Montag, 14. Dezember lM Hr. 292 Erstes Statt 181. Jahrgang Eriche,ni täglich, außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Siebener FamilienblStter Heimat im Bild Die Schalle ntonat$:Be$ug$prei$: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Trägerlohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüffe arter5ammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Sianffart am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-vuch- und Steindruckerei B. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Annahme van Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 nun Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen van 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20®,, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot,- für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Bietzen. L M75 “■ 3.90 htl- *1K '*3.90 ^3.90 •••• 5.75 5.90 «... 7.90 “"3.15 “6.90 *0.95 .... 1.50 £5 Ul ofstr. 14 n kölVahäWunbe- ■r ^«nflgend HW**** lnem We M wissen aber, datz über den wirtschaftlichen Erwägungen seht politische Erwägungen stehen müssen, wir machen kein hehl daraus, datz die Ratoerordnung an vielen Stellen eine Verletzung der Arbeiterrechte darstellt. Aber wir müssen politische Gründe sprechen lassen, und die Kommunisten sind uns sicherlich sehr dankbar, datz wir das tun, weil wir ihnen damit die Verantwortung ab- nehmen. Heber unserem Parteiinteresse sieht für uns alle die Wahrung der Freiheit des deutschen Arbeiters. Diese Freiheit wäre er- ledigt, wenn der Faschismus kommt. Die allgemeine Finanzdebatte und die Abstimmung über die damit in Verbindung flehenden Anträge werden nach der Weihnachtspause erledigt werden. Aus den Erklärungen der Parteien im haushaltsausschuh ergibt sich jetzt schon, dah eine Aufhebung der Rotverordnung im Wege einer vorzeitigen Re i chs l a g s e i n b e ru - fung ausgeschlossen ist. Keine Aufhebung der Notverordnung. Einberufung des Reichstags vor Weihnachten nicht mehr zu erwarten. - Wirtschastspartei und Sozialdemokraten sehen ihre Tolerierungspolitik fort. — Fm Haushaltsausschuß. Wie steht es in Basel? Bis zum 23. Dezember wird der Bericht an die Regierungen erwartet. bracht, wobei Krafträder und Kraftwagen, »ft sogar gepanzerte, verwendet werden. An schwer auffindbaren Stellen wird das Schmugglergut niedergelegt und mittelst Kraftfahrzeugen in das Industriegebiet gebracht, wo es in Heineren Wengen vertrieben wird. Die Absahorganisation reicht aber, wie festgestellt worden ist, auch bis In die Großstädte des Inlandes, ;. B. Berlin und Hamburg. Dieses wohlorganisierte Gewerbe wirft hohe Gewinne ab. In letzter Zell ist es beim Zusammentreffen mit > Schmugglern in einer großen Anzahl von Fäl- len 3u lebhaften Fenergefechten gekommen. Trotz all dieser Schwierigkeiten konnten allein in 4 drn Landesfinanzamtsbezirken Münster, Düssel- i. Lors und Köln in der Zeit vom 1. April bis 35. Oktober 1931 18.9 Mill. Zigaretten, 45 000 I Zigarren, 30 460 Kilogramm Tabak, 252 600 Kilo» j qcamm Getreide, 112 600 Kilogramm Müllerei» : cczeugnisse, 860 Fahrräder, 125 Krafträder und 115 Kraftwagen beschlagnahmt werden. Um die Dienstfreudigkeit der Beamten ausrechtzuerhalten ist es erforderlich, ihnen in besonders schwierigen und erfolgreichen Fällen auch Belohnungen zu» fwarnen zu lassen. Die hierfür aufzuwendenden Mittel bringen durch vermehrte Erfolge ein Bielfaches an Strafen und Abgaben wieder ein. Parteien und Notverordnung. Es folgte die Fortsetzung der finanzpolitischen Oer Kamps gegen den Schmuggel an der Westgrenze. Berlin, 12. Dez. (DDZ.) 2m Haushalts» ausschuh des Reichstages wurden zunächst nutzer» »ordentliche Zuwendungen an Beamte und Hilfs» ! lräfte des Grenzbewachungs» und i Lleueraufsichtsdienstes bewilligt. Der ; Reichsfinanzminister hatte ausgeführt, datz der Schmuggel an der W e st gren z e unter dem i Einfluß der wirtschaftlichen Verhältnisse einen Umfang angenommen hat, der nicht nur die I Rcichsfinanzen auf das schwerste schädige, sondern auch die Wirtschaft so gefährde, datz in einzelnen Hegenden ganze Wirtschaftszweige zu erliegen drohen. In der hauplsache werden Tabakwaren, Kaffee, Getreide und Müllereierzengnisse von zum Teil bewaffneten Banden in Stärke bis Zu 100 Mann unter kriegsmäßiger Sicherung über die Grenze ge- Basel, 13.Dez. (CAB.) Hier besteht der Eindruck, dah die Beratungen des Sonderausschusses, der die Zahlungsfähigkeit Deutschlands zu prüfen hat, jetzt in das entscheidende Stadium gelangt sind. Der Ausschuh hat zwar am Samstag und Sonntag keine Vollsitzungen abgehalten, dafür hat aber der mit der statistischen Prüfung des dem Ausschuh vor- gelegten Zahlenmaterials beauftragte Unter» ausschuh gearbeitet. Vor allem hat aber in den beiden letzten Tagen eine Reche privater Besprechungen stattgefunden, in denen die grundsätzlichen und entscheidenden Fragen angeschnitten worden sein dürften. Die materielle Untersuchung des Ausschusses über das von Deutschland beigebrachte Material ist größtenteils bereits durchgeführt. Es bleiben jetzt eigentlich nur noch übrig d i e Lage der Reichsbahn, die am Montag besprochen werden -wird, und vielleicht noch eine Erörterung über die allgemeine Einwirkung der Reparationen auf die wirtschaftliche Krise in den einzelnen Ländern und in der Welt. Damit ist der erste Teil der Aufgaben des Ausschusses erledigt und es erhebt sich nunmehr die wichtige Frage, welche Schlußfolgerung sich aus der älntersuchung ergibt und in welcher Form das Ergebnis an die Regierungen weitergeleitet werden wird. Kurz gesagt: man steht jetzt vor der wichtigen Frage des A u s schuhst e r i ch t s. Abgesehen von der französischen Delegation, die die Formulierung des Berichtes einer zweiten Tagung des Ausschusses z u Anfang des neuen Jahres Vorbehalten mochte, scheint der Ausschuh die Absicht zu hasten, wenn es irgendwie geht, bis zum 2 3. Dezember mit den Arbeiten fertig zu werden. Es ist nach feiner Ansicht ohne weiteres möglich, bis zu diesem Termin den Bericht fertigzustellen. Man scheint sich bereits dahin geeinigt zu haben, die Redaktion nicht, wie im Wig- gin°Ausfchuh, in die Hände eines einzigen Mitgliedes zu legen, sondern damit ein Redaktionskomitee zu beauftragen, und man Am Konferenztisch des Sonderausschusses der BIZ. in Basel. 1. Professor Rist (Frankreich), 2. Colijn (Holland), 3. Graf Schwerin-Krosigk, der Vertreter des Reichsfinanzministeriums, 4. Dr. Melchior (Deutschland), 5. Stewart (USA.), 6. Beneduce, der Präsident des Sonderausschusses (Italien) 7. Francqui (Belgien), 8. Sir Walther Layton (England). Als erster ganz links: Dr. Bindfchedler (Schweiz). gehalten werden könne. Wenn es nicht gelingt, die Kaufkraft der Bevölkerung zu erhalten, dann ist aber eine weitere Schrumpfung der Wirtschaft unvermeidlich. In längeren Ausführungen wandte sich dann der Redner gegen die Herabsetzung der Beamtengehäl- t e r und die Gehaltssonderregelung der Angehörigen der Reichswehr und der Schupo. Selbst vom Standpunkt eines sehr warmherzigen Freundes der Reichswehr aus könne man diese Maßnahme nicht gut- heißen. Sie fei psychologisch falsch. Sie wirke verheerend auf die ganze übrige Beamtenschaft und auf deren Staatsfreudigkeit. Abg. Dr. Hilferding (Soz.): Wir finden die Bestimmungen der Notverordnung verwerflich, die der großen Masse der werktätigen Bevölkerung weitere Lasten auferlegen, ohne daß es möglich ist, vorher oder mindestens gleichzeitig für eine Senkung der Lebenshaltungskosten zu sorgen. wenn wir wissen würden, daß an Stelle dieser Rotverordnung eine bessere gesetzt werden könnte, so würden wir nicht einen Moment zögern, diese Rotverordnung abzulehnen. Mr durch die Arbeitsäm ter, sür die von de« öffentlichen Fürsorge laufend unterstützten Personen und für die Empfänger von Zusatzrente nach dem Reichsversorgungsnesetz durch die Dienststellen der öffentlichen Fürsorge. Bezugs st eilen für das verbilligte Fleisch sind alle Verkaufsstellen von Frischfleisch, die sich bereit erklären, den De- zugsschein in Zahlung zu nehmen und den sonst gegebenen Vorschriften zu entsprechen. Es kommen also außer den Fleischerläden auch Konsumvereine, Warenhäuser usw. als Verkaufsstellen in Betracht. Die Verkaufsstellen werden durch Aushang kenntlich gemacht. Die Verbilligung wird ausschließlich für frisches Rind- oder Schweinefleisch gewährt, Wurstwaren sind von der Verbilligung ausgeschlossen. Jeder Berechtigte kann wöchentlich e i n P f u n d, Unterstützte mit vier und mehr Zuschlagsempfängern können wöchentlich zwei Pfund verbilligten Fleisches erhalten. Auf geringere Mengen als ein Pfund wird eine Verbilligung nicht gewährt. Der verbilligte Preis mutz 30 Pfennig unter dem Tagespreis oder, sofern bereits örtlich besonders verbilligte Preise für Llnterstützungsempfänger vereinbart sind, 30 Pfennig unter diesem vereinbarten Preis liegen. Der erste Bezugsschein, der mit vier Wochenabschnitten versehen ist, wird Mitte Dezember ausgegeben. Jedem Wochen- abscynitt ist die Gültigkeitsdauer aufgedruckt; nach Ablauf der Gültigkeitsdauer können die Scheine nicht mehr benutzt werden. Der erste Abschnitt hat wegen der Weihnachtsfeiertage ausnahmsweise eine Gültigkeitsdauer von zwei Wochen. Notverordnung und Kriegsopfer. Berlin, 12. Dez. (TU.) Die neue Rotverordnung vom 8. Dezember erfaßt die versorgungsrechtlichen Bezüge der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen nicht unmittelbar. Trotzdem werden die Belange dieses Personenkreises erheblich getroffen, indem ihnen, soweit sie sozialversichert sind und bereits Sozialrenten beziehen, diese letzteren durch neue Ruhens» Vorschriften trotz pflichtgemäß geleisteter Beiträge praktisch ganz oder zum Teil entzogen werden. Ihre Renten aus der Sozial- ^vtzrftcherung (Sttbaliben- und Altersrenten, Ruhegeld aus der Angestelltenverficherung, Invaliden- und Alterspensionen und das Ruhegehalt aus der knappschaftlichen Versicherung) ruheninHöhe ihrer Versorgungsrenten, soweit diese den Betrag von 25 Mark monatlich übersteigen. Ebenso ruhen die Sozialrenten neben Krankengeld von mindestens einmonatiger Dauer, während Pflegezulage. Zufahrente und Führerhundzulage anrechnungsfrei bleiben. Die gleichen Ruhensvorfchriften gelten neben Bezügen der Dienstzeitrentner, Altrentner, ehemaligen Reichs- wehrangehörigen.Schutzpolizeibeamten, ehemaligen Offiziere der alten Wehrmacht, sowie der Ruhegeld- und Wartegeldempfänger. Eine Ausnahme ist nur bei der freiwilligen Versicherung vorgesehen. Aus der Krankenversicherung ist die Beschränkung der Leistungen auf die gesetzlich vorgesehenen im Gegensatz zu den satzungsgemäßen Mehrleistungen hervorzuheben. 1L a. wird d i c Leistungspflicht der Kassen auf 26 Wochen allgemein beschränkt. Wegen der Durchführung der Versicherungsheilbehandlung für die Kriegsbeschädigten durch die Krankenkassen ist dieser Teil der Rotverordnung für Dersorgungsberechtigte ebenfalls von besonderer Bedeutung. Alle vorstehend erwähnten Maßnahmen werden vom 1. Januar 1932 ab in Kraft gefetzt. Das Ruhen der Renten der Sozialversicherung tritt mit dem Ablauf des Kalendermonats ein, in dem den Berechtigten eine entsprechende Mitteilung zugeht. 3n der Fürsorgepflichtverordnung ist eine Aenderung dahin vorgenommen, daß die Bemessung der Mehrleistungen, die den Emp» fängern der gehobenen Fürsorge gewährt werden, hinfort den obersten Landesbehörden überlassen bleibt. Ferner können die Fürsorgeverbände bei Unterstützungen öffentlichrechtlicher Art die Bezüge aus Äufwertungsgesetzen voll anrechnen, während bisher Bezüge dieser Art bis zu 270 Mk. jährlich anrechnungsfrei blieben. Die Kriegerwaisen und die sie unterhaltenden Angehörigen werden dadurch hart betroffen. daß grundsätzlich für Kinder über das vollendete 15. Lebensjahr hinaus Kinderzuschüsse und Waisenrenten aus der Sozialversicherung nicht mehr gewährt werden und dah Stiefkinder und Enkel diese Leistungen überhaupt nicht mehr erhalten tönnen. Durch den Fortfall dieser Bezüge wird die Berufsausbildung gefährdet und ferner die wirtschaftliche Grundlage vieler vaterloser Kriegsopfer-Familien zerstört. Oie Eisenbahner zur Notverordnung. Der Gauvorstand der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner Bezirk Frankfurt a. M. faßte eine Entschließung, in der es u. a. heißt: Die in der vierten Rotverordnung getroffenen Bestimmungen über Gehalts- und Lohnsenkungen sind in ihrem Ausmaße und ihrer jetzigen Hohe für die unteren Beamten und Arbeiter der Reichsbahn untragbar. Rach Durchführung der jetzigen Bestimmungen liegen in Groß-Frankfurt die Gehälter um mehr als 10 Prozent unter denen der Desoldungsordnung von 1 9 2 7, obwohl damals von allen Stellen die Rotwendigkeit einer Erhöhung anerkannt wurde. Die Verordnung bestimmt auch für die Arbeiter der Reichsbahn eine Kürzung der Löhne um 10 Prozent, ohne die Sicherung, wonach dies« Msfprache. _ r 2Ibg. Drewitz (WP.) hielt die Erhöhung der Umsatzsteuer nur für tragbar, wenn eine P auschale eingerichtet wird, so dah die Umsatz» fteuer in der Kette des Umsatzes nur einmal erhoben wird. Die Zinsherabsehung müsse man mit einem nassen und einem trockenen Auge betrachten. Eine Preissenkung könne aber gar nicht durchgeführt werden, wenn nicht vorher die rie» semhohen Zinsen auf eine einigermaßen normale Höhe herabgesetzt sind. Der Preisdiktator müsse auch dafür sorgen, dah das Kohlensyndikat seinen gewerblichen Abnehmern eine bessere Qualität lie» h«t. Die Preisherabsetzungsaktion müsse sich nicht nur mit den Preisen, sondern auch mit der Qualität beschäst gen. Sobald außenpolitisch eine SVar- fjeit über die Reparationsfrage bestehe, müsse sich die Reichsregierung an die Umstellung des Steuersystems machen. 