Nr. 79 Erster Matt 181. Jahrgang Samstag, 4. April 193( Erich» ini tögliä),außn Sonntags und Feiertag» Beilagen Dtr 30uftrtertt Ctegenei ^amihenblätt« Dermal im Bild Dir Scholle ölonats Bfjugsortts; 2.20 Reichsmard und 30 Neich»p>ennig fib Irägee lohn auch bei dichter» Schemen einjelner^lummem infolge höherei Gewalt, ijfrnlrretbanlölufle anterSammebiummer2251 flnldinti für Drohtnach- eich,en Anzeiger Oietze» poUschecklonlo: «ira*fftirlam Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für (Vberhessen Dnid nnö Derlag: vrühl'fche Unwerfitätr-Vuch- und Stetnörnderet 8. Lange in Sietzen. Schnftiettung und Seschäststtelle: Zchulttratze 7. Annayme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis Inr I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Ne» klameanzeigen von TOmie Breite 35 Neichspsennig, Platzoorschrift 20' , mehr. Chefredakteur Dr Friede Wich. Lange. Verantwortlich für Dolitili Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.IHynot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich m (Biehen Oer rechte Ostergiauve. Don Dr Otto Äoelih, ehem. Staatsmmister. Nun find dreizehn Winter durchs Land gezogen, und zum dreizehnten Male wird es Ostern, seitdem der furchtbare Krieg unser Volk zu Bilden warf. Ein Leidensweg von unerhörtem Ausmaß, wie ihn ein Volk bisher noch nicht gewandert! Dreizehn lange Fahre, dreizehn bittere Winter! Keiner unter uns, der nicht bis ins tiefste getroffen! Keine Familie im großen deutschen Vaterland, die nicht klagt über Vernichtung, über Verlust! Von dunklen Schatten verhangen das Land, das wir früher als das lichte Land der Freiheit und der Kraft gepriesen. Wie haben mir jedes Jahr hingehorcht auf die Ofterbotschaft! Von dem Tag vor zwölf Fahren an, als die blutigen Unruhen des Winters zum Schweigen kamen, und als wir zuversichtlich die Verheißung in uns aufnahmen: „Wir heißen euch hoffen!", über die Tage, als an den Gräbern, die unsere Besten bargen, der ausstcigende Saft in Busch und Baum uns zurief: „Frühlingswehen ... Auferstehen!", bis auf Stunde, wo sich nach langer Winternacht das Herz aufs neue dem Strahl der Hoffnung öffnet. Daß unser Volk diesen Leidensweg sondergleichen hat wandern können, ohne zusammenzubrechen, ohne den letzten Funken von Hoffnung zu verlieren, den mir tief in der Brust tragen, daß wir auch heute wieder hinhorchen aus den Klang der Verheißung, der uns endlich wieder Freiheit und Leben schenken will, wird immer der größte Beweis für die ungeheure Lebenskraft sein, die in unserem Volke schlummert, und die nach ewigen Wachstumsgesetzen doch wieder einmal zur Blüte und Reife kommen muß. Dieses Hinhorchen auf die Ofterbotschaft trägt schon die Erfüllung in sich. Wer stumm resigniert und tatenlos verzichtet, mer nur nach Fremdem ausschaut, das mie ein Wunder in das Leben seines Volkes eingreifen soll, läßt seine beste Kraft ungenutzt verrinnen: nur wer glaubt, sieht die Erfüllung. Ob mir sie erleben, das hängt ganz allein von uns ab. Aber mir werden sie erleben — und wenn wir, die Alten, nicht, so doch unsere Kinder —: mir müssen nur ein Zweifaches wollen. Zunächst müssen wir tief im Innersten davon überzeugt sein, daß Neuaufstieg unseres Volkes sittliche Wiedergeburt bedeutet. Uns ist unendlich viel in Krieg, Revolution und Nachkriegszeit zerbrochen; wir stehen mitten in einer schweren religiösen Krisis und in einer Krisis der Sittlichkeit. Man ist in Kreisen, die zu uns gehören, und die zu uns gehören müssen, irre geworden am Glauben der Väter, an der Institution der Kirche; man glaubt nur zu gern einer neuen Botschaft von der Umwertung bisher gültiger ethischer Werte. Und unter uns lebt schon heute ein Geist, der von ferne gekommen ist und nicht bei uns groß geworden ist, der zunächst drüben im Sowjetstaat die Massen ergriffen hat mit der Raserei der Gottlosigkeit, der auch an unsere Tore geklopft hat, ja, der schon mitten unter uns steht. Er bedeutet Untergang unsresVolkstums, Tod u n s e r e r N a t i 0 n. Wer vom „Kulturdolschemismus" als einer „Phrase" spricht, sieht die furchtbare Gefahr nicht, die uns droht, oder will sie nicht sehen. Hier gibt es nur eins: entschlossenen Kampf, die tiefsten Kräfte unseres Volkslebens, die im Religiösen wurzeln, zur freien Entfaltung und zur lebendigsten Auswirkung zu bringen in Ehe, Familie, Haus und Schule, Gemeinde und Staat. Der Wiederaufstieg Deutschlands ist nur möglich mit den Kräften der Sittlichkeit. Und dazu kommt als zweites: Wir müssen uns frei machen von dem Wahn, daß G e - meinschaft gleich Masse sei, und daß höher als die Individualität, als die Persönlichkeit das Kollektive stehe. Noch n i e ist eine Kultur auf dem Boden alles nivellierender Gleichheit erblüht; für jeden Hochstand geistigen und künstlerischen Lebens mar immer Vorbedingung feinste Differenziertheit, Persönlichkeitsgestaltung. ErziehungzumFüh- rertum muß deshalb unser Ruf sein in einer Zeit, die so arm ist an kraftvollen Menschen, die höchste Verantwortung vor eignem Gewissen, vor den Nebenmenschen, vor Volk und Nation in ihrer Brust tragen und die wissen, daß sie daran mitwirken müssen, den Sinn der Weltgeschichte als Träger geschichtlichen Geschehens mit zu deuten und mit zu verwirklichen. Schafft Führer, die den Mut haben, Führer zu sein! Daher werden wir gegenüber dem Irrwahn der Kollektio- erziehung immer daran festhalten, daß nicht nur das höchste Glück, sondern der höchste Beruf der Erdenkinder die Perfönlichkeit ist. Hitler will seine SA. gründlich säubern. Dr. Goebbels als Generalbevollmächtigter mit der Gäuberungsaktion beauftragt. Scharfe Worte Hitlers gegen feine Widersacher. München, 2. April. (LU.) Adolf Hitler hat an Goebbels einen Brief gerichtet, in dem er diesem Generalvollmacht zur Säuberung der nationalsozialistischen Bewegung von allen zersetzenden Elementen erteilt. In dem Dries, der heute im „Völkischen Beobachter" veröffentlicht wird, heißt es u. ah sie sonst an der Ostsee keinen geeigneten Winterhafen zur Verfügung hätten. Polen hat die öffentliche Meinung aller Länder mit statistischen Angaben über die Entwicklung Gdingens behelligt und immer wieder dabei betont, daß durch den Ausbau Gdingens Polen eine Seemacht geworden sei. Trotzdem hat Palen das Benutzungsrecht im Danziger Hafen für seine Kriegsschiffe nicht aufgegeben, was sich nur so auslegen läßt, daß es mit dem Ausbau Gdingens doch wohl einen Haken haben muß. Oder aber Polen versucht, durch die Aufrechterhaltung des Benutzungsrechts den Danziger Hafen und damit den Freistaat selbst untersei ne Botmäßig- k e i t zu ziehen. Wenn polnische Kriegsschiffe in den Dairziger Hafen aus- und einfahren dürfen, so ist damit Danzig den polnischen Kanonen auf Gnade oder Angnade p r c i s g e g e b e n. Es ist aber zu beachten, daß das Danzig-Statut des Versailler Vertrages dem Freistaat die unbedingte Reutralität verleiht, wozu auch gehört, keine Kriegsschiffe unter fremder Flagge in feinen Hafenanlagen zu dulden. Das Ausnahmerecht für Polen ist seinerzeit unter Mitwirkung des früheren Völkerbundskommissars, General Sir Haking, zugestanden worden, wobei die Erwägung mitspielte, daß Polen für seine Kriegsschiffe unbedingt einen Anterschlups haben müsse. Diesen Anterschlupf haben die Polen weidlich ausgenuht, unter anderem auch durch die Aufstapelung von Munition auf der Westerplatte. Indem Danzig nunmehr den Vertrag kündigt, zieht es sich auf feine Reutralität zurück, ohne die Danzig staatlich nächt leben kann. Der Hinweis daraus, daß die Polen Gdingen ausgebaut haben, also nicht mehr in Verlegenheit kommen, wo sie ihre Kriegsschiffe überwintern lassen sollen, ist nur eine beiläufige Begründung. Wesentlich handelt es sich darum, daß Danzig alle Arsache hat, jeden Versuch Polens, in d i e Hoheitsrechte Danzigs einzugreifen, zu verhindern. Dazu besteht um so mehr Veranlassung, als Polen den Hafen in Gdingen in der Absicht ausgebaut hat, Danzig als Seehafen zugrunde zu richten. Die polnische Presse hat über die Kündigung wieder einmal Lärm geschlagen, aber sie vergißt, daß Danzig das klare und unzweifelhafte Recht für sich in Anspruch nehmen kann. Die Handhabung der Aolvewrdmmg in Preußen. Ein Erlaß Severings. Berlin, 2. April. (ERB.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mittcilt, hat der preußische Minister des Innern Seoering eine Verordnung zur Ausführung der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 erlassen, die die Zuständigkeit der einzelnen Behörden regelt. Gleichzeitig hat der preußische Minister des Innern in einem Runderlaß die Ausgaben der Polizei bei der Durchführung der Notverordnung näher bestimmt. In dem Runderlaß heißt es u. a.: Die Verordnung richtet sich nicht gegen die Freiheit der politischen Betätigung in a n - ständiger und sachlicher Form, auch nicht gegen sachliche Auseinandersetzungen in Weltanschauungsfragen: sie beschränkt nicht die Möglichkeit, sich zu politischer Tätigkeit zu vereinigen, oder den politischen Meinungsstreit durch die Presse zu führen. Die Verordnung will den Mißbrauch politischer Rechte im Interesse des Allgemeinwohls ver- hüten. Der in sachlichen Bahnen und Grenzen sich bewegende Gebrauch versassungsmäßiger Rechte erleidet also keine Einschränkung. Das vom Stahlhelm zur Zeit betriebene Volksbegehren zur Auflösung des Preußischen Landtages ist nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zugelasfen und darf daher hinsichtlich der einzelnen, zu seiner Durchführung getroffenen gesetzmäßigen Veranstaltungen polizeilich nicht behindert werden. Soweit allerdings etwa eine unsachliche Art des Wirkens für das Volksbegehren ein polizeiliches Einschreiten erforderlich machen sollte, fällt die Verantwortung hierfür den Veranstaltern selbst zu. Der Minister ersucht die Polizeibehörden, die Verordnung gerecht und völlig unparteiisch zu handhaben und jede kleinliche, dem Sinn und Zweck der Bestimmungen widersprechende Anwendung zu vermeiden, dagegen in allen Fällen, in denen Mißbrauch politischer Rechte die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet, sich der in der Verordnung gegebenen Mittel wirksam zu bedienen. Maßnahmen gegen die Gotttosen-Propaganda. Berlin, 2. April. (ERB.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteitt, hat der preußische Minister des Innern unter dem 31. März 1931 einen Runderlaß an alle Polizeibehörden gerichtet, der sich mit Maßnahmen gegen d i e „Gottlosenpropaganda" befaßt. Es wird darauf hingewicsen, daß nach verschiedenen Verlautbarungen in der Öffentlichkeit für die bevorstehenden Ofterfeiertage zahlreiche Kundgebungen, insbesondere Propagandafahrten gegen d i e christliche Kirche und die Feier des Osterfestes geplant sind. In dem Erlaß wird betont, daß niemand daran gehindert werden soll, seiner Auffassung in Religions- und Weltanschauungsfragen Ausdruck zu geben, sofern dies in Formen geschieht, die eine Verletzung Andersdenkender und jede Beschimpfung und böswillige Verächtlichmachung der Religionsgesellschaften des öffentlichen Rechtes vermeiden. „Wo aber", heißt es in dem Erlaß weiter, „nach den Amständen zu besorgen ist, daß die christlichen Religionsgesellschaftea, ihre Einrichtungen, Gebräuche oder Gegenstände ihrer religiösen Verehrung beschimpft oder böswillig verächtlich gemacht werden, sind derartige Veranstaltungen auf Grund des Paragraphen 1 der Verordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 28. März 1931 vorbeugend, und zwar auch für geschloffene Räume, zu verbieten. Das gleiche gilt für Propagandafahrten und Personenfahrten auf Lastwagen, sofern die oben bezeichneten Voraussetzungen vorliegen. Richt verbotene Veranstaltungen solcher Art sind polizeilich zu überwachen und gegebenenfalls aufzulösen. Kommunistische Ausschreitungen. Berlin, 4. April. (TA.) Am Vorabend des Karfreitags versuchten die K o m m u n i ft e n in den verschiedensten Teilen Berlins Amzüge zu veranstalten. Die Polizei konnte die Ansammlungen, an denen oft mehrere hundert Personen (beteiligt waren, ohne besondere Zwischenfälle zerstreuen. Sie nahm zahlreiche Zwangs- g-efteUungen vor. Im Zentrum und im Norden der Stadt wurden die Schaufensterscheiben mehrerer Geschäfte mit Steinen e i n- getoorfen, die in rote Fahnen eingewickelt waren. Die Täter foimten in allen Fällen nicht gefaßt werden. Die Polizeiverwaltung von Rauen teilt mit: Am Karfreitag zwischen 19 und 20 Ahn marschierten trotz des Kundgebungsverbotes etwa 15 0 Berliner Kommunisten in geschlossenem Zug nach dem Bahnhof Rauen. Die Polizei- beamten stellten sich ihnen entgegen. Hierbei kam es zu schweren Ausschreitungen der Kommunisten, die die Polizeibeamten mit Steinwürfen und Stöcken angriffen. Neunzehn Teilnehmer wurden fest genommen und dem Polizeipräsidium Berlin zugeführt. Zwei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Das Erdbeben in Nikaragua. 5000 Tote in Managua? Neuyork, 2. April. (WTB.) Ein äus M a - n a g u a nach der nicaraguanischen Hafenstadt San Juan del Sur zurückgekehrter Korrespondent der Associated Preß berichtet, daß die Zahl der Toten 5000 erreichen dürste. Ein Polizeioffizier in Managua schätzte die Zahl der Toten, die allein auf dem Marktplatz gefunden wurden, auf mehr als 1000. Bei dem Einsturz des Krankenhauses und des Gefängnisses kamen etwa 700 Menschen ums Leben. Neuer Braud in der Nnglüässtadt Reuhork, 3. April. (TA.) Im westlichen Stadtteil von Managua brach erneut ein Brand aus, der das Zeltlager der Obdachlosen bedroht. Die Frauen und Kinder der amerikanischen Marinesoldaten werden jetzt in Flugzeugen nach dem Pazifik-Hafen (Forinte befördert. Die Regierung ist nach Masaya übergesiedelt, das vermutlich die neue Landeshauptstadt werden wird. Die Truppen stehen in höchster Alarmbereitschaft, da das Heran- nahen von Räuberbanden gemeldet wurde. Die amerikanischen Marinehilfstruppen in der vom Erdbeben zerstörten Stadt Managua waren am dritten Sage nach Aeberwindung von fast übermenschlichen Strapazen Herr der Lage. Rach Berichten des Oberbefehlshabers, Oberst Brad- man, wurden 2 0 0 0 Tote bei den Auf - räumunggarbeiten gezählt. Die Zahl der Verletzten konnte noch nicht annähernd fest- gestellt werden, da sehr viele von ihnen sich noch nicht zur Behandlung in die Krankenhäuser begeben haben. Der angerichtete Schaden soll sich auf 7 0 Millionen Dollar belaufen. Allmählich macht sich auch die Arbeit der Hilfsaktion auf hygienischem Gebiet fühlbar. Schwestern vom Roten Kreuz treffen in immer größerer Zahl ein und helfen den Aerzten bei der Unterbringung der Verwundeten. Nahrungsmittel sind jetzt in genügender Menge vorhanden und auch für gutes Trinkwasser ist gesorgt. Einigung über das neue Berliner Gtadtoberhaupt. Links: Syndikus Lange (Soz.), der aller Voraussicht nach das Amt des Berliner Bürgermeisters übernehmen wird. — Rechts: Dr. Heinrich Sa hm, der frühere Senatspräsident von Danzig, der durch Uebereinkunft der Parteien zum Oberbürgermeister von Berlin gewählt werden roiriC Gchiffszusammenstoß bei Gibraltar. London, 2. April. (WTB.) Das britische Flugzeugmutterschiff „G l o r i o u s" ist gestern nachmittag infolge Nebels mit dem französischen passagierdampfer „Florida" auf der höhe von Gibraltar zufammengesto- ß e n. 500 Passagiere des französischen passagier- dampfers wurden von dem britischen Flugzeugmutterschiff an Bord genommen und die „Florida" selbst im Schlepptau der „Glorious" nach Malaga gebracht. In einer dichten Nebelbank. London, 3. April. (TU.) Das Flugzeugmutterschiff „G l o r i o u s" ist am Freitag in Gibraltar eingetroffen. Zu dem schweren Zusammenstoß mit dem französischen Dampfer „Florida" wird ergänzend berichtet, daß sich zur Zeit des Unglücks 17 Flugzeuge des Flugzeugmutterschiffes in derLuftbefanden und dieses selbst etwa 15 Meilen Fayrt machte, als sich eine dichte Nebelbank auf das Wasser senkte. Aus diesem Nebel tauchte plötzlich die „Florida" auf, bevor die Flugzeuge ihr Mutterschiff wieder erreichen konnten. Der Zusammenstoß geschah so plötzlich, daß auf keinem der beiden Schiffe ein Alarmzeichen gegeben werden konnte. Ein Ausguckposten am Bug der „Glorious" wurde zu Tode gequetscht und ein anderer über Bord geschleudert. Die große Mehrzahl der Passagiere der „Florida" konnte auf die „Glorious" in Sicherheit gebracht werden. Fest steht bis jetzt, daß von ihnen 2 5 getötet wurden. Es ist damit zu rechnen, daß noch weitere Tote unter den Trümmern liegen. Der Bug des Flug- zeugmutterschisfs ist durch den Zusammenstoß auf eine Länge von über 13 Meter zusammengepreßt worden, während die Beschädigungen oberhalb der Wasserlinie noch weiterreichen. Auch das unftre Flugdeck wurde zum großen Teil zertrümmert. Die „Glorious" hatte 500 bis 600 Passagiere in Malaga an Land gesetzt, wo sie vom britischen und französischen Konsul untergebracht wurden. 20 Verwuni-cte wurden nach Gibraltar geschafft, von denen inzwischen drei gestorben sind. Die „Florida" befindet sich noch im Hafen von Malaga. 36 Tote und 17 Verletzte auf -er „Florida". Paris, 3. April. (TA.) Die französische Schifffahrtsgesellschaft, der der Passagierdampfer „Florida" gehört, gibt über das Anglück folgenden Bericht aus: Die „Florida" hatte Gibraltar passiert, als sie plötzlich in einen dichten Rebel geriet. Die Sicht wurde schließlich so schlecht, daß das Schiff seine Fahrt auf über die Hälfte verlangsamen mußte. Der Kapitän des Schiffes war davon unterrichtet, daß in der Nähe Aebungen eines englischen Geschwaders ftattfanben. Plötzlich tauchte aus dem Dunkel der Riesenleib der „Glorious" auf, der gegen die „ Florida" stieß. Die Auswanderer und Passagiere 3.Kl. wurden in ihren Kabinen erdrückt. Außer 3 6 Toten sind 17 mehr oder weniger Schwerverletzte zu beklagen. Aus aller Welt. Furchtbare Familientragödie in Aschaffenburg. Am Donnerstagmorgen erschoß in Aschaffenburg die von ihrem Manne getrennt lebende Dankbeamtenfrau Resi Möhn ihre drei Kinder und ihre Schwester und stürzte sich dann aus dem vierten Stock auf die Straße. Die angeschossenen Personen sind sämtlich ihren Verletzungen erlegen. Frau Möhn starb auf dem Transport ins Krankenhaus. Die Arsache zu dem furchtbaren Drama, dem im ganzen fünf Personen zum Opfer gefallen sind, ist in Familienzwistig- feiten zu suchen. Schüsse in einer Synagoge. — Fünf Schwerverletzte. In der jüdischen Zentral-Shnagoge in Budapest spielte sich am gestrigen Freitagabend gegen Schluß des Gottesdienstes ein aufregender Vorfall ab. In dem dichtgefüllten Tempel fielen rasch hintereinander mehrere Schüße und fünf Personen stürzten blutüberströmt zu Boden. Der Täter wäre von der erregten Menge gelyncht worden, wenn ihn herbeieilende Polizei nicht befreit hätte. Von den fünf Verletzten liegen zwei im Sterben. Auch der Zustand der übrigen drei Verletzten ist ernst. Bei dem Täter handelt es sich um den 53 Jahre alten Ingenieur Z a 11 ok a. Er bezeichnete sich als konfessionslos, war jedoch früher Katholik. Auf Grund des polizeiärztlichen Befundes wird er in eine Anstalt gebracht werden, da er an Verfolgungswahn leidet. Er war schon einmal bereits längere Zeit in einer Irrenanstalt in Pflege. Anschluß Rumäniens an die mitteleuropäische Zeit. Der Ministerrat in Bukarest beschloß, ab 15. April die mitteleuropäische Zeit in Rumänien einzuführen. Neuer Weltrekord im Stceckenflug. Die beiden französischen Flieger Mermoz und P a i l l a r d sind am Donnerstag um 5.45 Ahr in Oran glatt gelandet, nachdem sie den Streckenweltrekord auf abgeftedter Strecke um 200 Kilometer Überboten haben. Die Flugleistung war über 9000 Kilometer in 54 Stunden. 'enstvh (ar. 1 briH|i, nSlorionf jii 4 mi* dem fron. HQmmengtffo, ^IWn Hagler. ln* 3lugR. . ""d die .Florida- l0D5“ nach Malaga ebelbank. ^LKSelig- W am Freitag in iNten jufam- ■or°W „Florida' !