tWL oHtr unter bietet Nl. rit limmt die ’Hebottion bem 'einerlei Verantwortung1 ioort der Ortifranttnla||e !n#6tabt . Tatsache, dah die Fest- für die Sozialversicherung >n zwei verschiedenen De- fein Delveis dafür sm, reinstmmmng in der Hohe s sich doch um zwei Dc- Wetten2flSÄ • es aber angebracht, vay iebörde der Ottinanlen« SetütWgung M Kran- tuing der bachbezuge me Nes seitens ^2cich^ Lieht, Dann lvürden auch Tb* N-W gaste SLÄtte*** KM ^bltch mitSS1 lesttt ^Uer eitnaa .^geä- 2? Mb inäteTt- n ’ Qud) WeÄQ( J, nannte ^e Phmb 20 43oaart0fle98n Paris i23,osÖOnbon . Madrid äS> «egen Amsterdam ^25.°C9cn Börse. :[t.n Ä,W « 1«» im mittag A«?? ft® Jmaren., Papier: und M hpn$CUBßcn 3nbu*'rif; ben Monat Februar riefen wurde die 9run- Dodenfrcditbank in Pasel e'he deutscher Banken sehr « Tendenz des Dienten: -N. besonders für Reichs- *)• anziehen tonnten. Die ut|en betrugen bisLo.H, Ichledene Werte im selben Eisenbahnverkehrrmiitel, D; schwächer, Lchantuna uf Abgabe der Arbitrage ctswerte bei starkem Mr- e von einer morgen statt- stung beim Norddeutschen v. ch.-Dividende regten an. mng über die.heutigen Be- icbot an die Stadt Berlin lunkohlen, Julius Berger,' 5 Gas und Hacketal fester, behauptet. Bon Ausländern Der Teldfatz blieb unoer- war es zunächst etwas allgemein freunblitffer und 15 2 ».$). knoten, rliö j.Sldrj tirtti ^81 1,396 58.1 12.64 12-63 12,81 ,596 2,055 0,456 ,2105 6,505 81-03 44,01 2,085 0,343 59,18 12.41 ,399 73,40 3,043 18- i!i!s a s 58,40 112,15 20,38 16.45 168,18 22,06 112,15 58,W 2,477 112-38 80,74 43.» |2,W 73.07 MDtjUrf 58.64 112.» 20.46 16,5 168, 22,14 Hk.» 80,13 2,497 112,82 81,06 44,01 12,46 73,37 d m. 168.90 1,400 58.705 112.64 112.65 112.8° 10.55 22,055 ->0,459 4,2120 16,504 81.09 44.8 2,085 0,351 59-16 'l399 Ä 18,89 11.10 1,789 5,455 4,21? 3,013 20,93 'S I 53.585 112-43 112.» 112.58 10,576 90,GIS 20.4'9 4,2040 ,464 80.9 44.8 2,081 0,349 59.06 Ä 18, 81-64 ,78‘ ,445 202 3'007 20,93 fltlOJ. — 38» Hr.55 Erstes Blatt 181. Jahrgang Mittwoch, 4. März IM tri rn Brette 35 Reichspfennig, Platzoorfchrift 20“ , mehr. Chefredakteur Dr Friedr Wilh Lange. DerantwoNlich für Politik Dr Fr Wilh Longe, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filier, sämtlich in (Biehen Der Reichstag bewilligt das zollfreie Gefrierfleischkontingent. Ein schwerer Schlag gegen Schieles Agrarprogramm. - Schädigung der bäuerlichen Veredelungswirtschast durch Annahme des sozialdemokratischen Antrags mit 223 gegen 149 Stimmen. Berlin, 3. März. (DDZ.) 3m Reichstag wurde bei den Abstimmungen zum Haushalt des Reichscrnährungsministeriums der kommunistische Miht^rauensantrag gegen den R e i ch^s ernährungsmlnister Schiele mit 311 gegen 60 kommunistische Stimmen ab» gelehnt. Eine Entschließung d^r Wirtschaftspartei, wonach verbilligte Kredite und För- derungsmahnahmen nur solchen Stellen gewährt werden sollen, die keinerlei ausländische Produkte führen, wird mit 199 gegen 153 Stimmen abgelehnt. Es folgt die Abstimmung über den sozialdemokratischen Antrag, der das Drvtgesetz praktisch aufhebt. Ein Antrag der Landvolkpariei auf nochmalige Ausschußüberweisung wird a b g e l e h n t und der sozialdemokratische Antrag. t>er die Form eines Gesetzentwurfes hat, wird in zweiter und dritter Beratung endgültig angenommen. — Danach wird der DeimischungszwangvonRoggenzum Weizenbrot beseitigt, ebenso die Beimischungsmöglichkeit von Kartoffelmehl zum Weizengebäck und der Zwang zum Feilhalten von Roggenbrot in den Gaststätten. Die Ausmahlungsquote von Roggenmehl wird durch den Beschluß von 6 0 auf 70 Prozent erhöht. Ein kommunistischer Antrag, das aufgespeicherte Brotgetreide der ärmeren Bevölkerung zuzuführen, wird in namentlicher Abstimmung mit 318 gegen 66 Stimmen a b g e - lehnt. (Pfui-Rufe bei den Kommunisten.) Hierauf folgt die Beratung der Ausschußberichte über die Verbilligitng von Frischfleisch für die minderbemittelte Bevölkerung und über die Einfuhr von Gefrierfleisch. Der Haushaltsaus- fchuß hat dem sozialdemokratischen Gesetzentwurf zu- geftimmt, der daszollsreie Gefrierfleisch tuntingcntöonöO OOOTonnenjährlich wiederher st eilen will. Zn einer Entschließung fordert der Ausschuß weiter die Verbilligung von Frischfleisch für die minderbemittelte Bevölkerung auf den Gefrierfleischpreis. ^eichsernährungsminister Schiele: Die Aleischproduktion ist größer als vor dem Kriege. Der Bestand an Rindern hat den Vorkriegsstand erreicht, die Zahl der Kühe und Schweine hat ihn sogar beträchtlich überschritten. Die Preise sind ständig weiter zurückgegangen. Die Wiedereinführung eines zollfreien Gefricrfleifchkon- tingentes würde für die Landwirtschaft und namentlich für dte bäuerliche Viehwirtschaft einen schweren Schlag bedeuten. Die Reichsregierung ist durchaus bereit, durch Verbilligung von Frischfleisch der grüßten Rot der Minderbemittelten zu steuern, aber ich warne vor einer Sozialpolitik, die die sozialen Röte des einen Standes beseitigen will, indem sie einen anderen Stand, nämlich das Bauerntum, um so liefet in das Elend sozialer Rot versinken läßt. Am schwersten belastet würden durch Wiedereinführung des zollfreien Gefriersleifchkontin- genles gerade die kleinen Bauern, die gezwungen sind, ihre Rinder auch zu Spanndiensten heranzuziehen. Die gesamte Politik der Reichsregierung zielt darauf ab, alle Produktion sm ög- lichkelten im eigenen Lande auszu- schöpfen unter Verzicht auf entsprechende Einfuhren, um die deutsche Wirtschaft krifensester zu gehalten. Ich komme bei Abwägung aller Momente zu dem Gesamturteil, daß die Annahme des Antrages für die Reichsregierung eine Unmöglichkeit darstellt. Ein etwa wieder vollständiger Reichstag würde zweifellos den Befchluh wieder umwerfen Ich bitte daher auf das Dringendste, den Jnitia- tiogesehentwurs der Sozialdemokratie a b z u - lehnen. Abg. H e p p (Lv.) dankt dem Reichsernährungs- Minister für seine Zurückweisung des sozialdemokratischen Antrags. Sehr zu bedauern sei das Fehlen der Deutschnationalen und der Rationalsozialisten bei der Entscheidung über diese wichtige Frage. Wer sich, wie diese Parteien, in diesen ernsten Stunden von der Stätte der Entscheidung fernhält, der versage damit der Landwirtschaft die notwendige Hilfe. Das Landvolk werde die Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes verlangen. Abg. Ger au er (Dayr. Dp.) bekämpft den sozialdemokratischen Antrag. Durch die Annahme dieses Antrags würde das ganze Fundament der Politik zerstört werden, mit der der Landwirtschaft geholfen werden soll. Ganz besonders schwer würde durch die Wiedereinfuhr des Gefrierfleisches die süddeutsche Bauernschaft geschädigt werden, die jetzt schon kaum in der Lage sei, ihr Dieh abzusetzen. Abg. Schneidewind (Wp.) führt aus, der Prei^turz sei nirgendswo so radikal eingetreten. wie beim Fleisch. Wir können in Köln 3hnen bestes Ochsenfett zum Preise von 30 Pf. liefern, mehr als Sie aufnehmen können. (Hört! Hört!) 3n Kaiserslautern ist erstklassige Wurst für 20 Pf7 das Pfund zu haben. Bei der riefigen Lieberproduktion an deutschem Fleisch wäre die Einfuhr von Gefrierfleisch gar nicht zu verantworten Abg.Dr. Fehr (Bayer. Dbd.) sieht in dem Antrag einen Widerspruch zu der einheitlich vertretenen Ausfällung, daß den Kleinbauern geholfen werden müsse. Die arme Bevölkerung könne mit 50 000 Tonnen Gefrierfleisch doch nicht ernährt werden, aber mit dieser Einfuhr würde die soziale Rot der Klein- und Mittelbauern in unerhörter Weise verschärft werden. Zweckmäßiger wäre eine Raturalversorgung der Arbeitslosen mit billigem Fleisch und billigem Käse. Abg. Bergmann (Soz.) macht dem Ministerium den Dorwurf, daß es die versprochene Belieferung der ärmeren Bevölkerung mit verbilligtem Frischfleisch noch immer nicht verwirklicht habe. Darum müsse zu dem früheren System des zollfreien Gefrierfleischkontingents zurückgekehrt werden. Abg F r e y b e (Wp.) erklärt, die Ladenpreise der Fleischer seien von August bis Februar um 18,6 Prozent gesunken. Bei dem Gefrierfleischkontingent sollen die Genossenschaften bevorzugt werden. Mit dem Antrag wollen die sozialdemokratischen Genossenschaften sich nur die früheren Millionengewinne aus dem Kontingent wieder verschaffen (Rufe bei den Sozialdemokraten: „Das ist nicht ehrlich!") Artikel 1 des sozialdemokratischen Entwurfs, der die zollfreie Einfuhr von 50 OOO Tonnen Gefrierfleisch vorschreibt, wird im Hammelsprung mit 218 gegen 152 Stimmen bei Stimmenthaltung des Abg Dr. He u ß(Stp.), Dr. Weber (Stp.), Dr. Bockius (Z.) undDr. Dessauer (Z.) angenommen Dafür haben auch die meisten Staatsparteiler und einige Zentrum sabgeordnete vom Gewerkschaftsflügel gestimmt. 3n der dritten Beratung wird der Gesetzentwurf in namentlicher Abstimmung mit 223 gegen 149 (Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen. Mittwoch Weiterberatung des Innenetats. Brünings Verhandlungen mit den Sozialdemokraten Um den Wehretat. — Sozialdemok. Berlin, 3. März. (ERB.) 3m Reichstag gingen heute die Derhandlungen über die feit gestern etwas zugespchte parlamentarische Lage weiter. Der Kernpunkt der Meinungsverschiedenheit zwischen Sozialdemolraten und Reichsregierung ist weiter das umstrittene Panzerschiff B. Der Reichstanzler hat heute abend erneut mit den sozialdernotratischen Führern verhandelt. Er hatte außerdem eine Aussprache mit dem preußischen Ministerpräsidenten Braun und schließlich hat auch noch eine mehr private Fühlungnahme zwischen einzelnen Persönlichkeiten des Zentrums und der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion stattgefunden. Bisher ist es noch nicht gelungen, zu einer Verständigung zu gelangen. Die Sozialdemokraten lehnen die Rate für das Panzerschiff B zwar nicht mehr unumwunden ab, da der Kanzler ihnen erklärt hat, dah er unter keinen Umständen daraus verzichten könne, weil sogar schon das Kabinen Müller vor einem Jahr beschlossen fjctve, daß die Rate in den Etat für 1931 eingesetzt werden solle. Die Stellung des Reichswehrministers würde von der Richteinlösung dieses Versprechens nicht unberührt bleiben können, und das Kabinett müsse deshalb an seinem Standpunkt sesthalken. Die Gegenforderungen, die die Sozialdemokraten darauf gestellt haben, sehen im Augenblick aber noch so aus, daß das Kabinett außerstande ist, sie zu akzeptieren. Sie beziehen sich auf atische Gegenforderungen. Steuerzuschläge für die größeren Ein« kommen und Vermögen entsprechend den fozialdemokratischen Ausschußanträgen, ferner auf die Einstellung der Lohnabbaupolitik und drittens auf eine Erklärung, daß an dem gegenwärtigen Stand des Sozialoersicherungswesens — also an der Arbeitslosenversicherung — unter keinen Umftänben etwas ge - ändert wird. Solche Erklärung glaubt der Reichskanzler aber schon aus rein psychologischen Gründen, die mit der Wiederingangsetzung der Wirtschaft zusammenhängen, nicht abgeben zu können. Darüber hat der Kanzler den Sozialdemokraten offenbar keinen Zweifel gelassen. Wie oorauszusehen war, ist es noch nicht zur Entscheidung gekommen. Die Sozialdemokraten haben ihre Sitzung vertagt. Rach einem Bericht des „Berliner Tageblatts" hat sich der preußische Ministerpräsident Braun nach der sozialdemokratischen Reichstagsfraktionssitzung zum Reichskanzler Dr. Brüning begeben. Die vermittelnde Rolle, die der preußische Ministerpräsident Braun spiele, sowie die Anwesenheit des Führers der preußischen Zentrumsfraktion, Dr Heß, im Reichstage und seine Rücksprache mit dem Führer der sozialdemokratischen Preußenfraktion, dem Abgeordneten H e i l m a n n , würden als Zeichen dafür ausgelegt, daß auf dem Wege über die preußische Koalition eine Einwirkung auf d i e Haltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion versucht werden soll. Deutscher Staatsbesuch in Oesterreich. Reichsaußenminister Or. Curtius in Wien. Dr. C u r t i u s wird von dem ofterreichiichen Vizekanzler Dr. Schober begrüßt. Dahinter Staatssekretär Dr. P ü n d e r. Wien, 3. März. (WTB.) Der deutsche Reichs- außenminister Dr. C u r t i u s und Staatssekretär Dr. Pünderin Vertretung des Reichskanzlers sind heute Dormittaa zu ihrem dreitägigen Besuch in Wien eingetroffen. Am Westbahnhof waren zur Begrüßung der deutschen Delegation u. a. erschienen: Vizekanzler und Außenminister Dr. Schober, im »e des Bundespräsidenten Kabinettsvizedirek' astersky. Sektionschef Dr. Horicky in Vertretung des Bundeskanzlers und der deutsche Gesandte Graf Lerchenfeld. Reichsaußenmini» fier Dr. Curtius und Staatssekretär Dr. Pünder machten um 11.30 Uhr bei Bundeskanzler Dr. Ende r s ihren Besuch und erschienen dann bei Vizekanzler und Außenminister Dr. Schober. In einer eingehenden Aussprache, der auch die beiderseitigen Gefandten Graf Lerchenfeld und Dr. Frank beiwohnten, mürbe die allgemeine Lage erörtert unb anschließend daran die vornehmlich Deutschland und Oesterreich interessierenden Fragen durchgesprochen. Die Aussprache ergab v o t 1 st e Einmütigkeit der beiderseitigen Auffassungen. An dieses Thema schloß sich dann die Erörterung der w i r t- schaft 1 ichen Angelegenheiten und der Fragen, die bei der Vollversammlung des Völkerbundes im Herbst 1930 zur Diskussion standen, mit besonderer Rücksichtnahme auf die besondere Situation Deutschlands und Oesterreichs und ihrer wirtschaftlichen Beziehungen. Auf einem Abendessen beim Bundeskanzler Dr. Ender zu Ehren des deutschen Besuches hielt Außenminister ör. Schober eine Ansprache, in der er die Freude der österreichischen Regierung uni) des ganzen Volkes über den Besuch von Staatsmännern des großen Deutschen Reiches aussprach. Er hoffe, auch heute, wo man vor tiefsten in das Schicksal des deutschen Volkes eingreifenden Problemen, vor allem wirtschaftlicher Ratur, stehe, auf eine befriedigende Lösung, die allerdings nur mit der Zusammenfassung und Einstellung aller Kräfte des deutschen Volkstums zu erreichen sei und die allein die Linderung und Meisterung der Wirtschaftsnot herbeiführen könne. Mit der heute wichtigsten Ausgabe der Regelung derwirtschaftlichen Beziehungen Oesterreichs und Deutschlands müsse man auch unentwegt der Frage der in der Ratur der Dinge gelegenen Angleichung der gesetzlichen Einrichtungen beider Länder auf dem Gebiete des Handels, des Rechts, der Kultur und der Kunst die größte Aufmerksamkeit schenken. Schließlich sei es die Aufgabe der Staatsmänner beider Länder, in brüderlicher Eintracht und im innigen gegenseitigen Verstehen an der Lösung der weltumsassenden Probleme mitzuarbeiten, die dem gesamten deutschen Volk den ihm gebührenden Platz im Leben der Völker sichern und der gesamten Welt den von ihm heiß ersehnten wahren Frieden bringen solle. Der Vizebundeskanzler trank dann auf den allverehrten Herrn Reichspräsidenten, auf Reichsminister Dr. Curtius und auf die Wohlfahrt und das Gedeihen des deutschen Volkes. Reichsaußenminister Dr. Curtius dankte von Herzen für die Begrüßungsworte Er fei Dolmetscher aller Deutschen im Reiche, wenn er erwidere, daß die Deutschen sich stammeseins mit den Oesterreichern fühlten, seit den Zeiten der großen deutschen Rot stärker als je zuvor, daß die deutschen Empfindungen innerer Verbundenheit mit den Österreich.scheu Brüdern unzerreißbar verwurzelt, fest und herzlich seien und daß Deutschland den festen Willen habe, die Gemeinschaft immer weiter zu vertiefen. Dte Gemeimamkeit der Geschichte und des Schicksals, der Grundkräfte und 3deale beider Völker, die Gemeinsamkeit der Ziele und Wege der Staatsmänner drängten immer stärker zur Gestaltung. Die Ang.etchung unserer Einrichtungen, der Austausch und Ausgleich auf den Gebieten von Recht und Kultur, Handel und Verkehr machten erfreuliche Fortschritte. Die Staatsmänner würden auch weiterhin unablässig an der Fortführung dieser gemeinsamen Ausgaben zusammenwirken. Darüber hinaus wisse sich die Reichsregierung einig mit der politischen Grund- einstellung der österreichischen Regierung in der entschlossenen Verfolgung einer Politik des Friedens auf der Grundlage der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung. Dr. Curtius erhob zum Schluß sein Glas auf das Wohl des Bundespräsidenten und das Gedeihen Oesterreichs. — An das Abendessen schloß sich ein Empfpng, an dem die Mitglieder des Wiener diplomatischen Korps, hervorragende Vertreter der politischen. wissenschaftlichen und toirt,d)a tlichen Kreise, der Zivil- und Militärbehörden sowie der Repräsentanten der Presse und des KunstlebenS teilnahmen. Reue Gteueranträge der Linken. Minister Dietrich warnt vor neuer Be-» unruhigung der Wirtschaft Berlin, 3. März. (DDZ.) Im Reichstagsaus- schuß für (Steuerfragen wurden verschiedene sozialdemokratische und kommunistische Anträge behandelt, die u. a. die Besteuerung der Vermögen, Dividenden, Aufsichtsratstantiemen und Einkommen über 50 000 Mark und die Aenderung des Einkommensteuergesetzes verlangen. Reichsfinanzminister Dietrich führte aus: Die Annahme der Anträge würde den Kredit in bedenklichster Weite untergraben. Die geringe Besserung, die in der letzten Zeit an der Börse zu beobachten gewesen, würde sofort zum Stillstand kommen oder gar wieder verschwinden, wenn die Anträge angenommen würden Man dürfe chm nicht mit dem Einwand kommen, daß er eine Schonung der Lei- I stungsfähigen im Auge habe. Ihm komme es lediglich auf die Interessen der Gesamtwirtschaft an. Wenn der einzelne Leistungsfähige durch weitere steuerliche Belastung veranlaßt würde, seinen Betrieb zu schließen, so sei das in erster Linie für die Allgemeinheit ein großer Schaden. Der Reichsfinanzministcr warnte in sehr eindringlicher und ernster Weise vor der Annahme der Anträge. Sie würden nur geeignet sein, die Beunruhigung, die eben langsam etwas im Abebben sei, von neuem wieder auferstehen zu lassen. Die Oeffentlichkeit werde daraus den Eindruck schöpfen, daß nun doch wieder auf dem Wege, Fehlbeträge durch immer verstärkte Besteuerung des Besitzes und der großen Einkommen zu decken, fortgeschritten werden solle. Auch kreditpolitisch werde das allerfchädlichste Wirkungen zur Folge haben. Alle Anträge ständen im schärfsten Widerspruch zu der Politik der Reichsregierung, an der sie entschlossen festzuhalten gewillt sei. — Nachdem die Vertreter des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und