Ur. 135 Erstes Blatt 181. Jahrgang Freitag, 12. Zum 1931 erlt etnt täglich, avtzer Sonntag» und Feiertag» BeUeeei: vte Illustriert, Bietzen er FamilienblätteJ Heimat im Bild Die Scholle IHonati-Bejugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Retchrpfenrrig für Träger» lohu. auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Zentsprechanschlösie enter Sammebnunmer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Lnzetger Bietze». postfchecktonto: gteetfurtam Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick rmd Verlag: vrühl'sche Univerfitütt-Vuch' nnö Ltetvdruckeret L Lange tn Sieben. Sdfriftlcttung und Seschästrftelle: Schulfttahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagernummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mnc Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20'/, mehr. Thefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Rücktritt des jetzigen Kabinetts Brüning? Oie OVP. für Einberufung des Reichstags. — Oingeldey fordert Umbildung der Reichsregierung, aber unter Führung Brünings. — Oer Reichskanzler unterwegs zum Reichspräsidenten. Berlin, ll.Dunl ((DIB.) Die Reichslagssrak- tion der Deutschen Volkspartei hat heute nach siebenstündiger Beratung kur; vor Mitternacht beschlossen. In der Sitzung des Aclteslenrats s ü r öle Einberufung de, Reichstage, zu stimmen. Der mit Mehrheit gefotzte Beschlutz wird von motzgebender oolkrparleilicher Seite damit begründet, datz die Fraktion die Verantwortung für die Notverordnung ablehnt, da die Verordnung weder wirtschaftlich, noch s i - nanziell eine wirkliche Sanierung der öffentlichen Haushaltung und eine Anbahnung der wirtschostsgesundung zu bringen vermöge. von motzgebender volksparteilicher Seite wird hierzu betont, datz die Fraktion wiederholt zum Ausdruck gebracht habe, datz nach ihrer Auffassung neue C a ff e n für die Bevölkerung nur möglich sind, wenn gleichzeitig durch einen entsprechenden diplomatischen Schritt von der Reichsregierung die Tributfrage aufgerollt würde. Die Fraktion ist, wie weiter betont wird, nach den letzten Vorgängen zu der lleberzeugung gelangt, datz da, Reichskabinett in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung zur erfolgreichen Durchführung der von ihr vertretenen, mit der Notverordnung in wichtigen Punkten verlassenen Politik keine Garantie mehr bietet. Die Fraktion hat den Reichskanzler wissen lassen, datz sie in ihren Entschliehungen nicht von irgendwelchem Mitz- trauen gegen Dr. Brüning selbst geleitet ist, von ihm aber erwartet, datz er eine Neubildung des Reichskabineits unter feiner Führung herbeiführt. Oingeldey empfiehlt Umbildung des Kabinetts. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" berichtet über die Stellungnahme der oolksparteilichen Reichstage fraktion, datz der Abgeordnete D i n g e l d e y dem Reichskanzler empfohlen habe, auf Grund der jetzigen Sachlage die sofortige Gesamt- demifsion des Reichskabinetts einzureichen. Er habe ihm nahegelegt, diese Entscheidung und möglichst die Entscheidung des Reichspräsidenten über die Betrauung eines neuen Kabinetts umgehend herbeizuführen, weil dann die Be- schlutzfaffung im Helte ft enrat am nächsten Dienstag unter einem wesentlich anderen Gesichtspunkt zu erfolgen hätte. Das heihl, fo schreibt das Blatt: Erklärt sich Dr. Brüning bereit, fein Kabinett umzubilden, so würde die Deutsche Volkspartei, so würden wahrscheinlich auch die Landvolk- und möglicherweise die IDlrt- fchaftspartei gegen die Einberufung des Reichstages stimmen. Sie würden auf diese Weife Dr. B r ü n i n g in die Lage versehen, feine Politik weiterzuführen, und zwar ohne Parlament. Eurtius war in der Sitzung anwesend. Hebet den Verlauf der Fraktionssihung der Volke Partei melden die Blätter, datz Außenminister Dr. E u r t i u s an dem größten Teil der Beratungen leilgenommen hatte. Als sich ergab, datz die Wehr- heil der Fraktion für die Einberufung de, Reichstages und damit gegen die Absichten des Reichskanzlers und des Gesamtkabinetts stimmen werde, verlieh er die Sitzung. Landvolk und Christlich-Soziale sind jetzt entscheidend. Berlin, 12. 3uni. (TU.) Don den -Berliner Blättern wird darauf hingewiesen, datz durch den volksparteilichen Beschlutz, für die Einberufung des Reichstages äu stimmen, die Lage für das Kabinett Brüning eine erhebliche Zuspitzung erfahren hat. Die ,Dörs enzeitung ' weist darauf hin, datz die Entscheidung jetzt bei den Fraktionen des Landvolkes und des Christlich-Sozia- len Dolksdienstes liege. Schon wenn eine der beiden Fraktionen sich der Deutschen Dolks- partei anschliehe, würde das genügen, um im Qlelteftenrat eine Mehrheit für die Einberufung des Reichstages zustcmdezub ringen. Am Samstag wichtige Entscheidungen zu erwarten. Berlin, 12. Juni. (TU.) Falls mit der Entscheidung der Deutschen Volkspartei im Aelteftenrat des Reichstages sich eine Wehrheil für die Einberufung de» Parlaments ergeben sollte, wird mit der G e f a m t d e m i s s i o n des Kabinetts Brüning gerechnet, da der Reichskanzler in den Partciführerbesprechungen des Donnerstag feine Auffassung »ach dieser Richtung hin schon mehrfach deutlich zum Ausdruck gebracht hat. Der Reichskanzler fährt am Freitagoormittag nach Neudeck, um dort dem Reichspräsidenten über die gesamtpolitische Lage Bericht zu erstatten. Er wird für Samstagvormittag wieder in Berlin zurückerwartet, und man nimmt an, datz an diesem Tage wichtigeinnerpolltifche Entscheidungen fallen werden. Or. Brüning aus dem Wege nach Reudeck. Berlin, 12. Juni. (ERB. Funkspruch.) Reichskanzler Dr. Brüning ist heute früh um 8 Uhr nach R e u d e ck gefahren, um dem dort weilenden Reichspräsidenten Bericht über die Besprechungen in Chequers und über die politische Lage zu erstatten. Oie Besprechungen beim Reichskanzler. Sofortige Demission des Kabinetts bei der Reichetags.Einberufung? Berlin, 11. 3uni. (BDZ.) Heute nachmittag wurden als Führer der Reichstagsfraktion der Landvolkpartei die Abgeordneten Dr. ® e - reke und Döbrich vom Reichskanzler Dr. Brüning empfangen. Die Aussprache trug, wie das BDZ. von Landvolkseite erfährt, informatorischen Charakter und ist noch nicht zu Ende geführt worden. Sie soll am Montagnachmittag fortgesetzt werden. 3m Anschluß daran Frankreichs Gekdmachi zwingt Oesterreich nieder. Oie Zollunion damit auch erledigt? Paris, 11. Juni. (TU.) Die unter der Führung der Bank von England eingeleitete Hilfsaktion für die Oesterreichifche Ärebitanftalt wird am Quai d'Orsay mit lebhaftem Interesse verfolgt. Die Schwierigkeiten, in die die Kreditanstalt geraten ist, scheinen sich als größer herauszustel- len, als zuerst angenommen wurde. Insbesondere heißt es, daß die Dermögensverlufte die ursprünglich genannte Ziffer von 120 bis 160 Millionen weit übersteigen, so daß eine weitere Finanzhilfe über die Aktion des Stillhaltekonsortiums hinaus erforderlich wäre. Dadurch erscheint für Frankreich im gewissen Sinne eine neue Situation gegeben, da die weitreichenden Beziehungen der Kreditanstalt auch die Interessen der mit Frankreich verbundenen Nachfolgestaaten stark berühren. Wie zuverlässig verlautet, ist der Gesandte Frankreichs in Wien, Graf Elauze, bereits beauftragt worden, in diesem Sinne bei der österreichischen Regierung vorstellig zu werden. Selbstverständlich geht man am Qual d'Orsay von der Voraussetzung aus, datz im Austausch zu einer mit französischer Hilfe erfolgten Konsolidierung der österreichischen Wirtschaft, Oesterreich bestimmte Garantien geben müsse, die eine gegen die französischen Interessen in Wittel- europa gewandte österreichische Auhenpolitik ausschlietze. Dieser neue Vorstoß Frankreichs unter Ausnutzung der österreichischen Notlage verdient unter den obwaltenden Umständen die ft ä r t ft e Beachtung. Praktisch bedeutete feine Verwirklichung natürlich die Aufgabe der deutsch-öfterreichis chen Zollunion, ungeachtet anderer weittragender ftaatspolitischer Folgen, die sich aus ihm ergeben würden. Äeuer Vorstoß VriandS gegen Deutschland Angeblich mangelnde Abrüstung Deutschlands. — Wie Frankreich sich für die Abrüstungskonferenz sichern will. Dens, 11. 3uni. (TU.) Das „3ournal Off kiel“ des Völkerbundes veröffentlicht heute eine Ro!e, die ter framös-sch^ Außenminister Briand in seiner Eigenschaft als Präsident der Bot- schasterkonferenz bereits am 16. März an den Generalfelretär des Völkerbundes gerichtet hat und die am 10. April vorn Generalsekretär des Völkerbundes den Mitgliedern des Völkerbunds- rates zur Kenntnisnahme übermittelt worden ist. 3n dieser Rote macht Driand die Ratsmächte zunächst daraus aufmerksam, daß seit der Zurückziehung der 3nteralliierten Militärkontrollkommission am 31. 3anuar 1931 aus Deutschland keinerlei Kontrollorgane mehr die Durchführung der Deutschland auf er legten Abrüstungsverpflichtungen bestünden. Erlaub weist darauf hin, datz die Deutfchlaud nach der Zurückziehung der Interalliierten Wllltärkontrollkommifsion auferlegten endgültigen Abrüstungsverpflichtungen von der deutschen Regierung nicht zufriedenstellend erfüllt worden seien. Hierbei verweist Briand auf vier der Rote bei- gefügte Annexe, die jedoch nicht veröffentlicht werden. Der der Rote angefügte Artikel des Versailler Vertrages behandelt diejenigen Punkte, in denen Deutschland nach der Auffassung Briands seinen Abrüstungsverpflichtungen noch nicht voll nach- gelommen sei. Dies sind: 1. die Truppenstärke und die Rekrutierung der Reichswehr, 2. die militärischen Verwaltungseinrichtungen der Reichswehr, 3. die Polizei und 4. die Bildung der deutschen Verbände. Die Rote Briands an die Ratsmächte trägt zunächst einen rein informatorischen Charakter. Weitere Schritte haben sich an die Rote bisher noch nicht angeschlossen. Eine Erörterung der Rote Briands, die auf angebliche deutsche Verletzungen der Abrüstungsverpflichtungen hinweist, durch den Völlerbundsrat kann lediglich erfolgen, wenn ein Mitglied des Völlerbundsrates einen dahingehenden Antrag beim Generalsekretär des Völkerbundes stellt. Berlin ist wieder optimistisch. „Eine völlig belanglose Angelegenheit." Berlin, 11.Juni. (TU.) Die Note Briands an bas Sekretariat des Völlerbundsrates wirb an z u - ftänbiger Stelle in Berlin als eine völlig belanglose Angelegenheit bezeichnet, die jeder aktuellen Bedeutung entbehre. Es handele sich um die geschäftsordnungsmäßige Erledigung eines Vorganges aus dem Jahre 1927, die eine einseitige und daher nicht beweiskräftiae Darstellung der Entwaffnungsverhandlungen enthalte. Was die Schlußfolgerungen des Berichtes angehe, so habe der Dölkerbundsrat als solcher kein Initiativrecht in der Frage der deutschen Abrüstung. Vielmehr könne der Völkerbundsrat nur gemäß Artikel 213 die Investigation beschließen, wenn eine Ratsmacht einen Antrag stelle und die angeblichen Verfehlungen Deutschlands glaubhaft mache. Damit ist aber nach Berliner Auffassung nicht zu rechnen. Das Schriftstück wird deshalb nach Ansicht der Berliner zuständiaen Stellen zu den Akten gelegt werden müssen. Die Botschafter-Konferenz gibt in dem Bericht übrigens selbst zu, daß sie nach Zurückziehung der Kontrollkommission keinerlei Befugnisse mehr in dieser Frage habe. Oer stonzösische Generalstab im Hintergrund. Genf, 11.3unt (Täl.) Dom deutschen <5tanb- Punkt aus kann zu der erst am Donnerstag vorn „3ournal Officiel“ veröffentlichten Role Briands vorn 16. März d. 3. an den Völlerbundsrat ausdrücklich sestgestellt werden, daß die in dieser Rote geltend gemachten Zweifel von der vollständigen Durchführung der deutschen Entwaffnungsverpflichtungen als unhaltbar und völlig unbegründet zurückgewiesen werden müssen. Das Schwergewicht der Rote liegt in ihrer Anlage IV, in der das Verbot des Waffentragens des Stahlhelms, sowie das Verbot jeder militärischen Ausbildung des Stahlhelms gefordert wird. Das Ziel dieser auf Einflüsse des französischen General st abes zurückgehenden Rote Briands liegt nach übereinstimmender Auffassung in dem Wunsch der französischen Regierung, für die Zukunft Handhaben zu besitzen, um die Durchführung der deutschen Abrüstungsverpflichtungen vor dem Völlerbundsrat jederzeit von neuem aufrollen zu können. 3m Schlußsatz der Rote hebt Briand hervor, dem Völlerbundsrat müsse es Vorbehalten bleiben, aus den berichteten Tatsachen, die ihm geeignet erscheinenden Schlußfolgerungen zu ziehen. Die französische Regierung hat sich damit für die Zukunft die Möglichkeit gesichert, die deutschen Entwaffnungsverpflichtungen zugunsten ihr geeignet erscheinendem Zeitpunkt vor den Völlerbundsrat zu bringen, um damit einen unmittelbaren Druck auf die deutfche Regierung ausüben zu können. Die Bedeutung dieser rein politisch zu wertenden Rote Briands liegt somit ausschließlich in der Absicht, sich Sicherungen für eine zukünf tige Aufrollung der deutschen Cntwaff nungs- frage vor dem Völlerbundsrat zu schaffen, hat aber- darüber hinaus auch für die kommende Weltabrüstungskonferenz ihre symptomatische Bedeutung. empfing der Reichskanzler den Parteiführer bet DVP., den Abgeordneten Dingeideh. Erst in den späten Abendstunden konnte Dr. Brüning auch die Sozialdemokraten zu einer Rücksprache empfangen: als ihre Vertreter erschienen Dr. Breit scheid, Dr. Hertz und A u f h ä u s e r. ' Wie die „Landvolknachrichten" erfahren, dürfte es keinem Zweifel unterliegen, daß ein Beschluß des Ältestenrates, der den sofortigen Zusammentritt des Reichstages fordert, weitgehende Komplikationen mit sich bringen würde. 3n einigen Blättern wird bereits behauptet, daß da» Kabinett einen Beschlutz auf Zusammentritt de» Reichstags mit der sofortigen Demifsion beantworten würde. Ob solche Erklärungen die wachsende Reigung bei den bürgerlichen Gruppen, den Reichstag zu- fammenjurufen, wieder abschwächen können, steht, wie die »Landvolknachrichten" meinen, dahin. Brünings Bedenken. Abänderung der Notverordung unter bestimmten Voraussetzungen? Berlin, 12. Juni. (OB.) lieber den Verlauf der Besprechung des Reichskanzlers mit den Vertretern der Sozialdemokratie, an der auch der Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald teilnahm, berichtet der Sozialdemokratische Presse- dienst, datz die Vertreter der Sozialdemokra- t i e dem Reichskanzler ihre Bedenken gegen die Notverordnung unterbreitet und ihn auf die politischen Folgen des Inkrafttretens insbesondere derjenigen Bestimmungen der Notverordnung aufmerksam machten, die eine weitgehende Minderung der sozialen Lei ft ungen bezwecken. Der Reichskanzler betonte, datz die (Einberufung des Reichstags mit fdjroeren Gefahren für die Kreditverhältniffe verbunden fei, und man im gegenwärtigen Augenblick davon eine weitere Zuspitzung der Wirtschaftskrise, der Arbeitslosigkeit und der Finanzschwierigkeiten befürchten mfiffe. Ein endgültiges Ergebnis wurde nicht erzielt. Die Befprechungen über die von der Sozialdemokratie gewünschten Abänderungen der Notverordnung sollen nach der Rückkehr des Reichskanzlers von Neudeck und nach einer Fühlungnahme mit dem Reichskabinett fortgesetzt werden. Nach einer weiteren Mitteilung des Sozialdemokratischen Pressedienstes ist die Reichsregie- r u n g z u Aenderungen unter der Voraussetzung bereit, datz dadurch die finanziellen Ergebnisse nicht beeinträchtigt werden. Die gewünschten Abänderungen sollen jedoch weder durch den Reichstag, noch durch einen Ausschuß beschlossen, sondern auf dem Wege interner Verhandlungen vereinbart werden. Oer oldenburgische Landtag gegen die Notverordnung. Oldenburg, 11.Juni. (TU.) In der heutigen Sitzung des Oldenburgischen Landtages beantwortete der Ministerpräsident die na- tionalsozialistische Anfrage bezüglich der N o t v e r- ordnung im wesentlichen ausweichend. Die Nationalsozialisten betonten, sie hätten eine klare und unzweideutige Stellungnahme gewünscht. So stellten sie nunmehr einen Mißtrauensantrag gegen die Regierung, über den am kommenden Dienstag abgeftimmt wird. Dann wurde ein deutfchnationaler Antrag, der die Regierung auffordert, von dem Reichskanzler zu fordern, daß die Notverordnung sofort außer Kraft gesetzt werde, mit 23 gegen 21 Stimmen angenommen. Dafür stimmten die Nationalsozialisten, Deutschnationalen und Volkspartei, dagegen die Sozialdemokraten, das Zentrum, die Staats- und Land- volkpartei. Die Kommunisten enthielten sich der Stimme. Noch immer kein Schritt zur Tributrevision. Man will noch aus Ltimson warten. Berlin, 11.3unL (CRD.) Das ReichS- k a b ine 11 hielt heute vormittag die angefün* digte Ministerbesprechung ab, in der über die Londoner Reise und die Llnterhaltungen von Chequers berichtet wurde. Das Reichskabinett wird nun überlegen, in welcher Form die R e - Parationsfrage in Fluß gebracht werden soll. Wenn auch sichere Mitteilungen im Augenblick noch nicht zu erlangen find, so glaubt man doch in politischen Äreifen, die gut unterrichtet zu sein pflegen, daß ein entscheidender Schritt zur Revision der Reparationsoerpflichtungen kaum zu erwarten ist, bevor Staatssekretär Stimson in Europa eingetroffen MnisterSchielesprichtüberdieAgrarpoM Um die Wiedergewinnung der Rentabilität der bäuerlichen Wirtschaft. Paderborn. 