Politik und Kunst in Deutschland. • Thüringen Ter Deutsche Museumsbund gegen die Reinigung" des Weimarer Museums. Freiburg. 6. März. (TU.) Der Deutsche Museumsbund teilt mit Das Thüringische DolkLbildungsministerium hat eine Reche von mo'.ernen Kunstwerken aus dem Weimarer Museum entfernen lassen. Obwohl in einer of.iziellen. durch die TU. verbreiteten Begründung vom 27. R.vember 1930 diese Maßnahme als notwendig und in der Tendenz unpolitisch bezeichnet wird, charakterisiert sich die Maßnahme durch die folgenden Worte derselben Erklärung als eine parteipolitischem „Dr. Frick ist der Anschauung, daß die ausgeschiedenen Künstler in ihrer Kunst nichts g-emeinsam haben mit nordisch-deutschem Wesen, sondern sich darauf beschränken, das ostische oder sonst minderrassige Untermenschentum darzustellen." Der Weimarer Vorgang hat inzwischen durch die Gründung des „Kampsbundes sür deutsche Kultur" und die programmatische Berliner Ausstellung im Parteihaus der NSDAP-, der weitere Aus- stel'ungen auch im R.ich folgen sollen, eine charakteristische Verallgemeinerung erfahren. Demgegenüber sehen sich die im Deutschen Museumsbund vereinigten Leiter der Kunstmuseen als die Träger und Führer der Kunstpflege zu folgender Erklärung veranlaßt: 1. Ohne sich in eine Erörterung der besonderen in diesem Falle betroffenen Kunstwerke einzulassen, erklären sie es sür u n g e w ö h n l i ch u n d bedauerlich, daß eine Landesregierung, um in einer rein künstlerischen Frage ihren Einfluß geltend zu machen, solchermaßen in eine Museumsverwaltung eingreift. 2. Mit der Sammeltätigkeit eines öffentlichen Mullums ist Parteipolitik grundsätzlich unvereinbar: dos Museum hat allen Bevölkerungsschichten zu dienen. Entscheidend für die Wertung eines Kunstwerkes kann lediglich sein künstlerischer Wert se n. Der Deutsche Muscumsbund erhebt vor der Gesamtheit deS deutschen Volkes mit aller Entschiedenheit Einspruch gegen jede voreingenommene und unsachliche Einstellung der Behörden zur Kunst der Gegenwart und zu ihrer Pflege in den öffentlichen deutschen Museen. Preußen. Aultnsministcr Grimme über Dichter» akademic und Ltaatstbeater. Berlin, 6. März. (TU.) 3m Hauptausschuß des Preußischen Landtages äußerte sich Kultusminister Grimme ausführlich über die Gründung der Dichterakademie. Die junge lichkeiten für Deutschlands industrielle Entwicklung". Die Untrrnehmcr der Industrieländer sollten sich zusammens'tzen, um ein internationales Programm zur Belieferung der kulturell und wirtschaftlich zurückgebliebenen Länder zu entwerfen. Danach sollten die internationa'en Finanzleute über die Finanzierung dieses Programms beraten. Sollte das notige Finanzka i al durch eine Einigung unter den privaten Finan^leuten nicht aufgebracht werden können, so wäre es Aufgabe der Notenbanken, einzugreisem Bei dieser großen internationalen R gelang müßten die Länder bevorzugt berücksichtigt wer- den, die besonders stark unter der Arbeitslosigkeit leiden, während Deutschland, von dem man Reparationen haben woll', eine besondere Vorzugsstellung ei zuräunen sei. In jedem Falle sei cs .eine völlige Tlnmögkichkeit, den Voung-Plan ledig'ich als eine von Deutschland übernommene Zahlungsverpflichtung onzu- sehen, sich aber über die wirtschaftlichen Vorbedingungen, die der Voung- Plar. aufgestellt hat, einfach hinwegzu- sehe n." Hnö doch tun das Deutschlands Gegen- kontrahenten. „Weder werden wir", so schließt Schacht seine Betrachtungen, „wirtschaftlich wieder auf die Füße kommen, noch w.rden wir unsere sozialen Probleme, die von Tag zu Tag bedrohlicher werden, lösen können, so lange dns Tributproblem nicht gelöst ist. Es aus eigener Kraft zu tun, ist unmöglich. Die im Voung-Plan ousbedungene Mitwirkung der übrigen Länder ist bisher nicht erfolgt. Wird sie weiter verweigert, so bedeutet das das Ende der Repa- raüonen. Wird die Gewaltpolitik dennoch gegen das Reich fortgesetzt, so wird sich seine Wirtschaft weiter erschö' sen und ausbluten. Darum gibt es keine dringlichere Aufgabe für eine verantwortliche deutsche Politik, als entweder die Einhaltung der im Voung-Plan von den Alliierten übernommenen Verrichtungen zu verlangen oder die Reparationen ein- z u st e ll e n." er'nQrQlm, 'N q[l mv5 Zur Al>! lnb die Aioer oor beÄ1Der°rb: lies. * unb Staienf^ 1 °°° $«ing*u|tn " S,lislla"le5 Reffen r. •* O Q 5 S &• . - «aff «23-2 (5>3Ad- ! g d di? 2 o'S.p Ss 8 K- 5-Z « So'-Z IX' ° ? 7 w6) s 8 ’ - E3»2& r* O « 3 0 • u3 SS <•> _«>A । o - r*- d ey *-*v- ihSB’g8rf 3 5 « Nr. 5b Erstes Statt 181. Jahrgang Samstag, 7. März 1951 Erich, in' lützl'ch.ovtz« Bomnogs und feiertags Beilagen Oie JOuftTiert« ®teQenti gomihenbllttö Heimai >m Bild Oie 6d)0lle Monat,Bezug,vreir. 2.20 ‘Retdismarh und 30 Reichsptennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen emzelner'Nummen, infolge höh.rer Gewalt. SernloredfanKblüfle anterdümme|nummer2251 Amchntl iüi Drahtnachrichten Snzeiaer •lenen, pofischecktonw •ira^tlon am Mal» 11686 Gictzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn is vnt verloa: vrühl'sche UntDcrftät$=Bue Sachv'rständige entscheiden zu lassen, zur Farce. ..Es hat sich leider für mich", so führt Schacht aus .erst nach Zusammentre'en der Kon- ferenz. dann aber auch sehr bald herausgc- stellt, daß die hier vorgesehene Unabhängigkeit der Sachverständigen bei einem guten Teil nur eine seh r bedingte gewesen ist." So hat beispielsweise der britische Schahkanzler Snowden ö'fnt'ich im Unterbau« erklärt, daß sein Vorgänger den britischen Sachverständigen ziffernmäßige Instruktionen mitgegcben habe Auch die Reichsr gierung hatte geg nüber den Dee'nslussungsve fu^cn Parker Gilberts leider nicht die notwendige Festigkeit gezeigt und so ergab sich nach Dr. Schacht die Tatsache, „daß die Sachverständigen der Alliierten von vornherein dahin informiert waren, Deutschland werde eine Annuität von 2 bis 2,2 Milliarden Mark annehmen." Durch diese Vorgänge war der Charakter der Pariser Sochverständigen-Konferenz „als einer Zusammenkunft unabhängiger Sachverständiger von vornherein verfälscht" und die Konferenz wurde „lediglich ein Deckmantel für politische Entschlüsse." So war es ein wenig erfreuliches Bild, das die Pariser Sach- vcrständigenkonfercnz bot. Die deutschen Sachverständigen kämpften auf .verlogenem Posten". Der Plan der Pariser Sachverständigen, der ohnehin schon Deutschland kaum tragbare finanzielle Lasten aufbürdete, wurde in der Zwischenzeit bis zur Haager Konferenz durch die verschiedenen Zusatzabkommen, so durch das deutsch- Ist DkuWIand für die Abrüstungskonferenz vorbereitet? Oie Unmöglichkeit des Konventionsentwmfs. - Wo bleibt die deutsche Gegenwirkung? Oeuffchlands Kampf gegen das zweierlei Recht. Berlin. 7. März. (OB.) Oberst a. D. von Oerhen beschäftigt sich in einem Artikel der „Germania" mit dem stonoentionsent- wurf der vorbereitenden Abrüstungs- k 0 m m i s s i 0 n. Die Anwendung des Schema» de» vorbereitung^ausschuise» könne zu keiner herab- chung der europäischen Rüstungen führen, weil da» Schema an den wirklichen Rüstungsurfachen oorbeigehe und nur einige Symptome der Rüstung erfasse, weil die Formulierung der Artikel so spitzfindig sei, daß sie dem 21 b - rüstungswillen weit entgegentom- men. Der Entwurf muh vor der Abrüstungskon- erenz durch einen anderen Entwurf er- c h I werden. Stillschweigen wäre ein großer Fehler. Der öffentlichen Kritik wäre ein anderer beise- rer Entwurf zu unterbreiten wir bekämpfen die Genfer M hgeburt, weit sie die Abrüstungekonfe- renz von vornherein auf einen Holzweg sührt wir bekämpfen den Abrüstungsentwurf, nicht, wett er für Deutschland besonders ungünstig wäre, sondern wir bekämpfen seine Unzulänglichkeit im Interesse der gesamten europäischen Völker- amilie. Oberst v Oerhen wendet sich gegen die Betriebsamkeit Ler Länder, die in dem Genfer Schema den Stein der Weißen gefunden zu haben glauben und ü'-erall diese Ueberzcugung verbreiten. Er bedauert, daßbisherjedeGegenwirkung gegen diese Propaganda, auch von deutscher Seite au«, unterblieben ist. Deutschland fordere gleiches Recht, nicht Gleichstellung. Ls erscheine geboten daß Deutschland in bezug aus den Umfang seiner Rüstungen auf der Abrüttungskonserenz jede» vernünftige Entgegenkommen zeige. Unmöglich sei dagegen, daß Deutschland jemal» seine Zustimmung dazu gebe, auch in Zukunft nach einer anderen Methode behandelt zu werden als die anderen Länder 3n der Frage der Aufrüstung mag es in Deutschland zweierlei Mei- n"ngen geben in der Frage der Devlacie- rung nicht. Linen Ausschluß aus der Reihe der großen Rationen könnte Deutschland nur damit beantworten. daß es den Ort verliehe, wo man diesen Ausschluß verkündete, der dem Völkerbundsgedanken ins Gesicht schlüge. Oie Flottenverbrüderung. Auslausch von Liaatsßefuchcn in Rom nnd Paris Paris, 7. März (WTB. Funkspruch.) Rach einer im „Petit Parisien" veröffentlichten Agen- turmelt-ung aus Rom versichert man in italienischen Marinekrci'crn. daß wahrscheinlich demnächst die französische und italienische FlotteinSpeziabzw. ToulonBesuche austauschen werden. Diese Flottenbe.uch« würden die Einigung in der Seeabrüst ungssrage besiegeln Hieraus würde ein Besuch des Präsidenten der fran- zösischcn Republik in Rom und ein De- such des Königs Viktor Emanuel in Frankreich folgen. Oie ersten Vorbereitungen zur Abrüstungskonferenz. Genf, 6.März. (WTB.) Der General- sekretär des Völkerbundes hat an die Regierungen ein Z r?u ar^chccibrn g r'.ch et. worin er um Angab.n über die voraus:ichtliche Zusammensetzung der Delegationen für die Abrüstungskonferenz im Fearuar 1932 bittet. Bekanntlich soll der Völleröundsrat auf seiner Tagung im Mai den Ort für diese Konferenz endgültig festsetzen. Vorläufig ist Gens in Aussicht genommen. Jedoch haben gerade in den letzten Tagrn wi-der andere Städte, z.B Cannes und Bar celona. den Antrag gestellt, daß die Konferenz dort abgehalten werde. Um einen Uebcrblick über die räumlichen Anforderungen zu erhalten, hat nun der Generalsekretär die Regierungen aufgefordert. ihm bis zum 15. April die annähernde Zahl und den Rang ihrer Hauptdelegierten und Stellvertreter sowie die Zahl der Sachverständigen, des technischen Personals und der Pressevertreter mitzuleilen unter g'eichzeitiger Angabe, wieviel« Wohnungen, Arbeitsräume usw. benötigt werden. Die Wehrpolilik des Stahlhelms Tüstcrberg über Die Abrüstnngcko scre: z. Karlsruhe, 6. März. (CNB.) Der zweite Bundesführer des Stahlhelms, Oberstleutnant a. D. Düsterberg, sprach in einer Kundgebung des Stahlhelms über die Abrüstungskonferenz. Deutschland sei moral.sch und staatsrechtlich berechtigt, seinerseits die Wiederher st ellung seiner Wehrhoheit zu fordern, wenn die Siegerstaaten nicht daran gingen, selbst abzurüsten Der Stahlhelm kenne denKrieg und wünsche den Frieden, einen Frieden auf gleichberechtigter Grundlage Es sei daher ungerecht, wenn dem Stahlhelm kriegerische Hetze oorgeworsen werde. Die größte Kriegsgefahr erblicke er in unserer Wehrlosigkeit. Deutschlands Sicherheit beruhe auf Paragraphen, deren 2luslegung im Belieben der Sicgerftaaten stehe. In Sorge um die Zukunst so» dem wir, daß die verantwortlichen Staatsmänner, insbesondere der Neichswchrminister, unser Volk über die Tragweite der kommenden Entscheidungen oufklären und auch im Ausland Aufklärung schaffen. Wir verlangen mindestens zur Wahrung der bewaffneten Neutralität die Vermehrung der Reichs- wehr auf 300 000 Mann, Verkürzung der Dienstzeit und Ausrüstung mit modernen Kampfmitteln. Zn diesem Sinne müßten unsere Staatsmänner eine aktive Außenpolitik treiben. Die Jugend sei in den Dienst der militärischen Erziehung zu stellen. Llm den deutschen Oom in Riga. Einheitsfront aller Bekenntnisse gegen den gep'anten Kirchenraub. Riga, 6. Mörz. (TU.) Gegen die geplante Enteignung der deutschen Domkirche zu Riga haben die Führer der Kirchengemeinsch^ften aller Rationalitäten und Bekenntnisse ihre Stimme erhoben. Der lettische lutherische Bischof D. Irbe, verweist in seiner Unterredung mit einem lettischen Journalisten auf seine wiederholte öffentliche Stellungnahme, die be.anntlich in einer entschiedenen Ablehnung des Kirchenraubes gipfelte. Er betont den politischen Charakter der ganzen Ange- Icgenheit, und erklärt, sich in keine ..abenteuerlichen Unternehmungen" gegen die Deutschen einlassen zu wollen. Der deutsche lutherische Bischof D. P 0 eIchau ist persönlich bei den höchsten Regierungsstellen des Landes gegen das geplante Unrecht vorstellig geworden. Der Erzbischof der griechisch-orthodoxen Kirche, Pommers, undderBischofder römisch-katho- lischen Kirche Lettlands^ Ranzan, haben beide erklärt, daß sie eine Einmischung des Staates in der Domkirchenfrage für unstatthaft halten, da es sich ganz um eine innere Angelegenheit der evangelischen lutherischen Kirche handele. Welche Formen der Presiefeldzug gegen das Deutschtum in Lettland bereits angenommen hat, zeigt ein Aufruf, der dem Rigaer Blatt „Jauakas Zinas" zugesandt worden ist und von diesem kommentarlos veröffentlicht wird. In diesem Aufruf, der von Deutschenhaß strotzt, heißt es u. a.: „Wir verlangen, daß die deutschen Privilegien und alles deutsche Besitztum in die ösfent- liche Hand übergeht und dem Staate zur Verfügung gestellt wird Wir verlangen, daß die (deutsche) Klique, die mit dem lettischen Volk nicht zusammenzuleben versteht, und nicht zusam- menleben will, außerhalb des Gesetzes g e ft e 111 wird " Dieser Aufruf stellt bisher den Höhepunkt der Deutschenhetze in Lettland dar. Es bleibt zu hoffen, daß der gesunde Instinkt des lettischen Volkes diese skrupellose Hetze adlehnt. polnische Liquidationsabkommen, dem ähnlich« Verträge mit anderen Kriegsgegnern folgten, noch weiter verschlechtert. Durch die Einsügung der Sanktionsklausel endlich wurde der wirtschallliche C.)arakter, den der Voung-Plan haben sol te. vcllends v rändert. In dem Schlu' kapitel „Ordnung od r ChaoS" untersucht Schacht, indem er g'eichzeit g positive Vorschläge macht, die augTnb.ickliche Lage und ihre Möglichkeiten. Es gebe nur zwei Möglichkeiten, aus dem Chaos wieder herauszukommen, eine moralische Wiedergeburt, Beseitigung der unmoralischen Grundlagen des Dik- tats von Versailles oder aber den Sieg der wirtschaftlichen Vernunft, dergestalt, daß die Gläubigermächte auf Reparationen verzichten oder aber Deutschland die Möglichkeit geben, die Repara ionssumme durch seine Wirtschaft zu verdienen. Das könne geschehen durch .Erweiterung des Wirtschafisraumes in Europa, Ermöglichung selbsterarbcit ten Rohstoffbezuges durch Rückgabe der deutschen kolonialen Gebiete und endllch Schaffung neuer Absatzmög- Gründung seines Amtsvorgängers habe zunächst natürlich Schwierigkeiten übettotnven müssen. Ihre Arbeit werde eingeordnet werden bei der Reform der Gesamtarbeit der Akademie der Künste, die in Angriff genommen worden sei. Der Minister wandte sich sodann der Frage der künftigen Ausgestaltung der staatlichen T h e a t e r zu. Er gab zu, daß mancher Angriff gegen die Auswahl der gespielten Stücke nicht unberechtigt sei. Es hätten aber Verpflichtungen vorgelegen, denen die Theaterleitung sich nicht hätte entziehen können. Dafür, daß solche Verpflichtungen zustande gekommen seien, eine Person allein verantwortlich zu xna4'— rüsse er ablehnen. Wenn ,'etzt auf Seßner Sie ne geworfen würden, so müsse man bt>u) anerkennen, dah (Zehner das Verdienst habe, dem physiognomielosen Staatstheater ein Gesicht gegeben zu haben. Er habe dem Staatstheater die Fühlung mit der lebendigen Kunst wieder- gegeben. ilm an der Gesundung der Staatstheater zu arbeiten, müsse man klar sehen, dah sie ein« besondere Aufgabe hätten. Sie muhten nicht Repräsentationstheater im gesellschaftlichen Sinne, sondern repräsentative Theater sein. Das bedeute, dah sie d a s g e i st i. g e G e - sichtderRationzu repräsentieren haben, indem sie Klassiker der Ration in vollendeter Forni für di« Gegenwart lebendig machen und das Reue zurDis- k u s s i v n stellen. Dieses Reue könne nicht anders als umstritten fein, denn es lasse sich keine verschwommene Linie des allgemeinen Ausgleichs finden. Es gebe kein Theater der Groben Koalition. Das Staatstheater müsse zum repräsentativen Wagnis, zur Darbietung lebendiger junger Kunst bereit sein, «zur solche Aufführungen habe Berlin unbestritten di« ersten Schauspieler der Welt. Die Zukunst des Staatstheaters hänge davon ab, dah wir für ein in diesem Sinne repräsentatives Theater ein aufnahmefreudiges Publikum bekommen. Das Ergebnis -es deutschen Besuchs in Wien. Die Politik einer regiona cn wirt- ichastli en Verständigung. Berlin. 6.März (ERB.! Die Wiener Reise des Reichsauhenministers Dr. Curttus ist nach Ansicht unterrich e er politischer Kreise auße.vrdent- lich befriedigend verlaufen. Die Aufnahme, die d.-r deutschen Gäste in Wien gefunden Hutten, war herzlich. Die Besprechungen zwischen den deutschen Bewuchern und den österreichl.'chen Regierungsstellen dienten in erster Linie wirtschaft! ich« n Aufgaben und ergaben eine weitgehend« Lleber- einstimmung. Die Llnterhaltungen, die im Sinne der bereits auf der Genfer EuropataDung im Januar angedruteten regionalenwirtschaftlichen Verständigung geführt w'rdn, ergaben. dah Deutschland und Oesterreich durch eine Angleichung der Wirtschaftssysteme beider L.nder eine spätere Angleichung an die Systeme anderer Länder vorbereiten sollen. Man kam weiter dahin überein, dah beide Länder auf der kommenl^n Paneuropatagung im April in gemeinschaftlichen Vorgehen diefe Ansichten vertreten werden. Die Vernehmung Geldies. Magdeburg, 6. M rz. (ERB.) Wie von dem Bundesführer des S.ahlhelms F. Seldte mitgeteilt wird, hat heute früh seine polizeiliche Vernehmung stattgesunden. Cs handelte sich dabei um das Ermittlungsverfahren wegen der angeblichen Beleidigung der republi- • konischen Staatsform durch den Aufruf zum Volksbegehren. Das Ermitt.ungsverfahren t erfolgt, wie Seldte hervorhob, auf eine An- _. zeige der Republikanischen Be- * schwerde stelle. Seldte erklärte bei der poli- , zeilichen Vernehmung, der Stahlhelm sei stets- staatsbejahend gewesen, wie dies auch oft in Erklärungen seiner Bundesführer bekundet wurde. Eine Beleidigung der Staatsform liege ihm fern und habe ihm auch bei dem Aufruf zum Volksbegehren ferngelegen. Er müsse zugeben, dah der Stahlhelm in schärf« st er Gegnerschaft zur Vorherrschaft - des Marxismus besonders in Preu- h e n stehe. Es sei aber das Recht eines jeden Staatsbürgers, mit legalen Mitteln gegen eine solche Vorherrschaft anzukämpfen. Sn diesem Sinne müsse man den Aufruf auffassen, der mit der Frage der Staatsform überhaupt nichts zu tun habe. Gesundheitsfürsorge in Hessen Der Etat des Innenministeriums vom Finanzausschuß verabschiedet. WHP. D a r m st a d t, 6. März. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags verabschiedete heute die restlichen Kapitel des Innenministeriums. Bei Kapitel 39 (A e r z t l i ch e r D i e n st) wurde ein Zentrumsantrag, drei Amtsarztstellen zu streichen, mit 7 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Die Regierung sagte eine neue Nachprüfung der Nebenvergütungen an beamtete Aerzte zu, um zu einer Begrenzung des Doppelverdien st es zu kommen. Annahme fand ein sozialdemokratischer Antrag, in einer neuen Dienstanweisung für die Kreisärzte deren Aufgaben zu erweitern, vor allem auf dem Gebiet der ichulärztlichen Tätigkeit. Zu Kapitel 40 (Tierärztlicher Dienst) beantragte die Deutsche Dolkspartei Streichung einer Beterinärratsstelle. da diese Stelle aus der lokalen Verwaltung in die Zentrale genommen und einen besonderskrassen Fall der koalitionspolitischen Beamtenpolitik darstelle; der Antrag wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien abgelehnt. Bei Kapitel 42 (Landes°Heil° und Pflegeanstal- ten, Heilstätte für Nervenkranke in Gießen) lehnte der Ausschuß mit 7 gegen 5 Stimmen die von der Regierung nachgesuchte Ermächtigung ab, das männliche Pflegepersonal nach bestimmten Voraussetzungen planmäßig als Beamte anzuftellcu. Für die zweite Lesung wurden Anträge zu- g u n ft e n der Heilstätte Seltersberg in Aussicht gestellt. — Von oolksparteilicher Seite wurde die Regierung erjurfjt, die Kürzung von 18 000 Mark für die Kreisiugendfürforge, rinnen aufzuheben, weil sonst die Kreisfürsorgerinnen von den Kreisen entlassen würden. Die Fürsorgerinnen seien unter der Bedingung ange» stellt worden, daß die Regierung einen Zuschuß leiste. Das IWrauensvolmii gegen Wich abaelehnt erkannt werden, dah diejenigen Menschen, die getragen von Verantwortungsgefühl zum Besten der Nation zu arbeiten verpflichtet sind, sich nicht gegenseitig von vornherein als Schufte, Schweinehunde und Verräter betrachten, sondern als Menschen, die letzten Endes, wenn auch auf verschiedenen Degen demselben Ziele zustreben, der Gröhe und Freiheit der Nation. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Aeichsinnenminister Or. Wirth: Die Regierung verkennt keineswegs den Ernst der Lage. Sie ist auch gewappnet, all« Linker- nehmungen zur Entfesfelung eines Bürgerkrieges im Keime zu ersticken. Sn ganz Deutschland ist gegenwärtig die Möglichkeit, von einem bevorstehenden Bürgerkrieg zu reden, nicht gegeben. Wenn in unserem Volke das parteipolitisch Dogmatische gegenüber den staatspolitischen Rotwen- digkciten zurückgestellt wird, dann besteht die Hoffnung, dah wir die Krise überwinden. Sind Sie mit uns in dieser Abwehr einig, dann hat der deutsche Staatsgedanke einen großen Erfolg zu buchen. (Beifall.) Abg. Dr. M o s e s (Soz ) weist in kurzen Ausführungen auf die schweren gesundheitlichen Schäden hin, die im Gefolge der jetzigen Wirtschaftskrise in der Arbeiterschaft zu verzeichnen find. Rach dem Zeugnis von Autoritäten fei das Elend der Kriegsjahre schon wreder erreicht. . t Sn namentlicher Abstimmung wird der korn- munisttsche Mißtrauensantrag yg-m den Reichsinnenminister mit 271 gegm 66 Stimmen bei 38 Stimmenthaltungen von Wirkschaftspartei und Landvolk abgelehnt. Abgelehnt w'.rd die Ausschußentschsießung auf Einführung eines neunten Schuljahres. r., Zum Verbot des Remarquesrlms wird mit den Sttmmen der Sozialdemokraten, Kommunisten mit) der Staatsvartci der sozial- demolrattsche Antrag angenommen: .Der Reichstag hält das Verbot des Films „Sm Westen nichts Reues" fachlich für nicht begründet. Er erwartet von der Reichsregwrung, dah diese alle Vorbereitungen trifft, um die Prüfung des Bildstreifens zu beschleunigen. wenn dieser durch den Hersteller «rneutvorgelegt wird." Mit der von den Sozialdemokraten und Kommuni st en gebildeten Mehrheit wird eine Entschließung angenommen, die die Aufhebung des im Sahre 1920 erlassenen Streikverbots in lebe nswichti gen Betrieben verlangt. Mit derselben M hrheit werden vo'ls vr «iliche Antrag? abg e l e h n t. die den Kampf gegen die Snternationale der Gottlosen und durch eine Lichtspielgesetznovelle einen gröheren Schutz der nationalen Würde fordern. Mit 199 Stimmen der Sozialdemokraten, Kommunisten und der Staatsvartei gegen 153 Stimmen wird eine kom munistische Ent - schliehung angenommen, die verlangt, daß den Wünschen der Feuerbestattungsvereine entsprechend die Feuerbestattung reichs- gesehlich ein'e'.tlich die völlige Gleichberechtigung mit der Erdbestattung erhalten soll. Berlin, 6.März. Sm Reichstag wurde die zweite Lesung des Haushalts des Reichsmini- steriums fortgesetzt. Abg. Frau Dr. Weber (Z.) erklärt, das Bestreben der Kommunisten gehe auf Zersetzung der Familie hin. Auch im Rundfunk, im Film und in der Presse werde der Gedanke der Familie verhöhnt und verspottet. Die Regierung sollte alles tun, um den Familiengedanken zu schützen. Die Rednerin wendet sich gegen einen übereilten Abbau der Wohlfahrtsausgaben und der Sugendpflege. Das D e w a h - rungsgesetz sollte beschleunigt durchgeführt werden. Abg. Frau Dr. Matz (D.Dp.) bedauert die grohe Zersplitterung im Schulwesen. Es sei auf die Dauer untragbar für die Schule, dah in den Ländern bei wechselnden Regierungen in der Schulpolitik das Ruder dauernd umgeworfen und die Schule zum Spielball der Parteien wird. Tie Rednerin hebt die Bedeutung der religiösen Grundsätze für das Volksleben hervor. Für Leibes» Übungen muh der frühere Betrog wieder bereit- gestellt werden. Abg. Schlange (D. Lv.): Angesichts der leeren Bänke auf der Rechten sind wir hier eine zahlenmähig nur schwache Opposition. Die Sozialdemokraten könnien eigentlich eine Sammlung veranstalten zu einem Denkmal für Geheimrat Hugenberg. (Sehr gut!) Wir werden in unserer Vorwärtstreibenden sachlich«n Oppositton die konservativen Gedanken vertreten, die sich in der geschichtlichen Entwicklung immer als r.chlig erwiesen haben. Eine radikale Sugend wäre an sich kein Fehler für unser Volk, sie könnte sogar mit ihrer oppositionellen orische befruchtend wirken. Aber das Verhängnis liegt darin, wenn die Leiter der Bewegung, statt die Sugend zu führen, sich von den Zwanzigjährigen treiben lassen. (Lebhafte Zustimmung.) Wer in unserem von außen und innen so schwer bedrängten Volk mit dem Gedanken von Bürgerkrieg und Katastrophe spielt, der hat den furchtbaren Ernst unserer Lage noch gar nicht erkannt. Linser Unglück war es ja auch, dah unser Volk während des Weltkrieges nicht über den furchtbaren Ernst der Lage aufgeklärt wurde. (Sehr wahr!) Sn einer fo furchtbaren Zeit, wie wir sie jetzt haben, kann uns nur eine wirklich zielklare, energische Führung helfen. Zu beneiden ist Sowjetrußland um die fanatisch« Begeisterung, mit der sein Volk an der Verwirklichung des Fünfjahresplanes arbeitet (Beifall.) In einer Zeit, in der das deutsche Volk so Furchtbares durchzumachen hat, sollte man auf- t)3ren, fortwährend zu reden von dem Stur; des Systems, wobei man sich gar nichts denken kann, wenn man nicht mit Gewalt vor- gehen will, wir brauchen auch in unserem Verfassungsleben die organische Weiterentwicklung vom Fehlerhaften zum Besseren. 3n England sehen wir jetzt den großen Kampf zwischen Konservativen und Arbeiterpartei, aber wir erleben dort nicht die Schimpf- fanonat.», die leider bei uns solche Parleikämpfe begleitet Auch bei uns wird hoffentlich bald Aus aller Welt. Am 100. Geburtstag Friedrich v Bodelschwinghs. Aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Geburtstages Fr'.edrich von Bodelschwinghs, hat die Gemeinde Bethel ein Degrüßungstelegramm an den Reichspräsidenten gerichtet. Der Reichspräsident hat hierauf wie folgt geantwortet: „Den zur Feier der 100. Wiederkehr des Geburtstages des unvergeßlichen Pastors von Bobel- schwingh versammelten Angehörigen der Gemeinde Bethel danke ich herzlichst für das freundliche Begrüßungstelegran m. Mögen d i e W e r k e der Liebe und Barmherzigkeit, di« der verstorbene große Volksfreund und Seelsorger, F.iedrich von Bodelschwingh, in christlicher Fürsoge für alle Mühseligen und Beladenen geschaffen, und fest im Willen und unermüdlich im Dienen lange Sahre hindurch geleitet hat, auch in der Zukunft mit Erfolg weiter wirken und ein sichtbares Zeugnis dafür sein, daß der Drudergeist christlicher Hilfsbereitschaft auch in der gegenwärtigen Rotzeit wach ist Möge Shre Arbeit auch fernerhin gesegnet sein und vielen Rot- leidenden Segen bringen! gez.: v. Hindenburg, Reichspräsident." Aeichsarbeitsminister Dr. Stegerwald hat an den Sohn Bodelschwinghs folgendes Telegramm gerichtet: „Am heuttgen Tage gedenke ich dankbar der leuchtendsten Gestalt der inneren Mission der deutschen evangelischen Kirche, des genialen Führers auf weiten Gebieten der Liebcstätigke-t, Öhres großen Vaters Friedrich von Dodelschwmgh. Möchte seine aus uneigennütziger Rächstenliebe erwachs me Arbeit wie bisher so auch in Zukunst den Hilfsbedürftigen unseres Volkes zum reichen Segen werden." Das Telegramm des Reichsministers des Sn» neuen Dr. Wirth lautet: „Die Gestalt des Pastors Friedrich v. Bodelschwingh, sein reines uneigennütziges Leben im Dienste der notleidenden Menschen, sein erfolgreicher Wille zur helfenden Tat, ist aller Welt zum Symbol reinster Räch st en- liebe geworden. Die Wege, die er beschritten hat, werden in aller Zukunft richtunggebend bleiben für zweck- und sinnvolle Wohlfahrtsarbeit. Es ist mir ein Bedürfnis, an dem 100. Geburtstag Shres verehrung-würdigen Vaters dem Wunsch« Ausdruck zu geben, daß allen, die in feinem Geiste weiter arbeiten, auch weiterhin erfolgreiches Wirken be° schieden sei." Ununterbrochener Schneefall im Schwarzwald und iu der Rheinebcne. Seit Freitagfrüh fällt im Schwarzwald und in der Rheinebene ununterbrochen Schnee. Seit einer ganzen Reihe von Sahren ist kein so ergiebiger und anhaltender Schnee'all zu verzeichnen gewesen wie gegenwärtig. Auf den Höhen des Schwarz- Waldes. insbesondere dem Feldbrrg, sind etwa a/* Meter Neuschnee gefallen. Die Schneedecke auf dem Frldberg betrug heute morgen 2,70 Meter, in den Tälern und in der Rheinebene Legen etwa 20 Zentimeter. Die Temperatur blieb in der Ebene einige Grad unter dem Rullpunkt. Ein großer Teil der Verkehrsstraßen im Schwa.zwald ist nicht befahrbar; zahlreiche Auto.inien haben ihren Betrieb bereits gestern einstellen müssen. Lisbarriere in der Ostsee. An der schwedischen O st s e e k ü st e haben Schneestürme am Freitag der Schiffahrt große Schwierigkeiten bereitet. Sn kri.ischer Lage befinden sich die beiden schwedischen Dampfer „Rane" und „Warjo", die von einem Stactts- eiLbr.cher nach Gävle einbugsiert werden sockten. Der Versuch muhie aufgegeben werden, da acht Me ter hohe Eiswände jedesVor- wärtskommen unmöglich machten. Da der Sturm 20 Sekundenmeter beträgt und außerdem dichter Rebel herrscht, hat man ernste Besorgnisse. Sm Finnischen Meerbusen sind die beiden deutschen Dampfer „Cremon" und „Hüxter" aus Hamburg bei Gräsegrund eingefroren. Shre Lage wird als ernst bezeichnet, da ein in der Rähe befindlicher Eisbrecher k e i n e H i l f e bringen kann. Der Streit um die Feierschicht bei der Reichsbahn. Am Freitag fand vor der Reichsbahnsach- kämm er des Berliner Arbeitsgerichts unter Vorsitz von Amtsgerichtsrat Richter der Prozeß von 364 Reichsbahnarbeitern und Handwerkern gegen öie Deutsche Reichsbahngesellschaft statt. Die Reichsbahn hatte betanntiid) Feierschichten eingelegt. Die Kläger behaupten nun, daß diese Maßnahme in Widerspruch zu dem maßgebenden Lohntarifoertrag stehe und erhoben Klage auf Zahlung von über 6000 Mark für die zunächst ausgefallenen Arbeitstage. Die Kläger stehen auf dem Standpunkt, daß die Reichsbahn zu dieser Maßnahme nicht befugt sei, da der §3 des Tarifvertrages ausdrücklich eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden vorsehe und daß im Tarifvertrag über die Einlegung von Feierschichten und Kurzarbeit nichts gesagt sei. Hiergegen wandte sich der Vertreter der Reichsbahn und enlärte, aus sozialen Rücksichten sei die Einlegung von Feierschichten unbedingt notwendig gewesen, da sonst über 25000 2Irb eite r hätten entlassen werden müssen. Die Maßnahme sei notwendig, um die Leute über die schwerste Zeit hinwegzubringen. Das Gericht kam noch zu keinem abschließenden Urteil. Verkündigungstermin wurde auf den 11. März festgesetzt. Ein berühmter hobbema kehrt aus Amerika zurück. Im Jahre 1921 ging einer der schönsten Gemälde des berühmten holländischen Landschaftsmalers Hobbema aus deutscher Prioathand in amerikanischen Besitz über. Das Motiv des auf Holz gemalten Gemäldes ist eine Mühle. Die Besitzerin, Helen Neilson, als Helen Swift eine bekannte Schriftstellerin hat das Gemälde jetzt nach Deutschland gebracht, um es in Erinnerung an Exz. v. Bode dem Kaiser - Friedrich - Museum zu stiften. Aus der provinzialbauvtssodt. Gießen, den 7. März 1931. Zrühlingsahnen. Drei Zwerglein läuten den Frühling ein mit weißen und gelben Glöckchen fein, drei Elfen langen im Sonnenllchl, lauschen, was der Märzwind spricht. Kommt der Käfermann vor fein Haus, putzt sich die Brillengläser aus: „Was fangt ihr für ’nen Spektakel an, daß unsereins nimmer schlafen kann?" Ei — da guckt ja ein Veilchen tjerfür! Schleunig kehrt er sich gegen die Tür: „Alte! Hab' ich's nicht immer gesagt? Hurtig die Läden auf, es tagt!" ... A. Huggenberger. Der Winter will Abschied nehmen. Nock manches Mal werden vielleicht weiße Flocken durch die xrnft wirbeln. Aber in unserem Herzen kommt keine Winterstimmung mehr auf. Die Kälte weicht. Die Sonne strahlt, und selbst die Augen der verdüsterten Gemüter leuchten nun auf. Der Frühling ist auf dem Wege. Gar viele Boten hat er uns schon gesandt. Aber wir trauten keinem so recht. Erst als vor einigen Tagen die Lerche ihr Lied schmetterte, da hatten wir Gewißheit. Wir öffnen die Fenster, wir lassen die goldnen Sonnenstrahlen ins Hausend horchen hinaus auf die Unruhe die die Welt erfüllt. Es ist eine scheue, zagende Zeit. Zuerst wollte es nicht recht Winter werden, dann aber kam er doch noch, und nun soll es schon wieder Frühling sein? Aus den Augen der Mädchen, die Arm in Arm hinaus zum kahlen Walde ziehen, leuchtet er uns entgegen. Sie fingen: „Jetzt fänat das schöne Frühjahr an ..." Tönt cs da nicht auch in unferm Herzen? Am Waldrand liegen die letzten Schneerefte. Darüber aber leuchten die gelben Kätzchen des Hasel- strauches. Wmn ein leichter Wind weht, verschwenden sie eine Wolke ihres feinen Blütenftaubcs. Es sind dieselben Kätzchen, die im Winter hart und steif an den Zweigen standen. Trotz Kälte und Schnee wurden sie größer und lockerer, bis die warme Februarsonne das Wunder vollbrachte. Nun kommen auch die unscheinbaren weiblichen Blütchen. Der Haselstrauch hält Hochzeit, ohne Bienensummen, ohne Schmetterlingsbesuch. Kalt und kahl sind noch die Zweige, aber bald werden die breiten grünen Blätter die jungen Früchtchen schützen. Und die schlanken Bir'en? Auch ihre kleinen Kätzchen werden von der Märzsonne bald aufgeweckt werden. Sie folgen den Weiden da unten am Bach, aus deren Knospen schon weiße Spitzchen neugierig in die Welt schauen. Sie warten nur noch, bis die Bienchen fliegen können. Den Wald durchzieht ein Duft von frischem Säst der Bäume, vom Quellen und Wachsen in der Erde. Wie stärkt und ermüdet das zugleich! Es ist der Duft der jungen Kräuter, es ist die Sonnenkraft des letzten Jahres, wohlgeborgen in Samen und Wurzelknollen, die hier noch schafft und wirkt. Wir sagen wohl, der Wald sckläkt noch. Und doch welches Leben in der Erde, unsichtbar unfern Augen! Es guillt überall hervor, es keimt und treibt. Der Wind trägt den Dust zu uns. Und dort, o Wunder!, die ersten Blüten? Ein blumengeschmückter Stab, no* ohne das schm'"'ckende Grün' der Seidelbast! Nur Blüten! Und welch käll- licher Geruch! Wie der Haselstrau^ verschwender'lch seinen Blutenstaub i" goldenen Wolken dabingibt, so entströmt dieser Wint-rklume ein betäubender Duft. Es lockt uns, die Blüten adzuschneide" "nh mitzunehwen. Aber mir fürchten den starken Geruch, das Gift des Saftes. Mag er weiterblühen und die erste" Insekten erwecken und ihnen zurufen: Kommt! Der Frühling will beginnen! Vom bT’"feeiCcn Sed^Vast s Sauen hinaus in die Wivfel ber 6i-*«n. die zum Teil imch dürres, vor'"hrm«s Laub tragen. Scheinbar schlafen die Waldri^sen noch. OUrr nur f-Mn^r. Sm Snncm arbeiten und schaden neue Säfte. Bald werden die Finken und Meisen, die eben noch schlittern ihre Sttrnrnchen b"rfudy'n lauter und eindr'nalicher locken. Darrn schwülen auch hier die Knospen, und zartes Grün wird erscheinen. Wir träumen schon von So"nenqlanz und wogenden Baumwipfeln. So unruhig wird unser Herz. Lind wir sind gar nicht erstaunt, daß dort drüben der Gärtner die erst-m Spatenstiche in feinem Garten tut. Welch herber, frischer Geruch steigt aus der Früblingserde! Auch den Gärtner lockt die Sonne. Er sät und hofft voll Sehnsucht auf das erste Grün, die ersten Blüten. Die Schneeglöckchen strecken ihre schmalen Blättchen aus der Erde, bald folgen die weißen Glöckchen. Auch im Birnr-mhaus wird es unruhig. Summend versuchen die kleinen Hvnigsammler den ersten Flug. Wie lebhaft drr Bach durch die Wiesen läuft! Bor einigen Wochen hielt ihn der Frost in Fesseln. Setzt girr zieht er dahin wie ein wilder Knabe, der auf Entdeckungen ausgeht. Bald werden auch die Zugvögel, die noch irgendwo in warmen Ländern fitzen, diese Unruhe im Herzen fühlen und in Scharen zurück- fliegen in ihre alte Heimat. Dann werden wir sie grüßen und ihnen einen Strauß blühender Gänseblümchen und Veilchen zeigen. Z. Oie oberhessische Fahlpkanlonserenz nach Frankfurt verlegt. Bei dem Vorstand des Verkehrsbundes Oberhessen ist gestern von der Reichsbahndirektion Frankfurt die Mitteilung eingetroffen, daß die für den 24. März ursprünglich für Gießen vorgesehene Fahrplanbesprechung wegen starker dienstlicher Inanspruchnahme der maßgebenden Personen der Reichsbahn durch Arbeiten für den bevorstehen, den Fahrplanwechsel nach Frankfurt a. M. verlegt worden ist. Die Sitzung wird im Der- waltungsgebäude der Reichsbahndirektion in Frankfurt a. M. ftattfinben. Ausstellung des Iröbel-Seminars. In den Räumen des Fröbel-Seminars an der Gartenstraße, ist heute, morgen und am Montag eine Ausstellung zu sehen, die einen Einblick in die Art des Wirkens und in das Schaffen des Seminars gestattet, das sich u. a. zur Aufgabe gemacht hat, Mädchen, die über eine abgeschlossene Lyzial- bilbung verfügen, zu Kindergärtnerinnen auszubil- den und Mädchen, die die Volksschule hinter sich haben, auf den Beruf des Kindermädchens vorzubereiten. Die Ausstellung läßt klar erkennen, daß bei allen Arbeiten Wert darauf gelegt ist, den Schülerinnrn für ihren Beruf eine breite Grundlage zu schaffen, auf der sie aufbauen und später anregend wirken können. Es braucht kaum besonders betont zu werden, daß jn dieser Schule viele Dinge gearbeitet ST. Olt CREDIT. AKTIENGESELLSCHAFT EUR FORDFAHRZEUGE FINANZIERT IHREN ANKAUF ZU KONKURRENZLOSEN BEDINGUNGEN DIE AUSGEREIFTE KONSTRUKTION UND DIE SPRICHWÖRTLICH GEWORDENE HOHE MATERIALQUALITÄT DES FORDWAGENS SCHUFEN EIN AUF JAHRE HINAUS MODERNES FAHRZEUG Viele haben geholfen; auch sie wot en noch helfen! Städi-sche Noihilfe 1930. ternehrinrngen nur zwei in Betracht: drr OMinbcn- beschäftigungsverein in Darmstadt und die Dlln- denbeschästigungsanstalt in Manz. “ Freie Lehrer st eile. An der Volksschule zu W e i t e r s h a i n ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer zu besetzen. Eine Dienstwoh- nung ist vorhanden. * Arbeit sgemeinschaftfürHeimat- ge schichte. D.e vom Kultusministerium an» geregte Bildung von Arbeitsgemeinschaften über Erforschung der Heimat hat nun auch im Kreise Dietzen feste Gestalt gewonnen. Aach vorberei- lenden Besprechungen über Aufgaben und Ziele der Arbeit durch Prof. Blech ex (Friedberg) versammelten sich im Hotel „Hindenburg" in Dietzen etwa 60 Lehrer und Lehrerinnen aus dem Kreise Dietzen, um mit der praktischen Arbeit zu beginnen. Die Bcrsammlung war vom Dorsihen- den des Kreislehrervereins, Lehrer Sommer (Grohen-Linden), einberufen worden und wurde auch von ihm geleitet. Aach einer kurzen De- grühungsansprache hielt Lehrer Dc. Reibt (Heuchelheim) einen längeren Bortrag über Heimatforschung. Der Redner führte die Zuhörer nach einigen einleitenden Worten sofort in die praktische Arbeit ein und gab an Hand von Beispielen zah'reiche Ratschläge, wie vor allem aus alten Gemeinderechnungen Schlüsse auf die Der- gangenheit und die Bevöllcrungsverhältnisse gezogen werden können. Die alten Matze und Münzen, ihr Wert usw. wurden an vielen Beispielen erläutert. Autzerdem gab der Vortragende nähere Angaben über die Heimatliteratur der in Befracht kommenden Orte. An den Bortrag schlotz sich eine Aussprache, die noch einige Fragen klärte. Lehrer Sommer dankte für die Ausführungen des Redners und forderte zu lebhafter Mitarbeit auf. •• Vortragsabend in der Markus- gemeinde. Am Donnerstagabend fand im Gemeindesaal der Markus-Gemeinde ein Dor- iragsabend statt. Aach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrer D e ck e r und nach einigen einleitenden Musikstücken der kleinen HauskapelLe, die sich der Gemeinde schon öfters zur Verfügung stelle, hielt Reichsbahnamtmann Dörr vom hiesigen Bahnhof einen Vortrag über das ..Verkehrswesen in alter und neuer Zeit". Der Redner, der seinen Vortrag durch eine lange Reihe von Lichtbildern unterstützte, griff weit zurück in die Geschichte und schilderte zunächst die Romantik dec Postkutsche, die Romantik der Landstratze von ehemals, kam auf den Ausbau der Straßen (der meistens aus strategischen Gründen erfolgte) zu sprechen und gab dann einen Ueberblick über die Entwicklung des Kraftfahrzeuges. 