^2 s e! e 3 i 2.5’cra 0 = 53'» 30 2— . ® “13= 2.? ,3'2.= ■ Ü u"9 feuern. Jft hat durch Verfügung I« - öle Auslösung der ■Beuern genehmigt. Dir Mn. Zum Liquidator ist m ausgcsordert, ihre Jor- stkanntmachung des Aus dcrnsalls sie bei der Aer» ng bedarj es nicht, wenn hung aktenmähig gellend inem der nächsten Amls- ung. ,'senschaft. leister. äages in Oberschlesien. inben des Kreiser. in obiger Angelegenheit, 16, weisen wir hiermit zur Kinkel. samles. die Bertriebszeit der Los- im Bolksstaat Hessen zu mg und Bekämpsung der :rt wird. ?t des Dolksstaates hes,en lerussarbeiter der Inneren Geldspenden durch Ausruse 11932. Hr. 64 Erstes Statt 181. Jahrgang Dienstag, IZ.Hlärj 1931 6t Id) e in 1 lüglich, «mtza Sonntage anb feiertags Beilagen thf 30urtriert» Etetzrnri Jantihenblitt« Heimo« im Bild Dir 5d)oDe Monal, Sejugroretr. 2.20 NeichsmarK und 30 fReidjsptenmg ftu Träge» Lohn auch bei Nichterscheinen emjelner'Jhimmern infolge höhere, Gewalt, Hernl'irechanlchlüste anterSammelnummer2251 Snldjnfl tüi Drahtnach- eichten Bnjetger -testen, poßscheckionio: $ra*f1urt am Main 11686 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrnff vnv Verlag: vriihl'fche UMversitüir-vuch- nnö Stetnörndcrel H. Lange in Stehen. Schristlettvng und Geschäftsstelle: Zchusstra^e 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Ne» stlameanzeigen von 70 mne Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20* 9 mehr. Chefredakteur. Dr Fnedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für Öen Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biegen. Ein verlorenes Treffen. Der Sport möge verzeihen, daß die Politik in seine Regionen eindringt. Es gibt aber gewisse Dinge, die namentlich in unserer bedrängten Gegenwart von der politischen Betrachtungsweise nicht zu lösen sind, ilr.ö dahin gehört sehr sogar das erste Fußballspiel zwischen den Rationalmannschaften von Deutschland und Frankreich, das am letzten Sonntag im Stadion von Colombes stattsand. Das Spiel hat einen fast symbolhaften Dcr.aus genommen: D e deutsche Rationalelf unterlag mit dem einzigen Tor des Tages, und sie schoß cs auch noch selbst — in ihr eigenes Tor. Das deutsche Publikum, das aus sportlichem Interesse an der Pariser Veranstaltung teilnahm, hat politisch auch ins eigene Tor geschossen; cs trägt mit die Schuld daran, daß mindestens st immun gsm ätz ig für Deutschland hierbei auch auf politischem Felde ein Treffen verloren gegangen ist. Wenn die Rleldungen richtig sind, daß fünfzehntausend Menschen aus dem Reiche teilweise in Sonderzügen nach Paris verfrachtet wurden, um dieser ersten RachkriegsZegegnung von zwei Rationalmannschaftcn auf dem Fußballplatz beizuwohnen. so verrät das mehr als regstes sportliches Interesse; es verrät eine ebenso bedauerliche wie bedenkliche nationalpolitische Instinktlosigkeit. Richts gegen den Sport als völkerversöhnendes Eleinent! Richts gegen die sportliche Betätigung deutscher Staatsangehöriger im Ausland, also auch nichts gegen diese Fußballreise nach Paris, obwohl man freilich hätte wünschen müssen, daß sie nicht so repräsentativ ausgezogen worden wäre. Denn hier bereits begannen die ersten Peinlichleiten, Dinge, die der so sehr auf sein Prestige bedachte Franzose noch sehr viel schärfer empfunden haben wird als ein großer Teil der deutschen Oefsentlichkcit. Roch vor dem Eintreffen der deutschen Mannschaft auf französischem Boden hörte man. daß, um Reibereien und feindselige Demonstrationen des französischen Publikums zu vermeiden, die beiden Rationalhymnen nicht gespielt werden sollten, obwohl das sonst bei derartigen repräsentativen Sportbegegnungen schön r Brauch ist. Erst vierundzwanzig Stunden vor dem Spiel muhte der französische Außenminister vermutlich auf Ersuchen der deutschen Botschaft, dekretieren, daß di« Rationalhymnen gespielt werden sollten. Die französischen Veranstalter zogen sich in einer geradezu verletzenden Weise dadurch aus der für sie os,en- bar peinlichen Affäre, daß sie erklärten, in ganz Paris fei nicht eine einzige Schallplatte mit dem Deutschland-Lied aufzu reiben gewesen, so daß das cr'aunle Spvrtpublikum statt dessen ein Potpourri zu hören bekam, in dem die ersten Takte des PreuhenliedcS den Ton an gaben. Zufall oder Absicht: Wenige Tage zuvor hatte der berüchtigte Professor Friedrich Wilhelm Förster vor der polnischen Propagandazentrale in Anwesenheit hervorragender Persönlichkeiten der französischen Politik und des polnischen Gesandten einen Vortrag über d i e „Verpreu- ßung Deutschlands" gehalten, in dem er FranKeich und Polen geradezu beschwor, unter allen Umständen am Versailler Diktat festzuhalten, auch nicht abxurüften, und überhaupt Deutschland keinerlei Zugeständnisse zu machen! Der polnische Diplomat klatschte natürlich zu der Auf- forderung Försters demonstrativen Beifall, und man wird es uns nicht verübeln dürfen, wenn wir nach solchen Vorgängen die verschiedenen Pannen bei der deutsch-französischen Sportbegegnung mit besonders geschärftem Mißtrauen verfolgen. Die Marseillaise selbstverständlich kam klar und deutlich zum Vortrag, und was vorher bei der verpatzten deutschen Rationalhymne wie Ironie, wie beabsichtigter Hohn wirkte, bedeutete für das gesamte französische Sportpublikum im Stadion von Eolombes eine sehr betonte Demonstration des einheitlichen nationalen Willens, von dem ganz Frankreich uns gegenüber beseelt ist. Daß angesichts solcher Vorgänge die französische Fußballmannschaft eine Einladung des deutschen Botschafters zum gemeinsamen Tee mit den Sportvertretern Deutschlands nicht annahm, sondern die Rotwendigkeit eines älebungsspiels als Entschuldigung vorschob, klingt hiernach fast wie eine Sclbst- • Verständlichkeit. Am grav erendsten aber ist unserer Meinung nach die Tatsache, daß alles dies sich sozusagen unter den Augen von fünfzehntaufend Reichsdeutschen ab'pieten konnte, daß cs der sehr regen Propaganda für dies Sportereignis gelang, fün zehntausend Menschen über den Rhem nach Paris zu ziehen. Hat niemand unter diesen fün> zehn tausend an die Wirkung einer derartigen Invasion auf die Mentalität der französischen Bevölkerung gedacht? Hat sich niemand überlegt, daß das deutsche Volk sich derartige Dinge einfach nicht leisten darf in einem Augenblick, da die Reichsregierung und alle sonst dazu berufenen politischen und wirtschaftlichen Sielten Deutschlands alles tun, um eine vernünftige Lösung der Tributfrage vorzubereiten? Wie will man es denn heute dem französischen Rentner und Bauer begreiflich machen, daß das deutsche Volk sich amRande des Abgrundes befindet, wenn das gleich« Deutschland imstande ist, für fünfzehn- tau end Menschen die Mittel zur Teilnahme an einer Sportbegegnung aufzubringen! Seien wir sicher, daß uns diese Argumente früher oder später von der französischen Presse um die Ohren geschlagen werden, und so sehr jedermann in Oie Verwilderung der Gitten im politischen Kamps. Oie Hamburger Bluttat. Festnahme der Täter. Hamburg, 16. März. (IDIB.) Amtlich. Die kriminalpolizeilichen Nachforschungen in der An- gelegenheit der Erschießung des kommunistischen vürgerichastsmitgliedes Henning haben dazu geführt, daß zwei an der Tat beteiligte Personen sich selb st der Polizei gestellt haben. Es sind dies der am 16. Februar 1959 in Segeberg geborene ledige srühere Polizeiwachtmei- st er Albert Ern st Jansen und der am 27. Mai 1905 in Wittingen, kreis Isenberg, geborene Handlungsgehilfe Otto Ernst Heinrich Bammel Beide sind Mitglieder der Rational- s o z l a l i st i s ch e n Partei. Der dritte Täter ist der am 11. August 1903 in München geborene Hans Aloys hoeckrneyer, der gleichfalls Mit- glied der Nationalsozialistischen Par- l e i ist. Er wurde im Stadtteil St. Georg auf offener Straße fest genommen. Jansen hat hat ausgesagt, datz er Henning für dasBür- gerschaftsmitgliedAndrsgehalten und plötzlich in sinnloser Wut aus ihn geschossen hatte. Bammel will sich ohne Heber- legung an dieser Schießerei beteiligt haben. Beide bestreiten, daß eine Verabredung vor- gelegen hätte. Diese Aussagen stehen in Widerspruch zu den bisherigen Zeugenaus- sagen, die eine planmäßige Vorbereitung der Tat vermuten'lassen. Die bei dem Anschlag verletzte Lehrerin ist gestern im Krankenhaus operiert worden; der Eingriff ist g l a I t o e r l a u f e n. — In der Bürger- schäft hat die D v P. einen Antrag eingebracht, in dem der Senat ersucht wird, bei der Reichsregierung darauf hinzuwerken, daß der Transport von Personen aus Lastkraftwagen durch relchsgefehliche Vorschriften an eine polizeiliche Genehmigung gebunden wird. — In einem Flugblatt der Kommunistischen Partei wird zu einem politischen Massenstreik in den Betrieben am Tage der Einäscherung des ermordeten Henning aufgefordert. Eine Erklärung der Gaule lung Hamburg der ASDAp- Hamburg, 16. März. (CRD.) Zu der Mordtat in den Vierlanden giot die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, GauHamburg, folgende Erklärung ab: Die Täter sind zur Zeit der Tat Mitglieder unserer Partei gewesen. Ihre Tat w'.rd von uns auf das schärf st« Der« urt« ilt. S.e haben sich hiermit ausunscren Reihen auf Grund der Anordnungen unseres Führers Adolf Hitler selbständig ausgeschro'- s e n. D'.e Gauleitung hat, nachdem sie cr'ahren hatte, wer die Täter waren, sofort die Polizei mit den Ramen derselben bekannt gemacht und zwei der Täter veranlaßt, sich Dienstag 2.30 Uhr freiwillig zu stellen, was auch geschehen ist. D r Ram« des dritten Täters ist ebenfalls der Polizei mitgeteilt worden. Die besonders verabscheuungswürdige Art und Weise der Ausführung der Tat hat bei mrs den Eindruck erweckt, daß die Täter I durch Locksp itzel zu ihrer Tat veranlaßt worden sind. Eine Erklärung Hitlers. München, 16. März. (ERD.) Zu dem Anschlag auf das kommunistische Hamburger Dür- gerschaftsmitglied Henning ve öfscn icht Adolf Hitler soeben folgende Erklärung: Ich bedauere und verurteile die Tat der Hamburger Parteigenossen auf das schärfste. Ich sehe ober in den Tätern nur die unglücklichen Opfer einer seit Monaten ungestraft betriebenen Blut - und Mordhehe der kommunistischen Antifcr. Zahlreiche Parteigenossen sind dem verbrecherischen Witten dieser Mordpropaganda zum Opfer gefallen, offensichtlich ohne daß die staatlichen Behörden zu einer entsprechenden Abwehr geschritten wären. Soeben ist wieder ein junger Rationalsozialist von diesen Mordbuben erschossen worden, wäh- rend ein anderer auf daS schwerste verwundet, augenblicklich noch mit dem Tode ringt. So sehr ich daher die Tat verurteile, so groß ist mein Mitleid mit den verirrten unglücklichen Parteigenossen, die sich durch ihr Handeln selbst aus der Bewegung ausgeschlossen haben. Das menschliche Mitleid aber zwingt mich, sür ihren Rechtsschutz um so mehr aufzukommcn, als