Nr. 205 Erst« Blatt M Jahrgang Donnerstag, 3. September |93I Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen richtens Lnzeiaer Oietze«. pol|d?edfonto: granffnrt am Main 11686. Dnirf und Verlag; vrLhl'sche Universttülrvuch. und Sleinbruderei 8. Lange ti Sietzen. Zchriftleitvng und Geschäftsstelle: Schulitratze r. Annahme oen Snjetgen für die Tageanummer dis zum Nachmittag vorhe» Preis für l mm YShe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, ausmärts 10 Neichspsennig; für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfenvig, Platzvorfchrift 20*, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Will). Lang». Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lanae; für Feuilleton Dr H.IHyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Fille^ sämtlich in Gießen. Erscheint täglich,auhet Sonntags und Frierlags, veilaae»: Die Illustrierte Gießener FamilienblLtler Heimat im Bild Die Scholle. Monats vezug,preis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träge» lohn, auch bei Richter- Beinen einzelner Nummern folge höherer Gewalt. Zernfprechanschlüffe unterSammelnummer2251. Anfchrtst für Drahtnach» Landnöten. ffiie vor einigen Tagen gemeldet wurde, ist auf Grund eines bei der Technischen Hochschule in Darm- Habt eingegangenen Telegramms der Kanadischen Regierung der Führer der Hessischen Grän- landexpedition vom Fahre 1929, Dr. H. ft. *• Äruc0er» Darmstadt, mit seinem dänischen Begleiter Pjare als verschollen zu betrachten, und es ist mit dem Tode Kruegers und seines Gefährten zu rechnen. Die beiden anderen Teilnehmer an der Expedition, der Geologe Dr. Drescher (Darmstadt) und der Mineraloge Dr. N i e l a n d (Heidel- berg), sind orogrammäßig im Herbst 1929 zurückgekehrt. Die letzte persönliche Nachricht von Krueger stammt, wie man sich erinnert, aus dem Frühjahr 1929. Die Vermutungen über das Schicksal Kruegers stützen sich auf die Tatsache, daß er nach der fana- difchen Meldung bis zum 15. August d. I. noch nicht !u feinem Ausgangspunkt, einer kanadischen Polizei- tation, zurückgekehrt ist, was nach seinen Angaben chon früher zu erwarten gewesen sei; 'nach der yrneren Meldung, daß ein Teil der Wissenschaft- lichen Expeditionsausrüstung von Eskimos gefunden wurde, muhte mit dem Tode Kruegers und feines dänischen Gefährten gerechnet werden. Nun ist inzwischen von einer, dem Polarforscher Dr. Ärucacr persönlich nahestehenden Seite im „Darrn st ädter I a g b l a 11" ein kritischer Kommentar zu der bei der Technischen Hochschule eingegangenen Melduna gegeben worden, wonach immerhin nicht alle Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang der Expedition aufgegeben zu werden braucht: Es wird zunächst darauf aufmerksam ge- macht, daß sich die von Krueger als Ausgangspunkt gewählte Polizeistation auf der Bache-Halbinsel unter 79 Grad nördlicher Breite an der Ostfeite von Ellesmere-Land befindet; es handelt sich also nicht um eine Polizeistation Beach, wie in der Meldung angegeben war. Ferner habe Dr. Krueger in einem auf der Polizeistation zurückgelassenen Brief ausdrücklich darauf hinaewiesen, dah mit seiner Rück- kehr dorthin unter Umständen nicht zu rechnen sei, wodurch das erste Argument des kanadischen Telegramms einigermaßen fragwürdig werde. Was den Zweiten Punkt angehe, so bestehe vorläufig noch die Möglichkeit, daß ein Teil der Expeditionsausrüstung von dem Forscher absichtlich unterwegs zurückge- laffcn worden sei. Ferner wird betont, daß Dr. Krueger, der aus Bensheim a. d. Bergstraße gebürtig ist, phasisch und geistig alle Doraussetzungen für die tatkräftige und erfolgreiche Leitung einer schwierigen Polarexpedi- tion milgebracht habe. Wertvolle praktilche Erfahrungen hat er bereits im Jahre 1925 auf der ersten Hessischen Grönlandexpedition in Begleitung des Gießener Geographen Professor Dr. ft tute sammeln können. Ferner wird daran erinnert, dah Krueger ein begeisterter Schüler des bekannten kanadischen Polarforschers Stefansson war und sich für dessen Methode des „Lebens vom Lande" eingesetzt hat; auch weih man, daß von ähnlichen, durchaus erfolgreich verlaufenen Expeditionen in der Arktis oft sehr lange Zeit keinerlei Nachrichten übermittelt werden konnten. Es sei nicht von der Hand zu weisen, daß Krueger die Verwirklichung eines älteren Expeditionsplanes versucht habe, der eine Reisedauer von insgesamt fünfIahren vorsah, während ein anderthalbjähriger Aufenthalt in Grönland gewissermaßen als Vorexpedition gedacht war. — Bemerkenswert ist, daß etwa gleichzeitig und unabhängig von den Ausführungen im „Darmstadter Taablatt" die „DAZ." eine Mitteilung des deutschen Polarforschers Dr. Max G r o t e w a h l veröffentlicht, die im wesentlichen mit den obigen Ausführungen übereinftimmt und der Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß Dr. Krueger noch am Leben fei, da die dortige Gegend sehr wildreich und die Polarforscher als gute Jäger befannt seien. Schauspieler sind, so glaubt man gemeinhin, vor allem Künstler, denen daS Geld ziemlich locker in der Tasche sitzt. Sie verdienen, soweit sie Prominente sind, gut, sehr gut sogar, aber ihr Lebensstandard ist auch entsprechend eingerichtet, so dah sie sich mit Zukunftssorgen nicht allzu sehr belasten. Immerhin, es gibt Ausnahmen, die nicht nur Schauspieler, sondern auch Kaufleute find. Zu ihnen gehört offenbar Max Pallen berg, der mit seiner Frau Fritzi Massary ein sehr gesundes Sparprogramm aufgcftcllt und weitgehend für seine alten Tage gesorgt hat. Nun ist ihm das Unglück geschehen, dah er trotz aller seiner kaufmännischen Talente sich verspekuliert hat und einen grohen Teil seines auf die hohe Kante gelegten Geldes bei einer Dankpleite verlor. Selbstverständlich nicht in Deutschland. Er verdient zwar sein Geld zusammen mit seiner Frau in Deutschland, aber die deutschen Danken sind offenbar nicht sicher genug. Inflation. Deflation, Wirtschaftskrise und so fort, man weih ja nie, was geschehen kann, also geht ein kluger Mann mit seinem Gelde ins Ausland. Nicht etwa nach Oesterreich, das ja unter einem ähnlichen Damoklesschwert lebt, auch nicht nach der Tschecho- stowakci, in der Pallenberg ebenso wie seine Frau ursprünglich beheimatet gewesen sein sollen. Nicht einmal Die Schweiz ist kreditwürdig genug, da liegt ohnehin schon so viel deutsches Geld. Also ist Holland der gegebene Nibelungenhort für das schauspielernde Ehepaar, wobei es dann nur das fabelhafte Pech hat, dah es gerade d i e Amstelbank für besonders vertrauenswürdig hält und berauscht von dem Klang des Namens Rothschild einen gröberen oder geringeren Teil seines Überschusses dort unterbringt. Keine unbeachtliche Summe, eine runde Million, die in den grohen Strudel mit hineingerissen wird und bei der Verteilung der Ueberreste a u f ein Drittel zusammengeschmolzen ist. Der Reichsfinanzminister über die Aufgaben der nächsten Zukunst Umwandlung der Auslandsverschuldung in eine langfristige. - Auftechierhaltung des selb« ständigen Unternehmertums. — Reorganisierung des Baumarktes. Derlin, 2.Sept. (WTD.) Auf einer Kundgebung der Staatspartei hielt der Reichsfinanzminister Dietrich eine Rede, der wir folgende- entnehmen: Die Ausgaben der Zukunft liegen: 1. In der Ordnung der äuherenDerschul- dung Deutschlands, die in eine langfristige umgewandelt werden muh; 2. in der Gestaltung der Kapital- und G e l d w i r t f ch a s t imInnern; 3. in der Ordnung der Finanzen der Länder u n d Ge m e i n d e n. In der Frage der auswärtigen Verschuldung sind wir durch den Bericht deS Baseler Komitees insofern ein Stück weiter gekommen, als darin anerkannt ist, dah man nicht große Zahlungen von Schuldnerländern verlangen kann, wenn man sich gleichzeitig gegen öle Aufnahme ihrer "Daren, mit denen sie allein zahlen können, absperrt. Es ist auch anerkannt, dah diese Frage untrennbar zusammenhängt mit der Frage der Reparationen, und damit ist die Dnindlage zu einer Neuordnung gelegt. 3n der Kapital- und Geldpolilik, die ein Teil der gesamten Wirtschaftspolitik ist, wird man d i e Deflation nicht künstlich fördern dürfen. Line weitere Verstärkung der Kaufkraft des Geldes würde dazu führen, dah eine Unmenge wirtschafis- existenzen vernichtet wird, weil sie ihre Schulde» nicht mehr bezahlen können. Ls ist zu begrüben, dah die Reichsbank den Diskont herunter- geseht und durch die Erklärung, dah sie Warenwechsel unbeschränkt hereinnimmt, soweit sie ihren Ansprüchen genügen, einer weiteren Herabdrückung des Geldumlaufs entgegenarbeitet. Das ist um fo notwendiger, als viel Geld irrtümlicherweise gehamstert wurde, obwohl wir nicht in einer Feit leben, in der das Geld zu verfallen droht, sondern In einer Zeit, in der die Kaufkraft des Geldes Zu gr o h zu werden droht. E» kommt vor allen Dingen darauf an, das verfügbare Kapital und Geld den felbständigen Unternehmern kleineren, mittleren und größeren Sills zuzuwenden, damit diese, die die eigentlichen Träger unseres Wirtschaftssystems sind, aufrechterhalten bleiben. 