3m 3ahre 1893, so erzählte der Vortragende u. a. aus eigener Erinnerung, ser das erste Auto in den Stratzen von Dietzen gesehen worden. Die ungeheure Entwicklung des K ■”*(* wagens in seiner heutigen Bedeutung toar o- no'ogisch in einer Reihe von Lichtbilder st- gehalten. 3m gleichen Matze fand die E .^ick- lung der Eisenbahn Beachtung. Don der ersten dem Rhein-Mainischen Wirtschaftsverband tn Frankfurt an, so datz also die Marburger Der- cinbanmg für die Stadt Dietzen keine Geltung hat.» ” Dichmärkte in Dietzen. Der nächste Rirrdvieh-lAutzvieh-fmarkt findet am Dienstag, 10. März, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch. 11. März, statt. Aäheres in der heutigen Anzeige. •• Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 älhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet. Die Räume sind geheizt. •• Helft den Blinden. Der Blindenbe- schäftigungsverein in Darmstadt wendet sich im heutigen Anzeigenteil erneut gegen dis unberechtigte Ausnützung des Gebrechens der Blindheit. Das kaufende Publikum wird im eigenen 3nter«sse gebeten, immer erst zu prüfen, wenn Blindenware angeboten wird, ob sie von einer gemeinnütziger» Anstalt, oder von einem Privatuntemehmen stammt. 3n Hessen kommen als gemeinnützige üln- werden, die dem kindlichen Begriffsvermögen an- gcpatzt sind. Darüber hinaus werden die Schülerinnen auch stark zu eigener schöpferischer Tätigkeit angehalten. Ein lebendiges Bild bietet die Abteilung „Werk- unterr.cht". Sehr gut laßt sich an den Arbeiten die Entwicklung vom Einfachen zum Schwier gen verfolgen. So sind zunächst aus wertlosem Material Kinderspielzeug und originelle Tierfigurcn geschaffen worden. Flechtarbeiten, Körbchen, Taschen, Gürtel, Bucheinbände aus Bast in bunten Farben wurden hergestellt, Perlenketten gefertigt, später regelrechte Bucheinbände in einfacher Manier geschaffen, mit selbstgefertigten Kleisterpapieren bezogen und so zu überaus reizvoller Wirkung gehoben. Zn allen vor» liegenden Arbeiten äußert sich ein fühlbarer Wille zu eigener Gestaltung und harmonischer Farbebe- handlung. Tatsächlich ist manche Arbeit darunter, die man nahezu als Kunstgewerblich bezeichnen könnte. Schließlich liegen noch eine Reihe von Gc- brauchrgegenständen aus Holz und Metall vor, die in ihrer Einfachheit den denkbar besten Eindruck machen. , . v , ... Neben diesem Werkunterricht wird naturgemäß auch in hohem Maße die reine hausfrauliche Handarbeit gepflegt. Dieser Teil der Ausste - lung ist ebenfalls sehr reichhallig. In der Hauptsache handelt es sich hierbei um die Schaffung von Kindergarderobc, die gehäkelt, gestrickt, genaht usw. vorzufinden ist. Die Ergebnisse des Unterrichts in der Küche gelangten in Form von Kuchen, Torten und kleinem Gebäck zur Ausstellung. Im großen und ganzen gewinnt man den Eindruck, daß die Schülerinnen in sorgfältiger Weise auf ihren Beruf vorbereitet werden. Die Ausstellung ist sehr gut geeignet, den Muttern für die Herstellung^ von einfachem Spielzeug wertvolle Anregun- gen zu geben. Es lohnt sich, dieser Ausstellung einen Besuch abzustatten. (kinbruchsbetneb en gras. Der heutige Dietzener Polizeibericht meldet: Durch die am 3. März erfolgte Festnahme des Schuhmachers P ö h und der Gebrüder 3alob und Heinrich Herjans konnte nutzer den bereits gemeldeten Diebstählen noch eine größere Anzahl von Einbruchsdiebstählen, die in den letzten Monaten ausgeführt wurden, aufgeklärt werden. Den nachstehend aufgeführten Firmen usw. ha'en die vorerwähnten Einbrecher unerwünschte Besuche abgestattet: Mehgermeister Krug. Marktplatz Mehgermeister Dörr. Aord- anlage, Firma 3nderthal, Reuen Däue, Firma Tribus & Sundheim. Westanlage. Firma K l i n g s p o r . Ao danlage. Cafs Ebel. Burggraben. Firma 3asconsa. Zigoretten- vertrieb. Aordanlage. Mehgermeister Rausch. Aeustadt. Molkerei Grieb, Aeu"adt. Dietzener Ruderge Seilschaft 1877. Kaufhaus Schmücker Marktstrahe. Autzerdem wurde in der Wo'nung deZPötz e n Granmophonappa-at mit einer großen Anzahl Platten besch'.agnahmt, der von dem Inhaber des Kaufmännischen Dereinshaufes als sein Eigentum erkannt wurde. D'eser Spielavparat. der durch verschiedene Dcr">nderungen unkenntlich gemacht worden war wurde im Dezember 1930 mit einer Menge Tabakwaren entwendet. D r jetzige Besitzer leugne1 bis z r S unde diele Tat. Non dem Diebesgut konnte eine größere Menge he^beigeskvafft werden, und zwar: Etwa 8000 Zigaretten, 6 Herrenmäntel, 7 Herrenanziige, 2 Knaben» anzüge, 2 Sporthosen, 3 Paar Sportstrnmpse, 3 Baar Herrensock n. 6 Baar Damenstrümvse, 2 Sportmützen, 3 Nullover, 2 Damenkleider. 4 Damen» scstlupfbosen, 3 Vrinzeßräcke. 7 Dam-mhemden, 13 Herrenbemden. 6 fomvfette Silberbestecke, 19 Fla- fdx-n W«ün, Fleisch und Wurstwaren. ^ie Täter waren schwer zugänglich und verstockt. Die Ueberführung zu den einzelnen Straftaten erfolgte erst nach itiindenlanaen Vernehmungen. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen daß noch roe tere unaufgeklärte Straftaten auf das Konto der drei Festgenommenen kommen. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Vornotizen. — Tageskalenderfür Samstag: Frö- bel-Seminar: Ausstellung von Schül-rinnen-Arbeiten vom 7. bis 9. März, 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr im Fröbel-Serninar, Gartenstrahe 30. — D. H. D.: Lichtbildervortrag, 20.30 Uhr, Heim, Lonystrahe. — Artillerieverein: Monatsver- sammlung, 20 30 Uhr, Hessischer Hof. - Lichtspielhaus Bahnhofstrahe: „Die Faschmgsfee . - Astoria-Lichtspiele: .Die Schmugglerbraut von KZr. an, 1 e>n iQtii* ,Qnn?- nicht N" die Xür: ‘6e Slotfen 2 ”e Nen h m,!d’L Die YZA WB Dar. Selben ÄQhditn ho» ■ -in m ^lütenftaubes Tz Je >m Winter hart und steif !rfZr°Mallc unb Ech-ee x3 6it wame Je- Eichte. Nun kommen weiblichen Blütchen. Der Bienensummen, * Kalt und kohl sind noch Eden die breiten grünen tlchen schußen. en? Auch ihre (leinen Kök- MrMne bald ausgeweikt Weiden da unten am Bach, 1 weifte Spihchen neugierig e warten nur noch, bis die ein Duff von frischem Säst n und Wachsen in der Erde. ’A das zugleich! Es ist der ler, es ist die Sonnenkrast hlgeborgen in Samen und noch schasst und wirkt. Dir Hält noch. Und doch welkes 'sichtbar unfern Augen! Es । keimt und treibt. Der Wind' KnislslODierei König repariert Kleidungsstücke, Seidenstrümple und Teppiche tn 3-4 laßen / Arbeit konkurrenzlos! Walllorslr.l2s Eisenbahn, die zwischen Rürnberg und Fürth den Derkchr aufnahm, bis zum ..Rheingold- Zug". dem modernsten und schönsten Zug der Deutschen Reichsbahn, vermittelte auch hier der Redner einen Eindruck von den technischen K>rt- schriuen unserer Zeit und damit zugleich einen Begriff von der riesigen Organisation der Rc.chs- bahn. Die übrigen Ausführungen waren einer eingehenden Betrachtung der deutschen Dinncn- und Hochsceschisfahrr. die in den letzten Jahren nach Kr.cg und 3nflation wieder zu einem bedeutsamen Faktor des deutschen Verkehrswesens herangewachsen ist. gewidmet. Steigerung und Abschluß sand der universelle Vortrag in der Darlegung der Entwicklung des Flugwesens, das seinen vorläufigen Höhepunkt in der Schaf, ung von Do X und ..Gras Zeppelin" gesunden hat. Die Zuhörer folgten mit großer Aufmerksamkeit den interessanten Ausführungen. Dem Vortragenden wurde herzlicher Dank ausgesprochen. ’• Der »Hubertus. Verein weidgerechter 3äger. Si tz Die hex n" hielt, toie man uns berichtet, am Mittwoch im ^Hessischen Hof" seine sehr gut besuchte Monatsversammlung ob 3m Mittelpunkt der Sitzung stand ein Vortrag von Geheimrat Prol. Dr. Olt über ..Die Wissenschaft in der Praxis der Wilddiebbekümvfung", Worin der Vortragende an Hand praktischer Fälle zeigte, welche gefährlichen Waffen gegen daS Wilderertum und für den Aachweis der Wilderei die Wissenschaft heute in Gestalt serologischer Blutuntersuchungen und mikroskopischer Haaruntersuchung'it, sowie in der Photographie besitzt. Der durch praktische Vorführungen und Tafeln wirksam unterstützte Vortrag fand höchstes 3ntcreffe. Ferner berichtete Oekonomierat Hoffmann über die mit der ..Grünen Woche" verbundene Berliner (Jagdausstellung. Er betonte, datz der Verein an der hessischen Ausstellung mit 32 Rehkronen sehr gut beteiligt tote und datz ein zweiter und zwei dritte Preise Zeugnis davon ablegten, datz seitens der Mitglieder immer mehr Wert auf die Qualität gelegt werde. Studienrat Holzel erklärte die Grundsätze, nach denen neuerdings die Bewertung der Beutestücke auf den deutschen Ausstellungen üorgenoimnen wird. 3m übrigen Teil der Sitzung wurden mehr geschäftliche Fragen, wie Reu- ausnahmen, Festsetzung einer Prüfung für (Jagdhunde u. ä. erledigt. * Eisenbahnverein Gießen. Der Eisenbahnverein Gießen hielt seine diesjährige (Jahreshauptversammlung im Hotel „Bayerischer Hof" ab. Der BereinSvorätzende, Reichsbahn- Obersekretär A l t h a u s, gab einen Rückblick ü'.’cr das verflossene 3ahr und erläuterte besonders die Zwecke und die Ziele der Für orgeeinrichtung im Bezirk der Direktion. Außer den Pflichtbeiträgen seien der Fürsorge im vergangenen 3ahre auch freiwillige Zuwendungen gemacht worden. Demgemäß konnten im verflossenen 3ahre in 99 Fällen für kranke und erholungsbedürftige Kinder Zuschüsse gegeben werden. 3n einigen Fällen wurden auch in Rot geratene Mitglieder durch den Verein unterstützt. Der Vereinsrechner, Reichsbahnalsi- stent Loos, erstattete den Kaifenbericht, dem zu entnehmen war, datz sich daS Vereinsvermögen wesentlich erhöht hat. Die Rechnung wurde, von Reichsbahn-Obersekretär Heil geprüft und in Ordnung befunden. Dem Recl)ner und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Der Gefamtvor- stand fand für die mustergültige Vereinsführung die Anerkennung der Mitglieder. Bei der Vor- standsersatzwahl wurden neun satzungsgemäh auS- scheidende Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. •• Kath. Deutscher Frauenverein. Der Kath. Deutsche Frauenverein hatte zu einem Vortragsabend in das Katholische Dereinshaus eingeladen. Gartenarchitekt Schwarz-Gießen sprach über „Staudengärten und neuzeitliche Friedhofsanlagen". Eine Reihe schöner Lichtbilder illustrierte den interessanten Vortrag, der den lebhaften Beifall der Zuhörer fand. Der Redner gab eine Anzahl praktischer Winke und zeigte eine naue Art der Gartena"lage. (weitere Lokalnachrichten im 3. Blatt) Mallorca" und „3hr wißt ja, tote Matrosen sind". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater: .Schinderhannes", 18 bis 21 ilpr. — Matthäusgemeinde Gießen: Kirchenmusikalische Feierstunde. 20 Uhr, Stadtkirche. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Die Faschingsfee". — Astoria-Lichtspiele: .Die Schmugglerbraut von Mellorca" und ,3hr wißt ja. tote Matrosen sind..." — — Aus dem Stadtthealerbureau wird uns geschrieben: Sonntag, 8. März, zum letztenmal als Frembenvorstelamg unter der Spielleitung von 3ntentant Dr. Prasch Earl Zuck- mayers Vocksstück „Schinderhannes", Anfang 18 älhr, Ende 21 Uhr. — Dienstag. 10. März, zum ersten Wale das Lustspiel „Feurio!" von Bernhard Blume unter der Spielleitung von Peter Fasfvtt. — Mittwoch. 11. März. 19.30 älhr. Szenen aus der Tiefe von Maxim Gorki: „Racht- asyl". Spielleitung Walter Bäuerle. — Freitag bleibt das Theater geschlossen. — Samstag, 14. M-rz, im Freitagabonnement, 20 älhr, einmaliges Gastspiel des Berliner Komikers Max Ada.bert mit seinem Berliner Ensemble in „Der Mann der schweigt"; Zehnerkarten haben zu diesem Gastspiel reine Gültigkeit; für Abonnenten ermäßigte Operettenpreise, sonst Operettenpreise. — Sonntag. 15. März. 14 älhr. geschlossene Vorstellung „Weekend im Paradies". Spielleitung Heinrich Hub. 18.30 Uhr als Fremdenvor» stellllna und gleichzeitig auch »um letztenmal der diesjährige beliebte und erfolgreiche Faschings- schwank „Das öfientließe Aergernis" von Franz Arnold, ebenfalls unter der Spielleitung von Heinrich Hub. — 93 o m Konzertverein wird uns geschrieben: Wie schon mehrfach bekanntgemacht, hat sich der Vorstand auf Grund vielfacher Anregungen aus dem Kreise der Musikfreunde veranlaßt gesehen, das dritte Orchesterkonzert am Donnerstag, 12. März, als Mozartfeier zu veranstalten. Dem intimen Charakter des Konzerts entsprechend, wird es nicht im Stadttheater, sondern in der Aula abgehalten werden. Das Darmstädter Landestheater-Orchcster, durch seine Mozart.nterpretationen besonders berühmt geworben, ist auch für dieses Konzert gewonnen worden. Die Leitung liegt, wie immer, in den bewährten Händen unseres Universitätsmusikdirektors Dr. Stefan Temesvary. Das ursprünglich vorgesehene Programm hat eine Abänderung erfahren, nachdem es gelungen ist, Herrn Otto Drumm (Geige) und Herrn Rudolf Sprenger (Viola) als Solisten zu verpflichten, sie werden die ,^onzertante-Sinfo> nie mit Orchtsterbcgleitung", Köchel Nr. 364, zu Gehör bringen. Um. ahmt wird diese fetien gehörte Sinfonie von der Serenade in D-Dur, Köcbel Rr. 320 und von den „Deutschen Tänzen", Köchel Rr. 605 Das Konzert muß pünktlich um 19.30 Uhr beginnen, da die Mitglieder der The^terkapelle noch den Abendzug nach Darmstadt erreichen müssen. Die Saaltüren müssen nach Beginn des Konzerts geschlossen bleiben. Wes Nähere ergibt sich aus den 0—onzert des Baue rschen Gesangvereins. F.eunde des Männergefanges und der Mufik seien auf das Konzert des Dauerschen Gesangvereins, das am So intag, 8. März, 16 Uhr, in der Reuen Aula der ilnitxrjtät stattfindet, aufmerksam gemacht. Siehe heutige Anzeige. — DerKreis - Ob st- und G a r ten b a u- verein hält am Samstag, 14. März, im Eisenbahnhotel (Hopseld) seine Hauptversammlung ab. Räheres ist aus der heutigen Anze ge ersichtlich. — Der Deutschnationale Handlung s- gehilfenverband veranstaltet heute, Samstag, 20 30 Uhr in seinem Heim in der Lonystraße einen Lichtbildervortrag über das ^herna „Geld-, Bank- und Börsenwesen". Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. — Der Verband zur Förderung des Volkssportes in Hessen und Nassau hält am Samstag. 21. März, 16 30 Uhr, im Hotel Schütz, Bahnhofstraße, seine Mitglieder-Dersammlung ab. (Siehe heutige Anzeige.) ♦ •* * •• Sechsprvzentige Senkungvon G e- meindearbciterlöhnen. Am Donnerstag fanden in Marburg seitens des Hessen-Ras- fauifchcn Wirtschasis'erbange Z Verhandlungen über die Senkung der Löhne der Arbeiter der Gemeinde-. Kreis- und Pro^inzverbände von Hessen- Rafsau und Oberbesfen statt. Die Verhandlungen endeten mit dem Ergebnis, daß ab 1. April 1931 eine Senkung bzr Löhne um etwa 6 Prozent eintritt. (Dem Helfen Raffauischen Wirtschaftsverband gehören die Provinz Ob Treffen und der Kreis Gießen an. Die Stadl Gießen gehört t!, die ersten Blüten! (Fin b. no-f) ohne das schmückte i?ur Wüten! Und welch fö't- OoMffrou* verschwender'lch lolbenen Wolken babingibt, it-r^lume ein betäubender Blüten ndm^neide" ""d t fürchten den staden (fte- >5. Mag er weiterblüben und TDrj^n und ihnen zurusen: will beginnen! s 'xiucn tirr hmauf Si-’xm. die zum Teil Laub tragen. 6*>cinMr m noch, mit fWf md schaden neue ernte. ,fen unb Ä Die ekn 5timmAen trr'ufrn lauter ^n. Dam schür-Uen mch , zartes Grün wird erldKt- -m von !n. So unrufr.0 wird unter nicht erstaunt, do^ dort die erst-rn S^tenlt^e m ,D115JL- frWr S'ruch ■täS* »«6X?äeh’",kt [en und m . wir >n erneu ~ l. Veilchen W\ , nx 06-r. die für de» UW -SW heN'^z Echo!!;" ?e g-'N°^ । in Ausgabe Unzial' Gieß Mar ,Nej Mor Js Sohn ein. JiotDgorob, in Jriots großger Hl hat ein [ ste. hafenar MhWarter un fern 1,011,1,5 ,^«ler und Lo itnncn gelernt I">!chen Geste Su$en- 3m Aeudonym G [Wen; er ' L berühmt i W nur als 9? ,^hrcn, ^ohnbrecher bi . ^in Schani ^jlainen ’J lle. Premiere" ( L'°l8- sie ha *n,t saft Lr» ZK öerUf,1-* Rentei eif;* s-L Ä8 iäÜebrlrleiE rKr JS' tratie • Üe.t{°> M 'M «fS öJJit ^1° «Ai>^ eHCroct ^eU®1 chea.<, Do wsV < 5 nl'«1 & stSÄ” Sa Hal 011 3nifi0*?eri5 S? Lk« Ilalien enisp eigentlich Paktes uberha (Seit und Eric L"LL S * s sonst hatte es l gehen können.^ Einigung m Kenische Ern^ sranzösW & bti Dre'.ea wenn, voran 3a"an W® Damr rst ö vom 22. 2 Anger Mise vertrag suc v mit wäre ein> aussetzung sui bruar des n- hat nach 2lbl llebereinkomm res und fast seit bet Land glauben lo.r i Aellvgvalt in bi», glauben, DM reisen' kenntnis und liehe Dvra'L po.itischrn C Marinele: bis 1936 gi im ganzen), ohne bah n nen Ans mit Frai aber eine über'egenen Tonnen zug gegenwärtige ten, der bam Mächte werd zu 10 000 So: nage sür Li für U»Tootc Amerika un haben. Leid honet Aakvn also auch bi u. bgl.) an seinem 'Rech zu verstätkei ihrige crhöi beutet also i im ganzen begreift noch kein ( es ist wenigst oben, und er Haus eveni. auch k! eine Landwirt s e halt au vachren oder zu kaufen gesucht. Schrttli. Angebote unter 0136) an oen Gieh. Anzeiger erb IIH1ll|lll|liil»MIIM|l"""" bin- ooer 2-FamiUen-naas geg.Barzahl.nur v Lelbstbefitz.z. kauf lef. Schr. 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ZainSmd/.Män, abtnM W: 11br, im Haufnmnnifcbtn '^remchauo D 1 ritrtt Mb! und ichie iber. !üge, fiel- [®. idauk' (na.