3 St3 2:2: * Q 2 3 s o . 3 < Ö o >25 2 = & a." c 2 :== 3 ifi S 'S t - » n 2 t£ &S y 8&? 3 0 5 2 ; r»3«®* n —2,2.» ,2 = 2 3? ! § > r. n ;:"‘5s.. C C»7. C o -*!S Xa --r- I AP 0- ihre Wohnstätten nicht verlassen wollen, gewaltsam räumen zu lassen. Drei Kinder von einer Selbstschußeinrichtung getötet. Ein bedauernswertes Unglück, das drei Kindern das Leben kostete, ereignete sich am Sonntag in Ref ojoin der spanischen Provinz Montforte. Ein Grundbesitzer hatte an seiner Haustür eine Schußvorrichtung anbringen lassen, um vor Einbrechern sicher zu sein. Ein Draht führte von der Abschußvrrichtung zur Türklinke und wurde gewöhnlich tagsüber entfernt. Am Sonntag morgen spielten drei Kinder vor dem Haus und slyleuoerten einen großen Spielball gegen d i e Haustür. Hierbei wurde der Draht getroffen und die Schußvorrichtung löste sich automatisch. Die starke Ladung traf die unglücklichen Kinder und tötete alle drei auf der Stelle. Schwerer Giftdiebstahl. Währeird des Besuches eines Arztes in einem Londoner Krankenhaus wurden aus seinem Kraftwagen zwei Koffer mit gefährlichen Giften, darunter Strychnin und Morphium gestohlen. Die Menge würde zur Tötung von Hunderten von Personen ausreichen. Wettcrvovanssage. Noch immer zeigen sich über Deutschland schwache Temperaturgegensätze. Nordwestdeutschland hat Temperaturen bis 2 Grad über Null, Ost- und namentlich Süddeutschland noch Frost bis zu 15 Grad. Heber Frankreich hat sich eine Störung entwickelt und durch sie eine Rinne tiefen Druckes gebildet, welche in nordöstlicher Richtung nach Skandinavien läuft. Durch den tiefen Druck über Frankreich wird zunächst etwas mildere Luft nordostwärts über Deutschland Vordringen und dabei auch in unserem Bezirk leichten Temperaturanstieg etwas über Null bringen. Außer stärkerer Bewölkung sind auch Niederschläge zu erwarten. Mit dem erneuten Barometeranstieg, der zwischen den britischen Inseln und Island stärker erfolgt und dem Einbruch kälterer Luft, dürfte sich nach vorübergehender Milderung unter Rückgang der Bewölkung wieder kälteres Wetter einftelkn. Aussichten für Mittwoch: Meist bedeckt, Temperaturen unter Rull, vorübergehend auch etwas darüber, zeitweise Regen- oder Schneefälle. Aussichten für Donnerstag: Wieder Temperaturrückgang, vielfach leichter Frost, bewölkt mit Aufklaren, feine oder nur vereinzelt geringe Schneeschauer. Oie Wetterlage >ytn z La Corona' O o '2 6 .Pari >3 / TtattO' 4-X- Stydiajoi Ciyrront Qfcnf * OVoiKenios. ö neuer. owecKt, 9 womit • otueext • ftegeta v Schnee a Graupein. - Hebet K Grwitter.(§)wind$tiiie.O- sehr •eifnter Ost nass'ge' Südsüdwest ’S stürmischer Hordwesi Oie Pfene fliegen mH dem Winde Pie Beiden Stationen stehenden Zaft» «rch: Darin ruhen dicht- Set Schäfer ist eben ans lufgefahrenen Karren ge- uit Prüfendem Nick, die ' fchen, die ihm anvertrautc uns. - Ab und zu steh: ie meisten ruhen tötetet- Erde. Ihre Pelze sind mit t. Ein Tierchen steht mit en Kopf gesenkt, und hustet, viele Maie hintereinander, zeigt maitsarbige Lichter, ; darüber sieht das alte. Silhouette, erscheint heute t und hoch. Es steht bt nd Sold, eine Gralsburg. schweben wrpedoförche der Himmel ein ftfrf ne fvck Hetzen hin unb her, hW m, stillen Auren: einje'.nc i, wie erlahmt unter ter. die binnen Astspitzen te ittern, um ins GleichM.V leichtnachgebenten, IchM- jen bei meinem Aahen raiv nen die Augen vor KM Diesenbach und wende mi. Pappel rechts am ®eg^ blauleuchtenden, grasgw , Die M iwrj«g ! [int» tönt W * >» kt b® » fetter 06* • ca Mederlehr des 1 sta". W ^ltene VS- ** r ackitsMkstr ründungchttm. it dieser » J Lnuar bieg »feier E . ^^den, bie 1$. lerbeitfÄr AersassuE^ s£W C’Sergünftigung zutell werden zu lassen, und sie Hat deshalb dir Erwerbsrnöglichkeit des verbillig- tim Zehnerblocks b.s zum 15. Januar offeirgelassen. ** Zur Kündigung des Angestell - le n t a r i f 8. Vom Arbeitgeberverband für Lahn- ^au und Oberhessen werden wir um Aufnahme ier nachstehenden Zeilen gebeten: „In der Protestkundgebung der Angestellten am 9. Januar B1. I. hat Herr Gauvorsteher Auer b ach be- lhauptet. der Arbeitgeberverband habe „trotz zweimaliger Ablehnung durch die beteiligten Arbeitgeber schließlich doch die Kündigung des Tarifvertrags erzwungen". Diese Behauptung ist objek- tiiv unrichtig. Die „Verwahrung" in dem ersten Äell der gefaßten Entschließung erledigt sich sein, für die die Leistung im Sinne der Familien- krankenpflcgc beansprucht wird; d. h. der Versicherte muß zum Unterhalt für diese Personen gesetzlich verpflichtet fein. Zunächst ist der Anspruch für den unterhaltsberechtigten Ehe gatten eingeräumt. Hieraus folgt, daß nicht nur Familienkrankenpflege für die Ehefrau aus dem Versicherungsoerhältnis des Mannes, sondern umgekehrt auch für den Ehemann aus dem etwaigen Versicherungsoerhältnis der Ehe- frau in Betracht kommt. Hat jedoch der erkrankte Ehegatte den Anspruch auf Unterhalt an den anderen Eheteil verwirkt, so ist ein Anspruch auf Familienkrankenpflege nicht mehr gegeben. Aks weiterer Personenkrcis kommen alsdann die vorerwähnten Kinder in Betracht. Es ist dazu zu bemerken, daß der Begriff „Kind" dem Alter nach nicht begrenzt ist. Im allgemeinen Rechtssinne ist der Begriff „Kind" mit der erreichten Volljährigkeit zwar begrenzt. Da über über die Volljährigkeit hinaus ein Unterhaltsverhältnis zwischen Eltern und Kindern besteht, wird für sie auch über das 21. Lebensjahr hinaus unter Umständen der Anspruch auf Familienkrankenpflege anerkannt werden müssen. Bezüglich der vorher aufgeführten Gruppen von Kindern wäre im einzelnen zu sagen: 1. Die ehelichen Kinder. Von den Kindern kommt zunächst das eheliche Kind für die Familienkrankenpflege in Frage. Dem ehelichen Kind steht rechtlich im Range gleich dasjenige, das zwar unehelich geboren, aber durch die Eheschließung feiner Eltern die rechtliche Stellung eines ehelichen Kindes erlangt hat. 2. Die für ehelich erklärten Kinder. Es sind dies solche unehelich geborene Kinder, die von ihren Vätern auf deren Antrag durch Staats- §ewalt für ehelich erklärt wurden. Solche Kinder aben ausschließlich einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch an ihren Vater, gegebenenfalls auch über das 21. Lebensjahr hinaus, jedoch nicht an die Verwandten des Vaters in gerader Linie, die anderen ehelichen Kindern gegenüber mit der Unterhaltspflicht belastet sind: auch nicht an die Ehefrau ihres Vaters, also ihre Stiefmutter. Das Begehren auf Familien- krankenpflege könnte sich im Falle der Erkrankung eines solchen Kindes nur auf das Versicherungsverhältnis feines Vaters stützen. 3. Die an Kindes Statt angenommenen Kinder. Auch der Unterhaltsanfpruch des adoptierten Kindes bleibt beschränkt auf den Annehmenden^ Wird ein Kind von einem Ehepaar als gemeinschaftliches Kind adoptiert, fo besteht der Unterhaltsanspruch an beide Elternteile. Die Familienkrankenpflege kann also aus dem Versicherungsverhältnis des Adoptivvaters, wie auch aus dem der Adoptivmutter her- geleitet werden. Mit der Adoption geht der Anspruch des adoptierten Kindes auf Unterhalt an feine leiblichen Eltern nicht verloren. Er bleibt bestehen, jedoch in zweiter Linie, d. h. die Adoptiveltern gehen in ihrer Unterhaltspflicht vor. Es kann also sehr wohl für ein Adoptivkind Familienkrankenpflege auch aus dem Versicherungsverhältnis feiner leiblichen Verwandten (Eltern und Voreltern) in Frage kommen. Ist jedoch ein uneheliches Kind adoptiert worden, so kann aus dem Versicherungsverhältnis feiner Mutter kein Anspruch auf Familienkrankenpflege abgeleitet werden, denn die uneheliche Mutter verliert nach § 1765 BGB. das Recht und die Pflicht, für die Person des Kindes zu sorgen. Damit entfällt für sie ihre Unterhaltspflicht und somit auch eine Voraussetzung für die Familienkrankenpflege aus ihrem Versicherungsverhältnis. Durch bie Adoption eines unehelichen Kindes wird fein Vater feiner Unterhaltspflicht nicht enthoben, vielmehr besteht ein Anspruch des Kindes auf Unterhalt an diesen im Rahmen der Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs werter und somit auch ein Anspruch auf Familien- krankenpflege. (Schluß folgt.) ,(be «üben M Ä B Toina^/bis 601 \ J yarto^c y3 9örto-'.(l biS 50, * hiz 30. -'m bli WM *• Die GießenerTheologischeFakul- fit zum 60. Geburtstag des Prälaten Dr. Diehl. Bei der Feier des 60. Geburtstages tees Prälaten der hessischen Evangelischen Landes- k rche, D. theol., Dr. phil., Dr. jur. h. c. Diehl, toie am Samstag im Landeskirchenamt in Darm- nadt stattfand, überbrachte der Dekan der Theologischen Fakultät der Landesuniversität Gießen, Prof. D. Dr. Schumann, dem Prälaten die innigsten Glückwünsche der Theologischen Fakultät und feierte teibci den Prälaten in herzlichen Worten als Mit- s olcher und Mitarbeiter der Fakultät. In dem gestern veröffentlichten Bericht über die Geburts- i agsfeier war der Glückwunsch der Theologischen Datultät durch ein bedauerliches Versehen des Äarmftäbter Berichterstatters des WSN.-Nachrich- I kndienstes nicht vermerkt. Diese Lücke in der Be- richterftattung sei mit dem heutigen Nachtrag aus- gefüllt. "Oeffentl-Kreisausschuß-Srhung. 2m nächsten Samstag, 17. Januar, 9 Llhr, findet im Sitzungssaal des Regierungs-Gebäudes öffentliche Sitzung des Kreisausschusses mit nachfolgen- ver Tagesordnung statt: 1. Einspruch des Hermann Dietz, Georg Heß Witwe und Willi Sann in Weitershain wegen Heranziehung zu den Soften der Kirche. 2. Schulwesen Rabertshausen: Her: Gesuch des Wilhelm Reichardt I. und Gen. wegen Erlaß von Schulkosten. 3. Einspruch des Heinrich Graulich, Heinrich Schmidt und Heinrich CBaumann in Reinhardshain wegen Heranziehung »u den Kosten der Kirche. •* Die Zehnerkarten Im Stadtthea- tec. Aus dem Stadttheaterbureau wir- uns geschrieben: Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerffam, daß am 15. Januar die Möglichkeit Des Erwerbs der Zehnerkarten erlischt. Die Dortieile dieses Zehnerkarten-Systems sind nicht ver- Eirtn6ar, und diese Einrichtung hat sich in der Kerzen Zeit ihres Bestehens bereits bestens bewährt. Neben der Preisverbillignng von 15 Pro- Snt, sei nochmals auf die Möglichkeit der freien ageswahl hingewiesen, zumal für solche Theater- Eesucher, die sich aus beruflichen Gründen nicht □n einen bestimmten Theatertag binden können. Außerdem bedingt die Anpersönlichkeit des Zeh- rrerkartenblocks, sowie die Benutzung mehrerer Sorten gleichzeitig sehr große Vorteile, die restlos Bern Publikum zufallen. Die Karten haben Gültigkeit für alle Schauspielvorstellungen. Eine große ^jahl Interessenten hat sich für diese Neuerung Üte8 Theaterbesuchs bereits gefunden. Der Intendanz ist es jedoch darum zu tun, möglichst allen Greifen der nichtabonnierten Theaterbe ucher diese 'i-.r-i MH MM M! K \<5k Sf’ E UMklllg ZW NkSvllMMk I oer SlM Giesen. Auf Grund des Artikels 15 der Städteordnung vom 8. Juli 1911 und der Artikel 2 und 3 der Allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 wird auf Beschluß des Stadtrats der Stadt Gießen vom 20. August 1930 nach Anhören des Kreisausschusscs mit Genehmigung des Herrn Ministers des Innern vom 22. Dezemoer 1930 zu Nr. M. d. I. 51180 zum Ortsbaustatut für die Stadt Gießen folgender Nachtrag erlassen: Zu Artikel 29 der Allgemeinen Bauordnung: In dem Gebiet, das an der nordwestlichen Seite von der Wieseck, südöstlich von einem Teil der Straße am Nahrungsberg und der Gnauthstraße, nordöstlich von einem Teil der Gartenstraße und südwestlich von dem entsprechenden Teil der Bleichstraße begrenzt wird, dürfen Anlagen der in § 16 der Gewerbeordnung bezeichneten Art, sowie Betriebe die durch starkes Geräusch oder übelriechende Luft für die Bewohner lästig werden , nicht errichtet werden. Diese Bestimmung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. 