Donnerstag, 8. Oktober 1931 Nr. 235 Erster Statt 181. Jahrgang Die Meinung der presse eitslosigkeit im das Ausmaß Was Brüning will. Anlehnung an die gemäßigte Rechte. Programm, das uns die neue Notverordnung nicht gebracht hat, muß schleunigst von dem neuen Kabinett fertig gestellt und durchgesetzt werden. Daß hierbei nur fachliche Erwägungen und nicht Sonderwünsche der Parteien den Ausschlag geben müssen, ist schon oft genug gesagt worden. Die Widerstände, die der Kanzler zu überwinden haben wird, sind zweifellos riesengroß. Ob es ihm gelingen wird, sich mit seinem neuen Kabinett durchzusetzen, kann erst die Zukunft lehren. Die offizielle Betrauung. Ein Kabinett ohne parteimäßigeBindungen Berlin, 7. Oft (IDIB. Amtlich.) Reichskanzler Dr. Brüning überbrachte heute vormittag dem Herrn Reichspräsidenten die Gesamt- demissionderReichsregierung. Der Herr Reichspräsident nahm die Demission entgegen, beauftragte die bisherige Reichsregierung mit der einstweiligen Wetterführung der Geschäfte und e r - teilte gleichzeitig dem Reichskanzler Dr. Brüning den Auftrag zur Reubildung der Reichsregierung mit der 2Naß- Die Verhandlungen über die Bildung des neuen Reichskabinetts haben feit Mittwoch früh keine Fort- schritte gemacht, weil zunächst das Eintreffen Dr. Geßlers in Berlin abgewartet werden Kurzarbeit einzustellen und mit verminderter Belegschaft wieder die volle Zeit zu arbeiten. Dadurch werden 300 Arbeitskräfte frei, die Ende der Woche entlassen werden. Lohnstreit bei den Stoewerwerken. Stettin, 7. Ott. (WSB.) Nachdem zwischen Belegschaftsvertretern und der Direktion der Stoewer-Werke eine Einigung über die Lohnkürzung erzielt worden war, weigerte sich die Belegschaft selbst, sich mit der Lohnkürzung einverstanden zu erklären, und bestand nach wie vor auf W e i t e r b e z a h l u n g der übertariflichen Löhne. Der Regierungspräsident hat daher dem Anträge der Firma auf Stillegung des Betriebes ab Donnerstag, 8. Oktober, stattgegeben. gäbe, daß die Regierungsbildung ohne parteimäßige Bindungen erfolgen solle. Dr. Vrü- ninlg hat den ihm in dieser Form erteilten Auftrag angenommen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20 u;n mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. ... ......... pari am entarischen I erkennen läßt, daß sich der f e st e Kurs, auf den Aussichten eines zweiten Kabinetts Brüning es in diesem Winter ankommt, in den Bahnen einer scharf in den Tordergrund rückte. Dos um so sachlichen, vernünftigen und maßvollen, aber selbst- mehr, als es zweifelhaft erscheint, ob die verständlich entschiedenen und den Notwendigkeiten anderen Gruppen der gemäßigten entsprechenden Politik bewegt. Erschein» io glich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. monats=Be$ugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfemiig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüffe unterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: $ranlfurt am Main 11686. Berlin, 7. Ott. (SU.) Zu den beiden Ereignissen des Tages, der Beröffentlichung der letzten Notverordnung der ersten Regierung Brüning und dem Rücktritt des Kabinetts mit der darauf erfolgten Neubetrauung Brünings nimmt ein Teil der Abendblätter bereits ausführlich Stellung. Der sozialdemokratische „Abend" und das „Berliner Tageblatt" deuten übereinstimmend an, daß der Reichspräsident, der in den letzten Tagen eine durchaus aktive Rolle gespielt habe, die Initiative zu dem Rücktrittsbeschluß und zu der Regierungsumbil- düng ergriffen habe. Das zweite Kabinett Brüning werde nur noch als Tiebergang zu einem ausgesprochenen Rechtskabinett betrachtet. Das „Tageblatt" nennt die Kabinettsumbildung eine neue schwere Prüfung, die dem Lande auferlegt werde. Nur wenn Brüning schnell handelt und wenn er sich in seinem bisherigen Kurse durch die neuen Kräfte, die er in sein Kabinett aufnehme, nicht irre machen lasse, habe er eine Chance, schwere Erschütterungen, deren Ausgang niemand kenne, zu verhüten. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" ist der Ansicht, daß die Verordnung die wesentlichen Dinge, auf die es in den nächsten Wochen ankomme, nicht enthalte. Bon diesen wesentlichen Dingen aber werde es abhängen, ob die öffentlichen Haushalte in Ordnung gebracht werden können. Die „DAZ." betont, der Auftrag des Kanzlers, ein Kabinett ohne parteimäßige Bindung zu bilden, könne nicht heißen, daß die politische Ueberzeugung der neuen Männer für chre Arbeit und für ihre Wirkungsmöglichkeit im Volk gänzlich gleichgültig wäre. Es müsse klar ausgesprochen werden die Notverordnung fei der beste Beweis dafür, daß das bisherige Brüning mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut Die alte ^Regierung soll ergänzt werden. — Warmbold und Schmitz sollen das Wirtschafte- und Verkehrsministerium übernehmen. — Verhandlungen mit Gehler. Berlin, 8. Oft. Die Haltung der Deutschen Volkspartei bringt ein Aufsatz der Nationalliberalen Korrespondenz zum Ausdruck, indem es u. a. heißt: Die Hoffnung und das Ziel der Deutschen Volks- Partei, das Kabinett Brüning von allen parteipolitischen Rücksichten zu lösen, sind als gescheitert zu betrachten. Deshalb hat es nach unserem Dafürhalten auch keinen Zweck, mit einigen Korrekturen die Wieder- herstellung des Kabinetts auf den alten Grundlagen zu versuchen. Das Kapital des Vertrauens, das sich im Lande langsam gesammelt hatte, ist rapide zerflossen und nicht wieder zu gewinnen. Wir möchten deshalb der Ueberzeugung Ausdruck geben, daß eine Beteiligung der Deutschen Volkspartei an einer Umbildung dieserRegierung nicht in Frage kommen wird. Die Zeit dafür ist verstrichen und durch Halbheiten nutzlos vertan. Wie die Dinge heute liegen, bei den Gefahren, die der kommende Winter bringt, können nur noch ganze Lösungen unter entschlossener Führung zu einem guten Ziele führen. Aus dem Gefühl der Verantwortung heraus müssen wir daher die Forderung stellen, daß eine neue Regierung, die unbelastet ist durch die letzten Vorgänge, das Schicksal des Reiches in die Hand nimmt. Nur einem solchen Kabinett, das sich freihält von sozial! st ischen Einflüssen, wie immer sie geartet sein mögen, das, aus verfassungsmäßigem Boden stehend, Ruhe und Ordnung sichert, den Kampf gegen Wirtschaftsnot und Arbeitslosigkeit aufnimmt, wird die Deutsche Dolkspartei ihre Stütze bieten können. der , । h die Suatl Lotterie- ii Oi-b-° öi MC ihnen W 5it sofort WWM s2ii^ottene'Ein* oder bä der Süddeutschen Loöcti 'S Friedrichstraße1 **,b,U* 4. l Cb«' Die Dolkspartei sorderl eine neue Regierung Keine Beteiligung an einem Kabinett mit dem alten Kurs. I >n,. *■ Ä® i,,neT1 ü 'M 8 Epici übLnU iuw -4$ Leg>er Südanlaß'5 Fernspr-3882 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vniik und Verlag: Vrühl'kche Univerfitülr-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. Zchnftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Die politische Atmosphäre in Deutschland werde immer ernster. — Der „Deutsche" (Christliche Gewerksch.) meint, eine Rechtsorientierung des neuen Kabinetts wäre praktisch wertlos. Das Kabinett müsse so zusammengesetzt sein, daß man von ihm ein Programm erwarten könne, das auchden Arbeitern tragbar erscheine. — Die „Deutsche Zeitung" spricht von einer „Notverordnung ohne Legitimation". Bon irgendeinem Plan, der endlich einen organischen Aufbau unserer zerrütteten Wirtschaft in Angriff nehmen sollte, sei nichts zu hören. Die derzeitige Regierung werde nicht verlangen dürfen, daß das Volk seine nachgerade bis zur äußersten Grenze angespannte Opferwilligkeit noch weiter beanspruchen lasse, ohne daß ihm endlich gangbare Wege gezeigt werden, die ins Freie führten. ""«■fei . J*n ßanbiDirf h ollen OBm t • 6er' et bat JJn lewes Qr :,cr einen &l!em Ug. $ des 0>, d° MHZ '«ÄS Säte yi" ter. i», ,■> , oberen Morgen b ä'Äd“ Derglch ^onbrüdftänb?^ ^ brs zur WohnungV Ein an V .wl ^rhund -eigle benfel: leeren Liebstahls wurde! ^wlsgericht Homberg' e ’ a n g n i s verurteilt. 