« r.M ;Lv' t be> Vier- in m ubaui Schr. Zbieti fität 5)al l e erledigten Lehrstuhls der systematischen Theologie ist ein Ruf an Professor D. Dr. Paul Tillich in Frankfurt ergangen. — Professor Dr. Otto Becker in Halle hat einen Ruf auf den Lehrstuhl der mittleren und neueren Geschichte an der Universität Kiel als Nachfolger von Prof. Friedr. Wolters erhalten. ichel« ih.ind l)t. I7OSD einer. die Abrüstungskonferenz im Jahre 1932. wenn die Seemächte der Welt (andere als die fünf genannten kommen ja nennenswert n.cht in Frage) wenigstens auf dieser Basis an die Lkskusswn des ganzen Problems Herangehen. Noch größer ist die weltpolitische Bedeutung. Brachte jene Londoner Einigung eine englisch-amerikanische Verständigung von größtem Ausmaß, so bedeutet dieser Abschluß jetzt eine Entspannung der französisch-italienischen Beziehungen und einen Schritt in der Befriedung Curovns. aber natürlich auch, worüber wir uns klar sein müssen, in der Befestigung der durch die Pariser Friedensvcrträge geschaffenen Gesamtsituation. So sehr dieses Abkommen ein Erfolg Hendersons ist, so sehr ist es auch ein Erfolg Briands, der in der Kammer mit Recht ausrief, daß Frankreich noch nie so viele Alliierte gehabt habe als jetzt, und mit Genugtuung auf einen Erfolg seiner Politik Hinweisen konnte. Und Frankreich ist dabei wahrhaftig nicht zu kurz gekommen! Rachgcgebcn hat ja Italien. Warum? Woher diese Friedenspolitik Mussolinis und diese Eingliederung in eine englisch-französische-italienische Front? Ratürlich gibt er und gibt Italien die bekannten Forderungen seiner Außenpolitik nicht auf. Aber zunächst legt es diese gewissermaßen auf niss« viel einfacher, gehen die beiden Staaten. worüber wir uns auch nicht täuschen sollen, in ihren Interessen und Meinungen zur Richt- alrüstung recht parallel. Gewiß, dieses Adlommen braucht nicht von vornherein uns nächstes Jahr zu isolieren, zu gefährden und die Abrüstung lahmzulegen. Gewiß. dieses Abkommen kann dem europäischen Frieden dienen. Aber es kann ebenso ausschließlich wir.cn im Dienst einer französischeir Politik, die den bisherigen Stand auf« rechterhalten will, a.so die Rüftungs- ungleichheit zuungunsten Deutschlands und die Ausschließung jeder Rcviiionsmöglichkcit für d.e Friedcnsverträgc. Wie soll bann Italien, das man bei uns schon in der Rcvisionistcnfront sah. auf diesem Wege der Verständigung mit Frankreich und England zur Vertretung der Rcvi- sionsfvrderungcn kommen? So werden auS diesem chöchst bedeutsamen Abkommen ernste Fragen an die deutsche Außenpolitik gestellt. Sie stellen sich desgleichen sür die russische Außenpolitik, der gegenüber sich Frankreich und Italien schließlich auch finden können. Und sie stellen sich nicht zuletzt für die amerikanische Außenpolitik, der d.e Führung in der Welt immer mehr zugunsten Frankreichs entgleitet. ,0a liegt der Hund begrabend Am Rordfuh des aussichtsreichen Inselsberges liegt Halbwegs zwischen Friedrichroda und Ruhla in Thüringen das als Sommerfrische gern ausgesuchte freundliche Dorf Winterstein. Als Sehenswürdigkeit besitzt es die Ruine des Schlosses der Herren von Wangenheim. Die größte Be- rühmtheit des Ortes bildet ein seltsames Grabmal. bas man hier vor 300 Jahren einem Hunde zum Dank für seine treuen Dienste gesetzt hat. Angeblich leitet sich von diesem auch die Redensart „Da liegt der Hund begraben" her. Wie der Denkstein, der sich heute am Abhang des einstigen Burggrabens befindet, erzählt, wurde Anno 1630 „ein Hund hie her begraben das chn nicht fressen die Rawen. War sein Rame Stutzei genannt... Geschah umb seiner großen Treulichkeit die er seinen Hern und Frauen beweist." Darunter befindet sich dos Bildnis eines sitzenden Hundes. Im Dreißigjähr.gcn Kriege hatte der brave Stutze! den Briefwechsel zweier Liebenden treu und pünktlich besorgt, mit den Briefen am Halsband führte der vierfüßige Liebesbote seine Gange gewissenhaft aus. Als man chn nicht mehr zu galanten Diensten brauchte, lief der Hund, solange es seine Kräfte erlaubten, täglich nach dem V/2 Stunden entfernten Woltershausen, um dort Einkäufe zu machen. Sein Tod versetzte seine Herrin, die verwitwcre Iägermeisterin Anna von Wangenheim — die Anfangsbuchstaben der Romen des Ehepaares liest man noch auf dem Grabstein — in tiefste Trauer; sie ließ den Hund in einen Sarg legen und ihn unter großer Leichenbegleitung auf dem Kirchhof begraben, wo man das Tier aber nicht lange duldete. Ihr ganzes Gesinde kleidete die Schlohfrau schwarz und erheischte von ihm lautes Weinen und Wehklagen um den geliebten Hund. Eine Köchin, die stch nicht zu Tränen rühren lieh, bekam von ihr auch kein Trauergewand. Als aber die Magd in der Küche Zwiebeln schnitt, wurden chr die Augen feucht, und die Herrin schenkte ihr mit den Worten .Richt wahr, nun weinst du doch noch um den guten Stutzen!" voller Rührung das Trauer- klett. ' aui gern, ebitv »lend 660 b®* stt.2 ftraM Hn t er ' och Eis. Warum? Die Rew Pork TimeS meldete denn auch gleich aus Paris, man spreche dort von einer 100-Millionen-Dollar-An- leihc für Italien! Die finanzielle Lage Italiens, insonderheit seine Belastung mit kurzfristigen Krediten, ist sehr schwer. Also das Programm Sauerweins auch hier in Anwendung auf Italien: französisches Gv.d. französische Anleihe gegen Stabilisierung der bestehenden Verhältnisse Europas! Die ..Times" in London sucht uns zu beruhigen, der ..Temps" in Paris fährt uns in seiner Weise an. weil man in Deutschland die Besorgnis hat, daß dieses Abkommen Deutschland auf der Abrüstungskonferenz isolieren könne. Aber sprechen denn die bisherigen Erfahrungen gegen die schon logische Annahme. daß eine solche Verständigung üoer Gold und Seeschiffe von einer über die Landrüstung entweder schon begleitet ist oder begleitet sein wird? Sollen wir der englischen Presse glauben, die die völlige Unabhängigkeit Englands behauptet, nach all den Erlahru gen. die wir in dieser Beziehung erst mit Austen Chamberlain, dann mit Robert Cecil gemacht haben? Sind denn die Meinunglvcrschiedenheiten zwischen Frankreich und Italien in der Landabrüstungsfrage so sehr groß? Die Hauptschwierigkeit lag doch auf der See! Zu Lande liegen die Verhält- Das Publikum hielt sich, was ihm niemand verdenken kann, an die stellenweise groteske Storni! ber Szenerie. — Lebhafter Beifall zuletzt. hth. eich Hl. ka n th. Ob. ier (leit,t. fit- en- lieb. :0)l. in d. rbei. ZK- ^oien. l'Wlt d?" lÄ^n «omitaa» -Mstz, poii 18 biO 21 Uln Au.ier;.bonnement (}xemötn voineuuno (trmänlflie Wrcne. Zum lebten W- WWWi S(hauiPitlt.4W;t0 iH HüdNw vonCaüMnmtt TieuSt.,tV.Mätt, Loti ib bis 22.SieWg-R.-M. bum ersten Mm. , Leuvior D Bernhard vlurne. von l!>' ’b^T7h’n..| 22.U1P0JW (liewojnltdje W ’ »tim ®m l •Sft*"’1 i . «finniiiflt« VZ-LL Eine Gedenktafel für den srühverstorbenen hessischen Dichter Georg Büchner soll an Büchners Geburtshaus in Goddelau bei Darmstadt angel rächt werden. Die Anbringung wurde von einem Ausschuß vorbereitet, dem der hessische Staatspräsident Dr. Adelung. Generalintendant Prof. Ebert in Darmstadt. Prof. Mar Reinhardt in Berlin, Prof. Kippenberg vorn Inselverlag in Leipzig. Rektor Reiber. M. d. L., in Darmstadt, Apotheker Donat, M. d. L., und Bürgermeister Hartung in Goddelau angehören. Eine Sammlung in ganz Deutschland brachte zwar manche Enttäuschung, aber doch eine Summe, von der ein schöner Ueberschuh zugunsten lebender Künstler verwandt werden ka..n. Die Enthüllung der von dem hessischen Künstler Beide gearbeiteten Tasel findet in Goddelau am 8. März statt. Beim Festakt wird Prof. Ebert die Gedenkrede auf Büchner halten. 'm» 1^! Uöf «««* Oer Flottenpakt. Außenpolitische Umschau. Don Dr. Otto Hoehsch, o. ö. Pros, der Geschichte an der Universität Berlin. Wir sind so sehr in unseren inneren Sorgen verstrickt, daß wir uns kaum die Bedeutung der e n g l,i s ch - f r a n z ö s i s ch - i t a i e n i s ch c n Flottenverhandiungen ganz deut ich machen. ebenso wie bei uns seiner,eit der Londoner Flottenpakt vom Frühjahr 1933 nicht genügend gewürdigt wurde. Der war, ein Torso geblieben, weil Frankreich und Italien nicht mitmachten, und lange haben direkte Verhandlungen zwischen FrSnkreich und Italien gespielt ohne Erfv.g. Da hat der englische Außenminister resolut die Initiative ergriffen, weil die Gefahr eines fran- zöfisch-italienischen Wettrüstens Eng'and um den Vorteil des Londoner Vertrages, die Begrenzungen der Rüstungen nach oben, zu bringen drohte. Diese sogenannte Sicherheitsilausel, die England gegenüber Amerika und Japan erlaubte. bei weiterem Rüsten von Frankreich und Italien entsprechend auch „aufrüsten", war ja eigentlich der schwache Punkt des Londyner Paktes überhaupt, bedrohte seinen eigentlichen Wert und Erfolg. Darum ergriff Henderson die Initiative und brachte einen neuen Erfolg sür Vas Arbeiterkabinett nach Hause. Der Boden muß sehr sorgfältig vorbereitet gewesen sein, sonst hätte es ja gar nicht so Schlag auf Schlag gehen können: 24. Februar französisch-englische Einigung in Paris: 28. Februar englisch-ita- sienische Einigung in Rom: 1. März englisch- französische Schlußeinigung wieder in Paris — das Dreieck war fertig und wird zum Fünfeck, wenn, woran nicht zu zweifeln ist, Amerika und 3a'an zustimmen. Dann ist der Londoner Flottenpakt vom 2 2. April 1930 perfekt, der in kluger Weise von vornherein als ein Rahmenvertrag für d.e fünf Milchte angelegt war. Damit wäre eine bedeutende Grundlage und Voraussetzung für die Abrüstungskonferenz im Februar des nächsten Jahres geschaffen. Driand hat nach Abschluß der Presse gesagt, daß ein Übereinkommen die Krönung eines ganzen Jahres und fast ununterbrochener Verhandlungen seit der Londoner Konferenz gewesen sei. Das glauben wir ohne weiteres. Cs ist, wie es beim Kellogpakt war, und eine Lehre für, manche, die glauben, daß außenpolitische Erfolge über Rocht reifen: Zähigkeit und Geduld, Terrainkenntnis und Terrainbearbeitung sind unerläßliche Voraussetzungen eines wirklich großen außen- poi tischen Erso'ges. Marinetechnisch bedeutet das 2lbkommen, das bis 1936 gilt (so lange wie der Londoner Pakt im ganzen), daß Italien für diese Zeit und ohne daß man lange darüber geredet hat, seinen Anspruch auf F l o 11 e n p a r i t ä t mit Frankreich aufgibt, Frankreich aber eine Verminderung seiner Italien überlegenen Gesamttonnage auf 150 000 Tonnen zugibt. Das entspricht ungefähr dem gegenwärtigen Unterschied zwischen beiden Flotten. der damit bis 1936 stabilisiert wird. Beide Mächte werden die gleiche Zahl von Kreuzern zu 10 000 Tonnen besitzen, die gleiche Höchsttonnage für Linienschis'e haben. Frankeich erhält für U-Boote 70 000 Tonnen, während England, Amerika und Japan nur je 53 000 Tonnen haben. Beide Mächte treten bann dem Londoner Abkommen vom 22. Aprll 1933 bei, nehmen also auch die anderen Regelungen (U-Bootkrieg il dgl.) an. England braucht dann nicht von seinem Recht Gebrauch zu machen, seine Flotte zu verstärken, wenn Frankreich oder Italien die ihrige erhöhen würden. Grob gesprochen bedeutet also das Abkommen, daß die Srcrüstung im ganzen in der Welt heute nach oben begrenzt ist, wenigstens bis 1936. Das ist noch kein Schritt zur A b r ü st u n g. Otter es ist wenigstens ein Halt, ein „Limit" nach oben, und es ist natürlich von Bedeutung für Oie Suggestion. In feinem neuen Buch „Die Heilung d u r ch den Gei st" (erschienen im Inselverlag zu Leipzig. -38-) läßt Stefan Zweig als erstes von drei Geistesbildnissen das seltsame Leben und wcstgrei sende Wirken des Franz Anton M e s m e r er» stehen. Er will ihn von dem Verdacht reinigen, er — Winkelried der modernen Seelenheilkunde — |c-. ein Nachbar des Cagliostro oder anderer Scharlatane und Abenteurer jener Zeit. Das gelingt ihm aus überragender Geistigkeit und in überzeugender Weise. Wer kümmerte sich noch vor kurzem um Mesmer, fcftgclegt in seiner historischen Einfügung, Urbild aller Magnetopachen? Erst jetzt, in unserem vom Mechanistischen übersättigten, daher dem Secli» schen hungrig zugewandlen Denken springen verschüttete Quellen des Geistigen wieder auf. Und wer nur einen Fuß in den Garten Zweig- scher Seelendeutekunst setzt, der wird selbst mit magischem Magnetismus in feinen weilen Gründen fest gehalten. Die Leidenschaft der Ueberzeugung feffclt und bannt, wie die gedrängte Sicherheit der Sprache zündet und erhebt. Die wahrhafte Deutung vergangener Ereignisse gelingt ja nicht dem, der die Fakten gesondert in der Hand hält, sondern dem Seelenmeister, dessen Einsühlen'önnen in vergangenes Denken uns selbst zu logischem Zwang wird. Zweigs Schilderung läßt in bruchloser Folge den Film von Leben und Schaffen abrollen, in einer Gesinnung, die keine Autorität ohne sachliche Ptii- fnng anerkennt, aber ohne Libertinage, die grundsätzlich ablehnen würde, was und weil etwas aus den Bezirken des Akademisch-Gefügten stammen würde. Er weiß um das älteste und barbarische Ge,etz der Menschheit, ehedem im Bl"te und heute noch im Geist, jenes unerbittliche Gesetz, das zu allen Zeiten verlangte, die Erstlinge müßten geopfert werden. So bringt er uns zu gleichzeitigem Mst- erleben und nachzeitigem Mitbeareifen des in gleichmäßigen Erschütterungen sich abspulenden Lebens. In der sehr ausführlichen Schilderung von Mary Baker-Eddy, der Begründerin der Christian Science, wird deutlich offenbar, daß bei Heilung durch den Geist. Ein neues Buch von Stefan Zweig: Mesmer. - Christian Science. — Sigmund Freud Besprochen von Dr. med. W. Schweisheimer, München. Oochfcbulnadiricbfen Der durch die Emeritierung des Prof. A. Gürber an~ber Universität Marburg erledigte Lehrstuhl der Pharmakologie ist dem a.o. Professor Dr. Max Baur in Kiel angeboten worden. — Zur Wiederbesetzung des durch den Weggang von Pros. G. Mehrung in der theologischen Fakultät der llnioer- -uit'fn tfiir J'Wbigtte, Gießener Stadttheaier. Maxim (York j: „Nachta ßl". Alexej Maximowitsch Pjeschkow, geboren 1869 als Sohn eines kleinen Handwerkers zu Nishnij- Nowgorod, in der Unter-Welt des russischen Prole- tariats großgeworden und früh aus sich selber gestellt, Hal ein bewegtes Leben geführt als Küchenjunge, Hafenarbeiter, Gärtner, Bäcker, Hausierer, Bahnwärter und Schreiber. Er hat das trostlose Dasein der Obdachlosen, der Bettler und Landstreicher aus eigenem Augenschein kennen gelernt und hat sich die Modelle seiner litc- rarischen Gestaltung von niemandem zu borgen brauchen. Im Jahre 1893 begann er unter dem Pseudonym Gorkij (das ist: „der Bittere") zu schreiben: er hatte Glück, er wurde bekannt und bald berühmt über die russischen Grenzen hinaus... nicht nur als leidenschaftlicher Verkünder sozialistischer Lehren, sondern auch als Mitanreger und Bahnbrecher des europäischen Naturalismus. Sein Schauspiel „In der liefe" erschien unter dem Namen „Nachtasyl" 1903 zuerst in Deutschland: die Premiere bei Reinhardt war ein ganz großer Erfolg: sie hat dem russischen Dichter bei uns die Wege geebnet und ihn literarisch eingeführt. Das Stuck hat sich bis heute auf den Spielplänen gc" . halten. Milieu heißt das Stichwort für die neue Errungenschaft der Naturalisten ... auch auf der Bühne. Zustande werden ausgemalt: breit, ausführlich, deutlich und antlägerifd). Akte lang: Worte, nichts als Worte. Bewegungslosigkeit, Stagnation, Unörama-- tik. Die Naturalisten entwickeln nicht — sie schildern. Es gibt zwar — im Dunkel dieses Schauspiels „aus der Tiefe" — theatralisch gesehen, einige lichte Momente; etliche dramatische Akzente im epischen Gemälde. Einer wird sogar erschlagen: zuletzt hat sich jemand erhängt. Aber zuallerletzt ist doch im Grunde — als ob nichts geschehen wäre — die Situation, kaum verändert, wie ganz zu Anfang. Alles verläuft im Sande. Nitschewo. ♦ Ucbrig bleibt: ein trübes Gebrodel trüber Gefühle, Instinkte und Leidenschaften. Die handelnden Personen (sofern sie handelnd genannt werden dürfen im dramatischen Sinne) sind ein zusammengewürfelter Haufen von armen und elenden Menschen im Elendsquartier: Tagdiebe, Verbrecher, Landstreicher, verkommene Intelligenz, verlotterte Aristokratie; Schiffbrüchige, Außenseiter, Nihilisten. Zwilchen ihnen, mit mitten und tröstlichen Worten das der reich und unabhängig die Kranken ohne Honorar behandeln kann, der gute Musiier und Erfinder der Glasharmonika, der Freund des jungen Mozart, auf Betreiben der Wiener Fakultät schließlich ausgewiesen. Um so größer wird sein Ansehen in dem oorrcüolut.onärcn Paris. Fünf ausgedehnte Versuche, bei allen Fakultäten der Welt, die von Bedeutung sind, eine Anerkennung oder wenigstens aufmerlfame Ucberprüfung seines Systems zu erzwingen, scheitern. So wendet Mesmer sich an die Lcsfentlichkeit, an alle Gebildeten und Interessierten. Auch Aerzte — Außenseiter, aber an wichtigen Stellen — hängen seiner Methode der suggestiven Behandlung von Nervenleiden an. Aus allen Erdteilen strömen Kranke zu ihm. Vorübergehend muß er Paris verlaßen. Aber feine Anhänger erzwingen gegen die Regierung, gegen den König, gegen das medizinische Kollegium, gegen die Akademie seine Rückkehr, es wird ihm die Möglichkest gegeben, eine eigene Akademie gegen die königliche zu eröffnen. Vor Robespierre flüchtet er 1792 aus Paris nach Wien, nach Konstanz, in die Schweiz — in die Vergessenheit. • Die französische Akademie hat seine Arbeiten in einem höchst überheblichen Gutachten abgelehnt, — wie sie Franklins Blitzableiter und Jenners Pockenimpfung verworfen, Fultons Dampfboot eine Utopie genannt hat, — ein Jahrhundert durste in ihrem Bereich van dem Problem des Mesmerismus nicht mehr gesprochen werden, bis genau hundert Jahre später es der französische Neurologe C h a r c o t durchsetzte, daß die Akademie von der Hypnose offiziell Kenntnis nahm. Nicht als ob alle Mitglieder der Akademie mit der Verurteilung einverstanden gewesen wären: der Botaniker Iussieu erhob Einwendungen gegen die Untersuchungsart. Vierzig Jahre später wird von der Berliner Akademie der Magnet smus überprüft, sie hört zu ihrem Erstau- neu, daß Mesmer noch lebt, Professor Wolfart wird als Abgesandter zu ihm geschickt, um Näheres zu hören, Mesmer, der selbst zu alt ist, um in den Streit zurückzukehren, gibt ihm alle Aufzeichnungen und Erfahrungen mit. 1814 stirbt Mesmer, achtzig Jahre alt. Auf ihn gehen letzten Endes alle psychotherapeutischen Methoden von heute zurück. w il 8*1 v 'u* EttMLhend nu\tiMa«lber\Udjcm: Rn» Oer Magnetismus. Irn Sommer 1774 reift ein vornehmer Ausländer mit feiner Frau durch Wien. Die Frau wird von einem plötzlichen Magenkrampf befallen. Sie bittet den Jejuitenpater und Astronomen Maximilian Hell, er möge ihr zu Heilzwecken einen M a - g n e t e n in handlicher Form anfertigen, den sie sich auf den Magen legen könnte. Hell kommt diesem Wunsch nach. Gleichzeitig berichtet er seinem Freund, dem gelehrten Arzt Doktor Mesmer, von dem ungewöhnlichen Fall. Mesmer ist aufs äußerste erftaui.t, daß die Magenkrämpfe nach Auflegung des Magneten tatsächlich aushören. Er macht auch bei anoeren Patenten Versuche, legt ihnen den hufeisenförmigen bestrichenen Stahl aus den Hals, auss Herz, auf den tränten Körperteil. Zur e.gcnen Ueberraschung treten in einigen Fällen unerwartete Heilungserfolge auf. Mesmer hat seinerzeit den Doktorhut mit einer Arbeit über den Einfluß der Planeten auf den Menschen erworben. Ist hier die magnetische Kraft entdeckt, deren Anziehung der Mensch ebenso gehorcht wie die Sterne des Weltalls? Er glaubt es zunächst und baut die Methode aus. Zwei Magnete werden verwendet, der kraftspendende Strom auch auf andere Gegenstände übertragen. Wasser wird magnetisiert, die Kranken trinken es und babfli darin, Kleider, Belten, Spiegel werden magnetisch bestrichen, um die Kraft weiterzustrahlen. Ein Gesundheitszuber wird konstruiert, in dem zwei Reihen von Flaschen, mit magnetisiertem Wasser gefüllt, konvergent zu einem Stahlstab laufen, von dem der Patient bewegliche Ueberleitungsfpigen an feinen Schmerzpunkt hinführt. Aber von selbst kommt Mesmer auf eine grundlegend andere Auffassung. Nicht das Magneteßen in feiner Hand wirkt, sondern die Hand selb st, nicht der Magnetstein, sondern der Magnetiseur. Persönlichkeit