in bedrohlicher Weise gewachsen und die nationalen Kreise geraten unter der Politik der Unterdrückung und ihrer eigenen Ausschaltung immer mehr in eine Stimmung, die, wenn ihr nicht durch eine Aenderung des Systems Einhalt geboten wird, zu den bedenklichsten Folgen führen muh. So sehen wir mit Grauen der weiteren Entwicklung entgegen. Sollte es da nicht endlich an der Zeit sein, daß die bürgerlichen Parteien sich auf sich selbst besinnen und eine einheitliche Ab- wehrfront bilden? 'Daß auf die Mitwirkung der Sozialdemokratischen Partei nicht zu rechnen ist, darüber sollte der Verlauf des letzten Parteitage- und Gewerkschaftskongresses wohl jedem die Augen geöffnet haben. Es ist beklagenswert, daß nicht wenigsten- einige ihrer Mitglieder, in-be- sondere solche, die Ministerposten bekleideten und Einsicht in die Zusammenhänge besitzen, den Mut finden, wie ihr Parteigenosse Macdonald in England, sich ihren Genossen entgegenzustemmen. Die Forderungen, unter denen sich alle bürgerlichen Parteien einigen müßten und könnten, lassen sich in zwei Sähe zusammenfassen: 1. Widerstand gegen die weitere Unterwerfung unter den Willen de- Auslandes, mit Beseitigung der Tribute: 2. Verteidigung der Privatwirtschaft durch eine Wirtschaftspolitik, die die nationale Produktion schützt. Wenn die Parteien entschlossen auf den Boden dieser Forderungen treten, dann werden sie sich auch über die Mittel verständigen können und dann ist ein Wiederaufstieg möglich. Aufstieg oder Untergang: zwischen diesen beiden Möglichkeiten hat do- deutsche Volk zu wählen, möchten sich die bürgerlichen Parteien rechtzeitig auf den richtigen Weg besinnen. mein Herr, hier ist der Aufenthalt für Passagiere streng verboten!" „Aber nicht für mich", erwiderte Björnson stolz. „Danu?", stutzt der Offizier, „wer sind Sie denn, mein Herr, wenn ich fragen darf?" „Ich bin der größte nordische Dichter", gibt Björnson bereitwilligst Auskunft. Der Offizier wird höflich: „Da- ist natürlich etwas andere-. DichtS für ungut, Herr 3b» f e n!“ Björnson erstickt beinahe vor Wut. Ein anderer Fahrgast tröstet ihn jedoch auf der Stelle: „Sie dürfen dem alten Seebären seine Unwissenheit nicht übel nehmen. Meister! Woher sollte der Kerl auch wissen, daß Sie Knut H a m - s u n sind .. .1“ Ein Familicndrama in Runen. (g) Stockh o l m. Dem Verein der ausländischen Presse in Stockholm wurde dieser Tage ein uralter Runenstein voraeführt, der soeben erst von schwedischen Runenkennern entziffert worden ist. Es handelt sich um den Roek-Slein. so genannt, weil man ihn seinerzeit in der Gemarkung der Gemeinde Roek Geschichten aus aller Welt. Oie kleinste $rau der Welt erzählt... Manzi Racz ist eine Liliputanerin, die 24 3ahre alt ist und eine Größe von 65 Zentimeter besitzt. Sie nennt sich „die kleinste Frau der Welt" und hat als solche auf den Dariete-Bühnen vieler Länder Aussehen erregt. 3n einem englischen Blatt plaudert sie von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. „Wein größtes Pech ist", so schreibt sie, „daß ich den Menschen von normaler Gröhe nicht klarmachen kann, daß ich außer meiner Kleinheit genau so bin wie sie. 3ch messe nut 65 Zentimeter und wiege 33 Pfund, bin kleiner als ein durchschnittliches Kind von drei 3ahren, aber deshalb möchte ich durchaus nicht als Baby betrachtet und behandelt werden. Ich lese Bücher wie andere Leute auch, sorge für die Ausbreitung meiner Bildung, interessiere mich für alles, was auf der Welt Dar sich geht, und spreche fließend sieben Sprachen. Ich darf daher wohl verlangen, für „voll" genommen zu werden. Aber wie oft will man mir nicht glauben, daß ich erwachsen bin. 3n Deutschland hielt mich eines Tages ein Schutzmann an und stellte mich wegen meiner Kleidung zur Rede: er wollte wissen, wer meine Eltern wären und ob sie damit einverstanden seien, daß ich mich wie eine Frau kleid« und nicht wie ein Kind. Als ich ihm erklärte, daß ich erwachsen sei und mich onziehen könne, wie ich wolle, schüttelte er ungläubig den Kops. Während unseres Di-putes hatte sich eine stets wachsende Wenge um uns versammelt, und der Schupo, der Aufsehen vermeiden wollte, nahm mich wie ein Baby auf den Arm und marschierte mit mir nach dem nächsten Polizeirevier. Hier sollte ich mich wegen „unangemessener Kleidung" verantworten. Erst nachdem ich bewiesen hatte, daß ich lesen und schreiben konnte, ließ man mich zögernd gehen. Derartige unangenehme Vorfälle passieren mir immer wieder. Man beschenkt mich mit Süßigkeiten und Spielsachen, die für Kinder bestimmt sind, und ein Ehepaar, das keine Dachkommen hat, wünschte sogar dringend, mich zu adoptieren. Mit Ausnahme dieser ewigen Unterschätzung macht mir am meisten meine Toilette zu schassen. Wie alle Frauen, liebe ich hübsche Kleider, aber wie schwer sind sie für mich zu erlangen! Ich stehe oft mit sehnsüchtigen Blicken vor den Auslagen der Modegeschäfte, und es bereitet mir großen Schmerz, daß die schönen Kleider, die hier zu sehen sind, mir nicht passen. Die einzigen Sachen, die ich fertig kaufen könnte, sind jene luftigen, bunt bestickten Kinderkleidchen, in denen ich mich nicht wohl fühle. Daher muß ich mir alle Toiletten besonders anfertigen lassen, und ebenso ist es mit meiner Wohnungseinrichtung. Die Zimmer, in denen ich mich behaglich fühle, machen den Eindruck eines ziemlich großen Puppenhauses. Jeder Gegenstand ist in Liliputmaßen gehalten, nicht nur mein Bett, meine Tische und Stühle, sondern auch die Töpfe und Pfannen meiner Küche. Ich erhalte oft Besuch von anderen kleinen Leuten, mit denen ich mich in meiner Umgebung sehr wohl fühle. Aber große Menschen kann ich in meinem Heim nur schwer ausnehmen. Seit langem bin ich zu der Heberseugung gelangt, daß das einzige Mittel, das über die Leiden des Zwergentums hinwegbringt, in einem guten Humor besteht. Die Gabe, auch über die peinlichsten Situationen, die mit meiner Erscheinung verknüpft sind, herzlich zu lachen, hat mich vor jedem Gefühl der Minderwertigkeit und des AuSgestoßenseins aus der Gefellschaft bewahrt. Dur wenige wissen, daß wir Zwerge meist von normal großen Eltern stammen. Ich habe einen Bruder, der über 180 Zentimeter groß ist, und eine Schwester, die ebenfalls eine stattliche Figur besitzt Bis zu meinem fünften Jahr ahnten meine Eltern nichts von der Zwergenhastigkeit, die mir bevorstand. Ich galt zwar damals schon als ziemlich klein, aber meine geistige Entwicklung war sehr fortgeschritten und erweckte große Hoffnungen. Dann hörte plötzlich das Wachsen auf. Weine Eltern brachten mich zu den bedeutendsten Aerzten, um ihren Rat einzuholen, aber keine der vielen Behandlungen, die mir zuteil wurden, vermochten meiner Größe auch nur einen Zentimeter hinzuzufügen. So gaben meine Eltern schließlich die Hoffnung auf und ließen mich in die Schule gehen. Ich zeichnete mich hier besonders in Sprachen und Mathe- matil aus. Aber das alles nützte mir nichts, und so blieb mir nichts anderes übrig, als die Bühnenlaufbahn Diese füllt mein Leben aus, und fo habe ich schon manchen Heiratsantrag, auch von normalgrohen Männern, zurückgewiesen." um fich. Und entdeckt, daß ein paar Meter entfernt sein Wogen steht. Nun muß er in die Brieftasche greifen, das Fenster bezahlen. Dann hebt er wieder den Stein auf, schleudert ihn wütend gegen seinen Wagen und schlägt ein Fenster ein. Jetzt zieht er das Taschentuch aus der Tasche, um die Stirn abzuwischen, zllfo, er zieht das Taschentuch, und mit dem Taschentuch kommt etwas zum Vorschein. Das ist der Schlüssel. — Wie schnell schwimmen die Fische? Die Tatsache, daß die Schnelligkeit.der Fische kaum weit hinter der der Vögel zurücksteht, wird vielen verwunderlich erscheinen. Denn während die Schnelligkeit der Vögel schon ost untersucht worden ist, hat man sich mit jener der Fische, die auch schwerer zu beobachten ist, noch wenig beschästigt. Einige Einzelheiten über di« Wasserbcwohner teilte ein englischer Beobachter mit. Er versuchte zunächst, die Schnelligkeit von Forellen in einem klaren Wasser zu ermitteln, nachdem er sie durch das Hineinwersen eine- kleinen Steines ausgescheucht