11. Juni. (LU.) In der heutigen Generalversammlung des Westfälischen Bauernvereins führte Reichsminister Schiele u. a. aus: Mit der Rotverordnung vom 6. Juni fordert die Reichsregierung von dem deutschen Volk eine letzte und äußer st e Anstrengung, um durch Opfer von bisher nicht gekanntem Ausmaß Leben und Freiheit unseres Volkes zu sichern. Diese Opfer und Lasten geben uns vor der Welt den rechtlichen Anspruch, daß unsere Anstrengungen gebührend bewertet werden und zu einer politischen LImge - st al tung, insbesondere der Reparationsfrage führen. Das deutsche Bauerntum trete jetzt zum Endkampf um sein Recht und um sein Leben an. Die Lücken der agrarpolitischen Mahnahmen mühten jetzt endgültig geschlossen und die Voraussetzungen sür weitere Leistungen im Interesse des Volkes geschaffen werden. Bei den Forderungen der Landwirtschaft nach einem angemessenen Schuh ihrer Erzeugnisse vor ausländischer Konkurrenz handelte es sich um Verhinderung eines die deutsche Landwirtschaft ruinierenden Preisdruckes durch ausländische Lieberproduktion. Für die Zukunft müsse eine gesunde Preisrealation zwischen Drotgetreide- arten und Futtergetreidearten erstrebt werden mit dem Ziele, das die Verwertung der neuen Ernte zu angemessenen Preisen sichert. Selbstverständlich bleibe das Ziel bestehen, den Verbraucher Vicht unnötig u belasten. Es werde mit allen Mitteln dahin gewirkt werden, daß dem deutschen Volke in allen Teilen des Reiches Roggenbrot zu angemessenen Preisen zur Verfügung gestellt werde. Der Schuh der Milchwirtschaft sei eine so elementare Forderung der sozialen und wirtschaftlichen Gerechtigkeit, daß keine Regierung vor diesem kategorischen Imperativ eines gesunden Bauernvolkes weichen könne. Die Forderung der Veredelung der Wirtschaft in allen ihren Zweigen sei mit die wichtigst« Grundlage für neue Lebenskraft. Keine Ernährung komme dem deutschen volle teurer zu stehen, al» die Ernährung mit ausländischen Nahrungsmitteln! Denn diese Ernährung kostet unser Volk die Freiheit. Sie macht uns abhängig von dem Spiel deS internationalen Warenaustausches. Sie richte unsere Landwirtschaft zugrunde und vermehre damit das Elend. Demgegenüber stehe leuchtend unser nationalwirtschaftliches Ziel: Die heimische Landwirtschaft wieder stark, gesund und kaufkräftig zu machen und damit den gesamten deutschen Wirtschaftsorganis- mus wieder mit Blut und Leben zu erfüllen. Wer wirklich sehen wolle, der müsse erkennen, daß die Weltwirtschaftskrise eine ihrer tiefsten Llrsachen in dem ungeheuren Schwund der landwirtschaftlichen Kaufkraft habe. Voraussetzung für die Belebung des deutschen Btn- neßmarktes sei die Herbeiführung des gerechten Ausgleichs zwischen den Preisen für landwirtschaftliche Produkte und den Kosten für die landwirtschaftlichen Produktionsmittel. Es fei auf die Dauer unerträglich, wenn der Index für Agrarstoste auf 105, der Index für industrielle Fertigstvff« auf 137_ steh«. Zur Lieberwindung der Preisschere bedürfe es besonders auch einer Senkung der öffentlichen Lasten, die auf der Landwirtschaft ruhen. Don reichswegen sei auf dem Gebiete der direkten Steuern alles getan worden, was angesichts der Lage nur irgend möglich war, es müsse aber erstrebt werden, auch die übrigen öffentlichen Abgaben aller Art zu verringern. Das gleiche gelte für die Herabsetzung der Zinssätze. und Gelegenheit gegeben ist, die Lage mit ihm . zu besprechen. Zu der Frage, wann der Transferaufschub in Sicht sei, berichtet dann das Blatt weiter: Von vornherein waren für die Einleitung der Revision zwei Möglichkeiten gegeben: Diplomatische Verhandlungen mit den Gläubigermächten, oder die Inanspruchnahme des Boungplanes selbst. Von diplomatischen Verhandlungen, die zudem erst langwierig wären, kann man sich vor allem nach der Rede Briands nicht viel versprechen. Es bleibt also nur der zweite Weg, die Berufung auf das Sachverständigengutachten vom 1. Juni 1929, auf dos der Poungplan fußt. Es ist bereits dargelegt worden, daß die finanziellen Auswirkungen bei der Erklärung des Transferaufschubes nicht unmittelbar und nicht sehr bedeutend sind, aber die Erklärung des Aufschubs durch die deutsche Regierung hat auto- makisch die Einberufung des beratenden Sonderausschusses der Bank für Internationale Zahlungen zur Folge. Die auf .die Revision des Voungplanes zielende Aktion der deutschen Regierung hat begonnen. In Berliner politischen Kreisen hat im Zusammenhang mit diesen Erörterungen ein Artikel des früheren Reichsfinanzminister Molden- hauer in der „DAZ." starke Beachtung gefunden, in dem dieser darauf hinweist, daß Deutschland, wenn es nicht vertragsbrüchig werden, wohl aber ernstlich die Revisionsfrage aufrollen wolle, zum ersten Oktober, dem ersten zulässigen Termin, das Transfermoratorium (verdeutscht: Transferaufschub) erklären müsse. Dietrich verteidigt die Krisensteuer. Berlin, 11.Juni. (ERB.) Die Kritik, die an der Rotverordnung geübt worden ist, richtet sich vielfach gegen die Person des Reichsfinanzministers. Dr. Dietrich setzt sich in der „Voss. Ztg." mit diesen Angriffen auseinander: Er legte zunächst dar, daß die K r i s e n st e u e r geschaffen wurde, um den Fehlbetrag der Krisenfürsorge zu decken und noch einen gewissen FondsfürZweckederArbeits- beschaffung zu bilden. Die Reichskasse selber nimmt diese Krisensteuer in keiner Weise für sich in Anspruch. Ferner führte der Minister aus: Es sind eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, wie man anders hätte zum Ziele kommen können. Der einfachste Weg wäre gewesen, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um einige Prozente zu erhöhen. Ob die Wirtschaft das ausgehalten hätte, will ich nicht untersuchen. Der andere Weg wäre der, die Llmsatzsteuer zu diesem Zwecke heranzuziehen. Da niemand weih, wie die Dinge im nächsten Winter sich zuspitzen können, so muh diese, wirtschaftlich im übrigen äußerst bedenkliche Möglichkeit, die nur in der letzten Gefahr angewendet werden kann und außerdem eine Verschlechterung der Lebenshaltung auf der ganzen Linie bedeutet, offen bleiben. Einen dritten Weg glaubten wir in der Krisen st euer gefunden zu haben. Ein Sturm der Entrüstung hat sich dagegen erhoben, und wenn man ihn oberflächlich betrachtet, so könnte man versucht sein, zu glauben, daß alle bereit wären, diese Krisensteuer zu zahlen, aber nur dann, wenn sie für alle Steuerzahler dis gleiche wäre. Bei näherem Zusehen ist dem aber nicht so, sondern man findet, daß die Hauptrolle die Hoffnung spielt und gespielt hat, man könnte die Sache so machen, daß man selbst dabei nicht betroffen wird. Lieberlegt man sich an Hand der Tatsachen die Lösung im ganzen, dann ist festzustellen, daß von der Krisensteuer alle betroffen werden, bk überhaupt noch ein Einkommen haben. Cs ist weiter festzustellen, dah diejenigen, die ein geringeres Einkommen haben, entweder Arbeitseinkommen, oder aus selbständiger Erwerbstätigkeit, geschont sind. Ich vermag deswegen auch nicht zuzugeben, dah die Krisen steuer einen unsozialen Charakter habe. Ihrer Ratur nach ist sie eine vorübergehende Mahnahme. In dem Augenblick, in dem der Bedarf für die Krisen- unterstühung auf den Betrag von 400 Millionen Mark zurückgeht, wird die Krisensteuer verschwinden. Warm dieser Zeitpunkt eintreten wird, hängt nicht zum wenigsten von den Rerven der deutschen Bevölkerung ab, von der große Teile im gegen* wärtigen Augenblick den Blick für die realen Möglichkeiten völlig verloren haben und glauben, dah man mit Versprechungen und Phantasien die Schwiecig'eiten dieser inneren Kris.' m is'ern könne. Man muh erkennen, dah Opfer notwendig sind, damit nicht große Teile der Bevölkerung im nächsten Winter untergehen, oder zu Verzweiflungsakten veranlaßt werden. Botschafter von Hoesch kommt nach Berlin. Parts, 12. Juni. (WTB. Funkspruch.) Der deutsche Botschafter v. Hoesch wird sich im Laufe der kommenden Woche zu einer Besprechung mit der Reichsregierung nach Berlin begeben. Oie Ansicht der amerikanischen Regierung. Washington, 11. Juni. (WTB.) Staatssekretär Stimsvn hatte heute wiederum eine lange Llnterredung mit Präsident Hoover. In einer Pressekonferenz, die in Stimsons Abwesenheit stattfand, erklärte Llnterstaatssekretär C a st l, dah die Regierung der Vereinigten Staaten die Lage in Deutschland als ernst a n s e h e. Diese Ansicht der Regierung teile jeder in den Vereinigten Staaten. Deutschlands Lage, so fuhr Castl fort, stelle eine allmähliche Anhäufung von ungünstigen Faktoren dar; aber man sei in Amerika nicht der Ansicht, dah sie im gegenwärtigen Augenblick ausgesprochen kritisch sei. Henderson erklärt... London, 11. Juni. (WTB.) Außenminister Henderson erstattete vor dem parlamentarischen Komitee sür Völkerbunds- fragen Bericht über die letzte Genfer Tagung und ging dabei ausführlich auf die deutsch- österreichische Zollunion ein. Er erklärte, die Methode, die bei der Vereinbarung über eine deutsch-österreichische Zollunion befolgt worden sei, habe große Llnruh« in Europa her- vorgerusen, und das Gefühl der Erleichterung sei entsprechend groh gewesen, als die Frage auf die Tagesordnung des Völkerbundsrates gesetzt und dann von diesem dem Haager Gerichtshof unterbreitet worden sei. Es blieb jedoch die politische und die wirtschaftliche Seite der Frage noch zu prüfen. Henderson fand für Dr i and und die Leistungen des europäischen Studienkomitees anerkennende Worte und erklärte dann aus eine Frage Austen Chamberlains über die Zollunion, die britische Regierung beabsichtige, an ihrer streng unparteiischen Haltung gegenüber der Frage einer deutschösterreichischen Zollunion festzuhalten. Noch ein prominenter Amerikaner reist nach Deutschland. R o o s e v e l t, der Gouverneur des Staates Neuyork, der als aussichtsreichster Anwärter für den amerikanischen Präsidentenposten gilt, befindet sich an Boro der „Bremen" aus dem Wege nach Deutschland. Der neue Präsident des französischen Senats. Der intime Freund Poincarös. Paris, 11. Juni. (WTB.) Zum Senats- Präsidenten wurde in der Stichwahl Senator Lebrun mit 147 gegen 139 Stimmen, die auf den Senator Jeanneney entfielen, gewählt. Senator Lebrun ist der intime Freund Poin- caräs. Als Vorsitzender des Senatsausschusses für cheereswesen hat er im letzten Winter wiederholt Reden gehalten, in denen er ganz besonders das Thema der „deutschen Gefahr" behandelt hat. Kommunistische Ruhestörungen. Im Laufe des gestrigen Tages ist es wieder in verschiedenen Teilen des Reiches zu Ruhestörungen durch Kommunisten gekommen, In F r a n k f u r t a. M. verachten abends junge Kommunisten die Töngesgasse zu sperren, indem sie einen Drückkarren um stürzten und Teile eines Weihbindergerüstes über die Strahe legten. Die Polizei beseitigte das Hindernis und säuberte die Straßen. Gegen Mitternacht war die Ruhe wiederhergestellt. In Kassel kam es in der Altstadt, besonder- am Altmarkt und am Martinsplah, wieder zu großen Ansammlungen. Die Polizei ging gegen die Menge, die weiter aufgeheht wurde, sofort energisch vor, mußte aber wieder von der Schußwaffe Gebrauch machen. Gegen Mitternacht herrschte in den Straßen der Altstadt noch große Llnruhe. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen. Wie aus Wuppertal berichtet wird, kam es gestern abend sowohl in Barmen, wie in Elberfeld zu größeren Ansammlungen, die wiederholt das Einschreiten der Polizei erforderlich machten. Die Beamten wurden dabei mit Steinen beworfen und mußten wiederholt vorn Gummiknüppel Gebrauch machen. Auch in der Innenstadt von Barmen kam es m den späten Abendstunden wiederholt zu größeren Zusammenrottungen, bei denen die Ordnung aber nicht gestört wurde. Einige Personen wurden wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt festgenommen. Die Kommunisten in Düsseldorf hatten gestern abend zu einer Demonstration aufgerufen, zu der sich etwa 600 Personen auf dem Worringer Platz eingefunden hatten. Rach ihrer Zerstreuung überfiel eine Gruppe von ungefähr 30 Personen — es soll sich um Anhänger der kommunistischen Partei handeln — zwei Stahlhelmleute. Einer von ihnen wurde so schwer verletzt, daß er ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Wegen mehrerer kommunistischer Lieberfälle auf Rationalsozialisten in der letzten Zeit veranstaltete die Ortsgruppe Bremen der RSDAP. gestern abend eine öffentliche Kundgebung, in deren Verlaus Kommunisten schwere Ue&erfälle' auf Rational svzia listen und Polizei beamte verübten. Drei Polizei beamte, zahlreiche Rattonalfozialisten und mehrere Unbeteiligte wurden verletzt. 20 Kommunisten wurden fest genommen. Eine Reihe von Kommunisten wurde beim Vorgehen der Polizei, die mit dem Gummiknüppel und der blanken Waffe einschritt, ebenfalls erheblich verletzt. Die Kommunisten warfen hauptsächlich von den Dächern der anliegenden Häuser mit Steinen nach den Rationalsozialisten und den Polizeibeamten. Ferner rissen sie eiferne Straßenrvste heraus, zerbrachen sie und bewarfen mit den Cisenstücken Polizei und Rationalsozialisten. In Lauenburg a. d. Elbe veranstalteten die Kommunisten aestern abend einen von der Polizei genehmigten Demonstrationsumzug, dem sich 150 aus Lüneburg eingetroffene Kommunisten anschlos- sen. Nach Schluß der Veranstaltung entstand zwischen den Lüneburger und den Lauenburger Kommu- n ist en in einer Wirtschaft eine Schlägerei. Polizeibeamte versuchten, den Hauptverantwortlichen, der sich unter den Lüneburger Komunisten befinden sollte, festzustellen. Dabei wurde die Polizei umringt, zu Boden geschlagen, mit Steinen beworfen und zum Teil erheblich verletzt, so daß sie schließlich gezwungen war, mehrere Schüsse abzugeben. Ein Kommunist wurde getötet und zwei verletzt. In Hamburg kam es im Anschluß an eine kommunistische Versammlung an verschiedenen Stellen der Stadt zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Polizei gab mehrere Schüsse ab, wobei vier Personen verletzt worden sein sollen. Bei einem späteren Zusammenstoß an der Englischen Kirche fielen ebenfalls Schüsse; auch hier soll es einen Verletzten gegeben haben. Dem energischen Zugreifen der Polizei mit einem größeren Mannschaftsaufgebot gelang es, die Ruhe wiederherzustellen. Das hessische Zentrum gegen Hartungs Intendantur. Darmstadt, 11. Juni. (WHP.) Die Landtagsfraktion des Zentrums hat folgende Entschließung gefaßt: „Die Zentrumsfraktion des Hessischen Landtags nimmt mit Genugtuung davon Kenntnis, daß Finanzminifter Kirnberger entsprechend dem Fraktionsbeschluß vom 2. Juni 1931 sich scharf gegen d i e Wahl Hartungs zum Intendanten des Landestheaters gewandt hat. Nach der bisherigen Wirksamkeit Hartungs erscheint ihr die Gewähr nicht gegeben, daß den kulturellen, künstlerischen und finanziellen Bedürfnissen des Landestheaters gedient wird. Sie fürchtet vielmehr, daß das Landestheater noch mehr als bisher zum Schaden feiner Entwicklung den Zankapfel der verschiedenen Richtungen abgibt. Insbesondere bedauert sie, daß man im Verwaltungsrat des Landestheaters glaubte, sich