Ur. 65 (Erftcs Blaff I8f. Jahrgang Montag, 16 März 1951 Luche 'n' «ützl'ch.outzn 5onmags und feiertags Betlagen Dir JDuftriertt Cießenti Jamihenblättei heimai 'm Dill» Du Sd)oQe Monats vezugrvret«: 2.20 ‘Reubsmarh und 30 •ReKilsptfnntg füi Träger« lohn auch bei Nichterscheinen etn3elner’Jlummem mfolg« 'qöberei Gewalt, .^ernlnrechanlchlüfle anterSummelnummer2251 Anlchnsi lüi Drohtnach- nchlen Snzetger Atehen. Pob|(t)f(f1onto: gta^flurl am Blain 11686 GWnerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vn'ck vnd verloa: vriihl'sche UntoerFtäts-BtKfr und Stetnörudcrel B. £anae in Gießen. Sdfriftlettung UN- GeschZstrftelle: Zchlllstraße 7. Hnnaqme von Snjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Ereilt örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für Ne- Klameanzeigen von 70 innr Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrift 20u , mehr. Chefredakteur. Dr Friedr Wilh Lange. Verantworilich fürDoIitik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Crnft Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, fämllich m (Biehen Oie Eröffnung der Neichshandwerkswoche. Reichskanzler Or. Brüning spricht über die Ausgabe des deutschen Handwerks innerhalb der Wirtschaft der Gegenwart. zur Milderung der Nöle des Augenblicks im Handwerk beizutragen, finden die wärmste Anerkennung der Reichsregierung. wenn das Handwerk die Forderung der Zeil erkennt, wenn es in all feinen Teilen wieder bemüht i|t, das Verhältnis zwischen ihm und feinen Auftraggebern zu kräftigen, durch billige und solide Arbeit zu Bestellungen anzuregen, dann erwirbt es sich ein Verdienst um die Gesundung der wirtschaftlichen Lage. Dann dient es am besten und wirksamsten dem wohlverstandenen eigenen Interesse. Der Präsident des Deutschen Handwerks- und Dewerbckammertagcs Magdeburg, E. Pflug- macher, dankte dem Reichskanzler für feine Worte, die er als ein Zeichen dafür bezeichnete, daß die Reichsregierung bereit ist, das deutsche Doll mit festen Händen durch die Vertrauenskrise der Wirtschaft zu innerer Gesundung zu führen. Vicht minder sei dem Reichstage und den Parlamenten der Länder dringend ans Herz zu legen, dah auch sie die Fragen des Handwerks unvoreingenommen und sachlich behandeln. Mit dem deutschen Volk verlange das Handwerk nach sachlichen Entscheidungen in allen Fragen der Gesetzgebung und Verwa tung. Die Ansprache klang aus in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Reichspräsident v. Hindenburg, den Ehrenmcister des deutschen Handwerks und Schirmherrn der Rcichshandwerkswoche. fl’ ff i ■ ,WWST M« Der feierliche Eroffnungsakt im Reichswirtfchaftsrat zu Berlin. In der Ehrenloge von rechts nach links. Reichskanzler Dr. Brüning, Reichsarbeitsminister Dr. Sieger wald, Staatssekretär Trendel e n b u r g. — Im Kreis: Reichskanzler Dr. B r ü n i n g bei feiner Rede._____________ Schiele un) fialdreuth auf dem Aeichsparleilag des Deutschen Landvolks. 'Berlin >4.März. (WTV.) Bei der heutigen E ös nunz.s. c: i cc Reichshandwerkswoche im Ge- bäude des Reichswirtschaftsrats begrüszte der Vorsitzende des Reichsverbands des Deutschen Handwerks Hannover. Friedrich Derlien, im Vamen des Reichsverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerksund Gewerbekammertages, vor allem den Reichskanzler Dr. Brüning. Er bezeichnete es als Sinn und Zweck der Reichshandwerks. Woche, das deutsche Volk an sein Handwerk und das Handwerk an seine Aufgabe in der Wirtschaft und Gemeinschaft des Volkes zu binden. Als M i 11 e l st a n d. d. h. als Berufsstand inmitten anderer Stände und Klassen habe das Handwerk nach allen Seiten hin auszugleichen und einer Klammer gleich die Volksgemeinschaft zu- sammenhallen zu helfen. Das könne nur geschehen, wenn die wirtschaftliche Grundlage fest genug sei, das Handwerk in der Mitte zu halten. Seine Pflicht bestehe darin, jedem De- rufsangehörigen die Möglichkeit des Ausstiegs zu geben; sie sei zugleich die beste Form, für sozialen Ausgleich zu sorgen. Sie beruhe aber nicht auf dem Fürforgegedanken, sondern auf dem alten Spruch: Jeder ist feines Glückes Schmied. IZeichSkanUer Or. Brüning überbrachte die Grütze der Reichs- und der preu- tzischen Staatsregierung. Er sprach die lieber- zeugung aus. dah das Handwerk trotz der gegenwärtigen Krise nicht in müder Resignation zu verzagen brauche. Der Reichskanzler erinnerte daran, dah das Handwerk schon einmal in seiner Geschichte — beim Aufkommen von Fabrik und Eisenbahn im vorigen Jahrhundert — eine Krise durchmachen mutzte, die noch mehr als heute seinen Fortbestand in Frage stellte. In den 90er Jahren fei der Verein für Sozialpolitik zu dem Ergebnis gekommen, dah bei der fortschreitenden Technik und bei der gewaltigen Konzentration des Kapitals und der Produktionsmittel der selbständige Handwerksstand völlig aufgefogen werden müsse und datz die handwerkliche Detriebssorm sich nur in den nutzeren, noch nicht voll entwickelten Kreisen der kapitalistv- schen Wirtschaft zu halten vermöge. Die Vertreter dieser Viedergangstheorie haben f i ch gründlich geirrt. Das Handwerk lebt als gleichberechtigles, gesunde», entwicklungsfähiges und lebensberechtigtes Glied unserer Gesamtwirtschast. weder die sprunghafte kapitalistische Entwicklung in der Vor. und Nachkriegszeit, noch die dem Hand- werk besonders abträglichen Bedingungen der Kriegs- und Jnflationsjahre haben es in seinem Bestände zurückdämmen können. l'A Millionen Handwerksbetriebe bestehen im Reich, mehr als 3Yi Millionen Menschen sind im Handwerk tätig und mehr als 8 Millionen leben in Deutschland vom Handwerk. Und das ist gut so« Denn Staat und Wirtschaft sind auf die Erhaltung einer breiten Mittelschicht und deshalb auf die (Erhaltung eines kräftigen handwerksstandcs an- gewiesen. Der gewerbliche Mittelstand hilft Gegensätze überbrücken, die sonst zwischen Groh- kapital und Arbeiterschaft in weit stärkerem Mähe aufeinanderprallten. Der Handwerksmeister ist in seiner Person der ausgleichende Mittler zwischen Kapital und Arbeit. 'Jlod) heute bietet das Handwerk Aufstiegsmöglichkeiten, indem es dem Strebsamen verhilft, zur Selbständigkeit zu gelangen. Dazu kommt, daß das Handwerk in der Heranbildung des gewerblichen 'Nachwuchses eine sich erst in der Zukunft auswirkende Arbeit leistet, die der Gesamtheit, insbesondere auch der Industrie, zugute kommt Neben diese Ausgabe tritt die soziale Mission des Handwerks. Ihr Kern liegt in dem seelischen Verhältnis des handwerksmäßig schaffenden Menschen zu seiner Arbeit Noch heute geben zwei Merkmale dem Handwerk das charakteristische Gepräge: das grundsätzliche Ueberwiegen der menschlichen über d i e mechanische Arbeit und die allseitige Beherrschung des Arbeits- q c b i e t e 5 durch die im Betrieb beschäftigten Menschen Die gegenwärtige schwere Krise würde sich noch anders und noch tiefer auswirken, wenn sich nicht ein erheblicher Teil unserer Produktion noch immer auf Betriebe stütze, die sich den Charakter des Handwerks erhalten haben. Denn es find nicht materielle Dinge allein die den Gang des Wirtschaftslebens beeinflussen, sondern in hohem Maße auch geistige Strömungen. Es ist das besondere Verdienst des Handwerks, daß es der Wirtschaft nicht nur fachliche und technische, sondern auch geistige Kräfte zuführt. Wieder, wie im vorigen Jahrhundert, klopft d i e N o t an die Türen der handwerksstäiten. Eine Not, die diesesmal eine Not des ganzen Volkes ist. Gewiß: die Regierung ist bestrebt, alles, was an ihr liegt, zu tun, um dieser Not zu steuern und das Mögliche zur Erhaltung und Förderung des Handwerkes beizutragen. Alle staatliche Förderung soll und kann aber nur immer Beihilfe sein, die stärkeren und wertvolleren Kräfte, die ein Berufsstand aus s i ch f e I b ft entfaltet, anzuspornen Der Reichsverband des Deutschen Handwerks hat sich zur Selbsthilfe bekannt. Seine Bestrebungen, das Seine Weimar, 14. März. ($11.) Am Samstag trat in Weimar der ordentliche Parteitag der Christlich-Rationalen Bauern- und Landvolkpartei zusammen, der in Vertretung des erkrankten Parteiführers Höfer von dem Reichstagsabgeordneten Hepp geleitet wurde. Der Parteitag nahm zur politischen Lage eine Entschließung an, in der cs u. a. heißt: Der Parteitag der Christlich-Rationalen Bauern» und Landvolk-Partei billigt einmütig die Stellung, die Parteiführer, Parteivorstand und Reichstagsfraktion eingenommen haben. Er fordert erneut von der Reichsregierung. dah sie ungesäumt von den zur Verfügung stehenden Mitteln zur Revision des OJoung- planes Gebrauch macht An der Opvositionsstel- lung zur Reichsregierung hat sich nichts geändert. Der Parteitag sieht auf dem Standpunkt, dah alle Vorschläge zu unter st ühen sind, die die Lage der Landwirtschaft bessern und ihre Rentabilität sicherstellen Deshalb billigt der Parteitag ausdrücklich, dah die Reichstagsfrak- tion des Deutschen Landvolkes sich aus der par- lamcntarischcn Kampflinie nicht zurückgezogen hat. ..Das Agrarprogramm der Reichsregierung entspricht nicht in vollem Umfange den Forderungen, die das Deutsche Landvolk gestellt hat. Der Parteitag fordert deshalb weiter Kampf um die Erreichung dieses Zieles Er dankt dem Reichsernährungsminister Schiele, dah er unermüdlich in der Reichsregierung unter den schwierigsten Verhältnissen für die deutsche Landwirtschaft gefochten hat." Im Anschluh an den Reichsparteitag fand eine große Kundgebung des Landvolkes statt, auf der Reichsernährungsminister Schiele u a. folgendes ausführte: Die Zeit verlangt nach Ordnung und Sammlung der Front, sie verlangt nach klaren Marschparolen. Las deutsche Landvolk in seinem harten Schicksal hat keine Wahl. E-s muh schöpferisch positiv eingestellt sein. Deshalb müssen wir heraus aus der Unfruchtbarkeit des Resignierens und des Resolutionierens. Wehe denen, die uns in dieser elementaren Rot den Rücken kehrten, in der es täglich gilt, unsere Scholle neu zu erobern. Mit der Parole: Macht Euren Dreck alleine!" ist weder der deutschen Landwirtscha ft noch dem deutsch e n D o l k e z u h e l s en. Es ist ja so bequem, wenn man nun fern von den politischen Geschäften im Lande umherzicht und erklärt: All das Elend von heute haben wir ja längst vorausg.sagt; jetzt wird das Volk erkennen, wie es unter der Last eines unfruch baren Systems zu seufzen hat, jetzt mögen doch diejenigen Par e en. die die „Suppe" unserer heu igen ifot eingebrockt haben, sie auch auslöffeln! Demgegenüber frage ich, muß nicht das ganze deutsche Volk, dein Volk und mein V lk, namen lich auch das deutsch? Landvolk diese Wassersuppe des Elend : ausloifeln? Verstärken wir wirklich unsere Stellung im Kampf um das System, wenn wir uns selbst von den entscheidenden Machtpositionen im Staate aus- schalten? Glaubt man wirklich in den Kreisen der Se- zessionisten. daß man einer gefahrdrohenden Handels olitischen Entwick'ung anders er o g eich begegnen kann, als durch aktive Mitarbeit im Brennpunkt der politischen En scheidungen? Wäre diese nicht längst in der Frage des polnischen Handelsabkommens gegen die deutsche Landwirtschaft ausgefallen, wenn wir nicht seit dem Jahre 1927 in der Regierung aus der Wacht gewesen wären? Wohin führt denn der Weg der unentwegten Rogation? Verzweiflung und Verhetzung machen heute bereits vor keiner Autorität mehr halt. Aber dem Taumel wild entfachter Leidenschaften und Hoffnungen wird die Ernüchterung folg ir. Tann kommt zur wirtschaftlichen Rot noch die seelische Entwurze- lang des Volkes hinzu. Man versteh? uns klar: Wir kämpsen nicht etwa gegen die äußerste Rechte, unser Ziel ist vielmehr, sie aus ihrer Weltenferne, aus ihrer Romantik herunterzu- zwingcn in den realen Kampf um Sein oder Richtsein der Ration. In diesem Sinne habe ich an die im Reichstag fehlende Rechte meinen Appell gerichtet. Für uns, meine Freunde und alle, die mit uns in der Grünen Front für die Rettung der Landwirtschaft kämpfen wollen, fqnn es nur eine Marschparole geben: zähes Festhalten an dem Errungenen, keine übereilte Preisgabe von Machtpo i tonen und ftän» diges Bereitsein zu aktivem Handeln, soweit und solange ich es vor meinem Gewissen verantworten kann Das ist der Weg, den ich bisher gegangen bin, und den ich weiter- gehen werde. Oer Präsident des Reichslandbundes, Gras von Kalckreuth führte u. a. aus: Der Rcichslandbund kämpft um eine Reichsleitung. die sich frei macht von den bisherigen schädlichen Einflüssen und Abhängigkeiten und fordert daher den Rücktritt einer Regierung. die nicht sofort und ungeschmälert diese Forderung zur Tat macht. Trotz des Einbringens der Agrarvorlage haben wir gerade in den letzten Wochen erneut erfahren müssen, wie eifrig die Landwirtschaftsgegner am Werke sind, wie stark vor allem ihr Einfluß im Reichskabineti selbst ist. Die Agrarvorlage fordert bekanntlich eine Ermächtigung der Reichsregierung für freie Handhabung der Zölle auf allen Gebieten. In der Hand einer für die Rationalwirtschaft energisch kämpfenden Reichsregierung kann diese Ermächtigung ein wirksames Instrument werden, vorausgesetzt, datz die Regierung durch Lösung der handelspolitischen Bindungen sich die freie Handhabe der Zollermächtigung ermöglicht. Die gegenwärtige Zusammensetzung der Reichsregierung läßt diese Hoffnung allerdings als einen gefährlichen Optimismus erscheinen. Die Tatsache, daß es Reichsernährungsminister Schiele gelungen ist, nach schweren Kämpfen die Zollermächtigung durchzusehen. bedeutet zwar für ihn einen persönlichen Erfolg aber für die Sache selbst noch keinen entscheidenden Sieg. Die Losung der Hauptfragen steht vielmehr noch aus: Sie würde nur aus dem Parlament in das Kabinett verlegt sein. Die Denkschrift des Reichswirtschasts- ministeriums gegen die Agrarpläne des Reichsernährungsministers beweist, daß die entscheidenden Kämpfe erst einsehen werden, wenn es um die praktische Reu"'stal1ung der deutschen Handelspolitik gehen w rd. Schulter an Schuller mit dem Reichswirtscha, ^Ministerium hat dis zur letzten Stunde der Reichsarbeitsmini st er gegen die Agrarpläne der Reichsregierung gekämpft. Auch der Reichsfinanz- m i n i ft e r hat (eine Gelegenheit vorübergeheu lassen, seine landwirtschaftsfeindliche Cinstellunx zu bezeugen. Die Einbringung der Genfer Zollfriedensvvrlage kommt geradezu einer Sabotage der von der Landwirtschaft geforderten Schutzmaßnahmen gleich. Meint es Reichskanzler Brüning