n. ^«b-h-rd, en \^n. Da- n°fr gÄJS '''4 /'cht-gz^^j durch »er. 1 Material, an glicht burbe. ftrW Jot. jJn Ober- ? n$t daraus “9 iu lernen, len> in der Zu. 'ger Segel. M dem Der. Men will, an hulmMugzeug )ll es außerdem Erstellung finc8 3^ Dom Typ lmeinschast, dos htm ihrer Ttit- 'ntlichbe^ich. >afür, daß selbst 'gleit nicht Uli. en führen muß, den die Grün, stellt, -ur I-. iS? Tegel. ^_!>mdrrn °> der Ä en! usverkaui is zu (eilten bringt Ihnen 4455 A w [500 A Ite \ teowlt \ fl Pulver erteilt WB / la«10 / Hr. 157 Erster Blatt M. Zahrgcmg Mittwoch. 8. Juli 1951 gr|d)ttnt täglich,nutzer Sonntags nnb Feiertags Beilagen: Ute 3IluJtTieTte Dieben,r FamlliendlLtler 5 et mal im Bill» Die Scholl, Konals-Bejuasprets; 2.20 Reichsmark und 30 Neichspfennig für IrLgev lohn, auch bei Richter» scheinen einzelner Nummern Infolge höherer Gewalt. Zerasprechanschlüsi« •nterSammnet t hat sich am Dienstagvormittag eingehend mit der Pariser Einigung befaßt. Reichsfinanzminister Dietrich gab später vor Pressever- tretenn einige Erläuterungen über die gegenwärtige Lage. Die zwei Wochen Verhandlungen in Paris hätten uns in einen gefährlichen Zustand hineingeführt, wie sie für das deutsche Volk eine ungeheuere Rervenprobe bedeutet und die Vertrauenskrise verschärft hätten. Für die gesunde Grundlage der deutschen Volkswirtschaft spreche, daß sie ebne solche ungeheuerliche Abzapfung — der Minister bezifferte die Verluste der deutschen Volks- wirtschast in den letzten neun Monaten a u f 3—4 Milliarden Mark — so lange Zeit ertragen habe. Das Grundübel erblickte der Reichsfinanzminister in den kurzfristigen Krediten. Dieser Fehler dürfe sich nicht wiederholen. Die Reichsregierung sei entschlossen, die sparsam st e Wirtschaft in dem öffentlichen Gemeinwese n zu erzwingen. Die Landesregierungen hätten sich zum großen Teil bereits einverstanden erklärt, mitzuwirken. Ebenso sei die Reichsregierung entschlossen, Mißbräuchen, die in der privaten Wirtschaft auf getreten seien, entgegenzutreten. Sie habe auch hierüber 'bereits Fühlung mit den Führern der Wirtschaft genommen. Die Ergebnisse dieser Fühlungnahme würden in den nächsten Wochen in Erscheinung treten. Weiter erklärte der Minister, die Reichsregierung werde dafür sorgen, daß die aus dem Feierjahr sich ergebenden Ersparnisse restlos der Konsolidierung der össenllichen haushalte, der Sicherung bet Kassenführung richterstattung nach Rom berufen war. Orsino Baroni übergab Mussolini einen Brief des Reichskanzlers Dr. Brüning. In dem Brief stellt der Reichskanzler, nachdem er die Dankbarkeit Deutschlands für die Initiative Hoovers zum Ausdruck gebracht hat, fest, daß sich die Aktion des Präsidenten der Vereinigten Staaten voll und garra in der Linie der weitsichtigen und energischen Politik befindet, die schon seit längerer Zeit Don Stalien unter der Führung Mussolinis befolgt wird. Die Botschaft des Reichskanzlers bestätigt ferner den tief eit Widerhall, den in Deutschland die sofortige Zustimmung ItalienszumVorschlagHoovers her- vorgerufen hat und die Befriedigung des deutschen Volkes, die um so größer ist, als es die Opfer kennt, die Italien in seiner Zustimmung zum Hooverplan bringen mußte. Mussolini hat den italienischen Botschafter in Berlin beauftragt, dem Reichskanzler eine herzliche Antwortbotschaft zu übermitteln. Hindenburgs Dank an Präsident Hoover. Berlin,?. Iuli. Der Herr Reichspräsident hat nachstehendes Telegramm an den Präsidenten der Vereinigten Staaten gerichtet: Neudeck, den 7. Iuli 1931. Nachdem die Pariser Verhandlungen nunmehr zum Abschluß gelangt sind und dasvon Ihnen v o r geschl a g e n e Feierjahr begonnen hat, möchte ich Ihnen und dem amerikanischen Volke den Dankdes deut - schen Volkes zum Ausdruck bringen. Dank Ihrer Initiative möge die ganze Welt einer neuen Aera friedlicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit entgegengeführt werden. Dies ist mein aufrichtigster Wunsch. (gej.:) v. Hindenburg. Das Ensemble Berliner Bühnenkünstler (das mit dem gestrigen Auftreten das zweite Gastspiel in Gießen absolvierte) entledigte sich mit Geschick seiner Aufgabe. Lottina Baart, zweimal als Ehefrau auf Abwegen und dann als mondäne Tänzerin, natürlich in der Darstellung, liebenswürdig und beweglich, mit viel Charme begabt, gefiel gut. E. L. Franken als betrogener Ehemann, wie auch als Einbrecher zeigte eine überraschend gute schauspielerische Leistung, während Kurt Unser als Hausfreund Bela, und dann als Zimmernachbar etwas unfrei blieb. Das Publikum nahm lebhaften Anteil, unterhielt sich zweifellos gu! und brachte dies durch herzlichen Beifall zum Ausdruck. n. Aus derSeldeuzeitderSergsührer Die Reisenden, die in diesem Sommer das Hochgebirge aus suchen und sich in der Bezwingung der hohen Schneegipfel noch nicht sicher fühlen, vertrauen sich einem Bergführer an, der sie geleitet. Dieser Beruf ist heute weit verbreitet, die Führer sind organisiert, durch Ordnungen und Tarife gebunden, werden sachgemäß ausgebildet und beaufsichtigt. Aber ihre Glanzzeit ist vorbei. Die früher so unzugängliche und schwer zu erobernde Gebirgswelt ist durch die Taten eines Iährhun» derts erschlossen: kaum gibt es noch unbegangene Pfade, und unter der jungen Bergsteigergenercv- tion wird das führerlose Gehen immer mehr üblich Ist so das Führerwesen heut im allgemeinen seiner Romantik entkleidet, so darf man doch nicht vergessen, daß es eine Heldenzeit gab, in der diese Söhne des Hochgebirges als bewunderte und gefeierte Meister dem Alpinismus und der Alpen- kunde den Weg bahnten. Im zweiten Bande des bei Brockhaus in Leipzig erscheinenden „Alpinen Handbuches" behandelt Dr. Heinrich Menger das Bergsührerwesen und hebt dabei die große Bedeutung hervor, die diese kühnen Pioniere für die Erschließung der Gebirge besitzen. Schon in frühsten Zeiten haben einheimische Bergbewohner, Säger, Hirten oder Bergleute die Gebietsunkundigen auf ihren Gängen durch die »„schroffen Felsenwüsten" geleitet, hauptsächlich Händler, Pilger oder Heere, die die Gebirgswälle überwinden muhten. Daß schon Hannibal solche Führer bei seinem Alpenübergang benutzte, berichtet Poly- bius , und aus dem 4. nachchristlichen Iahrhundert Aufgaben. nächste Programm der Reichsregierung. und der Rückzahlung der schwebenden Schuld zugute kommen. Die Wirtschaft habe davon den unschätzbaren Vorteil, daß der Geldmarkt ihr wieder freier als bisher zur Verfügung stehen werde. Rur so werde es gelingen, einem Ansteigen der Arbeitslosigkeit zu begegnen und neue Arbeitsmöglichkeifen zu beschaffen. Eine Verwendung der Gelder zu neuen Aufgaben oder zur Rückgängigmachung angeordneter Sparmaßnahmen Halle die Reichsregierung für unmöglich. Es werde aber auch notwendig sein, daß die großen ausländischen Geldmärkte der deutschin Wirtschaft wiederum zum mindesten einen Teil der Beträge zuführen, die ihr im Laufe der letzten Iahre entzogen worden seien, sei es in neuen Mitteln, sei es in Rücksicherung gegen weitere Abzüge. Nachdem der Grund des politischen Mißtrauens weggefallen sei, werde binnen kurzem auch die Tatsache in Erscheinung treten, daß ein Grund für ein wirtschaftliches Mißtrauen nicht mehr vo.liege. Die Pariser Einigung lasse noch einige Punkte größtenteils technischer Natur offen. Deutscherseits werde es als Aufgabe angesehen, an der Erörterung der Fragen im Geiste freundschaftlicher Zusammenarbeit mitzuwirken. Deutschland erhoffe davon eine Wiedergeburt des Vertrauens und eine Annäherung Frankreichs an Deutschland. Dafür, daß von allen Seiten diese Verhandlungen nicht im Sinne kleinlicher Rechthaberei in Cinzelfragen, sondern zur Erreichung eines großen Gemeinsamen durchgeführt würden, biete der Geist des Hooverplanes, mit dem die Ergebnisse in Einklang stehen mühten, Gewähr. Der freiwillige Arbeitsdienst. Besprechung beim Präsidenten Syrup. Berlin,?. Iuli. (WTD.) Heute fand bei der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung eine Besprechung mit den beteiligten Spihenverbänden über den freiwilligen Arbeitsdienst statt. Präsident Dr. S y r u p gab