q M. treidebörse. I.Mrz. Es wurden iggen 23250 bis 225; wecke 215 bis 223; s 175; D.izeMchl, j; Aogg^m hl 25 75 '5 bis 11; Soggen, enden-', fest. »richten. - ialdemo.ralen bei nPan,er!ren;er..k" i HauShalt-avS- ti gab heule bei der anes bet Wm™ lieorbneie $ünll» Ho« „2^t« W.U. Ar. V«r>r Ä5w 326>.i-^£ ML: .^rliner Handels. Mr« Z °‘*naW 1 lQ9m 5 Promt SnÄSQttt ®eto:nnen bedungen von 1 , 3^ul'ch allgemein. ^Zusammenhang mit ialmarktcn Mans'eld und Hansa Danch^ >s wahrscheinlich be« I Untere 2.25 Proz. ch. Don Ä-s ändcrn Mus-Z ichen. sonst lese weiter gefragt, lebhaft und bis ein erleichtert. Tigrsgeld e übrigen Sähe un« chte bann mehrfache agm zeitweise über, >-'ou. dvch detruaen als 1 Prvzmt. 3u< 3 Prozent g Vinnen, nstseioemailt stärkere- n Kurs um 2 Prozmt ld wurde später die 1,454 58.5« 112.« 112.« 112'« 10-5 >2.015 20,413 4 2030 16.« SO.« 46JS 2,080 0,344 59.08 "A 73,26 3-0« 18.86 8'Z S <203 20,94 M- Jahrgang Donnerstag, 12. März |93( Nr 60 Erstes vlati GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen pn'ck und verloo: vrühl'sche UntDerftät$=Bnd)» nnö Stelnöruderel R. Same in Sietzen. Sdfriftlettung unö Geschliffene: StutHraM t Lnnaqmr oon Snjetgen für die Tagesnummer bis zum Nachmttiag vorher. Preis inr l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspiennig, für ‘Be- klamean eigen von 70 nt Breite 35 Reichspiennig, Platzvorfchrist 20", mehr. Chefredakteur. Dr Fnedr Wilh. Lange. Verantwortlich sür Politik Dr Fr Wilh Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumlchein und für den Anzeigenteil Ma; Filter, iämtlid) in (Bienen. Er ich * ini tügl'ch, autzer Sonntage und Feiertag» Beilagen Die DUuftrierte Btetzener Famtliendlättv Heimat im Bild Die Scholle Monats Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Beichsplenntg tür Trager» lohn auch bei Richter« scheinen einzelner‘Hummern infolge höherer (Bemalt fierntnrecbanKblüfle anterSammelnummer 2251 Anichnft itii Drahtnuch« richten Snzetger Eiene». potildiedfonto $ra*ffurt am Main 11686 Die Rußlandreise deutscher Industrieller Judas stehe auch die Lebensnotwendigkeiten Deutschlands, die Agrarkrise zu überwinden und die Rentabilität der deutschen landwirtschaftlichen Produktion wieder- herzustellen. Auch finde cs Polen verständlich, daß eines der Mittel auf diesem Wege die eigentliche Zollpolitik bildet, wodurch die Stabilisierung der Rentabilität erreicht werden könnte. Es seien aber Neigungen zu befürchten, die landwirtschast liche Produktion in Deutschland künstlich zu übertreiben. Nach Ausfassung der polnischen Regierung beruhe die wichtigste praktische Aufgabe in der Bekämpfung der Agrarkrise darin, Wege zu finden, um die Ueberschüssc der landwirtschaftlichen Produktion von den We l t - mä rkten z u beseitigen. Diese Ausgabe könne nur auf dem Wege einer solidarisch ausgenommenen internationalen Aktion erfüllt werden. Zaleski begründete im weiteren Skilauf seiner Rede, das deutsch-polnische Liquidationsabkommen sei ein gesundes und für beide Teile nützliches Kompromiß. Sollte das deutschpolnische Handelsabkommen trotz der Ratifizierung durch Polen nicht ins Leben treten können, da die andere Seite ihre Zustimmung verweigere, so werde die Verantwortung dafür nicht das polnische Volk treffen. Annahme des deutsch-polnischen Handelsvertrages im polnischen Sejm Günstiger Eindruck. Starter Bedarf für den Aufbau der Industrie len, die sich als Abordnung der gesamten deutschen Industrie betrachten und infolgedessen keine Geschäfte getätigt haben, besprachen sich mit den führenden Persönlichkeiten der Sowjetbehörden über die Beteiligung der deutschen Industrie an Lieferungen im Rahmen des großen russischen Indu- striebauprogrannns. Dabei ist festgestellt worden, daß an sich an Rußland soviel Arbeit geliefert werden kann, daß jede deutsche Firma das ihrige erhalten würde. Es würde sich um Aufträge handeln, die nicht nur die Eisen-, Maschinenbau- und Elektroindustrie, sondern auch andere Industriezweige betreffen. Cs ist ganz selbstverständlich, daß die i^ten Entscheidungen über die weiteren Lieferungen für Rußland eng mit der Frage der Finanzierungs-Möglichkeit verknüpft find. Auch im russischen Interesse würde es liegen, diese Finanzierungs - Möglichkeit durch Baranzahlungen zu erleichtern. Jedenfalls ist als Vorbedingung für die Durchführung der besprochenen Lieferungsau'träge die Gewährung einer 70prozentigen Ausfallgarantie durch gegenwärtig die Frage einer Quotenverteilung für die Arbeitslei st ungen der beiden Kiefer Werft-Unternehmen, „Deutsche Werke" und „Germania-Werft" erörtert mit dem Ziel, beide Gesellschaften in Form einer neuen Gesellschaft zu verschmelzen, um durch rationelleres Arbeiten die bisher vom Reich gezahlte Subvention von jährlich etwa 2,5 Millionen Mark entbehrlich zu machen. Natürlich müssen hierbei die Interessen der Reichsmarine an den „Deutschen Werken" gewahrt werden. Es wird angenommen, daß die neue Gesellschaft sich i m Bau von Handelsschiffen eine gewisse Zurückhaltung aufcrlegen wird, um die jetzige katastrophale Lage der deutschen Werftindustrie nicht zu verschärfen, doch wird man voraussichtlich nicht völlig auf den Bau von Handelsschiffen verzichten. Reich anzusehen. Die Finanzierung des Rufienqeschästs weitergereift In Unterredungen äußerten die Herren sich sehr befriedigt über ihre Reise. Sie beurteilen die Aussichten des Rußlandgeschäftes durchweg recht o p t i m i st i s ch und erklären, daß Rußland tatsächlich einen sehr starken Bedarf an Maschinen und anderen Produktionsmitteln habe, und daß sich hier für die deutsche Industrie zweifellos Möglichkeiten bieten, die angesichts der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit besonders wertvoll sind. Man bedauert, daß die von Rußland eingeladenen Bankiers an der Reise nicht teilnehmen konnten, da sie durch die Bilanzvorbereitungen verhindert waren. Deshalb konnte über d i e Kredit- und Finanzierungsfragen noch nicht gesprochen werden; man glaubt aber, daß dieser Teil der Verhandlungen in Berlin geführt werden kann, zumal das Urteil der deutschen Industriellen über die Verhältnisse der russischen Wirtschaftsorganisation eine sachliche Grundlage bilden würde. Die Industriellen äußern sich übrigens auch sehr anerkennend über den herzlichen Empfang, den die russischen Behörden und Wirtschaftsfaktoren ihnen bereitet haben. Gleich bei der Ankunft an der Grenze waren ihnen zwei neue Schlafwagen und ein Speisewagen zur Verfügung gestellt worden, die sie auch später während ihrer Besichtigungsreise innerhalb des Landes benutzten. Alle Behörden gaben sich die erdenklichste Mühe, den Gästen ihre Aufgabe zu erleichtern. Der Zweck der Reise lag auf rein geschäftlichem Gebiete, vor allem in der Behebung gewisser Hemmnisse, die sich im Laufe des letzten halben Jahres im Geschäftsverkehr zwischen Deutschland und Rußland herausgestellt haben. As r Fischer Sei:e wurde guter Wille und Verständnis für die deutschen Wunsche in dieser Hinsicht gezeigt und Abhilfe, beispielsweise durch Beseitigung der Zahlungsverschleppungen, versprochen. Die deutschen Industriel- Der Saushalisausschuß bewilligt bas Panzerschiff B. Stimmenthaltung der Sozialdemokraten. - S'euer- und sozialpolitische Forderungen werden angemeldet. Warschau, 12. März. (WTB. Funkspruch.) Der polnische Sejm hat den deutsch-polnischen Liquidationsvertrag in zweiter und dritter Lesung mit 18 0 gegen 57 Stimmen angenommen. Die Sejmsihung zog sich bis 5.30 Uhr hin. Ebenso wie der Liquidationsvertrag erzielte auch der Handelsvertrag nach dem heftigen Einspruch der Vertreter der Rechten und der Dauern eine Mehrheit, worauf der Ratifikation z u g e st i m m t wurde. Für den Handelsvertrag stimmten 180 Abgeordnete des Regierungsblocks, die Sozialisten und die Minderheiten gegen 75 Vertreter der Rechten und der Bauernpartei. Außenminister Zaleski betonte, daß die einzige Bedingung, von der der Abschluß des Handelsver- traejes abhängig gemacht wurde, die Zuerkennung der Gleichwertigkeit von gegenseitigen Zugeständnissen gewesen sei. Der Handelsvertrag verwirkliche eben dieses Gleichgewicht. In der so wichtigen Angelegenheit der z o l l p o l i t i s ch e n Maßnahmen, die die deutsche Regierung bereits durchgeführt habe oder durchzuführen beabsichtige, nehme die volnische Regierung folgende Stellung ein: Als ein Agrarstaat v e r st e h e Polen am besten die Notwendigkeit der Bekämpfung der Agrarkrise. Es ver- Tcm Reichskanzler wird Bericht erstattet. Berlin, 11. März (WTB.) Einige der aus Rußland zurückgekehr en Industriellen berichteten dem Reichskanzler Dr ^rüning über ihre Eindrücke und Verhandlungen. Ei. e S ellung- nahmc der.Reichsreg erunq ist. ..ach Vorlegung und lleberprüfung des Gesamtmaterials zu erwarten. Reich und Länder sollen bereit sein, für die in Moskau vereinbarten neuen Aufträge weitgehende Ausfallbürgschaften zu übernehmen. Diese Bürgschaften, für die sich im ganzen auf 300 Millionen beziffernden Reuausträge sollen vom Reich zu 40 Prozent, von den Ländern zu 30 Prozent getragen werden. Der Reichsbankpräsident soll ferner bereit fein, die Russen- wechfel mit 20 Prozent zu bevorschussen. Auch einzelne Städte sollen sich zur Hefter- nähme weiterer Ausfallbürg chaften bereilerflärt haben, in der Hoffnung, dadurch inderWohl- fahrtspslep entlastet zu werden. Die ganze Angeleg r heit bedarf jedoch noch einer eingehenden Unter uaiung und Nachprüfung. Beschlüsse sind noch in keiner Richtung gefaßt. Panzerkreuzer A — das modernste Kriegsschiff der Welt — wie er nach seiner Vollendung aussehen wird. — Am 31. Mai, dem Tage der Skaggerakschlacht, läuft der so lange umstrittene Panzerkreuzer A vom Stapel, der das modernste Kriegsschiff der Welt darstellen wird. Berlin, 11.März. (VDZ) Zur Beratung des Marineelats im Haushalts- ausfchuß des Reichstags erklärte Abg. h ü n l i ch (So;.) zur Panzerschlfffrage: Es ist Ihnen bekannt, daß die sozialdemokrati|che Irak tion den bisher angeforderten Raten füt den Bau des Panzerschiffes A ihre Zustimmung versagt hat, und sachlich liegt für sie keine Veranlassung vor, gegenüber dem Panzerschiff B eim andere Stellung einzunehmen. Der Her, Reichswehrminister stellte bei der Be ralung des vorjährigen Haushaltes fest daß er auf die Einsetzung einer erste, Role für das Panzerschiff B in Anbe tracht der besonders angespannten Haus Haltslage verzichtet habe, nachdem vom Reichskabinelt in einer besonderen Entschließung feftgelegt worden sei, daß m i t d e in E t a t 1 9 3 1 e i n S ch i f f s- bauersatzplan, der auch den Ersatz der Linienschiffe enthalten sollte, oor- gelegt werden würde. Die Haushaltslage des Jahres 1931 istnochangespann- ter als die des Jahres 1930, und es werden, daß sie nicht noch mehr dazu beitragen werden, die große Arbeitslosigkeit durch wirtschaftlich unvernünftige Steuer - und Sozialmaßnahmen noch mehr zu erhöhen. Das Landvolk stimme der Baurate zu. Graf Westarp (Kons.) erklärte, er könne kein Verständnis aufbringen für die Stellung der Sozialdemokratie, die an ihre Zustimmung zur Daurate eines Panzerkreuzers gar nicht damit zusammenhängende sozialpolitische und steuerliche Forderungen knüpft. Ebenso unverständlich sei aber auch die Haltung derjenigen beiden Parteien, die d u r ch i h r Fernbleiben überhaupt erst der Sozialdemokratie die Möglichkeit gaben, derartige Forderungen stellen zu können. Reichswehrminister Groener wies darauf hin, daß bei der Landesverteidigung Deutschlands die Ostsee eine besondere strategische Rolle spiele. Diese strategische Bedeutung der Ostsee ist nach dem Weltkrieg durch die unglückliche Grenzziehung im Osten noch gestiegen. Das strategische Kernstück stellt die Verteidigung Ostpreußens dar. Bei seinen pflichtmähigen Vorbereitungen für die Landesverteidigung werde er alles tun, zu Lande und zu Wasser, um den Schuh Ostpreußens