I i /Sieg, ora-l. ! ^®Ä2« I ?der^A°nk!urt I gtQf*. | «jwtThf?5-W (SiJgf es Z ä*rennten sch^Än a6tenb «ttjLJJ Jm a TrünKVud, «WWI nn ein btt g\aS?Ä ?SWe<^ 9 der 6inh*?rJ,a6 ' l*n JiäSS1^. : 7§»L S-K ifunbrnhi^ 155J >aaa ^onwurg fl?ftl^ !W n ifarn • "itoefo 4. 5tQn!,ut: aS • x ^rmen mit ift. *.m J jo« Hanau 93 in E ?"> tin^- Wen ine "Mjbutyt . ^netSMtebeiUge !ct cin 5:4«6ieg gum 4n Regensburg ver- •J« mit 53, noch ■ wdlgshasen vvm ftöl- lautete hier das (fr. !« ^flcgcn* f p. Rem mit cinm d 'Nechm. Die Offen- lcn Sieg mit 3:2 gegen legen öratWan». rtretung. in Amsterdm statt-1 kmpf Holland gegen, | ander folgende Mann- \ Rleulen, Haag. - txm | ers, Dageningen. - I iefjen, Amsterdam: van i Amsterdam: Tap.Dvrt- j :bcm; van der Heideir . Dortrecht. Zur QJoi- lllannfchast noch M i :n. Don holländifchcr Kamps ein schwÄischn , als Linienrichter ist ; Jaulvens tätig. 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Wft Äamnica ?nibt Der Dauer ^hioestrr, seine J® öiahrigrr Sohn ten mit einem ; Leichen in br> iüdelt 3n der niet, unetlaimt ju 'ah er sich In den mme sehen wollte f leinet Mimte ’M ahnübngaag. gnete sich an einem der Eisenbahnlinie chsthai (Lchst. t wurde der Kraft- abst von einem zur Seite ge- zertrümmert. itm Bahnkörper mü Verlegungen BeiunMten ins t Frau Probst wird ibensalls swwer oer- zwei Fieilchergesellen n übrigen Personen gen davon. anschlagr InMpork. einen italiemschen feit längerer Zeit en Laden und ja» Mdei sanden Mi Personen wurden läge. iruct l’S 0 000 1 r -6 fi'j -* .«erk» -.'gsÄ lut-M O r. L, d>nP A w*1 Bi«S<- wMi SÄ« ep, eme ^Lage sLs« -i-LSs Wxs b'^Nradl nfliiü' •sS'Jfää Aus der Prooin^dfbaupfffalH Gieben, den 9. Tlpril 1931. Oer Herr Polizeipräsident rät... lieber die glückliche Ehe wird, ähnlich wie über das Heufieber, von Berufenen und Unberufenen so viel geredet und geschrieben, daß man sie getrost als noch nicht erforscht ansehen Darf. Es gibt ja auch wohl wenig mehr Rätsel. als im ewig schwin- genden Kreis der Ehe. Ich kenne ein seit acht Jahren verheiratetes Paar, das man getrost als glücklich ansehen darf. Dennoch kommt es manchmal vor. daß er, schneller als sonst, seinen Hut aufsetzt und das Haus mit der furchtbaren Drohung verlaßt, nicht, wieder zu kommen. Sie aber weiß, daß er in spätestens zwei Stunden telephoniert und sich freundlich nach ihrem Befinden erkundigt Und wenn sie einmal mit großer tragischer Geste aus dem House rauscht, wobei sie meistens die Bemerkung fallen läßt, dieses Leben keine Minute mehr länger ertragen zu können, kill er selbstverständlich — das tun alle Männer —, ihr nach Er wundert sich dann sehr, wenn er sie in irgendeinem Laden an der nächsten Ecke einholt, wo sie sich ein. Paar Seidenstrümpfe oder ein Bündel Veilchen kauft. Der will sich in solchen Dingen auskennen! All die Professoren, die über diese letzten Geheimnisse dicke Bücher schreiben, haben sicher bas geringfte Talent zu einer glücklichen Eße. Die meisten sind langweilig, wie ein verregneter Sonntag, und ein Arzt, der ein Aufsehen erregendes Buch über die Dolllommene Ehe geschrieben hat. ist mit einer Frau verheiratet, die ebenso beschränkt, wie gewöhnlich ist. Wer will sich in solchen Dingen auskennenI Da kommt jetzt der Polizeipräsident Cyrill C l a n c y von Liverpool und gibt in -?hn Geboten die Anleitung zu einer glücklichen Ehe. Seine Lehren gelten keineswegs für die Schutzleute. sondern für di? Frauen! Wir können unS in Deutschland schwerlich vor- stellen, daß etwa die Polizeipräsidenten von München. Dresden. Leipzig. Hannover ober Köln — (Liverpool hat 800 OOO Einwohner) — sich mit einem Wegweiser zum Glück an die Oeffcnt- lichkeit wenden. Verordnungen über Versammlungen unter freiem Himmel, Alkoholverbot während der Wahlunterhaltungen, neue Verkehrsvorschriften für Kraftfahrer, oder über das Mitbringen von Hunden in Kaufläden und ähnliche Dinge sind ihre Sorgenkinder. Aber Derkehrsvorschristen über den Weg zum Glück. — das blieb Old merry England Vorbehalten. Der „Police Court Commissioner of Liverpool“ dekretiert also. 1. Wenn du ihn heiratest. — liebe ihn. 2. Nachdem du ihn geheiratet hast, — studiere ihn. 3. Wenn er verschwiegen ist, — traue ihm. 4. Wenn er traurig ist. — heitere ihn auf. 5. Wenn er gerne redet, — höre ihm zu. 6. Wenn er eifersüchtig ist, — heile ihn. 7. Wenn er nicht gerne auSgeht. — schmeichle ihm. 8. Wenn er gerne auSgeht, — begleite ihn 9. Wenn er einen Kuß will, — gib ihm zwei und mehr. 10. Laß ihn stets merken, daß du ihn verstehst, lasse ihn aber niemals merken, daß du ihm irgendwie überlegen bist. Der Herr Polizeipräsident versichert, daß eine Frau durch die strenge Befolgung seiner Rat- schläge den Weg zum Glück finden wird. Der Ordnung halber sei noch erwähnt, daß Mister Cyrill Clancy — Junggeselle ist. Was alles etflärt M. A. WicÜcncr Wochcnmarktprcise. ES kosteten auf dem heutigen Wochenm art. Kochbutter das Pfund von 1 Mk. an, Butter 120-130. Matte 30-35 Pf. das Pfund; Käse 10 Stück 60-140 Pf., Eier 9-10 Pf. das Stück; Wirsing 20—35, Weißkraut 15—20, Rotkraut 20 bis 25, Gelbe Rüben 12—15, Rote Rüben 12 bis 15, Spinat 40—45, Unter-Kohlrabi 5—6, Grünkohl 20-25. Rosenkohl 40 -45, Feldsalat 150-180. Tomaten 70—80, Zwiebeln 10—15, Meerrettich 30 bis 60 Schwarzwurzeln 3b—40, Kartoffeln 4—5, Aepsel 40—50. Birnen 30—40. Dörrobst 30—35. Honig 40-50, Rüsse 60—70 Ps. das Pfund; Junge Hähne 90—110. Suppenhühner 90—110 Pf. daS Pfund. Tauben 70—80 Ps. das Stück Blumenkohl 30— 70, Salat 35 50, Salatgurken 100 biS 120, Endivien 15—35, Ober-Kohlrabi 10—15. Lauch 5—15, Rettich 10-15, Sellerie 10—50 Ps da- Stück; Radieschen 20—25 Ps. da- Bund Kartoffeln 3—4, Weißkraut 10—12. Wirsing 20 bis 25, Rotkraut 12—15 Mk. per Zentner. Vornotizen. — TageSkalender f üt Donnerstag. Stadttheater. .Viktoria und ihr Husar", 19.30 dis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Ariane." — Astoria-Lichtlpiele: .Das Gesetz der schwarzen Berge" und.Madame im Strandbad". •• Eine Tagung der Vereinigung südwe st deutscher Kinderärzte findet am nächsten Sonntag, 12. April, in Gießen statt. Aach einem Gang durch die Universitäts-Kinder- flinif werden am Vormittag im Hörsaal des Physiologischen Instituts die fachwissenschaftlichen Vorträge ihren Anfang nehmen. Für die frühen Aachmittagsstunden ist eine erneute Befichtigung der Kinderklinik «vorgesehen, anschließend soliden Tagungsteilnehmern vom Turm des Physiologischen Instituts aus ein. Rundblick über die Stadt und die Umgegenb geboten werden, hieraus finden die fachwissenschaftlichen Vorträge ihre Fortsetzung. ^"Frühjahrsmesse in Gießen. In der Zeit vom Sonntag. 12. April, bis Sonntag. 19. April, findet auf Oswaldsgarten die diesjährige Frühjahrsmesse statt. Reben einer Reihe von Derkaussgeschäften. wird auch für die Unterhaltung gesorgt werden, denn Charlestonbahn, Raupenbahn, Schilfsschaukel, Kinderkarussell. Schießbuden, Hundetheater und noch manches andere werden vertreten feilt. Näheres in der heutigen Anzeige. “Die Omnibusverbindung nach dem Schi ff en berg wird von morgen ab dem Publikum wieder zur Verfügung stehen. Näheres ist aus Der heutigen Anzeige ersichtlich. " Zu dem Einbruch in der Wellers- bürg, der — wie wir am Dienstag schon kurz berichteten — in der Rächt zum ersten Oste»- feiertag verübt wurde, ist weiter mitzuteilen, daß die Gießener Kriminalpolizei einen Polizeihund auf die Spur Der Täter setzte. Der Hund verfolgte die in Richtung Lollar führende Spur bis zur Kreisstraße, wo et sie verlor, da die Einbrecher Fahrräder mit sich geführt und auf diesen ihre Flucht fortgesetzt hatten. Auf dem Wege von dem Tatort bis zur Kreisstraße fand man auf der Spur eine Flasche mit Rum und einen Totschläger vor, die polizeilich sichergestellt wurden. Die weiteren polizeilichen Rachsorschun- gen ergaben, daß die Täter nach dem Einbruch in der Arbeiterschutzhütte einer Sandgrube bei Lollar sich aufgehalten und dort die entwendeten Lebensmittel verzehrt haben. In dieser Hütte wurde auch der Schlüssel zu dem Zigarettenschrank in der Wellersburg vor gefunden. Die Kriminalpolizei ist z. Z. rfiit den weiteren Rachforschungen noch beschäftigt. Ein Einbruch in ein Manusakturi- Warengeschäft wurde, wie der Landeskriminalpolizeistelle in Gießen heute früh zur Kenntnis kam, in der letzten Rächt in Grebenhain (Kreis Lauterbach) verübt, lieber den Umfang des Diebstahls und die Art der entwendeten Gegenstände ist näheres hier noch nicht begannt " ^Die Wunder de s A m a z o n e n st r o- m e s" betitelt sich ein Kulturfilm, der am Sonntag, 12. April, 11.15 Uhr, im Lichtspielhaus, Bahnhof st raße, gezeigt werden wird. Der Filin führt an die Ufer des wasserreichsten Stromes der Welt, dessen Mündungsdelta sich über 50 Kilometer erstreckt, an dessen Ufern die Urwälder in ihrem üppigen Wachstum sich verschwenden: der Film wird ferner Bilder bringen von den Tieren und Menschen, von Vögeln und Fischen, von dem Kampf der Menschen um ihre Existenz, Bilder von ihren Ansiedlungen, von ihren Sitten und Gebräuchen und vieles andere mehr. Die Besucher werden Gelegenheit haben, eine Jagd auf Seekühe zu sehen, den Jaguar zu belauschen, riesige Rinder* und Pferdefarmen kennen zu lernen, die mannigfachen landschaftlichen Reize zu erleben und Damit zugleich auf die denkbar angenehmste Art das Wissen um andere Länder, um andere Völker und um andere Lebensformen zu bereichern. RähereS in der heutigen Anzeige. " Deutsche Bau- und WirtschaftS- gemeinschafL 3m Hotel Hop seid fand, wie man unS mitteilt, eine Zusammenkunft von Vertretern und Vertrauensleuten der Deutschen Dau- und Wirtschaftsgemeinschaft e. G m. b. H. Köln statt. Architekt Krämer, Wissen, legte in längeren Ausführungen die Vorteile des genossenschaftlichen Zwecksparen- gegenüber Dem Sinzelsparen klar, an Hand von Berechnungen entwickelte er weiter die Vorteile Der Zweck- und Bausparverträge auf Der Grundlage des „offenen" und des ..geschlossenen" Sparerkreises. Er erklärte sodann daS Spartagesystem der Genossenschaft. daS eine gerechte ZuteilungSgrund- läge biete, und gab schließlich einen Ueberblid über die vielseifigen Anwendungsmöglichkeiten des Dau- und Zwecksparens im Rahmen Der Deutschen Dau- und Wirtschaftsgemeinschaft. Scrfrefervcrfommlung oberhessischer Bienenzüchter. # Marburg, 8. QIpriL Am Dritten Oster- feiertag fand die diesjährige Dertreterver- sammlung deS O be r he s s i s ch e n Dienenzüchtervereins in Marburg statt, um mit Dem Kurhessischen Imkerbund zusammen zu tagen, dann aber auch, um Den Imkern einen Einblick in die Lehr- und 'Versuchsanstalt beim Zoologischen Institut Der Universität Marburg zu getoäbren. Der erste Vorsitzende, Lehrer R u n k (Ridda), gedachte der im verflossenen Geschäftsjahre verstorbenen Führer des Deutschen Imkerbundes, Rektor Drei Holz und Oberlehrer Lupp (Stuttgart), sowie der verstorbenen Mitglieder, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurden. Sodann erstattete der