.....M aren bU/0 »eben ’VOriu^ • aee1 61,66 lßen mlUllrlscke» !n- reike WM jgrannm: I 66*!1 WMMB VS-'" M" ^AvoyuDd soeis io'- 11»* Nr. 4 Erstes Blatt M. Jahrgang Dienstag, 6. Januar (93 ( Crid)etnt lüglich.autzei Sonntags und Feienag» Beilagen: vte 3Du|tnertt vtetzenei g-amihenblättei Heimat im Bill» Die Scholle Monats-Bezugrvretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfenmg für Träger» lohn, auch bei Richter» lchemen emjelner'Jlummem tnfolgr höhere, Gewalt. 5erntorechonfchlvsse anterSammelnummer2251 Anschnft lü, Drahtnachrichten Anzeiger «Slcfien. poslschecklonlo: ßro-Nurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Crotf ntt» Derlag: vrühl'lche Unioerfit8ts=Bnd>. und Stcinönitferct B. Eange in Sietzen. Schriftleitung und Seichäftrltelle: Schulittatze 1. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für üen Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen Außenpolitik und nationale Idee. Reichsaußenminister Dr. EuriiuS auf dem Wege nach (Sens. Pforzheim, 5. Ian. (TU.) Vor der Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei erklärte Reichsaußen- minister Dr C u r t i u s, er fei nach Baden gekommen, um für den schweren Gang nach Genf sich das Vertrauen seiner nächsten Parteifreunde zu sichern, nachdem es ihm gelungen sei, in Ostpreußen und Oberschlesien gleichfalls Vertrauen zu erwerben. „Ich kann Ihnen nicht versprechen", sagte Dr C u r t i u s. „daß wir in Genf in den entscheidenden Fragen unseres Vaterlandes große außenpolitische Erfolge werden erzielen können. Ich kann Ihnen aber wohl versprechen, daß ich meine ganze Persönlichkeit für Deutschland und für Deutschlands Ehre ein setzen werde. Ich hoffe den Widerhall der ganzen Nation dafür zu finden, was ich in Genf zu erklären habe. Im gegenwärtigen Augenblick stehen die Fragen des nationalen Staates und der nationalen Idee im Vordergrund unseres gesamten innerpolitischen Geschehens. Sie sind leider zu einem parteipolitischen Kampfobjekt erniedrigt worden." Dr Curtius erklärte ferner, man habe ihm nachgesagt, er sei im günstigsten Falle ein ge- geschickter Ressortverwalter, er verstehe es, mit Sachlichkeit die außenpolitischen Probleme aktenmäßig zu erledigen. Es gebe jedoch in Deutschland keinen, für den die Idee des freien und glücklichen Vaterlandes so unmittelbar der Leitstern seines ganzen Handelns sei, wie ihn. Das Tragische an der Lage des Außenministers fei, daß er genötigt ist, fortwährend seine ganze Kraft darin zu setzen, d i e nationalen Leidenschaften in die Klärbecken der Vernunft zu leiten und daß manchmal auch die eigenen Parteifreunde nicht verstehen, warum der Außenminister so und nicht anders gehandelt hat. Niemand sehne den Tag heißer herbei als er, an dem es möglich sein werde, die entscheidenden Schritte für die wirkliche Befreiung des Vaterlandes zu tun. Wir hätten das Recht, nicht zu verzweifeln, weil unsere Volkskräfte gewachsen seien. Heute, in den Notzeiten des Reiches, sei der deutsche Gedanke in der Welt w i i t stärker ausgeprägt, als in den glücklicheren Vorkriegszeiten. Erst nach dem Kriege hätten wir so etwas wie ein Gesamtnationalbewußt - sein gewonnen. Mit diesen Kräften würden wir auch die politische und die Wirtschaftskrise überwinden. Die Einheitsfront gegen eine Revision des ^oungplans. Auch England wünscht keinerlei Erörterung. London, 5. Ian. (TU.) Die Vertreter des englischen Finanzministeriums, die an den Pariser Besprechungen über die Goldvorräte der Bank von Frankreich teilnahmen, sind nach London zurückgekehrt. Zuständige Kreise enthalten sich im großen und ganzen irgendwelcher Kommentare zu den in Paris gepflogenen Verhandlungen. Diese seien technischer Natur gewesen. Es wird jedoch nicht in Abrede gestellt, daß zwischen Frankreich und England in ihrer Eigenschaft als Gläubigermächte gegenüber Deutschland gemeinsame Interessen vorhanden seien. Grundsätzlich steht die englische Politik auf dem Standpunkt, daß ein etwaiger Antrag Deutschlands, aus eine Verzögerung der Tributzahlungen gemäß dem Poungplan oder auf irgendeine sonstige finanzielle Revision durchaus unerwünscht ist Der Poungplan sei erst seit einem Jahr im Gange. Die Entwicklung der englisch-französischen Verhandlungen bewege sich in einer Richtung, die durch das Aufwerfen von deutschen Forderungen nur geftört werden könne. Sollte jedoch Deutschland die Revision des Voungplanes aufwerfen, so würde England sich energisch jeder Behandlung dieser Frage außerhalb der im Voungplan vorgesehenen Bestimmungen widersehen. Cs würde aber auch ernste Einwände gegen die Znkraftsetzung der Schuhbestimmungen des Boungplanes selbst erheben. Man gibt dabei der Befürchtung Ausdruck, daß in diesem Augenblick sofort die Erörterungen über gewisse im Voungplan enthaltene Klauseln wieder aufleben würden, deren Interpretation noch nicht ganz eindeutig feststehe Anscheinend bezieht sich diese Auffassung auf die Sanktionsklausel. Ob dieser Punkt in Paris jetzt wieder zur Erörterung gestanden hat oder nicht, darüber schweigen sich natürlich die Londoner Stellen aus. Es ist aber charakteristisch, daß die Gemeinsamkeit der Interessen der Gläubigermächte offen zugegeben wird, so daß man den Eindruck gewinnt, als ob die in den Pariser Meldungen über eine etwaige Gemeinschaf tsfront der englischen und französischen Finanzministerien und möglicherweise auch der Regierungen nicht unbegründet sind. Die klare Betonung der ablehnenden Haltung Englands gegenüber finanziellen Revisionsplänen T^utsch- lands unmittelbar nach der Beendigung der Pariser Konferenz ist auf jeden Fall für die Beurteilung der Lage äußerst wertvoll. Die Verteidigung des Status quo. Weder Abrüstung noch Revision des Äoungplans. Paris, 4.San. (£11.) Der „Temps" nimmt in einem Leitartikel zu der Neujahrsansprache des Generals Groener Stellung. Die Ausführungen des Generals über die Durchführung des Voungplanes seien nicht geeignet, das Ansehen Deutschlands im Auslande zu erhöhen. Ihr Zweck sei, die internationale Meinung auf eine Revis ion vorzubereiten. Man werde aber das Recht haben, der deutschen Regierung bei der Antragstellung einige Wahrheiten entgegenzuhalten. Es sei nöl» l i g falsch, daß die finanzielle und wirtschaftliche Krise, unter der Deutschland gegenwärtig leide, eine mittelbare oder unmittelbare Folge der durch den Friedensvertrag geschaffenen Lage sei. Deutschland gehe es schlechter als anderen Staaten, da seine Regierungen in den letzten Jahren verhängnisvolle Fehler begangen hätten. Die notwendigen Opfer zur Sanierung der Finanzen und zur loyalen Erfüllung seiner Berpflichtun- gen habe man von dem Volke nicht fordern wollen. Große Summen seien in luxuriöse Unternehmungen und in Rü st ungen gesteckt worden, die bei weitem die Bedürfnisse eines Heeres von hunderttausend Mann überschritten. Die Abrüstungsverpflichtung der anderen Staaten auf Grund des Versailler Vertrages bestreitet der „Temps" ebenfalls. Die Auslegung des Vorwortes im fünften Teil des Vertrages sei ungenau. Rach dem Wortlaut sei eine juristische Verpflichtung nicht gegeben, und Artikel8 des Paktes spreche lediglich davon, „die Vorbereitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung aller Staaten zu ermögliche n“. Hieran werde unablässig gearbeitet. Ob Deutschland wolle oder nicht, es bleibe an die Bestimmungen des Versailler Vertrages, wie Frankreich seinerzett an Öen Frankfurter Vertrag, nach wie vor gebunden. Auch die Organisation des Frieden- durch Schiedsgerichte und eine bessere Bürgschaft für die allgemeine Sicherheit würde immer Abflauen der kommunistischen Streikbewegung im Ruhrgebiet. Oer Reichsarbeitsminister im Ruhrgebiet. Berlin, 5. Ian. (IBIB.) Reichsarbeilsminister Dr. Siegerwaid Hai sich heule indasRuhr- gebiet begeben, um auch an Ori und Stelle vor dem Beginn der Schlichtungsverhandlungen m i i den Parteien Fühlung zu nehmen. In Dortmund fand bereits eine Besprechung zwischen dem Beichsarbeitsminister und den führenden Persönlichkeiten der Bergarbeiterschaft statt. Einige Persönlichkeiten der Arbeitgeber sind zu Besprechungen mit dem Minister ebenfalls nach Dortmund geladen worden. Der Schlichter Professor Dr. B r a h n hat die am Lohnkonflikt im Ruhrbergbau beteiligten beiden Parteien für kommenden Mittwoch, vormittags 10.30 Ahr, nach Esten zu Schlichtungsverhandlungen eingeladen. • Berlin, 5.- San. «ERD.) 3m Gegensatz au alarmierenden Rachrichten und Ueb-rschristen m Der Presse über die Lage im Ruhrgebiet wird von der preußischen Regierung darauf hingewiesen, daß es sich bei den kommunifttschen Streiks nur um eine verhältnismäßig geringfügige Be - ine g u n g handelt, die im wesentlichen nur itn nördlichen Ruhrgebiet Erfolg gehabt hat. 3n den übrigen Gebieten herrscht überall Ruhe und Arbeitswilligkeit Auch in dem nördlichen Gebiet hat die Streikbewegung heute erheblich nachgelassen. Der Gesamtdurchschnitt der Streikenden wird von den örtlichen Behörden, die die Lage als durchaus nicht bedrohlich ansehen, auf höchstens neun Prozent der Belegschaf ten beziffert. lieberaU ist es der Polizei gelungen, die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Zu größeren Zusammenstößen ist es nirgends gekommen. Zwischenfälle, die lediglich lokaler Ratur waren/ tonnten von der Polizei beigelegc werden, ohne daß Verstärkungen von außerha b zugezogen zu locröen brauchten. Wenn bei diesen Zwischen- fällen Opfer zu beklagen sind, so darf auch daraus nicht auf eine größere Bewegung geschlossen werden, da sich bei Widerstand gegen polizeiliche Anordnungen energerisches Vorgehen Nicht immer vermeiden läßt. Auch bei den lokalen .Ztoischenlällen waren po izeiliche Maßnahmen größeren Umfangs nicht notwendig. Die ort» M)en_ Polizeibehörden haben, um weitere Zwischenfälle zu vermeiden und Belästtgungen der Lrbeitswi'Iigen sofort verhindern zu können, so- Dohl in den Wohnkvlvnien der Bergarbeiter wie a.uch in den Zechen Polizeiabteilungen ffl a t i o n i c r t. Bisher konnten alle Versuche, t>ne Arbeitswilligen zu belästigen, erfolgreich ab- giewehrt werden. Beruhigung im linksrheinischen Revier. Moers, 5. 3an. (WTD.) Die Streiklage im Moerser Bezirk hat sich wesentlich gebessert, da auf sämtlichen Schachtanlagen durch die örtliche Polizei und durch starke Abteilungen auswärtiger Beamten für ausreichenden Schuh der Arbeitswilligen gesorgt war. Die Zahl der eingefahrenen Bergleute ist dadurch ^anz besonders gestiegen. Ansammlungen von ■ streikenden und Belästigungen der Arbeitswilligen sind kaum noch zu verzeichnen. Am schlimm- sten sieht es noch auf der Zeche Riede rrhein im Reukirchen aus, wo nur ein Drittel der Lelegschaft zur Frühschicht eingefahren ist. Auf ö*r Zeche Friedrich Heinrich in Lintfort, iXr bisherigen Hochburg des kommunifttschen Terrors, sind 60 Prozent angefahren, auf den Schachtanlagen der Gewerkschaft Dier - gardt-Wevissen 75 Prozent; auf den Achen des Bergwerks Rhein-Preußen hat saft die gesamte Belegschaft die Arbeit wieder aufgenommen. Starkes Abflauen auch im Hamborner und Dortmunder Bezirk. Essen 5.3an. (WTD.) 3m Hamborner Bezirk sind zur heutigen Mittogsschicht aus der Zeche Thyssen Schacht 2 bis 5 von 970 etwa 800 Bergleute eingefahren, auf Schacht 3 bis 7 von 740 etwa 100, auf Schacht 4 bis 8 von 800 etwa 300, auf der Zeche Beeckerwerth von 350 etwa 220, auf der Zeche Westende von 600 etwa 550, auf der Zeche Lohberg von 500 etwa 120, auf her Zeche Reumühl von 1000 etwa 200 und auf her Zeche Diergardt von 150 etwa 30 Mann. 3m Dortmunder Bezirk ist der Streik völlig a b g c f l a u t. Auf allen Zechen des Polizeipräsidialbezirkes ist die M i 1 t a g s s ch i ch t voll e i n g e s a h r e n. Zu toeiteren Zwischenfällen ist es nirgends gekommen und auch besondere Polizeikräfte brauchten nicht eingesetzt zu werden. Zusammenbruch des Streiks im Bezirk Recklinghausen. Recklinghausen, 5. 3an. ('WTB.) Die Streiklage im Präsidialbezirk Recklinghausen hat sich erheblich gebessert, so daß im Kreis der Streik als zusammengebrochen bezeichnet werden kann. Auf den in diesem Bezirk liegenden 54 Zechen mit 91 000 Bergleuten arbeiteten sämtliche Belegschaften. 3n Buer ist der Streik ebenfalls abgeflaut. Aus der Zeche West erholt arbeiteten von 1155 Bergleuten 420 nicht, auf der Zeche Scholven von 1053 410. Auf den übrigen Schachtanlagen ist alles angefahren. 3n Gladbeck wird, mit Ausnahme der Zeche Zweckel, überall gearbeitet. Auch in Bottrop ist auf den Prosper-Zechen d i e Arbeit überall wieder ausgenommen worden. Es fehlten nur ungefähr 65 Mann zur Frühschicht. Auch in Gelsenkirchen ist der Streik erlahmt, da auch hier die Polizei große Sicherheitsmaßnahmen getroffen hatte. 3n Recklinghausen wurden sechs Personen, und in Buer vier Personen fest genommen. 3n Westerholt überfielen Streikende heute früh einen Arbeitswilligen, der schwer verletzt wurde. Auch hier wurden einige Personen festgenommen. Berliner Blatter zum Ruhrkonflikt. Berlin. 5.3an. (ERB. Eigene Meldung.) Ein Teil der Berliner Abendblätter beschäftigt sich mit der Lage in dem Lohnkonflikt zwischen den Ruhrzechen und den Bergarbeitern. Die „Bos fische Zeitung" (dem.) schreibt Die Reichsregierung ist offenbar jetzt entschlossen, ihre ganze Autorität für den Ausgleich einzusetzen. Die dringlichste Sorge bleibt die Wiederherstellung des Arbeitsfriedens in den Wichttasten Industriezentren des Reiches. Streik oder Aussperrung von Hunderttausenden würde nicht n.r einen politischen Gefahrenherd schaffen, sondern auch einen verschärften Rückschlag im ganzen Erwerbsleben des betroffenen Gebietes herbeiführen. Die Lohnsen - kungsparoleist keinDing an sich. Oberstes Gesetz muß bleiben, jeder Erschütterung der staatlichen Ordnung vo z.ibeugen, die unvermeidlich wäre, wenn die wirtschaftlichen und sozialen Gegensätze unvermittelt aufeinanderprallten. Opfer für einen billigen Frieden werden unter allen Umständen hinter dem Preis zurückbleiben, den eine Erschütterung des Staates fordern würde. Die A. Z." (Bockspartei) bezeichnet es als verständlich, wenn die Unternehmer als Heber- zeugung der Regierung annähmen, daß eine Selbstkostenerleichterung, wie sie der Berliner Metallindustrie zuteil wurde, nunmehr auch für die besonders schwierig gelagerte Kohlenindustrie erfolgen müsse. Verschärft muhte diese Zuversicht noch dadurch werden, daß die R^chrindustriellen ihren Preis» ermähigungsbeschluß auf dem Vertrauen in die Durchführung des 'Regierungsprogrammes, wie er vor allem im Wirtschaftsplan vom 30. Dezember niedergelegt war, aufgebaut hatten. Gewiß ist das Opfer, das der schwer arbeitenden Dergarbeiterschaft aus wirtschaftlichem Zwang zugemutet werden muß, sehr hart und unerfreulich, zumal festzustellen ist, daß eine falsche lohnpolitische Entwicklung die Einkommens- Verhältnisse mancher rein binnenwirtfchaftlichen Industriezweige überhöht und damit zu einer ungesunden Verschiebung der alten Relation zwischen den Löhnen der Bergleute und der übrigen Arbeiterschaft geführt hat. Diese Tatsache macht ohne Zweifel die bevorstehende Entscheidung besonders schwierig. Sie schafft aber nicht die Rotwendigkeit aus der Welt, daß der Bergbau nunmehr die Konsequenzen aus seiner eigenen Lage ziehen muß. Es handelt sich heute aber gar nicht mehr um die Frage, ob den Bergarbeitern eine mehr ober minder große Lohnsenkung zugemutet werden soll, sondern allein darum, ob die zur Zeit noch beschäftigten Arbeiter mit einer ökonomisch ausreichenden Lohnsenkung ihre weiteren Besch ä k t i g u n g s m ö g l i ch ke i t e n erhalten oder ob eine unzureichende Selbsttostenentlaftung die Deschäftigungszahl vermindern soll. Denn daß der Bergbau von sich aus in der Lage ist, aus vorhandenen Reserven oder neuen Krediten ein überhöhtes Lohnniveau zu finanzieren, ist völlig ausgeschlossen. Der „I u n g d e u t s ch e" weist auf die Gefahr der Konkurrenz der englischen Kohle hin, die auf Grund eines Tarifvorsprunges von etwa 3,35 Mark pro Tonne ihren Absatzmarkt in Deutschland behaupten könne. Das Blatt fordert in diesem Zusammenhang Vorzugstarife für die Ruhrkohle. Die „Deu 1 sche Zeitung" (deutschnatl.) spricht vom „Klasienkampf an der Ruhr" Daß die vorläufige Machtprobe von den Kommunisten allein bestritten werde und die sozialdemokratischen und anderen Gewerkschaften zunächst noch Gewehr bei Fuß ständen, dürfe über die Bedeutung des Kampfes nicht Hinwegtäuschen Die Unsicherheit der gewerkschaftlichen Stellung rühre von der Bindung der Sozialdemokratie an die Regierung Btüning her. Wenn sich die gesamte Arbeiterschaft aufraffe,' einer allzu erfüllungsbereiten Regierung mit Entschiedenheit gegenüberzutreten, dann werde sie auch bei der Arbeitnehmerschaft etwas von dem Vertrauen zurückerwerben, wenn sie Führer der Wirtschaft sein wolle. Der „Angriff" (natlsoz.) macht die Politik der Regierung Brüning für die Zuspitzung der Lage im Ruhrgebiet verantwortlich. Der Kamps müsse auf breite st er Basis gegen d i e Regierung geführt werden, die es dulde, daß kurzsichtige Unternehmer die Löhne abbauten. Es gelte, die politische Macht zu gewinnen, um eine sozial- gerechte Wirtschaftsführung zu ermöglichen. Wie Böhmen tschechisch wird. Großzügige Fälschung einer Volkszählung. P r a g, 4. 3an. (TU.) Dezeichnenderweife halten die tschechoslowakischen Behörden das Ergebnis der Volkszählung streng geheim. Wer etwas hierüber erfahren will, ist auf 3ndiskrettonen! der tschechischen Oppositionspresse und auf Berichte der Rebenregierung in der Tschechoslowakei — der Tschechisierungsvereine — angewiesen. 