wirklich ernst mit dem Auftrage des Reichspräsidenten zur Rettung der Landwirtschaft, so kann er an der Tatsache nicht vorübergehen, daß die Ablehnung des Zollfriedensvertrages der Angelpunkt der Qingelei- teten Agrarmaßnahmen ist. Bedenkt man, daß so wichtige Forderungen des Reichslandbundes wie die nach einer allgemeinen Lastensenkung nach Einführung eines Sleuernotjahrcs usw. gänzlich unberücksichtigt geblieben sind, vergegenwärtigt man sich die Unzulänglichkeit auch der neuen Osthilfepläne, so kann man nur zu dem Gesamturteil kommen, daß die vorhandenen Ansätze so gering sind, dah der Reichslandbund seine ganze Kampfeslraft einseyen mutz, um einen weiteren Ausbau der Agrarmaßnahmen und ihre ziel- bewußte Handhabung zu erzwingen. Der Reichspräsident empfängt eine Abordnung des Handwerks. Berlin, 14. März. (WTD.) Reichspräsident v. Hindenburg, Ehrenmeister des deutschen Handwerks, empfing aus Anlaß der heute beginnenden Reichshandwerkswoche eine Abordnung des deutschen Handwerkes, bestehend aus dem Vorsitzenden des Reichsverbandes des deutschen Handwerks, Derlien, dem Präsidenten des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages Pslugmacher, dem Präs d ntcn der Handwerkskammer Berlin Ludwig und den geschäftsführenden Präsidialmitgliedern Dr. Mensch und Hermann. Die erschienenen Herren berichteten dem Herrn Reichspräsidenten über Zicke und Zweck der heute eröffneten Reichs- handwerkswoche und über die wirtschaftliche Lage im deutschen Handwerk. Am Schluß der Besprechung gab der Herr Reichspräsident seinem besonderen Interesse für das deutsche Handwerl und seinen besten Wünschen für einen guten Erfolg der Reichshandwcrlswoche Ausdruck. Eröffnung der 9. Reichsgastwirtsmeffe und Kochkunstausstellung. Auf dem Ausstellungsgelände am Berliner Kaiser- dämm wurde die große Einheitsveranstallung „9. Reichsgastwirtsmefse und Kochkunstausstellung" von Ministerialrat S ch u st e r in Vertretung des durch Dienstgeschäste verhinderten Reichsernöhrungs- rninisters Dr Schiele, des Protektors der,Kochkunstausstellung, eröffnet Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß namentlich auch die mit dieser Schau verbundenen besonderen Wettbewerbveran- ft a 11 u n g e n neue Anregungen für weite Kreise bringen. Das Bestreben, die internationale Geltung der deutschen Kochkunst heroorzuheben, verdiene besondere Beachtung im Hinblick auf die Förde- r u n g des Fremdenverkehrs. Mit Rücksicht auf den schweren Kampf, in dem unsere Land« Der Kurs der Volkspartei. Eine JRefre Oingeldeys in München. München, 15. März. (CRB.) Auf dem Der- trotertyges des Landesverbandes der Deutschen Volkspartei in Bayern sprach der Parteivor- sitzende Dingeldey. An unserem heutigen Elend seien nicht nur Boungplan und Wettwirt- schaftslr.se schuld, sondern das Sy st em eines entarteten Parlamentarismus, der sich seit der Weimarer Verfassung weiterentwickelt habe unter Mithilfe aller Parteien. Die Abkehr von diesem entarteten Parlamentarismus müsse heute unser innerpolitisches Ziel sein. Der internationale Sozialismus sei eine schwere Gefahr für das deutsche Volk. Der Sozialismus in nationalem Gewände bedeute eine noch schwerere Gefahr, wenn sein Führer nicht den Weg finde, einmal klar und deutlich auszusprechen, wie er sich die Maßnahmen zur Bettung unseres Volkes denkt. Auch Wirtschafts- und finanzpolitisch gesehen stünden wir vor einer Gefahr; weniger sei die Gefahr eines weiteren Anschwellens der Erwerbslosenzisfern gegeben, als vielmehr die Gefahr des Versiegens der S te u e r q u e l len. Gegenüber solchen Schwierigkeiten könne die Reichsregierung nur den Weg erhöhter Sparsamkeit beschreiten. Das System eines laienhaft geführten Wohlfahrtsstaates müsse schleunigst aufgegeben werden. Die Bestrebungen des Reichskanzlers, daß Deutschland die Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit mit der internationalen Wirtschaft wiedergewinnen müsse, seien zu unterstützen, nicht zuletzt deshalb, damit wir bei künftigen Verhandlungen zur Revision unserer Tributverpflichtungen auch einmal ein Rein nicht nur deklamieren, sondern auch durchhalten könnten. Die Rechtsopposition habe leider durch ihren Auszug aus dem Reichstag jede positive Beeinflussung der Entwicklung aus der Hand gegeben. Die Deutsche Volkspartei unter- stütze die Regierung Brüning als einzige z. Z. sichtbare Verkörperung des Willens zur inneren Reform. Sie erwarte aber vom Reichskanzler, daß er von den Sozialdemokraten für die Bewilligung der Rate des Panzerkreuzers „B“ sich nicht von dem grundsätzlichen Weg abdrängen lasse. Es sei eine Schicksalsfrage, namentlich für die französischen Staatsmänner, zu erkennen, daß der Weg der Zwangsmethode am Ende zu einer gewaltsamen Entladung eines entehrten Volkes führen müßte. Solange Frankreich nicht ablasse von der Politik einer Hegemonie in Europa, die sich auf ein machtloses, krankes Deutschland stützt, solange könne Deutschland die russische Karte nicht aus dem Spiel herauslasien. Dr. Dingeldey ging mit Dr. Schacht völlig einig, daß die Frage der Tributlasten nur in ihrer Gesamtheit auf dergan- zen Front angepackt werden könne, allerdings nach diplomatischer und wirtschaftlicher Rüstung. Es gelte, zur Erreichung des Zieles bestehende Gleichgültigkeit draußen in der Welt gegenüber der Tributfrage zu bekämpfen und im Innern einen starken, einigen Willen zu schaffen. — Den Schluß der Ausführungen des Redners bildeten Erörterungen über die Anträge der Fraktion zur Verfassungsreform. wirtschaft im Wettbewerb mit den ausländischen Erzeugnissen stehe, sei es besonders zu begrüßen, daß die Ausstellung eine Fülle von Erzeugnissen der Kochkunst von dem Einfachsten bis zu dem Feinsten biete, die nur aus deutschen Erzeugnissen hergestellt seien. Die bis zum letzten Ham- merschlag fertige Messe und Ausstellung ist die größte der Ausstellungen, die auf diesem Gebiete seit vielen Jahren in der Reichshauptstadt veranstaltet worden sind. Der Reichsfinanzminister fordert sachliche Arbeit. Keine neue Besteuerung der Produltion. Berlin, 15. März. (VDZ.) In der Vorstandssitzung der Deutschen Staatspartci sprach Reichs- finanzminister Dietrich über die politische Lage unter besonderer Beerücksichtigung der finanziellen Verhältnisse. Er unterstrich dabei die frühere Erklärung der Reichsregierung, daß die Einkommen- und Vermögens st euer nicht weiter belastet werden solle. Das Defizit in der Rcichskasse sei zwar groß; aber auch England und sogar Amerika hätten große Defizite Ende März wurden mit den Ressorts noch einmal Verhandlungen zum Zwecke weitererEin- s parungen stattfinden. Aber bei diesen Einsparungen solle nicht in gesetzliche Rechte eingegriffen werden, sondern sie müßten im wesentlichen b e i den sachlichen Ausgaben erfolgen. Das R e p a r a t i o n s p r o l> l e m fei nicht zu lösen, wenn in anderen Ländern uns gegenüber der Kredit verknappt wird und wenn unsere Ausfuhr durch Dämme gesperrt wird. Im Laufe der nächsten Monate werde es dar/ius an= kommen, unsere Handelspolitik mit der Agrarpolitik zu einem vernünftigen Ausgleich Zu bringen. Dazu rpüßte aber auch von agrarischer Seite das Notwendige geschehen. Die Landwirtschaft habe sich leider zu wenig um die Warnungen vor einer zu großen Schweineaufzucht gekümmert. Rein wirtschaftliche Warnungen würden in dieser Zeit überhaupt zu wenig beachtet gegenüber der beispiellosen Hetze, die die Gemüter vernebelt und die Stimmungen aufpeitscht. Zum Verzweifeln liege trotz der schwierigen Lage fein Grund vor. Es heiße jetzt sachlichweiterorbeiten und die Nerven nicht verlieren. politischer Mord in Hamburg Ein kommunistisches Bürgerschastsmitglied im Str.^ßenautobus erschossen. Homburg, 15. Marz. (WTB.) Das fommu- nislische Bürgerschaftsmilglied h e n n i n g ist in der letzten Rächt gegen O.4O Uhr in einem Autobus, der von Zollenspieker nach Hamburg fährt, kurz hinter Ochscnwörder erschossen worden. Henning befand sich in Begleitung eines Parteigenossen Cahnbley. 3n Fünfhausen befliegen drei Männer den Omnibus, die zunächst ruhig Platz nahmen, plötzlich erhoben sie sich, zogen Pi st ölen aus der Tasche und riefen den Fahrgästen zu: „Hände hoch!" Dann fragten sie Henning, ob er das kommunistische Bürgerschafts- Mitglied Andrs sei und forderten ihn auf, seine Papiere zu zeigen. Als Henning hierauf seinen Romen nannte, erwiderten sie: „Dich suchen wir gerade!" 3m gleichen Augenblick gaben sie eine Anzahl Schüsse auf Henning ab, sprangen alsdann aus dem Blagen und schossen a u d) von draußen weiter in den Dagen hinein. Henning war sofort tot. Außer ihm wurden noch zwei Damen und ein 'Mann von den Kugeln getroffen. Am schwersten oer- letzt ist eine neben Henning sihendeLehrerin Frl. M., die an einer Berufsschule bei Homburg tätig F ist- Sie erhielt fünf Schüsse in den Ober- , schenket, wegen deren sie in ein Hamburger r Krankenhaus aufgenommen werden mußte. Einer zweiten Frau aus Hamburg wurde der Daumen abgeschossen. Der zweite im Dagen anwesende Kommunist erhielt einen leichten Streifschuß am Kopf. Da er sich tot stellte, feuerten die Attentäter weiter keine Schüsse auf ihn ab. Die schwerverletzte Lehrerin stolperte aus dem Dogen heraus und setzte sich auf den Fußsteig. Einer der Attentäter sprang Gießener Gtaditheater. Gastspiel Max Adalbert, Berlin: „Ter Mann, der schweigt". Cs gibt neuerdings diele „Männer" in der Literatur; zum Mann, der den Mord beging, und zum Mann, der die Ohrleigen bekam — um nur einige herauszugreifcn --gesellt sich hier der Mann, der schweigt. Ein Spiel in drei Akten nach O. Malin von Fritz Friedmann- Frederich : das ist ein merkwürdig schwaches und stellenweise einfach Peinliches Stück zwischen plattem Schwank und sentimentaler Rührseligkeit, ein Stück mit auffallend matten Aktschlüssen, von dem man nicht begreift, wie der Komiker Max Adalbert darauf verfallen konnte. Der Mann, der schweigt, ist ein kleiner französischer Beamter mit dreitausend Franken im Mv- nak, Pflichteifrig, gewissenhaft, schüchtern und ohne Ellenbogentalent gegen Fremde und im Beruf,... aber launenhaft, brummig und housthrannisch im eigenen Sjeim gegen seine Frau Alice, seine junge Richte Jeanette und sein Dienstmädchen. Diesem Mann, Emile Durand, passiert es, daß er nach Jahren seinen Jugendfreund Pierre Bondin auf der Straße trifft, der in allen Stücken die Umkehrung feines Wesens verkörpert: zudringlich bis zur Taktlosigkeit, schlechter und fauler Beamter mit dem doppelten Einkommen, dazu mit einem unwiderstehlichen Maulwerk, das ihm eine gehobene Position und viel Glück bei den Frauen beschert hat. Dieser unmögliche Mensch bringt in des schweigsamen Mannes Familie ein, indem er sich zwanglos zum Essen cinlädt, den Hausherrn ärgert, sich bei den Frauen beliebt macht; ja, es gefällt diesem Junggesellen hier so gut, daß er eine Wohnung im gleichen Hause mietet imb sich ohne viel zu fragen bei der Familie seines Freundes in Pension begibt. herbei, legte ihr einen Mantel unter und sprach Dorte der Entschuldigung zu ihr. Ls sind insgesamt 15 Schüsse abgefeuert worden, außerhalb des Dagens wurden 6 bis 7 Patronenhülsen gefunden. Der Dagen ist stark demoliert. Die Täter sind junge Leute im Alter von 20 bis 25 3 ahren. Sie stiegen bei Beginn der Fahrt in den Wagen, ohne irgendwelche Aufregung zu verraten. Dem Kontrolleur fiel es auf, daß die jungen Leute keinGeldbeisich hatten und daß ein Einwohner aus Ochsenwerder für sie die Fahrt bezahlte. Rach ihrer Tat ergriffen sie nicht sofort die Flucht, sondern hielten sich noch einige Minuten vor dem Gefährt aus und tiefen: „Sind sie auch wirklich beide tot?" Dann liefen sie querfeldein und stoben auseinander. Das Attentat auf den Hamburger Polizeirat. Hamburg. 14.März. (TU.) Die staatliche Pressestelle teilt mit: 3n der krirninalpolizei- lichen Vernehmung des Polizeioberwachtmeisters P o h l, der den Anschlag auf den Regierungsrat Lassally verübt hat, sind bisher folgende Feststellungen gemacht worden: Pohl gibt zu, den Vorsatz gehabt zu haben, Lassalv) zu erschießen. Er ist daran lediglich durch eine Ladehemmung, die nach dem ersten Schuß cingetreten war, behindert worden. Die der Vernehmung beiwohnende Sekretärin des Regierungsrates hat gehört, daß Pohl die Dienstpistole noch wiederholt abgedrückt Hot. Wenn Pohl auch nicht Mitglied der RSDAP. gewesen ist, so besteht doch kein Zweifel darüber, daß er in ihrem Sinne tätig zu sein versucht hat. Er war regelmäßig Gast in nationalsozialistischen Lokalen, brachte nationalsozialistische Zeitungen in die Diensträume mit und versuchte bei seinen Kameraden für die in der nationalsozialistischen Presse vertretenen An- schauüngen Propaganda zu machen. Dies war der Grund der Einleitung des Disziplinarverfahrens, in dessen Verlauf Pohl seine Tat begangen hat. Regierungsrat Lassally hatte den Auftrag erhalten, außer den Polizeiober- Wachtmeister Pohl auch noch den Polizeiober- Wachtmeister Möller wegen Beteiligung an nationalsozialistischer Propaganda zu vernehmen. Oberwachtmeister Möller saß während der Ver- nehmung Pohls wartend im Vorzimmer. Der häusliche Frieden ist schwer gefährdet. Alice droht den Verführungskünsten Picrres zu verfallen, der jedoch nichts dabei findet, sich hinter ihrem Rücken mit Jeanette zu verloben. Emile wittert Unheil, wagt aber, schüchtern wie er ist, dem draufgängerischen Jugendfreund nicht die Meinung zu sagen. Von Eifersucht gequält, kommt er unvermutet nach Hause, findet Pierre nebenan bei seiner Frau und sinkt gebrochen auf einen Stu^I, da er die Situation vollkommen mißversteht: die Frau hat soeben in einer heftigen Szene Pierre den Laufpaß gegeben. Erst am andern Morgen, im dritten Akt, kommt die erlösende Wahrheit an den Tag. Emile, der un Amt ganz überraschend zu einer führenden Stellung avanciert ist, überzeugt sich von der Unschuld seiner Frau, hat auf einmal die Sprache wiedergefunden und sagt mit kräftigen Worten ytCTrc alles, was er seit langem gegen ihn auf Dem Herzen hat. Run ist aber auf einmal auch fein Grund mehr da, dem Eindringling die Tür zu weisen; er wird in den Schoß der Familie aufgenommen, er bekommt die junge Richte und Emile, der starke und glückliche Mann mit der toiebergefunöenen Sprache und Seelenstärke schließt seine getreue und unschuldige Frau gerührt und verliebt in die Arme. Ein schwaches, mattes, unentschiedenes