der Staatspartei erklärt hatten, daß keinerlei Steuererhdhungen für ihre Parteien in Frage kämen, wurde die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. Nie Finanzlage der Gemeinden m Hessen. Oer Etat des Innenministeriums vor dem Finanzausschuß. D a r m st a d t, 3. März. (WHP.) Im Finanzausschuß begann die Beratung der Hauptabteilung „Ministerium des Innern". Der Landbund fordert wie bei den übrigen Ministerien eine etwa 3 0 p r o - zentige Stellcnverminderung und Zuweisung von Arbeiten der Zentral- in st a n z a n d i e L o k a l st e l l e n. Weiter werden gewünscht scharfe Maßnahmen der Staatsaufsicht in der F i n a n z g e b a r u n g der Gemeinden. — Deutsche Volkspartei und Volksrechtpartei sind mit der vom Landbund geforderten Aufgabenübertragung einverstanden und behalten sich im übrigen ihre Stellungnahme für die zweite Lesung vor. — Die Sozialdemokraten wünschen eine Revision der Gebührenordnung für die Amtshandlungen der Bürgermeister. Innenminister Leuschner erklärte, daß die Forderung nach Entlastung der Zentralbehörden durchaus dem Willen der Regierung entspreche. Sie habe aus dieser Tendenz heraus auch in der neuen Gemeindeordnung vorgesehen, daß die Genehmigung der Ortssatzungen künftig den Krersarn- tern übertragen werden kann. Was die schärfere Beaufsichtigung des Finanzgebarens der Gemeinden angehc, so liege es im Wesen der Selbstverwaltung, daß die Finanzverant- wortung bei den Gemeinden selbst liegen mutz. Die Llufsichtsbehörde werde sich darauf beschränken, dort einzugreifen, wo offenbare Mißbräuche zutage treten. Bei insgesamt rund tausend Gemeinden habe nur in zwölf Fäl len der Staatskommissar eingesetzt werden müssen, wobei sich die Kommissare stets im Rahmen des Gesetzes gehalten und selbstverständlich auch die Ausgab en - wirtschaft der Gemeinden nachgeprüft hätten, soweit dies bei derihnen zur Verfügung stehenden Zeit möglich gewesen sei. Viele Gemeinden hätten im übrigen schon selbst ihre Ausgaben wesentlich beschränkt. Den Abbauantrag des Landbundes lehnt der Minister ab. Er werde beim Freiwerden weiterer Stellen im Laufe des Jahres in jedem einzelnen Fall gewissenhaft Prüfen, ob die Stelle entbehrt oder durch einen Beamten mit niedrigerer Besoldung besetzt werden könnte. Die Finanzlage der Gemeinden verfolge die Regierung mit ernstester Sorge. Am 31. Dezember seien in Heilen rund 2 1 000 Wohlfahrtserwerbslose vorhanden gewesen, durch die die Gemeinden mit rund 17 Millionen Mark belastet würden, ein Betrag, der den gesamten Reichsüberweisungssteuern entspreche, die den Gemeinden zuflietzen. Am 31. Dezember 1930 betrug der Reichsdurchschnitt in den großen Städten 21 Wohl, ahrtserw.rbslose auf 1300 Einwohner, in Hessen dagegen 3 2. Einzelne Städte (Worms 39, Offenbach sogar 64), ragten über den Reichsdurchschnitt wesentlich hinaus. Offenbach steht mit dieser Belastung an der Spitze des ganzen Reiches. Datz die Rotlage der Gemeinden im ganzen nur durch eine grundsätzliche Aenderung in der Betreuung der Wohlfahrtserwerbslosen behoben werden könne, bedürfe keiner weiteren Ausführung. Ein Antrag der kommunistischen Opposition, eine generelle Reduzierung der Bürger- meistervergütungen um 25 Prozent durchzuführen, brachte eine lebhafte Aussprache über die Besoldung der Bürgermeister und Gemeindebeamten. Der Minister erklärte, die Regierung wolle es in erster Linie der Selbstverwaltung überlassen, Llnebenheiten zu beseitigen. 3n der Abstimmung wurde Kapitel 27 mit 10 gegen 2 Stinanen angenommen. Der Landbund-Antrag, der die Aufgab en übertra- gung zum Gegenstand hat, fand einstimmige Annahme, während der Abbauantrag mit 7 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen ab» gelehnt wurde. Zu dem volksparteilichen Antrag, das Aufkommen aus der Erhöhung der Sondergebäude st euer auf 500 000 Mk. zu begrenzen, weil die beschlossene Steuererhöhung in vielen Fällen zur Existenzgefähr- dungundschweren Härten führe, erklärte die Regierung, datz sie die Finanzämter ermächtigen wolle, in allen Fällen, in denen die Erhebung der Steuer eine Existenzgefährdung bedeuten würde, von einer Erhöhung ab - z u s e h e n, und alle Fälle, in denen die Friedensmiete über 7 Prozent des Friedenswertes hinausgeht, besonders eingehend zu prüfen. Starkes Veilrauensvoliim für Irlands Außenpolitik Die Kammer hinter Briand. - Scharfe Angriffe Franklin-Bouillons gegen deutsche Politiker. - Oer neue Flottenpakt. Par is, 3. März. (WTB.) Die Kammer begann mit der Diskussion des Budgets des Autzen- • Ministeriums. Der kommunistische Abgeordnete C ach in sprach von einer wirtschaftlichen, mckv- .tärischen und politischen Einkreisung Sow - jetrutzlands. Paris sei der Schlupfwinkel t der Weihgardisten, die Intrigen gegen die Sowjets schmiedeten. Briand 7 erklärte, die französische Regierung wisse nichts von solchen Organisationen. Es gereiche der Gast» fveundschaft Frankreichs zur Ehre, datz man Männer mit allen möglichen Aufsafsungen treffe. Zur Einigung in der Flottenabrüst ungsfrage erklärte Briand, Italien habe alles getan, um zu einem befriedigenden Ergebnis im Interesse des Friedens zu kommen. Er habe keine Gelegenheit vorübergehen lassen, um mit Italien zu einem völligen Einvernehmen zu gelangen, das den Gefühlen des französischen und wohl auch denen des italienischen Volkes entspreche. Zwischen beiden Völkern sei es zu Reibungen gekommen, die vielleicht durch die Hitzigkeit gewisser Polemiken verschlimmert worden seien, die aber niemals im Geiste der Franzosen und der Italiener ernsthaft Hintergedanken hätten aufkommen lassen. Die jetzt abgeschlossenen Verhandlungen in der Seeabrüstungsfrage schafften eine günstige Atmosphäre für wei- tereDerhandlungen, um eine vollständige Einigung zwischen beiden Ländern herzustellen, zwischen Völkern, die s i ch st e t s g e l i e b t haben und die keinen Augenblick ernstlich voneinander getrennt waren. Franklin-Bouillon erklärte sodann, vor 18 Monaten und vor 4 Monaten habe er auf der Kammertribüne die Gefahr einer deutsch-französischen Annäherung gekennzeichnet, die auf einem Mih - verständnis aufgebaut sei. Heute sei er gezwungen, dieselben Tatsachen vorzubringen. Er habe bei allen Deutschen drei verschiedene Willensrichtungen vorgefunden, 1. den Willen, den Voung-Plan zu revidieren, 2. den Willen, aufzurüsten statt abzurüsten, und 3. den Willen, die Grenzen des Versailler Vertrages niederzureitzen. Als Beweis dieser Behauptungen verlas der Abgeordnete die letzten Reden von Kaas, Reichsaußen- Minister Dr. Curtius, Dingeldey und Minister Treviranus. Kaas, so behauptete er weiter, leite die gesamte deutsche Politik, und gerade er fordere die Revision des Voung- Planes, der, wie er behauptet, Deutschland einseitige Opfer auferlege, gerade als ob sich FranV- reich nicht selbst Opfer genug auferlegt habe. Reichsautzenminister Dr. Curtius habe im Reichstag erklärt, daß er sich geweigert habe, jede Garantie für die Erfüllung des Voung-Plans zu geben. Dingeldey habe Deutschland aufgefordert, den Widerstand vorzubrreitcn, und Minister Treviranus habe erklärt, datz die Re- yarattonsverpflichtungen auf der Lüge von der Kriegsschuld Deutschlands aufgebaut seien. Da der Minister auch gesagt habe, es sei unerläßlich, zu beweisen, daß Deutschland unschuldig sei, so erklärte Franklin-Bouillon, müsse man daraus folgern, datz Deutschland nicht nur den Young-Plan, sondern den gesamten Plan von Versailles zerreißen wolle. Briand antwortet, daß er stets denselben Gegner habe, nämlich Franklin-Bouillon. Immer wieder hat eine stärkere Mehrheit im französischen Parlament meine Außenpolitik gebilligt. Welche andere Politik schlägt denn die Opposition vor? Welche größeren Erfolge kann man Frankreich verschaffen? Darauf weiß niemand eine Antwort. Diejenigen, die für eine andere Politik eintreten, haben niemals eine vertrauliche Mitteilung über deren Tendenz gemacht. Er, Briand, habe sich in Genf befunden, als das Ergebnis der deutschen Wahlen bekannt wurde. Er sei sehr wohl gezwungen gewesen, über die Gefahren seiner Politik nachzudenken. Aber gerade in solchen Augenblicken müsse ein Staatsmann seinen Mann stehen. Wenn die Zeitungen die Leidenschaften entfesseln, wenn die Außenpolitik angegriffen wird, müsse man in sich selbst die notwendige Energie suchen, um sie fortzusetzen. Das erste, was habe geschehen müssen, sei gewesen, die französische Grenze zu konsolidieren; sie sei feierlich von Deutschland anerkannt worden, das auf die Anwendung von Gewall verzichtet habe. Frankreich habe seinerseits auf den Krieg als politisches Mittel verzichtet. Er, Briand, habe den deutschen Delegierten gesagt: Geben Sie acht, die Vorbereitende Aorüstungskonserenz hat lange Zeit gebraucht, um ihre Arbeiten abzuschließen. Wessen Schuld war das? Hat Deutschland nicht Jahre gebraucht, um gewisse Klauseln des Versailler Vertrags zu erfüllen? Seien der Vorbereitenden Abrüstungskommission nicht Hindernisse von denen errichtet worden, die sich heute über die Verzögerung ihrer Arbeiten beschweren? Frankreich habe um seiner selbst willen, um seiner Freunde willen und um der Ge amtheit der Völker willen immerhin diese Hinderni se eines nach dem anderen aus dem Wege geraum . An der Politik der Zusammenarbeit mit Deutschland halte die französische Regierung fest, aber sie sage Deutschland immer wieder: Gebt acht! Gruppierungen im Hinblick auf irgendwelche Wahlen, gewisse Reden und Haß- oder Drohartikel bedeuten nicht Abrüstung. Man wünsche vielmehr die moralische Abrüstung. Die Deutschen hätten gezeigt, daß sie eine Regierung besitzen, die wisse, was sie wolle und die wirklich auf die Annäherung eingestellt sei. Die moralischen Kräfte hätten heutzutage einen so großen Wert, daß es bezeichnend fei, die angstvollen Bemühungen des deutschen Volkes festzustellen, wie es erklärt: Ich bin nicht schuldig. Das Schauspiel dieses Volkes, das den moralischen Verantwortlichkeiten zu entgehen suche, sei tragisch. Eine erregte Debatte. Franklin-Bouillon behauptet, Briand habe auf seine Frage wegen des Voung-Planes überhaupt nicht, und auf seine anderen Fragen nur ausweichend geantwortet. Briand habe zwar ein West-Locarno gemacht, aber nicht ein Ost-Locarno. Dr. Curtius reise nach Wien, um dort die Annäherung zwischenDeutschlandundOe st erreich weiter vorwärts zu bringen. Briand habe erklärt, Locarno bedeute den Frieden und Locarno lei Ver'ailles. Deutschland antworte, Locarno sei d i e Zerstörung des Versailler Vertrages. Briand antwortet: Locarno bedeute die Inkraftsetzung der Artikel 42, 43 und 44 des Versailler Verttages. Der Voung-P.an bestehe, und die deutschen Staatsmänner dächten nicht daran, sich dieser Verpflichtung zu entziehen. Die Politik, für die Franklin-Bouillon eintrete, sei destruktiv. Franklin-Bouillon erwidert hierauf, Briand habe eben Vertrauen zu der Unterschrift Deutschlands. Aber Deutschland habe schon genug Unterschriften vor 1914 gegeben. Alsdann wurde der Etat des Auswärttgen mit 5 51 gegen 14 Stimmen angenommen. Kunst und Wissenschaft. Studienbesuch deutscher hochfchüler in England. Professoren und Studenten der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin statten England einen einwöchigen Besuch ab, um die hier angewandten Methoden des Absatzes landwirtschaftlicher Produkte zu studieren. Die Besucher sprachen im Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei vor und wurden von Minister Addison empfangen, der erklärte, daß er den Besuch als besondere Anerkennung der von dem Ministerium zur Regulierung und Förderung des Absatzes geleisteten Arbeit und der großen Fortschritte werte, die England auf dem Gebiet der Organisierung des landwirtschaftlichen Absatzes zu verzeichnen habe. Die deutschen Akademiker werden im Laufe der nächsten Tage einige der modernen Markthallen in London und anderen Städten besichtigen und der Universität Oxford einen Besuch afc- statten. Die Aussichten der Wegener-Expedition. In einem Vortrag im Dänischen Klub in Hamburg kam der dänische Grönlandforscher Peter Freuchen auch auf die Wegener-Expedition zu sprechen, der er im letzten Sommer einen Besuch cckgestclltet hat. Er erzählte von der vorbildlichenAusrüstung dieser Expedition und meinte, daß man wohl bald wieder neues von ihr hören werde. Den Gerüchten, daß die Expedition ganz vernichtet sei, schenke er keinen Glauben. Freuchen gab bekannt, daß in Kopenhagen zwischen ihm und dem Amerika-F.irger von Gronau Verhandlungen wegen einer Hilfsexpedition für Professor Wegener eingeleitet wurden. Er hoffe, im Frühjahr wieder Erfreuliches von dieser Expeditton berichten zu können. — Im Gegensatz zu Freuchens Aeuherungen über die Wegener-Expedition waren seine Darlegungen über die Krüger-Expedition wenig hoffnungsvoll, weil diese mit mangelhafter Ausrüstung ausgefahren sei. Ersatzwahlen zum Orden Pour le mdrite. Zum Ersatz der im vorigen Jahr verstorbenen Ordensritter haben Neuwahlen stattgefunden. An Stelle von Adolf von Harnack wurde- gLlvählt der Geheime Regierungsrat Prof. Dr. Wilh. Schulze, Altphilologe in Berlin, an Stelle von Eduard Meyer der Geheime Regierungsrat Professor Dr. Theodor Wiegand, Direktor des Antiken Museums in Berlin, an Stelle von Theodor Nöldete der Geheim - tat Prof. Dr. Enno Littmann, Orientalist in Tübingen. Aus aller Welt. Dom Arbeitsausschuß Deutscher Verbände. Dorn Kuratorium des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände wurde Gouverneur z. D. Dr. Schnee (M. d.R.) wiederum zum Präsidenten gewählt. Dr. phil. h. c. Draeger legte dar, wie der Arbeitsausschuß Deutscher Verbände im In- und Auslande auf überparteilichem Boden sachliche Aufklärung über Grundlagen und Auswirkungen des Versailler Diktates betrieben habe, wie er durch sachlich zuverlässiges Schriftenmaterial, Fluchblätter. Film und Lichtbild, Vorträge, Schulungskurse. Kundgebungen bemüht sei, den Willen auf Bef reiung von Versailles zu sammeln, zu stärken und in Erscheinung treten zu lassen. Dabei betonte er, daß Ausgangspunkt der Tättgkeit des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände nach wie vor der grundsätzlich unerschütterliche und unverjährbare Anspruch des deutschen Volkes auf eine Revision des Versailler Diktates gemäß dem Vorfriedensvertrag vom 5. Rvvember 1918 ist. — In der Aussprache, an der sich Pros. Dr. Görke, die ehemalige Abgeordnete Frau Clara Mende, Gesandter Rad- schau, Staatsminister Dr. Südekum, Reichskanzler a. D. Dr. Marx und Freiherr v. Lersner beteiligten, wurde die Tätigkeit des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände gebilligt und ihre Fortsetzung gerade in der jetzigen Zeit der größten nationalen und wirtschaftlichen Rot als dringend notwendig bezeichnet. Jäher Temperaturwechsel im Schwarzwald. Während Dienstag auf den Höhen des Schwarzwaldes infolge starker Fröste noch bis zu 20 Grad unt er Null gemessen wurde, ist im Laufe der vergangenen Nacht bei starker Bewölkungszunahme ein überaus starker Temperaturanstieg erfolgt, so daß die Temperaturen Mittwocy morgen überall über dem Nullpunkt liegen. In allen Teilen des südlichen Schwarzwaldes haben starke Regenfälle wieder eingesetzt, so daß neuerlich mit einem starken Anschwellen desOberrheins für Donnerstag zu rechnen ist, zumal die Witterungslage auf ein Anhaltender Niederschlage hindeutet. Die vor einigen Tagen unterbrochene Schnee- schmelze hat erneut eingesetzt und in den mittleren Lagen zu einem Absinken der Schneedecke von 20 bis 30 Zentimeter innerhalb 12 Stunden geführt. Bergrutsch bei Thörnich an der Mosel. In dem bekannten Weinort Thörnich an der Mosel ereignete sich ein Bergrutsch, bei dem sich viele hundert Kubikmeter Boden loslösten und lawinenartig ins Tal stürzten. Sie rissen Wcin- stöcke und Mauern mit sich. Der Schaden ist beträchtlich. Lin Doppelmörder zweimal zum Tode verurteilt. Der Landwirt und Maurer Berthold Koppe aus Zwabitz bei Kahla wurde vom Rudolstädter Schwurgericht wegen Doppelmordes zweimal zum Tode verurteilt. Koppe hatte im Jahre 1917 seine Haushälterin, mit der er enge Beziehungen unterhallen hatte, in die Saale g e = st o ß e n und ertränkt. Im April 1930 hatte er feine zweite Frau vorsätzlich und mit Ueber- leflung getötet und die Leiche im Räucherofen seines Anwesens in Zwabitz verbrannt. Todesopfer eines rücksichtslosen Motorradfahrers. Auf der Straße von Amswalde nach Rees (Reumark) fuhr ein Motorradfahrer in rasender Geschwindigkeit an einer etwa 100 Mann starken Reichsbannerabteilung vorbei. Dabei wurde ein zehnjähriger Junge von dem Motorrad erfaßt und etwa 30 Meter weit mitgeschleift. Dem Kinde wurde der Kopf vollständig zerschmettert, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der rücksichtslose Fahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um sein Opfer zu kümmern. Ein großer werkspionageprozeß. Vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte begann ein Werkspionageprozeß, dem eine große Bedeutung zukommt. Die Firma Schilde in Hersfeld bot eines Tages der Berliner Maschinenfabrik R. Stock & C o. neue Modelle für $) ä r t e ö f e n an, in denen Spiralbohrer gehärtet werden. Die Ingenieure der Firma Stock stellten fest, daß die ihnen angebotenen Defen mit denjenigen Härteöfen völlig ubereinftimmten, die schon seit längerer Zell eine Spezialkonstruktion der Firma Stock & (5 o. waren. Der Verdacht, die Betriebsgeheimnisse verraten zu haben, fiel auf die technischen Angestellten. Koerber, Paul und Wirsing, die ursprünglich bei Stock & Co. tätig gewesen waren, dann aber zu einer Düsseldorfer Konkurrenz- firma gegangen waren. Die Firma Schilde in Hersfeld hatte im guten Glauben die Härteöfen nach Angaben, die die drei Angestellten ausspioniert hatten, konstruiert. Bei einer Haussuchung in bew Düsseldorfer Arbeitsräumen der drei Angestellten, sand man Tabellen, Zeichnungen und Photographien, die von ihnen bei Stock C- Co. gemacht worden waren. Der Verband Deutscher Metallindustrieller erstattete Strafanzeige, um für derartige Fälle des Verrats von Konstruktions geheimnisfen ein Gerichtsurteil zu erwirken. Die Anklage gegen die drei Angestellten, Koerber, Pauk und sbirpng, lautet auf Diebstahl, unlauteren Wettbewerb und Werkspionage. Die geschädigte Firma Stock & Co. ist als Nebenkläger zugelassen. Das Urteil wird für Donnerstag erwartet. Raubüberfall in einer Berliner Wohnung. Ein dreister Raubüberfall wurde in der Berliner Fafanenstraße verübt. Auf bisher unaufgeklärte Weise drangen drei maskierte, bewaffnete Männer in die im Hause Fasanenftrahe 38 liegende Wohnung des Kaufmannes Leon Rei- n ermann ein. Sie fesselten die im Schlaf überraschten Deivohner — den Kaufmann, seins Ehefrau und eine zu Besuch weilende Dame — schleppten sie in eine Ecke des Zimmers und durchsuchten dann in aller Ruhe die ganze Wohnung nach Wertgegenständen. Cs fielen ihnen Schmuck und Wertsachen in Höhe von etwa 2 0 000Markindie Hände. Kurze Zeit, nachdem die Räuber die Wohnung verlassen hatten, gelang cs dem Kaufmann, sich zu befreien, doch muhte er feststellen, daß die Telephon- leitungen zerstört waren. Oie Wetterlage. OS •Seydlsfjora 20 SE >io< ,O Lom /Paris 7 J uäiri# TälXoruna' Q wolkenlos, o neuer, onafb bedeent. ® woinig. • oeueeKt • Regen * Schnee a Graupeln, e Nebel K Gewiuer.