Montag, 18. Mai 1951 181. Jahrgang Nr. M Erster Matt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Universttätz-Vuch. und Stetnörnderet L Lange in Eiehen. Schristlettung und Seschästrftelle: Schulsttatze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mrx Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20", mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Er Ich e tnt täglich,autzn Sonntags und Feiertag» veilagen: Die Illustriert, vtetzener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholle MonatS'vezugrvretr: 2.20 Reichsmark and 30 Retchspfenmg für Träger» lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer (Bemalt Zernfprechanschlüfse anterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnach« richtens Anzeiger Giestea. postschecktonto: 8ra"tfvrtam Main 11686. Euriius spricht vor dem Europaausschuß. Oer Kampf in Genf beginnt. - Zollunion und Weltwirtschastskrisis. - Oer erste Zusammenstoß mit Briand. Genf, 16. Mai. (TU.) Die große wirtschafts« polittsche Zlussprache wurde Samstagvormittag im Europa-Ausschuh durch einige kurze Begrüßungsworte eröffnet, die Briand an die heute zmn erstenmal an der Sitzung teilnehmenden sowjetrussi'chen, türkischen und Danziger Ab- ordnungen richtete. Er erteilte sodann als erstem Redner Außenminister Dr. C u r t i u s das Wort, der u. a. ausführte: „Lieber Schwere und Tiefe der Krise brauche ich nicht viel zu sagen. Die Krise steckt uns in den Gliedern. Die Rot unserer Völker spornt uns zu höchster Kraftanstrengung an. Wir sind durchdrungen von der Derantwor- tung, neben den eigenen Hilfsmaßnahmen schlugen damit fast sämtliche Fensterscheiben der am Marktplatz gelegenen Häuser ein. Dann zertrümmerten sie die Eingangstür zu einem Friseurgeschäft und demolierten die Auslage. Ehe noch die Landjägerei erschienen war, besetzten die Kommunisten sämtliche Zugänge zu der Gastwirtschaft, in der sich der Gesangverein aufhielt. Mit Knüppeln, Stöcken und Riemen schlugen dann die Kommunisten auf die Festteilnehmer ein. Die Mitg.ieder des Gesangvereins wehrten sich mit Stühlen und Diergläsern so gut sie konnten. Darauf gaben die Kommunisten mehrere Schüsse ab. Rachdem das Lokal ineinTrümmerfeld verwandelt worden war, und drei Schwerverletzte und fünf Leichtverletzte bewußtlos liegen geblieben waren, verließen die Kommunisten mit ihren Autos das Städtchen in rasender Fahrt. Ein Parteigenosse, der ebenfalls schwer verletzt worden war, mußte in Liebenau zurückgelassen werden. Sämtliche Verletzte, insgesamt acht Personen, wurden in das Krankenhaus nach Schwiebus übergeführt. Bei einigen der Verletzten besteht Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft hat sofort eine Untersuchung der Angelegenheit eingeleitet. Verhaftungen stehen unmittelbar bevor. Drei französische Militärflugzeuge landen in Schweinfurt. Angeblich auf dem Wege von Lyon nach Straßburg verflogen. Schweinfurt 17. Mai. (TU.) Am Samstagabend um 18 Uhr sind auf dem Flug« platz in Schweinfurt drei französische Flugzeugegelandet. Sie waren m i t M i - litärpersvnenbesetzt, und zwar mit einem Leutnant, einem Feldwebel und einem Korporal. Iede Maschine hatte zwei Maschinengewehre an Bord, dagegen keine Photoapparate. Die Insassen wurden verhaftet und die Flugzeuge beschlagnahmt. Die Verhafteten wurden im Hotel »Bayerischer Hof" interniert und noch am gleichen Abend einem eingehenden Verhör durch Vertreter des Reickswehr- und des Reichsverkehrsministeriums unterzogen. Das Reichswehrministerium hatte Offiziere dä Standortes Rürnberg mit der Vernehmung beauftragt Die Verhafteten geben an, in derRähevvn Lyon zu einem größeren StreckenDerMrderDimitn Karamasosf. Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Dies ist der stärkste und künstlerisch reifste Film, den wir seit langem hier gehabt haben; einer der wenigen Filme unter typisch russischer Regie, die man bei uns zu sehen bekommt. Es handelt sich um eine Inszenierung von solcher Ausdruckskraft und solchem Fingerspitzengefühl für die Möglichkeiten des tönenden Films, wie sie in gleicher Vollendung nur wenige Werke der deutschen Spitzenproduktion aufbringen; von den Amerikanern zu schweigen. * Die Handlung ruht auf Motiven aus D o st o - l e w s k t j s berühmtem Roman; das Buch schrieb der Dichter Leonhard Frank mit Fedor Ozep und Victor Trioas. Man kann nicht sagen — und wird nach der Vorlage auch kaum erwarten — daß ine Fabel im mindesten erfreulich oder gar erhei- -r/"? wäre; sie ist unheimlich und melancholisch; sie ist hoffnungslos und menschlich erschütternd; dabei aber (was vielleicht überraschend erscheint) rein theatralisch ungemein wirksam, von einer stellenweise atemversetzenden Dramatik und einer bis in die letzte ©jene hinein nachzitternden Spannung. Man folgt den Vorganaen wie einem Kriminalfilm — was der „Karamasosf" ja auch ist; obwohl das Kriminelle hier nie um feiner selbst und der unbestreitbaren Publikumswirkung willen aufgefaßt und darge- stellt wurde. * Dimitri Äaramafoff, der Offizier, verläßt feine £raut um einer Dirne willen, der er bei der ersten Begegnung rettungslos verfallen ist. Er hat sie ausgesucht, um seinen Vater aus ihren Händen zu be= treten, der sich sinnlos in das Mädchen verliebt hat. Limitri will sich aus der heillosen Verstrickung durch eine Gewalttat lösen; er ist innerlich bereit, den Jäter zu töten. Der fällt aber von der Hand feines Dieners, welcher den reichen alten Liebhaber berauben will. Dimitri verwundet nur auf der Flucht c,1!lc" ondern Diener feines Vaters, wird jedoch, da alle Indizien gegen ihn sprechen, verurteilt und nach Sibirien verschickt. Gruschenka, die Geliebte, folgt ihm freiwillig in die Verbannung. * Dies sind nur die ganz groben Umrisse einer mit bewundernswerter Kunst ausgesponnenen, ineinander verflochtenen und in Szene gesetzten Handlung. Die Regie von Fedor Ozep besticht vor allem durch die vollkommene Uebereinftimmung, den absoluten Zusammenschluß von Ton und Bild, von Gebärde und Handlung. Sie ist bis in kleinste Einzelheiten hinein auf das Wesen und die technischen Voraussetzungen des Films eingestellt. Sie bringt nichts, was überflüssig, nichts, was nicht in irgendeinem Sinne notwendig, zugehörig zum Ganzen, bedeutsam oder beziehungsvoll wäre. * Sie beherrscht nicht nur die Szene, die Darsteller, einzeln, in Gruppen, in Massen — sie bemächtigt sich auch in einer zuvor kaum erlebten Weise der stummen und toten Dinge und läßt sie gewissermaßen mitspielen. Ein Signalmast am Bahnhof, eine Baumgruppe, eine Hausfront, ein dunkelwerdendes Fenster, eine niedergebrannte Kerze, ein wehender Vorhang —: man muß beobachten, mit welcher Kunst und welcher inneren Begründung diese winzigen Teilaufnahmen in den Gesamtablauf der Bilderfolge wie zufällig oder nebenbei hineinkpmpo- niert sind. * Man könnte den Regiestil als lyrisch ober malerisch bezeichnen; aber das würde nicht zutreffen, weil dergleichen die Handlung nicht etwa aufhält oder verlangsamt, sondern verstärkt und vertieft; weil auf diese Art, im Vorübergehen gleichsam und ohne alle Sentimentalität, eine Stimmung angebeutet, eine Lanbschaft, ein Schauplatz charakterisiert wirb unb Atmosphäre bekommt. * Die innere Dramatik ber Fabel ist allenthalben in Bewegung umgesetzt, wie es ber Film verlangt. Die Regie arbeitet impressiv, mit schnellem Bild- wechsel, umfpringenb, oft inbireft: mit Spiegelaus- nahmen ober einem Dialog, besten Sprecher unsichtbar bleiben; mit Großaufnahmen, welche dem Blick immer wieder die für die Handlung wichtigste Rich- tung weisen, und welche die Schauspieler möglichst konzentriert in ihrer mimischen und sprachlichen Entfaltung zur Geltung kommen lassen. * Dimitri Karamasosf ist Kortner; wer außer ihm könnte die Rolle so spielen? Mit einer so ver- bissenen Intensität des Gefühls, mit solcher Prägnanz des Tonfalls, ber Geste, ber Haltung — so eingefühlt in biese Gestalt, ihren russischen Umkreis und ihre seelischen Voraussetzungen. Eine großartige Leistung, um berentroiüen allein schon der Film sehenswert wäre. * Als Gruschenka sieht man Anna Sten, deren ungewöhnliche Begabung sofort ausfiel, als sie zum erstenmal in einem deutschen Film auftauchte; ein Pikantes und rassiges Gesicht, das stellenweise über- raschend an Marlene Dietrich erinnert, und ein katzenhaftes Temperament machen sie für die Rolle überaus geeignet. — Mit sicherem Gefühl für scharfe Kontrastwirkungen wurde ihr als Dimitris verlassene Braut Hanna Waag gegenübergestellt, welche die knappen unb vorwiegend stummen Szenen ber Katja bei aller sympathischen Verhaltenheit einbring- lich, pointiert unb abgerunbet umreißt. * Den Diener Smerbjakoff gibt Fritz Rasp mit einer unheimlichen Verschlagenheit; Max Pohl als alter Karamasosf unb Bernharb Mine11i (früher am Lanbestheater in Darmstabt) als Iwan finb aus bem Ensemble noch zu nennen. * Der Film läuft feit Samstag im Lichtspielhaus; sein Besuch sei nachbrücklich empfohlen. —r— Können Sie Tee kochen? Natürlich! Aber die beste Methode ist noch immer nicht allgemein bekannt und gebräuchlich. Hören wir, was Hans D e t h g e im Maiheft von Delhagen & Klasings Monatsheften rät: Das Wasser muß sofort aufgegossen werden, sobald es sprudelt; Wasser, das sich „totgekocht" hat, wie man sagt, vermindert die Güte des Getränkes beträchtlich. Man rechne auf jede Tafle einen halben flachen Teelöffel voll Teeblätter, die man in eine erwärte Kanne aus Porzellan oder Steingut tut. Man gießt nun zunächst nur ein wenig kochendes Wafler in die Kanne, nur so viel, daß der Tee darin gerade bedeckt ist. Dieses Wasser wird ganz schnell wieder abgegossen, und nun erst gießt man die eigentliche Menge Wafler in die Kanne hinein, das heißt gerade so viel, daß auf jeden Trinker eine Tasse kommt. Das Getränk zieht zwei Minuten (oder etwas länger, je nach der Sorte des Tees) und wird dann in die Porzellan- f lug gestartet au sein. Sie wollten nach Umwegen in Straßburg landen, hätten sich aber in der Richtung geirrt und seien zur Landung auf dem Flugplatz Schweinfurt gezwungen gewesen. Diese Angaben klingen sehr unglaubwürdig, da Schweinfurt Hunderte von Kilometern vondemBesti m'm ung8ort entfernt i st. Auf Rückfrage bei der Flugüberwachungsstelle Dahern-Rord wird mitgeteilt, daß die Untersuchung abgeschlossen ist. Ueber das Ergebnis werden von der zuständigen Stelle keine näheren Angaben gemacht. Die Entscheidung über die Freigabe der Flugzeuge liegt beim ReichS- wehrministerium. Eröffnung des Instituts für Dölkerpädagogik in Mainz WSR. Mainz, 16. Mai. Don dem Institut für Völkerpädagogik, das die Stadt Mainz auf der ehemaligen Zitadelle errichtet, sind nunmehr das Lehrmittelhaus und zwei Ga st Häuser siertiggestellt. Diese wurden im Rahmen einer schlichten Feier der Oesfentlichkeit übergeben. *- Staatspräsident D r. Adelung, als Mitglied des Vorstandes des Instituts, begrüßte die Erschienenen und führte nach einer Erinnerung an die militärische Vergangenheit der Zitadelle u. a. aus: Diese Stätte, über die feilt Iahrtausenden viele Kämpfe und Kriegsstürme dahingingen, soll jetzt dem geistigen Kontakt der Völker dienen, soll dem Gedanken der Verbundenheit aller Menschen Wege öffnen, indem sie dem wichtigsten Problem aller Rationen, der Erziehung der Iugend, Impuls und Anregung vermittelt. Dieser