Ur 85 Erster vlatt 181. Jahrgang Montag, 15. April (931 tritt)« 'n« tAgl'tt), außei Sonntag* und feiertags vellaaen fh« DDuitTiert« Btetzenri FamiIiendlüN«' Heimat im Dllb Di» Scholl« Senats-Bezugspreis; 2.20 Keitbsmarh und 80 9te«d)sptennig für Träger- lohn, auch bei Thriller- eeinen einjelnerVJummem folg« höhere« (Bemalt 5er»fvrechanfchlüBe enterSamm«lnumm«r2251 Anlchnfi für vrahtnach- eichten Anzeiger Lietze». potscheritonio gre*ffurl am Main 11686 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvlf vnd Verlag: vrühl'sche Untverfitüirvuch' nitö Stetnöruderet H. Lanze tn Sieben. Sdfriftldtnng und Gefchäftrftelle: SttfütHraM L Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis }um Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Sreite örtlid) 8, auswärts 10 Meichspsennig^ für Re» hlameanjeigen von 70 mne Breite 35 Neichrpfennig, Playvorschttfl 20* , mehr. Chefredakteur Dr Friede Will) Lange. Derantworilich für Politik Dr Fr Wilh. Gange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Blurnschein und für den Anzeigenteil Max Filler, lämtlld) m Dietzen. Madeiras Erhebung gegen Portugal. „poriugalesische Schlacht." Aus einem so ausgekochten revolutionären Boden, wie ct Portugal ist, gehört es schon Aum ^geschichtlichen Raturgssetz, daß die Staatsstreiche dicht auieinandersolgen. Seitdem Portugal vor zwanzig Jahren Republik wurde, hat es sich der Segnungen einer parlamentarischen Demokratie so gut wie gar nicht erfreuen können, denn der Umsturz von 1926 brachte eine M i - litärdiktatur hervor, die sich 1928 weiter befestigte, um noch heute zu regieren. Aber cs scheint eine gewisse Wechselwirkung zwischen den revolutionären Ereignissen auf der Ib^ischen Halbinsel zu bestehen, denn nachdem die Diktatur in Spanien sich selbst auslösen mutzte, hat auch die Diktatur in Portugal mehr als einmal den Boden unter sich wanken gefühlt. Es gibt in Portugal ebensowenig wie in Spanien ein aus- geblldctcs politisches Partei wesen, wohl aber gibt es viele Berufspolitiker, die dtts Bauern- und Fisch^rvolk regeren möchten. Aber auch das Militär, richtiger gesagt, die hohen Offiziere haben eine ausgesprochene Neigung, sich nicht nur um die Ausbildung des HeereS zu bekümmern, sondern auch um die Regierung dcS Staates. Dazu können sie kein Parlament gebrauchet, weshälb sie nach dem Staatsstreich von 1926 auf die Mitwirkung einer ver- sassungSmätzigen Volksvertretung verzichteten. Der derzeitige Präsident, dessen Amtszeit erst im nächsten Jahre aoläuft, ist der General Carmona, der von einem Ministerrat umgeben wird, der mit Ausnahme deS Finanzministers auS hohen und höchsten Ossizieren besteht. Jedoch sind die verjagten Berufspolitiker inzwischen nicht mützig gewesen, toeim es ihnen auch Wohl noch nicht gelungen ist, sich militärischer Verbände au bemächtigen. Wer sich in Portugal nicht auf Truppen stützen kann, hat unter der Diktatur keine Aussicht, den Diktator und seinen engeren Kreis von Freunden zu stürzen. Portugal selbst umsaht, mit Einschluß der Azoren und Madeiras, etwa 93 000 Quadratkilometer, mit einer Bevölkerung von rund sechs Millionen. Obwohl Portugal den großen Fehler beging, sich in den Krieg gegen die Mittelmächte hineinmanövcricren zu lassen, haben sich die wirt- schastlichen Bez ehungen Portugals zu Deutschland sehr günstig entwickelt. Deutschland ist der zweitbeste Kunde Portugals. kommt also gleich hinter England, wobei nur zu berücksichtigen ist, daß Portugal von England un- 8e,ähr das Dreifache der Ausfuhr nach ngland kaufen mutz. Run ist der Staatsstreich diesmal nicht in Lissabon versucht worden, sondern au f Madeira, das etwa 180 000 Einwohner zählt. Portugal er r:u sich, von Madeira und den Azoren abgesehen, noch eines sehr großen Kolonialbesitzes in Airika und in Asien, der, wie der westa.rikanische Delitz, schon seit dem 16.Jahrhundert zu Portugal gehört. WaS auf Madeira eigentlich vor sich gegangen ist. wer der Träger des Staatsstreiches ist, läßt sich mit Sicherheit noch nicht feftstcllen. da aus Madeira selbst keine Rachrichtcn herausgelangen können, so daß alles, was über die Vorgänge bekannt wird, aus Lissabon stammt. Offenbar wollen Madeira u»d die Azoren das Band zum Festland zerschneiden, obschon Madeira seit 1420 und die Azoren seit 1445 portugiesischer Besitz sind. Der Aufstand auf Madeira ist von Offizieren organisiert, die nach alter Gewohnheit wohl auch ihre Truppen fest in der Hand haben. Ob die Diktatur stark gehug ist, der Unruhen Herr zu werden, läßt sich um so weniger sagen, als auch in Portugal die Berufspolitiker auf dem Sprunge stehen, bei auswärtigen Verwicklungen die Diktatur über den Haufen zu werfen. Madeira fordert seine Selbständigkeit. Die Revolutionäre zum Kampfe gerüstet. London. 12. April. (ZU.) Rach Berichten von Reisenden, die aus Madeira in Lissabon eingetrossen find, haben die Aufständischen in Madeira beim Völkerbund beantragt. Madeira a l s s«lbstandige Republik unter dem Hamen Atlantida anzuerkennen. General Lardosa soll zum Präsidenten und General Sousa Via; ;um Oberbefehlshaber der neuen Republik ernannt roor- den sein. Zahlreiche Meldungen bestätigen jetzt einwandfrei. dah die portugiesischen Garni- sonen auf den Azoren zu den Aufständischen übergegangen sind. Ls heißt, dah die Aufrührer längere Zeit widerstand leisten können und dah sie genügend Munition. Geschütze und sonstige Kampfmittel haben. In Madeira Hal der Mililärdiktatqr ein Manifesl erlaßen, worin es heiht, dah die vollständige Autonomie der Insel die einzig mögliche Lösung der Schwierigkeiten fei. Der britische Konsul in Funchal hat die englischen Reisenden ausgefordert. Madeira zu vertassen. da er mit der Mög- lichkeit rechne, dah keine Schiffe mehr anlaufen werden und dah die Reisenden die Insel dann nicht mehr verlaßen können. Das Geschästs- leben liegt vollständig still. Die Bevölkerung hat möglich st viele Lebensmittel aufgekauft und in den Banken soviel Geld abgehoben. wie nur möglich war. Die Revolutionäre haben die lelesonverbindungen unterbrochen und eine strenge Zensur eingeführt. Sie schicken Wachen auf die anlaufenden Schiffe und haben den gesamten Betrieb der Motorfahrzeuge zu Lande und zu Wasser übernommen. Die Umsturzpläne sind von den erfahrenen Reootutionären bisin alle Lin- zelheiten ausgearbeilel