Nr. 32 Erstes Blatt 18|. Jahrgang Samstag, 7. Scbruar Eriche,n, tügl'ch.antzer Sonntags und feiertags. Beilagen. Die Illustriert Vtetzener FamUienblütter Heimat im Dill» Die Scholle Monat»-bezug,preis: 2.20 Reichsmark und 30 Relchspfenntg für Träger« lohn, auch bet Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höheiei Gewalt. Henifprechanschlüsse anter5ammelnummer225I. Snfd)tif1 für Drahtnachrichten. Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: 8ra*!furl am Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitüts-Vuch- und 5teindruckerei 8. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schullttahe L Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis 3um Rachmitiag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mra Breite örtlich 8, ausroärte 10 Reichspfennig; für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20v. mehr. Chefredakteure Dr Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lang«; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Bieben. DerAppellandenReichM. Der Reichstag vom 14. September hat bislang beträchtlich mehr Derhandlungspausen als Sitzungen gehabt, und kaum jemand wird das schmerzlich empfunden haben. Aber nun braucht die Regierung das Parlament, denn die Inkraftsetzung des Reichshaushalts- Voranschlags für 1931 soll nach dem Wunsch des Kabinetts, wenn cs irgend' zu erreichen ist, auf dem normalen parlamentarischen Wege vrd- nüngsmähigcr Verabschiedung des Etats durch den Reichstag erfolgen. Das ist eine Absicht, die durchaus zu billigen ist, denn jede unnötige Strapazierung des § 48 würde die Waffe vorzeitig stumpf machen, zu der der Reichspräsident nur dann, wie seither schon, zu greifen entschlossen ist, wenn die Volksvertretung sich den Ausgaben ver- fdgt, die ihr obliegen. Zudem würde die Inkraftsetzung des Reichshaushalts aus dem Wege der Rotverordnung für die kreditpolitische' Lage des Reichs zweifellos nicht ohne Bedenken sein. Trotzdem scheint die Reichsregicrung auch davor nicht zurückschrecken zu wollen, wenn der Reichstag sich weigert, mit ihr zu gehen aus dem Wege einer Ordnung der Reichsfinanzen, die nach Ausfassung der Regierung die Grundlage für eine irgendwie erfolgversprechende Bekämpfung der Wirtschasts- staanation und weitergrcifend für die Wiederaufnahme der Reparationsdebatte mit dem Ziel einer Revision des Reuen Plans ist, die aber als Voraussetzung den Ausgleich des Reichshaushalts hat und die denkbar stärkste Sicherung vor neuen Einbrüchen in die Reichssinanzen, sei es von der Seite der Wirtschaftskonjunktur her, sei es durch übermäßige Anforderungen durch die Volksvertretung. Reichskanzler Dr. Brüning, der mit einer klugen, außergewöhnlich temperamentvollen und offenherzigen Rede die Etatsverhandlungen des Reichstags eröffnete, konnte darauf Hinweisen, daß von der Regierung alles geschehen sei, um dem Reichstag die fristgemäße Verabschiedung des Haushalts bis zum 31. März zu ermöglichen. Es kommt nur darauf an, ob der Reichstag Selbstdisziplin genug aufbringt, um, unter Verzicht aus Sonderwünsche irgendwelcher Intcrcssentengruppen und parteiagitatorische Scitensprünge, der Regierung daS zu geben, was fic fordern muß. Da sich bei den radikalen Parteien rechts und links, wie schon der erste Tag der Generalaussprache gezeigt hat, die ablehnende Haltung gegenüber dem Kabinett Brüning eher verschärft hat, handelt es sich für den Reichskanzler in der Hauptsache darum, auf der einen Seite die kleinen Gruppen der gemäßigten Rechten, auf der andern die Sozialdemokraten bei der Stange zu halten. Die Aussichten scheinen dafür günstig zu sein. Sowohl Landvoltpartei, Christlich-sozialer Volksdienst und Wirtschasts- partei, wie Sozialdemokratie haben sich mit den hinter dem Kabinett stehenden Parteien zusammengefunden, um durch einschneidende Aenderun- gen der Geschäftsordnuirg des Reichstags wenigstens rein technisch-formal die glatte Abwicklung der Haushaltsdebatte nach Möglichkeit sicherzustellen. Immerhin ein erfreulicher Beweis des guten Willens, dem Parlament in letzter Stunde durch Selbstzucht und Selbstbeschränkung wenigstens etwas von dem Ansehen zurückzuerobern, das der Reichstag in früheren Iahren durch hemmungslose Bewilligungsfreudigkeit und parteiagitatorische Spielereien mehr und mehr eingebüßt hatte. Don den Abänderungsanträgcn bedeuten einige lediglich eine Verschärfung der Geschäftsordnung nach der disziplinarischen Seite hin. die die sachliche Arbeit des Parlaments erleichtern soll. Andere jedoch hoben große praktische, wie grundsätzliche Bedeutung. So will man dem zwar abwechslungsreichen, aber durch allzu häufige Wiederholungen doch reizlos gewordenen und zeitraubenden Spiel mit nicht ernst gemeinten Vertrauensanträgen und beliebig wiederholten Mihtrauensanträgen gegen das Kabinett oder einzelne seiner Minister, mit denen die Opposition einer verschiedenartig zusammengesetzten Regierungsmehrheit — in den letzten Iahren wachsender Parteienzersplitterung die Regel — das Leben schwerzumachen suchte, jetzt ein Ende machen. Eine amtierende Regierung soll in Zukunft ohne weiteres das Vertrauen des Parlaments besitzen, wenn es ihr nicht ausdrücklich entzogen wird. Don der Opposition wird vermutlich hiergegen geltend gemacht werden, dah diese Beschränkung insofern Dcrfutiung.änöcrni) sei, als der Artikel 54 der Reichsverfassung bestimmt: „Der Reichskanzler und die Reichsminister bedürfen zu ihrer Auitsführung des Dertrauens des Reichstags." Diese Bestimmung soll tatsächlich nach dem Willen der Antragsteller in der Praxis nicht zur Anwendung kommen, aber in Wahrheit wird dadurch nichts geändert, denn es kommt ja auch bei uns in Deutschland entscheidend darauf an. daß eine Mehrheit des Parlaments ein Kabinett in dieser Zusammensetzung regieren lassen will. Daran können sie auch Mißtrauens- anträge der in der Minderheit befindlichen Oppo- sitton nicht hindern, sie werden ihr nur taktisch und agitatorisch gelegentlich Kopfzerbrechen machen, aber für solche taktische Finessen sollte ja im Grunde die Zeit des Parlaments zu kostbar sein. Praktisch kommt jedoch einem anderen Antrag weit größere Bedeutung zu. In Zukunft sollen An- träge, die neue Ausgaben oorsehen, nur bei Zustimmung der Regierung angenommen werden können und auch nur dann, wenn sie gleichzeitig sine Deckungsvorlage enti)alten, wobei über beide gemeinsam abgestimmt werden muß. Damit soll einem der ärgsten Uebel des parlamentarischen Systems, wie es sich bei uns nach dem Kriege snt» Oie Generalaussprache über -en Etat. Berlin, 6. Febr. (DDZ.) Präsident Löbe eröffnete die Reichstagssihung um 3 Uhr. In der Fortsetzung der zweiten Beratung des Haushalts des Reichsministeriums, des Reichskanzlers imb der Reichskanzlei erklärte der Abg. Or. Stolper (St.pt.): Erfreulich ist die Zusage des Kanzlers, dah die Regierung sich um weitere Ersparnisse bemühen will. Wir haben mit dem Ausbau der deutschen Wirtschast erst 1924 nach der Inflation beginnen formen. Zunächst wurden erst die vorher verschleierten wirtschaftlichen Tatbestände enthüllt. Dann erhielten wir 1925 als Beweis des wieder erwachten Dertrauens zur deutschen Wirtschaft einen ungeheueren Zustrom ausländischen Kapitals. Das hat uns zu einer Ueberschähung unserer Derhältnisse geführt. Wir hatten mehr Kredit ausgenommen, als einer so komplizierten Wirtschaft, wie der deutschen angemessen war. Als Anfang 1928 der Zustrom des Auslandkapitals stockte, da merkten wir, daß wir bisher über unsere Derhältnisse gelebt hatten, da begannen wir mit der Korrektur. Diese Korrekturbewegung ist aber unterbrochen worden durch die Weltwirtschaftskrise. Mit dem monotonen Hinweis der Rationalsozialisten auf die Tributlast ist gar nichts getan. Wir sind ja seit 1918 ununterbrochen mit der Revidierung unserer Tributlasten beschäftigt. Welches Maß von Derantwortungslosigkeit gehört zu einer Politik, die ein Land in eine Krise stürzt, die jahraus jahrein das Mehrfache der Tributlast kostet, die mit dieser Politik beseitigt werden soll? Mit ihren unmöglichen Rezepten gegen Zinsknechtschaft haben die Rattonalsozialisten jetzt Sukkurs erhalten durch Geheimrat Hugenberg mit seinen Helfserich-Markplänen. Es ist erstaunlich, dah ein Mann, der immerhin einmal im Krupp-Konzern eine führende Rolle hatte, diese unverständigen Dinge vorbringen und doch noch in seinen Kreisen als wirtschaftliche Autorität gelten kann. Goebbels und Hugenberg reden dem Volke ein. es würde alles besser, wenn das bisherige System beseitigt wird. Die Minderung der Arbeitslosigkeit wird nicht durchführbar sein ohne die Senkung des Zinsfußes durch Rückkehr des geflüchteten deutschen Kapitals und des Auslandkapitals, ohne das Der- trauen des deutschen Dolkes xu sich selbst und ohne das Vertrauen der Welt zu Deutschland. Seien Sie weiter stark, Herr Reichskanzler, und handeln Sie, das Vertrauen der überwältt- genden Mehrheit des deuttchen Dolkes wird Ihnen sicher fein. Abg. Zoos (3 ): 1 Wir haben zwar verschiedene Redner der Opposition gehört, aber wir haben aus den Oppositionsreden keinen neuen Gedanken gehört, nicht einmal ein neues Schimpfwort. Wenn Dr. Goebbels vom Reichskanzler hören wollte, warum die Krise da ist, so sollten die Rativnal- sozialisten einen neuen Sprechchor einsühren: „Goebbels erwache!" (Sehr gut! im Zentrum.) Wenn Goebbels nicht geschlafen hätte, dann hätte er oft genug hören müssen, was der Kanzler darüber gesagt hat. Jeder einfache Maim aus der Arbeiterschaft könnte Herrn Dr. Goebbels ein Kolleg über Dolkswirtschaft lesen. (Lärm bei den Rationalsozialisten. — Abg. Heines (Rats.) erhält wegen eines unparlamentarischen Zurufes einen Ordnungsruf.) Herr Goebbels sagt, die Rattonalsozialisten könnten es erst besser machen, wenn sie die Macht haben. Ach, viel wichtiger wäre es, daß sie erst den Derstand haben. (Lebhafter Bei,all im Zentrum.) Das Dolk ist dem Reichskanzler dankbar dafür, dah er Deutschland bewahren will vor dem Regiment von Dilettanten. Herr Hugenberg dagegen sagt selbst von dem Weg, den elm glaube an seine Kraft, an sein Ziel und an den Sieg der nationalen Bewegung. Der jetzige Moment sei mit allem Vorbedacht ausgewählt. Das Gelände sei nach seiner Meinung streng sondiert, Freund und Feind geschieden, und der Augenblick sei so gewählt, daß das Unternehmen zu einem wirklichen Erfolg führen müsse. Weiter betonte er, daß der Stahlhelm bewußt in diesen Kampf ein- getreten fei, um anzuzeigen, daß der lanasame und zähe Aufbau- und Befreiungsweg des Bundes in eine Offensive übergegangen sei, die bis zum Jahre 1932 mit einem vollen Sieg abgeschlossen würde. 9er politische Zweijahresplan des Stahlhelms Bundesführer Seldte über die nächsten Kampfziele des Stahlhelms. verlangt von der Regierung eine Politik der Autorität und des stärksten Derantwortungsbewußtseins. , ----------- y... • . r, if-9 Sparmaßnahmen dürften nicht auf Kosten sozialer vollkommene Selbstverwaltung fei die agrtemiföe Einrichtung-!, durchg-suhrt werten. Rasche Durch. 1 "---- führung der Osthilfe und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit seien vordringlichste Aufgaben. Die Möglichkeit einer freiwilligen Arbeitsdienst- Abg. Mollath (Wp.) betont, daß die gestrige Kanzlerrede zehn Jahre zu spät gehalten worden sei. Die offensichtlich«^ Stützung des Kabinetts Brüning durch die Sozialdemokraten unterstreiche dos Mißtrauen der Wirtschaftspartei. Gleichzeitig müsse man ober auch - den rechtsstehenden Parteien den Vorwurf machen, daß sie durch ihre sture Oppositionsstellung den anderen nationalen Parteien den Weg zu einer praktischen Mitarbeit verrammeln. Kaum ein Wort aber habe der Reichskanzler für den Mittelstand gefunden. Der Redner fordert die Einführung der Ärbeitsdienstpflicht; den Geschäftsordnungsreformen stimmt er zu. Als dann Abg. Dr. Mierendorff (Soz.) das Wort erhält, verlassen die Nationalsozialisten den Saal. Der Redner ruft ihnen nach: Bleiben Sie hier, Dr. Goebbels, wenn Sie den Mut haben, einem Kriegsteilnehmer ins Auge zu schauen. Wir wären heute schon weiter, so fährt der Redner fort, wenn alle am Wiederaufbau mitgearbeitet hätten. Aber Sie (nach rechts) haben hinter dem Busch gesessen und Steine aus uns geworfen, als wir den Karren aus dem Dreck zogen. Man kann die heutige Not nicht beheben mit dem Hokuspokus der Nationalsozialisten. Das deutsche Volk steht nicht hinter den Nationalsozialisten, sondern im Lager der deutschen Arbeiterschaft. Abg. Stob r (Nats.) beantragt Vertagung. Nationalsozialisten, Deutschnationale und Kommunisten verlassen den Saal. Präsident Lobe stellt die B e s chl u ß u n f ä h i g k e i t fest und beraumt die nächste Sitzung für Samstag 12 Uhr an mit der Tagesordnung: Fortsetzung der Beratung und Geschäftsordnungsreform. Bei dem Aufruf dieses Gegenstandes rjift Abg. Stöhr (Rats.): Die Ge- fchäftsordnungsreform werden wir schon verhindern! Obstruktionsabsichten der Opposition? Der Wverstand gegen die Geschäfts- ordnungsreform des Reichstags. Berlin, 7. Febr. (CNB.) Zur Vorbereitung der heutigen Verhandlung über die Geschäftsordnungsreform haben die Nationalsozialisten gestern eine Besprechung abgehalten, die sich bis in die späten Abendstunden ausdehnte. Die Oppositionsparteien wollen gemeinsam versuchen, die Beschlußunfähigkeit des Reichstages herbeizuführen, um das Zustandekommen der Reform vorläufig zu verhindern. Nationalsozialisten und Deutschnationale wollen bei allen Anträgen, auch bei den Anträgen auf Aufhebung der Jmmuni- Aus aller Wett. Vas Attentat in der ReichSbahn- direküon Berlin. Wie schon kurz gemeldet, drang am Freitag gegen mittag ein Monn in das Arbeitszimmer des Direktors der Reichsbahn, Zander, in der Reichsbahndirektion Berlin ein und gab etwa fünf b«i s sechs Schüsse auf den Direktor ab, von denen einer in die Schulter und einer in den Oberschenkel traf. Der Unbekannte tötete s ich darauf durch einen Herzschuß. Die herbeigerufene Polizei fand bei dem Attentäter einen an die Polizei gerichteten Brief, aus dem hervorgeht, daß es sich um den 50jährigen Fahrkartenausgeber und jetzigen Unfallrentncr Willi Freese, wohnhaft in Char- lottenburg, handelt. Aus diesem Briefe geht hervor, daß er einen Anschlag auf den Direktor bei der Reichsbahn, K a s s a ck, beabsichtigte, der früher Dezernent der Unfallrentner gewesen ist. Freese hat im Eisenbahndienst im Jahre 1914 einen Unfall erlitten. Er war in