mit den äußersten Mitteln zu gewährleisten. — Rachdem sich der Minister aus militärischen und politischen Gründen heraus zum Wiederaufbau un'crcr Seestreitkräfte in dem Rah. men, den der Versailler Vertrag uns nob ließ entschlo fen habe, steheundfalleermitdie- fer einmal in Angriff genommenen Flottenpolitik. Ein Zurück gebe es für ihn nicht. Abg. Schöpf li n (Soz.) wandte sich in einer grundsätzlichen Erklärung gegen Vorwürfe der Kommunisten, die Sozialdemokratie habe ihren Standpunkt zur Wehrmacht geändert. Die Sozialdemokratie habe die Reichsw hr stets bejaht und den Wehretat in allen Jahren bewilligt. Auf Grund ihrer positiven Staatsanschauung habe die Sozialdemokratie die Landesverteidigung immer bejaht, auch schon in der Kaiserzeit. Er fei nicht nur Sozialdemokrat, sondern auch Deutscher, und wenn ihm vorge- worsen werde, er habe Be ehle vom Reichswehrminister entgegengenommen, dann müsse er den Kommunisten erwidern, wenn es sich um das deutsche Vaterland handele, dann gehe er zehnmal lieber mit Herrn Groener als nur einmal mit Herrn Stöcker. In der Abstimmung wurde ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, bei allen Haushalten den bOproxentigen Zuschlag zur Er- Haltung der Dienstgebäude aus 25 Prozent herabzusehen. Die Baurate für den Panzerkreuzer B wurde mit allen Stimmen gegen die Stimmen der Kommunisten bei Stimmenthaltung der. Sozialdemokraten angenommen. Auch der übrige Etat der Marine wurde entsprechend der Regierungsvorlage angenommen. Dei-schmelzungSpläne in der Kieler Werfiindustrie. Kiel, 11.März. ($11.) Wie die „Kieler Zeitung" meldet, wird aller Wahrscheinlichkeit nach KoaUtionskrisis in Thüringen. Auseinandersetzungen zwischen Vollspariei und RLTAP Weimar, 11. März. ($11.) Am Dienstagabend sollte der interfraktionelld Ausschuß, der aus Vertretern der Regierungsparteien besteht, zusammentreten. Zu Beginn erklärte jedoch der Abgeordnete W i h m a n n, daß die Dolkspartei in einem Artikel der nationalsozialistischen Presse schwer angegriffen und beleidigt worden sei. Er müsse von den Rationalsozialisten Zurücknahme dieser Beleidigungen fordern. Abgeordneter S a u ck e l sprach für die Rationalsozialisten. Seine Erklärungen wurden jedoch n i ch t a l S befriedigend angesehen. Die Deutsche Volks- Partei verließ geschlossen die Sitzung. Bei den Rationalsozialisten besteht die Auffassung, daß sich der beanstandete Artikel nur mit der Reichspolitik befasse und demgemäß kein Gegenstand von Koalitionsauseinandersehungen sein könne. Auf Antrag der RationalsoAialisten ist der Ausschuß zusammen mit den drei Staatsministern für Mittwoch einberufen worden. Die Rational- sozialisten wollen sich dann schlüssig werden, ob sie mit der DVP. weiter in der Koalition verbleiben. Eine gleiche Entschließung trifft die DVP. Berlin, 11. März. (WTB.) Die deutschen dustriellcn, die sich einige Tage in Rußland zum Studium aufaehatten haben, trafen heute vormittag auf dem Schlesischen Bahnhof ein, mit ihnen der Referent des Rußlandausschusses der deutschen Wirtschaft Dr. Veit. Der Führer der Delegation Geheimrat Dr. K l ö ck n e r ist bereits nach dem Westen Stimme enthalten. Abg. Dr. fiül; (Sfaafsp.) Die Marine ist integrierender Bestandteil der deutschen Wehrmacht. Sie ist nach der geographischen, politischen und handelswirtschastlichen Lage Deutschlands eine Lebensnotwendigkeit für das Deutsche Reich. Daraus ergibt sich die Pflicht, auch die Marine innerhalb der gegebenen Grenzen und Möglichkeiten auf der gr ö ßtm o g l, ch - ft en Leistungshöhe zu erhalten. Der Marme- ctat steht im Dienste dieser Gedanken. Auch das Ersatzbauprogramm der Marineleitung enthält nur das Mindestmoß dessen, was notwendig ist, um die Zweckbestimmung der Marine als Küstenschutz und als Korrelat unserer Handelsschiffahrt zu gewährleisten. Die hierfür aufgewendeten Mittel sind produktiver Natur, wir weben sie deswegen bewilligen, ohne politische Kompensationen auf anderen Gebieten hiermit in Verbindung zu bringen. Abg. Lrsing (3.) erklärt, Deutschlands Interessen erforderten cs, daß alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die die Abrüstungsvorschriftcn des Versailler Vertrages für die Landesverteidigung gelassen haben. So schwierig die Finanzlage des Reiches heute auch sei lo müsse auch um deswillen der Bau des zweiten Schiffes in Angriff genommen werden, weil sonst in Wilhelmshaven und Kiel größere 21 rb eiter > c n 11 a ff u n g e n bei ben Marinebetrieben erfolgen müßten. Es sei wohl richtig, daß die Marine gegen die großen Marinemächte einen Verteidigungskampf nicht führen könne. Dagegen fei es ohne allen Zweb fei. daß unsere (leine Marine den Seeweg nach Ostpreußen sichern könne Abg. hinhmann (D. Dp.) erklärte, seine politischen Freunde stimmten der ersten Daurate des Panzerkreuzers B ohne iede daran geknüpfte Bedingung zu. Sie bedauern es, daß die Sozialdemokratie den Bau des Panzerkreuzers benutzen wolle, um auf anderen Gebieten Vorteile herauszuschlagen. Jedenfalls müsse es die Partei bei der Heberbelaftung der deutschen Wirtschaft auf das schärfste ablehnen und würde es auch nicht zulassen, daß aus solchem Hin- und Herhandel etwa eine Erhöhung von direkten Steuern herauskäme. Abg. Döbrich (D. Co.) gab sich der Hoffnung hin, daß die Bedingungen der Sozialdemokratie für die Zustimmung zum Panzerkreuzerbau derart sein wäre also nach Ansicht der sozialdemokratischen Fraktion für die Regierung alle Veranlassung gegeben, auchdies - m a l auf die Inangriffnahme des Panzerkreuzes B zu verzichten. Wenn nun von feiten der Regierung und der bürgerlichen Parteien in diesem Zusammenhänge auf die innerpolitische G e s a m t l a g e hingewiesen wird, so verschließt sich auch die sozialdemokratisch» Fraktion nicht der Erkenntnis, daß alle an der Aufrechterhaltung des demokratischen Regierungssystems und der Abwehr des Faschismus interessierten Parteien aus der gegenwärtigen Situation gewisse politische Schlußfolgerungen zu ziehen haben. Sie hat aber gerade deshalb unter allen Umständen das Recht, zu ver- i langen, daß, wenn überhaupt der Flottenbau nach den Plänen der Regierung vorgenommen wird, zum | mindesten d i e finanzielle Belastung, die durch das Flottenprogramm erwächst, durch eine entsprechende Entlastung der arbei- tcnbenycDÖlfcrung ausgeglichen wird. Zu diesem Zweck wird sie bestimmte steuerpolitische Anträge einbringen, und sie erwartet gleichzeitig ein Entgegenkommen an ihre Forderungen auf sozialpolitisch em G e» biete. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann eine endgültige Stellungnahme der sozialdemokratischen Fraktjon zu den angeforderten Schisfsbauraten erfolgen. Wir werden uns deshalb bei der Abstimmung über die angeforberte erste Rate für den Bau des Panzerschiffes B im Ausschuß der Die preußische Gesandtschaft in München. Bayern ist über ihre Aufhebung verstimmt München. 10. März. (TU.) Zu der Auf- Hebung der Vertretung der Reichs- regierung und der preußischen sandtscha'ft in München bemerk, die „Bayerische DoUsPartei-Korrespondenz": Man hätte erwarten müssen, daß die preußische Zcntrumspartei Verständnis für die Zweckmäßigkeit wenigstens der Erhaltung der preußischen Gesandtschaft in München an den Tag legen würde. Die Erwartungen in dieser Angelegenheit haben sich aber nicht erfüllt. Pressemeldungen aus Berlin lassen erkennen, daß das preußische Zentrum in seiner Entscheidung wohl wankend gewesen sei, daß es sich schließlich aber für die endgültige Aufhebung entschlossen habe, und zwar dank des Ratschlages des Reichskanzlers Dr. Brüning, der sich sehr lebhaft für die Aufhebung der Gesandtschaft in München eingesetzt haben soll. Durch dieses Eingreifen des Reiches habe der ganze Fall erst richtig eine Färbung erhalten, die in Bayern gerade im gegenwärtigen Augenblick schmerzlich und peinlich empfunden werden müsse, gerate doch der Reichskanzler Drünmg dadurch neuerdings in den Verdacht, daß er für eine föderalistische Staatsauffassung, an der Bayern nicht nur aus Tradition, sondern auch um der deutschen Zukunft tollten festhalte, nicht viel übrig habe. Dazu wird von Preußen amtlich erklärt, daß Reichskanzler Dr. Brüning mit der Angelegenheit der Wiedereinstellung des umstrittenen Etatspostens in den Haushaltsplan gar nicht befaßt worden ist. Er hat sich in keiner Weise in dem Sinne verwandt oder gar einen politischen Druck ausgeübt, wie cs in der Münchener Presse behauptet toi’-s Es ist völlig klar, daß hier kein „unsreun'licher Akt" gegen Bauern begangen werden soll. Aufhebung der Münchener Gesandtschaft Preußens stellt vielmehr ausschließlich eine reine Sparsam kcitsMaßnahme dar. Angesichts der in der Gesamtwirtschastslage urtb insbesondere in dem Rückgang der Reichs- steuerüberwcisungen begründeten Schwierigkeit, den preußischen Etat restlos zu balaniceren, muß unbedingt jede irgendwie nur entbehrliche Ausgabe vermieden werden. Die Beziehungen zwischen Preußen und Bayern werden Lurch die Aufhebung der preußischen Gesandtschaft in München ebensowenig berührt, wie die Beziehungen zwischen Reich und Bayern durch die Aufhebung der Reichsgesandtschaft in München. Es wird auch nicht daran gedacht, die Schack- Galerie, die berühmte Gemälde-Sammlung, die sich im Gebäude der preußischen Gesandtschaft befindet und Eigentum d?s preußischen Staates ist, zurückzuziehen. Die Galerie soll in München bleiben, und es werden voraussichtlich noch Besprechungen eingeleitet werden, ob die Verwaltung der Galerie in die Hände der bayerischen Behörden übergeht o'ser ob ein besonderer preußischer Beamter zu diesem Zwecke in München bleiben soll. Das Gefrierfteischkoniingent. Am Freitag Entscheidung über den Einspruch des Rcichsrats. Berlin, 11.März. (DdZ.) Die vereinigten Ausschüsse des Reichsrats haben am Mittwoch die Zollvorlage der Regierung und in Verbindung damit die Reichstagsbeschlüsse zum Brotgesetz und über die Gefrierfleisch- e i n f u h r in erster Lesung beraten. Die Entscheidung der Ausschüsse fällt erst am Freitag. T" Wie die „ Fleischer-Verbandsze tung" von best- informierter Seite erfährt, hat sich das Preu- ßische Kabinett in seiner Sitzung am Dienstagabend entschlossen, seine Reichsratsbevollmächtigten zu beauftrage, dem Gefrierfleisch- gesetz zuzu stimmen und keinen Einspruch cinzulegen. Dagegen habe sich das A u sw artige Amt ganz entschieden gegen die Gcfrier- sleischeinfuhr ausgesprochen. Außer den Ländern Bayern, Württemberg, Thüringen und Braunschweig, die bereits erklärt haben, daß sie Einspruch einlegen wollen, ist auch damit zu rechnen, daß Sachsen, das unter älmständen den Ausschlag geben kann, der Ge- frierfteischeinsuhr widerspricht. Die Mehrheitsverhältnisse sind im Augenblick ganz unübersichtlich, da noch nicht feststeht, wievielpreu- ßische Provinzvertreter den Einspruch gegen die zollfreie Eesrierfleischeinsuhr unterstützen und dadurch andere preußische Stimmen unwirksam machen werden. Bestimmt ist damit zu rechnen, daß die Vertreter der rein agrarischen Provinzen gegen das Gesetz stimmen werden. Kleine politische Nachrichten. Am Montag findet beim Reichsinnenminister eine Besprechung mit den Jnnenmintstern der Länder Preußen, Bayern, Baden, Sachsen, Württemberg und Hessen statt, die sich in erster Linie mit der Stellungnahme zu der k o m m u - nistischen Gottlosenpropaganda beschäftigen wird. Da das Vereinsgesetz nicht ausreicht, um vor allem die Gottlofen-Abende und ähnliche Veranstaltungen zu verbieten, sei eine Erweiterung der gesetzlichen Bestimmung geplant. • Die Massenklage, die die drei Eisenbahn er- gewerschasten gegen die Reichsbahngesellschaft wegen der F e i e r s ch l ch t e n angestrengt haben, ist vom Arbeitsgericht abgewiesen worden. Der Vorsitzende betonte, das Gericht sei zu der Auf- fassung gelangt, daß die Kürzung der Arbeitszeit aus Arbeitsmangel für eine gewisse Dauer zulässig sei. Die Eisenbahnergewerkschaften werden Berufung beim Landesarbeitsgericht einlegen. Der. ehemalige Reichskanzler Hermann Müller - Franken (Soz.) ist vor einigen Tagen erneut an einer schweren Gallenblasen- entzündung erkrankt, die seine äleberfüh- rung in eine Klinik notwendig machte. Sein Zustand ist ernst. Die Nachricht, daß die „K r e u z z e i t u n g" am 1. Juli ihr Erscheinen einstellen werde, ist nicht zutreffend, ebensowenig, daß Verhandlungen mit einem anderen Rechtsblatt über eine Druck- gcmeinschast unter Verzicht auf eine eigene Redaktion Agrardebaiie im hessischen Finanzausschuß Darmstadt, 11. März. (WHP.) 3m Finanz- ausschuh erklärte zum Kapitel 82 (Landwirtschaftliches älnterrichts- und Versuchswesen und Land- wirtschastsp^lege) Minister Korell: Der Direktor der Lehr - und Versuchsan st alt für Wein - und Obstbau zu Oppenheim sei einer der drei bedeutendsten Fachmänner in Deutschland auf seinem Gebiet. Die Lehranstalt für Ob st - und Landwirtschaft in Friedberg müsse in weit höherem Maße den Zwecken des Obstbaues dienstbar gemacht werden. Bei den Landwirtschaftsämtern und -schulen seien etwa 40 000 Mk. eingespart. An den Grundsätzen der Staatlichkeit könne er aber nicht rütteln lassen. Es hätten zwar Verhandlungen mit der Landwirtschaftskammer wegen älebernahme der Schulen stattgefunden; nach ernster äleberlegung habe er. sich aber entschlossen, von diesem Angebot keinen Gebrauch zu machen, insbesondere weil die Landwirtschafts- kammer keinen Organisationsplan vorgelegt habe. Solange es auf dem Lande so zugehe wie eben, könne der Staat die Schulen nicht aus der Hand geben. Das Nebeneinander der Landwirtschaftskammer und der Landwirtschaftsämter müsse beseitigt werden.