370C Gießen, den 8. Januar 1931. Der Oberbürgermeister. 1.23.: Dr. Hamm. Brennholzversteigerung -er Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Jrtifag, dem 16. Januar 1931, 9v/j Ahr beginnend, aus Abteilung 54 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen, versteigert werden: 370C 136,9 rm Buchenscheiter 1. und 2. Kl. 38,4 rm Eichenscheiter 1. Kl. 29,8 rm Buchenknüppel 24,3 rm Eichenknüppel 1345 Wellen Buchenreiskg 3. Kl. 105 Wellen Hainbuchenreisig 3. Kl. 28,0 rm Buchen- und Eichenstöcke. Zusammenkunft: Alter Anneröder Weg, 8. Schneise. Gießen, den 12. Januar 1931. Der Oberbürgermeister. 1.23.: Dr. Rosenberg. Nutz- und Brennholzversteigerung Dienstag, den 20. d. 21L, von vormittags 10 Uhr ob, in der wirtschaft „Zur deutschen Eiche" zu Klein-Linden aus den Forstorten Tarinacker, Tiefental, Wüstung, ^-tempelschlag, Fuchsbau und Hexenbusch der Försterei Grohen-Linden: 389u I. Ruhholz. Abschnitte N: Kiefer SIL 2a 1 Stück - 0,36 fm; Fichte Kl. 1b 1 Stück - 0,19 fm; Derbstangen.- Fichte 1.Kl. 66 Stück, 2. Kl. 48 Stück, 3. Kl. 11 Stück; Rußscheit rm: Kiefer 7,8 (2 m lang); Ruh- kuuppel rm: 10,7 Eiche (2,5 m lang, Gartenpfosten), 10,8 Fichte (3 m lang). II. Brennholz. Scheiter rm: Eiche 36 1. Kl., 1,8 2. Kl.; Kiefer 57 1. Kl., 20 2. Kl.; Fichte 4 l.Kl., 14 2.KL; Knüppel rm: Eiche 59, Kiefer 5 l.Kl., 10 2.KL; Fichte 12 I. SU., 6 2. KL; Reisig 3. KL (Asireisig) 100 wellen: Eiche 21, Kiefer 10, Fichte 6; Stöcke rm: Fichte 23. Vom Brennholz kommen die blau unterstrichenen Nummern nicht zum Ausgebot. Es wird vorherige Besichtigung des Holzes empfohlen. Gießen, den 12. Januar 1931. Hessisches Forstamt Schiffenberg. __________Nicolaus. Nutz- und Brennholzversteigerung im Fürst zu Solms-Brounfelsschen Forstrevier Hungen am Freitag, dem 16. d. HL, 10 Uhr vormittags, in der Gastwirtschaft Strack zu villingen. Zum Verkauf kommen aus dem Distrikt Dietrichsberg bei Villingen: 376D 2 Stück Eichenstämme, 7 bis 14 m lang und 15 cm Durchmesser 49 „ Fichtenderbstangen 1. bis 3. Kl. 24 „ Buchen-Langwied Buche: 21 rm Rollen, 278 rm Scheiter, 264 rm Knüppel. 36 rm Reiser- knüppel, 131 rm Astreiser und zirka 165 rm Schlagraum. Ein Führer zur Besichtigung des Holzes steht am Verkaufstage, 7 Uhr morgens, am Bahnhofe Villingen.________________ Brennholzversteigerung Dienstag, den 20. Januar, vormittags 10 Uhr anfangend, werden im Gasthaus „3um Bahnhof", dahier, folgende Mengen Holz öffentlich verkauft. Distrikt 38, 45b, 19a, 45a und 52: 263 rm Buchenscheit (Rollen) 803 rm Buchenknüppel 369D 14 420 Stück la Buchenwellen 485 rm Eichenscheit (z. T. Küferholz) 385 rm Eichenknüppel Brandoberndors, den 12. Januar 1931. _____Der Bürgermeister: Stahl._____ Lm Aachtraqsvoranschlag der Gemeinde Stangenrod für 1930 Rj. liegt vom 13. Januar 1931 eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einwendungen offen. Zu der beschlossenen Nachtragsumlage haben auch die Ausmärker beizutragen. Stangenrod, den 10. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei. ___________Knau h.________387V Eberversteigerung. Donnerstag, den 15. Januar 1931, nachmittags 2 Uhr, soll der abgängige gut genährte Gemeindeeber auf dem Hofe des Eberhalters freiwillig meistbietend versteigert werden. 378V Hessische Bürgermeisterei Saasen. Schmitt» Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 7. Januar 1931 bei der Firma Zoellner werke, Aktiengesellschaft für Farben- und Lackfabrikation vorm. 5. h. Lohn, Reukölln bei Berlin, Zweigniederlassung vadenburger wühle bei Gießen folgendes eingetragen: Die Zweigniederlassung ist erloschen. ‘ 375V Gießen, den 10. Januar 1931. Hessisches Amtsgericht. Brennholzversteigerung Mittwoch, den 21. Januar 1931, vormittags 10 >2 Ahr, werden in der Gastwirtschaft „Zum Steinernen haus" zu Rain- roo aus sämtlichen Staatswalddistrikten der Försterei Rainrod versteigert: 379V Scheiter rm: Buche 1. Kl. 441, 2. Kl. 193,1, Hainbuche 3,2, Eiche 1. Kl. 10,4, 2.Kl. 0,9, Birke 2.Kl. 0,6; Knüppel rm: Buche 1. Kl. 108,1, 2. Kl. 86,2, Hainbuche 2, Eiche 1. Kl. 160,2, 2. Kl. 40,2, Esche 1, Aspe 1,2, Erle 16, Weide 1,8, Lärche 37,1, Weymouthskiefer 3, Fichte 1. Kl. 4,5, 2. Kl. 60,3; Reisig 1. kl. (Knüppelreisig) rm: Buche 251,f. Eiche 401,8, Aspe 1, Weide 2; Reisig 2. Kl. rm: Buche 62, Eiche 128,8; Reisig 3. Kl. rm: Buche 27, Eiche 8; Stöcke rm: Buche 1. Kl. 78,3, 2. Kl. 56,2, Eiche 5,5. Das Holz lagert meist an chauffierten Abfuhrwegen. Besichtigung des Holzes wird vorausgesetzt. Blau gestrichenes Holz wird nicht oersteigerL Nähere Auskunft erteilt Herr Förster Ruppert zu Rainrod und die unterzeichnete Stelle. Hessisches Forstamt Eichelsdorf. Mittelmeerfahrten Lieber 25 lahre hat er mit außerordentlicher Gewissenhaftigkeit seinen Dienst bei der Sparkasse versehen. Mit ihm ist ein Mann von lauterstem Charakter und seltener Pflichttreue dahingegangen. 372 d Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. ou* ^n0e3taiien TM Am 10. d. M. verschied unser früherer langjähriger Kassenbote Herr Karl Zinßer. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. | Verkäufe | Haus Stadimme mit leer- loeröenbet moderner 8- 21mm r-Wohnung 4U vertäuten. 5dir. Angeb. unter 0-04 an den (Aieir. Anz. Haus mit Metzgerei unter nüniitnen Bedingungen au rerk. Schr. Antr. uut. 0208 an den Gien. Anreig. 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Januar 1931. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Januar, nachmittags 3 Uhr, Sonntagnacbmittag 5 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, öroßvater, Schwager u. Onkel Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Hofmann X Heuchelheim, den 11. Januar 1931. Die Beerdigung findet Mittwoch, 14. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Marktstraße 15, aus statt. 3300 Statt Karten! 151 D Danksagung. Allen denen, die unserer lieben Entschlafenen Frau Emilie Elender, geb. Müblenbenricb im Leben Liebe erwiesen haben, ihr auf ihrem letzten Wege das Geleit gaben, durch Kranzspenden sie ehrten und uns ihre Teilnahme bezeugten, sagen wir hiermit herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familien Klenker und Dunkel. Gießen, den 13. Januar 1931. I. A.: med. F. Stenger X. ______________________________________371 n Die V. K. D. St Hasso-Rhenania gibt in tiefer Trauer Kenntnis von dem Ableben ihres lieben A. H. Studienrat PraL D. Dr. Theodor Friedricb rec. 8. November 1898 gest 6. Januar 1931 zu Mainz. 321 L Zahlung, und zwar: 377V Göttingen (Äürgerstraße 23), 11 Ianuar 1931 z. Z. Universitäts-Frauenklinik Professor Martins Mittwoch, den 14. Januar 1931, versteigere ich zwangsweise gegen Bar- Gießei vZitiert; $ Lutz und Ilse Daniel, geb.Stern zeigen hocherfreut die Geburt ihres Töchterchens Marianne an Cch Original' Minister Schasweid k-Hk Pachtung. Die Schafweide der Gemeinde wieseck soll ab 1. April 1931 auf weitere 3 Jahre verpachtet werden. Die Verpachtung erfolgt auf dem Submissionswege und sind die Offerten bis zum 16. Januar, nachmittags 3 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. 293V Die Bedingungen liegen zur Einsicht offen. Wieseck, den 10. Januar 1931. Hess. Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r. Absturz zw Start und voi hat die Gcnw beeinträchtigt, abgcdämpst: 1 Fälle seien d sloslüberlastuitz Das Wagnis jung blicken mi die bkaugraue Aalen ein Zeu den Ozean nach Der Geschwo Fliegerei der g bat den erster gestümen Wa, scids. Äoch nit schwader bezl Einzelllieger Flug Über dc und ihre Leist derslug nicht eine Fkiegertr buchen können, Der erste süd 1922 von den bvutinho aus i Happen von L A. März bis * 1926 svlc E den Svanic Bei Blutarmut,Nervenschwäche und deren Folgeerscheinungen: Ferromaron Flaschen zu Mk. 2.35 u. 3.00 Fabrik Enßclapothekc In allen Apotheken zu haben. Deethove nach Cze ut die Art d ■ kette. Zieles ^nächst ein & ?.'^nn sich t «M Mfe | Platzen ftclli I .'e.'ner DurW ] auch geist °uszubreiten . v°cher bestehe. ii Gesänge,i un ^bnis ist ql ' n ~ Für ^-Fantasie GL | Egas A® iß ei E i öchrj»t 'ein, tu kl». ÄL"' M 2 A Sie 0211 Januarversammlung fällt weaen des OI-iC.-Balle* nuS. Auskünitetnriiechls-, Slraf-.rramil.-Amie- lenenjcitcn, Gesuche, Bernäge, Beobnch- timnen. Ueberwnctg. und Ermiiiluunen vreiSw..sircna dtokr, u. an all. Crieti ert ii. erlehtflt Detektiv- Bnrsan-n.Äus’zcnitel Inh.K.Qerz.Baj-ZCan* helm.Knritr.17. « ausmann aus achtv. ländlicher Fannlte, 24 Jahre alt.ev., in.Vermögen, wünscht iung^ foltoeS Mädcl vom Laude kennenzuleruen zwecke späterer Heirat. Etwas Berniöaen erwünscht. Zufchr. IN. Bild, daS AUTÜtf' aesandt wird, unter 0214 a. d. (Mte&. Anz. Fox. mbl., in nute Hände unentgeltlich abutgeben 0203 Hoimannttr. 9. Arin.Erwerbsl.ver" lot einzeln. Spangen» scänh f.Ehefi .lLet >g. Weg-Aulw. Lteb.ast.) Bilie RuLi.t.!i>undb. od. Letbaest. Weg 48, Sonntag nachmittag Aw 4 und 5 Uhr schwarz-weiß. Armband verloren? Gegen gute elobn, abAug.,da Andenken, aus oem rZundbiiro deS Polneinrms. v 3930 miltrood), 0.14.3fliL abends 8l ? Ubi: Hindenburg. Stadttheater Mittwoch, 14. Jan. von 19' 2bis 22' ,Uhl 14.Milllv0lV'M. M (Äemöhnltche Preis« DerKaiservon&merikt Eine volltische !lo modle tn 3 Aktei von Bernd. Sbaw Deutsch ton Sie- fried Trevusch. 1. um 11 Uhr norm, an Ort und Stelle: einen Dreschwagen (Hava) mit Gebläse und Strohpresse. Zusammenkunft der Steigerer vormittags 11 Uhr an meiner Wohnung, Wiesecker Weg 16. 2. Rachmitlags 2 Uhr Neuenweg 28, „Zum Löwen", dahier: eine Schreibmaschine (Deutschland Nr. 321), eine Schreibgarnitur (dreiteilig) aus Marmor, acht Rohrplattenkoffer (Reisekoffer), sechs Korbsessel, drei Kindersessel, drei Handarbeitskörbchen, einen Blumenständer, eine Truhe, zwei Kinderbänkchen, einen Liegestuhl, 20 größere Einkaufskörbe. Aus freierHand: einen Brutapparat. Ferner an Ort und Stelle: einen großen Warenschrank mit vier Schiebetüren, drei Warenschränke mit Glastüren, eine Ladentheke mit Ausstellungskasten, einen Aktenschrank. Die Versteigerung zu 1 und 2 findet bestimmt statt. 3. drei Schreibmaschinen, eine Ladentheke, eine Registrierkasse, einen Eisschrank, ein Fahrrad, Nähmaschinen, Schreibtische, Büfetts, Chaiselongues, Sofas, Vertikos, ein Klavier, einen Bestrahlungsapparat, Kleiderschränke, zwei Klubsessel, eine Truhe, Zimmerteppiche, zwei Rohrsessel, einen Schreibsekretär, einen Spiegel, drei Oelgemälde, 15 Bilderblätter, eine Kaffeemaschine, zwölf Dutzend Alpakabestecke, einen Oefo- nomlewagen. Funker, Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 25SE Der Vorstand 331 D Gewerbe-Verein Gießen Am Donnerstag, dem 15. Januar 1931, 8 Ahr, im Gewerbehaus, Goethestraße 7 Mitgliederversammlung Tagesordnung: 1. Einweihung des Krausmüller-Saales 2 verschiedenes M""""*! 10. teile Hopog-Mirtetmeerfohrt 25. Mai bis 10. 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Januar 193( Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für ©bertjeffen Nr. 10 Zweites Blatt IBH Rai ■ 1SliiSfimiteinlMik sirakyomibiliitt' haben. 