2m grohen und ganzen könne man zur Rotverordnung sagen, dah die Reichsregierung recht gehabt habe, wenn sie I eenen großzügigen Versuch gemacht habe, um dem Staat zu Helsen. .... . - , , Abg. Keil (Soz.) war dar Ansicht, daß trotz der Preissenkung nicht berührt würden. Wenn man alled zusammenrechnet, so kommt man zu d^rn Resultat, daß die Massen an Steuern im 2ahre 1431 rund eine Milliarde Mark mehr zahlen «!s sie im 2ahre 1929 zahlen muhten, während t»cr Besitz rund eine halbe Milliarde Mark weniger zu zahlen hat als 1929. Eigentlich wäre jetzt die Zeit, wo der Reichstag in würdiger, entschiedener und unzweideutiger Form eine Kundgebung an die weit richten müßte, dah eine weiler, ah - Ilu ng der Reparationen für Deutschland u n m ö g li ch sei, und dah bei dem Beharren auf dem Reparationswirrwarr jede Heilung oder Besserung der Weltkrise von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Abg. M o r a k h (D. Vp.) kann sich der Besorgnis nicht entziehen, daß die Reallohnhöhe nicht spricht davon, daß dieses Komitee sich aus Rist (Frankreich), L a h t o n (England) und Melchior (Deutschland) zusammensetzen wird. Wie verlautet, ist der allgemeine Rahmen des Berichtes heute unverbindlich in einer Besprechung, die Rist, Lahton, Stewart und Beneduce hatten, besprochen worden, und es heißt, daß die drei erstgenannten Personen von dem Vorsitzeirden des Ausschusses gebeten worden sind, ihm bis Dienstag einen Rahmenentwurf vorzulegen. Es verdient noch erwähnt zu werden, daß Geheimrat Schmitz von den 2G.» Farbenwerken, der sich zur Zeit in Basel aufhält, als Experte an den Vollsitzungen des Ausschusses teilnimmt. Winterhilfe durch Fleischverbilligung. Abgabe von Frischfleisch an Erwerbslose und Rentenempfänger gegen Bezugsschein. Berlin, 13.Dez. (WTB. Amtlich.) 2m Rah- men der Winterhilfe und zugleich als eine Hilfsmaßnahme für die Landwirtschaft hat die Reichsregierung Mittel zur Verfügung gestellt, die der hilfsbedürftigen Bevölkerung für die nächsten Wochen BezugfrischenRind - oder Schweinefleisches zu einem verbilligten Preise ermöglichen sollen. Zur Teilnahme an der Fleischverbilligung berechtigt sind alle Hauptunterstützungsempfänger der Arbeitslosenversicherung und der Krisenfürsorge, die Familienzuschläge erhalten, ferner die von der öffentlichen Fürsorge laufend als Hauptunterstühte in offener Fürsorge Unterstützten, die einen eigenen Haushalt führen und schließlich Empfänger der Zusatzrente nach dem ReichsversorgungZgesetz, soweit sie einen eigenen Haushalt führen und ausschließlich auf Rente und Zusatzrente angewiesen sind. Die Verbilligung wird ausGrundeines De zu gsscheines gewährt, der nicht über- । tragbar ist. Ausgegeben werden die Bezugsscheine für die Hauptunterstühungsempfänger der 1 Arbeitslosenversicherung und der Krisensürsorge __ der der S t a Die ausländischen 2Wa tob der den der D «utschen e. das er seit 1925 innehat, nach TTblouf dieses Winters nieder* legen. der Vorkriegszeit seien auch nach der Stabilisierung der Währung die deutschen Unternehmungen in der Weise vorgegangen, daß zunächst ein kurz- fristigerKrcdite ausgenommen worden sei, der, sobald die Investitionen vollendet und der Kapitalmarkt hergabebereit gewesen sei, in eine lang- fristige Schuld verwandelt worden sei. Bis ;um Jahre 1928 fand die Umwandlung der kurzfristigen Kredite in langfristige Anleihen auch regelmäßig statt. Al» sich dann neue Re- parationvoerhandlungen am Horizont abzeichneten, war diese Umwandlung nicht ®e5dmer Kommerzienrat Dr -Ina. h c Ernst von Borftg wird sein Amt al» Vorsitzender der Vereinigung Arbettgeberverbäno in e h r zu Oie letzte Landtagssitzung. Wie man un» mitteilt, hat auch Amerika und seine Schuldner. Mellon fordert den Kongreh auf, den Tatsachen Rechnung zu tragen. Oer Reichskanzler über die Entstehung der kurzfristigen Kredite. Auch eine Rede, die nicht gehalten wurde. - Amerikas Aufgabe in den kommenden Verhandlungen. sowohl der Erekutiv« wie der Legislative amerikanischen Regierung die Pflicht auserlegt. dieVerpsltchtungen unserer Schuld- 0i< eM großer Kleine politische Nachrichten. 3m Zusammenhang mit dem Ableben des Erzbischof- Dr. Fritz In Freiburg und der Frage seiner Rachfolgrrfchast sind Bestrebungen im Tange. Mainz wieder zu einem Erz - bifchofssttz zu machen. Es heißt dabei, es sei schon lange der Wunsch aller Katholiken In der Diözese Mainz, daß dem BischofSlltz des hi. Dvnifazius In Mainz wieder die alte Würde zu- erkannt werde. Wie weit diese Erwägungen greifbare Gestalt an nehmen, muh abgewartet werden. 5l unNfrtuh cnrr-rnü sein I «ioinrntt finö, l.-rung in 6ml l-climg btl W t*-Qnc5btr.< C-j? ifin ®«l< und ■ fijur. cis improvisiei BEN. em. uni n eechtmä sj. Dienst ^knn' kTV“" 1 bei ^er 15911 auch für den Mißtrauen«antrag gegen Minister Leuschner gesprochen. — 3m Leitaufsah vom Samstag hat der Druckfehlerteufel durch Verstellung zweier Zable^ Unfug ungerichtet: Der Winterh'.lseantrag der RS SAP. würde auf da- Reich umgerechnet 1,3 Milliarden Mark (nicht 3,1 Milliarde) erfordern. helfe, wenigstens einen Teil der Ursachen deS Bolschewismus zu beseitigen. ES genüge nicht, den Krieg nur auf den Schlachtfeldern zu liquidieren, sondern er müsse auch au« dem täglichen Leben der Völker endlich verschwinde n. Die Verewigung dcS Kriegshasses durch Versailles führe zu einer Zerreißung der Solidarität der Rationen und zur Weltrevolution. Hitler fuhr bann fort: .Meine Bewegung erkennt jede von Kaufmann zu Kaufmann gemachte private Schuldverpflichtung an. DaS Recht, ein Volk aber auSpolitifchenGrün- den für unabsehbare Zeiten mit Tributen zu belasten und dadurch zum Dauerbankerotteur zu machen, wird die nationalsozialistische Bewegung niemals anerkennen. Unsere Parole wird heißen: Der Welt geben, was wir ihr gerechter Weise schuldig sind, Dem deutschen Dolle aber sichern, waS es als souveränes Volk zum Leben braucht. Wir wollen nichts andere« als eine Monroe-Doktrin für alle Deutschen unter dem Motto: Deutschland den Deutschen.- Hitler an Amerika. Eine nicht gehaltene Rundfunkrede. — Der Kampf gegen den Bolschewismus. Die Schuldenfrage. — ^Deutschland den Deutschen." Berlin, 12. Dez. (WTB.) Auf dem Iahres- bankett der Amerikanischen Handelskammer verlaS an Stelle des im letzten Augenblick verhinderten Reichskanzlers De chLwirtschaftsmi .i'terDr. W a r m b o l d eine Rede Dr. Brünings. Der Kanzler erinnert daran, daß alle Einsichtigen sich darüber einig feien, daß eS nur ein Mitte l gebe, um Schulden an das Ausland au bezahlen, nämlich den wirtschaftlichen Ueberschuß. Aber bis zum 3ahre 1929 hätten die Auslandkredite die wirkliche Sachlage verschleiert. Als dieser Schleier gefallen ist und die Auslandkredite ausgeblieben sind, hat der harte Zwang der wirtschaftlichen Rotwendigkeit zu einem Ausfuhrüberschuß geführt, wie wir ihn in der deutschen Wirtschaftsgeschichte noch nicht erlebt haben. L, erfüllt mich mit der größten Sorge, und e» ist ein völliger Widersinn, daß jetzt säst alle Länder um Deutschland herum und am meisten gerade die Länder, die von Deutschland Schuldenzahlungen erwarten, mit allen Mitteln sich zum Kampfegegen die deutsche Ausfuhr rüsten. Und doch muß die deutsche Wirtschaft, gerade um al» ehrlicher Schuldner die aufgenommenen Kredite zurückzahlen zu können, in Zukunft die deutsch« Ausfuhr nochwelter steigern. Aus diesem Wege wird die Welt nicht in Ordnung kommen. Man muß sich entscheiden: Entweder man läßt un» exportieren, dann können wir bezahlen, oder man verhindert unseren Export, dann macht man un» die Zahlungen polltscher Schulden selbst unmöglich. Die Zeit der Illusionen ist vorbei. Es droht nachgerade ein Schlagwort zu werden, als feien die nach Deutschland geflossenen amerikanischen Anleihen in der Hauptsache zu städtischen LuxuSbauten verwen- o c t worden. Was hier etwa gefehlt worden ist, soll nicht beschönigt toerben. Ganz falsch wäre es aber, wenn man dies verallgemeinern wollte. Die Länder und Gemeinden sind an dem Gesamtbetrag der AuSlandanleihen, die seit 1924 im Ausland ausgenommen worden sind, nur mit etwa 12 Prozent beteiligt 3nSgesamt sind von der deutschen öffentlichen Hand während der Jahre 1924 bi« 1930 18.5 Milliarden Mark Anleihen k3nland- und AuS- landanleihen zusammen) ausgenommen worden. Aus diesen Anleihen sind in den sieben 3ahren von 1924 bis 1930 nur insgesamt 2 6 5,2 Mill tonen Mark für Zwecke a u S gegeben. die man bei weiter Auslegung vielleicht als Luffusausgaben ansprechen löinte. Der jährliche Zuwach» an Erwerbstätigen in Deutschland habe e» notwendig gemacht, n e u e » Ä a. vital z u investieren. Die Schwäche des deutschen Kapitalmarktes Infolge der Inflationszeit habe dazu geführt, baß man dieses Kapital au» dem uustanbe holte, zumal eine Kräftigung des Inneren Kapitalmärkte» durch den sich von Zahr ;u Jahr steigernden Abfluß an Reparation»- betrögen nicht zu erzielen gewesen sei. Wie in Berlin, 12.De,. (TU.) Sine Rede Hitlers, die er im amerikanischen Rundfunk halten wollte, wird nun von der amerikanischen Presse veröffentlicht. Hitler ging dabei aus von der Gründung der RSDAD im 3ahre 1919. 3m Augenblick der Gründung habe Deutschland zum erstenmal a m Rande des Bolschewismus gestanden. Hitler sei der Ucberzeugung gewesen, baß der Sieg de« Kommunismus in Deutschland ber Anfang einer allgemeinen Weltkatastrophe sein würbe. Ein solcher Stoß gegen Deutschland müßte sich unweigerlich sofort nach außen hin fortsehen. Der Kampf gegen den Kommunismus fei ungeheuer und schwer. Die durch den unvernünftigen Haß diktierte politische und wirtschaft- liche Behandlung Deutschlands seit Versailles habe über sechs Millionen Kommunisten hervorgebracht, die sich selbst als Spihentruppe der Wcltrevolution von Moskau erklärtes Würde Amerika heute im selben Hundertsah 12 Millionen Kommunisten zählen, mit denselben Z'e'en, dann würde es die Rotwendigkeit, den Kampf mit äußerster Entschlossenheit aufzunehmen, ver- stehen. Hitler hoffe deshalb, daß auch Amerika Märkte hielten sich für die bevorstehende große Reparation»anleihe frei. Die Inländischen Schuldner glaubten für die Zeit der neuen Reparationsregelung mit einem erheblich günstigeren Zinsfuß rechnen zu können. Al» die Verhandlungen Über die Reuregelung der Reparationen Im Frühjahr 1930 zum Abschluß gekommen waren, war da» wirtschastliche Gesicht der Mell ein andere» geworden. Die Krise, vorher auf einzelne Überseeische Agrarländer beschränkt, Halle die großen 3 n - dustrlestaaten ergriffen, die Kapitalmärkte verwüstet. Mll der erwarteten Konsolidierung war et auf lange Zelt vorbei. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten blieben bestehen und bilden noch heute ein ständige» Moment der Beunruhigung, da» die Miedergesundung der Mell verhindert. Die Rode des Kanzlers schließt: 3ch wiederhol«, daß die Bemühungen nur dann Erfolg haben können, wenn alle Beteiligten, besonders alle beteiligten Regierungen , dafür sorgen, daß die oft verkündeten Grundsätze solidarischen Zusammenwirkens sich jetzt endlich, in letzter Stund«, in die Tat umsetzen. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat durch sein Eingreifen im 3uni d. 3. den Weg gewiesen. Aus seine und des amerikanischen Volkes Stellungnahme wird es auch weiterhin bei der Lösung diese« Problems entscheidend ankommen. - loflet! tratet Sitfyn . Cptmeintr 1 C'c'.be * Schnee a Graupeln * MeDel K Gewiper.©windstille. •O' sehr leichte» Osi jS ■nassige» Südsüdwest q stürmische- lordwesl 6le Ptene fliegen mit dem winde Die Beiden Stationen stellenden Zafr len geven die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte mi« gleichem tut Meeresniveau um.gtrechneten Luftdruck Wettervoraussage. Die milde Ozeanluft ist weiter über Deutschland vorgedrungen und hat die Frostgrenze nach der Schweiz verdrängt. Auch die höchsten Barometerstände von dem weiterhin über Zentral- und Westeuropa lagernden Hochdruckgebiet werden dort ausgezeichnet. Die Zufuhr milder Luft hält noch an, so daß der Witterungscharakter vorerst wenig Ver» anderung erfährt. Aussichten für Dienstag: Mildes, die» siges und wolkiges Wetter, vereinzelt etwas Sprüh- regen. Aussichten für Mittwoch: Milder, vor- wiegend wolkig, vereinzelte Niederschläge wahrscheinlich. Lufttemperaturen. Am 13. Dezember: mittags 1,3, abends 1,1 Grad Celsius; am 14. Dezember: morgens 1,4 Grad Celsius. Maximum 1,4, Minimum 0,7 Grad Celsius. Niederschläge 0,7 Millimeter. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 13. Dezember: abends 0,6; am 14. Dezember: morgens 1,0 Grad Celsius. "SilberÜMft I sSt Seit. "fc™™ s1Mlai TS »3,5 ?!? Dahnen zu Teschzi,. f «s. ltQg Hat. I m iMburgn $01 ■l£5. kam ä I ^ Zusammen- I * uni 'Dann. Die forn» wt über den M -raus einen De- Men. N 6cn > Haustellerbuden er» i. die Ansprachen an ile sich ein Zug von t mri. W die Dom» i - kam es zu Tätlich» | ine und Lisen» I mien geschieh Schreckschüssen sem' 1 Menge, vobei t'u ertönen schwer iri Mden. » gestorben. [ttlll ist am Sam- Bergamo in Ober- '9 plötzlich ye. und drei Kinder hin- SbJahre alt g? I r großen Artisten brr I iand, das seine zweit! Amerika feierte seine | iumphe. jam lobt verurteilt. 'in verurteilte nach lWrigen Murer l in Tateinheit mit kg zum Tode und en Ehrenrechte auf [ter, EMe Dins, zu siebe?Mn°tcn e Untersuchung^^ )ic Mutter, Ne ochen. Ser Tenn- ;U Seid zu lommn, icr Wohnung ernui- mbten Seide in v | nach Genua gerck m verhaftet weck', n die Lippe grsahra besetzter firaW die Fähre fM Jer Wagen s ud : hinweg in 6l‘ 1 und ein Handltt ' noch rechtzeitig andern Wage assen gelang es A irausZukomMU M hen zugeteilt. Er hat bei der Erbauung der Rer- venklinrk, des Hygienischen 3nstitutS und des Physikalisch-chemischen Instituts mitgewirkt. Von April 1901 bis Ende 1902 war.der 3u6ilar beim Hessischen Hochbauamt Dieburg, von da ab wieder beim Hochbauamt Gießen beschäftigt. Seit 1. Oktober 1927 wirkt er als Dureaudirektor bei diesem Amt. Der pflichttreue Beamte erfreut sich allgemeiner Wertschätzung. ** Sonntagsrückfahrkarten nach Gießen. Die Fahrkartenausgabe O st h e i m bei Butzbach gibt jetzt Sonntagsrückfahrkarten nach Gietzen aus. Preis für die 2. Klasse 1,70 Mark, für die 3. Klasse 1,20 Mark. ** Straßenbahn-Fahrplanünde- rung. 3n einer Bekanntmachung im Anzeigenteil vorn Samstag wird darauf aufmerksam gemacht, datz die Stratzenbahnen zum neuen Friedhof nur noch Mittwochs und Samstags von 13.30 bis 16 älhr und Sonntags von 10.15 bis 16 Ahr bis zum Friedhof durchgeführt wird. Außerhalb dieser Zeit verkehren die Wagen nur noch bis Wiesecker Weg. **DenVerkehr mitFeuerwerkskör- pern betrifft eine Bekanntmachung des Kreis- amtes Gietzen im neuesten Amtsverkündigungsblatt. 3n der Bekanntmachung wird darauf hingewiesen, datz die Feilhaltung von Feuerwerkskörpern bei der Bürgermeisterei, in der Stadt Gietzen bei dem Polizeiamt anzuzeigen ist. 3m Kaufladen dürfen nicht mehr als 2,5 Kilogramm, im Hause ausserdem nicht mehr als 10 Kilogramm vorrätig gehalten werden. Die Abgabe von Sprengstoffen an Personen, von denen ein Mißbrauch zu befürchten ist, insbesondere an Personen unter 16 3ahren, ist untersagt. Dies gilt namentlich auch von solchen Feuerwerkskörpern, mit deren Verwendung eine erhebliche Gefahr für Personen oder Eigentum verbunden ist (Kanonenschläge, Frösche u. dgl.). Das Feilhalten von phosphorhaltigen Sprengstoffen (Radaukörner, Krawallsteine, Kracher usw.) ist verboten. An bewohnten oder von Menschen besuchten Orten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft. Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen, deren Obhut Kinder unter zwölf 3ahren oder sonstige unzurechnungsfähige Personen anvertraut sind, es an der erforderlichen Aufsicht haben fehlen lassen und diese Personen während der Zeit, wo sie ohne solche Aufsicht waren, eine derartige Aebertretung begangen haben, so werden die zur Beaufsichtigung verpflichteten Personen beim ersten Falle polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfälle mit der im Gesetz vorgesehenen Strafe belegt. •• 3ugendgruppe des VDA. Dieser Tage fand — wie man uns berichtet — im Studentenheim die Wiedergründung der 3ugend- gruppe des VDA. statt. Stud. phil. Rordhild Müller sprach kurz von den Aufgaben des VDA Sie wies darauf hin, datz man gerade in der heutigen Zeit das Werk des VDA. nicht untergehen lassen dürfe, da gerade heute die Ausländsdeutschen in ihrem schweren Kampf um ihr Deutschtum unterstützt werden mühten. So sei es auch Mlicht der 3ugend, mitzuarbeiten und die geringen Opfer nicht zu scheuen. Doch der Arbeit für das Deutschtum im Ausland müsse ein« innere Dolkstumsarbeit voraufgehen. Sie diene der Verbreitung des Volkstumsgedankens bei allen Deutschen, dem Hinweis auf Volks- tumsgrundlage und Dolkskultur. Dieser Arbeit sollten die Zusammenkunftsabende der Gruppe gewidmet sein. 2lach der Ermahnung zum Mit- helfen in der Arbeit des VDA. wurden an Hand der Richtlinien für 3ugendgruppen Gestaltung und Ziel der Gruppe festgelegt. Darauf fand die Gründung der Gruppe statt, die bis jetzt 23 Mitglieder umfaßt. Durch Zuruf wurde zur Beraterin Frl. Clara Birnbaum, zur Führerin Rordhild Müller, zur Schriftführerin Elsbeth Will, und zum Kassenwart Christel Holstein gewählt. Am die gegenwärtige Rot lindern zu helfen, beschloh die Gruppe, einigen bedürftigen Familien Weihnachtspakete zu schicken. Die nächste Zusammenkunft Mitte 3anuar soll dazu dienen, die Kenntnis über das Detreuungsgebiet des Land^verbandes zu erweitern. 70 3ahre Kurzschriftverein.Der älteste Kurzschriftverein unserer engeren Heimat, der Kurzfchriftverein von 1861, hatte — wie man uns berichtet — seine aktiven Mitglieder zu einem 3ubiläumswettschreiben anläßlich des 70jährigen Bestehens eingeladen. 73 Wettschreiber fanden sich zu friedlichem Wettkampf zusammen. Bon den Arbeiten wurden 71 als preiswürdig befunden und mit Preisen bzw. Arkunden bedacht. Es erhielten in der Abteilung 260 Silben: 1. und Ehrenpreis: Paul Dehmer; 220 Silben: : 1. u. E.: Wilhelm Rietz; 200 Silben: 2. Preis: Kurt Leipold; 180 Silben: 1. u. E.: Fritz Reh, Helmut Zschunke; 160 Silben: 1. u. E.: Luise Schade, Richard Strauch, Artur Michel, Anni Lanio, Helmut Eckhardt; 1. Preise: Friedrich Gorges, Elfe Dikomeit; 140 Silben: 1. u. C.: Ernst Eckhardt; 2. Preis: Ludwig Schon; 120 Silben: 1. u. E.: Maria Derzbach, Martha Seiferth, Lina Hucke, Wilhelm Honig; 1. Pr.: Gertrud Müller, Heinrich Volk; 100 Silben: 1. u. E.: Willi Drück- mann, Maria Heck, Emil 3ost, Gertrud Lapp; 1. Preise: Else Schützler, Klara Wagner, Minna Zimmermann, Hanni 3acobsohn, Grete Oehler, Otto Wack, Helene Hoffmeister, Meta Amend, Hans Werner; 2. Preise: Robert Rieh, Walter Hallmayer, Heinrich Kratz, Irma Selig; 3. Preise: Käthe Paulus, Ludwig Herbert, Edith Vogt; 80 Silben: 1. u. E.: Franz Koch, Elfriede Feyh, Anm Schmittdiel, Otto Kompf, Elfriede Tenniger, Käthe Kirchner; 1. Preise: Kurt Gorges, Heinrich ibigen ßübedtf UTJQf$d@. iu ®-' “VolliBunflt’ 1 eienm° Lnnr X iU N Kedii >s ßch ö"- «-dingMi biutigear-Dj^ ^'Lngen nr'chlU^ E ernatinae: Ne|i5 über hr1* bern?men'unb del 200 Mk. 7J0 200 x 250 Mk 1215 200x300 Mk. 1460 iiiiiiiiiiiHiimHiii'HmiiintiHiiatiiiitiiiiiinimi Statt besonderer Anzeige. Mein einziger treubesorgter, herzensguter, lieber Bruder Louis Lotz In tiefer Trauer: Carl Lotz Gießen (Bahnhofstraße 22), den 14. Dezember 1931. 8691 D Verkäufe | Rodheim a. d. Bieber, Gießen, den 13. Dezember 1931. 07333 Grofeer Preisabbau! 10 Prozent Rabatt Eine Drohe Anzahl Marken TepnKhe veil inner Preis äußerst preiswert Brücken, Bettvorlagen, Läufer, Divandecken und Reisedecken Die Trauerfeier vor der Einäscherung findet Dienstag, den 15 Dez., nachmitt 2*/$ Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt-Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen. wurde mir am 12. Dezember in Wiesbaden, wo er von seinem Leiden Genesung suchte, im 57. Lebensjahr durch einen sanften Tod entrissen. Wertpapierdrucke Aktien, Schuldverschreibungen Wertpapiere bei Brühl, BchulstraBe 1 Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Dezember, nachm. 2.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt llleinoiäilcheD daS gut kocht, zum 1. 1. 1932 gesucht. Gute Zeugnisse Bedingung. <*7335 l»r. IIuch. Blcichktraite 10 I. Tüchtiger« LNädchen gewandt u. ehrlich, daS schon in guten Mausern gedient hat, für Haus- u. etwas Gartenarbeit f. Anfang Januar gcs. Zu er fr. i.d.Gefchft. deS ©ich. 51 tu. »eid Auf Teppiche einschl. fast aller Marken-Fabrikate Heute mittag verschied unerwartet nach einem mit großer Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Ludwig Sleiumüller, Bauunternehmer im fast vollendeten 70. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. 4-Zimmer-Wohn. mit Zubehör zum 15.2. oder spät. ges. Lchristl.5luaeb.unt. 07327 a. d. GH. 5ln z. [Stellengesuche) Junger Hau (21 Jahre), m. guter kausm. Vorbildung t Stenographie und rchreibmasch.) sucht baldigst bei belcbei- denstcn 5tnsvriichen neuen Wirkungokr. rchristl.5lngeb.unt. 07321 a.d.GH.5lnz. Für die überaus zahlreichen Beweise mitfühlender und aufrichtiger Teilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unserer lieben Entschlafenen. sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Wiebel sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Otto Becker Ernst Moos und Frau Wilhelm Becker und Frau. Krofdorf. Vetzberg, den 12. Dezember 1931. _________________Q7317 Haus mit grobem Garten nabe Lüdanlage billig zu verkaufen. rchristl.Angeb.unt. 07331 a. d.Gh. 5lnz. Einfamilienhaus m. Garten, Neubau, steuerfrei, 1 Station v.Giefr. f.10000 Mk. zu vcrk. 9?eil). J. Ba»r, 0»lail»|i M Aulo- Gelegenheilskaul Niedrere •« ,*A 8 40 PS Ovei-Limousinen, Äliodelle 1929—1930, sehr billig. CDcL Giehen, frankfurter ^tr. 52 «' ut erhalten. *md Einspänner-Wagen mit neuen Ernte- Veitern zu verkauf. Reiskirchen, Hauvtfrrahc 50. Gebrauchte Klaviere in gutem Zustande von 250 Mk. an zu verkaufen. 07339 Georg Fbcrt, Ludwigs:raf,e 5. Gutsrhcln cw i. W. o. 40 Mk. auf Prolos-Stanbeaiier für nur 20 Mk. ab- zug. Zu erfr. in der GefchafkSli.d.G.A. W.filoOerDeft 80x150 cm, braun vol. Hol-, mit zwei Matraven; Brett f. liäuolichee Baden 70X100 em Trabt« oittrr 90X350 cm, zu verkaufen. **d Goetbeftr. 59 n. Wegzug- halber xu vertäuten: i *7336 2 llessinrhftten mit Matravcn, vol. ‘Hucxiebtifrii, Lofa. email.Badewannc. Bilder. Lvieael. ,',u erfr. i. d.'Reichst. 1 deS Gieh. 51 »zeig. <659 A 1 llnfetMt körbe. Z. An Ort und Stelle (Bekanntgabe Frisiertoiletten. im obigen Lokal: 200 Miftdeetfenster, 3 IHittrood), den 16. Dezember 1931, nachmittags 2 Uhr. versteigere ich da- hier, Tteucnrocg 28, „Zum Löwen-, zwangsweise gegen Barzahlung: wachfencr a. 2dnil- ernminn >v. v. Dr., erf. Vcbrcr erteilt. 2chriftl.2infr.uitter 07334 a. d. G. 51. 1 Warenschrank. 1 Pionino Junker. Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 WeihnachtS- bitte! Die Herberge zur Heimat richtet auch in diesem 3nbre wieder eine herzliche Bitte an d. Bürger- fckast, mitzubelsen den Weihnachtstisch für fremde Wanderer zu bcrfeit. Die Not und Zahl ift grob, auch i'olctier, die durch die Zeit- Verhältnisse dahin gebracht ward. find. den an Geld, Wasche, getr. Kleid., Lebensmittel ufro. werden dankbar v. Unterzeichnet, ent- gegengenommen. 5luf Tel.-5lnr. 2378 werden die Gaben abgcholt. bölOD Namens des Borstandes: Lob, Hausvater. Bekanntmachung. Behufs Ergänzunaswahl unseres Dor stondes für die Herren Rechtsanwalt Eugen Rothenberger, dessen Wohlzeit ab- gelaufen ist. und Kaufmann Louis Marcus. der aus Gesundheitsrücksichten von seinem Amt zurückgetreten ist. liegt die Liste aller Stimmberechtigten unserer Gemeinde drei Tage lang in dem Bureau des Unterzeichneten, Marktstrahe 30, zur Einsicht der Beteiligten offen. 8587D Nur während dieser Frist können Einwendungen argen den Inhalt der Liste zu- gelassen werden. . Gießen, den 14. Dezember 1931. Der Borstand der Israelitischen Religiansgemeinde Giehen. I. v: M e y e rf e Id. Büfetts, kredenzen, Bertikos, Waren- schranke, Nähmaschinen, Grammophon. Sofas, ' Schreibtische. ttleiderschränke, Chaiselongues. Trumeauspiegel. Diwans. Schreibmaschinen, Gasherde, Ladcn- theken, Bücherschränke. 2 Kassenschränke. 2 Oclbchälter. 2 Wanduhren. 1 Puppenwagen, 2 Schweine. 2 Regulatoren 1 Prismenglas. 1 Photoapoarat. 1 Raffte- behälter. 1 Registrierkasse 1 Drogenschrank. 1 Haarschneidemaschine. 1 Ra- dioapparat 1 komplettes Schlaszimmer, 2 Rohrsessel, 2 Standuhren. 1 Fräsma- schinc. 12 Bettdeckenbezüge. 2 Pianino». 1 Oekonomiewagen. । nur fvumvr, an oer- Henkel- seyungsgesobrbcte ar- und 2cßük »l-in- neu, u. Barber. Irr- Tnmr (udit CbemieuDlerricht Scüriftl. Ang. unter 07340 an den xü. 51. Dackelhunv fktiivarz, iweeUilei. 5lbxubolcn bei Narl rd'inidt L Bollnbach. 2 Bestimmt: 1 elektrischen Kocher. 1 Odgemälbe (Burg Elz), 1 Oelge- mälde (Landschaft), 1 Oelgemölde (Gleiberg). 1 Schreibzeug (Marmor, fünfteilig), 1 Schreibzeug (dreiteilig, Glas), 1 Aktenfchrank, 10 verschiedene Bilder (gerahmt). 25 kleine Bilder in Rahmen, 2 große, Schlaszimmerbi der, 1 Partie lor-1 . b bi[h tenplatten, 1 _ Partie Basttaschen JQc ^n(tlcr (modern), Iväschebüfett, f; körbe, Bürsten mit Stiel, haar- und Teppichbürslen, große und kleine waschleinen, Lintaufstaschen, IDoU- besen, Schwömme, Putzlappen, Weißbinderpinfel, 7Nob», Zahrrad- | Kaufgesuche | ' Kaufe freistehendes Haus mit Garten und 4 Zim.-Wohnung, bei hoher Anzahlg., evtl. BarauSzablg. Schriftl. Angebote o. frauodelihern u. 07330 a.d. GH, 5Inz. [Verschiedenes | Goldene W mit Lederarmband innerhalb der 2 tobt gestern verloren. Ehrlicher Binder wird gebeten, die leibe gegen Belohnung abzugeben bei Ziegler, *«p töbcritrnhe 1 N Vereine BeflerKhiefien. M. T. V. Mittwoch, 1«. 12.2t 5 Ubr nachm. urf) Turnhalle, Ober« renlfdjnle \lkoliin*felcr Ifür 2chii!crimien und Schüler. Mittwoch, 16. Tetw abend» 8' , Ubr 3nlflnnnenhin|l mit Damen im frindenbura. Stadttheater Gießen. .lf,0 Tienotag,d.l>.Tez. von 20 bis 22'. Ubt 11. Boritellung mt Dienst. Abonnem. C pcrttlenureife! 3ft Ö05 nlttf nett non ßotette? Musikal. Lublviel iu 3 Akten von Mar BertuL "tesangsterte von Muf.v.Willu Rolei ISMO Emma Rühl, geb. Heymann Professor Dr. Wilhelm Heymann, Studienrat Professor Heinrich Heymann, Sludlenrai Dr. Rudolf Heymann, Chefarzt Dr. Hugo Heymann, Pfarrer und Familien. Trohe. Gießen, Butzbach und Langsdorf. 14. Dezember 1931. Die Beerdigung hat in der Stille stattgefunden. - Von Beileidsbesuchen wolle man abseben. Statt besonderer Mitteilung. Nach einem langen, arbeitsreichen Leben wurde unser Vater. Schwiegervater und Großvater Herr Philipp Wilhelm Hermann Hauptlehrer LR. am 11. Dezember, früh morgens um 3% Uhr, in die Ewigkeit abgeruien. Za baba cur in der ® GkM- —d Stellenangebote e c-A E® £?.«> a ^4 (9 -i a: 2=3 •e -AN e ES 5 E a £•€« E EE 19 ,2 j®(9 E e s§ =PQ- S«S e-s = E® a^- !9 2 '-- ise e oto £ 8 Ei .2. «53 P •6" 2 y g 3 E -ba a «?E u. J-M SS c&*"? g.2? 8 e 8 o 2 B E L® S AS 8 = 2 D 2 ä X - 8 S § o »e = 8 *— e o °ffia - *.&“ E fi a «“N ®ä(9A r“ AA19A 5«Ev = Q £«= M3 =i 9 V £ X 2 => 5 S. X. a G —-C- o S ° 2ge* (9 *■ E o « ■e®~ A c E IS e = A EID e- 3 a * = -SIS N ®8E 9 *<9 ec? e» ^E g 19 19 V8 A 19: 9 E asr^lÄs; N-s e « =@e?a -s -SE ----- e«® £ ZA LZ- E 3 SL.S8S a ge~ 2 89 8 5 dES = (9 N---8 8.8 e£ A A S- o.2:53 A O jg E £e a-2 75 «'S O 3 g - G g? o c .E=A C — :Q c, — ,2 3 A J=- öS 3> -e LsZZaZ 3 »- JZ O O 3 z;^ E M Z ^Ä-.A--42 « S'.aro = c Ä E n 19 e -19 (9^ 2 «ft D44-S 3 e 9 E is se~(9 C 2 9 -MZ L ZA e r? Za ©? öH ALE E E 55 S - e L'^N §E °9 m L-N-.a-Z.-E Ä eN 2 ,e(9 05 ÖS g Mgq E E E S S2 e ü E *° «j> «ft LZ •G-vö Q b® -e Ec? X 3*E Ag; LN =ti 2~®9 J E e a «sä8« o —e E S L-2 a 3 a «ö -C E oxiffi® -s> A 8 a a 05 — 8 fo? c -g'c? w * Ul -Q B^ÄEö« EKS gtZA ff 8?53A S a o-e- o 2 - "E X«® e 19 E E 00 s» ES e ö E E e 19 E E zs ß E e £*■ E a PO O E 8 «n «ft «ft K.EH'g «n i- 32 O ö « i AAA® 3 5 B 3-2 .3(9 SA 3 «ft K E E W •» L^ L gSo« E^S Z E Oä S äs c 2 s 5 “a.e O _A = E -»19 •- E K «9 -SS LW 8 3 -to £ s 05 E 3 •- E D^LL2A ege a>=» e E -S E L B 3 d 8 2 5 « £ E«Z «-Ht9^ E = ZL^ ©‘•s®7 <3 a Q g 2 EÄ c-e-5-6-® Lx^-G g §§ ZL E-e-s O --4= E B b 2 8^-b 0 8 g-e- - = (% E ocS^ 6>L'L -§ EZ |§8o8g >A- =5 = c£? xEZ X 3ö? A cC? £s® €a D-ne ZK 3gU)2^ ---LZ^ E ~ c JO LZ E K) E 2 3 s 3® 8 8 3 S te(9-Zo ; N--^ •; L E >= E £.5 os- t: s |O I- Ott> - _£=® Ä.» ö° cC 8-E-& e 8(9; S s- E2 E 53 a SA es 8 —^-s 2=-e «ft J3- E° 3 ZD 3 ~3S Sf (9«g-o JO -- L'^-e^L- ee^ o -3 " = 39 ZZ» SS« 5 Sä g c « «5x5 N-^ALZ e“© /o . EiE“Oß "GZ^Z (9N- S - Z HWZ. E"O,q « e a'S' o-s "eEES= Z L «I 5^ S>.e8 f.s&f*5 wo«e E.2>ttD c= ■? ACQ £ °S 2 Q-S = (9 8:O®0°EE° 2 — o UC?S5A 2.AA 8 g® |s5e: e' 3=2^ A» - Cl> -ea f S:g Ssnaj ex o” । gg-äiyägeis o §-g 2 "o 3 .8 3 g a o e . E g 2S gAe L-§s--s E 3 e w Ä® 3 3 £ . z c o «»: «Mco -3. e g E -«EL Z E.ae = 8B e-ees 8(9“ E I 8» E 3 o §©193. ° M o e«LX-2 - qH .-ö £ g> e ^."* c T-r O 8 -- - 3 3 «ft Ä ö o q 3 o» a> 8^ Lsr^o-N E.E ’S S _ e&sg. t e ~»»a D— L o (9^ 3 ' s- =8?ö M S.(9 3 % LZZ LZ(9 - 2(9s><^ 5 :5 = za H ja- ö 2 o© S^E äse- -N oa E o 8? -.j. E §,3 £E -*s S L “ Pi O g _ XD >=> X 3 H "gbZ I« Sg =; Ec g Ec 2 o 2.(9 X 8 CG? X o bA u t sZ-r e 3 e j_. «^" “ 53 3.N8 ö = §EZ^-Z ■£-«eL Ls o 8« y ^g-— -l9-9 eS5e ■£ - E e 2 sHfi c? 3^3,0 o - E^ B _ Ift e^ 2 cs. ’E.S’fi - n» i= Sza-g Ä E:- - a E a Eg2 . B 8 e = _Är£«l K 3i-3 o E ES P E«°e eNA-LZ - 3 -O 3 -3 3) V «ft E-ojxii' «a - „ 2ä5c=V^A-= o J3Ä) ßC© h Ift 3 c ö C o „?§ja ■ s •=§ o Ast sw opE *S Ö>'C 3^ JZ^ZE - 3 c ° ca(9pq-a .3 0 3 3 » «5 .8«__- _ -, * 'GLo-Aee3- 4 ® c-s*ccc£(9c? e C 3 2~ = S=g^S = H® C O -ve^ O.X2 0 0 3 ^7.. 3 - E^L O5K 5?« C SS 8 -g- s “xe’js X=>33O5(9 8 e 3 3 3 S a Es.E E.h 3 o o c 3Cafl« '— L ee©? o AZZ-L^LZ 7(9 2=2 X.8 o*^ »es eae es ag^ gs; G? c E a E 8 2 £ E 3 E E 2 E 8 8 E E 2 E H S a a> I 8 8 8 8 E tt) 8 8 H E a a sr 8 E E o M A m a «ft 8 8 ■ft «E Q s-= 8 "e : o L DA gesagt- ® -roh" lhinglvn V Sinjug DD1 cw^- j eite lc E । auai vc*r । Mgbc' filmen « wer von Laad«.' n«d muv in Da>-n ganze.