3u der Arbeitslosenfrage führte der Redner aus, daß d i e Bauwirtschaft und deren Erliegen ein Hauptteil Arbeitslosigkeit hervorgerufen habe. Man kann aber nicht den Häuserbau in der bisherigen Art fortführcn, weil man sonst den Alt- Häuserbesitz völlig entwertet und außer- dem die Gefahr besteht, daß das in den Neubauwohnungen investierte ftapital verloren geht. Der Altbesitz muß aber lebensfähig gemacht werden. Bauen soll man da, wo es vom Standpunkt der Produktion aus zu verantworten ist, nämlich a u f dem Lande durch Herstellung von Siedlungen aller Art, besonders in der Nähe von Großstädten und im Verkehrswesen. Der btitte Punkt, die Frage der Ordnung der Haushalte von Ländern und Gemeinden, ist durch die Notverordnung vom 24. August in die Wege geleitet Im übrigen ist man sich im Reiche darüber im klaren, daß man den Gemeinden z u Hilfe kommen muh, damit sie die Wohlfahrtserwerbslosen durchbringen. Für eigentliche Gemeindezwecke kann das Reich kein Geld zur Verfügung stellen. Der Redner schloß damit, dah noch einmal eine Periode deS unabhängigen und selbständigen Unternehmers kommen werde. Diese Zeit gelte eS zu nufoen im Interesse der Gesamtbevölkerung. Wenn diese Schichten aber wieder zur Geltung kommen woUen, dann müssen sie sich zum Staate bekennen und einsehen, daß sie zwar das Recht zur Kritik haben, daß aber das Anrennen gegen den Staat eine unnötige Kraftverschwendung bedeutet und historisch sinnlos ist. In der S t a a t s b e j a h u n g allein wird das Bürgertum den Weg zu seiner Wiedereinschaltung in die Macht zu fneben haben. gerade während der Zeit, wo PaUenberg auf einer Weltreise die Sorgen der Gegenwart zu vergessen sucht. Kein Wunder, daß er darüber nach seiner Rückkehr das seelische Gleichgewicht verliert und nun von den Litfaßsäulen Wiens aus zu toben beginnt Er ist nach Amsterdam gefahren und hat sich „persönlich" von der grauenvollen Wirtschaft überzeugt, flieht über vor Verbalinjurien gegen die Schuldigen und kündigt an, dah er einen grohen Vortrag über „Die Amstel-Dank, ihre Generaldirektoren und ich" nicht nur in Wien, sondern auch in Derlin und anderen deutschen Städten halten will, dah er sogar ein Theaterstück sich schreiben lassen will, in dem er die Hauptrolle selbst spielt. Ein Gedanke, der gewih nicht unoriginell ist, besonders wenn Herr PaUenberg bei den Versammelten einen hohen Eintrittspreis erhebt und einen Teil des Verlustes auf diele Weise wieder einzubringen sucht Aber ernsthaft gesprochen: Wir wissen uns frei von Schadenfreude. Immerhin wird niemand viel Mitleid übrig haben für Menschen, die ihr Geld in Deutschland verdienen und es dann im Auslande deponieren. Selbst dann nicht wenn es nicht wahr sein sollte, was in Derlin behauptet wird, dah Pallenberg und seine Frau eine neue Heimat im Fürstentum Keine weiteren Besoldungskürzungen. Veamtcnverlreter beim Rctchsfinanzminister. Derlin, 2. Sept (VDZ ) Reichsfinanzminister Dietrich hatte am Montag eine Besprechung mit den Vertretern deS Deutschen Beamtenbundes, deren Gegenstand die letzte Notverordnung und die kommenden Mahnahmen der Reichsregierung waren. Der Reichssinanzminister wies darauf hin, dah die ReichSregierung die mehrfachen Anregungen aus weiteres e- Halls!ürzungen entsprechend seinem Standpunkt nicht übernommen habe. SS seien aber durch Notverordnung die Länder ermächtigt worden, bei sich und den Gemeinden diejenigen Sparmahnahmen zu treffen, die sie für notwendig halten. Auherdem seien von Länderseite her mehrere Vorschläge zur allgemeinen Einführung gemacht worden, von denen zwei zur Zeit in seinem Ministerium durch- geprüst würden. Es handele sich um die Herabsetzung der Pensionen von 80 auf 75 Prozent und um die Verlängerung derAufrückungSsristbeidenAlterS- zulagen von zwei auf drei Jahre. Nebenher gingen noch llebetlegungen wegen der Festsetzung einer Höch st Pension. Don den Vertretern des Deamtenbundes wurde darauf hingewiesen, daß der Beamtenstand wohl der einzige Berufsstand in Deutschland sei, dessen ®c- Halter im Lause eines Jahres dreimal gekürzt worden sind. So wenig der Beamtenbund nachweislich überhöhte Gehälter verteidige, so sehr müße er dem Versuch widersprechen, die Gehälter von Länder- und Gemeindebeamten unter die Bezüge vergleichbarer Reichsbeamten hinabzudrücken. Die Beamtenschaft erwarte, daß alles geschehe, die durch die Notverordnung gefährdete Einheitlichkeit der Besoldung wiederherzuslellen und zu erhalten. Die Vertreter des Beamtenbunde» wandten sich auch gegen die neuen Vorschläge auf Kürzung der Pensionssatze und Aenderung der Aus- rückungsfristen. Unter Zustimmung des Finanzministers wurde noch sestgestellt daß abgesehen von der etwaigen Verlängerung der Aufrückungsfrist eine Aenderung des Besoldungssystem» nicht beabsichtigt sei. Oie christlichenGewerkschasten zur Lage. Hannover, 2.Sept. (WTB.) Der Vorstand des Gesamtoerbandes der chrisllichen Gewerkscbasten hat in eingehenden Beratungen zu den wirtschaftlichen und sozialen Fragen Stellung genommen. Die von Arbeitgeberseite geforderte Einführung eines abdingbaren freien Lohnspielraumes in den Tarifverträgen lehnte der Vorstand ent- schieden ab. In Wirklichkeit sehen die Tarifverträge bereits ein hohes Maß von Beweglichkeit vor, und bedarf es einer gesetzlichen Aenderung nicht. Der Vorstand wandte sich des weiteren gegen eins Ueberspannung der Zollpolitik. $e* Sleunigte Maßnahmen seien erforderlich, um be- ibcrs für eine Reihe von lebensnotwendigen aren zu einem tieferen Preisniveau zu kommen. Uebereinftimmend war man ferner der Meinung, daß die in bezug auf eine Aenderung der Hauszins ft euer geplanten Maßnahmen auch den Interessen der Mieter und des darniederliegenden Baumarktes entsprechend Rechnung tragen müßen. Auf eine weitere Senkung der Zinssätze müsse nachdrücklichst hingearbeitet werden. — Sodann wurde u. a. eine Beseitigung der nicht vertretbaren Härten der Notverordnung vom 5. Juni d. I. und eine durchgreifende Reichs, und Verwaltung«- r e f o r m gefordert. Oie Landgemeinden fordern Berücksichtigung ihrer besonderen Lage. Oie Verteilung des Steueraufkommens und Abwälzung der Lasten. Naturalversorgung der Arbeitslosen. Berlin, 2. Sept. (ENB.) In einer De- sprechung, zu der der Präsident deS Deutschen LandgemeindetageS, Dr. Gereke, eingeladen hatte, entrollte dieser ein Bild von der katastrophalen Lage der Gemeinden. Die finanzielle Not der ländlichen Gemeinden lasse sich mit Sparmaßnahmen allein nicht mehr beheben. Die Richtlinien deS ReichSfinanzministerS für eine .Sparaktion" gingen in erheblichem Umfange wiederum vongrohstädlischenDer- hä 1 tnissen aus. Die Finanznot der ländlichen Gemeinden und Kreise beruhe auf der die ?roßen Städte einseitig bevorzugenden (Beriet- ung deS Steueraufkommens durch die Finanzausgleiche der meisten Länder sowie auf der Ueberbürbung der zwangsläufigen Ausgaben auf den Gebieten der Schule, der Fürsorge und des Straßenbaus. Diese Finanznot werde noch besonders verschärft durch die Sparkassennotverordnung, die den Sparkassen vernietet, den Gemeinden Kredite zu gewähren, und die damit die leistungsschwachen Gemeinden in eine unhaltbare Lage bringe. Die vorgeschlagene Naturalverpsle- flung der Arbeitslosen müsse bald gefordert werden, wenn auch durch eine derartige Maßnahme wesentliche Ersparnisse nicht erzielt werden. Einzelne Landkreise sind in dieser Richtung bereits mit Erfolg vorgegangen. Erfolge konnten erzielt werden, weil diese Landkreise ihre Maßnahmen völlig auf die vorhandenen örtlichen Verhältnisse abgestellt haben. Zu dieser individuellen Behandlung des Problems nötigt die Verschieden- helt der Verhältnisse in den einzelnen Landesteilen und der Unterschied zwischen industriellen und ländlichen Gebieten. Don einer zentralen Regelung ober bet Ausübung eineS ZwangeS auf bie Bezirksfürsorgeverbände muh bringen!) gewarnt werden. Die allgemein volkswirtschaftlichen Bedenken können nur zurückgestellt und die auS der Kriegswirtschaft bekannten unerfreulichen Nebenerscheinungen nur vermieden werden, wenn es jedem einzelnen Be - zirkSfürsorgeverband überlassen bleibt, ob, in welchem Umfange und auf welch« Weise namentlich in ländlichen Gegenden Geldleistungen durch Naturalleistungen ersetzt werden. Für größere Gemeinden und in Industriegegenden empfiehlt sich die Einrichtung von DolkSspeisungen in Anrechnung auf di« Fürsorgeunterstühungen unter weitgehender Zusammenarbeit mit der freien Wohlfahrtspflege. Ls wird erwartet, daß die Verordnung zur Sicherung der Haushalte der Länder und Gemeinden nicht etwa zu einer überstürzten, die örtlichen Verhältnisse nicht gebührend berücksichtigenden Zusammenlegung von ftrei- s e n gegen den Willen der Bevölkerung benutzt wird. Liechtenstein gefunden hätten, um sich gegen Zugriffe der Steuerbehörden möglichst zu sichern... Wann kommt die Aeichsresorm. TerLutherbund fordert dieReichsregierung zur Aktivität auf. Berlin. 2. Sept. (TU) Der Bund zur Erneuerung des Reiches e. D. beschloß eine Eingabe an Den Reichskanzler, in der es heißt: .^Hauptfehler der heutigen Konstruktion des Reiches find: Dos unorganische Nebeneinanderar- beiren zweier nicht mehr wie früher personell verbundener Regierungen in der Reichshauptstadt, die Einrichtung zu vieler reichsejge- ner Behörden ohne Verbindung mit den Der- Wallungen der Länder und Provinzen, die Lei- stungsunfähigkeil kleinster und mancher in allzuviele Gebietsteile zerrissener mittlerer Länder und schließlich die Verwaltung sol- cher Länder durch parlamentarisch jederzeit abberuf- bare Ministerien. Hier liegen die Ursachen des um wirtschaftlichen Behördenwirrwarrs, hier die Haupt- gründe für das Versagen jedes bisherigen Finanzausgleichs. In Anknüpfung an bie Grunbgebanken ber BiS- marckschen Reichsverfassung hat unser Bund die Angleichung deS Dualismus Reich.Preußen durch Vereinigung ber beiben Berliner Regierungen unb bie Schaffung lei* Ü u ngssähiger Reichsprovinzen in Nordbeulschland vorgeschlagen. Linser Vorschlag folgt ber geschichtlichen Entwicklung, wie sie in und durch Preußen gegeben ist. Er bedeutet staatsrechtlich bie Herstellung ober Wieder- Herstellung ber Realunion zwischen Reich unbPreuhen und erhält überdies ein engeres Band innerhalb des preußischen Staatsgebietes, zum Tell unter Einbeziehung ber norb- deulschen Mittel- und Kleinstaaten aufrecht. Dieser Teil unseres Vorschlages findet aber, um ber deutschen Geschichte unb ber natürlichen ReichS- glteberung gerecht zu werden, eine Ergänzung Darin, daß Die anderen deutschen Länder, die neben dem Willen auch die Voraussetzungen für ein gesundes Eigenleben haben, chre heute staatsrechtliche Stellung behalten. Wir vertrauen darauf, daß die ReichS- regierung in schwerster Zeil nichlzögern wird, die Führung auch für die Durchsetzung dieser Reform zu übernehmen. Was wird in Genf aus der Zollunion? v:_ Oie Wetterlage. Erscheinung treten werden, wenn sich eine Gelegenheit bietet, die gesamte innere und auswärtige Politik der nationalen Regierung zu enthüllen. Amerika drängt aus Abrüstung. Starker Gegensatz zur französischen These. Paris, 2. Sept. (WTB.) Havas berichtet aus Washington, das Staatsdepartement sei eifrigst mit der Vorbereitung der Abrüstungskonferenz beschäftigt. Es lehne jede Vertagung der Konferenz ab. Die amerikanische Regierung habe noch keinen bestimmten Plan ausgearbeitet, sie beschränke sich vielmehr gegenwärtig darauf, die Lage der verschiedenen Mächte eingehend zu prüfen. Sie werde wahrscheinlich er st im letz- tei»Augenblick ihre Stellungnahme festlegen, jedoch scheine es, dah Präsident Hoover beabsichtige, die A b r ü st u n g als Vorspiel sowohl für die Schuldenregelung als auch für die Organisierung der Sicherheit zu kennzeichnen. Man glaube zu wissen, dah Hoover durchaus dagegen sei, die Sicherheit durch eine effektive gegenseitige Hilfeleistung im Falle eines Angriffes zu garantieren, wie das französische Memorandum vorschlage. Gr glaube, daß dies einer Art Allianz, die der amerikanischen Auffassung zuwiderlaufe, gleichkommen würde. Ebenso würde die amerikanische Regierung gegen eine weitere Annäherung an den Völkerbund zum Zwecke der Abrüstung und der Sicherheit sein, wie es Paul-Voncour vorgeschlagen habe. Die Einstellung der Regierung und des Landes gegenüber Genf bleibe unverändert. Auf jeden Fall suchen die Vereinigten Staaten eine Lösung für das Abrüstungsproblem auf einem ganz anderen Wege als dem, den das französische Memorandum vorschlägt, das in offiziellen amerikanischen Kreisen keine günstige Aufnahme findet. Oie Verzichtformel. Zurückstellung zugunsten einer allgemeinen zollpolitischen Angliederung. Genf, 2. Sept. (ÖIB.) Der Europaaus- schuh wird morgen um 11 Uhr zu feiner vierten Tagung zusammentreten und voraussichtlich auch am Freitag öffentliche Sitzungen abhalten. In der allgemeinen Aussprache am Donnerstag werden der deutsche und der österreichische Vertreter das Wort ergreifen und wie angekündigt, auch das deutsch-österreichische Zollunionsprojekt behandeln. Auf deutscher und österreichischer Seite hält man den Luropaausschuh für das gegebene Forum, um diese Angelegenheit, die von Ansang an einen rein wirtschaftlichen Charakter hatte, zu erörtern. 