Montag, 5. August 1951 181. Zahrgang Nr. 179 Erster Matt 3nno!)me wr Sujetae« für dir lagesnammtr bis jum Nachmittag vorher. Preis für l mm höht für Snjeiqtn von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Neichspfrnnig; für Ne» klameanzeigen von 70 mrx Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrist 20*/. mehr. Lhefredakteur: Dr. Fnedr. Will). Lange. Beranttvortfich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filler, fämtlid) in Diesten. Erlchetnt täglich.außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die 3Uuftnerte Bießener FamUienblätta Heimat im Bild Die Scholle Dlonals Bejugsprets: 2.20 Neichsmark und 80 Neichspfennrg für Träger» lohn, auch bei Nicht«- scheinen einzelner Nummern infolge höherer (Bemalt 8emfprechanfchlüße •nterSammtbnimmer2251. Anschrift für Drahtnach» eichten- Anzeiger Gieße». Polfd)en Ansehung einer Person ergeben, die den Beschränkungen unterworfen ist, gelten habet al« ein Einzelsall. Der ReichstoirtschastSminister unb bie Stellen für Devisenbewirtschaftung können von jetermann Auskünfte verlangen, bie sich auf Geschäfte ober Handlungen beziehen, die nach bleiet Verordnung verboten sind. Der Reichswirtschaftsminister kann anorbnen, daß ihm oder ben Stellen für Devisenbewirtschaftung gegenüber bie Richtigleit einer Auskunft eibesstattlich versichert wird. Die Reichsregierung kann anorbnen, daß ausländische Zahlungsmittel und andere innerhalb einer von ihr zu bestimmenden Frist a n gern e l ö e t ober ter Reichsbank au ben allgemeinen Geschäftsbedingungen angeboten und auf Verlangen verkauft unoübertragenwerden. Hat die Reichsregierung angeordnet, daß Werte ter Reichsbank anzubieten seien (§ 15), so kann dagegen die Entscheidung ter Stelle für Devisenbewirtschaftung angerufen werten. Soweit die Stelle, die Zwecke als vol kSwirt- schoftlich gerechtfertigt anerkennt, entfällt die Pflicht zur Enbietung. Stellen für Devisenbewirtschaftung sind die Landesfinanzämter: sie treffen ihre Maßnahmen nach Richtlinien, bie ter Reichswirtschaftsminister im Einvernehmen mit tem Reichsminister bet Finanzen und dem Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft aufstellt. Es find für die Hebertreter ter Verordnung Freiheitsstrafen bi« zc hn Jahren Zuchthaus und Geldftrafen bis zum zehnfachen Wert ter betreffenden Zahlungsmittel vorgesehen. Ist bei Inkrafttreten dieser Verordnung eine Anzeige, die nach § 1 Absatz 2 der Verordnung de« Reichspräsidenten gegen die Kapital- unb Steuerpslicht vom 18. Juli 1931 zu erstatten ist. noch nicht erstattet, so ist sie ter zuständigen Stelle für Devisenbewirtschaftung zu erstatten. Entscheidung der teulschen Regierung liegt noch nicht vor. Rian glaubt in Washington, daß die Annahme des Vorschlags wesentlich zur Besserung der deutschen Wirtschaftslage beitragen und gleichzeitig eine kräftige Erholung der Weizen- und Baumwollpreise Im (Befolge haben würde. THan halt es allerdings für unwahrscheinlich, daß Deutschland geneigt sei, großem ZTlengen amerikanischen Weizens zu erwerben, meint aber, daß die großzügigen Kreditbedingungen die deutsche Industrie veranlassen konnten, in beträchtlichem Umfange Ba u m ro o 11 e anzukaufen. Oie Bankzinsen werden dem neuen Diskont angepaßt. Berlin, 1. Aug. (WTB.) wie WTB.-handels- dienst erfährt, hat die Stempeloereinigung aus Anlaß der Erhöhung des Reichsbankdiskonts auf 15 Prozent p. a. beschlossen, mit Wirkung vom 1. August 1931 die habenzinssähe für täg- 1 i ch fällige Gelder, gültig sowohl für „alte Konten" als auch für „freie Konten", in provisions- freier Rechnung auf 11 Prozent p. a., in pro- oisionspflichtiger Rechnung auf 12 Prozent p. a. zu erhöhen. Der Zinssatz für Sparkonten bleibt mit 8 Prozent p.a. vorläufig unoerän- bett Die Kreblkbeblngungen werden mit Wirkung vom gleichen Tage auflöprozentp. a. Sollzinsen zuzüglich Kredilprovision festgesetzt. Oie Kapitalerhöhung der Dresdner Bank. Die Beteiligung des Reichs in Höhe von 3VV Millionen Reichsmark. Berlin, l.QIug. (LU. Amtlich.) Um jeden Zweifel zu beheben, dah die Dre sdner Dank in der Lage ist, auch nach Wiederaufnahme deS vollen Zahlungsverkehrs ihre Funktionen zu erfüllen und ihren Einlegern die höchste b a n k- mäßige Sicherbert zu bieten, beteiligt sich die Reichsregierung an der Dresdner Bank mit einem voll ein* zahlten Kapital von 300 Millionen Mark. Das Reich übernimckt zu diesem Zweck 300 Millionen Mark Vorzugsaktien, die mit einer kumulativen Dorzugsdrvidende von 7 v. 5). ausgestattet sind. Da die Zustimmung des Aufsichtsrats zu der Schaffung der Vorzugsaktien heute erfolgt ist und die Mehrheit für die Durchführung der Beschlüsse durch die Generalversammlung gesichert ist, stellt das Reich die für den Bezug der Vorzugsaktien erforderlichen Mittel der Dresdner Bank s ch 0 n j e h t zur Verfügung. Die Vorstandsmitglieder der Dresdner Dank haben im Hinblick darauf, dah der weit- aß die Dank von England den ihr zur Der- ügung gestellten Kredit nur zu einem geringen Teil in Anspruch nehmen werde. Der „3ntranfi- geant" meint, man könne auch in Deutschland mit dem Abschluß der Verhandlungen zu - rieben sein, da das Reich in England nun nicht mehr einen bedrängten Gläubiger vor sich habe, der auf der baldigen Rückgabe seiner Kredite bestehe. Deutschland könne nun in aller Ruhe an die Wiederaufrichtung seiner Finanzen gehen, um recht bald wieder den Platz in der internationalen Finanzwirtschaft einzunehmen, aus dem es vorläufig verdrängt worden sei. Die „Ere Rouvelle" erklärt, bei der Londoner Konferenz sei darauf hingewiesen worden, daß die FinanzlageEnglandses nicht erlaube, sich an einer Hilfsaktion für Deutschland zu beteiligen. Man müsse zunächst die englischen Finanzen sanieren, ehe man an eine gemeinsame Hilfe für Deutschland denken könne. Heute sei nun alles geschehen, um die englischen Finanzen zu retten. Man könne gespannt die Verwirklichung des Hilfsplanes für Deutschland erwarten. Frankreichs Beteiligung an dem Gtillhaltekonsortium. Günstiger Stand der Verhandlungen. Paris, 1. Aug. (TU.) Zwischen dem Gouverneur der Bank von Frankreich, M 0 r e t und dem Pariser Vertreter der Deutschen Bank, E l i a t haben Verhandlungen über die Beteiligung der französischen Banken an dem S tillhaltekonsortium stattgefunden. An diesen Besprechungen im Gebäude der Dank von Frankreich nahm vorübergehend auch der Generaldirektor der Banque de Paris et des Pays Das, Moreau, teil. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, hat letzterer die Erklärung abgegeben, daß er als Mitglied der Sachverständigenkonferenz entschlossen sei, die bedingungslose Teilnahme der französischen Danken an dem Stillhaltekonsortium mit allen Mitteln zu fördern. Bei den Verhandlungen sind irgendwelchr Fragen politischer Ratur nicht aufgeworfen worden, da es sich in diesem Zusammenhang um rein bankmäßige und technische Probleme handele. Das Ergebnis soll g ü n ft i g sein und eine starke Förderung der bisher noch ausstehenden französischen Beteiligung bedeuten. Was die Einzelheiten an* belangt, so hat sich in Paris bereits ein aus vier Vertretern der französischen Großbanken gebildeter Ausschuß konstituiert, dem die Vorschläge des deutschen Reichsbankpräsidenten Dr. L u t he r in bezug auf die D ldung des Stillhaltelonsor iumS vorgelegt wurden. Abgesehen von einigen Gegenvorschlägen wurde die deutsche Auffassung von französischer Seite grundsätzlich gebilligt. Als bevollmächtigter Vertreter der Deutschen Dank ist Direktor Schlieper in Paris eingetroffen, um an den Besprechungen teilzunehmen. Oer rote 1. August. Schwere Ausschreitungen in Berlin. Keuerüberfall auf die Polizei. Berlin, 1.Aug. (OB.) Am Samstag kurz nach 15 Ahr wollten an der Ecke der Mainzer Straße und der Frankfurter Allee fünf Polizeibeamte einet mehrhundertköpsigen Menge von Antik riegs- tagsbemonftranten entgegentreten, um den Zug aufzulösen. Insbesondere handelte es sich um einen Ittann, der vor dem Lokal „Mainzer (Ktfc“ Hetzreden hielt, kaum waren die Beamten auf die Menge zugegangen, als plötzlich von allen Selten Schüsse fielen. Zwei Schützen hatten sich in der Mitte der Straßenkreuzung ausgestellt, ein Schütze hatte sich hinter einem Zeitungskiosk verschanzt. Innerhalb weniger Minuten wurden etwa 20 Schüsse auf die Beamten, die von der Menge eingekreist waren, abgegeben. Der polizeiwacht- meifter Bie