Nr. 78 «irftes Blatt 181. Jahrgang Donnerstag, 2. April 1931 Erich«»«»t4glid),auBa Sowetags und «Vtiertxxg» Bctloaen Du DDupnerte etoßenti JJamihenblätto Dermal itn Bild Die Scholle aonaU'BeiiiflSprcis; 2.20 Reichsmark and 30 Reichsvtennrg ffii Trage» lohn, auch bei Nichter» scheinen einzetnerNummern Infolge höhere, Gewalt Sern|pre t e R e i te r", die aber erst in der zweiten Ausgabe erschienen ist, umfangreiche Propaganda unter den Soldaten getrieben worden. Zu den verhafteten Reichswehr- angehörigen gehören neben Mannschaften auch Unteroffiziere. Gegen sämtliche Beteiligten wird vom Oberreichsanwalt ein Verfahren einge- leitet. Karle des Unglücksgebietes. qo- Oj Ä Neue Erdstöße erschüttern die Hauptstadt oruna rcAiett Sstevstimmung «ehSvt ein autec -Nattee. kva tum nicht den allerbesten nehmen? tftoffee Sas ist ein Soch- sewächs von au-erlesener Qualität, dabei «esnnd - an» für die blinde«, denen Sie damit eine wirkliche Qfterseend» nidtbcn« KAFFEE HAG j-trt mir aoch RNI 1.62 6* p«*» 81 Pf?, das kleine Pnket, RM 1.71 die Vektro* - Dee«. Lange schwankten die maßgebenden Stellen der Vereinigten Staaten, ob jener Kanal, der jetzt den Atlantik mit dem Pazisic verbindet, durch Panama oder durch Nicaragua gelegt werden soll. Da die Franzosen sich für Panama entschieden hatten, neigten die Nordamerikaner natürlich dazu, Nicaragua zu bevorzugen. Als jene peinlichen Vorgänge betank wurden, durch die man noch beute gezwungen wird, bei dem Wort „Panama" an deii gewaltigsten Finanzskandal der Welt zu denken, wurden die Aussichten für Nicaragua immer besser. Die Kanalkommission hatte sich schon viermal für Nicaragua ausgesprochen, und die entscheidenden 2lbstimmungen standen bevor. Niemand kümmerte sich darum, daß einige Geologen den Weg durch Nicaragua als gefährlich bezeichneten, weil dort die Vulkane die Arbeit gefährden könnten, während die Panamaroute frei von feuerspeienden Bergen ist. Da ereignete sich am 14. Mai 1902, acht Tage nach dem Ausbruch des Mont Pclee auf Martinique, eine Katastrophe des Vulkans Momo - t o m b a in Nicaragua. Die amerikanischen Senatoren wurden nac^enklich. Aber der Präsident von Nicaragua, der wohl wußte, wie wichtig der Kanal für den Aufschwung seines Landes gewesen wäre, dementierte den Ausbruch des Momotomba. Er hatte den Mut, das Naturereignis einfach zu leugnen und sogar zu erklären, daß feit dem Jahre 1835 ^sn Vubkan in Nicaragua in Tätigkeit getreten sei. Die Panama-Partei war verzweifelt. Sie konnte unmöglich die amerikanischen Senatoren zu einer Neise durch Mittelamerika bewegen, um sich durch den Augenschein von den feuerspeienden O^ergen in Nicaragua zu überzeugen. Aber em 6en miiifen. „ellEC gemelkt wird, finb bei hl Soe ^ßt »lebet aufC6^a t> o I« onIII. j™ Ciuflutj »O schrieb dann zu einer Zeit, in der er noch nicht die in ihren Zellen eingeschlosstn waren, unter Kaiser war, eine Broschüre über den Nicaragua- ! den Trümmern begraben worden. Die Kanal und begeisterte sich an dessen Zukunsts- Trümmer der englisch-südamerikanischen Vank, in aussichten. Ein paar Jahrzehnte später er- ^ren Stahlkammer zwei Millionen RM. lagen, wärmten sich die Japaner für den Gedanken, mußten auv Sicherheitsgründen gesprengt werden, einen Kanal durch Nicaragua zu bauen. 