Donnerstag, 15. Januar (951 181. Jahrgang Nr. 12 Erstes Blatt $tid)etei tcq e. boua'.cg* ci» jtteneg» Btefcenti Jcwilieablätto fyeoBoa in Bild Th» Scholl» Soeats Btiigspreti; 2.20 Heidismarh an» 30 Ha*6|rfrenig ffii Träger- lob,n. and) bei dichter» ktemee etnjelner^lummem tn‘olg» höher»» (BewalL $eTilnred)an| 8, auswärts 10 Texdjsrrenmg. für Re» k!amean:etgen cor. 70 >« m Brette 35 Betd)‘Pfennig, pidpnfdph 20* . mehr. ’ L befrtb akrenr Dr Jneör Dich Lange. BeraMHvonllch für "DcltrJi Dr Fr TBtll) Lange, fit ^•e-iüeton Dr HTKqrtot; für Den übrigen Teil änR Bchmichein unb für der» Sn jeig enteil Tlar . rine 22 .'.che 3 is erster? SedeHßag {■■ttin auch ; t ä t b a r e Seaug Der brir.'ie S peäriüyr >c ^raxic'e» jreö LawLn- merben Bethaus e: - r~±£c^_ > Z&iTLZZ a--wichlläch dermch- ?g tz B-eglr-um-g c'jses > fibge-ocrez bene. log. Dr. 5re* Txm d) er* . Bern ihrem Neuer polnischer Uebergriff. tzi» ö am dies ev»»pelnLe4 ^ouesh«s «1s »ol»ti'Les r«».;h«s. Die iReöe im Hausbaltsausschuy : IOC 2B’.Hic~-cn mehr a.s der ooranssichtliche: Lreuererngang für das 3rich 1930 erbringen werte 6s fei Griühlsiache. ob man sich bei den S lener- fchöhnngen von eine» gnmneu Betteoae» gebr.id gefcnznen, da^ der g c f c m t e Steuer» ansfall rund 980 'Billionen betragen rrird. rr?n dem 255 Millionen ruf die Lärcher, 125 23:11 iorien au1 Rr.aor'chatiS» und 3nDcliben- verficherung. und 600 Millionen auf das 3eich entfallen. Der Minister erklärte weiter Sr habe auf Grund der Steuereingänge der letzten Bin nute t i c Einnahme-Schätzung nochmals überprüft M-er.n dabei fich auch seine Schätzungen von Lnfang Dezember als richtig ermchken hätten, mü^e immer mir der Mä-guch- kri! gerechnet werden, datz der ent 630 Millionen angenommene 3nteil des Reiches an dem Sin* nahmeansfall u m etwa bis zu 100 Millionen überschritten werden Bnnc. Unb ttrar liege das u. a. auch daran, dah durch den Bkgfall der 3 e chshilfe an 1. Zebruar und die dann e:n' esende c 5 t c j e r. tige Gehaltskürzung das 3eich 30 Millionen Steuereinnahmen verliert, während bei Ländern nnd Gemeinden dadurch eine Berbefferung um 45 Millionen eintritt. InSgriem: werte der Fehlbetrag des ordentlichen H-ausballs 1930 c^o die Hoch stimme Per runb ! Milliarde nicht übersteigen. Der Zeywe-rag des austerordenllicher; Haushalts, der ru ibeginn des Wahres 1930 i*.O 2Biüionen betragen habe werde zu Beginn 1931 cr( 332 Millionen zurück gegangen fein, unb zwar durch den Sriös der Areuzer-Mnleihe. Die cnricheidende Zrage 'ei. daß der Haushalt 1931 auf ge'icherter Grundlage beruhe. Durch die starien Ausgabenabstriche und die iLbHängung der 3rScusä'emxrri:cherur.g vom Meichserar 'ei der Star 1931 auf festeres Fund amen: gestellt. Sine Griahrenauelle werde in den 'lr 1930 griwätzren Steuere:-» nahmen griehen. Gegenüber dem Sceuerioll für 1930 werd« im Gra: (ür 1931 mit einem Steuer- a u s ' a 11 mi: S 7 7 Millionen gerechnet. en S tc : kaum irre: reh n der .—: Bacher :ü dir übe: eine vamamcnram' che Uchric: reriüg: und das Heer hinter ':ch hau d-.e a. r r.ne g-cw "e Sraeuuät d-er .nueten Dietrichs Optimismus. Bon nn'erer Berliner 3edakrisn. Der 3e.chsfittan«ninistcr Hal am Mittwoch im Hau^taus'chuh eine Zwifchenbilanz 'eines Srars au'gestellt Sie ist ar. fich unerireui.ch genug Dietrich rechne: mu einem weiteren Ausfall von hundert Millionen, ist aber ovtiinistrich genug, ein derartiges 21: :!o in den Kau' zu nehmen, weil er ho ft. bah im komm enden Jahr die Kon-unlrur llch etwas beleb: und dadurch der 2us all gedeckt wird. Aber Denn cs a^ch yi einer lang'amen Belebung d:r Mirricha': kvrtmen 'vllte, benn würde der Grat ron 1931 die Früchte vermutlich noh r.icht ernten. 23rg» llchkowen zu weiteren Gin v-arungm steht der 2Ei» nister richt. Gr 'che:-.: al'o daran zu denken, das vielleicht unvermeidliche Seririi des kommenden Iah res in d-.e niwsten Stars" ahre hinüberzu'chlev- Cen, '»lange, bis d e Zeiten b:''er werden und die steigenden Sirmahmen tlcber chü^e aut 21usg'.::» chung d.e'er Schulder, ergeben, ä “ nicht ganz ungefährliches Severurwu. das natürlich in lern Augenb-ü.ck verchängnisvoll wird, wo die rauhe Mirllich'e:: d-.e Sch:sangen des Finanzrarn:ters widerlegt. Mir glauben a. o ni^t, dah in der 3b- tebnung aller oxr.terer. 3usg abenLrz. urigen d-as letzte Morr 'chon ge vrochm 'ist. Drv.^dem begrüben mir den Optimismus, den d« Mm: ster an den Dag gelegt hat, peil äurch 'ei« ganw 2Lr*. eine uua vvr Gerüchten zerstreut werden wird und n>r.ch viel von der 3eroo'ität weg-allen 'vllte. die stch neuerdmgs wieder ange- 'ammelt hau Sir dürier. davon Kewnmis trehm er, dah Kafeufchwierigke'-ten für der. laufenden Sta: n’-Qt zu erwarten find, dah al d auch der Bierrri» jahrsu-t.mo o^te ernste £oammger. rtrüber- gehen wird. Sir bür-en davo KeruurS nehrner, daß D^e-mch d e i t e r e 6 i r g r i f f e i n b i e 3 e- am tenbe'oldung wie überhauvt neue S : e u e r r., vornehmlich ein weiteres Awzicher. der tim'ar reuet a i . e h r r, weil et der —r rumg ist, daß eine Srhähung der Steuern chrs der ohnehin übersteigerten Sätze zwechüvs b eiben würde XL- 's nvtwerll grt aber ist es. daß die । Beg erung 'ich mit c_?r Kran letzt der ‘3e!ämr- i ümg der wirr chastlichm Böte zuwerde , b rr. nur, i wetrn txt zu c:ver Belebung des ü r..ar.d» Marktes !:-.rr, :st die S: enbertfur, der die deurich« Mirrichast angenbliLich uuterworien rü.: tz tlnd w err rrr. argen t :< —ew -cn der ctz.en M-ah-er. em .ze S'.rwendmtger. Haven. <» baruv a m r:e stch dämm daß ;a d.e d-eur'che T~—>Ty nicht r echter v -eüe.ch: -ich» c.n- aaf ger.i v schlecht behond-elt wordm rst w:e $übiungnabme in Pans. Tie woIxrich = fr«x>öin*e ,^neBxme»«rt>ett qciicherr. Die Reise nach Gens. Die deutsche Delegation hat am Mittwvchnach» mittag dieFahrtnachSenf angetreter.. unter seht wenig glücklichen Auspizien. Sie hat zunächst noch eine kurze Atemvau'e, da die Beratungen der 6 ur opa-xonf eren i egentllch nur weht formelle Bedeutung Haden, nachdem Herr Br:and '-ch an leine- e.ger.en P.änen aus wohloebstander em. franzö if ur üurambe: und 2:^.nr-er vor- ' 3eick»-raa icrcelea ruTtixriaren, unterlagt brr 3:mg7Üstmg des Lacket- vu-bsraLS. Und =».r- r er Brumuäreo voraekom- men ^-d, durch d e Zctzttau'-^ dewvch-r datier 7»)7-^ ^Üästicht- Vetavv» ETcrber. dntch die rsir-öe Staarsmaebärar. ar well ße stch -— de-uvSea Lultuige-5 -ichast briesren, ar Lew und Qg-v-r g.stb der wurden, dann stllre es eine -st: -eriw-d w- rstubt des Zäckemu^es r.n. nach >, — r;- - r_ »eie7 Zer ^-mer- rar ba- Be -r< tzerarr.a-: Ü-tsttße rir durch die beurSe Lerarwerd^- esu 5777-chu >2. vvllrvch? Sea.m rsei- V7 ebemv w - ra.mstch lmßa.Ückr as m ewvaw a:w t ~ 23i wem: rar v>:r^au au- w.u der tsz aurruna einer deurcher Sstma cr-rrr-euei mwd. rabergrirelt ’ri und dir de- -aä:e- Zeine» bejoal Zette» fcegecnrs merde. öie Deu: che Tolks, -a'f-ur.g d« Miristcrs z über die e jede-mal Li SriZ aar» rar di-st- Zweck den stL.mtitt-btü emari-tzt werden Erawechnich hat die Ladeckuna diries Zestzn- gar erst 1?32 zu er st 1 Zett llm einer mißverirändlichea Luror^ng p 7-atM-:. hat 2er ?-roestnar.~stuster stch de an auch"dem- aicnd aeraalaß: gesehen. Ixe Zmce m -- dem Kahme egen falle. Die 5. bewegen. Er hatte er bei unserer Ivirtschafts- läge nicht für richtig, einen solchen Eventual- fehlbetrag, der sich jetzt noch in keiner Weise übersehen lasse, durch Steuererhöhungen zu decken.. Er wäre in unserer Lage da» ver- kehrtesle. Steuern aus Vorrat zu schassen, wenn e» dagegen gelänge, eine Reserve durch Ausgabenkürzung zu schassen, so werde er dies sehr begrüßend Alle Maßnahmen, die die Regierung bei ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik ergriffen habe und noch ergreifen wrrde, haben das Ziel, der Wirtschaft wieder Auftrieb und Rentabilität zu geben und eine mög'.ichst große Zahl Arbeitsloser wieder dem Arbeitsprozeh einzufügen. Q3on den, Erso'g dieser Mahnahmen hänge es ab, ob der gemäßigte Optimismus, der im Haushaltsentwurf zum Ausdruck komme, berechtigt sei. Eine Gefahrenquelle für die öffentlichen Haus-alte liege noch bei den Wohlfahrtserwerbslosen, deren Zahl im Juli 1930 400 000 und im Dezember 1930 597 000 betragen habe. Die Rotverordnungen haben den Gemeinden neue Einnahmequellen verschafft. Auch müssen die Gemeinden zu stärkeren Ausgabensenkungen kommen. Dort, wo trotz aller Anstrengungen in den Gemeinden Schwierigkeiten entstehen würden, müßten zunächst die Länder eingreifen, denen im Zusammenhang mit der Reolsteucrsenkung und der Zuweisung von Haus- zinssteuermitteln Ausgleichsfonds zur Verfügung gestellt seien. Er werde dem Reichsrat in den nächsten Tagen einen Ergänzungsetat vorlegen, der in der Hauptsache Stellenabsetzungen bei den Ministerien bringe. Das Kabinett habe nämlich beschlossen, daß der Personal st and der Ministerien um mindestens 10 v. H. verringert werden müsse. Mit di.ser Verringerung werde durch Stellenabsetzungen in diesem Crgänzungsetat der Anfang gnnacht. Zum Schluh seiner Ausführungen unterstrich der Minister Dietrich noch einmal, wie sehr der Reichshauehalt von der Wirtschaftslage abhängig sei. Die Schwierigkeiten kämen aber nicht nur vom Weltmarkt und der Weltwirtschaftskrise her, sondern noch in verstärktem Maße vom Inland her. Daher müsse es eine Hauptsorge sein, den Inlandsmarkt zu beleben. wer heute in der Presse gelesen habe, wie stark der Lisenab'ah im Inland zurück- gegangen sei, während sich die Ausfuhr noch leidlich gehalten habe, müsse über diese Entwicklung erschrecken. Es habe daher keinen Zweck, den Reich-Haushalt mit Gewaltmitteln zu beeinflussen; es sei vielmehr notwendig, den übertriebenen, oft nicht gerechtfertigten Pessimismus im deutschen Volke zu bekämpfen, wenn an ollen Ecken und Enden immer nur geunkt werde, verliere das Volk noch den letzten Rest seines Mutes. Auf einen Zwischenruf des kommunistischen Abg. Sloecker erklärte der Minister, daß er sich nicht für eine Erhöhung der Steuern, auch nicht der Umsatzsteuer aussprechen werde. Besonders die Erhöhung der Umsatzsteuer würde eine untragbare Herabdrückung der Lebenshaltung der deutschen Bevölkerung herbei- führen. Beginn der Aussprache. Abg.Hergt (Du.) vermißte in der Rede des Finanzministers eine genügende Würdigung der Tendenz des Riederganges der gesamten deutschen Wirtschaft, was um so bedauerlicher sei, als dieser Riel^rgang in eng ft cm Zusammenhang mit den untragbaren Vounglasten stehe. Aus diesem Grunde wandte sich der Redner auf das entschiedenste gegen die Folgerungen, die der Minister in seiner ; Rede zum Ausdruck gebracht habe. Die finanzielle ‘ Lage sei katastrophal. Die Verschlechterung des x Vermögensstandes des Reiches sei ungeheuerlich. Der Regierung sei der Vorwurf zu machen, daß sie dem Auslande gegenüber diese katastrophale Entwicklung der deutschen Finanzen nicht deutlicher und eindringlicher betone. Abg. Dr. Reubauer (Komm.) war gleichfalls der Ansicht, daß der Riedergang der Finanzen und der Wirtschaftslage Deutschlands zur Katastrophe geworden sei. Die Wittelchen, die zur Linderung der Krise angewandt worden seien, seien verpufft und hätten sich als völlig unzureichend erwiesen. Die Preisabbauaktion sei gescheitert. Hierauf wurde die allgemeine finanzpolitische Aussprache auf Donnerstag vertagt. Berliner Echo. Berlin, 15. Han. (Eige. e Meldung. ERB.) Zu dcr gestrigen Rede des Reichssinanzmini- stcrs im Haushaltsausschuh über die Gestaltung des Re'.chsetats schreibt der „Vorwärts" (soz.): Die Rede vcrivochte die Schwächen des Haushaltsplans für 1931 nicht zu leugnen, sie rückte sie aber nach besten Kräften unters Verkleinerungsglas und suchte über den Rest, der auch so noch zu tragen blieb, mit dem ^.gemäßigten Optimismus"' hinwegzukcmmen, zu dem Herr Dietrich sich bekannte. Dieser ..gemäßigte Optimismus" mag gelten, aber droAnden Gefahren soll man rechtzeitig v or be u- g e n.. Wir haben nun genug Lehrgeld be - »V o s s. Z t g." (älllstein) unterstreicht die Aolehnung neuer Steuern und gibt Der Ansicht Ausdruck, daß bei dec anerkannten Bedeutung der öfsentlichen Finanzen als der wahren Grundlage aller Wirtschaft die beruhigende und belebende Wirkung vielleicht noch größer sein würde, wenn di« Einnahmeseite mit etwas besseren Reserven ausgestat- tet wäre. — Die „D. A. Z." (DVP.) betont, bah Grund zu neuen oder verstärkten Befürchtungen nicht gegeben sei, weder in materieller Beziehung noch auf dem Gebiete des Vertrauens und des Kredites. Was Minister Dietrich vor- zutragen hatte, sei so unerfreulich gewesen, wie es der schlechten Wirtschaftslage entspreche. — Die „Deutsche Tageszeitung" (Landbund) bezeichnet es „als «inigermahen schwer, die Terechtigung eines auch nur gedämpften Optimismus aus dem Heb erblick über die getätigte und geplante Finanzpolitik des Reiches hc rauszulesen'. — Der .Tag" (Hugenberg) ist dcr Ansicht, dah die Männer, die im Voung- plan den Ausgangspunkt einer besseren Zukunft sahen, niemand davon überzeugen konnten, daß sie Führer aus der gegenwärtigen furchtbaren Depression seien. Senfuiw der Lisenpmse ab 1. Januar 1931. Ein Beschluß des Gtahlwerksverban-s. — Selbstkostenlnfls und öffent iche Hand. Düsseldorf. 