big, verheiratet und Vater mehrerer Kinder, sank blutüberströmt zu Boden. Seine vier Kameraden wurden von der Menge m i l Steinen beworfen und niedergeschlagen. Sie konnten sich schließlich unter Abgabe von Schüssen befreien. Als einer von ihnen Verstärkung heranholen wollte, setzte der elektrische Strom aus. Ein unbekannter Täter hatte sich in das Lokal geschlichen und die Fernsprechleitung durchschnitten. Schließlich konnten sich die Beamten, nachdem sie eine Reihe von Schüssen abgefeuert hatten, Luft machen. Zwei Demonstranten sind von den Kugeln getroffen worden. Die Polizei hat die gesamte Gegend abgesperrt und in allen benachbarten Hausern Durchsuchungen vorgenommen. Ls ist bereits gelungen, den Haupträdelsführer, der zuerst festgenommen werden sollte, aber von der Menge mitgerissen wurde, festzustellen und zu verhaften. Der Berliner Polizeipräsident nimmt zu den Zusammenstößen in einem (Kommunique Stellung, in dem es heißt, daß die Demonstranten „vorheriger Anweisung gemäß" nicht in der üblichen „Kommuni st entrach t“, sondern in besserer bürgerlicher Kleidung erschienen seien. Am besser zielen zu können, seien die Täter in „K n i e ff e l - lung“ gegangen und hätten viebig, wie seinerzeit kuhfeldt, regelrecht abgeschossen. Daß der Meber- faU planmäßig vorbereitet gewesen sei, zeige auch die Störung der Telephonleitung in der Gastwirtschaft, von der aus die Polizisten Verstärkung herbeirufen wollten. — Das (Kommunique schließt mit der Feststellung, daß unweit der Ueber- sallstelle kommunistische p 0 sten ausge- ft e 11 ( gewesen seien, die hin und her patroullierten und den Demoffranten Anweisung erteilten. Dies lasse die bei den Kommunisten betriebene militärische Ausbildung erkennen. Aniikriegsiag in Nürnberg wird abgeblasen. Rürnberg, 1. August. (TU.) 3nfo(ge umfangreicher Polizeimaßnahmen hatte bie Kommunistische Partei im letzten Augenblick die für Samstag vor dem Nürnberger Arbeitsamt geplante Hauptkundgebung aus Anlaß des 3nternativnalen Antikriegstages abgebla- s en. Die Menge zerstreute sich und versuchte nun, in einzelnen Gruppen in den Straßen zu demonstrieren. Um 11.15 Uhr mußte die Polizei in der Ledergasse eine Räumungsaktion vornehmen, wobei auch der Gummiknüppel zur Anwendung kam. Die polizeilichen Vorkehrungen erstreckten sich auch auf dieSchließung sämtlicher kommunistischer Bureaus. Ferner wurde eine Reihe von kommunistischen Führern fest genommen. Die kommunistische Propaganda ist sehr rege. Die Arbeiterbevölkerung wird mit Flugblättern überschwemmt. Llnruhiges Wochenende in Frankfurt und Offenbach. Frankfurt a. M., 2. Aug. (WSR.) Der Samstag stand in Frankfurt im Zeichen der kommunistischen Antikriegspropaganda und einer nationalsozialistischen Kundgebung für den Volksentscheid. Während letztere ruhig verlief, hatte die Polizei gegenüber den Komnrunisten mehrmals Anlaß zum Einschreiten, da diese immer wieder versuchten, Massenumzüge zu veranstalten. Bei dem Versuch, in der Kaiserstr a ß e einen Zug zu bilden, wurden neun Personen verhaftet. 3n der Berger st raß« wurde ebenfalls eine kommunistische Ansammlung von der Polizei zerstreut. An verschiedenen andern Stellen, namentlich an der Konstabler Wache und in der Altstadt, muhte die Polizei ebenfalls wiederholt einschreiten. Erst in d^n späten Abendstunden war die Ruhe vollständig wiederhergestellt. 3n Offenbach kam es in der 3nnenstadt zu Zusammen st ößen zwischen der Polizei und Kommunisten. Einige Handzettelverieiler hatten Schriften aufreizenden 3nhalts verbreitet, die nicht der Polizei vorgelegt worden waren. Das herbeigerufene Überfallkommando nahm einige Verhaftungen vor. Einer der Beteiligten wurde sofort dem Schnellrichter vorgeführt. Er erhielt wegen verbotswidriger Flugzettelvertei- tung 14 Tage Haft. Oie „Kok Kahne^ und ihre Kopfblätter verboten. Berlin, 2. Aug. (WTB.) Die „Rote Fahne" einschließlich ihrer Kopfblätter „Volksmacht" und „Volksecho" find heute auf Grund der Notverordnung zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen verboten worden. Die genannten Blätter haben unter der Ueberschrift „Großes Dolkstreffen der Werktätigen" Kampfforderungen der Korn- muniftifchen Partei veröffentlicht, die gleichbedeutend find mit der A 11 f f 0 r d e r u n g z u Gewalttätigkeiten. Zwei Todesopfer einer politischen Schlägerei. Berlin. 3. Aug. (ERB.) 3n Witt stock an der Dosse kam es am Sonntag zu einem blutigen Straßenkampf zwischen Kommunisten und Rationalsozialisten. Dabei wurden zwei Personen, ein Rationalsozialist und ein Unbeteiligter, durch Kopf- und Brustschüsse getötet; drei Personen erlitten Verletzungen. . Die Rationalsozialisten wollten am Sonntag eine Versammlung zum Volksentscheid abhalten. Gegen 18 Uhr versammelte sich ein größerer Trupp von ihnen in dem Parteilokal „Gasthaus zum Kronprinzen", um von da aus geschlossen den Versammlungssaal aufzusuchen. Gleich nach dem Abmarsch begegneten sie einem größeren Trupp Kommunisten. Es kam zu einer heftigen Prügelei. Plötzlich fielen mehrere Schüsse, die unter allen Beteiligten große Verwirrung anrichteten. Beide Parteien liefen nach den entgegengesetzten Richtungen auseinander. Auf dem Strahenpfläster blieben zwei Personen, der Chauffeur Schröder aus Kehrberg bei Pritzwalk, Mitglied der RSDAP., und der unbeteiligte Runzur aus Wittstock tot liegen. Drei Verletzte konnten sich bis in nahegelegene Häuser retten, wo sie dann zusammenbrachen. Sie haben Arm- und Beinschüsse davongetragen. Oer 1. August in polen. Warschau, 2. Aug. (WTB.) Der AntikriegS- tag der Kommunisten in Polen hat zu zahlreichen Ausschreitungen geführt. 3n Warschau selbst kam es am Samstagnachmittag zu einem Zusammenstoß zwischen etwa 300 Demonstranten und einigen Polizisten, die von der Schußwaffe Gebrauch machten. Ein Arbeiter wurde getötet, vier Arbeiter wurden verletzt. 3m Kohlenbecken von Dombrowa ereigneten sich mehrere Zusammenstöße. 3n Dombrowa selbst konnten die Kundgebungen schnell unterdrückt werden. 3n der Arbeiterkolonie Schulno bei Dombrowa dagegen griffen ungefähr 1000 Arbeiter die Polizisten mit Steinen an. Vier Polizisten wurden durch Stein-/ würfe, fünf Demonstranten durch Schüsse verletzt. 3n D e n d z i n wurden von den-dersonstrierenden Arbeitern einer getötet und fünf verwundet, in Ostrzenieszhne einer getötet und einer verwundet. Ruhiger Verlauf in Frankreich. Parts. 1. August. (TU. Funkspruch.) Der 1. August, für den die französischen Kommunisten zahlreiche Kundgebungen angesagt hatten, ist bis in die Abendstunden in Paris vollkommen ruhig verlaufen. Das Straßenbild ist unverändert. 36 Personen, die Flugblätter ankleben oder verteilen wollten, wurden verhaftet. Unter ihnen befanden sich einige Ausländer. — Auch aus Marseille und den übrigen Provinzstädten werden keine Zwischensälle gemeldet. Der.TernpS" bezeichnet die Moskauer Kampfparole als vollkommen gescheitert. Aus aller Wett. Besteigung der Rordwand des Matterhorns. Am 31. Juli ist die feit 80 Jahren unzählige Male in Angriff genommene, aber bis jetzt immer gescheiterte Besteigung der Nordwand des Matterhorns zwei deutschen Akademikern aus München geglückt. Sie wurden vom Ausgangspunkt der Besteigung am Tiefenmattengletscher (2900 m) bis zur Höhe der Schulter beobachtet, die sie um 20.30 Uhr erreichten. Seitdem hat man die beiden nicht mehr gesehen, da der obere Teil des Matterhorns in Nebel gehüllt ist. Man vermutet aber, daß die beiden Bergsteiger die Nacht in der 4000 m hohen Solvay-Hütte verbracht haben. Unfall eines Fallfchirmpilolen. Bei den auf dem Flugplatz in Maxglan bei Salzburg veranstalteten Kunst- und Schauflügen sprang der 23jährige Fallschirmpilot Wilhelm Markgraf aus München aus einer Höhe von 500 Meter jpro- grammäßig aus dem Flugzeug, um mit dem Fallschirm niederzugeben. Der Fallschirm öffnete f i ch aber nicht sogleich, sondern erst in einer Höhe von 50 Meter über dem Erdboden, was aber den scharfen Sturz nickst mehr aufhalten konnte. Markgraf blieb bewußl 0 s liegen und wurde mit mehreren Knochenbrüchen und inneren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 9. Slenographenlag dec Schule Slolze-Schrey. Rachdem auf dem 9. Stenographentag der Schule Stolze-Schrey in Breslau der Samstag rein geschäftlichen Sitzungen gewidmet war, wurde am Sonntagvormittag die Festversammlung im Konzerthaus abgehalten, an die Vertreter der Stadt Breslau, der Universität und deck Technischen Hochschule Begrüßungsworte richteten. Sodann hielt Oberstudienrat a. D. Professor Dr.Morgenstern, Berlin, einen Vortrag über das Thema „Kurzschrift und Kultur". vie Wetterlage. o 90 '4 Oslo ito AOcrdeen- Still! Tours E ^§19 Icetii Qwoixenioi. Oneuer. ® naro oedeext. ® woixig. • neuem *• 001 Ramien f eimn » (|Urn hoPTae dab % H Mw die' stand, P || ö, 'M* W. Soldaten ?