und zu schnellster Bewegung veranlaßt hatte. In einer Reihe von Versuchen gelangte er zu dem Schluß, daß die Geschwindigkeit einer kleinen Forelle etwa 45 Kilometer in der Stund« beträgt. Die Forelle ist aber zweifellos nicht so schnell wie die Mw- freie; wie überhaupt im allgemeinen zu sagen ist, daß bei sonst gleichen Verhältnissen die Fische um so schneller schimmen können, je größer sie sind. Ein zehnpsündiger Lachs, selbst wenn er von der Angel erfaßt ist und eine Leine mit* schleppen muß, entfaltet eine außerordentliche Schnelligkeit. Ein Sabalo mit feinem langen schlanken Körper und seiner starken Muskelkraft soll, wie von Fischern, die ihn gefangen haben, versichert wird, mit einer Schnelligkeit von 1 2 0 Kilometer in der Stunde schwimmen können. Bei einer Fahrt von Charlestow nach Jackson* Ville in Florida beobachtete der Engländer eine Schar Tümmler, die in Keilsormation vor dem Schisse herschwammen. Plötzlich sah er, wie sie. augenscheinlich auf irgendein Zeichen, sich in zwei Geschwader teilten, die beide umdrehten und um das Schiff herumfchwammen, um dann sofort wieder zu ihrer Stellung vor dem Schiff zurückzukehren. Der Dampfer bewegte fich unter- dessen mit einer Geschwindigkeit von 15 Knoten. Da das Manöver sich öfter wiederholte, kamen alle, die es sahen, zu der Ansicht, daß di« Tümmler etwa dreimal so schnell wie das fahrende Schiff schwammen oder etwa 80 Kilometer in der Stunde zurücklegten. Die Haifische haben etwa dieselbe Geschwindigkeit wie die Tümmler, aber sie sehen sich ziemlich langsam in Bewegung. Dur ein Fisch könnte den Sabalo übertreffen, das ist der Schwertfisch, dellen Kraft und Flink- heit von keinem andern Fisch' in den Meeren übertroffen wird. Die Schnelligkeit des Wal» sifches. der ja fein Fisch, sondern ein Säugetier ist. ist mit der der genannten Fische nicht zu vergleichen. Abenteuer um Mittag. Don Stefan Szetely. Ort der Handlung: Dor einem Berliner Hotel. Held des Dramas: Lin bekannter Berliner Filmregisseur. Sagen wir Herr X. Wenn der Vorhang aufgeht, ist der Schauplatz einen Augenblick leer. Dann kommt gemächlich eine kleine Buick-Limousinc vorgesahren. Bleibt vor dem Hotcleingang am Parkplatz stehen. Herr X steigt aus, drückt gewohnheitsmäßig auf einen kleinen Hebel qn der Innenseite der Tür und wirft diese kräftig ins Schloß. Herr X verschwindet im Hoteleingang Eine Stunde vergeht. Horr X erscheint wieder im Hoteleingang d. h. im .ausgang. Er kommt heraus und wirft die aus- gerauchte Zigarette weg Er tritt an seinen Wagen und greift nach dem Schlüssel, den er in der rechten Hosentasche zu tragen pflegt. Der Schlüssel ist nicht da. Auch in der linken Hosentasche ist er nicht zu finden. Vie Rocktaschen werden vergeblich durchwühlt. Na, und in. zwanzig Minuten muß er im Atelier sein. Was zu machen?! Ein Filmregisseur soll doch ein Mann der Tat sein. Rasch ist ein Entschluß gefaßt: das Glas einschlagen und sodann die Tür von innen öffnen. Also los. Er holt einen großen Stein von der Straße. Hebt seinen Arm und ... wird im nächsten Moment energisch zurückgeristen. Ein Schupomann steht vor ihm. ,^)ho, mein Lieber" — meint der Schupo — „was machen Sie da? Sie wollen wohl einen Wagen flauen, was?" Herr X protestiert energisch Holt Papiere hervor. Die Papiere werden geprüft. Der Tatbestand erklärt. Dem Entschluß wird vom Schupo beigeftimmt. Der gute Schupomann hilft. Hängt den Knüppel ab. Bums. Splitter fliegen. Die Tür wird geöffnet. Die Hand zum Dank gereicht. Plötzlich wird Herr X , wenn möglich noch unsanfter, als das erstemal, zurückgeristen. Ein aufgeregter Herr steht neben ihm. „Mensch, was wollen Sie von meinem Wagen? Sind Sic verrückt? Warum haben Sie mein Fenster eingeschlagen?" ,Lhr Fenster? Ihr Wagen? Das ist doch mein Wagen, mein Buick." „Das mochte Ihnen wohl so paffen, was? Und mein Monogramm!? Tatsächlich! Das ist doch ein fremdes Monogramm. Der Schupo tritt drohend näher. Herr X wird verlegen. Herr X schaut verzweifelt Lüge um Liebe Mit dem (Lrstabdruck dieses großen Romans von Anny von panhuys wird morgen begonnen 'f ä n g n i d und 100 Mark Geldstrafe. H. wegen schwerer Urkundenfälschung fünf Monate Gefängnis: Freisprechung des B. wegen Vergehens gegen § 147 des Genossen- schaftsgesehes. Das Gericht hatte keinen Zweifel daran, daß D. und Sch. entgegen ihrer Pflicht als Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrats in voller Kenntnis der wahren Lage des Sch. die Kasse dadurch benachteiligt hatten, dah sie den eingeräumten Kredit weit überzogen. Das verwerfliche Verhalten dieser Angeklagten, durch das die Genossen des Vorschubvereins in der schwersten Weise geschädigt wurdey, wurde bei der Strafzumessung entsprechend berücksichtigt. Dem H. wurden mit Rücksicht auf sein Geständnis und weitere besondere Umstände des Falls mildernde in dev SlwiMevirn drs GieKenee Anreisevs verlegten. Das Überraschendste an der ganzen Angelegenheit ist die Tatsache, dah man bisher der festen Ueberzeugung war, die Hunde von Konstantinopel gänzlich beseitigt zu haben. Vor etwa fün zehn Iahren waren sie sämtlich eingefangen, auf die Insel Oxia im Marmarameer gebracht und dort getötet worden, lind man scheint damals tatsächlich auch reinen Tisch mit ihnen gemacht zu haben, denn die jetzigen Hunde sind zweifellos 1 keine Abkömmlinge der damaligen. Sie gehören , einer ganz anderen Rasse an und sind, wie die älteren Einwohner von Stambul versichern, bei weitem gröher und robuster als ihre unglücklichen Vorgänger. Das Rätsel, woher sie so plötzlich und in solchen Massen gekommen sind, harrt noch seiner Lösung._______________ H. Dieser stand mit Sch. in Geschäftsverbindung und hatte eine größere Forderung an ihn. Beide halfen sich mit Wechsel aus. H. gab nun, um Sch. über dem Wasser zu halten und so seine eigene Forderung an ihn nicht zu verlieren, an Sch. erst Kunden- und später Gefälligkeitsakzepte und schließlich, als er auch diese nicht mehr bekommen konnte, von ihm gefälschte Wechsel. Sch. lieh die Wechsel von dem Vorschubverein diskontieren. Schließlich half alles nichts mehr. Es kam zu einer Revision und B. ging flüchtig. Jetzt erst stellte sich heraus, wie sehr er und Sch. dem Vorschuhverein geschadet hatten. Beide bestritten, sich strafbar gemacht zu haben. Beide wollen geglaubt haben, dah die schlechte Vermögenslage des Sch. lediglich eine vorübergehende gewesen sei und sich später sicherlich gebessert habe. Daß das Konto Sch.'s in dieser geradezu unglaublichen Weife überzogen gewesen sei, wollen sie nicht gewußt haben. H. gab die Wechselfälschungen unumwunden zu- Die Staatsanwaltschaft hielt D. und Sch. des Vergehens gegen § 146 des Genossenschafts- gesehes (absichtliche Schädigung einer Genossenschaft durch Mitglieder des Vorstandes oder Aufsichtsrats) für überführt und beantragte gegen sie je neun Monate Gefängnis und 100 Mk. Geldstrafe: im übrigen (falsche Angaben über den Vermögensstand, § 147 des Genossenschaftsgesehes) stellte sie bez. B. die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Der Strafantrag gegen H. lautete auf vier Monate Gefängnis. Die Verteidiger der beiden ersten Angeklagten beantragten deren Freisprechung, vorsorglich mildere Bestrafung, der des H. milde Strafe. Gegen 21 Uhr wurde das Urteil verkündet: D. und Sch. wegen Vergehens gegen § 146 des Genossenschaftsgesehes je neun Monate Ge- 3n der guten Stube des Försterhauses brannte die Lampe über dem weihen Tischtuche, warf durch das offene Fenster ihren Hellen Schein auf die sauber geharkten Beete hinaus. Als Malte nach der Klinke der Gartentür griff, erklang drinnen ein fröhliches Lachen, wie das Klingen eines silbernen Glöckleins hörte es sich an. Ihm aber war es wie eine Warnung, kehr um... In Einsamkeit und Trauer, hatte er geglaubt, würde sie sitzen, oder zum mindesten in banger Erwartung, und jetzt lachte sie — lachte aus vollem Halse, weil sie von dem alten Förster irgendeine Schnurre gehört hatte... Das Herz schlug ihm bis in die Kehle hinauf, wie vor einer schweren Entscheidung, gleich danach aber schalt er sich selbst einen Rarren. Weil sie