Nr. 57 Erstes Blatt 181- Jahrgang Montag, 9. März 1931 Eriche int lüglich.antze, Sormioys und Feierlag» Beilagen Vie Illustrierte Btetzener FamilienblüNei Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugsvretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Träger» lohn, auch bet Richter- scheinen «inzelnerTiummern tnfolgt höhere, Gewalt. 8ernsvrechanschlöss« ■nterSammelnummer‘2251 Anschnst tü, Drahtnachrichten Snjelgei Sieße«. PoHd)e?n Panzerschiffen in der jetzigen Roizeit für überflüssig und unzweckmäßig halten. Aber bei den bevorstehenden Entscheidungen hantele es sich nicht um die Bekundung von sozialdcmolratischen Grundsätzen, sondern um die Stellung zu einer politischen Maßnahme, von der das Schicksal der Demokratie in Deutschland auf lange Zeit hinaus bestimmt werden könnte. Die Rechtsopposition hoffe, daß die Schwächung der bürgerlichen Mitte, die durch den Auszug der beiden Rechtsparteien eingetreten ist, zu einer Verschärfung dcr politischen Situation führe. Die Sozialdemokratie sei gewillt, diese Schwierigkeit überwinden zu helfen, um die Spekulation ihrer Gegner von rechts und links zu zerschlagen. Das liege um so näher, als ohne weiteres feststehe, daß eine Regierungskrise in diesem Augenblick nicht nur unermeßliche wirtschaftliche Gefahren herausbe- schwört, sondern durch die Annäherung der bürgerlichen Mitte an Hugenberg und Hitler der Bau des Panzerschiffes B in keiner Weise verhindert werde. Als Forderungen werten vom Sozialdemokratischen Pressedienst aufgestellt: Wille zum Entgegenkommen bei der Regierung und den bürgerlichen Parteien der Mitte, Z u s ch l ä g e z u den hohen Vermögen oder Zuschläge auf die hohen Einkommen. Diejenigen Schichten, die eine den Rahmen des Zulässigen ausfüllente militärische Rüstung auch in der Gegenwart für notwendig hielten, müßten bereit sein, die Kosten dafür aufzubringcn. Die wittschastspolitische Ausgabe Minister Ltegcrwald über das Lanierungs- programm des Kabinetts. M ü n st e r, 8. März. (WTB.) Auf einer Kundgebung dcr christlichen Gewerkschaften führte Reichsarbcitsminister Dr. S t e g e r w a l d u. a. aus: Unsere Wirtschaft befindet sich weitgehend in einem Zustand der Ueberorganisation und ter Desorganisation. In dieses Chaos suchte das Sanieru nasprogramm derReichsre- gicrung allmählich Ordnung hineinzubringen. Erstens müssen die Etats des Reiches, der Länder und Gemeinden unter allen Umständen in Ordnung gebracht werten. Das ist im Augenblick nicht mehr möglich durch eine Erhöhung der Einnahmen. Mithin muh es durch Ausgabenkürzungen geschehen. Die zweite Erwägung war: Die deutsche Ausfuhr muh konsolidiert werden, sonst kommen wir in eine immer größere Versklavung gegenüber dem Ausland. Die dritte Erwägung war: Wir müssen über die überspitzte Leih- kapitalperivdehinwcg. Früher haben die Betriebe die Ausgaben für Investierungen meist aus langfristigen Anleihen zu einem erträglichen Zinsfuß bekommen, während die erarbeiteten Gewinne als Betriebskapital benutzt Worten sind. Heute ist cs vielfach umgekehrt. Geld ist an sich in Deutschland da, was fehlt ist Kapital, ist Geld in langfristigen Anleihen zu einem erträglichen Zinsfuß. Die Gewerkschaften müssen sich darüber klar werden, dah wir n >ch vor einerReihe sehr schwerer Jahre stehen. Staat und Wirtschaft eines 60 Millionen-Volkes lassen sich nicht auf Kommando in Ordnung bringen. Es ist Illusion, daran zu glauben, daß in Deutschland in kurzer Zeit an Stelle des privatkapitalistischen Wirtschaftssystems ein anderes Wirtschaftssystem gesetzt werden könne. Dann hat es aber auch keinen Zweck, dah sich Arbeitgeber und Arbeiter ständig als zwei feindliche Heerlager gegenübcrstehcn. Vci feinem Rückblick auf die letzten zehn Jahre müssen wir feststellen, dah die Menschen, die in der Produktion stehen, mit am schlechtesten weggekommcn sind. Je schwerer die Arbeit, desto schlechter dir Arbeitsbedingungen, desto kärglicher ter Lohn. Im letzten Jahrzehnt ist die produktive Arbeit von dem Ver waltung s a ppa r a t der öffentlichen Hand und dem Verteilungsapparat immer mehr in dieEcke gedrückt worden. Hier liegen ungeheure Aufgaben der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Wir werten bestimmt auch die jetzigen Schwierigkeiten überwinden. Wir müssen insbesondere in dem Krisenjahr 1931 alle Kräfte straffen und zusammenfassen. Mit Wahrheit, Klarheit und sittlichem Ernst werden und müssen wieder die Grundlagen geschaffen werden für die Gesundung von Volk und Staat. Oingeldey fordert Entlastung der Wirtsck afi. Güstrow, 9. März. (TU.) Auf dem Parteitag ter Deutschen Dolkspartei (Wahlkreis 35) erklärte der Führer der Deutschen Volkspartei, Dingeldey, u. a.: Durch die Ausartung des politischen Systems feien wir in eine Entwicklung hineingekommen, die unhaltbar sei. Die Trustfrage und die Weltwirtschaftskrise seien nicht allein Schuld an diesen Zuständen, sondern vor allem die Belastung unserer heimischen Wirtschaft, die sich bis an die Grenz« des Möglichen gesteigert habe. Deshalb müsse mit allen Mitteln erstrebt werden, daß die Reichsregierung ihre Reformen und Maßnahmen zur inneren Sanierung durchsetzen könne. Gegebenenfalls müsse der Reichstag für einige Zeit das Feld räumen. Zur Gesundung der Staatsfinanzen gäbe es keinen anderen Weg, als weitestgehende Beschränkung der öffentlichen Ausgaben, um eine wirtschaftliche Verelendung des Vollskörpers zu verhüten. Es müsse mit aller Macht verhindert werden, dah neue besitzzerstörende Steuern eingeführt werden. Außerdem müsse das Sa« rifsystem gelockert werden. Das gegenwärtige politisierte Tarisrecht sei infolge seiner Starrheit unhaltbar. In der heutigen Krise sei mit leeren propagandistischen Erörterungen nichts getan. Rur tatkräftiges, zielbewuß tes Handeln könne uns retten. Das Jahr 1931 müsse durch erfolgreiche Revisionsverhandlungen über das Tributsystem gekennzeichnet fein. Oie Staaispariei gegen die sozialistischen Sieuerpläne. Berlin, 8. März. (DDZ.) Reichskanzler Dr. Brüning empfing heute nachmittag den Abgeordneten Dr. Fischer als Finanzsachverständigen dcr Staatsvartci. um mit ihm über die sozialdcmolratischen Besitz st eucr- anträge zu sprechen. Die Slaats^artci steht diesen Anträgen ablehnend gegenüber, weil darin ein Bruch mit den steuerpoliti- schen Erklärungen dcr Regierung erblickt wird. Eine Kundgebung der NSOAP. in Frankfurt Göhring und Goebbels sprechen Frankfurt, 7. März. (TU.) Die Nationalsozialisten hielten am Samstagabend eine große Kundgebung in der Franlsurter Festhalle ob, bei der Hauptmann Göhring als erster Redner erklärte, er könne es verstehen, wenn der eine oder andere Anhänger der nationalsozialistischen Bewegung zaghaft werde, weil es dem Nationalsozialismus noch nicht gelungen fei, eine Aenderung des gegenwärtigen Systems herbeizuführcn. Aber man muffe bedenken, daß man immer noch in dem sogenannten parlamentarischen Staat lebe, in dem die Mehrheit regiere. Deshalb mußte, mit aller Energie darauf hingearbeitet werden, daß an Stelle der 107 in den nächsten Reichstag 200 oder gar 300 Nationalsozialisten einziehen könnten. Die Nationalsozialisten würden den Marxisten und Anhängern des gegenwärtigen Systems jetzt mit ihren eigenen Waffen, nämlich mitdemStimmzettel in der Hand, also auf völlig legalem Wege die Macht entreißen. Das Stabinett Brüning stütze sich heute nur noch auf einen Umstand, nämlich auf die allgemeine Angst vor den Nationalsozialisten. Der Kampf der Nationalsozialisten gelte vor allen Dingen dem Marxismus und denjenigen bürgerlichen Parteien, die dem Marxismus in den letzten 12 Fahren Hilfestellung geleistet hätten und heute noch leisten. — Der zweite Redner, Dr. Goebbels, betonte, daß niemals eine politische Partei so mit Haß und Lüge verfolgt worden sei, wie die nationalsozialistische. Aber auch niemals habe eine Partei einen grandioseren Sieg erfochten, wie die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei am 14. September 1930. Die Nationalsozialisten würden die Macht legal erkämpfen, aber was das junge Deutschland, wenn es einmal die Macht be fitze, mit dieser Macht anfangen werde, das werde feine Sache fein. Wenn jetzt die Füh rer der nationalsozialistischen Bewegung von den Gerichten des heutigen Systems verfolgt würden, dann hätten sie die feste Ueberzeugung, daß das deutsche Volk sie von jeder Schuld sreispretoen würde. — Der als dritter Redner vorgesehene General a. D. Litzma n n war infolge Krankheit am Erscheinen verhindert. Die BMöse der Kölner Kircken- provmz zur nationalsozialistischen Bewegung. Köln, 7. Marz. (TU.) In dec »Kölnischen Volkszeitung" veröffentlichet d i e D i s ch ö f« der Kölner Kirchenprovinz ein- Erklärung, in der cs u. a. heißt: Die Erwartung, daß es den Führern ter Hitler-Bewegung bald gelingen werte, ihr« Ziele und Grundsätze so zu entwickeln, und so zu klären, daß sie zu begründeten Mißverständnissen oder zu Bedenken bei gläubigen Katholiken keinen Anlaß mehr gäben, hätten sich nicht erfüllt, ebensowenig auch die Hoffnung, daß manches Beklagenswerte im Oluf treten nationalsozialistischer Vertreter nicht zuletzt in ter Sprache ihrer Presseorgane sich als vorübergehende Erscheinung erweisen würde. Auch die Stellungnahme der Erzbischöfe und Bischöfe Bayerns hätte die verantwortlichen Führer ter Bewegung nicht dazu zu bringen vermocht, die dcr katholischen Glaubens- und Sittenlehre widersprechenden Kundgebungen aus ihren eigenen Reihen klar und eindeutig abzulehnen. Deshalb riefen die Bischöfe ter Kölner Kirchenprovinz die ihnen unterstellten Gläubigen mit aller Eindringlichkeit zu neuem ernstem Besinnen auf. Niemals dürfe man sich, auch nicht im Kampfe gegen Anrecht. Anwahrheit und Gewalttat zu Formen der Abwehr hinreißcn lassen, die mit den christlichen Sittcngeboten nicht vereinbar sei. Die Erklärung ift unterzeichnet vom Kardinal Schulte, Erzbischof von Köln, und den Bischöfen von Münster, Osnabrück, Trier und Limburg. Oer Flotienfriede auf dem Schwarzen Meer. Ein türkisch-russisches Zusatzabkommen über die Beschränkung derLeerüstunven. Angora, 8. März. (WTB.) Der türkische Minister des Aeußern und der Botschafter der Sowjetunion haben über die Beschränkung der Flottenrüstung auf dem Schwarzen Meere ein Protokoll unterzeichnet, in dem es heißt: Die beiden hohen vertragschließenden Parteien, die eine Festigung der friedlichen und freundschafö lichen Beziehungen untereinander erstreben, sind fest davon überzeugt, daß die einzige sichere Garantie für einen dauerhaften Frieden in einer tatsächlichen Herabsetzung aller Arten von Rüstungen besteht. Da sie unerschütterlich bestrebt sind, ihre Bemühungen für die Durchführung einer allgemeinen Rüstungcherabsetzung auch in Zukunft fortzusetzen, hielten sie es, um einen neuen Beweis des so glücklich zwischen den beiden Ländern hergestellten gegenseitigen Vertrauens zu geben, für wünschenswert, Artikel 2 des Protokolls vom 17 Dezember 1929 durch folgende gegenseitige Verpflichtung zu ergänzen: Keine der hohen vertragschließenden Parteien wird irgendein Kampfschiff, das zur Verstärkung ihrer Flotte auf dem Schwarzen Meer oder auf benachbarten Meeren bestimmt wäre, auf Stapel legen, noch ein derartiges Schiff bei fremden Werften in Auftrag geben, noch sonst irgendeine Maßnahme ergreifen, welche den gegenwärtigen Bestand ihrer Kriegsflotte auf den genannten Meeren verstärken würde, ohne die Gegenpartei sechs Monate vorher davon in Kenntnis zu setzen. Kunst und Politik in Frankreich. Das abgesagte Weingartnerkonzert. Felix Weingartner an den französischen Ministerpräs denten. Basel, 8. März. (CRB.) Felix Weingartner stellt der Baseler Presse einen Brief zur Bersügung, den er am 7.März an den französischen Ministerpräsidenten Laval gerichtet hat und in dem er zur Absage der von ihm zu dirigierenden PaSteloup-Kon- zerte Stellung nimmt. 