{ sowie wehr Serben. wS e8 endlich' Aus der s e Unser 2* seine Sensemr Wolken wurden kalte W* Minuten schaute berab. Sanz Pw E «J w wifant wi dm dH S-'M M Da ahnet der Mmrochene S> Abend v°V-olt und spar in bie Aa ui'it Aachbar n LH mit dem ei nett und hämn men die Schars oder auch eine L Das gleichst ist eine Melo, tagen herüberklin andere Zeit. San in jedem Hause, beim die Waschin und Stau, Knech Morgen mit 6i‘ goibne Frucht b heute geändert.. Knechte und ' schmückt wie \‘ Die Pferde tr beim Einfahren Erntebier und Aber wie ch hellen Sonnen! uni Haut Rtr. Mtershorn, Kar dere. Der Wind und ein leises < durch das Feld. Und noch eins terimien. Das tr gestreckten Hüge. hört, daß ich wi Mähmaschinen i und legten die H Mädchen, nähme len die Garben । woldne Aehre, d md lauschte den datierten in der Mld nicht. Da standen die recht, nur das sch Tun ein MM Gibt bas kleinen Süch tut anders? & J«e Vertraute ? 0 ”ft gesungen Men, und wäh gesungen Lanömar Wtoerni a J-* Es ist ihn 5* wehmütige ihm 3U vomnier | der [(hör Tagesf ms krSerich^'^ BöoJa5 bem 1 fwr Sueben- D i"’ 1'- 6-mr Wofafcn, 7in, M *>» un W*l 5*1 trä L den ganzen L. für Mo ntag: Tageskalender Eigener Freiwillige Feuerwehr. 20 LIHr, Haupt- übung - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kinder willige vanitätsko- der Lahn, auf dein l 2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der Reise willigen SanitätSkolonne. Am 6omv tagvvrmittag hielt die Freiwillige SanitätSko lonne vom Roten Kreuz an k ' . Haut, insbesondere 2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne putze man früh und abends die Zähne mit der herrlich ____ , . , . ,afte Rötung eine erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Seitenflächen mit Hilfe der CHI orodont-Zahn bürste — fettfrei, rote Packung, fetthaltig, blaue Packung — einen elfenbeinartigen Glanz erzeugt. — Chlorodont-Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., Chlorodont-Zahnbürste In allen Chlorodont-Verkaufsstellen zu haben. 1 Marl, CHIorodont-Kinderbürfte 60 Pf-, Thlorodont-Mundwasser 1 Mark. Wen. kSLL Jn öerQU. ■jfe **Ä' senden fhnbtt. in otttouniet «htid). Sü-n. °loNer onfi* schallet. Un- ndn-LuL ^vvinBdien Der.reindt" vle alt voll. ben Haushaltungen, schärfste Revision der Zoll-, Steuer-, Gehalts-, Lohn- und Sozialpolitik unter möglichster Anpassung an die Verhältnisse der Vorkriegszeit. Weiter nahm die 3ln»polUlt der Lanken einen breiten Rahmen in den Verhandlungen ein. Unverständlich findet es der Vorstand der Kammer. daß die Danken auch die für den Mittelstand tätigen, sosort nach Erhöhung des ReichSbank- diSkvntS ihre Zinssorderunaen für gewährte Darlehen auf 50 v. H. über den Reichsbankdiskont heraus sehen, außer den Spesen usw. Zinsbe- ..äge von 15 v. H und mehr in Rechnung stellten. Derm auch die Habenzinsen um 2 biS 3 v. H. erhöht worden sind, so bietet dies doch keines- die wehmütige Weise begleitet ihn Tag, um ihm zu sagen: Der Sommer fährt dahinI Pornotizen. *. „,6 M- 'S •e5ün W'b‘r rtiiÄf oc'lk den i Über der «in« ->" . in des .erden rii . Uebe^0 3U 1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die f Glicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erziest dann^ohne schmerzhafte Sfände, sonnengebräunte Hautfärbung. — Creme Leodor • * T ' „ ' . tbe 60 Pf. und 1 Mark, Leodor.Edel-Seife 50 Pf. 3n allen Chlorodont-Verkaufsstellen zu haben. ea »w Handwerk und Finanzknsis Sorfrerungen der Hondwerkskammer. vor Gericht". — Aus dem Stadttheaterbureau wird unt geschrieben: Morgen Dienstag, 20 Uhr, 8. Vorstellung des Sommcrabonnements mit einem einmaligen Gastspiel des 28 Mann starken Chores der Kubankosakcn. Das Programm bringt aus der «rohen Jahl russischer Volks- und Soldatenlieder eine Auswahl der schönsten Lieder sowie vrchesterdar- dietungen russischer Balalaika-Musik und original russischer Tänze. Es gelten gewöhnliche Preise. Be- ginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. — Deim Wettschreiben wurde eine Höchstleistung von 440 Silben in der Minute erzielt, und zwar von Fräulein Schließmann (Otnabrüd). In den Fremdsprachen wurden erzielt: In Esperanto 100 Silben, Italienisch 140 Silben, Polnisch 220 Silben, Lateinisch 160 Silben usw. — Die Tagung schloß am Sonntag nitt einem Festabend, bei dem die Preisverteilung vorgenommen wurde. Ein scheuendes Pferd rast In eine Volksmenge. Einen tragischen Ausgana nahm ein Fest in St. Li» (Frankreich). Zwei Gendarmeriebeamte, die sich auf dem Wege zur Stadt befanden, wurden vom Gewitter überrascht. Das Pferd des einen Beamten scheute, warf seinen Reiter zu Boden und stürmte in der Richtung de» Dorfe» davon. Hier raste e» mitten in dte Volksmenge, versetzte einem Soldaten einen Tritt, so daß der Unglückliche auf der Stelle tot liegen blieb. Da» Unglück wollte e», daß zu gleicher Zeit ein Kurzschluß in der Lichtzenttale ent- stand, so daß die ganze Stadt in tiefe» Dun- k c l gehüllt war. Das wild gewordene Pferd schlug weiter blindlings um fich und verletzte einen zweiten Soldaten lebensgefährlich. Ein Unteroffizier sowie mehrere Kinder erhielten ebenfalls Schläge und mußten in ein Krankenhaus überführt werden. Al» da» Licht wieder aufflammte, gelang e» endlich, da» Pferd zu bändigen. Gelände des Marinevereins, eine Lebensrcttungs- übung ab, die erneut die Schlagfertigkeit der Kolonne auch auf diesem Gebiete unter Beweis stellte Ss war ein DootSunsall angenommen, bei dem drei junge Leute in die Gefahr gerieten, zu ertrinken. Vier Sanitäter, die besonder- als Rettungsschwimmer ausgebildet worden waren, brachten die Ertrinkenden innerhalb weniger Minuten an das Land. Im Anschluß daran wurden sofort W:ederbelbungsversuche geübt, die zum Teil mit einem sehr sinnreichen Atmungsapparat durchgeführt wurden. Das hohe Derantwortungsbe- wußtsein. daS die hiesige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz auszeichnet, kam auch dadurch wieder zum Ausdruck, daß an dieser Hebung nicht weniger als 40 Sanitäter teilnahmen. Oberheffen. Landkreis Gießen. CO Klein-Linden, 2. Aug. Am Samstag konnte die In unserer Gemeinde tätige Hebamme, Frau Elisabethe Ulm, auf ihr 25jähriges Dienst- Jubiläum zurückblicken. Frau Ulm erfreut sich all- gemeiner Wertschätzung. g. Klein-Linden, 2. Aug. Bei der heute durchgesührten Beigeordnetenwahl fielen auf Jakob H o f m a n n (SPD.) 310, auf Friedrich Schimmel (Gewerbeverein 242 und auf Philipp Klein V. (Landbund) 140 Stimmen. Zwischen Hos- mann und Schimmel wird nunmehr die Stichwahl zur endgültigen Entscheidung notwendig. Von insgesamt 1359 Einwohnern machten nur 722 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. • Lollar. 2. Aug. Für die hiesigen Erwerbslosen war ein V o r t r a g S ku r su s schon seit längerer Zeit eingerichtet worden. Die Themen wurden, um das Interesse wach zu halten, in wechselreicher Folge gewählt. Sie waren genommen auS dem Gebiete der Literatur. Verfassung, Geschichte, Geographie, Naturkunde und des Kassenwesens. Don auswärtigen Rednern sprachen Herr Schulrat Fischer, Herr Weber lKrankenkasse) und Herr Dr. Ma lech von Gießen. Da die hiesige Gemeinde nunmehr die Arbeitslosen zum größten Teile mit gemeinnützigen Arbeiten beschäftigt, wurde der DortragSkurfus zur Zeit einstweilen geschlossen. $ Wirberg, 2. Aug. Die diesjährige Konfirmandenstunde wurde mit einem Gottesdienst schon im Iuli begonnen, damit bei den schwierigen Wegen im Winter, wenn schlechtes Wetter ist, gelegentlich im Interesse der Kinder einmal eine Stunde auSgefetzt werden kann. AuS dem engeren Kirchspiele sind es 9 Kinder und auS Saasen ein Kind. Damit ist die Zahl der Konfir- manden auf den tiefsten Stand seit ‘Beginn des Register- gesunken. — Das diesjährige Missi- o irB f e ft auf dem Dirberge findet am 16. August statt. # Grüningen, 2. Aug. An den diesjährigen Reichsjugendwettkämpfen beteiligten sich wieder sämtliche Schüler der Oberklasse. Knaben und Mädchen zeigten wesentlich bessere Leistungen alS in den Vorjahren: dies gilt im besonderen für die Läufe. Richt selten wurden (biS zu 6) Lebcrpunkte erzielt. Rachftehend die ersten Sieger der einzelnen Gruppen: Fünfkampf der Gruppe I. Knaben: 1. Gerhard Bender, 94 Punkte. 