- 3n der Aussprache lehnten die sozialdemokratischen Vertreter die Abgabe der Schulen an die Landwirtschaftskammer ab, während der Land- bund-Sprecher diese Neuorganisation, die ausschließlich vom finanziellen Standpunkt aus betrachtet werden müsse, forderte. Der Zentrumsredner bezweifelte, ob die Landwirtschastskammer bei Äebernahme der Schulen Ersparnisse durchführen könne, ohne abzubauen. Die Landwirtschaftsämter hätten durch die Veranstaltung von lokalen Landi irtschastswochen eine enge Verbindung mit der Bevölkerung erzielt. — Minister Korell wies weiter darauf hin, daß die Land- wirtschaftskammer nicht immer die nötige Sparsamkeit habe walten lassen; sonst hätte sie nicht neben den bestehenden staatlichen B e i s Piel- Wirtschaften noch weitere solcher Wirtschaften selbst eingerichtet. 3n die Kritik über die Besoldung der Kammerbeamten könne er nur bedingt einstimmen, da er nicht wünsche, daß die tüchtigen Kammerbeamten schlechter gestellt werden als die staatlichen Beamtem — Der Vertreter der Deutschen Volkspartei sprach sich grundsätzlich f ü r Angliederung der Schulen an die Landwirtschaftskammer aus, en.h'.elt sich aber der Stimme, bis seine Fraktion die Im Ausschuß erhaltenen Zahlenangaben habe nachprüfen können. Die Volksrechtpartei sprach sich gegen die ääeberführung an die Landwirtschaftskammer aus. In der Abstimmung wurde der Angliederungs- antrag des Landbundes mit 7 gegen 2 Stimmen bei Stimmenthaltung der Deutschen Volkspartei a b - gelehnt. Das Kapitel selbst wurde einstimmig genehmigt. Bei Kapitel 83 (Bodenverbesserung und Wasserversorgung) entspann sich eine längere Aussprache über das Feldbereinigungswesen. 2)er Minister begrüßte den Zentrumsantrag, die bei Regulierung von Bach- und Flußläufen und durch Errichtung und Inbetriebnahme von Entwässerungsanlagen und Pumpwerken entstehenden Kosten a u f eine breitere Grundlage umzulegen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf stellte er in Aussicht. Er sei bereit, aus noch zu machenden Ersparnissen weitere 300 00 Mark für das Feld- bereinig ungswesen zur Verfügung zu stellen. Die Zusammenlegung der Feldbereini- gunsämter und der Vermessungsämter in Oberhessen werde 45 000 Mark Ersparnisse einbringen. Bei Ausdehnung dieses Systems auf das ganze Land könne man mit 80000 Mark weniger Kosten rechnen. Der Landbund forderte, den G e m c i n d e n zur Ausführung von Feldbereinigungen und Entwässerungen und Meliorationsarbeiten einen Betrag von 300 000 Ml. zur Verfügung zu stellen, die durch die Entstaatlichung des Landestheaters eingebracht werden sollen. Auherdenr sollte die aus der Aufwertung und Rückzahlung alter Ausleihungen der Landeskreditkasse der Landesbank zufliehende Summe von jährlich 100 000 Mk. zur Zinsverbilligung für FeldbereinigungSarbeiten verwandt werden. Das Flöt enabtommen veröffentlicht. London, 11. März. (TU.) Das französisch-italienische Flottenabkommen ist heute in seinem Wortlaut veröffentächt worden. Es bestimmt u. a.: Frankreich und Italien sind berechtigt, vor dem 31. Dezember 1936 je zwei Linienschiffe zu bauen, deren Wasserverdrängung 23 333 Tonnen nicht überschreiten soll und deren Geschützkaliber nicht über 28 cm betragen soll. Bei Fertigstellung jedes dieser Schiffe würde Frankreich ein Schiff der „Diderot"-Klasse ab wracken. Sinngemäß verpflichtet sich Italien dazu, ungefähr 16 820 Tonnen der älteren großen Kreuzer abzuwracken. Frankreich und Italien dürfen ihre Linienschiffs-Tonnage von 175000 Tonnen auf 181000 Tonnen erhöhen. Vor dem 31. Dezember 1936 sind Frankreich und Italien berechtigt, je 34000 Tonnen Flugzeug. Mutterschiffe zu bauen. Die französische und die italienische Regierung werden einander von dem beabsichtigten Bau stets rechtzeitig vor dem Baubeschluß im Parlament ve. ständigen. Ferner wird sestgelegt, daß die Gliedstaaten des englischen Weltreiches, Frankreich und Italien nicht beabsichtigen, vor dem 31. Dezember 1936 irgendwelche Tor- pedobootszerstörer zu ersetzen, die vor diesem Zeitpunkt noch keine 16 Jahre alt sind. Gleichzeitig stimmen die Beteiligten darin überein, daß diese Frage auf der allgemeinen Abrüstungskonferenz im Jahre 1932 noch einmal erörtert werden soll. Es sollen keine Neubauten von A - Bootcn über das Programm des Jahres 1930 hinaus vorgenommen werden. Aeltere Boote sollen ab gewrackt werden, ausgenommen in den Fällen, wo durch das Abwracken die Unter* seeboot-Tonnage unter die in dem Artikel 16 des Londoner Vertrages festgelegte Zahl fallen würde. Vorbehaltlich einer allgemeinen B Handlung der Marinefrageir auf der Abrüstungskonferenz im Jahre 1932 soll die Tonnage der im Dienst befindlichen f r a n z ö s i s ch e n Unterseeboote bis zum 31.Dezember 1936 die Zahl von 8 1 989 Tonnen nicht überschreiten. Die Gliedstaaten des englischen Weltreiches halten daran sest, daß die Zahl von 81989 Tonnen im Vergleich zur Tonnage der englischen Torpedoboots-Zerstörer in Höhe von 150 000 Tonnen zu hoch ist. Aber England ist bereit, die anderen Signatarmächte des Londoner Vertrages dahin zu verständigen, daß es von dem Artikel21 des Londoner Vertrages keinen Gebrauch machen wolle. 3m Augenblick der Unterzeichnung dieses Abkommens sollen die Gliedstaaten des englischen Weltreiches, sowie Frankreich und 3talien und die übrigen Unterzeichner des Londoner Vertrages folgende Erklärung unterzeichnen: Das gegenwärtige Abkommen setzt kein dauerndes Verhältnis bei irgendeiner Schiffsklasse zwischen den Gliedstaaten des englischen Weltreiches, Frankreich und 3talien fest, insbesondere soll dieses Abkommen der F^age nicht vorgreifen, ob und in welcher Weise Tonnage, die im Dezember 1936 veraltet ist, wieder erseht werden kann. Amerika billigt den Pakt von Nom. Washington, 11. März. (WTB.) Staatssekretär S t i m f o n erklärte, er habe den Text des zwischen England, Frankreich und Italien vereinbarten Flottenabkommens erhalten und billige ihn vollinhaltlich. Er könne jedoch noch nicht fest- stellen, ob das Abkommen eine Revision des Washingtoner oder des Londoner Flottenpaktes dar- ftelle, denn der Text sei noch nicht endgültig formu- fiert. Es gebe mehrere Möglichkeiten: Getrennte Erklärungen der drei beteiligten Mächte oder e i n dreiseitiges Abkommen, oder einen N o - tenaustausch zwischen allen fünf Seemächten, oder eine Revision des Londoner Vertrages. Er hoffe, daß sich eine Revision des Londoner Paktes vermeiden lasse; denn die im französisch-italienischen Abkommen vorgesehene eisige Acnderung gegenüber den bisherigen Abmachungen bestehe in einer geringfügigen Er- Höhung der französischen Grohkampf- f cf) i f f t ö n n a g e. Japanische Bedenken. Einwände gc;cit die Frankreich zugebilligtc N-Boot-Tonnage. London, 11. März. (TU.) Die japanische Stellungnahme zu dem Flottenabkommen ist dem britischen Auswärtigen Amt übermittelt worden. Es verlautet, daß 3apan den Bau von neuen Linienschiffen durch Frankreich und 3talien nicht für willkommen hält, obwohl es das Recht der beiden Länder dazu gemäß der ihnen im Washingtoner Vertrag zustande- gekommenen Gesamttonnage anerkennt. Es erhebt ferner Einwände gegen die hohe Unterseebootstonnage von 82 000 Tonnen, die man Frankreich zugestanden hat, während 3apan in dem Londoner Abkommen auf 52 500 Tonnen beschränkt wurde. 3apan hofft, daß es nicht notwendig sein werde, die Sicherheitsklausel des Londoner Flotten- vertrages in Kraft setzen zu müssen, wonach die drei Ozeanmächte das Recht haben, ihre Tonnage zu erhöhen, falls dies im Hinblick auf die Bauten anderer Staaten gerechtfertigt erscheine. Es wird die Hoffnung aus- gesvrochen, daß es auf der Abrüstungskonferenz gelingen werde, Frankreich zur Annahme einer niedrigeren Tonnage zu bewegen. geführt werden. Die .Ireuzzeitung" wird auch in Zukunft in gewohnter Weise und unter Wahrung ihrer vollkommenen politischen Selbständigkeit erscheinen. Die Stockholmer Kriminalpolizei verhaftete einen deutschen Kommunisten Bernhard Kühl aus Königsberg, kurz bevor er nach Norwegen weiterfalhren wollte. Kühl, der sich als Kaufmann ausgab, hat im Auftrage von Moskau eine Revisionsreise zu den kom- munffstischen Zeitungen in Skandinavien gemacht, die Sowjetunterstützung beziehen. Aus den beschlagnahmten Papieren läßt sich beweisen, daß u. a. das neue Stockholmer Kommunistenblatt „Ry Dag" von Moskau aus finanziert wurde. 3m vergangenen 3ahr erhielt das Blatt 100 000 Kronen. • Der KönigvonSpanien wird am Sonntag, abend in London Eintreffen, um seine Schwiegermutter, die Prinzessin Beatrice, zu besuchen. Die Tatsache, daß der König sein Land verläßt, kann als Zeichen dafür betrachtet werden, daß die Krise, die vor einigen Wochen seinen Thron bedohte, endgültig beseitigt ist. Aus aller Welt. Grundsteinlegung zum Schlageler-Denkmal. 3 n der Golzheimer Heide, am Düsseldorfer Rordfriedhof, an der Stelle, an der am 26. Mai 1923 Albert Leo Schlageter von den Franzosen erschossen worden ist, wurde im Rähmen einer schlichten Feier der Grundstein zum Schlagetcr-Ehrenmal gelegt. Der Vorsitzende des Denkmalsausschusses, Dr. Schlenker, erinnerte an die schwere Zeit des Rührkampfes, die das deutsche Volk zum ersten Male wieder zu einer geschlossenen Abwehr front zusammengeführt habe. Uebcr 180 000 Deutsche hätten damals Haus und Hof verlassen müssen. 