und unbefriedigendes Stück. Adalbert spielt zwei Akte lang eine peinliche, passive, kaum entwicklungsfähige Rolle, und der große Ausbruch im dritten kann für den Leerlaus zuvor keinesfalls entschädigen. Wollte er einmal, was an nch ou begrüßen gewesen wäre, eine menschlich und psychologisch ernstzunehmende Rolle spielen- so hatte cm wertvolleres Stück mit höherem spezifischen Gewicht gewählt werden müssen. „Das Parfüm meiner Frau", jenes Lustspiel, mit dem sich Adalbert seinerzeit bei uns vor- ftelltc, war gewiß eine höchst unbeträchtliche An- geLegengeit; aber es gab ihm die Chance, aus ßch herauszugehen, seinen Wortschwall, seine ^rockenheit, seinen berlinerischen Witz spieleii zu Aach der Tat wurde auch er festgenommen, da man bei ihm gleichfalls einen geladenen Dienstrevolver fand. Ob zwischen Pohl und Möller eine Verabredung bestanden hat, steht nicht fest. — Das nationalsozialistische „Hamburger Tageblatt" schreibt, daß außer Oberwachtmeister Pohl nod) fünf oder sechs andere Polizeibeamte unter der Beschuldigung nationalsozialistischer Betätigung zur Verantwortung gezogen worden seien, nachdem man sie wochenlang überwacht habe. Keuerüberfall auf Nationalsozialisten in Essen. Essen, 14. März. (TU.) 3n der Rächt zum Samstag wurde ein Trupp von 15 Ra - tionalsozialisten, der sich von einer Versammlung auf dem Heimwege nach Essen-Kray befand, an der Zeppelinbrücke von unbekannten Tätern beschossen. Rach Darstellung der Polizei wurden zwei Salven von insgesamt 20 Schuß auf den Trupp abgegeben. Bei der letzten Salve wurde der 18 Fahre alte, in Kray wohnende Anstreicherlehrling FriÄ)rich Felgendreher durch Kopfschuß lebensgefährlich verletzt. Felgendreher ist am Samstagmittag, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, seinen Verletzungen erlegen. Die polizeilichen Ermittlungen wurden sofort eingeleitet. Vermutlich liegen der Tat politische Gegensätze zugrunde. Für die Ermittlung der Täter hat Der Regierungspräsident in Düsseldorf eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. ASg. Münchmeyer. München, 15.März. Wie der „Völkische Beobachter" mitteilt, fand vor dem Amtsgericht Magdeburg die Hauptverhandlung gegen den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Pfarrer a. D. Münchmeyer wegen unbefugter Titelführung in elf Fällen statt. Der Angeklagte wurde 'auf Kosten der Staatskasse in sämtlichen Fällen freigesprochen. 3n der Urteilsbegründung wurde nach dem Bericht des ..Völkischen Beobachters" besonders betont, daß die Entziehung des Titels „Pfarrer" durch die Kirchenbehörde im Wege der Verfügung unwirksam war, da rein rechtlich eine Verfügung für eine solche Entziehung nicht ausreiche, aber auch tatsächlich eine solche Verfügung nif ~'~/*n Kftrn. f/cffie Sonntag früh fest, den des Samstag abend Manzlers Hermann >nb fei. Drr Patient hat dichter" erläßt Mols filier indung einer nativ- Studentenkampf' nieder der deutsche Student Zukunft unseres Lölkes iic- r der nationalsozialistischen in die alte Mademikerschast, ichschule aktiv teilzunehmen. nd Handelskammer 5 Auswärtige Amt, das um und die Reichskanzlei dichtet: „Nachdem der vor ,n Deutschland und .Handelsvertrag von enehmigt wurde, schein . Zeit die JnstchstM des he Rachrichten. asSenferZollfrie» nen, das von Abgeordnete, der Konservativen Lolts. de, ober mit den Stimmen mmumsten. des Zentrums, r Mehrheit der Deutschen Beratung Annahme fand. » > n i n g Hot den Vorsitzenden ich'-togsfraktion Reichstags- s ohren anläßlich der W. sjahrcs telegraphisch seine Ditte an die Hörerschaft. , Dundes in den gegen- ien und lultureLen M itersti'chen. Frau Michaelis das A Werkstatt ciner D^enn 2 und Smdru-Ien 'tfeÄt W nmschliche reutung lut0 gü[[c von )idlung- has Eltern- rinncrungcn an M •*Äi» *5 riechen W Qiifc und taste, an nfen, an p1c6l; ßtfo ge: hen ^.Mdigen 2ater der a2em: ein M, EL Dild «- i-sfe* S--.SSS •SÄ*Ä iÄtsgr* x? * S-tz-L 9 toutf/9, doh ^tchlag oui »ebbels BWL nnstraße io C ?ri» ÄLZ- t-vS'a srM •ft von der ASLAP L Sing Mtr des Vertrages deutscherseits nachdrücklichst werter 3U fördern, damit der anormale Zustand bes 3 o 111 r i e g e s zwischen den beiden wrrt- schaftlich so eng aufeinander angewiesenen und ver- bundenen Völkern baldig st beendet wird. Im Einblick auf die von uns wiederholt vorgetragenen gewichtigen Gründe bitten wir dringend, den Handelsvertrag baldigst dem Reichstag zuleiten zu wollen." Aus aller Welt. Sine Gedenkfeier für Ludwig windthorsl. zur Verfügung stellte, gefiel ebenfalls allgemein. Herr und Frau Eckstein tanzten in den Dor- führungspausen einen Tango und einen Englisp Walz. Fräulein 3lfg 2 a h n und Herr Karl Bruck fangen ein Schlagerlied aus Ralph Be- natzkis erfolgreicher Iazz-Operette ..Weine Schwester und ich". Unter groher Anteilnahme der Besucherinnen gelangten einige Kleider zur Verlosung. D.c Darbietungen fanden verdienten, herzlichen Beifall. Kreistag in Büd ngen. bd. Büdingen. 14.März. Die diesjährige ordentliche Sitzung des Kreistages des Kreises Büdingen fand heute unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. Gähner in Anwesenheit von 20 KreiStagsabgevrdneten hier statt. An Stelle des aus dem Kreistag auSgeschie- denen Herrn M o r h e n n (Hirzenhain) wurde Schlossermeist-er Otto G r o m (Ortenberg) als Mandatsnachfolger eingeführt und verpflichtet. Die Rechnung der KreiSkasse für 1 929. die bei 591 867.97 Mark Einnahmen und 504 938.94 Mark Ausgaben mit einem Ueberschuh von 87 029,03 Mark abfchlieht. sowie die Rechnung des Kreiskinderheims in Bingenheim wurden genehmigt, ebenso sand der Derwaltungs- bericht des Kreisausschusses über das Rj. 1929 Zustimmung und wurden die Kreditüberschreitungen im Betrage von 50 238,14 Mark bewilligt. Anschließend wurde der Voranschlag deS Kreises Büdingen für daS Rj. 1931, der in der Detriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe mit je 516 890 Mark (im Vorjahre 530 531 Mark), in der DermögenSrechnung in Einnahme und Ausgabe mit je 87 664,03 Mark (im Vorjahre 70 301,76 Mark) abfchlieht. beraten und debatteloS genehmigt. Ein Antrag des KreisauSschusseS auf Streichung der Häutevergütung wurde abgelehnt und die von dem Minister des Innern vor geschlagene Tarifänderung mit Stimmenmehrheit angenommen. „ Einem Gesuch um definitive Anstellung eine# Kreisangestellten wurde mit Stimmenmehrheit entsprochen. Großfeuer im Kreise Wehlar. ** Rückkehrin die Garnison. Am Sams- tagabenb traf unser Bataillon, vom Winterschlehen auf dem Truppei Übungsplatz Ohrdruf kommend, kurz nach 19 Uhr auf dem hiesigen Bahnhof ein. Gegen 20.30 Uhr erfolgte, nachdem der Militärzug entladen war, der Abmarsch von der Bahn noch den Kasernen, wobei wiederum eine riesige Menschenmenge dem Bataillon das Geleite gab. •’ Schweres Autounglück. Am Samstag gegen 13 Uhr ereignete sich auf dec Marburger Strahe im Bereich der Gemeinde Wieseck, zwischen Möserstrahe und Lichtenauer Weg ein schweres Autounglück. Das Personenauto der Firma Spieh 8- Co.. Chemische Fabrik in Wihenhausen, das nach Wiesbaden unterwegs war. kam durch Versagen der • Steuerung von der Fahrbahn ab und rannte gegen einen Baum. Der Wagen wurde bei dem Anprall stark beschädigt und muhte abge- schleppt werden. Don den Insassen wurde der Fahrer am Kopfe leicht verletzt: er konnte nach Anlegung eines Verbandes durch Dr. Schmidt (Wieseck) die Heimreise an treten. Die Mitfahrerin, Frau Helene Simon aus Wihenhausen, erlitt einen Armbruch, Kopfverletzungen und Prellungen am linken Dein: sie muhte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden. ** Ein „fet 1 er" Diebstah l. In der Nacht zum Sonntag wurden in Okarben (Kreis Friedberg), wie wir von der Landeskriminalpolizeistelle in Giehen erfahren, bei dem Hofpächter Wendel aus dem Schweinestalle zwei fette Schweine gestohlen, und auf der an die Stallungen angrenzenden Weide geschlachtet und ausgehauen. Die Eingeweide der Tiere ließen die Spitzbuben zurück, mit allen übrigen sichren sie auf einem Auto auf und davon. Die polizeilichen Nachforschungen sind im Gange. "Modenschau im Kaufhaus Hansa. Während der letzten Tage der vorigen Woche sanden im Kaufhaus Hansa Modevorsührungen statt, die sämtlich sehr gut besucht waren. Die Damen brachten den Vorführungen, wie auch den unterhaltenden Darbietungen alle Aufmerksamkeit entgegen. Die Veranstaltungen waren geschickt inszeniert und unterhielten das Publikum auf das beste. Musik der Kapelle aus dem Cafe Astoria leitete jeweils die Vorführungen ein, Karl Bruck vom S.adttheater als Conferencier schuf in seiner flotten Art sofort den nötigen Kontakt und erwies sich auch für die Folge als ebenso humorvoller, wie sachverständiger Cicerone der Damenmodenbranche. Die Schau brachte die neuesten Schöpfungen der Danienmoden-In- dustrie in einer Vielfältigkeit, die sicher viele der Besucherinnen etwas überraschte. Vom einfachen Strahenkleid ans Tweed (Marke .,Seltersweg auf und ab", wie Herr Bruck ergänzend bemerkte) über den Mantel, Kombination und Complet, über das duftige Frühlingskleid aus Hellen, bunten Stoffen, bis zum Gesellschaftskleid in ganz grohem Stil, wurden alle Variationen gezeigt, die oft genug die zum Teil sehr berechtigte Bewunderung hervorciefen. Tatsächlich waren viele Kleidungsstücke dabei, die durch ihre oft bestechend einfache und doch überaus eindrucksvolle Form und Machart, dem Zug zur Sachlichkeit, dec dec Gegenwart eigen ist, Rechnung trugen und dabei in geschmacklicher Hinsicht auch sehr verwohnten Ansprüchen gerecht zu werden vermochten. Es ist nicht möglich, auf einzelne dieser Modeschöpfungen näher einzugehen, die sicherlich manchen lebhaften Wunsch wach werden liehen, erwähnenswert war im Zusammenhang damit die sorgfältige Auswahl, die in bezug auf Hut. Strumpf, Schuh und Schmuck getroffen wurde. Farnerschmuck, den die Firma Hirz In der Begründung des Urteils über die Klage des Handelsvertreters Wilh. H e n g st in Giehen gegen das Steuerdiktat des Staatskommissars für Giehen — bergt unseren Bericht in der Ausgabe vom vorigen Samstag — wird u. a. ausgeführt: Die Klage geht von der Voraussetzung aus. daß Anordnungen eines auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Haushaltsführung der Gemeinden vom 11. Dezember 1930 bestellten Staatskommissars überhaupt anfechtbar sind. In der Klagebegründung sind Ausführungen über die Frage, ob und in welcher Weise die Anordnungen des Staatskommissars anfechtbar sind, nicht enthalten. Das Gesetz zur Sicherung der Haushaltsführung der Gemeinden vom 11. Dezember 1930 enthält keine Bestimmung über die Einlegung eines Rechtsmittels gegen die Anordnungen des Siaatskommisfars und über den Rechtsmittelzug. Infolgedessen konnte dec Standpunkt vertreten werden, dah eine Zuständigkeit der Verwaltungs- .gerichte, und damit die Möglichkeit eines 03er- waltungsstreitverfährens, nicht gegeben ist. da nach Artikel 1 des Hessischen Verwaltungsrechts- Pflegegesetzes vor die Derwaltungsgerichte nur diejenigen Streitigkeiten gehören, die nach Vorschrift des Verwaltungsrechtspslegegesehes oder anderer Gesetze im Derwaltungsstreitverfahren zu erledigen sind. Die Frage, ob die Beschlüsse deS Stadtrats nach dem Gesetz vom 11. Dezember 1930 durch die Anordnungen des Staatslommissars „erseht" werden, ob dieser also gewissermaßen als Vertreter des Stadtrats handelt und ob demzufolge seine Anordnungen in dec gleichen Weise angefochten werden können, wie die Beschlüsse des StadtratS (Artikel 93 Städteordnung),- kann offen gelaffen werden. Dasselbe gilt für die Frage, ob aus der Tendenz und aus der Fassung des Gesetzes vom 11. Dezember 1930 hervorgeht, dah dec Staatslvmmissar nicht als Vertreter des Stadt- bzw. Gemeinderats in Erscheinung tritt, dah er vielmehr, von dem Minister des Innern auf Grund gesetzlicher Vorschrift bestellt, als Organ der autoritativen Staatsgewalt in seinen Entschließungen selbständig handelt und dah demzufolge seine Anordnungen als Ersah für Stadtratsbeschlüsse bindend sind, ohne dah ZJ Weidenhausen (Kreis Wetzlar), 16.März. Gestern gegen 21.30 Uhr brach hier ein Groß- feuer aus, dem die Hofreile des Schankwirts Johannes Kuhl zum Opfer fiel. Das Feuer entstand in einem Holzschuppen hinter dec Scheune und verbreitete sich mit großer Schnelligkeit über die Scheune, ein Stallgebäude und das Wohnhaus. Außer der hiesigen Feuerwehr waren alsbald die Wehren aus fünf benachbarten Gemeinden und die Motorspritze der Stadt Wetzlar an der Brandstelle. In der Hauptsache wurde der Brand durch die Wetzlarer Motorspritze bekämpft, die gewaltige Wasser massen aus dem Brandweiher auf die Brandstelle schleuderte. Nur hierdurch wurde vermieden, daß die stark bedrohte Hofreite eines Nachbars, die von den Bewohnern bereits geräumt war, dem Feuer eben- falls zum Opfer fiel. Der Holzschuppen, die Scheune und das Stallgebäude find vollständignieder- gebrannt. Don dem Wohnhaus steht nur noch das massive Gerippe. Das'Vieh tonnte gerettet werden. Die Erntevorräte, sowie der größte Teil des Mobilars sind mit verbrannt. Der Schaden soll durch Versicherung gedeckt fein, lieber die Ent- stehungsursache ist bis zur Stunde nichts Näheres festgestellt worden. Oie Wetterlage. Aus der proviuzialhauvtstadi. Giehen, den, 16.März 1931. 1 Oie (Semeindearbeiter-Löhne im Rhein Main-Gebiet. Der Rhein-Mainische Bezirtsarbeitgeberver- band der Gemeinden und Kommunalverbände, dem auch die Stadt Giehen als Mitglied angehört, kündigte das am 31. März 1931 ablaufende Lohnabkommen zu diesem Termin. Die zwischen dem Arbeitgeberverband und den Arbeitnehmergewerkschaften gepflogenen Verhandlungen wegen Herabsetzung der Lohne verliefen erfolglos, so dah die Bezicksschiedsstelle zur Entscheidung angcru- fen werden muhte. Von der Dezirksschiedsstelte wurde nun in den letzten Tagen ein Schiedsspruch gefällt, nach dem sich der Lohn in der Spitze um etwa 6,5 Prozent ermäßigt. Ob dieser Schiedsspruch von den Parteien angenommen werden wird, ist noch nicht entschieden. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Oberhessischer Kunstvcrein: Mitglieder-Dersamm- lung 18 U&r. Stadthaus Bergstraße, Saal Ar. 6. — Kausm. Verein und Ortsgewerbeverein, Vortrag „Ein Abend frohe Kunst" von Emil Kühne (Berlin), 20 illjr, Reue Aula der Universität. — Allgemeiner Deutscher Frauenverein: Vortrag „Die Bedeutung des Musikunterrichts in Haus und Schule für unsere Kinder" von Hedwig Spohr, 20 15älhr Stu^er.te. he.m, Leihgesterner Weg. G:e■ steuer Lesehalle-Verein: Mi g..ederrersammlung, 18,15 ilfjv, Universitäts-Bibliothek. — Lichtsviel- haus, Bahnhofstraße: „Die Alpen", 14,15 illjr, „Die Privatsekretärin" ab 16 illjr. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen Dienstag, 20ilhr, Erstaufführung von Klabunds Spiel zu Dreien 3i V Z". Spielleitung Dr. Karl Ritter. — Sonntag, 22. März, Gastspiel der Weintraubs-Synco- pators. 11.30 ilejr in Verbindung mit dem Goethe- bund als Morgenveranstaltung: 18.30 ilhr als Fremdenvorftellung mit neuem Programm.^ Die Intendanz hat das bekannte deutsche Iazz- vrchester „Die Weintraubs Syncopators" für ein zweimaliges Gastspiel verpflichtet, um allen Theaterbesuchern, vor allem auch den auswärtigen, Gelegenheit zu geben, diese „Iazz-Shrn- phoniker" zu sehen und zu Horen. — Der Goethe-Bund hat, wie man uns schreibt, zusammen mit dem Stadttheater für den dritten Tag im Kammerspiclzyklus am kommenden Sonntagvormittag das bekannte Orchester der Weintraubs Syncopators zu einer musikalischen Bühnenschau eingelabcn. Die Weintraubs haben erkannt, daß die Konzertbesucher nicht nur hören, sondern auch etwas sehen wollen. I Deshalb haben sie für jeden Augenblick ihres Oluf» 1 tretens einen neuen unerwarteten Einfall. Beifall belohnt sie überall. So wird auch das Gießener Gastspiel der Küstlertruppe seine Wirkung nicht verfehlen. (Siche heutige Anzeige.) — Der Gießener Lesehalle-Verein hält am heutigen Montag, 18.15 Uhr, in der Universitäts-Bibliothek seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. — Der Allgemeine Deutsche Frauen- verein, Ortsgruppe Gießen, und die Frauen- gruppe des Reichsoerbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer Gießen veranstalten heute, Montag, 20.15 Uhr, im Studentenheim einen Vortragsabend. Frau Hedwig Spohr wird über die „Bedeutung des Musikunterrichts in Haus und Schule für unsere Kinder" sprechen. (Siehe Anzeige vom Samstag.) sie den Anfechtungsgruirdsätzen der letzteren unterliegen, daß also die Tätigkeit des Staatskvm- miffars ein Akt der Staatshoheit ist, die eine actio popularis in keinem Falle zuläht. Selbst wenn man sich auf den Standpunkt stellen würde, daß die Anordnungen des Staats- komrniffars in gleicher Weise angefochten werden konnten, wie die Beschlüsse des Stadtrats, so wäre trotzdem eine Klage unzulässig. Das Anfechtungsrecht des einzelnen auf Grund des Artikels 98 der Städteordnung wird durch das öffentliche Interesse ausgeschlossen. Aach der feststehenden Rechtsprechung de» verwattungs- gerichtshofes wird dem einzelnen Beteiligten trotz feines eigenen persönlichen Inlereisc» die selbständige Befugnis zur Anfechtung eines Stadtratsbeschlusses unler allen Umständen dann versagt, wenn dieser gleichzeitig da» öffentliche Interesse berührt. Derjenige, der sich durch einen derartigen Stadtratsbcschluß in seinen Rechten verletzt glaubt, hat kein selbständige» Ansech- tungsrecht, er kann vielmehr zur Wahrung seiner« Rechte nur da» (Eingreifen der übergeordneten Behörde anrufen, d. h. den weg der Dienft- bcschwerde beschreiten. In vorliegendem Falle handelt es sich um die Erhebung von Steuern, so daß das öffentliche SntereHe in weitest gehendem Maße berührt wird (Entsch. d. VGH. Dd. VI S. 106). Aber auch au« anderen Gründen muhte mc Klage als unzulässig z u r ü ck g e w i e s e n werden. Der Klageantrag tautet auf ..Feststellung" einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung des Klägers. Die hessischen Verwaltungsgesetze kennen aber nicht die Zulässigkeit einer generellen Fest- stellungsllage. In allen Derwaltungsstrettsachen kann Gegenstand des Einspruchs und der Klage nur die einzelne streitige Leistung bzw. Verpflichtung sein. Cs kann aber nicht darüber hinaus eine Leistung oder Verpflichtung für die Zukunft als unzulässig festgestellt werden (vgl. Entsch. d.VGH. Dd.7 S.113). Da sich somit, der erhobene Anspruch von vor nhereinalsun zulässig herausstellte, konnte er gemäß Artikel 44 des Derwaltungs- I rechtspflegegesehes durch Bescheid zurück- I gewiesen werdest. Feier ihr Ende. Schwere Bluttat von Einbrechern. AlS am Sonntagnachmittag die in der Hansa- straße iu Hamburg wohnhaften alteren Eheleute Drünnlein von einem Ausgang heimkehrten, überraschten sie im ersten Stockwerk drer Einbrecher. Diese gaben sofort auf das Ehepaar mehrere Revolverschüsse ab. Die Frau war sofort t o t. Der 60 Iahre alte Ehemann erhielt einen schweren Bauchschuß. Es gelang einen der Burschen festzuneMen. ^ handelt sich um einen 30 Iahre alten, angeblich in Wien geborenen Kellner Wagner. Man fand bet ihm Münzen, die aus einem Einbruch stammen, und 230 Mark in bar. Der wandernde Berg in den Savoyer Alpen. Der Erdrutsch in den Savoyer Alpen hat noch nichts von seiner Gefährlichkeit verloren. Immer noch ziehen die ungeheuren schwarzen Erdmassen dem Tale zu und begraben alle«, was sich in den Weg stellt, unter sich. Die Lawine, die stellenweise eine Dicke von 15 Meter erreichte, teilte sich in vier Arme und seht nun ihren Abstieg fort. Am gefährlichsten ist dec Arm, der sich O-qen die Gendarmerie von Chatelard zu bewegt. Die Gen- darineriegebaude wurden bereits geräumt. B.sher ist eine Strecke von citoa zwei Kilomeier von dem wandernden Berg zurückgelegt worden. Trotz aller Bemühungen und Anstrengungen, d.e seit 48 Stunden ununterbrochen gemacht werden, ist es nicht gelungen, die am meisten bedrohten Gebiete zu schuhen. 'Auch die Hoffnung, daß die gesprengte Brücke die Erdmassen in unbewohntes Geb et ab» leiten würde, hat sich nicht erfüllt. Die vier großen Lawinen haben je ein Ausmaß von über 300 Meter Lange und fast 103 Meter Breite. Heber 300 Arbeiter sind damit beschäftigt, die langsam vorrückmden Erd- und Schlamm ff en a b z u 1 e n - k e n. In der Rähe des Do^.es Granges ist ein Bauerngehoft von den Erdmassen fort gerissen wurden. Es wurde mit dec Räumung des Dorfes Rcquins und ein'gec Häuser des Dorfes La Motte begonnen. Ein Ehepaar in der Wohnung verbrannt. In einer Wohnung des Gutshauses in Dubrau (Schlesien) brach in der Rächt Feuer aus. Als die Feuerwehr nach den ersten Löschversuchen mit Gasmasken in die Wohnung eindrang, die von dem hochbetagten Ehepaar Smyra bewohnt wurde, waren die beiden alten Leute bereits Opfer dec Flammen geworden. Das Feuer ist wahrscheinlich durch äleberheizen des Ofens entstanden. Die lettischen Seehundjäger gerettet. Am Samstagabend sind neun der seit Tagen ver- schollenen Seehundjäger auf Booten nach der Insel Kühno z u r ü ck g e k e h r t. Acht weitere Jäger konnten sich zur selben Zeit auf die Insel Runoe retten. Es wurde sestgestcllt, daß vier weitere Fischer sich vermutlich außer Gefahr in der Nähe berJet» . tischen Küste befinden. Fünf noch fehlende Säger konnten am Sonntag auf einer Eisscholle durch ein Militärflugzeug ermittelt werden. Sic wurden mit Brennholz und Streichhölzern versorgt. An Lebensmitteln litten sie keinen Mangel, da sie in der Zwischenzeit Seehunde erlegen konnten. Dec Reichsbund der höheren Beamten hat dem Reichskanzler eine Denkschrift über die Auswirkungen der Gehaltskürzung und der Preis- fenkung überreicht und gebeten, die bei der letzten Besprechung zwischen der Reichsreg.erung und der Beamtenschaft im Dezember v. I vereinbar e A u s ° fvrache über die beamtenpolitische Lage boldmog- ichst anzusetzen. Die Denkschrift enthält reichhaltiges Material über die vom Rcichsbund der höheren Beamten in den letzten Monaten in rund 130 Be- richtsgemcinden durchgeführte Preiskontrolle und lenkt die Aufmerksamkeit der Reichsregierung auf neuerdings wieder f^r starke Angriffe auf das Be» rufsbeomtentum. Aristide Briand feiert das Jubiläum seiner 25jährigen Tätigkeit als Minister Am 14 März 1906 trat Driand, der damals 43 Iahre alt war. zum erstenmal in eine Regierung ein. Seit diesem Zeitpunkt hat der jetzige Minister 2 5 v e r s ch i e d e n e n M int st c- rien angehört und ist elsmal Minister - Präsident gewesen. Am häusigsten war er Außenminister, nämlich nicht weniger als 16mal. Die Klage gegen das Gießener Steuerdiktat Die Llrteilsbegründung. Der 40. Todestag Ludwig Wmdthorsts, Zentrumsführers aus der Zeit Bismarcks und des Kulturkampfes, wurde am Sonntag in Hannover feierlich begangen. Arn 2°r""ttag.versammelten sich in der Marienkirche, tn dcr Wmdt- horst begraben liegt, die katholischen Vereine, um an einem feierlichen Gedächtnisamt teizunehmeu. Am Rachmittag fand im ..Katholischen ©aal der Stadlhalle die GedächtnisfeierJtatt an der u. a. der Bischof von Hildesheim, Dr. Rikolaus Bare». Minister a. D. Dr. Bell, der Preußische Landwirffchaftsminister Steiger Reicystags- vizepräsident ©Her, ber Führer der Bayenschen Dolkspartei, Prälat Leicht u. a. teünabmciL Dischof Dr. Bares erklärte, daß Windthorsts Geist und Gedanken eingegraben seien in das Herz jedes Katholiken, als des siegreichen Sichrers in schwerem Kampfe und des Verteidigers des christlichen Staatsprinzips. Wie im Geburtsjahr Windthorsts 1812 die Flammenzeichen von Moskau leuchteten, so leuchten jetzt wieder die^lam- menzeichen des Bolschewismus. D:r Trist Windthorsts müsse die Kämpfer gegen den Bolschewismus erleuchten zum Kampfe für Saterland und Volk. Reichsminister a. D. Dr. Bell hielt die Festrede. Mit musikalischen Vorträgen nahm me Otfo!lttnlo$.0 neuer <>hai& oeaeerL »worxiaeoedectt. »Reflex * Schnee c- Oreupem e Neoei K Qr-ittjr (Q)windjtiiie.«O-« seh» leichter Ost massiger Suasudwesi Q stürmischer «orswest Die Pfeile fliegen mit dem wmde Pie oe.oen lUhonen Menenden Uhlen gehen die Temperatur an Pie Urnen verbinden Orte mH gleichem auf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Heber Skandinavien hat sich ein Hochdruckkem entwickelt, der seinen Einsluß weiter südlich geltend macht und auch für unseren Bezirk wetterbestimmend ist. Somit erhalten wir meist kontinentale Luftzufuhr, so daß das schöne Wetter vorerst anhält. Die Erwärmung macht tagsüber weitere Fortschritte, wäh- rend in der Nacht infolge ungehinderter Ausstrahlung noch leichter Frost zu erwarten ist. Späterhin werden allerdings die vom Ozean heranrückenden Störungen sich durch Aufzug hoher Bewölkung bemerkbar machen. Aussichten für Dienstag: Stellenweise dunstig, sonst vielfach heiter, trocken, nur noch leichter Nachtfrost, tagsüber kräftige Erwärmung. Lufttemperaturen am 15. März: mittags 8 Grad Celsius, abends 2,4 Grad: am 16. März: morgens — 0,4 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum —1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. März: abends —0,6 (Brat); am 16. März: mor» gens — 0,6 Grad Celsius. Schöne weiße Zähne: Chlorodont «^><» Otto Kling, Rechtsanwalt Bad-Nauheim, Fürstenstraße 30 II. 1935 D 01565 B lligs Fische u, Filets 1808C Lichtspielhaus ♦Gießen jjartmann. 1937D Renate Müder 1836 C 1932D 1933 V Emil Steck 1930 D Birklar, 14. März 1931. 194 ID 1745 d Chiffre B. A. 6744. 1934V Fernruf3973 Die Sonne ist da! Daunen Heraus mit den Kindern in die Frühlingsluft Wir empfehlen Ihnen dazu: Laufröckchen ab 2.00 Kinder-Kittel ab 1.75 C.Röhr&Co 1730 A M60A Stachel- und Spanndraht HeimannThimig, Felix Bressart in dem ganz entzückenden gegen hohe, zeitgemäße Bezüge. Sinnebote unter Nr. 500 an Invalidendank, Anuoncen- Exvedition, G.m.b H. Mainz. Einschlagdecken. .ab2.50 Steppdeckchen.. ..ab3.25 über äckch.u.Mütze ab 4.50 Regle: Wilhelm Thiele Anfangszeiten: 4, 6, 8.30 Uhr Ein S viel zu Dreien von Klabund. empfiehlt die WefngroBhandlung Chr. Inderth al, Gießen Preislisten portofrei zur Verfügung. Modehaus Salomon Schulstr. 4 f 14. AprilX 'Beginn d. n. Schuli.' Vogtsche Hanüesschihe Gieben V Goethestr. 32 • ^^Prosp.kost). J Beuern, den 16. März 1931. Bürgermeisterei Beuern. Linden st ruf h. Steppdecken Federbetten Kissen Köper allerfeinster und einfacherer Art Bekanntmachung. Die Voranschläge der Gemeinde und der Mark Birklar für Rj. 1931 liegen vom 17. bis einschließlich 23. b. 2TL aus unseren Bureaus zur Einsicht der Interessenten und evtl. Erhebung von Einwendungen offen. Bei dem Gemeindevoranschlag ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Bei Katarrh. Husten Asthma titnft man auch in veraltet, ftüll. d. aut- fall, schleimt Kemni- ÄBthma-Tee. Su hab. in allen Apolhenen, bestimmt Pe ikan- Apotheke, .ftremtilnß sowie sämtliche Garten- und landwirtschaftlichen Geräte Edgar Borrmann Eisenhandlung Bin nunmehr am Landgericht Gießen zugelassen Heute morgen 4'/, Uhr verschied sanft unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Kuhl verwitwete Jung, geb. Obwald im 82. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: L. Jung IV. und alle Angehörigen. Wieseck, den 15. März 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, 17. März, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause Obergarten 5 aus statt. ______________________.____________________________________1940 D Stadttheater TicnSt., 17. Marz, von 20 bis 22 Ubr 23.Dlellsiog-AV.Vrsk. Gewöhnliche Brette. Sum eilten Male! Dienstag, den 17.Alärz 1931 nachmittags 2 Uhr sollen im „Löwen", Neuenweg Jir. 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: 1931V ein Märklin-Modell, eine Dampfmaschine, eine Registrierkasse, fünf Schreibtische, eine Krause-Schneidmaschine, eine Bohnermaschine, ein Klavier, acht Dutzend Makohemden, ein Ausziehtisch, fünf Büfetts, zwei Kredenzen, zwei Standuhren, vier Teppiche, zwei Bücherschränke, zwei Chaiselongues, ein Spiegelschrank, 34 Flaschen diverse Liköre, eine Flurgarderobe, zwei Vertikos, eine Ladentheke, ein Warenschrank, eine Schreibmaschine, eine Rechenmaschine, zwei Diwane, zwei Spiegel, eine Küchenuhr, zwei vollständige Fremdenzimmer, ein Sofa. Hebbe'. Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 241 — Telephon 4039 Todes-Anzeige. Am Samstagabend 10% Uhr verschied sanft nach kurzem, schweren, mit Geduld ertragenem Leiden, unsere liebe und unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Luise Lehr, Lehrerswitwe im nahezu vollendeten 75 Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Ernst Lehr, Steueramtmann, und Familie. Rosine Klingelhöfer, geb. Lehr, und Familie. Else Lehr, Witwe, geb. Dörmer, und Kinder. Wilhelm Lehr, Obervermessungssekretär, und Familie. Ludwig Lehr, Reichsbahninspektor, und Frau. Dr. Otto Lehr, Landwirtschaits- Direktor, und Familie. Anna Lehr. Daubringen. Friedberg L H., Gießen, Lauterbach, Bad Ems, Lieh, den 15. März 1931. Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 17. März, nachm. 3% Uhr. 1943 D Bekanntmachung. Betr.: Förderung des Obstbaues durch Vertilgung der Obstbaumschädlinge. Auf die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen vom 28. Februar 1931 — AVBl. Nr. 16 vom 6. März 1931 — mache ich hiermit alle Garten- und Baumbesitzer auf. merksam. Die Bekanntmachung ist in den Aushängekasten der Stadt Gießen und an In tiefer Trauer: Familie Heinrich Arnold Familie Friedrich Jung Anna Jung. Lützellinden, den 16. März 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, 17. März, nachmittags 2 Uhr statt. ___________________________________________________________________________________0156/ Zum möglichst baldigen Sintr.tt wird von schlesischer Zigarrensabrik Werkmeister gesucht der in der Fabrikatton von Konsum» und besseren Preislagen sowie Zigarillofabri» katton iHand» und Masaitnen-Arbeltt er» iahten ist. Bewerber «mAlter bis 40Zabre, die Erfolge nachwetten können, wollen Offerten mit Bild. Zeugntsabschrttlen, Referenzen und lückenloser Angabe über ihre Ausbildung und bis erlge Tätigkeit senden an Rudolf Mossc, Breslau, unter Nur noch heute Montag und morgen Dienstag unwiderruflich nur noch 2 Tage! Wacholdersaft v. altersber gut. Blntreinlgnngsmiltel. 01559 Kräuterhaus Jung, Schulstr. 5 Sorgfältig gepflegte WEINE aller Weinbaugebietc Ton-Lustspiel: Die Privatsekretärin der Ortstafel im Stadthaus, Bergstraße 20, angeschlagen. Gießen, den 14. März 1931. PreissdiieBM Thüringer Hof, Hammstr.7 I. Preis eine Standuhr Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ewige Ruh', denkt was ich gelitten habe, eh' ich schloß die Augen zu. Todes-Anzeige. Am Samstag entschlief nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Evangel. Schwesternhaus zu Gießen unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Gastwirt Friedrich Jung im 70. Lebensjahre. Gestern Sonntag, den 15. März, nachts um 12V« Uhr, ist unser innigstgeliebter Sohn. Bruder. Schwager und Onkel, mein geliebter Bräutigam Herr Julius Scherer Verwaltungssekretar im blühenden Alter von 27 Jahren nach kurzem, mit croßer Geduld ertragenem Leiden, von uns in ein besseres Jenseits gegangen. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Scherer L n. Familie Ernet Scherern. Familie Jakob Herrmann IX. u. Fam.lie Paul Scherer u. Familie August Wießner und Familie Mathilde Scnerer,Braut Königsberg, Crumbach. Frankfurt a. M.» den 16. März 1931. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 18. März, nachmittags l'/2 Uhr, in Königsberg statt. Bekanntmachung. Der Voranschlag für Rj. 1931 liegt von 7 Dienstag, den 17. o. 2N., ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters v offen. Einwendungen können während der Dienststunden schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. M Provision. Große Damentuchfabrik Wt Hemeler Mittlerinnen! n.Sli; Meririnen zum Verkauf an Private. Bewerb, an Postf. 20 öorembg.W.-clmW (Stellengesuche) Unabhäng.-ges.kiäjt. Frau vom Lande, sucht Be» fdmftfaunt) für einige Tage evtl. Std. in d. Woche. Garienarb., Aufwariung usw. Schrift!. Angeb. unt. 01552 an d. Gff. Anz. Kinder-Mützen.....ab 0.75 Kopf-K.ssen........ab 1.00 Strampelhöschen ..ab 1.50 Sommetroelien. Heines Kolben 1.Absaat. Verträgt späte Aussaat, ist ansvruch' losa.Bodeuu.Klima Best.Erfatz f. Gerste- ttndHaferanban, ab» »uneben bei Fttrsil. Bnteverwahm'' L:ch | Kaufgesuche | Stiwolie in größeren u. klein. Mengen au kaufen gesucht. Umgehende schriftliche Angebote mit Brei» unt. 1944D an den Gieß. Ana. | Verschiedenes | 3000 Mark auf 1. Hypothek von Selbstgeoer gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 01551 an d.Gs^Ani. ■■ Hat ■■ AuSküniteinRechto-, Straf», Famil.»Ange» leaenoetten, Gesuche, Verträge, Beobachtungen. Ueberwachg. und Ermittlungen vreiSw^ streng dtokr. u. an all. Orten ort. u. erledigt Detektiv- Bnreaa-n.Auskunilei Inh.K.Gers.Bad-liaa- heim, Knrstr. 17. ** Gebildetes Mädchen 29 Jahre, sucht Stell, als Pflegerin oder Ge elttchaftcrin od. Führung eut.frauen» losen Haushalts. Schriftl. Angeb. mit. 01557 an d. Gß. An^. SleiB.nnOerl.mäödjen mit beiter Empfehle v. Vnn-)e, 18 I., sucht Stell, in gut. Haufe i. Gießen, war sch. 4 I. in Stell. Eintritt sof. od.bald.Schr.Ang.it. 01555 an d. G '. Anz. Verkäufe ciSU Beiten (Stahl u.Holz) Polst.. Stobl- matr., Kinderbuchs! sei., an jeden. Teilzabig. Katai fr. •ilaenmöbelfabrik SubLTh. GOIETHIE-IBUJMD Sonntag, 22. März 1931, vormittags ll1/« Uhr, im Stadttheater 3. Tag im Kammerspielzyklus Musikalische Bühnenschau des weltberühmten Orchesters Weintraubs Syncopators Eintrittskarten: Bundesmitglieder erhalten bis zu zwei Plätzen «egen Einlösung des Gutscheines Nr. 4 aus dem gelben Gut- sciieinheft an der Ta eskasse des >>tadttheaters numerierte * Platzkarten zum Preise von 90, 70 und 50 Pfennig. DieThe- nterpiätze bleiben von Dienstag bis Freitag den Bundesmitgliedern vorbehalten. Ab Samstag erfolgt zu dieser Veranstaltung freier Kartenverkauf zu erhöhten Preisen. [10360 Voranzeige (4.Tag,19.April): Lessing-Feier im Stadttheater Der Oberbürgermeister. ______I. B.: Dr. Rosenberg.______ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Beltershain für Rj. 1931 liegt vom 17. bis einschließlich 23. d. 2N. aus unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten und etwaigen Erhebung von Einwendungen offen. Beltershain, den 14. März 1931. Bürgermeisterei Beltershain. Bürgermeisterei Birklar: Müller. _____Der Markmeister: Seibert. Bekanntmachung. Die Voranschläge der Gemeinde und der Mark Muschenheim für Rj. 1931 liegen vom 17. bis einschließlich 23. d. 7N. auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten und evtl. Erhebung von Einwendungen offen. Bei dem Gemeindevor- anschlaa ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 1942D Muschenheim, 14. März 1931. Bürgermeisterei Muschenheim und der Markmeister zu Muschenheim: Becker. BMW.-Typ Wartburg sowie 6'25 PS- Limousine weit unter Preis au verkaufen. [01558 0. Faber, MflhlstraBe AWWMMI weiß, mit Pelz bcf., Gr. 42 für _0 Ml. zu verk. Schr. Angeb. u.01554a.d.Gieff.Anz. Konstrinanden- Anzüge soweit Vorrat pro Stück 20 Mk. Brandgasse 3. „4fl) Prospekte liefert Brühl, Gießen [Vermietungen | Neuzeitliche 4-Zinnn.-Wohng. per 1. Juli d.J. von ruhigem '.Üiteter gef. Schrtttl. Angeb. unt. 01550 an d. Gn. Anz. Viiroranm und Garagen auch mit Heiz. z. um iw,d Bleichttr. 161. Garage au vermieten. [11553 Südanlage 7. | Stellenangebote) Junges Mäiic« für Hausarbeit bis über Mittag gesucht. Zu erfr. i. d. Gejchst. des Gieß. Anz. au» m feinster Qualität! Fischhaus Cuxhaven 'larktstraße 23 1565 a Telephon 2417 Bedeutende Kaffee-Großrösterei sucht gut eingesührten 1929 v Vertreter für den Platz und weitere Umgebung, öelnrld) vaas, Samvurg, Essen, Roneröam. Zentrale Essen. Hammerstrafrc°»4 l»6. Erstes rheinisches Weingut sucht zum Besuch von Privaten Nr. 63 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Montag, 16. März 1931 SJL-tfpoit Zußball der Gießener Mannschaften. Der gestrige Sonntag brachte den beiden Liga- mannschaftcn leider wieder zwei Niederlagen. Auf dem VfB.-Platz weilte die Mannschaft des Sport, klubs „j)af ia" Dieburg zu Gast. Die Gäste aus Starkenburg führten ein rationelles, wenn auch technisch nicht ehr hochstehendes Spiel vor und siegten mit 7:1. Das Spiel der Ligarcserve gegen Nieder- weiscl gelangte nicht zum Austrag. Die 1. Schülermannschaft des VfB. wurde von der körperlich stark überlegenen Schülermannschaft des Sportvereins Garbenteich mit 6.0 geschlagen. — Die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 kehrte von Alsfeld ebenfalls geschlagen zurück. Mit 4:0 behielten die Platzbesitzer die Oberhand. Zu berücksichtigen war allerdings, daß die 1900er den Stampf mit nur neun Mann bestreiten mußten, da zwei Spieler aus Nidda nicht auf dem Platz erschienen. Das Spiel der Ne- ferne gegen die Reserve von „Germania" Marburg wurde von Marburg aus abgesagt, da der Platz nicht in spielfähigem Zustande war. Die 3 Mannschaft verlor gegen die 1. von Wieseck mit 2:4, die 4 Mannschaft vermochte gegen die 2. von Wieseck mit 5:1 siegreich zu bleiben. Die 1. Jugend gewann in Nidda mit 4<0. Förth in Dresden geschlagen. Die Fürther Spielvereinigung trug am Samstag ein Gesellschaftsspiel in Dresden gegen den dortigen Sportklub aus. Zu dem Treffen hatten sich 7000 Zuschauer eingefunden. Fürth spielte ohne Leinberger, Dresden ohne Richard Hofmann. Die Entscheidung brachte die größte Durchschlagskraft des Dresdner Angriffs. Das Spiel endete mit einem 2:0 für den Dresdner SC. Winter-Gerätewetturnen. 2. Bezirk Gau Hessen DI. Nahezu 200 Turner waren am Sonntag dem Ruse ihres Dezirkstumwartes Paul Schüler (Wehlar) gefolgt, um Zeugnis abzulegen von chren Fortschritten im Geräteturnen während der Wintermonate. 3n der Turnhalle zu Heuchelheim, i>er_ größten im 2. Bezirk (Gießen—Wetzlar— Grünberg) des Gaues Hessen, entwickelte sich nach einem gemeinsamen Turnerlied während des Dormittags ein frisch-fröhlicher Wettkampf, der manche gute Leistung besonders auch von den größeren Landvereinen aus der Umgebung von Gießen sehen lieh. Dank der guten Vorbereitung durch den Ortsverein und der unverdrossenen Arbeit des Bevechnungsausschusses konnten die Wertungslisten und Siegerurkunden zeitig fertig- gestellt werden, so daß insbesondere die zahlreichen Schüler schon nachmittags den Heimweg unter Führung ihrer Turnwarte antreten konnten. Bei der Siegerverkündigung erkannte der erste De- zirksvertreter. Universitätsbureaudirektor Wilh. Erle (Gießen), den erzieherischen Wert der Eelbstausbildung an, die ieder Geräte tu rner über seine methodische Anleitung hinaus dazugeben muß, um auf eine Höhe des Erfolges zu kommen. Der Rachmittag schloß mit einem Handballspiel auf dem schönen Sportplatz bei der Turnhalle und mit einem Schauturnen auf der Hallenbühne wirkungsvoll uno unterhaltsam für die zahlreichen Gäste der werbekräftigen Deranstaltung ab. Die Ergebnisse der Wettkämpfe lassen wir morgen folgen. Rechts: Hergert. Franzosen hielt an. Unsere Stürmer sind weiterhin vom Pech verfolgt, Dergmaier schießt zweimal aus kurzer Entfernung daneben, auch Springer und Richard Hofmann haben mit ihren gutgemeinten Bomben keinen Erfolg. Rach zehn Minuten kommt Deutschland zur ersten Ecke, die abgewehrt wird. Die zweite und dritte Ecke für Deutschland bringt auch nichts ein. Die letzten 20 Minuten des Kampfes fallen gegen den Beginn stark ab, besonders gegen Schluß wird auf deutscher Seite lustlos gespielt und so klingt das Spiel ziemlich monoton aus. Unter stürmischem Jubel der auf den Platz dringenden Zuschauer verlassen die Sieger auf den Schultern ihrer Landsleute den Schauplatz ihres Erfolges. kurze Kritik. Die deutschcEls hatte sich zuerst recht wacker geschlagen, kapitulierte aber schließlich, als nichts gelingen wollte. Der Sturm litt unter dem Ausfall von Hergert 3n der Läuserre he war Knöpsle der weitaus beste Mann, Leinberger konnte nicht immer befriedigen, Münzenberg war ein glatter Versager. Die Hintermannschaft gab sich die größte Mühe und hatte ein riesiges Pensum zu erledigen. Weber war nach einer schwachen Viertelstunde der bekannte verläßliche Spieler. Schütz stand ihm Wenig nach, Kreß war zeitweilig unsicher, er machte dies dann wieder durch einige Bravourstücke wett. Frankreich trug den Sieg in erster Linie durch sein einfaches, aber nutzbringendes Spiel davon. Thcpot spielte fehlerlos und wurde von Rattler und Anatol ausgezeichnet unterstützt. 3n der Läuferreihe überrag.c Kaucsar, er war der beste Spieler aus dem Felde und stellte sein Gegenüber glatt in den Schatten. 3m Sturm gefielen vor allem die flinken Flügelstürmer. Oberhessen im neuen Kahrplan. Iußball-Aiederlage gegen Frankreich. Deutschland in Pans 1:0 geschlagen. Roch nie wurde einem Fußball-Länderkampf von deutscher Seite mit so großem 3nteverf~ »nt- gegengesehen wie dem ersten Spiel zwischen Frank reich und Deutschland am Sonntag in Pariv -ocy gerade diese Begegnung endete mit einer unerwarteten Riederlage der deutschen Rationalmannschaft, die nach einem unglücklichen Spiel knapp aber verdient von den Franzosen mit 1:0 geschlagen wurde. Schon in den Mittagsstunden war das Stade Colombes mit 50 000 Zuschauern in seinem Fassungsvermögen erschöpft. Die in strahlender Frühlingssonne liegende weite Anlage bot ein imposantes Bild. Kurz vor 4 Uhr (deutscher Zeit) erschien die deutsche Mannschaft unter Führung von Kreß und wurde mit herzlichem Beifall begrüßt. Durch Lautsprecheranlage wurde von einer Schallplatte ein deutscher Marsch übertragen, dann sprangen die Franzosen in das Spielfeld, die Musikkapelle intonierte die Marseillaise. Rachdem Richard Hofmann dem französischen Spielführer Thcpot einen Blumenstrauß überreicht hatte, zog Hofmann bei der Wahl das Los und entschied sich mit leichtem Wind gegen die Sonne zu spielen. Der Spie ver aus. 3n den ersten Minuten sind be de Mannschaften reichlich nervös, bald sind aber die Franzosen im Angriff und Kreß hat Gelegenheit, seine Fä)ig- feiten zu beweisen. Beide Tore kommen abwechselnd in Gefahr Schon bald seht sich die Erkennt- । nis. durch daß die langsame deutsche Angriffsreihe | gegen die schnelle französische Hintermannschaft keine Aussichten auf Erfolg hat, dazu kommt noch das Versagen des Sturrnführcrs Hergert. Unsere Läuferreihe kommt auch nicht in Schwung und unterstützt den Sturm herzlich Wenig Münze n b e r q als rechter Läufer liefert eine sehr schwache Partie. 3hm passierte auch in der 1 3. Minute das Mißgeschick, Frankreich zu einem billigen Erfolge zu verhelfen. Bei einer Weiten Vorlage von Kaucsar traf er das Leder so unglücklich mit dem Fuß, daß der Ball an dem überraschten Kreß vorbei ins deutsche Tor ging. Richtlich deprimiert setzte die deutsche Mannschaft den Kampf fort und fand sich schließlich mit ihrem Schicksal ab. Rach halbstündiger Spieldauer kommt Frankreich zur ersten Ecke, die nichts einbringt. Dann zeigte der französische Torwart Thepot bei einer Hofmann-Bombe sein großes Können. 