dadurch vielleicht die Möglichkeit geboten wird, das gesamte Deutschland auf die Leiden aufmerksam zu machen, denen heute Zehntausende von Rationalsozialisten wegen ihrer deutschen Gesinnung w Heios preis- gegeben sind. Ich habe daher Rechtsanwalt Dr. Frank II. (München) beauftragt, die Verteidigung der drei Täter zu übernehmen und werde die Kosten hierfür aus Eigenem bestreiten. Llmfaffendes Zeitungs- und Versammlungsverbot. Hamburg 16. März. (WT2) Der Hamburger Senat hat heute auf Grund des Artikels 48 Absatz 4 der Rcichsverfassung eine Verordnung erlassen, die das Erscheinen unddieVer- breilung der nationalsozialistischen Zeitungen ^Hamburger Tageblatt" und „Blatt der Riedc;. a sen", sowie der kommunistisch e n B l ä t t er »Han burgcr Do k^zcitu g" und ^Rorddeu.she Zeitung' und aller Er io Yb a.ter mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres verbietet. Gleichzeitig werden bis auf ^weiteres Versammlungen der RSDAP. und der KPD. sowie der Hilfs» und ilnterorgani- sationen und Gruppen dieser Parteien unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen verboten. Um- und Aufzüge sowie Versammlungen jeder Art unter freiem Himmel sind nach der Verordnung nur mit polizeilicher Genehmigung zulässig. Oas Urteil im großen Kasseler Kommunistenprozeß. Kassel, 16. März. (111.) Im großen Kasseler Kommunistenprozeß wegen Sprengung einer nationalsozialistischen Versammlung in Greben st ein wurde nach mehrtägiger Ver- Handlung am Montagabend das Urteil gegen die Angeklagten, 93 Mitglieder des Kampfbundes gegen den Faschismus, gefällt. Don den 93 Angeklagten wurden 8 2 fr eigesprochen. Zwei Angeklagte würden wegen Hausfriedensbruchs und schweren Landfriedensbruchs z u j e f e ch s M o n a t c n 3 ro c l Wochen Gesängnis, zwei weitere wegen schweren Landfriedensbruchs zujcscchsMona- ten Gefängnis verurteilt. Drei Angeklagte erhielten wegen einfachen Landfriedensbruchs drei Monate, zwei andere wegen Hausfriedensbruchs je zwei Monate, ein weiterer Angeklagter wegen Hausfriedensbruchs einen Monat Gefängnis. Ein jugendlicher Angeklagter wurde zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Gegen die Verrohung des polttischen Kampfes. Ein ernster Appell deS Kasseler Landcskirchentags. WSR. Kassel, 16. März. Der Lande-- kirchentag Hessen-Kassel hat eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Mit ernster Sorge sieht der Landeskirchentag eine in erschreckendem Ausmaß zunehmende Verwilderung der Sitten beim Austrag politischer undweltanschaulicher Gegen s ä tj c. Wir verkennen nicht, daß die wirtschaftliche Rot, die gegenwärtig schwer auf breiten Massen unseres Volkes lastet, geeignet ist, die Gemüter zu verbittern, die Leidenschaft zu erhitzen und die Gegensätze zu verschärfen. Die Landeskirche kann zwar die äußeren Quellen, aus denen diese Rot flicht, nicht verstopfen, weiß sich aber verpflichtet, die Röte in helfender und seelsorgerischer Liebe zu mildern. Darüber hinaus aber fühlen wir uns verpflichtet, unsere cpangeli- -schcn Glaubensgenossen in allen Parteien daran zu erinnern, daß toi r alle der Ordnung und den Gesetzen des Staate« Achtung und Gehorsam schuldig sind, und daß Leidenschaft und Haß nicht aufbauende, sondern zerstörende Kräfte innerhalb der Volksgemeinschaft sind. Wenn in Versammlungsräumen und auf offenen Straße politische oder toeltanschauliche Meinungsverschiedenheiten nicht selten in gewalttätiger Weise ausgetragen werden, wenn dabei manches blühende Menschenleben zugrunde gerichtet, ja, wenn sogar mit bl ui gern Bürgerkriege gedroht wird, so dürfen wir zu solchen Erscheinungen des öffentlichen Lebens nicht schweigen. Wir warnen nachdrücklichst vor solchem Spiel mit dem Feuer, rufen zu gegenseitiger Duldung und brüderlichem Derstehen auf und richten an alle die ernste Mahnung, an der ilebcrtoinbung solcher beklagenswerten öffentlichen Mißstände mit* zuarbeiten. Die Propaganda der Gottlosen. Eine Mahnung des (Heneraljuper- inlcndcnlen Dibelius. Berlin, 16.März. (Täl.) In einer Predigt am letzten Sonntag ging Generalsuper- intenöent D. Dr. Dibelius auf die bevorstehende Konferenz der deutschen Innenminister ein, die sich mit der kommunistischenGott- losen-Propaganda beschäftigen soll und sagte u. a.: Es müsse Klarheit darüber sein, daß es bei den geplanten Schutzmaßnahmen nicht um die Kirche gehe, sondern um den Staat. Die Kirche wünsche ihren Kampf gegen den Angriff des Aktivismus nicht mit Gesehen und politischen Verordnungen zu führen. Sie brauche nur Freiheit für d i e Entfaltung ihrer inneren Kräfte, aber cs gehe um den Staat, älnd Deutschland weiß, daß diese Betrachtungsweise schief ist. so sehr hätten wir doch gewünscht, kmh auch die Sportbegeisterung etwas mehr i m Rahmen einer selbstverständlichen nationalpolitischen Disziplin geblieben wäre, um der französischen Propaganda gegen uns gar nicht erst die Möglichkeit zu geben, auch nur mit solchen schiefen Beweisgründen gegen Deutschland zu operieren. Oie Behandlung Weingartners in Frankreich. Paris, 17.März. (WTB. Funkspruch.) Die sozialistische .Erc Rouveile" protestiert gegen die Behandlung Weingartners durch die sranzö.ischcn amtlichen Stellen. Das Blatt schreibt: Die geistige Zusammenarbeit sei das erste Bestreben des Vö'.k.rbundes gewesen. Roch bevor Deutsch- land in den Völkerbund eintrat, hätten deutsche und französische Gelehrte, Wissenschaftler und Künstler die Grenze in beiden Richtungen überschritten. Man wolle sich nicht mit der Frage aushalten, ob Weingartner seine älnterschrift unter dem Manifest der 93 zurückgezogen habe oder nicht, und ob er Deutscher, Oesterreicher, Schweizer oder Italiener sei. Man wolle nur die grundsätzliche Frage aufwerfen: Darf heutzutage, während man für die Annäherung Deutschlands und Frankreichs arbeite, ein deutscher Künsller, der 1914 inmitten der entfesselten Leidenschaften aller Völker das Manifest der 93 unterzeichnet hat, in Frankreich „als unerwünscht" angesehen werden? Habe man von den zahlreichen französi schen Schriftstellern und Künstlern, die in den letzten Jahren in Berlin mit Beifall ausgenommen wurden, Rechenschaft verlangt, über das, was sie während des Krieges dach- | ten oder über die Worte, die sie aus Patriotismus damals ausgesprochen hätten? Habe nicht auch Stresemann 1914 und 1915 Annek- tiondabfic.yten vertreten und doch sei er in Paris mit Beifall begrüßt worden, als er den Kellogg- Antikricgspakt unterzeichnete? Nationalsozialismus und katho ische Kirche. Ein Bischosserlaß der Erzdiözese Paderborn. Berlin, 17. März (CNB.) Dem Beispiel der Kölner Kirchenprov..z folgend, haben jetzt auch die Bischöfe der Paderborner Kirchen- Provinz eine Kundgebung erlassen, in der sie zu dcn großen öffentlichen Gegenwartsfragen Stellung nehmen. Eingangs wird auf das immer herausfordernder sich gebärdende Treiben der F r e i d e n ; ter hingewiesen. Zur Abwehr der Gefahren für Kirche und Staat wird mit Nachdruck zur Einheit und Geschlossenheit gemahnt. Ein besonderer Teil der Kundgebung befaßt sich mit dem „Nationalsozialismus". Dazu sagt die Kundgebung u. a.: Der Nationalsozialismus ist nicht nur eine politische Partei, sondern a u ch ei n e Weltanschauung. In dieser Eigenschaft nimmt er zur Religion Stellung und erhebt Forderungen auf religiösem Gebiet. Das Programm der NSDAP, sieht namentlich im Paragraphen 24 im offenen Gegensatz zur katholischen Religion. Der Satz: „Freiheit aller religiösen Bekenntnisse, soweit sie nicht gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Raste verstoßen, ist direkt gegen die christlichen Grundsätze gerichtet, denn er macht das Gefühl einer Rasse zum Richter über religiöse Wahrheiten, über Gottes Offenbarung und über Zulässigkeit des von Gott gegebenen Sittengesetzes. In seinen letzten Konsequenzen leugnet er den universalen Eharakter der katholischen Kirche. Auch in dem sonstigen Schrifttum der Partei ist die Behandlung religiöser Fragen im Geiste des Nationalsozialismus teils eine sehr verschwommene und phrasenhafte, teils direkt feindlich geqen die katholische Kirche. Bei den Nationalsozialisten vermissen wir das bestimmte unwandelbare religiöse Programm. Dazu kommt, daß die Nationalsozialisten in vielen Fällen die Gegner ihrer Anschauungen unter Anwendung von Gewalt bekämpfen oder damit bedrohen, sogar das Recht-des Gebrauches gewalttätiger Mittel für sich in Anspruch zu nehmen. Mögen auch viele Katholiken durch die älnzu- sriedenheit mit heutigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen sich zum Anschluß an die RSDAP. haben bestimmen und durch religiös ftirgenbe R^d ^e"dungen von Wahlredem haben täuschen l s cn, so h g n wir doch daS Ver'.rauen, daß sie in ernster Erwägung der vorstehenden Gedanken und angeführten Tatsachen die pflichtmäßige Warnung ihrer Oberhirten, die einzig aus religiösen Gründen cr'olgt und sich mit den Warnungen der Übrigen Bischöfe Deutschlands deckt, zur Richtschnur ihres ferneren Verhaltens nehmen. Da jeder, der einer Partei bei» tritt, das ganze Programm der Partei und ihre Arbeit in ihrem Geiste unterstützt, so ist f ü t katholisch e Christen die Zugehörigkeit zur RSDAP. unerlaubt, „solange und soweit sie kulturpolitische Auffassungen tunb- gibt, die mit der katholischen Lehre nicht txreinbat sind". Die Kundgebung ist unterzeichnet von Erzbischof Caspar (Pad:rbern). Bischof Josef Damian (Fulda) und Bischof RicolauS (Hildesheim). weil die evangelische Kirch« den Staat alsGottes- ordnung bejahe, dürfe sie die staatliche Gewalt in dieser ernsten Stunde an dreierlei erinnern: Zunächst daran, daß plan mäßige und bewußte Beschimpfung dessen, was anderen heilig sei, die Dolksgernein- schäft an der Wurzel zerstöre. Sodann handele es sich bei der heutigen Gottlosenpropa- ganLa nicht um eine geistige Auseinandersetzung zwischen Deutschen, sondern um politische Propaganda, die aus dem Auslände nach Deutschland hereingetragen werde. Endlich müsse man sich darüber klar fein, daß die Fundamente dersozialenOrd- nung Aechtsbewußtsein, Familie und Achtung vor dem Menschenleben,, damit stehen und fallen, bah a b s o l u t e A o r m e n i m Volksleben anerkannt werden. Dia Propaganda der kommunistischen Freidenker gehe darauf aus, alles in den Schmutz zu treten, das bedeute. wenn es gelänge, das Ende d«er deutschen Kultur überhaupt. Welche Maßregeln zu ergreifen seien, möge von den zuständigen staatlichen Organen erwogen werden. Aufgabe der Kirche aber sei es, den Beweis dafür zu liefern, daß die Kräfte des christlichen Glaubens im deutschen Volke viel stärker seien, als die Gegner meinen. Das Attentat auf 0r. Goebbels. Die Polizei bezeichnet die Berichterstattung des „Angriff" als gro . cn Unfug. Berlin, l6. März. (VDZ.) Die Feuerwerker und die kriminalistischen Sachverständigen