- trotz -Xc^tu® läglich"' nach >'l - jrer M 44 lind t\r Landst Io glänzen Imerita v lind « ® nen e® 111 gen nicht ben. und amctilmv ’ teilen I tchauliche Land« * »u errcid 3bcr Dalhingi anwrifijni geradezu Stadt öt und die fein lauf denen sie Paracken bofl an haben die (UM V0N stellt - lovrllichei marsch di einem un ftration I hätte bete Trotz a ■ gegangen nung toa schlafen Ikdamn Kapitols der Pol Pilger" Abfperru nicht gek Rraitien, Um nicht hinaus S nicht hie flen Ts hungern t ation schickte ' gebogen 3n de Passiert, durch c örunbfa versjch D-.e Reg ALI 2 VIII. t Lok v & Ivar enntmer W Haber ®i« unn Mächte di» sich össnet t der gebe ii 'chlvelle der Li- Man erlebt h trauter laus ei. °ls De. auch D ?arge. Zauder , i« L freund v-" fei J* nut ucher < 3metif( ünb Öoi °*rn ei ^aernd deien u bc Mfcn Z'; Nr. 292 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Montag, U. Dezember 1951 Randnoten. Der von aller Welt im Hinblick auf die an- gefagte Botschaft des Präsidenten Hoover mit großer Spannung erwartete 7 2. amerikanische Kongreß im Weihen Hause zu Washington wurde durch den üblichen glanzvollen Einzug von 96 Senatoren und 435 Abgeordneten eröffnet. Aber von der Straße herauf tönte eine seltsame Begleitmusik zu den Fenstern des Kapitols, hinter denen sich das feierliche Zeremoniell abspielte. Auf dem großen Platz vor dem Parlamentsgebäude war nicht eine freudig bewegte Menge versammelt, um dem Präsidenten etwa zuzujubeln, sondern ein großes Heer von Unglücklichen. die aus allen Teilen des Landes, in dem einst die Prosperity herrschte, nach mühseligem Fußmarsch schon am Bortage in Washington eingetroffen waren. Es ist eine ganze Armee von Arbeitslosen, die trotz des in Amerika noch immer herrschenden Reichslums in ihren Heimatorten nicht mehr das tägliche Brot hatten und in diesem „Hungermarsch" nach der Kongrehstadt den letzten Ausweg aus ihrer Rot suchten. Es sind keineswegs Strolche und Bagabunden der Landstrahe — Typen, wie sie Zack London so glänzend charakterisiert hat —, die gerade in Amerika in Massen aufzutreten pflegen, vielmehr sind es Gruppen von ernsthaften Männern, denen es trotz jahrelanger Mühen und Anstrengungen nicht gelungen war, Arbeit und Brot zu finden, und die nun ihre trostlose Lage einmal nach amerikanischen Grundsätzen direkt an die höchsten Stellen bringen wollten, um so durch diese anschauliche Demonstration von dem Präsidenten des Landes selbst Beistand und Milderung ihrer Rot zu erreichen. Aber die Art, wie dieser Hungerkreuzzug in Washington abgefangen wurde, ist typisch amerikanisch und für europäische Borstellungen geradezu verblüffend: Schon an der Grenze der Stadt wurde der Demonstrationszug abgefangen und die etwa zweitausend Arbeitslosen wurden fein säuberlich auf Lastautos verfrachtet, mit denen sie dann in eigens dazu bereitgestellte Baracken gebracht wurden: auch lieh man es dort ent einem guten Essen nicht fehlen, zudem haben die Behörden grohe Säle für die Abhaltung von Massen-Meetings zur Verfügung gestellt — alles das beweist, daß man an verantwortlicher Stelle in Washington dem Hungermarsch die Bedeutung beigelegt hat, die er bei einem ungestörten Verlauf durch eine Demonstration bis vor das Parlamentsgebäude leicht hätte bekommen können. Trotz alledem ist es nicht so ?anz in Ruhe abgegangen. Am Vormittag der Parlamentseröffnung waren die Demonstranten, nachdem sie geschlafen und gegessen hatten, zu einer grohen Versammlung in geordnetem Aufmarsch auf dem Kapitolsplatz erschienen, wo sie dann sofort von der Polizei umzingelt wurden. Die „Hungerpilger" versuchten mehrfach, diese polizeilichen Absperrungen zu durchbrechen, was ihnen aber nicht gelang. Eine Abordnung von zehn Demonstranten. die eine Bittschrift überreichen sollte, kam nicht über die Saalwächter des Kapitols hinaus. Präsident Hoover ließ erklären, dah er nicht die Absicht habe, die Deputation zu empfangen. Es ist nicht schwer zu raten, dah der Hungermarsch auf eine k o m m u n i st i s ch e Agitation zurückzuführen ist, aber durch die geschickte Regie der Washingtoner Behörden abgebogen wurde. Zn der S ch w e i z ist etwas sehr Merkwürdiges passiert. Das Volk der Eidgenossenschaften hat durch eine Abstimmung vom Zähre 1925 den Grundsatz der Alters- und Znvaliden- v e r s i ch e r u n q in die.Verfassung ausgenommen. Die Regierung yat daraufhin ein Ausfuhrungs- ALE 3RT H. RAUSCH Unterwegs VIII. Begegnung. Vor vielen Zähren — in Rom — geschah dieses: Es war in den letzten Tagen des April. Der Sommer, der es in diesem Zahre nicht sehr eilig zu haben schien, war über Rächt gekommen und wie immer, wenn er lange zögert, mit großer Heftigkeit. Die Tage waren glühend, aber die Rächte strahlten jene gleichmäßige Milde aus, die sich allem Lebendigen mitteilt, die Sinne öffnet und die Herzen gütig stimmt. Die Gnade, mit der die Ratur das Dunkel segnet, läßt die Liebe traumvoller blühen, den Gang eines Festes schwellender werden und das Wort beseelter von der Lippe fliehen ... . Man muh diese ersten Sommernächte in Rom erlebt haben, man muß sie in einem Kreise vertrauter und genießender Freunde aufgetrunken haben, um zu wissen, was sie dem ganzen Ablauf eines menschlichen Daseins bedeuten können: als Gegenwart oder wache Erinnerung. Vielleicht auch muh man noch sehr jung sein, frei von Sorge, frei von Schwere, um ganz in ihren Zauber einzugehn ... ., . , , t 3n jenem Zahre nun, von dem ich spreche, hatten sich in Rom aus allen Ländern der Welt Freunde zusammengefunden, die in einer ganz von selbst entstandenen Gemeinschaft lebten, wie sie nur ein gütiges Geschick, niemals em menschlicher Wille formen kann. Da waren Russen, Amerikaner, Engländer, Franzosen, Skandinavier, und vor allem Deutsche, welche mit einigen Romern eine umgrenzte und doch IK dauernd >rr- neuernöe Gesellschaft über der Gesellschaft bildeten und sich Fest auf Fest gaben Bald hier, bald dort strahlten die hellerleuchteten »en ter» fluchten durch die laue Rächt, Musik rauschte über schlafende Dächer, Gespräch und Lachen verklang in stummen Wipfeln ... Ewige, unvergeh- liche Tage: versunken für immer dem, der sie leben durfte, versunken auch einer auswachsenden Zugend die sie deshalb nicht kennen wird, weil Jahrzehnte vergeben müssen, ehe die Welt wieder ein GleichgeMcht finden kann, welches die Voraussetzung zu solchem Aufklang und Zusammenklang der Herzen' ist Von einem solchen Feste — dem schönsten, das ich je in Rom erlebte — kam ich, als ich um die „ünd das nun schon elfJahre." Wie man in England das deutsche ReparationS- und Gchuldenproblem sieht. tW8 JKPDKT TO PW w« l«nd can IS.nk V> d. nuT zwei Milliarden borgen. Die ihn über die Zeit Hinwegbringen, während wir darüber Nachdenken, was wir dann tun sollen." Der circulus vitiosus des deutschen Schuldenproblems kann nicht treffender dargestellt werden. Deutschland muh borgen, um exportieren zu können, und exportieren, um seine Schulden bezahlen zu können. Die Unterschrift der Zeichnung lautet: „Und das nun schon elf Jahre!" Unsere Zeichnung stellt eine Karikatur des berühmten englischen Humorzeichners Low aus dem liberalen „Manchester Guardian" dar. Umgeben von den Zollmauern der Welt tagt eine Konferenz von Sachverständigen vor riesigen Kisten, die deutsche Exportgüter enthalten. Die Aufschrift auf den Kisten besagen, daß Deutschland damit seine Reparationen bezahlen wolle. Einer der Reparationsexperten sagt gerade: „Und ich schlage vor, meine Herren, daß wir dem Schuldner noch ein e oder geseh ausgearbeitet, Das parlamentarisch mit großer Mehrheit angenommen wurde, das aber am Sonntag zur allgemeinen Lleberrafchung in der Volksabstimmung mit großer Mehrheit abgelehnt wurde, obwohl säst alle Parteien seine Annahme empfohlen hatten. Wie das möglich ist? Man muß sich das Gesetz einmal ansehen, um Die Zusammenhänge zu verstehen. Die Schweizer wollten keine Versicherung, also kein soziales Hilfswerk, das auf einen einzelnen Stand beschränkt ist, sondern sie wollten eine Rente für Das ganze Volk, ohne Rücksicht auf das sonstige Vermögen. Zeder Schweizer männlichen und weiblichen Geschlechts sollte also, sobald er das 65. Lebensjahr erreicht hatte, eine Staatspension erhalten, die freilich zunächst nur sehr klein ist. Sie war so gedacht, daß vom 19. bis zum 65. Lebensjahr Beiträge gezahlt werden, für die Männer achtzehn, für die Frauen 12 Franken jährlich, wofür dann nach Vollendung des 65. Lebensjahres eine Rente von zweihundert Franken gezahlt wird. Das ist nicht viel, aber das war auch nur die Grundrente, zu der dann für die Minderbemittelten soziale Zuschläge traten, um so die gesamte Rente auf etwa fünf- bis sechshundert Franken steigern zu können. Allerdings war das erst das Endstadium, vorher sollte eine Aebergangszeit von fünfzehn Zähren eingeschaltet werden, während der alle Wohlhabenden nichts erhielten und die Ve° dürftigen nur die Hälfte der Rormalrente. Ju- zwischen sollte ein Vermögens st ock angesammelt werden, der dazu diente, das ganze Werk versicherungstechnisch zu untermauern. Als besonderer Vorzug wurde dem Aufbau nachgerühmt, dah kein großer Beamtenappa- r a t dazu geschaffen werden sollte. Die einzelnen Kantone hätten die Zahlungen zu leisten, und die Eidgenossenschaft selbst nur mit wenigen Beamten die Aufsicht zu führen. Wir möchten annehmen, daß den Ausschlag für die Volksabstimmung der geringe Rutz- ef f ek t in den Ll e b e r g ang sj ahre n gegeben hat, dah die einzelnen Wähler sich ausgerechnet haben, wie gering die Rente ist im Vergleich zu den Aufwendungen, die teils durch die unmittelbaren Beiträge, vielleicht aber auch durch die mittelbaren Zuschüsse, die aus den Zolleinkünften für Tabak und dem Alkoholmonopol gewonnen werden sollten, ilnö endlich wird sich doch mancher vielleicht auch gesagt haben, ob denn die kritische Zeit, die alle wirtschaftliche Entwicklung ins Ungewisse stellt, gerade der geeignete Augenblick ist, um das Experiment einer Dolksversiche- rung zu wagen, das finanziell immerhin einen Sprung ins Dunkle bedeutet. Zedenfalls haben die Schweizer zunächst die Schaffung des risikolosen Menschen — denn für die kleinen Bergdörfer ist eine Rente von fünfhundert Mark mehr als das Existenzminimum — abgelehnt, allerdings nur um die Regierung dazu zu zwingen, in kurzer Zeit zur Durchführung des Verfassungsparagraphen neue Vorschläge zu machen. Rund zwei Zahre hat die Voruntersuchung im Falle Sklarek gedauert, bis schließlich die Voraussetzungen zur Eröffnung des Hauptverfahrens geschaffen waren. Seit vielen Wochen berät nun das Gericht in einer unendlichen Kette von Zeugenvernehmungen, und immer noch ist man zu dem Hauptanklagepunkt eigentlich gar nicht gekommen. Die Verteidigung hat es verstanden, an dem ersten Teil der Anklage, die Frage des Monopolvertrages, eine so umsangreiche Beweisaufnahme zu knüpfen, dah schließlich das Gericht vor der Gefahr stand, in der Fülle des Stoffes zu ertrinken und eine Möglichkeit, den Prozeß noch im Laufe dieses Zahres zu Ende zu bringen. Überhaupt nicht mehr bestand. Das Gericht hat aus diesem Tatbestand die Folgerung gezogen, daß es in einer etwas geheimnisvoll formulierten Erklärung einem Teil der Angeklagten, soweit sie Beamte sind, zubilligte, es sei nicht widerlegt, daß sie an eine Schädigung der Sklareks infolge der Kieburgschen Wirtschaft geglaubt hätten. An diesem Beschluß wird sehr viel herumgedeutet. Er ist wohl dahin zu verstehen, daß den Angeklagten bei dem Abschluß des Monopolvertrages mit der Firma Sklarek der gute Glaube zugebilligt werden soll. Cs ist auch anzuerkennen. daß die Beweisaufnahme mancherlei für die Sklareks Entlastendes gebracht hat. Zn der Kleiderbeschaffungsstelle der Stadt Berlin müssen geradezu tolle Zustände geherrscht haben. Der dafür Verantwortliche ist inzwischen gestorben. Er scheint in der Tat. um aus den Schwierigkeiten herauszukommen, die Sklareks gezwungen zu haben, bei ihrem Monopolvertrag ein sehr erhebliches Defizit zu übernehmen, das . sie dann auf ihre Art durch Gewinne in anderer Form wieder hereinzubringen versucht haben. An der moralischen Beurteilung des Falles wird dadurch nichts geändert, juristisch aber sind sie insoweit entlastet, als der Vorwurf der aktiven Beamtenbestechung wahrscheinlich nicht mehr nachzuweisen ist. Sie haben eben das Glück, daß viele gerade der Persönlichkeiten, deren Aussage von grundlegender Bedeutung gewesen wäre, nicht mehr aus der Zeugenbank erscheinen können, weil sie inzwischen der Tod abgerufen hat. Ein Beweis, wie unangenehm für die Findung der Wahrheit sich die schwerfällige Prozeßmethode auswirkt, mit der wir in Deutschland arbeiten. Zst es wirklich nötig, daß nun das ganze Verfahren der Sklareks in unübersichtlicher Brette vom Gericht nachgeprüft wird, hätte es nicht genügt, wenn die Staatsanwaltschaft einen einzigen KomHlex herausgriff, der ihre Schuld zweifelsfrei erwies, und sie daraufhin verurteilt wurden. Das hätte die Voruntersuchung erleichtert und hätte niemals das Gefühl entstehen lassen können, daß hier Kräfte am Werke sind, die einer wirklichen Klärung entgegenarbeiten. Schließlich genügt es ja auch, wenn einem Diebe ein oder zwei Verbrechen nachgewiesen werden, ob er daneben noch Dutzende von anderen Einbrüchen auf dem Gewissen hat, mag bei der Straiabmessung von Bedeutung sein. Es ist aber sicher nicht nötig, daß seiner Verbrechertätigkeit bis in die letzten Einzelheiten nachgeforscht wird. Die Engländer sind in der' Beziehung klüger als wir. Sie sorgen für eine rasche Rechtsprechung, die sehr viel besser dem beleidigten öffentlichen Gewissen gerecht wird. Davon könnten wir viel lernen. Kundgebung desHessischenBeanttenbundes WSR. D a r m st a d t, 13. Dez. Der H e s s i s ch e Beamtenbund und das Landeskartell Hessen des Deutschen Beamtenbundes hatten für Samstagnachmittag zu einer Kundgebung in den Städtischen Saalbau eingeladen. Die aus Beamtenkreisen sehr stark besucht war. Der erste Vorsitzende Dr. C l a h nahm zunächst gegen die Rotverordnung Stellung und verlas eine Kundgebung, in der es u. a. heißt: „Die Beamten fordern von Reich, Land und Gemeinden Treue um Treue, gerechte Behandlung, Verständnis für die immer größer werdende vierte Morgenstunde die via Quattro Fontane dahin schritt. Man hatte mich bewegen wollen, noch zu bleiben: aber ich hatte den Ausschnitt des Rachthimmels über den Pinienkronen des Gartens gesehen, die Sterne im lauen Wasser der Lüfte, ich hatte den Atem der römischen Erde gespürt und den Aufhauch der Levkojen: ich wußte also, dah ich dieser