mit seinem Schicksal ein bihchen Mitleid empfand, konnte sie selbst doch nicht in Sack und Asche trauern?... Er klopfte an und trat ein... Der Förster Schwarz hatte sich nach einer kurzen Respektspause empfohlen, seine rundliche Gattin aber blieb am Ofen stehen, setzte ein feindseliges Gesicht auf und strickte unverdrossen an einem langen Wollstrumpfe. Da verlief die erste Unterhaltung recht einsilbig. Frau Liselotte bedankte sich für den gütigen Besuch, er gab seiner Freude Ausdruck, dah sie so rasch sich von dem bösen Sturze erholt hätte, und es entstanden lange Pausen des Schweigens. Rur ein heimliches Einverständnis war zwischen ihnen und gab dem tropfenweis rinnenden Gespräch einen seltsamen Reiz: sie beide wünschten die lästige Zuhörerin von Herzen über alle Berge! Und die rundliche Frau Försterin schien endlich verstanden zu haben. Gegen halb zehn Uhr packte sie ihr Strickzeug zusammen, ging mit einem unwirschen Gutenacht- gruh aus dem Zimmer. Als wenn sie hätte sagen wollen: „Ich habe lang genug aufgepaht. Wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen... Roch eine Weile lang hörte man ihre tappenden Schritte durch die dünne Decke des Oberstockes, bis sie sich endlich zur Ruhe begab... Frau Liselotte streckte das ringgeschmückte Händchen über den Tisch: „Endlich!... Endlich komme ich dazu, mich zu freuen, dah Sie gekommen sind. Ich verzweifelte schon, ich mußte ohne Abschied fortgehen, und da kamen Sie endlich! Er führte die kleine Hand an seine Lippen. Wie ein Rosenblatt so zart lag sie in seiner breiten Ritterfaust. Er aber sagte mit einer gewissen Bitterkeit, von dieser Verzweiflung hatte er nicht viel gemerkt. Als er an der gestanden, wäre es ihm vorgekommen, als hatte sie sich recht gut unterhalten... „O Gott", seufzte sie auf, „mißgönnen Sie mir das bihchen Zerstreuung? Wenn man em so freudloses Leben führt wie ich, da ist man für Oer Vorschußvereinskrach in Laubach. Die Verhandlung vor dem Gietzener Schöffengericht. • Gießen, 16. Sept. Der vor etwa einem Iahre erfolgte Zusammenbruchdes V o r - schußvereins Laubach bildete, wie gestern bereits schon kurz berichtet, die Grundlage der heutigen Verhandlung vor dem Schöffengericht Gießen. Der Rechner K. D. und der Holzhändler O. Sch. I!. von Laubach standen unter der Anklage, als Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrats absichtlich zum Rachteil der Genossenschaft, d. i. des genannten Vorschuhvereins, gehandelt zu haben: B. wurde weiter zur Last gelegt, wissentlich unwahre Angaben über den Vermögensstand der Genossenschaft gemacht zu haben. Der Holzhändler W. H. aus einem Ort des Siegkreises war der schweren Urkundenfäl- schung angeklagt. Die Vernehmung der Angeklagten und die umfangreiche Beweisaufnahme ergaben folgendes Bild: Der Dorschuhverein Laubach war eine landwirtschaftliche Genossenschaft, die auch die üblichen Bankgeschäfte abwickelte. Rechner war seit langen Iahren der Angeklagte B, der all* gemein das größte Vertrauen genoß: er war Mitglied des Vorstandes. Der Angeklagte Sch. war Mitglied des Aufsichtsrats. Ihm war gegen Sicherheit ein laufender Kredit von 20 000 Mk. eingeräumt worden. Vom Iahre 1929 ab wurde dieser Kredit erheblich überschritten. D. diskontierte Wechsel und zahlte Schecks aus, ohne dem Aufsichtsrat hiervon Kenntnis zu geben und dessen Genehmigung einzuholen. Ende 1929 dein Oster-Gotland aufgefunden hat. Er ist e nes der bssterhaltenen und geschichtlich interessantesten Zeugnisse der nordgermanischen Vorzeit und hat bisher den Prähistorikern manche Ruh zu knacken aufgegeben, bis es nunmehr dem größten zeitgenössischen Sachverständigen der Ru- nenforschung gelungen ist, seine rätselhaften Inschriften zum größten Teil zu entziffern. Sie berichten in der ihnen eigentümlichen getragenen Sprache über ein vorgeschichtliches gamihen- drama, das an die Göttersagen der Edda erinnert. Ein aller Mann namens Varin beklagt darin sein tragisches Schicksal. In hohem Alter ist er fast vereinsamt durch die Schuld eines Stammes- genossen, der ihm den ältesten Sohn und dessen junge Frau, die Ehegattin und das gesamte Knechtsgesinde getötet hat, weil er der Rebenbuhler dieses ältesten Sohnes vor der Verheiratung gewesen und abgewiesen worden ist. Er beklagt weiterhin, dah er selbst schon zu betagt und schwächlich ist, um den Tod seiner Familie an seinem Urheber zu rächen. Aber glücklicherweise hat er noch ein nachgeborenes Söhnchen in zartem Alter, das gleich ihm der Metzelei entgangen ist, und ihm überträgt er hiermit die heilige Aufgabe der Blutrache. Diese schriftliche Beauftragung ist verquickt mit den mächtigsten und wirksamsten Beschwörungssprüchen und Fluch- sormeln gegen den Mörder. Ebenso fügt Varm Beschwörungen hinzu, die seinem Sohn die zur Vergeltungstat notwendigen körperlichen Kräfte und seelische Ausdauer bei seinem blutigen Werke verleihen sollen. Ein weiterer großer Teil der Runenschrift besteht aus geheimnisvollen magi- schen Zeichen, deren Entzifferung bisher allen Bemühungen der Archäologen gespottet hat, obwohl gerade diese Zeichen heute noch von einer Klarheit und Schärfe sind, als seien sie gestern erst in den Stein hineingeschnitten worden. Wieder Hunde in Stambul. (p) Stambul. Eine unerwartete und unangenehme Erscheinung beschäftigt seit einigen Wochen die Stadt- Verwaltung Konstantinopels: die berüchtigten wu- den Hunde sind wieder da! Sobald die Rächt über dem Goldenen Horn aufgegangen ist, kommen sie in großen Rudeln aus den ärmlichen Vororten der Stadt in die eleganten Straßen von Pera, deren nächtliche Stille sie mit ihrem Geheul zerstören, und machen Iagd auf alles, was nur einigermaßen frehbar erscheint. Sobald sich jedoch der Himmel im Osten erhellt, verschwinden sie wieder von der Bildfläche und tauchen in ihre unbekannten Schlupfwinkel unter. Diese Wiederkunft der Hunde, die vor Iahren einmal eine Charakteristikum für die Hauptstadt der Sultane gewesen sind, erfüllt die städtischen Behörden mit ernsten Besorgnissen, zumal unter den Tieren bereits vereinzelte Fälle vonTolmout einwandfrei festgestellt worden sind. Die Einwohner haben deshalb schon vor Wochen ihren Kindern verboten, auf den Straßen zu spielen. Versuche der Polizei, die Hunde durch eine groß angelegte Razzia in Pera einzufangen sind wie- derholt gescheitert, da die Tiere wohl instinktiv witterten, daß ein Unternehmen gegen sie geplant war und für diese Rächte den Schauplatz ihrer Rahrungssuche irgendwo andershin , Es kommt ja ganz bestimmt und gewiß, aber wenn man sich's vorstellt, will es einem gar nich in den Kopf herein. Vierzig Iahre hat man nun in diesem Haus seine Arbeit gehabt, gegessen, getrunken und geschlafen, und mit eins soll das zu Ende sein?... Ich weiß gar mch, was ich dann mit mir anfangen werd', wenn das hier zu Ende ist..." Und er sah mit schwimmenden Augen in den Hellen Kreis, den die Lampe auf dem Tischtuche zeichnete. „Ra", sagte Miken und strich sich energisch die weiße Schürze glatt, „noch is er ja mch auf der Welt, der uns hier alle zum Tempel rauSjagt. Hub in diesen letzten Tagen hab' ich m der Zeitung was gelesen, und es is mich eine rechte Tröstung gewesen, dah es nämlich auf vier Iun- gen in Deutschland immer fünf Deems gibt... Statistik nennen sie das. Diese Statistik wünsch ich unferm Herrn Crblandmarschall von Herzen! „Ich auch, weiß Gott!..." „Ra schön", sprach Miken weiter, „aber ich habe mich für den andern Fall die Sache nu s o zurechtgelegt! Fünfzehnhundert Taler hab' ich gespart, da zieh' ich nach Rostock und fang n Handel mit Grünzeug an und Räucherfisch. Bloh von meine Renten zu leben, dazu fühl' ich mich noch zu rüstig — ich muß was zu arbeiten haben! „Rach Rostock", sagte Lentz gedankenvoll. „Ra 'wie wär's, Miken, wenn wir beide da zusammenziehen möchten?" rD„, „Ach Gott, Herr Lenh ..." Eine fluchtige Rote huschte über das verschrumpelte Altjungferngesicht- lein, und sie sah an ihrer dürftigen Gestalt hinunter. „Zusammen? Ich mein’, das möchte« wohl die Trauungskosten nich mehr verlohnen... „Fräulein Dannappel". erwiderte er ernsthaft, „das meine ich auch nich. Ich bin Sie mch nach- gestiegen, wie Sie noch ’ne nüdliche runde Deem waren — also werden mich solche Dummerhaftig- keiten auch heute nich beifallen. Ich möcht' nur einen Unterstand haben, daß ich Arbeit suchen kann. Meine achttausend Taler, die ich gespart hab in vierzig Iahren, sie sind... ja, da hab ich eine Verfügung darüber getroffen für einen andern. Unsereins weiß sich doch eher zu helfen, wenn es hier mal zu Ende is..." Miken fuhr sich mit der Hand über die Augen, heulte laut auf. „Lenh!... Un da Öeent man mit so nem rügen Kierl tofamen, mehr as bärtig Iahr... zankt fick un schimpt sick männigmal, Wil hei immer as n Swinegel Tümmergeiht, de Stacheln nah buten gestellt...