®windstille.0 sei» «eichtet c$i j5 nassigei Südsüdwest stürmische« « drei Angestellten. Zeichnungen und °on ihnen bei Sind t '•2er Berband Deutscher S'‘fanaei0e(Um noti von Konstruklionb Irteil zu erwirken. Die ^teilten, Koerber, Pan! "bstahl, unhuie. no Werkspionage. > SK U «**' w f)cin6oUC Aus der Provinzialhauptstadl. Giehen, den 4.März 1931. Das Schlagwort. Schlagworte hat es schon immer gegeben. Denn auch das Schlagwort hat seinen guten Kern. Sollte ihn wenigstens haben. Das liegt zum Terl schon In dem Wort selbst ausgedrückt. Gin Schlagwort soll nämlich mit einem Schlag eine Sachlage erhellen, umreiben. Es soll die kürzeste Formel sein für einen Komplex von Gedanken, die gerade die breiteste Oeffentlichkeit beschäftigen, die Massen erregen, die gegenteiligen Mer- nungen au seinanderprallen lassen. Aber wie so häufig liegt — gewollt oder unbeabsichtigt — auch in manchen ©djlagtoorten eine Kraft, die das Gegenteil von dem schafft, waS sie bezwecken sollte. Statt Su Vären, verwirrt sie noch mehr. Das sind jene bombastischen Schlagworte, deren Aufmachung und Vertrieb in umgefefcrtem Verhältnis zu ihrem wirklichen ®e- halt stehen, die sich schon durch die Lautheit und Geschäftigkeit verdächtig machen, mit denen sie an den Mann gebracht und mit denen sie einge- hämmert werden. Denn weshalb sollte es sich mit einem Schlagwort anders verhalten, als es sonst im Leben der Fall ist: das Gute braucht — besonders in geistiger Hinsicht — keine marktschreierische Reklame. Es wirbt für sich auS sich selbst heraus durch seinen ethischen Wert. Das doppelseitige Gesicht des Schlagwortes kann von verheerender Wirkung sein. Gerade in unserer Zeit ließen sich mühelos Tausende von Beweisstücken aneinanderreihen. Weshalb gerade in unserer Zeit, wird vielleicht mancher fragen? Unsere Zeit ist gewiß nicht besser und nicht schlechter als frühere Zeiten in ähnlichen Verhältnissen. Die Umtoerhmg aller Werte, mit einem gleichzeitig wachsenden Druck körperlicher imb seelischer Not, hat einen Aährboden geschaffen, auf dem die Schlagworte üppig ins Kraut schießen können. Hunger nach irgendwelchen Halten läßt weiteste Kreise jedes Schlagwort wie eine rettende Heilsbotschaft in sich einsaugen. Gin noch nicht abzusehendes Ende harter Entbehrungen gibt dem blendenden Schlagwort einen Abglanz aus dem Land, in dem Milch und Honig strömen. So wird das Schlagwort zum Strohhalm, den jeder erfassen zu müssen glaubt, den der Wellengang eines gestörten Gleichgewichts herunterzuziehen droht. Aus diesem Grunde ist jedes Schlagwort wm mindesten ein sehr zweischneidiges Schwert. Wer sich feiner bedient, sollte sich bewußt sein, daß ein raffiniert gewähltes Schlagwort von der krittschen Urteilsfähigkeit nicht jedes einzelnen überprüft werden kann. Daß es sich also wie eine Bakterie immer weiter zu fressen vermag, einen immer größeren Wirkungskreis erhält, nach der fruchtbaren sowohl als nach der verderblichen Seite. 3m Laufe der Zeit ist der ursprüngliche Sinn des Schlagwortes zu einer Bedeutung herab- gefunten, die keine große Unterscheidungsmerkmale zwischen ihm und dem Begriff der „Phrase" erkennen läßt. Es schleicht von Mund zu Mund, von Him zu Hirn, wie der Wolf im Schafspelze und sucht, wen es in seinen Dann ziehen könnte. Wen es aber einmal umnebelt hat, der kommt schwer wieder in den Wachzustand des klaren LlrteilsvermögenS zurück. K. L. Vornotizen. — Tageskalender für Mittwoch: Blin- denkonzert der Gebr. Sandhofcr, 20 Uhr, Neue 'Aula. — Deutsche Volkspartei: Iahreshauptver- fümmlung und kommunalpositischer Abend, 20.15 Uhr, im „Hindenburg". — Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Oeffentliche Versammlung, Rednerin Frl. Zander, Berlin, 20,15 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Faschingsfee". — Aus dem Stadttheaterbureau wi-rd uns geschrieben: Heute geschlossen. Morgen. Donnerstag, 5. März, als Vorstellung im Mittwoch-Abonnement einma iges Gastspiel des Opem-Ensembles des Darmstädter Landestheaters. Aus Anlaß des 175. Geburtstages Mozarts gelangt die komische Oper „Die Hochzeit des Figaro" in der erfolgreichen Neuinszenierung des Generalintendanten Professor Evert zur Aufführung. Generalmusikdirektor Dr. Böhm hat d:e musikalische Leitung. Beginn 19.15 LIhr I — Freitag, 6. März, gelangt am Gießener Stadttheater zum ersten Male ein Werk des russischen Dichters Maxim Gorki zur Aufführung. Ein vieraktiges Schauspiel, Szenen aus der Tiefe „Nachtasyl" unter der Spielleitung von Waller Bäuerle. Beginn 19.3 0 Uhr (nicht 20 Uhr). — Vortrag im Markussaal. Im Mar- kussaal, Kirchstraße 9, wird am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, Neichsbahnamtmann Dörr einen Vortrag halten über die Entwicklung des Verkehrs. Eine große Anzahl schöner Lichtbilder wird gezeigt, musikalische Darbietungen sind vorgesehen. (Siehe heutige Anzeige!) — Vortrag über Astrologie. Am Mon- taü, 9. März, 20 Uhr, findet im Kunstwissenschaft- liehen Institut, Ludwigstraße, ein öffentlicher Licht- bilder-Experirnentalvortrag statt. Herr E. H a m m e r spricht über Astrologie. (Siehe Anzeige.) * Schädlingsbekämpfung im Ob ft - b a it. Die Organisation dieser anerkennenswerten Tätigkeit ist unter Mithilfe der Stadtverwaltung Verein für Luftfahrt in Gießen. Unter reger Beteiligung seiner Mitglieder, insbesondere auch der 3ungflieget, hielt der Verein für Luftfahrt in Gießen am Montagabend im Saale des Restaurants .Hindenburg" seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Bankdirektor Grieß- bauer, konnte vor Beginn der Beratungen u. a. den neuen Kommandeur unseres Bataillons, Oberstleutnant Kleppke, in der Mitte der Versammlung begrüßen, der als alter Flieger den Bestrebungen des Vereins besonderes Interesse entgegenbringt. Ansch ießend gab der Vorsitzende einen interessanten ileberb.id über die Entwicklung des Vereins vom Zeitpunll seiner Gründung ab bis heute, wobei manche Sorge und Not um die Dereins.nteressen, aber auch mancher schöne Erfolg der gemeinsamen Arbeit vor den älteren Mitgliedern wieder lebendig wurde, den Jüngeren aber Mahnung zum Nacheifern im Interesse der guten Sache gab. In dem anschließenden Jahresbericht für 1 930 wird il a. hervorgehoben, daß die Arbeit des Vorstandes dein inneren Ausbau der Iugendgruppe und der finanziellen Stärkung des Vereins gewidmet war. Wenn auch noch nicht alle Hoffnungen erfüllt wurden, so ist doch festzustcllen, daß im verflossenen Jahre eine De-he von Einrichtungen getroffen wurde, von denen man erhoffen kann, daß der weitere Ausbau der Jugendgruppe auch nach außen sichtbare Erfolge zeitigen wird. Dank der hingebenden Mitarbeit des Leiters der Iugendgruppe, Studienrats Röder, gelang es im verflossenen Jahre, in der früheren Zur- buchschen Fabrik in den Eichgärten eine Werkstätte einzurichten, die es den jungen Mitarbeitern des Vereins ermöglicht, ihre technischen Arbeiten auszuführen. Dort sind auch die Möglichkeiten zur geistigen Bereicherung der Iungflieger über alle Fragen der Luftfahrt geboten. Der Redner berichtete ferner über die Bemühungen zur Gewinnung eines günstigen Segelfluggeländes, wobei sich auf der Herchenhainer Höhe mancherlei Schwierigkeiten ergaben, dagegen die Höhe bei Aßlar im Kreise Wetzlar günstigere Möglichkeiten bietet; doch werde die ‘Beteiligung der Gießener Iungflieger an den weiteren Veranstaltungen auf der Herchenhainer Höhe stets im Auge behalten werden. Außerdem berichtete der Vorsitzende über eine Spende von 1000 Mk. von einem Gönner des Gießener Vereins für Luftfahrt, die als Grundstock für die in späterer Zeit vielleicht mögliche Beschaffung eines kleinen Motorflugzeuges Verwendung finden wird. Allen Gönnern und Förderern der Dereinsbestrebungen, sowohl Behörden wie Privaten. wurde herzlicher Dank ausgesprochen mit der Bitte, dem Verein und seiner bedeutsamen Arbeit auch weiterhin alles Wohlwollen zuzuwenden. Aus dem Kassenbericht war ein zufriedenstellender Stand der Dereinsfinanzen fest zustellen, wenn auch der Verein leider über keine allzu großen Mittel verfügt. Bei der Vorstandswahl wurde auf Vorschlag des Ehrenvorsitzenden, Geh. Hosrats Pros. Dr. König, der seit Jahren für die Dereins- interessen in eifrigster Weise tätige Vorsitzende, Dankd.rellor Grießbauer, einstimmig wieder- gewählt. Mit der g.cichen Einstimmigkeit wurden die weiteren Dorstandsämter wie folgt besetzt: Studienrat Röder. Schriftführer und Führer der Iugendgruppe; Dankbeamter Wilhelm Schmitt, Rechner; ferner Oberstleutnant Kleppke, Deigeordneter Dr. Hamm. Prof. Dr. K l u t e . Rektor Schmidt, Gas- und Wasserwerk-Direktor S t e d i n g , Derlagsbuch- Händler Dr. Toepelmann und Prof. Dr. Cermak. Anschließend berichteten Studienrat Roder über die Entwicklung der Iugendgruppe. stud. phil. Schm i d t über die Segelflugleistungen der Iungflieger im verf.ossenen Jahre, wobei u. a. mitgeteilt wurde, daß eine Anzahl Iungflieger ihre B- und A-prüfungen bestanden, Ingenieur Meininghaus über Erwägungen zur Verwendung einer Startmaschine, und Gewerberat Köhler über Bestrebungen, die daraus abzielen, einen Leichtmotor für ein Segelflugzeug des Vereins In Anwendung au bringen. Die Berichte lösten eine längere und sehr anregende Aussprache aus, in der von Oberstleutnant Kleppke, Gewerberat Köhler, Oberst a. D. Kock und dem Vorsitzenden zahlreiche beachtenswerte Gedanken geltend gemacht wurden. Die Jungfliegergruppe, die ihrer Fliegerausbildung mit Eifer obliegt, wird vielleicht im Juni anläßlich der Deutschen Luftfahrt- Werbewoche zum ersten Male in breiterer Öffentlichkeit in Erscheinung treten und dabei unter Be- weis stellen, welche Früchte ihre Arbeit bis dahin gebracht hat. Der Zusammenschluß der akademischen Fliegergruppe an unserer Universität mit dem Verein für Luftfahrt wurde allseits begrüßt, da von dieser gemeinsamen Arbeit wertvolle Resultate für die Fliegerei in Gießen zu erwarten fein dürften. Das Ergebnis der diesjährigen Hauptversammlung, das in den mehrstündigen Beratungen erzielt wurde, kann als ein bedeutsamer Aktivposten für die Weiterentwicklung des Flugwesens in unserer Stadt bezeichnet werden. und des Instituts für Pflanzenschutz so weit gediehen, daß bereits morgen, Donnerstag, mit den Spriharbeiten begonnen werden kann. Die Zahl der Gartenbesitzer, die sich bisher zur Teilnahme an dieser Arbeit gemeldet hat, ist auf weit über zweihundert gestiegen, ein Deweis dafür, wie sehr die Organifation ber Schädlingsbekämpfung im Obstbau dem Wunsche vieler entspricht. Zu der vorgenannten Zahl der Gartenbesitzer kommen noch, als Heiser im Kampfe gegen die Baumschädlinge, diejenigen Gartenbesitzer hinzu, die meist größere Gärten besitzen und seither schon, teiltoeifc mit eigenem Personal, die Bekämpfung durchgeführt haben. (Siehe heuttge Anzeige.) •* Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende. Der letzte Vortrag von Privatdozent Dr. D o 11 i ch e r im Kursus „Arbeitsrecht" findet am morgigen Donnerstag statt. Der Vortrag „Das deutsche Märchen" wird auf Donnerstag, 12. März, verschoben. (Siehe heutige Anzeige.) ** Oeffentliche Dücherhalle. 3m Februar wurden 1479 Bande ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1013, Zeitschriften 110, 3ugendschriften 84, Literaturgeschichte 4, Gedichte und Dramen 6, Länder- und Völkerkunde 108, Kulturgeschichte 2, Geschichte und Biographien 94. Kunstgeschichte 18. Naturwissenschaft und Technologie 17, Haus- und Landwirtschaft 2. Religion und Philosophie 9. Staats- Wissenschaft 10, Fremdsprachliches 2 Bände. Kirche und Schute. z Rödgen, 3. M'rz. Zu einer Weihestunde gestaltete sich das Kirchenkonzert, das der Verein für christliche Musik in Gießen unter Leitung seines Dirigenten Ni« berg all am Sonntagnachmittag in unserer Kirche gab. Der Diäserchor leitete seine Darbietungen mit einer Fantasie über ein geistliches Lied ein und schloß daran weich und rein w>rgetragene ernste Stücke von Decius. Haydn und Prof. v. Meier. Fräulein von der Heyd aus Dießen fang mit warmer, voller Stimme zwei Lieder von Frank und eine Arie aus 3. S. Dachs ..Gottes Wenn Ihre Empfehlungsanzeige in der Freitags- oder in der Samstag*» nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattunfl werben soll dann geben Sie sie bitte spätestens Im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags In der Geschäftsstelle auf Zeit". Pfarrer Dönnin g stellte in einer Ansprache das Leid, das über 3esus ging, in Parallele zu dem Leid, das oft die Menschen erfüllt Sneflasten öer Redaktion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) B. I. in 3- 1. Es empfiehlt sich, daß Ihre Bekannte die alten Dormundschaftsaktcn cinsieht, aus denen die Verwendung der Einnahmen des einstmaligen Mündels heroorgehen muß. Mündelgeld darf nur mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts von einer Kaffe abgehoben werden. Aus den Akten geht auch hervor, ob die Betrestende bei ihrer Volljährigkeit dem Vormund Entlastung erteilt hat 2. Teilen Sie den Fall wegen den verlangten Aus- kunstskosten dem zuständigen Kreisaml mit. Miete. 1. Da sich Ihr Schuldner zur Zeit in einer Irrenanstalt befindet, wird er einen Vormund, oder zur Besorgung seiner Vermögensangelegenheiten einen Pfleger haben. Erkundigen Sie sich dieserhalb bei dem Amtsgericht 2. Sie müssen den Verkauf des Pfandes dem Vertreter des Schuldners schriftlich androhen und dabei den Geldbetrag Ihrer Forderung angeben. Der Verkauf darf nicht vor dem Ablauf eines Monats nach der Androhung erfolgen. Wenden Sie sich alsdann an einen Gerichtsvollzieher, da öffentliche Versteigerung des Pfandes vorgeschrieben ist Sie können es nicht ohne weiteres verkaufen. 3. Wenden Sie sich an das Wohlfahrtsamt ob es eine Zahlungspflicht anerkennt. In erster Linie haben die Eltern für den Unterhalt ihres Sohnes aufzukommen. In dieser Beziehung bedarf die Sai> läge noch der Aufklärung. Gemeinschaftliches Testament Ein solches kann nur von Ehegatten errichtet werden. Es muß von einem derselben unter Angabe des Ortes und Tages vollkommen eigenhändig geschrieben und unterschrieben fein. Hiernach muß der andere Ehegatte ebenfalls eigenhändig und unter Angabe von Ort und Zeit die Erklärung zufügen, daß das Testament auch als (ein Testament gelten solle. Bei Testamentserrichtungen ist stets größte Vorsicht geboten. Es ist dringend geboten, das Gericht, ober den Notar, ober einen anberen Rechtskunbigen, zuzuziehen. Bei der Wichtigkeit des Aktes sind die Kosten oft ganz nebensächlich. SUHG MARDON .SSL ,A*e,NER yjiu-ow**' wwr— verv/irkVid'VJ uetreut im sO" ds, .n Hoch l°n(-u-igster 6en,°-.cht-würt'9e " bei s°r9t0aSchätzte le>ch ef| es. Kenner so 9 jahr« <(ne voll« Vrfenigst®? kedOn -1°b fobnk9e'an9. uts der ^.hotundzur^00 h giemsch ■ * *31 Zl fij *rfs-*** «ISS Makedon G.m.b.H., Fabrikniederlage Frankfurt a.M., Hanauer Landstr. 147/149, Tel. Carolus 40441 Generalvertretung: J> Meyer-Höckelli Frankfurt a.Me| Staufenstraße 2< Wir haben am gestrigen Tage unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Auguste Horeyseck Ww. im hohen Alter von 79 Jahren, nachdem sie einen glücklichen, zufriedenen Lebensabend im Altersheim zu Gießen vollbringen konnte, in aller Stille zur letzten Ruhe geleitet An dieser Stelle sprechen wir nochmals der Oberschwester und den Pflegerinnen des Altersheims für die liebevolle und aufopfernde Pflege unserer lieben Entschlafenen unseren herzlichsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen: Frieda Horeyseck Familie Franz Horeyseck Frau Luise Horeyseck-Klingelhöffer und Kinder Familie Gustav Horeyseck Familie Alfred Horeyseck. Wiesbaden, Dortmund, Gießen, Heuchelheim, Heilbronn, 4. März 1931. 01278 Danksagung Für die überaus grobe Anteilnahme bei dem Heimgange unserer treubesorgten Mutter, sowie die trostreichen Worte des Herrn Plärrers sagen wir aut diesem Wege unsern aufrichtigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Heinzmann. Gießen (Sonnenstraße 14), 3. März 1931. 01269 rische Seelische rische Räucherfische rische Marinaden rischer Fleischsalat Mayonnaise usw. empfiehlt E G. iKlernherrn i6o2D Babnboftirake til Telephon 3866 Kolonialwaren nttt 5O-Zo Edeka -Rabatt. Markusgemeinde Donnerstag. •r>. März, abends 8 Ubr, Markustaal: Vor trag von Reichsbahn- amunann Dörr über: „Vulehr in alte« und neuer Zeit" mit Viditbilbern. Musilal. Darbietungen. Jedertn nn ist herzlich ctnnclaben. Eintritt frei! [01*286] Eintriit frei! Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende Am Donnerstag, 5. März 1931, findet der letzte Dortrag im Kursus ^Arreits« recht" statt. Der Vortrag „Dao deutsche Märchen" wird auf Donnerstag, den 12. März d. 3-, verschoben. 1591 d Industrie-u.Handelskem 11er Gießen Nach kurzem schweren Leiden verschied mein lieber Mann, mein guter Schwager Ludwig Hahn Polizeidiener im Alter von 70 fahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Susanne Hahn, geb. Schäfer und alle Angehörige. Reiskirchen, den 4. März 1931. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 5. März, nachmittags 2 Uhr statt. 01279 im 85. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. 012 5 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 6. März, nachm. 