3n der 30. Minute muß Ludwig Hofmann verletzt vom Platze abtreten. Seinen Posten nimmt der bisherige Rechtsaußen Bergmaier ein; Welter wird Rechtsaußen. Die neue Aufstellung bringt etwas Schwung. Vor dem Tore bleibt aber die Situation immer die gleiche; die französische Verteidigung ist immer früher am Ball. Ohne besondere Momente vergehen die letzten Minuten der ersten Spielhälfte und mit 1:0 für Frankreich geht es in die Pause. Hatte man nun eine bessere Leistung unserer Vertreter erwartet, so sah man sich zunächst enttäuscht. Die Ueberlegenheit der Auch in diesem Jahre sind der Reichsbahndirektion Frankfurt in gemeinsamen Vorstellungen der großen hessischen Verkehrsorganisationen (Hessischer Verkehrsverband in Darmstadt, Verkehrsbund Oberhessen in Gießen), der Verwaltungsbehörden und der Industrie, und Handelskammern eine Reihe von Fahrplanwünschen für Oberhessen unterbreitet worden, deren Erfüllung leider noch aussteht. So war — wie der Hessische Verkehrsvcr- band in Darmstadt mitteilt — für die rNainweser-vahn im neuen Fahrplan nach dem bisherigen Entwurf der Wunsch geäußert worden, den beschleunigt geführten Zug 720, Bad-Nauheim ab 6.57 Uhr, Friedberg ob 7.04 Uhr, Frankfurt H. an 7.51 Uhr, bereits ab Gießen zu führen, welcher Wunsch leider unerfüllt bleibt; in der umgekehrten Richtung wird ohne Neuleistung durch Fortsetzung des Zuges 781 (bisheriger 721), Frankfurt H ab 18.10 Uhr, Friedberg ab 18.57 Uhr, Bad-Nauheim ab 19.04 Uhr statt des nunmehr in Bad-Nauheim endenden Zages 721 (bisheriger 781), Frankfurt H. ab 17.25 Uhr, mit Halten auf allen Zwischenftationen die unmittelbare, allerdings ab Bad-Nauheim sämtliche Stationen bedienende Verbindung mit Gießen hergestellt. Von Bedeutung für die Main-Weser-Bahn ist es weiter, daß ein bereits in früheren Jahren erörterter Plan im neuen Fahrplan zur Durchführung gelangt in Gestalt der Ausdehnung der bisher auf die Strecke Kassel—Hannover beschränkten Eilzügc E 6 9/70 auf die Strecke Frankfurt — Ober- Hessen — Kassel. E 69 wird für die Folge Frankfurt H. 15.45 Ubr verlassen, um nach Halten in Frankfurt-West („nur zum Zusteigen") und Vilbel- Nord 16.07 Uhr, Friedberg 16.24 Uhr, Bad-Nau- heim 16.32 Uhr, Butzbach 16.44 Uhr zu verlassen und über Gießen, an 17.04 Uhr, ab 17.07 Uhr, nach Kassel—Hannover weiter zu fahren. Dieser Zug I füllt auf der oberhessischen Strecke in günstiger Weise eine Lücke zwischen dem beschleunigt geführten Personenzug 375 (ab Gießen 15.17 Uhr in Richtung Siegen- Essen) und D 275 (ab Gießen 18.24 Uhr in Richtung Siegen—Hagen) aus; in der umgekehrten Richtung fällt E 70 auf der ober- hessischen Strecke leider mit der Lage des D 276 (ab Gießen 13.07 Uhr in Richtung Frankfurt a. M.) eng zusammen; E 70 verläßt, aus Hannover—Kassel kommend, Gießen kurz nach D 276 um 13.16 Uhr, um nach Halten in Butzbach 13.37 Uhr, Bad-Nau- heim 13.49 Uhr, Friedberg 13.58 Uhr, Vilbel 14.14 Uhr, 14.31 Uhr in Frankfurt H. anzukommen. Neuleistungen stellen die Züge E 69/70 auf der Strecke Frankfurt—Oberhesscn—Kassel insofern nicht dar, als die in den letzten Sommerabschnitten über die Main-Weser-Bahn gefahrenen vorzüglichen FD» Züge Frankfurt — Hamburg und Bremen, die auch für Bad-Nauheim von besonderer Bedeutung waren, im neuen Fahrplan ausfallen werden. Von besonderer Bedeutung für Ober Hessen ist weiter, daß die bisherigen, beschleunigt geführten Personenzüge 769/770 Frankfurt—Hamburg und zurück in zuschlagpflichtige Eil- zöge E 71/72 umgewandelt werden; gleichzeitig wird eine Beschleunigung dieser Züge Platz greifen, die eine etwas spätere Abfahrt in Frankfurt H. 9.02 Uhr statt 8.50 Uhr, mit wesentlich verbessertem Uebergang aus Süddeutschland und eine entsprechend früher Ankunft — ebenfalls mit Verbesserung der Anschlüsse — ermöglicht. Zur Entlastung von E 71 72 dient an Sonn- und Feiertagen ein beschleunigt geführtes Zugpaar 769/770, FrankfurtH. ab 8.10 Uhr, Gießen an 9.36 Uhr, Gießen ab 21.06 Uhr, Frankfurt H. an 22.35 Uhr. Eine dankbar begrüßte Neuerung stellt ein für die Zeit von Ende Mai bis Ende August vorgesehenes beschleunigtes Zugpaar 1103/1104 zwischen Bad-Nau- Kreuzweg der Liebe. ZRoman von Paul Grabein Urheberrechtsschuh: Romandienst „Digo", Berlin W 30. 1. Fortsetzung. Nachdruck verboten. älrfula fügte sich' anfangs nur widerstrebend dieser Reugestaltung ihres Lebens. Gewiß, sie dankte cs dem Vater, daß er ihr zuliebe sich wieder in die Welt hinauswagte, dennoch konnte sie nicht recht froh darüber fein. 3hre alten Befürchtungen drohten wieder wach zu werden. Mit großer Zurückhaltung trat sie daher in die Gesellschaft ein. So kam es, daß Ursula Drenck — so hübsch sie war — bei den jungen Herren der Gesellschaft nicht übermäßig beliebt war: Kalt, vollständig temperamentlos — tödlich ernst — das waren die Urteile, die über sie im ilmlau' waren. Ursula merkte das nur zu gut, und zu ihrer Resignation trat Bitterkeit: — Sie paßte ni^i in diese Welt! 3n dieser Seelenverfassung hatte 3örg Wigand Ursula kennengelernt, und was auf die anderen erkältend gewirkt hatte, das zog gerade ihn an. Cr fühlte sich ihr vom ersten Augenblick an innerlich verwandt. Auch der Grundzug seines Wesens war ein vorzeitiger Ernst. Früh verwaist, hatte 3örg gelernt, sich allein durch die Welt zu finden. Große Festigkeit und schnelle Reife Waren auf der einen Seite die Früchte gewesen, auf der anderen ein tteses Sehnen nach Liebe und Güte, die er hatte entbehren müssen. So gestimmt, fand er Wenig Gefallen an den bevorzugten jungen Damen der Gesellschaft, deren oberflächlich heiteres Wesen ihn abstieh; dagegen ahnte und suchte er bei Ursula ein gleidpeftimrn- tes Empfinden, und allmählich kamen sie sich näher. Als Ursula sich davon überzeugt hatte, daß hier ein Mann vor ihr stand, voll Charakter und Zartheit des Empfindens. von einer verehrungsvollen Hochachtung vor den Frauen, und zu allem: ein Einsamer wie sie selber — da erschloß sie auch ihm ihr innerstes Wesen. So fanden sich ihre Herzen. Der Major konnte diesen Herzensbund nur aus vollster Ueberzeugung gutheihen. Er konnte sich für fern Kind keinen besseren Lebensgefährten Wünschen. Freilich War Wigand im Augenblick noch nicht in der Lage, einen Hausstand zu gründen. Ein noch junger Arzt, der zwar die besten Aussichten auf eine gute Praxis hatte, mußte er inxH Warten, bis er ein auch für eine Familie ausreichendes Einkommen hatte. Der Brautstand hatte Ursula froh aufblühen lassen. Run War Sonnenschein in ihr Leben gefallen. Da drängte alles in ihr dankbar dem neuen Licht entgegen, und die alten Schatten ängstigten ihre Seele nicht mehr. Sie fühlte sich ja nun geborgen, und Wollte ihr Wirklich einmal die Angst vor ihr selber kommen, so flüchtete sie sich schnell an die Brust des Mannes, den sie als ihren Schützer und Führer schwärmerisch verehrte. So brachte die Brautzeit den Verlobten tiefes Glück. Freilich kein unbewölktes. Bei aller Harmonie zeigten sich doch Verschiedenheiten ihrer Charaktere, die bei der Offenheit ihres Wesens leicht zu Auseinandersetzungen und vorübergehender Verstimmung führten. 3e mehr Ursula in der Sonne ihrer Liebe auf- zuieben begann, je mehr entwickelte sich jener Trieb zu sorglos heiterer Lebensauffassung, den sie schon ausgerottet wähnte. So empfand es 3org manchmal störend, daß in gewissen Momenten ihr tieferes Empfinden versagte, daß sie leicht über eine Sache hinwegglitt, die er nur schwer in sich verarbeitete. Zwar waren das immer nur flüchtige Augenblicke, die bald durch glückliche Stimmungen des Verstehens wieder in Vergessenheit gebracht wurden; aber sie kehrten doch wieder, und zwar immer häufiger — so schien es ihm. Durch all das schon überempfindlich und reizbar geworden, hatte Wigand heule Ursulas Wefen tiefer verletzt, als es sonst wohl geschehen wäre. Aber er begann nun, in den Augenblicken, Wo er schweigend uCm Ma.or gegenubersaß, nachzudenkcn, ob er ihr nicht irgendwie doch unrecht getan hätte. Absolute Ehrlichieit auch gegen sich selbst War ein hervorragender Zug seines Wesens; so sagte sich denn 3örg nach kurzem Besinnen, daß feine Verdrossenheit über Ursulas Ausbleiben unberechtigt gewesen war. Aber das mit dem Zimmer Wollte ihm noch immer nicht in den Kopf. Rein, — da war doch sein Empfinden entschieden im Recht! Und heftig stieß Wigand in trotzigem Verharren den Rauch seiner Zigarre von sich. Andererseits — Wenn er die Sachlage unparteiisch erwog, so mußte er sich das Eingeständnis abzwingen: es ging einmal nicht anders! Der Major konnte den einzigen Sohn seines verstorbenen Bruders doch Wirklich nicht 3örgs Empfindungen zuliebe ins Hotel schicken. Und Ursulas Zimmer War das einzig verfügbare im Hause. Sowie Wigands Erregtheit verflogen und dieses bessere Erkennen in ihm aufgestiegen War, kam auch der Drang über ihn, das begangene Unrecht Wieder gutzumachen. ..Vcr eih. Papa" — wandte er sich, die Zigarre fortlcgenö. an den Major. „3ch möchte zu Urei.“ „Ra, also schon Wieder im Reinen?" Vm leises, gutmütig-ironisches Lächeln überflog die durchfurchten Züge des Majors. Er kannte ja Schwiegersohnes heißblütiges Wesen und er nickte 3org zu, der schon dem Rebenzimmer zuschritt. Gleich darauf trat Tante Marie ins Zimmer. „Wir können essen — die Kinder nicht hier?" Suchend blickte sich die rundliche, kleine Dame im 3immer um. „Werden wohl noch einen Augenblick Warten müssen." „Wieso?" Die Tante fragte es etwas ungeduldig. Der Braten drohte falt zu werden. ..Da drinnen" — Drenck Wies mit einer Kopfbewegung nach Ursulas Zimmer hin — „wird mal wieder Dersöhnungsscst gefeiert.“ „Was? Schon wieder?" Die Tante schlug die Hände zusammen. „Das finde ich doch recht be» deutlich, Schwager. Mir Wird bisweilen bang' um Ursels Zukunft. Wenn das jetzt schon so losgeht mit den Meinungsverschiedenheiten!" „Besser als nachher — wenn's zu spät ist!" Gelassen strich der Major die Asche seiner Zigarre ab. „Die Sache ist auch nicht so ernst zu nehmen. Sie sind eben beide noch jung und müssen sich gegenseitig abschleifen — besonders das Mädel. 3ft ja noch ein reines Kind." ..Das ist's ja eben“, seufzte die Tante. „3org ist viel zu ernst für sie. Pah auf, Schwager, das tut nimmer gut!“ „Ach. Unsinn!“ ..3örg ist gerade der richtige Mann für das Mädel. Er hat die richtige Hand für sie: fest und doch weich! Schars herannehmen und doch mal wieder Luft am Zügel geben. Der bringt sie richtig in Gang — verlaß dich drauf!" „Wenn du denn eine Frau durchaus immer mit ’nem unvernünftigen Tier vergleichen muht“ — des Majors kavalleristischer Lieblingsvergleich kränkte die kleine Dame immer von neuem — „gut! Aber dann sage ich dir — und so viel versteh' ich doch auch von der Pferdebehandlung" — Tante Marie stammte vom Lande — „er ist viel zu hitzig für sie! 3a, Wenn er ruhiger wäre, nicht selber immer gleich aufbegehrte — aber so!" Und mit einem vielsagenden Achselzucken ging Tante Marie hinaus, ihren Braten warmzustellen. • Ursula, die in ihrem Zimmer beschäftigt War, hörte, Wie die Tür aufging und jemand herein- kam. Am Tritt erkannte sie 3örg. aber verriet es nicht. Roch grollte der Zorn in ihr über die zu Unrecht erlittene Zurechtweisung. Run aber fühlte sie seine Hand auf ihrer Schulter, und als dann seine Stimme dicht an ihrem Ohr ein leises Wort der Abbitte sprach, verflog auch ihr Groll. Einen Augenblick empfanden beide in langem Kuh die Sähe verzeihender, junger Liebe. Dann bat sie, an feine Schulter geschmiegt: „3örg, fei nie Wieder fo zu mir! 3ch bitte dich flehentlich: sah mich nicht hart an! 3ch fühle es, in mir steckt ein Stolz, ein Trotz, der sich aufbäumt. Sei immer gut zu mir, dann Will ich Wie Wachs in deiner Hand fein.“ Die leisen Worte, ihre flehenden Blicke rührten ihn. Mit innigem Anfichziehen versprach er ihr es. Dann aber machte sie sich frei — Wieder strahlend froh. „Und nun sieh dich mal um!" Mit Stolz Wies sie ihm das Stübchen, das sie möglichst einem Herrenzimmer gemäh umgestaltet hatte. „Sieht es nicht riesig gemütlich hier aus? Fred Wird sich Wohl fühlen, denk' ich — nicht?" Wigand bemühte sich ehrlich, an ihrer Freude teilzunehmen und versöhnlicher an den Detter zu denken. „Ach, 3örg, ich bin ja so glücklich, daß Fred kommt! Der bringt gleich eine ganz andere Luft ins Haus. Du sollst mal sehen, Wie der Papa aufzuheifern versteht. Und auch dir Wird er gefallen. Er ist ja ein so lieber Kerl." Wigand empfand zwar eher eine gegenteilige Ueberzeugung, aber cr bezwang sich. „An mir soll es nicht liegen“, versicherte er. „3ch Will ihm ohne Vorurteil gegenüb er treten.“ „Ohne Vorurteil?" Sie sah ihn an und nahm ihn lachend bei den Ohren. „Als ob dir Fred schon — Gott Weiß was -- getan hätte! Wenn man nicht Wüßte, was für ein seelensguter Mensch du im Grunde bist, man könnte ordentlich Wütend Werden auf dich." Und sich auf den Fußspitzen hebend, drückte sie ihm Während der letzten Wcrle chrc Lippen auf den Mund. 3örg umfing sie und zog sie dichter an sich. 3hre Schelmerei ließ seine Liebe heiß aufwallen. Und aus nächster Rähe senkte sich sein Blick mit leidenschaftlichem Fordern in den chren. Das Mädchen schloß unter diesem Blick die Augen, und ihre Hände glitten über sein Gesicht. die Weichen Fingerspitzen drückten ihm die Lider zu. Da r ß et sie hoch, ihre ganze schlanke Mädchengestalt mit den Armen umfangend, so daß ihr in süßem Erschrecken fast die Sinne schwanden, und mit heißem Atem schlugen ihr seine Worte ins Ohr: „Du mußt mich lieb haben — du muht! 3ch kann dich ja nicht missen, du mein ein und alles! Das Mädchen durchschauerte es. So hatte sie ihn noch nie gesehen; noch nie hatte er ihr die ganze Tiefe seines Empfindens so unverhüllt gezeigt. Ein jubelndes Glück, freudiger Stolz mischten sich ihr in. das dunkle Angstgefühl, das sie bei diesem Ausbruch seiner Leidenschaft über» fallen hatte. 