3n diesem Schreiben heißt es u. a.; Ich habe das „Manifest der 93" im Jahre 1914 unterzeichnet, meine Unter- schrift aber im Jahre 1917, also noch während des Krieges, öffentlich zurückgezogen, als ich meine Llebcrzeugung mit dem Inhalte des Manifestes nicht mehr vereinen konnte. Das Ritterkreuz der Ehrenlegion habe ich nie zurückgesandt, sondern bewahre es noch heute. Aber auch, wenn diese letzte Anschuldigung wahr wäre, und wenn ich meine älnter- schrist nicht zurückgezogen hätte, wäre es ganz unangebracht, daß man heute, wo so viel von Bersöhnung und von Annäherung der Völker geschrieben und gesprochen wird, eine verjährte Verfehlung Des Weltkrieges herauszieht. Einen Künstler meines Ramcns aber, der für die französische Kunst stets eingetreten ist, in solcher Weise zu behandeln, wie es jetzt geschehen ist, kann nur mit einem Ausdruck beurteilt werden, den in diesem Briefe zu gebrauchen mich lediglich die Hochachtung abhält, die ich für Euer Exzellenz empfinde. Oie „Affäre Oreysus". Protest der pazifistifchen Frontkämpfer geffcn die Ab,etzrmft Paris, 8. März. (CAD.) 3m Theater Arn- bigu, in dem jetzt an Stelle des vom Spielplan abgesehlen Stückes „Die Affäre Dreyfus" ein anderes Stück aufgeführt wird, erhob sich gestern nach Beginn des ersten Altes aus der Zuschauer nenge der Generalsekretär der Liga der pazifistischen ehemaligen Frontkämpfer und verlas — zugleich im Aamen der Liga zur Bekämpfung des Antisemitismus — eine Erklärung, in der die Wiederaufnahme der Vorführungen des Stücks ..Die Affäre Dreyfus" verlangt wird. Die pazifisti- schen ehemaligen Frontkämpfer wollten den Frieden und die Aussöhnung der Völker und seien I nicht gewillt, sich die Diktatur einer chau - ' vinistischen Minderheit gefallen zu lassen, die aufs neue Haß und Argwohn verbreiten wolle. Sie wollten nicht zulassen, daß die Auffassung um sich greife, als wären die ehemaligen Frontkämpfer in Frankreich so töricht, sich gegen einen deutschen Kapellmeister oder gegen ein historisches Theater- stück aufzulehnen. Am die Wiederaufnahme der Vorführungen der „Affäre Dreyfus" zu erreichen. wolle der Verband der pazifistischen ehemaligen Frontkämpfer von heute ab die Vorführungen eines jeden anteren Stückes im Am- bigu-Theater solange verhindern, bis die „Affäre Dreyfus" wieder erscheine. Oer Fn'ebensschluß mit Gandhi. Oie Verständigung. -Don unsere.1 ^-Korrespondenten. London, März 1931. Die Verständigung zwischen dem Führer ter indischen Rationalisten Gandhi und dem englischen Dizekönig in Indien, Lord Jrvin, ist zweifellos eine ter wichtigsten politischen Tatsachen in der Geschichte des englischen Weltreichs. Mag im einzelnen Gandhi sehr weit entgegen- aekommen sein, er hat doch das Prinzip, für das er focht, durchgesetzt, und er hat vor allem erreicht, daß er als offizieller Verhandlungspartner anerkannt wurde. Man muß doch bedenken, was es bedeutet, daß dieser Mann, der von den englischen Vationa» listen als ein ..halbnackter, aufrührerischer Fakir" bezeichnet wird, aus dem Gefängnis entlassen und von dem Repräsentanten des britischen Imperiums zu Friedensverhandlungen empfangen «tourte. Das eine allein bedeutet schon ein 3 u - geständnis an di e Inder, wie es _tior Avenigen Jahren noch niemand für möglich gehalten hätte. r Aber England hat inzwischen erkannt, welche furchtbare Waffe der elastisch gestaltete passive Widerstand in den Händen der Inter war. Der Boykott aller englischen Waren hat dem Handel furchtbare Wunden geschlagen, hat vor allem den englischen Staatsmännern gezeigt, daß sie jetzt auch in Indien an der kritischen Wende stehen. wo sie nur die Wahl haben, entweder dieses wichtigste Kronjuwel aus ihrem Imperium zu verlieren, oder sich in der Behandlung des indischen Volkes vollständig umzustelilen. Den Anfang dazu hat die „Konferenz am runden Tisch" gemacht, die in London tagte, die auch zu positiven Ergebnissen kam, die aber in ter Luft hingen, solange Gandhis Kongreßpartei nicht mitmachte. Es bleibt nun abzuwarten, ob Gandhis Einfluß stark genug ist, um über die Hitzköpfe in der eigenen Partei zu siegen und das Abkommen wirklich durchzusetzen. Gelingt ihm das, dann hat er zwar im Augenblick vielleicht eine Niederlage erlitten, auf weitere Sicht aber doch den Zweck seines Kampfes erreicht und den Grund st ein gelegt, auf dem das moderne Indien aufbauen kann. And es war klug von den Engländern, daß sie diese letzte Chance benutzten, die im indischen Spiel noch für sie vorhanden war. Churchill, ter ewig unruhige Geist, nennt das Abkommen zwar Verrat, aber es ist doch immerhin bezeichnend, daß der Vizekönig, der aus den konservativen Reihen hcrrorging, zu dem Vertrage rät, ten er selbst a^gc,ch offen hat, daß a..ch Baldwin und L.oyd Geor .e inneradj damit einverstanden sind: ein Beweis, mit welcher Slaats- kunst die englischen Führer die Probleme ihres Weltreichs zu behandeln wissen. Sie haben ein- m a l den großen Fehler gemacht, als sie mit den Tereiniglen S.aaten den Kampf durchsechten wollten und infolgedessen ihre Kolonien verloren. Sie Halen aber daraus gelernt und seither immer rechtzeitig einzulenken verstanden: es gelang ihnen, aus den Buren wenige Jahre nach dem Kriege die stärkste Stühe Südafrikas zu machen, sie haben die irische Wunde auszuheilen verstanden. Sie sind in Aegypten und in Me sopotamien so weit entgegengekommen, daß sie auch hier auf dem besten Wege sind, aus ten Eingeborenen Freunde zu machen, während sie sich gleichzeitig im Sudan eine neue machtvolle Stellung schaffen, die nicht nur unerhörte Entwicklungsmöglichleiten in sich birgt, sondern gleichzeitig auch — für alle Fälle! — die Hand an Die Gurgel Aegyptens legt. Run wollen sie in Indien den gleichen Weg gehen. Jahrhunderte hindurch haben sie ihre Herrschaft gehalten, indem sie die einzelnen Religionen und Rassen gegeneinander ausspielten, sie haben es aber trotzdem nicht verhindern können, daß gerade in der jungen Generation so etwas wie ein indisches Rationalbewußtsein emporwuchs, das trotz al'e; Gegensätze im Innern den gemeinsamen Feind in England sah, und wenn jetzt nicht neue schwere Fehler gemacht werden, dann scheint es in der Tat, daß England auch hier den kritischen Punkt überwunden und die Kette gefunden hat, mit der Indien aus seinen eigenen Interessen heraus dauernd an das Weltreich gebunden bleibt. Rationalist scher Widerstand. Weitere Konferenzen. — Freilassung der politischen (befangenen. London, 7. März. (TA.) Die extremen nationalistischen Organisationen in Bombay haben einen Feldzug gegen das Jrwin-- Gandhi-Abkommen eröffnet, das sie als eine Kapitulation bezeichnen. „Daily Expreß" rechnet damit, daß in nicht allzuferner Zeit zunächst eine englisch-indi- sche Konferenz in Indien abgehalten wird, wahrscheinlich in Karachi. Hieran soll sich gegen Ende des Jahres eine dritte englisch-indische Konferenz in London anschließen, an der auch Gandhi teilnehmen würde. Das Kabinett hat erwogen, den Lordgroßkanzler Lord S a n k e h als Führer der britischen Abordnung nach Indien zu senden. doch ist eine Entscheidung noch nicht gefallen. Gandhi wies in einer öffentlichen Rete daraus hin, daß seine Vereinbarungen mit dem Vize- könig noch der Billigung durch den Rationalistischen Kongreß in Karachi bedürfen. Falls es sich erweisen sollte, daß die Vereinbarungen mit dem Vizekönig dem Lande als nicht annehmbar erscheinen, so könnte das Exekutivkomitee des Rationalistischen Kongreffes ein Mißtrauensvotum in Vorschlag bringen. Denen, die sich diesem Mißtrauensvotum anschließen, würde es dann überlassen bleiben müssen, die Fortführ un^ ter Arbeit des Rationalistischen Kongresses auf die eigenen Schultern zu nehmen. Die erste Gruppe politischer Gefangener, die sich keiner Gewalttat schuldig gemacht haben,. und gemäß dem Ablo nmen zwischen Gandhi und dem Vizekönig auf freien Fuß gesetzt werden sollen, hat heute früh das Gefängnis Verovada verlassen. Es handelt sich um 65 Frauen. Sofort nach ihrer Freilassung blieben sie zwei Minuten lang vor dem Gefängnis schweigend stehen, um dadurch Gandhi zu ehren. Sie entrollten dann die Fahne des Allindischen Kongresses und entfernten sich in zwei von ter Polizei zur Verfügung gestellten Lastwagen. Llebersül ung im Luristenberuf Wie uns vo n Vorstand ter hessischen Anwaltskammer mitgeteilt wird, wächst in bedrohlichstem Ausmaß ständig die Zahl der deutschen Rechtsanwälte. Von 12344 im Jahre 1915 (im alten Reichsgebiet) ist die Gesamtzahl auf 17184 am 1. Januar 1931 (im kleinere.,, neuen (Reichsgebiet» gestiegen. Sie hat sich im Jahre 1927 um 2,9, im Jahre 1928 um 3,3, im Jahre 1929 um 3,5 und im Jahre 1930 um 4,7 Prozent vermehrt. Die Linie der prozentualen Zunahme ist danach in dauerndem Steigen begriffen. Ein Absinken ist um so weniger zu erwarten, al- im Jahre 1930 die Zahl ter an den deutschen Ani- versitäten eingeschriebenen Studierenden ter Rechts- und Staatswissenschaft über 22 000, die Zahl ter an ten preußischen Aniverfitäten Studierenden (ohne die Reichsausländer) Über 13 000 beträgt und die Zahl ter CRefetentere in Preußen von 6642 am 1. August 1929 auf 7005 am 1. Januar 1930 und 8047 am 1. Dezember 1930 gestiegen ist. Der BedarfderJustizverwal- tun gen so.nie ter übrigen Verwüstungen tes Reiches und ter Länder ist nur ein verhältnismäßig g e r i n g e r. Die Wirtschaftist in'olge ihres Rieterganges nicht in ter 2aje, ten Anwärtern geeignete Deschäfti'U gsmöglichfL^en zu bieten. Die Anwaltschaft b ltet da)er naturgemäß das Sammelbecken für die in gewaltiger Menge Heranrückenten Anwärter. Im gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sie selbst sich besonders auch infolge ter ihr durch die neuere Gesetzgebung auferlegten Lasten und die durch sie herteige- führte Einschränkung ihres Arbeitsgebietes in einem krisenhaften Zustand. Zudem ist sie schon jetzt überfüllt. Erhebliche Teile ter deutschen Anwaltschaft stehen vor derProle.arifferung. Rach dem Bericht tes Arbeitsamtes ter Deutschen Rechtsanwaltschaft für das Jahr 1930 standen 638 Stel^nge'uchen nur 247 neue ©tel- lenangeL ote gegen' b r. Im Jahre 1928 wurden 247, im _aj.e 1929 220, im Jahre 1930 nur noch 167 Stellen durch das Arbeitsamt vermittelt, — ein Beweis dafür, wie sehr die Arbeitsmöglichkeiten sich verringert haben. Im Frühling 1930 hat d e Abgeordnetenverfammlung des Deutschen Anwaltvereins die Einführung des nume- rus clausus und der Wartezeit der Anwärter gefordert. Im Januar 1931 hat die Vereinigung deutscher Anwaltslammervorstänte sich diesem Verlangen angeschloffen. Die Anwaltskammer hält es für ihre Pflicht, erneut auf die Gefahren hinzuweisen, de ter Rechtspflege und ter Rechtsanwaltschaft durch den Zudrang zum juristischen Studium drohen. Aus aller Well. Zusammenstoß zweier Donaudampfer bei Belgrad. In der Nacht zum Samstag stießen unterhalb der neuen Donaubrücke in Belgrad zwei Passagierdampfer zusammen, die den regelmäßigen Dienst zwischen Belgrad und Pancevo versehen. Der Zusammenstoß erfolgte während eines heftigen O st st u r m e s, der von starkem Schneetreiben begleitet war. Der Dampfer „Franchet d'Esperay" wurde von dem Dampfer „Zagreb" gerammt. Der erstere erhielt an der linken Schiffsseite ein großes Leck. Durch das klaffende Leck stürzten die Wassermassen in die Passagierräume zweiter Klasse. Unter den Reisenden entstand eine ungeheure Panik und alles stürzte zu den Ausgängen. Erst als ein Notausgang geöffnet wurde, gelang es, den größten Teil der Fahrgäste zu retten, die bereits mit den Füßen im Wasser standen. Die „Franchet d'Esperay" nahm hierauf Kurs auf das Ufer und erreichte es knapp, bevor der Maschinenraum vom Wasser überflutet war. Die „Zagreb", die dem Dampfer gefolgt war, schlug eine Notbrücke, doch versagte in diesem Augenblick das Licht, so daß wieder ein ungeheures Gedränge um die Notbrücke entstand. Dabei stürzten mehrere Personen ins Wasser. Wenige Minuten nach Heber- nähme der letzten Fahrgäste sank die „Franchet d'Esperay" und ragt nunmehr mit dem Schornstein Hermann Kesser: „Rotation". Uraufführung im Frankfurter Schaufprelhaus. Der Münchener Hermann Kesser, heute bijährig, der Kleist, Büchner und Nietzsche als seine geistigen Ahnen und Erzieher bezeichnet, hat ein Zeitstück geschrieben, das die Szene samt Parkett, Rängen und Logen zum Tribunal macht, das Publikum gewissermaßen mitspielen läßt und einbezieht ins Personal, in seine Situation und seine Diskussionen um brennendste Fragen der Gegenwart. * Ein Schauspiel in zwei großen Szenengruppen, die teils geschickt, teils ganz naiv gemacht sind, aber von unbestreitbarer Wirkung: der Zuschauer spurt: Aktualität, Tendenz, Programm, eigene Sache (wenigstens zum Teil). Arbeitslosigkeit heißt das Generalthema: Weltwirtschaftskrise: die noch immer nicht gelöste soziale Frage. * Erster Teil: sehr effektvolle Reportage. Szenen wie aus der Zeitung geschnitten; Leitartikel, Wirtschaftsteil, Nachrichtenmaterial in lebenden Bildern. Scharf kontrastiert, beinahe schwarzweiß. Hie Aufsichtsrat — hie Arbeitslose. Alles im nüchternen Geschäftsstil und Alltagston anno 1930; und alles ein bißchen mit erhobenem Zeigefinger: seht her — so wiros gemacht! Blick auf die ewig rotierende Bilderbühne unserer Zeit ... Blick „hinter die Kulissen": Politik, Börsenschiebung, Pressemanöoer, Skandal, Weibergeschichten. Sehr grob, febr unbehauen, aber sehr wirksam. Die „Handlung wäre aus einer einzigen Nummer einer beliebigen Tageszeitung bequem zusammenzustellen und aufzumon- tieren. * Erst die zweite Szenenreihe stößt aus der Reportage zur Dramatik vor; aus der Fülle der zeitgenössischen Figuren hebt sich, scharf profiliert, eine Gestalt: der anständige Mensch, der den „Betrieb" durchschaut. Gewissenskonflikt des Idealisten. Tragödie eines Chefredakteurs. Er erkennt die bisherige „Richtung" als falsch, schwenkt ab, zur Gegenpartei. Vom Kapital zum Arbeiter. Aber die Macht des Geldes ist stärker. Man kann nicht einfach „um- fatteln". Letzter Ausweg: Selbstmord. Das große Rad rollt weiter: Rotation, Rotation! Die soziale Frage ist noch immer nicht gelöst. Klare Tendenz: gegen das Kapital; gegen das herrschende System. Teils sehr effektvoll, teils un- zulänglich bis zur Groteske. Das Hinterhaus- und StraßenmiUeu gelang viel besser ... als die Kulisse. Die Industrie- und Börsenleute, Ne modernen Journalisten: das ist alles ein bißchen sehr primitiv angedeutet, — wie sich der Laie den „Betrieb" vorstellt. Die rauhe Wirklichkeit ist doch in vielem anders. Schopenhauer hat gesagt: „Jedes Problem durchläuft drei Stufen; in der ersten erscheint es lächerlich, in der zweiten wird es bekämpft, und in der dritten gilt es als selbstverständlich." Kessers Schauspiel ist der (zweifellos ehrlichen Willens unternommene) Versuch, den Hebergang von der zweiten zur dritten Stufe in einem zeitgeschichtlichen Bildausschnitt sinnfällig