chiey N- J“”1 Bia ta,T' * Bens ij** «3& 9( ?n,Pl,Cf ■ „11 XJt der fit,in °”B' "’KÖ-ta *.•55* il ' " * «ü r,7»Z *-as «Ä Äta td*n !* Mm|«k. ?hlCaUfebnIiadX ^adHige ÜDlIän. n lein, dah bk btibn, ,ft Budapest In einem "ei Spanier p. Staatsangehörige die ‘7 woü'en. sich abn '«inten, rourboi )nt 1 'm taufe dn Nach, earft 31. i Personen gegenüber 23 des Vorjahres. 3n August 775 Personen des Dormonals und lerfonen wurden von futütfgerufen Qtn son- ! zu verzeichnen. lung bringen vir dir chemischen Är- anschauiichung. Ls ift ide die südlichen slärlsten belastet sind. Altenstadt, Friedberg ich besonders der Cm- er Wirtschasts- groher Teil der Franl- 3. auch verkürzt bzw. -mmen, wodurch unser iclaftung erfahren Hal. feine starke 'Belüftung stslage der heimischen. )t w den s*on- lagt der 2vllarer Ale- zl Stuf 1000 i-fiue Sinw. 1 ents. 31 Kru-Hue 0 12,2 6 03 7 33,8 0 8.5 1 13,4 3 13,4 [ 0,4 I 15,5 6,3 17,2 53 67 5,6 N @tib »6 6 ) f 5 l 2 l 3 \ ’6 I 54 99 03 [17 ,69 ,07 ,54 ,25 ',79 ,,91 ,082 25® ,44' J,58 'noten- Ur. 217 Erster Matt 181. Zahrgcmg Donnerstag, 17. September 1931 Erschein» täglich, außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Famllienblätter Heimat im Bild Die Scholle. BloeatsBeiugspreti: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern Infolge höherer Gewalt. Hentsprechonschtüfse ■nttrSammeImunmer2251. Anschrift für Drahtnachrichten lnjelger »leßen. pottschecttonto: Steeffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick vnd Verlag: vrühl'sche Univerfitül5-V»ch. rmd Steinbrnderet L Lange Ui Gießen. Schriflleitung und Geschäftsstelle: 5chulstraße7. Zunahme 00* Snjelaen für die Tagesnummer Di» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen non 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig,- für Re» klarneanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrist 20° mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Potittk Dr. Fr. Wilh. Langer für Feuilleton Dr H.Toyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter^ sämtlich in Ißufaen. Die Lohnrevolie auf der britischen Flotte. Die Gehorsamsverweigerung aus den Großkampsschiffen der Ailantikflotte. — Streik der Matrosen, aber drei Hurra für den König. — Die Gefahr kommunistischer Wühlereien. Sturmzeichen. Die Rachricht von dem Abbruch der Manöver der englischen Atlantikslotte muf) geradezu sensationell wirken Wenn der Bericht der britischen Admiralität auch überaus vorsichtig ab- gesaht ist, so geht doch aus verschiedenen Meldungen hervor, bah eS sich um Dorgänge auf den englischen Schissen gehandelt hat, die bedenklich nach einer Massenmeuterei auS- sehen. Bereits vor einiger Zeit hat sich auf dem Flaggschiff der Mittelmeerflotte, der „R 0 - l) al O a t“, ein Ereignis abgespielt, daS der Disziplin in der britischen Kriegsmarine ein wenig günstige- Zeugnis ausstellte. ES ging damals um personellcDisferenzen innerhalb deS OssizterSkorpS, die verhältnismäßig schnell bcigclegt werden konnten. Diesmal ist die Lage bedeutend ernster, und es ist verständlich, das) die Mitteilung der Admiralität in der britischen Öffentlichkeit st ark e Beunruhigung hervorgcrufen hat. Die Flotte ist Englands ganzer Stolz, sie stellt den wichtigsten Schuh deS Inselreiches dar und ermöglicht die Beherrschung der gewaltigen Kolonien. „Britannia rulcs the waves" bedeutet einen Dcgrifs, der jedem Engländer in Fleisch und Blut Übergegangen ist. Hat sich London auch nach dem Kriege damit abfinden müssen, daß die amerikanische Marine rein zahlenmäßig ebenbürtig ist, so sicherte ihm doch die Güte seines Schiffmaterials und die Erfahrung seiner Seeleute eine einwandfreie Heber- legenbeit. Die Zwischenfälle, die jetzt von amtlicher Seite zugegeben werden müssen, sind ohne Beispiel in der englischen Geschichte. Sie Wersen ein eigenartiges Licht auf die Schlagfertigkeit der britischen Flotte und müssen den Glauben an ihre Leistungsfähigkeit erschüttern. Interessant ist die Ursache der Revolte. DaS Sparprogramm der englischen Regierung hat seine Auswirkung auch in der Besoldung der Marine gesunden, und die Erregung darüber hat zu der offenen Gehorsamsverweigerung geführt. Wir sehen also einen Parallelfall zu den Geschehnissen in Chile, die dort nur mit Mühe und unter erheblichen Blutopfern unterdrückt werden konnten. Schon diese Tatsache zwingt dazu, der englischen Meuterei größere Beachtung zu schenken. Die zurückbeorderte britische Flotte ist zunächst stillgelegt worden, und die Admiralität will eine gründliche Untersuchung vornehmen. Die zu treffenden Maßnahmen werden sich nicht auf eine Prüfung der durch die neue Soldregelung hervorgerusencn Härten beschränken dürfen. England hat allen Grund, die Dinge nicht auf die leichte Achsel zu nehmen, sondern das Hebel an der Wurzel zu packen. Es besteht zumindest der Verdacht, daß kommunistische Kräfte bei diesen Zcrsehungserscheinungcn in der britischen Flotte ihre Hand im Spiele haben, wenn auch die Meuterer peinlichst diesen Eindruck zu vermeiden suchten. Die Untersuchung wird ihr Augenmerk besonders darauf zu richten haben, wie weit bereits eine kommunistische Zellenbildung in der Flotte gediehen ist. Ermittelt man nicht die Hetzer und bestraft sie mit drakonischer Strenge, so wird die Krankheit weiterfressen und bei passender Gelegenheit noch unangenehmere Folgen zeitigen. Es wäre nicht das erstemal, daß ein Umsturzversuch von der Kriegsflotte seinen Ausgang nähme, wir brauchen uns bloß an den Rovember 1918 zu erinnern England ist heute nicht mehr so unberührt von sozialen Erschütterungen, daß es sich den Luxus leisten könnte, ruhig der Entwicklung der Dinge zuzusehen. Es kommt noch hinzu, daß auch in der englischen Polizei eine starke Gärung zu bestehen scheint, so daß ihre Zuverlässigkeit nicht unbedingt gewährleistet sein dürfte. Das englische Parlament hat sich ja bereits mit den Borkommnissen beschäftigt und von der Regierung entschiedenes Eingreifen verlangt, da hier ein Lebensnerv des Staates betroffen ist. Aber nicht nur für England gilt es, die Lehren aus diesem Ereignis zu ziehen. Wir erleben in der jüngsten Zeit eine Fülle von Unruhen, die letzten Endes auf die bestehende und sich noch immer verschärfende Wirtschaftskrise zurückzuführen sind. Mit disziplinarischen Strafen allein ist es nicht getan, vielmehr muh durch energischen Kampf gegen die hart drückende Not der kommunistischen Gefahr das Wasser abgegraben werden. Was gestern in Chile und heute in England geschah, kann sich morgen in anderen Staaten wie- verholen. In Genf sind wieder einmal viele schöne Reden gehalten worden, in denen die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit betont wurde, um das drohende Chaos zu verhindern. Wir ver> missen leider noch die laten, die die Verwirk- lichung der Reden wären. Es läßt sich nicht leugnen, daß in einzelnen Ländern auch weiterhin die Gefahr verkannt wird, in der die ganze zivilisierte Welt schwebt. Wie wäre es sonst möglich, daß Frankreich seine finanzielle und wirtschaftliche Dormachtstellung zu einer kurzsichtigen politischen Erpressungspolitik mißbraucht. Paris wird die Nachricht von der englischen Flottenrevolte vielleicht mit einer gewissen Schadenfreude auf» nehmen, jedoch auch Frankreich ist gegen ein solches Vorkommnis nicht für alle Zeit gefeit. Roch spürt eS am wenigsten von allen Ländern Europas die Auswirkungen der Weltkrise, aber ein gewisser Umschwung tünbigt sich bereits an. Bei der internationalen Verflechtung der Handelsberiehungen ist es aber auf die Dauer nicht möglich, daß ein Staat verschont bleibt, während alle seine Rachbarn schwere Rot leiben. Auch Frankreich ist bis zu einem gewissen Grade auf den Export angewiesen. Der Entschluß Englands, die Einfuhr von Luxusartikeln zu drosseln, bedeutet einen harten Schlag für die französische Industrie, der eine Zunahme der bisher sehr geringen Arbeitslosigkeit erwarten läßt. Andere Rückwirkungen dürften nicht auSbleiben, und möglicherweise ist der Tag nicht mehr fern, wo auch Frankreich sich gezwungen sieht. Sparmaßnahmen durchzusühren. Revolten haben sich sowohl im französischen Heer als auch in der französischen Marine schon in der Vergangenheit ereignet. Umwieviel mehr ist mit ihnen zu rechnen, wenn die Krise auch an Frankreichs Tür pocht. Wird Paris erkennen, welche dunklen Wolken über Europa Heraufziehen? Die englische Marinemeuterei ist ein Fanal, das weithin leuchtet. Roch ist es möglich, daS aus dem Osten nahende Gespenst abzuwehren, aber es muß bald etwaS geschehen, um die unnatürlichen Zu stände der Gegenwart zu beseitigen, denn mit jedem Tag vergrößert sich die Gefahr, daß die Hilfe zu spät kommt. Die Atlantikflotte löscht die Kessel. Abbruch der Manöver. — Rückkehr in die Heimathäfen. London, 16. Sept. (WTB.) Die Demonstrationen auf der atlantischen Flotte — ein in der englischen Geschichte in diesem Ausmaß bisher unbekannter Dorfall — beschäftigen die Oefsentlich- feit auf das lebhafteste. Die Zeitungen bringen ausführliche Berichte, die sich zum Teil erheblich widersprechen. Es scheint indessen einwandfrei festzustehen, baß es sich bei ber Bewegung unter ben Seeleuten lediglich um einen Protest gegen bie Solbkürzungen hanbelt. bie zum Teil 25 Prozent betragen. Antimonarchistische Motive scheinen ber Streikbewegung nicht zugrunde zu liegen; denn bie Mannschaften haben verschiedentlich ihre Loyalität ber Monarchie gegenüber burch Ausbringen von Hochrufen aus denKönig zum Ausdruck gebracht. Daß immerhin auch kommuni st ischePropaganba am Werke ist, ist allerdings nicht zu leugnen, wie bie Demonstrationen in den Kantinen am Sonntag zeigten, bei benen bie »Rote Flagge" gelungen wurde. Wie eS heißt, wurden burch kommunistische Agitatoren Gerüchte in Umlauf gesetzt, die das Ausmaß der Soldkürzungen übertrieben darstellten. Die Haltung der Mannschaften ist die der passiven Resistenz. Die Lage ist jedoch- ruhig und die Leute erwarten mit Zuversicht die Entscheidung bet Admiralität. Die erste Massengehorsamsverweigerung sand Dienstag um 8 Uhr statt. Kurz nachdem unter den Klängen der Musikkapellen die Flaggen gehißt wurden, erging der Befehl, d i e Anker zu lichten. Diesem Befehl wurde nicht Folge geleistet. Statt dessen brachten bie Mannschaften ein dreimaliges Hoch auf den König aus und setzten sich bann rücklings auf die Ankerketten, um ihre Lichtung zu verhindern. Rachdem die Ausfahrt der Flotte unmöglich gemacht war, vertrieben sich die Seeleute die Zeit mit Musizieren und Spielen. Der heutige Tag verlief ähnlich. Wieder wurden die Flaggen zu den Klängen der Kapellen gehißt, wieder brachte bie Mannschaft Hochrufe auf den König aus. Inzwischen hatten die Heizer das Kesselheizen eingestellt. Die bereits erteilten Landurlaube wurden widerrufen. Der Streik ist bisher ruhig und in Ordnung verlausen. Aus manchen Schiffen wird er von den Mannschaften nicht so streng beobachtet, nur baß weniger Arbeit geleistet wird. .Evening Rews" meldet, daß auS den Schornsteinen der Schisse kein Rauch aufsteige, da die Feuer gelöscht seien. Die Heizer hätten die Arbeit niedergelegt. Don Land aus könne man keine Bewegung an Bord sehen. Die Mannschaften verhielten sich, soweit man eS beobachten könne, außerordentlich still. Bei Morgengrauen sollen sich mehrere hundert Mann des Linienschiffes „Rodney" um den Geschützturm herum versammelt haben. Sie hätten einen Gassenhauer gesungen, und einet von ihnen habe mit lauter Stimme gerufen, ob die Mannschaften etwa entmutigt seien. Die Besatzung des In der Rähe liegenden Schlachtkreuzers ,Hood" habe laut mit „R e i n“ geantwortet und dieser Ruf sei durch bie ganze Flotte gegangen. Die an Dorb ber Kriegsschiffe eingeschifften Seesoldaten hätten sich an den Kundgebungen der Matrosen und Heizer nicht beteiligt. Auf dem Linienschiff ^Rodney" weigerte sich die Mannschaft, bie Boote d e den Derkehr zwischen Schiff unb Land unterhalten, zu besetzen. Auf dem Kreuzer .Dork" hat in bet Dienstagnacht, nachdem im Schiff »Licht aus" gepfiffen war, eine geheimeDer- fammlung der Mannschaft stattgesunden, in der beschlossen wurde, sich dem Streik aiuu- schließen. Die Streikbewegung verbreitete sich schnell auf die anderen Schisse der Flotte. Die Grohkampfschifse ,Hood", .Malaya", .Repulse", »Warspite", und bie Kreuzer »Dorsetshire", »Ror- foir und .Exeter" sind ebenfalls von ber Streikbewegung ergriffen. Die Mannschaften haben sich zwar noch keine Ausschreitungen zuschulben kommen lassen, jedoch ist bie Lage sehr gespannt. Die Matrosen erklären, sie würden auf ihrer Gehorsamsverweigerung bestehen, wenn bie Admiralität ihre Forderungen nicht erfüllt. , Debatte im Unterhaus. Chamberlain kündigt eine Prüfung der Beschwerde an. London. 16. Sept. (WTB.) Der Erste Lord der Admiralität, Austen Chamberlain, erklärte im Unterhaus zu den Dorgängen auf den Schiffen der atlantischen Flotte: Die Admiralität hat die Dorstellungen des Oberbefehlshabers der atlantischen Flotte über die Benachteiligung der Seeleute einiger 6olb* klassen durch die von der Regierung angeord- neten Kürzungen der Löhnung geprüft. Die Regierung hat bie Abmiralität ermächtigt. Dorschläge zu machen, um bie Lage ber Seeleute in den angeführten Fällen zu erleichtern, soweit die Tatsachen durch die geplante Untersuchung bestätigt sein werden. Rach der Erklärung Chamberlains kam es zu einer Debatte, die zum Teil recht lebhafte Formen annahm. Das Unterhausmitglied von Portsmouth, Kapitän Hall, wies darauf hin, daß die Seeleute Kürzungen um 25 Prozent erlitten, während der Erste Lord der Admiralität und andere geringere Kürzungen erführen. Denken Eie daran, so fragte er ben Ersten Lorb ber Admiralität, daß diese Leute nicht in der Lage sind, ihren eigenen Fall zu vertreten? Worauf Sir Austen Chamberlain unter Beifall unb Gegenkundgebungen erklärte: „Ich kann bie aufgestellte Behauptung nicht entgegennehmen unb mißbillige Fragen bieser Art." Der ehemalige Erste Lorb ber Abmiralität, Alexander (Arbeiterpartei), begrüßte bie geplante Revision der Kürzungen und fragte, ob ber Premierminister bie Absicht habe, bies auch bei allen anderen Kürzungen zu tun. Macbon ald drückte fein Bedauern darüber aus, daß diese Frage gestellt wurde. Der Fragesteller habe genau ytoufot, daß von vornherein klar die Auffassung vertreten worden sei, den Ressorts die durch die Etatkürzungen notwendigen Sparmah- nqhmen selbst zu überlassen. Der Abgeordnete Kennworthy warf ber Regierung vor, daß sie nicht vor Bekanntgabe ber Kürzungen eine Untersuchung über bie Lage bei ber Flotte angestellt habe, worauf Chamberlain barauf Hin- Wies, daß die Regierung sich bei Amtsantritt einer Situation gegenübergesehen habe, bie rasches Hanbeln erforderte. Weiteren Der- suchen, bie Debatte über biefen Punkt auszu- dehnen, würbe von bem Sprecher ein Enbe gesetzt. Oie Soldkürzung. Was fa.qt die Presse tu der Memerei? London, 16. Sept. (IBIB.) Die Admiralität veröffentlicht heute abend eine Erklärung, worin nachgewiesen wird, daß sich die 2 5 p r 0 ; e n t i g e Soldkürzung in der englischen Flotte nur auf den Grundsold bezieht, während d i e übrigen Zuwendungen einschließlich der Bezüge für die Familie davon nicht betros- f e n werden, so daß die Herabsetzungen im vergleich zu den Gesamtbezügen nur 7,7 bis 13,6 Prozent betragen. Die größtmögliche Kürzung trifft die jüngsten und meist unverheirateten Grade. Da jedoch eine Reihe von diesen vor Erreichung des für die Famalienzuwendungen oorgeschriebenen Alters geheiratet haben, werden sie durch die Kürzungen besonders hart getroffen, und es werden in diesem Zusammenhang Erleichterungen er- wogen. Soweit die Blätter zu den Vorgängen In der atlantischen Flotte Stellung nehmen, äußern sie Bedauern über die „Unbesonnenheit der jugendlichen Seeleute". »Morning Post" sagt, die Vorgänge hätten Unruhe und Enttäuschung verursacht, wenn man sie charakterisieren wolle, was heute nicht mehr ITlobe sei. dann müsse man von Meuterei sprechen. 3m übrigen glaubt das Blatt, daß eine der Hauptursachen für die Vorgänge darin bestanden habe, daß es bei der Kürze der Zeit nicht möglich war, den Mannschaften die Unvermeidlichkeit der Verminderung der Löhnung klarzumachen. — Etwa» schärfer äußert sich „Daily Mail", die in einem Leitartikel von einem 24stündigen Streik der Flotte de» Königs spricht und mit den Dorten schließt: Ungehorsam gegenüber den' Befehlen der Regierung in einer Zeit wie der jetzigen, ist ein ebenso er n st esvergehen wie in Kriegszeilen. 