Nr. 30 Erstes Blatt 181. Jahrgang Donnerstag, 5. Zebruar 193( Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd vnd Verlag: vrühl'sche UniverfitülL-vuch. vnd Steinörutferei L Lange in Sietzen. Zchristlettung und Geschäftsstelle: Schulltratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorschrist 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wich. Lange; für Feuilleton Dr H.Thyrlot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. 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Der (Etat, den der Reichsfinanzminister vorgelegt hat, sieht Ersparnisse in Höhe von 1 1 5 3 Mil - l i o n e n M a r k gegenüber dem Etat von 1930 vor. So hofft der Finanzminister, den durch die roirb schoflliche Lage bedingten Ausfall an den Einnahmen des Reichs, der mit 1143 Millionen Mark angenommen ist, auszugleichen. Aber Zweifel find entstanden, ob dieser (Etat wirklich ausgeglichen ift Schon bei den Beratungen des Reichsrats halle der Generalberichterstatter, Ministerialdirektor Brecht Bedenken geäußert und mit einem Fehlbetrag von etwa 300 Millionen gerechnet. Auch in den Kreisen der Deutschen Volkspartei beurteilt man den Etat skeptisch; so kam jener Beschluß vom Dezember zustande, der von der Regierung Borschläge für eine weitere Kürzung mindestens um 300 Millionen ver- langte. In der ersten Sitzung des Hausholtsausschusses in diesem Jahr nahm der Reichsfinanzminister zu der Frage, ob der (Etat ausgeglichen sei, Stellung. Er jagte damals, daß die Einnahmen nach dem Stand der Wirtschaftslage Anfang Oktober veranschlagt seien unter der Annahme, daß im zweiten Halbjahr 1930 keine weitere Verschlechterung und daß im Laufe des Rechnungsjahres 1931 eine, wenn auch nur leichte Verbesserung der Wirtschaftslage gegenüber dem Stand Anfang 1930 eintreten werde, unö bezeichnete diese Auffassung als einen sehr gemäßigten Optimismus. Er gab ober dann selbst zu, daß die Beurteilung des Etats durch den Generalberichterstatter des Reichsrats durchaus richtig sei, und bemerkte, daß, wenn die leichte Besserung, von der die Zahlen des Entwurfs ausgehen, nicht ein- treten sollte, sich der Ausfall für das Reich in einer Größenordnung von 200 bis 300 Millionen bewegen werde. Damit gab die Regierung zu, daß der (Etat nidM ausgeglichen fei. Denn die Wirtschaftslage hat sich seit dem Oktober noch erheblich verschlechtert. Auch die Einnahmen des Reichs weifen feit dieser 3eit einen gegenüber der Schätzung herabgemindcr- ten Betrag auf. Der Antrag der Deutschen Volks- Partei war deshalb berechtigt. Eine Sanierung der Finanzen setzt einen ausgeglichenen Etat voraus. Rur er kann das Vertrauen des In- und Auslandes zur Finanzverwaltung wieder Herstellen. Es besteht die Gefahr, daß die Opposition sich in Agitationsanträgen überbieten und die Ausgaben erhöht, statt daß sie herabgesetzt werden. Die Regierung verfügt über keine Mehrheit. Sie apel- liert an das Verantwortungsgefühl der Opposition. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob dieser Appell Erfolg hat. Die Regierung will, wenn eben möglich, den Etat auf parlamentarischem Wege durchsetzen, schon im Interesse des deutschen Kredits, aber auch deshalb, um nicht allzu häufig genötigt zu fein, zum Artikel 48 zu greifen. Denn auch diese Waffe stumpft schließlich ab. Die steigende Zahl der Arbeitslosen rückt nicht nur die Frage der Reform der Arbeitslosenversicherung, sondern auch die Frage in den Vordergrund, ob es nicht Mittel gibt, d i e Arbeitslosen von der Straße zu bringen und damit einen gefährlichen Unruheherd zu beseitigen. Anfang Januar machte der Reichsfinanzminister Dietrich in einer Rede in Stuttgart den Vorschlag, statt Arbeitslosenunterstützung eine Lohnhilfe an gewisse Unternehmungen zu zahlen, wenn sie über einen bestimmten Stand hinaus neue Arbeiter einstellten. Der Plan ist von allen Seiten zurückgewiesen worden, weil er auf eine Subventionierung mit all ihren bedenklichen Erscheinungen hinausläust. Auch der Gedanke eines Arbeitsdienstjahres dürfte endgültig aufgegeben fein, nachdem bei einer Besprechung im Reichsarbeilsministerium feftgefteUt worden ist, daß die Durchführung allein schon an den Kosten scheitert. So ist es erklärlich, daß immer wieder der Gedanke auftaucht, auf dem Wege der Arbeitsstreckung, also der Verkürzung der Arbeitszeit, weiteren Entlassungen vorzubeugen oder sogar die Möglichkeit zu Neueinstellungen zu schassen. Eine Broschüre der Harburoer Oelwerke hat nach dieser Richtung hin interessante Fingerzeige gegeben. Unzweifelhaft wird man den Gedanken nicht einfach beiseite schieben dürfen. Man mutz sich aber darüber klar fein, daß ein schematisch durch- gef ührter Zwang der Verkürzung der Arbeitszeit der Verschiedenartigkeit der einzelnen Wirtschaftszweige und Betriebe nicht gerecht wird und deshalb unter Umständen größeren Schaden als Nutzen anstiften kann. Die Verhältnisse liegen in den arbeitsintensiven und maschinenintensiven Betrieben vollkommen verschieden. So hat man in der Eisenindustrie jetzt den Vorschlag gemacht, eine Lohnsenkung mit der Verpflichtung des Arbeitgebers, im nächsten halben Jahr keine Arbeiter zu entlüften, zu verbinden. Nicht durch den staatlichen Zwana, sondern durch Erkennen der in den einzelnen Wirtschaftszweigen gegebenen Möglichkeiten und mutige Ausnutzung dieser kann die Frage gelost werden. Dabei kann es sich immer nur um Hilfsmittel für eine vorübergehende Zeit bandeln. Eine Besserung ist nur zu erwarten, wenn Wirtschafts- und Finanzvolitik, unbeirrt um alle Einschüchterungen und Drohungen, sich in ihrem Reformwerk von allen sozialistischen Ideen fern hält. Zaleski berichtet dem Sejm über die Ratstagung. Der polnische Außenminister brüstet sich über angeblich in Genf errungene Erfolge. Warschau, 4. Febr. (WTB.) Der Außenminister Zaleski berichtete im Auswärtigen Aus- schuß über den Verlauf der Ratstagung in Genf. Der Minister wiederholte, daß die Wahlen in ganz Polen in Ruhe verlaufen wären, und daß es nur in Oberschlesien zu einer Reihe bedauernswerter Zwischenfälle, z. B. Tötung des Pvlizeifunktionärs Sznapka und Zerstörung einiger Wohnungen in Hohenbirken gekommen wäre. Die anderen Vorfälle wären in ihrer großen Mehrheit unbedeutend gewesen. Während dieser Vorsälle hätten auch zahlreiche Mitglieder der deutschen Minderheit gelitten. (Ein großer Teil der deutschen presse, gereizt durch die Verminderung des deutschen Besitzstandes in Polen, habe eine gewaltige und sogar lügen- hafte Propaganda begonnen, in der sie den wahlmihersolg der deutschen Minderheit durch einen angeblich organisierten Terror wie auch durch Verfügung der Behörden, die eine freie Meinungsäußerung unmöglich machten, zu erklären versucht habe. Diese wütende Kampagne hätte bann zu einer derartigen (Erregung der deutschen öffentlichen Meinung gegen Polen geführt, daß die deutsche Regierung die Eventualität der (Einberufung einer außerordentlichen Ratstagung oder das Auftreten gegen Polen auf Grund des Art. 11 des Vvlkerbundspaktes erwogen habe. Die deutsche Regierung habe bann beim Völkerbunb bie bekannten drei Noten eingereicht. Sowohl bic Form bes Auftretens ber beut’ frfjen Regierung wie auch bie in ber Presse gegen Polen geführte Aktion hätten bie Annahme gerechtfertigt erscheinen lassen, baß man einer politischen Atlion gegenüberstehe, für bie bic Minderheitenfrage nur den Vorwand liefern sollte. Er, Zaleski, habe es deshalb für das Richtige gehalten, die Mitglieder des Rates noch vor der Session schriftlich über den wahren Stand d e r D i n g e zu informieren. In diesem Brief habe die polnische Regierung ihrer Auffassung Ausdruck gegeben, daß die Aktion der deutschen Regierung den Charakter einer unmittelbaren politischen Aktion trage, und daß sie nicht zur Beruhigung der Geister, sondern zu einer unerwünschten Verschärfung der Beziehungen zwischen den beiden Nationen beitragen müsse. Diese Note habe noch die Tatsache unterstrichen, daß die (Erregung in Oberschlesien in ber Äorwahlzeit auf bic Reaktion zurückzuführen fei, bie bie Lage ber polnischen Minber - beit In Deutschland sowie bie gegen ben polnischen Staat gerichtete politische Aktion Deutsch- lanbs heroorgerufen habe. Diese Aktion habe in ber polnischen Bevölkerung eine begreifliche Reflexbewegung hervorgerufen, unb gleichzeitig eine loyale Einstellung ber beutschen Minberheit zum polnischen Staat verhindert. Das Auftreten ber polnischen Regierung habe in ben maßgebenden Internationalen tireifen bie 21eber$eugung von ber Berechtigung bes polnischen Standpunktes befestigt, ber dahin gehe, sich niemals einer INinberheitenbebakte zu entziehen, aber mit ganzer (Energie Angriffe abzuwehren, für bie das INinberheitenproblem nur als Schutzwand für andere Ziele bienen sollte. Trotz ber starken antipolnischen Agitation sei der Bericht des V ö l t e r b u n d s r a t e s objektiv unb unparteiisch ausgefallen. Der Rat nahm bie von ber polniscl-en Regierung getroffenen Verfügungen*zur Kenntnis. Der Bericht stelle allerdings auch fest, daß zahlreiche Vorfälle in Ober- Schlesien den Charakter von Verletzungen der Artikel 7 5 u n d 83 der Genfer Konvention trügen. Zum Schluß fei auch im Bericht ber Wunsch ausgesprochen der im übrigen der Minder- heitenprozedur entspreche, wonach der Rat über die Resultate ber Untersuchung ber von der polnischen Regierung getroffenen weiteren Verfügungen i n Kenntnis gesetzt werden soll. 3m Bericht des Rates befinde sich also feine Bemerkung über eine internationale (Enquele- tiommiftion, über perfonalänberungen ober über Sonbergaranlien für die Zukunft. (Er billige bie von ben polnischen Behörden getroffenen Anordnungen unb enthalte die für sie wertvolle Feststellung, bah Gebiete mit gemischter Bevölkerung nicht das Terrain für Organisationen von nationalistischem aggressiven Lharaker barffeUcn dürften. Der Minister betonte bann )um Schluß, bah sich bie Folgerungen bes Ratsberichtes in ihrer Mehrheit mit dem becken, was die polnische Regierung auch von sich selbst heraus, eingedenk Polens internationaler Verpflichtungen und feiner Staatsraifon zum Zwecke der endgültigen Versöhnung ber loyalen Minber- heiten mit ber Mehrheit getan habe, bzw. beabsichtigt hatte. Eaar-Auionomisten an der Arbeit. Saarbrücken, 4. Febr. (Sil.) Die 6aar- Autonomisten sind wieder eifrig an der Arbeit, um noch in letzter Stunde mit allen Mitteln die Saarbevölkerung wenn auch nicht für den Anschluß an Frankreich, so doch für den Gedanken der „Saar-Autonomie" zu In der Mittwochsihung des Reichstages kam zur Beratung ein kommunistischer Antrag auf Aufhebung der Notverordnung über daSEchlichtungswesen in Verbindung mit Interpellationen der Kommunisten und Sozialdemokraten über die L o h n f e n k u n g s a k t i o n der Regierung. Abg. tiimbert) (Soz.) betont, daß die Arbeiterschaft durchaus Derständnis für die im Augenblick notwendige Politik der Sozialdemokratie habe und das von Kommunisten und Rationalsozialisten angestrebte Chaos ablehne. (Lärm bei den Kommunisten.) Eine der Hauptursachen der deutschen Wirtschaftskrise fei die gewaltige Machtstellung des Kapitals. Zur Beseitigung dieser Mißstände habe die Sozialdemokratie ein K ar tellgefetz im Reichstage beantragt. Der Weg der Lohnsenkung werde nicht zur Beseitigung der Krisenzustande führen. Die Gewerkschaften hätten den Lohnabbau nicht gutgeheißen. Es komme aber nicht allein darauf an, was man wünscht, sondern es müsse auch die Lage ber Wirtschaft berücksichtigt werden. jReid)6arbeiteminiffer Or. Stegerwald erklärt: Daß die Wirtschaft einer Erleichterung bedürfe, brauche nicht näher begründet zu werden. Die Mögtichkciten, von der Seite ber Frachten unb der öffentlichen Abgaben her diese Erleichterungen zu schaffen, seien sehr gering. Man könne daher an ber Lohnseite nicht vorübergehen. Cs ist aber ein großer Irrtum, wenn manche Wirtschaftskreise glauben, daß alle Erleichterungen nur von der Lohnseite her kommen können. Es ist auch ein Trugschluß, anzunehmen, daß an ben sozialen Lasten noch Milliarden gespart werden können. (Zurufe bei den Rat.