Grand» fordert Gleichberechtigung. er- auf Oer IS.Sonuar. Sechzig Jahre Deutsches Reich. Don Dr. Rudolf Henle, o. ö. Professor der Rechte an der Universität Rostock. Erich» >n» »ogl'ch.autz« Sonntags und ft ei erlagt Pctlaaen Vie 3Qu|inert» «teßenei ftamihenblättei Heimat >w Bild Dir Scholle Monats Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Beichsplennig füi Tröger- lohn, auch bei Richter» (djemen emjelner'Jlummern infolge höhere» (Bemail ^ernforechanfchlüBe anter Som melnummer 2251 Anfchnfl lüi vrahtnoch« richten »nzelger Lieken. pofifchecktonlo: 8rarl1nrtam Main 11686 Der italienische Außenminister Grand: klärte, er benutze die Gelegenheit, um wieder die Vorbehalte hinzuweisen, die ferne Regierung im Mai vorigen Jahres in dieser Angelegenheit aus das französische Memorandum vorgebracyt. habe. Er hoffe, daß alle Aichtmitglieder Alle Bemühungen gescheitert. O e internationale Zusammenarbeit zur Behebung der WirtschastSkrisis nicht zustande gekommen. ben Im 3nnern ist die Losung, unter der allein Grobdeutschland erstatten werden kann. Darum keine Provinzialifierung Norddeutschlands oder weiterhin des ganzen Reiches, die nur Darauf abzielt, den jeweils mehrheitsbildenden Parteien des Reichstages die Besetzung aller össentlichen Stellen in die Hande zu spielen. Sondern Behebung des preu- Kisch-deutschen Dualismus durch Emporentwlck- luiifl Der preußischen Provinzen, aus daß sie nach Dem tressenDen Wort Des preutzlschen Oberpräsidenten von Batocki in eDlem Wettetter und in Anpassung an ihre besonDeren Derhattniste aus allen und jeden Gebieten Das beste leisten werben. Dann wirD Dereinst vor einer großdeutschen Reichs- versassung in Wahrheit Das große Wort stehen können: „Das Deutsche Bolk. einig m leinen Stämmen." Oie Betreuung der jugendlichen Erwerbslosen. Berlin. 16. 3an. Das Reichs- arbeitsminifterium unD Die Jt eiq sanft a It für Arbeitsvermittlung und Ar- beitslofenverficherun g haben, um zu ver- hinDern, Daß bei längerer Beschästigungslosigkett die Jugendlichen in ihrem Willen zu regelmäßiger kleindeutschen Reiche erfüllt ansah. sind dahin; in Zukunft wird er sich nur erfüllen können als ein öemeinfinn für das deutsche Volk. Da ur zu fassen, sei der Entschluß. Der aus Dem Rückblick auf deutsche Großtaten vor 60 Jahren unD Dem Hinblick aus Deutsche Not Der Gegenwart entspringt. Der Ansang solchen Schaffens heißt: Reichsreform. ~er Neubau Des Reiches muß so gestaltet wer Den Daß Oesterreich Darin Platz finDet. Das vor 60 Jahren geborene Kaisertum ist gestorben, aber Der vor 60 Jahren gestorbene Partikulansmus ist nicht wieder Nun gilt es neu zu bauen. Aber nicht, indem man ein zentralisiertes unD provinzial,siertes Nord- Deutschland unD vier Länder m SuDdeutschland einander gegenüberstellt. Wenn dieser die Ma.nl.nie wieder ausreißende Plan sich als Vollendung des Einigungswerkes von 1871 zum Z101 ausgidt, so kann das Andenken der Reichsgrundung kaum ärger mißachtet werden. Ein einiges Reich ist 1871 gegründet worden; der «chatten der Reichs- aründung war nicht Mangel der Einigkeit un Reiche, sondern die geschehene Abspattunc> emes Tolles der Deutschen. Hinter dem Anhangeschlld einer angeblich mangelnden Einheit verbirgt sich der größte Feind wahrer Gesundung und großdeutscher Zukunft: der Zentralismus. Einheit in der Wehrmacht und in allem Wirken mich außen aber Selbstverwaltung staatlicher Aufga- Eurt us über Deutschlands W-rtschafisnot. Nach Briand nahm Reichsaußenminister Dr. Curtius das Wort. Deutschland wünsche eine Friedenspolitik. Zusammenarbeit der Volker und gerechten Ausgleich aller Interessen auf dem Bo- Den vo 11stcr Gleichberechtigung. Ganz Oie Eröffnung der Genfer Europakonferenz. Oeutschland und Italien verlangen die Hinzuziehung (Sowjetrußlands und der Türkei Oer Italiener Grandi fordert Erfüllung der Abrüstungspflicht. Arbeit geschwächt, in ihrer Arbeitsfähigkeit geschädigt und schließlich körperlich, geistig und sittlich ge- fährdet werden, die Landesarbeitsämter und die Arbeitsämter angewiesen, während der kommenden Wintermonate berufliche ® i l D u n g s m a r - nahmen insbesondere für die fugeüblichen Arbeitslosen zu treffen und zu fördern. Die Teilnahme an Den Blldungsmatznahmen wird nicht nur Den unterstützungsberechtigten JugenDlichen, sondern auch solchen Jugendlichen ermöglicht, auf Die sich nach Den gesetzlichen Vorschriften Die Maßnahmen Der Reichsanstalt nicht erstrecken können. Reichs- arbeitsminister unD Reichsanstalt haben erheblich« Mittel für Diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Die Hilfe aller öffentlichen und privaten Stellen, Die an Der Betreuung der Jugendlichen beteiligt sind, wird ausdrücklich willkommen geheißen. Die engste Zusammen, arbeit mit allen diesen Stellen 'st den Arbetts- ämtern zur unbedingten Psllcht gemacht. Wegen dec Zusammenarbeit mit diesen Organisationen ist Der Reich-arbeitsminister auch an die £anberregierun- gen herangetreten. Er hat ihnen empfohlen ähnliche Vorschriften wie Der preußische Minister für Volks- Wohlfahrt zu erlassen. Dieser hat Die Verwendung der noch vorhandenen Mittel für Jugendpflege, Leibesübungen uni, Lehrgänge vorwiegend für Die Betreuung Der erwerbslosen Jugendlichen ungeordnet. Annahme von Bnjeigen für Die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig; für Re» klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr ftneör Wich Lange. Verantwortlich für Politik Dr ftr Wich. Lange; für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämttich in (Biegen. aber pÄ aüf Dem "Weltmeer mit der dritten , Großmacht zusammen. Urplötzlich wuchs am I 28. Juni 1914 der Schatten riesengroß empor. sj>nd)t breitete sich über Deutschland. Mußte das so kommen? Die ^age: kleln- d c u t s ch o d e r g r o ß d e ii i s ch?, die in der Mtttt des vorigen Jahrhunderts die ^rzen beweg e dann unter dem überwältigenden, Ewlgkeitsdauer ter heißenden Eindrücke Der Reichsgrundung von 1871 wrjanf, ist unter Dem erschütternDen^EmDrucke Des weiten Versailles micDer erstanDen. führende ©elfter ein FrieDrich List, Julius Frödel, Karl Ludwig Bruck haben seinerzeit vor Der Spaltung gewarnt; Die Katastrophe Des gesamten Deutschtums als Deren ftol> ist prophezeit worDen. Aber war ein anderer Weg möglich? Forderte nicht der Nattonalstaats- ^dan7e gebieterisch die kleindeutsche Lösung von 1866 71 auf alle Gefahren hm. m der Hoifnung auf einen glücklicheren Ablauf der Ereignisse. Der Kampf der Meinungen ist neu entbrannt und mußte Der Selbstbesinnung zufolge neu entbrennen. Soviel ist gewiß: war Die Teilung Deutschlands unoermeiw lich so muß Das Unglück, das sie unvermeidlich machte, weiterzuruckinderDergangen. l) ffiie^ma^abe^über das alles denken mag, Die ReNsqrünDung von Versailles bleibt dennoch e i n , t j.'; ch t [ i m e 5 Ereignis von ragenDer Größe^Sie war Der Pfeiler, an Dem tatsächlich Dir- Gefühl unzerstörbarer Deutscher Zusammen- aehörigkeit sich emporgerankt hat- Was geschaffen murDe9 war nicht Die gesamtdeutsche Einheit, aber “s m a r Deutsche Einheit Und geraDe Daß sie Die .Krönung eines unvergleichlichen S^geszuges war Daß Die Kaiserkrone auf Dem odjladjtfelDe gewönnen wurDe, wirkte stichlend. Die Feuerprobe hat Das so geschaffene Einheitsbewutztsein in Den Dumpfen Jahren abgelegt, da Das Zerstorungs- werk Des zweiten Versailles Den Landesverrat zum gewinnverheißenden Unternehmen machte. Die völlige Austrocknung Des Bodens für jegliche Absplitterungsbestrebungen ist eine Folge Der jählings packenden Wirkung Der o^opfung vom 18 Januar 1871 auf Die Gemüter. So verstanden wird Die Reichsgründuna für alle Zetten unD für jedes geschichtliche Urteil ein Markstein auf Dem Ueae Des Deutschen Volkes bleiben.. ftür Den ferneren Weg aber muß Der groß- deutsche Zusammenschluß unver ruck» bares Ziel sein. Der Weltkrieg hat Die Schick- salsverbundenheit Der Deutschen tm Reich und 'n Oesterreich erhärtet und ihr Zusammengehorigketts- bewußtjein zu neuem Leben erweckt. Die Zelten, da mau den Sinn der deutschen Geschichte als im Genf. 16. Jan. (WTB.) In Der öffentlichen Nachmittagssitzung Der Europakonferenz wurDe mit Der Beratung Der W i r t s ch a f t s f r a g e n begonnen. Der ehemalige hollänDische Ministerprafi- Dent Eolijn. gab eine ungeschminkte Darstellung der bisher so gut wie ergebnislos gebliebenen Bemühungen, auf Dem Wege einer internationalen Zusammenarbeit zu einer Behebung Der wirtschaftlichen Schwierigkeiten. insbefonDere in Europa, zu kommen. .... : Im ersten Jahr nach Der Weltwirtschaftskonferenz wurden keine kollektiven Anstrengungen gemacht, um die Tarife zu senken. Im zweiten Jahre wuchsen im Gegenteil die Protektion ist i - s ch e n S r ö m u n g e n. Die sogenannte Zollwasfen- stillstandskonferenz im März 1930 erwies sich als ein Fehlschlag insofern, als die auf ihr beschlossene Handelskonvention, durch die sich die Staaten zu einer gewissen Stabilisierung der Zolltarife verpflichteten. bis jetzt nicht in Kraft gesetzt werden konnte. Die Novemberkonferenz der Regierungen hat endgüttig gezeiyt daß trotz, der immer mehr sich verschorfenden Wirtschaftskrise in Europa bei den Regierungen nicht Der Wille vor - hanDen ist. Durch gemeinsame Anstrengungen aus den Schwierigketten herauszukommen. Es gehl nicht, diese Tatsachen. Die große Gefahren in sich bergen, zu verschleiern. Man mutz feststellen, daß Die An- trenäungen. Die vom Völkerbund gemacht worDen inD um Den Entschlietzungen unD Empfehlungen der Wettwirtschaftskonferenz vom Jahre 1927 zu entsprechen, auch, was Die Verhältnisse in Europa betrifft, als gescheitert angesehen roerDen mui- sen. Das Ergebnis einer fast vierjährigen Arbeit ist keine Verbesserung, sonDern eine Verschlech t e - rung Der Wirtschaftslage wie sie. Du? Weltwirtschaftskonserenz im Jahre 1927 vorfanD. Diese Tatsache hat zur Folge. Datz in einer großen Anzahl von Ländern die Menschen ,ede Hoffnung auf den Völkerbund auf gegeben haben. In dieser Situation liegt die ungeheure Ge- fahr, datz künftig auch diejenigen Länder, die bisher eine liberale Handelspolitik getrieben haben, ihrer- feite zu einer Aenderung ihres Handelssystems schreiten und daß die wirtschaftliche Zer- ft ü cf e l u n g Europas, die schon heute Europa gegenüber den anderen Kontinenten schwächt, noch größer wird. Die politischen Folgen eines allgemeinen europäischen Handelskrieges wären katastrophal. Nur durch eine bessere wirtschaftliche Organisation Europas könnten die europäischen Staaten auch politisch einander nähergebracht werden. Die Rede Eolijns machte einen tiefen Eindruck auf die Versammlung. Briand erklärte, das wenig ermutigende Bild des Berichterstatters habe die zwingende Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit europäischer Völker gezeigt.^H c n - ders on beantragte die Aufhebung her Sitzung, Damit Den Delegierten Die Gelegenheit gegeben tverbe, sich für eine Diskussion Der angeschnittenen Fragen in einer späteren Sitzung vorzuberetten. Die Versammlung vertagte sich auf morgen. des-Völkerbundes eingel oben würden, an der europäischen Union teilzunehmen im ureigensten Interesse der Union selber, die sonst ein einseitiges Staatengruppenge- bilde darstelle. Die Hinzuziehung Don -K u fj- land und der Türkei liege auch im Interesse des Völkerbundes selber. Er wisse zwar nicht, welches Die Antwort dieser Länder aus eine Einladung sein würde; er sei aber sicher, daß diele Staaten es als unangenehm empfinden wurden, wenn man sie erst in einem späteren Stadium hinzuziehen wolle. Die Frage müsse icM geLart werden. Grandi erklärte Dann nochmals, wie es die italienische Regierung bereits in ihrer Ank- wort auf das französische Memorandum getan, hat daß die europäische Union unmöglich lei. solange Die gegenwärtige U n g l e i ck h e tt imRüstungsstand Der europäischen Staaten vorhanden ist. Es müsse unbedingt die völlige politische und juristische Gleichheit aller europäischen Staaten erreicht werden. Dies sei unmöglich, solange die Staaten der Abrüstungspf licht, wie sie im Dolker- bundspalt vorgeschrieben sei. nicht genügt- Italien sei bereit, an der Lösung der Abrustungs- frage mitzuarbeiten, da hier die einzig möglich« Lösung Der Schwierigkeiten hege, unter denen Europa leidet. Das sei die primäre Sei e deS Problems Der europäischen Einigung. Alle anderen Fragen seien, so wichtig und dringlich sie im Augenblick auch erscheinen, gegenüber diese« Hauptfrage von sekundärer Bedeutung. Der englische Außenminister Henderson machte daraus den Vorschlag, eine Kommission einzusehen, welche die in der Diskussion aufgeworfenen Fragen, insbesondere das Arbeitsprogramm für die jetzige Tagung, prüfen foUc. Dieser Vorschlag wurde angenommen, ver Kommission, die aus sieben mitglieDern Der Konferenz besteht, ist auch Deutschland durch Dr. Curtius vertreten. Nr 14 Lrstes Blatt 181. Zahrgang Samstag, 17. Januar 1951 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Cnid und Verlag: vrühl'iche Universitäts-Such- und Stttnöruderei K Lange tn Stehen. SchrifUettung und Geschäftrstelle: rchnftttafze 7- Europa und besonders Deutschland leide heute unter der großen Wirtschaftskrise 4,3 Millionen Arbeits- lose, drückendster Kapitalmangel, K a p i t a l a b • fluh ohne Gegenleistung seien die hauptsächlichsten Merkmale der heutigen wirtschaftlichen Lage Deutsch'.ands. Deutschland sei daher nach wie vor bereit, jedes Mittel zu ergreifen, um die Wirtschaftskrise bei sich und den anderen Ländern zu bekämpfen Die deutsche Regierung stimme daher den Vorschlägen Briands zu, in erster Linie mit der Erörterung wirtschaftspolitischer Maßnahmen zu beginnen, um die wirtschaftliche Krise als solche in ihren Teilen abzuschwächen Cur- tius wies weiter darauf hin, daß die Vollversammlung des Völkerbundes dem Ausschuß den Auftrag gegeben habe, ein Gesamtprogramm der europäischen Zusammenarbeit auszuarbeiten. Unbedingt notwendig sei es, zur Erfüllung der dem Ausschuß von der Völkerbundsversammlung ge- steckten Aufgaben nunmehr sowohl die praktischen Vorschläge der einzelnen Regierung, insbesondere der dänischen und der deutschen Regierung >n Angriff zu nehmen, als auch die Frage der Bureau- bilbung und der Zuziehung der europa- i s ch e n N i ch t m i t g (i e b s ft a a t e n zu erörtern. Diese Fragen dürften unter gar keinen Umstanden unter den Tisch fallen. Dr Curtius schloß mit der offiziellen Anfrage an Briand, wann er diese Fragen auf der gegenwärtigen Tagung des europäischen Ausschusses zur Verhandlung zu stellen gedenke. „2 ®eni. 16. San. ,NT2, < volle Sorge um das wirtschaftliche Fortkommen, pätsche Konser^iz zu der 27 euro^ns^ Minister hat die Schleier von sich gemoifen, und vor ihrem und m ihrer Begleitung viele dohe Beamte Der hohläugigen Antlitz sind Selbsttäuschung und Schön- Außenministerien erschienen hnD, wurde Heute fäSms Weite geflohen. Zugleich zeigten Faust- vormittag in der großen Glasveranda d^ Vo^ diläae ins Gel cht der deutschen Würde, die der kerbundshauses durch Den französischen Außen äußere Feind in Polen und Serbien ungestrast voll- Minister Vria nd. Der von der ersteneuropat gönn toQr & & Mng« Scbealtae, ben mir h°u!e begehen oU -wTag hlubenminiN^Dr. Surti us zu- der Erhebung, aber auch der S e l b st b e s r n n g ^Qt unö mit einige Vorte wechselte. ODcuer sein. । bemerkte man, wie Dr. Curtius in einem Der gewaltige Augenblick vor sechzig Jahren, at längeren Gespräch mit Dem italienischen Auhen- im Sästosse Des französischen Sonnenkönigs unter @ r a nt> t verweilte, mit Dem er ossen- Dem Rauichen siegumwobener Deut d>er Fahnen Der bQr eini ProzeDursragen hinsichtlich des Vergreise König . von Preußen dre BegrunDung Des bcr Europakonferenz besprach. Deutschen Reiches aussprach, unD Die versammeiren nßriani) cQt ber stellvertretende Generalsekretär Führer deutscher Kriegerscharen in Das erste ^oa) t> enol, der die Ausgaben des Konserenzsekre- auf Kaiser Wilhelm ausbrackstn war D er je* tär8 wahrnunmt, Platz genommen. Der Direktor qinn eines glanzvollen Aufstiegs v o I Internationalen Arbeitsamts Albert T ho - unfaßlicher Schnelligkeit — Dem naa) m a hxr der Konferenz ein Memorandum über 47 Jahren ein Zusammenbruch non un- fein Arbeitsgebiet vorgelegt hat, ist gleichfalls » Briand eröffnet die Sitzung. ?väteren Ratgeber zu erblicken. Vielmehr laßt sich Um 11.30 Uhr erklärte Vriand die Konferenz nickt verkennen, daß auf das Werk vom 18. Ja- füc eröffnet. Er sprach Die Hoffnung aus, Daß Das nUar ib71 von vornherein ein Schatten gefallen ist. neue Jahr Den Volkern und Staatsmännern ge- Das Werk von 1871 war Die DollenDung Des Wer- xingere Sorgen unD Lasten bringen werd«- als Das kes von 1866 Es war Die GrünDung eines Deut- vergangene. Aoch niemals habe in Der Oeschichte idjen Reiches, aber nicht eine WieDeraufrichtung ver Aachkriegszeit ein f o schwerer Druck Des Deutschen Reiches, Das gegcrünDete Reich war wirtschaftlicher Ao. auf Den europäischen ein kleinDeutsches Reich, nicht Das groß- Völkern gelastet, als heute. Die Volker seien sich heutlcke Reich Geschaffen war eine tiefersehnte großen Gefahren Der Gegenwart bewußt und den cke Einheit, abef nicht Die tiefer,ehnte Einheit die öffentliche Meinung Drange daher heute mehr al le r Deutschen. Dieser Schatten trat in Der Folge- denn je zur Verwirklichung des Gedank^iseiner ?e t liir bi« =om unerljörten <91anä« be- neuen curopäifwn Union. Si« if« 6ab« all« Reiches aeblenDeten Augen zurück, man gewahrte europäischen Staaten ergriffen und berühre ibn nirht^mehr unD sprach von Dem wiedererstande- I unmittelbar das s o z tal e u n d w i r t • nen Deutschen Reiche und Der Einigung Gesamt- s ch a f 11 i ch e S ch i ck s ctt de r V o 1 k e r^ Die Der- Deutid-lanDs Aber gebannt war der Schatten nicht, anttoortung der curopon,^^A;vatsmann^r sei fflorniania braud)te9Die geeinte Kraft aller ihrer! außerordentlich groß. Der Witte zur Aufrecht Pöhne um Dem Drucke Der Nachbarn im Westen erhaltung Der eurvs>äischen Ziv.lisabiwi nmfse für unh nften miD^rftehen ^u können. Nun war Der die Arbeiten des Europäischen Ausschusses maß- hlL? Wabes großen deutschen Stammes ab- gebend sein. Die Arbeiten mußten vor dem ent» und dem Verdorren preisgegeben. Die schlossenen Willen zum Frieden ge- De^utfck-Oester reicher, allein gelassen und tragen werden, ^des Volk müsse daran mitwir- Nl-nanckeftrebeii des westlichen Nachbarn, einer europäischen Gemeinschaft getan. Sie bliibe Vorschläge cinzstner De^ru .gen vor; andere Regierungen beab.ichtigten gleichfalls Vorschläge einzureichen. Aus dieser Grundlage muje seht schrittweise an die Klärung und Prüfung der großen europäischen Fragen herangegangen werden. Vriand schlug sodann vor, daß zunächst der President der europäischen Zollwal «ensti Istandskonfe- renz, Colijn, einen Bericht über die Frage der europäischen Zollsenkungen e.statten solle und daß Darauf Die wichtige Frage der euro- paiscken landwirtlchaf tlichen Kredite in Angriff genommen würde. Starker Eindruck in Genf. Deutjchtanv und Italien geben den Verhandlungen eine andere Richtung Genf, 16.3an. ($11.) Die große politische Aussprache in der Eröffnungssitzung des europäischen Ausschusses hat in allen beteiligten Kreisen starken Eindruck hinterlassen. Aach den ursprünglichen Planen sollte die Frage der Zuziehung Rußlands und der Türkei, die Bildung des Präsidiums und die Behandlung der dänischen Vorschläge auf dieser 'Tagung überhaupt nicht verhandelt werden. Durch das Eingreifen von deutscher und italienischer Seite ist den Arbeiten des Ausschusses vom, ersten Tage eine andere Richtung gegeben worden und die Hauptfrage der Zuziehung Rußlands und der Türkei offiziell zur Verhandlung gelangt. Die politisch bedeutsamen Erklärungen des italienischen Außenministers werden überall auf das lebhafteste kommentiert. Die ostentativ in italienischer Sprache gehaltene Rede wird dahin ausgelegt, daß die italienische Regierung entschlossen ist, ihren Einfluß und ihre Stellung in Gens Wetter auszubauen und insbesondere sich innerhalb des europäischen Ausschusses einen maßgebenden Einfluß zu sichern. Unterstrichen wird ferner die Heber- einstiinmung der Rede des deutschen Außenministers mit den Ausführungen des italienischenMinisters. Beide wiesen übereinstimmend auf die Rotwendigkeit politischer und rechtlicher Gleichstellung sämtlicher europäischer Mächte innerhalb der europäischen Union hin, wobei der italienische Außenminister darüber hinaus im Gegensatz zu dem Standpunkt der französischen Regierung die Durchführung der Abrüstungsver- p f l i,ch t u n g e n als die einzig mögliche Lösung der Sicherheitsfrage und der Einigung Europas bezeichnete. 