3n einem im Hamen der Seeleute an öle Ad- miralifät gerichteten Schreiben wird eine Aufhebung der drakonischen Lohnkürzungen verlangt, die dieam niedrig st en bezahlten Matrosen erleiden würden. Die Seeleute, die sich als gehorsame Untertanen des Königs bezeichnen, erklären, sie seien mik einer oet- nünfligen Lohnsenkung einoerstan- d e n. Schluß der Haushalisdebatte im Unterhaus. Lnowdcn gegen Schutz,olle London, 16. Sept. (WTB.) Bei Schluß ber Aussprache über das Rotbubget im Unterhaus bekannte sich Schatzkanzler Snowden als unerschütterlicher Freihändler. Er sagte, wenn man die Einfuhr verhindern wolle, um die Handelsbilanz zu verbesfcm, bann werbe ein Tarif von 25 oder 30 ober gar 40 Prozent nicht auS- reichen. Don einem Rottarif könne keine Rede fein, denn wenn erst einmal ein Zollsystem geschaffen sei, dann bleibe cs erfahrungsgemäß jahrelang bestehen. Eine weitere Erwägung sei, daß eine Beschränkung der Einfuhr den Einnahmen der Reedereien einen weiteren Schlag versehen würde. Snowden machte diese Bemerkungen in einem beiläufigen Ton, als ob er zum Ausdruck bringen wolle, daß das sein persönlicher Standpunkt sei, den daS Kabinett nicht teile. Ferner sagte der Schahkanzler noch, er habe niemals die schlimmen Wirkungen der Reparationen unterschätzt. Die Reparationen hätten für die Lage des internationalen Handels große Bedeutung, nicht aber für die Lage des britischen Budgets. Die Lage des britischen Budgets sei nicht durch die deutsche Krise vom Juli, sondern hauptsächlich durch die übergroßen Ko st en infolge der Arbeitslosigkeit entstanden. Snowden schloß mit einer scherzhaften Bemerkung an seine ehemaligen Gefährten von der Arbeitterpartei, er freue sich, daß sie guter Stimmung feien, obwohl sie doch wüßten, daß sie nur noch einige Wochen auf ihren Plätzen bleiben würden. Diese Worte Snowdens wurden von den Konservativen als ein Hinweis auf die baldige P a r l a m e n t s a u f l b- f u n g getrachtet und lebhaft begrüßt. Snowden brachte dann den Antrag ein, bie bisher gesetzlich festgelegte Höhe bes Zinsenbien st eS für bie inneren Anleihen von 7 100 000 000 auf 6 440 OOO 000 Mark herab- zus ehen und die allmähliche Konventie- rung der f ü n f b r o a e n t i g e n Kriegsanleihe in Höhe von 40 Milliarden Mark bei einer sich bietenden günstigen Gelegenheit einzuleiten. Der Antrag erwähnt die Möglichkeit eine- Umtausches der fünfprozentigen Anleihe in eine Anleihe mit niedrigerem Zinssatz und die Ausgabe besonders bevorzugter Schahanwei- fungen, bei denen entweder das Kapital, oder die Zinsen frei von Einkommensteuer sein sollen. Ein unter der Begründung , gleiche Opfer für alle“ eingebrachter Gegenantrag, den Zinfendienst auf 4 Milliarden Mark herabAusetzen, wurde mit 267 gegen 185 Stimmen abgelehntz Der Antrag Snowden wurde ohne Abstimmung angenommen. Beunruhigung in Amerika. Neuy 0 rk. 16 Sept. (WTB. Funkspruch.) Diele amerikanische Handelshäuser ziehen bei ber amerikanischen Handelskammer in London Erkundigungen wegen der evtl. Errichtungamerikanifcher Filialfabriken in Großbritannien ein, um dadurch den Folgen eines britischen Zolltarifs zu entgehen. Die Möglichkeit der Errichtung von Zollmauern um einzelne Teile des Britischen Reichs erregt hier große Unruhe, da etwa die Hälfte der amerikanischen Ausfuhr an Glieder des Britischen Reiches geht. Nationalsozialistische Zührertagung in München. München, 16. Sept. (TU.) Am 15. unb 16. September fand in München unter dem Dorsitz Adolf Hitlers und in Anwesenheit fast aller namhaften Führer der nationalsozialistischen Bewegung eine Tagung der Gauleiter unb SA.- Führer des ganzen Reiches statt, bie sich mit der politischen Lage befaßte unb auf der die Richtlinien für den kommenden politischen Kampf festgelegt tourben. Reichsorganisations- Bären JanK Seydistjoi ^ordort“ Clermont Berlin*1 «■——r4—- »M1—■ lllir< iffiKaSS Eg Sfei ■M Rüstungsfrage nachgiebiger werden werde. Min-erheiien-e-aiie in Genf worden sei. praktisch wertlos sei. Man erklärt erneut, daß die Hauptbedingung eines amerikanischen Entgegenkommens in der Schuldenfrage die vollkommene Klärung der europäischen Lage gen die Verlängerung des Moratoriums als Trumpfkorte ausspielen werde, um insbesondere Pariser Zugeständnisse zu erhalten. Die Der Schul streik der deutschen Kinder in Dir sch au ist beendet. Die deutschen Kinder nehmen wieder am deutschen Unterricht teil. Der Ausgang des Schulstreiks ist ein Erfolg der einmütigen Haltung der deutschen Eltern, deren Druck die polnischen Behörden schließlich nachgeben muhten. Die Gewerkschaften aller Richtungen werden bei der Reichsregierung auf die katastrophale Lage der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie Hinweisen. Seit Sunt 1929 bis 1. August 1931 ist die Belegschaft im Bereich der nordwestlichen Gruppe der Eisen- und Stahlindustrie von 220 000 auf 1 33 000 ju* rückgegangen. Hinzu kommen noch die in der letzten Zeit angekündigten Entlassungen und Betriebsstillegungen, durch die weitere 8000 Arbeiter brotlos werden. „Lvening Post" ist der Ansicht, dah Frankreich bei fortschreitender Krisis sicherlich in der Tribut- und Der vor wenigen Tagen in der E h r e n a i k a in italienische Hände gefallene Führer der aufständischen Senussen, Omar el Muctar, ist zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Omar el Muctar hat das gegen ihn vorliegende Anklagematerial über Verrat und bewaffnete Auf- lehrmng bestätigt. Washington, 16. Sept. (WTB.) Gegenüber täglichen Pressemeldungen über die Absichten der amerikanischen Regierung zur Reparationsfrage darf aus erster Quelle erneut feftgeftellt werden, dah weder ein positiver Schritt noch eine offizielle Aeuhe- rung hierüber vor Beginn des Kongresses im Dezember zu erwarten ist. Bekannt ist und nicht dementiert wird die Tatsache, dah von Reu- yorker Bankiers ein starker Druck auf das weihe Haus ausgeübt wird, baldigst die Verlängerung des Hoover - Moratoriums anzukündigen. Feftfteht, dah die Regierung es a b - lehnt, diese Vorschläge und Anregungen zu diskutieren, bevor der Hoover-Plan vom Kongreh rati- Curtius über das Minderheiienschuhverfahren Ein erster Gchriti zur Ver- waliungsreform in Hessen. Wird das hessische Wirtschastsministcrinm aufgelöst'? D a r m st a d l. 16. Sepl. sw HP.) 3n der gestrigen Versammlung der akademischen Landwirte hat es Aeberraschung ausgelöst, als der Minister für öffentliche Arbeit und Wirtschaft, K 0 - teil erklärte, dah er der Umstellung der Landwirtschaft im hohen Vogelsberg seine besondere Fürsorge angedeihen lassen wolle, auchwennerlneini- fiziert und seine Wirkung auf Deutschlands Finanz- läge hinreichend erprobt ist. Präsident Hoover neige der Ansicht zu, dah angesichts des politischen Durcheinanders in Europa insbesondere im Hinblick auf die deutsch - französischen Meinungsverschiedenheiten eine weitere Verlängerung des Zahlungsaufschubs Keine Initiative Hoovers vor der Dezembertagung des Kongresses Oie Klärung der politischen Lage Europas Voraussetzung für ein neues Schuldenmoratorium. Genf, 16.Sept. (WTB.) Sm 6. (Politischen) Ausschuß der Völkerbundsversammlung wurde die von deutscher Seite beantragte Aussprache über die Minderheitenfrage eröffnet. Reichsauhen- Minister Dr. C u r t i u s erklärte als erster Redner: Sm abgelaufenen Sahre hätten die Petitionen sich von 57 auf 204 erhöht. Dr. Curtius erkannte an, daß die Völkerbundsorgane sich ihrer Aufgabe hingebend und erfolgreich angenommen hätten. Dagegen sei von den in den Madrider Beschlüssen vorgesehenen besonderen Möglichkeiten nur in beschränktem Maße Gebrauch gemacht worden. Die Petenten erhielten keine Kenntnis von den Aeuherungen ihrer Regierung und hätten keine Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Dr. Curtius regte auch an, dah die Dreier-Komitees ausgiebigeren Gebrauch von dem Rückfragerecht machen sollten, um das Vertrauen der Minderheiten zur Tätigkeit der Komitees zu erhalten. Auch sei eine größere Publizität besonders dann erwünscht, wenn ein Verfahren durch Zusagen der Regierung oder durch deren Mitteilung, dah sie mit der Minderheit in Verhandlungen stehe, erledigt werde. Auch auf diesem Gebiet sei allerdings eine Besserung zu verzeichnen. Dr. Curtius appellierte zum Schluß an den Völkerbund und seine Organe, von diesen Anregungen einen liberalen Gebrauch zu machen. Sn der Folge werde noch vieles zu geschehen haben, um eine reibungslose Durchführung des Minderheitenschutzes zu sichern. Das spanische Parlament hat nach einer Rede des Sozialisten Araquistain mit 170 gegen 152 Stimmen beschlossen, Spanien zu einer „Arbeiterrepublik" zu erklären. Die Aussprache. Der Vertreter Ungarns, Graf Apponhi, sprach der deutschen Delegation seinen Dank dafür aus, dah sie durch ihre erneute Snitiative eine Kontinuität geschaffen habe, die den Zweck habe, das Snteresse für das Schicksal der Minderheiten wachzuhalten, und schloß mit einem warmen Dank an den deutschen Außenminister. Als Vertreter Spaniens sprach sich der in Katalonien gewählte Abgeordnete Miro grundsätzlich im Sinne der deutschen Anregungen aus. Cs müsse vermieden werden, dah die mit Minderheitenverpflichtungen belasteten Staaten ihre Souveränität ständig kontrolliert fühlten, und die gewünschte Publizität der Entscheidungen dürfe nur im Einvernehmen m i t den beteiligten Staaten erfolgen. Die neue spanische Verfassung und das Statut für die Autonomie Kataloniens enthalte alle Grundsätze, die der Völkerbund für die Minderheiten aufgestellt habe. Der Erfolg dieser Regelung sei gewesen, dah die Minderheiten Spaniens in diesem Sahre darauf verzichtet hätten, an die Tür des Völker- bundes zu klopfen. Enttäuschung bei den Minderheiten. Die minderheitenfeindliche Einstellung des Bölkerbundssetretariats. Genf, 16. Sept. (TU.) Zu der Minderheitenrede Curtius wird von amtlicher Stelle erklärt, dah es hierbei vom deutschen Standpunkt wesentlich darauf angekommen sei, die Minderheitenfrage von neuem in grundsätzlicher Form im Rahmen der Völkerbundsverhandlungen aufzurollen und auf. die Rotwendigkeit einer entscheidenden Verbesserung des Beschwerde- Verfahrens vor dem Völkerbund hin- Kleine politische Nachrichten. Die Regierung von Mecklenburg-Schwerin hat auf Grund der Rotverordnung des Reichspräsidenten verfügt, dah die bisherigen Dür- germeister vonBoizenburg undWtt- tenburg zunächst bis zum 1. April 1932 weiter im Amt bleiben. Dadurch wird die Wahl des Kommunisten Dr. Alexander zum Bürgermeister von Boizenburg (vgl. unsere gestrige Randnote) und die Wahl des Rationalsozialisten Peymann zum Bürgermeister von Wittenburg vorläufigillusorisch gemacht. zuweisen. Besonderer Wert sei auf die Veröffentlichung der Entscheidungen der Min- derheiten-Ausschüsse des Völkerbundsrates zu legen, da die bisherige völlige Geheimhaltung des gesamten Verfahrens und der Entscheidungen zu unhaltbaren Zuständen für die Minderheiten geführt habe. SnKreisenderMinderheiten-Der- t r e t e r hat die Rede des deutschen Auhenmini- sters enttäuscht. Es wurde erwartet, dah Curtius in weit stärkerem Mähe als es geschehen ist, die tatsächlichen Leiden der Minderheiten und das völlige Fehlen des Völkerbundsschutzes für die Minderheiten feststellen werde. Man vermißte einen Hinweis aus die erschütternde Lage der Millionen von Minderheiten, ihre seelische und materielle Rotlage, sowie ihre Rechtlosigkeit. Wenig verständlich erschien ferner das den die Minderheitenfragen bearbeitenden Stellen des Völkerbundssekretariats erteilte Lob, da in weitesten Minderheitenkreisen gerade die Leitung der Min- derheiten-Abteilung in letzter Zeit Gegenstand scharfer Kritik gewesen ist. Es ist in letzter Zeit wiederholt festgestellt worden, dah bei der Behandlung der Minderheitenfrage die Leitung dieser Abteilung sich ausschließlich von den Wünschen der Regierungen beeinflussen ließ, ohne daß den Minderheiten auch nur die Gelegenheit gegeben wurde, zu den laufenden Beschwerden Stellung zu nehmen. Auch wurde in der Rede des Ministers ein Hinweis auf die fortgesetzte DerletzungderMinderheiten-Schutz- verträge in zahlreichen Ländern vermißt. Aus aller Welt. Keine Nachricht von Dr. Krüger. In Kopenhagen ist das mit großer Spannung erwartete Expeditionsschiff von Dr. Knud Rasmussen „Sökongen" aus Thule eingetroffen. Die Annahme, daß man Kunde von Dem Darmstädter Geologen Dr. Krüger und seinem dänischen Begleiter Agge Bjare bekommen wird, bzw. dah sich die beiden Forscher an Bord befänden, traf nicht zu. Der Kapitän der „Sökongen" berichtet, dah beide Forscher im Sommer 1929 nach Grönland gekommen seien und von Kap York aus ihre Expeditionen nach dem Ellesmer-Land in dem arktischen Kanada antraten. Nachdem sie den ersten Winter wieder in Thule verbrachten, brachen sie im Februar 1930 erneut auf. Trotz der Verabredung, im August wieder nachKap York kommen zu wollen, um von dort an Bord der „Sökongen" nach Europa zurückzu- kehren, trafen s i e nicht ein und seit dem Abmarsch von Thule hat man nichts mehr von den beiden Forschern gehört. Auf 23er- anlassung der Leitung der Kap York-Station wurde dann im Frühjahr 1931 eine Expedition ausgerüstet, die systematisch das von den beiden Forschern bereiste Gebiet absuchte. Die Expedition fand aber keine Spur von den beiden, so daß man damit rechnen müsse, daß sowohl Krüger wie auch Bjare umgekommen seien. Im übrigen berichtet der Kapitän, dah dieser Sommer in Nordgrönland unerhört warm gewesen sei. Man habe viele Tage mit über 22 Grad Celsius im» Schatten gehabt. Weite Gebiete, die sonst unter Schnee begraben lagen, seien diesmal ohne Schnee gewesen, so dah ein Befahren mit Schlitten völlig unmöglich gewesen sei. c> Gasexplosion in Köln. Sn einem Haufe in Köln-Lindenthal explodierte nachts ein Gasofen. Eine Frau erlitt so schwere Vergiftungen, daß sie auf Dem Wege Idier Gregor Strasser und der Chef des Sta- j bes, Röhrn, leiteten die Besprechungen. Auf der gemeinsamen Tagung zeichnete Adolf Hitler in mehrstündigem Vortrag ein Bild der innen- und außenpolitischen Lage und bestimmte die Grundsätze, die für den politischen Kamps der RSDAP. in den nächsten Monaten maßgebend sein sollen. Hitler erklärte dann, dah die Bewegung sich überall in unaufhaltsam steigender Welle befinde, und daß die Autorität die innere Partekdisziplin und das Vertrauen zur Führung fester denn je seien. Amerika für eine fünfjährige Rüstungspaufe. Reuhork, 16. Sept. (WTB.) Das Staatsdepartement erklärte seine volle prinzipielle Zustimmung zu einer von Senator B 0 rah vorgeschlagenen fünfjährigen Rüst ungspause. Eine solche würde, sofern sie allgemein erfolge, zum mindesten in dreifacher Hinsicht segensreich wirken. Erstens würde die Genfer Abrüstungskonferenz in einer viel freundlicheren Atmosphäre stattfinden. Denn „die Ohren der Delegierten würden nicht durch das Hämmern in den Munitionsfabriken und Werften irritiert werden". Sodann gebe eine solche Pause bessere psychologische Vorbedingungen für die Besprechung der verschiedenen politischen Probleme. Die amerikanische Regierung erwarte von der Abrüstungskonferenz kein plötzliches Auf hören aller Rüstungen, sondern lediglich einen ersten großen Schritt zur Beseitigung des Wettrüstens der Landheere und zur Beschränkung sämtlicher Rüstungen. Drittens würde eine Rüstungspause angesichts der Weltwirtschaftslage ganz zweifellos durch die Einsparungen biri den Wehretats von großem Ruhen sein. Man habe zwar weder von Grandi noch von Dorah bisher Einzelheiten über ihre Vorschläge erfahren, aber man werde gern für eine Rüstungspause eintreten, sobald die anderen Mächte mitmachten. Sronfrcid? argwöhnt eine neue Lteberraschung. Paris, 16. Sept. (TU.) Die letzten Nachrichten aus Washington, daß auf den amerikanischen Präsidenten ein Druck dahin ausgeübt werde, das Hoo» verjähr auf 5 Jahre auszudehnen, werden von den Pariser Blättern allgemein als beunruhigend bezeichnet. Das „Journal" schreibt, daß ein derartiger Vorschlag die aufmerksamen Beobachter der Pariser und Londoner Konferenzen und des Berliner Besuchs Stimsons kaum überraschen werde. Amerika habe sich absichtlich jede Handlungsfreiheit gewahrt. Niemand könne es daran hindern, eine neue Initiative zu ergreifen. Die erste amerikanische Initiative habe Frankreich Sorgen genug bereitet, so i daß es eine zweite Ueberraschung 0 er - I hindern werde. gen Wochen nicht mehr im Amte sei. — Diese Bemerkung hat zu mancherlei Kombinationen verführt. Rach unserer Kenntnis der Sachlage schweben schon seit einigen Wochen im Zusammenhang mit den notwendigen Sparmaßnahmen Erwägungen darüber, das Ministerium für Arbeit und wirtschaft demnächst a u f; u l ö s e n. Beschlüsse sind zwar noch nicht gefaßt, doch darf man die Worte des Ministers als Bestätigung dafür an- Ä. L'L' -betten i°d°ch die ,leibe- «nanimkiHfetlum «geteilt und die Landwirt,chnsts- wntzt auf eine Aloratdr.nnwuertangernng hin worin FS eä"" »ä: -« Ung erhalten bleiben w . ber Ratifizierung des einjährigen Moratoriums durch den Kongreß eine weitere zweijährige ver- Oas Mißlingen längerung des Zahlungsaufschubs möglich sei. Die Ts, , P y - ^Rew gort Times" tritt für einen weiteren Zahlungs- des Pfnemer-Putsches. aufschub mit den vielsagenden Worten ein, daß „ , - -. . späte Zahlungen immerhin besser seien als Etne Unterredung mit dem gefluchteten gar keine. „Sun" meint, daß Hoover insgeheim HelMwenrfUyrcr. oon Notwendigkeit überzeugt sei, das Feierjahr Belgrad, 16. Sept. (TU.) Die „Prawda" per» noch vor seinem Ablauf zu verlängern. Gewisse An- öffsntlicht eine Unterredung ihres Sonderbericht- ^jchen deuteten daraufhin, daß Hoover bei den erstatters mit dem Führer des mißglückten Heim- kommenden Abrüsiungsverhandlun- wehrputsches Dr. Pfriemer. Die Unterredung fand in der südslawischen Grenzstadt M a r b u r g an der > Drau statt. Dr. Pfriemer zeigte sich über die jüngsten Ereignisse sehr niedergeschlagen und erbittert. Auf die Frage des Berichterstatters, warum der Putsch mißlungen sei, habe Pfriemer erklärt, daß die Dinge in Oesterreich heute ganz anders stehen würden, wenn nicht Verrat geübt worden wäre. Die häßlichste Rolle habe Baron Frank gespielt, der einerseits in alle Pläne der Heimwehren e i n g e w e i h t gewesen sei, anderseits aber mit der Regierung in Verbindung gestanden habe. Die Hauptursache des Mißerfolges sei sein Verrat gewesen. Wir verfügen in Steiermark, so fuhr Pfriemer fort, über IC 000 zu allem entschlossene Männer, und unsere erste Absicht war, die Durchführung eines konzentrischen Angriffes auf Graz, weshalb wir Obersteiermark bis zum Semmering besetzten. In Graz hatten wirDerbindungmit militärischen Kreisen, die ins Vertrauen gezogen waren. Im Falle eines Anfangserfolges sollten diese Militärs unsere Aktion unterstützen. Der 'weitere Plan sah im Verein mit der niederoster- ? reichischen Heimwehr den Marschaus Wien vor. ‘ Starhemberg in Oberösterreich hatte nur die 7 Rückendeckung zu bilden für den Fall, daß die Regierung im Salzburggebiet Mobilmachung ange- • ordnet hätte. MitTir 0 l bestand infolge der großen Entfernung keineVerbindung. Nach der Einnahme von Graz sollte die Blockierung oon Wien erfolgen. Wir waren dort auf Hindernisse gefaßt und wären im Falle von Schwierigkeiten auch einem Kampf großen Stiles nicht ausgewichen. Aber die Aktion mißlang, weil die Militärkreise nicht genügend von der Notwendigkeit des Putsches überzeugt waren. Dr. Pfriemer schloß mit der Festste!