Dereinsobmann Den Jahresbericht. Seinen Darlegungen war ,u. a. zu entnehmen: Das Dienenjahr 1930 war für unseren Bezirk sehr gut. Sin Honigschutzgesetz wurde vom Reiche erlassen. Die Bienenzucht wurde in das landwirtschaftliche Rotprogramm einbezogen und der Zoll auf Bienenhonig zum Schutze der heimischen Erzeugung von 40 auf 65 Mk. erhöht Die Mitgliederzahl des Vereins hat sich auf 1500 erhöht. Einen Höhepunkt des Dereinslebens bildete die Derbandstagung der oberhessischen, kurhessischen, rheinhessischen und Starkenburger Imker zu Hersfelo. In Frankfurt a. M. wurde Die SuDwestdeutsche Honigverwertungsgenossenschaft gegründet, deren Zweck es ist, dem unlauteren Wettbewerb mit gefälschtem Honig entgegen^treten. Die Rechnungsablage erstattete der Ver- einsrechner Schäfer (Gießen). Die Einnahmen beliefen sich auf 15 547 Mk., die Ausgaben betrugen 12 956 Mk., so daß sich einschließlich eines Kassenvorrates von 1599 Mk. ein Gesamtvermögen von 2190 Mk. ergibt Die Prüfung Der Rechnung gab au Beanstandungen keinen Anlaß, so daß dem Rechner mit Worten des Dankes Entlastung erteilt werden konnte. Der Voranschlag für 1 930 weist auf Der Einnahmeseite Durch Die Erhöhung Der Mitgliederzahl ein Mehr auf. Beim Abschnitt „VereinS- zeitschrift" hob der Vorsitzende Das entgegen- rommenDe Verhalten Der Druckerei Der Dereins- zeitschrift. Der Brühlschen Universitätsdruckerei, R. Lange in Gießen, hervor. Er bat die Vertreter, sich für Reuwerbung von Mitgliedern kräftigst einzusetzen. Rach reger Aussprache wurde Ser Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit je 6600 Mk. einstimmig angenommen. Die verschiedenen Anträge wurden bei den entsprechenden Kapiteln des Voranschlags mitberaten und Dabei für Werbezwecke 200 Mk. bewilligt ®ingefü&rt wurde eine Seuchenschuhkasse, für die aus Dereinsmitteln ein Grundstock von 200 Mk gewährt wurde. Als Jahresbeitrag Der Mitglieder find 10 Pfennig für jedes eingewinterte Volk zu entrichten. Der Zuckerbezug soll in diesem Jahre von den Dezirksvereinen vorgenommen werden. Der Vorsitzende gab barm noch bekannt daß die diesjährige Ausstellung des Ober- hessischen Dienenzüchtervereins, deS rheinhessischen und kurhessischen Imkerbundes. des Starkenburger und Mitteldeutschen Verbandes gemeinsam in Worms anläßlich der dort statfiinden- den ObstauSstellung des Kreis-, Obst- und GartenbauvereinS Worms ftattfmDcn soll. Deren Termin noch nicht feftliegt Weiterhin ist Der Versicherungsschutz mit Beginn des Jahres 1931 von Der Golhaischen Dcriicherunasgesellschaf t auf Den DerficherungS- verein des Deutschen ImkerbunDeS übergegangen, wodurch Die Mitglieder gegen Feuer, Blitzschlag. Einbruch in Höhe von 20 00? Mk. versichert sind und Dabei noch der Haftpflichtschutz einbegriffen ist. Den Schluß der Tagung bildete die Ehrung von vier um die Bienenzucht verdienten 3intern, denen Der Obmann ein Diplom überreichte Ss sind dies Bahnvorsteher i. R. Georg Schmidt (Lißbergi 58 Jahre Imker und Mitglied, Landwirt Faik (Rainrvd, Kr. Schotten» 51 Jahrs vereinsangehörig, Förster i. R Konrad Simon (Altenburg» und Hosgärtner i R Riedel (Assenheim), die beiden letzten auf eine 50jährigo Mitgliedschaft zurückblicken. Zu gleicher Zeit fand in einer Parallelversammlung die Dertreterversammlung derKurhessen statt unter Leitung von AmtS- anwaltschaftSrat W e n k e b a ch. Rach Erledigung deS geschäfllichen Teile- tagten beide Vereins zusammen. Geschäftsführer Ihn von der Süd- westdeufichen HonigverwertungSgenossenschaft Frankfurt hielt einen aufklärenden Vortrag über Aufbau, Einrichtung und Zweck der Genossenschaft. wie- auf die Schwierigkeiten deS Absätze- bin und wußte manches Vorurteil zu zerstreuen. Dann sprach Dr. Freuden st ein vom Zoologischen Insfifiit Der Universität Marburg über .Die Hebung der Bienenzuchterträge durch Köni- ginnenAucht". Eine große Anzahl vorzüglicher Lichtbilder ergänzten die Ausführungen aus das beste. Eine Besichtigung Der Lehr- unD Versuchsanstalt für Bienenzucht gab den Teilnehmern weitere Aneiferung zur Hebung der Imkerei. Die nächstjährige Dertreterversammlung findet wieder in Gießen statt. Molkereigenossenschaft Hungen. 4t Hungen, 8. April. Die 37. ordenllicho Generalversammlung Der Molkereigenossenschaft fanD im Saale ..Zur Staube“ statt. Der DvrsitzenDe des Aufslchtsrates, Deigeordne- ter Wolf von Wohnbach, leitete die Versammlung. Die IahreSrechnung ergab folgende- Dild: Die Aktiva betragen 130 921,44 Mk. Die Passiven belaufen sich auf 127 179,90 Mk. Der Reingewinn wurde teils dem Reservefonds und der BetriebSrücklage überwiesen, teils gelangt er als Aweiprvzentige Rachzahlung auf daS hereitS bezahlte Milchgeld der Genossen zur Verteilung. Den Geschäftsbericht für das abgelaufene Derichlsjahr erstattete Molkereiverwalter Puth. Während im Jahre 1929 insges 5 128 284 Liter Milch eingeliefert wurden, belief sich Die angefahrene Milchmenge in 1930 auf 5 342 343 Liter. Für Die eingelieferte Milch tour Den 798 359,55 Mk. bezahlt, im Durchschnitt mit Der Rachzahlung also 15 Pf. für daS Liter. Von Der ungehaltenen Milchmenge wurden erbuttert 1 763 599 Liter und davon 130 078 Pfund Butter hergestellt. An Käsen wurden versandt 860 Rollen an Mitglieder abgegeben 12 474 Rollen. Vollmilch wurde insgesamt 3 558 115 Liter verschickt. Der Stadtverkauf betrug 12 046 Liter. Quark kamen 102 064 Pfund zum Versand. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1929 1178 und Ende 1930 1181. Die Geschäftsanteile betragen 1181. Die Haftsumme hat sich um 150 Mark auf 59 050 Mk. erhöht. Das Geschäftsguthaben beträgt nun 11810 Mk. Die satzungsgemäß auSscheidenden Mitglieder des Aussichlsrates wurden durch Zuruf wiedergewählt. Im Anschluß daran wurde der Defck>luß gefaßt, von nun ab 20 Mk. anstatt seither 10 Mk. Eintrittsgeld zu erheben. Weiterhin wurde beschlossen. den Preis für Aurüdgelieferte Magermilch von 4 auf 3 Pfennig je Liter zu ermäßigen. Mit Worten des Dankes an die Dersamm- lung und das Genossenschaftspersonal für ihre mustergültige Arbeitsleistung schloß der Vorsitzende die Versammlung. (Schluß Des redaktionellen Teils.) Verstopfung ist eine Qual, darum raten wir Ihnen, nbendS vor dem 2d)la en- neben 2 fcet beyRei ne zu nehmen. Dieses uiomot wirkendeMtttel erhalten Tie in Apotheken N 75NAtO SOZIAUÄS G, O&Lfi ö&Hßv das ist die Frage, über die in Raucherkreisen oft diskutiert wird. Wir sind der Ansicht, daß es vollkommen gleichgültig ist, ob man eine Zigarette mit oder ohne Mundstück raucht. Denn nicht diese kleine belanglose Äußerlichkeit bestimmt die Qualität einer Zigarette. Die Hauptsache ist vielmehr die Qualität des verwendeten Tabaks. MAKE DON-Zigaretten werden aus den edelsten Tabakgewächsen Mazedoniens hergestellt, die mit Sorgfalt ausgesucht wurden und während vier vollen Jahren in unseren Orient-Lägern ihr vorzügliches Aroma entwickelt haben. Um aber dem Wunsch der Raucher in jeder Beziehung Rechnung zu tragen, werden die MA K E DON - Zigaretten mit und ohne Mundstück hergestellt. Verlangen Sie daher MAKE DON-Zigaretten in der äußeren Form, die Sie lieben. MAKEDON Makedon G.m.b.H., Fabrikniederlage Frankfurt a.M., Hanauer Landstr. 147/149, Tel. Carolus 40441 Generalvertretung: J. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Kliebe und Kinder. Geilshausen, Londorf, den 8. April 1931. Die Beerdigung findet Freitag, den 10. April, nachmittags 4 Uhr statt 02041 Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlich Eberhard Äudt u.Frau Martha, geb.Schrot Gießen, April 1931 62051 Piano- Stimmungen und Reparaturen durch eigene, bewährte Fach kräfte gut. und preiswert. «?aiA Pianohaus Schönau Tel. 3269. Seltersw.91 Waschkunstseide 76-80 cm breit, in vielen neuen Mustern und Farben, praktisch — schön — billig Tweed für das praktische Haus- und Straßenkleid, entzückende Musterung, 80 cm breit, 1.50, Fresko 80 cm breit, der neue Modestoff, für Sport- A Q P kleider besonders geeignet.............. ieUU Tweed-noppe für das eleg. Nachmittagskleid, ganz neuart. Q Fft Farbstellungen, 80 u.100 cm breit, 4.80,3.60, &«uU Douppion reine Seide, der neue Modestoff für das Q Qß fesche Sommerkleid, 80 cm breit........ 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Hiermit wird an die Monatsversammlung am SamStag, dem 11.April.20 ,Ubr, tm ^Aauarium" Walltorstra e, erinnert. Wegen der Aussprache über die Teilnahme am Bnn- deStaglSonniag.den 2S. Juni, 101', Uhr. in Aiamz) ist vollzähliges Erscheinen erfordert. Die «>nch- grnvvenleiler wer- den gebeien. die Teilnehmerlisten anzu- feriigen und in der Versammlung abrn- Zum Bleichen und Klarspülen der Wäsche Scifix. Pökel 15 Plg, Wohnungstausch| 4 Zimmer Woon. gegen 2-3-Zimm.'Wobn. im 1. Stock z. lauschen gei. Schr. Slnfr. unt. 02 137 an d. Och. Anz. j | Stellenangebote | BaulDarkaiie mit den vorteilhaft. Bedingungen sucht zuocriäss. Herrn als Bezirks- Vertreter bei hoher Provision. Angebote mögl. von sgchkund.Herrenerb unter Nr. 459 12513V) an den Giefi. Anz. Tafelbutter feine...-Va Pfund 80 Jetzt benötigen Sie ftaf eendünger Kaktcenfamcn Llaktccncrde ttaktecntSvse Kaktecnltändcr vom 02034 BlomenljausDieB Giene» SelterSweg 38 Telephon 2213. Gperrzeit für Tauben. 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Dflli* iiiei* ind)1 ver' teil-' ni»' der b">l 1900 m6* »051 Donnerstag, 9. April 193} Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. 82 Zweites Blatt Zweihundert Jahre Buderus'sche Eisenwerke, Wehlar. Wie tetr unterm 30. März b. 3. bereite kurz berichteten, konnten die Buder uSschen Eisenwerke in Wetzlar am 14. Marz d. 3. auf ihr 200jähriaes Bestehen zurück» blicken. Der Geschäftsbericht, dessen allgemeinen Teil wir ebenfalls schon veröffentlichten, enthält aui diesem Anlab einen kurzen geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung der Firma und einige aufschluhreiche Schaubilder über den Verlauf der Erzeugung und des Umsatzes in den letzten fünf Jahrzehnten Die Ausführungen des Verfassers in dem geschichtlichen Teil, der durch eine im Lause dieses Jahres erscheinende, aus breiter Grundlage angelegte Untersuchung über die hessen-nassauische Eisenindustrie, insbesondere der Buderus schen Eisenhütteii. ergänzt wird, geben Veranlassung, auf die Entwicklung einer der ältesten und größten Firmen des vbrrhessischen Wirtschaftsgebietes näher einzugehen. Leit über einem halben 3ahrtauscnd sind die Buderus sehen Eisenwerke durch ihr Werk Hirzenhain mit der ober hessischen Eisenindustrie auss ehgftc verbunden. Die industrielle Entwicklung der nunmehr seit 200 3ahren bestehenden BudcruS schen Eisenwerke ist auSgegangen von der Friedrichshütte bei Laubach, die 3t>- hann Wilhelm Buderus mit dem Hessenbrücker- und Veorgen-Hammer am 14. März 1731 vom Grafen Friedrich zu Solms-Laubach pachtete. Der Besitz der Familie Buderus wurde im Laufe der nächsten 3ahrzrhnte erweitert durch Angliederung des Eisenhammers zu Schellenhauscn bei Grünberg in Oberhessen (1779) und der Audenschmiede im Weiltal (1793). Vach dem Tode des Gräslich-Solms-Laubachschen T-rg- ralS 3ohann Wilhelm Buderus, dem Vach- solger des ersten Pächters der Friedrichshütte, Gründeten dessen drei Löhne am 2. 