darüber bestehen. bultion nicht nur im Interesse der Landwirtschaft sondern der gesamten Volkswirtschaft nachdrücklichst Gebrauch zu machen." Berlin, 14. Qhig. (TU.) Der Reichs-Land- bund richtete am 13. August ein Schreiben an die Reichsregierung, in dem es u. a. heißt: „Der Herr Reichskanzler hat letzthin ^nehr- fach die Notwendigkeit der nationalen Selbsthilfe betont. In das Gebiet der nationalen Selbsthilfe gehören auch alle diejenigen Maßnahmen, die es v e r h i n d e r n. d a h Deutschland unnötig ausländische Waren kauft und deutsches Geld für diese Waren ins Ausland fließt. Die aus den Vorgängen der letzten Wochen heraus entstandene Devisen-B ewi r t scha f 1 un g hätte ein geeignetes Mittel der nationalen Selbsthilfe werden können. Nun hören wir, daß Devisen ohne nähere Nachprüfung des tatsächlichen deutschen Bedarfs den Importeuren im Nahmen ih.res früheren normalen Importes gegeben werden sollen. Dadurch entfallen alle die Erwartungen. die die Landwirtschaft an dieses Mittel der nationalen Selbsthilfe geknüpft hatte. Es Der französische Gegenbesuch verschoben Oie Franzosen kommen erst nach der Völkerbundstagung nach Berlin. OerJteichslandbundfordertBeschränkung der Einfuhr ausländischerAgrarprodukte. Schuh der bäuerlichen DeredelungSwirischast durch scharfe Kontrolle der Devisenbewirtschaftung. Oie Meinung der presse. Das ärztliche Veto kam der französischen Politik nicht ungelegen. Inaftat poh iMjettee für die IngesnummcT bb zum Nachmittag vorher. Prtit für 1 mm Höhe für Anzeige, von 27 mm Brette örtlich 8, answätt» 10 Neichrpfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mrx Brette 35 Rlichspfennig, Platzvorschnft 20'/, mehr. Thefredalitem7. Dr. Fnedr. Will). Langt. Deranttvortlich für Polttili Dr. Fr. Will). Lange: für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Ted (Ernft Dlumschein und für den LnzeigenteU Max FiU«, sämtlich in Gießen. Sine diplomatische Krankheit? Vas sagt man in Paris zur Verschiebung? Paris, 15. Aug. (TU.) Noch vor Bekanntwerden des (Kommunique gab das „Journal des Debüts" der Vermutung Ausdruck, daß die Krankheit Briands in diesem Falle als „diplomatisch- bezeich- n e t werden könne. Der Außenminister sei mit einer Beschleunigung der Reise unzufrieden gewesen, da ihm daran liege, sein während der letzten Verhandlungen gesunkenes Prestige vor dem Berliner Besuch in Genf wieder auszurichten. Ob diese Version zutrifst, läßt sich natürlich nicht sagen, aber auch andere Blätter, die dem Außenminister nabestehen, schreiben, Briand habe die Zurücksetzung seiner Person während der Vlinisterbesprechungen in Paris und London höchst bitter empfunden und jooUe nicht als „Anhängsel- Laval» nach Berlin gehen. Er rechnet vielmehr damit, daß sich ihm während der Genfer Ratstagung die Gelegenheit zu einer Festigung seines persönlichen Ansehens bieten werde, und daß er im Anschluß daran in Berlin eine seiner Vergangenheit angemessenere Rolle spielen könne. Was nun den Ministerpräsident Laval und seine engeren Freunde im Kabinett anbelangt, so liegt die Vermutung sehr nahe, daß sie die Bedenken der Aerzte aus politischen Gründen b e - grüßt hätten, da es ihnen auf diese Weise möglich geworden sei, die Vertagung ihres Besuches zu begründen, ohne Deutschland durch weniger kräftige Einwendungen vor den Kopf zu stoßen. Da auch der nationalen Selbsthilfe aekn dürfte wohl kein Zweifel mehr d daß ein gait) erheblicher Teil deS bisherigen Agrarimportes überflüssig und schädlich gewesen ist und sehr wohl durch heimische Produkte ersetzt werden kann. Es ist daher nicht zu verstehen, daß von dem in der Devisenordnung gegebenen Wittel, die Erzeugnisse der bäuerlichen Deredelungswirtschast zu schützen, nichtGebrauchgemacht werden solle. Insbesondere verweisen wir auf die Notwendigkeit und Möglichkeit der Abdrosselung von Fetten aller Art, insbesondere auch von Tranen. von Obst, Südfrüchten, Gemüse, Wein, sowie der Molkereiprodukte u.a. An die Reichsregierung richten wir daher den dringenden Appell, von den ihr jetzt zur Verfügung stehenden Möglichkeiten deS Schutzes der bäuerlichen Deredelungspro- aeständnisse Deutschlands bestehen, wie sie die französische Politik bei diesem Besuch offenbar erhofft hätte. Nun solle Deutschland erst weiter geknetet werden, um endlich mürbe zu werden. Dazu werde die Genfer Völkerbundstagung zweifellos nach Kräften aus genutzt werden. — Auch die ^Börsenzeitung" schreibt, eS komme sicherlich den leitenden Qluhmern der französischen Politik nicht ungelegen, daß das Urteil der Aerzte Briands ihnen die Möglichkeit gibt, die Berliner Reise erst zu einem Zeitpunkt anzutreten, der für die französische Politik nach der Meinung deS Quai d'Orsay geeigneter ist als die Tage vor der Genfer Ratsversammlung. Offensichtlich ist den Franzosen die Lage noch nicht geklärt genug, man begrüßt eS, daß auf der Genfer Ratstagung zunächst die Möglichkeit eines neuen AbwägenS der Kräfte nach den Wirren der letzten Wochen gegeben ist. Die „D A Z." sagt, eS sei wohl kein« Beleidigung. wenn man die Mitteilungen der französischen Presse als wahr unterstelle, daß mehr als Briands kränklicher Zustand politische Gesichtspunkte für die Absage an Berlin maßgebend gewesen seien. Ansang September beginne die Völkerbundsversammlung in Gens. In den drei oder vier Wochen der großen internationalen Börse hoffe wohl der französische Außenminister unter Zuhilfenahme der Atviv- s p h ä r e n t h e o r i e, die sich für seinen Standpunkt niemals schlecht bewährt habe, die deutsche Festung sturmreif zu machen. — Das „Berliner Tageblatt" ist der Meinung. daß es ziemlich unwesentlich sei, ob der Berliner Besuch Ende August oder im September stattfinde. Nicht sehr glücklich sei allerdings eine Regie, die durch wechselnde Mitteilungen über die Frage des DesuchsdatumS Gelegenheit zu überflüssigen Erörterungen gebe. General-Anzeiger für Vberhesien Dm« wb Btrlag: BriljlW ItatotrttMt-Bafr tmö Stdiimidtrd H. £ Derwaltungs- resorm in Verbindung mit einer Reform des Finanzausgleichs hätte hier beizeiten einen Riegel vorschieben können. Was in diesem Punkt hier und dort bisher geschehen ist, ist über kümmerliche Ansätze in Nebensächlichkeiten nicht Hinausgelangl. So traf die Wirtschaftskrisis Länder und Gemeinden finanziell nur unzulänglich gerüstet und als dann die Fürsorge für die immenS wachsende Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen auf die Gemeinden abgewälzt wurde, kam die Katastrophe. Die Gemeinden wollen nun vor rigorosen Sparmaßnahmen, die neben der allgemeinen Verwaltung keinen Zweig ihrer Tätigkeit unberücksichtigt lassen sollen, nicht zurückschrecken. Aber die dabei erzielten Einsparungen genügen nach den Berechnungen des Deutschen Städtetags bei weitem nicht, um das drohende Defizit in den kommunalen Haushalten auszugleichen. So ersuchen sie um eine Reichshilse in Höhe von 80 bis 100 Millionen Mark, die ausschließlich dazu dienen soll, die Gemeinden in den Stand zu setzen, die im laufenden Monat fälligen Zahlungen zu leisten. Damit ist den Gemeinden natürlich nicht geholfen. Das Danierungsprogramm des Deutschen Städtetages sieht deshalb amh eine Reihe von Maßnahmen der Selbsthilfe vor, die vor allem auf einen Abbau der Aufgaben und eine Beschränkung auf das Rotwendige hinauslaufen. Ob die vorgesehenen Maßnahmen allerdings genügen werden, ist eine andere Frage. Don den kommunalen Fehlbeträgen, die man auf insgesamt 800 bis 900 Millionen Mark für daS laufende Rechnungsjahr schätzt, wollen die Städte selbst nur 250 bis 300 Millionen Mark decken und den größeren Rest den Ländern und dem Reich überlassen. Daraus spricht vielleicht doch ein Mangel an Vertrauen in die eigene Kraft, der der finanziellen Gesamtsituation nicht gerecht wird. Gewiß dürfen die Gemeinden mit Recht erwarten, dah nun endlich durch eine ent- schlossen« Inangriffnahme der Reichs- und Der- waltungsreform, die auch eine Reuordnung deS Verhältnisses der Gemeinden zur Reich bringen muß, ihnen Erleichterung verschafft wird. Das muh die Aückkehrzurverantwortlichen Selbstverwaltung bedeuten, aber zugleich muh auch das schwerbelastete Konto der Vergangenheit abgeschlossen werden, auch wenn dies nicht ohne Härten. Opfer und Verzichte auf liebgewordene Gewohnheiten und Einrichtungen ab- geht. Die Kommunen müssen sich eben darüber klar sein, dah Hilssmahnahmen von anderer Sette nur dann Aussicht auf Erfolg bieten, wenn sich der Gedanke der S e l b st h i l f e noch weit stärker als es in den vorliegenden Sparvorschlägen deS Deutschen Städtetages der Fall ist, bei ihnen durchsetzt. Die Sorge um die Zukunft der Gemeinden tritt in dem Augenblick in dieser drängenden Form an den Reichskanzler heran, in dem er den ersten Schritt zur Verwirklichung seiner auf Ankurbelung der Wirtschaft auf dem einzig möglichen Wege der Entlastung abzielenden Pläne machen wollte. Er hatte dazu eine Beseitigung oder — wenn dafür die Zeit noch nicht reif sein sollte — wenigstens ein« Umgestaltung der Hauszins st euer ausersehen, um einmal durch die dann erst möglich werdende Senkung der Mieten, die Lebenshaltungskosten herunter zu drücken, bann aber auch den Daumarkt auS der Zwangsbewirtschaftung zu lösen, die für di« Gesamtwirtschaft eine Gefahrenquelle ersten Ranges geworden ist. je mehr die Unterstützung der Bautätigkeit aus öffentlichen Mitteln eingeschränkt werden mußte und stattdessen die Erträge der HauszinSsteuer in steigendem Maß« für allgemeine Derwaltungszwecke der Länder und Gemeinden verwandt wurden. Und hier liegen auch schon die Schwierigkeiten, die einer fühlbaren Senkung der HauszinSsteuer entgegenstehen. Der Ertrag der Hauszinssteuer, der einst 1.6 Milliarden Mark betrug, ist um fast 400 Millionen zurückgegangen und wird für das laufende Jahr auf nur noch 12 Milliarden Mk. geschätzt. von denen mehr als die Hälfte f ü r a l l - gemein« Verwaltungszwecke verwandt L)as Jüterboger Attentat. Die Polizei auf konkreten Spuren. — Kein Vermißter mehr unter den Wagen. 7* K Der entgleiste Eisenbahnzug wird wieder auf die Schienen gehoben da die Sachverständigen eine genaue Rekonstruierung des Tatbestandes vornehmen wollen. Berlin. 