historische Ort soll der Welt auch Zeugnis geben von deutscher Art und deutschem sittlichem Wollen in einer Zeit tiefster wirtschaftlicher Rot. Möge er eine Stätte friedlicher Zusammenarbeit und gegenseitigen Verstehens der Kulturvölker werden. Oberbürgermeister Dr. E r h a r d t sprach der hessischen Regierung für das große Entgegenkommen bei der Durchführung des Projekts herzlichsten Dank aus und dehnte diesen Dank aus auf Direktor Dr. Feldmann, den Leiter des Mainzer Pädagogischen Instituts, der den Plan zum völkerpädagogischen Instttut ausgestellt hat. Der Leiter des Instituts, Schulrat Niemann, gab einen Ueberblick über den Plan unb bie Anlage des Instituts. In bem Institut für Völkerpäbagogik solle ein Haus entstehen, bas uns unb unseren Nachbarn bie Möglichkeit gibt, vergleichenbe Erziehungswissenschaft mit wirklichem Erfolg zu ftubieren. Zu biefem Zwecke werben aus ben einzelnen Länbern alle erforderlichen Anschauungsobjekte erworben unb Sachoerftänbige zu gemein- famer Aussprache herangezogen. Lehrpläne und Schulbücher, Statistiken unb Tabellen neben ben Ergebnissen ber Schularbeit sollen in Dauerausstellungen aufgebaut werben. In etwa 30 Säten werben vom Kindergarten bis zum Gymnasium Ausschnitte unb Arbeiten gezeigt. Pädagogen des Nordens unb bes Sübens, ber Alten unb ber Neuen Welt, sie alle sollen wissen, baß sie hier in ber alten Kulturstabt Mainz eine Stätte finden, wo alle, bie guten Willens finb, jeberzeit herzlich will- kommen finb. Erfolgreicher Protest. Berlin, 16. Mai. (TU.) Die Vereinigung ber Stublerenben an ber Berliner Tierarzt- l i d^e n Hochschule hatte für Samstag eine Protestkunbgebung gegen ben feit bem 1. Mai an bem Institut für Parasitenkunbe angestell- ten wissenschaftlichen Hilfsarbeiter Dr. Kurt O b i tz einberufen, bem D e u t s ch f e i n b l i ch k e i t unb Polenfreunblichkeit vorgeworfen wirb. Das gegen Dr. Obitz vorgebrachte Material ist so be- lastenb, baß ber preußische Lanbwirtschaftsminister sich zu ber Mitteilung veranlaßt sieht, baß Dr. Obitz wegen seiner außerbienstlichen beutschfeinblichen Betätigung, die erst jetzt bekannt geworben sei, entlassen werben wirb. taffen gegossen, die vorher erwärmt fein müssen. Das ist die klastische Teezubereitung. Die benutzten Blätter sind für eine zweite Zubereitung (bei der dann natürlich der erste schnelle Abguß fortfällt) Durchaus geeignet, zumeist gewähren sie sogar ein schmackhafteres Getränk als die frischen Blätter. Ein drittes Mal sind sie nicht zu verwenden. Der Tee wird bei uns gottlob fast immer in Porzellanschalen serviert, aus ihnen mundet er am besten. Tee in Gläsern zu servieren ist eine Unsitte, die in Petersburg ihren Ursprung hat. Zeitschriften. — In der Iuninumrner von WestermannS Monatsheften nehmen zu den brennendsten Problemen der Gegenwart zwei Artikel Stellung: Tormann „Konjunktur und Krisen" und Philipp „Spionage in Handel und Industrie". Ernst Wiechert bringt seine flott hingeworfene Rovelle „Demetrius". Die vielen Besucher der Schweiz wird die Beschreibung von Land und Leuten Graubündens interessieren. Dr. William Cohn bringt einen mit Bildern geschmückten Artikel über die moderne japanische Malerei. — Unter bem Titel „Wohin bieses Jahr?" hat bie Leipziger „I l l u st r i r t e Zeitung" (Verlag I. I. Weber) eine vielseitige Reise-Sondernummer herausgebracht. Die Frage erscheint in ben jetzigen schweren Zeiten befonbers aktuell; benn bie Mittel finb überall beschränkt, aber Reise unb Erholung bennoch wichtiger als je. Ein Artikel aus ber Feber Ossip Kalenters hanbelt über ben Sinn ber Sommer- rischen, Lubwig Bato läßt ben Leser seines Auf- atzes „Das Problem des Reisens" Rückschau halten n bie Vergangenheit unb zieht Vergleiche zur Heu-' tigen Art des Reisens. Ausgezeichnet ist ber zum Teil mehrfarbige Bilbfchmuck. Ein reichhaltiger Mobs, unb Unterhaltungsteil, eine ausführliche Bild- berichterstattung über bie Tagesgeschichte erweitern ben Inhalt. Lochfchulnachnchten. Professor Dr. Bruno Bloch in Zürich hat den an ihn vor einiger Zeit ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der Dermatologie an der Universität Berlin als Rachsolger des verstorbenen Professor G. Arndt abgelehnt. $tn«M «L- * St«Ue ■k» [fühlte 'n Mainz >fe; ' , Tabelle f° gestellt ^‘«n Fein [ ♦Ldun«. di r^-L Ä der Qjw, tnbem ft. 2a,ivnen. ° 'Impuls und 0I1f^ Ort soll n bischer Art tn einer • er eine Stätte ' Wcitigen CIL 'dt sprach der c Entgcgenkvm, ^roiekts h«z. efen Dank aus brn Leiter deS *- der den ^an MfgestM hat, :Qt Niemann, r und die Anlage Aolkerpädaoogik nd unferen Nach, eichende Er, wirklichem Er- werden aus den 'n Anschauung-. >ige zu gemein- Lehrpläne und n neben den Er- Dauerausfteöun., 0 Sälen werden' )um Tymna. ijeigt Pädaaoaen ir Alten und der i, daß sie hier in vtätte finden, wo zeit herzlich will- ttfl. Steinigung der -r Tierarzt- ür Samstag eine i den feit dem ienkunde angestell- Ir. Kurt Obitz lichkeit und Dorfen wird. Daria! ist f° be- oirstchastsminister ehi, dah Dr. Vditz isichfeindlichen De- Worden fei, ent» armf sein muffen, eitung. „ eite Subcreüung sie schnelle Ab' Mist gcmM de tränk als kne al sind sw E uns gottlob M tat aus ihnen lern zu servier bürg 'bren üv hat h iit 3u^%uf erM^n W na^dcs rcr' Oktild Stellung- SFgss ichAte" 2^ -Ks ll; de"» ^.i'ung e-M ber> titel oj5 tzgnimer' Sinn de ° Aus- E, Lhallen 5" Aiickxu^eu- Lergle'^ »(t 3Um iichnet' ..Haitiger Ein re W' fF--""' Aus aller Welt. Die Beisetzung deS Tsingtau-Flieger-. Die Beisetzung der beiden Qkrunglüdten deutschen Feuerland-Flieger Gunther Plüschow und Ernst D r e b l o w auf dem L*chterfelder Park- iriedhof gestaltete sich zu einer erhebenden Trauerfeier. Bach der Trauerrede des evangelischen Feldprvbstes der Armee und Marine, Pfarrers Dr. Schlegel widmete für die ehemaligen Tsingtau-Kämpfer Admiral B e t h k e den Flte- gern einen ehrenvollen Bachruf. Der R e t ch s - Präsident hatte fein Gedenken in eener prachtvollen Kranzspende zum Ausdruck gebracht. Die Urnen wurden von Fliegerkameraden unter Trommelwirbel zur Urncnstätte getragen, wahrend einige Flugzeuge aus der Luft den toten Fliegern die letzten Grütze entboten. Bachdem die Kapellen das Lied vom guten Kameraden angelt immt und die Fahnen sich gesenkt hatten, wurden Gunther Plüschows und Ernst Dreblows sterbliche Ueberreste der Heimaterde anvertraut. Lin schwedisches Flugzeug abgestürzl. Am Samstagmittag ereignete sich in der Bähe von Dästeras ein Flugzeugunglück, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Ein Flugzeug, das aus dem Wege nach Dofors war, stürzte aus 100 Meter Höhe ab, wobei die Maschine vollkommen zertrümmert wurde. Zwei der Insassen waren sofort tot. Der Führer des Flugzeuges, Fahnenjunker Svensson, der seinerzeit an der Rettungsexpedition für Bobile teilnahm, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht und" ist dort seinen Verletzungen erlegen. Die Ursache des Unglücks konnte noch nicht festgestellt werden. Fallschirmabsprung einer Fliegerin aus 4400 Meter höhe. Die Kunstfliegerin Lola Röter-GoreS- cou hat beim Grotzflugtag in Leipzig^Mockau mit ihrem Flugzeug durch einen Fallschirmabsprung aus 4400 Meter Höhe ihre eigene Höchstleistung für Frauen von 2600 Meter, die sie im Jahre 1929 aufgestellt hat, bedeutend Überboten. Der Absprung gelang planmäßig. Sie legte dabei in der Luft eine Strecke von 20 Kilometer zurück. Auloabstur; am Herkules. Ein mit drei Insassen besetzter Personenkraftwagen kam bei der Abfahrt vom Herkules auf der zum Wilhelmshöher Schloß hinabführenden steilen Serpentinstraße — der Rennstrecke des Herkules» Lergrenncns — in der ersten Kurve, der sog.h a a r- nadelkurve, aus der Fahrbahn und sauste den steilen Abhang hinunter, wobei er sich mehrfach überschlug und schließlich auf der etwa 50 Meter tiefer gelegenen nächsten Serpentine liegen blieb. Die Insassen wurden in schwerverletztem Zu st and vom Sanitätsauto in das Rote- Kreuz-Krankenhaus geschafft, wo einer der Der- letzten seinen Verletzungen erlag, wäh- renb der zweite Schwerverletzte qpe Sonntagvormittag noch immer bewußtlos war, so daß auch seinetwegen Besorgnis herrscht. Der dritte Insasse ist dagegen mit leichteren Verletzungen davongekom- men. Der Kraftwagen wurde vollständig zertrüm- wert. kiirchenraub in Prag. In der berühmten Prager Tein-Kirche auf dem Altstädter Platz wurde ein dreister Raub verübt. Der Täter verwüstete die herrliche, aus dem Jahre 1770 stammende Monstranz, indem er kostbare Teile aus ihr herausbrach. An Marienbildern wurden Ohrgehänge, Armbänder und Kreuzchen an (Soldketten, Goldherzen usw. geraubt. Auch mehrere Opserstäcke wurden erbrochen. Der Gold- und Silberwert der gestohlenen Gegenstände beträgt gegen 4000 Kronen, der ideelle Wert aber ist unschätzbar. Don dem Räuber fehlt bisher jede Spur. Schwere Feuersbrünste in Japan. In Akita im nördlichen Japan find durch eine Feuersbrunst über 600 Häuser in Asche gelegt worden. Der Brand wurde durch starken Wind begünstigt und wütete mehrere Stunden. Man befürchtet, daß ihm zahlreiche Menschenleben zum Opfer gefallen sind, jedoch sind Einzelheiten hierüber noch nicht bekannt. Es handelt sich um den vierten großen Brand, der in einem. Zeitraum von etwas über einer Woche japanische Ortschaften hrimgrsucht hat. — Zwei neue Großfeuer haben Sonntagfrüh gewütet, das eine in Niigata, wo 70 Häuser zerstört und neun Feuerwehrleute schwer und 12 leicht verletzt worden sind, weil eine Dampfspritze in den Fluß gestürzt ist, das andere brach während dä Seideipnarkles in Kanekomachi im Bezirk »Gumma aus. 14 Personen sind in den Flammen ums Leben zekommen, 30 Schwer- und 130 Leichtverletzte sind zu beklagen. Das Feuer entstand in einem Lichtspielhaus während der Vorstellung, der rund 800 Personen, und zwar zumeist Frauen und Kinder, beiwohnten. Es brach eine Panik aus. bei der viele zu Boden getreten wurden. Line Lokomotive slürzi auf die Straße. Am Samstag entgleiste am Bahnhof Essen- Bord auf der Lleberführung Stoppenberger Straße eine Rangierlokomotive, die mit dem Personal, dem Lokomotivführer und dem Heizer, von ber etwa vier Meter hohen Lieberführung auf ben Bürgersteig der Straße stürzte. Lokomotivführer und Heizer wurden getötet. Ein Kind erlitt durch den ausströmenden Dampf erhebliche Verbrühungen. Beim Entgleisen brückte die Lokomotive in der im ersten Stockwerk des an der Lleberführung liegenden Hauses ein Fenster und daS Mauerwerk in einem Ausmaß von etwa drei Quadratmeter ein und beim Sturz auf die Straße wurden mehrere Schau- sensterscheiben des im Erdgeschoß liegenden Möbelgeschäfts zertrümmert und erheblicher Schaben «mgerichtet. Glücklicherweise hatte wenige Sekun- ben vorher eineStraßenbah ifbie Llnglücks- ftelle passiert, so daß weit größeres Llnglück vermieden wurde. 