5>ie Erklärung der Standrechts hat bis graben, schien ihnen sehr verlockend. Als die h'ndurch brannte es an Zahlreichen Stellen. Das Bereinigten Staaten merkten, was vorging, inter- Feuer brach immer wieder an neuen Stellen a , kenterten sie sofort. Aber es ist inzwischen auch Ida Mangel an Masfer die Loschversuche un- beBarmt geworden, daß Deutschland einmal I möglich machten. Die meisten Einwohner kampierten mit dem Gedanken spielte, einen Vertrag mit nachts in den Parks, an den Ufern des Managua- Nicaragua zu schließen und dann mit dem Bau Sec6 unb au; den Landstraßen. Staatspräsident £8 Kanals sofort zu beginnen. Der Gesandte in ^oncado, der gestern aus seiner Sommerrestden; spät; denn inzwischen hatten sich die Der- gl'eder der Regierung, "erbrachten die Rocht in einigten Staaten gegen Zahlung eines ! Zelten. Man befurchtet, daß infolge des Mafser- Darbetrages von drei Millionen Dollar das mangels eine Epidemie ausbricht. Recht gesichert, den Nicaragua-Kanal zu bauen. (£ö bestätigt sich, daß kein Mitglied der eng- Im Jahre 1916 wurde dieser Vertrag dann er- unb bcr französischen Kolonie weitert, und von dieseni Zeitpunkt an toar , ’ P i n Einwohner Washington an dem Schicksal des kleinen Landes umgekommen 'st, sedoch ,ft ein Einwohner außerordentlich interessiert, das so groß ist tote des deutschen Viertels, dessen Jtame mit - - - - - - • - — - Frederick Morris angegeben wird, geworben, nachdem ihm beide Deine durch fallende Trümmer arbeiten für die Linienführung des Kanals beschäf. tigt sind, sollen allerdings in einem Telegramm an die Washingtoner Regierung darauf hingewiesen haben, daß sich das Erdbeben lediglich auf Managua beschränkte und daß der Herd des Bebens etwa 170 Kilometer von der beabsichtigten Kanallinie entfernt liege. Der Kanal soll von der Atlantischen Küste zum San Jüan- Fluß, dann durch den Nicaraguasee zur Pazifischen Küste führen. Fluglinie Berlin-Nom eröffnet. In M Ü n ch e n wurde die neue Fluglinie Berlin-München—Mailand—Nom eröffnet. Das Flugzeug „Rolandseck" der Deutschen Lufthansa, eine Noyrbach-Noland-Maschine mit drei BMW.- Motoren startete am Mittwoch 9.15 Llhr, von Äa- pitän Bauer gesteuert, im Münchener Flughafen Oberwiesenfeld mit dem Neichsverkehrsminister v. Guerardan Bord. Auf dem Flugplatz hatten sich zur Verabschiedung der italienische Generalkonsul Graf Capasfo mit dem italienischen Vizekonsul eingefunden. Das Flugzeug, das um 10 Llhr Innsbruck überflogen hat, wurde am Brenner von einem italienischen Ge- s ch w a de r empfangen. Es hat die erste Etappe München —Mailand in zwei Stunden 10 Minuten bewältigt und ist um 16.35 Llhr wohlbehalten in Rom gelandet. Zu Ehren des Neichsverkehrsministers gab der italienische Luftfahrtminister Balbo ein Bankett, an dem auch der deutsche Botschafter Dr. von Schubert tcilnahm. Während der