einen ileberblid über die Grundgedanken des vorliegenden Entwurfs seiner Verordnung. Die Verwirklichung hängt von der Zusammenarbeit dreier Faktoren ab, nämlich der Träger des Dienstes (Iugend- und Wohlfahrtsverbände), der Träger der Arbeit (Gemeinden und Meliorationsgenossenschaften u. dgl.) und der Dienststellen der Reichsanstalt. Die fördernde Tätigkeit der Reichsanstalt, die sich nur auf ausführungs- reifeProjekte erstrecken kann, besteht wesentlich in der Fortzahlung der ilnter- ftütjung an d ie Arbeitslosen während der Durchführung der Arbeiten. Voraussetzung dafür ist, vah die vorgeschlagenen Arbeiten als gemeinnützig und zusätzlich im Sinne des Gesetzgebers anerkannt werden. Daher müssen Arbeiten, die das bereits schwer darniederliegende Baugewerbe beeinträchtigen oder- von öffentlichen Körperschaften ohnehin planmäßig ausgeführt würden, ausscheiden. Als Teilnehmer sind in erster Linie unterstützte Arbeitslose, vor allem Iugendliche, in Aussicht genommen, deren Llnterstühung unter Umständen im Betrag bis zu 2 Mk. täglich und im Zeitraum bis zu 20 Wochen pauschaliert werden kann. An dem Grundgedanken ber, Freiwilligkeit soll unter allen Umftänben festgehalten werden. Die Aussprache ergab zu einzelnen Punkten der prak- ttschen Durchführung zahlreiche Anregungen. Aus aller Well. Das Urteil im Jonas-Prozeh. In Güstrow wurde unter ungeheuerer Spannung nach über dreistündiger Beratung das Urteil gegen den Malchower Wasserstoffgasschwindler Jonas und seine Helfer wegen Totschlags an dem Justizoberwachtmeister Glaesel gefällt. Jonas wurde wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang und wegen gemeinschaftlicher Freiheitsberaubung mit erzählt der römische Historiker Ammianus Mar- cellinus, daß für den ilebergang über den Mont Genevre Holzstangen zur Orientierung aufgestellt waren: „Wenn die Stangen aber vom Schnee verdeckt oder durch Wildwasser weggerissen wurden, traten einheimische Führer in Tätigkeit, die die Wanderer, wenn auch unter Gefahren, hinüber- geleiteten.“ An den Alpenpässen entstand eine besondere Führergilde, deren Mitglieder „Marrones" genannt wurden und die besonders tm Winter in Anspruch genommen wurden. Auch sonst waren die Mönche und Klosterjäger der Hospize den Fremden bei der Liebersteigung der Berge behilflich, aber ein eigentliches Bergführerwesen entwickelte sich erst, als is der zweiten Hälfte des Iahrhunderts mit dem Erwachen des Gefühls für die Schönheit der Hochgebirgswelt auch die Besteigung der Gipfel systemattsch in Angriff genommen wurde. In den Schweizer Alpen, sowie in Steiermark und Kärnten, sind Einheimische bei den meisten der ersten größeren Bergunternehmen beteiligt, und die ersten Reisehandbücher nennen bereits die Namen von Führers die freilich, wie heute auch noch dieses Amt nur im Nebenberuf übernahmen. Gleich am Anfang der Alpenbezwingung steht in leuchtendem Glanze der Name eines Führers, jenes Sague2 Dalmat, der zusammen mit Dr. Paccard im Sahre 1786 die Erstersteigung des Mont Blanc durchführte. Dieser, der später vom König von Sardinien den Adelstttel „du Mont Blanc" erhielt, war ein einfacher Kristallsucher aus Charnanix, den Ehrgeiz und Gewinnsucht antrieben. Saussure hatte einen hohen Preis für den ersten Bezwinger des höchsten Berges der Alpen ausgesetzt, und es war in einer Zeit, da man noch über keine Erfahrungen verfügte, ein ungeheuer kühnes Wagnis, das Balrnat unternahm: er ist als 72jähriger im Mont Blanc-Gebiet auf der Schuhsuche zugrunde gegangen. Mit ihm waren die Stammväter der Führerschaft in den West- alpen, die Brüder Klotz und der sog. „Passeirer Iosele", Iosef Pichler, der den Ortler eroberte. 1822 wurde der erste Führerverein begründet. *9en Titel eines „Königs der Führer" erwarb sich Melchior Anderegg, der eine Schule der Oberländer Bergführer begründete und die berühmt gewordenen englischen Alpinisten von Sieg zu Sieg führte. Er soll durch seinen fabelhaften Orientierungssinn und seine ausgezeichnete Eis- Todeserfolg in Tateinheit zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren verurteilt. Sein Helfer Kasclitz wurde wegen gemeinschaftlicher Freiheitsberaubung mit tödlichem Ausgang zu fünf Jahren Gefängnis und Jürß zu drei Jahren Ge fängnis verurteilt. Frau Ionas kam mit einer Strafe von drei Monaten Gefängnis wegen Beihilfe zur Befreiung eines Gefangenen davon. Todesurfeil im Prozeß kuenne. Sn dem mehrtägigen Prozeß gegen den des Mordes an der siebenjährigen Schülerin Snge- borg Bopp angeklagten 47jährigen Hermann Kuenne erkannte das in Wese r münde tagende Derdener Schwurgericht nach SVoftünbi- ger Beratung auf Todesstrafe und dauernde Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Line sensationelle Verhaftung. Am 28. Iuni wurde der Kunstmaler Franz H e ck e n d o r f, als des gemeinsamen schweren Diebstahls verdächtigt, festgenommen. Sn diesen Tagen erfolgte auch die F e st n a h m e seines D ru» ders Walter. Beide sind geständig, im Sa» nuar d. S. aus dem Garten der Billa eines Berliner Bankdirektors eine von Pros. Kolbe geschaffene Dronzefigur gestohlen zu haben, die von dem Maler Heckendvrf an einen Berliner Kunstfreund verkauft wurde. Als dieser erfuhr, auf welche Weise er in der^Belih der Figur gelangt war, gab er sie dem rechtmäßigen Eigentümer wieder zurück und wurde dadurch um den Kaufpreis von2500Mark geschädigt. Bei einem kürzlichen Einbruch in Geltow in der Mark, bei dem Hauptsächlich Teppiche und Bilder gestohlen wurden, kam die Kriminalpolizei auf die Spur Heckendorfs. Es gelang, den Bruder Walter des Einbruches zu überführen. Die erbeuteten Gegenstände waren von Franz Heckendorf verkauft worden, jedoch konnten die wertvollsten Stücke wieder herbeigeschafft werden. Die Brüder Heckendorf sind g e st ä n d i g. F. Heckendorf hat bekanntlich kürzlich ein Rheinlandgemälde für den Reichstag geschaffen. Der Akademische Gesangverein der Universität Heidelberg in Kopenhagen. Der akademische Gesangverein der Llniverfität Heidelberg, der auf Einladung der Gesellschaft für deutsch-dänischen Kultursaustausch in Kopenhagen unter der Leitung des Musikdirektors Prof. Poppen unter großer Begeisterung des Publikums mehrere Konzerte gegeben hatte, veranstaltete im Konzertsaal des Tivoli ein Abschiedskonzert, zu dem sich etwa 1500 Personen eingefunden hatten, darunter Prinz und Prinzessin Harald von Dänemark und die deutsche Gesandtschaft. Nach nicht endenwollendem Beifall mußte der Chor das Deutschland-Lied fingen. Der.Chor wurde während seines Aufenthalts in Kopenhagen von allen Seiten in ungewöhnlicher Weise gefeiert. Am Dienstagnachmittag trat der Chor die Heimreise an. Deichbruch in Belgien. Dor Scheldedeich oberhalb der Schleuse von O h e r s ist an drei verschiedenen Stellen an der Straße von Eckern nach Austruweel gebrochen. Das Llnglück wurde durch drei mit Sand gefüllte Versenkkästen herbeigeführt, die durch die Strömung losgerissen und gegen den Damm getrieben wurden. Die durch Öen1 Dammbruch ber» vorgerufene ileberfchwemmung erreichte an verschiedenen Orten eine Hohe von einem Meter. Schweres Unwetter in Tirol. Lieber der Stadt R e u 11 e ging ein schweres Lhnwetter mit Hagelschlag nieder. Der ungewöhnlich starke Hagelschlag, der nur wenige Minuten andauerte, schlug an der Westfront der Häuser alle Fenster ein. An der großen Westfront der Volksschule blieb kein F e n st e r ganz. In viele Fenster schlug der Hagel fast kreisrunde Löcher von 10 bis 20 Zentimeter Durchmesser. Obst- und Gartenanlagen erlitten empfindliche Schäden- Mehrere Personen haben Verletzungen davongetragen. Wolkenbrüche über Hamburg und der Unterelbe. Wolkenbruchartige Regenfälle haben in Hamburg im Laufe von 36 Stunden nicht weniger als 67 Millimeter Regen gebracht. Die gewaltigen Wassermassen haben vielfach verheerend gewirkt. Im Hamburg allein wurde die Feuerwehr 240mal alarmiert, um das in die Keller eingedrungene Wasser wieder herauszu- pumpen. Verschiedentlich mußten die Wehren em» technik, besonders seine Stufenarbeit, ein unerreichter Meister gewesen