360 Schafe verbrannt. Auf der Eschwege benachbarten Domäne Biederhohne brach in dem großen Schaf stall ein Feuer aus, das sich mit rasender Geschwindigkeit ousbreitete und den Stall, in dem sich 360 Schafe befanden, vollkommen vernichtete. Infolge der großen Hihentwicklung des prasselnden Feuers konnten die im Stall befindlichen Tiere , nicht befreit werden, so dah alle 360 Schafe in Öen Flammen umkamen. Aus der provinzialhauptfiadt. Gießen, den 18. Mai 1931. Oer Blumenschmuck am Zensier und Balkon. Wenn wir bei Beginn der wärmeren Jahreszeit uns auch in diesem Jahre an die Bürgerschaft mit der Ditte um Schmückung der Fenster undDalkonemitBlumen wenden, so verhehlen wir uns keineswegs die Schwierigkeiten, mit denen mancher Geschäftsmann und manche Familie zu kämpfen hat. Anderseits ist nicht zu verkennen, daß blühendes Leben, vom Sonnenschein geweckt und genährt, stille Freude über feine Umgebung zu verbreiten vermag, die über sorgenvolle Stunden hinweghilft und die Kinder zu finniger Beschaulichkeit erzieht. Wo die Einrichtungen von früheren Jahren her vorhanden sind, vielleicht auch die Geranien gut durch den Winter kamen, bleiben nur die Ausgaben für frische, brauchbare Erde. Auch das Pflanzmaterial ist gegenüber den Preisen früherer Jahre wiederum billiger geworden. Die alte Erde aus den vorjährigen Kästen und Töpfen wieder verwenden zu wollen, wäre verkehrt, denn diese ist erst nach zweijähriger Lagerung von neuem zu gleichem Zweck verwendbar. Eie mutz darum erneuert werden. Am einfachsten ist es, sie in der nächsten Gärtnerei zu kaufen. Wer daS nicht kann, stelle sie sich aus gesiebtem Kompost, etwas Torfmull, Sand und fein zerriebenen verwesten Rasenschvllen zusammen. In allen Fällen rechnet man auf den Eimer Erde einen gehäuften Eßlöffel voll feiner Homspäne, die mit der Erde innig vermischt werden müssen. Mineraldünger lasse man am besten ganz fort. Dafür dünge man später von Ende Juni ab wöchentlich in flüssiger Fomn. Die dankbarsten Dlüher find und bleiben Geranien. Petunien in hellroten, leuchtenden Farben sind als gleichwertig zu betrachten, dabei billiger. Für ein gewöhnliches Fenster genügen fünf Stück ä 20 Pf. Man wähle, namentlich für windige Stellen, nicht die langwerdenden Sorten, sondern niedrig bleibende, deren Ranken nicht vom Winde zerzaust werden: auch nicht die violettroten, welche ihre Umgebung selten aufzuhellen imstande sind. Am vorteilhaftesten nehmen sich die frischrosa und farminroten Farbentöne, vielleicht mit Weiß vermischt, oder für sich allein aus. Für schattige Lagen, wo die Sonne wenig oder gar nicht hinkommt, find Hortensien, in Kasten ausgepflanzt, ein vornehmer und dauerhafter Schmuck. Knollenbegonien eignen sich für halbschattige Lagen. Sie sind sehr schön, jedoch ohne Fernwirkung, und darum nicht geeignet, wo es ?iilt» dem Hause einen äußeren Schmuck zu ver- eihen. Don Schlinggewächsen ist neben Dlumen- bohnen und Winden die Glockenrebe oder Cobaea zu empfehlen. Wer sich neue Fensterkästen anfertigen lassen möchte, nehme sie nicht zu groß und schwer. Eine Länge von 80 Zentimeter bei 18 Zentimeter äußerer Höhe und Dreite ist gerade noch transportabel, wenn eine vorübergehende Fortnahme, etwa wegen einer Reise, in Betracht kommt, wo man sie einfach in den Garten stellt und jemand mit dem Begießen beauftragt. Wer mehr wissen möchte, wende sich an die Gärtnerei, bei welcher er feinen Bedarf bisher kaufte. Die Inhaber werden im eigenen, Wie im Intercffe unserer Stadt gern jedes mögliche Entgegenkommen erweisen. R. Junge Mütter unterhalten sich ... „Wie geht es Ihrem Bubi denn? Er ist ja auch elf Monate alt, wie meiner?“ „Danke, so leidlich." „Läuft er schon?" „Leider noch nicht. Läuft Ihrer schon?" „Ba und ob! Der läuft im ganzen Haus umher! Hat Ihr Bubi auch .schon neun Zähne, wie unserer?" „Bein, er hat erst zwei. Mit dem Zahnen hapert es etwas bei ihm." „Da spricht er auch wohl noch nicht viel?" „Ganz wenig. Er fängt jetzt erst an.“ „Da sollten Sie unfern mal sehen! Der schwätzt alles. Aber auch alles, sage ich Ihnen! Er redet über alles, was er sieht und hört.“ „Gestatten Sie mir eine Frage: Rasiert sich Ihr Bubi mit dem Messer, oder gebraucht er noch einen Sicherheitsapparat?“ Puck. Blumenschmuckwettbewerb. Wie der Verkehrs- und Derschönerungsverein im heutigen Anzeigenteil bekanntgibt, soll auch in diesem Jahre wieder ein Blumen schmuck- toettbetoerb stattsinden. Der Wettbewerb soll dazu dienen, noch mehr als seither auf die Bepflanzung von Fenstern, Ballonen und Vorgärten zur Belebung und Verschönerung des Straßenoildes hinzuwirken und der S.adt dadurch ein freundlicheres Aussehen zu geben, als dies bei Häuserfronten ohne jeglichen Blumenschmuck der Fall ist. Insbesondere trifft dies für die inneren Straßenzüge zu. Es ist zu hoffen, daß dem Wunsche und den Bestrebungen des Vereins, dem Fremden ein freundliches Stadtbild zu zeigen und dadurch den Fremdenzuzug zu heben, in weitestem Maße Folge geleistet wird. Vornotizen. — Tageskalender für Montag. Generalsuperintendent D. Zöllner, 20 Uhr, Jo- hannessaal, Vortrag »Jirche und Staat". — Haus- besitzeroerein Gießen: Steuer-Protestversammlung, Redner Professor Dr. H o r n e f f e r , Gießen, 20.15 Uhr, Cafs Leib. — Gießener Freiwillige Feuerwehr: Hauptübung 20 Uhr. — Freiwillige Gailsche Feuerwehr: Hauptübung, 20.15 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Mörder Dimitri Karamasosf". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Dienstag, 19. Mai, 20 Uhr, letzte Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Erstaufführung des Altwiener-Singspiels „Brüderlein fein" von Leo Fall und der komischen. Oper „Die schöne Gala- thee" von Franz von Supp6. Beide Werke kommen in voller Neuinszenierung unter der Spielleitung Heinrich Hubs und der musikalischen Leitung Fritz Cujss zur Aufführung. Als Gäste für die Aufführung wurden verpflichtet Meta Liebermann von Staocheater Mainz, Hertha Greef, ebenfalls Stadt- thcater Mainz^ Opernsänger Kurt Richter, Gießen. Die übriaen Mitwirkenden sind Mitglieder des hiesigen Ensembles. — Volkshochschule. Die Teilnehmer des Kurses „Grundlagen der Radiotechnik" werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Kurs morgen wegen Verhinderung des Kursleiters ausfallen muß. Der nächste Kursabend findet erst nach den Pfingst- ferien, am Dienstag, 2. Juni, statt. Siehe heutige Anzeige. — Kasperletheater in Gießen. Am Mittwoch, 20. Mai, nachmittags, wird Kasperle nach seinem Winterschlaf wieder seine tollen Streiche ausführen. Wer für 15 Pf. zwei frohe Stunden verleben will, der komme. Man beachte die morgige Anzeige. “ Straßens perrung, mitgeteilt vom Ober- hessischen Automobil-Club E. V. (A. v. D.) Gießen: Wegen Ausführung von Brückenbauarbeiten wird die Provinzialstraße Nieder-Wöll st adt — Okarben am 20. und 21. Mai von 9 bis 14 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Ilbenstadt—Burggräfenrode—Großkarben—- Kloppenheim und umgekehrt. ** Benefiz vor st ellung der Mitglie - der des Gießener Stadttheat^rs. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Mitglieder des Stadttheaters veranstalten an Stelle des in diesem Winter ausgefallenen Künstlerfestes am Samstag. 30. Mai, 20 Uhr, eine Benefizvorstel- hing. Zur Aufführung gelangt der Schwank „Das Lumpenparadies". ' Achtung, Kautivnsbetrüger! Anfang Mai wurde durch eine Anzeige in Gießen ein Tankwart gesucht, von dem u. a. Angaben über die Kautionshöhe gefordert wurden. Wie die Gießener Kriminalpolizei festgestellt hat, wurde die Anzeige von einem angeblichen Dr. Börner aus Frankfurt a. M aufgegeben, der es lediglich auf die zu stellende Kaution abgesehen hat. Die Polizei warnt, sich auf diese Sache einzulassen, und ersucht Geschädigte, sich umgehend bei der Kriminalpolizei, Zimmer 27, zu melden. ** Ermäßigung der Fleischbeschau- gebühren in Hessen. Der Minister des In- nern hat mit Wirkung vom heutigen Tage die Gebühren für die Ausführung der Trichinenschau wie folgt festgesetzt: für das Fleisch eines ganzen oder halben Tieres 0,85 Mark, für einzelne Fleischstücke (Schinken, Speckstücke usw.) je 0,45 Mark. ' ßetbbragoner-Sagung zu Pfing- ft en in Gießen. Man schreibt uns: Anläßlich der Wiedersehensfeier Iber ehern. Hess. Leibdragoner, verbunden mit dem 10. Stiftungsfest des Vereins Gießen, findet am ersten Pfingstfeiertag um 15 Llhr auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 ein Fußball-Blitzturnier um den Pokal der ehern. Hess. Leibdragoner statt, an dem sich fünf Sportvereine beteiligen werden. Um 19 Uhr wird ein Begrüßungskonzert in der Turnhalle mit Überreichung des Pokals an den siegenden Verein stattfinden. Am zweiten Feiertag, 10 Uhr, Festgottesdienst auf Oswaldsgarten, anschließend eine historische Festquadrille daselbst. Um 15 Uhr folgt die Feier selbst, unter Mitwirkung des Turnvereins 1846. der Spielvereinigung 1900 und des Quartettvereins Gießen. Außerdem ist ein Festzug vorgesehen, der folgende Straßen passieren soll: Beustadt, Bahnhofstraße, Westanlage, Südanlage, Bleichstrahe, Ludwigstrahe, Beuen Bäua Sonnenstraße, Brandplah. Ostanlage, *2?» lor'.rafte Schu strahe S)nnenstrahe, S l er> toeg, Westanlage, Oswaldsgarten (Auflösung). Zu diesen Veranstaltungen wird die Einwohnerschaft in einer Anzeige vom vorgestrigen Samstag besonders eingeladen und gebeten, die Häuser zu beflaggen. ** Kraftfahrzeug st euerpslicht für La st kraftwagenan Hänger. Unter dieser Überschrift ist in den von Steuershndikus Herrn. Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Br. 10) zu lesen: Bach den Bestimmungen des Kraftsahrzeugsteuer- aesetzes in der Fassung vom 16. März 1931 unterliegen auch die Anhänger von Lastkraftwagen einer besonderen Besteuerung neben der des Lastkraftwagens selbst. Die Steuer beträgt auf die Dauer eines Jahres für eine Steuerkarte, die zum Mitführen eines Anhängers berechtigt, 100 Mk., für eine Steuer!arte, die zum Mitführen zweier Anhänger berechtigt, 200 Mark. Für einachsige Anhänger ermäßigt sich die Steuer auf die Allste (§ 10 beS Kraftfahrzeugsteuergesetzes). Die Bestimmung ist in weiten Kreisen noch unbekannt. Ihre Beachtung empfiehlt sich. " Verkehrsunfall. Gestern gegen 12 Uhr stürzte in Klein-Linden der etwa 30 Jahre alte Wilhelm Dorfe 1 d von Klein-Linden an der stark abschüssigen Stelle der Straße Grohen- Linden und Klein-Linden innerhalb des Klein- Lindener Dorfbereiches von seinem Fahrrad und trug dabei Schädelverletzungen und Hautabschürfungen davon. Der Bedauernswerte wurde nach erster ärztlicher Hilfeleistung von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen der Chirurgischen Klinik zugeführt, wo sein Befinden heute morgen den Umständen nach gut war. Lebensgefahr besteht erfreulicherweise nicht. (Sfraffommer Gießen. * Gießen, 15. Mai. Mitte Dezember 1929 kam es an der Straße Grünberg—Reiskirchen zu erst wörtlichen und dann tätlichen Auseinandersetzungen zwischen einem mit dem Gegen von Drainageröhren beschäftigten Handlungsgehilfen und einem vorbeiradelnden Handelsmann, beide aus der Gegend. Letzterer zeigte den ersteren wegen Beleidigung und Körperverletzung an; ersterer erhob gegen seinen Gegner Privatklage wegen Beleidigung. Das Amtsgericht Grünberg erachtete nur für erwiesen, daß der Handlungsgehllfe den Handelsmann angegriffen und geschlagen habe; es verurteilte ihn deshalb zu 25 Mark Geldstrafe. Im übrigen sprach es beide mangels Beweises frei. Bach eingehender Beweisaufnahme bestätigte das Berufungsgericht das Urteil. In einer Iuninacht vorigen Jahres waren in Dad-Bauheim von einem Vergnügen friedlich nach Hause gehende junge Leute mit ihren Damen von dem heutigen Angeklagten und seinem bereits rechtskräftig abgeurteilten Freund grundlos belästigt und geschlagen worden. Das Amtsgericht Dad-Bauheim hatte