« hing daß die Heimwehr vielleicht verfrüht los- geschlagen habe, daß sie aber dazu durch die Entwicklung der außenpolitischen Verhältnisse gezungen _ÖL September -#3/ Uhr zum Krankenhaus starb. Passanten, die an dem Hause vorbeikamen, horten einen furchtbaren Knall. Kurz darauf wurde auf dem zweiten Stockwerk ein Fenster geöffnet und den Passanten ein Hausschlüssel heruntergeworfen mit der Bitte um Hilfe, da die Bewohner des Hauses inihrerWohnungeingeschlossen seien. Die Türen waren verrammelt, so dah sie mit Gewalt eingedrückt werden mußten. Sn der Küche hatte die Explosion so gewütet, dah die Wände eingedrückt wurden. Die Tragödie einer Familie. Zu der Rachricht über die Auffindung der Leichen der Ehesrau Behling und ihrer beiden Söhne in Brünen bei Wesel teilt das Polizeipräsidium Essen mit: Die Feststellungen der Mordkommission ergaben einwandfrei, dah Mutter und Kinder im gegenseitigen Einverständnis gemeinschaftlich aus dem Leben geschieden sind. Vor Ausführung der Tat hat Frau Behling noch einen längeren Brief für ihre Angehörigen geschrieben, in dem es u. a. ^um Schluß heißt: „Wir haben beschlossen, gemeinsam zu sterben." — Dazu wird bemerkt, dah der Schmiedemeister und Landwirt Hch. Behling sich seit einiger Zeit in schlechten finanziellen Verhält-« üll en befand und seinen geldlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Sn letzter Zeit sind häufiger Pfändungen erfolgt. Die Ehefrau ist erst am Abend vor ihrem Tode durch Verwandte über ihre wirkliche wirtschaftliche Lage aufgeklärt worden. Sn Verzweiflung hierüber wird sie zu der unseligen Tat geschritten sein. Behling selbst ist gegen 8 Uhr abends zuletzt gesehen worden, als er sein Haus mit einem Fahrrade verlieh. Das Rad ist im freien Walde in der Nähe des Kriegerehrenmals gefunden worden. Von Behling selbst fehlt bis jetzt jede Spur: es wird angenommen, dah er sich ebenfalls ein Leid angetan hat. Sechs Todesopfer eines Flugzeugunglücks in Rumänien. Zwischen Orsova und Turnseverin ist ein dreimotoriges Flugzeug der Cidana (Compagnie Internationale de Navigation Adrienne) in einem heftigen Sturm abgestürzt. Während des Sturzes fing der Aeroplan Feuer, und die sechs Snsassen verbrannten. Unter den Fahrgästen befand sich em Berliner Rechtsanwalt namens Brunner. Außerdem waren ein Wiener Passagier und zwei Belgrader als Fahrgäste im Flugzeug. Das Unglück ereignete sich eine Stunde nach dem Start von Belgrad. verband der weiblichen Handels- und Vureau- angeffeliten. Der Verband der weiblichen Handels- und Bureauangestellten hielt seine Hauptversammlung in Eisenach ab. Rach dem Tätigkeitsbericht betrug die Mitgliederzahl im Suni 1931 über 94 000. Es konnten im letzten Berichtsjahre 13 325 Stellen vermittelt werden. Für geregelte Stellen* losen-Unterstützung wurden nahezu 300 000 Mk.» für Rotunterstützung 51 000 Mk. ausgegeben. Sn Entschließungen wurde Stellung genommen gegen den Abbau der Berufsschulen und der Unterrichtszeit in den Berufsschulen, gegen die Versuche, das Vermögen der Angestelltenversicherung zugunsten anderer Versicherungseinrichtungen zu kürzen, gegen das Bestreben, das Tarifwesen zu verschlechtern, zumal es elastisch genug fei, um sich den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen. Oie Wetterlage. Owoixenlos 0 netter. <>naft> Bedeckt. 9 wolkig. • oeoecki e Keoe«< * Schnee ^Graupeln »Mebel KGewuter.^WlndstUle.«O-* sehr leichter Osi £> massiger Südsüdwest Q stürmische- lordwejl öle Piene fliegen mit dem wmdt. Die oei den Stationen stenenden Zalh len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mi oJetchcat tu* Meeresniveau umoerechnete» Luftdruck Wettervoraussage. Schneller als erwartet, ist der bereits gestern angesagte Witterungsumschlag eingetreten. Der durch die Warmluft verursachte Luftdruckfall hat den hohen Druck zum Abbau gebracht und über Mittel- und Südoeutschland eine flache Störung entstehen lassen. Dabei setzte in unserem Gebiet bereits in der letzten Rächt anhaltender Regen ein. Dom Ozean her rücken infolge des Tiefdruckgebietes über Ssland weitere Staffeln feucht- warmer Luft heran, wodurch die Störungstätigkeit über dem Festlande gefördert wird. Wir haben also auch in unserem Bezirk noch mit Riederschlägen zu rechnen, die wohl später ihren zusammenhängenden Charakter ablegen und mehr in Schauer übergehen. Aussichten für Freitag: Wolkiges und mildes Wetter, zeitweise noch Riederschlag. Aussichten für Samstag: Weiterhin bewölkt, aber auch vorübergehend aufheitemd, Temperaturen wenig verändert, vereinzelte Regenschauer. Lufttemperaturen am 16. September: mittags 17,8 Grad Celsius abends 14,8 Grad: am 17. September: morgens 12,6 Grad. Maximum 18 Grad, Minimum 11,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. September: abends 15,8 Grad; am 17. September: morgens 13,8 Grad Celsius. — NiederschlägL 9,4 mm. — Sonnenscheindauer 3% Stunden. 6t Die freie U aufgetufen yn Auch wir n Dohlsahcksps! 3aijr, aber ui stärkt im g für die N Dir wende ohne Anlersch schaumig, des Herstich: Hel bringen füi die eure. De Durchfü Ausschüsse, die nn Stabte geb Landesverba karilasv Landesvnbani , in heMs Rc Landesausschl Christliche 21 Deutscher M § Heater im *Mi» W W ; toi Untcr Srf 2 ÄK sä Mt niAf !e ‘6 IJJ 5 gen iu\a&ren fe?; * Ä SS diele" b 8 5 und ObeM^juw cnffreunl^: nut 'reu rung eine gAjt ül M ’ des W^eSäti .Ander lojia' Ä? ^Tn^t Vorsitzenden hören Oberi 1 die hohe o™ Wildrbeit 7 und Säugling' lenpslege und verwundeten Aingens- M ratcrin und ö eins bet fr» gleichfalls Die beisteuerte. D" art es immer Decke zu voll! auf dem Geb« geworden, die schähung in i Alle Dewohm Deck gemeinr zen wissen, v heutigen 60. <3 von Jahren Gesundheit v Besten der h An bi Schwer lafle Ijähen ble BH Präsident und i schen wenden, von dm gerat freier Liebestä Not. Cafjt dc wieder lebend' lerhilse" zeigt Damstadt, Das Adelung Aus der provinzialhauvisiadt. Sieben, den 17.September 1931. Großherzogin Eleonore 60 Jahre alt. 2m heutigen Donnerstag kann Ihre ÄönigL Hoheit die Großherzogin Eleonore von Hessen ihren SO.Deburt-tag begehen. AuS diesem Anlah wird der hohen Frau in Welten Kreisen deS Hessenlande«, insbesondere aber in Oberhessen und in unserer Nachbarstadt Lich. der engeren Heimat der ehemaligen Großherzogin, mit sreundlicher Desinnung gedacht werden, die ihren Ursprung hat in den zahlreichen Werken der Nächstenliebe, für die sich die Großherzogin stctS mit warmem Siser einsetzte. Die hohe Krau, eine geborene Prinzessin von SolmS-HohensolmS- Uich, steht seit über 25 Jahren an der Spitze des PräsidiumS de« Alice-VereinS für Frauenbildung und Erwerb, der unter ihrer Leitung eine segensreiche Tätigkeit entfalten konnte. 3n großem Eifer und in steter Fürsorge um die Erfüllung dringender sozialer und kultureller Aufgaben war die Großherzogin im Nahmen de« Alice» Frauen- verein«, de« Hessischen LandeSsrauenverein« vom Noten Kreuz, tätig, dem sie seit 1912 al« Präsidentin vorsteht. Die vielfältigen Zweige dieser charitativen Organisation fanden in der VereinS- vorsihenden stets eine warmherzige Förderin, deren Werk im vereinten Bemühen mit den übrigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von schönstem Erfolge begleitet war. Daneben widmete die hohe Frau ihre Aufmerksamkeit und tätige Mitarbeit auch den Bestrebungen de« Mütter- und Süugling-schuheS im Hessenlande, der Krankenpflege und im Kriege der Fürsorge für die Verwundeten und die übrigen Opfer deS großen Ningens. Weiter war sie eine sorgsame Beraterin und Führerin auf dem Debiete deS Ber- ein« der Freundinnen junger Mädchen, wo sie gleichfalls viel Dute» zum Besten de« Werke« beisteuerte. Die hohe Frau hat nach edler Frauenart eS immer vorgezogen, im Stillen ihre guten Werke zu vollbringen, ober dennoch ist ihr Wirken auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge zu Taten geworden, die durch sich selbst berechtigte Wert- schähung in der Oessentlichkeit gefunden haben. Alle Bewohner deS Hessenlandes, die den hohen Wert gemeinnütziger chäritativer Arbeit zu schätzen wissen, werden der hohen Frau an ihrem heutigen 60. Geburtstage noch eine lange Reihe von Jahren reichgesegneten Familienleben- in Gesundheit und Frische zu frohem Schaffen zum Besten der hilfsbedürftigen Menschheit wünschen. An die hessische Bevölkerung! Schwer lasset die Jlol aus unferm hessenland. Alle haben die Bitte geiefen. mit der der Herr Reichspräsident und die Reich-regicrung sich an alle Deutschen wenden. Auch die hessische Regierung erhofft von dem gemeinsamen wirken der Vereinigungen freier Liebestätigkeit Linderung fchltmmster Rot. Laßt da» vertrauen von Mensch zu Menfch wieder lebendig werden, helft einander! Vie »Winterhilfe" zeigt den weg dazu. Darmstadt. 16. September 1931. Da» hessische Gesamtministerium: Adelung. Kienberger. Leuschnee. K o ret L Helft, seid opferbereit! Vie freie Wohlfahrtspflege In veutfchland Hot aufgerufen zur Winterhilfe! Auch wir wollen helfen. .Die verbände der freien Wohlfahrtspflege In heffen werden wie im vorigen 2ahr. aber um der größeren Rot willen noch o erst ä r k t Im ganzen hesfenland sammeln und Hilfe für die Rotleidenden vermitteln. wlr wenden uns alle, die irgend helfen können, ohne Unterfchled der fionfeffion, der politifchen Anschauung. de» Stande» oder Beruf», und bitten Sie herzlich: helft, seid bereit, ein Opfer ;u bringen für die, deren Rot noch größer ist al» die eure. Vie Durchführung der Sammlung erfolgt durch Au»fchüsse, die für die einzelnen Kreise oder größeren Städte gebildet sind. Lande»oerband der Inneren Mission in Hessen, ttaritosverband für die Diözese Mainz. Landesverband für die Israelitische Wohlfahrtspflege In Hessen und Hessen-Rafsau. hessische» Role» Kreuz (Canbeeocreln und Alice- Jraucnoercin). Lande»ausschuh für Arbeiterwohlfahrt und Jugendpflege in helfen. Christliche Ardelterhilse, Lande»au»schuß Hessen. Deutscher Jünfler Wohlfahrtsoerbond. Bez. Hessen. Kampf dem Krebs! Theater im Dienste der hygienischen DolkS» ausklärung. In der ganzen Welt nimmt die Krcbskraickheit stetig zu. Schon im Jahre 1926 starben mehr Menschen an Krebs, als an Tuberkulose, und gegenwärtig ist die Sterblichkeit schon fast doppelt so groß wie bei der Tuberkulose. Die große Sterblichkeitsziffer ist um so bedauerlicher, weil sie keineswegs zwangsläufig erfolgt, sondern auf zwei Gründe zurückzuführen ist, denen wir heute unsere ganze Aufmerksamkeit schenken müssen. Erstens ist immer noch weit verbreitet die Ansicht, daß die Krebskrankheit nur aus operativem Wege heilbar ist. Diese Ansicht trifft nicht mehr zu. Gerade aus dem Gebiete der Krebsbekämpfung hat neuerding« die Strahlentherapie ganz ungeheuere Fortschritte gemacht. Es braucht also heute niemand mehr Furcht vor dem Messer des Chirurgen zü haben — unter einer Voraussetzung alferbingS —, wenn er rechtzeitig zum Arzt geht, wenn die Krankheit noch im Anfangsftadium sich befindet Und damit kommen wir zu dem zweiten und wichtigsten Grund der hohen Sterblichkeitsziffer Man weih in der Oeffentlichkeit zu wenig über die Krebskrankheiten. Man erkennt die Anfangs- erscheinungen dieser Krankheit nicht, weil sie manchmal so geringfügig find, dah man sie tatsächlich nur dann erkennen kann, wenn man sie ..kennt". Krebs ist heilbar, krebskrank sein heißt nicht, dem Tode verfallen fein Wer rechtzeitig zum Arzt geht, wird gerettet. In den letzten Jahren sind Tausende von Dauerheilun gen zu verzeichnen. Es ist deshalb notwendig, weiteste Kreise aufzullären, damit diese das der Behandlung günstige Anfangsstadium selbst erkennen lernen. Je später die Krankheit zur Behandlung kommt, desto schwerer ist sie zu Hellen. Reichöjugendwettkänipfe. 4- Grünberg. 16. Sept. Dieser Tage wurden auf dem Turnplatz bei der Turnhalle die NeichSjugendwettkämpfe für den Bezirk Grünberg au-getragen. Beteiligt waren die Schulen von folgenden Orten: Grünberg, Lauter, Göbelnrod, NeinhardShain, Lumda. Stangenrod, Stockhausen und Weickartshain mit insgesamt 215 teilnehmenden Schülern, von denen 127 die zum Siege nötige Punktzahl erreichen konnten. Die Knaben unb Mad^n ber Unterstufe (5. unb 6. Schuljahr» und die Mädchen der Oberstufe (7. unb 8. Schuljahr) turnten einen Dreikampf (75-QNeter- Laus Weltsprung unb Ballwurf), während bie Knaoen ber Oberstufe (7. unb 8. Schuljahr) einen Dierkampf (75-Meler-Lauf, Weitsprung. Ballwurf unb Weithochsprung auStrugen. Nachf olgenb die ©legerlifte : I. K n a be n (7. unb 8. Schul, fahr), 28 Teilnehmer, 12 Sieger 1. K Becker (®ö- bclnrob), 84 Punkte; 2. H Wolf 81, 3. H Schmidt 75, 4. F. Deichmeyer 72, 5. E. Wagner 69. (alle von Drünberg»; 6. E. Rohn (Weickartshain) 65; 7. R. Müll (Göbelnrod! unb W. Theiß (Weickartshain) 64; 8. O. Fuchs «Göbelnrod) 62; 9. H. Wagner (Stangenrod) 57; 10. N. Heß (Grünberg) unb H Heer) (Lauter) 56 Punkte. — II. Mädchen (7. und 8. Schuliahr). 17 Teilnehmerinnen, 6 Sie- Serinnen. 1. D. Michel (Grünberg» 74 Punkte; 2. Nebenfperger und QL Rühl (Grünberg) 49; 3. E. Seibel (Grünberg) und E. Horst (Stangenrod) 47, 4. M. Krumm (Grünberg) 43 Punkte. — HL Knaben (5. unb 6. Schuljahr), 113 Teilnehmer, 65 Sieger. 1 QL Schultheiß (Stangenrod) 70 Punkte, 2. W. Jäger (Göbelnrob) 66; 3. K. Selb (Grünberg) 62; 4 H. Nickel (Stockhausen) unb K Siek (Grünberg) 61; 5. H. Schäfer «Stangen- tob) 59; 6. O. Bingmann (Stockhausen) 58; 7. E. Junker (Lauter) 57; 8. C. Rock (Lauter). O. Schultheiß (Stangenrob). E. Görnert, H. Reeh unb P. Schmidt (Weickartshain) 56; 9. W. Seibel unb H Thom (Grünberg) 55; 10. H Kremmelbein (Grün- berg) 53; 11. A Kutscher (Stangenrob), L. Wiganb unb H. Kühn (Grünberg), K. Weber (Göbelnrob) 52; 12. A Krauß (Stockhausen), A. Müller (Stan- genrod), S Port und H. Misar (Grünberg), H. Schmidt «Göbelnrod) 51; 13. E. Ender« (Rein- hardShain) 50; 14. W. Becker (Göbelnrod), H. Bender unb K. 3bc (Grünberg) 49; 15. H. Spran. keL A. Schäfer unb E «Schäfer (Lauter). E. Römer (Grünberg) 48; 16. Ql. Jochim (Stockhausen), O. Büttner (Reinharbshain), K. Decker (Göbelnrob), E. Stock unb K Knöß (Grünberg) 47; 17. H Böcher unb R Köcher (©tünberg), W. Schomber unb H. Schulz (Göbelnrob), W. Becker (Rcin- hardShain) 46; 18. W. Bellen (Göbelnrob) 45; 19. H Lein unb H. Steinhaus (Grünberg), H. 3oft (Göbelnrob), E Rieb unb K. Reih (Lauter), St Hartmann (Stockhausen) 44; 20. E. Repp (Grünberg) O. Dlatthaar unb W. Scharmann lGöbelnrob), A. Benber (Lauter), R. Römer (Reinhards- hain) unb QL Klös (Weickartshain) 43; 21. W. Knapp unb R. Wießner (Grünberg), R. Decker (Weickartshain) 42; 22. H. Krämer (Grünberg), f>. Schepp unb K Niebergall (Lauter), K. Dogen- arb (Reinharbshain) 41; 23. F. Nebenfperger (Grünberg) unb W. Kühn (Göbelnrob) 40 P. — M ä b ch e n (5. unb 6. Schuliahr), 57 Teilnehmerinnen, 44 Siegerinnen. 1. E. Rock (Lauter) 67 Punkte; 2. I. Enbers (Reinharbshain) unb E. Schenk (Grünberg) 62; 3. M. Graulich (Reinharbshain) 61; 4. A. Möller unb E. Schlüter (Grünberg). H Oeser (Stangenrob) 60; 5. Elli Hoffmann (Grünberg) 59; 6. E. Reitz (Grünberg) 56; 7. ö. Denzel (NeinhardShain) 55; 8. 3. Fried- rich (Grünberg) 54; 9 QH. Rinker (Lauter) 53, 10. L Lotz (Lauter) unb QL Srb (Reinharbshain) 52; 11. M Schmibt (Lauter), QL Qtodel unb S. Sauer «Drünberg), Fr. Maikranz (Lumda) 51; 12. S. Kröll (Sautet i. F. Menz (NeinhardShain) unb M Stiehl (Grünberg) 50; 13. 8. Queckbörner «Grünberg) unb 3. Sprankel (Lauter) 49; 14. OK Hoffmann unb H. Ql Itter (Grünberg) 48; 15. G. Grüning unb L Jöckel (Grünberg), P. Klöß (Stangenrob) 46; 16. H Dörr unb E. Kreuder (Grünberg), L. Niebergall (NeinhardShain) 45; 17. E Wagner (Grünberg) und M. Klöß (Stan, genrod) 44; 18. 2. Momberger (Lauter), D. Fabel «Lumda) und 3. Hermann «NeinhardShain) 43; 19. H. Heidt (Grünberg). M. Dufeck (Lauter) unb H Rühl tLumda) 42; 20. G. Schmibt unb 3 Nied (Bautet). S. Hopp (Lumba) 41; 21. HL Q3är unb F. Großhaus (Grünberg) 40 Punkte. Unter Geltung von Lehrer Wenzel turnten hierauf die Knaben der beiden Obernassen von Grünberg meb- re re Gruppen Freiübungen, die Mädchen führten zwei Volkstänze vor unb ble Schülerin D. Michel (Mitglieb ber Schülerinnenab- teilung be« Tv. Grünberg zeigte drei Gruppen Kunstfreiübungcn. Ein Handballspiel, gespielt von Schülern aus den beiden oberen Klassen zu Grünberg, bildeten den Schluß. ♦ Ettingshausen, 16. Sept. Die NeichSjugendwettkämpfe der Schulen von Hattenrod, Harbach. Queckborn, Oberbessingen, Nie- derbessingen, Qllünfter und Ettingshausen wurden auf dem Sportplatz in Harbach ausgetragen. Der Fünfkampf wurde in zwei Olltersstufen durchge- sührL In bet Oberstufe kämpften 29 Knaben. Erster Sieger würbe Ebuard Pfeiffer (Ettingshausen), ber bie Ehrenurkunbe bes Oteichspräsi- benten erhält. Die Ehrenurkunde des NeichSaus- schufses für Leibesübungen erhallen folgende Schüler: Wilhelm Albach (Hattenrod), Ernst Stark (Harbach», Willi Sommer (Ettingshausen), Helmut Pfeffer (Münster), Heinrich Jakob (Oberbessingen), Ludwig Linkmann (Queckborn), Waller Horst (Queckborn), Willi Fuchs (Etting-Hausen), Ernst Knöß (Queckborn), Paul Gontrum unb Hermann TrechSler (Hattenrob). In bet Unterstufe beteiligten sich 71 Schüler am Wettkampf. Die Ehrenurkunbe bc8 Neichspräsibenten erhallen Karl Brock (Ettingshausen), Heinrich Scheib (Harbach), Christian Schmieber (Münster) unb Wilhelm Keil (Niederbessingen). Die Ehrenurkunbe des Reichsausschusses erhielten die Schüler von Ettingshausen Wilhelm Pfeifler, Martin Keil, Karl Kühn, Ernst Reitz, Ernst Görnert. Erwin Römer, Ernst «Schomber unb Gottharb Stein. Von Oberbessingen waren es bie Schüler Lubwig Zuck, Adolf (Sehrt, Ernst Seipp, Ernst Rinker. In Rieberbessingen waren Preisträger: Georg Ove- bet, Lubwig Haas, Heinrich Dill, Helmut Drück. K. H. Matthes unb Georg Keil. Für Harbach sinb es bie Schüler: Karl Heuset, Christian Wepler unb Reinhold Faber. Von Hattenrob ist eS: Wilhelm Albohn. Die Namen ber Queckbörner Ser sinb: Erich Hetzbetget, Willi Schomberth, olf Ziegler, Heinrich Linkmann, Lubwig Herz- berget, Richard Albert, Willi Junker unb Heinrich Schicer. Gnbllch hatten in Münster auf biefer Stufe Erfolge: Heinrich Pfeffer, Erich RuppeL Waller Klös unb Karl Heß. Die Sieger würben mit ben Eichenlaubktänzen, ble ihre Schulkame- rabinnen gefertigt hatten, geschmückt. Die Deutsche Bühne für Dolkshygiene hat unter ber wissenschaftlichen Mitarbeit deS gegenwärtig bebeutenbftcn Ktebssotschets, Geh. Rat Prof. Blumenthal, “Berlin, bie Ktebsktankhei- ten in einem eigens zu biefem Zweck geschaffenen Schauspiel dramatisch behanbelt, ba gerade bas von bet Bühne gesprochene Wort in Ber- binbung mit einer interessanten bramatischen Handlung ganz anbets im Gebächtnis hosten bleibt, als ein Vortrag ober eine Schrift. Das Schauspiel, betitelt „D i e Tragöbie bes Arzte s", kommt am kommenben Montag. 