des Berliner Polizeipräsidiums haben die Feuerwerk s k ö r p c r, die dem nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Dr. Goebbels durch die Post zu geschickt worden sind, untersucht unb bezeichnen, wie das Rachrichtenbureau des Vereins Deutscher Zeitungsverleger von zu - st ä n d i g e r Stelle hört, den Gedanken, daß es sich um ein Attentat gehandelt haben konnte, als absurd. Cs handelte sich um eine Papphülle, die etwa 25 Zentimeter hoch und 5,5 Zentimeter im Durchmesser hatte. Der Deckel der 'Rolle war durch Bindfaden mit einer Streichholzschachtel im unteren Teil der Rolle verbunden. Don dieser Streichholzschachtel waren die Reibflächen nach innen gekehrt und auf jeder Seite der Reibflächen je fünf Streichhölzer so angeordnet, daß beim schnellen Oeffnen eine Entflammung möglich gewesen wäre. Sn der Schachtel selbst war in Papier eingewickelt etwas Schwarzpulver vorhanden, das wahrscheinlich einem Feuerwerkskörper entnommen ist. Eine Entzündung wäre schon deshalb schlecht möglich gewesen, weil dieses Pulver eingehüllt war. Sn der Schachtel selbst befanden sich ferner acht kleine Feuerwerkskörper, sog. „Frösche", wie sie von Kindern als Scherzartikel benutzt werden. Das ganze war in eine Kiesschicht eingebettet. Wenn es zu einer Entzündung gekommen wäre, so hätte es lediglich einen Knall gegeben, ohne weiteren Schaden anzurichten. Wie die Polizei ferner mitteilt, habe jedoch große ilnruljc in der Bevölkerung die Be - richterstattung der nationalsozialistischen Zeitung „Der Angriff" ausgelöst, in der von ernster Bedrohung des Abg. Dr. Goebbels die Rede war. Snfolgedessen erwägte man im Polizeipräsidium die S t e l l u n g e i n e s S t r af- antragesgegenden „Angriff" wegen groben^ n fug s. Daß die ang blich Bedrohten selbst die Gefahr nicht so hoch einschähten, schließt die Berliner Polizei auch aus der Tatsache, daß die Feuerwerkskör-er bereits am Freitagmittag bei Dr. Goebbels eingegangen sind, daß aber erst am Samstagmittag telephonisch der Polizei davon Kenntnis gegeben wurde. Der Grobe-äknfug-Paragraph ist bisher gegen die Presse kaum angewendet worden. Die Polizei kann wegen groben älnfugs allerdings Polizeistrafen verhängen. Gegen die Presse besitzt sie ein solches Recht aber nicht. Deshalb ist in diesem Falle ein Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft notwendig. Der Polizeipräsident erwägt einen solchen Strafantrag deshalb, weil er von einer die Bevölkerung derartig beunruhigenden Berichterstattung wie der Les „Angriffs" eine Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit befürchtet. Jas Genfer Zollfriedensabkommen. Keine Einigung über das Inkrafttreten. — Frankreichs Ratifizierung fehlt noch. G e n f. 16. März. (TLl. Funkspruch.) Die dritte Tagung der Eur opäifchen Zollwaffen- st i l l st a n ds k o n f erenz ist am Montagvor- mittag unter dem Vorsitz des früheren holländischen Ministerpräsidenten C o l i j n eröffnet worden. Sämtliche 26 europäischen Regierungen sind vertreten, die deutsche Regierung durch Ministerialdirektor Dr. Posse. Die Konferenz hat die alleinige Aufgabe, über das endgültige Snfrafltrcten, oder den Zusammenbruch des Handelsabkommens vom 24. M^rz 1930 zu entscheiden, das eine Stabilisierung der gegenwärtigen europäischen Zolltarife und ein allgemeines Verbot der Kündigung der laufenden Handelsverträge enthält. Die Konferenz wurde mit einer kurzen Ansprache des Präsidenten eröffnet, der feststellte, daß das Handelsabkomnkim bisher lediglich von 12 Staaten ratifiziert fei, und somit das Schicksal des Abkommens also in Frage gestellt sei. Ministerialdirektor Dr. Posse erklärte, daß die de utsche Regierung bestrebt gewesen sei, die Zustimmung der gesetzlichen Körperschaften zu dem Handelsabkommen sobald wie möglich zu erreichen, jedoch wäre es der deutschen Regierung nicht möglich gewesen, die vorgesehene Ratisizierungssrist vom 25. Sanuar einzuhalten. Das Handelsabkommen wäre im Reichsrat jedoch bereits angenommen, der Reichstag habe dos Abkommen in der zweiten Lesung angenommen und würde das Abkommen heute in der dritten Lesung annehmen, voraussichtlich könnte daher die Rotisizierungsurkunde in der nächsten Woche übersandt werden. Die deutsche Regierung müsse sich jedoch ihre Entscheidung über die Bedingungen des Inkrafttretens noch Vorbehalten und außerdem ihre Zustimmung von der Ratifizierung einer gewissen Zahl von Staaten abhängig machen, erkläre jedoch bereits, daß sie das Abkommen nur im Falle der Annahme durch Frankreich und England in Kraft treten lassen könne. Der Vertreter der französischen Regierung, Elbel, erklärte, daß das Handelsabkommen im Hinblick auf die gegenwärtigen Verhandlungen der gesetzgebenden Körperschaften nicht vor dem 1. April d. S. im Senat zur Verhandlung gelangen konue. Sm Hinblick auf diese wenig befriedigenden Erklärungen fah sich der Präsident gezwungen, an die Vertreter der zwölf Staaten, die das Abkommen bereits ratifiziert haben, die Frage zu richten, ob sie zu einem sofortigen, bedingungslosen Snfrafttrctcn des Handelsabkommens unter sich bereit feien. Die Frage wurde von sämtlichen 12 Staaten abgelehnt, wobei^ jedoch Finnland, Stalien und Holland ausdrücklich das gesamte Snfrafttreten des Abkom- kommens von der Ratifizierung durch Deutsch- land abhängig machten. Der Präsident stellte sodann ausdrücklich fest, daß kein einziger Staat sich bereitgefunden habe, das Abkommen bedingungslos in Kraft treten zu lassen. Unter diesen llmftänben müsse das Abkommen am 1. April dieses SahreS zwangsläufig feine Wirkung unb Bedeutung verlieren, wenn man nicht sofort eine Rotlösung finde, die im Hinblick auf die schwerwiegenden Folgen eines Zusammenbruchs des Abkommens notwendig sei. Er schlug sodann vor, das Handelsabkommen zunächst mit aufschiebender Wirkung zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten zu lassen, unter der Bedingung der Ratifizierung bestimmter Staaten. Dieser vcrmittlungsvorschlag wurde jedoch vom Ministerialdirektor Posse abgelehnt. Ec erklärte, Deutschland wolle zu einem endgültigen Beschluß über das sofortige Inkrafttreten des Handelsabkommens gelangen, wenn das Abkommen nicht am 1. April für die europäischen Staaten in Kraft trete, sei es hinfällig. Posse schlug daher vor, daß lediglich über das Inkrafttreten des Abkommens zum 1. April verhandelt würde, jedoch unter der Bedingung der Rallsizierung durch bestimmte Staaten. Aus den Erklärungen des französischen Regierungsvertreters entnehme er, daß begründete Aussicht der Ratifizierung des Abkommen durch Frankreich vorliege. Durch die bevorstehende Ratifizierung seitens Deutschlands und Frankreichs sei ein großes Hindernis für das Inkrafttreten des Vertrages beseitigt. Der französische Regicrnngsvertreter schloß sich dagegen dem Vermittlunasvorschlag des Präsidenten an und empfahl der Konferenz, das Abkommen zunächst bedingungsweise mit aufschiebender Wirkung für einen späteren Zeitpunkt anzunehmen. Der englische Vertreter schlug den Abschluß eines Protokolls über das Inkrafttreten des Handelsabkommens zu einem Zeitpunkt vor, der auf einer späteren Konferenz fc st gesetzt werden solle. Präsident (Soli jn schlug vor, das Handelsabkommen mit der auflösenden Bedingung in Kraft treten zu lassen, daß es zum l.Iuni oder 1.Juli d.J. außer Kraft tritt, falls bis dahin nicht die Ratifizierung von einigen bestimmten Staaten vorliegt, hierzu wurde deutscherseits erklärt, daß in diesem Falle Frankreich an die Verpflichtungen des Handelsabkommens nicht gebunden wäre, während Deutschland durch die Folge der Ratifizierung des Abkommens verpflichtet wäre, f e i n p Handelsverträge Berlin, 16. März. Sm Reichstag wurde die zweite Beratung des Haushalts des Reichsarbeitsministeriums fortgesetzt. Abg. Lambach (Kons.) zieht aus einem Vergleich der deutschen Arbeitslosenzahlen mit denen Englands und Ame- kas den Schluß, daß die große Arbeitslosigkeit) in Deutschland nicht zurückzuführen sei auf die Besonderheit der deutschen Sozial- und Taris- Politik oder gar auf mangelnden Arbeitswillen. Wir haben heute in Deutschland neun Millionen Arbeitswillige mehr als vor dem Kriege. Die älrsache der mangelnden Deschäftigungsmöglichkeit ist die große Verarmung des deutschen Volkes. Die Frage der hohen Tributlasten an das Ausland ist heute auch zu einem vordringlichen Problem der deutschen Sozialpolitik geworden. Abg. Fahrenbrach (Z.) führt aus. die Voraussetzung für eine gute Sozialpolitik sei eine gesunde Wirtschafts- und Finanzpolitik. Der Reallohn dürfe nicht weiter gesenkt werden, aber notwendig fei eine weitere Senkung der Lebenshaltungskosten durch stärkeren Druck auf die Kartelle und Syndikate. Die Schlichter solllten endlich aus der Warnung des Ministers vor weiterem Lohnabbau praktische Konsequenzen ziehen. Abg. L e m m e r (Stp.) wünscht ein schnelleres Tempo bei der Einführung des Heimstättengesetzes. Die begrüßenswerte Idee der Arbeitsgemeinschaft zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern werde dadurch gefährdet, daß gewisse Elemente im Unternehmerlager jetzt die Konjunktur zu einem Generalangriff gegen die Sozialpolitik und gegen die Reallöhne ausnutzen wollen. Die Arbeitsgemeinschaftsidee kann nur bann praktische Bedeutung erlangen, wenn die Unternehmer mit der notwendigen Sauberkeit die Trennungslinie zum Rechtsradikalismus ziehen. Die Aussprache wird bann abgebrochen und das Genfer Handelsabkommen mit 231 gegen 106 Stimmen bei drei Stimmenhaltungen angenommen. Dafür haben gestimmt die Kommunisten, Sozialdemokraten, die Staatspartei, ein Teil des Zentrums, und ein Teil der Deutschen volksparlei. nicht zu kundigen. Dadurch würde sich Deutschland bei Verhandlungen gegenüber Frankreich in einer unhaltbaren und einseitig gebundenen Lage befinden. Dr. Posse schlug vor, eine sofortige Vereinbarung innerhalb des Kreises der Staaten herbei- zuführen, die das Handelsabkommen unter sich bereits am 1. April d. 3. in Kraft treten lassen wollen, um so einen unmittelbaren Druck auf die Staaten ausüben zu können, die das Abkommen noch immer nicht ratifiziert haben. Auf englischer Seite stand man jedoch dem deutschen Vorschlag ablehnend gegenüber. Colijn wies darauf hin, daß die Hauptverantwortung für das gesamte europäische Z"ll- waffenstillstandsabkommen heute allein beim europäischen Ausschuß liege. D lich Dichterische hcrausgeholt wird. - u CoiW“‘M-Prin . 16 D e r.l' Vje Frage ß-chZ stzgr! S-r-s 8S--.