141 Volksgenossen erlitten in Auswirkung der De- satzungsmaßnahmen den Tod. Das Denkmal solle der Erinnerung an diese schwerste Zeit der deutschen Geschichte gewidmet fein, gewidmet Albert Leo Schlageter und den anderen Deutschen, die im Ruhrkampf ihr Leben lassen mußten, gewidmet dem ganzen Volk an Niederrhein und Ruhr als ewiges Gedenken an seine unerschütterliche Treue zu Volk und Reich. Hierauf wurden verschiedene Urkunden, die sich auf das Leben und Sterben Schlageters und auf den Ruhrkampf beziehen, im Grundstein niedergelegt. Das Denkmal ist nach dem Entwurf von Professor Dr. Holzmeister als Stätte der Erinnerung an Schlageter und die Opfer des Ruhrkampfes gedacht. Es ist ein kreisförmiger Hof. Gegenüber der Eingangstreppe ist als Mittel- funft der Anlage ein Sarkophag mit einem 27 Meter hohen Kreuz angeordnet. Unter diesem liegt die Gruft, die drei Gedächtnissteine birgt. Dem Eingang gegenüber steht in einer Nische der Erinnerungsstein für Schlageter, während auf zwei in den Seitennischen angebrachten Tafeln die Namen sämtlicher Todesopfer des Ruhrkampfes verzeichnet finb. Zwischenfall bei der Ziehung der Preußisch-Süddeutschen Massenlollerie. Bei der Ziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie ereignete sich am Mittwochmittag ein unliebsamer Zwischenfall, der möglicherweise Reklamationen nach sich ziehen wird. Mitten in der Ziehung sprang plötzlich ein Röllchen aus der Trommel und fiel auf den Fußboden. Die an der Ziehung beteiligten! Beamten wurden erst vom Publikum darauf aufmerksam gemacht. Die Ziehung wurde unterbrochen und das Röllchen in die Trommel zurückgelegt. 3nzwischen waren aber 4 0 Nummern gezogen worden. Die vorübergehend ausgeschaltete Nummer wurde nicht festgestellt, weil ein nicht gezogenes Röllchen Dähvend der Ziehung nicht geöffnet werden darf. Die Lotteriedirektion nahm ein Protokoll auf. Dann erst wurde die Ziehung fortgesetzt. Der Fall Böß in Neuyork. Während der Neuyorker Oberbürgermeister Walker sich auf einer Erholungsreise in Kalifornien befindet, hat aus den verschiedensten Kreisen der Bürgerschaft ein Generalangriff gegen die Neuyorker Stadtverwaltung eingesetzt, ter völliges Versagen bei der Untersuchung der verschiedenen ungeheuerlichen Skandalaffären, die in letzter Zeit vorgekommen sind, vorgeworfen wird. Die Sensation ist die bestimmte Forderung der Neuyorker Handelskammer, von Staatswegen sofort eine umfassende Untersuchung anzu- ordnen. Die Dürgerunion, eine einflußreiche Körperschaft, wird vermutlich das Verlangen der Handelskammer unterstützen. Die staatlichen Behörden werden wahrscheinlich gezwungen sein, eine Untersuchung einzuleiten. Mayor Walker, der von den Vorgängen telegraphisch verständigt wurde, versucht, die Angelegenheit ins Lächerliche zu ziehen. Hochfchulnachnchren. Geheimrat Professor Dr. Wilhelm Pinder in München hat den Ruf auf den Lehrstuhl der Kunstgeschichte an der Universität Berlin als Nachfolger Ql. Goldschmidts abgelehnt; nunmehr ist der Berliner Lehrstuhl dem Ordinarius Dr. Albert Erich Brinckmann an der Universität Köln angeboten worden. Oie IRetferlaae. IhorshaVn-p- •5 uai. W 5 P -6(8) Clcrmönl •6 - Ul Wien 3’ <. »-4. Qwolkenlos. O neiter. (> na oedeext 9 wolkig. O Deuten »Weglfc * Schnee o. Graupeln, b NcOel K GfWtUer,(§)wlm. Aayvr Dal. M telegraphisch lucht, die AngeleM. SU ziehen. buchten. - Wilhelm Pinder uf auf den Lehrstuhl Universität Berlin nidts abgelehnt, nun« hrstuhl dem Orbina« rindmann an bet en worden. rrlaae. ,SÄS‘-........ lldfltl kältere W en zu, yier W- gSÄ*tinl* AAL--- -ni 1.1* K? ktzLrS 15 cm -“T1* bi ei# tr|i unllt, teStfgg MAKEDON PERFEKT ZIGARETTEN MAKEDON SOZIAI ZIGARETTEN -1 m FR 151V \ toi 218 D Filiale in Gieflen: Mäusburg 5 Anna Keßler an Ala. Hamburg 36. 1841 V Wilhelm Faber Verlobte Großen-Llnden, den 12. März 1931 01'5! Ende 1 Uhr Einlaß 10.30 Uhr Ende 4 Uhr Einlaß 1.30 Uhr 01331 Die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen an r Klein-Linden, Gr.-Buseck, Mannheim, Koblenz, Berlin, 12. März 1931. Gießen, den 11. März 1931. 1843 V 014z0 Mainzlar, den 11. März 1931. IPreisabfdilag! Aus unserer eigenen Fleischerei zu außerordentlich günstigen Preisen bieten wir an: 1 Pfund 1.00 */< V. je 1/< V, Pfund 0.20-0.48 ’/4 Pfund 0.35-055 1844V geräte. 18300 fahrt hinab ins Tal. Schneiderei Eigene Konsumverein Kielen und llmd Marktstr. 22 e. G. m. b. H. 1621 A V< Die Beerdigung findet am Freitag, dem 13. März, nachmittags 2 Uhr, in Großen-Buseck vom Hause Albert Dörr, Steinstraße 8, aus statt. 1 1 1 0.80 1.10 1.08 1.00 Ochsenfleisch zum Kochen und Braten Schweinefleisch (Bauchlappen) mit Zugabe Koteletts . • ................... Bestes Mastkalbfleisch zum Braten................ Bestes Mastkalbfleiscti für Ragout................. la Solperfleisch .... ................... Magere Schinkenstücke la Schinken, roh .................................. la Schinken, roh, im Aufschnitt Saftschinken, gekocht .......... ................ Saftschinken, gekocht, im Aufschnitt Zervelatwurst............................. P.ockwurst Salami............................................. Hessische Mettwurst ............................. Oldenburger Mettwurst Teewurst............................................ Bierwurst .......................4 • • • Fleischwurst, Schweinewürstchen, Rindswürstchen Leberwurst.......................................... Blutwurst............................................. Hackbraten Leberkäse .............................. Aufschnitt in allen Preislagen 1 Pfund 0.30-1.10 • •• */< Pfund 0.50 0.55 0.60 0.45 0.50 Winter in Engadin dem schönsten Hochtal Europas. Im Namen der Hinterbliebenen: Julius Rosenbaum. Berta Harth, geb. Rosenbaum. Diverse kalte Braten zu äußerst günstigen Preisen. Wurstwaren sind auch in unseren Lebensmittelverteilungsstellen zu haben. Frischfleisch auf Vorbestellung. Warenabgabe nur an Mitglieder! Ausweiskarte ist jederzeit vorzuzeigen. Auf alle Waren 5 Prozent Rückvergütung! Neuaufnahmen werden in jeder Veiteilungssteile entgegengenommen. — Beitritt 50 Pfennig. Konfirmanden I Kommunion Wohnung 5 Zimmer u.Zub. h . 1. Etage, Zentr., los. bedebb.,A verm. Oi<« J. Baer, Ostanlage 29 Gießen Ludtvigsiraße 42 Stadttheater Freitag, 13. März (beschlossen! Hon ag, den 16. März 1931 nachmittags 2.15 Uhr 0.36 0.35 0.43 0.39 0.25 Pia Bernina, 4052 m üo. d. M., Poval Hütte. Piz Pali), 3912 m über d. M„ Diavoh*zza-Hüt te. Piz Soaeng, 3942 m üb. d M.. Tschiei va-Hütte. Sonntag, den 15. März 1931 vo« mittags 11.15 Uhr Samstag, 14.3.31 Vereinsabend lm Kaufmännisch. BcrcinsvauS". Knrziehriltvereln von 1861 mit Damen abteileng, e.V. |IM„P Berlin C 25 Prenzlauer Straße 7-8 Ca 1OO Stück Winter-Mäntel Die Beerdigung findet Freitag, den 13. März, nachm. 2l/2 Uhr, statt. 1839 D KAISERN FEST-KAFFEE IM GESCHENKBEUTEL | Stellenangebote | tiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiin Braves, ehrliches Mädchen in kleinen kinderlos. Haushalt bei guter Behandlung für alsbald halbiags (evtl, auch füi tagoüb.) ges Ansf.schrisll.Ang.m ttohnankvr. unt. 01462 an den Gteh. Anz. Illllllllllllllllllllllllllllllllll) Nach kurzer Krankheit verschied gestern abend unser lieber Vater, Großvater, Urgroßvater, Schwiegervater, Bruder und Schwager Herr Emanuel Rosenbaum im fast vollendeten 77. Lebensjahre. | Vermietungen I Jioö., geräumige 4-Zim üer-Wolinong i. 3entr„ m. Mädch - Kammer, 2 Balkons, Bad. Krtedensmtete 55 Mk., for. au verm. MieiberechtigungS- schein eriord Schr. Etlangeb. unt. 01467 an den Gietz. Anz. Gießen, Frankfurt am Main, Bad Ems, Rodheim, Sobern- heim, den 11. März 1931. Die Beerdigung findet Freitag, den 13. März, nachmittags 2.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Blumenspenden dankend verbeten. ______________________________________________01468 2. Ab 10 Uhr: Fortsetzung der Versteigerung für Schmiede, Schlosser und Schreiner. 3. Anschließend freier Verkauf von: zwei Schlafzimmern, Büfetts, Nacht- tifchen, Waschtischen, Kleiderschränken, Herren- und Damenrädern. Versteigerung bestimmt. 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Marz 20.30 Uhr. im Agua- rlum, Walltorsfrahe werden hiermit alle Mitglied, etngeladen Wicht. Tageoordn. Ihre am 15. März in Äerlin, Iftestaur. Schlank, An der Spandauer Ärücke 4—5 stattflndende Vermählung geben bekannt Tmde Hirschfeld Arthur Nelhans II. Teil eine Symphonie einzigartig. Naturschönheit. Der gewaltigste Film aus den Schweizer Hochalpen in 5 Akten m. bes. Musikbearheitung f. d. Film unter Mitwirkung des Orchesters. Fischmehl-Vertreter von Hamburger Importfirma gesuch.. Angebote erbeten unter H. <5. 30323 Piano- Stimmungen und Reparaturen durch eigene, bewährte Fach krfifte gut und preiswert. «reiA Pianohaus Schönau Tel. 3269. Seltersw.91 zu 1/2 Preisen also weit unter Selbstkosten. Es lohnt sich, für den nächsten Winter zu sorgen. Dr. med. H. (5. Suttner privatdozeni für innere Medizin und Krau Marie-Luise, geb. Kuhlmann Dienstagabend entschlief nach kurzem schweren Krankenlager unsere liebe Schwägerin und Tante Fräulein Marie Hinterlang im Alter von 74 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: B. Hinterlang Wwe. Glarner Alpen Lintalunddasunt.Se.rnftal. Doppel falld.Diesbaches. DasKlöntal.Ober- u. Nieder- Urnen. Glarus. Braun wald. Gläruisch 2920 m. Tödi 2623 m. Die Klausenstrabe Der in Eis und Schnee schimmernde Titlis, 3239 m. Am Wallensee. Die Alpenpost. Am Vierwaldstätter See Luzern. Brunnen, die Mythen, Axen- straße Rigi, Pilatus. Engelberg. Im Berner Oberland Das Kiental rn.d. Bergdorf Reichenbach. DleBlflmlisalp,3671 m ü.d.Meer. Jnncfrau Mönch Eiger 4166mü.d .VI. 4105mü.d.M.3975mü.d.M. Finsteraarhorn 4275 m ü. d M. Höchster berg der Berner Alpen. Wengen. Lauterbrunnen. D. Staubbach. Mit der Lötscbbergbahn Bern. Thun. Tnuner See. Spiez. Fruttigen. KandertaL Kandersteg. Ins Gebiet der Zermatter Eisriesen Simplon. Nicolaital. Zermatt Das Matterhorn 4405 in ü. d. Al. Täschhorn, 4498 m ü. d. \f., Strahl- horn, 4191 m ü. d. M., Kastor, 4230 m ü. d. M.. Pollux. 4094 m ü. d. M. Die Dent Blanche, 4363 m ü d. M., Zinal Bothorn, 4223 m ü. d. M.. Babelhorn, 4073 m ü. d. M. Der Monte Bosa, höchster Berg der Schweizer Alpen. 4638 in ü. d. M„ das Breithorn, 4171 m ü. d. M. das Weißhorn. 4512 m ü. d. M. Nur zwei Vorführungen Der zweite große Alpen-Kulturfilm, des den bereits gezeigten an Naturschönheiten bei weitem übertrifft1 Die Alpen 200 qm grober, massiver, heller. Lager-Raum (für jeden Zweck geeignet« tu der Nähe MeHentz.BaHnstrecke Gienen—(HelnHausen, tu vermieten. Schriftliche Angebote unter 1840D an den Gienener Anzeiger erbeien. Preise der PiiAtze: Mittelloge 2.50. Saal-Loge 2.—, Sei- teuba kon, Kan< und 1. Platz 150, 2. Platz 1.20, 3. Platz 0.80. Vorverkauf: Reisebüro Löb, Selters- W' g. Theaterkasse. Sohllernnr Monlagnachm.halho Preise 13.3.,20'/? Uhr: Unterh. s,„v Gießen 1556 A____________ KAISER S KAFFEE - GESCHÄFT m Besteigung des 4E38 m hohen Lys- kämm durch Hannes Schneider und Ilse Bohde. 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Schulstrafle 7 Fes+ r«®T Gestern nachmittag entschlief nach kurzem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Herr Heinrich Kreiling I im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Kreiling, geb. Kern. Hohe Belohnung! Brillant-Nadel iStegl.Famllienwert Mittwoch -wischen 1 u. 3 mittags aut d. Wege von d.Mediz. Klinik aunt Ei'enb.« voiel Hovfeld ver- I ore n. Ab-Ug. Dieb. Klinik, Zim.29. iö.D Vereine 1881-1931 Heute a^end bei Koll ae Kable, Wetzlar. Weg ll.««?. Ausgabe der Jubiläums-Ostergeschenke bei Enlösung eines mit blauen Marken gefüllten Jubiläums- Sparbuches oder bei Abgabe eines gelben Gutscheines von Montag.16.März bis Sonnabend,4. April müödöri müödon Kr. 60 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Donnerstag, (2. März 1931 Aus der Provinzialhauptstadl. Gießen, den 12.März 1931. Oer Gießener Pferdemarkt. Der Gießener Pferdemarkt kann im Frühjahr d. 3. auf ein mehr als 30jährigcs Bestehen zurückblicken. 3m Laufe der 3ahre ist seine Bedeutung durch anhaltende starke 3n* anspruchnahme funbiert worden, und der Landwirt, der Fuhrunternehmer, der Händler möchte diese Einrichtung, die sich in jeder Hinsicht bewährt hat, nicht mehr missen. 3m Jahre 1899 regte der Stadtverordnete Kirch die Durchführung eines solchen Marktes an; der seinerzeitige Oberbürgermeister G n a u t h erachtete den Markt jedoch nicht für lebensfähig. Trotzdem fand sich eine Reihe von Interessenten, die zunächst einen Ausschuß, die spätere städtische Pferdemarktdeputation, bildeten und die Vorarbeiten erledigten. Der Gedanke, den Markt durchzuführen, fand freundliche Aufnahme beim Kreisamt, beim Landwirtschaftlichen Lokalvercin und bei der Landwirtschaftskammer; der Landes- Pferdezuchtvcrein unterstützte die Bestrebungen ebenfalls mit Rat und Tat. Arn 11. April 1900 wurde derersteGie - ßenerPferdernarkt abgehalten. 