3anuar 1807 ie Familiengewerkschaft (Svcietät) 3. W. Buderus Löhne mit dem Sitz auf Friedrichs- Hütte bei Laubach. Unter dieser Fi^ma wurden neue Erweiterungen vorgenvmmen. Die So- cietät verfügte neben den übernommenen Hochofenwerken über neu erworbene Betriebsstätten wie Eisen- und Drahthämmer, die das Voheisen zu Halbfabrikaten weiter verarbeiteten. Außer- dem besäst die Firma ausgedehnte Eisensteinbergbaugerechtsame in Vassau, Oberhessen und im Preise Wetzlar. Bei der Auseinandersetzung der Socictät, im 3ahre 1870 erfolgte, wurde das Gesamtvermögen mit nahezu 2 Millionen fl. festgesetzt. Vach Auflösung der Familien-Gewerk- schaft und Teilung des Familienbesihes gründeten die beiden Brüder Bergrat Georg und Richard Buderus die offene Handelsgesellschaft .Gebrüder Buderus" mit dem Sih zu Main-Wescr-Hütte bei Lollar. Dieser Gesellschaft waren angeschlossen: 1 Eisensteingrubcn, hauptsächlich in den Berg- rev eren Wetzlar, Weilburg und Hessen-Darmstadt: 2. die Main-Wescr-Hütte zu Lollar: 3. Hirzenhainer-Hütte zu Hirzenhain: 4. Ehnstianehütte bei Schupbach: 5. Veuenschmicde bei Wächtersbach. Die technische Weiterentwicklung — der Ersatz des unwirtschaftlich herzustellenden Holzkohlenroheisens durch das billigere Kokshochoienroheisen — bedingte auch eine Umstellung der Bu- dcrus'schen Hütten. In den günstig zum Koksdczuge von den rheinisch westfälischen Zechen gelegenen neu erworbenen Betriebsstätten Wetzlar und Siesten wurde dann auch der Bau von Kokshochöfen in Angriff genommen. Mit dem tia^f der Georgs- Hütte zu Burgsolms im Jahre 1883 vereinigten die Gebrüder Buderus die gesamte Roheisenerzeugung an der Lahn in ihrer Hand. Entsprechend dem erweiterten Geschäftsumfang wurde im Jahre 1884 die offene Handelsgesellschaft durch die Aktiengesell- schäft Buderus'sche Eisenwerke zu Main- Weser. Hütte. Lollar bei Gießen, ab. gelöst. Diese Firmierunaist, abgesehen von der Verlegung des Sitzes der Gesellschaft nach Wetzlar, bis heute beibehalten worden. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde damals auf 12 000 000 Mark^festgejetzl und beträgt heute nach mancherlei Aenderungen 26 300 000 RM Auch nach der Umwandlung der Firma lag die Leitung des Gesamtunternehmens fast ausschließlich in den Händen von Familienmitgliedern. 'Mit dem Tode von Georg Buderus im Jahre 1894 schied die Familie endgültig aui der Geschäftsführung aus. Generaldirektor Eduard Kaiser vom Georgs- Marien-Bergwerks- und Hüttenvercin, Osnabrück, wurde zum Vorsitzenden des Vorstandes berufen, während Kommerzienrat 21. (3. Wittekind von der Mittelt^utschen Örebitbant Berlin, den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm. Dieses letztere Amt wird seit 1918 von Justizrat Dr. jur. Albert Katzen- ellcnbogen, Frankfurt a. M, ausgeübt. Im Vorsitz des Vorstandes folgte auf den im Jahre 1911 verstorbenen Generaldirektor Kaiser '-Bergrat Dr.-Jng. h. c. Alfred Groebler und auf diesen im Jahre 1926 Kommerzienrat Dr.-Jng. h. c. Adolf Z»oehler. Mit dem Jahre 1895 war ein wichtiger Abschnitt in der Geschichte der Buderus'schen Eisenwerke er- leicht. Waren in den ersten 125 Jahren des Bestehens die Erzeugung der Hütten und Hammr auf die Herstellung von Gustwaren, wie Plattenguß, Ofengust, Geschirrguß und auf die Lieferung von Fastband, Schlosser und Nageleisen sowie Radreifen, Stabeisen, Blechen und Hochstäben, und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vornehmlich auf die Herstellung des bekannten nassauischen Qua litäts Giesterci-Noheisens abgcftcllt so setzte um das Jahr 1900 die planmäßig durchgeführte Umstellung auf den gemischten G r o h g i e ß c r e i betrieb ein. Gefördert wurde die Umstellung zum gemischten Betrieb, indem das selbst erbla|ene Roheisen weiter verarbeitet wurde, durch Angliederung fremder Eisengießereien und den Ausbau der vor- handenen Werksanlagen. Von diesem Betriebsplan ist bis in die jüngste Gegenwart nicht abgewichen worden. Zum Besitz der Gesellschaft gehören heute, neben ausgedehnten Eisenfteingcrechtsamen und Kalkstein- brüchen die Sophienhütte, Wetzlar, bestehend aus drei Hochöfen, einer Zcinentfadrik, Rühren-, Jormstück- und Maschinengußgiehereien, Elek- trizitäkswerk. die M a i n - W e s c r - H ü t t e, Lollar, bestehend aus Radiatoren, und Kefselgießereien, während die Georgshütte, Burgsolms, 1930 dem Abbruch verfiel. Neu erworben wurden im Jahre 1907 die Karlshütte, Staffel bei Limburg a. d. L-, bestehend aus Abflußrohr- und Kanalgustgießereien, im Jahre 1919 das Westdeutsche Eisen- werk, Essen -Kran, bestehend aus Rohren-, Formstück- und Tübbingsgießereien sowie einer Badewannenfabrik. 3m 3ahre 1919 wurden die Eisenwerke Hirzenhain, Hugo Buderus G. m. b. H-, Hirzenhain von der Aktiengesellschaft zurückerworben. Seit 1923 gehören das Brcu erwerk AG. in Frankiurt a. M.-Höchst mit 96.4 Prozent des Gesamt-Aktienkapitals - und seit 1920 die Stahl- werke Röchling-Buderus AG.. Wetzlar mit 50 Prozent des Aktienkapitals zum Besitzstand der Buderusschen Eisenwerke. 3n den vorgenannten Werken wurden am 31. Dezember 1930 insgesamt 6242 Angestellte und Arbeiter beschäftigt. Der geschichtliche Rückblick des Geschäftsberichts schließt ab mit einem Hinweis auf die starken Hemmungen, die dem Linternehmer von außen her auferlegt werden und die eine freie Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte, wie in früheren Zeiten, hindern. 3n einer Sondernummer der Wcrkzeitung „Hütte und Schacht" wendet sich der Vorstand in längeren Ausführungen über die Entwicklung der Buderusschen Eisenwerke an die Belegschaft. Hieraus muß in der heutigen Zeit besonders hervorgehoben werden, daß die enge Verbundenheit zwischen Werk und Arbeitnehmern die erste Voraussetzung für den Fortbestand eines Unter* nehmens ist. Von der festlichen Begehung des Jubiläums ist mit Rücksicht auf die Vot der Zeit Abstand ge- nommen worden. Als Erinnerung an das 200jährige Bestehen hat die Verwaltung eine in Hirzenhain gegollene. künstlerisch ausgeführte 3 u b i - läumsplakette herausgegeben. Taten sür Freitag, 10. *MpriL 1864: der Komponist Eugen d'Atbcrk In Glasgow geboren; — 1924 der Großindustrielle Hugo etm- ne» in Berlin gestorben. Gpielveremigung 1900 Gießen. Die Osterreise der Ligowannschaft endete mit einem sportlichen Mißerfolg. Entgegen d oder aufs Konto der Autoren kommen. Die Inszenierung — Gastspiel des Operettentheaters Bochum-Hambom; Regie: Theo Da- I chenheimer: am Dirigcntenpult: Wilhelm Dachenheimer; Tänze: Maria Sylvan und | Theo D a chenhe imer — arbeitete mit großem Personaleinsah und bedeutendem Aufwomd an Ausstattung und farbenfreudigen Kostümen. (Dühnenbilder von Theo Zazzi.) Szenisch und musikalisch war die Aufführung, besonders im Vorspiel und im ersten Akt, ziemlich unausgeglichen und stellenweise ohne rechten Schwung. Weitaus am besten wirkte der Mittelakt, der die Möglichkeiten der Partitur und des Textes energisch und theatergerecht ausschöpfte. Die Viktoria gab Erna Wigger, anfangs etwas gehemmt, später freier, mit gut geschultem, wenn auch nicht sehr großen Material. Den Rittmeister spielte Paul Haag, gesanglich nicht jederzeit befriedigend, darstellerisch in angenehmen Formen. Zwei erfreulich temperamentvolle Partien: der Graf Ferry von Otto K r a a tz und die Zofe Riquette der begabten Soubrette Adny Sperg; von Eddy Kurt (3anczy) haben wir (in den „Drei Musketieren") schon bessere Lei tungen gesehen. Ausgesprochen schwach: Karl Santori, der den amerikanischen Gesandten mit einem auf Liebhaberbühnen üblichen Pathos ausstattete. — Dom übrigen Ensemble: Hilde Dibaeker und Adolf Wiesner. Das Publikum, anfänglich zurückhaltend, fand zusehends Geschmack an der ^Neuerscheinung und bereitete dem Gastspiel eine freundliche Aufnahme. Mehrere Vummern durften wiederholt ' werden. hth. Tolstoi-Anekdote. Tolstoi kleidete sich stets sehr einfach. Das gab häufig Anlaß zu Mißverständnissen. Einmal stand der russische Dichter auf dem Bahnsteig zu Tula. Ein Schnellzug fuhr ein. Aus einem Abteil erster Klasse sprang ein Herr und lief in den Wartesaal. Gleich darauf öffnete sich ein Fenster und eine Dame rief dem Davon- eilenden nach: .George!... George!..." Doch George war schon im Bahnhofsgebäude verschwunden. Tolstoi stand in der Dähe und beobachtete die Szene. .Grohvätcrchen", rief ihm die Dame plötzlich zu, „lauf' doch bitte und hole mir den Herrn da zurück — ich gebe dir auch ein Trinkgeld." Tolstoi ging, holte George zurück und erhielt ein Geldstück. Da» ging durch die wartende Menge ein Gckmur» mel: „Seht — Tolstoi — Tolstoi!" Auch die Dame fragte: .Wo ist er, wo?" Ehrfürchtig beutete man aus den Greis im Bauernpelz. Sofort verschwand sie vorn Fenster und erschien gleich darauf auf dem Bahnsteig. .Graf, um Gottes Willen verzeihen Sie! Ach, es ist mir ja so peinlich ..." Graf Tolstoi beruhigte sic lachend. .Bitte, geben Sic mir das Geld zurück, Graf, wenn Sie nicht zürnen." .0, nein, das Geld behalte ich, denn es ist vielleicht das einzige, das ich ehrlich erarbeitet habe.. Da ertönte das Zeichen zur Abfahrt des Zuges und die verlegene Dame verbarg fich schnell in ihrem Abteil. Stenotypistinnen machen Karriere. Unter den vielen Tausenden von jungen Frauen, die alltäglich ins Erwerbsleben treten, verdienen viele an der Schreibmaschine und mit Stenographieren ihr Brot. Der Beruf gilt nicht gerade als sehr gewinnbringend, aber doch hören wir immer wieder, daß solch«. Stenotypistinnen ihr Glück machen, sei es nun, daß sie als Privatsekretärinnen die Hand des reichen Chefs erringen oder sich durch eigene Tüchtigkeit zu einer leitenden Stellung aufschwingen. Wie man von den Soldaten der napoleonischen Heere sagte, jeder Gemeine trüae den Marschallstab im Tornister, so kann man also auch von diesen Bureaudamen sagen, daß ihnen große Möglichkeiten zum Ausstieg gegeben sind. Leuchtende Beispiele sind einige englische Damen, die als Stenotypistinnen begonnen und es zu Reichtum und Ehren gebracht haben. Zu Nutz und Frommen ihrer einstigen Kolleginnen erzählen sie in einer Londoner Wochenschrift von ihren -Erfahrungen. Da ist zunächst Frau Edgar Wallace, die Gattin des erfolgreichen Schriftstellers, die ihm eines Tages, als Wallace noch nicht der berühmte Detektiv-Romandichter und Dramatiker war, ihre Dienste in einem edjrciben anbot. Sie wurde eine feiner Sekretärinnen und erwies sich als so tüchtig^ daß Wallace ihr einen Antrag machte. Als feine Gattin arbeitete sie zunächst noch mindestens ebenso eifrig wie seine Sekretäre, aber als ihr Gatte sich immer mehr auf das Theatergefchäft warf, wurde sie darin feine Mitarbeiterin und ist jetzt die Leiterin der Theatergesellschaften, die feine Stücke aufführen. Sie hat die alleinige und selbständige Aussicht