dT'*lpe1x Preiswert IUS %/jn ^o&ngafr mit 3U Aftern Rr. 232 Erstes Matt M. Zahrgang Montag, 5. Gttober Ml Erscheint täglich.außel Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monatr-Bezugspreir: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Zernfprrchanschlüffe unterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Poftfd)ecHonto: Frankfurt am Main 11686. Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn«r und Verlag: vrühl'ich« llniverMtr-vuch- und Steindruckerei «. Lange in Sietzen. Schristieitnn, und Seschästrftelle: Schulstrahe r. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20 \ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot/ für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Vor Zusammentritt des Reichstags. Die Stellung der Parteien zum Brüningkurs. — Verlängerung der Oppositionsfront. allen decken sind bei ■TAGE >ine Fußbekleidi WHARD1 5SEN Schulst^ matratzen letten ’nen »oder Preiswürdig1 i QuMtsschuhe ur st im Gebraut ! e und Billigst opädischen Dr. Di ie und -Stiefel &Co. -VMDMWff' 'S' .100 an Indien- ,es. * ibr-rfine .riterdit- Oie Nationalsozialisten. Mitztranensantrag gegen das Gcfamtkabinett. Berlin, 5. Ott. (VDZ.) 3m Reichstag versammelte sich am Samstagmittag vollzählig der nationalsozialistische Fraktion s- v o r st a n d , um sich mit den Aufgaben der nationalen Opposition nach dem Wiederzusammentritt des Reichstages zu beschäftigen. Es wurde ein gemeinsames Vorgehen der nationalen Opposition beschlossen, in der Form, daß zwar nicht gemeinsame, aber doch gleichlautende Anträge im Parlament eingebracht werden. Zu der bevorstehenden großen politischen Aussprache wird von der nationalen Opposition zunächst nur ein Mihtrauensantrag gegen das Gesamtkabinett gestellt werden. Don einem Mißtrauensvotum gegen Reichs- außenminister Dr. Curtius iyr besonderen,wie es die Rationalsozialisten gleichfalls in Aussicht genommen hatten, soll Ab st and genommen werden, weil offenbar Dr. Curtius nach den Richtlinien gehandelt habe, für die d e r R e i ch s - kanzler selb st die Verantwortung trägt. Sollte aber der Mihtrauensantrag gegen das Gefamtkabinett abgelehnt werden, so würden die Rationalsozialisten auch fürden kommu- aistischen Antrag gegen Curtius stimmen, lieber die Fraktionsvorstandssitzung wird folgender Bericht ausgegeben: „In Konsequenz der im Frühjahr gegebenen Er- tlärung gehen wir Nationalsozialisten am 13. Oktober nur in den Reichstag, um die Regierung zu jt ü r z e n und werden uns nicht zu regelmäßiger, |og. parlamentarischer Tätigkeit ver.eiten lassen, ebensowenig werden wir Nationalsozialisten uns an den Arbeiten in den Ausschüssen betätigen. Erst wenn der Sturz der Regierung gelungen und dadurch eine neue Situation geschaffen ist, werden wir unsere Stellungnahme zur Reichstagsarbeit erneut festlegen." Oie Oeutschnationalen. Otdenburg-Zanuschau spricht in Halle. Halle, 2. Ott. (SU.) Der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Kammerherr v. Oldenburg - 3anuschau nahm in einer Rede Bezug auf seine bekannte frühere Aeußerung über Brüning als Staatsmann und erklärte, daß er heute nur noch mit David sagen könne: ,Cs ist mir leid um dich, mein Bruder 3onathanl" Zwischen damals und jetzt, so erklärte von Oldenburg, stehe der 13. 3 u l i, der wirtschaftliche und finanzielle Zusammenbruch, ständen Genf und der nutzlose Verbrauch von fünf Milliarden neuen Steuern. Was ihm, dem Redner, an Brüning imponiert habe, sei die Tatsache, daß er gleich Bismarck den Mut gehabt habe, sich übe r d a s Parlament hinwegzusehen. Brüning habe sich jedoch nicht wie Bismarck die Legitimation für seine Rotverordnungspolitik durch Er- folge verschaffen können. Don Oldenburg kriti- lierte weiter „de offeneOptionBrünings für den schwarzroten Block" in seiner Rundfunkrede zum preußischen Dolksentscheid. Seine Romreise hätte ihn damals jeder öffentlichen Stellungnahme zum Dolksentscheid entheben können. Seine Autorität bei der Linken sei trotz dieser Option keineswegs gewachsen, andererseits habe er der Rechten den Fehdehandschuh hingeworfen. Die Rechte sei nicht gewillt, Brüskierungen mit Liebenswürdigkeit zu erwidern. Brüning werde, wenn die Sozialdemokratie ihm die weitere Gefolgschaft versage, allein auf weiter Flur stehen. Die Stellungnahme zu den Rotverordnungen müsse sich richten nach deren Anwendung. Sehr schars kritisierte der Redner die Außenpolitik von Dr. Curtius. Die Finanzpolitik des Reichsfinanzministers lehne er ebenfalls entschieden ab. Mit der jetzigen Tarifpolitik würden den Arbeitern Steine statt Brot gegeben. Don Oldenburg schloß mit der Erklärung, daß das Zentrum verhindert werden müsse, wieder mit den Sozialdemokraten zusammenzuarbeiten. Oer rechte Zentrumsflügel. Papen fordert eine Diktatur auf nationaler Grundlage. Münster, 3. Ott. (TU.) 3n der Generalversammlung des landwirtschaftlichen Ortsvereins in Dülmen sprach der frühere Zentrumsabgeordnete von Pap en. Er führte u. a. aus: Brüning habe zuerst den Haushalt, den Staat im 3nnern in Ordnung bringen wollen, um dann d i e Reparationsfrage anzufassen. Brünings Plan sei jedoch gescheitert. Deutschland sei, wie eS die Frage der deutschösterreichischen Zollunion gezeigt habe, völlig isoliert. Selbst 3talien und England forderten heute absolute Aussöhnung mit Frankreich. Zwei Wege seien für Deutschland heute noch möglich: Anschluß an Rußland, Angleichung an sein Wirtschaftssystem, sein Dumping, seinen hoch- Prozentigen Kollektivismus, oder De rein i- gung des Kapitalismus, Abkehr vom Kollektivismus, politisch hinorientiert aus wirtschaftlicher Rotwendigkeit nach Frankreich. Der erste Weg sei für uns einfach undiskutabel: Heute heißt es Kollektivismus oder 3ndividua- lismus, und so fordern wir heute Abkehr vom Kollektivismus, Aufhebung der Ta^> rifverträge, neue Wege im Dersicherungs- und Knappschaftswesen. Wir können dieser Frage nicht mehr ausweichen. Sie muh jetzt erledigt werden und die Folge ist Schwenkung nach rechts in der Politik. Die Hamburger Wahlen lehrten es. Es heißt nunmehr rot oder weih. Die Mittelparteien sind aufgerieben. Das Zentrum hält sich noch aus weltanschaulichen Gründen. Gut, daß die Z^ischenparteien gefallen sind. Cs gibt keine Koalitionsmög- lichkeiten mehr. Es gibt nur noch rechts oder links, Individualismus oder Kollektivismus. Die versteckte Diktatur des Kanzlers muß sich der parlamentarischen Derbrämung entledigen. Der Kanzler soll und muß ein nationales Kabinett, eine Regierung, eine Diktatur auf nationaler Grundlage führen. Der 13. Oktober wird den Sprung nach rechts bringen. Die Entscheidungsstunde hat geschlagen. Oie Deutsche Dolkspartei. Dingeldey spricht in Schleswig. „Die Bewährungsfrist ist abgelaufen." Schleswig, 5. Ott. (TA.) Sonntagnachmittag sprach der Führer der Deutschen Dolkspartei auf einer Kundgebung der Deutschen Dolkspartei in Schleswig. Dingeldeh führte dabei u. a. aus: 3n Deutschland hätten wir zur Zeit die Verfälschung des privatwirtschaftlichen Systems mit sozialistischen Gedankengängen. Brüning habe unleugbar das Verdienst, die Arbeitslosenversicherung einer Revision unterzogen zu haben. Von 6,5 bis 7 Millionen Erwerbslosen würden in diesem Winter nur ein Drittel von der Erwerbslosenversicherung betreut. Die anderen würden der gemeindlichen Wohlfahrt oder der Krisen- fürsorge zur Last fallen. Unter diesen Umständen sei die Frage auszuwerfen/ ob das heutige Ver- sicherungssystem noch aufrechtzuerhalten sei. Trotzdem habe die Regierung Brüning den Fehler gemacht, hinter den Dingen herzulaufen. Man müsse unbedingt zu einer Senkung der Selbst- und Produktionskosten kommen. Deutschland könne den Weg, den England eingeschlagen habe, nicht gehen und müsse unbedingt den Goldkurs der Mark a u f r e ch t e r h a l- ten. Eine Binnenwährung sei abzulehnen, da sie nach kurzer Zeit eine zweite Inflation im Gefolge haben mühte. Das deutsche Volk könne mit dem französischen nur auf dem Boden einig werden, den es dem nationalen Ehrgefühl und der Zurückerhaltung seiner Ehre und Freiheit schuldig sei. Rur auf diesem Boden könne der Weg zur Verständigung gefunden werden. 