320 Pferde wurden hierzu aufgetrieben, die Bevölkerung der Stadt upd der Umgebung nahm regen Anteil. Eine Lotterie wurde durchgcführt und hatte starken Erfolg. 3m folgenden 3ahre wurden bereits zwei Pferdemärkte abgehalten, die im März und im September des 3ahres 1901 stattsanden. 3m 3ahrc 1910 wurde das 10jährige Bestehen mit einer Reihe von Veranstaltungen, Preisreiten, Sprungkonkurrenzen. Wagenfahrten, Trabreiten und 3agdreiten gefeiert, im 3ahre 1925 konnte man das 25. 3ubiläum begehen, denn der Pferdemarkt konnte trotz der schweren Kriegs- und Rachkriegsjahre aufrechterhalten werden. 3n einfacher. aber würdiger Form, den schweren Zeitverhältnissen entsprechend, wurde seinerzeit das 3ubiläum begangen. Obwohl die letzten 3ahre eine weitere Verschlechterung in wirtschaftlicher Hinsicht brachten, kannte sich der Gießener Pferdemarkt, baril der eifrigen Arbeit und der Bemühungen der städti- fchen Pferdemarktdeputation und der interessierten Kreise, in seiner bisherigen Form erhalten. Die Vorarbeiten zu dem kommenden Frühjahrspferdemarkt am 25. März sind eifrig im Gange. Rlit dem Pferdemarkt wird wiederum eine Lotterie am 26. März verbunden sein, die hinsichtlich der Gewinne gegen früher umgestaltet und verbessert worden ist. Die Preise der Lotterie bestehen aus Pferden (deren Wert kann auf Wunsch mit 80 Prozent in bar ausgezahlt werden), sowie aus sonstigen wertvollen Gegenständen (Zimmer- und Kücheneinrichtungen, Uprcn ufto.). Ein Teil dieser Sachgewinne ist in den Schwarzschen Kolonnaden am Bahnhof ausgestellt. Außerdem ist für den Pserdemarkt ein Werbeumzug geplant, an dem sich die verschiedenen Organisationen, die mit der Pferdezucht, dem Pferdehandel und der Pferdehaltung verbunden sind, beteiligen werden. Mieief-Verein Gießen. Der Mieterverein Gießen hielt im „Post- keller" — wie uns berichtet wird — seine Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Reallehrer H e b e r m e h l begrüßte die Mitglieder, insbesondere den Geschäftsführer Fuchs (Mainz) vom Landesverband hessischer Mietervereine, und betonte, daß das Jahr 1930 den Mietern gegenüber dem Jahre 1929 erhebliche Verschlechterungen ihrer rechtlichen Position gebracht habe. Um den Besuchern eingehende Aufklärung über den Stand der Dinge zu geben, hielt hieraus der Geschäftsführer Fuchs einen längeren Vortrag. Er wies u. a. darauf hin, daß sich viele unorganisierte Mieter heute noch durch die seinerzeit von den Mieterorganisationen erzielten Reichsmieten- und Mieterschutzgesetze gesichert erachteten. Nicht wenige seien deshalb überrascht, wenn die Wohnung gekündigt werde, geräumt werden müsse, und sich nicht viel dagegen unternehmen lasse. Vielen seien die Der beste MH der Weltgeschichte. Von Egon Larsen. 3n Berlin gelangte dieser Tage Earl Zuckmayers neues Dolksstück „Der Hauptmann von Köpenick" zur Uraufführung. 1931 jährt sich übrigens auch das große Gaunerstück des Schusters Voigt selbst zum 25. Male. ..Richtig, jetzt fällt's mir gerade ein", erzählt uns Earl Zuckmayer. „daß der beste Witz der Weltgeschichte, die Affäre des „Hauptmanns von Köpenick", bald das fünsundzwanzigjährige 3ubiläum feiern wird! 3m 3ahre 1906 war es, als der Schuster Wilhelm Voigt aus Tilsit, der den größten Teil seines bisherigen Lebens im Zuchthaus verbracht hatte, die Uniform eines preußischen Hauptmanns anlegte, einen Trupp Soldaten in Berlin auf der Straße anhielt, mit ihm nach Köpenick fuhr und dort das Rathaus besetzte: den Bürgermeister und den Etadtkämme- rcr ließ er verhaften, die Kaffe mit 4000 Mark beschlagnahmte er, und nach seiner Tat verschwand er spurlos, bis man ihn zwei Wochen später durch einen Zufall entdecken und festnehmen konnte. Rach zweijähriger Zuchthausstrafe wurde er begnadigt; nachdem er den Rest feines Lebens als beliebte Dariete-Attraktion verbracht hatte, starb er 1923 hochbetagt. Das ist die wirkliche Geschichte des Wilhelm Voigt, aber das Stück, das ich daraus gemacht habe, soll feinä peinlich genaue Historie fein. Die sachliche Reportage gehört in die Zeitung, nicht auf die Bühne; der Dichter soll nicht Wirklichkeit geben, sondern Wahrheit — die innere Wahrheit, die den Ereignissen einer Zeitepoche innewohnt. Ein „deutsches Märchen" habe ich mein Stück genannt; mehr als alle anderen Historien und Histörchen der Vorkriegszeit enthält diese Geschichte die Elemente des Märchens: wie wollte man verstandesmäßig die geniehafte Wandlung des Zuchthäuslers Wilhelm Voigt in einen Hauptmann begreifen? Wie ist es zu verstehen, daß all den Menschen, die er befehligte, verhaftete, kujonierte, nicht der leiseste Verdacht kam? Daß dieser Schuster, der vor 3ahrzehnten nur ein paar 3ahre gedient hatte, ging, sprach und sich benahm wie der typische Offizier, daß feine Befehle aufs Haar genau gegeben wurden: sicher, routiniert und ohne Zögern? Sein stärkster Bundesgenosse natürlich war Gesetzesänderungen entgangen. Lockerungen im Wohnungsmangelgesetz, im Mieterschutz, und Reichs, mictengesetz seien vielen unbekannt. Diese Unkenntnis könne sich um so nachteiliger auswirkcn, als eine Verschärfung der Wohnungsnot bcoorstehc, denn die Sondersteuer, die ursprünglich als Wohnungsbauabgabe gedacht war, sei künftig nur zur Hälfte zu Bauzwecken, zur anderen Hälfte zu Finanzzwecken zu verwenden. Die zur Verfügung stehende Summe habe durch die Notverordnung eine weitere Kürzung erfahren; von den 800 Millionen Mark soll in Zukunst nur noch die Hälfte für den Wohnungsbedarf Verwendung finden. Das bedeute, so führte der Redner aus, daß statt 275 000 Wohnungen nur noch 120 000 Kleinstwohnungen und nur 50 000 Normalwohnungen gebaut werden könnten. Das Recht des Mieters, zu jeder Zeit unter sofortiger Aushebung entgegenstehender Verträge vom Hausbesitzer die Miete nach dem Reichsmietengesetz berechnet gelten zu lassen, werde ab 1. April für neue Verträge außer Kraft gesetzt. Damit werde das Meistgebot an Miete siegen, den Minderbemittelten werde cs dementsprechend schwer werden, eine preiswerte Wohnung zu erhalten. Der Redner ging u. a. weiter noch auf die Verhältnisse in Hessen ein und wies zum Schluß darauf hin, daß es für den Mieter ein Erfordernis fei, die Drgnifation der Mieter in seinem eigenen Interesse zu stärken. Der Vorsitzende H e b e r m e h l nahm im Anschluß daran Stellung zur Lage der Mieter in Gießen. Er erinnerte an den Kampf um die Mietpreiserhöhung im Stadtparlament, an die Zwangsbestimmungen des Staatskommissars, in denen keine Mieterhöhung, sondern eine Erhöhung von Steuern festgelegt worden sei. In Gießen seien auch die Mietberechtigungsscheine eingcsührt worden, damit habe man günstige Erfahrungen gemacht. Aermeren und kinderreichen Familien sei es sehr schwer, eine Wohnung zu erhalten; ungerechte Mietforderungen seien leider auch hier am Platze feftgefteUt worden. Qm weiteren Verlaufe der Versammlung erstattete der Rechner den Kassenbericht, dem zu entnehmen war. daß sich der Bestand am Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahre wesentlich gebessert habe. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Gesamtvorstand wurde einstimmig wieder- gewählt. Den Schluß der Versammlung bildete eine längere Aussprache, an der sich eine Anzahl Redner beteiligte, und Herr Fuchs (Mainz) dayn das Schlußwort sprach. Daten für Freitag, 13 März. Sonnenaufgang 6.21 Uhr, Sonnenuntergang 17.59 Uhr. — Mondausgang 4.33 Uhr, Monduntergang 11.18 Uhr. 1781: der Architekt Friedrich Schinkel in Neuruppin geboren; — 1860: der Komponist Hugo Wolf in Windischgrätz geboren. Gicszcncr Wochcnmarktpreifc. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter das Pfund von 1,00 Mk. an; Butter 1.20 bis 1.30; Matte 30 bis 35; Wirsing 25 bis 35; Weißkraut 12 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 30 bis 35; Anter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 1,00 bis 1,20; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 30 bis 40; Kartoffeln 3,5 bis 4; Aepfel 30 bis 50: Dirnen 20 bis 40: Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Rüsse 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 70 bis 80; Eier 10 bis 11; Blumenkohl 30 bis 60; Salat 25 bis 35; Endivien 15 bis 35: Ober- Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 2,50 bis 3,00; Weißkraut 8,00 bis 10,00, Borrrotizerr. — Lageskalender für Donnerstag: Gießener Konzertverein: Symphonie-Konzert, 19.30 Ahr, Reue Aula der Aniverfität. — Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende: Vortrag „Das Deutsche Märchen" von Ani- versitätsprofessor Dr. Götze, 20.15 Ahr, Vorlesungsgebäude der Aniversität. — Gewerbever- die seelische Macht, die unheimliche Suggestion, die eine Uniform damals auf die Menschen aus- übte. 3n feiner Einfalt und in dem Bestreben, einen möglichst „sicheren Coup" auszuführen, hatte Wilhelm Doigt an einen der Hebel damaliger Weltanschauung gerührt: an die Allmacht der Uniform!“ ♦ Ein altes Frauchen öffnet uns die Tür ihrer kleinen Wohnung in der Langen Straße in Berlin. „3a, der Hauptmann von Köpenick hat bei mir als Untermieter gewohnt", bestätigt Frau Karpeles, „ich kann mich noch gut an ihn erinnern, wenn ich auch schon 77 3ahre alt bin und kein so gutes Gedächtnis mehr habe. Aber das vergißt man doch nie. Er kam eines Tages zu mir und mietete ein Zimmer. Er war so ein netter Mensch, so feine Manieren hatte er und so gebildet war er! Heber alles wußte er Bescheid, wie ein studierter Herr. Cr war damals schon über fünfzig 3ahre alt — eigentlich viel zu alt für einen Hauptmann. Daß et jahrzehntelang gesessen hatte, das hätte ich damals nie geglaubt. Er ging fleißig zur Arbeit, cr hatte eine ©teile als Schuster gesunden, wo cr Pantoffel nähte. Eines Abends kam cr nach Hause und sah furchtbar blaß und abgespannt aus, und ich fragte ihn: „Was haben Eie denn, Herr Voigt?" — „Ach nichts", sagte er, „machen Sie mit nur eine Tasse starken Kaffee!" Dann ging cr bald schlafen, und ich dachte an nichts Schlimmes, alles ging feinen Gang wie sonst, nut fein feiner neuer Anzug fiel mir auf. Rach zwei Wochen saß cr morgens mit mir in der Küche beim Kaffee, da läutete es, und acht Mann Kriminalpolizei stehen vor der Tür. Als Voigt sie sieht, wird cr plötzlich weiß wie ein Tischtuch. Die Kriminaler fordern ihn auf, mitzu- kvmmen. „3ch weih schon", sagt Herr Voigt leise, „aber kann ich nicht noch meinen Kaffee austrinken?" Cs wird ihm erlaubt, und sie rücken ihm den Tisch ganz dicht an den Leib, damit er nicht ausreißen kann. Dann gibt et mir die Hand, bedankt sich für alles und geht. 3ch habe ihn nicht wiedergesehen, auch nachher nicht. Er soll ja auf Veranlassung von Eduard VII. von England begnadigt worden fein, hat man hier erzählt. Als es hieß, daß er nun rauskommt, da kamen Blumen und Gelchenke und Glückwunschtelegramme hierher wie für einen Kaiser! Er wollte zu mir nach Hause, aber eine Grammophon- ein: Vortrag .Der schöne Staudengarten" von Gartenbau-Architekt Schwarz, 20.15 Ahr. im Krausmüller-Saal, Gvcthcstr. 