der Fahrkartenausgabe ausgeglitten und auf den Hinterkopf gefallen. Infolge dieses Unfalles litt er an rein nervösen funktionellen migräneartigen Beschwerden, die ihn zunäch st völlig erwerbsunfähig machten. Bis zum Jahre 1916 hat sich sein Leiden jedoch nach zwei Gutachten, darunter eins des von Freese selbst gewählten Arztes, soweit gebessert, daß die Erwerbsunfähigkeit nur noch 50 v.H. betrug. Die auf Grund dieser Gutachten festgesetzte Unfallrente von 50 v. H. ist auch vom Reichsoersicherungs- Das Zentrum betonte, daß die Studentenschaft ihre Befugnisse überschritten habe. Die Erhebung von Zwangsbeiträgen müsse auf hören. So wie bisher könnten die Dinge nicht weitergehen, dah die Studentenschaft eine eigene Politik treibe, sogar Außenpolitik im Gegensatz zur Reichsregierung. Bon der Volksrechtpartei wurde das Vorgehen der Studenten schärf st ens mißbilligt. Die Regierung solle entschieden durchgreifen. Kultusminister Or. Adelung erklärte, die zutage getretenen Bestrebungen könnten nicht geduldet werden, doch habe die Regierung das ernste Bestreben, die Selbstverwaltung zu pflegen und zu erhalten, denn verschiedentlich sei auch manches Er- freulicheerreicht worden. Da sich in Gießen die Dinge sehr zugespiht hätten, müsse ernstlich erwogen werden, ob die bestehende Selbstverwaltung noch erhalten werden könne. Eine Abführung von Zwangsbeiträgen an die Deutsche Studentenschaft sei verboten. Der zutage getretene Terror könne nicht geduldet werden, und die Studentenzeitung könne in der bisherigen Weise nicht weiter erscheinen. Einzelne Artikel hätten unerhörte Angriffe gegen den Staat und gegen Staatsmänner enthalten. Die einheitliche Stellungnahme des Ausschusses werde daher von der Regierung begrüßt, denn von allen Parteien müßten die Vorgänge sehr ernst genommen werden. Von demokratischer und sozialdemokratischer Seite wurde noch darauf verwiesen, dah die Verhältnisse in Darmstadt nahezu grundsätzlich anders liegen als in Gießen. Der Ausschuß nahm schließlich folgenden Antrag einstimmig an: „Auf Grund eingehender Verhandlungen im Finanzausschuß hat sich die Regierung bereit erklärt, die Vorgänge im Gießener Asta weiter zu untersuchen, und, im Falle sich eine Lleberschreitung seiner Befugnisse ergibt, die gebotenen Maßnahmen zu ergreifen. Die Regierung wird nach Abschluß der Llntersuchung dem Landtag berichten. Der Ausschuß erklärt damit den Antrag Reiber für erledigt." Weiterberatung Dienstag. tät einzelner Abgeordneter, namentliche A b - st i m m u n g verlangen, um durch die ‘bann notwendig werdenden über hundert nament- . l i ch e n 21b ft imm ungen die Mehrheitsparteien zum A b b r e ch e n der Abstimmungen' zu veran- | lassen. Die Rechtsparteien hoffen dabei auf die Mithilfe der K o m m u n i ft e n. — Die hinter der Regierung stehenden Parteien bereiten Gegenmaßnahmen vor, um unter allen Umständen zu versuchen, sämtliche Anträge zur Genehmigung von Strafverfolgungen und die Aenderung der Geschäftsordnung heute zu verabschieden. Nationalsozialisten nnd Stahthelm-Volksbegehren. Essen, 6. Febr. (ERB.) Die Nationalzei- t u n g, die in Westdeutschland als das maßgebende Blatt der NSDAP, angesehen wird, bemerkt zur Einreichung des Stahlhelm-Volksbegehrens folgendes: Seitens der politischen Tagespresse sind in diesen Tagen alle möglichen Kombinationen an das Stahlhelm-Volksbegehren geknüpft worden, die das Verhallen der NSDAP, zu dem Vorgehen des Stahlhelms betreffen. Hierzu stellen wir fest: Wie der Führer Adolf Hi fier in den vergangenen Wochen schon mehrfach zum Ausdruck brachte, wird der Zeitpunkt eines Volksbegehrens und Volksentscheids unsererseits durch ihn bestimmt. Wir haben daher, solange Hitler zu dem Begehren des Stahlhelms keine Stellung genommen hot, keinerlei Veranlassuna.unsbefür- wartend zu äußern. Wir haben Anlaß anzunehmen, daß das auch die Ansicht maßgebender Stellen der Partei ist. Wann soll Deutschland die ^oungrevision fordern? London, 6. Febr. (TU.) In einem Artikel über die Entwicklung in Deutschland, der an die Rede des deutschen Reichskanzlers Dr. Brüning bei der Eröffnung des Reichstages anknüpft, vertritt „M anchester Guardian" den I Standpunkt, dah nach Regelung der innerdeutschen Finanz-Verhaltnisse Deutschland die Frage der Revision des Voungplanes anfchneiden könne. Der Versuch, dieses Problem zuerst in Angriff zu neh« l men, mühte für die Allgemeinheit und auf die Iugend noch nicht reif. Man solle die studentische Jugend nicht so ernst nehmen, sonst käme diese sich wichtiger vor als sie wirklich sei. Aus reif einer freiwilligen Arbeitsdienst- I diesem,Grunde halte er den demokratischen An- pflicht müsse schleunigst geprüft werden. Mit trag für sehlgehend. . schärfstem Nachdruck sei eine aktive aufbauende Kul- öoltsjjart® turpolitik zu fordern. In der Erwartung der Er- die Vorkommnisse ebenfalls^ bedauert. Bei allem füUung dieser Forderungen lehne seine Partei die I Verständnis für JugeElchkvit könne mitCHcfer Su&trauensanträgc ab. der Betätigung nicht w^den. u 1 Es sei vor allem unverständlich, dah eine gebildete Iugend sich in Antisemitismus ergehe. Die bisherige Haltung der Regierung wurde aner- fannt Die mißleitete Studentenschaft müsse auf die rechten Wege geleitet werden. Die beanstandete Dezember-Rummer der Studentenzeitung sei ein Machwerk, das berechtigte Empörung bei allen Gemäßigten Hervorrufen müsse. Wir freuen uns der Erklärung des Reichskanzlers, dah er den Etat mit parlamentarischen Mitteln v:rabschieden will. Wir richten aber an die Regierung die Mahnung, , . Sonern sich nun auch der Möglichkeiten bewuht zu sein, Heidelberg, 6. Febr. (TL) In Heidelberg die die Verfassung der Staatsführung in die sprach der Gründer und erfte ^"I^Lfuhrer des Hand gibt, falls das Parlament vor einer so Stahlhelms, Bund der Frontsdldatcrt 8^8 mitscheid^iden Aufgabe versagen sollte. Der Selb te über die politischen Absichten des Mahl- geschichtstreue Mensch, den Dr. Döhring gestern Helms. In Koblenz haoe der Stahlhelm fernen als das Ideal hinstellte. ist doch nicht der, der Willen zum Ausdruck gebracht, diesem^ unmöglich immer nur nach rückwärts blickt. Der gewordenen La n dta gi n P re uß e n em Ende deutschnationale Führer Hugenberg hätte es in I zu machen. Ietzt sei es soweit. Der Stahlhelm der Hand gehabtsdamals als di: Deutschnatio- wisse, weshalb er die Verantwortung allem uber- nalen die Macht hatten, dem System, dem sie nommen, bzw den anderen frommen habe heute den Kampf ansagen, durch eine verständige namuch als lb ^at sp o l i t is cher Bund, der verantwortungsbewußte Führung und Zusam- nicht parteipolitisch denke und darum v'"Mit menarbeit mit anderen verantwortungsbewußten telnd und ^'umernd wirken koime. Was Kräften die Wendung zu geben, die längst parteipolitisch gesprochen rechts sehe, werde nut cinsSbm Ä wenn °die Deutschnationalen ^nr ©ta^to Ö^jen. Ä damals Nicht die Flucht in di- D-rantwortungs. Sachlichkeit .lm bei- lollakeit angetreten hätten. Die deutsche Wirt- Pflichten. Besonvers aber durste er den Beifall schaftskrise ist, wenn nicht verursacht, so min- aller derer Hnden ^r dw im Gelsteei^r mo- destens verschär ft durch das Unver- dernen demokratischen Verfassung der Mehrst ändnis unterer ausländischen Der- I heitswille das höchste Gesetz sei. Der tragsgegner Wir kämpfen gegen die I Wille des Volles stehe fest Das Volk habe am drückende Last dieser Verträge, aber dieser Kampf 14. September gesprochen Es sei erst em Anfang ist schwer und sein Erfolg leidet darunter, wenn O^Men. Das^E werde s,ch noch ganz anders wir unsere ganze Energie in den Dienst der freisprechen. Dieienlgen irren, die glaub.em es Aufgabe stellen, den Schuldigen unter uns wurde letzt zu Vorwahlen kommen. Die Ruh- zu suchen. Das ist der große Fehler der Ratio- meher des Systems, das offenbar versagt habe, nal ozialisten. Ihre Bewegung, die durch eine wurden sich nicht dazu bequemen die demokrati- gewaltige Gesühlswelle in die Höhe gehoben schen Folgerungen zu^ ziehen. Der Smhl^lm worden ist, wird ihre Bewährung erst dann werde sie zu diesen ..^6erungen zwingen, und beweisen binnen, wenn es ihr gelingt, die Ge- | zwar lege er den größten Wert darauf, diesen fühlswerte, denen sie ihren Aufschwung verdankt, umzuschmelzen zu wirklich staatspoliti- schen Werten. Die nationalsozialistische Bewegung ist zu stark geworden, als daß sie sich länger den unerhörten Goebbels-Satz leisten könnte: „Was wir tun, wenn wir die Macht haben, geht niemand etwas an!“ Wir freuen uns der Versicherung des Reichskanzlers, daß er weitere Erspar- Darmstadt, 6. Febr. (WTD.) Im Finanznisse machen will. Reich und Staat können sich ausschuh wurde zunächst vor Eintritt in die Be- eine Schuldenvermehrung und Steuervermehrung ratung der Kapitel 67 und 68 (Landes- nicht leisten. Die Ersparnisse sind möglich, Universität Gießen und Technische ohne daß die Rechtstitel der Beamtenschaft und Hochschule Darmstadt) der demokra- die Titel anderer Personalbezüge aufs neue be- tische Antrag behandelt, d enStudenten- rührt werden müssen. Der furchtbaren Arbeits- aus schuß (Asta) an der älniversität losigkeit können wir nur begegnen durch ein Zu- Gießen aufzulösen. Von den Anlragstel- sammenwirken der schaffenden Kräfte unseres I lern wurde erklärt, dah der Antrag durch den Volles. Wir brauchen einen wirtschaft- Beschluß der Asta bewirkt sei, der den nume- lichen General st ab, der sich zusammenseht I r u s clausus — Erlaß der Reg.erung für aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern und ge- I Philologen abgelehnt und angesichts der stutzt wird durch die führende Hand der Reichs- I üeberfüllung der akademischen Berufe und der leitung. Das lapitalistische System hat sich im Zurückdrängung des deutschen Volkstums die letzten Jahrhundert durchaus bewährt, während Einführung des numerus clausus der Sozialismus beim Ausbruch des Krieges für Studenten der jüdischen Rasse bei seiner Beendigung volllommen versagt gefordert hatte. Die Aeuwahl des Asta Die Fehler des Systems liegen darin, dah zeige, dah man bei der Studentenschaft von der das kapitalistische System v e r f ä l s ch t wor- staatsfeindlichen Betätigung und den über^die ____ ist durch das Eindringen sozialistischer Ge- I Befugnisse des Asta hinausgehenden darckengänge. Wir brauchen wirtschaftlich ein I nicht ablassen wolle. Die Regierung llares Entweder-Oder. Die Finanzreform ist not- Pflicht, schärfstens gegen diese wendig, nicht damit wir mehr Geld zur Tribut- I griffe vorzugehen. zahlung haben, sondern damit bei den kommenden Don sozialdemokratischer Verhandlungen über die Revision der Tribut- wurde ebenfalls schärfstes Vorgehen Verpflichtungen die nötige innere Wider - I Staatsgeld könnte unmöglich zur Bekämpfung st and straft bei uns vorhanden ist. des Staates verwandt werden. Die Freiheit der A,, z«. - «.« > x Gesinnung werde damit nicht angetastet. Abg. SlMpfLNdörfer (Cyr.-Soz.) Aom Landbund tourcen die Vorgänge in Giehen bedauert. Cs sei Sache der Regierung, den Asta an seinen Platz zu verweisen. Für die amt bestätigt worden. Das Ergebnis nochmaliger Nachuntersuchungen, zum letzten Male im Jahre 1930 ermöglichte es, Freese seine 50prozentige Rente in Höhe von 50,19 Mk. monatlich zu belassen. Die letzte amtsärztliche Untersuchung im November 1930 hatte jedoch ergeben, daß eine Verschlimmerung seines Leidens nicht eingetreten war. Nach alledem wird angenommen, daß Freese, als er das Attentat verübte, in vorübergehender geistiger Verwirrung befand. Weder der von ihm verletzte Reichsbahndirektor Zander noch der Beamte, auf den fein Anschlag eigentlich gemünzt war, hatte mit Freeses Rentenangelegenheit irgend etwas zu tun. Der Zustand des Schwerverletzten, Direktor Zander, ist bedenklich. Die Leiche des Selbstmörders wurde beschlagnahmt und dem Schauhause zugeführt. Freese war früher Fahrkartenknipser und später Rentner. Der Reichspräsident beim Reitturnier. Das mit großem Erfolg durchgeführte Berliner Reitturnier erreichte mit dem Besuch des Reichspräsidenten feinen Höhepunkt. Der Präsident erschien um 15 Uhr in der Halle und wurde nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Reitverbandes, o. Z i tze w i tz - W e e d e r n, zur Ehrenloge geleitet, wo ihn das überfüllte Haus mit Hurrarufen und Händeklatschen begeistert empfing. In den Logen bemerkte man weiterhin den italienischen Botschafter Orsini Bm^sni, den schwedischen Gesandten a f Wirs6 n, Reichswehrminister (3 r o e n e r, Reichsernährungsminister Schiele, den Chef der Heeresleitung, General v. H a m m e r ft e i n, sowie zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Nachdem die ausländischen Offiziere dem Reichspräsidenten vorgestellt worden waren, wurde mit dem sicb über zwei Stunden hinziehenden Rekordhocy-Weitsp ringen über einen sogenannten Oxer (ein grüner Busch mit je einer Stange vor und hinter dem Sprung, 1,80 Meter hoch und breit) begonnen. Blieben hier noch 19 Pferde fehlerlos, schaffte es nach der Erhöhung der Maße auf 2 Meter nur noch Harald (Rittmeister o. Hülsen) und verhalf so den deutschen Farben zu einem neuen Siege. Der Hannoveranssr Packard holte sich unter Major Bürkner den Preis der Ausstellungshallen, und dann folgte die Prämiierung der Teilnehmer der großen Vielseitigkeitsprüfung. Die Schau- nummern, die an Exaktheit in der Ausführung nichts zu wünschen übrig ließen, lösten ft ü r m i » schen Beifall aus. Wirbelsturm und Uebcrschwemmung an der Ostküste Australiens. Rach wochenlangen Regenfällen brach ein Wirbelsturm los. der zur Folge hatte, dah umfangreiche äleberschwemmungen eintraten. Viele Häuser mußten geräumt werden. Der gesamte Verkehr einschließlich des Straßenbahn- und Eisenbahnverkehrs ist völlig in Einordnung gebracht. Tausende von außerhalb der Stadt Brisbane wohnenden Angestellten waren außerstande, heimzufahren; sie wurden in Schulen, Kirchen und Warenhäusern untergebracht. Der größte Teil des Landes längs der Küste ist von der Umwelt abgeschnit- t e tl Die Ernte ist zerstört und eS wird gemeldet, dah viel Vieh um gekommen ist. Ein Dorf durch Schnee von der Außenwelt abgeschnilken. Der schwerste Schneesturm, der seit 36 Jahren i n Mittelengland erlebt wurde, hat das Dorf Blanchland in Northumberland von der Außenwelt vollständig abgeschnitten. Der Schnee liegt über zwei Meter hoch, so daß der Omnibus- und Post- ocrkehr eingestellt werden mußte. Seit vier Tagen ist keine Verbindung mit dem Dorf möglich gewesen. Die Dettei-laie. ■w- ■9 len 2ZEf O ieny* w \ o 0 wolkenlos. <5 neuer c» njro oedeatL » werwa • oedem • Regen * Schnee Graupein e ncdci "R Gev/i:!er,@w>nd5tiiie. •O' sehr leichter Osi missiaer Südsüdwest "ordwesl Ole Piene fliegen mit dem umde Oie oei aen Stationen Menenden U* len geben die Temperatur an Oie Linien verbinden Orte mit gleichen» auf Meeresniveau umgereenneten Luftdruct Wettervöra.rSsagc. Die Tiefdruckstörung über den britischen Inseln hat ihren Weg südöstlich nach Frankreich eingeschla- gen, ohne Einfluß aus unsere Wetterlage zu ge- winnen. Durch das vielfach nächtliche Aufklaren und die bestehende Schneedecke sind die Temperaturen in ganz Deutschland noch weiter zurückgegangen. Neue Anzeichen auf Umgestaltung des Witterungscharakters sind zur Zeit nicht vorhanden, so daß mit Anhalten des FrostweUers zu rechnen ist. Aussichten für Sonntag: ForUauer des Frostwetters, stellenweiss Dunstbildung oder bewölkt, sonst meist klar, aushciternd. Lufttemperaturen am 6. Februar: mütags —5,2 Grad Celsius, abends —7,9 Grad; am 7. Februar: morgen? —10,2 Grad. Maximum — 4,6 Grad, Minimum —10,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Februar: abends 0,2 Grad; am 7. Februar: morgens 0,2 Grad Celsius. Amtliche Dinkerfpoctnachrichten. Vogelsberg, Hoherodskops: Klar, —14 Grad, 50 bis 60 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut — Hercyenhainer Höher Klar, —9 Grad, 25 cm Pulverschnee; Ski und Rodeln sehr gut Ai- üel J* sicht. Die Detzs wenn nrt Abgetoart! A Hochbauamd m noch das ah2 Aachso.'ger, ab SchdaadSloinm ü es vereich! 