23),li3ünudr 1931 init Professor Mriius liel, geb. Stern freut die Geburi ihres Marianne an 931, Heren Bitt' 377D d Stelle: mit Ge- lefleiweitcn.tieiudjt Zernage, $oM* \WViAXe\nxxMi unb liuniuteti pxelSro-itrcnobnfi u. an all. Crien tu ii. erledig! Dtiüti Bnrean-iiAniSuiU Inb.K.aerz.Bil-äU' heln.Knrilr.17. hat die Genugtuung über Balbos Erfolg nicht Eecinträd)tigt, aber den Lärm des Jubels etwas abgcDämpft: Balbo sagt schlicht und einfach, solche Äälle seien das Risiko, das bei der “Brenn- siossuberlastung nicht auszuschalten gewesen wäre. Das Wagnis ist jedensalls gelungen. Alt und jung b.tden mit berechtigtem nationalen Stolz auf i?ic blaugrauen Flieger, die als beschwingte CBoten ein Zeugnis von dem neuen Italien über den Ozean nach Lateinamerika trugen. Dör Geschwaderflug ist ein Ereignis für die Fliegerei der gesamten Welt, mit Recht vergleichbar den ersten Flügen Wrights und dem ungestümen Wagnis Lindbergs und Köhl-Hüne- fclds. Roch nie ist der Ozean von einem Fluggeschwader bezwungen worden. Zwölfmal sind Cinzelflieger in den letzten acht Jahren zum Flug Über den südlichen Atlantik ausgestiegen, unb ihre Leistungen werden durch den Geschwaderflug nicht beeinträchtigt, aber noch nie hat eine Fliegertruppe eine ähnliche Gesamtleistung buchen können, wie die italienische. Der erste südliche Ueberseeflug wurde im Jahre 1922 von den Portugisen Scadura, Cabral und Coutinho aus dem Wasserflugzeug „Fairey" in Etappen von Lissabon nach Rio de Janeiro vom 30. März bis zum 16. Juni durchgeführt. Im Jahre 1926 folgte der Dornier Wal ..Plus Ultra" Lnit den Spaniern Franco. Ruiz de Alda. Duran und Rada, die Buenos Aires von Spanien aus ebenfalls in Etappen erreuykn Der Dritte Flug wurde 1927 von den Brasilianern De Barros. Cunha Braya und Cinquini auf dem Savoia 55, „Jahu" von Gibraltar nach San Fernando di'Roronha zurückgelegt, als Dierter überquerte 1927 der Italiener De Pinedo mit bei Prete und Zaechetti ebenfalls mit einem S. 55 den südlichen Ozean von Porto Praia nach San Fernando bi Roronha. Jrn gleichen Jahre folgten Garte Borges, Jbarra unb Rigoli (Hruguai) in ostwest.icher Richtung, hoch würbe chr Dornier Wal bereits bei Capo Judi in Westafrika zerstört. Glücklicher war ber Dornier Wal ber Portugisen De Beires, De Castilho unb Gouweia, bie Steigerer icr W Der Route, Die nicht zuletzt von Deutschem Wagemut bezwungen wurde. Das italienische Fluggeichwader hat mit der Strecke Bolarn a—P ort Ql a t a l seine cigcnt- liche Probe bestanden, wenn auch das Ziel noch rund 2400 Kilometer entfernt ist. Die beiden Etappen von 1000 unb 1400 Kilometer über Bahia nach Rio de Janeiro Dürften keine Schwierigkeiten mehr bereiten, da die italienischen Flieger an derartige Streckenflüge durch sorgfältigste Ausbildung schon gewöhnt sind. Der Uebcrfceflug ist, von einem Geschwaders lug nach London und Berlin abgegeben, die dri11 e Unternehmung größeren Stils der italienischen Fliegertruppe. Im Jahre 1928 durchkreuzten 61 Aufklärungsflugzeuge 2800 Kilometer des westlichen Mittelmeeres. Im Jahre 1929 trugen 36 leichte Bomben-Wasserflugzeuge die italienischen Farben nach Griechenland, der Türkei, Bulgarien. Rumänien unb Rußland. über rund 4600 Kilometer. Weit größer finb die Anforderungen des gegenwärtigen Fluges der schweren Bombenflugzeuge.' der rund 10 400 Kilometer beträgt. Zwölf Monate lang ist bie Mannschaft des Ueberseegeschwabers in Orbetello einer besonderen Vorbildung für die neue Aufgabe unterzogen worden. Gewiß, es waren nur 56 Mann, und doch hebt auch diese Zahl bie durch- schnittliche Fähigkeit bes italienischen Militärfliegers. Auf die Gesamtleistung allein kommt cä*an; unb es ist bezeichnen!), baß in ben Meldungen über die Ankunst in Brasilien hier weder die wohlbehaltene Qlnhmft des Generals Balbo noch die fehlenden Flugzeuge überhaupt erwähnt, sondern nur ber Erfolg bes Geschwa - ders festgestellt würbe. „Wie ber Ausgang bes Fluges auch sei", erklärte Balbo vor seinem Start, „wir sind ruhig. Ich, der ich den Aufbau des Militär- unb Zivilflugwesens ber gesamten Welt kenne, erkläre mit Bestimmtheit, bah gegenwärtig ein anderes Volk, bas denselben Weg wagen wollte, vielleicht das gleiche leisten könnte wie w r. aber nie Besseres toie toi r." Mit dieser Heber- imng. i Mcseck 3 Jahre hing er= und sind ir, nach- Mislerei 293D Einsicht „Das Zlötenkonzeri von Sanssouci." Dieser tönende Film schließt sich - nicht historisch-chronologisch, aber in der Anlage, im Stil unb vornehmlich in der f)auptroUenbefeyung - an die vor Jahren erschienenen stummen Fridericus-Fllme an Und die Klangsasjung ist hier nicht einmal von wesentlicher Bedeutung, da die Regie von Gustav U c i ck y den ganzen Streifen in erster Linie auf eine schone und möglichst getreue Bildwirkung angelegt hat. wie denn die große entscheidende Szene, die dem Ganzen den Namen gab. und schon zuvor die berühmte Tafelrunde sich eng die klassischen Vorbilder der Menzeljchen Malerei anlehnen Verblassend ist wiederum, wie schon früher, die Maske, in der Otto Gebühr den König darstellt, er entspricht dem Bilde, das man sich nach der porträtmäßigen and literarischen Ueberlieferung macht er überzeugt auch im ruhigen, sicheren Sprechton und in der zugleich geistig überlegenen und menschlich sympathischen Darstellung die Friedrich II nicht nur als König unb Feldherrn behandelt, sondern gleicherweise auch als Diplomaten und als ritterlichen Kavalier Die Fabel des Films, die ins Jahr 1756 kurz vor Ausbruch des siebenjährigen Krieges verlegt wird, ist an sich ziemlich dürftig und kaum ausreichend für einen Streifen von solchem Format: wie weit sie historisch ist fällt hier nicht ins Gewicht Sie ist ledenfalls mit viel Geschick und manchem hübschen Einfall gestreckt — aber man Lochschulnachrichten. Dcr durch b;c Emeritierung von Pros. C. Grün- berg an der Universität Frankfurt erledigte Lehrstuhl der Rationalökonomie ist dem ordentlichen Professor Dr Adolf Löwe in Kiel, an» geboten worden. Pröfesfor Dr Ricolai Hartmann in Köln, dem als Rachfolger von Prof. Ernst Troeltsch ber Lehrstuhl ber Philosophie an ber Universität Berlin angeboten wurde, hat Den Ruf zu Ostern 1931 angenommen Prof. Hartmann, ber feit fünf Jahren bem Lehrkörper ber Universität Köln angehört. war früher Paul Ratvrps Rachfvlger in Marburg Seine zahlreichen Veröffentlichungen liegen auf Dem Gebiete ber Erkenntnistheorie^ Ethik unb Ontologie. räche nßen: in Erft Originalaufnahme vom Start Der- 14 italienischen Flugzeuge, die unter Führung des Luftfahrtministers Balbo in 17 Stunden ben Ozean von Westafrika nach Brasilien überquerten. man bie „Fantasie quasi Sonata" (Apres une Lecture du Dante) als einen geistigen Vorläufer ber Danke-Symphonie bezeichnen. Wie schon bei Schumann, bewies sich auch hier Luise ©meiner auf ber Höhe ihres Könnens: sie gab bem Rhythmilch-^estrafften, Rhapsobischen ebenso Geltung wie bem thematisch Durchbrochenen unb bem klanglich Sublimierten. Im Erleben unb Er chließen des geistigen Geschehens im Werke zeigte sie sich hier als eine Pianistin großen Stiles. Daß ber Konzertgeberin bret Zugaben abgenötigt würben, mag als Maßstab für ben Erfolg gelten, ben sie sich beim Publikum erspielt hakte. _ Vielleicht wäre es für fommenbe Veranstaltungen ratsam, mehr Gewicht auf bie Durchheizung ber Aula zu legen. Dr. H. zeugung stieg Balbo vor Orbetello auf. bet jüngste Luftfahrlminister Der Welt, der anderen „die Hingavc an eine Ausgabe, die bie Ehre unb das Leden auf das Spiel setzt, nichts zu- muten will, ohne sich selbst der gleichen Sache ganz zu ver chreiden". General Balbo ist einer Der bekanntesten Führer des Fasch.smus. dessen Figur als Oua- drumvir des Marsches auf Rom mit ber faschistischen Revolution aus bas engste Der-unDcn ist. Am 5. Juni 1896 in Ferrara geboren, zählt er erst 3 4 Jahre unb dock blickt er auf eine langjährige Tätigkeit im D.enste des faschistischen Regimes als Bcsehlehaoer ber Miliz, Unterstaats etretär im Wirtschafisministerium, Unterstaatssekretär unb schließ.ich Minister füc Luftfahrt zurück. Als ber Weltkrieg ausbrach, gehörte er allerbings zu ben Interventisten. Als Offizier ber Alpenjäger nahm er freiwillig an bem großen Ringen teil. Rach bem Waffen- ftillftanb gründete unb leitete er in Udine die Zeitung ..L'AlPino", widmete sich bann dem Studium Der Volkswirtschaft und gab sich schließlich. nach Ferrara zuruckgekehrt, ganz Der f a - schiitischen Revolution hin. In seiner Heimatstadt gründete er u. a den beute noch bestehenden „(Sortiere Padona". Im Jahre 1926 vertraute ihm Mussolini das Unterstaats- s e f r e t a r i a t für Luftfahrt an. In wenigen Monaten bestand er seine Pilvtenprüsung und machte sich gleichzeitig an die Reuord - n u n g ber italienischen Zivil- unb Militärfliegerei, bie unter seiner Leitung zahlreiche Einzel- unb Gesamtleistungen buchen konnte, weil das italienilche Flugwesen durch keine erniedrigenden Fesseln eines sogenannten Friedensvertrages an seiner Entwicklung gehemmt ist. Balbo wurde im August 1928 zuni General unb etwa ein Jahr später zum Minister ernannt. Aber er vergaß sein jour- nalistisches Herz nicht. Davon zeugen selbst feine Flugberichte, Denen nicht nur die italienische Oessentl.chkeit. sondern die ganze Welt mit Spannung folgte. Gießener Konzertverein. V Konzen. Klavier-Abend tune Gmcincr Beethovens Fantasie in O-Moll, op. 77, stellt nach Czernys Angabe ein Musterbeispiel für bie Art- bar, wie Beetyoven frei improvisierte. Dieses aus bem Augenblick geborensein prägt sich im Ausbau bes Werkes ab. Cs gilt zunächst ein Sammeln, ein Tasten, ein Suchen, Vis bann sich enblich greifbares melodisches Gut findet, das der augenblicklichen inneren Verfassung zu entsprechen scheint, es wird aber wieder verworfen, unb erst nach verschiedentlichen Ansätzen stellt sich bas erwünschte Thema ein. In feiner Durchsührung vermögen sich nun Können wie auch geistige Haltung bes Improvisierenden «auszubreiten und auszuwirkcn Ril)t burch eine worher bestehenbe Form wirb ber geistige Gehalt «ingefangen und g.Kunden, sond.rn bas Schaffens «rlebnis ist gleichzeitig ber Jmproviiationsvor- «iang. - Für ben Wiebergebenden biefer Beethoven-Fantasie besteht bie Schwierigkeit barin, Daß er keinen geschlossenen Formkomplek vor- , linbet, ber ihm bas Einbringen in bas Wesen I R's Werkes erleichtert, zu bem Erfassen bet geistigen Hintergründe muß ber günstige Moment 1>es Augenblicks hinzutreten als innerlicher Aufschwung Deshalb ist es nicht immer ratsam, diele Fan- tafie an ben Anfang bes Programms zu sehen , Luife ©meiner wird man bei pielsweiie zu.ben Individualitäten rechnen mülsen. bie erst im Laufe ler Darbietungen zur vollen Entfaltung ihres Innern gelangen Es soll hiermit kein Werturteil gefällt werben, aber es mag hierin ber ©runb ^u sehen fein, weshalb ihr bei ber Fantasie ber Hchritt vom Wollen zum inneren Mülsen noch -nicht möglich wat. Der erste Eindruck wat ber ünes Achtungserfolges. Jedoch bei ber Wald- Lein-Sonate horchte man auf, selbst angesichts bet Erinnerung an die Eindrücke, die Wilhelm Backhaus vor zwei Jahren mit diesem Werke Vermittelte. In sehr feiner Weise gelang ihr die tzrschliehung des Hauptthemas im Rondo im Wi rerschein der Rebenchemen. in ber Coda klang laß mit bewegter Lebensenergie erfüllte Werk jubelnb aus Konnte man hier ihre tetnbif'e’-en^i rte.mu.ilalb ! zche Art der Erfassung, bie Fähigkeit im Ausbau iiveg 28. ■ Öland urldrei- ohrplat- 5 Korb- >i chand- menftiiy iberbän’-' Zünshunderimal um den Aequalor... ... reicht das deutsche Fernsprechnetz. - Ein halbes Jahrhundert deutscher Telephonverkehr. - Von 200 zu 3'/4 Millionen Fernsprechanschlüffen. - Japan telephoniert mehr als Deutschland. Von Or. Ignaz Sauer. den der Generalpostmeister Heinrich Stephan am 16. Juni 1880 zur Anmeldung von Fernfprechver« bmbungen veröffentlicht hatte, meldeten sich zunächst nur acht Personen, von denen einige von Italien aus m Etappen Rio de Janeiro erreichten. Roch immer ‘im Jahre 1927 fanden Saint Romain, Mouneyres und Petit (Frankreich) mit ihrer Farmanmaschine das Grab in den Wellen. Ihre Landsleute Costes unb Le Dri? überquerten Dafür aui ihrem „Rungesser Coli" (Breguet) zum ersten Male den Ozean ohne Zwischenlandung von Senegal bis Port Ratal. Diese Leistung wurde im