14. Han. (TU.) Die Eisenindustrie verbreitet eine längere Erklärung, aus der sich ergibt, daß für alle ab l.Hanuar 1931 getätigten Abschlüsse eine Ermäßigung der Eisenpreise um durchschnittlich 11,50 b i s 12 Mark eintritt. In der Erklärung heißt es u. a.: Hn der Erkenntnis, dah die gesamte deutsche Wirtschaft sich in einer Selbst- kostenkrise befinde und das deutsche Preisniveau in seiner Gesamtheit unhaltbar sei, hatte die Eisenindustrie i m Huni v.H. ihre Preise über das Ausmaß der erstarrten Lohn- und Gehaltsbeträge hinaus ermäßigt und ein sichtbares Zeichen zum Preisabbau auf breiter Front gegeben. Die Eisenindustrie hatte damals gleichzeitig betont, dah auch andere Wirtschaftsgruppen diesem Beispiel folgen müßten und daß diesen Maßnahmen der Privatwirtschast jedoch nur dann ein nachgiebiger Erfolg beschieden sein könne, wenn die öffentliche Hand die Erfolgsmöglichkeiten nicht durch zusätzliche Belastungen durchkreuze, sondern sie durch tatkräftige Hnangrisf- nahme der seit Hahren verlangten Ausgabesenkungen unterstütze. Erst als einige Zeit später sich auch die Reichsregierung für einen allgemeinen Preisabbau einsehte, begannen auch an anderen Stellen Selbstkosten und Preise nachzugeben. Ausmaß, Tempo und Wirkung dcr bisherigen Preissenkungen konnten deshalb nicht allen Erwartungen gerecht werden, weil die von der öffentlichen Hand bestimmten Unkostenfakloren fast ausnahmslos unverändert blicben, oder sogar gestiegen sind. Das gilt für Steuern und Werkstarife, wie auch für Soziallasten und Frachten, linier diesen Umständen und auch im Hinblick auf die unveränderten Tr i b u t v e r p f l i ch t un- gen verblieb für die notwendige Selbstkostenentspannung nur ein beschränkter Spielraum. Die erforderlichen Lohnsenkungen konnten nur unter den größten Schwierigkeiten und unzureichend durchgeführt werden. Auch die K oh- len l ö h n e sind zur Enttäuschung der Industrie nicht in einem der vor angegangenen Kohlen- Preissenkung entsprechenden Umfang herabgesetzt worden. Wenn die Eisenindustrie sich jetzt dennoch entschlieht, innerhalb eines halben Hahres ihre Preise zum zweiten Male, und zwar in einem erheblichen Ausmaß, zu ermäßigen, so geschieht das aus der Erwägung heraus, preislich das Möglichste zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu tun. Die Eisen- Preise liegen nunmehr trotz der seit 1925 durch staatliche Maßnahmen bewirkten starken Selbstkostensteigerungen durchweg unter denjenigen Preisen, die bei der Reugründung der Syndikate nach der Stabilisierung der Währung festgesetzt wurden. 9er Konflikt in der Mrlschastspartei. Austritt Eoloffers. - Oie sächsischen Wahlkreise gegen den Parieivorstand. Berlin, 14. Jan. (BDZ.) Die Versuche sächsischer Wahlkreisorganisationen der Wirtschaftspartei und des Abg. Ladendorff, den Austritt des Abg. Colosser aus der Partei zu verh.ndern, sind gescheitert. Abg. Colosser hat nunmehr seinen Austritt auf der Partei erklärt in einem Schreiben an das für Donnerstag einberufene Parteischiedsgericht. In dem Schreiben heißt es: „Ich habe Ihre Einladung zur Sitzung des „K ö p f u n g s a.u s s ch u s s e s" erhalten. Ich darf annehmen, daß Ihnen die gestellte Ausgabe sicher recht peinlich ist, und will Sie deshalb von derselben befreien. Es dürste immerhin ein Novum sein, daß man den Aufzeiger der üblen Verfehlungen köpfen will, während man demjenigen, der sie begangen hat, noch obendrein ein Vertrauensvotum konstruiert. Als einziger Grund, der zur Rechtfertigung dieses sog. Ausschiußverfahrens dienen soll, ist in Ihrer Zuschrift an mich der genannt, vaß die Presse von den Vorgängen erfahren hat. Ich empfinde das heute als sehr gut. Durch die Arbeit der Presse, die Ent- scheidungen der Parteibehörden und ihre merkwürdigen Veröffentlichungen und durch die Verlautbarungen der sächsischen Parteipresse ist doch vor der breiten Oeffentlichkeit festgestellt, daß eine Mehrheit der Verantwortlichen der Wirtschaftspartei kein Reinigungsbedürfnis hat, denn um Reinheit und Sauberkeit geht mein Kampf. Da ich aber noch Reinlichkeitsgefühl besitze, so scheide i ch hiermit aus der Partei aus. Mir genügt die Tatsache, daß ein Prüfungsausschuß nach mehrmonatiger gewissenhafter Arbeit, wenn auch angesichts der Ermittlungen in noch so schonender Form, festgestellt hat, daß meine nur zum Teil bekanntgewordenen Behauptungen im wesentlichen wahr sind und daß infolgedessen nach Ansicht des Prüfungsausschusses Drewitz wird verschwinden müssen " Abg. Colosser will nach seinem Ausscheiden aus der Wirtschastspartei seinRcichstagsman- dat weiter aus üben, zunächst als Fraktionsloser. Dom Parteivorsitzenden der Wirtschaftspartei, dem Abg. Drewitz, wird erklärt, er habe bereits Strafantrag gegen den Abg. Colosser und den Sohn des bisherigen Parteigeschäftsführers Dannenberg gestellt, weil er in ihnen die Verbreiter der ihn beleidigenden Behauptungen erblicke. Er werde auch gerichtlich gegen die Zeitungen Vorgehen, die die ^kannten Beschuldigungen gegen ihn Liedergegeben hätten. Ter Parteivvrstand habe ihn zunächst an einer gerichtlichem Austragung des Konfliktes gehindert; erst der Reichsausschuh habe ihm auf sein Verlangen freie Hand gelassen, seine Beleidiger vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. Das werde jetzt geschehen. Die drei sächsischen Wahlkreise der Wirtschaftspartei haben auf einer Tagung am 11. Hanuar in Dresden unter Hinweis darauf, dah die öffentliche Erörterung deS bedauerlichen Führerstreiis für die Partei untragbare Formen angenommen habe, vorn Parteivorsihenden Drewitz den freiwilli- genRücktritt verlangt. Drewitz hat Lies abgelebt. Die drei sächsischen Wahlkreise brechen nunmehr, wie von der Geschäftsstelle des Wahlkreises Ostsachsen der Partei mitgeteilt wird, in vollkommener Einmütigkeit die Beziehungen zur Reichsparteileitung ab. Wie-ergewährungderKin-er- zuschläge in Hessen. Beschluß des Finanzausschusses. WHP. Darmstadt, 14 .Han. Der Finanzausschuß stimmte einem Antrag des Abg. Dr. Werner (Rat.-Soz.) zu, der verstärkte Förderung der Landwirtschaft durch Maßnahmen der Reichs- und Landesregierung, insbesondere auch Förderung bc£ Absatzes und Schutz der heimischen Produk.ion verlangt. Von der Regierung wurde erklärt, dah man nunmehr behördlichen Druck ausüben wolle, um die vom Milchhandel in manchen Städten zugesagte aber in der Praxis nicht durchg führte M i l ch p reisse n l u n g zu erreichen. Ein Antrag^Dr. Werner (Rat.-Soz.) zur Tabaksteuer wird durch die Rotverordnung vom 1. Dezember 1930 für erledigt erklärt. toc naml '2 -A > Frankl iuf Meeresmveau nmoerechnetee Luftdruck 'Lvettervo raussage. Durch den Einfluß der Rordmeerstörung wurde der hohe Druck über den. britischen Inseln bereits wieder abgebaut und südöstlich nach der Biskaya, Frankreich und Süddeutchland verdrängt. Mildere ozeanische Lust gelangt infolgedessen nach dem Festlande, welche zur Abschwächung des F;v- stes führen durfte. Oluyer starker Bewölkung oder Dunftbildung treten zeitweise Riederschläge auf, die meist als Schnee niedergehen. Aussichten für Freitag: Frost, im allgemeinen leichte Abschwächung, meist bewölkt oder dunstig, zeitweise Schneefälle, westliche Winde. Lufttemperaturen am 14. Januar: mittags —0,6 Grad Celsius, abends —2,1 Grad; am 15. Januar: morgens —9,4 Grad. Maximum —0,2 Grad, Minimum —11,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 14. Januar: abends —1,2 Grad, am 15. Januar: morgens —1,4 Grad Celsius. — Niederschläge 2,5 mm. Amtliche Vintersportnachrichteu. Vogelsberg, Hoherodskops: Klar, — 9 Grad, 25 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut — Herchenhainer Höhe: K'ar, — 6 Grad, 15 bis 20 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. Dauerland, Winterberg: Bewölkt, — 8 Grad, 38 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut. Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, — 7 Grad, 30 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Be. wölkt —4 Grad, 13 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut Feinste F schfilets von Seelachs, Kabeljau, Schellfisch und Barsch Pfand ' on 50 Pf. an. Fischhaus Cuxhaven Jlarktwtr. 23 I37A Tel. 2417. AUTO Inventurausverkauf in unseren Verkaufs-Räumen 435 0 Meine Büroräume 436 D Architekt Baurat Meyer Versäumen Sie die Gel eßen- heil nicht! — auch an Lieser Stelle besonder- aufmerksam gemacht sei. Näher-.- in der heutigen Anzeige. — Der Bund „Haus und Schule" veranstaltet am Freitag, 16. Januar, 20 Uhr, im Johannessaal einen Familienabend. Man beachte die heutige Anzeige. befinden lieh wiederin meinem Hause Westanlage 6 175 Baudarlehen im Werte von 5. Darlehnsvergebung im Jahre 1930 vergeben. Bon den beiden letzten Bergebungen fielen auch zwei Darlehen auf Mitglieder der Bausparkasse aus (hießen. Es erhielten Steuerinspektor Bernhard Reibling und Oberpostsekretär Heinrich Meyer Baudarlehen im Gesamtbeträge von 42 000 Mark. Die Gesamtzahl der mit Hilfe der Deutschen Bau- und Sicdelungsgcmeinschaft erbauten Eigenheime beträgt nun 2343. für die die Bausparkasse Beträge von insgesamt 34 300 000 Mark an Darlehen aus- gegeben hat. Gcwerkschaftsbund der Angestellten. Man schreibt uns: Die Ortsgruppe Gießen des GDA. hielt am Samstag im Hotel Hopseid ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Der Borstand erstattete eingehenden Bericht über die umfangreiche Arbeit im vergangenen Jahre. Der Jahresbericht, den der Vorsitzende, Prokurist Zecher, gab. kennzeichnete die wirtschaftliche Lage der Angestelltenschaft, unter deren Druck auch die Ortsor"vpen- arbeit zu leiden hatte. Neben einer Ne he von Tagungen. Vorträgen und Veranstaltungen hatten die Jrauengruppe. Reisenden-Fachgruppe und Jugendgruppe stärkere Aktivität entfaltet. Der Zahlstellenleiter. Otto Gold Horn, konnte trotz der ungünstigen Zeitverhältnisse von einer Mitgliederzunahme und einem verbesserten Deitrags- eingang berichten. Geschäftsführer Mack gab als Rechnungsführer und Bildungsobmann einen gedrängten, eindrucksvollen Bericht über die Bildungsarbeit. Der Kassenbericht wies eine Verdoppelung der Einnahmen und Ausgaben auf. In 102 Zusammenkünften und Veranstaltungen de« Jahres 1930 kamen etwa 2500 Personen zu den Wonatsversammlungen, Vorträgen, Kursen und Besichtigungen von Betrieben. Die verbilligten Theatervorstellungen fanden guten Zuspruch. Nach dem Bericht der Rechnungsprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt und ihm Dank ausgesprochen für die Arbeit im Dienste der Mitglieder. Diese Anerkennung fand zugleich ihren Ausdruck in der Wiederwahl bewährter Vorstandsmitglieder. Die Arbeit für 1931 soll auf eine breitere Basis gestellt werden. Geschäftsführer Mock gab einen Gesamtüberblick über die Tätigkeit der Geschäftsstelle Gießen und die augenblickliche tarifpolitische Lage in Gießen und im Bezirk. Erweitertes Vezirksschöffengericht Gießen Das hungernde Kind friert! Hilf! Städtische Nothilfe 1930. unseres Lagers gebrauchter Wagen. - Wir offerieren eine grobe Anzahl 2-6sitzige Limousinen, offene Wagen, sowie Cabrio ets und Lieferwagen.Last wagen, darunter tabrikneuwertlge Objekte, zu jedem nur annehmbaren Preise Zahlung» Erleichterung! Alle Wagen sind gut erhalten, fahrbereit. Die neuen bzw. neu- weitigen mit Fabrik-Garantie Unverbindliche Probefahrt I - Opel-Auto, Gießen vermag. •* Bauhilfe. Die Bausparkasse der Deutschen Bau- und SiedelungLgemeinschaft in Darmstadt hat. wie man uns jetzt berichtet, kur; vor Weihnachten ........." ' 2 650 000 Mark als Der Stolz der Eltern Die Tausende von Attesten zeigen, dab es sich bei Scott um ein besonderes Stärkungsmittel handelt. Millionen Flaschen werden in den Kulturländern mit bestem Erfolg verbraucht Scott Ist kein chemisches Produkt, sondern enthält die natürlichen Nährstoffe, in leicht assimilierbarer Form. Verlange nur Original Scott in allen Apotheken und Drogerien. Dellte: Hirsch-Apotheke, Pellka «Apotheke Üilv.-Apitheke i. go.d. Engel, Hattrick, Marktplati termania-Drogerle Seibel, Frankierter Strafte 81 Bin leabnrg.Drogerie Elpes, Seltersweg 68a LaSwleeplatx-Drooene Boll; Neustadt-Drogerie Noll Drogerie Winter heft, Kremplet« 9 16. 445 V Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 100 bis 150, Tomaten 70 bis 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Kartoffeln 3,5 bis 4, Aepfel 30 bis 45, Dirnen 20 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, Nüsse 50 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne und Suppenhühner 90 bis 120, Gän.e 100 bis 110, Endivien 80 bis 90 Pf. das Pfund: Käse (10 Stücks 60 bis 140 Ps.; Tauben 70 bis 80, Eier 14 bis 15, Blumenkohl 40 bis 70, Salat 25 bis 30, Ober-Kohlrabi 8 bis 10 Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10* bis 50 Pf. das Stück: Kartoffeln 2,50, Weißkraut 7 bis 8, Wirsing 10 bis 12, Rockraut 9 bis 10 Mark der Zentner. Taten für Freitag, 16 Januar. Sonnenaufgang 7.59 Uhr, Sonnenuntergang 16.21 Uhr. — Mondaufgang 6.55 Uhr, Monduntergang 13.32 Uhr. w _ 1838: der Philosoph Franz Brentano in Marten- berg bei Boppard geboren; — 1901: der Maler Arnold Bocklin in Fiesole gestorben; — 1906: Ma- rokkokonferenz in Algeciras. Bornotizen. — TageSkalcnder für Donnerstag. Stadttheater: „Der Kaiser von Amerika", 19.30 bis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Das Flötenkonzert von Sanssouci". — Astoria- Lichtspiele: „Der geheimnisvolle Kavalier" und „Der falsche Freund". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, findet die Erstaufführung des Shakespeare-Lustsptels „Der Widerspenstigen Zähmung" in vollständig neuer Inszenierung unter der Spielleitung von Peter Fassott statt. Fassott hat den Text des Lustspiels einer eingehenden Bearbeitung unterworfen. Beginn der Vorstellung 20 Uhr. — Samstag, 15.45 Uhr, erste Wiederholung des Lustspiels: „Der Widerspenstigen Zähmung" als Schülervorstellung bei kleinen Preisen. — Vorträge über „Schiller und dre Gegenwar t". Man schreibt uns: Je schwerer die Prüfungen sind, die in der jetzigen Zeit das Deutschtum zu bestehen hat, desto notwendiger ist es. aus jene Gestalten h.nzusch:uen, die vor hundert Jahren in ähnlich schweren Zeiten geistige Führer des Deutschtums gewesen sind. Zu diesen Gestalten gehört vor allem Schiller. Don ihm könnte man meinen, er sei zu bekannt. Cs wird gerade die Aufgabe der beiden Vorträge fein, die Lic. Robert Goebel auf Einladung der Christengemeinschaft in dieser und in der kommenden Woche hält, auf manches weniger Beachtete in Schillers Gesamtwerk und in einzelnen Werken hinzuweisen. Das Thema der beiden Vorträge heißt: ..Der unbekannte Schiller und die Gegenwart". Es soll dabei Schillers Geistesart und auch Schillers Lebensbegegnung mit Goethe geschildert werden. Erster Vortrag am Freitag, 16. Januar; zweiter Vortrag am Freitag, 23. Januar. (Siehe heutige Anzeige.) - Die Volkshochschule b.ginnt morgen (Freitag) 20 Uhr in der Universität, Hörsaal 53 (nicht Hörsaal 54), wiederum einen neuen Kurs: Eingaben, Gesuche. Protokolle, Berichte, auf den handelt, indem er ihn an den Haaren packte und ihm ein Büschel auSriß, ein Mitangeklagter anderer Obergefreiter vom gleichen Bataillon hat bei der gleichen Gelegenheit einem Zivilisten ins Gesicht geschlagen. Der erstere erhielt eine Gefängnisstrafe von drei Monaten, der letztere eine Geldstrafe von 50 Mark. Ein Jäger aus Schlitz gab nach der Jagd sein Gewehr, das er zu entladen vergessen hatte, einem Fabrikarbeiter zum Reinigen Dieser hielt eS unvorsichtigerweise gegen sein zufällig im Zimmer anwesendes Kind, das durch den losgehendeH Schuß getötet wurde. Beide Angeklagte wurden wegen fahrlässiger Tötung z u je zwei Monaten Gefängnis verurteilt, an deren Stelle bei dem Jäger eine Geldstrafe von fünfhundert, bei dem Arbeiter eine solche von hundert Mark tritt. Starkenburg. WSN. Darmstadt, 14. Jan. Als am Dienstagabend der Zug 670 im hiesigen Hauptbahnhof eingelaufen war, überschritt der 60 Jahre alte verheiratete Oberbahnschasfner Philipp K ü ch- Icr das Gleis 9. Hierbei wurde er von der bereits zum Umseyen in Fahrt befindlichen Lokomotive des Zuges erfaßt und überfahren. Der Unglückliche wurde durch Eindrücken der Schädeldecke und mehrfachen Bruch des rechten Deins so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Keine Kandidatur Adelungs für Mainz WSN. Darmstadt. 