2. Wilhelm Petri II, 92 P., 3. Helmut Marsteller, 78 P.. 4. Wilhelm Petri II, 74 P., 5. Wilhelm Drohhaus. 73 P. — Dreikampf lalitthotL«. *"Mt Mali f8* immer g«. !j 'ÄQttahorni noueSün- »Wtpunft Wt M m) Ict, blt fie um non bit beiden ’ll btf Manet- Man vermiet 1 Ml in der I hoben, len. Ifllan del balz- luilügtn (prang )tlm Markgraf 500 Meier pro» i mit dem Fall- )irm öffnete [onbtm trfi in i ürdboben, wa» mehr aufhalien fcloi liegen idxn unb Inne ebrachi. loly-S^O). :chhetüag ter a u der 6am8- grvidmt var. e 3«ftt*rfAmman die Bertrc- erfität und btt Mttr ritte* il a.5). Pwirf- n, einen Tor- ft unb Kultur'. ee W ieder AuSweiSverfahren i m Zahlungsverkehr der Post. Wie WTB. zuverlässig erfährt, hat sich die Deutsche Reichs- post unter Zurückstellung ihrer Bedenken dazu entschlossen, das am 20. Iuli auf gehobene sogenannte AuSweisversahren für Post- und Reichs- bankschecks sowie Post- und Reichsbanküberweisungen wieder zuzulassen. Bei dem Ausweisver- fchren handelt es sich bekanntlich um eine Erleichterung im Zahlungsverkehr, und zwar dergestalt, daß Irrhaber besonderer Ausweise mittel- Schecks Postanweisungen und Zahlkarten auflie» iern, Wertzeichen kaufen, Gebühren entrichten. Postaufträge zur Deldeinziehung und Rachnah- men einlösen können, ohne daß Die Gutschrift der in Zahlung gegebenen Schecks abgewartet wird. Die Postverwaltung wird, sicherem Vernehmen nack das AuSweiSverfahren auch für Privat- bankscheckS wieder freigekvn, sobald die Verhältnisse es irgendwie gestatten. •• Marine-Konzert in 6er Dolks- Halle. DaS vom Hessenverein WilhelmShaven- Rüstringen am Samstagabend in der Volkshalle veranstaltete Marinekonzert hatte leider nicht den Besuch aufzuweisen, der in Anbetracht der guten Leistungen der Kapelle, der Veranstaltung au wünschen gewesen wäre. Die Flottenkapelle des Linienschiffes „Schlesien", die in der schmucken Matrosenuniform erschien, wartete mit einer Reihe prächttger musikalischer Darbietungen auf. Insbesondere in der Wiedergabe von Marschmusik leistete die Kapelle unter der zielsicheren Stabführung des Obermusikmeisters W. W e I g c Vorzüglich^. Mit dem Marsch ..Deutschlands Ruhm" leitete die Kapelle den Abend ein und brachte dann die Ouvertüre zu „Wilhelm Teil", sowie das Steuermannslied und den Matrosenchor auS dem „Fliegenden Holländer" zum Vortrag. Die Kapelle bewies damit, daß sie auch dieser Art Musik durchaus gerecht zu werden vermag. Die Fantasie auS der Oper „Aida" gelangte nicht weniger gut zur Aufführung und veranlaßte das Publikum zu starkem Beifall. Der zweite Teil des Programms brachte eine charakteristische ungarische Rapsodie, den Donausagenwalzer, der außerordentlich gut gefiel, schließlich den „Aufzug der Stadtwache" und ein großes historisches Marlchpotpourri. in dem die Kapelle ihre ganzen Fähigkeiten zu entfalten vermochte Der starke und verdiente Beifall des Publikums forderte zu mancher Beigabe heraus, und die Kapelle mußte sich nach fast jeder Programmnummer zur Wiedergabe von weiteren Marschen verstehen. Die Kapelle hinterließ nicht nur durch ihre äußere, sondern auch durch ihre musikalische Disziplin, die bei jeder der Darbietungen nachdrücklich in Erscheinung trat, den denkbar besten Eindruck. •• Lebensrettungsübung der Frei - Preußen. Kreis Wetzlar. (D fit o f b o r f, 2. Aug. Der SchnittdesRog. gen», der in unserer Gemarkung sehr früh begonnen hatte, war infolge ber Auswinterungsschäben nickt sehr ergiebig. Nach vfcrzehntcigiger Dreschtätigkeit mit zwei Dreschmafchlen ist ole fein- tersrucht eingespeichert. Da» Ernteergebnis aus ber Sommerfrucht dürfte ein weit besseres werben. Die Hackfrüchte Haden sich bei ber feuchten Witterung gut entwickelt. Der Graswuchs auf ben Wiesen verspricht eine reichlicke Grummeternte. • Ä r o f bo r f, 2. Aug. Dem hiesigen Schützenverein, der dem Lahn-Dill-Schützen- bund angehört.war auSAnlaß feines 30jäh- rigen Bestehens daS HauptbundeS- schießen übertragen, da- am Sonntag durchgeführt wurde. In den Morgenstunden schollen acht Vereine um die Schützenkette. Rach der Mittagspause zogen die Schützen unter Dorantritt der Krofdorfer Musikkapelür durch daS Dorf nach dem Schiehstand in den „Roten Gräben", wo an acht Ständen das Ginzelfchießen seinen Fortgang nahm. Gegen Llbend sand auf dem Festplatz der Gastwirtschaft FrieS die Pret-Verteilung statt. Für daS Dundesschießen waren Geldpreise ausgesetzt, während die Ginzelschühen wertvolle Gegenstände als Preise erhielten. Da- Ergebnis: Bundesschieben: 1. Schützenverein Hochelheim mit 133 Ringen. 2. Wetzlar-Riedergirmes mit 126 Ringen, 3. Klein-Linden mit 121 Ringen, 4. BiSkirchen mit 118 Ringen, 5. Großen-Linden mit 113 Ringen, 6. Oberoiel mit 111 Ringen. EinAelsieger wurden 1. Friedrich Stein, Klein- Linden. 36 Ringe iStechschuß 12 Ringe): 2. Heinr. Humrich, Oberoiel, 36 Ringe: 3. Wtlh. Wagner, Oberbiel, 35 Ringe: 4. Wilh. Schnautz, Oberbiel, 35 Ringe: 5. Wilh. Schettler, Großen-Linden, 35 Ringe: 6. L. Pirr. Großen-Linden, 34 Ringe: 7. Wilh. Steinbach. Oberbiel, 34 Ringe: 8. Heinr. Dietrich, Steindorf, 34 Ringe, Kreis Marburg. WGR. Marburg, 2. Aug. SamSiagnachmit- tag gegen 6 Ufir wurde Geheimer Konfistorial- tat Professor D. Dornhäuser beim Lieberschreiten des Wilhelm-Platzes von einem vvr- übcrfahrenden Auto zu Boden geworsen. Er erlitt eine klaffende Wunde am Hinterkopf, so bah man ibn mittel- AutoS in seine Wohnung bringen mußte. WGR. Marburg, 2. Aug. Der Pächter der hiesigen Gtadtsäle will seine Gaststätte, die auch den größten Saal der Stadt umfaßt, während der Ln.vettitätSferien vom 15. August biS 1. Oktober d. 2. schließen. Man führt a l S Grund Unrentabilität durch Rückgang der Festlichkeiten infolge der schlechten Wirtschaftslage an. Wegs einen Ausgleich, da den Danken nachweislich in großem Umfange vielfach Mittel aus billigeren Kapitalquellen, wie die Gelder der RcichS- bank zur Verfügung stehen. Allein die Rieseneinlagen der Konten- und Spargeldinhaber erforderten keine Geldbeschasfungskosten unb wurden den Danken zu relativ niedrigen Einsätzen zur Verfügung gestellt. Gerade die Mittelstandsbanken sollten sich überlegen, welches Unheil durch diese Zustande in den von ihnen betreuten Kreisen an gerichtet wird, aber auch welch» Folgen bei Rückkehr normaler Verhältnisse hieraus für die Danken entstehen können. WaS soll denn werden, wenn die ReichS- bank, wie jetzt geschehen, gezwungen wurde, ihren Diskont abermals zu erhöhen und auch die Danken sofort abermals mit 30 biS 40 v. H. ZinS- aufschlag folgen? Ter Borst and ist der Ansicht, daß zur Erhaltung unzähliger Existenzen deS gewerblichen Mittelstandes durch eine besondere Rotvervrdnung die Danken zu einer besonnenen ZinSpolitik zurückgeführt und zu einer Zurückrevision ihrer Z.nsaulschläge ab 15. Iuli angebalten werden müssen Es wurde beschlossen, diese Anregung dem Deutschen Handwerk-- und Gewerbekammertag weiterzuleiten. Anschließend wurde ein Problem zum Dorttag gebracht, das die Gründung einer Garantiegemelnschafl de» deutschen Handwerk» im Rahmen der im Gange befindlichen Selbsthilfe der deutschen Wirtschaft handelt. Maßgebend war der Gedanke, daß auch daS deutsche Handwerk als starker Wirtschaftskörper auf Grund seine- Anlage- und Betriebskapitals eine Garanttegerneinschaft bilden und entweder allein dem Reiche anbieten oder sich in die bereits bestehenden Gemeinschaften eingliedern sollte. Hierdurch dürfte daS Ansehen des Handwerk- gehoben, aber auch weiterhin das Derttauen in die deutsche Wirtschaft im In- und Ausland gefestigt werden. Sieht doch besonder- das Ausland hierdurch, daß es dem deutschen Volke selbst in den finanziell weniger gut gestellten Kreisen ernst ist, auS eigener Kraft sich emporzuringen und den Bestand deS Reiches zu fettigen. DaS Problem fand allgemeine Zustimmung. GS wurde beschlossen, einen entsprech^den Antrag dem Deutschen Handwerks- und Gewerbekammer- tag vorzulegen. Aus Oer prvvinzialha uptstadt. Gießen, den 3. August 1931. Schnittergesang! Uns« Rachbar, ein „kleiner" Dauer, dengelt seine Sensen. Der Tag War windig und rauh, Wolken wurden am Himmel hin und her gejagt, kalte Regenschauer Famen herab, unb nur für Minuten schaute die Sommerfvnne auf die Erde bet ab. ®an» plötzlich aber legte sich der Wind, bet Himmel wurde klar und blank, die Sonne versank und hinterlieh einen goldenen Schein, alles Zeichen für die Dosierung des Werter-. Da atmet der Landwirt auf, nun kann die umerbrochene Srntearbeit ihren Fortgang nehmen. 