ihn zu 1 Monat Gefängnis wegen Körperverletzung und 20 Mark wegen Sachbeschädigung verurteilt. Auch in der heutigen Verhandlung bestritt der Angeklagte jegliche Schuld, so dah eine ganze Reihe von Zeugen vernommen ^Derben muhte. Das Gericht sprach ihn bezüglich der Sachbeschädigung mangels ausreichenden Beweises frei. Die Strafe wegen Körperverletzung wurde auS sachlichen Erwägungen auf 10 Tage Gefängnis ermäßigt. Spielplatt der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 17. Mai, von 11.30 bis gegen 13 llhr: Tanzmatin6e Biddy Impekoven; von 19.30 bis gegen 22.30 älhr: älnbint Montag, 18., von 20 bis nach 22 älhr: Wozzeck. Dienstag, 19., von 20 bis nach 21.30 älhr: Salome. Mittwoch, 20., von 20 bis gegen 23 älhr: Simone Doccanegra. Donnerstag, 21., von 20 bis gegen 23 älhr: Ünbine. Freitag, 22., von 20 bis nach 22.30 älhr: Die Dohöme. Samstag, 23., von 19.30 bis 22.30 Llhr: Die Fledermaus. Schauspielhaus. Sonntag, 17. Mai, von 11 bis gegen 13.30 älhr: Szenenaufführung mit Orchester der Opernschule; von 20 bis nach 23 Ufrr: Der Hauptmann von Köpenick. Montag, 18., von 20 bis gegen 23 Uhr: Erstes Gastspiel Elisabeth Dergner mit Ensemble: Die heilige Johanna. Dienstag, 19., von 20 bis gegen 23 Uhr: Zweites Gastspiel Elisabeth Dergner: Wie es Euch gefällt. Mittwoch, 20. Mai, von 20 bis nach 22.30 Uhr: Drittes Gastspiel Elisabeth Dergner: Amphitryon 38. Donnerstag, 21., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Viertes Gastspiel Elisabeth Dergner: Der Kreis. Freitag, 22., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Fünftes und letztes Gastspiel Elisabeth Dergner: Amphitryon 38. Samstag, 23., von 20 bis gegen 23 Uhr: Fenster. Vriefkasien der Redafffon. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrlftleitung.) Konkurs. 1. Für ben Fall, dah ein Vater der Erbe seines Sohnes geworden ist, kann der Vater wegen eines erbschaftlichen Vermögenszuwachses nach vorangegangener Vermögenslosigkeit belangt werben, es sei denn, dah er die Erbschaft ausschlägt oder rechtzeitig ausgeschlagen hat. 2. Die Frage der Verjährung richtet sich nach dem Schuldgrund. Ein Darlehen verjährt beispielsweise erst in dreißig Jahren. Lesen Sie hierüber ben Abschnitt über die Verjährung, §§ 194ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs nach. Oie Wetterlage. _ß05] .Nordoyäj 510 Vi :ours \16 o Paris? Ovomenlos O heiter. QhafB Bedeckt» wolkig. ® Bedeckt eltege^ * Schnee a Graupeln e MeBel R Gewii'/r.(§)Windstille. KS Seh» •eichte- Osi nissige* Südsüdwest q stürmische» «tordwesl Ole Piene fliegen mit dem winde. Die Beiden Stationen stehenden Zafr len geDen die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte miKgleldtcoi «uf-Metresniveau umoerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Die kühle Luft der Kanalstörung, welche mittler» weile ihren Kern nordöstlich nach Dänemark verschoben hat, brachte über ganz Deutschland schon Temperaturrückgang. Von den britischen Inseln bringt noch weiter Luft aus höheren Breiten vor, in deren Begleitung schauerartige Niederschläge auftreten, welche vorerst auch bei uns zu erwarten sind und dabei zu etwas wechselhaftem Wetter führen, lieber der Biskaya ist eine neue Störung im An- marsch, deren Warmluft unter Umständen nördlich zum Vordringen kommt und Anlaß zu Gewitterstörungen geben kann. eAussichten fürDienstag: Wechselnd wol- kig mit einzelnen schauerartigen Niederschlägen, auch aufheiternd, noch kühl. Lufttemperaturen am 17. Mai: mittags 22 Grad Celsius, abends 13,1 Grad; am 18. Mai: morgens 13,7 Grad. Maximum 22,7 Grad, Minimum 11,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Mai: abends 18,2 Grad; am 18. Mai: morgens 14,6 Grad Celsius. — Niederschläge 1,2 mm. — Sonnenscheindauer 2% Stunden. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinden. Dienstag, den 19. Mai. Gießen. 20 Uhr: Maiandacht. Mittwochs den 20. Mai. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Freitag, den 22. Mai. Gießen. 20 Uhr: Maiandacht. Sogar Kettenraucher schätzen sich durch J/VÄJViW vor Katarrh und nach Tabak riechendem Atem! Bade-Anziige Bade-Mäntel Bade^E • - Schulstraße 4 MM ______________________ _____________________337? Die tieftrauernden Kinder. 3474 D Eintritt frei Eintritt frei 02910 3476 D 1928 V Mime: Burkhardsfelden, den 17. Mai 1931. 02935 Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Mai, nachm. 2% Uhr, statt Wieseck, den 18. Mai 1931 Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Mai, nachmittags um 3Vi Uhr vom Trauerhause Gießener Straße 52 aus statt Wohnort und Straße: . . Mitarbeiter aller Stände (örtHdie Vertrauensleute und stille Vermittler) gegen angemessene Vergütung gesucht. Gießen (Dammstraße 46), den 16. Mai 1931. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 20. Mai, nachmittags 2 Uhr. Köln. Riehler Straße 31a Dr. jur. Rottmann, Gießen, Kaiserallee 3. Fordern Sie Drudtsdirlft Nr.91 In tiefer Trauer: Johannes Albach 8. und Kinder. Heute nachmittag 4 Uhr entschlief sanft infolge eines Schlaganfalls unser lieber, herzensguter, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater und Großvater Fritz Rosenbaum Schreinermeister im Alter von 83 Jahren. sichert schnelle Zuteilung. In zwei Jahren erreichten wir einen Mitgliederbestand von 28 OOO und teilten 18 Millionen RM. zinslose, unkündbare Tilgungsdarlehen zu. Kostenlose, unverbindliche Auskunft durch Deutsche Bau- und mctiaitsoemeinschan e. 0. m. h. H, Wir betrauern das Ableben unseres 1b. A H. Ludwig Hertsch akt. 92-96 (X X x. X. F.M. F.M.) Studiendirektor in Schotten. Superintendent D. Zöllner spricht Montag, 18. Mai, abends 8 Uhr, im Johannessaal über Kirche und Staat Heute entschlief plötzlich und unerwartet infolge eines Schlaganfalles meine Hebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Albach, Del. Wagner im Alter von 56 Jahren. Die Landsmannsdian Darmstadfla. L A. d. C.: Werner Kaiser XXX. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 19. Mai, um 3% Uhr. in Offenbach statt. 3470 D ItaSSM —I—M um I ■■■■ Auswahl bereitwillig Telephon 3048 Gestern nachmittag verschied sanft und unerwartet nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Georg Lotz, Landwirt im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Lotz, geb. Schäfer Familie Heinrich Lotz Fräulein Luise Lotz Familie Otto Lotz Blumenschmuck- Wettbewerb Wie in den vergangenen Jahren soll auch in diesem Jahre ein Blumenschmuck- Wettbewerb zur Durchführung kommen. Es ergeht an alle Einwohner die Bitte, Fenster, Balkone und Vorgärten mit Blumen zu bepflanzen und hierdurch zur Belebung und Verschönerung des Stadtbildes beizutragen Anmeldungen für den Wettbewerb bitten wir bis zum 5. Juni d. J. an das Verkehrsbüro, Seltersweg (Torhäuschen), mündlich oder schriftlich richten zu wollen. — Nichtgemeldeter Blumenschmuck kann bei der Prämiierung keine Berücksichtigung finden 3463 0 Verkehrs- uVerschönerungsverein * *e//> des- se/es Atoi/s/n/We/, czzn e AWees descAwez-e'e/i /e/v> , « j/s .. Arecra Änoö/dt/c/? TäS/erfert. D'C* tV/rAvoy/s/ tv/-6dr. 40 7<#Z>/. /VZ - /QO Tad/ /V2 - • Zoo /yj.5Z>. AfooA/ji/cA/rpjo/f/i GZh ■SSO Z>r»y. Mk. Fnirboden- ölfarbe Pfund —.50SD1L 21420 ltuounilon.grenM)rogerle.Bal)ntioffft.53 Klein&Stiefel Maschinenfabrik, Fulda «d Unsere Maschinen machen Sie leistungsfähig Fragen Sie bei Bedarf bei uns an Nur bei uns diese Leistung! Solange Vorrat reicht 1 Pfund Kakao und 1 Steingut-Kakao- kanne mit Nickeldeckel ■ HamburgerKaffee-Lager Theodor Cowalsky Niederlage Thams & Garfs Mäusburg 3 Tel. 2829 WalltorstraBe 12 wohn- und GefchSßtsbaus 15 Zimmer, Küche. Bad, grobe Loden- und Kellerräume, Garten, im oberhefsisch. 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Mai 1931, nachm. 2 Llhr, sotten im Löwen, Neuenweg 28, dahier, zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: 3462D Damenstrümpfe, Gamaschen, Handschuhe, Teppiche, Klaviere Büfetts, Kredenzen, Schreibtische, Schreibmaschinen, eine Rechenmaschine Bücherschränke, Chaiselongues, Standuhren, eine Kommode, Diwane, ein Märklin-Modell, Ladentheken, eine Dampfmaschine, ein Spiegelschrank, Ausziehtische und Stühle, eine Tiegeldruckpresse, Makohemden, eine Schnellpresse, Warenschränke, Kassenschränke, Trumeauspiegel, Vitrinen, Figuren, ein Nähtisch, eine Phonola, ein Glasaufsatz, zwei Fremdenzimmer, diverse Flaschen Liköre, ein Rohrtisch, ein Rohrsessel, Manschettenknöpfe und Vorstecknadeln, Mantelstoffe, ein Pflug, ein Krupper, ein Vorderwagen, Defen, ein Sofa, Spiegel, eine Bohrmaschine, Anzugstosse, eine Ladeneinrichtung, ein Trockenschrank für Platten und Filme, Schränke. 3462D Wilh. Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 24 I — Telephon 4039 Nr. M Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Montag, (8. Mai 1951 Kundgebung der deutschen Wandervereine. • Friedberg, 14. Mai. (Sonderbericht des „Gießener Anzeigers"). Das vom Reichsverband der deutschen Ge- birgs- und Wandervereine und den angeschlvsse- nen 2ugendverbänden in unserer Stadt veranstaltete große Wandertreffen gestaltete sich zu einer machtvollen Kundgebung der deutschen Wanderer. Die meisten der 60 dem Verbände an- geschlossenen Gebirgsvereine, die zusammen rund 220 000 Mitglieder zählen, waren durch Abordnungen vertreten. Die benachbarten Vereine, wie der Vogelsberger Höhenllub, der Taunusklub, der Odenwaldklub, der Rhönklub, der Spessart- bund, ter Oberhessische Eebirgsverein, de. Westec- waldverein waren aus fast allen ihren Zweigvereinen stark erschienen. Die Friedberger Wandervereine hatten den am Abend vorher schon anwesenden Gästen zur De- grühung einen Heimatabend geboten, bei dem herzliche Worte der Begrüßung gewechselt wurden zwischen dem Vorsitzenden, des Orrsaus- schusses, Oberregierungsrat Hoos, und den Der- tretern der hessischen Regierung, Schulrat H affin g e r , des Gesamt-Vogelsberger Höhentlubs, Rektor De rn (Offenbacha.M.) und des Reichs- verbanbes der deutschen Gebirgs- und Wander« vereine, Psarrer Löscher (Zwönitz i. Erzgeb.). Heute marschierten am Rachmittag etwa 1500 Teilnehmer, unter denen in besonders stattlicher Zahl die Zweigvereine des VHC. auffielen, nach der Burg, wo auf althistorischem Boden die eigentliche Kundgebung einen eindrucksvollen Verlauf nahm. Dr. Druchhäuser (Alrich- stein), als Vorsitzender des gastgebenden Vereins, des VHC., entbot den Gruh an die Wanderfreunde aus dem Reich und die Vertreter der Behörden. Zweck dieses ersten Treffens in Deutschland sei, mit den Bestrebungen der Gebirgs-und Wandervereine mehr als bisher in die Oeffent- lichkeit zu gehen und Regierung und Volk davon zu überzeugen, daß die Wanderbewegung eine der Unterstützung werte Sache sei. Kreisdireltor Rechthien (Friedberg) begrüßte dieses Vorhaben der Wandervereine, deren Bedeutung für die Aufbauarbeit in dieser schweren Zeit nicht zu verkennen sei. Bürgermeister Dr. Seyd (Friedberg» hieß mit Dank für die Einkehr in Friedberg namens der Stadt willkommen, und Schulrat H a s s i n g c r, der im Ramen und Auftrag des hessischen Staatspräsidenten und Kulutus- Ministers grüßte, versicherte die Wandervereine, wie bisher, auch für die Zukunft der Unter» stühung durch die hessische Regierung. In einem Schlußwort dankte Landtagsabgeordneter Rektor I a s p e r t (Frankfurt a. M.), der bekannte Schöpfer und Leiter des Kinderdorfes Wegscheide, als Vorsitzender des Reichsverbandes allen, die zum glücklichen Gelingen des ersten deutschen Wanderertreffens beigetragen, vor allem dem VHC. und der gastlichen Stadt Friedberg. Er bezeichnete die Wandersache als eine Kulturbewegung mit großen staatspolitischen Aufgaben. Die Redner, die alle stark den Heimat- und Dolkstum- gedanken als den tieferen Inhalt der Wander- bewegung herausstellten, fanden stärksten Beifall. Der SHristführer des Reichsverbandes, Hermann Ritter, Frankfurt a. M., verlas nach dem Gesang des Deutschlandliedes eine Entschließung, der mit lebhaftem Beifall zu» gestimmt wurde. Dann bewegte sich der Zug nach der Seewiese, wo die Wandergäste in froher Geselligkeit noch einige Stunden verbrachten. Die Entschließung bringt eingangs die innige Verbundenheit der Wandervereine mit deutschem Land und Volk zum Ausdruck und übermittelt besonderen Gruß an die Brüder an der Das «Schiüfal ivrichi das letzte Wort Roman von I.Schneider-Foerstl. Urheber-Rechtschuh durch Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa. 21. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Der älteste der Herren hatte leise mit Ulla Setterholm gesprochen. „Ieht schon irgendwie eine Gewißheit zugeben, ist unmöglich. Wenn feine Komplikationen dazutreten, Blutvergiftung oder so...“ Die weißen Hände hatten mit einem Strich den Sah beendet. „Aber Sie dürfen versichert sein, gnädige Frau, daß ich tue, was Menschen möglich ift Diese eine Beruhigung möchte ich Ihnen geben!“ Und die Künstlerin hatte bann ein „Danke, Herr Professor", gestammelt und die Herren in das Fremdenzimmer geführt, sich dort zu waschen und urnzukleiden. Am Morgen war dann der Professor wiedergekommen. Diesmal allein. Und als er ging, hatte Die Herrin gelächelt, ein bißchen furchtsam noch, aber es war doch ein Lächeln gewesen. Und bann war sie unter bie Küchentüre getreten und hatte gesagt: „Wann er gestorben wär, was hältst bann getan, Uschi? Dich aufhhängt, gelt? Aber bas weiß ich, — wann ich Kinder hält, dir tät ich keins mehr anvertrauen —“ 'Das war hart gewesen, bitter hart! Eine ganze Stunde hatte sie darüber weinen müssen. Aber bie Herrin hatte boch wieder gesprochen mit ihr. Und wenn sie auch seither kein Wort mehr an sie gerichtet hatte und wieder mit halb versteinertem Gesichte h^mnging — wenn nur der Graf am Leben blieb! Alles andere wollte sie gerne auf sich nehmen. Das Aräulein Hetterfield schlief jetzt drüben auf der Ottomane im Atelier. Und die Frau Professor hatte vorhin ein langes Telephongespräch mit jemand geführt. Wenn man den Kopf nur nicht so wirr gehabt hätte! Uschi kam sich vor, als wäre sie erst vor einer Stunde aus dem Irrenhaus entlassen worden. Als etwas später die Klingel anschlug, fuhr sie zusammen, als wären es dje Leichenträger, bie Den Grafen Viktor holen tarnen. Es war aber nur bie Kommerzienrätin Dloem. Unb gleich barauf klingelte es wieder. Zwei Herren tarnen langsam bie Treppe herauf, der eine im Jagd» rock und mit halboerwaschenem Hut, und der andere in säuberlich gebürsteter Livree. Die Professorin tarn ihnen entgegen. Es fiel taum ein lautes Wort. Aber als bie Herren in den Korridor traten, streckte Hebwig Dloem bem im Iagd- Saar und die Derbandsgenossen in der Tschechvslvwatei. Weiter wird die vom Verband zur Erschließung der deutschen Wander- gebicte seit Jahrzehnten geleistete Arbeit aufgezählt und der wichtigsten Zukunftsaufgaben gedacht. Der Verband bittet bann einbringlich: „Reiset, toanbert, erholt euch in Deutschlanbl" und ferner: „Seid nicht nur Nutznießer der Verba ndarbeit, sondern auch tätige Mitarbeiter in den Gebirgs- und Wandervereinen". Die Entschließung führt zum Schluß wörtlich aus: „In ganz besonderem Maße aber darf und muh bei den staatspolitischen Auswirkungsmöglichkeiten der in den deutschen Gebirgs- und Wanderverei- nen geleisteten Arbeit die Mithilfe der Regierungsstellen im Reich und in den Ländern bei jeder Gelegenheit erwartet werden; denn fast ihnen allein ist es gegeben, durch gesetzgeberische Maßnahmen und Erschließung geeigneter Hilfsquellen einer im Dienste des Dolksganzen stehenden Arbeit zur vollen Entfaltung zu verhelfen. Ebenso ist an die Haupt- rerwal ung tee ieut'chen Reichsbahnges e l l- schäft und chren Nachgeordneten Stellen die dringende Ditte zu richten, durch verständnisvolle Tarifpolitik den Verkehr in Deutschland zu beleben und für alle Beteiligten nutzbringend zu gestalten. Riemand mehr sollte sich heute der Wahrheit verschließen, daß nur das rechte Wandern es ist, das die Menschen hinführt zum Gesundbrunnen Ratur, zu den Schönheiten der Heimat, zur echten Volksgemeinschaft und wahren Liebe zum deutschen Vaterland.“ Daten für Montag, 18. Mai. Sonnenaufgang 4.32 Uhr, Sonnenuntergang 20.11 Uhr: — Monbaufgang 4.29 Uhr, Monbuntergang 21.47 Uhr. 1804: Napoleon I. wirb erblicher Kaiser; — 1868: Zar Nikolaus II. von Rußland in Petersburg geboren. Um die OZB.-Meisterschast. Eintracht-Frankfurt und Lp.-Bg. Fürth geschlagen. Eintracht Frankfurt, die am Donnerstag nach dem vorsonn täglichen Spiel gegen Wor- matia Worms 120 Minuten gegen Fortuna Düsseldorf kämpfte unb bereits an biefem Sonntag wieder nach Hamburg zum HSV. gehetzt wurde, bezog dort eine 2:0-(l:0-)Rieberlage. Auch der süddeutsche Meister, Sp. -Vg. Fürth, wurde in Berlin von Hertha/DSC. mit 3:1 (2:0) aus dem Rennen geworfen. Die Fürther, noch ermüdet von dem Vorrundenspiel am vergangenen Sonntag in Leipzig, machten in Berlin gegen die frischere Hertha-Elf einen sehr müden Eindruck, wobei auch noch die glühende Sonnenhitze viel beitrug. Als einziger süddeutscher Vertreter konnte sich München 60 behaupten, das auf eigenem Gelände den Me ider icher Spielverein mit 4:1 (1:1) aus dem Rennen warf. Der vierte Teilnehmer der Vorschlußrunde ist Holstein Kiel, das in Dresden dem Dresdner SC. mit 4:3 das Rachsehen gab, obwohl die Sachsen bei der Pause noch mit 3:1 führten. Kußbali in Hessen-Hannover. Um bie Kasseler Stadtmeisterschast. — Die Ausstiegsspiele. Der Kampf um die Kasseler Stadtmeisterschaft am Samstag auf dem Platze des Ballspielve*"ins Sport Kassel — Spielderein Kassel 3:3 (0: wurde von beiden Parteien recht hart, oft sogar unfair, durchgeführt. Dis zur Pause dominierte auf Grund besseren Zusammenspiels der Spielverein und konnte dies auch in zwei Toren ausdrücken. Rach dem Wechsel erhöhte Sport seinen Energieaufwand und konnte so noch ein Unentschieden erzwingen. Das Privatspielprogramm am Sonntag war recht mager, zumal noch einige Spiele ausfielen. In Marburg trennten sich Kurhessen Marburg — Kurhessen Kassel 1:4 (1:1). Die Gäste boten die bessere Gesamtleistung und siegten auch in dieser Höhe verdient. Die Aufstiegsspiele zur ersten Dezirks- klasse nahmen den erwarteten Verlauf. Tura Kassel siegte mit 4:2 (3:2) über Polizei Holzminden, Horas bezwang die Marburger Germanen mit 3:2. Rach Lage der Dinge dürfte sich nunmehr Polizei Holzminden trotz der sonntäglichen Riederlage den „Platz an der Sonne" gesichert haben. Handballmeisterschast der DSV. SB. Darmstadt 18"8 mit im Handball- Endspiel. In den beiden Vorschlußspielen zur deutschen Handballmeisterschaft der DSD. qualifizierten sich der achtfache deutsche Meister, Polizei-Spv. Berlin und der fünffache süddeutsche Meister, Sportv. 1 898 Darmstadt, für das Endspiel, das am 31. Mai in Verbindung mit dem Endspiel der Frauen ausgetragen wird. Bei den Frauen stehen die beiden Finalisten in den vorjährigen Endspielgegnern, dem deutschen Meister Viktoria Hamburg und dem deutschen Altmeister Sportclub Charlotten- burg, bereits seit dem 3. Mai fest. Bei den Herren besiegte am Sonntag die Berliner Polizei in Bamberg vor 2000 Zuschauern den süddeutschen Zweiten, Spielvereinigung Fürth, mit 13:5 (8:3) Treffern, während der süddeutsche Meister, Darmstadt 1898, den Berliner Zweiten, Polizei Spandau, mit 11:8 (6:6) aus bem Rennen warf. Deutsche Fechtmeisterschasteu. Rachdern am Freitag zu Beginn der Deutschen Einzelfechtmeisterschaften des Deutschen Fechter» bunbes burch Eisenecker - Frankfurt a.M. bie Meisterschaft im Florettfechten an Frankfurt fiel, konnte am Samstag bei den Kämpfen um bie Degen Meisterschaft wiederum ein Frankfurter Vertreter den Meistertitel sich sichern. Mit zehn Siegen bei acht erhaltenen Treffern wurde Rosenbauer - Frankfurt deutscher Degenmeister und Rachsolger des Titelverteidigers Halberstadt -Offenbach, der diesmal zusammen mit Lt. Le r d o n - Spandau auf dem dritten Platz endete. Insgesamt 42 Rennungen waren eingegangen, so daß es zahlreiche spannende unb hartnäckige Kämpfe gab. Am gestrigen Sonntag würbe Moos- Berlin (früher Frankfurt) Meister im Säbelfechten, während bie Meisterschaft im Florettrock beide Hände entgegen. „Ich bitte Sie, Egon, sagen Sie Ihrem Sohne nicht, was wir von ihm gedacht haben." Und der alte Herr — es muhte Wohl Lippstädis Datcr sein — neigte sich schweigend über ihre Hand. Dann gingen sie nach dem Schlafzimmer, wo Viktor lag. Auch die Livree war mit eingetreten. Und nun war wieder Stille. Drinnen mochten sie Wohl nur flüstern. Ein breites Sonnenband legte sich über den blankgewichsten Boden der Küche. Der Uschi taten die Augen Weh vom Weinen und nurt von der Helle, bie ihr entgegenfiel. Die ganze Rächt hatte sie bie Lider offengehalten und den armen Kopf zermartert mit Selbstvorwürfen und Gedanken, wie es Wohl kommen würde mit dem armen Lippstäbter. Die Ratur verlangte gebieterisch ihr Recht. Sie setzte sich auf ben Hocker unb legte bie Arme über ben Tisch. Als Ulla eine Viertelstunde später eintrat, fand sie Uschi schlafend. Mit einem verzeihenden Lächeln drückte sie bie Türe geräuschlos ins Schloß. Wenn der Herrgott sich des armen Viktor erbarmte, bann wollte auch sie gerne Milbe für Recht walten lassen und der Uschi die Rachlässig» feit einer Stunde nicht mehr nachtragen. Von den Menschen war schließlich doch einer auf ben anderen angewiesen. Als Ulla Setterholm die Treppe zu Lutz' Wohnung nahm, hörte sie, daß ein Schritt ihr folgte. Sie drückte bie Finger auf bie Klingel unb schlüpfte, kaum baß Gerb geöffnet hatte, in ben Korribor. Draußen räusperte sich jemanb, bann surrte das Läutewerk auf. Eie legte ben Finger an bie Lippen unb verschwand im Arbeitszimmer des Reffen. Gerd warf sich in Positur, bevor er den Messingknopf zurückdrückte. Eine Helmspitze tauchte auf. Zwei Wildlederhandschuhe hielten ein Rotiz- buch umspannt. „Ist Herr Setterholm inzwischen zurückgekehrt?" „Leider nein, Herr Wachtmeister.“ Das Rotizbuch verschwand in der Tasche des langen Mantels. ..Das ist sehr bedauerlich. Und Sie wissen auch die derzeitige Adresse nicht?" „Rein!“ Der blankgewichste Schuh stand zwischen Schwelle unb Flur. „Dann muß sich bas Gericht selbst darum bemühen. Die Aussage von Herrn Setterhvlm ist sehr schwerwicBenb zur Ausllärung des Tatbestandes. Er ist dör einzige, der Auskunft geben tonn, wie sich die Sache in der Prinz» Eugen-Strahe 86 womöglich abgespielt hat. Er wurde um bie fragliche Zeit im Treppenhause gesehen." Gerb perlten die Schweißtropfen auf der Stirne unb der Beamtete mutzte seine Aufregung unbedingt gewahr werden. Run zitterte auch die Stimme noch, als er sagte: „Sie werden boch unmöglich von der Annahme ausgehen, bah Herr Setterholm die Tat selbst begangen hat!