Ä Ä SÄfeS unb u, M'igke' dlefer ^ lidj^untt der 2eru! '$ie Weiert; cinMiig vr die 21 -Dereichelll chung des Auch die Grundzuge mittlere W ridjlclcn schicht des Mu sl.be Fachschule geöffnet t liche Zustimmung. Mmepoliii Der Aeichskanz land zurückgekehricn ständigen zur For genen Doche begann dem Reichskanzler na teil Deichssinanznm Ix'itSimnistcr Dr. 6 tär im Veichswirtsc lenburg, Reichs und von der preuhisö Dr. Höpker-Af' Dr. Schreiber, s o r t g es ü h r t we vor allem die Frc schäft. Auch die l rung der neuen endgültig gelöst. Im Laufe des spä chends trat in bei Leichskanzlers DerschUmmerut sich im Laufe des Hchwache bemerkt Zustand des Kranken Die Reichstagssro »alen Dolkspa stark besuchte Sitzunc glückwüuschte der Al der Fraktion Dr. 0 b burtstage. Danach wt der politischen Lage d menben Arbeit murde, und zwar nc schaftlichen Abgeordn «Ntik geübt, die der gestrigen Weimarer ' gemacht hat. 9ebii fce,ntas^Wu»h Ladung °9en wä hol,en Vt. F°hf Nun lossen Sie denselben Gegenstand plötzlich auf 2 Mrtn- 'Jan ADerwe ~La han> oedeckL ® woikto. e oedecii e neor^ * Schnee o Graupeln «Nebel K0,w|l'/r .©Windstille.•(>-. 3d» (eictitr- O$i massioe' lOdjuowesi n siormvcne» nordwesl Oie Piene fliegen mn dem winde. Oie Baden Simonen stehenden Zit- len gehen die Temperatur an. Ole Linien verbinden Orte mit gleichet* Ku’ neeresniveau umoerechneten Luitdruck Wettervoraussage. Das skandinavische Hochdruckgebiet hat sich erheblich verstärkt und dabei südlich ausgcbrcitct, so daß cs ganz Zentraleuropa mit in seinen Bereich nimmt. Die aus ihm aussließcnden Kallluftmasscn haben in Deutschland während der letzten Nacht den Frost wieder etwas stärker werden lassen. Da der Hoch- druckeinfluß anhält, werden auch die Temperaturen weiterhin durch Ein. und Ausstrahlung sowie durch kontinentale Kaltluft bestimmt und zwischen Tag und Nacht stärkere Gegensätze behalten. Aussichten für Mittwock: Meist heiter und trocken, Nachtfrost, tagsüber wieder Erwärmung. Aussichten für Donnerstag: Fortdauer der herrschenden Wetterlage. Lufttemperaturen am 16. März: mittags 7,2 Grad Celsius, abends 1,5 Grad, am 17. März: morgen» —1,1 Grad. Maximum 7,5 Grad, Minimum —1,8 Grad. — Erdtempcraturen in 10 cm Tiefe am 16. März: abends 0,6 Grad: am 17. März: morgens 0 Grad Celsius. — Sonncnscheindauer 8% Stunden. Berliner Börse. Berlin, 17. März. (WTB. Funkspruch.) Im heutigen Frühverkchr blieb die Tendenz abwartend. E» ließ sich noch nicht erkennen, ob der gestrige Rückschlag bereits zum Stillstand gekommen »st, doch nimmt man an, daß die festeren Auslandbörsen eine gewisse Stütze bieten werden. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,14, gegen Mailand 92,7350, gegen Madrid 45,6250, gegen Kabel 4,8578, gegen Berlin 20,4050, Kabel gegen Berlin 4,2005. (Schluß de» redaktionellen Teil«.) Seit 35 Jahren liefert die Finna Th. 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Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18 März, nachmittags 4.30 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. Di er er* Drahtxauh Taiesordnuna: 1.Rechenschaftsbericht,-2.Rechnungs- ablage;3.Vorstanddtoaol;4 Vereins- angelegenheiten. recht zahlr. Erscheinen wird gebeten. Geschäfts-Verlegung. Mern Lager tn neuen und gebrauchten Klavieren fowre meine Wohnung be- Prospekte liefert Brühl, Gießen 6esch2ftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Oeschäftskarten Hl BrOhl, Schulstraße I Maler- Anstreicher- WeißblnderarbJ en F. Belitz Llehlgstraße 83 Tal. 312'. oitu» BELITZ Firmenscbilder Giebelreklame Transparente Lleblistraße 83 Tel. 3U2. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Wilhelm Georg | Kaufgesuche | Oeu scher Schäferhund möglichst dressiert u. garant. stubenrein In gute Hände au kauf, gesucht.Schrift. Ang. mit Angabe v. Alter und Brets sind unt. I957D an d. («iehen. Anzeiger au lenden. |Verschiedenes| Die Rechnung der Evangelischen Gc- samlgemeinde Gießen für 1929 nebst Ur- . künden liegt in der Zeit vom 18. bis 25. März 1931 — mit Ausnahme des 22. März — jeden Tag, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten zur Einsicht für die Gemeinde- Do.it, «Ile teöenooerfUierungsöonl mit neuAeitl., grinst. Tarif, sucht seriösen erstklassigen Fachmann als Organiiaiionsieuer u. ggutsitorilch mliarbeilend. Aussührl. Angebo e mit bisbertaen Veistungvangaven, Zeugnisabschriften öd. uniet F. HL 689 an ALA ..aasenstein SVogler, Franklnri H. ( *^v Zum freien verkauf kommen: zwei Schlafzimmer, ein Büfett, zwei zweitürige Kleiderschränke, fünf eintürige Kleiderschränke, Kleiderschränke (roh), Waschtische und Nachttische, Herren- und Damenräder. Versteigerung bestimmt. Ludwig Harfmeh Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 3414 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Burk- chardsfelden für Rj. 1931 liegt vom 18. bis 24. d. M. zur Einsicht der Interessenten und Einwendungen auf unserem Bureau offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker bei- Es wird eine Umlage erhoben, zu i auch die Ausmärker beizutragen haben. Münster, den 16 März 1931. Hessische Bürgermeisterei. Heß. Burkhardsfelden, den 17. März 1931. Hessische Bürgermeisterei. Alb ach. Evangelischer Gesamtkirchenvorstand. Bechtolsheims r. Am 14. März wurde mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Herr Wilhelm Hagemann nach kurzer, schwerer Krankheit von uns genommen. In tiefer Trauer: Frau Luise Hagemann Margarete Hagemann Gertrud Schaeg, geb. Hagemann Richard Schaeg, Amtsgerichtsrat Gießen, Homberg a. d. Ohm, Osnabrück, den 14. März 1931. Die Beerdigung findet in der Stille statt Bel Blutarmut,Nervenschwäche und deren Folgeerscheinungen: Ferromaron Flaschen zu Hk. 235 u. 3.00 Fabrik Engelapotheke In allen Apotheken zu haben. Ludwigstratze 5, pari. Georg Ebert Klaviermacher, Televbou Nr. 2403 Stadttheater Mittw., 18. März, von 20bis 22' ,Ubr 23.lhHllD0Mb.-lML Gewöhnliche kreise. Seuvior Ein Vuftfo in 7 Bild, v. Bernhard Blume, Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag für 1931 liegt vom 17. b. 2H. an eine Woche lang bei der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen. 19490 mit guten Beziehungen. Verlangt wird die Aus- dehiiuntr des Geschäfts: geboten wird Ueberira- RU i£r des vorhandenen Best ndes. Provision, und bei entspiechenden Leistungen Sondervergütung. Gefl. Angebo e unter M. A. 31 an di - Ann.-Kxped. Paul Jahn, Frankfurt a. M„ Gutleutstrabe 8-12. __1945 V Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Ottilie sagen wir für die zahlreichen Kranzspenden sowie für die trosire chen Worte des Herrn Plärrer Schmidt und allen, die ihr die letzte Ehre erwiesen haben, auf diesem Wege herzlichen Dank Familie Andreas Zeiss Geschossen wird täglich von 10 Uhr vorn,. b.l2Uhrnachts. 17961) 1. Preis: Lebendes Schwein, 2 Ztr schwer. Es ladet höflichst ein He.nrieh Deeherl. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unserer Heben Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Franziska Hess sagen wir herzlichsten Dank. ä’/s"'oio-ö unkündbares (Seid Aum BAI oder KAUF eines Eigen- beinies sowie aut Ablösung von Hypotheken «auch Aus- werlnngSbypotheteni vergibt die „BAUDAG“ Gemeinnützige Bausparkasse Aktlengesellichaii Sitz Aachen Auskunst erteilt kostenfrei: 1WbV Albert Knorr. Gießen Frankierter Straße 84. Grimberg, den 16. März 1931. 1950ü Schäfer, Direktor. J. B. HAUSER, GIESSEN AM OSWALDSCARTEN Der Voranschlag der Gemeinde Stangen- rod für 1931 Rj. liegt vom 18. d. 211. an eine Woche lang aus der Bürgermeisterei offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 1948D Stangenrod, den 15. März 1931. Hessische Bürgermeisterei. ___________Knau ß. Grippe, Husten: Jungs Honig! Mittwoch Pfund nur Mk. 1.35.01M6 Krinler-IONO, Gießen. SchnlsfraSe 5. Hypoiheken- geld 97% Auszahlung. »im,] H. Schön.Lick. Vermietungen | Helle, i rock, gewerbl. Räome mit voiemtttim und l für Gaiage im Sclteroweg ab 11.4 ah uerni. sJiäb. (Ito» A. Be:ker, Kep erstraOe 9 Telephon 3804 GMMl? NSD. u. einige nebrauchie Fahrräder au oerk. Wich. Havvcl, Asterweg 3. [01582 6Korg?o Acker-Win'aid lBaumsiücki am Wißmarer Weg und Rodbeig ganz oder teilweise ah verpachten oder zu verkaufen. Schrtnl. Angebote unter 01575 an d. Gien. Anz. loh. 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Gerste- undHaseranbau. ab- Auge.en bei Fflri 1. BnUverwaltong Lieh Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Dienstag, (7. März 193f Nr. 64 Zweiter Blatt Italien am Scheideweg. Don unserem römischen ^-Korrespondenten. Rom. März. Mit der lateinischen Schwester oder mit dem gestrigen Gegner? Das ist die große Frage, die zwar seit Jahren schon die italienische Politik beherrscht, durch das römischeFlotten- ab kommen aber akut geworden ist. Bei Licht betrachtet, stand der Italiener ja auch in der JnterventionSzeit vor dem gleichen Scheideweg und fragt sich heute noch häufig im stillen Kämmerlein, ob er damals richtig beraten war. al- er dem westlichen Wegweiser folgte und damit Frankreich zu seiner übermächtigen Mittel- meerstellung, England zu einem Schlüsselverhältnis verhalf, von dein nun die Halbinsel abhängig ist wie der Desangene von der Laune seines Wärters. ilnb bis gestern haben sich auch die.Begleiterscheinungen der JnterventionSzeit gezeigt: Italien wurde mit Spott oder Ruhm übergossen, je nachdem cs schwankte. Schien eS der lateinischen Schwester die kalte Schulter zu zeigen, so bekam es von Paris zu hören, daß der Geist der Antike dort unten auf der Makkaronilandzunge längst erloschen sei. daß dieses Volk der Scherenschleifer und Gipsfigurenhändler ein wüster Mischmasch aus den Abfällen der Hafenstädte sei. treulos und verschlagen, daß es keine eigene Kunst mehr hervorzubringen imstande sei und seine Soldaten immer davonliefen. Schien es dagegen den Einflüsterungen der französischen Politiker ein Ohr zu leihen, so hallte und schallte es im Pariser Blätterwald von den würdigen Rachkommen Cäsars. die durch die Jahrhunderte durch die Fackel der lateinischen Kultur hochgehalten und die Welt mit den Wunderwerken eines Michelangelo und Raffael in Erstaunen verseht haben. Als nach dem Kriege Marschall Foch schon in Oberitalien so eindeutig ausgcpfisfen wurde, daß er die Fahrt nach dem schönen Süden aufgab, spottete man lästerlich über den Regenschirm- cadorna und behauptete, nur dem Einsatz der französischen Hilsstruppen sei es zu verdanken gewesen, daß die Italiener nicht über Venedig hinausgejagt und bei Genua ins Meer geworfen wurden. Bis gestern, jawohl, bis gestern hörten die italienischen Klagen über diese Verkennung des entscheidenden Dienstes, den die Armee Viktor Emanuels der Entente geleistet habe, nicht auf und zwischen Rom und Paris herrschte eine Stimmung, die höchstens auf Danketteit als kor- dial angesprochen werden konnte. Die italienische Presse stellte Marianne mit Vorliebe als ein aufgedunsenes Kaschemmenweib hin und der Ton wechselte höchstens zwischen rauh und rüd. Lieber Rächt ist alles anders geworden. Die bösen Karikaturen in den römischen Mittagsblättern sind verschwunden und Briand hat das Wort von dem