i ft alles. Sie wirkt gefunb» heitsfördernd, weckt den seelischen Heilung-Willen in geeigneten Fällen. Mesmers Sturen wirken suggestiv und hypnotisch, ohne daß ein solches Wort damals schon gefallen märe. ’ Der Zulauf nach den ersten Heilungen ist ungeheuer. Aus Wien zwar wird der dort beliebte Arzt, menschliche Evangelium des russischen Dichters verkündend, der Pilger Luka, ein „Narr in Christo" und Vorbild mancher ähnlichen Gestalten einer spateren Literatur. Das Stück wirkt naturgemäß heute sehr anders auf den Beschauer als bei feinem Erscheinen vor bald dreißig Jahren; es hat, literarisch, ferne Sen» fationen eingebüfjt und, soziologisch, seine Bedeutung als Aufruf ober Programm. Die Regle — Walter Bäuerle — hat dies erkannt. Man kann freilich bas Schauspiel im Grunbe heute nicht an- bers spielen als bamals; man kann für bie In- zenierung keinen neuen Stil finben, ohne einen Anachronismus ztr begehen. Aber man kann bas nationalrussische Milieu betonen, bas öittengcmalbe herausarbeiten, bie laftenbe Trübseligkeit unb dumpfe Hoffnungslosigkeit mit einem gewißen (der Bitterkeit freilich nicht ganz entbehrenden) Humor etwa aus Tschechows Bezirken aufhellen und entspannen. Neben dem finster-realist'.schen Bühnenbild von Löffler ist bie wirkungsvoll abgeftufte Besetzung zu rühmen Aus dem vielköpfigen Personal nur die wichtigsten Namen: Hub etwa, der den Kneipenwirt vielleicht um eine Nuance zu harmlos und zu ironisch behändeste; Maria Koch, anfangs ein wen g fremd in dieser Spelunkenwest, steigerte ihre Waßilißa zu einem russischen Weibsteufel; eine interessante Studie, von diskretem Humor belebt, bot Bäuerle als der verkommene Baron; gleichmäßig gut- Bruck als gescheiterter Komödiant, Hauer in der von Stanislawskij kreierten Rolle des Satin; Linkmann als Schlößer Kletfchtsch. gaffott sprach bie oft merlroürbig westlich unb banal klingenden Pilgerweisheiten bes alten Luka; eine abgezirkelte Charge gab Zingel als Bubnow. Wefener (Pepel), Leutholf (Naffta), Wieland e r (Natascha) von den übrigen. — Lj/ereine I f’w ».mit, Jjl Rainer, Tivv.i fe-ltaK jWjf «Sr. toirh» iei,lnunfl wito exioattei. **i) Simtligiiieii U| UHM r etwa 13 Jahren burch frevelhafte Beraubung stark befdjäbigteit kostbaren Elftadethschreines. dem merkwürd gftcit unb wertvollsten Kunstgegenstand, den Hessen birgt, wird sich wahrscheinlich noch ermöglichen lassen Der Schrein soll vor feiner Weg^ührung durch die Franzosen nach Kas ei im Jahre 1810 mit 824 Edelsteinen, 59 Perlmutterplatten zwei sehr großen und vielen lleinen Perlen verziert gewesen fein 65 ©reine, die wahrscheinlich während des Schmallaldischen Krieges gestohlen wui -- den, fehlten sch>n damals Als der Schrein aus Kassel, wo er 1811 beinahe dem Brande des Re- sidenzschlosses zum Ovser gefallen wäre? int Jahre 1814 nach Marburg zurück am. fehlten 117 ber edelsten Steine, fast sämtliche Gemmen, auf ber jetzt dem Beschauer abgetoanbten Seite das Kruzifix und ganze Teile von Figuren, so daß bis zur Beraubung vor zehn Jahren nur noch 672 Steine unb 47 Perlen, dagegen noch alle 59 Perlmutterplatten v r' a den waren Die g stoh-- lenen Edelsteine sind größtenteils wieder herbeigeschafft worden Auf Grund'Von-kurz vor ter-' Beraubung hergestellten photographischen Auf-- nahmen wird es möglich fein, die geraubten Etel-- steine, deren Diebe man in England auffbürte, an den alten Stellen wieder einzufüg-m Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung tes Schreines wird auch sein S and ort unb die Sakristei mit ihren Einrichtungen und Ausstattungsstücken überarbeitet Dagegen muß von einer Deuverglasung ter Fenster unb dem Ersah des Gestühls Abstand genommen werden. Die gesamten Cmeuerungskosten werden aus dem Pa- tronatsbaufonds, sowie aus Mitteln ter staatlichen Denkmalpflege bestritten. schöne Frau hier." Zwei gr^e Tränen tropften auf das Papier ...eher. Erschr cken tupfte das Mäd>n sie fort. I 61°* her Ö Ä'*n, irS£ sprach« i Ä Ä' Bechtold Bortrag hauS nommen. bemy*V SÄdbach der hiesigen' berichten 27 Mister Korsel kam zurück, öffnete bie Tür weit und sagte: „Mister Kent läßt bitten.“ Mit einem stolzen 2äd>eln schritt bie Jüngere über die Schwelle, während die Aeltere gerne! fen folgte. Kent stand neben seinem riesigen Schreibtisch. Er verbarg die unangenehme Ueberraschung so gut es ging Aber Mrs. Jorina hatte er nicht abweisen können, wenn et es mit EU not S Hella id auch am liebsten getan hätte Und weil er wußte, ganz genau wußte, daß Mrs Ioring ihn hier niemals ausgesucht und gestört hätte, sondern daß Ellinor sich diese Sache wieder erzwungen, blieb er kühl unb fast ein wenig feindlich gegen bie schöne Frau. Was wollte sie eigentlich? Wollte sie sich noch ein Beisammensein erzwingen? Don ihm erzwang man sich nichts, ba< hätte s e wissen müssen Und zutem. zwischen ihnen war alles klaraestellt Er wüßte nicht, was sie noch zu biefem De,uch hätte veranlassen können (Fortsetzung folgt.) Das Große Los in Frankfurt und Mainz. Bekanntlich ist bas Große Los der Preußisch- Sübdeutschen Klassenlotterie in beiden Abteilungen nach Hessen unb Hessen-Nassau gefallen. Nunmehr wird bekannt, daß eine Abteilung, bie in Achteln gespielt würbe, nad) Frankfurt gefallen ist Des Glückslos würbe durchweg von Leuten, bie bas Geld gut gebrauchen können, gespielt, unb zwar sechs Achtel in Frankfurt selbst ein Achtel in Höchst unb ein Achtel in Darmstabt. Unter ben Gewinnern befinden sich auch vier Erwerbslose. Die anbere Abteilung bes Großen Loses ist in bie Lotterieeinnahme H. Iamin in Mainz gefallen Das Cgj würbe hort in Vierteln gespielt, unb zwar das erste Viertel von mehreren Arbeitern im Ried, bas zwefta von einer Frau in Mainz, bas brüte von bem Geistlichen einer Dorfgemeinbe unb bas vierte von zwei Kaufleuten in Mainz. 9J.-fporf ie rtw»u bient zur Vorübung für dieach11ägige Hochtour durch die Silvrettagruppe. Wit Steigeisen, Eispickei und Seil hofft der aus 16 geübten Läufern bestehende Kurs mehrere Gipfel bet Silvretta bezwingen zu können. Die Skisportler kehren am Sonntag. 22. März, nach Gießen zurück. Sport im Reiche. M in Frankfurt. urt a. X, 6. Mrz 2m I bet ßeftballe in Jronlfurt | er tfationalftyialiften stakt, I ßitjmann, ®oe66cl$ I Zechen werben. Gleichzeit g I m. die Freien TeweMal- I Ätcti'porikT einen „grvhtn I Qlud) die Rommuniften ha- j zu einer Massenlundgebung | estchis dieser glekbwtigcn I rlitischrr Gegner ha! sich der I Präsident veranlaß! gesehen, I [ung bis aus weiteres alle I nstrationen und Der-1 :nfer freiem Himmel 1 luwidcrhandlungen sollen mit I i belämpst werden. I Ä!" Sronffnrf v Mainz. 1 ®r°6? Los der bei?cn ^dtellungi!, !‘Äihi9Cfah-n ’Junm'l)C r nnH 9' b,f in Achteln I Jon” V fle'aUen 'st $C3 I Pn 9n7-uUlCn' bi? Telb I 8^p>elt, und Dar kdij I I i’iff ’S1"? VSI löt Unter den Gewinnern bu I Emerbslose. Sie andere Ad, I ßöfes ist in die Lotterie«» I ^ainz gefallen Das ß(j I n gespielt, und zwar das erf-s I Arbeitern im Ried, das zwei^,> I nnz, das dritte von dem Geist-1 inde und das vierte von zwei 1 rt|eJun« J die r» l 59V»hl im^a^mna äStÖfeff & '» 5? Etliche l?kn II' ßr^WSS 1)3« >■ Seite da» Ö“"1 Io k, n wieder L"^Mrte «t** ä««: Mer uTbe» fiS°neini'r %a®* ti: preuyen Kreis Wetzlar i Groh-Rechtenbach, 5.März. Der hiesige Spar- u n o 5>arleyen»tu|fenDetein hielt in der Gastwirtschaft Bepler I Ine Ge- nerolversammlung ab Der Dorfitzend, | b zunächst einen Ueberblick über die Tätigkeit ^»es Vereins im letzten 3QL,tv Der Druttogewmn betrug 4320.88 Ml.. als Reingewinn verblieben 539 80 Mark, der zum größten Teil dein Reservefonds zugeführt wurde. Dem Vorstand und Aussichtsrat wurde Entlastung erteilt Eine längere Aussprache entsfxnm sich über die Sterbekasse des Vereins der jedes Mitglied ang hört. Es wurde beschlossen der DersicherungZadteilung des Verbandes den Vertrag zu kündigen, die Mitglieder können sich jedoch aus ihre Kosten bei dem Verein versichern. Die Wiederwahl des Vorstandes und des Aussichtsrates erlolgte einstimmig. Rur an Stelle deS Mitgliedes Karl Hofs mann, der 'lein Amt freiwillig niederlegte, wurde Karl Vechtold (Klein-Rechenbach) gewählt. Ein Vortrag des Geschäftsführers G a h t vom Lager- hauS Dieben wurde mit großem Beifall aufgenommen Die Aussprache belaßte sich dann mit dem genossenschaftlichen Absatz ch A tz b a ch, 5 März AuS der jüngsten Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung ist zu berichten Die Vier st euer wurde zur Ein- *■* 64*61#» fei«® ®*ffl Ha# »srX£e LMes-tzkil-mMeWWlk (fließen. Der Bedarf an: 1606V 1. Milch. 2. Backwaren (Brot. Brötchen usw.). 3. sonstigen Verzehrungs-Gegenständen. (Del, Essig, Zucker Malzkaffee, Reis, Erbsen. Linsen, Bohnen, Handkäse, Margarine, Marmelade usw.), . Vortrag des Herrn I) r. Heßler v. d. Hess. Lehranstalt für Obstbau u. Landwirt schalt zu Friedberg über „Winterarbeiten im Obstbau zur Bekämpfung der Schädlinge“. 3. Verschiedenes. Wie alljährlich, so findet auch in diesem Jahre für unsere Mitglieder eine Gratisverlosung statt. Mitgliedsausweise sind deshalb mitzubringen. 31tein illustrierter SKaupt-^Katatog 1931 iiGer 33turnen', gemüse- und landw. Sämereien, 33lumenzwiebem, £arten6edarfsartikel aller 31rt usw. stefit kostenlos 3u 3fiter "Vertügung Samen fiaus Stfeinricfi SKafin 33afinfiojStraße, ßefie ‘Züolkengasse Telepfion 3403 ] 702 a Rundfunkfreunde in Lollar besuchen den Vortrag: Was muß man heute vom Rundfunk und Rundfunkempfang wissen? Redner: Herr F.C.Scheller, Frankfurt-M. am 11. März 1931, abends 8 Uhr, im Gasthaus „Germania“, Lollar Die Faschings Fee von Elmerich Kaimann Frühjahrskur für 1078 v Nervenkrank und Nervös-Erschöpfte Spezlalkuranslalt Lolhelm im Tannas bei Frankfurt a. M. — P.ospekte durch — San.-Bal Dr. M. Sdmlze-Kahieyss. "."-7" Ausländische Firmen führen Radium-Kompressen und -Trinkapparate in Deutschland ein, welche nur Rückstände und Abfälle aus der Radium - Produktion enthalten. Kostenlose Auskunft und Kataloge durch unsere Wissenschaftliche Abteilung. 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März Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 56 Drittes Blatt , Christoph Möbus (Richter). । notleidend l (Därbchenl ncr ollstandigten. heute viel schenkt. Wert auf die Durcharbeitung des szenischen Spiels, das mit sprühender Lebendigkeit erfüllt war. Die einzelnen Gestalten waren persönlich ausgeprägt und so konnte der nicht immer offen zu Tage liegende Dang der Handlung llar erschlosst werden. Die Ensembles waren charakteristisch abgestimmt; jeder neue Zug in der Situation fand seine musikalische Beleuchtung. Käthe Walter war eine Susanne von befon- derer Darstcllungsaewandthei', erfüllt mit Heber* mut; von einer Schlag'ertigkei. die mit schnellem Blick das Gegebene der Situativ i erkannte und sie mit wissender Heberlegenheit zu meistern verstand. Sie besitzt die Fähigkeit, Musik und Geb irde in überzeugender Einheitlichkeit mit seinem gesanglichen Stllempfinden zu verbinden. Die Gräfin — Anny vo i S t o s ch — resigniert, empfindsam, aber stark als Kämpferin um ihre Lie^e; in ge anglicher Hinsicht war sie ihrer Bedeutung als Standes- person vielleicht nicht voll entsprechend Schwärmerisch, empfindungsvoll im Singen und im Sp.el war Regina Harre als Cherubin. Anna Jacobs war eine Marzlline mit reicher Skala der Aeuherungen. von Spihfindi zkeit, List, Derschla- gescheit der Intrigantin bis zu weicher Mütterlich- leit. Dem der Leidenschaft verfallenen Grälen gab Carl Stralendorf eine Verkörperung, die sich 'Aber dem Landwirt bleibt einfach nichts anderes übrig. _ Man hat im Laufe der letzten Monate der Landwirtschaft wiederholt vor Äugen geführt, daß sie besondere Möglichkeiten bei den C d e I e r Zeugnissen hat, "vornehmlich bei den Molkereiprodukten und den Erzeugnissen der Geflügelwirtschaft. Di« Umstellung der deutschen Landwirtschaft aus die Her» oorbringung hochwertiger Erzeugnisse ist zum großen Teil eine K a p 11 a l f r a g c. Mancherlei technische Einrichtungen müssen diescrhald geschaffen und man- cherlei besondere Aufwendungen gemacht werden, die Geld kosten. Im Zeichen der jetzigen Unrentabilität ist die Landwirtsä>ast ober dazu mir in ganz beschränktem Masze in der Lage. So erstrebenswert die Verwirklichung der genannten Borschläge ist, so darf man doch bei der Abwägung der möglichen Erfolge den Boden der Wirklichkeit nicht unter den Füßen verlieren. Selbst wenn alle Kräfte voll angespannt werden, wird sich doch aus lange Zeit immer noch der Kapitalmangel hemmend bemerkbar machen. Deshalb muh die Agrarpolitik von dem jetzigen Produktionsstand der deutschen Landwirtschaft ausgehen und darf nicht den zukünftig erhofften als maßgebende Basis nehmen. Solange der Kapitalmangel nicht behoben wird, werden die Erlensivierungstendenzcn in der deutschen Landwirtschaft anhalten: die Wirtschaftskrise kann nur durch Kapitalneubildung überwun- den werden. Bon der Lösung des Kapitalprvblems in der Landwirtschaft hängt die Sicherung der Volks- ernährung in großem Maße ab Durch agrarpolitische Maßnahmen, wie die verschiedenen Teile der Osthilfe und die Siedlung, können zwar Krisen- gefahren verringert werden: aber in ernährungspolitischer Hinsicht ist damit zunächst nichts gewon- ncn. Letzten Endes kommt alles auf die Wiederherstellung der agraren Rentabilität an; bann wird sich auch allmählich in den Betrieben wieder Kapital bilden können. Die Wiederherstellung der agraren Rentabilität ist d i c beste Abwehr gegen die Extensivierungsgesahr. Aus Der provinzialhauvtstakt. Gießen, den 7. März 1931. Deutsche Dollspartei in Gießen. Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen B o l k s p a r t c i hatte — so berichtet man uns — ihre Mitglieder zur Jahreshauptversammlung cingcladen und damit einen tom* munalpolitischen Abend verbunden. Rach Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Oberreal- lchrer Appel, konnte die Tagesordnung rasch erledigt werden. Aus dem Kassenbericht, der in Verhinderung des Rechners von Herrn W H o r n vorgetragen wurde, ergab sich, daß trotz hoher Ausgaben noch ein kleiner Hcberschuß erzielt werden konnte. Einstimmig wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Den Tätigkeitsbericht erstattete der 1. Vorsitzende. Mit Bedauern nahm die Versammlung davon Kenntnis, daß der Geschäftsführer Dr. Weißer Gießen endgültig verlassen wird. Seiner sür die Partei geleisteten Arbeit wurde in anerkennenden Worten gedacht. Der Frauengruppe der Partei wurde besonderes Lob für die rege Arbeit gezollt. Zum Stresemann- Ehrenmal in Mainz konnte die Ortsgruppe aI8 Ergebnis einer Homssammlung bei den Mitgliedern dem Bauausschuh den Betrag von 1261 Mk. überweisen. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Kreisdirektor Wolfs hatte schriftlich gebeten, von seiner Wiederwahl zum stellvertretenden Vorsitzenden absehen zu wollen, sonst siehe er aber gern dem. Vorstand zur Verfügung. Die Versammlung entsprach schließlich seinem dringenden Wunsche und ermächtigte den Vorstand, demnächst durch eventuelle Zuwahl den zur Zeit verwaisten Posten des stellvertretenden Vorsitzenden neu zu besetzen. Frl. V e l k e und Frl. A. K a l b f l e 11 ch wurden auf Antrag der Frauengruppe in den ..Erweiterten Vorstand" gewählt. Mit Dankesworten an die seitherigen Vorstandsmitglieder war damit die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung erledigt, so daß nunmehr die Versammlung die Berichte der Sladtratsmitglieder über ihre Tätigkeit im Jahre 1930 platz der Handlung klare Tlebersicht über da- Geschehene gebend. Das Orchester unter der Leitung von Dr. Karl Böhm erschloß mit Stillicherheit dc.i ünern.c li.',c.i Re chtum de. Partitur a mu i- kalischen Feinheiten. L)ie Intendanz kann mit besonderer Genugtuung auf die würdige Feier des 175. Geburtstages Mozarts zurücBltckei, der man gerechterwei^e den C.-arakter einer bedeutungsvollen Festaufführung zuerkennen muß. Dr. li. auch da mit Würde gab, wo die Situation gegen chn sprach. Er vermochte gesanglich ebenso der Aufwallung des Affektes starken Ausdruck zu geben, wie er sich diskret dem Ensemble cinzu- stigen verstand. Theo Herrmann betonte den Fi"o-o nicht nur als den in allen Liften und Ver- fd I g - :he teuer ahre en5 a .wer ie er, so "emer kehrte besonders das Persönlich-Menschliche in bem Erleben seiner Eifer ucht hervor. Heberlegene Gewandtheit im Spiel wie in der Beherrschung des Gesanglich-Musikalischen ließ chn stellenweise hart an die Grenze dessen gehen, was bei Mozart erlaubt ist. Bartolo (Heinrich K u h ns und Banlw (Eugen Vog ts waren beide gleich trefflich in typischer Gebärde, Haltung und Sangesart. Hans Die Frage, ob intensiv oder extensiv gewirtschaftet werden soll, hat in der deutschen Landwirtschaft in der jüngsten Vergangenheit eine sehr große Rolle gespielt. Die Antwort, die die Wisenschast erteilte, geht dahin, daß zwar eine planloseJntensivierung aus leinen soll zu rechtfertigen ist, daß aber eoensosehr vor einer allgemeinen Extensivierung gewarnt werden muß. Die Voraussetzungen, unter denen die deutsche Landwirtscha t zu produzieren hat. verla igen einen ausreichenoen Jntensi- täisgrad. Die iandwirtsa,a,tliche Betriebsorganisation muß so gestaltet fein, daß die Aufwendungen in ihrer Gesamtheit möglichst große Gelderfolge bringen. So wurde mit Recht auch dem Gedanken Ausdruck gegeben, daß es oft ratsam ist, die aufgewendeten Produktionsmittel zu konzentrieren und nicht über den ganzen Betrieb zu zersplittern. In Teilen des Betriebs möglichst intensiv wirt chasten, wurde die Losung. Somit wurde auch der Gedanke der Produktionskostensenkung in den Vordergrund gestellt, und zwar mit Erfolg. Heutzutage ist sür fast die gesamte deutsche Landwirtschaft die Frage nach dem Jntensitäts- grab in ein neues Licht gerückt. Die wachsende Agrarkrise hat es mit sich gebracht, daß die Entscheidung über die Höhe der Aufwendungen nicht mehr von der Einsicht und dem Wollen des eiw- zelnen Landwirts abhängt, sondern ein ach durch seine Kapitalkraft bestimmt wird. Die steigende Unrentabilität zwingt zur Beschränkung in der Verwendung von Produktionsmitteln. Die früher noch vorhandene Möglichkeit, Kredit aufzunehmen, spielt keine Rolle mehr. Schon seit geraumer Zeit ist auf den Rückgang im Düngemittelverbrauch verwiesen, der in den letzten Monaten erfolgt ift Die Käufe der Land- Wirtschaft an Maschinen und Geräten ze gen einen erheblichen Rückgang. Mit der Verwendung von fremder Arbeitskraft muß nach Möglichkeit gespart werden. Angesichts der Absatzschwierigkeiten, unter denen die agrare Erzeugung Deutschlands in so starkem Maße leidet, ist die Bedeutung einer derartigen Extensivierung in der letzten Zeit noch kaum Gegenstand dec Untersuchung geworden. Man spricht so viel von der Ueberproduktion an Roggen und an Kartoffeln, man klagt über die zu große Erzeugung an Schweinen. So ha. sich in Kreisen, die sich mit agraren Fragen von Berufs wegen tagtäglich befaf en, die Auffassung durch- aesetzt, daß es ein Segen wäre, wenn bei diesen Produkten eine Einengung der landwirtschaftlichen Erzeugung ftattfänbe und dafür andere Produkte stärker betont würden. Aber die Frage, wieweit bei dem bestehenden Kapitalmangel größere Umstellungen tatsächlich erfolgen können, ist bisher wenig beachtet. Und erst recht ist die Auswirkung einer Einschränkung bei den Aufwendungen für die Agrarerzeugung in ihrer Gesamtheit in jüngster Zeit kaum