über diesen Teil der Verwertung der Wallaceschen Produktion. Sie ist zwar nicht Der Ansicht, daß der Beruf der Stenotypistin an sich der beste Weg zum Erfolg ist, aber sie schreibt: „Wenn ich ein Mädchen wäre, so würde ich als Sekretärin in einem kleinen Bureau beginnen, wo ich zunächst alles selbst machen müßte. Dann würde ich mich nach Arbeit in einem größeren Geschäft umsehen und es dort zu einer leitenden Stellung zu bringen suchen." Auch die Romandichterin Ethel Männin hat an der Schreibmaschine begonnen. Sie kam 1916, als sie noch nicht 16 Jahre alt war, in ein großes An- zeigenbureau und fiel dort dadurch auf, daß sie gute Bücher las und bei dem Entwerfen von Anzeigen schriftstellerische Begabung bekundete. Der Chef betraute sie mit der Redaktion einer Hauszeitschrift. So lernte sie den Journalismus kennen und machte sich bald unentbehrlich. Aus diesen schriftstellerischen Anfängen entwickelte sich bann ihre dichterische Tätigkeit. Auch sie ist der Ansicht, daß eine Stenotypistin, die wirklich tüchtig ist und es mit ihrem Beruf ernst nimmt, die Anwartschaft auf bedeutende Posten besitzt. Daß eine solche Laufbahn möglich ist, zeigen die Bekenntnisse zweier anderen Damen, die nicht durch Heirat ober durch eine besondere Begabung emporkamen, sondern durch Geschäftstüchtigkeit. Die Leiterin des englischen Frauen- Jngenieurvereins, Caroline Haslett, die heute einer großen Ingenieurfirma oorsteht, hat als Bureaudame bei einem Ingenieur angefangen und sich ihre ganze Ausbildung selbst anaceignet. Sie hält die Stellung der Privatsekretärin für besonders aussichtsreich, weil man dadurch in enge Berührung mit dem Chef kommt und Einblick m das ganze Geschäft und einen gewissen Einfluß erhält. Die Direktorin eines großen Anzeigenbureaus, Florence Sangster, hat an der Schreibmaschine angefangen. „Die Stenotypistin", schreibt sie, „vermag sich in allen Bereichen des Geschäftslebens leicht zurechtzufinden, wenn sie Klugheit und Ehrgeiz besitzt. Sie darf sich aber nicht vor Verantwortlichkeit fürchten und muß eine Stellung, in der keine Aussichten zum Fortkommen sind, rechtzeitig aufgeben. Aengst- lichtest und Entschlußunfähigkeit sind die Hauptfehler der Frauen im Geschästsleben. Man muß den Sprung ins Unbekannte mögen und muß an dem einmal gesteckten Ziel mit größter Zähigkeit festhalten. Dann wird man schon durchkommen. Den Albachern gelang es. nocy vor der Pause einen Treffer zu verwandeln. Nach der Pause spielte Albach mit günstigem Wind und konnte sofort den Ausgleich erzielen. Ruttershausen wurde jedoch durch flinkes Spiel überlegen und konnte dem Albacher Tormann noch zweimal das Nachsehen geben. Albach dagegen konnte trotz einiger gefährlicher Situationen vor dem Ruttershäuser Tor nichts mehr zu Werke bringen. To. Londorf — Sporlgemeinde Eintracht Frankfurt. QIn den beiden Osterfeiertagen hatte der Tv. Londorf eine durch vier Ligaspieler verstärkte Handtallelf der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt a. M. zu Gast. Am Ostersonntag spielte diese Mannschaft gegen die II. Mannschaft des Tv. Londorf. Anfangs konnten die Londorfer noch standhalten, dann aber zeigten die Eintrachtler ihre technischen Feinheiten und führten bis Halbzeit 5:1. Das Spiel endete schließlich 11:1 für Frankfurt. Am zweiten Feiertag spielte die Sportgemeinde Eintracht in verstärkter Aufstellung gegen die I. Mannschaft des Tv. Londorf. Den gut durchdachten Angriffen der Eintrachtmannschaft setzten die Turner erfolgreichen Widerstand entgegen. Bi.s Halbzeit lagen die Frankfurter 3:0 in Führung. Aach der Pause sah man wieder dasselbe Bild. Bei dem Stande von 6:0 kam Londorf zum Ehrentor. Mit 7:1 für Frankfurt endete der spannende Kampf. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Gießen I — Dackenheim I 2:2. Am ersten Osterfeirrtag waren die Frankfurter Gäste der Freien Turnerschaft Gießen. Gießen lieferte ein frisches Spiel, die Gäste erschienen etwas ermüdet, gaben aber doch alles her und lieferten ein ausgeglichenes Spiel, das mit einem gerechten Unentschieden endete. Wieseck I — Frankfurt a. M. Dockenheim I 3:3. Wieseck hatte sich zum Ostersamstag die erst« Mannschaft von Frankfurt-Dockenheim zu einem Freundfchaftsspiel verpflichtet. Es entwickelte sich ein flottes Spiel. Der Ersahtorhüter der Einheimischen bekam viel Arbeit und meisterte dabei schwierige Dinge. Wieseck konnte zwar die Führung übernehmen, doch glichen die Gäste bald aus. Wechselseitig kamen dann beide Tore in Bedrängnis. Zum Schluß gelang es beiden Parteien, noch je zweimal erfolgreich zu sein. Wieseck I — Heusenstamm I 4:4. Auf dem Wiesecker Sportplatz herrschte am ersten Osterfciertag Hochbetrieb. Die erste Mannschaft hatte sich in Heusenstamms I. eine führende Mannschaft des 4. Bezirkes verpflichtet. Die Gäste konnten kurz nach Beginn einen Dorsprung von zwei Toren schaffen, jedoch gelang es Wieseck, ein Tor aufzuholen. Aach dem Wechsel gelang der Ausgleich. Dann aber waren es die Gäste, die in kurzer Zeit das Aesultat auf 4:2 stellten. Wieseck kam dann wieder mehr zur Geltung und schus das Unentschieden. Wieseck II — Mendorf I 8:3. Am Karfreitag standen sich obige Mannschaften in einem Freundschaftsspiel in Wieseck gegenüber. Die Gäste gaben alles her, um den Einheimischen ein gleichwertiges Spiel zu liefern. In gleichmäßigen Abständen mußte der Hüter der Gäste achtmal den Ball aus dem Aeh holen, während es seiner Partei nur dreimal gelang, das Schluß- trio der Einheimischen zu überwinden. Wieseck II — Daubringen I 5:3. Zur Halbzeit führte Daubringen mit 1:0. Aach der Pause zeigte sich Wieseck merklich überlegen und gab dem Hüter der Gäste fünfmal das . Rachsehen. während jene durch zwei Elfmeter nur zwei Tore aufholen konnten. r Die I. Iugendmannschaft von Staufenberg verlor gegen Wieseck mit 3:0. wieseck III — Saasen I 11:1. Wechselvoll kommen beide Tore öfters in gefährliche Bedrängnis. Wieseck übernahm bald die Führung, behielt sie und beschloß das Spiel mit hohem Ergebnis. Die 11. Jugend Wiesecks spielte gegen die I. Jugend Lollar und verlor 1:6. Lollar I — Raunheim I 3:0. Am zweiten Feiertag war Raunheim in Lollar zu Gast. Die Einheimischen gingen mächtig aus sich heraus und übernahmen bald die Führung. Die Gäste brachten es zu keiner besonderen Leistung. Lollar beherrschte allmählich das Feld und gewann verdient. Londorf I — Frankfurt 26 I 3:4. Londorf hatte sich Gäste aus Frankfurt a. M. verschrieben, die zur Halbzeit mit 2:0 führten. Aach dem Wechsel konnte Londorf ein Tor auf» holen. Frankfurt kam dann zu zwei weiteren Erfolgen, aber im Endspurt holte Londorf zum knappen Ergebnis auf. Raunheim I — Raunheim I 2:3. Aaunheim hatte sich Raunheim 1. verpflichtet. Die Gäste stellten eine flinke Mannschaft ins Feld. Aaunheim muhte alle Register ziehen, um sich der drängenden Angriffe zu erwehren. Erst allmählich wurde das Spiel ausgeglichener. Dreimal konnten die Gäste den Schlußmann der Einheimischen überwinden, während dieselben nur zweimal erfolgreich sein konnten. Kurze Sportnotizen. Der englischeRennfahrerKaheDon, der schon seit geraumer Zeit mit seinem Rennboot „Miß England" in Buenos Aires weilte, unternahm erneut einen Weltrekorbversuch, nachdem ihm bisher das Glück wenig günstig gewesen war. Katze Don erreichte eine Geschwindigkeit von 103,73 Stundenmeilen, was einen Stundendurchschnitt von 166,937 Kilometer entspricht. Der Engländer hat damit den erst unlängst von Garwood in Florida ausgestellten Weltrekord von 162,675 Stundenkilometer erheblich verbessert. * 289 Meldungen sind für das Straßen- Radrennen Berlin—Kottbus—Berlin, das am Sonntag auf der traditionellen 270 Kilometer langen Strecke zur Entscheidung kommt, eingegangen. Unter den 40 Teilnehmern der ^-Klasse befinden sich so starke Amateure wie die Berliner Risch, Kutschbach, Stacher, Rüdiger, W. Hoffmann, Merlan, ferner Aeckar-Westig, Hegen- dörfer-Fürth und HankqsChemnitz. Wirtschaft. • Die Indexziffer der Großhandelspreise im März. Die für den Monatsdurchschnitt März berechnete Grohhandels- indcxziffer des Statistischen Reichsamts verzeichnete mit 113,9 etwa den gleichen Stand wie im Bormonat (114,0). Bon den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstosfe um 0,8 v. H. auf 106,7 gestiegen, während die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,2 v. H. auf 106,2 und diejenige für industrielle Fertigwaren um 0,8 v. H. auf 138,7 zurückgegan- gen ist. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 9. April. Tendenz: sehr fest. Die heutige Börse eröffnete in ausgesprochen fester Haltung, nachdem schon an der gestrigen Abendbörse weitere Kurserhöhungen zu verzeichnen waren. Eine starke Anregung ging von der Meldung der „Kölnischen Zeitung" aus, daß die I.-G.-Farben-Industrie an ihrem schon lange bestehenden Borhaben festhält und der Aufsichtsratsversammlung am 12. Mai eine 12- prozentige Dividende Vorschlägen will. Ferner wurden die endgültige Festsetzung des Termins für die Londoner Ministerbesprechung, der Rückgang der Arbeitslosenziffer um 200 000 und die weitere Aachfrage nach festverzinslichen Werten, günstig ausgenommen. Die schwache Haltung der deutschen Städteanleihen an der festen gestrigen Aeuyorker Börse blieb dagegen ohne Einfluß. Bei den Danken sollen größere Kauforders des Publikums und des Auslandes Vorgelegen haben, so daß auch die Kulisse Deckungen und Meinungskäufe vornahm. Das Geschäft war zu den ersten Kursen recht lebhaft, besonders für Spezialwerte. Im Bordergrunde standen Kunstseide-Aktien, von denen Aku 4,25 Prozent und Demberg 5,5 Prozent gewannen. Es verlautete, daß die Konvention unter Führung der I.-G.