gewesen. Sollten die portugiesischen Reglerungstruppen vor Funchal ein,reffen, so sollen zunächst Verhandlungen eingeleitet werden. Sollte es aber zu einer Landung von Iruppen^ommen, so würden die Revolutionäre dies mit Gewalt verhindern. Alle regierungstreuen Beamten und Offiziere find verhaftet. öie Rückwirkung auf Portugal Immer noch kritische Lage in Portugal. London, 12. April. (WTD.) Reuters Lissa- fronet Korrespondent, der sich nach Spanien begeben hat, um ungehindert durch die strenge Zensur in Portugal berichten zu können, stellt die Lage m Portugal als ern st dar. Mehrere in den Provinzen stationierte Regimenter hätten sich geweigert, den Anordnungen der Regierung Folge zu leisten. Die Behörden konzentrierteni Truppen. Trotz aller gegenteiligen Gerüchte sei jedoch die Regierung noch Herrin der Lage und die von ihr unternommenen Schritt« hätten den Eifer der Revolutionär« etwas ab- gekühlt. Die Straßen von Lissabon würden allnächtlich von Abteilungen der Rationalgarde in Lastkraftwagen, die mit Maschinengewehren ausgerüstet feien, patrouilliert. Wie sich jetzt hcrausgestellt hat, war ursprünglich «in Handstreich in Lissabon für gestern nacht geplant, jedoch haben die Ereignisse in Madeira die Entwicklung beschleunigt. Ein bekannter Flieger, der sich mit seinem Flugzeug aufwieglerisch betätigt hatte, sollte verhaftet werden. Er weigerte sich jedoch, dem mit seiner Verhaftung betrauten Offizier zu folgen und setzt« sich telephonisch mit dem Kr egsrninister in Verbindung. Wahrscheinlich als Ergebnis dieser Unterredung entsandte bet Kriegsminister den Kommandanten deS Flugwesens, um die Verhaftung vor- zunehmen. Dieser suchte den Flieger auf und führte ih n im Flugzeug über die Grenze. * Die Rachrichten über blutige Zusammenstöße in Lissabon werden von der portugiesischen Regierung dementiert. Die beruhigenden Rachrichten der Regierung finden beim Volke jedoch keinen ungeteilten Glauben. Der Kommandant der Streitkräfte in Lissabon hatte am SamStag eine lange Besprechung mit dem Präsidenten Carmona, über deren Ergebnis jedoch nichts verlautet. D:r britische Kreuzer „Curlew" in Gibraltar hat Auftrag erhalten, sofort nach Lissabon in See zu gehen, um d i e britischen Interessen in Portugal zu schützen. Englands Europa-Politik. Wiederherstellung des europäischen Gleichgewichts. London. 12.April. (TU.) Die politischen Vorgänge der letzten drei Wochen haben, wie der „Obseroer" schreibt, eine genaue Untersuchung der Lage durch die englischen diplomatischen kreise zur Folge gehabt. Dabet sei man zu dem Ergebnis gekommen, dah die Lage ern ff er fei als jemals feit dem Waffenstill st and. Die Forderung Driands an Henderson, die Sicher heils- frage dem Abrüstungsproblem voranzustellen. die Bestätigung dieser Tendenz durch Doumergue, der offenbare Wille Frankreichs, feine Rüstungen zu verstärken und an der militärischen Uebertegenheit über Deutschland festzuhalten. hätten in England ern ft e Besorgnis ausgelöst. Man habe den Eindruck, dah alle Ab- rüstungsoerhandlungcn überflüssig seien, solange sie sich nicht auf den Grundsatz „Gleiche Abrüstung f ü r M l le“ stützten. Die Aufregung in Paris über den Besuch der deutschen 2111 n i ft e t habe den Engländern die überraschende Tatsache enttjütlr, dah der Qual d'Orsey diesen Besuch als bedauerlich ansehe, obwohl er denselben freundschaftlichen Charakter trage, wie öie früheren Zusammenkünfte zwischen den Leitern der englischen und der französischen Politik. Die Nervosität in Paris zeige, dah man in Frankreich eine ganz falsche Vorstellung von den Zielen der englischen Politik habe, wenn man glaube, dah diese mehr zu Fsonkreich als zu anderen Ländern hinneige. Die englische Politik müße diese mihoerständtiche Auffassung in Frankreich beseitigen, ohne jedoch in Paris den Lin- druck zu erwecken, als ob Frankreich der Gefahr einer Isolierung ausgesetzt wäre. während Frankreichs Politik noch immer mit der Möglichkeit eines Krieges gegen Deutschland rechne, betrachte man in England einen solchen Krieg als eine Unmöglichkeit. Daher habe der bevorstehende Besuch der deutschen Minister in England allgemein die lebhafteste Befriedigung hervorgerusen. heute sei es ganz klar, dah England ein wirklicher Freund Deutschlands wie auch Frankreichs fei. Die englische Politik ziele daraufhin, eine Isolierung Frankreichs und auch Deutschlands zu verhindern, das europäische Gleichgewicht wieder h e r z u st e 11 e n , die Sicherheit auf alle Unterzeichner des Kelloggpaktes aukzudehnen und so den Erfolg der nächstjährigen Abrüstungskonferenz vor- zubereilen. Die von Frankreich verfolgte Politik mühte bald zu einem neuen europäischen Unglück führen. Deutschland und der Bolschewismus. Deutschlands europäische Aufgabe in französischem Licht. - Wo bleiben bei Frankreich die praktischen Folgerungen aus einer richtigen Erkenntnis? Paris, 11. April. (LU.) Der französisch« Senator Henry de Iouvenel veröffentlicht im April-Heft der .Revue des Bivants' unter der Ueberschrift .Die Deute Sowjetruh- l a n d s" einen umfangreichen Arttkel, in dem er sich mit den deutsch-russischen Beziehungen beschäftigt. Iouvenel wirft die Frage auf, ob C^utschland nicht Gefahr laufe, vo m Bolschewismus verschlungen zu werden, und entwickelt daraus den Gedanken, daß dts heutige Deutsche Reich vollkommen auf Kredite angewiesen sei, da die innere Kapitalbildung nicht mit der überstürzten Industrialisierung Schritt gehalten habe. Jede Aktion der deutschen Polittk schrecke jedoch das ausländische Kapital immer mehr ab. Wenn man sich deutscherseits der Hoffrmng hingebe, dem Ausland durch Der- stellung und .Kraftäußerungen" Vertrauen ein- flößen zu können, so begeh« man einen Fehler, der durchaus nicht erträglicher werde, toeim man ihn .serienweise" begeh«. Deutschland habe den Verständigungsfreund B r i a n d durch feine Haltung bitterenttäuscht. »Ist es denn das Schicksal Deutschlands", so fragt der Verfasser empatisch, .alle Franzosen zu enttäuschen, die ihm Vertrauen schenkten: Rach Ludwig XV. Rapoleon III. und nach Rapoleon Driand?" Während nur die Aufrechterhaltung des internationalen Friedens die Kreditfähigkeit Deutschlands erneuern könne, sei es scheinbar dazu verdammt, Mißtrauen gegen sich zu säen. Heute sei es der bolschewistische Fünfjahresplan, auf den