21. September, 20 Uhr, im hiesigen Stabttheater zur Ausführung Vor bet Aufführung wirb Universitäts-Professor Dr. d. I a s ch k e, Direktor ber Universität«-Frauenklinik in Gießen, über bie Bebeutung ber Krebskrankheiten einführenbe Worte sprechen. Qliemanb sollte versäumen, biesen lehrreichen unb spannenben Qlbcnb mitzuerleben, benn bas Kapitel „Krebskrankheit" geht jeben an. Vor allem seien bie Frauen barauf hingewiesen, benn biefe sinb ben Gefahren ber Krebskrankheiten am meisten ausgesetzt Man beachte bie Anzeige. Oer Zusammenbruch des Laubacher VorschuhveremS vor Gericht. Das Gießener Schöffengericht verhandelte gestern den ganzen Tag über den Strafprozeß wegen des Zusammenbruchs des Dorfchußveteins L a u b o ch. Don den drei Angeklagten wurden der frühere Rechner des Vereins B. aus Laubach und ein früheres Aufsichtsratsmitglied Sch. aus Laubach wegen Vergehens gegen § 146 bes Genossenschafts, gefetzes zu je neun Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe, ein Sagewerksbesitzer S). aus einem Orte bes Siegkreffes wegen Wechsel- falfchungen zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Näheren Bericht über die Verhandlung werden wir morgen bringen. Zunahme der Wohlsahrtserwerbslosen in Hessen. WSN. 3m Dolksftaat Hessen sind noch den neuesten Ermittelungen des Hessischen Landes- statistischen Amts die von den Arbeitsämtern anerkannten, bei den Dezirksfütsotgestellen gezählten Wohlfahttsetwetbslosen von 27007 im Vormonat auf 28 095 am 31. A u g. gestiegen. Von dieser Zahl entfallen 17 048 allein auf die fünf größeren Städte (gegenüber 16 629 im Vormonat). Zwar weisen einige Bezirke einen geringfügigen Rückgang auf, die Mehrheit der Kreise, auch der überwiegend agrarischen, erfuhr ;edoch eine weitere Zunahme ber Wohlfahrts- erwetbs losen. Gictzener Wochcnmarktpreisc. Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Butter 140-150, Matte 30-35 Pf. bas Pfunb. Eier 10-11 Pf. bas Stück, Käse 10 Stück 60—140 Pfennig, Wirsing 8—10. Weißkraut 6—7, Rotkraut 8-10, Gelbe Rüben 8—10, Rote Rüben z—10, Spinat 20—25, Römischkohl 8—10, Dohnen 15—25, Unter-Kohlrabi 5—6. Tomaten 15—20, Zwiebeln 8—10. Meerrettich 40—90, Kürbis 5—6, Pilze 20—25, Kartoffeln 3,5—4, Frühäpfel 8—10, Falläpfel 3—4, Aepfel 8—10, Dirnen 8—15, Dörrobst 30—35, Pfirsiche 40—60, Preihelbeeren 30 bis 35, Drombceren 30—35, Zwetschen 10—15, Honig 40— 50, Nüsse 35—40, Junge Hähne 90—100, Suppenhühner 80—100 Pf. ba« Pfunb, Tauben 50—60, “Blumenkohl 30—70, Salat 5—10, Salat» gurken 10—20, Cinmachgurken 2—4, Enbivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 8 — 10, Lauch 5—10, Rettich 10—15, Sellerie 10--40 Pf. bas Stück, RabieSchen 10—15 Pf. bas Dunb, Wirsing 6,00, Weißkraut 3,50-4.00. Rotkraut 6,00, Aepfel 5.00-8,00, Kartoffeln 2,80—3,00 Mk. per Zentner. Pornotizen. — Tageskalenber für Donnerstag: Dezirksverein Norbost Besprechung 20.30 Uhr im Aquarium. — Volksbund Deutsche Kriegsgräber- fürforge 20.15 Uhr Großer Hörsaal ber Universität Lichtbildervortrog. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße : .... unb bas ist bie Hauptsache". Auf ber Bühne: .Fassinis" Hunbe-Sport-Revue. — Astoria-Lichtspiele: .Die fliegende Flotte". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als 12. und letzte Vorstellung der Sommerspielzeit gelangt am Sonntag, 20. September, Meyer-Forsters Schauspiel „Alt-Heidelberg" noch- mals zur Aufführung, um auch denen, die zu der Erstaufführung keine Starten mehr erhalten konnten, Gelegenheit zu geben, dieses Stück zu besuchen. Die Besetzung des Werkes, das nicht in den Winterspiel, plan übernommen wird, ist die ber Erstaufführung. Spielleitung hat Karl Sold. Beginn der Vorstellung 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Taten für Tounerctaq, 17. September Sonnenaufgang 6.02 Uhr, Sonnenuntergang 18.37 Uhr. — QKonbaufgang 13.37 Uhr, Mond- Untergang 20.30 Uhr. 1631: Sieg Gustav Adolls über Tilly bei Drei- tenfelb; — 1805: ber preußische Staatsmann Karl Otto v. Raumer in Stargarb geboren. •• Aufgehobene Straßensperre. Mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. D. (0L v. D.), Gießen: Die Sperrung auf btr Straße Linbheim — Dübelsheim ist wieher aufgehoben. •• Auszeichnungen für Tierpflege. Gelegentlich ber 50. Haupwersammlung bes Tierschutzvereins für Hessen, bie am 9. September in Schotten ftattfanb unb über beren Verlauf wir bereits berichteten, wurde u. a. auch der Beschluß gefaxt, Oenbarmeriebeamten, Polizerbeamten unb treuen Tierpflegern für Verbienste in ber Tierpflege Diplome unb Gelbgeschenke zu übermitteln. Wit ben Auszeichnungen unb Gelbgeschenken sollen 36 Genbarmeriebeamte, 25 Polizeibeamte unb 70 treue Tierpfleger bebacht werben. In der Provinz Oberhessen sind es folgende: Polizei- Äufsichtspersonal: Löchel (Kirtorf), Cloos (Ober-Erlenbachs L. Schmalz (Wenings), Mersch- rob (QDenings), Weitzel (Lauterbach), Katzenmeyer (Schlitz), K. Philippi (Schotten), Fomoll (Grünberg), Schalter (Lich), von ber Au (Lollar) unb Hahn (Alsfeld); Polizeibeamte: Rieh (Gießen), Löffler (Gießen), Hainer (Gießen), Decker (Gießen) und Seip (Bad-Nauheim); treue Tierpfleger: Heinrich Fuchs, Olugust Kister (Qntenburg); Rudolf Weicker, Lina Geisel (Hel- mertshausen); Olldert Olohl (“Blofeld); Andrea« Olppel (Leidhecken); Friedrich Lenz (Ortenberg); Heinrich Fersler, Georg Jckler (Friedberg); Frau 21 arg. Köhler (Heblo«); Heinrich Nie«. Heinrich Göv. Heinrich Kafper Döring. Johannes Möller VII., Philipp Koch. Johanne« SchmidL 3o- banne« Q5eier, Andrea« Moller, Heinrich Georg (Stockhausen); Karl Schröder. Joseph Descamp («Schotten); Georg Ditsch (Lauterbach); Biehl (NudingShain). " Warnuna vor einem Arznei« mittel - Betrüger. In letzter Zeit reist ein anacblicbcr Eduard Jahn au« Ober-Wecßbach ^Thüringen) in Hellen und den anarenzenden Ge- bieten umher und bietet in«besondere der ländlichen Devölkeruna Präparate gegen Asthma und Dronchial-Katarrh an Er fordert für sein wertloses Mcttelchen 10 bis 30 2lark unb ocrfidicrt ben zahlreichen Käufern, baß burch Einnehmen de« Mittel« ihr Leiben innerhalb 14 Tagen geheilt fei. Da« LandeSkrimmalpvlizeiamt in Darmstabt warnt vor bem Betrüger und bittet, bei seinem Dorsprechen bie Polizei zweck« Festnahme zu ver- ftänbigen. Kunst und Wissenschaft. Da» Herbstprogramm de» Insel-Verlage». An ber Spitze der Neuerscheinungen des Insel« Verlags im Herbst 1931 steht der Insel-Alma» nach, ber diesmal, dem großen Gedenktag de» nächsten Jahres entsprechend, ein Goelhe-Almanach sein wird. Au» demselben Geiste geboren ist da» Buch „Die Kun st der Goethezeif von Franz Landsberger, in dem zum erstenmal eine wirkliche Kunstaefchichte dieser Epoche geboten wird. Drei Autoren find mit neuen erzählenden Werken vertreten: Hans Carossa mit dem Buch „Gion", Albrecht Schaeffer mit fünf unter dem Titel „Das Dpfertier" zufammengefahten Erzählungen. Karl Heinrich W a g g e r l mit dem Roman „Schweres Blut". Die Derollentlichung von Rilkes Nachlaß wird mit bem Bank» „Briefe unb Tagebücher aus der Fruhzeit (1899—1902)" fortgefetzt. Aus der englifchen Literatur erscheinen drei neue Werke: ber Roman „Die gefieberte Schlange" von Davib Herbert Lawrenze, ber Novellenband „Nach bem Feuerwerk" von Aldous H u x l e y unb von Ralph H. Mottram „Wesen unb Geschichte ber Finanzspekulation". Besonbere» Interesse wird die neue Auflage ber „Abenteuer an ber Elfenbeinküste" de» vor kurzem verstorbenen Trader Horn finden, nach dessen Buch von der Metro-Goldwyn-Mayer ein Film hergestellt wurde, ber im Herbst auch in ben brutschen Filmtheatern läuft. Als kostbarste Unter- nehmung diese» Jahre» zeigt ber Insel-Verlag bie originalgetreue Wiedergabe von dreißig Hand- Zeichnungen Goethe» an. „Die Heilung durch ben Geist." Die große Stuhle von Stefan Zweig über Mary Baker - Ebdy. bie Segrünberin ber Christian Science, in seinem Buche „Die Heilung burch den Geist" (Insel-Verlog, Leipzig) hat ein halbes Jahr nach ihrem Erscheinen nicht weniger al» drei Theaterstücke gezeitigt. Ernst Toller und Hermann K e • ft e n haben danach ein Drama „Wunder au» Amerika". Ruth Langner ein Drama „Die Hei- liye aus Amerika" unb ber schweizerische Dichter Cäsar o on A r gleichfalls eine Tragödie gestaltet, bie alle drei in btefem Jahre über bie beutschen Bühnen gehen sollen. Neuigkeiten im Berlag Lngelhorn. Stuttgart. Im Herbstprogramm des Verlages find folaenbe Neuerscheinungen vorgesehen. Otto Flake: Bilanz. Versuch einer geistigen Neuordnung. — Dr. Han» Leo G o e tz f r i e b : Romain Rollanb. Das Weltbild im Spiegel seiner Werke. — Dr. Erich Salomon: Berühmte Zeitgenossen in unbewachten Augenblicken. 112 Photos mit einer Einleitung und vierfprachigen (Erläuterungen. Text und Photographien vom Ber- faffer. — Gras Alexander Stenbock-Fermor: Deutschland von unten. Reise in die proletarische Provinz. — „M enschen auf der S t r.a ß e " 34 Variationen über ein einfaches Thema. Eine Antho- logle moderner Dichter mit Bildern. — Cicely Hamilton: Eine Engländerin entdeckt Deutfchland. (Ein neuer Jrenffen. Ein neues Buch von Gustav F r e n f f e n erscheint Ende September unter bem Titel „D e r brennende Baum" bei K. Grote, Berlin. Es ist eine Erzählung aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in deren Mittelpunkt die Zerstörung Magdeburgs durch die Kaiserlichen steht. Srieffaflen Der Keöaffion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Schnftleitung.) Doftabonncnl Darmstadt. In Ihrem Falle wird nach sechswöchiger Sperrfrist Erwerbslosenunter, stützung gezahll. Zur Beachtung von Einzelheiten empfehlen wir Ihnen, sich vor Der Kündigung mit der Direktion bes Arbeitsamtes in Verbinbung zu setzen. Rente aus ber Angestelltenoersicherung wirb im Normalfalle erst vom 65. Lebensjahre ab gewährt, nur wenn Die Berussunsähigkeit zu einem früheren Zeitpunkt durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesen wird, kommt auch die Rente früher zur Auszahlung. Aus öem Amtsvei-kündiqungsblall. • Da« Amtsverkündigungsblatt Ql r. 6 3 vom 15. September enthält: Die 'Bekämpfung politischer Ausschreitungen. — FeldbereinfM gung Lauter. — Dienstnachrichten. kirchliche Jlochnchten Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 19. September. Vorabend 6 15 Uhr; morgens 8.30; abends 6.40 unb 7.20 Uhr Israelitische Religionsgefellfchafl. Sabbatfeier ben 16 September. Freitag abend 6 05 Uhr; Samstag vormittag 8; P r e b i g t ; nachmittags 4; Sabbatausgang 7.20. — Wochengottesdienst: Sonntag, morgen» 5, an ben übrigen Tagen 6.30; abends 6 Uhr. Wenn Ihr Blondhaar immer dunkler wird, bann waschen Sie es regelmäßig mit dem neuen Spezial-Shampoo: Schwarzkops „Extra-Blond" mit Haaralanz und Schaumbrille. Schwarzkopf „Extra-Blond" reinigt das Haar und gibt ihm allmählich den alten natürlichm Blondton zurück, Nachspülen mit .Haarglanz" sorgt für Gesundheit und schimmernden Goldglanz. Die Schaum- drille ermöglicht die Haarwäsche mit offenen Augen, eine sehr zu schätzende Annehmlichkeit! Sie erhalten „Extra-Blond" zu 30 Psg. überall dort, wo „Schwarzkopf-Extra" (hell und dunkel) vorrätig ist. Tie richtige Packung erkennen Sie^ an dem roten Aufdruck „Extra-Blond", Cafe Leib !Cafe Leib Lichtspielhaus Gießen und das ist die (Eine Ballnacht) 5805A Gießen, Kreuzplatz 10. Ein Film, wie er nur selten gezeigt wird Micky-Maus als Bahnarzt C5358 WMWWSgroßer Verkauf! 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In Frage kommt nur erstklassige, nicht mit der Schippe bearbeitete Ware. Angebot und Probe sind bis zum Eröffnungstermin TNontag, dem 5. Oktober 1931, vormittags 10 Uhr, auf der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft — altes Justizgebäude, Zimmer 9, Erdgeschoß — abzugeben. Zuschlagsfrist eine Woche. Gießen, den 16. September 1931. Der Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhessen. Obstversteigerung. Dienstag, den 22., und Mittwoch, den 23. September d. 3., soll das der Gemeinde Großen-Buseck gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Nüssen, öffentlich 'meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft für Dienstag vormittags 8 Uhr am Ortsausgang der Straße nach Beuern. Die Zusammenkunft für Mittwoch wird bei der Versteigerung am Dienstag bekannt- gegeben. 61200 Großen-Buseck, den 16. September 1931. Hessische Bürgermeisterei. Gans. [Vermietungen | Kleine Wobnung 1 Zimmer u. Küche, in gut. Lage an ruh. Mieter zu vermieten. Schrillt. Angeb. unt. 05353 an d. Gh. Anz. 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Dabei schwebt den einen die Staatsaufsicht vor. die ähnliche Borkommnisse wie die genannten noch Möglichkeit verhindern soll, während die andern, die sozialistische Seite, mit ihren Dorschlägen weitere Ideen verbinden. Sie wollen durch die Einwirkung des Staates auf die Kreditgewährung der Banken dieser eine bestimmte Richtung geben und so auch von der Kreditseite aus die Planwirtschaft des sozialistischen Staates ausziehen Die Reichsregierung hat einen Reuner-Ausschuh einberufen, der sich aus Sachverständigen des Bankwesens zu- sammcnsetzt und sich seit Wochen mit Vorschlägen für eine Reichsaufsicht beschäftigt. Auch wer die sozialistischen Gedankengänge aus grundsätzlicher Erwägung ablehnt, wird nicht ohne weiteres der Meinung sein, dah nun alles, wie es heute ist, gut und schön wäre, und so bleiben könne. Aber man wird sich doch überlegen, in welcher Form eine Acnderung des heutigen Zustandes ersolaen kann. Die Parallele zum Versicherungswesen drängt sich auf. Und doch wäre es grund- verkehrt, eine Staatsaufsicht für das Bankwesen einfuhren zu wollen, wie wir sie im Reichsaussichtsamt für Privatversicherung besitzen. Das Schwergewicht der Aufsicht über das Versicherungswesen liegt in der Beaufsichtigung der Lebensversicherung, bei der viele Jahre lang Beiträge geleistet werden, aus denen, wenn der Versicherte stirbt oder den Endtermin erlebt, die Versicherungs- summe bereitgestellt wird. Beruhen die Berechnungen auf einer falschen Grundlage oder werden die Gelder nicht richtig angelegt und verwaltet, fo können Millionenverluste eintreten und die Absicht, für die Unterbliebenen oder das hohe Alter zu sorg' n, mißlingt. Die Lebensversicherung hat heute eine erprobte wissenschaftliche Grundlage Ihre Kontrolle von Staats wegen ist nicht schwierig, und man kann sagen, daß sie sich im großen und ganzen b e - währt hat. Viel schwieriger liegen die Verhältnisse in den andern Versicherungszweigen. Hier kann die Aufsichtsbehörde das Entstehen zweifelhafter Unternehmungen verhindern, darüber wachen, daß die Dersicherungsbedingungen nicht gegen die billigen Interessen der Versicherten verstoßen, und kann zur Rot einschreiten, wenn eine Unternehmung vom Gcschäftsplan abweicht. Die Erfahrung hat gezeigt, baS trotzdem die schweren Zusammenbrüche, die seit 1929 das deutsche Versicherungswesen erschüttert haben, nicht vermieden werden konnten. Im Bankwesen wird es sich im wesentlichen um die Kreditgewährung handeln. Wie soll aber diese kontrolliert werden? Will der Staat etwa die Betont- wortung übernehmen? Wer sich einmal in das Wesen der Bank vertieft hat, wird erkennen, daß derartige Eingriffe nur das Funktionieren der Sire- ditwirtschast aufs allcrschwerste gefährden müssen. Der Schaden wird viel größer sein als der sehr zweifelhafte Nutzen. Wen man zu wirklich brauchbaren Resultaten geiangen will, muß man von der Tatsache ausgehen, daß auf die Gestaltung der Kreditwirtschaft d i e Reichsbank, bei der die Banken die Wechsel rediskontieren, den stärksten Einfluß Hal. Es käme also darauf an, der Reichsbank eine bessere In- formationsrnoglichkeit zu gewähren. Eine Staatsaussicht, losgelöst von der Reichsbank, würde niemals ihre Aufgabe erfüllen können. Dagegen läßt sich wohl eine derartige Verbindung mit der Reichsbank so denken, daß bei dieser eine Stelle gebildet wird, die die Entwicklung des Bankwesens besonders überwacht, und zwar nach der Richtung der Liquidität und der Sicherheit der Anlagen hin, und diese Stelle das Recht hat, über alle hier anschlagigen Fragen Auskunft zu verlangen. Die Stelle ist dann in der Lage, wenn nach Breitenfeld. Zum 300. (tcbärtjtnietaqe der Schlacht. Aus der böhmischen Rebellion von 1618 war der Dreißigjähr ge Krieg entstanden, der eigent.ich aus zwei gesonderten Kriegen besteht. Die seit dem Frühling von 1621 um die Vertreibung des böhmischen Ulurpator» Friedrich aus seinen Pfälzischen Erblonden geführten Feldzüge, die dann durch die Einmischung des Dänenkönigs Ehri» stian IV. nach Rorddeutschlond übergegriffen hatten, waren am 22. Mai 1629 durch den Frieden von Lübeck abgeschlossen worden. Es war ein neuer Krieg, der mit der über ein Jahr später, am 