- Farben-Industrie zustande gekommen sei. Die Faröen-Aktie selbst lag 1,65 Prozent fester. Deutsche Erdöl lagen auf die Ausführungen in der Wintershall-Generalversammlung, daß das Erdöl zu einem wichtigen Produktionsgebiet werden solle, 4,25 Prozent höher. Der Elektromarkt verzeichnete durchweg Kursbefserungen von 1,75 bis 3 Prozent. Größere Kursgewinne am Kalimarkt hatten Aschersleben und Salzdetfurth, die 5 bzw. 6,5 Prozent anzogen. Bon Zellstoffwerten lagen Wgldhof 2,75 Prozent gebessert. Süddeutsche Zucker (plus 3.5 Prozent) zogen erneut kräftig an. Kurserhöhungen bis 1,5 Prozent hatten ferner Montanwerte, Deutsche Linoleum, Schiffahrts- und Berkehrs-Aktien. Holzmann setzten ihre Aufwärtsbewegung um 1.39 Prozent fort. Der Dankenmarkt lag sehr fest. Commerzbank gewannen 3 Prozent, Reue Reichsbank 3,5 Prozent. Bayerische Hypothekenbank 2,5 Prozent. Durch erneut schwächere Haltung fielen Iung- hans auf, die auf das Scheitern der Uhren» Verhandlungen weitere 3 Prozent verloren. Schutzgebiete lagen nur knapp behauptet. Bon fremden Werten Türken gehalten. Der Pfandbriefmarkt lag fest. Reichsschuldbuchforderungen fest und 0,75 Prozent höher. Im Verlaufe war die Tendenz zwar fest, doch konnten sich die erhöhten Kurse nicht immer behaupten, da die Spekulation zu kleinen Gewinnmitnahmen schritt. Der Geldmarkt zeigte eine fortschreitende Erleichterung, Tagesgeld war auf /3,5 Prozent herabgesetzt. Am Devisenmarkt ergaben sich keine nennenswerten Beränderungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1990, gegen Pfund 20,4025, Lon- ■ von gegen Aeuhork 4,8593, gegen Paris 124,23, gegen Mailand 92,92, gegen Madrid 44,18, e Berliner Börse. Berlin, 9. April. Wie schon heute vormittag zu ertemten war, zeigte die heutige Börse zu Beginn des offiziellen Verkehrs ein festesAus- sehen. Das Geschäft war weit lebhafter, als in der letzten Zeit. Bom Auslande lagen für eine Reihe von Spezialwerten, besonders für Reichsbank, Elektrowerte, einige Kauforders vor, und auch das Publikum war mit Käufen am Markte. Beruhigend wirkte vor allem der Rückgang der Arbritslosenziffer in der zweiten März- Hälfte um 200 000, der Reichsbankauswcis für die erste Aprilwoche, der unter Berücksichtigung der Feiertage eine gute Entlastung brachte (Wechsel und Schecks minus 187,5 Millionen, Roten minus 105 Millionen, Deckungen plus 1,4 bzw. 0,9 Prozent). Stimulierend wirkte auch die Festsetzung des Termins für die deutsch-englische Konferenz, auf der namentlich Wirtschaftslagen und das Reparationsproblem besprochen werden dürsten. Mit großer Befriedigung wurde die Bilanz des Salzdetfurth-Konzerns ausgenommen, die ein sehr günstiges Bild zeigte. Cs entwickelte sich an diesem Markte sehr lebhaftes Geschäft, und die Kurse lagen meist bis 9 Prozent fester. Im Durchschnitt waren ein- bis dreiprozentige Gewinne festzustellen. Spezialwerte besserten sich darüber hinaus bis 6 Pro-., Kunstseidewerte, von denen Aku 6,25 Prozent und Bemberg 9,25 Prozent anzogen, ferner Mansfeld und Deutsche Erdöl erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Reichsbank und auch die anderen Bankwerte waren gefragter und bis 5 Prozent höher. Ueber 3 Prozent fester waren noch Berger, Schultheiß, AEG., Schlickert, Siemens, Chade. Schwach lagen nur Iunghans, die bei Minus-Minus-Rotiz 4,5 Prozent auf den gescheiterten Zusammenschluß in der Uhrenindustrie verloren. Deutsche Anleihen blieben weiter fest, ebenfalls Reichsschuldbuchforderungen und die Rentenmärkte. Ausländer konnten ebenfalls meist anziehen. Der Geldmarkt brachte eine fortschreitende Erleichterung, Tagesgeld 5 bis 7 Prozent, sonst unverändert. Im Verlause wurde es zunächst etwas ruhiger, bei Abschwächungen bis 1 Prozent nach beiden Seiten, später setzte sich aber eine neue Aufwärt s- bewegung durch, da weitere Ausland- o r d e r s eingetroffen waren und die Auslandbörsen ebenfalls fester tendierten. Siemens, I.-G.- Farben, REW. und Salzdetfurth gingen erneut bis 3 Prozent in die Höhe. Später konnten sich die. erhöhten Kurse nicht immer alle behaupten. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 8. April. Die bereits gestern nachmittag und heute vormittag zutage getretene schwächere Stimmung am Produktenmarkt erhielt sich auch zu Beginn der heutigen Börse. Allerdings beschränkten sich die Preisrückgänge in der Hauptsache auf das handelsrechtliche Lieferungsgeschäft. Angesichts der günstigeren Witterungsverhältnisse erfolgten verschiedentlich Realisationen, während die Käufer teilweise in Erwartung weiterer Maßnahmen gegen eine Brotpreiserhöhung, Zurückhaltung bekundeten. Die Weizen-Lieferungspreise lagen inso^gedesien 1 bis 2 Mark, die Roggenpreise sogar bis 3,50 Mark unter gestrigem Schlußniveau. Das Angebot zur prompten Verladung hat sich allerdings kaum verstärkt und die Forderungen sind hoch gehalten, so daß infolge der niedrigeren Gebote Abschlüsse nur schwer zustande kommen. Für Weizen- und Roggenmehl gestaltet sich das Geschäft schleppend, bei nominell unveränderten Preisen. Hafer und Gerste liegen am Promptmarkte infolge des geringen Angebotes ziemlich stetig. Schweinemarkt in Laubach. □ Laubach, 7. April. Zu dem Oster- fertelmarlt waren etwa 250 Ferkel aufgetrieben. Die Preise bewegten sich, je nach Qualität, zwischen 20 und 30 Mark für bai Stück. Wenn auch die Ware recht gut war, so erschienen die Preise allgemein doch als zu hoch. Trotzdem war der Absatz befriedigend. Büchertisch. — Das kürzlich im Verlag von Emil Roth, Gießen, erschienene Buch „Landwirtschaftskunde, II. Steil: Pflanzenkunde" (130) von Görlach und Steinmann ist für ländliche und landwirtschaftliche Berufsschulen bestimmt. Es stellt eine Zusammenfassung der Lehrgebiete der Pflanzenkunde, eines Teiles des landwirtschaftlichen allgemeinen Pflanzenbaues und des speziellen Pflanzenbaues, sowie der hauptsächlichsten Teile des Pflanzenschutzes dar. Unter Weglassung jeglichen unnötigen Ballastes umfaßt das Lehrbuch alles, was aus dem Pflanzenleben und der Kultur der hauptsächlichsten landwirtschaftlichen Ruhpflan^en für den Schüler zu wissen notwendig ist. Zahlreiche guteAbhildungen, Skizzen, Zeichnungen und Photographien geben dort, wo es nötig -ist, die erforderliche Unterstützung in der Anschauung. Die geistige Mitarbeit des Lernenden wird besonders durch die vielen in den Text eingefügten Versuche angeregt und damit zugleich der Einprägung der einzelnen Vorgänge in das Gedächtnis Vorschub geleistet. ®ie kurze Zusammenfassung des Stoffes am Ende der einzelnen Abschnitte gibt eine klare Ueber- sicht Über den Inhalt des Buches, sowie über die stoffliche Einteilung und fördert so auch das folgerichtige Denken und den geistigen Aufbau im Kopfe des Schülers. Dazu hilft die Hervorhebung durch fetten Druck neben dem im übrigen durchaus klaren und reinen Druck des gesamten Stoffmaterials. Sehr erfreulich ist auch die besondere Sorgfalt, welche auf die Ausarbeitung des wichtigen Kapitels „Pflanzenschutz" verwendet wurde. Inhaltsverzeichnis und Sachregister geben schnell Aufschluß über den Ort der Behandlung der verschiedenen Gebiete. Man kann zusammenfassend sagen, daß das Buch als ein äußerst brauchbares Instrument in der Hand des Schülers bezeichnet werden kann, das sowohl den Lernenden weitgehe^dst unterstützt, als auch dem ehemaligen Schüler für später ein zweckmäßiges Rachschlagebuch ist, das seinen Wert auf lange Zeit bei- behält. Dr. Eh. — Handchuch der geographischen Wissenschaft. Hcrausgegeben von Universitätsprofessor Dr. Fritz Klute, Gießen, unter Mitwirkung von Professor Dehrmann-Frankfurt und anderen Gelehrten, in Lieferungen zu je 2,40 Mark, Lieferung 11 bis 15, Akademische Verlagsgssellschast Alhenaion m. b. H., Wildpark- Potsdam. — In den neuen Lieferungen, die in bezug auf die ausgezeichnete Illustration, namentlich was die beigegebenen farbigen Tafeln anbelangt, alle Erwartungen erfüllen, werden die Abschnitte Amerika. Australien und Afrika- fortgeführt. Professor Maull-Graz schließt die Schilderung von Paraguay ab und gibt dann eine kurze Darstellung der Falklandinseln. Im nächsten Kapitel wird mit Brasilien begonnen. Sehr schöne Bilder, namentlich aus dem Gebiet des Amazonas illustrieren das Heft. Besonders segelnd ist die Darstellung Australiens von Pro- sessor Geißler-Breslau. Ein Gebiet, das bislang recht vernachlässigt erschien und dessen Bedeutung als neuer Wirtschaftsraum namentlich der breiten Oeffentlichkeit so gut wie unbekannt geblieben war. wird hier sehr eindrucksvoll geschildert. Die beiden letzten Lieferungen enthalten Beschreibungen der drei Atlasländer Marokko, Algerien und Tunesien, vor allem auch in ihren politischen unp wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa. — Der Erdball. Illustrierte Monatsschrift für Länder-, Menschen» und Völkerkunde. Sjer- ausgegeben von Leo Frobenius, Verlag Hugo Bermühler-Berlin-Lichterfelde. Die Leitung der bekannten geographischen Monatsschrift hat neuerdings der berühmte Afrikaforscher Leo Frobenius vom Frankfurter Forschungsinstitut für Kulturmorphologie übernommen. So ist das Märzheft zu einer Afrika-Sondernummer ausgestaltet worden, für die der Herausgeber selber einen grundlegenden Aufsatz über die Kunst Afrikas beigesteuert hat. Die außerordentlich fesselnden Ausführungen werden durch eine Reihe von Kartenskizzen und hochinteressanten Abbildungen auf Tafeln ergänzt. (Bezugspreis 3 Mark im Vierteljahr.) Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskvnt 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Frantiuri a. 2)1. | 3erlm Schluß» hird Echlußk. Abend» börse Schluß» für. Schluß!. Mittag» börse Datum 8.4. 9.4. 8.4. 9.4. B% Deutsche ReichSameihe von 1927 ......... 84,75 _ 85 _ 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .......... 101 _ 100,6 _ Deutsche Slnt.-Ablös.-Schuib mit Auslos.-Rechten....... 59,13 59,4 59 59,5 Desgl. ohne Sluslos.-Rechte . . 6,3 6,5 6,25 6,5 8% Hess. Bolkritaai von 1929 (rüdiabtb. 102%)...... 94,5 — 94,65 _ Oberhejscn Provinz - Anleihe mit Aneios.»Rechten...... 56,5 _ — Deutsche Stumm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 .... 58 _ 53,25 — 8% ficanfl. Hnp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bi, 1934 . . . 101,75 _ _ _ 7% Franks. Hnp.-Bank (Dolbpfe unfünbbat bi, 1932 ...... 95,9 _ _ 4yt% Rheinische Hyp^BanI Liqu. Golopfe...... . 93,5 _ 8% Pr. LonbeSpfandbriesankakl, Psondbriese R. l» . . . . 8% Pr LanbeipianebriesanNalt, Stomm^Cbl. Dl. 20...... 100,5 _ 100,5 _ 7% Pr. Lanbe-utanbbrtesankalt, Psanbbricse R 91 ..... A.E-G. abg. AormegS-Obligati» nen, rückzahlbar 1932 . . . । 96,5 — । 96,5 — 4% Oelterreichhche ©olbrente . . 4,20% Ocsterreichische Gilbertentt 4% Oesterreich« che Einheitliche Reine ...... 4% Ungarische ©olbrente .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4!4% beSgi. von ISIS 4% Ungarische Stronenrente . . 4% Türiiiche Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagbabbahn-Anl Serie I . 4% besgi. Serie II....... 6% Rumänische verein h. Rente von 1903 ....... 4%% Rumänische vereinh. Rente von 1913 .......... t% Rumänische vereinh. Rente . 23,25 — 23,4 2,5 23,13 _ _ _ _ — — 19,25 — 16,5 — —— — — 16,25 —— ■■ ■ — — — 4,4 4,4 4,35 4,4 4,25 4,5 ___ 4,4 4,4 4,4 — — — 8,5 8,5 15,2 ___ 15,2 15,25 7 •— 7 7,1 ftrantfun a. 2)1. Berlin Schluß» furä Schlupf. Abend» börf- Schiuß» lurs Schluß!. Mtiiag» börse Datum 8.4. 9 4. 8-4. 9.4. Hamburg-Amerika 'Batet ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 73,5 74 73,13 73,9 — — 121 — Hama Dampfschiff.....10 — — 95,13 — Norbbeutscher Lloyv.....8 75 76 74,75 75,5 Allgemeine Deutsche Crebttanst. 10 —— — Barmer Bankverein . . . 10 — — — — Berliner Hanbeltgeiellschast . 12 130 — 129 130,5 Commerz- unb Privat-Bonk . 11 117 120 117 119,5 Darmstäbter unb 'Jiarwnalbant 12 Deutsche Ban! unb 150,5 — 150 151 Disconto-Gejellschast, ... 10 114,5 115,25 113,9 114,75 DreSbncr Bank......10 114,5 115 113,75 114,75 Reichsbanl........12 271,5 — — — AEG...........8 ifB 116,75 113,5 116,65 Bergmann.........9 — — 101 — Elektr Lieferungsgeleilschaft. 10 139,75 141 140 141,5 Licht unb Straft......10 128,5 130,5 128 131 gelten & Guilleaume . . . Gesellschaft für Elektrische 94,75 — 93,75 95,5 Unternehmungen .... 