die deutsche Industrie spekuliere und an den sie ihre Hoffnungen knüpfe. Das Deutsche Reich trage einen Teil der schweren Verantwortung an der indu striellen Aufrichtung der bolschewistischen Republik, da es die russischen Zahlungen bis zu 70 v. H. garantiere. Frankreich dürfe sich darüber allerdings nicht entrüsten, da auch das französische Marinemini st erium seinen Petro 'eumbedarf aus der Räteunion decke, ohne sich um die Tatsache zu kümmern, daß die Handelsbilanz Sowjetruhlands dadurch gehohen werde. Iedrirfalls fei es geradezu tragisch, zu beobachten, wie der deutsche Kapitalismus seine eigene Existenz untergrabe, indem er dem feindlichen Kommunismus Vorschub leiste. Deusschland werde alle Mühe haben, sich selbst zu retten. Man werde sich bemühen müssen, es vor Sowjetrußland und gewissermaßen auch vor sich selbst zu schützen, da der Zusammenbruch des Reiches nicht unmöglich sei. Sein Sturz aber würde den Zusammenbruch der europäischen Zivilisation bedeuten. Er, Iouvenel, wünsche die deutsch-sran- Aösische Annäherung, könne jedoch solang« nicht fest an sie glauben, als Deutschland nicht an einer gemeinsamen europäischen Abwehr- Politik gegenüber Rußland teilnehme. Gegen das russische Dumping. Die englischen Handelskammern fordern ein Einführungsverbot für russische Waren London, 10. April. (TU.) Der von der Internationalen Handelskammer angeregte Vorschlag, durch internationale Maßnahmen das Dumping russischer Waren zu bekämpfen, wird auf der am 23. April stattfindenden Jahresversammlung der englischen Handelskammern eingehend erörtert werden. Die Liverpooler Handelskammer wird eine Entschließung einbringen, in der auf die Gefahr für die englische Industrie durch die Einführung billiger russischer Waren hingewiesen wird. Die Vereinigung der Handelskammern sollte Mittel und Wege erwägen, um durch gemeinsame ober getrennte Aktionen der Regierung und der Ge- d)’ift5roclt den vollständig neuen russischen 3erkaufsmethoden enlgegenjutrctcn. Die ' Entschließung der Londoner Handelskammer ist in noch schärferer Sprache abgefaßt und verlangt ein Einfuhrverbot für russische Waren, da diese unter Arbeitsbedingungen erzeugt werden, die wesentlich schlechter als in anderen zivilsierten Ländern seien. Diese Entschließung kennzeichnet den starken Einfluß, den die erst vor einiger Zeit gegründete Handelsverteidigungs- Vereinigung bereits auf die wirtschaftliche» Kreise ausübt. Pariser plane für Gens. Die Donaufödcration als ttegenrnine gegen die Zollunion. Paris, 12. April. (TU.) Obgleich über die französische Vorbereitungen für Genf amtlicherseits strengstes Stillschweigen gewahrt wird, verlautet in politischen Kreisen, daß sich die Täkig- keit des Quai d'Orsey in folgender Richtung entwickeln müsse: 1. Mobilisierung der ö st 1 i ch e n „Va s a 11e n - st a a ten", 2. Vorbereitung eine« allgemeinen Dor - Sugs - Z.ollshstems zugunsten Oesterreichs und 3. Scha sung einer- wirtschaftlichen Donau-Föderation. Man habe erkannt, daß die Zerschlagung der Donaumonarchie vom französischen Standpunkt ein Fehler gewesen sei, und wolle jetzt alle Mittel versuchen, ein ähnliches politisch-wirtschaftliches Gebilde gegen Deutschland zu schassen. Briand werde zweifellos all« Anstrengungen machen, um sein Ansehen zu retten, wozu nach Lage der Dinge die Anbahnung einer Verständigung mit England gehör«. Durch französische Zugeständnisse lasse sich vielleicht eine wohlwollende Reutralität Englands in Genf herbeiführen. In jedem Fall« mißt man der von der französischen Regierung geplanten Aktion in politischen Kreisen größt« Bedeutung bei und läßt fogdr durchblicken, dah das Schicksal Osteuropas auf der Maitagung in gewissem Sinne entschieden werden müsse. Politik gegen wirtschaftliche Vernunft. Südflawien und die Zollunion Belgrad, 11. April. (TU.) Der ehemalig« Finanzminister Milan Stozadinowitschveröffentlicht einen Aufsatz zum deutsch-österreichischen Zollabkommen, in dem er — offensichtlich selbst völlig unter dem von Frankreich auf Süd- slawien ausgeübten Druck stehend — ganz di« französische Th?s« übernimmt. Er erklärt zwar mit bemerkenswerter Offenheit, daß ein Anschluß Südslawiens an daS große deutsch« Zollgebiet nur von Vorteil sein tonne, behauptet aber, daß diePoli tik eine solche Haltung nicht erlaube. Die südslawischen Dauern tonnten zwar im Falle einer Zollunion mit dem deutschen Staat ihr Getreide zwei-unddreimalteuererverkausen und damit zufriedengestellt werden. Deutschland und Oesterreich tonnten die gesamte südslawische Ernte aufnehmen. Auch die südslawische Industrie könne durch Kartellbest immtmgannertrupp sahen 22 Mann auf der Anklagebank. Rach fast fünfstündiger Deratung sprach daS Gericht daS Urteil, daS auf Gefängnisstrafen von drei Monaten biS zur Höchststrafe von einem Jahr und einem Monat Gefängnis für die sieben Haupt- angeklagten lautete. Staatsanwalt und Richter aei stellen den Ueberfall als eine Tat gröhtrr Roheit. Ein deutscher Oberkellner lm Kampf mll Banditen In Lhlkogo. In Chikago ist die gesamte Presse des Lobes voll über den deutschen Oberkellner Franz Adler, der in den frühen Morgenstunden in dem Nachtlokal Aiglon allein drei Danditenentgegen- t r a t, die einen RaubüberfaU auf daS Lokal versuchten, zwei von ihnen niederschob und den dritten verwundete. GS befanden sich etwa 400 Männer und Frauen in dem eleganten Restaurant, als in den frühen Morgenstunden drei maskierte Banditen eindrangen und die Anwesenden mit dem Revolver in der Hand aufforderten, die Hände hochzuheben. Während zwei der Banditen da- Publikum in Schach hielten, «ging der dritte von Tisch zu Tisch unb beraubte bie Anwesenden ihres Del- deS und ihrer Schmucksachen. Er war aber noch nicht weit gekommen. alS Abler, der in dem Lokal als Oberkellner tätig war, ihm mit einem Revolver in der Hand entgegentrat und ihn kurzerhand nieder sch oh. Don den beiden anderen Räubern wurde der eine von Abler ebenfalls mit einem wohlgezielten Schuh niedergestreckt, drr andere schwer verwundet. Als die Polizei eintraf und Abler zu seinem tapferen Verhalten beglück- wünschte, erwiderte dieser, dah er mehr als $toci Jahre -lang mit einem Maschinengewehrzug im Schützengraben gelegen habe. Ein Gefecht mehr oder weniger bedeute für ihn nicht viel. Ein großer Schlag der amerikanischen Prohibition. Prohibitionsbeamte der Bundesregierung kamen in Rew Orleans einem grohen Spirituosen- vcrtrieb auf die Spur, der mit Eilbooten und Flugzeugen arbeitete. Die Organisation der Al^oholschmuagler unterhielt sogar in einer Dorstadt von Rew-Orleans eine eigene Funkstation, durch die sie sich fortlaufend über die Bewegungen bet Küsten- Wachschiffe unterrichtete und mit ihren zahlreichen Agenten verkehrte. 