>ch Mr Stil bc5 ies i)lugjeugmulkr= 1 e n unb dieses frlbjt als sich eine dichte ,1'cnkte. Aus diesem nda" auf, bevor die tr erreichen konnten. plo^lid), dah aus llarmzeichcn gegeben 'ollen am (Bug der quetscht und ein an- Die große Mehr.M onnte auf die „8lo- erben. Fest siebt bis tat würben, (fs ist weitere Tote Der (Bug bcs Flug- i Zusammenslob ans ter zusaminengeprefil gungen oberhalb der Äiich das nnihc eil zertrümmert. Sie jassagiere in Malaga Mchen unb \xot^ itbcn. 20 Derwu^cle i>, von denen Jarida" besinbct sich StrWt ida". e französische Schill- jagierbimpier .S>o- Unglück folgenden altarpMert.als i Aebel geriet. Tie locht, das. das --chlls halste verlangsamen Schisses tvar davon ibe Hebungen mes attfaM Plotzl'ch Aiesenleib der .Tlv' $tei»« N6. ®‘ )incn crlrudt mehr oder weniger De«. ie in As-Hosscnburg- ihre drei dann au» ai)i ti Personen »ünt Zchiveroerlch^ ' 3un| n Ddapel' ^nQ9°gÄ gegen 5rclta9 Sr ^r* einÄcn rasch en Lechel l s ^CT|o- zu morden. ngeKLitM- r>i »tetbin. icn s^tz^^lohten B cs J* 6r b? os, ^^lilichen J pol>ze>nez.. ^rdcn. l/Stjta# "fit *” M- -bÄWnd-n. in01 Aus der Provinziashauptstadt. (Sieben, den 4. April 1931. Ostern. Diele Jahre sind verflossen, feit ich in der Schule das Buch des griechischen Philosophen Plato la», in dem dieser die letzte Nacht beschreibt. die Sokrates zubrachte, bevor er den Giftbecher trinken mutzte. In diesem Buche wird ein Gespräch vorgeführt, bas Sokrates in jener Nacht mit seinen Schülern führt und in dem er seiner Hebet^cugung von der (Unsterblichkeit der Seele Ausdruck gibt. 3n ähnlicher Form und auch in ähnlichen Gedankengängen bewegt sich das Buch des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn, das den Titel trägt „Phädon oder die ilnftetb» lichkeit der Seele". Wer über die wichtigsten Fragen des Lebens Ausschluß haben will, liest die Bücher dieser beiden Männer mit lebhaftem Interesse, beide schreiten in scharfsinnigen Sätzen, in festem Gefüge einher. Man wird da- ernste Bemühen sowohl bei Plato, wie bei Mendelssohn anerkennen und wird doch, wenn man mit dem Lesen fertig ist. den Eindruck haben, daß keiner von ihnen einen zwingenden Beweis für die Unzerstörbarkeit der Seele vorbringt: in beiden Fällen wird ein Gedankengebäude aufgerichtet, aber der Leier hat schließlich den Eindruck, daß es zusammensällt wie ein Kartenhaus. Was der Mensch braucht, um sich angesichts des Todes ausrechtzuerchalten, das ist der llnsterblichkeils- glaube. Dieser kann aber niemals durch philosophisch-dialektische Beweisführung, sondern nur durch Tatsachen gewonnen werden. Der Christ gründet seinen LlnsterblichkeitSglauben auf die Tatsache der Auferstehung Iesu. Diese Tatsache ist geschichtlich auf daS beste beglaubigt. AIS Iesus starb, war die alte Welt eine Welt absterbender Kultur, übersättigt mit Gütern aller Art, vielfach dem Unedlen hingegeben. Allenthalben Dersallserscheinungen, Zirkusspiele. Gladiatorenkämpfe. Pessimismus, Astrologie, Schmarotzertum, im Nömerreiche bei allem Reichtum, wie der deutsche Philosoph Paulsen, sagt, ein leeres und verwüstetes Leben. Nun geschah das Unglaubliche, daß eine kleine Schar von Männern. die in den Augen der großen Welt gar nichts bedeuteten, diese alte welke und absterbende Welt erneuerten. Iesu Apostel, einfache Fischer und Zollerheder, an ihrer Spitze der allerdings mit dem ganzen Wissen seiner Zeit vertraute Paulus, haben die antike Welt mit neuem Leben erfüllt. Neue Tatsachen, Wahrheiten. Ziele, Möglichkeiten haben sie den Iuden. Griechen und Römern übermittelt, mit der Siegeskrast deS Frühlings zogen sie durch die Welt, sie erfüllten die Menschenherzen mit dem Glauben, daß eS eine ewige Gotteswelt gebe und daß der auf- erstandene Heiland der Bürge für diese Weltsei. Matt und trübe schleicht heute in Europa, besonders auch in Deutschland. daS seelische Leben dahin, allenthalben gewahrt man die Nachwirkungen einer großen Völlerkatastrophe. Technik und Maschine siird alles. Hatte man um die Wende des 19. IahrhnndertS in Deutschland den Kultus der großen Persönlichkeit, so haben wir heute den Kultus der Masse. Früher war die Iugend die Trägerin neuer Ideen, sie war erfüllt von Enthusiasmrrs für das Schöne und Edle. Der Romantiker Eichendorff redet von zwei jungen Gesellen, die zur Nachtzeit wairdernd sangen von Marmorbildern. von Gärten, die über in Gestein in dämmernden Lauben verwildern, Palästen im Mondschein. Heute ist die Iugend zum großen Teile aller romantischen Gefühle bar. sie richtet ihr Interesse auf Betätigung im Ausland. Fluglechnik. Automobil und Partei- Politik. Die Menschen von heute sind vielfach ohne Hoffnung, der religiöse Glaube entfaltet sich nicht besonders regsam, oder er geht wunderliche Seitenpfade. Der heutige Mensch braucht eine Anregung, die ihn über den Iammer des Alltags hinaushcbt und ihm wieder Mut und Hoffnung gibt. Diese Hilfe kann nur kommen, wenn der Glaube an die Unzerstörbarkeit der Seele, an die ewige Gotteswelt, an den Sieg des Guten in der Welt wieder die Seelen erfüllt. Anatole France er,zählt von einem Einsiedler, der im Waldesdickicht wohnt unb sich in seiner heidnischen Umwelt ganz verlassen fühlt, es schien ihm, als ob Iesus wirklich gestorben sei und nie mehr zum Leben erwache. Da geht die Öfter* sonne auf. und der einsame Mann saht wieder Mut. er begrüßt den Wald und seine Geschöpfe mit dem Ruse: „Christus ist auferstanden!" Da antworteten die Tiere auf seinen Gruß. Das Reh kommt aus dem Dickicht gesprungen und sagt: „Er ist auferftanöen!" Der Häher auS der hohen Lust, der Fink vom Baume, die Amsel aus ihrem Neste, auch Fuchs. Glster. Eichhorn und Wildtaube stimmen in den Ruf ein: „Er ist auferstanden, Halleluja!" In dieser sinnreichen Legende klingt es wieder von der großen, schönen Osterfreude. Möge sie auch in diesen Tagen aller Herzen erfassen! H. B. Gics;cner Wochcnmarktprcisc. E-s kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1 Mark an; Butter 120 biS 130; Matte 30 bis 35; Kale (10 Stücks 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 10 bis 12; rote Rüben 10 bis 12, Spinat 45 bis 50, Hnter-Kohl- rabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 150 bis 200; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 biS 40; Kartoffeln 4 bis 5; Acchfel 40 bis 50; Dirnen 30 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 biS 110; Suppenhühner 90 biS 110; Russe 60 biS 70; daS Stück: Tauben 70 biS 80; Eier 9 biS 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 35 bis 40; Endivien 15 bis 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; das Bund: Radieschen 20 bis 25 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bis 4; Weißkraut 10 bi« 12; Wir- sing 20 bis 25; Rotkraut 12 bis 15 Mark. Dor dem Schneilnchter. Am Mittwochabend, nach Schluß der nationalsozialistischen Versammlung im Cafe Leib, wurde ein auf dem Heimwege nach seiner Wohnung bc- kindlicher junger Nationalsozialist an der Ecke Dammstraße Zozclsgasse von dem 25 Iahre alten Hilssarbeiter Wilhelm Hedderich, Asterweg wohnhaft, der anscheinend der kommunistischen Partei nahesteht, mit .Heil" angerufen und. als der Nationalsozialist weglies, verfolgt und schließlich nach Einholen mißhandelt. Glücklicherweise kam gerade eine Polizeistreife vorbei, die den Angreifer und den ilcberfaUenen mit zur Polizeiwache nahm, wo Hedderich alS Angreifer nach Feststellung des Sachverhalts in polizeilichen Gewahrsam genommen wurde, während der Nationalsozialist sich nach Hause begeben konnte. Am DonnerStagsrüh wurde Hedderich dem Echncll- richter beim Gießener Gericht. Amtsgerichtsrat Bachmann, zur Aburteilung vorgeführt. Das Gericht stellte fest, daß Hedderich ohne Grund den Nationalsozialisten angcfallen hatte und verurteilte ihn zu vier Wochen Gefängnis, deren Verbüßung er sofort antreten mußte. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. i Am Mittwochabend fand im Cafe Leib eine Versammlung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei statt. Herr Madel (Braunschweig) sprach über die Ereignisse der letzten Tage. Er kritisierte die Notverordnung „gegen politische Ausschreitungen" und gab der Meinung Ausdruck, daß die Notverordnung nicht geeignet fei, die Verhältnisse, oder an den Verhältnissen grundsätzlich etwas au ändern. Der Redner wies sodann auf die katastrophale Arbeitslosigkeit hin und schilderte die Entwicklung der Republik, die sie im Laufe von zwölf 3obren unter dem Einfluß der Sozialdemokraten genommen habe. Er kritisierte weiter die Arbeit der Regierung, insbesondere unter der Initiative des Reichskanzler- Müller und unter dem Einfluß Molden- Hauers, erinnerte an Inflation und Dawesplan und an die Warnungen der Nationalsozialisten vor der Annahme des Voungplanes. der Deutschland an den Rand des völligen Ruins gebracht habe. In seinen weiteren Ausführungen befaßte er sich eingehend mit der Ideologie deS Marxis- mus und griff besonders den Einfluß der marxistischen Ideen auf das Familienleben an. Er stellte dem die nationalsozialistische Auffassung von dem Wert und der Bedeutung der Familie gegenüber und forderte auf, nach Kräften beizutragen zum sittlichen und moralischen Wiederaufbau unterer Nation von der Familie aus. Die Familie sei die Keimzelle des Staates und das Rückgrat einer Nation, das nicht straflos am Mark getroffen werden dürfe. Zum Schluß seiner Ausführungen bat er. mitzuhelfen beim Kampf um die Freiheit auch dann, wenn die Früchte erst der kommenden Generation lugutctonimen sollten. Dem Redner dankte anhaltender lebhafter Beifall. Zur Aussprache meldete sich niemand. Kunstausstellung Darmstadt 1931 MathUdenhöhe Aus Anlaß dcr im September 1931 in Darm« ft a b t ftattfindendcn Iahrestagung des Reichsoer- banhs bildender Künstler Deutschlands wird unter Leitung der Neuen Hessischen Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst vom 2. August bis Ende Scp- tember eine K u n ft a u 5 ft c 11 u n g der Hessischen K ü n st I c r v e r b ä n d e auf der Mathil- dcnhöhe zu Darmstadt stattfinden. Zugelassen sind alle im Volksstaat Hessen lebenden Künstler unter Jury ohne Frachtcnischadigung. Außerhalb Hessens wohnende Künstler sind nur dann zur Teilnahme berechtigt, wenn sie Mitglieder Hessischer Künstlerverbände und juryfrei cingeladen sind. Die Verbünde find benachrichtigt. Termin für Beschickung zur Mathildenhöhe vom 1. bis 8. Juli; für Anmelde- bogen bis l.Juni an die Geschäftsstelle. v. H. Vornotizcn. — Tageskalender für Samstag, ©tabltbcater: „3m Spiel her Sommerlüfte", 19.30 bis 22 ilftr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „3hre Majestät die Liebe". — Astoria-Lichtspiele: „Der Doppelgänger" und ..Die drei um Edith". — Die Erdal - Filmvorführungen, die in den Tagen vom 13. bis 15. April in Gießen stattfinden, werden nicht im Cafe Leib, sondern in den Palast-Lichtspielen zur Vorführung gebracht. Näheres in der heutigen Anzeige. — Tageskalender für Sonntag (1. Ofterfcicrtag). Stadttheater: „Lady Windermeres Fächer", 18.30 bis 21 Uhr. — Liebigshöhe: Militärkonzert, von 16.15 Uhr ab. — Lichtspielhäuser: Programm wie am Samstag. — Tageskalender für Mont a g (2. Ofterfcicrtag). Stadttheater: „X Y Z“, 15 bis 17 Uhr. — Gießener Theater-Vereinigung: Theater-Mend, Saalöffnung 19 Uhr. ____ — Aus dem St ad 11 h c a t e rb u r ea u wird unS geschrieben: Heute, 19.30 Uhr, Uraufführung von Arthur DchnitzlerS .,3m Spiel der Hommerlüfte", Spielleitung Walter Bäuerle. Mitwirkende: Damen: Doering, 3ahn, .Koch. Wielander; Herren: Bäuerle, Druck, Hauer. Ritter, Schelcher, Wefener. Die Vorstellung findet im Freitag-Abonnement statt. — Ostersonntag als Fremden Vorstellung Gastspiel von Frau Auguste Prasch-Grevenberg. Ehrenmitglied des Meinmger Landescheaters in Oskar WildeS „Lady WindermereS Fächer", Spielleitung Walter Bäuerle. Beginn 18.30 llbr. — Ostermontag, 15 ilbr. zum letzten Male ,.XYZ" von Klabund. Spielleitung Dr. Ritter. Kleine Preise. — Mittwoch. 8. Apr.l (im Mittwoch-Abonnement), und Donnerstag. 9. April (im Dienstag- Abonnement!). zweimaliges und letztes Operetten-Gaft- spiel der Vereinigten Operettentheater Bochum- Hamborn mit der Schlager-Operette „Viktoria und ihr Husar". — DaS Operettentheater wird mit seinen sämtlichen Solokrästen sowie dem gesamten Chorperfonal und verstärktem Orchester das Gastspiel bestreiten, so daß die zweimalige Aufführung dieser Operette auch für Gießen eine Bereicherung deS Spielplanes bilden dürfte. » •* Mondfinsternis. Am Donnerstagabend rückte der Mond, dcr zuvor klar und hell leuchtend am Sternenhimmel stand, in den Schottenkegel der Erde. Die Mondfinsternis war, wie überall, auch in Gießen außerordentlich gut zu beobachten. Dom linken unteren Rand des Mondes her schob sich der Schatten über die Helle Fläche, bedeckte bald den Mood völlig, der dann als matte, kupferrot glühende Scheibe am Himmel stand. Das Schauspiel wurde viel beobachtet; auf allen Straßen und Plätzen standen die Menschen in Gruppen beieinander und betrachteten den an sich einfachen und verständlichen, nichtdestoweniger aber großartigen Doraang. Kurz vor 23 Uhr verließ dcr Mond den Kernschatten dcr Erde und bald leuchtete er wieder in klarer Pracht am nächtlichen Himmel. ** Die städtische Kunstsammlung im Neuen Schloß. Eingang Senckenbergstraße, ist an den beiden Ofterfeiertagen von 11 biS 13 ilbr bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt. *• D i e Museen nebst H e i d e n t u r m sind am ersten und zweiten Dftcrfeiertag zwischen 11 unb 13 Uhr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet. ** Reichsbahnpersonali en. Mit Wirkung ab 1. April wurden Ober-Zugführer Iohann Honig und Reichsbahnassistent Heinrich Trink- aus beim hiesigen Bahnhof in den Ruhestand verseht. Den beiden Beamten wurden Anerkennungsschreiben des ReichsbahndirektionS-Präsi- denten überreicht. Gleichzeitig konnten verschiedene Beamte das Iubiläum ihrer 25jährigen Tätigkeit bei der Reichsbahn begehen, und zwar der Reichsbahn-Sekretär Franz Heinemann, der Reichs- bahn-Lademeister Friedrich Reinstädt! er bei der Gepäck- und Expreßgut-Abfertigung Gießen, der Weichenwärter Leonhard Arnold, die Rcrn- gieraufseher Wilhelm Weber und Wilhelm Arnold, sowie der Zugschaffner Karl Wei- n a n d. •* Volkskindergarten, ilm der Gefahr zu begegnen, daß der städtische Dolkskindergarten ein Opfer der Sparmaßnahmen wird, hat sich der Aliceschulverein bereitgefunden, die Leitung des Kindergartens zu übernehmen. Der Verein hat sich durch die Aeberzeugung bestimmen lassen, daß für viele Eltern der 3nncnftabt ein dringendes 3ntereffe an der Erhaltung der Einrichtung besteht. Den wirtschaftlichen Nöten der Zeit Rechnung tragend, hat es die Dereinsleituna für richtig gehalten, die Schulgeldsähe zu ermäßigen und hofft, den EinnahmeauSfall bei dem einzelnen Kind durch vermehrten Besuch des Kindergartens und sparsamste Verwaltung auSgleichen zu können . ** Umsatz st euerpflicht bei gegenseitigem Warenaustausch. Unter dieser lieber« schrist wird in den von Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Stcuerfragen" (Rundschreiben Rr. 7) folgendes berichtet: Zwei Firmen, die Hauptherstellcr von Holz- kalk in Deutschland, hatten miteinander vereinbart, daß sie sich gegenseitig den erzeugten Holzkalk auf Verlangen zur Verfügung stellten. Die Finanzämter zogen die gegenseitigen Lieferungen, die auf Grund dieses Abkommens erfolgten, zur Umsatzsteuer heran. Das dagegen bis zum Reichsfinanzhof durchgefochtene Rechtsmittef blieb erfolglos. Alle Einwände gegen die Steuerpflicht, daß cs sich nur um eine gegenseitige „Leihe", um einen „Austausch bei Rückgabe von Waren gleicher Art" und dergleichen handele, zogen jedoch nicht. Der RFH. erklärte die Heranziehung der gegenseitigen Lieferungen mit ihrem vollen Wert für berechtigt. (Urteil vom 24.10.30 VA 824/30.) •• Einbruchsdieb stahl in Vilbel. In der vergangenen Nacht wurde im sog. „Wasserhäuschen", einem Kiosk, in dem allerlei Erfrischungen. Rauchwaren usw. verkauft werden, ein Einbruch verübt. Den Dieben siel eine große Wenge Zigaretten, Zigarren und Schokolade in die Hände Der Wert der gestohlenen Nahrungs- und Genußmittel konnte bisher noch nicht fest- gestellt werden. Die hiesige Landeskriminal- polizeisteile ist mit den Ermittlungen beschäftigt. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 5. April, 17 bis gegen 22 Llhr: Parsifal. Montag, 6. April, 15.30 bis gegen 18 Llhr: Das Land des Lächelns. 19 bis gegen 22.30 ilbr: Viktoria und ihr Husar. Dienstag. 7. April. 19.30 bis nach 22 ilhr: Die Boheme. Mittwoch. 8. April, 19.30 bis gegen 22.30 ilhr: DaS Spielzeug Ihrer Majestät, Donnerstag. 9. April, 19.30 bis nach 22 ilhr: Schwanda. der Dudellackpseifer. SamStag. 11. April. 19 bis gegen 22.30 ilhr: Tannhäuser. Schauspielhaus. Sonntag. 5. April, 16 bis gegen IS ilhr: Die neue Sachlichkeit. 20 dis gegen 23 ilhr: Elisabeth von England. Montag. 6. April, 16 biS gegen 18 ilhr: Sturm im Wasserglas. 20 biS gegen 23 ilhr: Wie werde ich reich und glücklich. Dienstag, 7. April, 20 biS gegen 23 ilhr. Elisabeth von England. Mittwoch, 8. April, 20 bis gegen 23 ilhr Elisabeth von England. Donnerstag, 9. April, 20 biS noch 22.30 ilhr: Viel Lärm um nichts. Freitag, 10. April, 20 biS gegen 23 ilhr: Wie werde ich reich und glücklich. SamStag, 11. April, 20 bis gegen 22 ilhr: Bunbury. Oie Unstimmigkeiten bei der Kreisvenvaltung in Biedenkopf. Biedenkopf, 3. April. (WSR.) Eine ttrete- tagsfitzung befaßte sich mit den Unstimmigkeiten bei dcr Kreiskommunalkasfe. Es wurde fcstgcstellt, daß dcr bisher ermittelte Umfang dcr Unterschlagungen sich auf 8400 Mark beläuft, eine Summe, die sich im äußersten Fall noch auf 10 000 Mark erhöhen könnte. Die veruntreuten Gelder verteilen sich in der Hauptsache auf zwei Beamte, von denen einer durch Selbstmord geendet hat, während der andere vom Dienst suspendiert wurde. Nachdem die Deffcntllch- feit ausgeschlossen war, gab dcr Landrat den Ao- gcordnctcn eine ausführliche Darstellung der auf- gedeckten Unterschlcifc. Ein Mißtrauensantraa de» nationalsozialistischen Mitgliedes gegen den Land- rat wurde mit 15 gegen eine Stimme bei sechs Enthaltungen von dcr Tagesordnung abgefetzt. Don Interesse ist noch die Mitteilung des Landrats, daß die Verwaltung für das Etatsjahr 1931 einen nicht ausgeglichenen Haushaltsplan verlege. Oie IBefterlone o Oslo Aberdti a Pans 'S A\ ‘rini SG O Jagcntk fr« ®’S o A •765L- Qwontentos O nette».O nam Ottfrrxt» vom». G oeetm » Sehnet aCraupcin o «edel T. Orwitter.@WindsuncK>^ uXw etntt» Oji ea$$igt» somoewest \j stormsene» "ordwtsfc eie Pfene wegen mit gern Winde. Die oeigen Stationen itentoden Za* een geben die Temperator an. Die Limen VerDlndeo Orte mit giclldcG tut Mtereinieeau umoerechnele» Luftdruck Wettervoraussage. Der Einfluß des tiefen Druckes, welcher sich nun mehr und mehr über Deutschland ausbreitet und im westlichen und südlichen Teile des Reiches fchoir Ricderschläge verursacht wird auch unserem Bezirk im Lause des morgigen Tages und in der kommenden Nacht einen für die Vegetation wohltuenden Regen bringen, jedoch steht im Laufe des morgigen Tages wieder Uebcrgang zu besserem Welter in Aussicht, denn an dcr Rückseite der Störung drängt mit der Kaltlust hoher Druck vor, der später zur Auslösung der Wolkendecke führen wird. Wohl gehen die Temperaturen nach anfänglicher Erwärmung wieder etwas zurück, jedoch wird der Einfluß dcr Sonnenstrahlung tagsüber alsbald jur Milderung führen. Aussichten füc Sonntag: Zunächst bedeckt unb während der kommenden Nacht noch Niederschläge, mild, dann wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler. Aussichten für Montag: Trocken und meist auf heiternd, kühl, jedoch tagsüber wieder mild. Lufttemperaturen am 3. April: mittags 12,9 Grad Celsius, abends 8,4 Grad; am 4. April: morgens 6,2 Grad. Maximum 13,1 Krad, Minimum 5,2 Grad. — Erdtcmpcraturen in 10 cm liefe am 3.2lpril: abends 11 Grad; am 4. April: morgens 6,4 Grad Celsius, — Sonncnscheindauer 9% Stunden.