14. Aug. (ERB.) Die Untersuchungskommission für das Jüterboger Attentat bearbeitet gegenwärtig, wie wir erfahren, einige ganz konkrete Spuren, die sich aus dem Wust des Materials herauszukristallisieren scheinen. Im Interesse der kriminalistischen Tätigkeit der Kommission wird jedoch im Augenblick noch nichts Räheres über diese Spuren gesagt. Fest steht jedoch, dah nach Ansicht der Kommission es sich bei Jüterbog nicht um ein politisches Attentat handelt, wenigstens in bezug auf bestimmt« politische Persönlichkeiten Di« AbteilungIA des Berliner Polizeipräsidiums wird daher auch mit dieser Angelegenheit gegenwärtig nicht mehr befaßt. Die Arbeiten der Chemisch-Technischen Reichsanstalt zur Ermittlung des für das Attentat benutzten Sprengstoffes sind noch nicht abgeschlossen SS dürft« jedoch kein Zweifel bestehen, daß es sich bei dem Anschlag um einen ziemlich frischen Spreng st off handelt, und es wird angenommen, daß der betreffende Sprengstoff er st vor kurzer Zett irgendwo gestohlen worden ist. Auch tn dieser Richtung werden gegenwärtig noch Ermittelungen vorgenommen. DaS Gerücht, daß sich unter den umgestürzten Wagen noch ein Vermißter befinden sollt«, bestätigt sich zum Glück nicht. Der als vermißt gemeldete Tizian Stalh auS Winterthur (Schweiz) ist am Unfalltage bereits in Halle ausgestiegen und inzwischen wohlbehalten in Breslau eingetroffen Don den bei dem Gisenbahnunfall umgeftüraten sieben Personenwagen sind bis jetzt vier Wagen wieder aufgeglelst worden, so dah Drei Wagen einschließlich des Speisewagens noch umliegen. Bei den Hebeverfuchen brach am Speisewagen das Drehgestell ab. Der zweite 60- Tvnnenkran der Reichsbahn ist inzwischen «Inge troffen. Es wird jetzt mit den beiden 60-Tonnenkranen eifrigst gearbeitet. Die Reichsbahn hofft, an jedem Tage ein bis zwei Wagen auf dl« Gleise zu stellen Die Untersuchung eines Eisenrohrs, das die Attentäter bet ihrem Verbrechen benutzten. •-w ;W V / W 7 W 9 j ■* Werden. Ein Abbau der Hauszinssteuer bedingt also, dah Ländern und Gemeinden «in Ersah für den Ausfall geschaffen wird, den sie in dieser Zeit schwerer finanaieller Bedrängnisse nicht tragen können ES sind schon verschiedene Vorschläge gemacht, um aus dieser Kalamität einen Ausweg zu finden. Heber die Pläne des Reichskanzlers ist jedoch noch nichts Konkretes bekannt geworden. Die Befürchtung, dah bei einer Beseitigung oder starken Senkung der Haus- zinssteuer, aus der immerhin noch rund 450 Millionen dem Wvhnungsneubau zuflossen, die Reubautätigkeit ganz zum Erliegen kommen könne — in den letzten fünf Jahren wurden 80 Prozent aller neu errichteten Wohnungen mit Hilf« von Hauszinssteuerhypotheken erstellt — diese Befürchtung braucht vielleicht nicht so schwer genommen zu werden, besagen doch die Sparvorschläge deS Deutschen StädtetageS, dah „in einem Augenblick der Konzentrierung aller Kräfte auf die Beseitigung des dringlichsten Notstandes für den Wohnungsbau im bisherigen Ausmahe öffentliche Mittel nicht mehr verantwor- t e t werden können und die Zweckbestimmung bei dem Wohnbauänteil der Hauszinssteuer zu beseitigen sei". Die Entlastung des Haus- besihes und die allgemeine Senkung der Lebenshaltungskosten. die man sich von einer Umgestaltung der HauszinSsteuer und einer Senkung der Mieten verspricht, dürfte vermutlich auch di« private Bautätigkeit befruchten. Es wird sich in diesen Tagen entscheiden müssen, wie weit sich die Pläne des Kanzlers verwirklichen lassen. Es wäre zu wünschen, dah der Kanzler auch mit den anderen Punkten seines Programmes bald an die Öffentlichkeit tritt, denn die Sanierung muh Zug um Zug erfolgen, wenn sie nicht wieder von dem fortschreitenden Verfall der Wirtschaft überholt werden soll. Die Roi der Gemeinden. Die Vorschläge des Reichsstädtetages. Berlin, 14. August. (TU.) Das 6a- nierungsprogramm des Deutschen S t ä d t e t a g e s ist am Freitag den zuständigen Stellen im Reiche zugegangen und wird im Finanzministerium einer eingehenden Prüfung unterzogen. An sich hat sich bekanntlich das Finanzministerium bereits seit längerer Zeit mit der Frage der Sanierung der Gemeindefinanzen beschäftigt. Trotzdem dürfte die endgültige Stellungnahme des Reichsfinanzministeriums zu den Vorschlägen des Städtetages noch eine Reihe von Tagen in Anspruch nehmen, so daß eine Entscheidung über die Behandlung der Vorschläge des Städtetages noch einige Zeit auf sich warten lassen dürfte. Es wird jedoch vom Reichsfinanzministerium darauf hingewiesen, daß i n d e r l e tz- ten Notverordnung bereits den Gemeinden geholfen worden sei. Doch glaube man, dah noch weitere erhebliche Desoldungsersparniss« bei den Gemeinden möglich seien. Lieber Verhandlungen wegen einer LI m schu l- bung der kurzen Kommunalkredit« teilt der »Berliner Börsen-Eourier" u ,a .mit, dah es sich um die Konstruktton einer fommunal- gernischt-wirtschaftlichen Zwangs- sammelanleihe handel«, die gemeinsam von der deuftchen Girozentrale und der Gemeinschaftsgruppe deutscher Hypothekenbanken herausgebracht werden' soll. Die Gläubiger der Kommunen, also In der Hauptsache die Banken und Sparkassen, würden die Stücke in Abgeltung der lausenden kurzen Kommunalkredite zu übernehmen haben. Rach Ablauf einer gewissen Sperrfrist soll der Börsenhandel in den neuen Papieren zugelassen werden. Dem Vernehmen nach sei auch dl« Ausstattung der Stücke mit Reichsgarantie vorgesehen. Ein besonderer Anreiz solle in der Befreiung der Anleihe von allen Steuern geschaffen werden. Zur Dörsenstützung solle ein Garantte- fonds in Höhe von 10 v. H. des Anleihebetrages gebildet werden. Vraun über den Volksentscheid. Scharfe Acutzerungen gegen den Stahlhelm. Berlin, 14. Aug. (CRB^ Di« SPD. hielt heute eine Massenkundaebung im Sportpalast ab, auf der der Ministerpräsident Dr. Braun in längeren Ausführungen auch auf die im Wege der Presse- notoerordnung veröffentlichte preußische Regierungskundgebung über den Volksentscheid einging. Die preußische Regierung hat sich im Kampf um den Volksentscheid sehr zurückgehalten. Man hat sich besonders darüber aufgeregt, daß wir Zwei Tage vor der Entscheidung eine Kundgebung der preußischen Regierung an die Wählerschaft haben ergehen lassen. Es lag so, daß besonders in den letzten Wochen aus den weitesten Kreisen der Bevölkerung an die preußische Regierung Anfragen kamen: Wehrt sie sich nicht gegen die unerhörten Angriffe? Wie steht die preußische Regierung zum Bolksentscheid? Da liegen die Dinge in der Tat so, daß die Wählerschaft einen Anspruch darauf hatte, daß die Regierung erklärte, wie sie zu diesem Volksenscheid steht. Es ist falsch, so fuhr Dr. Braun fort, wenn es so hingestellt wird, als ob wir mit dieser Kundgebung die Presse knebeln oder die Meinungsfreiheit unterdrücken wollten. Wir haben niemand zugemutet, gegen seine Uebergeugung zu schreiben. Ich bin so loyal gewesen, nicht am letzten Tage den Abdruck zu erzwingen, sondern zwei Tage vor dem Volksentscheid, damit die Blätter Gelegenheit hatten, noch auf die Kundgebung zu antworten. Die Notverordnung ist nun geändert und in ihrer Wirkung abgeschwächt worden. Darüber wird an anderer Stelle noch gesprochen werden müssen, aber das eine möchte ich hier heute mit aller Offen« yi.il aussprechen: Der Umstand, daß der Herr Reichspräsident Ehrenmitglied der Stahlhelms ist, verpflichtet mich nicht, mich und die preußische Regieruna vom Stahlhelm und seinen Volksentscheidsgenossen, die ja vom Kreml in Moskau bis zum Braunen Haus in München reichen, ohne Widerspruch oerun- alimpfen und beschimpfen zu lassen. Ich bin im politischen Leben stets gewohnt, auf einen Schelm anderthalbe zu setzen, auch auf die Gefahr hin, daß dadurch einige journalistische Gouvernanten bis'in gewisse demokratische Blätter hinein aus ihrem seelischen Gleichgewicht gebracht werden. Strasburger entschuldigt sich. Danzig nimmt die Beziehungen zum polnischen Gesandten wieder auf. Danzig, 14. August. (TLl. Amtlich.) ,Durch Vermittlung des hohen Kommissars des Völkerbundes, Grafen G r a v i n a, sind zwischen dem Präsidenten des Senats, Dr. Ziehm und dem diplomatischen Vertreter der Republik Polen, Minister Dr. Strasburger, Erklärungen ausge- taufcht, inbezug auf das vor einiger Zeit der Oef- fenttichkeit mitgeteilt« und vielfach erörterte Rücktrittsgesuch Dr. Strasburgers, durch die eine Klarstellung der Angelegenheit herbeigeführt ist. Die hierbei von Dr. Strasburger abgegebenen Erklärungen haben es dem Präsidenten deS Senats, Dr. Ziehm, e r m ö g l i ch t, di« seit jenem Dorf all unterbrochenen persönlichen Beziehungen zu Minister Straßburger wieder aufzunehmen. • Bekanntlich hatte Minister Strasburger im April dieses IahreS den Danziger Senatspräsidenten tn schwerster Weise verunglimpft. Er hatte il a. behauptet, daß er Strasburger, „in eine« in offiziellen Beziehungen nicht üblichen Weis« vom Danziger Senatspräsidenten getäuscht^ worden sei und dah er „als Vertreter der polnischen Regierung nicht Erklärungen des Senats- präsidenten entgegennehmen könne, die mit der Wahrheit in Widerspruch ständen." Infolge dieser unerhörter Angriffe auf das Staatsoberhaupt der Danziger Regierung, bei der er akkreditiert war, hatte di« Danziger Regierung sämtlich« persönlichen Beziehungen zu Minister Strasburger abgebrochen und die Forderung erwogen, seine Abberufung in Warschau zu verlangen. Den fortgesetzten Bemühungen deS Danziger DölkerbundskommissarS, Grafen Gra- vina, um ein« Vermittlung ist eS nun gelungen, Strasburger zu entschuldigenden Erklärungen zu bewegen, so dah nunmehr di« seit vier Monaten unterbrochenen Beziehungen zwischen Strasburger und dem Danziger Senatspräsidenten wieder ausgenommen werden können. GS fragt sich nur, ob der Fried« von langer Dauer sein wird. Herr Strasburger ist nicht der Mann, der den Danzigern diese Entschuldigung vergessen wird. Solange er beim Senat als Vertreter Polens beglaubigt ist, hat er sich alS polnischer Fronvogt aufgespielt und so getan, als ob der Freistaat Danzig ein Bestandteil des polnischen Staates ist. Rur die Anwesenheit des Dölkerbunds- kommissarS hat ihn daran gehindert, auch di« letzten Rücksichten fallen zu lassen. Aus aller Wett. Bergroerfeunglüd im hinlerkaunu». Aus der Schiefergrube Langhecke bei Weilmünster (Hintertaunus) ereignete sich am Mittwoch ein schweres Ginsturzunglück, bei dem ein 23jähriger Knappe getötet und «in zweiter Knappe schwer verletzt wurden. Außerdem wurden mehrere Knappen leicht verletzt. Kurz nachdem etwa zehn Knappen in den Stollen zur Tagesarbeit eingefahren waren, lösten sich unter lautem Krachen etwa 40 Kubikmeter Ge - steinsmassen los, durch die zwei Knappen verschüttet wurden. Die Bergungsarbeiten, die sofort eingeleitet wurden, gestalteten sich außerordentlich schwierig, da immer neu« Gesteinsmassen nachstürzten, wobei einig« Arbeiter Verletzungen erlitten. Mit Hilfe von Sprengungen gelang es schließlich, zu den Verschütteten zu gelangen. Der Knappe Bielmann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Erst spät in der Nacht gelang es, die Leiche deS Knappen Sboll aus LanghcÄe zu bergen. Er war erst 23 Jahre alt und hatte sich vor einiger Zeit verheiratet. Dav (Elnffutjunglürf bei Lyon. Nach den letzten Nachrichten über das schwer« Einsturzunglück bei Lyon wurde die Katastrophe durch eine Explosion hervorgerufen, deren Llrsache bisher noch nicht geklärt ist. Das eingestürzte Wohnhaus war in der Hauptsache von Algeriern und Spaniern mit sehr vielen Kindern bewohnt. Nach den Angaben der Lyoneser Polizeipräfektur wurden bis gegen 7 Llhr fünf Tote und elf Schwerverletzte aus den Trümmern geborgen. Di« genaue Zahl der Verschütteten ist noch nicht bekannt, doch vermutet man, daß noch etwa 20 Personen unter den Schutt- und Steinmassen lebendig begraben liegen. Die Rettungsarbeiten werden fieberhaft fortgesetzt. Gegen 2 Llhr wurden die Einwohner des kleinen Vorortes plötzlich durch eine starke Explosion geweckt, auf die unmittelbar das donnerartige Getöse des Einsturzes folgt«. Feuerwehr und Polizei erschienen bereits wenige Augenblicke später an der Llnglücksstelle, die einen trostlosen Anblick bietet. Auf den Trümmern des eingestürzten Hauses hörte man das Stöhnen und Röcheln der unglücklichen Opfer, die in ihren Betten vonderKatastropheüberrascht worden sind. Die Rettungsarbeiten wurden sofort bei Scheinwerferlicht eingeleitet. Ein gegenübrr dem Llnglückshaus liegendes Gebäude, in dem sich die Bureauräume einer großen Lyoneser Textilfirma befinden, wurde durch die Explosion ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. In den anderen Häusern der näheren .Umgebung gingen sämtliche Fensterscheiben in Trümmer, doch sind Menschenleben dabei nicht zu Schaden gekommen. Sparkassenraub in Mecklenburg. In die Städtische Sparkasse in Laage wurde ein schwerer Einbruchsdiebstahl verübt. Di« Täter gelangten durch die Gärten auf den Hof deS Sparkassengebäudes und erbrachen hier die nach dem Hof zu gelegene Tür. Dann verschafften sie sich weiter Zugang ins Geschäftszimmer, wo sich die Geldschränke befinden. Einer der Schränke wurde fachmännisch aufgebrochen, aus dem mehrere Tausend Mark Lohn- und andere Gelder geraubt wurden. Don den Tätern fehlt noch jede Spur. M gtunK i*" Sir*. Diar f.\“n'U|T'üun baun’ft0Srn.