3m europäischen Ausschuß sind damit zum ersten Male die grundsätzlichen Forderungen der deutschen Außenpolitik auf Gleichberechtigung aller Mächte und Durchführung einer allgemeinen Abrüstung vor dem Forum sämtlicher europäischen Außemninister zum Ausdruck gelangt. Es wird allgemein festgestellt, daß es in der ersten Sitzung der deutschen und italienischen Regierung gelungen ist. einen maßgebenden Einfluß auf die Arbeiten des europäischen Ausschusses zu nehmen. Ferner wird darauf hinge- wiesen, daß der Bericht von (Soli jn, den europäischen Ausschuß nunmehr zwangsläufig vor die Rotwendigkeit stellt, sich mit den grundlegenden Fragen der europäischen Zollsenkungen zu befassen. Widerstand der Völkerbundsbürokratie. Noch keine Einigung über die Einladung Lowjetrutzlands und der Türkei. Genf. 16. 3an. (TA.) Der Anterausschuh, der das Arbeitsprogramm festlegen soll, hat am Rachmittag eine kurze Geheimsihung abgehalten, in der. wie verlautet, die durch den deutschen und den italienischen Außenminister aufgeworfene Frage der Aufnahme Sowjetruhlands und der Türkei in dem Europäischen Ausschuß erörtert worden ist. Bei diesen Beratungen hat sich herausgestellt, daß die Haltung der einzelnen Mächte in dieser 'Frage st a r k geteilt ist. Der deutsch-italienische Vorschlag hat die An terstützung des englischen Außenministers Henderson gefunden, stieß jedoch aus den Widerstand einiger anderer Mächte und wurde insbesondere von den Vertretern des Völkerbundssekretariats abgelehnt. Eine endgültige Entscheidung .wurde nicht getroffen. Es wurde ledig'ich beschlossen, diese Frage in den nächsten Tagen im t Gesamtausschuß zu verhandeln. Oie Preisbindung bei Markenartikeln. Berlin, 16. 3an. (TA.) Das Reichs- Wirtschaftsmini st erium teilt amtlich mit: Die Reichsregierung hat zur Förderung des weiteren Preisabbaues eine Verordnung über Preisbindungen be i Markenartikeln erlassen, die im Deutschen Reichsanzeiger bekanntgemacht wird. Als Markenartikel gelten nach der Verordnung solche Waren, die entweder selbst oder deren Umhüllung oder Ausstattung mit einem ihre Herkunft kennzeichnenden Merkmal (Firma, Wortoder Dildzeichen und anderes) versehen sind. Der Verkehr mit diesen Waren fällt aber nur bann unter die Verordnung, wenn der Lieferer dem Abnehmer durch Verpfl.ichtungs- schein (Reverse), durch den 3nhalt seiner Geschäftsbedingungen oder auf andere Weise verpflichtet hat, die Ware nur zu einem bestimmten Preise an den Verbraucher weiterzuveräuhern. Diese Preisbindungen sollen nach dem Inhalt der Verordnung dann hinfällig sein, wenn der festgesetzte Preis gegenüber dem am 1. 3uni 1930 geltenden Verbraucherpreis nicht um mindestens 10 v. H. ermäßigt ist. Einer Preisermäßigung würde es gleichzuachten zu sein wenn unter Beibehaltung des am 1. 3uli 1930 geltenden Rominalpreises eine entsprechend größere Wenge der Waren geliefert wird Dagegen würde eine Senkung des Rominalpreises unter gleichzeitiger Verschlechterung der Qualität oder Verringerung der Menge nicht als eine Preissenkung im Sinne der Verordnung gelten können. Zur Herabsetzung der Beamiengehälier in Italien. Zu der uns von der Pressestelle der Rational- sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Ortsgruppe Gießen, übersandten Ro.iz bittet uns Herr Helmut von Werner mitzuteilen: „3n den 3abren 1926 29 sind 13000unmittelbareStaats- beam te entlassen worden. 3n den 3ahren I92c/1930 sind auf Grund eines Sondergesetzes le 1 euenDearnteneingestellt worben. Alle Beamten, auch bie Richter, sind jeder- ze i t absehbar. Somit sind bie italienischen Beamten auch in manchen Gebieten erheblich schlechter gestellt als die deutschen Beamten. (S Eschmcmn, Der faschistische Staat in 3talien. “ Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. Verbilligte Baudarlehen. — Gemeinde und Wohlfahrtslasten. Darmstadt, 16. 3an. Der Finanzausschuß überwies eine Eingabe des Hessischen Fürsorgevereins für Krüppel um einen Staats- zuschuh für die Orthopädische Uni« versitätsklinik (Krüppeleim) in Gießen der Regierung zur wohlwollenden Berücksichtigung. Dem Ausschuß lagen dann noch eine Reihe von Eingaben um Gewährung verbilligter Baudarlehen vor, bie zusammen behandelt wurden. Es handelt sich um Klein-Bauherren, die ohne bie bestimmte Zusage auf Erhalt bes verbilligten staatlichen Baubarlehens zu bauen anfingen unb nun nachträglich Gesuche eingereicht haben. Der Ausschuß hat in ber gleichen Frage früher einen Beschluß gefaßt, daß alle berartigen nachträglich eingegangenen Gesuche nicht mehr berücksichtigt werben dürften, weil sonst in der Oefientlichkeit falsche Schlüsse gezogen werden könnten, wenn dem einen Gesuchsteller stattgegeben, dem andern aber eine Absage zuteil würde. Der Minister für Arbeit und Wirtschaft erklärt, daß er aus Rückflüssen auch nachträglich eingegangenen Gesuchen entsprochen und durchaus ohne Rebenabsichten gehandelt habe. Der Ausschuß dagegen hält an dem früheren Beschluß fest, den der Minister korrekt erfüllen müsse. Die Eingaben werden für erledigt erklärt. Das gleiche Schicksal finden einige andere Eingaben von Privatfirmen um Zuschüsse ober Nachlässe. Eine lebhafte Aussprache entspann sich über bie sozialbernokratischen Anträge zur A r be i t s - lofenfürforge unb zur Linderung derRot- lagederStädteund Gemeinden infolge der steigenden Wvhlfahrtslasten. Die Anträge sind auch im Reichstag eingereicht. Don Regierungsseite wird daraus verwiesen, daß viele Gemeinden und Städte in Hessen einen Wohlfahrtsetat zu erfüllen haben, der ihre gesamten Reichsüberweisungen aufzehrt, so bah ihnen für ihre sonstigen Aufgaben nichts mehr verbleibt. Den übrigen hessischen Kommunen, bei denen die Verhältnisse nicht ganz so katastrophal lägen, könne bie Regierung an ben Aeberweisun- gen nichts kürzen, um ben am schwersten bedrohten Kommunen zu helfen. Die Regierung gab baß Ergebnis ihrer Beratungen wie folgt bekannt: „Die Regierung begrüßt die Grundtendenz des Antrages, die Kommunen in der Betreuung der Wohlfahrtserwerbslosen zu entlasten, auf das lebhafteste, hat aber nach Lage der gesamten Volkswirtschaft gegen die Ausschaltung der Kommunen bei der Betreuung der Wohlfahrtserwerbs- losen große Bedenken. Sie ist darnach bereit, sich für eine wesentliche Entlastung der Kommunen bei ber Reichsregierung einzusetzen und wirb sich bet ber Beratung des Gesetzentwurfes von biefem Gebanken leiten lassen." Von bem Vertreter ber Dolkspartei unb ber Volksrechtspartei würbe erklärt, er könne dem Antrag der Sozialdemokratischen Partei in der vorliegenden Fassung nicht zustimmen, unterstütze aber die Erklärung des Kabinetts als Antrag des Ausschusses. Der Ausschuß stimmte bann einmütig ber Erklärung ber Regierung zu, wodurch die Anträge der Sozialdemokraten für erledigt erklärt wurden. Die Etatsdebatte im Haushaltsausschuß. Berlin, 16. 3an. (VDZ.) 3m Haushaltsausschuh des Reichstags ging am Freitag die allgemeine Aussprache über die Wirtschasts- unb Finanzlage weiter. Abg. Dr. Stolper (Stp.) teilte die Skepsis gegen ben Etat 1931, insbesondere auch bezüglich der Gemeinben. Run habe im letzten Reichstage bas sog. Streich Quintett wirksame Abstriche erzielt. Auch jetzt solle man versuchen, durch wirksame Abstriche den Haushalt zu sichern. Die Krise in der Welt zeigt ihren normalen Verlauf. Wir sind das einzige Land, in dem sich keine Auflockerung ber Krise zeigt. Der Grunb dafür ist das allgemeine OKiff- trauen in unsere politische Entwickln n g. Deshalb hält ber Redner die vo'kspartei- liche Drohung für unverständlich. Viel schlimmer als em ungedecktes Defizit vor einigen hundert Millionen seien andauernde und verschärfte Zweifel in die Stabilität unserer politischen Ordnung. Wiederherstellung des Vertrauens sei nicht nur notwendig zur Hebertoinbung der Krise, sondern für jeden Schritt, den wir zur Revision unserer Kreditpflichten un ernehmen tool ten. Rie wieder dürfen wir Reparationsverhanblun- gen in einem finanziellen Zustande beginnen, ber es uns nicht geflötet, in einem gegebenen Augenblick auch Rein zu sagen. Abg. Or. Albrecht (Rats.) griff die Finanzpolitik ber Reichsregierung auf bas schärfste an. Als er Bemerkungen fallen ließ, wie ^Was hier zwölf 3ahre lang regiert hat, fjat mit bem Wohle des Vaterlandes nichts zu tun“, ober ^Müller-Dersaillcs" unb ..Das Volk, das Sie zwölf 3ahre lang belogen und betrogen haben", bat ihn ber Vorsitzende dringend, sich ber Sachlichkeit in ben * Ausschuhberatungen anzupassen, bie zwölf 3ahre lang bie Abgeorbne- ten in bem Ausschuß geübt haben. Dr. Albrecht erklärte bann, baß er von bem Minister an der Spitze feiner Rede einen flammenden Protest gegen bie Tributverpfllchtungen erwartet habe. Die Rationalsozialisten er Hären sich auch gegen ben Plan, einen zehnprozentigen Beamten- abbau bei ben Mini sterien vorzunehmen. Wohl sei ein Beamtenabbau berechtigt, wenn er zum Besten des Vaterlandes vorgenommen werde. Die Rationalsozialisten werden rücksichtslos die Beamten abbauen, unb zwar ohne jede Pension abbauen, aber bies wirb nur alle bie- lenigen Beamten treffen, die während der letzten zwölf 3ahre auf Grund ihres Parteibuches sich in Amt unb Würde hineinge- | schlichen haben. Zum Schluß forderte er den Deichs inanzminister auf. sofort zurückzutre- t e n. Für jeden Tag, den die heute Regierenden länger im Amte bleiben, würden sie vor bem Staa tsgerichtshos des kommenden dritten Reichs sich verantworten müssen. Abg. Or. Gereke (Ldv ) drang daraus, daß die vom finanziellen Standpunkt verständlichen Widerstände gegen eine großzügige Durchführung der Ost Hilfe aufgegeben werden. Bezüglich der Tributlasten kämpfe das deutsche Landvolk ebenso wie der Sprecher der Nationalsozialisten für eine möglichst schnelle nachhalt.ge Senkung der deutschen Leistungen. Einsparungen am Etat lassen sich vielleicht noch vornehmen, wobei aber unsere Wehrhaftigkeit nicht angetastet werden dürfte. Der Redner betonte, daß man im Interesse der Drosselung der Ausgaben auch nicht davor zurückschrecken dürfe, vorübergehend noch einmal über die 6 Prozent hinaus die Beamtengehälter zu kürzen. Abg. Hergt (Ont.) behandelle noch einmal das Hugenbergsche Projekt einer Reparationsabgabe. Er drückte fein Bedauern darüber aus, daß gestern der Minister bei der Ablehnung bes Vorschlages sich lediglich auf den Zeitungsartikel des früheren Reichstagsabgeordneten Dr. Reichert zurückgezogen habe. Das große Verdienst Hugenbergs liege darin, daß er der Reichsregierung hier einen Weg gewiesen habe, auf dem man auf Grund eigenen Rechtes und eigener Initiative Deutschlands zu einer Revision des Poungplanes kommen und unsere Reparationsgegner wie alle übrigen Länder an den Verhandlungstisch zwingen könne. Die Deutsch- nationale Volkspartei verlange, daß ihr Vorschlag unter solchen Gesichtspunkten gewürdigt unb als der einzige Weg zur ernstlichen Revision anerkannt werde. Abg. Or. Cremer (OVP.) wandte sich gegen verschiedene Mißverständnisse über die Msichten seiner politischen Freunde in bezug auf den Etat 1931. Die Volkspartei könne den sogenannten „gemäßigten Optimismus" nicht teilen. Da die Einnahmen nicht mehr erhöht werden könnten, ließen sich die Schwierigkeiten des Etats 1931 nur von der Ausgabenseite her beheben. Die Deutsche Volkspartei werde nach einem reiflich überlegten Entschluß die Reichsregierung nur bann bei der Verabschiedung des Haushaltes unterstützen, wenn bie geforderten weiteren Einsparungen von 300 Millionen Mark vorgenommen werben. Abg. Reinhardt (Rat-soz.) erklärte, die Zu- icherung, daß keine neuen Steuern kämen, müsse tark bezweifelt werden. 3m Frühjahr werde icherlich eine neue Deckungsvorlage kommen. Es gebe nur einen Weg, aus bem Glend herauszukommen, nämlich die Auflösung des Reichstags und dadurch die Regierung der Rationalsozialistischen Partei. Der Ausschuß vertagte dann dieWeiterberatung auf Samstag. Aus aller Well. Bildung einer studentischen Arbeitskonferenz in Berlin Wie ber Rektor der Berliner Friebrich-Wil- Helm-Universität mitteilt, haben bie Verhandlungen mit den Studentenvertr. tem zur Bildung einer „Arbeitskonferenz von Vertrauensleuten anerkannter studentischer Spitzengruppen" geführt. Diese Konferenz arbeitet auf einmütigen Wunsch ihrer Teilnehmer unter dem Vorsitz des Rektors, ohne den Charakter einer studentischen Gesamtvertretung zu haben, und soll die Frage ber Schaffung einer staatlich a n - erkannten „Studentenschaft" Hären, sowie ein vertrauensvolles Zusammenarb.iten der Studenten untereinander, wie auch mit Rektor und Senat zu schaffen suchen. Die Arbeitskonse- renz besteht aus Vertrauensleuten folgender Spitzengruppen: Berliner Waffenring. Deutsche Burschenschaft. Deutsche Gruppe, Freiheit iche Studentenschaft, Ra ima'so ia irischer deutsch'r Studentenbund, Repub iranischer ©tubentenbunb Sozia.isllsche Studentenschaft, Fraktion der Studentinnen. Ein kommunistisches Kinderheim als Funktionärschule. (W-W.) Eine Abteilung der Pouzeiblrektion Gotha unternahm am Mittwoch eine Durchsuchung bes kommunistischen Kinder« de-ms „Mopr , in dem zur Zeit eine Bezirks« f U n k t I o n ä r f ch U l e f Ü r j U g e n d l i ch e K o m. untcr Altung des kommunistischen uniL preußischen Landtagsabgeordneten Dudbrns ° Erfurt unterhalten wird. Da man ver mutete, daß sich dort st eckbrieflichverfolgte Personen verborgen hatten, rückten eine grobe Anzahl Beamter der Thüringer Landespolizei, Gendarmerie und Kriminalbeamte in das Gebäude ein. Der Verdacht bestätigte sich, denn man fand ben Arbeiter Karl Fischer aus Salzungen, gegen den Haftbefehl wegen Landfriebensdruchs vom Oberstaatsanwalt in Eisenach vorlag. Fischer wurde festgenommen und nach dem Amts- aerichtgefängnis Salzungen gebracht. Im Kinder« heim wird zur Zett ein Lehrgang zur Ausbildung von kommunistischen Funktionären abgehatten Da bei der Amtshandlung der dringende Verdacht her- oortrat, daß der Lehrstoff den Tatbestand einer vorbereitenden Handlung zum Hochverrat im Sinne des §86 des Reichsstrafgefetz- budjes dar stellt, wurden ein Teil bes Lehrmaterials und eine Reihe von Aufzeichnungen sowie eine dabei Vorgefundene Pistole mit scharfer Munition beschlagnahmt und der zuständigen Staatsanwaltschaft in .Ilmenau zugeleitet. Wegelagerer. Ein Kampf mit Pistole, Messer unb Fäusten fand a u f der Landstraße von Kreuzig .a$ n a HA lzey zwischen einem Automo- b i l l sten, ber wegen einer Panne halten muhte, und einem Landstreicher statt. Letzterer trat P1 Och? ^^ofiwagenführer heran unb forderte drohend Gelb. Als seine Forderung nicht erfüllt wurde, machte er Anstalten, die Taschen bes Automobillsten zu revidieren. Als Antwort bekam er einen wohlgezielten Boxhieb gegen den Schädel. Der lleberfallene wurde daraufhin von dem Landstre icher angegriffen und durch einen Sllch miteinemDolchindieSchul- ter verle hi. Es entspann sich ein Fcrustkamps, in dessen Verlauf der Vagabund das Wette suchte. Als er einige Schritte feldein von dem Auto entfernt war, gab er aus einem Revolver einen Schuß ab, ber aber nur die Karosserie des Wagens traf. Der Automobilist war übel zugerichtet. Der Arzt stellte neben dem Stich in die Schulter noch einen in die Brust fest, außerdem einige schmerzhafte Prellungen. Die Rachforschungen nach bem Täter haben zu keinem Ergebnis geführt. Aufklärung einer Bluttat. Der politischen Abteilung des Berliner Polizeipräsidiums ist es gelungen, eine Bluttat aufzuklären, die vor einiger Zeit erhebliches Aufsehen verursachte. Am 3. Januar war die 18jährige Erna Krüger in ber Küche der Wohnung ihrer Ettern mit einem O b e r s ch e n k e l s ch u ß schwer verletzt aufgesunden worden. Das junge Mädchen sowie der anwesende Bernhard Neuberg hatten der Polizei übereinstimmend erklärt, daß ein unbekannter Mann durch die nur wenig geöffnete Küchentür den Schuß abgegeben habe, der anscheinend bem Neuberg gegolten habe. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben jedoch ergeben, daß Neuberg selb st den Schuß abgegeben hat. In seinem Geständnis erklärte Neuberg, daß er dem Mädchen die Waffe gezeigt habe und daß dabei der Schuß losgegangen sei. Bei einer Haussuchung wurde die Pistole auch gefunden. Die Polizei prüft die Angelegenheit nach. Neuberg wurde festgenommen. Ein Personenauto in den Rhein gestürzt. Ein schwerer Autounfall hat sich auf ber Rheinuferstraße, oberhalb von Caub, ereignet. Ein Personenauto aus Lorch kam infolge scharfen Bremsens, ba ihm ein anderes Personenauto entgegenkam, auf ber beschneiten Straße i n s Schleudern. Der Wagen überschlug sich unb stürzte mitbenbeiben3nsassenbie mehrere Meter hoheilfermauer hinunter in benRhein. Der Besitzer des anderen Autos eilte ben Verunglückten sofort zur Hilfe, bie glücklicherweise keine Verletzungen baoongetragen haben. Das Auto hat verschiedene Beschädigungen erlitten unb ist bereits geborgen worden. Rur bem Umftanb, daß an der Anfallstelle gegenwärtig das Wasser sehr niedrig ist, ist es zu verdanken, daß daS Anglück keine schlimmeren Folgen gehabt hat. Fahlbusch einer Kohlenoxydgasvergiftung jum Opfer gefallen. Die Leiche des früheren Feldwebels August Fahlbusch wurde vor bem zustänbigen Richter bes Amtsgerichts Osterholz-Scharmbeck obduziert. Die Leichenöffnung wurde durch zwei Kreisärzte in Gegenwart des ersten Staatsanwalts von Wesermünde vorgenommen. Dio Leiche wies keine äußeren Verletzungen auf. Die Obduktion hat völlig einwandfrei ergeben, daß der Tod durch Kohlenoxydgasvergiftung eingetreten ist, als Fahlbusch in der mit diesen Gasen angefüllten Kajüte eines Motorbootes übernachtete. Kürzung der Veamtengehätter in Argentinien. Die argentinische Regierung beschloß, zur Ausgleichung des Budgets die Beamtengehätter um 10 Prozent zu kurzen. Durch diese Maßnahme würden 35 bis 40 Millionen Pesos einge- fpart werden. Oie Vetterlaae o Th) 18 15 H/cnf <4 4’ '1 /n, h » Schnee en die Temperatur an. Die Limen Vereinten Orte mit gleichem auf heeresniüeau umgcrrchneie» Luftdruck Wettervoraussage. Der tiefe Druck im Norden hat sich unter starkem Barometerfall zu einem Sturmwirbel heraus entwickelt, dessen Kern in den heutigen Morgenstunden Barometerbestände von^ unter 720 mm zeigte und über der Ostsee lag. Seine Südseite brachte über Deutschland stürmisches, regnerisches unb in unserem Bezirk zum Teil mit Gewittererscheinungen beglei tetes Wetter. Durch den Abzug der Störung gelangt bie Wetterlage in den Bereich ihrer Rückseite, d.h. kalte, maritime Luft aus nördlichen Breiten, fließt zu. Dadurch gehen die Temperaturen wieder zurück. Der Witterungscharakter bleibt unbeständig. Die Böenmolken bringen vorerst noch Schauer mit sich, jedoch fängt die Bewölkung an schon zeitweise zurückzugehen, so daß vorübergehendes Aufklaren eintritt. Aussichten für Sonntag: älnbestänbi- ges, wechselnd wolkiges Wetter mit vorübergehendem Aufllaren, läster, noch Regen- oder Schnecschauer. westliche bis nordwestliche Winde. Lufttemperaturen am 16. Januar: mittags 3,1 Grab ©elfius, abends 4,5 Grad: am 17. Januar: morgens 3,6 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum 3,4 Grob. Amtliche Vintersportnachrichten. _,Dog el s b e r g, H 0 h e r 0 bs k 0 p f: Klar, — 2 örab, 20 bis 25 cm Schnee, verweht: Ski und Ro- beln gut. Sauerlonb, Winterberg: — 2 Grab, 28 cm Schnee, verharscht: Ski und Rodeln gut. S ch w a rzwalb, Feldberg: Leichter Schneefall, — 2 Grad, 40 cm Pulverschnee) Ski und Rodeln gut. fferlaat 1 w Wift dS'Ltz • LL Ms» ,Cnhn* |ter Cüprn y-. ff Id,»;? .nÄ»fläri, ffitafc« lrd) die mir i e.'nM. ‘Qb8Wn fiW> 9 gegolten ="■ QlPolixei hnh? ^abe Die eIbi‘iens7^en 'em TM ^chuk oh. -dchen b'ete, erklürte chuß l°sge°2',^eigi >« Pistole 2" «ei KM Z?W^ »SÄftÄ* bufch ^"9 pm Opfer gefallen, Jen Feldwebels AuM S gjanbigen Dichter Holz-Scharnibeck ob du- mmg wurde durch ,wei art des ersten Staate Dorgcnomincn. Tio 3-rIe6un9tn ' völlig einwandfrei er« urch Kohlenokyd« letreten ist, als Fahlbusch angcfuUten Kajüte eines le. gehälter in titgenfinlen. rung beschloß, zur Aus« geh bie Seonitcngeljälkr kurzen. Durch diese Moß- 10 Millionen Pesos ringe»- Ruhestätte gefunden. -w. 15. 6, 40, 80, 60, 35, 40, 50, Verwachsen mit seiner heimatlichen Scholle hing er mit ganzer Seele an Hessen und Giehen. was ihn auch veranlaßte, den Rus nach auswärts trotz sehr lockender Bedingungen abzulehnen. 