“ Che", sagte Lenh mit einem trüben Lächeln, „ober as 'n Pannkoken. De rüge Schal es buten, bat söte Plumenmus fitt inwendig... ba möt man sick ierst dörchfreten... von buten nach binnen... jeden kleinen Sonnenstrahl empfänglich, den der Zufall bringt... Und gerade bei Ihnen, Herr Graf, hatte ich auf ein -wenig Verständnis gerechnet ..." „Ra ja", sagte er schwerfällig, „ich lache auch herzlich gerne, aber wenn es einem so koddrig geht wie mir..." Er brach ab, denn es Widerstrebte ihm, von feinen Sorgen zu sprechen. „Ich habe davon gehört", erwiderte sie leise, „es muß schrecklich fein, wenn man bei der Heimkehr alles so verändert findet! Und ich möchte Ihnen so gerne helfen, aber was vermag eine schwache Frau? Richts als ein recht herzliches Mitleid empfinden..." Und als er nicht antwortete, fuhr sie fort: „Seltsam Ist es, wie der Zufall die Menschenkinder durcheinanderwirbelt. Gestern vormittag hatte ich noch keine Ahnung von Ihnen, heute sitzen wir uns gegenüber, sprechen von dem Letzten, was unsre Herzen be- toegt. Fast ist es wie eine Fügung... Und ich glaube daran... An jene geheimnisvolle Macht, die Menschen zueinanderführt, die freudlos durch das Leben wandern... ein umgekehrter Magnetismus ist es gewissermaßen, der Gleiches zu Gleichem gesellt..." Sie-brach ab, eine kleine Trane schimmerte zwischen ihren seidenweichen Wimp""n. Und Malte sah ba, verschränkte die groben Hände ineinander, daß die Gelenke krachten, und wußte nichts zu erwidern. Zu hoch war der Flug der Gedanken, da konnte er nicht mit. Rur das Herz schwoll ihm in der Brust, schnürte ihm fast den Atem ab... Und die zierliche kleine Frau fuhr fort zu sprechen mit dem feinen Stimmchen, das sich wie Sammet so weich ins Ohr schmiegte. Erzählte von einer trostlosen Iugend mitten in Luxus und falter Pracht... einer Iugend ohne Liebe, Denn die Eltern lebten getrennt... ganz einsam hätte sie zwischen den beiden haßerfüllten Menschen aeftanben, von zwiespältigen Gefühlen hin und her gerissen. Und weiter erzählte sie, wie sie dem ersten gefolgt wäre, der um sie warb, nur um aus diesen trostlosen Verhältnissen herauszukommen ... Einem wenig achtungswerten Menschen, den sie leider zu spät in seiner ganzen Hohlheit erkannt hätte... Bloh um ihr grohes Vermögen wäre es ihm gegangen und um den gewaltigen Einfluß des Schwiegervaters, der in der Handelswelt aus unbeträchtlichen Rullen vollwichtige Ziffern .zu machen verstand... Und seither lebten sie gewissermaßen aneinander vorbei, kein gemeinsames Band wäre zwischen ihnen als die stille Uebereinfunft, dem Gerede der Welt keine I unnötige Rahrung zu geben. Sie ginge in die Einsamkeit mit ihrem Schmerz, er aber käme von \ Zeit zu Zeit zu Gast, um wenigstens den Schein I zu wahren... , r 1X (Fortsetzung folgt.) Tas bißchen Erde. Vornan von Richard Glowronnel. Copyright by I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. 35 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Che", sagte er, „ich hab das Wohl gemerkt. Aber neulich hab' ich aus Langeweile in ein Buch gelesen, das wär' jetzt so Mode. Auch die feinsten Damen würben sich mit einem Wohlgeruch begießen, unb jebe tat' sich ’nen anbcrn 'raussuchen für sich allein. Das ba, zum Verspiel, hat vorhin bie Frau Förster gemeint, wär so was wie Flieber mit ’nem lütten Schuh Pferde- stall dazwischen." „ , „Ach was", erwiderte Miken ärgerlich, ne anständige Frauensperson, wenn sie sauber ist und tugendhaft, hat sie den besten Wohlgeruch! Wenn sie Parfäng an sich gießt, hat sie was zu verstecken! Und haben Sie das wohl an unsrer seligen Frau Gräfin erlebt, wenn sie durch die Stube ging? Höchstens nach ein büschen Lawendel hat es gerochen, von wegen der Wäsche... „Ra ja“, meinte er achtungsvoll, »das war auch ’ne Frau Gräfin!" Und nach einer Paule fügte er beklommen hinzu: „Aber ich weih nich, Miken — mich is das all den ganzen Tag so schwer auf der Brust... und ich möcht auch nichts unnütz bereden, aber das gibt hier bald ein Unglück. Das hat mich noch nie betrogen...“ Sie zuckte geringschätzig mit den Schultern. „Das braucht einem nicht erst zu schwanen, das Unglück is schon ba! Die Frau Förster hat ja vorhin erzählt, wie schön bah sie's toieber eingefäbelt hatte mit bet Alten-Krakower Baroneß, unb da muhte mit eins diese schlechte Person dazwischenkommen mit ihrem Parfäng!... Ich hab’ noch nie nich geflucht in meinem Leben, aber ba möcht' man Wirklich Himmelkreuzmillio- nenschockbonnerwetter zu sagen!..." „Fürs erstemal ging es schon ganz gut', meinte Lentz mit einem trüben Lächeln. Unb sorgenvoll sprach er weiter: „Mit unferm jungen Herrn aber... eins zieht bas anbre nach. In fo einer Zeit, unb man wartet auf eine Entscheidung von ber Gnabe unsres lieben Herrgotts, ba soll man sein Herz nich mit ’ner Sünbe beflecken. Er läht sich nicht spotten.^/' . „Che", sagte Miken, „und bei diese Frau Bankdirektor aus Berlin können Sie sich nich mit Ihrem breiten Puckel dazwischenstellen, tote damals beim Getoehrschrank. Das würd' Wohl nich viel Helsen..." , Danach schwiegen die beiden Altchen, jedes in seine trüben Gedanken versunken. Dis Lentz wieder zu sprechen anfing, mehr zu sich selbst... trug der Sch. in lausender Rechnung gewährte Kredit bereits rund 40 000' Mk. Das ging im Iahre 1930 Immer so weiter, unb im August 1930 betrug schließlich bie ungedeckte Schuld des Sch. 200 000 Mk. Das alles konnte erst nach dem Zusammenbruch ber Dank mühsam festgestellt werben, ba D. gerabe bas Konto Sch. schon seit September 1929 nicht mehr richtig geführt hatte. Rach seinem Ausscheiben aus bem Vorschuhverein würben in seiner verschlossenen Schublade eine Menge Wechsel gefunden, bie für Sch. eingelost, aber nicht zu seinen Lasten verbucht waren. Von Sch. angeblich beigebrachte Zessionen, bie als j . Sicherheit bienen sollten, würben überhaupt nicht > oorgefunben. Unter ben von bem Vorschutzverein ' | eingelösten Wechseln befanben sich auch solche des Umstände zugebilligt und ihm Strafaufschub mtf Bewährungsfrist gewährt. Oberheffen. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 18. Sept. Unser Mitbürger, Herr Karl Dorfeld, Besitzer der „Karlsruhe", kann heute in voller geistiger unb körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag begehen. ch Lang ° Göns, 15. Sept. Am nächsten Sonntag feiert unsere evangelische Kirchengemeinde ihr 4 0 0. Reformationsjubiläum. Aus diesem Anlaß findet um 14 Uhr ein F e st g v 11 e s d i e n st statt, bei dem der als Forscher auf dem Gebiete der Volkskunde und Heimatgeschichte bekannte Pfarrer Dr. H e y m a n n (Langsdorf) die Festpredigt halten wird. Am Nachmittag gelangt das Festspiel „Glaube und Heimat" zur Ausführung. Den Abschluß der Feierlichkeiten bildet ein Gemeinde- abend im neuen Gemeindehaus bei dem Pfarrer Emil Weber (Eschbach), ein Sohn unserer Gemeinde, sprechen wird. Die auswärtigen Festbesucher sind Gäste unserer Gemeindeglieder. Kreis Friedberg. = Kirchgöns, 17. Sept. Unsere ^Gemeinde hat sich entschlossen, ein Kriegerdenkmal zu Ehren ihrer im Weltkriege gefallenen Söhne zu errichten. Es soll auf bem nach der Hauptstraße zu gelegenen Teile des Schulhofs erstellt werben. Der Sockel des Denkmals ist bereits errichtet, das Relief befindet sich in Arbeit. Hinter bem Denkmal soll ein Eh r enf r i edh o f angelegt werben, auf bem jeher Gefallene einen Gedenkstein erhält. An der Seite ber Anlage führt von ber Straße eine etwa 2 Meter breite Treppe nach dem Ehrenfriedhof. Das Ehrenmal soll noch in diesem Herbst fertiggestellt werben. — Am Sonntag feierte ber hiesige Turnverein sein 40- jähriges Bestehen. Am Samstagabend bewegte sich ein stattlicher Festzug mit Musik durch bas Dorf nach dem Festplatz. Im Saale bes Gastwirts Ludwig Müller hatten sich viele Festteilnehmer versammelt. Den Mittelpunkt des Abends bildeten bie turnerischen Uebungen, die starken Beifall fanden. Gesangsvorträge des hiesigen Gesangvereins und Theaterstücke füllten ben übrigen Teil des Abends aus. Zum Schluß wurden den Gründern und langjährigen Mitgliedern des Vereins Ehrenurkunden für bie bem Verein bewiesene Treue verliehen. Kreis Büdingen. * Büdingen, 15. Sept. An den ReichS - jugendwettkärnpfen des Wolfgang- Ern st-Gymnasiums beteiligte sich fast ein Drittel der Gesamtschülerzahl. 