______ —Sprechstunden der Redaktion. 11J0 bis 12.39 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Anzei^enaustrage sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Generalvertretung: M OTO R WAG EN-VER KAU FS G E S ELLS C H AFT mit beschränkter Haftung ■ Spezial-Reparaturwerkstätte uu Reichhaltiges Ersatzteil-Lager, Groß-Tankstelle • GIESSEN, Frankfurter Str. 52-56, Fernsprecher 2847/48 Zweisitzer (offen) Viereitxer (offen). UM 1990 RM 2350 Eine Anzahlung genügt, - für des Weitere bürgt uns Ihr guter Ruf. Urner Händler erklärt ihnen den günstigen Zahlungsplan der Allgemeinen Finanzierung* Geeell- •diefL Hohe Qualität niedrige Preite große Leittung geringe Kosten Cabriolet (m. 2 Reeervt«.) RM 2500 Limoueine (eie reit zig) , . RM 2700 Lieferwagen ....... RM 2400 Fünffodi bereift - Preite ab Werk. .....jede Mark gewinnt an Wert, wenn Sie Opel wählen Jodbad Tölz dadurch den Kurverein. 2391 V GksUslMkkl Eingefiibrte Fabrik sucht Vertreter 2174 A TANZ 01955 Vereine ") tatortrlioii 24261 gesucht. Gartenkies schüTer 80-81 1WW 24220 Ein PERTRI sind von längster am billigsten! Rudolf Blum Sieinstraße 63. .....■! illlillllllllllllillillllllllllllll) nfolge Ablebens des Chorleiters des Bauerchen Gesangvereins, Herrn Otto Görlach, ist Wegen Geschäftsaufgabe sehr abgelagert. Eichenholz preiswert abzugeb. MlllveilekSSllM 15sJ)iottaltDr.(Stgen- schatten, la Stamm- bount z. verk. [01993 K. Else, Lieh. Zlegelgasse 4. Jung. Ehepaar sucht für sofort l3iimllekll.KöU evtl. Mans-Zimmer. Schrift l. Angeb. unt. 01995 and.Gteß.Anz. Brav., ehrl.Junge a. Metzger- Lehrling in hiesiges Gesch. ges. Schrtitl. Angeb. unt. 01988 an d. Gß. Anz. Cour Heinrich II. 1 Vonofttafee 2, [01992 Naunheim b.Wotzlar1 Elke Gartenstraße. J. B. H AUSER, GIESSEN AM OSWALDSCARTEN Kleintaxe für jede Zeitdauer, konkurrentto. billig. Haas '2llltO: vermiet. möglichst mit Auto, -um Vertrieb v. Schnell- waagen und Aufschnitischneideinaschinen. Einarbeitung erfolgt. Offerte unt. F.M.735 an Ala Haasenstem LBogler,Franks a.M. Motorrad (9t. S. U.) sehr vreis- mert ad-ug. [24260 Steinstraße 63. u. 5000.— Hit auf- wärtS z. -eitgem. günstigen Bedingungen laufend -u vcrflebcn.,687V F. Heidemann & Go. Frankfurt a. HL, jetzt Weserstr. 22 a. d. Kaiserstrabe MW« Ausziehtische, Bauarbeiten aller Art, bestes Material und Berarbettg.. lange Jahre Garantie. Otto Böser, Schreinermeister, Wieaeek ?4?nD Rabenaner Straße Zirka 60 qm gewerbl. Räume Babndosftraße 56, Erdgeschoß, sofort -u nenn. Näh. [2107D A. Becker, KeplerstraBe 9 Zahab.tnApotaea., Droger. u. wo Plakate sichtbar. ^g.V Im Vorort n. Gieß, sind tm Neubau 2t3-Zsmmer- Wohnungen mit Küche Balkon. Bad.Holzschuppen u. Gartenanteil-u vermieten. Schr. Ana. u. 01795 a. d.Gieß. Anz. deutscberScbMerhuDd Farbe grau, trägt Halsband, Rüde, zu- gelaufen. Näheres Polixeiverwaltnng KroidorL UIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIB MerWz Am 2. Osterfeiertag abends bei 24090 K. Boller. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Obbornhofen für 1931 Rj. liegt vom Dienstag, dem 7. April 1931, ab eine Woche auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei zur Ein- icht offen. Einwendungen können während dieser Zeit vorgebracht werden. 2421D Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Obornhofen, den 2. April 1931. Hessische Bürgermeisterei. Philippi. 700 m ü.d.M., im Zentrum der bayerischen Alpen, in landschaftlich und klimatisch bevorzugter Lage, gegen Bluthochdruck, Adorverkalkung und Frauenleiden. Auskunft u. Prospekte 2 BietiL Zimmer mit kleiner Küche, an kinderl. Ehepaar oder alleinstehende Damen abzugeben. Anzusehen von 10 b. 4 Uhr, sonst vorher. Anmeldung. 2428 0 Löberstr. 19 11. alle Sorten, billigst. E.Rübsamen Fern svr. 3659. [23970 Ehtalienliäiiser Etagenhäuser mit bezieht). Wohng. sehr billig zu verk. Näheres [°1939 J. Baer, Ostanlage 29 Garage u.Werkitatt 7 zu vermieten. [««» Löberstr. 3, Dort. Ain 1. Ostertag, abends 8 Uhr: 2407d d Dienstag, 7. April abends 6 Uhr (3. Feiertag» Andres Dämmerschoppen Heppel- Mil EiDzel-Garagsa zu vermieten. 01921 SSdanlaae 7. Hm mit Garina 3X2 Zimmer u. Zubehör in großem Ort innächsterNäheGie- hens, schöne freie Lage lAuioverbindungs unter günstigen Bedingungen zu verk. Selbstkäuser erhalten Auskunft Mar- burgerStr.301 m« Banstagabd. 1.10 ühr Cafe Bmend Oöenroäiöpr beimaioeteiniguno Nächste MonaiSver- sammlung Montag, den 13. Avril, im Hotel Köhler [=‘"D Ein gut erhaltene Motorrad DKW.-9)iafcbtnc. 250 ccro, sürNOMk geg. bar zu verk.01,53 FeiHsashewsen Mr.t: Angenehmer Familienaufenthalt la Speisen u. das gute Lohrerbier. Unterhaltungsmusik! Um geneigt. Zuspruch bittet W. Kirstein. Gut erhaltene Häckselmaschine billig zu verkaufen' K. Bise, Lleh(Oberb.) Ziegelgasie 4. 01974 Pertrix- Batterien_____.... Lebensdauer, daher im Gebrauch Ein gut erh. mittelschwerer ,01861 Wagen mit Leitern u. Kauen zu verkaufen oder zu tausch, geg. einen gut erhalt, leicht. Wagen. Fellingshausen Mr.lS 4x3-Zmmerhaus im Südviertel bei 5000 Mk Anzahlung billig zu verkaufen; iWollnunabezieb- bar. Näheres durch Schaumherger & Sohu Ludwtgstr.30.°'^ lleander- Motorrad 500 ccm Suversport verkauft preiswert W. Appel. Kaiser-A.lee 49 Tel. 4067. 24370 Angesehene Bauipar A. G. mit günstigen Tarifen sucht mr Gießen und Umgegend einen Bausparkassenfachmann als Evlrbeiterverein 2. Feiertag Spazier- Sang nach dem Glei- erg. 24020 Abmarsch: 2 Uhr Lahnbrücke. YMmger Wee-Moil-Sei. bietet gute Existenz durch Übernahme von Verteilungsstellen. Holle Provision, bcr Bewährung Gebait. Ana. unt. Nr. 2684 an Ann. Eroed. William Wilkens, Hamburg I. | Kaufgesuche Gavten von 4 bis 600 qm zu kaufen gesucht. Angebote mit äußerst. Preis, genaue Vnne und Gröhe uni.01978 a den Gießener Anz. Bekanntmachung. Die noch rückständigen Beträge für Gas im Monat Februar d. I. können bis zum 15. d.M. noch ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Beitreibung der Rückstände bzw. Sperrung der Gaszuführung auf Kosten der Schuldner. Gießen, den 1. April 1931. (2404D Städtisches Gas. und Wasserwerk. Steding. Kaiser6 Bmst- Cara mellen mitdeniTannen Garagen zu vermieten. Bleichstr. 28. | Stellenangebote| Sichere Existenz f.jederm allerorts d. Verk.v.Slrumviwar. o. a.Ziel g wöchentl Abrechng. Antrag, u. L. C. 388 Boi. Hesse, Chemnitz. 1705V Nur gut empfohlene u. bestens ein» gef.Herren werd.geb. unt. gen.Ang. ihrer bisher. Täugk. Bewerb, ein» uir. unt. D.N. 67**2 an Ann. E«v. „Dag". Köln, Stollwcrclbaus. __________2jb9D Landwirtslochler evgl., tüchtig, bis 30 Jahre, vermögend, ist günstige Gel. zur Einheirat in Landwirtschaft gegeben. tWnwcr Mitte 30 m. 1 Kind, Beamter in sich. Stellung» Ernstgemeinte nicht anon. Zuschriften m. Bild, das auf Wunsch zu- rückgesch. wird, unt. 923 an die Mittel- deutsche Annoncen- Erpedilion Gießen. Strengste Diskr. 0t3* iniiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiliii Bullenverkauf. Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt einen zu schwer gewordenen fetten Bullen zu verkaufen. Angebote sind pro Zentner Lebendgewicht schriftlich bis zum Donnerstag. dem 9. April l. 3., nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen eingesehen werden können. 2413V Steinbach, am 2. April 1931. Hessische Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. ermann Weller, Kapellmeister Kaiser-Allee 35 01959 Gründlicher Klavier-, Violin- und Viola-Unterricht Abendkurse im Orchesterspiel Gavten ca 600 qn, an der Boolshausstraße zu verpachten oder zu verkaufen. Schriftl. «ngeb. unt. 01998 a. d. Gieß. Anz la. Herrschalts- haus mit großem Garten, in bester Lage, beziehbar, umständehalber billig zu verk. Beste KapitilsiilaSe Schriftl. Angeb. unt. 01989 a.d.Gteß.Anz. Bekanntmachung. Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet für den Monat Februar 1931 können noch bis zum 15. b. 2H. ohne Kosten bezahlt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolgt Beitreibung und Stromsperre auf Kosten des Stromabnehmers. 2431V Eine schriftliche Mahnung ergeht nicht mehr. Gießen, den 4. April 1931. Direktion der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen. I. B.: Kuntzemüller. moiottn 200 ccm N, S. U.. steuer- und führet- fchetnfrei neuner- t.g äußerst günstig zu verkaufen. 01975 Richard Bornemaaa, Sonnenstraße 5. Für glänzenden Veskaufssrhlagetr D.R.G.N^ Leipziger MesseBombenerO ist d.dori.Bcz. u a gcw. Herrn, d Autobes.bes., zu vevseden. Nachweisbar großer Verdienst. Offerten unt. R. 1106 an Anonneen-Jmke, istankfurt a.M^ Roßmarkt 8.. Villa in feinster ruhiger Lage, mit sreiwerd. Wohnung umständehalber zu verlausen. Schr. Ang. unt. 0199) a.den Gießener Anz. Sammlungen alte Briefschaften, Erbschaften, Insbe- sond.Pariser Bal on briese.auch alte Korrespondenz mit den VereinigtenStaatcn werden angekauft. Ausführl.schriflliche Angeb. an J2f‘V A.W.GStt-ev Hannover Restaurant Waldlust Alien-Büsetk Bekanntmachung. Laut Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 18. März 1931 ist die Haftsumme von 500 RM. auf 200 RM. herabgesetzt worden. 2408V Die Gläubiger wollen sich melden. Landw. Lons.-Verein II Beuern eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. S t e i.n.Pfeiffer. Staattheater Sonnlag, 5. April (1. Osterfeiertag) von 18'', bis 21 Uhr Fremdenvorstellung Außer Abonnement Ermäßigte 'Brette. Lady WiDdeFmeres Fächer Drama in 4 Ak.en von Oskar Wilde. Gastspiel Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Landes« Theaters. Montag, 6. Avril (2. Osterfeiertag) von 15 bis 17 Uhr Zum letzten M ilc! Fremden vorslxllung Außer Abonnement Kleine Preise v. RM. 0.50 biö 2.50 XYZ Ein Spiel zu Dreien von Klabund. DienStag, 7. Avril Geschlossen! Mittwoch,8.Avril, 26 MktvOly-M. vrlt. von 19' - bis 22'/,Uhr Zum ersten Male! Overetten-Prette! Gastspiel der Verein. Operettentheater Bochum-Hamborn Moria u m SM Overette in 3 Akten und einem Vorspiel aus dem Ungarisch. desEmmerichFöldeS von A. Grünwald u. Dr. F. Löhncr-Beda. Musik v.P.Abraham DonncrSt.,9.Avril von 19'/, bis 22'^, Uhr Znm letzten Mal! 26.Slenskllg-M.-vrss. Overetten-Preise! Gastspiel der Verein. Operettentheater Bochum-Hamborn Moria u. ihr Mar Operette In 3 Akten und einem Vorspiel aus dem Ungarisch. desEmmerichFöldeö von A. '^rünwald u. Dr. I. Löhner-Veda. Musik v.P.Abraham Freitag, 10. Avril von 20 bis 22'/, Uhr Zum ersten Male! Zr.zrellllg-M'vorsl. Gewöhnliche Preise. Die Welt, in der man sich langweilt Lustspiel in 3 Aiifz. von Edm. Pailleron. Ueberietzt und für d. deutsche ühne be- arbett.oonA.Tuhteu u.CarlFr.Wtttmann Gastspiel Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger LandeS- Theaters. [2242 V Sonnt., 12. April, von 18'/rbiS21'/,Uhr Fremdenvorstellung Auuer Abonnement. Ermäßigte Preise. Kotiert u. Bertram Posse mit Gesängen u. Tänzen in 4 Abt. bon Gustav Roeder. Montag, 13. Avril, von 20biS 22',?Uhr Einmalig. Gasisp'ek Cnrt Götz mit Ensemble in d.Berliner Origmalbesetzung S.e toie Icnte und onö. oeoeoeimelleo Außer Abonnement Overettenpreise. Abonnent, ermäßigt. Auto- Bolegeaheltskiafe l 12 58 PS Breanabar Pullman-Limousine, 6/7-sitz 6 38 PS Steyr 4'5-sitzig, offen, mit Ailwetterverdeck. 6 20 PS Aga, 4-sitzig, neu lackiert u. generalüberholt. Sämtl. Wagen tn sehr gut. Zustande. 2430 V I tiernandt, Automod^ Wetzlar, Hermannsteiner Straße 42, Tel. 2834 I WeiBzeugnäherin • empfiehlt sich in und ■ außer dem Hause. Schriftl. Angeb. unt. 01966 a. d. Gieß. Anz. Existenzausbau ohne Kapital! Wir Sachen per sof. ront Bestrksverlreter f. d. Vertrieb uns.konkurrenzl. Erzeugnisse, die b.Behörd., Krankenbäuf.,i.d.Industrie, b.Wtrlschafts', Geschästsbetr., Aerzten und Priv. abzus sind. Wir bieten höchste Proo., später evtl, feste An stell, bet weit übe- dem Durchschnitt lieg. Verdiensten. Eil-Off. »er an Dr. Paul Lehmann * Co., 6.m.b.H., Frankiert a. HZ., Schhlergasse 8 itm Konzern der ,\a. Henkel & Co., Hannover).2394V ttaiffiiiimg 1. Geburtstagsfeier Don.,den 9.Avril 31. Der Staub len“ bedienen, 5SS- ss©e Zcapu55sic 2= langen bie u* echten jaflO-üHtWen welches alelchzellig Handwerk erlernen kann, bei sofortiger Vergüiung ges. P'98* Sehlrtalabrik Levi Seltorsweg. Tüchtiges Mädchen zum 15. Avril ges. Carl Pfeil, Sonnenstr. 19 [0IW8 Klee-Acker zu pachten gesucht. Schriftl. Angeb. an Verealtnag der Veterinärkliniken. Frank- kurier Str. 84.[24421) Sielt, hnbcrl. Witwer mit Vermög, u. Rente, sucht Flau, w. Interesse an Garten u. Geflügel hat, m. Vermögen od.Nente,zw. Heirat. Schr.Angeb. unt. 01957 a.d.G Anz Kneipe 3 Zimmer u. Boden als Wollnung geeignet, per 1. Mai zu vermieten. [01874 Caf6 Leib Wa Itorstraße 38 JmNordoslviertel 2 Zimmer »esst WWW tbeschlagnahmesretl auch als Büro geeignet, zu vermieten. Schriftl. Angeb. unt. 01905 an d. Gß. Anz. Mit Welche Dame erteilt Bridgeunterricht oder leitet einen Bridgeklub? Antwort unt. H. V. MH (2443V) a. d.Gß.Anz. UeMttnWWlkl alsbald neu zu besetzen• 2403 D Bewerber, die auf dem Gebiete des Männer- chorgesangs langjährige Erfahrungen besitzen, wollen gefällige Angebote mit Gehalisan- prüchen an den 1.Vorsitzenden, Heinrich Ley in Gießen, Frankfurter Straße 72, richten. finden beste Pension u. gewissenhafteste Vorbereitung zu mäßigem PretS tm Hause ein. StudtenrateS. Schr. Augeb. um. 01963 an den Gß. Anz. erbet. lllllllllilllHIIIIIIIIIlIhllllllli [Verschiedenes] Bin Dienstag, den 7. Avril mit einem großen Transport Seetel am BahnhosKiuzeu dach zum Verkauf anwesend. 2444V Lodwig Herrmann I, Vlehhandlg., Bortenhorn SMSeieW.eil! Einige 200 ccm stener-u führerfchetn- freie, sowie 300 ccm fast neuwertige Motorräder mit und ohne eleltr. Licht bet günstigen Raten-Bedingungen zu verkaufen, s^v W. Appel Katserallee 49. Elektrische |Stellennesuche| Bessere-?- dtauiem sucht Stelle als SßkeidstiiBeii Sille evtl, mit Hausarbeit Schriftl. Angeb. unt. 01924 an d. Gß. Anr. KONZERT Blasmusik der Kapelle Otter Am 2. Feiertag, ab 4 Uhr. Gelegenheltskanll 1 vr.Letifpindeldreh- bank. 40 mm Hohliv. Spitzenh. 180 X 280 X 1100,Drehl.kompl.m. Dretbackenf.Wech- selr. u. Deckenvorgel. 1 dito, 130 Spitzend. 1 mDrehläug. 25 mm ohlsp., ferner Säuen und Tischschnell- oohrmasch., Schleif- rnafch., Reifbiegm., ^iechscher.,Amboffe, Ningst., Schraubst., Jeldschmieden verk. äußerst billig A. Thomas Schiffenbergerweg 5 Neue und gebrauchte Wbnliiiieii in allen Preislagen, auch mietweise oder gegen kleine Raten. Bürobedarfsbaus Fran »Vogt * Co. Gießen. 6U1A Ladenlokal: Sclierswcg 41. Reparai rwerkstait Bokobaus, Goethestr.32,Rus2464 MandoL-Konzert n. Theater Am 2. Ostertag, nachmittags 4 Uhr: Gutbesetzte Tanzmusik Höflichst ladet ein Philipp Einhluser Keller und Küche d a s Beste. Zum Ausflug an den Feiertagen empfiehlt sich 01969 ald-Rest. „Mittelstmühle“ BMW.-LimoDliDe in tadellos. Zustand, 10000 km fleL mit Sonderausstatlung umständehalber aus Privathand preiswert zu verk., evtl. Zahlungserletchter. ächr. Anfragen unt. 2362D an d. Gß Anz. Gebraucht. 2-Sitzer- Sportwagen 4 20 PS, 1 Limousine fom.oneneVlersitser weit unter Preis zu verkaufen. [01937 0. Faber, Fabrzeage, Wiühlstraße 2.'. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar ür das Rj. 1931 liegt vorn 6. April 1. 3. ab eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsichtnahme und Erhebung von Einwendungen offen. Zu der beschlossenen Umlage haben auch die Ausmärker beizutragen. 24320 Mainzlar, den 30. März 1931. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel., | Mietgesucne | Kleine- EiQfamiilCD-Eaus 4-6 Zimmer zu mieten oder zu rauf, ges. Schr. Ang. unt. 01911 an d. Gß. Anz. Beamter sucht MW. Wohn. Dringlichkeit? schein vorh. Schr.Ang. unt. 01976 an d. Gß. Anz. Akademiker sucht kleines, nettes Zimmer für sofort. Schritt!. Angeb. unter 2445V an den Gieß. Anz. agdsMchen Dutenhofen Telephon 3023 Amt Gießen Am 1. Feiertag, ab 4 Uhr: Wohnung. Sehr gut möblierte 2-3-Zimmer- Wohnung ml Meßend. Wasser. Bad, Balkon und Küche, in der ersten Etage gelegen, ist ab l.Mat zu vermieten. Schriftl. Anaeb unt. 01962 an d. Gß. Anz. 3-Zimmer-Wohng. mit Bad, in d. Beet- llovcnsirakc 2-Almmer-Wohng. in derHändclstraße per foiort ob. später zu vermiet. Zu erfr. Licher Straße 5, v. in der Seit von 8—10 und 14-16 Uhr. 73^0 Verkäufe 1 Pferd 11 Hübner, 1 Hall« zu verlausen. 01961 Alteu-Buietk, Gr.-BuseckerStr.21. Verkaufe 1 Bogelsb. Sabvkuh mit Kalb, sow. etnue ^.7sSeu. Geller, Crumbach. Neun Wochen alte eutsche Boxer abzugeben. 02002 ThomastraOe 31 tap-Mage für HauSwasserlei- tune- gebraucht, aber gut erhalten (wegen Wasserleitung nicht mehr notwendig» zu verlausen 2392 V Heuchelheim, Ernststr. 23, Tel. 3660 teil MaM Heute abend PoMtkeller Osierknetpe 1. Feier aa Poetkeller 2. Feiertag 01996 Hindenburg o, giessen Grünberg, 30. März. Der Dienenzuchtverein Grünberg und Umgebung hielt im Gasthaus Repp seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Reichsbahnsekretär Schüz, erstattete ten . Bericht über ein arbeits-, aber auch erfolgreiches Iahr und wies besonders auf die im Verlause ter Zeit durch den Imkerbund erreichten Fortschritte hin. Der Grünberger Verein umfaßt zur Zeit 52 Mitglieder. Die Ehrenmitglieder Keil und Linden st ruth, sowie Mitglied Heinrich Müller (Queckborn) schieden durch Tod^aus, die Versammlung ehrte ihr Andenken in der üblichen Weise. Der Kassenbericht ergab einen Ueberschuß von 143 Mark: dem Rechner tourte nach ter Prüfung Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Reichsbahnsekretär Gg. Schüz (Grünberg), 2. Vorsitzender Lehrer Otto I o ch e m (Queckborn), Rechner Wassermeister Wilhelm Schröder (Orünberg), Schriftführer Lehrer • G. Höchst (Grünberg). Im weiteren Verlaufs der Versammlung wurde der Beschluß gefaßt, neu eintretenben Mitgliedern kostenlos einen Bienenschwarm zu überlassen und jenen Mitgliedern, die nicht durch eigenes Verschulten um ihren Bestand gekommen sind, die gleiche Vergünstigung zu gewähren. + Grünberg, 2. April. Am Sonntagabend hielt ter Kriegsbeschädigte W. Hahn aus Beltershain im hiesigen Lichtspielhaus einen Licht- biltervortrag über seine Kriegserlebnisse. Bei der Marine ausgebildet, nahm er an ter Skagerrakschlacht teil und kam später zu den Luft- schifsem. Hier machte er die denkwürdige Fahrt des Luftschiffes „L 59" mit, die von dem Luftschiffhafen Iamboli (Bulgarien) nach Deutsch- Ostafrika gehen sollte, um die dortige Schuhtruppe mit notwendigen. Arzneien und Verbandsstoffen zu versorgen. Die interessante Schilderung fand die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zuhörer. Der Vortrag war leider nicht so besucht, wie er es wohl verdient hätte. * Lich, 30.März. In den Räumen des Landwirtschaftsamtes sand die diesjährige Schluß - Prüfung der landwirtschaftlichen Schule statt. Als Vertreter der Regierung war Ministerialrat Bauer und als Vertreter des Wirtschaftsausschusses ter Schule und der Stadt Bürgermeister Geil erschienen. Eine größere Anzahl Landwirte und Bürgermeister ter umliegenden Orte wohnten der Feier bei. Die Unterklasse wurde von Landwirtschaftsrat Dr. Schneider über „Der Kalk und seine Bedeutung in der Landwirtschaft", die Oberklasse von Landwirtschaftsassessor Dr. Zöller über „Die Bekämpfung der Samenunkräuter auf dem Acker und von Direktor Dr. Lehr über „Gegenwartsfragen der landwirtschaftlichen Betriebssührung" geprüft. Ministerialrat Bauer hob in seiner Ansprache an Eltern und Schüler die Bedeutung des Besuches der landwirtschaftlichen Schulen zur Uebertoinbung ter Wirtschaftskrise hervor und sprach den Lehrern und Schülern seine Anerkennung für das Geleistete aus. Im Tätigkeitsbericht des Landwirtschaftsamtes berichtete Direktor Dr. Lehr, daß die Schule in ten 25 Iahren ihres Bestehens 511 Landwirte wissenschaftlich ausgebildet hat. Im letzten Winterhalbjahr war sie von 31 Schülern besucht. Im Landwirt- schastspflegedienst wurden in 18 Gemeinden Gc- markungsrundgänge, in fünf Orten Vortrags- futfe und insgesamt 56 Vorträge abgehalten. Daneben kamen 21 exakte Düngungsversuche, 16 Sortenvcrsuche, 4 Kulturversuche und ^lhlreiche Schauversuche zur Durchführung. 