3n Kreisen der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei rechne man es sich als Verdienste an, proletarische Programmpunkte auf die Fahne geschrieben zu haben. Die Geschichte werde ein nationalsozialistisches Verdienst nur würdigen, wenn es sich zeige, daß die Führer dieser Bewegung große Massen aus den sozialistischen Wahnideen herausgeholt hätten. Ein Zusammengehen mit der Rechten in einer etwaigen neuen Regierungskoalition werde er nicht ablehnen, da jede gebotene Hand zu positiver Mitarbeit und zur Rettung des Vaterlandes ergriffen werden müsse. Aber auf einen Blankowechsel könne er sich nicht einlassen. Zunächst müsse die politische Demaskierung erfolgen und das gemeinsam zu erkämpfende Ziel fest umrissen werden. Der Provinzialparteitag faßte dann folgende Entschließung: „Am 13. Oktober ist die der Reichsregierung gesetzte Bewährungsfrist ab gelaufen. Die Reichstagsfraktion der DBP. ist vor die schwere Verantwortung gestellt, zu entscheiden, ob die heutige Reichsregierung noch imstande ist, sich durchzusetzen. Sollte die Fraktion zu der Entscheidung kommen, daß das nicht der Fall ist, so muß von ihr erwartet werden, daß sie mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dahin strebt, daß das K a - binett in seiner jetzigen Zusammensetzung abgeht und an seine Stelle Männer treten, die frei von jeder Bindung und unbeeinflußt von unverantwortlichen Nebenströmungen alles das tun, was zur Rettung des deutschen Volkes und des Vaterlandes nötig ist." Die „Sozialistische Arbeiterpartei". Berlin, 4. Oft. (TA.) An einer Reichskonferenz der neugegründeten Sozialistischen Arbeiterpartei nahmen 88 Vertreter aus dem Reich, darunter gewählte Vertreter aus 25 (von insgesamt 32) Bezirken teil. Zu gleichberechtigten Parteivorsihenden wurden gewählt: die Abgeordneten S e y d e w i tz , Dr. Rosenfeld und Ströbel, außerdem in den Parteivorstand Abgeordneter P o r t u n e - Frankfurt, Dr. E ck st e i n - Breslau, Z w e i l i n g - Plauen und Frau D i e b y. Der ehemalige Reichstagsabgeordnete Ledebur hat seinen und feiner Freunde Anschluß an die neue Partei in Aussicht gestellt. Rach einer Rede von Seydewih beschloß man, ein Manifest zu erlassen, in dem es u. a. heißt: Auf der einen Seite sehen wir heute die Kapitulation der Sozialdemokratie vor dem kapitalistischen Klassenstaat, auf der anderen Seite die kommunistische Revolutivnsspielerei, die die Massen von einer Enttäuschung in die andere treibt. Die Sozialistische Arbeiterpartei steht in schärfstem Gegensatz zum bürg er- lichenKlassenstaat und sieht die Vorbedingungen zum Sturze der kapitalistischen Klassenherrschaft in der Anknüpfung an die Tagesnot und der Zusammenfassung der vereinzelten proletarischen Kämpfer zur m a r x i st'i s ch g e f ü h r- ten Aktion der ganzen Klasse. Hinter ihr stehen die sozialistische 3ugend und die Zehntausende sturmerprobter Kämpfer und Funktionäre. * Der Landesvorstand der SPD. Badens hat beschlossen, den Stadtpfarrer in Mannheim, Erwin Eckert, dessen Auseinandersetzungen mit dem Ober« kirchenrat vor einiger Zeit Aufsehen erregten, wegenZellenbilduNginder Partei und groben Vertrauensbruchs mit sofortiger Wirkung aus der Partei auszuschließen. Der Beschluß des Landesvorstandes ist auf ein Schreiben des Pfarrers Eckert zurückzuführen, in dem er sich auf dieSeitederParteimitgliederSeyde- witz und Rosenfeld stellt. Pfarrer Eckert spielt in Süddeutschland als religiöser Sozialist in der Öffentlichkeit eine große Rolle. Wegen seiner scharfen Opposition gegen seine vorgesetzten kirchlichen Behörden wurde er im Frühjahr d. I. vom Amte suspendiert. Weitgesteckte Reformziele des Zungdeutfchen Ordens. Mahraun fordert eine neue Nationalversammlung. Essen, 4.Okt. (TU.) Der Iungdeutsche Orden von Rheinland und Westfalen veranstaltete eine Reichsreform-Tagung in Esten, bei der M a h r a u n die neuen Kampfziele behandelte, die der Jung- deutsche Orden aufgestellt habe. Sie fordern, daß diebisherigenunorganischenLänder- grenzenzubeseitigen seien. Das Reich müsse unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten in 12 Stammländer gegliedert werden. Als Grundlage der Volksvertretung dürften nicht mehr Parteien gelten, vielmehr hätten die von den Staatsbürgern unmittelbar gewählten Gemeindevertretungen ihre staatspolitischen Aufgaben zu übernehmen. Von den Gemeindevertretungen seien die Kreisoertre- tungen zu wählen, von diesen die Landesver- tretungen, die ihrerseits den Reichstag zu wählen hätten. Aie Wirtschaft müsse in einer Wirtschaftskammer ihre Vertretung finden, die im Zusammenwirken mit der Reichsregierung die Volkswirtschaft planmäßig zu führen habe. Die Großverkehrswirtschaft, die Großkraftwirtschaft und die Rohstoff erzeugenden Industrien müßten aus der privaten Hand in die unmittelbare Wirtschaftsführung des Staates übergeführt werden. Für die Jugendlichen sei eine allgemeine gleiche Volksdienstpflicht durchzu« führen. Die geeigneten Flächen der Großlandwirtschaft seien inBauernlandumzuwa adeln. Ferner sei die Stadtrandsiedlung in großem Umfange zu fördern. Außer diesen Maßnahmen müsse auch eine deutsche Währungs- und Kreditpolitik der Beseitigung der Arbeitslosigkeit dienen, ohne auf die willkürlichen Gesetze der Goldwährung Rücksicht zu nehmen. Schließlich fordern die Kampfziele Mahrauns den Reichspräsidenten v. Hindenburg auf, unter Ausschaltung der Parteien eine neue Nationalversammlung einzube- rufen, um die Neugliederung sowie die politische und wirtschaftliche Neuordnung des Deutschen Reiches durchzusühren. Oie Sparnotverordnungen in Hessen. Staatspräsident Adelung begründet die Maßnahmen der Regierung. — Der fehlerhafte Finanzausgleich. - Oie Besoldungskürzungen. - Kommt eine Berwaltungsreform? — Wie steht Hessen zu einer Neugliederung des Reichs? D a r m ft a b t, 3. Okt. (WSN.) Im „Mainzer Anzeiger" hat der Staatspräsident Dr. Adelung den Standpunkt der Regierung zu den Notverordnungen dargelegt. Der Staatspräsident erklärte u. a.: Der Standpunkt des Reichsfinanzministers, der Reichsetat fei ausgeglichen, die Länder und Gemeinden möchten nun sehen, wie sie zurechtkämen, sei unhaltbar. Reich, Länder und Gemeinden würden im wesentlichen aus derselben Schüssel ge- s p e i st, aus der der Reichsfinanzminister die Portionen austeile. Wenn also Länder und Gemeinden ihre Lasten nicht zu tragen vermöchten, während der Reichsfinanzminister seinen Etat als ausgeglichen bezeichnen könne, so sei eben der Finanzausgleich falsch. Auf den Einwand, Hessen hätte aus den Rot- Verordnungen der verschiedenen Länder nur das den Beamten Rachteilige herausgenommen, erwiderte der Staatspräsident, die Verhältnisse in den verschiedenen Ländern seien nicht ohne weiteres vergleichbar. Baden habe bereits seit August einen vollen fünfprozentigen Abbau der Gehälter für alle Beamten verfügt. Hessen hingegen habe den fünfprozentigen Abzug gegliedert, indem es 1500 Mark für alle Beamten freilasse. Die A u f st i e g s P e r r e werde im Gegensatz zu anderen Ländern nur auf ein 3 ahr festgesetzt. Der Staatspräsident gab zu, daß die A m w a n d l u n g derVor- aus'zahlung in eine nachträgliche Zahlung gegenwärtig eine empfindliche Einbuße bedeute, für den Staat ergebe sich daraus jedoch eine Ersparnis von 5,5 Millionen Mark. Die Gehälter der oberen Beamten in Hessen lägen erheblich unter denen des Reiches, Preußens und fast aller anderen Länder. Die Regierung trage s i ch mit der Absicht, auch in den Ministerien noch mehr einzusparen. Ob in den Außenstellen noch Vereinfachungen eintreten könnten, werde erwogen. Die Vertretung Hessens beim Reich aufzuheben, fei ganz unmöglich. Abgesehen von der Vertretung im Reichsrat sei die Gesandtschaft sozusagen eine Handelsvertretung geworden, der vor allem die Förderung der hessischen Wirtschaft obliege. 3n der Frage der Reichsreform habe sich Hessen stets mit allem Rachdruck für den dezentralisierten Einheitsstaat eingesetzt. Der Weg zum Ziel sei nicht der Kompromißvorschlag der Länderkonferenz, der den gegenwärtigen Zustand nur noch mehr kompliziere. Auch die hier und da auftauchende Meinung, Hessen möge in Preußen aufgehen, bringe uns dem Einheitsstaat nicht näher, Uebrigens bedeute ein Aufgehen Hessens in Preußen für den hessischen Steuerzahler keinerlei Entlastung. Der gegenwärtige Zustand allerdings, der die Länder dazu verurteile, stets beim Reichsfinanz- minister zu antichambrieren, um ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können, sei aus die Dauer unerträglich. Auf dem Wege der Rotverordnung ließen sich natürlich diese Fragen nicht lösen. Es fei auch wahrscheinlich, daß die Reichsregierung gegenwärtig nicht die Zeit finde, sich diesen schwierigen Problemen zuzuwenden. Landespartettag derStaatspartei Die Kandidaten für die Landtagswahl. WER. Offenbach, 4. Ott. Der Landesparteitag der Hessischen Staatspartei stand im Zeichen der bevorstehenden Landtagswahlen. Landesvorsitzender Abg. Schreiber erklärte u. a., die Wahlen stehen insofern unter einem ungünstigen Stern, als die fast 13 3ahre lang bestehende Weimarer Koalition schon vor den Wahlen aufgehört hat zu existieren. Angesichts der Rotwendigkeit schärfster Sparmaßnahmen erheben wir immer wieder die Forderung nach Aufhebung der Eigenstaatlichkeit Hessens. Das lawinenartig von Tag zu Tag anschwellende Desizit macht die Aufgabe der Cigenstaatlichkeit, sei es über das Reich, sei es über Preußen, zur gebieterischen Pflicht. Die letzte hessische Rotverordnung stellt die hessischen Beamten unter eine ungeheuerliche Ausnahmegesetzgebung. Die Untätigkeit der derzeitigen hessischen Regierung macht es uns unmöglich, noch irgendwelches Vertrauen zu ihr zu haben. Dann führte Reichstagsabgeordneter Dr. Hermann Fischer u. a. aus: Der Landtagswahlkampf hat nur Sinn unter dem Gesichtspunkt der großen Schicksalsfragen des deutschen Volkes. Als Staatsbürgerpartei müssen wir bereit sein, der Regierung diejenigen Rechte an die Hand zu geben, die sie in den Stand setzt, unter Benutzung einer Synthese der einander widerstreitenden Interessen rücksichtslos alle die Maßnahmen zu treffen, die die Rettung des Ganzen gewährleisten. Wir müssen den Männern dankbar fein, die sich der entsagungsvollen Aufgabe unterziehen, eine zeh n j ä hrige, zum größten Teil falsche Finanz- und Wirtschaftspolitik wieder gutzu- m a ch e n. Weltkrise gewiß: aber wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt, zuerst der Staat und dann auch jeder einzelne. Ein Volk muß zugrunde gehen, wenn die Ansprüche des Staats nicht mehr im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Wirtschaft st e h e n. Mit weltanschaulichen Grundsätzen lassen sich die Dinge nicht mehr meistern. Alle Projekte über grundlegende Aenderung unserer wirtschaftlichen Struktur sind nebelhaft, haben keinen Beweis ihrer Richtigkeit abgelegt und find nur geeignet, 5 'n btefer des Uerg t fofa .3e Leyser. Ist es e j)ob iE iw 1 Mer v° '^denskam 2. Dir Uders “Wtfo fXt 7,en bi 2Mte Eitere,' Bilde, geleitet. Äff11 ä*“ pS Sri voller!. * hi 5 Deren der "gen fremden J offnen J" Schlecht ' GemeiM Kämpfe ' unD mit J 8ti|P»J llnb t>ob i4o1 W i auf Di' jpitl noch r ^zemohni Jugend in einer 3l einer SM (ammenfmi ist, braußf und andere leicht, und iU|amment und Semei tannt, baß Ledenssreu meinsame 5UPW Das Gr betn. Dor Natur, in und keine den frohe, sucht, die t übervollem (lugend sch das ist die ist. Woher' Ei, da wo kaum, um gleichen Bi Sluck zusa meinsam ii bann ist e Hwang, b Beobachten fingen und alle als n find, um zr wenn sie a Leben, ihre Winnt, bar den Segne, nau die gl, (Blaub t i Weg ist, d zen bet st stehen aut ihr in euch diesem We freudig gef die üppig i aber und ' und behüt, Hütern des Uicht au1 aber auf b Re stand des 3 baljnrat E dortigen 31 -"chsbah, 5Q'tihi -nr'chsbah, 7 Zuasüh Lni.Vktc "Asbah, . 