2 öe Die Lache jetzt noch« ngcllagte bestritt mieden v kam auf Grund der 3 Gericht auch heute zu) :r Angeklagte derjenige : ::u5cn gestohlen hat, rt b:e Berufung. ender, der Abonnenten? Winter noch unbekannt. Wir sollten inzwischen gelernt haben, daß nur mit Optimismus der Schwierigkeiten nicht Herr zu werden ist. Wollen wir also nicht von einem neuen Defizit zu Boden gedrückt werden, so müssen schon jetzt die erforderlichen Schritte getan werden. Mit Notverordnungen allein wird allerdings das deutsche Schicksal nicht gemeistert werden. Nicht nur ein Personalwechsel, sondern auch ein Kurswechsel tut bitter not. Das neue Kabinett muß es als seine erste Ausgabe ansehen, das deutsche Volk au' einer Verzweiflungspsychose, die immer mehr um sich greift, herauszureißen und seine seelischen Kräfte wieder zu wecken. Es wird dem Kanzler nicht leicht fallen, das ihm einst geschenkte Vertrauen neu zu festigen, aber der Versuch muß unter allen 11 m * ständen gemacht werden. Wir bedauern außerordentlich, daß der Mißerfolg der bisherigen Regierung seine Schatten auch auf die Person des Kanzlers wirft, auf dessen Schultern fast aus- schließlich die ganze Last ruhte, und dem diese Bürde zu schwer geworden ist. Um so mehr handelt es sich für Brüning jetzt darum, Schluß mit allen Halbheiten zu machen und entschieden den Weg zur wirtschaftlichen Gesundung ßu gehen. Das eigentliche W i r t s ch a f t s - Brünings neuer Start. Von untere, Her. ncr Redaktion Es kann leider nicht gesagt werden, daß der Rücktritt des ersten Kabinetts Brüning in imponierender Form erfolgt wäre Bis zum letzten Augenblick hat der verantwortliche Staatsmann des Deutschen Reiches offenbar geschwankt, ob die G e s a m t - demission der richtige Weg fei oder ob es mit Personalergänzungen getan wäre. Seine Wiederbetrauung mit der Regierungsbildung bedeutet keine Ueberraschung, sie stand von vornherein fest. Damit befaß er die Freiheit des Handelns schon vor dem Rücktritt. Hatte der Kanzler nun schon die Unbildung der Regierung bedauerlich lange hinausgezögert, so wäre wenigstens zu erwarten gewesen, daß er in der Zwischenzeit bereits völlige Klarheit darüber schuf, was nun folgen soll. Leider ist dies von ihm verabsäumt worden. Wir müssen seststellen, daß Dr. Brüning seine Stellung damit keineswegs erleichtert, sondern im Gegenteil erneut erschwert hat. Es entsteht der peinliche Eindruck, daß Brüning sich nicht zu schnellem Entschluß aufzu- raffeft vermag und daß er seine Taktik des Zögerns, des allzu lange Wartens auch weiter bell-ehält. Der Kanzler mußte sich darüber klar sein, daß ein auch nur vorübergehender Zustand des Interregnums die Parteien zu verschärftem Ansturm auf seine Position verführen würde. Das zu vermeiden, war aber eine Hauptaufgabe Brünings. Gewiß, der neue Auftrag des Reichspräsidenten ist unter der Bedingung erfolgt, daß parteipolitische Bindungen ausgeschaltet werden. Wird Brüning aber die Kraft haben, sich dem Druck, der jetzt von allen Seiten auf ihn einstürmt, erfolgreich zu widersetzen? Wir können eine gewisse Skepsis nicht unterdrücken. Es wäre ein Wunder, an das wir kaum mehr zu glauben wagen, wenn Brüning ohne Rücksicht auf Jnteressentenwünsche die Auswahl seiner neuen Mitarbeiter treffen würde. Die Notwendigkeit einer völligen Regeneration des Reichskabinetts wird durch die neue Notverordnung, mit der wir jetzt beglückt worden sind, schlagend bewiesen. Ihr Inhalt war ja im wesentlichen schon vorher bekannt geworden, aber die Veröffentlichung weckt doch noch einmal die ganze Enttäuschung über die Unzulänglichkeit der getroffenen Maßnahmen. Wir erinnern uns, wie lange es gedauert hat, bis das Kabinett mit einem Werk zu Rande kam, das den Stempel des A u s- rn e i ch e n s vor jeder klaren Entscheidung trägt. Es ist gewiß schwer, in der heutigen Zeit bereits Entschlüsse zu fassen, die für die Zukunft von richtunggebender Bedeutung sein sollen. Aber die Rücksicht nähme auf die internationale Entwicklung darf doch nicht dazu führen, daß die Reichsregierung resigniert die Hände in den Schoß legt und sich das Gesetz des Handelns ausschließlich vom Ausland diktieren läßt. Ganz abgesehen von der Wirkung, die dieses Hinhalten auf die Wirtschaft haben muß, verträgt auch die gespannte Stimmung im deutschen Volke einen solchen Fatalismus nicht. Mehr denn je ist das Gebot der Stunde, daß das Kabinett Führerwillen zeigt. Da es die bisherige Regierung daran hat fehlen lassen, war das Hinschwinden des Vertrauens eine Erscheinung, die den Kanzler nicht überraschen darf. Die Feststellung der Versäumnisse, die das zurückgetretene Kabinett begangen hat, ist erforderlich, unr den Weg zu kennzeichnen, den Brüning jetzt gehen muß, wenn er mit seiner neuen Regierung nicht ebenfalls Schiffbruch erleiden will. Die Lage, in der wir uns befinden, läßt weitere Tatenlosigkeit nicht zu. Alle Notverordnungen haben nicht zu verhindern vermocht, daß die Reichsfinanzen sehr bedenklich stehen. 3n dem Steuerausfall des Septembers, der alle früheren Monate übertrifft, tritt die Wirtschaftskalamität zum erstenmal voll in die Erscheinung. Was uns das Hoover-Jahr an Ersparnissen brachte, haben die Steuermindereingänge verschlungen. Noch aber ist die weitere Gestaltung nicht zu überblicken, vor allem ist uns soll, aber keine formelle Verantwortung für die werden, daß die Belegschaft in dieser Art der Be- zurückliegenden anderthalb Jahre Negierungs- schäftigung keine ausreichende Erwerbs-, taten trägt. Das jetzt eingeschlagene Verfahren Möglichkeit mehr sah. Auf Wunsch der Arbeiter sei dem gesunden Sinn völlig unverständlich, hat die Betriebsleitung sich nunmehr entschlossen, die Berlin, 8. Dtt. (CNB.) Die „Germania"' schreibt zur Frage der Regierungsumbildung: Nachdem bekanntgeworden ist, daß die nationale Opposition unter Führung Hugenbergs sich blockartig vermehren und gegen d i e Regierung Brüning geschlossen angehen will, hängt die Mehrheit im Parlament davon ab, daß muh. Sicher ist auch jetzt, dah Professor warm- sowohl die kleineren Gruppen der bold das Wirtschaftsmini st erium über- gemäßigten Rechten wie auch die So- nehmen wird; dagegen find die Verhandlungen mit zialdemokratie bei der Stange gehal- Geheimrat Schmitz über das v e r k e h r s m i n i - t e n werden können. Brüning hat vom Herrn 4 am 2N>..m°^d°nb noch nicht »fernen ° Auftrag geschloffen. Die Besetzung de s Innenmini- parteimäßige Bindung vorzunehmen. Es ft e r i u m 5 kann unter Umständen schon morgen I ß^teht die Gefahr, daß Versuche unternommen wer- oormittag entschieden werden, wenn es dem Kanzler I den, parteipolitisch einseitige Tendenzen einzuschie- gelingt, die Bedenken Dr. Geßlers zu überwinden. I ben. Man erfährt, daß solche Tendenzen bei der In unterrichteten Kreisen rechnet man auch weiter Deutschen Volkspartei vorhanden sind, damit, dah das Kabinett am Donnerstagabend fertig Sollte man dort glauben, man muffe jetzt darauf . . . hu I ausgehen, Vorfpanndienste für eine völlig einseitige jein roiro. Festlegung des neuen Kabinetts Brüning zu leisten, -------- | dann müßte man diesen Kreisen bedeuten, daß solche Versuche beim Zentrum in keinem Fall auf Gegenliebe stoßen werden. Unsere Auffassung ist die, daß der Kanzler seinen Weg noch seinen eigenen Entschlüssen gehen muß, um auch dieses Mal wieder die parlamentarische Entscheidung zu erzwingen. Es handelt sich um zweierlei: einmal darum, daß das neue Kabinett Hierzu wird aus Kreisen der Regierung mit- leine noch stärkere überparlamenta- geteilt, daß der Kanzler trotz der Erklärung rische Form erhält und daß es eine geeignete der DVP. seine Verhandlungen in der bis- Anlehnung an die gemäßigte Rechte herigenRichtungfort führen wird. Die sucht. Wir sehen das Ziel und die Aufgabe Dr. Bru- Auslassung der „Nationalliberalen Korrespon- nings darin, daß er eine arbeitsstarke und arbeite« denz" hat erhebliches Aufsehen erregt, weil sie kräftige Kombination herstellt, die allerdings sofort das Problem der parlamentarischen | c * '"tl 11' " c *® ’ ~"e **'*" Rechten sich hinter das Kabinett Brüning ä « e." • stellen werden, wenn die Volkspartei ausfällt. In ylüllC fUF ClttC ttdtlOttUlv Kreisen der Reichsregierung wird die Frage auf- geworfen, ob alle Mitglieder der Fraktion eine JtlGICFUnG« solche Politik billigen würden. Man hält es durchaus für möglich, daß der linke Flügel I Wiesbaden, 7. Ott. (Sil.) In einer stark der Fraktion mit ihr nicht einvcrstan- besuchten Mitgliederversammlung der Deutschen den ist. Auf der anderen Seite erzählt man sich Volkspartei verbreitete sich Reichstagsabgeord* aber in parlamentarischen Kreisen, dah auch neter Dr. Kalle über die politische Lage. Die prominente Mitglieder der DVP. I seit Jahren betriebene Außenpolitik habe sich als alsGäste an derHarzburgerSagung richtig erwiesen. Es sei möglich, daß die Welt- der „nationalen Opposition" teil- Wirtschaftskrise den Kern zu einer Gesundungsnehmen werden, woraus sich Schlüsse auf eine I krise in sich trage. Die DVP. werde immer, betonte Rechtsorientierung ziehen lie- auch wenn es unpopulär sei, eine Politik der ßen. Aus dieser Gegenüberstellung ergibt sich Vernunft treiben. Das Zaudern desKanz- schon, daß die Situation am Mittwochabend nicht lers erfülle verantwortungsvolle Politiker mit klar und übersichtlich ist. Der Kanzler hat sie im Sorge. Es habe aber keinen Zweck, die Regierung Laufe des Abends mit den Regierungsmitgliedern Brüning zu stürzen, ehe man nicht wisse, was besprochen, die auch seinem zweiten Kabinett an- Besseres an die Stelle gesetzt werden solle, gehören werden. Wie die Dinge liegen, ist es im I Die DVP. jedenfalls lehne solche riskanten Ex- Augenblick schwer zu sagen, ob sich die parlamen- I perimente ab. Es müsse ein nationales tarische Entwicklung schon in den nächsten Sagen Programm auf breite st er Grundlage Übersehen lassen wird, oder ob die endgültige Klä- I durchgeführt werden. Die DVP. würde als erste rung e r st während der Reichstags- den Weg beschreiten zur Bildung einer natio- tagung eintreten wird. nalen Regierung, wenn es dadurch ermöglicht ------- würde, den Parteigeist zu verdrängen und ihn I zu ersetzen durch gemeinsame Zusammenarbeit 1 aller, die guten Willens seien. Viel beachtet wurde die Aeußerung des Redners, daß man sich freuen würde, wenn es gelänge, heute eine nationale Regierung zu bilden, bei der Hitler ~ ,. ,, . . t l uni) Hugenberg ohne das Streben, alles Kobmett mit feiner > »°Vf? allein zu machen. Mitarbeiten würden. Die Kraft vollkommen am Ende gewefen fei. ^lis einer solchen Regierung müsse so »er. Die Notverordnung bringe tatsächlich eine ge- br-itert werden, dah ihr gegenüber auch die radezu erdbebenartige Erschutternng der Grund- re$te Seite 6cr Sozialdemokraten eine neutrale lagen unseres bürgerlichen Lebens. SSalhma bewahren könne Der „Lokal anzeig er" schreibt, man könnte $altung vewayren tonne.