3m letzten Bericht des nordbvhmischen Tschechisierungsvereins wird nun verraten, was die Deutschen von den nach Trautenau entsandten Dolkszählungsbataillonen zu befürchten haben. Diese rein deutsche Stadt weist nach der Volkszählung mehr als 2 0 v. H. Tschechen auf. Dadurch wird die Stadt gezwungen, den Amtsverkehr tschechisch abzuwickeln. Auch aus Ostböhmen wird überall ein starkes Anwachsen der tschechischen Bevölkerung gemeldet. Dies ist sehr leicht dadurch zu erklären, daß aus dem rein tschechischen Gebiet mit Hilfe und Unterstützung der staatlichen Behörden viele hundert Tschechen für die Volkszählungsnacht nach deutschen Gegenden geschickt wurden. Die Ostmarkenreise des Reichskanzlers unter' in gewisser Hinsicht praktische Bei e zum Tode verurteilt und hingerichtet. v erbe- gegangen, das ganze Problem von der anderen Seite her zu lösen, und zwar in der Weise, daß die bisher der Fürsorge zufliehenden Gelder der Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten dienen sollen. 3n diesem Zuam im dah das' Prämiensystem nur unter größten Schwierigkeiten zu begrenzen wäre. Es sind zwar zahlreiche andere zu langen Gefängnisstrafen urteilt. Frage der Verringerung der Beiträge in Verbindung mit einer gleichzeitigen Verkürzung der Anter st ützungsdauer ist zwar aufgeworfen tooröen, doch glaubt man, auf fchastigt. Die Finanzkatastrophe Lhrenbreitsteinr. Berlin, 5. Ian. Das Problem der Reform der Arbeitslosenversicherung steht im Mittelpunkt der Beratungen im Reichsarbeitsministerium. Die bei den Harburger Feldmühlen vorhanden, doch dürften diese Beispiele noch nicht genügen, um die Einführung eines solchen Prämiensysterns zu rechtfertigen. Die Vorschläge werden jedoch geprüft, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, was um so notwendiger ist, als die Arbeitslosenziffer vor allem im Interesse der Kommunen zu einer raschen Reorganisation des Anter st ühungswesens zwingt. Nach dieser Richtung hin verdient auch der von den Sozialdemokraten im Reichstage eingebrachte Antrag zur Schaffung einer Arbeitslosen- f ürf o rge, die die Krisenfürsorge und die Erwerbslosenfürsorge umfassen soll, eine besondere Beachtung. Nach den Vorschlägen der SPD. soll die Durchführung dieser Vorschläge nach wie vor i n den Händen der Arbeitsämter verbleiben, während die Gemeinden die Frage der Bedürftigkeit zu klären hätten. Die Finanzierung soll zur Hälfte vom Reich, zu einem Viertel von den Ländern und zu einem Viertel von den Gemeinden übernommen werden, wodurch allerdings eine weitere Abänderung des Finanzausgleichs notwendig würde. Auch dieser Vorschlag wird zur Zeit einer eingehenden Prüfung im Reichsarbeitsministerium unterzogen. pariser Giftmischer. Das „Journal" berichtet weiter übergeheime Rüstungen Deutschlands im Lsten. chefs dazu entschlossen, seine Aufzeichnungen herauszugeben. Wie wir vernehmen, ist der in Hannover wohnhafte Oberst Dr. Schwert- f e g e r gegenwärtig mit der Bearbeitung des schriftlichen Rachlasses für die Herausgabe be- mit aller Of.enheit und Deutlich.eit auszusprechen: Die Grenzziehung des Versailler Vertrages ist eine Anmöglichkeit. Sie ist unerträglich für ein Volk, das einen Zukunftswillen hat. Es ist keine deutsche Regierung denkbar, die sich jemals mit dieser Grenze abfinden wird. Cs ist kein Augenblick vorzustellen, da im ganz überwiegend großen Teil des deutschen Volkes der Schmerz über das entrissene Ostland verlöschen wird. Es gibt keine Gemeinschaft des Abendlandes, solange uns dies Zeichen der Demütigung eingebrannt ist. liniere Pflicht sei, allen, die Ohren haben, zu hören, einzuhämmern, was die bitterem st eWahr- heit ist: Wir find durch Ostpreußens Abtrennung vom geschloffenen Reichsgebiet um Jahr» Hunderte z u r ü ck g e w o r f e n in eine Zeit, da man über Territorien nach Willkür und Laune verfügte. Ostpreußen verkümmert in der Isoliertheit. Unsere Grenzen liegen schutzlos offen. Darum ist die Revisionsfrage die Schicksalsfrage nach der Zukunft des deutschen Volkstums und der deutschen Freiheit. diesem Wege kaum der Wirtschaft helfen zu können. Aus diesem Grunde ist man einmal daran stein hat eine Wohlfahrtsbelastung von etwa 19 Mark auf Den Kopf der B e - oölkerung zu tragen, 26,2 Prozent der Bevölkerung, also mehr als jeder eierte Einwohner, werden aus öffentlichen Mitteln unterstützt. Auf der andern Seite ist die Steuerkraft der Bevölkerung unter der mangelnden Erwerbsmöglichkeit derart gesunken, daß die Steuerzahlungen in so geringem Maße eingehen, daß sich die Stadt nach Erfüllung ihrer Wohlfcchrtsaus- S ch n e i d e m ü h l, 5. Ian. (WTD.) Der Reichskanzler Dr. Brüning besuchte zu Beginn seiner Ostreise mit seiner Begleitung die vier pommer- schen Grenzkreise Lauenburg, Rüstow, Rummels- burg und Stolp. Gegen Abend traf er dann in Schneidemühl, dem Sih des Oberpräsidenten der Grenzmark Posen- Westpreuhen, ein, wo er auf einen Empfang aller Kreise der Provinz eine Ansprache hielt, die auf die Versammlung den nachhaltigsten Eindruck machte. Der Kanzler betonte, daß ihn und die anderen Teilnehmer an J)er Reise die Segenswünsche des «Reichspräsidenten für die ganzen östlichen Gebiete begleiten, und sie seien nicht gekommen, um irgendwelche Versprechungen zu machen, die sie nicht halten können. Die Zeiten, wo man auf Grund von Reichstagsanträgen gleich Hunderte von Millionen, später 50 und seit 1929 vielleicht noch 10 Millionen für einen Zweck mir nichts dir nichts bewilligen konnte, sind für die nächsten Jahre endgültig vorbei: und wenn Agitationsanträge eingebracht werden, so werden sie nicht mehr ernst genommen. Die Zeiten sind sehr nüchtern, aber um so verantwortungsvoller geworden, und es kommt darauf an, daß mit dem Wenigen, das die Wirtschaft der vergangenen Jahre uns gelassen hat, der jetzt höchst erreichbare Endeffekt für die deutsche Wirtschaft, besonders aber im Osten, geschaffen wird. Eines ist entscheidend auch für den Osten: das ist der Mut zur Selbsthilfe, j Ich sehe diese Selbsthilfe nicht nur in einer Verbindung genossenschaftlicher Arbeit, in einer Vereinfachung vieler damit zusammenhängender Dinge, in einer Vermeidung von Fehlern, sondern in etwas anderem: die eminenteste Selbsthilfe ist die politische Selb st Hilfe. Was svll es heißen, wenn im Osten sehr starke agitatorische Worte bei jeder Gelegenheit gebraucht werden und der Osten nicht die Kraft hat, im Reichstage es durchzusetzen. daß seine Abgeordneten die Mittel, die nötig sind zur Rettung des deutschen Volkes, aufbringen. Sie müssen im Osten erkennen und lernen, um was es in den nächsten Monaten im deutschen Vaterlands gehen wird. Sie müssen wissen, dah die Zeit der Phrasen und Illusionen vorbei ist, wenn wir Übertritte viel Unglück mit feinem Vieh und es wurde ihm von Zigeunern gesagt, dah das Vieh verhext sei. In seiner Rachbarschaft wohne eine Here, die das Unglück bewirke. Die beiden Brandstifter kamen zu dem Schluß, daß nur die Frau des Hofbesitzers Höft die Hexe sein könne und beschlossen, sich zu rächen. Sie bestreiten, die Absicht gehabt zu haben, die Frau zu verbrennen. Sie hätten lediglich den Eindruck erwecken wollen, dah ein Gottesgericht die Frau bestraft habe. Daß zwei Menschen bei dem Brande ums Leben kamen, hätten sie nicht gewollt. Beamte der Landeskriminalpolizei hatten bereits Ermittlungen über die Drandurfache angestellt. Der Fall schien jedoch nicht aufklärbar. Dorfbewohner machten dann die zuständige Landjägerei auf ein vor längerer Zeit geführtes Gespräch aufmerksam, das die Brandstifter geführt hatten. Hierdurch kam man den Verbrechern auf die Spur. Die Denkwürdigkeiten valentinis. Angesichts der Angriffe, die im ersten und zweiten Band der Denkwürdigkeiten des Für st en Bülow gegen den ehemaligen Chef des Zivilkabinetts Wirkt. Geh. Rat Rudolf v. Valentini gerichtet worden sind, hat sich die Familie des 1925 verstorbenen Kabinetts- mene Fundament der Osthilfe fest zu mauern. Oer Reichskanzler in Königsberg. Haupt unser Vaterland retten können. Ilm diese Erkenntnis bitte ich Sie heute inständig und um volle Erkenntnis der Gefahrenlage, in der sich heute unser gesamtes Vaterland befindet. Ich halte es für meine Pflicht, diesen ganzen Ernst der Situation Ihnen zu zeigen. Ich habe die Pflicht, Ihnen zu sagen, daß, wenn der Osten politisch seine Pflicht getan hätte, heute bereits gewaltige Summen für den Osten zur Verfügung gestanden hätten. Ich schließe damit, dah ich Ihnen den Dank der Reichsregierung, den Dank des Herrn Reichspräsidenten, dessen Herz ununterbrochen für den Osten schlägt, ausspreche für die Treue, die Opferwilligkeit und die Hingabe, die Sie als Grenzwächter an der gefährlichsten Stelle des deutschen Vaterlandes in den vergangenen zwölf Jahren bewiesen haben, und ich baue darauf, wenn ruhigere politische Erwägungen auch in Zukunft in diesem Teile unseres Vaterlandes herrschen werden, daß es der Reichsregierung und der preußischen Staatsregierung gemeinsam mit Ihnen gelingen wird, das noch unvovlkom- Aus aller Welt. Todesopfer des hexenglaubens. Es dürfte noch erinnerlich fein, daß im Jahre 1929 im hannöverschen Kreise Stade has Arbeiterehepaar Steffens Hexen austreiben wollte und in religiösem.Wahnsinn seine beiden kleinen Kinder, in denen es die Hexengeister vermutete, mit einem Knüppel erschlug. Frau Steffens starb bald darauf in der Irrenanstalt Lüneburg. Jetzt hat sich wiederum im Kreise Stade ein ähnlicher Vorfall zugetragen. Bei einem Brandunglück in Fredenbeck fanden der Hofbesitzer Höft und sein erwachsener Sohn den Tod. Dieser Fall hat nunmehr eine sensationelle Aufklärung gefunden. Der Halbhöf- ner Meyer und der Kaufmann Tiedemann aus Fredenbeck haben eingestanden, das Feuer angelegt zu haben. Bei der richterlichen Vernehmung ergab sich folgender Tatbestand: Meyer Arbeitsbeschaffung statt LlnterWung Prämien für die zusätzliche Einstellung von Arbeitslosen. gaben außerstande sah, die Gehälter für Beamte und Angestellte voll zu zahlen. Ueberfall auf einen Reichswehrsoldaten in Potsdam. Dor dem Haus des Reichstagsabgeordneten Graf Reventlow wurde auf den Reichs- wehrsoldaten Munkwih von der Rachrichtenabteilung III Potsdam ein schwerer Angriff verübt. Der Soldat hatte zwei Männer bemerkt, die sich am Reventlowschen Hause zu schaffen machten. Als sie sich beobachtet fühlten, liefen sie davon. Munkwitz holte sie ein, die Männer setzten sich jedoch gegen ihre Festnahme zur Wehr. Der Soldat erhielt Fußtritte in den Unterleib, durch die er schwer verletzt wurde. Er mußte ins Versvrgungskranken- haus gebracht werden. Die deutsche Oslseeflotte wird überflügelt. In den letzten fünf Jahren hat sich die deutsche Oftfeeflotte ständig verringert und umfaßt heute nur noch rund 400 000 Tonnen, während die Schiffsbestände von Finnland, Est - land, Lettland und P o l e n sich in derselben Zeit mit Hilfe von staatlichen Maßnahmen auf 670 000 Tonnen verdoppelt haben. Das geht auch aus dem Anteil der deutschen Flagge im Kaiser-Wilhelm-Kanal hervor, der von 50 Prozent auf 43 Prozent zurückging. Es hat sich also allmählich eine Ueberflügelung Deutschlands in der Ostsee herausgebildet, die auf die schlechte Lage und ben Kapitalmangel der deutschen Reedereien zurückzuführen ist. Llly Beinhorn in Basel gelangt, Die Fliegerin Ellh Beinhorn, die Montag früh um 10.20 Uhr in St.ut t gar t zu ihrem Afrikaflug nach Lyon weitergestartet ist, mußte wegen des schlechten Wetters beiBessingenim Schwarzwald landen. Sie geriet bald nach ihrem Start in dichtes Schneetreiben und Rebel, so daß sie sich zu einer Landung auf einem Felde entschließen mußte. Rach zweistündigem Aufenthalt erhob sie sich mit ihrem Klemm-Flugzeug vom völlig verschneiten Felde, und nach kurzem Weiterfluge landete die Fliegerin in Basel. Die Fliegerin wird Dienstag früh, falls das Wetter günstig ist, ihren Weiterflug nach Lyon antreten. Blutige Fußballschlacht in Südamerika. In Lima kam es nach einem Fußball-Län- derkampf zwischen Uruguay und Peru zu blutigen Zusammenstößen. Als der Silberpokal der siegreichen uru guayanischen Mannschaft überreicht werden sollte, stürmten zahlreiche peruanische Soldaten plötzlich das Spielfeld und versuchten die He be r gäbe des P rei- ses zu verhindern. Die Polizei griff sofort ein und machte von ihrer Schußwaffe Gebrauch, wodurch einige Zuschauer getötet und viele verwundet wurden. Die empörte Volksmenge veranstaltete daraufhin außerhalb des Stadions eine große Demonstration und schlug mehrere Polizeibeamte nieder. Die Unruhen dauerten bis in die späten Abendstunden an und forderten weitere fünf Todesopfer. Vombenexplofion auf den Lhamps ElysSes. Unweit eines bekannten Sommerrestaurants an den Champs Clhsees in Paris explodierte eine Bombe, die jedoch nur Sachschaden in Höhe von einigen tausend Frank anrichtete. Die Polizei ver- • mutet jedoch hinter diesem Bombenanschlag ein verfehltes politisches Attentat. 'Bekanntlich wurden vor einigen Tagen in Paris zwei italienische Antifaschisten zu Gefängnisstrafen verurteilt, die vor längerer Zeit festgenommen worden waren, als sie auf dem Champ de Mars mit einer Granate in ihrem Besitz betroffen wurden. Man vermurt, daß die Bombenexplosion in den Champs Elys^es mit einem Protest gegen die Verurteilung dieser beiden Antifaschisten Zusammenhänge. Es scheine, daß die Bombe nicht bei dem Restaurant habe explodieren sollen, und die Rähe des Palais des Präsidenten der Republik werde bei den Rachforschungen nicht unberücksichtigt gelassen. QKan_ glaube, daß der Täter aus irgendwelchen Gründen die Bombe nicht habe dorthin transportieren können, wohin er sie bringen wollte, sondern sie unweit des Restaurants einfach weggeworfen habe. Ein Taifun auf den Philippinen^ Im Herzen der Phllippinen wütete ein s ch w e * rer Taifun, dem mindestens 82 Per - sonen zum Opfer gefallen fein sollen. Etwa 50 Menschen werden vermißt. Die auf der Philippinen-Insel Leyte angerichteten Schaden werden aus eine halbe Million Dollar geschätzt, die Schäden auf der Insel Lebu auf eine Diertelmillion Dollar. Viele Fischerboote sind gesunken. Die Meldungen über das Unglück erleiden große Verzögerungen, da durch den Taifun sowohl die telegraphischen wie die Eisenbahnverbindungen unterbrochen worden sind. Wirbelsturmkalastrophe in Amerika. Bei einem Wirbelsturm, der den Bezirk R ocki n g-- h a m (Nord-Carolina) heimsuchte, fanden fünf Neger den Tod: viele Häuser wurden zerstört. Zwei Düsseldorfer Millionenschwindler festgenommen. In Düsseldorf wurden zwei Kaufleute wegen betrügerischen Bankrotts, Urkundenfälschung und Betruges im großen Umfange festgenommen. Es handelt sich um den Kaufmann Bergmann und seinen Geschäftsführer Rottsiepen. Beide haben durch ihre Machenschaften gasreiche Firmen im erheblichen Maße geschädigt. Bergmann war alleiniger Inhaber der Exportfirma Bergmann & Co., Rottsiepen war Geschäftsführer der Firma. Bergmann» der eine zeitlang Subdirektor eines Versicherungs- konzerns war, hat seine vielfältigen Geschäftsverbindungen bei der Führung seines Exportgeschäftes ausgenutzt. Er beschäftigte sich mit dem Vertrieb von Solinger Stahlwaren und richtete u. a. auch in Buenos Aires eine Filiale ein. Die Rentabilität der Firma war seinerzeit über jeden Zweifel erhaben. Vor einiger Zeit st e l l t e j e d o ch die Firma ihre Zahlungen ein. Der Konkursverwalter stellte fest, daß die Firma seit 1928 keine ordnungsmäßigen Bücher mehr geführt und vollkommen falsche Bilanzen ausgegebcn hat. Bergmann hat seinen unbegrenzten Kredit bei Banken und Firmen dazu benutzt, die Firmen und Banken um große Beträge zu schädigen. Er täuschte Sicherheiten vor, die in Wirklichkeit nicht vorhanden waren. Als die Banken auf Angabe des Status drängten, legte er willkürliche Bilanzen vor. Für das Jahr 1929 bestanden drei verschiedene Bilanzen, die für verschiedene Banken bestimmt waren. Im Ganzen hat Bergmann die Firmen um ungeu ähr eine Million Mark geschädigt. Rott- Sen hat im Einvernehmen mit Bergmann die chen Bilanzen ausgestellt. Gegen beide hat das tsgericht Haftbefehl erlassen. nur die Aufrechterhaltung der Verträge zur Grundlage haben. Die Srllärungen Groeners, die der Marschall Hindenburg gebilligt habe, dienten somit nicht der Sache des Friäens. youngplan und Goldwert. ReichsbankpräsidcntDr Luther fordert auch von den andern Erfüllung des Vertrages. Stockholm, 5.Ian. (TU.) Unter der lieber- schrift „Deutschland läßt seine Gläubiger nicht im Stich — verliert den Mut nicht", bringt „Svenska Dagbladet" eine Unterredung mit dem Reichsba n k p r ä f i d e n t e n Dr. Luther. Dr. Luther erklärte u. a.: Wenn man noch irgendwo an der Stabilität der deutschen Reichsmark gezweifelt habe, jo muß die Krisis, die Deutschland jetzt überwunden hat, die Zweifler eines Besseren belehrt haben." Nachdem der Reichsbankpräsident tue Schwierigkeiten in der Begleichung der kurzfristigen Anleiheschulden skizziert und bezüglich der radikalen Wirtichaftsprogramine eine beruhigende Erklärung abgegeben hatte, tarn er auf den Poungplan zu sprechen: „Mit großem Nachdruck muß von deutscher Seite betont werden, daß zum Uoungplan auch die Voraussetzungen gehören, die von den anderen erfüllt werden müssen. Deutschland kann seine Tributzahlungen nicht leisten, wenn es nicht ausreichend ausführen kann. Der Boungplan ist nicht durchzuführen, wenn Deutsch- land nicht langfristigen Auslandkredit billig erhält. Erst wenn Deutschland von dem Druck der kurzfristigen Anleihen befreit ist, können sich seine eigenen Kräfte entwickeln. Es ist weiter unvorstellbar, daß die internationale Zunahme der Kaufkraft des Goldes nicht auch auf die Quote der 9tepara- tionszahlungen rückwirken sollte. Der laufende Gedanke des Dawesplanes war, Deutschland n i d) t ü b e r f e i n ß e i ft u n g 9 o e r m ö g e n zu belasten. Dies muß natürlich auch für ben Äoungplan gelten. Man muß darauf Rücksicht