Rächt gehörte, diesem blau- grünen, mondlichtgetränkten Aether, dieser schlafenden Stadt, aus deren Höfen schon die ersten Hähne schrien, dieser bald sich im Aufwachen regenden Stadt, die eine der größten Hieben meines Lebens ist. So war ich aufgebrochen, hatte die späten Tänzer dem abklingenden Fest überlassen — und ging nun dahin, den Hut unter dem Arm, den Stock am Handgelenk, im Frack und in ausgeschnittenen Schuhen, die Stirn den Lüsten preisgegeben. nein: das ganze Gesicht preisgegeben dem Düftegemisch, nein: das ganze Wesen preisgegeben der unerhörten Stunde, die noch heute als Wunder in meinem Leben steht und leuchtet, mild und nachtblau leuchtet durch das Grau des deutschen Schicksals. Zch ging und ging, vor mich hinsingend, stehenbleibend, tief Ottern holend, manchmal lächelnd in den Traum, durch den ich schritt ... Zch ging treppauf, treppab, an schlafenden Kirchen vorbei, vorbei an schlafenden Parken. Ich ging, des Weges nicht achtend, den Kopf gegen den Himmel gehoben, wie in einer großen Unwirklichkeit. Plötzlich, ich hatte eben den Bor- giabogen durchquert, strauchelte mein Fuß. Em Schmerzlaut hob sich vom Boden. Zch bückte mich, erschrak, als ich die zusammengekauerte Gestalt einer alten, sehr alten Frau gewahrte, die im Schutze der Mauer geschlafen hatte ... Run hatte ich sie — unwissend, unwollend — getreten und aus ihrem Schlummer ausgescheucht. Sie hatte ihre Hand gehoben und hielt sie gegen einen quer niederfallenden Mondstrahl, um zu sehen, ob sie blutete ... Aber die Hand war unverletzt, nur schien sie zu schmerzen. Ich nahm diese arme, verwitterte, verwelkte Hand ... Sie neß sie mir ... — Habe ich Ihnen sehr weh getan, fragte ich schließlich ... Wollen Sie mir meine Unachtsamkeit verzeihen? Sie sah mich lange an ... Sie richtete sich auf, sah mich wieder an, der nun auch im Monde stand ... Plötzlich lächelte sie ... — Ah, die Jugend, sagte sie ... die schöne Jugend ... und lieh sich langsam wieder zurück- sinken ... , — Habe ich Zhnen wirklich nicht weh getan? fragte ich nochmals ... Sie schüttelte den Kopf. Zhre Hand entglitt der meinen, fiel auf meinen Fuß ... blieb dort I liegen ... tastete ... und begann mit einem Male die Dünne Seide des Strumpfes zu streichen ... Augen, in denen es einmal gebrannt haben mußte, hoben sich mir entgegen aus dem Halbdunkel ... arme, nun erloschene Augen. Und die zerbrochene Stimme wiederholte: — Die Zugend, die schöne Zugend ... Oer „Datterich" in Berlin. Das Schillertheater, die volkstümlichere Niederlage des Berliner Staatstheaters, hat eine Perle echter deutscher Volkskunst ausgegraben, die Posse „Dattc- rich" von Ernst-Elias N i e b e r g a 11, von dem man außerhalb der Literaturgeschichten und außerhalb der hessischen Grenzen kaum noch etwas weiß, obwohl er in seiner Art ein genialer Kerl war. Sein „Datterich" ist eine Lokalposse aus seiner Darmstädter Heimat, sie war schon zu Lebzeiten ihres Verfassers (er starb 1843) so populär, daß man nach dem Dichter kaum fragte; sie mar wie ein Volkslied aus dem Darmstädtischen entstanden, und Kundige behaupten, daß man auch heute noch nicht an einem dortigen Stammtische Platz nehmen könne, ohne sogleich von Zitaten und Redensarten aus Niebergall umschwirrt zu werden, obwohl das Volk diese gar nicht als schriftstellerisches Gut empfindet — so ganz hat Niebergall aus dem Volk und für das Volk gedichtet. Von der Handlung i[t wenig zu jagen, etwas mehr von dem fragwürdigen Helden, dem „Datterich", entlassenem Beamten mit Halbbildung, Kneipengeher und Schuldenmacher in hoffnungsloser Versumpfung, ewigem Nassauer und dabei von bestrickender Liebenswürdigkeit und Leichtigkeit des Lebenswandels. Um eine solche Gestalt — sie ist in ihrem Gebiet durchaus „klassisch" — baut sich hie Fabel unter lauter kleinen Darmstädter Leuten, Handwerkern, Spießbürgern, unter denen sich Datterich seine Leute sucht, die für ihn zahlen, so auch einen harmlosen Dümmling, den Schmidt, den er Darr' sein „Büsche" zu kirren sucht. Das mißlingt, Schmidt kehrt reuig zu feiner Braut zurück, und es gibt die erforderliche Verlobung. Das ist an sich nicht viel, aber diese kargen Ereignisse werden durch die Zutaten, die Milieuschilderungen, die trefflichsten Charakterköpfe ergänzt und erfüllt, so daß sich alles in allem ein lebensvolles Bild der kleinen Biedermeierstadt ergibt, zeitlose Bühnenkunst, echtestes Dolksstück. Die kleinen Füllsel, die Details hat die Aufführung Leopold Lindtbergs getreulich bedacht, und Theo Otto hat sie in seinen Bühnenbildern nicht vergessen, wenn er die winkligen Häuschen, die schmalen Gänge und kleinen Stübchen naturgetreu wieder erstehen läßt. Losung des Abends: Abkehr von dieser Zeit, Flucht in die Vergangenheit! Daher ein eigener Vorhang mit Der Postkartenansicht des alten Darmstadt, daher Blechmusik, Die an Der Rampe vorbeizieht. Daher um Die Bühne ein Rahmen, Der Zeitentrücktheit beDeutet. Darstellerisch steht TheoDor Loos als Datterich in Der Mitte, Der nur vielleicht nicht Das Liebenswür- Dig-BestrickenDe hat, das man sich an diesem Menschen Denkt. Sonst: Hans fieibeit, Ludwig Donath, Hans Joachim Büttner. Wie es mit Dem Dialekt steht? Er roirD wahrscheinlich, trotz innigsten Bemühens, arg verschanDelt, aber Der Regisseur schafft um Die Gestalten Die heimatliche unD zeitliche Fülle Der Bilder und Erscheinungen, so daß ein äußerst lustiges und lebensvolles Spiel entsteht. Heber alle und gegen alle Zeit erringt Die DarmftäDter Lokal- posfe von 1840 im Berlin von 1931 einen vollen Erfolg. G. B. Zeitschriften. — Der Wolga-Strom rauscht in der unendlichen Landschaft, aber es ziehen keine Schists- zieher mehr am ilferranb zum Rhythmus des Wolgaliedes. Ein anderer Rhythmus herrscht jetzt auf den weiten Wassern: die Wolga, der Hauptstrom Rußlands und größte Strom Europas, ist längst die Lebensader des osteuropäischen Verkehrs geworden. Holzflöße, Petroleumkähne, Passagier- und Warendampfer beleben den oft seebreiten Strom. Der harte Rhythmus der Arbeit klingt hinein in die Melancholie der stillen Landschaft. Diese Verbindung von Traum und Leben verleiht einer Wolgafahrt, wie sie Dr. Albert Herrlich in einem reich bebilderten Artikel in der neuesten Rümmer der Z11 u st r i r t e n Zeitung (I. Z. Weber, Leipzig) schildert, den eigenartigen Reiz. — Die vorliegende Rümmer bringt u. a. auch zwei psychologische Aufsätze: „Der Geist des Widerspruchs" von Fritz Hocke und „Rervosität — unsere Zeittrankheit" von Dr. W. Flemming, die zum Rachdenken an- regen. — Ein Beitrag „Burschen heraus!" behandelt den studentischen Arbeitsdienst, der in diesem Sommer in Oberschlesien mit Erfolg eingesetzt wurde. docbfcbulnocbrtchten. Professor Dr. Walter Schirmer in Tübin - g e n hat Den an ihn ergangenen Rus auf Den Lehr stuhl Der englischen Philologie an Der Universität B e r l i n als Nachfolger Des verstorbenen Professors W. Dibelius angenommen. D. Dr. Johannes Simon Schöffel, Hauptpastor an St. Michael in Hamburg, hat Den Ruf iuf Den Lehrstuhl Der Kirchengeschichte an der Universität Erlangen abgelehnt. SJ.«fpori fung der Äouflraft und deS Binnenmarktes, für rückiichtslcfe Durchführung der ungeordneten Preislenkung. Die Re^arationslasten Huben keine rechtliche und moralische Grundlage und sind ein Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt. Ohre Beseitigung und damit die Befreiung der Reichsbahn von den politischen Lasten sind ein unbedingtes Gebot staatsmännischer Einsicht." Diese Kundgebung wurde einstimmig angenommen. Die Sprecher der Reichsbeamten, der hessischen Staatsbeamten, der Polizeibeamten, der Lehrer und der hessischen Gemeindebeamten, sowie des Hessischen Pensionärvereins schlossen sich den Ausführungen deS Vorsitzenden vollinhaltlich an. Anschließend hielt Universitatsprosessor Dr. Lukas (Tübingen) seinen Dortrag über die Weltwirtschaftskrise. Rotlage der Beamtenschaft, namentlich ht den sozial schwachen Schichten, und wirksamen Schuh gegen die noch immer wütende Beamtenhetze. Sie sordern ReichZeinheitlichkeit In Recht und Besoldung und Beseitigung jeder Ausnahmestellung in einseitiger Belastung. Sie fordern. Schluß mit den Rotverordnungen, Rückkehr zu den verfassungsmäßigen Grundlagen, im besonderen Gewährleistung der nach Artikel 133 der Beamtenschaft zugestandenen Dercinigungssreiheit und die Anerkennung ihrer gewerkschaftlichen Drrtretung. Die organisierte Beamtenschaft erwartet, daß der Reichstag und die Reichsregicrung und der neu- gewählte Hessische Landtag und die neue hessische Regierung die anerkannten Deamtenverbände vor jeder wichtigen Entscheidung in Beamtensragen zu Rate ziehen. DaS Landeskartell tritt ein für eine plan- und sinnvolle Wirtschaft, gegen verbrauch- verteucrnde Preisbindungen jeder Art, für Siär- Fußball der Gießener Mannschaften. Der gestrige Sonntag brachte eine große Ueber- raschung. Die Liga der Spielvereinigung 1900 verlor in ihrem gestrigen Berbandsspiel gegen Breidenbach die Punkte. Entgegen jeder Erwartung vermochten sich die leiste aus dem fremden Boden der Spieloereinigurg 1900 mit 1:0 als Sieger zu behaupten. Die 1900er ließen eine Anzahl zwingender Chancen aus. Der Sieg der Breiden- bacher war ober nicht unverdient. Die 1. Jugend der Spieloereinigung trat vor dem Ligaspiel gegen die 1. Jugend des Sportvereins Wetzlar an. Mit einem Unentfch eben von 1:1 trennten sich die Mannschaften. Die 2. Jugend vermochte gegen die 2. Jugend des Lokalgcgners einen hohen Sieg zu erringen. 6:0 lautete das Ergebnis für die Blau- weißen. Don den Ergebnissen in der 1. Bezirksklosse ist noch die Niederlage des Sportvereins Wetzlar gegen Wallau erwähnenswert. Wallau siegte mit 4:1 Toren. Die Liga des DfB. war gestern auch nicht von Glück begünstigt. Die Hiesigen konnten nur mit 10 Mann antrcten und mußten nicht zuletzt infolge- besten eine Niederlage von 4:1 hinnehmen. Die erste Jugend des VfB. blieb über Hermannstein mit 3:0 überlegener Sieger; die 2. Jugend verlor, wie bereits erwähnt, gegen die 2. Jugend von 1900 mit 0:6. — Die Handballmannschaft des VfB-, die gestern ihr erstes Spiel absolvierte, hatte einen guten Start. Die Mannschaft trat gegen Wieseck an und vermochte ein sehr ehrenvolles Ergebnis zu erzielen. Lediglich mit dem Resultat von 3:4 vermochten die Wiesecker erfolgreich zu bleiben. Fußball in Hessen-Hannover. Erbitterte Kämpfe aus der ganzen Linie. Die Spiele der Bezirksliga in Hessen-Hannover brachten am Sonntag durchweg erbitterte Kämpfe um Führung und Derbleib in der obersten Klasse. Meist gab es die erwarteten Siege, aber auch die lleberraschungen blieben nicht aus. Dafür sorgte in der Eüdgruppe Kurhessen Kassel, die sich in Marburg von Germania mit 3:2 schlagen ließen. EC. 03 Kassel schlug Germania Fulda 3:1 und Borussia Fulda blieb mit dem gleichen Ergebnis über Hessen 09 Kassel erfolgreich. Die Borussen führen klar mit 20' 4 Punkten vor Germania Marburg (17:7), Hessen 09 Kassel (15:7) und SC. 03 Kassel (14: 10 Punkten). In der Rordgruppe holte sch Spielverein Kassel in Gölt'.ng:n bei der Spvg. den erwarteten 5 2-S'.eg, Sport Kassel schlug Grone 7:2, Hessen HerLfeld Einbeck 4:0 und Hermannia Kassel Rorthe'.m 9:1. Tura Kassel unterlag knapp gegen Groß-Almerode 2:3 Güttingen führt nach wie vor unangefochten mit 20: 2 Punkten vor Spielverein Kassel, Sport Kassel und Hessen Hersfeld, die es auf je 17:7 Punkten gebracht haben. punfffämpfc in der Gruppe Main. Rok weiß erneut geschlagen. In der Spitzengruppe der mainischen Dezirksliga gab es diesmal eine neue Klärung. Der Tabellenführer Eintracht gewann in Heusenstamm sein Spiel sehr sicher 6:0 (2:0) und ebenso sicher siegte der Fußballsportverein zuhause üier Hanau 92 mit 4:1 (2:0). Dagegen wurae der Tabellcnzweite Rot- Weiß erneut geschlagen, er verlor sein Spiel auf dem gefährlichen Gelände in Bieber mit 0:1. Dadurch hat auf der einen Seite die Eintracht ihren Dorsprung derart vergrößern können, daß ihr der Meistertitel nun noch kaum zu nehmen ist. Auf der anderen Seite aber sind die Chancen des Fußballsportvereins, Zweiter der Maingruppe zu werden, weiter gestiegen. Die Bornheimer stehen, nach Derlusipunkten gerechnet, heute schon um einen Punkt günstiger als die Rot-Weißen. Auch in der Abstiegszone ist die erste Entscheidung gefallen. Germania 94 verlor sein Spiel in Reu-Isenburg glatt mit 0:4 (0:2) und ist damit endgültig dem Abstieg in die zweite Klasse verfallen. Die Mannschaft von Griesheim lieferte diesmal gegen die Offenbacher Kickers ein recht gutes Spiel und konnte auch zu einem verdienten Unentschieden von 1:1 kommen. Oer Hessen-Handballmeister. In der Gruppe Hessen kam am Sonntag endlich der mit großer Spannung erwartete Kampf der alten Darmstädter Rivalen, des süddeutschen Meisters Sportverein 98 und des Polizeisport- bereind zum Austrag. Die in letzter Zeit durchweg besseren Ergebnisse der Polizisten hatten dem Kampf der relativ punktgleichen Tabellenführer 4000 Zuschauer zugeführt, die eines der schönsten und spannendsten Spiele zu sehen bekamen, die bisher in der Hochburg Darmstadt abgetojckÄt wurden. Die Polizisten lieferten eines ihrer besten Spiele der ganzen Saison und beugten sich erst dem Endspurt der 98er, der deren verdienten Sieg ergab. Zuerst führten die Polizisten, bann erzielten die 98er zwei Treffer. Zwei Treffer der Polizei brachten diese wieder in Führung. Rach erfolgtem Ausgleich führte d e Polizei nochmals, dann fielen aber noch zwei Treffer für den Meister, die das Spiel auf 5:1 (2:1) für ihn stellten. Mit 26:2 Punkten hält der SD. 98 Darmstadt vor den Polizisten (22:4) die Spitze und ist wiederum Meister. Alemannia Worms verzichtete zugunsten der Wormser Polizei auf die Punkte. Der Meister bat bereits am kommenden Sonntag in Wiesbaden zum ersten Spiel um die Dezirksrneister- schaft anzutreten. Handball der höheren Schufen. Im Entscheidungsspiel in der Hrndballrunste deS hessischen PhllologenvereinS, das am Freitag in Friedberg zwischen der Obe.rea.schu e Lkfcen u.b dem Realgymnasium Darmstadt aiügctragen wurde, endete mit einem 8 4-Sieg für bic Ober- rcalschule Ließen. Das Hessenbanner geht damit in den Besitz der Anstalt über. Mercedes-Benz rennmüde. Die Gerüchte, daß sich die Daimler-Denz-Werke im kommenden Iah c nicht mehr an Rennen beteiligen, haben sich bewah.heitet. Die beiden fest verpflichteten Rennfahrer Rudolf Caracciola und Hans Stuck müssen sch nunmehr nach einem neuen Tätigie tsfe.d umsehen. Caracciola unterhandelt mit einigen italienischen Firmen und es ist möglich, daß der Europa-Bergmeister der beiden letzten Iahre 1932 am Dolant eines Maseratioder Alfa-Romeo-Wagens sitzen wird. Sein Kollege Stuck begibt sich in den ersten Tagen des 3anuar mit zwei Mercedes 58K.