darzustellen. — * Die Aufführung im Frankfurter Schauspielhaus — Regie: Fritz Peter Buch — war vor allem in der technischen Bewältigung ter komplizierten Bilderfolge eine brillante Leistung. Drehbühne mit Photomontage und Musik. Die Szene war gewissermaßen unmittelbar ans Publikum herangerückt, der Vorgang von stellenweise spontaner Wirkung. * Auch die Besetzung erschien fast ausnahmslos mit sicherem Gefühl abgestuft und gegeneinander kontrastiert. Im Mittelpunkt: Robert Taube, der den Chefredakteur Kellermann mit leidenschaftlichem Temperament und warmem, menschlichen Gefühl gestaltete. Daneben, aus dem Riesenaufgebot: Gerhard Ritter, ein Vollblutschauspieler (früher Volksbühne Berlin), Impekoven, Engels, Derhoe- oen, Koninfki, Rewalt; von den Damen: Ellen D a u b, nicht ganz einheitlich im Gesamteindruck. * Das Publikum ging bis zuletzt lebhaft mit. Hauptdarsteller, Dichter und Spielleiter mußten immer wieder an die Rampe. hth. Hochschulnackrichien. Professor Dr. Kurt Latte in Basel hat einen Ruf aus den Lehrstuhl der klassischen Philologie an der Unioerfität Göttingen als Nachfolger von Professor E. Fraenkel erhalten. — Der Lehrstuhl der Geologie an der Berliner Unioerfität (an Stelle von Professor Pompecki) ist dem Ordinarius Dr. Hans Stille in Göttingen angeboten worden. Privatdozent Dr. jur. Arnold Kotigen in Jena hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Greifs ° w a l d als Nachfolger von Professor E. Neuwiem erhalten. Zur Wiederbesetzung des durch den Weggang von Professor R. Holtzmann an der Universität Halle erledigten Lehrstuhls für mittlere und neuere Geschichte ist ein Ruf an den Privatdozenten Dr. Waith. Holtzmann an der Universität Berlin ergangen. Zwischen Winter und Frühling. Von Frank Thieß. Ich gehe durch ten Berliner Tiergarten, die Sonne scheint, die Wege sind feucht, und es gründt ein wenig. Ich gehe so, bleibe mal stehen, gehe wieder, was sehe ich? Ich sehe ein Kind, groß wie ein Pilz, das bückt sich, wie sich Kinder bücken, es seht sich nämlich in Kniebeuge auf sein winziges Hinterteil, lind was tut es? Richts für Ammen und erfahrene Mütter, vielmehr „tut“ es etwas, das keine Tat, sondern eine wunderliche Gebärde ist, es pflückt eine Blume. Ich bücke mich jetzt auch, um zu sehen, was das für eine Blume ist, die da im Berliner Tiergarten an einem so sonnigen Rachwintertage unweit des Rosengartens wächst, und bemerke eine Blüte von so geheimnisvoller Kleinheit, daß ich wußte, hier hat ter liebe Gott höchst persönlich eingegriffen. Diese Aentimetergrofje Sternblume gehört nicht nach Berlin, sondern sie ist auf gegangen, damit das kleine Kind seinen Frühling erleben sollte, lange bevor ihn die Erwachsenen erleben, die ihn überhaupt erst merken, wenn er im lokalen Teil ihrer Zeitung angezeigt und auf herkömmliche Weise besungen wird. Fort mit den Erwachsenen! Rings um den Tiergarten grunzen ihre Automobile. In ter Mitte aber steht die kleinste Blume ter Welt, ein Kind von 14 Monaten sieht sie und nimmt mit eigenen zarten Händchen diesen lautlosen und vollkommenen Gruß tes Himmels entgegen. Ein Kind spricht mit tem lieben Gott. Was kann man tun, als so still wie möglich weitergehen? Ein andermal begegnet mir dieses am Ufer tes Reuen Sees: Die hängenden Weiten knospen und berühren mit ihren Spitzen das lackalänzente Wasser wie eine langfingrige Frauenhand mit unmerklicher Zärtlichkeit ten Arm eines Mannes. Ich vergleiche das so, weil ichs neulich sah. Im Speisesaa-l eines großen Hotels, wo zwei an einem Tische saßen, und mit gemessener Haltung sich unterhielten. Es war gang hell und viele Lichter und Spiegel und Kellner, und weil es so hell war, faßen sie steif und lächelnd sich zugewandt und sprachen. Sie aber war eine sehr schöne Frau, oh, ich habe sie immer verstohlen angeblickt, denn ihre Augen waren mit wunderbarem Licht auf den Mann gerichtet. Und plötzlich hob sie die Hand und berührte sein Gelenk. Er erstarrte gleichsam in Glut und bewegte sich nicht, aber in ihr Gesicht trat auf etwa zwei Sekunden ein Zug von herrlicher itnS voffkom- nxmer Verlorenheit. Dann zog sie die Hand zurück, und sie sprachen weiter. Was schweife ich ab? Wie war es mit den Weitenspitzen und dem Wasser? So war es: sie berührten sich und wußten, daß sie einmal ineinander eintauchen würden, wenn die Weidenblätter erst erwacht sein werten aus ihren pelzigen Knospen. Und sie würden ineinandereintauchen und sich ineinanter verlieren und versinken, und ein Wind würde kommen und die Weite beugen, und dann ist der Frühling da. e Da sind Enten auf dem schimmernden glatten Wasser, drei. Ich betrachte sie: zwei Erpel und eine kleine Entin. Die Ente glänzt in ter Sonne wie geputzt, die Erpel aber treiben allerhand eitlen Unfug, flattern auf, schnattern, schlagen mit ten Flügeln und wünschen Sympathie zu finden. Am Ufer steht ein junger Mensch, ein Schüler wahrscheinlich, Sekundaner sagen wir mal. Gr trägt eine bunte Mühe und zeigt mit tem Arm, ter die Mappe trägt, auf die Enten. Er zeigt sie einem Mädchen, das dafür Jntereffe hat. „Paß einmal auf, was die Enten tun.“ Was tun die Enten? Sie sind sich klar darüber, daß ihr undeutliches zu Dritt eine saubere Entscheidung erheische. Sie sind entschlossen, diese Entscheidung herbeizuführen, und darum schwimmt das Entenmädchen zunächst einmal davon. Der Erpel hinterher. Gut. Plötzlich dreht sie sich und schnattert einen scharf an. Wieso? schnattert er zurück. Ich Haffe dich, schnattert sie, fährt ihm obendrein noch ins Gefieder, wendet sich, fliegt auf und geht unweit mit eleganter Kurve aufs Wasser nieder. Der andere Erpel lacht, flattert hinterher, bleibt neben 'ihr, putzt sich, und tut breit im Gefühl tes erwählten Liebhabers. So gleiten sie langsam dahin. Da taucht ter Verlassene mit tem Kopf in ten See, schwimmt unter Wasser und taucht jäh mit trotzigem Schnarr ton zwischen beiden empor. Ja, nicht genug damit, stürzt er sich auch noch auf ten Glücklichen, beschimpft ihn und verseht ihm eins und beweist sich voller Energie und Planmäßigkeit. Rachtem ihm dies gelungen, erhebt er seine Flügel und fliegt davon. Die Ente aber? Diese Ente. Sie dreht sich zum Gepiekten, schnarrt: Idiot! älnd fliegt dem anderen nach. Bald ist sie neben ihm, schräg gehen sie und fern von unserem Ufer auf das glitzernde Wasser nieder. ünb ter Verlassene, ehemals Glückliche? Was tut er? „Was tut jetzt ter?“ fragt das junge Mädchen ihren Freund. „Was geht da« unÄ an“, lacht ter zurück urtb nimmt fröhlich ihren Arm... jus dem Wasser hervor. Nach einer Meldung des "Lester Lloyd haben 9 bis 16 Personen das Leben eingebüßt. Unter den Toten befinden sich drei Sträflinge, deren Begleitmannschaft ebenfalls ertrunken sein soll. Schweres Erdbeben in Süd-Serbien. Südserbien wurde von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Tie Erdstöße dauerten übereine Stunde. 21m schwersten betroffen wurde die Gc- । gend südlich von S k o z l j e. Das Dorf Pirava wurde dem Erdboden gleichgemacht. Tis jetzt hat man dort 1 9 $ote unb 22 Schwer» verletzte geborgen Die Zahl der Opfer dürfte sich jedoch noch bedeutend erhöhen, da mit vielen Ortschaften die Drahtverbindungen vollkommen unterbrochen sind, und man daher ohne jede Nachricht von dort ist. Die Dörfer Karad- ievo, Udvvo, Tragaz, Mirowze und die Stadt Dalandovo wurden zam größten Teil z e r st ö r t. Die Bahnhöfe von Demirkapu, Udovo und Mi- rovze wurden in Trümmer gelegt. Die Eisenbahnbrücke über den Wardar stürzte in den Fluh. Der Verkehr mit Athen ist unterbrochen. Die De orten haben Hil Sex' e. t onen organisiert und an die Bevölkerung Zelte verteilt. Der König und Ministerpräsident Siwkowitsch sind in das Crdbebengebiet abgereist, um sich von dem Umfang ter Katastrophe selbst zu überzeugen. Der König ordnete an, daß alle Soldaten aus Süd-Serbien sofort beurlaubt werten, damit sie ihren Familien bcistehen können. Grohfeuer in London. Ein riesiges Feuer, wie es London seit Zähren nicht erlebt hat, hat am Samstag ein sechsstöckiges Lagerhaus gegenüber dem Tower auf der anderen Seite ter Themse mit allen Vorräten, die hauptsächlich aus Teer und Gummi bestanden, vernichtet und einen Schaden von mindestens 8 Millionen Mark verursacht hat. 3n kürzester Zeit waren die oberen Stockwerke ein Opfer der Flammen, lieber 1100 Feuerwehrleute wurden zur Bekämpfung des Feuers aufgeboten. Trotzdem stürzten bald die Mauern des Hauses ein. Ein dichter Bauch, wie er bei Gummibränten sich entwickelt, hüllte die ganze Umgebung ein. Ein äußerst gefährlicher Augenblick entstand, als ein eiserner Ladekran vom Dache herunterstürzte. Er verfehlte mit knapper Bot ein vor dem Lagerhaus auf der Themse liegendes Schiff, das wegen des nebligen Wetters nicht fortgeschleppt werten konnte. Die Feuerwehren bekämpften das Feuer mit Gasmasken, was aber nicht verhindern konnte, daß trotzdem viele Feuerwehrleute durch die giftigen Dampfe betäubt wurden. Sämtliche Feuerspritzen, die verfügbar gemocht werten konnten, wurden zur Bekämpfung des Feuers.au'geboten: es dauerte indessen biete Stunden, ehe man des Feuers einigermaßen Herr werten konnte. üochknnstansstellung und Relchs-Gaslwirismesse. Auf ter vorn 14. biS 19. März in den Berliner Ausstellungshallen am Kai er dämm stattfinten- ten Kochkunst-Ausstellung und 9. Re'.ch'gasttvirt- tue 'e, die von Reichsminister Dr.h. c. S chiele, dem Protektor ter Kochkunst-Ausstellung eröffnet wird, werten neben der in ter größten Ausstellungshalle I untergebrachten Leistungsschau der gastrvnomi schen Lieferindustrien führende Berliner Hotels. Restaurants, Siadt- küchen, Küchenmeister und Köche die Leistungsfähigkeit und internationale Geltung dec Berliner Küche in tägl'ch wechselnden Schauge- richtcn öffentlich unter Beweis stellen. Der internationale Verband der Köche bringt eine Son- terschau, die sich mit der Diätküche in allen ihren Formen befaßt. Auch der Zweckverband ter Bäckermeister ist mit einer Sonderschau „Unser tägliches Brot" vertreten. 3n der Halle ter Hausfrau findet ter große Koch- undBack - Wettbewerb statt, ter an nicht weniger als 250 Kochherden zum Austrag kommt. Tödlicher Ilnglückssall im Eisenbahnheizwerk. 3n den Heizräumen des Dahnbetriebwerkes am Berliner Bahnhof Grünewald ereignete sich ein folgenschweres Unglück, das den Tod eines Mannes zur Folge halte. Während das Bedienungspersonal der Kessel bei der Arbeit war, drangen plötzlich aus ter Feuerung große Dampfmassen heraus, wodurch ter Maschinist Hacker so schwer verbrüht wurde, daß er auf der Stelle starb. Der Heizer Heise erlitt schwere Verbrühungen und mußte in ein Krankenhaus geschafft werden. Man nimmt an, daß ein Wasserrohr platzte, so daß das Wasser in die Feuerungsanlagen geriet und dann infolge der enormen Hitze als Dampf durch die Feuerungstüren herausströmte. Aus Oer provuizialbauptstoOt Gießen, den 9. März 1931. Alaffenerwerbslosigleit und IMd idung. Von Waller Hegar, Leiier der Volkshochschule. 3n Ar. 44 des „Gießener Anzeigers" behandelt Dc. Hertha Siemering die volksbildnerische Betreuung der jugendlichen Erwerbslosen. Sie sieht die Hauptausgabe in der arbeitsmarktpolitisch bestimmten Arbeitserziehung, also l«eruflicher Schulung, Fortbildung und Umschulrmg. Als bedeutsamen Sonderfall hebt sie heraus die Umschulung Zugendlicher für die Landwirtschaft, wovon planmäßiger Ersatz der ausländischen Wanderarbeiter, Aussiedlung überzähliger Grotzstadt- existenzcn, neue Ostkolonisation zu erhoffen fei. Hierauf gibt sie eine Uebersicht über eine Reihe weiterer Veranstaltungen wie beruflicher Schulung von arbeitsmarktpolitifch zweifelhafterem Wert, allgemein-bildender Unterrichtslurse und Pflichtarbeit. Sie schlicht ihre Ausführungen mit folgendem Urteil über Veranstaltungen wie Turnen, Wanderungen und verschietenarttge Unterhaltung: „Gewiß ist jede Form ter Arbeitserziehung für die beschäftigungslose 3ugend wertvoller. Doch Werkstätten und Fachlehrkräfte stehen nicht überall zur Verfügung... Wenn die arbeitslosen Zugendlichen nicht allen Glauben und allen Halt verlieren sollen, so muh ihnen eben irgendwie von Menschen, die für sie da sind, bewiesen werten, daß man sie als wertvolle Mitglieder ter menschlichen Gesellschaft anerkennt." Diese Sätze berühren das kulturpolitische Problem ter andauernden Massenarbe, tslosigkcit überhaupt, das sich in dem ter Erwerbslosigkeit ter Zugendlichen nicht erschöpft. Wir haben dem Gefühl ter Zsolierthcit bei ter Masse ter Arbeitslosen entgegenzawirken, und das kann nur durch Veranstaltungen geschehen, die vorhandene geistige Bedürfnisse befriedigen. Da Arbeitserziehung, Derussschu'u g Fvriii'^ung und Umichulung z^ne.