sein, und als er sich 1897 von seinem Beruf zurückzog, da wurde er wahrhaft wie ein König geehrt. Mit 87 Iahren ist er 1914 gestorben. Neben ihm steht Christian Almer, dem eine noch größere Leistungsfähigkeit und Entschlossenheit nachgerühmt wird. Er führte seine Frau 1896 zur Feier seiner goldenen Hochzeit auf das Wetterhorn und legte damit ein tief ergreifendes Bekenntnis seiner Liebe zu der Bergwelt ab. Der bedeutendste italienische Führer dieser Frühzeit, Sean Antoine Carrel , betrachtete als feine Lebensaufgabe die Eroberung des Matterhorns, dessen Opfer bereits sein Vorgänger C r o z geworden war: auch er ist 1890 nach einer glücklich durchgeführten Besteigung am Fuße des Matterhorn gestorben. Die erste Ersteigung der Monte Rosa-Ostwand gelang dem Führer Sm f en g , der im Banne jenes Berges, den er beatoungen, sein Ende sand. Die glänzendste alpine Laufbahn war wohl Alexander Durgener beschieden, „dessen Name mit goldenen Lettern in der Geschichte des Alpinismus geschrieben steht". „Mir passiert nie nix", war sein Hauptwort, und doch fiel auch er den Bergen zum Opfer: er hat in den alpinen Großtaten in der Mont Dlanc-Gruppe und am Matterhorn die Hauptrolle gespielt. Auch in den Ostalpen gab eS berühmte Führer, wie Franz P ö l l und Hans P i n g e r a ; der bedeutendste i und berühmteste von ihnen war Sohann Grill, I genannt Kederbacher, dessen Ausspruch ,,D' Haupt- । fach is, daß man nur weih, wo der Berg steht", | zum geflügelten Wort geworden ist. Die große ; Lieberlieferung dieser Bergführer hat sich in be- ; stimmten Familien fort geerbt, die noch heute den ' größten Teil der Führer stellen. Wenn in jenen Zeiten kein Alpinist den Führern ersten Ranges an Erfahrung ebenbürtig war, wenn sich die besten Bergsteiger als ihre Schüler bekannten, so ist das ein Beweis dafür, welchen großen Anteil sie an der Erforschung und Erschließung der Alpen batten. Sie sind in den meisten Fällen nicht nur Helfer, sondern die eigentlichen Vollbringer dessen gewesen, durch das die „Herren" berühmt tourben. Sie wußten auch stets, was sie den Reisenden zumuten durften, und schon Melchior Anderegg hat den klassischen Ausspruch getan: „Wenn ich alle- das unternommen hätte, was meine Herren unternehmen wollten, so wäre ich längst tot." Überall fabrikfrisch! $ £V -i . f- * 1 y LM $ fcvt / 5 / /' M M M Dtrdttn ■«nut Wien una niagent A« * jflSST rod ist aus die In jeder Packung überall fabrikfrische REEMTSMA CIGARETTEN btt über vier Jahrhunderte triumphiert Hat. und in her Wucht feiner Komposition, die den Beschauer sofort mit Ehrfurcht übermäLhgt, nicht gesehen bat. der fcnnt da» Schönste nicht, das feine Heimat, da» Heffenland. birgt! Daher immer wieder: Aus nach Darmstadt m» Schloßmuse um? Vereinen, Gesellschaften. Studenten, QH-litär und Schulen nach vorheriger Anmeldung weitestes Entgegenkommen in allen Eintrittspreisen. H. Jn Hessen in einem Monat 750 politische Versammlungen. WSR Darmstadt, 7. Iuli. Aach Feststellungen deS LandeSlriminalpolizeiam^ haben in Hessen während de» Monat» Mai insgesamt 7 5 2 öffentliche Versammlungen, Kundgebungen, Auszüge und sonstige Demonstrationen politischer Art stattgefunden. d. h. pro Tag durchschnittlich 25Verfammlun- gen. an den SamStagen und Sonntagen. den Höhepunkten de» politischen Hochbetriebs, wahr- schc.nlich noch ein Vielfache» davon. Die» trotz Pfingsten und Himmelfahrt, an welchen Tagen bekanntlich für Politik nur wenig oder gar kein Interesse besteht. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürft« die Zahl der Versammlungen im Monat 3u ni noch gestiegen sein, so daß der Erlaß de» hessischen Innenministers, einma. fünf Wochen Ferien zu machen (vom 6. Iüli bis S. August) für Polizei, Publikum und Parteien als gerechtfertigt erscheinen muh. Oer Wetzlarer Etat verabschiedet. WSR. Wetzlar, 7. Iuli. In der gestrigen Stadtverordnetensihung wurde der städtische Haushaltsplan für 1931 in Einnahme und AuSgabe mit 5084615 Mk. festgestellt und einstimmig verabschiedet. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Weniger von 783 469 Mark. Es ist dies der erste Etat, den der neue Bürgermeister Dr. Bangert, der die Verwaltung nach dem Selbstmord des früheren Oberbürgermeister» übernommen hat, vorlegt. Don allen Parteien wurde anerkannt, dah der Gesichtspunkt allergrößter Sparsamkeit in dem Etat gewahrt wurde. Eine interessante Aussprache ergab sich über dke Verfehlungen! des früheren Oberbürgermeisters. Bekanntlich sollte der Prozeh am 4. Iuli ftatt- sinden. Aus unbekannten Gründen hat die StaatSanwaltschast Limburg den Prozeß auf den 14. September vertagt. Gegen diese Vertagung wurde sowohl von der Stadtverwaltung, wie von sämtlichen Stadtverordneten Protest erhoben, so dah Aussicht besteht, dah durch Vermittlung der "Regierung in Koblenz der Prozeß doch noch vorverlegt wird. Das 300 000. Leitz-Mikroökop. WSR. Wetzlar. 7. Iuli. In diesen Tagen haben die Optischen Werke von E. Leih ihr 30000 0. Mikroskop fertiggestellt, daS daS sie dem um die Pathologische Anatomie hochverdienten Geheimrat Professor Dr. Ludwig Aschoff in Freiburg i. B. als Geschenk überwiesen haben. Das Mikroskop ist für die neuesten älntersuchungsmethvden geeignet und besitzt eine Einrichtung zu Untersuchungen bei Auslichtbe- leuchtung mit 15 neuen, eigens für diese Deleuch- tungsart konstruierten Objektiven. Diese Heue- rung bedeutet einen erheblichen Fortschritt, der Verantwortl. f. d. Feuilleton: i. V. Dr. Lange. Dar: Niendorf 2 Stück: a) 0c« ons (1). lahenborn-Etcm« Staufenbergs, de Annerod (1); «Leihgestern M. i der einzelnen Misiereien de« agvnein 1 Kopenhagen. in der MtM iSfaufii in flnbm. meinde heuchel« meinde Wehen« Daubringen - s a. d. Lda. (1); •Har (1); i) 0C. a) Annewd - erg (1); c) 0c« «r Stallhhgiene gehört aber auch darauf hinge- lgeseh untersteht, hne kreiscnnlliche bzuschafsen. Auch >n der Ankörung bocken. Auch der gung des Kreis- Darmstadt, 7.Juli. «assige« Südsüdwest ft stürmischer nordwtsi Oie »feite fliegen mit dem Winde. Die Beiden Siebenen stenenden Zi> •en geben die Temperatur en. Die Limen veromdto Ort« eit gleiche* «ul Meeresniveau umgercehneU» Luftdruck Wettervoraussage. Das StörungSsystem, weiches über Deutschland eine vollständige Umgestaltung der Wetterlage verursacht hat, rückt zwar ostwärts ab, jedoch ist sein Einfluß noch nicht beendet. Don Westen fließen ozeanische Luftmasfen nach dem Festlande, die zur Entwicklung einer Westwetterlag« führen. Infolgedessen herrscht kühleS Wetter und der Witterungscharakter bleibt zunächst noch unbeständig, wobei Regenschauer auftreten. Mit dem gleichzeitig ansteigenden Luftdruck wird aber später Beruhigung der Wetterlage und Rachlassen der Rieder schlüge verbunden sein. Aussichten für Donnerstag: Wolkiges Wetter, noch Regenschauer, kühl. Aussichten für Freitag: Besserung und Ikbcrgang zu beständigerem Wetter. Lufttemperaturen am 7. Iuli: mittag» 16,8 Grad EelsiuS, abend» 14,3 Grad: am 8. Iuli: morgen» 13,5 Grad. Maximum 18,8 Grad, Minimum 5,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Iuli: abend- 18,0 Grad, am 8. Iuli: morgens 16,4 Grad EelsiuS. Denken Sie an Stoffe, denken Sie an L Bernard 0395? Ganz unerwartet verschied gestern unser lieber Sohn und Bruder Wilhelm Zölzer im Alter von 24 Jahren. 03950 Meine geliebte Tochter, unsere gute liebe Mutter München (Franz Marcstraße 10), 6. Juli 1931. 4511 D Vermietungen | Achtung! Hausfrauen! vor- bis Firma "Die 4537D Firma Firma Gießen (Friedensstr. 8), Bogota (Nordamerika), Frankfurt, Essen, den 8. Juli 1931. Die Beerdigung findet Freitag, den 10. Juli, nachmittags 2y2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Adele Schweninger Ine Matthias Wetschi Matthias Hubert Matthias wurde eingetragen: I. Am 15. Juni 1931 bei der Hans Pfeiffer, Gießen: „Die ist erloschen." II. Am 18. Juni 1931 bei der Paul und Neumeier, Gießen: Firma ist erloschen." Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Zölzer sen. Leihgestern, Wölfersheim, den 7. Juli 1931. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 9. Juli, nachmittags 2 Uhr. ____________________4530 D Heute nachmittag um 3 Uhr ist meine liebe, unvergeßliche Frau, die für ihre vier Kinder treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin undTante Frau Auguste Brück, geb. Bangel im Alter von 36 Jahren, nach kurzem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden, in die Ewigkeit abgerufen worden. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Wilhelm Brück, Spenglermeister und Kinder. Gießen, den 8. Juli 1931. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Beileidsbesuche verbeten. sicht offen und sind Angebote auf geschriebenem Formular spätestens zum Eröffnungstermin am: Mittwoch, dem 15. Juli 1931, vormittags 10 llhr III. Am 22. Juni 1931 bei der Firma Gebrüder Rosenbaum, Gießen: „Die Liquidation ist beendet und die Firma ist erloschen." IV. Am 23. Juni 1931 bei der Firma Siegfried Meyer u. Co., Gießen: „Die Firma ist erloschen." H537D Gießen, den 6. Juli 1931. .hessisches Amtsgericht. Im Namen aller tieftrauemden Hinterbliebenen: Familie Karl Rühl und 2 Enkelkinder. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung A Frau Provinzialdirektor Elisabeth Matthias geb. Schweninger wurde am 2. Juli von ihrem schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst Bekanntmachung. Die Anfuhr von 1500 cbm Erde zur Auffüllung der verlängerten Wolf- und Roonftroße soll auf Grund der Reichs- verdingungsordnung öffentlich vergeben werden. 4525C Die Unterlagen liegen bei uns zur Gin» 15 Prozent im Preise ermäßigt Alleinverkauf Porzellanhaus Lagerräume mit Anfahrt evtl, mit Büro für gleich oder fväier au vermieten. Schrift!. Angeb. unt. 4518Da.d. Gieß. Anz Altersvereinigung 1875-1925 Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Hinscheiden unseres lieben Alterskollegen Herrn Fritz Wagner in Uch in Kenntnis zu setzen. Dem leider allzufrüh Dahingeschiedenen werden wir stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Die Beerdigung findet am Donnerstag, 9. Juli, 15 Uhr, in Lieh statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. _____________________________________________________4535 D Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden, Bekannten und seinem treuen Kundenkreise die schmerzliche Mitteilung, daß unser herzensguter, treusorgender, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Onkel Herr Louis Flick, Friseur aus einem bis zum letzten Tage ausgefüllten, arbeitsreichen Leben ganz unerwartet infolge Herzschwäche im Alter von 74 Jahren, sanft verschieden ist. Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. verschlossen, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, an das Städtische Tiefbauamt, Asterweg Nr. 27, abzugeben. Zuschlags- und Bindefrist drei Wochen. Gießen, den 6. Juli 1931. Stöbt. Tiefbauamt: Braubach. 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In der Rühe weilende Polizeibeamte kamen kurze Zeit nach dem Üleberfall an den Tatort und nahmen sich des Üleberfallenen an, den sie mit Unterstützung einiger Zivilisten nach seiner Wohnung verbrachten. Rach ärztlicher Feststellung sind die Verletzungen des jungen ManneS zum Glück nicht schwer. *♦ Don den Technischen Lehranstalten Offenbach a. M. wird uns mitgeteilt: Rachdem die deutschen Länder unter sich eine Vereinbarung über die Erteilung und gegenseitige Anerkennung des Zeugnisses über die mittlere Reife durch gehobene Volksschulen, Mittelschulen und Fachschulen getroffen haben, hat das Hessische Ministerium für Kultus und Dildungswesen den Technischen Lehranstalten in Offenbach a. M. für ihre drei Schulen, nämlich Kunstgewerbrschule, Höhere Bauschule und Maschinenbauschule, das Recht zuerkannt, den Absolventen das Zeugnis der mittleren Reife auszustellen. Das Schlußzeugnis dieser drei Schallen der Technischen Lehranstalten in Offenbach a. M. vermittelt also die mittlere Reise für diejenigen Schüler, die ohne ein Zeugnis der mittleren Reife in diese Schulen ausgenommen sind. Oberheffen. Landkreis Gießen. $ Alten-Duseck, 7. Juli. Sonntagnachmittag hatte die hiesige Kleinkinder bewahr- anstalt die Einwohnerschaft zu einer W v h l - tä tigkeitsveranstaltung zugunsten eines Anbaues an das Hauptgebäude der Anstalt ein- geladen. Die - Festlichkeit im Einhäuscr'chen Saale war stark besucht. Rach dem Gedicht-Dortrag durch die Kleinen und einer Ansprache unlsereS Ortspfarrers Rau mann kamen mehrere wohl- gelungene Kinder-Theaterstücke zur Aufführung. In einer darauffolgenden Ansprache drückte Pfarrer Sattler (Wieseck) den Wunsch aus, dah es gelingen möge, den Anbau zu verwirklichen. Unseren beiden Ortsschwestern gebührt für die mühevollen und anstrengenden Vorbereitungen zu dieser Feier volle Anerkennung. § 5>au bringen, 7. Juli. In der vergangenen Rächt wurde bei einem hiesigen Einwohner ein Einbruchsdieb st ahl verübt. Während in dem Hause drei Familien schliefen, drang der Dieb durch die Waschküche und den Keller in die Speisekammer und stahl daraus eine Anzahl Würste. Der Einbrecher muh nach den vorgefundenen Spuren mit den Oertlichkeiten vertraut fein. — _ r. Lang-Göns, 7. Juli. Vorn"11. bis 13. Juli feiert die hiesige F reiw illige Feuerwehr das Fest ihres 50jährigen Bestehens. Mit dieser Feier ist die 11. Herbst- Vepbandstagung der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen verbunden. Etwa 40 Wehren haben ihr Erscheinen zugesagt. Rach einem Festkommers am Samstag svlgt Sonntagmorgen eine .Hebung im Beisein des Vorsitzenden des Verbandes. An das Jubiläum schlicht sich am Montag die Lang-Gönser Kirmes an. < Eberstadt, 7.Juli. Der hiesige Radfahrerverein „W a n d e r l u st" feierte fein 10. Stiftungsfest in Verbindung mit dem Bundesfest des Oberhessischen Radfahrerbundes. Viele Radfahrer, darunter mancher Rennfahrer, hatten sich hierzu eingefunden. Das Fest wurde eingeleitet durch das übliche Rennen, das am Festtage morgens um 5 Uhr begann. Um 8 Uhr wurde ein Reigen auf dem Festplatz gezeigt, der starken Beifall sand. Am Rachmittag bewegte sich nachdem etwa 30 auswärtige Radfahrervereine erschienen waren, ein stattlicher Festzug durch unsere geschmückten Ortsstraßen nach dem Festplatz im fürstlichen ©arten an der Butzbacher Straße, wo nach der Begrüßungsansprache des Dundesvorsitzenden und der Festrede von Lehrer R e u h l durch Frl. Marie L ö b r i ch dem Radfahrerverein „Wanderlust" eine von den Frauen und Jungfrauen gestiftete Bannerschleife überreicht wurde, die der 2. Vorsitzende August G ö r l a ch mit Worten des Dankes in Empfang nahm. Der Gesangverein „Liederkranz" stiftete einen Fahnennagel. Hieraus entwickelte sich reges Treiben auf dem Festplatz. Gegen Abend fand dann die Preisverteilung für das Rennen und das Korsofahren statt. Kreis Friedberg. — Bad-Rauheim, 6. Juli. Die Angehörigen des ehern. Landsturm-Infanterie- Bataillons Friedberg (XVIII/10), die besonders den yberhessischen Kreisen Friedberg und Büdingen entstammen, veranstalteten gestern hier einen Landstürmer-Tag, zu dem fast 400 ehemalige Bataillonsangehörige erschienen waren. Vormittags wurden die Einrichtungen des Bades eingehend besichttgt: nachmittags fand die Wiedersehensfeier in der Turnhalle unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor i.R. Dr. Fuhr statt, der den Willkommensgruß entbot und ehrend der seit der letzten Zusammenkunft verstorbenen Kameraden gedachte. Die Festrede hielt Studienrat Thierolf, Friedberg, der unter lebhaftem Beifall Beilegung des inneren Zwistes in unserem Volke als das Gebot der Stunde bezeichnete. Den Eva am Strand Vornan von Hermann Weick. 2. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Das war ja ein verrückter Plärr, den seine Frau da ausgeheckt hatte! Ausgerechnet diesen faden, vertrockneten Bürokraten, der aussah, als habe er in feinem ganzen Leben noch nicht ein einziges- mal ein weibliches Wesen richtig im Arm gehabt, sollte seine Lotte heiraten? Die arme Lotte! Sie hatte bis jetzt noch nicht viel von ihrem Leben gehabt: und nun die Aussicht, Frau Dr. Kröger zu werden ... Was war aber dagegen zu machen? Wenn Elsbeth sich etwas in den Kops gesetzt hatte, führte sie es auch durch. Der Plan, für Lotte -einen besonders hochgestellten Gatten aufzutreiben, hatte von jeher in ihren Gedanken und Gesprächen gespukt. Deshalb war ihr auch keiner ihrer Gutsnachbarn für Lotte gut genug; sie waren in ihren Augen „Dauern", Bauern wie er selbst, Fritz Jason, Besitzer des immerhin respektablen Ritterguts Groh-Kaldein in Pommern. Jasons sonst stets vergnügtes Gesicht wurde ernst. Er dachte an feine Ehe, die nicht immer ein reines Vergnügen gewesen war. Daß Elsbeth einer adeligen, wenn auch völlig verarmten Familie entstammte, hatte et bald nach der Hochzeit zu spüren bekommen. Immer wieder ließ fte es Jason merken, daß ihre Heirat mit ihm im Grunde genommen eine Mesallianee für sie gewesen war. Ihr hochmütiges, herrschsüchtiges Wesen gewann mehr und mehr die Oberhand über ihn, der zu nachgiebig und zu bequem war, sich ihr zu widersehen. So führte Elsbeth Jason auf Groh-Kade in das Regiment... „Papa!" Jason fuhr aus seinen Gedanken auf. Unter der Balkontüre stand Lotte. „Willst du mir Gesellschaft leisten, Lotte?" Sie setzte sich ihm gegenüber. „Wo ist Mama?" fragte er. „Sie hat sich niedergelegt, sie will eine halbe Stunde schlafen." Ein kurzes Schweigen entstand. Lotte Jason hatte den Kops gesenkt. Sie war von mittelgroßer Gestalt und besah viel Aehnlichkeit mit ihrem Vater. Sie hatte ein hübsches Gesicht mit klaren, offenen Zügen: die fonftige gesunde Farbe war jetzt aus ihren Wangen gewichen. „Du siehst bläh aus, Lotte!" sagte Jason, der sie forschend bettachtet hatte. Sie blickte auf, sagte aber nichts: um ihre Lippen huschte ein Zucken wie von mühsam verhaltener Erregung. „Hat Mama mit dir gesprochen?" fragte Jason tastend. ''.Was meinst du zu ihrem Vorschlag, Lotte?" Sie gab keine Antwort. „Wie gefällt dir eigentlich Herr Dr. Kröger?" „Was kann man da sagen? ... Gut.. „Könntest du ihn dir als Gatten vorstellen?" Ein Zittern ging durch Lottes Gestalt; Jason, dem es nicht entgangen war, sagte rasch, begüti- gend: „Du brauchst ihn ja nicht zu nehmen, wenn du nicht willst, Lotte!" „Wenn Mama es aber wünscht?" „Mama hat manchmal solche Einfälle. Hier handelt es sich aber um dich! Du sollst Dr. Kröger heiraten, nicht Mama!" Etwas Hilfloses, Verschüchtertes war in Lottes Worten, als sie stockend sagte: „Mama ist Feuer und Flamme für diesen Plan; sie ist von Dr. Kröger sehr begeistert.. „Das scheint bei dir nicht der Fall zu sein, unterbrach sie Jason, mit einem schwachen Versuch, zu scherzen. „Er ist doch schon reichlich alt; aber Mama meint, daran werde ich mich gewöhnen..." „Schöne Gewohnheit!" knurrte Jason vor sich hin. Ein längeres Schweigen entstand. Plötzlich ergriff Jason die Hand seiner Tochter. Ueberquellenbe Zärtlichkeit war in seinen Blicken, mit denen er das blasse Gesicht Lottes umfing. „Ich will dir etwas sagen, Lotte: nimm die Sache nicht allzu tragisch! Du brauchst Dr. Kröger ja heute nicht zu heiraten, und morgen auch noch nicht! Sieh dir den Herrn in aller Ruhe an; vielleicht gewinnt er bei näherem Betrachten, das soll ja Vorkommen, auch wenn es sich um ältere Herren handelt. Wenn er dir aber nicht gefällt, dann sagst du einfach: nein, ich mag ihn nicht!" „Und wenn Mama trotzdem darauf besteht?" „Dann bin ich auch noch da! Ich habe schließlich auch noch ein Wörtchen mitzureden, wenn es sich um dein Glück handelt!" Lotte zuckte mit den Schultern; ein mitleidiges Lächeln huschte über ihr Gesicht. Fritz Jason glaubte, zu verstehen, was dieses Lächeln besagte: Gar nichts hast du mitzureden, wenn Mama sich etwas Dorgenommen hat! Dann bist du ihr gegenüber genau so machtlos wie ich... IV. Im Kurhaus fand der übliche Abendtairz statt. Die Säle waren von einer eleganten Gesellschaft dicht bevölkert. An einem der Tische herrschte besonders lebhaftes Treiben: da sah Eva Willer, umgeben von zahlreichen Kavalleren, und immer neue drängten sich hinzu. Sie war mit raffinierter Eleganz dah Sie mich mit den übrigen Herren auf ein und dieselbe Stufe stellen würden!" Er war fortan die verkörperte Reserviertheit. Er blieb zwar, um unnötiges Aussehen zu ver- meiben, an Eva Witters Tisch sitzen, aber er sprach und tanzte nicht mehr mit ihr. Mit äußerster Willensanstrengung brachte er es fertig, äußerlich ruhig zu erscheinen; aber in ihm kochte es. Er war auf Eva Witters erbost, weil sie ihn so schlecht behandelt hatte. Heute hatte er sich zum letzten Male mit ihr abgegeben, nahm er sich vor; mochte sie tünftig andere mit ihrem launenhaften Wesen zum Besten halten. Er rauchte eine Zigarette nach der anderen, um feine Erregung zu meistern. Er wollte sich zwingen, nicht mehr nach Eva Witter zu blicken: aber immer wieder irrten seine Augen zu ihr hin. Sie tanzte unablässig, ging von einem Arm in den anderen, lächelnd, als ob nichts geschehen sei. Eifersucht fraß an Bertram. Plötzlich sprang er auf, eilte auf die nächstbeste Dame zu und engagierte sie zum Tanz. Es war Lotte Jason, die er vom Hotel her .flüchtig kannte. Bettoffen sah sie ihn an, als er vor ihr erschien. Sie warf einen fragenden Blick auf ihre Mutter, die kurz, abweisend den Kops schüttelte. Trotzdem stand Lotte auf und legte ihren Arm in den Dertrams. Sie tanzten schweigend. Bertram hatte keine Cuft, zu reden. Er wußte kaum, mit wem er sich durch den Saal bewegte. Er tanzte nur, um Eva Witter zu zeigen, dah er sich auch ohne sie amüsieren konnte. Lotte Jason ahnte nichts von den Empfindungen ihres Tänzers, Unflate Freude wogte in ihr. Sie hatte den Abend bisher in sehr gedrückter Stimmung zugebracht. Einige Male hatte sie mit Dr. Kröger getanzt, der ihre Ettern bewogen hatte, diese Veranstaltung zu besuchen, wohl, um ihr, Lotte, zu beweisen, dah er zum Tanzen noch nicht zu alt sei. Aber er tanzte sehr schlecht und machte mit seiner Hagerkeit, seinem farblosen, ledernen Gesicht keine sonderlich imponierende Figur. > Run war dieser junge Schauspieler gekommen und hatte sie engagierti Leicht, sicher führte er sie durch die Scharen der Tanzenden, es war, als schwebte sie in seinen Armen durch den Saal. Ein zartes Staunen, ein leises Sehnen sproß in diesen Minuten in der Seele Lotte Jasons empor. Sie hätte so weiter tanzen mögen, immer weiter, endlos... Wie erwachend sah sie auf, als die Musik ab- brach. „Sie tanzen ausgezeichnet, gnädiges Fräulein! sprach Derlram, nur um etwas zu sagen, und führte Lotte Jason an ihren Tisch zurück. Sie dankte ihm mit einem warmen Blick ihrer großen, tiefblauen Augen. (Fortsetzung folgt.) gekleidet, die die Schönheit ihrer schlanken, knabenhaften Gestalt ins hellste Licht rückte. (Stoa befand sich in strahlender Laune. So war es ganz nach ihrem Sinn: Mittelpunkt zu fein, bewundert zu werden von den Herren, beneidet von den Damen, die mißgünstig zu ihr herüber- sahen. „Den nächsten Tanz möchte ich haben!" sagte der Schauspieler Berttam, der an Eva Witters Seite faß, leise zu ihr. „Eigentlich käme Herr von Grabow jetzt an die Reihe", antwortete sie und blickte zu dem hoch- gewachsenen blonden Herrn am entgegengesetzten Ende des Tisches hin, dem man den ehemaligen Offizier von weitem ansah. „Er soll warten!" „Tyrann!" sprach Eva Witter daraus, folgte aber dann Bertram, als die Kapelle einen neuen Tanz zu spielen begann. Sie war eine leidenschaftliche Tänzerin. Ihr biegsamer, sporttrainierter Körper gehorchte jeder Phase der Musik, er schien sich den Tönen anzuschmiegen, ihren bizarren, aufpeitschenden Rhythmus wiederzustrahlen. „S i e sind ein Tyrann, Eva!" flüsterte Berttam während des Tanzens zu ihr. „Eine Teufelin find Sie!" „Warum, wenn ich fragen darf?" „Weil Sie mich peinigen, weil Sie mich zur Verzweiflung treiben!