nehmen, daß der Lebensstandard des deutschen Volkes beibehalten werden kann. Die veränderten Verhältnisse, die sich aus der Zunahme des Goldwertes ergeben, müssen dem Dorwärtsstrebenden neue Möglichkeiten öffnen. Je deutlicher Deutschland feine Unterschrift unter den Voungvlan als bindend anerkennt, mit um so größerer Kraft kann das Land von den übrigen Kontrahenten fordern, daß sie ihre Schuldigkeit tun. Man muß damit rechnen, daß ein zunehmendes Verständnis über die wirtschaftlichen Gefahren der jetzigen Reparationsrege- lung die Aenderung solcher Punkte herbeifuhrt, die unmöglich beibehalten werden können. Bekanntlich konnte die Stadt Ehrenbreitstein 1. Januar angesichts der empfindlichen Leere Stadtsäckel nur Teilzahlungen auf d i e Beamtengehälter leisten, die sich zwischen 5 0 und 100 Mark bewegten. Die besonderen finanziellen Schwierigkeiten Eyrenbreitsteins haben in der Hauptsache ihre Ursache in der Unmöglichkeit, die früher ausgesprochene G a r n i s o n st a d t auf an- dere Lebensmöglichkeiten umzustellen Ehrenbreit- sarnnienhange ist der Vorschlag aufgetaucht, denjenigen Unternehmungen, die zusätzlich Arbeitslose ein stellen, eine Prämie zu Königsberg L Pr.. 6. Jan. (WTD. Funk- spruch.) Der Reichskanzler und di« ihn begleitenden Herren, die in dem abends von Schneidemühl abgefahrenen Zuge noch längere Zeit Besprechungen abgehalten haben, trafen um 9 Ahr vormittags hier em. Sie Wurden auf dem Bahnhof vom Oberpräsidenten Dr. Siehr und anderen Persönlichkeiten begrüßt und begaben sich sogleich zu der vorgesehenen Besprechung mit den Vertretern der Behörden und der Wirtschaft zum Oberpräsidenten. Hervorgehoben Wird in der Berichterstattung die Schneidemühler Begeisterung und die Segenswünsche des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg für die ganze östliche Provinz. Zahlreiche Gebäude tragen Flaggenschmuck. Die ostpreuhische Landschaft zeigt ein winterliches Gesicht. Berlin, 6. Ian. (TA.) Der Preußische ten, und den Malrosen. Auf funkentelegraphischem Finanzminister Dr. Hopker-Aschoff beschäf- Wege wurden ein Kreuzer, ein Torpedobootszer- tigt sich im Zusammenhang mit der Ostreise des ftärer, zwei Unterseeboote und neun Torpedoboote Kanzlers mit dem Verhältnis Deutschlands zu aufgeboten, um die meuternden Matrosen zu Polen. Er stellt fest, daß es unser ehrlicher überwältigen. Bevor sich diese ergaben, mach- Äill° fein muffe f° fchwer na* allem Se- , |ie ble ma|4inen de- Schiffe- un- schehenen uns dies Bekenntnis fallen möge, mit , ' , , _ ' , ., ' ' , . dem polnischen Staat zu einem Ausgleich zu brauchbar. Die gesamte Besatzung wurde festkommen. Aber dieselbe Ehrlichkeit gebiete uns, | genommen. 22 Matrosen wurden vom Kriegsgericht Paris, 5.Jan. (DA.) Der Sonderbericht- erstatter des »Journal setzt seine sogenannten .EnthMungen" über die „g e h e i m e n D or b e - Leitungen" Deutschlands fort. Er berichtet jetzt von rätselhaften Arbeiten an der deutsch-polnischen Grenze. 3m ®ebiet der Masurischen Seen habe man dort ansässigen Bauern unerhört hohe Summen für ihre Gmind- stücke bezahlt, auf denen man sodann ganze Scha- ren von sogenannten Landarbeitern an- gesiedelt habe. Besonders in der Gegend von Fricdrichshof, Reidenburg und Flammberg würden seit Monaten rätselhafte Arbeiten ausgeführt, zahlen, wobei natürlich nur solche Anternehmun- ■Stoet Meter breite Stacheldrahtverhaue gen Prämien erhalten können, die an sich lebensumgäben die Grundstücke im Amkreise von mehre- fähig sind. Die Höhe der Prämie durfte dabei ren Kilometern und überall versteckte Wächter etwa 60 bis 70 Prozent der Arbeits- achteten darauf', daß kern Anberufener sich der losenunter st ützung ausmachen, die man im Gegend nähere. AusdenGrenzbahnhofen Durchschnitt mit 1000 Mark pro Arbeitslosen pro am Korridor habe man seit Monaten eine Jahr ansetzt. merkliche Zunahme des Verkehrs be- Demgegenüber sind naturgemäß sofort Deden- merken können. Ganze Güterzüge mit Zement- ken geltend gemacht worden, einmal nach der •jaden und sonstigem Baumaterial würden nach Richtung hin, daß dadurch in einer nicht zu Ostpreußen geschafft, und es bestehe daher kaum kontrollierenden Weise in das freie Spiel der 'ein Zweifel, daß man dort umfangreiche Wirtschaft eingegriffen würde, und andererseits, Defestigüngsarbeiten vornchme. ——————^———■ Dem gegebnen Beobachter, dessen Rolle der Berichterstatter des „Journal" spielen mochte, ist es Atl ‘JVrtrh Äpd natürlich nicht möglich gewesen, sich mit eigenen JAtUVfrVICl OU VW» Augen diese »rätselhaften Befestigungsarbeiten' 4fr* anzuschauen, weil man angeblich niemand heran« VVUlvJtlirCUjCl v U . l?Ue. Seine außergewöhnliche.^Nn^ingsgabe parl5f 5.3aiL (OB. Eigene Meldung.) Nach SledTäugalten, in benJ 2Raf d> i- -'»er Depejcf« b« äfgentut Sud-Est -m» Stth-N de- nengewehre und Kanonen verborgen richten Reifende über eine Meuterei, die kürzlich sein sollen. Daß man die Getreidespeicher sorgfäl- unter der Schwarzen - Meer - Flotte tig bewacht, zumal sie unweit der polnischen der Sowjetunion ausbrach, daß der Aufstand Grenze liegen, ist jedem Menschen verständlich, an Lord des Kreuzers „Profintern" scheint aber dem Berichterstatter des „Journal I entstanden fei, der am 16. Dezember aus Sebastopol umjo weniger einleuchtm zu wollen, als er za ausIief Als bei seiner Rückkehr zwei Beamte pflichtgemäß über .Deutschlands geheime Dustun» I & , t I|4cfa cincn „nlirenotulionärer ptopa- gen ericy en muy. ganba beschuldigten Deckoffizier verhaften rooll- 'Die Ttebifion im ©fiten« ,en- widersetzte sich die gesamte Be- . * 11,1 sahung des Schisses diesem Vorhaben. Es Tie Schicksalsfrage nach der Zukunft kam zu einem Konflikt zwischen den anderen des deutschen Volkstums. Offizieren, die den Tschekabeamten beistehen woll- /Hält,, t> 6*g8« N,S «ÖA Ne ju Nrft 8 Tu, ’ tD e , h 11 ÄSft* Nche 400000 $.^ um« WÄ» ’ chen I' ätschen M ’or, jJMwflge im sadf'KÄ ^Mhren ist. 8qM gelang DOS SM |B5£ "®Ü& Ü Eterflug nach Lyon in Südamerika. ? einem Fußball-Län- fugual) und Peru ■ ?»«6ä Elchen Aannschatt itürmten Mreiche ve« das Spielfeld und - vergäbe deö ®tei- AWW lojort ft Schußwaffe Gebrauch er getötet und viele mporte Äolömenge der« 'ryalb des Stadions eine in und schlug mehrere e Unruhen dauerten bis nden an und sorderten esopser. den Lhampr Wer. rn Sommerreslouranis an t Paris erplodierte eine Sachschaden in Höhe von mchtete. Die Polizei der- . 'em Bombenanschlag ein ■s Attentat De- nigen Tagen in Paris ntifaschistenM.Hr» die vor längerer Zeit >aren, als sie auf dm einer Granate in ihrm n. Man wrmutet, dah den Shamps ElhsLes mit n die Verurteilung isten Zusammenhänge. Es e nicht bei dem Destau- sollen, imb die Da he räsidentenderRe- en Nachforschungen nicht . Man glaube, dah der ?n Grmäen die Dombc nsportieren Limen, wo» e, sondern sie unweit des ^geworfen habe. den Philippinen, Men wütete ein schwe« inindeftens 82 Per > gefallen sem M W Dle aul A ;te angerichteten Schai^n ' n-Million Dollar u6^yeta * »W und leb isnwnn w durch iSKlS Bergmann y6o-) ^,1- na Bergma^ ^gmM hier der Filiale ein-, ?*e BctgmnJJ Lmen V»«. ch'-d'L <6,7. %r Darmstadt. An dieses reihen sich wieder zwei besondere Solistenobende: am 1. Februar die der ganzen Kulturwelt bekannte Geigerin Edith Lorand und am 15.Februar die gefeierte Altistin Eva Liebenberg. Wegen des Abonnementsbezugs sei auf die Anzeigen verwiesen. — „Karthago als Problem der römischen Geschichte." lieber dieses Thema spricht am Donnerstag, 8. Januar, auf Einladung der Historischen Fachschaft an unserer Universität der Uni- versitätsprofessor Dr. Geizer, Frankfurt a.M., im Hörsaal 44 des Dorlesungsgebäudes. (Siehe heutige Anzeige.) Gictzencr Wochenrnarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt: Butter 130 Pfennig (Kvchbutter von 100 Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 10 bis 15 (pro Zentner 7 bis 8 Mk.), Weißkraut 8 bis 10 (pro Zentner 6 bis 7 Mk.), Rotkraut 10 bis 15 (pro Zentner 9 bis 10 Mk.), Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Zentner 2,50 Mk.), gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20 bis 25, ilnterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 15 bis 20. Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Aepfel 25 bis 45, Birnen 20 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 50 bis 60, Honig 40- bis 50. junge Hähne 90 bis 120, Suppenhühner 90 bis 120, Gänse 90 bis 110 pro Pfund; Tauben 70 bis 80, Eier 15 bis 16, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 25 bis 30, Endivien 20 bis 30, Lauch 5 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pfennig pro Stück. e ** Die Arbeit im Stadttheater. Man teilt uns mit: Das Stadttheater Gießen, das gerade jetzt in der kritischen wirtschaftlichen Zeit eine besonders starke Arbeitsüberlastung zu ertragen hat, hat die Zahl seiner Vorstellungen erheblich gefteigerL Es spielt mit verhältnismäßig kleinem Personal nun so oft, daß im Durchschnitt pro Monat 20 bis 21 Vorstellungen zu verzeichnen sind. Die Hächstzahl an Vorstellungen brachte der Dezember, in dem 31mal gespielt wurde. •• Die Zehnerblocks im Stadttheater. Die Intendanz des Stadttheaters Gießen macht nochmals darauf aufmerksam, daß die Zehnerblocks nur bis zum 15. Januar einschließlich verkauft werden. Diese besonders praktische Einrichtung hat vor allem den Vorteil der unpersönlichen Benutzung der besonders ermäßigten Karten. Der Besucher ist ferner an keinen Tag gebunden und kann in der letzten Minute mit irgendwelchen Angehörigen oder Bekannten die Vorstellung besuchen. (15 Prozent Ermäßigung.) •• Eine wichtige Handw erkerver- s a m m l u n g findet heute 20.15 Ahr im Sitzungssaale des Gewerbevereins, Goethestr. 71 statt. Die Versammlung ist vom Gewerbeverein Gießen einberufen worden. Wie man hört, wird es sich bei der Tagesordnung um die Stellungnahme des Handwerks zu dem Steuerdiktat des Staatskommifsars handeln. (Siehe gestrige Anzeige.) ** Schulpersonalie. Oberstudienrat Augu st Gebhard an der Augustinerschule (Gymnasium und Oberrealschule) zu Friedberg wurde mit dem 1. Januar 1931 in den Ruhestand verseht. ** Freie Schulstelle. An der Volksschule in Okarben, Kreis Friedberg, ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer freigeworden. Eine Dienstwohnung ist vorhanden. •* Reuerungen bei der Reichsbahn. Die bisherige Kennzeichnung der auskunflgeben- den Beamten der Reichsbahn auf den Bahnhöfen durch gelbe Armbinden hat sich nicht voll bewährt. Die Reichsbahn wird deshalb die betreffenden Beamten mit Mühen ausstatten, die auf einem gel- bende Bande die Aufschrift „Auskmift" tragen werden. Die bisher angestellten Versuche haben gezeigt, daß die Kenntlichmachung der Aus- hinftÄ&eamicn in dieser Form ausreichend ist. Die Aenderung soll auf allen deutschen Bahnhöfen bis zum 1. April 1931 durchgeführt fein. ** Kein Geld in gewöhnliche oder eingeschriebene Briefe! Immer wieder läßt sich das Publikum dazu verleiten, bares Geld oder Wertsachen in gewöhnlichen oder eingeschriebenen Briesen zu versenden. Es bietet hierdurch ungetreuen Elementen innerhalb und außerhalb der Postbeamtenschast Anreiz und Gelegenheit, sich auf verhältnismäßig bequeme und leichte Weise Geld zu verschaffen. Den Schaden trägt in der Regel der Absender; denn wird der Geldinhalt der Briese entwendet, so erhält er bei gewöhnlichen Briesen überhaupt keinen und bei eingeschriebenen Briefen nur dann Ersatz, wenn der ganze Brief, also der Brief mitsamt dem Geldinhalt, in Verlust geraten ist. Wird der Einschreibbrief dagegen nur seines Wertinhalts beraubt, so zahlt die Deutsche Reichs- post nach den Bestimmungen des Postgesetzes keinen Ersatz. Darum versende kein Geld in gewöhnlichen oder eingeschriebenen Briefen! Die einzig richtige Art, Geld zu verschicken, ist die mit Postanweisung, Zahlkarte oder Geldbrief. •• Abzugsfähigkeit der Aufbringungsleistungen. In den von Bücherrevisor Hermann Will zu Gießen herausgegebcnen „Aktuellen Steuerfragen" (Rr. 1 Jahrg. 19.1) lesen wir: Ein Urteil des Reichsfinanzhofes — Reichssteuerblatt 1930 S. 278 — legen die Finanzämter vielfach dahin aus, dah die laufenden Aufbringungsbeträge bei der Körperschaftssteuer nicht abziehbar seien. Das Reichsfinanzministerium erklärt jedoch jeht diese Auslegung als falsch und weift darauf hin, daß nach § 16 Abs. 5 Ziffer 2 EStG, und § 13 Körperschaftssteuergesetz die Abzugsfähigkeit der Aufbringungsleistungen auch bei Aktiengesellschaften mit beschränkter Haftung in allen Fällen gegeben sei. ** e U ‘ f $ e Vereinigung für Volkskunde. Am Montagabend sprach in der Universität Dr. Otto B ramm-Berlin über „Süddeutsche Bauernmalerei in Votiv- und Heiligenbildern, ihre Bedeutung für die Bewertung der Volkskunst". Der Redner charakterisierte zunächst die bäuerliche Malerei (auf die er sich beschränkte), als lediglich aus der Psyche des einfachen Menschen geboren, aus der naiven Einstellung des naturnahen Bauern entstanden. Seine Kunst sei wenig individualistisch, da der künstlerisch gestaltende bäuerliche Mensch wohl der Exponent seines Kulturkreises sei, sich aber doch immer innerhalb desselben bewege. Infolgedessen müsse auch seine künsllerische Leistung mit einem anderen Maßstab gemessen werden, als die schöpferische Tat des durch intenfive Vorbildung zur stil- künstlerischen Leistung hin entwickelten großen Künstlers. Die Heiligenbilder, die unter den Händen des bäuerlichen Malers entstehen, seien der Ausdruck eines starken religiösen Empfindens (das gewissermaßen zwangsläufig zur Abstraktion in der Darstellung führe); die Bilder entstünden unter einem seelischen Druck, der von der Abhängigkeit herrühre, in der sich der D^uer dem Göttlichen gegenüber befände. Durch die Darstellung von Heiligen, der Jungfrau Maria, der schmerzensreichen Mutter Gottes, des Heilands usw. glaube der Bauer Segen und Schutz, Hilfe und Rettung auf Haus und Hof, auf Besitz und eigene Gesundheit herab- flehen zu können. In Dotivbildem, Erinnerungsbildern an glücklich vorübergegangenes Unheil, ab- gewendet durch die Mutter Gottes oder einen Heiligen, kommt der Dank zum Ausdruck, der den ländlichen Menschen erfüllt, wenn ihm durch göttliche Kräfte geholfen wurde. Im Anschluß an die allgemein verständlich gehaltenen Ausführungen zeigte der Redner eine Reihe von Lichtbildern, die einen tiefen Einblick gaben in das Schaffen des bäuerlichen (des süddeutschen katholischen) Menschen. In einfachster Form, in einer kindlichen Primitivität, wurden Vorgänge dargestellt (oft in Anlehnung an große Vorbilder der hohen Kunst italienischer Renaissance, soweit es die Heiligenbilder betraf), die in ihrer Unmittelbarkeit auf den Beschauer einen starken Eindruck machen muhten. Der Redner ging schließlich noch auf die Technik der Malerei, auf Komposition und ornamentale Gestaltung dieser Bilder ein und weckte dadurch in hohem Maße das 'Verständnis für diese wahrhafte Volkskunst, die er zugleich als eine Art Wegbereiter der modernen Kunst bezeichnete, da sie eben durch ihre einfache Gestaltung dem künstlerischen Schaffen unserer Tage im Sinne der Sachlichkeit sehr nahe kommt. Die Zuhörer verfolgten den Vortrag und die Lichtbilder mit großer Aufmerksamkeit und dankten dem Redner durch starken Beifall. *• Quartettverein Gießen. Der hiesige Quartettverein veranstaltete am Samstagabend im Saale des Cafe Leib ein Winterver-- gnügen, das einen sehr harmonischen Verlauf nahm. Musikalische Darbietungen von Mitgliedern der hiesigen Militärkapelle eröffneten den Abend, in einer kurzen Ansprache begrüßte der 1. Vorsitzende Mitglieder und Gäste. Der Chor des Verei.es sang unter der straffen Leitung von Musiklehrer Fritz Leib einige Lieder, die starken Beifall fanden. Die gesanglichen Darbietungen liehen erkennen, daß der Verein mit großem Ernste dem deutschen Liede dient. Ein ernster und ein heiterer Gedichtvvrtrag von Herrn Richard Müller fesselte für einige Minuten die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Den Höhepunkt des Abends stellte die Aufführung eines Mlli- tärschwankes dar, der von i>cn Mitgliedern des Vereins mit viel Sorgfall und Geschick zur Aufführung gelangte. Das Stück, das in die Vorkriegszeit führte und mit einer Menge der humorvollsten Szenen durchsetzt war, entfesselte verdienten Beifall. Eine Verlosung, die den Gewinnern achtbare und praktische Gegenstände brachte, stellte den Schluß des offiziellen Teiles des Abends dar, der schließlich im Tanze ausklang. Samilienbroma in Ober-Srlenbach. In der Nacht zum Montag spielte sich in Ober- Erlenbach (Kreis Friedberg) ein Familien- brama ab. Dort wohnte der 43 Jahre alte Maurer Wilhelm Erdmann, der seit 1911 verheiratet ist, mit seiner Frau und fünf Kindern im Alter von 7 bis 18 Jahren. Die Ehe war bis vor etwa drei Jahren glücklich, von da ab wurde fie durch die Schuld des Mannes zerrüttet, während die Frau allgemein im Dorfe den besten Ruf genießt. Erdmann, der sich dem Trünke ergeben hatte, war am Sonntag gegen 13 Uhr in das Gasthaus gegangen und kehrte gegen 24 Uhr total betrunken erst wieder heim. Hier erwarteten ihn seine Frau, die aus Angst vor dem allgemein als brutalen Menschen bekannten Manne das Abendessen warmgehalten hatte, und das älteste Kind, ein 18 Jahre alter Sohn. Der schwerbetrunkene Vater fing mit dem Sohne Streit an und bedrohte den Jungen mit T o t st e ch e n. Die Frau wirkte beruhigend auf den Mann ein, der aber immer rabiater wurde, die ganze Familie mit Tot- stechen bedrohte und ausrief, er werde noch in dieser Nacht mit allen abrechnen. Im weiteren Verlause seines Tobens warf er seiner Frau einen Schuh an den Kopf und drang dann auf die geängstigte Frau ein, die in größter Bedrängnis mit einer Kohlenschaufel nach dem Wüterich schlug, wobei aber nicht feststeht, ob sie ihn getroffen hat. Hierauf nahm der wüste Mensch ein großes Tranchier me sser und ging damit geaen die Frau los, die aus der Stube in die Küche flüchtete und auch dorthin von dem übten Gesellen berfotflt wurde. Im Augenblick der größten Gefahr ergriff die Frau zur Abwehr des Wütenden eine Weinflasche, mit der sie ihn vor den Kopf schlug. Infolge des Schlages taumelte der Mann zurück und stürzte in den Hausflur, während die Frau und die Kinder, letztere zum Teil im Hemd, Hilfe* rufend auf die Straße flüchteten. Ein im Neben- Haufe wohnender Gendarm kam daraufhin jirt Hilfe herbei, und mit seiner Unterstützung gelang es der Frau und dem Sohne, den Betrunkenen auszukleiden und ins Bett zu schaffen. Die Fra« und die Kinder blieben in einem verriegelten Zimmer gemeinsam zurück und hörten von hier aus den Hausvater noch bis gegen 3 Uhr rumoren. Um diese Zeit wurden sie durch einen lauten Schlag aufgeschreckt, worauf es im Zimmer des Mannes, ganz still wurde. Aus Angst vor dem Wüterich trauten sie sich aber nicht in die Stube, die sie erft gestern morgen in Begleitung des Gendarmen wieder betraten. Hier fanden sie den Mann, der aus dem Bette gefallen war, t o t neben dem Bette liegend vor. Die Sektion der Leiche ergab einen Bluterguß im Gehirn als Todes4 Ursache. Sollte der Sturz des Mannes aus dem Bette infolge des Blutergusses durch den vorhergehenden Schlag mit der Weinflasche erfolgt sein, so steht nach den behördlichen Ermittlungen einwandfrei fest, daß die schwerbedrohte Frau diesen Schlag nur in äußer st er Notwehr getan hat« Die Frau befindet sich bei ihrer Familie. Fehlbetrag bei den Marburger Testspielen. WSR. Marburg, 5. Jan. Die vorjährigen: Marburger Fe st spiele schließen, wie der Magistrat mittellt, mit einem Fehlbetrag von 18495 Mark ab. Er bewilligte die Dek- tung dieses Betrages aus der Erkenntnis heraus, daß die Marburger Festspiele von Jahr zu Jahr gesteigerte künstlerische und kulturelle, sowie ver- kehrswerbende Beoeutung erlangt haben. 