nächsten Jahre (1928) von ben Italienern Del Prete und Ferratin auf einem Savoia S. 64 durch einen 8000-Kilometer- Flug von Rom ohne Zwischenwasserung bis Tutos in Brasilien überboten. Doch kehrte leider nur Ferratin in seine Heimat zurück. Del Prete fand bei einem gluguniall in Rio be Janeiro den Tob. Im Jahre 1929 erreichten zwei Mannschaften — die Spanier Jimenez und Iglesias sowie Challe und Latte Borges aus Hru- guai — von Sevilla die südamerikanische Küste, die ersten in Bahia, bie zweiten bei Matajvua, beibe auf einem Breguet XIX. Der zwölfte Ucberfeeflug wurde von den Franzosen Mermoz Dabry unb ©imie aus einem ßete 28'3 im Mai 1930 von Senegal nach Port Ratal aus- geführt, während der Rückflug in westöstlicher Richtung mißglückte. Diese kurzen Daten bringen bie heldenhafte Aufopferung f o D i e - ler Jünger des Flugwesens wieder in Erinnerung, die allein auf ber südlichen Halbkugel der Welt zu verzeichnen ist unb bie Enttäuschungen unb Erfolge auf ber noch schwierigeren nördlichen Strecke besonders beleuchten (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Rom, Januar 1931. Das Dreikönigsfest ist hier der Tag Der Kin- idetbescherung, und am Abend vor. Epiphania fiert die römische Jugend triumphierend ihr Dasein durch ein ohrenbetäubendes Blechtrom- tctengetutc. Diesmal brachte bie „Befana" xanz Italien ein befonberee Geschenk, ber Triumph ber Heberfeeflieger k ang in i icr Königshhmne unb bem Faschistenmarsch aus, «IS die Rachricht über bie glückliche Wasserung | »on zehn Flugzeugen des Balbog.schtoaders sich I wie ein Lausseuet gegen 21 Hhr burch Rom unb | Dann wenige Minuten Darauf burch ganz 3ta- * ien verbreitete. Die kurz danach herausgege» >enc, zunächst zurückgehaltene Rachricht von bem Zweifellos ist für bie Oefsentlichkeit ber Tag, an dem eine größere Anzahl von Fernsprechapparaten zum ersten Mal zur öffentlichen Benutzung fi eigegeben wurde, am bedeutsamsten, und wir haben also recht, wenn wir das Jubiläum nun endgültig auf den 12. Januar verlegten. Auf den Aufruf. 'en 6M.P825bl1 u6" SS "TääÄ ,R6-AM£RIKAuHlt'G^y LlOYD, BRBIABN er,ka Linie iverlnfer 11 '"3 bsturz zweier Flugzeuge gleich beim Start unb vom Tob 5 tapferer Flieger ebenso wie auch ihr ausgeglichenes, wenn auch zuweilen in ber linken Hand etwas zu stark her- vortretenbes Spiel anerkennen, so gewann man boch erst bei ber Wiedergabe von Schum anns Fantasie (op. 17) ben grundlegenden bestimmenden Eindruck über ihr pianistisches Können wie auch über ihre Gestaltungskraft. Dieses "Werk, in Ausbau und geistiger Haltung besonders typisch für Schumanns Schaffenseigen- art, war zunächst als „Obolus auf das Denkmal Beethovens', das in Bonn errichtet werden iolltc, gedacht. Denn Schumann beabsichtigte zunächst Den Ertrag aus diesem Opus bem Denk- malfonds zur Verfügung zu stellen. Den Plan ließ er |pater fallen, )at> auch von den ursprünglichen Heberschriften über die einzelnen Sähe ab (. Ruinen", „Trophäen", „Palmen") unb benannte bas Derk als „Fantasie" und widmete es Franz Lilzt Den romaiuifajen Charakter bezeichnen am besten die Moktoworke Schlegels „Durch alle Töne tönet. ." Die inneren Kämpfe um Clara Dieck finden hier ihren Rieberschlag, dafür spricht eine Stelle aus einem späteren Bries an Clara „ Die Phantasie kannst Du nur verstehen, wenn Du Dich in ben unglücklichen Sommer 1836 zurückversetzest, wo ich Dir entsagte, jetzt habe ich keine Hrsache, so unglücklich und melancholisch zu komponieren." Die Luise ©meiner bie „Fantasie" erfaßte und burchsuhrte, mußte Begeisterung erwecken. Sie fanb ben Ausdruck für das Stürmen und Drängen, für bas innerlich Erlebte unb Bewegte des ersten Satzes ebenso wie für bas Sieghafte, Kraftvolle des zweiten, es war erstaunlich, welche Klangfülle unb Steigerungs- fähigkeit sie dem Instrument abzugewinnen vermochte Richt minber aber blühten in k angschöner Kantabilität die poclieerfüllten Zwischensätze auf, im letzten Satze Klänge von entmaterialisierter Gelöstheit und ätherischer Leichtigkeit. Weichströmende Gesang ichkeit, Längliches Zerfließen. rhythmische Bravour kennzeichneten die beiden Gaben von Chopin (Rocturno m ris- Dur op. 15 Ar 2 und Bolero in C-Sur op. 19). Am Schluß dcr Vortragssolge stand ein Werk, das man einmal als den Rachklang der glücklichen Tage amehen kann, die Liszt mit Marie d Agoult in Bellagio am Corner-See oerleote. »um andern a -er gab bie Lektüre von ..Dantes | hehrem Gedicht" den innern Anstoß; so kann statt- > Laden- \ einen ihinaO 'ein ;apPaI": ejfe l,«'"' ««lüg ::ü. Kaufmann aus iidjib. landliic Familie, 24 Zal« alt,tDjn.8ermw münichliunglloli» Mädel vom ra« kenneniuleriien zwecks eptiterf Heirat. EiwaS Letm«« et wuMt. ou* m.M daSrui» aefanbt ölrU™ ü21UbJiie&j5 Fos, robL in «u L'äade unenlaelt» fei LKS ieiibf.6belr.i8»-6 "eg.2lulw.LM Sonntag nachlli»m"v4^ ou"r schwau"° ' Armband verloren UlUWti',1* Stattfgg erklärten, die Spielerei ginge sie zwar nichts an, doch möchten sie ihrem Freund Stephan gern gc» fällig sein. Schließlich stieg die Zahl der Teilnehmer aus 48, dann auf 94, und nun warb Emil Nathe « nau, der Gründer der AEG., weitere 106 Personen, so daß das erste Fernsprechbuch immerhin 200 Namen enthielt Im Jahre 1888 hatte Berlin bereits 8000 Sprechstellen. Jetzt gibt es in Deutschland rund 2 Millionen Hauptanschlüsse, etwa 1,2 Millionen Nebenanschlüsse, dazu vielleicht 69 000 össent- liche Sprechstellen. Somit bedient die Reichspost die gewaltige Zahl von 3i Millionen Fernsprechern- schlösse Auch ohne diese Ziffern weiß jeder Mensch, welche Bedeutung das Fernsprechwesen in einem halben Jahrhundert in Deutschland gewonnen hat Es ist aus unserer Zeit nicht mehr sort,;udenken, und es ist uns so selbstverständlich, unsere Mitteilungen durch das Telephon zu machen, daß wir uns gc- wöhnlich überhaupt nicht mehr darüber Rechenschaft geben, wie gewaltig die technische Leistung der Fernsprechämter ist. In den Ortsnetzen Deutschlands werden die Fernsprecher durch Leitungen von nahezu 12 Millionen Kilometer Länge miteinander uppfltat ’it: . Dänke hefe mit 2lkten- Am 12. Januar waren fünfzig Jahre vergangen, seit das erste deutsche Fernsprechnetz in Betrieb genommen wurde Es ist bei manchen großen Erfindungen eigentümlich, daß man nicht genau sagen kann, wann sie gemacht worden sind. Sehr ost läßt sich nicht einmal der Erfinder mit Sicherheit angeben Da wir es aber lieben, in gewissen Abständen rückschauend die Entwicklung unserer Epoche zu betrachten, so müssen wir uns schließlich Darüber einigen, in welchem Zeitpunkt wir eine bestimmte Epoche der Technik beginnen lassen wollen. In Deutschland ist man jetzt überein gekommen, den 12. Januar 1931 festlich als den Tag zu begehen, an dem das deutsche Fernsprechwesen auf eine fünfzigjährige Geschichte zurückblicken kann. An jenem 12 Januar 1831 wurde das Berliner Fernsprechnetz als erstes in Deutschland eröffnet Aber schon vor vier Jahren hat man einmal ein ähnliches Jubiläum gefeiert. Am 24. Oktober 1877 gelangten nämlich die ersten ameritanischen Telephonapparate nach Deutschland und wurden sofort von dem Generalpostmeister Stephan erprobt Und am 5. November desselben Jahres wurden zwei Apparate, die Werner Siemens verbessert hatte, im Berliner Generalpoftamt in der Leipziger Straße und im Generaltelegraphenamt in der Französischen Straße in ständigen Betrieb genommen Wir hatten also schon im Herbst 1927 zweimal hintereinander Gelegenheit, das sünfzigjäyrige Bestehen des deutschen Fernsprechwesens zu feiern. Jeder Fortschritt, der von 1877 bis 1881 gemacht wurde, war wiederum Anlaß genug, ein halbes Jahrhundert später ein Jubiläum zu begehen. merkt eben doch an Dem Beiwerk von EpisvDen, AnekDoten unD Nebenhandlung, wie die Bearbeiter sich bemüht haben, diesen Mangel an filmaere'ch« tem Stoss auszugleichen und zu überbrücken, so daß das ganze Stück eigentlich mehr wie ein Spielfilm als wie ein historischer Film anmutet Die diplomatischen Borpostengefechte und Spionageaffären zwischen Potsdam und Dresden, wobei Friedrich der großen Koalition in der Rüstung zum Kriege zu-' vorkommt, spitzen sich zu jener Episode vom Flötenkonzert zu. Das wenige Minuten, vor Dem Ausmarsch Der preußischen Regimenter zu Ende geblasen wird. Htneinverflochten in diese ganz impressiv aneinandergereihte Bilderserie ist Die Liebes- unD Eifer- suchtsaffäre eines PolsDamer Offiziersehepaares, wöhrenD Der aufregenDe, aber ebenfalls etwas breit aufgenommene Stasettenritt des Kuriers und seine Verfolgung eine kräftige Spannung in Die Episode bringen. — Schöne, wirksam gestellte Bilder, eine teils anmutige, teils kriegerische Musik, die sich ebenfalls historischer Borbilder bedient Bon der übrigen Besetzung vor allem: Renate Müller, die hübsche und leichtfertige Majorin Lindeneck; R e h m a n n (Major) wirkt weniger mit schauspielerischen als mit reiterlichen Künsten. Walter Jans, sen: Maltzahn^ Raoul Aslan Brühl. Kayß« ter: Finkenstein: S o k o 1 o f f: russischer Gesandter. — Die Uebertragung war — von einigen Schwan- kunaen und Störungen in den Mi'telakten abgesehen — befriedigend Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus. —r— Valdos Geschwaderflug nach Südamerika Von unserem * v. Q.-Berichterstattcr. 'tnCcfler 4oÄ,e - 40? 11 y°0“'Wd «sssmü UTfd 3*1* Sumöni 41$ >003. (Ä«U . ° ^nbiifc G% 'Seutjfte von 1927 ’% StUtjdK Ä Von 1929 Dolchs A _Au-!o>..R ohne 8% Hell, vo lrkck,ah,b, vbnk,lcn ‘ «ueio|.,ffip «UlWffBj . ®n|d!)f G< firanlf. J®1 “nlün '-0 nronfl 4% Rdclnl Shu.Qtoio; San ÄS ’V1- ™®- adg. nen. vA dclAc C gai^*a® L-°i ä ME. 20UU 6 haben" Md^s 60 |i Mene Sonne" q Sonne v vnrte nn!< ,A anA AD w jM W > jN^?en- Mn! M!vc- ' k-n «gj MWbeo ®änner, on lrollbienft 1 ÄenSbr-t- f**«? Cltcfl 5W > mittag au, leiden. daß der Eis bahn heran« die Bcleuch und um « WtschaftA swnden m>4 Mio aber dlj >hn die cfc(B düWen i Sarslclli. Ee besondere in lauf Wähl zu kassieren Papiersähnc dieses Mn Wendsarbe will, die C des Eisver. angehalten diesem Zwe tatsächlich < sicherlich ge lichen Lor« dürsten de werben. Di ausgezeichr Freude er' werden, to bis abeul suchen kör auch der s Im 3 sportfesle! Sprinterk den berei Gillmeist« bürg) als Meter wi eines Ski Pelyer n ^arjes ( rechnen h Dieckmani gitter) qi Nachdruck verboten innerlich! And die 17. Fortsetzung. DaS Herz schlug ihm laut. Er war doch frei — frei — äußeren Fesseln — er mußte er abseits. — Aeberhaupt, .manchmal dachte ich schon, wir leben hier alle wie — in einem vergessenen Königreich, so einem etwas märchenhaften Reich, in dem nur ab und zu etwas von dem Windhauch aus der lauten Welt da draußen herüberweht —“ Wördehofs horte stumm zu. Ein wenig war er zusammengezuckt, als Nico- lette das Wort von dem — vergessenen Königreich sprach. Das gleiche Wort, das er seinem Stück gegeben hatte, von dem sie doch nichts wußte! And was er aus seiner Phantasie und Sehnsucht heraus in Worte und Gestalten geformt — Nicolette erlebte es hier in Wirklichkeit! Was war dagegen alle Dichtung? 