2 Schtoeine- mastversuche und 12 Milchviehfütterungsversuche mit 60 Kühen tourten angestellt. 23 Bodenproben wurden auf Bodensäure und 345 Milchproben auf Fettgehalt untersucht. Alle Veranstaltungen und Beratungen geschahen unen> zeitlich. )( Lich, 31. März. Eine würdige Einleitung ter Karwoche war die in der St. MarienMte- kirche zum Besten unserer Chorschule veranstalt muftlalffd>e Palsivnsfei«L towte Ä lvur>, «Sä ”>Ä«0lf6. ->l° iU »obres ife K--Z * »»-- »»,7 7" »«ft 2 : von dm«."»' 5*« Äu.m ean,5tog 5Ä?Ä tourbe bw uu fen6trMrt ^^ther otm gM. r n°i Streben^ i"^n=r8 Saal Mag bie ß[fCrn * W «5 Alerte Ostern in §.M Ertrag, Den ttw die Hasentant, ^eftr Ta« sprc H Jot. unb Dar. " Immer to ^Drrhalter-, Dte ^‘ferung \ vonDeiWmver. die glichen rr Tierhallehaslung längere Aussprache, beantwortete, schloh ■r Stumpf könnt« : den Dank der S> Men aussprechen, irz. Der Dienen« und Umgc« P P seine diesjährige j ab. Der Dor« ch ü z, erstattete den . er auch erfolgreiches us die im Verlause md erreichten Fort« : Verein umsaht yit ^rmnitglieder Keil ie Mitglied Heinrich >en durch Tod^auS, r Andenken in der bericht ergab einen dem Rechner tourde ,g erteilt. Dir Dvr« ErgedniS'. 1. Vor« Gg. Schü-Mn- >rer Otto Jochem issermeistcr Wilhelm chrifttührer Lehrer rt weiteren Verlause er Beschluß gesaht. kostenlos einen Die- und jenen Mgl'e- res Verschulden um ad, die gleiche Der« Am Somtaga^nd D.Hahn aus pielhaus mnen W Ariegsarlebms^ hm er an l^Skager. später zu den M /denkwürdige Mtr Sw 5Ä ,tc Md««, IJ® o tef* «* * * ÄÄ *" ft1?®» -icnen- ®ne « S""» Ä auer F^utung Schüler d^, Hchulen Jir'^Knc >^§nTatiE -k-ri in besonderer Sammlung des Abends gegeben. 3m MLdchenkranz boten die Mitglie- bet zwei Aufführungen, die allseitigen Beifall sanden. Die Sammlung ergab 30,55 Mk. 0 Hol zheim, 31.März. Auch hier haben sich viele Landwirte der Viehverwer- tung-genossenschaft angcfchlofsen. Der Umstand, daß sie bei den Verkäufen sofort ihr Geld erhalten, wird bei der gegenwärtigen Geldknappheit hoch geschäht. - Aus Anregung des Kircherworstand'. s sammelten — wie in früheren Jahren — Schulkinder für daS Gvangel t f d>e Schwesternhaus in Giesten Gier. Gs formtcn rund 260 Stück al« .Osterhase" an das Krankenhaus abgeliesert werden. Lang-Vön«, 31. März. llnfcre Mädchen f v r t b i l d u n g s sch u l e veranstaltete am Samstag im Saale des Gemeindebauses eine wohlgelungene Abschlustseier. 3n der De- grüstungsansprache wies Lehrer Hofmann auf die grvste Dedeulung der Fortbildungsschule für unsere Mädchen und zukünftigen Hausfrauen hin. Die Gäste wurden mit Kaffee und Gebäck bewirtet. GS folgten ein Theaterstück, Zwiegespräche und zahlreiche lebende Bilder. Gemeinsam gelungene Volkslieder umrahmten die Feier. Zum Schluh wurde den Schülern, vor allem aber auch ihrer Lehrerin, Frl. liefert, (Sieben, der herzlichste Dank für die aufopfernde Arbeit und für den schönen Abend ausgesprochen. — Mit dem Ende deS Schuljahre- hat uns Lehrer Sommer verlassen, um seine neue Stelle in Klein-Linden anzutreten. Fast genau ein 3ahr war Lehrer Sommer in unserer Gemeinde tätig. Während dieser Zeit hat er das Vertrauen und die Liebe der Kinder und ihrer Eltern in vollstem Maste gewonnen. Die Einwohner von Lang-Göns bedauern allgemein den Weggang dieses vortrefflichen Lehrers. Die vierte Klasse wird im neuen Schuljahr von Lehrer Conrad, seither in Weitershain, übernommen werden. Ärcie Büdingen rl. Büdingen, 1. April. Die Biologische Arbeitsgemeinschaft des Kreises Büdingen tagte im Physiksaal deS hiesigen ®nm- nasiumS Professor Dr. Spilger (Darinstadt) sprach über de botanische Durchfvr- lchung der Heimat, wa- in dieser Sache schon geschehen ist und welche Fragen und Aufgaben noch zu lösen sind. Lichtbilder unterstützten seinen anregenden Vortrag. 3n der Aussprache beantwortete er noch mancherlei Fragen der besonders botanisch interessierten Teilnehmer und erfuhr selbst einige» Reue. Die heimatkundliche Tätigkeit der A.-G. hat durch diese Tagung eine neue Förderung erfahren. rl. Büdingen. 2. April. Sine Gemeinschaft von Freunden kirchlicher Musik aus Büdingen und Umgebung veranstaltete in den Kirchen von Hcrrnhaag, Wolf und WeningS musikalisch- liturgische Dust - und Passions-Andachten besonderer Art. Mit Orgelvorspielen wurden die Feiern ein geleitet, Gemeindegesang, EingangSspruch und DusttagStext leiteten über zum Hauptteil, zur Verlesung der Leidensgeschichte. die durch die Darbietung von Liedern und Gelängen besonder- bereichert und vertieft wurden. Um die gesanglichen Einlagen machten sich die Damen Frau Pfarrer Adam (Büdingen!. Fräulein Heck (Büdingen) und die Herren Schulz (Wolf) und Pfarrer Köhler (Wenings) berbient. Ausserdem wirkten mit die Herren Fiedler und Runkel von Büdingen. Lehrer Schnier le von Dleichcnbach. sowie Fräulein Pfeiffer (Büdingen). Ein Quartett brachte zwei Choräle aus der MatthäuS-Passion zu Gehör. Sin Duett (Frau Pfarrer Adam und Frau von Berlepsch», eine Busttagsansprache und Gemeindegesang beschlossen die Feierstunde. Die Feier hinterlieh bei allen Besuchern einen nachhaltigen Eindruck. Ltrcis Schotten. 0 Rudingshain, 31. März. Unter dem Leitgedanken „Frühlingseinzug und Abschied aus der Schule" veranstaltete unsere Volksschule eine öffentliche Schulentlassungsfeier. 3n Gedichten, Liedern, Zwiegesprächen und Thea- terstückchcn ernster und heiterer Art schilderten die Schüler der beiden Klassen die Schönheiten der erwachenden Ratur im Frühling. 3m An- schlust daran sprach Lehrer Schwarz über die Aufgabe der Schule in der heutigen Äotzeit und richtete an die Konfirmanden beherzigenswerte Morte. Mit dieser Feierstunde sand die freiwillige Volksbildungsarbeit der beiden hiesigen Lehrer Schwarz und Fuhr für den Winter 1930 31 ihren Abschluß. An jeder Veranstaltung nahmen etwa 200 bis 300 Personen teil. Sichelsdorf, 31.März. Die Iunkers- mühle, der frühere Falksche Besitz, wurde von dem hiesigen Landwirt Theodor Würz zum Preise von 8000 Mark erworben. Da die Wasserkraft von dem Anwesen abgetrennt ist, wird sie künftig nur landwirtschaftlichen Zwecken dienen. l. DtornselS, 2. April. Am 7. und 8.3uni findet hier da- Kriegerfest des Bezirks Vogelsberg, verbunden mit einer Fahnenweihe des hiesigen Vereins, statt. Trotzdem der Kriegerverein erst vor drei Zähren wieder erstand, haben sich die Mitglieder doch entschst>ssen, eine Zahne anzufchafsen. Die Vorbereitungen für da- Fest sind bereits im Gange. Der diesjährige Bezirkstag de» Bezirks Vogelsberg findet im Mai in Götzen statt. Taten für Lamstag, 4 April. Sonnenaufgang 5.58 Uhr, Sonnenuntergang 19 Uhr. — Mondaufgang 21.53 Uhr, Monduntergang 6.16 Uhr. 1926: der Großindustrielle August Thysten auf Schloß Landsberg bei Mühlheim gtfiorbcn. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. l.Dfterfeiertag, den 5. April. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Psr. Becker: 11: Kinderkirche für die Markusgemeindc: Psr. Becker; 18: Psr. Mahr: im Anschluß Beichte für die Konfirmanden der Matthäusgemcinde und deren Angehörigen. — Johannestirche. 9.30: Psr. Ausfeld: 11: Kinderkirche für die Zohannesgeinemde: Psr. Ausfeld: 18: Pfr. Lie. Waas: Im Anschiust Beichte für die Konfirmanden der Petrusgemeinde und deren Angehörigen. — Kapelle de, Ulten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz: 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Elifabeth-Kleinkinderichule. 9.45: Pfr. Lic. Waas; 11: Kindcrlirche für die Petrusgemeinde; Pfr. I-ic. Waas. — Klein-Linden. 9: Hauptgottesdienst unter Mit- Wirkung des Pofaunenchors; 13.30: Mittagsgottes- dienst. — wiefcck. 9.30; Chorschulc; Kollekte; 10.45: Kinderkirche. — Allcn-Lufeck. 14: Frauenchor; Kollekte. — Trohe. 15.45: Pfr. Bönning, Rodaen. — Kirchberg. 10: Kollekte für die Epileptische Anstalt; 11: hl. Abendmahl für die alten Gcmeindeglieder von Staufenberg; 13.30: Kirchberg; 13.30: Mainzlar; hl. Abendmahl für die alten Gcmeindeglieder. — Hausen-Garbenteich. 10: Hausen, Frauenchor: 13: Garbenteich. — Dahenborn-Steinberg. 13.30: Haupt- gottesdienst, Kirchenchor; 14.30: Beichte zum Äon- sirmandenabendmahl. — Lich. 6: Stiftspfarrer Draudt; 9.30: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt; Wimpelein- weihung der Zugendvereinigung. 2. Dfterfeiertag, den 6. April. Sladlkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr; Konfirmation der Kinder aus der Matthausgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 14: Pfr. Becker; Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Markusgemeinde; 18: Pfarrassistent Seemann. — Johanneskirche. 9.30: Pfr. l-ic. Waas; Konfirmation der Kinder aus der Petrusgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 11.30: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtols- heimcr; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Zohannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 18: Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Elifabeth-Kleinkinderfchule. 18: Pfr. Lic. Waas. — Klein-Linden. 9: Konfirmation und Abendmahl. — Wiescck. 9.15: Konfirmationsfeier: im Anschluß Beichte und hl. Abendmahl; Kollekte. — Allen-Luseck. 14; Kollekte. — Kirchberg. 10: Kirchberg: Konfirmation; Kollekte für das hessische Krüppelheim; hl. Abendmahl. — Hausen-Garbcnteich. Konfirmation: 8: Hausen; 10.30: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg. 9.30: Konfirmation; Feier des hl. Abendmahls (Kollekte). — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; 14: I Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden. Erdal-Filmvorführungen in den Palast-Lichtspielen! Die angekOndlfjten interessanten und unter* haltenden Film-Vorführungen am 13., 14. und 16. April 1031 (tlgllch 8.90. 6 und 1.15 Uhr. finden bestimmt statt. Wegen dee zu erwartenden groSen Andranges ist es zu empfehlen, Vorzugs- und Eintrittskarten rechtzeitig zu beschaffen. Vorzugskarten elnd zu haben In allen Gescheiten, die Erdal und Kwak führen. Eintrittskarten eb 80. MÄrz 1831 an allen Wochentagen In der Färberei Braubach A Flacher, Seltersweg, und 1 Stunde vor Beginn der Vorstellungen an der Theaterkasse. - Wir bitten Jedoch zu beachten, daB die Fllm-VorfOhrungen wegen technischer Schwierigkeiten In den Palast - Lichtspielen etattfinden, 2162 V nicht im Cafe Leibi ♦onutacicbtcnfl b.4lerAtc n.'2lvorhctrnam5.4 U Dr. W. Klein. Dr. Meverhost. Pellkanavotheke. Zabuarzl: i । Wertbettu. ’D Am Montag, dem 6. Avril (2. Ofietfeiertaob Dr. Gcver. Dr. L. Klein. Hirlchavotdek^ °>abnaTAt: Dr. Srbättter mjjjjjjjj fabrikfrischen REEMTSMA CIGARETTEN UE auch In den entlegensten Ortschaften, ver- sorgt unsere gewaltige Filial-Organisation und der moderne Ova-Expreßdienst den Raucher mit stets EINHEITS PACKUNG 508 GROSSPACKUNG MK1-50 3§ve *Verlo6ung ßeefjren sicß an 3 uj eigen Wieseck, Ostern 1931 Großen-Dnden SKrofdorfer Straße,2 Wolfstraße 24 01985 gießen, Ostern 1931 01934 01943 Settersweg 56 (Volksbad) Kaiserallee 23 Gießen, den 5. April 1931 2396 D Statt Karten? Vermählte Gießen, Ostern 1931 W 01909 Ihre Vermählung zeigen an Verlobte Ihre Vermahlung geben bekannt 01983 01928 Gießen Marburg Ostern 1931 Statt Karten! 01940 Ihre Vermählung geben bekannt Ihre 67851) Lager. Gießen (Liebigstraße 15), 5. April 1931 01980 01972 01971 yilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll^ Anfang 4'/« Uhr! Anfang 4*/4 Uhr! 01933 Ihre Majestät die Liehe TANZ 01987 flügler. Wz.««- Weller. 01958 bei Hauptrollen: Camilla Horn — Jak Trevor 2372 C Gertrude Müller Paul ßoubrid) Sorgfältig gepflegte Biere und Weine Anerkannt gute Küche zu mäh. Preisen Gleichzeitig empfehle ich meine Lokalitäten für Vereine, Gesellschaften usw. Hermann Oirksmöller, Architekt und Frau Lilli, geb. Fourier Vermählungs-Anzeigen bei Brühl,Schulstraß«? Slfy gö6el ZKarl SYlüller Gießen (Günthersgr. 6), 2. Ostertag 1931 Trauung: l*/< Uhr, Iohanneskirche Luise Körner Karl Hämisch Verlobte Georg Löhrmann und Frau Toni, geb. Krauskopf Bingerbrück Meinl.) Gießen, Friedensstr. 47 Ostern 1931 Dr. med. August Menz Lilly Menz,verw.Benner,geb.Detter Gießen, Wolfstraße 26 Kirchl.Trauung :1.Feiertag,12Uhr,Johanneskirche 01956 Eberhard Zudt Martha Zudt, geb. Schrot Ihre Vermählung geben bekannt / Fritz Walter, Forstaffessor und Frau Luise, geb. I^au Georg Rügner Marianne Rügner, geb. Stühler Vermählte Ihre Vermählung geben bekannt 3ohn-Eduard Mertens und Frau Leni, geb. Schmitt Asbest- Platten 1,2, 3,4 und 5 mm, wieder ain Miere l AmMiM werd, sachgemäh u. preiswert gestimmt u. revar. GLhMLL Gieben.Ludwifistr.5p Telephon 2403 Verkant v. neuen u. nebt. Klao Die prominenten Darsteller: Käthe von Nagy, Franz Lederer, Otto Walburg, Ralph Arthur Roberts, Kurt Gerron, Adele Sandrock u.a.m. Schmissige Musik Eine launige Handlung Zündende Schlager Ferner: Mtcky-Maus Astor ia-Lichtspiele Meisterliche Regie und Ufa-Ton-Woche Grobes Doppelprogramm: DerDoDpeWer Spannender Kriminal-Film Die Drei um Edith Lichtspielhaus Balwhofstraf»e Oster-Festprogramm Das beste deutsche Tonfilm-Lustspiel Regie: JOE MAY Am 2. Osterfeiertag Tau-Musik Kugeln und Kegel auch nach Verbands- Vorschrift, werd btt* itgst geliefert.Kugeln werd, von 1 NM. an abgedrehi. [01917 üch. Scheid, Drechs- termslr., Gr.-Bneeek. Wieseck Zum kühlen Grund Inhaber: Heinrich Hermann. Am 2. Osterfeiertag: 24)5d Tanzmusik! Erstklassige Jazzkapelle! Grohen-Buseck Gut besetzte 2417 D Tanzmusik am 2. Osterfeiertag! Es ladet ergebenst ein: Wilhelm Wagner „Zur Germania“ Tapetenhaus Fritaosliel Plockstr. 14. Lu A loimiläls-Caie-Maral Plockstrafee 5 1. Osterfeiertag, ab 4 Uhr nachmittags KONZERT 2. Osterfeiertag, ab 4 Uhr nachmittags Fronhausen (Lahn) Rüdesheim schein) Ostern 1931 I^odbeim Gießen Fürth (Odenwald) Gießen, Neuen Säue 21 Ostern 1931 Wellersburg 3. Osterfeiertag: Tanzmusik Anfang 4 Uhr. 2425d Gleichzeitig empfehle ich meine Lokalitäten für Vereine und Aus- Cafe Astoria 2. Osterfeiertag: Einmaliger 21100 Tanz-Abend Zur MW empfehle [1372D Bruteier und Eintagsküken weid amer. Venbortt, rote Nhodeländer, schw.Rlieinländer u. silberh.WyandotteS. Tiere s.a. Leistung u. Schönheit gezüchict. Auderdem Krka ISMk'Weil Frühbrnt 1929'30 (gute Brüter». LeghornlioiRiedmüiile (staatlich anerkannte Nutzgeflügeluicht» L. Christ. Briedel. Tel. Butzbach 49. Bandsäge- Blätter vorrätig von 8 bis 40 mm Brette sowie prima schwedische Bandsäge-Feilen Oeberg - EsktlStuna für Hand und Maschine. Löten von Bandsägeblättern. 2073 D Louis Bauhath Sdilossermelster LSberstrafte 2. Reparaturen von KM» schnell und billig. Auf Wunsch Abholung. 23950 Singer Näiimastteo Itliengeseiliclialt Gießen, Marktplatz 22 Telephon 2004 । Eigene Werksthtte Verlobung zeigen an Emilie Bechtold Wilhelm Lange Dortmund Äramdauer Ostern 1931 | Hotel Schütz j = empfiehlt an den Osterieiertagen = | erstklassige Mittag- und Abendessen | Gutgepflegte Biere W | sowie Weine erster Firmen j = Mittagessen von RM. 1.60 an || = 24?4 D = HllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllHllllfH. Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Milli Stengel Bernhard Esch Ms- mit kleinen Fehlern wieder eingetroffen 85 cm 100 cm Ulk. 1.70 Mk 2.— Liebigshöhe Am Sonntag, dem 5. April (1. Osterfeiertag) Gröhes MilitärSlreichkomert ausgeführt vom Musikkorps 1/15 Leitung: Obermusikmeister Löber Wilh. Dorfeld,Wieseck ZurLudwigsburg WIESECK 2438 D Inhaber: Ludwig Werner feiertag;Tanz CariSchunck la Düngekalk prompt und billigst C. Rübsamen Ferntpr. 3659. (20761) Amalie Fiedler ! Otto llhl Verlobte l i 1 Liebigstraße 11 Gbelstraße 3 ! Ostern 1931 T,,tTT.TTT...T..T,,,Ttt.r.,[,,pir???l,| 1 Zhre Verlobung geben bekannt Lina Haas Karl Hahn Steinbach, Ostern 1931 | ...... .......-■.[rT.TrT11TTr||t[,,r|Trir,|||2fO6D|| ] I Statt Karten! Ihre Verlobung zeigen an Elisabeth Weber Willi Burkhardt | ! Gießen, Kaiserallee 52 Glsenz (Vaden) Ostern 1931 1 ............ T.?»1.g.. r Statt jeder besonderen Anzeige! ! Berta Kuttner Fritz Hurwitz Verlobte r Vellersheim lOberh.) Lübbecke i.W., Bergertor 12 ' Frankfutt a. M. Darmstadt Mckertstraße 49 Lleblgstraße 11 . Feiertag: ß( ^rHerrei S2&* litiwW’Ä -Ihm» ,-sicht 8*" di-'h-L«"- t« M;? di- W M einhundert tttesDern hinterlassen ha nähme kann m loachrust- es 'si mens, nm der Wurzeln über unserer Stadt ßlla Mndcl Johann ® Ende des 18 landeinge. seinem Lands Pelzhandel c ebenso wie 2 dmErwer hatte. Und t war, blieb da Generationen ein einziges < Jetzt ftcilid) ü sechs Schvestei verstorbener 2 Leibeserb« Ma nicht an i verstorbenen S das ganze Erb gesellschaften, össentlichen Ar Und damit i Wahrzeichen ' als schlichte < Aordwestecte dessen in der Häuser der do krasser hervor der Rundfahrt Worten ausme hier sehen Sie von einer ein Hund und \fy zige Haus ar die QEiHioner sind, nicht zu ten, versäumet >m Hose hänge sehen Sie an . Mt Ella W liengrust tomir Fortsesjung. .-Wollen Sie raffiniert mit dem Sekts halle?" ..Ach so! Wei '-schon garn .Ach dem ' "'cht bei dem e £ 6le bübsc SW laue Oam auch ßrn "suchen.- re, hinüber S n Sä ä. tz» ffÄi i?. LK deinem'S mu iu lanl a ihre b>ar i do Aw Un‘"5ö'?nJeik Samstag, 4. April Ml Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Hr.79 Drittes Blatt 1111111111111111^ 0 Nachdruck verboten. Fortsetzung. „Wollen Sie auch noch leugnen? Eie sind ja ein ganz raffinierter Verbrecher! Wie toar'5 denn mit dem Sektsrühschoppcn drunten in der Tonhalle?" ,Ach so! Mein Gott, das eine Glas! Daran hab' ich schon gar nicht mehr gedacht." „Vach dem Bericht des Kollegen Thiery ist's nicht bei dem einen geblieben, mein Vcrehrtester." ..Hat also der Doktor wirklich gepetzt? So 'ne Niedertracht!" entrüstete sich der ertappte Sünder. „3a, ja — wir haben hier einen wohlorganisierten Ucbcrwachungsdienst für unsichere Kantonisten!" scherzte Wigand und erhob sich. „Also seien Sic hübsch artig. Gott sei Dank, daß wir aber nicht lauter böse Sünder haben wie Eie, sondern auch brave Patienten, die uns Freude machen." Gr nickte lächelnd zu Fräulein Zindler hinüber, die mit schwärmerischen Augen, über das Lob strahlend, zu ihm aufblickte. „Die Damen sind überhaupt viel besser — da hat man doch auch Erfolge! Passen Sie auf, Fräulein Zindler, bald können wir Sic nach Hause schicken — kerngesund." Herzlich schüttelte er ihr zum Abschied die Hand, ebenso sich auch von dem jungen Berger verabschiedend. Dann machte er Ursula eine formelle Verneigung und ging weiter, seinen Repräsentantenpflichten nachzukommen. wesen! Ach, sie hätte sich verkriechen mögen, irgend in einen dunklen Winkel und weinen, weinen! Wie unsäglich verlassen war sie doch! Schon wollte sie sich hinausstehlen aus der Gesellschaft, vor all den neugierig spähenden Blicken, auf ihr stilles Zimmer, aber da fiel ihr wieder ein: Sie durfte Fred ja nicht allein lassen — in der Stimmung, in der er sich befand. Aber wie ihn vor Unheil bewahren? 3hr Warnen fruchtete ja nichts, reizte ihn nur viel mehr. Wenn sic hier einen Menschen gekannt hätte, dessen Hilfe sie hätte in Anspruch nehmen können — einen Menschen von Energie und Autorität! Aber sie hatte ja niemanden. 