3n dem Bericht der Wirtschaftssachverständigen des Europaausschusses, der heute von dem Koordinationskomitee an das Plenum weitergeleitet worden ist, wird ja der Zollunionsgedanke als ein Wittel der organischen Warkterweiterung mit dem Endziel einer europäischen Zollunion erwähnt. Es wäre also unnatürlich, in diesem Zusammenhang nicht von der Frage zu sprechen, die schon seit Monaten die europäische Oesfentlichkeit bewegt. Es hat über das Verfahren ein Meinungsaustausch zwischen den interessierten Delegationen stattgefunden. Es sind aber keine formulierten Erklärungen vereinbart worden. Der deutsche und der österreichische Vertreter werden ihre Wittellungen vielmehr in voller Freiheit machen. 3n diesen Erklärungen wird, wie man hört, zum Ausdruck kommen, dah seit dem Abschluh des deutsch- österreichischen Zollprotokolls eine grundlegende Umgestaltung in der gesamten europäischen Lage cingelreten fei und die beiden Regierungen daher beschlossen hätten, im Hinblick auf die vom Europaausschuh verfolgten Ziele einer allgemeinen europäischen Z o l l a n g l e i ch u n g und einer Erweiterung des europäischen Marktes den Plan der zweiseitigen deutsch-österreichischen Zollunion zurück;» stellen. Ein irgendwie gearteter Verzicht auf den Gedanken der deutsch-öslerreichi- fchen Zollunion für die Zukunft soll in den beiden Erklärungen nicht zum Ausdruck kommen. Es ist ferner vereinbart worden, dah die Verhandlungen im Rat über das Haager Gutachten nunmehr er st am Wontagnachmit- t a g nach der zweiten Sitzung der Vollversammlung Die nationale Regierung tritt am 8. September vor das Unterhaus Man rechnet im Parlament mit einer Mehrheit von 50 Stimmen für Macdonald. Keine außenpolitische Abstinenz des neuen Kabinetts. Das Ende der Diktatur in Südslawien. König Alexander verkündet eine neue Verfassung. Belgrad, 3. Sept. (WTB.) Gestern um 19 Ähr fand im Königlichen Palais ein Kronrat statt. Der König teilte mit, er sehe die Zeit für dis Rückkehrzumparlamenta risch en Sh - stem für gekommen. Die neue Verfassung sichere die Gewissensfreiheit, die Pressefreiheit und die Änverlehlichkeit der Wohnung. Das Abgeordnetenhaus wird auf Grund des allgemeinen Wahlrechts gewählt. Die Hälfte der Senatsmitglieder wird auf Grund des allgemeinen Stimmrechts ge. wählt, während die andere Hälfte ernannt wird. Die Lebensdauer des Abgeordnetenhauses beträgt vier Jahre, die des Senats sechs Jahre. Das Abgeordnetenhaus erhält weitgehende Rechte „ zur Äeberprüfung des Budgets. Das Königreich wird in neue Banatgebiete eingeteilt. Die Banat-Räte werden auf Grund des allgemeinen Stimmrechts gewählt, während die Exekutive durch einen Rat ausgeübt wird, dessen Mitglieder vom Bonus ernannt werden. Als amtliche Sprache gilt serbisch, kroatisch und slowenisch. Alle Bürger sind vor dem Gesetz gleich. Gesetzesvorlagen müssen durch Senat und Abgeordnetenhaus angenommen sein. Macdonatd und die Labourpartei. Eine gute Antwort. London, 2. Sept. (WTB.). Auf eine vom Bezirksverband Seaham der Labour Party an Macdonald ergangene Aufforderung, er möge seinen Änterhaussitz zur Verfügung stellen, erfolgte heute die Antwort des Premierministers. Macdonald erklärt, dah er bereit sei, sein Mandat zu einem geeigneten Z e i t p u n k t in die Hände seiner Wähler zurück- zulegen, er wünsche aber klar zum Ausdruck zu bringen, daß ereineDemissionnichtohne weiteres vorzunehmen gedenke, da darin Fahnenflucht erblickt werden könnte. Er sehe in dem Pflichtgefühl, das ihn erfülle, das bindende Mandat, die großen Massen der britischen Arbeiterschaft weiterhin vor dem schweren Änheil, das sie bedrohe, zu schützen. Nachdem der sozialistische Minister für die Dominions und für die Kolonien, Thomas, am Montag der Eisenbahnergewerkschaft nicht ganz freiwillig seinen Rücktritt von derStel- lung als Generalsekretär mitgeteilt hatte, hat ihm die Gewerkschaft nach 21jährigen Diensten nicht nur das Gehalt, sondern auch seine Alterspension, zu der er nach Erreichung seines 60. Lebensjahres berechtigt war, gestrichen. Thomas erklärte der „Rews Chro- nicle", dah diese Maßnahme ein harter S ch! a g für ihn sei, und zwar um so mehr, als sie nicht etwa wegen einer unehrenhaf- te n H a n d l u n g oder wegen Änfähigkeit getroffen worden sei, sondern weil er, Thomas, in der Stunde der Rot seinem Lande habe dienen wollen. Die Entscheidung der Gewerkschaftsführer, nicht einmal seine Dienste anzuerkennen, schmecke sehr nach niedriger Rachsucht. Das Wohnhaus Thomas' in Dulwich ist ein Geschenk der Eisenbahner an ihn. Es wurde vor einigen Jahren mit Hilfe eines Beitrages von 10 Pfennigen, der von allen Gewerkschaftsmitgliedern erhoben wurde, gekauft. oWolkenlos.O neue». 3naro Dtdecn 9 woiKiga»oeoeckK eKeoeit * Schnee a Graupeln ■ KeDei K Gewitter.(Q)wind5tiiie.*O> sehr ttkhter Om massiger Südsüdwest Q stürmischer "ordwest Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeiaen Stationen stenenden Zafr len geben die Temperatur an. Die Linien verbinde» Orte mH gleichet» «ul heeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Von den britischen Inseln hat sich in nordöstlicher Richtung eine Rinne tiefen Druckes herausgebildet, in der heute morgen ein Kern über Dänemark und ein weiterer über England und Irland lag. Warmluft ist dabei über Deutschland vorgedrungen, und stellenweise treten Riederschläge auf. Da mit dem Vorüberzug der Eng- landstörung eine weitere Staffel warmer Luft . folgt, so bleibt das Wetter vorerst warm und regnerisch. Später wird kühle Luft weiter nach dem Festland vordringen und noch unbeständiges Wetter verursachen, wobei Temperaturrückgang einseht und Gewitterstörungen nicht ausgeschlossen sind. Aussichten für Freitag: Regnerische- und wolkiges Wetter mit aufkommender Gewitterneigung, Temperaturen noch wenig verändert. ' London, 2. Sept. (WTB.) Das Unterhaus ist zum 8. September einberufen worden. In einer fast fünfstündigen Sitzung hat die Regierung die Beratungen über den Finanzplan abgeschlossen. Sofort nach Eröffnung des Unterhau- ses wird Macdonald, ohne aus diesen Plan cinzu- gehen, eine Erklärung abgeben, in der er das Haus bitten wird, über das Schicksal der nationalen Regierung sofort zu entscheiden. Die Abstimmung nach der ersten Sitzung wird von der Regierung als Vertrauens- oder Mißtrauensvotum betrachtet werden. Wahrscheinlich wird der Schatzkanzler erst am 9. September den Finanzplan der Regierung bekanntgeben. Politische Kreise sind der Meinung, daß die Regierung über eine Mehrheit von mehr als 50 Stimmen verfügen wird, denn die Regierung gewinne jeden Tag neue Anhänger unter den Abgeordneten. Die Regierung wird zweifellos einen Antrag zur Bildung eines Finanzausschusses vorlegen. Macdonald wird die Debatte eröffnen, nach ihm werden Baldwin und Samuel das Wort ergreifen. Obwohl man die Einzelheiten der neuen Steuern, die später durch Snowden mitgeteilt werden sollen, noch nicht kennt, so weiß man doch, daß die Regierung der Industrie helfen und ihr keine neuen L a st e n auferlegen will. Man hofft, daß die Behörden keine überstürzten Sparmaßnahmen ergreifen würden, die die Zahl der Arbeitslosen stark erhöhen würden. Der innerpolitische Charakter der jetzt erörterten Fragen scheint notwendigerweise d a s P r 0 - blem der Außenpolitik der nationalen Regierung indenHintergrund zu drängen. Inzwischen findet keinerlei Abweichung von der Politik der jetzigen Regierung statt. Dies bedeutet jedoch nicht, dah auswärtige Angelegenheiten vernachlässigt werden. Man erwartet im Gegenteil, daß der Staatssekretär des Aeuhern nicht auf den Zusammentritt des Parlaments warten und daß er schon vorher eine Erklärung abgeben wird. Die Regierung verliert die finanzielle Lage in ihrer Auswirkung auf andere Länder nicht aus dem Auge, und es besteht alle Aussicht, dah die Sorge um die Lage und der Wunsch, an der Lösung der Probleme unserer europäischen Freunde mit^u» wirken, die von der Ärbeiterr^gierung Ende Juli an den Tag gelegt wurden, ebenso voll in klärt hat, die im Auslande laufende Fassungen mit der deutschen Fassung in Uebereinstimmung zu bringen, sind die Gründe entfallen, die das Reichswehrministerium bisher veranlaßt hatte, auf ein Verbot des Films zu dringen. Trotzdem findet auchdie jetzige Form des Films als Darstellung des Krieges in keinerWeise dieZu- st immun g der Wehrmachtsleitung. Sie bietet aber für ein Verbot auf Grund des Lichtspielgesetzes der Filmprüfstelle keine Handhabe räumungsarbeiten begannen, konnten b i S jetzt zwei Tote und 35 Verletzte, darunter zahlreiche Schwerverletzte, bergen. Die Zahl der noch unter den Trümmern liegenden Opfer ist noch unbekannt. Da aus den Trümmern fortgesetzt Stöhnen dringt, hofft man, einen Teil der Verschütteten noch lebend bergen zu können. Erschwert werden die Bergungsarbeiten dadurch, dah sofort nach der Explosion Feuer ausbrach. Eine benachbarte Fahrstuhlfabrik ist durch die Explosion schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Graf Arco tritt von der Leitung der Telesunken- Gesellschaft zurück. Wie die Telefunken-Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m. b. H. mitteilt, hat sich Graf Arco ent chlcssen, von Der Leitung zurückzutreten und sich in Zukunft persönlichen Studien zu widmen. Es ist Vorsorge getroffen, dah Graf Arcos große Erfahrung und die Ergebnisse seiner zukünftigen Arbeiten auch weiterhin der Telefunken-Gesell- schaft, der er von der Gründung an — also seit 1903 — angehört, zur Verfügung stehen. Wegen Spionage zum Tode verurteilt. Der polnische Leutnant Humni.cki ist in Brest- Litowsk vom Kriegsgericht wegen Spionage zum Tode verurteilt worden. Der Verurteilte war im Jahre 1926 und 1927 Leiter der Kanzlei des Mobil i s i e r u n g s r e f e r a t s im Warschauer Korpskommando gewesen. Sein Spionagefall steht im Zusammenhang mit der sensationellen Affäre des Majors D e m k 0 w s k i, der wegen hoch, verräterischer Beziehungen zum sowjetrussischen Mi- litärattachö im Juli d. I. erschossen worden ist. Im Zusammenhang mit dieser Spionageaffäre ist noch ein pensionierter Hauptmann namens Rud- Nicki verhaftet worden. Das Todesurteil an dem Leutnant Humnicki wegen Hochverrats wurde bereits vollstreckt. 