___ zur Not verstehen, wenn eine Reichsregierung nach der Verkündung einer solchen Notverord- I Statt Kurzarbeit nung, angesichts solcher Entwicklung der Reichs- LermindekUNQ her sinanzen zurückträte, um anderen Männern «VCrmilWCrung VSV Oetegflyass. Platz zu machen. Völlig unverständlich aber ist, I Geisweid (Kreis Siegen), 8. Dtt. (CNB.) Vor daß die Reichsregierung und der verantwortliche längerer Zeit hatten die Geisweider Eisen- Reich'skanzler formell ihre Demission geben, um werke wegen Auftragsmangels Kurzarbeit alsbald ein neues Kabinett aufzuziehen, .eingeführt. Diese Maßnahme mußte bei dem anhal- das genau den gleichen Kurs weiter steuern tenben schlechten Geschäftsgang so weit verschärft ift, mit ber eine Unfall« rM ' verbunden ist, auffu:;' mtigeridjt Tübingen* tot: Z'odjen ©efängniBNtl hatte einen Unfall etlfc £? ?r, er tonne rüdttirknb u! . :mmen werden und bak ■ nfaH Entschädigung erhÄ er veranlaßt, die betreffet ren 3n einem anderen Händler ein Kchrrad t lemhmg der awitte Gefängnisstrafe a M 1 durch das Amtsgericht Tb - der Körperverletzung ci zu zwei Monaten worden. Seine Tenfc 3tc: bestritt er, itgenb: lein, doch wurde er von r --mtbeit erkannt. Seine nr’liirig zurüdgewiesen. en der Redaktion. It, 16 bi, 17 Uhr. SM Am 27. Oktober Neuwahlen in England., Die Auslösung des ünterhauses. London, 7.Okt. (TU.) Am Mittwochnachmittag wurde das Unterhaus durch eine Proklamation des Königs ausgelöst. In dieser Proklamation, die alter Tradition gemäß im Oberhaus, wohin sich die Unterhausmitglieder begeben hatten, verlesen wurde, wird erklärt: Während der letzten Wochen habe das englische Volk der Finanz- und Wirt- s ch a s t s k r i s e entgegentreten müssen, die auch weiterhin zu Befürchtungen Anlaß gebe. Die von den Ministern mit Unterstützung des Parlaments getroffenen Maßnahmen, den außergewöhnlichen Umständen zu begegnen, verlange von jedem einzelnen Opfer für die Gesamtheit. Der König vertraue darauf, daß, wie in früheren Fällen der englischen Geschichte, jeder Bürger feine Kräfte zur Zusammenarbeit zur Verfügung stellen werde, um die Prosperität des Landes wiederherzustellen. Schließlich wird ausdrücklich erklärt, daß der König den in den letzten Tagen verabschiedeten Gesetzentwürfen, die zur Besserung der Lage bestimmt seien, z u st i m m e. Nach der Verlesung der Proklamation des Königs im Oberhaus versammelten sich die Abgeordneten wieder im Unterhaus, wo der Sprecher mitteilte, daß die Neu wählen zum Unterhause am 27.Oktober stattfinden werden. Macdonalds Wahlmanifest. London. 7. Okt. (WTD.) Das Wahl- manifest der nationalen Negierung, das vom Premierminister unterzeichnet ist, besagt u. a.: Die gegenwärtige nationale Regierung stellte das Borgen ein, stellte Sparmaßnahmen auf und balancierte daS Budget. Die Weltlage und ihre finanzielle Schwäche machten es jedoch der Regierung unmöglich, ihr unmittelbares Ziel au erreichen. Der Sterling wich vom Goldstandard ab. Eine Währungspolitik, die den Sterling in seinem Vertrauen und Ansehen wiederher stellt, internationale A e b e r c i n k o mm e n, die einige der folgenreichsten Ursachen des wirtschaftlichen Unheils, an dem die Welt so schwer leidet, entfernen, wie Kriegsschulden und Reparationen, Pläne, um jede abträgliche Handelsbilanz in eine günstige zu verwandeln, werden ohne, Aufschub in die Wege geleitet ' werden müssen. Die Regierung muß frei sein, jeden Vorschlag, der helfen kann, zu erwägen. Solange die gegenwärtigen Bindungen bestehen, können diese Dinge nicht durch politische Parteien getan werden, die im Parteikampf auf der öffentlichen Plattform oder im Parlament stehen. Die unmittelbare Aufgabe ist eine bereitwillige Zusammenarbeit aller politischen Parteien, die durch ihr Zusammenwirken gemeinsam die Verantwortung tragen. Es ist notwendig, der ganzen Welt die Entschlossenheit des britischen Volkes vor Augen zu führen, in Zeiten nationaler Schwierigkeiten zusammenzuhalten und jede Maßnahme zu unterstützen, die erforderlich ist, um das Land und seinen Kredit unangreifbar zu machen. 3m August haben wir durch die sofortige Unterordnung der Parteipolitik unter die nationalen Interessen die Bewunderung der Welt gewonnen. Laßt uns nun beweisen, daß wir entschlossen sind, d i e Sache zu Ende zu führen, bis wir unser Land aus diesen bewölkten Tagen in klarere und ruhigere Zeiten geführt haben. Grneute BeWechlemng der Aeichssinanzen. Dietrichs Optimismus wieder von der Entwicklung überholt. Berlin, 7. Okt. ($11.) Reichsfinanzminister Dietrich gab am Mittwoch vor Pressevertretern ein nicht sehr rosiges Bild von der Lage der Reichsfinanzen. 3n der Zeit nach der 3 u l i k r i s e, so führte der Minister aus, sind so gut wie gar keine Steuern eingegangen. Erst im August ist es gelungen, mit Hilfe drastischer Maßnahmen den Schaden zum größten Teile wieder aufzuholen. 3m September hat sich dann das Bild erneut sehr verschlechtert. Es sieht heute so aus, als ob der Zusammenbruch der Banken sich e r st jetzt auf wirtschaftlichem Gebiete auszuwirken beginnt. An die Erklärung des Hoover- feierjahres haben sich seinerzeit Erwartungen geknüpft, die nur zum Teil in Erfüllung gegangen sind. Von der Gesamtsumme in Höhe von 1200 Millionen Mark, die auf Grund des Hoover- feierjahres gespart wurden, entfällt ein großer Teil auf die Reichsbahn Die eigentliche Ersparnis für die Reichsfinanzen ist demnach nur auf etwa 700 Millionen Mark zu veranschlagen. Diese Summe wird zum großen Teile aber schon durch den Verlust an Steuern aufgefressen. 3mmer mehr zeigt sich, daß die Steuern des Reiches weniger beständig sind als die der Länder. Dazu kommt, daß das Zollaufkommen noch labilen Charakter hat. Eine weitere Schwierigkeit für die Reichsfinanzen ergibt sich daraus, daß i m Etat die Ver- außerung von 150 Millionen Reichs- bahn . Vorzugsaktien vorgesehen und daß ihre Verwertung im Augenblick ganz unmöglich ist, weil einfach niemand das Geld zu solchen Transaktionen Hot. Daraus ergibt sich also zunächst ein Defizit von 150 Millionen. An ver- antwortlicher Stelle glaubt man ober, daß es gelingen wird, über diese Schwierigkeiten hinwegzu- kommen, obgleich auch die Schuldentilgung Anforderungen an die Reichsfinanzen stell!. Von den im Etat vorgesehenen 420 Millionen sind bereits 300 Millionen getilgt worden. Im übrigen werden die Reichsfinanzen vor allen Dingen durch zwei wesentliche Momente beeinflußt das ist einmal die notwendige Hilfe für die Gemeinden, zum anderen die große Zunahme der Ar- beitslofen, die im Laufe des Winters bis auf 6,5 Millionen ansteigen dürste. All diesen Gesichts- punkten und den Gefahren, die sich für die Reichs- finanzen hieraus ergeben, tränt die neue Notver- orimung des Reichspräsidenten Rechnung, und unter dieser Perspektive muß sie vor allen Dingen gesehen werden. Einzelpunkte der neuen Notverordnung. Oie Pensionskürzungen. Die Anrechnung von Ucbcreinkommen. Berlin, 8. Oft. (TU.) Die neue Rotverordnung sieht auch in einer Reihe von Punkten eine Acnderung des Bearntenbesoldungsgesehes vor. DaS Wartegeld der Reichsbeamten, die mit kürzerer als zehnjähriger Dienstzeit aus einem Amte der Besoldungsgruppe B V oder einer höheren Besoldungsgruppe mit Wartegeld ausscheiden, nachdem sie in diesem Amte weniger als ein Jahr beschäftigt gewesen sind, beträgt 10 v. H. des der Berechnung des Ruhegeldes zugrunde zu legenden Diensteinkommens. Das R u h e g e l d der Reichsbeamten und der mit Ruhegeld abgefundenen Soldaten beträgt in Zukunft höchstens 75 v. H. des ruhedeldfähigen Diensteinkommens. Ergibt sich bei der Berechnung eines Ruhegeldes ein Iahres- betrag von mehr als 12000 Mark, so wird der Mehrbetrag je nach der Deschäftigungs- dauer gekürzt. Das Witwengeld darf V *>.• des ruhegeldfähigen Diensteinkommens nicht übersteigen. Bezieht ein Ruhegeldcmpfänger n c b e n seinem Ruhegeld ein nicht unter die sonst geltenden RuhenSvorschriften fallendes A r - be11seinkommen. so wird sein Ruhegeld gekürzt. Dis zur Höhe von 6000 Mark jährlich bleibt das Anrechnungseinkommen für eine Äür- jung des Ruhegeldes außer Betracht. Das Ruhegeld wird um die Hälfte des Betrages gekürzt, um den das Anrechnungseinkommen das kür- ^ingSsreie Anrechnungseinkommen übersteigt. Eine Kürzung tritt aber nur insoweit ein, als Ruhe- Aarechnungseinkommen den Betrag von 9000 Mark im 3ahre übersteigen. 