3n heimatlicher Erde, in seinem Geburtsort Großen- Linden, hat H. W. Weber nun auch die letzte WennOusaitbishdenkeandie, die es auch gerne wären! Hilf! Städtische Aothilfe 1SZV gelbe Rüben 10 bis 15. rote Rüben 10 bis Spinat 35 bis 40, Untertohlrabi 5 bis Grünkohl 20 bis 25. Rosenkohl 35 bis Feldsalat 100 bis 150, Tomaten 70 bis Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis Schwarzwurzeln 30 bis 50, Dörrobst 30 bis Aepsel 30 bis 45, Birnen 20 bis Rüsse 50 bis 60, Honig 40 bis junge Häyne 90 bis 120, Suppenhühner 90 bis 120, Gänse 90 bis 110, Endivien 80 bis 90 pro Pfund: Eier 14 bis 15, Blumenkohl 40 bis 70. MWW-AkMWlN •Inb von besonderem Wert, da der Körper im Wtnier eine besondere Weifluna ä»m An'ah zeigt. Nebmen Lie irül), mittags und abends 2-3 Toluvn - Sterne oic Die in Aooibeken erhallen. Mi Leben '^-eoer war dec Sohn eines Landwirtes aus Großen-Linden und besuchte das Realgymnasium in Giehen. das er im Jahre 1904 mit dem £ -Zeugnis der Reise verlies. Er studierte m Mun- ( Sen und Giehen Forstwissenschaft, genügte 1906'07 als Einiährige-FrerwiUigec feiner Mill» tär-Dienstpslichl im Leib-Dragonec-Regiment Rr 24 in Darmstadt und legte im Frühjahr 1909 bie sorstliche Fachprüfung an der Universität 1 ©iefien ab. Had) bestandener Staatsprüfung wu?de er 1911 zum hessischen nannt. woraus er an mehreren hessischen «Zvrst- ämtern und vom Jahre 1913 ab im rumänischen Forstdienst tätig war. Am Weltkrieg nahm er a.s Kavallcrieof izier erst im Westen dann im Osten teil das letzte Jahr als Forstsachverstandiger bei'der in Rumänien eingerichteten Forstverwal- tung des Generalkommandos Ober-Ost. Rachdem er im Jahre 1920 an der Universität Giehen zum Doktor der Philosophie promoviert und im Jahre 1921 sich habilitiert hatte, erfo.gte in Würdigung seiner hervorragenden wissenfchait- Uchen Leistungen im Jahre 1922 seine Ernennung >um planmähigen a. o. Professor, und in raschem Aufstieg im Jahre 1926. nachdem er einen ehrenden Ruf an die Forstliche Hochschule Tharandt in Sachsen abgelehnt hatte, seine Ernennung zum o. Professor Weber vertrat an der Landesuniversität die Disziplinen der Forstwirtschaftspolitik, der Forst- gefchichte und Forstverwaltung und hat darin Bedeutendes geleistet, das dauernden wissenschaftlichen Wert behält. Schon seine Dissertation „Grundlagen einer neuen Forstwirtschaftsphilo- sophie" erregte in Fachkreisen berechtigtes Aufsehen, noch mehr aber sein im Jahre 1913 in 1.. 1923 in 2. Auf.age erschienenes Buch .Das System der Forstwirtschaftslehre", in dem er die in seiner Dissertation erstmals niedergelegten Ideen weiter ausbaute und zu klaren, abschliehenden und seitdem in der Forstwissenschaft fast auf ganzer Linie anerkannten Formulierungen tarn. Mit diesen systematischen Untersuchungen nahm er die Tradition der vor 100 Jahren an der Universität Giehen von Hundeshagen, dem Begründer der modernen Forstwißenschast, begonnenen Arbeiten wieder auf. Webers Stärke, und man kann wohl sagen internationaler Rus, ruhte in seiner abstrakt-systematischen Tätigkeit und Produktion, wozu ihn seine überragenden philosophischen Kenntnisse besonders geeignet machten; .erkenntnistheoretische Untersuchungen waren seine Lieblingsbeschäftigung, er war mit der philosophischen Literatur innig vertraut, seine guten Sprach- kenntnisse ermöglichten ihm das Studium ausländischer Literatur in der Muttersprache. Doch griffen seine Forschungsarbe t*n weiter Im Jahre 1922 erschien von ihm ein Werk über .Aufbau der Bernssverbände in der Forstwirtschaft im Holzhandel und in der Holzindustrie Deutschlands", 1923 ein Werk über den .Hotzverkehr auf den deutschen Eisenbahnen in den Jahren 1913 bis 1919" und als Fortsetzung 1923 ein weiteres .Hebet den Holzverkehr auf den deutschen Eisenbahnen im Jahre 1920" Die Krönung feiner volkswirtschaftlichen Studien bildete das im Jahre 1926 erschienene umfangreiche, groh angelegte und vorzüglich disponierte Werk .Forstwirtschaftspolitik" Weber war unverheiratet und lebte ganz seiner Wissenschaft. Ausgestattet mit einer unverwüstlichen Gesundheit, konnte er Tage und Rächte lang über seinen Arbeiten sitzen; wo er ging und stand, war er mit seinen Wissenschaft- lichen Problemen beschäftigt, eine rastlos fleißige, ihre Ziele leidenschaftlich erstrebende und sie zäh verfolgende Persönlichkeit. Seinen Ideen ganz hingegeben, lebte et nur sich. Im Kriege war er ein tapferer Reiterossizier gewesen, und er erzählte einmal, der Bormarfch zu Kriegsbeginn im Westen und dann im Osten, wo er als Pa- trouillensührer erfolgreich tätig war, sei die schönste 3eit seines Lebens gewesen. ncter Dr von Freytagh-Loringhoven spricht über .Das Ende der Tributpoli- ti r Der Versammlungsraum ist geheizt. (Siehe heutige Anzeige!) • •* Die Parade unserer Garnison anläßlich der 60. Wiederkehr des Reichsgrun- dungstages am morgigen Sonntag beginnt um 12.15 Uhr auf Oswoldsgarten. Unsere Mitbürger in Stadt und Land seien auf dieses seltene militärische Ereignis besonders aufmerksam gemacht •• Gedenken der Reichsgründung Aus Anlaß der 60. Wiederkehr des TageS der Gründung des Deutschen Reiches wird in allen Gottesdiensten der evangelischen Gemeinde des Ereignisses gedacht werden. *• Die Museen sind am nächsten Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet. Die Räume sind geheizt. Der Oberhef fische Kunst verein und die Gesellschaft der Gießener Kunstfreunde veranstalten am Montag. 19. Januar. 20' « Uhr. im Kunstwifsenschaftlichen Institut, Ludwigstr. 34, einen Li^yibudervorirag des Herrn Dr. Hermann Keil, Frankfurt a. M., über Moderne Kunst, im Zusammenhang mit der derzeitigen Ausstellung im Turmhaus am Brandplatz: .Der schone Mensch in der Kunst aller Zeiten", welche einen ileber- blid über die Entwicklung der Kunst von der Antike bis zur Reuzeit gibt und deren Besuch nochmals besonders empfohlen sei. Für die Mitglieder obiger Vereine und ihren Angehörigen ist der Eintritt zu beiden Deranstaltungen frei. (Räheres in der gestrigen Anzeige.) *• Verhandlungen über den An - geftel Itentarif. Wie uns der Deutsch- nationale Handlungsgehilfen-D^rvand mitteilt, sanden gestern zwischen den Angestelltengewerkschaften und dem Ardeilgeberverband für Lahngau und Oberhesfen Verhandlungen statt, welche die vom Ar. eitgeberverband ausgesprochenen Kündigungen des Gehalts- und Manteltarifvertrages für die Angestellten aus Industrie und Großhandel in Gießen und Oberhesfen betrafen. Mährend hinsichtlich des Manteltarifvertrages zwischen den Parteien eine Einigung über die vorzunehmenden Aenderungen eiz.elt werden konnte, so daß der Manteltarif bis zunt 31. 1. 32 verlängert ist, blieb die Frage des Gehalts- tarises streitig. Ob auch in dieser Frage zwischen den Angestelltengewerkschaften und dem Arbeitgeberverband in freier Vereinbarung eine Einigung zustande kommt, dürfte sich im Larve der kommenden Woche entscheiden. Würde eine 6tTilgung nicht möglich sein, so müßte der Schlich» I tungsausschuh eine Entscheidung fällen.___________ •• Fremder Leute ®ut versetzt. Dor einiger Zeit suchte ein Mann 100 Mark zu einem Weihnachtsgeschäft, wobei er einen Staubsauger! und einen Hochfrequenzapparat als Sicherheit für das Darlehen anbot. Der Mann erhielt die 100 Mark geliehen und gab dafür die Apparat« her. Es stellte sich aber jetzt heraus, daß er übet die Gegenstände keinerlei Versügungsrecht hatte, da ihm die Sachen von einer Firma nur zu Vor- führungszwecten zur Verfügung gestellt waren. Der Staubsauger konnte von der Polize, wieder herbeigeschafst werden, der Hochsrequenzapparat fehlt jedoch noch Der gegenwärtige Verwahrer dieses Apparats möge sich umgehend bei der Kriminalpolizei melden, toenn er sich älnan- nehmlichkeiten ersparen will. •• Autozusammenstoh. Gestern abend karambolierten in der Reuen Bäue ein Lastauto und ein Personenkraftwagen, wobei das eine Auto sogar auf den Bürgersteig fuhr. Zum G uck ging der Zufammenstoß ohne Schaden für die Autoinsasfen und die Straßenpasianten ab. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 18. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanias. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr Becker, 11: Kinderkuchc für die Markusgemeindc, Pfr Becker. 17. Pfr. Mahr - Johanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde im Johan- nesfaal, Pfr. Bechtolsheimer, 11: Militärgottesdienst: Pfr Ausfeld, 17: Pfr. Lenz, 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfr Lenz - Kapelle des Alten 'Friedhofs. 9.30: Pfr Lenz, 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfr Lenz - Ellfabelh-Klelnkinder- fchule 9 45. Pfarrassistent Seemann. - Klein-Linden. 11. Kindergottesdienst, 13.30. Hauptgottesdienst, wiefeck. 10. - Alten Buseck 14. - Kirchberg 10: Kirchberg, 13.30: Mainzlar. — Hausen-Garbentr ch. 10; Hausen. 13: Garbenteich — Wahenborn-Stem- berg. 13: Hauptgollesdicnst, 14: Kinderkirche. — Cid). 10: Stiftsdcchanl Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrcr Draubt katholische Gemeinden. Samstag, den 17 Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 18. Januar 2. Sonntag nach Epiphanie. Gießen. 6 30 Uhr: Beichte. 7: Messe, Kommunion der Jünglinge. 8: Kommunion, 9: Hochamt mit Predigt. 10.45 hl Messern Predigt, 17.30: Christenlehre und Andacht. - Grünberg. 9 45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Caubach. 10: Hochamt mit Predigt. 14 30: Dortrag und Andacht — Cid). 10: Hochamt mit Predigt, 20: Vortrag und Andacht. — Nidda 8.30 Hochamt mit Predigt — Schollen. 10 30: Hochamt mit Predigt._____________ $onntno«bicnit b.'-Merttc n.iluorhcten am 181.31. Dr. W. Klein. Dr. Mach. Pelikanavotbeke. intmarzt: Di Kockerbeck. 'D Salat 25 bis 30, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50, Tauben 70 bis 90 Pfennig pro Stück. Bornotizen. — TageskalenderfürSamstag: Stadl, theoter: „Der Widerspenstigen Zähmung", 15.45 bis 18.15. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße „Das Flöten, konzert von Sanssouci" - Astoria-Lichtspiele: „Der geheimi..soolle Kavalier" und „Der falsche Freund" — DHV-: Jahreshauptversammlung, 20.30 Uhr im heim — Verein Rudersport Giehen 1913: Monals- vcrsammlung, 20.30 Uhr im Bootshaus — Geflügel- und Vogelzuchkvercin Giehen und Umgebung 1897: Monatsoersammlung 20.30 Uhr bei Henkel. — TageskalenderfürSonntaa. Stadt- theatcr: „Robert und Bertram", 14 bis 17 Uhr, „Die erste Frau Selby", 18.30 bis 20.30 Uhr - Stabt, kirche. Geistliche Abenbmusik ber Marknsgemeinbe, 20 Uhr - Lukasgemeinbe: Familienabenb, 20 Uhr, im Lukassaale - Kathol Deutscher Frauenbund:- Vortrag: Die körperliche unb seelische Erziehung bes Kindes". 20.15 Uhr, Katholisches Vereinshaus — Lichtspielhäuser: wie am Samstag — Obst, unb Gartenbauverein. Vortrag von Herrn Mazarin aus Worms 15 Uhr. Hotel hopfelb - Reichsbunb ber Zivilbienstberechtigten Vortrag von P Dorr (Darm- stabt). 15.30 Uhr, Aquarium, Walltorstrahe — Aus bem S t a b 11 h e a t e r b u r e a u wirb uns geschrieben: Morgen Sonntag, 18 Januar, 14 Uhr (nich, 14.45 Uhr), geschlossene Vorstellung Robert und Bertram": 18 30 Uhr als Fremdenvor- stellung: „Die erste Frau Selby". zum letzten Male - Dienstag, 20 Januar, 19.30 Uhr. unter ber Spielleitung von Walter Bäuerle bie politische Ko- möbie „Der Kaiser von Amerika", von Vernarb Shaw. — Mittwoch. 21 Januar. 20 Uhr. bas Shakespeare-Lustspiel- .Der Wiberspenstigen Zah. mung"; Regie Peter Fassott - Freitag 23 Januar, gelangt bie mit großem Beifall aufgenommene Sylvester-Posse „Rodert unb Bertram" in ber bisherigen Besetzung zur Aufführung Aus vielseitigen Wunsch hat bie Jntenbanz sich entschlossen. Sonntag. 25 Januar, bas mit großem Beifall aufaenommene Weihnachtsmärchen „Golbmarie unb Pechmarie" (Frau Holle) nochmals zur Aufführung zu bringe# Die Vorstellung beginnt 14.45 Uhr; bie Jntenbanz hat kleine Preise von 30 Pfennig bis 1,50 Mark festgesetzt Adenbs 18 30 Ubr zum letzten Male als Frembenvorftellung „Der Kaiser von Amerika" von Vernarb Shaw. - Geistliche Abenbmusik in der S t a d t k r r ch e Am morgigen Sonntag, (18. Januar), abends, veranstaltet, wie man uns schreibt die Markusgemeindc in der Stadtkirche eine geifb Protest gegen das Steuerdiktat des StaatskommiffarS. Die Besprechungen der Wtrtschasts- Organisationen der Stadt Gießen über die Stellungnahme zu dem Steuerdiktat des Staatskommissars Huben, wie wir Horen, zu dem Beschluß geführt, am kommenden Mittwoch, 21. Januar, eine große Protestkundgebung zu veranstalten. Aäheres wird im Anzeigenteil unserer Montagausgabe bekanntgegeben. Gießener 'LSochcnrnarttpreisc. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt Butter 120 bis 130 Pf. (Kochbutter von 100 Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stuck) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.). Weißkraut 10 bis 15 (pro Zentner 7 bis 8 Wk.), Rotkraut 10 bis 15 (pro Zentner 9 bis 10 Mk.). Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Zentner 2,50 Mk.), Aus der provinüalbauptstadl. Gießen, den 17.Januar 1931. Professor Dr. H. W. Weber f. Am Mittwochabend schied der o. Professor der Forstwissenschaft an der Landesunwersttät, Dr. H W Weber, erst 45 Jahre alt. aus dem liche Abendmusik, zu deren Besuch alle Freunde guter Kirchenmusik eingeladen sind. Durch die freundliche Mitwirkung von mehreren Solokräf- ten, sowie von dem Kammerorchester der Gießener Volkshochschule (Leitung Musiklehrer Fr Dauer jr.) konnte ein sehr seines Programm guter, noch wenig gehörter klassischer evangelischer Kirchenmusik zusammengestellt werden, dagerade auch mit seinen Soli in Gesang und Instrumentalmusik (Flöte, Violine. Cello) ganz besondere Freude verspricht. Siehe gestrige Anzeige! Katholischer deutscher Fraue-n» b u n d. Der Katholische deutsche Frauenbund veranstaltet am Sonntag, 18. Januar, 20.15 Uljr, im kleinen ©aal des Katholischen Dereinshauses. Liebigstrahe, einen Vortragsabend. Frau Dr P i tz e n spricht über .Die körperliche und seelische Erziehung des Kindes." (Siehe gestrige Anzeige.- — Deutschnationale Dolksvartei. ES sei nochmals daraus hingewiesen, daß am nächsten Dienstag. 20. d M.. 20.15 Uhr, in der Turnhalle (OswaldSgarten) Reichstagsabgeord- •• Städtische Brennholzversteige^ tung. Dci der gestrigen Drennholzversteigerung aus den Waldungen der Stadt Gießen. Försterei Rödgen wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt. Duchenscheiter 13.60, Eichenscheiter 8,60, Buchenknüppel 9.20, Eichenknüppel 6. Buchenstöcke 6,60, Eichenstöcke 4.40 Mk. pro Aaummetcr; Buchenreisig (3. ÄL) 20 Mk. pro 100 Wellen. •• Abge stürzt Bei Bauarbeiten in der Eishalle von Denninghosf an der Wißmarer Straß« stürzte gestern der Arbeiter Ludwig Kloß au« Hausen etwa 8 Meter tief ab. Der bedauernswerte Mann trug einen Oberschenkelbruch davon und muhte von der Freiwilligen Sanitätskolonne der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. •• Gestohlene Handtaschen. In den Tagen vor unb nach Weihnachten wurden hier von einer hiesigen Hausiererin Einkaufstaschen auS Bastgeflecht im Hausierhandel verkauft. Rumnehr stellte sich heraus, daß die Basttaschen aus einem Diebstahl verrühren Ein Teil des Diebesgutes konnte durch die Kriminalpolizei wieder herber- geschasft werden. Für die Diebin wird die Sache natürlich ein gerichtliches Rachspiel haben. Verlockender Komfort... beweist Opels Führerschaft! «..-«iS« .»•sss—....... > luiMoa unter ÄrUte über in unserem regnen/^ unupgen * ^LrM^e,b-d. W.Tn Breiten- \W ■ nördlich^ .jurud. >rft "ol£Äweife F 3ÄÄ* tafl- UnbeüA Sonntav .. pptubet alter, 6e,r0„V*5,i“ W1, _ 2 Krad, '•‘ä'üteir W: ? ra: 2£,* unb 9* Fünffach bereift-Preiee ab Werb Adam Opel A. €?., Rüsselsheim etn Hain Grössere Bequemlichkeit! Alles an diesem Wagen ist bequem; die Steuerung ist leicht Sorgfältige und bequeme Anordnung aller Bedienungsteile -deshalb ist es so viel ein facher, diesen Wagen zu führen. Die Vordersitze der Limousine sind klubsesselartig und bieten den Komfort großer Wagen. Mehr Komfort! Die Opel 1,1 Liter Modelle 1931 sind die bequemsten Wagen ihrer Preisklasse. Niemals haben die Mitfahrer das GefühL in einem „vollgepaekteo" Wagen zu sitzen, - vier Erwachsene finden bequem Platz, und dabei bat noch der Führer die zum sicheren Fahren so notwendige Bewegungsfreiheit. Die Sitze sind wunderbar bequem, — es ist eine wirkliche Erholung, in diesem Wagen tu fahren. 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Die iorstliche Fachschaft der hessischen Landesuniversität Gießen bedauert tief das plötzliche Ableben ihres hochverehrten Lehrers, des Herrn Prof. DANKSAGUNG. Für alle Beweise aufrichtiger Tei nahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Familie Ludwig Schmidt VII. Familie Hermann Kröck Wwe. Die forstliche Fachschaft: 1 A. Kurt Salzmann, cand forest Dr. Heinrich Wilhelm Weber ordentl.Proiessor der Forstwissenschaft Heute morgen 1.30 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Tochter, Schwester. Schwägerin. Braut, Tante und Kouslne Fräulein Lina Kreiling DANKSAGUNG Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Veriusi unseres lieben Entschlafenen Herrn Ludwig Bester sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Katharina Bester Wwe. Lollar, den 17 Januar 1931. Gestern morgen verschied infolge eines Schlaganfalles mein lieber Mann, unser treusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Ockel im 71. Lebensjahre. Lelegantmöblicrfe grokc Zimmer mit Voflitia Badez u. R bto, ab 1. III. au vermieten m. aut. Ber Pflegling (0'297 LllllM.-WI -vl. 711. Gul möblieJ. Zimmer au vermieten 0308 Citanlaae 30 1. Die Beerdigung findet Montag, den 19. lanuar 1931, nachmittags 2 Uhr. aut dem Neuen Friedhof statt 0304 toben mit Büro, Zentrai- velzung und Einrichtung zu vermieten. 5l9i) Ominliols'raM | Wohnungstausch! Miwjlauscn. Se >t sch. 6 Brobn. ni. Bad, Baikon u. viel Zubeh. i. f. gt. Hause ö. Lü^v-enels (i kl. »Vorn.) aeg.4 5 (rohg m. Balf. u. ev. Bad. nahe Weianlage. Lcht. Anteb. uni 0285 a. d tote't. '21 nt | itiietgesuciie | . eichl-iguahmeiteie 3-ZimmeF-WohnuDg v. kinderlosem Ehe- vaar fu bald rote mögt, gesucht: evu. kann 1-2-Zim.Wodn. mit flüdie u. Keller in Tausch gegeben werden. 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Die de ; lich in dem J Uebersliegen bi 3» Ä 6^ tische Entwicki sein heroorrac men worben i seiner tätigte hinten tjat. 9 wo Ser Streif den tüchtigsten setzen und der < Wechsels zu be; Der polnische es in Genf um schen Minderhe Gieße W „ter Wi daß sie Wo sie nur Das Lustspiel ^ntstehungszeit, äch'schen 1589 ui ehesten, tjeit A°ttung, es iss Augenblick- qel phantastisch bis WW in irg, duichauer aus «Sunf Akte r teils ir Mube de Arschmuckuna S5G>eib Hh sc ^e völlig ve Denn die fr, Urlptüngruh c Ue'ter Hand Heater, wie 2e.ne mit Q] g-sto «emerfensr isbie^ km ° Lein Bo SMun, e^"ch nicht *81 Samstag, 17. Januar 1951 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Ilr. 14 Zweites Blatt äüa ‘dler-IVagen WM -°--n«Mch- Ä berjKjrnai^n RomöSie I mit suchte lächelnden und liebenden Weib, das — tn Petru- . chios Saufe vollends abgekämpft, ermattet und mürbe gemacht — die milde Moral und schone Nutz- I ’aturen ch mo- thoden 'reisen enst Plan sieh bei des nn- IDO ® D ien N, iü. 149, 6 men fei* !Il ihkn, kten- 'tagc u(me men. e ober timen, hrnis 4 Co n«A »iA ilfle. ui di r. 268 gründlich untersucht wird, und daß wirksame Garantien und Kontrollen für die Einhaltung des Genfer Abkommens, überhaupt für den Schutz der soll und sich auch nicht durch die triumphierende Betrachtung — wie herrlich weit wir's seit dem grauen Mittelalter doch gebracht haben — im unbeschwerten Vergnügen am reinen Spiel, am übermütigen Einfall und bunten Mummenschanz stören lassen darf. — 44. ifitoit u'M MW Das englische Vorbild der heimatlichen Stomöbie soll nicht ernster aufgefaßt werden, als es gemeint | war: ein Kulissenscherz, der zum Lachen reizt, und eine vorweggenommene Laienpredigt aus weiblichem Munde (an die schmunzelnden Herren und die nachsichtig lächelnden Damen von heute) über einen Goethe-Iext. wie er sich ausgezeichnet findet in „Hertnann und Dorothea" und daselbst im VII. Gesänge. Erato, also lautet: „Dienen lerne beizeiten das Weib nach ihrer Bestimmung!" Hof versammelten Mannschaften. Der Kronprinz geleitete ihn in die Antichambre de la Reine zur Begrüßung der zahlreichen Fürstlich- ketten, die hier schon versammelt waren. Dann formievte sich der Zug und betrat d i e Spiegel galerie, der König in der ihn* fern seines 1. Garde-Regiments zu Fuß. Während die Galerie durchschritten wurde, hörten wir die feierlichen Klänge des auf Wunsch des Königs gewählten 66. Psalms: „Jauchzet Gott, alle Lande!" Dann trat der König in das Halbrund vor den Geistlichen, den Helm in der Linken. _ . 2lls der Ceneralmusikdirelior Goldschmidt, der den Soldaten-Sängerchor dirigierte, das Schlußzeichen gegeben hatte, ertönte das Kenn* mando: „Helm ab zum Gebet!" ilnd dann begann Hofprediger Rogge seine Predigt. Es folgte das Lied „Run danket alle Gott". Rachdem Hofprediger Rogge den Segen erteilt hatte, formierte sich der Zug auss neu« und König Wilhelm, der vor die Stufenbahn getreten war, erklärte mit festen Worten, daß er die Kaiserwahl annehme. Auf sein Zeichen verlas sodann Bismarck, der den blauen Wattenrvck seines Kürassier-Regiments trug, die Kaiser- Proklamatin unter Hochrufen auf den neuen Kaiser. Dann kam die Gratulationseour, so daß der Festakt sich bis 1 ilhr mittags hinzog. Dur Feier endete mit dem Hohenfriedaergrr Marsch. Zu den Glücklichen, die um 5 Uhr KU dem Galadiner in der Präfektur von Versailles geladen waren, gehörte ich leider nicht ... Vor Belfort als Ordonnanz. Der 86jährige Fritz M. aus dem Cöpe- nicker Altersheim, der den F.ttzug bei den Demminer Ulanen mitmachte, erzählt: Leider, leider durste ich nicht mit der Regi- mentsabordnung mit nach Versailles. Die Demminer Ulanen lagen damals in einem Dorf vor Telfort, und da es an der Front nach wie vor gghlir- । iprciö’ K* lae fompl. iine“*- jyi ener intet Aiue>5 uche ed । flfiii*1. Ml jeitmii ni.031-’ SIE r-WerlinE'°'nt Neulich u.lrrMlni Ticndtafl.