58. Versammlung Deutscher Philologen und Schulmänner. Vor 94 Jahren wurde unter Teilnahme der Gebrüder Grimm, Alexander v. Humboldts und anderer, deren Rainen auch heute noch hell klingen, die „Versammlung der Philologen und Schulmänner" in Göttingen gegründet und ist seitdem 57mal zusammengetreten, zuletzt 1929 in Salzburg. Sie ist gedacht als regelmäßige Schau über den Stand der Wissenschaften auf allen Gebieten und bringt daher in verschiedenen Abteilungen eine Fülle von Vorträgen. In diesem Jahre findet sie vom 28. September bis 2. Oktober in Trier statt und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Dickel in Bonn. 1. Internationaler Kongreß für Zahnheilkunde. In Budapest wurde der 1. Internationale Kongreß für Zahnheilkunde eröffnet. Der Präsident des Vereins ungarischer Zahnärzte, Dr. Joseph Sturm, begrüßte die Vertreter der Äni- versitäten und der wissenschaftlichen Körperschaften. Professor Dr. Heinrich Salomon wies auf die große Bedeutung des Einflusses der Erkrankungen des Mundes und der Zähne auf die übrigen Organe des Menschen hin. Im Ramen Deutschlands sprach Professor Dr. Moral von der Universität Rostock, der drei Ehrendoktordiplome seiner Hochschule für den ungarischen Professor Szabo und die Italiener C a v i a n aus Bologna und Perna aus Rom überbrachte. 57. Hauptversammlung des Deutschen und Oesterrelchischen Alpen-Vereins. In der Zeit vom 2. bis 7. September hält der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein in Baden bei Wien seine 57. Hauptversammlung ab. Das Programm umfaßt außer einer Reihe von gesellschaftlichen Veranstaltungen und Ausflügen in die Umgebung von Baden am Freitag die Hauptausschußsihung im Badener Rathaus. Höhepunkt der Veranstaltung ist am Sonntag die Hauptversammlung im Badener Stadttheater, bei der Dr. D u r e s ch die Festrede halten wird. Die Beisetzung des nationalsozialistischen Abgeordneten Gemeinder. Der an einem Schlaganfall in einer nationalsozialistischen Kundgebung in Mainz verstorbene Reichs- tagsabgeordnete Peter Gemeinder ist auf dem Waldfriedhof in Darmstadt bestattet worden. Die Trauerfeier begann in der Kapelle des Waldfried- Hofs, wo die Angehörigen des Verstorbenen, Mitglieder der Reichsleitung der RSDAP^ Reichstags- Aus aller Welt. Der Film „3m Westen nichts Neues" freigegeben. Die Deutsche Universal-Filmgesellschaft hat den zuständigen Reichsbehörden eine Erklärung übermittelt, daß die Weltfassung des Films „Im Westen nichts Neues" mit der in Deutschland für geschlossene Veranstaltungen freigegebenen Fassung in U e b er- einstimmung gebracht werden wird. Der Film wird künftig auch im Ausland a u s s ch l i e ß - lich in der gekürzten deutschen Fassung gezeigt werden. In Uebereinstimmung mit den Gutachten der zuständigen Behörden ist der Film daraufhin von der Filmprüfstelle zur öffentlichen Vorführung in Deutschland frei gegeben worden. Der Widerstand des Reichswehrministeriums gegen die Zulassung des Films in Deutschland gründete sich auf die Tatsache, daß der Film im Ausland in einer dem Ansehen der deutschen Armee ungünstigen Fassung gezeigt worden war. Da die meisten Szenen, die zu Beanstandungen Anlaß gaben, in der jetzigen deutschen Fassung fortgefallen oder erheblich gekürzt sind, und die Herstellerfirma sich bereit er« abgeordnete^ Vertreter auswärtiger Gaue sowie zahlreiche Kranzabordnungen versammelt waren. Minister a. D. Frick als Vertreter der Reichs- leitung widmete dem Verstorbenen warme Nachrufe für die der Partei geleisteten Dienste. Der hessische Propagandaleiter Tresz widmete dem Verstorbenen einen kameradschaftlichen Nachruf. Nach weiteren Nachrufen bewegte sich dann der Trauerzug nach der letzten Ruhestätte, wo etwa 300 Kranzniederlegungen erfolgten. Schweres Explosionsunglück in einer chemischen Fabrik. In einer chemischen Fabrik in Bezons bei Paris ereignete sich heute vormittag ein schweres Explosionsunglück. Die Explosion war so heftig, daß daS Gebäude völlig in Trümmer gelegt wurde. Ein großer Teil der in dem Fabrikgebäude beschäftigten Arbeiter wurde unter den zusammenbrechenden Mauern begraben. Feuerwehr und Polizei, die alsbald die AufOer Friede mit dem Vatikan wiederhergestellt. Einigung über die Katholische Aktion in Italien. Rom, 2.Sept. (WTB.) Besprechungen zwischen -dem Vatikan und der italienischen Regierung über dieAuflösungderJugendoereinigun- '■ gen der Katholischen Aktion führten zu _ einer Einigung auf folgenden Grundsätzen: ' Die Katholische Aktion wird als reine Diözesanangelegenheit behandett, die direkt den Bischöfen unterstellt ist. Durch die Bischöfe erfolgt auch die Bestellung der kirchlichen und weltlichen Führer. Als Führer sind Personen, die der Opposition gegen das Regime angehören, ungeeignet. Ihren religiösen Zielen entsprechend beschäftigt sich die Katholische Aktion nicht mit Politik. In ihren äußeren Organisa» ttonsformen enthält sie sich infolgedessen auch aller Dinge, die überkommenermaßen für politische Parteien charakteristisch sind. Als Fahne der Lokalver- bände der Aktion dient die Nationalfahne. Zum Programm des Verbandes gehört nicht die Bildung von B e r u f s v e r b ä n d e n und Gewerkschaften. Sie beschäftigt sich infolge- dessen auch nicht mit gewerkschaftlichen Fragen und Zielen. Soweit innerhalb des Verbandes Zusammenschlüsse nach Berufsgruppen zur Zeit bestehen, gelten sie als ausschließlich zur Verfolgung religiöser Ziele gebildet und verpflichten sich ferner, daran mitzuarbeiten, daß die legale Gewerkschaft, der sie angehören, in immer umfassenderem Maße den Prinzipien der Zusammenarbeit der Klassen und den vom Staat gesetzten sozialen und nationalen Zielen gerecht wird. Die der Katholischen Aktion angehörigen Jugendoerbände dürfen Plakate und Abzeichen führen, die genau den von der Aktton zu verfolgenden religiösen Zielen entsprechen. Als Fahne ist keine andere Fahne zugelassen als die Nationalflagge mit Ausnahme von Prozessionsfahnen. Die Lokalverbände enthal- len f i ch aller sportlichen und Körperausbildung gewidmeten Tätigkeit und beschränken sich auf Zusammenkünfte, die den Charakter der Erholung und Erziehung auf der Grundlage der Religion zu tragen haben. ßtffl Lon Dl -O W »<Ä «Ä Aickngsvoll Ä, -es Obstes als über klar ftm, ’ Kalorien oder L frort F ; Trauben, ° , Mandeln, en ImÄngenbe aus Dasser, S EiweiMe nu Dir haben al ■ men falsch jR lediglich anM Kennwertes zu 1 entölten Ergan ■ ein Mensch brm . ring. Ein Deck , das ganze Leben ! ihre Entziehung ,ich schwere Kra Lbst ist «ich an . der Hauptgrund und belebende reich an 'Bitair und Dörren v Fruchtsäuren (- säure usw.) bei Geschmack des £ Duststofsen geste schmack ist es, öc gern und leicht i Kindern Obst zu Die Zähne und leicht sauren Des W Speisen schvÄllM zlvisc den smiisgeschei Mzerd aus die sich in Mund gen haben zelehr von Mtiionßtra aus ihren öintritt wiederholtes Mm teirö ktyalb als N fon Krcmkh Meilen, betra gleichen Richtung und kann daher ohne weiteres a i schmutztes, mit E j dem Benutz mit Angst, datz dm Darmkanal geb' nen nicht bered in denen Ruhr Obst einen besor ' Sn Gegenden, ichen, ist eine 1 flüssig. Ter reiche Ze Szur Ai n, namei ■ ? einer Aerlai j °as sm den Nachteil. Der 5 verwertbaren D Produkte des E entfernen, tzz j M das innert ' dah die ai .ate unbedingt • öernsalls wird toanö hindurch ^lhmzualle ^Vergiftung Eckt am beste Sin Orönu ®JJn& einen $ A.iu leiden h< Weit bedrü 2'4 feine ge I ^'/"starke L>lust un. S erschei, WeDannt 2 den versch, &N leit Ä^n£ om V Sterns. Ar °der ir l-AN c iwnt Genf । 0 6. Paris -wac.kt 'M , ~~ Aus der Provinzialhauptfiabt. ® Itfc tn, den 3. September 1931. Obst als Kranlheitsvei-hüter. Don Dr. med. W. Schweisheimer. Krankheiten verhüten! Dicht darauf warten, ob die eingctrctentn geheilt werden können! Der bedeutendste gesundheitliche Fortschritt der neuen Zeit ist nicht dem Insulin zu verdanken, nicht dem Lalvarsan, nicht einmal dem Diphtherie. Heilserum und der P»ckcnschuyimpfung, sondern der Erkenntnis, daß die Lebensweise maßgebend für die Gestaltung der Gesundheit ist. Die Ergeb- nisse cratter Naturwissenschaft, der Physiologie. Pathologie und klinischen Medizin finden in stei. gendem Mah praktische Berücksichtigung. Sin Hauptpunkt ist die richtige Ernährung^ Sie kann viel schaden, wenn sie von falschen Grundsätzen geleitet wird. Sie kann au Gesundheit, Wohlgesühl und langem Leben führen, wenn sie vernünftig und naturgemäß gestaltet wird. Kaum ein ariderer Punkt der täglichen Lebensführung offenbart sich so wirkungsvoll beim Ablauf gesundheitlicher Der- hältnisse Dem Obst gebührt auS gesundheitlichen Gründen ein weit größerer Anteil an der Ernährung, als er ihm bisher zuteil wird. Bei der Beurteilung deS ObsteS als Nahrungsmittel muh man sich dar. über klar sein, daß sein Aährwert tauSgedruckt in Kalorien oder Verbrennungswerten) gering ist. Dur stark zuckerhaltige Früchte, wie sehr sähe Trauben, oder fetthaltige Früchte, wie Düsse und Mandeln, enthalten gröhere Nährwertmengen. Im übrigen besteht daS Obst zu über 80 Prozent auS Wasser: Fett ist gar nicht in ihm vorhanden, Siweihstoffe nur sehr wenig. Wir haben aber längst gelernt, daß eS vollkom. men falsch ist, den Wert eineS DahrungSmittelS lediglich an Hand seines in Kalorien ausgedrückten Brennwertes au berechnen. Die Menge der neu. entdeckten SrgänzungSnährstoffe beispielsweise, die ein Mensch braucht, ist ganz auherordentlich gering. Sin Viertelliter dieser Bitamine genüat für daS ganze Leben. 