-mend an Sinn cinüu ,cn, je älter ter Arbeitslose ist und je länger cs an Nachfrage nach Arb isiir-ften mangelt, so ist auf diesem W.g ein erheblicher Teil ter Arbeitslosen nicht zu erfaffen. Aver auch all- gemcinbiltente Vollshochsch' lturse uni) Freizeiten lösen das Masicnprobiem nicht, weil sie nur geistig besonders Lebendige, Nachdenklame und Strebsame fördern können. Dagegen wird es bis zu einem gewissen Grad gelingen, die erwerbslosen Massen, die im Ku turcut „Arbeit" auch den geistigen und gefühlsmäßigen Zusammenhang mit ter Gesamtheit verlieren, vermittels ter Gü er des geistig n Masscnkon- sums an die Gcsamlh-eit wieder ar.z is' ließen. Die psychologischen Wirkungen der Austestung aus dem Produktionv rozest sind mir dadurch einigermaßen auszuglei-,en, daß dem Arbei.slosen ter Weg zu gesteigerter Teilhate an den voiks- tümlichen nichtw rischafl.ichen Äufturi item geebnet wird. Es hantelt sich also um eine dringliche kulturpolitische Erginzung ter Sozialpolitik, eine Ergänzung, die, wie die U^erftütjung den notdürftigen physischen, ihrerfeiis ten notdürftigen geistig-seelischen Lebensunterhalt tes Arbeitslosen ermöglicten soll. 3n Gießen wurde in diesem Sinn zunächst eine von etwa 900 Erwerbslosen besuch Kuliursilm- oorführung veranstaltet. Anschließend fanden gemeinsame Besprechungen zwis' en ter Volkshochschule, dem Arbeitsamt und Erwerbslosen statt, die sich als Helfer in ten Dienst ter Veranstaltungen gestellt haben. Der Vertreter ter Volkshochschule berichtete über eine an ten Herrn Oberbürgermeister gerichtete Eingabe: außerdem teilte er mit, daß bereits eine Reihe von Vereinen ihrs Kräfte zur Verfügung gestellt haben. Die antoe- senten Erwerbslosen waren einmütig ter Auffassung, daß in Anbetracht ter allgemeinen Wirtschaftslage zu ten in erster Linie geplanten Theatervorstellungen, Chor- und Znstrumentalkonzcr- ten und Filmvorführungen ein kleines Eintrittsgeld erhoben werten solle. Dadurch würde ein Teil der Unkosten von ten Besuchern selbst gedeckt. Da im übrigen ein sehr erhebliches öffentliches 3ntereffe an den Erwerbslosen Veranstaltungen besteht, ist zu hoffen, daß sich die maßgebenden Stellen nunmehr zu einer Förderung tes U- nehmens entschließen. Wie stark das 3nt.resse unter ten Erve bölosen selbst ist, geht te.uu» .,zrDor, daß innerhalb dreier Tage bereits 900 Einzeichnungen in die auf dem Arbeitsamt aufliegenten Listen erfolgt sind. Eingehend wurde ferner die Einbeziehung der Zugenolichen in die Arbeit beraten. Es wird beabsichtigt, in Verbindung mit ter Berufsschule freiwillige Zugcndkrcisc zu bilden. Auch wurden Kurse für Hauswirtschaft und Kinderpflege in Aussicht genommen, für die unter den weiblichen Erwerbslosen starkes 3nleresse vorhanden ist. Auch für diese Veranstaltungen dürfte nach Erfahrungen, die anderorts gemacht Worten sind, mit besonders starkem Besuch zu rechnen sein. Daten für Dienstag, 10 März. Sonnenaufgang 6.28 Uhr, Sonnenuntergang 17.54 Uhr. — Mondaufgang 1.24 Uhr, Monduntergang 8.45 Uhr. 1776: Königin Luise von Preußen in Hannover geboren; — 1788: der Dichter Joseph von Eichendorfs in Lubowitz geboren. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Oeffentlichcr Lichtbild-Experimentalvortrag über „Astrvlvc e", Kunstwissenschaftliches 3nstitut, Lud- wigstrahe, 20 Uhr. — FGF.: Monatsversammlung bei Dippel. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Faschingsfee". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 20 Uhr, zum ersten Male das Volksstück „Feurio!" von Bernhard Blume. Spielleitung Peter Fassott. — Samstag, 14. März, 20 Uhr, im Freitag- Abonnement einmaliges Gastspiel tes bekannten Berliner Komikers Max Adalbert mit seinem Berliner Ensemble. Es wird für lange Zeit eines seiner letzten Gastspiele in ter Provinz fein. Seine mehrjährigen Filmverpflichtungen werden ihn nicht mehr zu einem Auftreten in ter Provinz kommen lassen. Sein diesjähriges Gastspiel bedeutet also gewissermaßen einen mehrjährigen Abschied. Es st dem großen deutschen Provinzpublikum nur noch anläßlich ter jetzigen Gastspielreise Gelegenheit gegeben, Max Adalbert auf ter Bühne zu sehen. Zehnerkarten haben diesmal keine Gültigkeit. Für Abonnenten ermäßigte Operettenpreise, sonst Operettenpreise. e ** Vom Zuge ndherbergswerk in Oberhessen. Die Ortsgruppe Gießen tes Reichsverbantes für Deutsche Zugendherbergen teilt uns mit: Der Ausbau ter neuen Zugend- Herberge in Lauterbach, die idyllisch am waldigen Hang unmittelbar oberhalb tes Schwimmbades liegt, macht rüstige Fortschritte. Am 1. April soll sie den jungen Gästen zur Verfügung stehen. Sie wird zwei Tagesräume, Kochgelegenheit, Waschraum und drei Schlafräume enthalten und 35 bis 40 Lagerstätten bergen. Das Haus, in dem sich außerdem die Wohnung tes Herbergsvaters befindet ist dem Zugendherbergsverband von der Stadt Lauterbach in entgegenkommender Weise freigemacht und zum Betrieb einer Herberge überlassen worden. Die Einweihung ist für den 3. Mai in Aussicht genommen. " Musikalisch ePassionsfeier. In ter Stadtkirche fand gestern abend, veranstaltet von ter Männer- und Frauenvereinigung ter Matthäusgemeinde, eine musikalische Passionsseier statt, die für die Besucher zu einer eindrucksvollen Feierstunde wurde. Als Mitwirkente hatten sich Frau Elfriede Fischer (Cembalo), Fräulein Emily Horst (Sopran), Fräulein Hanna Kell- n er (Alt), Musiklehrer Franz Bauer jun. (Solo-Violine), Stadtorganist Heinz Simon (Orgel) und das Kammerorchester der Dolkshoch- schule Oberhessen unter Leitung von Musiklehrer Franz Bauer zur Verfügung gestellt. Zn erhebender Weise wurden Tonwerke von Max Reger. Gottfried Hch. Stölzel, Pietro Locatelli, Hch. Schütz, Gg. Ph. Telemann und Felix Wohrsch zu Gehör gebracht, die sämtlich auf die Passions- zeit eingestellt waren. Zwischen die Darbietungen der Äünftlcr waren Schriftverlesungen aus dem 23. Kapitel Lukas und Gebet von Pfarrer Mahr, sowie Gesang ter Gemeinte eingeglietert, so daß die Besucher in allen Teilen des Abends einen stimmungsvollen und erbaulichen Gottesdienst erlebten. Den Künstlern gebührt für ihre ausgezeichneten Darbietungen vollste Anerkennung. Leider wies die Feier nicht den starken Besuch auf, ten man ihr wegen ihres vortrefflichen Gehaltes gewünscht hätte. ,e ZeichenausstellungdesRealgym- nasiums. 3m Zei ieniaa. tes R a.g im. a iums wa en in de; Tagen ix> n Frc.a; bis zu n Sonn- :ag d.e Zei .iun„e.T der Schäler des -cealghrn: a- iiums ausgestellt. Auf ten Tischen war eine große Fälle der im Deegan :cnen Schuljahre gefertigten Zeichnungen und Zeichenübungen auSgcbreilct. Bo. ter ein'ach'.en Arbeit tes jüngsten Schülers bis zum Oc bild teS Reiferen war alles vertreten. Aus vielen dieser Zeichnungen sprach ter Kamps, ten die weniger Begabten mit ter Farbe, mit ter Fo.m und dem Gegenstand ter Darstellung an sich au zFechien hat en, zugleich aber auch die ernsthafte Bemä'ung um die Erfassung ter darzu- stellenden Di:ge. Da ten Schülern zum großen Teil die Wahl freigestellt war, das oarzustellen, was ihren Wünschen c.t.prach, sah man die verschiedensten Di.ge von kindllchcr Anschauung durchdrungen. Mit großer Aufmerksamkeit dürsten die Besucher besonders die Arbeiten ter älteren Schüler in Augenschein geno nmen haben, vor allem deshalb, weil sich darunter Bersch edenes befand, das ter ernsthas.en De rach ung wert war. Völlig aus dem Rahmen tes Schulmühigen fielen die Arbeiten von Karl-Heinz Z i s s e l e r. Von ihm waren einige Bilder zu sehen, die mit großer Freute erfüllen muh en. Das „Bo-austädtchcn" und das .Motiv aus Pa sau" zeugten von großer Reise nicht nur in ter Ausfassung des Landschaftlichen, sondern auch in ter Fartebehcrndlung. Einige kleinere Anbeiten desselben Schü ers stellen eine sichere Eigenart unter Beweis. Neben ihm verdienen noch die Namen der Schüler Kröm- melbein, Ernst August Weyl, Fröhlich.Erhard Waag, Walter Decker (einige geschickte nattiralistische Aguaralle und Federzeichnungen) und Wolfgang Hellwig genannt zu werden. Aus verschiedenen Arbeiten einiger Schüler, so wie sie zeitlich aufeinander olgtc, konnte man die verständnisvoll fördernde Hand <■'.& Lehrers, ter dem einzelnen Raum zur eigenen Entwicklung ließ, erkennen. •• Folgenschwerer Sturz vom Fahrrad. 21m Samstagnachmittag ftürz.e der 33 Zähre alte Maurer Wilhelm Menz aus Reinhardshain, während er sich auf seinem Fahrrad unterwegs nach Grünberg befand, in der Nähe von Grünberg so Unglück ich vom Rade, daß er einen Schenielhalsbruch erlitt. Der bedauernswerte Mann, testen Verletzung als schwer angesehen werten muß, wurde von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen nach der Chirurgischen Klinck verbracht. •• Grasbrand auf dem Trieb. Am Sonnbag gegen 13.40 Uhr rückte die Feuerwache nach dem Trieb aus. Eine Grasfläche von etwa 2000 Quadratmeter im nördlichen Teil tes Triebs war in Brand geraten. Die Feuerwchr- mannschaft konnte des Feuers bald Herr werten, indem sie die Flammen ausschlug. Nach etwa halbstündiger Tätigkeit konnte die Wache wieder ai. rüden. ** Verlorene Gegen st and e. Das Verzeichnis über die im Monat Februar gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangs- berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau wahrend der Dienststunden geltend zu machen. Oderbessen. Landkreis Gießen. -o- Großen-Linden. 6. März. Nachdem die Dolkshochschularbeit in unserer Gemeinde während ter ersten Nachkriegsjahre einen beachtlichen Aufschwung erlebt htete, wurde sie in diesem Winter durch Anregung ter Volkshochschule Oterbef.cn, Sih Gießen, to eter neu belebt. 3n einer Vortragsreihe sprach Dr. med. Ma - l e ch (Di ßen» eingehend über die Grundlagen einer gesunden Lebensführung, behandelte Fragen ter Ernährung und ter Wohnungshygiene, ter Haut- und Körperpflege, ter Leibesübungen, und ze'gde, wie unter Vermeidung von Uebertrei- bungen und Einseitigkeiten die Abwehrkräfte tes Körpers im Kampfe gegen Krankheiten, besonders auch im Kintesalter, gestärkt werden können. Der stets wachsende Hörerkreis ließ erteimen, daß die Veranstaltung, für die auch die Gemeindeverwaltung einen Kredit eröffnet hatte, regen Anklang gefunden hat. Es soll daher auf Wunsch und unter Mitwirkung ter Freunde und Anhänger ter hiesigen Volkshochschule, unter Anlehnung an die Gießener Zentrale, im Spätherbst ein Vortrags- plan aufgestellt werden, der sich aufs engste den örtlichen Bedürfnissen anpaßt. ! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 6. März. Nachdem der Schnee nun überall verschwunden ist, läßt sich ein vorläufiges Bild tes Standes unserer Felder geben. Die Bodenfeuchtigkeit dürfte überall sehr reichlich sein; denn die Niederschläge im letzten Winter waren erheblich größer, als in den vergangenen Zähren. Die Winterfrucht steht nicht besonders gut. Vor allem zeigen sich jetzt die Schäden, die die Mäuse verursacht habem Der Weizen, auch das Korn, haben an vielen Stellen schwer gelitten. Man trifft vielfach Anstalten, an Stelle tes auggegangenen Winter Weizens Sommerweizen nachzusäen. Zm allgemeinen war ter Ertrag dieser Fruchtart in den letzten Zähren, auf mittelschweren Böten, gut, wenn auch die Ernte nicht so reich ausfiel, wie bei ter Winterfrucht. Doch mühte die Aussaat bald beginnen, damit die Reife nicht allzu spät eintritt. 3m übrigen hoffen die Landwirte, daß sich die Winterfrucht doch noch bestocken wird. Der Schaden auf den Kleeäckern ist allerdings recht beträchtlich. 'Aus vielen Feldern sind die grünen Kleebüschchen ganz verschwunden. Die Schädlinge selbst, die Feldmäuse, haben in ten letzten Wochen stark abgenommen. Während der starken Fröste sah man sie noch überall laufen, jetzt sind sie seltener geworden. Hier und da fangen die Landwirte mit dem Pflügen und Unterbringen des Stallmistes an. • Lich, 6. März. 3m Hotel „Holländischer Hof" "and die ordentliche Generalversammlung tes Gesangvereins „Rothscher Männerchor" statt. 3n dem Jahresbericht, ten der Schriftführer 3ulius Schorn erstattete, kam u. a. die rege Tätigkeit, die ter Verein im verflossenen Zahre entfaltete, zum Ausdruck. Znsbeson- tete die sehr häufige Mitwirkung bei auswärtigen Festen und bei lokalen Veranstaltungen, die stets von Erfolg begleitet waren. Dies verdankt ter Dere n in erster Linie seinem Chor- meister Lehrer Stein in Lich. 3m Mittelpunkt ter Generalversammlung stand die Besprechung über die Abhaltung der 40. 3ubiläumsfeier. Der Kassenbericht des Rechners Zen sch zeigte ein gutes finanzielles Ergebnis. Zhm wurde Entlastung erteilt. Daß die geschäftliche Leitung in bewährten Händen liegt, beweist di« einmütige Wiederwahl des gesamten Vorlandes. Mi: einem Schl.ßchor wurde In den gemüt.ichen Teil ein* ge r en. Preußen. Hrcis Wetzlar. Wetzlar, 8. Marz. (WSN.) Vor einigen Tagen setzte ter Pächter tes in tei Nähe von Wetzlar gelegenen Hofgutes Hermannf.e.n ten Preis für die Don Ihm nach Wetzlar gelieferte Milch auf 22 P' herab. Die übrigen Produzenten unk» ter Milchhantel von Wetzlar antworteten auf diese Maßnahme durch eine Reduzierung des Milchpreises auf 18 Pfennig. Kreis Marburg. WSN. Marburg, 8 M rj. Beim Absuchen ter 2abn nach den Leichen ÄDeicr mit ihrem Faltboot t dlich verunglück er Studenten c-cignete sich am Freitag miete, um ein B o o t s u n s a 11. Zwei junge Burschen aus Wehrda, dir mit einem Faltboot die Lahn te'ahren hat en, um nach ten Leichen zu suchen, kivvten nicht weit vor ter Unglück! stelle um und stürzten In die immer noch sehr hochgehente Lahn. Sie tonn'en ater vom User aus mit einiger Mühe vor dem Tode teS Ertrinkens gerettet werden. Frei agnachmi tag bemerkte ein junger Marrn aus Wehrda vor der Lahnbrücke unweit ter Unglücksstelle aus einen Hellen F eck auf dem Grunde ter Lahn n~ten dem Brückenpfeiler. Bald darau' konnte man fest stellen, daß es sich um die Leiche tes verunglück! en Studenten Zürgen R 5 w e r aus Berlin hantelt, die man dann von einem Doot aus bergen konnte. 