gemeinsamen Blutstrom bei Bligny gesprochen, auf das man hier schon so lange wartete. Aus dem „Verbrechernest des Antifaschismus" an der Seine kommt eine amtliche Verlautbarung, daß sich Mussolini um den europäischen Frieden verdient gemacht habe, das Gewitter, das über dem Mittelmeer lastete, ist abgezogen, in den Armen liegen sich beide und meinen vor Freude. Die lateinischen Schwestern haben sich wieder gefunden. Sofern man dem ersten Freudenrausch über den Flottenpakt glauben darf. In Rom sieht es allerdings aus. als ob man die Dinge etwas nüchterner zu betrachten gewillt sei. aber Paris sucht das Eisen zu schmieden, so lange es warm ist. Einer endgültigen Verständigung, heißt es dort, stehe nun nichts mehr im Wege, Italien könne freie Hand in Libyen haben (gegen freie Hand am Rhein, versteht sich) und auch die tunesische und die Kolonienfrage sei mit einigem guten Willen zu regeln, so daß — hier liegt des Pudels Kern — Italien und Frankreich auf der Abrüstungskonferenz mit einem gern ein f am en Programm auftreten könnten. Das ist, nüchtern betrachtet, nichts anderes als eine Einladung an Mussolini, nun aber auch seinerseits ein übriges zu tun und sein Liebäugeln mit einem neuen Dreibund aufzugeben. Hic Rho- dus, hic salta! An dieser Stelle muß, nicht oft genug kann es betont werden, ein allgemein verbreitetes Mißverständnis erlvähnt werden: Mussolini sympathisiere als Faschist mit der geistesverwandten deutschen Rechten und habe deshalb in den letzten Jahren seiner Außenpolitik einen deutsch- srcundlichen Charakter gegeben. Richts falscher als das. In Wirklichkeit unterstützt der italienische Außenminister, der ebensosehr Mussolini wie Grandi heißt, nicht die deutsche Rechte und nicht die deutsche Linke, sondern die deutsche Stärke. Läge sie bet den Sozialdemokraten, so würde er sicher mit ihnen und nicht mit den Hit- lerlcuten (wie man irrtümlich glaubt) verhmi- deln. Italien braucht ein mächtiges Deutschland, so lange nicht cm Bündnis mit Frankreich besteht, und auch dann möchte cs aus Sicherheitsgründen nicht darauf verzichten. Das ist das A und O der heutigen römischen Politik.' Diele wollen das in Frankreich nicht einsehen und gerade diese Begriffsstutzigkeit führt mit in erster Linie zu den Mißverständnissen mH Italien, führt auch zu der übertriebenen Hoffnung, die man dort an den römischen Flottenpakt knüpft. Fest steht, daß bei den Marineverhandlungen Deutschland von allen Seiten ausgeschaltet wurde, als sei es überhaupt nicht mehr da. Aber sollte Italien warten, bis Deutschland so stark sein würde wie Frankreich? Andrerseits hieße es Seifenblasen anschwärmen, wollte man nun glauben, mit der augenblicklichen Entspannung über dem Mittelmecr sei jede Wettergefahr beschworen. Reue Wolken werden sich zusammenballen, denn die Gegensätze sind nicht diplomatisch geschaffen, sondern elementar vorhanden. Italien hat mit der augenblicklichen Annäherung an Frankreich nicht auf fein Prinzip der teutfdjcn Rückendeckung verzichtet. Italien hat überhaupt, um es unverhüllt zu zeigen, nicht so sehr mit Frankreich poussiert, als mit — England. Die große Frie- densgeste Mussolinis galt nicht Briand, sie war für den Schiedsrichter im Kampfe um das Mittelmeer bestimmt, für den britischen Löwen, und daneben, mit Rücksicht auf die Finanzen, für Dvllarika. Alles in allem — Italien wird nach wie vor die unschlüssig scheinende, aber einträgliche Haltung am Sch eideweg einnehmen. Segelflugstart mit Motorkrast. Interessante Versuche der Gießener Iungflieger. Die Jugendgruppe des Vereins für Luftfahrt in Gießen hat in den letzten Tagen auf dem Flughasengeländc interessante Versuche eines Hochstarts aus der Ebene mit ihrem selbstgebauten Segelflugzeug „Zögling" gemacht, denen eine größere Zahl Schaulustiger beiwohnte. Der Gedanke, die Menschenkrast beim Start von Gleit- und Segelflugzeugen durch Maschinen- kraft zu ersehen, geht mit diesen Versuchen seiner praktischen Lösung entgegen. Schon jetzt war es möglich, eine Höhe von 6 Meter über der Ebene zu erreichen. Wenn auch die Erwartungen, die man hegte, sich bisher nur zum Teil erfüllten, so zeigten die spannenden Versuche, daß noch einige maschinelle Verbesserungen angebracht werden müssen, um den gewünschten Erfolg zu zeitigen. Die Probeaufstiege werden in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Die Steuerung des Flugzeuges lag in den bewährten Händen von stud. med. F. Schmid t, die Startmaschine wurde von den Mitgliedern des Vereins für Lust ahrt. Gewerberat Köhler und Ingenieur Meininghaus aus einem alten Hanomag umgebaut und mit einer Seiltrommel versehen, die von den Hinterrädern aus angch-ieben wird. Ein 200 Meter langes Hanfseil überträgt um eine ilmlcnfrolle unter Zwischenschaltung eines Gummiseils die Kraft auf das Flugzeug. Die Anwendung der Startmaschine ermöglicht einmal den Start der Segelflugzeuge unter Zuhilfenahme nur weniger Leute (4 bis 5 gegen bisher 10 bis 12) und ferner das leichte Zurückbringen der im Tal gelandeten Maschine zur Startstelle. In der Ebene wird man bestimmte Höhen (etwa 50 Meter) erreichen können, aus denen dann die Maschine im Gleitflug gelandet werden kann. Die letztere Tatsache ist für die Schulung der Flugschüler von besonders großer Wichttgkeit. Die wichtigen Versuche, die auf unserem Flughafen zur Zeit stattsinden, legen ein erfreuliches Zeichen von dem regen Leben ab, das in der Jugendgruppe des Vereins für Luftfahrt herrscht. Tischtennis-Klubkampf BfB. Gießen - VfL. Wetzlar. Die Mannschaft der erst vor nicht allzulangcr Zeit gegründeten Tisch-Tennis-Abteilung des hiesigen VfB. trug am Sonntagnachmittag im Schützenhaus einen Dercinswett kämpf gegen die Tisch-Tennis-Mannschaft des VfL. Wetzlar aus. Obwohl die Wetzlarer Damen und Herren ursprünglich als Sieger genannt waren, erwies es sich doch, daß die Mannschaft des VfB. in der kurzen Zeit einige Spieler heranbildete, die den Gästen gleichwertiges entgegensetzen konnten, ja, zum Teil eine achtbare Lleberlegenheit bewiesen. Der Klubkampf endete denn auch mit dem Sieg der Hiesigen. Die Spiele nahmen einen überaus spannenden Verlauf und die zahlreichen Zuschauer verfolgten die flinken Kämpfe mit großer Aufmerksamkeit. Die VsB.-Mannschast kann mit dem Verlauf dieser Veranstaltung sehr zufrieden sein. Rachstehend die Ergebnisse der Besten: Herren-Einzel: Drebes(G.) — Abbe (W.) 17:21, 14:21, 21:19, 20:22; Knauß — Denser 23:21, 19:21, 21:17, 7:21, 21:15; Wang — Schellenberger 21:8, 22:20, 23.21; Treser — Dohland 21:14, 20:22, 22:20, 19:21, 21:18; Adler — Fuld 21:19, 21:18, 21:13. Damen-Einzel: Frl. Fastnacht — Frl. Abbe 9:21, 5:21, 12:21; Frl. Fischer — Frl. Hirschhorn 16:21, 18:21, 20:22. Herren-Doppel: Drebes Wang — Abbe Benser 21:13, 16:21, 21:17, 21:18; Adler Treser - Schcllenberg/Kilian 21:13, 21:18, 21:17. Gemischte Doppel: Frl. Fischer Wang — Frl. Hirschhorn, Benser 21:14, 21:19, 21:18. Aus insgesamt 19 Konkurrenzen vermochten die Gießener mit 11:8 Punkten als Sieger hervorzu- gehen. VfB.-Gießen. VfB. Gieße» — Sportklub „haffia" Dieburg 1:7. Nach einer verhältnismäßig langen Pause sah man auf dem VfB.-Platz wieder einmal ein Ligaspiel. Der Platzocrein hatte einen achtbaren Gegner verpflichtet, die Mannschaft des Sportklubs „S)a|fia" Dieburg, die in der mainischen Kreisliga einen Namen hat und in dem Spiel am Sonntag den Grünweißen sehr zu schaffen machte. Die Gäste führten ein stark auf Erfolg eingestelltes Spiel vor, waren außerdem den Hiesigen in körperlicher Hinsicht um einiges in Vorteil, ließen indessen in technischer Hin- sicht Wünsche offen. Die VsB.cr mußten geschwächt, ohne Haupt, Schneider und ohne Frick antreten, außerdem fehlte Streb, der für zwei Spielsonntage außer Kurs gesetzt ist, und gerieten schon allein da- durch etwas ins Hintertressen. Die Bodenverhältnisse ließen ein genaues Kombinationsspiel nicht zu, insbesondere vor den Toren wurde das Spiel stark behindert. Zuschauer waren auch nicht allzuviele erschienen und viele verließen vorzeitig den Platz, um die Ucbertragung des Länderspieles zu hören. Unter allen diesen Umständen entwickelte sich im Spielfeld nichts bedeutendes. 'Nach einem anfänglich ziemlich ausgeglichenem Spiel setzten sich allmählich die Dieburger durch und in der 15. Minute fiel bereits das erste Tor. Bingel stürzte im entscheidenden Augenblick und an bdm verdutzten Torwart vorbei landete der Ball im Netz. Unmittelbar darauf fiel der zweite Treffer. Ein Ball, der an die Latte ging und zurückprallte wurde, geschickt geköpft, verwandelt. Kaum eine Minute später führte ein schneller Durchbruch der Blauweißen zum dritten Erfolg. Einige totsichere Ehancen wurden von den Gießener Stürmern versiebt. Kurz vor Halbzeit war den Gästen ein vierter Treffer beschieden. Nach dem Wechsel ließen sich die Hiesigen die Spielweise des Gegners auförängen, die Dieburger schossen ein fünftes Tor und die Gießener kamen im Anschluß daran zu ihrem ersten und einzigen Erfolg. Nach einem überraschenden Durchbruch sand der Ball, von Preiß getreten den Weg ins Netz des Gegners. Der Nest der zweiten Halbzeit, brachte bei einer ständigen leichten und durch zwei weitere Tore unter Beweis gestellten Feldüberlegenheit der Gäste, nichts besonderes mehr. Der Kampf wurde sehr fair durchgeführt, der Schiedsrichter amtierte gerecht. Ein Ergebnis von 7:3 hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Spielvereinigung 1900 Gießen. Das Spiel der Ligamannschaft in Alsfeld stand unter einem unglücklichen Stern. Richt nur, daß die Spieler Adelberger. Heilmann. Brambach. Henrich und Best erseht waren» blieben auch noch Göbel und Wolf dem Spiel fern. Die neun Gießener lieferten dem Gegner eine ansprechende Partie und gaben sich kekheswegs leicht geschlagen. Das Fehlen der beiden Stürmer und die miserable Bodenbeschaffenheit ließ die Blauweißen leer ausgehen. Der erste Erfolg der Alsfelder war zudem ein unglückliches Eigentor von Jäckel. Kurz vor der Pause erhöhte der Gastgeber auf 2: 0. Ohne Pause ging es weiter. Das bessere Zuspiel und ein riesiger Eifer ließ die Gießener start aufkommen. Fünf, sechs Schüsse der Gießener fanden nicht das Ziel. Rach etwa 25 Minuten unternahm der Plahverein einen Vorstoß. Bree im Tor zögerte etwas und cs hieß 3:0 für den Gastgeber. 1900 ließ nun etwas nach und auf einen Alsfelder Eckball fiel mühelos der vierte Treffer. Das Spiel wurde beiderseits recht fair durchgeführt. Schiedsrichter Witt- mann, „Borussia" Fulda, war sehr gut. Ein knapper Sieg, vielleicht 3:2 für Alsseld, hätte eher dem Spielverlauf entsprochen. Das Spiel der Ligareserve in Marburg kam nicht zum Austrag, da der dortige Germanen- Platz nicht spielfähig war. Die dritte Mannschaft unterlag gegen Wiesecks erste Elf mit 2:4 Treffern (Halbzeit 3:0 für Wiesecks. Die Gäste entpuppten sich als eine spieltüchtige Elf, die feit der letzten Begegnung ganz beträchtlich an Spielstärke gewonnen hat. Llmgekehrt blieb 1900's vierte Mannschaft gegen Wiesecks zweite mit 5:1 Treffern (Halbzeit 3:0 für 1900) siegreich. Hier stellte 1900 die erfahrenere und besfere Elf. Handball der Sp.