3cder Ruhegeld- empfangcr ist verpflichtet, innerhalb eines Monats feiner Behörde den Bezug eines solchen Reben- einkommens anzuzeigen. Oie Bekämpfung politischer Ausschreitungen. Scharfe Bestimmungen zur Sicherstellung von Ruße und Ordnung L*? C n» Okt. (ERB.) Heber die politi- Bestimmungen der neuen Rotverordnung KJhS rS’noflCnt(®c- HLntzschel im Rundfunk. Bei Zersetzungsschriften, die anonym oder ohne Hrsprungsangaben erscheinen, wird rn Zukunft auch der Versuch an n ? V? r c 1 t u nfl witzuwir ken. mit f k r^rntd cmcm Acchre bestraft. Auch fahrlässige Unkenntnis ist strafbar. Jeder der Vorhandensein solcher Schriften Kenntnis bekommt, ,st verpflichtet, der Polizei Vn-elge zu erstatten, bzw. solche ZersetzungS- ■I bzu liefern. Die Unterlassung wird mit Gefängnis biS au einem 3abrc bedroht .Die zahlreichen Ueberfälle auf boll, tild) Andersdenkende wurden dadurch besonders begünstigt, daß radikale Parteiorganisationen ihre Anhänger teils i n b e - stimmten V e r k e h r S l o k a l e n zu bestimmten Zeiten versammelten, teils sogar in kasernen- mähig hergerichteten Räumen als geschlossene Trupps unterbrachten. Solche Stätten und Stützpunkte für Gewalttätigkeiten gegen Andersdenkende können p o I i zeilich geschlossen werden, wenn dies für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung geboten erscheint. Die Möglichkeit der Schließung ist sowohl für Wohn- räume wie für Gaststätten gegeben, in letzterem Falle bis zu einer Dauer von drei Monaten. Gastwirte können für unzuverlässig im Sinne des Schankstättengesetzes erklärt werden, so daß sie keine Konzession mehr erhalten. Die Strafen für H o ch o e r r a t s d e l i k t e werden verschärft, auch solche für literarischen Hochverrat. Auch das Gebiet des Films wird in den Äreis der Neuregelung einbezogen. Jetzt können auch solche Filme verboten werden, die ihrer Gesarntten- denz nach geeignet sind, einen gewaltsamen Umsturz geistig vorzubereiten. Weiter gibt die neue Notver- ordnung der Reichsregierung die Möglichkeit zur Einrichtung von Sondergerichten, um besonders staatsgefährliche Delikte, wie Terrorakte, Steuerdefraudationen, Wirtschaftsverbrechen, z. B. Bilanzverschleierung, Aur Aburteilung zu bringen. Ob und in welchem Umfange davon Gebrauch ge- macht werden wird, wird von der weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Endlich können die in der Verfassunng festgelegten Grundrechte außer Kraft gesetzt werden: diese Bestimmung gilt aber nur für die in der Notver- ordnung zugelassenen Maßnahmen und soll im Gegenteil sicherstellen, daß bei ihrer Durchführung in die Grundrechte nicht weiter eingegriffen wird, als es im Einzelfall unbedingt notwendig ist. Das neue Krastverkehrsrechi. Der Wettbewerb mit der Eisenbahn soll ausgeschaltet werden. , Berlin, 7. Oft. (TU.) Die neue Rotverord- nung bringt wichtige Reuerungen für das gesamte Gebiet des öffentlichen 11 e b e 11 a n b - krastverkehrs. 3m Personenverkehr toitb der Kreis der genehmigungspflichtigen Limen erweitert. Don den regelmäßigen Verkehren bleiben genehmigungsfrei nur die Rund» führten zu Desichttgungs- und Vergnügungszwecken. Genehmigungsfrei sind ferner nach wie oor die eigentlichen Sonder- oder Gelegenheitsfahrten. Aus dem Gebiete des Güterverkehrs schafft die Rotverordnung vollkommen neues Recht. Die Rotverordnung unterwirft jeden Last- Kraftwaaenverkehr, der gegen Entgelt für andere auf Entfernungen von mehr als 50 Kilometer ausgeführt wird, der Genehm igungs- pflicht. Genehmigungsfrei ist lediglich der W e r k v e r k e h r, d. h. der Güterverkehr von industriellen, landwirtschaftlichen und Handels- unternehmunaen für eigene Zwecke sowie Der endgeltlich auch für andere ausgesührte R a h- kraf tverkehr innerhalb einer Entfernungs- 8Dnc von 50 Kilometer. Die Unternehmer sind verpflichtet, bet jedem Ferntransport bestimmte, vom Reichsverkehrsminister festgesetzte D e f ö r - derungspreise als Mindestsätze cinzuhalten. Die vom Reichsverkehrsminister festgesetzten De- förderungspreise sind, wie Paragraph 22 der Rotverordnung sich ausdrückt, .so zu bemessen, daß der Preiswettbewerb zwischen Eisenbahnen und Kraftfahrzeugen auf gleiche Grundlage gestellt und bergemein- wirtschaftliche Ausbau bes deutschen Eisenbahngütertarifs nicht gefähr- d e t" werden. Für den Kraftwagentarif haben sich Reichsbahn und Kraftverkehr auf Sähe geeinigt, die für Gütermengen bis etwa 350 Kilo ben Fracht st ückgutsätzen bet Reichsbahn unb für bie größeren Gewichte den Frachten der neuen Klasse A bis B des Wagenladungsverkehrs einschließlich des bei der Beförderung im gedeckten Wagen zu zahlenden fünfprozentigen Dedeckungszuschlages entsprechen. Der Tarif tritt gleichzeitig mit dem Gesetz in Kraft. Das Landvolk verlangt Einschränkung des Imports. Derli n, 7. Oft. (BDZ.) Die Landvolkfraftion hat im Reichstag folgenden Antrag eingebracht: .Der Reichstag wolle beschließen, die Reichsregierung zu ersuchen, zur Vermeidung einer Wiederkehr der verhängnisvollen Ereignisse vom 3 u I i d. 3. alle geeigneten Maßnahmen zur Verminderung der finanziellen Abhängigkeit Deutschlands vom Auslande zu treffen, insbesondere in Uebereinstimmung mit der im Lahton- Dericht ausgesprochenen grundsätzlichen Auffassung, eine angemessene Einschränkung der nicht lebensnotwendigen Einfuhr Deutschlands durch eine straffe Devisenbewirtschaftung sicherzustellen. Die Einschränkung der Einfuhr hat nach Maßgabe des Dedürfnisses zu erfolgen und sich insbesondere auf nichtlebensnotwendige landwirtschaftliche Erzeugnisse zu erstrecken." Hoovers Stützungsaktion für die amerikanischen danken. Zustimmung der Vesfentlichkeit. Washington, 7. Oft. (TU.) Hoovers innerer Hilfsplan findet, soweit man bisher übersehen kann, bie ungeteilte Zustimmung der ameri- konischen Wirtfchaftskreife. Insbesondere verspricht man sich von der Schaffung des giganti- schen 50 0 - Dollar-Millionen - Kredits- Pools ein rasches Ende der Pleitenepidemie, eine sprunghafte Erholung der Anleiheaktien und Waren- preise sowie auch eine Gesundung des notleidenden Grundstücksmarktes. Allerdings wird der rosige Optimismus in Bankkreisen etwas durch die S o r g e um d i e ernste Lage in Europa gedämpft. Man hotte vielfach erwartet, daß Hoover dem Drängen der Hochfinanz folgen und eine zweite befreiende Initiative in 6er Schuldenfrage ergreifen werde. Diese Hoff- nung hat enttäuscht, doch tröstet man sich damit, daß der ganze Fragenkomplex mit Laval erörtert werden wird. Einige Bankleute glauben Grund zur Annahme zu haben, daß die bisherigen Vorbesprechungen über eine Ausdehnung des Moratoriums ein zufriedenstellendes Ergebnis voraus- sehen lassen. In sichtlichem Bestreben, Beruhigung zu verbreiten, bringen die Morgenblätter die' Ergebnisse der Konferenz mit Hoover, die Kursbesserung am Effektenmarkt und die fortgesetzten Besprechungen führender Wallstreet-Banken in großer Aufmachung. Die Erklärung Hoovers traf erst früh morgens ein, so daß sie zu spät für bie Presse oder für sonstige Kommentare kam. Den Plan einer Kreditorganisation von einer halben Milliarde Dollar bezeichnet „Times" als ben Versuch zur Wiederherstellung des geschäftlichen Vertrauens, während „Herold Tri- bune" aus Washington meldet, daß man im Weißen Hause Vorschläge ausarbeite, die den russischen Fünf- jahresplan noch überträfen. Kleine politische Nachrichten. Der Präsident desHessischenLanbiages hat die Einladung zur 122. Sitzung des Landtags- penurns auf D i e n s t a g, 1 3. O 11 o b c r hinaus- gehen lassen. Auf der Tagesordnung stehen zunächst nur Anträge und kleinere Vorlagen. Für die hessischen Landtagswahlen hat die V o l k s- recht Partei als Kandidaten Professor Axt (Darmstadt), Bürgermeister i. R. P o r t h (Offenbach) und Bankbeamten 'Lorenz (Gießen) aufgestellt. Die Deutschnationale Volkspartei wird als Spitzenkandidaten präsentieren den seitherigen Abgeordneten Böhm, den Führer des Mainzer Stahlhelms Dr. Wolf und Frau Heraeus aus Offenbach Zum Vizepräsidenten des Obcrprä- sidiums in Kassel wurde der Landrat des Kreises Westerburg, Dr. S ch u n k, ernannt. Dr. Schunk, der der Z e n t r u m s p a r t e i angehört, ist 1890 in Dann geboren. 1921 kam er an die Regierung in Marienwerder, 1922 als Kommu- nalreferent an das Oberpräsidium der Rhein- Provinz und 1926 als Landrat nach Westerburg. Der aus der Sozialdemokratischen Partei unb aus ber sozialbemokratischen Fraktion des Preu- bischen Landtags ausgeschiebene frühere preußische 3nnenminifter Professor Dr. W a e n - tig hat das Lanbtagspräsidium ersucht, ihm einen Abgeordnetensitz zwischen dem Zentrum unb der Deutschen Volkspartei anzuweisen. Die Goldsendungen für die Bank von Frankreich und andere große französische Bank- institute, die seit dem Sturz des englischen Pfundes wieder in großem Umfange eingesetzt haben, nehmen ihren Fortgang. Nachdem erst am Montag die „Europa" über 250 Fässer Gold in Cherbourg ab- lieferte, trafen am Dienstag, von Amsterdam kam- mend, 4658 Kilogramm auf dem Pariser Flughafen Le Bouraet ein. Der Amerikadampfer „Aquitania" hat ebenfalls 267 Fässer Gold für die Bank von Frankreich und eine Schweizer Bank an Bord. Der Verfassungsausschuh des österreichischen Rationalrats hat den großdeutschen Antrag angenommen, daß bie Wahl des Bundespräsidenten noch im Oktober, und zwar durch die Bundesversammlung anstatt durch allgemeine Volksabstimmung für die vierjährige Amtsbauer zu erfolgen hat. Wie verlautet, soll die Wahl bereits am kommenden Freitag stattfinden. Aus aller Welt. Da» wrack de, Satopultslugzeug» der „Bremen- gefunden. Da» Katapultflugzeug ber .Bremen", das in ber Eobequid-Dai abstürzte, würbe voll- ftänbig zertrümmert in ber Rähe beS Ufers aufgefunben. Die Postsäcke trieben in ber Olähe auf bem Wasser. Die Leichen ber Flieger konnten bisher noch nicht gefunben werden. Eine ganze Familie an Kohlenoxydga» erstickt. 