15 Personen wurden verhaftet. Weiteren 100 Personen droht Verhaftung. Ein französischer Offizier al» Einbrecher erschossen. Am Freitag wurde ein französischer Artillerie- Offizier während eines Einbruches bei einem rei chen GutSbesitzer überrascht und erschossen. Der Besitzer des Gute-, ein über 70 Jahre alter Herr, hörte in der Rächt plötzlich ein Geräusch, das von einer Tür herzurühren schien. Er begab sich in daS Rebenzimmer und stand dort einem maskierten Einbrecher gegenüber, der sich auf ihn stürzte. Trotz seine- hohen AlterS gelang es ihm nach fast einstündigem Kampf, den Einbrecher bis in daS Schlafzimmer zu drängen und den dort auf einem Stuhl liegenden Revolver zu ergreifen. Während er seinen Angreifer mit der einen Hand festhielt, feuerte er mit der anderen zwei Re- v v l v e r s ch ü s s e auf ihn ab, von denen der eine den sofortigen Tod herbeiführte. Erst bei Eintreffen der Gendarmerie stellte man bei der Untersuchung der Papiere deS Einbrecher- fest, dah cS sich um den Sohn eines benachbarten Gutsbesitzer - handelte, der als Offizier in einem Artillerie-Regiment Dienst tat. Man vermutet, dah Schulden ihn zu diesem unüberlegten Schritt getrieben haben. Schwerer verkehrsunsall. Ein Derkehrsauto mit KommunionSkin- d e r n und deren Angehörigen ftthr von dem Heinen Dorfe Thum (Kreis Düren) zuriPfarr» kirche nach Berg. Auf der Rückfahrt geriet der Wagen unmittelbar vor Thum in einer Kurve in« Schleudern und stürzte um. Don den etwa 60 Insassen trugen ein Mann, vier Frauen und zwei Kinder sehr schwere Verletzungen davon. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt, doch scheint eS nicht ausgeschlossen, dah durch die zahlreichen im Wagen stehenden Personen ein Schleude rn des Autos Herbri geführt wurde, so dah eS dem Wagenführer nicht möglich war, die Kurve zu nehmen. Eine Wahnsinnstat. 3n dem llei ie.1 Dorfe Teufenoach bei Hör gen (Schweiz) er.choß der Dureauangestellte Barth offenbar in einem Anfall von Geistesgestörtheit mit einem Revolver seine beiden vier bzw. sechs 3ahre alten Buben und zwei Mädchen aus Zürich im Alter von fünf und acht 3ahren, die bei ihm nhre Ferien verbrachten. Barth verübte dann Selbstmord durch einen Kopfschuh aus einem Militärgewehr. 3m Alter von 127 Jahren gestorben. 3n der Gemeinde Prokuplje ist die älteste' Frau 3ugoslawiens, eine Bäuerin, im Alter von 127 3ahren gestorben. Ein Todesopfer des Schülcrunglücks in der Lübecker Kaserne. Der vor etwa zwei Wochen bei einer Massenbesichtigung der Lübecker Reichswehrkaserne durch einen Maschinengewebrschuh schwer am Unterleib und Decken verwundete Untertertianer Glamann ist im Krankenhaus feinen Verletzungen erlegen. Glamann war das einzige Kind feiner Eltern. Sein Mitschüler Hauschildt, der an der Hand schwer verwundet wurde, befindet sich auf dem Wege der Besserung. Gas aus Braunkohle! Interessante Versuche in Kassel. Dem „S-Uhr-Abendblatt" in Berlin wird aus Kassel solgende Meldung übermittelt: „Sensationelle Versuche, die für ganz Mitteldeutschland von geradezu epochaler wirtschaft- licher Bedeutung sind, wurden dieser Tage in Kassel abgeschlossen. 3n einer Versuchsanlage der Brankohlen-GaS-Gm.b.H. auf dem Gelände des Gaswerks, der Stadt Kassel gelang eS, für die Zwecke der Stadt- g a s v e r s o r g u n g ein geeignetes Gas a-uS Braunkohle im Grobbetrieb herzustellen. Eine Million Kubikmeter diese- Braunkohlengases sind bereit- in das Gasrohrnetz der Stadt Kassel geleitet worden, ohne dah für die Verbraucher bei der Bedienung der Gasapparate irgendwelche Rachteile au'getretcn sind. 3n den letzten Jahren hat man sich bemüht, anstatt aus der Steinkohle aus der in riesigen Lagern zur Verfügung stehenden und immer schwer absatzfähigen Braunkohle ein für die Zwecke der Stabt- ga^oersorgung verwendbares GaS herzustellen. Alle Experimente scheiterten jedoch an der technischen Undurchsührbar'eit der Aufgabe. Die Braunkohlengaserzeugung blieb ein ungelöste- Problem. Ohne dah man in Kastel an dem Projekt Intereste nahm, wurde im Januar 1929 auf dem Gelände deS GaswerleS jene Versuchsanstalt gebaut, au- der unS nunmehr die Meldung erreicht, eine Million Kubikmeter Stadtgas wurde au- Braunkohle erzeugt und der städtischen Rohrleitung zugeiuhrt. Die Versuchsanstalt wird für eine Jahresleistung von drei bi- vier Millionen Kubikmeter Gas ausgebaut. Technisch ist demnach da- Problem auch für große Betriebsverhält- niste gelöst. Die Rentabilität der Kasteler Anstalt beruht auf den niedrigen Einkauf-- und Transportkosten de- Rohstoffes." DaS Ergebnis dieser Versuche ist auch für unsere Provinz Oberhessen mit ihrem Braunkohlenvorkommen von besonderem 3ntvreffe. Bekanntlich befindet sich der Wölfer-Heimer Betrieb der Hefrag, der auf der Verschwelung der Braunkohle aufgebaut ist, infolge der außerordentlich ungünstigen Preisgestaltung auf dem Teer- und Denzinmartt gegenwärtig in so großen Schwierigkeiten, daß er am 1. Juli stillgelegt werden soll. Wenn es gelänge, dieRuhr - g a s A G. und die Hekvga. die der Gasgewinnung auS Braunkohle nicht ohne.Interesse gegenüberstehen dürften, für die Gasgewinnung ander Wölfersheimer Braunkohle zu interessieren und vielleicht in diese- Untern eb- men einzuschalten, so würden sich für die Verwertung der Wölfersheimer Braunkohle neue Möglichkeiten bieten, die sowohl für die Fortführung dieses Unternehmen-, wie auch für unsere ganze Provinz sehr bedeutungsvoll werden könnten. Ra- turlich wäre eine gewisse Umstellung der BetriebS- einrichtungen in Wölfersheim nicht au vermeiden. Dann könnte dieser Betrieb vielleicht fort- geführt werden auch ohne Verkauf des UeberlandwerkS Oberhessen an die P r e a g , der, wie man hört, bri den gegenwärtigen Verhandlungen um die Aufrechterhaltung des Wölfer-Heimer Betriebs angeblich die ent- scheidende Rolle spielen soll und die Preisgabe eines wichtigen gemeinwirtschgftlichen Betriebs der Provinz bedeuten