1,7 M llionen Mark Defizit im Darmstädter Haushalt. WSN. Darmstadt, 7.März. Bei einem Presseempfang teilte der Darmstädter Oberbürgermeister Dr. Mueller mit, daß das städtische Defizit, hauptsächlich infolge ter WohffchrtscrwerbSlosenkosten. voranschlags- mäßig 1,7 Millionen Mark beträgt, und zwar un'cr Berücksichtigung der erhöhten Bier- und ter Bürgersteuer. Hinsichtlich tes Zuschusses zum Lantesthcater bemerkte ter Oberbürgermeister, daß die Stadt voraussichtlich mehr zah'cn müsse, als bisher. Der Verlust des Pädagogischen Znstituts bedeute für die Darmstädter Geschäftswelt einen Ausfall von etwa 200 000 Mk. O e Unterschlagungen be'.m Arbeitsamt Wehlar. Wetzlar, 7. März. (WSN.) Eine mehrmonatige Revision beim hiesigen Arbeitsamt, die wegen ter Verfehlungen des im November 1930 srist- los entlassenen Angestellten Sarges durch das Landesarbeitsamt durchgeführt wurde, ergab, daß die Summe ter Unterschlagungen tes Sarges wesentlich höher ist, als seinerzeit festgestellt wurde: sie beziffert sich nach ten bisherigen Feststellungen auf rund 20000 M k. Die Angelegenheit ist ter Staatsanwaltschaft übergeben worden. Oie Wetterlage. •en o Vai. Mb Paris —2r •una~~~7 2—H3 ‘rankt -6 Jgj —KarOtX) waytn. Oslo ÜB, tes — ea O wolkenlos, o neuer, q naro oedeett. ® -011'0.0 oevtexi • Reget» * Schnee ä Graupeln. q «eoei K Gewitter .©windstille. .<>. xhr eirnter Ost nass'oe» Sudsuowesi sturmucner nordwesl Oie »leite thegen mit dem Winde Oie oeiden Siationen stenenden Za» 1391 Siroiborf. €tr. 109 Mietgesuche Jung. Ehepaar fucht nur 1. Avril od spät. 1 Zimmer u. Stürbe auch ck.anfaroenw Schriftl. Angeb. unt. 01393 an d. Gn. AnA. Möbliertes Zimmer mit el. Ltcht, Nähe SelterSweg gesucht. Schrift!. Angeb unt. 01314 an d. Gn. AnA. | Stellenangebote! EXISTENZ! und lohnenden Verdienst biete arbeits- freunöifl. und redegewandt. Herren als Reise-Vertreter b.Runüfunktetlnehm. G. Paul Müller. Wittenberg, Bx.Ealle. Suche für kl. Herr- fckyftl.HauSH^LErtr. und L'/.fähr Junge tüchtiges, evaug. iltiltittO perfekt im Kvchen u. aller Hausarb. Dienerchauffeur hilft bei schwer. Arbeit. sJhir Mädchen. Die jahrel. m gut. Hausern war. n. lückenlose Zeugn. besitzen, »voll, sich unt. Angabe v. Gehalts- anf vrüch. meld. i7|2d Frau Dr. Ballmann Fulda, Marienstraße 5. Gesucht Atim Iv-März Auverlässt fleißiges Mädchen NI. bett. Empfehlung. JUOl] Garten ft r. 19. Vollständige BaöyAusstattungen in allen möglichen Preislagen! Ein Beispiel: 6 Hemdchen.....ä 30 ö-1.80 6 Hemdchen ä 45 4 = 2.70 ö Kinderjäckchen ä 404-240 6 Kinderjäckchen ä 70 0 4.20 6 Mullwindeln... ä 50-S-3.00 6 Mullwindeln... ä 604 - 3.60 1 Gummiunterlage.......0.75 6 Moltonunterlag, ä 50 0-3.00 3 Wickeldecken, ä 1250-3.75 2 Wickelbänder .. ä 70 4 — 1.40 3 Nabelbinden ... ä 30 0 - 0.90 1 Kind.-Badetuch loo/ioocm 1.35 2 Kinder-Lätzchen ä 50 o 1 00 54 Teile.... .für RM. 29.85 1604 A —— .-Salomon Dr. med. Gmst Gengnagel und Frau Ernestine Gengnagel, geb. Frey geben ihre Vermählung bekannt Schkeudih-AltscherbitzlPr.Sachsen),y.Märziy3i 01357 a gehen Sie immer, wenn Sie Ihre Kleidungsstücke des öfteren bügeln, dämpfen und auffrischen lassen Per Anzug (im Abonnement nur Mark nur Mark 1.50) Abholen und Zusenden kostenlos Amerik. Exprefc-Dampf-Bügel-Anstalt „Wie-Neu“ Inh.:E. Kömpel, Schneider,Wolkengasse 23 Telephon 2503 / Alle einschlägig. Arbeiten werden schnell und billig ausgeführt 1573A Sorgfältig gepflegte WEINE aller Weinbaugebiete 1745d empfiehlt die Weingroßhandlung Chr.Inderthal,Hieben Fernruf 3973 Preislisten portofrei zur Verfügung. /hne/i zv 4e7h des- Jeres ddrus/rr///?/. t//» W/ees desedtrer'/e/? - sc/6e//e/? j/s Af& Gr & /f 'no3/#c/c// 7d 6/e/?ert. 0' C SV/s-Arwf/s/ tvc/n0e/-6ar. 40 7^6/ /VZ - /OO 706/ - - Jso r '-Ajoefö., Orof. . ürofi. Winteihony ^^KreuzoL 10 Vergebung d. ^uhr« leistlingen Los 1 Abführen von Kehl richt, wöchentll 4 Tage. Los 2 Anfahren v.Koks, jährl. 150—200 To. Unterlagen werden neuen kostenfreie GtNAablg. von 30 Ruf. für ieö. Los abgegeben. Verding au, 26. L>lär> 1931, 11 Uhr. |,„4V Rcichöb.-Betrlebs- ann Giehen 1. X14. AprilX 'Beginn d. n. Schuh.’ Vogtsche Hanöe sschöie Gißlier. Ooethestr. 32 J ^uProsp.kostl.^^ 3000 M. gegen oute Sicherheit aus Prtvaih mb au leihen gesucht. Schr.Ang. um. 170IM a. d. Gien. Anzeiger. 500 RM. gea. gute Sicherheit aus Privatbank) au leihen gesucht. Schr. Ang. unt. 1748:» an den Gien. Anzeiger. Vereine I Sluüienanstall Gießen. Ellern-1 veriammlooS Montag, 9. März, 8 Ubr viinktlich. Der Clternbeirat. Bäinen - Vereißigüng 1877'78. Donnerstag. 12 Mrz, abends 8 Uhr: Versammlung in d. Stadt Mainz. Vollzählig. Be eilig. dringend erw nicht. mx-17 Der Vorstanl. Technischer Verein. Dienstag, 10.3.31 20 /, Ubr Monais- versammiung im Augustiner. >74rv Wichtige Tagecord nuiifl. ZnblreickeS Erscheinen erwartet. Stadttheater TienSt., 10. März, von 20 bis 22'/, Ubr 22.Vienslng-M.vrss. Gewöhnliche Brette Zum ersten Male! Seuvlor Ein Lustsp. in 7 Bild, v. Bernhard Blume, Sonnt Die DerlegvN! lM-feszvi^n 5uIÖd, hat sch h eine tucnig gunlh Somtag kam wie Die Ikrcinc, cer in Betracht gelom anderweitig verpf! Bemühungen mchl abschluh zu tätig herrschte, abgesehe tischen Training auf dem Platz der die Beserve ein c aus, das die Dich Sie Taste hatten wertiges entgegei $u6batl S6.03 kc Locujsia; Ser Sonntag in den diesjähri Hannpver: die ( sterschast. Sem < Bezirksmcifler, g< feinen Sitef erfol allerdings das ( Senn die Fuldaer mindestens ebrnbü tionen, namentlich die Kasseler durch Meisterschaft kiel Kampf selbst w lamps. Die 3000 Wartungen nicht Leistungsniveau Kamps doch reich Spiel gaben die t es stand durchtoi W 15 Minuten einige gute Chan düng. Ser CE.-T der das l, Vornan Copyright by 2Ka 26 FoNsefiung Trotz der ^tfiamer Kavoli Wjbimen Drän. Chetlan Wien Dannes und Schn Sfeinem fti ^r - And er n s^oft ihrer' t 'chmähte sie. jenem ^kte sie, öaf,^ Sb°ri5rer ai oie fit?* 31b da au 53 NH Wb?.6a[ er j?ln chni : oieser SK*'* 99-®lr 21nfr' Pfeiff- 5 h'ben khrcnvok Ar e@ei Dilh. vrtcl Montag, 9. März 1931 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Nr. 57 Zweites Blatt öJ.Jport Nachdruck verboten. der Tagcshelligkcit Fachwarte, erteilten dem Gaukassenwart Srtel (Nieder-Wöllstadt) Entlastung 10 Mnd um den Rasensport Sonntag ohne Kußbatt. Verlegung des Dezirksmeisterschasts zwischen SC.03 Kassel und „Borussia' Die Nachdruck verboten 26 Fortsetzung nischen Wilh. Uhr bis 5,411 Uhr. — Uhr bis 18,30 Uhr. — Vollmond am 4. um 11. um 6 Uhr, erstes STERNBILDER: GROSZE BUCHSTABEN Sonnenaufgang von 6,50 Sonnenuntergang von 17,35 Lichtgestalten des Mondes: 12 Uhr, letztes Viertel am Viertel am 27. um 6 Uhr. Mars, nicht eben sehr weit voneinander entfernt, im Sternbild der Zwillinge. Wer dessen Sterne kennt, wird bei einiger Aufmerksamkeit erkennen können, daß sich beide Wandelsterne nach anfänglichem scheinbarem Stillstand atlmäh- lich nach links in Bewegung sehen, was beim schnelleren Mars ausfallender ist als beim lang- samercn Jupiter. D.c Wintersternbildcr sind zwar unter lebhaftem Dank für ferne mühevolle und umsichtige Arbeit und verabschiedeten den Voranschlag mit dem seitherigen anerkannt niedrigen Gaubeitrag von 25 Pf. pro Mitglied. Die ausscheidenden Mitglieder des Gauvorstandes wurden wiedergewählt: A. Pfeiffer als l.Gau- vcrtreter, W. Ü r t e l als Gaukassenwart und F. Bach (Grohen-Linden) als Gaupressewart: ebenso wurden wiedergewählt die Gaufachwarte R. Paul (Frauen). Fr. Seibert «Spielen), Fr. Sauer (Schwimmen), Hch. K l i in m e r (Bolksturnen) und E. Wagner (Jugend). Be- zirlsvertreter Guntrum (Schlitz) begrüßte das Wahlergebnis mit Genugtuung. Das Gauturnen bcr Männer erhält Marburg, das der Frauen Butzbach, ebenso das Bolksturnen. Lauterbach rüstet das Gauschwimmen. Zum Deutschen Turntag gehen der 2. Gauvertreter K. Schneider und Oberturnwart W. Will. Einige Anträge, in denen hauptsächlich die wirtschaftliche Rot der Zeit zum Ausdruck kommt, werden in anregender Wechselrede erledigt. Mit einem gemeinsamen Tupnerlied und dem Wunsch aus srohes Wiedersehen zum 100. Iubiläumsgauturntag zu Gießen im nächsten Jahr klang die arbeitsreiche Tagung am Spätnachmittag aus. Unentschieden 2:2 im Hockeykampf gegen Holland. Das tvenige Training der deutschen Hockey- Aationalelf machte sich am Sonntag bei dem Länderkamps gegen Holland in Leipzig unliebsam bemerkbar. Eine besonders große Enttäuschung war der neue Mittelläufer Hohbein, der Theo Haag nicht ersehen kann. Er bediente das Jnnentrio schlecht, so daß der deutsche Sturm znleht jegliche Spieltaunc verlor. Aach mehreren Strafecken für Deutschland konnte Scherbarth eine solche, von Müller gut hereingegeben, verwandeln. Aach viertelstündlichem Spiel war Scherbarth erneut erfolgreich, er t>erwandcltc eine Flanke von Wollncr mit Prachtschuh. Gegen wertiges entgegenzusetzen. Fußball in Hessen-Hannover. SC. 03 Kassel wieder Dezirksmeisler. Borussia Julba 1:0 (0:0) geschlagen. Der Sonntag brachte in Fulda den Höhepunkt in den diesjährigen Verbandsspielen in Hessen- Hannpver: die Entscheidung um die Dezirksmei» sterschast. Den: SE. 03 Kassel, dem vorjährigen Bezirksmcistcr. gelang der große Wurf, er konnte seinen Titel erfolgreich verteidigen, wobei ihm allerdings das Glück reichlich zur Seite stand. Denn die Fuldaer Borussen waren ihrem Gegner mindestens ebenbürtig, hatten aber mit ihren A^ tronen, namentlich im Sturm, reichlich Pech, so daß die Kasseler durch einen verwandelten Elfmeter die Meisterschaft wiederum an sich reißen konnten. Der Kamps selbst war ein typischer Meisterschafts- kampf. Die 3000 Zuschauer wurden m chren Erwartungen nicht enttäuscht. Denn war auch das Leistungsniveau nicht besonders, so war der Kamps doch reich an spannenden Alomenten. Dem Spiel gaben die beiden Läuferreihen das Gepräge, es stand durchweg im Zeichen ihrer Leistungen. Erst 15 Minuten vor Schluß siel, nachdem Fulda einige gute Chancen verpaßt hatte, die Entscheidung. Der SC.-Mann Jordan verwandelte einen ~ * Ter Expreß durchraste die Aacht. Heber hohe Brücken, durch dichte Wälder, über endlose Steppen. Für Fihmaurice hatte der Kammerdiener im Sch las raum des alten Mister Korsel ein Lager mit zurechtgemacht. Mit großen, entsetzten Augen blickte Annemarie nun um sich. „Nein, ich möchte allein schlafen." Mister Korsel nickte gutmütig; dann sagte er: „Ich schnarche ja nicht, und da wird es schon gehen." „Kann ich nicht im kleinen Raum neben der Küche schlafen?" fragte Annemarie. (Fortsetzung folgt.) Trotz der kühlen 'Abwehr blieb er höflicher, aufmerksamer Kavalier. Aber Mrs. Ioring wußte, daß sie sehr unklug gehandelt hatte, als fie fr?m ungestümen Drängen der schönen Frau nachgab. Ellinor Shetland fühlte die kühle Llbwehr des geliebten Mannes. Trotz und Schmerz wogten in ihr. . Eine Welt von Männern lag chr zu Fußen. Aach keinem fragte sie, keiner war ihr etwas wert, ilnb er, nach dem sie verlangte mit aller Kraft ihrer reifen Frauenliebe, der verschmähte sie. z- r Seit jenem Gesellschostsabend m ihrem Hause wußte sie, daß es ihr auf gewöhnliche Weise me- mals gelingen würde, ihn zu erringen. Und da war sie auf einen Gedanken gekommen, den sie selbst vor ihrer alten Freundin Mrs. Ioring sorgfältig verbarg. Der Gedanke war abenteuerltch, war - eigentlich unsaßlich. Aber wenn es gelang. dann sollte er gesegnet fein. ilnb Kent erfuhr, warum die schone Frau gekommen. . ... „Ich wollte schon längst auf meine Besitzungen im Süden. Immer wieder habe ich es verschoben, weil ich eigentlich so lange Eisenbahnfahrten nicht gern unternehme. Wie Bill noch lebte, hatten wir den Salonwagen, weil er ihn zu seinen Gc° schäftstoureri brauchte. Ihn jetzt noch zu beha^ kn, wäre Unsinn, weil er zu wenig in 2lmpruch genommen würde. So ist er inzwischen verkauft. Deutlicher konnte man kaum werden, dachte Mrs. Ioring, und hustete ein bißchen verlegen. Dabei behielt sie Kents Gesicht fest im Auge. Das besagte nichts Gutes, dieses harte Gesicht. Hastig plaudernd fuhr Ellinor fort: „Ich fahre nun mit einem der bequemen Ex- preßzüge. Wahrscheinlich am Vierzehnten dieses Monats, ilnb da Sie vor kurzem erwähnten, daß Sie sich acht Tage bei Salberry aufhalten, so würde ich mich freuen, Ele in meinem Landhause zu begrüßen. Salberry ist mein nächster Nachbar, und uh bin ihm zu großem Dank verpflichtet, da er die Unruhen der Schwarzen auf meiner Farm schon einige Wale zum Stillstehen gebracht hat durch sein Eingreifen." „Das trifft sich in der Tat ganz ausgezeichnet. Wirklich, dieser Zufall. Ich werde nicht verfehl Der die 24 Stundenzahlen von Miller- nacht bis Mitternacht eines Tages ent- haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind feststehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zei» ger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnele Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sichtbaren Sterne. Unsere Karle zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo- nalsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem g* adert Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin- Elfmeter sicher zum siegbringenden Tore. Fulda hatte bald darauf gleichfalls die große Chance eines Elfmeters, die aber von Mainh vergeben wurde. Die Mannschaften hatten sehr unter dem starken Wind und dem harten Boden zu leiden. Liedtgemeier (Bielefeld) leitete den Kamps nicht immer zufriedenstellend. Kurhessen Kassel — Sport Kassel 1:2 (1:1). Kurhessen und Sport lieferten sich ein Freund- schostsspiel, zu dem beide Mannschasten mit Ersah antraten. Bon den Kurhessen fehlten