3a N)en b Aus aller Well. Oer Papst fordert zu einem Kreuzzug der Nächstenliebe auf. Der Papst hat an alle Erzbischöfe und Bischöfe ein apostolisches Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt, daß der Heilige Vater wegen der Weltwirtschaftskrise sehr betrübt ist, unter der besonders eine Menge unschuldiger Kinder leide. Mit Rücksicht auf den bevorstehenden Winter, der die schlechte Lage der Arbeitslosen noch verschärfen werde, fordert der Papst die Erzbischöfe und Bischöfe auf, einen Feldzug der Nächstenliebe und der Anter st ühung zu organisieren und ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß ihnen materielle und moralische Hilfe zuteil werde, um zu verhindern, daß die wirtschaftliche Rot die Massen zur Verzweiflung treibe. Der Papst fordert die Bischöfe ferner auf, mit allen Mitteln dahin zu toitien, daß d i e gefährliche Rivalität unter den Völkem aufhöre, die ungeheuere Ausgaben für die Rüstungen verursache, wodurch bedeutende Summen der allgemeinenWohl- fahrt entzogen würden. Verlängerung der Hamburger Herbstferien aus Ersparnisgründen. Ersparnisgründe zwingen dazu, die Herbstserien für die der Hamburger Oberfchulbehörde unterstellten Staatsschulen bis zum 2 1. Oktober zu verlängern. Die Ferien für die Pflichtberufsschulen werden gleichsfalls bis zu diesem Datum verlängert. Benzinerplosion beim Kleiderreinigen. In Dresden ereignete sich eine Benzinexplosion. Beim Waschen mit Benzin halten sich Denzindärnpfe entwickelt, die sich an der Glut des Ofens entzündeten. Eine Frau und ihre Tochter erlitten daher so schwere Brandwunden, daß sie in der folgenden Rächt im Krankenhaus starben. Rach Aussagen von Hausbewohnern war die Explosion so stark, daß sie in ihren Wohnungen zu Boden geschleudert wurden. Schweres Segelflugzeugunglück. Auf dem Segelfluggelände in Willenberg bei Marienburg (Westpr.) ereignete sich ein schwerer Flugzeugabsturz. Der Zahntechniker Tesch war mit dem Flugzeugführer Radtke auf seinem doppel- sitzigen Segelflugzeug zu einem Aebungsslug aufgestiegen. Durch eine Böe wurde das Flugzeug gegen den Rogathang gedrückt und ging völlig in Trümmer. Tesch wurde besinnungslos aus den Trümmern hervvrge?wgen und mit schwerer Rückgratverlehung und Arm- brüchen in das Marienburger Diakonissen-Kran- kenhaus eingeliefert. Radtke erlitt nur Fleisch- wunden. Zwei Schmuggler erschossen. Am frühen Morgen versuchte bei Effeld an der deutsch-belgischen Grenze ein bekanntes Schmuggelauto über die Grenze zu kommen. Die Zollbeamten hatten den Weg verbarrikadiert. Auf das Haltezeichen und Warnung-- schüsse achteten die Schmuggler nicht. Als die Beamten nun scharf schossen, wurde der Führer des Kraftwagens durch Kopfschuß getötet. Der zweite Insasse konnte verhaftet werden. Er wurde im Schnellverfahren zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. In dem Schmuagelauto fand man u. a. viele Zentner Kaffee und Tabak. Auch in Erkelenz verfolgten Zollbeamten einen Motorradfahrer mit Schmuggelwaren, der trotz aller Warnungszeichen ebenfalls zu entkommen suchte und schließlich vor einem der von den Beamten abgegebenen Schüsse tödlich getroffen wurde. Die Wetterlage. Owoixemoi. onener. ®naf6 bedecxL ® woimg. • o euren * lehnet a Graupeln. ■ Nebel K tiewnter (§)Windii'iie.«O-' «* wfittr Oil maiiiger $odiudwe$i q iiurmacner «icrdwesi Oie Pfeile fliegen mn dem winde. Die oeigen Stationen itenenden Za* «cn geben die Temperatur an. Oie Limen verbinden Orte mit gleich«^ auf neeresniveau umgerevhneiee Uigl.) schnellsten« inrüAnf. Die Stellung« (lubendrn sind bonfbar hafür, wenn man ihre SernÜhungen zur Sr« langung ein. geeigneten Zdttgfnt aus diese Weise unterstützt und ssnd auf Ä selbstverständliche i auch angewiesen. GieHeuee Ävreßsev Sevd gebraucht irechlsl, zu kauf. gef. Schr. Ang. mit Pretsang. unter 05756 an d. GH. Anz. Gebrauchte, gut erh. Memm zu kaufen ges. Schr. Angebote mit Preisangabe unter 05761 an den Gieh. Anzeig. VkiMhksWMkli hilft das Naturprodukt leöo-Mleioiiilel Gesundheit über alles! Hochwirksame, erprobte 05754 Kräier-Tees gegen Berstoviung, Vämorrhoid., Leberund Gallen-, Nieren- usw. Leiden un Fachgeschäft !. Heilkräuter n. Heilmittel der Katar KräuterbauöJung in der Schulstrasje stellte kürzlich Onkel Mollig fest, als er wieder einmal zum Skatabend wollte. Er konnte noch so tief in die Tasche greifen, es wurde nicht mehr. Sollte er darum auf seinen Skat verzichten? — Nein! Er hatte Ja einen Häuser-Ofen und der gab solch eine gemütliche Stube, daß er gut seinen Skatabend zu Hause abhalten konnte. AVarum also in die Ferne schweifen. — Onkei Mollig hatte recht. Wie wohl fühlt man sich in seiner Klause, wenn man einen Juten Wärmespender in der Nähe weiß. Natürlich muß es ein Wärmespender sein, bei em man nie t immer mit dem Feuerhaken rum zu fuhrwerken braucht und der vor allem auch wenig Kohlen frißt. Solche Wärmespender sind die Häuser-Sparöfen. Häuser- Oefcn sind richtige Sparöfen. Sie machen die größten Räume mollig und gemütlich. Wenn Sie also einen Ofen kaufen wollen, dann kaufen Sie einen Häuser-Ofen. Und - warten Sie nicht, bis erst die Eiszapfen an den Fenstern hängen, sondern sehen Sie sich schon morgen einmal meine Ofen-Ausstellung an. 6629 A Guter Vevdienft bei angenehmer Tätigkeit bleiet sich gebildeten strebsamen Damen aller Streife. Gute Erscheinung u. sicheres Auftreten Bedingung. ES wollen sich nnr Damen melden, die sich um eine gute Position bemühen, die hier Sutter regelmäßig wöchentlich 25 Pfd. In ".-Psd.« vakelen zu kaufen gesucht. Offerte ^oD Frankfurt a. M., Schließfach 1353. Empfehlungen! Hausfrauen! Letzte günstige Gelegenheit zum Em- machen! [05762 Preihel beeren Psund 25 Pf. Alles andere Obst und Gemüse zu gewohnt billig. Preisen. Jak. Eichbladt, Frankfurt a. M. Brandvlatr vor der Reithalle. Ziehung 1. Klasse 81. n. 22. Oktober PreuB.-Südd. Staats- Lotterie Gesamtgewinnei.dS Klassen rund 114 000 000 Mark Für die vielen wohltuenden Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie allen denen, die uns bei dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen hilfreich zur Seite standen, sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank aus. Lina Knapp, Wwe. und Kinder. 1000 Worte Deutsch ■ mit Adele Sandrock - Margot Walter — Lilian Ellis. | Vermietungen eÄ Raum zum Abstellen von Möbeln zu vermiet. Näheres A. Becker, Kcolerstr. 9. 105751 | Mietgesuche | Beschlagnabmeireie 2-3-Zimmer-Wohnung per 15. Okt. zu miet, ges. Schrtftl. Angeb. mit Preisang. unter 05762 an d. GH Anz. Student sucht per 1. November möbliertes Zimmer mit el. Licht, heizbar ingulemHaufe.Schr. Angeb. mit Preisangabe unter 66280 an den Giehen. Anzeig. Gut möbliertes Stimmer mit sev. Eingang per 1. November gesucht. Schrtftl. Angeb. unt. 05759 an d. GH. Anz. | Stellenangebote| Hubertus. Am DienStag. 5 Uhr, Rührung durch die Ausitellg. durch Hrn. Prof. Dr. Olt. W.,D Stadttheater Gießen. Dienstag, 6. Okt. von 20 bis 22 Uhr 1. Dienstag-Hü.-BrfL Gewöhnliche Preise. Zum ersten Male! Slum im Wasserglas Komödie in 3 Akten von Bruno Frank, gegen guie Sichert), zu leihen gesucht. Schrtftl. Angeb unt. 05748 a d. Gien. Anz. Braune Handtasche auf dem Wege Neuen Baue. Kanzleiberg, Wieiecker Weg der Verkäufe 1 Haus mit gutgcbcndcr Wirtschaft in bester Lage Gieb. erbicilungSdalber z. verkaufen. Schrtftl. Angeboie unt. 66300 an denGtetz. Anzetg. Gehr. Sofa und Tisch abzugeben. 3» erfr. I576R S onncnstr. H. | Kaufgesuche | Mengerei auch mit Wirtschaft oder Landwirtschaft sofort zu kaufen ges. Schristl. Angeb. unt. 6627D an d. GH. Anz. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Ar. 252 Zweites Blatt Me 22 von Water- einige Tage lon Lilian Ellis. leling jan. Ml Ml IS fi et, Soweit Das 'Margen uno jeine uns em uiqu^h ; tragikomisch anmutenden Erklärungen und Kommen- j lare. Die Wirklichkeit ist natürlich ganz anders, und besteht auch hier dasselbe unversöhnliche Gegenären dänischen tren Späße im underttausende osem Lachen en jetzt auch im verstärken ihre durch den Mr sie die deutsche Sport und Liebe erster Tonfilm rU *r Schäft E s|di jetzt l«L Jahrhunderten auf lanae Sicht. Die napoleo- üsche Idee ist durch die Zwischenfälle ''Soweit das Märchen und seine uns ein bißchen über von Wahrheit und Dichtung wie überall. Zu- nächst sagen uns die außerordentlichen Tiefen zwi- habe, durch Abstimmung, daß sie die Pazifisten verachte, möge es sich auch um Frontkämpfer handeln, daß sie Wert darauf lege, zu erklären, ein neuer Krieg würde sie ohne viel Geschwätz an der Front sehen? Und sarkastisch wird das Wort Briands zitiert, es könnte sofort Friede sein, wenn es keine Nationalisten mehr gebe — ausgenommen die französischen. Wie ein Trompetenstoß wurde die Rede M a - ginots empfunden, von dem die Mär geht, er arbeite auf den Krieg hin wie Iswolski und am nächsten Tag kam — die überraschende Wendung in Genf. Nach verzweifelter Gegenwehr Frankreichs und Jugoslawiens hat die italienische Friedenspolitik wenigstens soviel durchgedrückt, daß eine Anfrage an die Regierungen gerichtet wird, ob sie zu einer Rüstungspause bereit seien. Das ist im Vergleich zu dem ursprünglichen Vorschlag nicht viel, aber man atmete doch in Rom fühlbar auf. Schüchtern will sich wieder ein bißchen Hoffnung durch die Wolken stehlen. Ob es freilich bessere Einsicht war, die zum Abbruch der Dorfeldkämpfe für die Abrüstungskonferenz blies, oder nicht vielmehr der Sturm, der über das krachende Weltwirtschaftsgebäude hinwegfegt? Wie dem auch sei, eine unsichtbare Macht von niegekannter Stärke zieht immer schärfer die Bremse am Kriegswagen an. Es regiert jetzt einer, der keine Sieger und keine Besiegten mehr kennt, der auch die neutralen Staaten nicht mehr ausnimmt. Wir sind in ein anderes Kraftfeld geschleudert worden, an dessen Urgewalt nicht nur die akademischen Reden, sondern auch — vielleicht — die militärischen und imperialistischen Ideale Frankreichs zersplittern werden. wies auf die turnerischen Traditionen, auf die Gießen zurückblicken könne, hin. Der Kreisvertre- 1er QI. Pfeiffer- Wetzlar hielt ebenfaUs eine kurze Ansprache, in der er der Stadt für die Gastfreundschaft dankte. 3n seinen weiteren Ausführungen streifte er die hohen sittlichen Werte des deutschen Geräteturnens und die in der DT. damit verfolgten Ziele. Sodann begannen die eigentlichen Hebungen. Jede Mannschaft bestand aus 9 Mann. Jeder Turner hatte je eine Kürübung am Darren, Seitpferd, Längspferd und am Reck zu zeigen; je drei Mann einer Mannschaft außerdem eine Kürfreiübung. Don jeder Mannschaft wurden nur die Hebungen von 8 Turnern gewertet. Der neunte turnte jeweils als Ersatzmann. Qlls höchste Wertung konnten 30 Punkte erreicht werden. — Der Gau Hessen, unsere Heimatprovinz Oberhessen, war durch folgende Turner vertreten: H. Dechent (Tgm. Friedberg) als Ersatzmann; W. Fink und P G o e t s ch (beide Marburger T.- u. Spv.), K. Schick und K. Reuter (beide 1846 Gießen), QI. QIh rens (Marburger Tgm.), R. Seth (Tv. Grohen-Linden), QI. Eckhardt und W. S i n n w e l l (beide Tv. 1860 Dad-Rau- heim). Die Starkenburger (Gau Rhein-Main) traten mit zwei Mann Ersah an, die Rheinhessen hatten ihre stärkste Dertretung zur Stelle. Der Kampsoerlaus gestaltete sich überaus spannend, da die Turner mit durchaus gleichwertigen Leistungen auswarteten. Lediglich die Starkenburger waren etwas gehandicapt und verloren in regelmäßigen Abständen Punkt um Punkt, so daß sich letzten Endes der Kampf um den Sieg zwischen den Oberhessen und Rheinhessen abspielte. Die Mannschaften lagen iribling die rs chatt Ein neuer Kolumbus. Der unternehmende spanische Seeoffizier Kapitän Julio Guillen, der eine genaue Rach- bildung der Karavelle „Santa Maria", mit der Kolumbus die Reue Welt entdeckte, für die Ausstellung von Sevilla schuf, beabsichtigt, dieses Modell auf seine Seetüchtigkeit zu erproben. Wie Madrider Blätter berichten, ist er durch private Stiftungen in den Stand gesetzt worden, die Leistung des großen Entdeckers unter Bedingungen zu wiederholen^ die sich möglichst eng an die erste Reise nach Amerika anschließen. Er wird mit Genehmigung der spanischen Regierung in diesem Dezember von der Küste des Hafens von Palos, von dem auch Kolumbus ausfuhr, seine Reise antreten. Seine Mannschaft besteht aus 25 Seeleuten, während Kolumbus 52 Mann auf seiner Karavelle hatte. Aber Guillen wird das Schiff ganz nach den alten Methoden führen und kein Instrument, keinen Ausrüstungsgegenstand verwenden, der später als 1492 erfunden worden ist. Die „Santa Maria" wird einen t,na€hm.«uhr „steiung -in u. 50 Mief. * u Kunfftum -Wettkampf in der Volkshalle. Um den Wanderpreis des Staatspräsidenten. - Rheinhessen siegt abermals vor Oberheffen und Starkenburg. GfESSEN remrufNr.4188 wniung «31D Mittainj Heiohtjsto, sprich äks. Korsika und dem vorgeschobenen Eiland Capraia nur eine schmale Fahrtrinne von kaum 30 Kilometer läßt. Das meiste davon ist eine Flachsee von wenig über 400 Meter Tiefe, die sich auch vom eigentlichen Meer durch einen sanft bläulich-grünen Schimmer unterscheidet, der immer smaragdener wird, je mehr man sich dem Ufer nähert, und endlich die schöne gleich- mäßige Farbe von flüssigem Malachit annimmt. Heber diesen Jnselarchipel, Korsika und Sardinien verlief also die eine Hälfte eines unbekannten Festlandes. Das alles sind wirklich nur stehengebliebene Reste, die durch ihre Gebirge höher liegen als der andere Teil, der sich jetzt unter dem Mittelländischen Meer befindet. Das zweite Einbruchsbecken aber ist das heutige Tyrrhenische Meer, jene kleine, aber stürmische See, die in unendlich vielen Schiffergeschichten eine so große und gefährliche Rolle spielt. Es heißt, auf ihrem Grunde liegen Hunderte von zerbrochenen, gescheiterten Wracks aller Länder und aller Jahrhunderte. An ihren Küsten pochte heiß und wild der Pulsschlag europäischer Kultur, und mit Blut, Sagen, (Erinnerungen, Recht und Unrecht ist jedes Vorgebirge und jeder Uferstreifen gedüngt. Wie in einem Mahlstrom drehte sich um dieses Tyrrhenische Meer Aufstieg und Untergang aller jener Völker, die direkt oder indirekt mit unserem eigenen Aufstieg verknüpft sind, und deren Einfluß ein viel wirklicherer war, als das Märchen von Atlantis gewesen ist, das immer wieder die Köpfe Europas verwirrte. lloo und Sedan nur unterbrochen, nicht desavouiert Dorben, und wird daher instinktiv und bewußt von Iden Franzosen jetzt weitergeführt. In der geistigen Konstellation Europas hat sich ja auch nicht viel .geändert — nach wie vor kann Frankreich aus eine nhebliche Menge offener und versteckter Freunde in allen Ländern zählen. Schwierigkeiten könnte Italien machen, das in- ..wischen zu einer einigen und kompakten Großmacht ^erangeroadjfen ist. Daher auch, und aus keinem «mberen Grurtb, die Abneigung der lateinischen -Zchwester an der Seine. In dem Augenblick, wo *5 gilt, die Stellungen zu beziehen, muß die A n - Ziehungskraft Roms auf die gewähr- Beten Länder wachsen. Und an diesem Punkte flehen wir heute. Ja, die Lage ist durch die geschickte Aufklärungsarbeit Mussolinis in Genf schon so «sfenkundig aeworden, daß wir Freund und Feind genau unterscheiden können. Auf der einen Seite Deht Frankreich mit seinem willenlosen Vasallen imb Japan, auf der anderen Italien mit den schutzssuchenden Klein- und Ohnmächten. England Dimmt zwar der letzteren Gruppe zu, doch behält *5 sich, wie üblich, seine letzte Entscheidung vor. Amerika steht scheinbar abseits, wird aber vielleicht aus diesmal den Ausschlag geben. Ein Witz der Weltgeschichte, daß das Feuer ausgerechnet im Völkerbund ausbrechen, die 21b« »üstungskonferenz in Genf torpediert werden wird. Auch den Harmlosesten werden ja inzwischen die Augen aufgegangen sein. Daß der Völkerbund sich tm japanisch-chinesischen Konflikt die Gelegenheit entgehen ließ, zum erstenmal eine gute Figur zu machen, können selbst seine Pfründeninhaber nicht bestreiten. Bis herunter zu den „armen" Stenotypistinnen, die sich in dieser schweren Zeit mit tausend Goldfränkli im Monat durchschlagen müssen, mciß man, daß Chinesen und Japaner zwar urteilen und bestimmen dürfen, wenn es sich um ihnen naheliegende Fragen dreht, wie zum Beispiel Ober« fchlesien, der Rat aber ratlos wird, wenn sie selber ein Hühnchen miteinander zu rupfen haben. Man stelle sich also den mächtigsten Militärstaat dieser Erde vor, wie ihm der Völkerbund das Säbelrasseln, das ihm nun einmal Spaß macht, „verbietet"! In Rom kann man sich das nicht ohne ein saures Lächeln oorftellen. Die Alternative lautet hier infolgedessen sehr simpel: Krieg ober Abrü - fi ung. Unb ba sich ber französische Block auf bie Anfrage Mussolinis gegen bie Abrüstung aus» gesprochen hat —--bars man es ben Italienern nicht oerbenfen, wenn sie aufgebracht finb. „Frankreich hat bie Maske bes Pazifismus abgeworfen unb nocheinmal seinen Willen zur wirtschaftlichen, auf feine militärische Macht gestützten Hegemonie proklamiert. Nicht ein Gewehr, nicht ein Bajonett weniger: bas ist bie Parole bes kriegerischen Frankreich, bas über seiner vorübergehenben finanziellen Vorzugsstellung sogar ben Sinn für biplomatische Scham verloren zu haben scheint. Damit ist ber Verlauf ber Abrüstungskonferenz bereits vorgezeichnet. Die Konferenz wirb von Anfang an bie trefflich organisierte Tätigkeit ber bessergerüsteten Staaten gegen sich haben. Es wirb roieber von Garantien unb Sicherheit bie Rebe sein, wogegen alle wirklich wichtigen Fragen, wie bas Reparationsproblem, bie Revision ber Verträge, bie Kolonien- unb Golbver- teilung nicht angerührt werben bürfen. Die technische Abrüstungskonferenz geht auf biese Weise sofort in eine politische über und alles in dem üblichen Redeschwall unter." Das kann man wörtlich in der italienischen Regierungspresse lesen und selbst die lautesten Parteigänger des militaristischen Frankreichs müssen, wenn auch mit Zähneknirschen, zugeben, daß es so sei. Besonders geärgert hat man sich in Rom darüber, daß der Pariser Schulmeister nun auch in Rom seine Verweise und Pfoten austeilt, wie er es bisher an Berlin und Wien übte. Um zu einer wahren Verständigung zu kommen, müßte zunächst „moralisch abgerüftet" werden. Was solle man zu so bedenklichen Gebilden wie der faschistischen Kinderorganisation sagen? Ob denn, so hallt es hier zurück, nicht auch Frankreich seine entsprechenden Institutionen habe, ob denn nicht erst kürzlich die französische Jugend kund und zu wissen getan Stadtth^ -KS S--S itz 6 tonn .. '■ ken hp,6che" bn,|)ienst imWtitras 30 pf, iJMWieh •Gießen Das Märchen von Atlantis. Von Annie $rancö*£arrar. Was hat uns Plato alles von der versunkenen „2111 a n t i s" erzählt? Nein, nicht Plato, sondern eigentlid) Solon, der durch seinen Mund spricht. Aber et; ist auch nicht Solon, sondern ihm sollen die weisen Greise von Sais es berichtet haben. Und auch die wissen es nur vom Hörensagen, von den Bewohnern einer anderen tausendjährigen Stadt. Trüber und umgewisser kann keine Quelle sein. Es fängt also an, nicht anders als unsere Märchen: „Es war einmal". Die Alte Welt kannte Europa, Asien, Lybien, den Grbteil der schwarzen Menschen. Die „Atlantis" ober sollte ein vierter Kontinent fein, unermeßlich groß, von einem mächtigen Volk bewohnt, das kriegerisch und raubluftig über hellenische Städte herfiel. Legypten selbst soll von ihnen beherrscht worden sei». 