rücksichtslos bei der Wahl über die Wünsche und Stimmungen weitester Kreise der Bevölkerung hinwegsetzen zu können. Bei einigem guten Willen hätte es wohl möglich sein können und müssen, sich auf einen Bewerber zu einigen, der alle Volksschichten hinter sich gehabt hätte. Das Zentrum behält sich seine künftige Stellung zum Landestheater vor. Um im Augenblick noch gutzumachen, was gutzumachen ist, hat die Zentrumsfrak- tion, die nur durch den Finanzminister Kirnberger im Derwaltungsrat vertreten ist, beschlossen, den Finanzminister zu bitten, 1. festzustellen, ob durch die Verabschiedung des Gesamtvoranschlages der Theateretat unumstößlich angenommen ist, oder ob es noch eine Möglichkeit gibt, den Theateretat außer Kraft zu setzen. Sollte eine Aenderung der durch den Derwaltungsrat des Landestheaters yeschaffenen Lage nicht möalich sein, so möge der Finanzminister 2. dahin wirken, daß die Iahresbezüge des Intendanten den Betrag von 20 000 Mark nicht übersteigen, 3. dahin wirken, daß der Vertrag mit Intendant Hartung nur für ein Jahr abgeschlossen wird." 50. OienstjubilSum der Admiräle Souchon und v. Hipper. Die Admiräle Soudjon (links) und v. Hipper (rechts), die vor 50 Jahren in den Verband der Reichsmarine eintraten. — v. Hipper zeichnete sich in der Seeschlacht vor dem Skagerrak aus und wurde 1918 zum Chef der deutschen Hochseeflotte ernannt. — Souchon war bei Ausbruch des Weltkrieges Kommandant des deutschen Mittelmeergeschwaders, schlug sich dann mit "feinen Schiffen nach Konstantinopel durch, wo die „Goben" und „Breslau" das Rückgrat der Verteidigung der Dardanellen und des Bosporus bildeten. Aus aller Welt. Großfeuer im Malmöer Flughafen. Malmö, 11. Juni. (WTB.) Der Flughafen von Malmö, der größte Flughafen Schwedens, wurde heute von einem Großfeuer heimgesucht, das den ganzen mittleren Teil der größten Flughalle, ein dreimotoriges Junkers-Flugzeug und andere Gegenstände vernichtete. Das Feuer entstand dadurch, daß ein Monteur eine elektrische Lampe fallen ließ. Die Laterne ging in Trümmer und fiel auf einen Haufen eingeöltes Garn, das Feuer fing und auch die 1200 Liter Benzin des genannten Flugzeugs entzündete. Drei Dampfer an der norwegischen Küste gestrandet. Loegstoer, 11.Juni (WTB.) Im dichten Nebel sind der deutsche Schoner „Adelheid", der hol- ländische Schoner „Wilhelma" und ein deutscher Dreimaster, dessen Name noch nicht festgestellt werden konnte, heute auf dem nördlichen Grund bei Loegstoer gestrandet. Die „Wilhelma^' konnte später freikommen, die Lage der beiden anderen Schiffe ist gefährlich. Der Untergang de» „Poseidon". Weihaiwei, 11. Juni. Es steht jetzt fest, daß die in dem gesunkenen Unterseeboot „Poseidon" eingeschlossenen 18 Matrosen nicht mehr am Leben sind. Ueberfdjroemmungcn bei Angora. — 30 Todesopfer. Angora, 11. Juni. (WTB.) Anhaltende Regenfälle haben in der Stadt und in der Umgebung Überschwemmungen verursacht. 30 Personen, sind ertrunken. Oie Wetterlage. .BSrert Aberdeen 17, 3E 4b Saiiy! 2.7 22 Wien ^7. D " wa Zö*» yy ......—r \ ■■ ■ — inorshavn g TPf - o womenlos. O neuer, o nai» htdecKt O wolkig. • oedecki • Reflex * Schnee e» Graupel» «NeDei K 0ewiiter.@windsliiie.-O> seh# leichter Ost massiger Südsüdwest Q stürmischer «ordwesl »le Pfeile fliegen mit dem winde Oie deinen Stationen stehenden Zaffr len gehen die Temperatur an. Pie Linien verbinden Orte mH gleichen! euf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Durch allgemeinen Barometeranstieg über dem Festlande und den britischen Inseln ist die Nordmeerstörung über Skandinavien hin abgedrängt worden, und die Luftdruckgegensätze haben sich ziem- lich ausgeglichen. Die milde Südwestluft führt wei- terhin zu warmem Wetter und ruft auch vielfach Bewölkung hervor. Ihr Einfluß bleibt noch bestehen, und bei der zunehmenden Erwärmung dürften sie Gewitterstörungen verursachen. Aussichten für Samstag: Teils bewölkt, teils aufheiternd, schwül, vereinzelt« Gewitterstörungen. Aussichten für Sonntag: Fortdauer des öfter zu Gewitter neigenden Wetters, im ganzen noch warm. Lufttemperaturen am 11. Juni: mittags 26,2 Grad Celsius, abends 20,2 Grad; am 12. Juni: morgens 19,4 Grad. Maximum 26,4 Grad, Minimum 12 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Juni, abends 23,6 Grad; am 12. Juni: morgens 19 Grad. — Sonnenscheindauer WA Stunden. Reisewetterdienst Garmisch-Partenkirchen: 17 Grad, gestern heißer Tag, heute morgen windstill, halb bis gan) bedeckt, gestern meist heiter. K o n st a n z: 20 Grad, gestern heißer Tag, heute morgen Südwestwind, heiter bis halb bedeckt, gestern meist heiter. Borkum: 16 Grad, milde Rächt, Düdwest- wind, heute morgen heiter' bis halb bedeckt, gestern teils heiter, teils wolkig. Westerland aus Sylt: 14 Grad, gestern milde Rächt, heute morgen Südwestwind, heiter bis halb bedeckt, Witterungsverlauf seit gestern veränderlich. s** ffl. bmMippet Mmb ötr ewn5 3e'$netf Ä fe.S r entstand da- X Lampe sotten » und fiel auf Teuer fing und Wen gluWutzr ^ste gtfrmbd. ^n dichten Ne« '°lh«id', der hol. nd ein deutl^r lt seftgestellt wer. l'^en Grund bet 10 konnte später anderen Schisst Idbon“. eht jetzt fest, daß eeboot „Po. Matrosen nicht Phasen. yen Schweden. N'USesucht, B,en Flughalle, 'S und ander» - 30 loderopfn. chattende Regen. : der Umgebung sacht. 30 Personen It >ux wen —±t? 5 igc. H?W bie^orb- %n abgebrängt WZ L-L» w stad, ^inIiefC am SS**** 'A Stunden- i7 Grad. ** Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 12. Juni 1931. Oie ersten Tage. Keine Besorgnis — ich beginne nicht mit der Schöpfungsgeschichte, obwohl sie in den verschiedenen Variationen der Schöpfungsgeschichte auch ganz dienlich zu lesen ist. Ietzt sind die ersten Ferientage gemeint, jene Stunden, in denen man erst einmal daS Gefühl „Los vom Joch' bis zur Beige auskosten möchte' so ganz und gar gewahr werden: frei! — Doch komisch, wie viele wissen in den ersten Tagen nicht, was sie mit dieser freien Zeit anfangen sollen, überlegen, verwerfen, bauen neue Gedanken auf und brauchen eine Zeit der Beueinrichtung des Einteilens, als wären sie nicht in den Ferien, sondern mühten über den richtigen Gebrauch einer Zeit Abrechnung geben. In den Bädern entstehen am Strande bald Sandburgen, und die Reihen der Strandkörbe, das farbige Gewimmel der Menschen, erinnert an das Lagerlebcn der Bomadenvölker. Und an jedem Morgen. jedem Vachmittag sind neue Körbe wie Pilze aus der Erde geschossen und strecken sich sonnenbedürftige Fremdlinge behaglich in der Sonne aus. In den Bergen erlebt man die drolligsten Bilder. An der See ist das Master die einzige Schwierigkeit. aber wer nicht hineingehen will, hat vom „Lagerleben" auch seine Gesundung und Kräftigung, ins Gebirge aber kommen die Menschen, um sich die Welt einmal von oben herab anzusehen, und so kraxelt denn alles, was Deine hat. Auf den Beschauer wirkt das „Wie" des Kletterns der GekegenheitStouristen manchmal ungemein heiter. Manche denken sich die Berge so wie einen Tanzboden und Bergsteigen wie Charlestontanzen, kommen in Halbschuhen mit Stöckelabsätzen. Mag der Aufstieg noch Halbwegs gelungen sein, der Abstieg erinnert an Till Eulenspiegel: „Warum", sing einer an, „gehst du bergan so froh, bergunter so betrübt?" Verzweifelte Grimassen schneiden die alten und jungen Damen, weil die Fühe so schmerzen, dah es kaum erträglich ist. Ist darum in den ersten Tagen der Klettermut grvh, so legt sich die Veugier noch einer Strapaze bald und man fängt an, sich anzupassen. Ein ganz unbeschreibliches Empfinden geht auf dem Gesicht eines neuen Gastes in einer der cle- ?;anteren Pensonen berühmter Kur- und Erho- ungsstätten um. Betritt er den Speiseraum, sind sämtliche Augen aus ihn gerichtet. Er ist vollstän- .dig in entsprechender Toilette, alles an ihm ist in Ordnung und doch kommt er sich verschroben vor, aus dem Geleise geraten, in irgendeinem unhaltbaren Zustande. Er fühlt, die Augen der Anwesenden befühlen ihn förmlich und scheinen Röntgenstrahlen in sein Inneres iu schicken, um ihn auf Herz und Vieren zu prüfen. Der Gang wird unsicher, das Gesicht eine süß-saure Grimasse, beim Speisen fällt wirklich einmal die Serviette herunter und einmal die Gabel hart auf den Teller. — Doch das ist in den ersten Tagen, bald interessieren sich töchterreiche Mütter für ihn und er wird am Ende noch „Hahn im Korbe". Diese ersten Tage — sie entscheiden oft für ein ganzes Leben. Doch immer mutig hinein. „Ferienheil"! M. G. Oer neue Rektor derLandeS-tlniversitäi Bon der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Zum Rektor der Hessischen Landes-Universität würde der ordentliche Professor für Forstwissenschaft Dr. phil. et rer. pol. Karl Danselow für die Zeit vorn 1. September 1931 bis 31. August 1932 gewählt. Oie Granate im Mülleimer. Der heutige Polizeibericht meldet: Auf dem Schuttablade-Platz am Schisfenberger Weg wurde gestern beim Ausladen eines Müllwagens eine scharfe Granate mit Zünder, ein 7,5-Zenti- meter--Geschoß, gesunden, das in einem Mülleimer dem Qiagen übergeben worden war. Es darf wohl als ein sehr glücklicher Lim st and bezeichnet werden, daß das Geschoß nicht in dem sich ständig in Bewegung befindlichen Müllwagen explodierte. Die Folgen einer solchen Explosion inmitten der Stadt wären kaum abzusehen gewesen. Die Granate, die sofort sichergestellt wurde, ist durch den Waffenmeister der Butzbacher Polizei nach vorheriger Absperrung an Ort und Stelle gesprengt worden. Die Allgemeinheit muh hinsichtlich der Gefährlichkeit solcher „Erinnerungen" aus dem Weltkrieg nachdrücklichst davor gewarnt werden, mit solchen Dingen leichtfertig umzugehen. Da die Arbeiter der Müllabfuhr keinerlei Angaben darüber machen können, wo das Gefäß mit der Granate ausgenommen worden sein könnte, besteht vorläufig noch wenig Möglichkeit zu einer aussichtsreichen Untersuchung der Angelegenheit. «.Oer gedeckte Tisch". Gasvortrag — Schaukochen — Sonderausstellung. Die Gießener Hausfrauenberatung veranstaltete am Donnerstagabend in Verbindung mit der Firma Gebr. Roeder (Darmstadt) und deren hiesigem Vertreter der Firma I. D. H ä u s e r wieder einen Haussrauenabend, dem als Besonderheit eine sehr geschickt arrangierte Ausstellung voranging. Mit großer Liebe und Sorgfalt waren im Saale des Cafe Leib einige Tische gedeckt, die alle Aufmerksamkeit von feiten der Besucherinnen fanden. Es wurden einige Tische gezeigt, der Kaffeetisch, der Towlentisch, eine Hochzeitstafel, ein Teetisch unter Verwendung einfachen Porzellans, das lediglich durch eine dezente Form, durch die einfache Art des Dekors besondere Wirkungen erzielte. Die Gläser, ebenfalls einfach, aber von edler Gestaltung, erwiesen sich in ihrer blitzblanken Klarheit nicht nur als Gebrauchsartikel, sondern auch als Schmuckstücke. Das alles wurde in Verbindung mit schönen Möbeln, mit Blumenschmuck und wertvollem Tischzeug mit erlesenem Geschmack geordnet und zu einem Ganzen gefügt, dessen feinem Zauber sich wohl keine der De- sucherinncn entziehen konnte. Als abschreckendes Beispiel wurde auch fein Abendbrottisch des Iung- gesellen gezeigt. Die Mitglieder der Hausfrauenberatung hatten zu den einzelnen Arrangements Kleingebäck und Kuchen gebacken, die in ihrer Appetitlichkeit mancher Besucherin zum anregenden Beispiel geworden sein dürften. Die Firmen I. D. H ä u s e r und Edgar Bor rmann zeigten außerdem Ausstellungen praktischer neuzeitlicher Küchen-Gebrauchsartikel, die ebenfalls alle Beachtung fanden. Die Ausstellung wird auch heute, Freitag, den ganzen Tag geöffnet sein. Am Abend fand dann der eigentliche Vortragsabend statt. Frau Dr. K ö p p e begrüßte die Gäste, wies kurz auf die Bedeutung der Ausstellung und des Vortragsabends hin und dankte schließlich all denen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Sodann hielt Sfräulcin Klingle r von der Firma Gebrüder Roeder einen längeren Vortrag über das Thema „Warum GaSküche?" In universeller Weise behandelte die Rednerin das umfangreiche Gebiet, gab Aufklärungen über die sachgemäße Behandlung des Gasherdes, gab viele praktische Winke und bewies am Kochherd ihre Fähigkeiten. Die Kostproben fanden alle Anerkennung. Der Vortragenden wurde lebhafter' Beifall zuteil. Die gesamte Veranstaltung, insbesondere die Ausstellung, hatte viel aufopfernde Arbeit erfordert. Frau Professor Weidenbach gebührt große Anerkennung für die feine Gestaltung der einzelnen Tische. Frau Dietz hatte einige wertvolle handgearbeitete Tischdecken zur Verfügung gestellt und die Firma Rudolf Weber gab viele Blumen. Das Geschirr stammte von der Firma Loewer & Dechstein, und das Möbelhaus Ernst Rauh stellte viele Möbel in den Dienst der guten Dache. Die Gesamtleitung der Veranstaltung hatte Frau Dr. K ö p p e übernommen, für das Gebäck zeichnete Frau Oberstudiendireklor Kalbfleisch verantwortlich. Diele Mitglieder der Hausfrauenberatung wirkten im Stillen für die Ausstellung. Die Damen entledigten sich mit großem Geschick ihrer Aufgaben. Die Kapelle E i n - brodt umrahmte den Abend mit guter Musik und fand wohlverdienten Beifall. Die Veranstaltung gestaltete sich zu einem großen Erfolg. Bornotizcn. — Tageskalender für Freitag. Bund aus und Schule": Bortrag „Konfirmations- freuben und Konfirmationsnöte" von Pfarrer Lic. Waas, 20 Uhr. — Turnverein von 1846, Gießen: Bortrag „Wafferfahrten ber DT." von Hermann Salzmann, Gründung der Wafferfportabteilung im Turnverein 21 Uhr, Turnhalle, Steinftraße. — Be- zirksfparkasie Gießen: Bortrag „Finanzierung des Neubaues und Kaufs von Eigenheimen und Ablösung von Hypotheken" von Otto Hägert, 20.30 Uhr, „Postkcller", Wagengasse. — Gasvereinigung und Hausfrauen-Beratung: Bortrag „Neuzeitliche Koch- methoden", 20 Uhr, Cafö Leib, Walltorftraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Königin eintt Nacht". — Aus b em Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Tragödie „Vju" des russischen Dichters Ossip Dymow wird am Dienstag, 16. Iuni, von dem Ensemble-Gastspiel Boltina Baart, E. L. Franken, Kurt Linser als Gastspiel der DommersPielzeit einmalig zur Ausführung gebracht. Beginn 20 Llhr, ermäßigte Sommerpreise. — Musikalische Morgenfeier. Am kommenden Sonntag, 11.15 Llhr, veranstaltet Eli- scibeth Felchner mit einigen iyrer Schülerinnen und Schüler unter der Mitwirkung von Frau Gertrud Wetzl (Gießen) und Frau Lore Michaelis (Frankfurt a. M.) eine musikalische Morgenfeier im Singsaal des Realgymnasiums, deren Reinertrag der hiesigen „Zuflucht" zugute kommen soll. Väheres in der Anzeige der DienStag- nummer. — Der Gewerkschaftsbund der Angestellten (GDA), Ortsgruppe Gießen, hält am Samstag, 13. Iuni. im Hotel Hopfeld eine Versammlung ab, in der das Thema: „Was bringt die neue Votvcrorbnuna den Angestellten?' behandelt werden soll. Väheres in der heutigen Anzeige- ** Habilitierungen an der Landes- Llniversität. Von der Pressestelle der Llni- versität Gießen wird mitgeteilt: An der Landcs- Llniversität habilitierten sich folgende Herren: in der Iuristischcn Fakultät der Hilfsassistent am Juristischen Seminar Dr. Max Kaser für das Fach des Römischen und vergleichenden bürgerlichen Rechts: in der Philosophischen Fakultät, 11. 