2Iuf bem Gutshof Kochanieh bei Kosel (Oberschlesien) wurde ber Dampfpflugführer Karl Ze- mella vermißt. Als er nach längerer Zeit immer noch nicht erschienen war, stieg man burch bas Fenster in seine Wohnung ein. Die aus fünf Köpfen bestehende Familie wurde bewußtlos inihrenDetten vorgefunden. Ein Arzt stellte eine Kohlenoxydgasvergistung fest. Die drei Kinder deS Ehepaares im Alter von fünf biS acht 3ahren waren bereits tot. 3hre Eltern wurden sofort in das Koseler Krankenhaus gebracht, wo Wiederbelebungsversuche angeftellt wurden, die aber bi« 12 Ahr mittag« ohne Erfolg blieben. . . Zwei Todesopfer eine» Segelboofunglürf» im Kieler Hasen. Bei starkem Sturm kenterte in der Stranderbucht ein mit drei Personen besetzte» Segelboot. Ein zehnjähriger Knabe konnte sich durch Schwimmen an ßanb retten, während der Besitzer des Doo- tes und ein anderer zehnjähriger Knabe trotz unternommener Rettungsversuche ertranken. Erfolgreicher werbeseldzug de» Görliher Stadlthealer». DaS Ctabttbcater Görlitz (Intendant Walter O. Stahl) eröffnete Ende September die Spielzeit besonders verheißungsvoll. Durch neuartige Werbemaßnahmen wurden mehr al« 600 neue Abonnenten getoonnen, so daß mit den in den Verbänden organisierten Theaterbesuchern ein fester Stamm von über 6500 Besuchern geschaffen ist. Als außerordentlich erfolgreich erwies sich die Einrichtung von Frei- kartenpramien für die Abonnenten, die statt in Monatsraten sofort bar bezahlen: dadurch wurden über 22 000 Mark (im Vorjahr nur rund 700 Mk.) vorauSbezahlt! — Die Eröffnungsvorstellungen (Sgmont, Fidelio, Mikado) hatten einen starken künstlerischen Erfolg, daS finanzielle Ergebnis überraschte durch die bedeutende Zunahme auch der sogenannten freien Besucher. Ein Lastkahn auf dem Rhein in Flammen. 3n Koblenz geriet ein bochbeladener Anhänger eines in Mannheim beheimateten Laft- schiffes in Brand. DaS Feuer war durch Selbstentzündung im Mittelschiff auSgebrochen. Der Lastkahn wurde abgehängt und am Hafenkai festgemacht, wo ihn die Feuerwehr sofort unter Wasser setzte. Oie Wetterlage. Mittwoch ing»- 9, AMrd'.el H O, ins'' o wiW 11 Wien (7**1 J *3 v** / 7 o Z O*#of*«nie$.© neun 3 n«i» »eeetni ® wonug. ® orviiter x* «eichter Oii y mutiger Sudioowesi Q jtvf*«i«- 'T»»;*&finnna'hnf in einer aaiuen An- untergang 16.43 Uhr. 1834 der Komponist Francois Doieldieu in Jarcy gestorben- — 1868: der Maler Max Slevogt in Landshut in Bayern geboren. Klein-Linden, den 8. Oktober 1931. 6715 L Großen-Linden, am 8. Oktober 1931 67130 Giefeener Konzertverein |i Vermietungen) Ccbönc | Stellenangebote| erhalten Sie im 6712 A yuVCH cuur vt zum Für Freitag und Samstag Pfennig jetzinur außerordentlich günstige Lebensmittelpreise im Konsumverein! 6ch u6a c Warenabgabe nur an Mitglieder! Auf alle Waren 5% Rückvergütung die des auf nur Ml. 7- nur Mk. 3.50 nur Mk. 4.50 nur Mk. 5— nur iuhe wiss Tann packte ihn dc kungskreis im prak heimlich bei den che wollte ihn nehmen lienstpsticht noch ni fuhr er nach URüuc und biente sein Ja nachts weiter |tub nant ber Reserve c nach einer olellun da; -chickial die 21 I den richtigen Weg berg; wendet sich der Lehrer des , f en Friedt. R Bitte, bei Boyer n um;uschouen. Uni kurzer Zeit eine ttarbenmerlen Ft torium in der m f)vlschuppen, eir fegte und die ®lc Pie Fabrik wa brauchte neue Fa die Arbeit. Aber iL'fammentat, es i entstehen, immer n statt des erwünscht den aber im Laboi dem Uaboratoriurr Reagenzgläser gere berg auf, bafo ein T(ad»forid)unqen et Mqe vergessen h Gießeni tüdl 3on Dl Gus Geologie < Mit seinen ißen kerhalbjahr tritt t ent in fein 140 j die „Musikali »Zum Low .Liebhaber" wai e'ntgen Berukm Die ft ßa: @eburtsM if‘ SliM I* ' KflnW’ S«*“" t 11 U 11 155-.; Land'ab' eine kleine - sollte Ipa'cr M { übernehmen- »J öen « «nt-it dewubtscin WP rungen litt," . (Tad Duisberg tetr im Sturmschritt du nue auch auf M'N seltene Erscheinung nomie. M'-ME laude den Dr. pml eine erreicht ju1 J Vaft fallen zu mus eine Stellung: da ,n tzr-ield wi musikalischen ft0 ] ?ro^. 6uichuß, ö ur die Leitung , w'H'g' wurde e Äf ^us'tdir 7'1«1 e r, e 1 ^'chneten, längst ^ausgewachsen ;undenen LF d,.^e-die die l Sy it??:- ^riud)“n*enr(er »0 w'e möflliA etcn ■ xm Ä^ge halten, t !Sokt, )gr ÜSJerner: ir 80, 55 d", 33 , 57, 44 ager 1^11 en BS nnt. M, nfl ■ Snt Leupin • Creme tuieiifich bew. bei IMAAIAAAaaa 'röt Quint flrunbL Nachhilfe in al Fachern ibef. VateiniflefudjtSdir. Angebote unt. QÖ817 an den Gieh. 3m. BeinitUien. Zu haben 5546? Löwen-Drogerie W. Küilnger ItcMn RechO/Abl ta- schlieB.: 5.1L, 2^Jhr: HMbheH.l W.- W.-IL 0. . ten Vorsitzenden ^ronndes, sowie Ober- Vorsitzenden des Aus- Inusenen Geschäftsjahres denlo die Ausioertungs- 92< bis 1930. Bürger* :tte alsdann einen gt- Q t über dos vergangene h günftig fortenttoidelt. aus rund 1 46300) M. nt der Kasse Hal sich erdet tzparer. Für wohl* 1400 Dark verausgab!, i Krankenhaus Schollen gewinn aus 1(3) mit er Büdlage zugeschlagtn, r. 7)000 Mark erreich!, s e n wurden eiva 27 CO) Aeimkparbüchsen Djenl ber Einlagen btt angelegt, 16 tyrojent in i in Bürgschaft 1,5 Otoieni im Kommunalen hd) aus ben Konto- 'tte verbreitete sich der t allgemeinen geldwirl- im vergangenen Jahre |ttn Monaten, über bie ibrang. Der Glaube und 'ünbigteii unserer Wh' »en. die Aeichsmark alle Fälle sestund Planeten: f) Venus l^Mars (§) Jupiter Saturn knn|« der » Ä« e,aa,! ;ou,ilu^-«OtiE »egen s^M° Hal Wä l^en »Dau. ?iner S^ssern ^s>aluie?7 2rbcilz^ V0.1;6i( 1 ^eil K-äah i1V!g'n Sen GZ nCkOf nennt. u lungen auf bie Spareinlagen zu verzeichnen sei. Bevor bie Mitglieberversammlung durch ben Direktor geschlosien würbe, sprach 3ustizrat Dr. Reh namens des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes der Kassenverwaltung Dank für ihre im letzten 3ahre geleistete Tätigkeit aus. An ben geschäftlichen Teil schloß sich em gemeinschaftliches Mittagefsen an, bei bem Se. Er» laucht Graf Georg Friedrich der ernsten Zeit in einer Ansprache gedachte, die mit einem Hoch auf den Reichspräsidenten und das deutsche Vaterland ausklang. Landkreis Gics;en. oo Klein.Linden, 7. Oft. In der Mitgliederversammlung des hiesigen Geflügelzucht- Vereins wurde beschlossen, am 12. und 13. Dezember im Saale der Wirtschaft „Zur Burg" eine letale Geflügelschau zu veranstalten. Mit der Schau soll ein Preisschießen und eine Verlosung verbunden fein. D Großen-Linden, 7. Oft. Unser neues Schu 1 haus, das ursprünglich nach den Herbst- serien seiner Bestimmung übergeben werden sollte, kann vorerst nicht seitiggestellt werden. Da laut 9lob Verordnung die Kreditinstitute an die Gemeinden keinerlei Darlehen geben dürfen, erhält auch unsere Gemeinde feine Mittel mehr zur Beendigung des Baues. Das Schulhaus ist nahezu fertig, cs find nur noch einige Schreinerarbeiten zu erledigen. Kreis Schotten. § Ober - Seibertenrod, 7. Oft. Einer unserer ältesten Ortseinwohner, 3ohs. Schmir- m u n b Hl., starb am Sonntag im Alter von nahezu 85 3ahren unb wurde gestern unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. § Rebaeshain, 7. Oft. Unsere Gemeinde bat unter den großen Lindenbäumen am Friedhofseingang ein würdiges, stattliches Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkriegs errichtet. Das Denkmal, ein hochragender Obelisk aus grauem Slein mit entsprechenden Zuschriften, gekrönt von einem großen Eisernen Kreuz, ist nun vollendet. Die Sieinmetzarbeiten wurden von ben Herren K. Meisfi (Schotten) und Eifert (Sichelhain) ausgeführt, das schmiedeeiserne Kreu; ist ein Werk des Schmiedemeisters Rudolf A p p e (Ulrichstein). Der Platz unter den Friedhofslinden mit dem Blick auf ben nahen Oberwalb unb bie fernen Dergzüge ber Rhön ist schon von Ratur sehr (Rachbruck verboten!) Der Oktober bringt am Sternhimmel ben Beginn des Winters, freilich ohne den sommerlichen Best im Westen ganz beseitigen zu können. 