60 Schüler und 15 Schülerinnen errangen Siege. Die drei ersten Sieger sind: Knaben Oberstufe: 1. H. Breidenbach (131 Punkte): 2. F. Dechtler (116 P.): 3. H. Fucker (111 P.). Mittelstufe: 1. A. Waltz (110 P.): 2. L. Amend (108 P.): 3. W. Frey (105 P.). Unterstufe: 1. I. Lenz (106 P.): 2. W. Geyer (93 P.): 3. W. Brack (91 P.). Vorstufe: • 1. Hans Schneider (63 P.): 2. R. Engler (62 P.); 3. P. Fritges, H. Eckart (59 P.). Mädchen. Mittelstufe: 1. M. Schmidtmann (87 P.): 2. I. Strohe (69 P.). Unterstufe: 1. L. Ditschler (56$.); 2. E. Roll (50 P.). Vorstufe: 1. A. Völker, L. Berges (62 P.): 2. L.-L.. Schön (61 P.): 3. G. Kraft, E. Lehr (58 Punkte). Kreis Schotten. # Freienseen, 16.Sept. Am Montag veranstaltete ber Bezirislehrerverein des Bezirks L a u b a ch eine P i l z e x k u r s i o n, bievon Professor Dr. S p i l g e r (Darmstabt) geleitet wurde und an der auch eine große Anzahl Mitglieder bes Rachbarbezirks Grünberg teilnahmen. Prof. Dr. ©pilger zeigte zunächst einige seltene Pllan- zen. Auf einer Wanderung über ben Ramsberg fanden die Teilnehmer eine Menge, darunter auch sehr selten vorkommende Pilze. Der Führer zeigte besonders, wie man bei ben einzelnen Arten feststellen kann, ob sie giftig sind. An bie Wanderung schloß sich eine rege Aussprache an. tcorW her a? SffÄ her 1 besten tot wffe 42,2 Lin der Gießen Die ®iefeen«^ im vorigen W.® Mderverbanh Meinen erring „folg* * Siege im IW? Im Mer und zwei den Regatten'n Ka hoch und Mainz ern g^ir ist dem hohe danken, die kein per g°ichent h°b°n. ° meinen I-tME naturgemäß größte Die Mannschaften ierern und Schuler den Schulen aus e' ■jÄ? Siegerpreise im 2 Hochsiätter am Ki befinden sich dabei bie Kaiser Wir unb Mainz gestifte st! auf der 1 Der vom sü langgehegte Mn bildungsMte zu ses Sommers vei Eisbahn geschass 90 Eistage im l Tage z. Ä. hier im Taunus ist i angelegt worden Kurse mit 6 Tc sichren. Gewiß 5 Machtstellung der Mr aber der erste t wärtsenttMune Auch der Gies genheit benützen Male eine sachr zu lassen. Es b gen Kurs ganz Neben der Lori Ausbildung end gewünschte Derv oer seitherigen a M (Siehe auch HanSball i Tv-Sroßen-tin 3im letzten Psi L«ste Mannsch Cls des Turn- u W Men jtoc jnh tat Tabelle ven-Lmdener vvi Sonntag alles ai Su kommen, tßot Gcoßen-Linden I genüber. Am Sonntag c Turnveereins »leiche des Pol M zum fällj '«iX1/ <ÄLt!e|,6to''9® 5r^rneinbe »alau ,mlet dem DeÄ, ' Qn9tkgt btt, f kuhrt bon dn * Treppe nach 1Ql fall noch in 12lm Sonn« "in sein 40» bewegte sich durch das Dors .der Tastwirt- k Teilnehmer Wend- bis» dk starken Deiner hiesigen Temen den übrige, )Iuh wurden Den federn deS Der» n Verein bewiv» t. DZ WZ r-S- pn* hfi vest »i.s ä"8- r.»L meinbe. 11 unserer en Festbesucher en. n den Reicht» \ Wolfgang« igte sich saft ein 60 Schüler und Me drei ersten fe: 1. ä 2rei» chtler (116 P.); ise: 1. 2. Daltz >.); 3. T&. Trey , (106 P.s, 2. D. 11 $.). Vorstufe: L Tnakr (62 P.); ß.). Mädchen, m (87 $.); 2. 3. !. Ditschkr (56?.); 1. L MlKr, L. in (61 $>•); 3. ®. tt. Im Montag verein M VeM i v n, dir von Pro« Ly geleitet wurde M Mitglieder des rahmen. Pros. Dr. lige seltene W* bet den Amnrberg enge, darunter auch lie. ®« @® jen einzelnen Arten nd. An die Mande. zsprache an- j Verständnis flt* ich lache auch «i» !• «K i denn es wider erwiderte lk kik, man bei der eil Und ich i* ■ was vermag eme ein recht als er nB s*äS SO Fügung>^ jj theimnisvoue $ ngeHÄ Slei- er^LLräna )c^bie fl»ucl ^krackten, und (tau '*& $* rnchea, QltCDon n^?/Ks »nd len in *UL denn ‘.Ä, HM Mer 9°J^ V^cinva" SsE e kein ft $J.*fpor< nimmt, um sich am 4. Oktober in Königsberg enbaültig von den brutschen Sportlern zu verabschieden. Wie verlautet, plant der Weltrckvrd- mann anschließend noch eine Reise nach Japan. Leichtathletik der Sp.'Dg. 1900. Durch Vermittlung und Unterstützung des Westdeutschen SpielveroandeS und der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik ist eS ermöglicht worden. !Sc0s bekannten Langstreckler Der- Hardt zu der am kommenden Sonntag In Wien stattfindenden österreichischen ^Marathon - Meisterschaft zu entsenden. Der Lauf ist international ausgeschrieben und sieht daher allster der gesamten österreichischen Elite die besten Langläufer der Rachbarländer am Start. Gerhardt steht vor einer äusterft schweren Ausgabe. Sr wird zu »eigen haben, ob sich seine Hormverbesserung, die er vor kurzem beim 25- Kilometer-Laus in Dortmund unter Beweis stellte, auch auf die 42.2 Kilometer lange Marathon- Strecke au-gewirkt hat. 23 (Siege der GRG. Lin erfolgreiche» Jahr der Gießener Budergesellschaft 1877. Die Giehener Ruderaesellschoft 1877, die sich schon im vorigen Jahre eine beachtliche Stelle im Deutschen Ruderoerband mit dem 29. Platz unter über 500 Vereinen erringen konnte, hat in diesem Jahre noch erfolgreicher abschneiden können. Sie steht mit 23 Rennsiegcr» nunmehr an dritter Stelle und hat nach der Zahl der Siege grobe Vereine weit hinter sich gelassen Dor ihr marschieren an erster Stelle Amicitia Mannheim mit ihrer Meistermannschaft und Germania Frankfurt. Im einzelnen verteilen sich die Erfolge auf zehn Siege im Vierer, sechs Siege im Einer, fünf Siege im Ächter und zwei Liege im Doppelzweier, die auf den Regatten in Kassel, j)anau, Ems, Gießen, Offenbach und Mainz errungen wurden. Das glanzende Er. Sebni» ist dem hohen Sportstnn der Ruderer zu ver. anken, die kein persönliches Opfer an Geld und Zeit gescheut haben, da sich die Gesellschaft bei den allae- meinen schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen naturgemäß größte Sparsamkeit auferlegen mußte. Die Mannschaften haben damit den jüngeren Ruderern und Schülern ein gute» Vorbild gegeben. Wie im Vorjahre wurde da» Damenrudern auch von den Schulen au» eifrig gepflegt; die Paddelabteilung nahm weiteren Aufschwung. Die Gießener Rudergesellschaft hat die errungenen Siegerpreise im Ausstellungsraum der Firma hch. f)oa)ftäiter om Kreuzplatz zur Schau gestellt. U. a. befinden sich dabei auch zwei wertvolle Wanderpreise, die Kaiser Wilhelm II. für erste Rennen tn Kassel und Mainz gestiftet hatte. Kunstlaufkurse aus der Brunhildis-Eisbahn. Der vom fübwestdeutschen Eissportverbanü langgehegte Plan, im Verbandsgebiet eine 2Iu8- bildung-stätte zu schaffen, hat sich im Laufe diese- Sommer- verwirklichen lassen. TS mußte eine Eisbahn geschaffen werden, die mindesten- 80 bi- 90 Ti-tage im Winter hatte, statt der 8 bi- 14 Tage z. B. hier in Gießen. Auf dem Feld berg im TaunuS ist nun fürfl erste eine kleine Dahn angelegt worden, die dem Verband gestattet, Kurse mit 6 Teilnehmern pro Woche durchzu» führen. Gewiß kann damit noch nicht die Vormachtstellung der DebirgSstädte und der Grost- ftädte mit künstlicher TiSbahn gebrochen werden, aber der erste Schritt zu einer weiteren Auf- wärt-entwickluna ist gemacht. Auch der Gießener Eisvcrein wird diese Gelegenheit benützen, feinen Mitgliedern zum ersten Male eine fachmännische Ausbildung angedeihen zu lassen. S- besteht der Plan, einen elntobefolgen Kur- ganz vom Verein au- zu belegen. Reben der Vorübung auf Rollschuhen dürfte diese Ausbildung endlich den Gießener SiSläuferi» die gewünschte Vervollkommnung geben, die ihnen bei der seitherigen autodidaktischen Lehrweife