“ Das löste ein herzhaftes Lachen des Beamten aus. „Ratürlich nicht! So war es auch nicht gemeint. Riemand kommt auf den verrückten Einfall, bah ber Chef bes Hauses Setterholm einen Kassenboten überfällt und ihn geknebelt in den Keller wirft.“ „Einen Kassenboten überfallen...“ Gerd rang nach Luft. ..2a! Sie haben Wohl noch gar nicht davon gehört? Es steht doch in allen Zeitungen." Gerd hatte seit ber gestrigen Rächt keine Zeitung mehr attgerührt. ’ „Der alte Mann machte bie Runbe im Bezirk, um Gasrechnungen einzukassieren. Da hat ihm einer, der jedenfalls orientiert war, aufgelauert, ihn niedergeschlagen unb in ben Keller geschleppt. Man fanb ihn dort gegen zehn Ahr abends bewußtlos auf. In der Rächt ist er bann gestorben. Der Schlag war etwas gar zu derb geführt worden." Der Kommissar sah in Gerbs Gesicht, das Grau in Grau spielte. „Rachforschungen ergaben, bah Herr Setterholm gegen sechs Ahr nach ber zweiten Etage ging, bort eine Zeit verblieb unb bann, scheinbar in großer Eile, toieber zurückkam. Anb so ungefähr um biese Zeit muh ber Aeberfall gewesen fein.“ Enblich hatte ©erb den letzten Rest der Beklemmung abgeschüttelt. Run es nicht mehr um das Leben des Gebieters ging, zeigte er ein Entgegenkommen, bas unbegrenzt war, versprach an alle Firmen, bei Denen Herrn Setterholm womöglich Station machte, zu telephonieren, um ihn so halb als möglich zu erreichen unb seine Rückkehr zu beschleunigen. Der Beamte war mehr als erfreut Die beiden Männer drückten sich sogar die Hand, als sie auseinandergingen. Sowie Rachricht eintraf, wollte Gerb bie Beamten verstänbigen. „Uff!“ machte er unb sank geradewegs in einen der Korbstühle in der Diele. Weiter hatten die Fühe ihn nicht mehr zu tragen vermocht. Lutz' Arbeitszimmer tat sich auf und beim Anblick der Tante seines Gebieters nahm er sich zusammen. „Weih denn jemand um die Sache?“ fragte sie deprimiert Run konnte er sich nimmer helfen, ilnb vor ihr gab es auch kein Leugnen und Vertuschen. Die Professorin wußte soviel wie er, wenn es nicht noch mehr war. „Ist der Graf wirllich tot, gnädige Frau?“ Sein Mund war ganz verschoben, als er das fragte. „Gott sei Dank lebt er. Aber knapp am Sterben ist's vorbeigegangen." Sie gab ihm kurz über alles Bescheid. Sann sprach Gerd. Auch Alla hatte von dem Aeberfall auf den Kassenboten fechten ber Damen in Abwesenheit von Helene Mayer-Offenbach an Frl. Merz - Rüde-- heim fiel. Oie Deutschland-Rundfahrt. Die Deutschland - Rad - Rundfahrt wurde am Samstag mit ber zehnten Etappe von Berlin aus in einer Schleife über Leipzig, Halle nach Magdeburg über eine Strecke von 268,6 Kilometer fortgesetzt Im Endspurt siegle ber Franzo'e Barthelemy in 9:0?,25 vor ben Deutschen Buse und S t ö p e l und dem Belgier Martin. Im Gesamtllassement hat sich nicht viel geändert Metze (Dortmunds führt mit einer Fahrzeit von 88:59,34 und 112 Punkten vor dem Dresdner Thierbdch mit 89:00,50 unb dem Luxemburger Ricolas Frantz mit 89:03,49. In der Länderwertung liegt Deutschland vor Frankreich und ber Gemischten Mannschaft an der Spitze. Die elfte Etappe der Deutschland-Rundfahrt verlief wieder äußerst ruhig. Die Strecke von Magdeburg nach Hamburg betrug 245,4 Kilometer iqib war sehr eben. Im Lause der ganzen Fahrt entwickelte sich nur eine Iagd, bie von Frantz und van Druaene angezettelt wuroe. Rach 15 Kilometer war jedoch wieder eine Spitzengruppe von 20 Fahrern beisammen. Im Endspurt zeigte sich der Franzose Darthölemy überlegen und siegte vor Metze unV dem Oesterreicher Bulla in 9:21,20 Stunden. Im Gesamtllassement gab es keine Veränderungen; iw der Einzelwertung führt nach wie vor der Deutsche Metze vor seinem Landsmann Thierbach und dem Luxemburger ‘-K. Frantz, im Ländert lassement hat Deutschland toieber die Führung vor Frankreich unb der Gemischten Mannschaft. Neuer Krauen-Weltrekord. Die englische Mittelstrecklerin Miß Gladys Lunn konnte einen neuen Weltre korb im 1000-Meter-Lauf auf stellen. Sie burch- lief die Strecke in 3:04,4 und unterbot damit bie von Frau Radke, Breslau, gehaltene Bestleistung um zwei Sekunden. Rhön-pfingstweitbewerb. Zu dem an den Pfingstfeiertagen auf der Wasserkuppe in der Rhön stattfindenden Iung» flicgertreffen undModellflug-Wett- be toe r b des Deutschen Luftfahrt-Verbandes werden mehr als 400 Iungflieger aus allen Teilen des Reiches herbeieilen. Am Pfingstsamstag findet ein Fackelzug zum Rhön-Denkmal statt, wie eine Gebenkfeier für bie Toten ber Fliegerei abgehalten wird. Der Sonntag ist für ben Modell-Wettbewerb freigehalten, für Den mehr als 200 Modelle, darunter sehr beachtliche Reukon» ftruttionen, angemelbet sind. Am Montag finden Vorführungen des Forschungsinstituts der Rhön» Rossitten-Gesellschaft statt, für die sich der neue Rekorbflüger Groenhoff zur Verfügung gestellt hat. Außerdem wird zum ersten Male bas auf der Rhön im Auftrage des Ozeanfliegers K v e h l gebaute Motor-Rurflügelflugzeug gezeigt werden. Ein lohnendes Geschäft. Der Boxer-Weltmeister Max Schmeling hat an seiner jetzt beendeten Schaukampfreise durch die Vereinigten Staaten 72 000 Dollar, also 302 400 Mark verdient. Schmeling wird von seinem Kampf gegen Stribbling am 3. Juli in Cleveland 40 Prozent ber Rettoeinnahme erhalten, während Stribbling „nur“ 12,5 Prozent als Herausforberer zustehen. Man rechnet mit einer Gesamteinnahme von 950 000 Dollar, also nahezu vier Millionen Mark. nichts gehört. Man hatte genug mit sich selbst zu tun gehabt. And bie Uschi, bie sonst alle Reuig- feiten wußte, war auch nicht bazugekomyien, es bei einem kleinen Tratsch zu erfahren. Von Gerd erfuhr Alla auch, wie sich die Katastrophe im Atelier abgespielt hatte, und daß Evelin mit bem Drüber geflohen war. „Man muß ihn zu erreichen suchen", sagte sie nachdenklich. „Hat er denn nicht gesagt, wohin er fährt?" „Er wollte nach Frankfurt und von dort den Kanal erreichen!" „Jessas na, so ein Blödsinn! Als wann einer heutzutag mit einem so großen Wagen noch aus- fneifen könnt! Anb alles um nix! Sie Evelin, bas arme Hascherl, tut mir am meist'n leib." Anb dann tat Gerd das Klügste, was zu tun war: Er fragte in Frankfurt und bei noch einem Sutzend anderer Firmen in anderen Stäbten an, ob Herr Setterholm nicht vorgesprochen habe ober boch wenigstens gesehen worden war. Es war nicht der Fall gewesen. And wahrend Gerb und Alla sich der Vermutung Hingaben, daß die beiden womöglich schon den Kanal erreicht hatten, fuhren Lutz und Evelin den breiten Boulevard von Budapest hinab. Diesen Abend schliefen sie. das erstemal feit achtundvierzig Stunden, wieder in einem Bett. Sie hatten, um jeden Verdacht zu vermeiden, ein kleines privates Absteigequartier gewählt und sich als Mann unb Frau in bie Meldeliste eingetragen. Sie alte Same, bei der sie wohnten, sah in ihnen ein Paar, bas seine Flitterwochen kostete. Sie war ganz Güte unb Entgegenkommen. Ach, es gab noch Menschen, bie sich liebten! Anb ber junge schöne Mann mit ber vereinzelten grauen Strähne an ben Schläfen vergötterte das schöne zarte Weib. Es war heiß in bem kleinen Mansardenzimmer. Obwohl bie Türe nach dem Heinen Balkon offen stand, brannte bie Hitze von ben Wänden. Eve war völlig erschöpft. Sie Angst um Lutz, die Hetze und alles andere hatten das ihre getan, sie völliger Apathie nahezubringen. Lutz war rührend in seiner Sorge. Er deckte baS Bett für sie ab, kniete nieder und half ihr die Schuhe abstreisen. Als unten an der Gartentüre die Klingel anschlug, sprang sie nach dem Balkon und sah hinab. Es war nur ein Briefträger, Zärtlich, wie eine Geliebte, strich sie über Lutz' Wangen. Er saß bei ihr, bis sie eingeschlafen war und hielt ihre unruhigen Finger in den seinen. Heber sie geneigt, wartete er noch eine Weile, rief sie zweimal laut beim Ramen, unb als sie nicht erwachte, verlieh er auf ben Zehenspitzen den Raum. (Fortsetzung folgt.) Heeressportfest in Gießen. Dom Wetter sehr begünstigt, fand am Freitag, Gamstag und gestern nachmittag auf dem Uni» versitätssportplah das Sportfest unseres Bataillons, verbunden mit den D i v i - sions-Meisterschaften (Ausscheidungs- kämpfe für die Heeres-Meisterschaften 1931) statt. Eine große Menschenmenge folgte gestern mit starker Spannung den in allen Teilen sehr interessanten und flott verlaufenen Wettkämpfen, deren Durchführung bei der günstigen Temperatur der Witterung außerordentlich erleichtert wurde. Das Bataillon hatte mit dieser eindrucksvollen sportlichen Veranstaltung auch noch besonders Glück insofern, daß erst am Abend nach Schluß der Wettkämpfe der trübe Himmel seine Schleusen öffnete und einen anständigen Landregen herniederschickte, der sicherlich das- schöne Sportfest beeinträchtigt hätte, wenn er schon am Nachmittag gekommen wäre. Nicht nur am gestrigen Nachmittag, sondern auch schon an den beiden Dorkampstagen, Freitag und Samstag, bot der Sportplatz selbst ein festliches Bild. Die Landesfarben der an den Wettkämpfen teilnehmenden Truppenteile der 5. Division (Württemberg, Baden. Preußen, Thüringen und Hessen), sowie die Reichsflagge schmückten den Platz. Die Bataillonsmusik unseres Gießener Bataillons trug durch schneidige Märsche und fröhliche Musikweisen zur Ausgestaltung des Sportfestes wesentlich bei. Die Veranstalter können mit dem Verlauf und dem Ergebnis dieses sportlichen Ereignisses zufrieden sein. • Mit besonderer Spannung wurden am Somstagvormittag der Marathonlauf (42 Kilometer 195 Meter) und der Patrouillen- Gepäckmarsch verfolgt. Im Marathonlauf siegte in völliger Frische der Jäger Hermann der 11. (Jäger) Komp. 15. Inf.-Regts. Kassel, mit der sehr guten Zeit von 3 Stunden 14 Min. 52 Sek. Die schnellste Gepäckmars ch- Mannschaft war die des l. (Hess.) Gr e n. - Bataillons 15. Inf. - Regt s. Gießen, die die 25 Kilometer lange Strecke in 3 Stunden 19 Min. und 12 Sek. zurücklegte. Die an sich ausgezeichnete Mannschaft des III. (Jäger) Datls. 15. Inf.-Regt. Kassel wurde von Anfang an durch eine Knieverletzung des Führers gehemmt und brauchte 3 Stunden 49 Min. 16 Sek. Im Handgranatenwerfen im Feldanzug überbot Obergefreiter Mohl 3./15. mit 77,45 Meter den bisherigen Heeresrekord um 5,45 Meter: beim Wurf im Sportanzug erreichte er 79,64 Meter. Aus dem 100-Meter-Lauf ging Obergrenadier Hohenacker der 2. Kompanie 13. Inf.-Regt. Stuttgart als Siegsr hervor, von den Angehörigen des Gießener Bataillons Obergrenadier Salz I./15. mit 11,6 Sek. 3nt Hochsprung wurde von Jäger Wur- st er 10./14. Konstanz 1,70 Meter erreicht, im W e i t s p r u n g 6,83 von Gefr. ‘Baumle der 5./AR. 5 illnr, beim Weitsprung im Frld- anzug von Obergrenadier Gruber 2./15. 4,70. Den Speer warf Llnteroffizier Fischer 14./13. Gmünd 49,55 Meter, den Diskus Gefreiter Gugel 1./15. 37.50 Meter. Die Kugel stieß Obergefreiter M o h l 3./15. 12.81 Meter. Aus dem 200-Meter-Lauf ging Obergrenadier Hohenacker 2./13. Stuttgart mit 23.7 Sek. als Sieger hervor, aus dem 4 0 0- Meter-Lauf Ob?rgefreiter Althoff 11./15. Kassel mit 54.2 Sek. Den 1500 -Meter-Lauf gewann der Iäget Brehm 10. 15. Kassel mit •4 Min. 32,4 Sek., den 5000-Meter-Lauf Oberschühe Dickhaut 11./15. Kassel mit 17 ' Min. 24,2 Sek. und dem 10000-Meter-Lauf Schütze Ohder 5./15. Weimar, der Thüringer Waldlaufmeister, mit 36 Min. 8 Sek. Spannend sind die Staffeln. Es siegte in der 4X100-Meter-Staffel der Division die Mannschaft des 3>Bataillons 14 (Bad.) Inf.