3m Abendsonnenlicht wird di« Sens« het- vorgeboit und geschärft. Das dauert oft bispät in die Rächt hinein. Aber Lieht braucht unser Rachbar nicht. Er sitzt Im Hof, einen Holzklotz mit dem eisernen Kopf vor sich, und hämmert und hämmert, prütt bann mit dem Daumen die Schärfe und nimmt die andere Sense oder auch eine Sichel zur Hand. Das gleichförmige Tack-Tack stört mich nicht. Es ifi eine Melodie, die noch auS meinen Kindertagen hcrüberklingt und mich zurückfübrt in eine andere Zeit. Damals hörte man in jedem Dorfe, in jedem Hause, zur Erntezeit dieses Tack-Tack: denn die Maschinen waren noch unbekannt. Herr und Frau, Knecht und Magd xogen am frühen Morgen mit Sicheln und Sensen aus, um die golbne Frucht zu schneiden. Das Dild hat sich heute geändert. Knechte und Mägde haben sich nicht mehr geschmückt wie früher beim ersten Sensen schnitt. Die Pferde tragen keine Dlumensttäuße mehr beim Einfahren Der Frucht. Der Erntekranz, das Erntebier und der Tanz, sie sind dahin ... Aber wie ehedem stehen die Getreidefelder im hellen Sonnenlicht, noch leuchten roter Mohn und blaue Kornblumen, am Rande wuchern Rittersporn, Kamille, Hirtentäschel und viele andere. Der Wind bewegt leise bie gelben Halme, unb ein leises Ahnen vom nahen Tode schwingt burch bas Feld. Und noch ein# ist geblieben: da- Lied der Schnitterinnen. DaS war da oben, am Abhang des langgestreckten HügelS, der zu einem großen Gute gebärt, daß ich wieder ein Schnitterlied hörte. Zwei Mähmaschinen umfuhren den ausgedehnten Acker unb legten bie Halme nieder. Dann kamen fleißige Mädchen, nahmen die Frucht, banden sie unb stellten bie Garben auf die Seite. Dabei sangen fie: Golbne Aehre, du muht fallen. Ich blieb stehen und lauschte den frischen Stimmen, die Maschinen knatterten in der Ferne unb störten da- liebliche Dild nicht. Da standen bie Halme eben noch stolz und aufrecht, nur daS schwere volle Haupt leicht zur Erde geneigt. Run ein Schnitt, und bahin ist bie Herrlichkeit. Gibt baS nicht jedem Menschenkind einen kleinen Stich durch das Herz? ®ing es den Mädchen anders? Uickewußt erklang auf einmal bie alte vertraute Weise, bie fie einst in ber Schule so oft gelungen hatten: Gold'ne Aehre, du mußt fallen, unb während der Arbeit wurden alle Strophen gesungen und wieder gelungen. Der Lanomann summt unwillkürlich die Melodie mit. wenn auch sein Het^ lackt über die reiche Erme. Gs ist ihm auch wie ein Abschiebnehmen, unb Kunst und Wissenschaft. Professor (Emil Warburg t- ® e r I i n, 2. Aug. Der frühere Präsident ber Physikalisch Technischen Reichsonltalt, Prosessor Dr. Emil Warburg ist, wie die „DAZ." meldet, im 86. Lebensjahr gestorben und bereits in aller Stille auf dem Stadtfriedhos in Bayreuth beigesetzt worden. Warburg verbrachte seine letzten Lebenstage auf seinem Gut (Brunau bei Bayreuth. Warburg wurde am 9. März 1846 in Altona geboren. Nach dem Be- such der Universitäten Heidelberg und Berlin war er 1870 Prioatdozent an der Universität Berlin, 1872 a. o. Professor an der Universität Straßburg im Elsaß unb 1876 o. Professor an der Universität Frei- bürg i. Br. 1895 wurde er an die Universität Berlin berufen und trat 1905 an die Spitze der Physikalisch- Technischen Reichsanstalt, deren Präsident er bis 1922 gewesen ist. Seine zahlreichen Aufsätze sind meist in den Annalen ber Physik unb ben Sitzungsberichten ber Berliner Akabemie erschienen. Verantwortlich für Lokales: L8. H. L Neuner. von Dorstanb ber Hanbwerkskammer wird un» geschrieben: „Der Borftonb ber Hessischen Hanbwerk»kammer beschäftigt« sich in seiner «itzung vom 30. Juli neben anberen Dingen weitgehenb mit ber berzeitigen wirtschaftlichen Lage. Im einzelnen wurde bargelegt, in welcher Weise sich wohl die hessische Handwerkskammer wie auch der deutsche Handwett», unb Gewerbekamme rtag bemühten, Einfluß auf bie Rot- Verordnungen und deren Durchführung zu gewinnen. Die Tätigkeit de» Kammertags in dieser schweren Zelt wurde besonder» anerkennend her- oorgehoben. Der Kammertag hat seine schwersten Bedenken gegen die Att der Notverordnungen, vor allem ge- fien die scharfen Strafmaßnahmen bei Steuerrück- tänben nach dem 1. August d. 3. ber Reichsregierung rechtzeitig vorgetragen unb im Hinblick auf die Kapitaloerknappung auf die Unmöglichkeit der Einbringung von Außenständen im Handwerk die schonendste Behandlung dieser Derufsgruppe gefordert. In gleicher Sache aber auch wegen In- zahlungnahme von Kundenschecks seitens der Finanzämter, Einlösung dieser Schecks durch Banken unb Sparkassen unb weitere Lockerung der Zahlungssperre ist die Kammer bei den maßgebenden Stellen oorsteUig geworden. Die Einschaltung der Kammer zur Ausstellung von Bescheinigungen zum Empfang von Geldern zu Lohn- und Gehaltszahlung auf Grund ber Notverordnungen hat sich durchaus bewährt. Konnten doch hierdurch in vielen Fällen Härten ausgeglichen wer- ben. Anerkannt wurde bie Ruhe unb Besonnenheit, mit ber bie Hanbwerksmeister bie einschneibenden Bestimmungen ber Notverordnungen in Kauf nehmen. Trotzdem die Betriebsinhaber nur bie Gelder für selbstschuldigen Lohn erhielten, für ben eigenen Lebensunterhalt kaum etwas abheben konnten, aber auch Zahlungen seitens ber Kunbschaft kaum ober nur in nicht einlösbaren Schecks oder Sparkassenbücher erhielten, wickelte sich alle» verhältnismäßig ruhig ab. Der von ber Kammer burch bie Zeitungen an die Kundenkreise de» Handwerk» gerichtete Aufruf auf Barzahlung ber Rechnungen ist lelber fast ungehort verhallt. Es besteht aber kein Zweifel darüber, daß die Ruhe unb Besonnenheit Im Handwett nur beschränkt ist unb einer verzweifelten Stimmung Platz machen muß, wenn nicht in aller Kürze wesenlliche Lockerungen beS Zahlungsverkehrs eintreten, zumal allgemach bie Kosten durch bie Lohn- unb Steuerzahlungen erschöpft finb, neue Zuflüsse aber nicht erfolgen. In ber Aussprache beurteilt ber Dorstanb bie weitere Entwicklung ber Dinge vessimistisch. Die verschiebenen Probleme zur Sanierung ber Verhältnisse, wie sie in ben Tageszeitungen vertreten werben, würben erörtert, ofyne bah man sich für baS eine ober anberc System btnbenb entschei- ben formte. Dagegen würbe für unerläßlich gehalten, äußerste Sparsamkeit In öffentlicher Verwaltung, Zurückdämmung überspannter Ansprüche ber einzelnen DerufSzweige, sorgsamste Lebensweise auf allen Gebieten, auch In ber Privatwirtschaft unb der Gruppe I. Mädchen: 1. Irmgard Schäfer. 65 P.. 2. Hilde Bender. 55 P., 3. Minna Leidtch, 54 P. 4. »lifc Marsteller. 45 P. — Dreikainpi der Vorklafse, Knaben: 1. Albert Leidich. 70 P., 2. Alfred Marsteller. 67 P., 3 Äcr: vchwindt. SO P. 4. OmU Fay. 56 P. 5 Re.nhold (Silber:. 54 P. - Drei- kampfderVorklasfe. Mädchen: 1. Erna Größer. 65 P., 2. Frieda ttuler, 61 P-, 3. Martha Wolf. 59 P.. 4. Klara Peter. 54 P.. 5. Elisabethe Is he i in. 53 P (_ Holzheim , 2. Aug. In den letzten Wochen waren die hiesigen Wodlfahrtserwerbslosen damit beschäftigt, etwa 200 Meter FriedhosSwege »u «haussieren. Die Instandsetzung stellte sich dadurch verhältnismäßig billig, daß die Steine zum Unterbau auS dem großen Va altfteinbruch der Gemeinde entnommen werden konnten unb die Plerdebesitzer bie Anfuhr umsonst leisteten. Kreis Schotten. Schotten. 2. Aug. Gs schweben zur Zeit Derhandlungen. ben Sängergau Vogelsberg - Süb, bce über 60 Vereine umfaßt, zu teilen. Die Gauvereine, bie sich um die grösseren Plätze Büdingen. Nidda. Gebern unb Schotten gruppieren, liegen räumlich so weit au-einan- bcr. daß Gauliebertage für die entfernten Teilnehmer immer finanzielle Opfer bedeuten. Zudem ist es schwierig, für 2000 Sänger Säle bereit zu stellen. Eine Teilung des Gaues stoßt gleich- fall- auf erhebliche Schwierigkeiten, weil einmal eine direkte Verkehrslinie Sq . iehlt und zum andern die seitherigen Unterbände nicht zu zerreißen finb, da sie bie Ecksteine ber Gaue bllben. Sine außerordentliche Sänger- t a g u n g , die am 23. August in B l cki ck e n o a ch stattsindet, soll au diesen Fragen Stellung nehmen. Der Heisische Sängerbund wird durch feinen GeschäsiSsührer Roth (Darmstadt) und Den Prvvinzialvvrsitzenben Gengnagel (Grünberg) vertreten fein. Arris Büdingen. ..T Bad Salz Haufen, 2. Aug. Die ungünstige Wttlschaftsiage macht sich auch in unserem Badeorte bemerkbar. Trotz Hochsaison sind die privaten Pensionen und das Kurhau- nur mäßig besetzt Sine Au-nahme machen nur dieHetme (Blinden- und Kaufmann-crholung-- heim), bie, wie alljährlich, eine volle Besetzmtg ausweisen. N 05» nV iß. Eva am Strand Vornan von Hermann Weick. 25. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Lotte ist auf der Insel Juist unb schreibt, dah sie erst wieder zurückkommen werde, wenn du einer Heitat mit Paul Bertram nichts mehr in den Weg legen würdest!" Elsbeth Iason wollte auffah-ren, aber sie bezwang sich. - . „Also war das Ganze doch nur em Schreckschuh!" „Fängst du schon wieder an, Elsbeth?" „Ich bin ja schon ruhig!" sagte sie lächelnd. Iason legte zärtlich den Arm um ihre Schulter. „lind wenn es auch nur ein Schreckschuß gewesen wäre, Elsbeth ... ist es nicht etwas Schönes um eine Liebe, die um jeden Preis, und sei er noch so gewagt, zum Ziele kommen will?" Er tätschelte seiner Frau die Wange. „Du kömu- test übrigens nicht mehr zurück, selbst wenn du wolltest! Du hast ja gestern abend Herrn Bertram mit aller Deutlichkeit dein Iawort gegeben!" Sie lachte auf; ein froher Schein war in ihren sonst so herben Blicken. „Sorge nur dafür, dah Lotte bald zurückkommt!" „Ich gehe jetzt sofort zur Post und schicke ihr ein Telegramm! In ein paar Stunden haben wir den Ausreiher hier!" Iason hatte die Depesche aufgegeben. In strahlender Laune ging er heimwärts. Das wäre geschafft! Lotte muhte mit ihm zufrieden feinl Auf Schritt und Tritt leuchteten ihm die Plakate entgegen, die das am Abend im Kurhaus stattfindende große Fest ankündigten. Da würde er, Fritz Iason, mit seiner Familie natürlich nicht fehlen! Es wäre sogar eine hübsche Gelegenheit, um im Kreise der Lieben Lottes Verlobung mit Bertram zu feiern. Der Abend konnte also zünftig werden! In diesen selbstzufriedenen Gedanken war Ia- son in die Bähe des Hotels gelangt, als er plötzlich erschreckt stehen blieb. Di« kleine, zierliche Dame, die vor dem Portal hin- und herging ... war das nicht Sonja Bergmann? ... Zum Teufel, was suchte sie hier? Wollte sie mit ihm sprechen, ausgerechnet unter den Augen seiner Frau? ... Am liebsten hätte Iason kehrt gemacht. Sonja Bergmann hatte ihn aber schon gesehen und kam auf ihn zu. „Guten Tag, Fritz!" sagte sie und streckte ihm die Hand hin. „Guten Tag! Was ist los? Warum kommst du hierher?" Sie lächelte harmlos. „Ich hatte Sehnsucht nach dir; du hattest versprochen, gestern zu mir zu kommen, bist aber nicht erschienen!" „Ich war verhindert ... Familiengeschichten, da konnte ich nicht abkvmmen ... ich hätte dich aber heute mittag bestimmt aufgesucht!" Aengstlich blickte er zu den Fenstern empor, hinter denen er Elsbeth wußte. „Wir wollen weitergehen!" sagte er dann hastig. „Es wäre mir peinlich, wenn meine Frau uns sehen würde!" „Sie wird jetzt nicht gerade herunterschauen", entgegnete Sonja Bergmann gleichmütig. „Im übrigen ist unsere Unterhaltung schnell beendet, wenn du meine Ditte erfüllst!" „Welche Bitte?" „Ich brauche sofort Geld!" Iason geriet aus der Fassung. Das hatte er nicht erwartet! „Geld? ..." „Fünftausend Mark!" „Fünftausend Mark? Du bist verrückt, Sonja!" „Ganz und gar nicht!" In Iason stieg eine Wut auf. „Run lasse einmal das törichte Gerede! Sage endlich, wozu du hierher getommen bist!" „Du bist schwer von Begriff, mein Lieber! Ich brauche fünftausend Mark, du sollst sie mir geben!" „Ausgeschlossen!" Sonja Bergmann lächelte zynisch. „Du w i r st sie mir geben!" „Wenn du dich nur nicht täuschest!" „Ich täusche mich nichtl" Sie ließ plötzlich die Maske fallen; ihre Stimme wurde ganz kalt: „Ich habe keine Lust, mich mit dir herumzustrei- ten! Entweder gibst du mir das' Geld, oder ich gehe zu deiner Frau hinauf!" Entsetzen prägte sich in Iasons Mienen aus. „Zu meiner Frau? ... Was willst du von ihr?" fragte er hilflos. „Vichts weiter, als ihr einiges von unseren zärtlichen Erlebnissen erzählen!" „Sie wird dir nicht glauben!" „Auch nicht, wenn ich ihr die Briefe zeige, die du mir geschrieben hast?" Unter Iason wankte der Boden. Er fand nicht gleich eine Antwort. Gewaltsam raffte er sich zusammen. Er hätte in diesem Augenblick Sonja niederschlagen können. Da war. er ja einem abgefeimten Frauenzimmer ins Garn gegangen! Das fehlte chm gerade jetzt, wo er bei seiner Frau glücklich Oberwasser hatte, wo es schien, als würde endlich e r der Herr im Hause werden, daß Elsbeth von seinem Abenteuer mit Sonja erführe! Dann hätte er bei feiner Frau endgültig ausgespielt! „Run?" fragte Sonja Bergmann ungeduldig. Feindselig sah Iason sein Gegenüber an. Was für ein ordinäres Gesicht diese Person hatte! Warum war ihm das nicht früher ausgefallen? „Also eine ganz gemeine Erpressung!" sagte er empört. „Aenne es. wie du es magst!" „Wie soll ich so schnell das Geld auftreiben?" In ihren Augen schillerte ein triumphierendes Lächeln. „Es wird dir ein Leichtes sein!" „Du überschätzest meine Finanzen! Wenn ich auch wollte, fünftausend Mark kann ich nicht von heute auf morgen flüssig machen!" „Dreitausend!" ,iDu läßt mit dir handeln!" „Ich will dir entgegenkommen. Dreitausend, aber feinen Pfennig darunter!" sprach sie kalt, Iason hörte aus ihrer Stimme, daß es damit ernst war. Aasch überlegte er. Wenn er sofort feiner Bank schrieb und sich das Geld telegraphisch schicken ließ, konnte es im Laufe des nächsten Vormittags hier fein. Vorsichtig mußte er allerdings zu Werke gehen, damit Elsbeth nichts davon merkte. „Bekomme ich das Geld?" fragte Sonja drohend. „Weißt du, daß ich dich der Polizei anzeigen könnte?" Sie lachte höhnisch. „Das wirst du im eigenen Interesse bleiben lassen!" „Morgen vormittag erhälst du das Geld! Ich bringe es in deine Wohnung." „Ich warte bis zwölf Uhr. Wenn ich bis dahin das Geld nicht habe, wende ich mich an dein« Frau!" Grußlos ging sie hinweg. Iason sah ihr mit sehr gemischten Empfindungen nach. Eine saubere Pflanze! dachte er zerknirscht. Die Stunden, die er in ihrer Gesellschaft verbracht hatte, waren ihm wahrlich teuer zu stehen gekommen! XXV. Von einem Tag hatte Eva Willer ihre Abreise auf den nächsten verschoben. Aoch immer hatte sich feine Gelegenheit zu einer Aussprache mit Stefan Helbing gefunden. War es nicht töricht von ihr, daß sie an dem Gedanken, vor ihrem Weggang ein letztes Mal mit Helbing zu sprechen, noch immer festhielt? Wußte sie denn, ob ihm diese Unterredung überhaupt erwünscht war? Schon mehrmals hatte sie sich'vor genommen, Helbing anzusprechen, sobald sie ihn allein treffen würde; aber immer hatte ihr der Mut dazu gefehlt. Aun war d«r Festabend im Kurhaus ihre letzte Hoffnung. Dort würde sich eher ein Anlaß finden, in ein Gespräch mit Helbing zu kommen; vielleicht würde er sie zum Tanze engagieren. In der gehobenen Stimmung solcher Vergnügungen war man viel leichter in seinen Entschlüssen als sonst; auch sie, Eva, würde mehr Mut haben als bisher. Um jeden Preis muhte sie an diesem Abend zu ihrem Ziele gelangen ... Während des ganzen Tages befand sie sich in krankhaft nervöser Verfassung. Sie konnte kaum den Abend erwarten. Mit d'Alvez, den sie in den letzten Tagen geflissentlich gemieden hatte, ging sie ins Kurhaus. Das Fest hatte schon begonnen. Die Säle waren überfüllt; lautes, lärmendes Treiben herrschte überall. Aur mit großer Mühe fanden d'Alvez und Eva an einem Tisch noch zwei freie Plätze. Aber Eva hielt es nicht lange an derselben Stelle aus. „Wir wollen etwas umherbummeln", sagte sie unvermittelt zu d'Alvez. „Ich möchte sehen, wer von unserem Hotel hier ist!" Sie durchschritten die verschiedenen Räume. Immer wieder entdeckte Eva bekannte Gesichter. Auch Paul Bertram war da; die kleine Iason und ihre Eltern befanden sich in seiner Gesellschaft. Aur der, den sie suchte, war nirgends zu erblicken. Würde Helbing überhaupt nicht kommen? Die fieberhafte Erwartung wuchs in Eva mit jeder weiteren Viertelstunde. Auf d'Alvez' Ditte hatte sie einige Male mit ihm getanzt; unablässig waren dabei ihre Augen umhergeirrt. „Erwarten Sie jemanden?" fragte d'Alvez lauernd, als sie sich wieder tanzend durch den Saal ^bewegten. Eva konnte ihre Verlegenheit nicht verbergen. „Aein ..." „Ich würde