“ „Ich bin mir keiner Schuld bewußt!" erwiderte sie leichthin. In der Erregung preßte er sie an sich. „Ich will nicht, daß Sie sich immer wieder von anderen Herren den Hof machen lassen! Es macht mich rasend, wenn ich mit ansehen muß, wie diese faden Burschen auf Sie einschwatzen, Sie mit ihren Blicken verschlingen! Ich will nicht, ich ertrage das einfach nicht!" . Ein triumphierendes Lächeln kräuselte Evas schmale Lippen. „Ich kann doch den Herren nicht verwehren, Mich anzuschauen!" Berttam hielt im Tanze inne; feine Augen funkelten sie an. „Sie spielen mit mir, Eva!" Er gefiel ihr in seiner zornigen Aufwallung: aber es bereitete ihr Vergnügen, feige Eifersucht noch mehr aufzustacheln. „Tanzen Sie weiter! Sie halten ja den ganzen Betrieb auf I“ sagte sie befehlend. Dann spöttisch: „Wenn jeder der Herren mir eine derartige Szene machen wollte, sobald ich mich mit einem anderen abgebe, käme ich aus den Aufregungen nicht mehr heraus!" Bertram zuckte zusammen. Dann wurde er ganz förmlich. * „Verzeihen Sie meine vorherigen Worte, gnädiges Fräulein, die einem bedauerlichen Irrtum meinerseits entsprangen; ich hatte nicht gedacht, P-S K aus, batL für» rr bern | |en Friedberg und liefen gestern hier ju btm faß 400 erschienen mären, un-rn tefc 'Lades t sand die Meder- unter dem Dorliy Dr. Fuhr statt. )vt und ehrend der berftotbenen Käme- > hielt ötudiemal der lebhaftem Dci- jwiftes in unserem de bezeichnete. Den jenen aus rin und rtc Deierviertheit. Aussehen W Der- h sitzen, aber er iit ihr. mung brachte er « einen; abe/_*n^ W erbost. «'! de. Heutehatteer : ate* * ! andere mit ihrem en halten. ich der andere"-um igen zu ihr J®- . M cincm 2m' rtiitö zesch^en , Plötzlich sMNg ' Dame za und «' er vonr H°tcl her "5S Rüttelte. lertram tf#**1* « rfs ^ddrücttec c m iE L sic md ’ Male ^"L.vrtgcn :r zum SjjLt und Sy Aa?blo^ t A iaU'pr£ L l‘£ ci «*" TW« 1H leie^^XWcP, «j^anuiit üb' s als . r -diges »jftS 0T,u W* '•SSh** LlnterhaltungSteil bestritten die Feuerwehrkapelle und die GefangSabtcilung des Turnvereins. Der Vorstand der Landstürmervereinigung mit Dr xuhr an der Spitze wurde einstimmig wiedergewählt. ftrciö Büdingen △ V i bba. 6. Juli. Heute nachmittag ereignete sich hier ein schwerer Unfall. Dem 72 Jahre alten Dienstknecht L. Werner auS Sellnrod bei Landwirt Wilhelm Rullmann hier in Stellung, ging ein schwerbeladener Wagen über daS rechte Vein, so dah der Llnter- schenkel gebrochen wurde. Der Bedauernswerte muhte noch Gießen in die Klinik geschafft werden. ch Llnter-Schmitten, 7. 3alL Der Pach- ter de« benachbarten Hofgutes Haubenmühle, IDrauer, hält in einem festen Drahtpferch ein zahmeS Reh, das vor einiger Zeit zwei Kitzchen zur Welt brachte, die sich vortrefflich entwickelten. VachtS drangen geht zweifremde wildernde Hunde in den Pferch und würgten dieRickezuTvde. Bi« der Besitzer die Bestien bemerkte, war es zu spät. Die Kitzchen hatten sich in der Bretterhütte versteckt und blieben dadurch am Leben. Run müssen si« mühsam genährt und grohgezogen werden. Kreis Schotten. ± Droh-Eichen, 7. Iuli. Zum ersten Male seit der Einweihung sand in der neuen Turnhalle eine größere Veranstaltung statt. Die E v a n g. Kirchengemeinde hatte für den Samstagabend zu einem Gemeindeabend eingeladen, der überaus gut besucht war. Anlaß zu dieser Veranstaltung war der Besuch deS früheren Geistlichen de« Kirchspiels. Pfarrer Staubach auS Watzenborn-Steinberg, mit seiner Iugend- vereinigung. Männerchor und Turnverein Groß- Sichen hoben in dankenswerter Weise den Abend durch ihre Darbietungen verschönern helfen. Vach gemeinsamem Gesang und einem BegrühungSchor deS Männergesangvereins hieß der OrtSgeistnche, Pfarrer König, die Erschienenen willkommen. Pfarrer Stoubach gab dann seiner Freude Ausdruck, mit seiner Familie wieder einmal an dem Orte weilen zu können, an dem er beinahe zwei Iahrzehnte gewirkt habe. Die Iugendver- einigung Watzenborn-Steinberg führte alsdann ein Theaterstück und zwei HanS-SachS-Spiele auf. Die Paulen füllten die Turner, die Turnerinnen und der Männerch^r mit ihren Darbietungen au«. preuhen. Kreis Marburg. ][ Marburg, 7. Iuli. Die Stadtverordneten stimmten in ihrer heutigen Sitzung u. a. der Der- äuficrung von städtischem Gelände an der Mohn- kopfftrahe zu, auf dem die Universität einen großzügigen Erweiterungsbau der Medizinischen Klinik errichten will. Dillkreis. WGV. Dillenburg. *1. Iuli. AlS ein hiesiger Bahnbeamter morgens auS dem Vachtdienst heimkehrte, fand et seine Frau mit einem Buch rn der Hand in einem Lehnstuhl sitzend 1 o t auf. Die Küche war mit starkem Gasgeruch erfüllt. Der GaShahn war undicht geworden, und daS auSströmende GaS hat den Tod der Frau, die vermutlich Beim Lesen eingeschlummert war, herbeigesührt. — Im nahen Oberscheld war einem Einwohner sein Wiesengrundstück bei einer Hebung der Feuerwehr zerttampelt worden. Da der Geschädigte dem Kommandanten deshalb Vorhaltungen machte, wurde die Wehr zu einer Besprechung einberufen. Deren Ende war. dah die Wehr ihre sofortige Auflösung beschloß. Sämtliche Wehrleute zogen ihre von der Gemeinde angeschofften Uniform- röckc aus und traten in Hemdsärmeln den Heimweg an. Kirche und Schule. ][ Lützellinden, 7. Iuli. DaS Kreis- f c ft der Iungmännerbünde, verbunden mit dem Posaunens« st und dem 25. Iubi- läum der Kreisverbindung Wetzlar, fand am Sonntag hier statt und erfreute sich eines Kahl- reichen Besuche«. Wohl übet 5000 Besucher, aus dem ganzen Kreise und dem benachbarten Hessen, und 250 Posaunen blaset nähmen an dem Feste teil. Die Probe der Posaunenchöre sand am Vormittag statt. Im Festgottesdienst predigte Pfarrer Lenz (Gießen). Mit Marschmusik beiregte sich sodann ein langet Festzug durch die Straßendes Ortes zum Kriegerehrenmal vor der Kirche. Die Posaunenchöre spielten, sodann gedachte Pfarrer O. K u h l v der gefallenen Bruder. Auf dem Festplatz hielt der Ortspfarrer und Kreispräfes. Pfarrer Koch, die Degrüßungsansprach?, in der besonders auf die Gründung der Kreisverbindung im Mai 1906, damals mit nur drei Vereinen, und die Entwicklung der Kretsverbindung. di« jetzt das sechsfache, nämlich 18 Vereine umfaßt, bin- gewiesen wurde. Die erste Festansprache zu dem Festmottv _3ugenb heraus" hielt Psarrer Dorn c l (Rvdheim), al« zweiter Redner sprach Pfat' rer Lenz (Gießen >. Den Höhepunkt de« Festes bildete die Ansprache des greifen PfarretS D. Kuhlo (Bethel), der aus dem Leben und von dem Sterben des Vater« Dodelf-chwingh erzählte. Prediger T r i p p l e r (Groß-Rechtenbach) sprach in seinem Schlußwort dem KreiSpräseS, Pfarrer Koch (Lützellinden), den Dank der Vereine auS für feine treue Mitarbeit als KteiS- präles während 25 langen Iahren. Die musikalischen Darbietungen der Posaunenchöre unter der Leitung deS Posaunemneisters D. Kuhlv. die die Vorträge umrahmten, bereiteten den Freunden geistlicher Musik genußreiche Stunden; des- gleichm die Vorträge der vereinigten Männerchöre unter der Leitung von Albert Kuhl (HörnS- hecmi Cm Hornsolo von D. Kuhlo hinterlieh ebenfalls einen tiefen Eindruck. Mit dem ßutber- licö .Sin feste Burg ist unser Gott" wurde daS Fest beschlossen. Bortrog in der Historischen Fachschaft. M«m berichtet itn«: Am 2. Iuli hielt Dr. Heichelheim der Historischen Fachschaft einen Vor- ttag über ..Größe und Viedergang der helle- nisttfchen Wirtschaft im 3. und 2. Iohrhundert v. Ehr." Eingang» verwie« der Redner auf die im heutigen Schrifttum bestehenden Theorien zum Untergang des Hellenismus und ihre Vertreter. K a r st e d t sieht den Viedergang des Hellenismus begründet im Eingreifen Roms, während R o st o v z e f f ihn durch innere Schwierigkeiten erklären will. Der Redner stellte sich die Aufgabe. an Hand der uns bekannt gewordenen Wirt- schastSzahlen des Altertums die beiden Theorien nachzuprüfen und zu bewerten. Er unterscheidet acht verschiedene Sachgruppen: 1. wirtschaftliche Betriebs Verbesserungen, 2. Stand von Geld, Geldverkehr und Zinsfuß, 3. Preise. Löhne. Frachten, 4. Bodenrente und Häusermiete, 5. Produktion, Import. Export, 6. Bevölkerungsbewegung. 