-Regt. Konstanz mit 458 Sek., in der des Gießener Bataillons die Mannschaft der 1. Kompanie mit 47,3 Sek. Den Höhepunkt bildete entschieden die 30- Mann-Staffel der vier Gießener Kompanien.' in der sich in bunter Folge Läufer. Radfahrer, Schützen, leichte und schwere Maschinengewehre abwechseltrn. Nachdem anfangs die 2. Kompanie die Führung innehatte, zwischendurch der Radfahrer der 4. Kompanie, gewann die s. M. G.-Bedienung der 3. Komvanie einen Vorsprung, der in erbittertem Kampfe gehalten und teilweise vergrößert wurde bis zum Siege. Der Sportplatz hallte wieder von den Ermunterungsrufen der Kameraden und den Beifalls- äußerungen der Zuschauermenge. Schauvorführungcn, wie Schullauf aller Kompanien, Gymnastik mit Gerät, Bodenübungen, Tischspringen sorgten für noch reichere Ausgestaltung deÄ Programms und zeigten die Gewandtheit und Körperpflege der sonnengebräunten Soldaten. Das Handballspiel der Bataillonsmannschaft gegen die Städtemannschaft Gießen bewies mit dem Endergebnis 4:4, daß auch das Gebiet der Spiele von den Soldaten nicht vernachlässigt wird. Den Abschluß der drei reichhaltigen Tage bildete Jagdspringen der Klasse L und A, aus dem LInteroffizier Bax 4./15. auf Attila und Obergefreiter Euler 4./15. auf Freiherr als Sieger hervorgingen. Die Truppe trat dann im offenen Viereck zur Preisverteilung an und erhielt die wohlverdienten Diplome und Auszeichnungen. I. Oberheffen. Handelskammerpräsident Langsdorf 70 3ot>re alt WER. Friedberg. 17. Mai. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Friedberg. Kommerzienrat Langsdorf, vollendet am 20. h.M. sein 7 0. Lebensjahr. Für den um die heimische Wirtschaft hochverdienten Jubilar sind seitens der Behörden größere Ehrungen geplant. Studiendirektor Hertsch-Schotten f. ■+■ Schotten, 16. Mai. Nach einer Blinddarmoperation, die bei der schon zu weit vorgeschrittenen Erkrankung aber nicht mehr zum Erfolg führen konnte, verstarb im hiesigen Krankenhaus der Oer deutsche Außenhandel im April. Die deutsche Einfuhr im April beträgt nach Ausgleich der Lagerabrechnungen 654 Mill. Mk., was gegenüber der tatsächlichen Einfuhr im März eine Zunahme um 50 Millionen Mk. bedeutet, die ganz überwiegend auf den Bezug von Rohstoffen und hall)fertigen Waren entfällt. Die Ausfuhr stellt sich im April auf 780 (März 822; Mill. Mk., wozu noch Reparationssachlieferungen im Werte von 38 (45) Mill. Mk. treten. Auf die Zahl der Werktage umgerechnet, ergibt sich trotzdem eine Ausfuhr st eigerung von 31,6 auf 32,5 Mill. Mk., da der April zwei Werk- tage weniger als der März hatte und der saison- mäßige Rückgang nur 6 Prozent betrug, statt, wie erwartet, 9 Prozent. Die Handelsbilanz für April ergibt somit einen tatsächlichen Ausfuhrüberschuß von 126 Mill. Mk. : einschließlich der Reparationssachlieferungen beträgt er 164 Millionen Mark. • * Die Großhandelsindexziffer. Die vom Statistischen Reichsamt für den 13. Mai berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 113,5 gegenüber der Dorwoche unverändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 109,5 (+ 0,5 v. H.), Kolonialwaren 96,0 (+ 0,3 o. H ), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 103,5 (— 0,3 v. H.) und industrielle Fertigwaren 137,2 (— 0,1 v. H.). * D i e Einlagen bei den deutschen Sparkassen im März. Die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen haben im Laufe des Monats März die elfte Milliarde Mark überschritten, nachdem der Spareinlagenbestand im Juli 1930 auf zehn Milliarden angewachsen war. Ende März 1931 betrugen die Spareinlagen 11 043,7 Millionen Mark. Der Einlagenüberschuß betrug im März 96,9 Millionen Mark, hiervon entfielen auf den Einzahlungsüberschuß 55,5 Millionen Mark. Der Einzahlungsüberschuß war mithin um 5,5 Millionen Mark oder 9 Prozent größer als im März 1930, hingegen um 29,2 Millionen Mark oder 30,5 Prozent geringer als im Vormonat. * Konkurse und Vergleichsverfahren im April. Im Laufe des April wurden im „Reichsanzsiger" 972 Konkurse, ausschließlich der wegen Mangels an hinreichender Masse abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung, und 655 gerictstliche Vergleichsverfahren bekanntgegeb^r. Die Anzahl der . Leiter unserer Realschule, Studiendirektor Hertsch, im 58. Lebensjahre. Der Verstorbene, der seit zwan- ziy Jahren als Leiter unserer Realschule in segensreicher Weise gewirkt hat, war auch über die Schule hinaus im Vereinsleben zum Besten der Allgemeinheit tätig. Im Kriegeroereinswesen nahm er eine führende Stellung ein. Durch ein tragisches Geschick verlor er im Weltkriege infolge Verwundung auf beiden Augen die Sehkraft, trotzdem behielt er auf seinen Wunsch auch als Kriegsblinder die Leitung der Realschule bei. Außergewöhnliche Willenskraft und größte Hingabe an sein Schulamt befähigten ihn, sein verdienstvolles Wirken an der Realschule auch trotz der starken Hemmung durch die Erblindung fortzusetzen. In weiten Kreisen von Schotten und Umgegend, ja in der Provinz Oberhessen wird das Andenken an den Entschlafenen allezeit in Ehren bewahrt bleiben. Kreis Friedberg. * Butzbach, 18. Mai. Zwischen dem Butzbacher Stadtrat einerseits und dem Stadtbaumeister Scherrer anderseits, der wegen dienstlicher Verfehlungen rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war, ist jetzt eine Vereinbarung dahin zustande gekommen, daß die Stadt Butzbach dem Stadtbaumeister Scher- re r für drei Monate das volle Gehalt und für drei Monate das halbe Gehalt als Abfindung auszahlt, während Scherrer von seinem auf Lebenszeit laufenden Anstellungsvertrag zurücktritt und auf weitergehende Ansprüche gegen die Stadt verzichtet. Nach dieser Vereinbarung, die vom Stadtrat genehmigt wurde, ist der von der Stadt Butzbach beim Provinzialausschuh gestellte Antrag auf Dienstentlassung Scherrers zurückgezogen worden. WSN. Bad-Nauheim. 16. Mai. Der Schuhmacher Bohn von hier, der im Verdacht steht, am vorigen Sonntag den Raubüberfall in einem hiesigen Heim ausgeführt zu haben, ist in Bruchsal (Baden, verhaftet worden. In seinem Besitz befand sich einer der bei drm Raubüberfall gestohlenen Gegenstände. Konkurse ist gegenüber dem Vormonat um 21,6 Prozent, die der Vergleichsverfahren um 1,1 Prozent gesunken. Die arbeitstägliche Zahl der Konkurse betrug im April 38,9, im März 47,7, die arbeitstägliche Zahl der Vergleichsverfahren 26,2 bzw. 25,5. * Die Karlsruher Lebensversiche- rungs&anf A G. bringt, wie in den Vorjahren, eine Dividende von 12 Prozent zur Verteilung. Der Versicherungsbestand ist im abgelaufenen Geschäftsjahre um 565 Millionen Mark gestiegen. Der Ge- farntjahresüberfchuß beträgt 5,55 Millionen Mark (4,81). Der Gewinnreserve der Versicherten werden 5,13 Millionen Mark überwiesen, die dadurch auf 18,2 Millionen Mark angewachsen ist. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 18. Mai. Tendenz: schwach. — Die Börse eröffnete zum Beginn der neuen Woche in schwacher Haltung. Verstimmend wirkten der scharfe Ton Brionds auf der Genfer Ratstagung wegen des deutsch-österreichischen Zollplanes, die schwache Neuhorker Börse vom Samstag und vor allem das Anwachsen der Radikalen bei den gestrigen Landtagswahlen in Oldenburg. Auch die nur schwache Arbeitslosenentlastung im April nach den Ziffern des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes fand starke Beachtung. Da von außen her keine Orders vorgelegen haben und man wieder Ausland- abgaben beobachtet haben wollte, schritt auch die Kulisse zu Glatt st ellungen und Blankoabgaben, so daß gegen die Samstag- schlußkurse wieder recht erhebliche Kursverluste eintraten. Die Llmsatztätigkeit war nicht besonders groß, doch genügten bei der Unsicherheit schon kleinste Abgaben, um das Kursniveau mehrprozentig zu drücken. Besonders schwach waren Kali Salzdetfurth mit 6 Prozent. Am Chemiemarkt 2G.-Farben mit 2,5 Prozent, Metallgesellschaft mit 2 Prozent und Scheideanstalt mit 1,5 Prozent schwächer. Von Elektrowerten waren Siemens mit 4 Prozent mehr gedrückt. Auch die übrigen Papiere dieses Marktes lagen mit Rückgängen bis 2,5 Prozent recht schwach. Größere Kurseinbußen hatten noch Mannesmann und Deutsche Linoleum, die je 3,25 Prozent nachgaben. Don 1,5 bis 2,5 Prozent niedriger eröffneten Buderus, Rheinstahl, Bauunternehmungen und Kali Aschersleben. Don Zellstoffwerten verloren Aschaffenburg 2 Prozent, Wirtschaft. während Waldhof mit minus 0,5 Prozent relativ gehalten waren. Bankaktien gaben meist bis 1 Prozent nach. Am Schiffahrtsmarkte Norddeutscher Lloyd 1,25 Prozent schwächer. Am Anleihemarkt deutsche Fonds ruhig, während von fremden Werten Mexikaner stark angeboten waren und bis 0,75 Prozent niedriger lagen. Pfandbriefe bei ruhigem Geschäft gehalten. Reichsschuldbuchforderungen 1 Prozent schwächer. Im Derlaufe blieb die Börse bei anhaltender Geschäfts st ille matt und verstimmt. Die Mehrzahl der Kurse lag erneut 1 Prozent, Siemens und Salzdetfurth bis 1,5 Prozent niedriger. . Am Geldmarkt war Tagesgeld zum Satz von 5 Prozent etwas gesucht. Am Devisenmarkt lagen das Pfund und der Dollar fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1998, gegen Pfund 20,429, London gegen Neuhork 4,8642, gegen Paris 124,31, gegen Mailand 92,91, gegen Madrid 47,50 fest, gegen Schweiz 25,23, gegen Amsterdam 12,1150. Berliner Börse. Berlin, 18. Mai. Die neue Woche eröffnete in ausgesprochen schwacher Haltung. Das an die Märkte kommende Material hatte an Amfang zugenommcn und stammte wohl hauptsächlich aus Publikumskreisen. Hervorgerufen wurde diese starke Verkaufs Neigung dikrch^zahlreiche ungünstige Momente, wie den Wahlausgang in Oldenburg, die unsichere Situation Deutschlands in Genf, die erneute Ermäßigung des Kupferpreises, eine kleine Verschlechterung der Mark, schwache Auslandbörsen und die Gerüchte um die neue Notverordnung und einen weiteren sechsprozentigen Gehaltsabbau der Beamten. Günstige Nachrichten, wie dieWiedereinstellungen imSiegcr- länder Bergbau, die Möglichkeit für einen französischen Textilarbeiterstreik und der Reichsbankausweis für die zweite Maiwoche mit einer Entlastung um etwa 0,25 Milliarden und eine Besserung der Notendeckung um 2 bis 3 v. H., blieben dagegen eindruckslos. Zahlreiche Werte erschienen mit Minus-Minus-Zeichen (Neubesih, Mexikaner, Aku, Demberg, Dessauer Gas, Schlesisches Gas, Berger, Mannesmann, Hoesch, und Köln-Neu- essen). Die Mehrzahl aller Werte verlor gegen Samstag 1 bis 2 v. H., und Spezialwerte wie Hamburg-Süd, Kunstseide-Aktien, Stahlverein, Polyphon, Svenka, Chade, Elektrisches Licht & Kraft Siemens und die Gasaktien verloren bis 4 v. H., Julius Berger minus 5,25 v. H. und Salzdetfurth minus 6 v. H., OesterreichischeCredit- anstalt erneut in Reaktion 2-Mark. Dis zu 2 v. H. gebessert waren Maschinen Buckau, Reag, Leonhards Tietz, Zellstoff Aschaffenburg, Anleihen abbröckelnd. Don Ausländern besonders Mexikaner schwächer. Pfandbriefe weiter angeboten und schwächer. Reichsschuldbuchforderungen 0,25 bis 0,75 v. H. rückgängig. Geld bleibt steif. Tagesgeld 5 bis 7 v. H., vereinzelt noch 4,75 v. H. Die übrigen Sätze unverändert. Im Derlaufe konnte man neue, oft mehrprozentige Kursrückgänge beobachten. Die Kupferwerte wurden ftärfer angeboten, auch Mansfelder erschienen mit Minus-Minus-Zeichen. Berger gelangten später 4,5 v. H. niedriger zur Notiz. Im Derlaufe kam erhebliches Material, anscheinend für amerikanische Rechnung, heraus. Die fünfprozentigen Mexikaner gelangten später 1.3 v. H. unter Samstag zur Notiz. Julius Berger war erneut 4 v. H. rückgängig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a-M.. 18. Mai. Auftrieb: 1554 Stück Rinder: darunter 334 Ochsen, 132 Bullen, 524 Kühe, 460 Färsen, ferner 1212 Kälber, 22 Schafe, 6575 Schweine, 260 Littauer. Es kosteten: Rinder: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 45 bis 48, ältere 40 bis 44, sonstige vollfleischige, jüngere 35 bis 39; Dullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 40 bis 43, sonstige vollsbeischige oder ausgemästete 35 bis 39; Kühe, jüngere, vollfleischige. höchsten Schlachtwerts 35 bis 38, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 29 bis 34, fleischige 22 bis 28; Färsen (Kalbinnen, Jung- rinder), vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 45 bis 48, vollfleischige 40 bis 44, fleischige 36 bis 39; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 64 bis 69, mittlere Mast- und Saugkälber 60 bis 63. geringe Kälber 53 bis 59; Schweine: vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 42 bis 45, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 43 bis 46, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 43 bis 46, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 40 bis 43. Marktverlauf: Rinder langsam, pleberstand. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine langsam, geringer Äeberstand. Fette Schweine fast unverkäuflich. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.H.. Lombardzinsfuß 6 v. H. firantrun a. M. Berlin Schluß» kurd l.Uhr. Kurs Schluß.' Anfang. turs Rurd Datum 16.5. 18.5. 16.5. 18.5 6% Deutsche SieWanleibe ton 1927 84,5 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ....... 100,5 _ 100,5 Deuliche Anl.-Ablöi.-Schuld ntfi Auslos.-Rechten ...... 55,13 55,13 55 55,13 Desgl. ohne Aurioi.-Rcchle . . 4,9 4,6 4,8 4,6 8% Heil. 0 elf i final von 1929 (rfidtafilb. 102%)...... 94,5 vberhessen Provinz • Anleihe mfi Auelo!.-Rechten...... _ Deutsche ftumm. Sammelabl Anleihe Gerte 1 ... 53,1 _ 53,5 8% fitanlf. Hgp.-Bank Goldpfe XIII untünbbac b!3 1934 . . . 101,5 _ _ 7% grants. Hgp.-Aank Goldpse unlünobat bis 1932 . . . 97,5 vesgl. von 1913 _ 4% Ungarische Kronenrente . . . _ _ __ 4% Türlfiche ZoUanleibe von 1911 3,65 3,65 3 A5 4% Dürttlche Bagbadbahn-Aul. Gerte 1..... — 3,7 3 7 4% deSgl. Gerte II....... 3,625 — 3,75 3 7 6% RumSntiche vereint). Rente von 1903 ....... — _ 7,7 NumLutsche vereint). Rente von 1.913.......... 14,5 1% Rumänische veretnh. Rente . 6,3 — 64 Frankfurt a. Ul. | Berlin Schluß» . furd 1-llhr« Kurs Schluß» furd Anfang- Kurd Datum 16.5. 18-5. 16.5. 18.5. Hamburg-Amerika Uatei . . Hamburg-Silbam. Dampfschiff . 7 53 _ 53 51,75 90 . 8 _ 93,25 Homo Damvsichtfj . 10 — _ 72 71 Norbbeuticher Lloyb .... . 8 54,5 52,75 54 52,4 Allgemeine Deutsche Credilanst. 10 Barmer Banlverein . . . 10 _ _ _ Berliner Hanbelsgelellschatt . 12 115 113,5 114,5 113 Commerz- unb Privai-Bank. Darmfiäbter unb Nattonalban) Deutsche Bank unb 11 104 103 103,75 103,25 124 12 125,5 124,5 125,5 Dirronlo-Geselllchast, . . . 10 102,25 102,5 102,5 Dresbner Bank...... 10 102,25 102,25 102,25 103,75 Reichsbant........ 12 142,25 142 140 A.E.G.......... Bergmann........ . 8 91,75 89,25 91,75 89,75 . 9 - — — 69 64,5 Eiekir. Lteserungegesellschast. 10 105,5 104 105,5 104 Licht unb fttafr...... 10 107,5 — 107,75 104 Fellen & Guilleaume . . . Geselfichasi für Elektrische 1V1 76 — 76, j 3 74,75 llniernehmungen .... Hamburger ElekirtzilLw-Werke 10 103,5 101,25 103,5 101,13 10 Rheinische Elektrizität . . . . 9 105 104 105,75 Schlesische Elektrizität. . . . 10 — Echucken ä Co....... 11 128,5 126,5 129,5 127,25 Gicmcns & Halske..... Transrabio........ Vabmeger L Eo....... 16 . 8 153 149 152,5 148,75 10 118 118 118,5 — Buoeru«..... . . . Deutsche ErbSI...... . 6 41,5 39,75 41,75 38,9 . 6 64,5 64,75 63,5 Essener Steinkohle..... . 8 — — . 8 71 -— 70,5 69 Harpener. ....... . 0 58,5 — 56,5 55 Hoesch Eilen. ....... •K — 54 Iiie Bergbau....... 10 168,5 — 169 168 Klöcknerwerke ....... . 7 51,5 _ 52,75 50,5 Köln-Neuellen....... . 7 — — 60 Mannesmunn-Röhre» . . . . 7 68,13 65 68,13 65 Mansfelber Bergbau .... Cber|d)iei. Glienbebatf . . . . 7 32 32,5 30 . 6 •— Oberschies. KoNwerke.... . 7 — — 69,5 67,75 Bhüni; Bergbau. ..... BW 49 47,75 49,4 Rheinische Braunkohle» . . 10 153 153,25 150,5 Rheinstahl........ Mlebed SRonta» ...... . 6 v 67,5 66 68 65,5 JranfJun a. 2)1. Berlin Schluß» find t-ilhr. flurd Schluß« furd Sin fang» Kurs Datum 16.5. — 18.6. 16.5. 18.5. Bereinigte Stahlwerke . 46,5 — 47 — Olavi Minen ... 16’/. 25,5 — 26,13 25,5 Kaliwerke Aschersleben . e 10 125,5 123 124,5 122 Kaliwerke Westeregeln . ■ 10 130,5 128,5 125,5 Kaliwerke Salzbetfurth . • 15 197 190,25 197 191 I. ®. Farben-InbusMe. M 12 137,25 134,75 137,13 134,13 Dynamit Nobel .... . 6 — — — Scheibeanfialt..... . 9 122,5. 121,5 — — . 6 40 — 40 —— Rlltgerrwerke..... . 6 49,5 —— 49,4 47,65 Metallgeiellichatt. . . . - . 8 65,5 63,5 65,5 64 Philipp Hol,mann . . . . 7 75,13 74,5 75 74,5 Zementwerk Heidelberg e 10 62 60 Eementwerk Karlstadt. . ■ 10 —— — — — Wavß & fitegtag . . . . 8 25,25 23,5 24,13 — Schultheis Patzenhoser . 15 — — 138,4 136 Cftmede....... 12 — — Aku......... 18 71 — 72 68,13 Bemberg....... 14 86,5 — 88,75 84,5 Zellstoff Waldhos . . . • 187. 81 80,5 81,13 80 Zellstoff Aschaffenburg . e 12 70,5 68,5 70 71 Charlottenburger Waller e . 8 Dellauer Gas..... . 9 — — 119,5 115,4 Daimler Motoren . . . . 0 25,5 _ 25,65 25,4 Deutsche Linoleum . . 71,75 68,5 71 68.5 Maschinenbau A.-G. . . e . O Rat. Automobil . . . . . 0 _ __ Oienfteln & koppel . . e . 6 — — . 40,25 41 Leonhard Tietz .... 10 94 — 94 95.75 Svensta....... 228 — 231 226,5 Irankfurter Maschine» . * . 4 12,5 _ 13,5 Grttzner ...... M . 6 31 - 31 Hegligenstaedt . . . . * . O _ Iunghan«....... Lechwerke....... • . 6 . 8 — — — Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 8 — _ Miag......... 10 »___ _ Gebr. Roeder ..... 10 _ Botgt & Haesfner . . . — . 9 _ _ Hüb deuts che Zucker , , • • 10 115,5 - — -- Banknoten. Berlin, 16. Mai Selb T Brief vmertkanilche Note»...... Belgische Noten. ....... Dänische Noten ........ Englische Noten . ....... siranzöliiche Noten....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Schweizer Noten......... Spanische Noten . .-...... Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Roten ..... Devisenmarkt Berlin 4,182 58,13 112,00 20,375 16,315 168,06 21,99 112,08 58.95 2,482 112,15 80,62 42,27 12,44 73,02 - Frankfurt 4,202 58,37 112,44 20,455 16,455 168,74 22,07 112,52 59,19 2,502 112,59 80.94 42,43 12,50 . 73,32 a. rn. 16.Mai 18.Mai Slmtliche Notierung (Selb | Brief Slmtliche Held Notierung 1 Bries Amft.-Rott. Buen.-AireS Brfl-.Antw. Cbristiania. Kopenhagen Stockholm - HelsingforS. Italien. . . London. . . Neuyork . . Doris.... Schwei, . . Spanten. . Japan .. . Mo de gern. Wien in D-» Oest. abgest. Prag . . . Beii rad . . Dudapest. . Sjulcarien . Lissabon Danzig. . . Konstumta. Athen. . . Tonaba - . Uruguay. . Tatro ... 168,37 1,304 58,34 112,29 112,27 112,43 10,554 21,96 20,404 4,195 16,413 80,85 42,36 2,075 0,274 58,95 12,435 7,382 73,13 3,038 18,87 81,45 1,784 5,439 4,191 2,537 20,92 168,71 1,308 58,46 112,51 112,49 112,65 10,574 22,09 20,464 4,203 16,453 81,01 42,44 2,079 0,276 59,07 12,445 7,396 73,27 3,044 18,91 81,71 1,789 5,449 4,199 2,549 20,96 168,42 1,316 58,355 112,32 112,32 112,47 10,557 21,96 20,405 4,1955 16,411 80,88 42,73 2,075 0,27.8 58,955 12,429 7,388 73,13 3,038 - 18,88 81,58 1,784 5,442 4,192 2,495 20,92 168,76 1,320 58,495 112,54 112,54 112,69 10,577 22,00 20,445 4,2035 16,451 81,04 42,81 2,079 0,280 59,075 12,449 7,402 73,27 3,045 18,92 81,74 1,789 5,452 4.200 2,503 20,96 tc ; = A e ffft^ O ft ft = —ff £E = 9 = a a £fftO «ES E ar E « BL. IDmH x>(0 ® S LZg E ft CV «ft 3 « E E § B c e — *6" ä^ff ^8=^ ei e £A S»Ä C»ff 55 E ff = to3 cy B gaö = S Ä5 srZc? •2 2 e .. B ro ec? - B A E E °£ IOSqE^ ±.*o 10 =?C? SA — E ‘jo ft .:= ff a ff «- <#i -=■ 2 ■ft E 53 ff .21 - H = «3 =S © E B 'S 21 . «2AZ LZ s? 2. B o to1 E E B BC7 B ff o 5® F. E «ft B LS S)2E KD A 3 c« S A -r A a A A E ff 2 E «ft 2 ff it ;q t; ™ q “ rx.s o e u = 5? aff §&?6?5bA» p £§5z<£&a b e ES AI •SpS u o c — - p ; Ei^ ft u- — Cß - ff o Kd S2.B 5?ff E R E 3tos ^8o "xoff® 553 6 55 BE S3^ «S§5 §^ff F? ss? 2 S ff toxQ ®E OÄffL E $E£öf ffy ■SJEJK E S? E B E ■° E B g S^g E ft ff W 5 äs s B © uff. Kb IS BH to^rS ff ~ff~ä “■ Q 2x3 = B = 55 e£ Off 2 2 ff 8 ff Ä> S BVa§E$ — -cjo ft «= 3 k as XD E W d 3 E otOi- ° B ©12 roE 9 N.ff© Z.5L LA 9 S a E© a uff E £ ff e to E E s Ä ff B: E ff ff ff 10 E E 73 E ß 5 3 e e E :Q k E to E cA Q O «ft = 8 E 3 gto~g gg? §E 53-3 c uff- ffs ff*-- ®T7 S E ° E CDj=- S O ~ ' •2Ltf?ff S ft-®; $i£: «oct 2^1 =sSj ? tn 4 Eff « u — = ff - B «ft ff E E u 5 = ff ~x MtoE ato— to-»L.> 3 ff S-off Sg' c?~- = 5 ft d ttSff <3 s ae «ft - 3° < ff ff i §*». - n E ^.5 St Sff LtO ff gE ffff S £ 2 2 ff ,2-off ff A «t- Z§ o ff off ffff E S ff XD C 3 P ft» §5 2 B C ; ffo .3 d-ZuL §Zs"Z ff ®= ff o 2 oH« ^X3 = 3 ff top o e _.C?S5 5 « o Bo« >^15 Eff« ■j» 03.- S*°5 •^=^ ^ZLS Ks; = E ti ©®* _ eV :©1=S O>52 3 Ec *»5 «=-(0 ff(O 3» • S E 2 _ « i “ » «*—ä _ <«— 25 = A E ©ft ft» «ft s 0 3 3 ^6 5 0-53 " L sgff 53 E ^uS a za 2 E B «ft S ft- p » r- . E-A ® U Q W g E2a^eE ife H® s §55 ff 1-551 -ffS ■äi« & 5? cj A® ^AC:a §© p _2.es e;ü g ©2 E^tExo Bt O a - 0/3 E S ff 1® 3 gff U.A* ■§ffS 2ff C' E« = |A(S «ft A 8a 3. 5^5”- = 0 = 5 = Eff DZ = K b- E ~ o £ s-© ES a E U 3 © » u o © O.N ffS E = o «ft P 2 *• E ,E .3 p 2 2-to« i:15 E Sffcy ^(0 ß. =. *ff E'“ Er®* g •E.5 Ey ff ^.5 := s ffff ff ~ *5-a =.~ES s^Z-°L = ff^ff KZZ^ _ E —i= 3 «ft® 5 3 Ec 3 ff £«eliESB 105 Zff E-S^Z E E 3=1 3^°h i.=«: js«xS •a- c U, JD 5 es ® S E &; o"© _ u B «ft g o -S o «ft (9 ® *Q u ffff^ c E a — 2 ff ss:2a s«!lä ssr oZD'="y ?E 5 . =?ffm£ UX3© 2 bSä® f 8ff , 2 ZS :o d'ff' u. _ = ”" uff a M u ff E ES^ff^’Off^ff, O ft> 33**"~ «ft £ .3 ; ff — E 3 = Cp? h »c er ,r H :^.ft».s--L§LB "pSS 8^5.0 p_ «E=^K^2 5 E E 3 p B^rS =^-caÄ "ex ft» tO »o -s^ZZA- ff 3^ ItO u JftW “E S ff B = 8> c ^-52 uff1^3 E E B E ff E E E Ba &» •3 ö E 3 e „.53 Ei to E E to' E E B E 3 E B E er E a E E tft E Der (Spinnerin Lied c c s? Off E B a E u. 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S“~M ."ZZUff o a "Läs. r?° s 83 = " A--O A, - m_—5 ar 'S o q. - o — o- 3 _^o> A t5 2 3 — = 04 ffi- «^a3 g=oS ÖSE o W o „ S r Jft a§ «> 0 ^3 ao o % g|-= ZI O o ü8&?5 Ha©s L3: 55a 8 Z 8 3 2 -o'g’g Zff- ^Z61 a-a ä=§sfge|§ äsZZäg s O O O: n- 2 A= 3^ E 5 M8 L Ä O» a_s= 00: A-aaa D 3 3 H ©3 - ä <0 ß’'^.3 8 3 3 2. S^<= tss-tots 0 ". 2. 3 o 3 E:fi 2-2.3 o 5- 3 —s'jä 3 KS —'a': 3 hÖ' 5 8. o o 2 n o _. " 5 " or: 3?l33f|i L 3 ao ■§h. 3 ga’S E 3 8 „o to _ 8 3 2. 3 ®bS3^®=A5A erZZL-w 2 Z" " LAss^ZLLZE'GlZsLa- o * • " ----—0 w * öl st3 gl®2.sg>^s-2:@e o. _ aa — *i rgä« "t=3: 8äZn =- LE ©3 2, D 3 = ^a d^gyCO Z.ZLa a—3 6ia — -- „ er 3 A3 5 2 A'P’ä 3Z" 3 =A8 n- = a er er 61 3 8 3 8 8 8 3 5 3 3 8 8 3 3 3 8 3 8 8 8 r3 8 8 8 8 8 8 8 8 3 ö 8 3 3 6 8 8 Ö 8 o <5 - An L 2 o :53 KZ3 ° = a n D: fi o t- —.- 3=a