3hre Arme umschlangen ihn stürmisch. Dann aber entriß sie sich und flüchtete, das verwirrte Haar ordnend, zu den andern ins Wohnzimmer. (Fortsetzung folgt.) h e i in — Friedberg und Wiesbaden — Rüdes- heim dar, dos im Wettbewerb mit dem Kraftwagen von Bad-Nauheim und Friedberg Ausflüge an den Rhein wesentlich erleichtert. Dem dringenden Wunsch der Anlieger der Strecke Gießen—Fulda nach Wiedereinführung eines Eilzugspaares ist in -dem Fahrplanen'twurf leider wiederum nicht entsprochen worden, so daß diese für Ober- Hessen wichtige Strecke noch immer ohne die um ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit willen erforderliche Einbeziehung in einen zeitgemäßen durchgehenden Schnellverkehr bleiben wird. Der Fahrplan der oberhessischen Nebenbahne n bleibt im wesentlichen unverändert, obwohl auch hier auf der einen, oder anderen Strecke eine Ausfüllung der zum Teil übergroßen Zuglücken wünschenswert märe. * Die Fahrplanwünsche der Provinz Oberhessen, die i.i den oben erwähnten Eingaben der Reichsbahndirektion Frankfurt bereits übermittelt wurden, sowie weitere, mittlerweile beim Verkehrsbund Oberhessen in Gießen eingegangene Wünsche aus allen Teilen unserer Provinz werden bei der Fahrplankonserenz am 24. März in Frankfurt im Mittelpunkt der Beratungen stehen. Oberbeffen. Landkreis Gietzen. < Garbenteich, 16. März. Bei der gestern vorgenommencn Bürgerrnei ft erwähl ist der seitherige Bürgermeister Karl Burk I. mit 399 Stimmen auf neun Jahre wiederge-- wä h l t. Ter Gegenkandidat Karl Sommer II. erhielt 217 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war äußerst rege. (94 Prozent.) Lich, 15. März. Auf dem Gießener Friedhof wurde Lehrer Karl Löffler, der früher längere Zeit im nahen Eberstadt im Amte stand und vor einigen Tagen in seinem neuen Wirkungsorte Ossenheim im besten Mannesalter unerwartet verstorben ist, zur letzten Buhe geleitet. Aach der Predigt des Geistlichen wurden unter ehrenden Äachrufen Kränze am Grabe niedergelegt vom Bezirkslehrerverein Lich, der den Entschlafenen als einen seiner Besten schätzte: durch Lehrer D ö r m e r (Lich), vom Bezirks- lchrerverein Friedberg durch Rektor Meyer (Friedberg): von ter Gemeinde Ossenheim durch den Bürgermeister und durch Lehrer Walther. Kreis Lauterbach. & Lauterbach, 14. März. Der Stadtoor - st a n d genehmigte in seiner gestrigen Sitzung nach eingehender Beratung den städtischen Haushaltsvoranschlag für das Nj. 1931. Der Voranschlag schließt in der Betriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe mit 314510 RM., in der Vermögensrechnung mit 34 600 RM. ab. Die Grund- und Gebäudeftcucr wurde um 6 o. H., die Gewerbesteuer um 12 v. H. gesenkt. Der Unilagebcdarf wurde auf 64 520 RM. festgesetzt. Ferner wurde der Voranschlag des städtischen Elektrizitätswerks mit 106 100 RM. in Einnahme und Ausgabe genehmigt. Wir werden über die Sitzung noch berichten. Wirtschaft. Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. Die Aufsichtsratssitzung der Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar am Samstag, welcher der Rechnungsabschluß für das Jahr 1930 vorlag, fiel mit dem Tage des 200jährigen Bestehens . der Gesellschaft zusammen. Der AR. beschloß, der am 26. April stattfindenden HV. eine Dividende von 4 o. H. (i. V. 6 v. H.) vorzuschlagen. Die Verminderung des Geschästserkrägnisses wird durch Rückgang im Umsatz und die Höhe der festen Kosten, die * im Verhältnis zum Umsatz nicht im gleichen Maße -.gesenkt werden konnten, erklärt. Heber die Aussichten * fürs laufende Geschäftsjahr kann Bestimmtes noch v nicht gesagt werden. Jedenfalls deuten manche Anzeichen darauf hin, daß mit dem Eintritt besseren Wetters mit einer Belebung der Nachfrage nach den Erzeugnissen der Gesellschaft gerechnet werden kann. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 16. März. Tendenz: behauptet. Die Börse eröffnete auch zu Beginn der neuen Woche in ruhiger, aber behaupteter Haltung. Das Geschäft erfuhr eine wesentliche Einengung, zumal Kaufaufträge von außen her in nur ganz geringem Umfange ein- getroffen waren, und die in der Presse erschienenen Artikel, in denen eine Einschränkung der Der deutsche Außenhandel im Februar. Ausfuhrüberschuß von rund 125 Millionen Mark. Die tatsächliche Einfuhr im Februar beträgt 605 Mill. Mk. (von der ausgewiesenen Zahl in Höhe von 620 Mill. Mk. sind 15 Mill. Mk. als Ausgleich für nachträglich einbezogene und für noch nicht einbezogene Zollabrechnungen abzusehen). Gegenüber dem Vormonat, in dem die tatsächliche Einfuhr 645 Mill. Mk. betragen hat, ergibt sich ein E i n f u h r r ü ck g a n g um 40 Mill. Mark. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, daß der Januar 26 Werktage, der Februar nur 24 Werktage umfaßt. Als Werktagsdurchschnitt ergibt sich für Januar ein Cinfuhrbetrag von 24,8 Mill. Mk., für Februar von 25,2 Mill. Ml.: auf den Werktag bezogen zeigt mithin die Februareinfuhr gegenüber dem Vormonat eine leichte Zunahme. Die Ausfuhr beträgt im Februar 733 (Vormonat 725) Mill. Mk.: hinzukommen Reparations-Sachlieferungen im Werte von 45 (Vormonat 50) Mill. Mk. Der erhebliche Rückgang der Ausfuhr vom Dezember zum Januar hat sich sonach im Februar nicht fortgesetzt: der Ausweis zeigt sogar eine kleine Zunahme (ausschließlich der Reparations-Sachlieferungen um 8 Mill. Mk.). Berücksichtigt man auch bei der Ausfuhr die geringe Anzahl der Werktage im Februar, so gewinnt die nur unwesentliche tatsächliche Zunahme der Ausfuhr erhöhte Bedeutung: im Werktagsdurchschnitt für Januar betrug die Ausfuhr ohne Reparations-Sachlieferungen 27,9 Mill. Mk., für Februar 30,5 Mill. Mk.: das bedeutet ein: Steigerung der Ausfuhr um mehr als 9 v. H. Die Handelsbilanz für Februar ergibt einen tatsächlichen Ausfuhrüberschuß von rund 125 Mill. ML; einschließlich der Reparations-Sachlieferungen übersteigt der Wert der ins Ausland abgesehten Waren die Einfuhr um rund 170 Mill. Mk. Aufwärtsbewegung empfohlen wird, zur Zurückhaltung veranlaßten. Die Tendenz war jedoch nicht unfreundlich, da der festere Schluß der Aeuyorker Börse vom Samstag befriedigend ausgenommen wurde. Tie Kursgestaltung gegenüber den Samstagkursen war unregelmäßig, was in der Mehrzahl kleine Abschwächungen zur Folge hatte. Am Kalimarkt notierten Salzdetfurth auf die morgen stattfindende Bilanzsihung, von der man günstiges erwartet, 4 Prozent höher. Aschersleben plus 1,5 Prozent. Sehr feste Haltung hatte ferner der Dankenmarkt, an dem große Deckungskäufe beobachtet wurden. Barmer Bank zogen 4,5 Prozent, Berliner Handelsgesellschaft 3,5 Prozent, Commerz- und Deutsche und Disconto-Bank je 2 Prozent an. Größere Rückgänge hatten anderseits Wayß & Freytag, die auf stärkeres Angebot hin 3,5 Prozent niedriger eröffneten, ferner Zellstoff Waldhof (minus 2 Prozent), Deutsche Linoleum (minus 2,5 Prozent), Kunstseideaktien lminus 1,5 Prozent). J.-G.--Farben lagen relativ behauptet, gaben aber später bis 1 Prozent nach. Die übrigen Chemieaktien konnten meist bis 1 Prozent gewinnen. Der Montanmarkt lag im ganzen gut gehalten, Har- pener 1,25 Prozent höher. An den übrigen Märkten ergaben sich Kursgewinne im Rahmen von 1 bis 3 Prozent nach beiden Seiten. Am Anleihemarkt lagen Deutsche Renten freundlich, dagegen Ausländer leicht nachgebend. Der Pfandbriesmarkt bewahrte weiterhin seine freundliche Tendenz. 2m Verlause nahm die Spekulation einige Gewinnmitnahmen vor, so daß die Kurse 1 Prozent niedriger lagen. Später blieb die Tendenz auf dem ermäßigten Niveau gut behauptet, und man konnte verschiedentlich eher Kaufneigung feststellen. Die äinternehmungslust der Spekulation war jedoch gering, da von außen her keine Orders eingetroffen waren. Arn Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt ergaben sich keine besonderen Veränderungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2005; gegen Pfunde 20,4065; von Äsancen hörte man Kabel 4,8580 gegen Paris 124,14; gegen Mailand 92,74; gegen Madrid 45,20; gegen Schweiz 25,24; gegen Holland 12,1251. Berliner Börse. Berlin, 16. März. Trotz einiger Gewinnmitnahmen der Privatkundschaft, deren Veranlassung die verschiedenen, etwas auf Vorsicht gestimmten, vor Aeberhihung warnenden Wochenberichte der Sonntagspresse gewesen waren, eröffnete auch die neue Woche kursmäßig gut behauptet. Die Stimmung war anfangs erneut eher wieder fest, da einerseits die feste Reu- Yorker Börse vom Samstag, die neuen, heute bei dem Reichskanzler geführten Verhandlungen über die russischen Aufträge, bei denen 300 Millionen nur als unterste Grenze genannt werden, der 75-Millionen Aeberbrückungskredit amerikanischer Tanken an die Stadt Berlin und nicht zuletzt die günstigen Außenhandelsziffern für Februar, die mit 125 Millionen einen ansehnlichen Ausfuhrüberschuß aufwiesen, anregten. Anderseits lagen auch noch bei den Banken Kaufaufträge vor, die zur Ausführung gelangten. Das Geschäft war aber nicht allzu groß, und die Börse selbst neigte dazu, Realisationen vorzunehmen. So war die Kursgestaltung keine ganz einheitliche und hing außerdem von Zufallorders ab. Der 5,25prozentige Gewinn der BEW., die anfänglich Plus-Plus notierte, soll auf eine Nachfrage von 6 Millionen zurückzuführen sein. Auch die Amsahtätigkeit in Eisenbahnverkehrsmitteln, die 4,75 Prozent gewannen. war klein. Aschaffenburger Zellstoff und Feldmühle zogen um je 3 Prozent an. Papiere, wie Deutsche Eisenhandel, Maschinen-Duckau, Allgemeine Lokal- und Kraft, Polyphon und Ilse gewannen bis 2,75 Proz., während Deutsche Linoleum, Aku, Stolberger Zink schon anfangs durch schwache Haltung auffielen. Auch Glekttowerte . lagen überwiegend im Angebot und wurden angeblich gegen Mon-tanwerte getauscht. Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Pfandbriefe weiter freundlich. Reichsschuldbuchforderungen gehalten. Geld auf den Steuertermin für Tagesgeld auf 5 bis 7 Prozent anziehend, Monatsgeld 6 bis 7,25 Prozent und Warenwechsel etwa 5,25 Prozent. Im Verlaufe war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich, später überwiegend schwächer. Nachdem die Kaufaufträge ihre Erledigung gefunden hatten, trat die "Neigung der Spekulation zu Gewinnmitnahmen etwas stärker hervor, so daß die meisten Papiere Kursrückgänge bis etwa 1 Prozent aufzuweisen hatten. Bemerlenswert war die weiter schwache Haltung der Deutschen Linoleumwerte, die erneut 2,5 Prozent einbüßten. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 16. März. Der Getreidemarkt zeigte heute eine reaelmäßigere Tendenz. Das Angebot war weiterhin sehr knapp, besonders in Roggen. Die Nachfrage hielt sich jedoch in engen Grenzen.- Lediglich Futtermittel hatten weiterhin sehr feste Haltung. Besonders Hofer war gefragt und gegen den letzten Markt 10 Mk. pro Tonne höher. Roggen konnte ebenfalls um 5 Mk. anziehen. Weizen lag dagegen rückläufig und 2,50 Mk. niedriger. Das Mehl- gefchäft war nur in Roggenmehl etwas fester, während das Weizenmehlgeschäft weiter schlapp war. Es wurden notiert: Weizen 306,50 bis 305 Mk., Roggen 205 bis 210, Sommergerste (für Brauzwecke) 215 bis 220, Hafer (inländischer) 180 bis 185 pro Tonne; Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 43,50 bis 44,25, Roggenmehl 29,50 bis 30,75, Weizenkleie 11,10 bis 11,25, Roggenkleie 12.50, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 25 bis 31, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 28 bis 67, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 6, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreht) 2,90, (gebündelt) 2,75 bis 2,80, Treber (getrocknet) 10 bis 10,50 Mk. pro Doppelzentner. — Tendenz: Ruhig, Futtermittel fester. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. März. Auftrieb: 1273 Rinder, darunter 310 Ochsen, 105 Bullen, 484 Kühe, 374 Färsen, ferner 530 Kälber, 131 Schafe, 5222 Schweine (180 Litauer). Cs wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, aus- gemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 46 bis 50 Mk., (ältere) 41 bis 45, sonstige voll- fleischige (jüngere) 36 bis 40; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 43 bis 47, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 39 bis 42; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 37 bis 40, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 33 bis 35, fleischige 28 bis 32, gering genährte 24 bis 27; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 47 bis 50, vollfleischige 42 bis 46, fleischige 38 bis 41. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 65 bis 68, mittlere Mast- und Saugkälber 60 bis 64, geringe Kälber 50 bis 59. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 45 bis 48, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 44. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 48 bis 51, voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 49 bis 52, von etwa 200 bis 240 Pfund 50 bis 53, von etwa 160 bis 200 Pfund 49 bis 52, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 46 bis 49 Mk. — Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer ileberftanö, Schweine schleppend, geringer lleberftanö, Kälber und Schafe rege, geräumt. Kunst und Wissenschaft. Verleihung der Paul-Ehrlich-Preise. WSN. Frankfurt a.M., 14. März. Im Festsaal des Senckenbergischen Instituts fand heute, am Geburtstage Paul Ehrlichs, die feierliche Verleihung derPreisederPaul- Ehrlich-Stiftung statt. Die Goldene Paul- Ehrlich-Medaille wurde Professor C. L e v a d i t i vom Pasteur-Institut in Paris zuerkannt; Professor Dr. Hugo D r a u n vom Frankfurter Hygienischen Universitäts-Institut und Dr. Walter Lev inthal vom Robert-Koch-Jnstitut in Der« lin erhielten Geldpreise. Als Vorsitzender des Stiftungsrats begrüßte Geheimrat Arthur v. Weinberg die Preisttäger rmä^öie zahlreich erschienenen Gäste, in der Hauptsache Wissenschaftler und Aerzte, und -überreichte die Auszeichnungen. — An die Verleihung der Preise schlossen sich knappe wissenschaftliche Vorträge der Preisttäger aus ihrem besonderen Arbeitsgebiet. Eewinnauszug 5. Klasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungsn I und II 29. Ziehungstag 13. März 1931 In der heutigen Ziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 ©etoinne in 1 0000 M. 8 ©etninne zu 5000 M. 266432 22 Gewinne zu 3000 M. 138382 164046 183548 386643 388663 62 Gewinne zu 2000 M. 136357 135955 182587 182864 25369 74667 117640 225006 244205 347549 8961 19802 20877 47585 59709 63232 63652 79995 127958 128327 135674 160907 182876 187869 203933 238635 246397 248906 260964 286355 288834 296259 298220 303721 307719 309255 333735 334391 358445 362337 396630 72 Gewinne zu 1000 M. 1223 6440 29335 29808 55894 78169 81081 88606 98782 112963 135690 138049 139778 140827 149291 160786 183137 187491 218107 224103 228239 238460 239444 247412 248031 248967 273435 278413 296823 301169 311043 318572 340970 352110 377707 399103 150 Gewinn, zu 600 M. 3228 8569 10368 11819 17180 17521 19691 22001 31269 34074 42038 62513 65099 70385 70957 73668 78327 89962 91025 98512 98996 99825 100549 106058 113557 116477 117505 117998 132357 141343 146235 160027 162795 170323 176484 178669 180341 196572 206736 207782 210234 211194 218200 220967 226067 234141 250515 260051 265250 280045 282133 284450 290863 293543 311691 315042 315559 324207 329028 329756 337164 342631 347070 347511 354067 354779 356049 358322 361445 362576 371425 386086 388648 391976 395374 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 6 Gewinne zu je 10000 6 zu je 5000, 14 zu je 3000, 28 zu je 2000, 70 zu je 1000, 80 zu je 500, 220 zu je 400 M. 30. Ziehungstag 14. März 1931 In der heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn« zu 1000 M. und 2 Prämien zu 500000 M. auf Mr. 229192 Ferner fielen: 6 Gewinn, zu 10000 M. 33360 77369 165129 6 Gewinne zu 5000 M. 70250 237160 304157 14 Gewinne zu 3000 M. 102104 153618 180504 207530 262952 298159 357076 28 Gewinn« zu 2000 M. 26318 48335 72052 73051 105975 144595 157102 161135 204483 236068 250709 254829 288857 308458 68 Gewinn« fit 1000 M. 44379 52598 55831 75078 95310 113546 123932 140076 145130 149335 165038 182566 187052 223544 227611 229911 231620 255333 280650 282073 283638 286186 319019 323774 324293 328637 348721 359490 360251 373446 377064 380063 389379 391061 80 Gewinne zu 600 M. 7013 17269 18765 33129 33424 38425 43551 46808 55711 63031 63144 68767 75440 90773 94053 106303 108277 119303 141888 170491 180285 203831 206057 210776 228268 269577 270150 278875 282969 283224 293328 293971 299863 301007 312642 329393 345162 338232 388736 390079 Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.ch., Lombardzinsfuß 6 v.ch. lyranlfun o. 1 Berlin Schluß« lurd 1-Uhr« Äur4 Schluß« l Ansong« Iur4 । Kurs Datum 14.3. 