(ftM KS'--- ba& f,,lflcn derf den ME wer der »it 7'8 hin •«J&l Sinn undZeio ■tek; Muchl wallt aus, -As-Augen unsere J,ia,i|t es nicht! Mch" kann, ist U*g eines Le kä orj herum um Sind wir oft nid) Mtheit, zu seh' nicht häufig zu se ftidien wir nicht n oh nicht oft zu wir nicht als M- schnürten? Wissender Helfer Kbenr.SanMch ltitsfchou? Steht m wort* über der 6h btnn zu Großem bis U, nicht, als trat Hmmrser selber i btt tMch ilntheol der Ech wirr der göttlich NMt uni über diesen 6im g zu schöpferischer Gin Nachfolge toben heißt: heilig un Helfer zu werden, unb tty, bii jum L btf fjtritns, btffen fallt (ft, belspieloo traft, immer vvm G mng saugend und d zum Ganzen. Tntsc vahren Wissens bl ms dem Göttlichen für die harte Ding Wissender Helfer Dimberfame Spür N bas warme * n diese Trd-Wirllic wissende Helfer mi einen guten Weg, üjt bange zu fein. Meilen aber ko ? Ziel, raten jür Z Sonnenaufgang 5. — Nvndausa> 20.33 Ut)r. 19 W. König ijrie $«hn geboten; - b'u» in Reinfeld a Großen über 1 *6;- 1769: Mn füi Ä?1®onha“li ÄA bts 5 SW 1743: IS . Sttts M'netj Ms 35^ btr e Ht/jX Ung Jj Mtn°5 lbii«Ä 0^rnaZ igt sich. '"9hl der aaf. ZSi Elchen bt, ttn» b~_ ^°len. Ai- auiot- W der Ocf. > erörterte ^urgn ab. Knilche, nurgerdie. tfbutQn j, M 6t harte t htn einer tfcn Stift «täuscht r drr poim. Senat* di« mit der dieser itSobetbcnn)| ' akkreditiert ifl sämtliche Wer 6tra*i vrdenmg ft» Darichml M Übungen bd Tiasai Dro nm gelungen, rklärungen z, | rer Monaten I n Htrasimr- identen tv o« M fragt ich rr sein toitfc. mn, da den igessen tetrb. 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Und weiter war es nicht von un- gesahr, daß unsere Gedanken -u den Buchern de» vlernbruders unter den Dichtern gingen, des Hans Sterneder. <_ , . . Ein Dort klang auf, das er au» der Weisheit seiner Liebe im Buche „Sommer im Dorf" ge- »rochen hatte, das Wort vom „wissenden Helfer . Hatte er nicht dem kranken Lehrer wundersam geholfen durch ein paar Heilpflanzen, und hatte er ihm nicht einen echten Liebesdienst erwiesen damit, daß er ihn hineinleitete, ohne »ufdrinalichkett, zu den Heildingen der schlichten Her-.gotts-Apolheke, an der die meisten Menschen immer noch achtlos vor» überlausen und hin zu den schreienden Marklschil- dern de» Leben»? Hatte er, der stille Eternbruder, dem Lehrer nicht ferner zu dem geholfen, was er als echter Lehrer für feine Mitmenschen und besonder» für die Kinder sein soll: Ein „wissender Helfer"? von selbst kam es, daß wir das Dort vom „wissen, den Helfer" losten von der Erkenntnis der heil- krastenden Pflanzenwelt und Ine Allgemeine erhoben und in Beziehung setzten zum Sinn de» Lebens, und zu dem daraus sich ergebenden Ziele des Daseins. Sinn und Ziel de, Lebens? Da war eine der be- deutsamsten Antworten: Wissender Helfer werdenl Ueber un» funkelte da» Firmament, die Baumkronen rauschten auf, und da» Herz war von einem Glanz Überflossen ... wissender Helfer" werden. O, wa» steht hinter diesem Worte ... Blüte und Frucht de» vollen Menschsein»: alle Sehnsucht wallt auf, und die Liebe blickt mit weih- nachts-Augen unsere Seele an ... Wissender Helfer ein, ja ist e» nicht das Größte, das ein Mensch au» sich machen kann, ist da» nicht letzte Gestalt- und In- haltgebung eine» Leben»? Stümoern wir nicht viel- fach arg herum ums wahre Helsen? Sind wir oft nicht zu sehr Fach und fachliche Ein- gebildetheit, zu sehr Ressort.Fanatiker? Wollen wir nicht häufig zu sehr vom verstände au» heften? Neichen wir nicht manchmal Steine statt Brot? Sind wir nicht oft zu sehr Standpunktlichkeit! Handeln wir nicht al» diejenigen, die sich vom Leben ab- schnürten? _ Mistender Helfer sein! Strahlt da nicht Glanz der Lebens-Ganz-Erfastung auf All-Crlebni», Ewig- keitsschau? steht nicht Meister Ekkehards „Feuer- wort" Über der Stunde: „verschmähe da» Kleine; denn zu Grohem bist du geschaffen!" Ist'» nicht, al, träte Gottes wunderbarster, größter Feuerwerser elber in unfern Kreis, der Nazarener, der herrlich Untheologische, der Einfalts-Mächtige, der Erste unter den Opfergängern der Erde, der göttlich Naiveste unter den Groß-Synthetikern, die über diesen Stern gingen, die diesseits und jenseits zu schöpferischer Einheit führen wollten! Nachfolge Jesu im schöpfermenschlichen Sinne werden heißt: heilig und heiß bemüht sein, ein mistender Helfer zu werden, lebendig, glutvoll praktisch, weit und echt, bis zum Letzten bereit au» Der Wissenschaft be, Herzen», dessen Mitte Gott, und besten Ziel da» Ewige ist, beispielooll sein al» oergeiftigte Gemütskraft, immer vom Ganzen her Ströme der Erneuerung laugend und die zu betreuende Seele blnleitenb zum Ganzen. Entscheidend für diese Helferschaft be» wahren Dissen» bleibt die höhere Warte, das Leben au, dem Göttlichen und dabei doch der gesunde Blick für die harte Dinghafttgkeit dieser Erde. Wistender Helfer sein! Wo aber Liebe ist und ihre wundersame Cpürsamkeit, wo neben dem klaren Kopf da» warme Herz wirkt, wo Gotte» Lichtwett In diese Erd-Wirklichkeit hineinragt: da wandert der wissende Helser mit dem Schützling seiner Liebe einen guten Weg, und um das Ziel braucht uns nicht bange zu (ein. Zuweilen aber kommt diese selige Einfalt zuerst an da, Ziel. Taten für Tam-tag. 15 Alug«st. Sonnenaufgang 5.10 Uhr, Sonnenuntergang 19.48 Uhr — Mondaufgang 7.05 Uhr. Monduntergang 20.33 Uhr. 1688: König Friedrich Wilhelm I. von Preußen in Berlin geboren; — 1740: der Dichter Matthias Clau- biu, in Neinfeld geboren; — 1760: Sieg Friedrichs be, Großen über bie Oesterreicher unter Laudon bei Liegnitz: — 1769: Napoleon I. in Ajaccio geboren;-*• 1771: der englische Dichter Sir Walter Scott in Edinburg geboren. Taten für Sonntag, 16 August. Sonnenaufgang 5.12 Ubr, Sonnenuntergang 19.46 Uhr. — Mondaufgang 835 Uhr, Monduntergang 20 46 Uhr 1717: Sieg be» Prinzen Eugen über die Türken bei Belgrad; 1743: der Chemiker Laurent Laooisier In Pari, geboren; — 1832: der Philosoph Wilhelm Dundt in Neckarau geboren; — 1899: der Chemiker Robert Wilhelm Bunsen in Heidelberg gestorben; — 1919: der russische Diplomat von Iswolskij in Paris gestorben. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt: Butter Pfund 1.40 bi» 1.50; Matte 30 bi» 35; Wirsing 8 bis 10: Weisskraut 8 bis 10; Rotkraut 10 bi- 12; adbt Rüben 10 bis 15; rote Stuben 10 bi» 15; Spinat 20 bis 25; Aömifchkohl 8 bi» 10: Dohnen 15 bis 20; Unter-Kohlrabi 5 bi» S: Erbsen 10 bi» 15; Tomaten 15 bi» 20; Zwiebeln 10 bi» 12; Äütbi» 5 bi» 6; Pilze 20 bi» 25: Kartoffeln 31/» bi» 4; Frühäpfel 12 bi» 15; Falläpfel 4 bi» 5; Dirnen 10 bi» 20; Dörr» obst 30 bi» 35: Heidelbeeren 20 bi» 25; Stachelbeeren 20 bi» 25; Johannisbeeren 20 bi» 25; Preisselbecren 35 bi» 40; Pflaumen 10 bi» 15; Zverschen 30 bi» 35; Mirabellen 30 bi» 35; Reineclauden 20 bi» 25; Pfirsiche 40 bi» 60; Honig 40 bi» 50; junge Hähne 90 bi» 1.10; Suppenhühner 90 bi» 1.00; Käse (10 Stück) 60 bi» 1,40; Tauben Stück 50 bi» 70; (Sier 9 bi» 10; - Dürgermeister D r. Hamm. Wie un» heute morgen von der Stadtverwaltung mitgereckt wird, wurde dem Beigeordneten Dr. Hamm am Dersassunsslage durch da» Ministerium de» Innern die Dienstbezeichnung „Dürgermeister" verliehen. " Verzugszuschläge bei verspäteter Steuerzahlung. Da» Neichssinanzministerium erinnert erneut daran, daß es wegen der hohen Zuschläge im eigenen Interesse der Steuerpflichtigen liegt, ihre Steuern pünktlich zu bezahlen. Steuerbeträge, die In der ersten Auauschälste fällig geworden sind (dazu gehört auch bie Dermögensrate vom 15. August 1931), müssen spätesten» bi, zum Ablauf de» 15. August 1931 gezahlt werden, da sonst für jeden halben Monat ein öprozentiyer Verzugs- zuschlag verwirkt wird. Für Steuerbeträge, bie schon vor dem 1. August 1931 fällig geworden und bis dahin nicht pünktlich bezahlt waren, war bereits für die erste Augusthälfte ein 5^rozentiger Zuschlag oer- wirkt. Werden diese Nückstände nun auch nicht vor dem Ablauf de» 15. August 1931 befahlt, so wird für die zweite Augusthälfte und für jeben weiteren halben Monat ein weiterer Zuschlag von je 5 v. H. verwirkt. "AbbruchinderVammstrahe. Zur Zeit sinb stäbtische Arbeiter bamit beschäftigt, da» Haus an ber Dammstraße, ba» ber geraben Durchführung des Straßenzuges im Wege stand, niederzulegen. Die Abbruchsarbeiten sind in vollem ®ange( und in einigen Tagen dürfte von dem Hause nicht mehr viel zu sehen sein. Der Gießener Maler Wilhelm Stephan hat das Gebäude, den alten Fachwerk» bau, in einem farbenfreudigen Bilde festgehalten, da» zur Zeit im Tabak, und Schreibwarengeschäft M ü h l i ch in der Dammstraße ausgestellt Ist. •• Anmahnung von Gebühren-Rück» ständen. Die Stadtkasse mahnt in einer Bekannt- machung im heutigen Anzeigenteil rückständige Äa- nal. und Strahenreinigungsgebühren, Schulgeld und Wohnungsmieten an. ** Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet. •• Sonderzüge mit Fahrpreisermäßigung zur Leipziger Herbstmefse 1931. Anläßlich der Leipziger Herbstmeste 1931 werden wieder Sonderzüge mit Fahrpreisermäßigung oer- kehren. (Fahrpreisermäßigung wird auch für_ die Rückfahrt in allen fahrplanmäßigen Zügen gewährt, wenn die Rückfahrkarte gleichzeitig mittler Sonderzugfahrkarte gelöst wird.) Die Züge werden wiederum aus O-Zug-Wagen zulammengestellt und führen einen Speisewagen. Baldige Lösung der Sonderzugsahrkarten ist dringend zu empfehlen, da die Nach- frage stets sehr groß ist. Normale Fahrkarten gelten nicht für bie l-ck-Züge. Wegen aller näheren Auskünfte unb Sonberzugfahrkartenkauf wende man sich an bie im heutigen Inserat bes Leipziger Mesieamts genannten Stellen. •• Postscheckamt unb Gelbverkehr. Dom hiesigen Postamt wirb un» mitgeteilt: dringendste wirtschaftliche Sorge bestehl augenblicklich darin, den stockenden Zahlungsverkehr wre- der In Gang zu bringen. Dabei wirb vielfach übersehen, dah der irmerdeulsche Zahlungsverk^r ber Post genau so arbeitet, wie in normalen Zelten. Die Post erhält die Pvstanwelfungsgelber ebenso pünktlich auSaezahlt wie immer, und ber Postscheck- Verkehr wickelt sich ohne jede Hemmungen ab. Man kann nach wie vor über sein Postscheckguthaben durch bargelblvse lleberweisungen, durch Zahlungsanweisungen und durch bare Abhebungen restlos unb ohne Einschränkungen verfügen. Daterlänbische Pflicht ist es jetzt, ba ber Goldstock, die eigentliche Unterlage unseres gesamten Zahlungsverkehrs, durch Zurückziehung der Auslandgelber so verkürzt ist, möglichst wenig mit Stückgelb unb Danknoten zu zahlen, sonbern im weitesten Umfange durch Anschluß an den Post- scheckverkehr zur bargeldlosen Zahlungsform überzugehen. " Zeppelin-Post nach Südamerika. Da» Luftschiff „Graf Zeppelin" wirb voraussichtlich am 26. August von Friebrichshasen _ au» eine Fahrt nach Südamerika mit Postbcförbe- rung unternehmen, bie bi» Pernambuco führen wird. Don Pernambucv au» soll die Post mit einem Sonderflug nach Aio de Ianeirv gebracht werden. Sendungen an Empfänger in den füb- brasilianischen Staaten Parana, Santa Catharina unb Aio Grande bo Sul werben ausserdem mit planmässigem Slreckenflug be» Gondor-Syn- bifal» weiterbefördert. Die Deutsche Lufthansa w ird ferner einen Sonders lug von Der lin nach Friedrichshafen veranstalten zum Anschluss an die Äibamerikafahrt be» Luftschiff». Del Auflieferung von Sendungen in Derlin ist al» Leib- Vermerk anzugeben: „Mit Luftschiff unb Sonder- Dlumenkohl 30 bi» 70; Salat 5 bi» 10; Salat- gurken 10 bi» 20; Ernmachgurken 2 bi» 4; Endivien 10 bi» 15; Ober-Kohlrabi 8 bi» 10; Lauch 5 bi» 10; Aertich 10 bi» 15; Sellerie 10 bi» 15; Aad.eschen Dund 10 bi» 15; Kartoffeln Zentner 3,00 bi» 3.50 Mk. Vornotizen. — Tage»kalend«e für Sam» tag: LichSpielhau». Dahnhofstrasse: „Die Drei von bet Tankstelle". — Tage»kalenb«r für Sonn tag: Geflügel- und Dogelzuchtvcrein Giessen unb Umgegend 1897, JahveS-Haupwersammlung, 15 Uhr, Ho:«'. Hopfe Id — Stadtthealcr D.essen: „Meine Eouftne au» WarschauAnfang 20 Uhr. 8nbc 22 übe. — Lichtfpielhau». Dahnhofstrasse: „Die Drei von ber Tankstelle". — MTB., Handballspiel MTD.