7. — D. H. V.: Mo- nats-Hauptversammlung, 20.30 Ahr, im Heim, Lonystraßc. -- Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Privatsekretärin". — Astoria-Lichtspiele: „Das Mädchenschiff". — — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, bleibt das Theater geschlossen. — S a m s t a g, 14. März, 20 Ahr, als Vorstellung im Freitag-Abon- nement, einmaliges Gastspiel des Komikers Max Adalbert mit seinem Berliner Ensemble in der Komödie „Der Mann der schweigt", von O. Malin. Cs ist für lange Zeit das letzte Gastspiel in der Provinz. Zehnerkarten haben feine Gültigkeit; Abonnenten ermäßigte Operettenprcise, Richtabonnenten Operettenprcise. — Sonntag, 15. März, 14 Ahr, geschlossene Vorstellung für die Gewerkschaften: „Weekend im Paradies", Spielleitung Heinrich Hub. 18.30 Ahr als Fremdenvorstellung zum letztenmal: „Das öffentliche Aergcrnis" von Franz Arnold, Spielleitung Heinrich Hub. — 3m Lichtspielhaus Bahnhof st raße geht am Sonntag, 11.15 Uhr und am Montag, 14.15 Uhr, der zweite Teil des Filmwerkes „Die Alpen" über die Leinwand. Der Film führt in die Bergwelt der Schweiz, an den Vierwaldstätter See, zu den Glarner Alpen, in das Berner Oberland, zu MrsindsiirjedeSpende dankbar. Stadt.fche Rothilfe 1930. den Bergriesen Mönch, 3ungfrau und Eiger, zum Finsteraahorn und in das Gebiet der Zermatter Eisriesen. Schließlich werden das Matterhorn und das schönste Hochtal Europas, das Engadin, mit ihren mannigfaltigen Schönheiten im Bild gezeigt. Eine eigens für den Film bearbeitete Musik, unter Mitwirkung des Orchesters, dürfte diese Filmvorführung zu einem Erlebnis gestalten. (Siehe Anzeige.) — Der Bund „Haus und Schule" veranstaltet Freitag, 13. März, 20 Ahr (pünktlich) im 3ohannessaal einen Rezitation-- und Liederabend. Man beachte die heutige Anzeige. • •* Eine öffentliche Sitzung des S t a d t r a t s findet am kommenden Dienstag im Sihungss. ale im Stadthaus, Borgst^ ße, statt. Auf der Tagesordnung werden zahlreiche Punkte stehen, die vor der im April stattfindenden Etatberatung erledigt fein müssen. •* Sitzung des Provinzialausschus- ses. Am Samstag, 14. März, 8.30 Ahr beginnend, findet im Sihungssaale des Regierungs- gebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Theophil Wieczvreck in Gambach gegen den Beschluß des Kreisaints Friedberg vom 14. 3anuar 1931 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Kaffeewirtschaft. 2. Klage der Luise Schuchard in Ruppertsburg gegen die Entscheidung des Kreisamts Schotten vom 6. 3anuar 1931 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft in Ruppertsburg. •• SpäterSchneefall. Der Winter bringt sich noch einmal mit feiner weihen Pracht eindrucksvoll in Erinnerung. Der gestrige Tag bescherte unserer Gegend reichen Schneefall, der im Lahntal zum Teil als kräftiger Schneesturm über das Land ging. Auch heute morgen, zur Zeit der Riederschrift dieser Zeilen, wirbelten wieder die Flocken in luftigem Reigen vom schwer- verhängten H'.mmel. Die Schneedecke beträgt hcu.e etwa 20 Zentimeter und konnte sich auf dem gefrorenen Boden gut halten. Daß sich die weihe Herrlichkeit lange behaupten wird, ist aber kaum zu erwarten, denn der Wind hat nach Westen gedreht, und ozeanische Luftmassen — so heißt cs wenigstens im gestrigen Wetterbericht — bringen ein, so dah die Wetterlage wohl bald eine gesellschaft lieh ihn vom Gefängnis mit ihrem Auto abholen, damit er auf Platten spricht. So hab' ich ihn nicht mehr gesehen; cr lieh seine Sachen holen. Es war auch ganz gut so, denn die Polizei glaubte immer, wir hätten mit ihm unter einer Decke gesteckt, mein Mann und ich. Was die Leute hier zu seinem Streich gesagt haben? Ra — halbtot haben sie sich gelacht..." Run steht sie allabendlich als „historische Figur" auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin, die gute Frau Karpeles. Sie ist ganz entsetzt, als sie das erfährt. Aber schließlich tröstet sie sich mit dem Gedanken, daß der Dichter Carl Zuckmayer sie höchstpersönlich abholen und zu einer Vorstellung mitnehmen wird, damit sie sich selbst auf den Brettern Wiedersehen kann — sich und das große Erlebnis in ihrem einfachen Dasein, die Geschichte des Hauptmanns von Köpenick. Nächtlicher Bahnhof. Don Peter Bauer. Die fast menschenleere Halle des Schalterrauins gibt jedem Geräusch eine ungewohnte harte Resonanz. Ein Duett von Schritten hallt aufdringlich: zwischen schweren, weit ausgreifenden Tritten eines toffcrbelafieten Hoteldieners das leichte Getrippel zierlich stöckelnder Damenschuhe. Dann wird jäh und schrillend ein Eimer abgesetzt. Sein Henkel fällt rasselnd auf den Rand. Dagegen fährt ein langstieliger Besen mit fixer Lautlosigkeit über die Fliesen, ein Häufchen angefeudjteten Sägemehls vor sich her kehrend. Das Helle Holzmehl nimmt rasch dunkelnd die Farbe des Staubes an, den es vom Boden aufschluckt. Hinter dem gleitenden Besen glänzen die Fliesen wie Parkett. 3n den Wartesälen herrscht schläfrige Stille. Die Sfellner haben kaum etwas zu tun und stehen gelangweilt herum. Einer unterhält sich eifrig mit dem Büfettmädchen. Seine dunkle Stimme und ihr helles ^ritfchernbes Geplapper flattern hilflos durch den Raum wie zwei Vögel im Käfig. Warum trinken die vereinzelten Tischpärchen und einsamen Außenseiter nicht die schalen Reste aus ihren Gläsern und träumen sonstwo weiter? Die Bahnsteige sind von weißem Licht aus der Höhe überflutet. Die Asphalt schimmert wie vom Vollmond versilbert. Die Schienen funkeln gleich Messerklingen. Um so schärfer und schwärzer tonten Acnbcrung erfahren dürfte.' Damit ist aber auch Hochwassergefahr verbunden, um so mehr, well der Boden gefroren ist und das Schneewaster abfließen muß. •• Straßensperrung Wegen 'Ausführung von Wasserleitungsarbeiten ist von gestern ab die Provinzialstraße Trais-Münzenberg — Wohnbaw, Ortsdurchfahrt M ü nzenberg, für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Ober- Hörgern— Griedel—Oppershofen — Södel—Bellersheim—Trais Münzenberg und umgekehrt. *• Frauengruppe der DcuHdjen Voltspartei. Man berichtet uns: Am Montag hielt die Frauengruppe der Deutschen Volkspartri ihre monatliche Versammlung im „Hindenburg" die sich eines sehr guten Besuches erfreute. Frau Abg. Birnbaum beleuchtete in ihrem Thema „Gegenwartsfragen" die letzten wichtigsten Ereignisse auf außen, und innerpolitischem Gebiet, so u. a. die Verständigung zwischen England und 3ndien, die englisch französisch italienischen Flottenverhandlungen, die im Anschluß an das Londoner Abkommen mitt auch 3talicn und Frankreich mit den drei Seemächten England. 3apan und Amerika in bezug auf die Flottenfragen verbinden, beide Abmachungen Zeugen von Englands kluger Staatskunst, und ganz besonders die letztere von weittragendster Bedeutung für die Abrüstungskonferenz und damit Rückwirkung auf Deutschland, dessen Außenminister Eurtius kürzlich in Wien die Ansprüche Deutschlands auf Durchführung einer allgemeinen Abrüstung und eine nicht aller wirtschaftlichen Vernunft Hohn sprechenden Lösung der Reparationsfragen betont und fid) mit aller Schärfe gegen die Kriegsschuldlüge gewandt hat. Betrachtungen über den „Anschluß", den die Rednerin lieber „Zusammenschluß" nennt, und über die Weltwirtschaftskrise leiteten über zu der 3nnen Politik. Vor den gespannt lauschenden Zuhörerinnen entrollte sie ein Bild der letzten Vorgänge im Reichs tag, wies die verhängnisvollen Folgen des Fehlens der Rechten an Hand der bereits getätigten Abstimmungen und der zur Verhandlung stehenden Fragen nach — Landwirtschaft, 3nncnctat, Wehreta-, Osthilfe — und erläuterte den Antrag Bell, die Aenderung der Geschäftsordnung betreffend, der ihr auch für Hessen recht angebracht erschien, und die letzthin eingebrachten Anträge der DVP-, die burd) die Stärkung der Stellung des Reichsvräsidenten und der Regierung und burd) Behebung oes unheilvollen Dualismus zwischen dem Reich und Preußen eine Gesundung unseres staatspolitischen Lebens auf legalem Wege durch Evolution herbeiführen wollen. Durch die Fülle des Stoffes mußte ein näheres Eingehen auf den Nationalsozialismus für eine der nächsten Zusammenkünfte zurückgestellt werden, um der Aussprache Zeit zu lassen, die durch die lebendige Anteilnahme der älteren und der jungen Generation noch gar manche Frage zur Sprache brachte. Die stets begrüßten gefang(id)cn Darbietungen von Frau Emma S ch u d t, feinsinnig begleitet von Fran Engisch, rahmten den anregenden Nachmittag ein, der wieder einmal das 3nterc|fe der oolksparteilichen Frauen an den großen Schicksalsfragen des deutschen Volkes und Staates erwies, Fragen, die, wie die Rednerin zum Schluß betonte, nur durch die starke nationale Geschlossenheit des Volkes zum Besten Deutschlands gelöst werden können. ** Schulfeier des Realgymnasiums. Am vorigen Freitag hielten, wie man uns berichtet, das Schülcrorchestcr und Schülerchor des Realgymnasiums in der Turnhalle der Anstalt eine musikalische Feier ab. Ton allen Seiten waren Eltern und Angehörige der Schüler und sonstige Freunde der Anstalt als Zuhörer erschienen und füllten die geräumige Turnhalle bis zum letzten Platz. Obcrreallehrer Blaß, der Leiter desSchü- ler Orchesters, begrüßte die Erschienenen und gab in einer kurzen Ansprache einen Aebrrblick über die Tätigkeit feiner jugendlichen Kunstbeflisfenen. Er wies darauf hin, daß ein gutes Stück Begeisterung zu dem Orchesteripiel gehöre, wenn fo viele schulfreie Rachmittage aus freien Stücken den Proben geopfert werden. Er bat auch die Eltern, daß sic ihre musikalisch begabten Söhne oeranlaffen sollten, in das Schülcrorchestcr einzutreten, denn 3ahr für 3ahr scheide der oberste 3ahrgang der Schüler aus — darunter oft die Spitzenspieler und am geeigneten Rachwuchs beginne es zu fch- sick) sich von den Lichtflächen die Schatten ab, mit denen Pfosten, Schranken, abgeschlossene Kioske und Bänke ihre Gegenwart betonen. Ein elektrischer Ge päckwagen rollt geräuschvoll aus dem Abfertigungs raum. Das motorlose Fahrzeug wird von einem Führer gelenkt, der an der äußersten Spitze seines Wagens steht. So ratterten wir als Knaben in Leiterwägelchen oft abschüssige Straßen hinunter, sitzend die zwischen die Füße gehemmte Deichsel dirigierend. Bis zur fahrplanmäßigen Ankunft des erwarteten Zuges müssen noch etliche Minuten verstreichen. Da fällt mir auf der nächsten Bank ein Mann auf, der eine grüne Zeitung entfaltet und einen Bleistift gezückt hält. Während ich neben ihm niedersitze, legt er seine Brieftasche aufs rechte Knie, die Zeitung darüber und macht Eintragungen in sie. Zurückgelehnt gewahre ich die feitcngroßc Figur eines Kreuzworträtsels. Wahrhaftig! Es gibt noch Menschen, die ihre Zeit nützlich auszufüllen wissen. Das gefundene Wort scheint jedoch die Lösung nicht viel näher gebracht zu haben. Das Gesicht des Mannes verdüstert sich. Zwischen feinen Augenbrauen erscheinen zwei senkrechte Runen. Man spürt es ordentlich, wie er denkt Gern würde ich ihm soufflieren, aber ich wage nicht ihn anzureden, aus Furcht, ihn aus seinen Gedanken-Assoziationen zu reiften. 3etzt zuckt er zusammen, aber während ich ihn schon um seines neuen Einfalls heim'ich beglückwünsche, zieht er einen Radiergummi aus drr Manteltasche, mit dem er sich vorsorglich ausgerüstet hat, und fummelt die eben eingetragenen Buchstaben wieder fort. 3ch mache mich still davon. Am Rande der Einfahrtshalle, wo die Ueberdachung endet, gähnt das große Dunkel auf, durch das gelbe, rote und grüne Lichter, zum Teil dicht über den Schienen, zum Teil an Masten und Signalbrücken, sichere Wege weifen. Plötzlich find troei Lichter mehr unter ihnen. Runde weiße Sprühaugen, die vor wärtsfchießen, als säßen sie im Kopf einer Bestie, deren geschmeidiger Tierleib lautlos heranschnellt. Schon donnert die Halle. Die funkenstiebenden Räder knirschen unter der Wucht der Bremse. Türen schlagen auf. Aber nur wenige Menschen verlassen den Zug. Nicht der von mir Erwartete. Von einem Fenster wird der braune Vorhang beiseite geschoben. Eine verschlafene Stimme fragt nach dem Namen der Station. Der Zug hat schon wieder angezogen. An mir vorbei. Die rote Schlußlampe leuchtet, geht unter. Noch ist der neue Tag ein großes Dunkel. Unb die erste Erwartung — war eine Enttäuschung. len. Die folgenden Orchesterstücke und Chöre be- wiesen, daß mit Fleiß und Hingabe gearbeitet worl en war. Die musikalische Feier war haupt- i 'c?!ich T'oZart, Beethoven und Haydn gewidmet. < aS Orc' ester spielte zuerst dir Ouvertüre zu „Situ , . • aran schloß sich der Chor mit dem „Dundes- 1 D I Mozar,. daran der erste und zweite Sah deZ Ql;c arischen Trios für Violine, Bratsche und Kiavicr, in dem auch Solisten ein recht bcachtens- L-.