sogar fünf Mann der ersten Garnitur, während Sport nur zwei Spieler der etalsmäßigen Els ersetzen mußte. Das Spiel brachte keine besonderen Leistungen. Oie süddeutschen Endspiele. Runde der Meister. Der letzte Sonntag war bei den süddeutschen Endspielen in der Runde der Meister aber ein wirklicher Tag der Ueberraschungen. Eintracht Frankfurt wurde in Mannheim vom SB. Waldhof mit 2:1 (1:1) geschlagen. Bayern München hatten in Karlsruhe gegen den KFB. sogar mit 0:2 das Nachsehen. Damit noch nicht genug. In Böckingen mußte Union Böckingen wider alles Erwarten dem FK. Pirmasens mit 4:3 (1:1) die beiden Punkte überlassen und Spvgg. Fürth gewann mit Ach und Krach gegen Worrnatia Worms. Das Ergebnis lautete hier 4:1 (1:1). Oie Trostrunde Südost. Erwartete Ergebnisse. Der Sonntag brachte in der Trostrunde Südost durchweg die erwarteten Ergebnisse. So landete der „Club" auf eigenem Platze in Nürnberg gegen den Karlsruher Phönix einen glatten 5:0-Sieg, obwohl Kalb nach 30 Minuten verletzt ausschied. Nicht so leicht hatten es die Münchner „Löwen" um schließlich den DfR. Fürth, der unerwarteten Widerstand leistete, 5:2 (1:2) niederzuringen. I Endlich landeten die Augsburger Schwaben dank der großen Kunst ihres Torhüters einen 4.2-Sieg I in Rastatt beim dortigen FD. Das vierte Treffen Rein Monat bringt ein so rasches Fortschreiten wie der März. Der Aufgang Der Wann der das Lachen verlernt hat. Vornan von Gert Gothberg. Copyright by Martin Feuchtwanger. Halle (Saale) Kickers Stuttgart—Pforzheim fiel der Ungunst der Witterung zum Opfer. Dadurch übernimmt München 1860 die Tabellenführung. Oie Trostrunde Nordwest. Der VfL. Neu-Isenburg konnte am Sonntag seine Tabellensührung weiter befestigen. Mit dem knappen Ergebnis von 1:0 konnte er den ZV. Saarbrücken überwinden. Rotweih Frankfurt erlitt mit einem 3:3 gegen Union Niederrod einen weiteren Punktverlust und kommt damit für das Ende kaum noch in Frage. Phönix Ludwigshafen siegte in Wiesbaden 2:0 und besetzte damit den zweiten Platz der Tabelle. Der Tabellenletzte Idar gastierte in Neckarau und wurde dort 5:1 geschlagen. Weg ein. Der würde aber in diesem Falle eben mit Schwierigkeiten gepflastert fein. Nun, er würde ja: sehen! Kent riß das Fenster auf, sah hinunter auf das bunte Gewimmel. „Für wen arbeitest du eigentlich, Charles Kent? Und weshalb duldest du die vielen einsamen Stunden in deinem Leben?" Der Eisenbahnkönig lauschte in sich hinein. Klar und deutlich erklangen die Worte in seinem Innern. Einsam! 3a! Das war er! Und er wollte es so! Cs sollte auch weiterhin so bleiben; immer sollte es so bleiben, Ellinor Shetland! Er wußte jetzt, daß dunkle Leidenschaften in ihr waren, die nur darauf warteten, empor- zulohen. Liebe, Leidenschaft, Rache und Haß! Diese vier Faktoren spielten im verwöhnten Leben der reichen Frau eine große Rolle. Der gute Dill! Er hatte seiner Frau so vieles nachgesehen, hatte sich vollkommen zu ihrem Sklaven gemacht, und er hatte sich wohlgefühlt in dieser Rolle. Ellinor war wohl noch kein Wunsch versagt geblieben, und nun konnte sie es nicht fassen, daß ihr einer der größten nicht in Erfüllung gehen sollte. Der Eisenbahnkönig rauchte mit tiefen Zügen seine Zigarette. Es würde immer fr Wrfben. Er würde feine Gesinnung gegenüber der schönen Frau nicht lindem. Gegen keine Frau würde er feine Gesinnung ändern. len, Ihnen in Roing-Kastel meine Aufwartung zu machen, Mrs. Shetland", sagte Kent ruhig. „3a? Ich danke Ihnen. Dann habe ich doch etwas, auf das ich mich freuen kann", sagte Ellinor und sah ihn mit brennenden Augen an. Kents Blick ging zum Schreibtisch. Kaum merklich^ prägte sich ein Zug von Ungeduld auf feinem markanten Gesicht aus. „Die Freude ist auf meiner Seite. Ich will hoffen, daß mir nichts dazwischen kommt. Geschäftsreisen sind vorher unübersehbar", sagte er dann. Mrs. Ioring stand auf. „Liebste Ellinor, wenn wir nicht gerade bei Kent wären, toürbe ich sagen, wir bleiben noch ein Dier- telstündchen. So aber ist es besser, wenn wir uns jetzt empfehlen", sagte sie in einem Tonfall, der keinen Widerspruch duldete. „Ia, Sie haben wohl recht. Aus Wiedersehen, Mister Kent." „Auf Wiedersehen, Mrs. Shetland." Herzlich verabschiedete er sich dann noch von Mrs. Ioring. Er war seiner alten Freundin sehr dankbar; sie hatte den Ausbruch ganz zu seiner Zufriedenheit geregelt. Kent entließ die Damen durch sein Konferenzzimmer, so daß Annemarie sie nicht mehr sah. Ihr Gesicht war sehr blaß. Aber sie sagte nichts und schrieb emsig. r , Nach einer Weile folternden Schmerzes sagte sie leise: „Mister Korsel, ist — ist die schöne Dame die Braut Mister Kents?" Der alte Herr lachte, sah sie belustigt über seine Brille an, schrieb dann bereits wieder und sagte: „Nicht neugierig sein, Bürschchen, das schickt sich nickt. Aber ausnahmsweise will ich dir schon verraten, daß Mrs. Shetland Mister Kent liebt und ihn zum Manne haben möchte. Er mag sie aber nicht, genau so wenig, wie er überhaupt je eine Frau wird haben wollen. Ihr Besuch vorhin war ihm nicht angenehm. Wenn du aber mit dem anderen Personal darüber sprichst, dann sollst du mich keimenlernen, mein Iunge." „Ich spreche mit niemand", sagte Annemarie leise, und schon schrieb sie wieder eifrig. Wenn Mister Korsel gewußt hätte, was für ein Glück er ihr mit seinen Worten gegeben hatte! Glück? . o _ Ringsum wurde es hell um Annemarie. Und in dieser Helle stand Charles Kent. Er, der chre Welt war. Dessen machtvolle Persönlichkeit den Lichtblick ihres Lebens bildete. Sie liebte Charles Kent, der die Frauen mcht mochte, ja, der sie haßte! Sie liebte ihn. Jetzt war es klar in ihr. kampses zwischen SC. 03 Kassel und „ -öorujim - Fulda, hat sich für unsere beiden hiesigen Ver- eine wenig günstig ausgewirkt, denn für diesen Sonntag tarn wiederum kein Ligaspiel zustande. Die Vereine, deren Mannschasten als Gegner in Betracht gekommen wären, hatten sich bereits anderweitig verpflichtet, so daß es trotz aller Bemühungen nicht mehr gelang, einen Spiel- abschluß zu tätigen. Auf dem Waldsportplah herrschte, abgesehen von einem ersten leichtathletischen Training am Vormittag völlige Stille) auf dem Platz der Spielvereinigung trug lediglich die Reserve ein Spiel gegen den FC. Steinbach l aus, das die Gießener mit 6:1 entscheiden konnten. Die Gäste hatten dem Plahbesiher nichts gleich- Mond: J) 1 Viertel @ Vollmond d letztes Viertel und der Untergang der Sonne verschieben sich_uin mehr als eine Stunde, was sich freilich beim Sonnenuntergang, wenn wir unsere Taschenuhren zum Maßstab nehmen, nicht voll bemerkbar macht. Gegen Ende des Monats ist es etwa 15 Stunden hell. Der Frühlingsbeginn fällt auf den 21. März um 15 Uhr, wie immer in Jahren vor dem Schaltjahr spät am Tag, so daß die Sonne abends genauer im Westen untergeht, als sie am Vormittag im Osten aufging. Ihr Ausgangspunkt liegt, vom Ostpunkt gerechnet, noch etwas nach Süden zu, während sich der Unkergangspunkt dem genauen Westpuntt viel stärker nähert. Wer die Venus als Morgenstern sehen will, muh also sehr zeitig ausstehen. In der Morgendämmerung bleibt sie dann natürlich länger sichtbar als der viel lichtschwächere aber höher stehende Saturn. Am Abendhiminel erstrahlen noch immer die beiden Hellen Himmelslichter Iupiter und Jetzt wußte sie, weshalb ihr die Arbeit in diesen Räumen so lieb und unentbehrlich war. Ihre ganze reine, erste, große Liebe gehörte Kent! Mochte die Erde vergehen und der Himmel ein- stürzen, sie liebte diesen Mann mit dem eisernen Herzen, das nichts von Frauen wissen mochte! In seiner geliebten Nähe bleiben! Keine Wünsche, leine Hoffnungen! Nur ihn sehen, ihm nützlich sein. Die Verbindungstür ging auf. „Fitzmaurice, kommen Sie herüber, ich möchte die Liste schnell abgeschrieben haben." Mit zitternden Knien erhob sich Annemarie, nahm Stift und Papier an sich und ging hinüber. „Nehmen Sie gleich hier Platz." Er zeigte auf seinen Schreibtischsessel. Sie nahm Platz, und dann stützte er sich leicht mit der kraftvollen braunen Hand auf die Platte und diktierte schnell und rücksichtslos. Annemaries Finger flogen über das Papier. Sie wußte nur das eine: sie mußte ihn zufrieden - stellen, um jeden Preis. Endlich war er fertig mit Diktieren, besann sich und fragte: „Ich hätte mehr Rücksicht nehmen sollen. Sind Sie fertig?“ „Ia. Mister Kent." „So, na, das ist ja schön so. Und nun gehen Sie heute etwas eher nach Hause. Die lange Reife morgen wird Sie ermüden. 2lber es hilft nichts. Korsel wird alt, und Sie sollen sich in seinen Posten einarbeiten. Dos wird noch ein paar Iah re dauern. Aber auf die Reise müssen Sie mit, denn das gehört nun mal in erster Linie mit zu diesem Posten." Kent brannte sich eine Zigarette an und sah ausmerksam in das schmale Gesicht, das irgendeine Erinnerung in ihm weckte. Da warf er das Grübeln aber auch schon über Bord. Erinnerungen. Fort mit ihnen! Die Vergangenheit war tot! Nur die Gegenwart war da, die reiche, mächtige Gegenwart! Und die Zukunft, die noch mehr Ersiillung der gesteckten Ziele bringen sollte und muhte. Annemaries Hände zitterten, als sie die Papiere auf dem Schreibtisch wieder zurechtlegte. Dann ging sie schnell hinaus. Charles Kent aber überlegte, wie er es wohl am besten einrichten konnte, die vor einigen Tagen gehabte Unterredung mit dem Bevollmächtigten der fremden Regierung seiner eigenen Regierung so vorzulegen, daß ein glattes Nein Dojt vornherein ausgeschlossen war. Gelingen wurde es. So oder so! Er schlug nur gern den geradesten cR.ßAR ik.nc \24GDHU^ löW^ eingedreht. Für je 5 Tage vor der Monatsmiete ist der gerade Pfeil V3 Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monatsmiete '/* Stunde später zu stellen. Man (^ Mars '"gleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun- Vj)Jupiter gCrt wenn er dü, angedeutetf Licht- t^>Sa1urn gestalt zeigt. noch alle vollzählig zu sehen, aber sie werden immer mehr nach Westen hinübergedrängt. Dort geht zuerst der Stier unter, später folgt der Orion mit dem Sirius, während dessen Vorläufer Prokyon und die Zwillinge noch länger sichtbar bleiben. Dagegen zeigt der Osten des Himmels völlig srühllngsmäßiges Aussehen. Immer höher steigt der Große Bär empor, und leicht entdecken wir auch einige seiner Sterne, die nicht zu den bekannten den Himmelswagen bildenden sieben Sternen gehören. Sie stehen in später Abendstunde in der Nähe des Scheitel- Punktes. Zwischen dem Großen Bär und dem Löwen erblicken wir das weniger bekannte Sternbild der Iagdhunde. Den „Bärensührer" Arctur. rechts von ihm die Spica und links die nun rasch höhersteigende Wega wird der Sternfreund leicht entdecken. Dieses Dreigestirn am Osthorizont ist bezeichnend für den Frühjahrshimmel. Kü st ermann. Saufurntag berfceffenturner DT. Mit feierlicher Musik wurde am Sonntag der 9 9. ©auturntaq zu Gießen eingeleitet. In erhebender Ansprache lieh der 1. ©aul>ertretet, Arthur Pfeiffer (Wetzlar), die Hochziele der DT. lebendig werden, die, in einer deutschen Notzeit geboten, auch uns heute wieder eure seelische Kraftquelle sind. Stehend horte die Detsammlung die Totenehrung sür den begeisterten Führer im Mittelrheinkrets und getreuen Sohn unserer Heimat Pros. Georg Bender. Frankfurt a. M.. für Reichsminister a. D. Dr. Eduard D a v i d , der einst den Tv. Krofdorf gründete und als Turnwart leitete, für C. W. A. Müller, Bad-Nauheim (Ehrenbrief der DT.), den Wetzlarer Turnerführer Willi All- mentöder, den Pfarrer und Rektor Hrch. Schmidt und Ioh. Wagner aus K'rchham und den Ehrenvorsitzenden des Tv. Heuchelheim Friedr. Wilh. Kreiling. Mit einem gemeinsamen Turnerlied zur Tagesarbeit überleitend, genehmigten die zahlreich erschienenen Vertreter der -Gauvereine die im Druck vorliegenden Jahresberichte der GauverwalMng und der tech- Oer Sternhimmel im März Sterne: Kleine Buch staben 'b ‘ -k dLßi#' \5>UJOJ % -<1 Schluß der Halbzeit kam Holland auf und erzielte durch seinen Halblinken Kist den cr'len Gegentreffer. Nach der Pause zeigten sich die Holländer von der westen Seite. Die deutsche Elf mußte wiederholt harte Derteidungsar eit leisten. Nach zwölf Minuten Spieldauer zeigte K'.st wieder einen famosen Alleingang, LIe'crle verfaßte den Ball und der Mittelstürmer Dupont konnte die Vorlage von Kist glatt verwandeln. So endete der enttäuschende Kampf mit einem Unentschieden, das auf Grund der gezeigten Leistungen als durchaus gerecht angesehen werden mutz. Zniemaiionake Ski-Woche auf dem Feldberg. Die große Internationale Wintersportwoche auf dem Feldberg im Schwarzwald nahm am SamStag mit dem alpinen Abfahrtslauf ihren Anfang. An dem Wettbewerb, der bei Nebel und starkem Schneetreiben durchgeführt wurde, waren 166 Läufer beteiligt. Die Strecke war 2,7 Kilometer lanq und wies einrn Hö'enunter- schied von etwa 500 Meter auf. Der Sieg fiel an den Freiburger Mar Pahl, der mit 2:25 Minuten eine ausgezeichnete Zeit herauslief. Zweiter wurde der Brückenberger H. E r m e l. Im Mannschaftswettbewerb blieb der Skiklub Arlberg mit 10:40 Minuten erfolgreich. Der Sprunglauf am Sonntag. Der zweite Tag der internationalen Ski- Woche brachte zum neunten Male das tradi'.io- nelle Oster - Skispringen. Sieger der schweizerischen Konkurrenz wurde der Norweger Knud K o b b e r st a d t mit Note 225,3 und Sprüngen von 40,5 und 41 5 M t"r. In der Kom- Bina ion blieb der Brückenberger Henz Errncl mit Note 412,6 erfolgreich, der beim Sprunglauf den sechsten Platz belegte. Die Ergebnisse: Klasse l: 1. Knud Kobberstadt (Norwegen), Note 226.3 (40,5 und 41.5 Olt'ter); 2. Walter Glaß (Klingenthal) 226,2 (40. 