-Wagen noch Südamerika, um dort Rennen zu bestreiten. Mercedes-Benz begründet seine Maßnahme damit, daß keine neue Type gebaut würde und für die alte, den SSK., in der abgelaufenen Saison die Rennen den nötigen Beweis von der Qualität des Erzeugnisses geliefert hätten. Kurze Sportnotizen. Walter Flinsch, der zehnfache Weister- rüderer, hat an der Fliegerschule Braunschweig die Derkehrsflieger-Prü ung bestanden. Mit 4:00,2 Minuten stellte der 1. Magdeburger Damen Schwimmilub a n Donnerstag einen deutschen Rekord über 3 .100-Mctcr-Crawl auf. Die Hockehelf des 6 8. 80 Frankfurt besiegte die führende westdeutsche Mannschaft des Essener Turn- und Fechtllubs mit 2:1 (2:0). Im Spiel um die Deutsche Wasser- ballmeisterschaft trennten sich in Berlin Hellas Magdeburg und Weißensee 93 mit einem Unentschieden von 4:4 (3:3), so daß ein zweites Entscheidungsspiel notwendig ist. Eine schwere Schlappe erlitt Berlins Fußballelf im Städtekampf gegen Paris. Im Bus- falo-Stadion siegten die Pariser auf völlig auf- geweichtem Boden und bei starkem Rebel hoch mit 6:1 (3:1). ImFußball-LänderkampfIrland- Spanien stellten die Spanier ihr durch die schwere Schlappe gegen Enaland stark'ramponiertes Ansehen wieder etwas her, sie fiepten bei dem in Dublin ausgetragenen Treffen überlegen mit 5:0 (3:0,. Dom Büchertisch des Sportlers. — .Segelfliege n“. Dorschläge für die Einrichtung von Segelflugaruppen. Don S udienrat B. Zinnecker DeicI s ungf r.ge.toart des Deutschen Luftfahrverbandes. „‘-Lügerei für L ibes- übungen". Derlag Quelle & Meyer in Leipzig. (416.) — Das Buch will dazu helfen, dem gesunden, mutstählenden Sport in der Iugend neue Anhän- ger zu werben. Es wendet sich an die Turnlehrer, DereinSleiter und Eportwarte und majt sie vertraut mit den amtlichen Bestimmungen, den Möglichkeiten der Teschastung von Fluggcrät u. d Tflug- gelande und den Voraussetzungen einer F.ug- schulung. Taten für Montag 4 Dezember. 1546: der Astronom Tycho Brahe in Knudstrup geboren; — 1799: George Washington in Mount Vernon gestorben; — 1849: der Komponist Äonrabin Kreutzer in Riga gestorben; — 1911: Roald Amund- sen erreicht den Südpol. Obertieffen. Gememderat in Büdingen. x. Büdingen 13.Dez Aus der jüngsten ®e- meinkeratssitzung ist solgendes zu berichten: Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, stellte Ratsmitglied Knaf ben Antrag, über die Beschäftigung von Arbeitslosen bei der Feldbereini- gung zu verhandeln. Der ©emcinberat nahm diesen Antrag an. Rach längerer Aussprache wünschte der Oemeinöcrat, daß Die bei den Feld- bereinigungSarbeiten beschäftigten Miltelgrün- daucr Arbeiter entlassen werden. Der Gemeinderat habe die Pflicht, vor allen 'Dingen für die Beschäftigung der Düd.n^er ArbeitSlo'en zu sorgen. — Die Angelegenheit .Winterhil e‘ wu.de eoen- sallS außerhalb der Tagesordnung bestandet. Der Bürgermeister wurde ersucht, sich mit P'arrer Adam ins 'Benehmen zu setzen und demnächst dem Gemeinderat über daS Ergebnis Kenntnis zu geben. — In der Angelegenheit der von der Sta^t erhobenen Reklamationen im Feldbe- reinigungSverfahren wurde tem Ce- meinderat Kenntnis gegeben. Der Gemeinderat stimmte der vom Bürgermeister getätigten Verhandlung zu, versagte jedoch in einzelnen Punkten die Genehmigung. Bei dieser Gelegenheit wurde daS bereits früher vorhandene Pro ekt der Einführung einer Straße nach dem neuen Marktplatz zwischen den Hofreiten des Obfl- und ©arten* bauvereinS und der Friedrich Schön Witwe auf- gegriffen. Der Bürgermeister wurde b^au trast bei der Feldbereinigungsgefellschast Antrag auf nachträgliche Zuziehung des in Frage kommenden Geländes und Ausscheidung an die Stadt Büdingen zu stellen. — Die Prüsung der ©e- meinderechnung für 1 929 wurde vertagt. — Verschiedene Anträge von Bewohnern städtischer Hu.er auf Herabsetzung der Miete wurden abgelehnt. — Die Abrechnung über den Umbau der Herberge sand die Genehmigung. — Der Wasserein- h e i t S p r e i s für die Betriebe der Molkerei und der Obstwerke wurde auf 20 Pfennig pro Kubikmeter festgesetzt. Landkreis Gictze«. £ Wieseck, 13. Dez. Die Dresch gesell- schäft hielt am Samstagabend ihre diesjährige Generalversammlung bei Gastwirt Richard Deller ab. Der Vorsitzende ging in seinen Ausführungen auf die seinerzeit notwendige Anschaffung der Dreschmasch.ne ein. Er stellte fest, daß die Dresch- gefellschaft trotz mancher Schwierigkeiten gut über die ersten Jahre ihres Bestehens hinwcggr'ommen sei. So konnten an der Maschine die einen Anfchaf» fungswcrt von 15 000 Mark ausweist, bereit» 5000 Mark abgeschrieben werden. Dem Ansinnen einiger ausgeschiedener Mitglieder, sie von der Haftung zu entd.ndcn und den Geschäftsanteil zuruckzuzahlen, konnte nicht entsprochen werden. Rach einer regen Aussprache konnte die Versammlung mit Dank an die Mitarbeiter geschlossen werden. t Rödgen, 14 Dez. Bei der aestrlgen Bürgermeister.Stichwahl machten von SCO Wahlberechtigten 487 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Es erhielt der Kandidat Philipp Becker IL 251 Stimmen und ist somit gewählt. Sein Gegenkandidat Ferdinand Schmidt erhiell 227 Stimmen. 9 Stimm.n waren ungültig. + Grünberg, 13. Dez. Heute veranstaltete da« hiesige Landwirt sch astsamt einen vor- tragskurs im Gasthaus „vum Rappen", der recht zahlreich besucht war. Dircllor Trautmann, der Leiter des hiesigen Landwirtlchastsamte», sp.ich zuerst über „Fcldsutterbau". Den zweiten Dort, g hielt Oberveterinärrat Dr. R o ß k o p s (Gieß...) über „Das freiwillige Tuberkulosc.Tilgungrverfahrei' in Helsen". Ergänzt wurde dieser Vortrag durch *-* Vorführung eines Films, der in anschaulicher Welse die Bekämpfung der Tuberkulose unter den Rind- Viehbeständen zeigte. Eine rege Aussprache schieß sich an. WessenKindbinich? Jxoman von $r. Lehne. (lltb berschutz durch C. Ack-.rmann. Rcrnanzentrale Stuttgart) 28 Fortietzung Rachdruck verboten Ein tiefer, zitternder Atemzug, einem Seufzer gleich, glitt über Angelas Lippen. Der Pfarrer heftete seine großen Augen mit dem seltsam hellen, durchdringenden D.ick auf daS Gesicht der Tochter, und leise, in eigenartig drängendem Tone, fragte er: .Wein Kind, hast du mir gar nichts zu sagen?" Den Dater nicht gleich verstehend, blickte Angela ihn eine Sekunde fragend an — dann aber lad sie deutlich auf seinem schmerzerfüllten Gesicht, daß er ihr Geheimnis erraten! Schneebleich wurde sie. .Dater!"' wimmerte sie; sie stürzte zu seinen Füßen, die Stirn fast bis zum Boden geneigt. Pfarrer Elurm stand da, den Kops erhoben, die Augen in weite Fernen gerichtet — seine Tochter — war es möglich, daß sie daS hatte tun können? Wie ein Richter erschien die hohe, nur leicht vom Alter gebeugte Greisengestalt. .Mein Kind, wie konntest du so schwere Schuld auf dich laden, ein dir von Gott g:lieheneS Gut — wegzuwerfen? Solch eine Sünde ist nicht zu verzeihen I" .Doch, Dater, Gott hat sie mir verziehen! Denn tote durch ein Wunder hat er mir mein Kind wieder zugeführt —." Angela hob das tränen- überströ.nte Gesicht zum Dater empor, .dieses Zusammentreffen mit Gbba war mehr als Zufall: eS war von Gott gewollt, und darum, Dater, mußt auch du mir verzeihen —" Er schwieg. War hier sein Schweigen sein Urteil? — .Dater —I“ flehte fic, und ihre Lippen preßten sich auf seine Hand. .Lasse mich erst in dieser Wirrnis zurechtsinden. Doch stehe auf, Angela, und sage mir, waS dich dazu bewoaen hatte?" Sie erhob sich und ließ sich schwer in den Lehnstuhl fallen. Ihre Augen suchten am Boden, als sie leise sagte: .Ich weiß es jetzt nicht mehr! GS war. alS ob ich unter einem sremden Willen stand! Was mein Mann wollte, mußte ich tun — ich habe euch ja von ihm erzählt —** .— und als er wünschte, daß du dich deines Kindes entäußertest, hast du auch dieses Ungeheuerliche getan! Richt allein die £ ern hast du ausgegeben, sondern auch dein Fleisch und Blut — so ebne Widerrede — ohne daran zu denken, was auS dem hilflosen Würmchen werden könnte — o mein Kind — vor einem Rätsel stebe ich — welche Abgründe in eines Menschen Seele —" .Dater, ich weih es selbst nicht! Sein Wille, er war so groß, so mächtig! Wie unter einem Zwang stand ich, wenn er etwas wünschte!" wiederholte sie, .jetzt ist mir selbst so vieles in meinem Tun unerklärlich. Ganz frei bin ich erst wieder seit seinem Tode! Sein Wille tötete jeden Widerstand und meinen eigenen Willen! Als ob ich in einer stündigen, mir selbst unbewußten Hypnose an seiner Seite während all der Iahre gelebt hätte! älnd dennoch war ich so glücklich! Die Geburt des Kindes, die ich mit Tränen begrüßt, war ihm in seinen Plänen hinderlich. Seine alte Ruhelosigkeit packte ihn — er wollte nach dem Wunderlande Indien! Er redete in mich hinein, bat mich, mitzukommen, als ich sagte, deS Kindes wegen müßten wir auf alle Pläne vernichten! And dann schläferte mich wieder dieser seltsame Wille ein — ich dachte mit seinen Gedanken, sah mit seinen Augen! Eines Tages stand ich vor der vollendeten Tatsache! Er war mit dem Ärcfttoagen forigefahren, al 3 ich an einer schweren Erkältung mehrere Taae das Brtt hüten mußte und daS Kind nicht sehen durfte. Heimlich hatte er es der Wärterin abgenommen mit dem Bemerken, es zu seinen Verwandten zu bringen, da man auf einer Seereise ein so kleines Kind nicht haben könne. Rie hat er mir gesagt, wohin er daS Kind geschasst hat. Rur. es sei gut au'ge- hoben I Weiter zu fragen und zu denken, wagte ich nicht, konnte ich nicht — ich war wieder ein- geschläfert! ülnd dann verließen wir für lange Iahre Europa! Dater, ich kann dem allen nicht die richtigen Worte geben! Weil alles doch keine Entschuldigung ist. Denn aus jedem Wort formt sich eine Anklage für mich! Glaubst du, ich habe keine Sehnsucht nach meinem Fleisch und Blut gehabt? Und je älter ich wurde, desto größer wurde die Sehnsucht! Unerhört habe ich gefehlt, doch unerhört auch bin ich bestraft — jet>t kommt mir dies voll zum Bewußtsein! Oder ist es keine Strafe, wenn Ebba niemals erfahren darf, daß ich die Frau bin, die sie geboren — daß sie mich niemals mit dem Worte ,Mutter< nennen wird?" Ein Ausdruck unsagbaren Leide- la? auf dem schönen Gesicht der Frau, al- sie die tränenumflorten Augen zum Dater hob und nach kurzem Schweiaen sortsuhr: .— Denn wenn Ebba die Wahrheit erführe, würde sie sich voll Haß und Verachtung von mir wenden! Ich kenne ihre Ansicht über ihre Mutter, und tief und schmerzhaft brennt mir im Herzen, waS sie über sie gesagt! Rein! Ich muh mich mit den Almosen der Liebe, die sie mir. alS ihrer Wohltäterin, entgegenbringt, bescheiden und mich reich wie ein König fügten, weil ich da- schon nicht verdiene! Den einen Wunsch habe ich nur noch, den Lebensweg meines Kinde- so sonnig wie möglich zu gestalten — und gottlob, dah ich e- kann! Ich könnte ihr sogar den Mann ihrer Liebe geben —" .Wie willst du da- ermöglichen?* .Lasse mich noch nachdenken, Dater! Es steht alles bei Ebba. Oder wenn sie vorzieht, Künstlerin, von der die Welt spricht — in ihr steckt ein außergewöhnliches Talent —" .Ich bitte dich, Angela, nein! Richt die Bühne! Meine Tochter habe ich an die Bühne verloren — meine geliebte Enkelin soll ihr fernbleiben — ich verlange es jetzt von dir, Angela —I Es ist die erste Ditte, die ich an dich richte —I Diese- Kindes Seele, die ich mit gebildet, in die ich die Samenkörner des Guten und Schonen gelegt, die soll unS bleiben! Ach! dieses holde Kind, untere Enkelin — wir haben eS geliebt, weil eS unS immer an dich erinnerte — dein Kind war in den allerbesten Händen —“ Die Stimme des alten Herrn bebte vor Erregung. Angela hielt die Hände vor dem Gesicht, und naß quoll es zwischen ihren schlanken Fingern hervor. .Dater, kannst du mir um dieses Kinde- willen verzeihen?" stammelte sie unter ihren Tränen. .Ich kann eS; ich vergebe dir, was du gefehlt! Gott, der Herr hat deine Wege wunderbar geführt, und ich danke ihm für feine große Güte! Wir müssen alle durch L:id und Tränen, und wie vielen bleibt der versöhnende AuSgang vor- entfoaltcn!" Angela neigte sich über deS DaterS Hand. .Ich danke dir, Dater! Lind der Mutter sagst du eS, wenn du es für richtig hältst! Sie fall sich ihre- Enkelkindes von Herzen freuen können! Sie wird mir auch verzeihen — — denn eine Mutter vergibt das Schwerste, da- Unmöglichste! lind sie vergibt mir auch, dah ich bisher noch ein Geheimnis vor euch hatte —" .Roch ein Geheimnis? Hieltest du unS deines Vertrauens nicht für würdig?" fragte der P.arrer voll Bitterkeit. .Rein, Dater, nur ich selbst legte so wenig Wert daraus! Da ich aber in Ebba meine Tochter erkannt, muß ich ihretwegen Gebrauch davon machen! Ich hatte euch erzählt, daß mein Wann von vornehmer Abstammung war, hatte euch aber feinen Ramcn nicht genannt: er hieß Alerander Graf Rein-Hagen — — Ebba ist also auch eine Komteffe Rein-Hagen wie ihre Freundin 3ma.“ »WaS sagst du da, Angela? Drr Sonderling, der ältere Bruder vom Grafen Rein-Hagen, war dein Gatte — SbbaS Dater —? Der alle Herr war außer sich vor Staunen, .ich habe viel im Dorfe von ihm sprechen hören —" .— morgen werde ich dir noch mehr erzählen! Ich werde dir die Paviere zeig?n, au- denen du ersiehst, dah der große Besitz im Grunde Gbba gehört —“ .Angela! Du willst doch nicht etwa —“ Der Pfarrer war erschrocken. Rein. waS er in diesem Augenblick befürchtete, da- deckte sich nicht mit seinen Begriffen von Gerechtigkeit und Recht! .Beruhige dich, Dater, nein! Ich habe nicht die Absicht, da dieS durchaus nicht im Sinne meine- verstorbenen ManneS wäre! Und wenn ich es wollte--SbbaS wegen könnte ich nichts offiziell unternehmen; denn dann würde sie erfahren, WaS ihr doch verborgen bleiben soll! Genug jetzt--morgen mehr, Dater! Ich höre Ebba kommen!" Lebhaft trat da- junge Mädchen ein —: .Die Frau Pfarrer ist jetzt erst eingeschlafen! Ich mußte ihr noch viel vom Schloß erzählen —** AIS sie die ergriffenen Gesichter der beide« sah, hielt sie inne, fragend von einem -um andern blickend. .Ich habe eben mit meiner Tochter verabrede^ daß ich mit euch nach RrinShagen fahre! Ich möchte meinen jungen Amtsbruder und feine Cltcrn bei dieser Gelegenheit Wiedersehen." Wie sich die Sböa freute! Es rührte ihn. In leiser, zärtlicher Liebkosung strich er über ihr Haar, und voller Gluck dachte er: .Wein Enkelkind, mein geliebte- Enkelkind!" Und über Ebba- blondem Scheitel trafen sich seine Augen mit denen der Tochter. 