3n einer am Dienstag stattfindenden Sitzung werden! sich die Stadtverordneten mit der Deckungsfrage beschäftigen. Oie Wetterlage. wa O O Mam6{ k o üan rtajen" W-— 7 °$!1 1 -Ijt __86$^ ... i- Jlordoyvu U/-7 <■ r——gaggB ©wolkenlos O neuer. QnaiO bedeck l ® wolkig. • erweckt * Regt» • Schnee Graupeln. - Nebel K Gewnt/r.fg)windstille.«O» jel» «renter Osi nissiger Südsüdwest, q stürmischer Nordwesl Oie Pfeile fliegen mit dem Winde. Die oeiden Stationen stenenoen Za* ttn gehen die Temperatur an. Pie Limen veroitufeo Orte mit gwmcny tut nceresniveao umgerechoete» Luftdruck Wettervoraussage. Mit der Abflachung und dem weiteren Abzug de» Ostseestörung in nordöstlicher Richtung kommt der hohe Druck langsam mehr zur Geltung. Sowohl über Hrankreich als auch den britischen Inseln hat sich der uftdruck stärker aufgebaut, so daß Barometerständo von 770 mm herrschen. Auch über Deutschland wird sich der hohe Druck noch verstärken und vorläufig bestimmend für die Wetterlage sein. Dabei dürfte int Bereich absinkender Luftmassen vielfach 2luftlareii einsetzen, so daß die Temperaturen unter den Ge« frierpunft zu liegen kommen. Aussichten für Mittwoch: Frostwetter^ teils neblig, wolkig, teils aufklarend und aufheiternd, trocken. Aussichten für Donnerstag: Wenig Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 5. Januar: mittags 4,6 Grad Celsius, abends 3,3 Grad; am 6. Januar: morgens 1,3 Grad. Maximum 4,7 Grad, Minimum —0,3 Grad — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Januar: abends 1,8 Grad; am 6. Januar: morgens 1 Grad. — Sonnenscheindauer VA Stunden. Sprechstunden der Redaktion. 1130 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen AnzeigenauftrSge sind lediglich an dis Geschäftsstelle zu richten. Für unverlangt eingesandte Manuskript« I ohne beigesügtes Rückporto wird keine Gewähr I übernommen. Inventur-Ausverkauf! Auf alle Waren .....................10% Strick- und Winter waren .........20*/o Zum Verkauf kommen nur beste Qualitätsware Benützen Sie diese besonders günstige Gelegenheit! M. G. Grode GIESSEN — Frankfurter Straße 19 ________________120 A Die Historische Fachschaft an der laodesuoimtäl lädt ein zu dem am Donnerstag, dem 8. Januar d.J., stattfindenden Vortrag von Herrn Universitäts- Professor Dr. M. Oelzer, Frankfurt am Main, über: Mago als Wta der römischen GmHIe Der Vortrag beginnt 20 h et im Vorlesungsgebäude, Hörsaal 44. Eintritt 30 Pfennig Für Mitglieder der Historischen Fachschaft und des Oberhess. Ge- ________________schichtsvereins ist der Eintritt frei!____________uso Familien-Drucksachen Verlobungsanzelgen _ ... . _ Verm’ihlungsanzelgen bei Bruhl, Schulstraße Geburtsanzeige» Wie kann ich: hochverzlnsl. Hypoth. ablögen? Wie kann ich: ein Haus mit billigem Gelde bauen? ■ I Wie kann ich; mit billigem Gelde Umbauten vornehmen ? mit billigem Gelde mein eitert Geschäft übernehmen und die Erben evtt auszahlen etc Wenden Sie sich sofort an die älteste mitteldeutsche Bausparkasse Thurineia. Aktien-ßeseiischalt Bez.-Dir. Gie&en Telephon 4331 - Rodheimer Straße 43_______ Bei Aufnahme von sog. Zwischenhypotheken tür Alt- uni Neubauten sind wir Ihnen kostenlos behilflich. Tüchtig© Vertreter gesucht .INVENTUR AUS VER KAUF Unser Eine Sensation Unsere Preise sind bis zur Grenze der Möglichkeit herabgesetzt Don 2ch habe eir laufet, ein f lächelte über trat. Er führt groß wie ein und einer Mo Mindern zu s hlr Sie, He! Nwige; aber 'AH bemerk! 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Sine Qlnfurbe (Reben und Pus bahn auhersiand zu fenten,i Wirtschaft nid) nur an den (8 seine Kohlen an die Aordsi englische Kohle Der Iahresbe 1930 der Güte zurückging angegeben Der ganze Safjr d droffelte den - während auf de strahen weiter! die Landstrahei von Cis und ! sind alles Crsc sondern, wie a immer wiederh kann die Reich Umfang ausbc butlaft ersordc damit rechnen weiter zun Wanderung bet Io daß die Rei das Schwergut und Eisen, schoi CD fi M IC F ! Spezialhaus für Damen- IlnllllLL bekleidung• Seltersweg52 nlW Gesangverein Heiterkeit Ein Aachiragstmansch ag AroejmaHvöcüenthd) der Bürgermeisterei zur Einsicht und Er- Weg. Erkraukuns suche ich auf sofort 1340 Mittwoch, den 7. Januar 1931, nach- Stellengesuche! iffnnft 2 Mhr. nprffpinprp irh hahipr. ' ' 1 1 .. . . . » mittags 2 Uhr, versteigere ich dahier. u. (b8 a d Giest. Sbi a. Sdjrifil. Angeb. unt. 090 an d. GienAn». oormittags 11 Uhr, Zusammenkunft der Steigerer Reustadt 57, dahier: einen Personenkraftwagen (Austro- Daimter, 17'60 PS), einen Personenkraftwagen (Brennabor, 8-32 PS). Junta, Gerichtsvollzieher in Gießen Wieseckec Weg 16 — Telephon 3383 der Gemeinde Inheiden für 1930 Rj. liegt vorn 7. Januar 1931 eine Woche lang aus Zum letzten Riale: Der Mann deo sein Gewissen trieb Schauspiel in drei Akten unb einem Borkviel von Maurice Rostand. auch die Ausmärker beizutragen. Inheiden, den 3. Januar 1931. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. iür m. kl. vauöbalt (3'^eif.)etn perfektes Mädchen Arau Marx. Vonnftr. 4 I 11230 Vrennyolzoerileigerungen aus dem Markwald Grüningen-Dors-Gill in der Turnhalle zu Grüningen. 1. Montag, den 12. d. M., vormittags 9X- Uhr, aus den Forstorten FliegenstaU, Weißedriesch, Schäferwald, Hupbach und Reichholzberg: Scheiter rm: 161 Buche 1 Kl., 44 2. Kl., 15 Eiche 1. Kl., 12 2. Kl., 1,9 Kiefer, 1,4 Fichte 2. Kl.; Knüppel rm: 66 Buche, 29 Eiche, 0,7 Linde, 1,1 Fichte; Knüppelreisig rm: 1 Fichte; Stammreisig rm: 24 Buche, 105 Eiche; Astreisig rm: 215 Buche, 53 Eiche; Schlagreisig rm, lag.: 4 Fichte; Stöcke rm; 54,4 Buche, 17,8 Eiche. 2. Mittwoch, den 14. d. 7N., vormittags 9'/2 Uhr, aus den Forstorten Danielskopf, Seewald, Judenwäldchen und FliegenstaU 4, 5d und 10 c: Scheiter rm: 79 Buche 1. Kl., 4 2. Kl., 5 Hainbuche 1. Kl., 3 2. Kl., 41 Eiche l.Kl., 4 2. Kl., 59 Kiefer, 5 Fichte 2 Kl., Knüppel rm: 67 Buche, 25 Hainbuche, 82 Eiche, 3 Esche, 1 Kirschbaum, 1 Linde, 7 Kiefer, 11 Lärche, 2 Fichte, Knüppelreisig rm: 4 Fichte; Slammreisig rm: 36 Buche, 201 Hainbuche, 109 Eiche, 10 Esche, 20 Weymouthskiefer, 19 Lärche, 5 Fichte; Astreisig rm: 107 Buche, 36 Hainbuche, 75 Eiche, 43 Kiefer, Schlagreisig Fichte 19 rm tag.; Stöcke rm: 15,6 Buche, 1,4 Hainbuche, 19,9 Eiche. Die blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Es wird empfohlen, das Holz vorher einzusehen. 1400 Gießen, den 5. Januar 1931. Der Vorsitzende des Markvorstandes. Nicolaus, Oberforstmeister. 3tteim»etteieb Aür eritflaffiflen Massenartikel, dex leicht verkäuflich ist. wird der Alleinvertrieb vergeben. Sofort hohes Einkommen. — Zur llebernahme find 300— 500 Mk. erforderlich Gest schriftliche Angebote unter 074 an den Gtestener Anzeiger.__ Herta Mittwoch, 7. Ian. Singstunde. Junget Anmngsgeme (notier Rechner« für statistische Büro- und Lagerarbetien. oder rechnerisch besonders befähigter Schreibgehilfe von größer. Gefchaftsbetrieb Gießens zu baldigem Etnirnt gesucht. sJtur geeignete Bewerber wollen fchrtitliche An »eboie mit nüber en Angaben unter S71) an den Gieüener An;, einreichen. Grundslücksverpachtlmg. Im Anschluß an die Brennholzversteigerung am Montag, dem 12. d. IN., soll das fiskalische Grundstück Flur VIII, Nr. 178, in der Gemarkung Grüningen auf weitere 9 Jahre öffentlich verpachtet werden. Gießen, den 5. Januar 1931. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. papier, zwei Dokumentenmappen, Zirkel, Reißzeuge, Füllfederhalter, Züllhaltersländer. Maßstäbe, verschiedene Lände Geschichten, Bilderrahmen, Schreibzeuge, Schülermäppchen, llnterschriflsmappen, einen Vervielfältigungsapparat, einen Schreibmaschinenstuhl, eine Schreib- mafchine (Deutschland), eine größere Partie Kinderwollsachen, Pullover, Westen, Jacken, Kleider, Mühen, Strümpfe, Handschuhe, Schlüpfer. Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. 2. acht Bastkörbe, Rohrsessel, Kinder- sessel, Handarbeitskörbchen, einen Blumenständer, eine Truhe, 20 Ein- kaufskörbe, einen Liegestuhl, Teppich, Sofas, Kommoden, ein Koffergrammophon, verschiedene Schrankgrammophone, Kleiderschränke, Vertikos, Chaiselongues, Schreibtische; Nähmaschinen, Warenschränke, Ladentheken, Warenregale, Ausziehtische, ein Pianino, Büfetts, sechs Stühle mit Ledersitz, vier Reisekoffer, ein Damenfahrrad, drei Motorräder, einen Ggsherd, zwei Klaviere, einen Dauerwellenapparat, ein Rollfchränkchen, eine Registrierkasse, einen Regulator, eine Trockenhaube, eine Leberpresse, einen Radioapparat, einen llnterjuchungs- stuhl, eiserne Bettstellen mit Matratzen, Schoner und Kopfkissen, eine Badewanne, Nachtschränkchen, einen Gasbadeofen, zwei Jnstrumenten- schränke, ein komplettes Schlafzimmer, einen Aktenrollschrank, 100 Bände medizinische Bücher, drei Fässer Kranzdärme, 300 Lchjen- butten, eine halbe Tonne Schweinefettenden, 1000 Rmdsblasen. 3 An Ort und Stelle (Bekanntgabe um . A..~ „ , Nettes, kinderliebes Neuenweg 28, im „Löwen , zwangs- Mädel, i.i7.Lebensweise gegen Barzahlung: 1290 jabre, mit höherer 1. ein Motorrad (DKW), ein Sofa mit Schulbildung. Diese Woche Wieder» beginn des Hallentrainings und zwar 1133D Jugend: Mittwochs v. 6-7 U. abdS, Aktive:Donncrs- taas v 6-1011. abdS. in derTnrnballe der Pestaloz.;iichu e, Frauen und Mädchen: Jre^tags von 8—10 Uhr abendS in derTinnbalie der 2dt Ucrtdmlc. Allieit Beteiligung drtngenderfordeilicv ÖauentereinW 1877/7» Somslog, ö. 10. Jan.. abdS 8 Ubr punktl.: Monatsversamnf uno in o. „Stadt Mat uz" 0» Der Vorstand. 2 Uhr in obigem Lokal): eine Ladentheke, ein Ladenregal mit Schubkasten, einen Eisschrank, einen Oelbehätter, einen Kassenfchrank, ein , Stadttheater Sofa, einen tod)reibti|d), einen Per- Mittwoch. 7. Jan., sonenkraftwagen (Citroen, 6'25 PS), von 20 bis 22 Uhr 4. Donnerstag, den 8. Januar 1931, IZ.lstiNlvültz-AV. vttL " ■ * * ~ " - Gewöhnliche 'Hielte Aelteres Mädchen sucht Steilung in besserem Hau'e. Zu erfragen in der Gefchänöst. des G-en. AnA. 1350 ^V6r8oßiell6N68 | Verloren ein Skunksvelz- kragen. Der Minder wird gebeten, den- telben gegen Belohnung abAugeben OTe Schillerttraße 26. Polster, einen eintürigen ftieiber- schrank, einen weiß emaillierten Schi. Ang. umer 084 kombinierten Küchenherd, ein Fäh- an den Gieß. An». chen Dem (24,6 Liter), einen hoch- Williges löjahnges. frequenzapparat, eine größere An- Mädchen zahl Sleisiiste, Tmtenst.ste Rötst,ste ,urtl, lanM‘ 4 bi8 Radiergummis, Schreibfedern, 80 5 Stnn cn «cfdtäb Bücher mit Dachstuchumschlag, tiaung. Schr^ Ang. Haupt-, Folio-, Ring-, Rotiz-, Bestell-, Registrier- und Quartbücher, Gesangbücher, Rechenschieber, Kohlenpapier, Schreibblöcke, Oktavhebung etwaiger Einwendungen offen. Zu । meines Mädchens der beschlossenen Nachtragsumlage haben s-^r ‘.± WewtuWSi& Punkt 9 Uhr am Mittwoch, den 7 Januar Die Preisherabsetzungen sind stärker wie je — jetzt reicht es auch tür den kleinsten Geldbeutel. Restpaare teils bis 50 Prozent ermäßigt. Aut alle regulären Artikel 10 Prozent Rabatt Winterware und Chasalla 20 Prozent Rabatt 125 a Gießen, Marktplatz 2, neben der Engel-Apotheke Wir setzen hiermit unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes Herrn Ludwig Wagner geziemend in Kenntnis. Die Beerdigung findet am Mittwoch. 7. Januar, um 14 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Vorstanck uou Gießen (Ederstr. 7), 5. Januar 1931. Großen-Linden, den 2. Januar 1931. 2,3 wir allen recht herzlich y Gießen (Landgrcstenstr. 3), 6. Jan. 1931 Verband der weiblichen Handels- ii.Büroangestellten E. V. Ortsgruppe Giefeen rm rm 17,7 57,5 20,9 19,7 26,0 12,0 64,4 54,0 750 12,0 8,5 23,3 rm rm rm rm rm rm Wilhelm Rinn und Frau, geb Adelmann rm Eichenscheiter rm Buchenknüppel rm Eichenknüppel Wellen Buchenreisig rm Eichenrundscheiter (2,5 m lang) Buchenscheiter Fichten-, Erlen- und Pappel- scheiter Buchenknüppel Eichenknüppel Fichtenknüppel Erlenknüppel Eichen- und Fichtenreisig Mittwoch, 7. Januar, abends 8 Uhr, im Kaufm Verein, Nordanlage 15: Vortrag mit Lichtbildern: ltarfirtrtsh.1. Srennyoizversteigerungen der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen ollen versteigert werden: 9C A. Freitag, den 9. Januar 1931, 9% Uhr beginnend, aus der Abi. 127 des Sladt- waides. Försterei nochwart: 61,0 rm Buchenscheiter 2,0 rm Eichenknüppel (2,2 m lang). Zusammenkunft: Licher Straße — am Forsthaus Hochwarf B. Dienstag, -en 13. Januar 1931, 9'A Uhr beginnend, aus den Abt. 58a, 104, 110b, Illa, 112a, 113c und 129 des Stadt- waldes, Försterei Gießen: Für die anläßlich unterer silbernen Hoch zeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken Danksagung. Für die überaus zahlreichen und herzlichen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgange unserer innigstgeliebten, treusorgenden Mutter danken wir herzlichst. Geschwister Erb . Erlenreisig. Zusammenkunft: Straße nach dem Schis- Meßbuch S—Siadiplan und Einwohner, und Geichastsverzeichnisien von 1 Städten und 74 Onsaememden mit etwa 100000 Einwohnern nebst wertvollem Wirt- sckasts. und tulturaeschichtlichen Sonderavschniti / Preis 10Reich^mart Oberhe slscher Adre8bllchv'»riaü. Gießen. SKulstr 7 Statt Karten. Danksagung. Für die ans bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen Fran Apotheker Wilhelm Schlich erwiesene herzliche Teilnahme sprechen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. wir warnen Ste J1)ren23ttDtrbungen rtedhoi stau Der Vorstand. 1 Odesanzeige Gott, der Herr über Leben und Tod. hat heute vormittag unsere Hebe Schwester, Schwägeiin, Tante und Großtante Fräulein Mathilde Engel nach längerem Leiden zu sich heimgerufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Wolff, geb Engel Gießen, 5. Januar 1931. Die Trauerteier mit Einäscherung findet Donnerstag, 8. Januar, nachmittags 4 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt _____________________121 D Vereine “| !rabgesetzt, Damen. ldl"W*tWeg52 Ma 134D Vereine linder- einen gjlow in».*' galinit Wu (JA E Äustro- Mitttvoäi. ?• \ 2n ^tfl.Gchantaut iorhc>*!j >doneö' iPS). j* Itb aulSt RA* vau&bmt U'Beitiein verlekieS Mädchen >0 Ein- , Tep- Kosser- chrank- -e.Ver- ibtildfa £e, La- luszieh- 5, sechs w°v DerVo^ 'einen Theater mt em owuV , gflo- in Per- MtE zz Ubr t i931,; Sl’ÄW’5 entunft 3llm t 'E. Ls L°va"""u!d e"""' °>'K iniiö üß rmQ“b'1l,öfrL^n M“ °k,mai wöchrmlch liegt sA.-.ib»" «eiuchl. -T-t-skLolbeVieder» besinn deb $ll(ntra«W6 ,(tn«= «w«-AS roden-- « AasÄ 1 JJiQ grd abcnD3 e^eme n,einen -nöetid)llic. t * MSS c«7 . o.M °d°«" ,, '^u Marx. ----- Vonnftr. 4_L I123D °°ch' (Stellengesuche] Inas' ^rs-tinde« X MadcU l' ^beiir. l29U müte, mit höherer a mit ättiiilbilbunfl, eiber- inA r'cUung 'n beneiem taufe, leiten ^djr.Sliid unter Ost Zütz- an den (Siek. «n,, hoch- WUiges Iviahrmes. A'Mä-chen 1 md)t läniitb 4 bis - 6U । Stunden tBclttäf- Mag, tignng. Sdjr. An». । u.INU b id)er,\ Meres LMdchen ippen,| sucht Stellung Hatter,! in befietem Hau'k, , öet-l Zu erhaflen in Bildet- öev GeichSiissi. des S G'kk. An». 