40 5 Meter): 3. E. Necknagel (T'üringm) 224,1 (.'0 5 -* 2 * 40,5); 4. Kielland (Norw gen), 220,9 ('0,5. 28 5): 5. Gustl Müller (Bayrisch 3 II), 215 3 (29 36 5); 6. H. Er in e l (Brückenb^rg), 212,6 (37,5, 37). Klaße I!: 1. Obrrgsell (St. Georgen), 180,1 (31, 31.5 Meter.) Iungrnannen 1. Henk.l (Oberhof), 190,3 (35 3, 36 5): 2. Paff (Hinterzarten), 184,8. Kombination: 1. Heinz Er inel (Gewinner des Sclwarzwald-Pokals). No'e 412,6; 2. Nudi Matt (Arlberg), Note 377,9; 3. Glaß (Klingenthal) 319,5: 4. Hans Dauer (Bayrisch Zell), 301.01; 5. Kratzer (Nottach), 292,4: 6. Gustl Müller (Bayrisch Zell), 283,3 ; 7. Kielland (Norwegen), 280 9. Der Drocken-Abschluhlauf über 18 Kilometer fiel an den Braunlager Kuert. der in 1:32:47 als überlegener Sieger vor Neinicke (Clausthal) durchs Ziel ging. Ebenfalls ein Lang» Iau| wurde vom WSD. Oberhof durchgeführt. Der Gehlberger A. Lutz erzielte in „Rund um den Donnershauak" über 28.5 Kilometer die ausgezeichnete Zeit von 2:47:13. In Schlesien siegte auf der Freudenberg- Schanze in Bad Reinerz der einheimische Stri» schck mit der Note 227 vor dem Breslauer Leu- pold. Ctrischek zeigte mit 46 Meter zugleich den weitestgestandenen Sprung. Der 11. 50-Kilometer-Dauerlauf in Schreiberhau war eine rein technische Angelegenheit. Der Prager Stehlik konnte seinen Sieg aus dem Vorjahre wiederholen und unterbot seine letzte Zeit um nicht weniger als 45 Minuten. In 3:^5:49 ließ er seine Landsleute Bartu und Ermel (Spindelmühle) hinter sich. Auch die Dobfahrcr profitierten von der großen Kälte. In Oberhof stellte der von Schäfer-Erfurt gesteuerte Pob „Petz" auf der Wade- Bergbahn (1908 Meter) mit 1:51,5 einen Bahnrekord auf und trug mit einer Gesamtzeit von 3:46 einen sicheren Sieg über „WKD. 1" davon. — Wesentlich langsamer waren die Zeiten auf der Bahn in Schierke (1850 Meter), wo der Bob „Loheli" mit Winkel am Steuer mit 1:54 die Bestzeit des Tages fuhr. Der Eissport lag in Deutschland völlig brach. Die Mannschaft des Berliner Schlittschuhclubs sollte in der Schweiz spielen, mußte jedoch wegen Reiseschwierigkeiten absagen. — Auch Frauen lernen Gege'fl'egen. In der Segelfliegerschule Hirzenhain (Dillkreis) konnte dieser Tage Frau Helga Barde-Keller aus Nanzenbach als erste Frau ihre X - P r ü f u n g im Segelfliegen ablegen. Kurze Sporinoiizen. Rustadtstuen gewann den 17-Kilo.neter- Langlaus der no.wegischen Skimeister chaft in 1:15,53 Stunden vor Hovde, Hag.n und Ole Steenen. * Universität Cambridge gewann den 63. Leichtathletikkampf gegen die Mannschaft der Universität Oxford mit 8:3 Siegen. ♦ Der Deutsche Auto-Club hat seinen Namen in Deutscher Reichs-Automobil-Club (LKAC) umgeändert. D i e süddeutsche S p i e l s y st e m k o m - misst on tritt nun am 21.März in Stuttgart zu'amme. Frenzel-Leipzig wurde vom Bund Deutscher Rad ahrer als Letter der komu.endenDcutsch- land-Rundsahnt vo:i 4. bis 24. Mai 1931 ernannt. Wirtschaft. Holzversieigerunge-Termine. DtenLtag, 10. März. Versteigerer: Stadt Gießen. Dersteigerungsort: Marburger Straße, Wiesenstrahe, Friedhofsanlage. Zusammenkunft: Marburger Straße Ecke Friedhofsallee. 15 illjr. • Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 4. März berechnete Großhandels- indexzif,er des Statistischen Reichsamtes hat mit 113,9 gegenüber der Vorwoche (114,2) um 0.3 Prozent nachgegcben. Von den Hauptgruppen ist die Indexzif er für Agrarstoffe auf 105.1 (— 0,2 Prozent.', die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Ha.bwarcn auf 105,4 (— 0,3 Prozent) und diejenige für industrielle Fertigwaren auf 139,0 (— 0.2 Prozent) zurückgegangen. Im Monatsdurchschnitt Februar ist die Gesamtindexzifser gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent auf 114,0 (115,2) gesunken. Die Indexzif ern der Haupkgruppcn lauten: Agrarstoffe 105,9 (— 0,7 Prozent). Kolonialwaren 99,6 (— 2,1 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 105,4 (— 1,0 Prozent) und industrielle Fertigwaren 139,8 (— 1,2 Prozent). Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 9. März. Tendenz: fest. Die Tendeirz der Neuyorker Samstagbörse bewies zum Wochenbcginn weiter starke Widerstandskraft, doch blieb das Geschäft im ganzen still. Die allgemein bessere Beurteilung der inncrpolitischen und wirtschaftlichen Lage regte an, zumal die deutsch-französischen Wirtschaftsbesprechungen in Luxemburg günstig fortschreiten sollen. Daneben erwartet man von der heutigen Sitzung der BIZ. ein günstiges Ergebnis. In letzterer soll über die Möglichkeit eines Kredites an Deutschland verhandelt werden. Wieder kleinere Kauforders der Kundschaft brachten im übrigen Kursbesserungen bis 1,5 Prozent gegen Samstagschluh. Größeres Interesse bestand wieder für Kunstseideaktien. Dernberg gewannen 5,25 Prozent und Aku 1,25 Prozent. Die günstigen Ausführungen über die Besprechungen mit der Courtauld fanden starke Beachtung. Dabei bestand noch für Zellstoffwerte starkes Interesse, da diese Werte in letzter Zeit besonders vernachlässigt gewesen seien. Waldhof besserten sich um 4,5, Aschersleben um 3 Prozent. Kurserhöhungen bis zu 2,5 Prozent hatten außerdem AG. für Verkehrswesen, Karstadt auf die Meldung über günstige Warenhausumsätze, Daimler, und am Montanmarkt Buderus. Elektro- und Chemieaktien bis 1,5 Prozent höher, Siemens plus 2 Prozent. Schiffahrts- und Bankaktien bei geringem Geschäft bis 1 Prozent freundlicher. Am Anleihemarkt setzten Altbesih 0,5 Prozent fester ein. Auslandrenten nur wenig veriindert. Pfandbriefe freundlich. Rcichsschuldbuchforderungen bis 0,5 Prozent höher. Der weitere Verlauf der Börse brachte keine besonderen Veränderungen, und die er st en Kurse blieben gut behauptet. Das Geschäft ging auf ein Minimum zurück, die Tendenz blieb jedoch unverändert fest. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent stärker angeboten. Am Devisenmarkt lag die Mark international fest. Mau nannte Mark gegen Dollar 4,2037, gegen Pfunde 20,4150, gegen London Kabel 485,78, gegen Paris 124,08 schwächer, gegen Mailand 92,73, gegen Madrid 44,60 fester, gegen Schweiz 25,2425 etwas schwächer, Berliner Börse. Berlin, 9. März. Nachdem schon im heutigen Vormittagsverkehr und an der Vorbörse eine freundliche Stimmung geherrscht hatte, eröffnete die erste Börse der neuen Woche in f e st e r H a l- tung. Bei stärkerer Kauflust des Publikums und des Auslandes war die ümfafctätigteit ziemlich lebhaft, und zahlreiche Papiere erzielten nach vorheriger Pkus-Plus-Notiz mehr- prozentige Gewinne. Die Spekulation sah sich hierdurch zu weiteren Deckungen veranlaßt, obwohl sonst Anregungen besonderer Art nicht vorlagen. Allerdings regte der feste Schluß der Neu orker Börse an, auch tauchten Gerüch.e über Kredite an Deutschland auf. Die Festigkeit der Mark dürste ebenfalls auf diese Gerüchte zuräck- zuführen sein. Die sortschreite d: Erleich erung am Geldmarkt fand Beachtung. Be onders gefragt waren weiter Autover e (Daimler plus 2 Proz n', BMW. plus 2 Prozent). De liner Maschinen, Kunstseideaktien, Kaliwerte. S oehr, Zellstoff Aschaffenburg, Karstadt. Po 'n, Sver'ka, RWE. und Siemens notierte;" bei Dewin en b s zu 3 Prozent und darüber. Vo cvenwerten erschienen Deutsche Motoren mit Plus-Plus-Zeichen, während Wiking-Zement auf angebliche Verlustgeschäfte weiter schwach tendierten. Anleihen setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Ausländer lagen etwa behauptet. Am Pfandbrief markt herrschte weiter feste Grundftimmung. Reichsschuldbuch'orderungen zv'en erneut bis 0,5 Proz. an. Am Geldmarkt ermäßigte sich der Sah für Tagesgeld auf 3,75 bis 5,75 Prozent, Monatsgeld auf 6 bis 7,5 und Warenwechsel auf 5 25 P vzent. Auch im Verlaufe setzten sich de Kurssteig eru '.gen erneut bis 1,5 P" vzent fort. Das Geschäft blieb besonders in S^zialwerten ziemlich lebhaft. Man wollte wissen, daß es sich bei den anfänglichen Käufen um nicht immer ganz freiwillige Deckungen für Baissepositionen gehandelt Haien soll. Später ließ in der Tat die älmsatztätigkeit etwas nach, und die Kurse gingen unter Anfang zurück. Da aber zu den Kassakursen die Terminpapiere wieder besser verlangt wurden, konnte dieser Schwächeanfall bald wieder überwunden werden. Es traten gegen Anfang 1- bis 2prozentige Gewinne ein, wobei die Bewegung vom Elektromarkt ausging. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 9. März. Auch zu Beginn der neuen Woche eröffnete der Frankfurter Produktenmarkt weiter in fester Haltung. Besonderes Interesse bestand für Roggen, Hafer und Gerste. Das Geschäft war indessen gering, das Angebot für Brotgetreide sehr knapp. Die Besserungen für Getreide betrugen 2,50 bis 5 Mark. Das Wei^enmehlgeschäft war infolge der hohen Forderungen sehr lebhaft. Roggenmehl etwas besser gefragt. Sehr fest tendierte weiterhin Kleie bei Besserungen bis 0,50 Mark. Kar offeln infolge des Frostes nicht notiert. Es wurden notiert: Weizen 306 bis 307 50; Roggen 200; Sommergerste für Drauzweae 215 bis 220; Hafer, inländischer 170 bis 175; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 43,50 bis 44,50; Roggenmehl 28,25 bis 29,25; Weizenkleie 10,40 bis 10,50: Roggenkleie 11.50; Eräsen, je nach Qualität für Speise'wecke 25 bis 31; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 28 bis 65; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 6,00; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepretzt 2,90: Weizen - und Roggenstrvh, gebündelt, 275 bis 2 80; Treber, getrocknet 9,75 bis 10. Tendenz: fest. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 9. März. Auftrieb: 1202 Rinder, darunter 250 Ochsen, 116 Bullen, 471 Kühe, 320 Färsen, ferner 526 Kälber, 133 Schafe, 5700 Schweine (539 Litauer). Cs wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Dchlachtwerts (jüngere) 46 bis 50 Mk., (ältere) 41 bis 45, sonstige vollfleischige (jüngere) 36 bis 40; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 43 bis 47, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 39 bis 42; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 37 bis 40, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 33 bis 36, fleischige 28 bis 32, gering genährte 24 bis 27; Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 47 bis 50, vollfleischige 42 bis 46, fleischige 38 bis 41. — Kälber: beste Mast- uud Saugkälber 60 bis 65, mittlere Mast- und Saugkälber 54 bis 59, geringe Kälber 48 bis 53. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämme. (Weidemast) 46 bis 50, mittlere Wast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 45. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 50 bis 52, voll- flei'chige Schweine von etwa 240 bis 300 P.und 50 bis 52, von etwa 200 bis 240 Pfund 50 bis 53, von etwa 160 bis 200 Pfund 50 bis 52, fleischige Schwein: b'n c'toa 120 bis 160 Psd. Lebendgewicht 46 bis 50 Mk. — Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausver.auft. Schweine r h g, später abflauend, äleberstand. Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt. Briefkasten der Redaktion (Richtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Sch.iftleitung.i h. L. 6 Teilen Sie den Tatbcstand dem Polizeipräsidium Berlin mit, damit sich dieses mit der S. che besaßt. Das betreffende Unternehmen sch.int n'cht reell zu arbeiten. Ihre demnächstigen Ansprüche uf Schadensersatz werden hierdurch nicht berührt ,u= nächst aber wird das Geschäftsgebaren der betr. Firma durch die Polizei geklärt werden. Gewinn uszug — 5. Klasse 36. Preußisch-Lüdbeu'sHe (262. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogrre Stummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lese fllci ;er Nu.'.mer in den beiden Abteilungen I und II 22. Ziehungstag 5. März 1931 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 4UU M. gezogen 2 öttoinne zu 25000 M. 98532 10 (Setomne »u 5000 10. 