-Soz.: Voungplan!) Die Debatte über den Boungplan ist so abgedroschen, daß man nicht immer wieder damit kommen sollte! (Großer Lärm rechts.) Der Krieg hat in unserer Wirtschaft derartige Werte vernichtet, daß auch ohne den Boungplan unsere Wirtschaft eine schwere Krise durchmachen müßte. Es ist unmöglich, in den verschiedenen Industrien und Berufszweigen die Löhne durch die Staatsmacht auf der seitherigen Höhe zu stabilisieren. 3n einer Zeit der großen Arbeitslosigkeit würde man damit politisch und sozial mehr zerschlagen, als man wirtschaftlich aufbauen kann. Die Staatsmacht kann nur mäßigend und ausgleichend in den sozialen Kämpfen wirken. Die Schwereisenindustrie hat schwer zu kämpfen in Oberschlesien unb an der Saar, weil trotz ber niedrigen deutschen Löhne in dieser Industrie die Löhne in den Konturrenzlänbern. besonders in Polen, noch niedriger sind. Bei solchen Ber- hältnissen kann auch die Staatsmacht den deutschen Lohn nicht stabilisieren. Es stimmt nicht, daß von gewinnen. Diesem Zweck sollen in erster Linie drei Vereine dienen, deren Gründer und Förderer hauptsächlich auf der Grube „Calmelette" zu suchen sind. Die Vereine nennen sich der „W a rn ö t b u n b", „Verband der öaar- bcrglcute“ und ber „M i «.umverband Dedsa b". Vorstand und Mitglieder de« „Warndibundes" rekrutieren sich hauptsächlich aus ehemaligen Mitgliedern des Saarbundes. Mit allen Mitteln des Drucks hat man einige Bergleute zum Eintreten in den „Warndtbund" gepreßt. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise wirb von den Werbern in ber rigorosesten Weise au6- genutzt, um die Bewegung künstlich auf die Deine zü bringen. Mit den gleichen Mitteln arbeitet der „Verband der Saarbergleute". Dieser Verband steht unter Führung des früheren Dera- arbeitersekretärs Krämer, dessen unrühmliche Rolle im großen Bergarbeiterstreik von 1923 bekannt ist. Der dritte Verein propagiert den Autonomiegedanken u. a. auch damit, das Saar- gebiet müsse sich aus wirtschaftlichen Gründen westlich orientieren, weil Deutschlands Markt für die Aufnahme der Saarkohle nicht fähig sei. Preissenkungen gar nichts zu spüren sei. Bie Regierung wird bestrebt sein, in da- Tarifvertragswesen größere Elastizität hineinzubringen, aber daS staatliche Schlichtungswesen und das Tarifvertragswesen aufrechtzuerhalten. Oie Opposition. Abg. Dr. '21 g c n a (Dntl.) stimmt dem kom - munistischen Antrag auf Aufhebung brr Schlichtungsnotverordnung zu. Mit dieser neudeut- schen Gesetzgebungspraxis tommen wir allmühlig in ben Zustand ber Diktatur hinein. Die Not- Verordnung hebt im Schlichtungswesen den bisherigen Zustand auf, der den streitenden Parteien, also auch ben Gewerkschaften, eine stärkere Verantwortung auferlegte. Darum ist auch aus sachlichen Grünbcn biese Notverorbnung zu bekämpfen. Wir lehnen biese Zwangsjacke ab. Abg. Stürtz (Nalsoz.) wendet sich gegen die Praxis des staatlichen Schlichtungswesen, das besonders in Westdeutschland immer zugunsten der Unternehmer und zum Schaden der Arbeiter wirke. Dem kommunistischen Antrag auf Aufhebung der Notverordnung würden die Nationalsozialisten z u st i m ° men. Wir sind weder Streikbrecher, noch Gewerk« schaftsfeinde. Die Arbeitnehmer werden uns im sozialen Kampf stets auf ihrer Seite finden. Wir bekämpfen ben Lohnraub und betrachten ihn als ein ganz ungeeignetes Mittel zur Einschränkung der Arbeitslosigkeit. Abg. Winnefeld hält unter großer Anruhe der Rationalsozialisten dem Abg. Stürtz vor, er sei f r ü he*r Kommunist gewesen und habe oft Lastkraftwagen mit roten Demonstranten geführt. Ietzt habe er in die rote Fahne das Hakenkreuz hineingebracht. — Abg. Stürtz erwidert, für den Bergmann Winnefeld sei es bezeichnend, daß er gegen den Lohnraub nichts weiter vorzubringen habe als den Hinweis darauf, daß er, Stürtz, nach dem Ruhreinbruch der Franzosen vom Kommunisten zum Rationalsozialisten geworden sei. Er werde weiter und überall das Hakenkreuz in die rote Fahne hineinbringen. .Die Anträge und Interpellationen gehen an den SozialpoUtischen Ausschuß. Vertreter ber Bauernschaft beim Reichskanzler. Berlin, 4. Febr. (WTB.) Vertreter der Bauernschaft wurden heute vom Reichskanzler in Gegenwart des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsministers Treviranus zur Aussprache über die agrarpvlitische Lage empfangen. Die Vertreter der Bauernschaft wiesen auf die außerordentlich schwierige Gegen die Aoiverot-nnng im SchlichiuiWwesen. Aushebungsaniräge der Opposition im Reichstag. Die dritte große Ausgabe, vor deren Erledigung der Reichstag steht, ist bie Ost Hilfe Schon im Sommer des vergangenen Jahres waren nach endlosen Verhandlungen mit Preußen die Grund- Züge eines Fünf-Jahres -Plans einer Osthilfe festgelegt worben. Die Auflösung des Reichstags unterbrach diese Arbeit. In ber Notverordnung konnten nur einige wenige Ausgaben in Angrifs genommen werben. So ist kostbarste Zeit verloren worben. Während bie Not immer größer wird, sind monatelang bie Vorarbeiten kaum fortgeschritten. Die veränderte Wirtschafts- unb Finanzlage nötigte zu einer Umarbeitung des Plans. Man verzichtete zunächst auf ben großzügigen Gedanken Dr. Sil - verbergs. Er wollte bieJndustrieumlage bis 1936 aufrechterhalten. Don dieser Umlage sollten insgesamt 500 bis 600 Millionen Mk. und zwar 60 o. H. für die Umschuldung der Landwirtschaft, 40 v. H. zur Kreditgewährung für mittlere und kleinere gewerbliche Betriebe benutzt werden. Damit wäre die Möglichkeit gegeben, zusammen mit Mitteln des Reichs und Preußens unb durch ein Zusammenwirken mit ben öffentlichen unb privaten Einrichtungen für ben Realkrebit eine großzügige Umschuldung ber Landwirtschaft in den östlichen Gebieten durchzufuhren. Ohne die Heranziehung der Industrieumlage mußte der Plan erheblich eingeschränkt unb in seiner Wirkung sehr stark beeinträchtigt werden. Gegen diese Verschlechterung ber ursprünglichen Ideen hat sich aber allmählich ein solcher Widerspruch erhoben, baß bie Reichsregierung von neuem in Beratungen darüber eingetreten ist, ob nicht eine Möglichkeit bestehe, auf den alten Plan zurückzu- greifen. Die Verhandlungen darüber werden erst in diesen Tagen abgeschlossen, so daß sich erst dann ein endgültiges Urteil über ben neuen Plan ermöglichen läßt. Aber Agrarkrise unb Osthilse werden auch im kommenden Vierteljahr Regierung unb Parlament beschäftigen. Auch hier werden die Auffassungen schroff aufeinanderstoßen. Die Agrarhilfe darf nicht zur Schädigung unseres Exports führen. Sie muß selbstverständlich ben am stärksten bedrohten östlichen Gebieten in erster Linie zugute kommen, darf aber darüber die Interessen der landwirtschaftlichen Veredelungswirtschaft des Westens nicht vernachlässigen. In der Osthilse wird es sich darum handeln, ohne Gesährdung des Reichshauchalts lebensfähige land- wirtschaftliche Betriebe zu erhalten. Aber vermieden werden muß, Gelb dorthin zu tragen, wo cs binnen kurzem im Zusammenbruch wieder verschwindet. Hier spielt die Organisationsfrage eine große Rolle. Hier wirkt sich so verhängnisvoll wie nirgends ber Dualismus zwischen Reich und Preu- ßen aus und zeigt immer wieder, wie notwendig für unfern Wiederaufstieg die Losung ber Reichsreform ist. Vor ernsten unb für bie Nation lebenswichtigen Fragen steht der Reichstag. Nicht Kampf ber Parteien bis aufs Messer unb Zerfleischung, fonbem Zusammenwirken aller wahren Vaterlands- freunde zur Rettung aus schwerster Not sollt- die Losung fein. Verstehen die Parteien diese Losung nicht, so werden sie sich unb dem Reichstag ba» Urteil sprechen» Lage der bäuerlichen VeredelungS- wirtschaft hin, hervorgerufen durch die Konkurrenz des Auslandes unter gleichzeitiger Verteuerung der Futtermittel- bas i s und verschärft durch das Fehlen leistungsfähiger Abfohorganisatto- n e n. Es wurde eine soiortige Inangriffnahme dieser Probleme durch reichsgcsetzliche Regelung erbeten. Dem Reichskanzler werden alsdann Vorschläge betreffend die besoirdere Berücksichtigung der bäuerlichen Interessen beim Kartoffelbau und bei der Regelung der Zucterwirtschaft unterbreitet. Bei der Besprechung der Ost Hilfefragen wurde von den Vertretern der Bauernschaft mit besonderem Rachdruck auf die Rotwendigkeit produktiver Hilfsmaßnahmen und der bäuerlichen Besihbefestigung hingewiesen. Der Reichskanzler sagte den Vertretern der Bauernschaft zu, daß die vorgetragenen Wünsche bei den in Angriff genommenen Gesetz- gebungsarbeiten nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollten. Nie Vereinbarungen zwischen Reichskanzler und Volkspartei Berlin, 4. $ebr. (VDZ.) Amtlich, lieber da» Ergebnis der Verhandlungen, die am 3. und 4. Februar zwischen dem Herrn Reichskanzler und dem Herrn Reichsfinanzminister Dr. Dietrich einerseits und der Reichslagsfraklion der Deutschen Volksportei. vertreten durch ihren Vorsitzenden Herrn Abg. D i n g e l d e y und dem Etatsreferenten Herrn Dr. Cremer, andererseits stattgefunden haben, wird im Einvernehmen mit dem Herrn Reichskanzler folgendes mitgeteilt: 1. welche Linnahmeausfälle infolge der allgemeinen wirtschaftsverhällniffe gegenüber den Etatsanfähen eintreten können, läßt sich heute mit voller Sicherheit nicht übersehen. 2. Der Reichskanzler und der Reichsfinanzminister sind entsprechend früheren Erklärungen mit der Relchslagsfraktion der Deutschen volksparlei einig darin, daß solche Ausfälle nur durch weitere Ausgabenkürzungen und nicht durch Erhöhung irgendwelcher Lasten oder durch Vermehrung von Schulden gedeckt werden dürfen. 3. Um der Reichsregierung die einwandfreie Möglichkeit solcher Ersparnisse zu schaffen, wird die Regierung den Reichstag um eine entsprechende E r - mächtigung ersuchen. Oer Stahlhelm beantragt Volksbegehren m Preußen. DcrPreutzischeLandtag soll aufgelöst werden Berlin, 4. Febr. (TU.) Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, hat in einem Schreiben vom 1. Februar cm den Preußischen Minister des Innern, Severing, beantragt, gemäß Artikel 6, Absatz 1 Ziffer 3 der Verfassung des Freistaates Preußen und gemäß § 2 des Gesetzes über das Verfahren beim Volksbegehren und Volksentscheid vom 8. Januar 1926 die Listenaus- legung für das folgende Volksbegehren zutzulasfen: «Der am 20. Mai 1 928 gewählte L a nd t a g ist aufzulösen." dem Schreiben heißt es u. a.: „Der Vorstand des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, e. V., hat am 4. Oktober 1930 beschlossen, ein Volksbegehren auf Auflösung des Preußischen Landtages einzubringen, um auf diesem Wege in Preußen eine Regierung zu ermöglichen, die dem in der Wahl vom 14. September 1930 einwandfrei festgestellten Volkswillen entspricht. Am 5 Oktober 1930, dem Reichsfrontsoldatentag in Koblenz, haben die über 140 000 freiwillig und auf eigene Kosten dort erschienenen Mitglieder des Stahlhelms diesem Beschluß einstimmig begeistert zugestimmt. Nachdem nunmehr die erforderlichen Vorbereitungen zum Dolks- -begehrcn in Preußen beendet sind, beantragen wir (folgt der gemeldete Antrag). Da sich aus den -vorgenannten Tatsachen und der allgemein bekanntgewordenen Bestätigung des Stahlhelms die nach § 2 Absatz 1 des Gesetzes vom 8. Januar 1926 in Verbindung mit § 4 Absatz 4 der Landes» abstimmungsordnungen vom 28. Januar 1926 erforderliche Glaubhaftmachung der Unterstützung durch hunderttausend Stimmberechtigte einwandfrei ergibt, bedarf es der Beibringung weiterer Unterschriften nicht. Das Erdbeben auf Reuseeland. Oie Stadt Napier wird geräumt. — Hastings ein Trümmerhaufen. t M7W n sind da per aucy die Bannerträger des Systems der Verhältniswahl nach deutschem Muster gewesen. Ganz haben sie sich damit nicht durchsetzen können. Das neue englische Wahlrecht schlägt einen Mittelweg ein, in der Form, daß jeder Wähler künftig nicht nur den Kandidaten seiner Partei wählt, sondern gleichzeitig noch einen zweiten Kandidaten, dem die Stimme zufällt, falls der eigentliche Kandidat nicht gewählt werden sollte. Ein etwas kompliziertes Verfahren, das wohl von der stillschweigenden Voraussetzung eines Wahlkartells zwischen Arbeiterpartei und Liberalen ausgeht, dann allerdings die Konservativen dauernd i n d i e Rolle einer hoffnungslosen Minderheit drücken würde. Gerade deshalb aber ist zu erwarten, daß im Oberhaus mit seiner konservativen Mehrheit erhebliche Wider- st ä n d e gegen die neue Wahlreform einsehen werden, und es bleibt auch noch abzuwarten, ob der englische Wähler später diszipliniert genug ist, um geschlossen einer solchen Parole der ^arteigen träte zu folgen. Die Probe auf das Exempel also, ob die Liberalen durch die Um- gestaltung auch einen Teil des ihnen verloren gegangenen politischen Einflusses zurlttkgewinnen werden, bleibt noch zu machen. Schwere Zlugzeugkaiastrophe. Infolge einer Explosion stürzte ein großes Marine-Wasserflugzeug bei Plymouth ins Meer. Reun Mann feiner Q3efa6ung, darunter der Pilot, sind ums Leben gekommen. Die Maschine war ein dreimotoriges Ganzmetallflugzeug, das die Bezeichnung „Iris lll" führte und , außer der normalen Besatzung von neun Mann noch 28 Personen zu befördern vermochte. Bei Manövem unb Schießübungen kam die Maschine plötzlich im Steilflug herunter und als sie daS Wasser berührte, erfolgte eine starke Explosion, deren Ursache noch unbekannt ist. Der Apparat sank für einige Augenblicke und tarn dann kieloben wieder an die Oberfläche. Ein auf einem Flügel des Flugzeuges stehender Mann und drei andere, die bereits im Wasser trieben, wurden gerettet. Das F ug* zeug füllte sich rasch mit Wasser, so daß die im Innern befindlichen Leute nicht mehr ins Freie gelangen konnten. Sie gingen mit dem Apparat unter. Don den vier Geretteten sind drei schwer verletzt, am schwersten die Heizer, die im Maschinenraum in unmittelbarer Rahe des Motors arbeiteten. Breimendes Oel, das aus der Maschine heraussprihte, bedeckte ihre nackten Oberkörper und die Gewalt der Explosion schleuderte sie zu Boden, wo sie von unzähligen glühenden Metallstücken bedeckt tourben. Urteil im Mordprozeh Uibrich Berlin, 4. Febr. (WTB.) Um 154 Uhr verkündete dcr Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Schm.tz, folgendes Urteil: Die drei Angeklagten find schult.>g, gemeinschaftlich einen Menschen vor» sötzlich getötet zu haben, und zwar Stolpe undLuise Neumann mit Uebcrlegung, Benzinger nicht mit Ueberlegung Die drei Angeklagten sind auch der gemeinschaftlichen Unterschlagung schuldig Es werden verurteilt: Stolpe wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, wegen Unterschlagung zu sechs Monaten Gefängnis, Lu.se Neumann wegen Mordes und Untersch a- gung zu einer Gesamtstrafe von acht Jahren zwei Monaten Gefängnis, Benzinger wegen Totschlags und wegen Unterschlagung zu einer Gesamtstrafe von sechs Jahren drei Monaten Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. — Rechtsanwalt Dr. Reiwald erklärte nach Verlesung der Urteilsbegründung für Benzinger, daß dieser auf Revision verzichte und die Strafe sofort antrete. Rechtsanwalt Dr. Sidney Mendel läßt dagegen für den zum Tode verurteilten Stolpe Revision beim Reichsgericht anmelden. Bilderschriften im Gchnee. Gpuren, Fährten und Geläufe. Von Peter Bauer. Richts ist vergänglicher als Schnee in der Stadt. Er muß schon nachts und in tüchtigen Gestöbern niederwirbeln, muh den Frost zum Bundesgenossen haben, wenn sein weißer Zauber die verwandelten Straßen eine Zeitlang bannen soll. Aber auch dann haben Besen, Hacken und Schaufeln den märchenhaften Stunden des geräuschlosen Gehens und Fahrens rasch ein Ende bereitet. Wo sie nicht yinkommen, zertreten und zerstückeln Fußgänger und Fahrzeuge den weihen Teppich, bis er, unansehnlich, schmutzig und häßlich geworden, die graue Straße nicht mehr schmückt, sondern mit seinen entstellten Ueberbleibseln verschandelt. Anders ist es draußen vor der Stadt, abseits der großen Fahrstraßen. Da prangt einem die Landschaft entgegen als eine einzige Schnee- wüste. Die holperigen Feldwege fino zugewccht unb bilden mit den angrenzenden Leckern unb Wiesen eine weiße, horizontweite flache Ebene, bie noch keines Menschen Fuß burchwanbert zu haben scheint. Denn nirgends verrät der Abdruck eines Trittes seine Nähe. ähn so unbekümmerter haben bie Vierfüßler und Vögel, bie die zugedeckte Wintersaat und andere Nahrung suchen, chre Sauf-, Hüpf» und Schleichspuren hinterlassen. Jedes Aufsetzen einer Tierpfote ober eines Dogelfußes zeigt sich im Schnee wie ein aufgebrüdter Stempel, wie ein eigentümliches Siegel. Am interessantesten ist das Spurenbild des Hasen. Es besteht aus zwei Paar Trittfiegeln, die voneinander gänzlich verschieden sind. Das Vorderpfotenpaar zeigt zwei kleine, eng voreinanderliegende Abdrücke, während die Spuren der Hinterläufe, die im geringen Abstand nebeneinander abgezeichnet sind, fast die Größe von kleinen Kinderschritten erreichen. Bei langsamer Gangart, wenn der Hase hoppell, erscheinen die Trittsiegelpaare nahe beieinander. Sie entfernen sich voneinander um so weiter, je stärker das Tier zu laufen beginnt, je mächtiger feine Sprünge ausgreifen und zu ratender Flucht sich ern W ll man sich über Uit Richtung thJ prächtigen nicht tauschen, jo darf man nicht vergessen, daß der besonderen Laufart des Hasen entsprechend, das Spurbild der Hinterpfoten immer vor dem der Vorderpfoten liegt. Denn der Hase setzt jedesmal die Heiden Vorderläufe ungeiähr voreinander und schnellt dann mit den Hinterläufen über sie hinaus. Aehnlich sieht die Spur des Eichhörnchens aus, der man auf Waldschneisen begegnet. Rur stehen die Abdrücke der Vorder- unb Hinterfüße der Größe des Tieres gemäß näher beisammen. Außerdem setzt das Eichhörnchen die Vorderpfoten nicht vor-, sondern dicht nebeneinander. Dagegen haben Marder, Iltis, sowie daS kleine unb große Wiesel als gewöhnliche Gangart ein Hupfen. Da hierbei die Hinterfüße genau In die Abdrücke der Vorderpfoten treten, entsteht eine Spur mit paarweisen Trittsiegeln. Deutlich zeigt jeder Abdruck die fünf betrauten Hetzen. Aber während ihre nackten Ballen bei der Spur des Hundes sich einzeln scharf abzeichnen, bewirkt das weiche, dichte Haar an den Trittflächen der Marder und Wiesel, daß die Konturen der Zehenabdrücke sich verwischen, und die Pfote als ein geschlossenes Ganzes sich ausprägt. Sehr auffadenb und einer Hand nicht unähnlich ist das große Trittsiegel des Dachses mit feinen langen Grab krallen. Freilich unterbricht Meister Grimbart selten seinen Winterschlaf. Setzt er sich in gemächlichen Trab, so gleicht seine Beinstellung der des Pferches in derselben Gangart. Ganz anders trabt Reineke der Fuchs über' einen Waldweg. Er setzt die vier Trittsiegel, die derjenigen der Hundepfote am ähnlichsten sind, fast in einer Linie, die gerade tote eine gespannte Schnur verläuft, hintereinander, so daß man vom „schnürenden" Fuchs spricht. Häufig zu finden unb leicht erkennbar ist bie Spur des Rehes, bas bie beiden Hufen seiner Zehenspitzen gleichmäßig abdrückt. Sie stellt beim „ziehenden" Reh eine regelmäßige Zickzacklinie bar Bei der Flucht Laben bie etwas gespreizten Zehen vorn auseinander unb die beiden kürzeren äußeren ober Afterzehen berühren gleichfalls ben Boden, ft> daß hinter jedem Trittsiegel noch ein verwischter Doppelpunkt erscheint. Aehnlich. nur entsprechend größer, zeigt sich das Triitbild des „ziehenden" und flüchtigen Hirsches. Du der Hirsch aber bereits -u dem Wlld der hohen Jagd gehört, bezeichnet der Weidmann seine Spur clls Fährte. Von dem Wlld, das eine Fährte macht, kommt uns in unfern heimischen Wäldern außer dem Wildschwein keines zu Gesicht. Natürlich sind bei diesen Ztoeizehern die einzelnen Arittsiegel bet Fährte noch kräftiger. Die Tupfen der Afterzehen zeichnen sich größer unb gewichtiger ab. Weder von Fährten noch von Spuren spricht man bei den Vögeln, sondern nennt die Abdrücke ihrer Füße Geläufe, obwohl nur ein kleiner Teil von ihnen ..läuft“, dje Mehrzahl vielmehr hüpft. Leicht lassen sich bie Schrittbilder der Feldvögel, das heißt der wirklichen Läufer, von denen Der Daumvogel, bie nur vorübergehend auf dem Boden wellten, erkennen. Ersteren muh auch einmal ein Fuß allein als Stütze dienen, weshalb die Zehen breit auseinandergerückt sind und die beiden äußeren einen stumpfen Winkel bilden. Letztere haben bie viel ausgeprägteren Zehen enger beisammen stehen, unb je mehr sie zum Anllammem an Zweigen bienen, mit gebogenen, spitzen Krallen bewehrt. Sv wird man bald die Feldhühner- und Tauben- geläufe unterscheiden können von dem der Amseln und Krähen, daß der flink hin- schnellenden Haubenlerche von dem der hüpfenden Sperlinge unb Finken ober den Kletterfüßen der Meisen. Mitunter begegnet man im Walb auch einmal dem seltenen Trittsiegel, bas zwei Zehen nach vorn, zwei nach hinten gerichtet zeigt: es ist das Geläufe eines Spechtes. Schwimmvögel verraten sich durch die deullich wahrnehmbare Schwimmhaut zwischen den Zehen. Sv ist gar vielerlei aus der Bilderschrift im Schnee zu lesen. Die ganze weiße Landschaft scheint ein Buch, in lustiger Laune vvm Winter aufgeschlagen, damit ihm die Tiere etwas auf die leeren Seiten schreiben ... Lochschulnachrichten. — Der ordentliche Professor der Physiologie an der Berliner Universität Dr. Wilhelm T r e n- belenburg ist von der Preußischen Akademie der Wissenschaften zum ordentlichen Mitglied ihrer physikalisch-mathematischen Klasse gewählt worben. Pros. Trenbelenburg war Assistent bei Geheimrat v. Kries in Freiburg i. B., wo er sich 1904 habilitierte. 