üV'd1'» uonlti'.btag'tUta 15.WSW-R-M Gewöhnliche 4»cm HiiraiiHiii LHne polnische mb'Die in i „onLernarbsM W"tLlonl,äel il.eü rrtv 'sch- Mtt-woch.zülla v.Ä>b«en.L.>W vjemohnllche MlßllNWW ÄU unttimcl i»3 ^nSdole'perne snÄ8ä’ü" «Z", i Als wir an des Reiches Wiege Pate standen Wie wir vor 60 Jahren den 18. Januar 1871 feierten. Mtadtteer nm\^ountQ0'181',nn* bis fltg. I?llhi reich, aber auch Frankreich an Polen gefesselt ist. Nimmt man dazu die bekannte Stellung Englands und Italiens, so scheint dw ganze Frage zu einer hoffnungslosen Erstarrung oerurteitt zu sein. Offensichtlich ist das kein Zustand, in dem sie auch nur eine absehbare Zeit gehauen werden kann. Denn die Kräfte, die elementar m ihr tätig sind, werden immer stärker uiw drangen nach vorwärts. Es m u ß hier zu einer Losung, zu einer Möglichkeit, nebeneinander zu leben, gekommen werden, so schwierig, ja hosfnungslos die Dinge hier zu liegen scheinen. Die Loge Polens selbst? Zalelki hat betont, daß sich die Außenpolitik Polens mehr denn je aus die konsolidierten Kräfte der Nation stützen könne, die durch das Parlament repräsentiert würden. 2115 er das sagte, muß er zugleich gefühtt haben, daß Die Situation Polens dieser Behauptung durchaus nicht entspricht. Weder sind die Kräfte Polens heute konsolidiert. noch ist das Parlament, der Sejm, in der Lage, sie zu repräsentieren. Der Marschall befindet sich ganz weit weg, in Madeira oder aus der ttahrt dahin. Negiert er nun eigentlich in Polen oder w c r regiert in Polen? Ist eine Linie der Außen- Politik vorhanden außer der, daß man starr un den Friedensverträgen festhält, daß man die Minderheiten vergewaltigt, daß man sich mit einer Isolierung abfindet, die Polen zum willenlosen Bundesgenossen Frankreichs macht? Die Predigt der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes, die wir durchaus auch der deutschen öfsl> erzählen, wie hemlich sie uns schmeckte und wie wir unter fernem Geschutzdvnnei. auf den Schmied des nunmehr geeinten Deutschen Reiches, auf Bismarck, anstießen. Reichsgrundung unter Geschühfeuer. Oberst a. D. v. W. erzählt aus seinen Feldzugserinnerungen. Ich machte den Feldzug 1870/71, der durch die Gründung des Deutschen Reiches gekrönt wurde, im zweiten Rassauischen 2nfantcr.e-Regiment Rr. 88 mit. Am 18. Januar 1871, als tn Versailles der feierliche Proklamationsakt vor sich ging, lag mein Regiment unter schärfstem Feuer in Chaville, an der großen Straße Paris-Ber- sallles, unweit vom Mont Valer.en. Bon hier aus erfolgte Dann der letzte fraii- zöstsche Ausfall gegen das 5. preußische Armeekorps, zu dem auch mein Regiment gehörte, tn Dem ich damals als älnlerofstzier Diente. Ich kann also wohl sagen, daß w.r das Fest Der Reichsgründung unitcr Geschützdonner begingen. Denn mein Regimen! hatte die Montretrut- schanze besetzt und der Feind hatte es auf Die Man sah eine hübsche, belebte und farbige Aufführung. Fassott führte Regie; die von 'hm gewählte Bühnenfassung verzichtet auf das Voripiel vollkommen, was an sich schade ist; aber die opieb führung kann ihren Standpunkt mit inneren und äußeren Argumenten triftig begründen: einmal wird entschieden Zeit gespart; außerdem fehlt dem Vorspiel, wie schon angeöeutet wurde, sowohl die innere Verbundenheit mit dem eigentlichen Stuck als auch das ergänzende und abrundende Gegenstück eines Epilogs. Auch sonst ist die hier zugrundegelegte Buhnem bearbeitung auf eine glückliche und dramaturaisch geschickte Art dazu angetan," den in der Urfassung ziemlich schwerfälligen, wettläufigen und umständlichen Text zusammenzulcgen, zu kürzen, über» flüssigen und aufhallenden Beiwerks zu entkleiden und zu vereinfachen. So ließen sich fließende Verwandlungen ermöglichen; überhaupt war das Ganze auf ein munteres und spielerisches Tempo eingestellt und wurde im Stil eines ausgelassenen Faftnachtsstückes bei gedämpfter Bühnenmusik abgewickelt. Die Schauplätze waren von Löffler mit märchenhaft bunten, luftigen Kulissen begrenzt. Die Kostüme von H u - b e r schienen nicht gerade aus Dem Padua zu Shakespeares Zeiten zu stammen, glichen vielmehr einer phantasievollen Mischung aus Biedermeier, Cowboy-Wildwest und spanischer Tracht, was alles in allem indessen zu Der unbekümmerten Auf machung des Lustspiels nicht übel paßte. ix igen , abr LoetL 1.1613 iffrer. nein |02,2 M tekL ties- I. verstund >n bei Ä. tt deutschen Minderheiten und der dazu geschloßenen Verträge gegeben und hergeftellt werden. Dafür ist der Völkerbund verantwortlich. An dieser Verantwortung muß er mit größtem Nachdruck angepackt werden. Der „Manchester Guardian" sagt mit Recht: „Wenn die Minderheitenschutzver- träge überhaupt etwas bedeuten, so ift für den Völkerbund hier unbedingt der Fall des Handelns." Dabei find die Ziele der deutschen Politik ganz klar gesteckt: Sicherheiten für die Minderheiten und das Beschwerdeversahren, Minderhettenftatut überhaupt und ständige Minderheitenkommission — alles in der speziellen Anwendung auf die deutsch-polnischen Streitigkeiten. Dabei darf aber die öffentliche Meinung bei uns nicht vergessen, daß unser Beschwerde- material umfangreich ist, die polnische Entgegnung desgleichen und daß diese Maste von Beschwerden schwerlich endgültig jetzt erledigt werden kann. Es ist selbstverständlich, daß die deutsche Vettre- tung auch die großen und größten Hintergründe des deutsch-polniichen Gegensatzes in Genf zu Wort kommen läßt. Man sieht ja überall in der Welt, welchen Gefahrenherd für den europäischen Frieden die heutige deutsche Ostgrenze darstellt. Jener Artikel Herriots konstatiert auch diese Gefahren. Aber man will trotzdem d i e P f l i d)t e n_niett sehen, die man Demgegenüber zu erfüllen hat. Selbst ein Mann wie Herriot, der für den Frieden eintritt, deutet nicht mit einem Wort an, was nun geschehen soll, um diese Gefahren rechtzeitig zu beschwören. Sonst müßte er nämlich sagen, daß Frankreich eingreifen müsse, die einzige Macht, die etwas in Polen erreichen konnte. Aber Die fühlt sich mit Polen verbunden wegen Des Katharina, Die Widerspenstige: Hilde schwend; es war ein Vergnügen, ihrer Verwandlung — nachdem man sich psychologischer Bedenklichkeiten gutgelaunt entschlagen hatte — zu folgen: Wandlung vom störrischen, stampfenden, fauchenden,, mit Kratzen und Maulschellenverteilen sich wehrenden, rotbeschopften Unband zum sanften, willfährig der Tagesordnung sind, das ganze de.utfch° polnische Verhältnis, also auch die Frage der deutsch-polnischen Grenze steht. Dor seinem Auswärtigen Ausschuß hat er versucht, sich zu wappnen, und zweifellos in geschickter Weise. Er macht die versöhnliche Geste, daß die polnische Regierung den deutsch-polnischen Handelsvertrag dem Sejm zur Ratifikation oorlegen will. Irgend etwas wird die deutsche Regierung darauf tun müssen. Daß er in der Abrüstungsfrage vollständig Den französischen Standpunkt: erst Sicherheit, Dann Abrüstung! aufnimmt, verwunDert niemand. Die Hauptsache aber war seine Stellung zu der Minderheitenfrage. Er behauptete, daß die Minderheiten durchaus gesichert seien und wandte sich dagegen, daß man „dieses Problem aus der Atmosphäre rein sachlicher und vernünftiger Erwägungen auf das politische G e l e i s schieben wolle". Dieser Schachzug, bei dem Zaleski zugleich aussprach, daß es zweifelhaft fei, ob eine solche Taktik im Interesse der Minderheiten selbst liege, ist ohne Zweifel geschickt. Er versuchte die Berechtigung des deutschen Standpunktes in Genf von vornherein zu diskreditieren, indem er in Der Welt die Vorstellung erwecken will, als wolle Deutschland sie bloß zu einem großen Angriff auf Polen benutzen. Mit dem nötigen Geschick ist dem von Deutscher Seite ohne Zweifel z»i begegnen, aber diese Geschicklichkeit muß dem» föttäig Prelsverlellunf EammiVEimJflJD tallllllllllllllllliliiiiiiiiiiiig Union Samliaii, 17. Anil. abcnb38‘2Ubt s"ll Kneipe Ter illorufliib. anroenbung zum Schluß Den staunenden Zuhörern mit Grazie oorzutragen wußte. r Den Petruchio spielte Hauer, und es mgchte ihm offensichtlich selber Spaß, einmal aus dem Dollen schöpfen zu können und mit Peitschenknallen und muskulösen Kraftgebärden den starken Mann zu mimen. Der in seinem trauten Heim wie in einem Löwenkäfig umherwirtschaftet und unerschütterlich auf Den groben Klotz Den gröberen Keil unD aus einen Schelmen anDerthalbe fetzt. Auch Die übrigen Mitwirkenden waren gut ola- ciert. Den geprüften Vater Baptista gab Karl V o l ck — in einer Shakespeare-Maske — mit behäbigem Humor und wirksamer Betonung. — Bruck, als Diener Iranio, war diesmal darstellerisch und mimisch erfreulich gelöst und beweglich; eine geschmeidig ins Lustspiel sich einfugende Figur. — Auch Linkmann (Grumio) und Hub (Gre- m'.o) die beiden Komiker, brachten ihre heiteren Pointen treffsicher unter die Leute. — Das zweite Brautpaar wurde von Elisabeth W i e l a n b e r, der sanftmütigen Schwester, unb Wefener, als verkapptem Lateinlehrer, anmutig gegeben. — Schelcher, Zingel (als untergeschobener Vater» unb Fassott wären aus bem vielstimmigen Ensemble noch zu erwähnen. 3m Augenblick überragt alle außenpolitischen .-xrogen unser Verhältnis zu Polen, das : allmählich eine kaum zu überbietenöe Spannung angenommen hat. Es ist bezeichnend, daß sich in Iländischen Blättern z.B. von Herrwt oder m „Neuen Züricher Zeitung besondere Leitartikel Der lleberschrift: „Die deutsch-polmsche Span- tg" finden. Ebenso bezeichnend ist, daß in Der nser Presse so gut wie niemals die Verlichtung Frankreichs ausgesprochen oder »rtannt wird, im Interesse des europäischen Frie- .5 auf Polen vermittelnd einduroirten. Um bedauerlicher, daß bei der D ft r et f e des utschen Reichskanzlers Kundaebungen olqt find, die jedenfalls D.c Einheitlichkeit des itschen Willens in Den Oftfragcn vor dem Aus- id in Frage stellen konnten. sehr zu begrüßen war es, bah der Kanzler, Der, loie alle Mitglieber bes Kabinetts, nicht aus dem Men flammt, in dieser ern ten und intensiven Mise, wie cs seiner gewissenhaften Natur entspricht, lvrt Fühlung genommen hat. Er mutz damit dem putschen Osten Vertrauen, Selbstvertrauen, ciiigeslößt haben, und er hat ihm auch die Mahnung zu politischer Vernunft und zur Verantwortung ausgesprochen. Daß Deutsch- lind für seinen Osten sorgen muß, auch mit schweren Opfern und warum, das braucht nicht besonders belegt zu werden. Nötiger ist der Hinweis, daß die innerdeutschen Ostfragen immer im großen Zusammenhang der europäischen O st - fragen überhaupt betrachtet werden müssen, Die ja eine Einheit find: unsere Oftnöte, Deutsch- Lxnbs Verhältnis zu Polen, bie deutsch-rustischen Beziehungen, Rußlands Verhättnis zu Polen unb uieberum schließlich Polens Verhältnis zu Frank- reich, womit ber Kreis geschloffen ift im Sinn Der Einheit unb im Sinn ber Verbindung mit den ocsarnteuropäischen Fragen. Keine deutsche Ostpolitik orößeren Stils ist zu führen, die diesen Zusammen- lang und diese Einheit nicht beachtet! Zu unseren bekannten Beschwerden, um die fetzt In Genf gekämpft wird, ist die Grenzverletzung durch polnische Militarflug- , e u g e hinzugekommen. Wie immer sich das Er- sianis auch herausstellt: im Augenblick war es . iirfach eine Frage des Taktes, daß nach den (Ereignilfen in Oberschlefien, bei Anwesenheit des Kanzlers unb direkt vor Genf die polnische Regie- rung Anweisung zu geben hatte, dergleichen zu vermeiden. Die deutsche Presse ist vollkommen einhett- lich in dem Hinweis, daß das deutsche Volk im lieberfliegen deutschen Gebietes durch polnische Mi- | [itärfliegcr gerade am Tage des Kanzlerbesuches . eine Absicht sieht. Sie weift darauf hin, daß diese Flieger ja nicht an der Grenze, sondern 6 0 km von ihr entfernt über Oppeln erschienen sind. Selbstverständlich betont ein solcher Vorfall die ttn- hiltbarteit der Zustände an unserer, rote die^.Gcr- mania" direkt sagt, „sogenannten Ostgrenze ge- L-a be jetzt vor Genf ganz befonbers stark. Der deutsche Außenminister ging dort hm mit einem gewaltigen Material, bas in drei Roten Deutschlands niedergelegt ist. Vergeste man letzt m diesen Kampftagen nicht, daß, wie auch die einzelnen Parteien zu ihm stehen, er dort in Genf als der Vertreter, als der Anwalt des Deut- fchen Reiches spricht! (In diesem Zusammen- hange, in dem in Genf die Ostfraaen so m den Vordergrund rücken, sei auch dem Bedauern bar iiber Ausbruck gegeben, daß durch eine mnenpott- tische Entwicklung dem Danziger Freistaat |cin hervorragender Vertreter Dr. Sa hm genommen worben ist, dem Danzig in ben langen Jahren feiner Tätigkeit in Genf ungeheuer viel zu per« Lnttn t>at. In Senf ift Dr. eal,m flerabe ie8t tun ber Streit um ©hingen heraufzieht, auch durch den tüchtigsten Verwaltungsbeamten nicht zu ersetzen und ber Staat Danzig wird die Kosten dieses Wechsels zu bezahlen haben.) , Der polnische Außenminister fühlt natürlich, daß es in Genf um Großes geht, daß hinter den beut« schen Minberheitsbeschwerben, die der Gegenstands vorhanden sein. Dazu ist nötig, sich darüber klar zu fein, was in Genf diesmal in der deutsch-polnischen Streitfrage überhaupt heraiiskommen kann. Das konkrete und realpolitische Ziel Deutschlands ist: den Terror Polens und bie Verletzungen bes Gen- er Abkommens in Oberschlefien, sowie überhaupt Polens nachzuweisen, daß das vom Völkerbünde Abruftungsstandpunktes, womit Polen an Frank- Sie deutsch-polnische Spannung. ^ttupenpo»iNfcye um|0)au. Lon Dr. Otto Hoehsch, o. ö. Pros, der Geschichte an der Universität Berlin. A w ^7/ NS t sind, bah die Frage der Weiterzahlung an das Ausland akut wird, dann wird eine sehr st a r t e F a u st notwendig sein, um alle möglichen Bewilligungen für irgendwelche Zwecke zu verhindern. Wenn das geschähe, kämen wir von der einen Krise nur in die andere. Wir wollen aber gerade aus den Krisen heraus: wir wollen in geordnete und gefestigte Zustände hinein. Das hat Dr. Brüning als sein Ziel bezeichnet und das muh das Ziel sein von allen denen, die am deutschen Baterlande noch nicht verzweifeln. Oberbeffen. Gemeinderat in Schotten. c. Schotten, 14 San. Für die jüngste Gemeinderatssitzung hatte ein hiesiger Gärtner den Sitzungssaal festlich mit Blumen geschmückt aus Freude darüber, daß offenbar nach den letzten Aachrichten an die Aufhebung von hessischen Kreisen nicht mehr gedacht wird Bürgermeister Menget sprach den Dank für diese Aufmerksamkeit aus und gab der Hoffnung Ausdruck dah Schotten Kreisstadt bleiben möge. Für die Holzversteigerungen wurden vom Gemernderat die Bedingungen, Gewährung von zwei zinslosen Raten, festgesetzt. Die Stadt hatte eine Bersteigerung abgehalten und dabei verhältnismähig gute Preise erzielt. Es wurden erlöst durchschnittlich für Scheitholz 12 bis 14 Mk.. für Knüppel 7 bis 8 Mk. Snsgesamt wurden etwa 5000 Mk. erlöst. Die Wirtschaft t n der Turnhalle hat der Turn- und Gesangverein wieder in eigne Regie übernommen, die Wirtschaftskonzession und Bedürfnisfrage wurde vom Gemeinderat befürwortet. Der Reubau zum städtischen Krankenhaus wird als Erholungsheim für Schwestern des Roten K reuzes eingerichtet. Mit dem Alicefrauenverein zu Darmstadt ist eine ent» sprechende Vereinbarung getroffen worden. Das Heim soll bald eingerichtet in Betrieb genommen werden. Der hiesige Motorradklub beabsichtigt, tüt seine jährlich wiederkehrenden Rennen ..Rund um Schotten" einen praktischen Start- und Z i e l p l a tz zu schaffen. Für diese Zwecke wird dem Klub von der Stadt ein entsprechendes Grundstück überlassen An Pfingsten wird wieder der übliche Prämiierungsmarkt stattfinden. D r Vertrag mit der Reichspost über die Einrichtung eines Selbstanschluharntes wird für das Jahr 1931 verlängert. Die Stadt sollte den Betrag von 10 000 Mk. zuschiehen, damit das Amt eingerichtet werden kann. Siadtvorstand in Lauterbach. O- Lauterbach. 14 Ian In der jüngsten Stadtvorstandsslhung. der ei sten im neuen Jahre, wurde zunächst die Rechnung derStadt und des Elektrizitätswer- k e s vom Vorsitzenden. Bürgermeister Walz vorgetragen Der Gemeinderat genehmigte die Rechnungen. Der Rechnungsrest der Stadt betrug am Ende des Rechnui» rsjahres 1929 gleich 71 982 Mark, der des Elektrizitätswer es 20 655 Mk. Der Bürgermeister gab ferner einen Bericht über den Vermögens- und Schulden stand der Stadt. Seinen Auslührungen war zu entnehmen. dah die Stadt rund 406 000 Mark an Kapitalien au genommen hat, aufzunehmen seien tür die Cniertwa serleitung noi) etwa 30 000 Mk Die Stadt hat 134 600 Mk ausgeliehen Dei der Errichtung des Hochbehälters für die Ensertwalserleitung find durch Sprengungen Felsen a n g e f a I (e n. Es wurde beschlossen, diese Felsstücke durch die Firma A. Bonacker in Heblos zu Strahenmaterial klopfen zu lassen. Um für die Zukunft die im Kreise Lauterbach abzuhaltenden Prämienmärkte rentable r zu gestalten, fand eine Besprechung der in Frage kommenden Bürgermeister in Lauterbach statt, mit dem Ergebnis, dah vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertretungen nur alle zwei Iahte ein Prämienmarkt statt- finden solle, und zwar 1931 in Lauterbach und Grebenhain, 1932 in Schlitz und Herbstein usw. Der Gemeinderat Lauterbach konnte sich dieser Ausfassung nicht anschließen, fonbem beschloß, den Prämienmarkt, wie seither, alljähr'ich abzuhalten. Mit den Vorarbeiten und der Ausführung wurde ein Ausschuß beauftragt. Aach den seitherigen Abmachungen mit der Oberpostdirektion Darmstadt sollte die Stadt für den beabsichtigten Postneubau lediglich den Bauplatz unentgeltlich stellen, während die Post- behörde sich bereit erklärt hatte, die Kosten der Baureifmachung des Platzes in Höhe von etwa 9000 Mark selbst zu übernehmen Die Postbehörde ist nunmehr an die Stadt herangetreten, auch noch diese Kosten zu übernehmen. Der Gemeinderat lehnt diese Forderung ab. Mit der Ob.rpostdirek- tion soll in Kürze nochmals verhandelt werden Die Provinzialdirektion Oberhessen, Abteilung Tiefbau, beabsichtigt, die Kurve in der Lindenstraße gegenüber dem Beamtenwohnhaus der Bezirkssparkasse zu verlegen. An den Kosten, die etwa 2200 Mk. betragen hat sich die Stadt mit * */8 zu beteiligen. Die Kosten werden bewilligt, der notwendige Geländeerwerb jedoch soll durch die Provinz geschehen. Landkreis Gießen. 0 2 o 11 a r. 16 San. Heute g gen 14 Uhr verunglückte in der Radiator.nabteilung der Buderusschen Eisenwerke in Lollar der etwa 40 Jahre alte Elektromonteur August Kern aus Marburg. Der bedauernswerte Mann kam bei der Arbeit an einem Motor in die Transmission, wobei ihm von dem ®etriebe ber rechte Arm völlig herausgerissen wurde und er außerdem noch ernste Schädelverletzungen davon rüg Der Schwerverletzte wurde von der Freiwilligen Sanitätslolonne vom Roten Kreuz in Gießen nach sofortiger ärztlicher Hilfeleistung der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, wo er in ernstem Zustande dar- nieberlicgt. Der beklagenswerte Mann ist verheiratet und Vater eines Kindes. § Saubringen, 16. San. Bei der einzigen Brennholzversteigerung in unserem Gemeindewald wurden für je 2 rm Kiefernscheit 20 bis 23 Mk.. Kiefernknüppel 16 bis 18 Mk.. Fichtenknüppel 13 bis 15 Mk. bezahlt. Kiefern- reifer kamen durchschnittlich 5 bis 7 Mk je fünf Raummeter Fichtenstangen erster Klasse brach- ten pro Stück 2,50 bis 3 Mk., 2. Klasse 1.50 bis 2 Mk., 3. Klaffe entsprechend weniger. t Treis a. d. Lda., 15. San. Der Turnverein „Gut Heil" veranstaltete in V-illS Saal einen gut besuchten Märchen- uni) Theaterabend. Die Turnschulen brachten da- Märchen „Hänsel und Gretel" sehr ansprechend zur Darstellung, die Turner führten einen Schwank auf. Die Leitung der Aufführungen lag in der bewährten Hand des 1. Vorsitzenden Lehrer Walter. Die musikalischen Einlagen bestritt die Kapelle Becker. -1- Bei der hiesigen Holzversteigerung aus den fiskalischen Waldungen kosteten im Durchschnitt 1 Raummeter Buchenscheit olz 10 Mk.. Buchenknüppel 7 Mk., Eichenknüppel 4 Mk., Kieseni- knüppel 4 Mk., Buchenreisig 1 bis 1,50 Ml., Buchenstöcke 5 Mk. 'Bersrod, 15. San. Der Gesangverein „Sängerkränz" feierte fein 35jähriges Bestehen in Form eines Familien- i abends Rach dem deutschen Sängergruß und einem Chorlied überreichte der Vorsitzende Sa!- b Hofmann den sechs Gründern und Ehrenmitgliedern des Vereins je eine Erinnerungsnadel. Sm Anschluß daran wurden einige humorvolle Gedichte zum Besten gegeben, die allen Beifall fanden Der Chor des Vereins, der unter ber Leitung seines Dirigenten Karl Sommcrlad, V Beuern, eine gute Schule genossen hat, erfreute mit einigen Liedern Ehrenmitglied Konrad Hof- ' mann dankte im Ramen der Gründer dem Vor- \\ sitzenden und den Mitgliedern für die Arbeit im Dienste des Vereins. Musik und Tanz be- i schlossen den Abend. -f- Grünberg, 14. San.