3 Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt. Dortmund, Halle, Gießen (Löwengasse 5), den 4. März 1931. Gestern verschied sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel HerrRobertMarth Oonnerstag,denS.März1931, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier,zwangsweise gegen Barzahlung: fünf Sofas, sechs Vertikos, fünf Nähmaschinen, einen Rauchtisch, achl Tische, sieben Sessel, 24 Stühle, zwei Schreibtische mit Sessel, drei Chaiselongues, ein Grammophon, einen Teppich, ein Wirtschaftsbüfett, sechs Regulatoren, einen Spiegelschrank, vier Diwane, einen Wäscheschrank, eine Berkel-Schnellwaage, vier Bilder, einen Arzneischrank, ein Tischchen, einen Dauerwellenapparat, 40 verschiedene Bücher, eine Schreibmaschine, ein Büfett, eine Vitrine, sechs Spiegel, eine Hobelbank, eine Korbmöbelgarnitur, sechs Bettücher, zwei Horch-Personenwagen. 1600D Oern | Vermietungen | Mövl.Zlmmer Nähe Bahnhof und Kliniken a. verm. Hofmannstr. 7 1. | Mietgesuche | 3-4-Zimmer- Wohnung mit Küche zu mieten gesucht. Schr.Ang. u. 01271 an b. GH. 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März 193( Aießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Nr. 53 Zweites Blatt Oer 4. März ein kritischer Tag in der Geschichte Amerikas. Don (Earl Zimmermann Die erste aus Grund der DersassungSurkunde für die Vereinigten Staaten von Rordarnerika im Jahre 1788 veranstaltete Wahl eines Staatspräsidenten und eines ordentlichen Kongresses war am ersten Dienstag des Vovembermonais vorgenommen worden. Er st am nach st en 4. März sind die oeiden Häuser in der damaligen Bundeshauptstadt Philadelphia zusammengetre- tcn rmd hat George Washington förmlich das höchste Amt des neuen Bundesstaates übernommen. Die Verzögerung erklärt sich in der Hauptsache daraus, daß zunächst die Abgeordneten aus den Südstaaren noch mehrere Wochen durch ihre landwirtschaftlichen Arbeiten — die Baumwollernte pflegt in den Rvvemver zu fallen — auf ihren Farmen sestgeha.ten wurden, und dann die elenden Wege jener noch eisen- bahnlosen Zeit in dem schnecreichen Klima einen weiteren Aufschub nötig machten. Auch das noch ganz und gar nicht ..amerikanische Tempo", in dem die verfassungsmäßig vorgelchrievenen Ratifikationen der Bundesakte durch die dreizehn aufeinander äußerst eifersüchtigen Staaten eingingen. wirkte sich in jener Viermonatsspanne aus. Daß aber die zufälligen Termine von damals noch heute, nach bald hunder.undfünfzig Jahren, gewissermaßen als ein Gewohnheitsrecht beibehalten werden, erscheint doch nicht ganz zu recht als ein letzter Zopf. Man muh sich vielmehr erinnern, dah die amerikanische Verfassung kerne vorzeitigen Auflösungen der gewählten Parlamente gestattet. Die Rovemberwahlen aber näher an den 4. März hinauszuschieben, etwa auf den Februar zu verlegen, verbietet sich durch die Rotwendigleit. in den Wintermonaten die laufenden Geschäfte, insbesondere die Beratung des Haushaltes, abzuwickeln. Gin paarmal hat allerdings die verspätete Ablösung einer vom Vertrauen einer Dolks- mehrheit nicht mehr getragenen Regierung durch die schon vor der Tür stehende neugewählte schwere Gafahren für den Bestand des Bundes mit sich ge. rächt. Am schlimmsten in dem Krisenzahre 18 61. daS die Frage der Regersklaverei zur Entscheidung zu bringen bestimmt war. ES ist bekannt, dah die eingeborene Bevölkerung der westindischen Inseln gerade in dem Zeitpunkte ihrer Entdeckung an einer Krankheit rasch dahin- siechte, die das Schifssvolk des Evlumvus damals aus Europa eingeschleppt hatte. D.r Dominikaner Las C a s a s hatte, um die geschwächten Körper der Eingeborenen vor harter Fron- ar.eit für die spanischen Eroberer zu schonen, als Qlr^ejtet in den Pflanzungen lieber die kräftigeren Afrikaner verwandt. 3m Laufe der nächsten drei Jahrhunderte sind dann M.llionen von Schwarzen in die Länder der neuen Welt vor chleppt worden, die sich wegen ihrer klimatischen Beschaffenheit nicht für die Feldarbeit von Weihen eigneten. C samtausschusses u. a. mit der Frage der Abhaltung von Kongressen in Dad-Rau- heim. Der vor kurzem vom Finanzausschuß des Hessischen Landtags bestätigte Beschluß des hessischen Gesamtministeriums, wonach die Säle des staatlichen Kurhauses außer an Kongressen von Aerzten oder der Presse nicht zur Verfügung gestellt werden, wird von der hiesigen öfsentlichen Meinung allgemein bedauert und nicht verstanden. da hierdurch mangels geeigneter Anterbrin- gungsmöglichkeiten die Abhaltung von Kongressen in Bad-Rauheim sehr erschwert wird. Da von der hessischen Regierung bereits seit längerer Zeit dem hiesigen Verkehrsverein eine mündliche Rücksprache in dieser Angelegenheit zugesagt worden ist, will man sich bemühen, diese baldigst herbei- zuführen. Man erwartet hiervon eine Aenderung des Degierungsstandpunktes, um so mehr, als durch die Inanspruchnahme der Kurhausräumlichkeiten eine Störung des Kurbetriebes keinesfalls zu befürchten ist, da die Beratungen von Kongressen der in Frage kommenden Art nur vormittags stattzufinden pflegen. Gemeinderat in Schotten. v Schotten, 2. März. Der Bürgermeister legte ■ dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Voranschlag für Rechnungsjahr 1931 vor und erläuterte an Hand einer den Mitgliedern gegebenen Zahlenübersicht den neuen Haus halt. Der Voranschlag schließt je in Einnahmen und Ausgaben mit 191 000 Mark (im Vorsahre 201000 Mark) ab, die Gemeindeumlagen sind für das neue Rechnungsjahr auf 55 200 Mark gegen 59 000 Mark im Vorjahre veranschlagt. In der nächsten Sitzung wird sich der Gemeinderat näher mit dem Voranschlag, der eine Senkung der Umlagen um zirka 4000 Mark bringt, befassen. Der Turnverein beabsichtigt, das Innere der Turnhalle und des Festsaales neu herzustellen. Er gibt zu diesem Zwecke unverzinsliche Anteilscheine aus, hat sich auch an die Stadt mit der Bitte um Uebernahme von Scheinen gewandt. Es entspricht einem Bedürfnis, daß besonders der Festsaal zur Abhaltung der in Aussicht stehenden Tagungen und Feierlichkeiten würdig hergestellt wird. Die Wirtschaft in der Halle hat der Verein in elgner Regie übernommen. Der Gemeinderat wünschte, bevor er sich über die Beihilfe schlüssig macht, die Vorlage eines Voranschlags. An der Aufrechterhaltung des Zweckverban- des Schotten-Hungen hat der Gemeinderat, da die Zuschüsse bei der jetzigen Notzeit sich nicht rechtfertigen lassen, kein Interesse mehr. Von der Ministeriellen Anordnung, daß in Zukunft Kapitalaufnahmegesuche der Gemeinden nur berücksichtigt werden, wenn sie der vom Städte- und Landgemeindetag eingerichteten Zulassungsstelle vorgelegen haben, nahm der Gemeinderat Kenntnis. Landkreis Gießen. * Alten-Buseck, 4. März. Am gestrigen Dienstag konnte der Bürgermeister i. R. Wilhelm Körber, einer ber ältesten Bürger unseres Ortes, den8 6. Geburtstag feiern. Der Greis erfreut sich noch körperlicher und geistiger Frische. § Daubringen, 3. März. Am Montag wurde in dem Steinbruch der Firma Scheidthauer & Giebing in Marnzlar die Arbeit wieder ausgenommen. Bisher wurden zwölf Erwerbslose eingestellt. -s- Rödgen, 3. März. Aus der jüngsten G e - meinderatssihung ist zu bericyten: Die vorn Kreisamt vvrgeschlagenen Steuersätze für das Rechnungsjahr 1930 hatten nicht die Genehmigung des Ministeriums gefunden. Es verlangte die Senkung der Gewerbe- steuersätze für Gewerbekapital von 169 auf 125 Pf., für Gewerbeertrag von 700 auf 500 Pf. Der Ausschlagsah 100 Pf. für land- und forstwirtschaftlich genutztes Gelände wurde belassen. Der entstehende Einnahmeausfall soll durch Erhöhung des Satzes für Gebäude von 38 auf 44 Pf. gedeckt werden. In der Gemarkung Rödgen, die zur Zeit im Feldbereinigungsversa^v*" steht, soll gleichzeitig eine Katastervermessung für die nicht zu bereinigenden Gemarrungsteile vorgenommen werden. Der Gemeindevorstand konnte sich hiermit nicht einverstanden erklären, da die Kosten über die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde und der Bürger hinausgehe. Zwei Anträge von hiesigen Bürgern, die die Anbringung einer Straßenlampe in der Friedrich-Ebert-Stratze sowie die Erhöhung des Kamins des alten Backhauses wegen Rauchbelästigung fordern, wurde abgelehnt. Die Anträge der ausgesteuerten Erwerbslosen wurden der Fürsorgekommission zur Prüfung überwiesen. 4- Grünberg, 2. März. Am Sonntag hielt der Ortsgewerbeverein in der Wirtschaft „Zum Taunus" seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Schlossermeister Heinr. Schmidt II., erstattete den Jahresbericht. Die Rechnung schloß mit einem kleinen Heberschuh ab, außerdem besteht beim hiesigen Vorschubverein noch ein Guthaben von über 100 Mk. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Schmiedemeister L. Frank, Schreinermeister Fr. Gehringer und Schmiedemeister W. Schomber wurden wiedergewählt. Ebenso wurde der Gesellenprüfungsausschuh in seiner seitherigen Zusammensetzung wieder für die drer nächsten Jahre belassen: Lehrer Wenzel als Vorsitzender, Spenglermeister Julius V o n - E i f f als Stellvertreter, ferner Schreiner- meister E. Lein, Zimmermeister Gg. 3. Haas, Schuhmachermeister A. Großhaus und Steinhauer H. S ch m i d t IV. als Beisitzer. Eine längere Lürssprache knüpfte sich schließlich an die Frage der Gestaltung der Reichshandwerke r w o ch e vom 15. bis 22. März. * Lich, 3. März. Der Ortsgewerbeverein L i ch hielt bei Mitglied Hch. Schmidt X. seine ordentliche Generalversammlung ab, die stark besucht war. Der erste Vorsitzende, Schlossermeister Fritz Schmidt, leitete die Versammlung und gedachte des verstorbenen Vorstandsmitgliedes, Küfermeister Gustav O h l e m u h. Die Rechnungsablage ergab einen befriedigenden Stand der Finanzen. Die allgemeine wirtschaftliche Rotlage, ganz besonders die Lage des Baugewerbes, wurde eingehend besprochen und dabei der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Gelder der Hauszinssteuer von der Regierung restlos für Bauzwecke zur Verfügung gestellt werden. Rach einer Aussprache über die Wirtschaftslage wurde die Versammlung geschlossen. Kreis Büdingen. △ Bleichenbach, 2. März. Im hiesigen Gemeindewald wurde eine Polizeijagd auf Wildschweine abgehalten, an der 20 Schützen tejjnahmen. Vier Schwarzkittel von ansehnlichem Gewicht wurden hierbei zur Strecke' gebracht. Preußen. Kreis Wetzlar. Z Krofdorf, 2.März. Die Gemeindever- t r e t u n g von Krofdorf-Gleiberg hat in ihrer letzten Sitzung folgendes beschlossen: Die Flurhüterstelle der Gemeinde soll zur Bewerbung ausgeschrieben werden. — Christian Steiß (Gleiberg) soll für ein in der Inflation erhaltenes Baudarlehn eine geringe Aufwertung zahlen. — Die Vertretung nahm Kenntnis von einem Schreiben des Kreistiefbauamts über den Stand der Wasferleitungs-Er- weiterunasarbeiten und über die voraussichtlich entstehenden Gesamtkosten. Die Aufnahme einer neuen Anleihe wurde bis zur Klarstellung der Kosten für die bisher geleistete Mehrarbeit abgelehnt. Dem erforderlichen Grunderwerb für die Wasser- leitungs-Erweiterung stimmte die Vertretung zu. — In der Sportplatzfrage erhielt die Vertretung Kenntnis von dem Schreiben der Oberförsterei wonach die Errichtung eines Sportplatzes in der Krokel nicht empfehlenswert ist. Es wurde nun der Walddistrikt Eichwald in Erwägung gezogen. — Die G e ° merbefteuer soll für das Rechnungsjahr 1931 nach den bisherigen Bemessungsgrundlagen der Gewerbeertrags- und Kapitalsteuer erhoben werden. • SJlxfport Um die Bezirksmeisterschast. (Ein Fußball-Grohkampf auf dem VfB.-Plah. Der Waldsportplatz ist am kommenden Sonntaa der Schauplatz eines Fußball-Großkampfes. Nach amtlicher Verfügung gelangt das Spiel um die Bezirksmeisterschaft in Gießen zum Austrag. Borussia Fulda und S. C. 03 Kassel, der Meister der Nordgruppe, stehen sich gegenüber und dürften sich einen Kamp sliesern, der für Gießen nichts Alltägliches bedeutet. Das Spiel selbst wird bis zur Entscheidung durchgeführt. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Aus Antrag des Spiel- und Sportvereins Ehringshausen (Kreis Wetzlar) wurde das für vergangenen Sonntag an gesetzte Verbandsspiel auf den 8. März verlegt. Die Mannschaft von Großen-Duseck war deshalb spielfrei. $. <5p. 23. 1026 Steinbach. Steinbach I — Garbenleich I 1:1. Beide Mannschaften lieferten sich am vergangenen Sonntag unter der vorzüglichen Leitung des Schiri Beck (Gießen) einen stets flotten, meist ausgeglichenen Kampf. Steinbach konnte kurz nach Beginn durch seinen Mittelläufer in Führung gehen. Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt. Garbenteich drückte nun mehr und konnte auch kurz vor Schluß mit viel Glück und durch einen Fehler der Steinbacher Verteidigung zum Ausgleich kommen. Obwohl Steinbach jetzt überlegen spielte, blieb ihm doch der verdiente Siegestreffer versagt. Geräiemeisterschassen des Turngaues Wetterau. In Obbornhofen fanden am Sonntag die Gerätemeisterschaften des Turngaues Wetterau statt. Der erste Vorsitzende des Turnvereins Obbornhofen, Adolf Reih, begrüßte die Turnfreunde. Der erste Vorsitzende des Turngaues richtete einige beherzigenswerte Worte an die Kampfturner. Unter den Klängen eines schneidigen Marsches traten die Turner zum Kampfe an. Geturnt wurde an Pferd und Darren, außerdem wurden Freiübungen und Hebungen an Handgeräten verlangt und schließlich noch am Reck geturnt. Die einzelnen Leistungen, die bei diesem Wettkampf erzielt wurden, konnten als sehr gut bezeichnet werden. Die Hebungen wurden sehr exakt durchgeführt und stellten die ernste Arbeit, die in den Turnvereinen des Gaues geleistet wird, unter Beweis. An die Wettkämpfe schloß sich die Preisverteilung an. Die Ergebnisse waren folgende: Pferd: 1. Rohrbach (Leihgestern), Willy Strauch (Dauernheim); 2. W. Schmidt (Leihgestern); 3. K. Velten (Leihgestern). Darren: 1. Willy S trauch (Dauernheim); 2. H. Volk (Leihgestern); 3. W. Häuser (Leihgestern). Freiübungen und Handgerate- Hebungen: 1. Pi Hasch (Friedberg-Fauerbach); 2. Eichenauer stDauernheim); 3. Kohlmeier (Friedberg-Fauerbachs. Reck: 1. Reinhold Kammerer (Obbornhofen); 2. Billasch (Friedberg-Fauerbach); 3. Eichenauer (Dauernheim). Handball in T. V. Treis. Treis I — Dutenhofen I 5:0 (4:0). Am Sonntag war die erste Mannschaft des Tv. Dutenhofen in Treis zu dem fälligen Der- bands-Aufstiegspiel zu Gast. Es entwickelte sich sofort bei Beginn ein sehr flottes Spiel. Treis ging bereits zur Halbzeit mit 4:0 in Führung. Dem Spielverlauf nach hätten die Gäste ein Ehrentor wohl verdient. wieseck I — Burkhardsfelden I 1:1 (1:0). In Wieseck standen sich die ersten Mannschaften der Turnvereine Wieseck von 1862 und Burkhardsfelden zum fälligen Derbandsrückspiel gegenüber. Es war ein harter, aber nicht unfairer Kampf, den sich die in ihrer Gesamtheit fast gleichwertigen flinken Mannschaften lieferten. Anfangs waren die Gäste im Zusammenspiel leicht überlegen. Wieseck hatte trotzdem mehr Schußgelegenbeit, auch wurde der Kampf nach und nach ausgeglichener. Kurz vor Halbzeit gelang es den Gastgebern, das Führungstor zu erzielen. Bei dem Stande 1:0 wurde gewechselt. Nach der Halbzeit waren beide Mannschaften verwirrt und unruhig. Zuweilen zeigte sich wieder eine leichte Heber- legenheit der Gäste. Etwa zehn Minuten vor Schluß gelang es ihnen, mit einem Wurf von 20 Meter den Ausgieich zu erzielen. Bei dem weiterhin ausgeglichen nen Spiel gelang es keiner Mannschaft, eine Aenderung des Resultats herbeizuführen. Das Ergebnis muß als gerecht angesprochen werden. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Gießen I - Wieseck I 4:1. Am Sonntag standen sich zwei starke Gegner auf dem Trieb im Freundschaftsspiel gegenüber. Während die Einheimischen mit ihrer stärksten Garnitur aufwarteten, versuchte es Wieseck mit einer Reuaufstellung, die jedoch nicht ganz befriedigen konnte. 