1911 wurde er in Innsbruck Ordinarius, kam 1916 nach Gießen, bald daraus nach Tübingen unb 1927 nach Berlin. Berufungen nach Straßburg, Wien unb Bonn hat der Gelehrte abgelehnt. — Pfarrer Günther Dehn an der Reformationskirche in Der'.in-Moabit hat einen Ruf auf den Lehrstuhl der praktischen Theologie an die Universität Halle erhalten, dem Pfarrer in Dorndorf D. Friedrich Sogar- t e n, Privatdozent an der Universität Jena, wurde ein Lehrstuhl der systematischen Theologie an die Universität Breslau angeboten. — Der Lehrstuhl der Kunstgeschichte an der Berliner Universität als Nachfolger des Kirchenrats A. Goldschmidt ist dem ordentlichen Professor Geh. Regierungsrat Dr. Wich. Pinder an der UniverWät München angeboten worden. Prof. Pinder, geboren 1878 zu Kassel, als Sohn des Museumsdirektors Dr. Eduard Pinder, war Assistent in Leipzig, habilitierte sich 1905 in Würzburg, und wurde 1911 Ordinarius an der Technischen Hochschule in Darmstadt. 1916 erfolgte seine Berufung an die Universität Bres'au, doch verhinderte ihn die Teilnahme am Weltkriege, die Stelle anzunehmen. 1918 hatte Pinder einen Ruf nach Straßburg als Nachfolger Dehivs angenommen. doch mußte er bald mit den übrigen deutschen Dozenten Straßburg verlassen. 1919 wurde Pinder Schmarsows Nachfolger in Leipzig, von wo er 1927 nach München als Nachfolger Wölfflins übersiedelte. — Der durch den Weggang von Prof. S. Thannhauser an der Medizinischen Akademie in Düsseldorf erledigte Lehrstuhl der inneren Medizin ist dem außerordentlichen Professor an bet Universität München unb ärztlichen Leiter des Sanatoriums Gbenhausen bei München Dr. Emst Edens angeboten worden. Edens war Assistent von Geheimrat A. Heller am Pathologischen Institut der Universität Kiel, von Geheimrat Zinn am Diakonissenhaus Bethanien in Berlin unb an der zweiten medizinischen Abtei, ung des Krankenhauses München L d. Jser. 1910 würbe er Privatdozent in München, leitete das Sanatorium Luisenyeim in Sankt Blasien, wurde später ärztlicher Leiter des Parksanatoriums in Bad Homburg v. b. H., von wo er 1925 nach Ebenhausen bei München übersiedelte. « Derlnüpsima von Kriegsschulden und Abrüstung. Gn Vorschlag b'OnneffonS: Oie Hälfte der deutschen Reparationen und der alliierten Kriegsschulden soll für zwei Jahre gestrichen werden. - Senkung der HüstungSauSgaben in Deutschland und Frankreich um ein Zwölftel. — Oie Llngleichhe t der Rüstungen bleibt bestehen. pari», 4.Febr. (IDIB.) Gras Wladimir d Ormesson verössentlichl in der Zeitfchrist „Europe nouvelle" den plan für die Schaffung einer deutsch - französischen Jinanjfoliba- r i t ä t auf breiter internationaler Grundlage im Interesse der allgemeinen Befriedung. Der Vorschlag gipfelt darin, bafj Frankreich in den beiden kommenden Annuilälsjahren des poungplanes Deutfchland d i e Hälfte der ungeschützten Zahlungen nachlaffen soll. Gleichzeitig sollen die v e r- cinigtenStaatenaussoprozentihrer Forderungen an die Alliierten verzichten. Dieser Verzicht soll durch entsprechende Herabsetzung des geschützten Teils der Zoungzahlungen gleichfalls Deutschland zugute kommen. Ls würden also ohne formelle Aendcrung des Joung- planes oder des Londoner und Washingtoner Abkommens lediglich alle Zahlungen, die bis Ende des Finanzjahres 1932-33 zu leisten sind, durch zwei dividiert werden Deutschland würde dadurch in dieser Zeil der Weltwirtschaftskrise um 50 Prozent feiner Reparalionsverpflichtungen, etwa 850 Millionen Markte n t la st et werden. Weiler schlägt d'Ormesson vor, für die Iahre 1931-32 und 1932-33 die Militärlaslen in Deutschland und Frankreich um je ein Zwölftel herabzusehen, wodurch Frankreich eine Milliarde Franken und Deutschland 58 Millionen ersparen würden. Schon jetzt sollen Frankreich und Deutschland unter sich ein Abkommen treffen, durch das die beiden Länder bi» zum Ab- schluh der Abrüstungskonferenz die Ausgaben für die Bewaffnung um ein Zwölftel herabsehen. Gras d'Ormesson hossl, datz durch diesen „positiven Vorschlag zur Herabsetzung der Militärlaslen" die Herabsetzung der Zahlungen für Reparationen und Kriegsschulden auch für die vereinigten Staaten annehmbar gemacht wird. Für Frankreich bedeutet der Vorschlag im finanziellen Endergebnis, dah einer Mindereinnahme von 980 Millionen Franken eine Ersparnis an Militärlasten von einer Milliarde gegenüberslehe, so dah der französische Steuerzahler in keiner weise geschädigt werde. Zu diesem. Vorschlag nehmen vorläufig nur wenige Berliner Blätter Stellung. Die „(3 er- mant a" findet es bedenklich, den französischen und den deutschen Heeresetat nach dem gleichen Schema behandeln zu wollen. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" bezeichnet den Vor- chlag als völlig undiskutabel. Der Dor- chlag d'Ormessons gehe darauf hinaus^ eine Revi- ion des Poungplanes mit einer nochmaligen Interschrift unter das Versailler Dikta t zu verknüpfen und die militärische Uebecmacht Frankreichs noch einmal freiwillig anzuerkennen. Der ,L o k a l - A n z e i g e r" betont, dah das ent- ■ waffnete Deutschland, das von waffenstarrendcn Ländern umgeben sei, ein solches Harakiri s e l b st um den Preis von 8 5 0 Millionen nicht bejahen könne. Die übrigen Blätter nehmen noch nicht Stellung. Die höheren Schulen im hessischen Stal. Darmsta.dt, 4. Febr. (WHP.) Im Finanzausschuß wurde Kapitel 58, Schul-, Turn- und S p o r t w c s e n , mit 6400 RM. Ausgaben einstimmig genehmigt. Bei Kapitel 59, la ub ft um- menan ft alten Friedberg und Bens- heim (64985 RM. Einnahmen, 169916 RM. Ausgaben) erklärte der Vertreter des Landbundes, Friedbe rg habe Aussicht, ein Altersheim für Taubstumme aus Hessen und Hessen-Nassau zu erhalten, wenn die bortche Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende: ..Grundfragen der Besteuerung und Steuerpolitik". Vortrag von Univerfitätsprv'essor $>:. Mombert. 20.15 Mr. Hörsaal des Voilesunzsgeoäudes der Unitoet ität. — Hist. Fachschaft an der Lanbes- univcr.ität: Dorlraz ,,Bismarcks Stellung zu Frankreich". Pros. Dr. Platz hoff, Frankfurt. 20 ilfjr, Hörsaal des Vorlesungsge.äudes. — Gesellschaft für Erd- und Völkerlunbe: Vortrag mit Lichtbildern „Ratur und Kultur im norbwesttichen Argentinien", von Pros. Dr F. Kühn, Kiel. 20.15 iltjr, Reue Aula ber Uniücr'ität. — Damen - Vereinigung 1881 1931: Zusammenkunft. 20 Uhr Eafö Leib. — Artillerleverein: Zusammenkun t der Damen, abends im Hotel Köhler. — Licht? Besucht heute das Wohrtatiqkeitskonzert der Winterhilfe 4930/31 Beginn: 20 Lthr Saal: Caf6 Leib Ihr unterstützt damit das H'lfswerk. Städtische Nothilfe 1930. spielhauS, Bahnhosstrahe: „Madame sucht An- schluh". — Astcria-Lichtspiele: „Laila" und „Rätsel einer Rächt". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 6. Februar, 19.30 älhr, gelangt das Lustspiel .Leinen aus 3rland" zur Aufführung. Sonntagvormittag 11.30 Tlhr findet in Verbindung mit dem Goethe- bunb ein Dramaturgischer Vortrag mit Lichtbildern statt: „Deutsche Szenenkunst von den Meiningern bis zu P s:ator". Als J.cfcrent wurde der bekannte LyeaterMissenschaftler und Dramaturg Dr. Ernst Leopold Stahl (München) gewonnen. Die Veranstaltung findet zu kleinen Preisen außer Abonnement statt. — Der Bund „5) aus und Schule" ver- anstaltet am Freitag, 6. Februar, 20 Uhr, im Io- hanncssaal einen Familienabenb. Man beachte die heutige Anzeige. *• Schneefall. Es hat den Anschein, als wollte dcr QHonat Februar den etwas ramponierten Ruf des diesjährigen Winters verbessern. Dcr Schnee rieselte während deS gestrigen Mittwochs leicht und glitzernd Hemieder. Dank einiger Kältegrade vermochte er sich in den weniger belebten Straßen' auch gut zu halten, und die Straßen leuchten nun zum Teil in reinem Weiß. Die Wintersportler freuen sich besonders darüber. denn sie dürfen mit Recht ho.fen. baß am Sonntag auf dem Hoherodskops wieder vorbildliche Schneevcrhältniffe herrschen werden. Schließlich kann man aber auch den Rodelschlitten her- vorholen und draußen am Eulenkopf einige vergnügte Stunden verbringen. Der Wettervorhersage nach wird daS Wetter noch einige Zeit so bleiben. Zwei achtzigjährige Gießener Bürgerinnen. Heute, Donnerstag, 5. Februar, feiert Frau Katharina Seibert Wwe., geb. Fölsing, wohnhaft Stephanstraße 17, in bester Gesundheit den 80. Geburtstag. — Desgleichen feiert morgen, Freitag, 6. Februar, Frau Minna Hellwig, Witwe des Geh. 3ustizrats Hellwig, wohnhaft Goethestratze 27, ebenfalls in großer geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag. * Tknregelmäßigkeiten bei der Gießener Güterabfertigung. Bei einer Dienststelle ber hiesigen Güterabfertigung, die mit ber Verwaltung von Zollgeldern ber Reichsbahn- kaffe betraut ist, wurden Llnreblichkeiten des mit dieser Arbeit beschäftigten Obergütervorstehers entdeckt. Es handelt sich um Unterfdjlagungen, über deren Ausmaß bis jetzt noch kein endgültiges Ergebnis festgestellt ist. Die Untersuchung ist noch im Gange. Der fragliche Beamte ist von seinem Dienst entfernt worden. ** Städtische Brennholzversteige- rung. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, Stadtwald,.wurden bei der gestrigen Brennholzversteigerung bei großer Rachfrage im Durchschnitt folgende Preise erzielt für einen Raummeter: Duchenscheiter 14 Mark, Eichenscheiter 8,80 Mark. Kiesernscheiter 9,40 Mark, Fichtenscheiter 7 Mark, Eichenknüppel 6,20 Mark. Kiesemknüppel 8 Mark, Fichtenknüppel 5 Mark, Eichenstöcke 5 Mark, Fich- tenstöcke 2,50 Mark: für 100 Wellen Kiesemreisig 16 Mark. "AmtstagebeiderGießenerStadt- verwaltung. 3m heutigen Anzeigenteil wird von der Stadtverwaltung bekanntgegeben, daß wegen erheblicher Arbeitsbelastung der städttschen Dienststellen Amtstage eingeführt werden, über die aus ber Bekanntmachung alles Rähere ersichtlich ist. - DiePlatzeinteilung auf fern Wach e n m a r k t oe.r.fi» eine '-ü.i-niitma^ung oct Stadtverwaltung im heutigen Anzeigenteil, auf die wir die 3ntercffentcn besonders aufmerfiam machen. •’ Di e Anmeldung der ADE- Schützen. Die Anmeldung der schulpflichtigen Kinder zu dem am 20. April beginnenden Schuljahr betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. ,e Rückständige Elektrizität-gelber vom Monat Dezember können, wie die W.rldireltion im heutigen Anzeigenteil bekanntgibt. noch bis zum 15. Februar ohne weiter» Kosten bezahlt werden. 