3n ihrer Herzensangst liest Ursula die Blicke von der Saaltür aus, wo sie stand, durch den großen Raum schweifen: doch vergeblich blieb ihr Suchen. Verzweiflung wollte sie beschleichen — in- zwischen verrann die ^it, Fred trank vielleicht in seinem Aerger jeh gerade darauf los, und das schwerste Unheil zog tj über sie beide herauf — da fiel Ursulas Blick plötzlich auf Wigand, der gerade aus sie zugeschrittcn kam. Ursulas erste Regung war die, ihm schnell noch auszuweichen, aber im selben Augenblick durchzuckte sie ein Gedanke, ihr selbst unverständlich und doch zwingend: Er mußte ihr Fred bewahren, — er, der Arzt des Hauses mit dem Gewicht seiner Autorität! Und wenn auch ihr Stolz sich dagegen aufbäumte, denn diese Stunde zwang alles andere nieder. Sie sah jetzt nicht den Menschen, sondern nur den Arzt in ihm. So trat sie denn schnell auf Wigand zu. Diese unerwartete Annäherung machte ihn so bestürzt, dah er sich jäh verfärbte: Was wollte sie von ihm? Er hörte sein Herz schlagen, wie sie nun das Wort, hastig und doch stockend sprechend, an ihn richtete: ..Verzeihen Sie" — das lächerlich formelle .Herr Doktor', wollte ich hier, ohne Zwang vor Zeugen, nicht über die Lippen — „aber ich brauche 3hrcn ärztlichen Beistand, oder, richtiger gesagt. mein Mann braucht ihn. Sie wissen ja. wie gefährlich für ihn auch der kleinste Exzeß werden kann, und er hat sich hier festgesetzt mit anderen Herren beim Spiel und Wein. Ich habe leider nicht die Macht, ihn sortzubringen" — all ihr Unglück verriet sich in diesen wenigen Worten — „bitte, tun Sie es! Wenn irgend möglich, in scherzhafter Form, im Notfall aber mit voller Energie. Aehnliche Vorfälle haben ihm schon schwersten Schaden gebracht!' Einen Augeirblick hatte Wigand ein Gefühl der Enttäuschung durchzuckt: Narr, der er war! Dah er hätte wähnen können, sie wollte ihn ansprechen, um ein Wert der Aufklärung, ja vielleicht eine Bitte um Verzeihung in unbewachtem Moment an ihn zu richten: Darrn aber hatte dies erste Gefühl einem anderen Platz gemacht. Eie appellierte an den Arzt in ihm, da hatte alle persönliche Emp- findlichkeit zu schweigen, und aufmerksam hörte er ihre Worte an. die Blicke fest auf ihre vor Erregung zitternden Züge geheftet. Er sah in ihr nur die hilfesuchende, bedauernswerte Frau eines Patienten, der sein ärztliches Interesse gebührte. „Wo sitzt Ihr Gatte?" Seine Worte mit der daraus klingenden festen Entschlossenheit slöhten Ursula Trost ein. Sie hatte sofort die Gewißheit, er war der Mann, zu helfen. „Hinten im Billardsaal." „Gut — gehen Sic, bitte, immer voraus auf Ihr Zimmer: in zehn Minuten spätestens haben Eie Ihren Mann oben." Mit einer Verbeugung verabschiedete sich Wigand und eilte dem bezeichneten Raum zu. Gesenkten Hauptes schritt Ursula Drenck die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf, wie er sic geheißen batte. Ihr war seltsam zumute. Eigentlich wollte sie sich auflehnen über seine knappe, befehlende Art. mit der er auch über sie verfügte: aber, sonderbar, sie konnte nicht. War es nur ihre Abgespanntheit nach all den Erregungen des heutigen Abends? Eie hätte sich über sich selbst ärgern können, daß sie sein Dirigieren so ruhig hinnahm. ja, dah es ihr fast Wohltat, mit fester Hand geleitet zu werden — mit einer Hand, von der man wußte, sie tat das Richtige und brachte es kraftvoll zum guten Ende. Wigand hatte auf dem Wege zu Drencks Tisch rasch ein paar Worte mit dem Kellner am Büfett gesprochen, nun trat er an den Spieltisch. ..Ah. beim Spielchen? Das ist recht! Aber selbstverständlich doch bei. einem kurgemähen kleinen Skat oder Bridge, nicht?" Er lieh sich auf dem Polster der Nischenbank neben den Angeredeten nieder. „Eie kennen ja unsere Hausgcsehe und wissen, dah aus Hasardspiele die Todesstrafe steht!" scherzte er. „Selbstverständlich, Doktor! Wir haben hier bloß einen soliden Pfennigskat gemacht." Rasch ließen die Spieler die großen Geldhaufen in den Hosentaschen verschwinden, nur Drenck lieh in trotziger Herausforderung fein Geld auf dem Tische liegen. Höchst egal, was der Doktor da von ihm dachte! Er war doch hier in keiner Korrektionsanstalt und konnte tun und lassen, was ihm besagte! Es paßte ihm überhaupt ganz und gar nicht, daß der Mensch, der Wigand, da jetzt zu ihnen an den Tisch kam und schon wieder bas eben erst erneut in Gang gekommene Spiel störte. Um seinen Aerger hinabzuspülen, griff Drenck zum Glas, es war leer, und wie er die Flasche nahm, "gewahrte er, auch sie war ausgetrunken. „He" — er winkte dem Kellner. Diensteifrig eilte der Angerufene herbei, aber et erklärte: „Ditte sehr um Entschuldigung, doch ich darf nichts mehr bringen." jFortsetzung folgt.) OieTroiverordnunggegenAusschreiiungen Ausführungsbestimmungen für Hessen. -sSk ir,eder 100 cm, TaP41*’"*“!, I Kugeln und Kegel ‘i s» * Ola Wendels Millionenerbe. Vie letzte Enkelin eines vor über hundert Zähren nach Amerika ausgewanderten Deutschen stirbt ohne Nachkommen.-100 Vollarmill onen tzir wohltätigeZwecke. Vie Exzentricitaten einer reichen Familie. Don unferem A. ®. A. -Berichterstatter. ihres Vaters in jenen Tagen nicht. Kurz danach halte Ella einen Schlaganfall erlitten, dem fte erlag. Erst als man zwei Krankenschwestern hervei- holte, ward eine Fvrnsprechleituna in das HanS gelegt, damit der Arzt im Notfälle rasch herbei- gerufen werden könne. Am Sterbelager der Einsiedlerin standen nur der Arzt, eine Pflegerin und die mit Ella Wendel befreundete Tochter eines ihrer Anwälte. Verwandte konnten feine ber beigerufen werden. Es sind keine da. Zuweilen find DendelS aus Deutschland hier aufgetaucht. die glaubten, Erbansprüche geltend machen zu können. Aus ihren Hoffnungen wird wohl nichts werden. Wie armselig, fast baufällig das 1856 errichtete Wende 1 fche Hau,s an der Fünften Avenue ist. läßt sich daraus ermessen, dah da-Gebäude selbst von der Steuerbehörde nur auf sechstausend Dollar, das Grundstück dagegen auf 3 684 000 Dollar bewertet ist Aach dem Testament Rebecca Wendel-Ewopes soll eS in den Besitz des von Daniel Drew gegründeten Theologischen Seminars übergehen, was gleichbedeutend mit seinem baldigen Verschwinden ist. Die Wendeis waren hauptsächlich an Landbesitz interessiert. an den darauf stehenden Gebäuden war ihnen wenig oder gar nichts gelegen. Wenn die Pächter irgendeine Verbesserung, eine Modernisierung wünschten, mutzten sie selbst für die Kosten aufkommen. Dabei waren die Besitzer unnachsichtig in der Durchführung der Bestimmung des Pachtvertrages, daß in keinem ihnen gehörige,r Haufe Theater gespielt oder gar eine Dchankwirt- schast betrieben werde. Selbst die Anbringung elektrischer Reklame- oder Firmenschilder duldeten sie nicht. Kirchengemeinden, die Tierschuhgesellschaft, die „Vereinigung zur Verhütung von Blindheit", diverse Erziehungsanstalten, Kindergärten. Mis- sionsverbände und eine Reihe Krankenhäuser werden sich in die Millionen teilen, die drei Generationen der Wendcls in 120 Jahren zusammen- gerafft und von denen sie selbst so gut wie nichts gehabt haben. gebracht toerben müssen), hat ebenfalls bei den Polizeiämtern oder Polizeiverwaltungen zu erfolgen. In den Gemeinden ohne Polizeivcrwal- tungcn oder Polizeiämter find sie den jeweils zuständigen Kreisämtern zur Kenntnisnahme vorzulegen. Zur Erleichterung der technischen Abwicklung dieser Bestimmung ist folgende Bestimmung getroffen worden: Sollen Plakate und Flugblätter politischen Inhalts in einem größeren Bezirk Hessens der Oef- sentlichkeit zugänglich gemacht werden dann können sie auch dem Landeskriminal-Polizeiamt zur Kenntnis vorgelegt werden. Diese Vorlage wird durch einen entsprechenden Druckvermerk auf den einzelnen Plakaten oder Flugblättern kenntlich gemacht. Auch in anderen Fällen kann die Vorlage bei der zuständigen Stelle mit deren Genehmigung durch einen Druckvermerk kenntlich gemacht werden. 3. Die übrigen Bestimmungen regeln die Zuständigkeit für Verbote von Versammlungen. Auszügen und Lastwagenfahrten bzw. ihre Genehmigung unter Lagen, ferner die Auflösung von Versammlungen und Auszügen oder die polizeiliche Beschlagnahme von Plakaten. Flugblättern und Druckschriften sowie die Auflösung von Vereinigungen bzw. den Erlatz von ilniformnerboten. Als leitende Beamte des Staates, die neben den Organen, Behörden und Einrichtungen desStaa- Ein paar Stunden waren hingegangen: eine belebte Stimmung hatte sich der meisten Teilnehmer an der Abenduntcrhaltung bemächtigt. Nur Ursula war ernst geblieben. Alle Versuche Fräulein' Zindlers, sie auszuheitern, waren vergeblich geblieben. - „Herzlichen Dank, Kleinchen! Eie meinen es so gut.“ Dankbar hatte ilrfula ihre Rechte gedrückt. „Aber geben Sie sich keine Mühe mit mir — cs wird heute doch nichts mehr. Ich hab' so Tage-, wo meine Nerven versagen — da Hilst alles nichts. Lassen Sie sich nur nicht in Ihrer guten Laune stören. Ich muh übrigens auch endlich mal nach meinem Mann sehen. Für ihn ist es nicht gut, zu lange allein zu bleiben." Ursula verlieh ihren Platz und suchte in den Ne- benräumen nach Drenck. Endlich entdeckte sie ihn hinten, in einer Nische des Billardzimmers, mit mehreren Herren am Tisch beim Kartenspiel. Drenck war so bertieft in sein Spiel, dah er ihre Annäherung gar nicht bemerkte: erst nun, wo sie ihn leise anrief, sah er auf. Ursula hatte im Herantreten wahrgcnommen, dah die Herren Abschluß, die an Exzentrizität von keiner anderen in ganz Amerika übertroffen oder auch nur erreicht wird. Die sechs Schwestern, die einstmals in dem spukhaften, verwahrlosten Hause le fr ten, standen dermaßen unter der Fuchtel ihres Bruders, daß nur eine einzige, und sie erst in späten Jahren, sich seinem Gebote, niemals zu heiraten, zu widersetzen wagte. Und keine traute sich, vom großväterlichen und väterlichen Erbe cinStückzuveräuhern. In dem Hause gab cs fein Telephon, keine modernen Möbel oder Teppiche. Elektrischlicht nur in den Dienerfchafts- räumen. Die Mehrzahl der Fenster war mit Brettern vernagelt. Es gab keinen Fahrstuhl, keinen Epeisenaufzug. Bis vor wenigen Jahren bedienten sich die sechs Schwestern zu ihren seltenen Spazierfahrten einer altmodischen Kutsche. Erst als der Kutscher, der seit 29 Jahren im Dienste der Familie gestanden hatte, starb, wurden die Pferde durch zwei Automobile ersetzt, die, wenn sic in unseren Tagen auf der Fünften Avenue erschienen, ihrer Altertümlichkeit wegen mehr Aussehen erregten als die uralte Karosse, die noch heute in dem Schuppen hinter dem Hause steht. Die Schwestern besahen keinerlei Schmuck. Ihre Kleider waren altmodisch. Je höher der Wert ihres über ganz Neuvork hin verstreuten Landbesitzes stieg, desto fr: galer wurde ihre Lebensweise. Luxus war cbenio verpönt wie äußerliches Gepränge, und die Tausende, die gestern, als das Ableben der letzten Wendel be farmt wurde, beim Vorübergehen einen Blick auf das düstere Haus warfen, gewahrten, daß sogar das traditionelle Blumenbukett mit der violetten Bandschleife an der Tür, das sonst einen Todesfall in dem Hause ankündigt, fehlte. Bruder John wußte das Erbe nicht nur zu wahren, er mehrte cs auch. Die Einkünfte aus den hunderten Häusern wurden wiederum in Grundbesitz angelegt, immer nach der Maxime: „Neuyork rückt alle zehn Jahre um eine ■ Meile nordwärts vor. also kauft im Norden, wo die größte Wertzunahme zu erwarten ist." Die Wcndels kauften hauptsächlich den Broadway entlang. und hier rangiert der heutige Besitz vvn^ der Einzelbaustelle bis zum ganzen Häusergeviert. Die allein in Manhattan bclcgenen Grundstücke waren letztes Jahr zur Besteuerung auf f a ft fünfzig Dollar Millionen veranschlagt, aber das Gesamtvermögen, einschließlich der Liegenschaften außerhalb Alt-Neuyvrks, ist erheblich über einhundert Millionen. John führte in der Familie das Regime eines Despoten. Er verbot seinen Schwestern das heiraten, weil er keine Zersplitterung des Vermögens wollte. Nachdem Rebecca sich als Fünfzigjährige mit einem Gelehrten namens Swope. verheiratet hatte, versuchte auch eine der jüngeren, Georgiana. der brüderlichen Fuchtel zu entrinnen und mietete sich in einem hiesigen vornehm men Hotel ein. John brachte cs fertig, sie von einer Sheriffs-Jury für geisteskrank erklären zu lassen, worauf sie in einer Pflegeanstalt untergebracht wurde. Das Obergericht stieß die Entscheidung der Unterinftanz um; Georgiana verklagte ihren Bruder auf 50 000 Dollar Schadenersatz, doch wurde die Klage außergerichtlich beigelegt und die Schwester zog wieder in I ihr altes Heim im Familienhause. jeder ein Häufchen Papiergeld, darunter auch größere Scheine, vor sich liegen hatten: anstatt des harmlosen Bridge hatten sie also ein Hasardspiel gewählt. Doller Besorgnis sah Ursula auch, wie Freds Wangen vom Spiel erregt glühten, ein weiterer Blick zeigte ihr eine größere Anzahl Weinslaschen auf einem Neben tisch — sicherlich hatte auch ihr Mann davon schon mehr als ein Glas getrunken. Don Angst getrieben, trat sie auf die Spieler zu — sie kannte die Herren flüchtig als Hausgenossen — und ihre Worte, die scherzhaft klingen sollten, verrieten die geheime Aufregung. „Also hier muh man dich finden, Freundchen! Aber nun ist s genug, meine Herren, geben Sic mir den treulosen Gatten wieder, den Sie mir lange genug entzogen haben." „Ah, die gnädige grau“, ritterlich sprang einer der Herren sofort auf, und auch die anderen beiden Herren warfen die Karten auf den Tisch, um die dazukommende Dame zu begrüben. Aber das war nicht nach Drencks Geschmack. Er hatte in der letzten Viertelstunde anhaltend Pech gehabt, und nun, wo er zum ersten Male eine große Chance hatte, kam natürlich seine Frau und verdarb ihm alles. Aergerlich warf er die Karten auf den Tisch. „Ich hatte dir doch gesagt, dah ich ein Spielchen machen wollte: nun hast du mir glücklich den großen Schlag verpfuscht!" Eine Röte stieg in Ursulas Gesicht. ..Verzeih, das konnte ich ja natürlich nicht ahnen.“ Eie sagte cs fast ängstlich, um ihn nicht noch mehr zu reizen. „Aber ich habe über zwei Stunden dort allein gesessen." „So ein Missetäter! ' scherzte der alte Geheimrat. Drenck mit dem Zeigefinger drohend. „Mein Gott, du warst doch in Gesellschaft!" warf dieser nod) immer grollend ein. „Wir hören selbstverständlich nun auf", versicherte der Geheimrat und zog einladend einen Stuhl heran. „Wollen uns gnädigste Frau nicht die Ehre erweisen?" „Aufhören? Nein, Herrschaften, davon steht nichts geschrieben! Ich will meine Revanche haben!" Mit Nachdruck und einer drohenden Schärfe im Ton warf es Drenck hin. Ursula kannte diesen Ton nur zu gut: So sprach er immer, wenn er getrunken hatte. Sie lehnte daher die Einladung ab; sie wollte sich nicht noch weiteren Taktlosigkeiten Freds aussehen, der sie eben mit einem bösen, funkelnden Blick angesehen hatte. Sv sagte sie denn: „Dielen Dank, aber ich will die Herren nicht stören", unb entfernte sich wieder. Mit einem todunglücklichen Gefühl schritt Ursula dahin. In ihrer Vereinsamung zwischen all den fremden Leuten hier, hatte sic sich zu dem Gatten retten wollen — und das war dcr Empfang ge- Kreuzweg der Liebe Zfioman von Paul Grabein Urheberrechtsschutz: Romandienst „Digv", Berlin W 30 Ä,M’ trtihL KW W Dorrätig uon s bli «reite forme prima schweb!!-« ßlflülete SftHi Men«'-.! “Ä (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Neuyork, Ende Marz 1931. Auf dem uralten DreifalttgfeitS-Friedhofe im Norden der Insel Manhattan, dem Ruheplatz der ältesten Familien Neuyorks, öffneten sich nicht weit vom Erbbegräbnisse dcr Astors die Pforten eines Mausoleums, um die irdischen Ueberrestc einer Frau auszunehmen, an deren Hinscheiden die ganze Stadt ein Interesse nimmt, wie es seit Menschengedenken dem Schwinden feiner mit der Geschichte der Metropole der neuen Welt auch noch so eng verwachsenen Persönlichkeit entgegengebracht worden ist. Dabei gibt es unter der Mil- lioncnbcDölferuag Neuyorks nicht fünfzig, die fich rühmen tonnten, Ella Wendel je von Angesicht geschaut zu haben, nicht fünfundzwanzig, die ihr Heim, daS letzte Privathaus an der Fünften Avende unterhalb der 42. Straße, je betreten hätten. Auch ist es nicht der Umstand, daß die fast Achtzigjährige ein auf weit über einhundert Dollarmillionen bewertetes Vermögen, zumeist in Liegenschaften, hinterlassen hat, der so reges Interesse — Teilnahme kann man nicht sagen — an ihrem Tode wachruft: cs ist vielmehr das Erlöschen eines Namens. um den sich eine Legende rankte, deren Wurzeln über ein Jahrhundert lang den Boden unserer Stadt durchwuchert haben. Ella Wendel war die letzte der sechs Enkelinnen Johann Gottlieb Wcndels, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus Deutschland c i n g c wa ndert war, sich zusammen mit seinem Landsmanne Johann Jakob Astor im Pelzhandel erfolgreich betätigt und sich bann, ebenso wie Astor, mit dem er verschwägert war, dem Erwerb von Grundstücken zugewandt hatte. Und was einmal in Wendelschen Händen war. blieb darin bis auf den heutigen Tag. drei Generationen hindurch, und niemals ist auch nur ein einziges Stück freiwillig veräußert worden. Jetzt freilich wird das anders werden. Denn die sechs Schwestern und ihr bereits vor 16 Jahrein verstorbener Bruder John Gottlieb haben keine Leibeserben hinterlassen, und wenn Ella nicht an dem Testament ihrer, vorigen Juli verstorbenen Schwester Rebecca gerüttelt hat, geht das ganze Erbe in die Hände von Wohltätigkeitsgesellschaften. Kirchen, Missionsverbänden und öffentlichen Anstalten über. Und damit wird auch über kurz oder lang ein Wahrzeichen Alt-Neuyvrks schwinden, das mehr als schlichte Stadthaus der Familie an der Nordwestecke der 5. Avenue und 39. Straße, auf dessen in der Reihe der Turmbauten und Prunkhäuser der vornehmsten Straße der Stadt um so krasser hervorstechende Dürftigkeit die Ausrufer der Rundfahrt-Autobusse ihre Fahrgäste mit den Worten aufmerksam zu machen pflegten: «... und hier sehen Sic das Haus der Mysterien, von einer einzigen alten Jungfer, ihrem Pudel- Hund und ihrer Dienerschaft bewohnt, das einzige Haus an der ganzen Avenue, das auch um die Millionen, die schon dafür geboten worden sind, nicht zu haben ist... und, meine Herrschaften. versäumen Sie ja nicht, einen Blick auf die im 5>ofc hängeirde Wäsche zu werfen, denn so was sehen Sie an der Avenue nicht wieder..." usw. Mit Ella Wcndels stillem Einzug in die Farni- liengruft kommt die Geschichte einer Familie zum CtbeTg.66tH8iunQ linhand unb Slaldjlne. Löten von Band- laotblätitm 207SÖ Louis Midi tomeüiei Reparaturen von 6* schnell und billig. Auf Wunsch Abholung. ZÄH) dstUM» MMÜ MkchM Telephon 8004 I Eigene WerkM'le WEN. Darmstadt, 2. April. Zur Ausfüh. rung der Notverordnung des Reichsprälidenten vom 28. März 1931 zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen hat das Hessische Gesamtministerium folgende Bestimmungen getroffen: 1. Die Anmeldung der öffentlichen politischen Versammlungen und Auszüge unter breiem Himmel sowie der Lastwagenfahrten zu polittschen Zwecken hat innerhalb der üblichen Dienststunden bei den Polizeiämtern und Polizeiverwaltungcn zu erfolgen. In denjenigen Gemeinden, die keine Polizeiämter oder Polizciverwaltungen haben, hat Die Anmeldung bei den Kreisämtern zu erfolgen. Dabei genügt nicht die allgemeine Angabe der Gemeinde und des Tages der Veranstaltung, sondern es sind auch die Stunde der Veranstaltung, der Versammlungsraum und -platz, bei Aufzügen und Fahrten auch die einzelnen Straßen, die berührt werden, genau anzugeben. Erstreckt sich eine anmeldepflichtige Veranstaltung über mehrere Amtsbezirke, so ist sic unter Angabe dieser Tatsache bei jedem einzelnen örtlich zuständigen Amte anzumelden. Cs sei darauf hin- gcwiesen, daß diese Anmeldung nach der Verordnung spätestens 24 Stunden vorher geschehen muß. 2. Die Vorlage von Plakaten und Flugblättern politischen Inhalts idie nach der Verordnung sämtlich ebenfalls 24 Stunden vor ihrer Veröffentlichung den Polizeibehörden zur Kenntnis DaS einzige Lebewesen — abgesehen von der Dienerschaft —, das John in dem . misteriösen Hause" an der Fünften Avenue duldete, war Tobey, der kleine weihe Pudel seiner Schwester Ella. Tobey hat seine Herrin überlebt. Dcr wievielte feiner Art er ist, ließe