-rlc^ Kennen zeiglen: es waren dies die Mnter- .i.naner Becker (Violine', Dahersdorf (Tratschei und Arnold (Klavier'. Zwei Cbore (..AbenLlied" von Gersbach und „Zu Straßburg auf der Schanz" von Silcherf leiteten dann zu Teethoven über, von dem das „Opferlied" mit Orchesterbeglcitung und eine Sonate für Klavier und Streichinstrumente vorgelragen wurden. Den Schluß bildete die allbeliebte „Kindersymphonie von Haydn. Reichster Beifall lohnte die jugendliche Künstlerschar und ihren Dirigenten. Ober- rcallehrer Blaß hat sich den wärmsten Dank der Schule verdient für seine hingehende und erfolgreiche Tätigkeit im Dienst e.-ner wahrhaft guten und gediegenen Musik. ** Vortrag über Astrologie. Der Astrologe E. Hammer hielt am Montagabend im Kunstwissenschaftlichen Institut einen Vortrag über die Astrologie. Der Redner behandelte kurz die Geschichte der Astrologie, umriß den Glauben, den die Menschheit seit Jahrtausenden mit den Sternen verbindet und stellte demgegenüber das Wesen der Astronomie, die er als eine Wissenschaft darsteklte, die erst in Verbindung mit der Astrologie ihren tieferen Sinn erhalte. Alles Lebende sei, so führte der Redner unter anderem aus, den Einflüssen der Sterne ausgesetzt, aber durch die Kenntnis dieser Kräfte, wie sie die Astrologie vermittle, könne das Gute gefördert und dem Schlechten entgegengewirkt werden. Das wirke sich nicht nur in seelischer, sondern auch in materieller und praktischer Hinsicht aus. Der Vortragende erörterte, über das grundsätzliche Wesen der Astrologie hinaus, die Einwirkungen des Tierkreises als Kraft- gürtcl, die Rolle der Planeten als Anzeiger und mitbestimmende Faktoren, sowie die Bedeutung der Konstellationen am Sternhimmel im Augenblick der Geburt eines Menschen für dessen Zukunft. Er charakterisierte sodann noch die zwölf Menschenorten (je nach dem Zeitpunkt ihrer Geburt entsprechend den einzelnen Monaten) und gab auf Grund der zu erwartenden Stern- tonsteNationen einen äleberblick über die bevorstehenden guten oder schlechten Einflüsse, die das Iahr 1931 für den einzelnen bringen könne. Schließlich befaßte er sich noch mit der politischen Zukunft. Das Publikum nahm den Vortrag mit berechtigter Zurückhaltung auf. Es bedarf kaum der besonderen Erwähnung, daß die Theorien. die der Redner entwickelte und die Vorhersagen, die er verschiedentlich zum Teil in sehr konkreter Form gab, lediglich als dessen persönliche Meinung zu werten und dementsprechend mit äußerster Vorsicht aufzunehmen sind. *♦ Einsteige-Diebstahl. In den Lagen vom 2. bis 5. März wurde, wie erst jetzt bekannt wird in einer Wohnung in der Ludwigstrahe ein Einsteigdiebstahl ausgeführt. Der Dieb, der wahr» scheinlich durch ein vffenstehendes Fenster eingedrungen sein dürfte, stahl eine große und eine kleine goldene Sprungdeckel-älhr, sowie eine fein» aliederige goldene Kette. Die polizeilichen Ermittelungen sind im Gange. •• Wiedersehensfei er ehem. 117er, sowie Ersah- und Kriegsfvrmatio- nen. Res. 222, Landwehr-Regt. 93, 94, Inf.- Regt 186. 358, 390, 625, Musketen 1 u. 2, Armierung 108, 116, 134. Erstes Treffen in der alten Garnison Mainz findet am 30. und 31 -Mai, sowie 1. Iuni statt. Anmeldungen an A. Rei th in Mainz, Obere Zahlbacher Str. 68. Oderheffen. Landkreis Gießen. y Grüningen, 10. März. Der Verein für christliche Musik in Gießen gab am Sonntagabend in unserer Kirche ein Passionskonzert, das auf beachtenswerter Höhe stand. Der Bläserchor zeigte hervorragende Leistungen, von denen besonders das „Präludium" und Siehe das ist Gottes Lamm" besonderen Eindruck machte. Mit klangvoller Sopranstimme sang Fräulein von der Heydt drei Passionsgesänge, von Herrn Organisten Rebeling, Gießen, verständnisvoll begleitet. Seine Orgelvor- und Nachspiele waren ein wirkungsvoller Auftakt und ergreifender Ausklang der Feierstunde, deren Bedeutung der Ortsgeistliche, Pfarrer Staubach, Watzenborn, in einer kurzen Ansprache würdigte. Kreis Schotten. tz ulrichstcin, 9. März. Da unser seitheriger Beigeordneter Karl Geiß vor einem Vierteljahr zum Bür g»e r meister gewählt wurde, muh nunmehr Neuwahl eines Beigeordneten für unsere Stadt erfolgen. Die Wahl wurde auf den 22. März anberaumt. Bis jetzt sind folgende Kandidaten aufgestellt: Landwirt Wilhelm Iohannes Friedrich Stein, Sparkassenrechner: Georg Meiski und Schmiedemeister Wilhelm Schmidt. Wirtschaft. Holzversteigerungs-Termine. Freitag. 13. März. Versteigerer: Gemeinde Krofdorf-Gleiberg. Versteigerungsort: Gastwirtschaft Moos, Krofdorf. 10 Uhr. Nutzholzverkauf der Gemeinde Leihgestern. Angebots-Schlußtermin: Montag, 16. März, 14 ^lhr. Preisbindung der Süddeutschen Mühlenvereinigung aufgehoben. Mannheim, 11. März. (WTB.) Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat beschlossen, die Preisbindung in der bisherigen Form aufzuheben. Bank für Handel, Gewerbe und Landwirtschaft/ Friedberg. tz Friedberg, 10. März. Unter Leitung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Notar O. Iöckel, fand am Montag die Generalversammlung der Dank für Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, e. G. m. b. H., statt. Aus dem Geschäftsbericht des Vorstandes war zu entnehmen, daß das abgelaufene Iahr wiederum eine günstige Entwicklung der Dank gebracht hat. Der Gesamtumsatz betrug 22 666 500 Mark, die Dilanzsumme überbot die des Vorjahres und erreichte die Höhe 1 442 000 Mark. Zugleich stiegen die Mitgliederguthaben um 51 736 Mark auf 351 235 Mark. Die Spareinlagen bezifferten sich am Iahresschluß auf 712 820 Mark, die sich auf über 1200 Einleger verteilen. Der Reingewinn betrug 34 137 Mark und wurde wie folgt verteilt: 8 Prozent Dividende 26 700 Mark: Zuteilung zur gesetzlichen Rücklage 3000 Mark', Rücklagen für Außenstände 3000 Mark; Abschreibung auf Immobilienkonto 100 Marl: Abschreibung für Hausreparaturkonto 810 Mark: Vortrag auf neue Rechnung 531 Mark. Die Ge- samchaftsumme hat sich auf 522 000 Mark erhöht: somit betragen die Gesamtgarantiemittel 944 756 Mark. Die Zahl der Mitglieder betrug am Ende des Geschäftsjahres 1090 mit 1740 Geschäftsanteilen. Nach dem Geschäftsbericht erstattete Notar Iöckel den Prüfungsbericht deä Aufsichtsrates. Die Dilanz wurde genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Oer Abschluß der Leipziger Messe. Leipzig, 11. März. (WTD.) Die große Technische Messe und die Daum esse in Leipzig sind heute zu Ende gegangen, womit die gesamte Frühjahrsmesse ihren Abschluß gefunden hat. Heber den wirtschaftlichen Erfolg der Technischen Messe und der Daumesse für die Aussteller und Besucher ist zu sagen, daß in erstaunlich hohem Maße gefragt und gekauft worden ist und daß im Durchschnitt die Messe über alle Erwartungen gut, im Verhältnis zur Wirtschaftslage sogar ausgezeichnet war. ♦ * Brasilien verbietet d i e Einfuhr von Maschinen. Havas meldet aus Rio de Janeiro, daß die brasilianische Regierung durch Dekret auf drei Jahre die Einfuhr von Maschinen, Apparaten und Werkzeugen für die in Brasilien vcfe Bergbau ...... IC — -— 181 183 4% Ungarische Kronenrente . — — — klScknerwerke ....... 67,25 — 66,4 70 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4,5 — 4,5 4,4 Röln-91cucffcit........ —— 78 78 #5 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie I..... 4,5 — 4.5 — Manncemonn-Röbrr» . . • . Mansfelber Bergbau..... 81,25 44 39 80 44 82 39,25 4% beftfli. Serie 11....... 4,4 — 4,55 MW Dbeifdtlci. Elienbebars . . . . —— —— — 6% 8iumta«(6» veretrch. Rente von 1908 ... — — 9,35 — 1 Obcrfchlef. fiobroede..... 1 Phbntr Bergbau......6V | Kheinifche Braunkohle» . . 1 Rheinstahl ......... — 65,5 67 80,25 63,25 I 81,25 ! 66,25 RumLuftche veretuh. Meute 15 __ 15.25 15,65 182 83,5 180,13 82,75 183,25 84 1% Rumänische veretuh. Meute 7,8 — 7,8 7,85 i Otteted .............7, — i — 84,25 1 — Frankfurt a. j>>. 1 Berlin Lanknolen. ______ Schluß-! tur« I 1-L't>r. j .«ur« | Schlußkur« tinfong« Äur« _________Berlin, 11 Marz LImertkaniiche Noten . . Belgifche Noten..... • e • Geld 4.187 58,25 zntef 4,207 58,49 Datum 11.3. 12.3. 11.3. 12.3. Danifche Noten ..... Endliche Noten..... 111,92 20,348 16,402 167,91 22,03 111,90 58,83 2,48 112,36 20,428 16,462 168,59 22,11 112,34 59,07 2,50 Bereinigte Stahlwerke . Olavi Minen . . . Kaliwerke Äfchersleben . Kaliwerke Mcslercgeln . Kaliwerke Salzbetfurth . 10'/, . 10 . 10 . 15 65,5 146 150 225,5 144,5 150 224 64,5 35,65 145 148 223,75 66,25 34,9 144 148 222,5 Irranzoiltme vcoicn....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutsch, Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten....... 145,25 144,75 Schwedische Noten . . . 112,00 112,44 51-(S. fiarbtn gubufttie . . 12 145,5 | 145,25 Schweizer Noten .... 80,51 80,83 Dynamit Nobel .... . . . C — — —— Spanische Noten .... Tschechoslowakische Noten. 46,26 46,44 Echetbeanilall..... . . . 9 133 -— — — 12,39 12,45 73,22 Golbfchmivt ..... . . . v 45 1 — 45,25 46,5 Ungarische Noten 72,92 Rütger.-werke..... . . . 6 56,75 56 55,65 55,9 Devif MetallgeieUtchast. . . . Philipp Hotzmann. . . Zementwerk Heibelberg . . . S . . . 7 80,5 1 91,51 90,75 80,5 91 81,5 91,5 enmarft Berlin 11. März frantfurt a. 2H. 1 2. März . . 10 78 Amtliche Notierun Amtliche Notierung Zementwerk Karlstadt. . . . 10 46 — 46 Selb Srle Geld grtci Wavß & grevtag . . . . . . s 47 Amst.-Rotl. 168,24 168,58 168,25 168,59 EchultbeiS Pa-enhofer . . . 15 — —- 179 178 Buen.-AtreL Brss.-Nntw- Christianta. 1,431 58,47 1.435 58,59 1,462 58,49 1,466 58,61 j Cfttotdc....... . . 12 —— —— —— —— 112,19 112,41 112,25 112,47 . . 18 79,75 — 79 76,5 .nooetibaoiu 112,20 112,42 112,23 112,45 Bemberg....... . . 14 90,5 83 90,75 83 Stockholm . 112,30 112,52 112,38 112,60 ZellNoss Walbhas . . . . 13'/. 116,5 114,5 115,5 114.75 HcliingforZ. Italien. . - 10,56 10,58 10,56 10.58 flellftoff Afchafsenburg . . . 12 86 89 85 89,5 21,98 22,02 21,985 22,025 Eharloricnburgec ©affet . . . 8 — — — —— London. . . 20,383 20,423 20,391 20,431 Deffauer ffiai..... . . . 9 — —* 130,9 130 Neunork • • 4,196 4,204 4,1965 4,2045 Daimler Mowren . . . . . . U 34,5 113,5 33,25 35,13 34 Paris.... 16,422 16,462 16,421 16,461 Deutfche Linoleum . . 106,5 113,25 107,5 Schweiz •. 80.74 80,90 80,7 35 80,895 , Mafckinenbau SU®. . • . , . ( - — —— —- Spanten . . 45,91 46,01 45,85 45,95 | Vtat. AutomobU ... . . . C — —- — — Japan - - - 2,076 2,080 2,077 0,348 2,081 Orenstetn & Koppel . . . . . ' — 55,25 58,25 Pio de Jan. 0,342 0,344 0,350 Leonhard Tietz . . . • . . IC — — 122,75 121 Wien in D-» 59,11 EveuSka..... • 268 — 267 267 Ceft. abgeft. 58,97 59,09 58,99 Prag • - 12,429 12,449 12,434 12,454 kfrankfurtet Mafchtnen .... 4 Sritzner ......... Heyligenstaedt....... Lechwerke.......... Matnlrastwerte Höchst a.M.. . Miag...........1 «ebr. Roeder..... . 1 13,75 35 — — — — — 11 1 1 1 1 11 ÄS 1 1 l 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Bel,rad . Puoavest. Buluarien Lissabon Danzig. . .fioniLdltlU, Athen. Canaoa 7,359 73,14 3,040 18,82 81,46 1,784 5,445 4.1955 7,389 73,28 3,046 18,86 81,62 1,789 5,455 4,2035 7,373 73,15 3,040 18,83 81,48 1,784 5,415 4,§96 7,387 73,29 3,046 18,87 81.64 1,789 5,455 4,204 voigl & Haefsner . . . Lüddeutfche Zucker . . . . . .. 1 — \ 131 129 1 — Uru ua» . Satxo . . 3,137 20,90 3,143 20,94 3,277 20,91 3,283 20,95 1 Pfund Unsen gul ’f“'Delikat« Entstehe 7, Pfund Dörrfleis, 8 Pfund Sauerkra ^agnet> M 6«» ... Htaufenbttg M® ~ SK arühungsabeno < lckvM verlaus nahm. SÄ Sä S3.’ÄS ten Gau-Ehrenvorfihen (Wed) und die Turn Main-Aodgau und M Deranfiallung guten -ö des TO. Lehrer im Amen des STD- ui Dünsberg alle Turner lommen. 