1SD mopp* — einen Verschiedenes einen ' chieib-i Verloren rohere ein »funNvcU« PE? kragen. Der ümdtt Honet, lölt6 gebeten, den- lühen, telben gegen Belob’ gier, nung MMben m LckiUcrttraE Nr. 4 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Die Wirtschaftslage der Reichsbahn. In kurzen und knappen Sähen, die auch ein Spiegelbild der deutschen Hot und der deutschen Wirtschaftskrise sind, saht der Geschäftsbericht der Reichsbahn für 1930 das Ergebnis zusammen: die Gesamteinnahmen sind von 5,35 Milliarden Mark im Iahre 1929 auf 4,58 Milliarden Mark im Iahre 1930 zurückgegangen. Unabänderlich aber bleibt die Belastung der Reichsbahn mit der Tributabgabe in Höhe von 660 Millionen Mark, tvobei es in der Sache nicht viel ausmacht, ob diese Belastung als Zinsendienst oder als Tributabgabe bezeichnet wird. Hm den Fehlbetrag von 770 Millionen Mark abzudecken, hat die Reichsbahn die sachlichen und persönlichen Ausgaben so weit gedrosselt, daß jeder Versuch, hier weiterzugehen, unmittelbar die Betriebssicherheit gefährden muh. Auch das Reich hat für überlassene Kredite zur Ankurbelung der Wirtschaft Rachsicht gewahren müssen, ganz abgesehen davon, dah der Anteil an der Bounganleiye in Höhe von 225 Millionen Mark schon ausgegcben war, ehe er in den Besitz der Reichsbahnverwaltung gelangte. Aus dieser Darstellung der Reichsbahn ergibt sich an sich der zwingende Schluh, dah die starre Festsetzung der Tributabgabe in Zeiten einer schweren Wirtschaftskrise teils Wahnwitz, teils Verbrechen ist. 2e mehr sich die Verkehrstechnik entwickelt, desto gröher sind auch die Aufwendungen, die die Reichsbahnverwaltung für den Betriebsausbau in jeder Hinsicht leisten muh, so dah das feine Räderwerk dieses gewaltigen Betriebes in Gefahr ist, wenn die für den technischen Ausbau ununterbrochen notwendigen finanziellen Mittel nicht aufgebracht werden können. Ganz einerlei, wie das Schicksal der Tributlast sich 1931 gestaltet: die Reichsbahn muh unter allen Hmständen aus der Aufbringungslast heraus, weil sich sonst in absehbarer Zeit verkehrstechnische Zustände bei der Reichsbahn entwickeln müssen, für deren Abstellung Milliarden erforderlich sein werden, ohne jede Aussicht darauf, dah sie sich wirklich beschaffen lassen. Die Reichsbahn ist in ihrer Tarifpolitik bis zu den äußersten Grenzen gegangen, d. h. fie hat die Güter- und Personentarife so hoch geschraubt, dah nicht nur in Zeiten einer Wirtschaftskrise der Verkehr dadurch gedrosselt werden muh. • Eine Ankurbelung der Wirtschaft ist trotz aller Reden und Aufsätze unmöglich, wenn die Reichsbahn auherstande ist, die G ü t e r t a r i f e soweit zu senken, dah der Wettbewerb der deutschen Wirtschaft nicht gehindert wird. Es braucht hier nur an den Bergbau erinnert zu werden, der seine Kohlen aus dem Ruhrgebiet nicht einmal an die Rordsechäfen bringen kann, um hier die englische Kohle aus dem Felde drücken zu können. Der Iahresbericht klagt darüber, dah im Ianuar 1930 der Güterverkehr gegen den Vormonat scharf zurückging. Die Gründe, die hierfür besonders angegeben werden, gelten eigentlich auch für das ganze Iahr: der verhältnismähig milde Winter drosselte den Verkehr mit der Hausbrandkohle, während auf der anderen Seite die Dinnenwasser- strahen weiter benutzt werden konnten, ebenso auch die Landstrahen für den Kraftwagenverkehr, ohne von Cis und Kälte behindert zu sein. Auch das sind alles Erscheinungen, die nicht einmalig sind, sondern, wie auch der Winter 1930 31 zeigt, sich immer wiederholen können. Auf solche Regelfälle kann die Reichsbahn ihren Haushalt nicht in dem Hmfang aufbauen, wie das an sich durch die Tributlast erforderlich ist. Die Reichsbahn muh auch damit rechnen, dah der La st wagenverkehr weiter zunimmt, was immer mehr zur Abwanderung des lohnenden Stückgutverkehrs führt, so dah die Reichsbahn sich in der Hauptsache auf das Schwergut beschränkt sieht, das, wie bei Kohle und Eisen, schon aus Gründen des wirtschaftlichen Wettbewerbs nicht übermäßig mit Frachten belastet werden kann und darf. Ist es nicht aufreizend, wenn der Jahresbericht mitteilen muh, dah es angesichts der gefbannten Finanzlage für 1931 nicht möglich sein wird, Aufträge für den Fahrzeugbau zu erteilen! Dabei sind 1930 nur die unbedingt notwendigen Aufträge hinausgegeben worden, vornehmlich für Personenwagen, während die Bestellungen auf Lokomotiven nur sehr geringen Hmfang hatten. Dabei ist es eine auch technisch sichergestellte Erfahrung, dah die Lokomotiven sich bei starker Heberlastung ungewöhnlich schnell a b n u tz e n . so dah hier ein zu Wenig sehr bald in die Ge- sahrenzone überführen kann. Die deutsche Lokomotiv- und Wagenindustrie ist aber technisch so ausgestattet und ausgerüstet, dah sie unbedingt Aufträge von der Reichsbahn hereinbekommen muh, wenn nicht abermals Stilllegungen und Entlassungen von Tausenden gelernter Arbeiter erfolgen müssen. Cs ist sehr schwer, dah diese Industrie Auslandaufträge hereinbekommt. wenn sie nicht immer wieder auf ihre vorzügliche Leistung für die deutsche Reichsbahn Hinweisen kann. Die deutsche Lokomotiv- und Güterwagenindustrie ist an sich schon eine technische Spitzenleistung, die nicht verkümmert und abge- Cin neues Iahr hat begonnen, ein Iagdjahr geht zur Reige ,.Iagd vorbei", denkt ein nicht geringer Teil der Durchschnittsjäger und stellt wehmütig die Flinte in den Schrank, der großen Hasenjagden und frohen Schüsseltreiben der letzten Wochen gedenkend. Die „Tote Zeit" hat für fie begonnen, die Zeit, wo es wenig oder gar nichts zu schießen gibt und wo daher die Jagd keinerlei Reiz für sie besitzt. Doch „das Schießen allein macht dm Iäger nicht aus, wer weiter nichts kann, bleib? lieber zu Haus', schreibt ihnen Hermann Löns ins Stammbuch. Denn für den wahren Weidmann, der mit offenen Sinnen und offenem Herzen durch Feld und Wald geht, gibt es keine „tote" Zeit. Er weih, daß er jetzt erst recht in sein Revier gehört. Wer ernten will, muß auch säen. Drum deckt er hier den Hühnern und Fasanen den Tisch, schlägt dort mit dem Standhauer Weichholz für Rehe und Hasen, paßt auf den Fixköter, der nun schon tagelang seine Waldteile durchheht und den ganzen Rehbestand durcheinander und über die Grenzen gebracht hat, oder sieht auf Wechseln, Hecken und Zäunen dem Ströpper auf die Finger, dessen Handwerk blüht, „wenn mager die Aesung und bitter die Rot und hinter dem Wild einherschleicht der Tod". Die Tun aber ist für den echten Iäger mit ebensoviel innerer Befriedigung verbunden, wie der saubere Schuß auf ein bestimmtes Stück Wild. Hnd bei der Hegearbeit wird auch manchmal der Iäger zu feinem Recht kommen. Denn noch hat nicht alles Wild Hegezeit und des Raubzeugs Iagd reizt jetzt mehr denn je. Wo im Hochwildrevier der Abschuß an weiblichem Rot- und Damwild noch nicht erfüllt ist, bietet der Iagdkalender noch Gelegenheit dazu. Bon Hirschen aber sollten nur kümmernde, oder schlecht veranlagte Stücke besagt werden. Die Fütterungen sind mit Leckerbissen beschickt, kommt dann des Winters Rot, so findet das Wild rasch, was ihm fehlt. Mild und schneearm ist der Vorwinter verlaufen. Hm so mehr wartet man in Schwarzwild revieren auf Reuschnee im Ianuar, der allein berechtigte Hoffnung auslöst, die Sauen mit Erfolg besagen zu können. Das Rehwild hat seit Monatsbeginn allenthalben Schonzeit. Cs steht meist in größeren baut werden darf, wenn nicht die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft überhaupt empfindlich getroffen werden soll. Jedenfalls muß die Reichsbahn instandgesetzt werden, für sachliche Ausgaben auch 1931 über die Mittel zu verfügen, ohne die eine reibungslose Abwicklung des Gesamtbetriebes nicht denkbar ist. Die Möglichkeit hierzu würde sich bieten, wenn im Reichshaushalt für 1931 der Ertrag dar Beförderungssteuer der Reichsbahn in voller Höhe zur Verfügung gestellt wird, was sich schon deshalb empfiehlt, weil diese Summe von der Reichsbahn sofort für Aufträge an die Wirtschaft zurückgeleitet werden könnte. Das wäre eine Arbeitsbeschaffung, die Hand und Fuß hätte, die unmittelbar auch dazu beitragen würde, den Arbeitsmarkt zu entlasten. Es ist ja zunächst gar keine Aussicht vorhanden, daß die Wirtschaftslage sich 1931 entscheidend bessert, so dah die Reichsbahn den Ge'chäftsplan für 1931, soweit es sich um die sachlichen Ausgaben handelt, entsprechend einteilen kann. Die Beförderungssteuer I hätte unbedingt mit dernPoungplan verschwinden müssen, oder, wenn das nicht möglich war, hätte ihr Ertrag der Reichsbahn nicht genommen werden dürfen. So leistet die Reichsbahn nicht nur eine Tributabgabe von 660 Millionen Mark, fie muh auch für das Reich eine Sondersteuer in Höhe von 290 Millionen Mark aufbringen, trotzdem die Gesamteinnahmen zurückgegangen sind. Sprüngen zusammen und findet auf Saaten, am Heidekraut, altem Gras und Weichholz ausreichende Aesung. Sollte der Winter aber mit viel Kälte und Schnee ko nmen, k inn auch bei uns Fütterung notwendig werden Das Wichtigste ist zunächst Schuh vor zwei- und vierbeinigen Feinden. Der Hase hat ab 16. Ianuar in Hessen wie in Preußen Ruhe. Schon jetzt konnte man bei dem milden Wetter die verliebten Mümmelmänner um die Schönen werben sehen. Bei Schnee droht die Hauptgefahr an Hecken und Zäunen, die gar nicht oft genug abgegangen werden können. Mancher Biedermann wird dabei entlarvt. In allen Revieren ist ein guter Hühner- besah in den Winter hinübergekvmmen. Ihn zu erhalten, ist vor allem eine Deckungsfrage, die in Heckenrevieren natürlich gelöst ist, in anderen aber durch künstliche Deckungen gelöst werden kann. Hinzu kommt in zweiter Linie Fütterung. Werden beide Forderungen erfüllt, wird der Erfolg die Mühe lohnen. Die F a f a n e n j a g ö ist auf Hähne noch offen, auf Hennen dagegen in Hessen geschlossen, während in Preußen Hennen noch bis zum 31. d. M. Schußzeit haben. Wo Fasanen sind, heißt es Raubzeug kurz halten und vor allem „Füttern, Füttern und noch einmal Füttern!" Dann ist die Grundlage für einen Dauerbesah meist gegeben. Seit Monatsbeginn haben Wildenten in Preußen und anderen Ländern Schonzeit, während fie in Hessen noch den ganzen Monat hindurch geschossen werden dürfen. Wer es bei dem Abschuß ermöglichen kann, Erpel und Ente anzu- sprechen, schone die Ente ebenso wie eine Fa- sanenhenne. Der Winter 1928 29 und die Folgezeit haben gezeigt, daß die Enten nicht unerschöpflich sind. Kein Wild hat gelitten wie sie. Wo sie gefüttert wurden, waren sie dankbare Gäste. Der Raubzeugjäger hat hohe Zeit. Die Roll- und Ranzzeit hat begonnen. Die Betze rennt und Herr R^neke folgt ihren Spuren. Das Keckem der Füchse hallt durch die Winternacht. Hnd kommt zu der Liebe noch der Hunger hinzu, dann bieten sich Möglichkeiten genug, den Fuchs vor die Flinte zu bringen. Oft wird der scharfe Erdmann Frau Crmeline und einen oder gar Oie Jagd im Januar. Kleine Freuden. Bon Richard Huelsenbeck Ich habe einen Blick für so etwas: der Verkäufer, ein schwarzhaariger eleganter Mann, lächelte über mich, als ich das Geschäft betrat. Er führte mich gleich zu einem Wagen, groß wie ein Haus, mit blitzenden Aufschlägen und einer Maschine, die ungeduldig mit ihren Zylindern zu stampfen schien. „Das wäre etwas für Sie, Herr Doktor", sagte der Schwarzhaarige: aber er lachte dabei mit dem Zwerchfell: ich bemerkte es wohl. Frauen sind in solchen Lebenslagen vi.l unbefangener als wir: was die meine angeht, so sah sie sich das Benzin- Luxushaus in Ruhe an: obwohl sie wußte, wir würden dafür nicht einmal die Anzahlung leisten können. Ich erbleichte und steuerte zu einem Wagen, der später von meiner Frau als Puff- Puff bezeichnet wurde. Das war ein sogenanntes Kleinauto, wir haben es dann gekauft, trotz des Widerstandes meiner Frau, die erklärte, sie wisse nicht einmal, ob sie sich das Ding als Kasserolle in die Küche hängen würde. Es sind ja schon viele schöne Geschichten über Kleinautos erzählt worden: ich will die Leser nicht langweilen: aber es sind da doch gewisse historische Miniaturen vorgekommen, die der Erwähnung wert sind. Vorigen Winter, als es bitter kalt war, war ich einmal in einem Restaurant am Kurfürstendamm: mein Pusfpufs stand getreulich draußen: es nahm sich zwischen den großen Wagen wie eine fahrbare Hundehütte aus. Ich aß gemütlich, als ich nach zwei Stunden meinen Wagen in Gang bringen wollte, streikte der Motor. Er hatte sich über die Kälte geärgert und über die Tatsache, daß er draußen bleiben mußte. Die Chauffeure der großen Wagen, die lächelnd meine Bemühungen umstanden, sagten es mir dann auch „Den Kleinen hätten Sie doch am besten in der Garderobe abgegeben ...“ Als ich vor einiger Zeit nach Wannsee fuhr, blieben zwei Hühner tot liegen. Wie das kam, kann ich heute noch nicht sagen. An dem Weg, der nach Wannsee führt, gibt es Bauernhäuser, und diese Bauernhäuser haben Hühner. Rachdem das Hnglück geschehen war, stieg ich aus und betrachtete entfett die Blutlache, in der die Hühner schwammen. „Die sind tot“, sagte meine Frau einfach: aber sie blieb ruhig im Wagen sitzen. Meine Tochter vergnügte sich so lange mit der Hupe, bis der Besitzer der Hühner aufmerksam wurde und aus seinem Bauernhaus herauskam. Cs war ein einfacher Mann mit dem geraden Sinn des Wannseebauern: aber er wußte genau, daß der Hühnertarif in der letzten Woche energisch angezogen hatte. Ich war ganz verstört: es war mir, als wären einige Menschen umgebracht worden. „Das wirst du bezahlen müssen", sagte meine Frau, die sich nicht aus dem Wagen rührte. Ich wurde wütend. Hatte ich jemanden im Zweifel gelassen, dah ich die Hühner bezahlen wollte? War ich der Mann, der fremde Tiere überfährt, ohne sie zu bezahlen? War ich einer von denen, die sich ihren Verpflichtungen entziehen, wenn's ans Zahlen geht? Gab es dafür irgendwelche Anhaltspunkte in meiner Vergangenheit: sogenannte Flecken auf dem Schild meiner Ehre? Meine Tochter vergnügte sich unterdessen weiter mit der Hupe. Ich muß gestehen, daß Gelüst kam mich an, ihr eine hinter die Ohren zu schlagen. Da ich aber strenger Anhänger einer prügelfreien Erziehung bin, begnügte ich mich zähneknirschend mit einem milden: „Laß das". Hnterdessen hatte der Bauer seine Heberlegen» heit heftig ausgenuht. Er stand da. sah teils auf die Verstorbenen, teils auf mich und lächelte. Er gehörte nicht zu den wütigen Bauern einer ganz anderen Temperamentsklasse, mit der ich auch schon zu tun gehabt habe. Es würde aber zu weit führen, wenn ich alle diese Erlebnisse hier erzählen wollte. „Ich will Ihnen was sagen", meinte der Bauer, „stecken Sie Ihr Portemonnaie man wieder ein. Ich hätte heute so wie so zwei von diesen Biestern geschlachtet: und dann: diese da haben wenigstens einen leichten Tod gehabt. Gestern wurden mir zwei Hühner von einem Rolls Royce überfahren: das ist schon ein anderes Gewicht..." Der Mann lächelte meiner Frau zu, und dann ließ er einen Blick über meinen Wagen gleiten, der mich empörte. Ich bin Schriftsteller und deswegen notgedrungen Psychologe. In diesem Blick lag eine ganze Weltanschauung. Etwa die: „Ich bin nur ein einfacher Bauer auf der Wannseescholle und nähre mich redlich von meiner Hände Arbeit. Ihr, die Ihr stolz vorbeizurasen meint, seid im Grunde arme Teufel: das zeigt sich daran, daß Ihr Autos besitz!, die wie Kinderwagen aussehen. Rur gefahren muh fein, denkt Ihr. Rur gerast muß fein, bildet Ihr euch ein. Rein, ehe ich mir so einen Kohlenkasten mit Auspuff kaufe, bleibe ich stolz auf meinem Hühnerstall fitzen." Das Tollste ist mir kürzlich geschehen, als ich mit meiner Freundin nach dem Freibad fuhr. Es ist die blonde Freundin, von der meine Frau eine dunkele Ahnung hat. Es gibt noch eine schwarze, von der sie keine Ahnung hat. Die Sache begann schon, als ich den Wagen auf den Parkplatz fahren wollte. Es gibt da einen Mann, der die Aufsicht zu führen behauptet, einem fünfzig Pfennig abverlangt und dann eine Pa- piermarle auf den Wagen klebt. Fein säuberlich, ordentlich und mit der Wichtigleit, die man in Deutschland solchen Angelegenheiten zu widmen pflegt .....Das ist wohl ’n neuer Typ", sagte der Mann und betrachtete lächelnd meinen Wagen, „so ’n kleinen habe ich lange nicht gesehen . . .