-Vg. 1900. 1900 II — Io. Klein-Linden I 15:2. 1900s zweite Handball-Mannschaft hatte am Sonntag auf eigenem Platze den Turnverein Klein-Linden zum Gegner. Die Gäste erschienen mit einer teilweise noch sehr jungen Mannschaft und hatten nur zehn Mann zur Verfügung. Ihre Spielweise war noch primitiv. Die gut aufgelegten 1900er holten unter diesen Llmständen einen haushohen Sieg heraus. „CRunb um Schollen" zur Hilfsrennstrecke erklärt. Die bekannte Motorradrennstrecke im Vogelsberg „Rund um Schotten" wurde, wie das hes- fische Ministerium des Innern der Obersten Motorradsport-Behörde in Berlin mitteilt, zur Hilfsrennstrecke erklärt, nachdem der Deutsche Motorradfahrer-Verband (DMD.) die Zusicherung gegeben hat, daß auf dieser Strecke alljährlich ein Motorradrennen und zwar ein Lauf um die Deutsche Straßenmeisterschaft ftattfinben soll. Die Straße .Rund um Scholten" ist somit die einzige in Hessen, auf der die behördliche Genehmigung zur Abhaltung von Straften» renneri erteilt wird. Die nächste preußische HilsS- tcnnflrcdc ist die Eilenriede bei Hannover, die hessische Hilssrennstrecke ist somit die einzige im weiteren Llmkreis des rhein-mainischen Wirtschaftsbezirks. Durch Verbreiterung der Fahrbahn, Lieberbrückung und Lribünenbau wird die Rennstrecke ihrer Bedeutung entsprechend immer mehr ausgebaut worden. Vom Gießener Eisverein. In diesem Jahre soUten in Gießen die Meisterschaften im Schnellausen, Kunstlaufen und GiS» schießen innerhalb des Südwestdeulfchen Eisverbandes ausgetragen werden, mußten aber wegen der. Llngunst der hiesigen Eisverhälttiisse abgeseht werden. Lim so erfreulicher ist es, daß am gestrigen Sonntag bei herrlichem Sonnenschein doch noch wenigstens zwischen den Gießener Eisschießmannschaften ein Wettkampf, zu dem auch eine Moarschast von (Samberg erschien, auf dem neuen Planschbecken veranstaltet werden konnte. Es ist ein günstiges Zeichen für die Entwicklung dieses in Gießen neu eingeführten Sportzwciges, daß sich an dem Wettkampfe vier Moarschasten von hier, wozu eine von der Lintersekunda des Realgymnasiums gestellt wurde, beteiligten. Den ersten Platz behauptete die Gießener Moarschast Müller-Leu tert, Schone- bom und Klar!, die sich in Frankfurt und Eronberg in diesem Winter schon bewährte, mit Rote 1,932, den zweiten Platz erkämpften sich die Realgymnastasten unter Führung von Zimmer mit Rote 1,4705, den dritten die Moarschast Willi Loh mit Rote 1,1818, de» vierten Eronberg mit Rote 1,00 und den fünften die Moarschast Pfannkuchen mit Rote 0,33. Es wäre zu wünschen, daß im nächsten Gisjahr sich auch die älteren Herren, die sonst keinen Eissport treiben, für diesen äußerst gesunden Sport- zweig interessieren, zumal die im Laufe des Sommers fertigzustellende Spritzeisbahn mehr Gistage bringen dürfte. Die Rollschuh - Liebungsstunden des Gießener Gisvereins werden ab morgen wieder regelmäßig gehalten. Infolge des langen Winters mußte bis jetzt ausgesetzt werden. Lim so mehr werden die kommenden Wochen der eifrigen Vorbereitung für eine Werbeveranstaltung dienen. (Siche heutige Anzeige.) Berlin siegl im Schwimmwellkampf über Kopenhagen. In der Kopenhagener Schwimmhalle fand am Sonntagabend ein Städtewettkamps für Schwimmer zwischen Berlin und Kopenhagen statt. Die Berliner Auswahlmannschaft siegte mit 78:52 Punkten. Der von dem deutschen Gesandten Frhr. v. Richthofen ausgesetzte Silberne Pokal wurde von der Berliner Mannschaft gewonnen. Dem Städtekampf wohnten u. a. Prinz und Prin- zesfin Axel von Dänemark, ferner der deutsche Gesandte Frhr. v. Richthofen und andere Mitglieder der deutschen Gesandtschaft bei. Die Schwimmhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Eisschnellaufe» auf dom Wannsee. Der lange andauernde Winter machte es möglich daß am Donnerstag nach siebenjähriger Unterbrechung auf dem Wannsee ein Wettbewerb im Eisschnelläufen ausgetragen werden konnte. Das Rennen um den „WannsecPokal" über 20 Kilometer wurde von neun Läufern bestritten, die unter dem zeitweise starken Schneesturm sehr zu leiden hatten. Der deutsche Meister B a r w a (DEE.- erwies sich seinen Konkurrenten klar überlegen und siegte in 41:39 mit großem Vorsprung vor Lötsch (BSE.) in 43:56, Herrmann (DSV. 92), Müller (VSE.) und Sames (BSD. 92). Kurze Sporlnolizen. Einen neuen Schwimm-Weltrekord schuf in Seattle (LISA.) die Damän-Mannschast des Waehington Athletie-Elub-, die durch die Prachtleistung von Helen Madison viermal 50 Hards-Kraul in 1:55,6 zurücklegte. * Als Segelfluglehrer wurde WolfHirth von der Segelsliegerschule Grunau (Schlesien) Der pflichtet. Er wird in nächster Zeit die Rückreise von Amerika antreten. Aus der provmziattzouptstavi Gießen, den 17.März 1931. Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen. Die diesjährige Hauptverfammlung des Kreis- Obst- und Oartenbauoereins Gießen nm Sonntag im Hotel Hopfeld war aus allen Teilen unseres Kreises so stark besucht, daß der zur Verfügung stehende Saal sich al5 zu klein erwies. Es mußte in einem Nebensaal eine Paralleloersammlung nb- gehalten werden. In dieser sprach Obstbauinspektor E n k l e r über das diesjährige Umpfropfen und die damit verbundenen Vor- und Nacharbeiten. Aus dem geschäftlichen Teil der Versammlung war zu entnehmen, daß der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 1750 Mark abschließt. Die Mitgliederzahl ist im letzten Jahre durch Neugründung zahlreicher Zweigvercine, so beispielsweise in Grünberg mit 120 Mitgliedern, um 400 gestiegen und beträgt zur Zeit mehr als 1300. Für das planmäßige Umpfropfen wurden 2352 Obstbäume angemeldet. Tatsächlich umgepfropft wurden 2733 Bäume mit insgesamt 45 000 Pfropfköpfen. Es entfallen demnach pro Baum etwa 16 Köpfe, ein Beweis, daß vorwiegend junge, in voller Straft stehende Bäume berücksichtigt worden sind. Aufgesetzt wurden nur die bekannten Standardsorten, wie Schöner von Boskoop, Goldrenette von Blenheim, Jakob Lebel, Gellerts Butterbirne, Gräfin von Paris. Zwei» drittel der umgepfropften Bäume waren Aepfel, der Rest oerteilte sich auf Birnen und Steinobst. Ein Drittel der Unkosten, einschließlich einmaliger Nachbehandlung, konnte aus Reichsmitteln vergütet werden, wofür die Summe von 3200 Mark zur Verfügung stand. Die an 14 700 Obstbäumen durch- gcführte Winterspritzung richtete sich hauptsächlich gegen die an den Stämmen und Aesten sitzenden Moose, Flechten, Grünalgen, Ruhtau, Apfelblättsloh, Slattlauseicr und ganz besonders gegen Schildläuse an Zwelschenbäumen, die in einer größeren Anzahl von Gemarkungen stark überhand genommen Haven. Mit 12 v. H. Dbftbnumfarbolineum hat man befriedigende Erfolge erzielt. Gegen Schorf und Obstmade, die beiden allerfchlimmsten Feinde des oberhefsischen Obstbaues, denen man mit den bekannten Winter- spritzmitteln nicht beikommen kann, wurde Nosprasit der I.-G.-Farbenfabriken angeroenbet. Unter den verschiedenen Ortschaften des Kreises hat die Gemeinde Bellersheim in bezug auf Obstbaumpflege das größte Interesse gezeigt. Der erzielte Erfolg wurde von der Landwirtschaftskammer durch Zuerkennung des Preises von 160 Mark in erfreulicher Weise anerkannt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag von Dr. Heßler (Friedberg) über „W interarbeiten an den Ob st bäumen und die Maßnahmen zur Schädlings- bekämpfun g“. Der Redner legte seinen all» gemeinverständlichen Ausführungen einen Gemar- tungsruudgang durch Daumstücke mit angrenzender Kreisstraßen-Obstpflanzung zugrunde, wobei er Gelegenheit nahm, an das Auslichten der Kronen. Reinigen der Rinde. Deseitigen der Misteln, die vortommenden Schädlinge in Gestalt von Käfern, Räupchen, Larven, Puppen, Jn- sekteneiern, die hängengebliebenen Fruchtmumien als Verbreiter der Fruchtfäule in ihrer Lebensweise und Entwicklung zu schildern und die geeigneten Dekämpfungsmittel anzugeben. Die Art der Wundbehandlung wurde erläutert und daraus hingewicsen, daß cs unbedingt nötig fei, die auf behördliche Anweisung gefällten Obstbäume so rasch wie möglich aus 6cm Dereich der Obst- Pflanzungen zu schassen, bevor die Rinden-, Dorken- und Holzkäfer. wie auch das andere daran sitzende Llngczicfer, Zeit zur Abwanderung auf gesunde Däume finden. Aus der Mitte d rV r airmlung heraus wurde auch b tont, man solle al.es Stangenholz für Zäune. Pfähle, Stützen usw. nicht anders als in entrindetem Zustande verwenden, damit der Dorkerckäferplage nicht Vorschrrb geleistet werde. Einen breiten Raum des Vortrages, wie im besonderen auch der anschließenden Aussprache, nahm die Pflege der Singvögel ein. Allerseits wurde anerkannt, daß man durch Winterfüttc- rung. Aushängen von Ristkästen, Schonung und Reupflanzung von Hecken die bereits bestehende Dundesgenossenschaft zwischen Obstzüchter und den gefiederten Sängern zu einer leohaften Qlr- beits- und Rotgemcinschast ausbauen müsse. Es genüge aber nicht, Ristkästen nur aufzuhängen, sie müßten vielmehr auch alljährlich nachgesehen werden, ob nicht tote Vögel darin liegen, oder Wespen, Hornissen, Spatzen oder sonstige unerwünschte Dewohner sich eingestellt haben. Schließlich fehlte es auch nicht an Hinweisen darauf, daß unsere ganze Schädlingsbekämpfung, so umfassend und gründlich sie auch sein möge, doch nur ein Rotbehelf für kurze Zeit, gleichsam ein Schlag ins Wasser sei, wenn nicht gleichzeitig für bessere Ernährung, weitläufigere Psanzweise und offenen Doden im Obstbau gesorgt würde und die anfälligen. für unsere klimatischen Verhältnisse ungeeigneten Sorten zum Verschwinden kommen. Eine Gratisverlosung von Obstbäumen. Beerensträuchern, Rosen, Ristkasten. Sämereien und Knollengewächsen beschloß, wie üblich, die Versammlung. R. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: „X. Y. Z“, 20 bis 22 Uhr. — Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemcinde: Hauptversammlung, 20.15 Uhr, Gemeindesaal, Kirchstraße Nr. 9. — Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Oeffcntliche Versammlung, Redner Pfarrer a D. Münchmeyer, 20.15 Uhr, Lass Leib. — Männcr- Badeverein 1836: Hauptversammlung, 20 Uhr, Caf6 Leib (1. Stock). —Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Privatsekretärin". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Erstaufführung von Klabunds Spiel zu Dreien „2EQ33"; Spielleitung Dr. Karl Ritter. Mitwirkende: Leut- holf, Hauer. Wesener, Zingel. — Sonntag, 22. März, Gastspiel der Weintraubs-Syncopa- tors", 11.30 Uhr, in Verbindung mit dem Gvethe- bund als Morgenveranstaltung: 18.30 Uhr mit vollständig neuem Programm als Fremdenvorstellung. — D e Weintraubs-Syncopators wurden von der Intendanz zu einem zweimaligen Gastspiel verpflichtet, um allen Theaterbesuchern, vor allem aber auch den Auswärtigen, Gelegenheit zu verschaffen, eine musikalische Sensation kennenzulernen. Gief;cne Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1 Mk. an: Butter 120 bis 130; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 25 bis 40; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15'; Spinat 45 bis 50; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 55 bis 60; Feldsalat 150 bis 200; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Kartoffeln 3,5 bis 4: Aepsel 30 bis 50; Birnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 110; Suppenhühner 90 bis 110; Rüsfe 60 bis 70; das Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 9 bis 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 25 bis 40; Endivien 15 bis 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 2,50 bis 3; Weißkraut 10 bis 12; Wirsing 20 bis 30; Rotkraut 12 bis 15 Mark. Oie Bereinigung der Grundbücher. Vom Hessischen Justizministerium wird mitgeteilt: Am 31. März 19 31 endet die Frist für die Stellung der Anträge auf Eintragung DerAufwertungindasGrundbuch und auf Eintragung einer Hypothek oder Grundschuld an der dem Eigentümer vorbehaltenen Rang stelle. Es ist dringend erforderlich, daß die Oeffentlichkeit von dem bevorstehenden Fristoblauf und die sich für die Beteiligten daraus ergebenden Folgen nochmals Kenntnis nimmt. Provinzialausschuß-Sihung. In der öffentlichen Provinzialausschuß-Sitzung am vorigen Samstag wurde die Klage der Luise Schuchard in Ruppertsburg gegen die Entscheidung des Kreisamts Schotten vom 6. Januar wegen Versagens der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft in Ruppertsburg verhandelt. Der Prooinzialausschuß erkannte durch Urteil zu Recht, die Klage als unbegründet zurückzuweisen und die Kosten des Verfahrens der Klägerin zur Last • zu setzen. Der Streitwert betrug 1000 Mark. Weiter kam die Klage des Theophil W i e c z o - reck in Gambach gegen den Beschluß des Kreisamts Friedberg vom 14. Januar wegen Versagens der Erlgubnis zum Betriebe einer Kaffeewirtschaft zur Verhandlung. Das Urteil lautete dahin, dem Kläger i^e Erlaubnis für Kaffeewirtschaft mit Ausschank von Branntwein zu erteilen. Ausschank von Bier urö Wein ist ihm nicht gestattet. Die Kosten des Verfahrens wurden dem Kläger auferlegt und der Streitwert auf 1000 Mark festgesetzt. Musikalischer Volkskunstabend der Volkshochschule. Cs besteht im Musilleben der Gegenwart eine nicht aufzuhaltende Bewegung: die seither allein herrschende Orchestermusik mit ihrem mächtig besetzten Klangkörper, insbesondere bei Monstrekon- zerten ist durchbrochen von der klein und einfach besetzten Kammermusik. Diese, seither eine Rebenerscheinung im Instrumentalkonzertwesen, steht heute gleichberechtigt neben ihrer großen Schwester. Bei früherer Gelegenheit ist von uns auf die hohe Bedeutung des Kammermusikorchesters der Volkshochschule als kulturwollender und kulturbringender Faktor für die Dolkstunstpflege hingewiesen worden. Cs wurde dabei der Volkshochschule gewünscht, sie möchte als Kulturvereiniaung gerade in der Zeit wirtschaftlicher und seelischer Depression ihre Veranstaltungen weiterhin im Sinne volkserzieherischer Mission halten und ausbauen. Die Einrichtung des Kammerorchesters hat sich in den Jahren seines Bestehens als durchaus lebensfähig erwiesen. Die Volkskunst- a b e n d e sind zu einer regelmäßigen und guten Gepflogenheit geworden. So konnte der Besucher der Veranstaltung am Samstagabend wieder eine Stunde der Erhebung erleben. Das Programm zeigte von deutschen Meistern Werke des 17. und 18. Jahrhunderts an. Außer Joh. Seb. Bach Ramen von Tonsehern, die seither leider ihr Dasein nur in Bibliotheken und Lexika oder im Antiquariat fristeten: Rosenmül- lcr, Tunder, Buxtehude. Welch' schöne Aufgabe für den Dirigenten, wenn es ihm gelingt, wie Herrn Franz Dauer, die „im Richtgehörtwerden eingefrorenen Partituren" aufzutauen und ihre Schönheiten zu enthüllen! Zeigte die musizierende Arbeitsgemeinschaft durch ihren einheitlichen, gleichmäßigen Bogenstrich gute Disziplinierung und bot hierdurch schon äußerlich ein gutes Bild, so war die Darbietung selbst in der Rosen- müllerschen Studentenmusik und im 3. Branden- Wir bedürfen noch weiter ihrer Hilfe! Städtische Nothilfe 1930. burgischen Konzert nicht minder angenehm. Die von den Komponisten gewollte kontrastierende Wirkung der aufeinanderfolgenden Tanzformen und Sätze wurde in Dynamik und Rhythmik klar erfaßt und wiedergegeben, warm, schwer und ernst in den langsamen Sähen, voll blühender Klarheit in den belebten Teilen. Bei den vokalen Werken (Solokantaten: „Wachet auf" von Tunder und „O Gottes Stadt" von Buxtehude) sang Frau Minna Wolff mit ihrem toarmcn, für den Konzertsaal außerordentlich sympathischen Sopran. Kristallisch klare Koloraturen verraten ernsthaft betriebenes Stimm- bildungsstudium; ferner gute Aussprache, durchaus dynamisch richtig differenzierte Vortragsweise, welche besonders die mächtigen Steigerungen am Sch'u se der Kompositionen verwirklichte, prädestinieren die Dame zur vornehmen Konzertsängerin. Bei der O.chesterbegleitung ist bei Einsatz der Singstimme die diskrete Zurückhaltung in der Tonstärke anzuerkennen. Rofenmüller, Tuncer, Bux.ehude, Vorläufer und Wegbereiter Dacho! Es war daher zu begrüßen, daß auch der Vollender Dach zu Gehör gebracht wurde. Außer diesen deutschen Meistern lernte man den bedeutendsten französischen Musiker des 18. Jahrhunderts, Rameau, kennen. Hat die Verwendung des Cembalo in den Werken der genannten deutschen Meister mehr den Zweck eines Harmonie- und Stühinstcumentes (Continuv), so bat sie hier bei Rameau vielmehr die Dedeutung eines selbständigen, solistischen, sehr oft stellenweise führenden Melodieinstrumentes innerhalb des Streichkörpers. Es soll gewissermaßen den leichten, kapriziösen Einschlag der echt französischen Komposition näher typisieren. Frau Elfriede Fischer spielte mit ruhiger, sicherer Deherr- schung, mit viel Anmut und schmiegsamer Grazie, so, wie das Werk es verlangte; ein abgeklärtes, vergeistigtes Interpretieren, wie immer! Musiklehrer Franz Dauer hat es wiederum in feiner, musikpädagogischer Weise verstanden, durch fleißige Arbeit mit den Musizierenden den Hörern den Weg in den Pulsschlag der Kunstwerke zu zeigen, und dies war ja auch die Absicht der Volkshochschule, als sie diesen Dolks- kunstabend veranstaltete. Sm. Wirischastspariei Gießen. Die diesjährige Hauptversammlung der Reichspartei des deutschen Mittel st andes (Wirtschaftspartei), Ortsgruppe Gießen, fand, wie man uns berichtet, am 11. März im „Pfälzer Hof" statt. Dr. Mh- l i u s (Deriin) hielt einen längeren Vortrag. Er führte u. a. aus: Die derzeitige Rot der Wirtschaft, insbesondere hervvrgerufen durch die außerordentlichen steuerlichen Belastungen, könne durch die Steuerreformen Brünings nicht behoben werden. Eine Defizitwirtschaft könne erst dann aufhören, wenn mehr als das jeweilige Defizit erspart werde. Man müsse in erster Linie mit all den Erscheinungen aufräumen, die die jetzige Lage her. eigeführt hätten, nämlich insbesondere mit den Gesetzen, die die sozialistische Periode hervorgebracht habe. Die Wirtschaftspartei sei nicht nur die Vertretung des Mittelstandes in seinem berechtigten Verlangen, sondern sehe ihr Ziel darin, die gesamte Wirtschaft zu fördern. Denn nur wenn die Interessen der Gesamtheit, der Länder und des Reiches, in richtiger Weise gefördert würden, könne auch jeder S.and, und damit auch der gewerbliche Mittelstand, Rutzen ziehen. Dabei dürften insbesondere nicht die kulturellen Ziele, wie sie durch Förderung des Familienlebens und der Kirche zu beachten sind, außer acht gelassen werden. Der Kampf gelte heule dem Kollektivismus. Cs müsse unter allen Umständen der Cinzelpersönllchkcit, die insbesondere in dem gewerblichen Mittelstand verkörpert sei, genügend Gelegenheit zur Ausbildung und zum Vcrwürtskommen gegeben werden. Rachdem der Redner noch die Außenpolitik und das Arbeitslosenproblem, das ja ein Problem der gesamten Weltwirtschaft darstelle, gestreift hatte und die Dedeutung der -Goldwährung für den Aufschwung der Wirtschaft auseinandergefetzt hatte, führte er aus, daß e3 sich heute nach Verlust der militärischen Selbständigkeit usw. in erster Linie um die finanzielle und wirtschaftliche Selbständigkeit unseres Volkes Hande. Rur wenn das Geld im Lande richtig verteilt sei, wozu in erster Linie ein guifloriercn^er gewerbli. er Mi.telstand gehöre, seien auch innere Anleihen möglich, die unbedingt zu einer gefunden Deckung des Finanzbedarfes erforderlich seien. Wenn man bedenke, daß die Gemeinden eine Lleberschuldung von etwa 6,5 Milliarden aufzuweisen hätten, die sie Wohl kaum einl sen könnt.n. so sei d c Lage immerhin als außerordentlich ernst anzusprechen. Bei dieser Verschuldung der Gemeinden sei es eine völlig falsche Politik der Rcichsreg'erung und der Länder, wenn sie die Eieuerquellen dir Gen.einden an sich ziehe und so deren finanzielle Kreditkraft schmälere. Man habe so den Gemeinden die Mi'g- lichkeit genommen, ordentl'ch zu wirtschaten. Unter den jetzt obwaltenden Umständen müf,c in dem Sinn eine radikale Politik girieren werden, d'ß jeder K mpromiß mii dem L oz ali'mus i nt r l er Umfländen abg.lehnt w rden müs e. Die W.rt- schaftspartei könne und werde die Hoffnung all derer erfüllen, die hinter ihr stünden und sie ge- Wirtschaft. Holzversteigerungs-Termine. Mitiwoch, 18. März. Versteigerer: Stadt Gießen. Dersteigerungsort: Gastwirtschaft „Liebigshöhe". 10 Uhr. * • Konkurse und Vergleichsverfahren im Feoruar. Laut „Siatistik und Wirtschaft" wurden im Laufe des Feoruar im „Reichsanzeiger' 1065 Konkurse — ausschließlich der wegen Mangels hinreichender Masse abgelehnten Anträge auf Kont-urseröffnurg — und 546 gerichtliche Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die Anzahl der Konkurse ist gegenüber dem Vormonat um 1,8 v. H. gesunken, die der Vergleichsverfahren um 5,4 v. H. gestiegen. Die arbeitstägliche Zahl der Konkurse betrug im Februar 44,4, im Januar 41,7, die arbeitstägliche Zahl der Vergleichsverfahren im Februar 22,8 und im Januar 19.9. * Bad-Nauheimer Volksbank. Das genossenschaftliche Unternehmen, das am 14 Mürz seine hundertste GV. abgehalten hat, konnte sich auch im Jahre 1930 befriedigend entwickeln. Der Gesamtumsatz betrug 119 953 703 RM. und ist gegenüber dem Vorjahre um 8,7 v. H. zurückgegangen. Die Bilanzsumme zeigt demgegenüber eine Steigerung um 5,66 v. H. auf 5 013 560 RM. Die GV. beschloß, aus dem erzielten Reingewinn von 71931 RM. eine Dividende von 9 v. H. (10 v. H.) zur Ausschüttung zu bringen. * Amerikas Anleihen an das Ausland. Rach einer Mitteilung des Handelsdepartements in Washington erreichten die Anleihen der Vereinigten Staaten an fremde Länder im Tahre 1930 einen Gesamtbetrag von 862 200 000 Dollars und übertrafen die Auslandanleihen Großbritanniens trotz deren Verbreitung in Südamerika noch um mehr als 300 000 000 Dollars. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 17. März. Tendenz: schwacher. Rachdem schon an der gestrigen Abendbörse eine Abschwächung des Kursniveaus ein» getreten war, machte sich auch zu Beginn des heutigen Vormittagsv'rkehrs bei der Spekulation weiteres Entlastungsbedürfnis geltend, das noch durch die schwache Haltung der Deutschen Linoleum-Aktien, die schon gestern abend abgeschwächt lagen, und der Waldhof-Aktien unterstützt wurde. Die Kursveränderungen hielten sich anfangs bei der Kulisse in engen Grenzen, da anderseits der erneut befestigte Reichsbankausweis für die zweite März- woche und die weiter befestigte Reuyorker Börse einen gewissen Rückhalt boten. Das Geschäft war aber sehr gering. Sehr schwache Haltung hatten Waldhof, die mit 5 Proz. wieder unter den Paristand zurückgingen. Deutsche Linoleum lagen heute zum ersten Kurs nur noch wenig schwächer, da das herauskommende Material von interessierten Kreisen ausgenommen wurde. Bei beiden Papieren befürchtet man stärkere Dividenden- kürzungen. Durch neue Kursverluste ste'en heute Kali (minus 2 Proz.) und Deutsche Erdöl (minus 2,75 Proz.) auf. Auch am Montanmarkt bestand Realisationsneigung. Mannesmann gaben 2,5 Prozent und Rheinstahl 1,5 Proz. nach. Am Kall- martt lagen Salzdetfurth trotz der heute statt- findenden Dilanzsitzung 2 Proz. schwacher. Don Elektrowerten wurden Schuckert, die 2,25 Proz. verloren, mehr angeboten, während sich im übrigen die Kursrückgänge im Rahmen von 1 Proz. bewegten. Die Farbenaktien gaben 1 Proz. nach, dagegen konnten Rütgerswerke etwas anziehen. Dank- und Schifsahrtspapiere setzten bis 1,25 Prozent niedriger ein. Leichte Kursbesserungen zeigten Aku und Daimler. Der Rentenmarkt hatte bei fleinem Geschäft, aber fester Grundstimmung mäßig kleine Kursgewinne. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinem Geschäft wenig verändert. Auch im Verlaufe ergaben sich bei geringer äilmsatz- tätigleit erneut neue Rückgänge, besonders Ges- fürel tagen mit minus 1,5 Proz. mehr gedrückt, dabei hielt das Angebot bei den anfangs gedrückten Werten an. Farben blieben ferner gut behauptet. Der Geldmarkt zeigte nach dem Mcoio eine kleine Erleichterung. Der Sah wurde auf 3,5 Prozent herabgesetzt. Am Devisenmarkt tag die Mark gegen Dollar 4,1988 etwas fester. Sonst London gegen Mark 20,4040; gegen Lon- don-Reuyork 4,8582; gegen Paris 124,14; gegen '29'N tzirtzvW uobob .'£^6 qiiDjwno Berliner Börse. Berlin, 17. März. Sah es heute vormittag so aus, als ob die vorläufige Kursbewegung unter dem Eindruck der festen Auslandbörsen zum Stillstand kommen würde,' so zeigten die Notierungen doch wieder weitere Abschwächungen. Aus den Kreisen der Kundschaft bestand überwiegend kleines Angebot, dem sich die Kulisse auf Spezialgebieten mit Abgaben anschoß. Das Geschäft war bei fehlendem Ordereingang wieder äußer st gering, zumal es an besonderen Anregungen fehlte. Die innerpolitische Situation hat durch die Hamburger Vorkommnisse wieder eine gewisse Spannung erfahren, die nicht ohne Einfluß blieb. Besonders Deutsche Linoleum, Zellstoff Waldhof und Karstadt erschienen mit Minus-Minus-Zeichen und hatten mehrprozentige Kursverluste. Auch Spritaktien, Nordwolle und die Mehrzahl der Montan- und Elektropapiere und Kaliwerte hatten bis 3,5 v. H. Kursverluste. Bei letzteren ging von der heute stattfindenden Entscheidung hinsichtlich der Dividende der Salz- detfurth-Konzern-Werte eine Unsicherheit aus. Anleihen uneinheitlich. Altbesitz etwas fester. Neubesitz abbröckelnd. Von Ausländern zogen Mexikaner etwas an, der Markt lag aber im allgemeinen sehr still. Pfandbriefe wenig verändert. Reichsschuldbuchforderungen 0,25 bis 0,50 v. H. nachgebend. Geld war nach dem Medio wieder etwas leichter. Tagesgeld ermäßigte sich auf 4,5 bis 6,5 o. H., Monatsgeld auf 6 bis 7,25 v. H. und Warenwechsel zirka 5,25 v. H. Der Verlauf war uneinheitlich, im großen und ganzen aber gehalten. Die Widerstandsfähigkeit wurde mit dem günstigen Eindruck des Reichsbankausweises für die zweite Märzwoche begründet, der eine Gesamtkapitalverringerung um 250 Millionen, eine Zunahme der Devisenbestände um zirka 20 Millionen und eine Besserung der Deckungen um zirka 2 bis 3 v. H. brachte. Verspätet zur Notiz gelangten Eisenbahnverkchrsmittel mit 2 v. H. höher, während für Schantung, die im Angebot lagen, vorläufig keine Notierung zustande kommen konnte. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. ifrantfun a. 1>1.1 Berlin ___________________________________________1 Sranttun a. 271. Berlin :tranifun a. . | ZJertin Banknoten. Ech'U^»! 1-Ubr- turt | K es Schluß«! Ansang, hirt । Kurs Schlußkurs 1-Uhr- Kurs Schluß« Anfa g- Schluß-s t-Uhr« lurt | Kurs Schluß-s Anfang. Hirt . Kurt __________Berlin 16. März Amerikanische Noten ...... Belgische Noten ....... Tünliche Noten ....... Englische Noten ....... Geld 4,189 58,28 112,03 20,345 Srlef 4,209 58,52 112,47 20,425 Datum 14.3 16.3 14.3. 16.3. Datum 14 3. 16.3. 14.3. 16.3 Dalum 14.3. 163. 14.3. 16.3. 6% Deutsche Reichsanleihe von 1327 ....... 7% Deutsche NeichSanIeihe von 1929 . ....... Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit Buelos.-Rechten ... Desgt. ohne Auslos.-Rcchte . . 6% Heil. BoU’ftoat von 1929 (rüdiaW 102%)...... Oberbdlcn Provinz - Anleihe mit «uslos.-Nechten ..... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 • ■ • 6% firanfl. Hqp.-Bank Goldpie XIII unkündbar bis 193-1 7% Frankl Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1939 4%% Rbeinhche Hhp^Dank Ligu. Goldpse. 8% Pr. LanveLViandbliesanitalt, Blanvbrteie R. 'S - - - 6% Pr Landespiancbriefanstau, -omm^Lbl. N. 20. - - - 7% Pr Landes»'andbriesanstalt, Blonbbricke R tl - - • • A.E.G abg. Bor^negS-Obltgatio- nen. rückzahlbar 1932 4% Oefterretchtsche Gotvrente . . 4,20% Ockierreichilche Cllberrcnte 4% Oeklerreichiiche Einheitliche Rente 4% Ungariiche Goldrrnte .... 4% Ungariiche StaatSrente V. 1910 4%% oesfll. von 1913 4% Unparische Kroncnrenle 4% Lürkiiche ZoUanIeibe von 1911 4% Türkisch? Bagbadbahn-An! Serie l 4% desgl. Serie U 5% Rumänische vereinb. Rente von 1903 ui arten Lissabon . Danzig . . Sonft nttit. Athen Lanaoa Um uay . Qtoro - . . 168,16 1,459 58,475 112,24 112,21 112,35 10,56 21,99 .20,385 4,1965 16,416 80,73 45,10 2,076 0,344 58,98 12,434 7,357 73,17 3,042 18,83 81,47 1,784 5,44 4,195 3,197 20,90 168,50 1,463 58,595 112,46 112,43 112,57 10,58 22,03 20,425 4,2045 16,456 80,89 45,20 2,080 0,346 59,10 12,454 7,371 73,31 3,048 18,87 81,63 1,889 5,45 4,203 3,203 20,94 168,17 1,461 58,555 112,22 112,21 112,34 10,56 21,98 20,383 4,196 16,414 80,72 44,69 2,076 0,342 58,975 12,435 7,367 73,15 3,041 18,83 81,47 1,784 5,44 4,195 3,197 20,90 168,51 1,465 58,575 112,44 112,43 112,56 10,58 22,02 20,423 4,204 16,454 80,88 44,77 2,080 0,344 59,095 12,452 7,381 73,29 3,047 18,87 81,63 1,789 5,45 4,203 3,203 20,94 DIE FEINE preiswert wie keine 1S.M Äs»«» »n8Ä ta Sff* "SSte ■imkfc nzui>>^ ÄiTO 3^*r6 -A- «FKx »«»«, »i LÄZ Ae Ti« ^Hoffnung Qn Ä $m Kali, ^beute statt. N^chsr. Ion dle 2,25 Proz !ch im übrt nm von 1 Proz ®’h4 Sj* Mrhm. Wen b'ii iS »^'Nietungen »entenmatit halte ' Pscmdbrichnarit verändrrt. Auch Finger Lmfah- e- bclonders Des- >8. mehr gedrückt, oen anfangs ge- lieben ferner gut nach dem M;Sio Latz wurde auf VevifeMarkl lag 88 etwas fester. W40; gegen 2on- riß 124,14; gegen ■‘£1'86 QWHL se. icute vormittag so wegung unter dem en zum Stillstand Notierungen doch ungen. Aus den iberwiegend ((eines Spezialgebieten mit war bei fehlen- er äußerst ge- Anregungen fehlte, if durch die Ham- gemiffe Spannung blieb. Monöers dhos unb Karstadt lichen unb hatten Auch Sprttaltien, Montan- unb Ele(> bis 3,5 d. j). Sur6= er heute stattjinden- Dividende der Salz- lsicherheit aus. An- >as fester. Neubcsisj en Mexikaner etwas gemeinen sehr still. ichsschuldbuchforSe- igebend. ®tli> ajr leichter. Tagesgeld Monalsgeld aus je'l zirka 5,25 o. J). im großen und WerstandssaWett ud des NerchLbank- loihe begründet, der um 250 Millionen, de um zirka 20 Mil' Deckungen um Ma zur Notiz gelangten > fi. höher, wahrend tie. 1,465 58,575 11t« 112« 112« 10« 22.02 20,4g 4,20} 16.4M 80,8« 2,080 0> n ä !!Z 'S 3,2g 20,5» wählt hätten. Es gelte tn erster Linie, die Ausbildung eines regen P arteivereinSlebens zu fördern. Dach diesem Dortrag nahmen noch verschieden« ReDner in der Aussprache das Wort. Architekt Rico laus, der Vorsitzende der Ortsgruppe, sprach das Schlußwort. AMOL 7®?e»ff.-,3T?u4L..l ^ ström- u. Radiotechnik Werkmeisterschule Frühjahrskur für 1078v M Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte Spezlalknranstelt Bolhelm Im Tamms bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch ■ San.-Ral Df. M. Sdiolze-Kalilevss, NS,m 1 LOHNENDE MAHuZUCHT sichert die Beifütterung der a11bewährten,physl logisch vollkommenen Mischung M.Brgcfcmanns „Zwerg., , Erfolge! r Sicherer Schutz vor Knochener. Eier! riurecht LvtijÄLj pa.ckun^ mitSchutemarke-itielott* zeigt,wie man richtig fültertlöratis erhältlich in un- fit I DI■btrlK Ij seren Verkaufsstellen oder durch Leipzig.Eutr. 54m tir fit) 6^ Sv"" AlaSt" U5ptert, N'4 AlchS Sesuichr M Z vorliegenden 2 L recktznN! aller vor e * ilnlicherhe-r. die se i JLn Lo-ie geschwelt Sn tot wohl zunächst worden, doch mnn Tempo gcMen to“ W« Mn habe Gelehegi Hochlonzunttur gehabt Men,.die dieser HochmMtu mengebrochenw mit Aeformmahnaym diesem Srunöe nal Schwer dieser Deso, Daoei spiele auch di Deutschland nicht da Mckrise sei, sondc mehr oder m'.nder a vor den gleicher den. Dai ei würden gleichen Linie bttotx durchgesührt und ge wies hierbei aus t liens und Enl nate, nachdem Deuts führte, eingeleitet t land komme cs nun Länder seine po.'iti bilität wiederzueroäi dieser Krise Heraue auch er'teä Grforöer nanzen in Reich munen in Ordnung Selbstverständlich tc talionen unter leim vertragen. Denn m dann mühte man das eigene Haus i stark zu sein. Mit nicht die Mauern l $5 komme vielmel zu machen, die ossi Ziehung sei. Menn | über feinen Zuslan foflin alle Kegieru an den Mut gehal Deutschland iiberhau ganze Zrage ai man rechtzeitig schm dann brauchte man feilen, wann uni Steuern gekürzt wc rolr längst in aeo hältnisse jÄ&afe aber i treffe nicht eine ^^uersenkw sW gs.- JfDmniunaIf;« 1 ""möglich na finoiÄft §cv- ler noJ, lmme gewesen ^afi SyX'S £rbOtne6l Mdi^ hab beitsbMd tu len Itretentc $ß,e A ntoll ka,t *