sich nur aus der Zahl dcr Gräber auf dem Landgut der WendelS in Irvington am Hudson (oft ft eilen, wo seine Vorgänger, die alle weiße Pudel waren und alle Tobey geheißen haben, begraben sind. Rebecca, die Professor Swope heiratete, lernte ihren späteren Gatten in der Dreifaltigkeitskirche an Broadway und Wall Street, mit deren Paftor Swope sie befreundet war, kennen. Als John davon erfuhr, tat er sein möglichstes, um den Schwestern den Kirchenbesuch abzugewöhnen. Zu Lebzeiten verwaltete er daS gesamte Vermögen allein. Nach seinem Tode übertrugen die überlebenden Schwestern dies Amt Frau Swope. deren durch ihre Widersetzlichkeit bewiesene Willensstärke sic vertrauten. Rebecca segnete im Juli vorigen IahreS das Zeitliche. In ihrem Testament traf sie Verfügung über die Verteilung des Erbes. Und da Ella, die jetzt Verschiedene, ihr ganzes Leben lang gewohnt war. sich von anderen beherrschen zu lassen, ist kaum anzunehmen, dah sie an den letztwilligen Anordnungen der Schwester auch nur das geringste geändert hat. Für den von einem drei Meter hohen Zaun umgebenen Hof neben dem Wendelschen Wohnhause an der Fünften Avenue bot ein Grundstücksmakler vor einigen Jahren achthunderttau- scnd Dollar. Die Schwestern lehnten ab. mit der Begründung, dah — ihr Tobey dann keinen Auslauf mehr hätte, denn auf die Straße könne man ihn doch nicht lassen. Auf diefe Straße hat Ella vorigen Montag zum letztenmal hinausge- blidt Man sah sie an hinein Fenster eine« dcr oberen Stockwerke stehen. Aus demselben Fenster haben die sechs Schwestern auf den Leichenzug Abraham Lincolns, auf Hunderte Paraden und Umzüge hinabgeschaut. Es war ihr Schulzimmer. Hier hatten sie Lesen, Schreiben, Rechnen gelernt. Mehr nicht. Mehr brauchte man nach Ansicht an II« d Asbest- Platten 1,2,3,4 and 5 mm, nieder am Lager. CarlSchunck MW prompt unb billigt C Rübsamen I Fernipr.SSM- 12076P teS nach der Okrorbnung gegen Deschimpfunavder böswillige Verächtlichmachung besonders geschuht sind, werden genannt: der Staatspräsident, die Minister die Vorstände der Provinzialdirektionen, der Kreisämter, der Polizeiämter, des Landeskriminalpolizeiamts und der Polizeiverwaltungen. Amtsgericht Gießen. Eines Nachts gegen 2 ilftr verlieh eine Reihe von Nationalsozialisten ihr Stammlokal, und um die gleiche Zeit auch eine größere Reche von Kommunisten das ihrige. Sie begegneten sich auf dem Seltersweg. Ein Kommunist versetzte im Vorübergehe,i einem Nationalsozialisten einen Schlag angeblich, weil ihn dieser oder ein anderer ein Dein, ebenfalls im Vorübergehen, gestellt hatte. Wer der eigentlich schuldige Teil von beiden war. konnte nicht festgestellt werden, aber der Vorfall war das Signal zu der nunmehr zwischen den Parteien beginnenden Schlägerei, die ein energisches polizeiliches Einschreiten erforderte. Das Ergebnis der gerichtlichen Beweis- aufnahme war aber ein dürftiges, denn das Straßendunkel, Angetrunkenheit und Gereiztheit vieler Beteiligter als Ausfluß ihrer politischen Gegensätze, namentlich aber die unverkennbare Neigung einzelner Zeugen, ihre Partei nach Möglichkeit auf Kosten der Gegenpartei zu Entlasten, ließen, ein klares Bild über die Vorgänge nicht aufkommen, so daß wohl ein und der andere Schuldige, der nicht überführt werden konnte, f r e i die Verhandlung verlieh. Immerhin erhielt ein vielfach vorbestrafter kommunistischer Arbeiter, der in der fraglichen Nacht bedenkenlos als Rädelsführer angesehen werden konnte, wegen Wl- derstands eine Gefängnis st rafevonzwei Wochen, weil er während der Schlägerei einen Polizeibeamtcn tätlich angegriffen hat, indem er ihn mit seinen beiden kräftigen Armen fest umschlungen hielt und auf diese Weise in der Ausübung seines Dienstes hinderte. Zwei Inertere Kommunisten, von denen der eine ebenfalls schon erheblich vorbestraft ist, erhielten, da Milde- rungsgründe Vorlagen, Geldstrafen; der eine hat es sich nicht nehmen lassen, die Polizeibeamten während der Schlägerei mehrmals als „Bluthunde" zu bezeichnen; der andere hat sich des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht, indem er nach der Schlägerei trotz mehrfacher Aufforderung das Wachlokal nicht verließ, so daß er mit Gewalt herausgetan werden mußte. Ein Natio- nalsoziallst und ein R ichöbannerangehöriger wurden wegen mangelnden Beweises freigespro- ch e n. das Verfahren gegen einen vierten Kommunisten. dessen Beteiligung an der Schlägerei bereits Gegenstand eines anderen Strafverfahrens gewesen ist, wurde eingestellt. G.F.-FMvrt Linienschiff „Hessen" - VfB. Gießen. Bekannte Gäste auf dem waldsporlplah. Dem Vorstand des Vereins für Bewegungsspiele Gießen ist es gelungen, die Fuhballmann- fchast des Linienschiffes „Hessen" für die beiden Osterfeiertage zu verpflichten. Die Mannschaft weilte bereits zweimal in Gießen und hat sich hier viele Freunde erworben, Nicht zu Anrecht I Ihr Auftreten, die straffe Disziplin, die in den Reihen der Matrosen herrscht, die wahrhafte, ungetrübte Kameradschaftlichkeit, die den blauen Iungens als ein Grundzug ihres Wesens zu eigen ist und schließlich ihre Fairneß auf dem Spielfeld, lassen sie als gern gesehene Gäste erscheinen. In ihrer Begleitung befindet sich Leutnant zur See Wittich, der unseren Lesern kein Anbekannter sein dürfte, denn im vorigen Iahre veröffentlichten wir eine Artikelserie über die Weltreise der deutschen Linienschiffe aus seiner Hand. Zwischen den beiden Mannschaften sollen nun an den Osterfeiertagen zwei Spiele ausgetragen werden. Das Bor,Piel am Ostersonntag, am Ostermontag das zweite Spiel. Dem Gießener Futz- ballpublikum dürfte damit Gelegenheit gegeben fein, zwei interessante Kämpfe zu sehen, die besonders dadurch an Reiz gewinnen, als sich in diesen Spielen zwei gleichwertige Gegner gegenüberstehen, deren Begegnungen bisher immer mit knappen Ergebnissen (für den VfB.) endeten. Die Mannschaft der „Hessen" dürfte inzwischen wohl einige Veränderungen erfahren haben, immerhin ist aber damit zu rechnen, daß eine Vertretung entsandt wird, die guten Fußball garantiert. Dies darf um so eher angenommen werden, als der Marine doch Männer angehören, deren körperliche Konstitution auch auf sportlichem Gebiet hohe Leistungen erwarten läßt. Außerdem spielen in der Mannschaft einige Leute, die in maßgeblichen Vereinen des Nordens einen geachteten Namen haben. Der VfB. wird gut daran tun, der Mannschaft des Linienschiffes seine stärkste Vertretung gegenüberzustellen, die einzelnen Posten sorgfältig zu l besetzen und von Experimenten abzusehen. Die Mannschaft des VfB. sollte in der Lage fein, eine f gleichwertige Partie zu liefern, die ein hohes Ergebnis ausschließt, das in jedem Falle wenig fchätzenswert wäre. Der VfB. nominiert folgende Mannschaft: Balser; Henrichs, Bingel; ,Leutheuser, Kreß I, Lehrmund; Schmidt, Sauer, Haupt, Schneider, Ritter. Auf den Ausgang der Kämpfe darf man gespannt fein, dem Auftreten der Marine sieht man mit freudiger Aufmerksamkeit entgegen. Der Waldspielplatz dürfte in Anbetracht dessen an den Osterfeiertagen das Ziel vieler Fußballanhänger sein. Der VfB. wird im übrigen alles aufbieten, nm den Gästen den Aufenthalt in Gießen so angenehm wie möglich zu machen. Die Mannschaft trifft am Samstagabend mit dem Schnellzug, der um 21.30 IHjr in Gießen ankommt, hier ein. Die übrigen Mannschaften haben für die beiden Osterfeiertage keinerlei Spiele angeseht. Bon den unteren Mannschaften ist am ersten Osterfeiertag nur die dritte auf dem Plan. Sie hat sich die erste Mannschaft Dutenhofen zum Gesellschaftsspiel eingeladen. Die Gäste sollten ihr technisch zwar nicht ganz'gewachsen sein, stellen aber durch ihre forsche Kampfesweise einen nicht zu unterschätzenden Gegner dar und werden ihr den Sieg so ohne weiteres nicht überlassen. Die Lioareserve steht mit der Frankfurter Firmenmannschaft „Hefro" (Hermanns & Froitzheim) wegen eines Gesellschaftsspiels am zweiten Feiertag auf hiesigem Platz in Unterhandlung, das allerdings noch nicht fest abgeschlossen ist. Die dritte Mannschaft fährt nach Hassenhausen bei Frohnhausen, um dort eine Rückspieloerpflichtung einzulösen. Das Vorspiel gewannen die VfB.er mit 7:0. 1900 Liga auf Reisen. Gesellschaftsspiele gegen Pfungstadt und Lorch. Die Spielvereinigung 1900 schickt ihre Ligamannschaft auf Reisen. Die Mannschaft weilt am 1. Feiertag in Pfungstadt bei Darmstadt zu Gast. Die Mannschaft des Plahbesihers ist Len Hiesigen nicht unbekannt, denn bereits tm vorigen Iahre traf man sich in Gesellschaftsspielen, die allerdings beide zu ilngunften der 1900er endeten. Das erste Spiel auf dem Platz an der Liebigshöhe wurde 5:1, das Rückspiel 2:1 verloren. Die Pfungstädter gehören der Kreisliga an und stellen einen achtbaren Gegner dar, denn bis vor kurzem standen sie an zweiter Stelle. Die Mannschaft spielt einen kultivierten und gut durchgebildeten Fußball, und gilt als sehr fair. Die 1900er dürfen also das Spiel nicht auf die. leichte Schulter nehmen. Mit einem ehrenvollen Ergebnis darf man aber trotzdem rechnen, und zwar deshalb, weil die Gießener in kompletter Aufstellung fahren und Adelberger mitwirkt. Der zweite Feiertag sieht die Gießener dann in Lorch am Rhein. Auch hier trifft man auf einen Gegner von bestem Ruf, denn der Gastgeber ist Meister seiner ersten Klasse. Den 1900em steht also auch hier gewissermaßen eine Leistungsprobe bevor. Der fähigste Mann der Lor- cher ist Lorbacher, der als Mittelläufer spielt und den Blauweißen nicht unbekannt ist, denn er wirkte einige Zeit während seines Studiums in Gießen in der Mannschast der 1900er bei Gesellschaftsspielen erfolgreich mit. Voraussichtlich werden dieses Spiel die 1900er etwas gehandicapt bestreiten müssen, denn Adelberger und voraussichtlich auch Zeiler werden nicht nach Lorch mitfahren können. Trotzdem — die Mannschaft fährt mit zuverlässigem Ersatz — sollte man auch hier zum mindesten ein achtbares Ergebnis erwarten dürfen; schließlich müßte ein Sieg auch noch im Bereich der Möglichkeiten liegen. Die Leistungen, die die Mannschaft zuletzt int Spiele gegen VfB. „Kurhessen" (Marburg) zeigte, müßte Ge» und zum Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Das Osterprogramm sieht die Begegnung des FC. 1926 Großen-Buseck mit der Spielvereini- gung 1926 Leihgestern in Leihgestern vor. Das Spiel ist für den 1. Ostertag vorgesehen und man rechnet damit, daß es einen interessanten Kamps gibt, da beide Mannschaften an Spielreife und Kampfausfassung erheblich gewonnen haben. Die 1. Mannschaft von Leihgestern, die kurz vor dem Aufstieg in eine höhere Spielklasse stand, mußte infolge verschiedener Amstände nochmals in der seitherigen Spielklasse verbleiben, es sev denn, daß eine andere Einteilung vorgenommen werden wird. Am 2. Ostertag fährt eine Kombination der 1. und 2. Mannschaft nach Flensungen, um ein Freundschaftsspiel gegen den Sportverein 1927 zum Austrag zu bringen. Cs wird wohl eine sichere Beute für Großen-Buseck werden, zumal verschiedene neuhinzugekommene Spieler ausprobiert werden sollen. Die am 1. Ostertag bei der Spielvereinigung 1900 Gießen weilende Iugendmannschaft des Sportvereins „Nassau" Wiesbaden ist am 2. Ostertag bei der Iugend des FC. 1926 Großen-Buseck zu Gast. Gpielvereinigung 1926 Leihgestern. Am ersten Osterfeiertag empfängt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern die Liga des FC. Großen-Buseck zu einem Gesellschaftsspiel. Leihgestern wird alles aufbieten müssen, um gegen Großen-Buseck ein ehrenvolles Resultat zu erzielen. Am zweiten Feiertag weilt die Ligareseroe der Marburger Germanen ebenfalls zu einem Gesell- biefe Hoffnung berechtigt erscheinen lassen, wenn ] auch der völlig fremde Platz einen Nachteil bedeutet. Die übrigen Fußballmannschaften, mit Ausnahme der vierten, haben für die Osterfeiertage kein Spiel angesetzt. Die vierte Mannschaft hat Garbenteich auf dessen Platz zum Gegner im ©e- schaftsspiel in Leihgestern, lieber den Ausgang dieses Spieles ist eine Vorhersage kaum möglich. Leihgestern genießt jedoch bei beiden Spielen den Vorteil des eigenen Platzes, auf dem es bis jetzt noch keiner auswärtigen Mannschaft gelungen ist, siegreich zu sein. Handball der Sp.-Vg. 1900. Die Handballabteilung der Spielvereinigung 1900 bestreitet an Ostern drei Spiele. Die beiden aktiven Mannschaften sind am 1. Feiertag bei dem Tv. Wetzlar-Niedergirmes zu Gast, die Iugend- monnschaft wird am 2. Feiertag von dem hiesigen Männerturnverein empfangen. Alle drei Treffen stellen an die Spielvereinigungsleute die größten Anforderungen, verkörpern doch ihre Gegner das jeweils Spielstärkste ihrer Klassen und Gruppen. Einen ganz besonders schweren Stand wird die erste ®lf gegen den diesjährigen Gau meister Tv. Wetzlar-Niedergirmes haben. Die Turner vermochten erst kürzlich den VfL. Wetzlar mit 9:1 vernichtend zu schlagen. Die 1900er sollten jedoch trotz einiger Ersatzleute in der Lage sein, ein ehrenvolleres Ergebnis herauszuholen. — Bei dem Jugendtreffen wird ausschlaggebend sein, wie sich die in die Mannschaft aufgerückten Leute bewähren und einfühlen. Handball im Turnverein 1846 Gießen. Eine aus Spielern der ersten und zweiten zusammengestellte Handballmannschaft ist am zweiten Osterfeiertag Gast des TD. Herborn-Seelbach, der in der Meisterklafse des Lahn-Dill- gaues spielt. Mit ihr weilt ein Teil der ersten Tumriege dort, um am ersten Feiertag einen Werbeabend zu bestreiten. Handball im Tv. Großen-Buseck. Am ersten Feiertag erwartet die Jugend die gleiche Mannschaft des Turnvereins Heuchelheim. Die Jugend Heuchelheims stellt eine körperlich starke Mannschaft und dürfte als Sieger anzusehen sein. Für den zweiten Feiertag hat die erste Mann«' schäft die Ligamannschaft des Sportklubs Rot-Weiß Frankfurt zu einem Propagandaspiel nach Großen- Buseck verpflichtet. Dem Gast geht ein guter Ruf voraus. Alljährig konnte sie bei den Meisterschaftsspielen im Gau Frankfurt einen guten Platz ein« nehmen. Ebenso beteiligte sich die Mannschaft art den Pokalspielen in der Frankfurter Festhalle und stellten dort ihr Können öfters unter Beweis. Es ist anzunehmen, daß man mit dieser Verpflichtung einen guten Griff getan hat. sellschaftsspiel. Iugendspiele. Eine kombinierte Mannschaft aus erster zweiter Jugend empfängt am ersten Feiertag Rückspiel die erste Jugend des SV. Nassau-Wiesbaden. Das Vorspiel fand Weihnachten in Wiesbaden statt und konnten die Hiesigen mit 3:0 gewinnen. Man hofft auf einen Sieg der Blauweißen. Die erste Jugend spielt am zweiten Feiertag hier gegen Heuchelheim. Für die Schüler ist ein Spiel in Butzbach vorgesehen. Oer Sport im Reiche. An den Feiertagen wird im Fuhballager etni überaus reger Wettspielverkehr einsetzen. Auf Reisen geht der Fußballspieler von jeher sehr gern und er legt dabei auch bedeutende Strecken! zurück, um andere Länder und Städte kennenzu- lernen. Das durch den Deutschen Fußball-Bund sehr milde angewandte Spielverbot gegen ausländische Mannschaften vermittelt uns im Gegensatz zu früheren Iahren die wertvolle Bekanntschaft mit erstklassigen Professionals. Aus Oesterreich erscheint Vienna, Wien, die am Karfreitag in Hannover gegen Arminia, am ersten Feiertag in Berlin gegen Hertha-BSC. und am Ostermontag in Kiel gegen Holstein antreten wird. Der NAC. Wien spielt Sonntag gegen Greiling, Dresden. Am Montag gegen Eintracht Braunschweig. Admira Wien weilt am ersten Festtag beim 1. FC. Nürnberg und am Tage darauf bei Eintracht Frankfurt. Der Tepliher FC. wird am ersten Feiertag vom mitteldeutschen Meister Dresdner SC. erwartet. Der DFC. Prag gibt dem Leipziger Osberturnier internationales Gepräge. Frankreich ist durch den Racingclub Paris, der in Hüsten und Münster Gastspiele gibt, ferner durch den SC. Reims, der von Anion Rrederrad verpflichtet wurde, gut vertreten. In Westdeutschland spielt aus dem nahen Holland der FC. Dordrecht.in Elberfeld und Wuppertal. Londons Amateurmeister FC. Wimbledon stellt sich in Rheydt und Köln vor. Die Schweiz vertritt der SC. St. Gallen, der von Wacker München eingeladen wurde. Groß ist die Zahl der Spiele im Lande. Die Terminnot zwingt fast alle Verbände dazu, an den Feiertagen auch einige Meisterschaftsspiele durchzuführen. In Südvstdeutschland wird mit I diesen Kämpfen der Ostersonntag ausgefüllt. | Zahlreiche deutsche Mannschaften weilen auch an den Feiertagen im Auslande. Vor einer schweren Ausgabe steht die Spielvgg. Fürth an beiden Feiertagen im Wiener Osterturnier, wo sie auf Austria, Rapid-Wien, Hungarid Budapest trifft. Spiele in der Schweiz tragen Rot-Weiß Frankfurt, Alm 94 und der FD. Saarbrücken aus. Zu drei Spielen in Frankreich tritt Hanau 93 eine Reise an. Alemannia Aachen ist in Paris zu Gast. Öfter- reifen nach der Tschechoslowakei unternehmen der Berliner Sportverein 92, VsR. Fürth und die Spielvgg. Dresden. Am internationalen Turnier in Luxemburg nimmt Worinatia Worms teil. Spiele in Holland tragen der Donner FV. und der Essener SD. 99 aus. In Dänemark weilen Minerva 93-Berlin und verschiedene nvrddeutsa,e Vereine. Heute, Samstag, steigt in dem Hockeh-Länderkampf Deutschland—England in Hamburg wohl das größte Ereignis im deut- , schen Ostersport. Daneben müssen alle noch so schönen Spiele bet den internationalen Turnieren in Hamburg, Hannover, Kreuznach usw. an beiden Festtagen verblassen. Im Handball sind zahlreiche Gesellschaftsspiele vereinbart, die guten Sport versprechen. Im Radsport eröffnen die offenen Bahnen die neue Rennzeit. Am ersten Feiertag veranstalten die Berliner Olympiabahn, die Stadion- bahn in Frankfurt a.M., Hannover, Bonn und die Pariser Buffalobahn. Am zweiten Festtag werden Rennen in Dresden/Reick, Köln/Riehl, Halle, Zürich/Oberlikon und Haag ausgefahrert. Auf der Landstraße gehen das Dundes- tennen Berlin—Leipzig am Sonntag, und die Anions-Fernfahrt Berlin-Wittenberg-Derlin am Ostermontag vor sich. Im Auslande interessiert das Abschneiden von 13 deutschen Berufsfahrern bei den Straßenrennen Paris—Rou- HOHE QUALITÄT! NIEDRIGER PREIS! SIND ZWEI DER AUSSCHLAGGEBENDEN MOMENTE, WELCHE DEN FORD ZUM MEIST- GEKAUFTEN WAGEN DER WELT MACHTEN ROADSTER, ELEGANT UND GERÄUMIG »<»» »34^5 AB WERK MIT NOTSITZEN RM. 175.- MEHR N DIE CREDIT-AKTIENGESELLSCHAFT FÜR FORD. FAHRZEUGE FINANZIERT IHREN ANKAUF Indanthren '■ w* Ükt bekannten Indantbren- Etikett sehen! ryM Dann erst haben Sie die Gewißheit — der Stoff ist unübertroffen waschecht, lichtecht, wetterecht. Aber bitte, immer nach dem ■ -1 Bi///gstep und bequemsten ßrennsfoff-r ßj’ikeifs^ Genüxdboden> Rückzahlungskurs: 100°; Ausgabekurs: 97% treibleibend lassungen der Landesbank bezogen werden. 264V Direktion der Nassauischen Landesbank, Wiesbaden. Sprechstunden: l4!K)D Itcicri I482D Mittwochs und Samstags von ll’/2 bis 121/. Uhr. 2435 D 'arten Dr. Szubinski verreist bis 13. April Oeff. Handelslehranstalt der Industrie- u. Handelskammer (neben Von unseren neuen 7°/q Gold-Kommunal-Obligationen em.dk. ,,111 RM 4JM0 3OO Rwenen „ 17« 00« Damp.sägewerk Lollar B. ’Jiubn. '21.«(9. Wertpapier-Drucke Aktien, Schuldverschreibungen bei BrQhi.ScnulStr.7 Wertpapiere gedeckt durch erststellige mündelsichere Goldhypotheken und mit den gleichen Garantien aus- geslattet wie die Kommunalobligationen (siehe oben 1. und 2 ). Die Schuldverschreibungen werden in Stücken v. 100,200, 500,1000 u.2000 Goldmark ausgegeben. Die Stücke der Serie 9 und Ausgabe 12 sind sofort, die der Ausgabe 13 in Kürze lieferbar und können durch sämtliche Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften, sowie durch alle Nieder- Abteiiungen: 1. Höhere Handelsschule 2. Zweijährige Handelsschule. Anmeldungen bis zum 20. April 1931, im Schullokal Gleken, Lieblgetrahe 16 (Alte Klinik). II. Obergescbofe. Fernspr. 