11 nö doch sind sie unentbehrlich: ihre Entziehung auS der Dahrung hat unweiger. lich schwere Krankheiten und den Tod zur Folge. Obst ist reich an Vitaminen, und daS ist vermutlich der Hauptgrund für seine allgemein erfrischende und belebende Wirkung. Auch Fruchtsäste sind reich an Bitaminen, während sie beim Kochen und Dörren verloren gehen. Der Gehalt an Fruchtsäuren (Apfelsäure, Zitronensäure, CDkln. säure usw.) bedingt wesentlich den angenehmen Geschmack deS ObsteS, dec durch Anwesenheit von Duststofsen gesteigert wird. Dieser angenehme Ge. schmack ist eS, der den Rat. viel Obst zu essen, so gern und leicht befolgen läht, und der besonders Kindern Obst zur willkommenen Dahrung macht. Die Zähne und daS Zahnfleisch werden durch die leicht sauren Bestandteile des ObsteS günstig be- einsluht. Speisereste in Zahnlücken und in Zwi. schenräumen zwischen Zahn und Zahnsleisch wer. den herauSgescheuert. Die Fruchtsäuren wirken schädigend auf zahlreiche Krankheitserreger ein, die sich im Mund aufhalten. Heuere Deooachtun- gen haben gelehrt, daß eine sehr große Anzahl von Infektionskrankheiten von Mund und Dachen auS ihren Eintritt in den Körper nehmen. Oftmals wiederholtes Mundreinigen und Gurgeln am Tag wird deshalb als wertvolles Mittel zur Bermei. düng von Krankheiten, auch der sog. Erkältungskrankheiten, betrachtet. Obstgenuß arbeitet in Der gleichen Dichtung der Deinigung der Mundhöhle und kann daher dem Gurgeln und Mundspülen ohne weiteres an die Seite gesetzt werden. Be- Schmutzte«, mit Erde versehenes Obst wird man vor )em Genuß mit Wasser reinigen. Dagegen ist die Angst, daß durch Obst Krankheitserreger in den Darmkanal gebracht werden können, im allgemeinen nicht berechtigt. DaS trifft zu in Gegenden, in denen Duhr-, Typhus- oder Eholerakeime auf Obst einen besonders geeigneten Dährboden finden. In Gegenden, wo diese Krankheiten nicht Herr, schen, ist eine unbegründete Dazillenfurcht überflüssig. Der reiche Zellulofegehalt deS Obstes macht eS geeigncl zur Anregung der Darmtätigkeit. Biele Menschen, namentlich solche in den Städten, leiden an einer Verlangsamung der Darmtätigkeit. Es ist das für den ganzen Organismus von großem Nachteil. Der Darm hat die Ausgabe, die nicht verwertbaren Deststosse der Nahrung, sowie End- Produkte deS Stosswechsels aus dem Körper zu entternen. SS ist für die Gesundheit notwendig, daß daS innerhalb einer gewissen Frist geschieht, und daß die auSzuscheidenden Stosse nicht länger alS unbedingt notwendig liegen bleiben. Andern- dernsalls wird ein Teil von ihnen durch die Darm, wand hindurch inS Blut ausgenommen, gelangt mit ihm zu allen Zellen und Organen deS Körpers und ruft Erscheinungen hervor, die nicht anders alS Bcrgiftungszeichen zu bewerten sind. Das merkt am besten ein Mensch, dessen Verdauung sonst In Ordnung ist, der aber auS irgendeinem Grund einen Tag an verlangsamter Darmtätig, leit zu leiden hat, Kopfschmerzen und allgemeine Müdigkeit bedrücken ihn, seine körperliche und na. mentlich seine geistige Leistungsfähigkeit sind her- «t, in starken Fällen biS zur Arbeitsunfähig- nlust und Unfroheit lassen ihm alles schwärzer erscheinen, als es in Wirklichkeit ist. Chronische Darmträgheit hat körperliche Beschwerden an den verschiedensten Stellen zur Folge, und wahrscheinlich leiden auch die Blutgefäße durch die aufgenommenen Stosse im Sinne eines vor- zeitigen Alterns. Degelmähiger Genuß von Obst am Wend oder morgens nüchtern vor jeder anderen Nahrung vermag einer vorhandenen Neigung au Darmträgheit wirksam entgegenzutreten. Cs soll das zu einer Lebensgewohnheit werden, die man sich sest aneignen muß. Darmempfindliche Personen müssen natürlich mit dem Genuß insbesondere von rohem Obst vorsichtig sein, wäh. rend sie gekochtes vielleicht gut vertragen. Bei manchen Krankheiten des Magens und Darms können Traubenkuren und andere Obstkuren von großem Nutzen werden. Der reiche Wassergehalt des Obstes läßt es als erwünschtes Mittel zur Durchspülung des Körpers erscheinen. Dicht jeder kann große Flüssigkeitsmengen zu sich nehmen, während ihm der Genuß von größeren Obstmengen keine Schwierigkeiten bereitet. Bei gewissen Nierenerkrankungen, bei Gicht und Arteriosklerose hat sich das Obst als wertvoller Teil der notwendigen Spezialemäh- rung erwiesen, wozu sein geringer Siweißgehalt besonders beitragen mag. Die Kost bei Dieren- krankheiten in ihrer fah- und gewürzlosen Einförmigkeit wird durch Obstzusatz abwechslungsreich und oft für den Kranken erst genießbar gemacht. Die modernen Bestrebungen auf Schlankbleiben, die gesundheitlich höchst begrüßenswert sind, erfahren durch Obftzusatz zur Nahrung eine be. trächtliche Erleichterung. Bei allen ^»lankheitS- Der Sternhimmel im September. (Nachdruck verboten!) Sonnenaufgang von 5.10 bis 6.00 Uhr. Sonnenuntergang von 1850 bis 17.40 Uhr. Lichtgestalten deS Monde» LetztesDier- tel am 5. um 8 Uhr, erstes Viertel am 18. um 22 Uhr, Vollmond am 30. um 21 Uhr Qün 24. um 1.24 Uhr, alfo, wie immer In wahren vor Schaltjahren, ziemlich spät, überWir benutzen die Gelegenheit, noch einen weiteren Blick in diese Himmelsgegend zu werfen. DaS Sternbild der Fische, dessen ziemlich schwache Sterne annähernd eine gerade Linie erkennen lassen, ist augenblicklich dadurch ausgezeichnet, daß der für die ganze HimmelSeinteilung grundlegend wichtige Frühlingspunkt in ihm steht. Dach einigen Iahrtausenden wird eS wegen der PE1 ilhout Sonno Mond: ^Wiertel) (t) Vollmond d letztes Viertel Lj Merttxr V) Venus ^Mare ($)Jüptter STABEN Sterne i Kleine Buch- s. staben Der dse 24 Stus^ensahlen von Minor- nacht bis Mitternacht hmi Tagt «iit* haltend/ Kreis und die dick punktiert Linie, der sore nannte Horizont. lind fest- tickend tu denken. Der Sternhimmel dreht eich tarnt dem auf Mitternacht seigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zeiger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinn« des gebogenen Pfeils einmal um innen Mittelpunkt. Der eingexrichnete Horizont umrahmt die tu der Stunde, auf die der gerade Pfeil seigt, um die Monatsmiete sichtbaren Sterne. Unsere Karte seigt also den Zustand um Mitternacht der Monatsmiete. VTill man su einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtungsstunde seigt; dadurch werden die sn dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hineingedreht. Für jo 5 Tage vor der Monats mitte ist der gerade Pfeil Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats- mitte Vs Stunde später su stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, trenn er die angedeutete Lichtgestalt seigt. schreitet die Sonne den Himmelsgleicher in südlicher Richtung, womit der Herbst und damit das Winterhalbjahr beginnt. Schon zwei Tage später, am 26., ist eine vollständige Mondfinsternis, die, da der Mond ja dann der Sonne genau gegenüber stehen muß, sehr nahe dem Flühlingspunkt fällt, dessen Lage Im Sternbild der Fische und unterhalb deS sogenannten HimmelSquadrates man sich danach leicht cin- prägen kann. Die Finsternis beginnt um 18-54 Uhr, ist vollständig von 20.05 Uhr bis 21.30 Uhr und endet um 22.42 Uhr. Sie findet also zu besonders bequemer Abendstunde statt. SS ist zu hoffen, daß das wechselnde Farbenspiel deS vollständig verfinsterten Mondes, hervorgerusen durch die Lichtbrechung und Lichtauszchrung in der irdischen Luft, recht viele aufmerksame Beobachter finden möge. Die Finsternis beginnt, wie daS bei einer Finsternis in den frühen Abendstunden die Regel ist, links unten und endet rechts oben an der Mondscheibe. langsamen Wanderung des FrühlingSpunkteS diesen Borzug an daS rechts von ihm, unter dem PegasuS liegende Sternbild deS Wassermannabtreten müssen, von dem nur zwei ziemlich schwache Sterne zu vermerken sind. Am Abendhimmel ziehen im Osten langsam die ersten Wintersterne heraus, während im Westen die Sommersteme wie namentlich die Wega und der Qlrctur noch sichtbar bleiben. Dort ist etwa von der Mitte deS Monats an der Merkur sichtbar, und am 22. und 23. dauert seine Sichb- barfeit etwa 45 Minuten. Auch der I u p i t e r taucht nun am Morgenhimmel auf. Rechts von ihm erstrahlt ungefähr gleich hoch und auch ungefähr gleich hell, aber in gänzlich andersartigem, nämlich glitzerndem, funkelndem Licht der GiriuS, der hellste Fisstern. Späterhin übertrifft der Iupiter den SiriuS wesentlich an Helligkeit. Bon den übrigen Wandelsternen ist nur noch der Saturn am Abendhimmel zu sehen. Kü st ermann. beftrebuugen muh eine Einschränkung der Nahrungsmenge mit im Vordergrund stehen. Ohne Beschwerden läßt sich das nur durchführen, wenn kein quälendes Hungergefühl besteht. Es müssen also in der Nahrung solche Nahrungsmittel gestrichen oder wenigstens vermindert werden. Die In kleinem Raum sehr viel Nährwerte enthalten, aber doch durch ihren Umfang richtige Füllung des Magens, damit SättigungSaefühl Hervorrufen. Obst gehört zu den letzteren Nahrungsmitteln, und fein Genuß wird jede Lebensweise, bte auf Schlank- bleiben und Schlankwerden bedacht ist, unterstützen. Allzu süße Obstsorten werden wegen ihre« hohen Zuckergehalts zu vermeiden fein, ebenso die fetthaltigen Nußtorten und Mandeln. Die Wertschätzung des Obstes darf nicht dazu führen, einem absoluten Vegetarismus zu huldi- gen. Der Mensch ist ein Gemischtkostler, und nur bei gemischter Kost wird er sich am wohlsten fühlen und seiner Gesundheit den besten Weg schaffen. Tierisches Eiweiß ist notwendig, um den täglichen Siweißbedarf deS Menschen auf bekömmliche Art zu decken. Obst dagegen und Gemüse führen ihm andere notwendige Nährstoffe in besonder- förderlicher Form zu. Gegen den Anklebe-Llnfug. DaS Polizeiamt Gießen teilt mit: In letzter Zeit ist über das unberechtigte Ankleben und Anheften von Plakaten und Druckschriften an Häusern und Mauern wiederholt Beschwerde geführt worden. Ss wird darauf hingewiesen, daß nach Artikel 48 des Hessischen Gesetzes, die Presse betreffend, vom 1. August 1862, und § 23 Absatz 2 der Hessischen Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung Druckschriften ohne Unterschied, ob die- gewerbsmäßig geschieht oder nicht, nur an solchen Stellen öffentlich angeschlagen oder angeheftet werden dürfen, für die das Polizeiamt ausdrücklich seine Genehmigung erteilt hat. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Auch wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Anhesten oder Anschlägen von Druckschriften an verbotenen Stellen eine Sachbeschädigung im Sinne deS § 303 deS Strafgesetzbuches dar stellt und Zuwiderhandelnde daher auch auS diesem Grunde bestraft werden können. Die Polizeiorgane sind angewiesen, im Falle von Zuwiderhandlungen unnachsichtlich Strafanzeige zu erstatten. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. D. H. D.» 20.30 Uhr, Monatsversanunlung im Heim. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »Ihre Hoheit befiehlt". — Aus dem Stodttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Sonntag, 6. September, findet als 10. Vorstellung un Commer- Abonnement die Erstaufführung deS Schauspiel« „Alt-Heidelberg" von Meyer-Zörster in völlig neuer Inszenierung unter der Spielleitung von Karl 93 o Id statt. Zu dieser Darstellung erscheint eine neue uno letzte Ausgabe deS Programmheftes von 1930 31, das einen Rückblick über das Spieljahr 1930,31 und einen Ausruf mit den neuen Abonnementsbedingungen (starker Preisabbau) für die kommende Dinterfpielzeit 1931/32 enthält. Für die Vorstellung am kommenden Sonntag gelten ermäßigte Sommerpreise. Beginn 19 Uhr, Ende 22 Uhr. — „3m Auto durch zwei Belten*. 3m Lichtspielhaus Bahnhofstraße gelangt am kommenden Sonntag abermals ein Kulturfilm zur Aufführung, der diesmal die Zuschauer nicht in ein enger begrenztes Gebiet, sondern in die weite Belt, rund um die Erde, in viele Länder, zu anderen DöUern und in stet» wechselnde Landschaften führen wird. Der Film, den (Elärenore Stinnes auf einer Reise um die Erde, die sie im Auto in Gemeinschaft mit dem Filmregisseur Axel Söderström, ihrem jetzigen Gatten, zurucklegte, drehte, führt von Deutschland (von Frankfurt a. M. au») nach dem Balkan, nach Kleinasien, über Persien nach Sowjet» rußland, über die Mongolei nach China und 3apan, schließlich auf dem Seeweg nach Südamerika, in Die großen Hafenstädte Argentiniens und dann nach Nordamerika, nach Neuyork usw., um auf dem Seeweg wieder zum alten Kontinent, nach Paris und Berlin zurückzuführen. Die filmische Ausbeute dieser Fahrt wird den Besuchern des Lichtspielhauses die unendliche Mannigfaltigkeit der Landschaften de» Erdballes eindrucksvoll vor Augen führen und außerdem die verschiedensten Menschenrasten mit ihren Sitten und Gebräuchen kaleidoskopartig vorüberziehen lasten. Die Kullurfilmoorstellung beginnt um 11.15 Uhr. Gießener Wochcnmarktpreise. Auf dem heutigen Wochenmarkte kosteten Butter 140 bis 150 Pfennig daS Pfund, Matte 30 biS 35, Wirsing 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bi« 10. Rote Rüben 10 biS 12, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis, 10, Dohnen 16 bis 25, Unter-Kohlrabi 5 bi« 6, Tomaten 15 biS 20, Zwiebeln 10 bi« 12, Kürbis 5 bi« 6, Pilze 20 bis 25. Kartoffeln 31/, bi« 4, Frühäpfel 10 bis 15. Falläpfel 4 bis 5, Dirnen 10 bi« 20, Dörrobst 30 bi« 35. Zwetschen 15 bi« 20, Mirabellen 40 bis 45, Reineclauden 10 bis 15, Pfirsiche 40 bi« 60. Preißelbeeren 35 bis 40, Brombeeren 30 bis 35, Honig 40 bis 50. Düsse 60 bi« 70, junge Hähne 90 bi« 110, Suppenhühner 90 bi« 100: Käse (zehn Stück) 60 bi« 140, Tauben 50 biS 70 Pfennig da« Sück. Sier 9 bi« 10, Blumenkohl 30 bi« 70, Salat 5 biS 10, Salatgurken 10 bis 20. Sinmachgurken 2 bi« 4, Sndivien 10 bi« 15, Ober-Kohlrabi 8 bi« 10, Lauch 5 bi« 10, Rettich 10 bi« 15, Sellerie 10 bis 40; Radieschen 10 bis 15 Pfennig daS Bündel; Kartoffeln 3 bis 3,50 Mk. der Zentner. • LU. Von der Landes-Universität. Don der Pressestelle der Universität wird mitgeteilt : Iusturat Dr. Lu d w i g F u l d in Mainz, der sich durch zahlreiche Schriften auf fast allen Gebieten der Rechtswissenschaft einen angesehenen Damen erworben hat, feiert am 3. September sein 50jährige« Doktorjubiläum. Die Zaristische Fakultät der Hessischen LandeS-Universität in Gießen hat ihm aus diesem Anlaß da« Doktordiplom mit ehrenden Worten erneuert. "Die Führung österreichischer akademischer Würden. Das Hessische Kultusministerium hat durch Entscheidung vom 24. August allgemein bi« auf weitere« für Reichsdeutsche und österreichische Staatsangehörige die Genehmigung erteilt zur Führung folgender an ben Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck erworbenen akademischen Würden: deS Dr. thcoL, Dr. jur., Dr. rcr. pol. und Dr. phil Der Einholung einer besonderen Genehmigung zur Führung dieser Würden in Hessen bedarf es daher nicht mehr. Auf den Dr. med. und sonstige österreichische Doktorgrade erstreckt sich die vorstehende Genehmigung nicht. Die Umgestaltung der Dämmst r aß e ist nunmehr soweit gediehen, daß der »Stein des Anstoßes", das Haus an dem früheren Engpaß an der Ecke Walltorstraße, völlig verschwunden und der Grundstücksplatz eingeebnet ist- Daß da- Ettahenbild in dem jetzigen Zu- stande nicht bestehen bleiben kann, ist natürlich llar. ES ist deshalb vom städtischen Hochbau- amt ein Projekt ausgearbeitet worden, da« die Errichtung eine« Wohnhauses an jener Stelle voräinfrticbe Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische RettgivnSgesellschast. Cabbatfetel ben 5 September. Freitag abend 6.35, SamStag vormittag 8.00, nachmittags 4 00. SabbatauSgang 7-50. — Wochengottesdienst: Sonntag und Freitag morgens 5.00, an den übrigen Tagen mot» gen« 5.30, abends 6.30. Gegen Wundlanfen Kl'M Schweißabfonbes rung an Susen u. anderen Körperteilen (Wolf). Sonnen, v. (Heb scherbrand. Sofort schmerzstillend u. hellend Leo dar» Fettkrem, (blaue Packung) auch als Kosmetikum für Hände u. Gesicht. Tube 60 il 1 SJcl tn allen Chlorodout< Vertaufsstellen zu feabaL steht, in dem eint Anzahl Wohnungen enthalteM fein feilen. Durch die Verwirklichung ble essenten erschienen. Für da» Obst wurden nur sehr niedrige Preise geboten, bie weit unter ben Betragen be» Vorjahre» lagen. •• Krieger verein Gießen. Man schreibt un«: Die Mitglieder deS KriegervcreinS und deren Angehörige fühlen sich als eine Familie, wenn der Verein zu einer Veranstaltung einladet. So war eS auch am Sonntag, 23. August, bei dem Familien-Au-flug nach dem Restaurant ..Dhilofophenwald". Bald war der Saal gefüllt, die Luftgewehre knallten bei dem angefetzten PreiSfchiehen, die Kinder machten wieder ihre übliche Verein-Polonaise, wofür sie mit je einer Brezel belohnt wurden. Zwischendurch wurde nach den abwechselnden Musikstücken getanzt. Sehr gemütlich verlief der Nachmittag, der einen besonderen Wert noch durch die ernste, mahnende Ansprache deS Vorsitzenden, LandgerichtSrat Trümpert, erhielt. Gegen 20.30 Uhr, al- bie besten Schützen I darunter auch Damen) ihre nützlichen und schönen Preise tn Empfang genommen hatten, wurde der Heimweg angetreten. — Am vergangenen Sonntag waren die Meisterschützen der Kleinkaliber-Schützenabteilung de- Verein« -um BezirkS-Meisterschaft-schiehen der Kriegerkameradschaft „Hassia" angetreten, da« unter Leitung deS Derein-.Schießwarte« Aug. Wagner stand. Der Wettkampf war die-mal äußerst scharf, denn die Zahl der Kleinkaliberschützen ist seit vorigem Iahr um nahezu da« Vierfache gestiegen. Der DezirkS-Schiehwart Albin Klein konnte statt 6 Derein-gruppen in 1930 für diese« Iahr 21 Gruppen au- dem Bezirk Dießen melden. Soweit die Resultate biS jetzt vorliegen, haben die Schützen deS Kriegerverein- Gießen wieder mit der Gesamtringzahl von 598 sehr gut abgeschnitten. Den „Hassia"-Wanderprei-, den sie zwei Iahre hintereinander errungen haben, werden sie voraussichtlich am 26. September bei dem Hassia-MeisterschastS-Schiehen verteidigen müssen. ** Winzerfest im Nauheimer Kurhaus. Am SamStag, 5. September, findet im KurhauS zu Dad-Nauheim daS Winzerfest statt. Den Besuchern wird, so schreibt man un», Gelegenheit geboten sein, einige Stunden fröhlich zu verleben, zudem sich die Leitung die unterhaltsam» Ausgestaltung des Feste- sehr angelegen sein läßt. Sine besondere Bereicherung erfährt da- Pro- Sramm durch die Verpflichtung zweier Rundsunk- inftler: deS Daritonisten, Opern- und Konzert- Sänger« EarloS Llach und deS Vortrag-meister« und Schauspieler- Ernst Hartmann. Damen be« Balletts beS Mainzer Stabttheater« werden außerdem einige Tänze zur Aufführung bringen. Daneben wird für die Besucher reichlich &e(eaen- heit zum Tanz gegeben sein. Nähere- in der heutigen Anzeige. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 2. Sept. Unter Au-schlutz bei Oefsentlichkeit wurde gegen einen auswärtigen Arbeiter wegen Notzucht verhandelt. Strafet 1 Iahr Gefängnis. Sin Arbeiter stand unter der Anklage, am 5. Dezember 1930 in einer nationalsozialistischen Versammlung zu Bingenheim die versassunaS- mäßtg festgestellte republikanische StaatSsorm Dc« Reichs ober der Länder dadurch bö-willig und mit Ueberlegung verächtlich gemacht zu haben, daß er geäußert habe: .Sin anderer hat gesagt, bie Iustiz sei die Hure der Republik; ich sag» da- nicht." Dach der Auffassung de- Gerichts war auS tatsächlichen und rechtlichen Srwägun- den in dieser Redewendung keine Verächtlichmachung der republikanischen Staat- f o r m zu erblicken; der Angeklagte wurde de-halb frelge- sprachen. Ein Kaufmann aus dem Vogelsberg hatte aut einer von zwei Bürgen bereits unterschriebene» DürgschastSurkunbe bie Höhe der Bürgschaft«- summe unberechtigt von 500 Mk. in 6500 Mk. umgeändert und den so verfälschten Schein bei der Kasse eingereicht. Trotz seine- Leugnens durch die Beweisaufnahme einwandfrei überführt, wurde et zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Taten für Tonnerstag, 3. September. Sonnenaufgang: 5.40 Uhr, Sonnenuntergang 19.10 Uhr. — Mondaufgang: 20.57 Uhr, Mono- untergang: 12.29 Uhr. 1849: der Dichter Srnst Frhr. v. Zeuch ter« lebe» in Wien gestorben. — 1883: der russische Dichte« Iwan Turgenjew in Dougival gestorben. Aus dem Amtsverkünbigungsblatt. • Da« AmtSverkündigungsblatt Dr. 61 vom 1. September enthält: Die Srhebung einer Biersteuer in der Gemeinde Lindenstruth. Garbenteich und Trohe. — Sonntagsruhe im Handelsgewetbe in den Landgemeinden des KreiseS Gießen. — Dienstnachrichten. Sonderangebot für Küchen! Um Platz zu schaffen fürNeueingang, verkaufe ich 30 Küchen z.Ausnahmepreisen. Versäumen Sie nicht diese außerordentl. günstige Gelegenheit! Möbetas lUiuOlf BlUm GEG ABATT göngelmmm, REINIGT TADELLOS Gießen, Seltersweg 6 Einmaliges Vereine Zu haben im 5743 A BZ Warenabgabe nur an Mitglieder! M. 6. Grode, Frankfurter Str 4846 D Aber nur, Lichtspielhaus Gießen Pfund 50 Pf. 3-ufibobcnöCfflcbc Gieße n, Kreuzplatz 10. 6305A StUtlAlS Pfand 28^ Haferflocken Weiße Bohnen gutkochd,pfd. 20-$ Zum Kuchenbacken Pfund 25 S* Blütenmehl fein. Wahlen. 5751 D 5757 C 5752 C 5% Rückvergütung MWWW VF A; ■ J« Mexiko, da lebt man froh Lln- hier bei uns ist'S ebenso! 2-3lmmet-moönfl. los. an ältere Leute zu vermieten. Mtet- berechtigungSsch. erf. Schrift!. Anfr. unt. 05034 an d. GH. Anz. 