26515 78406 206026 282750 382224 14 Oeroinne >u 3000 M. 16415 94253 130764 256721 307487 350173 373085 60 «etolnnt »u 2000 -Ul. 14792 65957 69047 73141 73582 108140 110291 111866 122322 134382 141213 145137 152327 154979 155509 180388 182619 234237 242149 245454 279025 286354 299443 300111 304395 305873 308800 316900 329315 368740 106 gewinne ju 1000 M. 27955 31129 35036 35850 44266 50221 52730 54353 69064 62738 69106 81857 91244 95834 106845 123834 123332 134628 143599 145127 151114 153090 159581 189004 189613 223033 227055 251745 258089 253935 268121 272614 277039 279319 282214 283794 288400 307181 307376 312157 313042 320518 324057 325513 333275 334175 333996 344734 360257 364953 366927 385735 338402 238 »ftoinne ju 500 M. 2834 4438 5407 11613 11768 16694 16695 21176 27312 28964 34328 35858 37928 46428 50261 54389 55461 67062 67999 64440 65349 67176 72466 72990 73594 75014 75221 78321 83211 89599 90480 92221 93594 100182 100306 102234 118620 122766 139182 1427u7 144312 145678 147174 143392 148477 161278 152300 154370 156645 158724 160091 162096 164280 165026 172841 178976 183427 188526 195167 211749 211764 2131.27 219351 235063 237424 239822 240782 242455 247359 247854 250424 251108 261200 264635 267755 270476 272477 272486 277195 283187 293091 296773 300331 306381 306500 310097 314440 314555 319649 321231 322437 322555 325274 335141 335294 337183 339358 340008 343993 345385 345743 347282 349371 349432 351453 35.1648 360916 364040 364862 366559 374857 375154 380377 392118 393064 393740 394091 397060 398644 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 40 M. gezogen 4 »etotnne >u 10000 M. 124431 344240 4 ©etoinne ju 6000 M. 143263 218069 16 -winn- ju 3000 M. 2434 12653 19435 20680 24871 48128 193636 367451 64 ve »Inne ju 2000 ®t. 3236 16289 17954 25r38 38399 40707 43553 84803 93875 104285 108, 8 112808 117652 127346 135774 158424 180370 260436 259356 265749 277272 283637 28 "40 300972 311663 350182 352217 368261 376318 383830 385748 394616 98 Gewinne zu 1000 M. 8848 11839 29425 303~2 40008 42389 47436 49887 62039 61618 63147 69678 69588 74937 77367 87434 90892 94500 96413 112514 119837 121335 122030 151439 152631 157702 161007 181536 187112 191149 205315 223135 240760 243152 247108 253527 277223 289379 298561 310329 320809 328662 334409 340455 366668 358548 360372 369006 391095 134 Gewinne ,u 500 DI. 2028 3661 6794 16202 23646 26559 30614 37629 43792 46761 47064 61369 75758 89111 93710 102694 108139 114725 127974 131647 138066 149839 153930 15.947 168308 168838 170712 171008 179040 182233 190949 197392 198122 201341 217797 218726 228399 231152 231983 232216 243315 251935 252216 260520 262732 270160 277136 281175 288302 294216 295443 296086 300630 307909 308013 309432 328942 335227 338533 339716 347805 349953 368686 376726 376983 394294 394669 5m Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 8 Gewinne zu je 25 000, 32 zu je 10000, 104 zu je 5000. 256 zu je 3000. 750 zu je 2000, 1362 zu je 1000, 2206 w je 500. 6948 zu je 400 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H., Lornbardzinsfuß 6 v. H. .frant'ur, a. | 8crim :vrantiun a. 2)1. Lerlm Schluß- ur# 1-llhi- flurd (Schluß-! lurt , An>ang» flur4 Schluß» j ntrt । 1-Uhr- fhirj Schluß-l kur» । Ansa g- flurt 'Datum 7.3. 9.3. 7.3. 9.3. Datum 7.3. 9.3. 7.3. 9.3. 6% Deutsche ReidMnlethe 84,75 vamburfl-Vlmerita Batet ... 7 70 71 70,13 70,75 von lti-27 . . 7% Deutfdie Reicheanleihe —— 84,75 — Hamburg-Südain Dampsichig. 8 — 134 98,65 98,8 Honia DampNchiy . 10 - —- 108,5 110 von l0-2'2 ........ —— — ■Jlotbbcutidier Ulonh.....8 72,5 73,25 72,25 72,65 Dentjche ANI..AbIÜ1.-Schuld mit 56,1 56.6 Allnemetne TeullcheCredttanft. 10 Auslos.-Rechten ... —— 56,4 Barmer Bankverein 10 — — — — Efilgl. ohne Auetol.-Rcchte . 6,2 6,4 — 6,5 Berliner HanveIH,e1elI1chast . 12 125 125,13 125,5 6% Hell. Ütolfifiaat von 1929 Uotnmerz- unb Privat-Dank . 11 110,25 111 110,4 111 (rfidiohlb 102%) 91 —— 91 —— Darmstävt-r nnd Rarronalbanl 12 141,25 141,5 142 Cbfibcflcn Tri'Olt« - Anleihe mll 54 Teutiche Bant und t!luLlos.-R<-chten . . . .— — —— $tflcönto-@fiell(dja|t, ... 10 108,25 — 108 108,5 Deutsche fiomtn. Gamutclubl. Dre-dner Bank......10 108,25 _ 108 108.5 Anleihe Gerte i . . 6% >~ranf|. hnp.-Bnnk Goldpse 54,25 — 54,2 — ReichSbank........12 — 255,5 XIII untüntibar bh 193-1 . . 100,5 — — A.S.G...........8 104,25 105,5 104 105,25 7% r'ranlf. Hyp.-Bank Goldpse uniQiiDbar bis 1932 Bergmann.........9 —— 123,5 124 94,4 — —— Llektr. LieienurgSgeleNIchast. 10 127 — 128 — 4U% Rdeinliche Hvv.-Bank Licht unb Straft......10 125 —— 123,75 125,5 Stau. Gotopse....... 8% *l5t. LandeSptandbriesanllalt. 89,55 — ■— — gelten & Guilleaume . . . 7% GesrUichalt für (Lleklrtlllie 88 — 88,4 91 U-Ionbbriefr 91. if> R% Pe r.'anbeep!an-brleianklalt, 100,5 _ 100,5 __ Unternehmungen .... io 124,25 125,5 123,75 125 Hamburger SlektrtzitSU-Aerke 10 — — — rtontm.-CUI. 81. 20. 7% 'Jir. Landen -an obtief anft alt, Psandbriese 91 tJ Jl.G.ÖJ. abg. Bor.r,eg»-Obligatio- — —— __ ___ ch'l>,-milche Elektri,;itäl .... 9 118,5 — 119 120 Lchlciiiche Slektrizttät. ... 10 — —— 96,5 - _ ___ Schurken L Lo.......11 131,5 132,25 130,4 132,5 Siemen» L Halske.....16 175,5 178 175,5 178,25 neu. rüdiablbar 1932 -— _ Iranetaolo.........8 — — —- abmeyer & (5o.......10 128,5 — — — 4% Oestcrretchtlche Goldrente . . 1,20% Oesterretchilche Silberrente <% Oesterretchilche Einhettllckte 24,5 - 24,5 2,35 - Budent»....... 6 Deutsche ErdSI ....... 6 Gilcncr Stelltkohle......8 51 70,5 53 51,75 69,65 53,75 70,5 Rente . . 4% Ungarische ©olbtenie . . . . 19,8 — 19,9 20 Gelsenkirchener.......8 Harpener . ....... 0 81 77,5 — 80,5 77.5 81 78 <% Ilngartlche Slaatircnte v. 1910 16,25 — 17 — 67 67,75 <¥i% bcenl- oon 1913 —- — 16,8 äi|e Bergbau.......10 180 — 179 180 1% Unpartlche Kronenrente . ■ —- —• — —— Jtlidnenoerfe .......7 61,5 — 61,5 62,4 4% lürlitoe Zollaniethe von 1911 4,13 — 4,25 4,4 Köln-Reue' -tt . ...... 7 —_ 74,13 4% Türkische Bagbavbahn-Anl 4,2 Mannedm.mn-Rbstre» .... 7 76,5 76,75 75,75 76,75 Serie 1 —— — 4,5 ■iJlanolribcr Bergbau . .... 7 42 42,5 44,75 4% ocofli Serie II 4,2 — 4,25 4,4 Oberlchiei Siienbeoacf . ... b —— 5% fflumänildif vereinh Mente 9,3 • Cbertdtief fluleroede .... 7 —- — 76,75 78,65 von 1903 •— —— Pbdnlx Bergbau . . . . 6% 60.25 61,4 59,75 60,5 l'/$% »lumantidif vereinh Rente 15,13 15,2 Nheinllch» Braunkohle» . . 10 173 179,75 , 174,25 üon 1918 ........ 1% Rumünische vereinh. Rente . —— ffibclnfiabl .......6 76,75 r 75,75 1 77 7,8 — 7.85 ! 7,8 Riebeck Montan......7,2 — l — ,9rdnliur< a. Jli. «eriln Sch.uß- futd 1-Uhr- K re Schluß- kurt Anfang- Kurt Datum 7.3. 9.3. 7.3. 9.3. Bereinigte Stahlwerke . . . - Ltavi Minen ... 10*/. 62 — 61,4 62,4 36 — 35,25 35,65 Kaliwerke Asch sieben ... 10 143 144,5 142 145.5 Kaliwerke Weiteregeln ... 10 149,5 — 148 150.5 Kaliwerke Salzdetsurth ... 15 217 — 216 223,5 9. G. sxarden-Iuduftrie ... 12 143 144,5 142,75 144,75 5)nnanitt Nobel.......o — — — Sch.tdeanktalt........9 131,75 — —- — Goldlchmtdt ........5 42 —— 42,75 — Rütgertwerke..... 6 54 54,75 53,4 54,9 Metallgeielllchasi.......8 80,5 — 79,5 79,25 Dhilipp Holzmann......' 90 — 1 90 91,5 jZementwerk Heidelberg . . 10 76,5 — —— —— Cementwerk Karlstadt. ... 10 89,75 —— — —— Wank & Rrentan ..... 8 44,5 44 44 —— Echuillreig Pa,enhofer ... 15 — — 177,25 178,75 Cftwcrfe ........12 . —- —— — —— Aku..........18 82 83,25 81,75 82,5 Bemberg.........14 85 90,25 85,4 89 gdlftoff Walblwl .... 18‘/. 109,25j 113,5 110,5 113 fielinolt «schaftenburg ... 12 80 82,13 78 81,75 Charlottenburger Wasser ... 8 —— —- — — Dessauer (Mai ..... 9 —— 124,13 127 Daimler Mowren ..... 0 30.5 33 30.5 33 Deutsche Linoleum ...... 112,75 113,5 110,75 112,75 Maschinenbau A.-G. ..... 0 —— —— — — Nai. Automobll . ..... 0 — — — —— Orenktein & Koppel . .... 6 — — 50,5 52 Leonhard Tietz......10 115 — 116,5 119,5 SvenSka ......... 265 265 268,25 Manksurker Maschinen .... 4 — _ 14,13 «riyner . . ... t 34 — 34,5 —— Hevligenslaedt.......C —- — — Iunghan» ■ ... f — — — — — — — —— Malnkrattwerke Höchst a. 3X. k 75 — — — Miag . . 10 — —— —* Gebr Roeder ..... IC — — Boigt S Haesyter ...... 9 — — — — Süddeutsche Zucker .... 10 127 —— 126,75 —• Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Franksurl a. M. Aerlin. 7 . MLrz «eld Srkf Amerikanilche Noten..... 4,191 4,211 Belgische Noten ....... 58,36 58,60 Dünilche Noten ....... 112,08 112,52 Englische Noten ........ 20,37 20,45 Uranzo ische Noten....... 16,432 16,492 Holländische Noten....... 168,11 168,79 Italienische Nomn........ 22,04 22,12 Norwegische Noten....... 112,18 112,62 Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling 59,92 59,16 Oiumdnildx Noten....... 2,477 2,497 Schwedisch- Noten....... 112,18 112,62 Schweizer Noten........ 80,635 81,005 Spanische Noten....... 45,36 45,54 T-chechoilowakische Noten .... 12,40 12,46 Ungarische Noten . - 73,08 73,38 7.Murz 9. März Amtlich« Notlemng Amtliche Notierung elb »fiel Gelb Brie- Amst.-Noit. 168,39 168,73 168,31 168.65 Bu n Atreö 1,397 1,401 1,403 1,407 Br intto- 58,54 58,66 58,53 58,65 tibriitiiinia ■ 112,38 112,60 112,31 112,52 Kopenhagen 112,35 112,57 112,32 112,54 Stockholm • 112,47 112.69 112.40 112.62 HelsingtorS- 10,572 10.592 10,568 10,588 Italien . . 22,00 22.04 22,00 22,04 donbon. . 20,406 20,446 20,398 20,438 Neunork .. Paris. . . 4,201 4,209 4,199 4,207 16,445 16,485 16,435 16,475 Schweiz .. Spa rett - - 80,83 80,99 80,805 84,965 45,30 45,40 45,52 45.62 Japan . . . Wo be Jan- 2,082 2,086 2.081 2/ 5 0,348 0,350 0,348 0,350 Wien in D-» Cefi. aboeft. 59,045 59,165 59,02 12,438 59,14 Prag 12,445 12,465 12,458 Betirob . 7,380 7,394 7,376 7,390 Puoap-si. - 73,225 73,365 73,21 73.35 »ui arten 3,046 3.052 3,044 3,050 “tffabon 18,84 18.88 18,84 18,88 Danzig 81,55 81,71 81,53 81,69 Kauft ntüi. 1,784 1,789 1,784 1,789 Sti-en Eanaoa 5,445 . 4,201 5.455 5,445 5,455 4,209 4.1995 4,2075 Uru uat) 3,037 3,043 3.047 3,053 leho 1 20,92 20,96 20,915 20,955 öi c o ö> tu ifi* O,E -6* E = o® 3 e.e a^(9 EN2GL © E E E « E e -E^ ©■= c-e ö(9 •e seiD ts'ö’t: c LU »3- A g"' e© Ze — rj.« 57 t: 5 -2 $ee§ a 5 E E s B ^2.(9 B-es555 Z=- ‘g O C 3 2 E-S'-e r S P eBgge . ® 3^2 A = JD 8 E §:= 2 LL^-LZ „:gS °k B —LE* E s^2 st9§if°«! P.£>Ow H ®j? B 2 (9 2 E o o"Ö o ZD •a LZ c-e >- 3 x> ° o -77 A w L5 o Bg «-, :O ■?« o C ZD O :f®£ 3J« - B : R-Z S»»g ± «.2a E^± =>/=>CQ 5 o o, w c> 'S «JQ E E a-e C — -b — £ ° = -e a— Q7= D-pGZ «2^2 c€ •6* 19 2 = E~ 19 E? § c?3 E C § e S 2© -ft E c-g ."2 o g»-© o — C . . r- -19 "w .p H t c- ' ~ E •- 2 ö j2 B 3® T7eS st— •g 3 cIEH £ 3 ,c •£ _ 5 2 .-ffß o-gc®* E~ß B £ ®o/=> CQ.. 2 «= = e ^-53 •ft U. Ö e.3 -o 3 2.PQ4S Z^E 8C7E o k'Äa e "1 28- ®cts Q35^Q 2 3m A : s i BLNZ 3ÄZ. 19 U)'?' 3 E —' CN g ’S * C piHE*. _ 5 owe .e-Cr* C s§;sZ?^4 Eid A 5 =x?E *5.2 A© c2"p E 5 o E E A1. b1 ?• S L SO cu vJ (-, *1 ü r- B ^3 o D2W€E S fe-o-o-o E ä*D 2 •ft c -6'cy c N •e N c S-LEL-E 2 eS'SfiC? ip. a:3 3 7-cSrS E se —— — tu *■ • fQ L. XD 3© CK^pte 5sl0§a B B n — a •ft j=-<9 ö o B 19'3 ÄID = 2 4 R»« kr T-. *5 H E 19 eLs1 c 3 w (Do « (9-° © - g 8 c .o to<9 5 E S B BZZ- 2.3 e^A ES.S>ä§(D§HH§B®l e ®K o BH C o — E E ID's =5*0 19 <“ f .-2S 2 = <9.2 c 3 uS ID 2 3.(9 GQg f? COE a«S a 3 LE-ä Ä a®Ä Ae 19 c€*w o o -E" e c B :a c Q-q 5 3(9 E 3 £A 3®§ooE2g €« E = -e* 5 = 3 cs 8 W (9 = 2 = 8 ?- -C ZLEL 8-5 2es B » o 77 215 ■e i.S ® E Z© Z'S Q 2 2E CD^to'o G 8U o« ESU) e eS^o E o -5-8*8 = 2^8 Bflg 2E"8:?5 t o-o g r=5 O c HZu) ■e:o (9 = B o.Ls* g 2 -ft « «(9 B t «tDZS-. C13 H ^73 B ® SGaal95« c äES ZKL :Q . 5 ®d A=«®3 SS2 e 7t ö B •« S ^-U<9 (5 = (922 c« ID 5® o ES p c« ■5*3 •S o(9 ° •so— ü-'Pä LB^E E~l a aK>a w w E= Ee o 3 w E O O 8*° :5^ 2 SZ-s Sg- = ■öt = £ ll^10 3® ÖC=7e ö^' S>= Sc? h o-o^aS'S 3 3 c®*E'o c*£-^He HL^EA2-8*.L 5c5 S^ssoS .5*«?»., 2® 34= E oS2ci 5 _© 3 c 3 ö M - ^._ a^S'^g.B-3^ e o = a 31*-" rpÖ o- L 3 = o — P O Z~1 3 O 33 §'9^?A ^®^3 8 o-o Q* •e®-2 o*:o*c 3 *»sS2 8 8* 3 3 o«EH c(5®s 2^*0 ö 19 = ZK?Z __2Su •’ C?3 do*8 X) a o 5 *- °r/5£? tu ~ «— tu . " 2 e- g D*o 8 c^’o3 C — O P E — C „ 3 „ w c ZG E 3.-ZL .äSS’xä*. FZ.o^§e?3 ;O^«x>®e5 E---L3 Eo w j3 — 3^0 I® stBi*?Ä © L a®•3’5'3° ~ LE- “ _ — : c? 3* E “3xs 3 = 33as = (93q ä. 8 - 2 5“. g-, "8 o 2 p c o । ® 3 lfn8*a~'E ? .^&da _»8c 3 8 S c-'§2ö3o'° LLLELE £5 3 O 3 «-O o_s s-gl.4© ^5*S p LZ 5 « au8«0®3 8(9 •ft k. £ S <0 2 8 © 8 E 8 E E 2 2 a£. E H © •ft 8*0 i® 3 8 ÖD» %- s 2'g ere y 5 S g ös ÖS~2 •ä w?' ‘ « 61« Bi? S 2 roDR Z-Z-tS§SZ. 2.S fiie-c’ 1 2 Gl e- as E=© Sfic 3 C? £42 Gff 5$ o g Gl to ° tt aas 2^1 3 5 2 a3- E O Gl » 5 - S$£. o-61 8 o Ul O 8 2. 61 ®3-2. 34§ = a-s g'-'S c ffi se 8 - 5'8 = 2 o-S-=v 8 §*§>3 ^Z8Z iS=;2 ? SB = =' = 28 = Gl« 8 ffs3H^o &■ 61 •a> D «> 5 3 ©. 2 tri - 5 G a s ® 61° 3 8«^ 61 „a g o: 8 o u> = 8» gl a* 2.3 S 3 61 ~ ca @ = 8 o a m a.» a e 2 er 3 6 3 5 ©2 — o E affi ZA SB S'E s a o M :»a?5 O 61« $3 ö 3 o y © 2 3-rs —- o HZ So - 2-1.8 p.-S'a 8 co' 8 - 3 B ®c d-1 2.__ B 8 ° 5 ® §aS £3 ■3.61 ffia^o _ DtD W - to'-B 2=3 5 o 2 3 8 to 05 — Za 61 HZ 3 — © 5«^8 3§Vgi e, = OTÖl 3 g 2a c 3 ra S 8 3S ~ g. w 3a^ sr 3 hPt; ■CO ezco o* 88 ZF2 8af§; 2.aB «3 « Gis 61 m 2 ro a«-Sg ° L3 _=öe = ff. 2- 3 Z a o ° 2 -•3 « ~ a o — cpEa^^S o g - — 2 ff 3 i»eD o 5 a» Öot- d s — 2 c — — LZ. so: „ := ?2.o 2 = 2» ÖD--3 ^ZÄgH^§D »Ö tog-B-1'-' ° ~to = 8 ri r- >< <3 2w ° £©«§22^8 8 F8 8 8 2. 8 3 8 3 8 8 8 8 8 8 3 da 3 ® 8 8 8 Ul KS I? 61 3 ■C -. Ul «s- FAS s-s 3 ei Zrs^ =' 2 to~ -D o'co 3a.*-1 b « a = O 8 = °:2 LS g co GZ CS LS i’S « A?B 3 °'to 8 8 3-3 r3a S— 3.» ' ca 3 8 " E yaa B 61 TO 2 8 L° Z a? 8 ^•OC 5« 1» TOI c 5 o'Gl 8 3 §a= 8 8'S o: 8 -8« = ^H ? 3 h2 a§g 8§3.K =-3ö^ § 61o - 3*3.ö 3 3^6)8 gas.« ,ca C 0’3' cz o g g r=&§« 3 j=;t3a~ — °" "-^f=TOÖ) = =r o —3-, u> q o. SS CO TO. a to -c (fl 2 ” 2,a 2 61Z-Z r?«7 ga> g® 3 »SS-.-sf ° U> — 3 ^2.q Z gg 3 Glo* s-o g« Ul cölS y^-ZaL c-s to — 2 2. r®; si-8 SS 3 o * 3 m 2. s>Q a to" c/ a " 3. coS-g&Bg3* • 8 8 y r> •t G o Ö iB o S «CO -- 2 ° ° 8 ö SS 8 ^.£ «? = s3 =: - to" 2 o2.: «y s 2 3- 3 2 3c -Z- I e 3 öD~ ;??a ®'*3-S' — ff ST s: = = a 2.6) “Z7 X er"5* - o ■ST." — o- _ c 2. n g Ojai c' = 3Sro ®=§fs ri rr^ / 9 "O »-« *■* ** "a=^- 5aB x t^- = 2 TO je 2 2. O E 3 to ro — "■ — to Eva- =; 3 «C-TO 61 to" 2. B 2- a 2- 3 a = 2, c » ff ff -33 ff • or— 32oBsS = 33g-Bo~; ® S-E »c,cz?l:1 =t to >»— 2 -1 _ r- TO ' 3 TO - 2.ß"S:o -c3 ff-- 3 3 c to S ° a ™ 2. B_,ex 3 ■■?5^TOgS3garog»3 ?^"^2 2«-§r - CO CZ — ^.ÖBHSCGIS® HB 2i°a« s*., TO C2 J’g” ^CO y - ^=r^=-v5 ry -• w Q* ±. Cf 3 a ra X* o #-t> 35 $S) q 3Io§§K8=aHsx --Z-LZ B §w X’to“ a^aaff3 ff TO 3 ff TO (7) TO ., K Cf = 3 C lcincn ®l«l. ^ÄÄtal' leisten x.6 6v ^nen dem JonHhR®*®01 Die 6t den tyarS bicn ^.dEfur» ^lebeL? un- b to» °Ä ■■B-Ä PL-Kr WS? AM Jshä> « °^l