2n der ersten Spielhälfte wurde nahezu Gleichwertiges geleistet, nach dem Seitenwechsel lieh sich aber die Wiesecker Mannschaft durch die Entscheidungen des Hnparteiischen aus der Fassung bringen und fiel mehr und mehr ab. Ein flottes Hin und Her eröffnete die Spielhandlung. Auf beiden Seiten wurden aber zunächst die sichersten Torchancen ausgelassen und erst in der 20. Minute konnten die Gießener durch einen Fehler der Gästeverteidigung zum Führungstor gelangen. Sodann kamen aber die Wiesecker etwas auf und vermochten den Ausgleich noch vor dem Wechsel herzustellen. Rach der Pause beherrschte abermals zunächst ein gleichverteiltes Mittelfeldspiel den Platz, Gießen gelangte ein zweitesmal zum Erfolg und in der Folge nahm das Spiel an Schärfe zu. Die Plahbesitzer gingen nun ihrerseits körperlich mehr aus sich heraus, während die Gäste mehr und mehr abfielen. Als die Hiesigen durch ein Tor aus Abseitsstellung, daß der Schiedsrichter als gültig entschied, weiter in Vorteil traten, war die Widerstandskraft der Wiesecker gebrochen. Der Mittelläufer der Hiesigen verwandelte einen schöq getretenen Strafstoß zum vierten Erfolg. Gießen III — Grvhen-Linden I 3:3. Dor dem obigen Spiel lieferten sich diese beiden Mannschaften ein Freundschaftsspiel. Gießen, verstärkt durch eine Anzahl Spieler der zweiten Mannschaft, war vorerst den Gästen etwas überlegen und erzielte ein Halbzeitresultat von 2:1. Rach Wechsel kam dann Grotzen-Linden besser auf und vermochte bald den Ausgleich herzu- stellen sowie die Führung zu übernehmen. Erst kurz vor Schluß konnte Gießen durch einen Elfmeter den Ausgleich erzielen. Schauschwimmen im Vottsbad. Veranstalter: Schwimmabteilung des To. 1846. Mit einer großzügig angelegten Werbever-- anstaltung wartete die Schwimmabteilung des Turnvereins von 1846 den zahlreich erschienenen Zuschauern auf. Schwimmwart Sauer hatte unter der tatkräftigen Unterstützung seiner Vorschwimmerschaft eine Darbietunassolge zusammengestellt, die die Idee des Turnerschwimmens ins rechte Licht rückte, nämlich den Gedanken der Einzelleistung hinter die Arbeit der Allgemeinheit zurücktreten zu lassen. Die Brudervereine Marburg 1860, Wetzlar und Tgm. Friedberg schlossen sich diesem Gedanken- gang rückhaltlos an und durch ihre Mitarbeit wurde die angestrebte Breitenarbeit der DT. nachdrücklich unter Beweis gestellt. Einleitende Wort»-h^ ersten Vorsitzenden galten zunächst den im Weltkrieg ge- allenen Turnbrüdern. Nicht weniger als neun Staf- eln, immer von fast allen beteiligten Vereinen be- tritten, tarnen zur Durchführung. Es wurde dem Sinne der Veranstaltung durchaus gerecht, daß nicht mit Stoppuhr und peinlich genauer Kontrolle die Sieger festgestellt wurden, sondern daß die Zusammenarbeit äußerlich sichtbare Form in der Beteiligung und Ableistung der vorgeschriebenen Strecke ihr Genügen fand. So soll auch hier nicht statistisch festgehalten werden, welche Schwimmabteilung die meisten Siege an ihre Dereinsfahne heften konnte, sondern lediglich festgestellt werden, daß die vier beteiligten Schwimmabteilungen mit ihrer Arbeitsweise sicher auf dem rechten Wege sind. Das Springen der Knaben und Mädchen war auf kindertümlicher Grundlage aufgebaut; es verriet zielsichere Arbeit und stellte auch schon manchem der Kleinen das Zeugnis „gut" und sogar „sehr gut" aus. Das Springen der Turner und Turnerinnen dagegen konnte jeben, auch den Fachmann, durchaus befriedigen; auch hier konnte eine starke Beteiligung aller vier Abteilungen festgestellt werden. Das Figurenlegen der Turnerinnen der 1846er zeichnete sich durch große Exaktheit aus und fand ebenso wie die unter turnerischem Einfluß stehende Darbietung an den Schaukelringen dankbare Anerkennung. Dielleicht lind die Turner an den Ringen anfangs „zu scharf ins Zeug gegangen", d. h. sie haben sofort mit zu schwierigen Dingen aufgewartet, während es sicher bei einfacheren Hebungen zu einer größeren Beteiligung gekommen wäre. Eine durchaus lobenswerte und das Programm in guter Hinsicht bereichernde Darbietungsfolge waren die einfachen Hebungen der Nichtschwimmer. Sie haben sicher am meisten geworben, denn wenn die Erwachsenen erst wissen, wie vorsichtig und wie natürlich die Kinder das Schwimmen beigebracht bekommen, dann ist der Entschluß, das Mädel oder den Jungen zum Schwimmen zu schicken, von den Eltern viel leichter gefaßt. Das Tauchen, eine Hebung die besonders auf dem Gebiete des Rettungsschwimmens eine besonders wichtige Rolle spielt, wurde ebenfalls gezeigt. Auch das Wafferballfpiel kam zu seinem Rechte. Zwei Spiele wurden durchgeführt; hierbei zeigten die Mannschaften des veranstaltenden Vereins das bessere Können; sie siegten verdient: die zweite Mannschaft 5:1 und die erste 3:1. Durch eine humoristische Einlage: „Hagenbecks rechte Hand" kamen auch die Zuschauer, die Freude an gesundem Humor hatten, auf ihre Rechnung. Das diesjährige Schauschwimmen des Turnvereins von 1846 dürfte die gehegten Erwartungen nicht nur erfüllt sondern auch übertroffen haben. Kurze Sportnotizen. Deutschlands Hockey elf gegen H o l. land am 8. März wurde jetzt wie folgt aufgestellt: Brunner; Ueberle, Zander; Peter, Hobein, Hardeland; Mehlitz, Müller, K. Weiß, Scherbart und Wollner. # Die bayerische Amateurborstaffel folgte am Freitag einer Einladung nach Arosa, wo sie gegen eine Schweizer Mannschaft antraten und erwartungsgemäß mit 12:4 Punkten überlegene Sieger wurden. Aus dem Amtsverlündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt 01 r. 15 vom 3. März enthält: Verzeichnis der Gemeinden des Kreises Gießen in denen die Bürgersteuer eingeführt ist. — Die Erhebung einer Biersteuer in der Gemeinde Haufen und Trais-Horloff. — Dienstnachrich'en. (Schluß des redaktionellen Teils.) Sprechstunden ver Redaktion. 11.30 bif 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen. Die Giuhlirägheii In der ärztlichen Fachpresse hat vr. meck. Haase, Berlin, Facharzt für innere Krankheiten, im Dezember 1930 eine auf jahrelange Er ahrungen in der Praxis gegründete Abhandlung „Heber Stuhlver- stopsung und Abführmittel" veröf entlicht Seinen Ausführungen ist zu entnehmen, daß zur Beseitigung der Stuhlträgheit am zweckmäßigsten ein Abführmittel Anwendung findet, das prompt und dabei doch mild wirkt und auch bei längerem Gebrauch den Darm in keiner Weise schädigt. Das Mittel muß leicht einzunehmen sein und darf keine üblen Nebenerscheinungen haben wie schlechten Geschmack, Bauch- kneisen usw. Diesen Erfordernissen entsprechen die bewährten Apotheker Richard Brandts Schweizerpillen in jeder Hinsicht. Sie sind ausschließlich aus unschädlichen pflanzlichen Bestandteilen zusammengesetzt und wirken angenehm und zuverlässig abführend ohne irgendwelche lästigen Begleiterscheinungen. Sie können auch längere Zeit hindurch unbedenklich eingenommen werden. „So war es mir", schließt Dr. Haase seine Betrachtungen, „fast immer leicht möglich, durch Verstopfung bedingte Beschwerden wie Mattigkeit, Müdigkeit. Verstimmung, Gereiztheit, nervöse Depressionen, Angstgefühle, Schlaflosigkeit, Blutandrang nach dem Kopfe, Magen- und Darmsülle und Appetitlosigkeit durch Anwendung von Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen zu beheben und die Verstopfung endgültig zu beseitigen." gesteckt. marie schlug beide Hände vor das zuckende Gesicht. I Furchtsam blickte Anwmmne auf dre Frau die, Dann ak^r, als ein Herr sie ansprach, hastete ' als sie sah, daß ihr Schützling nicht mehr schlief. Und ganz deutlich spürte sie noch seine Nähe, spürte fie einen gewaltigen Willen. Und Annelie endlich weiter, immer weiter, immer tiefer I in die unbekannte, fremd« Stadt hinein und wagte doch nicht, irgendwohin zu gehen, weil sie nicht wußte, ob ihr Geld reichen würde und weil sie sich vor all den fremden Menschen fürchtete. Und um sie her brandete das Leben mit all seinen guten und bösen Leidenschaften. Annemarie von Wendsbrück hetzte weiter, ein armes, verlassenes Geschöpf. Und kam wieder im Hafenviertel an. Gekannte es entsetzt im letzten Augenblick, brach ohnmächtig zusammen ... Der Mann der das Lachen verlernt hat. Roman von Gert Rothbera. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) 22 Fortsetzung Nachdruck verboten Kent bestieg seinen Wagen, nachdem er dem kleineren Herrn herzlich und freundschaftlich die Hand gedrückt, und fuhr fort. Und Annemarie hörte ganz deutlich,. wie der Zurückgebliebene murmelte' __ „ „ . . „Kent ist unheimlich. Mein Gott, was meinte er nur um alles in der Welt mit den EvanS- Attien't Don diesen Teufelspapieren hat man doch die ganze letzte Zeit über schon an der Dörse gezittert? Was mag Kent nur metncnf Man kann sagen, was man will: er ist der Wille des Ganzen. Er kennt alles, er besitzt alles, er lenkt alle nach seinem eisernen Willen. Hm. hm' Wir sind, bei Lichte besehen, Puppen, die er nach Belieben tanzen läßt. Mir scheint, in dem Kentschen Marionettentheater wird in Zukunft auch Grian eine Hauptrolle spielen. Direkt unheimlich ist Kent. Unheimlich, sage ich." Als er dergestalt seinem Herzen Luft gemacht, ging er mit kleinen, trippelnden Schritten dem Hause zu. Und er war maßlos entsetzt, als er Mister Grian freundlich begrüßte und dabei sagte: „Kent wollte eigentlich mitkommen. Doch im letzten Augenblick ging's dann doch nicht. 3a, also, ich sott Ihnen sagen, daß Kent sich freuen wird, Sie bei sich zu begrüßen. Er möchte gern wegen der in letzter Zeit soviel Aufregungen bringenden Evans-Aktien mit Ihnen sprechen." iSnxin wurde bleich und fragte mit zitternden Lippen: „Wegen der Evans-Aktien? Kent? Er will mich wegen der Evans-Aktien sprechen? Er? Dann bin ich verlorenl Mein Himmel, mir wird aber schlecht! Führen Sie mich doch, bitte, ein bißchen an die frische Luft." 3a, da war der kleine dicke Herr sehr entsetzt gewesen. Und Grians Erschrecken bestätigte es chrn, daß Kent mit dem Teufel im Dunde sein mußte. Wie hätte es anders sein können? * » * Draußen aber stand noch lange ein schlankes, blasfeS Mädel, hörte noch immer im Geiste die. kurze, bcfehlsgewohnte Stimme und sah ein finsteres. schönes Männergesicht. Und wußte, daß der, den man mit Kent anredete, keine hinterhältigen Geschäfte wollte, und daß er ein König unter den Menschen schien. sich aand hereinschob und. ein freundliche- Lächeln im Gesicht, sich über sic neigte. .Das ist schön, daß Sie wieder obenauf sind. Gut, daß der kleine Fihmaurice Sie gefunden hat. Das ist ein lieber, ehrlicher Dursche. Es gibt nämlich hier in Neuyork genug Stätten, wo man ein junges Mädchen mit offenen Armen ausgenommen hätte. Es kriechen genug verdäch- tige Gesellen im Hafen umher, die für derartige Machenschaften den Schlepper abgeben. Nun, jetzt sind Sie geborgen wie in Abrahams Schoß. 3eht sollen Sie sich erst mal erholen." ,3ch danke Ihnen. Ich heiße Annemarie von D^mdSbrück und bin aus Oesterreich hierher gekommen 3ch sollte bei der Freundin meiner verstorbenen Mutter eine Stelle als Gesellschafterin antreten. Die Dame ist inzwischen mit dem Auto tödlich verunglückt. Und — da — wußte ich nicht, wohin." Die kurze Erklärung war etwas lückenhaft, aber Miß Doyle dachte sich das übrige hinzu, denn sie war wirklich eine sehr kluge Frau. „Na. da ist es ja doppelt gut, daß Sie hier sind. Don hier aus wird sich schon was finden Bleiben Sie ruhig noch ein bißchen im Bett! Ich werde Ihnen gleich das Frühstück bringen." .Eie find sehr freundlich. Doch — waS kostet das Frühstück? Ich besitze nur noch fünfzehn Dollar und einige Kronen." .Geld schändet nie! Der kleine Fihmaurice wollte auch seine Ersparnisse verwenden, damit Sie hierbleiben können. Einen Augenblick." Hinaus war fie. Gleich aber kam sie wieder zurück, auf einem Tablett Tee und Gebäck tragend. .So, hier! Ich denke, daß Ihnen dann ganz gut fein wird, wenn Sie gefrühstückt haben. Hier ist die Klingel. Ter Kleine Witt Sie dann natürlich auch mal sprechen, wenn Sie sich erholt haben werden." Sie nickte dem Mädchen freundlich zu und ging. Aach einer halben Stunde kam sie wieder, mit erhitztem Gesicht. .Einen Aerger hat man mit den Kerls. Und die Mädels sind auch alle frech und verdorben. Denken Wunder was sie sind, und verjuxen jeden Dollar, den sie verdienen. Es ist schon ein Kreuz mit der heutigen Iugend. Da, nun stehen Sie mal auf, wenn ich bitten darf, und kommen Sie mit zu mir hinüber. Tort können Sie sich frisch machen." Wortlo« tat das Mädchen, wie ihm geheißen war. Wenig später war Annemarie fertig angezogen und wartete auf den kleinen Matrosen, der sie im Hafen gefunden hatte in der letzten Nacht. Er kam auch bald und verneigte sich schüchtern, dabei mit heimlichem Entzücken in ihr schönes, schmales Gesicht sehend. .Ich danke Ihnen sehr, Mister Fihmaurice, sagte das Mädchen herzlich und streckte ihm die Hand entgegen, die er nahm und warm drückte. .Cs war doch Menschenpflicht", sagte er dann einfach und setzte sich ihr gegenüber tn den zerschlissenen Sessel. , „Ich habe noch Gepäck. ES befindet sich im Hause von Mister Behrends." Und sie nannte noch die genaue Adresse. „Tas Diertel der reichen Leute", nickte bet kleine Matrose. Und dann setzte er hinzu: .Ich werde daS Gepäck also hierher besorgen. Wenn ich gefragt werden sollte, wo —" Annemarie hob die Hände hoch. »Sagen Sie es nicht, wo ich mich besinde. ES ist nur noch der Sohn der Tome dort. Er braucht es nicht zu willen, daß ich hier bin.“ Ter fiebzehnjährige junge Mensch mit dem seltsam alten, wissenden Gesicht, sah ihr mitleidig in die Augen Er wußte schon, warum sie so allein und schutzlos im Hasen zusammengebrochen war. Er war feit längerer Zeit kränklich, und der Kapitän des Schiffes, auf dem er als Schiffsjunge gefahren war, hatte ihn an Land gesetzt, well er meinte, daß sich der Iunge dort bellen erholen könnte. Es wurde aber eigentlich nicht besser, doch der kleine Irländer wußte, daß er das Hebel feiner Familie, die Schwindsucht, geerbt hatte. Gr wußte auch, daß es vielleicht einmal sehr schnell mit ihm gehen konnte. Nun, es war an ihm nichts verloren, aber daß er eine gute Tat vollbringen durfte, ehe er starb, war ein be- glückendÄ Gefühl. Wie wunderschön dieses junge Mädchen war! Warum war er nicht einer der vielen reichen Männer, die ein am,cs Mädchen heiraten konnten und es dann in Liebe und Reichtum einhüllten? Aber er, der arme, kranke, kleine Matrose hatte keine Wünsche zu hegen. Er würde niemals zu diesen beneidenswerten Männern gehören. Als Annemarie im Lause des Gesprächs erwähnte, daß sie zwanzig Iahre alt fei. fchon bald einundzwanzig, da blickte er sie ganz ungläubig an. .Ich dachte — siebzehn", sagte er fieinlaut. Da lächelte daS Mädchen zu ihm auf. „Sie handeln an mir wie ein lieber, kleiner Bruder." Bruder? Der kleine Matrose hing dem Klang deS Wortes ein Weilchen nach, dann sagte er: .Wenn ich doch Ihr Bruder wäre!" „Ich habe keine Geschwister. Sie sind also von heute an mein kleiner Bruder, den ich lieb gewinnen werde." Und der kleine Ire, der feinen Eltern davongelaufen war, weil man ihn daheim immer schlug — die Eltern, die neun Geschwister, die Großmutter, alles, alles ließ seine üble Laune an dem kleinen Nachkömmling aus, dem man es bei jeder Gelegenheit merken ließ, wie überflüssig sein Erscheinen auf der Welt gewesen war —, der sagte dankbar: „Ich will Ihr Bruder fein.“ I < Fortsetzung folgt.) Die kleine, dicke Wirtin im DoardingshauS sah mißbilligend auf den jungen Matrosen. „Ich weiß nicht, wie Sie dazu kommen, mir das Mädel ins Haus zu bringen. Wo Sie feit Monaten selber keine Arbeit haben und obendrein noch krank find." „Ich sagte Ihnen doch, daß ich sie im Hafen fand. Ohnmächtig! Würden Sie denn ein ohnmächtiges Mädel liegenlaffeix? Die Miß stammt übrigens wohl von helleren Leuten; man sieht es an der Kleidung." „Na ja, ist ja gut. Aber sagen Sie mir doch, was nun toerben soll? Man weiß doch zunächst gar nicht was eigentlich los ist mit ihr, und mit der Polizei will ich nichts zu tun haben." „Die kommt ja auch nicht übermäßig gern au Ihnen, Mrs. Doyle. Sie haben ein gutes Mundwerk. Aber nun mal ernsthaft: Das Mädel bleibt hier! Wo soll sie denn auch sonst hin? Ich habe noch Ersparnisse, und dann werden wir ja weiter sehen. Die kleine Kammer ist ja leer. Wenn Sie dort ein sauberes Bett zurechtmachen, wird eS ja einstweilen genügen." Die Wirtin sträubte sich noch ein bißchen, dann aber war sie einverstanden damit. Und es dauerte nicht lange, da lag Annemarie von Wendsbrück in einem sauberen Bett. Als sie erwachte, war sie allein MrS. Doyle hatte viele Kostgänger und mußte sich um deren Frühstück kümmern, denn es war mittlerweile Morgen geworden. Das junge Mädchen sah sich verwundert um. Wo war sie mir? ____ Da kam ihr aber auch schon die Erinnerung zurück. Sie wußte plötzlich wieder alle- — alles und schluchzte bitterlich. Im Hafenviertel war sie zuletzt gewesen, nachdem sie lange, lange gelaufen war. Aber wie kam fie hierher? Weiß getünchte Wände ohne jeden Schmuck, ein kleiner Tisch, ein Stuhl, daS Bett, sonst nichts. Wo war sie nur? Da ging die Tür auf, und ein etwas struppiger Frauenkopf wurde vorsichtig durch die Tür .... auch an Konservengemüse MAGGPWürze --- 'Schon, wenige Tropfen greniigren. ~ ■ ~~ - - • Lupus Liechten, Veinieiden (Spezialbehandlung nach der Kamperschen Heilmethode. Sei unseren geheilten Patienten können alle Leidende jederzeit Rücksprache halten. Auskunft kostenlos und unverbindlich. Refovm-Älmbulaiovium Schühcnflraste 50. 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Juni 1893, das Aerdingungsweien betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen, sowie die hiesigen Lieferungsbedingungen liegen nur am 9. und 10. März 1931. vormittags von 9 bis 12 Uhr, bei uns offen. Die Angebotsformulare können gegen Erstattung der Selbstkosten von uns bezogen werden. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebot zu der am 3. März 1931 ausgeschriebenen Lieferung" bis zum Eröffnungstermin JtcUag, den 20.2Tlärj 1931, vormittags 10 Uhr, hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Die einzureichenden Warenmuster müssen getrennt von den Angeboten verpackt und mit der Aufschrift: „Muster zum Ausschreiben vom 2. März 1931" versehen sein. Gießen, den 3. März 1931. Direktion der Landes-Heil- und Pflegeanstatt Gießen. Lieferungsvergebung. Für die Provinzial-Pflegeanstalk Ober- Hessen soll für die Zeit vom 1. April 1931 bis 31. März 1932 auf dem Wege öffent- licher Ausschreibung vergeben werden: Die Lieferung von: 15931) 1. Fleisch., Wurst, und Fettwaren, 2. Backwaren, 3. Butter und Margarine, 4. Milch und Eier, 5. Heizmaterial. Die Lieferungsbedingungen können auf unserem Amtszimmer täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags eingesehen werden. Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 14.2Hät) 1931, vormittags 11 Uhr, elnzureichen. Zu- schlagsfrist fünf Tage. Gießen, den 3. März 1931. Direktion der Provinzial-Pflegeanstatt. NächsterWeb- Unterricht auf Webrahmen am 9.» 10., 12. u. 13. März Webwolie bei: C.Röhr&Co. ________________1597 A ZagS-Verpachtung. Samstag, den 14. März 1931, vormittags 11 Uhr, wird die Jagb der Gemeinde Ruppertsburg auf weitere neun Jahre in der Wirtschaft des Karl Schlörb I. verpachtet. Die Größe des Jagdbezirks umfaßt 2600 Morgen Feld und 1760 Morgen Wald. Bedingungen werden im Termin bekannt- gegeben. 1437V Ruppertsburg, den 24. Februar 1931. Hessische Bürgermeisterei Ruppertsburg. ____________Högy.____________ Freiherr Riedeselsches Revier Oberwald. Ruhholzversteigerung Samstag, den 7. März 1931, werden von vormittags 10 Uhr ab in der Gastwirtschaft Schäfer zu Engelrod aus den Di. strikten Weiden, Dörner. Münchenhain, Hirzenhain, Rebgeshainer aller Schlag, Knoblochsplatte, Unterster Herrnhaag, Zwirnberg, Kunzenholz, Forstwiefenkopf, Eschenholz und Echulteswiesenzipfel versteigert: 1587V Eiche: Stämme: 2 Stck. 1. SU. = 0,27 lm, 64 Stck. 2. Kl. = 22,76 fm, 20 Stck. 3. Kl. = 16,68 km, 3 Stck. 4. Kl. = 2,10 fm. Ruche: Stämme: 4 Stck. 3. Kl. = 3,25 fm, 3 Stck. 4. Kl. -- 3,85 km, 2 Stck. 5. Kl. ■ 1,85 fm, 20 an Nutzscheit. Esche: Stämme: 1 Stck. 2. Kl. = 0,28 km, 10 Stck. 3. Kl. = 6,80 fm, 3 Stck. 4. Kl. = 3,85 fm, 1 Stck. 6. Kl. = 1,81 fm. Ahorn: Stämme: 5 Stck. 2. Kl. = 1,45 fm, 4 Stck. 3. Kl. = 2,46 fm, 2 Stck. 4. Kl. = 1,11 fm. Lärche: Stämme: 2 Stck. 2a-Kl. = 0,75 fm 3 Stck. 2b-Kl. = 2,52 fm, 5 Stck. 3a.SU. - 5,05 fm, 6 Stck. 3b°Kl. = 10,59 fm, 1 Stck. 4a.SU. = 1,45 fm, 1 Stck. 4b-Kl. = 2,70 fm, 2 Stck. 5. Kl. - 3,40 fm. Es wird gebeten, das Holz vor der Versteigerung zu besichtigen, da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft erteilen d.e Herren Förster Schnell Lanzenhain, und Rotz e m e r, Engelrod, sowie die Unterzeichnete. Die unterstrichenen Nummern werden nicht ausgeboten. Engelrod, den 1. März 1931. Freiherr Riedefelsche Revierverwaltung. miiiiiiiiiiiiiiuiiimiiiiiiiiin Kurzneschnmenes Mliol. z liefen 1490D Damplsägewerk Lollar Nubn. A. G. llllllllllllllllllllllllllllllllim Schleifen Sie Ihre geistigen Waffen für den harten Kampf uitu Dasein. Eine gründ!. Handels Schulbildung In unseren bewahrten Anstalten bringt Sie schneller rorwlrts Neubeginn i 14. April. 