gefehlt hat. (Siehe auch heutige Anzeige.) Handball im Gau Hessen (O.T.) Io. Großen-Linden I — I. u. Sp. Butzbach II. Zum letzten Pflichtspiel der Vorrunde empfängt die erste Mannschaft Großen-Linden- die zweite ölf deS Turn- und Sportvereins Vuhbach. Die Gäste stehen zwar noch ohne Punktgewinn am Tnde der Tabelle, immerhin gilt eS für die Gro- ßen-Lindener vorsichtig zu sein, da Vuhbach am Sonntag alles aufbieten wird, um zu einem Siege zu kommen. Vorder stehen sich Hörnsheim I. und Großen-Linden II. In einem FreundschastSspiel gegenüber. Am Sonntag erwartet die erste Mannschaft des TurnveereinS »Gut Heil" Droßen-Vuseck die gleiche deS Polizeisportvereins Butzbach zum fälligen DerbandSspiel. Die erste Mannschaft der Gäste stellt eine ausgeglichene Elf dar und dürfte auf Grund ihres großen Können- eine wichtige Rolle bei den diesjährigen Meisterschaften spielen. SS darf daher mit grober Sicherheit angenommen werden, daß die Butzbacher Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen werden, um so mehr, alS Großen-Vuseck gezwungen ist. Ersatz einzustellen. Willi Kreh in (Siehen. Sportfilm-Dorfübrungen im Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. Am SamStaa, 19. September, 16 Uhr, und am Sonntag, 20. September, 11 Uhr, veranstalten Willi Kreß, der bekannte internationale Torhüter, und Ludwig Gefeiert (Frankfurt a.M.) Filmvorführungen im Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, tnt da- Interesse der Sporttreibenden, deS sportliebenden Publikums und nicht zuletzt der Jugend finden durften. Der erste Film unter dem Titel .Die Besten von 47 Rationen im Kampf im Stadion zu Amsterdam" zeigt die hervorra- gcnden Leistungen, die auf allen Gebieten deS Sports während der Olympiade zu Amsterdam unter Beweis gestellt wurden. Der zweite Film, .König Fußball" bringt die bekanntesten und besten Fußballspieler auf die Leinwand. Die Wassersportler wird besonder- der dritte Film .Kristall Thampion" interessieren. RähereS Inder heutigen Anzeige. Kurze (Sporinotizen. Paavo R u r m i hat sich ein umfangreiche- Programm zurechtgelegt. Seinen nächsten Start absolviert er am LamStag in Warschau, am 20. September läuft der Finne in Königshütte und drei Tage später schon wieder in Breslau. Don feier aus geht eS wieder nach Berlin, wo er am 1. Oktober an einem Abendsportfest teil- Tinen schweren Unfall gab es bei den Abendradrennen auf der Holzbahn in Krefeld. Der Schrittmacher von Wißbröcker (Hannover! Müller, wollte den vor ihm liegenden Damerow überholen, geriet dabei aber gegen die Barriere und flog mit feiner schweren Maschine in- Publikum. wo er vier Zuschauer unter sich begrub. Auch fein Fahrer Wißbröcker kam dabei ui einem bösen Sturz Alle Verletzten wurden in- Krankenhaus gebracht, doch besteht bei keinem Lebensgefahr. Die Frankfurter TG. Eintracht veranstaltet arn 11. Oktober zusammen mit der TG. Bornheim einen internationalen Kunstturn- Wettkampf. zu dem bereit- der Bürgertumsverein Basel mit feinem Weltmeister Mack zugesagt hat. Außerdem wird die Etädtemann- fdfoaft des Amsterdamschen Turnbond, tn der sich verschiedene Olympiasieger befinden, an dieser Veranstaltung beteiligen. e S p o r t f c ft in Freienfeen. Der hiesige Fußballverein hielt am Sonntag hier ein Sportfest ab das von fast allen Vereinen der näheren Um. getung gut besucht war Es gelangten eine Reihe von Spielen zur Durchführung die flott und fair ausgetragen wurden. Aus den Wettkämpfen gingen die Vereine in folgender Ordnung als Sieger hervor: A-Rlaffc: 1. Fv. Ruppertenrod. 2. Fv. Nonnen- rotfo. B-Älaffe: 1. Fv. Merlau; 2. Ruppertenrod; 3. Nonnenroth; 4. Groß-Eichen. Taten für Freitag, 18. September. 1426: der Maler Hubert van Gyck in Gent gestorben. — 1786: der Dichter JustinuS Kerner in Ludwigsburg geboren. — 1860: Besetzung des Kirchenstaate- durch Viktor Emanuel. Wirtschaft. • Konkurse und Vergleichsverfahren Im Jahre 1 930. Im Jahre 1930 tour- den nach den Feststellungen des Statistischen ReichSamteS 15 486 neue Konkurse und 7178 neue Vergleichsverfahren gezählt. Die Zahl der wegen Massemangels abgelehnten KonkurSanträge belief sich auf 3980. Gegenüber dem Vorjahre ist die Zahl der Konkurse um 17 Prozent, die Zahl der Vergleichsverfahren um 44 Prozent gestiegen. Damit erreichen die Gesamtzahlen der Konkurse und Vergleichsverfahren fast die Höhe des Jahres 1926. Am stärksten find die Zahlen der Konkurse gestiegen in den ostelbifchen Gebieten und in Mitteldeutschland, wahrens die Steigerung im Rheingebiet und in Riedersachsen ungefähr dem Durchschnitt entspricht. Die Bewegung der Vergleichsverfahren ist ähnlich. Zurückgegangen sind die Konkurse nur in Württemberg und Oldenburg, und zwar um 0,8 Prozent bezw. 4,7 Prozent. Daß sich auch in einzelnen Gebieten Mittel- und Westdeutschlands die Insolvenzen mehr alS im Reichsdurchschnitt erhöht haben, ist wahrscheinlich aus industrielle Umftcllungen und Stillegungen zurückzuführen. ' älniversum-Film AG. (Ufa). Die gestrige AR.-Sitzung der Ufa AG. nahm den Bericht des Vorstandes über den Rechnungs- Abschluß für 1930 31 entgegen. Es ergibt sich ein Detriebsüberschuß von 30,45 (22,28) Mill. Mark. Die Handlung-Unkosten betragen (in Mill. Mark) 2,49 (2,41), die Steuern 4,48 (4,27), Zinsen 1,65 (1,49) und Abschreibungen 18,83 (14.10). ES ergibt sich ein Reingewinn von 3 002 000 (14 248) Mark. Der auf den 12. Oktober ein- zuberusenden GV. wird die Ausschüttung einer Dividende von 6 (—) Prozent vorgeschlagen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 18. Sept. Tendenz: schwächer. — Auch die heutige Börse stand unter dem Druck der Verluste im Ausland und der Schwäche aller Auslandbörsen. Trotzdem gegen Schluß eine leichte Erholung eingetreten war, hielt man eS nicht für ausgeschlossen, daß diese Erholungen nur rein technischer Ratur waren. Die Stimmung war belastet von den kommenden wirtschaftlichen Problemen für den nahenden Winter. Es wurde ungünstig aufgenommen, daß immer noch starke Arbeiterentlasf ungen l m Ruhr revier vorgenommen werden. Da- Geschäft bewegte sich in engen Grenzen, so daß a u f f a st allen Marktgebieten Verkäufe des Publikums und auch des Auslandes erfolgten. Auch am Rentenmarkt lag wiederum nicht unerhebliches Angebot vor, das auf die allgemeine Stimmung besonder- drückte. So ergaben sich gegenüber der Abendbörse weitere Kurs- rüdgängc, die bei allen Märkten ziemlich einheitlich 1 bis 2 Prozent betrugen. Stark unter Druck standen auch heute wieder Elektroaktien, bei denen man weitere Exekutionen beobachtete. Schuckert büßten 4,1 Prozent und AEG 3,25 Prozent ein, auch Siemens und die anderen Papiere dieses Marktes lagen bis zu 1,5 Prozent niedriger. Große Kursrückgänge verzeichneten noch Deutsche Erdöl minus 3,5 Pro-., Salzdetsurth minus 3 Prozent. Eine Anzahl von Papieren erschienen mit Minus-Minus-Zeichen, darunter Aku, die schließlich 2,75 Proz. schwächer festgesetzt wurden. Am Montanmarkt betrugen die Einbußen durchweg 1 bis 1,5 Proz., nur Mansfelder Bergbau konnten sich behaupten. Von Ehemieaktien setzten auch IG.-Farben, Scheideanstalt und Me- tallgesellschast um 1 bis 1,75 Proz. niedriger ein. Schifsahrtsaktien verloren bis zu 1,5 Proz., Holzmann und Kontigummi gingen bis 1,38 Prozent zurück. Von Dankenwerten gaben Reichsbank um 1 Proz. nach. Anleihen ruhig, Al (besitz weiter leicht nachgebend, Reubesitz gehalten. Don Ausländem Türken abbröckelnd. Am Pfandbriefmarkt bestand weiter Angebot, so daß die Kurse erneut um etwa 1 bis 1,5 Proz. nachgaben. Auch Schuldbuchforderungen lagen weiter etwa 1,5 Proz. gedrückt. Im Verlaufe zeigten die Kurse keine Erholung. Es kam immer noch einiges Material heraus, so daß sich die Kurse weiter senkten. Rur IG.-Farben konnten ihren Ansangsstand unter Schwankungen etwa behaupten, da hier etwas Aufnahmeneigung festzustellen war. Am Geldmarkt lag Tagesgeld etwas leichter, der Satz wurde um 0,5 Proz. auf 6.5 Proz. ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Reuyork 4,8597, London gegen Paris 123,97, Mailand 92,91, Madrid 53,80, Schweiz 24,90, Holland 12,04. Berliner Börse. Berlin, 18. Sept. (WTB.) An der heutigen Börse herrschte stärkere Geschäft« st ille. Die Umsatztätigkeit war merklich geringer, als an den Vortagen, und fo mußte besonders die Auf- nahmeunlust schon bei kleinstem Angebot zu neuen Kursrückgängen führen. Vorbörslich notierte man noch Ziemlich behauptete Kurse, zumal die Auslandbörsen im Einklang mit dem gestrigen Reuyorker Schluß widerstandsfähig zu fein schienen. Zu den ersten Kursen kam aber noch einiges Material auf Glattstellungen an die Märkte. Wieder einmal machte man den Fehler, aus den gestern bekanntgegebenen Lieferungs-- bzw. Aufnahmequoten Folgerungen aus die bestehenden Hausse- bzw. Baisse-Konditionen zu ziehen, ohne $u berücksichtigen, daß auch diese Liquidation eine Freiwillige war und über die Höhe der abgewickelten Geschäfte nichts getagt wird. Au- einer Erklärung der Liquidation-kaffe acht nur hervor, das) bi-her über 43 Millionen laufende Engagement- feit dem 11. Juli abgc* bröckelt find, ohne daß man. auf die Frage der Differenzzahlungen näher eingebt. Die Amsterdamer Schwäche. die trotz Reuvork heute eine Fortsetzung erfuhr, verstimmte stärker und ließ heute Auslandabgaben befürchten. Auch om Rentenmarkt trat da- Ausland wieder al- Abgeber auf. wa- die Gefahr weiterer Abzüge vergrößerte ES erschienen wieder einige Werte mit Minus-Minus»Zeichen, doch waren Kursverluste von mehr als drei Prozent nur ganz vereinzelt TS büßten Westeregeln 7 Prozent. Chade 5,75 Mk., Felten 3,75 Pro;, und Schuckert 4,89 Prozent ein. Sehr schwach lagen im Zusammenhang mit Holland die Äunftfeibeaftien, von denen Bemberg 3,5 und Aku 5,25 Prvz. verloren. Anleihen ruhig Pfandbriefe angeboten, sogar trotz de- 20-Millionen-äleber- brückungSkredites. Der Geldmarkt lag unverändert. 5m Vörsenverlauf kamen zunächst noch einige Glattstellungen zur Ausführung, später gab da- gesunkene Kursniveau aber zu kleinen Deckungen Veranlassung. so daß bei sehr stillem Geschäft vereinzelt Erholungen von 0,5 bis 1 Prozent gegen den Anfang eintreten konnten. Schwcincmärkle in CbcrtjcHcn. 4- Drünberg, 17. September. Der heutige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 751 Ferkeln. Ts wurden folgende Preise erzielt: Vi- 6 Wochen alte Ferkel 10 -12 Mk., 6 8 lüneben alte 15-18 Mk., 8-13 Wochen alte 20-25 Mk. Tendenz mäßig, es verblieb etwa ein Drittel deS Auftriebs ileberftanb. pb. Butzbach. 17. September. Der heutige Sch to e t n c m a r 11 war mit 391 Ferkeln befahren. Ts wurden bezahlt für Ferkel biS sechs Wochen 10—13 Mk., von 6- 8 Wochen 13—16 Mark, von 8—13 Wochen 16 -22 Mk. Der Handel war mäßig, es verblieb älederstand. Letzte Nachrichten. Eine (Spur der Jüterboger Zugattentäter? Darmstadt. 18. Sept (WIB. Zunkspruch.) Die Darmstädter Kriminalpolizei fahndet nach einer Frau Berta Kroesk 1 ny , die als TU 11- t ä t c r i n in der Angelegenheit der jüngsten Lifen- bahnattentate in Frage kommen soll und fich am Mittwoch in Heppenheim a. d. Bergstraße aufhielt. Bon dort aus halte sie an die Darmstädter Polizei eine anonyme Postkarte geschickt, auf der sie mitteilte, daß am Freitag öfter Samstag auf den Schnellzug nach Altona in der Röhe der Station Langen In hesfen ein Attentat geplant fei. Die Arau erklärte in der Anzeige weiter, sie fei Mitglied einer Bande gewesen, habe aber ihre Verbindung mit biefer gelöst, weil i h r Geliebter eine andere Zreundin genommen habe. Sie wolle sich in Bälde erhängen, möchte aber noch erleben, daß das Der brechen verhindert werde. Sie beschreibt ihren Freund, den sie Klaut nennt, der aber einen anderen Jlamen haben soll, als einen schwarzhaarigen Mann, der etwa» hinke, Goldzähne besitze und eine Ttarbe auf der Brust habe. Die Karte ist au» Heppenheim nach Darmstadt geschickt worden. Sofort nach (Eintreffen der Postkarte hat die Polizei die Rachforfchungen nach der Absenderin ausgenommen. Sie waren jedoch ergebnislos, insbesondere konnten in Heppenheim keinerlei Spuren entdeckt werden, heute morgen ist bei dem Landeskrlminalpollzeiamt Darmstadt wieder ein Schreiben eingegangen, da» Infolge seiner verworrenen Angaben den Schluß ;u- läßt, daß es sich entweder um eine Geist erkranke handelt, oder daß eine Irreführung der Polizei beabsichtigt ist. Die» hofft die Polizei In Kürze ermitteln zu können. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Rellgionsgesellschast. Gottesdienst am Sonntag: morgens 5 Uhr; nachmittags 2.30.— Man- tag, den 21. September: Versöhnungsfest. Vorabend 6.30; Predigt; morgens 6; Festesaus- gang 7.07 Uhr. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 llyr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 8 v.h., Lombardzlnsfuß 10 v. h. (r = repartiert). jrantiui a. «>. otrim Schluß» tur# entaig# kur« c^chlu»- »nfana# hirt hir< Datum 17... 18.9 17.9 11.9. 6% I'uviLr ÄncbMnittbf o. 192. 71 — 71 — v. 192» 88 — 88.25 • Douno-enltibt von 1930 . 49 —» 48 — tfutitbe «n!..«blot..Lchuld mit iluflDi.-SrAttn . . 43.9 — 44.25 44 Tclal. ebne luilcI.-Hedite . . . 8% Ml. Voltttlaal von 1929 (rüdiablb. 102%)...... Cbetbfflcn 23tot>lm-Änleibt mit 3,25 3,3 3,5 3,4 72,5 — — — auUoi.-Hed'tm ... 41,5 _ Tcutitfcf 8omm. Wnlritw Strtr 1 ..... 36,65 — — 8% irrantf e>pp.-8anl (Wortpft 15 unlünbbcr bti 1935 .... 86 _ _ 7% firantl. Hop.-Bant (Wolhpft unkündbar bl« 1936 etrit 16 89 _ ftranN. byp.-Sanl fitgu.. Vlajtbbrttfe........ Rbe'ititfcr Hyp.-Varik-Lia». Soldvle........ — — — — _ 8% Br. Landdrvsandbrk'aniraU Tfanbbtiele R. 19...... — _ _ 7% Pr. Sanbffpfanbbricfanltalt. Biwidbritlf K. 10 . . . 83 — — — 4% C-efterretd)tid)f öolbrentt . . 13 _ 13 4,20% Ceftcrrddilfifce SUbenentr — 4% UnOartl»e wolbrrn.'r 10,4 — 10,9 _ 4% UnflortidK Liaattrente v. 1910 11 — 11,9 — 4V,% bHjl. con 1913 . . . — 9,75 _ 5% abgtft. Solbwfxikanrr von 99 — — 6 _ 4% lürfifcbe Zollanleidc von 1911 1,6 — .65 4% Xütfildjf Sagbabbabn-flnleibf cerie1 ........ — — 1,7 4% bHfll. Serif II....... 1.65 1.65 6% Suman. Bercfnb.Rente 6.1903 5,25 _ 4H%Rumfa.öeretnb.Rentc6.1913 *% Rumdnflcfx vereint,. Rente . 11,5 4,75 — 11.75 4.5 1. Änatoliei...... 12,75 — 13,2 — .front ur Berlin schloß» turt Anfangs hirt kchluß. hirt Anfang« hirt Datum 17.9 18 9 17.9 18.9 Hamvurtz-AmerUa -tiatri . (•amburg-Eübam. Tamj)fld)t|| Hanla Dampftch'li - - . t — 26 26,5 26 . o —— 78.5 — . 0 — — 40,5 — Rorbbeutlcher Ülo ob .... . k 27,25 25,75 26,75 25,75 2L®. füt Bedebtimelen tot Berliner QanbelifjeleUfdiaft . — — 32 31,25 f• 65 — 65.5 — Sommer»« und Prlvai-Bant Tamftdbtet und SS arten alb anl 64 — 64 — t 74,5 — 75,5 — Teutirfte Bant und TUtontoMIefeniAaft . . . 6 60,5 — 61 — 5 42 42 42 — Reidrttxntf ....... 12 103,65 104,5 103,25 SEA........... . ? 49 45,75 43,25 46 . 9 39 37 (Bein. eiderungiflekUltfiaft. 10 — — L'.cM und Rtah . . 60 59,25 60 60 ft eilen & ®uUleautre.... »elell'chasl füx Lletrrijch« 34,5 34,75 30 49,5 Umernebrnunflcn .... 9 51,5 50,5 52 RLein«che Vettrti>!Lt . . . . 9 — —- 60 — Schuckert & To....... 11 — 57,75 62.9 58 Siemens Ä Halske . • • • • 14 104 102,5 103 102,65 1. — _ 73 — Buderus......... . 4 22 22,25 22 . 5 — 31.5 35 32,25 Gellenknchener...... . f — 29,75 31 30,13 Harpener......... . 0 — — 30,4 30 Hoejch tttfen........ . 6 — — 24,5 — Me Bergbau....... ftldcfnermerfe....... 10 22 120 24 23 Üöln.Reueifen....... 8H — — —— —— Manne4mann-Rökiren . . . . 6 32 30,5 31,75 30 WanJfelbei Bergbau .... . 0 11 11 10,5 10,75 CbetWef. RoWrocrfe . . . . 8 — — 33 31 i 10 20 —1— 19,9 115,75 20,5 Rbetnilche Brmmtohlen. . . 116 111,25 112,65 Rbetaftfl5l........ . 6 37 35,5 36,25 35 3rani ur a. Di. Serini Schluß- Mn lang« Schluß- lut« Stnlanad furt hirt hirt Datum 17.9 18.9 17.9 18 9 Riedeck Monran......7,i — — — Bereinigte Ltahlwerte .... 4 — — 19,75 20 Ciaoi Minen......16' , — — 10,75 10,25 aaliroetfe Bschertlrben ... 10 67 — 67 64 Saltwerte tirfieregeln ... 10 77 77 71 ftalimede SaljdeifuNh . . . 15 135 132 134,13 131,25 I. T. Fardes-Nndukrte . . . 1t Bei ein. (hem. Industrie Frank. hin a.M........... 94,25 93 94,25 93 40 — — Lcheideankial!.......10 95 93,25 — — ÖcIMdimibt.........0 16 — 15,5 — Rütgertmerfe........5 21,25 — 21 20 öetallgeleUftfiah.......5 34 33 33,5 Rhüwv Hortmann . . .... 