3ur die Griechen (man versteht das, denn Griechen erzählten doch dieses ganze Märchen) leisteten einen Widerstand, dem die Atlantiker nicht gewachsen aaren. Und bann brach etwas wie himmlische Vergeltung über die böfen Nachbarn und Welttyrannen herein. Ihr ganzer Erdteil versank unter schrecklichen 1 Grdbeben, und diese Katastrophe dauerte nicht länger als einen Tag und eine Nacht. Die Tiefe der Meere nahm ihn auf, und da unten liegt er nun mit seinen verfallenen Städten, mit den Tempeln, über die Ligen und Tange wuchern, mit verödeten üben 1 yütteten Straßen, in denen stumm die Fische i schwimmen und Meerestiere im Schlamm dahin- aanöern. Und mit den vielen, vielen tausend Toten i unb allem, was ihre Habe war ... Unb weil man griechische Märchen von je tm Sbenblanbe so bitter ernst nahm (hätte man bie Levante, aus ber sie alle stammen, nur besser gekannt, so wäre man siche weniger vertrauensselig ^gewesen!), so suchte man mit Aufbietung von sehr | Diel Scharfsinn nach ben Spuren biefes Weltunter- Ringes. Unb erklärte schließlich, bie Azoren, Mabeira, I Sie Kanarischen unb Kap Verbuchen Inseln seien bie I Spitzen ber höchsten Berge ber versunkenen Atlantis «-wesen. Unb alles habe sich zwischen Afrika unb i Sübamerifa ereignet, bie früher ein einziger, zu- scmmenhängenber Kontinent gewesen seien, aus bem eben nun jener Teil, ber als „Atlantis" unterging, ggg ,ni»chelde"d« nehme 6636C schen Sübamerika unb Afrika, baß ba fein untergegangener Kontinent liegen kann. Der Atlantik flutet zwischen ben beiden Festlänbern burchschnittlich 2000 bis 5000 Meter über bem Meeresgrunb. Es müßte bort aber eine verhältnismäßig seichte Flachsee sich befinben mit vielen Untiefen unb einem höchst unregelmäßigen Meeresboben. Dann sinken so große Festländer überhaupt nicht so ohne weiteres unter unb am allerwenigsten in ber Zeit von einigen Stun- ben. Zuletzt aber hat man unzweifelhaft erfahren (indem man die Küstenlinie Afrikas und Südamerikas aneinanderpaßte), daß zwischen ihnen überhaupt keine Bruchstelle nachweisbar ist. Sie entsprechen sich im Gegenteil so genau, daß man nur annehmen kann, sie seien in irgendeiner früheren Erdperiode auseinandergewichen, unb ber Atlantik habe biefen Spalt bann ausgefüllt. Unb nun kommt bas Körnchen Wahrheit, um bessentwillen diese ganze Levanteerfindung von der Atlantis hier Raum gefunden hat. Zwischen Südamerika und Afrika war es zwar nicht, die Katastrophe eines Tages und einer Nacht ist es ebensowenig gewesen, und von einem Volke und einer Kultur der Atlantiker (noch, dazu in Aegypten!) wissen wir schon gar nichts. Aber es sank eine Landbrücke unter — nämlich die zwischen Italien und Afrika. Sizilien und seine Flachsee ist nur die eine Seite dieses untergegangenen Kontinents, den man ebensogut Afrika wie Europa nennen tann. Aber Griechen haben nichts davon erlebt. Vielleicht nur ganz, ganz frühe Urmenschen, denn es geschah vermutlich kurz nach jener Zeit, ba Deutschland noch ein Palmen- und Lotosland mit südlichem Himmel und einem warm und blau an seine Küsten spülenden Meere war. Die Alpen standen damals noch kaum. Im Gegenteil mißt man ihnen die Schuld zu, weshalb das Festland im Süden sich verringerte. Denn man nimmt an, daß alle Festländer und Ozeane sich in stetem Gleichgewicht erhalten, so daß also, wenn an einer Stelle Gebirge aufsteigen, anderswo (nämlich innerhalb des in Anspruch genommenen Druckfeldes) Landstrecken untertauchen müssen. Die Anwendung dieser Theorie hieße demnach: Als die Zentralalpen sich erhoben, viel mächtiger als heute, da sie bereits fast um die Hälfte wieder abgetragen und von ihren 10 000 Meter Höhe auf 3000 unb 5000 Meter gesunken finb, belasteten sie bie europäische Scholle so sehr, baß südlich von ihnen bie ßänbercien vom einbringenben Meer überflutet würben. So ober ähnlich entstauben zwei Einbruchsbecken. Das eine ist bas heutige Ligurische Meer mit bem breit ausgewölbten Golf von Genua, ber bei Livorno in einen kleinen Jnselarchipel übergeht und zwischen Mit großer Spannung sah man in den Kreisen der Turner des Mittelrhein-Kreises der DT. dem Kunstturn-Provinzkampf der Hessenturner entgegen. Die Veranstaltung wurde zu einem turnerischen Grohereignis im wahrsten Sinne des Wortes und reihte sich den bisherigen Wettkämpfen würdig an. Biele Turner aus den Provinzen Rheinhessen, Starkenburg und Oberhessen hatten sich in der Dolkshalle eingesunden, um die Mannschaften im edelsten Wettstreit kämpfen zu sehen. Richt weniger Interesse brachte das Gießener Publikum der Beranstaltung entgegen. Etwa 1500 Personen nahmen lebhaften Qlnteil an jeder Phase des Kampfes. Die Turner selbst enttäuschten nicht. Es wurden Spitzenleistungen gezeigt, die deutlich fühlen liehen, daß eine Hn- fumme von Energie, viel Mut und Qlusdauer, viel Kraft, Selbstbeherrschung und Konsequenz des Wollens dahinter stand. Das Kunstturnen an den Geräten ist — die gestrige Beranstaltung erbrachte erneut den Beweis dafür — die Hohe Schule der Deutschen Turners überhaupt. Das Publikum geizte nicht mit Beifall. Allerdings war gleichzeitig zu bemerken, daß die Zuschauer jede Hebung kritisch werteten. Auch die Entscheidungen der Kampfrichter fanden kritische Würdigung. Die gesamte Beranstaltung war getragen von echt turnerischem Geiste und verlief in vollendeter Harmonie. Die Gießener Reichswehrkapelle leitete mit einer schneidigen musikalischen Darbietung ein. Die einmarfchierenben kampfmannschafien, von Gauoberturnwart Will (Gießen) geführt, wurden freudig begrüßt. Dr. Rosenberg als CBertreter des Oberbürgermeisters unserer Stadt, begrüßte die Turner und Schiffbruch Per Abrüstung? Von unserem römischen ^.-Korrespondenten. Rom, Oktober. Nach Italien, als ber einzigen europäischen Nroßmacht, bie wirtschaftlich noch nicht abhängig ist oon Frankreich, politisch aber alles von ber neu« napoleonischen Strömung zu fürchten hat, mußten die Abrüstungstenbenzen naturgemäß gravitieren. Rom ist zum Mittelpunkt ber Friebens- ijoffnungen geworben. Rom hat bie Führung an iich gerissen. Weil es ben Frieben braucht, ruft es jur gemeinsamen Abwehr gegen ben Imperialismus Frankreichs, bas ihn nicht unbebingt nötig hat, son- lern gefahrlos jeben Tag marschieren konnte. Unb lie Gloire hat heute, wo bie englische Hanbelsmacht noch weniger zu fürchten wäre als bamals unb bie nationale Zersplitterung bei bem Hauptgegner fast ’benfo viel versprechend erscheint wie in den Zeiten i)es Rheinbunds, einen besonderen Reiz. Im Gegensatz zu Italien, das immer eine lurzf ristige Politik trieb, weil es eine andere nicht treiben konnte, manövriert Frankreich seit Montag, 5. Oktober 193| meist nur wenige Punkte auseinander. Rach der ersten Hebung am Barren lautete das Punktverhältnis 187,5:182,5:187 (die Reihenfolge der Punktwertung ist in der Folge stets: Rheinhessen, Starkenburg, Oberheffen). Die Oberhessen lagen also nur einen halben Punkt hinter dem Endsieger. Rach der zweiten Hebung (Seitvferd) lautete das Ergebnis 386,5:347:381,5. Die Starkenburger fielen bereits merklich zurück und sollten den Verlust auch nicht mehr aufholen. Bei den Freiübungen vermochten die Turner Goetsch, Schick und Sinn- well drei Punkte aufzuholen, so daß das Ergebnis in der Gesamtwertung 466:430:464 lautete. Bei der folgenden Hebung (Längspferd) erwiesen sich die Oberhessen als die weitaus Besseren und hatten bereits nach der zweiten Hebung den Anschluß an Rheinhessen gewonnen (490:454:490). Diese Hebung brachte den Turnern unserer engeren Heimat vorübergehend die Führung. Ver- mochten sie doch nicht weniger als 11 Pluspunkte auf ihr Konto zu bringen. Mit 665:603:676 Punkten lagen sie nach den Hebungen am Längspferd vor den Rheinhessen. Bei der nun folgenden letzten Hebung erwiesen sich aber die Rheinhessen wie immer als die Besseren und holten dabei Punkt, um Punkt auf. Bereits bei der dritten Hebung hatten sich mit 749,5 663:746 die Führung wieder an sich gerissen. Aber zähe verteidigten sich die Hessenturner und gaben sich nicht leicht geschlagen, obwohl vorauszusehen war, daß zu diesem Zeitpunkt den Rheinhessen der Sieg nur noch durch einen Versager in deren Mannschaft zu nehmen gewesen wäre. Der Abstand vergrößerte sich zwischen Rheinhessen aber nur langsam und erst mit der letzten Hebung stand der Sieger fest. Mit nur sechs Punkten Vorsprung vor ben Oberheffen errangen bie Rheinhessen ben Sieg. Bei der Auswertung der einzelnen Ergebnisse ergeben sich interessante Vergleiche. Als bester Einzelturner (ohne Berücksichtigung der Freiübung) ging der Mainz-Kasteler Jak. G e n h hervor. Mit 113,5 Punkten erreichte er die höchste Wertung des Wettkampfes. In der Einzelbewertung schnitten aber auch die Oberhessen vorzüglich ab. Seth belegte mit 110 Punkten den 2. Platz, Eckhardt mit 108,5 Punkten den dritten und S i n n w e 11 mit 107,5 Punkten den 4. Platz. An fünfter Stelle folgte dann Ql. Müller (Turnges. Mainz-Moinbach) mit 107 Punkten. Die b e ft e Mannschaftswertung erzielten die Rheinhessen mit 226 Punkten am Reck. Die zweitbeste Mannschaftswertung sicherten sich bann bie Oberhessen mit 212 Punkten am Längspferd. Auch am Reck brachten sie es auf über 200 Punkte. Vollwertungen erreichten während bes ganzen Wettkampfes nur vier Turner. 