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Blumen 1 Speiseteller, Goldrd., tief oder flach 2 Frühstücksteller, gerippt. 1 Salatbesteck, 2tlg., Kunsthorn, groß 6 Kaffeelöffel, rein Aluminium 1 groß. Stück Rasierseife oder Rasierpinsel 1 Stück prima Kernseife, 360 g 2 Rollen a 50 Bl. fettdicht. Butterpapier 1 Aschenbecher, vernickelt oder vermessingt 1 echt Mexiko-Bast-Einkaufstasche, groß 1 Tablett für 6 Gläser, graviert 1 Handfeger, Kokos, groß 1 Flasche gutes Mopöl 1 Kaffeelöffel, Alpaka, verchromt 1 Gummiball, bunt, 2% Zoll groß 1 schöne Zelluloidpuppe, 15 cm groß 1 Portemonnaie, rein Leder 1 schöne Anstecknadel Mickl-Maus 1 m Landhausgardine m. Eins, und Volant 1 m Tüllgardinenborte 1 Scheibengardine, engl. Tüll 2 Staub- oder Poliertücher 1 Nachttischdeckchen mit Spitze 1 Paar Kinder-Schlupfhosen 1 Paar Kinder-Strümpfe, Gr. 1, farbig 1 Paar Damen-Strümpfe, mod. Farben 1 Paar Herren-Socken, mod. Muster 2 Stück Quadrate Haustuch, 25 cm, Kreuzstich 10 Knäuel Stopftwist, 10 m, sort. Strumpffarb. 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Qualität 1 Waschleine, 20 cm, geklöppelt 1 Dose gutes Bohnerwachs, 1 Pfd., weiß, gelb, braun 1 echt Naturhorn-Salatbesteck, 2teil., groß 1 Auflaufform, garantiert feuerfest 1 Milchtopf, garantiert feuerfest 1 Aermelbügelbrett mit weiß. Stoffaufl. 5 fein lackierte Kleiderbügel 1 Zelluloid-Toilettenspiegel, 18x12 cm 4 Rollen gutes Krepp-Klosettpapier 1 Aluminium-Essenträger, oval 1 Aluminium-Wäschesprenger AllesfiirSOFf. 6 Aluminium-Eßlöffel oder -Gabeln 1 Aluminium-Milchtopf, 12 cm, mit Isollergrlff 1 Brotkorb, fein lack., mit Dekor. 1 Eßlöffel oder Gabel, Alpaka, verchromt 10 Rasierklingen, Edelstahl ,Das blaueWunder1 * * 4 1 echt Japan-Badematte 1 Tortenschaufel, fein vernickelt 1 Tischkehrgarnitur mit Bürste, fein lackiert 1 Kinder-Stadtköfferchen mit Schloß 1 Schüler-Schreibetui, gefüllt 1 Kinder-Rucksack mit Lederriemen 1 großer Riegel la reine Kernseife, 5tlg., 700 g 1 Wachstuch-Herdwandschoner, mit Bild 1 Küchenspiegel, weiße Leiste, gutes Glas 1 Paar Damen-Schlupfhosen, richtige Größen 1 Damen-Strumpfbandgürtel mit 4 Halter 1 Kunstseidentrikot-Büstenhalter, feine Färb. 1 Kinder-Baskenmütze, reine Wolle 1 Konfirmanden-Leibchen, prima Drell 1 Sofakissen, schwarz. Rips, schöne Zeichnung 1 Sofakissen, Wollfüllung, Blumensatin 1 Klammerschürze, vorgezeichnet 1 Küchen-Ueberhandtuch, vorgezeichnet 3 Gläsertücher, blau oder rot kar. 1 Frottierhandtuch 1 Paar Damen-Strümpfe, färb., gute Qualität 1 Paar Kinder-Schulstrümpfe, farbig, für 8—10 Jahre 1 Damen-Gummischürze, färb. bedr. 1 Tischläufer oder Mitteldecke m. Spitze u. Eins. ^Dutzend Kinder-Taschentücher m. bt. Kante 1 m Gard. Borte, breit m. Einsatz 1 Herrenkragen, mod. Form, 4fach Mako 1 Selbstbinder, moderne Muster 1 Paar Herren-Hosenträger mit Lederpatten Alles 1iir?5 Pf, 1 moderne Blumenampel mit Kette 1 moderner Blumenübertopf, schöne Form 1 moderner Glastortenteller, Kristallimitat. 5 weiße Speiseteller, tief oder flach, glatt 1 Kaffeekanne, feuerfest 1 Puddingform, feuerfest 1 echt Porz.-Gemüseschüssel, Feston 1 bunter Gummibali, 4 Zoll 1 Etamine-Store mit schönem Einsatz 1 Halbleinen-Damast-Handtuch, gesäumt 1 Halbleinen-Serviette, Damast, gesäumt 1 Bettvorlage, m. Franse 1 Paar Damen-Strümpfe, schwarz, extra lang und stark y> Dtzd. D.-Taschentücher m. btr. Häkelkante Alles für 95 Pf. 1 Satz 6 Stück Gemüseschüsseln, weiß 6 Speiseteller, tief oder flach, gerippt 5 Goldrand-Frühstücksteller, Feston 1 Kakaokanne m. Nickeldeck., moderne Form 1 Tortenplatte mit Nickelrand, prachtvolles Muster 1 Fleischplatte, echt Porz., Feston 3 Schüsseln, echt Porzellan, rund, Feston 3 Speiseteller, echt Porzellan, Feston 5 Tassen m. Untert., echt Porzellan, weiß 3 Tass. m. Untert., echt Porz., Zwblmstr. od. Goldrand 3 Teller, echt Porz., bl. Zwiebelmstr., 19 cm 1 große Porzellan-Kaffeekanne, Goldrand und Blumenkante 1 Porzellan-Sauciere, weiß, Feston 1 Glas-Sahneservice, 3teilig, m. Tablett 1 Likörservice, 6 Gl. u. Nickeltabk, farbig 5 moderne Bierbecher mit Schliff 1 Salatschüssel, 23 cm, schönes Muster, und 1 Salatbesteck 1 mod. Blumenschale oder 1 Kunstglas-Vase 1 ovale Glasjardiniere, Kristallimitation 1 emaill. Kochtopf, 24 cm, aus 1 Stück gestanzt Alles für95 Pf. 1 emaill. Gemüseseiher, weiß, prima Qualität 1 emaill. Eimer, 28 cm, braun oder grau 1 emaill. Spülschüssel, extra tief, braun od. grau 1 emaill. Waschbecken, 34 cm, oval, mit Seifennapf, oder rund 1 emaill. Kaffeekanne, weiß, gestanzt 1 Aluminium-Kasserolle, 18 cm, schwere Qual. 1 Aluminium-Kochtopf, 20 cm 1 Aluminium-Milchtopf, 14 cm, u. 1 Tee-El 1 Alum.-Wasserkonsol m. ^-Ltr.-Maß u. 1 Brst. 1 Zinkeimer, 28 cm, schwere Qualität 1 Stahl-Pfanne, geschl., 26 cm, m. HolzgrifT 1 Springform mit 3 verschied. Böden 1 feuerfester Kochtopf m. Deckel 1 feuerfester Milchkocher m. Deckel 1 feuerfeste große Puddingform 1 Speiseauftragtablett, Buche, gezinkt, groß 1 Klosettbürstenhalter m. Bürste, weiß lack. 1 Wellholzgarnitur 1 Fußbank, Buche, gewachst 1 Garderobeleiste, weiß lack., m. 5 Haken 1 guter Rohrmöbelklopfer od. 1 Federwedel 1 Roßhaar-Bodenbesen oder Handbesen 1 Sand-Seife-Soda-Gamitur, lackiert 1 Wäscheleine, 30 m, weiß, Aloehanf, geklöpp. 1 Wandspiegel, weiß od. braun Rahm., 27x35 1 Marktkorb, rund oder länglich, gute Weiden 1 Ledertuch-Einkaufsbeutel, groß 1 Thermosa-lsolierflasche, y2 Ltr. 1 vernickelter Rasierapparat'mit Pinsel 1 vernickeltes Eiservice a. Stdr. 1 vernickelter Brotkorb, oval oder rund 1 Paar Butter-Käsebesteck, mit fein. Griffen 1 Knab.-Rucksack m. Vortasche u. Lederriem. 1 echt Leder Frühstück-Umhängetasche m.Eins. 1 Nähkorb, Peddigrohr m. Perlverzierung 1 Papierkorb, schöne Form 1 Damen-Hüfthalter, Kunstseidendamast 1 Damen-Hemd, volle Größe, Einsatz u. Spitze 1 Mädchen-Nachthemd mit Stickerei 1 Paar gute Damen-Strümpfe, echt Mako oder Waschkunstseide 1 weiße Damen-Servierschürze m. Stick.u.Elns. 1 Kopfkissen m. Stickerei u. Festonbogen 1 gestr. Kinder-Röckch. m. Ärmel, bt. verziert 1 Paar ganz elegante Herren-Socken 1 weißes Herren- od. Damen-K’Seid. Cachenez y2 Dtzd. Herr.- od. Dam.-Taschen'tchn, gt.Qual, 1 Paar Herren-Sportstrümpfe mit Fuß 1 Parade-Handtuch, fertig gestickt 1 Kaffeewärmer, fertig genäht, elegante Form 1 Mädchen-Prinzeßrock mit Stickerei 1 Posten reich verzierte Läufer, oval u. eckig 1 Sofakissen, gute Wollfüllg., 2seitig Satin 1 Knab.-Schiilerkrag.-Sporthemd, Zephir 1 Paar Herren-Unterhosen, Mako-Imitat. 1 Paar Damen-Handschuhe m. Stick.-Überschl. Alles für 1.45 1 Obstteller mit Fruchtkorb, geätzt 3 elegante Kristallglas-Weinkelche, Schliff 1 Likörservice, 8teilig, schöne Form 1 emaill. Backschüssel, extra tief, schw. Qual. 1 Aluminium-Kochtopf, 22 cm 1 Porz.-Fleischpl. oder Sauciere, Goldrd., Fest. 1 Kartoffelreibemaschine Duplex 1 emaill. Fleischtopf, 24 cm, weiß, schw. Qual. 1 große Obstschale m. Nickelbügel 1 schöne moderne Damen-Handtasche 1 Tischdecke, mod. Muster, wasch- u. kochecht 1 Etamine-Store mit breit. Einsatz und Spitze 3 m Landhausgardine, farbig, gestreift, m. Vol. 1 eieg. Damen-Achselschlußhemd mit Stickerei ! eleg. Damen-Trägerhemd, echt Mako, Stick. 1 eleg. Wagenkiss. od. Decke mit Stickerei 1 eleg. Kopfkissen, gute Qual., m. reich. Stick. 1 Kinder-Strampelanzug, gestr., mod. Farben 1 Kinder-Kleidchen, weiß od. färb., m. Stick. 1 Paar Damen-Schlupfhosen, Kunstseide platt 1 Künstlerdecke, Kunstseide, prachtv. Muster 1 Paar Herren- oder Damen-Handschuhe, Wildleder-lmit. 1 m gutes Wachstuchbarchent, 85 cm breit Alles für 1.95 1 emaill. Toiletteneimer, mit Deckel, weiß 1 emaill. ovale Wanne, 40 cm, schwere Qualität 1 echt Porz.-Obstservice, reich dekor., 7tlg. 1 Waschgarnitur, Elfenbein, 4tei!ig 1 Heringskasten f. mar. Heringe, mit Deckel 1 Aluminium-Kochtopf, 26 cm 1 Kaffeemühle, geschmiedetes Mahlwerk 1 Küchenkohlenkasten, groß und stabil 1 Bohner, reine Borsten, mit Filzrand 1 Thermosa-lsolierflasche, % Ltr., mit Becher 1 Standuhr, gutgehendes Werk 1 Knaben- oder Mädchen-Schulranzen mit Lederriemen 1 Waschleine, extra stark, 40 m, weiß Aloehanf 1 feines Herren-Portemonnaie, reines Leder, aus 1 Stück. 1 Korbsesselkissen, Wollfüllung, Satin 1 Damen-Hemdhose mit Stickerei und Einsatz l Posten Damen-Hauskleider, Zephir 1 Waschtischgarnitur m. Einsatz, Spitze, groß I Fenstergarnitur, Madras, 3tlg., kochecht 1 moderner englischer Tüllstore, breit 1 elegantes Damen-Nachthemd m. färb. Fest 1 eleg. Damen-Prinzeßrock m. Spitze u. Eins. Alles für 2.45 und mehr 1 Waschgarnitur, schöne große Form 5.95, 4.95,3.45, 2.45 1 Brotkasten, eck. od. rund, fein lack. 2.95,2.45 1 emaill. 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Unser Peisonal wird sich freuen, Ihnen ohne jeden Kaufzwang die vorteilhaftesten Serien vorzulegen Mengenabgabe vorbehalten! Nur solange Vorrat reicht! Kaufhaus ’ß.ilsoffer^'" Mittwoch, 4. März 1931 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) Nr. 55 Drittes Blatt US Aus der Wett des Films zweifellos die am in Zudecken, Uebertrcibung r2.45 Iteol ichtl übergegangenen (bzw. ihm entlehnten) Hamen für den „nervus rerum“: ,ür das Honorar, das am Abend nach beendeter Arbeit in schlichten Tütchen zur Auszahlung gelangt. — Außer Ton und Farbe gehört aber zu einem wirklich vollkommenen Film auch noch das räumliche, körperliche Sehen der Bilder, zu dem auch schon allerlei Ansätze vorhanden sind; eS ist aber , i schwierigsten zu lösende Ausgabe. Aber einmal wird ihre Lösung auch gelingen, und wenn wir bann den sprechenden, na- tuvsarbigen körperlichen Film haben, bann erst wird er allen Ansprüchen genügen, die wir ei zeitlich an ihn stellen müssen. Der Liebhaber freilich wird noch auf lange Zeit hinter dieser Entwicklung im Hintertreffen bleiben müssen. Es ist aber immerhin schon schön, wenn et für verhältnismäßig wenig Geld stumme Schwarz-Weiß-Bilder ober auch bunte Bilder in seinem Heim auf die Leinwand zaubern kann. Die großen Apparatebau-Gesellschaften arbeiten ständig daran, um die Wiedcrgaoeapparaturcn völlig betriebssicher auszubauen. Ein weiteres Ziel ist es, den technischen Prozeß bei der Ausnahme und Wie' dergabe der Tonfilme zu vereinfachen und nach Möglichkeit an Stelle der menschlichen Intuition und Gehorkontrolle die automatne^e Selbstrcgulicrung der Apparaturen zu setzen. Doch vorläufig ist eine einwandfreie Wiedergabe ohne einen geschulten und 1 Dttkel, weiß •*Ld koLjtk. 4teilig 6 mH Deckel w Mahlwerk 1 und stabil Filzrand 4 Ur., mit Becher rk Schulranzen mH w, weiß Aloehanl e, reines Leder, ung, Satin Jkerei und Einsatz r, Zephir isatz, Spitze, groß tlg.> kochecht ore, breit md m. larb. Fest m. Spitze u, Eins. Oer Lie-ha-erfilm Don Max Fischer Oie „Oreigroschen-Oper" im Tonfilm. Berlin. Ende Februar. Mit der „Dreigroschen-Oper" hat vor 3af>r und Tag das Berliner Theater einen großcrn Sieg errungen. Beherzt macht sich die Tobis mit Warner Bros, zusammen ans Werk, die vielge- ruhmte und oft befehdete „Dreigroschen-Oper" zu verfilmen. Das gab nach Abschluß der Auf- nahmen einen hübschen Zank: Bert Brecht, der frei nach Bi Hon gearbeitet hatte, verleugnete sein angenommenes Kind, und Kurt Weill, der Komponist, wollte nichts von der Filmmusik wissen. Gerichtsverhandlung: Ladung zum Offenbarungseid: das verschwundene dilm- band, das der Gerichtsvollzieher gern haben möchte: endlich die Einigung, die wieder die Literaten auf den Kampfplan ruft Das ist schon beinahe ein Film für sich. Laßt uns sehen, was aus der „Dreigroschen-Oper" geworden ist. Eine Festvorstellung im „Atrium", einem der schönsten Berliner Kinotheater, vermittelte den neuen Tonfilm dem Publikum. Aach einigen Minuten Spieldauer ist man bereits gepackt von dem Stoff, von der Darstellung, vergißt all den Zank und Streit, der um die Ausführung einmal oetobt hat. Denn unter der Regie von G. W. Pabst ist da ein Tonfilm zustande gekommen, der sich sehen lassen kann. Ein leises, vorsichtiges Hineintasten in die dem Dolksstück eigentümliche Atmosphäre von Alt-London; das gelingt durch die herrliche Photographie einiger geeigneten Bauten, einer Straße, eines Hasenplatzes. ganz ausgezeichnet. Dor dem Kai der Strahensänger, der die .Heldentaten" Mackie Messers sorgsam aufzählt und mit den blutrünstig gemalten Bildern jener Zeit herrlich illustriert — die Menschenmenge ist gepackt, ergriffen. Besonders ein junges Mädel. Plötzlich wird sie eines Mannes gewahr, der sie schon längere Zeit beobachte^ 8 wir Ihnen ’n! Preis le buchen Oer musikalische Steuermann Hinter den Kulissen des Tonfilms. Don A. K. von Hübbenet. ließ8** sie weicht ihm aus, er folgt ihr und stellt sie. Bald weiß sie, an wen sie geraten ist, an Mackie Messer selbst, von dem alle Londoner Einwohner mit leichtem Gruseln erzählen. Und sie ist die Tochter seines Todfeindes, des Bettlerkönigs von London, Peachum, der sich gern „der ärmsten Mann von London" nennt. Liebe? Die Bande Mackie Messers stiehlt in London zusammen, was gut und teuer ist und was man zu einet Hochzeit notwendig braucht — und schon wird zu mitternächtlicher Stunde die Hochzeit in einem verfallenen Gemäuer gefeiert. — Bloß daß diese Geschichte dem Peachum nicht gefällt. Seinem Todfeinde die Tochter — das kann er nicht ertragen. Stracks führt sein Weg zum Polizeibirektor Tiger-Brown, Mackie Messers Freund und Beschützer. Mit einer kleinen, hübschen Drohung schließt die Unterrebung: läßt Tiger-Drown nicht endlich Mackie Messer hängen, so wie er es schon lange verdient hat, bann wird der Bettlerkönig beim Einzug der Königin eine Demonstration von tausenden Bettlern aufmar» schieren lassen, was vermutlich die Veranlassung zur Verabschiedung des Polizeidirektors wäre. Was bleibt dem s^hr ehrenwerten Tiger-Drown übrig? Steckbrief gegen Mackie Messer, der durch seine Frau rechtzeitig gewarnt wird, Verfolgung und beinah Verhaftung in seinem Hause. Liebesstunde mit einer Zufallsbegegnung, nachdem die Flucht geglückt zu sein scheint. Hnb dann doch die Verhaftung. Aber davon erfährt der Gegner Peachum nichts. Polly, die Frau Mackie Mesiers, führt inzwischen das .Geschäft" weiter, nachdem sie sich durch ein paar wohlgezielte Ohrfeigen des ergebenen Dienstwillercs der Genossen ihres Mackies versichert hat. Es gelingt ihr auch, im Verein mit einer anderen Liebschaft des vielbegehrten Mackie Messer, diesen aus der Haft und bannt vom Galgen zu befreien. Alles wäre gut, wenn nicht Peachum seine Bettlerhorden hätte marschieren lassen. Das führt zu gewaltigen Demon- ftrationen während des KronungszugeS, der Bettlerkönig ist seiner Macht beraubt, weil man ferne Heerscharen niederkartätscht, der Polizeidirektor wird seines Amtes enthoben. Aber sie finden schließlich, daß es für sie am besten sei, wenn sie vereint ihre .Geschäfte" machten und schließen feinfühligen Steuermann nicht denkbar. Damit ist die beim Aufkommen des Tonfilms gehegte Hoffnung, daß nunmehr auch der aluftischc Teil des Programms im billigsten und kleinsten Kino in gleicher Vollendung geboten würde wie im teuersten Urauffuhrungs.Palast, zuschanden gcwor- den. Schon oft haben Tonfilme, die bei der Premiere einen durchaus günstigen Eindruck hinterlassen hatten, in einem Nachsp.eltheater bei mangel' Hafter Tonwiedergabe zu stürmifchcu Protesten des Publikums geführt. Dabei mußte man feflstellen, daß ein stummer Film auch durch die kläglichste Begleitmusik nicht fo restlos um feine Wirkung ge bracht werden kann wie ein Tonfilm durch schlechte Tonwiedergabe. Es ist Tatsache, daß in weiten Be- sucherkrcisen die Ansicht vorherrscht, daß die Tonfilmtechnik sich noch in einem völlig unzulänglichen Stadium befindet. Man kann ohne Uebertrcibung sagen, daß die meisten der heutigen Tonfilmgegner noch nie einen guten Tonfilm in einwandfreier In der Technisch-Literarischen Gesellschaft Berlin sprach kürzlich Ingenieur Zipfel über Liebhaberfilmerei. Der Vortragende ist selbst em begeisterter Filmfreund und hat schon im August 1914 Filmaufnahmen von den ausmarschierenben Truppen geniacht, unb zwar auf dem Emloch- Kleinfilm. Bei biesem Film befindet sich immer zwischen zwei Bildern ein Loch zum Weiterschieben des Films, während der Regelfilm bekanntlich zu beiden Seiten des Bildes mehrere Locher hat. Die damals verwendete ausländische kleine Licht- bilbfammer war Aufnahmegerät, diente zum Kopieren des ausgenommenen Films auf den Wie- dergabesilm - auf dem Aufnahmefilm sind ja hell und dunkel vertauscht— unb in Verbindung mit einem Lampenhaus als Bildwerfer bei der Wiedergabe. Die Aotwendigkeit, den ganzen Film zu kopieren unb die Mangelhaftigkeit bet bamaligcn Geräte war die LIrsache, daß die Lieb- Haberfilmerei nicht hochkommen konnte. Vor einigen Iahren aber kamen aus Amerika und Frankreich verbesserte Aufnahmegeräte mit eingebautem Febermotor auf den Markt, unb mit ihnen kam ber Umkehrfilm. Das ist ein Film, den man nicht zu kopieren braucht, bei dem man vielmehr durch Einwirkung chemischer Mittel auf den aufgenommenen Film selbst Schwarz in Weih und Weiß in Schwarz umkehren kann, so baß dieser Film, ohne kopiert zu werden, zur Wiedergabe benutzt werden kann. Aeuerdings hat auch eine Anzahl deutscher Firmen Aufnahme- und Wiedergabegeräte herausgebracht, die gut und verhältnismäßig preiswert sind. Der Vortragende erörterte dann die Frage, warum der Liebhaber eigentlich den Schmalfllm statt des sogenannten Regelfilms verwendet, den die Lichtspielhäuser benutzen. Er beantwortete diese Frage dahin: Der Regelfilm, der einschließlich der Förderlöcher 35 Millimeter breit ift unb eine Bildgröße von 18 mal 24 Millimeter hat, wirb in unseren großen Lichtspielhäusern auf Dreiten bis zu 10 Meter vergrößert; für ben Liebhaber genügt aber eine Wiedergabeblldbreite von einem, höchstens zwei Meter, ba er ja seine -Silber gewöhnlich in irgendeiner Wohnung, aber nicht in einem großen Lichtspielhaus vorführen will. Dementsprechenb kleiner können auch feine Filmbilder sein. So kam man zu zwei Liebhaber- silmbildgröhen, dem 16-Millimeter-Film, der Schmalfilm genannt wird, unb dem 9,5-Millime- ter-Film. ber Kleinfilm heißt. Sie unterscheiden sich in ber Filmbildgröße nur wenig, denn diese beträgt beim Schmalfilm 7,5 mal 10,5 Millimeter, beim Kleinfilm aber 6,5 mal 9 Millimeter; Heide Filme haben auf dem laufenden Meter 132 Silber gegen 52 beim Regelfilm. 