-Platz. 15 Alfc, Poiizeilpvnverem Dutzbach I. gegen MTD. I. — Au» dem Stadttheaterbureau wird un» geschrieben: Am morgigen Sonntag findet die 9. Vorstellung im Sommerabonnement und zugleich ba» letzte Gastspiel auswärtiger Bühnenkünstler statt. Da» Ensemble Berliner Bühnenkünstler (E. L. Fran- ken, Lottina Baart und Kurt Unser), da» in diesem Sommer bereit» zweimal erfolgreich in Gießen gastierte, verabfchiedet sich mit der Aufführung de, Lustspiel, „Meine Cousine au» Warschau" von Der- neull, besten Verfilmung seinerzeit der Zensur zum Opfer fiel. Für diese Vorstellung gellen ermäßigte Sommerpreise. Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. flufl bi» Rio be Janeiro" ober „Mir Luftschiff bi» zur Abwurfstelle über einer Intel" Die Sendungen sinb in ^rc'.gemachtem Llmfchlag an ba» Luftpostamt Derlin C zu schicken. Entsprechende» gilt für di« Auslieferuna in FriebrichSha^en. Di« Gebühr beträgt 2 Mark für «ine Postkarte und 4 Mark für einen Dries bi» 20 Gramm. Die Sendungen erhalten Sonderstempel. •• Pollzeivervrbnung zum Schutze be» Runbfunk» ungültig. Eine Entscheidung von allgemeiner Bedeutung wurde kürzlich — so teilt die Fachgruppe der Elektrizität»-. GaS- unb Wasserwerke be» ReichSverbandes der Deutschen Industrie mit — burch da» Oberlanbe»- gericht Dresden verkündet — Sine sächsische Polizeibehörde hatte eine Polizeivervrdnung zum Schuhe be» Aunbsunk» erlassen. Aus Grund dieser Devordnung war ein Heilmagnettseur wegen Benutzung eine» Hochsrequenzapparate» zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da» Oberlanbeü» gerecht Dresden sprach ihn frei. SS gelangte zum Ergebnis, daß die Polizeivervrdnung gegen Artikel 6. Ziffer 7 der Reichsverfassung verstößt und deshalb ungültig ist. Aach der RetchSverfafsung teht die gesamt« Gesetzgebung für da» Telegra- »henwefen, zu dem auch daS Funkwesen gehört, >em Reich zu. Die Landesbehörden dürfen in olchen Angelegenheiten keine Dorschristen erlassen, einerlei welchen Inhalt» ihre Anordnungen im einzelnen auch haben Aach den reichSrechtlichen Destimmungen be» Gesetze» über Fernmeldeanlagen ist eine Rundsunkstörung nur dann strasbar, wenn sie in ber Absicht ber Störung hervorgerufen wirb. Diese Absicht ist nach ber Begründung de» Urteils keineswegs schon bann votchanden, wenn der Störenbe sich bewußt Ist, dah Störungen vorhanden sinb, z. D. wenn ihn bie Funkhifte barauf aufmerksam macht. Er ist nur barm strasbar, wenn er seinen Apparat gerade zu Zwecken ber Störung in Detrieb setzt. Also nur böswillige unb schikanöse Störungen fallen unter diese Bestimmung. Herbsttagung der OLG. Darmstadt 1931 (13. bl, 18. September). Die Herbsttagung ber Deutschen Lanbwirt- schaftS-Gefellfchaft, mit ber bie DLG. auf ihrer Wanderung durch bie beutschen Gaue biesmal in Darmstadt halt macht, beschäftigt sich in ihren 17 öffentlichen Versammlungen mit brennenden TageSsragen unb hierbei hauptsächlich auch mit der Landwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet und in Hessen. Die allgemeine Tierzucht-Abteilung der Gesettschast, deren Versammlung mit der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde verbunden ist, stellt die deutsche Höhenrinderzuchl in den Vordergrund auf Grund ber wirtschaftlichen Verhältnisse. Die Obst- unb Weinbau- Abteilung erörtert neben ber Sortenwahl im Obstbau die Umstellung be» Weinbaues auf Pfrvpfreben in Hessen. Ebenso behanbelt die Saatzucht-Abteilung bie Entwicklung be» Zuckerrübenbau«» in den mittel» und kleinbäuerlichen De trieben Sübbeutschland». Auch im übrigen ist dafür Sorge getragen, daß die bäuerlichen Verhältnisse in Süd- unb Mltteldeutfchlanb im V ahmen der Verhattdlungen in erft-r Del he stehen. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Derantwortung.) Kaust deutsch« Ware! Der Artikel „Frauen an die Wirtschaf t S f r v n f in ber Ar. 184 vom SamStag, dem 8. August, sollte bei den Frauen doch etwa» mehr Deachtung finben, al» dies gewöhnlich bet derartigen Artikeln ber Fall ist. Uebetall kann man heute von ber beutschen Ao« hören ober lesen unb von ber Aotwendigkeit, bas Gelb im Inland zu halten unb dem heimischen Produzenten zukommen zu lassen, statt eS für entbehrliche AuSlandware auSzugeben. Wenn man von diesem Standpunkt einmal die Ein- kaufSkörbe der Hausfrauen an Markttagen besieht, muh man immer wieder staunen, wie wenig diese ErKnntniS bisher bei ihnen durchgebrungen ist. Heute, wo deuftcheS Obst unb Gemüse im Äeberfluh vorhanden ist, werben noch Dananen gekauft, italienische Pflaumen unb Pfirsiche, ausländische Tomaten usw. Ohne holländischen Dlumenkohl geht es im Winter^unb Frühjahr natürlich auch nicht. All diese Einkäufe zeugen doch davon, bass sich bie Haufrauen zum Teil der Tragweite ihres Handelns nicht bewußt find, zum Teil auch — leibet — von einer gewissen Gedankenlosigkeit. Muh das sein? Könnte nicht durch eine groh- zügige und wirkungsvolle Propaganda Wandel geschaffen werden? Lange Arttkel, die doch nur immer einem gewissen KreiS zu Gesicht kommen unb von einer noch geringeren Zahl von Hausfrauen gelesen werden, nützen hier nichts. Durch äugen- unb finnfällige Plakate mühte überall auf bie Aotwendigkeit, nur beutfche Erzeugnisse zu kaufen, hinge- toiefen werben. Kauf von Auslandware bedeutet Aot und Arbeitslosigkeit für bie eigenen Volksgenoffen! 3ebe Frau hat bie Pflicht, anbete Frauen, bie z. D. AuSlandobst ober -gemüfe kaufen, auf da- Unrecht, bas sie damit an ihren Volksgenossen begehen, hinzuweisen! HauS- frauenvereinen unb Frauenverbänden erwächst hier ein reiches Betätigungsfeld. Praktische Arbeit im Kleinen von Frau zu Frau, keine schlecht ober nur von ben interessierten Frauen besuchten Aufklärungsversammlungen und Vorträge Helsen hier! Unb könnten nicht auch bie Hänbler unb Verkäufer hier etwas tun? ES ist nicht leicht für fiel Unb bennoch! Müllen sie Auslandware führen, weil sie von gedankenlosen Käufern verlangt wird? Desteht nicht vielleicht doch bie Möglichkeit einer gemeinsamen Vereinbarung. AuSttrnbware nicht feil zu halten?. Ein aufflärenbe», freundliche» Wort an ben Käufer, unb weder Käufer noch Verkäufer werden Schaden davon nehmen. Häufta ist von interefTkrter Seit« bi« Forderung erhoben worden, zum Schutze der heimischen Landwirtschaft bie Grenzen für bi« Einfuhr landwirftchattftcher Produkt« zu sperren oder die Einfuhr durch Zollschranken zu unterbinden. Jedesmal waren, wenn von AegierungSseite derartige Maßnahmen versucht wurden, für uns zur Zeit nicht tragbare Gegenmaßnahmen be» betroffenen Lande» sowie außenpolitisch« Schwierigkeiten bi« Folg«. Durch Selbstdisziplin der deutschen Käufer würden offiziell» Mahnahmen der Aegierung unb dadurch benot* gerufene Schwierigkeit vermieden, bk Sinfuhe ginge von selbst zurück, da» Geld bliebe im Lande. Die» gilt für alle durch Inlandware ersetzbaren Arttkel. Damit aber auch ber Käufer sieht, daß e» sich um Inlandware handelt, müht« sie, soweit sie nicht ohne weitere» alS solche erkennbar ist. auch entsprechend gekennzeichnet sein. Also, tot deutschen Gärtner unb Gemüsezüchter, besteht nicht bie Möglichkeit, z. B. eurem Blumenkohl «in Etikett anzuhängen „Deutsche» ör^eu gnl t" mit einem Zeichen oder ber Hummer beS be* treffenben Betriebe»? Lohnt nicht da» Beispiel der Hühnerzüchter mit dem deutschen Frischei? Wer gute, deutsch« Ware erhielt, toirb immer wieder dieselbe Marke verlangen, selbst wenn sie „nicht weit her" ist. K. Sch. Kunst unv Wissenschaft. 70. Geburtstag Ludwig von Hofmanns. Der Shinftmaltr Professor an der Kunstakademie In Dresden, Dr. phiL h. c. Ludwig von Hofmann begeht am 17. August seinen 70. Geburtstag. Hofmann stammt aus Darmstadt und erhielt sein« Ausbildung in Dresden und Karlsruhe, besondere unter F. Keller. Einige Jahre wirkte von Hofmann an der Kunstschule in Weimar. Die Giessener Philosophische Fakultät ernannte ibn zum Ehrendoktor. Professor von Hofmann ist Mitglied der Münchner Sezession, der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler, der Künstlervereinigung Dree. den, der Preußischen Akademie der Künste, des Senats der Deutschen Akademie München. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. • Das Amtsverkündiaungsblatt Nr 57 vom 14. August enthält: Abänderung der Richtlinien für die Rückzahlung und Verzinsung der Winzer- frebite. — Richtsätze für die Unterstützungen in ber allgemeinen und gehobenen Fürsorge. — Die Wahlen zur Tierärztekammer. — Sperrung einer Lahnstrecke. — Ortssatzung über die Erhebung einer Vergnügungssteuer in der Gemeinde Allenoorf a. d. Lda. — Gehaltsüberweisungen auf Bank- usw. Konten. — Tagung des Dereinsverbandes deutscher Auslandlehrer. — Dienstnachrichten. Oie Wetterlage. m Tot Peru O j Ti/o ö Fö V40 ( OS > 1- W ,17. ' / — , *—' /nOfdC; MW G wolkenlos Ontao. OMtart ® vontig • pmcil • Vhntt ä Orivptln. ■ "tOtl 1t QcviUtr^)UiMitinc^„ «e eictiter Oj» «iisyge» loeioflwcii q ttormoenu 0« Hent nieoen mit dem Winde. Oie oeiden Stitioneo slcnenden l* en geben die Temperatur an. Oie Linien Ort« mit giulu| tu! neereiniecav umger«6nele» Uiftdruck Wettervoraussage. Das Regenaebiet an der Vorderseite de» britischen Tiefs hat unseren Bezirk bereits in den gestrigen Abendstunden überquert und recht erhebliche Niederschläge gebracht. Dabei sind durch die Warmluft die Temperaturen angestiegen. Ueber Irland hat erneut starker Luftdruckfall eingesetzt, so daß dort heute morgen ein Kerngebiet mit Barometerständen von unter 740 mm lag .Die Storung wird sich In der Rinne tiefen Druckes in nordöstlicher Richtuna fort- bewegen und unser Wetter unter weiterer Zufuhr ozeanischer Warmlust regnerisch unb mild gestalten. Da an der Rückseite wieder kühlere Luft Herantran», portiert wird, so werden späterhin mit dem Wechselspiel der Luft'massen auch die Temperaturen Schwan- tungen erfahren, wobei sich vereinzett Gewitterstörungen bilden dürften. Vorhersage für Sonntag: Weiterhin meist wolkig und regnerisch, Temperaturen wenig verändert. Am 14. August: mittag» 14,3 Grad Celsius, abend» 13 Grad; am 15. August: morgen» 15,6 Grad. Maxi- mum 15,2 Grad, Minimum 9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abend» 16,1 Grad; am 15. August: morgens 14,4 Grad Celsius. — Niederschläge 11,8 mm. — Sonnenscheindauer eine Viertelstunde._________________________________________ Verantwortlich für Lokales: L 33. H L. Neuner. oretft H zzw ■mikerv Uorg&v nack eE Fabriklaa«r: Werner Gereon, Frankfurt a. 1L, Hohenetaafenetrnße 8, Tel« Haingau 71075, 0218y A Die neuen Eduard RademaM Ingenieur Gottfried Lauber Moie-llta Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lucie Rademaker. 04628 bewahren. 5350 D Gießen, den 15. August 1931. Statt Karten! 04611 5356C mahnt: 1. und 2. Ziel Kanal-, Straßenreini- 1. Danksagung. 3. Gießen, den 15. August 1931. 5359 D Bram Ne | Vermietungen | gesucht. 5370D Bürgermeisterei. 2 Zimmer entl. au Ummer Einzel-Boxen MW Verkäufe I 7428 D ften. 