30 Puntte erhielten bie Oberheffen E ck h a r b t (Barren) unb Seth am Reck. Die beiben anberen Vollwertungen erreichten bie Rheinhessen Kretz (Freiübung) unb Neumann am Reck. Der Marburger Turner Walter Fink hatte einen weniger guten Start. Mit 87% Punkten ftanb er bem als Ersatzmann ber Ober- Hessen gemelbeten unb gewerteten Dechenb von ber Turngemeinbe Friebberg mit 98% Punkten um elf Punkte nach. Paul Goetsch (Marburg) geriet bei ber Freiübung baburch etwas in bas Hintertreffen, als er, ber er als erster turnte, bei ber Freiübung für eine ganz vorzügliche Hebung nur 28 Punkte erhielt. Stark benachteiligt erschien außerbem Adolf A r e n b s (Marburg), ber für eine ausgezeichnete Hebung am Reck nur 27 Punkte zugesprochen erhielt, währenb ber nächste Turner Peter Rath (Rheinhessen) für eine sehr kurze unb kaum besser ausgeführte Hebung 28 Punkte erntete. Diese beiben Entscheidungen bes Kampfgerichts nahm bas Publikum mit unverhohlenem Mißfallen auf. Walter Fink verlor seiner Mannschaft brei Punkte baburch, baß er eine Hebung am Barren wieberholen mußte, unb statt 22 Punkten nur 19 in Anrechnung tarnen. Das gleiche Mißgeschick passierte bem Bad-Nau- heimer Eckhardt ebenfalls am Barren. Dadurch gingen ber Mannschaft bie sechs Punkte verloren, mit benen die Rheinhessen als Sieger aus bem Wettkampf hervorgingen. Im einzelnen brachten es unsere heimischen Turner auf folgenbe Punktwergroßen Stein von Palos mitführen, der in den monumentalen Leuchtturm zu Santa Domingo eingebaut werden soll, der zur Erinnerung an die Entdeckung Amerikas errichtet wird. Der Kapitän hofft, mit der neuen „Santa Marin" drei Jahre lang die amerikanischen Gewässer sowohl im Atlantischen wie im Stillen Ozean zu befahren. Vom Stint. Der „Deutsche Sprachverein" schreibt: Jn Rord- deutschland spielt ein im übrigen Deutschland fehlender kleiner Fisch, eine billige Lachsart, eine Rolle im Vergleich, der Stint. Da hat man die in Süddeutschland unbekannte Redensart: er ist vergnügt, luftig, freut sich wie ein Stint. Im Preußischen ist man auch verliebt wie ein Stint, verwegen wie ein Stint, patzig wie ein Stint (auch in Holstein), man sagt: er hat Kurage wie ein Stint (freilich mit dem Zusatz: im warmen Wasser), in Hamburg: he smitt fit in de Boß') as cn Stint. Rach den Feststellungen des Raturforschers Th. Zell benehmen sich die Stinte in der Laichzeit wie unsinnig. Wie er sagt, ist nichts falscher, als bei den Bewohnern des kalten Wassers ein kühles Herz anzunehmen; der Fang der Heringe, Thunfische, Lachse gelingt am besten in der Laichzeit unter Benützung der Verliebtheit der sonst scheuen Tiere. — Eine allgemeine Eigenschaft „fauler Fische" rügt man in Holstein besonders am Stint, der wegen seines üblen Geruchs auch Stinkfisch heißt. Man spricht dort von faulen Stinten, wie anderswo von faulen Fischen, in Beziehung auf alte, schlechte, verdorbene Sachen, auch auf Hn- wahres, Erlogenes. •) warf sich in die Brust. Oochschulnachnchten. Professor Dr. Hans Naumann, Ordinarius für Germanistik in F r a n k f urt a. M., wurde in gleicher Eigenschaft an die Uniucrfität Bonn versetzt; ihm wurde der durch die Emeritierung von Geheimrat R. Meißner in Bonn erledigte Lehrstuhl der deutschen Sprache und Literatur übertragen. Der Ministerialdirektor i. W. Professor Dr. Karl Rauch in Weimar hat den an ihn ergangenen Ruf als Ordinarius für deutsches, bürgerliches unb Handelsrecht an bie Universität Kiel als Nachfolger von Professor K. A. Eckhardt zum 1. April 1932 angenommen. tungen: H. Dechent (Friedberg) 98% P., W. Fink (Marburg) 87% P., P. Goetsch (Marburg) 93% P., K. Sch i ck (Gießen) 96% P, A. Ahrens (Marburg) 100% K. Reuter (Gießen) 100% Punkte, R. Seth (Großen-Linden) 110 P., A. E ck - hardt (Bad-Nauheim) 108% P. und W Sinn- well (Bad-Nauheim) 107% Punkte. Betrachtet man die Ergebnisse der oberhessischen Turner vergleichsweise mit dem Ergebnis des Kunstturnwettkampfes in der Stadthalle zu Mainz im Frühjahr dieses Jahres, so kann man feststellen, daß die Differenz zwischen dem 1. und 2. Sieger wesentlich geringer geworden ist. Seinerzeit vermochten die Rheinhessen allerdings gegen eine ersatzgeschwächte oberhessische Mannschaft 881:829 Punkten den Sieger zu stellen. Bei dem gestrigen Kampfe betrug der tlnterscbied nur noch 6 Punkte. Man kann unter diesen Umständen wohl mit Recht behaupten, daß sich hier zwei völlig gleichwertige Mannschaften gegenüberstanden. Den Schluß der Veranstaltung bildete eine würdige Siegerehrung, die von dem Gauoberturnwart Frey vorgenommen wurde. Die siegreiche Mannschaft erhielt ein Diplom, und jeder Turner der Mannschaft den schlichten Eichenkranz. Den anderen beiden Mannschaften wurden Diplome zuteil. Mit einem dreifachen Gut Heil auf die deutsche Turnerei wurde die Beran- staltung geschlossen. Für die Stadt Gießen bedeutet dieser Kunstturn-Wettkampf ein weiteres Glied in der Kette seiner turnerischen Tradition. Allen Teilnehmern und Zuschauern dürfte dieser Wettkampf lange in bester Erinnerung bleiben. Gerhardt abermals Zweiter. Championat der Ltrcckcnläufer. Nur 14 Läufer traten am Sonntag in Berlin zum traditionellen Bahnläufen über 25 Kilometer um das Championat der Streckenläufer an. Das Ergebnis: 25 Kilometer Bahnlauf: 1. Brösecke (BVG.) 1:29:36,2, 2. Gerhardt (Gießen) 1:29:44,6; 3. Brauch (SEE.) 1:31:03,8; 4. Schneider (Hirschberg) 1:31:21,2; 5. Geisler (SEE.) 1:31:23,2. Zußball in Hessen-Hannover. Dis auf die eine große Hebevra^chung in Marburg, wo die Kurhessen den Tabellenführer, ihren Ortsrivalen Germania, mit 3:1 schlugen, verliefen alle Spiele planmäßig. In der Süd- gruppe liegen nunmehr drei Vereine punktgleich mit je 8:2 Punkten an der Spitze: SC. 03 Kassel, Hessen 09 Kassel und Dorusia Fulda. In der Nordgruppe führt Sport Kassel mit 9:1 Punkten vor Hessen Hersfeld (8:2 P.). Die Spiele in der Südgruppe brachten folgende Ergebnisse: SC. 03 Kassel - FD. Horas 9:1 (3:1); Dorussia Fulda — Ockershausen 8:1 (6:0); Kurhessen Kassel — Germania Fulda 1:1 (1:0); Kur- hessen Marburg — Germania Marburg 3:1; In der Nordgruppe: Hessen Hersfeld — Germania Kassel 1:1 (1:1); Spielverein Kassel — Spv. Göttingen 5:2 (2:0); FC. Grone — Sport Kassel 0:2 (0:0); Sp. u. Sp. Northeim — Göttingen 05 0:1. Punktkämpfe in der Gruppe Main. Eintracht und Sportverein spielen unentschieden. Die Gruppe Main hatte am ersten Oktobersonntag ein sehr interessantes Programm. Das Haupttreffen, die Begegnung Eintracht gegen Fuhballfportverein endete vor 20 000 Zuschauern am Riederwald mit einem Unentschieden von 1:1 (0:0). Rot-Weiß trat am Biederer Berg gegen die Kickers Offenbach wie- der in alter Frische an und gewann überraschend mit 3:1 (3:0). Union Niederrad ließ sich in Hanau 2:4 (0:1) schlagen, man hatte hier mindestens mit einem Unentschieden gerechnet. Eine Ueberraschung war auch der glatte 3:1-Sieg, den Griesheim über Isenburg erzielte. Germania 94 scheint schon jetzt ziemlich verloren zu sein, die Mannschaft ließ sich auf eigenem Platz von Germania Bieber 2:4 schlagen. Landesverband der Obst- und Gartenbauvereine in Hessen. Unter starker Beteiligung der Vereinsvertreter aus dem gesamten Verbanosgebiet fand gestern vormittag im Cafs Leib zu Gießen die Hauptversammlung desLandesverbandes der Obst- u nd Gartenbauvereine in Hessen statt. Präsident v. Hahn, der Vorsitzende des Landesverbandes, leitete die Tagung, begrüßte die Teilnehmer, die Vertreter der Behörden und der Presse. Er dankte dem Verkehrsoerein Gießen und dem Kreisobstbauverein Gießen für die prächtige O b st - und Gartenbau - Ausstellung^die auf der Liebigshöhe gezeigt wird. In kurzen Worten würdigte der Redner die Bedeutung, den Sinn und den Zweck der Ausstellung und teilte die erfreuliche Tatsache mit, daß bereits der größte Teil des Ausstellungsobstes verkauft ist. Schließlich begrüßte er noch den Referenten des Tages, Herrn Deckel (Kassel). Im Namen des Landwirtschaftskammerausschus- ses wünschte Landtagsabgeordneter Fenchel der Tagung vollen Erfolg, ebenso Gärtnereibesitzer Schneider (Gießen) namens der Gärtner-Vereinigung. Präsident v. H a h n erstattete nunmehr einen aus- führlichen Bericht über die Tätigkeit des Landesverbandes während der 25 Jahre seines Bestehens. Er schil- bette die organisatorische Entwicklung des Verban- des und die sich entgegenstellenden Schwierigkeiten. Insbesondere ging er auf die ständigen Bemühungen um intensivere Zusammenarbeit mit der Land- wirtschastskarnrner ein. Der Landesverband habe im Laufe feines Bestehens seine