3a — sie hatte hundertmal recht: Hier, in dieser Ruhe, lag das vergessene Königreich, um das sich in Berlin an seiner Bühne die Gemüter gestritten hatten. Du lieber Gott! Sowas konnte man ja eigentlich — kaum aus die Bühne bringen. Man muhte darin leben, und aus der Kraft solchen Lebens schreiben!! — Kein Theater, nein, sondern Bücher, Romane! „Ein Königreich, das man vergessen hat", murmelte er. „3a — Sie haben wohl recht, Fräulein Nicolette. And hinten über dem Städtchen steht das Königsschloß! And über die Landstraßen da unten zwischen den Bergen, fahren die Wagen, der Kutscher auf dem Bock, raucht seine Pfeife und blickt in die Wälder, und die Frauen und Kinder suchen nach Beeren und schönen gelben Pilzen. And des Abends in der Dämmerung klingen Lieder auf vom Heimatland, oder dem Mühlenrad — und die Bäche rauschen. — Man hat das alles vergessen — da draußen — in der großen, lauten Welt." Nicolette blickte ihn mit leuchtenden Augen an. Ergriffen von seinen Worten. Er schwieg. Beide sahen in den Wald hinein. „Nun wird bald der Abend kommen", sagte Nicolette. „3a — dann brennen die Bäume unter den letzten Strahlen der Sonne. Wollen wir so lange bleiben?" Sie nickte. Die Beeren waren verzehrt. Leise rauschten die Wälder. Langsam begann Wördehoff, als müßte das so sein, von sich zu erzählen. Bpn seiner Kindheit sprach er, die er in der Stadt im Dunst und Dauch der Fabrikschlöte verlebt hatte. Bpn den Sorgen der Eltern um ihre Existenz. Bon seinem Streben erzählte er, seiner Sehnsucht, hochzu» 1 ommen aus dem Dunst, von seinen Lebensjahren 1 "ach drm Tod« der Eltern in den Hörsälen der » „Wird nicht angenommen, so gut es auch gemeint ist. Seien Sie lieb und legen Sie sich hier ins Gras und bilden Sie sich ein. Sie wären ein Negerkönig!" Wördehoff mußte lachen. Nicolette brachte den „Negerkönig" gar zu drollig heraus. „Da muß ich allerdings gehorchen." „3a — das müssen Siel" drohte sie schelmisch. So lag er denn lang im Gras und Nicolette machte sich allein ans Beerenpflücken. And die Sonne brütete heiß über dem Wald. Wördehoff hatte die Augen geschlossen. Aber nach einer langen Weile, in der er lächelnd hingeträumt hatte, fühlte er, daß Nicolette kam. Er öffnete die Augen. 3a — da schritt sie schon heran — leicht und schwebend. And kniete schon neben ihm nieder mit einem heißen, glücklichen Gesicht und zeigte stolz den Hutkorb, der mit Erdbeeren vollgefüllt war. „Da — sehen Sie nur — ob wir beide daran genug haben?" „3ch denke doch, Sie fleißige Beerenleserin!" Er richtete sich auf. „And ich habe derweilen auf der Bärenhaut gelegen! Also ein richttges germanisches Fa° milienidhll I" Nun sahen sie beide im Gras, und Nicolette stellte die Erdbeeren zwischen sich und Wördehoff. „Sie dürfen anfangen, Waldläufer!" „Ditte — erst Sie!" „Nein — Sie!" Sie nahm eine der Beeren zwischen die Finger- spchen und steckte sie ihm zwischen die Lippen. Mit einer verhaltenen, scheuen Zärtlichkeit. Eine Sekunde lang tagen ihre Finger an seinem Mund — aber dann griff sie schnell wieder in den Hut und ah selbst. Die Glut des Mittags schien verrauscht zu sein. Die Sonne war milder geworden. Das Flimmern m der Luft verlor sich mählich. 3a — es war Nachmittag geworden. „Wir werden bald umkehren müssen", sagte Wördehoff leise. Aber Nicolette antwortete: „O nein, bitte! Wir bleiben noch ein wenig. Papa ist es heb, wenn wir nicht so früh wiederkommen. Er will ja doch heute gerne allein sein — ich weih das. And dieser Tag ist so wunderschön, dah man ihn voll auskosten muh. Noch nie waren wir so lange im Wald." (Sie blickte rund herum und über die Lichtung hmaus, wo leichte weiße Wolken über den Himmel segelten und in der Ferne im grünen Wipfelmeer untertauchten. „Mir ist hnKcr, fuhr sie fort, „als wäre der -wald hier von tax Zeit vergessen- als stände _ . „ . fie zerreißen! Da.wandte sie den Kopf zu ihm — und ließ den Arm fallen. Eine feine Röte glitt über ihr Gesicht. Ruhig lag nun die Hand dicht neben ihm. Ob sie auf eine Berührung wartete? Er hatte nicht den Mut dazu. And Nicolette ließ sich mit einemmal vom . Stein gleiten und sagte: „Die vielen Blumen hier. 3ch werde 3hnen einen Strauß pflücken —" Wördehoff folgte ihr mit den Blicken. Mit kurzen Schritten ging sie hierhin und dahin, und ihr toeißes Kleid wehte um ihre schlanken, feinen Glieder. Wie eine junge Dirke im Wind, dachte er, so ist sie. Rach einer Weile kam sie mit einem bunten Strauß zurück und Wördehoff meinte: „3ch danke 3hnen. Die sollen wohl in mein Zimmer?" Sie nickte eifrig. Er lächelte geheimnisvoll. „Dann haben Sie wirklich die ,sühe Heber» raschung' verdient, die ich 3hnen zugedacht hatte." „Eine Aeberrafchung?" fragte sie gedehnt. ..Was denn für eine?“ »Das werden Sie bald erleben. Wollen wir weiter gehen?" „3ch bin ausgeruht genug.“ • „Dann — Abmarsch!" Sie wanderten weiter. Wie lange? Die Zeit verrann. Dis Wördehoff plötzlich stehen blieb und auf eine Schonung zeigte. „Da ist die Aeberrafchung. 3ch habe neulich zufällig diese Stelle gefunden." Dor langem mußte hier ein Schlag gewesen sein. Aber neuer Same war auf die Lichtung gefallen, und ein neues Geschlecht junger Tannen drängte empor. Grillen zirpten im Gras irgendwo rief der Kuckuck in die Stille hinein' und dann — wuchsen hier Erdbeeren! Nicolette sah es gleich und klatschte entzückt m die Hände. „Erdbeeren!" »3a — und es scheint, als ob diese Stelle hier noch reichlich unbekannt geblieb n ist. Denn alles ist noch voll! Die schönsten Walderdbeeren, die man sich denken kann. Merken S e den Dust? Run genieren Sie sich nick, Fräulcui Nicolette' Pflücken Sie, pflücken Scs! 3ch helfe mit!" Aniversitäten und dem Labyrinth der Welt. Da tauchte auch manch lustige Episode in seiner Erinnerung auf und manchmal lachte Nicolette hell und klingend. Während er noch sprach, tauchte die Sonn« hinter den Wäldern unter. Die Wipfel flammten rot auf unter dem lehtey Widerschein. Aber da beider Blicke sich an dem Farbenwunder berauschten, sahen sie nicht, tote von der anderen Seite her sich eine dunkle Wolks immer weiter über den Himmel schob, schwer von all der Feuchtigkeit, die die Erde tags- über unter der Gluthitze hatte ausströmen müssen. Erst als ein paar Regentropfen herunterfielen, merkten sie es und sprangen nun- schnell auf. „O — das ist aber eine dumme Aeberrafchung", rief Nicolette und griff nach ihrem Hut. Wördehoff lachte. „Aber sie war ja doch schon lange nötig. Nun aber schnell — schnell —" Der Regen wurde stärker. Sie durcheilten die Lichtung, liefen dem dichteren Wald zu, wo Wördehoff unter einer breit- kronigen Buche halt machte. „So — hier wollen wir fürs erste bleiben, denke ich. Dieses Dach schützt uns, wenn's nicht gar zu schlimm kommt. And es ist auch schön, von hier aus in den Regen hinauszusehen. : Die Wolke schien es in der Tat nicht allzu schlimm zu meinen. Ein gleichmäßiger feiner Regen riefelte nun herunter und goß erquickende Kühle aus. Wördehoff und Nicolette konnten es ruhig wagen, unter der Buche Platz zu nehmen, das Laubdach ließ keinen Tropfen durch. Eintönig fiel der Regen und füllte mit feinem kühlen, lebendigen Rauschen den ganzen Wald. Die Erde duftete. Wördehoff blickte Nicolette von der Selle an. 2 3n' ihren Augen war ein dunkler, verhängter Glanz. 3hre Hände lagen still im Schoß und hielten den bunten Strauß. „Unfer Königreich", dachte er. „Da sitzen wir \ nun mitten drin. Alles andre ist vergessen. Wir beide nur sind b#a — ich und Nicolette. 1 Ob sie wohl ebenso denkt?" Er zog vorsichtig sein Notizbuch hervor. Ein besonderer Gedanke war ihm gekommen. So froh und still-glücklich war ihm zumute. Rasch glitt fein Bleistift in steiler, klarer Schrift über das Papier. Er lächelte während des Schrei-, bens und blickte kaum auf. Dann war er damit zu Ende. Riß das Blatt heraus und legte es Nicolette in den Schoß. Gerade auf die Blumen. »Ditte — das gehört 3hncn." ^Fortsetzung folgt! Die kleine Nicolette Vornan von Paul Hain verbunden. Oder um es genauer zu sagen: 12 Millionen Kilometer Ortsleitungen sind schon jetzt in Betrieb, aber die vorsorgliche Reichspost hat weitere vier Millionen Kilometer bcreitgcftellt, um jederzeit neuen Wünschen Rechnu« tragen zu können. Das sind zusammen bereits 16 Millionen Kilometer Kabel. Dazu kommen aber noch etwa 4% Millionen Kilometer Fernleitungen, die die verschiedenen Ortsnetze miteinander verbinden, und von denen mehr als drei Millionen Kilometer unter der Erde liegen. Insgesamt verfügt das deutsche Fernsprechwesen demnach über mehr als 20 Millionen Kilometer Kabel. Diese Strecke ist zu groß, um ohne entsprechenden SZergleich vorstellbar zu werden. Der Aequa- tor ist nur 40 000 Kilometer lang; würde man alle deutschen Fernsprechleitungen aneinander legen, so konnte man das entstehende Kabel fünfhundert- rnalurnden Erdball schlingen! Diese Zahlen genügen, um zu zeigen, was aus einer Erfindung geworden iftz von der man zuerst nichts wissen wollte. Dem Mann, der den ersten ^ernsprechapparat gebaut hat, ist es sehr schlecht gegangen. Er ist früh gestorben, und die Nachwelt hat ihm nicht einmal den Ruhm gelassen, der Erfinder dieser wichtigen Einrichtung gewesen zu sein. 6>ewöhnlich bezeichnet man heute Graham Bell als den Konstrukteur des ersten Telephons. Aber ebensowenig wie der Fernsprecher an einem bestimmten Tag eingeführt wurde, ist er von einem einzelnen Menschen erfunden worden. Lange vor dem Amerikaner Bell bastelte in Deutschland der Lehrer Johann Philipp Reis an einem Apparat, der dem menschlichen Ohr nachgebildet war und Töne übertragen sollte. Reis, der im Jahre 1834 zu Gelnhausen geboren wurde, war ein Lehrer, den feine Schüler für eine Art Zauberer hielten. Mit allerlei unheimlichen Apparaten belauschte er die Unterhaltungen seiner Schüler, ohne im Klassenzimmer anwesend zu fein. Der Fernsprecher, den er mit primitivsten Mitteln konstruierte, war gewiß sehr unvollkommen, wurde aber schon im Jahre 1865 von einem amerikanischen Gelehrten dem Zaren Alexander II. vorgeführt, der sich sehr anerkennend darüber aussprach. Im übrigen wurde Reis nicht ernst genommen. Er starb am 14. Januar 1874 an einem Lungenleiden, das er sich durch die Benutzung giftiger Gase bei feinen Experimenten geholt hatte. Am 14. Februar 1876, zwei Jahre nach dem Tode des ersten Erfinders, meldete Graham Bell in Amerika einen Fernsprecher zum Patent an. Und am selben Tag, nur zwei Stunden später, reichte der Amerikaner Elisha Gray ein Patengesuch für einen ganz ähnlichen Apparat ein. Die Sache lag in der Luft. Bell war ein Lehrer, der Taubstumme unterrichtet hatte. Er hatte nicht immer in Amerika gelebt, sondern Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Schottland studiert und dort einen Apparat des deutschen Erfinders Reis kennengelernt. Diesen Apparat hatte er nun verbessert und hoffte, damit viel Geld zu verdienen. Zwischen ihm und seinem Konkurrenten Gray entspann sich ein langwieriger Prozeß, der nicht immer sehr vornehm geführt wurde. Schließlich legte man den Streit dadurch bei, daß die beiden Patente vereinigt wurden. Im Oktober 1876 wurde Bells Apparat auf der Weltausstellung in Philadelphia gezeigt, wo übrigens gleichzeitig auch Edisons neue Glühlampe ausgestellt wurde. Die praktischen Amerikaner hielten den Fernsprecher keineswegs für eine Spielerei, sondern im Gegenteil für ein großes Geschäft, und die amerikanische Presse beschäftigte sich eingehend mit dieser Sensation Im Spätherbst 1877 sah der Generalpostmeister Heinrich Stephan auf dem Titelblatt einer wissenschaftlichen amerikanischen Zeitschrift das Bild Graham Bells, wie er in Neuyork an einem merkwürdigen Apparat stand und hineinsprach. Dazu gab die Zeitschrift eine genaue Beschreibung des Apparates. Stephan setzte sich mit aller Kraft für die neue Erfindung ein und wurde dabei von Emil Rathenau unterstützt. Freilich ahnten beide Männer nicht, welchen Erfolg ihre Bemühungen schließlich haben würden. Sicher konnten sie sich nicht vor- stellen, daß in einem halben Jahrhundert auf je 100 Deutsche fünf Telephone entfallen würden. Noch weniger konnten sie sich denken, daß I im ausgerechnet aus der ,Höhle des Löwen", vom Platz des Tabellenführers und voraussichtlichen Meisters mit nach Hause bringt Dabei kann Marburg froh sein, wenigstens noch ein Unentschieden erzielt zu haben, da dem Spielverlauf nach Gießen, das