21611, der Assistent am Mathematischen Seminar Dr. Herbert Grötzsch für das Fach der reinen Mathematik. * Universitäts - Gottesdienst. Am nächsten Sonntag, 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt. Die Predigt hält Professor' D. Rudolph. * Das Urteil gegen 2Da der rechtskräftig. Bekanntlich hat die Gießener Strafkammer als Berufungsinstanz vor einigen Wochen den Kaufmann Albert Wader von Wiesed wegen Darlehensschwindeleien zu 3>s Iahren Gefängnis, abzüglich etwa ein Iahr Untersuchungshaft, verurteilt. Gegen dieses Urteil legte Wader Revision beim Reichsgericht ein, die je- doch, wie uns heute berichtet wird, verworfen wurde. Damit hat das vorstehende Urteil gegen Wader, durch den eine ganze Anzahl Leute geschädigt wurden, Rechtskraft erlangt. * Wohltätigkeitsfest für Deutsche über See. Die Vorbereitungen zu dem Wohl- tätigkeitsfest des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See auf der Liebigshöhe am morgigen Samstagabend sind, wie man uns mitteilt, schon heute nahezu beendet. Das Programm wird reich an Ueberraschungen sein. Reben Herrn und Frau C u j ö und Heinrich Hub vom Stadttheater, von dem auch die Idee und der verbindende Dialog eines kleinen Festspiels sind, haben sich noch eine große Anzahl Damen und Herren der Gesellschaft zur Bereicherung des Programms zur Verfügung gestellt, so daß der Abend sehr genußreich zu werden verspricht. "GoldeneHochzeit. Am kommenden Sonn, tag, 14. Juni, begeht das Ehepaar Friseurmeister Philipp Stier und Marie geb. Rudolph das Fest der goldenen Hochzeit. Friseurmeister Stier begründete im Fahre 1880 hier fein Geschäft und wurde im vorigen Fahr bei feinem 50. Geschästsjubiläum von der hiesigen Friseurinnung zum Ehrenmeister ernannt. Bis zum Fahre 1918 betrieb er fein Gc- schäft in der Schulstraßc, dann in der Reuen Baue, feit 1920 im Haufe Wilhclmstroße 1. " Rennfahrer pafficrcn Gießen. Dom Auw. und Motorrad-Klub Gießen wird uns mit« geteilt: Morgen, Samstag, 13.Juni, werden etwa 60 Autos und Motorräder, die an der Zuverlässig- keitsfahrt „II m Rheinland-Westfalen" teil- nehmen, unsere Stadt pafsieren. Die Kontrolle hat der Auto- und Motorrad-Klub Gießen übernommen. Die Kontrollstatton befindet sich an der Restauration „Zur Karlsruhe" an der Marburger Straße. Die Fahrer passieren folgende Straßen: Marburger Straße, Dftanlage, Südanlage, Frankfurter Straße. An den Hauptkreuzungspunkten wird die Polizei für glatte Abwicklung des Berkehrs Sorge tragen. Ferner hat sich die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz für den Sanitätsdienst zur Berfügung gestellt. Mit der Ankunft der Fahrer ist zwischen 16 und 17 Uhr zu rechnen. ♦* Eine hochbetagte Skatgesellschaft. Seit langer Zeit findet sich in einem hiesigen Lokal öfters eine Skatgefellschaft aus vier Herren zusammen, die insgesamt über ein Alter von 300 Jahren verfügen. Daraus ergibt sich, daß jeder der vier Herren — im Durchschnitt betrachtet — mindestens 75 Jahre alt sein muß. Die Mitglieder dieser hochbetagten Runde sind sämtlich Gießener, und zwar handelt es sich um die Herren Seifenfabrikant S. Sternberg, Kaufmann M. Strauß, Rentner H. Roßmann und Schirmfabrikant Levi. Verantwortlich für Politik: i. 23. Ernst Blumschein. Zur Gesichts-Bräunung aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bei Sonnenbädern verwende man die reizmiidernde und kühlende fieobor- Kett-Creme. Tube 60 Pf. und 1 Mk. Wirksam unterstützt durch Leodor-Edelseife Stück 50 Pf. Zu haben tn allen Chlorodont- Verkaufsstellen. Stärker als alle Worte überzeugt dieser einfache Versuch AUSLESE CICABETTEN SELBSTVERSTÄNDLICH OHNE MUNDSTOCK! Wie verschieden auch die Zusammenstellung von Tabakmischungen in Cigaretten sein mag, wie zart auch das Aroma — die Voraussetzung fflr reinen Rauchgenuß bleibt immer die gleiche: Ohne Mundet flek. Probieren Sie einmal die Atikah neben irgendeiner beliebigen Goldmundstück -Cigarette — dann werden Sie verstehen, warum so viele Worte gemacht werden, um das Goldmundstflck zu verteidigen. PACKUNGEN RH. 0.60,1.80 UND 3.00 ATIKAH 1930 19*29 1928 1927 1926 1925 Iwraphische Darstellung des beispiellosen Aufschwungs der Atikah ohne Mundstück Badeschuhe mit Gummisohle m -.65 36-*2 31-35 6rO6e Herren-Lack - Halbschuhe Modefarbige Damenschuhe Farbige Damen - Spangenschuhe Damen - Lack - Spangenschuhe Damen-Gesundheitsschube Herren-Halbschuhe S (Volkskonzert) 3962 D in Kenntnis zu setzen. 3964 D (taigelMe SWMW Löberstraße 14 034 3 8 3°58 D Bei mir kaufenSie vorteilhatt! Ein leckerer Kein Laden. Eingang Ecke Volksbad. Wegen Ersparnis hoher Ladenmiete 1 Treppe hoeh RASSOL Restaurant zum Löwen 03443 Billige Schuh-Tage •iS® Sprin&mann Gammi-Badeschuhe, Größe 56-42 Kinder-Spangenschuhe, Größe 18 Damea-Morgenschuhe, Ledersohle Damen • Spangenschuhe, schwarz Damen-Sandaletten, Restposten Braune a.schw.Kinderstiefel,fir.25-26 Gienen (Löwengasse 11), den 12. Juni 1931, 3975 D Die Beerdigung findet am Montag, dem 15. Juni, nachm. um 2 Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt Lack-Spangenschuhe,Größe2O-22 Damen farbig Leinenschuhe,Restp. Lederreiseschuhe, Größe 56-42 2 bis 3 leere Zimmer m. Bad. u. Zentralh. in gutem Hause abzugeben. Schr. Ang. u. 03446 a.d. Gb. Anz. Neuenweg 28 Samstag ab 20 llhr Diese Geschäfte führen auch Behorlng’s flüssige Teerseife Mk. £80 und 0.75. Schering's Shampoon Mk. 0.25. 1 gr. FI. Mk. 1.75 Beerdigung: SamStag, 13. 3unL mittags 12 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Der Vorstand. 1 Vollkur — 5 Mark Löwen-Drogerie, W.Kilblnger Macht. Seltersweg 79a Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Straße 39 Leitung: Dr. Stefan Temesvary Der Ordiesterverein Grieben (60 Musiker) Solistin: Edeltraut Raab (Klavier) Brahms: Akad. Festouvertüre, Bizet: L’Arlesienne, Suite, Chopin: Klavierkonzert E-moll mit Orchest- Begleitung, Liszt: Zweite Rhapsodie. Der Bechsteln-Konserfflügel ist aus dorn Pianomagaxin B. Schönau Eintrittskarten: 1.50 RM. (numeriert) und 1 RM. (nicht num.) bei Ernst Challier und dem Verkehrs verein sowie an der Abendkasse. — Studentenkarten 50 Pf. bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus nur gegen Ausweis. mengen. Verlangen Sie nur echtes Rajffol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke ©leben, gu haben in allen Apotheken. Meine Auswahl ist groß, meine Qualitäten sind gut, meine Preise sind niedrig. Ich bin daher für Sie bestimmt? Meue elegante Herren-Anzüge in geschmackvollen Farben, ein- und zweireihig, von X 22.— an. Blaue Anzüge von x 30.-- an. Anzüge für korpulente Herren von ~ä35.— an. Nene elegante Frack- und Smoking- Anzüge von x 55.— an. Burschen-Anzüge von x 20.— an. Blaue Bahardln-DIäntel von x 45.—an. Trenchcoat- Mäntel in blau zu sehr niedrig.Preisen. Loden-Mäntel von X15.— an. Gummi-Mäntel von»? 12.— an. Schwarze nnd blaue Lflaterjacken von x 10.— an. Sommerjoppen in all. Preislag. Windjacken von ^8.- an. Lodenjoppen von JC 9.— an. Schwarze Hosen für Kellner u. Musiker von x12.— an. Manchester-Hosen, lang u. kurz, von x 8.—an. Flanellhosen in groß.Ausw. Gestreifte Hosen, in all. Färb., von X 5.— an. Hosen für korp. Herren von X10.—an. Knickerbocker in groß.Ausw. LnmberJacken von x 14.— an. Ein großer Posten Kinderanzüge von x 10.— an. Ein Posten Kinderhosen ätftierst preiswert. Blano Arbeitsanzflge von x 7.— an. Weißbinder- Anzüge v. x 9 — an. Berufskittel in allen Preislagen. J. B. HAUSER, GIESSEN AM OSWALOSCARTEN______ AusNug Samstag,13.Funi abends 8.20 Uhr Abfahrt am Bieber- babnh. nach Bodhelm (Wlrtsch.Bechthold). Beteiligung aller Kamerad, erwartet Der Borstand. Freibank Samstag, den tS.Juni 1931, von 8 Uhr ab zieischverlauf. (LS gibt zu billigsten Tagespreisen lid. ab 1930er w. Legehühner iowie la M69D fette Schlachthühner. Erich Reitbmeier, Gastwirt, Hartenrod. Union. Samstag, 13. Juni Aktivitas Stammtisch In s Lotze. »79D Der Vorstand. Alle Schweine, zurückgebliedene?nd solche mit steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes Heugras zirka 4000 qm i. Heg- sirauch, la Futter, zu verkaufen. Lu«. Ludwiattr. 45 p. Am 10. Juni entschlief plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter, treusorgender Mann und Lebensgefährte, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Dapper im 53. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Martha Dapper, geb. Knauer. Gießen (Johannesstraße 5), den 12. Juni 1931. Die Beerdigung findet Samstag, den 13. Juni, mittags 12 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. -.85 -.75 Haarausfall Schuppenbildung beseitigt prompt Schering’s Papillantin KONZERT ausgeführt von Mitgliedern der Reichswehrkapelle Gießen Eine Sensation für alle Schwerhörenden bedeutet die neue Erfindung Akustik-Silber-Type C X doppelt. 751 eci Wie überholt, zum Preise von 400 Pik. zu verk. Rich. Borncmann, Sonnenstr. 5. «uu 6DA. Samstag, 13. Juul, 20.30 Uhr Monatsversaminlung tm Hotel Hovield mit Vortrag: Was bringt die neue Notverord nun« den Angestellten? Restloses Erschein, erwünscht. L^d Ter Vorstand. Dieses von allen Schwerhörigen sehnlichst gewünschte Instrument besitzt eine ganz natürliche Sprachwtedergabe, höbet ist auch das geringste Nebengeräusch vollkommen auSgeschaltet. Jeder, der probiert, ist überrascht, über die wunderbare Ruhe nnd Tonreinhetl. , ' . , ,, Das neue Instrument wird von unserem langiahrigen schwerhörigen Sachverständigen und Hauplvertreter Herrn Fr. Beb- rend, Hannover, benutzt, welcher am Samstag, dem 13. Juni» in Gießen im Hotel „Viktoria“, von 3 bis 5 Uhr gerne Rat und Auskunft erteilt. 3952V Deutsche Akustik-Gesellschaft m.b.H. Berlin-Reinickendorf-Ost. Grötzte, älteste und führende Svezialsabrtk für Hörapparate. Sehr wichtig! Alte Apparate werden aus Wunsch geändert. Giefeener Konzertverein Samstag, den 20. Juni 1931,20.15 Uhr in der Volkshalle GroßesOrchesterkonzert | Mietgesuche ] Junger Herr sucht freundl.u. schön möbL Zimmer. Schrift!. Angeb. unt. 03435 an d. (Ätz. Anz. Für die Zeit v. 22. 6. bis 20. 7. gemütlich. Zimmer Nähe Botanischer Garten gesucht.Schr. Angeb. m. PreiSang. u.3967Da. d.Gtz. Anz. in der Zwillingsflasche Engel-Apotheke, am Markt Pnv.Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2 Hirsch-Apotheke, Frankfurter Str. 4 Drog.DttoWinterhoff,Kreuzplatz9/10 Unser lieber, braver und unvergeßlicher Werner wurde uns gestern im Alter von 5 Jahren nach kurzer Krankheit entrissen. In tiefer Trauer: Familie Rudolf Schickedanz Dunkelbraun R.-Chevreaux mit Reptil-Garnitur .8.95 Schuhhaus Wolff 3826 A Lastingschuhe Größe 36 bis 40 nur2.95 Schuhhaus Wolff 3826 A ükvtt verkauf in khuhen zuäussefst SlaillheaterGieten Intendant Dr. Rolf Prasch Dienstag, den 16. Juni 1931 Anfang 20 Uhr — Ende 22 Uhr 4. Vorstellung im Sonuner-Abonnemenl Einmaliges Ensemblegastspiel Berliner Bühnenkünstler 3955 D Lotllna Baart, B. L. Franken, Kurt Unser in —— Nju —— Eine Alltagstragödie von Ossip Dymow Deutsch von A. Eliasberg und C. Ritter. Ermäßigte Sommerpreise 0.50 bis 2.50 Mk. Vorverkauf: Samstag, den 13.. und Montag, den 15. Juni, 10 bis 13 Uhr; Dienstag, 16. Juni, 10 bis 13 u. 16 bis 17 Uhr. 4*ZiniQi.-WohnuDg im 1. Stock. Franks. Str^ Ecke Schubert» strahe m. komvLBad und Mansarde (aus Wunsch mit Garagel zu vermieten. |SM4d Haas, Schubertstr. 2. 3-4-Zimmer- Wohnung in ruhiger Lage mit herrlich. Aussicht hat au vermieten s»„v Hartmann Braun, Laubach, Oberb. steigt dem Onkel Mollig in die Nase, wenn er in die Küche tritt. Und das Wasser läuft ihm im Munde zusammen, sieht er die tüchtige Hausfrau die schönsten Gerichte auf dem neuen Roeder- Gasherd kochen und braten. Das war doch ein guter Griff, als er zu der Firma Häuser am Oswaldsgarten ging und den schonen Herd in die Küche stellen Heß. Seitdem Ist ein ganz anderer Zug im Hause, denn die Liebe geht nun einmal durch den Magen. Sollte die Laune noch so rosig sein, ein gutes Mittagsmahl, gekocht auf dem Roeder-Gasherd, macht sie noch rosiger. Das sollten auch Sie sich zu Herzen nehmen und Sie sollten es nicht versäumen, sich solch ein notwendiges Möbelstück anzuschaffen. Kommen Sie ruhig einmal in unsere umfangreiche Ausstellung. Sie finden dort die neuesten Modelle praktischer Gas- und Küchenherde. Sie sind auch nicht all zu teuer. Wir erwarten Sie. Sonntag, den 14.3unL nachmittags 3 llhr: auf der Waldbühne an der Licher-Straße. ewtsBow posaunen» und Gesangchor-Dorträge, Ansprachen von pred. Kögel, Lad-Nauheim, u. a. - Jedermann herzlich willkommen! Lei ungünstiger Witterung findet die Der» anstaltung im Saale, Löberstraße 14, statt. . n C L C zi g® 8. ®_£ i®B (SS ^ESRcog § ° 3t <= 5 / o 3W B EID (D *.•’ E-z ty CS o B^ AA'B A ESS B st u. „ o o E*6" . —T o"F !? 3 ° L* = s = b -B ° cH E Gx=> B sn ALE e?< e o «B B 5 —fr “E -b <33 » & E =■: H <33 N E? ^W ®. e'e ES = Q O B äBE A XC A iE B = E E 2.8 5z8 — — CB L> SÄE Cy & 3=1 E 5 . eß E c A E 4? in ~ « L- , LS x8^ "»O §5® N- «i •c o s? .bb «UE- Tb ba A c Ei®ö ^=A *6"-5 C | u 3« £*Q « B^ bb W 5 g-ge® - CCS«3 Sa 5 PC xO c = E» E e E y 3ää-£ o B — - 'n . o *= _ B :® e B E «Hl ZE tn-sS.6 •“ b B Ei-" EB^BZZLib ;^= 2 a.;O c g>o© ® a'E m a f ° s» 3 *w E ®W-Z .. «no p = S ° B o o o-° ^28« c"lD , « •— C-» *■ :O O jd iE B c ÄS”fl 3 .£> E ., o E 9--B gB § 8> •£§. :o E*”XO = ~ s. I **.±-5 53 £•»= . =< = ^*9 = 19C . -'S c c £" o 5 _ c«S- ■° F e , ** . o~ . C c .= — Z.-L Z-. B®.6 Ul s .-e 2 cÄU)‘3 ** J=S=^8* E^Tc-' „ * >o -- c o r 5g=§°s± «=§3 c .3X7 -- L • E 8 £■€', - Sw 51«» U ~ .Ejgxo C _c. — r-> C F P *- " -SK?-' ,SD -- O _ — Ul a- *«— C SSL> 8üi S°S£E ^|.E = b2c8 ^•BW «s o=-@t;!A< dss.^h6 SS • .,~r „ 2 3-B xQ w -* O TO üRiy: -2 «£»S§S ö.5 e c — 8 A E c -BE- r- -^tD._6?5~2..5 k*e * = =S 3 o B 5”ioE = c.Ü e Ä1B- **—-5^:2 7- ^>-2*"* -- H «E-S"b^AZ c .xä2:25l02 s «-S -2, S»sU = -Si x 1> .2 xo 2 "C ZT7<ä c S c-o e\C225 ZZtD'L- c5 Z-BZ o o" BB B -e = 8 xO E -i?E kB-k.B o 3iE = c-e 7b E — 3© ES — f> C do BE^.B in o^x. E?.Z e§ 2 o Bo *E*i wxw = tu « 4-B (9.o-^ o W B Ä=5g = » 2 & C O o ,5 "C 6? B 15S c, — E>^- c 3 .2 ÄEF?t sz..5Sb=8S toTEXT XD d 3 O §E§B.2 L^A k E ^A c "Q5 . ** C o u, O o pBL> E 9 do X5CX T~.CC: —K3 "C 3 = Jg.»®£$8;-'0 £ - __»--ei5C «1 d d T -B~ ox: c s s s£=^ c?BRBA5;6sc?FB Z-S2AT E^LßB ä = c cs X = c c . 4,H «B-2.-» üpjoC o O.EL.X-3 "5^ o-EZBSEW So LMZ^- -.E^ZB —B o c ~ 38 = 5-iS- -£-=-c « c d> o Bd iE E § C 3 ..-Q-oT.qS^ o ^a«XgA F5 3 ,Cflo.S 2 «S* es-5 O C r> o E 82 X ao stä*» 2 5 §Z 5 5- Cfico X rrcr58S = Ö g 5 e as^- L. 2.a = ü 61x8 c* ä3 f o yo- s o'Z g o,3 61o 2. =.^,«8 SS ES o «i " cs 1 X = CSF ,3- C ff = 3. & a 5" Cd 3 o s‘s 3 "X 2 •o Z.ZS 2*3 'S 8 3 3 2 >Äs ™ EX Q: o :•=> S-S51S o 2 2.3 ff 2 o-Ö 33 S® a§.23 fi®' 2.3 3 o'ff 3 SS - 8 = -61" ÖS- 2 ZZOro :.Oo 3 8 2. 3 LS 3: S 8 2-03^ ö- 3« 5 o:2 3 ,a •Sj2. ® sa*1 3 3 5 to ■ 3-S-2 61“ 2.8 3 cs 2. 3 8 to5ff« e CD ro « -l 3 = 3-8 g 61^5«= 2 « =a S stg'tS 3" 3 p 3 & ® ?t 2-2.Ä8 G @a o* 3 p X «n a f-t t§8 o -^.3-, 8 e 9 8 Äü 5 ' er A 328 3 F §©2S. 3 3 ta ffg AS O 3 8 co O LS. !© Sf = D "X» ÄS » a 3 a CO 2.8 or ö ff (51 Ä SU. 3 o ß)2 S ö" 8 cS — ■' a ao 8 xao-ß .a 3 ff 3 c^öj« 2. A ® = 3 a Ao = ®a2 o 2 8 F Gi 3 ,ro 3 s «• a 2 0-1 «3 er o.-ofl (51 = Eq o 5 3 61" 3‘o 8 :«a @Sa ö»2 « E. öf 5 co D: 8 3 2 J >gro = -2 ö 37 2-3 3 & 3 ä» Ä * 2 = E S ■ er 6to □ S- » 2.3 = @aii rt 3 3 8g S“1® S'Cfl w A ö 3 3 (fit» er 9 8 3 .2 3 Ö® 8 31 9 8 o ro ®8 cn "o1 3 ST w 2. A3 3 SS- ? o S "zf -t 2 8 @fi» 9 p § A | HZ ^a 8 o* =5 61 sa «• a 78. nei M bei fei 3r täi iui M N Sn Pu Hai 6ii bi< fch ^•g- • 3 a.- 3as ?3 S 3 LZZ 0 'n 61? ? tia^.ss * « «> Q.Q. y o = (5>o t« m z fl< ü! mi an fch va 2 n • eti e=. ' ~ As -< er ^s >2(f>? uas 61a-s\3- c: O § ro cror 5 ro 3 2 82 2.1 ar> 3 3 rv s w 3 ts ^3 er C ' O , s^2 8 8 2. 3 °a a-s s S c Ö= | -ff«« 8 ms- 5 §LS s all Ü-Cflp 8 8 8 3 2 g : 3 3 a°(. 8 3 0 = crE — n u> o ^3=G O °"«Z = s3 2 ©; 0^0 □F 3 —cs = ^MZZ» E/co o g =’= A tz>3Z 2.^- 3 3 Gl 612 rs Sa- — D:__ §Ji ZZSazH^ Sa ,S2 Ä> a M'=r 2 2 a = -ffAas 0^5.= =a 8 " ^93 §61° Z LL-Z. SÄ 2.C2 f^S-c to = a- = 3'8 s-srg S * er 2 «D?kZ = Z T auf toiel Pro uns 'M chrn dch lich bell in dai Ai Sa 6d ten toa leie Dc 8a! fedj bett «en 4 Äti bet feil die hin uni feei ans ..lie nad beti das Mei Schi mar fcha • lft. und fllüd an«] §ö;i L nicht ötud o-§L — 3 a ^3 a®. e c °- st 3Z |»gl§ ^8®* 3 08 & ’S' Z-s Z 615-0 3 5 2 = 3. "Za E 618 ro Öfeß 8^ “ Cu — Tu un dai gei stL n 2.- - 3 Q. 61= 2 S« F -o* 2 o.— a o 3 “ Lgis~^°-^ _61| s 2 a “ 3- O: 3 Za _.,S rö" 3 O 3 _ (JO '■•>-»■ ti e~ o A S5t8 ,£3« «©" 5 a 3" Or o 3 © = 3 re 3 er !— » H gfgj 8 EL CI CO 3 •5* n Ul » ;aaffl öo 0 o (A gei a =' 3Sro - * R. 612.“HB 2 a - a 2 2 Sts 3 te"t3 >-0 r® A He» — = 2 O 3 3 o: o S tfi p O» -t <~ 0 0:0 §S> S 3-8 AS —ist Bf 3 äs' 2. r = a SZcs 3 S '• S.Ö 5 A Cti O: o tO 3 2- E=- _ O* 3»S2, "2Za hs“ o 3 2 3- CO 3 KZ 8 61g 2 2 n 3 a 613S 2.083 a er"' 3 Sf er 3 — n -,«r» 9°?^ ?e - 3 r?i dtA SZ.L mafl «3 = S g3a3 SS?8 o —. er 8 g o n q Z.a- o 8 3 3 rS^ o ®, g 615 = 2 Z 3 2.0.3 er 3:3 x „ g O-S = 8-3 = 3® L-?-o g 5 - P - 3:2. . D ?