Notwendigkeit nachgewiesen. Weiter skizzierte der Vorsitzende die Arbeit des vergangenen Jahres. Die Obsternte des Jahres 1931 dürfe als sehr gut bezeichnet werden. Leider seien die Preise sehr niedrig. Nach wie vor erweise sich die Auslandkonkurrenz als sehr drückend. Der Plan zur Durchführung einer großzügigen Absatzwerbung habe sich bisher nicht durchführen lassen. Man habe sich dafür um die Durch- führung einer Marktbeobachtung und einer Verladekontrolle bemüht. Die Bestrebungen um die Herabsetzung der Frachtsätze für Obst bei der Reichsbahn seien von Erfolg begleitet gewesen. Weiter habe man sich seitens des Landesverbandes um eine Einheits Packung bemüht, nicht weniger auch um systematische Schädlingsbekämpfung und planmäßige Obstbaumanpflanzung. Durch stetige weitere Ausbildung der Obstbaum-Jnspektoren werde wirksame Breitenarbeit eingeleitet. Die Kreisver- bände müßten sich im einzelnen durch Vergebung von Ehrenpreisen die Absatzförderung angelegen sein lassen. Der Landesverband sei auch für die Zukunft bemüht, alles nur mögliche für den deutschen Obstbau zu tun. Allerdings müsse es immer die Aufgabe des Landesverbandes bleiben, die großen Ziele im Auge zu behalten und zu verfolgen. Der vom Rechner Herrn Michel (Darmstadt) vorgelegte Rechnungsbericht zeigte eine Einnahme von 8213 Mark, eine Ausgabe von 1785 Mark und einen äleberschuh von 6128 Mark. Das Gesamtvermögen des Landesverbandes beträgt insgesamt 9428 Mark. Wenn Menschen anseinandevgehn Tioman von 3- Gchneider-Foerstl. Urhebrrrechtsschutz Verlag O. Mei st er, Werten. 3. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Sie hatte schon den Mund zu einem strengen Wort geöffnet, als hinter Szengeryis Schultern ein dunkler Kopf auftauchte und eine bittende Stimme klagte: „Ein stellenloser Künstler bittet um ein bescheidenes Abendbrot!" Der schwere Silberschöpfer glitt in die weihe, goldgerandete Schüssel. Aga lachte. Töröks Lippen schmunzelten. Rosmarie sprang auf, lies an Szengerhi vorüber nach der Tür und zog Horvath mit beiden Händen an den Tisch. Ihre Augen starrten ihn an, begannen dann zu flimmern und standen in feuchtem Glänzen. „Guido, hast du wirklich Hunger?" »Ja. RosmarieI" „Ißt du denn nicht mehr bei deiner Großmutter?" Horvath sah Tränen in den Kinderaugen. Es reizte ihn, sich bemitleiden zu lassen. Zudem machte es ihm Spaß, diese dunklen Sterne seinetwegen in Trauer zu sehen. Mit gedämpfter Stimme, als schäme er sich, es gestehen zu müssen, klagte er: „Ich bin heute morgen unartig gegen Großmutter gewesen. Nun liebt sie mich nicht mehr und hat mir die Türe gewiesen." „Guido!" Die Kinderaugen standen voll Entsetzen. Török warf dem Künstler einen warnenden Dlick zu. Aber Guido fand Rosmaries erblaßtes Gesicht so süß, daß er gar nicht davon hinwegsehen konnte. „Und du hast also wirklich noch nichts zum Abendbrot gehabt?" forschte das Mädchen. „Nichts", gab er ernsthaft zu. „Hast auch kein Geld, dir etwas zu kaufen?" „Nein, Rosmarie." Er griff in die Tasche, zog seine Dörse und zeigte ihr die leeren Fächer. „Ich werde mich durchbetteln müssen bis Wien, vielleicht auch noch bis weiter hinauf." Rosmarie sah erstarrt in sein schönes Gesicht. Als ihre Augen sich wiederum mit Tränen füllten, war es Dela Szengeryi zu viel des Schmerzes. „Warum quälst du sie?" sagte er ärgerlich und rückte seinen Stuhl zur Seite, um dem Freunde neben sich Platz zu machen. „Er ist gar nicht so arm", lachte Agas dunkle Stimme in dem großen Raum. „Du weinst umsonst. mein Kindchen. Guido kauft die ganze Steppe, wenn er sie haben will." Rosmarie war noch nicht völlig beruhigt. Als Aga ging, um in der Küche nach dem Draten zu sehen, füllte sie Horvaths Teller nochmals bis zum Rand. Er hielt ihr die Kinderhände fest und neigte sich darüber. „Herr Horvath!" mahnte Török ernst. Rosmaries Augen glänzten in Seligkeit, die Delas dagegen waren schier am Erlöschen. Die gute Laune des Künstlers schlug im Nu wieder eine Drücke zu harmloser Fröhlichkeit und leichtem Geplauder. Es ging schon auf die zehnte Stunde, als er sich verabschiedete. Am Morgen wollte er noch einmal kommen, um den beiden Herren Adieu zu sagen. Dela Szengerhi ließ es sich nicht nehmen, ihn ein Stück zu bekleiden. Aber es wurde ein schweigsames Wandern. Dela wurde von tausend Zweifeln und Ahnungen geplagt. Horvaths Gedanken waren meilenweit entfernt und hasteten von der Steppe nach dem Lichterglanz der Großstädte, nach deren Hasten und Treiben und nach den Erfolgen, die er dort wieder zu erringen hoffte. Er war gottbegnadet und wußte es. Die große Welt verwöhnte und umschmeichelte ihn. Alnb doch fühlte er ab und zu eine trostlose Leere in sich, ein Sehnen nach etwas Unbekanntem, das ihm noch vorenthalten war. Als Szengerhi nun den Schritt verhielt und ihm mit einem „Gute Nacht" die Hand reichte, schrak Horvath aus seinem Traume auf. Seine Gedanken waren so grundverschieden von denen des Freundes gewesen, daß er die Anklage, die im Gesicht des anderen stand, lediglich für Trennungsschmerz hielt. „Komisch", sagte er gütig, „daß es so etwas wie Heimweh gibt. Ich weiß das aus Erfahrung Man braucht seine Zeit, um darüber hinwegzukommen. Aber wenn es dann überwunden ist, ist die Fremde nur um so schöner." Dela wußte keine Antwort. Er hielt Horvaths Rechte in der seinen und drückte sie schmerzhaft. Dann wandte er sich zum Gehen. Der Geiger sah. wie seine Schatten immer kleiner und kleiner wurden. Dann setzte er mit raschem Schritt die Füße wiederum in Bewegung. Nach einer halben Stunde Weges tauchte das Licht einet Tanja auf. Hinter der Weißdornhecke, die sie umfriedete, erklang das Geheul einer Dogge. Eine Frauenstimme gebot Schweigen. Horvath blieb stehen. Er lauschte und rief einen Namen in das Dunkel. Eine Gestalt löste sich von der weihen Mauer des Hauses. Dlauschwarzes Haar glänzte im Mond. Ein leichter Schritt kam quer durch den ©arten. Horvath wartete, bis daS Mädchen sich ihm genähert hatte. Mit einem Satz überquerte er die niedere Barriere des ZauneS. Nach einem Moment des Die Rechnung wurde in Ordnung befunden, und dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Ein Antrag des Obst- und Gartenbauvereins Darmstadt auf Herabsetzung des Landesverbandsbeitrags wurde De.tagt. Zum Schluß hielt Herr Deckel (Kassel) einen sehr instruktiven und aus praktischen Erfahrungen herausgegrisfenen Dortrag über das Thema „Lehren und Nutzanwendungen aus dem Obstabsah der letzten Jahre". Er stellte hierbei insbesondere die Verkaufs- Praktiken ausländischer Obfteraeuger denen des deutschen Obsterzeugers gegenüber und wies dabet Gegensätzlichkeiten von grundsätzlicher Be- deutung auf, aus denen Nutzanwendungen zu ziehen die lebenswichtigste Aufgabe des deutschen Obstbaues sei. Der Dortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und fand lebhaften 'Beifall. An den Dortrag schloß sich eine Aussprache an. Zum Schluß der Versammlung fand eine Entschließung Annahme, in der von der Reichsregierung Maßnahmen gefordert werden, die dazu beitragen, den deutschen Obstmarkt von dem Druck der ausländischen Ob st einfuhr zu befreien. Wirtschaft. Neues Verbot von Kursnotizen. Berlin. 3. Olt. (WTB.) Nachdem die Effektenbörsen seit einiger Zeit erneut geschlossen sind, hat es sich, wie im Juli d. I.. im Interesse der Bekämpfung der Schwarzen Börsen als notwendig erwiesen, die Veröffentlichung und die zirkularmäßige Bekanntgabe der Kurse, sowie von Preisangaben beim Angebot und bei der Nachfrage bei Wertpapieren zu verbieten. Ein solches Verbot ist im Wege der Notverordnung heute ausgesprochen worden. Die Notverordnung entspricht im allgemeinen den inzwischen wieder aufgehobenen Verordnungen vom 15. und 16. Juli 1931. Oie Devisenbewirtschaftung. Nach den abgeänderten Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung werden die allgemeinen Genehmigungen zum Verkehr mit Devisen, die zu Zahlungen zur Einfuhr, Ausfuhr und Transit- Handel und für eine Reihe von anderen Geschäften erteilt worden waren, mit dem 8. O k t o b e r 1931 ungültig. Neue allgemeine Genehmigungen können erteilt werden, in denen das Recht zum Erwerb von Devisen auf einen b e st i m m t e n Höch st betrag für jeden Monat beschränkt wird. Soweit Anträge auf Erneuerung bis z u m 8. O k t o b e r bei den Devisenbewirtschaftungs- stellen eingereicht sind, können diese gestatten, daß die Firmen bis auf weiteres auf Grund ihrer alten Genehmiguna Geschäfte tätigen, wobei eine Anrechnung dieser Geschäfte auf den Höchstbetrag der später ausgestellten neuen Genehmigung erfolgt. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Okt. Auftrieb: Rinder 1417 Stück, darunter 320 Ochsen, 175 Bullen, 493 Kühe, 390 Färsen; Kälber 521, Schafe 115; Schweine 5067 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 38 bis 42, ältere 35 bis 37, sonstige vollfleischige jüngere 29 bis 31; Dul en: jüngere, vollsleisch ge, höchsten Schlachtwerts 33 bis 34. sonstige voiljleischige oder ausgemästete 26 bis 29; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 26 bis 29, fleischige 20 bis 25; Färsen (Kalbinnen, Iunarinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 38 bis 42, vollfleischige 35 bis 37, fleischige 29 bis 34. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 46 bis 49, mittlere Mast- und Saugkälber 40 bis 45, geringe Kälber 35 bis 39. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 31 bis c8, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 25 bis 33. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 54 bis 57, von etwa 200 bis 240 Pfund 53 bis 57, von etwa 160 bis 200 Pfund 51 bis 56, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 45 bis 53, Sauen 42 bis 50. Marktverkauf: In allen Gattungen ruhig. Rinder nahezu ausverkauft; Kälber, Schafe und Schweine geräumt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. Okt. An der Getreidebörse war die Stimmung zu Beginn der neuen Woche zwar ruhig, aber doch etwas befestigt. Das Angebot hat sich verringert. Die Umsatztätigkeit war etwas belebter, im allgemeinen aber doch immer noch ziemlich klein, zumal das Weizenmehlgeschäft fast vollkommen stagnierte. Roggenmehl war dagegen weiter stark gesucht und im Preise höher. Don Futterartikeln war Kleie weiter etwas schwächer. Die Preise blieben im großen und ganzen behauptet. Weizen und Roggen konnten je 2,50 Mark anziehen. Es wurden notiert: Weizen 230 Mark, Roggen 220 Mark, Hafer (inländischer) 175 bis 180 Mark, Hafer (ausländischer) 160 bis 167 Mark, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschware) 36,75 bis 37,50 Mark, Sondermahlung 34,25 bis 35 Mark, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschware) 36,75 bis 37,25 Mark, Sondermahlung 34,25 bis 34,75 Mark, Roggenmehl 30,50 bis 31,50, Weizen- kleie 8,50 bis 8,40 Mark, Roygenkleie 8,75 bis 8,70 Mark, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 33 bis 37 Mark, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 25 bis 58 Mark, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 4 bis 4,25 Mark, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 3 Mark, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 2,75 bis 3 Mark, Treber (getrocknet) 11,25 bis 11,90 Mark, Jndustriekartoffeln hiesiger Gegend 2,20 Mark. Tendenz stetig. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt c ;eö V :e -8 ESQ « g’ai " ," ££ E = E 2 ü .85 Le & «-Eft IS S E (9 E a 2 A-Ä 19 = €ö L. a e-e-c 2 • ®Q §.?g = e 2 -Q EDA«|=c .D en S5 LZ a 2^ N «- N " -n 8 N ^e 2 Ort -4? a «•PR A Z (9 Q (9 y y a e 35.. A eer> 3 (9 c sc E cr..p E I es s ^ee 2 E s cy e’ m ö e 51qk 2 c jte c E ^e§ 3 E cu p ®e.e E &e " a y 3® ge «se 8?Ä E E a E ixn 2 2rsL cx c 55 E a»e r- —. U CSE B " o a A (9 " "Ec 4« 3 S <6 ees'S cK a = ^~e a a "UZ 8 g? 8» •er 5S® j N 'e- B ." 8 19 oe=3 N- E 3 S5®53 «'s ee 3 S5t^§E 2 m 3 £ O £> X= (9a ES E r e 3 E ® A B .2 3(S 2 js-cy iieS'e «es *6*2 S R iZ °*.E A S 8' ro E S" .2^ e.s“ ®®e®.2 E« R E 5.® °ME EÄ. E y B o £ L E 8? -e 8? 0 = & 3-r.2 " e e a. 8-2 e.M-s 19 L c «5? c B (9," 3(9 KZ (9 SS l@ ^e es" " E _p E H 3 to e s-8S B q>t~i ?§ H^e 8 . E N>c 3 s £O e^ e c5 B^K Eß? L e> <3 e o 6 E 05-"'S? 8h® L-2 E es e’ :Ee 2^ 53 E E sS.i e° <9 S 2 E " F ZQ c 3 E c (9 o*7 öL.E „e^ E o jo E £ e c E®_. •eg’ c E 2 a o, -G-.C-Ä o ^c_e. eLr-o. CEO" ß 3 o- o >b Z — ■= E e“§» §ES X3 .fl| c-KA lu .3 E o <11 73 O -- C -— — D E u ui es "S ,9 m:3 5»H E oi E £&§<*§ s c ■'g e 2 e e ä e ä®. , ZD " ,e e = ! Ss$ ^=3 c E e O<7? o ic-o Ä to e = t9e " 1.12 58.92 93,59 16,30 16,73 169.94 21.43 93.09 55.51 2.52 99.ß 92,56 37,63 73,15 >- s e 1 Bo BeE "®7O As _ 8 w(9 >äe3.8-Q ö 35 L-b- rt. »tio | *Z2 A Ä e(9 E e „ - ••*=> E^= 8'" in " IS .© 3 u o SS fi 2 = ~A E" e O • EJ " 45. a £ =ääS“ :e>3^- 1. S x> " o c 8 q 3 ~ E~ 8s e o e e E E E =-A S g .« 8LZ es r ja CQc " .D in 0 C7 JgÄ 10,21 54,10 12,50 73.42 3.073 169,92 93.(9 93,59 98.60 16.07 0,977 4,217 50.91 21.12 92.48 37.64 92,13 2.092 0.156 7,477 14.66 LZAc? o" X. m 2 r-'Sg ^LA ZLZc -.EN." o€fl u-E C7 jj . a ea §u "f Äs öS ^EeS 'ßN-E |; EA 1.8 (9^ c ßE A 's B ey 0 £a;§ KZ 10.19 54.70 12, U 73 21 3,067 18.50 91.91 93.41 90.41 16.03 0.923 4-209 58.79 21.38 10.60 82.32 37.56 11.97 2 076 0,194 7.40 14,64 ös-b; e " £ ® e.8 8 = SA ,EZ *t$ *a> G? — । La E E I 3 3 Sä'- 'C E = slt ÄWA 8 me^ A 8^(5? a o J± pn — • >-* _ a vrJ . q ”a_.3U-e ZC---GA ^^8 : e * <7 p . e - 5 Z (9 L>L A A et ti o (9 c c c= iOQCQy " cxa(9 S? E E e.s :3 ~ N Sa^ E 0 E72LE£-L9r EN S2-; S>E Wu’«X^s< ng *1116 ” «"«.d-l •5»«ÄZ«»- §Ma zd — «g>ct " " 2 (9 -• S 3 5=^8 ^Z8 9a LeLKZZ 8 "o e £ e e ,>7 a ®e u. . . in e=j 05 f £ Z-- >» £ " n, f 75 -g-" a> ■SM ■Ä 2S® ■’b'S c to " w ’e. -(9 p ffoiC L>Ze^. c CQ’C m -L2 - 8 e & r " LL^a E C ■&> 3 ■E jqMgq °ZLWZ o r-“ p E §e p*3* AAZB- £ o 2: c £ e . e “ £ e-3 " ig- c Jt c ~ =<-o .2 3(9 eLs:®c?si cKk "'S A A-g- ■" - - >»A- es u-e£t = C-- E " 4a-^L r. *-» o ,2!H.7'e X« to eE -E ||y.^8p§ “LbHs“ ,s e 3)0-b" 5 " ‘toA e-" s . _ _ „ 3 § § * A £ «» E3| " E = e ^®E d a 'S « e MS-8 ^N "L-p L- 5 c «<3 = a 3 e® D N E । (-4 : y :— - a - .-“ c " e <3™ Eo> Cs? " c? ■■ , rs. f» zz 3. N 3£> 3 tfD—53 _ c e p a €oEa^S a-se s.awg JÜMc Sotan^ ZW E 5 •“ E .E A(9 S ". e p •Ä E 05 5 SLc-< fsLS oirn Lsr.E(9 2 "* 'je! en ®m er die andere Sck nach. Aber er sah B )t, lonft machte er kehr. 4 nie g-vesenl hu iur Dirne mach^ äderen gut genug, h irr rascher- Jin Wr butd) 6 wartete m»!A ÄÄt 'chvand- Do« S3»x fi m 'elnea ^T^ «-x.“ Sie Vw-.' i»SSti «««.•ÄSS ^SZ 5%?s %d «» "f " «e, u j E~ .-- ’o X3 E5 ;® O3§ _ 5 * ro.ts jofi-p O nz c UP-O E K^Q reidebörse ii’t***» LrKr - Si, L> OK S?eyerunel’1 A MviNZ tot fc emilejBtft) 33 ? U:-'Iit für Speiff, Pcu (fitobeutidjes gui , ®Qrt- Wetzen, un) .' ^.Wetzen- uti H» 3 Stet Irrt« Jn, ZndustriekartM Tendenz stetig. - Zravkstirt ilBL ZA L«" ,|g--2.® .= -84-2 S£ t> Haltet y< ,nM * «Ile Ü*“: ÄÄ> ,., steint ___° E S S.t'S " 8e® A m g E g c BZ- -4®r-^5 , , O — cu 9 £ <^7" .-£ o " -p £ C7 3^S un^ E5- .f’E LS " *e s 3-* *" vG\±±/^ 72 p " _ . Ft " •-■tcaEE " i5>2"C"«'«‘R ZL eE ZAE^J ar‘ti--4®e p'S* ? a^S.8 kM ZLs E 0 « 5 «Xpä _ " :o JQ ." g E § 8 « 8 se "to° , .8 = '" " ■F' & " F^L E e — - ZLe3-Ezs> c c jg^B®, .E£-gg eE« jo® E e " in m p rti p £ c=J=ty zd A eA.2i.:o ~ F s o ■ ‘ E m c? e® ä . e* 3 " _ o -2 "(9 p - - e = = "®£ O " -3 iOp^A °L^ " p £> — O o E C A " ^8gge§ Zc~ E$ä E-=-= p 3 8 fee c äto^ : . O p "A "A ; “ E“ . ■"o E^g E 3ZcL 2"K e m 8 2” 8 E E 8 E E B 8 B. 8 8 E 8 x 8 N E = £ £T8 £ 8 8 @ 8 E B E E E Ö 8 E 8 E E E 8 to N 8 E E E E B 8 5 3 8 er o in 8 E o -2' 1 er ro ^»2 A D- o c o "o*'1 2 O A6) 2 o Ls D 2. 5 ö2. -Z-. »SS 5 2.2. -3.' o O 7 *<=,5.** O O* E:£ er <3- CF 2. tS2 2 C o 5" 3 iS O ro 5 i M 3 § S er o .2. " _Q ca" 5 2 ro O ~ e 2 — o'U- cra- 5 5 -=•_ PZß.m- c 2. m s __8 iS ZZ » = 2« ZAZ-T- zL. a. 2 2 -63*3 goo, c :5's: 2- 2 c -er ®-§er" - 5^: er 2 5 rs§ 2 2 E3 3 S = A 5 3.2 2 3 =. i? cr"2. c -O D. =" er d LS " o ZL2--^. 2 er* 2: 30?0 5 3 * ~ 5 o» A 33 = — 3 5 5 3 E © ■ c — ~ -t .— ® Q — er - 2^ 8 — 3 1“? or>3 5 E’ro oo"3 s an £2o " "■ 2.a‘ ??.r = äo~ * 3 " 2 ä-^- L-^Z-LL^. = 5^1.6)11=0^ y . o E* o — — 8 6): •e ■c 3 3 o L» O 3 3 3 er E 3-2 I D _ = ° A. ^o <5 @3 , °r a--E? ’S * ' -.Z8Z2 - 3:-C;c2 3 v* ? 3 3- £S 3 ö es - 2Cfl"g iS 3- co 3 3 o LS 6) 3- 8 o O V)E 3- ö3e O: in c ■3- 3 in o 3 a m m in 3 3 6) Q s 3-M C 6) H 6) '5-H 3 A 3 3 3 <3 tfi o ■ 3 OQ O 3 3 3 3 3 in 3 E 3 3 in 3 to - *i 3 in E ’O K> 3 m to to — Oro i S to « o 5 8 o 2.3- % o 3- 3 <£& Ag 3 3: E 3 in a’ö) in LS K” 3 3 m * EZ- in 6) 3-3 O: 3 ZL * 3 ■e = o: 2: E E7T23 — e -=• tx 2 2 ö a-O'*1.'1 „ Z-3 ® _ o 6) = 3- o E 5"° r^'cr ‘s-g ° o (==■ p 8 HE 2a?q l^=s?ls- 3 2 2 *5 — 2 3- o. o O -V-ri O r- — -5-» = » §H^ LS^ 3 o 5 2 » S-^2,8 - 2 a 6)2. . o 3 a' in co * o «3 8 s ”s» = ■ o © 3: 5 3- ©3 3 -LS LS E in .© co 3 E a 3 in ti o 3 © Za gg9 - D TT -a^ 3 '"3- o : aH o = E in 3 er ÖD 3 % H srsL« A"Q 3 3" »•CD 6)A s-^ 2C 3 £A W Q O 6)3 ao ’s,- ^3 3 "ö"o -t y Z6)LL w o ro " S S (O icar6)'1 o» L o"SZa 6)2 3-=* 3- ro S. §■8 3 3 gf ro ÄS' ro V- cm 3 m 8 Z3 Q o s TZ'J3 2ss«S m ro w Cfl2-.ro 2. ■OT °MZ = 2,^2 K o 3 er 2 = 28 .5*6)5. 3, sf*a La h:2 = E'a H 3 co „ co O o in ro SZ 3 "2 — ro 3| AZ*e = a LSZ o* 2 LS H ° 'öa = E CD ro 3-orS. ZAZ E = § 3 D 3 ZI-Z. @§§3 LE-3 EU A CM 3 5-22. ro D = 8 o co =;e:® 5 2.°“ 0 3 0 2- ro L2 Z5S —■ 5. m 2 ctäp ,o' ^co 2 e25'~ n m 2. LS AZ LZ-a Z8Z 2.-3Z ro ^-co - s %>5 S ro — E — m fiioo a-sD-— erco L Aa^u 2.a.^,2. LS- o " iS e LS8 ZL- 3 in in c e »2 = cy :°aa . ;E n o 5- 3-^ er S 3 S 2 >2a s,*» . •" © " 6)d ° c LS 2 3 A ■3*2^to6)=ri ZZ8Z •5,2-2 3- 2. 3 : 3 -=* d ro o r— E o 2. — U'3ero K«'a 2Z©_. = S 3 g-E-rss^ 0:0. — in o ,5- o oo. K o" 3-6)^ ^©fS; £S:=>a - = 3 in cd'V-, 3 orä S5 3 3 Z3 o a ^ägi-Se. Q.-E! -3^ 3 CF 27- ~- ro 2 e o — o 3 la : A o " O c- o "=* m _o 2. La 3 LD ä Z8-L «:AAZ O 2. ro ALZI $=gc LsyL 3 5= e. ü 6)5.0 5 8 3 3 3 c 6) a LS Z8 : A 2 2 H- aa 3 = 2 00^ 3 6) = 2,a 3 g ro co A er tt LS 2 8 ro &S> 8 ? 3 a 5 3 S r> 3 a 6) = y-t* 8 "o ~ Ho 2. a 8 3 3 ö"25> ro 'S . 2.3 3 2 8 E S5- M 3 5* © ° 3-D.o - H iS o o 2 3 a " -, tI s5- « Sa 3ts S-o 2-^i D; o 3 "E" 3 CD a -. ro — '■’ * 3.-^ 3 9.ZL3 2 § E 3 o CO 5 3"* 6)2 L g C ro ^2*- 5 AZ 5 s ^o-ZZ H» o E 6)2 ZL3 2^0 6>ti ro 3 5- -. 3 c 2Z-8 tcS3'^ = 3? •5-tf. g L?3 % 3 8 8 2 8 = 2.8 8 8 3 in «M= 3 LS 3 " er 2c Q - 3 er co si D: 5 Z6) 3 .2anL ;3 3 S' er® 3 LS ' 3 o'- on e- 5i;i bände drc Zur Hntei Fällen we bcrcitgcftcl Gesamt lionen I Auf den sicherun Aenderung Äeichsanstc nen kann, einem 2 währt wer terstühu schluh des net toorbe Ser t eentuw l Desentlu sentlich bis zum Verwal vssmtlichei men werd Fällen n Landesrej DieS ab 1. Qlpi 20 und - dem volle, der nieder berechnet t der den El gewerte genkapi als abgego Site Ein Rei Ein ums wird sich Siedlun krung f0 die vorstädi don Äleing Attel solle Lander ab lehende 2et auskvmn xrebitm toerben. Z andwirtsch hflteii Lan nellt werd tzm dem ^etchSkomi nagen, da L»'ch °i 5ctSuflung ^mständer ^kinllebh ahne x £.°rben Achter 0; fr. loder 'Wen” ubernomm x in K--edsvert Ä 6,S«n. <