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September 3. ©eyltmbtr Amtliche Dotierung «mtlichr Dotierung meld »rtd Wrlb »rtd Helstngsor» . 10,59 10.61 10,59 10.61 ttfirn. . . . 59,15 59.27 59,13 59,25 . 12.468 12.488 12.468 12,488 Budapest . . 73,43 73.57 73.43 73.57 Eosta . . . 3.047 3.053 3,052 3,058 Holland . . 109,73 170.07 169.68 170.02 £*U> . . . 112,54 112.76 112.54 112,76 Roprnbaflnt. 112 54 112.76 112,54 112.76 Gtcdbolta . 112.63 112.85 112.63 112.85 London. . . 20.461 20,501 20.461 20.501 Bueno« flirrt 1.173 1,177 1.185 1.189 Smgod . . 4,209 4,217 £4,200 4.217 Ifrullcl . . . 58.64 58,76 58.61 58.73 Italien. . . 22.03 22,07 22,02 22.06 torU . . . 16,50 16.54 16,50 16.54 Schweiz . . 81.95 82.11 81,96 82.12 Tranten . . 37,56 37.64 37.66 37.74 Danzig. . . 81.80 81.96 81.79 81.95 tzOPMl . . . 2.078 2.082 2,078 2.082 Biro de Han.. 0.256 0,258 0.254 0.256 5Iuaosiawien. 7.413 7,427 7,413 7.427 Lissadon . . 18,53 18,57 18,53 18,57 Nerlin. 2 harschen tziac tv^tschasilich^ ^uppenr 3|e e führen konkreten Vc ven sind, bi. dieser Dvrsä flung gewini sprechende e funöen sei auch noch Insbesondere le. Segen reren De d< Mg hatte, tzte Dittel ^Kredite, Lolchen! M'uen mögt den rei * "ine A)er beut, ky» 4. sZtzLtz 6e«lig e^k A W-- °lb tz^dukti ^'deo>,s?dos j 5on"l,98lW Die 01«! Die 5< Ä5w* ib KURHAUS BAD-NAUHEIM Samstag, 5. September, abends 8 Uhr: Rheinisches Winzerfest Mitwirkende: Die beiden bekannten Rundfunkkünstler aus Mainz: Carlos LI ach, Bariton,Opern-und Konzertsänger, „Rheinische Stimmungsweisen“. Ernst Hartmann, Vortragsmeister und Schauspieler. Die Damen vom Ballett des Stadttheaters Mainz, „FroheTänze'. Mehrere Tanzkapellen. Gemeinschaftliche Lieder. Zwischen den Darbietungen und anschließend .Tanz“. Das Fest findet bei jeder Witterung statt. Bei günstiger Witterung auf der Kurhausterrasse „Rheinischer Abend'd. Kurorchesters sowie Beleuchtung. Eintritt: 1.50Mk., für Besitzervon Kur- und Dauerkarten 1— Mk. Karten vorverkauf an derTheaterkasse.Tel.2962. __57S3D S.Upor< Ohne Gewähr Nachdruck verboten 20. Ziehungstag 1. September 1931 126 Gewinne zu 1000 M. 689 1162 9358 16441 17129 23555 25005 67953 82080 88174 97627 64533 60816 65931 75636 89368 227945 230708 260054 260414 283872 286347 295942 304289 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je Statt Karten! Verlobte Geilshausen, den 3. September 1931 5767 D 4258 V der Gaszuführung. 5746D 5756 V WF Oft CD RUCK SACHEN Oe*Brührsche Druckerei Drogerie 0. Winterhoff, Gießen. Kreuzplatz 9/10 Mnna Seipp Heinrich Weber 322419 374898 197240 217057 138381 209052 170402 11818 219848 330761 324920 383398 186051 297365 334938 371691 168870 195677 313022 343139 391957 20783 103869 143069 154629 177804 233291 252769 287214 354023 384664 142693 161187 173051 200635 221001 256035 284596 323912 372746 38334 98871 207329 220130 265387 310980 369912 100943 136862 159849 208860 250194 264858 292623 314235 346370 390851 47396 ( 132822 208751 224717 272840 319503 374330 171959 282904 324641 350592 105227 143628 155244 196443 239019 253107 297775 354239 385615 144715 166498 177566 204858 230065 260436 287575 329749 376745 101879 137632 167086 222886 253391 272567 293299 318113 353818 394760 6000 M. 3000 M. 178941 286553 179166 291591 326536 351735 105252 146419 165256 201702 241907 254409 306580 362940 386883 146618 169283 183357 206139 234630 262628 307241 339286 378536 106188 146233 178791 227479 256097 275500 293541 321069 357137 395753 179461 294718 327209 358188 141244 216310 106492 150804 182909 230885 258410 279718 294304 328084 364297 399911 10422 23279 57387 87024 Vertrieb [USA. Glogau&CQ i Chicago | 274443 141214 244594 337101 330002 399943 107808 157850 198062 231220 259012 289975 300336 330193 367410 11764 35220 68215 88713 159569 190086 297747 340496 373605 139134 151586 176340 230943 252716 278414 342119 382316 12051 35736 64173 98693 141756 152668 173015 192358 217232 255947 279432 319336 359701 321135 150691 244700 378607 206429 219234 362223 39642 53744 88543 131623 158047 204294 237294 262595 292239 308895 332984 369044 25000 M. 37720 10000 M. 352718 Erhältlich LApotheken autogenen 114695 150849 170997 210458 251928 258534 333984 375922 139574 149221 172840 192066 214325 248502 269634 319055 357146 114096 146621 168697 207074 250508 255047 310860 369107 148612 172355 185076 211026 246861 262720 311643 352351 394780 Zu haben nur in der Engel-Apotheke, am Marktplatz 2 Gewinns zu 2 Gewinn« zu 8 Gewinne zu 336179 30 Gewinne zu 158199 153941 269788 273705 EINE GANZ ÜBERPASCHEND SCHMERZSTILLENDE - WIRKUNG Amtsgericht Gießen. Für den Kraftwagenverkehr nicht ohne Bedeutung war eine Gerichtsverhandlung über einen nächtlichen Zusammenstoß eines Kleinkraftradfahrers und eines Fußgängers, wobei die Trunkenheit eine Rolle spielte, nicht eine solche des Kraftradfahrers, sondern diejenige des Fußgängers. Dieser ging mit einem Begleiter rechts auf der Landstraße scharf an den Randbäumen und hinterher fuhr auf derselben Seite der Kraftradfahrer, der den Fußgänger, als er ihn überholen wollte, derart anfuhr, dah beide stürzten und sich verletzten. Die Schuld an dem Zusammenstoß wurde dem Kraftradfahrer beigemessen, der aber jede Schuld bestritt, da der Fußgänger betrunken gewesen, herumgetorkelt und in sein Rad gefallen sei. Das Gericht muhte auch mit dieser Möglichkeit rechnen, zumal beide Fuhgänger zugaben, angetrunken gewesen zu sein, ein Umher- torkeln allerdings bestritten. Der Angeklagte erklärte, er habe den verletzten Fuhgänger bereits wahrgenommen und seine Trunkenheit festgestellt, als er noch 15 Meter von der älnfallstelse entfernt gewesen sei. Auf Grund der Beweisaufnahme entschied das Gericht, daß auch im Falle der Richtigkeit der Angaben des Angeklagten dieser strafbar sei, denn er habe fahrlässig gehandelt: ein Kraftfahrer habe auch mit einem unvernünftigen Verhalten eines anderen Wegebenutzers, mit dem er auf der Straße in irgendeiner Weise zusammentreffe, zu rechnen: fraglos sei dies richtig bei Kindern und wohl auch bei Gebrechlichen und alten Leuten, infolge der bei diesen durch das Erscheinen der Kraftwagen leicht hervorgerufenen Verwirrung, aber offensicht- Gießen, den 2. September 1931. Stadt. Gas- und Wasserwerk Gießen. Steding. Bekanntmachung. Die noch rückständigen Beträge für Gas im Monat Juli d. I. können bis zum 15. d. M. noch ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Beitreibung der Rückstände bzw. Sperrung 500000, 2 Gewinne zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu je 50000, 12 zu je 25000, 72 zu je 10000, 154 zu je 5000, 304 zu je 3000, 886 zu je 2000, 1764 zu je 1000. 2814 zu je 500, 8558 zu je 400 M. Blutarmut, Bleichsucht ^Schwächezustande^ 'loerrfen er/bfyrezcA O7/7" SzvJerifeiiuidis- 3n der heutigen Vormittagsziehung wu^n Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn« zu 5000 M. 267266 20 Gewinne zu 3000 M. 19269 42346 105028 147584 175147 179647 198880 279640 309203 355678 58 Gewinne zu 2000 M. 19204 28415 30883 32324" 64837 69814 88201 92772 105754 115788 123045 136002 143789 167411 184158 197912 205447 215100 219740 258509 264355 295410 326865 343683 349474 373480 373766 382973 396093 92 Gewinne zu 1000 M. 12178 12369 25814 32206 152 Gewinne zu 500 M. 5043 23346 28342 40031 41179 42606 44835 45833 48943 58763 59360 65982 71921 76066 82586 166 Gewinne zu 500 M. 4893 14592 15987 18665 22594 44292 48451 54276 54456 Starkenburg. D a r m st a d t, 2. Sept. (WSN.) In Auerbach an der Bergstraße ist in der Nacht zum Mittwoch ein frecher Einbruchdieb st ahl verübt worden, durch den eine amerikanische Familie schwer geschädigt wurde. Unbekannte Täter drangen durch den Garten in das Hotel „Krone" ein und stahlen aus dem Zimmer der seit einigen Tagen in Auerbach weilenden amerikanischen Familie Husegunham einen Reisekreditbrief über 5 0 0 0 Dollar, ausgestellt von der First Bank Chicago, ein Reisescheckbuch, ausgestellt von der Stadtbank Evan- ston Illinois USA., das noch 360 Dollar enthielt, ferner Schlüssel und eine goldene Uhr. Außerdem nahmen die Diebe noch die Schiffskarten für vier Personen, lautend auf den Dampfer „Mauretania" per 12. September ab Cherbourg, mit. Nach der Ausführung der Tat zu urteilen, müssen die Diebe mit den Verhältnissen gut vertraut gewesen sein. — Die Polizei in Darmstadt warnt dringend vor dem Ankauf bzw. der Einlösung der gestohlenen Papiere. Eine Auioräuberbande verhaftet. WSR. Frankfurt a. M., 2. Sept. Vor einigen Wochen gelang der Frankfurter Polizei ein guter Fang. Sie konnte eine Räuberbande unschädlich machen, und zwar vier junge Burschen aus dem Rheinland, deren Spezialität es war, parkende Autos zu erbrechen und zu berauben. Jetzt ist es auch gelungen, das fünfte Mitglied der Bande in der Person des 26jährigen Schreiners I. Jansen aus M.-Glad- bach dingfest zu machen. Jansen hat sich in der Hauptsache damit befaßt, die gestohlenen Sachen an den Mann zu bringen. AI. a. hat er einen andern Komplicen mit seinen Papieren ausgestattet, um dadurch den Verkauf der gestohlenen Sachen leichter bewerkstelligen zu können. Alle fünf Mitglieder der Bande sind jetzt in Haft. 72 Gewinne,u 2000 M. 28210 37649 40055 45171 46323 53304 57238 69617 98978 111957 ----- 66484 68348 71784 84806 ____ 100284 114431 116998 135195 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Gaufrauenturnen im Turngau Hessen (DT.) Die Durchführung des 11. Gaufrauenwetturnens des Turngaucs Hessen hat für nächsten Samstag und Sonntag der T. u. Spv. Butzbach übernommen, eine Tatsache, die einen guten Verlauf der Veranstaltung gewährleistet. Für den Aufschwung, den das Frauenturnen unter Leitung von Gaufrauenturnwart R. Paul, Gießen, in den letzten Jahren genommen hat, ist das günstige Meldeergebnis ein deutlicher Beweis. Mehr als 400 Turnerinnen werden in friedlichem Wettstreite ihr Können zeigen und in dieser starken Beteiligung den Willen der DT. bekunden, in dieser schweren Rotzeit in der Arbeit für Volk und Vaterland nicht zu erlahmen. Die alte Turnerstadt Butzbach, die schon so oft ihren turnfreundlichen Sinn bewiesen hat, hat die Vorbereitungen aufs beste getroffen. 