2912. Große Posten Original-Fabrikreste fabelhaft billig lande. Dor einer schve- elbgg. Fürth an beiden >sterturnier, tvv |tt auf mgatib Dud-M trifft. \ lenAot-Deih Frankfurt, arbrücken auS. Zu drei . tymau 93 eine Seife an, Poris zu Soft. Öfter- itoüfei unternehmen der ’ DfS. Fürth und dir I internationalen Turnier ütetmatia Worms feil, der Donner FD. und der Dänemark veilen M- erschienene wrddeutl. e Großes Lager in sämtlichen Frühjahrs-Artikeln für Gartenbau und Landwinschatl Emil Pistor Nacht Marktstraße 10 1980A Telephon 2261 Deutsche Centralbodenkredit- Aktiengesellschaft — Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken — L. Bernard Stoffspezialhaus, Plockstrafae Nr. 16 in dm druWand-fngland röhtc Ereignis im ben> m müssen alle noch Io 1 iternotionolen Turnicrcn I Kreuznach usw. an bei- i zahlreiche Mettfdjajt»' i [fen Sport versprechen. M die offenen Dahnen ; elften Feiertag Kran- i mpiabahn. die Stadm- . Hannover. . ir. Am zweiten MA ■ Äden Aeick. Koln/AB. und ä 6 gehen das W am 'sjii-DiAenderg-Aerm ch. 6m ^luMdernttt von 13 >henrenncnPanS-A^ Schöne Stone für Frühjahr und Sommer in denkbar größter Auswahl zu den bekannt niedrigen Preisen Seidenstoife Cröpe Marocain in den neuesten apartesten Mustern und Farben, Crfipe Georgette in den herrlichsten Druckmustern, Crepe chi- nette,Bcmb.-Seide,Seidenvoiles, Douppion, uni und gemustert, Honan-Seide in vielen Farben und Mustern u. a.m. Wollstoffe Wollmousseline in üb. 150 herrlichen Mustern, Wollgeorgette, Woll-Cröpe de Chine, Crßpe Ca- talane, CrCpe BiambonS, Fleur de laine, Frühjahrsmantelstoffe, moderne Schotten,Tweed u.a.m. Waschstoffe Seidenleinen, bedruckte und uni Voile, Indanthren-Stoffe, Rips- leinen, Panamas in allen Farben Zephirs, Wasch - Kunstseiden, Geminder Linnen u. a. m. „vo A 250 Stück Friihialirs- und Sommerstoffe sind in den letztenTagen neu hereingekommen. Täglich Eingang weiterer Neuheiten. ttwaert-Derlthne RM 1 58B5W0W GesaBt-Umlau« „ 1532700000 Bon vrämiierr. Gold und Silbertafanen flebe id) rÄ,D Bruteier das 2 türf 4U 1.50 NM. ab. Garantiere für volle Beiruchiung (»cutbclbritn, Ctnftür. 23, £c 1.3660 'te ft 1900. «ssfe 1 HÄ her. I rsoNL?lt«:i der Lage | ^Wbend fein 5 •ÄÄiTS"**- DQ,let d'r 3ugenb* M. ' eut etne totpn^ ftarf S'M°nzuf^^ 9 hak bte elfte Hann- ' s vportklubs 9tot>Seifa andaspiel „ach L9?1 Ä -uter «Ruf °« den Meiskerschasts. «n Platz ein. anlfurtet Festhalle und Ilers unitr Beweis ss; i mit dieser Verpflichtung Als für lange Zeit gut verzinsliche Kapitalanlage empfehlen wir 77,Goldkommunalobligationen Serie 9 Ausgabekursi 931%% freibleibend. Rückzahlungekurat 100 . Für die Sicherstellung dieser Schuldverschreibungen haften l.das gesamte Vermögen und die Rücklagen der Nassauischen Landesbank, 2 die unbeschränkte Garantie des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden, der mit seinem Vermögen und seine Steuerkraft einschließlich der bteuerkraft aller Städte, Kreise und Landgemeinden des Regierungsbezirks für Verzinsung und Einlösung der Schuldverschreibungen hattet, 3. die Darlehen selbst, welche an Gemeinden und öffentliche Körperschaften im Regierungsbezirk Wiesbaden gegeben worden sind. infolge des Fortfalls der Kapitalertragsteuer fließt der gesamte Zinsertrag dem Inhaber der Schuldverschreibungen ohne Abzug zu. Die Kündigung der Schuldverschreibungen ist frühestens zum 30. September 1937 möglich. Infolgedessen haben die Erwerber 6*/2 Jahre lang eine hohe Nettoverzinsung. Die Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank sind an der Berliner und Frankfurtei Börse jederzeit veräuBerlich und reichsbanklombardfähig. Sie sind zur Anlegung von Mündelgeld in ganz Deutschland zugelassen Gleichzeitig empfehlen wir unscie 7% Goldpfandbriefe Ausgaben12und13 Goldfasanen 29er. tn Bracht la Tiere, dito 30er, sowie Silbersasanen 30er verkauft (ttastbauSzu, Burg Norbert bei Von darf iQberbcfieni. Bitte auoichnciden'. Bruteier von Süsser, bell unö Steuer, wiidfaring (je 1 er itl. Züchtig beruorr. Winterleg., DrrrchschninSiegeUt. 1V»)Susser1'il. Steirer 109 (Vieri flibi ab Ctto Eltbardt I. Lang Göns, Amtshausstr. 2cibunbboi bevorz Vorder. ?lnir erbet. Neue u. gebrauchte Dezimalwaagen in all. ©tönen billig Au verkaufen 019X2 Reparatur Wer Watt Karl Schmidt Vöbcrftranc 19. ftutAflefcbnuienefl Emission 3, mit April/Oktober-Zinsen, — nach Preuß. Gesetz mündelsicher — deren Zulassung an der Berliner Börse alsbald beantragt werden wird und deren Einführungskurs mit 94,50 % in Aussicht genommen ist, legen wir 40 000 000 Goldmark zum Kurse von 94 0/o zuzüglich Stückzinsen vom 1. April ab zur Zeichnung auf. Die Zeichnung findet statt vom 8. bis 28. April d. J. — früherer Schluß vorbehalten — bei der Emissionsbank selbst und bei den sonstigen Zeichnungsstellen sowie bei allen Bankfirmen und Sparkassen, wo auch ausführliche Prospekte zu beziehen sind. Die Abnahme der Stücke kann jederzeit bis Mitte Mai d. J. geschehen. Die Sicherheit der Gold-Kommunal-Obligationen beruht auf in ein besonderes Gold-Komm.-Darlehnsregister eingetragenen gleichwertigen Darlehnen, welche die Gesellschaft an Körperschaften des öffentlichen Rechts oder an wirtschaftliche Unternehmungen unter voller Garantie solcher Körperschaft gewährt hat. Eine Kündigung ist bis Oktober 1936 ausgeschlossen. Die Tilgung muß spätestens 1962 beendet sein. Stücke über 5000,2000,1000,500,200 und 100 Goldmark. Die Gold-Komm.-Obligationen der Gesellschaft sind von der Reichsbank zur Beleihung zugelassen. Deutsche Centralbodenkredit-Aktiengesellschaft. Berlin NW 7, Unter den Linden 48/49. Klein&Stiefel «MD säte Maschinenfabrik, Fulda Unsere Maschinen machen Sie leistungsfähig Fragen Sie bei Bedarf bei uns an fi Nachruf. Kameraden 2448 D 2447 D| ?434 p| 2453 D 2416 WM 2215 Solid - Zuverlässig - Sicher - schnell für Eigenheime e.V, Lieferung frei Hausl Zeitgemäße Preise! 2398 A ERNST RAU GIESSEN Walltorstraße 37 Fernruf 2208 Bequeme Teilzahlung Bei Barzahlung 10%Rabatt Die Inhaber und Angestellten der Firma M. Abermann G.m.b.H Geschmackvoll l Vornehm I Persönlich i Erste Belehskarx- sehrHt-GeselleehaH „Oabelsberger“ and Damenabteileni e.V., Gießen. Reichhaltiges und gutsortiertes Lager Stets Eingang von Neuheiten Unkündbare, billigste Darlehen Polster-Möbel aus eigener Werkstätte Am 31. März d. J. verschied an den Folgen eines tiefbedauerlichen Unglücksfalles unser Srühl’sche Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 2251 Karl Schäfer Asterweg 68. findet Dienstag, 7.4. nachm.3'', Uhr, auf b. Plenen Fried Hof statt. Rege Beteiligung erwünscht. Der Vorstand. Qualitäts- MÖBEL Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Raimond Chaty Familie Ludwig Weimer Familie Wilhelm Grölz Familie August Weimer 2429d Karl Weimer, Lehrer. Daubringen, Chikago, Sellnrod, den 3. April 1931. Die Beerdigung findet am 2. Osterfeiertag, nachm. 4 Uhr statt Fuhrmann Georg Naumann Der Verstorbene hat 20 Jahre hindurch unserem Geschäft angehört. Seine strenge Dienstauffassung, treue Pflichterfüllung und Hingabe an seinen Beruf haben ihm unser aller Achtung und Vertrauen erworben. Als einem unserer Besten werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 1 ?Knabeninstitut Lucius Forethaus bet Echzell,Oberhessen Unterricht u. Erzieh. Sexta / Untersek. O Reaisch. u. Realgym. Gründl. Unter- richt in kl. Klassen. Behebung v. Schul- Schwierigkeit, durch sorgf. Erziehung zu Pflichtbewußts. u. selbst. Arb. Best. Erfolge auch bei nerv, u. zerstr. Jungen. Ges.Lage an ausgedehnt.Waldung. Spori oh.Ubertr.Persönl.Empfehl.Ausführl.Prospektd.l r.Lucius. Lernt Einlieils-Kiirzstiiriit! Wir eröffnen am Dienstag, 21. April, abends 7 Uhr, in d.Pestalozzischule, Nordanlage 18, fßr Damen n. Herren, nnd auch lar die Mitglieder und Hörer der Volkshochschule einen Anfiinccr-Ee >rgang in der Einheit* - Kurzschrift unter Leit, eines Staat!, gepr. Lehrers derStenographle. Untenichtsg. 12Mk. Anmeldungenwerden v.Herrn A.Harnbach. Am Kugelberg 23, oder zu Beginn des Unterrichts entgegengen. Für Mitglieder und Hörer der Volkshochschule auf der Geschäftsstelle Wolfstraße 20. 2433D Außerdem beginnen nen: Kri gerverein Gießen Die Beerdigung unseres lieben Vogtsche Handelsschulen GieBen und Herborn Beginn des neuen Schuljahres: 14. April 1. Höhere Handelsschule f. Schüler nur mit Obersekundareife. Dauer: 2 Semester. 2. Handelsoberklasse für Schüler mit höh. Schulbildung. Dauer: 1 oder 2 Semester. 3. Zweijährige Handelsschule für Schüler mit Sjährigem Schulbesuch. Dauer 4 Semester. 4. Einjährige Handelsfachschule. 5. Einhalbjähr. Handelsfachschule. Die Schüler der Vogtschen Handelsschule sind vom Besuche der Fortbildungsschule befreit. 2352 a Auskünfte u. Prospekte kostenlos durch die Direktion, Gießen, Goethestraße 32 Praktiker- „ Mittw.22.Apr.,19'/2Uhr Dikt.-Unt., (10-100 8.. 20. April, 19"Uhr Dikt.- „ 120S.u.höh., 20.Apr ,20Uhr Heute vormittag 9% Uhr wurde mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Schäfer, Former im 35. Lebensjahre von seinem schweren Leiden infolge einer Kriegsverletzung durch einen sanften Tod erlöst. In tiefem Schmerz: Auguste Schäfer und Kinder. Gießen (Asterweg 68), Nieder-Ohmen, Atzenhain. Elpenrod, Weilburg, den 3. April 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. April 1931, nachm. 3% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt, Am 4. April entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Fiaü Helene HenMnann Wwe. im 73. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Henkelmann III. Lollar, den 4. April 1931. Die Beerdigung findet am 2. Osterfeiertag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle aus statt Heute morgen %8 Uhr starb nach schwerem Leiden unser innigstgelicbter Sohn, Bruder und Enkel Willy Drommershausen im blühenden Alter von 20 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Drommershausen und Familie. Wißmar, den 4. April 1931. Die Beerdigung findet am 6. April, nachmittags 4 Uhr, statt — -- 2452 D In der Karfreitagnacht, dem Todestag unseres Herrn und Heilandes, verschied um 12 Uhr nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel Heinrich Weimer II. W eißbindermeister im 73. Lebensjahre. zum Neubau-Kauf und zur Hypothekenablösung gibt seinen Mitgliedern der Zwecksparverband iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Schweizer Hypothekenbank Hypothesen und Äaukrebite zu aünstigen Bedingungen innerhalb 4-6 Wochen. Zinsfuß: 6'/,7„.Äeleihung bis 4O%4eä2J3ebrbeifraoc^ bei 977A Auszahlung. Zn Aage kommen Anträge v. 50000 RM. an. Hypotheken können nach 6-Nonaten durch d.angegliederle Deutsche Bauspargesellsch. m. 4"/, Zinsen abgel. werden. Keine Vorauszahlung! Kostenlose Auskunft erteilt: General-Vertreter Hermann Höhn, Gießen. 01986 ^üro^JiarffpLia I. b.Suß,<55efi^ä'ftö^^.8-12z26- tiiiiiiniiiiiiininiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiii Tapezierarbeifen werden gut undpreiswertausgefuhrt.Äei Lieferung v.Tapeten Rabatt. Tapezier- und polslergeschäfi D. Linker, Ludwigsir.3Z 01955 Frühjahrskur für 1078 v gj Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte Spexialknranstalt Hefheim im Taenne bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch U San.-jjat Br. M. Sämlze-Kahleyss. N.g.rr B Heute abend wurde plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser herzensguter Pflegevater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Jung Landwirt und Schreinermeister P/2 Jahr nach dem schweren Schicksalsschlag seines lieben Schwiegersohnes im 60. Lebensjahre von uns gerissen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Jung, geb. Kreiling Emma Schäfer und Kind. Wieseck, den 3. April 1931. Die Beerdigung findet am Sonntag (1.Feiertag) nachmittag ^SLJhr vom Sterbehause Alicestr. 6 aus statt. Gestern vormittag verschied unerwartet infolge eines Herzschlages mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Strack im 62. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Lina Strack, verw. Frech, geb. Haas Carl Strack Frieda Strack, geb. Keil Familie Röcker L. Frech und Frau Karl Schmidt und Frau Marie Haas. Gießen (Gr. Steinweg 14), Homberg, den 4. April 1931. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 7,April, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Frei». Saniiaiskolonne rom Bolen Brenz BieBen. Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser lieber Kamerad Karl Schäfer verstorben ist. Antreten zur Beerdigung Dienstag, den 7. April, mittags 1 Uhr pünktlich im Depot. Die Führerschaft. 2427 D Gesangverein »Heiterkeit« Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes Herrn Karl Schäfer in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt: am 7.März,nachmittags 3Vi Uhr, auf dem Neuen Friedhof. 2412D Der Vorstand. AACHEN Hindenburgstraße 92. 60 Eigenheime monatlich in den letzten 15 Monaten finanziert 20 Millionen RM. Zweckvermögen mit Reserven 18000 Mitglieder aus all. Berufen in ganz Deutschland Verlangen Sie kostenl. ausführl, Druckschriften und Besuch von unserer Bezirksgeschäftsstelle: Dipl.-Ing. LE Schmitt, Gießen Friedensstraße 12, zr-v Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sprechen wir aut diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen : Georg Todt Gießen, den 4. April 1931. »1951 Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien-Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen AuefUhrungs- arten zu mäßigen Preisen die Samstag, 4. April 1931 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 29 viertes Blatt Geschichten aus aller Welt. Aachdmck, auch mit Quellenangabe, verboten! Der amerikanische Wecker. (aga) Reuyork. Der mit Recht beliebte, den Schläfer mit gellen- dem Raffeln aus dem schönsten Worgenfchlummer ousscheuchende Wecker dürfte in den Vereinigten Staaten bald zu den gewesenen Dingen zählen. An seine Stelle tritt das Telephon. Sin Reu- Dörfer ries kürzlich eine« Abends die Western Union Telegraphengesellschaft an. um eine an sich selbst gerichtete Depesche folgenden Wortlauts zu diktieren: ..William Drown, 687 Ost 55. Straße, Reuyork. Wenn Sie nicht sofort ausstehen, versäumen Sie Ihren Zug". Sc instruierte den Beamten am anderen Ende des Fernsprechers, dafür zu sorgen, daß das Telegramm am nächsten Morgen pünktlich um halb acht Uhr obgeliesert werden müsse. Der Beamte erklärte ihm, er brauche die Depesche überhaupt nicht zu senden, die Telegraphengesellschaft besorge das Wecken übers Telephon. Kostenpunkt zwanzig Lents. Gr brauche nur seine Anschlußnummer zu geben, alleS andere werde prompt besorgt. Daß man sich in Reuyork auch ganz kostenlos übers ^Telephon wecken lassen kann, durfte nicht allgemein bekannt sein. Kürzlich hörten wir aus dem Wege zur Arbeit morgens im Dorortbahnzuge bic folgende Unterhaltung zwischen zwei jungen Damen: ..Du kennst doch Minnie. Sie Hot eine halbe Stunde vor mir im Geschäft zu sein. Aus dein Wege zur Bahn geht sie rasch in eine 2lpotheke, toirft einen Rickel in den Fernsprech- Autoinaten und verlangt meine Rümmer. SS klingelt bei mir. Ich stehe aus, antworte aber nicht, weil ich weist, daß es Minnie ist. die mich anruh. und sie erhält prompt ihren Rickel zurück. Siehst??" „Ast noch jemand drin?" (r) Am sterda in. Die „Amsterdamsche Wacht-en-Eontrole-Maat- schapvij". also eine Art Wach- und Schliestgesell- schast. hat einen ihrer ältesten Wächter. Dorus Winnen, fristlos entlassen und auherdem tief in ihren Geldbeutel fassen müssen. Das kam so: Auf seinem Kontrollgange kam kürzlich nachts gegen drei Uhr der altbewährte Wächter Dorus Winnen an einem Kasfeehause mit Restaurationsbetrieb vorüber und machte die Beobachtung, daß die Tür zum Gastraum ossenstand und drinnen ein schwaches Licht brannte. Dast die niedrige Eingangstreppe voller Türschrauben lag und die eiserne Dorlegestange gewaltsam verbogen ihnen Gesellschaft «leistete, entging in der Dunkelheit feinen wachsamen Blicken. Dorus Winnen rief in den Raum hinein: „Ist noch jemand drinnen?" Woraus prompt die Antwort ertönte: „Jawohl. Treten Sie doch bitte näher!" Dorus Winnen folgte der freundlichen Einladung und sah sich drinnen einem gutgekleideten jungen Mann gegenüber, der beim Schein einer Handlaterne damit beschäftigt war, die Waren aus den Bufsetschränken herauszunehmen. „Ach, Sie sind wohl der neue Geschäftsführer?" fragte der Wächter aller Wächter, Dorus Winnen. „(Strafen!" war die fröhliche Antwort. „Wissen Sie, die Unsicherheit in Amsterdam ist in der letzten Zeit nachgerade so grost geworden, dast man nachts keine Ware mehr im Geschäft liegen lassen darf. Darum hat mich der Wirt beauftragt, jede Rächt alle Liköre und Rauchwaren zum Aufbewahren in meine Wohnung zu schaffen. Würden Sie so freundlich sein, Herr Kontrolleur, mir dort die beiden Kisten Dorstenlanden herüberzu- reichen?" Unter anregendem Gespräch, Das sich meist um die Dreistigkeit der Amsterdamer Diebe drehte, wurden Liköre, Zigarren und Zigaretten in zwei groste Koffer gepackt, und auch Dorus Winnen legte fleißig Hand mit an, wofür ihm der andere gleich ein Dutzend guter Zigarren in die Hand drückte. Dann mußte sich Dorus verabschieden, um seinen Kontrollgang fortzusetzen, und dieser Abschied war beiderseits von außerordentlicher Liebenswürdigkeit und gegenseitiger Hochachtung getragen — Am nächsten Mittag schon erfuhr dann Dorus Winnen, dast er in der Rächt einem Ginbrecher beim Packen seiner Beute fleißig geholfen hatte. Seine hergestotterte Erzählung über sein nächtliches Erlebnis mit dem „neu^n Geschäftsführer" wurde zu Protokoll genommen und er selbst unter wenig schmeichelhaften Bemerkungen seiner Würde entkleidet. Und er schüttelt noch heute den Kops: „Woran erkennt man eigentlich einen Einbrecher?" Wie ein Brand cntftehcu kann. (r) Brüssel Auf dem zugesrorenen Kemvenkanal, der Maas und Schelde verbindet, vergnügten sich die Einwohner und die Jugend von Reerpelt (Provinz Limburg) mit Schlittschuhlausen. während die gesetzteren und würdigeren Herren und Damen des Städtchens vom User aus zusahen. Eine Gesellschaft von drei Herren und zwei Damen hatte aus der Eisfläche eine Kette gebildet, die die kunstvollsten Schleifen und Schwenkungen aus- führte, so daß es eine Lust war, ihnen zuzusehen. Aber das Unglück schreitet schnell: gerade, alS d-ese Eislaufkette wieder einen _ schwungvollen Bogen beschrieb, saust? von rückwärts ein Mann in jie hinein, so daß alles übereinandervurzelke. Der Flügelmann der Kette wurde dabei mit aller Gewalt über das Eis bis ans Ufer geschleudert, und seine Tabakspfeife, die er während des Eislaufs wenig sportgemäß geraucht hatte, flog in großem Bogen auf die Uferböschung. An dieser Stelle befand sich als Zuschauer ein älterer Herr mit seinem Hunde. Kaum hatte das Tier die in feine Rahe geschleuderte brennende Pseise erblickt, als es sich entschloß, auch von sich aus zu dem allgemeinen Vergnügen bei* zuiragen. Es stürzte sich auf die Pfeife, nahm sie mit der Schnauze auf und rannte in luftigen Sprüngen davon, der alte Herr und der Besitzer des Rauchinstruments schimpfend und lockend hinter ihm her. Das war sicherlich verkehrt, denn nun bekam es der Hund mit dem bösen Gewissen zu tun und sauste vor seinen Derfolgern svorn- streichs in die nahe osenstehende Scheune des Landwirts D., wo er seine dampfende Beute wahrscheinlich in einem Heu- oder Strohhaufen vergrub. Kurz: nach wenigen Minuten schlugen die Flammen lichterloh aus der Scheune heraus, die bei dem herrschenden Winde völlig ein Raub der Flammen wurde. Der alte Herr aber, der Besitzer des vierbeinigen Brandstifters, dieser alte Herr, der sich die Haare raufte über das Unheil, das fein Hund angestellt hatte, war der Bürgermeister von Reerpelt. Auch ein Ltillcbcn. (ad) Rom. Don den Schönheiten des Arnotals betört, beabsichtigte ein junger, reicher Amerikaner, sich einen Winter lang in Florenz aufzuhalten. In Begleitung seines Kammerdieners