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Da stand er vor seinem Hause, wenn die Dauern an das Tor seiner Dorratskammern kamen, und prüfte Wein, Oel, Getreide, Hühner und alle-, I was sie ihm als Tributpflichtige zu liefern hatten; xmb er lieh sie schlagen xmb an Ketten fesseln, wenn daS Gebrachte schlecht und von min- durch ständig zunehmende Selbstdisziplin der Jungens bemerkbar. Zu den Mahlzeiten werden die einzelnen Manipel abwechselnd an den Offiziers- tisch gesetzt. . Sewstverständlich wird die physische und moralische Ertüchtigung des jungen Nachwuchses auch hier in denDienst der Idee gestellt, die Mussolini dem neuen Italien gegeben hat. „Die faschistische Revolution muh um jeden Preis gegen alles und gegen alle verteidigt werden!" Diesen Wahlspruch können die angehenden Hundertschaftenführer täglich lesen, wenn sie sich zu den Mahlzeiten oder zum Unterricht in die zu diesem Zweck errichteten hölzernen Hallen begeben. Durch Vorlesungen, Aussprachen und Führungen werden die Errungenschaften des Faschismus den jungen Schwarzhemden eindringlich erläutert und wenn sie wieder in ihre engere Heimat zurück- kehren, so wirken sie dort als lebendige Propa- gandisterr. In weitem Mähe wird auch der Film zu diesem Zweck herangezogen. Abends finden im Lager Freilicht-Vorführungen statt. Die Idee der faschistischen Iugenderziehung. d.e Mussolini bisher auch der scharfen Kritik des Papstes gegenüber nicht geändert hat, findet hier ihre Verwirklichung. Richt umsonst wird im übrigen darauf gesehen, daß das religiöse Gebiet wenigstens äußerlich nicht zu kurz kommt. In diesen Tagen haben die 3000 angehenden Hundert- schaftenfühver an einer Messe in der Peterskirche teilgenommen, also gewissermaßen unter den Augen des Pap st es, der noch vor wenigen Wochen die faschistische Erziehung als unchristfich bezeichnete. Zu der eingangs geschilderten allgemein-moralischen und zu der faschistisch-politischen Seite tritt nun als drittes noch die militärische hinzu. Reben der Erziehung zum Wehrgedanken besteht sie in der Llnterweisung im Gebrauch des Karabiners, Patrvuillendienst, Gefechts- und Marschübungen usw. Es liegt weniger ernster Militarismus darin als manche Gegner dieses Systems behaupten wollen und trägt doch auch zur albgemeinen Disziplinierung bei. Wer die vormilitärische Ausbildung mit Erfolg durchmacht, wird dann später drei Monate früher vom aktiven Militärdienst befreit. Warum soll man «inen Gegensatz zwischen den in letzter Zeit gerade wiederholten Erklärungen Mussolinis über Italiens 216- rüstungsbereitschaft und der militärischen Erziehung seiner Iugend sehen? „Wisse, daß der Faschist und vor allem der Angehörige der Miliz nicht an den ewigen Frieden glauben darf." Auch dies ist ein Spruch, der weit sichtbar an einem Pfosten des Lagers angeschlagen ist. Man fairrt damit übereinstimmen, bloß sollte es allen gesunden Völkern gestattet sein, Konsequenzen aus dieser Wahrheit für ihre Iugend zu ziehen. Im Laufe eines längeren Besuches im Lager habe ich nur frische, fröhliche Gesichter gesehen unZ) mich an den bereitwilligen und freimütigen Auskünften erfreut, die auf jede Frage ohne Verlegenheit erteilt tourten. Ein Zeichen dafür, daß die Iungerrs richtig angepackt wurden, ist auch ter Stolz derer, die schon zum zweiten Male an diesem Führerkursus teilnehmen dürfen und bereits leitende Funktionen ausüben. Die junge Exzellenz Renato Ricci erfreut sich ungeteilter Beliebtheit unter seinen Iungscharen, die bereit sind, für ihn durchs Feuer zu gehen. Ricci wiederum schreibt jedem einzelnen vor: „Eines muß dir besonders wert sein: das Leben des Duce". Epielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 16. August, 20 bis Nach 22.30 Uhr: Der lustige Krieg. Dienstag, 18. August, 20 bis gegen 23 Uhr: Die verkaufte ' Braut. Mittwoch, 19. August, 20 bis nach 22.30 ^llhr: Madame Butterfly- Donnerstag, 20. Aug., Der fliegende Holländer. Freitag, 21. August, 20 bis gegen 23 Uhr: Undine. Samstag, 22. Aug., 19 bis gegen 23.30 Uhr: Loheng rin. Schauspielhaus. Von Sonntag, 16., bis Montag, 24. August, täglich von 20 bis gegen 23 Uhr: Mit Dir allein auf einer einsamen Insel. Gastspiel der Berliner Rotterbühnen. Oberheffen. Gemeinderai in Grünberg. -s-Grünberg, 13- Aug. Der Bürgermeister teilte in der jüngsten Gemein de ratssit- z u n g mit, daß das Kreisamt die Genehmigung zu dem Gemeinderatsbeschluh, ter den Fischerei- Pächtern des Drunnentales eine Entschädigung wegen Räumung ter Teiche zusprach, nicht erteilt habe. Weiterhin gab er eine Einladung von Dekan Schmidt zur Feier des 50jährigen Bestehens des Kirchenchores tefannt. Der vom Architekten Säger tQueckborn) für die Errichtung des Schwimmbades aufgestellte Doransch'ag von 26 000 Mark wird genehmigt. Gr ist unter der Voraussetzung aufgestellt, daß das zum Bau ter Einfriedigung und der Kabinen benötigte Holz kostenlos seitens der Stadt gestellt wird. Für das Bad ist eine 860 Meter lange Zuleitung des Wassers von der Reupforte aus vorgesehen, die als Sommerleitung gelegt werden soll. Die Leitung soll aber als Dauerleitung gelegt werten, sofern die beiden Anlieger dieser Strecke, Sägewerk Haas & Co. und Untere Ziegelhütte sich anschließen und je die Hälfte der entstehenden Mehrkosten überneh- men. Bezüglich der Arbeitsvergebung sollen die Rohre von einem Lieferanten geliefert werden, die Arbeiten der Wasserzusührung und des Erd- aushubs für das Schwimmbecken sollen im engeren Wettbewerb unter Grünberger Unternehmern vergeben werten, die Detvnarbeiten dagegen sollen zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben werden. Die Verwendung von Erwerbslosen wird zur Bedingung gemacht, wobei in Vereinbarung mit dem Kreisamt folgende Stundenlöhne vorgesehen sind: 55 Pfennig für Verheiratete, 50 Pf. für Ledige und 45 Pf. für Arbeiter unter 20 Iahre. Um die Arbeit zu strecken, soll nur an fünf Tagen der Woche gearbeitet werten. Die Ausschreibung ter Arbeiten der Wasserzuführung und des Erd- aushubs soll sofort erfolgen und ihre endgültige Vergebung in einer Gemeinteratssihung am Samstag geschehen, so daß schon Anfang nächster Woche mit de n Arbeiten begonnen werden kann. Der vom Bürgermeister vorgeschlagenen Zusammensetzung der Wahlkvmmission für die Deigeordnetenwahl (30. August) wurde zugestimmt. — Der von ter Forstbehörde vorgelegte Wirtschaftsplan des Waldes für Wirtschaftsjahr 1932 tourte genehmigt. Das Kreisamt ersuchte, den Beschluß vom 13.Iuli, ter nur eine Stundung der Obli- gativnszinsen ter Buhb ach — Licher- Eisenbahn-AG. für 1930 bis 1932 vorsah, aufzuheben und den Erlaß derselben zu te- toilligen, da andernfalls mit einer Stillegung des Bahnbetriebs zu rechnen sei (drei Gemeinten stehen mit ihrer Zustimmung noch aus). Gegen drei Stimmen wird der Erlaß der Obligationszinsen genehmigt unter ter Voraussetzung, daß die Gesellschaft in dieser Zeit keine Dividente verteilt. Landkreis Gießen. * W i e s e ck, 13. Aug. Am Sonntag fand die feierliche Grundsteinlegung des ersten DBS.-Hau- ses in Wieseck statt. Die Mitglieder und Gönner der DBS. fanden sich in geschlossenem Zuge unter den Klängen der Kapelle M a n k an der Baustelle ein, wo Bauingenieur Rob. Schürmann (Gießen) die Abschrift ter am Tage zuvor eingemauerten Urkunde verlas. Sodann sprachen die Eheleute G u t h i e r mit den üblichen drei Hammerschlägen ihre Segenswünsche für ihr künftiges Heim. Rach einer feinsinnigen Ansprache des katholischen Geistlichen, Kaplan G r e m m (Gießen), ter den Grundstein segnete, sprachen ter Kreisobmann Lehrer Siegfried (Großen- Linten) im Ramen ter Deutschen Dau- und Siedlungsgesellschaft und der Obmann ter Ortsgruppe Gießen, Uhilein. |£ Wieseck, 15. Aug. Am morgigen Sonntag feiert unsere Mitbürgerin Frau Mari« Svmmerlad Wwe. geborene Pausch in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 82. Geburtstag. Das bißchen Erde. ZRoman von Richard Gkowronnek. Copyright by I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. 6 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Graf Malte fühlte es heiß in die Augen steigen, er ging auf den Alten zu, und es gab ein paar Minuten, in denen alle von Geburt und Rang gezogenen Grenzen verschwanden. Mit einem aus tiefstem Herzen kommenden Aufschluchzen schlang dcr Süngting seine Arme um den Hals des Greises und schmiegte den Kopf an die treue Brust. Miken aber trat hinzu, klopfte ihm fürsorglich den Rücken, damit er sich an den Tränen nicht verschluckte, und sprach allerhand beruhigende Worte. Das war vielleicht ein recht lächerliches Bild, ter junge Offizier in Dragoner-Uniform, ter in den Armen des alten Dieners seinen Kummer ausweinte, indessen ein verschrumpeltes Weib lein ihm begütigend den Rücken klopfte. Dten dreien aber war es recht feierlich und heilig zu mute, und sie schämten sich nicht, denn als Menschen standen sie da, bet denen es auf Aeuhcrlichkeiten nicht ankam. Wie bei dem Dauc-mjungen, der zum Begräbnis seiner Großmutter eine rote Weste angezogen und daS Mißfallen des Küsters erregt hatte. „Wenn ’t Hart man ftoart is", hatte er erwidert, „und uns' lewen Herrgott hätt scharpe Dagen. De Klebasch deiht em nich schenieren, denn hei fielt ja dörch und dörch" ... Malte trocknete sich die Augen. „Ra. ist gut, ihr Leutchen, und jetzt wollen wir schlafen gehen. Ich verspreche euch, ich werde vernünftig sein." Die beiden Alten ater trauten ihm nicht, brachten ihn ins Schlafzimmer hinüber wie vor jenen langen Iähren, als er noch eine vater- und mutterlose Waise gewesen war. Und er ließ es sich ruhig gefallen. Ganz heimelig wurde es ihm dabei zumute, als die beiden an seinem Bette saßen und wie früher immer auf fein Einschlafen warteten. Alte Erinnerungen standen auf, er fing an zu plaudern, als hätte es die beiten Tage mit all ihrer Rot und Pein nie gegeben, und allmählich gewannen Iugend und Ermüdung ihr Recht. Die Augen fielen ihnr zu, und mit einem Lächeln schlief er ein, denn er war ja in sorgsamer Hut ... Der alte Lentz stand auf, nickte der treuen Dienstgefährtin zu, sie sollte Wache halten, bis cr zurückkäme. Er wollte nur mal nach Moltzahn hinüberreiten, zum Herrn Iustizrat Stahmer, um für den kommenden Tag eine zuverlässige Unterstützung zu haben. Der Herr Iustizrat war ein alter Freund des verstorbenen Vaters, und man konnte wohl annehmen, daß er für alles, was zu sagen war, eindringlichere Gründe finden würde, als ein einfältiger Diener. Und da geschah es zum ersten Male feit schier vierzig Iahren, daß Wiken keine Eifersucht verspürte gegen ihren männlichen Widerpart in der Gunst der Herrschaft, sondern so etwas wie Fürsorge. Sie hob den Kopf mit der weihen Rachlin Ütze, unter der ein paar dünne, graue Zöpflein über den Rücken hinabhingen, unten mit einem schwarzen Fitze!bände prall eingeflochten, so daß sie wie steife Rattenschwänze in die Luft tagten. „Mooden Sei sick ook nich to veel to? Gistern all das Gerooder, un hüd wedder? Sei sünn doch feen Iüngling mehr, un laten Sei doch lewer den Fuhbel r.eben?!" ... Da lachte er nur. „Unkraut, verdarwt nich, toenn’t ook up 'n Meßhupen') smeeten ward", als er aber die Treppe hinunterstieg, wurde ihm ganz eigentümlich zumute. Die alte Miken mußte wohl dicht vcr ihrem seligen Ende stehen, daß sie sich auch um andre Leute zu kümmern anfing, als nut um ihren geliebten jungen Grafen Malte?! Und cr fchültelte noch mit dem Kopfe, als ct längst fchon im Sattel faß, auf einem widerspenstigen Ackergaule nach Moltzahn trabte, um den Herrn Iustizrat Stahmer zu alarmieren ... Und endlich kam ihm die Erleuchtung. Sie war nur deshalb so besorgt, weil sie befürchtete, er hielt die Anstrengung nicht aus, könnte unterwegs zusammenklappen, und ihr junget Herr mühte ohne Wirtsamen Zuspruch bleiben. Da war er zufrieden, daß er für ihr seltsames Verhalten die zukömrnliche Erklärung gefunden hatte, vergönnte.dem im tiefen Lehme einhcrkeuchenten Gaule ein Ende Schritt und fing an zu überlegen, wie er dem Herrn'Iustizrat die Störung der Rachtruhe Wohl plausibel machen würde. 'In e'iner so heimlichen Familienangelegenheit hätte er doch eher nach Hohen- römnitz reiten müssen, zum Herrn Etblandmar- schall, der feinem jungen Herrn als Daters- brudet doch eigentlich am nächsten stand. Aber cr wuhte nicht, ob ter Herr Iustizrat sich in den alten Geschichten auskannte, die da mit* sprachen. Vor jenen langen Iahren hatte die schöne Melitta von Hollen den jüngeren Grafen Römnitz dem älteren vorgezogen. Rur zwei wußten noch um all die aufregenden Kämpfe in ter Familie, ter Herr Erblanbmarschall auf Hohenrömnitz und der vertraute Diener deS Vellahner Herrn. Die übrigen waren längst weg- gestorben im Laufe ter Zeit, grüner Rasen wuchs *} Misthaufen. , Geplanter lleberfatt auf einen Gtraßenbahnzug? Frankfurt a.M., 14. 