^c?Se3 -jo S= 2 r o o g = ° “■«a 02.2. =§=§ä„ o CO ©or 3 3 22“ »SB 8 aE a ?3ß 3 8* 3 A 3~a= ec-x> ° ^3 s a- = 3 - ® 3 >, 0 3 s 61° 3.a» 5-S |.°.S| °s,g 338gg|P (F)t3 2 nrfi O= 3 — © ro |SS3 2- O-S c3- ®.s°§ O: O =a ° g'o E g 3? — "F o « o o Z-Z-äZtSS 8 " 3 3S g= 8 §^3 ° e F-< 3 — 3 3 -3! 3 2 co to F — = r-3 0 9L gogB> mSsg d - 2 6ia~~3 — o er -1 X to c S^.-t q o o- 6) = = Scg' "”3™ ^8 2.618° 2 3 -61Z S 3 3 a -® 2C re gg ro s: = 3 n 3. — — 3 3. 3 Q A ro 3 o ’ -•’ 3 ® or' 9°:'=*«to$SS5,ü8= A AK)t5 ^= °.2°'=3.23=2q^ 3^S-o 2.n Za 2. SS" er CO -. — —J O o "E - <53 ä, i® .^g ei äs- 1 _ j3§a" t Z Z Z 3 V ZZZ. ^S.cf a.2. :iggss'S^A§ 8 " o x = i^-ET-d 3 3 ö§Aa Ö-R/a ro CO E 3 2 F X CI O = d — 6)3 3 8 3 2 o «3- » ©° o = g 0 = efi = 2 3 5? _ o a" ^a— R 6>e 8 = o 2 — — er ofpa^ 2 X g ata"3’3 = - ~ ~ ^ - - s* A 3 8 ro" e 3 0 0 — — —' o o :l=t I,3 3 -3 er 3^8 o S9 KZZ-'dS O KS O *- —— cyco J33 ®r *="lo.,S 2.8 h3?i &=• o'ao = 3§ 3- R D 3 D —.0 = — o — S^EoO o Sc 3 er—8:0 a®.° = =;g 2.a = a,3 s. O R.R to o : oaS® d yf-a Ä 2 = = a .8 " 8® — er O X ao — Cr)R . ,2 °*oi H2 sre 2 3 Cfl2 o" 2°aä.^ = aas- =x ks tsi^ilhssg Z--2--K FZ n ~ 0 cd- ro p 3gasga 6)äSSF-3 S613o § 3 o.'EFdfl 3 — £&H=§5f efs-? « —.8 2 AZLZs er p 2 o S' 3 2 ^-.2-8 £»3 ■#sff|g<ä « 8 3'S-E 0*^1 a = ex 9^e 5’S S ^crS.5 Sr O D - 3 Ö?« V - «■ 3 ?#s85gil 2S3 a.w« o ±x U> w — 9 Z 61 a© 3 So-st' 3-iS ~3^ 030 61 8 8 8 8 8 3 8 8 3 8 8 8 8 A Cfl 8 S S (S> o 3 O o 6" ä gl u> 8 3 u> to1 3 TV n r e 2-tsZ.-Z. A2-3"3 "o 3 3_® «Z - ö' E: Z -61PF t^re 8 8 Nr. J35 Zweites blatt Siegener Anzeiger (Äener-ai-Anzelger für GderhesseiO Sieitag, 12. Juni (93t Das Rote Kreuz bittet: Helft uns helfen! - Rottreu;tag 1931. Wer heute hilft, sei es mit Geld oder Geldes- wert, sei es durch Einsetzung seiner Straft und Seit, gibt nicht vom Üebersluß, sondern vom eigenen Notwendigsten. Noch niemals war helfen so nötig wie heute, noch niemals aber auch so schwierig und so verantwortungsvoll. Und doch geht es heute einfach nicht ohne die Hilf« von Mensch zu Mensch unter persönlichen Opfern des einzelnen. Die Hilfe des Staates kann nur bei vorübergehender Notlage ausreichend sein. Bei längerer Dauer kann die Verelendung durch sie nicht aufgehalten werden, wenn nicht eine freiwillige Hilfe ergänzend und ausgleichend dazukommt. Diese kann aber heute nicht mehr in einer vielfach leicht und gedankenlos betriebenen Wohltätigkeit bestehen, sondern sie muh em bewußtes, wohldurchdachte» Dohltun sein. Die Not ist zu groß, und die Mittel sind ihr gegenüber zu gering, als daß man sie verschwenden oder falsch verwenden dürfte. Auch die freiwillige Hilfe muß organisiert, auch die privaten Mittel müssen rationiert werden. Nicht, als ob dem Einzelnen damit der Sm puls zum Helfen in seinem engen Kreis, in seiner Nachbarschaft, bei Verwandten und Freunden genommen werden sollte, dem stillen selbstverständlichen Helsen da. wo uns Notstände unmittelbar entgegentreten, wo wir die Verhältnisse kennen und übersehen können. Wie sollten wir diese Hilfe missen wollen, in der sich am stärksten das Der- antwortungsgefühl des einzelnen dem Mitmenschen gegenüber ausdrückt und betätigt! Aber das Geldstück, das dem Bettler vor der Tür oder auf der Straße achtlos hingereicht wird, und vielleicht gleich darauf in die Kneipe wandert, das ist nutzlos vertan und geht dem großen allgemeinen Hilfswerk verloren, ja richtet unter Umständen sogar noch Schaden an. Welch eine Summe — zusammengesetzt aus 5- und lv-Pfennigstücken — wird so aus einer Augenblicksregung und ge- mischl aus falschem Mitleid und aus Bequemlichkeit, täglich unprvdukttv verschleudert: ein Vermögen, das, sinnvoll verwendet, genügen würde, um zahlreiche Existenzen vor dem Untergange zu bewahren, Kranke gesund. Traurige froh, Kinderaugen leuchtend zu machen, Einrichtungen und Anstalten zur Linderung allgemeiner Notstände zu errichten und zu erhalten! Solcher wohlerwogenen Hilfe, die auch geringe Beträge einer zweckmäßigen Wirkung zuführt und den zwingenden Notwendigkeiten des Heute gerecht wird, will der jährliche Notkreuztag zum Vesten der Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes dienen, der diesmal auf Sonntag, 14. Sunt, fällt. Er will den Hilfswillen, der auch in dieser Notzeit in allen denen fortleben möge, die sich noch einen Rest von wirtschaftlicher Sicherheit und Selbständigkeit bewahren konnten, zu einer gemeinsamen Hilfstal aufrufen. Helft uns helfen" ist am Rottreuzt<»ge der Ruf des Deutschen Roten Kreuzes. Di« Spenden und Dcherflein, die zum Rottreuztage in die öffentliche Sammlung des Roten Kreuzes fließen, werden durch die weitverzweigte Organisatton des Roten Kreuzes sorgsam verteilt und den Einrichtungen zugesührt werden, die ihrer zur Erhaltung und zum Ausbau ihrer Hilfeleistungen am dringendsten bedürfen. Ohne Unterschied der Person, des Bekenntnisses und der Partei wird aus der Sammlung allen, die Hilfe brauchen, in allen Nöten des Lebens durch Tat und Rat Beistand geleistet werden. Die Sammlung zum Rotkreuztage ist behördlich genehmigt. Dank der ausgebreiteten ehrenamtlichen Tättgkeit in den Rvtkreuzvereinen kommt der Ertrag der Sammlung restlos den Einrichtungen des Roten Kreuzes und damit unmittelbar den Hilfsbedürftigen zugute. SJ.-ipor/ Zeldbergfest. Für den Mittelrheinkreis der DT. ist das 78. Feldbergsest am kommenden Sonntag die turnerische Großveranstaltung. Die Sahl von 1650 Meldungen ist Beweis dafür, daß das älteste der deutschen Bergfeste auch in diesem Sahire seine alte Anziehungskraft ausübt. Besonderem Snteresse begegnen wieder die Mannschaftskämpfe. Sum traditionellen Kampf um das Völ- sungenhorn haben sich in diesem Sahre neun Mannschaften gemeldet, drei mehr als im Vorjahre. Verteidiger ist Tv. 1860 Frankfurt a. M. Sn der Sahn-Staffel wird Tgm. Fulda ihren Preis gegen fünf Mannschaften zu verteidigen haben. Der Mtv. Gießen, der vorjährige Sieger in der Emanuel-Schmuck-Staffel, sieht in diesem Sahre neben sich am Start die Manw- schäften der Vereine: Tvg. Kirn, Tgm. Rödelheim. Tbd. Wiesbaden. Eintracht Frankfurt a. M., Tv. Hofheim, Tv. 1817 Mainz, Tv. Ober-Ursel, Tv. Weilburg und Tv. Neu-Ssenburg. M t v. Gießen hat auch den Brunhildenschild mit seinen Turnerinnen au verteidigen, und zwar gegen Tv. 1 8 46 Gießen, Tv. 1817 Mainz und Tbd. Wiesbaden. Handball der Siadimannschast. Kampf gegen die Vataillonsmannschafl. Zum Rückspiel tritt die Städteelf am kommenden Montagabend auf dem VfB-Platz gegen die Ba- taillonsmannschaft an. Das Dorspiel konnte die Stadtmannschaft nach hartem Kampfe 4:3 gewinnen. Auch diesmal ist infolge der ziemlich ausgeglichenen Spielstarke ein interessantes Treffen zu erwarten, das seine Anziehungskraft auf das Gießener Publi- ,kum sicher nicht verfehlen wird. Die Stadtmannschaft bestreitet das Spiel in folgender Aufstellung: Balser; Geismar, Mohr (To. 1846); Geiß, (Spvg. 1900), Malkomesius (Mtv.), Pfeffer (Tv. 1846); Kaiser (Spvg. 1900), Stremmel (Mtv.), Wolf (Spvg. 1900), Rothermel (Mtv.), Schüler (Mtv.). Regatta des Waffersportverbandeö in Gießen. Veranstalter: wspv. „Hellas" e. v. 1920. Der Deutsche Wassersportoerband. Gau Süddeutschland, hält am Sonntag, 14. Juni 1931, unter Leitung des Wassersportvereins „Hellas" 1920 seine Regatta am Felsen ab. Es liegt eine große Zahl Meldungen auswärtiger Vereine vor. Rach den Meldungen beteiligen sich 14 Verbandsvereine (Frank- furta. M., Offenbach, Mannheim, Mainz, Fechenheim, Bürgel, Schierstein bei Wiesbaden ufw.), die mit 2 5 2 Ruderern und 55 Booten zur'Regatta starten. Es ist besonders auf die Süddeutschen Meister im Einer hinzuweisen, die sich einen spannenden Kampf liefern werden. Während der wassersportlichen Darbietungen findet Konzert statt. Die Vorrennen beginnen ab 9 Uhr, die Hauptrennen um 14.30 Uhr. Spielvereinigung 1900 Gießen. Spo. 1900 — VfR. Butzbach. Die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 benützt den letzten Tag vor der großen Sommer- spielpause dazu, um gegen die 1. Mannschaft des -ÜfR. Bugbach ein Rückspiel auszutragen. Das Vorspiel in Butzbach, das erst vor 14 Tagen ftattfanb, konnten^ die 1900er mit 4:2 gewinnen. S®ar wurde dieser Sieg überzeugend errungen, es bedurfte aber doch des Einsatzes aller Kräfte, wenigstens in der ersten Halbzeit, das Feld zu behaupten. Wenn auch die Butzbacher in der zweiten Hälfte ihrem Tempo zum Opfer fielen, so darf das für die 1900er noch kein Grund sein, den Gegner leicht zu nehmen. Vor allem der Butzbacher Tormann ist seiner Mannschaft ein Rückhalt, der nicht zu unterschätzen ist. Außerdem ist nach der wenig schonen Niederlage gegen Dillenburg wieder ein Sieg fällig. Da die 1. Fugend am Sonntagnachmittag die lA«9ugenb von Eintracht Frankfurtzu Gast hat, wurde das Spiel gegen Butzbach auf den Samstagabend verlegt. Oer erste Segelflug über die Alpen. - Groenhoff» Segelflug vom Iungfraujoch war höchst gefährlich. Der erste Segelflug vom Sungfraujoch, den der deutsche Pilot Groenhoff am Mittwoch ausführte, ist, wie er dem Präsidenten des Baseler Aero- Klubs und Redakteur der , National-Zeittmg" Dr. Dietschi erzählte, doch nicht so einfach verlaufen. Groenhoff ist das Höhensteuer abgebrochen und bei starken Winden mußte er aus einer Höhe von etwa 3600 Dieter mit lahmen Segler hinunterfliegen. Snsolge des weichen Schnees tarn das Flugzeug beim Start nicht los. Auf einer Seite wurde *u spät losgelassen, so daß der Segler unregelmäßig hochkam und wieder auf- fchlug, so daß ein leichtes Loch am Rumpf entstand und zugleich das Höhenfteuer abbrach. Das Flugzeug aber segelte sofort weiter und stürzte in die Tiefe. „Mein erster Gedanke war sofortiger Absprung. Es war aber nicht möglich, aus der kleinen Koje herauszukommen. Su meinem Schrek- kon stellte sich mein „Fafnir" auf den Kopf. Nach raschem und steilem Fall 45 Grad nach unten gelang es mir, über der Scheidegg das Augzeug wieder in die richtige Lage zu bringen, aber gleich trudelte die Maschine nochmals ab unb md>t weniger als zehnmal rutfd>te ich noch nacheinander ab. Sn 400 Meter Höhe bekam ich die Maschine wieder etwas besser in die Hand, und als ich zur Landung ansetzen fornite, betrug die Geschwindigkeit immer noch 100 Meter. Es gelang mir aber, den Apparat gut auf den Rasen des Flugplatzes Snterlaken aufzuseyen. Es war ein sehr schwieriger Flug." Sportverein 1928 Garbenteich. Die 1. Fugend des Sportvereins 1928 empfängt am Sonntag die gleiche des Sportklubs 'Nauborn (Kreis Wetzlar) zum fälligen Berbandsspiel. Die Gäste, die einen guten Rus haben, werden alles daransetzen müssen, wenn sie ehrenvoll abschneiden wollen. Die Jugend Garbenteichs spielt in stärkster Ausstellung. Die 1. Mannschaft fährt am Sonntag zum Sportfest nach Oberroßbach (Kreis Dillenburg). Handball im Lahn-Oünsberg-Gau. Tv. Lrda I — 1. Komp. 15. Inf.-Regl. Gießen 2:11 (1:7). Der Platzverein konnte diesmal ein von vielen Zu- schauern mit größtem Interesse verfolgtes Spiel zeigen. Die ersten 12 Minuten verliefen beiderseits ohne Torerfolg, bis es den Gästen gelang, in Führung zu gehen. Die Einheimischen konnten durch einen geschickten Wurf sofort ausgleichen, mußten aber bis zum Torwechsel noch mehrere Male zusehen, wie der Ball ihre Torlinie passierte. Fn der zweiten Halbzeit sah man ebenfalls ein faires und flottes Spiel, das für die Gäste drei weitere Erfolge zeitigte, jedoch auch dem Platzverein ermög- lichte, den Ball zum zweitenmal ein sicheres Ziel zu sehen. Ein letzter Treffer der Gietzener führte zu obigem Ergebnis. Faustballrunde der Universität. Die Ausschreibungen für die diessemestrige Faustballrunde zeitigte ein ausgezeichnetes Meldeergebnis. Es beteiligen sich 17 Korporationen mit 19 Mannschaften, so daß eine Einteilung in drei Spielgruppen sich notwendig machte. Die Montaggruppe, die ihre Spiele soweit beendet hat, sieht ATD. Rheinfranken I und eine Mannschaft der Freistudenten auf den besten Plätzen. In der Mittwochgruppe, die ihre Spiele schon abgeschlossen hat, steht Turnerschaft Hasso- Nassovia I in vier Spielen mit acht Punkten an erster Stelle vor der Burschenschaft Frankonia mit sechs Punkten. Die Samstaggruppe, die ihre Spiele noch abwickelt, führen Reformverbindung Adelphia und Nassovia im KV. an. Die zwei ersten Sieger der Montag, und Mittwochgruppe und die drei ersten Sieger der Samstaggruppe werden in besonderen Runden den Universitätsmeister ermitteln. Dieser wird dann die Universität Gießen bei den Südwestdeutschen Hochschulmeisterschaften in Freiburg am 4. und 5. Juli 1931 vertreten. BezirlSturnfest des 4. Bezirks der OT. in Grebenhain. Das diesjährige B^irksturnfest des 4. Bezirks fand am Sonntag in Grebenhain statt. Schon am Samstagabend waren viele Teilnehmer cinge- troffen. Um 7 Ufjr versammelten sich über 50 Kampfrichter zu einer kurzen Beratung. AbendS turnte die Dezi rkswerbe liege und die Damen- abteilung von Lauterbach auf dem Festplatz. Nach einem Feldgottesdienst begann das Wetturnen. Dazu waren ungefähr 250 Turner und Turnerinnen angetreten. Der Turnverein Grebenhain hatte unter Leitung seines Turnwarts, Lehrer Gustav Hvf mann, eine glatte Abwicklung der Kämpse ermöglicht. Üm 1 Ähr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die Straßen des Ortes. Auf dem Festplatz hieß der Vorsitzende die Gäste herzlich willkommen. Weiter sprach noch der 1. Dezirksvertreter, Guntrum, Schlitz, über Sweck und Siele der Deutschen Turnerschaft. Sodann wurden unter Leitung der Bezi.. iurntoarte Dastian und Bücking die allgemeinen Freiübungen ausgeführt, die sehr gut gefielen. Es folgten dann Sonderkämpfe in Speerwerfen und Hochsprung. Leider wurden die Leistungen d»irch die Kälte und heftig« Regenschauer stark beeinträchtigt. Sm Anschluß an die Wettkämpfe wurde zur Preisverteilung geschritten. Nachstehend einen Auszug aus der Siegerliste: Oer mutige Seefahrer. Die beschwerliche Lchiffsreise vor hundert Jahren. Di« verführerischen Angebot« für Seereisen auf den modernen Luxusdampfern flattern jetzt wieder ins Haus, und man erkennt schon aus den Prospekten die idealen Lebensbedingungen, die uns hier auf hoher See gewährt werden. Viele Reisende, die einmal eine Fahrt auf einem solchen Dampfer gemacht haben, sind der Ansicht, daß der Aufenthalt auf dem Schiff an Bequemlichkeit, Behagen und Eleganz selbst den im besten Landhotel übertrifft. Welch ein Wandel in einem Sahrhundert! Sur See gehen dünkte damals den gewöhnlichen Sterblichen als eine Art Selbstmord; niemals hätte er ein« solche Fahrt zu seinem Vergnügen unternommen, und Schiffsreisen wurden nur von Kaufleuten angetreten, die vorher ihr Testament machten, oder waren das Vorrecht kühner Abenteurer und leichtsinniger Taugenichtse. War man doch viele Wochen, ja Monate unterwegs; so dauerte eine Fahrt von Le Havre nach Reuyorl zum Beispiel sechs Wochen. Erstaunliche und ergötzliche Einzelheiten über die Vorbereitungen und Ausrüstungen für ein« solche Reise werden uns in dem ..Passagier auf der Reise" des Geh. Kriegsrat Reichard, einem seinerzeit weitverbreiteten Reisehandbuch, mitgeteilt, und daß seine Angaben auf Richtigkeit beruhten, hat uns die neuere Forschung bestätigt. Sehr vorsichtig mußte man schon in der Auswahl des Schiffes und des Schiffskapitäns sein. Selbst auf Landseen soll man sich vorher das Fahrzeug gut ansehen. ..Sm Sahre 1817“, schreibt Reichard, „lief ich Gefahr, auf der Fahrt von Kostnih nach Mörsburg (Konstanz nach Meersburg) zu verunglücken, weil ich unterlassen hatte, vorher das Schiff in Augenschein zu nehmen, das für meinen Wagen und Pferde zu eng war. Nach dem Schiffskapitän muß man sich erkundigen.