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Als Ergebnis cuus Q/C.uartungerunbgange konnte er fest» stellen, daß der größte Teil der Zwetschenbäume zum Absterben verurteilt sei Würde nicht umgehend eine energische Bekämpfung der Blatt- und Schiloläufe einsetzen, so |ei nach 3ahren der letzte Zwetschenbaum aus der Gemarkung verschwunden. 3m Anschluß an eine rege Aussprache wurde unter dem Vorsitze des Maschinenführers D. V i n • Ion eine Ortsgruppe des Kreis-Obst- und ®ar- tenbauvereins gegründet, der sofort 18 Personen beitraten — B o b e n h a u f e n 11, 5. Febr. Die Land- postverkraftung für unser Gebiet ist immer noch eine umstrittene Angelegenheit. Die Gemeinden zwischen QHi.dc und Dodenhausen wollen sich mit dem Bescheid der Oberpostdirektion Darmstadt, daß sie wohl die Derkehrseinschränkung für unser Gebiet bedauere, tm 3nteresse der Wirtschaftlichkeit ihres Planes aber nicht auf dessen Durchführung verzichten könne, nicht so einfach abfinden. Die Gemeinden haben eine Eingabe an die oberste Postbehörde in Berlin gemacht und um Prüfung der Angelegenheit gebeten. Der Bescheid steht noch aus. Außerdem unternahmen die Bürgermeister mehrerer Ortschaften eine Fahrt nach Darmstadt, um dort bei der Oberpost- direkNon nochmals vorstellig zu werden. Sie erboten sich sogar zu einem neuen finanziellen Abkommen mit der Post. Man hofst allgemein, daß sich doch noch eine befriedigende Lösung der überaus wichtigen Frage finden werde. preuhen. Kreis Biedenkopf. • RodHeim a. b. 03., 4. Febr. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt am Samstag im Saale des Gastwirts Schlierbach ein Wintervergnügen ab. Ortsbrandmeister Bender begrüßte die Gäste, gedachte In seiner Ansprache des im vergangenen 3ahre verstorbenen Kameraden Arthur Hofmann und wies sodann auf die Ziele der freiwilligen Feuerwehren hin. 11. a. streifte er dabei einen Artikel im ^Gießener Anzeiger" über die älteste Spritze Hessens, und stellte fest, daß die Rodheimer Spritze im 3ahre 1 7 56 angeschafft wurde. Da aber im Jahre 1866 der Kreis Biedenkopf an Preußen fiel, sei auch die alte Spritze für Hessen verloren. Gin von Frl. Bender gesprochener Prolog und zwei von den Mitgliedern der Feuerwehr aufgeführte Theaterstücke ernteten reichen Beifall. Der finanzielle Ueberschuh aus der Veranstaltung fällt der Tropp-St stung zu WSN Biedenkopf, 6 Febr Bei der hiesigen Kreiskommunalsasse ist ein Fehlbetrag von 1 000 Mark festgestellt worben Die Nachprüfungen sinb noch nicht abbeschlossen Der verantwortliche Beamte ist vom Dienst suspendiert worben. In der Stabt und in ber Umgebung um« laufende Gerüchte, die von einer weit höheren Unterschlagung wissen wollen, sind übertrieben sji.-'fpoiit Spielvereinigung 1900 Gießen. Jugendspiele . Die erste Jugend fährt am Sonntag tzach Lich mb steht dort ber ersten Jugend des BsR im kflichtspiel gegenüber Nach den bisherigen Ergeb- lissen sollte man die ungeschlagene erste Jugend »er Spicloereinigung als Sieger erwarten Die Rannschaft darf den Kamps jedoch nid)t auf die eichte Schulter nehmen, da er zugleich von maßgeblicher Bedeutung für die Führung in der ^-Klasse ist Kehren die 1900er siegreich von Lich icim, dann sollte ihnen die Führung nicht mehr n nehmen fein. Die zweite und dritte Jugend sind pielfrei. Die Schüler empfangen auf eigenem Platz de Schüler vom FC. Weglar und dürsten, wenn sie »ollzählig antreten, die 0:l-Niededage von Wetzlar rusgleichen. Fußballklub 1926 Großen-Buseck Die Iugendmannschaft des FC 26 Großen-Buseck ährt am Sonntag nach Lollar zu einem Iugend- oandertag und wird sich dort auch an den Spielen •Heiligen Im Berbandsspiel stehen sich am Sonntag der Sportverein Löhnberg und der FC Großen Buscck n Löhnberg gegenüber Es dürfte dabei zu einem diarfen Treffen kommen Beide Mannschaften sind liganeulinge und haben zu beweisen, daß sie m •en Rahmen der Bezirksklasse II des Gaues Gteßen- Vetzlar passen Großen-Buseck stellt eine spieltüchtige Elf, die den Gegner zur Hergabe seines ganzen könnens veranlassen sollte Das Vorspiel gestaltete öroßen-Buseck auf eigenem Gelände siegreich Handball im Gau Hessen (O. T.) Io. Großen-Linden — Tv. Heuchelheim. Das seinerzeit wegen schlechter Witterung abgebrochene Entscheidungsspiel um die Meisterschaft ter ä-Klasse im 1 Spielbezirk kommt am Sonntag luf dem Unioersitätssportplatz zum Austrag. Tv öroßen-Linden und To Heuchelheim, die das Spiel ■eftreifen, treten in stärkster Ausstellung an so daß in hartnäckiger Kamps zu erwarten sein dürste. Anschließend trägt die zweite Mannschaft des Tv 1846 Gießen gegen die erste Mannschaft des Tv. Dutenhofen ein Freundschaftsspiel aus Südwestdeulschc S.sschte mettterschasten Betrieb auf der Liswiese. Aller Voraussicht nach finden morgen die süd- vestdeulschen Eisschießmeisterschaften auf der Eis- «ahn statt Die Meisterschaften zerfallen m Einzcl- ind Mannschaftsschießen Aus dem Verbandsgebiet ind bis jetzt 12 Mannschaften (Barnen und Herren) gemeldet, die zum Teil an den deutschen Meister- chaften in Mittenwalde erfolgreich teilgenommen laben. Der Gießener Eisverein beteiligt sich mit Iwei Herren« und einer Damenmannschaft. Die Ver- mftaltung dürfte dem Eisschießen sicher einige neue yrcunbe gewinnen Casmr in Mailand besiegt. Einige der besten Fechter Europas nahmen an der nternationalen Fechtgala im Teatro Lirico in Mai- nnd teil Der vielfache deutsche Meister Erwin Tasmir oeijor .im Florett gegen.ben Italiener Gua- cagna mit 7 10 Treffern, dagegen war Helene Mayer -in- der gleichen Waffe ber Italienerin ferati hoch überlegen. 3m Säbelkamps fand der Italienische Profi-Weltmeister Nedo Nadi in dem Vngarn- Piller großen Widerstand und'blieb nur mit 16:12 Treffern erfolgreich. 395 Kilometer in der Stunde. Campbell- welkrekordoersuch gegluckt. Der englische Rennfahrer Capt Malcolm Camp bell unternahm am Donnerstag am Strande von Daytona Beach einen neuen Weltrekordversuch, diesmal unter offizieller Kontrolle. Auf seinem 1400 PS. starken Rennwagen „Blue Bird erreichte Campbell für beide Fahrten über je einen Kilometer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 245,73 Mellen pro Stunde, was 395,462 Stundenkilometer gleichkommt. Für die Hinfahrt brachte er es sogar auf 5,740 Stundenkilometer (mit dem Winde), und für die Rückfahrt gegen den Wind auf 394 121 Stundenkilometer Campbell hat somit den Schnelligkeitsweltrekord, den bisher sein verstorbener Landsmann Sir Henry Segraoe mit 372,351 Stundenkilometer hielt, um 23 Kilometer in der Stunde überboten, eine Leistung, die man noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten hätte Sport im Reiche. Die eponcrciflnif{c häufen sich am bevorstehenden Sonntag nicht in dem Maße wie bisher Dafür sind aber die in den einzelnen Sportarten auf dem Programm stehenden Veranstaltungen von besonderer Bedeutung. Höhepunkte im Wintersport sind die Deutschen Skimeisterschaften in Lauscha-Ernstthal um) die Eishockey-Weltmeisterschaft in Krynica. Des weiteren verzeichnet der Terminkalender folgende Veranstaltungen Europameistcrichast tm Eisschnellau en in Stockholm. Skistaffelmeisterschaften vom Schwarzwald am Fell berg. Deutsche Raturbahn-Rodelmcister- schäften in Wiesbaden, Kamp,sptel.bobrennen in Krummhübel und die Verbandswettläufe des Ski- klubs Sauerland. 3m Fußball werden in den Spielen am Sonntag weitere Entscheidungen erwartet. 3n Berlin interessieren besonders die Kämpfe in Der Ab eiiung A gwäch n H r.ha BSE. — Preußen und Viktoria — VfB. Pankcw. 3n vüddeuUchland und Südostdeulschland werden die Endkämpse mit einem vollen Programm fortgesetzt, während In Mitteldeutschland die Vorschlußrunde um den Verbandspokal steigt. Die argentinische Fußball- elf ist am Sonntag beim FSV. Frankfurt zu Gast, während der Rheydter Spielverein in Paris gegen den Racing Elub de France spielt. Auch im Handball ist man trotz schneebedeckter Felder eifrig bemüht, die Spiele zu fördern Süddeutschland läßt bereits die Endspiele austragen. Das Ereignis in der Leichtathletik ist das 19. Berliner Halleniportfest am Sonntagabend im Berliner Sportpalast, das in allen Wettbewerben eine großartige Besetzung aufweist. Mannigfaltig ist das Sonntagsprogramm im Turnen. 3n Krummhubel gef)i bai 3. Wintcr- trefien des Kreises Schlesien, in Oberwiesenthal das 4. Wintersportfest der sächsischen Turnerschaft vonstatten. Das Kunstturnen dürste in Halberstadt (Berlin — Leipzig — Harz-Huy-Gau) Aeustettin (7. Vorpommer cher Städtekampf Reu- stetkin — Stolp — Köslin — Schneidemühl» und dem Dresdner Ausscheidungsturnen neue Erfolge feiern. Der. Verwaltungsarbeit dienen der 46. Brandenburgische Kreisturntag in Berlin und der 16. Westfälische Kreisturntag in Dortmund. 3m Schwimmen sind die kreisosfenen Hallenveranstaltungen der Turner in Altona und Breslau zu erwähnen. Beim Internationalen von Riedersachsen — München startet gute holländische Mittelklasse, während Derichs und Haas, Köln, in Paris an den Start gehen wollen. 3m Radsport begann in Stuttgart das vierte Sechstagerennen, an dem zwöls Mann- chaften beteiligt sind. Auf den übrigen deuischen Bahnen herrscht Ruhe. 3m Auslands starten deutsche Fahrer in Paris. Basel und Brüssel. 3m Motorensport wird im Rahmen der Winterfahrt nach Hirschberg das traditionelle 3sergebirgsrennen ausgetragen. Auch auf dem Titisee sollen Eisrennen zur Abwicklung kommen. rtur$c (5porfnoti$en. Kurt vonTepper-La-ki, der Altmeister der deutschen Herrenreiter, ist im Alter von 82 3obren am Donnerstag verschieden. Der Verstorbene war nicht nur ein ausgezeichneter Rennreiter, sondern zeichnete sich auch später al- Wanager und Trainer aus. e Fräulein Flebbe, die deutsche Meisterin im Eiskunstläufen, konnte sich in einem internationalen Wettbewerb in Arosa nur 4. werden. DeiMe ©fimeiflerfthaffen in Lauscha-LnMoi. e / r- * ' Links: Der Schauplatz der Wettkämpfe. — Rechts: Jahre verschiedene Langstreckensiege an sich brachten. Die deutschen Skimeisterschaften nahmen am Freitag bei schönen Schnee- und Wetterverhält- niffen mit dem 18-Kilometer°Langlauf bei Lauscha Ernstthal ihren Anfang. Die Strecke war zum Teil sehr fchwiertg und wies mehrere, zum Teil sehr steile Abfahrten auf, die einigen Fahrern zum Verhängnis wurden. Von 153 gemeldeten Läufern traten 130 an. Von ihnen passierten 110 die Hauplkontrolle und 104 das Ziel Sieger des Langlaufes wurde der mit Starlnum- Die Brüder L a n f ch n e r, die schon im vorigen mer 71 gestartete einzige Finne Esko 3 ä r v i n e n. ein Mitglied der bekannten finnischen Sportfamilie, mit der besten Zeit deS Tages mit 1:24:42 Stunden Den zweiten Platz belegte der bayerische Meister Gustl Müller, Bayrischzell, mit 1:25,5 Stunden vor dem HDW.-Meister F Wende mit 1:26 38, Alois Greilinger, Rosenheim, 1:26 59, und Willi Bogener 1:27:37 Stunden. Aus Dem sechsten Platz landeten Walter Motz und Otto Wahl mit gleicher Zeit. Rundfunkprogramm. Sonntag, 8. Februar. 7 Wjr (von Hamburg) Hafentonzert. 8.30 bis 9.30 Uhr (Adventskirche Kassel): Morgenfeier, veranstaltet von der Ev. Landeskirche Hessen- Kasfel. 9.45 Uhr (Kolpinghaus, Koblenz) Stunde des Chorgesangs. 10.45 (von Mürzzuschlag) Zweite Arbeitcr-Wint.rsp^rt-Olympiade. 11 Uhr. Stunde der Kammermusik. 11.33: „Arbeits oiigteit und die Möglichkeit ihrer Behebung", Diskussion zwischen Fabrikant Richard C. Gütermann und Dr. Artur Feiler. 12.15 ilfjr. Opernkonzert auf Schallplatten. 14 Uhr Stunde des Landes 15 Uhr Stunde der 3ugend. 16 Uhr , Fjodor Dostojewski", Vortrag von Dr. Ludwig Marcuse 17.11 lUhr (Stadthalle Mainz). Fremdensihung des Mainzer Kamevalvereins. 22.50 Uhr: Tanzmusik. Montag, 9. Februar. 7.15 Uhr. Frühkonzert. 12 Uyr. Schallplattenkonzert: 16.30 Uhr Rachmitiagslonzert 17 Uhr Gesangseinlagen von Adelheid Holz, Köln. 18.15 Uhr „Die Saarwirtschast". Vortrag von Kommerzienrat Dr. h. c. Röchling, Völklingen 18.40 Uhr Stunde Der Bühne. 19.10 Uhr Englischer Sprachunterricht 19 35 Uhr (aus Dem gto en Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.): 9. Montagskonzert Des Frankfurter Orchestervereins 21.15 Uhr Hofnarrenspiegel. 22.10 Uhr: Tanzunterricht. 22.50 Uhr Tanzmusik. Dienstag, 10. Februar. 7.15 Uhr. Frühtonzect. 12 Uyr. Schallplattenkonzert: Deutsche Lieder 13 05 Uhr (von Köln) Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks 15.20 Uhr Haussrauen-Rach» mittag. 16.30 Uhr Rachmittagskonzert. 18.15 Uhr ,3nteressantes aus der modernen Erblichkeitsforschung", Vortrag von Stadtarzt Dr. Ge° tum vom Stadtgesundh.i s :mt Frantlurt a. M 18.45 Uhr ,Die deutschen Statthalter in Vene- zuella. Aus der Frühzeit des deutschen Ueber- seehandels", Vortrag von F. W Schmid. 19.15 Uhr (Mannheim). ^Rechenkni se", Vortrag von Dr. Karl Menninger Heppen )eim a. d. B. 19.45 Uhr Unterhaltungskonzert. 