3n taefem Monat kommen uns gewöhnlich die beiden prächtigen Wintersternbilder Orion unb Zwillinge jum ersten Male wieber zu Gesicht; sie sinb ungefähr gleichzeitig gegen Snbe bes Monats etwa um 21.30 Uhr voll auf gegangen. Schon etwas eher s mb bie rechts von ihnen stehenden Winterbilder, t?or allem ber Stier, sichtbar geworben. Weiter- stimmungsvoll, nun bietet er einen wunbervollen Rahmen für das wohlgelungene Denkmal. Die Denkmalsweihe soll im Beisein von Baurat Kessel (Schotten), von bem ber Entwurf stammt, am 18. Oktober durch Pfarrer Zehfuß (Hopfmannsfeld) vorgenommen werden. )' Steinberg, 7. Oft. Die alte R i dder- brücke wird durch eine Betonbrücke ersetzt. Der Bau wird von ber Firma Müller (Hirzenhain) ausgeführt. Der Verkehr für leichtere Fahrzeuge wirb über eine provisorische Holzbrücke geleitet, währenb bie Straße für schwerere Fahrzeuge gesperrt ist unb bie Umleitung über Hirzenhain führt. Sichtbarkeit rührt zum Teil von ber Verspätung des Sonnenaufgangs her. Er steht im Sternbild des Löwen, dem er auch dieses 3ahr hindurch treu bleiben wird. Von den übrigen Wandelsternen ist nur noch ber Saturn sichtbar, ber zu Beginn des Monats um 22.30, gegen Ende um 20.30 Uhr verschwindet. Arn 11. des Monats findet nicht weit vorn Herbstpunkt eine bei uns nicht sichtbare, an sich aber ziemlich bedeutende Teilversinsterung ber I Wrndnkteninarkt. Sonne statt. Alle Finsternisse bieses 3ahres spie- Berliner ^VUNenmarn. len sich in ber Rähe ber beiden Tag- und Rächt- Berlin, 7. Oft. Angesichts der allgemeinen gleichepunfte ab, was seinen Grund darin hat, dah Wirtschaftslage unb infolge ber Unsicherheit De» biefe beiben Punkte zur Zeit mit ben langsam 1 — ----------Hnnon- wanbelnden Schnittpunkten ber Sonnen- unb der Mondbahn zusammenfallen. Kü st ermann. Sterne: Kleine Buchstaben Berlin, 8. Oft. (WTB. Funkspruch.) Rach- dem der erste Eindruck ber H o o v e r - A k t i o n an ber gestrigen Reuyorfer Börse einer Ernüchterung Platz gemacht hat, war die Tendenz im ©inflang mit der Abschwächung gegen Schluß des Reuyorfer Verkehrs ebenfalls eher schwächer. Es sind anscheinend Zweifel entstanden, ob die von H o o v er geplanten Maßnahmen ausreichen werden, um das erschütterte Vertrauen zu der amerikanischen Finanzlage wiederherzustellen, und ob der beschlossene Hilfsfonds von einer halben Milliarde aus- reichen wird, um die eingefrorenen Kredite wieder zu mobilisieren. Hinzu fam aber noch die heute herrschende innerpolitische Unsicherheit. Rachdem nun auch einige Regierungsparteien Opposition machen, ist es fraglich, ob es dem Reichskanzler gelingen wird, ein lebensfähiges Kabinett zu bilden. Die Haltung der Deutschen Volkspartei wird ausschlaggebend für die nächsten Tage fein. Daß die Devisen- betoegungen immer noch im Mittelpunkte des 3nteresses stehen, beweisen die Gerüchte um die Stabilisierung des englischen Pfundes. Die britische Botschaft in Paris bezeichnete eine in der Morgenpresse erschienene Erklärung, daß der Sterlingkurs auf der Hohe von 100 Francs stabilisiert werden solle, als völlig unrichtig. 3n der Tat ist es auch so, daß man in England zunächst bie Entwicklung ber anderen Währungen abtoarten will, bis man eine Entscheidung fällt. 3n einem Leitartikel würdigt die „Financial Rews" die Gründe, die Deutschland veranlassen, den Goldstandard zu behaupten, und sie sagt: Wenn ein offenes unb unzweideutiges Verlassen des Goldstandards eine Gefahr ist, die unter allen Umständen vermieden werden muß, dann ist es für Deutschland dringende Rotwendigkeit, ein Mittel zu entdecken, um einen Ausweg aus der jetzigen Lage zu finden. Das Gesamtbild der wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands weist mit ungeheurer Stärke auf die Rotwendigkeit einer baldigen Lösung des allgemeinen Goldproblems der Welt hin, mit dem Deutschlands Schwierigkeiten so eng verknüpft sind. Was das angebliche Verbot der Aus- landseffeftenverkäufe betrifft, so scheint eine offizielle Abmachung hierüber nicht vorzuliegen. Die Reichsbank hat es ja nicht nötig, für im Freiverkehr verkaufte Effekten Devisen zur Verfügung zu stellen und hat dies ja auch in den letztem Tagen nicht mehr getan. Hiergegen ist wohl seitens der Privatbankiers Einspruch erhoben worden, so daß, falls es nicht zu einer gütlichen Einigung über diesen Punkt mit der Reichsbank kommt, hierzu der Erlaß einer entsprechenden Rotverordnung zu erwarten ist. züglich der weiteren Entwickelung in der 3nnen- politik, war die Unternehmungslust an der Produktenbörse äußerst gering. Das fehlende erft» händige Angebot trug ebenfalls zu dem schleppenden Geschäft bei; die Landwirtschaft ist angesichts die Schulsparkassen, Dienstboten und Reugebo- I der günstigen Witterungsverhältnisse weiter nnt rene wurden auf einstimmigen Beschluß beibehal- Angebot sehr wenig am Markte und die Sorten. Die von bem Bezirkssparkassenrechner Loh berungen lauten kaum nachgiebiger. Sur Weizen Dorgetragene A u s w e r t u n g s r e ch n u n g von würbe, soweit Umsätze zustandekamen^ im Prompt 1930 wurde genehmigt. § 48 der Satzung wurde geschäft etwa 1 Mark hoyere Preise als gestern aus steuerrechtlichen Gründen hinsichtlich der Ver- bewilligt, der Lieferungsmarkt setzte nach stetigem Wendung des Reingewinnes zu gemeinnützigen Vormittagsverkehr 1 bis 2 Mark Mter cin- Zwecken für die Garantiegemeinden geändert, Roggen bleibt knapp offeriert und die Mühlen wozu die Aufsichtsbehörde schon im voraus ihre haben Schwierigkeiten bei der Beförderung des Genehmigung erteilt hatte. Der Vorstand mußte Rohmaterials die Preise waren behauptet. Am im 3ahre 1930 zu 24 Sitzungen zusammentreten, Lieferungsmarkte kam es unter veredelten Ad- was auf ben erhöhten Geschäftsbetrieb ber Kasse gaben ber Deutschen Getreibehandelsgesellschaft zurückzuführen ist. in ber Dezembersicht zu einem leichten Rückgang. Oberamtsrichter Zimmermann gab im An- Das Mehlgeschäft hat sich nicht belebt, die Preise schluß an seine geschäftlichen Ausführungen noch | für Weizen- unb Roggenmehle waren wenig vereinen aufflärenben Bericht über bie Ursachen ber im Laufe bes Sommers eingetretenen Gelbmittelknappheit. Er betonte insbesonbere, daß an eine 3 n f l a t i o n nicht z u denken fei, dg nach dem Dankgeseh ohne die gesetzliche »lare Erinnern. Ich enl* \ ich sie demütigte, Vie c ae Frau gebemütigt . hinMy schritt ich zue Rechenschaft zu ziehen- , er in diesem SugenbM en muhte. Sine Minute "batte meinen Revolver . mir aus der Hand-" 1-4 Dioxid) em ö-huh. , n inI M -Ä* £eben zurüogeveii , , .jntm Aufschrei an ® frn Wider ge- wnn -i mu h > ."perlucht hätte, veil lül krastloS gegen bie tem e* ( Baiae dunkles yw < »inb! Fünfd' 2ndc. *myl: Sulöo Ä"ihm d-n J 1 r it bereuen- 7 % mich 2ndtt° W rSfltt mein T r^chutw^ unb lvie ® f‘’dten. . sich an sDW flflZrfl Bund vtv 7.Df ober 8 Oktober Amtliche <«e1d Dotierung Brief Amtliche Notierung Geld Brief Hcllingsorl . 10,34 10.36 10.34 10,36 Wien.... 50,70 50.80 50.70 50,80 Praa . . . 12,482 12.502 12.482 12.502 Budapest . . 73.28 73.42 73.28 73.42 Sofia . . . 3.087 3.073 3,067 3.073 Holland . . 168,83 170,17 169,83 170,12 C6I0 .... 93,41 93.59 92,91 93,09 Ropcnliagen. 94,16 94,34 93.41 93,59 Stockvolm . 97,65 97.85 96,40 96,60 London. . . 16.43 16.47 16.13 16,17 Buenos Aire 0,908 0.912 0.848 0,852 Neuvorl . 4.209 4.217 4.209 4,217 9rüffel . . 59,14 59.26 59.04 59,16 Italien. . 21.58 21.62 21,58 21,62 Pari- . . 16.70 16.74 16.68 16.72 Schweiz . 82,52 82.68 82.52 82,68 Spanien . 37,86 37.94 37.96 38.04 Danjig. . 82,07 82,23 82,07 82,23 Japan . . 2,078 2,082 2,078 2.082 Rio de Ian 0.209 0,211 0,209 0.211 Iugoflawicn 7.473 7,487 7,473 7.487 ÜifsaLou . 15,08 I 15.12 14,69 14,71 Berlin, 7.Cf‘obtr Geld Bries -lmeritanifche Noten....... 4.20 4,22 Belgische Noten......... 59.03 59,27 Tänifche Noten......... 93,96 94,34 Englifche Noten......... 16,39 16,45 Franzöfifche Noten........ 16.67 16,73 Holländische Noten........ 169,46 170,14 Italienische Noten........ 21,61 21,69 Norwegische Noten........ 93.21 93,59 Deutsch-Leslerreich, • 100 Schilling 50.50 50.70 Rumänische Noten........ 2,50 2.52 Schwedische Noten........ 97,40 97.80 Schweizer Noten......... 82,34 82,66 Spanische Noten......... 37,62 37.78 Ungarische Noten........ 72,75 73 15 Berlin, k-L langen M V°nn bang haben na» nichl r» e»ae hcndrn Ltg den Ministern, 1 oin Donnerstag bxti Ministerien wirtschas'r yiarmbold. kiiims mi'l 5ld naljmt' de» 2 Dr Brüning. frflgrMI rncrdei kn immer miede volschasler in Coi Minister wnden brriloulenbtn Jl< in Berlin, sonde wild erst morgen Irr für Samstag ju stehen. Sie dü o. Henralh o I e l märlige Ami üt Md)ilag5fampag Minister unter fe Hauptgrund hafü die Uedernahme i Brüning auch der soll, dah in der rang eintreten t Vie verha wegen de» Heid vonnerstagabenr Dr. Scher, der hat sich samische beraten. Ls |d)tii sich die Aussichten deisert haben. (Bai den Siettun gegen Dr. (Behle )ugehra,dahheu vberburgermeist Dr Bracht Hai kommt nun für mehr in Frage, man außer Dr. । rrr der Deutsch! da» Amt de» R( Ebenso wenig n*gm der B e f e rlum» vorwär hiermit and) )u|, Dr. Bögler t °°d Vr. Silo« K°dikal Jüfjlun ,,D positive» 6tt ^eben den pi J« Problem de *n. die der Bei onrmng )u gef)c °' die Bo ilD,|s den R. Endung dieh vieren (Bang, 8J"-3mmert)inli »ena der ] T1 Nlöjuug ei *"■ 1 übrigens wird, «Bll !n L''°-i°u gründen te-le, '""«urde Ke me^eftltn\ 9- S» Dr «? Hot de- -v 4 AchLK»! y»kn' «»der Sie £ e' J“ W'P!