1 Meter Schinal- ober Kleinfilm enthält daher ebensoviel Handlung wie die zweieinhalbfache Länge Regelfilm; bei 16 Bildwechseln in der Sekunde, wie sie der stumme Film bisher hatte, braucht man beim Regelfilm J8 Meter Film in ber Minute, bei den letzt üblichen 24 Bildwechseln in ber Sekunde sogar 27 Meter, beim Klein- unb beim Schmalfilm aber nur 7 Meter bei 16 Bildwechseln in ber Sekunde. Dies äußert sich natürlich stark m den Kosten unb in der Bequemlichkeit ber Mitführung der dem Aufgabenkreis des Steuermanns, den Vorführer, mit dem er durch eine dire.te Telephonleitung verbunden ist, auf etwa eintretcnde technische Störungen der Lautwicdergabe aufmerksam zu machen. Solche Störungen machen sich durch verschiedenartige 'Nebengeräusche bemerkbar, deren Ursprung ein geübtes Ohr mit ziemlicher Genauigkeit bestimmen kann. Es gibt zwei Arten von Tonfilmen: 'Jlabclton- filme, wo der Ton wie beim Grammophon auf Schallplatten festgehalten ist, und Lichttonfilme mit photographischer Aufzeichnung des Tones. Bei Nadeltonfilmen kann es unter Umständen passieren, daß der Gleichlauf von Ton unb Bild gestört wird, wenn nämlich der Vorführer die Startmarken auf Film und Platte nicht richtig einstellt, die Platte nicht fest genug an die Unterlage festschraubt, so daß sie verrutscht, ober aber — was allerdings nur selten dop kommt — wenn die Nadel während der Vorführung aus der Plattenrille springt. Beim Lichttonfilm find Störungen des Synchronismus fast ausgeschlossen, weil BÜd und Ton sich auf einem Filmband vereint befinden. Die Tonaufzeichnung läuft als zwei Millimeter breiter Streifen zwischen Bild unb Perfora- tionsranb, wobei die zueinander gehörigen Bild- unb Tonstellen um etwa 30 cm auseinanöerliegen, was bem Abstanb zwischen der Linse des Projektionsapparates und ber sogenannten Photozelle entspricht, bie die photographische Tonaufzeichnung in elektrische Stromimpulse umwandest. Dieser Abstand zwischen Bild und Ton ist übrigens auch der Grund dafür, weshalb man Tonfilme nach Fertigstellung der Positive nicht mehr umarbeiten unb umschnei- ben kann. Störungen der Klangreinheit des Tones unb Nebengeräusche können von allen Einzelteilen ber ungeheuer komplizierten 9Bicbcrgabeapparaturen ausgehen, angefangen vom eigentlichen Tonabnahmegerät, also ber Photozelle ober — beim Nabeltonfilm — bem sogenannten Pickup, über bie zahlreichen Verstärker bis zu ben Lautsprechern selbst, bie meist neben ober unter ber Projektions- fläche angebracht finb, am besten jedoch hinter ihr, wenn sie tondurchlässig ist, weil in diesem Fall die örtliche Ucbereinftimmung von Bild und Schallquelle den günstigsten Effekt ergibt. Die am häufigsten auftretenben Grünbe ber Tonstörungen finb Defekte der Röhren in den Verstärkern, schlechte Stontatte, Batterien, Photozellen, Tonlampen, oder aber der Film ist im Tonfenster nicht richtig eingesetzt, so daß ber Schatten ber Perforation auf bie Photozelle fällt, der Lautsprecher falsch angebracht ober übersteuert, bie Vorführung erfolgt zu rasch ober zu langsam, so baß eine Klangverfärbung ein- tritt. So entsteht bann bie berühmte „Konserven- musik", die Sprache wirb so undeutlich, daß man kein Wort verstehen kann, der Lautsprecher klirrt, kratzt unb pfeift, — unb der Genuß des Tonfilms ist dahin. ________________________ daher Frieden, nicht ohne einen höchst lehrhaften Song von der Schlechttgkeit der Welt von sich gegeben zu haben. Diese Geschichte hat die Kamera glänzend ersaßt und wiedergegeben; verwundert fragt man sich, warum Brecht gegen diese Fassung so lange Sturm lief, ©ie ist nicht künstlerischer als die, die er einstmals für das Theater faniftio- nierte, sie ist aber auch nicht geringer zu schätzen. Hub auch die Weillsche Musik findet prägnanten Ausdruck, seht stets im psv-ho^gisch geschicktesten Moment ein, vermag die Handlung vorwärts zu treiben, kommt gut yeraus; was will man noch mehr? Der „Dreigroschen-Oper" ist eine fabelhafte, vielleicht einzigartige Besetzung beschieden gewesen. Rudolf Forster als Mackie Messer, das sit ein Kerl von Eisen und Blut und von verschlagener Schläue, kalt, frostig und doch so unheimlich Lebenbig. Polly ist Carola Reher, sie zeigt eine verinnerlichte, sich ständig steigernde Spielweise, die packt unb ergreift. Hnb dazu vermag diese Frau bei fast unbewegter Kamera einen Song vorzutragen, ihn mimisch zu unterstreichen, wie man das bisher noch kaum im Tonfilm erlebt hat, Reinhold Echünzel. der so rar gewordene, kommt als Tiger-Brown, er bewährt sich in dieser charakterisierenden Rolle wieder ausgezeichnet. Welch ein Glück, daß er sich entschlossen von den Liebhaberrollen ajge- wandt hat! Fritz Rasp, den Fritz Lang vor einem guten Jahr für den Film entdeckt hat und den man leider viel zu wenig sieht, stellt einen Bettlerkönig auf die Deine, der sich sehenlassen kann, er er stillt seine Rolle mit tiefer Menschlichkeit unb sehr bissigen Weisheit. Bliebe noch allerlei zu sagen von Lotte Lenja, Valeska Gert. Hermann T h i m i g. Ernst Dusch. Wladimir Sokolow, von den vier Raubgenossen deS Mackie Messers: Paul Kemp, Gustav P ü 11 j e. Oskar Höcker. Kraft Raschig — sie helfen alle zum Erfolg unb haben ihren berechtigten Anteil daran. , Ganz kurz sei der Tongestaltung dieses Films gedacht. Die Tobis hat hier eine Wusterteistung vollbracht. Lind wie dankbar wären Die Kinobesucher. würde diese Sonderqualität 211 [gemein* geltung bekommen 1 E.W. Wiedergabe gesehen haben. Fast stets liegt ber Grunb eines Mißerfolges nicht in ber Ausnahmetechnik, bie von erfahrenen Epe- zialislen ber Elcktro-Akustik überwacht wirb, sondern in ber unsachgemäßen Steuerung bei ber Wiedergabe ober einer Störung ber Wiebergabe-Appara- tur. In ber ersten Zeit ber Tonfilm-Umstellung verhielt es sich allerbings anders. Die Technik war noch unvollkommen unb kaum jemand verstand sie zu beherrschen. Zudem würben Filme, bie stumm angelegt unb vielleicht sogar fertiggestellt waren, schnell nachträglich mit „Toneinlagen" versehen, um die Konjunktur auszunützen. So ergab es sich, baß bie aus dem Lautsprecher dringenden Worte nicht mit den Mundbewegungen der Darsteller übereinstimmten, die Stimmen klangen schrill und unnatürlich, das Orchester lieferte „Konservenmusjk". Diese erster. Versuche, übereilt unb geschästshastig vorgenommen, ohne genügenbe technische Vorbereitung unb Aus- bilbung. Filme, bie „hundertprozentig" nut im Sinne ihrer Niveaulosigkeit waren, haben den Tonfilm in einer Weise diskreditiert, daß viele Film- freunde für lange Zeit dem Kino entfremdet mürben. Es ist nur zu bebauern, daß solche Filme immer noch nicht restlos von ben Programmen ber Kinothcatcr verschwunden sind. Es scheint, daß wir jetzt besseren Zeiten entgegengehen. Daß die Tonsilm-Technik noch verbesserungs- fähig ist, wird niemand bestreiten wollen. Aber die Resultate, die der junge deutsche Tonfilm in unverhältnismäßig kurzer Zeit erzielt hat, können sich schon hören unb sehen lassen. Teckmk des Tonfilm-Schauspielers. Don Wttltt Fritsch. Zu Beginn der Tonfilm-Entwicklung ist so unendlich viel über die Technik dieser neuen Erfindung und ihre Verbesserungen geschrieben worden. Ich kann mich aber gar nicht erinnern, einen Artikel über die rein äußerlichen Veränderungen an unserer schauspielerischen Arbeit für den Tonfilm gelesen zu haben. Und gerade für den Tonsilm-Schauspnler hat sich eine völlig wcscnsverschiedene Spie'auffasfung ergeben. Ich kann diese Betrachtung von meiner Person aus nicht völlig als eigenen Eindruck meiner Tonfilm-Arbeit wiedergeben. Das hat aber nur den einen Grund: wir, Dita Parlo und ich, waren ja neben Conrad Veidt die ersten deutschen Darsteller, die mit einem großen, abend'üllenden Tonfilm in Deutschland herauskamen. Ich habe also die technische Entwicklung des Tonfilms von Anfang an mitgemacht, die Rottoendigtei en des schauspielerischen Ausdrucks für den Ton- Kürzlich besuchte uns ein Bekannter, der seinen Lausbildwerfer mitgebracht hatte, und zeigte uns Liebhaberaufnahmen aus Deutschland uno Amerika, die wirklich sehr hübsch waren uno bewiesen wie man sich wertvolle Erinnerungen auf diese Weise besser bewahren kann als tm Gehirn. Insbesondere wer Kinder hat, wird sich und sie immer wieder erfreuen, wenn er Bilder aus ihrer Kindheit vorführt. , . . . Ingenieur Zipfel zeigte dann noch in feinem Dorttag wie der Liebhaber auch Tonfilme machen kann, nämlich fo, daß er die Handlung wahrend der Aufnahme an gleichzeitig ablaufende gekaufte Schallplatten anpaht. Man kann so z. D. eine Handlung mit Musik untermalen Aber einer Person auf diese Weise eine falsche Stimme unter- Rotwelsch des Films. LonI.Tr. George. Wer durch List oder Gunst einmal ©elcgenljeit Bat die Produktions-Gesilde einer großen Film- Gesellschaft Deutschlands aufzusuchen, tut gut, zuvor eine Llnlerrichttstunde in dem merkwürdigen Idiom zu nehmen, das an den Statten der tönenden Lichtbildkunst gesprochen wird. Sm nachstehenden zeichnen wir ein Vokabular auf, das dem älneingeweihten einigermaßen spanisch Vorkommen wird. . Schlattenschammes nennt man Den Mann, der für die ständige Bereitschaft von Darsteller und Requisit zu sorgen hat. Dübel ist die Bezeichnung für die Kurbel der Aufnahmc-Apparate. Wellblech fressen hecht die QBartetatig- teit der Komparsen. Dem Reuling unter den Statisten pflegt das Warten auf den Beginn der Aufnahmen häufig zu zermürben. Sgm wird zur Erzielung eines fräftigen Rückgrats und als Piwphylaktikum das „Wellblech fressen emp- ^Tier-2Iuge ist das Schmuckwort für die Linse der Kamera. Z v l l - A m t betitelt sich die Kontrolle am Eingang eines Filmbettiebes, die mitt privat- polizeilicher Machtbefugnis ausgestattet-ist. Toni ist der Kosename für den Tonpruser beim sprechenden Film. . Zitteraale nennt man die beiammems- toerten Hilssaufnahmeleiter, auf beten fcpmate Schultern der Aerger der Prominenz abgewälzt wird. _ Rek heißt das Köfferchen der Komparsen nnt Schminkutensilien und Privatgewändern. B i z e s p i e h ist der militärische Titel des den Regisseur unterstützenden Hilfsregisseurs. Würstchen nennen sich die Statisten untereinander. Sehschlange toirb der Kameramann tituliert Wampe ist die Bezeichnung für Ehargen- Dollen, vermutlich, weil diese Rollen halb wichtig und halb unwichttg M. Benunse, KnöpPe, Zaster. Pinke. Eier, sind die in den allgemeinen Sprachg^>rauch zuschieben, das ist doch wenig empfehlenswert, wenn es nicht in scherzhafter Absicht geschieht, wie kürzlich in ber Technisch-Literarischen Gesellschaft, wo man auf diese Weise den Dorsiyen- den mit der Stimme Richard Taubers fingen lieh. Im Anschluß an diese Vorführungen wurden dann auch noch Liebhaberfilme in natürlichen Farben gezeigt, die gegen frühere solche Bilder von einer geradezu erstaunlichen Vollkommenheit, wenn auch noch etwas lichtschwach waren. Immerhin lieh aber die Vorführung die ungeheueren Fortschritte auf diesem Gebiete erkennen, die die Hoffnung auf den farbigen Film im Lichtspielhaus neu beleben. Daß die Bilder im Film nur schwarz-weiß sind, ist ja doch nur-ein elender Rotbehelf, der als solcher in Tonfilmen natürlich noch viel erkennbarer wird als im stummen Film. 9n einer dunklen Ecke des Tonfilm-Theaters, in einer unauffälligen Loge sitzt ein Mann vor einem kleinen, sp..rlich beleuchteten Schaltbrett. Er verfolgt mit Aufmerksamkeit die Vorgänge auf ber Lein- roanb unb breht immerzu am Schalter, ber die Zahlen 1 bis 12 aufwcist. Hin unb wieder spricht er mit gedämpfter Stimme einige Worte in einen Telefonhörer. Es ist der Steuermann des Tonfilms, der hier fein verantwortungsvolles und schwieriges Amt ausübt. Er reguliert die Lautstärke des Tones während der Vorführung. Die Ziffern auf dem Schalter bezeichnen die Gradationen: von 1 = ganz leise, bis zu 12, der Höchstverstärkung. Ein Tonfilm besteht aus etwa 250 einzelnen Szenenstückchcn, die an verschiedenen Tagen, in verschiedenen Räumen, unter verschiedenen Verhältnissen ausgenommen finb. Es ist regietechnisch unmöglich, in allen biesen Montagebildern eine völlig gleichmäßige Klangstärke zu erzielen. Die gröbsten Ton- schwankungcn werden beim Entwickeln unb Kopieren ber Tonstreifen nach Möglichkeit ausgeglichen, bie endgültige Regulierung der Tonstärke muß jedoch im Theaterraum selbst während der Vorführung erfolgen. So entstand ein neuer Beruf: Tonfilm- Steuermann. Viele Theater, besonders die kleineren, haben zunächst versucht, den Posten des Steuermanns einzusparen, indem sie die Bedienung der Regulierungs- apparatur dem Vorführer übertrugen. Solche Versuche mußten fehlschlagen, ganz abgesehen davon, daß der Vorführer schon durch die technische Wartung der überaus komplizierten Tonfilm-Apparatur alle Hände voll zu tun hat. Das Rattern der Projektionsmaschinen in der Dorführkabine würde ihm die Möglichkeit nehmen, die Resultate seiner Ton- regelung zu hören, unb es finb öfters Fälle vorgekommen, daß gute Filme nur durch ungeschicktes Steuern um ihre Wirkung gebracht wurden. Bei zu leiser Einstellung etwa sah man zwar die Darsteller Mundbewegungen formen, hörte aber nichts, Kano- nengebrüll klang vielleicht wie das Geräusch einer fallenden Streichholzschachtel, hinwiederum ertönte zartes Liebesgeflüster ohrenbetäubend wie indianisches Kriegsgeheul. Allmählich ist man in immer größerem Maße dazu übergegangen, für den Posten eines Kino- Steuerrnanns Berufsmusiker heranzuziehen, da diese Arbeit ein außerordentlich feines Gehör erfordert. Selbstverständlich muß der Steuermann den tfilm genau kennen, um bei jeder Szene im voraus zu wissen, auf welche Zahl er seinen Schalter zu stellen hat. damit keine Pointe verlorengeht und keine Tonverzerrung eintritt. Wie schwierig sein Amt ist, geht im übrigen aus dem Umstand hervor, daß die Tonwirkung wesentlich von der Akustik des Theater- raumes abhängt, die zudem keine konstante Große ist, sondern stark variiert, je nach dem, ob das Theater gut oder schlecht besucht, d. h. mit Menschen gefüllt ist. Neben der Tonregulierung gehört es zu große Form 5.95,4.95,3.45,2.45 , fein lack. 2.95,2.45 n, extra schwer 2.45 m, extr. schwer 3.45 Eingutbehältern 2.45 iollng. Fabrik., .........4.95,3.95 Form, für sechs .........4.95,3,95 >rs schön, für .............5.95 ne Muster ... 8.95 , gut gearbeitet 4.95 e Behälter, gut. 3*95 bloß und Griff 3.95 ib, ol Madch. 4.45 5J)5,4.95,3.95,2.95 n oder Peddig 8.95,7.95,5.95 ihr 6.95,5.95,4.95 s^ «* l30&.s .■■«* $5,3.95 eil Trin«l,tte" i 95 ........... 2.95 guteQu»1- film haben wir uns langsam aus der Praxis herauStristullisiert. ‘«übet viele, und oft sogar sehr prominente Kollegen von der Sprech-Bühne, haben mir bestätigt, daß sie der Tonfilm vor allem vor eine unendliche Gedächtnisarbeit gestellt habe. Die meisten von uns Tonfilm-Schauspielern kommen ja von der Bühne und haben bis aus ganz wenige Ausnahmen auch schon im stummen Film gespielt. Der stumme Film brachte die Verstärkung und Konzentration auf das mimische Erleben, der Tonfilm auf das sprachliche und mimische, d. h. die technischen Vorbedingungen für uns Film-Schauspieler blieben die gleichen. Es kam nur noch die sprachliche Ausgestaltung hinzu. Gerade bei meinem letzten großen Erich Pommer-Tonfilm der Lisa, „Einbrecher", ist es mir an einer kleinen Szene klar geworden, wievicle äußerliche Dinge neben unserem schauspielerischen Ausdruck in Frage kommen, um „Tonfilm-Schauspieler" zu sein. „Einbrecher" ist eine musikalische Ehe-Komödie von Louis V e r n e u i l und von Robert Liebmann. die musikalische Komposition hat Friedrich Holländer. Sn diesem Film bringen wir eine neuartige mu iia'i'che Kombination, die ich hier nicht verraten möchte. Jedenfalls bedingt eine kleine Spiel-Szene zwischen Lilian Harvey, Kurt G err on, Hans Rühm ann und mir völlige musikalische Auilisung. Diese Szene wurde durch einige kurze Strahengeräusche und Pfiffe der Polizei unterbrochen. Wir hatten nun bei der Aufnahme dieser Szene im Llnter- bewuhtfein neben der sprachlichen und mimischen Durchbildung auf folg'nde wi^tige Momente zu achten. Zuerst einmal muhte unser mimisches und sprachliches Spiel in Einklang mit der musikalischen Begleitung der Szene bleiben. Linser Text muhte takt- und tonrhythmisch ohne die g.ringste sprachliche Veränderung gesprochen werden. Jeder von uns muhte darauf achten, dah er im Lichtkegel der für ihn bestimmten Scheinwn:fer blieb, um durch eine ungleichmäßige oder schattenverz rrte Beleuchtung nicht den Eindruck des Spiels zu beeinträchtigen. Die Szene muhte aus den rhythmischen Bedingungen unseres neuen musikalischen Lustspiels im Tanzschritt gespielt werden. Jeder von uns durfte seinen Tanz-Einsatz nicht versäumen, und das Wichtigste, unserem Spiel waren auch räumliche Grenzen gesetzt: keiner von uns durfte sich aus dem Blickwinkel der Kamera stehlen. Die Szene wird, wie ich schon vorhin andeutete, durch Strahengeräusche unterbloßen. Auch diese Strahengeräusche sind rhythmisch in die Szene eingebaut, d. h. sie umfassen eine vorher genau festgelegte Zeit, während der unser Spiel weitergeht. Die Zeit muh während der Szene genau eingehalten werden. Allerdings muh ich das natürlich insofern einschränken, als bei einer musikalischen Komödie oder einer Operette die Liebereinstimmung zwischen Musik, Spiel und Rhythmik natürlich viel stärker und wesentlicher hervortritt als bei einem gewöhnlichen Spielfilm. Wirtschesi. Holzversteigerungs-Termine. Donnerstag. 5. März. Versteigerer: Bürgermeisterei Lich. Dersteige- rungsort: In den Distrikten Groh-Häuserberg, Klein-Häuserberg und Ettingshäuser Kopf. Zu- sammeickunft am Waldeingang der Rieder-Bessin- ger Strahe. 