andernfalls auch sehr eifersüchtig werden!" entgegnete d'Alvez mit kaltem Lächeln. Sie sahen dann wieder an ihrem Tisch. Eva sprach kaum ein Wort. Tiefe Aiedergeschlagenheit hatte sie ersaht. Das lärmende Treiben ringsum peinigte sie. Verstohlen blickte sie auf die Uhr. Es ging gegen elf Uhr. Aun würde Helbing nicht mehr kommen ... d'Alvez Stimme schreckte sie aus ihrer Versunkenheit auf: — „Ich habe plötzlich wahnsinnige Kopfschmerzen bekommen", sagte er, „und möchte für einige Minuten ins Freie gehen! Wenn es auch draußen nicht besser wird, bleibt mir nichts anderes übrig, als rasch ins Hotel zu laufen und mir ein Linderungsmittel zu holen. Ich möchte mir doch den schönen Abend durch diese Schmerzen nicht verderben lassen! Würden Sie mich so lange entschuldigen?" Eva hatte auf seine Worte kaum geachtet. „Bitte!" antwortete sie abwesend. Sie war insgeheim froh, dah sie d'Alvez für eine Weile los war. Am liebsten wäre es ihr gewesen, wenn er überhaupt nicht wiedergekommen wäre. In einem jähen Entschluß erhob sich Eva. Rasch ging sie zur Garderobe und lieh sich ihren Abendmantel geben. Wozu sollte sie auf d'Alvez warten? Mochte er erzürnt fein, wenn er sie bei seiner Rückkehr nicht mehr vorfand; ihr war es gleichgültig. Da Helbing nicht gekommen war, war der Zweck des Abends doch für sie verfehlt. Langsam, von schwerer Trauer erfüllt, schritt Eva heimwärts. Aun war ihr auch die letzte Hoffnung, Helbing noch einmal zu sprechen, genommen. Warum sollte sie noch länger in Aor- derney bleiben? Morgen wurde sie bestimmt ali- reifen. Das Hotel war wie ausgestorben; alle seine Gäste schienen im Kurhaus zu fein. Vom Portier, der hinter feinem Pult ein* geschlafen war. lieh sich Eva die Schlüssel, zu ihren Zimmern geben. Als er sich zum Fahrstuhl begeben wollte, winkte sie ab. Schwerfällig stieg sie die Treppe hinan. In ihr war grenzenlose Müdigkeit. Ietzt nur schlafen! Schlafen und nichts mehr denken! (Fortsetzung folgt.) Wieseck, den 3. August 1931. Icidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. 5139 D Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. August d. J., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaus Lichtenauer Weg 5 aus statt — Von Bei- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Möbus, Gemeinderechner. Todes* Anzeige, Meine geliebte Frau, meine gute, treusorgende Mutter, Schwester und Tante Frau Berta Möbus, geb. Barth wurde am 2. August von ihrem mit großer Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Beschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge, Postkarten Geschäftskarten he» Brühl, Schalstrafie 1 Mietgesuche. Lungenverschleimung hartnäck. Husten, Luströhrenkatarrh, Keuchhusten, Bronchialkatarrh, Asthma etc. behebt und lindert selbst in veralteten Fällen der schleimlösende Oellheim's Brust- u. Lungeniee Preis Mk. 1,25. Zu haben in den Apotheken, bestimmt: Pelikanavotbcke Gießen. 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Vorbei ist für daS Wild das Ungeftörtfcin in dem riesigen Halmenwald, und so tritt es denn den Rückwechsel in den Wald wieder an. Für den hirschgcrechten Jäger ist die Zeit gekommen, wo er fein Können unter Beweis stellen kann. Denn derRothirsch ist in die Feiste getreten. Roch immer gilt sie als die Krone der Äagd, die 3agb auf den Feisthirfch, das „Racht- gespenft, daS du nur ahnst, das du nicht kennst". Wenn die Augusthitze aus Wald und Feld brennt, dann steckt er in der weiten Dickung. Meist pflegt das Rotwild erst in den Morgenstunden auf die Aesuna ziehen, wenn der Tau gefallen ist. Bor allem die Haferäcker haben es ihm angetan. Dine ebenso unwiderstehliche Anziehungskraft ober übt auf den feisten Hirsch beim Einwechsel beim jungen Licht die Suhle auS. Dem Pirschjäger aber versprechen auch die Stunden nach warmem Regen Weidmannsheil, wenn der heimliche Recke gern auf Schneifen, Blohen ober Wald- wiefen nascht. Die ..Zeichen" zu lesen, danach Wechsel, Stärke und Einstand des braven Hirsches zu bestätigen, ist eine Kunst, die der heutigen Zägerwelt um so mehr verloren geht, je mehr der König der Wälder aus seinem Reich vertrieben wird. Degen Ende des Monats pflegt der Hirsch oft schon zum Mutterwild zu treten, die Brunstzeit naht heran. Die Haser- und Kartoffelfelder ziehen auch daS Schwarzwild stark an. Achnlich dem Rotwild steckt es tagsüber meist in feldnahen Dickungen, um dann nach Sonnenuntergang zur Äefung zu ziehen. Der Jäger wird natürlich versuchen, durch Abschuh einzelner Stücke aus nächtlichem Ansitz zu großem Schaden vorzubeugen. Die Brunft des Rehwildes pflegt Anfang August ihren Höhepunkt zu erreichen. Dann kann der Jäger fich auch der Blattjagd mit dem Gefühl widmen, dah der gute Dock, den er streckt. sich schon vererbt hat. Die Blattjagd ist sehr geeignet, dem Weidmann einen lieberblick über seinen Bestand zu geben, da ja nicht nur Böcke springen. Leider ist es nur häufig so, dah gerade bei der Blattjagd jeder Bock beschossen wird, der gerade springt, auch wenn er vorher beim Pirschgang vielleicht wiederholt als nicht abschuh- reis begnadigt worden ist. Das ist natürlich sinnlos. Gerade beim Blatten, zumal aus guter Deckung oder vom Hochsitz aus, ist oft die beste Gelegenheit zu einem genauen Ansprechen gegeben. und auch hier sollte nur fallen, was wirklich gut ist ober was im Interesse der Qualität des Rehstandes als Schädling weg muh. Auch im August widmet sich der Hase noch der Erhaltung seiner Sippe. Häsinnen aus dem ersten Sah sehen oft selbst schon. In Kartofsel- und Rübenfeldern liegen meist die Iunghäschen. Leider werden diese Aecker dann gerade recht oft von Hunden abgesucht, die bei den Erntearbeiten mit hinausgenommen werden und nun auS Langeweile und unbeaufsichtigt ihre Iagd- züge unternehmen. Gegen diesen Unfug muh Der Jäger unter allen llmständen einschreiten, denn er kostet ihm alljährlich nicht geringe Mengen von Jungwild. Wenn die Felder frei sind, wird es auch bald möglich sein, sich ein Bild vom diesjährigen Rebhühnerbesatz zu machen. Abends und morgens sieht man die Ketten auf Wegen und Stoppeln laufen oder hört das Locken. Für Jäger und Hund aber ist es auch gleich empfehlenswert. schon vor Eröffnung der Hühnerjagd da und dort einmal eine kleine Dorsuche zu machen. Man weih dann gleich bei Jagd- eröffnung. wo Hühner liegen. Ferner aber ist die Hühnerjagd besonders in den ersten heißen Tagen recht anstrengend, und mancher heiß ersehnte erste Iagdtag endigte nach wenigen Stunden mit ausgepumpten Jägern und Hunden. Die Eröffnung der Hühnerjagd wird vom Erntestand abbängen. Darüber sind also nähere Bekanntmachungen abzuwarten DerersteDienerdesVaterlandes. Gin Arbeitstag des Reichspräsidenten. Don H. E. Wolfram. In unseren Tagen, denen man nicht ganz unbegründet ein amerikanisches Tempo in jeder Hinsicht anhängt, stöht man häufig auf Menschen, die, in arrivierten Positionen, vielleicht als Direktoren oder gar Generaldirektoren irgendwelcher Trusts, Syndikate und sonstiger Weltunternehmen, vom Rimbus der Arbeit umgeben werden. Man hört oft von ihnen, dah sie niemals zu sprechen sind, dah sie dauernd beschäftigt feien und daß — wenn es nach ihnen ginge — der Tag mehr als 24 Stunden haben mühte. Wenn man einem solchen Generaldirektor den Leiter eines weit komplizierteren .Trustes", nämlich den Führer eine- Staates, gegenüberstellt und dabei in erster Linie an unseren Reichspräsidenten denkt, so drängt sich einem ganz unwillkürlich die Frage auf: was soll denn Hindenburg da erst sagen? Die Gloriole, die die aufrechte Gestalt Hindenburg- umgibt, ist im Grunde nichts anderes als der Widerschein eines wertvollen Daseins, das in den Stunden von 7 bis 23 ilßr fast ausfchlieh- lich der Arbeit gewidmet ist. In dem Tagesablauf des Reichspräfidenten gibt es nur wenige Stunden der Ruhe. Kommt man darauf, das Leben des Reichspräsidenten in Stundenzahlen festhalten zu wollen, so ergibt sich, dah Hindenburg — abgesehen von den Stunden der Rachtruhe — im Jahre etwa 3456 Arbeits- und 1512 Ruhestunden hat. Der Tag beginnt für den Reichspräsidenten um 7 Uhr und sieht ihn in den Sommermonaten bereits um 7.30 Uhr in dem Garten seines Berliner Palais, der sich von der Wilhelmstrahe hinüber bis zur Friedrich-Ebert-Strahe erstreckt. In der oberen Wilhelmstrahe — Haus Dummer 73 — ist das Palais des Reichspräsidenten, das etwa bis zum Jahre 