14. Jan. Auf die Mitteilung, daß dem ratspräsidenten Dr. A d e - I u n g , der seinerzeit Bürgermeister von Mainz war, der Oberbürgermeisterposten von Mainz angeboten würde, erklärt der Staatspräsident, daß, wenn eine solche ehrenvolle Absicht bestünde, er b tten müsse, von einer Derusung seiner Person abzusehen, da er in der gegenwärtigen Lage nicht ge o men fei, fein jetziges Amt als Slaatsprä, ident au z igebem In den gestrigen Parleideratungen in Mainz ist eine Entscheidung hinsichtlich der Wahl des Oberbürgermeisters noch nicht gefallen, doch wird man für möglichst baldige Entscheidung der Angelegenheit mit Rücksicht aus d e bevorstehenden Etatbera.ungen Sorge tragen. Don einem AuS- schreiben der Stelle wird abgesehen. Amtsgericht Gießen. Auf dem Gebiete der Reinhaltung der Metzgereien sollte sich die Pächterin einer solchen aus einem Dorfe des Kreises verantworten. Gleich bei Beginn der Verhandlung zog sie es aber vor, den Einspruch, den sie gegen einen ihr zugegangenen, auf 50 Mk. lautendem Strafbefehl erhoben hatte, zurückzunehmen, so daß die Strafe rechtskräftig ist. D-e Anklage ging dahin. sie habe es geduldet, daß in ihrer Wurstküche nicht nur gewaschen, sondern in dem Kessel Wäsche auch gekocht wurde. Beides ist selbstverständlich strafbar, im Interesse der Konsumenten. die keinen Einblick in den- inneren Geschäftsbetrieb einer Metzgerei haben und sich unbedingt auf die Zuverlässigkeit und Sauberkeit der Metzger in ihren Betrieben verlassen müssen. Cs ist den Metzgern durch Polizeiverordnungen und Schlachtordnungen strengstens untersagt, in ihren Wurstküchen, irgendwelche Verrichtungen vorzunehmen, die außerhalb deS Mehgereibetriebs liegen, geschweige denn den Kessel in der genannten Art zu benutzen. Briefkasten der Redaktion. •• E i n Achtzigjähriger. Morgen, Freitag, 16 Januar, begeht der Oberßurschütz i. R. Georg Weber, Rovnstraße 8, in geistiger und körper, lichcr Frische seinen 80. Geburtstag. •• 50 ^>abrc Maskenverleih. Der Inhaber des Masten - Garderobe - Derleihgeschästes Wilhelm Karnbach, Kaplansgasse 27. kann in diesen Tagen auf das 50jährige Bestehen seiner Firma zur-ckblicken. Aus kleinen Anfängen heran-' entwickelte sich die Firma unter ihrem Inhaber so erfolgreich, daß sic heute allen Anforderungen aui ihrem Gebiet gerecht zu werden • Gießen, 14. Jan. Unter Ausschluß der Oefsentlichkcil wurde gegen einen jungen Mann von Grünberg wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Aus der öffentlichen Urteilsverkündung ging hervor, daß er ein geisteskrankes Mädchen mit Gewalt mißbraucht hat. Er leugnete, wurde aber durch das Gesamtergebnis der Beweisaufnahme überführt. Ein trotz feiner Jugend mehrfach wegen Sigen- tumsverbrechens bestrafter Diehschweizer, der zur Zeit in Marienschloh Strafe verbüßt, bekannte sich gleich nach Beginn der Verhandlung unerwartet des ihm zur Last gelegten Etn- bruchsdiebstahls schuldig. Roch m der letzten Sitzung hatte er geleugnet und erreicht, daß die Verhandlung, um Alibizeugen zu laden, vertagt wurde. Das Geständnis erfolgte, weil ihm inzwischen klar geworden war, daß seine Verurteilung auf Grund der am Tatort vorgefundenen, zu ihm genau passenden Fingerabdrücke erfolgen müsse. Zusammen mit seiner früheren Strafe wurde auf eine Gefamtzuchthausstrafe von zwei Jahren, fünf Monaten und einer Woche erkannt. Ein Obergefreiter des hiesigen Bataillons hat bei einer Streitigkeit einen Zivilisten mit seinem Seitengewehr in den Oberschenkel gestochen und einen anderen Zivilisten miß- (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) ft. Sch. Nach unseren Erkundigungen an amtlicher Stelle ist die Fcldbereinigung in ^er betreffenden Gemarkung vollkommen beendet. Sie hätten Ihre Rechte im Laufe des Verfahrens geltend machen müssen. Nunmehr finden auf Obstbäume, die bei der Ucbcrroeifung der Ersatzgrundstücke vorhanden waren, weder das Bürgerliche Gesetzbuch, noch die hierzu erlassenen Ausführungsbestimmungei'. Anwendung, d. h. der Baum darf bis zu seinem natürlichen Ende an der betr. Stelle stehen bleiben (Art. 36 Abs. 2 des Feldbereinigungsgesettes). Die Vollzugskoinmission hat mit der Angelegenheit nichts mehr zu tun. Wenden Sie sich wegen gütlicher Einigung an die betr. Bürgermeisterei. Einer besonderen Form bedarf der Vertrag nicht. Es genügt die Einigung über den Preis. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeiode. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 17. Januar. Vorabend 4 45 Uhr; morgens 9; Predigt; abends 5.10 und 5.50 Uhr. Israelitische Religiansgesellschafl. Sabbatfeier den 17. Januar. Freitag abend 4.35 Uhr; Samstag vormittag 8.30; Predigt; nachmittags 5.05; Sabbat» ausgang 5.50. — Wochengottesdienst: morgens 7; abends 4.30 Uhr. _______ Aus der provinzialbaupistadi Gießen, den 15. Januar 1931. Steuerbefreiung für neu errichtete Wohngebäude. Die Notverordnung des Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1930 enthält im Kapitel I des werten Teils (Rea 1 steuersenkungsgeseY) eine Olelbe wichtiger Neuerungen über die D e f r et - ung von Steuern für Wohngebäude, die in der Zeit vom 1. Apnl 19 3 1 bl« 31. März 1 934 bezug sferti S weAn. Für solch« Gebäude tritt Ws zum Ende des Kalenderjahres oder Rechnungsjahres 1938 elne Defreiung von der Grundsteuer der Länder und Gememden, sowie von der Einkommensteuer. Korperscha»ts- fteucr, Vermögenssteuer und Aufbringungsumlage ein. Die obersten Landesbehorden werden ermächtigt. eine Ausnahme für bie Grundsteuer so cher Gemein e.t zuzu assen, de z i: ti en ttef ni- lichen Teile au« nach dem 1. April 1931 erachteten und bis zum 31. Marz 1934 gewordenen Wchnungsneubauten bestehen. Für Wohngebäude, die zu landwtrtichastlichrn, forst- wirtscAftlichen oder gärtnerischen Betrieben gehören gilt die vorgesehene Befreiung nur mso- weit als der Neubau eine Erhöhung der Steuer zur "Folge haben würde. Die Befreiung findet keine Anwendung auf Gebäpde, Die mit HUse einer Brandent'chädigung errichtet werden, sowie auf Wohngebäude von Siedlerftellen auf Grund des Reichssiedlungsgefetzes. Die Befreiung erstreckt sich neben Den Wohngebäuden auf ihre bebaute Grundfläche und die zugehörigen Hofräume und Hausgärten; sie ailt jedoch höchsten- bis zum Zwölffachen der bebauten Grundfläche. Ist der Neubau auf Grund eine« Erbbaurechts errichtet, so beschränkt sich die Steuerbefreiung auf das Wohngebäude selbst. Dient ein Gebäude teils Wohnzwecken, teils anderen Zwecken, so gilt Die Befreiung nur für Den Wohnzwecken Dienen- Den Teil. Air Wohngebäude, oder Teile von ihnen, die vor Dem 1. April 1931 bezugsfertig geworden sind», bleibt hinsichtlich Der Steuerpflicht die bisher für die Grundsteuer maßgebend ge- wesene landesrechtliche Regelung aufrecht erhalten. Die nach Den vorstehenDen Bestimmungen des Realsteuerfenkungsgesehes sich ergebende Steuerbefreiung neu errichteter Wohngebäude gilt nicht nur zugunsten dessen, für dessen Rechnung das Wohngebäude errichtet wird, sondern auch zugunsten dessen, der es erwirbt. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Am vorigen Montag sprach in einer gemeinsamen Sitzung beider Abteilungen Herr Dr. Schliephake (Jena), ein Sohn unserer Stadt, über die bloiogifd)e und Heilwirkung Der kurzen elektrischen Wellen, Die geeignet au sein scheinen, der Behandlung von mancherlei Geschwüren und Infektionskrankheiten ganz neuartige Wege zu weisen. Herr Dr.Dürker hatte für den Vortrag in dankenswerter Weise den Hörsaal feine« vorbildlich eingerichteten Physiologischen Institutes zur Verfügung gestellt. Die Erkenntnis, daß ein elektrischer Schwingungskreis, Der durch eine genügend starke Wech- felbftromquclle höchster FreguenA in Schwingungen gesetzt wird, dauernd höchstgespannte Energien ausstrahlt, regte den Vortragenden an, dm Einfluß vieles elektrischen Feldes auf lebenden Organismus zu erforschen; er berichtete über hochinteressante Versuche mit Tieren, Die Der Strahlung im elektrischen Feld ausgesetzt tourDcn. Als (Srregerquelle für den elektrischen Schwingungs- kreis Diente eine in Der Rundfunktechnik gebräuchliche Senderröhre von 1,5 KW. Thermometrische Messungen ergaben, daß diese Energien größtenteils in Wärme umgcsetzt werden. Sehr bemerkenswert ist dabei für die Schnelligkeit der Erwärmung die Abhängigkeit der verwendeten Wellenlänge — es handelt sich im wesentlichen um solche von 3 bis 15 Meter — von der Konzentration der Gewebsflüssigkeit. Besonders günftig liegen die Derhültnisie beim menschlichen Blut, dessen Bestandteil an Kochsalz bei Der- Wendung einer 4-Meter-Welie das Maximum Der Erwärmungsmöglichkeit bedingt. Da andere Gewebsflüssigkeiten auf andere Wellenlängen reagieren, kann man durch Veränderung der Wellenlänge nach Wahl Die Einwirkung dieser Strahlen auf gewünschte Teile des Körpers beschränken. Die weitaus überraschendste Erkenntnis war die, daß Bakterien (z. D. Eiterkokken), Die bei normaler Körpertemperatur Die günstigsten Lebensbedingungen haben, bei gleicher Temperatur im elektrischen Feld innerhalb kurzer Zeit absterben. Der Zweck Der Behandlung mit elek- irischen Wellen ist ein mehrfacher: Anregung der Abwehrkräfte durch Erzeugung eines Sjeilfie&rS und Abtötung von Bakterien, deren Zufallsprodukte ein Serum abgeben, das den Organismus im Kampf gegen seine Feinde unterstützt. Vergleichende Untersuchungen mit der Diathermie, durch die Dem Körper auaj elektrische Energie in »Form von Wärme zugeführt wird, aber nicht durch Strahlung und elek.r'.sche Aufladung, sondern durch Leitung, fielen sehr zuungunsten der Diathermie aus, da durch zu hohe Stromstärken Ha. tverbrennungen auf treten können, ohne daß das Innere des betreffenden Körperteiles genügend erwärmt wird, während die Tiefenwirkung bei Den kurzen elektrischen Wellen unvergleichlich höher ist. Therapeut'.s de Erfolge an inneren und äußeren eitrigen Geschwüren und Gelenksentzündungen berechtigen zu Den schönsten Hoffnungen, sogar Die Möglichkeit einer erfolgreichen Krebsbekämpfung wurde mit aller Vorsicht angedeutet. Herr Dr. Heuhef erläuterte als Einleitung zu dem Vortrag an Hand w)h'geiungene Experimente Theorie und Praxis Der kurzen elektrischen Wellen. Eine sich anschließende rege Diskussion bewies das Interesse und Den Dank Der Gießener medizinischen Fachwelt für Die interessanten, grundlegenden Ausführungen des Herrn Dr.Schliephake. lyirtzcncr r^ochenmarltpreise. Es kosteten aus Dem heutigen Wochenmarkt: Butter 120 bis 130, Kochb itter von 100 an, Mat e 30 bis 35, Wirsing 15 6i3 20, Weißkraut, Rotkraut unD rote Rüben 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, Unter Kohlrabi 5 bis 6, Metzgerei-Eröffnung! Der verehrten Einwohnerschaft von Gießen, besonders den Anwohnern der Frankfurter Straße und Umgebung. gestatte ich mir hierdurch mitzuteilen, daß ich infolge gütl. Uebereinkommms aus der Metzgerei Gebrüder Jakob auseeschieden bin und am Freitag, dem 16. Januar 1931, eine eigene Octisen-, Kalbund SchweiDenieß unter besonderer Berücksichtigung feinster Wurat- waren Hriedrlchstraße. Ecke brankf. Stieße, eröffne. Es wird auch fernerhin mein eifrigstes Bestreben sein, meine verehrten Kunden wie seither auf das Beste und preiswert zu bedienen. Ich bitte, mein junges Unternehmen güt zu unterstützen. HochachtungsvoU Metzgerei Jakob, Giefaen Friedrichstraße / Ecke Frankfurter Straße Fernsorecher 2S47 Frankfurter Str. 52 Hühnereinen War^en-Hornb llen beieiitat reuloS nitcü in den bartnacktast Aällen todsicher mit Gar innerb. 5—tilg. Hühneraugen -fiapld (Stbältl. nur Löwen- Drogerie W. Kllblnaer Nacht.. Seitenweg 78a, AonberS Winternden 6l der ß© Der Süddeut verband hat d ?SCB. übernom 1931 unter Lc Zaiher und u nachers im süi gen vor sich ge^ Lehrgi von Zn Bezirk ( k.tkingsg(s l sch Mcrhalbjohr Jon Acttungssc renb dieses Lei nahmen sür ' schein der DLD den sich der P tmgsgedanke t im Wurzeln s der Tei nehmei und Berussgi bchwimm», Tu vereine, em Ltudentenschofj gangenen Sonni ivch über die , wird, im Devot nächst erlaufet Logelnes ..Denn im he Untergangs aus l Weltmeister 2 'in St Moritz du Meter, bei^ooi und siegte damit Jeronstaltung. D 2-19 und über 10 3m Tesamtergebr ten den ersten P bei -en Die Derhandlu Mannschastssahre^ das Iranksurter einem Erfolge g MBU L ^lbst d. 5eLtoie6« temR5ot' Wt hauzti S^rche und t ÄU Zs^ Gesl^ M absterbe! ?°>en, Ster & ^cken ff - "an Mi SuNffi6i L'uAi fciÄ VMenind । Trvhd I ^ahr tviedertr und 5 Prozent Rückvergütung Herr Zimmermeister Otto Nuhn I Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn A.-6 448 D im 70. Lebensjahre. Holzversteigerung Lindenstruth und Reiskirchen, den 15. Januar 1931. 446D wen", Neuenweg 28: Em Wagen Fichten-Neisstangen strafte li. [<>24H Kiesern-Abschnitte Zleischverlauf.s^ch-u ^'chn'«- * 5 3 5 4 4 . 1 1,68 fm 2,27 „ 1,77 „ 4,87 „ 4,78 „ 7,36 „ 0,85 „ Gestern entschlief in der Klinik zu Gießen nach kurzem.schwerem Leiden unser liebes Kind, Enkelin und Nichte Kaufe geg. höchste Preise Zuchtlämmer oder 3a- 3d. Plötzlich und unerwartet wurde uns am 13. Januar durch den Tod unser langjähriger Werkmeister Weg Ist das Böhner- avtze!! Bö.le ich nur Gleich „LEBEWOHL“ t Genommen. entrissen. - Wir verlieren in dem Entschlafenen einen treuen Mitarbeiter, der seit Gründung des Geschäfts bei uns tätig war. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Freiing, den 16. Januar, nachmittags ab 2 Uhr. versteigere ich im „£ö- Allendorf an der Lahn, den 14 Januar 1931. Die Beerdigung findet Freitag, den 16. Jan . nachmittags um 2 Uhr statt. ___________444 D Beerdigung: Freitag, den 16. Januar, nachm. 2 Uhr. __0246 In tiefer Trauer: Familie Karl Hobbach Familie Fritz Ulm III. Familie Ernst Klaum. Verkäufe^] Neues uenldirtitL I l-2-Familieohaus In bester freier Lage. I Haus Amssteueriret. I 8—0 Zimmer um Au» I beb. Balkonierrass.», I Damosheiz. Wim er-1 garten, zu ueif. So'. I bcAicbb Lcbr.Ang.u. I 0.49an d. '> ten. An». 128 Stück 169 „ 170 „ 80 „ 5 „ drei Ladencheken, zwei Warcnschränke, zwei Nähmaschinen (Opel und Grützner), einen Photoapparat, Schreibmaschinen, einen Staubsauger, mehrere Bilder, eine Partie Werkzeuge, Zigarren, eine Truhe. Zum Verkauf kommen: ein Schlafzimmer, ein Büfett, ein Bücherschrank, mehrere Nachtschränkchen, ein Schreibtisch. . Versteigerung bestimmt. Ludwig Havimetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 3414 Heute morgen 6 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere Hebe Mutter, Schwiegermutter. Großmutter und Schwester Marie Hofebadi geb. Euler Freibank Freitag, den 1« JannarZl, von 8 U4t ab Ii76i' Stadttheater Freitag, 16. Jan., u. 20 b. geg. 22'/. Uhr 15. -rellllg-Ava. vrsk. Gewöonliche Preis« y\n neuer Inszenierung! MMMreiMei Sdtjmang Lustspiel in 5 Aki en von Shakespeare. Sonntag. o.lSJanJl um 15,30 Uhr, im „Aauarium". Walliorstrafte'- deö Berbandsvor» sitzenden Herrn P. Dörr aus Da', m« Unbi. Thema: wStnnb der Zivil« Versorgung im Zu» iammcnbang uittb* Notmanna, men". Um »adlretches Er« iehernen ro. nebcen. Birke Brennessele altbewährten | Ornndslolle der Nalor" Rezepten das I echte Birkenwasser „Maiengold“ für blondes Haar, */, Ltr. RM. 1.- und echtes BrennesselHaarwasser für fettiges Haar, */< Ltr. RM. 0.75 gewonnen wird. Fein paifümiert Haarausfall, Schuppen u lästig. Kopfjucken verschwinden. Keine teure Verpackg.! Flaschen mitbringen! ^91 v Zu haben: Universitäts-Apotheke 1* goldenen Engel, Marktplatz. Eicheu-Derbstangen ........ 2b=SL 4 Stück, I.Kl. 2. „ 3. ,, 4. „ Al ehest.Eriata ittr den schädlich ri Kaffee und schwanen Tee trink» man jetzt mein, «e sundh'eitförd. Male Kl. Pak et 60 Pf. ■ r Paket M.I.- Proben u. An- weisunpgr.itis in der Droierle Noll BaUnhoIatr. Ael estes Fachgeschäft, Erika im Alter von 6 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Keil II. Familie Heinrich Beck jr IV. 3 Paar Delikateßwürstchen | rt flE 2 Pfund Linsen zusammen i U ■ ID 3 '/< Pfund Speck, geräuchert | f| A E 1 Pfund Bohnen, weiß l zusammen • Hühneraugen - Lebewohl und Lebewohl-Ballenecheiben, Blechdose (8 Pflaster) 75 Pf., Lebewohl-Fußbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß, Sch cntel (2 Bäder) 50 Pf., erhältlich in Ai oiheken und Drogerien. Sicher zu haben: Med.-Drog. Haus Hindenburg, H. Elges, Seltersw. 68a; Löwen-Drog. W. Kilbi ger Nacht., Seltersweg 79a; H. Noll, Ludwlgs- jMatz-Drog und Neustadt-i rog.; Germania-Drog. C. -eibcl. Frankfurter Straße 39; O Winterhoff, Drogerie, Kreuzplatz 9-10. 6382V BtMn versteigert: au verkaufen 0234 Fichten-Derbftangen £elhgefternerW8Qi27 Frische grobe Vollbückmge das Pfd. 35 die Kiste mit netto 5 Pfd. 1.65 Ji Feinste engl. Bottbückinae da» Hinnö 65 A Grüne Heringe.-das PW. 35 Siifflie SM-WAlu 3 Pfuno 35 4. Frische Seefische u. Fischfilets aus heuirger Zufuhr. ApßeM««« feinste vollsaff.ausaesuchte Früchte Stück 7, 12 n. 1 - 11 Stück 7 0, 120 u. 150=5 lote Ware, 3 Pfund 65 4. Frische Tafclävfcl Pfd. 45u.60 > Frischer Neaveler Blumenkohl festgeschlossene roetfoe Köpfe zu 85 biS 100 131 A MlöKMM« Babnbofstr.27, Fernipr.3631. | Mietgesuciie | . eidjLinnaümeiieie 3-Zimmer-Woliniing v. kinderlosem Ehepaar so bald wie mögt, aefucht; eotl. kann 1-2-Zim. Wohn, tntt Küche u. Stellet ui Tausch gegeben werden. Schr. Ang. u. 1721) a. d Gft AnA Saubere, einfache Gchla eile tief Sciir. Anaeb. u. 0251 cu d. Gieß. Auz. Oimesienerein Tiefe Woche leine Urehe nächste P' obe de» stimmt am Freitag, dem 23. Januar un Aauari m. 411D Der Boriiand. 016.1. 31 20'/,» Untere. I. Unterh. 176D Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 424D Am 17. Dezember 1930 bei der Firma Georg fiarl Reit in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 30. Dezember 1930 bei der Firma n. Reih, Frankfurter Schuhlager zu Gießen: Das Geschäft ..ebst Firma ist unter Ausschluß der im Betrieb des Geschäfts seither begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten auf den Pächter Anton Zurwonne, Fabrikant in Gießen, über- gcgangen. Am 2. 3anuar 1931 bei der Firma Friß Hübner in Gießen: Die Firma ist erloschen.! Am 5. Januar 1931 bei der Firma Raufenberg & Graf in Heuchelheim: Die Firma ist erloschen. Am 8. Januar 1931: a) bei der Firma Ludwig Herbert zu Gießen: Das Geschäft ist mit dem Recht der Fortführung der seitherigen Firma auf die Tilla Herbert in Gießen übergegangen. Dem Kaufmann Ludwig Herbert in Gießen ist Prokura erteilt worden, b) Bei der Firma L. w. Plank in Gießen: Die Firma ist erloschen. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 9. Januar 1931 bei der Firma Vereinigung hessischer vouxitgruben, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen, folgendes eingetragen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 12. Januar 1931. hessisches Amtsgericht. SCHADE & FULLGRABE _____________16 C | Stellenangebote| WM für d. Alleinverkauf bewährt. Artikel an voieb u. (»rastwirts- betnebe bpt boder Provision [431V gefuchi. Kavt nicht erforderl. Angeb. m. InRei au Oermann £. Burttjart Chemifd e Fabrik. Sanvurg 36.___ MeiMMm- Dille mit guter Auf» faffunasaabe auf einig Stunden für wiftcnschanl. Arbeit gesucht. Schriftliche Augeb. unterOL>8an den Gteft. Ai'A. e b. [Stellengesuche) TeaillisAe seoredn s. Turnen. Schwimmen. Handarbeiten. HauSbalt u. Kochen. SäualinaS- u. Kran» kenpstege. Boibildg. K En. wtsfenichaitl Nnierrtchiöa. Grund schulen, sac t Stelle t.Lchule.Heim, Haushalt ob. sonstig. Wir- kungskteiS. Sdirtitl. Ang, u. 0242 a. d.G A. Äileinsletz. Lame Am. 4(>cr. ev.. sucht Wirkungskreis in besi. srauent HauSh. Öftert. u. Nr. u3 an die Geschäftsstelle d. Dtll-.''tg..Dillenburg Jg.Mädchen.Vnnöro - Dochter,22,Z. alt, sucht auiu 1 3. in gutem Haushalt, wo Dienstmädchen vorh^Stelle als Haustochter bei vollem Kamilten- anschluu. EiwaS Tascheng. erw. Schr. Ana. an Aagnsl Erk, MIMe, Schloßstr. 11. Am 12. Januar verschied nach langem, tapfer ertragenem Leiden meine liebe $rau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante ' ANTONIE KRAEMER GEB+EMRICH Jn tiefer Trauer: Dr. Hermann Kraemer, Professor an ber Universifak Gießen Hans Kraemer und Frau Ida, Ronneburg In Thüringen ^uth Tornede, geb. Kraemer und Dr. Heinz Tomede, Landwirtschaftsraf, Stebenkopf d. b. Lahn Hermann Kraemer, Tanganjika, Offafrlfa Dr. Sduard Smrich und Frau,Santtätsrat, Gmmerlchenhain Mathilde Wolfram, geb. Emrich, Albshausen bei Kassel sowie ihre Töch er und Enkel Auf Wunsch der Verstorbenen erfolgt diese Mitteilung an die Oeffentllchkeit erst nach ber stillen Äestattung. Statt der Slumenspenden bat sie, der Armen zu gedenken. Wertpapierdrucke Aktien, Schuldverschreibungen Wertpapiere bei Brühl. Schulstraße 7 | Vermietungen | höbt. Zimme ' m. > und 2 Betten sofort a uctiu 0247 Marktplatz 7. MmeLL'L Au vertu. Sitters. 17, Werkstatt für Schlosser oder Schrein Senstadi 57 AU vermieten. Näh. 21. Becker. Nevler» Auskünfte inNechts-, Siraf-.«vamtl.-Auae- leaenaetten, Gesuche. Berti äge. Beobachtungen. Ueberwachg. und Erinttilungeu vreiStv.. streng dtokr. u. an all. Orten ert. u. erledigt Detektiv- Burean-n-Atuknette lnh.K.Gerz,Bai-Nan- helm. Knretr. 17. 'Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. SchulstraOe I Vereine 0.V.G.1914 das I. Bat. 15. I. R. lädt zur mu Navade am 18.1.. 12 Uhr ein Paradeanzug. Auf Grund des § 537, Absatz 1, Nr. 12 t. V. m. § 544 der Neichsverstcherungsord- nung sind ..Betriebe zur Bewachung von Betrieos- und Wohnstätten" versicherungs- tin allen Zweigen I pflidjtig. Dazu gehören u. a. folgende Bede^ Haueh et fa ir, triebe bzw. Personenkreise: 370C 23|flnr. mwn ! 1. Die Bewachung fremder Betriebs, und ui. gut. Zeuan. sucht Wohnstätten durch gewerbsmäßig be- a. 1 2. Sielluna^ triebene Wach- und Schließgesellschaf- Schris'l. Ana u.02L I ten an d. Gien. An i. e» b. f N-mackuna eianer Betriebs- und i , 1 Wohnstätten durch sog. Privatwächter, Die Holzverstelgerung "^Wächter solcher Unternehmungen, vom heutigen ist genehmig^ Die Abfuhr- die lediglich einen an sich unver- scheine können vorn 21. L HL an bet den sicherten Betrieb unterhalten; 5)06^60 in .9e"°h^m«rnhf™^ban; b) Äachgemeinschasten, Wächter, die Ueberwe.sung und Beginn der Ab uhr am von mehreren Privatpersonen, Un- 22. L 2H., 9 210 Lcq ternehmern oder dergleichen gemein- Zahlungsfrist 3. Februar 1931. 4380 sam beschäftigt werden; Gießen, den 13. Januar 1931. c) Ein-Mann-Wächter, die die Be-I hessisches Forstamt Gießen, wachungen meist allein ausführen Nuhholzversteigerung. I nljjt irächt. Berkaus. Montag, den 19.1.21L, wird tm Staufen- '^tden folgendes Auhholz Gießen. Angela. 439D - ü Montag, den 19. Januar 1931, ootmit- finbJ11 tL ®f443D lags 10 Uhr anfangend, kommen aus den JWn Sattel, Bucht und Schnabel fol- smcKraln&BeDüer gende Sortimente zur Versteigerung: v. w. d. E. 2 Buchenstämme - 1^9 fm, 1 Eichen-1 Möbelt! anwport stamm = 0,49 fm, 1 Kiefernstamm = 0,51 fm, ] Walltorstr. 49 b. Tel. 3519 6 57 Fichtenderbstangen 1., 2. und 3. Klasse. ~n---H—TTh " 17,3 rm Buchen-, 10 rm Eichen- und 2 rm krARhMllllßn Kiefernscheit, 10 rm Buchen, und Eichen. liablllöbllllUUll fnü'ppel' 400 Buchen, und Eichenwellen, zu verkauf. [449L, 13700 Kiefern-, 2600 Fichtenwellen und Brauaasse 6__ 50 rm Fichtenstöcke und 1 rm Eichennutz. I fast neue I scheit. 4300 Blßßh- U. EiSeflSChßFß Zusammenkunft: Distrikt Sattel. kombtniert-Orminal. Leihgestern, den 13. Januar 1931. Aiüncben. bis 60x101 Bürgermeisterei. __________ mm schneid., vreisw, au öerF. Schr.An'i.u. 0240 an d. Gies,. AnA. Zwangsversteigerung 63/30 ! Am Donnerstag, dem 19. Februar 1931, vormittags 10 Uhr, wird im Amtsaerichts- gebäude zu Gießen, Saal 204, das im Grundbuchs von Gießen dem Arih Grei- lich, Mehger und Wirt zu Frankfurt a. zugeschriebene Anwesen Steinstraße 23: Flur II, Nr. 13'/-° - 475 qm hofreite, geschätzt 25 830 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20 (Stadthaus), zur Einsicht ausgehängt. 85091) Gießen, den 15. Dezember 1930. 3. 21. des hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Bekanntmachung. Betr: Unfallversicherungspflicht der gewerbsmäßigen und nichfgewerbs- müßigen Bewachungsbetriebe. lUutgeSUvIml Buchen-2l'bfchnitte 4........ * ........Eichen-Nutzscheit, gesp., 1,25 m Iß., 7,4 rm 3nbuftrtC5 2'°°» » 2-2" UHVUJUIV Kiefern-Nutzscheit, rd., 3,00 „ „ 9,5 „ 25 rm Fichten-Nutzreiser (Bohnenstangen). Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf Kartoffeln der hachborner Straße, am alten Pflanz- jedeMenae^ukaufen Staufenberg, den 14. Januar 1931. Schr. SGa' um. 4401 ! hessische Bürgermeisterei. an den Gieß. Anzetg.^ Meyer. geber tätig sind; , । , 1 d) Privatwächter zur Bewachung von Lin in UOlWQIli Villen, Grundstücken usw.; I ullüllül IluU e) Bauwächter, sofern ihre Arbeitgeber IHUUUHUI nuu „jchl gleichzeitig die Bauausfuhren- Mir verkaufen im den sind; Auiirag bttilgst: h Wächter, die Schlösser, Messen, Iahr- ,l Märkte usw. bewachen. ilMinwh Tdr- Wir fordern hiermit zur Anmeldung auf voihengPl pers.Bett. unb weisen gleichzeitig darauf hm, daß die vorige,kolstermüh., Unterlassung der Meldung gemäß § 6,6 Bilder, Stähle, 1 Klei- ^0. mit Geldstrafe geahndet werden derschrenk (2tüitn). fann. lehMlbL." »,1*"?» ben 13. Sanuar 1931. tDauei brenn ,f. neu«, Dersicherungsamt der Stadt Gießen. 1 KlndtrschUtten, 1 0r Seid Kinderbadewanne in.1 Geuell. 1 Btteierreal leich.i, 1 Kensolaple- Volkshochschule Morgen iFrenagZ 20 Uhr Umversiiät: Cingad n (Sc uch^ Protokolle. Pc- rtchte. Hörsaal 53, II.Stock links. Nahe» ied am SchwarAen Breit. I I. Si. 1. .^1) Turnverein 18'6 Die regelmä i’ftett. Turn- und Gtzm- nastikstundeu der Frauen-'Abiciluita benmnen w-eder am ,>reiiaa,dem l'i.Jan, 8'-, Ubr, in der Turnhalle des Nealatzm- nanums.sireuaninel- dun eniu.ib n oor;» lelbit enlaeginae- noimncn 4341) _______Der Lei er» Gesangverein „Heiterkeit" üGinsl ad. 31. Ilinuar. adendö 8 Ubi, im < crcin< lokal (Senerolöerfammiung T. - O.: 1. Fabres« bericht,2.tlkechnnn iS- ablaae.Z.Erlediaung rtciteiitcr Amrä e, 4. Berichiedenee. Anträae lind b. 24. L an d Borstand einni» icichcn DerVorstenlL NB. Die laut Karis vorgefebene tnxn v. Damensilzunga. 17.1. fällt aus. 1423IZ Abschlag: Salatöl la bisher 034.........jetzt 0:70 Tafelöl, fein bisher 1.00.....jetzt 0.90 Tafelöl, extra bisher 1.69 . jetzt 1.20 Donnerstag, 15. Zanuar 1951 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 12 Zweites Blatt Handball im Labn-Oünsberg ^au s.ji.-'fpott Zchunberg siegt in St. Moritz. mit Wtung i n »cbeo t. gerade in ! sichert gilt. O.n '10.15 an 6:2 Mit OflQ letzt 0.90 letzt 1,20 SU der ge- u* | ten Toren für sich zu entscheiden. TD. Dorlar I —'Rodheim I. 8:0 (3:0) Üiiflf' tW Obfi ii‘ d(M iißflf" viöir irrt litif- uite 5iiB- Gießener Leichtathleten starten in der Frankfurter Jesthalle gen Abständen noch 5 Tcre zu erzielen. TD. Erda 1 —TD. Wißmar I. 1:1. Zwei gleichwertige Gegner rangen um die Punkte. Das Unentschieden entspricht dem Spielverlauf TD. Durkhardsselden l -TD. Albach I. 1:2 (0:1). 3n Burkhardsfelden sah man einen harten Kampf, den der Gast durch besser« Ballbehandlung und Schuhsichcrheit verdient für sich entschied. Der Playeejitzer hätte mit einem entschlosseneren und schuhkräftigeren Sturm den Ausgleich erzwingen können. Weitere Ergebnisse: TB. Garben- heim I. - TB Atzbach I. 2 5 (1:1): TB. Gcr en- teich l. -TB Hauen I. 8:1; TB Lollar I.- TB. Ruttershausen 1. 