20.45 Uhr .Traum eincs lächerlichen Menschen", Erzählung von F. M. Dostojewski, vorgelesen von Alfred Beierle 21.15 Uhr Stunde der Kammermusik. 22.33 Uhr Tanzmusik. Mittwoch, 11. Jebruat. 7.15 Uhr Fruhkonzert. 10.20 Uhr. Schulfunk .Paulskirche 1848“. Ein geschieht iches Hörspiel 12 Uhr Schallplattenkonz rt 15 23 Uhr Stunde der 3ugenD. 16.30 Uhr: Rachmittc^slonzert. 18.15 Uhr: „Legten", Vortrag des Dundessekretärs Alexander Knoll. 18.45 Uhr. Esperanto-Unterricht. 19.15 Uhr: »Aus der Werkstatt der modernen Physik", Vortrag von Dr. E. Kaufmann. 19.45 Uhr. Die 3nftrumcnte des Orchesters. 20.15 Uhr Paul Ernst. Vorlesung aus eigenen Werken. 20.45 Uhr Ungarn Ein Querschnitt. 23.10 Uhr: Tanzmusik Donnerstag, 12. Februar. 7.15 Uhr. Frühtonzert. 12 Uhr. Schallplattenkonzert. 13.05 Uhr (von Köln): Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.30 Uhr Stunde Der 3ugenö 16.30 Uhr (Mannheim). Rachmittagskonzert. 18.10 Uhr: Eine Viertelstunde Der Deutschen Reichs^ost. 18.25 Uhr Zeitfragen. 18.50 Uhr .Die wirtschaftliche Lage Frankreichs", Vortrag von Dr. Fritz Reumark. 19.20 Uhr Französif ;er Sprachunterricht. 19.45 Uhr Reue Fi.m-Mufik. 20 45 Uhr: Renaissance. Barock, Rokoko. Horwerk 22.35 Uhr Tanzmusik. 0.30 (über den Kurzwellensender Königswusterhauf n) Ra ^tkonzert. Jrellag, 13 Februar. 7.15 Uhr: Früytonzert. 12 Uhr: Schallplatten- Konzert. 16.30 Uhr (Kurhaus Wiesbaden): Konzert des Städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 18.35 Uhr. Eine Viertelstunde Deutsch. 18.50 Uhr (Mannheim). nQ3on der Tromm zum Belchen. Mit Stiem durch das badische Land", Vortrag von Redakteur 3akob Würth. 19.20 Uhr (Mannheim): Aerztevortrag: „Hunger und Durst". 19.45 Uhr: Drei Einakter von W. Lichtenberg 20.15 Uhr Das schöne Mädchen von Perth. Oper. 22.10 Uhr Unterhaltungsmusik. Samstag, 14. Februar. 7.15 Uhr Fruhkonz.rt. 10.20 Uhr: „Das Leben Der Kinder in England", Vortrag von Rudolf Kircher. 12 Uhr. Schallplattenkonzert. 13.05 Uhr (von Köln). Mittagskonzert des Orchesters des 25eftb. 16.30 Uhr: Tanztee. 18.10 Uhr: .Ueber Den Ruhen des Bauhausstils", Vortrag von Dolf Stemberger 1835 Uhr: „Die junge Generation", Gespräch unkt Leitung von Ernst Schoen und Dr. Paul Laven. 19.20 Uhr Spanischer Sprachunterricht 19.45 Uhr (Freiburg): Handharmonika-Konzcrt. 20.15 Uhr P.inz Karneval. Eine Zaschingsrevue. 21 33 Uhr. Professor Abel und seine Iazzsänger. 22.30 Uhr Tanzmusik. flird)li(be Jiacbncbten Evangelische Gemeinden Sonntag, Den 8 Februar Sexagesimae Stadtkirche. 9.30 Uhr Pfarrer Mahr, 11 Kinder- tirche für die Matlhäusgemeinde Pfarrer Mahr. 17- Pfarrassistent Seemann — Johanneskirche 9.30: Pfarrer Ausseld: zugleich Militärgottesdienst: 11 Kinderkirche für die Iohannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld: 17: Pfarrer Bechtolsheimer: Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Iohannesgemeinde. 20. Bibelbesprechung im Iohannessaal, Pfarrer Groh — Kapelle des Alten Atledhoss. 9.30: Pfarrer Lenz: 11: Kinderkirche für die Luther« aemeinöe, Pfarrer Lenz — Elisabeth-Kleinkinder schule 9.45 Pfarrer Lic Waas: 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde Pfarrer Lic Waas — Klein-Linden. 10 Hauptgottesdienst. 11 Kinder- gottesDienft; 20: Gemeindeabend — wieseck 9.45 11: Kinderkirche, 14: Alten-Buseck — Kirchberg 10: Kirchberg: 13.30 Lollar — Hausen Garbenteich 10 Garbenteich, 13: Hausen — Datzenborn- Stflnberg. 13.15: Hauptgottesdienst — Lich.. 10 Stiftsdechant Kahn: 12.45 Kindergottesdienst: 14: Stiftspfarrer Draudt Katholische Gemeinden. Samstag, den 7 Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beicht«. Sonntag, den 8 Februar Seragefima Gießen. 6.30 Uhr: Deichte: 7: Messe Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten, 8 Kommunion: 9: Hochamt mit Predigt. 11: Messe mit Predigt: 16.30 Bersammlung der Jungfrauen Kongregation: 17.30 Christenlehre und Andacht — Grünberg. 9 45 Messe mit Predigt — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre — Lich. 7.30: Hochaml mit Predigt, 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar 8 45 Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag den 9 Februar. Laubach. 7 30 Uhr Messe Mittwoch, den 11 Februar. Hungen. 7.15 Messe eunntaflt'oicmi o.zictAi' n vluonn icn 0" 8 2. L Frau Dr. Marr. Dr. Schäffer Belikanavolbeke. ahnnrxt • > »viftber ’D Üblen Mundgeeuch beseitigt man wie folgt: Drücken (sie einen Sirong (£t)loiuou u -3u0o|k ,u M -Vf verlangen Sie aber «hi Lhlorodom uno weifen Sie jeden Ersatz dafür zurück. Zur Konfirmation und Kommunion Schwarze Wollstoffe 175 in mehr als 25 Preislagen, von RM. 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In F r a n k r e i ch ist das Kabinett Steeg sthr schnell wieder gestürzt, dem von vornherein jede Stabilität fehlte und das deshalb gleich am ersten, an sich ziemlich unbedeutenden, Zwischenfall scheiterte. Auch das neue Kabinett Laval — dieser 4kjährig.' Monn, der sich, armer Leute Kind, von unten heraufgcarbeitet hat, ist der jüngste Ministerpräsident, den Frankreich seit 1871 gehabt hat — ist nicht viel fester. Es ist keine Rede von der log. „Nationalen Union"; es stehen sich gegenüber Rechts- rcgierung (Nationaler Block) und Opposition der Radikalsozlalisten und der Sozialisten. So wird es auch bleiben bis zu den Wahlen von 1932. Eigentlich ist Frankreich in diesem Wahlkamps schop drin. Die Gegensätze gehen um die Laiengesetze und Schulfragen, nicht um die A u ß e n p o l i t i k, in der Briond nach wie vor bleibt, und deren Formu- lierungcn in der neuen Regierungserklärung sich nicht von der alten Linie unterscheiden: Annäherung an die anderen Staaten, aber eigene Sicherheit, abrüstungsbereit, aber Landesverteidigung und dergleichen. Am wichtigsten war aus der Regierungserklärung der Hinweis, daß „Frankreich in einem Augenblick von der Weltwirtschaftskrise betroffen werde, in dem sich in änderen Ländern bereits Symptome für eine Besserung zeigen." In immer steigendem Maße werden die Regierungen Frankreichs mit diesem Problem zu tun bekommen, das unausweislich auch in Frankreich heraufzieht und aus dem sich dann Konsequenzen ergeben müssen für seine Haltung gegenüber den anderen Staaten. Nur kann man nicht sagen, daß Frankreichs Situation bereits besonders ernst wäre. * Ganz anders in E n g l o n d. Die Krise lastet unverändert, ja zunehmend schwer auf dem englischen Wirtschaftsleben; sie ist nicht deshalb leichter als bei uns, weil nach der ganzen Art des englischen Volkes dieses sie ruhig erträgt. Wohin man blickt: Aussperrung in der Baumwollindustrie, Lohnkämpfe bei den Eisenbahnen, Streikbewegungen unter den Bergarbeitern, Kohlenkrise, Schisfahrts- krach (Moratorium für die Royal-Mail-Gesellschaft, die Muttcrgesellschast der White-Star-Linie), Kämpfe um Gold- und Pfundkurs, Diskontsatz und über allem immer wieder die steigende, jedenfalls nicht abnehmende Arbeitslosigkeit von zwei Millionen Menschen mit ihren Finanzlasten und ihren sozialen Spannungen. Großbritannien bietet heute wirtschaftlich wie sozial ein sehr trübes Bild! Der Arbeiterregierung wirst die Opposition vor, daß sie nicht in der Lage sei, der Arbeitslosigkeit zu steuern. Aber die Opposition hat auch keine Hilfsmittel für diese Not. Sie hindert im Gegenteil die Regierung daran, den Weg energisch zu beschreiten, der gerade auch für Großbritannien, dem zu Europa gehörenden wichtigen Teil des englischen Weltreichs, so notwendig wäre: den Weg nämlich zur internationalen Zusammenarbeit. 2£ber man erinnere sich, wie reser- viert eben jetzt in Genf England den bescheidenen Ansätzen zu einer solchen internationalen Zusammenarbeit gegenüber gestanden hat! Dabei hilft die ganze Diskussion über Reichsfreihandel oder Reichszollverein schlechterdings gar nichts, da die großen Kolonien über See gar nicht daran denken, von ihrer egoistischen, egozentrischen Handelspolitik abzugehen. Je selbständiger weiterhin Indien Nachdruck verboten. 1. Fortsetzung. Sorgfältig deckte der Bursche seinen Oberleutnant zu; babei liefen ihm die dicken Tranen über das gutmütige, blatternarbige Gesicht. Graf Kentner war erst gegen Morgen heim- gekommen, war todmüde auf sein Ruhebett gesunken, ohne sich auszuziehen. Gegen elf Uhr hatte er sich beim Obersten zu melden. Also weckte ihn Stephan Punkt zehn Uhr. ,Schon Zeit?" m _ Bach einer halben Stunde stand Graf Kentner fix und fertig angekleidet da. Der Bursche reichte ihm noch die Handschuhe und öffnete ihm dann die Türen. Graf Kentner wandte sich um. „Sag mal, Stephan, woher hast du beim dieses Faxenschneiden gelernt? Das hab' ich doch bisher nie an dir bemerkt? Warum denn jetzt auf einmal?" Der Bursche schluckte, und Gras Kentner ging schnell an ihm vorüber. Bach einer Stunde war alles Dienstliche erledigt, und Gras Kentner sagte zu seinem Burschen: i „So, Stephan, nun hilf mir mal, den Oberleutnant ausziehen. Wenn du aber noch länger heulst, schmeiß ich dich raus." Bach einer weiteren halben Stuirde stand Graf Kentner im einfachen hellen Beiseanzug am Fenster. Da wurde ihm Erzherzog Franz Johann gemeldet. _ Ein Freudenschimmer ging über Gras Kent- ners ernstes, beinah düsteres Gesicht. ..Er kommt also doch!" Dieser Gedanke Ikh ihn wieder froher atmen, wenngleich er durchaus nichts von diesem Besuch für sich erhoffte. Er hatte abgeschlossen mit dem bisherigen Leben. Der Erzherzog war seltsam zerfahren, umrufjig. Gras Kentner betrachtete chn besorgt. Doch er sagte nichts. Erzherzog Franz Johann lachte endlich nervös auf. „Ich hab' meinen Anschnauzer weg, weil ich dir helfen wollte, Karl. Was machen wir denn nun?" „Bichls, Kaiserliche Hoheit! Ich hab' abgeschlossen." „Mit dem Leben?" fuhr der Erzherzog auf. „Bein! Obwohl man mir auch das nahe genug gelegt hat." Der Mnn der das Lachen verlernt hat. ZRoman von Gert Gothberg. Copyright by Martin Feuchtwanger. Halle (Saale) Die Jagd im Februar. Februar — stille Zeit für den Weidmann! Ein Blick auf den Jagdschein zeigt fast nur schwarze Felder — Hegezeit! Nur der R o t h i r sch hat ebenso wie der Dam- s ch a u f l e r noch Schußzeit, während in Hessen so- wohl wie in Preußen die Hegezeit des Kahlwildes begonnen hat, in die |n Preußen auch die Wildkälber eingeschlassen sind. Der Abschuß dürfte meist erfüllt fein und sollte sich sonst nur noch auf geringe Stücke oder »solche mit schlechter Geweihbildung erstrecken. Gegen Ende der Hornung beginnen die starken Hirsche oft schon mit dem Abwerfen der Stangen. Wenn man auch etwaige Schneetage weiterhin benutzen wird, das Schwarzwild zu besagen, so wird doch der Weidmann nach Möglichkeit versuchen, beschlagenen Bachen zu schonen. Das Rehwild ist gut durch den Winter gekommen. Abgesehen von einigen lokalen stärkeren Verlusten, die auf Darmerkrankungen zurückzuführen waren, kann der Heger sich an gesundem, starkem Wild erfreuen. Jetzt wird es Zeit durch Salz dem Wild die demnächst bevorstehende Uebergangszeit mit ihrem Aesungswechsel und seinen Begleiterscheinung gen zu erleichtern. Die geringe Ausgabe dafür lohnt sich immer. Ist das Wetter weiterhin mild, wird die H a s en- hoch z e i t bald in vollem Gange sein. Es hätte im Interesse unseres Lasenbestandes gelegen, wenn wir etwas mehr Winrerwetter gehabt hätten, damit die durch die Feuchtigkeit bedingten feucheyartigen Erkrankungen zum Stillstand gekommen wären. Leider werden immer noch kranke Hasen beobachtet oder verendete gefunden. In Unkenntnis der Gefahr tun viele Revierinhaber und auch ihre Iagdschutzorgane nichts zur Beseitigung dieses Fallwildes, sondern lassen es liegen und erwarten seine Beseitigung durch Fuchs und Krähe. Damit schaffen sie nur neue Möglichkeiten zur Verschleppung der Keime. Gefundenes Fallwild ist vielmehr baldigst zu verbrennen oder zu vergraben und durch Verwittern der aufgeworfenen Erde vor dem Ausscharren durch Hunde oder Füchse zu schützen. Unsere einheimischen Wildhühnerarten haben Schonzeit. 'Jlur der Abschuß von Fasanenhäh- nen ist weiterhin erlaubt und muß auch dort empfohlen werden, wo die Zahl der Hähne und Hennen in einem Mißverhältnis zueinander fleht. Rechnen wir auf sechs bis acht Hennen einen Hahn, so ist der Erfolg der nächsten Brutzeit gesichert, überzählige Hähne stören das Brutgeschäft und find meist die- jenigen, die verstreichen und Hennen initnehmen. Die E n t e n j a g d ist seit Monatsbeginn nun auch in Hessen geschlossen. Man beobachtet unsere Stockenten schon sehr viel paarweise, und es wäre zu wünschen, daß bei der nun aufhörenden Störung recht viele Paare bei uns zur Brut schritten, zumal wir im letzten Jahre die Zahl der Brutpaare vor dem letzten kalten Winter noch längst nicht wieder erreicht hatten. Im Februar setzt bereits der Rückzug unserer gc fieberten Sänger ein, die nordischen Krähen reifen zu in Teil schon wieder ab, und gegen Ende des Monats wird mancher Weidmann schon einmal den schüchternen Versuch machen, ob der Vogel mit dem langen Gesicht, unsere Waldschnepfe, noch nicht da ist. Es handelt sich jedoch hierbei noch um sog. Lagerschnepfen, die den Winter hier verbrachten, während der eigentliche Schnepfenzug uns erst Mitte März erreicht. Der D a chs , der in Preußen bereits Schonzeit hat, genießt vom 16. Februar ab auch in Hessen den Schutz des Gesetzes. Denn die Dächsin bringt gegen Monatsende Junge. Der Fuchs rollt; Marder, Iltis, Wiesel und Fisch öfter ranzen. Gute Zeit ist da, um dem Raubzeug da, wo es überhand nahm, nun Abbruch zu tun, womit selbstverständlich seiner Ausrottung nicht das Wort geredet sein soll. Dem Jagdschutz ist unausgesetzt größte Aufmerksamkeit zu schenken. Leider mehren sich mit der wirtschaftlichen Not die Eingriffe in die Rechte des Iagdberechtigten, und es helßt olle Augen offenhatten, wenn man sich vor Schaden bewahren will 5) u b,e r t u s. werden wird, um so bemerkbarer wird diese Tendenz auch von dort her sein, wo die englische Textilindustrie sie schon heute spürt, verschärft durch die fortwährende und eigentlich niemals ganz unterbrochene Boykottbewegung gegen englische Textilien. Zwischen diesen Schwierigkeiten und der Not, eine Majorität zu finden, die er mit der eigenen Partei allein eben nicht hat, so windet sich Mac - d o n a l b durch. Schulgesetz, Gewerkschastsgesetz, Wahlreform — alles sehr schwere Kämpfe und sehr schwierige Abstimmungen, in denen fortgesetzt die Regierung vom Sturze bedroht war. Aber die Gesetze kamen doch