2lug. (TU.) Am Donnerstag gegen 23 Uhr blieben die auf ter Strecke Frankfurt—Bad Homburg verkehrenden Sttahenbahnzüge auf freiem Feld liegen, da ter Strom ter 1000-Volt-Lettung Plötzlich versagte. Zwischen Obereschbach und Untereschbach war die Stromzuführung ter Oberleitung zerstört und die an einem Mast angebrachte Gerätestange etwa 20 Meter wett ins Feld geworfen Worten. Die Fahrgäste konnten erst mit großer Verspätung ihr Ziel erreichen. Rach Ansicht ter zuständigen Stellen muh die Ausschaltung des Stromes von sachtendiger Hand vorgenommen Worten sein, da sich ein Laie kaum an die gefährliche Hochspannungsleitung heranwagen dürste. Es dürfte sich entweder um einen Bubenstreich handeln oder um eine beabsichtigte Beraubung ter Fahrgäste, die unterblieb, weil die Wagen des Zuges stark besetzt waren. Die Untersuchung ist im Gange. f- Aus dem Lumdatal, 14.Aug. Trotz des nicht allzu günstigen Wetters der letzten Tage ist im allgemeinen der Schnitt des Getreides in den meisten Dörfern unserer Gegend beendet worden. Zwischendurch wurden bereits Korn und Gerste heimgefahren. Ueberall sind die Dreschmaschinen in Betrieb, die sowohl auf den Dorfangern, wie auch hier und da schon in den Scheunen entweder die Ernte der Kleinbetriebe ausdreschen oder den notwendigen Dordrusch größerer Landwirtschaften besorgen. Was den Körnerertrag anlangt, so kann er als gut bezeichnet werden. Mancke Gemarkungen hatten schon frühzeitig Lagerfrucht zu ver- zeichnen, so daß hier die Körnerernte weniger gut ausfiel. Die Hackfrüchte und das Gemüse haben sich kräftig entwickelt. Das feuchte Wetter der letzten Wochen ließ vor allem die abgeernteten Kleeschläge gut nachwachsen, so daß unsere Landwirte über Futtermangel nicht zu klagen haben. Besonders zeigen die Dickwur z einen selten prachtvollen Stand, wie man ihn in den meisten Jahren erst zur Zeit ihrer Ernte beobachten konnte. — Die Obsternte scheint in diesem Jahre wieder eine D o l l e r n t e zu geben. Hier und da ist bereits das erste Frühobst gepflückt worden. Aepfel und Birnen sind stark behangen, so daß sie überall die Stützen erhalten muhten. Von allen Steinobstsorten bringen voraussichtlich die Zwetschen eine wenig befriedi- gende Ernte. _ z Rödgen, 14. Aug. Während der Sommerferien sind unsere beiten Schulsäle neu her gerichtet Worten. Der Saal der Unterklasse wurde von Hahn & Schmidt in ruhigen Tönen gehalten, die Wandbekleidung ist gelbbraun, die Wand mattgrün; im Saal ter Ober- klasse haben die Brüter Balser frischere Farben verwendet; zu einem hellen Lindgrün ter Wand harmoniert gut ein helles Blau der Wandbekleidung. Die eine Wand wurde mit einem fünfzig Zentimeter breiten Tafelstreifen für gemeinsame Schülerarbetten versehen. + Wirb erg, 14. Aug. Das 10. Wirberger Missionsfest wird am morgigen Sonntag ab- gehalten. Festprediger ist Missionar Walther (Beuern), auch wird Dekan Schmidt (Grünberg) sprechen;'der Posaunenchor Bersrod und der Ge- sangverein Göbelnrod haben ihre Mitwirkung zu- gesagt. ch Garbenteich, 14. Aug. Gegen andere Orte ist auch in diesem Jahr die Bautätigkeit in unserem Dorfe noch recht rege. Inmitten des Dorfes gegenüber dem Rathaus entsteht ein stattliches Wohn- haus, ein weiteres kleineres Wohnhaus an der Straße nach Gießen zu geht seiner Vollendung entgegen. Ferner sind noch zwei Scheunen unter Dach gebracht worden. Die Nähe der Stadt Gießen mit ihren Derdienstmöglichkeiten in normalen Zeiten und eine gute Landwirtschaft haben unser Dorf in den letzten zwanzig Jahren manchen Aufschwung gebracht. Während andere Landorte an Einwohnerzahl zurückgegangen sind, hat sich die Einwohnerzahl unseres Dorfes von 850 Seelen im Jahre 1910 fast um ein Drittel auf rund 1100 erhöht. Kreis Frievberg. Butzbach, 14.Aug. Das Ertragsergebnis der Kraftpostlinien Butzbach—Hochelheim— Großen-Linden und Butzbach—Ziegenberg hat in dem abgelaufenen Viertelsahr April-Mai-Juni mit einem wesentlichen Fehlbetrag abgeschlossen, so daß die von den beteiligten Gemeinden (Hochweisel, Münster, Langenhain, Niederkleen Dornholzhausen, Pohlgöns, Kirchgöns und Butzbach) gewährleisteten Garantiebeträge invollerHöheinAnspruch genommen werden mußten. Es steht zu erwarten, daß sich durch eine inzwischen vorgenommene Aenderung in den Fahrplänen eine wesentliche Verringerung des Fehlbetrages für das laufende Vierteljahr ergeben wird. Kreis Alsfeld. • Rainrod (Kr. Alsfeld), .14. Aug. Am morgigen Sonntag, 16. August, wird Herr Gutsbesitzer Karl Steuernagel von hier mit Herrn Dr. Laven von ter Frankfurter Rundfunkgesellschaft im Radio ein Zwiegespräch über n e uze itlich e Fragen der Landwirtschaft führen. Herr Steuernagel ist als erfahrener Weidewirt in ganz Hessen dafür bekannt, daß er es verstanden hat, in seinem Weidebetrieb nach neuesten Erkenntnissen mit Gv- folg zu wirtschaften. Für jeden Bewirtschafter von Basalwerwitterungsboden, wie er sich im deutschen Mittelgebirge vorfintet, werden aber alle Fragen, die sich mit einer Umstellung ober Einrichtung mit Weidebekrieb beziehen, stets von größtem Interesse sein. Es sei daher auf diese Darbietung des Rundsunkes besonders hcngewiesen. Preußen. Sparmaßnahmen im Landkreis Marburg. □C Marburg, 14.Aug. Der Kreisausschuß hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Per« sonenzugoerkehr der Kreisbahn erheblich einzuschränken und das Bahnpersonal zu verringern. Diese Maßnahmen sind notwendig, weil die Basaltverfrachtung im Ebsdorfer Grunds die Haupteinnahme- quelle der Bahn, auf ein Minimum zurückgegangen ist. Weiter sollen bei der Kreiskommunalverwaltung die Stelle des nach auswärts versetzten Regierungsassessors Roßberg vorläufig nicht wieder ausgeschrieben, drei Angestelltenstellen eingespatt und sonstige Maßnahmen ergriffen werden, die sich in einer jährlichen Ersparnis von 40 000 Mark an Verwaltungskosten auswirken. — Nachdem der Staat die Beihilfen zur Lahnregulierung bei Roth und Argen- ftein bewilligt hat, sollen dort die Arbeiten wieder ausgenommen werden. Ein Schrankenwärter verurteilt. Wenkbach, 14. Aug. Am 5. Juni wurde ein mit Kühen bespanntes Fuhrwerk, auf welchem der Schrankenwärter a. D. Scherer nebst Gattin aus Wenkbach sowie zwei Kinder saßen, auf dem Eisenbahnübergang zwischen Wenkbach und Roth vom Eilzug Frankfurt—Kassel erfaßt und zertrümmert, wobei die beiden Eheleute den Tod fanden, die beiden Kinder jedoch auf die Böschung geschleudert und wunderbarerweise nicht verletzt wurden. An dem Unglück trug der Schrankenwärter Schuld, der die Schranke nicht rechtzeitig geschlossen hatte. Gestern hatte sich dieser vor dem Marburger Erweiterten Schöffengericht, das feine Sitzung in Wenkbach ab« hielt, wegen fahrlässiger Tötung und Transportgefährdung zu verantworten. Der Angeklagte gab zu. Die Schranken nicht rechtzeitig geschlossen zu haben und führte zu feiner Entschuldigung an, dah er die Ankündigung des erst neu eingelegten Zuges überhörte. Das Urteil für den sonst als stets zuverlässig geschilderten Schrankenwärter, K. Weber aus Roty, lautete auf 4 Monate Gefängnis. Kreis Biedenkopf. T Waldgirmes, 14. Aug. Unsere Landjäger st e 11 e, die feit Frühjahr verwaist war, wird am 15. August wieder mit dem berittenen Landjäger Groll aus Dillenburg besetzt. Don gleichem Tage an kommt auch eine Schwester vom Paulinenstift Wiesbaden an Stelle unserer seit dem . Vorsommer beurlaubten Krankenschwester. übet stillgetoortenen Herzen, nur ter Haß in der Brust des Verschmähten lebte innner noch. Stand mit jedem Iahre neu auf, mit jedem Iahre, das gekommen war, ohne ihm aus eigener Ehe den heißcrsehnten Leiteserben zu bringen. Da war es also toohl geratener, die Hilfe an einem andern Orte zu suchen. Der Herr Erb- landmarfchall hätte bei dem Reffen vielleicht Oel in das brennende Feuer gegossen, statt es mit besonnener Hand zu dämpfen, hätte in ter schwierigen Ehrenangelegenhei t vielleicht noch schroffer geurteilt als der Herr Dezirkskomman- deur in Moltzahn und die Herren von den Friedeterger Dragonern ... Am andern Morgen in aller Frühe kam ter Iustizrat Stahmer nach Vellahn heraus, und cr brachte einen vortrefflichen Bundesgenossen mit. Einen herrlichen Maientag mit leuchtendem Sonnenschein, der das Herz jeglicher Kreatur vor Lebensfreude höher schlagen lieh. Diesen Bundesgenossen aber nützte er weidlich aus, verlegte die Unterredung mit dem jungen Schlohherrn nicht auf die immer im Halbdunkel liegende Diele, sondern in den im ersten Frühlingsgrün Prangenden Park. Da schritten sie auf den sauber geharkten Wegen dahin, bunte Blumen blühten in dem gepflegten Rasen, rings um die Insel blaute der See. und allenthalben in Buschwerk und Gezweig jubilierte ein frühlingstrunkenes Konzert. Die Amsel und Singdrossel flöteten, die Schar der Finken fiel ein mit schmetterndem Schlag, und im sprossenden Schilf die Haubentaucher knarrten den Daß. Da hatte der Herr Iustizrat es nicht sonderlich schwer, den Iüngling an seiner Seite zu überzeugen, daß es besser wäre, sich noch eine Weile im Sonnenlichte zu freuen, als im dunkeln dorthin zu fahren, von toannen es keine Wiederkehr gab ... Zudem aber war er nicht mit leeren Händen gekommen. Roch vor der Ausfahrt hatte er mit dem Dezirkskomman- deur ehre gewichtige Rücksprache gehalten, und unter dem Gesichtspunkte, daß ter Alten-Kra- kowcr es seinerzeit verabsäumt hätte, sich für eine gröbliche Beleidigung Genugtuung zu fcolen, bekam der leidige Ehrenhandel ein wesentlich anderes Aussehen. Wenn auch vor dem Gerichte der Kameraden nicht auf einen bedingungslosen Freispruch zu rechnen wäre, so würde wohl niemand unter ihnen es dem Vellahner jungen Herrn verargen, wenn er diesen Spruch nicht erst herausforderte, sondern vorher und freiwillig ein Kleid ablegte, das bei ihm doch nur eine Aeußerlichkeit wäre. Ein passender Vorwand für das Abschiedsgesuch liehe sich toohl finden, und man dürfte annehmen, daß es nicht allzu streng auf die Triftigkeit seiner Begründung geprüft werden würde. Graf Malte toarf unmutig ein, daS wäre ein wenig rühmlicher Rückzug, lind er könnte sich doch nicht auf den Marttplah stellen in Moltzahn und jedem vorteikommenten Standesgenvssen feinen Entschuldigungsvers hersagen! Aber auch dafür wußte der Herr Iustizrat ein gutes Auskunftsmittel. Er brauchte nur eine Weile von der Heimat fortzugehen, bis sich das Gerede beruhigt hätte, indessen würden seine Freunde schon dafür sorgen, daß ihm dieses Fortgehen nicht als ein feiges Ausweichen gedeutet würde, lind ter Zufall wäre günstig. Ein entfernter Verwandter hätte ihm vor einiger Zeit geschrieben, eine deutsche Handelsgesellschaft bereitete eine Expedition ins Innere von Afrika vor, um am Oberläufe des Kongo die großen unb reichen Kautschukwälder auszubeuten. Alles wäre schon beisammen, nur ein Paar ^errenjäger fehlten noch, die vielleicht aus Passion mitziehen wollten und für das zu erwartende Iagdvergnügen einen Teil der Exveditionskosten tragen. Da leuchtete es in Maltes blauen Augen auf, in seinen Adern regte sich das Abenteurerblut seiner Vorfahren, gleich danach ater lieh er den Kopf wieder sinken. Was sollte hier wohl auS seiner Herzallerliebsten werten, wenn er nur an sich selbst dachte und in die lockende Ferne zog? Doch auch diese Sorge wußte ter Herr Iustizrat ihm auszureden. Mit teilnahmsvollem Gesichte legte cr ihm die Hand auf die Schulter. „Mein lieber Herr Graf", sagte er, »diese« ritterliche Gefühl ehrt Sie ganz besonders, aber ich darf Ihnen nicht verhehlen, daß Sie an dem Schicksal dcr Baroneß von Köhnemann nichts ändern werden, ob Sie nun fortgefjen ober hierbleiben. Ihr Vater hat sich durch eigene Schuld in eine schwere Gefahr verstrickt — die amtliche Diskretion verbietet es mir, mich näher darüber zu äußern —, aber ich glaube Ihnen die Versicherung geben zu dürfen, dah die junge Dame selbst Sie bitten wird, ein Verhältnis zu lösen, das zu einer Vereinigung nie und nimmer mehr führen kann. Sie muh ihrem Vater daS eigene Glück opfern, ober sagen wir mal, dem Spielteufel, ter ihn so weit gebracht hat. Das ist sehr traurig, gewih, aber glauben Sie einem alten Manne, der in einem langen Leben vieles gesehen ünb einiges auch selbst durchgemacht hat: alles geht vorüber! Erst glaubt man, es wäre nicht zu tragen, um ein weniges später fügt man sich, und schli^lich verdrängen neue Schmerzen die alten, kaum dah eine Erinnerung von ihnen bleibt, lind es ist gut so. Was sollte aus un8 armen Menschenkindern wohl werden, wenn ein gütiges Geschick uns nicht die Fähigkeit des Verwindens in die Wiege gelegt hätte?" (Fortsetzung folgt) Wirtschaft Oie Lage am Geldmarkt. noch mit 12 v. enmarkt Berlin — Frankfurt a. R. 