«9li ’ ’M?"1 ^°nnet$ Itr. 256 ® "Ar- «suatr'vrM Jo ^ichsm°r *i&ÄJ ■*»*% Hauptversammlung des Verbandes Hessischer Zrauenvereine. * Frankfurt a. M., 6. Dtt. Hier fand die diesjährige Hauptversammlung des Verba n. des hessischer Frauenvereine statt, mit der die Wahl des Vororts und des Vorstandes verbunden war. Die 1. Vorsitzende Frau Else B i e r a u sireifte in ihrer Ansprache zunächst das reiche Arbeitsfeld des Verbandes und betonte, dah besonders in diesem Winter den Frauenoerbänden große Aufgaben beoorständen. Die 2. Vorsitzende Fräulein El Pfnor erstattete den Jahresbericht, der die wichtigsten Fragen der Mitarbeit der Frauen auf kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet erörterte. Es seien hier kurz genannt die Schulfragen, die Berufs- und Lebensfragen der Hebammen, die Anträge hinsichtlich der weiblichen Polizei und der Polizeistunde, des Fünf-Uhr-Ladenschlusses vor Weih- nachten u. a. m. Vach dem Kassenbericht wurde zur Neuwahl des Vororts und des Vor- ft a n d e s geschritten. Einstimmig wurde Gießen als Vorort und als 1. Vorsitzende des Verbandes Äer Frauenvereine die Ortsgruppenvorsitzende [gemeinen Deutschen Frauenvereins in Gießen, Frau Bürgermeister Dr. S e i b gewählt. Als 2. Vor- sitzende wählte man ebenfalls einstimmig Frau Marie Birnbaum (Gießen). Auch die beiden weiteren Vorstandsmitglieder wurden entsprechend dem Vorschlag Gießens gewählt. Hierauf hielt Frau Dr. Magnus von Hausen (Bochum) einen Vortrag über „Die staatsbürgerliche Mitarbeit der Frau" In fesselnder Weise schilderte die Rednerin, daß trotz aller Schwierigkeiten und Kämpfe, die sich schon anfangs der politischen Mitarbeit der Frau entgegenstellten und die sich heute turmhoch häuften, die befähigten Parlamentarierinnen doch mancherlei Zeugnis von dem hohen Wert ihrer Mitarbeit abgelegt hätten. Die Rednerin betonte, daß sich die Frauen um keinen Preis aus der politischen Mitarbeit verdrängen lassen dürften, da sie eine Mission zu erfüllen hätten, die neben der Vertretung der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Volksinteressen auch der Hebung des so sehr gesunkenen parlamentarischen Niveaus gelten müsse. Vor allem sei aber der Wunsch nach nationaler Geschlossenheit in den Vordergrund zu stellen und die Erreichung dieses Zieles anzustreben. Reicher Beifall dankte der Rednerin. Der Vortrag löste eine lebhafte Aussprache aus Wiener em Zestspieldefizit in Marburg. WSR. Marburg, 7. Oft. Auf der Tagesordnung der gestrigen Stadtverordnetensihung stand u. a. die Abrechnung der Marburger Fe st spiele 19 31. Die Ungunst der Wirtschaftslage hat es rtrit sich gebracht, daß die diessommerlichen Festspiele nur von 17 000 Personen besucht wurden, gegenüber einer Besucherzahl von etwa 30 000 in früheren Jahren. Insgesamt wurden für die diesjährigen Festspiele 42 286,59 Mk. verausgabt und 30155,69 Mark eingenommen, so daß ein Defizit von 12 13 0 Mk entstanden ist. Die Abrechnung wurde zur nochmaligen ^Überprüfung dem Rech- nungsprüfungs-Ausschuß überwiesen, um dann den Stadtverordneten erneut vorgelegt zu werden. Oppenheim verlaust städiische Weinderge. WSN. Oppenheim, 7. Okt. Der Stadtrat hat den Beschluß gefaßt, die Weinberge der Stadt, die in der Gemarkung Dienheim liegen, mit Behang noch in dieser Woche z u versteigern. Soft jeder zweite Einwohner arbeitslos WSN. Wirges (Westerwald), 7. Okt. In einer Bekanntmachung der Gemeindebehörde wird fest- gestellt, daß von den 3 7 6 4 Einwohnern 1 6 4 5 der öffentlichen Fürsorge zur Last fallen. Nahezu jeder zweite Einwohner wird also aus öffentlichen Mitteln unterstützt. Zur U n - terstützung von 171 Familien muß die Wohlfahrt pro Woche rund 2000 Mark aufbringen. Arbeitslose Bergleute können sich ihren Hausbrand verdienen. WSR. Höhn (Westerwald), 7. Okt. Die der Elektrizitätswerk Westerwald-AG. gehörende Grube Alexandria in Höhn macht den Bergleuten, die in den letzten Jahren in ihren Diensten gestanden haben, den Borschlag, sich selbst den Hausbrandbedars durch vorübergehende Arbeit aus der Grube zu verdienen, indem sie sich verpflichten, für je zwölf Zentner Hausbrand-Stückkohle, oie sie für den kommenden Winter haben wollen, eine normale Schicht unter ten bestehenden Arbeitsverhültnissen der Grube M verfahren. Die Zahl der zu verfahrenden Schichten soll sich nach dem jeweiligen Bedarf des einzelnen richten, darf jedoch im Höchstfälle acht Schichten nicht übersteigen. Sobald die gewünschten Stückkohlenmenaen gefordert sind, soll dos De- schaftigungsvcrhältnis ohne besondere Kündigungsfrist selbsttätig wieder aufhören. Lohn wird seitens der Grube Alexandria für diese Arbeit nicht bezahlt, jedoch ist sie bereit, bei. normaler Durchschnittsleistung die Kasiengcfälle auch >ur den Arbeitnehmer auf sich zu nehmen. Da die Grube gegenwärtig nur noch 100 Arbeiter beschäftigt, früher aber 600 bis 1000, so ist es ein großer Personenkreis. der sich seinen Hausbrand durch vorübergehende Arbeit auf der Grube ver- Dienen kann. noch nicht gefunden. Man nimmt an, daß er in den Flammen umgekommen ist. Forderungen der hessischen Kinobesiher. WSR Frankfurt a. M., 7. Oft In einer Versammlung des Landesverbandes der L i ch t s p i e 11 h c a t e r b e s i tz e r von Hessen und Hessen- Aassau sprach im .Hotel Kyffhäuser" der Präsident des Reichsverbandes der Deutschen Lichtspieltheater, Kommerzienrat Scheer. Der Redner ist durchaus dafür, daß die Theaterbesiyer die Arbeitslosen in den Rachmittags stunden in ihre Theater lassen, denn die Arbeitslosen müßten möglichst von der Straße weg Aber der Theaterbefitzer müsse Kompensationen fordern, und zwar ein Entgegenkommen auf dem Gebiete der Lustbar- k e i t s st e u e r. Diese müsse entweder generell gesenkt, oder in den Sommermonaten auf fünf Prozent reduziert werden. Dringend notwendig sei es auch, dah die anderen Sparten der Industrie ebenso sparen, wie der heute verarmte Theaterbesitzer. Die Lizenzen seien zu h och. die Stargagen mitunter geradezu unvernüns- t i g 50 000 bis 100 000 Mark als Gage für den Star eines einzigen Films bedeute nichts Außergewöhnliches. Der deutsche Tonfilm stehe an der Spitze der Weltproduktion. Er habe eine starke Zukunft, aber gerade deshalb müsse das Star- Unwesen verschwinden. Im Anschluß an die Ausführungen Scheers kam eine Entschließung zustande, die sich gegen die unerträgliche Höhe der Stargagen wandte, und die Mitglieder des Landesverbandes aufforderte, für alle angebotenen Filme nur noch eine klar kalkulierte und für ihre Theater tragbare Filmmiete zu zahlen. Preußen. Maingau. Frankfurt a. M., 7. Ott. (WSR.) In der letzten Rächt brachen Einbrecher in die Zahnklinik Carolinum des Städtischen Krankenhauses ein. Sie gelangten durch den Auf- zug in den im Hochparterre gelegenen Operationsraum und gingen dann in das Zimmer der Oberin, wo sie den Schreibtisch erbrachen. In oem Schreibtisch befand sich ein eingebauter Tresor, den die Einbrecher herausrissen und mitnahmen. Der Tresor wurde heute morgen in der Bähe des Friedrichsheims aufgebrochen gefunden. Er enthielt eine Goldplatte von 75 Gramm 0,5 mm stark, eine von 50 Gramm 0.25 mm stark, 50 Gramm Golddraht, zwei dünne Platindrähte, eine silberne Ehrenplakette und 1000 Mk. in Papiergeld, sowie eine Anzahl alte Zehn- und Zwanzig-Mark-Stücke in Gold Bon den Tätern fehlt jede Spur. Ureis Hulda. WER. Fulda, 7. Okt. Heute nacht brach in einer Scheune des Landwirts K o l l m a n n in Fulda, die sich am Rande der Stadt befindet, ein Schadenfeuer aus, das die mit Erntevorräten gefüllte Scheune vollständig in Asche legte. Das Feuer soll nach den amtlichen Ermittlungen durch Fahrlässigkeit eines Ha nd Werksburschen entstanden sein, der mit einer brennenden Zigarette in der Scheune nächtigte. Er wurde mit schweren Brandwunden ins Landesfrankenhaus gebracht. Ein anderer 70jähriger Land st reicher, der sich gleichfalls in der Scheune aufhielt, wurde Dom weihen Sport. Gießener Tennisklub 1922 gegen Frankfurter Tennisklub 1914 8:14. Wie vorauszusehen war. konnte Gießen gegen die starke Frankfurter Mannschaft nicht gewinnen, trotzdem gab es hart umkämpfte Spiele. Das Wettspiel war das sportlich Wertvollste des ganzen Jahres, das genaue -Ergebnis lautet für Frankfurt 14:8 Punkte, 32:18 Sähe. 258:197 Spiele. Die Damen konnten im Einzel leider keinen Punkt bringen. Sri. Berg verlor glatt gegen Frau Hösch 6:1, 6:2, , Frau Düttmann gab sich nach gewonnenem zweiten Satz erst nach Kamps gegen Frau Schmidt 6:2, 2:6, 6:3 geschlagen. Frl. Kuhlmann gab das Matsch 6:3, 6:2 an Frau Erwen ab. Bei den Herren spielte v. Grolman gegen Er- toen, der nach seinen diesjährigen Erfolgen voraussichtlich auf die deutsche Rangliste kommt. Zu allgemeiner Aeberraschung gelang es v. Grolman durch schnelles scharfes Spiel den ersten Sah 6:2 an sich zu reißen. Die beiden nächsten Sätze gewann Erwen 6:0, 6:0, v. Grolman konnte das Tempo nicht durchhalten. Der Spitzenspieler des Klubs, Dr. Fischer, spielte infolge Erkältung unter Form und gab die Sähe 6:2. 6:2 an Halberstadt ab. Dr. Schopper verlor erst nach hartem Kampf in drei Sätzen 6:2, 4:6, 6:2 gegen Rahm. Dr. Dönges wurde durch den in Aleberform spielenden Dr. Stenger 6:0. 6:1 überrannt. Die ersten Pluspunkte brachten Müller gegen Orth 6:4, 6:4. Kurt Fischer gegen Schmidt 6:3. 12:14, 6:3. und Dr. Scriba gegen Dr. Albrecht 6:2. 