zustande. Alle drei sind angenommen und cs sind alle drei Gesetze, die sehr tief in das Leben, in die Interessen des einzelnen einschneiden: das Schulgesetz namentlich gegenüber den kirchlichen Schulen der Katholiken, das Gewerkschaftsgesetz mit dem Streit, ob Beamte sich in Gewerkschaften zusammenschließen dürfen und feiner Erinnerung an den großen Streik von 1926, die Wahlresorm, mit der eine alte, liberale Forderung erfüllt wurde. Das Wesentliche dabei ist das sog. „2111 e r n a • t i o - W a h l r e ch t". Danach darf der Wähler überall, wo mehr als ^wei Parteien Kandidaten ausgestellt haben, außer dem Kreuz für seinen Kandidaten nocheinenzweiten bezeichnen für den Fall, daß keine absolute Mehrheit herauskommt. Macdonald hatte ganz recht damit, daß dieses Alternativ st immrecht nichts weiter fei als d i e Stichwahl anderer Wahlrechte, nur daß sie gleich im ersten Wahlakt vorgenommen werde, indem der zweite Kandidat für alle Fälle bezeichnet wird. Damit soll dem englischen Wahlrecht — das nach unserer Auffassung sonst vortrefflich ist — ein großer Schönheitsfehler entfernt werden, da bei der Einserwahl und dem Mangel einer Stichwahl große Stimmenmafien einfach ausfallen, bis hin zu der absurden Lage von 1924, wo eine ganz gewaltige konservative Mehrheit im Parlament tatsächlich nur eine Minderheit im Lande vertreten hatte. England versucht so, diese große Schwierigkeit zu beseitigen, ohne in die uns nur zu gut bekannten Schattenseiten des Proportionalwahlsystems zu geraten. Ferner wird die ölte Gewohnheit aufgegeben, daß man außer an seinem Wohnsitz auch noch am Sitz seines Geschäftes oder Büros wählen durfte und es wird das besondere Wahlrecht der Universitäten aufgehoben. Interessant ist schließlich, daß die Verwendung von Privatautos zum „Schleppen" bei der Wahl sehr eingeengt wird und die Wahlausgaben auf den Kopf der Bevölkerung in den Städten auf 4 Pence und auf dem Lande auf 5 Pence festgesetzt werden. Es ist doch allerlei, daß man in so kritischen und unruhigen Zeiten wie den heutigen diese Wahlreform durchgesteuert hat, wie überhaupt, man sehe die Erfolge in der Außen- und Innenpolitik, die ßabourpartei gar nicht schlecht abschneidet. Und doch ist das Land auch politisch in Krisenstimmung und es zweifelt eigentlich niemand daran, daß ein Kurswechsel in baldiger Sicht sei, weil der augenblickliche Zustand eben einfach so nicht weiter gehen könne. Das heißt also, mau erwartet bald Neuwahlen. Nur, wenn man Antwort auf die Frage verlangt, was denn geschehen solle, weil es so nicht weitergeben kann, findet man sie nirgends. Gewiß, die breiten Schichten der eng lisck)en Bevölkerung sind heute der Ueberzeugung. daß das Experiment der zweiten Regierung der ßabourpartei nun bald beendet werden müsie. Auch in der Partei selbst ist die Opposition gegen den Führer groß. Sieht man nun aber bei dieser Oppo fition, bei den Liberalen und den Konservativen, irgendwelche Ansätze zu positiven Gedanken, die wirklich einleuchten? Daß das Schlagwort des Reichsfreihandels, das die sog. United- Empire-Partei aufgebracht hat, positiv nichts bc deutet, ist klar — diese Bewegung der großen Massenpresse Rothermeres und Beaverbrooks ist viel Geschrei und wenig Wolle, befon ders in einem Londe, in dem die Maffenpresie trotz ihrer Verbreitung auf die politischen Entschlüsse doch nur einen sehr geringen Einfluß hat. Hat die Unruhe, die Winston Eburchill fortgesetzt in der Äon fervativen Partei stiftet, bisher einen Ansatz zur Reorganisation und Neubildung dieser Partei ge bracht? Und nun gar die Liberalen, in erster Linie Lloyd George — glänzender Taktiker und Red ner nach wie vor, aber doch völlig ausgeleiert! So werden Neu wahren, die vermutlich einen konservativen Sieg bringen, an sich an der Situation Englands nicht viel ändern. Es wird sich entschließen müssen, energischer als bisher in die Bahnen einer internationalen Zusammenarbeit cinzumünden. Denn die Situation: etwas Distanz von Europa, angelehnt an Amerika und doch wieder in Abhängigkeit von Frankreich, schützt zwar vor der Gefahr von Konflikten, erhält Eng land einen Frieden, den es unter allen Umständen für sich braucht, aber sie bringt es nicht vorwärts, nicht finanziell nicht wirtschaftlich und auch nicht weltpolitisch. An die Batstagung in Gens hat sich eine Beratung beim Internationalen 'Arbeitsamt an- geschlossen. die höheres Interesse verdient. Gegenstand war die A r b e i t 81 o s i g k,e i t. Angenommen wurde der Bericht einer Kommission und in der Beratung wurde sehr lebhaft, viel lebhafter als im Völkerbund. um die zentralen Fragen gekämpft: Zusammenhang zwischen Lohn und Arbeitslosigkeit, Schwächung der Kaufkraft und ileberhtoöuftion, Rationalisierung (der vorliegende Bericht wies nach, daß gerade in den am höchsten rationalisierten Ländern, Amerika und Deutschland, die Arbeitslosenziffer in schnellem Tempo gestiegen ist und steigt). Der deutsche Standpunkt wurde energisch durch Ministerialdirektor Weigert vertreten, der sagte, daß die Arbeitslosen in Deutschland Diskussionen nicht mehr hören wollten, sondern praktische Lösungen verlangten. Diese praktischen Borschläge gehen auf Organisation des Arbeitsmarktes, Arbeitslosenversicherung, Stellenvermittlung, dann auf große öffentliche Arbeiten unter Zusammenarbeit der Rcg ecung.n mit dem Dölker- bund. Sie hielten sich damit auch in der einzig möglichen Linie, wenn auch nicht mit der genügenden Schärfe: Produktionsumstellung und internationale Zusammenarbeit zu dieser Regelung. Kann schon von Anzeichen zum Besseren geredet werden? In dem interessanten Bericht des Vereins Hamburger Exporteure für 1930 wird festgestellt, daß in fast allen Ländern die Vorräte erschöpft seien, und dadurch Hoffnung auf eine Beubelebung der Wirtschaft gegeben sei. In ähnlicher Weise und noch nachdrücklicher hat bei der Eröffnung „Grauenhaft", murmelte der Erzherzog. Graf Kentner lächelte versonnen, dann reckte er sich hoch auf. „Aber ich hab' nicht eine Minute lang daran gedacht, das zu tun — nicht eine Minute lang. Ich werde schon durchkommen, toenn nicht gut, dann eben schlecht. Aber es wird gehen, ohne daß ich jemand um Hilfe bitte.“ „Ich steh' zu deiner Verfügung, Karl, ohne daß du bittest." „Herzlichen Dank, Kaiserliche Hoheit, doch ich komm' allein durch." „Laß endlich die Kaiserliche Hoheit weg! Wir sind doch Freunde." „3a, wir sind Freunde. Dieses Bewußtsein wird mir immer wertvoll bleiben", sagte Graf Kentner. Die Hände der beiden Männer ruhten ineinander. „Daß man so mächtig ist, so ganz und gar machtlos, das ist ba£ Schlimmste, Hnb dabei glaub' ich noch immer nicht an den ganzen Unfug. Was sagst du dazu, Karl?" „Du glaubst nicht, Franz Johann, daß ich uw ehrenhaft gehandelt habe?" „Bein! Du deckst jemand! Du deckst jemand, der dir höher steht als alles auf der Welt", sagte der Erzherzog mit fester Stimme. „Lind wenn es so wäre?" Graf Kentners Augen gingen zum Fenster, schweiften über den Platz, suchten irgend etwas, funkelten plötzlich auf in Haß und Trauer. Mit einem Buck wandte Graf Kentner sich dem Erzherzog zu. „Du bist dcr einzige, der der Wahrheit nahe kommt. Sehr nahe." „Ich habe es gewußt, ftentner. Hnb — tft — diese — Person, ich meine, ist diese Person dieses Opfer wert?" „Bein!" Wie hart die sonst so wohltönende Sirmme klang! „Kentner! Lind trotzdem bringst du dieses unerhörte Opfer?" „3a!" Wieder diese, harte, unbewegte Stimme, bte dem weichherzigen Erzherzog schmerzte. Er wußte nicht mehr, was er Tagen sollte. Zureden hatte keinen Zweck. Graf Kentner stieß seine Entschlüsse nicht mehr um, das las der Erzherzog nur zu deutlich in den großen, grauen Augen. „Wann fährst du, Karl? Der Oberst sagte mir, daß du zunächst zu deinem Datei fährst. Wäre da nicht eine Möglichkeit? Ich meine, ginge es nicht, daß du eines eurer Güter bewirtschaftest?" „Ich glaube nicht!" „3a, willst du denn zu einem Wanderzirkus? fragte Franz Johann außer sich. Ein Lächeln war auf Graf Kentners Gesicht, als er sagte: „Das gerade nicht. Vorläusig wenigstens noch nicht. Später kann man natürlich nicht wissen." „Kentner, ich könnt' mir die Haare einzeln 'rausziehen. Und der Oberst auch. Was willst du? Dcr Oberst deutete mir so hall» und halb an. daß du ins gelobte Land willst?" Graf Kentner zuckte mit den Achseln. „Vielleicht! Vielleicht auch nicht. Das hängt alles von den Hmftänben ab.“ „Wann sehe ich dich wieder?" „Wahrscheinlich nie mehr, Franz Johann." Mit einem Sah war der Erzherzog bei seinem Freunde. „Ich weiß nicht mehr, was ich noch sagen möchte. Ich weih nur, daß es schad' um dich ist wie sonst um keinen vom ganzen Begiment." Schweigend blickte der Graf den Freund an. Auge in Auge standen sie so eine ganze Weile gegenüber, dann griff der Erzherzog nach seinem Hut. „Lebe wohl. Kentner. du bist mir immer der liebste von allen gewesen. Ich möcht' am liebsten mit. doch es geht nicht. Ich darf die Reihe meuternder Erzherzöge nicht verlängern. Es geht auch um meine Mutter. Der alten Dame ist Hofluft das Leben. Du siehst allo, ich werd' freiwillig mit verdorren in der Hofluft. Ich wünsch' dir alles Gute, was der Himmel zu verschenken hat. Mag sich dir noch einmal ein recht großes, echtes Glück nähern, Kentner." „Ich danke dir. und ich hoffe, daß sich deinc^ frommen Wünsche nicht mit auf eine Frau beziehen: denn dann Toll mir dieses sogenannte Glück lieber vom Halse bleiben." „Kentner. dann ist also eine Frau schuld, daß alles so unsagbar traurig kommt?" Graf Kentner antwortete-nicht- Aber er lachte leise, hart auf: „Hm eine Frau? Ich weiß nicht einmal, ob es eine Frau ist." „Kentner!" sagte der Erzherzog entsetzt, denn ihm graute vor dem Haß, der sich in den grauen Männeraugen zeigte. „Dann — würde ich keine Rücksicht nehmen, Kentner", setzte er nach einer Weile hinzu. „Ich muß es, ich- tanjr nicht anders." Gras Kentners Stimme klang tonlos. Franz Johann ging schnell hinaus. Graf Kentner aoer ging im Zimmer hin und her, ruhelos, rief dabei im Geiste Vergangenes zurück, und rauchte dabei unzählige Zigaretten. Graf Kentner dachte an seine Mutter: an die feine, stille Frau, die so jung hatte sterben müllen. Wie still und vornehm, von innigster Liebe für die Ihren erfüllt, hatte sie das gemeinsame Heim in Schloß Kentnerhof zu gestalten vermög. Die Tage waren Sonnentage — alle Tage, an denen die Mutter dageweTen war. Hnd später, wie hatte sie stets seine Urlaube!tage gefeiert! Hnd der Vater nahm lächelnd daran teil an dieser Festfreude, lächelte ein bißchen gutmütig und knurrte: „Die Mama bleibt halt bei dir immer die Mama! Du hast schon als kleiner Junge nur das getan, was die Mama gewollt hat." Dann kam eines Tages das Furchtbare!^ Die Mutter starb ganz plötzlich an einer Lungenentzündung, die sie sich bei feucht-kaltem Wetter geholt hatte, als sie eine arme, alte Frau in dem zum Schlosse gehörigen Dorfe besuchte. Er war damals ganz verzweifelt gewesen. Hnd doch änderte es alle Derweiflung nicht, daß man die zarte gütige Frau zur letzten Ruhe bettete. Daß et sich das geliebte Gesicht zum letzten Male einpragte — ganz, ganj fest! Der Vater hatte nicht gezeigt, wie sehr ihn dcr Schmerz um die Mutter gepackt hatte. Fast hätte man denken können, er stehe völlig teil- namslos an der Bahre. Blumen, Blumen, stille Weiße Rosen, die die Mutter so liebte, bedeckten ihr Grad. Der Wind zerrte an den weißen Schleifen und raschelte in Kränzen und Palmenzweigen. Dem jungen Grafen Kentner war es gewesen, als sei das alles der Anfang zu einem anderen Leben für ihn, als mülle nun etwas kommen, das alles aus den gewohnten Bahnen warf. Hnd es kam! Kaum ein Jahr nach dem Tode der Mama heiratete der Vater wieder — eine Zirkusreiterin! Ohne daß er es für nötig gehalten hätte, seinen Sohn vorher davon in Kenntnis zu setzen. Er mochte ja feine Grunve gehabt haben. Eine tiefe Kluft tat sich zwischen Vater und Sohn auf. und der junge Graf fuhr nicht mehr auf Urlaub in die Salzburger Alpen, auf das Schloß seiner Väter. Jahre vergingen, bis eine Krankheit den Vater vcranlahte, dem Sohne vom Leidenslager aus die Hand entgegenzustrecken. Bach kurzem Besinnen reifte der Jüngere heim. Hnd diesen Augenblick, als er das Schloß betrat, würde er nie vergessen. In der großen, weiten Halle trat ihm eine Frauen gestalt entgegen, bei deren Anblick ihm der Atem stockte. Sie mochte kaum zwanzig Jahre alt sein, und sie war von einer solchen Schönheit, daß er sie immerzu nur ansah, ohne ein TÄ>rt sprechen zu können, nur von dem ein stürm enden Gedanken berauscht: „Wer ift «biete schöne Frau? Oder ist es ein Mädchen? Aber wer ist es nur?" Wenig später wußte er es! Es war seine Stiefmutter! (Fortsetzung folgt.) der Kölner Filiale der amerikanischen Handelskammer für Deutschland der amerikanische Botschafter in Deutschland, Sackett, sich ausgesprochen. Er bezeichnete die jetzige Krise als Folge einer '..Warenüberschwcmmung von 1930“, einer Acberproduktion also, die auf der künstlichen Anregung aus der Zeit der Kriegsgcschäfte beruhe, und stellte ausdrücklich fest, das; das ganz besonders auch für den amerikanischen Binnenmarkt gelte. Er sah schon die Anzeichen einer schmerzlichen und langsamen Genesung, die kommen werde. Aber er vertrat nicht Len Standpunkt, daß sich die weltumfassende Krise von selber durch die Kräfte des Kapitalismus heilen würde. Er stellte den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Zusammenarbeit der Staaten und überzeugter Friedenspolitik her, und er hatte den Mut, auf den „weltwirtschaftlichen Störungsfaktor ersten Banges" den Finger zu legen, der in der Belastung Deutschlands mit den unproduktiven Reparationsausgaben liegt. So forderte er das gemeinschaftliche Handeln der verantwortlichen Führer der Rationew Diese Klarheit und der Mut bei einem so hervorragenden Bertreter der amerikanischen Staaten sind nur zu begrüßen und werden auch drüben in Amerika wirksam sein. Wenn das so ausgesprochen wird, wie es geschehen ist dann ist wohl der vorsichtige Optimismus berechtigt, der in dieser Rede des Botschafters widert.ang und ist die Hof nung begründet, daß schließlich die W rtschaftskrise ohne schwere Erschütterungen der sozialen und politischen Ordnung in Europa überwunden werde. Wirtschaft. Holzversteigerungs - Termine. Montag. 9. Februar. Versteigerer: Stadt Gießen. Vcrsteigerungsort: Abteilungen des Distrikts Hangelstein. Zusammenkunft Daubringer Straße in der Nähe des Steinbruchs. 