16.3. 14.3. 16.3. 6% Deutsche Retchsameihe von 1927 .......... 84,75 84,9 7% Deutsche NeichSanleihe 99 99,13 Tcnijche Änl^Ablös.-Schuld mit 56,2 6,45 56,35 6,6 56,3 6,4 56,1 6,5 SeSflt. ohne Slusiol.-Rechte . . 8% Hell. «olfMioat von 1929 (rüdtablb. 102%)...... Ctrrljrllcii Provinz • Anleihe ml 92,5 — 92,5 — Ausioi.-Ncchlen...... Deuilche stumm. Sammelabl. 54 — — ■— Anlcihe Serie 1 . . . . 6% fitoiiff. tzgp.-Bank Goldpse 54,65 ■— 54,25 — XIII unklindbor 615 1934 . . . 7% firantf. OoV-San! Goldpse — — — unlünDtinr 6li 1932 ..... 97 4/t% Sibclnlldje Hnp.-Bank 92 8% Pr. LandcSptandbriesanslalt, Plonvbrtcle 3i. >» . . . . 8% Pr Landesplanvbrlesankialt, 100,5 — 100,5 — stomm.-Obl.N. 20...... -— - _ 7% Pr. Landeoplandbriesanslatt, P|andbrie|e 8?. tl ..... 96,5 96,5 ll.E.A abg. BoraiegS-Obligatio« <% Oesterrelchlsche Goldrenke . . 24,25 - 24,4 4,20% Ocstcrreichische Gllbcrrcnte 4% Ccflerrcldilidje Einheitliche - 2,25 — Rente ..... — -__ —. ___ 4% Ungarische (Bolbrenle . . - 19,8 — 20 19,9 4% Ungarische StaatSrcnte v. 1910 16,75 — 17,1 4tz% beSgt. von 1V13 — -— 17 17,1 4% Nnparische stronenrenle . - — .—- 4% Tbrttsche Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-ArU. 4,4 — 4,3 4,4 Serie 1..... —- — 4,3 4.3 4% deSßl. Serie II....... 5% Rumänische vereioh. Rente 4,4 4,35 4,45 4,3 vou 1003 ... . . 9,65 —- 9,45 9,6 lVi% Rumänische vereint». Rente 15,5 8,1 __ . _ 15,75 7,95 15,9 8 1% Rumänisch« vereinh. Rente . 8 Frankfurt a. M. Berlin Schluß« lurs t.tlhr. Kurs Schluß« turs Anfang« Kurs Dalum 14.3. 16.3. 14.3. 16.3. -vomvurg-.'tmerUa Pate! . . 7 73 — 73 73 Hamburg-Südam. Dampssd)iss 8 — 127 128 Hama Tampsschiss..... 10 — - - 100,5 100,5 Rorvdeuticher Lloyd .... 8 74,25 .—■ 74,4 74,13 Allgemeine Deutsche Creditanst. 10 -— Barmer Banlvercin .... 10 — — — Berliner Hanbelogelellschast . 12 131,5 135 133,4 135 Commerz- und Privat-Bank. 11 114 114.75 114,65 114.75 Darmstädter und Nakioualbanl Deutsche Bank und 12 146,5 147,5 147,5 DiSconto-Gelellschast, . . . 10 110,5 112,5 110,4 112 Dresdner Bant...... 10 110,25 111.4 112 Relchsbant........ 12 —- 262,5 108,75 1 109,25 109,4 109,5 Bergmann........ . Ü —— 127 128,5 Elektr. LieserungrgeseUschast. 10 132 '— 131,5 132 Licht und strast...... 10 129,5 -- 129,5 128,25 Fellen L Guilleaume . . . Gesellschaft für Elektrische ly» 95 95 96,25 Unternehmungen .... Hamburger ElektrizitätL-Derle 10 135,75 134 135,5 133,75 10 — — Rheinische Elektrizität . . . . 9 125,25 126 125 125,5 Schlesische Elektrizität. . . . 10 Sdmdcrt & Co....... 11 137.5 136,5 137,5 137 Siemens & Halekc..... 16 184 183,5 184 183 Troneradio........ . 8 — Lahureyer LCo....... 10 — — 133 — Buderus......... . 5 58.5 58,5 58,75 58,4 Deutsche Erdöl...... . 6 75,65 - 75,5 74,5 Essener Steinkohle ..... . 8 — —— Gclienkirchcucr...... . 8 90,75 —— 90 90 Harpencr......... Hoölch Elsen........ . 0 80,75 79,5 79,5 80,25 ey, -— — 74 —— Ilse Bergbau ....... 10 190 -— 189,5 192 stlödncrwcrke ....... . 7 73,75 73,75 73.9 74 Köln-Neucsscu....... e - — — 81 — ManneSmann-Röhrei . . . • < 82,5 39,5 82,5 82,13 39,75 82.5 MonSseldcr Bergbau .... 39 Obcrschlci. Eiseubedars . . . . b — —— —- — 1 Obcrschles. stokdwcrke.... . 7 — — 82,65 82.5 Phönix Bergbau. ..... Rheinische Braunkohlen . . 67.5 67 67,25 67 10 190 — 190.5 190 Rheinslahl........ . c 86,25 —— 85.75 86.25 Ricbcck Montan...... 7 9 85,5 $ranthm a. 2)1. Berlin Schluß« i t'Uhr« Schluß« Anlang' hir< | Kurs fiirei Kurei Datum 14.3. 16.3. 14.3. 16.3. Bereinigte Stahlwerke . . . 67,5 68 68 67,75 Otavt Minen......1 6'/, — 34,5 34,13 Kaliwerke Aschersleben . . . 10 148 — 148 149,5 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 154 149,5 154 154,5 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15 227 231 228 229 I. G. Farben-Indufirie. . . 12 147,75 147,25 147,9 147,25 Dynamit Nobel...... . 6 — — — Scheideanstatl....... . o 132 133 ■— — . b 47.4 — 50 48,65 Rütgerswerke....... . 6 57 58 57,75 57,9 Melallgeicllschast...... . 8 79,5 -- 80,4 79,9 Philipp Holzmann..... <7 94 94,75 94 95 Zementwerk Heidelberg . . 10 82,5 Eementwerk Karlstadt. . . . 10 öat)6 & Freytag..... . s 43,5 40 44 — Schultheis Patzenhoser . . . 15 — 178,25 178 Lltwcrke......... 12 —— — — — Aku........... 18 79 77,65 78,75 77,5 Bcmberg......... H 85.5 88 87 Zellstoff Waldhos .... »'/. 110 108 109,25 109 Zellstoss Aichassenbuig . . . 12 89,75 91 88,9 91 Charlottenburger Wasser . . . 8 —— —— Dessauer O)a3..... . . V — — 138.4 139 Daimler Motoren . . . . . 0 34 34,5 34 34.5 Deutsche Linoleum .... e . 105,5 — 106 104 . 0 -— —- — Rat. Automobil . . . . . . 0 — - — .—■ —— Oreusiein 8 Koppel .... . 6 57,25 58.65 Leonhard Tietz ...... 10 123 — 122,25 122,25 Evcuika......... 277 275 275,5 frankfurter Maschinen . . . . 4 14 — 14,65 — Olrißntt ......... . 6 39 —— 40 — Hcyliaenfiaedt...... . t — - — IunghanS......... . 6 •— _ —— - Lechwerke......... . 8 — — Mainkrastwerkc Höchst a. M.. . 8 74 — .— - Miag. ...»...... IC — _ _ - Gebr. Roeder....... 10 — — — Botgt 8 Haesfner..... . 9 — — - — Süddeutsche Zuder .... 10 127 — 127,5 - Banknoten. Berlin, 14. März Geld »rief Amert'anild,e Noten...... 4,189 4.209 Bclgilche Noten. ....... 58,28 58,52 Dänische Noten ........ 111,98 112,42 Englische Noten ........ 20,355 20,435 flranzöitsche Noten ....... 16.402 16,462 Holländische Noten....... 167,86 168,54 Italienische Noten........ 22,04 22,12 Norwegische Noten....... 111,98 112,42 Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling 58.83 59,07 Rumänische Noten....... 2,477 2,497 Schwedische Noten....... 112,15 112,59 Schweizer Noten........ 80,59 80,91 Spanische Noten........ 45.11 45.29 Tschechoslowakische Noten..... 12.41 12,47 Ungarische Noten .... 73,00 73,30 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 14. März 1 6.Mörz Amtliche Rolieruna Amtliche Notierung Meld »ries Geld Arles Amst.-Rott- 168,16 168.50 168,16 168,50 Bnen.-Aires 1,457 1.461 1,459 1,463 Brss.-Antw 58,48 58,60 58,475 58,595 (SbrifHania. 112,26 112,48 112,24 112,46 Napenhaaru 112,21 112,43 112,21 112,43 Stockholm . 112,39 112,61 112,35 112,57 Helsingforö. (Italien. . . 10,56 10,58 10,56 10,58 21,99 22,03 21 .99 22,03 London. . . 20.384 20.424 20,385 20,425 Ncuvork .. 4,1965 4.2045 4.1965 4,2045 Bariö. . . . Schweiz .. 16.419 16.459 16,416 16.456 80,74 80.90 80,73 80.89 Spanten . . 45,22 45,32 45,10 45,20 Japan ... 2,078 2,082 2,076 2.080 »Ho de (tan. 0,343 0,345 0.344 0,346 Wien üi D-» Oest. aboeft. 58,98 59,10 58,98 59,10 Prag . . . 12.434 12,454 12,434 12,454 Belgrad . . 7.367 7.381 7,357 7,371 Budapest. . 73.17 73.31 73.17 73,31 Bul-.arieu. 3,044 3.050 3.042 3,048 Lissabon 18,83 13,87 18,83 18.87 Danzig. . 81.44 81.60 81.47 81.63 y.onftuUtüt. 1,784 1.789 1.784 1 .889 Athen. 5,44 5.45 5.41 5.45 tanaoa 4.195 4,203 4.195 4,203" Uru uau . 3,167 3,173 3.197 3.203 fiatro . . 20.90 20,94 20,90 20.94 b E rg)C<; A C s G C 3 ■c u ° s u 5 5 u° M E O c 5 a 3 a!~o E S 4,0 , =BE|s 2. . =Gti<2a LZ -Z- E = ZL 11:1 L HS LP c, Ek-Z E Jä&i KL e ,f <£ L A .«-- «es S c £*• c § = s -S s L *sA e LHL -- © E S--B. es. 3 2 J 'S' - 2 ^$T 2 L a fi sr E L L e -'LZ ij2o =31^ ^L - •c t © e s £ 3 e E -L: ’E^.S Z »t LZ K E L c-, xi a- 2 2 »- .E E ° 5^§: -LEZ K s K "I e E <9 3°E 5 e - e'= »i c % - E w ~5 O E §YoS f X- Z E L e £ A & g § ti! lii £ E ’S 1 Z ~Z 'S c o c.^ K--LH EL- DL." § 38 - E E C 5 s Ö S ? L S m = e £ ’J A « s« 7>Z •g8_ E?®° E =15" 2 E ’S 2r c "E -Z 14. März 1931 Ziehung wurden Gewinne öl. gezogen ab 2 Prämien in 500000 21. zH ES E « 3. s e S :o p y.2 2 E IWK 58.595 112.« 112.« 112-57 IO.« 22.03 20,425 H *> A SZ - ~5? 3*2 Z Sq 3961 19802 20877 47585 127958 128327 135674 S8MM 245397 RW 295269 298220 333735 334391 358445 ’223 6440 29335 29808 15 98782 112963 135590 14929 160786 183137 228239 238480 239444 273435 278413 296823 340970 352110 377707 £ L E E ec L E .■"Wo § “7A eit i u> E L Z Ul •* E isf o e c — c = -SALZ-- ^ig=ii Itistfl J=p«Ci. = -=' 1*1^ -D eö EL. ”ei _L>2^Z ^^•2 E = C o» £Z o.e ■“'S c‘ö E 0-3 M Et" ° ZEL« = i«i E-E (9 jq (9 2 Z Eg-3 E o 3 g~’s S =5 E 5 ~e- E®» =ft ZI- L L ö ... • E >2 c=.ö. w 58,475 112-24 112.21 iir.x. 10.56 21.99 20,385 4,1965 16,4'6 80.73 45,10 2,076 0.344 58,98 i 434 7.357 73.'7 3.042 18.8? s 4.195 3.197 20.90 -iSZZMsK^s E E — 80.19 45.20 2,080 0,346 <9,10 i ,45< *7,371 73.31 8 i:| 20,94 S = U — .e =S -E H = L E E cn SS •Jen: 2 prämiert it ! 10000 6 zu it MO. 2000, 10 zu \t 10N, »M. »■50 ,4kl 8,60 2.48 2,43 2,61 0.58 2,03 ,424 2015 ,4# 0,90 .5.32 >,082 j.345 59,10 2,454 7.3« 73.31 3.050 18,87 81- 1.7? 5.45 4,203 3,17 20,91 5 E o = ü S« — J3 E Sc c, - - pCV E^S. LLAZ DIZ- AL c» 2 itlä . -c S -.E ®O MZ-- p-€E S) = r?.e S—" L L^E - ^2? -—— O .. p -2 - E = t. Z 2.ZZ LZH === = = C S-C = = c 3 ui.E-E 5 ®.IE = S-T-v AA4 A u 0 5 ä.J? = -EL = ä ä -2-; -e--7L O-*- u _ L^L-2 e3.s| EeLL - -C Ä X " 7 e~ °^LE sL iais s5fl S E ° -3 == S. ä-73 Z-ZL- B'D « - üh - c -- 4.209 58,52 112.42 20,435 16,462 168.54 22.12 112.42 59.07 2,497 112.59 80,91 45.29 12,47 73.30 -A - ZLI st := AA K> = »•8 - E t: £e-Äö^4=.w c 5 c c L N-ZALL§A§°LLLL l3.Nüij 1931 "9 wurden Gewinne gezogen L-ZI = . ~ 'Z c — -Sß SH' k- Ec-^r ; « e o E C5' ZZZ" = ÄS2 = ”.2=77^ - ” c e E s " x *=■ B I - ®^eeil C - E 2 m S= = f ^-§AZ vP' w r « r- 2 <9 •3_.2 19- ce^-° LL _ _ _ u " O cn SZS«USr.E c£ - *jipg Z._ Z^ZZS 3 £ ' *3"E um 2 .. x>X E SZZ7- C ~z _.E - = 2 =«'7 t = i ' 'E *<Äg SÄ e m v .= = ■ •ti Dm eä c e—'y S4, .® - -- ®Ä — :go!F; 1 Sil gl. f 4rf= Z-ZL- 97 L L.L?D c ■-«E =?- |e$ :C —* Aa= Z-K eS'2 MWZ - - e 5 *3 e • ,3 •= E E S« -ZJI e lHg-ssts s=««k;iI= ZS " -2(9 = >- X - r- '-. E • L Z -= = ^L2 x-2 ® i!s -£-H o ______ 2« e5=S ”§|£b^ 'UZ^ZAZZZZ L-"2 OOP m-2ä c 2^ eo c S®«- ifl:^ -Bies=Ä; 2|^S1 I E =g 2®| 2 Niti r = s = H o E'g' !ä€3® Ifg « h «> L3L KrK dicht dfi rNdS Da OM^.biÄ 517J« 18 240 m/8 300 Oje, ' *k «Se\a'""S» nVei^ö«trt,et* Ott. Die ßJJ ti 0 uI. Ää™Ä dftQ9er TmUi? fer 'n hpr TlC iQ9l- L-D M M-t-'LL * 2 5^-= ölö«§st='SBä XfZeE" ÜPs^B^S-2’5 = 2 - = ■—- M - E :e.= i ■= c :S-2%’ -ZZZ«H-ZsA •r =5 0 cp2'| = E - = £ „ AUL- s8);fl Saetxs«® -Sy— toü>A- e 3228 8569 10368 11819 )01 31269 34074 42038 957 73668 78327 89962 .........113557 146285 180341 218200 285250 311691 337164 356049 388648 :-Z.. Sun 2=- :|!= o=>:S' = B 3 E - e7l? - - X 3 eijx' ° s e o e o65 — Z K° ZZ c nQ - . s c ’S iiÄE 1 sf ■= -LLZ^SZ c1 = =S“=1® . c ® SZ-°--S-Z°HZ ^B„EäS“-3n , E „ID 3 Ce = ä .2 - £ äs -E -.c eZ=5 __ C E =£^0 M±S" sl|-S uT ® 3 - 5 cg c c e.E 11 »E e - -Z-lLE-'-lL = M ES "^|=- C - — — L -- O E QB£oi E _ 3 _ O ° =~7 j±ä _ __O •esd“ EZZ fc i: -=e o±2 = 2 L - x - -- .= = 5 «17 -e^L gsS ° = eg■_£I 0 e 2 hHyyrf.J* Ri! AZ-Z- o = «? .= 0 3 E w Z 0- L E §EU"2 IL-- 2€o€jS: |3^=5= Z-« . e T r—, :o^= =_-5S± = >O E19 X’C — et9 S -LK^oZ-ZxZ M Z " £ £**- ee §§L 12 Z-L S-. _a:= s 73 =• z§EEn e=E-§2 i5Bl2 - M — Ä-X- S°LAZ ,eu^ 2 ZZ-Sff - c?e-o— ■^ = ° = ä .- «s; -ke 5 i- E m 0 _ e= J Z/9 o L="H-Z- I rt = jo"ee E c;G = M-o- £.. LE §SE5_ -LZL^L J- - *CÄ O -s Lx>S? = rc -:o 2AeÄ -5‘E- «^I§K = 4-M-ZL iiifiiiü »SS 2 —57 p E C _ ID A = — — B C. «aSg=-f== •£f=- ZA -- ° ° 3.- listf SfuQ = MZr L. 3 3 ex e»Sc^3 t-» o «Om (ft E CTj ■g-Eio^g = -=§;? ■g=*!c7S*B-2c--.^2t — Z- Q - — >r> Z E -^ogS3w5:ä5K5u> Al^-S S ^LZLS« 2 S - £13 = SS ?s = s=si^Q®g: E^skZWM = £ M - S U —B E - XL c*"/ E 2 :®, ” 3 — = iähWeS=-=i^i^-i - = «p- tf. O — c-?§c?V-Z tzMsZZ-Z •s 2^ 8 M - ~ -K Io - c E.® BE bfia5 e.“ O E O 2cm EZK^Z?J§G — 3=0^ -DZ Z.-D-O__ = ” E® =:£ 1'2 2 «L-x^^-Z c je- §Z=»§@g£^' 0 e-®^ = c’es-E - — Ci C, - = 3 B B = E c.XB o M C:= - 3 CHMtE = Q —o X M E^ M LI- ä2*2 = -2-c^ = A5--uc EE 8=Z^AA° c EL-VJ2 mA eE c ° 2S =s c = Eig=M- - M- z' ' 2 B S.M A E — rtc^A c.- L'cZE^ = 4Z ELlW^ | 2 E^=|I Z-LlZ-K «L-ZZ LZL^ ^-»ZkM-ZgL hFlOlf^Sf1 ^jronfh^S- = = 2 = -U A^-M^07 A ^c3 ir,: = -'N - °?L«L^«= -"-:a LZLZ tfAs; ■- x: c -t - 3 m e $t «.cor LZIiS-Z^TZZ 7x gc *"=’?ZÄS 2 UUl =‘ s e 1 e e = eit e -2 19 E "E 2 (9 .2 - - Z 3 " ==§ L r, un 3 m m e „ Ms-ZJ-L A57 2 S~A e MB;«s4r6&' LHZZZEL^r EL. M - E . C»— «V = M CTS 2«L®E-lL = = o «l 5 C --E XfKA-g®§ B . X., E E--L E " LLI c A L.-O -2 O äEE.^80^^, --M c cnX Ul -O C Z°^ZHZL?°Ls " c X *3 y - ___ ZZ-MiZLZ- i:.= sS2 = 2=5 l L-^-eZ-'Z L Z.Z-L -e - m = --' -=-e e- 2 2 ». Ul " <4, — ■ M — C" ^»L-Lp^-^LA E .3 C *■ e sBZZZZM; = ccS-e" °Z-,-Z o — M iE- = c ELZ- M- 5=tg *° c_I E = LL E tc? j< E-e “=-ä= - caere^'-fo A ec*f 15 fi, ” e *E-- .L srL-2Z ÜE-=M ■° » |5a Z - E = = rE§rZ AEt . 3 LX S.SEE8 At =ec MZ-^L LL"L.M ^L^L--MS-QZ«L 2 S-^ EZ^^Z - 2 " • ■ "" m 5 ■5^8 —tTTTÖ L 2 3Z--« A X ® s|i ^e2-’°= . 3Z>3 ä - L- -Z-e.E — S- 8 1(9 = s = *s M^C M 2 »mB L E 3 A M L-- 2 J i Trö?' M oa?1(lner'Jhimrn tot.neM'5", ©effö Wol9‘ ^fln|d)lä ‘ 8tÄun'm