9 Zementwerk HeideLerg. ... 7 Lernentwert ÄatiftaBl.....7 — 35 36,4 35 - — Baob Ä Fee,tag......0 - 6 - Gebultbeti Pazerchofer ... 15 Khi (ffllgeineme ftunftfetbe) 0 — — 87 85 39 36,25 40,25 35 Bemberg. . . ... 0 — — 51,5 48 Zellstoff Baltbof . ... 12 Zellstoff Mchallenburg ... 6 — — 41 40.5 — 28 30 Lertauer ®aJ........9 — 70,25 68.5 L armier Motoreri ......0 — — 11,4 11 Deutsche fitndeum.....5 — 34,5 36,25 35.5 Ctenfteta & Roppd.....0 — — 17, i 16.25 Leonburd lie».......8 —— 48 50 Socnila.........15 — 142.5 145 Ibcbe............ — — 176 170,25 ftranNurter ER^djtnen . . . . 0 — — — - Hrr»ner..........C —— 20 iRrnntraftBetfe Hichfl O.M.. . < — — Lüdveurtcher Zucker .... 10 — 80 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Bl. Banknoten. 17. September 18. September Amtliche Dotierung Amtliche Dotierung <*e Ib »rief ®elb Briet Helsingfort . Wien. . . . 10,592 59,17 10,612 59.29 10.592 59.17 10.612 59,29 Prag . . . 12.473 12.493 12,477 12.497 BuvaveO . . 73,41 73,55 73.39 73.53 6cfta . . . 3.054 3.060 3.054 3,060 HoUanb . . C«o.... Kopenhagen. 169.88 170,22 169,88 170,22 112,51 112,73 112,48 112,70 112,54 112,76 112,51 112,73 Cttdbclm 112.63 112.85 112,62 112.84 Lonvon. . . 20,459 20,499 20,458 20,498 Bueno» Atre« 1.095 1.099 1,088 1,092 Reuccd . . 4,209 4.217 4.209 4.217 Btu'-eJ . . . 58.56 58,68 58,61 58,73 Italien. . . 22.03 22,07 22.03 22,07 $aru . . . 16.50 16,54 16,50 16.54 Schweiz . . 82,15 82,31 82,16 82,32 Eponen . . 37,51 37.89 37,91 37,99 Danug . . . 81,75 81,91 81.75 81.91 Japan . . . Rw t>e Imu. 2,078 2,082 2,078 2.082 0,253 7,433 0,255 0,253 0,255 flupcilanrtee. Etil oben . . 7,447 7,433 7,447 18,54 18.58 18,56 18,60 3ertln, 17 September »efb tilmerrtanrtche Roten....... 4,20 4,22 Beipack e Roten......... 58,45 58,69 Dünrtche Roten......... 112,30 112,74 Englische Roten......... 20,405 20,485 fttcr.-JilAe Roten. ....... 16,465 16 5?"i HollLrtvrtche Roten........ 169,51 170,19 gtaltenrtcfee Roten........ 22,06 22,14 Korwegrtche Roten........ 112,28 112,72 reutich-Qeiterretch, i 1OO Lchilling 59,03 59,27 Rlltnänrtche Roten...... . 9.48 Echwediiche Roten........ 112,38 112^82 €4ceRoten. ........ 81 95 kpaniiche Roten......... 37.27 37 43 Nnganiche Roten ....... 72,85 7345 Starker Personalabbau bei der Mainzer Stadtverwaltung. WSR. Mainz, 17. Sept. Die Mainzer Stadtverwaltung hat in den letzten Wochen auf Grund eingehender Erhebungen ein Rotprogramm ausgestellt, das die Entlassung einer g röst c r c n Anzahl von Ange st eilten und Arbeitern vorsieht. Zunächst sollen die unständigen Arbeiter entlassen werden, die lediglich aus Gründen der Arbeitssürsorge in den städtischen Dienst eingestellt worden sind. Darüber hinaus kommen noch 150 bis 160 ständige Arbeiter zur Entlassung, die sich auf verschiedene städtische Betriebe und Dienststellen verteilen. Reben ständigen und unständigen Arbeitern sollen auch Angestellte zur Entlassung kommen. Das Rotprogramm der Verwaltung sieht die Entlassung von 19 technischen und 33 Verwaltungsangestellten vor. Die durch den vorgesehenen Personalabbau eintretende Ausgabenersparnis stellt sich für den Rest des laufenden Aechnungsjahres auf über 500 000 Mk. Das Sparprogramm ist als Minde st Programm aufzufassen, das unter keinen Umständen unterschritten werden soll. Die Sparaktion wird mit sofortiger Wirkung durchgeführt werden. Der neue Leiter des Wetzlarer Arbeitsamts. WSR. Wetzlar. 17. Sept. Vor zwei Wochen starb der bisherige Leiter des Wetzlarer Arbeitsamtes, V ä r w i n k e l, an den Folgen eines Schlafmittels. Er war, wie berichtet, einstweilen beurlaubt, weil gegen ihn im Zusammenhang mit den Unterschlagungen beim Arbeitsamt Wetzlar Anschuldigungen erhoben worden sind, die sich aber nicht bestätigten. Der Verwaltungsrat des Arbeitsamtes Wetzlar hat nunmehr im Beisein des Präsidenten Dr. Engler vom Landesarbeitsamt Frankfurt den stellvertretenden Direktor Fritz Damm zum neuen Leiter des Arbeitsamts Wetzlar ernannt. Damm ist Verwaltungsfachmann; er steht im 43. Lebensjahr und stammt aus Kassel. Mehr otelOO 000 Mark in Dillenburg unterschlagen. WSR. D i l l e n b u r g, 17. Sept. Die 11 n t e r - schlagungen bei der hiesigen Kreis kaffe haben im Verlauf der weiteren Revision nunmehr die Summe von 1 00000 Mark über- schrk tt en. Da die Durchsicht der Bücher infolge der Länge der Zeit, während der sich der Oberrentmeister Zwanzig und sein Buchhalter die Verfehlungen haben zu schulden kommen lassen, immer noch nicht zum Abschluß gelangt ist, kann über die genaue Höhe der veruntreuten Gelder noch nichts Endgültiges angegeben werden. Von anderer Seite verbreitete Meldungen, wonach Zwanzig die unterschlagenen Beträge restlos im Sägewerk seines Sohnes angelegt hat, treffen nicht zu. Die hohe Schuldenlast, die auf dem Betrieb ruht, läßt das vollkommen unmöglich erscheinen. lieber den Verbleib des Geldes wird man wohl erst bei der gerichtlichen Verhandlung Aufschluß erhalten. Preußen. Kreis Wetzlar. > Wißmar, 16. Sept. Die diesjährigen Reichsjugendwettkämpfe fanden für die Volksschulen der vier oberen Jahrgänge (Knaben) von Krofdorf-Gleiberg, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vetzberg und Wißmar am Mittwoch auf dem hiesigen Sportplatz statt. Die 198 Teilnehmer an dem Dreikampf errangen 113 Siege (über 40 Punkte), lieber 60 Punkte erhielten in der Oberstufe: Willi Volk. Launsbach (68); Otto Drommershausen, Wißmar (67); Walter Reinhardt, Launsbach (66); Walter Müller, Launsbach (64); Robert Werner, Launsbach (61); Robert Kraft, Wißmar (60). In der Unterstufe: Walter Forbach, Krofdorf (80); Otto Rolshausen, Launsbach (78); Paul Weil, Krofdorf (75); Albert Kraft, Gleiberg (75); Erich Amend, Gleiberg (75); Willi Reinhardt, Launsbach (71); Karl Best, Wißmar (70); Alfred Kraft. Krofdorf (64); Karl Stork, Krofdorf (64); Albert Todt, Wißmar (63); Helmut Mandler, Krofdorf (62); Arno Keller Krofdorf (62); Willi Ditten- dorf, Wißmar (61); Willi Klinkel, Wißmar (60). Roch den Wettkämpfen, denen Schulrat Deitz, Wetzlar, beiwohnte, wurde unter den Schulen eine 400-Meter-Stafette ausgetragen, die von Launsbach in 63,8 Sekunden gewonnen wurde. Der vom Amt gestiftete Wimpel war für die Schule Launsbach damit zum zweiten Male des Sieges Preis. Die gemeinschaftlichen Freiübungen und eine Ansprache des De- zirksobmannes, Lehrer Zotzmann, Wißmar, beschlossen mit der Verkündigung der Sieger den Wettkampf der Schulen. Äiei ».219® jaS schem Vies Dottai dal in vielen euroj Ländern von dl Dirtschaftsc *.$. in Deutsch Dvttai schlug dar schastsvrgane de den toiMastsP buntes zu bet' Als Vertreter Arthur Saite nanz« und Wir des, ziemlich ske regung interna, aus. Der fjolläi Präsident der ve M des Mkerbu bisherigen Arbei' schasttichem Geb wiegende Deden tellideen. Gegei werte Holland er müsse sich s die Präserenzbi ausgedehnt wer Der Kurs Der Dltetlot de wenls bet Schwei leiHe mit, daß gej tf# Ständerotes e sei» worin soso Schuhe der na würben. Sein "t»k verzichten, die Hl Sowohl ba« «heiligen erlitten. °erzelchnen. Hebet 69 fäll« mir k Übergehend eia Wk verlassen zu ??weiz uns dazu hoben heute die ""sere Arbei rb"' Der * mirb, d unoetiüe1'4Ni "eue X0IA 1 hierzu legenh’ ö l,e E'N 1 ^b-iispso ssL» Wj.? d-uts Verkauf im 1. Stock, nur soweit Vorrat! 6113 A £ Salomons Dam.-Jumper-Schürzen, aus AHA best.Siamosen od.Satin, vollweit >|||| Damen-Berufs-Kittel / || II aus gut.Zephir, Linon od. Nessel, (jUU mit u. oh. Arm, mit Besatz.. .3.50 nnn Damen-Jumper-SchOrzen A QQ J || || aus gut. Siamosen,Satin od.Druck ■ <11111 Damen-Servier-Schürzen U U U aus gut Linon m.Stickerei.. .1.50 ■ Große Auswahl in den neuesten „Bleyle“-Knaben-Anzügen, Pullover u. Westen 6118 A Seltersweg 27 Gießen Bahnhofstr. 14 Im Preisabbau voran ist wieder dal 05354 Es wimmelt von Kehl Laden. Eingang Ecke Volksbad. Damen-Strümpfe fi OK künstliche Seide, plattiert WiWw 1.95 RASSOL 1.75 Am Samstag Vormittag ganz besonders billig 1 gr. frl. Mb. 1.75 Herren-Einsatzhemden schw. Trikotware, mit schönen Popeline-Einsätzen... 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