10 132 134,75 132,75 135,13 Hamburger ElekirtziiätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 — 125 124 124,25 Schlctliche Elektrizität. ... 10 — — — — Schocken LEo.......11 142 145 141,5 145,25 Siemens L Halske ..... 16 189,5 193 188 191,5 Traniraolo.........8 — —• —— — V <16 menet & Co.......10 131 131 — — .................b 57,5 — 57,75 56 Deutsche Erböl ....... 6 77 81,25 77,5 80,75 Essener Steinkohle ...... 8 —- — — Gelsenkirchener.......8 86,75 — .85 86 Horpcucr ........ 0 78,5 — 78 — —— — 74,25 75,75 Ilse Bergbau ....... 10 — 203 206 fllöditcrrocrle ........ 7 73 — 72,75 73,75 Küln-Neuessen........ 7 — — 81,5 82,13 Mannesmann-Röhren .... 7 83 84,5 83,25 84 Mansfelber Bergbau . .... 7 — 35,75 37,75 Cberldilci. Ciicnbebatf .... 6 •— — —— Oderschles. Kokswerke..... 7 — 82,25 83,75 Phöni, Bergbau ... 6% 64 65 64,13 65,5 Rheinische Braunkohlen . . IC 188,5 — 188 189,5 Rhetnstadi ........ 89 90,5 88,9 90,25 Rieb eck montan ...... 7.5 — — — — iVrantiun a.Dl. Berlin Schluß» furd Schluß!. Abend» börf- Schuß» furö Schluß!. 37111 tag» böre Datum 8.4. 9.4. 8.4. 9.4. Bereinigte Stahlwerke .... Ltovi Minen ... 16*/, 61 62,25 60,75 61,5 — — 31,75 32,25 Kaliwerke Aschersleben ... 10 170 175 169 175 Kaliwerke Westeregeln ... 10 174,5 — 174,5 181,4 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 262 268,5 260,75 269,25 3. ®. Farben-Industrie ... 12 157,4 159 156 158,75 fcnnamit Nobel.......6 — —— — — Scheibeanstalt........V 133 135 — — Golbschmibt ........5 53 — 53,13 55,5 Rütgerswerke..... • « 6 58 58,5 57,25 58,5 Metallgeielllchaft.......8 77 — 76,75 — Philipp Holzmann......1 102 103,41 101 102,5 Zementwerk Heidelberg . . 10 — 84 — Cementwetk Karlftabi. ... 10 — — — •— Wank & .............8 38 — 38 — Schultheis Patzenhofer ... 15 — — 179 183 estwerke.........12 — — — — Aku .........18 91 95,25 88,75 94,28 Bemberg........." 100,5 106 98,75 106 Zellktoff Walbhos .... 18'/, 110 112,75 109,75 112,5 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 86 88 85,9 86 Cbdrlottenburget Wasser ... 8 — — — — — —— 142 144,75 Daimler Motoren . ..... 0 34,5 35,5 33,75 35 Deutsche Linoleum ...... 94,5 95,75 94,5 96 —— — —— — Not. Automobil ...... 0 — — —— —— Crenftein 8 Stoppel.....6 — — 58 58,25 Lconharb Tietz ...... 10 123 — 123 124 SvenSka . ■ . ....... 266 — 266 269 frankfurter Maschinen .... 4 17,5 — 17,4 — G eigner ......... 45 —— 44,75 —— Henligenllaebt ....... — — — IungnanS.......... Lechwerke..........8 — _ Mainkrastwerke Höchst a. M.. .8 72 — — —— tWiag..........IC —— ■ ■ e—W Gebt. Roeder.......IC — — — — Botgt & Haeffner ...... 8 Süddeutsche Zucker . • • . IC — 129,5 133 128,5 130,25 Banknoten. Berlin, 8 . April Geld Bries Amerikani'che Noten...... 4,18 4,20 Belgische Noten. ....... 58,16 58,40 Tannche Noten ....... 111,90 112,34 Englische Noten........ 20,344 20,424 Rtansöiiidie Noten....... 16,386 16,446 Holländische Noten....... 167,81 168.49 gtalieniidie Noten........ 22,03 22,11 Norwegische Noten....... 111,96 112,40 Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling 58,79 59,03 Rumänische Noten....... 2,477 2,497 112,01 112,45 Schweizer Noten........ 80,55 80,87 Spanische Noten........ 46.11 46,29 Tschechoslowakische Noten..... 12,389 12.449 Ungarische Noten 72,90 73,20 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 8. April 9. April Amtliche Notierung Amtliche Geld Notierung Bries WelD Bries Slmft.» Rott- 168,18 168,52 168,23 168,57 Buen.-AireS 1,453 1,462 1,458 1,462 Brss. Antw 58,32 58,44 58,36 58,48 (Ebrtfttania • 112,23 112,45 112,23 112,45 fioDv-?7 ,• $***?? ■Lichtspielhaus Gießen! Nur Sonntag, den 12. April 1931 1 11.15 Uhr vormittags 10. Kulturfilm- Veranstaltung Die Wunder des Amazonenstroms Der Amazonenstrom, der wasserreichste Strom der Welt, ist 60U0 km lang. 165 m tief — Mündung»- | gebiet 52 km breit — Bei Hochwasser 17 m über | dem normalen Wasserstand — Schwimmende Häuser — Gewaltige Reichtümer seiner Ufer — Beiern und Para, die wichtigsten Städte des Kantschuk- handels — Wasserfälle — Jagd auf Seekühe — Paranudernie — Zackerrohrplantagen — Rinderund Plerdefarmen — Belauschter Jaguar — Milchbaum — Stadt Santarem, Hauptsitz der Kakaoproduktion — Riesige Wälder — Manaos. Sitz der gesamten Holzindustrie — Der Manlakstrauch — Indianeistämme — Der Fischreichtum, ungefähr 30u Fischarten — Der Riesen-Haddock, 8 bis 5 m lang — Schildkröten — Beiern, der Mittelpunkt des Fischhandels — Ungeheuerer Vogelreichtum — Der I Silberreiher • Blumenflora- Schmetterlinge - Baum- wollplanti'gen — Wilde Volkutämme — Ule Ama- | zonen. ein Volk von Frauen — Sitten und Gebräuche derselben — Schluß der Fahrt 2372 c Vorverkauf findet an der Theaterkasse statt und Im Hapag-Relsebdro, Seltersweg EriteS Unternehmen der Markenartikel-Industrie iMlneralöl-Tpe-lalvrodukiei lucht für Platz und Bezirk (Sieben belahimen. rührigen 2440 v Provisions-Vertreter Die Vertretung bietet Interesse für solche Herren oder Vertreterfirmen, die die Deiaitgefchäste de Drogen-. Kolonialwaren-, Hanehailwarenbranche leit Aabren bearbeiten, in dielen stritten bestens eingeführt sind und die Kundschaft für tbre sonnigen Vertretungen regelmäßig alle 3—4 Wochen bei ichen. LtuSfilbri. Angeb. unter H.G. 6627 an Ala Eaaaenstsln L Vogler, Hamburg 86. tbeeHen Wert des Liedes zur heutigen Seit Der Redner überbrachte zugleich den Glückwunsch des Hessischen Sängerbundes. Das Schlußwort sprach Bürgermeister Dölzina und würdigte dabei die Bedeutung eines Gesangvereins für das innere Leben der Gemeinde. Der Redner dankte zugleich den Beteiligten, insbesondere dem Dirigenten, für die geleistete Arbeit. — 2lm Dienstag feierten Herr Karl Otterbein und seine Ghe» fron Anna Katharina, geb. Reiber, das Fest der g oldenen Hochzeit. Das Jubelpaar beging den Ehrentag in getstiger und körperlicher Frische. wärtsentwickluna. Die Zahl der Sparer stieg von 65 auf 78. das sind rund drei Viertel der gesamten Schülerzahl Auch die Spareinlagen weifen trotz der allgemein schlechten Wirtschaftslag' auf. Sie betragen 960 Mark, so oaß sich nach Rückzahlung von 190 Mark die Gesamteinlagen auf 2340 Mark erhöhen. J Allertshausen, 8. April. Für die G e - reiche Funde von keramischen Gebrauchsgegenständen gemacht wurden. Diese stammen, wie die auf den Gefähen eingebrannten Jahreszahlen erkennen lassen, aus den Ansängen deS vorigen Jahrhunderts. Die Fundstücke zeigen neben einer wirkungsvollen Ornamentik eine seine Farbenzusammenstellung. Berliner Börse. Berlin 9. April. (WTB. Funkspruch.) Bereit» an der gestrigen Frankfurter Abendbörse machte sich eine stärkere Aufwärtsbewegung bemerkbar, die heute vormittag ihren Fortgang nahm. Die Tendenz ist durchaus freundlich, die endgültige Festlegung des Termins für die Londoner Besprechungen und der Rückgang der Arbeitslosenziffer um 200 000, sowie das feste Reuyork befriedigen natürlich. Man nannte AEG. 115,50 (Geld), Siemens 190 (Geld), I.-G.-Farben 158 und Reichsbank 172. Am Devifen- markt nannte man London gegen Berlin 20,4013, gegen Kabel 4,8592, gegen Schweiz 25,2240, gegen Brüssel 34 9225, Kabel gegen Berlin 4,1985. Oberbeffen. Verkehrswerbearbeit der tratst Alsfeld >4 Alsfeld, 7. April. Dieser Tage hielt der Derkeh rS- und DerschönerungSver- ein Alsfeld seine 2 a h re - - M i t g l ie- derversammlung im .Deutschen HauS ab. Der Dorsitzende. Fabri'nnt G. D. Bü cking. gab einen gedrängten Heberblick über die Tätigtett deS DereinS im abgelaufene.t 3abr. Hierauf er- statteten die Dorfitzc >n her einzelnen Ausschüsse ihre Berichte. Der Dorsitzende des Derkehrs - ausschusseS. Ober-Tc egraphenbaufühver <8 m- rich, betonte, baft man sich angesichts der wirt- schaftlichen Depression des vergangenen JahrcS bei den einschlägigen Anregungen Zurückhaltung auf er legen mrfite. Bei der Reichsbahndirektion Frankfurt sei erreicht worden, dah ab 15. Mai d. 3. der Mittagspersonerzu^ in Richtung Fulda, im Gegensatz zu seither, in Fulba Anschluß an den V-Zug nach Bebra erhält, wobei auch eine bessere Derbindung nach Manchen gewährleistet ist. Die Bemühungen um Einführung eines Eil- zugSpaarcS auf der Strecke Diesten — Fulda hätten dagegen bis jetzt leider nicht zum Erfolg geführt. Als Miststand im Hinblick auf die ungünstigen Zugverbindungen habe sich auch erwiesen daft die SonntagSkarlen erst Samstag von 12 Uhr ab Gültigkeit haben; eS solle daher angeftrebt werden, dast sich ihre Gültigkeit entweder auf den ganzen Samstag erstreckt, oder doch wenigstens von 10 Mr ab. Ferner sei der DerkehrsauSschuh wiederholt bei der Provinzialverwaltung vorstellig geworden, um eine Verbesserung deS StrastennetzeS herbeizuführen, da immer wieder zahlreiche Klagen über den Zustand der Strasten, insbesondere aus Kraftfahrerkreisen, beim Der- kehrSverein einlaufen. Lieber die Tätigkeit des WerbeauSschusses berichtete Kaufmann O. Ludwig, der Werbeausschuh habe seine Werbung für den Besuch der Stadt Alsfeld in der üblichen Weise fortgesetzt. Auch im Jahre 1930 seien wieder eine grobe Anzahl von Prospekten verteilt und die bekannten Werbebilder in zahlreichen Hotels und an verschiedenen Ausflugsorten auSgehängt worden. Bei verschiedenen gröberen Tagungen im vorigen Jahre hatte der WerbeauSschuh die Führung durch die Stadt übernommen. Auch in diesem Jahre sei eS gelungen, mehrere gröbere und wichtige Tagungen nach Alsfeld zu bringen. Heber den vom Der- fchönerungSauSschuh durchaeführten Blumenschmu ck - We t t bewe r b berichtete Kaufmann O. Ginsberg Stadtbaumeister Maurer erstattete Bericht über Rachvslanzungen und Ergänzungen der Duhlschen Anlagen im Felde vor dem Stadtwald „Homburg" und der Anlagen „In den Erlen"; dem Bericht war zu entnehmen, dah hier ziclbewustte und vorwärtsschreitende Verschone- rungsarbeit geleistet wird. Die Rechnungs- ablagc für 1930, die der Rechner des Vereins, Oberstadtsekretär Se ippel. erstattete, verzeichnete eine Einnahme von 1429,90 Mark und eine -Ausgabe von 1179,95 Mark. Das Gesamtvermögen betrug Ende 1930 --- 2142 Mark. Der für 1931 ausgestellte Voranschlag bewegt sich in Einnahme und Ausgabe mit 1300 Mark. Unter „Verschiedene-" wurde eine Reihe von Wünschen geäußert und verschiedene Anregungen geaeben. Der Vorsitzende, Fabrikant G. D Bücking, dankte nm Schlüsse allen an der Tätigkeit des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Beteiligten und sprach die Hoffnung aus, dast die Zusammenarbeit zwischen Verkehrs- und Derschönerungs- vcrein und der Stadtverwaltung auch weiterhin eine erlpricstliche sein möge im Interesse der Stadt Alsfeld. Handarbeiten der hiesigen vollsfchülerinnen statt, der großes Interesse cnlgegengebracht wurde. Die Handarbeitslehrerin Frau Linden st ruth fand für ihr Wirken alle Anerkennung. D Lich, 8. April. Wie bereits kurz berichtet, wurde am OsterdienStag der altbekannte Licher Öftermortt abgehalten. Er brachte unserer Stadt einen Überaus reichen Verkehr. Die Anzahl der zum Verkauf aufgetriebenen Ferkel — 866 