4:0; TD. Garbenteich 3gd. — TV. Hausen 3gd 4:0. Das Frankfurter Hallensport'est, das am 24. Januar in der Festhalle die Elite nicht nur der nächsten Umgebung, sondern auch einige ganz grobe Könner aus dem Reiche der Leichtathletik vereinigen wird, verspricht, den bisherigen Meldungen nach zu schliehen. ein sportliches Ereignis ersten Ranges zu werden. Mit grohem Interesse sieht man dem Start von Dc. Pe'ltzer und Lammers entgegen, mit der gleichen Spannung erwartet man das Auftreten von H i r s ch f e l d und einer Reihe süd- und westdeutscher Leichtathleten. Es ist sehr erfreulich, dab sich an dieser Veranstaltung auch die leichtathletischen Abteilungen unserer beiden hiesigen Sportvereine mit einem verhältnismäßig starken Aufgebot beteiligen werden. Die Gießener Läufer und Läuferinnen werden zwar einen sehr schweren Stand haben, denn nicht nur eine namhafte Konkurrenz wird mit ihnen im Felde stehen, sondern in hohem Mabe wird sich für die Hiesigen der Umstand erschwerend äußern, dab sie mit den Verhältnissen in der Halle überhaupt nicht der raut sind und auch gar keine Möglichkeit hatten, sich ernsthaft darauf vorzubereiten. Dies gilt insbesondere für die Expedition des VfB., der feine Mannschaften im Vertrauen auf die in der vergangenen Saison gezeigte und in den Uebungs- ab enden konservierte Form an den Start schickt. Die Läufer werden außerdem reichlich ungünstige Dahnverhältnisse vorfinden. Die Laufbahn hat nur eine Länge von etwa 140 Metern, die Kurven sind nicht überhöht. Die Art, wie sich der eine oder andere der Beteiligten mit den Verhältnissen abfinden wird, dürfte ausschlaggebend für den Erfolg, oder für das Versagen sein. 3n keinem Falle aber darf man die Ergebnisse aus diesen Wettbewerben zur endgültigen Beurteilung für das Können der einzelnen oder der der Mannschaften in Betracht ziehen. Die Spielvereinigung schickt folgende Teilnehmer auf die Reise: 3m 60-Meter°Hürdenlauf startet der Bez.rksmeister (1930) von Hessen-Hannover. Hopfenmüller, mit einigen Aussichten. OieErforschung des „SüdlichenThule" Als Kapitän Cook auf seiner zweiten Reise am 31. 3anuar 1775 hinter der Spitze von Südamerika neues Land entdeckte, da glaubte er, dah es sich hier um den von ihm gesuchten Südkontinent handle, und er nannte das Land „Südliche Thule", weil es. wie er schrieb, „bad südlichste Land ist. das jemals entdeckt wurde" Später erkannte man, dah es sich da um teinm neuen Erdteil handelte, sondern um oerscyiedene 3nfel- gruppen, und Cooks .Südliche Thule" erhielt den Gelamtnamen der Süd-Sandwich- 3ns ein. Cs war der russische Fvrsch.ingsrei ende Delling- houlen, der 1819 zur Dervyllständig ng der Arbeiten Cooks nach Süden vorstieh. e. entdeckte am 3 3anuar 1820 drei neue 3n ein, die er nach den Schlachtfeldern, auf denen Rapoleon be igt worden war, Waterloo . Borodi w-. ®mck'nft-3nfcln, nannte Die verschiedenen 3nselgruppen des „Südlichen Thu'e" sind dann nur fe ten von Wallisch- jängern und Forschungsschiffen gesichtet worden. Die 5 0 Meter beft reiten Geist, Hey - mann und Bogt. Geist verfügt über Erfahrung in der Halle. Für die 8 0 0 Meter wurden zwei Meldungen abgegeben. Peters l und 3 u n g vertreten die Spielvereinigung. Die 5X5O-Meter-Pendel staffel wird von Geist, Bogt, Schickedanz und Hey - mann bestritten. Mit einigen Chancen dürften Glagow. Gerhardt und Peters für den 3xl000-Meter°Lauf antreten. 3n den Frauen- Wettbewerben belegt 1900 die 50 Meter mit Knab und Lösch, die 5x50-Metcrstaffel und auhcrdem eine 10X50-Meterstaffel für die männliche 3ugenö. Der D f D. Gieh en hat sich zu folgenden Meldungen entschlossen: Für die 50 Meter wird erstmalig G. Müller (Weilburg). der dem VfB. als Mitglied beigetreten ist. die Farben des VfB. vertreten und wohl auch einige Aussichten auf einen guten Platz haben dürfte, wenn er sich mit den schwierigen Verhältnissen in der Halle abzufinden vermag. Außerdem treten in dieser Konkurrenz Karber, Siegmund, Weigand, von R o t e n h a n und Völk an. Dcr VfB. be.egt außerdem die 5x50°Meter staffel und hat für die 3x1000 Olletev Heis e, 3ä ger und G. Müller genannt; Die 8 0 0 m e te r beträten G. Müller, H- Simon, 3ä g e r und Schneider. 3n den Frauenwettbewerben sind sodann die Damen Th. Heinz, H. Stüh- l e r . M. M ü l l e r . E. F i s ch e r . H. D i n g e l, H. Krause und E. O v e r b e ck für den 50- Meier-Laus vorgesehen. Die 5X50 Meter werden in dcr Besetzung von H. Krause, M. Müller, H Bing ei' E. Overbeck und E. Fische r gelaufen Des weit.ren wird Die 10X50- Meterstasscl belegt. Wenn die Vertreter und Vertreterinnen unserer beiden Vereine in diesem großen Hallen- sportfest auch nicht mit der Aussicht auf ehrenvolle erste Plätze an Den Start gehen können, so begleitet sie doch Die lebhafte Hoffnung. Daß fie wenigstens Den einen oDer anDeren Achtungserfolg erringen möchten. Die Verhandlungen mit Den bekannten Kölner Mannschaftsfahrem Rausch-Hürtgen haben für das Frankfurter Sechstagerennen jetzt doch einem Erfolge geführt, so dah der Start Frankfurt so beliebten Kölner als TD. Ctaufenberg I -TD. Londorf I 2:6 (22). Staufenverg vermochte in dec ersten Halbzeit den Kampf of enzuhalten.. Der Gast ging jedoch bald in Führung. Der kurz Darauf Der Ausgleich folgte. Vor Der Pause war jeDe Mannschaft noch je einmal erfolgreich. Rach Dem Seitenwechsel schlug Der Exmeister ein schnelleres Tempo und vermochte schließlich Den Kampf mit Der Platzesitzer trat zu Diesem Spiele 10 Wann an. der Gast hatte gar nur 9 Mann zur ©teile. Beide Mannschaften lieferten sich ein faires Spiel, das Die Dorlarer bereits in Der Halbzeit mit 3:0 in Führung sah. 3n der zweiten Halbzeit fielen Die Rodheimer mehr und mehr ab unD Dorlar vermochte in gleichmäßigen n. M DilM Äf- 1 Weltmeister Thunberg gewann am Mittwoch in St. Moritz die Eisläufe über 1500 und 10 000 Meter, beide vor seinem Landsmann Blomguist und siegte damit auch im Gesamtergebnis der Veranstaltung Die 1500 Meter bewältigte er in 2:19 und über 10 000 Meter benötigte er 18:01,7. 3m Gesamtergebnis belegte er mit 193,79 Punkten den ersten Platz. Bausch-Hürtgen bei den Frankfurter „six-days“. \bt löt’CIIt Oderheffen. Bad-Nauheimer DertehrSfragen. 4 Bad-Rauheim. 14. 3 an. Der Der- kehrsverein hielt unter Dem Dorsch von Diplom-3ngenieur Weniger gestern «ins Sitzung ab, in der zunächst über die nachtS-Werbeveianstaltung br ch« wurde Die Geschuitswelt ist ovi dem Er.ola bet Deranstaltung befrieöi't, denn fie b achte ansehnlichen Zustron von auswärts in unsere als Cc* fchästsstadl noch nicht „populäre" Badestadt unD hat auch finanziell die Erwartungen erfüllt Einen Bericht über das Saifoncrgebni« 1 9 30 erläuterte dec Eeichä ts^ührer d.rch prozentual ausgezeichnete Kurven. Wenn auch, wie bet der Wirtschaftslage nicht anders zu crwar cn war. Gefamtsreguenz und Bäderzahl e.was hmter dem Dorjahre zurückgeblieb?n sind, so ist doch als erfreulich sellzustellcn, daß das heffifch' Staatsbad im Vergleich zu anderen Kurorlen des 3n- unö Auslandes noch gut gearbeitet hat 3m Einzelhandel und im Hotelgewerbe hat sich en und See Elefanten bevölkern die Küsten. Das ganze Gebiet ist vulkanisch; Die Aussichten für Den Walfilchfang, Die erforscht toutDen, scheinen aber nicht sehr günstig. 6od)fd>u1narM(bten. Amtlich wird Die Ernennung des v. Professors unD D.rektvrs Der WeDizmifchen Polikllnck in Bonn, Dr. RicharD S i e b e ck . zum tx ^.rosefsor für innere Medizin, und zum Direktor der Medizinischen Klinik an der Un ve.fi tat Heidelberg vom 1. April 1931 ab als Rachfolger des Geh. Rats L. Krehl bestätigt. fchen dürren Blättern benutzen, nicht auf. Ebensowenig läßt sich das Genist des Zaunkönigs leicht entdecken. Der merkwürdig große Moosnapf steht im dichtesten Duschgewirr oder auch in Holzstößen am Boden. Einfachere Restbauer sind die zierlichen M e t • f e n, die mit Ausnahme der Schwanzmeise mit jeder Daumhöhle und jedem Mauerspalt vorlieb- nehipen, um daraus etwas Behagliches zu machen. Wie fie, bringen auch Die Rotschwänzchen ihre großen Restballen am liebsten in solchen Verstecken unter. Baumläufer und Kleiber find ebenfalls Baumhöhlenbewohner. Oft kommt ihnen der wählerische Geschmack des Spechts sehr zustatten. Denn Der meißelt unD höhlt mitunter drei, vier Bäume an, bis er endlich den behaglichen, allen Anforderungen eines zufriedenen Familienlebens gerecht werdenden Wohnsitz gezimmert hat. Freilich zerstört vielerorts die Vorsorge der Forstwirtschaft,, die alle häßlichen Baumlöcher mit Zement ausfüllen läßt, zum Schutze gegen eindringenden Regen und Schnee, viele Ristgelegenheiten, toerm sie nicht durch aufgehängte Kästen wieder einigermaßen einen Ausgleich schafft. (Sieben, Der technische Leiter Der DLRG., die Organisation und die Ziele der DLRG-, Die sich selbstlos in Den Dienst Der Nächstenliebe stellt Die Zahl Der Todesfälle durch Ertrinken in den letzten zwei 3ahrzehnten ist trotz des gewaltigen Aufschwunges des Dadcbetrubs niht gestiegen, eine Tatsache, die in erster Linie auf das Wirken der DLRG. zurückzuführen ist. Der Lehrscheininhaber Student Schaum vermittelte sodann die bei Wasserunfällen für den Rettungsschwimmer notwendige Kenntnis der Unfallarten Kolonnenführer Kray von der Gießener Sanitätskolonne erklärte in kurzen Grundzüg n die „Erste Hilfe" und Die Wiederbcl.bungsmethoden mit und ohne Hilfsmittel. Zum Schlüsse des theoretischen Teils dankte Der Lehrgangs eiter der Sanitätskolonne und hob Die gemeinsame Zusammenarbeit Der beiDen Sjelferorganifatianen h rvor. - Anfchlie» henD folgten im Städtischen Vollsbad die praktischen Hebungen mit gleichzeitiger Prüfungsabnahme 3n mehreren Abteilungen wurden die Rettungs- und Besreiungsgr.ffe, die Wicdecbcle- bungsmethoden usw durch Lehrkräfte Der DLRG. zum Teil im Wasser gelehrt. Die anderen Dor- aussetzüngen für den Retter wie die Kenntnis des Tauchens, des Schwimmen s in K eidem und besonders der einzelnen Schwimmarten werden in den nächsten Lehrgangsstunden behand.lt werden Für die bestandenen Prüfungen inert) en* toür- dige Abzeichen der DLRG. in Bronze, Silber bzte. Gold verliehen. Vogelnester im Winterwald. Von Peter Bauer. Wenn im herbstlichen Wald Die Fark^n des Untergangs auflodern beginnt auch der Erfüll Der Doge.Wohnungen. Rur Die ^^er und im Schuh des immergrünen Radelsorstes, und die k Risthöhlen in den a ten Bäumen überstehen den Winter. Trotzdem werden sie von ihren übers 3ahr toieöerteorenöen Besitzern nicht mehr ix- zogen, vielmehr mieten sich oft bequemere Rest- bauer in fie ein. Selbst das Genist Der überwinternden Standvögel, so kunstvoll es auch oll gezimmert und gefügt ist, wird nur a.s sommerlicher Famil'enaufcnthalt gewertet und vetivaist allmählich. 3m Frühling, wenn 2 ebc unD। greite die Gefiederten zuiammcniutzrt, baut ledes Mar neu. Selbst der Specht hämmert und hackt lich immer wieder eine frische Risthohle tn Die Daimie, was dem Forstniann oft gar nicht recht ist- Rur Die fast haustieräaft an den Menschen gewohnten Störche und Schwalben machen dann eine Aus- nähme und kehren in ihre fester aus dem Dache. • unter Der Traufe und in Stallen wieder, wenn nicht daran herumgebessert wurde ober das freche Spatzenvolk fie nicht beschlagnahmte. Lichtet der Laubfall die Kronen Der Wald- bäume, Dann sind Die an Zweigspitzen schaukelnden oder zwischen Astgabeln sitzenden Vogelnester bald allen Sturmstöhen ausgesetzt und he verfallen um so rascher, je mehr kleine Zwng« m das Geflecht hereingezogen wurden. Deren Blatter nun absterben. Damit verliert das Gefüge von Halmen Stengel und Moos jeden Halt, cs ent» lieben Lücken, und das übrige Vemichtungswerl besorgen Wind und Regen. An schlai.ken Astenden sjcht man manchmal lange noch zwischen einer Zweiggabcl Die napfförmige Wohnstube des P i • to ls schweben. Die fast ganz aus breiten trockenen Grashalmen geflochten unö Damit au^ an Die Zweige gebunden ist. 2ieber in dic Rahe des Stammes, vor allem in dichtes Laub baut Die Singdrossel ihr geräumiges Rest, das äußerlich aus Reisern, Stengel und Moos besteht, aber wenig widerstandsfähig (st. wenn der schützende Blät.erbusch fehlt. 3n Den Baumwipfeln uiften auchBuch- unö Distelfink. Deren sorg- ABE --- 16 C bet ' „aüumd.Sieuaiuucl- dun cnroabiiboi.- iclbit entfleonvifi’ nommen W» Tcr Lei er. Gesangveknu „ßeilerttit" । bcmsiao. 31. jcniKit, aüeiidö 8 llbi. im x crcin.'loial I r I. aülflut-aerlebifluna Leiieiiicr iUuta t, 4 ^eiidiiebeut»-. Innb.Soritnnbemw xeidjcnDetVersUii. NB. Die laut I ensten Vereinen und Berussgruppen ganz Ob-rhcsscns^ wie Schwimm-, Turn-, Sport-, Radsahr-, Marine» vereine, Sani ätiko onre Polizei. Reichswehr. Studentenschaft und einige Bademeister Am ver- gangenen Sonntag b’gann Der Lehrgang. Der sich noch über die nächsten vier Sonntage erstrecken wird, im Devot der Sanitatsko onne Gießen Zu- nächst erläuterte Gauschwimmwart Sauer. , hochschule Morse» 20 Uhr Umveisuäi: bingab-u (Sc.uche, Protokolle, *8t: richte, vörfanl 53, II.Sivlk links. Me> 'es am Lchwaricn PreitllSi.l „I) Turnverein 18'6 D:e icflelmä i'aen. Turn- und ttijm- nafti'ki'lllnben der Kranen-jlliicilnns bcmmien ivteber nnt irreitanbeMQaib H' tUhr.m her turn« balle des Ncalatin- Arie aus dem „Freischütz" und zwei weitere Chordarbietungen beschlossen das Programm des Abends. * Großen-Dufeck, 14. Jan. Auf gestern abend war in den Saal der hiesigen Gastwirtschaft von Wagner eine nationalsozialistische Versammlung einberufen worden, zu der auch ein großer Trupp Kommuni st en aus Gießen, etwa 70 bis 80 Mann, auf Autos erschienen war, der sich mit Gewalt den Zutritt zu dem Versammlungslokal zu verschaffen versuchte. Die ungebetenen Gäste konnten durch den Saalschutz der Aationalsozialisten am Betreten des Versammlungsraumes gehindert werden, es kam jedoch dabei zu einer scharfen Reiberei dec beiden Gruppen, bei der ein junger Rational- s o z i a l i st aus der Grünbcrger Gegend durch einen Schlag oder Stich am Kopfe leicht verletzt wurde. Da die Kommunisten trotz ihres Mißerfolges weiter in der Rahe des Versammlungslokales sich oufhielten und die Menschenmenge immer größer wurde, sah sich die zuständige Gendarmerie genötigt, zur Vorbeugung von Schlimmerem ein Schupokommando aus Butzbach herbeizurufen. Als die kommunistischen Ruhestörer davon Kenntnis erhielten, zogen sie es vor, sich bald wieder nach Gießen zu verduften, so daß dann der weitere Verlauf des Abends ungestört blieb. Q ß o 11 a r, 3. Jan. Am Sonntag fand im Saale des Gasthauses „Zum Schwanen" die Hauptversammlung der Freiw. Feuerwehr Lollar statt, an der auch Kreisfcuerwehrinspektor D i ck o r e, Gießen, und Bürgermeister Schmidt, Lollar, teilnahmen. Rach einem Musikstück der Feuerwehrkapelle unter Leitung des Musikmeisters Deines eröffnete der 1. Kommandant Gerhard Rohrbach die Versammlung und gedachte zunächst der im verflossenen Jahre verstorbenen Mitglieder, deren Andenken wie üblich geehrt wurde. Rach dem Geschäftsbericht fanden fünf Llebungen und ein Probealarm statt. Der Wehr gehören 39 Ehren-, 150 aktive und 55 passive Mitglieder an. Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r e, Gießen, überreichte im Auftrage des Kreisamtes Gießen den Kameraden Karl Erdmann, Ludwig Großhaus, Ludwig Rietz erhöf er, Friedrich Ring leb und Wilhelm Seipp Ehrenzeichen für 25jährige aktive Tätigkeit. Kamerad Otto R u h n erhielt eine ülrkunde e für 20jährige Zugehörigkeit. Ferner wurden sieben Mitglieder für 10jährige Dienstzeit geehrt. Die von dem Rechner Heinrich Rain vorgetragene Rechnung schließt in Einnahme mit 515,45 Mark, in Ausgabe mit 393,36 Mk. ab. Die Rechnungsablage für die Kapelle zeigt 1258,60 Mark in Einnahme und 1225,03 Mk. in Ausgabe. Bei der Vorstandswahl wurden die seitherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Im Anschluß daran erfolgte noch die Wahl des Musikausschusses. Die durch eine Kommission und den Vorstand vorgelegte Reufassung der Satzungen für Wehr und Musikkapelle wurde genehmigt. s. Beuern, 13. Jan. Die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, die Witwe Friederike Kutscher, geb. Schneider, starb dieser Tage im Alter von 84 Jahren. In ihrem Hause lebten drei Generationen nebeneinander. Sie hat drei Enkel und zwei Urenkel überlebt. In unserer Gemeinde befinden sich zur Zeit 27 Personen, die das 70. Lebensjahr überschritten, darunter acht, die das 80. Lebensjahr zurückgelegt haben. Der älteste männliche Einwohner ist der weithin bekannte Kassenrechner Kaspar Walther, der im 88. Lebensjahr steht und sich noch großer Rüstigkeit erfreut. s. Beuern , 14. Jan. Der hiesige Volksbildungsverein veranstaltete seinen ersten diesjährigen Vortragsabend. Dr. Lotz, Gießen, sprach in fesselnder Weise über Island, wo ct drei Jahre zu wissenschaftlichen For- . schungszwecken weilte, und zeigte dabei eine Anzahl vortrefflicher Lichtbilder. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden zuteil. v Londorf. 12. Jan. Am Samstag hielt der Turnverein „Gut Heil" im Saale des Ludwig Lich bei gutem Besuch seine diesjährige ^Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Pf ei ff II. erstattete zunächst den Jahresbericht • und bemängelte hierbei den schlechten Besuch der Turnstunde. Sämtliche Veranstaltungen des Lahn-Dünsberg-Gaues wurden besucht: die Turner kehrten mit sehr guten Erfolgen nach Hause. Auch die Handballabteilung hat gute Fortschritte gemacht, steht doch die 1. Mannschaft und die 1. Jugend an der Spitze der Tabelle Sodann verlas Rechner Georg Berlin die Rechnungsablage. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die Handballkasse ergibt einen I ansehnlichen äleberschuh. Hierauf wurde nach lebhafter Aussprache beschlossen: Das Vereinslokal bleibt bei Gastwirt Boeger, die Versammlungen werden abwechselnd bei dep Wirten ab- gehalten. Den auswärtigen Mannschaften wird das Lokal vorher bekanntgegeben. Bei der Wahl des Vorstandes wurde, da der alte Vorstand zurückgetreten ist, folgender Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Heinrich Kämmerer, 2. Vorsitzender Wilhelm L i ch, Briefträger, Rechner Georg Berlin, Schriftführer E. Brack, Kontrolleure A. Kreiling und W. Hassel- b a ch, Zeugwart W. S ch n e ck e r, Turnwart L. O l l e m o h, Spielwart O. Pfeiff. Zur Regelung der Handballangelegenheiten wurde ein Spielausschuß aus folgenden Mitgliedern gebildet: Max Adler, Heinrich Schäfer, Wilhelm Pfeiff, sowie die Spielführer der Mannschaften. Weiter wurde noch beschlossen, das Gaufest am 12. Juli abzuhalten. Vor Beginn der Vorstandswahl wurde der seitherige Vorsitzende P f e i f f II. einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. ch Lich, 13.Jan. Welch großer Beliebtheit sich unsere Freiwillige Feuerwehr erfreut, bewies der starke Besuch der Abendunterhaltung, die die Freiwillige Feuerwehr am Sonntag in Steins Saalbau veranstaltete. Rach flottem Eröffnungsmarsch der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr kam ein schönes Programm zur Abwicklung. Der zweite Kommandant der Wehr, Bauunternehmer Heinrich Sten gler, sprach herzliche Bcgrüßungsworte. Die beiden Theaterstücke ernteten starken Beifall. Zwischendurch brachte die Feuerwehrkapelle unter Leitung ihres Kapellmeisters, Herrn Freitag, gute Musikstücke zum Vortrag. Tanz beschloß den Abend. Der schöne Verlauf der Veranstaltung gibt den besten Beweis für das gute Verhältnis, das zwischen unserer Einwohnerschaft und ihrer Feuerwehr besteht. Kreis Alsfeld. H Alsfeld, 13. Jan. Am Samstag veranstaltete das hiesige Logenkränzchen zur Hessentreue einen Vortragsabend im kleinen Saale des „Deutschen Hauses". Studienrat Dr. Emmel (Gießen) sprach über das Thema „Mozart und die Zauberflöte in freimaurerischer Beleuchtung". In sehr interessanten Ausführungen wies der Vortragende an Hand von Beispielen aus der Oper die symbolische Bedeutung der Handlung von Mozarts bester Oper, der Zauberflöte in Beziehung zur Freimaurerei nach. Einige hiesige und auswärtige Kräfte belebten den Vortrag durch Wiedergabe besonders charakteristischer Stellen aus der „Zauberflöte" in Musik und Gesang, die ebenso wie der fesselnde Vortrag lebhaften Beifall fanden. — Am Sonntag gastierte das Gießener Stadttheater hier mit der politischen Komödie „Der Kaiser von Amerika" von Dernard Shaw. Der geistvolle und satirische Inhalt der eigenartigen Handlung des Stückes fand bei den Zuhörern lebhaften Beifall. Die Aufführung stand wie jedesmal auf voller künstlerischer Höhe. Der Besuch war diesmal geringer, als bei den seitherigen Gastspielen des Gießener Stadttheaters. Preußen. Kreis Wetzlar. O Dornholzhausen, 13. Jan. Der Gemeinderat k«schloß in seiner jüngsten Sitzung, die Anfuhr der Steine zu den Gemeindewegebauarbeiten in Fronde ausführen zu lassen. Wer bis zu 5 Morgen Land besitzt, muß einen Meter Steine fahren, die Besitzer von 5 bis 10 Morgen zwei Meter, von 10 bis 15 Morgen drei Meter, von 15 bis 20 Morgen vier Meter, von 20 bis 25 Morgen fünf Meter, von 25 bis 30 Morgen sechs Meter. Diejenigen Einwohner, die kein Fuhrwerk besitzen, sind verpflichtet, Handdienste zu leisten, und zwar je sechs Stunden. Fuhrwerksbesitzer, die das Fahren von StAnen verweigern, haben für jeden nichtgefahrenen Meter Steine eine Entschädigung von 2 Mk. an die Geemindeknsse zu zahlen. Dittkreis. WSÄ. Driedorf. 14. Jan. Heute gegen 14 Llhr wurde die Ehefrau des Pfarrers Metzler aus Driedorf auf dem Bahnhof Driedorf von einem von Herborn kommenden Personenzug erfaßt und getötet. Frau Metzler wollte mir ihrem Mann ihren in dem Zuge befindlichen Sohn abholen. Die ünter- suchung der Schuldfrage ist zur Zeit noch nicht abgeschlossen. Wirtschaft. Holzversteigerungs - Termine. Jreifag, den 16. Januar. Versteigerer: Forstamt Gießen. Versteigerungsort: Schäfcrsche Wirtschaft zu Daubringen. 9.30 älhr. Versteigerer: Fürst zu Solms-Draunfelssches Forstrevier zu Hungen. Versteigerungsort: Gastwirtschaft Strack zu Dillingen. 10 älhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Gießen. Der- steigerungsvrt: Alter Anneröder Weg, 8. Schneise. 9.30 älhr. Versteigerer: Forstamt Rabenau. Versteige- rungsvrt: Jagdhaus des Schuhfvrstes Rabenau (Forstvrt Eichwald). 10 Uhr. • • Kündigungen i m Eisen st einberg- bau an Lahn, Dill und in Oberhessen. Aus Wetzlar wird gemeldet: Bekanntlich ist die Lvhnvrdnung für den Eisensteinbergbau an Lahn, Dill und im Bezirk Oberhessen für Ende Januar 1931 gekündigt worden. Da es zweifelhaft erscheint, daß die eingeleiteten Schlichtungsverhandlungen rechtzeitig zu einem endgültigen Ergebnis kommen, werden die Verwaltungen des Eisensteinbergbaues den gesamten Belegschaften zum 31. Januar 1931 kündigen, um ab 1. Februar unter neuen Bedingungen Weiterarbeiten zu können. Die Kündigung wird, am 16. Januar ausgesprochen und ist, wie ausdrücklich betont wird, nicht gleichbedeutend mit einer Stillegung der Werke. Eine solche kommt nicht in Frage. Der Siegerländer Eisenstein- bcrgbau kündigt ebenfalls aus dem gleichen Grunde der Gesamtbelegschaft zum 31. Januar. frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 15. Jan. Tendenz: unsicher. — Die heutige Börse eröffnete nach einem bereits etwas freundlicheren Vormittagsverkehr in leicht gebesserter Haltung. Obwohl eine ziemliche Anzahl Derkaufsaufträge vorgelegen haben, konnten sich die ersten Kurse überwiegend leicht bessern. Beruhigend wirkte vor allem eine Rachricht über die Siemens- Dividende von wieder 12 Prozent. Eine definitive Bestätigung war noch nicht zu erhalten, da die Aufsichtsratssitzung erst gegen Ende des Monats stattfindet. Man verwies ferner auf die gebesserte gestrige Reuyorker Börse und die Erholung der internationalen Aktien. Dagegen lagen auch einige Kaufaufträge vor und in Verbindung mit weiteren Jnteressenkäufen zeigte das Kursniveau eine leichte Erholung. Die Lage war jedoch noch immer leicht unsicher, da die Derkaufsaufträge überwogen und auf die Stimmung drückten. Als retardierendes Moment wirkten die bevorstehenden Genfer Verhandlungen. Die Llmsatztätigkeit war zu den ersten Kursen auf einzelnen Märkten etwas lebhafter, so am Elektrvmarkt, an dem überwiegend Kurserhöhungen bis zu 0,25 Prozent eintraten. Anderseits lagen Dheag mit minus 0,5 Prozent, während Gesfürel und Lechwerke behauptet blieben. J.-G.-Farben hatten zu den ersten Kursen größere Umsätze. Die Befestigung betrug knapp 1 Prozent. Rheinstahl eröffneten 1 Prozent höher. Von Montanwerten setzten Rheinstahl und Mannesmann 1 Prozent höher ein. Außerdem eröffneten Südd. Zucker. AKLl. und Conti-Gummi etwas höher, doch gingen die Besserungen nicht über 1 Prozent hinaus. Bankaktien, Schiffahrt- und Bauwerte eröffneten ziemlich unverändert. Don internationalen Papieren konnten sich Svenska und Chade weiter etwas erholen. Am Anleihemarkt lagen deutsche Anleihen behauptet. Ausländer wenig leichter, Pfandbriefe still und kurs- mäßig kaum verändert. Im Derlaufe neigte die Tendenz wieder zur Schwäche, da zu den Kassa- kursen bedeutende Verkaufsaufträge Vorgelegen haben, die aus weiteren Exekutionen herrühren sollen. Internationale Aktien gaben wieder etwas nach. Am Geldmarkt machte sich im Hinblick auf den heutigen Medio stärkere Nachfrage nach Tagesgeld bemerkbar. Der-Sah wurde auf 5,25 Prozent erhöht und blieb so weiter gesucht. Am Devisenmarkt lag Madrid und Schweiz gegen London schwach. Man nannte: Mark gegen Dollar 4,2080, gegen Pfund 20,43, London gegen Kabel 4.8547, gegen Paris 123,84, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 47,30, gegen Schweiz 25,2750, gegen Amsterdam 12,0650. Berliner Börse. Berlin, 15. Jan. Schon die heutige Haltung der Frankfurter Börse, die hauptsächlich auf eine stärkere Intervention der Werte zurückzufuhretL war, deutete auf einen gewissen Stimmungsumschwung hin, der dann auch in der Tat eintrat. Es beruhigte sehr, daß der gestern noch auf 6ee Börse lastende Exekationsdruck so gut wie ganz gewichen war, vor allein bieten aber die festeren Auslandbörsen und im Zusammenhang damit Svenska und Chadeaktien der Tendenz eine stärkere Stütze. Von Deckungen in größerem Umfange konnte man nicht sprechen und so bewegte sich das Geschäft in ruhigen Grenzen. Gegen gestern traten überwiegend Kursbesserungen von 1 bis 3 Prozent ein, nur wenig Spezialwerte fielen aus dem Rahmen. Es zogen Hamburg-Süd, Alte Reichsbank je 3,5 Prozent an, Svenska gewannen 9 Mark, Chadeaktien 7,75 Mark, Julius Berger nach anfänglicher Plus-Plus-Rotiz 10,75 Prozent. Bei Buderus regte anscheinend die relativ nur geringe Senkung der Cisenpreise an, der Kurs konnte sich um 3 Prozent befestigen. Anderseits eröffneten Deutsche Kabeln, Hacketal, Ostweka, Fahlberg und Goldschmidt 1 bis 2 Prozent schwächer. Anleihen lagen behauptet, von Ausländem zogen Dosnia etwa Vs Prozent an. Pfandbriefe wenig entwickelt und eher abbröckelnd. Auch Reichsschuldbuchforderungen waren bis 0,5 Proz. gedrückt. Am Geldmarkt zog heilte zum Medio öer Sah für Tagesgeld von 4,5 bis 6,5 Prozent an, die übrige Baisse blieb unverändert. Auch im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich und die Mehrzahl der Kurse erfuhren eine weitere Befestigung. Für Siemens erhielt sich einiges Interesse, da Pressenotizen von einer günstigen. 12 Prozent betragenden Dividende wissen wollten. Auch oie übrigen Elektropapiere lagen hierdurch etwas angeregt. Schuckert überschritt wieder die Parigrenze, Svenska und Chade gaben etwa 3 Prozent ihres Gewinnes wieder her. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 15. Jan. Auftrieb: 66 Rinder, 838 Kälber, 478 Schafe, 627 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 6 6 bis 68 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 59 bis 63, geringe Kälber 53 bis 58; Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 47 Mk., (Stallmast) 38 bis 44; Schweine: nicht notiert. Marktverkauf: Kälber und Schafe schleppend, geräumt. Schweine ruhig, ausverkauft. Gewinnauszug 4. Klasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 13. Januar 1931 In der heutigen Vormittagszlehung wurden Gewinne über 300 M- gezogen 4 öttolnne gn 10000 M. 50563 312761 4 ®etDinne tu 5000 M. 51764 302648 6 Gewinne,u 3000 M. 9960 204904 290161 8 Gewinne,n 2000 W. 12176 95038 247489 309086 22 Gewinne 1000 W. 5736 31267 69503 84321 91192 176232 195257 212077 225524 231242 278096 42 Gewinne 8u 800 M. 12978 37536 66175 69381 81226 91515 103849 114076 115301 158999 159488 178817 180740 195889 200388 234400 239044 277849 352834 397474 398290 62 Gewinne ,u 500 M. 7369 14096 17794 64180 66286 71801 90195 95263 107923 151463 156535 169083 173553 176396 178289 182248 192040 197661 229141 234089 237772 262351 267944 269032 309297 328763 352203 354551 363614 380908 396240 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 2 Gewinn« »u 100000 W. 370421 2 Gewinne au 5000 Ort. 343974 4 Gewinne zu 3000 W. 16514 134613 6 Gewinne zu 2000 M. 152084 1 59395 313715 34 Gewinn« ,u 1000 M. 5737 86574 98382 105193 123111 128410 205151 233363 237509 247313 252285 342888 351624 363888 380158 381174 382047 34 Gewinne zu 800 M. 30438 34001 51514 55469 66697 68074 96554 129239 129320 131623 139123 141648 163475 174700 190351 192718 264716 58 Devinn« 500 M. 15430 18259 52821 67168 63272 78627 89372 93874 109139 124688 191451 207022 207397 224371 235508 254072 254735 258002 304732 310608 330836 351849 361899 362585 370530 372133 393419 394161 394192 Die Ziehung der 5. Klaffe der 36. Preußisch« Süddeutschen (263. Preußischen) Staats lotlene findet vorn 9. Februar 6iS 14. März 1931 statt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v.H., Lombardzinsfuß 6 v.H. ^ranffun a. M. Serlin Jrantiun a. J)i. Berlin Frankfurt a. Di. Äerlin lurs r-uyr« fTun-< ©ajiuu» für» Anfang- Äurt Gch.uß- hird I-Uhr- ff td Echluß- kurs Anfang« Schluß- fturd Schluß- tchtfang. Datum 14.1. 15-1. 14.1. 15.1. Datum 14.1. 15.1. 14.1. 15.1. Dalum 14.1. 15.1. 14.1. 15.1. 6% Deutsche Reichsanlethe von 1927 ......... . 7% Dcutlche ReichSanlethe Von 1929 ......... 85 100 51,65 4 89,5 50 49,9 99,5 92,75 88,9 100 97 97 26,25 1,25 21.65 17 17,9 1,33 2,9 2,85 2,85 8,9 13.7 6,9 M 1 H I , s , I , II 1 s 1 1 1 1 1 1 1 1 l 1 85,3 100,1 51,6 3,9 89,3 49,5 100 97 97 2,05 21J 18 1,4 2,85 2,95 S 13,3 6,95 1 1 t Som I »ö» 1 I* wl IIIFIIII1I | I vamvurg-Ämertka Palet ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hama Dampfschiff ..... 10 Norddeutscher Lloyd.....8 Allgemeine TeutschcCredttanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz- und Privat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und DtSconto-Gesellschaf^ ... 10 Dresdner Bank......io Reichsbank....... 12 A.E.G............. Bergmann.........9 Clektr. LieferungSgescllschaft. 10 Licht uno Kraft......10 Reiten & Guilleaume . . . 7y2 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rb. imsche E.ekirizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schucken LEo......... Siemens L Halske . . . . , ie Zran«aoto . ........ 8 r ad meyer L Co.. ..... io Deullche Erdöl ....... 6 Ebener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8 Harpcncr..... 0 Hoosch Eilen........6% Iile Bergbau ....... 10 «löckncrwerke ........ 7 Köln-Ncueffen........ 7 ManneLmann-Röhren . t • . 7 Manosetder Bergbau ..... 7 Cbctldilcl. Giienbetait .... 6 Obcrschlci. KokSwerke. .... 7 Pbünir Bergbau......6% Rheinische Braunkohle« . • 10 Rheinslahl ........ .6 Rtebeck Montan...... 7,8 54 54,25 97,75 100 117 107 139 107 107 223 86 89,5 69 86 107 98,75 139 99,5 39 70,5 69 159 49,5 54,5 31 -7 139 57^5 54 54,4 100 107 107,75 107 223,75 87,25 86 105,75 99,75 140,5 54,75 58,5 54 112,9 94,5 54,5 97,5 100 116,75 107 138,5 107 107 220 86 90 89 88,65 70 85,13 100,25 107 91,5 98,75 137,75 119 103 38 53,5 ' 72 68,5 54,5 160 48,5 59,13 54 31,65 30,25 60 50,65 139 56,5 68,25 53,9 116 96 54,65 97,13 100,13 118,5 107,5 138 106,75 107 223,5 87 90 91 91 70 86,13 100 106,25 92,5 99 139,75 41 53,13 72,5 68,5 54,5 161,25 48,5 59,75 55 31,13 60,75 50,75 141,13 57,9 Bereinigte Stahlwerke..... Ltavi Minen......16'/. Kaliwerke Aschersleben ... 10 Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 I. G. Rarben-Industrie. . . 12 Dynamit Nobel...... . 6 Scheideanstalt....... .9 Goldschmidt ...... .6 Rütgerswerke ........6 Metalla.'iellschaft.......8 Philipp Holzmann ...... 7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Cementwerk Karlstadt. ... 10 Wayß L Freytag......8 Schultheis Patzenhofer ... 15 Lstwerke.........12 Aku...........18 Bemberg.........14 Zellstoff Waldhof .... 13'/. Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 6 Tellauer GaS..... . . 9 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-T. ..... 0 9?al. Automobil ....... 0 Orenstcin & Koppel ..... 6 Svendka........... frankfurter Maschinen .... 4 Gritzner..........6 Heyllgenstaedt ....... 0 Lechworke........ . 8 Malnkraftwerke Höchst a. M.. . 8 SN tag............. Gebr. Roeder ...... 10 Boigl & Haessner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... 10 53 118,5 125,5 183 116,65 120 34 40 65 67 65,5 105 34,5 46 13,5 20 92,25 92 226 15 28 73 63.25 147,75 112 185 117,5 121 33,5 40,5 64,5 67 66,5 46,75 15 28 73 112,75 53 29,75 118,5 126 182,5 116 57 33,75 40,75 64,13 66,25 36 137,75 118,25 46,5 43,5 85,75 62 76 92,25 20 93 28 39,25 93,5 222 14,75 30,5 28,25 56,5 148 112 53 30,13 120 127 185 117,5 57,25 31,75 41,13 66 5 137,65 117 46,75 44,5 86,75 62 75,5 93,13 20 92,75 28,25 29,25 94,75 231 1 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 21uilo|.-SHcditen....... DeSgl. ohne Autlof.-Rechte . . 8% Heil. yoUzfiaal von 1929 (rüdioblb. 102%)...... CBfibrllcn Provinz - Anleihe mii Ausivl.-Rechlen...... $cul|d>? Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1....... 8% firantf. Hnp.-Bank Goldpfe XIII unlilnDbar bi» ß34 . . . '% Rtanlf. HypVLank Goldpse imUinobat bis 1933 ..... Wt% Rbclnische Hyp.-Bank Liqu. Golvpfe......... 8% Br. LandeSvlnndbrtesanstalt, Bsandbriese 9t. 19 ..... 8% Pr Landespianobriefanstalt, ftomm^Cbl. 8t. 20...... 7% Pr. Landevvianvbriesanstalt, 'tfanobriclc 9t. 21...... A E G. abg. BonriegS-Obligatto- nen, rudtablbar 1932 ..... 4% Oesterretchische Goidrenle . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Lcsterreichilche Einheitliche Rente............ 1% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische StaaiSrente v. 1910 4%% bMflLöon 1913..... 4% Ungarische Äronenrente . . - )% Türlilcke Zollanleihe von 1911 ■1% Türkische Baadadbahn-Anl Serie I........... 4% desgl. Serie II....... 5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 .......... 4Vi% Rumänische vereinh. Reut, von 1918.......... 1% Rumänische vereinh. Reni* . Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL 3tr(ln, 14. Januar Geld Erie? Amerikanllche Note» ...... 4,201 4.221 Belgische Noten. ....... 58,35 58,59 Dänische Noten ........ 111,98 112,42 Eng'ijche Noten ........ 20,41 20,49 französische Noten ....... 16,45 16,51 168,96 169,64 Italienische Noten........ Norwegische Noien....... 21,98 111,98 22,06 112,42 Deutich-Oesterreich, ä 100 Schilling 58,89 59,13 Rumänische Noten....... 2,48 2,50 Schwedische Noten ....... 112,28 112,72 Schweizer Noten ........ 8I.26 81.58 Spanische Noten..... . . 42,91 43,09 Tschechoslowakische Noten. .... Ungarische Noten ....... 73,15 73'45 . 14. Januar 15. Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung (Reib »riel Geld Lries Amst.-Nott 169,15 169,40 169.16 169,40 Bu n.-Aire 1,243 1,247 1,270 1,274 Brss.-Antw. 58,57 58,69 112,54 58,555 58,675 Christtanta 112,32 112,31 112,53 Kopenhagen 112,32 112,54 112,30 112,52 Stockholm - 112,53 112,75 112,50 112,72 HeltingforS. Italien. . . London. . . 10,576 21,905 10,596 22,035 10,575 22,005 10,595 22,045 20,409 20,449 20,405 20,445 Vicunort .. 4,204 4,212 4,2035 4,2115 Parts.... Schwelt .. 16,475 16,515 16,475 16,515 81,39 61,55 81,365 81,525 Sva:iat . . 43,36 2,079 43,44 2,083 42,93 43,01 Japan . . . -Hlo de Jan. 2,079 0,392 2,083 0,390 0,392 0,394 Wien in D-- Ceft. abgcst 59,08 59,20 59,08 59,20 Prag .... Bel irad . . 12,442 12,462 12,444 12,464 7,529 7,443 7,428 7,442 Buoap. st. . 73,41 73,55 73,505 73,545 ibui arten 3,044 3,050 18,88 3,044 3,050 Lissabon . 18,84 18,84 18,88 Darntg. . . 81,52 81,68 81,57 81,73 Konst mm. 1,784 1,789 1,784 1,789 Alien. . . 5,445 5,455 5,445 5,555 Eanaoa . . 4.191 4,199 4,191 4.199 Um uay. . 2,747 2,753 2,757 20,905 2,763 Tatro .. 20.92 20,96 20,945 Ms- ÄÄ L°rZs M.tzr Meftigen^ qS*^ ^'3 2 Öir2 ’Wteh w an, KKra ’4<5 S ««Ä1 ®fS L-L ‘äs? ■®c*» a(WttMar!t f&S •««■&;: WSr™ • Ä e^toei"e: • Kalber und Schaf, ne ^'fl. ausverkaust, ch-LLddtnW lalS'iotttrit NachdmL drMm "er sind jtoti gleich und jtoat je einet mmtr in den beiden : und n 13. Jamm 1931 lehung tourben ©etainnc gezogen 5563 312761 764 302648 60 204904 290161 2176 95038 247489 36 31267 69503 84321 '223524 231242 278096 2978 37536 66175 349 114076 115301 1740 195889 200838 2834 397474 398290 3 14096 17794 64180 107923 161463 166535 8289 182248 192040 )7772 262351 267944 52203 354551 363614 jiebung wurden Gewinne . gezogen 370421 3974 514 1 34613 2084 159398 313718 '37 86574 98382 105193 33363 237509 247313 33888 380168 381174 38 34001 51514 55469 239 129320 131623 ZOO 190351 192716 5430 16259 52821 93874 109139 124688 V07 235508 254072 ;S s s MLS Mr-zM flott. ) 4 13 12 20 62 8 t a i? 15 8 13 16 169.1® 1.270 58.555 112,31 112,30 112.50 10,575 22,005 20.405 4,2035 16,475 1,365 42.« 2.079 0,392 59,08 12,444 7,428 73-ä 3^ is,rj . «1,5/ lä & 20.909 59,29 tz tS HZ 1,73? ,5« 4,19? 2,7« 20> > 58.53 112, 20.49 16,51 169,64 22,06 112,42 59,13 2,50 112.72 81.58 43.« 12,47 73.45 0.11t 4,201 58,35 HL? 20,41 16,45 168,96 21.9 111,« 58, 2,48 112,28 81.2 42,91 12,41 73.15 1 ,274 > 58,675 1'2-8 112' 112-72 10.$ 22.# 20, Ui 4,2115 16.51 8I.S s 9.595 M Die kleine Mcoleüe. Vornan von Paul Hain. 19 Sortierung Nachdruck verboten im Sie blickte Wördehoff hllflos an. „Ach — du denkst da zu schlimm. Lieb — „Doch — doch! Ich hab schon ein wenrg recht, Hubert, ilnh — es war ja auch so,, ich hab ja mehr an dich gedacht als an Papa —“ Er lächelte tröstend. „Mach' dir nicht den Kopf schwer. Rtcolette. Es wird ja nicht gleich so schlimm werden, llnö ich werde jetzt mehr Obacht geben und thn ablenken. Kun, da ich weih, dah Schaffen schadet, will ich schon aufpassen." „O ja, Hubert — wir beide — Es war schon wieder ein froheres Leuchten irr ^Durch ihr Denken glitt daS selige Erlebnis im Wald und deckte alle traurigen Gedanken zru Roch bina ia um sie der Dust der Buche und die Süßigkeit der ersten Küsse, diese köstliche Heimlichkeit erfüllte wieder ihre Seele und ließ kerne Schatten Ricolette rief ihn heran. Er kam mit schleppenden Schritten, etwas gebückt. Einen Rechen im Arm. „Guten Abend. Fräulein, guten Abend. Herr Wördehoff", sagte er dienernd. „Es wird diese Rächt noch ein Gewitter geben." .Ach wo — es ist ja so laue Luft?, meinte Wördehoss, .und der Himmel ganz klar. Llebri- gens hat's ja am Rachmittag geregnet —" .Da2 war n Vorboten. Aber über'm Wald steht schon Wetterleuchten Von hier siebt man das nicht. Lind die Lust ist steif. Ich kenn' doch sowas. Da hinten Über den Verg klettert ein Gewitter — und diesmal kommt es bestinrmt rüber." aufkommen. .. ,,.,Ä . .Ich bin so glücklich -". flüsterte fre. Wördehoff zog sie leicht an sich. Mein Königreich sagte er dicht an ihrem Ohr. „Mein liebes Wunder - du - Dann sahen sie still beisammen und flüsterten sich zuweilen Worte zu, wie eben nur Liebende sie haben, und jedes Wort war eine Kostbarkeit. .Olun könnte Papa aber doch endlich kommen", sagte Ricolette nach einer langen Weile fast vorwurfsvoll. _ ,, ce „ Heute mag er noch nach feinem Gusto schaffen . beschwichtigte Wördehoff. „Morgen wird es anders werden." Aber es ist ja schon ganz dunkel." Die Sterne blinzelten über ihnen. Lieber den Hof lam Prinz, daS Windspiel, gelaufen, und schnappte nach Mücken. Hinter ihm tauchte sein besonderer Freund, der alte Jacobus, aus dem Gemüsegarten auf. Er wollte noch rebsellger werden, aber Rico- lette unterbrach ihn. .IacobuS, willst du nicht mal nachsehen, was Papa macht?" Er kratzte sich hinterm Ohr. .Gnädiges Fräulein wissen doch — toerm der Herr Professor bei der Arbeit ist, bann — bann ist es nicht gut, ihn zu stören." 3a, das wuhte Ricolette sehr wohl. Sie wuhte auch, daß ein Klopfen ober Rütteln an ber Tür des Musikzimmers einen furchtbaren Wutausbruch Kinnas zur Folge haben konnte. Wördehoff sagte: „3ch werde mal nachsehen —“ „Rein, nein — bleib", rief Ricolette erschrocken aus und errötete, da ihr einfiel, dah Jacobus am Tische stand. Der tat so, als Hütte er nichts gehört. Kratzte sich noch einmal im Haar, strich sich den grauen Vollbart lang und meinte: „Ra — denn werd ich mal gehen Wird schon das Beste sein. Schlimmstenfalls gibt's eben ein kräftiges Donnerwetter!" „3a, geh nur, 3acobuS. Sage, wir warten hier schon so lange auf ihn." „Wenn s man Zweck hat, Fräulein." Er schlürfte ins Haus. „Run bin ich aber neugierig", sagte Wördehoff. „3a, ja - die Herren Künstler von Gottes Gnaden sind doch ein besonderes Geschlecht." „Du auch, Hubert?" fragte Ricolette lächelnd. .,3ch denke, du bist weiter nichts, als ein lieber, starker Mensch, dem immer daS Herz klingt. Ein Dichter, der Freude schentt —" Er griff nach ihrer Hand. „Ich will es werden, Ricolette! Hier, bei dir hab ich mein wahres Dichtertum gefunden. 3n dir liegt meine Stärke — meine Zukunft." „Ach Gott — ich kleines dummes Waldmädel!" „Du — meine Prinzessin!" Ein neuer Rausch kam über ihn. „Du weißt ja nicht, was du für mich bist! Aber du sollst es schon einmal erfahren!" Ricolette legte den Kopf an feine Schulter. Die Dunkelheit hatte alle Scheu in ihr vertrieben. Sie versteckte ihr Fühlen nicht mehr. Prinz hatte sich lange an die Erde gelegt und wedelte ab und zu mit dem Schwanz. Er wußte wohl, daß es hier angebracht war, sich zu freuen. Da klangen gedämpfte Töne auf. Klavierspiel! 