würde. Aus Oer provmzialdauptstavt Gießen, den 13. April 1931. Oer Tod auf der Straße. Ss soll nicht von dem berüchtigten Ziegelstein die Rede fein, der vom Dache fällt und den harmlosen Spaziergänger tödlich trifft. Derartige Falle kommen so selten vor. daß von ihnen nicht groß geredet zu werden braucht. Aber dem Benutzer der Straße drohen genug andere Gefahren, und wer das Pech hat, in der Großstadt zu wohnen, oder doch feinem Berufe nachgeben zu müffen, kann von der stet- erklingenden Melodie deS Todes mit Recht sprechen. Es ist der Verkehr, den der Mensch beherrschen will. Anscheinend ist es jedoch so, als ob der Verkehr uns meistert. Die Berliner Statistiker haben sich die Unfalt- ziffern ihrer Stadt au- dem Jahre 1930 borge* nommen und sie genau durchprüft nach dem Zeitpunkt ihres Geschehens. Stunde, Tag und Monat, dazu die Art der beteiligten Personen und Dinge, alles wurde erfaßt und in Tabellen und graphischen Darstellungen wiedergegeben. Es ist ein lehryafteS und eindringlich wiwndes Bild, das sich auS dieser statistischen Arbeit ergibt. 26 619 Straßenverkehr-Unfälle wurden im ver- ?iangenen Jahre in Berlin gezahlt, davon beriefen 466 tödlich, während 11213 Personen mit einer mehr oder minder leichten Verletzung davon- kamen. Zugegeben: es ist eine Abnahme der StraßenverkehrSunfälle gegen das 3ähr 1929 zu verzeichnen, aber ein Rückgang von nicht mehr als 2 d. H. Das klingt nicht sehr überzeugend für die Behauptung, die DerkehrSdisziplin der Großstädter bessere sich. Die wenigsten Unfälle ereignen sich im Januar, Februar und Dezember. Mit der besseren 3ahres- zeit schwillt der Verkehr an und seine Opfer mehren sich. 3m Mai, im Juni und im August werden Höchstzahlen erreicht. Unter den Wochentagen weisen oie höchsten Unfallzifsem der Freitag und der Samstag auf: Tage des gesteigerten Verkehr-, der Hetze, aber auch Lohntage, und daher wegen der immer noch nicht ausgerotteten Sucht mancher Menschen, sich bei dieser Gelegenheit die Rase zu gründlich zu begießen, von besonderer Gefährlichkeit. Sehr intereffant ist es, wie die einzelnen Tagesstunden von Bedeutung für die Zahl der Unfälle find. Von 1 bis 6 Uhr wird durchschnittlich alle Stunde ein Unfall registriert. Dann beginnt der harte Rhythmus de- Arbeitstage-, die Unfallzahlen steigen sehr schnell bis auf sechs um die Mittagsstunde und erreichen in der Zeit bon 13 bis 17 Uhr ihren Höchststand mit sieben Unfällen stündlich. Geht der Tag zur Reige, dann taffen auch die Unfallziffern nach. Um Mitternacht ist nur noch ein Unfall zu verzeichnen. Viel läßt sich aus einer derartigen Statistik lernen, am meisten vielleicht aus der Beobachtung, daß ein Siebentel aller Verkehrsunfälle auf der Straße durch spielende Kinder verursacht worden sind! Wohl werden sich auch durch die beste Verkehrserziehung Unfälle im engeren Sinne des Wortes, d. h. nicht durch das Verhallen der Beteiligten verursachte Ereignisse, niemals ganz aus- schaften lassen. Dagegen ist e- sehr wohl möglich — und es muß mit allen Mitteln angestrebt werden — die Verkehrserziehung der 3 u g e n d so weit zu fördern, dah Unfälle, die lediglich auf mangelndes Verständnis für die Eigenarten des Verkehrs, auf ein verkehr-- widriges Verhalten zurückzuführen finb, au' ein Mindestmaß beschränkt werden. Der Gedanke der Verkehrserziehung wird von der Deutschen Derkehrswacht und den ihr angeschlossenen, nahezu 100 örtlichen Verkehr sw achten vertreten. Die Bemühungen der Deutschen Derkehrswacht haben bereits den Erfolg gehabt, daß in fast allen deutschen Ländern Erlasse der beteiligten Ministerien ergangen sind, die es den unterstellten Behörden zur Pflicht machen, bei dem Unterricht auf die Verkehrserziehung bedacht zu fein. Aber mit Erlaffen ist es nicht getan, solange es offensichtlich noch an ihrer intensiven Durchführung fehlt. .An alle“ ergeht daher der Ruf: Dringt der Verkehrserziehung und den Trägem dieses Gedanken- in Elternhaus und Schule mehr Verständnis entgegen, unterstützt sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit! Bornotizen. — TageSkalender für Montag. Stadttheater: „Die tote Tante und andere Begebenheiten", 20 bis 22.30 Uhr. — Gemeinde- Verein der Lukasgemeinde: Generalversammlung. 20 Uhr, SutadfaaL — Odenwälder Heimatvereint- gung: Monatsvers ammlung. Ho tri Köhler. — F. G. F.: Monatsversammlung, 20.30 Uhr, bei Sieck. — Zuschncide-Lehranstalt des ersten Frankfurter Zuschneider-Vereins: Versammlung, 20 Uhr, Hotel Hopseld, Friedrichstraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ariane." — Palast-Lichtspiele: Erdal-Film-Vorführungen, 15.30 Uhr, 18 Uhr, 20.15 Uhr. — Aus dem S t a dt the a t e r bu re a u wird uns geschrieben- Heute, 20 Uhr, einmaliges Gastspiel des SchauspiclerPchters Eurt Goetz mit seinem Berliner Ensemble. Zur Aufführung gelangen die drei Einakter „Der Mörder", .DaS Märchen", .Die tote Tante" unter dem Ramen: .Die tote Tante und andere Begebenheiten". Die Vorstellung findet außer Abonnement statt, Operettenpreise, für Abonnenten ermäßigte Operettenpreise. — Dienstag, 14. April, 20 Uhr, .3m Spiel der Sommerlüfte", bon Arthur Schnitzler, Spielleitung Walter Bäuerle. — Mittwoch, 15. April, das Lustspiel .Die Welt, in der man sich langweilt" bon Pailleron, unter der Spielleitung bon Peter Fassott. In der Rolle der Herzogin Frau Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied de- Meininger Landes-Theaters als Gast. — Freitag 17. April, 20 Uhr, zum letzten Male: .Lady Windermere- Facher", von Oskar Wilde, Gastspiel der Frau Auguste Prasch- Grevenberg, Ehrenmitglied deS Meininger Landes-Theaters. — Der Goethe-Bund veranstaltet, wie man uns schrreibt, am kommenden Sonntagvormit- tag zusammen mit dem Stadttheater den vierten und letzten Tag im KarnmerspielzhkluS. Um mit einem frohen AuSklang den KarnrnerfpielzykluS für dieses Jahr zu beenden, bringt die Veranstaltung HanS-Sachs-Schwänke. Aus der Fülle der Schwänke kommt zur Aufführung: Die junge Wittfrau Franciska. — Das heiße Eisen. — Sankt Peter auf Erden. — Einführung und Regie Dr. Ritter. Eine anregende Veranstaltung dürfte zu erwarten fein. (Siehe heutige Anzeige.) — Erdal-Filmvorführungen. In den Palast-Lichtspielen gelangen heute, Montag, morgen und übetmorgen einige Filme der Erdal-Gesellschaft zur Aufführung. Es finden täglich