3nteresfenten feien auf bie Bekanntmachung besonders aufmerifam gemacht. 0-0 ""Hr<***A^ta-'p 'Jan M i'.oe w QtfoiMenloj.® ne!iiie.«O'XV teKhter Ost massiger Südsüdwest stürmische» tordwesi Oie Pfene fliegen mit dem Winde Oie oeioen Stationen Menenden zaf> len geDen die Temperatur an Pie imien -eromden Orte mit gleichen» •uf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Durch weitere leichte Schneefälle hat sich eine geschlossene Schneedecke gebildet, unter deren Einfluß, sowie durch Kaltluft und teilweises Aufklaren sich dec Frost verschärft hat. 3m nordöstlichen Deutschland ging das Thermometer bis 16 Grad unter Rull zurück. Die Luftdruckvcr- teihmg zeigt seit gestern keine wesentlich« Aende- rung, so daß wir weiter Im Bereich kalter Luft verbleiben. Dabei bringt sie immer noch Bewölkung und vereinzelte Schneefälle mit sich. Ferner werben die Temperaturen durch zeitweise Bewölkungsabnahme begünstigt, noch etwas zurückgehen. 3m ganzen bleibt das winterliche Wetter fortbestehen. Aussichtenfür Freitag: Weitere Frost- zunahme. dunstig und bewölkt mit vereinzelten Schneefällen, aber auch aufklarend und aufheiternd. Aussichten für SamStag: Weiterhin Frostwetter. Lufttemperaturen. Am 4. Februar nachmittags 2,9 Crad Celsius, abends 3.6 Grad: am 5. Februar morgens 4.4 Grad. Maximum 0,4 Erad, Minimum — 4,9 Grad. Riedersch'ägr 1,2 Millimeter. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 4. Februar abends 0,4 Grad, am 5. Februar morgens 0,6 Grad. Amtliche Wlntersporknachrichlen. Vogelsberg, Hoherodskops: Bedeckt, — 9 Grad, 50 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. — Hcrchenhainer Höhe: Klar, — 5 Grad, 25 bis 30 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. Odenwald, Tromm: Schneefall, —6 Grad» 20 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. — Neunkirchen: Schneefall, — 5 Grad, 25 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut Taunus, Feldb erg : Nebel, —10 Grad, 24 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. Schwarzwald, Feldberg: Schneefall, —10 Grad, 185 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Bewölkt, — 5 Grad, 35 cm Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut. (Schluß des redaktionellen Teils.) Ein Gefühl des Wohlbehagens durchströmt den Körper nach dem Genuß einer Tasse guter Fleischbrühe. Denkbar einfach ist deren Herstellung aus Maggi's Fleischbrühwürfeln. Man löst den Würfel in Liter kochendem Wasser auf, und die köstlich mundende Bouillon ist fertig. Man achte auf die gelb-rote Packung und den Namen Maggi. 503V Ein Blick in den Spiegel macht Sie glauben . . Ich hin wieder siebzehn MILLIONEN Frauen in der ganzen Welt haben diesen einfachen und sicheren Weg zur Erzielung eines schönen Teints 40 Pf. gefunden: die Hautpflege mit Palmolive-Seife, r r r Palmolive ist eine besonders milde Seife, die speziell zur Hautpflege geschaffen wurde. Sie besteht aus altbewährten Schönheitsmitteln: Palmen-, Oliven- u. Kokosnußölen. Deshalb reinigt sie die Haut nicht nur gründlich, sondern macht den Teint blütenzart und samtweich. 1 Palmolive G.m.b.H. Berlin SW n dann mit kaltem Waner. Verlangen Sie stets die EC H TE P almolive Statt Karten! v z. 3- Gießen Die trauernden Hinterbliebenen. 962 D Nordeck, den 4. Februar 1931. Gießen, Vehlen, den 2 Februar 1931. Die Einäscherung findet in aller Stille statt C671I 955 I)| Altersvereinigung 1868 — 1918 eröffnet habe — Ich bitte um geneigten Zuspruch Frau Maria Dippel 2Vi Uhr, Neuer Friedhof. 0681 Bahnhofstraße Gießen, den 4. Februar 1931. 0642 Bekanntmachung * 853C lich Meistbietend zum Berkaus: 9530 stamme Hl. 5 = 8,26 km, 1 Eichenstamm 1 Buchenstamm HL 4 (ge- rm: eeeeeeoeesee rm: Eine neue Fichte 8. I F Kiefernstamm Kl. 9ii 2. km, 5 Fichtenstämme Kl. 1b Hl. la = 0,33 19 41) lerat. I. Nr. 204, anberaumt. 938E 9540 talität: Heute entschlief nach kurzem Kranksein unser lieber Vater, Großvater, Bruder und Onkel, der 28 Kiefernstämme Kl. 1b 40 Kiefernstämme Kl. 2a Hiefernstamme Kiefernstämme Fichtenttömme Fichtenstämme Fichtenstämme Fichtenstamm Fichtenstamm Fichtenstämme Fichtcnstangen Fichtenstangen Kl. Kl. Kl. 8,10 km; 7,40 km. 6 51 15 1 1 185 Fichtenstangen 315 Fichtenstangen 1. Kl. 2. Kl. 1. Kl. 2. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. la 1b 2a 2b la 1b 2a 2b 3a 2a 2b 3a 3b 4a 4b km; 136 74 17 3 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 6. Februar, nachmittags 2l/2 Uhr statt. Holzes wird empfohlen. Gießen, den 4. Februar 1931. Der Vorsitzende des Markvorstandes. Nicolaus, Oberforstmeister. Leciin-Gteqlih Unter den Rüstern 14 Fichtenstämme Fichlenstämme Fichtenstämme Fichlenstämme 0,93 km, 16,49 km, 8,27 km, 0,64 km, 0,85 km. 1,69 km; km, km, km km, km, km; Der Vorstand. 963 D km, km, km, km, km, km, km; km. Spezialgeschäft für Molkereiprodukte mit Frühstückszimmer Kl. 6 = = 0,66 = 17/99 = 19,67 = 8,92 = 2,32 = 16,95 = 18,90 Gemeinschaftlicher Nutzholz-Verkauf der Gemeinden Ebersgöns, Oberkleen und Niedertieen. Am Mittwoch, dem 11. Jebruar 1931, von vormittags 9'/a Uhr ab, kommt in der Gaslnnrtfa-ait Seip zu Ebersgöns aus den Gcmeindewaldungen Ebersgons, Oberkleen und Niederkleen folgendes Nutzholz öftent- Etn.z. Dame f. eine gl. Tauichwohn.evtl. vorh. Schr. Ang mit BretSli.iW0a.dGA. - 1,92 km. (Unter dem vorbezeichneten Holz befindet sich auch eine Anzahl Weißtannen.) 1 Kiefernstamm Kl. 2b - 0,39 km, 2 Kie- fernstümme Kl. 3a - 1,77 km. 3. Gemeindewold Niederkleen. (Auskunft Förster Schweitzer, Niederkleen.) 52 Fich- tcnstämme Kl. la - 7,88 km, 20 Fichtenstämme Kl. 1b = 5,96 km, 3 Fichtenstämme Kl. 2a - 1,67 km, 90 Fichtenstangen 1. Kl. totiet Acht««-: U’.uroäU. Neubeil aus dem Gebleie d Waschavvar. Fede Hausfrau ist em- uitft von der irav- vanlen Wirk. Berk, nur an Ur tu. Sich Lie sich einen Bez. n. schreib. Sie Heine noch an Blatch'non- fabrikWilb. Knapp, G. m.b.H. W nunc* Eickel Carmol in keinem Hause fehlen Wie oft kommt es vor, daß man nachts Irgend welche Schmerzen leidet. Man wird von Kopf- •cbmerxen geplagt, das Zahnfleisch oder ein hol. 1. Zahn,Hexenschuß, Wadenkrampf. Rheuma, Kreuz- oder Gliederschmerzen quälen einen. Hilfe bringt CARMOL Man verlange In Apotheken und Drogerien ausdrücklich CARMOL. Carmol tut wohl! Preis Mk. 1,50 und 2,75 Cermol-Fabrik, Rheinsberg (Mark) Kaiser-Drogerie Ernst Hoil, Lindenplatz 5. 16 4 5 1 1 3 18 32 bruar 1931, vormittags 9 bis 11 Uhr, in der Pestalozzifchule, Nordanlage Nr. 8; 853C für alle Mädchen: Dienstag, den 10. Februar 1931 vormittag» 9 bis 11 Ahr, in der Scyillerschule, Schiller- strafte Nr. 8. im 70. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Nach kurzem schweren Leiden verschied unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Wilhelm Wehn 1. Gemeindewald Ebersgons. (Auskunft Förster Grafte, Oberkleen.) 2 Eichenstämme Hl. 1 = 0,22 km, 17 Eichenstämme HL 2 = 4,31 km, 28 Eichenstümme Hl. 3 - 14,26 km, 22 Eichenstämme Hl. 4 - 18,37 km, 7 Eichen- nur zur 2 moderne Schlafzimmer auch Einzelmöbel, naiiA billig au verk. Bei Barralilnng 10 Prvz. Rabatt! Auch aus kleine Raienzahlnngen. ,.-u Hciur. Kümmel III. Wicseck, Tarnstr. 17. Stadttheater Freitag, 6. F-ebr., von 10'/, biß-221 .Ulir 18. Lrelmg Alla. VNt. Vjewöduliche 'Btctfe feinen ous 3rlor.li E>n Lustspiel auS d. alten Cettetretdj v. Stephan Kamarc. 1,32 9,36 3,38 5,90 1,32 0,67 2,51 1,62 Vogelfutter zurFütterung im Freien in einzelnen Sorten und Mischungen für Körnerund Welchtresser empfiehlt billigst Samenhaus Heinridi Hahn Wir zeigen in dankbarer Freude die Geburt unseres Jungen Zost Peter an. Dipl.-Landwirt Hans Geyer Margarete Geyer, geb. Wettich 25 Stet. Nuhscheiter rm: Eiche 2. Kl. 28,1 (rund, 2,5 m lang), Buche 1. Kl. 10 spalten, 1,25 m lang). Nuhknüppcl Lärche 5,2 (3 m lang). Nuhreisig Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Kl. Vom Fichten-Stammholz kommen die blau unterstrichenen Nummern . Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Solides, braves [we, Mädchen mit gut. Zeugn. gev Baurai Pfaff, Gartenstraße 26 als Reise-Oberbeamten in gutbezahlte Vertrauens- und Dauerstellung. Außer Gehalt und Spesen Umsatzbeteiligung. Ausführliche Angebote mit Lichtbild und Eriolgsnachweisen unter 919D an den Gießener Anzeiger erbeten. Geschäfts-Eröffnung! Der verehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur gefälligen Kenntnis, daß ich ab heute Steinstraße 58, Ecke Ederstraße, ein Kindcrlos.Ebevaar s. Küche Schrtttl. Angeb. nnt. 066s an d. G,en. Anr | Stellenangebote | Zwangsversteigerung 60/30 Am Donnerstag, dem 12. Jebruar 1931, vormittags 10 Uhr, tu*b im Amtsgerichtsgebäude, Zimmer 204, das im Grundbuche von Gieften dem Hermann fiopp in Giehen zugeschricbene Anwesen Neustadl Nr. 21 und 23 8329V Flur 1, Nr. 956 - 174 qm Hofreite, geschätzt 21 920 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel im Stadthaus, Bergstraße 20 zur Einsicht ausgehä.ngt. Giehen, den 8. Dezember 1930. 3.21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Hiefernstämme Kiefernstamm ' Kl. Hoch •Bergen, tonne i fling hi bat eii Pracht. Dori schm bi Hand. Mäe Vogen. Felsen ten. . über ( ..33 D Putzfrau iüt einmal wöcheml gesucht. Schr. Ang. u. i 0678 an d. Gieft. Anz. I eingeführt, und zwar für: sämtliche Dienststellen im Stadthaus, Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lb. Alterskollogen Peter Dittmar in Kenntnis zu setzen. Beerdigung: Freitag, 6. Febr., s r peficnh freu W1 ad b-i d°' end ft t" ' fjalt bera auch t groh- Tatsa' we-ch frauer Der wurde Koel danaä einen der 2 Leitun ;2?aic wobei Ludll Herren frarftefl dient n fand äußere von tx ausdeh dann i Abschl kamen einem freund jur Sc Frau in der Tätigte Jahre fachen, ten dr Meimr auch b< hinwie die Er Häusl hervoi stellte auch gegen den fi Darle fandei Word naftiff einiger Sräule lein Lo Fräule Kren anspre lernte bictun an die Weise gestalt mit 5 der 5 durfte, noch, । Ingen i Wegen erheblicher Arbeitsbelastung der tädtischen Dienststellen werden Amtstage Der Vergleichsvorschlag und die Erklärungen des Gläubioerausschusses sind auf der Geschäftsstelle des Konkursgerichts an jedem Werktage während der Stunden von 10 bis 12 Uhr zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 31. Januar 1931. Hessisches Amtsgericht. Betr.: Die Platzeinteilung auf dem Wochenmarkt. 