7. Steuern, 8. Lebenshaltung. Mit Hilfe dieser Sachgruppen glaubte bet Redner ein anschauliches Bild vom Stande der Wirttchaft geben zu können. Als Dergleichsmaßstab zog er den Wirtschafts- ftanb des 5. und 4. Iahrhunderts vor Christi heran. War an Hand der Zahlen für die verschiedenen Sachgruppen für daS 5. Iahrhundert, d. i. das Perikleische Zeitalter, eine wirtschaftliche Blüte festzustellen, so ist die wirtschaftliche Lage des 4. Iahrhunderts geradezu katastrophal. Der Redner bezeichnete die explosive Gewalt, mit der das Hellenentum feit Alexander sich bessere Lebensbedingungen suchte, auch vom Wirtschaftlichen her alS durchaus verständlich. Die Zeit des Hellenismus teilte Dr. Heichelheim in drei größere Perioden; die erste von 340 bis 280 v. Ehr., ist eine Aufstieg Periode, die zweite, von 280 bis 230, die Blütezeit des HellemSmus, die dritte, von 230 bis 160, die Kataftrophen- periode. Deutlich weist das Wirttchaftsleben in der Zeit von 340 bis 280 eine Aufwärtsbewegung gegenüber dem 4. Iahrhundert auf. Zwar ist noch alles in Gärung begriffen. Rückschläge find unvermeidlich, aber in dieser Zeit kristallisieren sich die Reiche heraus, die für das wirtschaftliche Geben der Folgezeit wichtig sind. Im Iahrzehnt von 260 bis 250 erreicht der Hellenismus seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Dieser erreicht zwar nicht mehr die Höhe des 5. Iahrhunderts, bedeutet aber gegenüber dem 4. Iahrhundert einen nie mehr erreichten Höhepunkt. Die folgenden Iahrzehnte von 250 bis 230 scheinen der Theorie Rostovzeffs recht zu geben. Durch dauernde Bruderkriege innerhalb der hellenistischen Welt wird auch die Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen, sie geht mehr und mehr zurück. Aber in der Peit von 220 bis 200 kommt es noch einmal zu einer politischen Gesundung, zu einer wirtschaftlichen Aufwärtsbewegung. Da führt das Eingreifen Roms in den noch stark geschwächten Ge- sellschaftsorganismus zur Katastrophe. Der allmähliche Aufschwung wird durch das Erscheinen der römischen Heere im Osten vernichtet. Eine nochmals versuchte Reorganisation des hellenistischen Ostens, die in der Zeit von 190 bis 180 stattfand, vereitelte Rom. Damit ist die Wirt- fchaftskrast des Ostens gebrochen. Rom ist, von außen gesehen, der Sieger. Aber die Verhältnisfe treiben mehr und mehr auch zum Untergang des Westens, und dies ist auch nicht mehr aufzuhalten, als Augustus in die Dahnen hellenistischer Herrscher, wenigstens auf dem Gebiet der Verwaltung, einlenkt. Mit diesen Ausführungen glaubt der Redner die Theorie Karstedts auch von der wirtschaftlichen Seite her im Großen und Ganzen stützen zu können. Wirtschaft. 200 Millionen Mark Verlust bei Norbwolle. Die Verwaltung der Vorddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei. Bremen, teilt folgendes mit: Au' Grund der Prüfungen der letzten Wochen, die Nch mit Rücksicht auf die zahlreichen Tochter- aefellfchaften. insbefonder« auf die V. V. Han» dels-Mij. Ultra Mare. Amsterdam, sehr schwierig gestalteten, müssen die Gefamlverlustedes. Konzerns nach Abschreibung aller Beteiligungen auf rund 200 Millionen Mark geschäht werden. Die Verluste sind in den letzten Iahren entstanden; die in Verbindung mit der Verschachtelung der einzelnen Gesellschaften innerhalb des Konzerns angewandten BuchungSmetho- den haben verhindert, sie früher zu erkennen. Eine Sanierung de- Unternehmens wird nur dann möglich fein, wenn die Gläubiger auf ihre Forderungen von insgefamt 240 Millionen Mark einen größeren Verzicht aussprechen. Unter dieser Voraussetzung ist zu erwarten, daß zur Zeit schwebende Verhandlungen mit den In- terefsentengruppen. die darauf hinzielen, dem Unternehmen außer den früher bereits für die Schaffung von Vorzugsaktien zur Verfügung gestellten 30 Millionen Mark weitere Mtttel in Höhe von 50 Millionen Mark gegen Gewährung des gleichen Betrages in Aktien zu sichern, in kurzer Frist zu einem positiven Ergebnis führen werden, wodurch die Einleitung eines Vergleichsverfahrens sich vermeiden lassen werde. • • Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktieninder (1924 28 - 100) stellt sich für die Woche vom 29. Juni bi« 4. Iuli auf 87,7 gegenüber 79,1 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie aut 73,9 (74,1), Gruppe verarbeitende Industrie aus 68,6 (69,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 100,6 (11,8t • Rheinische Stahlwerke AG.. Essen. Die Generalversammlung der Rheinischen Stahlwerke AG.. Essen, genehmigte den Abschluß für 1930 31 mit 6 Proz. (7,5 Proz.) Dividende. Wie von der Verwaltung ausgeführt wurde, wird sich die Gefellfchaft auch in Zukunft, wie bisher, von jeder Expansionspolitik femhalten. Die Verbindung mit der IG.-Farbenindustrie werde auch in Zukunft nützlich fein. Die Verwaltung fei überzeugt. daß die Transaktion mit den Riebeck- Montan-Aktien sich günstig auswirken werde. Zur gegenwärtigen Geschäftslage wurde mitgeteilt, daß die Kohlenabrufe keine Steigerung erfahren haben. Erfreulich sei daS Zustandekommen des Kohlen- syndikats auf eine Dauer von zehn Iahren. Man könne hoffen, dah dadurch der Absatz günstig beeinflußt werde. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 8. Iuli. Tendenz: schwach. Die Llngewihheit über die Gestaltung der Devisenmarktlage rief an der heutigen Börse starke Zurückhaltung hervor. Unter dem Eindruck der Kursrückgänge an der gestrigen Veuyorker Börse erfuhr die Abwärtsbewegung der Kurse, die bereits an der gestrigen Abendbörse zu bemerken aewesen war. eine Fortsetzung in verstärktem Ausmaße. Vervosität ging vor allem von den sich erhaltenden Gerüchten über angebliche Schwierigkeiten bei deutschen Privatbanken aus, wobei eine posittve Grundlage allerdings nicht genannt werden konnte. Die große Aktion der Heber- nähme einer Ausfallburgschaft in Höhe von 500 Millionen Mark für die deutsche Golddiskontbank wurde dagegen geteilt aufgefaßt und blieb auf die Gesamtstimmung ohne nennenswerten Einfluh. Da vom In- und Auslande Berkaufs- orders in größerem .Umfange Vorlagen, traten gegenüber der gestrigen Abendbörse Kursverluste von 1,5 v. H. bis 3 v. H ein. Darüber hinaus waren Salzdetfurth 10 v. H, Siemens 5.5 v. H. Zellstoff Waldhof 5 v. H. und Licht & Kraft 5,5 v. H. schwächer notiert. Von Ehemiewerten lagen IG.-Farben 4,5 v. H. und Scheideanstalt 3,5 v. H. niedriger. Recht schwach lagen ferner AEG.. Gesfürel. Schlickert, Rheinstahl, Holzmann und Aku, bei denen Verluste bis zu 4 v. H. zu verzeichnen waren. Bei Bankwerten ergaben sich nur kleinere Kurseinbuhen. Lediglich Reichsbank verloren 2,75 v. H. und Danatbank 2 v. H. An den übrigen Märkten kam infolge der Enge des Geschäftes zunächst keine Votierung zustande. Deutsche Anleihen lagen ebenfalls schwach, Alt- besitz minus 1 v. H. Auch fremde Werte waren leicht gedrückt. Am Pfandbriesmarkt war die Lage noch recht unübersichtlich. Goldpfandbriese waren eher etwas angeboten. Reichsschuldbuchforderungen lagen 2 v. H. niedriger. Im Verlaufe konnten sich die Kurse etwa« erholen, da da« Angebot nachgelassen hatte und die Spekulation einige Deckung «Nachfrage bekundete Man hofft, daß durch ein rasche« Eingreifen der Regierung die Durchführung des Plane« für die deutsche GolddiSkontbank fchnellfteri« gewährleistet wird. Gegenüber den vorherigen Verlusten stellten sich Erholungen von 1 biS 1.5 v. H ein. Am Geldmarkt war Tagesgelb zum Satz von 8 v. H ausgeglichen. Am Devisenmarkt notierte Reichsmark gegen Dollar 4,2140, gegen Pfunde 20.5050. Im llsancenverkehr lag Paris gegen London fest. Man nannte London gegen Reuyork 4.8660, gegen Pari« 124.16. gegen Mailand 92.94. gegen Madrid 51,25, gegen Schweiz 25,08, gegen Holland 12,0840. Berliner Börse. Berlin, 8. Iuli. Wenn auch heute Vormittag die Tendenz eher zur Schwäche neigte, rechnete man doch nicht mit einem so schwachen Börsen- beginn. Man hatte jedenfalls angenommen, dah die Vachricht von den 500 Millionen Mark Kredit der deutschen Wirtschaft für die GolddiSkontbank außerordentlich beruhigend wirken würde, doch übte sie an der Börse nur einen geringen Eindruck aus. Dor allem will man erst die Wirkung im Auslande abwarten. Die Gerüchle von einer langfristigen Anleihe für das Deutsche Reich — der „Daily Herald" schreib', von 1,5 Milliarden Mark — konnten ebenfalls heu e kaum wirken. Verstimmend wirkte vor allem die schwache Veuyorker Börse, wozu auch heule schwache Meldungen von den Auslandbörsen gekommen sind. Die Spekulation schritt auf allen Märkten zu D.lattstellun- gen, zumal auch von außen DerkaufsorderS eingegangen waren, zum Teil aus dem Auslände. Die Rückgänge zu den ersten Kursen waren recht erheblich und gingen zum Teil bis zu 10 Prozent. Etwa 14 Werte erschienen mit Minus-Minuszeichen. Besonders schwach tagen Svenska, Karstadt, Alu, Mannesmann, Stahlverein, IG.