6. Juli 1630 erfolgten Landung Gustav Adolfs auf der Insel Ufcbom begann Ein formales Recht für die Eröffnung der Feindseligkeiten durfte der König von Schweden aus einer unvorsichtigen Reutralitätsverlctzung Wallensteins im schwedisch-polnischen Kriege herleiten. Ader er hat es vorgezogen, sich auf einen ideologischen Kriegsgrund zu berufen. Das Restitu- tions-Edikt vom 6. März 1629. das die Zurückgabe der im Widerspruch mit dem Augsburger Religionssrieden vom 25. September 1555 in reformierte Hände übergegangenen vierzehn norddeutschen Bistümer an katholische Kirchenfürften vorsah, bedrohte die protestantische Partei mit einem gewaltigen Machtverlust. Sogar die Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen, die bislang zum Kaiser gehalten hatten, mußten Gebicts- einbußen besorgen Gustav mochte hoffen, wenn er als „Beschützer des Glaubens" auf deutschem Boden erschien, sie auf seine Seite zu ziehen und dadurch eine breite Basis für feinen Aufmarsch gegen die Herren der katholischen Liga zu gewinnen. Er hatte sich getäuscht. Der Sachse Johann Georg antwortete mit dem „Leipziger Konvent", einer Verleumdung protestantischer Fürsten zur Ilbwehr des Restitutions-Ediktes und des schwedischen Friedensbruches. Zu neuer kraftvoller Verteidigung der Reutralität reichte freilich das Zielbewußtsein der Kurfürsten nicht ai*. Es ist bekannt, daß über die schleppenden Verhandlungen Reubrandenburg und Magdeburg in die Hände der Kaiserlichen geraten sind und dah furchtbare BU^bädcr die Einnahme der Städte begleitet haben, Unö Gustav erhielt nunmehr so bedeutende Verstärkungen durch protestantische Fürsten, besonders den Landgrafen von Hessen -Kassel und Bernhard von Weimar, daß er die Offensive ergreifen konnte. ihrer Ueberzeugung die Entwicklung zu Bedenken Anlaß gibt, die Reichsbank, mit deren Direktorium sie eng verbunden sein muß, auf die Mangel auf- merksam zu machen. Es jteht bann bei der Reichsbank, die entsprechenden Folgerungen zu ziehen. Aber dies wird nicht genügen. Die zweite Auf- gäbe wird darin liegen, daß diese Stelle die Bedenken nicht nur mit dem Vorstand der Bank bespricht, sondern auch den Aussichtsrat, und zwar jedes einzelne Mitglied des Aufsichtsrats daraus aufmerksam macht. Aufgabe der kommenden Aktienrechtsreform ist es, den Aufsichtsrat wirklich wieder zum Kontrollorgan zu machen. Diesem Gedanken würde die erwähnte Vorschrift dienen. Man kann sogar in Erwägung ziehen, ob nicht unter Umständen auch der Generalversammlung Bericht erstattet werden muß, wie das die Novelle zum Versicherungsaufsichtsgesetz für die Versicherungsgesellschaften oorsieht. Dabei wird man sich darüber klar sein, dah nicht jede kleine Bank dieser neuen Praxis zu unterwerfen ift; sondern es genügt, diese Bestimmungen z u n ä ch st auf die Aktienbanken auszudehnen. Auch- das Gelingen dieser Aufgabe ist bedingt durch die Lösung der Personenfrage. Zur Ausübung des Amtes gehört nicht nur eine volle Beherrschung des Bankwesens nach der theoretischen und prakiiichen Seite hin, ein Vertrautsein mit den Verhältnissen in Deutschland, sondern auch sehr viel Geschicklichkeit und Takt. Nicht als ein mit der Aufsicht beauftragter Polizist darf die betreffende Persönlichkeit erscheinen, sondern als ein Mann, dem auch die Banken volles Vertrauen entgegenbringen können. Das zweite Mittel einer schärferen Kontrolle besteht darin, daß dieselbe Bestimmung, die jetzt für die Versicherungsgesellschaften cingefubrt ist, nunmehr auch für alle Aktienbanken erlassen wird, näm- lief), daß sie sich jährlich einer Prüfung durch einen von der Gesellschaft unabhängigen Prüfer unterziehen müssen. Auch das entsoricht den Gedanken der kommenden Aktienrechtsreform. Nachdem er für das Versicherungswesen schon vorweg genommen ist, würde es nichts verschlagen, diesen Versuch auch auf dem Gebiet des Bankwesens zu machen. Ich glaube, daß man nicht weiter gehen fall. Es genügt, daß die Stellen, die einen Einfluß auf die Tätigkeit der Banken haben, nämlich Reichsbank auf der einen und Aufsichtsrat auf der andern Seite, nach Möglichkeit informiert werden, wenn Bedenken bestehen,' und daß die jährliche Revision einen weiteren Schutz bietet. Dagegen würde ich die Einführung einer besonderen Konzession ober von strafen oder des Rechts be» Verbots des Geschäftsbetriebes für im höchsten Grade bedenklich halten. Wir müssen die Bewegungsfreiheit und Verantwortlichkeit des Bankdirektors uns erhalten, die nicht durch staatliche Beoormun- düng ersetzt werden kann. Die Herbsttagung der DLG. Fruchtbarkeit, der Säuge- und Zuwachsleistung und der Wolleistung vereinbart. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Lage der Schafzucht wird Einfachheit und Wirtschaftlichkeit betont- Mit dieser einheitlichen Methode soll die Zucht auf Darmstadt, 16. Sept. (WSR.) Die Deratun- ?en der Deutschen Landwirtschaftsge- e l l s ch a f t wurden heute vormittag mit drei ParaUelveranstaltungen fortgesetzt. In der Versammlung der Eaatzuchtabteilung sprach Professor Dr. Sef sous (Gießen) über .S a a t g u t e r z e u g u n g und Saatgutwechsel in Hessen". Die Erzeugung sei von der Landwirtschaftskammer mit zahlreichen Saatbaustellen dezentralisiert. Steht auch Hesien mit seinen Durchschnittserträgen wegen der Klima- und Bodenverhältnisse und des hohen Standes seiner Betriebe im allgemeinen über dem Reichsmittel. so sei cs doch zweifelhaft, wie weit daran der Saatgutwechscl beteiligt fei. Aus einer Rundfrage müsse man schließen, dah ein regelmäßiger Saatgutbezug nur in den größeren und mittleren Betrieben erfolgt und die Zeiträume zwischen den Jahren, in denen ein Bezug stattfindet, um so größer werden, je kleiner die Wirtschaft ist. Da jedoch in Hessen der Anteil der Kleinbetriebe nach Zahl und Fläche überwiegt, spiele der Saatgutwechsel im allgemeinen noch nicht die Rolle, die ihm zukommen müßte. Gesteigerter Saatgutbezug würde manche Maßnahme Aur Bekämpfung von Getrcidckrankheiten überflüssig machen und bei geringem Aufwand eine höhere Rente bringen. Den ,2ckerfutterbau in SüdWestdeutschland bch ndclte Dr. Finger,Darn- stadt). Die Bedeutung des Ackersutteroaucs geht daraus hervor, daß 10 v. H. der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Südwestdeutschland dem Ackerfutterbau dienen. Dr. Finger beschäftigte sich bann mit den einzelnen Futterpflanzen und betonte die Wichtigkeit einer sorgfältigen Hackknltur und regelmäßiger Düngung. Bei Mais hätte sich der Gelbe badische und der Weiße Kaiserstühler Mais nicht allein für Silagezwecke, sondern auch für den Grünmaisanbau bewährt Die Versammlung der Schafzuchtabteilung beschäftigte sich an Hand der Berichterstattung von Professor Dr. Gärtner, Jena, mit ,.R i ch t- Union über Schafleistungsprüfun- gen in Schafzüchtervereinigungen." Auf Grund von Gutachten der Mitglieder des Sonderausschusses hat Professor Gärtner zehn Richtlinien ausgestellt, die allgemeine Zustimmung fanden. Aus lange Sicht eingestellt, werden insbesondere einheitliche Methoden zur Prüfung der Leistung planmäßig gefördert werden. Zur wirtschaftlichen Lage faßte die Versammlung einen Beschluß, in dem wegen der zunehmenden Unverkäuflichkeit der deutschen Wolle nach dem Vorbild von Frankreich und nach den erfolgreichen Versuchen in Bayern, Württemberg. Baden. Hessen und Sachsen für das ganze Reich bei der Deckung des amtlichen und halbamtlichen Textilbedwefs ein Beimischungszwang für deutsche Schafwolle gefordert wird. Ebenso wird die beschleunigte Einführung der Einsuhr- scheinvergünstiguNg im Umfang des Vorjahr- zur Förderung des Absatzes von Mastlärnrnern und Mastschasen gefordert. In der Versammlung der Rinderzuchtabteilung wurde die Schauordnung und das Preisausschreiben für die nächstjährige Mannheimer Wanderausstellung beschlossen. Dann gab Professor Dr. Kracmer, Gießen, einen historischen Ueber- blick über »D i c Vogelsberger einst und j c tz t". Er zeigte die Entwicklung aus dem primitiven alten Landvieh zu der heutigen hochstehenden Kulturrasse und lehnte die ost unbedachten Kreuzungen mit allen möglichen fremden Rassen ab. Die Reinzucht müsse gewahrt bleiben, um zur höheren Wertung der Abstammung und zur Pflege hervorragender Blutlinien zu kommen. Ucbet »DasZuchtzielinderdeutschen Flcckviehzucht" sprach Ticrzuchtdirektor Herold, Passau. Die Bedeutung der Rasse gehe daraus hervor, daß das deutsche Höhenfleckvich mit einem Drittel an der Rassezusammenschung des deutschen Rinderbestandes und mit Zweidritteln an der des Höhenviehes beteiligt ist. Angestrebt wird ein Rind mit einem durchschnittlichen Höhenmah im gesunden Verhältnis zum Dreiten- und Tiefenwachstum bei autem Gangvermögen, Frühreife und Anpassungsfähigkeit. Die Dreitei- ligkeit der Zuchtrichtung: Fleisch, Milch und Arbeit, sei geblieben, wobei nach den örtlichen Verhältnissen der eine oder -der andere Ruhen in den Vordergrund tritt. In der Futterabteilung sprach Professor Dr.Dünger (Kiel) über ,Die In der Rahe des Haveleinflusses setzte er über die Elbe und schlug bei Werben eine starke Lagersestung auf. an der Tillys Angriffe ab- prallten, den zurückflutenden Kaiserlichen ober folgte der Schwede auf dem Fuße Bei Breitenfeld, nördlich von Leipzig, geschah am 17. September gregorianischen Etiles die entscheidende Schlacht, nachdem die Vereinigung mit der sächsischen Armee bei Düben vollzogen war. Siebenmal waren die Kaiserlichen vergebens gegen den Feind angerannt, dann sprengte ein Angriff Gustavs die schwerfälligere Schlachtordnung des Gegners vollends auseinander. Tilly, in 36 Schlachten unbesiegt, mußte dem überlegenen Feind das Feld räumen. Er hatte diesen Ausgang geahnt. Durchaus kein bloßer Haudegen, hatte er Gustavs Leistungen im polnischen Kriege gewissenhaft verfolgt, die den fchwedischerseits unglücklich geführten Feldzügen eine siegreiche Wendung gegeben hatten Es hieß, er habe den oberflächlichen Spott Wiener Höflinge über die Annäherung des „Schneekönigs" mit schroffen Worten gezüchtigt. Die Schlacht von Breitenfeld ist epochemachend für die deutsche Geschichte geworden. Ob bei einem anderen Ausgang die Gegenreformation wirklich zu einer Ausrottung des deutschen Protestantismus vorgeschritten wäre, mag dahingestellt bleiben. Das Restitutions-Edikt erstrebte, wie gesagt, zunächst nur die Rekatholisierung der vertragsbrüchig noch dem Augsburger Religionsfrieden reformierten geistlichen Herrschaften, und schon Kaiser Ferdinands kurze Lebenszeit hätte schwerlich zu einem weiteren Schritte aus- ?ereicht- Dazu kam die Eifersucht M a ? i m i • ians von Bayern auf die habsburgische Macht, der sich nicht einmal vor einer Anlehnung an Frankreich gescheut hat Aber dah der schwedische Sieg der Ausgangspunkt für die verderbliche französische Einmischung in innerdeutsche Dinge wurde, liegt auf der Hand. Man weiß, daß schon H e i n r i ch IV. auf dem Sprunge stand, mit Waffengewalt in Deutschlands politisch-religiöse Wirren einzugreifen, als ihn der Mordstahl traf. Zwei Jahrzehnte später nahm der Kardinal Richelieu seine Pläne wieder auf. Sein Werk war schon die Vermittlung des Waffenstillstandes mit den Polen gewesen, der Gustav Adolf den Rücken für die späteren Unternehmen freigemacht hatte Dah diese mit französischen Subventionen unterstützt wurden, darf als selbstverständlich gelten. Vorbildlich war Gustavs Auswertung des Sieges. Er vermied es, das hart mitgenommene Rord- westdeutschland wieder zu betreten, er zog es vor, während die Sachsen in Böhmen eindrangen und Prag eroberten, Thüringen und Franken zu durch- zi h n. um Li: Bistümer Bamberg und Würzburg in seine Hand zu bringen und mit ihren Einkünften seinen Krieg zu ernähren. Möglicherweise hat er auch schon damals mit einer militärischen Kooperation der Franzosen gerechnet, die sich eben anschickten, den Habsburgern von der ober italienischen und ostschweizer Seite Schwierigkeiten zu bereiten. Zunächst hatte er die Genugtuung, dah die lutherischen Fürsten Deutschlands, die vor der Dreitenfelder Schlacht mit ihrem Anschluß gezögert hatten, jetzt in Scharen seinem Lager zuströmten. Das Folgejahr 1632 ließ einen Reif auf die Träume fallen, die durch Breitenfeld geweckt waren. Zwar wurde dem alten Tilly ein zweiter Sieg abgenommen, der den Feldherrn der Liga hinraffte. Aber das strategisch so wichtige Regensburg entging dem in Bayern eingefallenen Eroberer. Und bald erschien in der Flanke der zwei Jahre zuvor auf einem Reichstage zu verhängnisvollster Stunde abgefeimte Wallenstein, jetzt in Rotzeit zurückgerufen, an der Spitze einer neuen Armee, die er über den Böhmerwald herangeführt hatte. Gustav mußte aus München zurück und wurde bei Rürnberg empfindlich geschlagen. Zwar heftete ein zweiter groher Kamps bei Lützen, nur wenige Wegstunden von Breitenfeld entfernt, wieder den Sieg an die schwedischen Fahnen. Aber der König sellrst fand den Tod auf der Walstatt. An Bord des Hochzeitsschiffes. In diesen Tagen warten wieder wie alljährlich viele fonnoerbrannte junge Männer auf den Kais von Bombay, Singapore und in den ostasrikanischen Häfen sehnsüchtig auf das Eintreffen des Hochzeitsschiffes aus der englischen Heimat Sie alle haben Jahre schwerer Arbeit unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen hinter sich, bis es ihnen gelang, die nötige Summe zusammenzusparen, um das Mädchen ihrer Wahl nachkommen zu lassen. Doch indessen sie im Hasen geduldig oder auch ungeduldig der Ankunft harren, spielen sich oftmals an Bord des Schiffes gan,3e Tragödien oder auch Komödien ab, über die der Reiseschriftsteller William I. Makin, ein häufiger Passagier auf diesen Schiften, in einer englischen Wochenschrift plaudert. Es ist begreiflich, daß diese Mädchen, die zu einer Eheschließung mit einem Manne reifen, den sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben, sehr aufgeregt und nervös sind. Das riesige Porphyr-Denkmal Bismarcks, eine Schöpfung von Pros. Behn, das vor dem Neubau des Deutschen Museums an der Ludwigsbrücke Aufstellung gefunden hat Bedeutung der Kraftfutter mittel in der Gegenwart". Den zweiten Vortrag hielt Diplomlandwirt Dr. Kummer ('Berlin) über .Die K a r t o f f e 1 v e r w e r t u n g unter besonderer Berücksichtigung der mittel- und kleinbäuerlichen Betriebe". Der Redner forderte angesichts der starken Schwankungen im Ernteergebnis eine Anpassung des Kartosselverbrauchs an den bäuerlichen Betrieb und dessen Viehhaltung. Er betonte insbesondere die guten Ergebnisse der Rohkartoffelfütterung bei der Rindviehsüttorung. Die Vorzüge dieses Verfahren- sollten gerade in der heutigen Rotzeit stärkere Beachtung finben. Kartoffeln als Maßfutter, gleichviel, ob frisch, gedämpft, eingesäuert oder als Flocken, hätten sich gleichmäßig gut in der Schweineschnellmast, sowie bei der Mast von Iungrindern, Bullen, abgemolkcnen Äüfocn und Schafen bewährt. Auch die Kartoffeleinsäuerung sei nicht als eine Rot- standsmaßnahme in reichen Grntejahren anzusehen. sondern als eine selbstverständliche betriebswirtschaftliche Maßnahme, um dieKartofscln als Grundlage der Viehhaltung möglichst verlustlos auf billigste Weise in ein Dauerfutter zu verwandeln. In der sehr gut besuchten Versammlung zur Förderung des landwirtschaftlichen Absahwesens behandelte Regierungspräsident a. D von Braun (Berlin) die Frage .Wie können die Genossenschaften zur besseren Verwertung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse beitragen? Direktor Konrad (Berlin) behandelte die .Verwertung der diesjährigen Getreideernte unter Berücksichtigung der genossenschaftlichen Mitwirkung". Er wies darauf hin, daß der Absatz von Roggen und Weizen ohne Schwierigkeiten vor sich gehen sollte, wenn die bisherige Getreide- politil beibehalten bliebe. Bei Braugerste und Hafer wären angesichts der starken Uebererzeu- gung in Zukunft Produktionsumstellungen wohl nicht zu vermeiden. Die gut besuchte Versammlung der Pferdezuchtabteilung hörte einen Vortrag von Dr. Sender (Darmstadt) über »D i e Pferdezucht in Wcst - d e u t s ch l a n d". Rach einem Uebcrblld über die in einzelnen Landesgebieten besonders bevorzugten Zuchtrichtungen ging er auf die Bedeutung deS Pferdes im landwirtschaftlichen Betrieb ein. Da manchmal kommt es aber ganz anders als beabsichtigt war. So befanden sich einmal an Bord auf einem nach Kapstadt reisenden Dampfer acht Bräute. Doch bevor das Schiff in die Tafelbai einfuhr, waren es nur noch sieben; eine von ihnen hatte an Bord einen jungen Mann geheiratet, den sie vorher nicht gekannt, der sich aber eifrigst bemüht hatte, der mit Angst ihrem ungewissen Schicksal entgegengehenden Braut bie Oe de und Einsamkeit ihrer zukünftigen Heimat am Sundays Rioer in den schwärzesten Farben auszumalen und ihr statt dessen ein anderes Los an feiner Seite anzubieten. So kam es, daß wenige Tage vor der Landung der Tröster und die Getröstete vor dem Kapitän mit der Bitte erschienen, sic zu trauen, was auch nach einigem Zögern geschah. Als das Schiff in Kapstadt einfuhr, wurde der hier harrende Bräutigam von der jungen Frau mit ihrem Gatten bekannt gemacht. Doch er nahm die Sache von der heiteren Seite. Er lud das Paar zu dem Hochzeitsfrnhstiick in ein Hotel Kapstadts ein, das er für sich selbst bestellt hatte. Nur ein dritter Stuhl wurde schnell noch herangerückt. Bisweilen ist es auch der Mann, der es sich im letzten Augenblick anders überlegt. So lachte einmal ganz Rangoon über einen Bräutigam, der 24 Stunden vor dem Eintreffen des Brautfchisfes es mit der Furcht zu tun bekam und davonfuhr. Er war von feiner Farm am Oberlauf des Irawadi gekommen, um sich mit der Erwählten zu vereinen, wie er es in den sieben langen Jahren, seitdem er die Heimat verlassen, erträumt hatte. Endlich stand er am Ziel seiner Wünsche. Zwei Tage verbrachte er, von einem Fieber der Ungeduld geschüttelt, in einem Hotel in Rangoon. Er hatte alle Papiere zur Eheschließung schon in der Tasche, nur 24 Stunden noch — da versagten plötzlich seine Nerven. Als sich der Dampfer mit der Braut dem Irawadi näherte, fuhr an ihm ein anderer mit dem Kurs nach Singapore vorüber: er hatte den Mann an Bord, der eben noch ungeduldig auf sie gewartet hatte. Aber die Braut ohne Bräutigam nahm nun die Angelegenheit in ihre energischen Hände: sie drahtete noch der ihr wohlbekannten Adresse von Rafsles Hotel in Singapore: „Warte auf mich", und bestieg sodann den nächsten von Rangoon abfahrenden Dampfer. Aber in Singapore erfuhr sie, daß der Flüchtling soeben nach Schanghai abgefahren war. Weiter ging ihre Reise. In schanghai hörte sie, daß er nach Japan geflohen war. Endlich erreichte sie ihn in Pokohama, als er eben einen Dampfer besteigen wollte, der über den Stillen Ozean fuhr, und das Paar wurde nach so vielen Hindernissen, die die energische Braut alle überwunden hatte, in der englischen Kirche von Yokohama getraut. sich in Westdeutschland etwa 92 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Pferde in Betriebsgrößen bis 20 Hektar befinden, für die eine Motorisierung sich säst gar nicht lohne, seien Pferde und Pferdezucht unentbehrlich und unersetzbar geworden. In Zukunft werde mit starker Nachfrage nach jungen Gebrauchspferden bei steigenden Preisen zu rechnen sein, da die letzten vier Fohlenjahrgänge den jährlich ausscheidenden Pferdebestand bei weitem nicht deckten. Auch für Industrie- und Stadtfuhrwerksbedarf habe die Pferdebespannung beim Transport im Nahverkehr vor dem Lastauto den Vorrang behalten. Pferd und Motor würden stets nebeneinander und sich ergänzend ihre Bedeutung behalten. Tagung der akademisch gebildeten Landwirte. Darmstadt, 15.Sept. (WEN.) Im Rahmen der Deutschen Landwirtschafts • Gesellschaft hielt heute der Reichsbund akademisch gebil- deter Landwirte, Landesgruppe Hessen, in der Vereinigten Gesellschaft eine Tagung ab, zu der u. a. der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft, K o r e l l, der Präsident der Hessischen Landwirtschaftskammer, Hensel, sowie die Führer der hessischen und benachbarten Landwirtschaftsämter und Organisationen erschienen waren. Der Vorsitzende des Landesverbandes, Landwirtschaftsrat Dr. Kraft (Gau-Algesheim), begrüßte die Teilnehmer. Oekonomierat Dr. v. A l t r o ck , der erste Vorsitzende des Reichsbundes, wies auf die Ziele des Bundes hin und ging dann auf die besonderen Nöte und Wünsche des Standes der akademisch gebildeten Landwirte ein. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft, Korell, übermittelte die Grüße der hessischen Regierung und skizzierte die Ziele, die die Negierung bei der, Umstellung der Landwirtschaft, besonders im hohen Vogelsberg, verfolge. Man versuche dort den klimatischen und wirtschaftlich gegebenen Verhältnissen die Umstellung anzupossen, allerdings n i ch t durch Zwang, sondern auf dem Wege der Bei- s p i e l s w i r t s ch a f t. Die bisherigen Erfolge seien zufriedenstellend. Anschließend beschäftigte man sich noch mit verschiedenen Anträgen. Kreis Bübingen. WSN. Mittel - Gründau, 16. Sept. Auf dem Hofgut Schutt brach heute gegen 15.30 ilfrr Feuer aus, das, wie man annimmt, durch Kurzschluß entstanden ist. Das Feuer fand in den Heuvorräten reiche Nahrung und z e r st ö r t e einen großen Teil der Stallungen und der Heuböden, sowie die darin befindlichen großen Heuvorräte. Der große Viehbestand konnte glücklicherweise gerettet werden. Die Ortswehr, sowie die Wehren der Umgebung waren schnell zur Stelle, muhten sich aber darauf beschränken, ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern, was auch gelungen ist. Der Schaden ist ziemlich bedeutend. Kreis Alsfeld. —er. Homberg, 16. Sept. Am Sonntag fand das König- und Nitterschiehen im Kleinkaliberschühenverein Homberg statt. Es wurden 15 Schuß in den drei verschiedenen Anschlagsarten abgegeben. Rudolf Seipp konnte mit 144 Ringen Schützenkönig werden. Mit 137 Ringen errang Friedrich Goß- selber die Würde eines ersten Ritters, Hermann Leininger wurde zweiter Ritter. Von den Iungschühen brachten es Hans Seibert und Wilhelm 3aeck auf 126, bzw. 122 Ringe. Die Beteiligung am Schießen verschiedener Ehrenscheiben war sehr rege. Bei einer Zusammenkunft am Abend feierte der Vorsitzende des Vereins, fi M 3n der nächsten Nummer der „Illustrierten des Gießener Anzeigers" tritt die zur Zeit am häufigsten gedruckte deutsche Romanschriftstellerin Amiv trott vatthuvs Oberheffen. Keine neue Beigeordnetenwahl in Grünberg. + Grünberg, 16.Sept. Die zweite Bei- geordnetenwahl findet hier nicht statt, da nur e i n Wahlvorschlag eingereicht wurde, der auf den Namen des Metzgermeisters Ka r l B ö ß lautet. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist dieser also ohne weiteres zumBeigeordneten gewählt. Die zweite Wahl mußte anberaumt werden, da die erste Wahl am 30. August keine Entscheidung gebracht hatte. Damals erhielten: Metzgermeister Karl B ö ß 464 Stimmen, Fabrikant C. Repp 315 Stimmen und Reichsbahnassistent E. S ck e l l h a a s 280 Stimmen. Ehe die Stichwahl zwischen Böß und Repp ausgetragen wurde, erklärte letzterer, eine auf ihn entfallende Wahl nicht anzunehmen. Nach den aesetz- lichen Bestimmungen mußte deshalb die ganze Wahl neu anberaumt werden, ihre Durchführung ist aber nun nicht mehr nötig. Landkreis Gießen. ’ Grohen-Linden, 17. Sept. Der zweitälteste Mann Großen-Lindens, Landwirt P h i - lippPeppler IV., wird heute 8 7 Jahre alt. O Holzheim, 16. Sept. Aus Anregung des Kirchenvorstandes fand in diesen Tagen durch Schüler der Oberklasse zugunsten des Krüp- ?. pelheimes in Nieder-Ramstadt eine Haus- sammlung statt. Es konnte an die gemein- T nützige Anstalt der Betrag von 58,90 Mark ab» geführt werden. 3n der nahen kirchlichen Filiale Dors-Güll wurden 34 Mark für den gleichen Zweck gesammelt.' mit dem Grstabdruck ihres neuen Originalromans in die Oeffentlichkeit: Lüge um Liebe Schauplätze des neuen Romans: Oben „Das große Derk-', unten „Oie Einweihungsfahrt mit der Bergbahn* Forstmeister Wagner, die neuen Würdenträger und überreichte ihnen die wertvollen Wander- ketten. Die beiden besten Iungschühen bedachte er mit je einer Erinnerungsmedaille. — Am Montagnachmittag wurde das ^jährige Kind des Schreinermeisters P f e i l von einem Kraftwagen angefahren,« und es erlitt dabei schwere innere Verletzungen. Der Zustand des Kindes ist ernst. Die. Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Niddaer Herbstmartt. m Nidda, 14.Sept. Der diesjährige „Niddaer Herbstmarkt" war mit einer Prämiierung von Rindvieh der Simmentaler und Vogelsberger Rassen verbunden. Es lagen 150 Meldungen vor. Nachstehend das Ergebnis der Prämiierung: Fleckvieh. Bullen (15 bis 24 Monate alt): 2.Preise: A. Vogt, Reichelsheim: H. Stork II., Berstadt. 3. Preise: P .Grauer, Haubenmühle: 3. Kehm VI., Wenings: G. Stoll, Echzell. Anerkennungen: 3. Herchenröder, Wenings: H. Gellt I I., Ober- Widdersheim: 3. L. Dechert, Geiß-Nkdda: G. Weber, Wenings. Rinder (erkennbar tragend): Ehrenpreise: R. Rieh, Heuchelheim; P. Grauer, Haubenmühle. 1. Preis: Ph. Bärsch, Heuchelheim. 2. Preise: A. Lehmer, Borsdorf. 3. Preis : O. Schauermann, Eichelsachsen. Anerkennungen: F. Ahmus. Wal- lernhausen: A. Diehl, Geiß-Nidda; O. Scharmann, Steinheim. Ri n d e r (15 Monate bis 2 3ahre alt): Ehrenpreis: R. Widdersheim, Borsdorf. 1. Preis: R. Rieh, Heuchelheim. 2. Preise: A. Beutel, Wallernhausen; W. Bausch, Reichelsheim; H. Emrich, Ober-Widdersheim. 3. Preise: H. Lang Steinheim; O. Bach, Wallernhausen; O. Belzer, Borsdorf. Anerkennungen: W. Bausch, Reichelsheim; W. Lenz, Wallernhausen; H- Erk, Nidda; O. Belzer, Borsdorf; L. Widdersheim I., Dorsdorf; H. Ulrich, Ober-Widdersheim. Kühe (mit 1 bis 2 Kälbern): Ehrenpreis: R. Wagner, Eichelsachsen. 2. Preise: R. Widdersheim, Borsdorf; R. Rieh, Heuchelheim. 3. Preise: P. Grauer, Haubenmühle; O. Schauermann I., Cichelsachsen; W. Bausch, Reichelsheim. Anerkennungen: F. Hofmann III., Steinheim; W. Lenz, Wallernhausen; R. Widdersheim, Borsdorf. Kühe (mit 3 und mehr Kälbern): Ehrenpreis: H. Schäfer!., Ober-Widdersheim. 1. Preis: W. Bausch, Reichelsheim. 2. Preise: P. Grauer. Haubenmühle; Th. Luft, Wallernhausen. 3. Preise: H. Emrich, Ober-Widdersheim; R. Rieh, Heuchelheim; K. Strauch 11., Dorsdorf. Anerkennungen: R. Widdersheim, Dorsdorf; F. Hofmann HI.. Steinheim; P. Grauer. Haubenmühle; H. Steuernagel, Wallernhausen; W. Dausch, Reichelsheim; K. Stein, Wallernhausen; W. Wagner, Nidda; H. Lang, Steinheim; F. Hofmann III., Steinheim. Familien: Ehrenpreise: F. Hofmann III., Steinheim; W. Dausch, Reichelsheim; R. Rieh, Heuchelheim; P. Grauer, Haubenmühle. Anerkennungen: H. Lang, Steinheim; D. Widdersheim, Dorsdorf. Rotbieh. Dullen (15 bis 30 Monate alt): 2. Preis: H. Kullmann, Bad Salzhausen. Rinder (erkennbar tragend): 1. Preis: 3. H. Hartmann, Rudingshain. 2. Preise: W. Becker, Wingershausen; Th. Dambmann, Rudingshain. 3. Preis: Th. Dambmann, Rudingshain. Anerkennungen: H. 3rle, Bad Salzhausen; O. Becker, Wingershausen. Rinder (15 Monate bis 2Vr 3ahre alt): 1. Preis: K. Keblowsky, Nieder - Bessingen. 2. Preise: R. Becker, Wingershausen; K. Hartmann 111., Rudingshain. 3. Preise: W. Winge- feld, Wingershausen; K. Fischer II., Rudingshain; F. Rötzel, Wingershausen; K. Keblowsky, Nieder- Dessingen. Anerkennungen: E. Köhler, Wingers- Das bißchen Erde. Vornan von Richard Skowronnel. Copyright by I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. 34 Fortsetzung Nachdruck verboten Ein paar Leute kamen die Treppe herunter, er nahm sich zusammen und trat auf die Strahe hinaus. Als er in den Sattel stieg, kam über den Marktplatz eine elegante Gig gefahren, eine junge Dame sah auf dem Kutschierbock und lenkte die schlank trabenden Hannoveraner mit sicherer Hand in die zum Bahnhöfe führende Strahe. Ein hoch mit Gepäck beladener Leiterwagen rumpelte hin- terdrekn. Malte wandte den Kopf zur Seite, mit einem einzigen kurzen Blick hatte er erkannt, wer da von bannen fuhr. Und nach den vielen Koffern und Kisten zu schließen, dachte sie Wohl nicht mehr an eine Wiederkehr... es war aus und vorbei für alle Zeiten... natürlich, denn er hatte sie ja bis aufs Blut gekränkt gestern abend. Da schoß es ihm jäh durch den Sinn, hier bietet dir das Glück vielleicht zum letzten Male die Hand... seh deinem alten Wotan die Sporen ein und reit nach... wenn du recht herzlich um Verzeihung bittest... „Ah pfui Teufel", sagte er laut zu sich selbst, so daß der 3unge, der ihm den Bügel hielt, verwundert aufblickte. Er warf ihm ein Trinkgeld zu und ritt langsam die Strahe hinab, die zwischen niedrigen Häusern ins flache Land hinausführte, nach Vellahn... Und mitten im hellen Sonnenschein trieben sich finstere Gedanken hinter seiner Stirn... War er denn schon so erbärmlich klein geworden, dah er hinter einer Weiberschürze Zuflucht suchen muhte? Noch dazu mit einer eklen Lüge im Herzen? Ueberall, wo et ging und stand, dachte er an eine andre, mitten in den Verhandlungen, die er mit dem Rechtsanwälte geführt hatte, war ihm das Bild der zierlichen kleinen Frau plötzlich vor den Augen erschienen... Hatte ihm das Blut rascher durch die Adern getrieben und die Gedanken verwirrt, so dah er den Faden der Rede verlor... Das mußte natürlich auch ein Ende haben, dieses törichte Gefühl, aber mit dem Bilde im Herzen konnte er der Gertrud Köhnemann doch keine Liebe vorheucheln? Selbst wenn es ums Leben ging, einen letzten Stolz muhte man doch behalten... Der Weg führte bergan, der alte Wotan fiel in Schritt, warf unwillig grobe Schaumflocken von der Gebihstange. So schweren Dienst hatte er schon lange nicht mehr getan, fast fünf Stunden ging er unter dem Sattel, und dazwischen hatte es nur eine kurze Futterpause gegeben. Die Freude, die er beim ersten Wiedersehen mit seinem Reiter empfunden hatte, war beträchtlich gedämpft, und mit banger Sorge sah er in die Zukunft. Wenn diese Anstrengungen sich von nun an womöglich Tag für Tag wiederholten, fühlte er sich ihnen nicht mehr gewachsen. Da muhte man also beizeiten klug vorbauen — es waren a noch genug 3üngere im Stall, die weniger geleistet hatten als er... Auf der Höhe am Wegweiser, wo die strahe sich gabelte, rechts nach Hohenrömnih, links nach Vellahn, blieb er stehen. Der im Sattel schnalzte mit der Zunge, drückte die Schenkel an, er aber schüttelte nur unwillig den Kopf, dah die Schaumplacken flogen, lieh die Ohren hängen. Und da begriff's der da oben endlich... Er klopfte ihm den feuchten Hals und gab das Antreiben auf: „Hast recht, Alter, verschnauf dich ein Weilchen. Und oft werd' ich dich wohl nicht mehr strapazieren..." Die Sonne neigte sich $um Untergänge, golden fiel ihr Schimmer über die grünen Wintersaaten, den noch kahlen Sturzacker und den bräunlichen Buchenwald, in dem zwischen schwellenden Knospen die trockenen Blätter hingen vom vorigen 3ahr. Von fernher, hoch über dem schwarzen Saume, der den Blick begrenzte, kam ein Blitzen wnb Funkeln wie von einem kostbaren Geschmeide .. Die goldene Spitze der Fahnenstange auf dem Hohenrömnitzer Durgfried war es, die im Abendsonnenschein ihre Strahlen warf... Alles ringsum, so weit die blitzenden Strahlen reichten, war sein, wenn... ja wenn... Malte bih die Zähne aufeinander und starrte in den funkelnden Glanz, bis er die schmerzenden Augen schliehen muhte. Und ein jäher Zorn fiel ihn an, das Schicksal mit einer Gewalttat zu feinen Gunsten zu wenden. Er brauchte nur nach Hohenrömnih zu reiten: lieber Onkel, verzeih, ich hab's mir inzwischen überlegt. 3ch nehme deine Bedingungen an, zuvor aber möchte ich die Urkunde sehen, die du mir ja heute mittag schon zeigen wolltest... Gewih, sagte der andre, und sie standen in dem Erdgeschoh des Burgfrieds allein... ein Diener noch vielleicht, der die Lampe hielt beim Oeffnen des eisernen Schrankes, aber darauf kam es nicht an, im Notfälle nahm er es mit zweien oder dreien auf. Und dann ein rascher Griff, er barg das kostbare Dokument in der Drusttafche, zwei Faustschläge rechts und links — ehe die beiden wieder zu sich kamen, sah er längst schon im Sattel, war auf und davon... Die Sachverständigen beugten sich über das Pergament, wiesen mit dem Finger auf die Stelle: hier, da sitzt die Fälschung!... Er aber stand dabei, schlug ein höhnisches Lachen auf: Onkel Christoph, die Hohenrömnih ist mein... Dem braven Wotan war es beim Stehen in dem kühlen Frühlinasabend mit einem Male kalt geworden. Er schubberte mit der schweißbedeckten Haut und setzte sich ganz von selbst wieder in Trab, den gewohnten Weg entlang nach Vellahn. Und fein Herr fiel ihm nicht in den Zugel, lachte nur kurz auf. Aus seinen gewalttätigen Entschlüssen wurde nichts. Sei es, dah die eigenen Gedanken ihm in den Arm fielen oder ein unvernünftiges Vieh, das in einen andern Weg lenkte. Wer wollte wissen, welcher Weg der richtige war?... Und während er in stuckerndem Trabe dahinritt, graute ihm vor dem langen Abend mit seiner Einsamkeit. Was blühte ihm in dem füllen alten Haus? Ein neues Verhör mit dem Diener Lentz, ob in den zwei 3ahren nicht doch ein Fremder das Schreibzimmer betreten hätte, ein neues Kramen und Suchen in alten Papieren und Schränken, und schließlich der brütende Stumpfsinn. Am Ende betrank man sich, nur um vor den quälenden Gedanken Ruhe zu finden und wie ein nasser Sack so schwer ins Bett zu fallen. Aus den Gedanken wurde ja doch ktzine Tat... Drüben aber in der niedrigen Stube des Forsthauses saß eine und wartete auf ihn... „Auf Wiedersehen", hatte sie gesagt, „hoffentlich recht bald...“ Eine zierliche Feine war es, von ganz anderm Schlage als all die plumpen Landfräuleins in der Runde... mit wuchtendem Schritte gingen die in ihren Schuhen, und schwerfällig waren ihre Bewegungen... Und man ver- fünöigte sich ja noch nicht, wenn man an die im Forsthause dachte. Törichtes Begehren konnte man fest im Dusen verschließen, und die einsame Frau dachte auch ja an nichts andres als einen ehrbaren Zeitvertreib... Es dunkelte schon, als er wieder vor der Freitreppe hielt, und fast muhte er lachen, die lieben beiden Altchen standen fröstelnd in der Abend- kühle da, wie sonst, als wären die beiden letzten 3ahre spurlos borübergegangen. Er stieg aus dem Sattel, gab die Zügel dem wartenden Reitknechte: „Na, was Neues, Lenh?" Der Alte nahm ihm Hut und Reitstock ab. „Chewoll, Herr Graf, ein Brief is gekommen von der gnädigen Frau Dankdirektor, wo sich nach dem Unfall gestern in der Försterei einquartiert hat. Die Zofe hat ihn eben gebracht. Und denn: der Verwalter is ja soweit ganz friedlich abgezogen. Erst wollte er Wohl noch einige Fisimatenten machen, aber der Herr Förster hat ihn auf den Schwung gebracht...“ Das letzte hatte er gar nicht gehört, es interessierte ihn auch nicht. Er hob den Kopf: „Wo ist der Brief? Und ist Frau Steinfeld vielleicht fchon wieder nach Alten-Krakvw gefahren?" „Noch nicht", sagte Lentz, „aber vorhin war die Frau Förster da. Sie meint', lang würd sie sich die Rawasche nicht mehr ansehen. Es macht ihr zu viel Arbeit, in einem fort auf ihren Mann aufzupasfen. Kaum dah sie den Rücken dreht, sitzt er in der Stube bei der Frau Direktor drin, macht Augen wie ein verliebter Kater und erzählt ihr 3agdgeschichten." Und Miken, die auf einer Tablette den Brief gebracht hatte, fügte eifrig hinzu: „Che, und den Geruch, hat sie gesagt, würd' sie wohl nicht in ’nem 3ahr 'rauskriegen aus den Tapeten und ihren Betten. Nach Rauchtabak müßt es in einer ordentlichen Försterwohnung riechen, meint sie, aber nich nach Par- fäng wie in ’nen Apothekerladen!" Malte riß ärgerlich den Umschlag auf. „Die gute Schwarzin soll sich gefälligst nicht haben i Frau Steinfeld bleibt da, so lange es der Arzt für nötig hält. Wenn's nicht anders geht, kann sie ja bis zu ihrer Genesung hier im Schloß wohnen, und ich zieh' für die paar Tage ins Derwalterhaus!...