drei Dorftellun- gen statt, die um 15.30, um 18 und 20.15 Uhr beginnen. (Siehe Anzeige.) •• Ein Siebzigjähriger. Daurat Friedrich von Lernmers -Danforth wird morgen 70 Jahre alt. Der Jubilar hat sich in seinen alten Tagen noch auf die Reichskurzschrift um- geftellt und darin Hervorragendes geleistet. Hat er sich doch auch der Geschäftsftenographenprufuna an der Handelskammer im März unterzogen und die Prüfung mit Erfolg bestanden. Bei allen Wettschrelben geht der alte Herr der Jugend mit leuchtendem Beispiel voran. •* Evangelische Pfarrpersonalie. Durch die Kirchenregieruna wurde der Pfarrer Johannes Göbel zu Büdingen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. Oktober 1931 in den Ruhestand versetzt. ' Die Dien st stunden des Polizeiamts für den Publilumsverkehr ab 15. April find von 7.30 bis 12 Ufjr, und von 15 bis 17 älfcr, Samstags von 7.30 bis 12 älhr. Für Samstagsnachmiuags ist in der Zeit von 16.30 bis 17.30 Uhr ein Eildienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar finb, erledigt werden können. " Zeitweise Sperre der Kirch- ft r aße. Da- Polizeiamt Gießen teilt un- mit: Wahrend der Dauer , der Frühjahrsmesse (von (Sonntag, 12. April, his einschließlich Sonntag, 19. April) wird die Kirch st raße zwischen Reustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 älhr a5 für den gesamten Fährverkehr polizeilich gesperrt. *e Sie ersten Schwalben. Wäbrend der letzten Tage konnten die ersten Schwalben beobachtet werden, die diesmal früher zurückgekehrt sind, als das sonst der Fall zu fein pflegt. " Seinen schweren Derletzungener- legen. Drr Arbeiter Wilhelm Mandler von Launsbach, der vor einigen Tagen beim Strohholen vom Scheunenbvden stürzte, schwere innere Verletzungen erlitt und' in bie Chirurgische Klinik nach Gießen verbracht werden mußte, verstarb gestern mittag an den Folgen de- bedauerlichen Unfalls. •• Abänderung der Fischschonzeit in Hessen. Das hessische Gesamtministerium hat die Ausführungsoerordnung des Gesetzes über die Ausübung und den Schutz der Fischerei geändert. Danach wird die Frühjahrschonzeit auf die Zeit vom 20. April bis 31. Mai jedes Jahres (beide Tage eingeschlossen) festgesetzt. Amtsgericht Gießen. Während in dem Katholischen DercinShaus Arbeitslosenunterstützungen ausbczahlt tmnten, hatten sich am AuSgang deS Lokals ein Arbiter und ein Krastwagenfübrer. die der K. B. D. angeboren oder ihr mindesten- sehr nahe stehen, mtt einer Büchse ausgestellt, um freiwillige Gaben, angeblich zur Unterstützung streikender Bergleute im Ruhrgebiet, einzusammeln. Die vorgeschriebene behördliche Genehmigung zur Sammlung hatten sie nicht Al» da- Arbeitsamt von ihr erfuhr, setzte es sofort die Polizei davon in Kenntnis, um die Kollekte zu verhindern. AIS die Polizei erschien, waren die beiden Angeklagten verschwunden. Sine Sammeltätigkeit konnte ihnen aber trotzdem nachgewiesen werden Mit ihrer Verteidigung, nut die Veranstalter und Organisatoren der Kollekten seien unter Strafe gestellt, vermochten sie nicht durchzudringen: da- Gericht war der Ansicht, daß auch die mit der unmittelbaren Sammlung Beauftragten ftrafbar finb. Auf Grund des Art. 99 des hessischen Polizeistrafge- setzes erhielten beide Geldstrafen von je 20 Mark. Strafmildernd wurde berücksichtigt, baß die Angeklagten geglaubt haben mögen, sie dienten einer guten Sache, sie auch* gleich Del Beginn ihrer Tätigkeit in deren weiteren Ausübung gestört worden sind. Tagung im Kerckhoff-Znstiiut. ---- Dad-Rauheim, 12. Llpril. Heule sand das feiner Vollendung entgegen gehende Ke rck- Hoff-Institut feine erste Verwendung im wifsenschafllichen Leben. 3n der großen Vvr- lesungshalle wurde in Anwesenheit von Zahlreichen Vertretern der medizinischen Wissenschaft und in Gegenwart von Vertretern der hessischen Regierung das Wissenschaftliche Komitee zur Erforschung und Bekämpfung der Kreislaufstörungen gebildet, das im Anschluß an seine Konstituierung seine erste Sitzung abhielt. Oer Haushaltsplan der Stadt Mainz. WSR. Mainz, 12. April. Die Stadtverwaltung hat den Haushaltsplan der Stadt Mainz für das Jahr 1931 und die Rechnung für das Jahr 1930 fertiggestellt. Rach der Vorlage der Stadtverwaltung wäre für da- 3ahr 1931 nach Kürzung der sachlichen und personellen Ausgaben noch ein Betrag von 1,1 Mill. Mark z u decken. Dabei ist jedoch vorgesehen, daß die Bürger st euer auf das Dreifache deS Landessatzes erhöht und eine fünf- prozentige Getränke steuer erhoben wird. Das Defizit erklärt sich in erster Linie aus den hohen Wvhlfahrtslasten, die für 1931 rund 10 Mill. Mark betragen, was gegenüber 1930 ein Mehr von 3 Mill. Mark bedeutet. Bei einer kommenden Reuregelung der WohlsahrtS- lasten zwischen Reich, Staat und Gemeinden würde der auf die Stadt Mainz entfallende Gnt- lastungSairteil in der Loge sein, den Etat völlig auSzugleichen und somit den Fehlbetrag von 1.1 Mill. Mark zu beseitigen. Da« Defizit für das Rechnungsjahr 1 930 in Höhe von 2,2 bis 2,4 Mill. Mark kann durch die bereits beschlossenen Steuererhöhungrn und durch Mittel aus Rücklagen vergangene. Jahre gedeckt werden. Vie Wetterlage. Thor5M«Vn~o~ 2L Wo •to< w Lom .Kill] Parti AO, Owotxtmo^ ontntf Gnaid eefltc*t. e womg. G or«,ecn »Reoen W $ VJt urhter Oil ^5 nas$igt' tud'.udwejt % $iurm>Sti -lordrftsl Oie »lene fliegen «in dem Winde Die »Oden Stationen itenemen Zeh» •en gehen die Temperatur an. Pie Lmitn ecromi-ea Orte mit gicicao* auf Meeresniveau umoerechnete» Luftdrucn Wettervoraussage. Erneute Kaltluft ist durch die nördliche Störung bis in unseren Bezirk eingedrungen und hat außer Temperaturrückgang etwas wecyselhafteS Wetter verursacht. Don Westen her steigt der Luftdruck wieder kräftig an, so dah wir in den Bereich einer abermaligen Hochdruckwetterlage gelangen. Rach anfänglicher Auswirkung der noch vorhandenen Störungsreste an der Rückseite des ffanbl- navischen Zollgebietes werden wir wieder heiteres und trockenes Wetter mit tagsüber ansteigenden Temperaturen zu erwarten haben. Aussichten für Dienstag: Anfangs wechselnd wolkig, dann mehr aushritemd, trocken, kühl. Lufttemperaturen am 12. April: mittags 14,9 Grad Celsius, abends 6,8 Grad: am 13. April: morgens 5,2 Grad. Maximum 15,8 Grad, Minimum 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. April: abends 12,8 Grad; am 13. April: morgens 7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7% Stunden. Schöne weiße Zähne Luch ich möchte nicht verfehlen, Ihnen meine glühte Lnera Innung und vollste Zusriedenheil über die „Chlorodont» Zahnpaste" zu Übermitteln. Ich gebrauche.CHIorodont" schon seit Jahren und werde vb meiner schönen weihen Zäbne oft beneidet, die ich letzten Endes nur durch den röguchen gebrauch Ihrer Chlorodont-Zahnpaste erreicht habe. C. KeicheN, Sch.... Man verlange nur die echte Ehlorodont-Zahnpaste. Tube 54 Pf. und SO Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurück. 