festlichen Tafel wurden zwischen den beiden Ministern sehr herzliche und sehr sympathisch auf genommene Trinksprüche gewechselt. Das Gegenflugzeug der italienischen Negierung hat um 7.30 Uhr Rom verlassen und ist um 17.07 Ahr im Flughafen Tew - pelhof glatt gelandet. Eine deutsche Verkehrsfliegerstaffel war dem Flugzeug ent* .gegengeflogen und hatte ihm das Geleit gegeben. Nach der Landung wurden die italienischen Gäste von Staatssekretär Gutbrod begrüßt. An einem Abendessen, das die Neichs- regierung, vertreten durch Neichspostminifter S ch ä h e l. den Vertretern der italienischen Negierung gab, nahmen u. a. teil UnterftaatS- fefretär Riccardi als Vertreter deS Lustfahrt- ministers Balbo, Botschafter Orfini-Daroni mit den Herren der Botschaft, der Ehef der Zivilluftfahrt Dr. Molfefe und Generalkonsul B o s s i. __________ Aus aller Wett. Erdstoß in Trier. Am Mittwoch um 8.45 Uhr wurde in Trier und Umgebung eine schwache Erdbewegung beobachtet. Es war ein Stoß von etwa drei Sekunden Dauer. Don verschiedenen Seiten wird berichtet, daß die Häuser zitterten und Gegenstände Oie Weii-rlaae CLtytÄl iQm, Oslo nembg. O Berlin jz O Paris Mexiko NICARAGUA’ z Managua^ ^5— O*7 - - — VEREINIGTE STAAJEhL t 's '* \ j^New Or/eans— drdoyv O -•25» Vai. .LoncT SdliyJ SjC 6 0 PUNKT a V ui I UM DEN E5 SIEH DREHT in der Zigareftenfabrikafion, ist die Beschaffung des Rohtabaks. Denn nur mit großen Vorräten aus älteren Ernten lassen sich auf die Dauer gleichmäßig gute Zigaretten herstellen. Millionen von Kilo Tabak lagern schon seit Jahren in unseren Orient-Depots, doch nicht eher kommt der Tabak in unsere Fabrik, bis er wenigstens vier volle Jahre bei sorgfältigster Behandlung dort verbracht hat. Dann erst hat er seine volle Reife erlangt. Nur in dem sonnigen Klima Makedoniens kann der Tabak das volle Aroma entfalten, das die Orient- Zigarette weltberühmt gemacht hat. Das ist eines der wichtigsten Rezepte, die den Erfolg der MAKEDON-Marken bewirkt haben. KONZERNFREI Makedon G.m.b.H., Fabrikniederl. Frankfurt a.M„ Hanauer Landstr. 147/149, Tel. Carolus 40441. / 6en.-Vertr.: J. Meyer-Höckell, Frankfurt/M„ Staufenstr. 2 EINHEITS- PERFEKTA ZULLLTM PACKUNG MIT UND OHNE MUNDSTUCK MIT UND OHNE MUNDSTUCK I Licher O^ermarkt Gießen, Dortmund, Groß-Gerau, den 1. April 1931. Bekanntmachung Gießen (Wilhelmstraße 71), den 2. April 1931. ■ 7426i> ircn, Kreurvlatz 2. Emplehie für die Feierlage p. Ptd 1.00 JZ !a Rindfleisch Gießen, den 2. April 1931. 01912 *23690 Seibel. Döbeln i. Sa., Obermarkt 24, den 31. März 1931. 2361 D ZU ZU 01946 Gießen, den 2. April 1931. ZU | Metgesuc.ie | Rindleder Lse ,D Schriftl.Anfrag.unt. 23S6D an d. Gß. Anz. OIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIII) [01927 Vnhen. Versicherungs* Inspektoren Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 4 April, 12 */2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. 2380 D A. 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Hullen Luströhienkatarrh,Keuck- l,uuen, Bionckialkatatrh, Asthma etc. behebt und linder' selbst in veralteten Fällen der schleimlösende Oellheim'6 Brust- u.Lungeniee Preis Mk. 1,25. 