9.30 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Großen-Linden. Versteigerungsort: Gemcindewald Großen-Linden. Zusammenkunft Provinzialstraße Gießen—Leih- gestern, Kreuzungspunkt Schützenschneise. 10 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Krofdorf Gleiberg. Versteigerungsort: Wirtschaft Moos zu Krofdorf. 10 Uhr. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Die Börse eröffnete den neuen Monat zuversichtlich. Die unveränderte Siemessdividende‘ machte einen vorteilhaften Eindruck. Die Kurs- besserungen der letzten Woche setzten sich weiter fort. Zum Wochenende wurde es jedoch etwas schwächer, da man der Meinung war, daß der Dividendensah von 14 Prozent, bei Siemens nur aus Prestigegründen gegenüber den amerikanischen Aktionären bewilligt wurde. 3m allgemeinen haben jedoch b<^oe Abschlüsse (AEG. und Siemens) befriedig. Inzwischen ist auch der große Elektrisizierung^auftrag der Reichsbahn an die deutschen El^'ckrokonzerne erfolgt. Don diefen Mitteilun^zn ging eine stärkere Befestigung der Elektrov^'rte aus. Etwas geschäftshemmend wirkte allerdings der bevorstehende Reichstagsbeginn. Ferner ging von dem ungünstigen Bericht der preußischen Handelskammern, der in seinem Urteil zusammensaßt, daß keinerlei Ansätze zu einer Besserung vorhanden seien, eine stärkere Verstimmung aus. Daneben war die ungeklärte Stahlvereinsi ividende das Hauptunsicherheits- moment. Auch die Lage der Braunkohlenindustrie ist recht ungünstig infolge der anhaltend milden Witterung. Der weitere Verlauf der Börsenwoche brachte dann eine starke Aufwärtsbewegung der Kurse, da zwischen der Deutschen Volkspartei und dem Kabinett Brüning eine Einigung erzielt wurde und auch der bisher ruhige Verlauf der Reichstagssitzung stark anregte. Schließlich machte jedoch die französische Kapitalbeteiligung am deutschen Markt den größten Eindruck Das Ausland zeigte daraufhin starkes Interesse an deutschen Werten und auch die Kulisse schritt zu größeren , Meinungskäufen. Es ergaben sih durchschnittliche Kursgewinne von 3—6 Prozent bei Spa'ialpapie- ren wie J.-G.-Farben, Siemens und andere bis zu 12 Prozent. Der Wochcnschluß eröffnete dann wider Erwarten in schwächerer Haltung, da die bekanntgewordene Stahlvereinsdivi'ende von 4'Prozent (i. CB. 6 Proz.) stark verstimmte. ^Gegenüber der Vorwoche ergaben sich jedoch auf "allen Märkten ansehnliche Kursgewinne. Cie Beitrugen bei Banken 1 4 Prozent, bei Montanwerte 3—8 Prozent, und bei den übrigen Werten -von S—10 Prozent. Besonders fest lagen I.-G.- Farben, Siemens, Salzdetfurth, Conti Gummi und Chade, die Besserungen bis zu 20 Prozent zu verzeichnen haben. Am Anleihemarkt erfuhren Reubesitzanieibe infolge der neueren Ausführungen Dr Dietrichs einen leichten Rückschlag. Der Pfandbriefmarkt hatte weiter freundliche Tendenz Tagesgeld war auch nach dem Ultimo noch gesucht, erleichterte sich jedoch zum Wochenschluß wesentlich Am Devisenmarkt konnte sich die Mart gegen den Dollar merklich befestigen, während Schweiz international weiter schwach tendierte. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Auf dem internationalen Getreidemarkt steht jetzt argentinischer Weizen im Vordergrund, für den die Cnrteschähung inzwischen auf 8 Millionen Tonnen erhöht worden ist. Trotzdem ist die Preisgestaltung sehr ruhig gewesen. Am hiesigen Getreidemarkt lag Inlandbrotgetreide im ganzen fest. Die Festsetzung des Dermohlungszwanges auf längere Sicht wirkte etwas nach, zumal mit einer Herabsetzung des Weizenzolles kaum mehr gerechnet wird. 3m allgemeinen herrschte ziemliche Geschästsstille, da die Unlust der Händler- schast anhielt. Die Preisbewegung war im ganzen ruhig. ' Am 3nlandweizenmarkt erhielt sich von Mühlenseite noch einige Rachfrage, nachdem auch vom Auslande gegen Wochenende höhere Kurse gemeldet wurden. Zu größeren plmsätzen ist es jedoch dabei nicht gekommen, trotzdem das Angebot sehr gering war. Gegen die Vorwoche ergab sich erneut ein Preisgewinn von 2,50 Mark pro Tonne. Der Roggenmarkt schwächte sich infolge des stärker gewordenen Angebots gegen Ende der Woche etwas ab. Der Llmsatz war unbedeutend. H a f e r lag wieder sehr still. Bei unveränderten Preisen war die Grundstimmung eher etwas schwächer, da der inländische Bedarf überhaupt geringer geworden ist. Der Gerstenmarkt ist stark vernachlässigt, zumal die Brauereien infolge des rückgängigen Bierabsatzes keine Kauf- neigung bekundeten. Die Preise blieben indessen behauptet. Industriegerste ebenfalls sehr ruhig. Das Geschäft am Mehlmarkt zeigte sich weiter schleppend, trotzdem nahmen die Mühlen am Ende der letzten Woche eine weitere Erhöhung um 0,25 Mark pro Doppelzentner vor. Roggenmehl hatte selbst zu ermäßigten Forderungen nur kleinstes Geschäft. Der Futtermittel marft lag fest. Die Rachsrage war z:m Teil etwas lebhafter. Leichte Preiserhöhungen konnten erzielt werden für Kleie, Futtermehle sowie für ölhaltige Futtermittel. Bei ruhigem Handel waren die Preise für Kartoffeln weiter rückgängig. Der Zentner 3n* dustriekartoffeln hiesiger Gegend bei Waggon- bezug wurde mit 2,25 Mark bezahlt. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 285 bis 287,50; Roggen 182,50; Gerste 210 bis 215; Hafer 160 bis 165; Weizenmehl, süddeutsches, 42,25 bis 43 25; Weizenmehl, nieder- rheinisches, 42 bis 43; Roggenmehl, 60prozentige Ausmahlung, 26,25 bis 27.25; Weizenkleie 9,90 bis 10; Roggenkleie 9,50 Mark. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Die katastrophalen Preisrückgänge am Frankfurter Schlachtviehmarkt kamen in dieser Woche zum Teil zum Stillstand. Der ziemlich perringerte Auftrieb in einzelnen Viehgattungen trug zu einer leichten Preisbesserung bei. Rur am Schweine markt hielt die Depression an. Der Frankfurter Markt verzeichnete in dieser Woche die n ie d r i g st e n Schweine preise von sämtlichen deutschen Schlachtviehmärkten. 3m allgemeinen war das Geschäft etwas besser als in den Vorwochen, in denen sich noch die Auswirkungen der Feiertage bemerkbar machten, so daß Angebot und Rachfrage nicht einheitlich waren. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb etwa der gleiche wie in der Vorwoche. Bei ruhigem Handel und wenig veränderten Preisen verblieb ein geringer Lieberstand. Für einzelne Gattungen bestand etwas mehr Intereffe, so für beste Ochsen, Bullen und diesmal auch wieder für Kühe, die im Preise behauptet lagen. Färsen wurden weniger beachtet. Am Kälher- markt war der Auftrieb stark vermindert. Infolgedessen waren daher auch geringere Qualitäten besser gefragt. Der Handel war relativ ruhig, doch konnte der Markt geräumt werden. Die Preise lagen um 7 bis 8 Mark höher. Schafe hatten bei mäßigem Auftrieb und regem Geschäft Preisbesserungen bis zu 2 Mark. Die Beschickung des Schweinemarktes bedeutete mit 6046 (gegen 6230 in der Vorwoche) Stück eine wesentliche Erleichterung. Das Geschäft war trotz der allgemein ungünstigen Lage ziemlich lebhaft. Die Preise neigten allerdings erneut von 2 bis 4 Mark nach unten. Der Markt wurde vollkommen geräumt. Der Auftrieb betrug bei Großvieh 1333 (1336), Kälbern 1045 (1320) und Schafen 190 (200) Stück. — Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 46 bis 50, A2 42 bis 45, BI 38 bis 41; Dullen A 45 bis 48, B 40 bis 44; Kühe A 38 bis 41; B 34 bis 37, C 29 bis 33, D 24 bis 28; Färsen A 46 bis 50, B 42 bis 45, C 38 bis 41; Kälber B 63 bis.67, C 58 bis 62, D 53 bis 57; Schafe Al 45 bis 48, B 40 bis 44, C 35 bis 39; Schweine A 48 bis 50, B 49 bis 51, C 50 bis 52, D 50 bis 52, E 46 bis 49, F und G nicht notiert. • Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H., Gießen. In der gestrigen Bilanz- sihung der Bank wurden die Abschlußziffern des Jahres 1930 vorgel?gt. Danach war die Entwicklung des Instituts trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse besri diGend. D'.e Bilanzsumme ist auf 3 237 438,53 Mk. gesti g n, der Gesamtumsatz belief sich auf 120 Millionen. Die fremden Einlagen betrug n 2 298 545,89 Mk., das eigene Vermögen cinschl. Reserven 837 402,98 Mk.. die Gesamtgarantiemittel 2 588 402,98 Mk., die Zahl der Mitglieder 1477. Aus einem Reingewinn von 63 094,80 Mk. wird die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent vorgeschlagen. Generalversammlung am 23. Februar. * Volksbank Gießen. Die am Donnerstag stattgehabte ordentliche Generalversammlung war von 160 Mitgliedern besucht. Sämtliche Punkte der Tagesordnung wurden einstimmig erledigt. D.e Dividende wurde wieder auf 10 Prozent festgesetzt. Rechtsanwalt Zimmer, Gießen, und Rechner Becker, Kesselbach, wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. DahnassistentSommer gehört jetzt nicht mehr dem Aufsichtsrat, sondern dem Vorstand an. * Haus Neuerburg. D e 3igarettenfabrit Haus Reuetvurg in Trier wird vom 6. bis 23. Februar ih.e Zigarettenfabrikation wegen Absahmangels einstellen. Sie kaufmännischen Än- geste.lten werden während dieser Zeit weiter- beschäftigt. Rach dem 23. Felr.:ar soll der Betrieb im bisherigen Almfang wieder ausgenommen werden. ’ Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 7. Febr. Tendenz: fest. Die Wochenschlußbörse eröffnete zunächst bei sehr kleinem Geschäft, nach den starken Steigerungen an der Abendbvrse, in leicht geschwächter Haltung, da die Kulisse die hohen Kurse zu Gewinnmitnahmen benutzte und auch von außen her infolge des frühen Börsenbeginns noch feine Anregung vorlag. Die elften Kurse lagen etwas nachgebend, doch betrugen die Kursrückgänge nur selten mehr als 1,5 o. H. Etwas mehr gedrückt lagen Deutschs Linoleum mit —1,5 o. H., Zellstoff Aschaffenburg mit — 2 v. H., und von Bankwerten neue Reichsbankanteile, die 2,75 o. H. verloren. Ziemlich fest lagen dagegen Zellstoff Waldhof mit plus 3,75 v. H., Lahmeyer mit plus 2,40 v. H. und von Montanaktien Gelsenkirchen mit plus 2 v. H. Gleich nach den ersten Kursen schritt die Spekulation zu neuen Käufen, zumal auch das Publikum einiges Kaufinteresse zeigte. Stimulierend wirkten die zum größten Teil günstig aufgenommenen Bilanzziffern des Siemens-Abschlusses. Das Geschäft wurde leicht lebhaft, und Kursbesserungen für Spezialwerte bis 3 v. H. waren zu hören. Das Gros der Papiere lag ebenfalls bis 1 v. H. gebessert, so daß die Anfangsverluste überwiegend eingeholt wurden. Am Anleihemarkt lagen Altbesitz weiter fester; dagegen blieben Neubesitz nur behauptet. Im Verlaufe war die Kursgestaltung nicht mehr ganz einheitlich, die Grundstimmung aber unverändert. Besonders stark gesucht waren Schuckert, die bis 2 v. H. gewannen. Wan motivierte diese Aufwärtsbewegung damit, daß Schuckert In der letzten Zeit besonders scharfen Baisseangriffen ausgesetzt gewesen sei. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 vH. unverändert leicht. Am Devisenntvrkt lag das Pfund unverändert fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2050, gegen Pfund 20,4450, Kabel gegen London 4 861750, gegen Mailand 92,98, gegen Madrid 45,80, gegen Schweiz 26,1625, gegen Holland 12,1050. Berliner Börse. Berlin, 7. Febr. Die Tendenz blieb auch zum Wochenschluß weiter f e ft. Die gestern abend veröffentlichte Sicmens-Bilanz wurde int allgemeinen sehr günstig ausgenommen. Die elften Kurse lagen überwiegend 1 bis 3 v. H. über den gestrigen Vormittagskursen, und das Geschäft war schon zu Beginn für einen Samstag recht lebhaft. Vom Ausland und vom Publikum lagen am Elektro- markt für einige Spezialpapiere kleine Kauforders vor, während bei der Spekulation eher etwas Realisationsneigung bestand. Die vorliegenden Momente, abgesehen von den bereits erwähnten Siemens-Bilanz- Ziffern, waren nicht ganz einheitlicher Natur. Am Eisenmarkt zeigte sich eine Belebung. Die Stickstoffabsätze stellten sich im Januar etwas niedriger, dagegen beurteilte man die politische Lage weiter günstig und rechnet mit einer Ablehnung der Mißtrauensanträge gegen die Regierung Verschiedene Werte wurden mit Plus-Plus notiert^jo^olzmann, Berger, Aku und Bemberg. Die Kursgewinne betrugen bei letzteren 3 v. H. Zellstoff Waldhof, Soenska, Chade, Rheinische Elektrizität, Lahmeyer und Salzdetfurth wiesen bei lebhaften Umsätzen Besserungen bis 6,5 v. H. auf. Für Textilaktien zeigte sich ebenfalls stärkeres Interesse, da die Ausführung des Streiks in Lancashire anregte. Auch Warenhausaktien waren heute lebhaft gefragt Schwächer lagen heute Schubert & Salzer, Rheinisch-Westfälisch^ Elektrizität und vor allem Hamburg-Süd, letztere verloren über 3 v. H. Deutsche Anleihen schlossen sich der allgemeinen Aufwärts- entwicklung ebenfalls an. Von Ausländern neigten Mazedonier etwas zur Schwäche, dagegen zogen Ungarn an. Pfandbriefe blieben weiter freundlich, ebenfalls Reichsschuldbuchforderungen. Tagesgeld erleichterte sich auf 5 bis 7 o. H., die übrigen Ätze blieben unverändert. Nach den ersten Kursen wurde die Stimmung etwas schwächer, später setzte sich aber — vom Elektromarkt ausgehend, an dem die Gerüchte über eine internationale Elektrifizierungsanleihe, die feit einiger Zeit umgehen, anregten — eine neue Aufwärtsbewegung durch. AEG. zogen auf über 100 v. H. an und eine ganze Reihe niedrigerer Werte konnten 1 bis 3 o. H. über Anfang gewinnen. Später konnten sich diese Gewinne nicht überall behaupten. Amtsgericht Gießen. Eine überaus rohe Tiermißhandlung fand durch Verhängung einer ho)en Geldstrafe über den Tierquäler ihre Sühne. Es handelt sich um den Gang eines schwerkranken Pferdes zur Schlachtbank. Das Tier befand sich in einem Zustand, der sein Treiben nicht mehr zulieh. Trotzdem bediente sich der Angeklagte, der junge Knecht eines Pferdemehgers, keines Transportmittels, obwohl ein Wachtmeister, der von mehreren entrüsteten Passanten auf den Vorfall aufmerksam gemacht worden war, die sofortige Benutzung eines solchen angeordnet hatte. Der Angeklagte trieb das Tier in der seitherigen Weise weiter. Ein Zeuge sagte aus, das Pferd sei fast nur noch gekrochen, -ein anderer, es sei alle Augenblicke zusammengekniclt DieHandlungsvxi?e des Knechts zeugt von einer hochgradigen Gefühlsroheit, und derartige Tierquälerei, für die der neue Strafrechtsentwurf erhöhte Strafe, auch Gefängnisstrafe, vorsieht, verlangen gebieterisch eine Sühne, auch wenn der Täter nicht unmittelbar durch Schläge und dergleichen auf das Tier einwirkt. Drei Arbeitslose zechten in hiesigen Wirtschaften ohne Geld; sie fürchteten eine Anzeige wegen Zechprellerei und bemühten sich, solches auf jeoe Weise herbeizuschaffen. Zunächst versuchten sie vergebens, Arbeit zu erhalten, dann verfielen sie auf betrügerische Manipulationen. Einer von ihnen kaufte sich in einem Laden einen Anzug auf Kredit, offensichtlich in der Absicht, ihn nie zu bezahlen. Sein Komplice, der, wie er selbst zugibt, sich sagte, es handle sich um ein unsauberes Geschäft, nahm den Anzug an sich und verpfändete ihn. Er erhielt wegen Hehlerei, da immerhin Milderungsgründe Vorlagen, statt einer Gefängnisstrafe eine Geldstrafe von 25 Mark. Die Verhandlung gegen die Mitangeklagten wurde wegen Stellung neuer Beweisanträge ausgesetzt. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 5 v H., Lombardzinsfuß 6 o.H. iiantiun a. v>. 25erlm ifrantiur a. -u<. Berlin Dalum «chiuß» iure 6.2. 1-Uhr. Kur- 7.2 <5d)luf$» lur 6.2. 91nfa g» Rur< 7.2. Datum Sa) uß» h.-- 6.2. l»Ubr» R re 7.2. Schluß» Iure 6.2. Bn'anz» Kurs 7.2. 6% Deunche »ieldjüanlfüie Bon 1027 ........ 7% Scutfdje Reicheanleihe von 19-20........ Teuische Slnl.-Ablöl.-Schuld mit 8lu6loi.’Jfcditen ...... Seefll. ohne Ruslol.-Rcchls - . b% .t'cfl. Voll.'float von 1939 mtdwhib 102%)...... Cbfrbillcn Provinz - Anleihe mi- ChHiol.-ffirrtHcii...... Tcuilcke fiomm. Sainmelabl. Anleihe Gerte 1 ... 6% nranif. Hnv.-Bank Goldvie XIII untünebar 6k' 1V.3I . . . 7% i'rnnti Huv.-Aank Goldpfe untuiiobar bl» 1032 .... <’4% iHbelniirfie Hnp.-Bonl Stau, (bülovfe....... l!r. SanbeWrnibbrtefQnftalt, Planvl'neie R. iS . . S% l:r L'anBeelian briefanftolt, flonim.»£bl. 'J?. 20. . . «% 'St Sonbc - anobriefarrftalt, i'lanöbricic tR 81 ..... A EG flbfl. (8outie0S.£bll(jatio nen. rückzahlbar 1932 . . 4% Ceftcnftditldie Solvrenle . . <,2Ö% Ocstcrreichische Gllbetrente 4% Crfiecrcldjtfdie Einheitliche diente . ..... 4% Unflarilcfie Golvrente ... *% UnnarW Staatsrente v. 1910 4Vt% oeeni- oon 1913 1% llnparildie fironenrente . . 4% lürttldie Zollanieihe von 1911 4% Türkilche Bagdadbahn-Anl Serie l 4% Drofll. Serie II....... 6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 <'/s% Rumänische vereinh. Rente von 1313 ... ...... i% Rumanilche Vereint). Renis . 85 — 89 48,5 49,5 100,25 92,75 88 100,5 97 97 96,5 23 2,25 19,8 17 i ,35 3,15 1,15 3,15 b,4 14,65 7.45 52,25 5,05 — 84,8 98,6 51,75 4,8 89 49 100,5 97 97 24,8 1,3 19.75 16,75 17,2 1.35 3,2 9,3 14,4 7,4 I IS 1 £>»'«281 II 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 vamoutfl-jlmertfa 'Batet ... 7 hamburg-SOdam. Dampfschiff. 8 fcauia Dampfschiff .... 10 Jlorbbeuhrfter Lloyd.....8 üllnememe t'eutfdieGtebilanfL 10 Barmer Bankverein ... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Hemmet-, und Priyat-Bant. 11 Tarmktadt-r und 'JlartonaWan! 12 Deutsche Bank und Disconto.Gesellschaft, ... 10 Dresdner Bant......10 Reichsbant........12 EG...........8 Bergmann.........9 tfleltr. LieferungSgefcpichaft., io Licht und Kraft......10 netten & Guilleaume . . . 1>/2 Getelifchait für Elektrische Unternehmungen .... io Hamburger Elektrizitäts-Werke 10 iibcmüdw Elektrizität . . . . 0 Lcktletiiche Elektrizität. ... io srtiudcrt & ISo.......ij Licmeus li Halske . • • . . 16 Ironetaoto . ....... 8 ■abmeper&Go.......io Buderus..... .... 5 Teutlche Erdöl ....... 6 Estener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 Haipeuer ........ 0 Hoclch Eilen ....... 6yt Iile Bergbau...... . 10 Nlöcknerwerke ........ 7 Söln-Neucilcn..... 7 Mannesmann-Röhren .... 7 Mansfelder Bergbau . .... 7 Cberldilcr ülienbcoad .... 6 Cbcrfdilcl. iluloroede.....7 Phönix Bergbau .... 6% Rheinische Braunkohlen . . 10 Oibetnitahl ........6 Ricbeck Montan ...... 7,2 65,5 66.5 96,75 101 120,5 111,5 143 111 111 238,5 99,25 111,5 ' 75 111 104 — 115 178,5 115 67 72,75 76 164 59,5 66 30.5 36 55 157 70.5 . — 65,75 101 112 143 111 111,25 99,25 111.75 79.9 110,5 116 177 Ji 117,4 65,25 77 E - i 70 64 128,75 108 65,65 97,25 100.9 121,25 111.5 140,5 110,4 110,75 241,25 97,75 107,25 114 109,75 76,5 107 107,5 102.25 109.25 113,5 170.25 125,5 112,5 46,4 61,25 75 73,75 61 163,5 57 67 64.25 30.75 36 70 54 159 68,9 64,5 125,5 109 66.25 97,4 101 122 112 142,5 110,75 110,75 99,4 114.5 111,75 79 110 108.5 108,75 110.5 114,5 178 — 116 46,75 65,5 77 76,5 166,5 58 65,5 32 38 62 55,5 161.5 59,65 vrantiun a. öerlin Banknoten. SritC""" Schluß»! ii re | t»ilhr« «ur4 Schluß»! wrs j Äntang» fiurd Berlin 6. Februar Geld AmeNkani'che Roten...... 4.193 4,213 Velgtickie Noten . . . 58.41 58,65 Datum 6.2. 7.2. 6.2. 7.2. Tanliche Roten . . . • * * 112,08 112,52 Eiig'ifche Roten . , , Ktuntüiiidie Roten . . . 20,39 20,47 Bereinigte Stahlwerks . 56 59 58 59 • » • . 16,45 16,51 Ltavt Minen . . . . 16'/. 30.5 30 30.5 Holländische Roten . . . 168,46 169,14 Kaliwerke Aschersleben . 10 137 134,5 137 Italientscho Noten.... 21,97 22,05 Kaliwerke Westsregeln . 10 145 144 141.5 144,5 Rorwegitche Roten . . . ... . 112,08 112,52 Kaliwerke Salzdetfurth . 15 205,75 204,5 200 204,5 Deuttch-Oesierreich, i 100 Schilling 58,88 59,12 Rumannch.- Roten . . . 2,475 2,495 I. G. ftarben-gnbufate. Tvnamit Nobel .... Scheideanstalt..... e 12 138,5 137,5 136,4 137,5 Schwedische Roten . . . Schwei.,cr Roten .... 112,28 81.12 112,72 81,44 . 9 125,75 125,75 — — Spanische Noten .... T'chechotlowakische Noten. 42,61 12,385 42,79 12,445 GoidsAMtdl . e • • e Nütflerswerte • • • • • • • 6 . 6 36 47.9 47,9 36 47 37,85 47,5 llngaritche Noten 73.13 73,43 Metallgelelllckast. . . . . 8 68 68,5 68 68,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M. Philipp Holzmann . . . Zementwerk Heidelberg Gement,uerf Karlstadt. . SBanfe & ffreytag . . . . 7 77 77,5 74,5 77 6.$ebruar 7-Febmai • 10 10 . s 73 42.25 - 40,5 — Amtliche Wein Notierung »rief Amtliche (Selb Notierung »rief 21 nUt.» flott. 168.68 169.02 168,71 169,05 Schultheis Patzenhojer . Cftroerfe....... Aku......... Bemberg....... Zellstoff Waldbok . . . Zellstoff Afchaftenbura . Lharlottenburger Waller Dessauer (Bai ... Daimler Motoren . . . Teutlche Linoleum . . Maschinenbau QL»®. . • Nat. Automobil . . . Lrenllein & Koppel . . Leonhard Tietz .... • 15 12 18 H IS'/. 12 . 8 . V . 0 * 6 . 0 . 6 10 61 58 93,75 74 24,5 105 103 Illi | 1 Sen 1 £ 1 1 158,9 137 59,5 56,5 92 70 83,25 110,65 23 101,5 31 42,65 101,5 162,5 140,5 62,25 59 86 112,75 24,13 104 31,5 43 104 Bu n.»AireS Brss- Antw Gbrifitania. ftiwnbafl.'n Stockholm . HeliitigforS. «tollen. . . London. . . fleuuorf . . 'Paris.... Schwei, . . Sva ten . - Yapmt . .. flio de Jan- Wien in D-- 1,282 58,605 112.34 112,34 112,48 10,569 21,99 20,411 4,2005 16,465 81,16 42,81 2.080 0.362 1.286 58.725 112.56 112,56 112,70 10,589 22,03 20,451 4,2085 16,505 81,32 42.89 2,084 0,364 1.282 58,63 112,40 112,42 112.52 10,571 22,005 20,423 4,201 16,47 81,185 42.91 2,080 0,362 1,286 58,75 112.62 IK.,64 112,74 10,591 22,045 20,463 4,209 16,51 81,345 42.99 2,084 0,364 Soenska....... 237 — 242 247 Ceft. abgeft 59,02 59,14 59,035 5». 155 Krankluner Malchinea . tbidfl . . . 12,4-3 12,45 12,433 12,453 e . 4 12 12,5 12 — Bei irad . . 7.406 7,420 7,408 7,422 Gritzner ...... . 6 31,4 — 0>tioaD‘it . . 73.305 73,445 73,320 73,360 HenltgenNaedr . .. . . 0 ■— —- —- — But anen 3,044 3,050 3,044 3,050 Zunghans ..... . 6 31 — 31.13 —- "'ssadon 18,83 18,87 18,83 18,87 Leckuverle....... . 8 76,5 — —— Tanttg ■ . 81,58 81,74 81.63 81,79 Matnlrafnverke Höchst a. M- . 8 _ — — Konst nna. 1.784 1,789 1,784 1,789 Mtag ....... 10 — -- —— Arten 5,445 5,455 5,447 5,457 Eebr. Roeder..... 10 — - —— Canaoa 4,198 4,206 4,200 4,208 Dotgl S Haesfner . . . ■ . 9 — — — Uru uaij. . 2,807 2,813 2,807 2,813 Süddeutlche Zucker . . • 10 - 118 — Sairo . . . 20,925 20,965 20,935 20,975 Schwerer Ltnglücksfall beim Zobeln. Lia Kind getötet, 3rod verletzt. Haigep, 6. Febr (WSN.) Im benachbarten 2Ö i e b € n ft e i n fuhr ein Rodelschlitten mit vier Kindern an einer verkehrsreichen Straßen- kreuzuna i n e i n A u t 0. Tin achtjähriger Knabe wurde überfahren und auf der Stelle getötet, zwei Kinder kamen mit leichteren Verletzungen davon. während das vierte rechtzeitig absprinacn konnte. Den Autoführer trifft nach der polizeilichen Untersuchung keine Schuld. Kirche und Schule. ch Schotten. 5. Febr. Unter dem Dorsitz von Dekan Widmann, Gedern, tagte hier die erste diesjährige Konferenz der Geistlichen des Evangelischen Dekanats Schotten. Der Dorsitzende begrüßte die Geistlichen. Pfarrer Kornmann, Laubach, hielt sodann einen Dortrag über das Thema ,Probleme des tätigen Glauben- und der Mystik, unter besonderer Berücksichtigung Neuzeit icher Seelenkunde, bärge- stellt an der hl. Elisabeth und Mechthild von Magdeburg". Die Ausführungen hatten eine kehr lebhafte und angeregte Aussprache zur Folge. SpicLplau der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 8. Februar, 17.30 bis gegen 22.45 Uhr: Sic Meistersinger von Dürnberg. Montag. S, 19 biS gegen 22.30 Uhr: Viktoria und ihr Husar. Dienstag. 10., 19.30 biS gegen 22.30 Uhr: Simone Dvccanegra. Mittwoch, 11., 19.30 bis gegen 22.30 Uhr: Zar und Zimmermann. Donnerstag. 12., 19.30 bis nach 22 Uhr: Der Darbier von Sevilla. Freitag, 13., 19.30 bis 22.15 Uhr: Der fliegende Holländer. SamStag. 14_ 19.30 bi» gegen 22.30 Uhr: Hoffmann» Sv- zählungcn. Schauspielhaus. Sonntag, 8. Februar, 16 bis gegen 18 Uhr: Max und Moritz. 20 bi» nach 22 Uhr: Katharina Knie. Montag. 9., 20 bis gegen 23 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich. DienStag, 10., 20 bis gegen 23 Uhr: Phaea. Mittwoch. 11., 20 bis nach 22 Uhr: Gelegenheit macht Diebe. Donnerstag. 12., 20, bl» gegen 23 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich. Freitag. 13.. 20 bis gegen 23 Ubr: Phaea. Samstag. 14., 20 Uhr: Gelegenheit macht Diebe. Rasli Uch bei 10430 angeht, prompt lieferbar 920 D Stück mit mit 0,82 1 an dl-Stämme e. rm 55 und Abschnitte: Stämme, Eichen- 1» Buchen- Fichten- Hochwart: 7 rm rm rm 57,8 185,1 39,4 1240 21,0 18,3 14,0 rm rm rm rm rm rm rm rm rm rm 1 2 3 1 4 11 17 12 3 4b 3b 4b 9 2 1 3 1 8 3 42 10,79 37,48 64,68 26,71 1,37 (A) (N) (N) 3 4 5 4 5 6 la lb 28 2a 16 2b 5 1. SU. Buchenknüppel 1 Stück 61 „ 99 „ 97 „ 26 „ 1 .. = 0,92 fm - 1,86 „ » 0,92 - 1,02 ~ 5,97 „ - 0,96 „ - 9,78 w = 3,78 „ - 5,23 „ = 8,17 „ = 12,07 „ = 4,18 „ Vrennholzversteigerungen der Stadl Gießen. zwei Pferde melstbietend gegen Barzahlung versteigert werden. Delsteigerung bestimmt. Lich, am 7. Februar 1931. Morl, Gerichtsvollzieher. Großen-Linden, den 4. Februar 1931. Hessische Bürgermeisterei. Lang. --- 3,281m = 27,61 „ = 43,19 „ = 36,39 „ = 26,38 „ -13,84 „ - 1,35 „ Versteigerung. Dienstag, den 10. Februar 1931, nachmittags 3 Uhr, sollen in Bungen, beim Amtsgericht, auf Rechnung dessen, den es (Nj la (N) lb (N) 2a (N) 2b (N) 3a (N) 3b [fe (A) 4 (N) 3 1 Kiefern-Abschn. - 1,01 4 » 4,05 Gießen betreffend, vom 1. August 1904 31p gelassen worden. 949C Gießen, den 5. Februar 1931. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Hamm. 10 Schneise. Die holzgeldfchuld bis zu 200 K2K kann zinslos bl» 11. November 1931 gestundet werden. Gießen, den 6. Februar 1931. Der Oberbürgermeister. V. D.r vr. R 0 f e n b e r »> Ruhholzversteigerung. Nächsten Mittwoch, den 11. d. M., vor- mittags 9 Uhr, soll im Steinbacher Ge- meinbcroolb nachverzeichnetes Holz ver- ieigert werben. Schreibinascliinen’VßrlretuDO für elngeführtos erstklassiges deut schesSystem sofort zu versehen. Schrlftl. Ang. unt 1042V a. d. Gieß. Anz. Montag, den 9. Februar 1931, werden aus den Waldungen der Gemeinde Gro- ßen-Llnden nachstehende Mengen Ruhholz versteigert: 9640 Slefernstämme: Wäldchen): Eichenstämme Kl. 3—6 = 57,95 fm (Alteichen, Schreinerholz, sehr reif), 3 rm Eichennutzscheitholz 2. SIL (Küfer« Voranzeige. Infolge einer Nachtragsfällung wird die Stadt Lich in etwa 10 bis 14 Tagen noch, mals eine größere 10314) Brennholzversteigerung abhalten, worauf wir Interessenten heute chon Hinweisen. Lich, den 6. Februar 1931. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Buchenscheiter 1. Kl. Eichenscheiter 1. Kl. Fichtenscheiter 2. Kl. Buchenknüppel Eichenknüppel Eschen- und Birkenknüppel Fichtcnstämme. Langholz: Kl. la = 20Stück „ lb = 85 „ „ 2a = 72 „ „ 2b = 38 „ w 3a = 19 „ „ 3b= 7 , „ 4b- 1 „ 155,0 29,0 2,0 32 0 193 4.0 9,2 1440 Fichtenknüppel Wellen Buchenreistg. Anaeseh. LebenSverstcheiungS-Gelell« ,chait lucht v. lotort für hiesigen Beztrt 1 üpeiioiwm a. AuSwenung vorhandener BertraaS- bcucbnnnen am groben Beaiiuen.^er- bänden. Energtlchen, arbeuotreudinen ^achteuien mit gutenEifolnen und rin- ivanbfreicr Bei gangen bett iit nünftinc Aulstiegvmö lichkeit betentsvrechenben Bezügen und Tvele.t gebo.en. Bewei- buivien mit Unterlagen unt. J.V. 556 an Inval.dendank Ann.-Exp., FranJtft. a.W. 1011 v 20 Millionen in 3 Monaten als Darlehen auf zinsfreier i’-oiger mit L'-b.-Versieh. •b-.-eecbloeeen. schon nach 6 Monaten mög- entsprechenden Sparzublungeu. Sparen Sie für ein Elzenhelm. Tilgen Sie Ihre hochvcrr.ln*!lebe Hypothek durch einen Sparvertrag mit der alt. mitteldeutschen Bausparkasse Thuringia Akt.-Ges. Bez.-Direktion Gießen, Rodheimer Str. 42. Tel.4331 Auf Wunsch persönlicher unverbindlicher Besuch' 1010 V 1,93 km Klasse (A) 4a 2,08 n „ (N) 2a 8,08 „ „ (N) 2b 15,46 „ „ (N) 3a 16.53 „ „ (N) 3b 5,15 „ „ (N) 4a Achtung! Im ftebruar, wenn'- stürmt und schneit, da öflcflt man die Gelclltgieit. Bet Bälle». Tanz, manch' hohem lieft» vergnüget sich die Well anss Bene Dann bento'Ulenfd) bei LchövlungKrons ein neuen Slnrug wär nicht ohne. Denn auch burch eines LchueiberS Mr.nft verichastt man sich der Atonen ®unit. Willst briint mob.rn nctlcib't bl d) feint# muht Aum Haas noch lüeucrlelh aeün. Ich garaniiere tür vorzüglichen Sitz, ujib arbeite »u mäiugen Preisen. 0/27 Ausust SaE Schneidermilr. Wettcrf.id (Cbcrbeffcn). Frischgebrannten Bauka’k und Düngekalk in bekannter erstklassiger Qualität Flchtenstämme: ’ 1,28 fm Älaffe (A) 3b Holz). n. Gemeiudcwald Großrechtenbach («uö. tanft: Förster Lchüler, Forsthaus Fiusterwh bei Wetzlar): 6 Eichenstämme Kl. 3 u. 4 = 2,79 fm. III. Semeiudewald Hörntzhelm («us- luuft: Förster Schüler, Forsthauö Finsterloh bei Wetzlar): 20 Eichenstämme Kl. 3—6 — 30,80 fm. IV. Gemeindewalb Volpertshausen (Auskunft: Förster Meyer, Vollnkirchen): 79 Eichenstämme Kl. 2N—5N = 53,47 fm, 2 Buchenstämme SL 3N u. 5N = 1,64 fm. 25,3 „ , 71,8 rm Buchcnknüppel 6,0 rm Eichenknüppel 36,3 rm Fichtenknüppel 1490 Wellen Buchenreisig 110 Wellen Eichen, und Fichtenreisig Das Holz aus den Abt. 122 und 126 wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft: Kreuzung Sicher Straße- Bekanntmachung. Die Holzoersteigerung vom 4. Februar 1.3. in Langd ist genehmigt. Ausgabe der Absuhrscheine, Ueberwcisungs. und erster Fahrlag Montag, den 16. Februar 1931. Eichelsdorf, 6. Februar 1931. (1038D Hessisches Forstamt Eichelsdorf. Nuhholzversteigerung. Güteklasse N. Langholz SL1 Kiefernstämme ., 4a= 1 * « 0,98 w Der Anfang ist im Distrikt Seeheck am Waldcingang. 