2620D den 16. April, 6*/t Uhr vormittags gehalten. Kurz vor Vollendung seines 74. Lebensjahres wurde unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Heinrich Rabenau Schuhmachermeister von seinem schweren Leiden erlöst. Familie Rabenau und Wehrum. Gießen (Seltersweg 61), den 13. April 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. April, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 02160 Unser innigstgeliebter Sohn und Bruder, Neffe und Vetter Reinhard Richter cand. rer. nat. ist nach kurzem, schwerem Leiden am Sonntag, 12. April, für immer von uns gegangen. In tiefem Schmerz: Frau Else Richter Herta Richter zugleich auch im Namen aller Angehörigen. Gießen, den 13. April 1931. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 15. April, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand zu nehmen. _______________________________________________________02161 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe herzensgute, unvergeßliche Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Koch Wwe., geb. Becker Mitglied des III. Ordens des hl. Franziskus im Alter von 1.2 Jahren nach langem schweren Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl, Sterbesakramente, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Familie Hans Böhm und alle Angehörigen. Gießen (Friedensstraße 10), den 10. April 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. April, nachm. 2'/, Uhr, auf derrf Neuen Friedhof statt. — Das Seelenamt wird am Donnerstag, Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 6% Uhr unseren innigstgeliebten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Kaspar Launspach im 72. Lebensjahre zu sich zu rufen in die Ewigkeit. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Friedrich Launspach Ludwig Launspach III. Heinrich Launspach Karl Köhler Reiskirchen, Altenstadt, Zell, den 12. April 1931. 2619 d Die Beerdigung findet Dienstag, den 14, April, nachm. 2 Uhr statt. Gesangverein Harmonie-Gemütlichkeit Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Ehrenmitglieds Heinrich Rabenau sen. in Kenntnis zu setzen. 2(23 D Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. April, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. Zur Blutreinigung im Frühjahr 02153 ist derWörishofer Blutreinigungs- Tee bestbewährt: Kräuterhaus Jung, Schulstr. 5 Besuchskarten liefert die Brühl’sche Druckerei Hühneraugen Warzen-Hornb illen befeüint restlos auch m den Hartnäckigst. Zöllen todsicher mit. Gar. tnnerh. 5—6$n. Hühnerangeo-Bapid Erhältl. nur: Löwen- Drogerie W. Kilbinqer Nacht, Seltersweg 69. 4 gimmer und Küche mit Zubeb. z. veim. Laubach, Oberbess. Ob. Langegnsse U». Student sucht möbl. Simmet möglichst mit voller Pension. Schrifil. Angeboie mri Preis unter 2616D an den Gien. An», erbeten. Sonnig. Mgier Mil Aussicht, mögt. t. Grünen, nicht allzu» weit von o. Univ, v. Studenten aes. ©dir. Angebote nm. 2588D an den Gie?. Anz. Gut möbl. Zimmer gesucht in der 9inbv der Bet. Med.Klinik. Schrift!. Angeb. unt 26081) an d. Gfi. Anz. 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Nähmaschinen, Warenschränke, eine Schreibmaschine, einen Ausziehtisch, Pianinos, Sofas, Kleiderschränke, Grammophone, Chaiselongues, Büfetts, Kredenzen, Lederstühle, Doppelflinten, Pürschbüchsen, einen Radioapparat, eine Standuhr, zwei Rohrsessel, ein Motorrad, Zirnrner- teppiche, Kommoden, einen Eisschrank, zwei Klubsessel, eine Truhe, ein Eßservice, zwei Tischdecken, verschiedene Bücher und Hefte, Schachfiguren, Ueberzieher, ein Paar Lederhandschuhe, drei Frisiertoiletten, 32 Platten Sperrholz, einen Kassenschrank, einen Oekonomiewagen, drei Oelgemälde, einen Bilderschrank mit 95 Bildern, eine Kaffeemaschine, einen Küchenherd, ein vollständiges Bett, eine Eismaschine, zwölf Dutzend Alpakabestecke, einen Spiegel, ein Damenfahrrad, ein Schrankgrammophon, 50 eiserne Mistbeetfenster, eine größere Partie Spielwaren, Aluminium - Kaffeeservice, Porzellanseroice, Werfpuppen und Halsketten. 2614D 2. einen Zimmerteppich, (2:3 m), ein Jazzband, bestehend aus einer großen Trommel und einer kleinen Trommel mit Ständer. Die Versteigerung zu 2 erfolgt bestimmt. Ich mache wiederholt darauf aufmerksam, daß am 2Nittwochvorm1ttag die Pfänder abgeholt werden, wenn nicht bis zum Dienstagabend gezahlt oder Frisischem vorgelegt ist. Junker, Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon^3383 Dienstag, den 14. April 1931, nachmittags 2 Uhr, sollen im „Löwen" Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: Schreibmaschinen, ein Motor, ein Radioapparat, ein Vertiko, ein Eis- konseroator, Diwane, eine Kaffeemaschine, eine Rechenmaschine, eine Partie Damenhosen und Damenröcke, Sofas, ein Spiegel, ein Heimkino mit elektrischem Motor, ein Puppenhaus, ein elektrischer Kochherd, zwei Experimentierkasten, Klaviere, Büfetts, Kredenzen, eine Krause-Schneidemaschine, Schreibtische, ein Märklin-Modell, eine Dampfmaschine, Warenschränke, ein Doppelpult, ein Tisch, eine Schnellpresse, ein Buch (Der Protestantismus der Gegenwart), Deckbezüge, Kopfkissenbezüge, Bettücher, Handtücher, eine Gobelindecke, Regulatoren, eine Rundkopfuhr, eine Nähmaschine, eine Schnellwaage, ein Trockenschrank, Anzugstoffe, Makohemden, Bücherschränke, ein Kassenschrank, Ausziehtische, ein Kleiderschrank, einHarmonium, ein Teppich. Vortrag: Frauenglück / Frauenleid (Eintritt frei! und Vorführungen am lebenden Modell (Thalysia-Hygiene-Rorsettschau) vrilttS E sSS***’*' Wirifchafisvergebung. Zu dem am 4., 5. und 6. Iuli in Hom. berg (Oberhessen) stattfindenden 37. Bundesfest des Lahntalsängerbundes verbunden mit dem 75jährigen Stiftungsfest des Gesangvereins „Frauenlob" soll die Festwirtschaft vergeben werden. 