untersucht Die große Masse des Volkes leidet zwar schwer unter der wirtschaftlichen Depression. Die ungeheure Arbeitslosigkeit drückt den Lebenshaltungsstandard herunter. Aber alles das wird gegenwärtig fast nur von dem Gesichtspunkt aus angesehen, daß der einzelne nicht in dcr Lage ift, aus der Fülle des zum Verkauf vorhandenen Güteroorrats soviel zu erwerben, wie er gern möchte und auch in den letzten Jahren zu kaufen wieder gewöhnt war. Wenig wird aber darüber nachgedacht, daß die Versorgung des deutschen Volkes in stärkstem Maß auch durch die Einfuhr fremdländischer Waren geschieht und daß abgesehen von den Textilien gerade auch bei den Lebensmitteln immer noch ein sehr großer Anteil ausländischen Ursprungs ist. Die schwierige Wirtschaftslage zwingt zu der Ucberlegung, was geschehen wird, wenn die Importe nicht mehr in derselben Weise wie bislang durchgeführt zu werden vermögen. Viel zu wenig wird beachtet, daß in den letzten Jahren seit der Stabilisierung der Währung die reichliche Bedarfs- deckung durch fremde Erzeugnisse nur möglich war, weil Deutschland in ungeheurem Maße ausländische Kredite zugeflossen sind. Doch schon die Gestaltung der Handelsbilanz im Jahre 1930 weist darauf hin, daß mit einem dauernden Einfuhrüberschuß auf lange Zeit nicht mehr gerechnet werden kann. Die Reparationen und die Verpflichtungen aus den privaten Auslandskrediten erzwingen eine aktive Handelsbilanz. Aber die Exportaussichten Deutschlands sind gering Man ver- langt zwar im Auslande Reparationen, aber wehrt sich andererseits mit allen Mitteln gegen eine Steigerung des deutschen Exports. Womit sollen dann auf lange Sicht die großen Lebensmittelmengen, die Deutschland jetzt noch vom Auslande erhält, bezahlt werden? Die vorgerückte Wirtschaftslage rückt wiederum die Forderung in den Vordergrund, die schon in der Inflation eine so große Rolle spielte: die landwirtschaftliche Erzeugung verdient nicht nur um ihrer selbst willen und nicht nur zwecks Herstellung der agraren Rentabilität, sondern auch mit Hinblick auf öie Volksernährung größte Förderung. Nichts wäre freilich gefährlicher als eine planlose Produktionssteigerung. Die Erfahrungen der Vergangenheit sollten- hier unbedingt warnend wirken. Wohl aber muß man überlegen, daß bei Anhalten der gegenwärtigen Unrentabilität der agraren Erzeugung allmählich, aber sicher eine Exten- f i d i c r u n g sich durchsetzt, welche im Laufe der Zeit zu Steigerungen des Einfuhrbedarfs führen muß oder, wenn solche zufolge Devisenmangels nicht möglich sind, zu einer Verknappung der zum Konsum verfügbaren 'Nah. rungsmittelmengen. Die gegenwärtige Ueberpro- duktionserscheinung bei Roggen, Kartoffeln und Schweinen darf man keineswegs als allgemeines Kriterium nehmen. Sie sind nur im Zeichen besonderer Kräfte zustande gekommen. Auch die aus der Rationalisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung jetzt erwachsenden Produktionssleigerungen, also der vergrößerte Effekt der einzelnen Aufwendung, darf man auf die Dauer nicht überschätzen Denn schon zeigt sich bei den Voranschlägen und Maßnahmen mit denen sich die ^Betriebsleiter jetzt befassen, der Zwang zur weiteren Einschränkung in der Verweil- düng käuflicher Produktionsmittel, besonders Dünge- mittel. Gewiß werden damit, privatwirtschaftlich gesehen, die Rentabilitätsaussichten nicht erhöht. Giehener Gtadttheater 2-tozari: „Tic Hochzelt des Figaro". Das deutsche Nationalsingspiel, dem M o z a r t feine Entführung" (1782) und spater den „Schau- fpielbircttor" (1786) geschaffen hatte konnte sich aus die Dauer gegen das Ausleben der italienischen Osier, insbesondere der opera buffa mit 'dren ausgezeich- nelcn Leistungen nicht behaupten. Obwohl Mozart dieser zunächst innerlich ablehnend gegenuberstanb, entschloß er sich doch schließlich, dem starken Brang -ur Oper zu folgen und sein Buhnenschassen Eder aufzunehmen, wenn es auch nicht dem Nationalsing- spiel gewidmet war. Er prüfte eine Reche von Büchern durch; aber teils tagten ihm d»e Texte müst zu, teils kam er nicht über die ersten Vorarbeiten hinweg. In dem Theaterdichter Lorenzo da Ponte, einer bühnengewandtcn Abenteurernatur, fand er fetbft baVonie bcnSorldtlag mach!-. Le manage de Figaro ou la solle journfe das in de^damaligen Zeit Mittelpunkt des Tagesgefpra- ches war, zu einem Operntext um3uarbeiten. Bic- weit sich Mozarts Anteil an der Umgestaltung des Textes erstreckte, läßt sich, nicht niehr feststellen, wohl aber wird man mit Hinsicht auf denbestim wenden Einfluß, den Mozart z. B. auf den Text von der „Entführung" gehabt hatte, auch m diesem 6alle seine eingehende Mitarbeit voraussetzen können Trotz der Widerstände gegen Beaumarchais Werk (Joseph 11. hatte eine Wiener Aufführung verboten) verstand es da Ponte, beim Kaiser die Austuhrung von Mozarts Oper zu erwirken. Da Ponte bezeichnete seine Arbett nicht als eine Uebersetzung, sondern als eine Nachahmung von Beaumarchais' Komödie. In der Vorrede zum Textbuch spricht er sogar von der „fast neuen Art des Schauspiels". Das Textbuch schallet die politische Tendenz aus Beaumarchais Vorlage aus; es faßt im Interesse möglichster Klarheit die ineinander- greifende Handlung straff zusammen. Das Rem- Menschliche wird zum treibenden Element, und Damit ün Zusammenhang steht Die Wandlung im Grundcharakter der Personen. Verweist da Pontes Text noch in einzelnen Zügen auf die opera bulfa, fD führt Mozart durch das individuelle Gepräge, das M ben Gestatten mit feiner Musik verleiht, weit Zetten kommen, gewürdigt werden. — Märzheft dcr „Zeitwend e". (C. H. Beckscho Verlagsbuchhandlung, München.) Von zeitgemäßer Bedeutung find zwei Beiträge dieses Heftes: „Aus dem neuenSardinien"von Johanna Chroust und „Der .NeueHumanismus' inUSA." von Gust. E. Müller. Das neue Italien hat auf der armen und durch Malaria verseuchten Insel Sardinien mit Hilfe großangelegter Stauseen und Elektrizitätswerke aus Sumpf, Stepps und Sand ein blühendes, fruchtbares Land geschaffen, das Taufenden Brot und Arbeit gibt, ein Beispiel, wie zielbewußter Wille auch einem verarmten und notleidenden Volke zu helfen vermag! — Wir reden „:j vom ..Amerikanismus", aber wissen wenig davon daß auch in Amerika selbst eine lebendig« Bewegung zu seiner Kritik und UeberminDung eingesetzt hat die vornehmlich ^n Platon anknüpft aber auch Dein Christentum wieder ernste Beachtung Wensivierimgegeschr und Volksernähtung Don profeflor Dr. Kurt Ritter über die Maskentypen dcr Buffa hinaus. In der „Entführung" stand er noch einer Idealwelt gegenüber; hier gibt ihm die Musik das Mittel, Licht zu breiten über die Charaktere, über ihre starken Seiten und ihre menschlichen Schwächen. Die Personen sind ihm nicht marionettengleiche Figuren, über die er je nach Ermessen verfügen kann, sondern Menschen, Die unter der Macht ihrer Triebe stehen und unter ihrem Zwange handeln. Er fühlt sich als Mensch in ihr Tun ein. et versucht sie zu verstehen, er beltmchtet ihr Inneres durch die symbolisierende Kraft der Musik und führt so tiefer als der Text allein zum Erfassen chres innersten Wesens hm. So gelangt er zu einem neuen Opernstil, der über die damaligen gebräuchlichen Stllformen hinaus- führt ohne an das Uebereinkommen gebunden zu sein, indem er zu den Wurzeln menschlichen Handelns vordringt. Aber bei aller Einfühlung bei allem Verstehen-Wollen identifiziert er sich nicht völlig mit den Personen, er weih immer eine Distanz innezuhalten die chm als Wissenden den Einblick auch in solche Zusammenhänge gewährt. die Den Gestalten selber versch.ofsen bleiben und so kann er ihr Handeln mit einem Zug von leiser Ironie begleiten. Es entftept so jene Mischung von Tragik und Komik die für den Stil des ..Figaro" charakteristisch ist. Richt etwa übertriebene Gebärde. Karikieren. Verkehren ins Groteske find der Grund für die komische Wirkung, sondern daß die Personen durch ihre durchaus ernsthaft durchgeführten Handimmen in die verfänglichsten Situationen geraten. Dazu tritt als besonderes Moment, daß jeder d«i andern in seinem Handeln zu durchschauen glaubt und ihm mit einer gewissen Ueberlegenheit, mit Ironie, begegnet „ „ . .. Ganz besonders treffend gelingt Mozart die Zeichnung der Personen im Ensemble. Hier wird jedem der ihm zukommende individuelle Zug verliehen, hier erstehen die verschiedenen Situa- Honen im Geiste Der Musik durch Die Reflektion der Affekte des einzelnen. Die durch Die Musik symbolisierte Abbildung des Geschehens stellt besondere Anforderungen an die Gestaltungskraft der Darsteller, da ieder einzelne Zug wieder in Handlung. Gebärde um- gesetzt sein will. Deshalb legte die Aufführung, ut Szeus gesetzt von Carl Ebert, besonderen Oie Erhöhung der Gondergebäudesteuer. Bon Äurgermeiner Dr. A epoch, ÄkdD Als Der Finanzminister vor Weihnachten seine Steuererhohungsoorlage sehr im Wiverjpiuch mit der gesamten Tendenz Der Reichspolttik einbrachte, hab« ich schon auf Das U n t r a g b a r c Der erhöhten Belastung durch die Sondergebaudestcuer hingewte- kn und betont, daß der ursprüngliche Zweck Der SonDersteuer, nämlich Die aus Der Zusammenlegung Der Hypotheken sich ergebenDen angeblichen Gewinne Des Hausbesitzes zu erfassen, infolge der Entwicklung tatsächlich schon weggefallen war Meine Warnung wurde überhört; aber in der Zwischenzeit hat sich schon gezeigt, wie recht ich nut meinen damaligen Behauptungen hatte. Es ift mir eme Fülle von Beispielen bekannt geworden, in Denen Die Erhebung Der erhöhten SonDersteuer infolge von Neu- aufnahmen von Hypotheken Des Hausbesitzers ober infolge von Eigentumswechsels Der OrunDftutfe völlig unmöglich wurde. Ich habe deshalb im Finanzausschuß schon vor etwa 14 Tagen an Di« Regierung Die Frage gench- tet ob ihr Die Wirkung Der Steuererhöhung ebenfalls bekannt fei und was sie zu tun gedenk«. Die Ansicht Der volksparteilichen Landtagsfraktion wurde Dann in folgendem Antrag nicDergelegt: ^Mit Rücksicht au£ Die allgemeine wirtschaft- siche Lage wird Die Steuerveranlagung nach Artikel 13 Des SonDergebäuDesteitergesetzes b i s auf weiteres ausgefetzt." Für Den Fall Der Ablehnung Dieses Antrages wurde in einem Eventualantrag verlangt, daß Der Mehrertrag an SonDergcbäuDefteuer auf GrunD Der Veranlagung nach Artikel 13a auf 500000TIL begrenzt wird, mit Der Maßgabe, Daß Die Frie- Dcnsmiete, soweit sie im einzelnen 7 v. H. Des FrieDenswertes übersteigt, unberücksichtigt ' bleibt. Auf diesen Antrag hat Die Regierung erklärt, Daß st« beabsichtige. Die nachstehenDe Anweisung an Die Finanzämter zu erlassen: „Infolge Der Erhöhung Der SonDergebäuDe- ftcuer für OebäuDe mit einer FrieDensmiete von mehr als 5 o. H. Des (BrunDfteuerroertes ab 1. April 1931 ift Die Prüfung Der Frage, ob Die Einziehung Der erhöhten Steuer eine b e f o n • Der« Härte bedeutet, befonbers wichtig. Ich ermächtige Deshalb Die Finanzämter, in allen Fällen, in Denen Die Erhebung Der Steuer eine Existenzgefährbung betreuten würde, Den Betrag der Steuererhöhung ganz ober zum Teil unerhoben zu lassen und, soweit die Verhältnisse amtsbekannt sind, schon bei der Anforderung der Steuervorauszahlung für 1931 einen entsprechenden Betrag außer Ansatz zu lasten. Mit besonderer Sorgfalt zu behandeln sind die Fälle, in denen Die Friedensmiete mehr als 7 v. H. Des OrunDfteuerroertcs ausmacht: Die Finanzämter werden Deshalb in Diesen Fällen noch vor Zustellung Der Steuerbescheide nachzuprüfen haben, ob nicht etwa Das vorliegende Material fehlerhaft ist und ob die gegenwärtige Miete noch auf jener hohen Friedensmiete aufgebaut Dies« Erklärung Der Regierung läßt zweierlei Schlüsse zu: entweder sieht man im Finanzministerium die Berechtigung unseres Antrags nicht ein, dann ist die Anweisung an Die Finanzämter natürlich nur eine verzuckerte Pille ohne leben Inhalt: ober aber man ist sich bewußt, bah bie Erhebung der erhöhten Sonbergebäubesteuer tatsächlich unmöglich ist, bann ist ber Erlaß eine Halbheit, benn er stellt jebes Entgegenkommen roicberum ausschließlich in bas Ermessen bes einzelnen Finanzamtes. Ich glaube, mancher steuerpflichtige weiß ein Lieb baoon zu singen, wie verschieden bie Auffassungen ber einzelnen Finanzamtsvorsteher nicht nur sinb, fonbern natur* licherweise auch sein müßen, wenn bie obere Instanz uermeibet, klare unb bestimmte Richtlinien zu geben. Ich habe ben Einbruch baß die Regierung tatsächlich bie grunbfätzliche Richtigkeit unserer Ansicht anerkennt, baß es ihr aber aus koa- litionspolitischen ©rünben unmöglich gemacht wurde, Das nun auch offen zuzugeben. Eines ist da- bei noch besonders intcrefiant: während in dem Sondergebäudesteuergesetz eine Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des Steuerschuldners dadurch ausgeschlossen war, daß Ermäßigungen nur dann eintreten konnten, wenn sie „im Stcucrgcgcnftanb selbst" begründet waren, hat man durch diese Empfehlung an die Finanzämter diese grundsätzliche Einstellung jetzt verlassen. Gerade dieser Standpunkt des Finanzministeriums dürste auch in anderen Fällen von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Es »st bezeichnend, daß wir bei unseren Bestre- bungen, untragbare Steuererhöhungen auszuschlie- ßen, völlig allein standen; weder die Koalition noch Die übrigen Oppositionsparteien unterstützten sie. A e Y (Antonio, Maria Kienzl (Därbchenl ve . jeder in seiner Ar-, charakteristisch das Ensemble; ebenso waren der Chor wie auch die, Reihe der Rebenperionen voll am Platze. Die Bühnenbilder (Schenck von Trapp) waren ftttvoll Dem Geiste der Musik angepaht. farbenreich, als Schau- indem man oorgab, daß teils technische Erwägungen ber Steuererhebung ein Eingehen auf unseren Antrag unmöglich machten ober aber, bah bie Mehr- belaftung aus ©rünben der steuerlichen Gerechtigkeit geradezu geboten gewesen sei Demgegenüber erklärte id), daß technische Schwierigkeiten, wenn der seste Wille vorhanden ist, überwunden werden können, lind daß cs nur dann einen Sinn habe, steuerlich« Gerechtigkeit ins Feld zu führen, wenn etwa die erhöhte Belastung des einen einem anderen zugute kommen würde. Wenn also wir unseren Willen nicht hundertprozentig durchsetzen konnten, so ist doch jetzt wenigstens die Möglichkeit gegeben, bei ben Finanzämtern nicht ganz ohne Aussicht auf Erfolg bei besonderen Härten vorstellig zu werden unb Erlaß ober Ermäßigung zu beantragen. Zeitschriften. — Mit Der Nummer 11=12 schließt Der 176 Seiten große, inhaltreiche Band IX Der Friebberger Geschichtsblätter. Nur wenigen wirb es bekannt sein, baß bie Zeitschrift in ben bebcutenbften beutschen Bibsiothelen aufliegt. So in Berlin, Darm» ftabt, Frankfurt, Gießen, Heibelberg, Kassel, Leipzig, Mainz, Marburg, München, Nürnberg, Worms unb vielen anberen Stäbtcn nah unb fern. Was ber Friebberger Geschichtsverein burch bis Grünbung unb den Ausbau des Wetterauer Museums nebst Stadtarchiv unb Stadtbibliothek sowie durch die Herausgabe der Friedberger Geschichts- blätter unb durch zahllose Sonderverössentsichungeii nicht nur für die Wissenschaft und Vottsbildung schlechtweg, sondern auch für die gesamte Wetterau und insbesondere die Stabt Friedverg geleistet hat, steht in umgekehrtem Verhältnis zu seinen winzigen Gelbmitteln unb wird erst späterhin, wenn bessere • cntgcgcnncbmcn tonnte. Cs sprachen die Stadt- ratsmi :glieder Appel über die Schulen und die Q}OLuH,a)iagsberatung im Frühjahr 1930, Loeber über seine Tätigkeit als Beisitzer des Wohnungsamtes, Frau Dir. S ch u d t über die mannigfachen Arbeiten des Wohlfahrtsausschusses und des Armenfürsorgeausschusses. Wenzel behandelte die Arbeit des Turn- und Sportausschusses und des Betriebsausschusfes, wobei er interessante Ausführungen über den Werdegang des Gaswertes. Elektrizitätswerkes und des Dolksbades machte. Hirsch berichtete über die Arbeiten des Sozialpolitischen Ausschusses, S chw i ed er sprach über Schlachthof, Marktausschuft und Land- und Forstwirtschaftlichen Ausschuß. Schneider beschäftigte sich ein- gehend mit den Arbeiten der Theaterdeputaturn wobei er die äußerst schwierige Loge, in der siä das Stadttheater befindet, kennzeichnete und dar auf hinwies, daß das Theater nur erhalten wer den könne, wenn alle Bevölkerungskreise durch stärkeren Besuch das Theater unterstützen, damit diese schöne Bildungsstätte in Gießen erhalten bleibt. Als letzter Redner sprach dann der Frak- tionsvorsihende Horn über die Aachtragsetats- beratungen und schließlich die Bestellung der Staatskommissars für Gießen. Die Stellungnahme der vollsparteilichen Stadtratsmitglreder zu diesen Fragen ist durch die Berichte über die Stadtratssihungen bekannt, so daß sie hier nicht noch einmal besprochen werden braucht Unter stärkster Zustimmung der Versammlung betonte Herr Horn nochmals, daß die Deutsche Volkspartei mit aller Entschiedenheit die vom Herrn Oberbürgermeister in der OeffentlichkeU gegenüber den bürgerlichen Fraktionen gemachten Vorwürfe zurückweisen müsse. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei habe bisher immer unter stärkster Verantwortung den Etat im Gleichgewicht gehalten, und sie werde auch für die Folge ihren Weg in dieser Weise weitergehen. Die Finanzlage der Stadt habe aber Ende des Jahres unter keinen Umständen Anlaß gegeben, die Hilfe des Staatskommissars in Anspruch zu nehmen. Die Versammlung folgte den Berichten mit starkem Interesse. Die nachfolgende lebhaste Aussprache zeigte, daß dieser kommunalpolitische Ausspracheabend von den Versammelten dankbar begrüßt wurde. r. 3n seinem Schlußwort gab der Vorsitzende iroch seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Frakttonsvorsttzende, Herr Horn, nachdem er sich auf Veranlassung des Arztes in letzter Zeit von den öffentlichen Arbeiten zurückziehen muhte, nunmehr gesundheitlich wieder in der Lage sei. in alter Frische die Arbeit der Stadtratsfraktion zu leiten. Blindenkonzeri. Das Konzert der beiden erblindeten Künstler Hermann und Johannes Sandfort wies einen erfreulich starken Besuch auf. Die Reue Aula war bis fast auf den letzten Platz besetzt. Die Vortragsfolge enthielt größere Werke von Bach Händel, Mozart und verschiedene kleinere Stücke. Von Dach hörten wir das ^-Moll-Violinkonzert, von Hermann Sandfort schön vorgetragen, von Händel die ^-Dur-Violin- fonate. Johannes Sandfort erfreute mit dem v-Dur-Konzert für Flöte von Mozart. Ferner spielte er noch ein Andante von Molique. eine Melodie von Rubinstein und eine Fantasie Pastorale von Dobblett Die Wiedergabe der Romanze von Dieuxternps, der Legende von Wieniawski und dreier „Aquarelle" von Tor Aulin zeigte Herrn Hermann Sandfort von der virtuosen Seite. Beide Brüder, auf ihren Instrumenten technisch gewandt und musikalisch von innerer Anteilnahme getragen, führten das geschrnock- . volle Programm sicher durch. Der Beifall war jedesmal sehr herzlich. Am Flügel begleitete l Frau Elfriede Fischer mit sicherer An- _ Passung. Gietzener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von 1.00 Ml. an; Butter 1,20 bis 1.30; Matte 30 bis 35; W'rsing 25 bis 30; Weißkraut 12 bis 15; Rotkraul 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 30 bis 35; Unter-Kohlrabi 5 bis 6. Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feld- _ salat 1,00 bis 1,20; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 30 bis 40; Kartoffeln 3.5 bis 4; Aepfel 30 bis 50; Birnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Russe 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1.40; Tauben S'.