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Die Ueberwindung der Krise, die sich in der Normalisierung Des Dank-, Sparkassen- und Zahlungsverkehrs auSdrückt, bat eine ziemlich weitgrcisend« Beruhigung zur Folge gehabt. Auch an der Getreidebörse macht sich dieS gellend, wenn auch von einer stärkeren Deschästsbelebung nicht gesprochen werden kann; immerhin ist etwas mehr Der trauen zurückgekehrt. Die noch schwierigen Absatzverhältnisse infolge Einengung tes De- darf» führen auch weiter zu sehr vorsichtigen Dispositionen der Abnehmer, so daß sich der Absatz auch weiter in engen Grenzen hält. Starke Beachtung sand der sensationelle Preissturz für machte sich die bestehende Anlagebedürfnis zu . . gröbere Posten Schatzwechsel zu 8 V.H. unterbrachte. Die Unterbringung dieser Reichsschah- wechsel zu 8 v. H. wurde durch die Diskontherabsetzung von 15 auf 10 vH. noch erleichtert. Die rasche Abkehr von dem DotdiSkont machte sich besonders auch am Markt für MonatSgeld bemerkbar. für das erst« Adressen etwa 8 biS 10 v. H bezahlen. einzelne Droh banken vergüteten noch in der vorigen Woche ihrer Kundschaft bis xu 14 v. H, inzwischen werden allerdings diese Sätze, die den Danken eine rentable Anlage nicht ermöglichen, nicht mehr bezahlt; vielmehr hat die Stempelvereinigung bekanntlich ihren Mitgliedern empfohlen, für mindestens 15 Tage laufendes Geld, das im gleichen Monat fällig wird. 8 v. H. und für Im nächsten Monat fälliges Geld S v. H. zu bezahlen. Die auch nach der Herabsetzung noch a u her- ordentliche Höhe deS LombardsatzeS der ReichSbank hat naturgemäh die Wirkung, dah das Dvteninstitut mit Lombards zur Zeit wenig beansprucht wird; eS werden Destrebungen laut, nach einer weiteren Herabsetzung des LombardsatzeS. Durch die Unsicherheit, ob die auS dem 3ult stammenden Börsen gelber unter August zurückgezahlt werden müssen, werden die Gelddispositionen erschwert. 3m einzelnen notierten: Ochsen al) 43 biS 47. *2) 38 bis 42. bl) 33 bi» 37; Dullen a) 35 bis 38. b) 30 bi» 34; Sähe a) 34 bi» 36. b) 30 bi» 33, c) 22 biS 29; Färsen a) 43 bi» 47. b) 38 bi» 42, c) 32 biS 37. - Kälber b) 54 bt» 59. c) 49 bi» 53, d) 44 bis 48. - Schate al) 40 bi» 43. b) 30 bi»39. — Schweine a) 53 bi» 60. b) 57 bis 61, c) 56 bi» 60. d) 55 bis 60. e) 52 bi« 56 Mk- pro Zentner Lebendgewicht. • • Wiederansteigen de« Steueraufkommens. Dachtem im 3uü infolge der Stockung des Zahlungsverkehr- und der Schlie- (jung der Danken ein Mindcraufkommen an Steuern in Höhe von etwa 180 Millionen Mark festzustellen war. ist, wie WTD.-HantelSdienst au» den Kreisen des Reichsfinanzministerrum» erfährt, in den ersten zehn Taaen des August bereit- ein erheblicher Teil des -Ausfalles den Steuerkatsen wieder zugeflossen. Da die Stockung des Zahlungsverkehrs wieder aufgehört hat. rechnet man an zuständiger Stelle damit, dah der Zuliausfall in der zweiten Hälfte des August in noch stärkerem Mähe wieder aufgeholt wird. • Metal (Preisindex. Die Prei-vnderzif- fer der .Metallwirtschaft, Metallwissenfchaft, Metalltechnik' stellte sich am 12. August 1931 auf 632 gegen 682 am 8. 3uü 1931 (Durchschnitt 1909 13 —100), fiel also um 7.3 Prozent. Für die einzelnen Metalle wurden folgend« Sinzelindexziffern errechnet: Kupfer 56.0 (61,4), Dlei 719 (81,3), Zink 45,7 (52,4), Zinn 62,8 (61,8), Aluminium 118,1 (118,1), Dickel 107.7 (107.7), Antimon 77,7 (77.7). Berliner Produktcnmarkt. Der (in. 14. Aug. Die Preisgestaltung an der Produktenbörse war heute nicht ganz einheitlich. die Grundstimmung bleibt aber fester. Die neuen Möglichkeiten, die sich auf Grund der Re- rungSmahnahmen für den Export von deutschem Weizen ergeben, haben zu einer kräftigen 'Belebung der Dachfrage, insbesondere zur kurzfristigen Lieferung geführt, und auch in den sog. Weizen- erportscheinen hat sich bereits Geschäft entwickelt. Gegenüber dem gestrigen Dörsenschluh wurden für kurzfristigen Weizen 8 bi« 9 Mark höhere Preise gezahlt, während der LieferungSmorkt 6 bis 6,50 Mark fester einsetzte. DaS Inlandangebot war weiter knapp. Auch Roggen wird nur vorsichtig angeboten und während die Preise gestern nachmittag nicht unerheblich nachgegeben hatten, machte sich heute eine Erholung bemerkbar und da- Preisniveau war im Prompt- und Lieferungsgeschäft gut behauptet. Der Rogaenmehlabsah ist allerdings, trotz unveränderter Mühlenforderungen, sehr ruhig. Weizenmehl ist zwar im Anschluß an die Preissteigerung des Rohmaterials befestigt, hat aber auch ruhiges Geschäft. Hafer bleibt knapp offeriert, die abgegebenen Unter geböte führen kaum zu Abschlüssen. Soweit noch Deckungsnachfrage besteht, muhten höhere Preise bewilligt werden. Für Althafer sind teilweise noch beachtliche Aufgelder zu erzielen. Gerste liegt bei ruhigem Geschäft stetig. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer (neue Ernte) 218 biS 220 (sehr fest). September 230,50 bis 231. Oktober 232; Roggen, märkischer (neue Ernte) 167 bis 169 (stetig), Sept. 179 bis 178,50, Oktober 182 bis 183 bi« 183.50; Futter- und Industriegerste 150 bi« 160 (stetig); Hafer, märkischer (alter) 155 bis 160 (fester), (neuer) 144 bis 152 (fester). September 146 biS 145 (Brief). Oktober 147 bi« 146 (Brief). Dachdem bereits an der Derliner Börse zu Ende der vergangenen Woche ein PreiSumschwung eingetreten war. folgte auch die hiellge Getreche- börse mit recht starken Preivavancen. Die Wiederausnahme de« Termingeschäfte« in Berlin blieb dabei nicht ohne Einlluh. während von den geplanten Regierungsmahnahmen auf ograrpoliti- schem Gebiet eine gewisse Zurückhaltung ausging. Indessen ging jedoch insofern eine Anregung aus, als sich das Angebot in Brotgetreide stark verringert hat. Infolgedessen kam eS zu den schon erwähnten Preissteigerungen. die bei Weizen 15. bei Roggen 25 und bei Wintergerste und Has er je 5 Mk. pro Tonne betrugen. Da die Wühlen nicht mehr so stark vorversorgt sein sollen nahmen sie auch einige Käufe vor. zumal auch das Mehlgeschäft eine leichte Belebung erfahren hat. e . r A Die Preise für Weizenmehl (Spezial 0. süddeutscher und niederrheinischer Herkunst) blieben mit 39.75 bi« 40.50 Mk. bzw. 39.75 bi« 40.25 Mk. gegen die Dorwoche unverändert, nachdem sie am Montag noch eine Ermäßigung um 0.25 Mk. ersahren hatten. Roggenmehl konnte sich im Zusammenhang mit der starken Erhöhung des Rohprodukt« um 1,25 bi« 1,50 Mk. pro Doppelzentner auf 28,25 bi« 30,00 Mk. befestigen. Die Tendenz für Kleie und Futtermittel neigte hingegen weiter zur Schwäche, da der Dedarf infolge der reichlichen Grünfütterung auf ein Minimum herabgedrückt wird. Weizen- und Rvggenkleie notierten pro Doppelzentner 9.25 bis 9.50 Mk.. was einer Abschwä- chung von 0.25 bzw. 0,50 Mk. entspricht. Die Lage auf dem Kartosfelmarkt war kaum verändert. DaS Angebot von sellen der Landwirte ist allerdings zurückgegangen, während der Konsum etwaS regere Dachfrage bekundete. GS notierte der Zentner gelbfleischige Kartoffeln ab hiesiger Station 2,20 biS 2,25 Mk. Die Preise für die Tonne Weizen stellten sich auf 235 Mk., für Roggen auf 205 Mk., für Wintergerste auf 175 Mk. und für Hafer (alter Ernte) auf 190 biS 195 Mk. Wochenbericht vom Sranffurfer Gchlachtviehmarlt. Der Frankfurter Hchlachtviehmarkt zeigte in der abgelaufenen Derichtswoche keine einheitliche Preisgestaltung. Die Lieberwindung der Krise, die sich allenthalben in dem wieder geregelten Zahlungsverlchr auSdrückt, hat auch an den Schlachtviehmärkten einer weiteren ‘Beruhigung Platz gemacht. Während in der letzten Woche eine allgemeine Delebung des Geschäftes zu verzeichnen war, brachte in dieser Hinsicht dieser Derichtsabschnitt eine gewisse Enttäuschung. Die Metzgerschaft nahm eine abwartende Haltung ein, so daß der Umsatz an manchen Marktgebieten nur sehr ruhig vor sich ging. Das Angebot von Schlachtvieh war in dieser Woche allgemein stärker; daher ergaben sich auch zum Teil kleine Ueberstände und eine unregelmäßige Preisgestaltung. Am Schweinemarkt fetzte sich die Aufwärtsbewegung der Preise weiter fort und bei im ganzen ziemlich regem Handel wurde der Markt geräumt, obwohl der Auftrieb mit 6379 Stück um 567 Stück größer als in der Dorwoche war. 3n diesem Zusammenhang muh erwähnt werden, dah der Austrieb wahrscheinlich noch gröher geworden wäre, wenn nicht die Landwirtschaft einerseits über einen nicht unerheblichen Eigenbedarf verfügen würde, z. D. für Hausschlachtungen, und andererseits in Erwartung. noch bessere Preise zu erzielen, mit Angebot zurückhält. Besonders bevorzugt sind eben die sogenannten Landschweine, während leichte, geringere Ware fast unverkäuflich ist. Am Rindermarkt blieben die Preise, mit Ausnahme von Dullen, die 1 Mk. nachgaben, gut gehalten, obwohl auch hier der Austrieb mit 1455 Stück wesentlich höher als in der Dorwoche (1293 Stück) war. Dach ruhigem Geschäft verblieb etwas Lieberstand. Stärker zugeführt waren wiederum nur Kühe, jedoch kann von einer lieber» belafhmg im Moment nicht gesprochen werden. Der Absatz war bei gleichbleibenden Preisen ziemlich gut, hingegen war das Geschäft in Dullen etwaS schleppender. Ochsen und Färsen in guten Qualitäten sind immer gut verkäuflich. Am Kälbermarkt scheint daS ÄaufinterefTe im Hinblick auf die kühlere Witterung etwas zugenommen zu haben, trotzdem die Beschickung ebenfalls stärker war (1362 gegen 1257 Stück in der Dorwoche). Die Preisbesserung war hier mit 3 bis 6 Mk. für den Zentner am stärksten, während Schweine es nur auf 3 Mk. brachten. Der Schaf markt brachte bei sehr kleinem Geschäft PreiSverluste um 2 biS 3 Mk.. wobei der erhöhte Auftrieb (189 pluS 60 Stück) nicht ohne Sinfluh geblieben sein dürfte. Hühneraugen Den verehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend bringe Ich hiermit zur Kenntnis daß ich im Auftrag von Frau RühL Tochter des verstorbenen Friaeura Louis Flick in Gießen, die werte Kundschaft des Herrn Flick in der FUSSPFLEGE übernommen hab* «kli> 4,20 58,43 112,23 20,39 16,46 169,36 21.94 112.23 59.08 2.475 112.28 81,79 35.32 72,85 L. BERNARD Stoffspezialhaus, Plockstraße 16 Die schon Mitte voriger Woche erfolgte Aushebung der Zahlungselnschräntungen üjfte allgemeine ‘Beruhigung au«. Da sich die Dereitttel lungen, die zur Spalter Öffnung am 5. August getroffen waren, al» überreichlich erttiefen, trat etn starke» Anlagebedürfnis der Danken auf, wodurch die ersten Anfätze zu einem W^teringangiommen des Geldmarktes wesentlich gefordert wurden. D^e Rückflüsfe aus der Provinz nahmen zu. Der eigentlich« Geldhandel beschranlie sich zwar zu- nächst noch auf einen ziemlich engen Kret» von Finnetetoobei hauptfächlich