2607D Die näheren Bedingungen werden Interessenten auf Wunsch übersandt. Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Wirtschaftsoergebung" bis fpäte- j stens 27. April 1931 an Schriftführer Goß- elder, Homberg (Oberhessen) einzureichen. sttlli am besten Hemel Asthmapul rer fiiitirct zum (riuneb- men u. benmbit sich bei Katarrh, Husten. Bersch etmunn und macht ruhige, buffen- ireie Nachte. Zn hab.: In allen Apotheken, be- stlmmtPellkan-Apotheke, Kreuzplatz. [528V Hygiene - Schau von btt Jugend bi» in» Alter gesund,normal« voll« schlank,beschwrrdesrel und schönen Sonnenschutz im rvach«lam»altcru.rriUsch. 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Koktwerle . .... 7 Phöntr Bergbau . . . x» 6% Rhetnilche Braunkohle» . . 10 Rhei „stahl...... 6 Rtebeck Montan......7L 76,5 77,9 132,25 122,5 151,5 115,75 115,25 118,75 141 135 95,5 134,5 126 146,25 190,75 135 58,5 85 87,5 79,5 206 76 83 38 67 186,5 90,5 77,75 123 150 117 116,75 118,25 133,5 134,25 148 85 65 89,5 76,5 95,9 78 131,25 123 150,9 116,5 115.75 274 118,75 98,5 140,5 133,65 96,25 134 124,9 146,4 189,75 135,5 54,25 85,4 88 80 74,75 202,25 76,13 31,75 83,25 38 84 66,25 186,5 90,4 76 77,65 130,5 123 151 117 116,5 11^,9 101,75 141,65 134 96 134,4 126 147,5 188,5 59,4 84 87 73 203,5 75,75 81,25 82,5 38,25 83,75 64,5 187 90 8% Br. LandeLvIondbriesansialt, Pfandbriefe 8i. t» . . . . 8% Pr Landespiandbriesanskalt, Romm^Cbl. 8L 20...... 7% Pr. Landecvtandbrlefankalt, Pfandbriefe 81. tl...... A.E.G abg. BonriegS-Obligatio- ne«, rüthablbar 1933 ..... <% Oesterretchtsche Goldrente . . 1,20% Oeilerreichische Silberrente 4% Ocsterreichische Einheitliche Rente ......... 4% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Slaatirente v. 1910 <%% oeRott. 168,29 168,63 168,41 168,75 ’ EchullbeUl Patzenhofer . . . 15 — — 180 181 Bu n--AireS Brss. Anttv 1,451 58.32 1,455 58,44 1,444 58,31 1.448 58.43 Cftroerfe...... . . . 12 — — — — Christiaitia. 112.26 112,48 112,24 112.46 Aku ...... . . . 18 94,25 93 94,25 93 stop:nhag:n 112,25 112,47 112,22 112.44 Bembcrg...... . . . 14 106,65 104 105,5 104,5 112,32 112,54 112,29 112,51 Zellstoff Waldlwl .... 1B7, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 112,5 88,5 — 112 88,5 112,5 87 Helsiiigfors Italien. . . 10,556 21,965 10,576 22,005 10,557 21,97 10,577 22,01 — — — — Bonbon. . , 20,389 20,429 20,386 20.426 Dessauer Ma» . . . ... y — — 143,4 142,75 s),eunnrf ■ • 4,1965 4,2045 4.1965 4,2045 Daimler «Rotoren . . . ... 0 34 34,75 34,75 35 Paris.... 16.404 16,444 16,405 16,445 Deutsche Linoleum 97 103 98 103,25 Schwei) • • 80,825 80,985 80,83 80.99 Maschinenbau A.-G. . . ... 0 — — — — L?vani'N . . 46,50 46,60 44,82 44,90 Nal. Automobll . . . . . . 0 — — — — Japan .. . 2,073 2,077 2.073 2,077 Crcnfiein & Koppel . . . . . 6 —» —* 56,75 57,75 -ttio de Jan- 0,307 0,309 0,306 0,308 Leonhard Tietz z . ... 10 123 — 124,5 125,5 Wien in D-» EvenSka ■ • • • • • • 264 — 264 264 Ceft. abgest 58,98 59,10 58,995 59,115 Prag - - . Belirad . . 12.429 12,449 12,427 12,447 rtranffutlcr Malchinea 18,5 18,75 19,25 — 7,380 7,394 7.380 7.394 Griyner . . . .... 6 40,5 — Buouv'st. . 73,15 73,29 73,13 73,27 Heyligenltaedl . . . . . . . 0 — — — Bulgarien 3,047 3,053 3,042 3.048 ID, 89 Iungbans..... . . . . C __ —— — s'tssabon . 18,85 18,89 18,85 Lechwerke...... . . . . 8 — — — — Danzig. . . 81,53 81,69 31,51 81.67 Mainkrastwerte Höchst a. M.. . k —— — — — «onst.unu. 1,784 1,789 1,784 L789 Miag ...... ... 10 _ — —— — Athen 5.44 5.45 5.41 5,49 Gebt. Roeder .... . . 10 — — — — Lanaoa 4.193 4.200 4,193 4,201 Botgt & Haeffner . . . . . . 0 —— — — — Uru uan . . 2.827 2,833 2,827 2,833 Süddeutsche Zucker . . . . 10 136,25 — 134,5 — Lairo 20,91 20,95 20,91 20,95 n bn ?®ten tDeif„ Ä“** £ 'knuh'e ;. oerger gP^bt (Ä'« ,Nhit ny°> 'all bet Ä. ..Deutschen, ländex xtiaS^ ig. Drr äfjjnu Äte¥8; n btt eJF'Mt tnz« utüd. MJ4« cht «hJ*®«- WMiatft Nlrleb: Ochlen, 113 M? ?r 524 JÜÄ bsteten. 2hbtr Lastete, häch^ * » bii 39; Suj^;: toi ^Mttoertl 41 böÄW^ftoe doUsleischlgr, bixhfttit ^llfletschW e»Ä [«r: He M. M ere M- und vaua. : Kälber 50 Mi 5tz- von etwa 240 bis 30) 'is 43, von tttoa 203 'icht 41 bis 44. von Kndgewicht 40 bis 43 a 120 biS 160 Pfund Aarktverlauf: Rinder , Kälber und Schafe )lecht, geringer Heber- treidebörse. April. Der Franksur- . e dir neue Woche in >t in 'Stotiekeibe war X aus 3oUtmä6igur.g chästes ieboi nicht zu. le Zurückhaltung. D.i- n um 1 Mk, und Haras Mehlgeschast war ivr Aoggenmehl Halle mithin IDei'c.i- unser un- Ger'te ruHh Es wurden rvtieri'. 115, Qonunet^tt sür c 192,50-200, Weizenmehl 29.50-31, Lei- 12.75, Erbsen 26—31, ld Äoggenstroh, drab:- d Loggenstroh, gebün- getrocknet, 10-ULC; ger Gegend per Zent- 3-4 30 M. Tendenz- xiermartt. 1 April. Jnsv'.ge der g durch die 0-ersrrer- Veränderung m der m. Sie Prelle Hieben die Balkanforten gaben Imläye waren A ge- ^fhmi&e I* I dls 8, holländische bis beMMÄs' 8, bayerische?/<616 ö- t- 4,193 iiK 20,91 4 6 15 29 45 44 85 60 177 109 10 149 194 ,29 153 ,89 ,69 !8 SS ,95 .58,37 1l2.‘l 20,425 16-438 161, ß.H 111.5 a s K 73.27 m. _ jroijgLi — ISS.»’ 1,444 58,31 112-1* 112« 112,29 10.5g 21,9' 1i! 44,« 2,073 0,306 58,995 b448 58*3 112'*! 112" 112.51 10,577 22.01 20 42* 4.2045 IO,*" 85 S 59,1’5 S.447 73,27 h 1:8 -,'S $ 10,# ÄSUM Arid —' 53,1 111.98 20,345 16.376 167.93 , 22,03 111.99 58.8 2.4g 1’2,03 80,6* 46,4 12,39 72-97 len. O ö e o C Ä w Cb* ö> Cb* 8 *- E E = S Q- 55 ee c E to ö> r= e o> u- Ä- *1 r*> ■=£ LZ -0-. e a; 5? e. c?3 -oc-o ■° .fl- C C C _C S « f- Q.— r l—o — o D 2 2 (9 3 r 2 H e-e e o — ZD E C (9 O *- XJ X- c 3 tx 3 * c £ 3-2= .2 Z? KQX zdH cx c _ ==•=5 32joS c a 5 I S* Stj! . O «J c£» -"L-L •: a T. u. 3 o C •C"“ IO £ B o c 5= 2 le S ä>3i — a J o - = £ = c o<9 *1 E o = töT" £ o L, jo । o c ex C 3 t= tf> u ■— O «J, — D 6» _ -— <3 e 3 13 = 2 « o»B« l-?5 u E = 12. -pc-° — B c^S.S5® * «? '—.-— — ^7 - £ 3 CK C. K c XD E V S2- 3 • u. O SW JD «L C ; 31 JO Boe 2; « 3 _ etS fe=1eSS S‘E äts N s Ä E G a <-. c “ xs- S 3 c » 1 E o s E 2 % E •x. XD J <35 S 5 Q tf» .2 ■JO, S=A ■— L-ZL ä § ö L . X» ;E = e 5 gxo E c w 5‘c tD±t cS JE "3 5jS^ ö .B e 5 E ä c ■ c ® — a 2 Ck 3 —’o 2 t= 2-.? = ° ägfe® e Je E=a « E 19 Z.L^-s 2 U P O E " O £ 5 *1 « § = -e E ee ? E SWü & s ILJA B —E 8 g Ö.H KZ. 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