‘ „Ach du mein lieber Gott", wollte Miken sagen, Lenh aber hieß sie mit einer kurzen Hand- bctoegung schweigen. Wenn man bei solchen Dingen widersprach, machte man sie nur schlimmer ... 3n dem Briefe standen nur ein paar Zeilen in einer großzügigen steilen Schrift, fast wie von einer Männerhand. Er wartete nicht, bis die Lampe angesteckt wurde, trat ans Fenster. Der letzte Abendschimmer, der durch die Scheiben drang, reichte noch gerade zum Lesen... „Der prächtige alte Förster hat mir viel von 3hnen erzählen müssen, mein lieber Herr Gras, ich habe Den ganzen Tag an Sie gedacht. Man findet so selten Menschen, deren nähere Dekannt- fchaft verlohnt. 3ch bange mich fast danach, Sie wiederzusehen. Und morgen früh muß up fort von hier... Liselotte S." Malte schob den Brief in die Drusttasche, die Hand zitterte ihm dabei. Ein Fieber und eine Unrast brannten in seinen Adem, wie in jener Stunde, als ihm hier einer von dem fernen Wunderlands gesprochen hatte und lockenden Abenteuern ... , . . _ „ . „Rasch, Lentz, leg mir neu anständigen Rock zurecht, und du. Miken: eins von den Küchen» mädeln soll sofort nach dem Forsthaus springen und eine schöne Empfehlung ausrichten. 3n spätestens einer halben Stunde würde ich mir die Ehre geben, der gnädigen Frau meine Aufwartung zu machen." „Chewoll", sagte die Alte und stieg leise brummelnd die Treppe zur Küche hinab. Dazu brauchte fie nicht erst die Frau Försterin, das fühlte sozusagen ein Blinder mit dem Krückstock: der junge Herr branftte lichterloh! Aber was war da zu machen? Man mußte es brennen lassen! Einem jungen Menschen konnte man leider keinen alten Kopf aufsetzen... Und nachher, als sie auf der Diele das unberührte Nachtessen wieder abräumte, spann sie denselben Faden weiter. „Haben Sie gerochen, Lenh? An dem Brief war auch Parfäng!" (Fortsetzung folgt) ,tQ9t ist narff. NA' M» ZLr Wng: !>' Berstadt. iel,Dallm. ?; $■ Smrich. Lang etein- i Alzer, 2vi-« Wa; 0. D«l. •'. ^otSborf; H. w): Ehrenpreis: ^kWibbers- Mi 3. Preist: Echauennann I, chckheim. 2n- 6kinf)«m; D. geheim, Dvrtdvck- >ern): Ehrenpreis: m. 1. Preis: D. fe: P. Grauer, ahaufen. 3. Preise: R Dietz, Heuchel« 2Inctfcnnungcn: J. Hofmann II!., Mc; 5>. Steuer« Ich, Reichelsheim: Wagner, Hibba; mlll, Lteinheim. $. Hofmann 111., Meinr, R. Rich, ibenmühie. 2ner« im; 1 WidberS« ite alt): 2. Preis: I: 1. Preis: LH. eist: W. "Lrärr. irn, RMngShain- MngShain. An« ^Haufen; O-Decker, 2*/2 Jahre alt): Meder« Wagen, shausen; K Hari« reise: W. Dinge« rr II., Rudingshain; Aeblowsly. Rieder« Köhler, Dinger»« umch, Hai sie gesagt. Jahr 'rau^rncgcn elfen. RachRauch' lenllichen icr nich nach W :n!" , afchlag auf. fich gefLW ML ba, so lange r- der AW man ft ,4‘“ LLSA &1» am Lese^' j l von er W W in Öl Wan n ^±c -Sclannt' «-K danach, tiU A'.°" ^Lifelvlte 6- « S* e""n icn« Sern, »re ^un« ’ 6SdSn ®-«‘ en ausrichlem ° 6cr tfl£| SA an . » un« ,f »er A f" •a6'5“ Hausen; 2. Ä. Albrand, Dobcnhauscn I; Bürgermeister Decker, Wingershausen; St Fischer I I., Rudingshain. Kühe (mit 1 bis 2 Kälbern): Ehrenpreis: K. Keblowfky, Rieder-Dessingen. I . PreiS: K. • Hartmann III., Rudingshain. 2. Preise: H Harth, Ober-Wockstadt; Ä. Hemberger, Wallcrnhausen. 3. Preise: R. Laubach, Ober-Wockstadt; R. Wäller, Wallernhausen; Th. Decker, Wingershausen; Ed. Lingner, Wingershausen; W. Wingeseld, Wingershausen; L. Diesenbach II., DorSdors. Kühe (mit 3 Kälbern): l. PreiS: W. Deu- belli., Rudingshain. 2.Preise: R. Decker, Wingershausen; Ed Lingner, Wingershausen; R. bad), Ober-Wockstadt. Kühe (mit mehr als 3 Kälber): I. PreiS: K Hartmann. Rudingshain. 2. «reise: H. Harth, Ober-Wockstadt; K .Hartmann III., Rudingshain: R. Laubach, Ober-Wockstadt; Ed. Köhler, Wingershausen 3. Preise: F. Rötzcl, Wingershausen; K. Fischer ll., Rudingshain; L. Diesenbach, DorS- dors, K. Albrand, Dodenhausen I. Rnerkennun- Buntes Gorillajagb in Afrika. AuS einem Buche „Abenteuer an der Elfenbeinküste" von AloysiuS Horn, daS in neuer illustrierter Ausgabe demnächst im Insel-Verlag in Leipzig erscheint, werden im „Insel-Schiss" einige fesselnde Iagdschilderungen abgedruckt. 3n einem Fall ist ein Gorilla die seltene Jagdbeute. „Als ich bei den WpondiS der Dakele ankam", so erzählt Horn, „lah ich, daß räuberische Elefanten und GorillaS großen Schaden angerichtet hatten. Ein Schurke von einem Elefanten stattete ihnen nächtliche Desuche ab und galt für den gefährlichsten dieser Räuber. Die eingeborenen Jäger erzählten mir, daß nach ihm der unwillkommenste Dcsucher ein sehr grober, alter Gorilla war, vor dem man sich sehr fürchten muhte, da er Jäger, die ihn bi» zu seiner zwei Stunden entfernten Höhle verfolgten, angegriffen hatte. Wan hatte am Morgen sein Heulen gehört; er hielt sich also sicher in einem Wäldchen am Fuh eines kleinen Felsens am anderen Ufer deS Baches auf, der durch daS Wäldchen floh. Sie dachten, dah man ihn an diesem Morgen leicht erwischen könnte, und so machten wir uns auf und gingen entlang deS Daches zu dem erwähnten Platz. Ich stellte mich hinter einem alten gefallenen Daum auf, weil der Gorilla meistens dort vorbei- ging, wenn er aufgestört wurde. Lief er den Dakele in den Weg, fo wstrden fie ihn sicher erschiehen, für all den Schaden, den er auf ihren Plantagen anperichtet hatte. Ich nahm meinen Stand mit meinem getreuen Renchoro ein, und von unterem Platz auS konnten wir die vier Dakele fehen, die im Dusch am Rande der Lichtung auf der Lauer lagen. Wir warteten eine gute Steile, ohne dah unS ein Ton die Anwesenheit deS Gorilla verriet. Ich wollte gerade diese Jagd aufgeben und mein Glück beim Ausfpüren deS bösen Elefanten versuchen, als wir einen Ton wie von rollenden Steinen auf der anderen Seite des DacheS hörten, und für Augenblicke wurden Kops und Schultern deS Gorilla über den großen FelSblöcken sichtbar. Jetzt rollte 6r einen dieser großen Steine weg und mad)te fich an fein Frühstück, das au8 den Infekten unter dem Fel-block bestand. Rachdem er sich an diesen Delikatessen gesättigt hatte, schaute er sich um, und da er die Lust rein glaubte, ging er vorsichtig zu einer alten Erdnußlichtung. Aker bi- etwa zwanzig Meter an den Platz heran- gekommen war, wo die Dakelefäge r versteckt lagen, stutzte er und horchte. Die Daiele feuerten, aber da er nur leicht verwundet war, lief er nicht weg, sondern stürzte mit einem großen Satz auf fie zu. Einen Mann samt Gewehr warf er zehn Fuß hoch in die Lust, die anderen stieß er mit eines Armbewegung zu Doden und gebrauchte die Knochef seiner Hände und die langen Arme fo schnell, daß man kaum sah, was Gorilla und waS Mann war, er schien mit ihnen Kegel zu spielen. Wider meine Erwartung gebrauchte et nicht die Zähne, obwohl sein Diß furchtbar ist und bei den Eingeborenen für giftig gilt. Dann sprang er auf uns zu, er hatte unS wohl gesehen. Ich schoß ihm unters Kinn, und Renchoro tat das gleiche. Der Gorilla überschlug sich und blieb auf der anderen Seite deS alten gefallenen Daumes tot liegen. Er war fehr groß; unter denen, die ich in manchen Jahren gejagt habe, war er der größte, den ich lebend faß. Zum Glück ging das Abenteuer auch für die Jäger weniger gefährlich aus. als eS zuerst den Anschein gehabt hatte. Der eine von ihnen war allerdings ganz verstört, doch kehrte fein Gedächtnis nach einer innerlichen Behandlung mit Branntwein wieder zurück. Der ßcrbeigerufenc Medizinmann nahm sich der anderen Jäger an, die er bald für gesund erklären gen: K. Schmidt I., Eschenrod; Ad Wagner, Wallernhausen; H. Srk, Ober-Mockstadt; H. Lau- bad), Ober-Mockstadt; K Fischer II. Rudingshain. Familien: Ehrenpreise: K. Hartmann III., Rudingshain; Altbürgermeifter Deubel, Rudingshain: Th Dambmann, Rudingshain 2. Preise: K. Keblowsky, Rieder-Dessingen; Bürgermeister Decker, Wingershausen. Ziegen. Aeltere Ziegen 2. Preis: K Zörr, Ridda. Zweijährige Zigen: 1.Preise: F. Appel, DorSdors; A. Kimpel, 'Bingenbeim. 2- Preise: L. Stein, Ridda; O- Repp. DorSdors. ErftlingSziegen: I. PreiS: K. Schmidt, DorSdors. 2. Preise: L. Stein, Ridda; Filsinger. Rainhäuser Hos; F. Appel, DorSdors. Zeitziegen: 1.PreiS: H. Klöß, Ridda. Lämmer: I. Preise: W. Lahm, Echzell; HK. Schmidt, Dauernheim: K. Zörr, Ridda. 2-Preise: K. ‘Brettbauer II, Rieder-Mockstadt. A. Kimpel. 'Bingenheim; H. Wetzstein, Ridda. Allerlei. konnte. Der erlegte Gorilla erwieS sich bei nähe- rer 'Betrachtung alS außerordentlich groß und fett von dem Futter, daS er auf den Plantagen gestohlen hatte. Der Häuptling verfprach. ihn bald abholen zu laffen, er sollte in einem Ameisenhaufen vergraben werden, dessen Dewohner seine Präparierung zum Skelett vornehmen würden. Im Dorf erquickten sich alle an einem reichlichen Mahl. Aber alS der Gorilla herbeigebracht wurde, zeigte eS fich, daß die Träger ibn deS leichteren Transports wegen in zwei Teile gc- schnitten hatten. Trotzdem erhielt er in England einen guten Preis, da er ein wahres Prachtexemplar war. Zurück zur Großmutter? Die Enthüllungen der neuen Pariser Herbstmode deuten darauf hin, daß man fich von der Bermännlichung der Frauentracht endgültig zu ihrem Gegenteil Aurüdgetoanbt hat. Man bringt nun eine Verweiblichung, die auf eine der ausgesprochensten "Betonungen deS Weiblich-Allzu- weiblichen zurückgeht. nämlich auf die Epoche der französischen Kaiserin Eugenie, auf die Zeit um 1860, in der die Hochblüte der Krinvline herrschte. Run w rd es freilich nicht ganz so schlimm werden wie damals, man verzichtet auf die allzu unzeitgemäßen Riefenreifröcke und begnügt sich mit einer Uebcrfülle von Drapierungen, Dolan iS, von Rüschen, Dändcrn usw. Aber immerhin ist jener Stil, den wir auf immer begraben glaubten, in das "Blickfeld des modernen Menschen gerückt, und da wird man sich daran erinnern müssen, was unsere Großmütter zu leiden hatten. Das anschaulichste Bild jener Mode hat uns eine Hofdame der Kaiserin Sugcnie, Mme. Carette, in ihren Erinnerungen hinterlassen, aus denen w.r das Folgende anführen. „In der ersten Hälfte des Kaiserreichs war die Mode recht sonderbar. Unsere Eleganten von heute, die ihr schlankes Körperchen möglichst eng einwickeln, würden sich entsetzen, müßten sie in jener Stoff- mässe erscheinen, welche, von einem Stahlkäfig gehalten, einen Umfang erreichte, der es nahezu unmöglich machte, daß drei Damen gleichzeitig in einem kleinen Boudoir Platz nahmen. Das alles baute sich aus weise angeordneten Eroberen von Fransen, Rüschen, Spitzen, Plissees auf und endete in einer langen Schleppe, die ein Bewegen in überfüllten Salons sehr schwierig machte. Es war damals viel schwerer als heute, reizend zu erscheinen, und wenn der Charme der Erscheinung nicht verschwinden sollte, so bedurfte e- in dem Gleiten des Ganges, in den Bewegungen, in einer gewissen Rachgiebigkeit der Skulle außer der Anmut, welche aus der Schönheit der Formen hervorgeht. auch noch einer beständigen Beobachtung feiner selbst Man begreift das. sieht man die Bilder jener Zeit, man kraucht nur einige Züge boshaft zu betonen und — die Karikatur ist fertig. Gehen war nicht leicht, wobei man zugleich die Unmenge Stoff, die einen von allen Seiten umgab, fortbewegen mußte, zumal die enge Taille, die in der Mitte dieser Masse faß, wie losgelöst vom übr gen Körber schien; sich setzen aber, ohne daß die S:ahireisen eine falsche Richtung bekamen. war geradezu ein Kunststück In den Wagen zu steigen, ohne die leichten Tüll- und Sbihenstoffe zu zerdrücken, erforderte viel Zeit, sehr ruhige Pferde und einen übergeduldigen Mann. Re.sen. sich hinlegen, mit seinen Kindern sbielen. ja nur ihnen die Hand geben — das toaten Probleme, zu deren Lösung große Zärtlichkeit und viel guter Wille gehörten. Um diese Zeit verlor sich denn auch der Brauch, Damen den Arm zu bieten, um sie zu begleiten." Wirtschaft. OerReichsbankstatusMitteSeptembef Berlin. 17. Sept. (WTD ) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. September hat fich in der zweiten Sebtemberwoche die gefamte Sa- pktalankage der Dank In Wechseln und Schecks. Lombard- und Effekten um 120,0 Millionen auf 3153,8 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Scheck- um 152,6 Millionen auf 2868.8 Millionen Mark abgenommen, die Lombardbestände um 12,3 Millionen auf 163.7 Millionen auf 163.7 Millionen Mark und die De- stände an Reichsfchatzwechseln um 14,1 Millionen auf 18.2 Millionen Mark zugenommen. An Reichsbanknoten und Renten- bankfcheinen zusammen sind 40,5 Millionen Mark in die Kaffen der Reichsbank zur^ckgeflof- fen, und zwar hat fich der Umlauf an ReichS- banknoten um 42,5 Millionen auf 4249.6 Millionen Mark verringert, derjenige an Renten- bankfcheinen um 2.0 Millionen auf 412,4 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbank- scheinen auf 15,2 Millionen Mark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 393,4 Millionen Mark eine Abnahme um 40,7 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckung-fähigen Devisen haben sich um 42,7 Millionen Mark auf 1728,2 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 1,6 Millionen auf 1372,1 Millionen Mark zugenommen und die Bestände an deckungS- fäßigen Devisen um 44,3 Millionen auf 356,2 Millionen Mark abgenommen. e Deckung fr c r Roten durch Gold und deckungsfäßige Devisen beträgt 40,7 Prozent gegen 41,3 Prozent in der Borwoche. e • Verhütete Betriebsstillegung in der oberhesfischen Steinindustrie. Die noch vor einigen Tagen geplante und vom Hessischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft bereits genehmigte Stillegung deS großen Stein- bruchbetriebS der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie bei Rieder-Ofleiden konnte verhütet werden, da dem Betrieb in den letzten Tagen auS dem Arbeitsbeschaffung-Programm der Reichsbahn Aufträge auf Steinlieferungen erteilt wurden. Der "Betrieb wird daher bis auf weitere- in der bisherigen Weise fortgefüßrt werden. • Reue Generalversammlung der Darmstädter Dolksbank. Der Borstand der Darmstädter Dolksbank beruft eine außerordentliche Generalversammlung der Genossen auf Freitag, 25. September, ein. Auf der Tagesordnung stehen wieder die Anträge zur Beschluß» faffung über die Deckung deS Derlustes, die Statutenänderung (Erhöhung des Geschäftsanteiles und der Haftsumme), Reusestsehung der Kredit- Höchstgrenze und AussichtsratSwahl. Inzwischen haben die Großgläubiger einen Ausschuß gebildet, der den Status noch einmal durchprüsen soll, da man zu der Auffassung kam, daß der Verlust verringert werden kann, weil man bei der Einschätzung der Dubiosen zu pessimistisch vorgegangen ist. 'Insormationenüberd en Handelsverkehr mit Amerika. Der deutsche Generalkonsul in Chikago Dr. H. F. Simon hält am Freitag, 2. Oktober, bei der Außenhandel-steile für das Rhein-Maingebiet in Frankfurt a. M. Sprechstunden über die wirtschaftlichen Verhältnisse in seinem Amtsbezirk (Staaten Illinois, Iowa, Rebraska, Wisconsin, Minnesota, Rord- und Süd-Dakota) ab. Firmen, die an den Sprechstunden teilnehmen wollen, mögen dies der Außen- handclsstelle in Frankfurt a. M., Börse, biS zum 26. September mitteilen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 17. Sept. (WTD) Tendenz: schwach. Die heutige Effektenbörse eröffnete in schwacherHaltung. Vor allem verstimmten die andauernden Kursrückgänge an den Aus- lanbbörfen in den letzten Tagen und das stärkere Rachgeben deutscher Werte an diesen Plätzen. Hinzu kamen einige Verkäufe bzw. Realisationen des Publikums, denen sich auch die Spekulation mit kleinen Abgaben anschloß. Die Aufnahmeneigung für das herauskommende Material war demgegenüber außerordentlich gering. Die Ausführungen Dr. Luthers über die Währungspolitik der Reichsbank blieben fo gut wie ohne Einfluß auf die Stimmung, ebenso der Medio- AuSweis der Reichsbank, der zwar eine leichte Verminderung der Rotendeckung aufweist, im übrigen aber keine wesentlichen Veränderungen brachte. Bei der Enge des Marktes genügten schon kleinste Derkaufsauf träge, um das Kursniveau herabzudrücken. Gegen die gestrige Abend- börfe ergaben sich recht markante Kursrückgänge. Einen Spitzenverlust erlitten von Kaliwerken Salzdetfurth, die 8,5 v. & niedriger zur Rotiz kamen Slektrowerte lagen durchweg schwach, in erster Linie Licht A Kraft und 2bade, die 5 v. H. bzw. 5 Mark embüßten. Gesfürel verloren 3 v H. Siemens 3.5 v. H, AEG. und Schuckert bi- zu 2 v. H. IG -Farben eröffneten etwa 3 v. H.. Deutsche Linoleum 2.5 v. H^. Mannesmann 2 v H. und ReichSbank 2,75 v 5\ nichtiger. Zellftosf Waldhof. Zement Heidelberg, Schiffahrtsaktien und Bcmberg wurden biS zu 2 v. H. schwächer gehandelt. In Pfandbriefen kam ziemlich viel Material heraus, fo daß auch hier Die Kurse eine Abwärtsbewegung erfuhren. Sowohl Gold-, als auch LiquidationSpsandbriefe wurden b>S zu 1 v. H. niedriger gehandelt. ReichS- fchuldbuchforderungen flau und 3 v H. abge» schwächt. Deutsche und ausländische Renten bei nachgebenden Kursen fast gefchäft-ioS. TageSgeld mit 7 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Reuyork 4.86, Pari- 123.97, Madrid 53,90. Schwei., 24.89'Holland 12.04* „ Mailand 92,90. Berliner Börse. Berlin, 17. Sept. (WTD.) DaS in der heutigen Morgenpresse verösfentlichte Währung-Programm Dr. Luther - hatte im Vormittag-Verkehr eine eher freundliche Stimmung au-geiöst. In der Tat wären diefe Ausführungen in normalen Zeiten ein große- Moment gewesen, heute wurden sie aber durch die sonstigen unsicheren Momente zurückgedrängt, so daß schon an der Vorbörse f ür Standardwerte 1 biS 2 Prozent nichtigere Kur-taxen zu hören waren und in der ersten offiziellen Rvnz Dttetngeli sogar Abschläge b i S zu 5 Prozent eintraten. Die herau-kommende Ware war nicht einmal so übermäßig groß, aber auch die Dörsenkreise realisierten eher, was sie von gestern übrig behalten hatten, so daß nur geringe Ausnahmeneigung bestand. In erster Linie verstimmten wohl die flauen AuSlandmeldungen und Meldungen über eine Dankkrife in Holland Auch der Reich-bankau-weis für die zweite Septemberwoche zeigte schon einen Teil Der befürchteten Devifenabnahme (zirka 44 Millionen), obwohl er bereit- am Dien-tag abgefchlotten ist, fo daß die Auslandverkäufe von Anfang dieser Woche in ihm noch nicht berücksichtigt sein können. Die Abnahme deS Rotenumlaufe- um 40 Millionen und die Verringerung der gesamten Kapitalanlage um 126 Millionen wurde als normal angesehen. Die Rotendeckung liegt auch mit 40,7 Prozent immer noch über der 40-Grenze. "Besonder- schwach lagen zu den ersten Kursen die Auslandwerte (Svenska minus 6 Mk. und Chade minus 5,5 Mk ), aber auch Rheinische Braunkohlen und die Kali- werte überfliegen die bereit- angegebene 5proz.» Grenze ein wenig. Ein ziemlich trübe- Bild bot auch heute der P f a n b b r 1 e f m a r 11, an dem beinahe alle- wieder angeboten war. Man glaubt daher auch für heute mit weiteren Abschwächungen von 1 bi- 2 Prozent rechnen zu müssen. Reichsschuldbuchforderungen wurden fo- gar 2 bis 3 Prozent unter gestern genannt. Der Geldmarkt ist heute kaum verändert, TageSgeld konnte man wieder mit zirka 9 biS 10 Prozent, MonatSgeld zirka 8 bis 10 Prozent, Warenwechsel zirka 8,5 Prozent hören. Anleihen neigten eher weiter yur Schwäche. Auch im Verlaufe bröckelten die Kurse bei geringem Umsatz leicht ab, zumal noch die AuSlandmeldungen unter dem Eindruck der Vorgänge in England schwächer lauteten und die Abschwächungen am Rentenmarkt verstärkten. Auch AuSlandrenten neigten überwiegend zur Schwäche. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 17. Sept. Auftrieb: 66 Rin« der. 881 Kälber, 318 Schafe, 637 Schweine. Cs wurden notiert: Kälber: beste Mast« und Saugkälber 50 bis 53 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 44 bis 49 Mark geringe Kälber 34 bis 43 Mark. — Schafe: Mafttämmer und jüngere Maftbämmel (Weidemast) 40 bis 43 Mark, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 34 bis 39 Mark, fleischiges Schafoieh 28 bis 33 Mark. — Schweine: oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfund 57 bis 60, von etwa 54 bis 58 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine mittelmäßig, ausverkauft. Tchweinemarkt in Friedberg. WSR. Friedberg, 16. Sept. Zum heutigen Iungtiermarkt waren 852 Ferkel aufgetrieben. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 8 bis 12 Mk, für sechs bi- acht Wochen alte Tiere 12 bis 18 Mk., für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mk. Der Handel war ziemlich flott, doch verblieb geringer Ueberstand. Kurszeiiel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschtostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 8 o.H., Lombardzinsfuß 10 0. H. (r = repartiert). JranFtun u. 4>u 2)erlin H an! ur a.rt. 2itnm $iani un a. Di. ^ernn Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Tfi. Schlnß- kur« Sn'anfl« für« Schluß, für« tlnlanfl« für« 3riel Amtliche Notierung ®eib Seiet 0.198. < <. Teutfdx Rridjianleibt o. isre 6H% 7)°ung.itnldbc von 1930 . reuftldt «n!..W>tül..S4ul6 mli ...... Tcfgl. ohne «u4!ol..«t»lr . . 6% Hon. Sollefiaat von 1929 (rüd«aM6. 108%)...... Cbcrbcilen Provinz-Anleih, mi< ilu.'lcL-Srit)ttr...... Tfutfdx komm. Sammrlall -Inleide Srrir 1 , ... 8% Frankl. Hop -Bank »oltpft 15 unkündbar bl« 1935 . . . 7% irtann. Hnv -Bank »clbpfe unkündbar bi« 193« Serie 16 . 7% Pr. LandeiplandbricfanSaN, Plandbrielt S 10 «% Orlterreichi»che (AoISrrnre . ! <.20% OeNerreichillde Lllderrenrr <% Ungarildw -Aoldrentr <% Unganiche etaaterrntf v. 1910 ei6ean ... . «openhage». <5tcdbolm . London. . , Buenos Lire« Neu»ort . . Brüllet. . . malten . . . Sarü . . . Schweiz . . Spanten . . Tanjtg. . . Japan . . . Stiv be Ian.. Siuojflatoie«. itflaton . . 10,592 59.18 12.47 73.43 169.88 112,51 112.54 112,63 20,459 1,118 4.209 58,53 22,03 16,50 c2,12 37,81 81,75 2,078 0,253 7,430 18,54 10.612 59.30 12.49 73.57 3,060 170,22 112,73 112,76 112.85 20,499 1,122 4,217 58.65 22.07 16,54 82,28 37,89 81,91 0,255 7,444 18.58 Banknoten 10,592 59.17 12.473 73,41 3,054 169,88 112,51 112,54 112,63 20.459 1,095 4.209 22.03 16.50 82.15 37.51 81.75 2,078 0.253 7,433 18,54 10,612 59.29 12.493 170.22 112,73 112,76 112.85 20,499 1.099 4.217 58.68 22.07 82.31 37,89 81,91 2,082 0,255 7,447 18,58 Serlio, 16 Zeptern der Weib Ärles rfmertiantidte Roten....... Belgische Noten......... Tänriche Noten......... Englilche Nctrn......... ijtanjoffitfce Noten........ Hollondrjche Noten........ Italienische Noten........ 4,20 58,42 112,30 20,405 169,51 22,06 4,22 58,66 112,74 20,485 170,19 22,14 Serie 1 <% beifll. Serie II....... 4% Vumän vereind.Renke 0.1903 *H%8hnniln.Detelnb.9lenteü.l91S !.^^"önische vereinh. Rente . L Änatolict ...... 1.65 11,75 4,75 13,13 — 1,75 1.65 12 4.75 13,1 — 14,75 20,25 120,5 39,25 32.75 34,75 11 35.75 20.25 121 39,25 33 10 33 20.25 115,5 37,6 Rabe........... jranltußer fRaltfetuen . . . . 0 Ittaset..........0 ’imnttaftwerfe HLchg a.28.. . 6 sLSdeuÄcher fluäu , , , . 10 182 20 54^5 177 83 177,5 Norwegische Noten........ Terusch-Lefterreich, » 100 Schilling Kumdnildrt Noten........ Schwedische Noten........ Schweitzer Noten......... Spanische Noten. ........ Ungarische Note» ........ 112,28 59,03 2,48 112,38 81,92 37,27 72-65 112,72 59,27 2,50 112,82 82,24 o.ji.-'fpott Westdeutschlands Bundespokal-Mannschast. Der Westdeutsche Spielverband gibt als erster der sechs an den Vorrundenspielen um den DFD- Pokal am 11. Oktober beteiligten Mannschaften seine Mannschast bekannt. Die Westdeutschen haben gegen Südostdeutschland in Breslau zu spielen und folgende Spieler mit der Vertretung betraut: Mel- lage (Schalke 04); Lepper (Münster 08), Weber (Äurf). Kassel); Heidlauf, Münzenberg. Franke (alle Alemannia Aachen); Tibulskt, Czepan, Kellner. Kuzorra, Röthardt (alle Schalke 04). Sportverein 1929 Bieber. Lieber I — Dutenhofen I 3:2 (2:2). Am vergangenen Sonntag trafen sich obige Mannschaften zum fälligen Fußball-Verbandsspiel. Die Gäste, die körperlich den Platzbesitzern überlegen waren, mußten, trotzdem sie zweimal in Führung gehen konnten, sich knapp geschlagen bekennen. Das Spiel wurde sehr fair ausgetragen. Handball im Lahn - Oünsberg - Gau. Tv. Londorf! — TV. Dorlari 2:1 (2:1). Beide Mannschaften lieferten sich ein spannendes Spiel, das der bessere Sturm des Plahbesitzers für sich entschied. Die Londorfer lagen während der meisten Zeit im Angriff, vermochten jedoch die Gäste-Hintermannschaft nur schwer zu überwinden. Außerdem erwies sich der Torhüter der Dvrlarer in großer Form. T. Staufenberg I — TV. Wieseck I 7: 3 (5:1). Die Gäste konnten den sofort nach Spielbeginn vom Platzb^siher erzielten Führungstreffer wohl bald ausgleichen, die Staufenberger vermochten jedoch das Halbzeitergebnis auf 5:1 zu schrauben. Rach der Pause sah man ausgeglicheneres Spiel und es gelang jeder Partei noch je zwei Treffer anzubringen. 3m Bezirk l der Bezirksklasse ergaben sich folgende Ergebnisse: TV. Wißmar I — TV. Kinzenbach 8:1 (4: 0). Die Gäste, die mit einer stark verjüngten Mannschaft antraten, konnten sich gegen die in letzter Zeit stark in den Vordergrund gerückten Plah- besiher nicht behaupten. Allerdings erscheint das Ergebnis etwas zu hart. 3m Spiel der Turnvereine Erda I gegen Garbenheim 1 traten die Gäste mit nur neun Mann an und mußten sich mit einem Resultat von 0:4 Toren geschlagen bekennen. Das Treffen Tv. Rodheim I gegen Tv. Launsbach 1 endete mit einem Unent- schieden von 6:6. Im Bezirk II standen sich die erste Mannschaft des Tv. Lollar und die zweite Mannschaft des Tv. Londorf gegenüber. Lollar stellte die bessere Mannschaft und gewann mit 9:3 (4:2) Toren auch in dieser Höhe verdient. Tv. Lollars Zweite vermochte gegen die Zweite von Allendorf nur einen knappen Sieg von 4:3 Toren zu erringen, nachdem Allendorf zur Pause noch mit 3:0 in Führung lag. Im dritten Bezirk standen sich Tv. Albachs zweite und Tv. Burkhardsseldens erste Mannschaften gegenüber. Die Gäste hatten das Spiel jederzeit fest in der Hand und gewannen sicher mit 0:9. Bereits zur Halbzeit lautete das Ergebnis 0:7. Die erste Mannschaft des Tv. Albach verlor gegen eine kombinierte Mannschaft des Tv. Grohen- Buseck mit 4:6, Halbzeit 1:1. Gauvolksimnen in Butzbach. 300 Teilnehmer. — Glänzende Leistungen. Das Gauvolksturnen des Gaues Hessen (D. T.) nahm auf dem idealen Sportgelänoe der Butzbacher Polizei, wie schon berichtet, bei verhältnismäßig gutem Wetter einen reibungslosen Verlauf. Die von Gauvolksturnwart Glimmer (Haina) geleitete Veranstaltung, der von der Gauleitung Gauoberturnwart Will (Gießen) beiwohnte, war vom Turn- und Sportverein Butzbach sehr gut vorbereitet. Lieber 300 Turner und Turnerinnen, die von Dr. med. Rau begrüßt wurden, nahmen an den spannenden Wettkämpfen teil und boten, wie ein Blick in die Siegerliste zeigt, durchweg gute Leistungen. Im Auszuge veröffentlichen wir nachstehend die Ergebnisse: Turner. Sechskampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Weitsprung, Dreisprung, Schleuderballwurf, Kugelschocken (25 Teilnehmer, 11 Sieger): 1. Sieg Willi Roth, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 110 Punkte; 2. Heinz Rothermel, Mtv. Gießen, Hans Hillersheim, Tv. Ridda, 109 P.; 3. Kurt Grieshaber, Tgm. Friedberg, 101 P.; 4. Otto Mathias, Tv. Grünberg, 100 P.; 5. Fritz Petry, Mtv. Gießen, 99 P.; 7. Ludwig Müller, T.- u. Spv. Griedel, 90 P. Dreikampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Weitsprung (56 Teilnehmer, 31 Sieger): 1. Erich Böttiger, Tv. Biedenkopf, 67 P.; 2. Otto Lindenstruth, Mtv. Gießen, 62 P.; 3. W. Beaupain, T.- u. Spv. Marburg, 59 P., 9. Willi Arzbächer, Tv. 1846 Gießen, 47 P.; 11. Otto Bach, Tv. Krofdors, Reinh. Becker, Mtv. Gießen, 45 P.; 12. Albert Mittermaier, Tv. Lich, 44 P.; 13. Erich Seyb, Mtv. Gießen, Rudolf Fernau, Mtv. Gießen, 43 P.; 15. Ernst Hock, Tv. Lang- Göns, Gustav Becker, Tv. Gambach, 40 Punkte. i 100-Meter: 1. Rudolf Fernau, Mtv. Gießen, 11,1 Sek.; 2. G. Schäfer. Tv. Echzell, 11,2 Sek.; 3. Reinhard Becker, Mtv. Gießen, 11,3 Sek. 200-Meter: 1. Rudolf Fernau, Mtv. Gießen, 24,6 Sek.; 2. Karl Verlach, Tv. Wetzlar, 24,7 Sek.; 3. L. Schwab, T.- u. Spv. Butzbach, 25 Sek. 400-Meter: 1. Erich Ploch, Mtv. Gießen, 54,3 Sek.; 2. Kuno May, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 54,5 Sek.; 3. H. Arend, T.- u. Spv. Butzbach, 54,9 Sek. 800-Meter: 1. Kuno May, Tv. 1860 Bad- Rauheim, 2.14,5 Min.; 2. R. Vollmüller, Tv. Schlitz, 2.17 Min.; 3. H. Schake, Tv. Frankenau, 2.17,5 Min. 1 500-Meter: 1. Theo Vaubel, Tv. 1846 Gießen, 4.51,1 Min.; 2. R. Dollmüller, Tv. Schlitz, 4.51.3 Min.; 3. Theo Capello, Tv. Wetzlar, 4.54,2 Min. Hochsprung: 1. Karl Pfeffer, Akad. Turn- verbindung Gießen, 1,60 Meter; 2. G. Bott, Tv. Wetzlar, 1,60 Meter; 3. Otto Bach, Tv. Krofdorf, 1,56 Meter. Weitsprung: 1. W. Beaupain, T.- u. Spv. Marburg, 6,22 Meter; 2. K. Verlach, Tv. Wetzlar, 6,09 Meter; 3. Otto Lindenstruth, Mtv. Gießen, 6,00 Meter. Stabhochsprung: 1. W. Beaupain, T.- u. Spv. Marburg, 3,30 Meter; 2. Ehr. Ambron, Tv. Rieder-Wöllstadt, 3.20 Meter; 3. R. Gceb, T.- u. Spv. Butzbach, 3,00 Meter. Kugelstoßen: 1. Heinz Rothermel, Mtv. Gießen, 11,74 Meter; 2. W. Roth, Tv. 1860 Bäd-Rauheim, 11,42 Meter; 3. Karl Frey, Tv. Lang-Göns, 11,32 Meter. Stein stoßen: 1. W. Roth, Tv. 1860 Dad- Rauheim. 9; 2. O. Matthies, Turnv. Grünberg, 8,34; 3. H. Rothermel, Mtv. Gießen, 8,30 Meter. Diskus: 1. K. Frey, Tv. Lang-Göns, 36,26 Meter; 2. F. Petri, Mtv. Gießen, 35,55; 3. Otto Lindenstruth, Mtv. Gießen, 34,77; 4. Rich. Will, Tv. Lang-Göns, 32,94 Meter. Speerwurf: 1. G. Müller, T.- u. Sportv. Butzbach, 49,04 Meter; 2. A. Görlach, Tv. Rieder- Mörlen, 47,80; 3. Rich. Wiener, Tv. 1860 Bad- Rauheim, 47,50 Meter. 4xl00-Meter:l. Mtv. Gießen, 47,3 Sek.; 2. Tv. Kirchhain, 48,3; 3. Tgm. Friedberg 48,5 Sekunden. S ch w e d e n st a f se l: 1. Mtv. Gießen, 2,11 Minuten; 2. Tv. 1860 Bad-Rauheim, 2:14,6 Min.; 3. T.- u. Spv. Butzbach, 2:14,7 Minuten. Jugendoberstufe. Dreikampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen (72 Teilnehmer, 53 Sieger): 1. Werner Langenohl, Tv. Heuchelheim, 82 P.; 2. K. Iehner, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 79 P.; 3. K. Schuster, Tv. Wetzlar, 76 P.; 4. Otto Kern, Tv. 1846 Gießen, 69 P.; 6. Willi Wagner, Mtv. Gießen, 65 P.; 7. Kurt Strack, Mtv. Gießen, 62 P.; 11. Ernst Eckhardt, Mtv. Gießen, 57 P.; 14. Albert Römer, Tv. Heuchelheim, Martin Mertens, Tv. Grünberg, 53 P.; 15. H. Müller, Tv. Heuchelheim, 52 P.; 17. Ernst Ploch, Mtv. Gießen, 49 P.; 18. Karl Volz, Tv. Lich, W. Köhler, Tv. Hungen, 48 P.; 19. Erwin Reuschling, Tv. Heuchelheim, Wilh. Faber, Tv. Leihgestern, 47 P.; 20. Richard Dreier, Tv. Lang-Göns, 46 P.; 21. H. Rickel, Tv. Treis a. d. L., 45 P.; 22. W. Stark, Tv. Lich, Otto Reidel, Tv. Heuchelheim, 44 P.; 23. Wilh. Hofmann, Tv. Grüningen, 43 P.; 26. Willi Schmidt, Tv. Krofdorf, Hermann Rau, Tv. Lich, 40 P. 100 Meter: 1. W.Trapp, Tgm. Friedberg, 12 Sek.; 2. K. Schuster, Tv. Wetzlar, 12,20 Sek.; 3. Waldemar Kirchheimer, Mtv. Gießen, 12,30. 200 Meter: 1. W.Trapp, Tgm. Friedberg, 25,9 Sek.; 2. K. Schuster, Tv. Wetzlar, 26 Sek.; 3. K. Bartelmeß, Tv. Kirchhain, 26,1 Sek. Hochsprung: 1. W. Langenohl, Tv. Heuchelheim, 1,60 Meter; 2. K. Bartelmeß, Tv. Kirchhain, 1,55 Meter; 3. Ernst Decher, Tv. Schlitz, 1,55 Meter. Weitsprung: 1. Artur Kehr, Tv.Heuchelheim, 5,64 Meter; 2. K. Bartelmeß, Tv. Kirchhain, 5,50 Meter; 3. A. Spengler, Tv. Ridda, 5,50 Meter; 4. O. Kern, Tv. 1846 Gießen, 5,50 Meter. Kugelstoßen: 1. W. Langenohl, Tv. Heuchelheim, 13,60 Meter; 2. H. Berg, T. u. Spv. Butzbach, 12,19 Meter; 3. K. Iehner, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 11,73 Meter. Speerwurf: 1. Emst Lodahl, T. u. Spv. Ebersgöns, 50,50 Meter; 2. H. Berg, T. u. Spv. Butzbach, 48,30 Meter; 3. A. Keßler, T. u. Spv. Butzbach, 44,20 Meter. 4 X 100-Meter-Staffel: 1. Tv. Kirchhain, 50,5 Sek.; 2. Mtv. Gießen, 50,9 Sekunden; 3. T.» u. Spv. Butzbach, 53 Sekunden. Juaendunlerslufe. Dreikampf, bestehend aus 75-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen (64 Teilnehmer, 46 Sieger): 1. E. Lodahl, Tv. Ebersgöns, 79 Punkte; 2. F. Mädel, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 71; 3. H. Allix, Tv. Kirchhain, 62; 4. A. v. Diemar, Turnv. Eberstadt, 68; 8. A. Kehr, Tv. Heuchelheim, 64; 11. K. Weigand, Mtv. Gießen, 60; 13. H. Rumpf, Tv. Gambach, H. Görlach, Tv. Lang-Göns, 58; 14. F. Doller, Tv. Gambach, F. Zahner, Tv. Hermannstein, 57; 16. C. Stein, Tv. Grünberg, 55; 17. W. Schäfer, Tv. Eberstadt, 53; 19. P. Jäger, Tv. Gambach, 51; 21. K. Leib, Tv. Krofdorf, W. Ohlemutz, Tv. Gambach, 49; 25. O. Söhm, Tv. Burgsolms, 45; 27. W. Hußke, Mtv. Gießen, 42; 28. W. Buttel, Tv. Grünberg, 41; 29. &. Kley, Mtv. Gießen, 40 Punkte. 4 x 75 - Meter - Staffel: 1. Tv. Kirchhain, 39,5 Sek.; 2. Tv. Gambach, 40,1 Sek.; 3. Turn- und Sportverein Butzbach, 40,2 Sekunden. Altersturner. Dreikampf, bestehend aus 75-Meter-Lauf. Weitsprung, Kugelstoßen: Klasse!: 1. W. Kehler, Tv. Lang-Göns, 47 Punkte; 2. E. Denker, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 45; 3. O. Wagner, T.« u. Sportv. Butzbach. 44. Punkte. Klasse II: 1. K. Schlemm. T. u. Spv. Butzbach, 59; 2. H. Keßler, T.- u. Spv. Butzbach, 55; 3. A. Opper, Tv. Saarnau, 48; 4. Ehr. Ad. Isheim, Tv. Grüningen, 40 Punkte. Turnerinnen. Dreikampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen (23 Teilnehmerinnen, 10 Siegerinnen): 1. Else Bickelhaupt, Mtv. Gießen, 63 Punkte; 2. Tilli Reinheimer, Tgm. Friedberg, 53; 3. Elli Langbein, T.-u. Spv. Butzbach, 52; 4. Tilli Espach, Mtv. Gießen, 51; 7. Ria Philipp. Tv. 1846 Gießen, 42 Punkte. 100 Meter: 1. Else Bickelhaupt, Mtv. Gießen, 13,5 Sek.; 2. T. Espach, Mtv. Gießen, 13,7, 3. Erika Röhmig, Mtv. Gießen, 13L Sekunden. Hochsprung: E. Dickelhaupt, Mko. Gießen, 1,47 Meter; 2. M. Arabni, Tv. Wetzlar, 1,34; 3. L. Röder, Tv. Wetzlar, 1,34 Meter. Weitsprung: 1. E. Röhmig, Mtv. Gießen, 5,01 Meter; 2. T. Espach, Mtv. Gießen, 4,75; 3. L. Rödig, Tv. Wetzlar, 4,61 Meter. Speerwurf: 1. Er. Röhmig, Mtv. Gießen, 25,45 Meter; 2. A. Schwarz, Tgm. Friedberg, 22,35; 3. M. Roth, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 20,08 Meter. Speerwurf: 1. E. Dickelhaupt, Mtv. Gießen, 10 09 Meter; 2. A. Schwarz, Tgm. Friedberg, 9,09; 3. R. Philipp, Tv. 1846 Gießen, 8,45 Meter. 4xl00-Meter-Staffel: 1. Mtv. Gießen, 54,8 Sek.; 2. Tv. Wetzlar, 57,5 Sek.; 3. Tgm. Friedberg, 58,3 Sekunden. 3ugenbfurnerinnen. Dreikampf, bestehend aus 75-Meter-Lauf. Weitsprung, Ballweitwurf (19 Teilnehmerinnen, 18 Siegerinnen): 1. E. Röhmig, Mtv. Gießen, 71; 2. A. Lack, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 64; 3. L. Bücking, Tv. Alsfeld, 63; 6. K. Körner, Mtv. Gießen, 55; 7x Ehr. Schmidt, Mtv. Gießen, 54; 11. Sy Döll, Mtv. Gießen, 44; 12. A. Schnetz, Mtv. Gießen, 43 Punkte. Kurze Gportnoiizen. Zahlreiche nordische Eisschnelläufer, darunter auch Claes Thunberg, wollen an den Olympischen Winterspielen 1932 in Lake Placid nicht teil- nehmen, wenn dort der Massenstart zur Anwendung kommt. * Der finnische Speerwerfer Pentilä warf in der schwedischen Universitätsstadt Upsala den Speer 69,80 Meter weit und erreichte damit die diesjährige Weltbestleistung. WIRKUNG 'MU EINE GANZ ÜBECDASCMEND SCHMERZSTILLENDE GEGEND..; MIGDÄNE/;.^ W NEURALGIE : r ▼ Zahnschmerz: CITROVANI ILE milder blauen Marke (Fyffes-Bananen), die Infolge Ihrer hohen Qualität ein Maximum an gesundheitspendenden Vitaminen enthalten und dem Körper die erforderliche Widerstandskraft gegen Bazillen u. Krankheiten aller Art verleihen, sind jetzt billig Astoria-Lichtspiele i Heute bis Sonntag einschl. Der größte und sensationellste Fliegerfilm von höchster technisch. 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