21. Deutscher Turntag. Olympiabeteiligung nur durch Reichshilfe. Der infolge der wirtschaftlichen Rotlage von Danzig nach Berlin verlegte 21. Deutsche Turntag, auf dem fast 400 Abgeordnete aus allen Teilen des Reiches der größten deutschen Leibesübungen- Organisation, der Deutschen Turnerschaft, vertreten sind, begann am Freitag mit einer vorbereitenden Sitzung des Hauptausschusses in der großen Turnhalle des Sportforums, nachdem bereits am Donnerstag der Vorstand zusammengetreten war. Der Hauptausschuh erledigte alle auf dem Turntag zur Verhandlung stehenden Fragen und faßte auch einige Beschlüsse, die am Samstag durch den Turntag selbst genehmigt werden müssen. Mit Rücksicht auf das Deutsche Turnfest 1 9 3 3 in Stuttgart wurde das Alterstreffen der DT. im nächsten Jahre in Breslau auf spätere Zeit verlegt. Breslau soll dafür durch die P r e s s e t a g u n g der DT. und die Schwimmei st erschaften 1932 entschädigt werden. Bezüglich der Beteiligung der DT. an den Olympischen Spielen 1 9 3 2 in Los Angeles wurde folgende Entschließung gefaßt: Die Deutsche Turnerschaft hält mit Rücksicht auf die große Rotlage des deutschen Volkes eine Beteiligung an der Olympiade in Amerika für schwer tragbar. Sollte jedoch die Reichsregierung aus allgemeinen, politischen Gründen die Teilnahme Deutschlands für notwendig halten, so wird die DT. nicht abseits stehen. Die Zahl der Teilnehmer soll jedoch auf das möglichste beschränkt sein. Eine finanzielle Beihilfe zu einer solchen Expedition kann die DT. nicht bewilligen. — Die Verträge mit dem Deutschen Luftfahrer-Verband und dem Deutschen Fechter-Bund wurden gutgeheihen. — Zur Erinnerung an den Begründer des Handballspiels sollen in jedem Jahre in allen Kreisen „Max-Heyser-Gedenkfpiele" stattfinden. Handball im Gau Hessen (O T.) To. Heuchelheim I — 2Nlv. Gießen I 4:5 (0:3). Das zweite Handball-Verbandsspiel der neuen Verbandsrunde führte am Sonntag auf dem Sportplatz am Schiffenberger Weg die erste Mannschaft des Männer-Turnvereins mit der gleichen des Turnvereins Heuchelheims zusammen. Während die Gästemannschaft ein ausgezeichnetes Spiel zeigte, enttäuschten die Mtv.er nach der unangenehmen Seite. Zahlreiche Tor- ' chancen vor dem Heuchelheimer Tor wurden versiebt. Es entwickelte sich von Anfang an ein flottes Spiel, bei dem die Mtv.-Mannschaft zunächst stark überlegen war. Das Spiel der ersten Halbzeit wickelte sich in dar Heuchelheimer Spielhälfte ab, ohne daß jedoch die Platzmannschaft etwas Zählbares hätte erreichen können. Erst als die Gießener durch einen verwandelten Strafwurf den ersten Treffer erzielt hatten, wurden die Aktionen vor dpm gegnerischen Tor systemvoller und zwei weitere Tore waren der Erfolg. (Halbzeit 3:0 für Mtv. Gießen.) In der zweiten Halbzeit lief die Gästemannschaft zu großer Form auf und lieferte den Gastgebern eine vollkommen gleichwertige Partie, nach einer kurzen Drangperiode konnten sogar die Heuchelheimer zum Unentschieden ausholen. Der Schluß der Spielzeit zeigte verteiltes Spiel: während die Mtv.er noch zwei Treffer buchen konnten, erzielten die Gäste nur nvch ein Tor, so daß die Mtv.-Mannschaft mit einem knappen Siege das Feld verlassen konnte. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinne zu 500000 M. 281050 tfraueJfaare ttuJd färben! Das seit Jahren bewährte biologische Haarstärkungs- Zg wasser ENTRUPAL ges. gosch.führt don geschwächte^ ten Haarwurzeln die verbrauchten Pigmente (Farbstoffe) zu, sodaß graue Haare und Nachwuchs auf natürliche Welse die ehemalige Farbe wiedererhalten, daher Fehlfarben ausgeschlossen. Kopfschuppen u. Haarausfall verschwinden nach kurzem Gebrauch. Flascho RM. 4.80. Prospekt kostenlos. Min.; 2. Lefebre (Düsseldorf) 1:56,4 Min.; 3. Scrimshey (England) 1:58,8 Min. 1500 Meter: 1. Harris (England) 4:04,2 Min.; 2. Altenhooe (Essen) 4:15,6 Min. 3000 Meter-Vorgabe: 1. Burns (England) 8:46,4 Min. (vom Mal); 2. Kollmann (Düsseldorf) 8:46,4 Min. (140 Meter Vorgabe). 110 Meter Hürden: 1. Welscher (Eintracht Frankfurt) 15,3 Sek.: 2. Pollmann (Düsseldorf) 15,3 Sek., Brustbreite zurück; 3. Wegener (Berlin) 15,4 Sekunden. 4X100-Meter: 1. Deutsche Staffel (Nöller, Kremer, Borchmeyer, Ionath) 41,9 Sek.; 2. Komb. Staffel Duisburg/Düsseldorf 42,2 Sek.; 3. England 42,7 Sekunden. Deutsche Staffel: (1500, 800, 400, 200, 100 Meter): 1. Duisburg 99 7:51,2 Min.; 2. DSC. Düsseldorf 7:55,2 Min.; 3. Düsseldorf 99 7:57,1 Min. Kugel st oßen: 1. Hirschfeld 15,49 Meter; 2. Schneider (Rüsselsheim) 14,15 Meter. Diskuswerfen: 1. Hirschfeld 45,19 Meter; 2. Hoffmeister 44,20 Meter. Speerwerfen: 1. Hoffmeister 57,18 Meter; 2. Haußels (Solingen) 52,17 Meter. Gebrauchte Autos in großer Auswahl, auch direkt aus Privatbesitz, finden Sie stets bei: Johann Häusler Automobile 57060 Gegründet 18961 Frankfurt a.M„ Mainzer Laodslr.151/3, Tel.: Maingau 769971 Der 1. Mannschaft des Turnvereins Großen- Linden gelang es, gegen die 1. Mannschaft des Polizeisportvereins Butzbach ein Unentschieden von 5:5 (3:1) zu halten. Bei der Pause führten die Polizisten mit 3:1 und konnten nach dem Wechsel auf 4: 1 erhöhen. Sodann kamen die Gäste zu zwei Toren, denen die Gastgeber ihren 5. Treffer entgegensetzten. Im Endkampf gelang es dann den Grohen-Lindenern, zwei weitere Tore zu erzielen und damit den Ausgleich herzustellen. — Die Jugend des Tv. Grohen- Linden unterlag gegen die Jugend der Turngemeinde Friedberg mit 3:9 Toren. Die 1. Mannschaft des Turnvereins Lich weilte in Griedel zum fälligen Verbandsspiel und konnte durch einen sicheren 3:1-Sieg zwei Punkte buchen. — Die 1. Jugend des Turnvereins Lich überraschte nach der angenehmen Seite und besiegte die körperlich stark überlegenen Gäste aus Heuchelheim mit 4: 1. — Der Turnverein ©am- bad) verfügt seit einiger Zeit ebenfalls über eine 1 Handballmannschaft. Bei dem am Sonntag gegen die 1. Mannschaft des Turnvereins Griedel ausgetragenen Verbandsspiel blieb die Mannschaft gegen die 1. Mannschaft des Turnvereins Lang-Göns mit 9:8 Toren siegreich. Die 2. Mannschaft verlor gegen die gleiche Mannschaft von Kirch-Göns mit 1:4. Am Sonntag trugen die 1. Mannschaften des Turnvereins Großen-Buseck und des Turnvereins Alsfeld auf dem Platz in Buseck das fällige Verbandsspiel aus. Die Alsfelder Mannschaft hatte sick) gegen das Vorjahr wesentlich verbessert und lieferte den Plutzbesitzern ein durchaus gleichwertiges Spiel. Erft im Endspurt mußten sich die Gäste geschlagen bekennen, nachdem sie noch fünf Minuten vor Schluß mit dem Halbzeitergebnis von 3:4 führten. Das Spiel endete mit 6:4 Toren für die Mannschaft des Turnvereins Großen-Buseck. $. Sp. D. 1926 Steinbach. Am Sonntag weilten die Licher Rasenspieler in Steinbach und mußten eine empfindliche 4:1-Nieder- lage mit nach Hause nehmen. Die Platzbesitzer konnten sich dadurch für die am vorherigen Sonntag erlittene 1:0-Niederlage revanchieren. Die Gäste fanden sich nicht recht zusammen, und bald hieß es 1:0 für die Steinbacher, die bis Halbzeit auf 3:0 erhöhten. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit holte Lich ein Tor auf, jedoch stellten die Platzbesitzer bald das alte Resultat wieder her und konnten so als verdiente Sieger den Platz verlassen. Verband Mitteldeutscher Gkivereine. Vertreter-Versammlung in Alsfeld. Am kommenden Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September, findet in Alsfeld die Vertreter-Versammlung des Verbandes Mitteldeutscher Skivereine statt. Am Samstagnachmittag treffen sich die Vertreter zu einer Vorbesprechung aller Tagesfragen. Der Abend wird der Geselligkeit gewidmet sein. Am Sonntagmorgen beginnen die einzelnen Ausschußsitzungen, an die sich die Hauptversammlung anschließen wird. Neben internen Verbands- angelegenheiten wird die Vertreter-Versammlung auch Stellung zu den Anträgen für die Vertreter- Versammlung des Deutschen Skioerbandes zu nehmen haben. Die Vertreter-Versammlung des DSV. findet am Sonntag darauf in Stuttgart statt. Die Vertreter-Versammlung in Alsfeld wird außerdem den Arbeitsplan für das kommende Geschäftsjahr und die Veranstaltungen für den kommenden Winter festzulegen haben. Abendsporifest in Düsseldorf. Ionath schlag! körnig. — Englische Siege auf den Mittelstrecken. Der SC. 99 Düsseldorf führte am Mittwochabend ein von 5000 Zuschauern besuchtes internationales Sportfest durch, bei dem auch ein Teil der englischen Nationalmannschaft an den Start ging. Die Engländer kamen auf ihren Spezialstrecken, über 800, 1500 und 3000 Meter zu Erfolgen, in den übrigen Wettbewerben wurden sie geschlagen, lieber 100 Meter konnte Ionath (Bochum) an Körnig (SCC.) Revanche für die Niederlage nehmen, die er vor kurzem in Hamburg erlitten hatte. Körnig führte bei 70 Meter noch um einen Meter, wurde dann aber im Endspurt um Handbreite geschlagen. Die Ergebnisse: 100 Meter: 1. Ionath 10,6 Sek.; 2. Körnig, Handbreite zurück; 3. London (England) 10,8 Sek. 400 Meter: 1. Borchmeyer (Bochum) 49,2 Sek.; 2. Hanlon (England) 49,4 Sek.; 3. Noeller (Köln) 49,6 Sek. 80 0 Meter: 1. Hampson (England) 1:54,4 Großer Preisabschlag! Ich verkaufe am Freilag, dem 4. September 1931, und folgende Tage im „Löwen", Neuenweg 28: Schlafzimmer, Büfetts, Kredenzen, Bücherschränke, Wäsche- u. Kleiderschränke, Waschtische, Schreibtische mit Sessel, alles neu, Nähmaschinen, Grammophone, einen Salon, einen Teppich, Bilder, einen Kassenschrank. 5759D Ludwig Qartmek Neuenweg 28, Telephon 3414. Besichtigung ohne jeden Kaufzwang. Ausschreibung. Die Lieferung von Brennstoffen für die städtischen Dienststellen für Rechnungsjahr 1931 soll unter Zugrundelegung der bei der Stadt Gießen eingeführten Bedingungen öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke sind bei uns erhältlich und sind ausgefüllt bis zum Donnerstag, den 10. September 1931, vormittags 10 Uhr, hier einzureichen. 5748V Zuschlags- und Bindefrist 3 Wochen. Gießen, den 2. September 1931. Städt. Hochbauamt. Gravert. lich treffe dies auch bei einem Betrunkenen zu.' Der Angeklagte konnte und muhte damit rechnen, daß sich die Trunkenheit des Fußgängers im Augenblick des Lieberholens noch in ganz anderer Weise, als er dies aus der Ferne wahr,- nahm, auswirken, daß sich das Herumtorkeln verstärken, der Fußgänger zu Fall kommen werde, u. dgl. m. Der ilnfall konnte schon vermieden werden, wenn der Angeklagte bei dem Lieberholen einen viel weiteren Abstand von den Fußgängern genommen hätte, wie er es getan. Er erhielt eine namhafte Geldstrafe. Eine Bestrafung wegen fahrlässiger Körperverletzung konnte nicht erfolgen, da kein Strafantrag gestellt war. Die Mitschuld des Verletzten konnte den Angeklagten nicht von Strafe befreien. Gewnmauszug 5. Klaffe 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie . GEGEN- ‘ KOPFSCHMERZ MIGRÄNE NEURALGIE ZAHNSCHMERZ "laiwyiivKjte. MäW - 'iuJUXN od.0 Maten-'Rukg- 5Ut.i.is Maaenbes(hwerden Jetf^^ogr.opp