“ Ich wollte auf brauten; aber Ina legte mir ihren Arm auf meine Schulter: ich war gehandikapt. „Für so kleine Wagen", fuhr der Mann fort, „sollten eigentlich dreißig Pfennige genug fein . . ." Ich wollte wieder aufbrausen: aber Ina faßte meine Hand und lächelte. „Vielleicht beantragen Sie das mal“, tagte der Mann, drehte sich aus dem Absatz um und ging. Ich kochte; aber Ina lächelte: „Wenn man es sich richtig überlegt, hat der Kerl sogar recht. Es ist doch so wie mit den Kindern unter zehn Jahren, die zahlen auch kleinere Preise .." Wären Sie fähig gewesen, Ina zu widersprechen ? Ich will nun auch noch das letzte Hnglück erzählen, das mir im Sommer widerfahren ist. Es geschah in Begleitung der anderen Freundin, von der meine Frau keine Ahnung hat. Wir fuhren nach Wannsee; als wir eben auf dem Parivlatz feftgemadtt hatten, kam ein rothaariger Men ch. der sich als Herr Sieper vorstellte. Das Austreien dieses Menschen, seine bewußte vierschrötige Art, beunruhigte mich. Ich vermutete, Sieper und Fritzi müßten sich einmal näher gekannt haben; obwohl sie behaupteten, nichts als Tanzpartner auf einem der zahllosen Bälle des Winters gewesen zu sein. Während ich mit dem Aufseher und Kartenverteiler sprach, steckten Sieper und Fritzi die Köpfe zusammen; das war mir sehr unangenehm, ließ sich aber nicht ändern. Sieper war in einem großen Wagen gekommen ; er zeigte auf das Ding, das im Hintergründe zwischen zwei Wannseekiefern stand, mit seinem widerlich dicken Finger. Er lobte es über den grünen Klee; und dabei war es mir, als ob er mitleidige Blicke über mein Wägelchen schicke. Mich packte die Wut: aber Fritzis glucksiges Lachen, in das ich so verliebt bin, beruhigte mich wieder. Sieper meinte, wir sollten uns doch in seinem Wagen ausziehen; wir hätten dann nicht nötig, im Bad eine Kabine zu nehmen. „In Dienstag, 6. Januar (931 Elli Beinhorn, die erst kürzlich mit dem Silbernen Sportflieger» abzeichen ausgezeichnet wurde, ist von Berlin mit einer 40-?8-Klemm-Maschine zu einem Flug nach Westafrika gestartet. mehrere Kavaliere aus dem Bau sprengen, manches Füchslein läßt sich durch Lampes Todes- klage betören und der „Dust" des Luderplahes bringt manchen hungrigen Rotrock vors Rohr. Am schönsten aber ist es, den Fuchs bei stillem Drücken auf dem Passe zu strecken. Wie man die „Reue" benutzt, ihn einzukreisen, so bietet sie auch die Möglichkeit, den Marder auszugehen, bi-3 man das Raubvogel- oder Krähennest oder den Cichhornkobel findet, wo er sich steckte. Deo Edelmarder ist übrigens in ganz Preußen während des ganzen Jahres als Raturdenkmal geschützt. So ist die Zeit wirklich nicht tot. Aber „e r st .Heger — dann Jäger" muß Heuer mehr ' denn je die Losung sein. Für manches Revier ist der Monat von besonderer Bedeutung. Bedeutet er doch vielfach die letzten Wochen vor der Reuverpachtung, die Ende Januar Anfang Februar stattzufinden pflegt. Man wird seitens der Verpächter, wie der Pächter ihnen eine besondere Aufmerksamkeit zuwenden müssen. Die Zeiten der hohen Liebhaberpachten scheinen überwunden zu sein. Das Sinken der Wildpreise (ohne behördlichen Druck!) bei gleichbleibenden Pachten und Steuern gibt manchem zu denken, der unter ganz anderen Voraussetzungen gepachtet hat. So werden in anderen Teilen von Deutschland in den letzten Monaten Pachtpreissenkungen bis zu 53 Prozent beobachtet, besonders bann, wenn es sich um ausgeschossene, „wildreine" Reviere oder nur auf kurze Zeit (6 Jahre) zu verpachtende handelt. Es wird an den Verpächtern liegen, ihre Folgerungen daraus zu ziehen. Hubertus. Daten für Mittwoch, 7. Januar Sonnenaufgang 8.04 Uhr, Sonnenuntergang 16.08 Uhr. — Mondaufgang 20.02 Uhr, Monduntergang 10.21 Uhr. 1831: Reichspostminifter Heinrich von Stephan in Stolp i. P. geboren. Ihrem Wagen geht das ja leider nicht", sagte Sieper höflich; aber ich hätte ihn ermorden mögen. Ich liebe meine Maschine, wenn es auch keine Luxuskabine ist, in der sich ein halb Dutzend Badende ausziehen können. Die Sache endete damit, daß Fritzi erklärte, sie wolle sich in Siepers Auto fürs Bad zurechtmachen. Ich sagte, so ruhig ich konnte, aber innerlich weißglühend: „Wenn du meinst, dah sich das schickt?" Fritzi lachte nur; und dann ging sie mit dem rothaarigen Sieper. Meine Frau weiß nichts von allem; auch nicht, daß ich diesmal allein nach Hause gejuckelt bin. Schuh vor Lawinengefahr! Immer wieder stoßen wir in der Presse auf die Schlagzeile: „Der Tod in den Bergen". Hn- kenntnis und Leichtsinn verachten die Gefahren des Schnees, die ein anerkannter Alpinist, Jos. Jul. Schätz, in einem reich illustrierten Essay des Januarheftes von Velhagen & Klast n g s Monatsheften schillert. Er gibt auch Ratschläge, wie man sich vor Lawinengefahr schützen soll, und man möchte wünschen, daß sie jeder Wintersportler lieft und befolgt. Man muh wissen, daß man lawinengefährliche Hänge. Rinnen und Mulden unangeseilt oder einzeln in großen Abständen queren soll, und zwar möglichst hoch oben, nahe am oberen Rande; daß man beim Begehen nicht die Zeit größter Sonnenbestrahlung, also zwischen 10 und' 16 Hhr, wählen und nicht im Zickzack, sondern gerade hinauf-, bzw. hinabstapfen soll, und dah man als Skiläufer daher abschnallen, also zu Fuh gehen und die Lawinenschnur nachschleifen lassen möge. Dem Unerfahrenen sei nahegelegt: Am ersten Tag nach starken Reuschneefällen, und sei der Himmel noch so blau, keine lawinengefährlichen Skitouren unternehmen! Roch weniger natürlich bei FöhnwetterI Später aber bei Querung zweifelhafter Hänge äußerste Aufmerksamkeit, hoch oben in großen Abständen queren! Wer nicht sturzfrei fahren kann, bleibe solchem Gelände fern, denn ein Sturz kann schnell zur Katastrophe werden. Für den Skiläufer ist jede Lawine, in die er gerät, deshalb gefährlichen- als für den Fußgänger, weil der Schnee die Ski sofort belastet und den Menschen wie mit Bleigewichten in die Tiefe zieht. Da heißt es für: ihn so rasch wie möglich: Bindung lösen, Ski ab! Wer in eine Lawine gerät, trachte mit Aufgebot aller Kraft, Kopf und Fühe hoch zu behalten, sich gleichsam schwimmend auf der Ober* fläche des Schnees zu halten. SJl.-'SpOTt Spielvereinigung 1900 Gießen. Das Spiel der Ltgamannschaft gegen ..Germania" Marburg in Marburg fiel den schlechten Witterungsverhältnissen zum Opfer. Die Marburger hatten das Spiel noch am Samstagabend abgcblasen, da die Platzverhältnisse den Anforderungen nicht genügt hätten. Aus dem Sportplatz an der Liehigshöhe standen sich (der Platz war in leidlicher Perfassung) zwei Gegner gegenüber, die durch ihre Gleichwertigkeit einen spannenden Kampf garanti r en. Die vielen Zuschauer, die sich eingefunden ha.ten, erlebten denn auch keine Enttäuschung. Die Ligareserve und die erste Mannschaft von Wahen- born-Steinbcrg lieferten sich einen ebenso rass gen wie dramatischen Kampf. Obwoh' man von einer geringen Feldüberlegenheit des Platz esitzers sprechen durfte, wurden sie doch von den Gästen zur Hergabe ihres ganzen Könnens g zwrmgcn. Lediglich einer gewissen Un n s hlofsmhrit im Gästesturm verdankten die 193O:r den Sieg Ein Unentschieden lag gegen das Ende der zweiten Halbzeit dauernd in der Luft. Bereits in der 15. Minute gingen die Gießener durch einen prächtigen Weitschuß in Führung und vermochten kurz vor Halbzeit einen zweiten Treffer zu buchen. Die Kampfkraft der Steinberger erlahmte indessen nicht, vielmehr ging die Mannschaft mächtig ins Zeug und brachte verschiedentlich durch einige flotte Durchbrüche des Gegners Tor in ernsthafte Gefahr Aber erst in der 38. Minute der zweiten Halbznt vermochten die Gäste den gegnerischen Tormann zu überraschen. Die restlichen Minuten reichten jedoch nicht mehr aus. den Ausgleich zu erzielen. Der Sieg der 1900er ist nicht unverdient. Der Schiedsrichter hätte den Kampf fördern können, wenn er etwas großzügiger g wesen wäre. Die beiden Mannschaften befleißigten sich aller Fairneß. Das Publikum (die Steinberger erschienen mit vielen Anhängern) verhielt sich sehr diszipliniert. Die dritte Mannschaft kehrte aus Garbenteich 5:3 geschlagen zurück Die durchweg schweren Gießener Spieler fanden sich auf dem schlechten Platz nicht zurecht, um so besser verstanden es die Einheimischen, sich mit diesen Verhältnissen abzufinden Der zerfahren spielende Gießener Angriff verschenkte den Sieg. 1900s vierte Mannschaft stellte sich in Daubrin- gen besser an. Sie schlug die Daubringer auf grundlosem Platz mit 9:1 Treffern (Halbzeit 5:1). Zur Ehre des Platzvereins sei aber gesagt, daß dieser nur mit 8 Spielern zur Stelle war, die sich redlich Mühe gaben, die hohe Niederlage zu verhindern. Iugendspiele. Die 1. Jugend stand in Lollar der dortigen 1. Jugend im Pflichtspiel gegenüber. Beide Mannschaften traten mit Ersah an und führten ein faires Spiel vor. 1900 stellte die bessere Elf, die dem Gegner technisch überlegen war und das Spiel leicht mit 4:0 gewann (Halbzeit 3:0). VfB.-Gießen. Die Ligareserve stand im Verbandsspiel der ersten Mannschaft Lollars auf dortigem Platz gegenüber. Do der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war, wurde das Spiel von einem Schiedsrichleranw rtcr gcl it t Lol'ar wollte die im Vorspiel erlittene 2: 5-Niedcrlage wieder wettmachen. Es entwickelte sich daher ein Kampf, der von beiden Seiten mit dem Einsatz der Körperkräfte durchgeführt wurde und der des öfteren weit über die Grenzen des Erlaubten ging. Nachdem , ein Spieler der Einheimischen wegen grober Unfairneß den Platz verlassen mußte, lieh sich der Schiedsrichter die Leitung des Spiels aus der Hand nehmen. Er mußte Ichiiehlich oas Spiel beim Stand von 4:2 für Lollar abbrechen Die Angelegenheit dürfte die zuständige Fuhball-Derbandsbe^örde noch beschäftigen. Die dritte Mannschaft des VfB. weilte in Bieber, um gegen den dortigen Sp.-V. das fällige Verbandsspiel auszutragen. Auch hier war der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen. Das Spiel wurde als Privatspiel ausgetragen. VfB. gewann sicher 3:2 Um das grün-weiße Band. Der Stand der Spiele im WSD. Der Westdeutsche Spielverband ist mit seinen Meisterschaftsspielen noch stark im Nüctstand. Auch in diesem Jahre wird man in Westdeutschland nicht zur rechten Zeit fertig werden und wie gewohnt, örst in der letzten Minute die drei westdeutschen Teilnehmer zur DFB.-Endrunde melden können. Nicht allein daß die Sonderklassen auf eine viel zu breite Basis gestellt worden sind, nimmt auch die komplizierte Art der Austragung der Endspiele viel Zeit in Anspruch. Die Bezirksmeister werden in zwei Gruppen zusommengestellt. Die Gruppe Nord bringt die Meister von Ruhr, Westfalen, Südwesisalen und Niederrhein zusammen! die Gruppe Süd bereinigt die Meister von Rhein. Berg Mark, Hessen- Hann.over und Mittelrhein. Jede Gruppe trägt eine Doppelrundc aus und die b.üden Tabellenersten ermitteln im'Hin- und Rückspiel den westdeutschen Meister. Beide Vereine nehmen an der DFD.-Mcisterschaft teil, während der dritte Vertreter, nach einer Pokal runde der Bezirkszweiten, deren Sieger mit dem Dritten aus der letzten Meisterrunde ein Entscheidungsspiel auszutrogen hat. festgestellt wird Sp.-Bg. 1900 Lahnkreismeister m Handball. VfL. Wetzlar 1 — 1900 II 3:4. Die diesjährigen Derbandsspiele um die Lahnkreismeisterschaft haben ein sensationelles Ende gefunden. Die Ueberraschung besteht darin, daß die erste Mannschaft des VfL. Wetzlar ihr letztes Derbandsfpiel, zu dem sie auf eigenem Gelände die zweite Garnitur der Sp.-Vg. 1900 zu empfangen hatte, nicht siegreich gestalten konnte. Rach dem bisherigen Verlauf der Dinge mußte eigentlich mit einem Punktgewinn der Wetzlarer gerechnet werden, wodurch an einem der nächsten Sonntage zur Ermittlung des Meisters ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz notwendig geworden wäre. Durch die Leistung dec Reserven ist nun 1900s erste Mannschaft in den Besitz des Meistertitels gelangt. — Der gestrige Sieg in Wetzlar ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Mannschaft bis auf den rechten Verteidiger, für den der Ersatzmann allerdings aus- blieb, in der altbewährten Aufstellung und mit einem unvergleichlichen Elan kämpfte. Die Punkteverteilung ergibt nun folgendes Bild: Gew. Verl. Punkte 1900 1 5 1 10 VfL. Wetzlar 1 4 2 8 1900 11 3 3 6 VfL Wetzlar II 0 6 0 Jährlich zwei Handballspiele gegen Oesterreich. Zwischen der DSD. und dem Oe. HV. schweben zur Zeit Verhandlungen, das traditionelle Handball-Länderspiel nunmehr alle Jahre zweimal auszutragen. Die DSD steht dem Projekt nicht unsympathisch gegenüber. • Sie kleine Motette. Roman von Paul Sain H. Fortsetzung Nachdruck verboten In der Potsdamer Straße rauschte bereits der erste Wellenschlag des neuen Arbeitstages Do rasselten die elektrischen Bahnen, die Autohupen gellten, donnernd sauste die Hochbahn über die Straße hinweg, und die enge, wirbelnde, sich drängende Masse all derer, die ihren Arbeitsstätten zueilten, hastete vorüber. Schon öffneten die Cafes ihre Pforten für die Vormittagsgäste. Dicht lange, so würden sich dort schon elegante Nichtstuer einfinden und gepuderte Frauengesichter würden hier und da auftaüchen. Schwarze Rauchfahnen schwebten über den Dächern Staub wirbelte auf. Wördehofs eilte dem Bahnhof zu. Ferien I Ferien I dachte er innig. Vor der Bahnhofshalle ohrenbetäubendes Geschrei der Zeitungsverkäufer. Jeder schrie eine andere Sensation aus. Morgenmusik! Wördehofs rannte fort, zum Bahnsteig hinauf. Da stand schon der Zug. Hastig stieg er ein Warf den Rucksack ins Netz, drückte sich in die Ecke der Dank Gott sei Dank — er fuhr hinaus in die Freiheit! In die Ruhe! In die grüne Welt! 7. Die letzte Saisonvorstellung im Theater war vorbei. Direktor Hollmann hatte seine Bühne für den Sommer über wieder an ein Operettenunternehmen verpachtet und war im Begriff, nach Partenkirchen abzureifen, um sich „Don all dem Aerger" zu erholen. „Wissen Sie eigentlich, wo Ihr Mann steckt?" fragte er Norma. „Man muh ihn doch im Auge behalten, vielleicht kann man ihm wo begegnen. So in den Ferienmonaten ist Immer die glücklichste Zeit für Unterhandlungen. Da sind die Menschen alle friedfertig." „Vorläufig hätten Sie bei Hubert toenig Glück damit", antwortete Norma leichthin. „Zwei Wochen wandert er bereits in der Weltgeschichte herum und hat mir inzwischen zwei Kartengruhe geschickt. Weiß der Hunmel, aus welchen gott- verlassenen Gegenden! Er bleibt doch nicht fest an einer Stelle sitzen. Mal hier, mal dort. Und — da fällt mir ein — er verbittet sich ausdrücklichst, daß ihm jemand nachfährt. Seine Ruhe will er haben, schreibt er." „Aha. Na - vorläufig —" „Ja, vorläufig ist es also wirklich das beste, man läßt ihn unbehelligt." „Schön. Der Sommer hat ja erst angefangen. Aber halten Sie mich bitte immer auf dem Laufenden, wenn Sie was von ihm hören." „Wird gemacht. Uebrigens — wir treffen uns wohl in Partentirchen. Direktor. Oder so in der Gegend." _ „Ah - Sie wollen auch hin? Solo? Dann könnten wir ja gleich zusammen —“ Norma tippte ihn etwas respektlos auf die Nasenspitze. „Sie sind ja ein netter Mensch, Direktorchen — aber das richtige Pendant wären Sie nun gerade auch nicht für mich. Meinen Sie nicht auch?" Sie lachte amüsiert. „Ueberhaupt - Sie find doch mein Vorgesetzter, und da schickt sich das schon lange nicht." — Hollman tat beleidigt. „Was Sie schon denken. Norma. Ist ja Unsinn." „Weiß ja, weiß ja. Direktor — fressen Sie mich nur nicht. Aber erstens will ich mich hier noch ein paar Tage amüsieren - denken Sie, was alles in Grünau und aus dem Sportplatz und aus dem Turf los ist — und dann habe ich schon dem jungen Herrn Barnowsky versprochen, daß er mich begleiten darf. Der würde Sie glatt an seiner Staffelei aufhängen, wenn ich ihm nun einen Korb gäbe." „Ach so - das ist was anderes. Dann allerdings! Uebrigens — ein nettes Kerlchen! Schneidig, elegant — und ein kommender Mann am Himmel der modernen Malkunst. Sie sollten sich auch von ihm malen lassen." Es klang ein wenig malitiös. Norma lat, als spüre sie das nicht. „Wird bereits gemacht, Direktorchen. Eine Sitzung habe ich schon hinter mir. Und vor meiner Abreise soll wenigstens die Skizze hier fertig fein 3m nächsten Herbst können Sie das Bild in der Kunstausstellung bewundern." „Sieh da — hab ich eine feine Nase?" Aorma klopfte ihm leicht auf die rundliche Wange. „Jedenfalls eine dicke und recht gemütliche. Also - auf Wiedersehen — da draußen." Ja — es stimmte. Norma hatte den dringenden Bitten Barnowslys nicht widerstehen können, sich von ihm malen zu lassen. Erstens kostete es ja nichts - zweitens war es immerhin eine sehr geschmackvolle Reklame, von dem so schnell hochgekommenen Maler Barnowsky porträtiert zu werden, und drittens - war es hübsch, das Sptel mit dem Feuer fortzusehen. Sie hatte keine Lust, als eiste Art Strohwitwe sich zu langweilen. Eine Vorstellung, über die sie laut lachen konnte. Einige Tage später begab sie sich zur zweiter, Sitzung in Barnowskys Atelier. Kurz daraus wollte sie dann, von ihm und ihrer Zofe begleitet, abfahren. Barnowsky wußte, was er seinem jungen Duhm schuldig war. Gr hatte im Westen in einer Grunewaldvilla ein luxuriöses Appartement mit einem ausgezeichneten, hellen Atelier — hie Aussicht nach dem Wald — gemietet Gpvttgrößen von 1930. Carracciola Europa-Bergmeisterschaft für Sportwagen. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Wieseck I - Lollar I 5:4. In Wieseck standen sich am vergangenen Sonntag obige Mannschaften im Freundschaftsspiel gegenüber. Wieseck konnte bald in Führung gehen Dollar gelang jedoch bald darauf Ausgleichs- und seinerseits Führungstreffer. Bei Halbzeit führten die Gäste mit 3:2 Toren. Nach dem Seitenwechsel arbeitete der Platzbesitzer einige Überlegenheit her- aus, und Lollar mußte viel Abwehrarbeit leisten. Schließlich trennte man sich mit dem obigen Ergebnis Großen-Linden 1 — Annerod I 6:0. Beide Mannschaften lieferten sich trotz Ersatz, unter schlechten Bodenverhältnissen in Großen-Lin- den ein schönes Spiel. Annerod erwies sich zu. Anfang des Spieles als etwas im Vorteil, allmählich jedoch kam Großen-Linden auf und ging in FÜh- rung Ein ausgeglichener Kampf füllte die erste Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel gelang es dem Platzbesitzer, die Torzahl auf 2:0 zu stellen. Die Gäste ließen daraufhin sichtlich nach und Großen- Linden konnte bis Schluß noch viermal erfolgreich fein. Grünberg 1 — Darmstadt Ib 1:3. Der größere Eifer brachte die Einheimischen bald in Front, jedoch stellten die Darmstädter kurz vor Halbzeit den Ausgleich her. Durch einen Elfmeterball ging dann Darmstadt in Führung, der übergroße Eifer der Grünberger stellte aber schließlich in Form eines Selbsttores den Sieg der Gäste sicher 100 km in der Krank urier Festhalte. Vor etwa 4000 Zuschauern wurde am Sonntag in der Frankfurter Festhatte ein 100-Kilv- rneter-Mannschaftsrennen, umrahmt von Ama- teurwettbetoerben, ausgetragen, das einen überaus kampfreichen Verlauf nahm. Der mit dem Holländer Pijnenburg gepaarte Lokalmatador Schön legte eine große Fahrweise an den Tag und. nachdem beide bereits mit Rundenvorsprung führten, gelang es ihnen in den Schlußspurts, das gesamte Feld nochmals zu überrunden. Ergebnisse: 100 Kilometer: 1. Schön—Pijnenburg 2:16:24.6, 62 P.: zwei Runden zur.: 2. P reich— Resigcr 37 P.; 3. Krüger—Funda, 15 P.: drei Runden z r: 4. Koch—Schäfer. 