bis zur Mitte der zweiten Halbzeit mit 2:0 in Führung lag, Öen Sieg verdient hätte. Die BfB.er können' jedenfalls stolz fein auf den Verlauf und das Resultat dieses Treffens Bezeichnend für sie ist, daß fie gegen die stärksten Gegner stets die besten Spiele lieferten. Marburg fand sich auf dem gefrorenen, unebenen Boden zuerst und kam in mehreren Angriffen nach vorne, ohne jedoch gefährlich zu werden Bald tarnen auch die Gießener in Fahrt und zeigten ein prächtiges Spiel, gegen das die Einheimischen zeitweise etwas abfaüen ließen In flottem Tempo kämpfte man beiderseits unter Einsatz aller Energie VfB. kam erst kurz vor der Pause durch den Mittelstürmer zum Führungstor. Die zweite Halbzeit beginnt VfB Kurhessen mit einer Reihe von Angriffen, ohne aber erfolgreich zu sein. Etwa nach zehn Mi- 25 Milliarden Ortsgespräche und eine Milliarde Ferngespräche geführt werden. In Deutschland hat man es nur auf etwas über 2 Milliarden Ortsgespräche gebracht, zu denen „noch nicht einmal" 300 Millionen Ferngespräche kommen. Immerhin steht das deutsche Fernsprechwesen auf dem europäischen Kontinent an erster Stelle. Aber es ist merkwürdigerweise nicht nur von den Vereinigten Staaten, sondern sogar von Japan überflügelt worden, das es auf nahezu 3 Milliarden Ortsgespräche im Jahr gebracht hat. nuten Spielzeit vermag Gießen einen feiner forsch vorgetragenen Gegenangriffe durch eine feine Leistung seines Rechtsaußen mit einem Torschuß abzuschließen und so feinen Vorsprung auf 2:0 zu erhöhen. Die VfB.er mußten sich dann aber von der Platzmannschaft, die, von den zahlreichen Zuschauern angefeuert war, etwas zurückdrängen lassen. Marburg bekam einen Elfmeter zugesprochen, der gehalten wird. Wenig später fällt aus einem Gedränge heraus das erste Tor für die Einheimischen, dem bald daraus durch das leichtsinnige Spiel des sonst vorzüglichen VfB.-Tormanns das zweite und damit das Ausgleichstor folgte. Gießen bot noch einmal alles auf, konnte aber einen Sieg nicht mehr sicherstellen. Mit großem Interesse sahen die Fuhballan- hänger dem Tressen der beiden Reservemannschaften der hiesigen Vereine entgegen. Auf dem Waldsportplah hatten sich trotz der reichlich kühlen Witterung eine Anzahl unenttoegter Zuschauer eingefunden, die denn auch keine Enttäuschung erlebten. Deide Mannschaften lieferten sich einen überaus flotten und technisch hochstehenden Kampf, der die DfDer zum großen Teil in leichtem Feldvorteil sah und eine Menge spannender Situationen brachte. Dereits in der 7. Minute vermochten die Plahbesiher den ersten Erfolg zu erzielen, dessen sie sich allerdings nicht lange erfreuen durften, denn bereits in der 12. Minute fiel der Ausgleich. Mit verstärkter Energie gingen die beiden Mannschaften an den Dali, ohne daß der einen oder anderen Partei vor dem Wechsel noch ein Erfolg beschieden gewesen wäre. Ein 1900er muhte sich vor dem Wechsel eine Herausstellung gefallen lassen. Die zweite Halbzeit brachte eine Kampfhandlung von unvermindertem Elan. Den DfBern war in der 12. Minute aus dem Gedränge heraus ein zweiter Erfolg möglich, Torchancen wurden indeslen auf beiden Seiten nickt ausgenützt. Den Dlauweihen war eine glänzende Möglichkeit zum Ausgleich in Form eines Elfmeters gegeben (von Enders getreten), der aber in allzugut gemeinter Plazierung direkt an der Latte landete, ins Feld zurücksprang und durch den Verteidiger aus der Gefahrenzone befördert wurde. Der Ausgang des Kampfes bedeutet eine kleine Lleberraschung, denn allgemein war den 1900em auf Grund ihrer letzten Überzeugenden Leistungen der Sieg zugesprochen. Handball der Sp.-Bg. 1900. Tv. Wieseck l — 1900 I 5:12. Zum fälligen Gefellschaftsrückspiel trat 1900’8 erste Handballelf auf dem Wiesecker Sportplatz der gleichen Mannschaft des dorttgen Turnvereins (ADT.) gegenüber. Obwohl die Gießener mit einigen Ersatzleuten antraten, übernahmen sie sofort das Kommando. Alle Teile arbeiteten gut zusammen und der Sturm brachte bis Halbzeit sieben Tore zustande, denen der Gastgeber nur eins entgegenzusehen vermochte. Rach dem Wechsel gingen die ADT.-Leute mit großem Eifer an die Sache, um ein günstigeres Ergebnis zu erzielen. Die Gießener Hintermannschaft wurde stark in Anspruch genommen und konnte nicht verhindern, daß die Plahbesiher noch zu vier Erfolgen kamen. Für die 1900er boten sich Daß es zu der in der Vorschau als durchaus .... Bereich der Möglichkeit liegend bezeichneten Sensation, nämlich einem Sieg der Gießener VfB.-Els über ihren Marburger Namensvetter nicht kam, verdankt Marburg lediglich einem glücklichen Zufall. Immerhin bedeutet es noch Ueberraschung genug, daß VfB. seinen ersten auswärts erftrittenen Punkt in den Vereinigten Staaten von Amerika einmal 20 Millionen Sprechstellen bestehen und in der ganzen Welt weit mehr als 25 Millionen A p - parate aufgestellt sein würden, deren Besitzer über viele tausend Kilometer hinweg mit größter Selbstverständlichkeit ihre Meinungen auszutau- schen vermöchten Das Telephon war vor 50 Jahren eine recht primitive Einrichtung, und man war sehr zufrieden, wenn mit ihm eine Strecke von ein paar Kilometer überwunden wurde. Keineswegs dachte man an einen Masfenbetrieb, der jetzt dazu geführt hat, daß in den Vereinigten Staaten jährlich über Spielvereinigung 1900 Gießen. Die Ligamannschaft raffte sich im Spiel gegen die Sportvereinigung 03 Frankfurt a. M.—Fechenheim (Süddeutsche Oberliga) zu einer ganz besonderen Leistung auf und rang dem ausgezeichneten Gegner in einem schnellen und spannenden Spiel ein Unentschieden 3:3 ab. Nach einer überragenden ersten Spielhätfte ließ die Kampfkraft der Gießener gegen Schluß des Spieles etwas nach, so dah Fechenheim in den letzten 15 Minuten noch zum Ausgleich kam, beidesmal im Nachschub nach glänzender Abwehr des Gießener Torwarts vorher. 1900 trat den kompletten Süddeutschen mit Ersatz für Adelsberger, Henrich und Langsdorf entgegen, war aber von einem Kampfgeist beseelt und zeigte dabei so gute Leistungen, daß nach dem Führungstreffer der Fechenheimer Gießen dreimal hintereinander erfolgreich war. Halbzeit 3:1 für 1900. Dis dahin hatte der Platzverein durchweg mehr vom Spiel und durch das tadellose Zusammenarbeiten die weitaus größere Anzahl der sichersten Torchancen. Auch nach der Pause wogte der scharfe, aber ritterliche Kampf aus und ab. Eine glänzende Chance für Gießen unterband der Schiri durch Abseits. Die Gäste holten dann bei dem Nachlassen der Giehener auf. Die Gelegenheit zum Sieg verpatzte aber der einheimische Halblinke, als er zwei Minuten vor Spielschluh vor dem verlassenen Fechenheimer Tor versagte. Die dritte Mannschaft verlor gegen die gleiche Mannschaft des Lokalgegners 2:1, obwohl sie, zahlenmäßig geschwächt, größtenteils feloübcrlegen war. 1900 lieh in diesem Spiel einen Elfmeter aus, der zu einem Llnentschieden gereicht hätte. BfB.-Gießen. VfB. kurhessen Marburg — VfB. 2:2. Der Kreis Vogtland des DSV. hielt am Samstag und Sonntag bei recht guten Schneeverhältnissen seine Kreiswettkämpfe ab. Den Wanderpreis der Stadt Falkenstein für den besten Läufer in der Kombination konnte Walter Glatze Klingenthal, erfolgreich verteidigen und damit auch die Kreismeisterschaft an sich bringen. Borsitzendentag der Turner. Aus dem 5. Bezirk im Turngau Hessen der DD, Der 5. Bezirk im Turngau Hessen hielt am Sonntag in Butzbach unter dem Vorsitz von! I Studienrat Th ierolf (Friedberg) seinen diesjährigen D o r s i tz e n d e n t a g ab, bei dem in iS zwei Ausnahmen alle Bezirksvereine vertreten waren; vom Gau war zweiter Gauvertreter Schneider (Butzbach) anwesend. Die Tagung diente u. a. auch der Vorbereitung aus den voraussichtlich am 8. März in Gießen stattfinden- den großen Gauturntag. Die rege Aussprache über turnerische Tagesfragen befaßte sich zunächst eingehend mit der Stellung der D. T.-Verein« zu anderen Verbänden. Dabei kam einmütig zum Ausdruck, daß die D. T. in diesen politisch bewegten Zeiten einmütig an dem Paragraphen 2 ihres Grundgesetzes festhalten müsse, der unbedingte parteipolitische und konfessionelle Neutralität fordert. Dann galt die Aussprache der Erwerbslosen- V? frage. 3n einer Entschließung wird die Ij Gauleitung gebeten, bei den übergeordneten Or- h ganisationen dafür einzutreten, der sich infolge t Zunahme der Erwerbslosen unter den Mitglie- j dem vieler Vereine bemerkbar machenden Geldknappheit durch Herabsetzung der Beiträge für den Kreis und die D. T. während der Notzeit ; Rechnung zu tragen. Nächsten Samstag findet in Lang°G öns abends eine Turnstunde der geübteren Turner des Bezirks statt. Das Bezirks- * geräte-Wetturnen wird in Lang-Göns am V- 22. März veranstaltet, das volkstümliche Bezirks-,?! turnen anfangs 3uni in Dorn-As senheim.M Südwestdeutsche Eishockeymeisterschasteu in Frankfurt. Am ersten Tage der in Frankfurt zum Austrag kommenden Eishockeymeisterfchaften des Südwest- deutfchen Eislaufverbandes kamen zwei Spiele zum Austrag. 3m ersten Treffen standen sich die beiden Frankfurter Mannschaften SC. Forst- : Haus st ratze und Tennisclub 1914 ge- genüber, wobei der SC. Forsthausstraße 6:1 (1:0, i zwar auch wieder eine Menge Torchancen, jedoch wurden durch zu eigennütziges Vorgehen der Stürmer nur fünf ausgewertet. Handball im Gau Hessen (D.T.) Tv. Großen-vuseck I — To. 1846 Gießen I 7:2. 2lm Sonntag trafen sich die beiden Mannschaften auf dem Platz in Großen-Bufeck. Das Spiel wurde als Geselljchaftsspiel ausgetragen und brachte dem Platzbesitzer einen verhältnismäßig hohen Sieg, der um so bedeutungsvoller ist, als im letzten Verbands- spiel die Gießener Turner den Kamps für sich enb scheiden konnten. Beide Mannschaften traten mit nur zehn Mann an und lieferten sich einen zwar harten und schnellen, aber doch fairen Kamps. Glaß Boqtlond-MeiNer. des DAV. Wirtschaft .rranfhin a. JOT. | Berlin 12.1. | 13.1. Datum 57,5 56,24 133,5 10 12 121,25 109,25 I 108,25 67,25 87,5 94,25 103 56,4 100 57,25 98,25 100 119,5 55 145 64,25 130 188,75 120,9 123,5 56.25 30.5 125,75 35 41,75 66,75 56,25 126 132 189 58,33 111,96 20,367 16,448 168,86 21,96 112,03 58,89 2.48 112,23 81.38 43.41 12.405 73,15 Frankfurt 142,5 i 109 1 109,5 | 235 I 88,5 1 . 'd 10 1" 133,5 131 190,5 I 188,5 122,25 । -I 35 42 | 67,5 Teutiche Bank und Tiöconio-SeseUichaft, . . Dresdner Bant..... RetchSbant....... ■3.G.®.......... Bergmann (Steift. Lleserungsgelelllchast Licht und Kraft..... (veilen & ©uUleaume . . GcleNlchast für (aettrifdje öere'.ntflte Liahlwerte . Ltavt Minen Kaliwerke Aschersleben - Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth . 122,13 I 124 34,5 42 67 ! Lchiciiiche Elettrizilät. . . edulden & (Sa...... Siemens & HalKe . . . . Ircneraoto ...... Labmeyer & Go...... BuderuZ ..... e e Deutsche Erdöl . . . . • ©feitet Steinkohle . • • • Gelsenkirchener . . . . . Harvcner ..... Hoejch Glien • Iise Bergbau Klöcknerwerle fiöln-’Jleuelfcn ManncZmunn-Robren . . SJianifclDei Bergbau . . . Cberfdilci. Eiienbevars . . Oberschles. tkolcwerte. . . Phönir Bergbau..... Rbetntlche Brauntohlen . Rhein stahl Ricbeck Montan Kreis Wetzlar. • l- Wetzlar, 10. 3an. Der Schweinebestand i in Kreise Wetzlar belief sich nach den jetzt veröffentlichten Ergebnissen der Viehzählung vom 2. Dezember v. 3. in unserem Kreise auf 27 784 (1. Dezember 1929 --- 22 534) Stück. Davon entfallen auf Zuchtschweine 1362 (1051), an anderen Schweinen waren 26 422 (21 473) Stück vorhanden. ch Krofdorf, 9. Ian. Die Betreuung derjugendlichen Arb eit s losen im Alter von 18 bis 21 Iahren aus den Orten Krofdorf-Gleiberg. Launsbach und B c h - berg hat am 15. Dezember begonnen und dauert bis Ende März. Zusammenkünfte finden jeden Montag, Dienstag und Donnerstag nachmittag statt. Der vom Arbeitsausschuß aufgestellte Arbeitsplan weist Referenten aus den verschiedensten Berufen auf und bietet mit seinen abwcchsclungSrcichen Themen den Jugendlichen die beste Gelegenheit zur Bereicherung ihres Wissens. <> Hochelheim. 