besichtigte er eine Anzahl mehr oder weniger romantischer Behausungen in der Umgebung dieser Stadt, um eine davon zu seinem ständigen Wohnsitz auszuersehen. Die alten Palazzi, Dillen und Kastelle aber hatten alle große Rachteile aufzuweisen. Entweder gab es kein Wasser in erreichbarer Rähe, ober Türen und Fenster waren so undicht, daß die eisige Tramontana über die Marmorfuh- böden pfiff, ober die Einrichtung war von einer Geschmacklosigkeit, wie sie sich nur die ausschweifendste Phantasie erdenken konnte. Oder endlich — es foulte im alten Gemäuer...! Gegen Gespenster hatte der junge Amerikaner weniger einzuwenden als gegen Ratten und Mäule, die feinen Abscheu erregten. Daher lautete seine erste Frage bei Besichtigung einer Wohnung stets nach diesem Ungeziefer. Rach langem Suchen fand er endlich ein sauberes und komfortables Häuschen mit ©arten, das einer Schwedin gehörte. Diese war eine Freundin des großen Gandhi und beabsichttgte, sich für ein Ilahr auf eine Indienreise zu begeben. Sie war bereit, während ihrer Abwesenheit ihr gepflegtes Heim für eine stattliche Summe dem vertrauenerweckenden jungen Manne zu über- lassen. .Ratten und Mäuse. — nein, das gibt es bei mir nicht, darauf können Sie sich verlgssen!" — dies waren ihre letzten Worte, als sie samt einem Dutzend Kabinenloss:r entschwebte. Wohlig entschlummerte der junge Amerikaner an jenem Abend in den weichen Pfühlen der Freundin Gandhis, aber seine friedlichen Träume dauerten nicht lange. Um Mitternacht weckte ihn das durchdringende und nervenzermürbende Knabbergeräusch der verhaßten Ragetiere. Bisweilen raschelte es wie Papier, rollte es wie Kugeln, knirschte es wie Sand, — kurz eine ganze Lymvhonie ekelhaster Geräusche vergiftete den nächtlichen Frieden. Ein echt amerikanischer Fluch entfuhr den verzerrten Lippen des jungen Mannes, im Dusen brütete er Rache ... Der getreue Kammerdiener hatte es nicht leicht, bis er sämtliche Ragetiere in der Dilla ab gefangen und die fettesten Ratten und Mäufe zum Ausstovfen gebracht hatte. Aber er hatte die Order, keine Mühen und Kosten zu scheuen. Tiefbefriedigt kehrte die Freundin des großen Gandhi nach Ablauf der festgefetzten Frist in ihr gepflegtes Heim zurück. Doch als sie dessen Schwelle betrat, bot sich ihr ein erschütternder Anblick. Inmitten der Dorhalle saß unbeweglich und in natürlicher Haltung eine ganze Ratten- geseUlchaft auf dem Boden. Auf dem zierlich gedeckten Eßtisch knabberten Mäuse an den be- reitstehenden Speisen, und selbst auf der Lehne ihres Bettes hockie ein fettes Ragetter und äugte auf das schneeige Kopskissen hinunter, — sprungbereit . . Es heißt, die Freundin des großen Gandhi sei umgehend nach Schweden abgereist. irischast. Oie Deutsche Reichsbahn im Februar. Der Monatsbericht der Deutschen Reichsbahn für Februar besagt, daß sowohl der Güterverkehr, wie auch der Personenverkehr im Derichtsmonat sehr schwach waren. Die 'Betriebseinnahmen im Februar betrugen insgesamt 281 309 000 Mark. Die Ausgaben in der Betriebs- redjnung stellten sich auf 271 663 000 Mark, zuzüglich der Reparationssteuer in Höhe von 55 Millionen Mark aus insgesamt 326 663 000 Mark. An Ausgaben waren weiter zu verzrichnen: Di? d?r neuen Schuldverschreibungen und Anleihen 1 400 000 Mark. Rückstellung für Betriebsrechtsabschreibung 2 167 000 Mark, Rückstellung für Dorzugsdividende 6 306 000 Mark. Die Ausgaben betrugen insgesamt 336 536 000 Mark. Der Personalbestand im Januar betrug 622 877 Köpse. Wochenbericht vom Frankfurter produltenmarlt. Der deutsche Getreidemarkt stand unter dem Einfluß der polittschen Dorgänge: die Reichstagsverhandlungen über das Zollermächtigungs- geseh verursachten Zurückhaltung: nach dessen Erledigung wurde die Haltung fester, zumal die Mühlen ihre geringen Dorräte etwas ergänzten. An unseren süddeutschen Märkten war man im Einkauf im allgemeinen zurückhaltend. Das Wetter während, des Winters 1930 31 war nach dem amtlichen Saatenstandsbericht nicht immer günstig für die Lieberwinterung der Saaten und Grünlandflächen. Die Kahlfröste währeiid des Monats März haben vereinzelt Schaden ange- richtet. Das Angebot in Inlandweizen war klein. Die Stimmung hat eine Befestigung erfahren und die Preise stellten sich um 5 Mark per Tonne höher als in der Dorwoche. Zu diesen Preisen waren aber die Käufer äußerst zurückhaltend und es wurden nur die notwendigsten Anschaffungen vorgenommen. Der Roggen- markt lag gut behauptet: das Angebot war äußerst gering. Einer weiteren Befestigung der Roggenvreise stand der Umstand entgegen, daß von der Getreidehandelsgesellschaft etwa 200 000 Tonnen Roggen bereitgehalten werden, um einer weiteren Preissteigerung zu begegnen. Für Ha - s c r sind die Forderungen weiter erhöht worden, doch werden diese Preise infolge des saft vollkommenen Stillstandes im Konsumgeschäft kaum bewilligt. Gerste, besonders Drauware, liegt fast geschäftslos. Indessen ist der Preis erneut um 5 Mark per Tonne gestiegen. Futtergerste lag im freien Derkehr unverändert bei ebenfalls nur ganz spärlichem Lims atz. Der Kartoffelmarkt lag weiter stetig. Die Preise blieben unverändert. Die Rachfrage hielt sich in normalen Dahnen. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Infolge der wesentlich verminderten Auftriebe formten sich am Schlachtviehmarkt, nach der starken Abschwächung in der Dorwoche, wieder kleine Preisbesserungen durchsetzen. Eine nachhaltige Erholung der Preise wird indessen kaum zu erwarten sein, da die Zufuhren auch weiterhin noch stark fein werden. Das Geschäft konnte im Hinblick auf die Feiertage etwas lebhaftere Formen annehmen, obgleich die Mehgerschaft einen nennenswerten Mehreinkauf nicht vorgenommen hat. Lediglich von der Provinz wurden etwa 50 Prozent des Auftriebs aus dem Markte genommen. — Auf dem Rindermarkt war der Austrieb mit 1224 (gegen 1606 in der Vorwoche) wesentlich kleiner, genügte jedoch der Ral. | Berlin Aranksun a. Dl. Berlin Schluß-! hirtf | ed)iu»t «beut', bflrir Schluß furrf «Schluß- mittag- bürt Schluß für# CttluBt. Abend- börfe Schluß« ttird Echlußl. mittag» börfe :Oatum 1-4. | 2.4. 1.4. 2.4. Datum 1.4. 1 2.4. 1.4. 2.4. 6% Deutsche (RctMaiueibe Hamdurp-Ämenta tratet . . 7 73.25 74 73,75 73.5 eon 1W7 84,75 84,75 85 85 Hamburg-Südam. $ampiid)i|| 8 — — 121.25 — :% teulidie Relch-anleihe Hansa Tampsjchisi .... 10 — — 97 — oon 1929 . . ....... 100,25 100,5 100,25 100,5 Norddeutscher Llood .... 8 75,25 75.9 75.13 • 75,4 teilte «nl.-ffblöl.-ciulb mü Allgemeine Deutsche Ltedii an st. 10 — — — — «ullol.-Reckten ..... 58.65 58.55 58.5 58,5 Barmer vankvcreln . . Berliner Handeirgelelllckasl . 10 — — - — SeJfll. ohne Itweiof.-Scdjte . . 6,25 6,3 6,25 6.3 12 — 129,5 127,75 128,75 6% Hell. SolIHtnal von 1929 Commerz- und Prioat-Banl . 11 114,75 115.5 114.75 115.25 (rOftoblb. 102%)..... Cbtrbcllcn Provinz - Anleihe mb 93.5 — 93,75 94 Darmstüdl-r und Nanonalbauk 12 149 151 149 150,25 Deutsche Bank und 113,75 112.4 113,13 «Bu«lo!..9ird)tcn...... 55 55 Liteonw-Sesellschast, . . . 10 112,5 Deutsche Komm. GatnnclaH. TrHbnet Bant...... 10 112,5 113 112 113 Anleihe Seile 1 ... 56,25 57,5 57 57,5 Sleichtban!........ 12 —— — 263,5 261,25 6% Rtanri. 0vv..Bonk »olbptt XIII unlünddor Oil 1934 .. . 7% fiientt. Hyp.-Dant »oldpse unfdnbbar bl) 1933 ..... 100,75 101,75 — __ axL®.......... 8 108,5 110,5] 108,5 109.75 95,75 97 Bergmann........ Slekrr Liekerungrgelelllchast. 9 10 136 103 136 103.5 136.75 <)4% Sidewllckc ÖDP.-San! Llchl und e Roten....... Holländische Roten....... Italienische Noten........ Norwegische Roten....... Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling Kumäniidte Noten....... Lchwebillhe Roten....... cdiroenee Roten........ Spanisch- Roten........ T'chechoitowakilche Stolen..... Ungarische Roten . - Devisenmarkt Berlin 4.184 58,20 111,98 20,35 16,41 167,83 22.00 111,98 58,79 2,475 112,11 80.49 46.16 12,395 72.95 — Jranffur 4.204 58.44 112,42 20.43 16.47 168,51 22.08 112.42 59,03 2.495 112.55 80,81 46.34 12.453 73,25 a. zn. Datum 1.4. 2.4. 1.4. 1 2.4. Bereinigte Stahlwerke . • • • L lavi Minen .... 16*/» Raliroerle Älckerrieben ... 10 fialtterte Westeregeln ... 10 flaltroette Sa';detturth ... 15 S. Farben Industrie . . . 12 Tnnamit Rodel.......6 Goldschmidt ........ 5 Metallgelellttaft. ...... 8 BHUivV Holjmann......' Zementwert Heidelberg . . 10 Cementmerf Karlstadt. ... 10 Wavb & Rrentaa......8 kchulthel» Pa»enhoser ... 15 ................Vz «kn...........18 vembcrg......•••-?? Zellstoft Salbhel .... 18'/. ZeNstolt riichaftenburg ... 12 Cborlouenburger Saffet ... 4 TeNauer Gar . ...... 9 Daimler Mororen..... 0 Deuricke Linoleum ...... 9?at automobil ......0 Ctenftein & tlorvel.....6 Leonhard Die» ..•••• 10 Svcnria ........ frankfurter Maschwe» .... 4 Drt-ner •......< Hehligenstaedl ...••••< Sur.gbanS. ....... t Lechverte.......... SJlan&aftiDert’ Höchst a. EL. . 1 Wiag.......... 1£ »ebr. Roeder.......H Boigt L Haeffner...... Sda .... ic 59.5 32.25 160 , 166.75 252,5 . 152,5 134 43.5 56,5 74,5 92,5 81.5 37,25 — 87,25 95 104,25 81 34 95 121 270 16,25 42,5 — — — — — — 124,25 60,75 33.5 163 169,5 258,5 156,25 134 49 57,65 74 93.25 82.5 38 5 98 109 84 34 94 123 268 16,4 43.75 — — 1 n . 125 59,5 33.4 161 165 253,25 151,9 48.5 56,4 92.5 38 180,75 87.9 96 104 83 142,9 34 94,75 57 121,5 270 15,5 42,5 125 61 33,25 165 172 258 156,75 51,5 57,25 75 93.5 38 181,75 87,5 99 108,25 82,75 — 143.25 34.5 94 58.4 123,75 268 16 , 43 — . 123,5 1. April 2 April Amtliche 3?oliemn Riederklee n, 1. April. 3m hiesigen Schulhause sand eine Ausstellung von Handarbeiten der Dolksschülerinnen statt, der besonders von den Eltern der Schülerinnen großes 3nteresse entgegengebracht wurde. Die Leistungen der Schülerinnen waren sehr gut. Die Handarbeitslehrerin, Frau H a u b, die die Ausstellung veranstaltete, fand für ihr Wirken alle Anerkennung. Erda, 2. April. Rach langen Verhandlungen ist es der Gemeinde Erda gelungen, den Sportvereinen einen Sportplatz zur Verfügung zu stellen. Dielen Turnern wird der Lohberg vom letzten Bergfest her noch in Erinnerung sein. Damals wurden die Hebungen im Schatten des Lohberaes abgehalten. An dieser Stelle wird der Sportplatz angelegt. Rachdem die Gemeindevertretung zur Anpflanzung ein anderes Stück Oedland zur Verfügung gestellt hat, hat die Regierung den Abtrieb eines Morgen großen Waldstückes genehmigt. Allerdirws muß eine Erdbewegung von etwa 5000 Kubikmeter vorgenommen werden. Die Arbeit wird freiwillig von den Vcreinsmitgliedern gekittet Die Gemeinde hat außerdem die Wohlfahrtserwerbslosen dazu ordert, und so schreitet die Arbeit rüstig vorwärts. Der Platz dürfte nach seiner Fertigstellung einen der schönsten Sportplätze der Umgebung fein. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) G. QI. in D. Die Ortspolizeibehörde kann Sie nur bann wegen ruhestörenden Lärmes zur Anzeige bringen, wenn Ihr Radio das Publikum empfindlich belästigt. Ob das auch bei Tage der Fall ist, ist Tatfrage, wird aber schon im Hinblick auf die in der jetzigen Zeit überall vorkommenden sonstigen maschinellen Geräusche, z. D. der Autos und Motorräder, kaum zu bejahen sein. Keinesfalls kann Ihnen die polizeiliche Auflage gemacht werden, bei Tage die Fenster etwa geschlossen zu halten. Selbstverständlich ist es, daß der Radiobesiher auch eine schuldige Rücksichtnahme auf die Rachbarschaft nimmt. Das Musizieren z.B. nach 10 Uhr abends bei geöffneten Fenstern muß als unstatthaft angesehen werden. Sollten S:e einen Strafbefehl bekommen, so müssen Sie es auf eine richterliche Entscheidung ankommen lassen. (Schluß des redaktionellen Teils.) Wohnungsbau und Heizungsfrage. Ueberspannte Ansprüche an die Wohnung und ihre Einrichtung haben mit der geringen Kaufkraft breitester Volksschichten und bei dem Mangel an Kapital dazu geführt, daß Tausende von Neubauwohnungen heute leer stehen. Die zwangsläufige Folge davon ist die Rückkehr zum Einzelofen und Herd. Die Rückkehr zum Ofen und Herd für feste Brennstoffe bedeutet keineswegs einen kulturellen Rückschritt. Ihre Bedienung erfordert nur ganz geringe Mühe, zumal wenn als Brennstoff das Braunkohlenbrikett verwandt wird, das sauber und bequem in der Handhabung ist, schnell anbrennt und, ohne Schlacken zu hinterlaßen, eine intensive und anhaltende Wärme spendet. In wirtschaftlicher Hinsicht kann die Veberlegenheit der Ein- Steuerungen nicht weggeleugnet werden. Unlöslich verbunden aber sind sie mit dem Problem, Kleinwohnungen zu erschwinglichen Preisen zu bauen, und die laufenden Unkosten der häuslichen Wärmever» forgung so niedrig wie möglich zu halten. 940V Sonnenlicht! Auf Treppen, Boden, wie Sie sehn, kann alt und jung gefahrlos gehnl *Wie Glas ist diese neue \ Schicht! Kein Kopfweh mehr! Nur reine Luft! Gesunder, frischer _ Tannenduft! Die Zeitersparnis ist sehr groß! Kurzum, das Neue ist famos\ A Treppen, Böden, Schrönke, Tische, alles strahlt vor Glanz und Frische! 'Beachten Si» bitte die Ausgabe dieser Zeitung vom 8. April ... und läuft man noch so hin und her, Fußspuren gibt es hier nicht mehr! Name: Adresse:. 2446 V Sind Sie schon in einer privaten Krankenversicherung Wählen Sie die größte, die Vereinigte Krankenversicherungs Aktiengesellschaft Berlin W 50 Neue Ansbacher Straße 7 Krankenversicherung m.Gewinnbeteiligung Aktienkapital 5 Millionen Reichsmark Reserven über 5 Millionen Reichsmark " 1 Hier abtrennen ■ ■ An die Vereinigte Krankenversicherungs A.G. Frankfurt am Main Gr. Hirschgraben 11, Telephon 25613 Ich bitte Sie um unverbindliche Zusendung Ihres Prospektes — bezw. unverbindlich bei mir vorzusprechen. I Achtung! Achtung! fiüifen-«o5ftellööfl$tonllB[to.in. am 25. und 26. April 1931 01991 Sonderfahrt per Autobus bin u. zurück Abfahrt am 25. Avril, früh 6 Uhr. Rückfahrt am 26. April, nachmittags 6 Uhr Fahroreis 4.50 Mk. einlchl. Hund hin und zurück auch für Besucher der Ausstellung. Da starke Nachirage sofort melden. Meldungen b. Gustav maller, Bshnhotstr. 84 Allgem. Deutsch. Rotta eflerklub Verein f. deutsche ^chlifer Kunde (S.V.) Ortsgruppe Gießen u« Umg. Für 4.80 HM. den ganzen Garten voller Blumen Um den Kundenkreis zu erweitern, biete ich zum Prodebez. an: I o Edcl- Vg . buschrosen, das Edelste was dar. erlitten, starke I iZrffi?« Sträucher besterQuali- töt in verschied. Pracht- färben, vom dunkelsten ^8 Not bis - zartesten Gelb, Bf 2'vrackt Edeldablicn, " • 10 Pra'cht-Glavioleu in vielen Farben. 10 türkische Ranunkeln, 10 Glückskleeknollen. 10 gefüllte tiefem I blumige SliioUcnbcoonicH, alle« schon in diesem Jahre uncimüöl.blübcnb,bie ganze Kollektion 4.8(1*, Doppel-Kollektion 9.30^. So billig faulen Sie nie wieder. Taufende Dankschreiben. 2399 V Versandgärtnerei Höltoe, Ratzebnhr 331. GrchrierRvsenoels.Deutschiandsa.Pnvate. »er DKW-Vierzylinder mit der Achtzylinderwirkung 1000 ccm der bergfreudigste Wagen seiner Klasse. Formschön und zweckentsprechend als viersitzige Limousine u. Kabriolett. RM. 2985.— ab Werk. Otto Göbel • Kraftfahrzeuge • Gießen SchiffenbergerWeg 24, Fernsprecher38O2 Größte u. technisch vollkommenste Reparaturwerkstätte 01 963 Volkskin-ergarten! Der städtische Volkskindergarten wird ab Aliceschulverein. 2401 D Fernsprecher 0O- 1209 D 1. Avril 1931 von uns, und - war nach den aletchen Grundsätzen wie die Seminar- kindernarien, und unter (Lrmätztgung der Schulgeldsätze geleitet. — Anfragen und Anmeldungeu Walltorstr. 59 erbeten. Kyf(h n, bei 5«Iten‘ K'te Dbefiher zS^r. die Qla*£?tcin^ -L« "S'ät ÜW) AÄ Vü'Ä’g «5*«ÄS 'Äiix 1 werden. Unlötü* ^ Problem, «lein, bauen, unb ‘U5l«ben ©ärmerer. [Malten. 940V s die Aus- e dieser lunfl vom tpiil fflO ccm Wagen seiner und zweckent- ifzige Limousine 985.-ab Werk. >, Gießen i , vollkommen«'® an eiepy '•ft**1* >er < xb» 2 2 19 B B 2 to L D Cft ■ e <5> «» c c -o-. .5 5 X ® o Ä* « r*> ■ S s X <= 19 £ -= -3 .x 3 ’S? T-- *c _:O 2 73 " —,/a ?c (9 4> CT LL'i-K ® C W jo C - JC V-c s« 0 = c = ~ E = — jo XX — 3 3 " c, J?A - 3 4.A = dE 3 .. e* -• - c " L. cSxe tSH =i csc^-E 2 °J“=-®® J.£ c'ß eB = S ® 3 td ,£ X ±: £ a - aE 3 -- — «Et: il® ■3 zd' *€£ 3 3 "4, — e»o L- <® — cs. _ CQ O = o 3 1- E ♦» s = s *A K P? 1- cr- =■• s 2 x = " 3 = «“ - 3 - r z = »E -E- 2 — = c CT X 7" — "o, C, ««'m «® — X - = — •— — c A-r-ZZ «ft <-"* 5 X *O 3 _ S 39± E® = 3c® — O Ä „ 2 T> xa- 3^3 K)5fl W S •03 »2® E 3 L- ~O 3 " E s = I sh= ■2-S ~ .2 SZO- o ~ ■ft 3 . . ; L .r «1 3 c «ft ■c c 13 3 za XDc =P sr 5 3. >2 ■V = v _pC7 StX-u- = O . JS ** js . ^X.S.q' t * — « = 19 3 3 z ■= — — - — 5 = ° Z^EZ-w ** ■». X X* M -Ejö3 a o c 2 =^-5 e-a—0 )2 2 = ='°C 3 o ex: -K C -3 C ■c " >- •°Ä- " _y cc ®E v o. 55-=E8 f 2 " - <4 X ” CO 2LZZ I Ä e 0 = f e m c o „ 1 - = 2 *" t ' L 4,19-®-° = i.Ä? 3 = -7 3 cA 3 ® 3 cv *ö© 8Z <92 sr 2 ,21 Goto oto € 2 Q 3 a 55 S-c to ,E(9 E 3 2 o t» *e = E sr Q <9 LS) E Q c ® Ci B E <9 L) © c w « <ö:: o 3> ^EIE E® QA © tf> Q SL o e Q O a E1 Q <9 2.H B O CI '- <9 Cl ® 55 Q 't*. 3 to = E~ <9 3 Q Q 5^5J .- x». © E S-i-> o E 55 © z> 3 er. Q Eo 3 3 © o Höhe! Und wie (9 L o natürlid), das es 3 o 3 Wozu brauchen 55 19 A B «ft I <9 3 E - c. «Ä 3r^E 3 *(9 ■ft .t<9 <9 © ® 2 S Q s •o e *o 0 3 w 2 io c 3»r i-x E = . e S«. a «ft Q e E-1- S 8 ■E <9 E <9 2® ZI <» 3 3 E ©: B jo «SD Ej=- 3 — 3 XD O^?_- xto Ec 3.2-: 5^: -C?b v S EÄ S? j* 3 E T. •=EJ2 .ft .2 Q-C- e© «ft E Ci 3 2 <Ö «5® <0 ij ff t? - "s; «ft 2 onfc ess “«■ o _ = C72 = M - „-Ec 3 £ ö ~»=«Hoc °E C, :3 LS; C o (9 2 N- «z „N — :3 41 c? i E "22 = »^kA E- oE B - EjQ "E C 33 S) c S — 2 E-® H E S sES-^ t<9 B. '-. Q 3-® 3 2-Q EE.» o ts — = 19^ 1- <3: e c to® 2§8 -* ’T M . CK® o 3 - A =E C-23 w 3 3 e 32 .5 oxA = e" pE'- = «LZZ p «ft EZ _, 3 S« Es c E st" b u Z=f©KH szxo o 3"E’- «ft c e a-e ® « ZsrZs, LZE? 2 « o 2 55 E—E 2 :2 «SÄ X-CX.E; 3 3—0- "--uX .E;3 :Q E «-»'* = x ®e^E .E? 3 «ft x S? e C? A — ® 1 . o :o *oE E.2., = -,: -f A 3 ?? 0-3 £«■ -r»-s • = =3 E? o =f cS — a ci er.“ <9 -1 E C “ 3 u, M ^T.Stoi ®® ?R ZE-M 3 O:^ ® "x> •Sa =. = " ZOO 41 C ~ 3 DX2 ■cC^ c: °X s 0 C3Ö « X 3 = 3 73 = *-to 5 -,- =EBE= Z C783^®r 55 5» C o ®(9 S c’s 2-3 o— So<9 v g c£ 4, ^*3 EHr M - c» 2 ujfl :3 C ,*5 -5D X e^eä^= •?ässS*. 1-lti m 3 A iS 3 CO O 3 ö •=* 3 o-ö- rs Z-Z H(5 Gl 5:3 s L- 8-S.ZZ's'Z--- to 62 OTS rs "8 O D KS C5T =5 S 8 । L'O =a^>5 io -ei'» 3 a' 3 g® re «2 Z =/5 Ore * Hcp 3 g're’E ~ 3* gsoj^G) Gl .Ä> Ls:-3 o=:sr s.a •ji 3 o &2?S HB « ~ r-f» ö -- o c a 8 6.8 U %■ Oco 5 2 e 'Ä3 c f?5 2 H3 «=o 2 3 Gl a-a-ns 3 s^. 3 5 3 s-3 tS ÖOo o 45>S rs os Xe~£»3. ro 5 «OS 68= =<. ^L'AZ aS-2. Ul rs = a o<-o v Gia* ED @3 « S- = Krs 3 5 g 2. 5—K re -T 3 o cr g o — -t u. g. sa ,ffa§Z gö>=a *c V ! 3 o LS' -O ^'3 ?H| M«' S = = As-A oÖ0 2‘ 3 2. 3 .-La 3-A2 Mg SG1S = D _ -8 3 ■2? §0 g g ~ 3 s 2 Z ÄerS 6.ZZS 3 3 s ®o* ©’S 3 3 Hs 12 ° L SA @2,3 2 re SV Z5 IggS 2 D. re SS)- ösa^-a- 3"a o -= 3 O U> 3*3 ö«» -5« a-3 ' „ÖRb&Ö 5.#3 " 3-?? B.zreS 3^ ^regere o:- 8"33 = 2.6)5 •dQ-~ 3" re re re T1" ö a-H s 2 - sag. 5-3 §-s" »5=2°h 232 cy Gl*"1 2 —a-=* - = s.a-Ao L^ ‘ 3*® -,re O 3. re re 3- 1 S.m§-C§.33 S°^ = • _.5> 2 T^oiro 9*5 " 3 3 "re- Ha«a 3 LZ.-Z g-S*5*- =.5 03 3 s og'-S g 3 2 ;^s<. .030 ; 3 u> । ö > 3 33 1T 3 "- - e = 3=ö“ =S2-3 2«SA2.® =•§ 8-=8 2-333-".-'33^,33 3-a* =■ rsZ § a 3 %. re 3 2; 8 03 =3 2. - «2 o Ho o. = E->V ^sa-Sff^ g« 3 ö’3*’1 3 8'3- ^0 «re. äi7. 2=5*5 § 02" —_2i w 3?—, re' o g. pa=> 30 -3- re 5 ■=, § or = 3 • '$5^3, A _ 3 o;-8' =. e 852 re' 1? „ re u! <, r-/ —p. ,.ö33 • re^re G> "2-^2"^ 3 ry 2. »aGl® 2=-re %■' ~ - " GIL. 9* sa _ 8 g-^re E=-- > O <5* W2.8L- 3 3 o'tf 6.61 = 5* O'"2-5 3 ' ÖB^SS «5 H-c S Ö3 ,ro re 8 La 5 = -tS2- 8 3 2 3 61 = ^LS S o 2.3? ö ö re S: a- <£S±e ~.*r O 3 8 A Ja o s 8 O = S re 8 3 «3 O: »c/co 3 S®2a s re«re A 3 " 8 A 2 8 ö " 8 S H ,a3 = 8g rs ts 3 re' a° 2 L L»3 ÖltS're « Kts 8 a-s- 62 re 3 L2 3 3 3 O3.O5- 5 3 = 5*2 3 5 :•*« 2 = - (5 S 3 c L ^4? LZ 8 2. Gl o ??« re JE ~a e