17. Aus Schloß Rein-Hagen war e< nicht mehr tote sonst; Inga- fröhliches Lachen war verstummt; ernst, nur das Rötigste sprechend, verbrachte fit ihre Tage, grwi'fenhaft die ihr übertragenen Pflichten er üllend. Durch ihr verändert:- We'en wurde eine frostige Atmosphäre geschaffen; selbst Hanno war nicht unempfindlich dagegen. Seine frohe Ratur brauchte einen Widerhall, wie er ihn bisher in der zärtlich geliebten Schwester gc unben. Wer Inga hatte ihren Sisenkopf — für fle gab es kein Rachgeben — sie heiratete nur den Mann ihrer Liebe, und da- war nicht der Baron Drandeck, sondern Christian Lenz, der jung; Pfarrer In der ihr eigenen entschlossenen Art hatte sie eS der Mutter endlich gesagt, einmal mußte eS feini Sie kam nicht um ein Geständnis ihrer L ebe, auch wenn sie wartete und schwieg. Kä npse hatte es immer gekostet? Ihrer geraden ehrlichen Ratur widerstrebten Heimlichkeiten Dem ersten Zorn und Entsetzen der Eltern hätte sie immer stand- halten müssen--also Mut gezeigt! Sinsperren und inS Kloster stecken konnte man sie nicht, wie sie mit leisem Lächeln dachte. Ratürlictz war die Gräfin über dieses Geständnis außer sich gewesen; ist re gan;e vornehme Ruhe war dahin. Sie tobte sörmlich, verfiel in Weinkrämpfe. Auch der Graf war sehr ungehalten. — .Schlage dir eine solche Phantasterei auS dem Kopfe, Inga! Rie gebe ich meine Einwilligung." .Es wird die Zeit kommen, wo ich mündig bin!" ver'etzte Inga ruhig. .Ah — wie fein ihr da- abgekartet habt!" (Fortsetzung folgt.) '"Mi. ÄS: rtz? Io en n tl ’ö2e Mfc ,2 8eldbe. r\ im Ce. ^..^einderot I^atigten ^t. •feinen Punk. er Gelegenheit me Pw ekt der neuen Markt. nnö ©arten* -n Ditto? auf. beau'tra-t, a'1 Antrag auf Mtawnenien n??DLdin. “M der tzr. 29 wurde bet. v°nD?wvhnern Setzung bet ^ie Abrech. ^,E>erbrrge Dosserein. Dolle:ei und rnnig pro Kubik. ;en. Drelchgefell. 1 ihre bitsjüfjrige rt Richard Wer ien Ausführungen Anschaffung btt t, daß die Dreich. ligkeiten gut übet hinweggr'vinmen die einen Anschas- seift, bereits 5000 Ansinnen einiger jon der Haftung eil zurülkzuzahlen, Rach einer regen ong mit Dank an il r gestrigen Lür- rächten von 510 i L timmrecht ®e» Mpp Leckerli. >äh!t. Sein Gegen- hielt 227 Stimmen. ? Diranftalldt las t einen Lor» um Lappen', ter irTtaulmann, Msamtes, sp-och n zweiten $orl-.g )6lopf (®iefcU c-Ti'gung^erfahm r Lortrag durch anschaulicher SSe.se je unter den Rrnd- e Aussprache schob 4 nicht im 6inne wäre! Und wenn en könnte ich mch'^S amt würde ste e tacn bleiben oul ^Daterl Ich M zchloh erzahlm -sichtet der beiden /einem Mi andern lvn dachte ei- • Ä *114 Tochter. ««."iS n; selb^ Jafar e*Ä5« " -S" haste L 6i<5 0 Holzheim, 12. Dez. Die dies'ährlgen Holziällungsarb'.ite.! im (Sem i de- unj Mariwald sind oere.U seit 14 Tagen im Gang. Sie werden von Wohljahrt-erteerbälvsen (33 Mann) ausgeführt. Die Verheirateten werden ständig beschäftigt. Es wird erheblich mehr Holz geschlagen als im Vorjahr. * L i ch, 14. Dez. Frau Margarete Alles von hier kann morgen, 15. Dezember, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 70 Geburtstag begehen. d S) u n g e n, 13. Dez Aus dem Gemeinderat ist zu berichten: Die Hundesteuer für 1932 wurde wie folgt feftgc.eljt für den ersten Hund 8 Mk., den zweiten 20 Mk., den dritten 40 Mk., jeden weite.en 60 Mk. — Für Bedürftige wurde je ein Zentner Briketts bete iligt (vom Keers wurden zwei Zentner bewilligt). — D.e Erntekosten für Losholz Idas an verheiratete Orts^ürger seither grct s geliefert wurde) sollen auf das für 1932 zur Ausgabe gelangende Holz mit 6,50 Mk. pro Los in Anrechnung gebracht werden, die Abgabe der Losholzscheine hängt von der vorherigen Bezah- lung ab. Kreis Schotten. -4- H ch s 11 e n, 13. Dez. Entgegen der seitherigen Ei^logenheit, die Brennholzversteigerungen im Februar und März aozuhalten, läßt die Forstbehärde in diesem Jahre in den verschiedensten Forstämtern schon vor Weihnach ° t e n Versteigerungen vornehmen. Jedenfalls sollen d e dabei erzielten Preise richtunggebend für die zu schlagende Holzmenge wie für den Holzhauertarif sein, der am 21. d. M. ab- läuft Die erste Hotzversteigerung auf dem H o - herodskopf brachte ci/.en gewaltigen Preissturz. Buchenscheiter erzie.ten einen Durchschnittspreis von 6,10 Mark pro Raummeter (Taxpreis 8,50 Mk.): Fichtenstammholz wurde so niedrig angeboten, daß die Genehmigung nicht erteilt wurde. Preußen Kreis Wetzlar. 0 Lützellinden, 12. Dez. Der Geflügelzüchterverein Lützellinden hielt — wie von uns bereits berichtet — eine Geflügelaus- । fte(lung ab, mit der eine Prämiierung verbunden war. Bei der Prämiierung gingen folgern e Aussteller als Preisträger hervor: Das beftL Tier der Ausstellung war eine Antwerpencr Bartzwerge Henne von Fritz Schäfer, die nut dem höchsten Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielten Auszeichnungen Frau Spruck auf gelbe Orpington 1. fg., Ehrenpreis und 3 g.; 9. | Franz auf weiße Wyandotts 1 fg., Ehrenpreis, \ 1 fg. I und 2 g.; Fr. Andermann auf helie Sui.ex 1 fg., Ehrenpreis und 1 g.; W. Müller auf Rhodeländer 1 fg., Ehrenpreis, 1 fg. II urd 2 g.; Fr. Schäfer auf Nhodeländer 4 g. II; Frau Spruck auf schwarze Minorka 1 fg, Ehrenprei, 1 fg. II und 1 g.; Fr. Vogt auf Italiener (rei- huhnfarbig) 1 fg., Ehrenpreis, 1 fg. I, 1 fg. 11 u d 2 g.; H. Arnold auf Italiener (rebhuynfarbi ) 1 g. II, Albert Spengler auf Italiener (silbc - halfig) 1 fg., Ehrenpreis und 2g; R. Heddrih auf schwarze Rheinländer 2 g., Fritz Altenhei - mer auf schwarze Rheinländer 1 fg. und 1 g.; Frau Spruck auf schwarze Rheinländer 1 fg. und Ehre. - preis und 2 fg.; W. Müller auf weiße Lcgho n 1 fg. und Ehren p. eis; SB. Czilinzki auf mel e Leghorn 3 g.; H. Arnold auf schwarze Banta a 1 fg. und 1 g.; Fr. Andermann auf Silbe - Bantam 1 fg., Ehrenpreis und 1 fg. I, Fr. Schäfer auf Antwerpener Bartzwerge 5 fg., Ehrenprc s und 3 g.; Frau Spruck auf Pecking Enten 1 V, Ehrenpreis und 4 g. Als Preisrichter fungic: e Otta SädIer - Riedergemünden. 0 Hörnsheim, 13. Dez. Am Donner Stag- abend wurde in der Kirche der neue Bethel- film gezeigt, der unter dem Titel ,on den Spuren Vater Bodelschwings, durch Dienst zur Freude", einen Einblick in das große Ardeits.eld oes Be- theler Licbesweries gab J Groß-Rechtenbach, 10. Dez. Die Sammlung für die Deutsche Kriegsgräber- f ü r f o r g e hatte in den Gemeinden hes Amtes Rechtenbach folgende Ergeonifse: Do.nholchaufen 11,50 Mk-, Ebersgöns 20 Mk., Groh-Rechtenbach 39,10 Mk., Hochelheim 34 Mk., Hörnsheim 18,85 Mark, Klein-Rechtenbach 2i,40 Mi., Lützellinden 77,80 Mk., Münchholzhausen 27,45 M.., Rieder- kleen 29,85 Ml.. Oberckeen 39,30 Mk., Reiskirchen 31 Mk., Do.lnkirchen 7,85 Ml., Volpertshausen 10 Mk. und Weidenhausen 11,00 Mk., zusammen 379,40 Mk. CO Niederkleen, 13. Dez. Zu dem Großfeuer in unserer Gemeinde erfahren w.r, daß nach dem Ergebnis der polizeilichen Ermittelungen der Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung besteht. Zwei Knaben im Alter von 7 und 5 Jahren haben an der Brandstelle mit bengalischem Feuerzeug gespielt, wobei der Brand entstanden sein dürfte. Gu es Ei-gebn's der Sranffurfer Do kshüfe-Samm ung. WER. Frankfurt a. M., 13. Dez. Am Samstag und Sonntag halte die Frankfurter V o l k s h i I f e eine Str atzens ammlung veranstaltet. Das Ergeonis ist für die heutige Zeit sehr erfreulich. Insgesamt gingen nach dem bisherigen Zäh-.ungsErgebnis 9 5 0 0 Mark ein. Einige Sammlerinnen haben ihre Beträge noch nicht abgeliefert, so dah sich der Betrag noch etwas erhöht. Briefkasten der Keöoftion (Rcchtsgutachten sind ahne Verbindlichkeit der Schriftleitung.> „Ausgleichsschecks." An mehreren Plätzen find in d.r Form von Genosfen'chaften sog. Ausgleichskassen gebildet worde... Diese verfolgen den Zweck, fir ihre Mitglieder Kredite zu beschaffen und ihren Geldverkehr zu erleichtern. Dieses Ziel suchen die (Genossenschaften in der Weise zu erreichen, daß sic in Anrechnung auf den Kredit sog. Ausgleichsschecks auspeben, welche auf vorgedruckte abgerundete Geldbeträge lauten. In der Verordnung über Notgeld vom 30. Oktober 1931, veröffentlicht im Reichsanzeiger Nr. 255, sind so'che Ausgleichsschecks als Beispiele verbotenen Notgeldes bezeichnet worden. Aus öem Amtsverkündiqungsblatt • Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 86 vom 11. Dezember enthält: Die Bekämpfung der Bisamratte. Die Erhebung der Ge- meinde-Biersteuer in Watzenborn-Stei berg und Trohe. — Ortssahung über die Erhebung einer Vergnügungssteuer in der Gemeinde Lang-Göns und Lauter. — Der Verkehr mit Feuerwerks- kördern. — Dienstnachrichten. Sucher unter dem — Platon, Hauptwerke. Ausgewählt und eingeleitet von Wil^eun Restle. (Kröaers Laichenausgabe Bä. 69, Alfred Krö.rer Verlag, Leipzig.) In Leinen 3,75 Mk. (465) — Platon tritt in dieser Ausgabe befreit von allem nur Fach- gebundenen, in der ganzen Macht seiner glanzvollen Erscheinung, als Denker, Führer und Künstler vor den Leser hin. Die ewigen Werke, die Säulen seines Gedankenbaues, öte auch zu Pfeilern unserer Weltansicht und tieferen Bildung wurden, sind hier in einem Bande vereinigt. — Wilhelm Rest.e, der hervorragende Kenner griech.schen Geistes, besorgte feiniinnig die ilebertragung auf Grund von Schleiermachers deutscher Ausgabe, leitete den Band ein und erläuterte alles der Erklärung Bedürftige, so daß eine gesa-los,ene, wißenfchaftlich zuverlässige und jedermann gugänglicje Ausgabe entstand. — Gedanken über auswärtige Politik. Schiedsgericht und Friedenspol.t.k. Von Dr. jur. Rikvlaus Gjelsvik. Autorisierte ileber- setzung vom Herausgeber. 2 Mark. (Oefsentlich- r.chlliche Vorträge und Schriften. Horausgogcbon von ülnivcrsilätsprofester Dr. Ernst Wolgast, Rostock i. M.) Gräfe und Linzer, Verlag, Königsberg i. Pr. (468) — Zur Beseitigung der Konfliktsstoffe können spezielle Schiedsger.chlsverträge gute Dienste tun. Atz den beiden Beispielen der Grönland- und der Südtiroler Frage führt Gjelsvik seine Gedanken vor und bietet für die Südtiroler Frage einen neuen Lösungsvor'chlag. 2m Ringen um die feg. Generalklausel können die furchtlosen Gedanken des Rorwegers vortreffliche Dienste tun. — Sin Vorwort des Herausgebers gibt zum besseren Verständnis einen kurzen Abriß der Grönlandfrage und, da das Original der Schrift in der norwegischen Bauernsprach:, dem sog. Landsmaal, versaht ist, inter- esfanterweise eine Darstellung der vielbesprochenen, aber wenig bekannten norwegischen Sprach-, der sog. Lai.dsmaalbewegung. — Karl Weinhausen: Reclams Zimmergärtnerei. Anleitung zur Dflege und Zucht von Zimmer- und Balkonpflanzen. Reclams Univer- fal-Bibliothek Nr. 7167. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. — (541) — Wer diefes Buch lieft, wird nicht nur in der Lage fein, Blumen und andere Zierpflanzen in feinem Zimmer und auf feinem Balkon mit Erfolg zu behandeln, sondern wird auch in das Leben der Pflanzen eindringen und dadurch ein lebendiges Verhältnis zu ihnen gewinnen. Der Verfasser weiß die Behandlungsvorschriften und Rat- sch'äge so übe-zeugend zu begründen, daß es dem Leser ein Leichtes sein wird, zu erkennen, worauf seine bisherigen Mißerfolge zurückzuführen sind. K eihnachtsbaum. — Der Volksdeutsche Kalender 1 9 32, herausgcgeben vom Deutschen Schutzbund für Grenz- und Auslanddeutfchtum, Berlin W 30. — (501) — Die Erhaltung des Grenz, und Ausland- deutfchtums ist eine Schicksalsfrage für das Deutsche Volk und das Deutsche Reich. Der Volksdeutsche Kalender dient dem Zusammengehörigkeitsgefühl aller Deutschen diesseits und jenseits der Reichsgrenzen. Er unterrichtet über Zahl und Lage der Deutschen in allen Siedlungsgebieten, über die Formen ihres Gemeinschaftslebens, ihre Organisationen, ihre Presse. Nach dem neuesten Stand der Statistik und an Hand von Karten ist alles Wissenswerte knapp und einprägsam dargestellt. — Köhlers K o l o n i a l - K a l e n d e r für 1 9 3 2. Wichelm Köhler Verlag, Minden i. Westf. 1,00 Mk. (419.) — In dem interessanten Buche we.den u. a. die heutigen Verhältnisse in unseren ehemaligen Kolonien aus berufener Feder geschildert, berichtet ein Llrwaldfiedler aus dem innersten argentinischen Chaco über seine mühevolle koloniale Pionierarbeit, plaudert Balder Olden über das Leben des jungen Handlungsgehilfen in den Tropen, finden sich interessante Tabellen und Kartenskizzen. Im Vordergrund stehen natürlich die unterhaltenden Beiträge, spannende, reich illustrierte Erzählungen aus ilr- wald und Steppe, aus Busch und Dschungel. Bei einem ilmfang von über 250 Seiten enthält der neue Köhlerfche Kolonial-Kalender mehr als ICO Abbildungen im Text und stellt sich als ein stattliches, schön ausgestattetes, reichhaltiges Buch dar. — Köhlers Deutscher Kalender. Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. Westf. Gebunden 70 Pf. (420.) — Die 50. Ausgabe des Köhlerschen Deutschen Kalenders erschien 240 Seiten stark, mit über ICO Abbildungen und einem farbigen Kunstblatt geschmückt, mit einem Wandkalender als Beilage. Das Buch enthält eine Fülle interessanter Aussätze, amüsante Plaudereien und eine Reihe spannender, reich illustrierter Erzählungen bekannter Schriftsteller. Gin besonders interessanter Beitrag zeigt, was Angehörige der verschiedensten Berufe in den wichtigsten europäischen Hauptstädten verdienen und was sie für ihren Lebensunterhalt ausgeben müssen. Andere Aufsätze handeln vom Sinn der Träume, von Berlins Soldatenleben einst und jetzt, von der letzten Stunde im Menschenleben, zwölf Bilder illustrieren mit humorvoll Versen Freuden und Leiden des Krastfah.ers usw. Köhlers Deutscher Kalender ist in seiner Jubiläums-Ausgabe ein Unterhaltung^- und Rachschlagebuch von bleibendem Wert. Wirtschaft. Oie deutschen Sparkassene nlagen. Ende Oktober beließen sich die SP ar lass en» einlagen bei d e n deutschen Sparkassen auf 9^33,32 Mill. Mk., gegenüber 10 219,56 Mill Mk. Ende September. Der Berichtsmonat weist mithin eine Abnahme um 233,24 Mill. Mk., gegenüber einer Abnahme um 205/0 Mill. Mk. im September auf. 3m einzelnen betrugen die Einzahlungen 437,70 (September 363,06) Mill. Mk., davon aus Aufwertung 6,34 (2,61) Mill. Mk. und aus Zinsgutschriften 1,72 (2,33) Mill. Mk. Die Auszahlungen stellten sich auf 720,94 (655,02) Mill. Mk. Die Scheck-, Giro-, । Konto-Korrent- und Depositeur nhgen betrugen Ende Oktober 1173,93 (Sept. 121z,?