3acobus mußte wohl sämtliche Türen bis zum Musikzimmer hin weit offengelassen haben. Auch die dicke Bohlentür stand auf. Lind die Töne wirbelten durcheinander in breiten Dissonanzen, die sich wieder auflösten in mächtigen Harmonien, um gleich darauf von neuem durcheinanderzutaumeln. Wie zerrissen. Als fänden sie sich nicht mehr zusammen. Dann stockte alles einige Augenblicke lang. Lind leise, sehnsüchtig schwang ein Liedermotiv auf — suchend — ringend um Melodie — brach ab, setzte wieder ein, reiner, klarer, voller in der Tonfüllung — um plötzlich wieder in einem Wirbel durcheinanderbrausender Akkorde unterzugehen. Wördehoff saß wie erstarrt. Fest hielt et Ricolettes Hand. Da tauchte 3acobus wieder in der HauStür auf. Leise zog er sie hinter sich zu. Sein Gesicht sah höchst mißmutig aus. Die Musik brach ab. „Was ist denn?" fragte Ricolette hastig. Jacobus brummte: „Der Herr Professor hört überhaupt nicht — iS ganz bei der Arbeit. Lind so sehr an die Tür schlagen kann man doch auch nich —" .Rein — nein „Aber Zeit wär's, daß er schon aufhörte. Sonst gibt's nachher wieder — na, ich will nichts sagen —" Danke, 3acvbus," nickte ihm Ricolette zu. .Er wird schon von allein aufhören." Der Alte trollte sich. Wördehoff wollte keine schmerzliche Stimmung von neuem aufkommen lassen und so bat er: „Komm — wir gehen noch in den Garten. Es ist so ein ruhiger Abend." „3a", sagte Ricolette. „Dort ist es schöner als hier." (Sie erhoben sich und schritten über den dunklen Hof. Der Garten war voll betäubender Schwüle. Müde plätscherte der Bach am Zaun. Sie setzten sich direkt daneben auf die Bank nieder — schweigsam - der heißen Stunde hingegeben. Plötzlich unterbrach Wördehoff die Stille. „Jacobus wird doch noch recht haben. Sieh nur die schwarze Mauer da hinten über der Waldsilhouette. Sie verschlackt die Sterne —" „Roch ist es ruhig und friedlich", sagte Rico» leite kaum hörbar und schmiegte sich an ihn. „So sitzt cs sich gut. Wie die Rosen dustenl" „Lins zuliebe, Ricolette - nur für unS!" Lind die Zeit tropfte dahin. — 3mmer weiter schob sich die Wolkenmauer über die Berge hinüber — es wetterleuchtete stärker ringsum. Die Lust war nicht mehr so still. 3n den Sträuchern rauschte plötzlich der Wind, strich in kurzen, kühlen Böen über den Garten. Das Plätschern des Baches nahm einen härteren Klang an, wurde lauter, rauschender, bewegter. Lind mit einemmal waren die Sterne am Himmel fast ganz verschluckt von dem dunklen Gewölk. Rur hier and da blinzelte rroch ein Lichtpunkt schüchtern hindurch. Da fröstelte Ricolette. Sie hob den Kopf. „Run müssen wir doch gehen, Hubert. O — wie der Himmel schwarz ist. Man könnte sich ordentlich fürchten." ,3a- diesmal wird es schlimmer al* Im Wald. Gut daß wir za Hause sind. ES muß schon spät fein —“ Sie standen auf. ilcberall leuchtete eS nun über dem Himmel. Hand in Hand verliehen sie den Garten. Hinter ihnen fegte aufrauschend der Wind und zerzauste die Sträucher, bog die Bäume um und riß an den Blumen. Eie erreichten lausend daS HauS. Ferner Dvnnerhall ertönte. Doch während fte aufatmend in der Vorhalle standen, hörten fte aus dem Musikzimmer gedämpfte Akkorde breit herausklingen. „®utc Rächt, Ricolette." „Gute Rächt — da —" „Hast du Furcht vor'm Gewttter?" „Rein — o nein — ich bin so müde vom Gluck. Schwer lösten sich ihre Hände voneinander. 13. Als Wördehoff in sein Zimmer trat, daS Licht andrehte, leuchtete ihm vom Tisch der bunte Blumenstrauß entgegen, den Ricolette im Walde gepflückt hatte. Er öffnete die Fenster weit. Eine schwüle, stickige Luft herrschte im Zimmer Run strömte es kühl von draußen herein. Er blieb am Fenster stehen und sah in die Rächt hinaus, die nun fast ununterbrochen von fahlen Lichtreflexen zerrissen wurde. Dann wieder war es für Sekunden ganz still. Die Lust hing wie ein Sack über den Wäldern^ Lind plötzlich fuhr eine Fackel quer über ben Himmel — alles sekundenlang in rot-fahleS Licht eintauchend — und ein Donnerschlag krachte und splitterte hinterher, daß die Erde dröhnte. Erschreckt flatterten unter den Dachsparren ein paar Käuze auf, tummelten durch den Lichtschein wie Gespenster, verschwanden im Dunkel. Da praslelte der Regen herunter. Der Wind peitschte in kurzen, pfeifenden Stö-, ßen. Blitze zuckten breit über den Himmel. 3m Walde krachten und splitterten die Bäume, und wenn für Augenblicke die geheimnisvollen Gewalten der Lust verstummten, dann drang deutlich das Brausen des Bache« da unten, der zum stürzenden Wasser angeschwollen war. zu dem Lauschenden und Schauenden am Fenster herauf. Wördehoff stand lange so und blickte in dett Aufruhr der Elemente hinaus. Da entlud sich die Ratur aus ihrer ungeheuren Spannung heraus, die so lange schon die Menschen geängstigt hatte. Lind morgen? Morgen sah die Welt wieder blank und schön aus. der furchtbare Druck der Luft hatte sich gelost, die Ratur atmete wieder frischer und freier. (Fortsetzung folgt.) im Johannessaal. 437D Der Vorstand. Schulwesens. Lich - Turnhalle! 422 D Sehr gut erhaltene 425 D Der geheimnisvolle Kavalier II. III. '42 V 195 C «aaßs Weinstube Die Goldmine Groteske in 2 Akten Vortrag von Herrn Pfarrer Lenz, Gießen, über: Eine neueste Stimme auf dem Gebiete des atemraubende Spannung —unerhörtes Tempo — tollkühne Sensationen. Der falsche Freund Wildwest-Schlager dem Erfolg 3hrer Gichtosint-Tabletten direkt überrascht bin. Mein Gichtleiden besteht seit 38 Icchren, und trotzdem verspürte ich schon nach der zweiten Schachtel von 3hren Tabletten eine ganz bedeutende Besserung. Habe jetzt einen festen, gesunden Schlaf, das vorher infolge der Glieder- und Rückenschmerzen ganz unmöglich war. Fühle mich überhaupt wie neugeboren. Für 3hre überraschende Hilfe in meinem 38jäh- rigen Leiden bin ich 3hnen jederzeit zu Dank verpflichtet und zeichne hochachtungsvoll 3. Li. in Th. Trotz meines hohen Alters von 72 3ahren hat Piano- Stimmungen und Reparaturen durch eigene, bewahrte Fach kräfte gut und preiswert, n>A Pianohaus Schönau Tel. 3269. Seltersw.91 Ihr Präparat Gichtosint ausgezeichnet gewirkt und mich von meiner jahrelangen Gicht und Rheumattsmuskrankhcit vollständig bereit. 3hre Gichtosint-Tabletten verdienen den besten Ruf, und werde ich nicht versäumen, jedem Leidenden diese aufs beste zu empfehlen. Ich sage Ihnen vielmals meinen herzlichen Dank und empfehle mich Ihnen hochachtungsvoll Frau M. E. in F. Solche Briefe besitze ich tausende, und nun hören Sie weiter: Gicht und Rheumatismus ttmten nur von innen heraus wirklich kuriert werden, durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt durch zurückgebliebene Harnsäure Salze, und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Warmhalten nichts. Zur Deseittgung der Harnsäure dient daS Gichtosint. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür auSgebcn, ehe Sie sich überzeugt haben. 426V Teilen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mit und adressieren Sie diese an: Gencraldcpot der Viktoria-Apo:heke, Berlin A 235, Friedrichs^. 19: es geht Ihnen dann vollständig kostenfrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung zu. Familien-Drucksachen venoDungsanzeioe» Verm6hiungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen Astoria-Lichtspiele Ab heute Richard Talmadge in seinem neusten Sensationsschlager aus dem wilden Westen Vorführung am Samstag, 17. Ianuar 1931, ö Uhr adendö Alle Sntereffenfen sind freundlichst hierzu eingeladen Eintritt frei MG.Grode Frankfurter Straße 19. 120 A Mtzel- suppe Bo« morgens lOttdr abWcllflciicb Das MtenkonM SANSSOUCI Otto Gebühr als Friderlcu» Rex erweckt mit »einer unerreichbaren Einfühlung und der Macht »eine» Worte» San'souci zu neuem Leben. Ferner: Ufa-Ton -Woche und Zapfenstreich Anfangszeiten:4, 6, 8.30. Sonntags: 3, 5.30. 8,30 Uhr- _________________19 c Lichtspielhaus Gießen* Da* packendste u. erhebend*!* Tonfilm-Erlebnis tür ganz Gleöen Der herrliche, mit ungeheurer Begeisterung aufgenommene Fridericus-Rex-Tonfilm Die Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus. Sie wissen kein sicheveS Mittel gegen diese Plagegeister? Einreibungen, Packungen, Bäder, Salven usw. lindern meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, ober sie packen nicht immer das Liebel an der Wurzel. Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobte- Mittel, und Sie sollen eS selbst versuchen, ohne dah es Sie etwas kostet: aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie die folgenden Briefe: Teile Ihnen mit Freuden mit, daß ich von Bund I. Ml. Erziehung in Baus u. Schule Freitag, den 16. Januar, abends 8 Uhr Familienabend Vom guten und schlechten Kraftstoff! (Sin interessanter llfafilmfür Kraftfahrer und Autobesiher Den Begleit-Vortrag hält Herr Dipl.-Ingenieur von zum Hoff. Außerdem läuft die ztlmgroteSke.Autofimmer tflöeiieiiiflilioiii ganz oder geteilt billig zu verkaufen 3u erfrag Kirrbcuvla* 12, Laden Einladung zum öffentlichen Vortrag. - Thema Prüfet weislich die Geister! Text: Offenbarung Johannes. Kapitel 2 und 3 Freitag, d. 16. len., 30.15 Uhr, Im Realgymnasium, Ludwigstrabe, part. Eintritt tret «45 S. T. A. Gießener Konzertverein Donnerstag, 22. Januar 1931, 19.30 Uhr, Im Stadttheater: Zweites Symphoniekonzert Ausführende: Das Landestheater-Orchester aus Darmstadt Leitung: Dr. Stefan Temesvary Wagner: Ouvertüre „Der fliegende Holländer" Wagner: Siegfried-Idyll Bruckner: Vierte Symphonie in Es-Dur Eintrittskarten: 6, 4 und 2.50 RM. bei Ernst ChalHer (Fernruf 2671) und abends an der Kasse. Studentenkarten 1.60 RM. bei Herrn Sekretär Ritter und Im neuen Siudentenhaus gegen Ausweis. 428 D Die dritte Rate de* Abonnements ist abzuholen. Ein grober Posten Schlüpfer In Mako und Seide (mit klein. Fehlern) außergewöhnlich billig. KursaeschnttteneS Anmachholz liefert 8581D z. Deller ßtmmetflefcbäft, Lcibncstcrn. Tel Gr.-Linden 259. Die beleidigenden Auslagen gen Albert Schient» von Steinbach nehme ich btet- mit mit Bebaue, n zurück. (i'236 Stembach, 9. 1.1931. Lin» Wlü, geh. Hern. £1511 Betten (Stahl □ Holz' Polet. Stahl- ma tr„Klnderb^ChileoL, an loden, Tellxahlg. Katal. fr. tUsonmöbeUubrik SuhLTh. Zwei öffentl. Vorträge von Lic. Robert Goebel: Der unbekannte Schiller und die Gegenwart Freitag, den 16. Januar, und 0226 Freitag, den 23. Januar, Universität Hörsaal 51,20.15 Uhr. - Zur Unkostendeckung: Gesamtkarten Mk 1.50; Studenten Mk.0.75. Einzelvortrag: Mk.1.-, Studenten Mk. 0.50. In Sondertällen Ermäßigung. Erwerbslose freier Zutritt. Die Chris engemelnschaft. Svettag, 46. Lanuav 1631 mit Große Mengen unserer erprobten, besten Qualitäten zu Räumungs-Preisen 1.95 1.75 sonders warm .. .Serie I 1.75 6.90 Ferse Räumungspreis 10.- Räumungspreis 13 Versand auch nach auswärts, von 15 Mark an portofrei! 48 A GIESSEN Seltersweg 31 Bahnhofstraße 14 Druckschriften nöraon gut una preiswert erUhl’sche Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 22S Bitte besuchen Sie micfaf '/, Dose 2.30. */9 Dose 1.22 V, Erdbeeren Warenabgabe nur an Mitglieder! -Sahn frei... dienen den Belangen von Handel und Verkehr Industrie und Gewerbe Landwirtschaft und Be- Für Autofahrer: Mehrere hundert Paar FahrhandSChUaG m gefalzten Bogen m Heftform in gebundenen Ausgaben 1.25 0.38 0.52 la Nappa, mit reinem Wollfutter Frack-Anzüge nach Mab 136.- 148.- 165.- 178.- 196.- Tanz-Anzüge nach Mab 112- 126.- 137.- 148- 164.- Smoking-Anzüge nach Mab 126.- 137.- 148- 164.- 176.- Dose 0.07 0.60 0.90 0.55 0 95 0.67 la Nappa, mit Lammpelzfutter Blaue Anzüge nach Mab 105.- 126.- 137.- 155.- 168.- Ein Posten Herren-Futterhosen kräftige Qualität, Größe 4-6, be- Ein Restposten Herren-Schlafanzüge la Flanell, in bester Verarbeitung, schöneMuster, Räumungspreis Ein Restposten reinwollener Damen-Strümpfe vorzügliche Qualität, Doppelsohle u. Ein großer Posten Damen-Strümpfe Original Bemberg mit Goldstempel, nur mod. Farben, Räum.»Preis Kirschen, rot, mit Stein • •. Kirschen, schwarz, m. Stein Stachelbeeren Himbeeren . Johannisbeeren Stangenspargel Brechspargei Junge Schnittbohnen Stangen-Schnittbohnen Junge Brechbohnen Erbsen, null elfein Junge Erbsen Gemüseerbsen Junge Erosen mit Karotten • Karotten Leipziger Allerlei mittelfein Leipziger Allerlei Spinat Steinpilze mit Kopf Champignons Champignons Steinpilze Steinpilze, im eigenen Saft.. Konsumgemüse Tomatenmark Ein Posten Damen-Hemdhosen fein gewirkt, Windelform, in weiß, Gr. 3-5.... Räumungspreis Mirabellen Reineklauden Birnen Pflaumen, mit Stein Preiselbeeren Ananas Vorbildlich ist meine Gesellschafts- Kleidung! Sie gefällt auch Ihnen, erfüllt alle Ihre Ansprüche, und mögen diese noch so hoch gestellt sein. Stoff, Sitz, Form und Verarbeitung sind vollendet —--und was Preise anbelangt nirgends günstiger als bei mir! 1.15, 0.90, 0.65. 1881 ZJZ 1931 0.52 0 44 0.38 0.44 0.3« 0.65 Hier in dar Bcnnft übersichtlich «ngeordnet sorgfältig gedruckt J. B. H A USER, GIESSEN AM OS WAL DSC AR TEN 0.62. 0.90, 0.62, 0.90, 0.73. 0. 2, 0.73, VWHU7 Ein großer Posten Strickwesten H OK stark gestrickt,strapazierfähig, größs—M VH Farbenauswahl,Räumungspreis ■ Ea W Heißa, ist das ein Leben auf d< rdies- Jährigen Rodelbahn. Hat doch Onkel Mollig sämtlichen seiner Leute prächtige Rodelschlitten ge schenkt und auch sich einen ausgesucht. Das sind ein paar herrlicheWa- gen, mit denen sie letzt zu Tal fahren und manchem ab selts stehenden wird das Herz In Gieben / Marktstrabe 22 -V- 023] X Maskenüarderobe- J-*• VerleihOeschäil Größte Answaai tn Oberheeeea Von den billigsten bis zu den elegant. Kostümen -bei Karabach, äi Der Glebener Anzeiger schrieb in seiner Theaterkritik; der schöne Gigoletrack sah ganz hervorragend ..." - Kein Wunder - er war aus meiner Schneiderei! Ein Posten Damen-Schlüpfer n rtE Trikot mit warmem Futter, vorzOgl. 11 U hU Qual.,Gr.42-48, Räumungspreis ■ W M- noö VmMAii In verschiedener Ausfübruna 368 a ferote Litz- und Badewannen empfiehlt Edgar Sorrmann; Eisenhandlung Ein großer Posten Herren-Stricksocken « reine Wolle, grau u. kamelhaarfarbig 11 M W Räumungspreis V ■ W w Zu günstigen Preisen bietet der Konsumverein seinen Mitgliedern aus der GEG-Gemüee- und Obst-Konservenfabrik in Stendal an Ein Posten Herren-Oberhemden e —— beste Qualität, Bielei. Fabrikat, Halsw B 33-42,früh, bis 10.75,Räum.-Pr. Ul I U Sehnsucht schlagen, wenn er sie an sich vorüber- saußen sieht Ja, die Dinger sind auch von Häuser. bassen auch Sie sich ein Hen und kommen Sie einmal zu mir, , ,®\ch diese Prachtexemplare von Rodellschlitten anzusehen. Wenn einmal die schönen Wintertage vorüber sind, ist es zu spat, die herrlichen Schneefreuden auszu kosten. Jetzt Ist es an der Zelt. Und außer ci°iLaiiC"dtten hat Häuser auch die besten Skihölzer und Ausrüstungen sowie Schlittschuhe aller Systeme. Ich erwarte Sie gern „ 040 . 1.27 „ 1.53 „ L45 „ 0.95 , 1.07 . 0.47 Hs Dose 0.24 ll3 Dose 0.65 0.60 0.87 0.47 0 75 0.95 Odkcitt auf alle re9ulären VVarer ! w/ 0 slOUdll außer Markenartikel Konsumverein GiehenundU mg. mA / INVENTUR Ausverkauf