8n haben tn den Apotheken. bestimmt: Pelikanavotbeke Gic- 2. Vsler-Zelerlag: Mart.ittzgaiig n. dem Gleiberg. Abmai sch 8 Uiir Dornt iLahu- brllcke'.U>uzahlreick. Beteiligung bittet Der Vorstand. Danusaßung. Für die uns beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Friederike Baarhnsch Wwe, geö. Wagner erwiesene An'eilnahme sagen wir allen !• reunden und Bekannten hierdurch unseren herzlichen I ’ank. Insbesondere danken wir dem Herrn Pfarrer für die irostreichen Worte am Gr.ibe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ohr. Jacobi. Deutschen Reichsanzeiger. Gießen, den 27. März 1931. __________Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung Schweine- und Krämermarkt Dienstag, den 7.April. Bei Beschickung des Viehmarktes sind die seud-enpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Ursprungszeugnisse für Züchter, Nachweis der Quarantäne für Händler. Es dürfen nur Tiere aus unverseuchten Gemeinden aufgetrieben werden. 2357D Auftriebszeit vormittags von 8—9 Uhr. Tombolaverlofung mit wertvollen Gewinnen. Nachmittags: Volksbelustigung, Konzert und Tanz. Lich, den 25. März 1931. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. für Verbreitung einer erstklassigen Versicherung bei den Landwirten werden eingestellt Schriftliche Bewerbungen unter 01935 andenGießenerAnzeiger. tt-IMiäil GsMtvt Für die vielen Beweise der wohltuenden Teilnahme an dem schweren Leid, das uns getroffen hat, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank, da es uns leider nicht möglich ist, ihn allen persönlich auszusprechen. Insbesondere danken wir den Herren, die unserem lieben Toten Worte der Freundschaft und Anerkennung gewidmet haben, und den von ihnen vertretenen Kollegien und Verbänden, endlich seinem geliebten Bauerschen Gesangverein, der die Bestattungsfeier mit seinen schönen Gesängen weihte. Familie Otto Görlach. Viel Geld verdienen Wiederverkäufer, welche im Bekanntenkreise. Vereinen, rabriken etc. einen Massenkonsum-An ikel vertreiben wollen.Sehr. Anfraßen sind zu richten unter 01915 an den Gießener Anzeiger. I la jung. Mastfleisch .p. Pfd. Q.12JC B la frisch Hackfleisch. p. Pid 0 90 Jt ! la Ir. Rindswürstch. .p Pld.O 90 Jt S Gieheoer Fleiscbhalle, Walltorstr. 30. Hauptaseniuv f. (Sicken u. Umgeb, tu an fleig Herrn geg. hohe P» ov, evil. .;txum z ver g Wir bin. geeign. Beivetb. um Einretck. ickr Offen. V relninte Berliniicbe u. PreuB. Lebensverslcher. ngs-Akt.-Ges., 2nbdlr. Frankfurt a. M., Sohillerstr. 80. fLM Bmteier von weißen amerikanischen Leghorn. Glucken mitSruteiem od.r Kücken, Eintagskücken, Schlachihennea, Eier« Abonnement für Sommer und Winter. Getreide wird in Zahlung genommen. KOMM Mm Inhaber: Wilhelm Türck GleibergerWegSI. (2327D) Tel.41S6. Stadttheatc- Freitag, 3. 'Avril Geschloffen! Lamatag, 4. Avril von 19' r bls 22 Ubt 29. Zreilllg-AV.-oorfl. Gewöhnliche Preise. Uraufführung: IraSpielderoommerlüfte Ein Spiel in 3 Ausz. o. Arthur Schnitzler. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 4 April 1931, mittags 12 Uhr, auf dem Neuen Friedhof satt. 01936 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigst- geliebte Frau, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Pauline WagenM, Heb. Heuser nach schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Heinrich Wagenbach und Kinder. KleiiiSiielel Maschinenfabrik Fulda GA von Selb'tgeber aus Gietzen. Objekt erst- stellige Hypothekvon SODOM. Pünktliche Zinszahlung wird gesichert. Schriftliche Ange- boie um er 01903 an den Gteüener An- zetger erbeten. Wegzugshalber versteigere ich öl907 am TienStaa, dem 7.V.M.,vormittags 10 ttbr, lnGieKen.Krosdorker str. 10.) 14 Möltei und 4 leere Beulen l^reudenstetn Breil- wabeni, 1 Bukiche Schleuder, 1 Wabenschrank nut allem Zubehör. Hild. UleineS EiDfamiiien- Baus 4-6 Zimmer zu mieten oder zu kauf, ges. Schr. Ang. um. 01911 an d. Gn. 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Ferner auch der Betrieb einer Reparaturwerkstätte in jedem Umfange. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. Geschäftsführer ist Peter Jäger Ehefrau, Ka- roline geborene Volkmar, in Gießen. Der Gesellschaftsvertraq ist am 8. September 1930 festgestellt. Oeffentliche Bekannt- machungen^ der Gesellschaft erfolgendem V.i.B.08 Otter Samstag, 22.15 Uhr 2382V Empfang der Hessen- Mannschaft am Bahnhof. Treff« vunki 8'/- Uhr im Hotel Hopield. Zahlr. Brtetlig.ng erwünscht. 1. Citcrfcicrtag ab 19 Ubr, im Cait Ebel. Fa.,.llien2usammenkunft mit den Gästen. 2. Otter-Feiertag: ab 1!) Uhr Wieozusaimk nii int Martiie-Ber etntz- heim. Der Vorntuni. Bavaria, 1. Feiertag Irühschopp n Hotel Kobel. 2. Feiertag Frühschoppen Cast Amend. «»'v Blirgergefefltoölt ßarfreitöQ'lBanoerupg An erod - Gr.Buieck 'Jlbin irfd) 1.30(2tn.'t Lüiu). Bei Regen ab 4 Ubr Wemunbe Die Nutzholzversteigerung vom 18. März 1931 (Nr. 3) wurde genehmigt. Die Ab- fuhrschcine sind bis spätestens 15. April 1931 in Empfang zu nehmen. 2331C Gießen, den 1. Avril 1931. Der Oberbürgermeister. ________I. V.: Dr. Rosenber g.________ Lagd-Verpach.ung. Die zu dem Fideikommißgul Rülfenrod (Station Ehringshausen, Oberhessen) ae- hörige Wald- und Feldjagd (zirka 180 na Wald und 160 ha Feld) ist sofort neu zu verpachten. Guter Rehwildbestand. (2368D Angebote sind bis 15. April 1931 an die unterzeichnete Verwaltung zu richten. Zuschlag seitens derselben bleibt Vorbehalten. Fre'cherrlich $d;etuffd)e Renlei Gießen, Asterweg 56. — Telephon 4079. Zwangsversteigerung. Am 16. April 1931, 15^ Uhr, sollen durch das unterzeichnete Gericht in der Gastwirtschaft Tasch in Ahbach die im Grundbud)e von Agbach 2373D 1. Band 28, Blatt Nr. 1021, 2. Band 30, Blatt Nr. 1099, Gebraucht. 2-Sttzor- Gporiwage^ 4 20 P 1 L.mouslne foru olleaeViers tzer weit unter Breis zu verkaufen. [01937 0. Falte-, Fahrzeuge, Müblittane 2 . 6uie't Gast spielt die Rolle der Herzogin in Oskar Wildes Gesellschaftskomödie „La^h Windermeres Fächer". Die Spielleitung hat Walter Bäuerle. Die -Vorstellung findet außer Abonnement zu ermäßigten Preisen statt. Beginn 18.30 Uhr, Ende ». 