Stück — überflügelte bet weitem den Auftrieb bet den Märkten in den Vorjahren. Auch der Krämermarkt war gut besucht. Indessen war hier der Umsatz infolge der allgemeinen Geldknappheit nicht besonder- hoch. Besonderes Interesse fand die mit dem Markt verbundene Tombolaverlosung. Erwähnt sei auch die von der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltete Tan^belustigung auf dem Adlerplotz und in SteinS Saalbau, die einenTeil der Marktbesucher biS in die späten Abendstunden hinein an den Platz fesselte. AlleS in allem hat der Markt die auf ihn gesetzten Erwartungen in zufriedenstellender Weife erfüllt. )( Lich, 8. April. Der RachrnittagsgvtteSdienst des ersten OsterfeieriageS erhielt durch die Weihe des Wimpels der ev g l. Jugendvereinigung ein besonderes Gepräge. Rach Beendigung deS eigentlichen Gottesdienstes trat der Wimpelträger an den Altar. Stifts- Pfarrer Staubt nahm nach eindringlicher Ansprache die Einweihung vor. Der Wimpel zeigt die Farben der Stadt Lich sowie das Verbandsabzeichen. das weiste Kreuz auf einem grünen Eichenblatt, und das Wappen der Heimatstaot. Der Wimpel wurde in prachtvoller Stickerei von Frl. Jung gearbeitet Kreis Büdingen. -r- Unter-Schmitten, 8. ApriL Heute mittag wurde das vier Jahre alte Söhnche n des Landwirts Ludwig 01 lrich auf der OriS- straste von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, dast. der sofort herbeigerufene Arzt nur noch den Tod deS bedauernswerten KindeS fest stellen konnte. Der Kraftwagen gehört einem hiesigen Dreschmaschinenbesiyer, der als ruhiger und sicherer Fahrer bekannt ist. Anscheinend ist das Bübchen auf der engen Strafte direkt in den Wagen bineingelaufen, jedoch wird erst die behördliche Olntersuchung einwandfreie Feststellungen erbringen müssen. A Bergheim 8. April. Während im Nachwinter unser Dorf ziemlich von der Grippe verschont blieb, hat sich die Krankheit nun doch noch stark verbreitet und fast epidemischen Charakter angenommen. Hrcis Alsfeld. *!* Ruppertenrod. 8. April. Zu seinem 50. Jubiläum veranstaltete der hiesige Gesangverein „L i e de r l r an z" ein Chorkonzert. Die Veranstaltung stand unter Leitung des Dirigenten W. Säubert, ällrich- stein. Das Programm brachte Chöre der DollS- und Kunstmusik. 3m Mittelpunkt deS Abends stand der Kunstchor „Der Morgen", der die gründliche Arbeit des Dirigenten unter Beweis stellte. Herr O. Riklaus (Tenor) bot einige Lieder, verständnisvoll von Fräulein V öl- zing am Klavier begleitet. Die Kapelle Dau- pert, Ulrichstein, füllte die Pausen mit guter Musik. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Momberger, vermittelte sodann einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins und gab der Hoffnung Ausdruck, dast der Verein immer auf der gegenwärtig erreichten Höhe schreiten möge. Für den erkrankten Vorsitzenden des Ohm- LumdatalsängerbundeS sprach der Chormeister deS Bundes, Lehrer Dönges, Merlau, über den C. Röhr&Co. ______________________________________________________________2568 A Landkreis Gießen. CO Klein-Linden, 8. Avril. In unserer Gemeinde wurden in diesem Jahre insgesamt 24 Kinder, 15 Knaben und 9 Mädchen, konfirmiert. U Grvften- Linden, 7. April. Der Gern elndera t beschäftigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit dem RechnungSabschluft von 1 9 2 9. Die Einnahmen aus RechnungSrest von 1928 betragen 21 531,20 Mk. Weiter sind zu verzeichnen: Gebäude: Einnahme 3402,80 Mk., Ausgabe 1371,26 Mk., Grundstücke: Einnahmen 10 655,92 Mk., Ausgaben 12 712.22 Mk.; Waldungen: Einnahmen 19 166,09 Mk., Ausgaben 9355,83 Mk; Jagden und Fischereien: Einnahmen 1450 ML, Ausgaben 21,42 ML; Schäfereien und Weiden: Einnahmen 3 ML, Ausgaben keine; Märkte: Einnahmen 30 ML, Ausgaben keine; Waag- und Eichanstalten: Einnahmen 104,60 ML, Ausgaben 37,60 ML; Wasserversorgung: Einnahmen 11 601,73 ML, Ausgaben 10 263.67 ML; Mühlen: Einnahmen 1661,28 ML. Ausgaben 2174,51 ML: Allgemeine Verwaltung: Einnahmen 983,67 ML. Ausgaben 16 049,07 ML; Def- fentliche Sicherheit: Einnahmen keine, Ausgaben: 5792,17 ML; Feuerlöschwesen: Einnahmen 185 Mark, Au-gaben 103,33 ML; Armenpflege: Einnahmen 132,63 ML, Ausgaben: 3854.98 ML; Schulen: Einnahmen 311,38 ML, Ausgaben 15 509,41 ML; Evangelische Kirche: Einnahmen 32,28 ML, Au-gaben 731,68 ML; Gemeinde- Friedhöfe: Einnahmen 500 Mk., Ausgaben 726,41 Mark; Straften: Einnahmen 166,10 ML, Ausgaben 14 348,45 ML; Landwirtschaftszwecke: Einnahmen 2719,03 ML, Ausgaben 11 050,94 ML; Grenzverhältnifse: Einnahmen keine, Ausgaben 9641,10 ML; Ortsbürgerwesen: Einnahmen keine, Ausgaben: 1881,40 ML; Oeffenlliche Anlagen: Einnahmen keine, Ausgaben 10 ML; Flüsse, Bäche, Gräben: Einnahmen keine, Ausgaben 8307,55 ML; Soziale Fürsorge usw.: Einnahmen 587 40 ML, Ausgaben 4756,69 ML; Wohnungsfürsorge: Einnahmen 7655,75 ML, Ausgaben 7655,75 ML, OeffentL GesundheitSpf lege: Einnahmen 304 ML, Ausgaben 2738,21 ML; Sonder- steuern: Einnahmen 4384,79 ML, Ausgaben 29,15 Mark; Reichssteuern: Einnahmen 27 800,75 ML, Ausgaben keine; Steuern und Abgabe: Einnahmen keine, Ausgaben 198,67 ML; Wobiliarer- Neuerungsfonds: Einnahmen 3,39 ML, Ausgaben 3,39 ML; Kapitalzinsen: Einnahmen 1438,60 ML, Ausgaben 3365,06 ML; Gemeindeumlagen: Einnahmen 48067,80 ML, Ausgaben 6821,65 ML Die Gesamteinnahmen für 1929 betragen 164 889,21 Mark, die Gesamtausgaben 149 492,04 ML, so daft ein Einnahmerest von 15 397,17 Mk. verbleibt. gr. @rüningen,8. April. Konfirmiert wurden am 2. Dfterfciertage vier Mädchen und drei Knaben. Mit dem neuen Schuljahr treten 17 Abclchutzen in die Schule ein. Unsere Schulsparkasse zeigte auch im verflossenen Jahre eine erfreuliche Auf- meinde-Holzsub Mission gingen nur sechs Angebote ein (gegenüber 23 im Vorjahre). Es wurde ein Durcyschnittspreis von 14,66 RM. pro Feftmeter für 1b. bis 2b-Klasse Fichlenstämme er- zielt. Gegenüber den vorgesehenen Einnahmen aus den Gemeindewaldungen ist für das Rechnungsjahr 1931 mit einer Mindereinnahme von über 2000 RDll zu rechnen. — Am Karfreitag nachmittag fand im hiesigen Schulsaale eine Ausstellung von be| Gicht, rNr«y‘n'i’d«n, Mögen leiden uiw. Arterienverkalkung. . da> pach'nger si'äJÄ*..... Eine angenehme Ucberraschung für die Hausfrau bedeutet die Herabsetzung des Preises für die seit Jahrzehnten bewährten Maggi-Suppen. 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Jugend.iche haben Zutritt Wissönscnaftliche Wefke Brühl'scnen Druckerei zu Gießen am 13., 14. und 15. April 1931 täglich nachm. 3.30 Uhr, 6 Uhr und 8.15 Uhr Eintritt gegen 2 Erdal-Kwak- Marken und 1 Vorzugskarte, oder gegen 3 Erdal-Kwak- Marken. Die Vorzugskarten sind gratis In allen Geschäften zu haben, die Erdal und Kwak führen. - Erdal - Kwak-Marken liegen allen Erdal- Dosen, Erdal-Schuhpflege- Packungen und Kwak - Bohnerwachs - Dosen bei. — Abgabe der Eintrittskarten ab Der Vorstand. Ottilie, Vorsitzender. 1. Ufa-Wochenschau 2. Ein Löwe fällt vom Himmel Film-Groteske 3. Glanz im Alltag Erstaufführung des neuen Kulturfilmes der Ufa 4. Achtung! Der Nordexpreß Film-Humoreske, gespielt v. d. „Lustigen Fünf" Programmänderungen vorbehaltenl empfiehlt die Weingroßhandlung Chr. Inderth al, Giefeen Preislisten zur Verfügung In festem Entschluß schritt Wigand dahin, gerade am Musikzirnmcr vorbei, das hier zu ebener Erde, auch vom Garten erreichbar, lag. Da hörte er im Dorübergehen leise Klänge an fein Ohr schlagen. Achtlos wollte er weiter, aber dann stutzte er unwillkürlich. Das Zimmer war, wie er durch die Fenster sah, ganz dunkel: wer mochte also darin spielen, und gerade letzt, wo doch alle Pensionäre im Speisesaal waren? Mit einem gewissen Interesse horchte er, stehen bleibend, auf. , .. Es waren abgerissene, verlorene Klange die aus dem Zimmer drangen, wie wenn jemand am Flügel, halb in Gedanken, phantasierte. Dun — ertönte jetzt auch ein leises Singen? Angespannt lauschte Wigand: Eine Frauenstimme von sympathischem, traurigem Klang. Dun schwoll der Ton an, die Melodie mutete ihn bekannt an — wo hatte er doch dies Lied schon gehört? Erinnerungsbilder flogen durch seine Seele, in langer, langer Reihe, älrsula! Als Braut hatte sie dies Lied gesungen. Roch einmal horchte Wigand hin: Er täuschte sich nicht! Es war jener Sang, ihre Stimme. Und schon hatte Wigands Hand die Klinke niedergedrückt: mit unhörbarem Schritt war er in den friesbelegten Vorrauin getreten, den eine Portiere von dem Musikzimmer trennte. Run stand er hinter dem Vorhang und hörte mit angehaltenem Atem, mit pochendem Herzen den Gesang drinnen an: Wirklich, es war Ursula, die dort einsam im Dunkel am Flügel saß, und mit leiser Stimme sang sie das traurige Lied, das sich -ihr aus leidvollem Herzen auf die Lippen drängte. Immer tränenschwerer ward die Stimme, aus der ein hoffnungsloser Schmerz klagte, nun erstarb sie ganz: ein paar wehmütig verhallende Echlußakkorde griffen die Hände noch, mechanisch über die Tasten fahrend, dann ward es lautlos still in dem dunklen Raum — nun aber plötzlich ein herzzerbrechendes Aufschluchzen und ein dumpfes Geräusch, wie wenn die Sängerin, von ihrem Leid überwältigt, sich nach vorn übet das Instrument geworfen hätte, das Gesicht in den Armen verbergend. Und so war es wirklich geschehen. Wit dem Liede war das Bewußtsein ihres verfehlten Lebens. ihres namenlosen Unglücks niederschmetternd wie noch nie über Ursula gekommen. Sie war nun an einem Punkte angelangt, wo sie nicht mehr aus und ein wußte. Was sollte werden nach dem, was ihr heute von ihrem Mann gesagt worden war? Sie fühlte nicht mehr die Kraft, weiter an seiner Seite zu leben mit dem Bewußtsein, daß doch alles umsonst war, daß ihr Opfer ihm nichts galt, daß er sie mit heimlichem Groll als die Urheberin seines Unglücks betrachtete, die ihm jetzt nur noch eine Last war, eine verhaßte Wärterin und Wächterin, Färberei Braubach & Fischer, Seltersweg an allen Wochentagen und eine Stunde vor Beginn der Vorstellung an der Theaterkasse — nur ein dämonisches Spiel ihrer Gedanken. Mit beiden Händen strich sich Ursula, wie um sich von dem Spuk zu befreien, über die glühende Stirn, da sah sie aus dem Dunkel eine Gestalt sich lösen, deren Annäherung der dichte Läufer ihr verborgen hatte. Ein leiser Schrei des Entsetzens kam von ihren Lippen. Im selben Augenblick stand aber auch schon der Eindringling vor ihr, und eine Mannesstimme tönte aus dem Dunkel: „Erschrecken Sie nicht. 3d) bin es — Dr. Wigand." Seine Stimme! Er hier bei ihr, in dieser Einsamkeit — Dunkelheit! Was wollte er? Sie sprach es nicht aus, aber er fühlte aus ihrem angstvollen Schweigen die Frage heraus, und stockend sprach er: „Ich kam zufällig vorüber und hörte 3hr Spiel. Dann trat ich ein — und dann —. Ich kann Sie nicht so verzweifelt sehen. — Fliehen Sie doch nicht vor mir!