-Farben, Chade, Schuckert, Siemen« und Westeregeln. Salzdetfurth gingen um 10 Proz. zurück. Vordwvlle, die heute zum letztenmal per Termin gehandelt wurden, gingen bei einem Angebot von 2000 2,63 Proz. zurück. Braubank wurden heute exklusive Dividende notiert. Vur Dank Elektrischer Werte lagen heute bei einem Gewinn von 3 Proz. fester. Deutsche Anleihen waren natürlich ebenfalls sehr schwach. Altbesih gingen um 0,75 Proz. Veubesitz über 0,25 Proz. zurück. Auch Ausländer lagen schwacher, ebenfalls Pfandbriefe und Reichs'chuldbuchforderungen, letztere bei etwa Iproz. Rückgängen. Geld war zwar etwas billiger, doch nrch sehr gesucht. TageSgeld stellte sich auf 8 bis 10 Proz., die andern Sähe unverändert. Am Devisenmarkt scheint da« Angebot heute wieder gering zu sein. Im Verlause gingen die Kurse bei weiteren Abgaben der Börse und des Auslandes zurück. Degen Anfang ergaben sich neue Verluste bis zu 3 und 4 Proz. IG - Farben lagen schwach. Otavi lagen auf die starke KupferpreiSermähigung angeboren. Im späteren Verlauf konnten sich verschiedentlich kleine Erholungen durchsetzen. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f u r t a. M., 8. Iuli. SS wurden notiert: Weizen 290 Mk. Roggen 245 biS 240, Hafer (int) 190 pro Tonne; Weizenmehl (südd., Spcz. 0) 38,75 bis 39,75, Roggenmehl 32,25 bis 33,25, Weizenkleie 10,40 bis 10,50, Roggenkleie 11,50 TH. pro Doppelzentner. — Tendenz: Stetig. Schwcinemarkt in Gedern. Y Gedern, 7. Iuli. Trotz heftigen Regen« war der Auftrieb zum heutigen Schweinern a r k t befriedigend hoch. Es standen 605 Tiere zum Verkauf. Für 6 Wochen alte Ferkel wurden 8-10 Mk., für 6-8 Wochen alte 10-14 Mk, und für Läufer je nach Qualität 15—20 Mk. bezahlt. Der Handel war schleppend. ES verblieb geringer Ueberftanb. Aus dem Amtsverkündigungsblait. • Das Amtsverkündigungsblatt Vr. 47 vom 3. Iuli enthält: Straßensperre. — Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in den Landgemeinden des Kreises Gießen. — Antrag der Gemeinde Klein-Linden auf Genehmigung einer Kläranlage. — Schülerferienkarten. — Dienstnachrichten. * Das AMtsverkünbigungsblatt Vr. 48 vom 7. Iuli enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Der Geschäftsgang beim Kreisamt Gießen. — Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in den Landgemeinden de« Kreises Gießen. — Sperrung einer Lahnstrecke. — Das Ergebnis der Hauptkörung im Iahre 1931. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 o.H., Lombardzinsfuß 8 o. S). Frankfurt a. Ul. s Serttn ^ranttun a. M. Lerltn «Schluß-! h>r4 | 1-Uhr- Nur« Schluß- kn rs 51 n fang« flur4 Schluß- furt 1-Ubr. Kur« ^chluß- turm Anian-- flurt Datum 7.7. 8.7. 7.7. 8.7. Datum 7.7. 8.7. 7.7. 8.7. 6% Teurtdje Äetctwmielbe o.i92". 78.5 — 78,75 — r-amburg-flmmta Datei . t — 46 46.9 45,75 7% Deutsche WficManleibc V.I9.-S 95 8- 95 — pamburg-«üdam. Dampsschiss. 0 — — 99 — 6*4% Doung-Anleibe ven 1930 Icuifd'c einl.-Äblol.^djulb mit 69 6 — 69 —" Hansa Tamvtzchiss.....0 Norddeutscher Ltoyb.....6 50,25 48,75 77.5 49.9 48,9 «urioi.-Reckten....... 50,5 49.25 51 50.25 S.ffl. für Berkebrswelen Akt. . . •— — 49.65 — Det-I- ohne Aiirlol^Rcchte . . . 8% Hetz. Solktsloat von 1929 5,1 4,75 5,15 Berliner Hanbelsgesellschaft . 8 Commer,. und Privat-Bank . 7 104,5 101 100,75 104.5 101 103,75 100,75 (rückzahlb. 102%)...... Cbrrbrlfcn Provinz-Lnleihe mit 87,5 — 87,5 — Darmstadter und Nationalbank 6 Deutsche Bank und 103 101 103 102 AurtoI..Rechtcn....... Leulicke ftotrm. Gammelabl. 49,5 — — rttconto-Geselllchast... n Tre-ödner Bank...... 6 100.75 101 100 101 101 100,5 101 Anleihe £trie 1....... 8% ranlf. Hyp.-Vank Goldpse 47 — 48 Reichibank........12 134 131,5 134,5 132,25 16 unkündbar bl« 1935 . . . . 7% > schwinden, überflüssig gangenheit, berechtigun, die Tesan! besahen, al und die 61 wird nicht ziellen haben. Es diplomatis« düng des feit Jahr können. In der peltes (5 leilig die Aeichsra Interessen ii heilen bette schäften auf mutlich in i fchaltung e schon von r als Aeich Obwohl a derselbe 5 jeweils ei tatssihung entsprechen unb ift bat dnst biefti wohl aus d dielen anbei gemeinsamer Seifbiel voi An dem nicht allzut schwinden d bescheidener resorm. gern ousgebaut t unterhalten eigene Kons hingen getoo es mit der chen, die im don Franke voll gesiegt ausgespielt ■ tvvhl an bei verschwände, wenn von T sprechender §ranzvsen < -st ihr oute, vberMt n rechtlich jefo Itl.l-* Ss «9 kltheno t fienna Die (jlanflt*; 2.20 lste'ch -seichspfev lohn, scheinen ew mfolgt h ttrnW anterSa”; Snlchck» d Herren-Hemden besonders billig auch im Sommer dolltat Täglich frisch im Fischhaus Cuxhaven Marktetr. 23 4524 A Tel. 2417 A -Kl a s se: 1. Post-Sportv. Frankfurt a.M.: 2. Tv. 1846 Gießen: 3. Pol.^Spv. Butzbach. E-Klasse: 1. Weidig, Oberrealschule Buh- bach: 2. Post-Spv. Frankfurt (2. Mannschaft): 3. Tv. Holzheim: 4. ASC. Friedberg. Handball im Gau Hessen (O.T.) Tb. Gr.-Linden I — Tv. Pohlgöns l 3:4 (2:6). 3n einem harten Kampfe konnten die Pohl- gönser einen knappen Sieg mit nach Hause nehmen. Die Gäste stellten eine flinke, wuchtige Mannschaft, in der der Torhüter der beste Mann war. Großen-Linden war den Gästen körperlich unterlegen, hätte aber ein Unentschieden verdient. Die zweite Mannschaft weilte in Hörnsheim und konnte sich für die im Bvrfpiel erlittene 2:6-Riederiage revanchieren, indem sie ihre Gastgeber 4:2 schlug. Die Schüler, die in diesem Jahre noch ohne Dpielverlust sind, konnten auch die Schüler des Turn- , und Sportvereins Butzbach 5:3 schlagen. Schon im September wieder Weltmeisterschaft? Amerikanischen Meldungen zufolge, soll die Absicht bestehen, schon am 17. September an einem noch unbestimmten Ort einen neuen Weltmeister- schastskampf zwischen Schmeling und Primo Car- nera zu arrangieren. Die an sich wenig glaubwürdige Meldung könnte höchstens dadurch an Wahrscheinlichkeit gewinnen, daß man möglichst schnell versuchen möchte, das erhebliche finanzielle Defizit von Cleveland wieder hereinzuholen. Auch Unter den gemeldeten Vereinen muh leiper die Rudergesellschaft Hanau vermissen, bei der die Gießener Rudergesellschaft Damplsägewerk Lollar B. Nubn. A. G. llaüio- gerät Telesunken 40, Umstände halber allerbtlltgst abzuaeb. Zuschrift, unt. 03945 an den Gieß. An». Steppdecke beiderseitig uni Satin, guteWoll- füllung.....per Stück Mk. 11 — 26. Ruder-Regatta in Gießen. Die IubilöumS-Negatta des Lahn-Negatia-VerbandeS am 11. und 12. Juli. Nowack Seltersweg 81 »Dsr rusfis, Konferenz ö< ationelle Ae l<5toung i °.rdming einI «"er betblü "an müsse t gebetet ha KUt, daß 'n de *c[I'genj zur Sünftoge Zen'abiliA tzenteil di dÄL «w. »i n "8 mit $ u den w bet Lbot9e6 * V" IS ^einunfl ? Ä Elsa Ehlert vr. Reinhard.Hebermehl, Chemiker Verlobte Zum Saison Ausverkauf vor etwa 14 Tagen mit starkem Aufgebot zu Gaste war. Die Kölner, die im vorigen Jahve an der Regatta teilnahnien, fehlen ebenfalls, da sie am gleichen Tage eine eigene Regatta bestreiten. Bedauerlich bleibt außerdem, daß die Limburger, die sonst sehr stark vertreten waren, eine Beteiligung nicht ermöglichen konnten. Für Der Lahn-Regatta-Berband feiert in diesem Jahre das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Die 2 6. Lahn-Regatta in Gießen, die alljährlich von der GießenerRudergesell- schäft 1 877 ausgerichtet wird, stellt gewissermaßen die Jubiläums-Regatta des Verbandes dar. Für den 11. und 12. Juli steht also in Gießen ein großes rudersportliches Ereignis bevor, das die Aufmerksamkeit breiter Kreise der Bevölkerung auf sich ziehen dürfte. Das Meldeergebnis darf in Anbetracht der heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse als sehr