—Di ehiesige Orts- i gruppe des Vereins für lTH 6 Deutschtum im Auslande (VDA.) hielt ihrs Hauptversammlung ab. Aus dem Sah- resbcricht des Vorsitzenden. Studi nrats A. S e y» I bo 1 d, war zu entnehmen, daß die Zahl der Mit- | glichet von 66 auf 74 gestiegen ist. An der I Pfingsttagung des Hauptvereins in Salzburg beteiligten sich 33 Erwachsene und Sugendlichc. bei dem Sugenbtreffcn dcs Landesverbandes in Büdingen war die Grünberger Schulgruppe mit 82 Mitgliedern vertreten. Am 4. September wei. le die auf einer Rundreise durch Hessen befindliche Kämtnergruppe hier und veranstaltete in der Turnhalle einen Kärntner Bolksabend und für die Schulen von Grünberg und der Üf.:< gegend eine Schülervorstellung. Aus ber Reä» nungsablage ergab sich, baß von den Einnahmen ber Ortsgruppe im Betrage von 309 Mk, die Summe von 270 Mk. an den Landesverband abgesührt wurde, während die an der Oberrealschule unter Leitung von Studienrat Dr. Heil bestehende Schulgruppe von ihren 966,87 Mark betragenden Einnahmen 449 85 Mk. nach Darmstadt ablieferte. Der Vorstand blieb in seiner seitherigen Besetzung bestehen. Die diesjährige Pfingsttagung des Hauptvereins findet in Aachen statt, zu der sich von hier jedenfalls wieder eine größere Zahl Teilnehmer zu- fammenfinben wird. ' Watzenborn-Steinberg. 16 San. D?r Fußballklub .Teutonia" hielt im Saale des Gasthauses ..Zur Krone" sein fünfjähriges Dtiftun s- feft ab Der Saal war bis auf den letzten besetzt. Rach dem Eröfsnungsmarsch hielt ein Vorstandsimta ied ein» Tlnfvraa.e in ber es aus die Sportbewegung allgemein und den Werdegang des Vereins im besonderen hinwies. G.au- Fuhballsachbearbeiter Henkel. Gießen, sprach dann über Zweck und Ziele des Westdeutschen Spielverbandes". Rachdem ein Violinsolo non den Zuhörern mit großem Beifall aufgenommen wurde, brachten Mitglieder des Vereins einen Dreiakter zur Aufführung, der rückhaltlosen 'Del- fall fand. Tanz beendete den Abend. O Holzheim, 15. San. Der Geflügel- und Kaninchenzuchtverein kann m diesem Jahre auf fein zehnjähriges V ° | stehen zurückblicken. Sn einer Versammln. im Rathaus wurde die am kommenden Son-- tag im Saale des Gastwirts Sarnes stattfindende Lokalausstellung besprochen Die Anmeldungen zu der Schau, der am Sams g eine Prämiierung vorausgeht, find äußerst zahlreich. Als Preisrichter wurde Herr M o o g l (Echzell) gewonnen. )( Li ch. 16. San. Pfarrvikar Dr a ubt erhielt mit rückwirkender Kraft vom 1. Dez. 1930 die hiesige 2. Pfarrstelle endgültig übertragen. - Sm „Holländischen Hos" fand unter dem Vorsitz des Obmanns Konrad Schone die Generalversammlung des hiesigen Obst- und Gartenbauvereins statt. Postmeister i. R Rau hielt av? Grund reicher Erfahrung einen lehrreichen und mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag übe« Obstbaumschädlinge und deren sachgemäße Bekämpfung. Dem Rechner des Vereins tourte | nach Prüfung der Rechnung Entlastung und Dank für feine Arbeit zuteil. Sm weiteren Verlauf des Abends fand eine Verlosung von Samen, Bäumen. Sttäuchern und Blumen, sowie die Versteigerung eines Blumenkorbes statt. Sn bet Pausen erfreute die Kapelle Schmidt mit musikalischen Darbietungen. D Lich, 16. San. Bei der gestrigen zweitem HolAüerfteigerung der Stadt im Distrikt Großyäuserberg wurden, je nach Qualität und Abfuhrmöglichkeit des Holzes, geboten für je zwtt Raummeter Buchenscheiter 20- 22 Mk., Hain- buchen-Scheiter 14 16 Mk., Eichen-Scheiter 10 bis 14 Mk., Buchen-Knüppel 14-18 Mk., Hain- buchen-Knüppel <10 14 Mk., Eichen-Knüppel 7 bis 9 Mk., Buchen-Stöcke 8-10 Mk., Eichen- Stöcke 6—8 Mk., Cichen-Rutzscheit, 2,20 Meter lang, 12 Mk., Eisbeer-Stämme 2. Klasse pro Fest? meter 6,25 Mk., und Buchen-Wellen 18—20 Mk, je 100 Stück. Kreis Friedberg. Bad-Rau heim, 16. San. Auf sein 25jähriges Bestehen blickte heute der hiesige Volksbildungsverein zurück, d.e von Prof. Dr. Strecker gegründet worden ist. Er hat ein gutes Stück Volksbildung ^arbeit innerhalb des Rhein-Mainischen Derbandeö für Volksbildung geleistet, was ihm vor allem auch dadurch möglich war, daß er von. der Stadt weitgehende Unterstützung erfahrt. Ti,' Stadtverwaltung stellt die Räume für die Bibliothek und das öffentliche Lesezimmer im altenRathaus zur Verfügung und hat außerdem die umfangreichstädtische Bücherei den Beständen des Vereins angegliedert. Vorsitzender des Vereins ist geg n- toärtig Rektor Staubach, Büchereiverwalter Lehrer P o r t fj. Kreis Büdingen. t). Borsdorf. 13 San. Heute wurde hier eine größere Brennholzversteigerung des Forstamts Ridda abgehalten. Steigliebhaber batten sich sehr zahlreich eingefunben. Ihre Gebote zeigten gegen dem vorigen Sahre nur eine geringe Abnahme der Preise. Für Buchenscheiter 1. Klasse wurden 12 bis 14 Mk.. für Buchenknüppel 8 bis 9 Mark für Buchenstöcke 6 Ml., für Bucheuknüppelreisig 2 M'. und für Buchen- pammreisig 2,50 Mk. pro Raummeter gelöst. , bis z >i: 18.Q! biS 15.50- 'n a.M. 16.30' fWie:' ArlDerch 'H Kaufnia Ä ^arlen unterricht. i< 2W>; Aapo < 23.05 t Ä e r u n 0 lv ■5ud)cnf10lf ° ß, o d u b ß S'-lnA sK lleinen *v. ( - LS ÄiMntrag M B im Vi Dittich und l» Mft tungsgenvlfens'v schassung VW.Ü meinfam erfolge Soedleruber ,ucht und gab r tag sand im < die hauptve undSporiv Hang durch der Rechnung gepr men und 400,1 (einen W Ichiung Ml. Jchresbrrichi CßeranftaM gung an aut DorstandeS l sihender C. kob, Schrif incifter H. i Horst, 2 schuhobmann Wagner, siher O. Fi , z-!5 bis 8 olfu 13-« Sesterz v MtQUcn.Q & 1845; Ä bOn W m8 Ml LZZ 1 von Han feier der Äs- furt a.M. 9. „Tr. Theodo, rat Dr. LM akt derReiit gründungsla Konzert Nr. O.vr.KaHl boten; Rede Jeutschlandlik schritte im 1 ficherheit", G Ernst A^bhu stunde des 16.15: .Ridie von Frichjos Magskonzer Familienrecht Lüders. 18.30 ^>n Pater vo Eine Stunde Fisches Re Mlge vv! 21. $h "Hij ksr4^ Ä*§Ä ^3äS8*^ hier unb Ä Kärntner TSoltiwf *j ?rünberg M V s? M &°n ®nna'* ? oon 309 A r Jn Öanbetatbä Iren6 die an der nu nflJjH ßtubieniat ’j? 6kuppe von ihren Mf s Men 449 85 ®t nai ®«D-'KÄ ft j*1 D'e öiej. J« guMftndnj finbd . wt Ich von bi« irden» ^e Zahl Teilnehmer iteinberg. 16.3an> Dielt im Saale be$M im iünWnges Stiltun t bis auf den letzten v röffnungsmarfch hielt <■ 2lnftra»e in der e; . Cgemein unb den ©er/ besonderen hinwies ®q. Henkel, Stehen, spic: i Ziele des Westdeutij )dem ein Bio.'infolo - • 3 em Beifall aufgcnomir. ieber des Bettina cm | ng. bet rückhaltlosen 'Seil e den Abend. Jan. Der kner des Aere-ns tturu Rechnung Snilastmig u i zuteil 3m ttifo*" Jjet* eine Verlosung wn L« 5«-;* ’S «L'L°rS 10 t- nach Qualität un) ÄIJ1 Minn Knüppel i itode 8 .. »ZG ®«lf: chen-Msche'- 2», Juchens" Sricdberg' fein im, 16- S freute dec i er vo^ Stadtverv- , ersaht-,^ 2ib!i°the!. üj ■ lur ^.^Aathaus mer vn aUei ffl„grc.. nherdem ®« M Verein- lS§S» ttback). HilViNg^' tputbe hier •Äef "Ä * Ä cl *u«rf. und flCiPß. ig v SJ.-ipörf FichtenreiSstangen in Schichten kamen je 10 Raum- röter auf 6 Mk. Der Raummeter Eichenscheit kostet« durchschnittlich 9 Mk., Eichenknüppel 6 Mk. i. Dodenhausen, 16. San. In den Staatswaldungen der Försterei Finkenloch wurde bei sehr gutem Besuch die erste D re n n h o l zve r st e i - gerung abgehalten. 3c nach Qualität und2lb- fuhrrnöglichkcit wurden für 1 Raummeter bezahlt: Duchenscheitholz 11—13 Mk., Eichenscheit 7—8 Duchenast knüppel 6—8, Gtchenknüppel 5—6, Buch'enstockholz 7—8 Mark. Kreis Schotten. lU L a u b a ch, 16. 3an. 3m Saale des Schuhen- hofes hielt der Gesangverein „Eintracht"' unter dem Vorsitz des Herrn Gobrsch ferne Generalversammlung ab. DieRechnungS- ablage ergab einen lleberfchuß von mehr als 200 Mark. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Eine längere Aussprache entspann sich über die Feier des 50jährigen Bestehens tm Sommer 1931. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 16. 3an. Am 16. März findet in Köddingen und am 23. März in Queck je eine Dorskirchenvor ft eher -Tagung statt. An beiden Tagungen wird der Superintendent von Oberhessen, Oberkirchenrat v. Wagner die Predigt hallen und Prof. Stroh vom Predigerseminar Friedberg über das Thema „Der Kirchenvorsteher als Seelsorger" sprechen. Voraussichtlich wird auch Prälat O. Vr. vr. D i e h l an den Tagungen teilnehmen. ch Nieder-Gemünden, 12. Jan. Der hiesige Geflügelzuchtverein befähle sich in seiner Iahreshauptversammlung zunächst mit dem Entwurf seiner Satzungen, die mit kleinen Abänderungen genehmigt wurden. Mitglied S o e d l e r. der Dezirksvorsihende, gab einen lieberblick über die Bestrebungen und Fiele des Deutschen Geflügelzüchterverbandes. Eine Dezirksverbands-Sahung wurde mit einem Zusahantrag genehmigt. Als Vertreter des Vereins im Bezirksvorstand wurden die Herren Wittich und Lutz, Hainbach, gewählt. Von dein Anschluh des Vereins an eine Eierverwer- tungsgenossenfchaft wurde abgesehen. Die Beschaffung von Futtermitteln soll in Zukunft gemeinsam erfolgen. Zum Schluß referierte Herr So edler über praktische Fragen der Geflügelzucht und gab manche Anregung. — Am Samstag sand im Saale der Gastwirtschaft Schäfer die Hauptversammlung des Schützen- und Sportvereins statt. Rach der 'Begrünung durch den Vorsitzenden wurde zunächst die Rechnung geprüft, die mit 672,63 Mk. Einnahmen und 400,10 Mk. Ausgaben zu Erinnerung keinen Anlah gab. Dem Rechner wurde Entlastung zuteil. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht und gab einen lleberblick über die Veranstaltungen des Vereins und die Beteiligung an auswärtigen Festen. Die Wahl des Vorstandes brachte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender E. Scholl, 2. Vorsitzender W. 3 a - kob, Schriftführer Lehrer Loh, 1. Schützen- meister H Otterbein, 2. Schützenmeister W. Horst, Rechner K. H. Gonter, Spielaus- schuhodmann Ld. Otterbein, Zeugwart 3oh. Wagner, Ballwart W. Schlosser, 1. Beisitzer O. Fiedler, 2. Beisitzer H. Stroh. Sonntag. 18. Januar. 7 von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier der Bischöflichen Methodisten-Kirche, Frankfurt a. M. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: „Dr. Theodor Reubürger", Vortrag von Geheimrat Dr. Ludwig Rosenmeher. 11 von Berlin: Festakt der Reichsregierung aus Anlaß des 60. Reichs- gründungstageS. Programm: Brandenburgisches Konzert Rr. 3, Bach: Festrede: älniverkitäts-Prof. I). Vr. Kahl; Leonoren-Ouvertüre Rr. 3, Beet- hoven: Rede des Reichskanzlers Dr. Brüning: Ämtschlandlied, 1. und 3. Strophe. 12: „Fortschritte im Winterslugdienst und in der Flugsicherheit", Gespräch zwischen Dr. Orlovius und Ernst Rqbhut. 12.30: Schallplattenkonzert. 14 Stunde des Landes. 15: Stunde der 3ugend. 16.15: „Riviera mit und ohne Sonne", Dorttag von Frithjof Kühn. 16.35 von München: Rach- mittagskonzert. 18: „Die Stellung der Frau im Familienrecht", Vortrag von Dr. Marie Elisabeth Lüders. 18.30: „Das Recht der Fügend", Vorttag von Pater von Dunin-Dorkowski. 19.45 von Köln: Eine Stunde Kurzweil. 20.25: Sechzig 3ahrc Deutsches Reich, von Dismarck zu' Hindenburg. Hörfolge von Dr. Friedrich Carl Westphal. 21.05: Unterhaltungskonzert. 23 von Köln: Tanzmusik. Montag, 19. Januar. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert: 13.05 von Köln: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50'. „ Familien- und Derwandtschaftshilfe in Rotzeiten", Vortrag von F. Elz. Frankfurt a. M. 16.30: Rachmittags-Konzert. 18.15: Stunde der Bühne: „Das Provinztheater", Vorttag von Carl Werckshagen, Darmstadt. 18.45: „Der deutsche Kaufmann im Ausland", Vorttag von Friedrich Martens (DHV.). 19.15: Englischer Sprachunterricht. 19.45: Die 3nftrurnente des Orchesters. 20.15: Rapoleon, ein Drama. 22.35: Tanzunterricht. 23.05 von Berlin: Tanzmusik. Dienstag, 20. Januar. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Hausfrauen-Rachmittag. 16 30: Rachmittagskon- zert. 18.15: „Sechzig Fahre Zentrumspartei", Vortrag von Dr. Leo Schwering, Köln. 18.35: „Möglichleiten studentischer Arbeit am AuslandS- deutschtum", Vortrag von M. Rüdiger. 19.15 von Karlsruhe: „Hundert Uhren schlagen. Eine Führung durch das Fnftitut für Zeitmehkuttde und älhrentcchnik in Karlsruhe", Vortrag von Prof. Dr. Schlößer. 19.45: Kompositionen von L6on Fessel. 20.45: Drei Sketsche vonW. Lichtenberg. 21.15: Volkslieder. 22: „Fft die Schaubühne Spiegel unserer Zeit?", Gespräch zwischen Herbert Fhe- ring. 'Berlin, und M. Missenharter, Stuttgart. 22.30 bis 23.15: Tanzmusik. DfB.Gießen. Der Verbandsspiel-Terminkalender sah ursprünglich das Rückspiel FV. Ockershausen gegen VfD. in Ockershausen vor. Da aber die Meister- schaftssrage wegen eiligen Terminfettsetzungen zur Lösung drängt, hat der Bezirks-Fuß ballsach- bearbeiter FV. Ockershausen zum Ri espiel gegen VfD. „Kurhefsen" Marburg verpflichtet. Tie Ligaelf des VfD. benutzt den verbandsspielfreien Sonntag zum Austrag eine- Privatspiels gegen den FC. Wallau. Der FC. Wallau verfügt über eine kampfkräftige Mannschaft, die in der Tabelle der ersten Dezirksklasse mit Germania Marburg punktgleich an der Spitze steht. Die Liga des VfD. darf sich auf einen hartnäckigen Widerstand der Wallauer gefaßt machen und der Ausgang des Spiels — VfB. verlor voriges Fahr in Wallau — ist ungewiß. Während die Ligareserve pausiert, muh die dritte Mannschaft nach Leihgestern. Von der Al- und A2-2ugendmannschaft ist noch nachzuberichten, daß sie am vergangenen Sonntag mit der Liga in Marburg waren und dort Gesellschaftsspiele gegen die gleichen Fugendmannschaften von V|D. ,,Kurhessen" austrugen. Zwar verloren die ersatzgeschwächten DfD.er beide Treffen. 0:3 bzw. 0:4, forderten dabei aber den Gegner doch zur Hergabe feines ganzen Könnens heraus. Spielvereinigung 1900 Gießen. Am Sonntag greift die Ligamannschaft wieder in die Verbandsfpiele ein. Durch den Ausfall der Spiele gegen Herborn, Wetzlar und Germania Marburg haben die Gießener erst sieben Spiele auSgctragen, während die Gegner durchweg zehn absolviert haben und in zwei Spiel- Sonntagen die Runde beenden. Diesmal muß 1900 nach Wiesenbach im Kreis Biedenkopf und hat dabei keinesfalls einen leichten Gang. Könnte die 1900er-Clf an die Leistungen im Vorspiel (3:1 für 1900) anknüpfen, so mühte man auch diesmal mit einem Sieg der Gießener rechnen dürfen, besonders wenn man in Detracht zieht daß die Spielvereinigung voraussichtlich komplett antreten kann. Als Hauptfaktor sprechen aber bei diesen Begegnungen die Platzverhältnisse mit, die in der dortigen Gegend nicht die besten sind, denen aber naturgemäß die Vertreter des Plahvereins eher gewachsen sind. Die Chancen in diesem Kampf sind deshalb vollständig offen. Das bessere technische Können der Gießener steht dem Rieseneiser der Wiesenbacher gegenüber. Spurk, Butzbach, leitet den Kampf. Die Ligareserve hat die Derbandsspiele beendet und ist spielfrei. 3n Saubringen tritt 1900s 3. Mannschaft der dortigen zweiten Elf im Verbandsspiel gegenüber. Rach dem 9:1 »Sieg der vierten rechnet man I auch hierbei mit einem sicheren Sieg der dritten Mannschast. Die 4. Mannschaft ist spielfrei, da der vorgesehene Gegner Dutenhofen die zweite Gami- Mittwoch, 21. Januar. 7.15: Frühkonzert. 10.20: „Welche Märchen sollen die Kinder lesen?", Vortrag von Lisa Tetzner. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Stunde der Fugend. 16.30: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15: „Musikalische "Begabung“, Vorttag von Margit Barra, Budapest. 18.45: „Die Lebensgestaltung des jungen Mädchens", Vorttag von Dr. 3lfe Beide. 19.45: 11 nterhaltungskonzert. 20.45: „Wie ich in Tirol auf Gemsen jagte", von Peter Scher, München. 21.15 von Freiburg: Eine elsässische Stunde. Donnerstag, 22. Januar. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Stunde der Fugend. 16.30: Konzert. 18.10: Zeitfragen. 18.35: Eine Viertelstunde Deutsch. 18.50: „Strefemann", Vortrag von Rudolf Olden, Berlin. 19.20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Bunter Abend. 21: Klavierkonzert in B-Sur op. 18 von H. Goetz. 21.30: Der Blockadebrecher, eine heitere Kurzgeschichte. 22.20: Studien-Konzert. Jreifag, 23. Januar. 7.15: Frühkoirzert. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: „Erwägungen über organisatorische Aenderungen im preußischen Schulwesen", Vorttag von Magistrats- Oberschulrat W. Schwarzhaupt. 15.50: „Ein Tag Kesselschmied", Vortrag von Heinrich Lersch. 16.30: Rachmittagstonzert. 18.25: „Seutschland und die olympischen Spiele 1932", Gespräch zwischen Otto Peltzer und Ernst Rebhut. 18.45: „lieber Pilzvergiftungen und zweckmäßige Vorsichtsmaßnahmen"". 19.15: Unterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 20: vom Konzertsaal der Liedcrhalle Stuttgart: Alte und neue Chorinuslk. 21: Renaissance, Barock, Rokoko, ein Hörwerk. 22.50: Tanzmusik. Samstag, 24. Januar. 7.15 nach Köln: Frühkonzert. 10.20: „Die Streicher und Bläser", Vorttag unter Mitwirkung bort’ Cilla Geis und Harts Rosbaud. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des "Westdeuttchen Rundfunks. 15.20: Stunde der Fugend. 16.30: Machmittagskonzert. 17 aus einem Privathause in Stuttgart: Alte Hausmusik. 18.05: Aus dem Drama „Lasalle" von F. de Kort. 18.50: „lieber dem Rücken des Silbernen Löwen — 2m Flugzeug über das persische Hochgebirge", Vorttag von Armin T. Wegner. 19.10: Spanischer Sprachunterricht. 19.30 von Berlin: Zur Eröffnung des neuen Funkhauses Berlin: Die Zauberflöte, deutsche Oper von Mozart. 22.50 von Karlsruhe: Tanzmusik. tut von den Meisterschaftsspielen zurückgezogen hat. Fugendspiele. Vom vergangenen Sonntag ist noch nachzuholen. daß die 2. Fugend in Rieder-Weisel 2:1 und die 3. Fugend in Butzbach 7:0 verlor Am kommenden Sonntag finden Wanderungen statt, die wegen des schlechten Wetters jedoch fraglich bleiben. Die Schüler müssen nach Butzbach, um dort gegen die Schüler von Garbenteich anzutteten. Das Ziel der 1. Fugend ist Lich, wo der Gegner, 1. Fugend Lollar, auf sie wartet. Sie 2. und die 3 Fugend lind für Spiele auf dem RfB -Platz festgelegt. Allerdings stehen die Spielsestsetzungeit von feiten des VsB. Gießen noch aus. ÖanbbaU der Sp.-Vg. 1900. Rach 2lbfchluh der Verbandsfpiele will die 1900er Handballabteilung in Privatspielen die Spielstärke der Mannschaften behalten und heben. Am Sonntag finden zwei Gesellschaftsspiele statt. Die erste Mannschaft der Spielvereinigung 1900 empfängt die gleiche des hiesigen Bataillons, während sich die Reserven vorher mit der zweiten Elf des MTV. Gießen messen. Das Können der Reichswehrmannschaft ist wohl nod) bestens durch den Turniersieg bei den Fubiläumswettspielen der SpV. 1900 in Erinnerung. Man wird ihr auch diesmal ein Plus zusprechen müssen, wenn auch weniger im Feldspiel als am Wurfkreis. — Die Männerturner stellen eine technisch gute und in vielen Verbandsspielen gereifte Mannschaft. Falls die Spielvereinigungsleute mit vollständiger Mannschaft zur Stelle sind, sollte sich ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis ergeben. Gin alter nassauischer Turnerführer gestorben. Fn Bad Ems starb im Alter von fast 75 Fahren der Kurkassenrendant a. D. Heinrich Wagner, der Ehrengauvertreter des Labn- Till-Gaues der Deutschen Turnerschaft. Als solcher war er nicht nur in den heimischen Turnerkreisen, sondern weit über die Grenzen des» Rassaucr Landes hinaus bekannt. Seine großen Verdienste um das deutsche Turnwescn fanden ihre Anerkennung in der Verleihung des SS.» Chrenbriefes und der DT.-Ehrenurkunde. ferner erhielt er am 11. August 1928 die große Staats- Plakette. Verlegte Wintersport-Meisterschasten. Wegen der schlechten Wetterlage in Hamburg wurden d'.e für das Wochenende nach der Hansestadt vorgesehenen Eiskunstlauf meister'chaflen nach Schierke im Harz verlegt, die übrigen in Hamburg vorgesehenen Wettbewerbe, darunter die Meisterschaft im Eisschnelläufen, um eine Woche Perschoren. Wegen technischer Schwierigkeiten können die für Ende der Wochen in Winterberg (Sauerland) vorgesehenen Seutschen Meisterschaften im Zweier- und Fünferbob Dort nicht abgehalten werden und wurden nach Schreiberhau verlegt. Westdeutsche Hockeykämpse. Der Westdeutsche Hockey-Verband wird am 1. Februar einen Länderkamps mit Hollands v - M a n n s ch a f t in Westdeutschland austragen. 21m 29. März findet in Krefeld der Länderkampf zwischen den Damenmannschaften von Wcstdentsch- land und Holland statt. Die Holländerinnen tragen vorher Spiele gegen 'Belgien (1. oder 3. März) und Frankreich am 22. März in Paris aus. Westdeutsche Regatta-Termine. 2n Köln hielt der "Bund Westdeutscher Regatta-Verbände seine Fahres-Hauptversarnrnlung ab. Das Zweiklassenshstem hat sich als vorteilhaft erwiesen und soll auch im lausenden Fahre zur Anwendung kommen. Fn der Klasse A wurde die Mainz-Kasteler RG. und der Wassersport- üerein Süsseidorf, in der Klasse B der RD. Deyer- Leverlusen und Bad Ems mit der Bundesplakette ausgezeichnet. Um Terminschwierigkeiten für die Grenzregatten innerhalb des Bundesgebietes zu vermeiden, ist mit dem benachbarten Sudbunde eine Verständigung erzielt worden. Mit nur erringen Einwänden fanden sämtliche Berichte ihre Billigung, worauf man dem Vorstand durch seine gesamte Wiederwahl das Vertrauen aussprach. Ser Bundestag 1931 findet in Bad Ems statt. Für das Fahr 1931 wurden folgende Rennte r m i n e angesetzt: 31. Mai: Mülheim, Ruhr (Heidelberg): 7. 