1840 Privatbesitz war und dann dvm Preußischen Staat angekauft wurde. Hier 'n diesem Palais wird das letzte Wort gesprochen, das maßgebend i ft'unb das die Geschicke des Reiches beeinflußt. Hindenburg pflegt fich bis gegen 8.15 Uhr im Garten des Palais — gewöhn- lich begleitet von seinem Hund — aufzuhalten, um Punkt 8.30 Uhr am Frühstückstisch zu erscheinen. Das familiäre Leben des Reichspräfidenten wird von der fürsorglichen Hand seiner Schwiegertochter, der Frau Oberstleutnant von Hindenburg, geleitet. Gemeinsam mit Sohn und Schwiegertochter nimmt der Reichspräsident das Frühstück ein. Um 9.30 Uhr beginnen für ihn die Staats- geschälte. Zu diesem Zeitpunkt empfängt der Reichspräsident als ersten Besucher seinen Staatssekretär. der ihm über alle wichtigen Dorkommnisse Bericht erstattet. Es sind Dinge der Innen- und Außenpolitik, über die sich Hindenburg informiert. Briefe von Parteimännern, Zeitungsartikel. Petitionen und sonstige umfangreiche Korrespondenzen, die den Reichspräsidenten aus der sogenannten ..Morgenmappe" des Staatssekretärs vorgelegt werden. Daneben treffen täglich Rachrichten und Depeschen aus allein Teilen der Welt im Bureau des Reichspräsidenten ein, kurze Meldungen ober lange Berichte der auswärtigen Diplomaten, in denen sie von Unterredungen mit Ministerpräsidenten, Wirtschairsführern und Politikern des Landes, in dem sie akkreditiert sind, berichten. Das gesamte Material wird gesichtet und Hindenburg sofort vorgelegt. Es ist die internationale Politik, die hier über die Kabelstränge nach Berlin. Wilhelmstrahe 73. telegraphiert wird, um geprüft, durchdacht, umgewandelt und für deutsche Verhältnisse benutzt zu werden. Es ist ein Wust von Problemen, der sich hier auf türmt Und es find gerade die Dormittagsstunden, die von dem Reichspräsidenten die größte Arbeit verlangen. Hindenburg äußert sich zu jeder Sache, zu jedem Brief, der ihn erreicht und die Schreibmaschinen der zehn Sekretärinnen im Bureau des Reichspräsidenten, das im linken Flügel des Palais untergebracht ist. stehen von da an nicht mehr still. Das Bureau des Reichspräsidenten ist im übrigen ein verhältnismäßig einfacher Apparat, dem insgesamt nur 33 Personen angehören Es sind dies acht Amtsdiener, erwähnte zehn Schreibdamen und fünfzehn höhere Beamte, die zu der näheren Umgebung des Reichspräsidenten gehören. Um 13.30 Uhr zieht sich Hindenburg zurück und ißt zu Mittag. Je nach der politischen Situation pflegt Hindenburg ihm besonders wichtige Personen zu Mittag einzuladen. um hier Gelegenheit zu haben, mit Politikern oder Abgeordneten, Diplomaten oder Industriekapitänen Es fei heute schon darauf hingewiesen. dah die Jagd auf den 5 a f a n in Preußen erst um den 1- Oktober, in Hessen erst am 16. Oktober beginnt, Hühnerjagd und Fafanenjagd also nicht zusammenfallen Die überall verkürzten Schuhzeiten der W i Iden t e n scheinen sich auf den Bef atz günstig aus- zuwirken. Allerdings sah man in diesem Jahre bei Iagdaufgang vielfach noch flugunsähige Koppeln. offenbar aus zweiten Gelegen dcrvor- gegangen, da das Frühjahrshochwasser zahlreiche Gelege zerstört haben soll. Die Enten fqllen jetzt sehr gern abend- oder morgen- m der Dämmerung aus Stoppelseldem ein. Der Ansitz hinter Fruchthaufen kann an solch bevorzugten Aeckem oft gute Beute bringen. Ebenso verspricht die Jagd auf Wildtauben (in Preußen noch Hegezeit?» jetzt Erfolg, wenn sie au» den Ge:reidefeldern oder den Ctblenädem emfalle^. Auch der Ansitz an den Tränken, d e meist zu den gleichen Stunden auf* ge'ucht werden, ist empfehlenswert. Den Fuchs w rd man w eder mehr zu Go- sicht bekommen, nachdem da- Getreide gefallen ist. Das Geheck ist auseinandergelaufeii. und die Jungen rauben ’djon auf eigene Faust. Ob man sie laufen lassen will, um später den Balg zu ernten, oder fern Riederwild vor ihnen schützen toill, ist Ansichtssache Der Dach- lucht bei seinen nächtlichen Wanderungen gern Obstgärten auf. um sich am Fallobst gütlich zu tun. wr wird bei der reichen Bohrung. die er überall findet, bald feist. H u b e r t u -. Beim Schühenverein Gießen zu Besuch. Oie vorbilöüdye Anlage. .Der Zutritt ist nur Mitgliedern gestattetl" steht an der Türe des Schützenhause-. .Der Zutritt des Schießgelände- ist verboten!" steht auf den verschiedenen »Warnungsschildern, die an den Wegen, die um die Schießstände durch den Wald führen, angebracht find. Diese Derbotc sind durchaus berechtigt, denn der Laie soll in seinem eigenen Interesse weder in der Schießhalle, noch in den Schützenständen etwas zu suchen haben. Da in diesem Sinne das Gelände fast hermettsch abgeschlossen ist. ist eS nicht weiter verwunderlich, daß die Allgemeinheit über die Schießstände. über die mannigfachen Einrichtungen wie auch über die Schutzmaßnahmen, die getroffen sind, wenig weih. Der Anlage des Schützenvereins Gießen einen Besuch abzustatten, ist außerordentlich interessant. Um so interessanter aber deshalb, als die Schieß- stände des Schützenvereins Gießen zu den größten zählen, die in Hessen überhaupt vorzufinden find. Selbst Frankfurt hat kaum eine bessere Anlage aufzuweisen. Die auswärtigen Schützen, die zu großen Deranstaltungen die Gäste des hiesigen Schützenvereins waren, äußerten sich noch immer lobend über die vorbildlichen Einrichtungen Einen Ueberblick über daS Ausmaß der Einrichtungen, über die der Schützenverein verfügt, geben einige Zahlen: Das Gelände ist insgesamt über 30 000 Quadratmeter groß. Auf einer Breite von 110 Meter und auf einer Länge von 300 Meter sind die verschiedenartigen Schießstände eingebaut 3n der langgestreckten Schießhalle find nicht weniger als 58 Stände angelegt. Da die Anzahl der Schieß-Scheiben der der Stände in der Halle entspricht, ist also die Möglichkeit gegeben, daß 58 Schützen auf einmal schießen könnten, sofern fich dies als notwendig erweifen würde. Im Gelände selbst befindet sich außerdem noch eine kleine Schießhalle, die für die Tontaubenschützen bereitsteht. Die Anzahl der Stände verteilt sich in folgender Ordnung: 16 Kleinkaliberstände. 3 Pistolenstände. 7 für die 100-Meterscheibe. 14 für die 175 Meter (Stand »-Scheibe, 12 für die 300 Meter clü? RZZ^ E D = 4^ E ess £4 ID c «eg u O « «t äe es 2 e5 a er® 53 H E «g .o a ci SsZ4 Ö s N se cS5E^= 4«A c 2- K S S»£ ES^il L^.SSS A «£. 11 E Q ih 2 C.Ä $2 «iTi E ?K B L L E c ®ID E 2 y •8$ § § e*='^H II '- c c ß <» - S E s B 2 P2BS c- c = E ßE - EL et X t^.E E E E «€ä£ «n ß’E- A a s A c" 2 . Frank« n, ®eerlinfl) niz. Drösser, . Döchm (mit E SEH 3 g® e® " B. -ne _ El € lO Oberhausen. 18:132 Din. Nbmonn, M, tzanno. S»5 4|5 O o. 2 «4» = =s £® to.s c -St “-vä B?8Sa| ESS e. s w s S1 He ce o 41 Z «f ߣ Aoggenskreb. tber 10.25 W s E I P.E* SS r S- o ^.2 EyF A-AA^Z-ZZ^Z^ZA o Z sA «> y _ E LttU) e-=f °8>-= £ ..er. ii 5 s-tS X. o 3 Q ä" OM E -€ E® E •. SEEgAOS l^H|8a --LEkK-B ZL^4 tgEt 4® K |4i -2S ■a 53 I§4s , big 39, en iiflc 38 W steMl.und st. und Saug' ,, 36 bis 43. ‘jhnib 56 J'? 240 616 3ü0 JÄTh-j SM'ne leb' i« Ho E ff? EX7ä JO'3 5 C B E öS.® X -Tr E« dC p SE E£:4-° gjo^-e 9 = e = 3£.e4 4 * •*■? B A 'S i h*: 3 jO E o - B = SSL = c-c ± <. t E E = E c- SLLSi -L 553^ t-XZ =<# ^LPeS^cI SS c® Sc = d — E '*’ i r®SlC 5S -^53 -e • 355 J 3.x» V ■= c^st - -H c ?r c = m-r-H £.= -«. ■e - o ~ C53*^S = = 4,y Ayte-c« -tos L -e>~ E« .. . |^. s= 3-9=^3 *>■? 2 a t E«J t|i e»; sb^S#A - a — §®s4^p£S=i»|^ r ,~ s u . H — ;ö* q, ös4ss = t = t — i S9.,=OB =3 i 2 S— E 3 o p q ä h=Sp«Hc° EHS|oS^g^r ®Ö£Xf* c . -C L « b=^;= 3 .*Ä uj -j >= Q O "P «F « c - ä o 2 C =ssr- = - • g c .- •o _ c o CÄ jo — wf.-:s«Ä8 „Ä'gxtg ?”a X» z c i ZEZ4HZ *5-5 E L a -2 "3-. TZZ-E-^S ==3wSii "’oxi v ® o ö' .zD E 2 i .2 §453*2 DA S c®6«S? >ä3 8ZN ®Hg ^P £1^=.*84 z ir f §iH »g? *lgi ^e|b*^ ! t f53 5 E I 4 ^4!= E "Eü s E c S 2 ■° . s sr?7 BZ =.S(D S E E B E 8 S S A B t 2 S g ± E 2 B er (D A A 2 L 2 E B e E- —. E ES ° 2 B uu 33 er 3 SS ©3 Ö 3-CO 3 .3*0:0 (3. 3 3 = 8 S3t3 « S’ 3 LAA .8 5 3 ö §2. Z8ZZ2^3 re ° ' — 1" o ■§■ 3 AS Ö3 = 3 7-3-3 Cfl 8 re q 5&S 8 ^c§3' -3* So« A »s. «3 = ® 2 «s iä® 3 3 g »©«• 6)' c 23- 8 943o .61^ 3 6)2 Z« re 3 » re a* ■2 3 ©_ö A o: S^^ASöDor^ Sä'S §» M-Z 3 re „ ’S-c -• o 3 o A©S= 3 3 re K ?KZL>sAs A8 o 3 3 ts«®ö33?zz>s5 3 z M hi* H» 75 8 3 6)LS SZ tSZZÖÖZ 5 3. 2.3 tirere" 2:3 S3 3 o n er KE2 3s = 6). «8 -U8 3 6B«6) = 'S 3 8 d = 6) 3. 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