1036O Steinbach, am 6. Februar 1931. Hess. Bürgermeisterei. Krämer. 1 ,, ,, ......... 5 Eichen-Abschn. = 4,41 km Klass AeltesteS deutsches Versandhaus sucht tu- feine Bcrgröneruna der BerkaulSorgont« lanon noch emtge tüchtige, gewandt« [KKßV Mlmlrelkl Erstklassige Kollekt.—Kulante Bedienung. .'ZahluugSerleichierunneu — Hobe Vrovt- flon»fäüc — wchtl. Abrechnung felbftocrit. Gell Cff. unter F. O. C. 238 bcföibert Rudolf hokoo, Frankfurt n. Jlala w Jst sie das wirklich ? Schlank und elastisch wie ein A ßfL juoges MldchenT So günstig MJJ kann Schlankheit Ihr Aus- sehen beeinflussen, daium (I I Yx. I trinken Sie den angenehmen. A Xntl. empfohlenen Ur Ernst \ Siebtem FrühetUcue- / M j / |l Kräutertee. DietrtgenFett. I L — I In ,wilstcr schwinde».Sie werde« I) chlanker und fühlen sich Irisch v*-—”yr and verjüngt. Paket MX. 2.—, “X y > Kurpdcg. (6ta- llenr au gründen. Provisionen w rden .oiort in voller Höbe ansaezablr. Bewerbungen unter E. D. 201111012Vi an den Gießener rinzelger. 5nunilflioD5-liii6l)o:jöei(aDf der tScmeindcn Großrechtenbach, volln« kirchcn, Volpertshausen und Weiden- hausen. Auf dem Wege deS schrifllichen Angebotes soll auS nachstehenden Gemeindewaldungen folgendes Nutzholz verkauft werden: , t zÄ, !. Gemeindewald Großrechtenbach (fct- strikte: 4a, 4b, 5b, 6a und 6b). Los 1: 88 Fichtenstämme Kl. la—3a = 42,55 fm, 20 Fichtcnstangen I. Kl.--- l,80fm, Lotz 2: 69 ft'iefcmftämme Kl. la—3b --- 26,92 fm, Los 3: 4 Lärchenstämme Kl. lb u. 2b = 1,33 fm, Lob 4: 5 Fichten tämme Kl. la—2b = 1,79 fm, 30 Fichtenstangen I. Al. = 2,70 fm, Lob 5: 29 Fichten tämme Kl. la—2a = 6,86 fm, 40 Fichtenstangen I. Kl. = 3,60 tm, Lob 6: 11 Fichten tämme ÄL la u. lb «= 2,24 fm, Lob 7: 9 Fichten- stämme Kl. la—2a = 1,36 fm. II. Gemeindewald Vollnkirchen (Distrikte 8b und 8c). Loö 1: 70 Fichtenstämme Kl. la—2a = 11,86 fm, Los 2: 14 Lürchenstämme Kl. lb u. 2a = 4,16 fm. III. Gemeindewall» volyerttzhansen (Di- strikte: 4a, 9b n. 13b). LoS 1: 110 Fichtenstämme Kl. la u. lb = 27,62 fm, LoS 2: 20 Fichtenstämme KI. 2a u. 2b = 14,16 fm. IV. Gemeindewald Weidenhansen (Distrikte: 4b, 5a, 8, 9b, 9d n. 10a). Los 1: 18 Fichtenstämme Kl. la—3a --> 6,77 fm, 12 Kiefernstämme Kl. lb—3b =- 4,64 fm, LoS 3: 30 Fichtenstämme Kl. la il lb = 4,88 fm, Los 4: 1 Fichtenstamm Kl. 2a = 0,42 fm, 28 Kiefernstämme Kl. lb—4a -- 10,34 fm. Das Ausmaß und die Sortierung entsprechen der neuen preußischen Holz- mefsungsanweisung. Tie Lose werden je nach Gebot insgesamt oder getrennt zugeschlagen. Tas Holz muß bis zum 1. Mar d. I. entrindet sein, andern- falls die Entrindung aus Kosten der Käufer erfolgt. Tie näheren Bedingungen werden in dem Termine bekanntgegeben. Zahlungstermine: V* bis 15.5., Va bis 1. 7., i/4 bis 1. 10. 31 und V4 bis 1. 1. 1932. Nähere Auskunft erteilen für Groß- rechtenbach und Weidenhausen Los 4 Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bet Wetzlar, und für Vollnkirchen, BolpcttS- Hamen und Deidenham'en Lose 1—3 Förster Meyer zu Vollnkirchen. Schriftliche, mit der Aufschrift „Holz- verkauf" versehene Angebote sind bt3 Freitag, den 13. Febrnar 1931, vormit. tags 9/2 Uhr, dem Bürgermeisteramt zu Großrechtenbach einzureichen, wo alsdann chre Öeffnung erfolgt. 1033O Großrechtenbach (Kreis Wetzlar), den 4. Februar 1931. Der Bürgermeister: Dr. Neumann. 1 „ - 1,26 ,, „ 18 rm Kiefern-Nutzscheit 2 rm Eichen-Nutzscheit. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr der Prooinzialstraße Gießen—Leihgestern, Kreuzpunkt Schützenschneise. '' " „ 3a 1 „ - 1,93 „ Derbstangen, Eiche, 1., 2., 3. Klasse 12 Stück = 0,81 fm Derbstangen, Fichte, 1. Klosse 91 Stück - 8,19 fm . _ „ „ Derbstangen, Fichte, 2. Klasse 125 Stück = 7,50 fm Derbstangen, Fichte, 3. Klosse 148 Stück — 4,44 fm _ Reisslängen, Fichte, 7. Klasse 750 Stück = 2,25 fm (Bohnenstangen) Nutzknüppelreifer 76,5 rm -- 30,60 fm (Schichthauien) Nutzscheit Eiche 2,9 rm = 2^2 fm (Gartenpfosten). Zusammenkunft vormrttagS 10 Uhr am Forsthaus. 10240 1 Beuern, den 5. Februar 1931. Hess. Bürgermeisterei Beuern. Lindenstruth. Nicht versteigert werden bie blau unterstrichenen Nummern und das Fichten. Langholz aus den Abteilungen Kloster- wiese, Buchenberg 59 und Dörnergrund. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Nummernauszüge über das Stammholz werden zum Preise von 0,20 RM. vom 12. d. M. ab durch das Forstamt Schiffenberg zu Gießen, Stephanstraße 4, Fernruf Nr. 2578, Förster Menges, Forsthaus Baumgarten, Fernruf Nr. 4180, und Förster Heß in Leihgestern abgegeben. Gießen, den 6. Februar 1931. Hessisches Forsiamt Schiffenberg. _________Nicolaus.__ Holzverkauf au» Revier Reinhardvhain. Dienstag, den 17. Februar, 8 Uhr 30, bet Gastwirt hach, Beltershain, aus den Forst, orten Beltershalner Wald, Hain, Hoherod, Esp, Fungeduchen, Langebuchen, Ochsenstall Steinkaute, Steinweae und Wald- ache: 61 Stck. Flchten-Derbstangen I. dis III. Kl.; 8 rm Buchen-Nuhscheithol;: 28 rm Eichen- und Lärchen-Rutzknüppelholz-, 75 rm Fichlen-Nuhknüppelreiser und Nuh- reiser. in ganzer Länge. Ferner: Brennholz rm: Scheitholz: Buche 246, Hainbuche und Birke 4, Eiche 20, Kiefer 40, Fichte 35; Lnüppelholz: Buche 381, Eiche 314, Aspe und Dirke 12, Kiefer 37, Lärche 18, Fichte 76. Reiserholz: Buche 536, Eiche 202, Fichte 63. Skockholz: Buche 37. 1021D Unterstrichene Holznummern bedeuten Handabgaben, wie Losholz u. dgl. kiessisches Forstamt Grünberg. Batt' nno nuBDohuetneloeraag Donnerstag, den 12. b. M., kommt im Wald der Gemeinde Beuern auS den Distrikten Eichwalbund Heegwald folgendes Bau- und Nutzholz zum AuSgebot. Der Ingenieur Heinrich Schul; ;u Gießen, Lbelstrahe Nr. 26, ist zur Ausführung von Entwässerungsanlagen gemäß § 16 der Polizeiverordnuna, bie Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzialhauptstadl Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 949L A. Montag, den 9. Februar 1931, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen des Distrikts hangetstein, Försterei Wieseck: 164,0 rm Buchenscheiter 1. Kl. 17,0 rm Eichenscheiter 1. Kl. Fichtenscheiter 1. Kl. Ledev imAuSichnin.Selind- pflegeirtlkel, Gamal- ■bsatze und Linleie- sohlen enipiieblt ah ^orAUgövreilen I1™ XX IIheim Walz. Selterzwei 77 neben Anoiin-Kino IV ib. t L'vie be^b.biU.Vreiiel MehrLicht •mehrfach neftbüün 5-6mal hellere Tlzch- beleuchtaeg, oder S enomcrlDatnt». 'Baht auf jede Glühlampe R3.t-u.L6J. Georg Appel, Seitenweg 56. aD Stcbib t. Swaiilenit. Eichenknüppel ... Kiefern, und Fichtenknüppel Wellen Buchenreisig. Zusammenkunft: Kreuzung Karlschneise- Steinbacher Straße. C. Freitag, den 13. Februar 1931, 9% Uhr beginnend, aus den Abk.81a und c, 122 und 126 des Stadtwaldes, Försterei Arbeiter! EisenbahnerBeamte! Oeffentlicbe Eisenbahnerversammlune Der bekannte Eisenbahner - Gewerkschaftsführer Ernst Menne spricht am Sonntag, dem 8. Febr. 1931, nachmittags 4 Uhr, in Gießen, Gewerkschaftshaus (Schanzenstraße 18). 1053d Thema: Weltwirtschaftskrise in Deutschland, Wirtschaftskrise in der ganzen Welt u. die Folgen für Arbeiter und Beamten der Deutschen Reichsbahngesellschaft Es ladet alle Eisenbahnarbeiter u.-beamten freund), ein Der E. d. E D. Gießen / Die Ortsverwaltung. Gießener Konzertverein Achtes Konzert Sonntag, 15. Februar, 17.30 Ehr, tnivcrelt&tsaula Liederabend Eva Liebenberg Am Flügel: Dr. Stefan Temesvary Geistl. Lieder von Beethoven. Lieder von Schubert u. Brahms Eintrittskarten Mk. 4.00. 3.00 und 2.00 bei Ernst Challier (Fernruf Nr. 26711 und abends an der Kasse. — Studenten karten Mk. 1.00 nur im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Sind ntenhaus 102910 Bad-Nauheim! Der große Kurhaus-Maskenball Größte karnevalistische Veranstaltung Oberhessens Bannten, den 14. Februr, ebenda 8.11 ühr, In sämtliches Seien des Knrhenses Mehrere Tanz Orchester. Zutritt haben auch nicht maskierte P- rsonen. — Eintrittskarten einschließlich Garderobe im Vorverkauf bis Freitagabend Mk. 4j)0, am BalBfcge (Samstag) Mk. 6.00. Karten Vorverkauf an der Kurhauskasse (Nachnahmesendung durch Geschäftszimmer Kurhaus). In Gießen: Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10, und Hapag-Reisebüro Loeb, Leitersweg 93. 1008 D Anmeldungen für Sexta und die übrigen Klassen bis Oberprima einschließlich werden von Dienstag, 3. Februar, bis Dienstag. 10. Februar, im Direktorzimmer entgegengenommen. 845 D Sprechstunden werktags von 10—12 Uhr. Die Direktion des Gieüener Pädagogiums Mendelssohn-Bartholdy.Telephon 2735. Wir helfen Ihnen ein Eigenheim bauen, ein Hain kaufen oder drückende Hypotheken ablösen. 60 Eigenheime monatlich heben ■* le den heulen IS Moneten •neruiert 20 Millionen Reichsmark I weck töt mögen and Reserven bestij» euer Verben d. <6 000 Mitglieder auf allen Berufen tShR unser Verband. Fordern Sie. kostenlos ausführliche Druckschriften A 206 Zwecksparverband für Eigenheime, E. V., Aachen Bezfrkstenung i Dipl.-Ing. L. F. Schmitt GIESSEN, Friedensstr. 12 274 V Meine Sprechstunden sind nunmehr an jedem Wochentag Am Bahnhof — Fernruf 42 Irtnkenkasunlfeferant Beparat, Die neue Brille m. besten punktuell abbildend.Gläi korrekt u. fachmännisch angepasst Optiker Geller IOV2-I2 und 4-5 Uhr Samstag - Nacbm. keine Sprechstunde Dr. med. Walter Malech Physik.-diätet Therapie / Homöopathie Seltersweg 52 07I/ BRINKMANN autorisierter Telefunkendienst Aelteste Fach'Irma 10174 Größte Erfahrung |KaufnrVerein^/()rtsgewerbe-Vgrem 5.Vortrag: Dienstag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, Nene Aula Die neue Zeit in ihrer künitlerifchen Aeuherung mit Lichtbilder. Dr. H. G.Lempertz.Köln IIIHIIII11IIlllllllllII Illi I IllilllllllIlli Illi Illi Hill IIIlllllIllilllIIIIIIIIIII Gegen Abgabe des Kontroll-Abschnittes 5 haben unsere Mitglieder nebst zwei weiteren Angehörigen freien Eintritt 0716 Start Starten. Ihre Vermählung zeigen an Heinrich Wagener Karola Wagener, geb. Erle HauS Schwarz Gießen, 7.Febr.lSZi Schillerstr. 17 ............ <731 Eltern deren Söhne den Kaufmanns-Beruf ergreifen wollen. Firmen die zu Ostern einen kaufmännischen Lehrling einsteilen, bedienen sich der kaufmännischen Stellenvermittlung dek Deutscbnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes in Giefeen Lonys trabe 18 / Sprechzeit täglich 10-1 Uhr / Fernspr. 3275 Berufsberatung und Lehrstellen Vermittlung kostenlos Am 9. Februar beginnt ein Fortbildungs- und Diktat-Lehrgang für Kurzschrift, Preis Mk. 5.- Am 5. März beginnt ein Lehrgang für höhere Buchführung und Bilanztechnik. Teilnehmer müssen die doppelte Buchführung kennen, Preis Mk. 15.00. — Anmeldungen hierzu sofort an die Zahlstelle 1041 d Gesetzliche Gesellenprüfungen Lehrlinge, die bis ZO.Iuni auslernen und dem Prüfungs-Ausschuß des Gewerbevereins, der Polsterer«, Sattler-, Schmiede-, Wagner- und Zimmerer-Innung unterstehen, können sich vom Mittwoch, -em LI., bis Samstag, dem 14. Februar, nachmittags von 4 bis 6 Uhr, im Äüro des Gewerbevereins, Goethestraße 7 (in der neuen Gewerbebank), eine Treppe hoch, anmelden,- mitzubringen ist der Leh »vertrag und 7.00 JtM. Prüfungsgebühren __________________________________________________________________________________________________1QQ7 t) ZhreVermählung gebenbekannt | Karl Frey t Marie Frey, geb. Kaiser Lang-Göns, im Februar 1931 .................__C667_ | Die Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an | Obervetermärrat Or. Monnarb | und Frau Else, geb. Dollhardt r Gießen (Universitäts - FraucnNinik), den 5. Februar 1931 t 1046 D| Die Geburt eines kräftigen Zungen zeigen an Lehrer £. Haas und Frau I Helene, geb. Tröber Lollar, 6. Febr. 1931 z. Z. Kath. Schwesternhaus Gießen t ____ 1045 Dt Zur Aufklärung! Im vergangenen Frühjahr habe ich des öfteren die Wahrnehmung machen müssen, daß gewissenlose Händler in unlauterer Weise Samen, Blumen- knallen, sogar Pflanzen in meinem Namen verkauften. Ich erkläre hier• mit meiner werten Kundschaft ausdrücklich, daß keine Hausierer oder Reisende mit direktem Warenabsatz für meine Firma tätig sind. Samenhalis Heinrich Hahn, Bahnhofstr., Ecke Wolkengasse. 959 A Hess. llniv.-Mliolhrl Gießen Sämtliche aus der ilniversiläts-Libllo- thel vor dem 20. Fan. 1931 entliehenen Tücher (mit Ausnahme der von Studierenden entliehenen) sind bis spate- stens 28. Februar 1931 zurückzugeden. Oer Oireltor: (Stiel. Gießen, den 7. Februar 1931. 1037 d Vaugeldev unkündbar 41147„ auch ^ur Hypotheken- ablöfunn, durch an tefeb. Bausparkasse. Ucveriichti.Tarite.ki Ttlouna u.kosrenl. Leben sversicheruna ohneUntersuchung. Grünte Stcherbetien öet Einlagen, da Beriununaen nur unter Zuutunnuna eines 9Zo a,s möglich. 1044V „Concordia" Ba .spar Act.-Ge«., Berlin Landesgeschäftssteüe.Frankf. a.M.,Melemstr,24 Ser öse Mitarbeiter allerorts gesucht. Pianos oder Harmoniums werden eifttL u. pretsw. gestimmt n. repariert durch Erwin ZollinOer Klavteriechntker u. gevr. 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Februar 1931. 0721 | Herzlithe TiRlädünö lllr jedermann! Sonntag, den 8 Febr., 4 u. 8^4 Uhr nachm., spricht Strahenmissionar Windgasse m„ im Postkeller Eintritt frei!Eintritt frei! Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Naturwissenschaftliche Abteilung) Montag, den 9. Febr. 1931,20'/. Uhr, im Hörsaale des Chemischen Laboratoriums (Eingang: Universitätsseite), Ludwigstraße 21 829D 1, Vortrag: Herr Prof. Dr. Schmidtgen, Mainz: Tierfährten and ihre Bedeutung für die Erforschung des Lebens. L. Geschäftssitzung. Gäste willkommen. Der Vorstand. HAUS-STANDUHREN dreht von der Spezial-Fabrik, ohne Zwischenhandel, jetzt schon von RM. 55.- an Ober 20 000 zuMedene Kunden. Tauserda von Anarkennungs- senreiben betr. Preis uno Qualität. Mehrjährige Garantie. An- ?ienenm- Teilzahlung. Verlangen ie noch heute kostenlos meinen neuesten Katalog. Achten Sie aber genau a. d .bekannte Finna El anffpr8P®z,al-Fabrlk ■ ■••Ullwl modern. Hausstanduhren Schwenningen a.N. (Scnwarzw.) 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