39 P.: 5. Christmann—Dinale, 27 P. . Ghmer—Tietz, 21 P. Piet van Kempen startet in Frankfurt. Ueber dem Start Piet van Kempens im Frankfurter Sechstagerennen, das in der Zeit vom 30. Januar bis 5 Februar stattfindet, lag bisher ein undurchsichtbarer Schleier. Der Start van Kempens wurde mehrfach widerrufen. Erst jetzt ist es der Leitung der Festhalle endlich gelungen, Aufträge genug hatte er nach seinem vorjährigen Ausstellungserfolg. Mit Ungeduld erwartete er die Ankunft Normas, die um die Mittagszeit, also zur Zeit der besten Tagesbeleuchtung, im Auto vorfuhr. Sie wußte wohl, mit welcher Sehnsucht Barnowsky ihrer harrte, daß er bereits hinter irgendeiner Gardine stand und sie mit brennenden Augen beobachtete. Und darum hatte sie es nicht eilig, ins Haus zu kommen. Cs dauerte eine hübsche Zeit, bevor sie den Chauffeur entlohnte. Dann blieb sie noch eine Weile stehen und tat, als wäre sie in den Anblick des Kiefernwaldes, der sjch auf der anderen Seite der Straße erstreckte, versunken, bevor sie sich umwandte und durch den Vorgarten schritt. Barnowsky empfing sie in dem kleinen Salon neben dem Atelier und hatte bereits den Tisch zu einer kurzen Frühstücksunterhaltung mit allerlei Delikatessen erlesenster Art decken lassen. „Aber Herr Barnowsky — ich habe Ihnen das doch das letztemal verboten. Ich komme her, um mich malen zu lassen, und nicht — zur Unterhaltung. Dafür haben wir doch anderswo Gelegenheit genug." Er ließ nur zögernd ihre Hand von den Lippen. „Frau Norma — vor die Arbeit haben die Götter immer eine kleine Plauderei gesetzt. Ditte — enttäuschen Sie nicht — die Götter!" „Sie Philosoph. Nun — da Sie sich einmal die Mühe gemacht haben, will ich nicht so grausam sein." Sie nahm Platz. Barnowsky schenkte die kleinen, geschliffenen Süßweingläser ein. Norma drohte ihm mit dem Finger. „Sie sind sehr verschwenderisch, glaube ich." Sie legte ihm selbst einige Delikatessen auf den Teller. „Ich halte das für keine schlechte Eigenschaften", sagte er mit glänzenden Augen. „Ein Künstler muß immer aus dem vollen schöpfen. Ueberall." „Wenn er's dazu hat, mein Freund —" „Sonst ist er eben keiner", lachte Barnowsky. Norma dachte flüchtig an Wördehofs und lächelte. „Nun ja — ich jedenfalls neige wohl auch mehr Ihrer Meinung zu. Also — deshalb: Auf daß Sie mich nicht schlechter malen als ich bin —" Sie hob das Glas und trank es mit einem Zuge aus Barnowsky folgte ihrem Beispiel. „Ich habe nie mit solcher Inbrunst gemalt tote an Ihrem Bilde, Frau Norma", sagte er und sah sie mit heißen Augen an. „Ich male nicht nur mit den Händen — ich male mit ganzer Seele." Norma lehnte sich zurück und schloß die Augen halb. „Ihre Seele ist heiß, Barnowsky." Sie sagte es wie zu sich felbft leichtes ileberbügeln der Lauffläche gut verteilt. Hierauf reibt man mit dem Handballen oder, einem Korken tüchtig nach bis man eine schö e gleichmäßig glatte Fläche erhält. Hat sich s Wachs durch das Laufen nun wieder abgerieben, so trägt man die zu den jeweiligen Schneeverhätt- 7 nissen passende Wachssorte strichweise nach. Gut gewachst, bringt doppeltes Vergnügen. Kurze Sportnotizen. Zwei Eishockeyspiele um den Goldpokal von Arosa wurden am Montag ausgetragen Die Berliner Mannschaft „Brandenburg" besiegte den EHE. Arosa 8:0 (2:0, 2:0, 4:0), und der EHE Davos blieb über das englische Team der Grafschaft Sussex 5:1 (3:1, 1:0, 1:0) siegreich. Vom Ski-Wachsen. Jeder Sportler nimmt es mit der Pflege feiner Geräte sehr ernst. Und das ist auch ganz richtig so, denn zweifellos liegt die Hälfte seines Erfolges an der Qualität seiner Sportutensilien. Doch ist es nicht damit getan, daß er für teueres Geld das Beste kauft; es muß erhalten werden, fach- und erfahrungsgemäß behandelt und gepflegt fein. In diesen Wochen sind die Stil^ufer damit beschäftigt, sich für den Wintersport^zu rüftea. Hierbei ist es für sie eine sehr ernste Angelegenheit, ihre Skier richtig zu wachsen; denn ein schlecht gewachster Ski — verwachst, wie man es nennt — kann die Freude am Skilauf vollkommen verderben. Durch das dauernde Reiben der Bretter auf dem Schnee wird die Lauffläche natürlich abgeschliffen — wechselnd naß und trocken —, mo* durch ein „Kleben", besonders bei Neuschnee, ein „Klumpen" und „Backen" verursacht wird, das den Läufer kaum mehr vorwärts kommen läßt. Dem entgegen zu wirken, kam man darauf, die langen Hölzer vor dem Gebrauch küchttg einzuölen und einzuwachsen, wozu man eine ganze Reihe von Präparaten verwendet: Teer, Leinöl, Paraffin und die verschiedensten Sorten Wachs, von welchen der passionierte Skiläufer über ein Dutzend Mischungen kennt, die er jeweils bei den entsprechenden Schneearten verwendet. Holt man seine Bretter aus dem Sommer« versteck hervor, so entfernt man zunächst die alten Wachsreste, die man mit einem Messer abkratzt. Und erst, wenn dies gewissenhaft gemacht, kommt das „Schmieren", und d» schwört nun der eine auf Leinölfirnis und Petroleum, der andere auf teerhaltiges Skiöl, und wieder andere verwenden nur skandinavischen Fichtenholzteer, je nach Beschaffenheit der Ski. Hat man sie tüchtig eingeölt, bann läßt man die Skier einen Tag stehen, bis das Oel auch richtig ins Holz eingedrungen ist. Und nun geht's ans Wachsen, möglichst mit einem neutralen Gleit- und Steigwachs, das am besten so aufgetragen wird, daß man es vom heißen Bügeleisen heruntertropfen läßt und danach durch Er sprang plötzlich auf. Die Teller flirrten. Funkeln in den Augen. „Norma —" Sie reichte ihm das Glas hinüber. Nun wieder ganz beherrscht. Lächelnd. „3a — bitte, schenken Sie mir noch einmal ein. Es schmeckt mir. ‘ Er war ganz verblüfft über diese Wendung. Mechanisch ergriff er die Flasche, goß ein, und fiel dann wieder, schwer atmend, in den Stuhl zurück. Norma gab dem Gespräch eine andere Richtung. Sprach von den Reisevorbereitungen, spielte Theatermüdigkeit. streifte zwischendurch bei einer Handreichung wie unaosichtlich Barnowskys Hände und — fühlte sich ungemein wohl. Barnowsky fühlte sich heiß erregt. den besten Sechstagefahrer der Welt zu verpflichten. Dor zwei Jahren bekam man dieses Phänomen im Radrennsport in Frankfurt leider nicht zu sehen. Der Holländer ist der geborene Winter- oahnspezialist. Nie hat es einen Fahrer gegeben, der so überwältigend seine Spurts gewann wie van Kempen. Kam es doch vor, daß er noch auf der Seite gegenüber dem Ziel in achter Position tag und im Ziel Sieger der Wertung war. Dee Holländer hat 18 Sechstagerennen gewonnen, eine Leistung, die bisher von niemand erreicht wurde. Als die schweren Rennen meistens noch mit Punktwertung entschieden wurden, war van Kempen naturgemäß überlegen. Als die Rennen dann die Entscheidungen durch Jagden brachten, war es wiederum der Holländer, welcher sich schnell auf diese Rennart umstellen konnte. 3m vergangenen Winter gewann er alle Sechstagerennen, die er bestritt. Der Start Piet van Kempens im diesjährigen FrankfurterSechsiagerennen wird manchen Radsportfreund in die Festhalle locken. Lb <5. i Sß» \ veS°" 50; »«^1 Äa । führen. Aor Degu : Mgiied H $ i interessanten Dort . Versicherung. ^Leihgestc^ batte in seiner v jur *g eines im Scmcinöehansh erhöSungenoes Müden und Dau 100 Mart Steuertoc 2üd forsMirlschaftl 4) Pf. für 100 D verbesteuer vom 50 Pf. für 100 D Lienersähe für GeV Hohe von 280 Pf. k in einer früheren geführt wurde, gi vollständigen Aue auch die Durg Kreisamt Giehen beschluh 6om29.5 weil nach dem 13. Dezember 1930 für Gebäude und land- usö forflti 30 Pf. für 100 S folgen darf, wenn bergebäubeft- rics trat sckcher <38 wurden für Ge "benstoert anstatt nur 10,3 Pf. uni anstatt 39,93 Pf. n einer Verfügung 31. Dezember, tef eines Siaatskomm derer Gmeindera nahm der Gemeir Lihung am 2. gelegenheit Stellt ®Äng SrrSe öfltjen des Zefch, Sa nach dem 31.: Ar Grundsteuern 1 -Bestimmung nun schließt man, das ^spruchnahme de "anal-undDc 8 6°ndei Menden Rest ei JMung des Fehlb -.Rungen: Die i ^.sserbezug ie -Lei toeit.'o wurden um ^"chen Kanalx Diese Frau wie verwirrend, berauschend sie war! Er hätte vor ihr hinsinken können, aber immer wieder blieb sie die Herrin der Situation. Und sie war es auch, die schließlich wie selbstverständlich aufstand und ausrief: „Nun aber an die Arbeit, Barnowsky. Cs wird Zeit. Eine halbe Stunde haben wir schon vertrödelt." „Es hätte eine ganze sein können." „Ah - sieh an! Und das Bild? Barnowsky, Sie sind gar nicht so höslich, wie es immer scheint." „Oh, Sie wissen schon, Frau Norma, woran das liegt.“ „Kindskopf! Kommen Sie!" Willig folgte er ihr nun ins Atelier. Er richtete die Staffelei her, während Norma in dem Sei lei auf dem etwas erhöhten Podium Platz nahm, wirkungsvoll in die rotseidene Polsterung zurückgelehnt. Barnowsky rückte an den Gardinen hinter ihr, um die besonderen Lichteffekte spielen zu lassen. Heute wollte er die ersten Farben anLgen. Ihre Blicke begegneten sich. Es war ein Zittern um feine Lippen. Krampfhaft umspannte feine Faust den Griff des Pinsels. Norma sah es. Dunkel klang es in tfjrem Blut. Spielte sie nicht - zu kühn? War Gefahr im Verzüge? Aber er gefiel ihr doch! Und wenn erst der volle Ruhm ihn fronte zu dem ihm vielleicht dieses Bild verhelfen konnte ah. diese tolle Leidenschaft In ihm konnte schön, hinreißend schön sein! Doch jetzt? - „Barnowsky - wollen Sie nicht endlich an* fangen? Man kriegt ja Angst vor Ihnen." „Frau Norma — ich —" „3a, wenn Sie noch lange so starren, werde ich es mir doch überlegen, ob ich Ihre Reisebegleitung annehmen darf." Er biß die Lippen zusammen. (Fortsetzung folgt.) _____ c w/o i'r . ■p£S| »• • • y .0 \’ior h '-*flot9ren,»i. ^"npÄ19» | fes"'*'.'1 Wirtschaft einer Verfügung des Kreisamts Gießen vom auf. Die Teller klirrten. Banknoten. 127,85 I 125,75 128,5 129,5 68 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M. 45,75 67,75 o , o , 6 10 127,75 62,25 37,5 46,13 68,13 12 > 6 9 , 6 , 6 8 , 7 10 10 . S . . 6 . . 0 . . 6 . . 8 . . 8 . 10 . 10 . . 9 . 10 Philipp Hohmann . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. Wahb & Freytag . . Lm übet diese Wendung, die Flasche, g°b eirund >er atmend, m den Stuhl 15 12 18 14 13’/» , 12 , . 8 , . 9 . 0 129,25 । 37 । 45,75 I 69 I Kirche und Schule. OberheMsche Torftirchcnbcwcgung. Die Dorfkirchenvereinigun.g für das südliche Oberhessen veranstaltet demnächst wieder drei Kirchenvorstehcr- t a g u n g e n, und zwar am 9. Februar in 6 t o d- heim, am 23. Februar in Echzell und am 9. März in Rieder-Wöll st ad t. Prälat D. Dr. Diehl und Oberkirchenrat D. Wagner haben die Predigten in den Festgottesdiensten übernommen. Professor Lic. Gerstenmaier vom Predigerseminar in Friedberg wird auf allen Tagungen sprechen über das T.-ema..Dauer und Vibel". Zur Teilnahme an den Veranstaltungen sind nicht nur die Kirchenvorsteher, sondern auch Kirchengemeindevirireter und andere kirchlich interessierte Gemeindeglieder willkommen. Letzte Nachrichten. Siegerwalds Bemühungen gescheitert. Dortmund. 6. 3an. (WTB. Drahlmeldung.) Relchsarbeitsminister Dr. Stegerroalb Hal seine Anwesenheit im Ruhrgebiet benutzt, um die strittigen L o h n f r a g e n mit den beiderseitigen Verbänden und mit einzelnen führenden Persönlichkeiten auf das eingehendste durchzusprechen. Die Besprechungen haben jedoch eine Möglichkeit der Annäherung der beiderseitigen Standpunkte nicht ergeben. Das Schlichtungsverfahren wird daher am Mittwoch unter dem Vorsitz des Schlichters für Westfalen seinen Fortgang nehmen. Die Reicheregierung hält trotzdem ihren Standpunkt aufrecht, daß eine gewaltsame Austragung dieses Konfliktes bei der gegenwärtigen Gesamtlage Deutschlands nicht zu verantworten wäre, und sie wird ihre Bemühungen nach einer friedlichen Einigung sortsehen. Da die Kündigung der einzelnen Arbeitsverträge erst am 15. Januar berücksichtigt wird, bleibt hierfür noch hinreichend Zeit. )las Himber. Dun wieder Sie mir noch einmal ein. I. ®. Horben Industrie . Dynamit Nobel . . . Ccbeideanstalt. . . . . Goldschmidt..... Rü'gerswerke . . . . Metallgesellschaft. . . . Termin-Kalender für Holzvrrsteigerungen. Mittwoch. den 7. Januar. Versteigerer: Freiherrlich von Rabenausche Forst- oerwaltung. Versteigerungsort: Marburger Straße an der Landesgrenze bei Friedelhausen. 9.30 Uhr. rZrcmksurter Maschinen . , Grinner........ Heulioenslaedt..... flunflians........ Lechwerke........ Mainkrastwcrie Höchst a. M. M>ag.......... Gebt. Roeder...... Voigi & Haeffner .... tzüddeuriche Zucker . • • Dasserbezug, seither 11 Mark Mindestsatz, ’ür je zwei weitere Stück Großvieh 3 Mark Zu- Idilag, wurden um 50 Prozent erhöht: die jähr- lichen K a n a l g eb ü h r en, seither 2 Mark, bet TU Ä «MS** ?eist^'cht I Ln,htiitl*er sich I?urterffl> «cm- ~ Malle Dachsen. öateyiiem ."wb erhalt"^ 16 I&“ >it .eine |ebt frSSft 6i* US- Inders bei ^ehr Dottoättg >. * ■ mozu man eine Qan» ’Mtoenbet: Teer, ffl i«?««.®Ottcn Dachs, e te 6hlau|cr über ein «J. die er jeweils bd Witten verwendet. E dem Sommer. J mcm Machst die alten tt einem Messer abfratjt »Waft gemacht, kommt 7 chlort nun der eine mwum, der andere auf mebet andere verwenden tenhoizteer, je nach man sie tüchtig eingeölt, !t Men Tag stehen, v.j $ W eingedrungen ift. lchsen, möglichst mit einem teigwachs, das am besten >ab man es vom heißen sen läßt und danach durch ’t Lauffläche gut verteilt, k dem Handballen oder. ach, bis man eine |d>"' -e he erhält. Hat sich d-z i nun wieder abgerie.'vn, eweiligen Schneeverhätl- ie strichweise nach. IvMtes Vergnügen. lvrinoiizen. spiele um den Gold- ZI.Dezember, dessen Schlußsatz die Einsetzung en am Montag ausgeiri« g cine8 Staatskommissars andrvhte, falls ein an- lannlchaft.2randenbmg 1 ■ < - - i|a 8^> (2:0,2:0,4:0), und übet das englische Tcarn VA (3:1, 1:0,1:0) siegreich. Oberheffen. Oie Bürgersteuer in Schotten. a Schotten. 5. San. Der Gemeinderat 4 hLitte die Einführung der Bürger st euer wiederholt abgelehnt. Das Kreis amt hat darauf die Einführung der Dürgersteuer vonAmts liegen verfugt. so Jahre VHS. x Schotten, 5. Jan. Am 30. und 31. Mai toirö in Schotten, als dem Geburtsort des Vogelsberger HöhenclubZ, daS 5 0. Stiftungs- sckst des Ges amt-VHE. gefeiert werden. Die Vorbereitungen für das Fest sind schon im Gange. ^anOcic.s U Großen-Linden, 5. 3«achtet werden könne. Das Andenken des verdorbenen Mitgliedes Johannes Junker wurde in der üblichen Weise geehrt. Alle Fürsorge- irnträge konnten erfüllt und mehrere Kinder und Erwachsene in Bädern und Luftkurorten für -mehrere Wochen untergebracht werden. In sieben Notfällen leistete der Verein geldliche Alntcr- stützung. Von der Abhaltung eines Winterver- grnügens in diesem Jahr hat man angesichts der alllgemeinen schlechten Wirtschafts.age Abstand genommen. Der von dem Rechner erstattete Kassenbericht zeigte ein günstiges Bild. Die Icchungsgcmäß ausscheidendcn Dorstandsmitgiie- ixr wurden wiedergewählt. Als Rechnungsprüfer ’ für das Jahr 1931 wurden die Herren Wilh. Walther x und L. Langsdorf bestimmt. Ä»ie MitZliederzahl des Vereins beträgt zur Zeit 324. Die Vereinsausslüge für das Jahr 1931 sollen am 10. und 17. Mai nach Miltenberg a. M. süchren. Vor Beginn der Tagesordnung hielt ein Mitglied des Bezirksverbands Kassel einen iirteressantcn Vortrag über die „Reichsbahntier- Versicherung". a» L e i h g e ff e r n, 5. Jan. Der Gemeinderat batie in seiner Sitzung am 29. Dezember 1930 zur Deckung eines Fehlbetrages von 6)00 Mark im Gemeindehaushalt die folgenden S teuer - crhöhungcn beschlossen: Die Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen von 15 auf 18 Pf. für IO0 Mark Steuerwert, die Grundsteuer vom land- iiitb forstwirtschaftlichen Grundbesitz von 30 auf 40 Pf. für 100 Mark Steuerwert und die Gewerbesteuer vom Gewerbekapital von 70 auf 80 Pf. für 100 Mark Steuerwert, während die Zteuersähe für Gewerbeertrag auf der seitherigen HLHe von 230 Pf. belassen wurden. Rachdem schon in einer früheren Sitzung die Diersteuer ein- geführt wurde, ging man nun dazu über, zum vailstöndigen _ Ausgleich des Fehlbetrages nun and) die Bürger st euer einzuführen. Das Rieigamt Gießen gab zu diesem Gemeinderats- * Beschluß vom 29. Dezember seine Zustimmung nicht, weil nach dem Sondergebäudesteuergesetz vom 13. Dezember 1930 eine Erhöhung der Realsteuern firr Gebäude und Bauplätze über 15 Pf. und für land- uaö forstwirtschaftlichen Grundbesitz über 4g 30 Pf. für 100 Mark Steuerwert nur dann erfolgen darf, wenn die Höchstsätze der Son« dergebäudesteu-er erst voll ausgenuht sind. !ics war seither in Leihgestern nicht der Fall. ,'ßB wurden für Gebäude unter 7000 Mark Friedenswert anstatt dem Höchstsatz von 45,75 Pf. nur 10,3 P f. und für Gebäude über 7000 Mark anstatt 39,93 Pf. nur 9 Pf. erhoben. Auf Grund »rn* eine andere Dichtung. ?rbtre:tungen,Jbiclte nlchendmch bei e:net Hand« ich 2amoMs Hunde und i wohl ää—j: ; » W* W 'M Schultheis Patzenhoser . Cftroerfe....... Aku......... Bemberg....... Zc-Ustoss Waldbos . . . fielKtolf Aschassenburg . ötindottcnburflcr Walser Deslauer Mas..... Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . , Maschinenbau 3.«QJ. . . Not. Automobil . . . . Lrenbeiu S Keppel . . Leonhard lieg . . . . Svenska....... Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Rcichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. wurden um 150 Prozent, auf 5 Mark erhöht: an Sprunggeld ist jährlich für jedes Stück Großvieh 3 Mark, für Ziegen 0,50 Mark zu entrichten: die Sondergebäudesteuer wird von 10,3 auf 20,3 Pf. für Gebäude mit einem Friedenswert unter 7000 Mark, und von 9 auf 19 Pf. für Gebäude Über 7000 Mark erhöht. Die beschlossene Dürgersteuer wird aufgehoben. Die Annahme des nunmehr gefaßten Beschlusses erfolgte, nachdem die Meinungsverschiedenheiten in einer fast dreistündigen Beratung aus dem Wege geräumt waren, bon den 12 Gemeindevertretern der drei Listen einstimmig. t). Staufenberg, 4. Jan. Ein holländischer Philantrop nahm auf Borneo einen Film auf und schenkte ihn der dort arbeitenden Basler Mission. Missionar Lauk führte auf Einladung des holländischen Institutes an der Frankfurter Universität dort diesen Film vor und fand sachkundige Anerkennung. Dieser Film. ..An den Ur- waldströmen Borneos", wird in diesem Winter in oberhessischen Gemeinden gezeigt. Heute sanden in der Kirche zu Kj.cherg zwei Vorführungen statt, nachmittags für die Kinder des Kirchspiels, und abends für die Erwachsenen der Gemeinden. Beide Veranstaltungen waren außerordentlich zahlreich besucht und hinterliehen einen tiefen Eindruck. Kreis Büdingen. ~r Ridda, 5. Juni. Als der hiesige Stadtschäfer feine Herde austrieb, fuhr am Südost- ausgang in der Richtung von Ranstadt ein QI u t o in die Herde. Drei Schafe wurden eine Strecke weit voni Auto mitgeschleift und verletzt. Der Polizei gelang es, den (Hamen des Wagen- besihers fcstzustellen. * R i d d a, 5. Jan. Die hiesige katholische Gemeinde veranstaltete am Sonntagnachmittag in der Turnhalle eine Weihnachtsfeier, die gut besucht war. Rach einer Begrüßungsansprache von Pfarrer G o n d o l f trug der katholische Kirchenchor unter Leitung von Lehrer Schmitt mehrere alte und einige neuere Weihnachtslieder vor. Schüler und jüngere Gemeinde- glieder ernteten bei Aufführung von bunten Reigen und einem schönen Weihnachtsspiel den Beifall der Gäste. Das Spiel hatte der Mädchen- turnwart QI. Stadler mit viel Fleiß eingeübt. Die Feier nahm in allen Teilen einen schönen Verlauf. △ Ridda, 5. Jan. Wie in anderen Gemeinden Oberhessens hat man kürzlich auch hier eine Freiwillige S a n i t ät s k o lv nn e vom RotenKreuzgegründet. 16 Mann haben sich sofort als QRitglieöer gemeldet. Die Ausbildung yat Dr. med. Fritz Koch übernommen. An einem Abend der Woche werden in einem Schulsaal die ülnterweisungen und Hebungen stattfinden. Man hofft, daß sich noch mehr junge Leute zur Arbeit im Dienste der Rächstenliebe bereit finden und sich zum Unterricht melden. y Echzell, 5. Jan. Die Eheleute Phil. Bock feierten bei guter Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit. Der Gesangverein „Frohsinn" brachie dem Jubelpaar ein Ständchen und ein Geldgeschenk. Die Gemeinde und das Ministerium ließen dem Paare Glückwünsche entbieten und ebenfalls Geldbeträge übermitteln. * Stockheim. 5. Jam Am Samstag hielt der hiesige Eisenbahnverein im Hotel Surften» Hof in Büdingen fein Wintervergnügen ab. Rach einleite..dem Mar ch des Musikvereiirs Stockheim (Leitung Obermusikmeister O. Hllfrich) begrüßte Bahnmeister Petersen, Stockheim, Mitglieder und' Gäste. Die Reichsbahn Obersekretäre Müller und Sünder aus Frankfurt sorgten für Untermal ung durch humorvolle Darbte ungen. Die beiden Töchter des ReichLbahnober ekretärs Müller, Stockheim, ernteten reichen tBelsall mit einem humorvollen Duett. Frl. P. Müller, Stockheim, sprach den „Hessegruß" in H ttenberger Mundart, der mit großem Beifall ausgenommen wurde. Musikvo.-träg: umrahm en dir schöne Feier, die mit Tanz ihren Abschluß fand. i. Babenhausen I, 5. Jan. Am 1. Januar trat die nunmehr 81jährige Hebamme Berta G e m m e r in den Ruhestand. Die Greisin feierte bereits im Jahre 1928 ihr 50. Derufsjubiläum. und hat während dieser langen Zeit über 700 Erdenbürgern in die Welt geholfen. Die Gemeinde sieht die hochbetagte Hebamme ungern aus dem Beruf scheiden. Kreis Schotten. V Gedern, 5. Jan. Im abgelaufenen Jahre wurden dem hiesigen Standesainte 43 Geburten gemeldet, gegenüber 55 im Jahre 1929. 28 Sterbe- fällen im Jahre 1930 stehen 32 in 1929 entgegen. 21 Ehen wurden geschlossen, während im vorhergehenden Jahre die entsprechende Zahl 20 betrug. Berliner Börse. Berlin, 6. Jan. Rachdem die Ansichten über die Tendenzgestaltung im heutigen Vormittags- Verkehr ziemlich geteilt waren, griff bereits in der Dorbörse und zu den ersten Dotierungen eine schwächere Stimmung Platz. Die Besserung der Streiklage im Ruhrgebiet wurde kaum beachtet, dagegen übte der schwächere Schluß der gestrigen Reuyorker Börse einen gewissen Einfluß aus. Vor allem verstimmte aber der weitere Rückgang der Svenska-Qlktien, die trotz Interventionen 7 Mark gegen den gestrigen SHluhkurs verlorem Hier handelt es sich anscheinend um Vorverkäufe des Ausland: s. Olußerdem tauchten Gerüchte von Schwierigkeiten der Berliner Dank» firma S. und E. Steinfeld auf. als bekannt wurde, daß der jüngere 3nbaber dieses HauseS einen Selbstmordversuch verübt habe. Rach unseren Informationen handelt es sich nur um einen iln- glücksfall. Das Ausland trat hier als QI b - gebet auf. Auch die Kulisse bekundete überwiegend Realisationsneigung, während die Kundschaft teilweise infolge des heutigen katholischen Feiertages fehlte. Die Kursverluste betrugen durchschnittlich 1 bis 2 Prozent und gingen bei Kunstseideaktten, Kali, Polyphon, Ehade-Aktien, Elektrisches Licht und Kraft, Siemens & Halske, Bergmann darüber hinaus bis zu 3,5 Prozent. Auch Schultheiß lagen noch, selbst unter Berücksichtigung des Dividendenabschlags, 2.5 Prozent schwächer. Westeregeln kam verspät.'t mit 13! Prozent, das ist 5,25 Prozent unter gestern zur Rotiz. Anleihen lagen gut behauptet. Von Ausländern waren 5prozentige Mexikaner etwas rückgängig. Für Pfandbriefe herrschte freundliche Tendenz. Das Geschäft war sehr st i l l. Auch Reichsschuldbuchforderungen to '.e, en kaum Veränderungen auf. Am Geldmarkt erleichterte sich der Satz für Tagesgeld auf 4 bis 6 Prozent. QHonatsgeld blieb mit 6,5 bis 8,5 Prozent und Warenwechsel mit 5,25 Prozent unverändert. Auch nach den ersten Kursen war die Tendenz we'ter nachgebend. Man sprach von Käufen aus dem OZesih der Textilfirma Brotcen & Eo., die bereits gestern ihre Zahlungen eingestellt hat. QZerschiedentlich konnte _ man gegen d i e Anfangskurse Rückgänge bis zu 1,5 Prozent feststellen. Besonders schwach lagen weiter Kunstseidewerte, Kali und Polyphon. DarMlV. iÄeAfflerf4el To»« Zs- inM . 'Blut SVielteJ/ Oer item 2-rzuge' Lfa esahr un der KS * Senkung der Düngemittelfrachten bei der Reichsbahn. Die Reichsbahnverwaltung teilt mit: Zur älnterstühung der Preissenkungsbestrebungen der Regierung wird die Deutsche Reichsbahn ab 1. Februar 1931 eine Ermäßigung der Frachten für Düngemittel zum Düngen im Deutschen Reich, soweit die Ausnahmetarife IV B 11 und 11 m in Frage kommen, eintreten lassen. Die Frachtermäßigung beträgt im allgemeinen 8 v. H. Für die Kalkdüngemittel konnte jedoch nur eine fünfprozentige Frachtermäßigung zugestanden werden, da die derzeitigen Frachten bereits sehr niedrig sind, so daß schon jetzt zum Teil die Selbstkosten der Eiserrbahn nicht gedeckt werden tonnen. Die Frachtkosten werden sich somit für eine Tonne ermäßigen: für Stickstoff, Superphosphat und Chilesalpeter bei einer Transportlänge von 250 Kilometer um 61 Pf., für Thomasmehl bei 500 Kilometer um 84 Pf., für Kalisalze bis zu einem Höchstgehalt von 42 v. H. reinem Kali bei 250 Kilometer um 45 Pf., für gebrannten Kalt bei 100 Kilometer um 14 Pf. Rindermarkt in ließen. Auf dem heutigen Rindvieh» (Rutzvieh») Markt in Gießen standen 971 Stück Großvieh und 172 Sluck Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe: I. Qualität 550 bis 650 Mk., 2. Qualität 300 bis 450, 3. Qualität 200 bis 300: b) Schlachtkühe: 10J bis 450 Ml.: c) Rinder '/> bis 3 jährig: 125 bis 200 Mk.: 3,V bis 2jährig: 175 bis 300; tragend: 350 bis 550 Mk.: d) Kälber das Pfund Lebendgewicht 50 bis 60Pf. Ausgesuchte Tiere über Rot z. Marktverkauf: mittelmäßig, geringer Hebcrftanö. Frankfurter Börse. Frankfurt, 6. Jan. Tendenz schwächer. — Bereits an der gestrigen Abendbörse machte sich nach den Streichungen der Mittagbörse wieder Abgabe« Neigung bemerkbar, die vor allem auch durch die Rede Dr. Curtius' in Pforzheim heroorgerufen wurde. Auch der heutige Vormittagsverkehr brachte meist schwächere Kurse, da der schwache Schluß der gestrigen Reuyorker Börse verstimmte. Der offizielle Bericht der Börse zeigte dann weitere Abschwächungen, da von außen her einige Verkäufe erfolgten. Daneben machte der Artikel der „Temps", der Deutschland Zurückhaltung auferlegte, einen ungünstigen Eindruck. Don dem Abflauen der Streikbewegung an der Ruhr ging keine nennenswerte Anregung aus, da auch aus der Wirtschaft überwiegend ungünstige Nachrichten oorliegen. Das Geschäft war weiterhin recht klein, doch genügten Derkaufsorders, um das Kursniveau um 1 bis 3 v.H. zu senken. Salzdetfurth waren mit minus 4 o. H. abgeschwächt. Am Elektromarkt waren Rückgänge um 2 bis 3 v.H., nur Gesfürel blieben behauptet. Der Montanmarl't lag infolge des Fehlens von Aufgaben aus der Rheinprovinz durch den katholischen Feiertag sehr still. Am Chemiemarkt setzen J-G.-Farben VA v.H. niedriger ein. Durch gestrige Verluste fielen außerdem Deutsche Linoleum und Zellstoff Waldhof mit je minus 2 v. H., Aku mit minus 2i v. H. und Conti-Gummi mit minus 2 v. H. aus. Der Bankenmarkt verlor nahezu 2 v. H. Bei den D-Banken ergaben sich Rückgänge von Ä bis VA o. H. Am Anleihemarkt lagen Deutsche Anleihen uneinheitlich. Auslandsrenten vernachlässigt. Pfandbriefe bei kleinem Geschäft gut behauptet. 3m Verlaufe wurde die Stimmung etwas freundlicher. Die Kulisse bekundete eher etwas Deckungs- neigung, so daß sich gegen Anfang kleinere Besserungen einstellten. Kräftig erholt lagen nach dem gestrigen Rückgang Svenska, die 7 Mark gewannen. Die Umsatztätigkeit hielt sich jedoch nach wie vor in engen Grenzen. Am Geldmarkt setzte sich die Erleichterung fort. Tagesgeld auf 4 v. H. ermäßigt. Am Devisenmarkt lag der Dollar etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,201750, gegen Pfund 20,3973, London gegen Kabel 4,8552, gegen Paris 123,68, regen Mailand 92,74, gegen Schweiz 20,06, gegen Madrid 46,00, gegen Holland 12,0613. M derer Gemeinderatsbeschluh nicht zustande käme, nif)m der Gemeinderat in einer dringenden Litz ung am 2. Januar erneut zu dieser Qln- zelegenheit Stellung. Es wurde beschlossen: Die Erhöhung der G e w e r b e st e u e r n b e bi bei den Sätjen des Beschlusses vom 29. Dezember 1930. Sa nach dem 31. Dezember 1930 eine Erhöhung ter Grundsteuern nach einer ebenfalls gesetzlichen Äestimmung nun nicht mehr erfolgen kann, bv» schließt man, das Sprunggeld für die Inanspruchnahme der Faseltiere einzuführen, die Kanal- und Wassergebühren zu erhöhen md die Sondergebäudesteuer dem noch kehlenden Rest entsprechend, zu erhöhen. Die Deckung des Fehlbetrags erforderte folgende Er- ^Hungen: Die jährlichen Gebühren für I1 ------—--- frrantiuri a. Dl. Berlin Jrannun a. Lt. Berlin Gchiuß« turd 1-Uhr. Kur> Schluß- tur > Slnfa g- Ga'.uß« 1-Ubr» .« rt Gchluß. für« Anfang- Kur- Datum 5.1. 6.1- 51 6.1 Datum 5-1- 6.1 S.i S.1. CI Deuriche Relchkamethe rm 1927......... 85 __ 85,25 _ romburg.'jimerila Palet . . . '< Hambura-Tüdam.Dampfschlfs. 8 62,4 62 63,25 62,13 157,5 1% Tcuyche Rclchoanlelhe . Ha 1929 .......... 100 _ 100,5 _ Hanta Tampsichlss.....10 Norddeuttcher Lloyd.....8 63 62,65 63,25 62,13 ta iifdic Slnl.-Mlöi.-Schuld mit - ÄJL'loi.-aicdilcn....... 53,25 _ 53,3 53,4 Allgemeine DeutlcheTreditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 98 100,5 100,5 98,5 100,5 98,75 100,5 t?Sil. ohne Slnrlol.-Ncchte . . 5,35 5,2 5,3 5,25 Berliner HandeUgeiellsihast . 12 120 — 120,75 120,5 1% t>c1f. «olhimnt von 1099 ? mdtablb. 102%)...... 89 89,5 Commerz- und Privat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 112,5 146 112 144,5 112,5 145,5 112 144,5 tbeihrifcn Provinz • Anleihe ml* 1 MaülDl.-'Jirdncn...... 50 _ _ Deutsche Bank und Tisconto-GeleUschalt, ... 10 112.5 111.25 112,5 111,75 ttiiifdir Komm. Sammclabl. «ileitic Gerte 1...... 50,75 _ 50,25 _ Treebner Bank......10 Reichsbank........12 112,25 231,13 112 230,25 112,5 233 112 231,75 K brantf. Hnp.-Bnnk Koldpfe Kill unlünhbnr bi- 1934 . . . kHanli. Hup.-L'ank Goldpse v ilünnbar bb 1032 ..... 99,5 _ _ ’.I.C.®. ..........b 94 92 94 92,5 92 — — Bergmann.........9 hielte Lieserungegelellschast. 10 95 109 109,5 94 M> 'JibciHtidie Hnp.-Banl S-iu. (Sotcpk......... 88,75 _ _ _ Licht und Start......10 Hellen & Guilleaume . . . 7H 113,75 80,75 111,65 113,13 79,5 110,75 77,5 K Ur. LandcSpinnkbriesanstalt, Vanbt'ricfc 91.1 9 ..... t, t!r Landerp!an:brlesansiall, £jmm..£bl.9L 20...... 100 _ 100 — Gesellschait für Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger Eiektrizitäts-Werke 10 Rbeinijche E-ektrizitat .... 9 94,75 93 94,25 93 97 _ 97 _ 114,5 _ 108 113 115,75 % l’r. Lande.o'anvbriefanlialt, SloitBbricfc 91. 21 ..... 97 97 ^chlciiiche Elektrizität. ... 10 LckmckettLEo.......11 112,25 110 103 112,5 111,13 LiEii). abfl. Bor>riog»-Obl!gatt» [ ncn. rückzahlbar 1932 ..... 94,5 Siemens L Halrk«.....16 Iraitcraolo..... . . . fc 150 145,25 148,25 125 146 125 h, Oeslerretchilche Goldrente . . Leslerrelchische Sllberrente 26,2 vahmetjet & Co.......10 116,5 I 1 116,9 47,5 I I 2,1 — 2,2 — Teutiche Erdöl.......6 61 _ 61,5 61 W, Leilcrreichliche Etnheluiche |8trnle........... _ _ _ Siicner Lrelnlohke ...... 8 Gcljenkirchener.......S 82,5 — 83 82 Ilnfjorifrfif Goldrente . . . . 21,55 — 21,65 _ fiarpcnct..........C 78 — 77,5 76,5 Ihtnarilctie Gtaatirente v. 1910 17,5 — _ Hoesch Ciien...... . 6Y, — 65 — bcefil. von 1913..... — — 18,25 — 3i|c Bergbau.......10 169 — 168 165,5 Ü Ilnpansche Kronenrente . . . 1,35 1,3 1,35 1,4 filöditctiDcrle..... 7 ,7,25 — 57 — d Sürlilrfje ZvUanleihe von 1911 3,13 — 3,2 Köln-Neueile»........7 —- — 71 70,25 n Türlilche Bagdadbahn-Anl ,e#rie1 ........... 3,05 _ 3,15 Manucdmann-Nöhren .... 7 ManZselder Bergbau.....7 64,5 33,5 63,25 64,75 33,5 64,5 33,75 k Serie 11 ...... • 3,1 — — Cbcrfdtlcl. ölrenbcDQtf .... 5 34,5 37,5 — k glumSnische vereinh. Rente Ion 1903 .......... — _ _ _ Cbcrfdilei. KokLwerke.....7 Philntr Bergbau......K'/i 57,5 57,65 69,13 58 67,5 57.5 9IumänI1che veretnh. Rente Dor 1913 .......... 13,1 _ 13,2 13,2 Rheinische Braltnkohlen . . 10 Rheinstahi..... 6 149 69,25 148.5 68,75 148 67,25 Kumänilche vereinh. Rcius . 6,7 — 6,9 — öiiebeck Montau......7,2 —- — 80 — vran.'urt a. Äerltn Schluß- turt 1-Uhr. Kurs Lchluß- Ivrd Anfang« Kure Datum 51- 61- 51- 61- Bereinigte Elahlwerke . 16'/. 58,9 58.9 58,5 Olavi Minen...... 33 — 32,65 32,4 Kaliwerke Aschersleben . . . 10 132 — 133 130 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 138 — 139,75 — Kaliwerke Salzdeljurih . . . 15 202,5 198,5 201,25 198 Berlin, 5-Januar Geld Ariel Smenkanitche Noten...... 4,183 4.203 Belgirche Noten ....... 58,40 58.64 Dänische Noten ....... 111,93 112,37 Englische Noten . ....... 20,35 20,43 flranzoiiiche Noten....... 16,444 16.504 Holländische Noten ....... 168,73 169.41 Italienische Noten........ 21,95 22,03 Norwegische Noten....... 112,01 112,45 Deutlch-Oesterreich, ä 100 Schilling 58,90 59,14 Rumäniiche Noten....... 2,475 2.495 Schwedische Noten....... 112,08 112,52 Schweizer Noten........ 81,27 81,59 Spanische Noten........ 43,91 44,09 T'chechotloivakische Noten..... 12,40 12,46 Unganiche Noten .... 73,19 73,49 73,5 — 73,5 5-Januar 6 Januar 70,5 — — — ■ämtudi. •«ontrunfc «mn . Amtt.- Rott. 169,00 169,34 168,96 169,30 164 148 Bu/tt- Aires 1,303 1,307 1.302 1,306 — — Bris.-Antw- 58.57 58,69 58,57 58,69 131 Ehristtania. 112,22 112,44 112,20 112,42 ,2.5 50 50,5 51 .ftopenbaflin 112,21 112,43 112,58 112,17 112,39 50 49,25 47 Stockholm - 112.36 112,36 112,58 96 91,5 93,5 91,75 Hel'itigforS. Italien. . . 10,561 10,581 10,56 10,58 74 — 75,75 73,5 21,975 22,015 21,975 22,015 — 79,5 79 London. . . 20,385 20,425 20,3:9 20,419 — — 103,65 102,75 Oieuhork . . 4,198 4,206 4,1575 4,2055 23 — 23 23 Varis.... 16,460 16,509 16,471 16,511 105,5 101,5 103,5 103 Schivei; . . 81,375 81,535 81,32 81,48 — 31 31 Spa ii:n . . 44.11 44.19 44.21 44,29 — — — Japan . . . ’Hio de Jan- 2,080 0,391 2,084 2,080 2,084 — - 43,75 0,393 0,382 0,384 102 — 102.75 101 Wien In D-» 1255 — 261 254 Ceft. abgest 59,05 59,17 59,025 59.145 Prag . . . . 12,442 12,462 12,44 12,46 16,25 15,75 15,9 — Bettrad . . 7,430 7,444 7,430 7,444 — ■V— 31,75 — ’2>doap:n . . 73,37 73,51 73,37 73,51 — — —* — Bul arten 3,038 3,044 3,038 3,044 32 — 32,13 —— ."tssabon . . 18,81 18,8' 18,81 18,85 72,5 — — — Tanrig. . . 81.46 81,62 81,46 81,62 — — — — .Konst ntin. 1.784 1,789 1,784 1.789 63 — 63,5 — 9ttneit. . . 5,435 5,444 5,435 5,444 — — — Canaoa . . 4,190 4,198 4.186 4.194 148 - Uru uay. . 2,967 2,973 2,947 2.953 136 - 135 - Lairo ... 20,903 20,943 20,903 20,943 Von Mittwoch, den 7. Januar, bis einschl. 21. Januar dauert mein diesjähriger InventurAusverkaui bis einschließlich 20. d. M Dem allgemeinen Preis-Abbau folgend habe ich mich entschlossen mein ganzes Lager, ohne^Rücksicht auf die Erstehungs-Kosten, nochmals im Preise herabzusetzen Herren und Kinder . einen Rabatt von Kontrolliert die Preise 1.40 (Ziehen /Neustadt K die 119 A Werbe-Wodien Beachten Sie meine Auslagen! »r.l 138 A Inhalts-Alb finden Sie in der Drogerie. 136 D über lenen zu können. [093 Kein 087 bei Barzahlung -Pid. 55 <3 im Ausschnitt fi r e ff. Seefischeu. Filets Tel. 2097, BroBichleiferel, Bismarckstr. 10. 1, Pid. 35 A 7. Januar beginnt am 8581D liefert an in den Sparbüchern Auf alle nicht zurückgesetzten Waren 10« . 20% Rabatt! auf Winterware verzinst. 47 D Bezirkssparkasse Giefeen 126 A E i n e kaufteledenheildienichl-wiederkehrl! dnh. Gustav Bergan SPEZ /AL - TV OLLGE SCHAFT E RS W E G G I E S S E N S E en das Haus der guten Qualitäten in Manufakturwaren, Wäsche, Bettbarchente, Daunen und Federn, Herren - und Damen-Bekleidung nach Möglichkeit erst später vornehmen zu lassen. Irgendein Nachteil erwächst den Sparern durch den nachträglichen Eintrag im Sparbuch nicht Auch ohne Zutun des Sparers werden die Zinsen stets am Ende des Jahres gutgeschrieben und mit den Einlagen weiter Ein Posten reinwollener Kleiderstoffe wegen Aufgabe dieses Artikels z. Aussuchen j. Meter Beachten Sie unsere Fenster! Fischhaus Cuxhaven Marktstraße 23 137 a Telephon 2417 gespräch bilden werden. Ermäßigung zum Teil bis zu Auf sämtliche Strümpfe für Damen, Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstraße 7 3. Weller Ztnunerge schäft, Leihgestern. Tel. Gr.°Linden 259. 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