949C Bekanntmachung. Auf dem Wock)enmarkt gilt für den Verkauf von Wochcnmarktartikeln folgende Platzeinteilung. a) Lindenplah: Butter, Eier, .Käse, Geflügel und Gemüse in kleinen Mengen; b) Kanzleiberg (auf der Seite des Alten Schlosses): Beeren, Obst in Körben und Gemüse; c) Brandplah: Gemüse, Kartoffeln^Fische (Kartoffeln auf Wagenladungen vor dem Reitinstitut); ferner: Pflanzen, Blumen und Samen; d) Marltlaubenstrahe: Butter, Eier, Käse, Geflügel, Wildbret, Obst und Gemüse in kleinen Mengen, vorwiegend Selbst- erzeugnissc; e) die Marktlauben: für Fleisch, und Wurstwaren sowie alle anderen vorstehend aufgeführten Gegenstände, soweit Raum dafür vorgesehen und vorhanden ist, mit Ausnahme von Kartoffeln; k) Senckenbergslrafte (aus der Seite vor dem Neuen Schloß): für Gemüse aller Art. g) Oswaldsgarken: für Kartoffeln, Kraut, Obst, Stroh, Holz und Brennmaterialien auf Wagenladungen. h) Feder Verlauf von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs von Lastautos aus hat auf dem Platze vor der Reitbahn und, soweit dieser nicht ausreicht, auf dem Landgraf-Philipp-Platz und in der Senckenbergstrafte zu erfolgen. Gießen, den 5. Februar 1931. Der Oberbürgermeister. F. V.: Dr. Rosenberg. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Händlers Karl Rühl in Lang-Göns, Kreis Gießen, ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlages zu einem Zwangsver- gleiche Vergleichstermin, der gleichzeitig zur Prüfung der nachträglich angcmel- dcten Forderungen bestimmt ist, auf: Mittwoch, den 18. Februar 1931 vormittags 11 Ahr vor dem Amtsgericht in Giehen, Zimmer Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstraße 7 | Mietgesuche | Geiucht znm-1. März beziehbare 5-6-Zimmer-Woliiiüiig mit allem fiotnfori, ^entralheiz, Balkon rühme sonnige Lage. Tanslt'woh,'. vorbd. Srtnittl. Angeb. mit. 0664 an d G en. Anz. Für die liebevolle Teilnahme bei dem Heimgänge und der Beerdigung unserer lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Kranzspenden unseren innigen Dank. Besonderen Dank dem Herrn Plärrer für die tröstenden Worte sowie der Schwester Elisabeth für ihre aufopfernde Pflege. im Namen aller Hinterbliebenen: Johannes Frank und Kinder. Eiche: 36 rm Nutzrollen (2 m lang), 260 rm Scheit und Knüppel, 695 rm Reisig; 3. Kl. Luche: 277 rm Scheit und Knüppel, 471 rm Reisig; Nadelholz: 19 Fichtenstangen 1. Kl., 62 rm Rollscheit und Knüppel. Der Gemeindevorsteher. Altangesehene Lebens-Versicherungs-Bank sucht zur Entlastung des Bezirksleiters für den hiesigen Bezirk einen erfahrenen Lebens - Versieheroogs - Spezialislen Telephon 3403 959 A = 15,66 km, 6 Kiefernstämme Kl. 2b = 3,34 km; 57 rm Kiefernnutzscheitholz 2. Kl., 2 Lärchcnstämme Kl. la = 0,25 km, 11 Lärchenstangen 1. Kl. = 0,99 km. Die näheren Bedingungen werden in dem Termine bekanntgegeben. Groß-Rechtenbach, den 3. Februar 1931. Der Bürgermeister. ________Dr, Neumann.________ Holzverkauf. Aus dem Gemeindewald Krofdorf-Gleiberg kommen am Montag, dem 9. Februar d. 3., vormittags von 10 Ahr ab, bei Wirt Moos in Krofdorf öffentlich meistbietend zum Verkauf: Distrikt 4a, b Eichwald, 13b Steihbusch, links, 14a Leschenwald, 15a Seileshau, 21 Altehau, 25b Kopf und To- Bei der Anmeldung ist der Impfschein und bei auswärts geborenen Kindern auck) der Geburtsschein vorzulegen. Die Sd)ulpslick)t besteht für alle Kinder, die bis zum l.Mai 1931 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Es können jedoch zu derselben Zeit auch solche Kinder angemeldet werden, die bis zun. 30. September 1931 das 6. Lebensjahr vollenden, und die geistig und leiblich als schulreif erkannt werden. Lin weiterer Termin für die Schulouf- nahme findet nicht statt. Gießen den 4. Februar 1931. Staotschulamt. I. V.: Fischer. Bekanntmachung. Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ucberlandgcbiet für den Monat Dezember 1930 können noch bis zum 15. b. 211. ohne Kosten bezahlt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolgt Beitreibung und Stromsperre auf Kosten des Stromabnehmers. 956D Eine schriftliche Mahnung ergeht nicht mehr. Gießen, den 5. Februar 1931. Direktion der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Giehen. S t o l t e. Vollständige Mstzsevei- eimMitttts 2 Jahre t. Gebrauch. Transvorinbl. Kühlanlage, 1.60x2.80, mst neu. wegen Umzug fofort zu verkaufen. Schritt!. Angeb. nnt. 961V a. d. Gteft. An». Elegantes Sdilalzieer bes. Umstände halber spottbillig abAiigeb. pai l >J Steinftr. 63. Mädchen vom Lande. 18Jahr- kucht Stellg. tnfloiui. Credneratr. 18 111, r. | Verkäufe 4 Zimmer. Küche, in schöner, aeschloss Hoi- rette mit ecbeuer. StallungLager usw. in gut. Lage. f. jedes Gewerbe geetgn.für Mk. 11000 b. 'DM. 3000 Auzahlg. a. verk dch 9. Kala, Ledwigstr.45 mittlere Olröne. auch geeignet für Motor- betr.. hat btll. z. verk. tig. 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Unser Maskenball findet beitimmt nm Samstag. 14. Febr., in sämtlich. Raumen des GesellschaftSver- etns statt. 950l> 2., 20V, Uhr: 3 , 8 Arb.l.T.Anschi. |Stellennesuche| Aett.Franlcin sucht Wirkungskreis als smUmm Gute Emvfehluttgcn vorbnu beit. Anirag erbeten an [8460 Maria Velser z. Z. Wetzlar, Hermannstrane 19. firm in allen Hausarbeiten. sucht atsb. uafsend.Wirkiingskr. Schrtttl. Angcb. mit. 0673 an d. Gteir. Anz. Bergstraße, sämtliche Dienststellen im Stadthaus, Gartenstraße, das Städtische Hockchauamt, Asterweg, das Städtische Tiefbauamt, Asterweg. Vorstehende Dienststellen sind für das Publikum geöffnet: Montags und Dienstags von 8—12 Uhr, Mittwochs von 8—12 Uhr und von 4—6 Uhr, Donnerstags, Freitags und Samstags von 8—12 Uhr. Während der übrigen Dienstzeit sind die Dienstzimmer für das Publikum geschlossen. Für die Stadtkasse verbleibt es bei den bisherigen Kassestunden. Gießen, den 4. Februar 1931. Der Oberbürgermeister: Dr. Keller. Bekanntmachung. Die Anmeldung der mit Beginn des neuen Schuljahres (20. April 1931) schulpflichtig werdenden Kinder hat zu erfolgen: i. für alle Knaben: Montag, den 9. Se- Nr. 50 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag, 5.8ebruar Mi Aus Oer ProtHtwafbaupfflaOt Gießen, den 5. Februar 1931. Ein Zahr G eßener Hauöfrauenberatung. Die GiehenerHauSfrauenberatung unter der tatfrohen Leitung ihrer Vorsitzenden, Stau Dr. Koeppe. und dec regen Mitarbeit zah reicher Damen konnte in diesen Tagen das ie„cn. Versteigerungsort: Sladtwald, Försterei Hochwart, Zusammen.unst Kreuzung Licher Straße, 8. Schneise. 9.30 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Lich. Versteigerungsort: Licher Stabtwald,, Zufammenkunft am Kreuzungspunkt der Rieder-Bessinger Schneise im Rehtränksberg. 10 Uhr. Frauksurber Börse. Frankfurt a.M., 5. Febr. Tendenz: etwas schwächer. Rachdern im Anschluß an die feste Haltung der gestrigen Abendbörse im heutigen Vor- mittagsvcrkehr noch ziem ich feste Kurse genannt waren, eröffnete die amtliche Börse in etwas abgcfchwachter Haltung. Die Spekula, ion schritt zu einigen Gewinnmitnahmen. Ein weiterer Unficherheils'aktor bestand in der ungeklärten StahlvereinSsividend- frage, da jetzt wieder verlautet, daß nur 1 bis 2 Prozent gewahrt werden sollen. Ferner ging von dem Antrag des Stahlhelms auf ein VollBeg.hren zur Auslösung des Preußischen Landtages eine gewisse Verstimmung aus, trotzdem die politische Konstellation weiter günstig beurteilt wird. Am Elck- tromarft war die Kursentwicklung nicht einheitlich. Während AEG. und Siemens 1,75 bis 2,75 Prozent nachgaben, setzten Lahmeyer und Elektrische Lieferungen 1 Proz. höher ein. Bei letzteren sprach die Hoffnung auf eine unveränderte Dividende mit. Von Chcmiew.rten gaben I.-G.- Farben, Sch.ideanstalt und Rütg:rsw rke 1,25°/o nach. Metallgesellschaft 1 °’o freunb[u;cr. Salzdetfurth büßten 3 5, Westeregeln 2 Proz. e'm, während büßten 3,5, Westeregeln 2 Prozent ein, während As^crsleben unverändert waren. Bei Kunstseidewerten und Schifsahrtsaklien gingen die Kurse um 1,5 Prozent zurück. Bauunternehmungen und Zell- stofsverein blieben relativ gehalten. Der Montän- marft lag 2,5 Prozent schwächer. Von Danken lagen Danatbank 1 Prozent und neue Reichsbankanteile 2 Prozent niedriger. Daimler lagen auf die Vergebung der Dieselmotorenlizenz an Frankreich 1,25 Prozent fester. Am Anleihemarkt blieben Reubesih nach ten Rückgängen ax der Abendbörse behauptet. Altöesih lagen um den Bruchteil eines Prozentes höher. Pfandbriefe ruhig und unverändert. Reichsschuldbuchforderungen behauptet. Im Verlaufe konnte sich die Tendenz wieder merklich b e f e st i g e n, da aus dem Aus'.ande einige Kauforders eingetroffen sein sollen. DaS Geschäft war lebhaft, und die Kurse erfuhren eine Befestigung bis zu 1 Prozent. Montanwerte lagen nach dem Dekanntwerden der vierprozentigen Stahlvereinsdividende Weiler, schwächer. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 4,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2047, gegen Pfund 20,4275, Lon- fron gegen Kabel 4,8587, gegen Paris 123,91, gegen Madrid 92,79, gegen Spanien 48,10, gegen Schweiz 25,1525, gegen Holland 12,0913. Berliner Börse. Berlin, 5. Febr. Wählend im heutigen Dor- mittagsvcrlehr die Stimmung weiter leicht fest war und man die innerpolitische Situation, wie auch die börsentechnische Lage durchaus günstig beurteilte, machte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine etwas stärkere Unsicherheit bemerkbar. Die Devositenkassenkundschaft hatte zwar einige Kauforders vorgelegt, und auch aus dem Reiche und dem Auslande war Kaufneigung festzustellen. Die großen Deckungen blieben aber aus. Die Unsicherheit war nicht mehr so groß, wie gestern. Die Spekulation bekundete sogar Realisationsneigung, ander'eits wurde sie zu Gewinnmitnahme veranlaßt. Der Antrag des Stahlhelms auf Auslösung des Preußischen Landtages und das aus Danbreisen ziemlich positive Verlauten, daß man in der heutigen Sitzung des Stahlvereins sich für eine 4prozentige Dividendenausschüttung entscheiden werde und die Abschlußzifsern entspreche d ungünstiger seien, hinderten jedoch nicht, daß noch überwiegend 1 bis 2 Prozent Besserung vorhanden war und daß einige Rebenwerte mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. So gewannen Rordwolle 2,5 Prozent, Gebrüder Körting waren ohne Rotiz. Daimler gewannen auf Meldung von der Mitteilung der Gewährung der Die'e motorenlizenz an Frankreich 3,25 Prozent, auch Deutsche Ton- und Stein- Werke erschienen mit P us-Plus-Zeichen. Im Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung beim Stahlverein lagen Phönix und Gelsenllrchen 2 Prozent gebrückter. Anleihen ruhig: Reubesitz mit Minus-Minus-Zeichen kamen 0,4 Prozent niedriger zur Rotiz. Ausländer wenig verändert. Bosnier uns Mazedonier le.cht gebessert. Psand- lriefe weiter eher freundlich. Tagesgeld erleichterte sich auf 5,75 bis 7,75, vereinzelt sogar auf 7 5 Prozent. Monatsgeld und Warenwechsel unverändert. Rach den ersten Kursen bröckelte die Tendenz etwas ab. Svenska gaben ihren Anfangsgewinn von 3,25 Mk. wieoer her. Deutsche Ton- und Sleinwerle kamen mit 4 Prozent zur Roliz. Die Stahlvereinswerte gingen bis zu 1 Prozent zurück. Später wurde die Stimmung allgemein Wieser fester, und es traten Kurs- 6efferungen bis zu 1,5 Prozent ein. Frankfurter Schlachwichmarlt. Frankfurt, 5. Febr. Auftrieb: 78 Ri rder. 671 Kälber, 1J4 Schafe, 429 Schweine. Preise cm frankfurter Viehmarkt (nicht S allpreife). U3 wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 63 bis 67 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 53 bis 62, geringe Kälber 53 bis ^7. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- häinmel (Weidemast) 45 bis 43, mittlere Mast- tämmer, ältere Masthämrnel und gut genährte Schafe 40 bis 44, fleischiges Schafvteh^ö bis 39 Mk. — Marktverlauf: Kälber, Schale und Schweine rege, ausverlauft. x Briefkasten öer Redaktion B. G., Gießen. Zum Eintritt in die Reichsmarine stehen Ihnen folgende Meldestellen zur Derfügui g: Schisfsstamrndioision der Ostsee in Kiel, Schiffs- ffammbiDifion der Nordsee in Wilhelmshaven. Meldungen werden dort jederzeit entgegengenom.^en, zwcckmäßigerweise müssen sie aber einige Monate vor dem erwünschten Eintrittstermiu erfolat sein. Einstellungen von Freiwilligen erfolgen Anfang April und Anfang Oktober jedes Jahres. Van den obengenannten Meldestellen können Sie auch das Merkblatt für den Eintritt in die Reichsmarine erhalten. h. B. in Beuern. .Für Militär-, Kriegs- und Krankheitszeiten werden Stcigerungsbeträge nicht gewährt. Diese Zeiten werden zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft angerechnet. — Zum Eintritt in die Reichcmarine stehen Ihrem Neffen 'folgende Meldestellen zur Verfügung: Schiffsstammdivision der Ostsee in Kiel, Schiffsstammdivision der Nordsee in Wilhelmshaven. Meldungen werden dort jederzeit entgegengenommen, zweckmäßigerweise müssen sic aber einige Monate vor dem erwünschten Eintritts- termin erfolat sein. Einstellungen von Freiwilligen erfolgen Anfang April und Anfang Oktober jedes Jahres. Von den oben genannten Meldestellen kann Ihr Neffe auch das Merkblatt für den Eintritt in die Reichsmarine erhallen. Letzte Nachrichten. Landiagsabgeordneter Haury f. Darmstadt, 5. Febr. (1BIB. Drahlineldung.) heule nacht verstarb an einem heczfchlag dcr deutsch-volksparteiliche Landtogsabgcord- nete Houry, dormstödtifcher Zimmermeister, haury stand im 59. Lebensjahre. uß-i 1-Ubr- (Schluß- fur< Schluß«! iur<( | t-Uhr- Rur# Schluß- tur4 | Änlong» Rurd, Berlin 4 , Februar Geld 23rie| hin hir< | K r« Rur/ Llmenkaniiche Roten . . 4,193 4.213 Beigliche Roten . . . 58,38 58,62 Datum 42. 5. 4 2. 5.2. Datum 4 2. 5.2 4.2. 5.2. Votum 4.2. 5^. 4.2. 3.2 lanlidie Roten . . . 112,05 112.49 Gitfl'ildir Roien .... ■ Ä ■ e 20,385 20,465 6% TeutW Retchcmuewe ramburfl-tflmcTttn 'Batet . . . ? 63,5 62,5 62.75 62.9 Bereinigte Stahlwerke . 59,75 57,75 57 rtraniöiliehe Roten . . . e e e • 16,454 16,514 von 1S-.-7 ........ 85 — 84,8 — Hamburg-SNbam. Dampllchiss. 8 — — 130.4 131,75 Ctabl Minen ..... 16’/. 30.75 — 30,65 30,4 Holländische R"tcn . . . 168,59 169.27 7% Deutidw RetchSanIeihe (>ania Damvllchisf .... 10 -- — 104 106.4 Ralliverle Aickerkleben . . . 10 134 134 132,5 135 ^loiieniichc Roten.... 21,975 22,055 von 1929 .......... 38.4 — 98,6 — Rorbbeutickivr Slotjb.....8 64,5 64 63,9 64 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 142 140 138.25 139,75 Rorwegiiche Violen . . . 112.03 112.47 S^uitdjc rint.-Ablöt.-LchuId m(f BUgemente TeuiicheLreditansl. 10 96,5 .— 96,65 97,25 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15 203,5 200,25 196,5 200,25 Deutich-Leslerreich, 1 100 Schilling 58.93 59,17 Vltuloi.-ßicditeii....... 51.7 51.8 51.75 51,9 Barmer Bnntoeretn ... 10 101 101 100.9 100.13 iKumaniidie Noten . . . 2,48 2,50 ohne Aiirlvl.-Rechke . . 4,95 4.95 5,3 4,9 Berliner HandelSaeielllchasi . 12 121 121 121,5 R. G. flarbeit-Ittoustrte . . Dunomit Nobel . ... . 133,5 132,25 131,4 132,65 Schwediiche Noten . . . 112,28 112,72 8% Hell. Sjolhhnnt von 1929 Commerz, unb 'Brtvai-Banl . 11 111,25 __ 111,25 111,5 Schwerer Noten .... 81,09 81,41 (r(idoiiownkil(tze Nölen. . . . , 12,39 12.45 Susloi.-Jkditett...... 48,23 — — DtSconw-GeleUlchaft, ... 10 110,65 — 110,4 110.25 Goldlchmldt...... 36 — 35,75 36,25 Ungoriickie Roten 73.15 73,45 Seuifdie Stumm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 ... 8% iitanll. Hnv.-Dnnl Goldvle 49 — 49 — DreSbner Banl......10 Reicksbcmt........12 111 236,24 111,5 110,75 238 110,75 Rütgeriwecke...... MelaNgeieMckast..... 46,5 67 46 68 46 67 46,25 Devifenmartl Berlin - Frankfurt a.M XIII unfüntbar bla 1984 . . . <% Rranll. Hup^Baok Goibpfe 100,25 — — — Ä.tr.G..........8 95,79 94 94,65 94,75 Philtpv Holzmann .... Zementwerk Heidelberg . 74,5 74,4 74 74 4.Sebnmr 5. jeoruat 92,75 Bergmann.........9 — — 100.5 103 . 10 70 — — Tlntirnina Amtliche Jloiicruna nnlunobat Ma 1932 . —— —— Llettr. Lielerungigelelllchast. 10 109 109.75 109,5 110,5 Cem entwert Saristadt. . . . 10 — — — (y-eie Arie Geld 23rie“ 4K% Mihclntictie Hiw.-BaiN Vicht unb Stall......10 «Zellen & Guilleaume . 7% 107,5 76,5 107,5 — 106 75,75 107,5 74,75 Liadß 8 Ureytag .... 40,5 40,25 39 Stau, yoicpfc...... 87,65 — — Amst.-Rott. 168,7b 169,10 168,77 169,11 8% l’r. Sandciv'nvvbrielanstalt. GeleüichaN für Eletlrilche Sdiultbfts Potzenhofer . . Eftroerfe........ Slku.......... 155,5 157,5 Bu m. Aires 1.277 1,281 1,280 1,284 Pjanbl-neir R. >V 6% Pr VanbNr an.briflanftaU. 100,5 — 100,5 —— Unicrnehmungen .... io Hamburger Eiektrizttätg-Werke 10 103,5 103 101,75 103,25 r~i? Brss.-Antm 58,58 58,70 58,58 58,70 104,75 105,5 58 57,5 133 Ghrfftianla. 112,33 112,55 112,33 112,55 Komm.-Lb! 31.20. . 97 - - 97 — iibemijche Eiektrizttät .... 9 Lchleitiche Vektnzitüt. ... 10 5rfiudcit&ti.o. .....11 106 103 58.75 58,5 .flöpenliag:n 112,35 112,57 112,33 112,55 7% Ar. Sanueei andbriefanklalt. Pfandbriefe R N ..... S.iL.S abg. vorweg«-Obligatio, neu. rückzahlbar 1932 97 97 — 110 108,75 106,25 107,5 106 109 Bemberg...... . Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aichasfenbura . . Charlottenburger Wasser . 13V. 58 91.5 91,5 56,5 90,5 58,75 91,5 Stockbolm - HelnngforZ. Italien. . - vondon. . . 112,48 10,569 112,70 10,583 112,46 10,569 112,68 10,589 96 Liemcne & Halske . ... . 16 Itanirabto . ........ 8 173,75 171 170,5 125 170,65 . . 8 74,75 71 83,25 71,5 83,5 21,995 20,408 22,035 20,448 21,98 20,407 22,02 20.447 .’nluiieoer S Gc., ..... 10 111 113,25 111,5 113 Teiiauer («a?..... -— 107 108.25 'ji tun ort . • 4,200 4.208 4,205 4,285 Tatmler Motoren .... . . O 21,5 23,75 21.25 24.5 16,464 16,504 16,465 16,505 4% Cdlertelditidie Solbrtnte . . 25 —- _ Buverue . . ........6 46 45.25 45,5 46,75 Teurfche Ltnuleum . . . 101 100.65 101.75 Schwei; ». 81.125 81,285 81,15 81.31 4,20% Ocslerraichtiche Silberrenir —- — — - . Deutiche Stbßl . ...... 6 69,75 61,25 61,5 Maschinenbau A.-tS. ... . . 0 — — 30,5 30.9 Sva tra . . 42,51 42,59 42,36 42.44 4% Oelterreichiiche Einheitliche __ Rat. Sluiomobil .... • . 0 — — — — Japan - - . 2,078 2,082 2,079 2.083 Rente . • — — 1,3 _ 75 76 74,5 Orrnltetn 8 floppe! . . • • . 6 — — 42,75 41,75 Wo de 'Yan. 0,368 0,370 0,368 0,370 4% Unfictilttif Oolbrente . . . . 20 — 20 20 Hoeich Eilen. ....... 75 73 73 Lconboro Tteh..... . 10 101 — 100.5 101 Wien in D-. 4% llnflcrW EtaatSrente v. 1910 17 — 16,9 16,9 _ 60.25 Sbeneta .... 238 — 240 243,25 reft. abgeft 59,013 59.115 - 59,03 59,15 4'/,% beffli. oon 1913 — — 17.3 17.4 yiie Bergbau.......10 167 — 165,5 166 'Prag . - . Bel,rod . . 12.43 12 45 12,431 12,451 4% Unporildie flronenrente . 1,35 ■— 1.35 1.35 56,75 — 56,5 55,75 .^ronyurker Moichtnen . . . . 4 12,5 12 12.75 — 7,405 7.419 7.406 7,420 4% liirliicbe Zollanleibe von 1911 3,13 3.2 3,2 Söln-Sicueilcn. . ..... 7 _ 66 65,5 (»rinnet ...... . . « 30,13 —• tbuoap.'it . . '3.325 73,465 73,32 73,46 4% lürtlidK Bagdadbakm-Anl 3,15 Manncrmunn.Röbre» .... 7 64,25 62,75 63,5 64,5 31 Hevligentlaedt . . . . . C — — — — »ui ftricn 3,047 3,053 . 3.044 3,050 Lene l 1,13 —— Manslelber Bergbau . .... 7 31,5 39,5 31,75 Iunglian«....... . . 6 30,5 —— 30,25 31 "issobon . 18,83 81,58 18,87 18.83 18,87 4% otafll. Serie II 3,15 — —— 3,2 Obcrldtlci. ölh.-nbeoad .... 5 37,75 Lediwtrke........ . . 8 74,5 — «— — Danzig 81.74 81.58 81,74 6% RumünNcke veretnh. Rente 9,4 Cbi'ildilei. Koltwerke. .... 7 — 67,5 68,25 Mamlraltwerle Höchst a. M . . 8 68 — — — tionft UlM. 1,784 1,789 1.784 1,789 von 1903 . . . 9,5 — PbSnir Bergbau . . . . 6Y, 57 — 55,4 53.25 cJttag......... . 10 — 56,5 —— $itntn 5,445 5.455 5.445 5,455 p/,% Riimänilche verrmh. Rente 14,5 Rheiniiche BrauiUohle» . . 10 154 — 155,4 136,5 Gebt. Roeder ...... . 10 — — —- •— Canaoa 4,196 4,202 4,196 4,204 tun 1913 .......... 14.4 i 14.2 Sihetnllahi ........6 69 66,75 67,5 67,5 Doigt 8 Haesfner .... Süddeutiche Zucker . . . . . 9 — 147,5 — Uvu uav . 2,837 2,843 2,807 2,313 4% Oluntdntftße vereinb. Rente 7,5 — 7,65 I 7,5 Vliebeck Montan ...... 7,2 76,5 . 10 — 116 - Tatro • ■ . 20,925 20,965 20,925 20,965 SJL-tfponi Lor den deutschen Skimeisterschasten ttridplK e rf n a t ei und Otto Wahi sitzen jetzt noch freundschaftlich beisammen, werden sich aber bald als heftige Rivalen um den höchsten Meistertitel des deutschen Skisports gegenüberstehen. Deutschland gegen Südafrika. Die Auslosung für die Daoispokalspiele. Die am Mittwoch in Paris vorgenommene Auslosung zum Davispokal ergab für die beiden ersten Runden folgende Paarungen: 1. Runde: Großbritannien — Monaco, Deutschland — Südafrika, Schweiz — Irland, Griechenland — Oesterreich, Tschechoslowakei — Spanien, Ungarn — Italien. 2. Runde: Japan — Jugoslawien, Aegypten — Finnland, Belgien — Sieger aus Großbritannien Segen Monaco, Holland — Sieger Ungarn gegen talien, Dänemark — Rumänien, Norwegen — Polen. Frankfurt r Sechstagerennen. vor der letzten Nacht. In der Nacht zum Mittwoch gab im Frankfurter Sechstagerennen im Anschluß an die Abendwertung zah'reiche Jagden, durch Stürze hervorgerufene mehrfache Ncutra'isationen und zahlreiche Umwälzungen im ganzen Stand des Rennens. Bemerkenswert ist, daß Kroll-Micthe wieder aus der Spitze verschwanden. Sie verloren mehrere Runden und gewannen sie später zum Teil kampflos zurück. Auch Rausch-Hürtgen mußten sich nicht allzusehr anstrengen, eine Runde zu gewinnen und nur van Kempen-Rieger hatten daS Feld bei ihren Ausreißversuchen ge- totollen gegen lich Die Jagden dauerten bis zur Rachtwertung an. Am Mittwoch srüh wurde daS mit zehn Runden Rückstand am Ende des Feldes liegende Paar Ohmella-Schorn aus dem Rennen genommen. Der Mittwochnachmittag brachte wenig Betrieb aus der Bahn und nur in den Wertungen gab es etwas Leben. Um 17 Uhr waren 23J2.310 Ki ometer gefahren und der Stand folgenRr: 1 Schön-Pi jnenburg 271 Punkte, eine Runde zurück: 2. Goebel-Dinale, 3. Rausch-Hürtgen- 4. Kroll-Mitthc; zw i Runden zurück: 5. van Kempen-Rieger: drei Runden zurück: 6. Louet-Mouton: vier Runden zurück 7. RielenS-van Buggenhout: 8 Tonani-Nc- grine: sechs Runden zurück: 9. Gilgen-Bühler. . Stuttgarter Sechstagerennen. Für das Stuttgarter Sechstagerennen, das am Freitagabend beginnt, wurden nachstehende zwölf Mann chastcn verpflichtet. Krüger-Zunta. Preuß- Refiger. Kilian-Pützseld. Choury-Fabre. Man- they - Maczinsky, Frankenstein - Petri, Sieger- Damm, Zucchetti-Sevcrgini, Ehmcr-Tietz. Carpus- Peix, Durah-Depauw, I. van Kempen-v. d. Heyden. 