“ Er tat ihr einen Schritt nach, die unwillkürlich bei seinen Worten zurückgewichen war. „Ich komme als Ihr Freund — nur als Ihr Freund! Helfen will ich Ihnen I" „Mir kann keiner mehr helfen." Trostlos klang das. Sie wollte sich zum Gehen weichen, aber da stand er vor ihr. „Gerade ich — der ich mich schuldbeladen fühlte Ihnen gegenüber: lassen Sie mich sühnen, was ich gefehlt, lassen Sie mich helfend, schützend an Ihre Seite treten." „Dazu ist es nun zu spät!" Eine unendliche Bitterkeit sprach aus ihrer Stimme. „Das hätte eher geschehen sollen. Aber wo waren Sie damals. als alles über mir zusammenbrach? Allein überließen Sie mich meinem Schicksal! Sie gingen davon — entzogen sich jeder Berantwortung." Furchtbar traf ihn die Anklage, die sie mit sehmerzerschütterter Stimme gegen ihn richtete. „Wie — das wähnten Sie? Das wäre der Grund gewesen?" Einige Herzschläge lang rang er mit seinem emporbrechenden Empfinden: nun aber flutete es über ihn dahin. „Ursula!" Sie zuckte bis ins Innerste zusammen. „Willst du wissen, warum ich damals fort» ging?" So nahe trat er zu ihr, daß seine bebende Stimme dicht vor ihrem Ohr tönte. «Weil ich deinen Verlust nicht ertragen konnte, weil ich dich liebte — mehr als mein Leben!" Wie betäubt unter dem Anprall seiner Leidenschaft stand Ursula. Er aber fuhr fort: ..Doch das ist ja nun vorbei, mein Leben ist verpfuscht. Aber das deine soll es nicht sein." Leidenschaftlich stieß er es hervor. „Ich lasse e8 nicht zu! Rur eins sag mir, daß ich das Recht habe, zu handeln: Llrsula — liebst du Drenck?" ^Fortsetzung folgt.) I» falz der stimm Berge! Ein unerhört spannender Kriminal« und Sensations-Film in 6 Akten. 2. ' Madame im Strandbad Ein entzückendes Lustspiel in Allgemeine Ortskrankenkaffe für die Stadt Gießen. Durch Beschluß des Kassenausschusses vom 27. März d.J. werden die Beiträge zu unserer Kasse, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Oberversicherungsamt Darmstadt, von 6,5 v. S). auf 6,25 v. h. des Grundlohnes ermäßigt. Die Berechnung erfolgt nach Kalendertagen wie folgt: Ästoria-Lichtspiele Heute bis einschließlich Sonntag: Grobes Doppel - Programm ! Sorgfältig gepflegte WEINE aller Weinbaugebiete SommeriDroflen das garantiert wirksame Mittel ist u.bleibt Frachi's Schwanenweit] IM Schönheiiswaller Aphrodite beseitigt Mitesser, Pickel, Hautröte und alle Hautunreinhelten. Mk. 1.76 und 3.50. Erhältlich: Drogerie Wlnterhoff, weg 28: Kleiderschränke, Kommoden, Betten, ein Sofa, eine Ladentheke mit zwölf Schubkasten, einen Warenschrank, eine Waschbütte mit Bock, ein Kinderschreibpult, eine Violine, zwei Schnellwaagen, Bilder u. n. v. a. DU 50 Die fllonati'1 2.20 Sf® K» ttmlP" 55 Joi Die Dich vertrag, Oesterre eine lebhas lieber ihr ders die dieses Durc unionvertra herangeht. Oesterreich: den Zollpo Hekrgangs trag, dah 1 einem Sinn Absahra einheitlichen nicht. Der den Wegsal schen Deutsc sahbedii zeugnis au chen Dedn farcieren ti chen. Wer leit beide dessen aui Steuern gebung. Löhne, so der Munn die Munir dings in ih der Produtt sein. Fragt ma Achennuhen Avrieil, den fchlch zu ev so hat zlv vfterrei' ren 3or sacht nämlu bamit der: marlt. §ingt schen Mrtsd Es besteht deutscher C Zollunion b der Cinßchi 1930 25 v. reichischen 5 Stellung tv schranken zt nicht nur b Die le ist ui land und m die Zvllunic Industrien ■ des Tollschl marlt ein s den durch t Das gib reicht sch lchinenb dustrie st und Kle deutsche Er überlegt recht nach fr F, von ihr ^tung btin drrtschaf ^esürchtunge . deutsc erst« rungen über! ostelbische -5d Dransitveriel Nrrtigez S chusch vfterr, t Munii A/mdne! V tl°n, « Tesch «SS, W,": ar^Es unb Ä"! KL K tani^oeu de? vnd^C Aber unter dem starken Eindruck des heutigen Erlebnisses war in Wigand auch noch ein anderes Erkennen aufgeschossen, vorläufig zwar mehr noch ein Ahnen, ein Vermuten, aber eine innere Stimme rief ihm zu: Sie hat ja gar nicht aus Liebe, wie du, Verblendeter, bisher in finsterem Zorn gewähnt, den andern genommen! Aus Verzweiflung ist es geschehen, aus Reue, um schwere Schuld zu sühnen durch em Leben voll Aufopferung. m . .. Unb er hatte sie in seinen Gedanken der Untreue gegen ihn bezichtet — ja, nicht bloß mit Gedanken, nein, mit grausamen, kalten Worten — gestern abend, dort unten im Saal! Ihr schon so wundes Herz hatte er mitleidslos noch mehr gepeinigt. Ein wilder Zorn über sich selbst war in Wigand entbrannt, und in ungestümem Dahinstürmen bergauf hatte er den Kampf gegen sich selbst ausgenommen. Aber immer wieder unb toiebet war ihm ihr Dilb erschienen, das der schmerzverklärten Madonna und hatte seine Seele in Aufruhr gebracht. Wenn es so war, wie er ahnte, wenn sie nur in einer Stunde reuevoller Verzweiflung den Schritt an Drencks Seite getan — sollte es dann wirklich ihr unwiderrufliches Schicksal sein, ihr Leben hinwelken zu sehen neben einem Verlorenen, dem sie mit allen Opfern nichts nutzte? Gerade heute die Szene mit Drenck hatte ja klar gezeigt, wie wenig sie diesem helfen konnte, wie unwillig er nur ihre angstvolle Sorge hinnahm. Wozu aber dann dieses zwecklose Selbstauf- opfern weiter treiben? Das war doch einfach Widersinn — Frevel an sich selbst. Aber freilich, er kannte ja die Frauen zur Genüge. Gerade die edelsten, vom Schlage Ursulas verbluten lieber im stillen, als daß sie den scharfen Schritt über sich gewinnen. Doch, wenn dem so war — war es da nicht einfach Pflicht, für sie zu handeln, die zu stolz und vornehm dachte, um sich der einmal übernommenen Pflicht zu entziehen, wenn diese sie auch zu Boden zu werfen drohte? Ursula retten, befreien von dem vernichtenden Schicksal — der Gedanke hatte Wigand nicht mehr losgelassen. Aber wie — wie? Vergeblich hatte er sich darüber den Kopf zermartert, alle ihm kommenden Einfälle stets wieder als unausführbar verworfen, unb auch jetzt, wo er dem Hause toi ober zuschritt, war bie Frage noch immer ungelöst. _______ die ihm auch bas letzte bißchen Freude noch wehrte, bas er vom Leben erraffen wollte! Also fort von ihm! Aber wohin! Sie hatte niemanden auf der Welt, zu dem sie sich hätte flüchten können. Ihr Vater und Tante Marie, kamen ja nicht in Betracht. Der Major, immer verbitterter geworden durch das so wenig befriedigende Schicksal der Tochter, hätte ihr, wenn sie zu ihm geeilt wäre, mit hartem Ton gesagt: „Geh zurück zu deinem Manne, an den dich Pflicht und Treuschwur bindet! Ich habe damals genug von diesem übereilten Schritt abgeraten, aber du wolltest ja mit Gewalt nichts anderes! Run trag’ auch, was du bir selbst angerichtet hast, wie das für einen anständigen Menschen Ehrensache ist." — Der eigene Vater hätte sie nicht verstanden, wo sollte sie da in der Welt auf Verständnis rechnen? Aber was dann? Was sollte denn nur werden? Immer wieder und wieder hatte sie es sich gefragt, diesen ganzen unseligen Tag lang, auf ihrem Zimmer eingeschlossen. Gegen Mittag hatte Drenck einmal geklopft, aber auf ihx Schweigen sich mit einem ärgerlichen Ausruf wieder entfernt. Unbeweglich hatte Ursula den ganzen Tag auf ihrem Bett gelegen, auf das sie sich im ersten Ausbruch ihrer Verzweiflung geworfen hatte, zuletzt, nachdem das Wüten des ersten Schmerzes gewichen war, in völligem Ermatten. Erst als bie Dämmerung ins Zimmer geschlichen kam, als ihr bie Klänge des Gongs meldeten, baß nun alle anderen in den Speisesaal gingen, hatte sie sich erhoben, ins Freie geflohen, hinaus in den dämmerigen Garten. Lange hatte sie gestanden und hinausgeschaut über den See, wo weit hinten das Sonnenlicht in glitzerndem Widerschein in dem dunklen Spiegel erlosch: das tat so wohl, einmal nichts zu denken, auch die Seele so dämmern zu lassen, wie die Ratur ringsum. Wie eine mildtröstende Mutter- Hand — eine Hand, deren Wohltat sie im Leben ja nie kennengelernt hatte — hatte es sich weich auf ihr Herz gelegt, so daß alles Leid drin einschlief. Dann war sie, sie wußte selbst nicht wie, hier in das Musikzimmer eingetreten, unb am Flügel hatte sie, in gedämptem Phantasieren, weiter geträumt. Bis plötzlich bas Lieb gekommen war unb mit einem Male toi eher all bas Leib in ihrer Seele brannte. Run war sie auch wieder da, bie furchtbare, sinnverwirrenbe Frage ohne Antwort: Was nun? Was nun?! Verzweiflung übermannte Ursula, sie war zu müde, noch weiter zu grübeln: in ihrer matt» gehetzten Seele stieg nur ein Wunsch noch auf: Möchte doch ein Ende kommen! — Ende? Von einem Schauer des Entsetzens überlaufen, sprang Ursula vom Flügel auf. Im selben Augenblick kam sie auch wieder zu sich: Weg mit diesem Bilde des Schreckens! Das war ja nicht ihr Ernst Für Versicherte, die wegen Fortzahlung von Arbeitsentgelt kein Krankengeld erhalten, werden die Beiträge auf 5,25 v. h. des Grundlohnes ermäßigt. 2495D Kreuzweg der Liebe Vornan von Paul Grabein Urheberrechtsschutz: Romandienst „D:go", Berlin W 30. Zum Verkauf kommen: zwei Schlafzimmer, Büfett mit Kredenz, Kleiderschränke, Schreibtische (Diplomat), Waschtische, Blumenkrippen, Nachtschränke. Herren- und Damenräder zum Spottpreis. Versteigerung bestimmt. Ludwig Hartmeh Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 3414 Die Beiträge zur Invaliden- und Arbeitslosenversicherung bleiben unverändert bestehen. Diese Regelung tritt mit dem 1. April 1931 in Kraft. Ausführliche Beitrags- und Leistungstabellen find an unseren Kassenschaltern während der Geschöstsstunden erhältlich. Besucht den MMMlMsskWM vom Sonntag, dem 12., bis elnschl. Sonntag, dem 19. April 1931. Zum Schau- und Verkaufsmarkt (Messe) auf Oswaldsgarten sind folgende Geschäfte eingetroffen: 2462C Hanpenbahn/Charleston-Bahn (für Gießen etwas ganz Neues), Schiff-Schaukel, Kinder-Karuffett, Schieß-Buden,SchneN-photographie,Zauberei und exotische Tiere, Hunde-Theater, Waffel- Bäckerei, AlpenhauS, sowie Verkaufsstände aller Art. Markt,eit: Werktags von 14 bis 22 Uhr. Sonntags von 14 bis 22% Uhr. Für Verkaufsbuden gelten die Bestimmungen über die Geschäftszeit der offenen Ladengeschäfte: an den beiden Messe- fonntagen ist die Verkaufszeit von 14 bis 19 Uhr festgesetzt. Omnihuslinie nadmeniSchiilenberti Die Omnibus - Verbindung nach dem Schiftenberg beginnt am Freitag, dem 10. April. Die Wagen verkehren täglich ab Ludwigsplatz werkt. 3.30 Uhr nachm. ab Schiftenberg 5.15 und 6.25 Uhr nachm. Sonnt ags urÄ 3 uhd 3.40 Uhr nachmittags ab Gießen ab Schifienberg von 6.15 Uhr nachm. ab. Gesellschafts- Fahrten durch vorherige - Anmeldung erbeten. Tel. -283 (Schiften- berx), 3748 (Kraftverkehr Hessen). 2510 c Freitag, den 10. April 1931, nachmittags ab 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuen- Well in den beliebteren frühen und späten Sorten, lrisrv H.Trechsler Steinstr.73.Tel.3581 [ISO-Betten (Stahl u. Holz) Polster, Sdilafzimm^Stühlmalr. Kinderb.Cbaiscl. a-Pri- vate. Ratenzl. Katal. fr. Eisenmöbelfabrik Suhl Kataloge liefert BrOhfrGieBen Grundlohn- stufe Verdienst pro Tag biß zu RM. Krankenko pro Tag RBf. fenbeltrag pro Woche NM. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 1,50 2,50 3,50 4,50 5,50 6,50 7,50 8,50 9,50 über 9,50 6,25 12,50 18,75 25,00 31,25 37,50 43,75 50,00 56,25 62,50 0,44 0,88 1,32 1,75 2,19 2,63 3,07 3,50 3,94 4,38