2uni: Trier (Hanau): 14. 2uni: Hengstehsee und Koblenz: 21.Luni: Bad Ems: 28. Funi: Duisburg (Frankfurt a. BL); 5. Juli: Hügel (Mannheim); 12. Fuli: Stadtregatta Köln und Gießen: 19. Juli: Limburg oder 2. August: (Offenbach): 26. Fuli: Mainz (Würzburg). Für die deutsche Spsrtjugend. Beschlüsse der Sugendle'.ter. Ter gerneiitfame Fugendausschuß des Seutschen Fußball-Buiches und der Deutschen Spor.behörde hielt seine Zrühjahrstagung im Fugendheim des VBB. in Tiefensee bei (Stoffen «Oder) ab. Aus den Verhandlungen ist folgendes zu berichten: Der Fllgendausschuh sieht in der Einführung des Verufsspielertums die größten Gefahren für die Fugendarbeit der Sportver- bänfce. Er bittet daher den Bundesvorstand, dieses Berufsspielertum mit allen Mitteln zu bekämpfen. Zur Hilfeleistung für feine erwerbslo e Fugend beantragt der DFB.-Fugendausfchuh beim Bundesvorstand, aus dem Fugendfonds 10 000 Mark zur Verfügung zu stellen: diese werden nach einem bestimmten Schlüssel an die Landesverbände verteilt unter der Voraussetzung, daß diese sich aus eigenen Mitteln an dem Hilfsarerk beteiligen. Ilm diesen Betrag noch zu erhöhen, und als ein Symbol des Opfers, verzichtet die Fugend für den Fugendtag 1931 auf die Verleihung der üblichen Wimpel und Radeln. Die Mittel werden bereit- gestellt in erster Linie zur Finanzierung 14tägiger Freizeiten in den Derbandsheimen. Diese Freizeiten haben das Ziel anzuftteben, die Heran- Rundfunkprogramm. bilduna Erwerbsloser zu sportNchen Fungsührern, die andere Erwerbslo e in eine sportliche Betätigung einführen oder sie darin leiten sollen. Der Fugendausschuh erwartet überdies von den "Vereinen, daß sie enttprechend den Vorschlägen der Spihenverbände an den Maßnahmen zur "Betreuung der Erwerbslosen an ihren Orten mit* wirken und ihre Einrichtungen sowie Kräfte zur Verfügung stellen. Der FugendauSfchuß hält es für notwendig, die Schulspiele stärker als bisher zu fördern und empfiehlt feinen Spitzen- wie Landesverbänden, Diplome für die Sieger zur Verfügung zu stellen. In der Jugendarbeit sieht er die sruchtbarste Aufgabe des Sporte- und bittet seine Spihenverbände, für Forderung dieser Arbeit nach Kräften Mittel bereitzustellen. Schön-Pijnenburg siegen in Dortmund Am Donnerstagabend endete daS Dortmunder Sechstagerennen mit dem erwarteten Siege des deutsch-holländischen Paares Schön-Pijnenburg. Das Rennen wies auch am letzten Tage noch einen glänzenden Besuch auf. Der sportliche Verlauf war recht spannend, noch in den letzten Stunden entwickelten sich lebhafte Jagden, bei denen die Franzosen Broccardo-Marcittac sogar zeitweilig in Führung lagen. Der Sieg von Schön-Pijnenburg. die in diesem Rennen eine wirlliche Großleistung vollbracht haben, wurde von den Blassen mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Das Endergebnis ist folgendes: 1. Schön- Pijnenburg 248 Punkte: eine Runde zurück: 2. Gö- bel-Dinale 324 Punkte: 3. Droccardo-Marcillac 68 Punkte; zwei Runden zurück: 4. Rausch- Hürtgen 133 Punkte: vier Runden zurück: 5. Gucrra-Linari 237 Punkte: 6. Krüger-Funda 177 Punkte: 7. Maczinsky-Resiger 144 Punkte: 8. Chmer-Tietz 103 Punkte. — Das Siegerpaar hatte in den 145 Stunden 3487,600 Kilometer zurückgelegt. Endspiel um den DM.-pokal imZuni? Die Terminschwierigkeiten, in denen sich Süd- deutschland bei der Ermittlung seiner drei Endspielteilnehmer befindet, werben es kaum zulassen, daß der Süddeutsche Verband daS Endspiel gegen Mitteldeutschland im März, wie vorgesehen, auötragen kann. Man rechnet daher damit, daß das Pokalendspiel in diesem Jahre erst im Funi ausgetragen wird. Kurze Sportnotizen. Bei den Skispringen auf der Maloja-Schanze bei St. Moritz erwies sich der Rorweger Sigmund Ruud als der weitaus beste Mann und zeigte mit 68 Bieter den weitest gestandenen Sprung. * Die kanadische Eishockey-Mannschaft beendete am Donnerstagabend auch ihr drittes Spiel im Berliner Sportpalast mit einem Siege. Sie schlug eine europäische Auswahlmannschaft nach chartern Kampf mit 4:0 (3:0, 1:0, 0:0). D i e Abstiegkanditaten DSD. München und der VfB. Öngolftabt=Bingfee tragen am 8. Februar in Augsburg einen Fußballkampf aus, bei dem entschieden wird, wer von den beiden Tabellenletzten der Gruppe Südbahem aus der Dezirksliga scheiden wird. • Die Ringer staffel des deutschen Mannfchaftsmeifters Heros Dortmund konnte am Donnerstag bei einem Start in Landskrona einen schönen Erfolg verz ichnen. Sie Westfalen brachten sechs von den sieben Kämpfen auf ihr Konto und gewannen somit die "Begegnung mit 6:1 Punkten. Für d i e Curopa-Bergmeisterschaft der Motorräder, die in diesem Fahre erstmalig,durchgeführt wird, sind in der Sitzung des Fnternationalen Motorradsport-Verbandes acht Läufe festgesetzt worden. Auch das Freiburger B c v g r c n n € n am 26. August wurde als Meisterschaftslauf anerkannt. (Schluß des redaktionellen Teils.) Sem Vieh Hal ter ist noch immer zu wenig bekannt, daß Leberttan ein sicher wirkendes Mittel zur Verhütung von Knochenerkrankungen ist. Alles Kümmern, die gefürchtete Lähme, Steifbeinigkeit. Krampf, Beinschwäche usw. kann jeder Züchter aus feinem Stalle bannen, wenn er eine bewährte Lebertran Emulsion benutzt. Eine wirklich bewährte Vieh^Cmulsion.'zu deren Herstellung nur biologisch kontrollierter Dorschleber.ran verwendet' wird und die gleichzeitig Eiweiß und blutbildende Mineralstvife enthält, ist Bl. Brockmanns „Osteo- scm". Zur Verhütung aller Aufzuchtkrankheiten des Fungviehes, yar Wiederherstellung geimpfter und genesender Tiere und zur Erhöhung der Produktion ist sie deshalb das gegebene Mittel. [358V Das Problem der Motorisierung des Fahrrades gelöst? So alt das Fahrrad ist, so alt ist auch der Wunsch, sich beim Radfahren nicht durch eigene Körperkrast fortbewegen zu müssen. Das 71511' Motor-Fahrrad bringt die Lösung des Problems. Es ist kein „zusammengcbautes", sondern ein in seiner Form auf den ersten Blick überzeugendes Konstruktiv-Ganzes! Sie Maschine ist in der Handhabung und Wartung sehr einfach. Cs ist natürlich keine Rennmaschine, sondern ein Gebrauchs-Motor-Fahrrad. De Maschine hat Vorderradantrieb unö Ballonbereifung. Motor und alles, was zu diesem gehört, ist am Gabelkopf über dem Vorderrad angebracht. Die Kraftübertragung erfolgt mittels Kette; das Ketten* rad ist auf die Vorderachse montiert. Die Reu- konstruktion bietet Gewähr für absolute Betriebssicherheit. 502 V INGENIEURSCHULE WEIMAR FRCHEX IN ALTENBURG JL SCHULJAHR MASCHINENBAU - ELEKTROTECHNIK AUTOMOBIL- UND FLUGZEUGBAU PAPIERTECHNIK. Prospekt anforderw Erhältlich Apotheken ußrogerien fafriebtmi j/ogouiCQ Chicago Als hochverzinsliche, mündelsichere Kapitalanlage empfehlen wir unsere 7%igen GoldhypothekenpfanilbFiele Ausgabekursi 961/30/0 freibleibend Rückzahlungshursi 100% Da die Kündigung nicht vor dem 30. September 1936 erfolgen kann, und die Kapitalertragssteuer am 2. Januar 1931 fortgefallen ist, sichert sich der Erwerber auf viele Jahre eine hohe Verzinsung und außerdem einen Rückzahlungsgewinn, Die Sicherstellung der Pfandbriefe ist eine dreifache« 1. durch erststellige innerhalb der mündelsicheren Beleihungsgrenze eingetragene Goldhypotheken) 2. durch das gesamte Vermögen und die Rücklagen der Nassauischen Landesbank, 3. durch die unbeschränkte Garantie des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden, der mit seinem Vermögen und seiner Steuerkraft, einschließlich der Steuerkraft aller Städte, Kreise und Landgemeinden des Regierungsbezirks Wiesbaden, für die Einlösung der Pfandbriefe haftet Die Goldpfandbriefe der Nassauischen Landesbank sind an den Berliner und Frankfurter Börsen jederzeit veräußerlich und bei der Reichsbank lombardfähig. Außerdem sind sie für die Anlegung von Mündelgeld in ganz Deutschland zugelassen. Ausgabe in Stücken zu 100, 500,1000, 2000 und 5000 Goldmark. 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Also: Warum sollen tmr mcht .der sein freundschaftliche Beziehungen —“ „Cfficife ich, weih ich —" unterbrach Windthorst ungeniert. „Die Fama unseres Städtchens ist immer auf dem Lausenden. Kinna schätzt Sie sehr. Lind nun wollen Sie wissen, ob sein Zustand wirklich zu Hoffnungen berechtigt —“ „Ja - so ist es -" , 2iun — hm —“ Windthorsts Gesicht zuckte hier und da in den Muskeln — „wir sind unter uns. Lind gemeinsam mit Jacobus trug er Kinna in sein Schlafzimmer, wo Dr. Windthorst rwch eine kurze Weile mit Frau Marthe sprach. — Dann verlöschten die Lichter im Schloß wieder nach und nach. Windthorst war nach Hause ge- Wördehoff nickte mechanisch. „Also, ist cs wahrscheinlich —“ „Gott, was ist nicht wahrscheinlich? Es kommt niemand um das Sterben herum. Hm — ich möchte sagen: Kinna wird vorläufig noch lange liegen. Das ist — sicher. So in drei, vier Wochen wird man erst wissen, ob die Nerven es ausgehalten haben — diese letzte Anspannung — oder nicht! Dann erst kann man mit Bestimmtheit sagen: So und so kommt es! Hält er diese Wochen aus, kann man mit besonderen Heilmethoden der Krankheit an den Leib gehen. Sanatorium — oder so. Allerdings — das Alter des Patienten ist das gefährlichste Moment bei dieser Krankheit. Wie gesagt, Herr Wördehoff: Borläufig kann man nur hoffen! Nichts weiter." Der kniff die Lippen zusammen. „Künstlerschicksal", stieß er leise hervor. „3a, natürlich Es wäre furchtbar für — das kleine Fräulein Nicolette. — Sie ist so elfenhaft -z so zart in ihrem Innenleben —" Wördehoff blickte zur Seite, um sich nicht vielleicht doch mit einem Blick zu verraten. Er begleitete den Arzt bis vor dessen Haus. Der schüttelte ihm herzlich die Hand und sagte offen: „Es freut mich, Herr Wördehoff, Sie nun doch kennengelernt zu haben. Sie werden ja nun wohl noch langer hierbleibon und ich denke, wir werden öfter zusammenkommen. Als alter Junggeselle, der ich bin, habe ich abends reichlich Zeit." „Es wird mich freuen, mü Ihnen zuweilen plaudern zu können", antwortete Wördehoff ehrlich. Die offene Art Windthorsts gefiel ihm un- gemein. — Nun flogen die Tage in sommerlicher Neife dahin. Kinnas Zustand blieb im grpfjen und ganzen unverändert. Still waltete die Schwester ihres Pflegerinnenamtes. Ter erste schwere Druck lieh nach, der die Bewohner des Schlosses befallen hatte. Wenn der Hausherr auch schwer krank war, man wußte, er befand sich in guten, treuen Händen, der Arzt beobachtet ihn täglich — man konnte selbst nicht helfen. Konnte nur abwarten und hoffen, daß alles sich wieder zum Guten wenden würde. Lind der schöne, prachtvolle Spätsommer konnte diese Hoffnung nur nähren und unterstützen. Nicolettes Frohsinn war wieder zum Durchbruch gekommen. Sie hatte ja ihr großes, starkes Liebesgesühl in sich, unb das lieh sie mit besonders glücklicher Zuversicht in die Zukunft schauen — Mit Dr. Windthorst hatte sich Wördehoff nun im Laufe der nächsten Zeit enger angefreundet, als er es seinem eigenen Naturell zugetraut hatte. Bielleicht lag es daran, dah auch Nicolette dem Arzt sehr zugetan war und dieser mit einer beinahe väterlichen Herzlichkeit sie umgab. Nicolette lächelte schwach. „Lind nun —“ fuhr Windthorst fort — Professor schläft ja schon — er muh in Bett. Frau Marthe — Ihr Mann —“ „Ich hole ihn gleich —" Wördehoff trat auf die Schwelle. „Ich werde helfen —" hoffen? Allerdings: Der Zustand Kinnas ist sehr bedenklich! Sehr — sage ich. Es bleibt unter uns, nicht wahr? Ich brauche das nicht erst zu betonen —" O Nicolette! — Aber er riß sich zusammen. , r Er würde bei ihr bleiben — ihr becstehen m . ihrer Not. Sie brauchte ihn ja nun nötiger als je. Alles würde schon wieder gut werden. Lind — Norma? Nh — er dachte jetzt kaum an sie. Er mußte den Brief — oder die Fahrt zu ihr, bw er sich schon vorgenommen hatte, verschieben. Er durste in diesen ernsten Lagen Nicolette nicht allein lassen. . r , , „Du Liebes —" flüsterte, er — „ich lasse dich nicht, ich bin dein Schuh —“ . Wördehoff fand in dieser Nacht keinen Schlaf mehr Er sah vom.Bett aus den Mond, der bläh und still am Himmel stand in einer seltsamen, kühlen Ernsthaftigkeit. , ., . Erst gegen Morgen warf ihn die Müdigkeit m ein kurzes, traumloses Hindämmern. — 14. Der neue Tag brach sonnenhell und voll Vogelgezwitscher an. In goldener Bläue spannte sich der Himmel über die Verwüstungen der Nacht. Die Erde strömte neuen, starken Duft aus, erquickt von dem nächtlichen Regenguß. Nicolette und Wördehoff begegneten sich in b.r Halle, und mit innigem Druck ruhten ihre Hände ineinander. Bald daraus erschien auch Dr. Windthorst zur Visite und blieb eine Weile bei dem Kranken. Kurz darauf kam die Krankenschwester, um Frau Marthe abzulösen, die das Zimmer neben dem Professor für sie herrichtete. Windthorst sand keine gefährliche Veränderung im Befinden Kinnas, der völlig apathisch dalag, und gab der Schwester noch genaue Verhaltungsmaßregeln. Dann ging er. Wördehoff begleitete ihn den Berg hinunter. Die Persönlichkeit des Arztes flößte ihm Vertrauen ein, und auch Wördehoff schien auf Dr. Windthorst einen sympathischen Eindruck ge- macht zu haben. Er wußte sonderbarerweise schon, welche nicht unbedeutende Nolle Wördehoff im gegenwärtigen Kunstleben spielte, ohne daß dieser jemals über sich zu ihm gesprochen hätte „Darf ich mir eine offene Frage erlauben, Doktor? Sie werden ja wohl wissen, daß mich — wie schon vor Stunden, bevor er zur Ruhe gegangen war, starrte er nun in die Nacht hinaus, die den Sturm überwunden Ijat'e. Weit hinten über den Bergen begann der Himmel schon grau zu werden. Die Sterne verblaßten. Frequenz zu verzeichnen wäre. Aber noch zwei andere Punkte sind zu berücksichtigen: 1. Der Fahrplan muh so eingerichtet werden, daß man auch mit den zwischen 19 und 20 Llhr ankommenden Zügen Gelegenheit hat, die Elektrische zu benutzen und nicht, wie cs seither der Fall war, daß man nach Verlassen des Bahnhofs sieben Minuten warten muh. Wie oft fährt einem der Wagen vor der Nase weg. Diele Reisende werden mir dies bestätigen. Dah die Linien unglücklich laufen und viele Mitbürger die elektrische Dahn nicht benutzen können, sei nur nebenbei bemerkt. Hier Wandel zu schaffen, müßten sich Stadtverwaltung und Leitung der Straßenbahn zur Ausgabe machen. Für das Geld, was die Schleife am Schützenhaus gekostet hat, und die neuen Wagen wäre es. glaube ich, zu schaffen gewesen. 2. Warum hat die Derwaltung der Straßenbahn noch nicht Wagen beschafft, die angehängt werden und auf denen bann an Markttagen den Händlern ihr Gemüse, Obst ufto. gefahren werden. Ich kenne eine ganze Anzahl Städte, bei denen sich eine derartige Einrichtung glänzend bewährt hat. Eine Mehreinnahme wäre sicher zu erzielen, einmal durch die Fracht, weiter würde aber auch manche Bauersfrau, die jetzt mit ihrem Korb auf dem Kopfe zu Fuß geht, eben fahren. Dielleicht ließe sich auch mit der Post ein Abkommen treffen, daß allabendlich die Pakete, welche mit Pferdewagen an die Post gebracht werden, durch die Elektrische befördert würden. Ein Dorschlag, der ohne große Kosten durchzuführen wäre. W. III. Als langjähriger Abonnent der Straßenbahn habe ich den Artikel in Ihrem Blatt vom vorigen Samst'ag gelesen und behaupte, dah wohl der größte Teil der hiesigen Bevölkerung Ihren Ausführungen voll und ganz beipflichten wird. Gerade in den letzten Wochen des alten Iahres konnte man immer wieder hören, weshalb macht die Straßenbahn nicht wenigstens einmal den Versuch mit dem 10-Psennig-Tarif und einer verbilligten Monatskarte (ich glaube in Marburg beträgt der Preis für die Monatskarte 6. und hier 10 Mk.). Statt dessen kommt die Straßenbahn mit Derkehrseinschränkungen. Ich selbst benutze schon feit drei Iahren den ersten Wagen der roten Linie zum Bahnhof. Da dieser Wagen jetzt ausfällt, habe ich am 1.3a- nuar mein Abonnement nicht mehr erneuert, benutze aber auch während des ganzen Tages die Bahn nicht mehr. V. IV. Hinsichtlich der Straßenbahn erlaube ich mir den Vorschlag zu machen, anstatt den Straßenbahnverkehr zu beschränken, um zu sparen, eher zum 5-Mi- nuten-Verkehr überzugehen, wenigstens im Zentrum der Stadt, innerhalb Seltersweg und Westanlage bis zur Ostanlage und Ludwigsplatz, und dafür den lO-Pf.-Tarif einzuführen, ebenso für den Verkehr innerhalb Marktplatz, Volkshalle und Wiesecker Weg. Dagegen dürste sie es beim Tarif ab Bahnhof bis Voikshalle refp. Wiesecker Weg - Friedhof wohl beim Satz von 20 Pf. belassen, eher diesen Satz au 30 Pf. erhöhen. Die Stadt wird beim Belassen des 20-Pf.-Tariss oder der Erhöhung auf 30 Pf. meines Dafürhaltens nichts einbüßen. Daß der letzte Einheitstarif von 20 Pf. zum Schaden der Stadt ausfiel, hat wohl niemand wunder genommen, denn dieser war für die Gießener Verhältnisse entschieden zu hoch. n> X V. 3hr Artikel „Gießener Straßenbahnsorgen" vorn 10. 3nnuar 1931 hat in mir — und vielleicht auch in den Herzen vieler Mitbürger — große freudige Genugtuung ausgelöst. 3st es doch das Endlich wurden nebenan Schritte laut. Dr. Windthorst öffnete die Tür und rief Nicoleüe und Frau Marthe herein. Wördehoff stand auf. Die Tür blieb offen und so konnte er alles sehen und hören. Kinna hatte die Augen ausgeschlagen. Sie waren glanzlos, und die Lider zuckten unruhig. Er versuchte ein Lächeln — aber es gelang nicht. Doch als Nicolette zu ihm trat, murmelte er: „Da — bist du ja — mein — Mädel —“ Er machte die Augen wieder zu und lag ruhig. „Natürlich ein absoluter Nervenzusammenbruch". sagte Dr. Windthorst leise zu Frau Marthe. „Es wird sehr lange dauern, bis er wieder Halbwegs auf dem Posten ist. Wir wollen hoffen, dah alles glatt geht —" Frau Marthe nickte nur. Windthorst wandte sich , an Nicolette. „Keine Bange, Fräulein Nico. Wir werden ihn auch diesmal über den Berg bringen, wenn er's uns auch reichlich schwer macht. Die Hauptsache ist natürlich Ruhe — Ruhe — und nochmals Ruhe! Hm — es bedarf selbstverständlich auch einer besonderen Wartung des Kranken. Frau Marthe, Sie sind ja eine tüchtige Pflegerin — ich habe ihnen alles aufgeschrieben, was fürs erste nötig ist. Am Morgen komme ich wieder und schicke dann eine Schwester — so wie damals. Hm — das wäre alles. Vorerst wird er ja nun wohl einen langen Schlaf tun, na — und morgen früh, wie gesagt, bin ich wieder hier. Fräulein Nicolette, Sie marschieren natürlich ins Bett! Entschuldigen Sie schon. Sie sind hier allerdings die Schlvß- herrin — aber ich bin Arzt. Sie halten nicht eine einzige Nachtwache aus, und zwei Kranke hier oben sind zuviel. 3hr Vater ist in guten Handew Schließlich wird er auf seine alten Tage doch noch einmal von seiner Kunstmanie kuriert — schock- schwerebrett!" Das Geheimnis ihrer Liebe allerdings — blieb ein Geheimnis. Nur 3acobus und Frau Marthe machten sich wohl ihren Vers, wiewohl in ihrer Gegenwart die beiden Liebenden sich nun wieder größerer Zurückhaltung befleißigten, als das in den ersten Tagen nach dem Ausbruch von Kinnas Krankheit der Fall gewesen war. Aus einem begreiflichen gegenseitigen Schuhbedürfnis und Schuhgefühl heraus. Aber so kühl konnten ihre Blicke und ihre Worte füreinander denn doch nicht bleiben, daß der alte Windthorst, der Pfiffikus und Menschenkenner, auf die Dauer nicht doch etwas merkte. Lind eines Tages, da er mit Wördehoff in der Abendstunde noch auf ein Stündchen draußen vor dem JBrau- nen Hirsch", seinem Stammlokal, sah, Dährend Nicolette oben im Schloß mit 'Frau Marthe im Haushalt zu tun hatte, sagte er schmunzelnd: „Na, Herr Wördehoff — ich glaube, das Schloß da hat Sie doch verzaubert. Sie erzählten mir ja neulich einmal, unter welch merkwürdigen Um- ständen sich 3hre Ankunft da oben vollzog. Wii ein Zauber war das, sagten Sie. Der sich nachher so reizvoll auflöste. Ob die Zauberkraft nicht doch länger angehalten hat? Hm? — Ob sie vielleicht nicht noch ein Leben lang anhalten wird?" Er tat schnell einen Zug aus dem Bierseidel, um den Schelm in seinen Augenwinkeln nicht allzv deutlich sehen zu lassen. Wördehoff stutzte. „Wie meinen Sie das?" Nun setzte Dr. Windthorst das Glas wieder ui und blickte Wördehoff offen an. ,.3ch bin vielleicht ein bißchen indiskret. Abei was kann der Mensch für seine guten Augen, nicht wahr? Llebrigens würde sich niemand meh» freuen Ws ich, wenn — hm — meine Augen wirklich richtig gesehen haben und ich Ihnen und — Fräulein Nicolette einmal Glück wünschen konnte!' La verstand Wördehoff. Ein Zittern war Plötz- lich in seinem Herzen. Das Geheimnis — toai verraten! Er wußte im Augenblick nicht, was ei antworten sollte. Aber schließlich sagte er: „Sie meinen — ich — liebe Fräulein Nicolette.' „Lind Fräulein Nicolette — na“, Windthorf lachte leicht auf, „Eie wissen es ja selbst, Wörde- hoff. Lun Sie nur nicht so. Lind — meine bester Wünsche haben Sie!