6:4. Frei vereinbart spielten noch Müller gegen Erwen 2:6, 2:6, und Dr. Dönges gegen Dr. Albrecht 6:3, 6:2' Das schönste Spiel des Tages war das erste gemischte Doppel, das Frl. Berg - Dr. Schopper gegen das sehr spielstarke Paar Frau Hoesch - Erwen gewinnen konnten. Dr. Schopper tötete die von Frl. Berg gut vorbereiteten Bälle am Retz und so war der wohlverdiente Sieg von 3:6. 6:1. 6:4 dem guteingespielten Gießener Paar nicht zu nehmen. Frau Düttmann - Müller unterlagen 6:2, 6:1 gegen Frau Schmidt - Halberstadt, durch das überragende Spiel von Halberstadt. Einen schonen Sieg buchten Frl. Kuhlmann - K. Fischer 6:3, 6:4 über Frau Erwen — Rahm. Die beiden ersten Herrendoppel wurden von Frankfurt gewonnen, während Müller - Dr. Scriba und Dr. Dönges - Dr. Scriba die beiden nächsten Doppel für Gießen gewinnen konnten. Vergleichs- und Wanderpreisschießen der Kleinkaliber-Schutzen. Am Sonntag trafen sich 81 Schützen der Vereine des Kreises Gießen-Nord zum Wettkampf um den Wanderpreis auf dem schön gelegenen Schießstand des Schützenvereins Bersrod. Dank den trefflichen Vorbereitungen des Vereins Bersrod ging das Schießen — neun Schuß in drei Körperlagen — glatt und reibungslos von statten. Es wurden keine Spitzenleistungen, aber gute Durchschnittsleistungen Den Wanderpokal errang die 1 Mannschaft des Schutzenvereins Allendorf mit 395 Ringen. Dann folgten Rüddingshaufen mit 384, Steinbach mit 368 2. Mannschaft Allendorf mit 355, 3. Mannschaft Mendcrf mit 351, Lauter mit 328, 2. Mannschaft Steinbach mit 316, 1. Mannschaft Bersrod mit 276 Beltershain mit 270, 2. Mannschaft Bersrod mit 254' Harbach mit 243 und 3. Mannschaft Bersrod mit 200 Ringen. Einzelmeister in der Altersklasse wurde Schütze Ludwig O l e m o tz vom Schützenoerein Rüd- dingshausen mit 87 Ringen. In der Jugendklasse schossen nur drei Schützen in der Mannschaft. Hier wurde der Wanderpreis von der 1. Mannschaft des Schützenvereins Allendorf mit 212 Ringen erschossen. Es schlossen sich an: 1. Mannschaft Lauter mit 192, 2. Mannschaft Allendorf mit 169, 2. Mannschaft Rüddingshausen und Steinbach mit je 165, 2. Mannschaft Lauter mit 151 und 1. Mannschaft Rüddingshausen mit 139 Ringen. Die Einzelrneisterschaft in der Jugendklasse errang der Jungschütze Wilhelm Lotz mit dem vor- trefflichen Ergebnis von 84 Ringen. Sportverein 1928 Garbenteich. Spo. Garbenteich I — $p. Steinbach 1 3:2. Beide Mannschaften spielten mit aller Energie und lieferten sich einen sehr spannenden Kampf. In der 36. Minute kamen die Gäste durch ihren Mittelstürmer zum ersten und wenig später zum zweiten Erfolg; bald darauf fiel aber durch einen (Elfmeter- ball ein Tor für Garbenteich Mit 2:1 für Stein- bad) wurden die Seiten gewechselt. Während der zweiten Halbzeit sah man einen nicht weniger scharfen Kamps, die Läuferreihe der Platzbesitzer bediente ihren Sturm vorzüglich. In der 20. Minute fiel der Ausgleich, dem bald darauf der linke Läufer der Platzbesitzer den verdienten Siegestreffer folgen ließ. Schiri S p u r ck ooh Butzbach war dem Spiel ein gerechter Leiter. V. f. K Lich. Cid) I — VfB. Gießen III 2:2. Die 1. Mannschaft, die ihre bisherigen Spiele alle knapp verloren hatte, zeigte in ihrem Spiele gegen ihren bisher stärksten Gegner, die 3. Mannschaft des VfB. Gießen, eine merkliche Formverbefferung. Die Jugend konnte gegen Leihgesterns Jugend nur mit zehn Mann spielen und ein gutes Unentschieden von 3:3 Toren in Leihgestern herausholen. — Die Schüler, die noch kein Spiel verloren haben, konnten auch in Gießen gegen 1900 (Schüler) mit 2:1 siegreich fein. Handball im Lahn-Oünsberg-Gau Tv. Condorf I — To. Garbenteich I 3:1 (3:0). Der Kampf wurde überaus hart durchgeführt. Während der ersten Spielhälfte war Londorf die bessere Mannschaft. Acht Tore waren die Ausbeute, während Garbenteich leer ausging. Nach der Pause war der Gast meist im Angriff, konnte aber nur den Ehrentreffer erzielen. Tv. IDiefetf I — Tv. Ahbach I 2:5 (1:3). Der Kampf wogte auf und ab und brachte in der ersten Hälfte eine leichte Ueberlegenheit der Gäste, die in drei Toren zum Ausdruck kam. Wieseck erzielte erst kurz vor dem Wechsel seinen ersten Tref- fer. Nach der Pause verbesserten die Gastgeber auf 3:2. Später lieh Wieseck wieder nach und Atzbach konnte bis zum Schluß noch zweimal erfolgreich fein. To. Garbenheim I — To. Caunsbach I 1:4. Der Gast war während der ganzen Spielzeit leicht tonangebend und konnte einen verdienten Sieg erringen. Tv. Waldgirmes I — To. Kinzenbach I 1:2 (1:1). Dieses Resultat bedeutet insofern eine lieber- raschung, als man bestimmt mit einem Sieg des Gastgebers gerechnet hatte. Dieser hatte wohl den „ r. . I Gegner zu leicht genommen und mußte eine knappe liersklasse wurde > Niederlage hinnehmen. tINt GANZ uBEBOiKHtN» SCHMtCZSTILLENDE WIRKUNG Hertha Wunders Weltrekord im 500-Meter- Brustschwimmen in 8:32 Minuten wurde auf der Fina-Tagung in Brüssel offiziell bestätigt. Segelfliegerkursus bei Rieder-Ofleiden. Der Derein für Gleit- und Segelflugsport Homberg a. d. O. hielt in dec letzten Woche aus dem „Hohen Berg" einen Kursus für Anfänger unter Leitung von Fluglehrer Bellinger (Alsfeld) ab. Als Erster bestand Gewerberat Köhler (Gießen) die ö-Prüfung. Er erreichte bei 10 Meter-Sekunden Wind Flugzeiten bis zu 96 Sekunden. Der l.FE. Rürnberg wird am 11. Oktober in Hamburg gegen den Hamburger Sport-Berein ein Gastspiel auskragen, dem dann am 8. Ro- vember das Rückspiel in Berlin gegen Hertha- BSC. folgt. To. Beuern I — To. Ahbach I 4:1 (1.1). Der Ausgang dieses Spieles kommt auch sehr überraschend, da Albach bis dahin sämtliche Spiele klar für sich entscheiden konnte. Die ersten Minuten war der Gast klar überlegen, vergaß aber das Schießen. Mit je einem Erfolg aus beiden Seiten ging man in die Pause. Nach dem Wechsel wurde Beuern besser, während Albach immer zerfahrener spielte. Mit drei weiteren Erfolgen errang der Gastgeber einen verdienten Sieg. Oer6er-R^bbaN-WellmeisterinGiehen Sportroerbetag der Spieloereinigung 1900. _ Arn kommenden Sonntag stehen sich aus dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 die S e ch s e r - Radballmonnschasten des Gießener Radfahreroereins von 1885 und des Radklubs 1895 Frankfurt-Oberrad gegenüber. Den Frankfurtern geht ein guter Ruf voraus. Die Gastmannschaft Per- mochte nicht nur zweimal die Deutsche Meisterschaft an sich zu reißen, sondern sich auch die Weltmeister- schaff 1931 in Bern vor Belgien, Frankreich und der Schweiz zu sichern. Nach einer Niederlage gegen den Lokalrioalen „Wanderlust" Frankfurt-Böcken- heim gelang es ihnen dann wieder Gaumeisterschaft des Gaues Frankfurt des BDR. zu erringen. Die Mannschaft der 1885er steht in anbetracht dieser Tat- suchen vor einer sehr schweren Ausgabe und wird sich sehr bemühen müssen, wenn ein einigermaßen ehrenvolles Ergebnis erzielt werden soll. Die Auf- Stellung der Mannschaften. GRV. 1885: Keppler, Von-Eiff, Wißner, Deibel, Rieger, im Tor: Hauck; Rkl. 1895 Oberrad: Walther, Grebe, Schwab, Panthe, Hamburger, im Tor: Reinhard Querseldein-Stasette der oberhessischen weiter. Der Provinzialoerband der ländlichen Reit, und Fahroereine Oberhessens veranstaltet am Sonntag, 18. Oktober, eine Quer- f e ( ö e i n ft a f e 11 e, die in Laubach endet. Alle Rei- teroereine und -abteilungen beteiligen sich ausnahmslos an diesem Geländeritt, wobei zur Pflicht gemacht ist, auf kürzester Strecke querfeldein zu reiten und keine Straßen, sondern nur Feldwege zu benutzen. Ortsdurchritte sind gestattet. Es° werden sieben Stafetten geritten, die von folgenden Orten ausgehen: Hanau, Ober-Erlenbach, Butzbach, Gießen, Nordeck, Gontershausen-Arnshain-Schlitz und Gedern. Die letz, ten Patrouillengruppen treffen in Laubach um 11 Uhr am alten Kriegerdenkmal ein. Nach der Uebergabe sämtlicher Stafettenrollen und Botschaften an den Bürgermeister findet ein Platzkonzert statt. Ein kleiner Festakt mit Ansprachen, Musik und Rei- tcrgesang sollen den Tag beschließen. Schuh- und polizeihunde-Vorsührungen in Wieseck. Am kommenden Sonntag veranstaltet der Schutz, und Polizeihunde-Verein ÄKeseck 1926 auf den Wie- secker Sportplätzen Polizeihunde-Lorführungen. Es sollen Dressur-Prüfungen und Wettkämpfe durch- geführt werden. An den Vorführungen werden sich auch die Mitglieder der Vereine von Gieße«, Lollar und Großen-Buseck mit ihren Hunden beteiligen. Westdeutschlands Els gegen Ostholland Dec Westdeutsche Spielverband wird den Län- derkampf gegen Ostholland, der am 25. Oktober in Düsseldorf stattfindet, mit folgender Mannschaft bestreiten: Rienhaus (Buer Erle); Schröder (Köln); Weber (Kassel,; Jones (Düflel- dorf); Münzenberg (Aachen); Franke (Aachen); Albrecht, Hochgesang (beide Düsseldorf), Kuzorra (Schalke 04); Köhler, Kodierst! (beide Düsseldorf). Kurze Sportnotizen. Die Gerüchte, daß der internationale Torhüter Willi Kreß von Roiweiß die Absicht hege, nach Köln überzusiedeln, werden von Rotweiß Frank, furt als unzutreffend dementiert. Seltersweg 46 5410 V WERBE?rucksachen BrOhl'eche Druckerei XWlRX Teinigen u.färbeiv ALLES womn Sie sich bekleiden oder Ihr Heim schmücken kBRAUBACH & k X FISCHER 7 910 Rudolf Börstel staatlich ßepr. 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