- weil man die ganze Seit der Reise auf seine Gesellschaft beschränkt und seiner Führung anoertraut ist. Wenn es ein vernünftiger, gesellschaftlicher und gutartiger Mann ist, so wird man desto glücklicher reifen. Wenn er aber anders ist, vor allem dem Trunk ergeben, dann wird man eine Hölle bei ihm finden." Bei einer längeren Reise soll der Passagier nicht vergessen, „sich ein Bett in der Kajüte ausdrücklich auszubedingen, damit er sich, wenn er seekrank wird,, niederlegen könne;" auch muh et daraus halten, daß sein Gepäck in den Schiffsraum gebracht wird und nicht auf dem Verdeck bleibt, weil es sonst nah wird sowie erbrochen und gestohlen werden kann. Die D e r p.r o v i a n- 1 ie tu n g ist bei kleineren Seereisen nicht so wichtig, denn nach der Erfahrung des Verfassers ist der Reisende doch meist seekrank und dann ..ekelt ihn ohnehin vor aller Speise." Aber wenn die Seefahrt nur einige Tage dauern soll, dann möge er sich Nahrungsmittel für ein paar Wochen mitnehmen, „weil man nie weih, was einem auf der See zustohen und ob man dort nicht einige Wochen oder gar einige Monate zubringen muh." Das Essen auf den Schiffen ist meist sehr schlecht, denn seine Subereitung wird dem schlechtesten der Matrosen überlassen, und so sind die Spesen „für einen Mann von etwas feinerem Geschmack sehr ekelhaft und kaum genießbar“ Wenn man eine eigene und gute Küche führt, hat man auch den Vorteil, den Kapitän bisweilen zu Gast bitten zu können und dadurch sein Wohlwollen zu gewinnen. Da die Matrosen tagen: „Gott gibt Speise, aber der Teufel kocht", muh ein Reisender sein eigner Koch fein. Reichard zitiert die Ratschläge des Amerikaners Franklin, der dem Passagier empfiehlt, sich u. a. mitzunehmen: 1. gutes Wasser, 2. guten Tee, 3. gemahlenen Kaffee, 4. Wein von einer guten Sorte, 5. Rosinen und Mandern. 6. in Fett geschmolzene Eier, 7. geistige Getränke, 8. ■ Sitronen und Suder. 9. Brot, 10. tragoare Suppe oder Suppenkuchen. Auherdem soll er sich aber auch von einer kleinen „Arche Noah“ begleiten lassen. Lebende Hammel und Hühner eignen sich weniger dazu, denn sie werden leicht seekrank, nehmen ein trauriges Wesen an und magern sichtlich ab, i° dah sie beim Schlachten nur einen sehr zähen und harten Braten liefern, besonders die Hühner schmecken „wie gegerbtes Leder". Dagegen sind die Schweine diejenigen Tiere, die die Anstrengungen einer langen Seereise am besten aushalten, und es ist ratsam, sich mit einer hübschen Anzahl dieser Rujfelträger zu versorgen um stets frisches Fleisch auf dem Meer« zu haben. Dazu kommen noch allerlei Küchengeräte, wie: eine Spirituslampe, eine Bratpfanne, einer kleiner blechener Drcttofen. der mit der offenen Seite gegen das Feuer gesetzt wird usw. 2Mes. was der Reisende mitnimmt, muh verschlossen und gut verwahrt fein, sonst wird es gestohlen." Nun stell« man sich den unerschrockenen Seefahrer vor 100 Safjrcn vor, wie er an Bord an langt, mit seinem Ofen und Bratpfannen, feinen Säcken voll Mundvorrat, seinen Hänge- matten und Matratzen, seinen Hühnerkäfigen, seinen wehmütigen Hammeln und seinen luftigen Schweinen, und wie er sich mit all diesem Gewimmel um ihn nach Möglichkeit auf dem schwimmenden Haus einzurichten sucht. Und wieviel hat er zu tun, da er selbst für feine Tiere sorgen muh. sich sein Essen zubereitet und sich mit der Mannschaft gut zu stellen sucht, weil sonst das Leben unerträglich wird; er lädt den Kapitän zu Tisch ein und gibt ihm von seinem Tabak, er erzählt den Matrosen luftige Geschichten, damit sie ihm keine schlimmen Streiche spielen. Auherdem soll er nach dem Rat des Reiseführers alle Pfropfen der ausgeleerten Flaschen sorgsam sammeln, um sie für den Fall benutzen zu können, dah das Schiff untergeht, damit er sich mit Hilfe dieser Pfropfen „einige Wochen lang“ über Wasser halten kann. Gegen die Krankheiten, die auf den Schiffen wüten, schützt er sich nach Möglichkeit durch Reinlichkeit, eine gute Diät und ständige Bewegung in frischer Luft, und wenn es Kranke bereits an Bord gibt, dann soll er sich davor hüten, „jemals seinen Speichel zu verschlucken", weil in ihm Krankheitskeime enthalten sein können. Hochschulnachnchten. Der Prioaldozent Dr. Hermann Heimpel in Freiburg i. Br. hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der mittelalterlichen Geschichte an der dortigen Universität vom 1. Oktober 1931 als Nachfolger des nach Berlin berufenen Professors E. Caspar angenommen. Der durch die Emeritierung des Geheimen Hofrats Professor Oltmanns an der Universität Freiburg i. Br. frei gewordene Lehrstuhl der Botanik ist dem ordentlichen Professor Dr. Kurt Noack in Halle angeboten worden. Ddm Direktor der Universitäts-Augenklinik in Jena. Professor Dr. Walther Löhlein, ist der durch das Ableben des Geheimen Hofrats Professor Axenseld an der Universität Freiburg erledigte Lehrstuhl der Augenheilkunde angeboten worden. Zur Wiederbesetzung des durch die (Emeritierung des Geh. Kirchenrats Professor Bauer an der Uni- versitat Heidelberg erledigten Lehrstuhls für praktische Theologie ist ein Rus an Professor D. Re- natus Hupseld in Rostock ergangen. Marburger Elisabeth-Ausstellung. Die vom M a r b u r g e r Museumsverein aus zlnla^ des Elisabety-Gedächtnisjahres Deranftaltete Ausstellung von seltenen historischen und künstlerischen Dokumenten und Reliquien zum Leben der Heiligen Elisabeth wurde dieser Tage im •Beqcin eines kleinen Kreises geladener Gaste eröffnet. Der Direftor bes kunstgeschichtlichen Seminars an der hiesigen Universität, Professor Hamann ®‘*s *n le"" Eröffnungsansprache u. a. auf die enge Verbundenheit Marburgs mit der großen Heiden hm, deren Spuren man hier überall antreffe. Der Sinn der Ausstellung, die naturgemäß nur einen beschrankten Raum aufweisen kann, sei der, fich tue- an schonen Dingen zu erfreuen, sondern sich zu tiefer Besmnuna anregen zu lassen. Die Ausstellung zeigt einen großen Teil der Gegenstände und Doku- mente, die aus dem Leben der Heiligen Elisabeth erhalten geblieben sind. Bor allem sind zu ermähnen öer roertDoUe aus öer Elisabethkirche stammende ge- mebte Teppich, auf welchem das Gleichnis vom verlorenen Sohn in acht Bildern dargeftellt ist. Er ent- mln? rumm f?ar?r und fällt durch seine monumentale Gestaltung besonders auf. Daneben der um Ine gleity? Seit entstandene 7 X 4,60 Meter große '.Eblabeth - Teppich aus dem Kloster Wienhausen bei Celle, der in vielen zierlichen und naiven Bildern m seinem oberen. Teil das Leben der Heilten Anna, in seinem unteren Teil das lieben der Heiligen Elisabeth darstcllt. Eine große Zahl ^,{tt£^LtCdSer Handschriften behandeln rcrr ? L e Weiter bemerkt man kostbare WA^ iqmen aus den Domen zu Fritzlar und Halberstadt em Original-Fresko der Heiligen von D- Schwind, eine Almosentafche Elisabeths, hUe QUS Fritzlarer Dorn- schätz, die Elisabeth angefertigt haben soll, wertvolle ^eidengewebereste aus dem Elisabethschrein, die Totenschilde aus der Rittergruft in der Elisabeth« tirdje, um das Jahr 1250 angefertigte Glasmale- reien aus der Elisabethkirche usw. Eine zweite 2lb- teilung ber Ausstellung gibt schließlich einen lieber- bhd über neuere Elisabethdokumente und Literatur Sr? 1.521f !"s zur Gegenwart. Der kostbare Elisabethschrein selbst ist in der Elisabethkirche zu besichtigen. Den Besuchern der Ausstellung, die bis zum November d. I. täglich geöffnet ist, sei auch eine Besichtigung der übrigen im Museum vorhan- denen wertvollen Kunstgegenstände und Gemälde empfohlen, darunter die erst kürzlich fertiggestellte Abteilung „Das Bürgerhaus innen und außen", das für den Beschauer eine Fülle von Sehenswertem bietet, . Aktive Turner: Ehrensieger: Gustav Hofmann. Grebenhain, 94 Punkte: 1. H. Kühne, Lauterbach, 85 P.: 2. K. Bücking I., Alsfeld, 81 P. Iugendoberstufe: 1. Hch. Bücking, Alsfeld, und W. Dehnert, Dernsscld, ie 87 P.: 2. Hch. Weih, Durg°Gemünden, 86 P. Jugend unter st ufe: 1. Reinhold Stock, Lauterbach, 101 P.: 2. Hch. Möver, Schlitz. 96 P. Schüler: 1. 3. LeoZnrd, Alsfeld, 92 P.: 2. W. Lammersdorf, Alsfeld, 89 P. Sonderkämpfe. Speerwerfen: 1. List, Lauterbach, 37,60 Meter: 2. Gebauer, Alsfeld, 33,65 Meter. Hochsprung: 1. Decher, Schlitz, 1,60 Meter: 2. Klug, Rieder-Ohmen, 1,55 Meter. Arbeiter-Turn- und Sportbund. 3n der diesjährigen FrühjahrsserieNnd mit dem Spiele Heuchelheim I —' ®l€&cn 1 ble der 1 Klasse zum Abschluß gekommen. Jede Mannschaft hat sechs Spiele ausgetragen. Die Punktwerte: Heuchelheim 11 Punkte; Gießen 10 , Raunheim 8 P.: Wieseck 6 P.: Lollar 5 P.. Watzenborn 2 P.: Wetzlar 0 P. Jede Mannschaft hat sechs Spiele ausgetragen. , . V 3it der zweiten Dezirksklasse stehen noch emige Spiele aus. Am kommenden Sonntag hat Großen Buseck I Marburg 1 zum Gegner. Zwei 9^- wertige Mannschaften werden hier ihre Kräfte ^Kinzenbach I — Naunheim II treffen sich in Kinzenbach. Auch hier wird ein g^chw^tiges Treffen geben, bei dem der Glücklichere Sieger bleiben wird. Hungen I ist in Oberndorf zu Gast und wird im Spiel gegen den Neuling alles hergeben müssen, wenn er Sieg: und Punk e mit nach Hause nehmen will. Nieder-Ohmen I und Grünberg II stehen sich in Meder-Ohmen gegenüber Der Sieg wird dem Plahbesiher nicht zu nehmen sein. 3n der Jugendklasse treffen sich Fellingshausen — Rodheim und Heuchelheim — Wieseck II. Handball. 3n der Serie der Handballer empfängt Gießen am kommenden Soirntag Dottenhorn. Obwohl die Gäste eine gute Mannschaft ins Feld stellen, wird den Platzbesihern der Sieg nicht zu nehmen ^Wieseck muß nach Herborn Wenn Wieseck es abermals vorzieht, mit unvollständiger Elf anzutreten, dürften ihnen auch in Herborn keine Siegeslorbeeren winken., Tie Freie Turnerschaft Launsbach wird am kommenden Sonntag ihren neu errichteten Sportplatz am Waldrande oberhalb des Dorfes seiner Bestimmung übergeben und dabei eine Anzahl Fußballspiele zur Abwickelung bringen. Das Laubacher Ausschußfest. Laubach, 11. Juni. Bom vergangenen Sonntag bis zum Dienstag wurde in unserem Städtchen das Laubacher Nationalfest „Der Ausschuß gefeiert. Der Besuch des Festes, insbesondere von ouswärts, war auch diesmal wieder gut. Der Ausschuß begann am Sonntagnachmitlag mit Volksbelustigung auf der ..Helle" wo sich em reger Festrummel entwickelte. Nach alter Sitte wurde dann nachts von der Laubacher Kapelle, die sich in zwei Abteilungen geteilt hatte, den Bewohnern Ständchen gebracht. Am Montagmorgen gegen 9 Tlhr nahm auf dem Marktplatz der in 13 Sektionen eingeteilte historische Festzug Aufstellung, der unter Borantritt der mit Blumenkränzen geschmückten Jugend nach dein Schlohhof marschierte. Nach einem Musikvortrag " der Oberhessischen Orchester-Bereinigung begrüßte - der diesjährige Hauptmann. Studienrat Bett e r, J im Namen der Ausschußgesellschaft die gräfliche Familie und dankte Se. Erl. dem Grafen Friedrich für den gestifteten Hammel sowie der Gräfin für das gestiftete Kleid (Hammelsgabe). Seine Nedc schloß der Hauptmann mit einem Hoch auf die Mitglieder des gräflichen Hauses. Der Graf dankte darauf dem Hauptmann für die Einladung zum Ausschußfest und würdigte die Bedeutung des Ausschusses als eines Festes echter Volksgemeinschaft. Hierauf setzte sich der Festzug durch die Straßen der Stadt nach der „Helle" in Bewegung. Dortselbst wurde den drei noch lebenden Altveteranen von 1870/71, K. Salzmann, G. K r e i ck e r und H. Momberger. je eine Taschenuhr — von ungenannter Seite gestiftet — durch den Hauptmann überreicht. Noch dem Frühstück zogen die einzelnen Sektionen zum Preisschießen, das den ganzen Tag über dauerte. Am Abend wurde die Preisverteilung vorgenommen, die folgendes Ergebnis hatte: Den Hammel errang Karl P i h und die Hammelsgabe Heinrich Silß. Die Preisträger des Gabenstandes waren: 1. Wilhelm Horny, 2. Wilhelm Moll, 3. Fritz Stein, 4. Otto Siegfried, 5. Ernst Moennig. 6. Fritz Salzmann. 7. Wachtmeister Becker. 8. Heinrich Pitz, 9. Rudolf Högel. 10. Karl Becher. 11. August Rühl, 12. Georg RühlVII.. 13. Georg Kratz. 14. Willy Kreicker, 15. Ernst Fihler. 16. Fritz Högel, 17. Wilhelm Becker II.. 18. Karl Göbel. 19. Georg Schäfer, 20. Karl Günther, 21. Karl Poth, 22. Christian Günther. 23. Karl Lang, 24. Hermann Buchholz, 25. Heinrich Hertel, 26. August Desch, 27. Heinrich Möll. 28. Friedrich Silß. Die Sektion des Hpmmel- schützen begab sich sodann vor das Schloß, wo dem Sieger die im Jahre 1920 gestiftete Denkmünze vbm Grafen überreicht wurde. Anschließend traf man sich wieder auf dem Festplah. Am Dienstagvormittag fand Schweine- und Krämermarkt stakt. Es wurden 250 Ferkel aufgetrieben; der Absatz war schleppend, obwohl eine große Anzahl von Marktbesuchcrn aus der näheren und weiteren Umgebung erschienen war. Am Nachmittag versammelten sich die Laubacher Kinder vor dem Hause des Ausschußhauptmanns und zogen mit ihm und dem gesamten Vorstand der Ausschuß-Gesellschaft nach dem Festplah. wo bei Volksbelustigung und bei Kinderspiel das Fest seinen Ausklang fand. Blindeniagung in Darmstadt. WSN. D a r m sta d t, 10. Juni. Der Landesverband der hessischen Blinden e. 23., der den Fusain- menschluß sowie die berufliche Förderung der erwachsenen Blinden erstrebt und an den Reichsdeutschen Blindenverband in Berlin angeschlossen ist, hielt hier eine aus den drei hessischen Provinzen tark besuchte Tagung ab. Im Mittelpunkt der Zu- ammenkunft, bei der hauptsächlich Organisationsragen des erst im November 1930 gegründeten Verbandes beraten wurden, stand ein Bortrag von Direktor Christian Schmidt von der Blindenanstalt zu Friedberg, der über Unterricht, Ausbildung und Fürsorge der Blinden sprach. In dem mit großem Beifall aufgenommenen Referat setzte sich Direktor Schmidt vor allem für eine stärkere staatliche Unter- slützung in der Berufsfürsorge für die Blinden ein, die in Hessen im Gegensatz zu andern Staaten noch fehle. Ferner werde, wie der Redner ausführte, die Fürsorge für die aus der Anstalt entlassenen Hand- werter durch den Handel gewissenloser Hausierer sehr erschwert, die oft ihre Ware fälschlich als Blin- denarbeit bezeichnen. Man achte daher bei Angeboten auf die gesetzliche Schutzmarke für Blindenarbeit: zwei Hände, die sich dem Licht entgegenstrecken, und verlange Ausweis. präsidenienneuwahl bei der Zndustrie- und Handelskammer Mainz. WSN. Mainz, 12. 3uni. Die Mainzer Industrie- und Handelskammer hielt eine Sitzung ab, in der die Ersatzwahl für den verstorbenen Präsidenten Ehr. Scholz vorgenommen wurde. In geheimer Wahl wurde das Kammermitglied Ludwig Meyer einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Im weiteren Verlauf der Sitzung erstattete das Mitglied der Kammer L. Schmitt ein eingehendes Referat über den Vertrag der Reichsbahngesellschaft mit der Firma Schenker. Der Syndikus der Mainzer Industrie- und Handelskammer berichtete zum Schluß der Sitzung noch über die Westhilfe. Internationale Kreditbriefschwindler festgenommen. Frankfurt a. M., 11. Juni. (WSN.) Gestern sprachen bei der Commerz-Bank, der Deutschen Bank und dem Bankhaus Dreyfuß & Co. Ausländer vor, die auf einen Reisekreditbrief Geld abholen wollten. An allen drei Stellen kam den Bankbeamten die Sache verdächtig vor, so daß die Geldabholer wie- derbestellt wurden. In zwei Fällen kamen die Ausländer nicht wieder zur Bank zurück. Bei der Commerz-Bank erschien einer von ihnen wieder, um unter Vorzeigung eines Kreditbriefes auf die National City Bank of New-Port einen Betrag von 3650 englische Pfund — etwa 10 000 Mark — zu erheben. Die schnell alarmierte Kriminalpolizei konnte den Ausländer festnehmen. In seinem Besitz fand man einen Gepäckschein der Gepäckaufbewahrungsstelle' des hiesigen Hauptbahnhofs. Als die Beamten das Gepäck auslösten, wurden ihnen sechs große Koffer übergeben, die den drei Schwindlern gehören. Der Verhaftete nennt sich Valerio B,Andrea aus Buenos Aires. Am Donnerstagvormittag gelang es den Kriminalbeamten, einen zweiten Täter festzunehmen. Als gestern bei der hiesigen Commerz- und Privatbank der inzwischen festgenommene Valerio B'Andrea bei Präsentation eines Kreditbriefes der National City Bank of New-Port, den Betrag von 10 000 Mark erheben wollte, festgenommen wurde, war er nicht im Besitz der geringsten Barmittel. Es war daraus zu schließen, daß seine Komplizen über keine nen- nenswerten Gelder verfügen würden. Und in der Tat war es so. Einer dieser beiden Flüchtigen brauchte Geld. Er sprach am Donnerstagvormittag im Hauptbahnhof am Geldwechselschalter vor und fragte, wo er seinen goldenen Ring verkaufen könne. Der Wechselschalterbeamte hatte inzwischen von dem großangelegten Betrugsversuch gehört. Ihm kam auch der Ausländer, der nur spanisch sprechen konnte, verdächtig vor. Er machte daher die Kriminalbeamten der Bahnhofswache auf den Mann aufmerksam. Die Beamten begaben sich zu der Firma, die dem Ausländer empfohlen worden war. Nach einigen Minuten kam auch der verdächtige Kreditbrief- schwindler und er konnte festgenommen werden. Es handelt sich um den angeblichen Fernando Louis Walos-Ramirez aus Katalonien in Spanien. Die Fahndungen nach dem dritten Täter sind im Gange. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 13. Juni, Vorabend 7.45 Uhr: morgens 8.30; Predigt; abends 8.55 und 9.35 Uhr. Wirtschaft. * Dtzutscbe Eisenlief eruna nach Ruß- land. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, ist gestern in Berlin eine Verständigung über die Lieferung von 200 000 Tonnen Eisen und Stahl nach Sowjetruß- land erfolgt. Frankfurter Börse. F r a n k f u r t a. M., 12. Juni. Tendenz: schwach. An der heutigen Börse wirkte sich die Zuspitzung der innerpvlitischen Lage in einer erneut schwach en Tendenz aus. Neben der politischer Situation verstimmten noch sehr stark ein Bericht des Instituts' für Konjunkturforschung, der von einer weiter verschärften Weltwirtschaftskrise spricht, daneben die anhaltende Schwäche der Reichsmark und erneut erhebliches Angebot am Pfandbriefmarkt. Cs trafen wieder Verkaufs- orders vom Auslande ein, daneben wurden weitere Exekutionen vorgenommen. Das her- auslommende Material fand kaum Ausnahme, sodaß sich gegen die Abe'ndbörse wieder starke Kursrückschläge ergaben. Nach den ersten Kursen beobachtete man u m fangreiche Interventionstätigkeit der Großbanken, so daß sich die Kurse um etwa 1 Proz. erholten. Stärker angeboten waren vor allem IG.- Farben, Siemens, Schuckert, Dt. Linoleum, Bem- berg, Rheinstahl und Salzdetfurth, die von 1,5 bis 4,5 Proz. nachgaben. Schwächer eröffneten außerdem Schrideanstalt, Metallgesellschaf^, Phö- nix, Mannesmann, Zellstoff Aschaffenburg, AEG., Gesfürel und Schisfahrtsaktien, bei denen die Rückgänge bis 2 Proz. betrugen. Am Dankenmarkt eröffneten Reichsbaru anteile um 1 Prozent erholt. Schwächer lagen noch Reichsbahnvorzugsaltien mit minus 1.3 8Proz. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Altbesitz minus 0,30 Proz, Neubesih 0,13 Proz. höher. Am Rentenmarlt erschien eine ganze Anzahl von Papieren mit Minus-Minus-Zeichen. Altpfandbriefe wurden um 0.25 bis 0,5 Proz. herabgesetzt. StarkesAngebot bestand vor allem in Städteanleihen und Industrieobligationen, auch Länderanleihen lagen schwächer. L:guida'i»ns''>fandbrie> nicht ganzcin- heitl ch. Reich fchu db ch orderungen flau und etwa 3 Proz. niedriger. Die Kurserholungen, die zeitweise eingetreten waren, vermochten sich im Verlaufe der Börse infolge der n i ch t aushören- den Abgabetätigkeit, hauptsächlich am Rentenmarlt, nicht zu behaupten. Die Kurse gingen teilweise noch unter das Ansangsniveau zurück. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 4 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt herrschte weiterhin für die Reichsmark schwache Tendenz. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2170, gegen Pfund 20,51, das Pfund lag international schwach. London gegen Neuyork 4,8623, gegen Paris 124,21, gegen Mailand 92,92, gegen Madrid 48,25. gegen Schweiz 25,0350, gegen Holland 12.08. Berliner Börse. Berlin, 12. Juni. Wie nicht anders zu erwarten war, setzte sich zu Beginn der heutigen Börse der Abbröckelungsprozeß an den Effektenmärkten fort. Die bekannten Momente (Brüning-Krise, Dividendenmarktlage, Rentenangebot, schwache deutscher Bonds in Neuyork, schlechter Konjunkturbericht und verschiedene Insolvenzmeldungen) lösten auf allen Seiten erneut Abgabeneigung aus. Trotz verschiedener Interventionstätigkeit seitens der Großbanken traten Kursrückgänge von 1 b i s 4 v. H. gegen gestern ein, und zahlreiche Papiere erschienen äuch heute wieder mit Minus-Minus- Zeichen. Bemerkenswert zeichneten sich hierdurch nur die Nebenwerte aus. Beängstigend war auch heule wieder das Angebot am Pfandbriefmarkt, man rechnet mit zahlreichen gestrichenen Briefnotizen. Am Devisenmarkt scheint unter den Banken ein stillschweigendes ihberein- kommen dahingehend getroffen zu fein, Dollar und Pfund nur noch zu amtlichen Notizen zu handeln, -lieber die erwähnten Durchschnittsverluste von 1 bis 4 v. H. hinaus lagen Julius Berger 8,75 v. H., Svenska minus 7,5 Mk., Salzdetfurth 6,25 v. H., Schlesische Gas minus 6,75 v. H. und Siemens minus 4,75 v. H. niedriger. Kaum nennenswerte Erholungen bis zu 1 v. H. hatten einige Nebenwerte, wie Hoesch, Chemische Heyden und Deutsche Erdöl. Altbesih gaben weiter auf 50,9 v. H. nach Fünfprozentige Bosnier Eisenbahn gingen erneut um 0,75 v. H. zurück, vierprozentige unifizierte Türken erschienen mit Minus-Minus-Zeichen. Der Pfandbriefmarkt wurde allgemein sehr schwach taxiert. Am Geldmarkt trat eine Versteifung ein. Tagesgeld zog auf 5 bis 7 v. H. an, die übrigen Sähe blieben unverändert. Nachdem der erste Ansturm überwunden war, konnte die kräftige Interventionstätigkeit sich im Verlaufe kurS- mähig etwas auswirken. Die Erholungen betrugen aber selten mehr als 1 v. H. 3®.-Sorben waren 1,75 v. H. gebessert, Salzdetfurth um 2,5 v. H. Berger setzten ihre Abwärtsbewegung um 2,25 v. H. fort. Bei der anfangs nur mit Minus- Minus-Zeichen erschienenen Papieren kamen später Notierungen zustande, die häufig 4 bis 7 v. H. unter den Dortagskursen lagen. Letzte Nachrichten. 7:ue Llnruhen in Kassel. Wieder ein Todesopfer. Kassel, 12. 3uni. (DTR. Funkspruch.) wie die Polizei mitteilk, trat gestern abend wiederum in der Altstadt erhebliche Unruhe ein, so daß die . Polizei wiederholt mit dem Gummiknüppel vorgehen und verschiedentlich auch von der Schußwaffe Gebrauch machen muhte. Bei den Zusammenstößen wurde der wehgergeselle Dominikowski angeschossen und so schwer verletzt, daß er kurze Zeit darauf v e r st a r b. Die Polizei halte ein außerordentlich großes Aufgebot gestellt, und das unruhige Altsladtviertel zum Teil vollständig abgeriegelt. Im Laufe der Nacht wurden 50verhaftungen vorgenommen. Unter den verhafteten befindet sich einer der kommunistischen Führer, der geschossen haben soll. Der Polizeipräsident hat die Bevölkerung Kassels ansgesordert, den gefährdeten Stadtteil nach Möglichkeit zu meiden, um sich nicht bei einer etwaigen Wiederholung der Unruhen schwerster Gefahr aus- zusehen. 34 Lüneburger Kommunisten feffgenommen. Lüneburg, 12. Iuni. (WTB. Funkspruch.) Als nach Mitternacht die Lüneburger Kommunisten aus Cauenburg, wo es, wie gemeldet, zu blutigen Ausschreitungen gekommen war, nach Lüneburg zurückkehrten, wurden 34 durch die Polizei fe ff genommen. (Ein Teil hatte sich im Gehölz versteckt. (Einer Aufforderung der Polizeibeamten, sich zu stellen, leistete einer der Kommunisten keine Folge, woraus der Beamte einen Schuh abgab, der den Kommunisten in die Brust traf. (Er wurde in ein Krankenhaus geschafft. Für die nächsten Monate sind in Lüneburg sämtliche kommunistischen Veranstaltungen verboten. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H. Frankfurt a. Dl. «Berlin Echiuß-l (urd | 1-Uhr- Rurd Schluß- furd tUnfang» Rurd Datum 116. | 12.6. 11.6 12.6. 6% Dtuflche RetchSanleihe bon 1027 ......... 84,25 —- 84,1 — 7% Deutsche Reichranleihe von 1029 .......... 86 — 96 — Deutsche Anl.-SlblSs.-SchuN) mit Autloi-Rechten....... 51 50,7 — 50,9 Desgl. ohne Buslos.-Rechte . . 4,3 4,4 4,5 8% He«, yollfdnat von 1929 (tüdjahlb. 102%)...... Oberteilen Provinz. Anleihe mit Sludlos.,Rechten...... 89,5 — 69 — 50 — — — bentlche Komm. G-itnmelabl. Anleihe Gerte 1 ...... 48,5 — 49 — 8% firanlf. Hnp.-Bank Goldpfe XIII untünbbar 6111934 . . . 100 — —- — 7% firankf. Hyp.-Bank Soldpse untünbbar bU 1032 ..... 94 — — — iy,% Rheinische Hvv^Bauk ßlqu. Boivple......... 87,5 _ — — J% Pr. eanbciplanbbdelanfiali, Psandbriele R. I» ..... 100,5 _ 100,5 — 8% Pr LanveSpianbbrtesanNalt, Komm^Lbl. 01. 20...... — —- _ — 7% Pr. ßanbedplanbbrielanftalt, IManbbricle 81.11...... 96,5 —— 96,5 H.tt.®. abfi. BortrtegfrObltßatto- nen, rürtiablbar 1032 . . — — 1% Oesterreichische Holvreme . . 1,20% vesterreichische Silberrente 19,5 — 20,2 20,25 •— 1,4 1,25 4% vclterreichilche Einheitliche Rente —— __ 4% Ungarische ©olbrentc . . . . 16,5 — 16,4 16,2 4% Ungarische Staattrent? v. 1910 14,5 —— — 4K% dedgi. von 1918 —— — — — 1% Ungarische Kronenrente — — —— — 4% TÜrNIche Zollanleihe von 1911 2,5 —— 2,45 —— 4% Türkische Bagbadbabn-Anl Serie 1...... _ _ 2,55 2,3 4% bedfll. Serie 11 .... . - 2,5 —— 2,4 — 6% Rumünilche vereinh. Rente von 1903 ....... 7 — 7 — <%% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ......... •— 12,9 - - 4% Rumänische vereinh Rente 5,25 — 5,2 5,1 I Frankfurt a. M. | Berlin Schluß- turd 1-Uhr- Rurd Schluß-! furd | Anfang- Rurd Datum 11.6. 12.6. 116. 12.6. Hamburg-Amerika 'Batet . . 7I 39,5 39 39 38,25 Hamburg-Sübam. Dampsschiss 8 — —— 87 85,5 Hansa Dampsschiss .... 10 — — 67,5 68 Norddeutscher Sk'tjb .... 8 41,25 40,25 40.75 39.4 Allgemeine Deutsche Creditanst. 10 — Barmer Bankverein .... 10 — —- — — Berliner Handettgefellschafi . 12 — —— 102 102 Commerz- und Privat-Bank . 11 100,25 100.25 100,25 100,25 Darmstüdt-t und Nationalbank 12 112,5 110,5 112,75 109 Deutsche Bank unb Dioconto-GeleUschast, . . . 10 100,25 100 100,25 100.25 Dre-bner Bank...... 10 100,25 — 100,25 100.25 Reickttbank...... . 12 113,5 114,25 113,5 112 A.E.B.......... 8 76,25 75 77 74,9 Bergmann........ 0 — — 60 59,5 Siehr. Lieserungdgelellschasi . 10 — — 87 —— Licht unb Kra>t...... 10 89 89 89.25 87 gelten & Guilleaume . . . 1V1 54 — 54,5 53 Gesellschaft für Elektrische Üniernehmungen .... 10 78 77 78,5 75,5 Hamburger Elettrizitütt-Werke 10 — — — —— Rheinische Elektrizität . . . . 9 — — 90 87 Echlelische Elettrizitäl. . . . 10 —• — — — Schuckert L Co....... 11 94 91,5 94,75 91 Clemettt 8- Hattke..... 16 125 120,5 125,5 120,75 Iransraoio........ . 8 — —— — —— 10 93 __ 94 Buberur ....... . 6 29,5 _ 30 — Deutsche Erbil...... . 6 45,5 — 45,75 46,5 Essener Steinkohle..... . 8 —— —— —— — Gelsenkirchener...... . 8 — — 57 53 Harpener ...... . 0 — — 48 46 Hoesch Eilen........ 6K — —— 33,75 — Ille Bergbau....... 10 — 123,75 120,5 Klüchiermerke ....... . 7 — —— 39 36,5 Reln-Rcucllcn..... • . 7 —— — 39 — Manne»mann-RShre» . • • . 7 47,5 45,9 46,75 45,25 Maittselber Bergbau . . • • . 7 23 — 23,5 23 Oberschles. Gilcnbcbad • • • . 6 —— — — Überfälle!. Itotoroerte.... —- 52,75 50,13 Phönix Bergbau...... 6Vt 37,25 35 36.5 33.5 Rheinische Braunkohle» . . IC 129 —— 132 130,25 Rheinktahl ....... 56 53 54,65 I 51,65 Riebeä Montan ...... 7,1 — — 1 - Frankfurt a. DI. | Berlin Schluß-! lurd | 1-Uhr- Rurd Schluß-s furd | Anfang- Rurd Datum 11.6. 12.6. 11.6. 12.6. Bereinigte Stahlwerke . 16*1. 35.5 — 34 31,5 Ctaoi Minen..... — —— 15,9 15,65 Kaliwerke Ascherrieben . . 10 97 — 100 97 Kaliwerke Westeregeln . e . 10 101 —— 104 100,5 Kaliwerke Lalzbetfurth . • . 16 155 151 157,25 151 I. G. fiarben-Inbustri« . - . 12 109.5 108 110,5 106,75 Dvnamit Nobel .... . . 6 — — — — ScheibeanstaU..... . . v 111,5 109 — — Kolblchmibt..... . . 6 32,5 — 34,25 33,5 Rütgerdwerke..... . . 6 — 33,5 34 33 Metallgefestschakk. . . . . . 8 54 52 53,5 — Dhtlwv Holzmann . . . 7 59,5 — 59,5 57 Zementwerk Heidelberg . 10 52 — — — Eementwerk Karlstadt. . • . 10 86 — — — Wanst & fitentaa . . 8 16,5 15,5 15,25 — Schultheis Payenhofer . . 16 — — 114 111 Cfiroerte....... . 12 — — —— Atu ....... . 18 55,25 55,25 56 — Bemberg..... • • . 14 18«/, 64,5 61,25 64,75 62 Bcllfloff Walbhos . . . • — — 63 61,5 Zellstosk Aschaffenburg . Charlottenburger Wassel . 12 — 48 49 48 . . . 8 — —— — —— Dessauer 01 aO • • . . 9 — — 101,25 99,5 Daimler Motoren . . . . O 16,75 — 18 17 Deutsche Linoleum . . • e e . 49,5 45,75 49 45 Maschinenbau Sl.-d. . . . . 0 — — — — Rat. Automobil ... • . . 0 — — — — Orenstein S Kovvel . . . . 6 —— — 34,75 32,75 Leonbarb Tietz .... • . 10 77 —— 77,5 76 Sveittka ■ • • 197 — 196 188,5 firankfuner Maschine» . * . . 4 9,1 — — — Gritzner....... . . 1 26,75 — 27,9 —— HevliaenNaebt . . . . . 1 — — — —— —— —— — Leä>werke....... . . 1 — —— — — Main trattwerke Höchst a. M.. . I — 52,6 — — Miag . . . . . IC — — Gebt. Roebet..... . 11 — — «oigt & Oaeffner . . . Sübbcutiäje Zucker . . • . . . IC — 97,5 — 97,75 — Banknoten. Berlin, 11 .Iuni Geld Bries Amerikanische Rote»...... Belgische Roten ....... Dänische Roten ....... Englische Roten ........ firanjüilidie Noten ....... Holländische Noten....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwebische Noten...... Schweizer Noten........ Spanische Noten........ Tschechoslowakische Roten..... Ungariiche Noten ..... Deoijenmarn Berlin 4,24 58,53 112,48 20,505 16,485 169,46 21,98 112,55 59,04 2,445 112,88 81,84 42,02 12,435 73,30 - Frankfurt 4,26 58,77 112.92 20,585 16,545 170,14 22,06 112,99 59,28 2.505 113.32 82,16 42,18 12,495 73,60 a. in. ll.Zuni 12. Iuni Amtliche Notierung <2>elb | Brief Amiltche Notierung (Selb | Bries Antik.» Non. vuen.-AtreS Brss.-Amw. lEbriflinnta. Kopenhagen Stockholm . HelüngtorS. Italien. . . London. . . Network . . Paris. . . . Schwei» . . Spanien . . Japan •» . . Nio de Ian. Wien in D- i?eft. obgefl Prag . . . Belirad . Ludapeik. Bulgarien Lissabon DanNa ■ ■ Sonftantm. Athen. . Lanada . Utu.ma» . 6atro . . 169,35 1,293 58,63 112,71 112,71 112,80 10,593 22,04 20,475 4,209 16.475 81.72 42,61 2,081 0,331 59,185 12,473 7,448 73,46 3,047 18,58 81,815 1,784 5,48 4.201 2.428 20,995 169,69 1,297 58,75 112,93 112,93 113,02 10,613 22,08 20,515 4,217 16,505 81,88 42,69 2,085 0,333 59,305 12,493 7,462 73,60 3,053 18,62 81,975 1,789 5,68 4,209 2,432 21,035 169,41 1,283 58,63 112,71 112,71 112,80 10,599 22,06 20,474 4,209 16,475 81,79 42,46 2,012 0,331 59,185 12,479 7,455 73,50 3,049 18,58 81,815 1,784 5,458 4,193 2,428 21,00 169,75 1,287 58,75 112,93 112,93 113,02 10,619 22,10 20,515 4,217 16,515 81,95 42,54 2,086 0,333 59,305 12,499 7,469 73.64 3,055 18,62 81,975 1,789 5,468 4.211 2,432 21,04 Oberheffen. Landkreis Wicfjcn. y Lollar, II. Juni. Am Dienstagabend frid» ten die fünf evangelisch-kirchlichen Frauenvereine deS Kirchspiels Kirchberg eine gemeinsame Veranstaltung im Saal deS Gasthauses „Zur Linde" ab. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Medizinalrat Dr. V i n s a ck. Gießen, über „Die Hygiene deS Hauses" mit besonderer Berücksichtigung der Kinderfürsorge. Der Vortrag, durch viele gute Lichtbilder illustriert, sand die gespannteste Aufmerksamkeit der Mütter, da der Vortragende cs verstand, den Stoff überaus anschaulich und verständlich zu machen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. > Aus dem Buseckertal, 10. Juni. Der Saaten st and in unserem Tal steht in voller Entwicklung. Die Winterfrucht hat sich gut heraus- gemacht. Der Roggen steht in Blüte, und auch der Weizen, soweit er im Frühjahr nicht umgepflügt zu werden brauchte, hat sich gut entwickelt. Das Setzen der Dickwurzeln ist beendet. Infolge des nassen Wetters hat sich ein Nachfetzen erübrigt. Jedoch mit dem Kraut wächst auch das Unkraut, dos bei den ungeheuren Mengen an Niederschlägen schwer zu vertilgen ist. Einen schlechten Stand weifen als Folge des kalten und sonnigen Frühjahrs die Kleeäcker auf. Es mußten viele Kleeäcker umgepflügt und mu Hackfrüchten bestellt werden. Jedoch der zweite Kleeschnitt verspricht weit bessere Erträge. Die Wiesen zeigen einen üppigen Graswuchs, und bei gutem Wetter wird die Heuernte große Erträge bringen. Hier und da haben schon manche Landwirte mit dem Grasschnitt begonnen. OReiskirchen,10. Juni. Der Leiter der hiesigen Gendarmeriestation, Oberwachtmeister Schade, trat am I.Junl in den Ruhestand. Er beabsichtigt, seinen Wohnsitz nach Gießen zu verlegen. Ein Nach- folger ist für ihn noch nicht ernannt. U Nonnenroth, 11. Juni. Am Sonntag sand durch den Kreisfeuerwehrinspektor DickorS (Oie- ßcn) eine Inspektion der hiesigen Feuer- wehr statt, die einen guten Verlauf nahm. Gleich- zeitig wurde die Motorspritze von Gießen vorgeführt. > Dorf-Dill. 11. Juni. Sin Motor- r a d u n f a l l, der leicht schlimmere Folgen hätte haben fönnen, ereignete sich hier am OrtSaus- gang nach Hof-Düll. Der Motorradfahrer Walter Möser von hier kam mit seiner Maschine infolge plötzlichen DesektS so heftig zu Fall, daß er bewußtlos liegen blieb. Gin vordeikammen- der Motorradfahrer und hiesige Einwohner leisteten die erste Hilfe. Der schnell herbeigerufene Arzt stellte einen starken Bluterguß im Auge und ziemliche GesichtSverletzungen fest. Dem bedauernswerten Mann verbrannte erst vor wenigen Tagen der Krastwagen in der Aähe von Ruppertenrod. ^Nieder - Bessingen, 11. Juni. Am Sonn, tag fand bei Gastwirt Lotz ein Bezirkstag der Kriegeroercine des „Hassia"-Bezirks L i ch statt. Als Vertreter zum „Hassla'-Derbandstag in Michelstadt i. O. wurde Bezirksvorstehcr Dr. Walter Bettenhausen, 11. Juni. Da zur B ü r- germei st erwähl am vorigen Sonntag nur e i n Wahlvorschlag, lautend auf den seitherigen Bürgermeister Heinrich Leidner, eingegangen war, sand eine Wahl nicht statt. Bürgermeister Leidner, dem die Einwohnerschaft durch ihre Geschlossenheit vollste- Vertrauen zu seiner Amtsführung ausgesprochen hat, ist damit für weitere neun Jahre gewählt. > Muschenheim, 11. Juni. Zum Rachfos- ger des kürzlich verstorbenen Eemeindcratsmit- glieds Heinrich Roth wurde Karl Eller III. in den Gemeinderat gewählt. df. Langsdorf, 11. Juni. Im Juli 1917 mußte die kleinste unserer drei Glocken, „Eoncor- dia" genannt, vom Turme genommen und dem Vaterlande geopfert werden. In erhabener Inschrift trug sie die Worte: .Ich töne noch in späten Tagen und rühre vieler Menschen Ohr. Ich will mit den Betrübten klagen und stimmen in der Andacht Ehor. Eoncordia soll mein Rame sein. Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine versammle ich die liebend« Gemeinde. Freud' nur mög‘ mein Klang bedeuten, Friede sei mein erst' Geläute." Seither ist in unserer Gemeinde der Wunsch lebendig, die Glocke wieder zu ersetzen, Aumal die Rachbargemeinden wieder ihr Geläute haben wie ehedem. Aber Ausgaben, wie z. D. der Dau der Wasserleitung 1926 und deren allmähliche Tilgung machten der Gemeinde die Erfüllung dieses Wunsches unmöglich. Deshalb wandte sich der Kirchenvorstand in einem Aufruf an den Opsersinn der Bürger. Durch den Pfarrer wurde eine Sammlung veranstaltet. ES wurden biS dabin fast 3000 Mk. gezeichnet, so daß die Anschaffung eine« neuen DelÜuteS möglich ist. In einer gemeinschaftlichen Sitzung besprachen Kirchcnvorstand und Gcmelnderat die ganze Angelegenheit. Die Gemeindeverwaltung stellt daS Holz zum Umbau deS GlockcnstuhlS, der zur Erzielung größerer Schallwirkung gedreht werden soll. Sogar eine vierte Glocke soll auf- gchängt werden. Sie ist eine Stiftung unseres Bürgermeister- Hermann Kneipp, der damit seinen Dank für einstimmige Wiederwahl zum Au-druck bringt. Die neuen Glocken sollen durch die Glockengießerei in Sinn geliefert werden. Kreis Alsfeld. •er. Homberg a. d. O., 11. Juni. Einem ®e- meinderatsbeschluß zufolge wird jetzt die Ober- st r a ß e, die vor zwei Jahren kanalisiert wurde, neuzeitlich umgepflastert. Am Montag begann man unter der Leitung von D. Becker mit dem Aufbruch des alten Pflasters. Bei dieser Arbeit können viele Arbeitslose, auch Ausgesteuerte, beschäftigt werden. Sämtliche Arbeiten fallen so gefördert werden, daß die Straße bei dem am 5. und 6. Juli in Homberg stattfinden Lahntal-Sangerfest wieder passierbar ist. l. Rieocr-Ohmen. 11. Juni. Die seit anfang Dezember deS vorigen Jahres verwaiste Pfarrstclle in unserem Dorfe erhält nun einen neuen Geistlichen. Psarrverwalter Alt. seither in Offenbach, ist mit der Dersehung der bi-herigcn Stelle betraut worden. Der neue Geistliche wird am kommenden Sonntag in fein Amt eingeführt. Kunst und Wissenschaft. Sech» neue Lände der Insel-Bücherei In der ,^nsel-Bücherei", deren Gefamtabsatz bis- her über zwölf Millionen Exemplare beträgt, sind sechs neue Bände erschienen, in denen das Schrift- tum der Gegenwart vorherrscht. Neben den „Geschichten aus dem Herodot", die die Phantasie der größten Dichter befruchtet und noch immer nicht» von ihrer Unmittelbarkeit eingebüßt haben, und den unvergleichlichen Märchenerzählungen Oscar Wildes stehen die Namen Rainer Maria Rilke, Ricarda H u ch Wilhelm Schäfer, Josef Ponten. Der Band „Requiem" umfaßt die drei großen dichterischen Totenklagen Rilkes: Ricarda Huchs Erzäh- lung „Der letzte Sommer" ijt die aufregende Geschichte von einem russischen Anarchisten, der -sich al» Sekretär an einen Gouverneur verdingt, um ihn zu ermorden; unter dem Titel „Das fremde Fräulein" sind zehn Anekdoten Wilhelm Schäfers vereinigt, die den Dichter auf der Hohe seiner Meisterschaft zeigen: in Josef Pontens Erzählung „Die Uhr von Gold" ist der Kampf um das Recht des Stärkeren im Zusammenprall der Generation geschildert._________ Seisenschaum-ein Waschtagstraum! Diel, viel weißer Seifenschaum, Lust, Sonne und blüten- frische, duftende Wäsche — so träumt die richtige Hausfrau sich den Waschtag! Sie dann ihn sich gar nicht denken ohne Naumann's weiße Kernseife die vollkommen reine, schäum- und waschkrästiae Seife, die ihr die Arbeit erleichtert und ihre Wäsche schont. 1 2 Zwischen 20 Uhr und Mitternacht. .. schmeckt Mokka am besten, besonders wenn er aus Hag bereitet wird. Kaffee Hag ist mild und aromatisch. Seine feinen Geschmacksstoffe werden auch im stärksten Aufguß nicht durch Bitterstoffe übertönt. Edlen Hochgewächsen aus 4-5000 Fuß Höhe verdankt er seine unübertreffliche Qualität. - Dabei ist Kaffee Hag coffeinfrei und völlig unschädlich. Er kann niemals Ihren Schlaf stören. Meine Herren -Artikel — preiswert und gut bitte, bedienen Sie sich Oberhemden, Popeline 10.75, 8.-, 6 75 foMHwlhdil 3953 A Sporthemden mit Kragen und Krawatte, 5.25. 4.75, 4 50 Kragen.......10.75 halbsteite......1.-, 0.60 Krawatten, reine Seide, echtfarbig...........2 — Pullover, reine Wolle, ohne Arm .. .6 —, 5.50. 4.25 Handschuhe, Waschleder imitiert......1.50,1.25 Sportstrümpfe mit Fuß............2.25,1.90,1 75 Socken, moderne Muster......2. — , 1.50, 1.20, 0 80 Hemdhosen, Mako ohne Arm..............Z.- Kniehosen, weiß und Mako............1.30,1 25 Netzjacken, weiß und Mako........1.60,1.10,1.— können Sie nie befreit werden, wenn Sie Bruchbänder tragen, welche nicht passen und dadurch der Bruch nicht zurückgehalten werden kann. Solche Binder wirken lußerst schmerzhaft und verschlimmern ihr Leiden. Der Bruch wird eingeklemmt, muß operiert werden und kann diese Einklemmung von tödlichem Ausgang sein. Deshalb befragen Sie sich bei Ihrem Arzt. Haben Sie ein Bruchband verordnet bekommen, so dürften Sie es als notwendig erachten, sich eine Bandage nach Maß anfertigen zu lassen. Meine anerkannte Spezlal-Maß-Bandage mit Garantieleistung ist eine Bandage, welche speziell nach Ihren Körpermaßen angefertigt wird, also genau passen muß, sodaß es bei Tag- und Nachttragen meiner Bandagen möglich Ist, daß der Bruch vollstlndig geheilt wird. Ich erteile Bruchleidenden kostenlos Auskunft und bin zu sprechen: In Wetzlar, 12. Juni, von 2 bis 7 Uhr nachmittags, Im Hotel Kalt weisser, Gießen, 13.Juni, von 8 bis 12 u. von 2 bis 5 Uhr, im Bahnhofshotel Lenz. W. Re/sgies, Spezialbandagist u. gepr. Orthopädist Köln, Rlchard-Wagner-Straße 33. 3954 V Leibbinden und Suspensorien in nur erstklassiger Ausführung. la Referenzen und Anerkennungen. Ein besonders vorteilhaftes Angebot in' Anzug-Stoffen Anzug-Stoff << In modernen Dessins, gute H ■ Bi Strapazier-Qualität . .Meter ■ ■ ■ M. Harth Ecke Seltersweg 03442 Wir verkaufen: Etwa 30 Stück Kleiderstoffe 3860 A saubersten Sommerpreise. günstige 3801 V Zuckerkranke: Nur noch ,,Faekol**, weil ohne Spritze, ohne strenge Diätkur, ohne Beru(Störung* Arstl.vielfach erprobt Sündig neueEr folg» berichte. Fordern Sie sofort kostenlos ■ Probeu.hochtnteress.Abhandlg Uran-G.m.b.M. 3 Berkenbrück 34 (Spree). WWWWWMW Gebr. Imheuser am Marktplatz vorteilhaftesten und Hausbrand. — Jetzt Geringe Asche geruch-, rauch- und rußloser Abbrand : diese Eigenschaften machen Ruhr-Anthrazit-Eiformbriketts zum 70 cm breit,inWolle mitK'selde gemischt,helle und mittelfarbige Streifen und Karos, teils vorjährige Muster, der Preislage 4,- und 5,- RM., zum Ausnahmepreis von RM. 50 Mengenabgabe vorbehalten! Ip.m. TifVz &aSen Sei tJfa t Ballon-,Garten-undZell-Echirme 557 V ommer- m. ttoi. MmsMil, Seltcrsroeg 3L Der Vorstand. 3S63D Geschäfts karten liefert Brühl, OleBen sehr vrelSwert alle Reparatur, hieran werden sofort erledigt. Alletn'Berirleb der HerkuleS- Schirme Marke Cvclov 03439 J. B. H AUSER, GIESSEN AM OS WAL DSC AR TEN Wie eine Sammetfl liehe, gleichmäßig geschnitten, soll er sich Im Garten ausbreiten. Doch wird Ihr Garten nicht von alleine so. er will gepflegt sein. Sie brauchen dazu einige wichtige Geräte: Einen praktischen Rasenmäher, einen guten Rasensprenger und Gummischläuche. — Vergessen Sie auch nicht, sich ein paar bequeme, praktische eiserne Gartenmöbel anzuschaffen. Ich nabe alles vorrätig und werde Sie preiswert bedienen. 3203 A Wir bitten unsere Mitglieder, der Einladung deS Sraoenoerelas oom Holen Sienj tfii DenlltDe über See zu dem am SnmStag, dem 13. Juni. 7 Ubr abends in den Räumen der Lie- bigshöhe statifindcnden MMMs-M-Ike recht zahlreich Folge zu leisten. Von Ihrem Bruchleiden Drei große echte PERSER-TEPPICHE sowie einige sehr schöne echte Brücken und Verbindungsstücke besonderer Umstände wegen ankcrorbcntllfb billig tauch einzeln» zu verkaufen. Spätere Zahlung genauei.— Schrtsiiiche Angebote unter E. ». 23M (3966V) an den Gies,. Anz wprossen werden Hier Garantie durch U r 11 II Q StarkeBbeiel- V U II U U tlgt. PreU.A2.75 Drogerie 0- Wlnterhoff, Kreuzplatz 9/10 Hindenburg- Drogerie. Selterewear 68a. Lack-Pumps echt Louis-XV.-Absatz „u8.95 Schuhhaus Wolff 3826 A Damenfrisieren Shampoonieren mit prima Ondulation Bubikopf-Schneiden (vollendeteAusführung) sowie Maniküre und Vibrationsmassage <«d Bernh. Dosch Damen - und Herren • Friseur geschifl Neuen Bäue 12, Ecke der Weidengasse JNH.GEORGFALKENSTEIN/GIE<6EN/SELTEPSWEC18 draildungdesLebens Vornan von Käte Lindner. (Copyright 1931 by Verlag Alfred Bechthold in Braunschweig.) 10. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Groh sahen ihre Augen zu der hohen Gestalt en... Rur aus Liebe, ohne jede Rebenabsicht würde sie heiraten. und jeder würde das wohl begreifen können, der Kyrill Petrowitsch sah. Hatte fie nicht Geld genug, auch einen ganz armen Mann ohne Titel und Ramen Herz und Hand zu reichen? Roch nie hatte eine Leidenschaft sie so vollständig beherrscht, wie es hier der Fall war. Riemanb drüben würde es je erfahren, in welcher Positton sie ihren Gatten kennengelemt hatte. Er würde drüben ein sehr würdiger Repräsentant aller der Unternehmungen fein, die ihr Vater der einzigen! Tochter als großes Erde hinterlassen hatte. Brauchten ihre Werke nicht schon längst einen Herrn, trotz aller Vorzüglichkeit der langjährigen Beamten, die ihr Vater noch eingestellt hatte? Rur diese merkwürdige Zurückhaltung des Russen, die aber nur als Bescheidenheit anzusprechen war, hatte sie unsicher gemacht. Würde er nun . morgen mit hinüber nach Sirmione kommen? in all der Einsamkeit der dunklen Zypressenhaine würde sie ihm morgen sagen, wie seiner unwürdig feine Stellung hier fei und was alles er mit ihrer Hand erringen würde. Und daß es ihr ganz gleich sei, ob sie drüben in ihrem Vaterlande einen hochklingenden Ramen führen oder nur eine einfache Mistreß Petrowitsch werden würde. In all' ihrer Unabhängigkeit könne sie tun und lassen, was sie wolle. _ Dann würde seine Leidenschaft über fte kommen wie ein Feuer..., so viel verborgenes Feuer schien in ihm zu fein, zugedeckt von Leid und schwerem Schicksal. Riemals hatte er ihr von seiner Vergangenheit gesprochen, nun würde er sein Herz auf tun vor ihr. In beide Hände wollte sie es dann nehmen, und ihre Liebe sollte es wieder zum Blühen bringen... Was für eine unmögliche Person übrigens, die sich ihn zum Tanz befohlen hatte. Eine Contessa hatte der Page gesagt... na, wie eine Gräfin sah diese Dame wahrhafttg nicht aus. Es war doch zum Lachen, welche Witze sich das Schicksal zuweilen leistete. Denselben Gedankengang verfolgte Petrowittch, als sich die kleine Frau in seinen Armen wiegte. Cs war dieselbe Dame, der er vorhin im Palmengarten die Tasche auf geh oben hatte. Und ihr Begleiter, der toie* ein dunkler Schatten da hinten am Tisch saß, war ein unsympathischer Geselle, aber entschieden von vornehmeren Allüren. Seine schwarzen Augen fuhren unruhig über die Anwesenden hin, verfolgten die Tanzenden und schienen scharf zu beobachten. Die Tänzerin in Petrowitschs Armen sprach nicht, lächelte nur immer zu ihm auf, ein stereotypes, nichtssagendes Lächeln. Ihr schien der Tanz viel Freude zu machen. Als Petrowitsch sie zu ihrem Platz zurück- führte, hörte er beim Gehen ihren Begleiter sagen: „Ich hoffe, du hast nun-deiner Tanzleidenschaft Genüge getan, Ieanne, ich habe nicht Lust, mich hier lange aufzuhalten. Trinke deinen Tee, dann wollen wir gehen." (Fortsetzung folgt.) M*" Das heißt: Nie mit nassem Körper sonnenbaden! Und stets vorher einreiben mit Beide enthalten das hautpflegende Euzerit. Beide vermindern die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes, beide bräunen Ihre Haut, auch bei bedecktem Himmel. Nivea-Creme wirkt bei Hitze angenehm kühlend. Nivea-Öl schützt Sie bei unfreundlicher Witterung vorm frösteln" und damit vor Erkältungen. Nivea-Creme O.20-120. Nivea-Öl IM. 1.60 NIVEA-CREME ICTIlZr A - (Hautfanktions-l PNI V ILZVLfLlu.Massage-Öl] TOTAL-AUSVERKAUF Schützendor! Pepsin in Weinbrand. °v wegen schneller Räumung des Lokals Beginn Samstag, den 13. d. M. 03436 Richard Loewenthal & Co. Gießen Bahnhofstraße 1 AM. Hankel Billige Torfofserte Torfmull Mk. 4.00 per Ballen Torfstreu Mk. 3.50 per Batten Gröbere Posten frei Haus. 3905D Siegmunü Rosenbaum Büro: frankfurter Str.29. Lager: An d. Margareienbütte. Einkoch 2'L. in grober Auswasl 3891A Edgar Borrmann, Gießen. AeuesteSchnellwaagenI zu günstigen Zablungöweisen empstehlt | -Ravt Schmidt, Löbevstv.ly Sommerkleiderstoffe Woll- und BaumwolLMousseline Waschseiden Voiles Georgettes empfehlen wir ln reicher Auswahl zu zeitgemäß billigsten Preisen RESTE ganz besonders billig! H* Kaess Nachfolger Inhu Wilhelm Horn & Sohn . Kreuxplafr 15 Telephon 2773 3959 a Kinder - Leder-Spangenschuh Größe 27 bis 35 2.95 Schuhhaus Wolff 3826 A Verkaolv.Herrschaftsmobiliar Samstag, 13., nnd Montag, 15. Juni 1931 Herrenzimmer, dunk.Ciche, modern Speisezimmer, Seidbord, komplett Damenzimmer in Palisander mit Klubgarnitur Schlafzimmer in Elche 3974D Piano, schwarz. Marke Maud Küchenei nriclitun« m.SBüLl.SOm Dielengarnitur in Elche, mit Tisch, Bank und Stühlen. Einzelsachen, wie: Klubsessel, Perser Teppiche u. Brücken, Truhen, Bauernfillble, Cbina-Tevpich, Waschkommod.,Kleiderschranke, Stühle, Diwan mit Umbau, Silberbeüecke, Bil- der,Porzellan,Nähmaschinen. Grammophone, Schreibmaschinen, Chaiselongue und Verschiedenes in meinem Auö- Berkaufslokal Neustadt 10 6g. Koos, früher Gebr. Weil, Telephon 3904 Für den Bezirk GIESSEN luchen wir feriöfen Vertreter WeMeaflthe Bau-Sparkalle Akt.-Gei. Köln a. Rh., Breiteftrafie 92/98, Agrippinahaus 3956 V ModehausSalomon zum Sensationspreis von 150 Paar Haferlnocken f. Damen u. Kinder, weiß u. farbig, gute Strapazierqual. Paar 50 Pf. 250 Paar SeidenflorHt rümpfe, farb.,kräft. I Ware, m. Doppelaohle u. Hochferse, Paar50Pf. __ 150 Frottierhandtücher, kräftige Qualität I weiß mit bunt, 40/80 u. 45/100 groß, Stück 50 Pf. ■ 150 graue Halbleinen-Handtücher, be- sonders schöne Qualität, 40/90, od. weiß baumw. I Gerstenkorn m. färb. Kante, 48/100, Stück 50 Pf. 200 Meter Zephir, uni und gestreift, für Blusen, Kleider u. Sporthemden, Mir. 50 PL « Verkauf im Parterre Pfennig 3765 A Am Samstag Vormittag bringen wir 5 Qualitäts-Angebote irr. krl Son ff 2.2C uns galt: Sind Deutle DM Dunge scher J gewest der 2 Leistu hat, d aus Irche i große Niger große Jet Auslc Uns ersten mit g