3nfernof ono*e Skirennen in Oberhof Insgesamt 310 Meldungen. Für die vom 13. bis lo. Februar in Oberhof fta:i indenden Internationalen Ski - rennen ist das Rennungsergebnis über Erwarten günstig au.gefallen. 135 Läu er haben insgesamt 310 Meldungen für die verschiedenen Wettbewerbe abgegeben, ein schönes Ergebnis, da wirklich nur die besten Vertreter der im Skisport führenden Länder Europas sich in die Liste eingetragen haben. Die größte Teilnehmerzahl hat der die Der- anstallung am Freitag, 13. Februar, einleitende 17-Kilometer-Langlauf mit ICO Läu ern gefunden, darunter sieben Schweden (u. a. Karl Lindberg, Thule, Persson), 17 Tschechen, neun Deutschböhmen, fün Schweizer (u. a. David Zogg), elf No-Weger (u. a Vinjarengen, Arne Rustad- stuen, Ioh SröttunmSbraaten), sechs Oesterreicher, der Finne Csko Iärvinen, Kpt. Legard (England) und fünf Jugoslawen. Der Deutsche Ski-Verband ist durch 39 Mann vertreten, von denen Erich Recknagel, Gustav Müller. Walter Glaß. Heinz Ermel. Otto Mahl und Max Kröckel besonders zu erwähnen sind. Der Sprunglauf ür die Kombination am 14. Februar wird 78 Springer an der Hindenburg-Schanze vereinigen, und zwar: zwei Schwe- den. neun Tschechen, sieben Deutschböhmen, fünf Schweizer. 13 Norweger, acht Oesterreicher. Esko Iärvinen, Kpt Legard (England), fünf Jugoslawen und von den 28 Deutschen Erich Recknagel. Walter Glaß, Max Kröckel und Gustav Müller. Der junge Oberhofer Heinz Fehringer wird als Erster den Sprunglauf erö fnen. Für den offenen Sprunglauf am 15. Februar sind 86 Meldungen eingegangen. Deutschland stellt mit 35 Springern auch hier das größte Aufgebot, dann folgen Norwegen (10), Tschechoslowakei (9), Oesterreich und Deutscb- böhmen (je 8). Schweden und Jugoslawien (je 5), England (3). Schweiz (2) und Finnland (1). Hier toiru Waller Glaß mit Startnummer 4 als erster Deutscher über Die Schanze gehen. Ganz außerordentlich start ist auch die Besetzung des abschließenden 50-Kilometer- Dauerlauses am 16. Februar, sür den wie bei Den Deutschen Meisterschaften insgesamt 46 Unterschriften vorliegen. Hier ist die Tschechoslowakei mit 13 Läufern .zahlenmäßig am besten vertreten, von den elf Deutschen gehen Otto Wahl unt) Gustav Muller mit den besten Aussichten in den Kampf, Norwegen bringt unter feinen sechs Bewerbern den zweimaligen Sieger Vinjarengen und Rustadstuen an den Start, mit je fünf Läufern sind Deutschböhmen. Schweden und Jugoslawien beteiligt. Kurre Sportnoiizen Auf der Kochelberg • Schanze bei Garmisch.Partenkirchen wurden am Dienstag gute Sprungleistungen erzielt. Walter Glaß I. und Gustl Müller zeigten mit 59 Meter die weitesten Sprünge. Siegcr blieb Glaß mit der Note 341,3 vor dem Innsbrucker Gumpold. Capt Malcolm Campbell unternahm in Daytono Beach mit seinem 14W-PS Rennwagen eine neue Trainingsfahrt und erzielte ohne offizielle Zeitkontrolle e>ne Durchschnittsgeschwindigkett von 240 Meilen - 386 Kilometer in der Stunde, womit der Rekord seines Landsmannes Segroeve von 371 Stundenkilometer weit übertroffen ist. Wenn die Leistung auch nicht anerkannt werden kann, so hat Campbell doch gezeigt, daß sein Wagen durchaus imstande ist. den Weltrekord zu verbessern Ein 3 0-Kilometer-Lanolauf wurde an- läßlich der traditionellen schwedischen Winterspiele in Falun von 100 Läufern bestritten. Sieger wurde H Wickzell in 2:21,7 vor den Favoriten Hedlung (2:26,15) und Strön, der 2’27,56 benötigte. David Zogg siegte bei den internationalen Skiwettbewerben am Südhang des Tschuggen bei Arosa im Slalomlauf über 400 Meter bei 50 o. H. Gefälle. Zogg brauchte für beide Fahrten 1 45,2 Minuten. Seine Landsleute Ielen und Sprecher, sowie seinen Bruder verwies er auf die nächsten Plätze. * Nach Abschluß des Sechstagerennens wartet die Frankfurter Winterbahn am kommenden Sonntag wieder mit einem Amateurrennen auf Das Programm verzeichnet ein Hauptfahren, ein Halbstunden-Mannschaftsrennen und ein 50 Runden- Punktefahren. Spiele der „Deutschen Zugendkrast.^ Bezirk Wetterau. Arn Sonntag fanden im Bezirk außer einer Begegnung zwischen Ober-Wöllstadt A und Zried- 6er B leine Spiele statt. Im Freundschaftstre'fen erprobte der künftige Z-Meister Friedberg seine Kräfte. Bei der ersten Begegnung mit Ober- Wöllstadt mußte sich die stark ersatzgeschwächte Friedberger Mannschaft mit 9 2 Toren beugen. Cum Rückspiel trat Friedberg komplett an und lieferte ein völlig gleichwertiges Spiel. Das Resultat von 3:1 für Ober-Wöllstadt entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Ein Unentschieden mit 1:1 hätte eher Dem tatsächlichen Kräfteverhältnis entsprochen. Dom Büchertisch des Sportlers. »Komm' mit!" Unter diesem Xitel bringt der Dergverlag Rother, München 19, einen Führer heraus. Der in umfassender und zum Teil launiger Form eine Uebcriicht über die Skikurse gibt, die Der Dergverlag lährlich in großer Zahl veranstaltet Auch dieser Führer vermittelt DaS Wissen um Die Organisation und Durchführung von 163 Sk’.kurfen, Die fast durchweg in den bayerischen, österreichischen und Schweizer Alpen abgehalten werden und Den mannigfachsten Ansprüchen gerecht zu werden vermögen Die kleine Broschüre, die mit schönen Landschaftsbildem ausgestattet ist, gibt über alles erschöpfend Auskunft und jeder, der seinen Urlaub in den Bergen und auf Skiern verbringen möchte, wird nicht versäumen, dieses Büchlein zur Hand zu nehmen. Kundsunkprogramm. Jreitag, 6. Jebruac. 7.15 bis 8.15: Frühkonzcrt. 12: Schallplatten- konzer:. 12 15 (Mürzzuschlag : 2. Ark ci cr-Winler- sport-Olympiade. 1233: Schallplattenkonzert. 13.05: Schallplattenkonzert. 16.30 (Wiesbaden); Konzert des Städtischen Kurorchesters, Wiesbaden. 18.15: „Für und wider den Tonfilm", ein Strcilgc präch zwischens D.' Therese Fromm und Rudolf Jung. 18 45: „Die Bakterien alü Freunde und Feinde des Menschen", Vortrag. 19.10: Situationsberichte über den südwestdeur- schon Landesprodukte tmarkt. 19 33: Operetten und Schlager. 23 (Fest!aal der Liederhalle Stuttgart): Sinfonie-Konzert des Philharmonischen Orchesters. Stuttgart. 23: 30 Jahre Berliner Humor Schallplattenplauderei. Samstag, 7. Februar. 7.15 (nach Köln): Frühkonzert Der Spielgemeinschaft Kassel.r Bccu smufiker. 10 20: „Zeitungen und Zeitungs.-e:rieb". Ein Hörbild. 11.30 (Mur zuschlag): Bericht von dec 2. Arbeiter-- Winter Port-Olympiade. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 (von Köln): MittagSkonzert des Orchester- des Westdeutschen Rundfunks. 15: Stunde ter Jugend. 1630: Rachmittagskoirzert deS Rund- funkorch.-sters. 18.10: „Arbeiterschaft und Bildung", Vortrag von Dr. Pappenheim. 18.40; „Der Dauer gestern und heute", eine Diskussion. 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Volks- liebcr-Xenb. 20.15 (nach München): Vor-Karne- val. 22.35: Tanzmusik. Aus öem Amtsverkündigungöblatt. • Das Amtsverkündigungsblatt N r. 8 vom 3 Februar enthält: D e Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft. — Die Einfuhr von Vieh aus starkrerseuchten Gebietsteilen. — Richtlinien für die Zusammenarbeit von Berufsberatung und Schule. — D Luftnachrichten. ffirdilifbf Jlodinditcn Israelitische Gemeinden Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 7. Februar. Freitag abend 5 05 Uhr: Samstag vor- mittag 8 30; nachmittags 5.35, Sabbataüsgang 6 20. — Wochengottesdienst: morgens 7; abends 5 Uhr. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 7. Februar. Vor- abend 5.15 Uhr; morgens 9; abends 5.40 und 6 20 Uhr. ermöglicht MACMB I* Würe« Wenige Tropfen verbessern schwache Suppen,Soßen,Gemüse. Salate usw, vom 5.-7 frebruur FeinkoftWeichkäfe 3 stück 0.46 Stangenkäse (grobe) Stück 0.10 und noch 5°l, Rabatt! Walltorstr 2 Bahnhofstr 51 Harzer Käse In btanniolrollen .... Rolle ä 6 Stück nur 0.15 Fröhlings Ausnahme-Tale! Schweinskopf in Dosen ~ •Zi Pfund nur............... V.2U ohne Rinde .(.iebligsquelle* Halten Sie bei Erkält ungen und als Vor- beugungsmittel stets vorrätig: Rotwein Ä“ 0.65 Ohne Glas ‘/,Fl. Weinbrand-Verschnitt 3.10 1.65 Weinbrand, gar. rein.. 3 75 2.00 1 ,FI 148 D Feinste Fischfilets Pfund von 50 Pfennig an 907 a Fischhaus Cuxhaven Markt»traBe 23 Telephon 24 I 7 öeschäftsdrucksachen Rechnungen Bnetbiätter 0riefumschl6Uv Postkarten Gescn8ftskarter> bei Brühl, Schulstraße 1 ®er e,o»e eAC& Wolle! 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Räumen des Cafd Leib der große und beliebte Das Publikum ist begeistert! Auch Sie müssen den Film sehen und hören! Selten sah man einen Unterhaltungsfilm von so hohem Niveau, von einem solchen Ideenreichtum in Regie und Manuskript Flotte, schmissige Schlager begleiten die Sache, Gesellschaftsbilder von besonderem Format erstehen, und dann gibt’s wieder fein abgetönte Liebesszenen. Der Beifall wollte kein Ende nehmen; man dankte für ein famoses Werk, für einen ideenreichen u. schmissigen Film, wie man ihn seit langem nicht mehr erlebte. Familien-Drucksachen veriobunBs®nMi0en . — ... — , . Vermählungsanzeicen bei Bruhl, Schulstraße Geburtsanzeigen Liane Haid - Willy Forst in der mondänen Gesellschaftsoperette Madame sucht Anschluß! Anfangszeiten 4, 6, 8.30 Uhr. Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr ” 869 C „Das Lied ist aus“ Heute %is einschließlich Sonntag großes Doppelprogramm I. Mona Martruson Peter Malberg in dem grandiosen Lapplandfilm Laila Die Tochter des Nordens Ein Film voll sp. nnender Handlungen u.unerhörten Sensationen. Eine Kette von aufregend. Ereigniss. romantisch- • ster Art verbürgen einen Hochgenuß ii. Harry Piel m Rätsel einer Nacht Bund für christliche Erziehung in Haus und Schule Freitag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im Johannessaal Familienabend Vortrag von Herrn Pfarrer Draudf, Lieh, über: „Strafrechtsreform im Licht der christlichen Ethik“ durch Mitglieder d?r Militar-Kape le.Der Vorstand. Wollen Sie bien? Drücken Sie Hypothekenzinsen? Lassen Sie sich unverbindlich die Bedingungen der Bausparkasse .VMausW.H. Pforzheim nennen Schreiben Sie noch heute an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M , Vilbeler Str.34, Tel. 21032 — Seriöse Vertreter gesucht — > Bi//igstepuncf bequemster UH- 975 1450 IS - Kaufhaus norm Billig Hansa __:_________________ _________935 KappensiM 2 Kapellen! 2 Kapellen! 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Für eine WasseKallee sorge icb immer durch meine beliebten Mischungen per Pfund 2.80 per Pfund 3,00 per Pfund 360 per Pfund 4.00 per Pfund 4.40 Heinrich Driesch Seltersweg 70 945 a Meiner wer en SlunDfJmft zur Kenntnis, das; ich am 28. Jan. 1931 auö der Firma Lölck Margarine E. G.. als Bertellerc.uk- geschieden bin u. diese Tätigkeit nun für die Taom-MMitel- tertriekles. 0.0. Frankfurt a. 'M. ausübe. Ich warne biet« . mit jedermann nachteiltges Gerede,welches über mich und meine Firma tm Umlnuf t ist, weiter zu verbreiten, da sowohl meine Firma wie auch ich unuachsichtltch gegen F die Berleumder neiidnl. Vorgehen werden. L.HolmaDn,Biegen,MslraSe 12 Bertreter der „TaunuS" 0686