11. Ian. Seit der Durchführung des Zusammcnlegungsverfah- r e n s macht fich in unserer Ortslage ein Llcbel- stand bemerkbar, der darin besteht, daß das Wasser von dem Gelände westlich des Dorfes nach dem Orte abslieht und bei starken (Niederschlägen Gehöfte und Straßen überschwemmt. Für die Kanalisation, die im Iahre 1929 gelegt wurde, bildet der Zufluß nach starken Regenfällen eine zu starte Belastung. Die Einwohner haben beantragt, diesem Liebelstand obzuhelfen, das Tiefbauamt des Kreises Wetzlar hat entsprechende Vorschläge ausgearbeitet und plant, einen Entwässerungsgraben anzulegen, der das Wasser, wie früher, dem Windbachs zuführt. Die Gesamttosten des Projektes belaufen sich auf etwa 12 000 Mk., da ein Graben von 440 Meter Länge geschaffen werden muß. Ter Gemeinderat hat den Vorschlägen ^gestimmt. Mit den Arbeiten soll voraussichtlich im Frühjahr begonnen werden. Die Gemeinde hofft, aus dem staatlichen Flußregulierungsfonds die Hälfte der Gesamtkosten zu erhalten, für den Rest soll eine Anleihe ausgenommen werden. I. G. Farben-Industrte Tnnamtt Nobel . . . Scheideanstall.... Goldschmidt .... Sütgerirocrte .... Metallgelellschaft. . . Allgemeine DcuiidieCreditanst. 10 Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgesellschaft . Gammen- und Privat-Bank. Darmstädter und Nationalbank Holzversteigerungs - Termine. Mittwoch, den 14. Januar. Versteigerer: Markoorstand Grüningen-Dorf-Gill. Versteigerungsort: Turnhalle Srüningen. 9.30 Uhr. Versteigerer: Fürst-Solms-Lichsche Oberförsterei Hohensolms. Versteigerungsort: Distrikt Windclbach, am Pslanzgarten. 10.30 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Langsdorf. Versteigerungsort: Distrikt Hegerich, Zusammenkunft am Waldeingang des Nonnenröther Weges. 9.30 Uhr. Versteigerer: Gemeinde Salzböden. JBerftcigc- rungsort: Gastwirtschaft Weisbrod in Salzböden. 14 Uhr. 97 । 74 I 88 | 112,5 105,75 : 58,57 112.40 20,447 16,508 169,54 22,04 112,47 59.13 2,50 112,67 81,70 43.59 12,465- 73,45 a. 211. Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitälS-Werke 10 jibeinlidie Elektrizität . . . . 9 141,75 I 140,25 112! — 42 ! — 67 | — 76,5 | - 71,75 — 161 — 52,75 | — 59 i — 33 i - 141 108,5 108 232 88 95 94,5 72,75 88,5 103.4 94.5 104,5 1404 110 40 75 57 76 72 60 160 51.25 66.4 58.13 32 63.9 53,13 143.13 63.5 72 46'/. . 10 . 10 . 15 57.3 127,75 ' 100,75 1 57,75 i 98 I 100 i 119,5 142 | 109 ! 109,25 2351 89; 98 89,65 97 74 89.25 104 । 112.75 97,25 105.25 142,25 119,75 i 112,75 1 44 I 57,5 76,65 | 72.25 60.5 161 | 53 1 67,25 60 33,13 | 32 ! 64,13 54 145 64.4 vhvwv Holzmann..... Zementwerk Heidelberg . . Gementroert Karlstadt.' . . . fSatiB & Freytag..... CchultheU Patzenhoker . . . Lstwerke Bemberg Zellstoss Waldhos .... Zellstoss Aschaffenburg . . , Gbarlotienbtirger Wasser . . Dessauer Gas Daimler Motoren . . . • < Deutsche Linoleum . . • < iRajchiuenbau A -G. . . . . Nat. Automobil Crenftefn » koppel . . . Leonhard Tietz ...... EvenNa frankfurter Maschine« . • Gritzner HeyligenNaedt .... Iunghano........ Leckwerke........ Mainkraftweck Höchst a. M. Mag.......... Gebt. Roeder . Leigt & Haeffner .... Süddeutsche Zucker . . . 1:0 4:1) siegreich blieb. Anschließend trafen sich tret Frankfurter E i s s p o r t° C l u b und der ED Gießen. Die Frankfurter kamen hier mit 5:0 (2:0, 1:0, 2:0) zum Siege. Oie änderungsbedürsiige Eislaufordnung. Eine Anregung. Der E i s l a u f b e t r i e b, der am vergangenen Samstag und Sonntag auf der Eisbahn des Gießener? Eisvererns m so lebhafter Weise eingesetzt hatte, ließ darauf aufmerksam werden daß die bestehende LRdnung, nach der Aur 3eit der Eislaufbetrieb geregelt ist, einige Mängel aufweist, mit denen sich die G-etz-ncr un Qaufe der Zeit g-wnhnh-itsgemab nbgesunden haben mögens die °u beheben aber tröydem not- mendia wäre. , „ , So «et es «icher nicht zum ersten Male) un- Lt haft diejenigen, die der strahlende Sonnenschein am Sonntagvormittag etwas früher ' betten lockte und die sich nach der Ci»- ahn begäbe" u„, 10.30 U6r bk Eisbahn nach nS betreten dursten, oder es wenigstens nicht Äti' rt van 11 Uhr ab, nachdem die finnnc schon zwei Stunden am Himmel stand. SS die Eisbahn offiziell geöffnet. Das ist untere« Erachtens für den Sonntagvormittag zu svät Die Eisbahn war übrigens bereits fünf Minuten nach 11 Uhr so gut besucht, daß man nnnchmen mußte, man hatte allgemein auf die Eröffnung gewartet. Wohl wurde um diese teit die Eisbahn vom Schnee befreit, als Grund ^lr späten Eröffnung kann dies jedoch nicht gelten. In vielen anderen Städten wird die Eisbahn stets während des Eislausbetriebes und nach Bedarf sogar des öfteren geräumt. Man sollte mindestens um 10 Llhr die Eisbahn betreten können! Richt weniger unangenehm wird die Pause empfunden, die zwischen dem Rachmittags- und ' dem Abendlauf eingeschaltet wird. Der von den Aufsichtsbeamten angegebene Grund, daß die Männer, die an der Kasse sitzen und den Koni' trolldienst versehen, Zeit haben mühten, zum Abendbrot zu gehen, kann doch nicht ausschlaggebend dafür sein, die Bahn zu schließen und etwa 500 Personen, die sich am Sonntagnach" mittag auf der Bahn befanden, nach Hause zu schicken. Es ist verständlich und unbestreitbar, daß der Eisverein, der als Pächter für die Eisbahn verantwortlich ist, in Anbetracht der durch die Beleuchtung entstehenden höheren Linkosten und um überhaupt den Betrieb der Eisbahn wirtschaftlich möglich zu machen, für die Abendstunden noch einmal Eintritt erheben muh. Dazu mühte aber ein anderer Weg gefunden werden, als ihn die störende und — wie es scheint —• etwas gewaltsam geschaffene, gar nicht den Bedürfnissen der Eisläufer entsprechende Pause darstellt. Es ist an vielen anderen Orten, insbesondere in Großstädten. üblich, für den Abendlaus während des Eislaufbetriebes zu kassieren und dabei bunte und anfteckbare Papierfähnchen auszugeben. Wer am Abend ohne dieses Fähnchen migetroffen wird, hat eben die Abendfarbe zu lösen, und, wenn er dies nicht will, die Eisbahn zu verlassen. Die Mitglieder des Eisvereins mühten in diesem Falle dazu angehalten werden, die Mitgliedskarte, die zu diesem Zwecke mit einem Loche versehen ist, auch tatsächlich anzuhängen. Diese Mahnahmen, die sicherlich geeignet wären, eher einen wirtschaftlichen Vorteil zu bringen, denn einen Rachtcil, dürften dem Eisverein manchen neuen Freund werben. Die Eisbahn, die in ihrer gegenwärtigen ausgezeichneten Verfassung jeden Cisläufer mit Freude erfüllt, würde bestimmt mehr frequentiert werden, wenn man sie in der Zeit von vormittags bis abends zu jedem beliebigen Zeitpunkt besuchen könnte, so. wie es in vielen anderen Städten auch der Fall ist. Hannovers Hallensportfest. Im Mittelpunkt des 6. Rationalen Hallensportfestes am 25. Ianuar in Hannover steht der Sprinterkampf über 60, 70 und 80 Meter, für den bereits jetzt Lammers, Ionath, Borchmeyer, Gillmeister, Frankenstein und Stender (Hamburg) als sichere Teilnehmer gelten. Lieber 800 Meter wird der Hannoveraner Kaufmann wegen eines Stiunfalls nicht starten können, so dah Dr. Peltzer nur mit der Gegenwehr von Dahlmann, Rorjcs (Hannover» und Hobus (Barmen» zu rechnen hat. Im 3000-Meter-Laufen gehen Petri, Dieckmann, Bolhe, Holthuis und Greve (Salzgitter) an den Ablauf. Berliner Börse. Berlin, 13. Ian. Rachdem schon im heutigen Vormittagsverkehr starke Zurückhaltung geherrscht hatte, zeigte die Börse bei ihrer offiziellen Eröffnung wieder schwächere Tendenz. Das Angebot hatte zwar gegen gestern etwas nach- gelassen, war aber immer iwch groh genug, um bei der fehlenden Aufnahmeneiguna erneut Verluste von 1 bis 2 Prozent herbeizuführen. Bei der heutigen Abgabe bandelte eS sich hauptsächlich um Provinzkundschaft, die in Rachwirkung der gestrigen schwachen Börse zu Glattstellungen schritt. Sonst konnte man die Schweizer Arbitrage als Abgabe beobachten. Die schwache Haltung der Auslandbörsen trug zur Zurückhaltung bei. Auhcnpolitisch ist für Genf die Situation sehr undurchsichtig. Die Meldungen eines Mittag- blattcs. nach der Berlin zum Ultimo Ianuar wieder Geldsorgen haben dürste, waren weitere Störungsrnomcnte. Sehr überraschend und zu Kombinationen Anlaß gebend war die amerikanische Anleihe der Internationalen Match-Eorpo-- ration. Svcnska-Aktien, tue vormittags schon angeboten waren, eröffneten 9,50 Mark unter gestern und verloren im Verlause weitere 2,50 Marl. Schissahrtswertr wurden durch die Rachricht beeinflußt, nach der Hapag-Lloyd statt einer Dividende einen Bonus aus den amerikanischen cl>echoilowaliichc Noten Ungorllche Noten Devisenmarkt Berlin — Heng? 3- Mt guten Äam ÜftÄS nt«S btr Xumr. FftSsS . vordere,tMg auf hV Die reae gliche Tagesfran», der etcl?unl ""deren ^erbänben. Dabi ^dnlck, dah die D,T. in bit :n deiten einmütig an den £ Grundgesetzes Walte, c parteipolitische und ton- t fordert, Sprache der Erwerbslosen- rischliehung wird di: bei den übergeordneten 0? ewzutreten, der sich infolge rbslosen unter den QHügiic bemerkbar machenden Gär« rabsehung der Beiträge für D.T. während der Mzi: Nächsten Samstag finde! n bd eine Turnstunde der g? Bezirks statt. Das Bezirks- irb in Lang-Göns an das volkstümliche Bezirks- in Dvrn-Assenheuu. >estdeutschr schastrn in $ranffurt. :t in Frankfurt zum Austra; )meifterfchasten des Südwef- bandes kamen zwei öpieto ersten Treffen standen fig er Äannschaften SE. Forf- d Tennisclub 1914 g-* SC, Forsthausstrahe 6:1 (1:3. 13.1. 56.25 30,25 Preußen. Verbrecherjagd in Marburg. WSN. Warburg, 11. Jan. Seit einigen lagen war der 28jährige Elektromonteur Heinrich S ch ä - er von hier nach Verübung von schweren Kleiber- diebstählen flüchtig. Als der Polizei am Freitag bekannt wurde, daß er sich in der Wohnung seiner Eltern am Grün aufhielt, sollte er festgenommen werden. Schäfer flüchtete auf den Hausboden, von dort aufs Dach des dicht daneben stehenden Nachbarhauses sprang und auf einer an diesem angelehnten Leiter herunterkletterte. Gestern fand er sich wieder zu Hause ein, worauf man vier Polizeibeamte zu seiner Festnahme beorderte. Als sie jedoch in die Nähe des Schäferschen Hauses kamen, roch der Dieb Lunte und kniff wieder rechtzeitig aus. Er lief in das vom Grün zur Schulstraße führende Gäßchen und flüchtete über Zäune und Hecken der dort befindlichen Gärten in Richtung Kasernenstraße, verfolgt von den Polizisten. Mehrere von diesen auf den Flüchtling abgegebene Reoolverschüsse gingen fehl. Durch aufmerksam gewordene Straßenpasfanten konnte er endlich in der Kasernenstraße festgehalten und den Polizeibeamten übergeben werden, die ihn hinter Schloß und Riegel brachten. Oaö ^Westdeutsche Exporthaus" geschloffen. Die beiden Inhaber verhaftet. WSR. Dillenburg, 11. Ian. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Limburg wurde das -,,W e st deutsche Exporthaus" inCisem- roth, die bekannte Preisrätselfirma, geschlossen und die beiden Inhaber Gräb und Deh- n i ck aus dem Bett heraus verhaftet und nach Limburg in das Llntersuchungsgefängnis eingeliefert. Es ist jedoch damit zu rechnen, daß sie am Anfang der kommenden Woche wieder auf freien Fuß geletzt werden, falls sie fich verpflichten, alle auf Grund des Preisrätseluntemehmcns eingehenden Anweisungen an die Staatsanwaltschaft abzulicfern. Wie verlautet, sollen die Maßnahmen gegen die Firma auf Veranlassung des Lluswärtigen Amts erfolgt sein, da zahlreiche Beschwerden aus den benachbarten europäischen Ländern ein gelaufen sind, auf die die Inhaber bekanntlich ebenfalls ihre geschäftliche Tätigkeit erstreckten. Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse, Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., dem Labyrinth der Welt, «ch luftige Episode m (einet t) manchmal lachte Aicoletle j sprach, tauchte die Sonn üeTrot aus untertan W da beider Me.stch an dem lulcbten sahen sie ifc her (ich eine dunkle Dol^ den Himmel IN. Iß E die die Erk t £, Statt« Regentropfen '.KSStt riff nach ihrem M doch schon lang- I- starker. , fern dich« einer breit- Dördehvss ‘inivu machte- bleibt (len wir fürs tf )ach M ^jst N tauidente «uö1 # M , füllte mit e lagen Straub- „ Da f^X ^ dachte er. < üetge ^ Alles *unhIicottÜ b t» • 57,75 56,75 — — 100 | 100 119 i 109,25 I 108,25 3ran!fun a. J)l. Sch.uß« l-Uhr« 1ur4 ! N rs 12.1. 113.1. Berlin Schluß- Anfang« fur^ ! nur^ 12.1. I 13.1. Datum vamvuro-eimertka ’l'alet . . . < Öamburg.Gübam.Tampfldjtfi. 8 Hania Tampsickiss .... 10 OTorbbeuticher Lloyb 8 $ kombardzinsfuß 6 v. H. Banknoten. 3t lin, 12 januar_______| GklO__Brief Frankfurt a. M. | Berlin cSchluß- furd l-Uhr- Äurd «Schluß-, Iure 1 ülnfaiuj» Kurs Datum 12.1. 13.1. 12-1. 13.1. 0% DeuNche Retchraulethe von 1927 ......... 85 I — 85,2 — 7% Deutlcke Retcheanlcthr von 1929 ...... • • DeuNche Vlnl.-Mlöl.-Schulb mit Aurlot-Rechlen....... 100,6 — 100,6 — 51,9 — 51,9 51,65 Deiinl. ohne Aurlch.-Rcchte . . 4,5 —— 4,65 4,5 6% fstfl. Bolt-staak von 1929 (rndiablb. 102%) . . ... - - Oberhrilcn Provinz - Dnletye mb Auelot.-Rrchien . . . . • • 89,5 — 89,7 — 50 — - — Teulsche Kumm. GammelauL Anleihe Gerte 1...... 8% i'ranlf. Hnp.-Bank Golbpie XIII unlünbbar 61? 1934 . - • 7% Rrantf. L'NV-Bank Golbpse unfßnebar 61? 1932 . 50,5 — 50 — 99,75 — — — 92,5 — — — 4)4% Stbeintiche Hnp-'Bcmt Liciu. (Doiople......... 88,9 — — — s% «Ur. fianbeSpfnnbbriefanltait, 100 — 100 — 3% Pr L'anoeepianobriefanfialt, Nomm.-Ldl. N. 20. . - - - - 7% Pr. eflnbeev'anbbricianftali, Plenbbriele R. 21...... A.tL.S. obfl. Borftiegr-Obligatio- nen, rückahldar 1932 ..... 97 — 97 — 97 — 97 — - — - 4% Oefterretchllche ©olbrentc . . 26,25 - 26,13 — 1,20% Oeslerrctchilche GUbcnente —— - 2,05 —— •;% LcNerretchitche EtnheÜIiche diente........... __ 1,35 — 1% Ungartsche Golbrente . . - - 4% Un„artlche GtaotSrente 0.1910 21,75 — 22 — 17,5 — 17,13 — W2% beSgl. von 1913..... 4% Unpari Wie Sronenrenle . . . 18 1,35 L4 1,45 4% TürMckr Zollmilethe von 1911 3 — — 3 4% Türtiiche' Bagbabbahn-Anl. 3 — — — ä% Rumänüche vereblh. Rente von 1003 ..... • ■ 4J4% Rumäutschs verrtnh. Rente 3 —- — — — 8,9 9 13,2 13,5 13,5 13,65 4% Rumänische veretnh. Renke . 6.9 — 6.9 6.95 68,5 | _ 12.Januar 13.Zanuar 69, 67.5 69 । — Amtliche Notierung Amtliche Notierung 38,5 39 I *—' ®rlö »rief Geld »ries 39 । Am».-Rott. 169,06 169.40 169,03 169,37 Bum.-AireS 1,296 1.300 1,268 1,272 —— — 144 141 Brsi.Stntw- 58,56 58.68 58,46 58,68 — —— 123 — Gbtiftiania. 112,26 112.48 112,27 112,49 49,5 — 50 48,75 itooenbagzn 5lodbolm . 112,26 112,48 112,27 112,49 45.5 —— 46 44 112,44 112,66 112,45 112,67 89 — 90,75 88 6clfingfor3. 10,57 10,59 10,571 10,591 — —- 69 63 Italien. . . 21,95 22.05 22,00 22,04 — — 77.5 London. . - 20.397 20,437 20,395 20.435 — — 99,65 98,25 Üteunork . - 4.2010 4,2090 4.2015 4.2095 21 — 21,13 21,13 16,475 16.515 16,475 16,515 98.5 95,75 97.65 96,75 Schweiz ». 81,38 81,54 81,36 31,52 —— — 29,65 29.5 Sva iten . . 43,81 43,89 43,81 43.89 —- — — 1—- Japan . . . 2,081 2,085 2,081 2,085 — — 40,25 40,25 fttiö de Jan- 0,391 0,399 0,390 0,392 99 99 97,5 Wien in D-» 59,06 59,18 238 228,5 £e». abgeft. 59,065 59,185 Prag . . - - Ben rad . . 12,443 12,463 12,441 12,461 15 _ 15 7,429 7,443 7,428 7,442 - 30 — Buoap:» . . 73,375 73.515 73.375 73,515 _ — —— ‘ödi arien . 3,041 3,047 3,041 3.047 30 30 29 L'ssabcm - 18,825 18,865 18,825 18.865 73 _ Tanrig- . 81,48 81,61 81,48 81,64 65 _ — Son» .mm. 1 .784 1,789 1,784 1.789 63 _ 60,5 — Alben. . 5,44 5,45 5,44 5,45 - Tanaoa - 4.189 4,197 4,190 4,198 147,5 — Uru ual) . 2,917 2,923 2,847 2.853 116 115,5 116 Cairo . - 20.915 20,955 20,91 20.95 Oer Mainzer Oberbürgermeister amtsmüde. Ltaatspröfident Tr. Adelung wird als Nachfolger genannt. WEN. Mainz, 12.San. Oberbürgermeister Dc. Külb hat ein Schreiben an die städtischen Körperschaften gerichtet, in dem er seine Versetzung indenRuhestand ausGesund- beitsrücksichten beantragt. Seine Amtszeit läuft am 30. Juni 1931 ab. Zu dem Rücktrittsgesuch des Oberbürgermeisters Dr. Külb schreibt der „Mainzer Anzeiger": Der Entschluß des Oberbürgermeisters, für die kommende Oberbürgermeisterwahl nicht mehr zu tan« didcrcn, kommt überraschend. Zwar wurde hier und da in der Oeffentlichkeit die Reubesetzung des Oberbürgermeisterpostens zum l.Iuli diskutiert, allgemein aber angenommen, daß Dr. Külbs Wiederwahl sicher sei. Denn der jetzige Oberbürgermeister hat sich in einer der schwersten Zeiten, die die Stadt Mainz durchzumachen hatte, so viele Verdienste um seine Heimatstadt erworben, dah ihm eine Amtszeit in Zeiten ruhigerer politischer Entwicklung wohl zu gönnen gewesen wäre. Das Vlatt erinnert an die schon anläßlich seines 60. Geburtstages gewürdigten Verdienste des Oberbürgermeisters und betont, dah es der ganzen Widerstandskraft dieses Mannes zu verdanken gewesen fei, dah die Stürme der Franzosenzeit unsere Kommune nicht zerbrochen hätten, und dah Dr. Kiilbs unermüdliche Arbeit für den Aufbau und die Entwicklung der Stadt Mainz Dank und Anerkennung verdiene. Ihm war die Aufgabe gestellt, einer Stadt, die bis 1918 durch die Garnison ihre wesentlichen Züge erhielt, neue Lebensbedingungen zu geben und den älmwandlungsprozeh von der Festungsstadt in eine freie Wirtschafts- und Kulturstadt in die Wege zu leiten. Seine Tätigkeit hat das neue Mainz der Gegenwart geschaffen. Hinsichtlich der Wahl eines A a ch f o l g e r s für den Scheidenden betont der „Mainzer Anzeiger", dah sie keine Angelegenheit der Parteien sein und nicht von Parteiinteressen bestimmt werden dürfe. Ausschlaggebend sei allein die Frage: Wer ist der Tüchtigste? Die Personenfrage wird nach dem Blatt schon in den allernächsten Tagen besprochen werden. Genannt werden bisher als Aachfolger-Kandidcten die Herren Staatspräsident Dr. Adelung, Bürgermeister Dr. E h r h a r d und Beigeordneter Dr. KauS. Worms protestiert gegen den Staatskommiffar. Worms, 12. San. (WER.) Sn zwei großen öffentlichen Versammlungen der hiesigen Bürgerschaft behandelten Redner des Handwerks, der Hausbesitzer, Gastwirte, freien Berufe, ferner der Snbuftricücreinigung, sowie Landtagsabgeordneter K u n k e l (DVP.) die infolge der Zwangsverwaltung geschaffene politische und wirtschaftliche Lage der Stadt. Sn einer einmütig angenommenen Entschließung wurde gegen die Steuerverordnungen des Staatskommissars entschieden Protest erhoben. Die durch die bisherige steuerliche Belastung bereits überbürdete Wormser Wirtschaft könne weder eine Erhöhung der alten, noch die Einführung neuer Steuern im gegenwärtigen Zeitpunkt auf sich nehmen. Die Anordnungen des Staatskommissars werden als in Widerspruch mit dem Sinne und Wortlaut der Rotverordnung erachtet. Die Weigerung des Snnenministers Leuschner, eine Abordnung der Wormser Wirtschaft im Ministerium zu empfangen, wurde scharf kritisiert. Es wird verlangt, dah die- Maßnahmen des Staatskommissars unverzüglich rückgängig gemacht werden oder zum mindesten ihre Durchführung bis zur endgültigen Entscheidung im Verwaltungsstreitverfah- ren ausgesetzt wird. Die Versammlungen verliefen sehr bewegt, aber ohne Zwischenfälle. Um die Zusammenlegung der pädagogischen Institute. WSR. Darmstadt, 10. San. Sn der Frage der Zusammenlegung der pädagogischen Snftitutc Mainz und Darmstadt ist insofern eine Aenderung eingetreten, als die, Entscheidung darüber nicht mehr auf dem Verordnungswege durch die hessische Regierung erfolgen soll, sondern das Kultusministerium sich entschlossen hat, die Angelegenheit dem Hess. Landtag zur Entscheidung vorzulegen. Oderheffen. Gemeinderat in Laubach. D Laubach, 10. San. Sn der jüngsten Ge- mcinderatssitzung gab Bürgermeister Högy zunächst einen Rückblick über die Tätigkeit der Gemeindeverwaltung im verflossenen Sabre und forderte auch für das neue Sahr zur sachlichen Mitarbeit auf. Als erster Punkt stand wieder die Einführung einer Kanalbenuhungsgebühr auf der Tagesordnung. Als Vertreter des Kreisamts Schotten war Regierungsrat Schwan anwesend. Rach längerer Aussprache wurde die Einführung einer Kan al gebühr für erforderlich erachtet, die dem Wassergeld angepaßt wurde. Für Gebäude, die einen Brand- Versicherungswert bis zu 3000 Mark haben, wurde die jährliche Gebühr auf je 1 Mark, bei Gebäuden mit einer Versicherungssumme zwischen 3000 und 10 000 Mark auf 2 Mark und bei solchen über 10 000 Mark auf 3 Mark festgefeht. Der Gcmeinderat hofft, eine endgültige Regelung herbeigeführt zu haben. Die Ortsbürgerliste wurde geprüft.. Es fanden fünf Reuaufnahmen statt, fo dah die Gesamtzahl der Ortsbürger 366 beträgt. Ab 1. Februar werden die Bezüge der städtischen A n g e st e l l t en im üblichen Ausmah gekürzt. Die Abrechnung über den Betrieb des städtischen Schwimmbades ergab für 1930 einen äleberschuß von etwa 800 Mark. Die Kosten für die Ver breiterung der Fahrbahn inderOrtsdurchfahrt Laubach im Zuge der Provinzialstraße nach Ruppertsburg, die im Frühjahr vorgenommen werden soll, werden in Höhe von 1700 Mark auf die Provinzialkasse übernommen. Vanöfrete Gießen. U Grohen-Linden, 12. San. Ain Samstagabend gab das Stadttheater Gießen zum erstenmal hier im Saale Bei Gastwirt Schaum ein einmaliges Gastspiel. Aufg fuhrt wurde das dreiaktige Lustspiel „Geschäft mit Am.rila". Die Darsteller ernteten starken Beifall. Der sehr gute Besuch dürfte den Zweck, die Bewohner von hier und aus den Rachbarorten für das Stadt- ttjeater (Ziehen zu interessieren, erfüllt haben. £ Wieseck, 13. Jan. Bei der gestrigen Holz- versteigerung wurden nachstehende Preise erzielt: Buchenscheit 13 bis 14 Mark pro Raum- Meter, Buchenknüppel 8 bis 9 Mark, Eichenscheit 8 bis 9 Mark, Eichenknüppel 6 Mark. Buchenwellen 5 Meter 7 Mark. « i. Lich, 12. Jan. Am Sonntagabend hielt der BHC. ZweigvvreinLich sein diesjähriges Auszeichnungsfest bei Hermann S t e i n ab. Nach einigen Musikstücken hielt der 1. Borsitzende, Lehrer Mecke l, die Begrüßungsansprache. Im weiteren Verlauf des Abends folgten Gesangsoorträge des Gemischten Chors unter Leitung von Lehrer Meckel. Großer Beifall belohnte die Sänger. Den Höhepunkt des Abends bildete die Aufführung eines Theaterstückes. Zum Schluß dankte der Vorsitzende allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Tanz beschloß den Abend. Kreis Alsfeld. T Brauerschwend, 11. San. Drei hiesige, am Ausgang des Dorfes wohnende Familien muhten heute früh die unangenehme Feststellung machen, daß ihnen in der vergangenen Rächt em großer Teil Wäsche gestohlen worden war; insbesondere waren die wertvolleren Sachen entwendet worden. Da die betroffener^ Familien dem Arbeiterstand angehören und zur Zeit erwerbslos sind, trifft sie der Verlust besonders hart. Kirchliche Nachrichten. Mittwoch, den 14. Januar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Aufruf! Der Mcefrauenverein vom Noten Kreuz bittet die Gießener Mitbürger herzlich, allwöchentlich einmal 1 Kind oder eine altere Perlon zum Mittags» tisch in häusliche pflege zu nehmen. Anmeldungen werden gerne ent» gegengenommen Ludwigsplah 10II. 373D Wilhelmine Kramer, 1. Dorf. Bei dem wechselnden Wetter trinken Sie täglich \ I Pfeilennioziee \ I derselbe ist äußerst bekömmlich und I I Sie schützen sich vor Erkältungen! 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