Gelder ohne Sffek- tenhinterlcgung getaufcht tourten. Die Umsätze In TageSgeld waren nicht groß, da Die sogenannten ersten Adressen, unter denen sich Der ©elMu»- taufd) vollzieht, säst alle Infolge der starken Rückflüsse über reichliche Mittel verfügten. Soweit Umsätze zustande tarnen, erfolgten sie zu 8—10 Prozent, später bi» 9.5 Prozent, nachdem vorige Woche noch Sätze von 12-14 Prozent genannt worden waren. Die enge Begrenzung der am Gcldau-tausch beteiligten Firmen und die erwähnte Kassenüberfülle bei diesen Instituten hatte zur Folge, daß sich Schwierigkeiten bei ter Anlage der liquiben Mittel zeigten. Hierdurch nahmen die Girogelder bei der Reichsbank zunächst noch Wetter erheblich zu. zumal, da die Banken sich auf die Einlösung der am Donnerstag und Freitag fällig wertenden Wechsel rüsteteiu Im Zusarnmenhanae damit nahmen Dann auch Die Girogelder zuletzt etwa- ab. Mehrfach sind die Danken mit Rücksicht auf ihre hohen ’Beftänte an flüssigen Mitteln an die ReichSbank ßcrangetreten, sie möge ihnen die vorzeitige Einlösung von rediskontierten Wechseln gestatten. um dadurch Die in letzter Zelt infolge ter besonderen Lage eingetretenen Zinsverluste möglichst nicht noch zu vergrößern. Auch der Rückfluß von Doten zur ReicySbcmt konnte sich verstärkt fortsehen, so daß schätzungsweise seit ter Schal teröffnunader Dantenwieder etwa 170 bi- 180 Mill. Mk. zur ReichSbank zurückaewantert sein dürften. Die außerordent. liche Geldleichtigkeit bewirkte eine lebhafte Dachfrage nach PrivatdiSkonten, doch hielt die Deichsbank mit Abgaben zurück; nur zeitweise Dürften einige Posten bei etwa 8.5 vL. gehandelt worden fein, nachdem Ente voriger Woche kleine Betrage >. Sy. umgesetzt wurden. Dagegen ReichSbank da» bei den Danken Duhe, indem sie SlDDiete 6 AkWWW werd, sachgemäß u. vreiSwert gestimmt u. revar. MDerG 61eben.Lodvlgitr.5p Televbon 2403. 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Dach dreitägiger Verhandlung tourte am Mittwoch vor tem Bezirks! chöffengericht da« Urteil im Cante tr.etenSbruch-Prozeß von Oter-Ramstadt ver- küntei. Don Den 15 Angeklagten wurden acht fre.gesprochen, weil bi« Beweise nicht auSreich- len. Degen qualifizierten LandsrietenSbrucheS in Tateinheit mit gefährlicher Körververleym>g erh.el'.en drei Angeklagte j« sieben Monate. Drei we.iere Angeklagte je 'echs Monate und wegen einfachen Lands rieb eirSdrucheS ein Angeklagter drc-. Monate Gefüngni». letzterer für die gan^e Strafe Bewährungsfrist, die drei zu je sechs Monaten Verurteilten für j« bitt Monate Bewährungsfrist bis 1935. Einer der Entlastungszeugen, ter früher ter DSD AP. angehört hat. erklärte bei ter Verhandlung. daß «r am Samstagabend nach ter Verhandlung in einer Ober-Ramstädter Wirtschaft von tem Ober-Ramstädter nativnalsoaia- listischen Sturmführer Fischer mit einem Revolver bedroht worden fei. Fischer stellte die» vor Go- rtcht unter seinem Eid in Abrede, ein Ober-Ram- städier Dochtschutzmann bekundete unter seinem Eid daS Gegenteil. Eine außerhalb ter Verhandlung von einem Kriminalbeamten durchgeführte Vernehmung Fischer« und des Dacht- schutzmanne« ergab, daß Fischer tatsächlich einen Revolver hatte. Fischer wurde daher wegen Meineidsverdachts in älntersuchungShaft genommen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag 16. August. 11. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Mahr; zugleich Christen- lehre für die Neukonfirmierten der Matthau»- gemeinde; 9.30: Pfr. Becker. — Iohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesorechung im Iohannesfaal; Psr. Lic. Waas — ftapeue de» Alten Friedhof». 9.30: Pfarrassistent Seemann; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde. — Elisabeth Kleinkinder schule. 9.45: Pfr. Oe. Waas; 11: Kinderkirche für die Pettusgemeinde; Pfr. hie. Waa». —• Heuchelheim. 10: Gottesdienst. — Klein-Linden. 9: Hauptgottesdienst für die männliche und weiblich« Jugend; 10.30: Kindergottesdienft. — wieseck. 9.30: Predigtgottesdienst. — Alten-Buseck. 13: Predigt- gottesdienst. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Christenlehre für die konfirmierte weibliche Jugend; 13.30: Baubringen; 13.30: Mainzlar. — Hausen- Garbenteich. 13.15: Hausen; Pfr. Staubach (Watzen- born); 13.15: Garbenteich; Pfr. Krämer (Steinbach). — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Hauptgottesdienst mit Christenlehre. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend; Kollekte für die Innere Mission. 12.45: Kindergottesdlenst; 14: Stiftspfarrer Draudt. katholische Gemeinden. Samstag, den 15. August. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 16. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt, 11: Messe mit Predigt. 14: Sakramentalische Bruderschoftsandacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 17.30: Dortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Andacht und Christenlehre. — Cid). 7.30: Hochamt mit Pre- dlgt; 20: Vortrag und Andacht. — Äidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwochs den 19. August. Hungen. 6.30 Uhr: Messe.___________________ , Loontcmeidienstd.Aerzteu. Avotbeken am 16.8.31. Dr. Meyerhofs. Dr. Schäffer. Engelapotbeke. ______________Znbuarzt: Dr. Metz._________"*"0 Lin Adressenwettbewerb der Leipziger Messe. Das Leipziger Mehamt hat einen interessanten Adressenwettbewerb mit 824 Geldprämien ausgeschrieben, die sich zwischen 10,— und 1500,— RM. bewegen und im günstigsten Falle 2250,— RM. erbringen können. Jeder kann sich an ihm beteiligen. Die gestellte Aufgabe ist denkbar einfach. Man gebt in die Waren, und Kaufhäuser In Basare und in die Spezialgeschäfte ufro., in alle Großhandlungen und schließlich in gewerbliche Betriebe und fragt, ob die Geschäftsinhaber oder ihr Einkaufspersonal die Leipziger Herbstmesse 1931, die vom 30. August bi» 3. September stattfindet, besuchen. Man besucht zuerst diejenigen Geschäfte, in denen man regelmäßig kauft und erkundigt sich, ob der Geschäftsinhaber nach Leipzig fährt. Alle Firmen, die nach Leipzig fahren, schreibt man mit genauer Firmenbezeichnung und Anschrift auf eine Liste, die man kostenfrei bei den durch Plakataushang gekennzeichneten Geschäften und bei den Meßabzelchen-Derkaufsstellen de» Leipziger Meßamt» erhalten kann. Auf diesen Listen sind auch alle Einzelheiten des Adressenwettbewerbe» angegeben. 5343V 12.«uflu(l B.eugufl Ktmlliche Notierung (fielt) | Arles Amlllche Notierung ®efb i ?ries 10,59 10,61 10,587 10.607 Wien.... 59,15 59.27 59,15 59.27 Prag . . . 12,467 12.437 12,467 12.487 Budapest. . 73,43 73,57 73,43 73.57 Solta . . . 3,052 3,058 3,052 3.058 Holland . . 169.73 170.07 169,78 170,12 Cito . . . . 112,49 112.71 112,49 112,71 flaDenbagei. 112,49 112,71 112,49 112,71 Ciockholw . 112.54 112,76 112.54 112,76 London. . . 20.445 20.485 20,445 20.485 Buenot 0tre4 1.193 1,197 1,208 1,212 Neuyost . . 4.209 4,217 4.209 4,217 0rüffel . . • 58.61 58,73 58,59 58.71 I lallen. . . 32.05 22,09 22,05 22.09 Pari» . . . 16.49 16.53 16.50 16.54 Schweiz . . 82,04 82.20 82.00 82.16 Spanien . . 36.06 36,14 35.81 35.89 T emsig . . . 81,69 81,85 81.69 81.85 Japan . . . 2.080 2,084 2.080 2,084 Mw de 3an.. 0,259 0,261 0.274 0,276 Jugoslawien. 7,448 7,462 7.428 7.442 Lissabon . . 18,53 18,57 18,55 18,59 Sajglidimehrt sicfi die Zahl der Käufer Das ist der beste Beweis für die reelle Durchführung meines Räumungs-Ausverkaufs, den ich wegen Umzug veranstalte. Die guten einwandfreien Anzüge, Mäntel, Hosen usw., selbst für den verwöhntesten Geschmack, sind es besonders, die meine gewaltigen Preisherabsetzungen beweisen. Ich kann mit gutem Gewissen große Eile empfehlen, denn wenn es so weiter geht, ist mein Lager bald geräumt finite Beispiele: ca. 200 Stück wirklich gute Herr.-Kammgarn-Anzüge früher bis 68- früher bis 76.- früher bis 105.- jetzt39.— jetzt 48«* jetzt 68.* Im ungefähr gleichen Verhältnis steht es mit mehr als 1000 Hosen, Arbeitskleidern, Knabenanzügen, Lodenmänteln, Gummimänteln, Ga- bardinmänteln, Windjacken und Lederjacken. Wintermäntel durchweg für den halben Preis! Gießen Marktstr.22 Ab l.Okt Seltersweg 17 (fr. Schuhh. Metropol) Nehmen auch Sie diese Gelegenheit wahr; Sie sparen jetzfviel Geldl 5363 A Kalk Grau- und Weiß-Stück von bester Qualität und größter Ergiebigkeit zu billigstem Preis C.Rübsamen, Gießen 2019 D Fernsprecher 3659 /M5. Okt. X f Beginn neuer Lehrg^ Vogtsche HandelskbulenBiefeen V Ooethestr. 32 J Prosp.kostl.^^ /o o und wohlgemut schreitet Onkel Mollig seiner Behausung zu. Seit er den neuen Roeder-Kombinationsherd in seiner Küche aufstellen ließ, freute er sich immer wieder auf die Stunde des Mittagessens. Denn er weiß, wenn er kommt ist das Essen fertig. Er braucht nicht erst lange zu warten und die Gerichte schmecken ihm immer besser. Er ist la ohnedies ein Schlemmer und weiß einen guten Happen wohl zu schätzen. Lassen auch Sie sich einmal einen praktischen Herd bei der Firma Häuser vorführen, es gibt nichts besseres. Und wenn er erst in Ihrer Küche steht und Sie jeden Tag neue Freude daran haben, so werden Sie es nicht bereuen, ihn bei der Firma Häuser gekauft zu haben. Kommen Sie einmal unverbindlich in unsere Ausstellungsräume. Wir erwarten Sie und werden Sie gern beraten. 5336A J. 0. HAUSER, GIESSEN AM OSWALDSCARTEN den 16. August 5372 c Vollständig neues Beiprogramml nur noch heute Samstag, den15.,und morgen Sonntag, Die Drei von der Tankstelle Auf der Bühne: The 3 Rudys die Sensation vom Wintergarten Berlin Lichtspielhaus Der sensationelle Erfolg der schönsten Tonfilm- Operette der Welt: ...weisst 2)innr iu 2000 W. 1200 4 0446 4 8028 09153 61374 163906 161119 187602 189109 T93200 237814 257419 292335 302968 309561 328114 329746 351883 356173 112 ettrinne v» 1000 M. 1266 29601 45169 55461 55768 65880 87298 78038 78174 80661 100245 101770 107133 110254 111147 114362 114593 116661 125527 126406 127078 133403 134080 141724 148376 151369 158891 162674 178913 180110 182833 191816 199485 200499 201393 206781 208305 218006 230320 259334 269251 283360 284134 286942 291894 293315 312859 315636 315638 318722 330977 334740 346354 363950 366752 384552 172 •efcinnt |« 500 OB. 955 18229 23951 26794 27279 29334 29442 30456 51380 53101 54360 63050 68191 70591 70908 76388 76029 79367 94114 97231 101458 106267 106906 112604 113218 116424 119874 121233 134105 134748 136939 140672 147795 169553 164195 170630 171409 172788 180501 189002 192909 205819 207076 209058 218565 219216 219412 230768 232956 241415 242145 246068 249692 250094 252009 259827 265839 268876 270851 272693 272712 281592 289482 299559 307093 310726 311896 313187 320834 324273 326164 330194 333470 336435 339365 343251 343741 351775 351968 362753 373700 380895 383714 385769 392855 396512 Im Gewinnrabe verblieben: 2 Prämien zu fe 600000, 2 Gewinne zu je 60X100, 2 zu je LOOOO, 2 zu je 200000, 4 zu je 100000, 6 zu Je 76000, 8 zu je 50000, 26 zu Je 25000, 160 zu je 10000, 422 zu Je 5000, 852 zu Je 8000, 2602 zu je 2000, 5112 zu je 1000, 8464 zu je 500, 25(02 zu je 400 M. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bl, 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen #nieibcnaufttäge sind lediglich an die Geschäftsstelle ju richten. ScMadL Preiswerte Pauschalkuren Auskunft: Hessische Badedirektion SchloB-Caf« Marburg Inh. Carl Spangenberg - Schönste Aussicht Marburgs Täglich ab 15.30 Uhr: Konzert Dienst.,Don nerst.Sonnab. u.Sonnt :Tanz-Abend Mittwoch: 5-Unr-Tanz-Tee 15720 Ilartnnetnin ™ Spessart von Hdcenbröcken PdrieliMBin Kurpension RIETZ wundervoll« Life inmitten croBer Tannenwilder, herrliche Waldspetierfinre mit Idyll. Ruheplätzen, reizende Fremdenzimmer fließendes Wasser, pnma Verpflegung Mk 4.50 bei vier Mahlzeiten, Blder im Hause, Badegelegenheit. 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