“ Er blickte den andern mit ruhigen, klarer Augen an. Da konnte Wördehoff nicht anberi als zu gestehen: „Nun ja, Doktor! 3hre Augen haben Sre mdy betrogen. 3ch liebe Nicolette. Lind — sie lieb mich! Aber „Aber es soll niemand wissen. 3ch versteh, schon. Ahne auch, warum. Der Professor, na lassen wir das.“ Lind lächelnd stieß er hervor: „Sie Glücklicher — Sie!" „3a, der bin ich“, sagte Wördehoff aufatm enb. „3ch bin glücklich — und ich will glück, I lich bleiben!" (Fortsetzung folgt) Die kleine Molelle Vornan von Paul Hain. erstemal, daß in unserer Tageszeitung eine Frage angeschnitten worden ist, die für die Aufstellung des Gießener Etats von allerhöchster Bedeutung ist, die aber, wenn sie richtig gelöst ist. unbedingt zur Verminderung des Defizits der Gießener Stadwerwaltung fuhren muß. Ls handelt sich um die Frage: „Warum rentiert sich die Gießener Straßenbahn nicht? Können die Linkosten der Straßenbahn nicht verringert werden?" Die Lösung der Frage liegt nur in der „buchmäßigen Verschiebung". Die Sache ist folgendermaßen: Das Städtische Elektrizitätswerk und die Städtische Straßenbahn sind an sich zwei getrennte Werke, stehen aber unter einer Direktion, was ganz-richtig ist. Diese eine Direktion stellt aber für jedes dieser Werke eine befpnbere Rechnung auf, obwohl eine einzige Rechnung das kaufmännisch richtigere wäre. Es ergeben sich nun folgende „buchmäßigen Verschiebungen": Die Straßenbahn bezieht den elektrischen Strom vom Elektrizitätswerk, stellt daher den Strom in Ausgabe, das Elektrizitätswerk liefert den Strom, stellt daher den Strom in Einnahme. Statt daß aber dieser elektrische Strom nur so hoch in Rechnung gesetzt wird, daß die wirklichen Kosten der Stadt gedeckt werden, was kaufmännisch das Richtige wäre, und zwar mit etwa 9 Pfennig, wird ein höherer Satz, und zwar 17 Pfennig eingesetzt. Die Folge ist, daß die Straßenbahn zu hohe Linkosten hat, daß sie sich trotz des erhöhten Fahrpreises von 20 Ps. nicht rentiert, und daß die Stadtverwaltung fortwährend hohe Zuschüsse leisten muß, die natürlich von den Steuerzahlern getilgt werden müssen, während bei richtiger Aufstellung der Rechnung, und zwar einer Umstellung der beiden Werke, die Straßenbahn höhere Einnahmen erhalten würde, und infolgedcffen keinen Zuschuß brauchte. Cs ist selbstverständlich, daß die Einnahmen des Elektrizitätswerkes kleiner werden, wenn die Straßenbahn einen geringeren Satz für den Strom bezahlen muß. Sofort wendet nun der gute Gießener Bürger mit dem kleinen Horizont ein: „Dann haben wir ja das gleiche, das wäre ja aus dem Läppchen ins „Tüchelchen“. Dem muß ich aber entgegnen, daß es eben nicht gleich ist. und daß diese Verschiebung doch zum Schluß ein anderes Bild ergibt. Wenn nämlich die Straßenbahn geringere Unionen hat, werden die Einnahmen hoher, und die Stadt braucht nur einen geringen oder gar keinen Zuschuß zu leisten. Wenn das Elektrizitätswerk nun geringere Einnahmen hat, dann muh es auch an den Ausgaben sparen. Lind da liegt der Hase im Pfeffer. Weil das Elektrizitätswerk so hohe Einnahmen hatte, konnte es sich außer der festgesetzten Abgabe an die Htadt viele große Ausgaben leisten, die es sich sonst nicht hätte leisten können, und die auch nicht notwendig gewesen wären. Cs ist höchste Zeit, daß mit der veralteten Methode von zwei getrennten Abrechnungen für Elektrizitätswerk und Straßenbahn ein Ende gemacht und daß nur eine Rechnung für beide Werke aufgestellt wird, daß ferner der Strom der Straßenbahn nur mit den wirklichen Linkosten von 9 Pf. eingesetzt wird. Schließlich muß der Fahrpreis der Straßenbahn aus 10 Pf. gesetzt werden. Nur auf diese Weise kann sich die Straßenbahn rentieren, ebenso wie sich die Straßenbahnen anderer Städte rentieren. f. VI. Dem Artikel „Gießener Straßenbahnsorgen" (Gießener Anzeiger Nr. 8) kann man nur zustimmen, besonders aber der darin gegebenen An- Bürgerschaft und Straßenbahn. Aus unseren Artikel „Gießener Straßen- bahnsorgen" in Nr. 8 vom 10. Januar sind uns aus den verschiedensten Kreisen der Bürgerschaft Zuschriften übermittelt worden, die wir nachstehend zum Abdruck bringen. Diese Meinungsäußerungen bekunden, daß unser Vorschlag auf Gin« führung eines 10 - Ps. - E i n h e i t s t a r i s e s bet der Straßenbahn als brauchbare Grundlage für eine Neuorientierung der Straßenbohntarif- politik angesehen wird. Soweit in den Zuschriften weiterer Vorschläge zur Umgestaltung des Straßen- bahnbetriebcs gemacht werden, stellen sie eine Meinungsäußerung der betreffenden Einsender dar, die wir lediglich referierend zur Kenntnis unserer Leser bringen, ohne dazu Stellung zu nehmen. Die Zuschriften lauten: regung, für Gießen einen Einheitsfahrpreis von 10 Pfennig für jede Fahrt ststzusetzen. Warum sollte das Marburger Vorbild sich hier nicht verwirklichen lassen? Die Direktion der hiesigen Straßenbahn sollte endlich einmal mit der seither geübten Tarifpolitik brechen und sich ein Di- spiel an anderen Stabten nehmen. Es sei nur auf Frankfurt verwiesen. Dort fährt man zu einer bestimmten Zeit vormittags vom Hauptbahnhof nach Offenbach zum Preise von 25 Pfennig. Man vergleiche nur diese Wegstrecke mit der Länge der Strecken in Gießen, für die man fast denselben Fahrpreis zu entrichten hat. Man mache nur eine Probe, und es wird auch bei unS besser werden. Aber auf einen Punkt sei noch hingewiesen, dem die Direktion unserer Straßenbahn etwas mehr Beachtung schenken dürfte, nämlich die Freifahrten. Man hat das Empfinden, daß damit in Gießen des Guten zuviel geschieht. 3st es z. B. in der heutigen Notzeit gerechtfertigt, dah die Mitglieder unseres Stadtrates freie Fahrt auf der Straßenbahn haben? Diese Maßnahme wäre wohl am Platze, wenn es sich um Fahrten nach dem Stadthause zu einer Sitzung handelte. Eine Kontrolle dürfte aber dabei schwer durchzuführen fein. Darum sollten unsere Stadträte freiwillig auf ihr Vorrecht zugunsten des Stadtsäckels verzichten. Diele Wenig geben auch ein Diel! O—ß. Oie Oberbürgermeister-Kandidaten für Mainz. WSN. 'Mainz, 16 Jan. Die gestrige Ae l t e- stenratssitzung beschäftigte sich eingehend mit den sich aus der Oberbürger meist erwähl ergebenden Fragen. Zu dieser Sitzung war auch wieder das Aeltestenratsmitglied der Notgemein schäft erschienen, die sich seit einiger Zeit in diesem Gremium nicht hat vertreten lassen. Der Antrag, die Oberbürgermeisterstelle auszuschreiben, wurde von den Mitgliedern des Aellestcnrates gegen die Stimme der Notgemeinschast abgelehnt. Er wird infolgedessen auch im Plenum keine Annahme finden. In dieser Sitzung wurde von der bürgerlichen Rechten und der Arbeitsgemeinschaft der De- mofraten und des Christlichen Volksdienstes der Antrag eingebracht, Bürgermeister Dr. E h r h a r d zum Nachfolger für den ausfcheidenden Oberbürgermeister Dr. Mülb zu wählen. Nunmehr ist die Nach- fo'gerfrage in eine klare Entscheidungsrichtung gelenkt. Der Stadtrat und die Verwaltung haben zwischen den beiden offiziell herausgestellten Herren zu wählen. Es ist vorgesehen, am kommenden Mittwoch in einer nichtösfentlichen Stadtratssitzung sowohl über das Rücktrittsschreiben des Oberbürgermeisters, wie auch über die Nachfolgeschaft abzustimmen. Daten für Lonntag. 18. Januar. Sonnenaufgang 7.57 Uhr, Sonnenuntergang 16.25 Uhr. — Mondaufgang 8.29 Uhr, Monduntergang 16.39 Uhr. v 1701: Kurfürst Friedrich III. nimmt als Fried- rich I. die Königspürde an; — 1871: Wilhelm I. wird Deutscher Kaiser; — 1923: der Jurist Karl v. Gareis in München gestorben. Taten für Montag, 19 Januar. Sonnenaufgang 7.56 Uhr, Sonnenuntergang 16.26 Uhr. — Mondaufgang 8.59 Uhr, Monduntergang 16.53 Uhr. 1809: der Dichter Edgar Allan Poe in Boston geboren; — 1863: der Nationalökonom Werner Sombart in Ermsleben geboren; — 1868: der Schriftsteller Gustav Meyrinck in Wien geboren. Der kaufmännische Grundsatz „Kleiner Verdienst, großer Umsatz, großer Umsatz, lohnende Verzinsung" dürfte kaum irgendwo bessere Anwendung finden, als auf unsere Straßenbahn. Wenn man entgegengesetzt verfährt, den Verkehr durch hohe Tarife abdrosselt und der eignen Straßenbahn einen mehr als doppelt so hohen Strompreis anrechnet, wie ihn die Stadt der Reichsbahn liefert, so entsteht der Verdacht einer stiefmütterlichen Behandlung zugunsten anderer Betriebe. Dick zu unterstreichen ist der Satz in den Darlegungen des „Gießener Anzeigers“ vom 9. d. M. von der schweren Schädigung, welche die Bewohnrr der Außenteile der Stadt durch den Wegfall der ersten Wagen erleiden, wenn sie den Frühzug um 6.35 Uhr benutzen müssen. Wer mit offenen Augen die Entwicklung der Städte während der letzten 50 Iahre beobachten konnte, muß zu der Ueberzeugung gelangen, daß kleinliche Beschränkung der Verkehrsverhaltnisse sich immer und überall schwer rächt. Mir scheint es leider, — von der gegenwärtigen Wirtschaftskrisis ganz abgesehen — daß die Stadt Gießen nach Jahren erfreulichen Aufschwungs diesen verhängnisvollen Weg eingeschlagen hat. Sonst müßten die volkreichen Ortschaften der nächsten Umgebung längst an das Straßenbahn- netz angeschlossen sein, die technisch durchaus nicht unmögliche Unterführung an der Frankfurter Straße nach Klein-Linden wäre als Objekt der Arbeitslosen-Befchäftigung längst zur Tatsache und der lebhafte Verkehr nach den Kliniken und nach Klein-Linden zur Einnahmequelle der Stadt geworden. Ich frage: Wo sind die gewählten Vertreter der Bürgerschaft, die einsehen, daß wir im Straßenbahnbetriebe mit der Ausrechnung für die einzelnen Wagen nicht weiterkommen? Wo ist der Derkehrsverein? Will man wirklich warten, bis die mit dem (Selbe der Bürgerschaft erbaute Straßenbahn stillgelegt ist und wieder ein halbes Hundert Menschen mehr stempeln geht, ihre Angehörigen der Wohlfahrlseslege anheim- fallen, oder den Bahnhof umlagern, um den Reisenden gegen Backschisch die Koffer zu tragen, während in dem um ein Drittel kleineren und verkehrsärmeren Marburg die Straßenbahn bei ihrem 10-Pfennig-Tarif nicht als Zuschußbetrieb angesehen zu werden braucht, sondern zum Wohle der Stadt floriert? Stil. Mit Ihrem Artikel über die Straßenbahn in der vorigen Samstag-Nummer Ihres geschätzten Blattes haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Artikel ist mir ganz aus dem Herzen gesprochen, genau denselben Gedanken wollte ich in Kürze Ausdruck geben. Es unterliegt keinem Zweifel, dah.bei einem 10»Pf.-Taris eine bessere Wirtschaft. Holzversteigerungs-Termine. Montag. 19. Januar. Versteigerer: Stadt Gießen. Verstcigcrungsort: Zusammenkunft Licher Straße — Neunte Schneise. 9.30 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Muschenheun. Versteigerungsort: Zusammenkunft am Wetterbergskopf. 9.30 Uhr. _ , Versteigerer: Fürstliche Oberförsterei Lich. Der- steigerungsort: Steins Saal zu Lich. 9.15 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Staufenberg. Versteigerungsart: Staufenberger Gemeindcwald. Zusammenkunft Hachborner Straße am alten Pflanzgarten. 10 Uhr. Versteigerer: Fürst Solms-Lichsche Oberförsterei Hohensolms. VersteigerungZort: Gastwirtschaft Führer, Hohensolms. 11 Uhr. Versteigerer: Gras au Solnis-Laubachsches Forstamt Laubach. Versteigerungsort: Solmser Hof zu Laubach. IO1,'« Uhr. Versteigerer: Vürgermeisterei Leihgestern. Vcr- steigerungsort: Distrikt Sattel. 10 Uhr. Konkurse und Vergleichsverfahren. Wie wir dem neuesten Hest der vom Statistischen Reichsamt herausgegebcnen Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik" entnehmen, wurden im Laufe des Monats Dezember 850 Konkurse und 477 gerichtliche Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die Anzahl der Konkurse ist gegenüber dem Vormonat um 2,5 v. H., die der Vergleichsverfahren um 2,1 v. H. gestiegen. Die arbeitstägliche Zahl.der Konkurse betrug ,m Dezember 34,0, im November 34,5, die arbeits- tägliche Zahl der Vergleichsverfahren im Dezember 19,1 und im November 19,5. Die vorläufigen Ges am tzahlen f u r 1930 lauten: für Konkurse 15200 (1929: 13 180). für Vergleichsverfahren 7159 (5001). Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Anzahl der Konkurse um 15 v. H. und die Zahl der Vergleichsverfahren um 43 v. H. erhöht. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Auch zu Beginn des neuen Berichtabschnitts setzte sich der Kursabbau weiter fort und die Kurse zeigten erneut ganz beträchtliche Tiefstände. Vor allem stand die Börse unter dem Eindruck der bevorstehenden Genfer Verband» lungen, von denen man sich für Deutschland sehr wenig günstiges verspricht. Einen anderen Miß- trauensgrund erblickt die Börse in den auf die Umstellung der Arbeitslosenpolitik gerichteten Plänen der Rcichsregierung. Außerdem belasteten die Börse eine ganze Reihe sehr ungünstiger Nachrichten an8 der Industrie selbst. So verstimmten die unklaren Tividendengerüchte bei den Schiffahrtsgesellschaften und einiger anderer Grohunternehmungen, ferner der Vierteljahres- bericht der I.-G.-Farben, der eine Enttäuschung brachte, da in ihm nach wie vor ziffernmäßige Angaben vermißt werden, die starren Kursrückgänge von Svenska- und Chadeaktien u. a. m. Bei geringer Umsahtätigkeit ergaben sich Rückgänge, die in der Mehrzahl lOprozcntige Verluste herbeiführten. Die letzte Börse, vor Fertigstellung dieses Berichtes, eröffnete zunächst auf eine starke Interventionstätigkeit der Großbanken und auf Meldungen, nach denen bei Siemens wieder eine 12prozentige Dividende erwartet werden könne, in freundlicher Haltung. Die dabei erzielten Gewinne gingen jedoch im Verlaufe wieder vollkommen verlcren. da erneut Cxekutionsmate- rial auf die Märkte drückte, und auch die • schwache Haltung der Mark verstimmte, so daß die Woche mit ganz erheblichen Verlusten schloß. Die Rückgänge betrugen bei Bankaktien durchschnittlich 3—5 Prozent, Braubank aber minus 10 Prozent. Schiffahrts- und Montanwerte erlitten Einbußen bis zu 7 Prozent. Gelsenkirchen mit minus 12 Prozent lagen stärker abgeschwächt. Kaliaktien bis 14 Prozent, Warenhaus- und sonstige Werte notierten bis 10 Prozent niedriger. I.-G.-Farben hatten bei einem 12prozentigen Verlust mit einem Kurs von 113,75 Prozent einen neuen Tiefstand. Von Elektrowerten logen besonders Licht & Kraft, Schuckert und Rheag stärkere Rückgänge, während Siemens, AEG. und Gesfürel bis 8 Prozent nachga- ben. Kunstseideaktien, bei denen die Stillegung der Bembergbetriebe verstimmten, verloren bis 12 Prozent. Von internationalen Werten standen Chadeaktien mit zirka minus 30 Mk. un Vordergründe, während Svenska mit minus 12 Mark nur weniger abgeschwächt waren, da sie zum Wochenschluh zirka 10 Mark zurückgewonnen hatten. Auch Anleihen hatten größere Verluste, ausgenommen Pfandbriefe, die gut behauptet lagen. Der Geldmarkt lag zum ©teucnermin versteift. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Am Frankfurter Getreide markt war die Stimmung nach der leicht gebesserten Haltung der vergangenen Woche wieder sehr ruhig, doch zeigten die Preise keine nennenswerten Veränderungen. Das Geschäft hielt sich in sehr engen Grenzen, da die Händler im Zusammenhang mit evtl, bevorstehenden Zollerrnäßigungen und sonstigen agrarpo'.itischen Maßnahmen, stärkste Zurückhaltung bekundeten. Am Weizen markt machte sich das Angebot infolge der geringen Kauflust der Mühlen etwas stärker fühlbar, obwohl Weizen nur~ in geringem Umfange vorhanden war. Die erhöhten Forderungen der Vorwoche konnten sich nicht behaupten und lagen gegen Ende der Woche um 2,50 Mark ermäßigt. Arn Roggen markt ist keine nennenswerte Veränderung eingetreten. Das Angebot blieb allerdings etwas größer, doch blieb der Preis gut behauptet. Haser halte bei etwas besserer Konsumnachfrage freundlichere Tendenz. 3m allgemeinen geht das Geschäft jedoch kaum über den notwendigsten Bedarf hinaus. Das Geschäft am Gersten- markt ist sowohl für Brau- wie auch für Industriegerste sehr minimal, da für letztere zum großen Teil auch Eosinroggen und Kartosfel- flocken verwendet werden. Die Preise blieben indessen unverändert. Am M e h l m a r f t herrschte fast vollkommene Stagnation, nachdem iroch in der vorigen Woche das Geschäft zeitweise etwas reger war. Nur der dringendste Bedarf wurde gekauft. Roggen- m e h l hatte zu leicht ermäßigten Preisen einiges Geschäft. Eine Ausnahme machte der Futtermittel- markt, der feste Veranlagung zeigte. 3m Zusammenhang mit der anhaltend kalten Witterung schritt die Provinzkundschaft zu einigen Anschaffungen, da sie in verstärktem Umfange zur Stall- fütterung übergehen muß. Die Preise konnten sich allgemein um eine halbe Mark heben. Am Kartoffelmarkt war die Tendenz weiter fest, doch wurden Abschlüsse in Waggon- ladungen wegen des Frostes nicht vorgenommen. Der Wochenschluß lag etwas freundlicher, und besonders Hafer war mehr gefragt und minimal Angeboten. Die Preise lauteten etwa 3 Mark höher. Die Woche schloß zu sollenden Notierungen (für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm, Frachtverrechnung Frankfurt a. M.) in Mark: Weizen 272,50 bis 274, Roggen 177,50, Sommergerste 215, Hafer 157,50 bis 160, Weizenmehl, füdd. 41,50 bis 42,50, do. Niederrhein.. 41,25 bis 42,25, Roggenmehl 26,25 bis 27,25, Weizenkleie 9,25 bis 9,50, Roggenkleie 9. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt. Die Preisentwicklung am Frankfurter Schlachtviehmarkt scheint immer weiter nach unten geneigt zu fein. Nachdem schon in der letzten Woche erhebliche Abschläge zu verzeichnen waren, setzten sich Rückgänge in verschärftem Maße fort. Schuld hieran ist nach wie vor der Austrieb, der bei der schwachen Kaufkraft des Konsums infolge der hinreichend bekannten Gründe Ziffern erreicht, die in keinem Verhältnis zum effektiven Verbrauch stehen. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb mit 1766 Stück gegen die Vorwoche mit 1508 Stück erheblich stärker. Infolge des zu großen Auftriebs verlief das Geschäft bei stark rückgängigen Preisen sehr gedrückt, so daß auch erheblicher Ueberstand verblieb. Die Preis- einbuhen betrugen durchweg 3 Mk. per Zentner. Einen ganz ungewöhnlichen Auftrieb hatten außerdem wieder Schweine. Der Handel verlief demgemäß in sehr gedrückter Haltung, wobei sich Preisrückgänge von 5 bis 6 Mk. einstellten, die teilweise sogar unterboten wurden. — Auch am Kälber markt war der Handel schleppend, obgleich der Auftrieb etwas geringer war. Die Preise gaben hier ebenfaTdi von 3 bis 6 Mk. nach. Das Geschäft ist jetzt saisonmähig vermindert, was telonders unangenehm sein wird, weil die Kälberpreise schon so niedrig liegen, wie kaum zuvor. — Schafe hatten ebenfalls einen stark erhöhten Auftrieb, so daß die Preise bei schleppendem Geschäft Rückgänge von 2 bis 3 Mk. auftoiefen. Der Auftrieb bei Kälbern betrug 1385 (gegen 1432 in der Vorwoche), bei Schafen 610 (454) und bei Schweinen 6973 (6547), darunter befanden sich 427 Litauer. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al 48 bis 51, a2 43 bis 47, bl 40 bis 42. Dullen a 47 bis 50, b 43 bis 46. Kühe a 40 bis 42, b 36 bis 39, c 32 bis 35, d 25 bis 31. Färsen a 48 bis 52, b 43 bis 47, c 40 bis 42. Kälber b 64 bis 68, c 59 bis 63, d 53 bis 58. Beste Kälber erzielten Preise über Notiz. Schafe al 45 bis 47, b 38 bis 44. Schweine b 54 bis 58, c 54 bis 59, d 54 bis 59, e 54 bis 57. * Die Frankfurter Schatzanweisun- gen. Am 1. April 1931 werden die 5prozentigen Frankfurter Schatzanweifungen von 1928 fällig. Der Frankfurter Magistrat hat beschlossen, bei der Stadtverordnetenversammlung die Ermächtigung für eine entsprechende, mittelfristige Anleihe nachzusuchen. Die erforderlichen Verhand' lungen mit den Bankenkonsortien find eingeleitet. • Der deutsche Viehbestand am 1. September 1 9 30. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts hat die Viehzählung am 1. Dezember 1930 folgende Gesamtviehbestände im Deutschen Reich gegenüber der Zählung vom 2. Dezember 1929 ergeben (Ziffern in Millionen Stück): Pferde 3,52 (3,62), Rindvieh 18,43(18,03), davon Milchkühe 9,41 (9,40), Schweine 23,36 (19,94), davon Ferkel 5,44 (4,42), Schafe 3,50(3,48), Ziegen 2,58 (2,63), Gänse 6,23 (5,56), Enten 3,89 (3,32), Hühner 87,94 (83,27), Bienenstöcke 2,00 (1,73). * Metallgesellschast Frankfurt am Main. Die Metallgefellschaft AG. in Frankfurt am Main schlägt vor, aus dem Reingewinn von 4,045 Mill. Mk. eine Dividende von 5 Prozent auf die Stammaktien (i. D. 8 Prozent) und auf die Vorzugsaktien eine solche von 6 Prozent (6 Prozent) zu verteilen. * Zellstoffabrik Waldhof, Man n- h e i m - B e r l i n. Auf Grund eingehender Erwägungen hat der Aufsichtsrat der Zellstofs- fabrik Waldhof dem Vorschlag der Direktion zugestimmt, wonach die Konzernverwaltung im Laufe des Sommers 1931 nach Berlin verlegt werden soll. Der Sitz der Gesellschaft bleibt in Mannheim. Der Betrieb des Werkes Mannheim wird durch diese Maßnahme in keiner Weise berührt. Von den Angestellten in Mannheim wird nur ein geringer Teil entbehrt werden. frankfurter Börse. Frankfurt a. TL, 17. Jan. Tendenz: ruhig. Die Wochenschlußbörse zeigte ein wesentlich beruhigteres Aussehen. Da aber immer noch Zurückhalrung herrschte, war das Geschäft nicht umfangreich, doch waren auf den meisten Märkten Deckungen u n d Rückkäufe zu beobachten. Zu den ersten Kursen besserte sich die Stimmung, da keine Exekutionen mehr Dorgenommen wurden und auch die Befestigung der gestrigen Neuyorker Börse weiter anregte. Auch von den Erklärungen Dietrichs zur 'Neubesitzanleihe ging eine gewisse Beruhigung aus. Die Spelulation schritt zu Deckungen und kleineren Meinungskäufen, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse überwiegend leichtere Kurs- erhöhungen zu verzeichnen waren. Vereinzelt kam auch noch etwas Material heraus. Elektrowerte erfuhren durchweg Besserungen bis zu 1 v. H., nur Schuckert setzten 1 o. H. niedriger ein. Etwas mehr erholen konnte sich Deutsche Linoleum mit Plus- Plus V» v. H. Chemie-, Montan- und Bankaktien zogen bis - o. H. an. Kaliwerte lagen nicht ganz einheitlich: während Salzdetfurth 1 v. H. gewannen, lagen Westeregeln um 1 v. $). niedriger, Aschersleben behauptet. An den übrigen Märkten lagen die Kurse bei ruhigerem Geschäft meist gut behauptet. Am Anleihemarkt zogen Altbesitz und Neubesitz um je 0,15 v. S). an. Bon fremden Werten eröffneten Türken gut behauptet, während Rumänen etwas nachgaben. Pfandbriefe gegen gestern kaum verändert, Reichsschuldbuchforderungen besonders in den späten Fälligkeiten etwas fester. Im Verlaufe blieben die Kurse nach mehrfachen Schwankungen gegen den Anfang gut behauptet. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld eine wesentliche Erleichterung. Der Satz für Tagesgeld ermäßigte sich auf 4% ü. j). Am Devisenmarkt hielt die Nachfrage nach Dev isen (besonders Dollar) an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,209250, gegen Pfunde 20,43, London gegen Stabet 4,8540, gegen Paris 123,88, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 47,20 fester, Schweiz 25,08, Holland 12,0675. . Berliner Börse. Berlin, 17. Jan. Zum Wochenschluß taxierte man die Tendenz im heutigen Dormittagsoerkehr im Anschluß an die Neuyorker Börse und die gestrige Frankfurter Abendbörse etwas fester, zumal man mit Deckungen und Interventionen rechnen zu können glaubte, nachdem die Exekutionsverkäufe zu einem gewissen S k i l l st a n d gekommen waren. Die ersten Notierungen brachten dann aber eine gewisse Enttäuschung. Ein starkes Angebot i n J.-G- Farben warf den Kurs, der vorbörslich noch mit 115 v. H. taxiert wurde, auf 112 v. H. zurück. Hierdurch wurde die gesamte übrige Börse beeinflußt, und die Eröffnungskurse lagen gestern mittag nicht mehr einheitlich fester. Anderseits verloren Lahmeyer, Eisenbahnverkehrsmittel und Zellstoff Aschaffenburg bis au 3 v. H. Die Neubesitzanleihe erschien auf den beruhigenden Kommentar zu den gestrigen Ausführungen des Finanzministers Di et- r i ch mi1 Plus-Plus-Zeichen und wurde mit 3,90 nach 3,60 festgestellt. Diese Tatsache verfehlte ihren günstigen Eindruck nicht. Anleihen ruhig, Neubesitz, wie bereits erwähnt, etwas fester. Von Ausländern erschienen 4-v. H.-Mexikaner mit Minus-Minus- Zeichen, aber auch die 5-v. H.-Mexikaner gaben 0 40 d. Sv nach. Pfandbriefe unentwickelt.. Geld blieb gefragt, Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 7 v. H. Die übrigen Sätze waren unverändert. ^tiruMiiteren Verlaufe waren die Kurse mehrfachen kleineren Schwankungen ausgesetzt. Die Genfer Verhandlungen blieben ein Unsicherheitsfaktor und fanden sehr skeptische Beurteilung. Auch auf die Ausweisziffern der Reichs- bant für die zweite Januarwoche ist man gespannt. Gegen 11.45 Uhr lagen die führenden Werte zirka 1 bis 1,5 v. H. über dem Anfangsniveau. Chadeaktien plus 2,75 Mark, Felten plus 1,75 v. H. Kirche und (Schule. Landkreis (^"Kcn. T Haufen, 15. Ian. Die K i r chen st a t i stik für die Gemeinde Haufen vorn Jahre 1930 weist folgende Zahlen auf: Getauft wurden 12 Kinder, konfirmiert 2 Knaben und 4 Mädchen. Getraut wurden 7 Paare, wovon ein Paar aus. dem Schiffenberg getraut wurde, kirchlich beerdigt' wurden 6 Personen. Die Gottesdienste wurden von 2380 Männern und 3170 Frauen und 1499 Kindern besucht. Am heiligen Abendmahl nahmen 754 Gemeindeglieder teil. T Garbenteich, 15. Iair. Nach der Kirchenbüchern wurden im Jahre 1930 in der Gemeinde Garbenteich 12 Kinder getauft, 11 Kinder konfirmiert. Cs fanden 10 kirchliche Trauungen stakt. Beerdigt wurden 6 Personen. Die Gottesdienste wurden besucht von 6274 Männern, 6516 Frauen und 2048 Kindern, das ist ein durchschnittlicher Besuch von 245,95 Erwachsenen. Zum hei'igen Abendmahl gingen 1302 Gemeindcglieder, 676 Männ r und 626 Frauen. Sehr dankbar wurde es empfunden, daß die drei Gesangvereine in Garbenteich an den Gottesdiensten bei besonderen Gelegenheiten mitwirkten. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 18. Ian., von 15.30 bis 18 Uhr: Das Land des Lächelns. 19 bis gegen 22.30: Viktoria und ihr Husar. Montag. 19., 19.30 bis gegen 22.30: Zar und Zimmermann. Dienstag, 20., 19.30 bis nach 22.30: Die Macht des Schicksals. Mittwoch, 21., 19 bis gegen 22.30: Carmen. Donnerstag, 22. Jan., 19 bis oegen 22.30: Viktoria und ihr Husar. Freitag, 23., 19.30 bis nach 22: Ballett-Abend. Samstag. 24., 19 bis gegen 22.30: Tannhäuser. Schauspielhaus. Sonntag, 18. Jan., von 16 bis gegen 18 Llhr: Die neue Sachlichkeit. 20 bis gegen 22: Sturm im Wasserglas. Montag, 19., 20 bis gegen 22: Sturm im Wasserglas. Dienstag, 20., 20 bis gegen 22: Mississippi. Mittwoch, 21., 20 bis gegen 22.50: Grand Hotel. Donnerstag, 22., 20 bis 22: Sturm im Wasserglas. Freitag, 23.. 20 bis gegen 23: Wie werde ich reich und glücklich? Samstag, 24. Jan.. 20 bis gegen 23: Wie werde ich reich und glücklich? Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * Das AmtsverkündigungsblatL Nr. 3 vom 16. Januar enthält: Die Ankörung von Privathengsten. — Wiederbelebung der Bauwirtschaft durch steuerliche Begünstigungen. — Benachrichtigung der Gendarmeriestationen durch die Ortspolizeibehörden. — Die Behandlung der Zugtiere im Winter. — Gehaltskürzung. — Ä). Reichsgründungstag. — Dienstnachrichten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont.5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v.H. firantlun a. TI. Berlin ;frrantfuri a. Di. Berlin ;4ranlturt a. Mt. | Serlin Schluß-j turd | 1-Uhr- Kur» Schluß-! tur» I titnfa g- flurd Schmß- flir# t-llhr- fl re Schluß»! tu r< 1 Anfang« Kurs Schluß«: lur« | 1-Uhr- flurd Schluß-s tur« 1 ttlnlana» flute Datum 16.1. j 17-1 16.1, I 17.1. Datum 16 1. 17.1. 16.1. 17.1. Datum 161. 17.1 16.1 ' 17.1. 6% Deutsche »tcithsanlcifje ramDutfl.HUnerita Botel ... 7 Vamburn-Ladam.DampIIchils. 8 52,75 —— 52 52,5 Bereinigte Stahlwerke . . . Ctaot Minen......16'/, 50,5 — 50,4 50,5 von l'J27......... 83 — 85,1 —— — —— 118 122 — — 29 29 7% Deutsche Reichsanleche Hama Dampsschiss .... 10 — 97.5 98,5 Kaliwerke Aschersleben ... 10 . 117 117 115 115 von 1920 .......... 99,13 _ 99,6 —— Norddeuticher Lloyd.....8 53,25 — 52.75 53,13 Kaliwerke Westeregeln ... 10 125 124 124 125 Teuifdte Slnl.-Ablöl.-Schuld mH Mllfiemetne SDeutidieöretrttanfL 10 96,5 — 96,4 Kaliwerke Salzdetfurth ... IS 179 180 178,5 180 Viuilos.-Rechten....... 51,5 51,65 51,5 51,5 Barmer Bankverein .... 10 100 100.25 100 100,25 Deegl. ohne Ansiol.-Rcchte . - 8% Helt, yolüfiaat von 1929 3,75 3,9 3,6 3,9 Berliner Handelsgelcllschast . 12 Commerz und Brivat-Bank. 11 115 106,5 107 115 106.75 116,5 107,25 9. A. Farben-Industri»... 12 Dvnamit Nobel ....... 6 EcheideanItaU........ 0 Goldschmidt........6 Mütgorrwerke ........ 6 MeiallgeleUickafl. ...... 6 113,65 114 112 54,5 31,75 39 64 112 ("rüdiablb 102%)...... CberbcHen Provinz - Anleihe mf1 Au-lol. Rechicn...... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Gerte 1..... 8% firanlf. Hop.-Bank Goldvie 89,5 50 48,5 1 1 1 89,25 48,5 I 1 1 Darmstädter und Wationalbant .13 Deullche Bank und DiSeonto-cSeseUschast, . . . io Dresdner Bank......10 Reichsbant........19 138 107 107 222 106,9 107 137,5 107 107 222,5 137,5 107 107 223 117,5 31,5 39 63 118 39,65 39,25 64 XIII unlünvdar bi» 1934 . . . 99,75 — — —- A.iL.iL..........8 86 86,5 84,5 85,75 Philipp Holzmann......V 67 —— 66 66,25 7% iirantl. Ovp.-Aank Oolbpfe Bergmann.........9 jlrltr. Lielerungdgesellschast. 10 87 — 86 85 Zementwerk Heidelberg . . 10 65 65 — —— tintunobar bl» 1933 .... 92,25 —— — — 88,5 — 90 —— Zementwerk Karlstadt. ... 10 — — —— — <%% Rdciniiche Hvv -Banl Liou. tioicple....... 8% Hl LandervtnnkbriesanNalt, Licht und Krall......10 88 89 87.5 88 Wavft & fitetitaa......8 35 35 34 — 87,4 100 •— — — tlelien & Guilleaume . . . 7% ük|ell|<1tait iür Elektrische 68 — 66,5 67 84,75 97,5 Schultheis Payenhoser ... 15 134,5 134 •SlonöbriefeDi. 1» ..... 8% Pr Hanbrir 1 an:brief anftalt. 100 —— Unternehmungen .... 10 84 — 33,65 Ösiwerke .'..... 12 Olhi ......... 18 115,5 45,5 43,5 84,75 Hamburger CleftrtfU5ti«öerte 10 — — 97.5 46.75 47 46 95 Äomm.-Lbl.flL 80...... 7% Pr. £?anbf-a|lanDbttefanflalt, 97 —— 97 — ilbemiiche Elektrizität . . . . 9 98 — 93 97 Bemberg.........14 flcllftolf Waldhos .... 18'/, 44 43,5 84,75 51 74 90,5 19,65 Schletitche ttieltrtyltät. ... 10 — 92 92 84 __ Psandbricle 91 21 ..... A.E.Ä. ab«. Bok.uear-ObUgatio- tien. rüdAablbar 1932 ..... 97 i 1 - 1 1 Schildert & (So. ..... 11 Llernens & Hotels ..... 16 Itanetaolo ........ 8 - iluueaer & (So.......10 95,5 141 97,5 92,75 142 93.5 139,25 120 98 92 140,5 Zellstosi Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dellauer ®aü...... . S Daimler Motoren ...... O 59,5 18 — 73.5 89,25 18,5 4% Oelterreichische «olbtentc . . 26,25 — 25,8 _ Buderus ........ ..6 38 — 37,5 37,25 Deutsche Linoleum ...... 83 84,5 83,25 85 4,20% Oesterreichilche Silberrente 4% Ccflerteldilfdte Einheitliche Rente......... 4% Unnaritoe ©olbrente . . . . 2,25 — 2,2 — Deutsche Erdöl.......o 50 50 49,5 50,5 26,25 26,75 1,25 21,5 1,6 21,8 1,45 Geilenkirchener ....... 8 70,75 68 — 70,75 67,25 70,5 67 Rat. Automobil ...... 0 Crenftetn & Koppel ..... 6 Leonhard Ließ ...... 10 91 I i 1 -8,75 91 39,5 92,5 228 4% Ungariiche Staatsrcnte v. 1910 17 —* 17,2 —- Hoeich Eilen. . ...... S^, 49 49,13 SvenHka ....... 222,5 — 228 4V,% oeofli. von 1919 . . ■ — — 17.9 •— Ii|e Bergbau ....... 10 154 — 158.25 15,5 4% Unpariidje flionenrente . . 1,4 — 1,5 1,4 ülöcknerwerke . ....... ' 46,75 — 45,65 46 »zranksurter Malchinen .... 4 15,25 15,25 — 4% lürtllthe Zollanleihe von 1911 2,9 2,95 3,05 3,9 fiöln.OteucIfcn........' — 52,75 54,5 Griyner ......... 29,5 —— 30 4% rÖrtliche Bagdadbahn-Ant Serio l.......... — — 3,1 Mannesmann.Rohren .... 7 Mansleldcr Bergbau . .... 7 51.75 28,5 52,25 >1.4 27,5 52,4 27 »eflllAenftaebt....... Lechwerke.......... — — — 26 25,5 4% Deriil. Serie 11....... •— •— — 3 Oberldtlci. (SlienbcBarf .... 5 — 30 71,25 72 — —— 5% Rumänische vereinh. Rente 1 Cbcrldilej. ÄofSroerfe. .... 7 — 6,65 58 Mainlraltwerkc Höchst a. WL. . 8 64 — — — von 1903 ......... 8,75 —— 8,5 — 1 l Rheinstahl..... . . . I 55 54,75 53,4 54,5 «otgt & Haeffner ...... Süddeutsche Zucker .... IC — ee— —• 4% Rumänische vereinh. Rente 6,65 — 6,7 6,75 1 Liiebeck Montan ...... 7,5 64,25 108 109 Banknoten. Sc-lin. 16. Januar Geld Sries Amenkani'che Noten...... 4,202 4,222 Belgische Noten ....... 58,35 58,59 Dänische Noten ....... 112,05 112.49 Englische Noten ........ 20,42 20,50 ftranjOlildte Noten....... 16,45 16,51 168,91 169,59 Stalientsche Noten........ 22,01 22.09 Rotwegilck,e Noten....... 112.03 112,47 Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling 58.98 59,22 Rumänisch? Noten....... 2.48 2,50 Schwedische Noten....... 112,30 112,74 Schweizer Noten........ 81,39 81,71 Spanische Noten........ 42,41 42,59 Lichechonowakiläie Noten..... 12,405 12,465 Ungariiche Noten . . . 73,24 73,54 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt ihr Husar. QHontafl, y, Zar und Zimmer- 0 bis nach 22.30'. Die wvch. 21., 19 b'ü gegen tag, 22. Jan., 19 dis nd ihr Husar. Freitag, Zallett-Abend. Lamstag, Lannhäuser. Sonntag, 18. Jan, von > neue Sachlichkeit. 20 bis Zasserglas. Montag, 19, m Wasserglas. Dienstag, iississippi. Mitttooch, 2L. b Holet. Donnerstag, 22, Wasserglas. Freitag, 23, erde ich reich und jjf 20 bis gegen 23: We sich? rkündigungSbtatt. rkündigungsblatt enthält: D>e Ankorung Diederbelebung der Dau« iche Aegünsligungcn. - mdarmerieslatwnen durch - Die Behandlung der _ Gehaltskürzung. ' __ Dienstnachnchlen. lolcn. no n 17 JflOüOt 'S S 112'?. 112,« 10.581 22,005 20.il 4,205 16,V 81.3? 43,31 2,079 0,38? 59-13 "A 7 125 3.051 U-« 81'57 784 442 192 ,747 20,92 58.59 112.« 20.50 18.51 189.« 22.09 112.47 59.22 2,50 112-74 81.71 42.59 12,485 73.54 Hl 4.202 58.35 112.05 20.42 16,45 168.91 22.01 112,03 9 « & 73.24 jranfiurl^ »i rWj ,47 281 695 ,56 ,56 ,72 598 -,O4 1.45 ,213 ,515 1,55 2,99 i,085 1,391 9,225 2,467 7,444 3,5« 3.0« 18.« 81.75 ,789 452 4.K 0 ---ieHf 1,287 58,695 112.56 112.6 112.73 IO.« 22.045 20.45 4,21 16-512 81,54 43,39 2,083 0,389 <9,24 ,5'2 444 73.5« 3.057 18.« 81,73 1,789 452 200 20," ®elb Bekanntmachung Der nächste Viehmarkt in Gießen ’ftait; rm Buchen., Lichen». Eschen- und 16,0 5,4 rm rm 770 13,6 15,0 75 Forstwellen). 290D aus den Forstorten Dictrichswald, Gc aus Meilbach. Münchwald, Riedwald vcr» rm: liefern 2; Derbstangen: Fichte 225 21,5 rm 44,1 rm knüppel 100 Wellen Fichtcnreisig 2. Kl. nicht berücksichtigt werden. 369D 803 37 rm 14 420 Rentablere Hühnerhaltung Yoaaah rm rm findet 37OC rm rm 40,7 rm 67,7 rm rm rm rm rm rm rm rm rm 88,8 26,7 67,2 5,8 gut billig bequem 13,8 34,4 Londorf, den 16. Januar 1931. Hessisches Forstamt Rabenau. 2020 7,2 44 Buchenscheitcr 1. und 2. Kl. Birken», Lärchen- und Fichten, scheiter l.Kl. Buchenknüppel Eichen, Dirken, und Fichten Montag, den 19. Januar, wird in Steins Saal zu Lich sämtliches Brennholz aus höler, Schwarzwald, Fuchsstrauch, Kolnhäuserkopf. Schmerhütte, Erlcsberg u. a. versteigert, und zwar, rm Scheitholz: Buche 329, Eiche 53, Weich» und Nadel holz 54 Knüppel: Buche 366, Eiche 176, Weich, und Nadelholz 113, Stockholm Buche 86, Eiche 46, Kiefer 7. Psostenholz: Eiche (2,15 m lang) 43. Reisknüppcl. Eiche 180, Weichholz 8, Fichte (Spalierholz, 1,55 m lang) 28; Reisholz (Wellen): Buche 7980, Eiche 750, Kiefer 230 (dabei sehr gute markt. üuftriebszeit an beiden Markttagen von 8'z-j bis 9fc> Uhr vormittags. Auf dem Rindviehmarkt wird sämtliches Dich gegen Maul- und Klauenseuche schutzoeimpft. Gießen, den 17. Januar 1931. Der Oberbürgermeister. 8. D.: Dr. R 0 s e n b e r g. B. Mittwoch, den 21. Januar 1931. 9% Uhr aus übt. 1, 2, 5. 7a, 8a und 13 des Zernewaldes, Försterei Hochwort: Eichenscheiter 1. Kl. Kiefern, und Fichtenscheiter 1. und 2. Kl. (kjchenknüppel Kiefern». Fichten, und Birken» (nicht aufgearbeitet) 860; Späne und Ab» sallholz von zirka 350 Schwellen. Dienstag, 20. Januar 1931, Rivdoieh- C.Quyi'ich») Markt, Mittwoch. 21. Januar 1931, Schweine- 58,6 300 gut ausgehalten und gefetzt. Angebote und Auswahl grotz genug. Unabhängig von Wind uno Wetter. Buchcnfcheit Buchcnknüppel Eichenscheit Eichenknüppel Weichholzknüppel Buchen-, Eichen- und Wcichholz» Erlenscheiter Buchen- u. Hainbuchenknüppel Eichen», Kiefern-, Eschen- und Erlenknüppel Ahorn», Birken» und Elsbeere» lang) Fichten-Derb- und .Reisslängen 3. und 4. Kl. lnmenkunst: Licher Straße — neunte Das Eichenholz ist erstklassiges Wcrkholz. Zusammenkunft vormittags 9% Uhr am Küchenstaatskopf. Muschenheim, den 14. Januar 1931. Bürgermeisterei Muschenheim. Becker. 77 60 13 37 60 550 48,8 88,2 22,6 rin Fichtcnstöcke Fichten-Derbstangen 3. Kl (aus dem b) Nutzholz. Stämme: Buche 3. Kl. 1,19 im, Elsbecr 2. Kl. 0,55 im, Fichte 1a , lb-, 2a» und 2b»ftL 6,28 km (Windfallholz). Derbstangcn: Hainbuche 16 Stück. Nutzscheit rm: Eiche 10 (2,20 m lang). Nuhreisknüppel rm: Fichte 13. Reisslängen: Fichte 4. und 5. Klasse 500 Stück. „ „ 3a „ „ 4a hainbuchenstämme Eichenstämme Kl. 2 „ „ 3 „ „ 4 Fichtcnderbstangen Bohnenstangen Fichtennutzrcisig Vrennholzverfingerungen der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 370C A. Montag, den 19. Januar 1931, 9Y> Uhr, aus ÜbL 82 und 84a des Slodtwaldes. Försterei hochwart: 3,00 „ 9,00 „ 2,00 „ 7,00 „ 2,00 „ 3,00 „ 1,00 „ 4,13 „ 9,66 „ 8,50 „ 8,30 „ 90 Stück 60 „ 7,00 rm Nutz- und Brennholzversteigerung im Muschenheimcr Mark- und Gemeindewald. Montag, den 19. Januar 1931: knüppel Wellen Buchenretsig 2. und 3. Kl. Wellen Eichenreisig 2. und 3. Kl. rm Buchenstöcke Fichten-Derbstangen 1., 2. und 3. Kl. ö6 -Versteigerung der Zürstlichen Oberförsterei Lich. Für jeden Käufer :2J Stück la Buchenwellen 485 rm Eichenscheit (z. T. Küferholz) 19a, 45a und 52: 263 rm Buckonschcit (Rollen) rm Bucyenknüppel reisig .......Stockholz Zusammenkunft vormittags 9!4 Uhr am Wetterborgskopf. 488D fcohcn|rc(t‘Mnltllun^u. über gut» Ccqnoilcn und (Sirült iveflUgelhof ©rooe, M»rgrnlh».m F 5 Wj. 1930). Zusammenkunft: Ferucwold — Kreu» zun" Pforrschneise-Hauptschneise. C. Freitag, den 23. Januar 1931, 9% Uhr, aus übt. 51b und 53 de» Stadtwalde», Försterei Rödgen: Tiit qrringtnK optn l v. ---- (Spalierholz, 1,55 m lang) 39; Schicht« f Das mit 00 geschlagene Holz wird nicht Haufen 7; Reisholz (dabei gute Forst» versteigert. Borherige Besichtigung wird wellen): Buche 7375, Eiche 1660, Fichte empfohlen, da spätere Beanstandungen 385 rm Eichenknüppel Brandoberndorf, den 12. Januar 1931. ______Der Bürgermeister: Stahl._____ ^EberÄersteigerung. Dienstag, den 20. d. M., nachmittags 2 Uhr, soll am Faselslall dahier, ein fetter Eber öffentlich an den Meistbietenden Der steigert werden. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgcgeben. Großen-Linden, den 15. Januar 1931. hessische Bürgermeisterei. Lang. 495D steigert, und zwar: rm Scheitholz: Buche Stück 2. Kl., 150 Stück 3. Kl.; Nuhreisig: 235, Eiche 8, Weich» und Nadelholz 139; Fichte 86 rm (Schichthaufen). Brennholz " ' " ' ' :r* *"e rm: Scheiter: Buche 310 Eiche 30, Kieker 50, Fichte 40; Knüppel: Buche 195, Kiefer 20, Fichte 48, Eiche 25; Reisig: Buche 450; Stöcke: Buche 50, Eiche 5. 518D Bau- und Brennholzversteigerung Dienstag, den 20. d. M., nachmittag» 2 Uhr, wird dos Bau» und Brennholz Im hiesigen Gemeindewald versteigert. Anfang beim Waldeingang nach Garbenteich. Grüningen, den 16. Januar 1931. hessische Bürgermeisterei Grüningen. Euler.__________5051) Brennholzversteigerung Dienstag, den 20. Januar, vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Gasthaus „Zum Bahnhof", dahier, folgende Mengen Holz öfsenllick; verkauft. Distrikt 38, 45b, drennhoizversieiqert'ngen der Stadt Gießen. Die Brennholzversteigerungen vom 9., 13. und 16. Januar 1931 (Nr. 1, 2 und 3) wurden genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis ;um 31. d. M. bei der Bürgermeisterei bzw. dem Gelneindevorstehcr des Wohw orts in Empfang zu nehmen. 280C Gießen, den 16. Januar 1931. Der Oberbürgermeister. ________I. V-: vr. R o f e n b e r g.________ Holzversteigerung Zusammenkunft: 11. Schneise, am krum men Weg. Die holzgeldlcliuldigkeiten kpnnen zinslos bi» 11. November 1931 gestundet werden. Gießen, den 16. Januarl93I. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Ruh- und Brennholzversteigerung im Licher Stodtwolde. Nr. 1. In den Distrikten Groß» und Klein» Häuserberg werden am Donnerstag, dem 22. Januar d. I.» nach vorheriger Zu» fammentunft an der Provinzialstraße Nieder-Bessingen im Kleinhäuserberg am Eingang des Saubrückenwegs vormittags 10 Uhr versteigert: 479D a) Brennholz. Scheiter rm: Buche 205, Hainbuche 19, Eiche 23, Fichte 14. Knüppel rm: Buche 32, Hainbuche 60, Eiche 26, Fichte 7. Reisig, Mellen: Buche 3330. Stöcke rm: Buche 87, Eiche 26, Fichte 111. Motor »Fahrrad RM198.» bei Ber*«Ne*e Preisausschreiben Moie»-fd. iMung eb 'ignolen Ne»n*ni 1 NSU»Motor»Fahrrad <«»»»- •Uk*»i»*e lei.u*iunq) VII. Preis: 1 N$U»Pteil«Bad (No»^i-A«.(oh.un9) VIII. 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Jeder Teilnehmer »Jerl nur «Inen N.m.n In Vu.1d.le9 b.lnq.n. g . 4 Alle Vor.chlSge. die m.l einem Preis eusgeielchn.l werden, gehen mJ eilen in den B..il| der NSU Vereinig.. Feh„.ugw.,fc.. Akli.n9...ll»cheh üb... W. medieneu.drUdilich de.eul eufm.rksem. dal, w<» nlchl ang.nomm.n. Vor,<*Ug. «ItM ,u,ud...nd.n und auch dl..b..Ugllch keinerlei Koy.pond.n. Uhr.n 5 Di. Einsendungen müssen in Frelum.chleg mll der Aufsch.lh ,.NSU P,el,ev schreiben" gekenm.-^n.. sein und du.....Id... w.it.r enlh.lun .1. d.n „e - g.schl.g.n.n N.m.n und di. Ad..... de. Ab..nd.».- Endtermin lür dl. Aulq.b., Ji Jenuer I9J1 24 Uhr. 4. De.9Pr.l.9.rld»l b.sl.h. aus d.m Vorstand d.» NSU Vereinigte F.h...ugw.,k. A.-G. und Herrn Note» Vogel, Nedr.rsulm. 7 Werden mehrer, gl.id,. Vor.chläo. ..ngesendt, dl. Jom Pr. jg.rld.. I» d>• Wehl gesogen werden, .0 .n'.ch.id.. de. Lo. unter Aul.ldxt dr Vogel. Ned.er.ulm. D.e Entscheidung Obe. die Pr.isverteilung erh schluh de. 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