3n feinen 21 dch die Zeit nicht dazu zu feiern, dah aber en gute Derechiigung habe. Die turnerischen Dai Freiübungen des Turn geleitet. Deichen Deifal nen des TD. Mar i und Freiübungen imt bandsturnlvartes D a j springen mit Federbret des TD. Lollar, fand Sauriege des Turngar ihr Können an Darren hirntoart Karber (O! «rinnen der Turnverei fein-, nrandenbur Sic 2 Sonntag beginnt aw 6 Bell'" H Leben ® 'Mistcrs mu6 ««pünkteglc'ch s Steffi- ©.Jl.-fpori Viele Sorten wie: Erbs, Reis m. Tomoten, Blumenkohl, Rumford, Spargel, Eief»Nudeln, Pilz UIW« 2 Teller Donnerstag . Freitag < Samstag knolen. 58 zusammen 60 itoe 82 lin zusammen jj.l^*1 Für Sauerkraut bitte OeflBe mltbrlngen. ... 10Stück 1.10 0.90 Siedeier 5°/0 Rückvergütung 1605 Preaae: Ein bestürmendes Phänomen. Die 17386 Der Fall Afra ein EinzelfalL MAGGI5 SUPPEN yfagebdSffi 18 40 266831 270732 318369 323724 368432 368724 392625 392798 253376 272483 336161 376387 ' 393817 SCHADE & FÜLLGRABE 129120 167171 223085 280167 309206 369439 Werke voll packender Schönheit und Gedanken- / tiefe. . / | Kaufgesuche | Gebrauchtes Damen- Fahrrad glinsttn zu kauf. ges. Schriftl. Knfleb. unt. 1845D an b. (yf). An- Aktien liefert BrQhl, OleSea 1 Pfund Linsen gut kochend. 3 Paar Dellkatess- Würstchen fein«. '/, Pfund Dörrfleisch mager 2 Pfund Sauerkraut....... Das Wundersamste, was je erlebt wurde. — Grenzenlose Begeisterung des Publikums. — .....Jenseits unseres Fassungsvermögens. — IM 1,462 58,49 112-25 112.29 112’2 10ä 90,181 4,1165 16.Ä 80/ 45.65 2,077 0> 58*?9 Vorverkauf: Tageskasse Lichtspielhaus und Mapan - Reisebüro, Seltersweg 8t. Linoleum gebrauche, aber gut erhalt- Farbe egal, cn. 30 qm, gesucht. SchriiU.Angeb. unt. 01463 an b. GH. Kni Mhung tourbtn Stainne R. gkjvgrn 47704 143945 277086 279856 )14 50086 2/8656219209 349827 367775 333680 0541 33983 61400 73526 133973 160986 162646 176567 181202 203477 297208 302762 309960 344946 347669 348375 ff *n ^r6n 4^ / unerhörten I Leistungen I / auf dem Gebiet | / der Geheimwissenschaften ' Die wissenschaftliche Lösung eines okkulten Problems! 1931 MungwbtnSto'jiM • Ötjogtn 1 52858 78593 138935 S S ffi 203370|22®Ä 250339 292898 342453 9 J4209 14948 1 9447 ■2 50391 61682 60176 6 90437 99198 99766 36708 175611 189670 38368 261301 262039 77844 284498 288846 298732 300845 329844 369183 370622 391172 Berbandsgeräieiumen de§ Südwestdeutschen Turnverbandes TTäi 51,25 111,92 20,3*9 16,40 167, 22.« 111,90 58,83 2," 1'2.« 80,51 46,26 12,39 72,92 ■ Spitzenleistungen auf dem Gebiet neuester wissenschaftlicher Geheimkunst. Einbruch in die Ge- y dankenfront ander. Menschen. Z III. Afra als visionäre Malerin / ■ Ihre Schönfungen / I aus dem Nichts. / I. Dr. phil. H. Ganske: Aufklärungs-Vortrag ■ Übersinnliche Kräfte im Menschen. Wunderglaube und Aberglaube. Echte und falsche Medien. DieTäuschungskünsto der Bühnentelepathen. / Das wahre Wesen der „Afra*-Kunst. / II. Die aufsehenerregenden Experimente / ■I der „Afra“ Za Kochen Sie MAGGI5 Suppen Sie sparen Arbeit, Zeit und Geld 50 4347 10596 1 3600 8 26763 29934 34014 2 66436 71336 77986 115088 116021 122932 138568 147725 149459 174639 176694 177853 190800 196433 197985 218865 220954 233168 240195 243245 ..... T2Ö7 58,49 112.9 20,428 16,462 168. 22,11 112-1* 58,07 2,5« 112-** 80.83 46,** 12.* 73,22 Palastlichtspiele, Lindenplatz Freitag, den 18., Samstag, den 14, MArz, abends 8.30 Uhr Sonntag, den 15. MArz, nachmittags 4, und abends 8.30 Uhr 10260 11423 15902 25527 >107 72981 74857 79789 ' 131086 150946 174302 175330 226854 227981 276717 283134 311511 347355 380740 382601 ti & 112,*2 112.52 8'02 10,423 4,204 16,*62 80,9 46,01 2,080 0,8** 59,09 12,4*9 7,389 & ul Ä Ä 20.9* Wenig gebrauchter Radio- 4-Röhrenapparat zu verkaufen. s,u.v Jlstcrweg 47 p. HÄtung öoushauen Wtang Ar.Scnbung Blumenkohl, St. v. 30an, MoVtfalat, Cndivicn (platte u. krause). Feldsalat, Mccrrettig, grüner Wirsing, alles onbcic (Semüie sowie Avlcl neu 3 Psb. OO Mandarinen, Aepsel ufro. Äs. Romev-Svosch Berkaus Freitag unb Samstag Im Laben LelierSmeg 3. 0l.’n ÖÄ ’k 1141 l£'eb: 12-1 ber-bALM k. mittlere 5Qll: Unb ;***«•«Vnb -zug a,5‘2ot(crie erboten Kreistag in Wetzlar. # Wetzlar, ll.Mär^. Da der Kreishaushalts- plan voraussichtlich erst tm Monat Mai zur Beratung gestellt werden kann, findet am 2 6. März eine «ihung des Wetzlarer Kreistages stall, in der über verschiedene Vorlagen verhandelt werden soll, die sich bis zum Mai nicht zurückstellen lassen. Als besonders dringend gilt die Schaffung von Umgehungs st ratzen bei Nauborn unb Biskirchen, deren Bau falls die Mittel beschafft werden können, beschlossen werden soll. Auch über diegradlinigeDurchführungderKrets. strahe Wetzlar — Dutenhofen—-Gietzen und den Abschluß eines Vertrages mit der Reichs- bahndirektion Frankfurt a. M über die Inanspruchnahme von bahneigenein Gelände zu diesem Zwecke soll beraten werden. Die weitere Tagesordnung sieht u. a. vor: Aenderung derJagdsteuerordnung und der Steuerordnung über die Erhebung einer Wertzuwachs st euer. höben sehr ansprechende gymnastische Singspiele vor. Dann zeigte der junge Turner Walter CB ter au (Lollar) eine vorzügliche selbstgewählte Freiübung, die stürmischen Beifall hervorrief. 21m Sonntag früh um 9 Tlhr begann nach der Kampfrichtersihung das Wet turnen.Es wurde ein Siebenkampf für Turner und Turnerinnen ausgetragen, der aus je einer Pflicht- und Kürübung an Reck, Darren und Pferd und einer Kürfreiübung bestand. Schon bei den ersten Hebungen zeigte es sich, daß die besten Kräfte des Verbandes um den schlichten Eichenkranz kämpften. Es war kein großer Unterschied unter den Turnern ^estzustellcn, so bah ber Sieger keineswegs vorausgesagt werden konnte. Die schwere Pflichtübung am Darren wurde gut beherrscht. Die Kürübungen waren recht gut, besonders die von Hardt und Zulauf (Kelsterbach) unb Petri (Gräfenhausen). Wie schlug jedes Turnerherz hoher, als Hardt unter anderem die Felge unterhalb der Holme, den freien Lleberschlag rückwärts unb als Krönung den Hanbstanb auf einem Arm mit Abgrätschen vorführte, ein« mustergültige Hebung, die mit Recht mit zwanzig Punkten bewertet würbe. Das Pferbturnen litt unter der grohen Schwierigkeit in der Pflichtübung. Die Kürübungen konnten diesen Mangel nur zum Teil wieder gutmachen. Gut waren bi« Hebungen von Zulauf unb Hardt. Auch die Reckpfttchtübung war sehr schwer. Am besten führten sie Petri unb Schärt! (Gräfenhausen) aus. Di« Reckkürübungen waren wieber KnnslslODlerei König repariert Kleidungsstücke, Seldcnstrümple und Te icbe in 3-4 laßen / Arbeit konkurrenzlos! Walltorstr. 12 za Mldsterben in den Hinterländer Bergen. ][ Diebenkopf, 11. März. Der strenge Nachwinter fordert unter den bis jetzt gut durch den Winter gekommenen Hirsch- und Rehw i l d- be ständen der Hinterländer unb Wittgen- fteincr Derge manches Opfer. Diele Tiere haben sich in dem verharschten Altschnee die Läufe wundgescheuert, können ber Nahrungssuche nicht mehr nachgehen unb kommen elend um. So wurden im Bezirk Dambach allein 2 6 tote Tier« gefunden: im Nevier Derleburg ist der Abgang nicht ganz so hoch, doch wird auS anderen Bezirken ein Wildsterben gemeldet, das dem deS NevierS Dambach gleichkommt. Dei Lützel wurden sieben tote Rehe gezählt. Durch reichliche Fütterung sucht man dem Wildsterben so viel wie möglich Einhalt zu gebieten. Am Sonntag fand auf der ehrwürdigen Durg zu Staufenberg das Derbandsgeräteturnen des Südwestdeutschen Turnverbandes statt, das vom Turnverein Staufenberg gut vorbereitet war. Den Auftakt der Veranstaltung bildete eine De - grützungsabend am Samstag, ber einen schönen Verlauf nahm. Nach einem Lieb bes Gesangvereins Staufenberg begrüht« ber 2. Vor- sihenbe des TV. Staufenberg bi« Desucher sowie ben Vorstand des Südwestdeutschen Turnverbandes unb bes Turngaues Lahn-Dünsberg, ben Gau-Ehrenvorsihenben ßubtoig Daupert (Wieseck) unb die Turner auS den Drubergauen Main-Rodgau unb Wetterau. Gr wünschte ber Veranstaltung guten Verlauf. Der Vorsitzende des STD., Lehrer Zöller (Hausen), hieß im Namen deS DTV. unb deS Turngaues Lahn- Dünsberg alle Turner unb Tumfreunbe willkommen. In seinen Ausführungen betonte er, bah bi« Zeit nicht bazu angetan sei, laute Fest« zu feiern, bah aber «in turnerischer Wettkampf gute Berechtigung habe. Die turnerischen Darbietungen würben durch Freiübungen des Turnvereins ©taufenberg ein- geleitet. Reichen Beifall ernteten die Turnerinnen deS TV. Lollar mit ihren Keulerr-, Stab- unb Freiübungen unter Leitung des 2. Ver- bandsturnwartes Wagner (Lollar). Das Pferdspringen mit Federbrett, auSgeführt von Tümern des TV. Lollar, fand allgemein Anklang. Die Gauriege des Turngaues Lahn-Dünsberg zeigt« ihr Kömien an Darren und Pferd. Gau-Frauen- turnwart Karber (Odenhausen) führte mit Turnerinnen ber Turnverein« Odenhausen und Salz- Jetzt die guten S&F-Eier Deutsche Frischeier 10 stück 1.40 Magnet" Eier frisch., extra gr.,10Stck.1 "30 schäft mit ber ersten ko.-Runde, au der 16 Mannschaften starten. Mitteldeutschland bringt am Sonntag schon die dritte Meisterschaftsrunde zur Durchführung. Um den Eintritt zur Vorschlußrunde werden kämpfen: Preußen Langensalza — Fortuna Magdeburg in Erfurt, Thüringen Weida — 1. SV. Jena in Gera, unb SC. Planitz — Wacker Halle in Glauchau. Der Favorit und Titelverteidiger Dresdner SC. ist spielfrei. In Westdeutschland sind am Sonntag vier Spiele angesetzt. In der Meisterrunde treffen Hüsten 09 und VfB. Bielefeld in Dortmund, For- tuna Düsseldorf und SC. 03 Kassel in Elberfeld zu- lammen. In der T r o st r u n d e spielen. To. Mayen- — Schwarzweiß Barmen in Neuwied, unb Borussia Fulda — Nheydter SV. In Südostdeutschlanb sind am Sonntag wieder alle Mannschaften beschäftigt. Es werden spielen: Breslau 06 — Viktoria Forst, Beuchen 09 — Breslau 08 und Kottbuser FD. 98 — Preußen Zaborze. Die Balten m ei st erschüft wird mit zwei Spielen fortgesetzt. DsB. Königsberg erwartet den SV. 1919 Ncusahrwasser und der noch ungeschlagene Polizei-SV. Elbing trifft mit Prussia Samland Königsberg zusammen. 'interhofis extraftark Astoria-Liditspiele Heute bis einschließlidi Sonntag: Vorsicht bei Engagements nach dem Ausland — unzählige junge Mädchen fallen gewissenlosen Verführern in die Hände! Mädchenhändler treiben ihr Unwesen! Aufklärung in diesem Film Das MäddienstMii Ein Mädchenhändlerfilm von ungeheurer Spannung. Hauptrolle: Margot Landa. Ferner: Das OroDe lustige Beiprogramm _____________________________ _____________________________18 6 C Pake! 40 Plg DÄ 75 Plg Großzügige Künstl. Darbietung » ä J | Musikai. Unterhaltung Modeschau im Kaufhaus Vorführungen: II i llfll 1O& bis 12 und HANSA15% bis 17 uhr I mil Uri Donnerstag,Freitag MS4 £eW ir&fe s «ö "äw "n6e” ÖÄ i?jW. einen »*. In "Benin hat der letzten ö^ruar im Gegenteil, cs i beitsuchenden sonen eingetreten, nicht auf eine enög sch.ießen, zumal tr Bewegung untere die ratfache zu gel Auch sonst, hort mi la.fungen über die an die von uns l< Berliner Aut nen inzwischen em zig so.gle, wie ei nicht erwartet war geschraubten Hossn nach der Melle l gemessen an den recht günstig hinein, dah die letzten Woche red offizielle Xticnir werte Jesferu weist. Das alles sind nungen, die sich a man, dass die Dc wieder ganz gut < fern das Ünttitut seinem neuesten M fuiiung, dch zwar ze chen für einen g hangen feien, ab berechtigt wären, das bau) einsetzen jahrsgeschäs' fast allgemein v v-elleicht ju der faifonmäßigen A einer leichten i bung verbindet. Jedenfalls wirt wieder Mut zu die allmähliche A tals aus dem scheinen beträchtli. Angst vor politisch gen übet die Gre niett worden zu V dieser Woche di! E'g gefallen. J letzten Woche ist scheint sogar im 5 Kaufinteresse für, ®ie Rückkehr anbahnt, ist Meret Wirtschaft Konsolidierungspro der innerpotit dn weiteres Schw rechnen ein. Hr.61^ 6,3!< ^'fl.iggspr V'"',inuni •* J, % w . 3toe bkr Tlatio1 rerlin 12 mj L-M jteyy l°,Men KP' 1 ßsLl'k Ning Äfa&ter betten. ÖÄ;