ück 70,bis 80; Eier 10 bis 11; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 30 bis 35; Endivien 15 bis 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 2.50 bis 3,00: Weißkraut 8.00 bis 10 00; Wirsing 15,00 bis 20,00; Rotkraut 10.00 bis 12.00. Taten für Sonntag. 8. März. Sonnenaufgang 6.23 Ahr; Sonnenuntergang 16.34 Ahr. - Mondaufgang 1.34 AAhr; Monduntergang 8.04 Ahr. 1832' Generalfeldmarschall Graf v. Waldersee in Potsdam geboren; — 1835: der Staatsmann Wilhelm v. Humboldt in Tegel gestorben; — 1848: der Komponist G. Donizetti in Bergamo gestorben. Daten für Montag. 9 März. 1865: General Erich Ludendorff in Kronlzewnia geboren, - 1886: der Dichter Viktor v. Scheffel in Karlsruhe gestorben; — 1925: der Derlagsbuch- händler Fritz Baedeker in Leipzig gestorben. *• Zuchtvieh-Versteigerung. Am Donnerstag, 19. Bkarz 10,30 Ahr, findet in Butzbach dje erste große Zuchtviehversteigerung des Landwirtschaltslammer-Ausschusses für Oberhessen in diesem Jahre statt. Zur Versteigerung kommen 62 Dullen des hessischen Fleckviehs, darunter 12 Leistungsbullen. 20 Eber des deutschen Edelschweins und 17 Eber des veredelten Landschweins. Die Zuchtviehversteigerung ist eigene Veranstaltung des Landwirtschaftskammer-Aus- schusses für Oberhessen, zu welcher nur in das Zuchtregister eingetragene Faseltiere zugelassen werden. Gemeinden und Zuchtgenolsenschaften ist hier beste Gelegenheit geboten, ihren Dedarf an Rundfunkprogramm. Sonntag, 8. März. 7: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Weißfrauenkirche Morgenfeier, veranstaltet von der Evangelischen Landeskirche. 9.30: Deutsches Haus, Villmar a. d. Lahn: Stunde des Chorgesangs. 10.30: „Die Frankfurter Winterhilfe". Gespräch zwischen Dürgermeister Graef, O. W. Studtmann und Dr. Paul Laven. 11: „Die Kroll Oper , Vortrag von Dr. Hans Curjel, Dramaturgen der Kroll-Oper. 11.30: Goddelau: Feier bei der Enthüllung einer Gedenktafel für Georg Büchner. 12: .Strömungen in der europäischen Jugend; Teil- ichmer: Leslie-Reed (England , Go tfried (Frank- eich); Leitung: Paul Laven. 12 30: Schallplatten- onzert. 14: Stunde des Landes. 15: Stunde der Zugend. 16: Kurhaus Wiesbaden: Kozert des städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 18: „Das Zrenzland Luxemburg", Vortrag von Joseph Heß, Esch-Alzette. 18.30: „Was würde Goethe dazu agen?“, Vortrag von Os ar A. H Schmitz. 19.35: Aroßer Saal des Saalbaues Frankfurt a. M.: Mozart-Konzert. 20: Funkbrettl 21.15: Karlsruhe: Blasmusik der Badischen Polizeikapelle. 22.40: Tanzmusik. Montag, 9. März. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert des Rundfunkguin- tetts. 12: Schallplattenkonzert. 15.50: Ein rheinischer Weberjunge erzählt. 16 30: Rachmittagskonzert des Freiburger Konzertorchesters. 18.15: .Was bringt die Rotverordnung bezüglich der Realsteuer und der Cinheitsbewertung?". Vortrag von W. Herrmann. 18.45: „Der Kampf des Saargebiets beim Völkerbund", Vortrag von Chefredakteur Braun, Saarbrücken. 19.15 Englischer Sprachunterricht. 19 40; Kriegserlebnis, Erzählung von Ed'es Köppen. 20.05: Aus dem Großen Saal des Saa.baues Fran furt a. M.: Sonderkonzert des Fra für ter Orchestervereins. 22: Zeitbericht: Die Flamen- und Wallonen- Frage. 23: Tanzmusik. Dienstag. 10. März. 7.15- Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20 Haus,rauen Rachmittag 16.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.15' „Kriminalpsychologie", Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Dr Frey 18.45' .Was ein Maler in Zentralamerika erleben kann", Vortrag von Max Vollemberg, Berlin. 19.15: „Die Situation Mensch", Vortrag von Dr. I. D. Schauer. 19.45: Mandvlinenkonzert. 20.15: Gespräche mit Henry Ford. Vorlegung und Diskussion. 22.30: Anterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. Mittwoch, 11. März. 7.15 bis 8.15: Frühlonzert. 10.20 bis 10.50: Ge- spräche mit Henry Ford, Hörfolge. 12: Schall- . Plattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15: „Kurzer England-Baedeker für junge Leute", Vortrag von Hilde Ebert, Darmstadt. 18 .5. E Peran v Unterricht. 19.15: „Markgräflerland", Do.trag von Otto Ernst Sutter. 19.45: Karlsruhe: Konzert des Singchors des staatl. Handarbeitslehrerin- nen-Semi ars Karlsruhe. 20.30: Depo , Sketch von Jo Hanns Rösler. 21. Konzert. 22.35: Schlager- Stunde. Donnerstag, 12. März. 7.15 bis 8.15: Frühlonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Aus dem Saal der Städtischen Akademie der Tonkunst in Darmstadt Konzert. 18.10: Zeitfragen. 18.35. Eine Viertelstunde Deutsch. 18.50: „Mussolini", Vortrag von Dr. Hans Hartmann, Elberfeld 19.20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Operettenkonzert des Rundfunkorchesters. 20.30: Schicksal der Gegenwart, Moderne Dichtungen und Dokumente. 21.30: Kammermusiklonzert. 22.35: Tanzmusik. Freitag, 13. März 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.50: „Als Werkstudent Im Dergbau". Vo trag von Bernhard Dirkesmann. 16.30: Anterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Stunde des Films. 18.25: „Friedrich Schinkel und die heuttge Architektur (Anläßlich seines 150. Geburtstages', Vor rag von Pro eisor Dr. Hans Hildebrandt. 18.45: Musik und Publikum. 2. Vortrag von Dr. Heinz Edelstein. 19.20: Aerzte-Dorttag: „Die Pasteurisierung i>et Milch". 19.45: Im Tanz durch die Welt, Heitere Schallplattenplauderei. 20 30: Populärer Opernabend des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 21.45: Gastspiel ßueie Höflich: „Zur gefl. Ansicht", Lustspiel. 23.20: Tanzmusik. Samstag, 14. März. 7.15 bis 8.15: Rach Köln. Frühkonzert des Orchesters der Sp elgeme'.nschaf t der Kasseler Berufs- musiker. 10.20 bis 10.50: Einführung in die Oper „Der Freischütz" von C. M. von Weber. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert. 18.15: „Rationalisierung und Arbeitslo igkeit in England", Vortrag von Professor de Man. 18 45: „Frankreich und das Saargebiet", Vortrag von Staats- und Stadtarchivar Dr. Sante, Saarbrücken. 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Zeitung, ein Hörspiel. 21: Misch-Sendung: Anterhaltungs'onzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.35: Tanzmusik. Zuchttieren zu decken. Man beachte die heuttge I Anzeige. " Die Anmeldungen zur Frauenschule Friedberg für das Schuljahr 1931 betrifft eine Anzeige in unserem heutigen Blatte, auf die besonders hingewiesen sei. " Der Herr Dr. ph 11. Einem dreisten Schwindler sind zwei Geschäftsleute in Marburg zum Opfer gefallen Ein etwa 30jübriger, 1,75 Meter großer schlanker Herr, der sich Dr. phil. Fehre nannte, suchte sich in einem Marburger Konfektionsgeschäft einen feldgrauen Motorradfahreranzug sowie eine graubraune Lederjacke und in einer Buchhandlung sechs Bände ausgewählter Werke von Gerhart Hauptmann aus und ließ sich diese Sachen in eine von ihm cmietete Wohnung bringen. Von dort ist der Herr Dr. unter Mitnahme der erschwindelten Gegenstände spurlos verschwunden. •• Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. In einer Versammlung der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sprach am Mittwochabend in der Turnhalle am Oswaldsgarten die Führerin des Deutschen Frauenordens, Fräulein Zander (Ber-- lin) über das Thema „Die Frau im Kampfe um Freiheit und Ehre". Die Rednerin erinnerte. zunächst an die Versprechungen, die die Sozial- demolratte auch den Frauen gegeben habe; die Frauen hätten einer 60jährigen Bewegung geglaubt und Gutes erhofft, sie seien aber enttäuscht worden. Heute spreche man davon, daß sich die Frau nicht um Politik kümmern solle, sondern um den Kochtopf. Der Mangel in der Küche aber leite die Gedanken immer wieder zur Politik. Dem ehemaligen Frontsoldaten blute angesichts der Verhältnisse das Herz; der Frontsoldat, der für sein Vaterland gekämpft habe, sei der Jugend zum Voroild geworden, und diese Jugend stehe . heute bei den Nationalsozialisten, denn Hitler sei her Wille zur Freiheit zu danken, der heute in der Jugend lebe. Die Frau aber müsse bei der Jugend stehen, well dieser die Zukunft gehöre. Was könnten der Frau auch alle Frauenrechte nützen, wenn die Söhne Sklaven seien. Die Frau müsse mithelfen am Kampfe zur Befreiung. Es gelte, das Grund übel, die Kriegsschuldlüge, zu beseitigen und Schluß zu machen mit einer Erfüllungspotttik, die das Vaterland zum Ruin führen müsse. Die Aufgabe der Frau sei es, ihre Söhne nicht zu Feiglingen, sondern zu Helden zu erziehen, die ihr Leben einsetzten für ihr Vaterland im Falle der Gefahr. Die Frau müsse auch ein wachsames Auge auf die Schule haben; sie dürfe nicht dulden, daß Lieder, die zur Treue und Wahrhaftigkeit aufforderten, aus den Lehrbüchern entfernt würden, sie müsse so wirken, daß sie einst sagen könne: ich habe meine Pflicht getan! Lebhafter Beifall wurde der Vortragenden zuteil. Rach einer kurzen Pause schilderte sie im Schlußwort die Tätigkeit des Deutschen Frauenordens und erzählte von ihren Erlebnissen in der Krankenstation des Ordens zu Berlin. Aus dem Amtsverkünöigungsblait. * Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 16 vom 6. März enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Förderung des Obstbaues. — Die Mitnahme von Hunden in Felder und Wälder. — Die Einrichtung und den Betrieb des Nutzviehmarktes in Gießen. — Dienftnachrichten. Oberbeffen. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 6. Marz. Am Donnerstagabend hielt Lehrer D e p p l e r, Vorsitzender des O bst - und Gartenbauvereins Wieseck, einen Vortrag über Obstbaumpflegernaßnahmen nach Winterausgang. In seinen Ausführungen ging er besonders auf den Wiesecker Baumstand ein, den er einer näheren Betrachtung unterzog. Er bat dringend darum, daß die Wiesecker Obstbaum- halter mehr Sorgfalt als seither auf die Pflege ihrer Bäume verwenden. Ganz besonders behandelte er die Daumdüngung und die Düngungsart. Weiter wurden noch einzelne Dereinsange- legenheiten geregelt, so besonders den Bezug von Ristkästen, ferner von Edelreisern, die an Mitglieder kostenlos geliefert werden. Einige Lichtbilder, die die Gewinnung und Verwendung von künstlichen Düngern veranschaulichten, bildeten den Schluß des lehrreichen Vortrags. ± Klein-Linden, 6. März. Der hiesige Spar- und D a r l e h n s k a s s e n - V e r e i n „Raiffeisen" e. G. m. b. H. hielt feine diesjährige Hauptversammlung im Gasthaus zur „Deutschen Eiche" ab. Der Dereinsvorsteher, Lokomotivführer Loh, erstattete den Geschäftsbericht. Der Warenumsatz hielt sich im vergangenen Geschäftsjahr auf der Höhe des Vorjahres mit 76 000 Mk Bei den Spareinlagen fei ein Zugang von 6000 Mk. zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl betrug am 1. Januar 1931 195. Zu der in der Hauptversammlung 1929 beschlossenen Am- wandlung von der unbeschränkten zur beschränkten Haftpilicht sei die gesetzliche Wartezeit nunmehr beendet und dementsprechend gerichtliche Eintragung erfolgt. In Aktiva und Passiva schließt tüe Bilanz mit 55 294,22 Mark, 43000 Mark sind als Spareinlagen eingezahlt und 24 000 Mk als Darlehen ausgegeben. Der Besitz an Immobilien und Mobilien steht mit 3500 Mk. zu Buch. Vom Gewinn sind nach den Abschreibungen und Zuschreibungen von 243 Mk. zum Reservefonds 5000 Mk. für die am 1. Juli fällige achtprozentige Warenrückvergütung vorgesehen. 20 Mk. wurden der hiesigen Krankenstatton und Kleinkinderschule, und 5 Mk. dem Kriegsblindenverband zugeteilt. Der Gesamtumsahbilanzbetrag weist in Soll und Haben 418 937,31 Mk. auf. Für die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden Otto Hahn, Heinrich L u h und Friedrich Weller neu- und bei* den ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern Karl Hock und Heinrich Geis wiedergewählt. Der Vorstand seht sich nunmehr aus Karl Loh (Vereinsvor- ftetjer), Friedrich Luh, Otto Hahn, Friedrich Weller und Heinrich Luh, der Aufsichtsrat aus Karl Hock (Vorsitzender). Heinrich Geis, Friedrich Ä le in IV., Christoph Döcking, Heinrich Äser und August R a u m a n n zusammen. vDaubringen, 4. März. Gestern abend fand bet Gastwirt Weimer die diesjährige Generalversammlung des Vereins Kinderfreund statt, die erfreulicherweise gut besucht war. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden war zu entnehmen, daß fast alle Haushaltungsvorstände der Gemeinde, nämlich 236, Mitglieder des Vereins sind. Öffentlichen Dank für Anterstühung wurde ausgesprochen der Gemeinde, der Reichsbahndirektion Frankfurt en Marktes katastrophal ist. Am Rindermarkt war der Handel ruhig, Die Preise blieben für Kühe und Färsen unverändert. während Ochsen infolge des verminderten Auftriebes um 1 Mark anzogen, andererseits aber Bullen durch den Mehraus» trieb im selben Ausmaß nachgaben. Da auch die Cxportbeteiligung ziemlich zurückgegangen ist, verblieb wieder Ueberstand. Kälber und Schafe wurden nach mittelmäßigem Geschäft ausverkauft. Die Preise für Kälber blieben unverändert, dagegen konnten Schafe um 2 Mark anziehen, wozu hauptsächlich der weiter abnehmende Austrieb mit beigetragen sich über die Lage persönlich zu informieren. Man war einig in der Auffassung, daß Subventionen an sich nicht das Erstrebenswerte feien, daß sie vielmehr in Fortfall kommen könnten, wenn für ausreichenden Absatz in der Weise Sorge getragen werde, daß die Eisenhütten dazu bewogen werden könnten, mehr inländische Erze zu verhütten. v R a s f a u i s ch e Landesbank, Wiesbaden. Aus dem Jahresbericht der Rasfauischen Landesbank für das Geschäftsjahr 1930 ergibt sich, daß die Bilanzsumme der beiden von der Dirck-. tion der Rassauiichen Landesbank verwalteten In- titute (Landesbank und Sparkasse, von 404.5 Mill. Mark im Jahre 1929 auf 457,5 Mill. Mk. gestiegen ist. Ter Reingewinn im abgelaufenen Jahre teilte sich auf 968 864 Mk. (882 661). Bon dem Reingewinn sollen, vorbehaltlich der Genehmigung durch den Äommunallanbtag. 550 000 Mk. an den Bezirksverband abgeliefert. 400 000 Mk. den Rücklagen beider Institute zugeführt und 18 864 Mk. vorgetragen werden. Aranksurtcr Börse. F r a n k s u r t a. M., 7. März. Tendenz: still. Trotz der sehr schwachen gestrigen Reuyorker Börse er öffnete die Wochenschlußbörse in freundlicher Hal tung. Einige kleine Kaufordcrs von außen her und die'feste Veranlagung deutscher Papiere, besonders der Pounganlcihe, an den Auslandbörsen gaben der Tendenz eine Stütze. Die Spekulation bekundete jedod) ft a r F c Zurückhaltung, so daß das Geschäft äußerst gering war und die Festsetzung der ersten Notierungen nur langsam vor ich ging. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich ncue Kursbesserungen bis 1 v.H. Größere Kursgewinne hatten am Zellstoffmarkt besonders Waldhof mit plus 4 v.H. und Aschersleben mit plus 1 v. H. Der Elektromarkt lag sehr still. Siemens und AEG. gaben bis 1 v. H. nach, während Kessürel im selben Ausmaße anzogen. Schuckert unverändert. Am .Kunstseidemarkt hielt sich das In- teresse, Aku und Bemberg gewannen erneut 1 v. H. Chemiewerke meist behauptet. Bon Kaliaktien lagen Salzdetfurth trotz des Dementis über unveränderte Dividende in diesem Konzern 3 v. H. fester. Aschers- leben plus 1,5 v. H. Recht feste Haltung zeigten Reichsbahnvorzugsaktien, die 1,25 v. H. höher cm- setzten Montan-, Bau- und Bankwerte bis 1 v. H. freundlicher. Schiffahrtswerte gut gehalten. AG. für Verkehrswesen 1,25 v. H. höher. Im freien Verkehr waren Adlerwerke auf Gerüchte über Wiedereinführung zum amtlichen Verkehr weiter stark gesucht, jedoch ohne Umsatz Kurstaxen 63 nach 60 v.H. gestern abend und 50 bis 54 v.H. gegen gestern mittag. Am Anleihemarkt deutsche Anleihen bis 0,40 v. H. gebessert. Ausländer ohne Geschäft. Am Psand- briefniarft war die Tendenz ftst bei Äursbellerungcn bis 1 v.H Im Verlaufe blieb die Börse bei weiter kleinem Geschäft freundlich. Kleine -Anlagckause in Nebenwerten bei Bemberg und Daimler suhrten zu neuen Kursbefserungen bis 1 v. H. gegen Anfangs Am Geldmarkt wurde der Satz für Tagesgeld auf 4 v. H. ermäßigt. Am Devisenmarkt lag die Mark feft. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2050, gegen Pfund 20 4290, London gegen Kabel 4,8575. gegen Paris 124,02, gegen Mailand 92,73, gegen Madrid 45,12, gegen Schweiz 25,2365, gegen Holland 12,117 ). Am Frankfurter Getreidemarkt ergaben sich in dieser Woche nach der vorwöchi- gen Befestigung erneute Preissteigerungen. Mehr Beachtung sanden in der Berichtswoche die politische Entwicklung; denn von der Aufnahme des Agrarprogramms im Reichstag und von der Art der Durchführung hängt auch die Gestaltung der Preise während der nächsten Monate so gut wie vollständig ab. Inzwischen erfolgte die Abstimmung über den sozialdemokratischen Antrag, der das Brotgesey praktisch aufhebt. Danach wurde der Beimischungszwang von Roggen zum Weizenbrot beseitigt, ebenso die Beimi'chungs- möglichleit von Kartoffelmehl zum Weizengebäck. Der Weizenmarkt lag während der gan- zcn Woche sehr fest. Die Rachfrage nach deut- schein Weizen war bedeutend, zumal die stetige Berringerung der Borräte, die de Mühlen zu größeren Anschaffungen veranlaßt, und angesichts der kaum vorhandenen Aussichten auf eine Zollermäßigung war die Landwirtschaft mit Angebot äußerst zurückhaltend. Die Mühlen hatten infolge- dessen Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Rohmaterrnls Die Preise konnten sich daher erneut um 7,5 Mark per Tonne befestigen. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Der Börsenverlauf war in der Berichtswoche säst durchweg fest und lebhaft. Trotz der immer iroch schlechten WirtschastSlage erhielt sich das Bertrauen auf eine Besserung im Frichzahr wozu auch die relativ günstigen Monatsberichte der Großbanken wesentlich beigetragen haben durften. Der Ordereingang aus Publikumskrciscn verstärkte sich, so daß auch die Spe ulativn zu hro- ßeren Rück- und Mcmungslaufen schritt. Daneben machten einige Ausnahmebewcgunsen einen guten Eindruck, die das Kursniveau naturgemäß erheblich stützten. Größere Kaufe bewirkten em starkes Anziehen des Kurses. Sehr fest lagen Holzmann, für die der unveränderte Dividende- Vorschlag stark anregte. A-G. für Verkehrswesen lagen gegen die Borwoche um 6 Prozent und Holzmann um 11 Prozent hoher. Die Hauptanregung ging von den Plänen hinsichtlich einer Beteiligung der Sofina-Gesfürcl-Gruppe an den Berliner Städtischen Elektrizitätswerken aus. Der Vorgang wurde nicht nur als Ansatz zur Konsolidierung der Berliner Stadtfinanzen, sondern weit mehr als Zeichen wiederbeginnender internationaler Kapitalverflechtung auf langfristiger Basis gewertet und mit Genugtuung auf genommen. Ferner wurde günstig beurteilt, daß im Gegensatz zu Gerüchten nach neuen Äußerungen der sozialdemokratischen Presse bei der parlamentarischen Beratung des Wehretats lerne un- gewöhnlichen Schwierigkeiten für die Regierung zu erwarten seien. Da auch das Ausland wieder größere Kauforders hergelegt hatte, schritt die Kulisse zu weiteren Käufen und Deckungen. Dabei machte sich auf manchen Gebieten Material- knavpheit geltend. Bevorzugt waren Clektrowerte unter Führung von Gesfürel. die besonders aus der Schweiz gesucht waren. Durch das Anwachsen der Radikalen in Braunschweig hatte man zunächst mit schwächerer Börse gerechnet, sah sich aber angenehm enttäuscht, als neue Ausland- käuse die Aufwärtsbewegung forcierten. Die Börse ze'gte große Zuversicht. Die Gründung der Internationalen Bodenkreditbank regte weiter stark an. Zwischendurch zeigte die Börse leichte Rückgänge, die in der Hauptsache durch die meist schwächere Reuyorker Börse und auf em gewisses Abstovpen der Auswärtsbewegung durch die Großbanken verursacht wurde. Auch die Handelslammerberichte, die von keiner Besserung der Gesamtkonjunktur berichteten, fanden etwas Beachtung. Eine Sonderbewegung m Deutsche Linoleumaktien, bei welchen Gerächte von einer Placierung des Heilnerpakets mitsprachen, ließen auch die ü' rige Börse wieder fest verkehren. Der Wochenschluß lag dann jedoch stark abgeschwächt, da die schwache Reuyorker Börse und das Riesendefizit der Stadt Dresden verstimmte. Gegen die Borwoche ergaben sich dennoch überwiegend Kursbesserungen bis zu 12 Prozent. Hapag.und Lloyd waren von der Dividendenzahlung fast unbeeinflußt. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Kunst und Wissenschaft. Lupu Pick t- Berlin. 7. März. (WTB. F mk pruch.) Der bekannte Filmschausvie'er. Regis cur und Film- Produzent Lupu Pick ist in der vergangenen Rächt ganz unerwartet in seiner Wohnung gestorben. Da, der .B. Z. am Mittaa" zufolge, der Verdacht einer Vergiftung vorliegt. muß eine Obduktion der Leiche vorgenommen werden. Oühim Die hinter .frrantfun a. den Papieren Berlin Kurszettel i angeführten Ziffern geben Oatuin )er Berliner die Höhe der zuletzt beschlc :troninin a. M. | Berlin und Franks ssenen Dividende an. — 'J . Datum urier - ieichsbankdisk Fromm: a Di. | 6ffliu6»| 1-llhr- | iure 1 fl re 1 6.3. . 7.3. Sörfe. ont 5 v H., L Zkriin Lchluß^ l Bnfang« ombardzinsfuß 6 v.H. Banfno ___________Berlin. 6 .’Jlutt___________ len.___ lSeld 4 193 58.45 112,13 20,385 16,44 Arles ' 4.213 58.69 112,57 20,465 16,50 168,76 22,12 112,62 59.16 2.497 112.70 81,03 45,74 12.47 Schluß» f iur4 । 6.3. 1-Uhr» fluni 7.3. «Schluß- Anfang» kur» , Kurs 6.3. 7.3. ea)ius»i i-uyr« turS , flur« 6.3. ! 7.3. tur? , Aurd 6.3. 7.3. kur« , 6.3. ' flurl 7.3. wmenzannuiv Belgilchr Note Danfiche '7kotei Cng'ifdje Roter Rrnnjüitfdre ?? HoUäitblfche R Italiemfche Ro Nortoegi'che N DeutfL-Oesien Rumünllche Rc Schweüifcin' N Lchweicer Not Gpanlldje Not« Dchechoilowak Ungadldie No Devis löicn • • • • • ...... ten ....... 6% Deutfche 9ield)JanleUje von 1927 ... . - 1% Deutfche Reick,ranleche von 1929 . • - - - - • Deutfd)? 2Inl.-Sblöl.-GdniR> mit 84,75 ! 98.5 ' 56 । 6 91 54 54,5 100,5 94,5 90,4 100,5 96,5 24,25 19,6 16,25 4,3 4,25 15.05 7 8 1 | ,111111111 II 1 1 1 1 1 1 II i 85 ; 98,5 55.6 5,75 91 54,13 - 100,5 24,5 2,35 16,7 16,65 4,15 4,25 9,25 15,13 7,85 56 6 _ 2,25 20 16,8 4,25 vameutfl-flniertla Paket. • - - Hamburg-Südam.DampffchfN. 8 Hama Tamvlfchtst . • 1° -kordbeuncher Llovv . . . . - 8 allgemeine DeutidteCrebltanfL 10 Barmer Bankverein ... 10 Berliner Handclsgefellfchafi . 12 (Sommer^ unv Pnvai-Lanl. 11 Tarmltäbter uno Rartonalbank 12 Deutfche Sani und Dirronto-Gelellfchaft, ... 10 Dresdner Bank......10 69.5 1 72 ,5! 110,5 I 141 108.25 108 104,75 126.5 125,25 88 123,5 117 131,5 177.25 129 50,5 69.5 80 78 178,5 62 76 42 — 60 169 76 70 72 110 108,65 108.25 104.5 124,25 131.5 176.25 69.75 — ! 76,75 69.65 132.5 ! 109.5 1 /1.9 ; 124,75 110.5 141,25 । 107.9 j 108 ! 104 122 126.5 124,75 87 123,65 — 117^5 131 176.5 129,5 50,5 70.13 80.25 76.25 67.5 177.5 61.5 74 75.75 •2,75 76,75 60 169 75.65 69.4 109 71,9 125 110,5 142 108.25 108,25 104.25 3.9 126.75 125 88,5 124 118,5 131.75 176.5 50 70,75 81,5 76.5 179 I 61,25 74 1 76.65 ! 42.9 73,25 60,25 173 76 75 Bereinigte Eiohktverke . ... Olavi Minen .... 16-/, Kaliwerke Afcher-Ueben . . . >- Kaliwerke Wefieregeln ... 1 1 flaliroerte GaltDeiNdli ... 16 36,5 141.5 । 147.5 1 215 143 218 6,36 141 147 212,5 35.65 143.5 150 217,5 DICH ••••••• ten........ 168,08 22,04 112,18 58,92 2.477 112.26 80,71 45.56 12,41 73,08 — Jranffur Dien....... eich, 1 100 Echllling 3. ®. n(irben*5nouftrte . • • 12 143.65 143,65 131 42 - 53.75 54,25 80,75 80,5 143.4 143,65 42.25 53.5 54,25 79,75 2e#al. ohne Mu#lo|.-9lcd)te . . 6% Heil. Solhftaat von 1929 '(rOdiablD. 102%) - - - - Cbftbcilcn Provinz - Anleihe mt. au«lof^S?d)ten . . - - • • SJeutfdje Komm. Sammeiaol. Anleihe Gerte 1 - • • 6% firanfl. Hov-Bonk Sowvle XIII unlünCbar ble 1934 . 7% .trank! Hvv.-Bank Dolvpie unkündbar bll 1932 4’4% -JibelnlMtie Hvv.-Bank 2lqu. Golvvlc....... 6% Br. Landerv'ank-brlefanllalt. Pfandbriefe R. >» 6% *Er ÜOTtxeriancDriefanßalt. S. 20. . . 7% tL ßanbeiv'enDtoefanftaU, Pfandbriefe N 21 ..... 0.Ö.®. abg. 8ounefl$'C61isatw- nen. rückzahlbar 1932..... 4% CcftcrretdüW Sotvrenn- . . 4/20% Ccfterrcichifdie Gflberrente 4% Oeki-rreichUcke GinbcttW Rente 4% Ungarifche Soldrente . . . . 4% Unflorildie Gtaatirente v. 1910 4H% DtSfll- von 1913 1% Unpadidie ßTonenrente 4% Jnrltfdie Zollanleibe von 191 4% TbikifL? Bagbadbahn-Anl Serie 1 4% beagl. Gerte ll - 5% SiumLntlche vstttLh. Latte von 1903 . - . . - , 4%% Ru-nLussche veredch. Rena von 191 ... - - - - <% Rumüntfche vereil». Rente EcketdeankiaU........9 Goldfchmidt ........5 »iütgereroerle ........» MelaUgeleMLast.......8 Bbiltvv Holzmann......7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Gententroerl 6atiBa6t. ... 10 Wavß & Rrentaa .....8 Cchulcheis Patzenhofer ... 15 Cftmerie ........r-' Aku lS Bemberg......... " ßeUftofl Laldhof .... 18'/, fienftoff Bldioflenburg . . . 12 GDatiottenbutget tSaffei . . . » Teffaner ®a5 •••••••* Taimler Motoren..... t ten .... enmarll Berlin a 73.38 .m. fleldrtbfliü........12 a.6.®..........8 Bergmann.........J «lefir Lieferimgrgefellfchaii. 10 eicht unv flMft......10 zelten & Guilleaume . . . 7% Gefellfchan für ©eltrildje Unternehmungen .... 10 Hamburger Gleltriiltät5-S?ede 10 -I>-inNche VekrrizitSi .... 9 GAiethdte Cielrrijitäi. ... 10 >cdiudcn & 60. ..... 11 Llernens L Halske ..... 16 IronetaDlo .......8 >. abmeoer L C».. ..... 10 Duverur Tentfche Erdöl....... Cffcnct ................ 90,5 77,5 89.75 44,25 81,75 85 106 78 29 113.5 115 268 14,25 — — 74 — — 125 44,75 82.5 85,25 109 79 29,25 1 127 91 — 44 177 79.25 82.75 105.13 76,5 124 27,9 112 91,5 177,75 82.75 86 108.75 78.75 125.5 28.75 113 6. Mar, 7.T94 «milfche Roiicrung ®eio Ariel Amtliche Aoilerunq Seid »rief Dmkl--NoU. Buen--Sllrek Brii-Änkw GSriftiania - fiopeiibaQ.-u Stockholm . HelftngforS- Italien. . - London. . . Rcuvork . . BariS. . » . Scknvetz .. Eva teil . . Japan . . . 4Ho de Jan. Wien üi D-' CefL obaeft Prag - - - Beitrad - 9>doap:fl • ivuc arten ‘'tfiabon Tamig Äonft mm. Arden Lnnava Uru uati ■ Tatro .. 168.44 1,396 58,555 112.41 112,40 112.55 । 10.576 • 22,015 20,415 4.203 16,455 80.87 45,10 2.082 0.349 59,045 12,449 7,383 73-26 3.047 18,84 81,60 1,784 5,445 4,203 3.027 . 20,93 168,78 1,400 58.675 112.63 112,62 112,77 10.596 22,055 20,455 4,211 16,495 81,03 45.20 2,086 0,351 59,165 12.469 7.397 73,40 3,053 18,8k 81,76 1,789 5,455 4,211 3,033 1 20,97 163,39 । 1,397 58.54 112,38 112,35 112,47 10.572 22,00 20,406 4,201 16,445 80.83 45.30 2.082 0,348 59,045 12.445 7,380 73 225 3,046 18,84 81 -55 1,784 5,445 4,201 3.037 20,92 163,73 1,401 58,66 112,60 112.57 112.69 10.592 22.04 20.446 4,209 16.485 80.99 45.40 2.086 0.350 59,165 12.465 7,394 73.365 3.052 18,88 81.71 1,739 5,455 4,209 3,043 20-96 Mafcknnenbau ‘21.-3. .••••! Nai. 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Dabei sind Ausläufer bis in unser Gebiet vorgedrungen und haben stärkere Bewölkung hervorgerufen. In Süddeutschland treten auch Schneefälle auf. Allerdings hat an der Südseite des Skandinavienhochs die kontinentale Kaltluft standgehalten, so daß bei der vorwiegenden L)st- weststromung der Frost bis zu den britischen Inseln vorgedrungcn ist. Im Grenzbereich zwischen hohem und tiefem Druck wird die Wetterlage bei uns einen unsicheren Charakter annehmen, und bei zeitweise starker Wolkenbildung sind Schneefälle nicht ausgeschlossen. Die Temperaturen bleiben infolge der Kontinentalluft nachts noch unter dem Gefrierpunkt, werden aber allmählich hvhere Werte annehmen. Aussichten für Sonntag: Neblig-wolkig mit vorübergehendem Aufklaren, noch Nachtfrost, jedoch weitere Abschwächung, vereinzelt leichte Schneefälle. Aus sichten für Montag: Noch keine wesentliche Aenderung. Amtliche wintecsporluachcichlen. Vogelsberg, Ho^e.o-s^opf: Ve e^t, —11 Grad, am Hang 40, im Walde 60 cm Schnee. Beschaffenheit: teilw ise v.rharscht. sonst Pulverschnee: Sportrnoglichkeit sehr gut. Sauerland, Winter berg: Wo kig, — 12 Grad. 85 cm Schnee, 16 bis 20 cm Neuschnee, Pulverschnee: Sporimdglichkeit sehr gut. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 8. März. Okuli. Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr: 11: Kinderkirche für die Mattbäusgemeinde; Pfr. Mahr; 18: Pfr. Becker. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld: 11: Kinderkirche für die Johannesgcmeinde; Pfr. Ausfeld: 18: Pfarrassistent Seemann; 20: Bibel- oesprechung im Iohannevsaal; Pfr. Lenz. — fiopcHe des Alten Ar.edhoss. 9.30: Pfr. Lenz. 11: Kinderkirche für die Lulhergemeinde: Pfr. Lenz. Elisabeth- üle.nkmderschu.e. 9.45: Pfr. Eie. Waas: 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde: Pfr. Eie. Waas. — ülein-Linden. 9: Hauptgottesdienst, anschließend Abendmahl für die männliche Jugend. — Dieseck. 14.15. — Aiten-Buseck. 9.30: Beichte; 10: Predigt, im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Feier des 100. Geburtstages von D von Bodelschwingh: Konfirmandenchor; Kollekte; 13.30: Lollar. — Hausen-Garbenleich. 10: Garben« teich; Feier des hl. Abendmahls; 13: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 13: Hauptgottesdienst, 14: Kinderkirche. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst: 14: Stiftspfarrer Draudt. Dienstag, den 10. März. Lich. 20 Uhr: Gedenkfeier des 100. Geburtstags von D. von Bodelschwingh. katholische Gemeinden. Samstag, den 7. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 8. März. 3. Fastcnsonntag. Gießen. 6 30 Uhr: Beichte: 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt: 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predir-t. — Hungen. -A.3L. Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt: 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8 45: Messe mit Predigt. — Tttdda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 9. März. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 10. März. G "ßen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. Freitag, den 13. März. Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht.______________ Lnnntap^ '»'n ">.•?!ersteu.nm8 3.:?L Frau Dr Rothenberger. Ur Vlocb. Htrkchavotbeke. 3 Dr Wertbctm ’D Kreis Büdingen. t Orten berg, 5. März. Am Sonntag fand In der Kirche ein Missionsabend stall. Missionar Lauk (Frankfurt a. M.) hielt einen Vortrag über Indien, der durch künstlerische Lichtbilder unterstützt wurde. Der Missionar schilderte die Gesamtlage In- diens, das Wesen der nach innen gekehrten indischen Seele, die nach Eigenleben ringende indische Volksseele tn dem Freiheitshelden Mahatma Gandhi, die sittliche Not besonders in der Stellung der Frau und das den Menschen entwürdigende Kastenwesen. Kreis S ottcn § Ulrichstein, 5. März. Vom 26. Februar bis 1. Mc rz fand hier eine Singewoche unter Leitung von Landesjugendpsarrer von der Au statt. Jeden Abend versammelte sich die Jugend im Saale von Gastwirt Groh. Es wurde eine Neihe schöner alter Volkslieder, darunter auch mehrere Kanons, eingeübt, sowie einige Volkstänze gelehrt Zum Abschluß der Singcwoch« brachten die Teilnehmer in einem Gemeindenden!) das Gelernte zu Gehör. Kreis Alsfeld. tet Alsfeld, 6. März. Bei der unter dem Vorsitz von Oberstudiendirektor Dr. Hainer- Alsfeld abgehaltenen Reifeprüfung an der hiesigen Oberrealschule bestanden von den 40 Schülern der beiden Parallelklassen der Oberprima 37. <*> Schadenbach, 5.2Närz. In einer gut besuchten Dürgerver amml'mg würd' gegen bi? beabsichtigte Negelung derPoftbestellung Stellung genommen. Turch die bevorstehende Vcr kraftung der Postbestellung im hie igen Bezirk soll unser Ort unberücksichtigt beiden, und von einem Nachbarort aus bestellt werden. Während andere Nachbargemeinden zweimal in den De itz ihrer Postfachs kommen, müh 'en wir mit einer einmaligen verspäteten Zustellung zufrieden sein. Man erwartet von der Oberpostdirektion in Darmstadt die gleiche Behandlung, die auch den Nachbarorten zuteil wird. fiiehener Plerdemarhtiotterie usw Die Umstellung hat begonnen 1 1 GespannPerde l.W.v.RM. 2000 1 Plerd......... 1 Pferd......... 1 Speisezimmer. 1 Fohlen....... 1 Küche........ 1000 500 500 300 300 1701 D Lospreis: RM.1.— Versuchen Sie Ihr Glück Ziehung bestimmt am 26. März Lose in den bekannt. Verkaufsstellen Steppdecken Woil- und Daunendecken Aufarbeiten und Neuanfeitigung Gel. Zutaten w. mitverwandt, billigst Fenige Decken besonders preisw. Steppdeckenhaus Walltorstr. 24 oi3O; Walltorstr. 24 Marburg (Lahn) L Lchitterbeim. vollst ueitAtL Crtrtr- nelunbe Wal dl, ttidio. Gr», u. Lchul.. 20 Lehrkrähe, Ab, Vi—01. OR. u. Na.. Ull-Ol nomn.; Zlurick.ält.r>crr.n.Tam.,handel-scbulkL, v.Behörd. u. Eltern em-f. Jll.Druckschr.fret. 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Kleider 1715 D Completstoffe 140 cm breit, groß gemustert, für Mäntel und Jacken, p. m ist am 5. März abends 8 Uhr plötzlich infolge eines Schlaganfalles verschieden. Die Gemeinde Heuchelheim trauert auis tiefste um den Verlust ihres verdienstvollen Bürgermeisters, der fast 30 Jahre die Amtsgeschälte auf das beste erledigt hat Durch seine ruhige Art seine unermüdliche Arbeitsfreudigkeit und seinen rechtlichen Sinn hat er sich überall hohe Achtung und Beliebtheit erworben. Sein Andenken ist über das Grab hinaus gesichert und sein Name ist in der Geschichte der Gemeinde Heuchelheim unvergänglich. — Herr Bürgermeister Kreiling wollte in nächster Zeit in den Ruhestand treten, wir hätten ihm so gern gewünscht, noch eine Reihe von Jahren die wohlverdiente Ruhe in Gesundheit zu genießen, leider war es ihm aber nicht vergönnt Duchesse- und Damassöfutter ?o u. _ __ 80cm br.,In vielen bewänrtenQua ltäten, II Qm p.m 2.80,2 40,1.85, 1.15 UiUU Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang meines lieb n Mannes und Schwager«, sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Fr. Susanne Hahn, geb. Schäfer- Frühjahrs-Mantelstoffe Hier nut einige Beispi Je: Tweed-Mantelstoffe 140cmbr.,o.tragf. O Cfl Quak,In vielen apart Must p.m4L0,3.S0 UeUU Tweed-Mantelstoffe 140 cm b-eit,reine Wolle,dieneuesten.apartestenDessins, 06$ p. m 9.25,8-90. 6.80,5.50 ■ U V „ .... . . Die Gemeindevertretung Heuchelheim, den 7. März 1931. I. A.: Friedr. Stein müll er 11L ; 7: .n?efteat(V; :sre"nbAi- * - Jtlbk SjO: 9. März. 10. Ha« ianMt N.Morz. nanba^t, —--1 U Ähr’m. -'c.Üßaas^61 H •Sie; io AeseS. 1.in- a^kte: "Ws; S.1!1 Torben. Meinten, '.7-Aärz. Zeitgemäße Modenschau im Kaufhaus Hansa • Gießen e• Treffen Sie sich mit Ihren Bekannten bei unserm 1721 c Musikalische Unterhaltung Kapelle Astoria Vorführung: 10x Uhr bis 12 Uhr 15k Uhr bis 17 Uht e.e. Wir zeigen Ihnen in zwangloser Folge kleidsame und preiswerte Frühjahrs-Neuheiten Wir kleiden Sie für wenig Geld modisch und elegant Auf Wunsch: Reichhaltiges Tee- od Kaffeegebäck,0.40 Mk. Vertreten Aug. Fö ster, Bahnhofstraße, ent« Slßüiete 5= SarmiHM werd. TUdinetnäh u. oreiSwen a& ittmmi u reoar ®ieBen,Dio(fitLli Zrleohoti 24II!i>i>IIIi>>M>>>>>>>>>>>>>>>l Wir übernehmen Neueinrichtungen aller Art f. ganze Wohnungen. Sardinen werden aufgemacht. Anfertigung nach eigenen oder gegebenen Entwürfen. HIIIIIIIIIIIIIIN wtrmn- StnniDti Herr Bürgermeister Kreiling stets ein ehrendes Gedenken bewahren. 1714 D Walter Weller Fräulein Marie Reiber im Alter von 43 Jahren. In tiefer Trauer: 1720 D Gießen (West-Anlage 62, II), den 7. März 1931. 1490D liefert 1726 D Unsere lieben beiden Söhne, Brüder, Enkel, Neffen und Vettern Walter und Gustav Weller 17*2 D Die tief trauernd en Hinterbliebenen: Nachruf. Gustav Weller und Familie nebst allen Angehörigen. Wieseck, Berghofen, Battenfeld, Recklinghausen, den 6. März 1931. 1709 D Heuchelheim, den 7. März 1931. 1708 Der Vorsitzende. 1670 D Emil Steck 17’9 D Tages-u. Abendkurse in Wäscheanfertigung 8tung! 8tung! 1 eiserne Egge 1689 D HEINRICH STORKl Wolkengasse Nr, 19 -*3231 Fernsprecher 3659 1209 b ■ CITROVANILLE Luise Reiber Emilie Seibel iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Familien-Drucksachen Verlobungsar zeigen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. SchulstraBe 1 II11IIIHIIIII1IUIIH11IIIIIIIIIU* Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. März, nachmittags 31/.! Uhr, vom Sterbehause Gießener Straße 132 aus statt. Wir betrauern das am 5. März erfolgte Ableben unseres lieben wurden uns im Alter von 19 und 17 Jahren durch schwere Leiden jäh entrissen. Für die anläßlich unserer silbernen | Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten 1 danken wir bestens. Heinrich Wagner und Frau \ geb. Kuppel < Gießen, Friedrichstr. 17, 7. März 1931 < 013471 1 Kartoffelrodeplluq Verschiedenes Pferdegeschirr Ketten, 1 fast neuer Break Otto Rabenau, Alten-Buseck Die Gemeindebeamten u. Bediensteten der Gemeinde Heuchelheim. Donnerstagabend 7 Uhr entschlief sanft meine innigstgeliebte Schwester und Nichte, unsere liebe Kusine WegenSterbefalls werden am Dienstag, 10. März, vormittags 9 Uhr, in meiner Hofreite verkauft: 1 schwerer Oekonomiewagen 1 mittelschw.Oekonomiewagen 1 fast neue Mähmaschine 1 fast neuer Heugabelwender Mit dem Entschlafenen ist ein Mann aufrechten Charakters und unermüdlichen Pflichtbewußtseins von uns gegangen. Lange Jahre hindurch stand er uns als verdienstvoller Berater und eifriger Förderer unserer Sache zur Seite. Seinen Heimgang bedauern wir aufs tiefste. Wir werden ihm Die Beerdigung findet Montag, den 9. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ernst Kalbfleisch Familie Wilhelm Stephan. Hausen, Gießen, Wieseck, den 5. März 1931, Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. März, nadim. 2% Uhr statt. __1665P| Am 5. d. M verschied in Heuchelheim unerwartet unser Aufsichtsratsmitglied H Autsichtsrat und Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen Die trauernden Hinterbliebenen : Karl Kraft und Frau Elisabeth, geb. Schäfer Hermann Lorenz und Frau Lina Lorenz Wwe. und 9 Enkelkinder Gießen, Schiffenberger Weg 37, Schwanhaim, Großen-Linden und Krofdorf, den 6. März 1931. Die Beerdigung findet Montag, den 9 März 1931, um l1/? Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Sein persönliches Verhalten und seine Leistungen berechtigten zu den besten Hoffnungen. Wir werden dem so früh Entschlafenen ein treues Andenken bewahren. Die Firma Willy Letsch und Angestellte, Gießen (Krofdorfer Str. 16), den 7. März 1931. Plötzlich und unerwartet starb unser verehrter Chef und Bürgermeister Herr Georg Kreiling. Wir verlieren in ihm einen achtbaren, ruhigen Vorgesetzten und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. wie oft es Ihnen zu Hause geholfen hat — oder unlerwegs — gerade dann, wenn der Schmerz am heftigsten auftrat, da fehlte es, Ihr Cifrovanille, das bewahrte, mild und rasch wirkende Mittel gegen Kopfschmerz, Migräne, Neuralgien und rheumatischen Zahnschmerz. In der Damenfasche oder in der Westentasche des Herrn — de ist der Platj für diesen zuverlässigen Begleiter, für Citro- vanifiel Erhältlich ifs Apotheken in Pulver- oder Oblaten-Pak- kung zu RM 1.15. 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