10 Llhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Alten-Buseck. Versteigerungsort: Gemeindewald von Alten-Bu- seck. Zusammenkunft am Distrikt Wolfsacker. 8.30 Llhr. Versteigerer: Hessisches Forstamt Rd.-Ohmen. Versteigerungsort: Ziegenhainsche Wirtschaft zu Rieder-Ohmen. 9.30 Llhr. Ruhholz-Submission der Bürgermeisterei Hungen. Submissionsschluh: Freitag, 6. März, 11 Llhr. Oie Gasfernversorgung im Hekoga-Gebiet kann beginnen. D a r m st a d t, 3. März. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrates der Hekoga erstattete der Vorstand Bericht über die seit Genehmigung der Ferngasverträge durch die G.-V. im Juli v. I. mit Saar und Ruhr geführten abschliehenden Verhandlungen und der im Anschluß daran erfolgten rechtsverbindlichen Llnter- zeichnung der Gesamtverträge. Der Aufsichtsrat billigte die vom Vorstand unternommenen Schritte. Ebenso fand der vom Vorstand vorgelegte Entwurf eines Gastarifs der Hekoga nebst zugehörigen Finanzierungsplänen die einstimmige Billigung des Aufsichtsrats. Durch den Abschluß der Verträge, sowie die Genehmigung des Gaslieferungstarifs ist die Bahn frei für die Inangriffnahme der Gasfernversorgung im Gebiet der Hekoga. Ter Ausbau des Leitungsnetzes wird stufenweise nach dem Grad der Dringlichkeit unter Beachtung wirtschaftlicher Grundsätze alsbald in die Wege geleitet. 1 Vereinsbank Buhbach. # pd. Butzbach, 2. März. Llnter Leitung des , Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Hch. Iäger II. * (Ober-Hörgern), fand gestern die von über 250 Mitgliedern besuchte Generalversammlung der Vereinsbank für Butzbach und Llm- gegend eGmbH. statt. Aus dem Geschäftsbericht, den Direktor Otto Steinhäuser erstattete, ist zu entnehmen, dah die Bank sich im Geschäftsjahr 1930 weiterhin günstig entwickelt hat. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um etwa 2 500 000 Mark auf 54 563 000 Mk., ebenso stieg die Bilanzsumme um etwa 200 000 Mark auf 1614000 Mark. Die Spareinlagen erhöhten sich um 264 000 Mark auf 1 143 000 Mark. Die M i t g l i e de rz a h l betrug am Ende des Iahres 543 mit 628 Anteilen: sie wuchs um 27 Mitglieder mit 43 Anteilen. Die eingezahlten Geschäftsguthaben erhöhten sich um 16 300 Mark auf 145 522 Mark. Die Gesamthaftsumme beträgt 628 000 Mark. Durch Verringerung der Zinsspanne hat sich der Reingewinn um etwa 2500 Mark vermindert, er beträgt 31 611,84 Mark. Auf vielfachen Wunsch der Mitglieder ist ab 1. Iuli 1930 der Betrieb auf Maschinenbuchhaltung umgestellt worden, hierdurch hat sich das bis auf eine Mark abgeschriebene Einrich ungskonto auf 10 783.95 Mk. wieder erhöht. Reu ist, dah zur Hebung des genossenschaftlichen Int.resses eine Sterbckasse für die Mitglieder errichtet werden soll. Vom Reingewinn soll deshalb schon jetzt ein Betrag von 2000 Mark einem Sterbegeldfonds zugeführt werden. Das Sterbegeld wird in Höhe von 100 Mark an die Angehörigen verstorbener Mitglieder, die fünf Jahre Mitglied waren und den Geschäftsanteil voll eingezahlt haben, gezahlt werden. Der Gewinn wurde wie folgt verteilt: 10 Prozent Dividende 13 602,30 Mark. Reservefonds 10 000 Mark: Beirieb5rücklage 3000 Mk.; Sterbegeldfonds 2000 Mark: Abschreibung auf Einrichtungskonto 1786,95 Mark: Vortrag auf neue Rechnung 1222,59, insgesamt 31 611,84 Mark. * Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 — 100 stellte sich für die Woche vom 23. bis 28. Februar auf 86,5 gegenüber 83,0 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 79,6 (79,0), Gruppe verarbeitende Industrie auf 76,8 ^76,2) und Gruppe Handel und Verkehr auf 109,4 (109,1). Für den Durchschnitt des Monats Februar ist der Index mit 85,6 gegenüber 81,8 im Durchschnitt Januar 1931 ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie mit 79,0 (74,8), Gruppe verarbeitende Industrie 75,6 (71,3) und Gruppe Handel und Verkehr 108,7 (106,1). * Reuer Tarifvertrag für Jl feder Hütte und Peiner Walzwerk. Die in dem Vorvertrag vom 24. Februar vorgesehenen Verhandlungen zur endgültigen Reuregelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Ilseder Hütte und das Peiner Walzwerk sind gestern zum Abschluß gelangt. Der neue Tarifvertrag ist au der Grundlage des Schiedsspruches des Schlichters für den Schlichterbczi:k Riedersachsen vom 12. Rovember 1930 mit Wirkung vom 1. Rovem- ber v. I. mit einer Senkung der Löhne um 8 Prozent zustande gekommen. * Philipp Holzmann AG., Frankfurt a. M. Wie von der Verwaltung der Gesellschaft mitgeteilt wird, ist das Geschäftsergebnis im Geschäftsjahr 1930 ziemlich günstig gewesen, so dah mit der Verteilung der gleichen Dividende wie im Vorjahre (8 Prozent) gerechnet werden kann. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 4. März. Tendenz: unsicher. Im heutigen Lormittag^verkehr neigte die Tenuenz insotge der eher schwächeren Neuyorcer Burse leicht nach unten. Man verwies ferner auf die Schwierigkeiten tn der innerpolitischen Situation (Wehretat), auf die Vorgänge im Blumenstem-Konzern und vor allem daraus, daß das Sofina-Angebot zur Sanierung der Berliner Finanzen noch nicht abgegeben werden soll, schon im Hinblick auf die nicht aussichtslosen Verhandlungen mit der Preag. Zu den ersten Kursen lagen jedoch wieder einige Kauforders vor, o daß die vorbörslichen Verluste in der Regel wieder eingeholt wurden. Das Geschäft war nur mäßig lebhaft, da die Spekulation infolge der vorerwähnten Gründe sich außerordentlich reserviert verhielt. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich, doch ergäben sich überwiegend kleinere Besserungen bis zu 1 o. H. Stärker gebessert waren am Kunsteidemarkt Aku mit plus 24 v.H. und Bemberg mit plus 2 v. H.; hier wurden anscheinend Käufe für Amsterdamer Rechnung ausaeführt. Deutsche Linoleum lagen 2 v.H. höher. Am Chemiemarkt traten nur Scheideanstalt mit 1 v.H. mehr in Erscheinung. Von Nebenwerten konnten Daimler 1$ v. H. anziehen. Elektrowerte, Zellstoff und Schiffahrswerte nur unwesentlich verändert. Montanwerte unverändert. Klöckner und Phönix minus 1 v.H. niedriger, dagegen Mannesmann und Rheinstahl im selben Ausmaße höher. Am Kalimarkt Westeregeln 1) v. H. reundlicher. Bankaktien gut behauptet. Neue Reichs- bankanteile 2 v.H. höher. Chade überschritten im Zusammenhang mit der voraussichtlich unveränderten Dividende und der Beruhigung in Spanien die 300-Grenze. Am Anleihemarkt lagen Neubesitz z v. H. freundlicher. Ausländer nur wenig verändert. Am Pfandbriefmarkt Liquidationspfandbriefe und Reichsschuldbuchforderungen auf dem erhöhten Niveau gut behauptet. Nach den ersten Kursen war die Stimmung recht unsicher, und die Kurse gaben auf Gcwinnmitnahme der Spekulation teils bis 2 v.H. nach. Recht widerstandsfähig blieben Kunstseidewerte, dagegen verloren Schiffahrtswerte 1 v. H. Tagesgeld mit 44 d. S). weiter erleichtert und stärker an- geboten. Am Devisenmarkt lag das Pfund gegen Mark (20,44) etwas fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2080, gegen Pfund 4,8572, gegen Paris 123,97, gegen Mailand 92,78, gegen Madrid 44,92, gegen Schweiz 25,22, gegen Holland 12,1113. Berliner Börse. Berlin, 4.März. Nachdem im heutigen Dormittagsverkehr, beeinflußt durch die Unsicherheit der innerpolitischen Situation hinsichtlich der Haltung der Sozialdemokraten zum Wehretat, starke Zurückhaltung geherrscht hatte und man auch vorbörslich mit recht schwachen Kursen rechnen zu müssen glaubte, zeigte die offizielle Eröffnung wieder freundlichere Tendenz. Die Kurse waren gegen gestern mittag behauptet: einzelnen leichten Abschwächungen standen in überwiegendem Maße Gewinne von mehreren Prozenten bei Spezial- werten gegenüber. Es kamen Publikums- und Auslandskauforders zur Ausführung, die in der Erwartung schwächerer Kurse gegeben worden waren. Dadurch sah sich die Börse, die sich schon gestern stärker nach unten engagiert zu haben schien, zu Deckungen veranlaßt. Stärker gebessert waren Westeregeln 2} v. H., Aschersleben 4| v. H., Ilse 24 v.H., Daimler li v. H., Bemberg 34 v. H., Chade 8 Mark. Bei letzteren regte anscheinend die Dividende in Vor- jahrsh^he an. Wesentlich schwächer waren nur Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen mit minus 21 v. H., Siemens mit minus 1| v. H. und Berger mit minus 2 v. H. Bei ersteren enttäuschte anscheinend das Nichtzustandekommen des Kredits der So- finaaruppe in Berlin. Für Schiffahrtsaktien bestand im Zusammenhang mit der heutigen Aufsichtsratssitzung beim Norddeutschen Lloyd, in der Entscheidungen über die Höhe der Dividende getroffen werden sollen, einiges Interesse. Anleihen lagen behauptet. Don Ausländern machte sich für Mazedonier, anscheinend im Zusammenhang mit den neuen griechischen Anleiheoerhandlungen in London, etwas Nachfrage geltend. Pfandbriefe weiter freundlich. Reichsschuldbuchforderungen abermals bis ) v. H. höher. Geld leichter. Tagesgeld 6 bis 8 v. H., verschiedentlich auch schon 5j v. H. Die übrigen Sätze unverändert. Es sollen aus dem Ausland verschiedentlich günstige Geldofferten vorliegen. Nach den ersten Kursen setzte sich die Kursgestaltung zunächst noch fort. So zogen Aku 80 v. H. an. Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen holten einen Teil ihres Anfangsverlustes wieder auf. Verspätet zur Notiz gelangten Reag mit 34 v.H. Ueberhaupt wurde es später, vom Schiffahrtsmarkt ausgehend, allgemein etwas schwächer, und das Anfangsniveau wurde bis 1 v.H. unterschritten. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M.» 4.Mär». SS wurden notiert: Weizen 305, Roggen 19o, Braugerste 215. inländischer Hafer 167,50 bis 170, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 43,50 bis 44,50, Roggenmehl 27,50 bis 28,F0, Weizenkleie 10 biS 10,25, Roggenkleie 11 Mark. Tendenz: fest. Letzte Nachrichten. Otto CReutfer t- Berlin, 4. März. (WTB Funkfpruch.) Otto Re ut t er, der bekannte deutsche Humorist, ist gestern abend gegen 11 Uhr in Düsseldor s an den Folgen einer Herzattacke gestorben. Der Künstler hat ein Alter von 61 Jahren erreicht. Sprechstunden der Redaktion. 1130 bif 12-33 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen MnicUenaufttäge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten_ Eewknnauszug 5. Klaffe 36. Preußisch-Lübbeulsche (262. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Bus |ebe gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar |e einer auf die Lose gleicher Nummer la den beide« Abteilungen I und II 18. Ziehungstag 28. Februar 1931 3n der heutigen Vormittaasziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 14 »ttDlnne gn 6000 OT. 93156 165760 223984 233255 250712 299833 22 Gewinn« iu 3000 M. 66739 138093 174204 176241 191513 265462 279840 220760 167891 284880 297244 397463 50 Gewinne ru 2000 M. 103183 108843 119343 187049 190117 200288 265070 265323 268530 10514 16711 18152 25999 124829 126081 176424 226753 234450 256697 288518 296322 321360 110242 157881 240010 260194 287869 341219 362830 96595 141037 228377 258104 274933 302114 355177 246831 268362 296496 350735 392778 109977 141634 235363 258388 284362 324431 362402 23249 39929 94725 135609 200974 258020 274618 298619 352101 162739 244959 266230 293179 347842 367380 338334 366612 395043 122 Gewinne zu 1000 M. 4890 8430 14141 16966 110997 120214 ------ 178012 23604 23835 27992 33967 34550 39042 64964 65097 65434 66392 69192 91077 395244 129738 114808 141805 177119 193019 227009 244428 266915 293034 307984 329034 373816 396558 161449 183877 218 35 231731 257288 275756 297454 3153&5 354523 393073 111480 132413 166428 187099 220485 232987 258260 285115 300499 317774 356455 394433 114587 140129 170474 190123 221705 235667 261150 290637 300854 318381 359198 394949 154011 183393 203048 230470 245290 268762 295786 312166 334927 382707 159421 183598 214581 231428 243135 271005 296495 314405 351689 387383 188 Sewinn, rv 500 M. 11152 12094 29783 32112 32716 36504 36939 42320 63134 67932 68746 69092 72160 74191 76071 76967 77130 85719 85961 91715 95376 100466 102811 104307 109272 ------ ------ ------ 116384 129179 In der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 10 Sewinn, ru 3000 W. 4 Sewinn» zu 10000 M. 35273 335387 6 »«Winne ru 5000 St 40348 249100 391899 ----- 106096 264915 267789 391216 301151 73495 92620 133993 ------ ------ - 198703 204114 219328 246313 260289 252882 282575 300270 304542 319976 341897 353872 48 Gewinn. ,n 2000 M. 13161 23481 35843 60610 ----- ------ 146382 167134 167931 145681 383832 394744 394951 102124 153481 219691 268420 312682 351774 183593 234371 282571 341972 361408 151443 191506 211019 242942 275098 297414 326201 347682 385169 194921 213940 245317 277686 299332 326281 368221 390917 212565 267521 304935 351333 367972 102273 155428 222917 273586 326679 354811 143215 186369 202565 235699 268355 293514 321986 330261 378379 149016 191002 204278 238099 274912 294535 326164 336801 383598 108176 176384 230333 276041 336483 357738 198362 214378 247325 281074 304613 327346 359567 391778 195558 257440 286008 348283 367284 395304 202638 227300 257669 283471 313721 829648 361369 398169 376949 379914 120 Sewinn. zu 1000 W. 469 2775 4872 6145 17021 26123 32656 37467 41974 52922 59074 77107 83899 86194 90063 93324 95816 97573 101391 ------ ------ ------ 138259 141543 145681 156 ecmYnnMu“60(?91l”i 6406''20904" 23137 34880 38224 44186 49873 54891 60080 61854 79308 83821 84283 88946 88030 108930 110882 113008 120404 123525 123572 124489 125475 128128 ----- ------ ------ 170494 173406 182638 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu le 600 000, 2 Gewi ne zu je 60)000 2 zu je 300000, 2 zu fe 75 000. 2 zu je 50 000 14 zu je 25 000, 60 xu je 10000 152 zu je 5000. 8*8 zu je 8000, 1190 zu je 2000, 2200 zu je 1000, 8570 zu je 600, 10926 zu je 400 M. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Retchsbankdiskont 5 o.H., Lombardzinsfuß 6 v.H Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Banknoten. TStib Srlln. 3.Mürz G U 6 8 o 0 6 io 71 10 10 . 8| 144 144,25 131 129,25 Ämst.-Rott. «u,n.-Atrc» Vrss.-Antw. ttbriftianta ■ «open vagen Stockholm . öelfingford. 77,5 61,25 169,5 77,75 Schluß-! Ansang. iurS | Kurs Hranksurwr Maschinen Griyner ..... 168,56 1,396 58,585 112.42 112,43 112,58 10,576 22,015 20,419 4.2040 16,464 80,93 44,81 2,081 0,349 62,5 36,5 133 142 203,75 I I. G. garben-Jndustrie. . Dynamit Nobel..... SchetdeanstaU Goldschmidt ..... Mütgcrswerke...... Metallgeiellichast..... Vereinigte Stahlwerke . Otavl Minen . . . Kaliwerke Aschettleben . Koltwerlc Westeregeln . Ralilverte Salzdetfurth . Neuyork .. Pari«.... Schwei, .. Spa ktt . . Japan . . . io de Jan. Wien tn D - Ccft. adgest 'Prag - - • Belicad . . 4>uoav:st. . X5ui ariett °903 <^% Rumänische veretnh. Reute von 1013 ... i% Rumänische vereinh. Rente Miag - . Gebr. Roeder . , Bolat & Haessner < Süddeutsche Zucker 59,06 12,451 7,388 73,26 3,043 18,84 81,64 1,784 5,445 4,203 3,037 20,93 77,5 75 105,25 77,5 »ries' 4,214 58,64 112,59 20,46 16,505 168,89 22.14 112,57 59,13 2,50 112,82 81,06 44,84 12,46 73,37 16»/. . 10 . 10 . 15 4,194 58,40 112,15 20,38 16,445 168,21 22,06 112,13 58,89 2,48 112,38 80.74 44,66 12,40 73,07 15 13 18 14 13'/. IS , . 8 , . 9 , . 0 59,06 12,451 7,385 73,26 3,043 18,84 81,64 1,784 5,445 4,202 3,007 20,93 .frranifun u. j»i. Senil' Srannun a. M. | Serlin <öa/.uß«! für» । t«Uhr« R rd Schluß-1 hird । Ansang- Rurd Schluß» lurd i.Uhr« Kure Schluß-! tur» ] Anfa g» Kurs Datum 3.3. 4.3. 3.3. 4.3. Dalum 3.3. 4.3. 3.3. 4.3. 6% Deutsche Reichsanteihe 84,75 84,9 oamvurg-Amertta Paket . . 7 70,75 70,5 70,13 70,25 von 1927 ...... 7% Deutsche Reichsanleihe — — Hamburg-Südam. Dampsschlss 8 —— —— 135 —— 98,1 98,5 Hanw Tampsschiss .... 10 — — 107 — von 1929 . ....... Deutsche ÄnI..AbIöi.-Schuld mit —— —— Norddeutscher Llovd .... 8 72,25 72,5 72.65 72,25 56 55,65 55,7 54,75 Allgemeine T'-ulscheCreditanst. 10 Vluelol. Rcchlen ..... Barmer Banlverein . . . 10 •— —— Deegl. ohne AuNol.-Rechte . . 5,85 6 5,95 5,0 Berliner Hanbelrgeiellsckasl 12 125 —- 125 125,13 s% Hess. Aoltrstaat von 1929 (rüdtahlb 102%) . . Cbeibvilcn Provinz • Anleihe tust 90,5 Commerz, und Privat-Bank . 1t 110 110,25 110,75 •— 91 —• Darmstädter und Nationalbank 12 140 ■■ 139 140,5 Teutiche Bant und Auelol-'R-chien .... 52 —— — ■w Dtscvnlo-GeseUschast, . . . 10 103 — 108,25 109,75 Teulsche klomm. Sammelabi. 54,4 53,75 Dreedner Bank...... 10 108,25 108,5 108,25 108,75 Anleihe Serie I . . —— —- Reichdbant........ 12 253,5 —— t% firanlf. Hnp.-Bonk Doldpse 104,75 104,5 XIII unlündbar bi» 1934 100,5 — A.C.G......... . 8 104,5 105 ,% Krauls Hov.-Aank Goldpsc Bergmann........ . 9 —- — 122 123,9 unkündbar bi» 1932 89,9 •— — —— Llekir Lieierung4geiellschast. 10 128 127,5 128.5 >'/,% Rdeinische Hyp.-Bank Ltgu. Woldpse........ Licht und Mast...... 10 124 124,5 124.5 123 89,9 — — gellen & Guilleaume . . . Grsellichasl für Elektrische lYi 87 — 88,25 88,75 .% Pr. LondeSpiandbriesanstaU. Plondbricle R. >9 ,% Pr LondeSrn an: briesanstalt. 100,5 — 100,5 Unternehmungen .... 10 126,5 126 127,4 125 Hamburger EletteUiiätS-Werke 10 — —— —- — Komm.-Lbl. Li. 20..... ;% Pr. Landc^'anobrtcsanNall, —» Nbeinische E-rklriztlät . . . . £ 119 —— 119 —— edilciUdje Elektrizität. . . . 10 —— —— —— — Psandbricsc R 81 ..... 1.(2.®. abg. BonrregS-Obligatio- 96,5 — _ Lchuckcrt L Eo....... 11 132 132,25 131,75 131,9 Sicmeno ti Hauke..... 16 178,5 177,75 178,5 177,25 nen, rllckzablbar 1933 - • — —- — —- iransravio . ....... . 8 —— — —- abm-ner L Eo.. . . . . . 10 132 — 130,9 — 3.2n-rj 4. Mär, Amtliche Notierung Melo | ZJrlci___ Amtliche Notierung Geld 3rlf 24,4 — ®UDeni5 .........5 52 2,35 -— Deutsche Erdöl.......« 72,25 72 Essener Steinkohle ...... 8 —— — — Gelsenkirchener ....... 8 82,5 — 19,8 19,7 Harpener . ....... 0 77,5 — 16,5 16,5 Hoelch Eilen. ....... 6% — — 16,65 16.6 ai|c Bcrgbmi ....... io 171 —— — —— Klöcknerwerke........7 63 62 4 3,9 Röln-9teuclkn.......’ —• —— Manneömunn.Röhrev .... 7 76,13 76,5 —— Mansselder Bergbau .... 7 37,5 — 3,9 — vbcrichlcl uiienbedars ... 5 —» —- • Cbcrldilel Not,werke.....’ — — 9,4 — | Bhönir Bergbau . . . . 6Vi 62 — 1 Rheinische Braunkohle» . . 10 168 — 15,1 15,3 | Mheinstahl . ....... 6 77.75 78 7,8 i 7,8 l Riebeck Dtontaa ...... 7,2 85