ö) Mill. Mk. Rach den Feststellungen des Statistis^en Reichsamts sind die Einzahlungen bei den öffentlichen Sparkassen im Monat Oktober um rund 65 Mill. Mark gestiegen; in dem gleichen Umfang haben sich auch die Auszahlungen erhöht. Der Auszahlungsüberschuh ist somit trotz der Verschärfung der Wirtschaftsfchwierigkeiten unverändert geblieben. Diese Tendenz kommt auch darin zum Ausdruck, daß der Auszahlungsüberschutz im Monat Oktober überwiegend auf die erste Monatshälfte entfällt; in der zweiten Monatshälfte ist er stark zurückgegangen, in Preußen z. D. von 113 in der ersten Hälfte auf 62 Mill. Mk. in der zweiten Monatshäl/e Oktober. Anfang Rovember hat sich diese Teruhigung fortgesetzt. Trotz des Ablaufs der Kündigungsfristen haben die Auszahlungen in der ersten Hälfte des Monats Rovember weiter abgenommen. * Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statist.fch:n Reich amt für den 9. Dezember berechnete Indexziffer der Groß- ; handel preise ist mit 101,6 gegenüber der Vorwoche um 1,4 v. H. gjfunfen. Dies ist hauptsächlich auf Preisrückgänge für lantro rtfchaftliche Erzeugnisse । zurückzuführen. Die Indexziffern für tue Hauptgrup- | pen lauten. Ag arstoffe 94.5 (minus 2 6 o. H ), Kolo- . nialwaren 916 (plus 0 3 v. H.), industrielle Roh- . stoffe und Halbwaren 93,3 (minus 0,1 o. H.), industrielle Fertigwaren 131,1 (minus 0,3 v. H ). Die I Indexziffer für Produktionsmittel stellte sich auf 128,6 (unv) und für Konsumgüter auf 132,9 (133,5). j * Maschinenbaugeiellfchai t Karlsruhe, Karlsruhe. In der GD. drr Gesell» . schäft wurde mitgetcilt, dah es trotz aller Bemühungen nicht möglich gewesen sei, den Betrieb des Werkes auch nur teilweise weiteren,ühr.m. 2n Auswirkung dieser Tatsache, sowie des mit den Gläubigern abgeschlossenen Vergleichs stand das abgelausene Geschäftsjahr ganz im Zeichen der ] Abwicklung. 2m Berichtsjahre ist ein neuer Ver- lust in Höhe von 738 480 Mk. entstanden, zu dessen Verringerung der seitherige Reservefonds > in Höhe von 274 000 Mk. ausgelöst wurde, wo- durch sich der Verlust auf 434 430 Mk. ermäßigte. Unter Einbeziehung des Dorjahresver- lustes von 1 488 654 Mk. ergibt sich somit einOe- samtverlust von 1 953 134 Mk., der auf neue Rechnung übernommen worden ist. * Klöckner-Werke AG. Die Generalvcr- fammlurg genehmigte den dividendenlosen Abschluß (i. 23. 6 Prozent Dividende) und beschloß den Ge- winnrcst von 4916 Mark vorzutragen. Geheimrat Peter Klöckner erklärte u. a.: Es fei der Gesellschaft bei aller Vorsicht und bei der Durchführung strengster Maßnahmen nicht möglich, die starken Absatz- und Preisrückgänge durch Senkung der Selbstkosten zu kompensieren. Trotz aller Klagen hätten die Steuern, Soziallasten und Frachten bisher keine Ermäßigung erfahren. Die jetzt veröffentlichte Notverordnung scheine geeignet zu sein, die Produktionskosten zu senken und eine Basis zur Weiterarbeit zu schaffen. Geheimrat Klöckner begrüßte insbesondere die Ermäßigung der Frachten. Auch die Erleichterung der Zinsenfrage werde helfen. Zu befürchten sei allerdings, daß diese Maßnahme d.e Aufnahme neuer Anl.ihen erschweren, wenn nicht urm.glich machen werden. Die Preisermäßigungen für Kohlen und Eisen würden auch diesmal wieder durch die angcordnete Senkung der Gestehungskosten nicht ausgeglichen. Außerdem werde der Kohlenbergaau ab 1. Januar schwer belaßet durch die starken Rückgänge in den Ausfuhr- erlösen des Kohlensyndikats infolge des weiteren Absinkens des Pfundkurses. Nach sorgfältigen Schatzungen seien h.er weitere Verluste von 2 bis 3 Mark je Tonne zu erwarten. Der Durch chnitt aller Erlöse senke sich um 1 Mark je Tonne mehr, als der Rückgang der Selbstkosten. Für das neue Jahr könne keine günstige Prognose gestellt werden. Berlin ausgesprochen schwach. Berlin, 14. Dez. (WTB. Funkspruch) Zu beginn der neuen Wocye eonzentrieite sich uas Hauptinteresse bei den DisiU||ionen in den Bambureaus auf die inner- und besonoers auf die außenpolitischen Verhandlungen. Während die innerpolitische Situation weiter abwartend beurteilt wird, zumal die SPD. die Regierung Brüning zu tolerieren scheint und die Auswirkungen der letzten Notverordnung abwarten will, bis sie sich zu einer end- gültigen Stcllungnayme entschndet, find die a u ß e n- politischen Besprechungen durch die ablehnende Haltung der Franzosen und neuerdings auch durch das Umfallen des amerikanischen Kon- greifes in bezug auf die Hoover-Botschaft in ein ziemlich kritisches Stadium getaugt. Auch in America nimmt man wohl in erster Linie auf die Wäh.erschaft Rücksicht, die man mcht mit neuen Steuern belasten w»ll. Man findet aoer anderseits keinen Ersatz für die ausfallenden Zahlungen der Kriegsschulden, so dah die Schwicrigccitcn, eine Losung aus dem Dilemma zu finüen, groß seien. Unter jo.chen Eindrücken und Ueberlcgungen war es nicht veiwundernch, daß die Tendenz im hcut.gen Frei- verkehr ausgesprochen schwach wurde. Das Geschäft kam nur sehr zögernd in Gang, wobei wieder angebliche Seuäufe des Auslandes in den Standardwerten, Reichsbank, Farben, Siemens AEG. usw. unangenehm auffielen. Die Aufnahmefähigkeit des Marktes war gering, so daß selbst gegen die ermäßigten Schiußkurse des Sams.ag noch 1. bis 2- v. H.-Abschwuchungcn eintraten. Am Bankenmarck hatten außer den Reichsbankanteilen auch die Aktien der D Banken ziemlick; schwache Veranlagung, die Kurse dieser Papiere hegen jetzt schon 7 bis 9 v. H. unter d'M letzten Liquidationscurs. Schiffahrtswerte verloren etwa 1 v. H. von Montanpap.eren lagen Mannesmann und Rheir.stahl ebenfalls 1 bis 1,5 v. H. schwächer, während Rheinische Braunkohlen sich gut behaupteten und gegen die letzte Liquidation immer noch einen Gewinn von 2,5 bis 3 v. H. aufwiesen. Für Aku wurde am Kunstseidenmarkt ein etwa 2 v. H. niedrigerer Kurs genannt; die Elektropapiere schwächten sich gegen Samstag gleichfalls im allgemeinen Rahmen von 1 bis 1,5 v. H. ab. Sie liegen damit auch schon wesentlich unter der letzten Liquidation bei Gcsfürel beträgt der Verlust etwa 7 v. H., bei Schlickert sogar 10 v. H. Weitaus am meisten gedrückt sind aber doch wohl JG^ die bereits über 14 v. H. eingebüßt haben. Wesentlich widerstandsfähiger war der Anlagemarkt. Bei Farbenbonds ist die Kursspanne zu den Aktien auf etwa 8 Punkte zurückgegangen, auch Reichsbahnvorzugsaktien konnten ihre Samstagkurse fast behaupten. Deutsche Anleihen hatten widerstandsfähige Tendenz, die 8=o. H.-Goldpfandbriefe waren eher sogar noch bis zu 1 v. H. befestigt, da das Interesse der letzten Tage, wenn auch in etwas geringerem Maße anhielt. Oas Pfund wieder fester. An den internationalen Devifenmäritrn eröffnete am Samstagvormittag das englische Pfund etwas fester, um dann gegen Mittag kräftig anzuziehen. Gegen den Dollar stellte es sich auf 3,33, später auf 3,3658, gegen den Gulden befestigte es sich auf 8,32, gegen Paris auf 85,86 und gegen Zürich auf 17,2050. Der Dollar war wieder etwas schwächer, die Reichsmark konnte leicht anziehen und stellte sich in London auf 14,1250, in Amsterdam auf 58,70, und in Zürich auf 121,90. Die Rorddevisen konnten sich, ebenso wie die Sü'oamerikaner, gut behaupten. Mailand tendierte schwächer, auch der französische Franc war eher leichter. Am Rachmittag hat das englische Pfund sich toeiter befeftigen können, während der Dollar wiederum schwächer lag. Ge jen den Dollar zog das Pfund auf 3,4013 an, geg :n den Gulden auf 8 33 gegen Paris auf 83,03 unj gegen Zürich auf 17,35. Der Dollar ging in Amsterdam auf 247,3250, in Zürich auf 513,40 und in Paris auf 25.47 zurück.. Die Reichsmark konnte sich gut behaupten, in Reuyork stellte sie sich auf 23,80, in London aus 14,18, an den anderen Plätzen war sie unverändert. Die Rorddevisen konnten ebenfalls anziehen, dagegen lag der Ven außerordentlich schwach. iyranfvurtr.’ Schlachtvichrnarkt. Frankfurt a. M., 14. Dez. Austrieb: Rinder 1701 Stück; darunter 330 Ochsen, 220 Bullen, 581 Kühe, 496 Färsen. 605 Kälber, 186 Schafe, 5213 Schweine, darunter 270 Litauer. Es notierten: Rinder. Ochsen: vollf.eischige, auögcmäfte'.e, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 30 bis 33, 2. ältere 26 bis 29, sonstige vollNeifchige (jüngere) 22 bis 25. Dullen: jüngere, voll leifchige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, sonstige volstleischige Ober ausgemästete 20 bis 24. Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 23 bis 23, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 22, fleischige 14 bis 19. Färsen (Kalbinnen, 3urg=» rinber): velifleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 32, vollsteischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 25. Kälber. Beste Mast- u: d Saugkälber 40 bis 43, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39, geringe Kälber 28 bis 34. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemgst» 24 bis 27, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 18 bis 23. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 210 bis 300 Pfund L.bendgew cht 44 bis 46, vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 210 Pfund Lebendgewicht 43 bis 46, vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 42 bis 45, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 36 bis 42, Sauen 33 bis 38. Maritverlauf: Rinder ruhig, älcberstand. Kä.ber, Schafe und Schweine ruhig, ausverkauft. frankfurter (Getreidebörse. Frankfurt a. M., 14. Dez. Der Frankfurter Getreidemarkt zeigte zum Wochcnbeginn ein sehr stilles Bild. Die unsichere politische Lage und die bevorstehenden Feiertage hemmen jede Unternehmungslust, zumal auch das Mehlgeschäft weiter sehr scheppenden Absatz aufwies. Das Angebot ist in allen Artikeln ausreichend, aber für die minimale Nachfrage viel zu stark. Am Futtermittelmarkt blieb die Umsatztätigkeit ebenfalls äußerst gering, Hafer und Kleie waren zu billigerem Preise stark offeriert. Die Stimmung neigte allgemein zur schwäche, und die Preise gaben durchweg bei Getreide von 2,50 bis 5 Mark und für Mehle um 0.25 bis 0.50 Mark nach. Es notierten: Weizen 220 Mark, Roggen 220 bis 218,50, Sommergerste für Brauzwecke 170 bis 175, Hafer (inländischer) 152,50 bis 160, Wcizenm hl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschware) 35 bis 36, Sondermahlung 33,25 bis 34,25, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschware) 35 bis 35,75, Sondermahlung 33,25 bis 34, Roggenmehl (60 v. H.) 30,25 bis 31,50, Weizenkleie 8 15 bis 8,25, Roggen- 30 bis 38, Linsen (je nach Qualität für Spcisezwccke) 30 bis 38, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke) 25 bis 56, Heu (süddeutsches gut, gesund, trocken) 5 bis 5.25, Weizen- und Roaffenstroh (drahtgepreßt) 3,75 bis 4, Weizen- und Roggenst oh (pebiinb.lt) 3,75 bis 4. Treber (getrocknet) 12,75 bis 13, Indu- strlekartosseln hiesiger Gegend per 50 Kilogramm 2,65 Mark. Tendenz ruhig. Deoilenmarfl Berlin — Frankfurt a M I2.Dezemd r 14/Drembri Amtliche Jloiicrunq Amtliche Jlohcrun. C>4" Erie Geld 21n. tzeliiiigfor. . 5.744 5 756 5.744 5.756 Wien 52.95 53 05 50 95 51 (5 'Prag 12 47 12.49 12,47 12 49 Budapest 70.93 71.07 68 93 69.07 Sosio ' . 3.057 3.063 3.(5- 3 063 . Holland 170.23 170.57 170 23 170,57 Colo 76.67 76.83 78.79 79 08 Kopenhagen. 78,02 78.18 80 02 80.18 Stodhulm 78 02 78.18 80 67 80 83 London 14.15 14 19 14 58 14.62 Buenos Aires 1 C48 1.052 1 058 1.062 Neuvarl 4.269 4/217 4.209 4.2,7 Brüssel 58 64 58 76 58.62 58.74 Italien 21 68 21 72 21.68 21.72 Barl, 16 52 16 56 16 52 16 56 Sckwetz 81.97 82 13 82,02 82 18 Spanien 35 06 3514 35,36 25 44 • Danzig 81.97 6213 81,97 82.12 .tapan 2.058 2,062 2.058 2.062 Nio de 3an. 0.244 0.246 0 244 0.246 Jugoslawien 7.393 7.407 7 393 7.407 Uiiiabun 12-89 12 91 13 29 13-31 Banknoten Berlin, 12. Dezember_______ Jlmriitanndir 'Jloten ..... '.Belfliidif 9lotrn ...... Däniidir Nölen Ijnglfidie 91 ulen .traniofiidie Noten vollänvildie Nuien .iialicniidif Noten Nurmcnüdie Noten .... Dfuildi-Lcficrrcld), t 1OO Schilling tRnmanifdie Noten ...... Schwedische Noten Sdimeizer Noten. Spanische Noten ...... Ungarüche Noten Reichsbankdiskont 7 v. h., Meld Bries 4,20 4,22 58.48 58,72 77.84 78.16 14.11 14.17 16,48 16.54 169.86 170.54 21,66 21 74 76,50 76.80 2,48 2,50 77,84 78 16 81,79 82,11 34.93 35.07 — — Lombardzinsfuh 8 v. k). Frankfurter (Liermarkt. Frankfurt a. QU., 12. Dez. Das Geschäft im hiesigen Eie.großhandel hat in der abgclcufenen Berichtswoche im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgefchäft eine leichte Belebung erfahren, doch ist der Ab, ah im Vergleich für dieselbe Zeit des Vorjahres noch wesentlich darunter, obwohl die Preise fast um die Hälfte billiger sind. Rach- dern sich die Preise in den letzten Wochen ziemlich halten konnten, erfuhren sie in dieser Woche, infolge des drückenden Angebots an Kühlhauseiern, durchweg eine Ermäßigung um rund 1 Pfennig für alle Sorten. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a. QU.: Bulgaren 10 bis 10,5 (Kühlhauseier 8 bis 8,5), Rumänen 9,5 bis 10 (7,5 bis 8), Holländer 9 bis 13 (9 bis 9,5). Entfernung des häßlichen Zahnbelags? C niz einfach: Man putzt die Zähne erst mit der bela .len Chlorodont -Zahnpaste und spsilt dann mit Chlorodont- Mundwasser unter Gurgeln tüchtig nach. Tube 60 Pf. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen« Bis zur endgültigen Regelung am 1. 1. 32, räume ich auf Grund der Notverordnung von heute ab auf alle Barkäufe 10 Prozent Nachlafc ein, so daß jedermann seine Weihnachts-Einkäufe unbedenklich und rechtzeitig besorgen kann Fernspr. 2145/2146 J, B. Häuser»Giefeen • Am Oswaldsgarten ____ ___________ * »USA | Oberhess. Geschichtsverein Saarbrücken z. Z. Gießen, Alicenstraße 8 07329 Saarbrücken 1, den 12. Dez. 1931 — Gäste willkommen — X<6I> Jugendliche Jormfdiönheit 07332 Nervenprüparat! A Telephon 4174 Ludwigsplah 141 Ermäßigung s 8402 A Auf Wunsch Zahlunqserleichterunq. Das nützlichste 1564 V Lichtspielhaus Gießen Heute Montag Premiere Das solide praktische Geschenk! Nowack 8596 A UM C Modehaus Wi| Milwaukee Wisc. USA. Morgenrock,d.K’sdd.-Ausfg., m. reich.Stickerei u.hell. Besatz.. familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Ein neuer Hut erfreut immer! Hut-Richter Marktstraße 24-26 Die Verlobung ihrer Tochter ERNA mit Herrn Dr.-Ing. HANS GROEBLER beehren sich anzuzeigen erlangt Jede Jigur dutdi das Crogee der den phijHologlfthcn ftirpcr- bedürfnlffen Rcthnung tragende« Hralylia-Körperlormer. viele werden Je nach den Bedüifninc« des Körpers in vorzüglich danhdachlen Das Qualitäts- Rad Civil-Ingenieur Georg Marschner und Frau Ida, geb.Towae Die größte Spionageaffäre der Weltgeschichte Ein Ton-GroOfilm Morgenrock, aus woll.Flausch, A 50 mit gestepptem Atlas schal ...... ■ Praktische Geschenk-Artikel für die Küche bei AuSkünttetnAeHto-. Strai-.ivamtL-änfle» leaenücitcn. Wefudbr. tiernäge, •j'cobadj- iimnen. llelicnoattin. und ifrmtttlunaen prciBro- ftrenn btofr. u. an alt Crten ert il erledigt Detektiv- Bareae-i.A