21 Uhr. — Am Ostermontag. 6. Avril, beginnt die Fremdenvorstellung bereits 15 Uhr, um vor * allem den Besuchern der weiteren Umgebung Gelegenheit zum Theaterbesuch zu bieten. Zur Aufsührung kommt unter der Spielleitung von Dr. Karl Ritter Klabunds Spiel zu Dreien »TPZ". Dieses Spiel wird zum letzten Male aufgeführt und zwar bei kleinen Preisen. Beginn 15 Uhr, Ende 17 Uhr. " Schuh den Rainen und Hecken! Das Kreisamt Gießen veröffentlicht im Amtsverkündigungsblatt vom 31. März eine Polizei- Verordnung, die den Schutz der Raine, Gras- slächen und Hecken gegen das Abbrennen betrifft. 3n dieser Polizeiverordnung heißt es u. a., daß das Abbrennen von Rainen, Hecken und Grasflächen in der Zeit vom 15. März bis 31. August jedes Jahres verboten ist, Personen unter 16 Fahren dürfen überhaupt nicht selbständig Raine und Hecken abbrennen; Hecken und Raine, die weniger als tausend Meter von Waldungen entfernt sind, dürfen nur in Gegenwart von Personen über 16 Fahren abgebrannt werden. Es müssen dabei Maßnahmen getroffen sein, die ein Uebertreten des Feuers auf fremde Grundstücke verhindern und das Feuer muß ständig beaufsichtigt werden. Zuwiderhandelnde können mit Geldstrafen bis zu 30 Mk. belegt werden. ** Wer wird Schlachthofdirektor? Die Meldefrist für die Bewerbungen um den Posten des städtischen Schlacht- und Viehhofdirektors ist mit dem gestriges Tage abgelaufen. Wie wir von Der Stadtverwaltung hören, sind insgesamt 56 Bewerbungen eingelaufen. " Todesfälle in Gießen. 3n der Zeit vom 16. bis 31. März verstürben in Gießen: 16. Auguste Osinsky, geb. Günther, Witwe, 76 Fahre, Ludwigstraße 12. 17. Heinrich Enhe- roth, Eisenbahn-Oberamtmann i. R.» 65 Fahre, Westanlage 5. 17. Fohanna Baer, ohne Beruf, 62 Fabre, Walltorstraße 12. 18. Wilhelm Keiner, ohne Beruf, 71 Fahre, Hammstraße 12. 21. Elise Rosenbaum, geb. Reinheimer, 50 Fahre, Reustadt 56. 21. Anna Mooh, 6 Fahre, Bahnhofstraße 102. 22. Marie Todt, geb. Bangert, 81 Fahre, Stephanstraße 43. 22. Katharine Scharmann, geb. Hofmann, Witwe, 55 Fahre, Steinftraße 73. 23. Elisabeth Dorr, geb. Schmidt, 54 Fahre, Grünberger Straße 111. 23. Heinrich Roth II., ohne Beruf, 81 Fahre, Bruchstraße 8. 25. Katharine Rösinger, geb. Hahn, 57 Fahre, Frankfurter Straße 7. 25. Marie Hausmann, geb. Euler, Witwe, 72 Fahre, Schloßgasse 13. 26. Rosa Baer, geb. Bär, 62 Fahre. Marktplatz 7. 27. Anna Ries, geb. Ebender, 64 Fahre, An der Kläranlage 12. 28. Frmgard Simons, 11 Fahre, Fm Gartenfeld 8. 28. Berta Mengel, geb. Kehm, Witwe, 71 Fahre, Gartenstraße 15. 28. Wilhelm Roll, Feinmechaniker, 23 Fahre, Bahnhofstraße 50. 29. Ludwig Of'enbacher, Tapezierer. 58 Fahre, Kaiserallee 99. 30. Friederike Haarbusch, geb. Wagner, Witwe, 66 Fahre, Hinter den Schießgärten 23. 31. Ma ie Keil, geb. Bergen, Witwe, 79 Fahre, Wilsonstrahe 9. 31. Georg Raumann, Fuhrmann, 45 Fahre, Schiffen- , ber^er Weg 33. **Schau-undKunstflüge finden am Ostersonntag und am zweiten Feiertag auf dem Gießener Flughafen statt. Näheres in der heutigen Anzeige. *• Revision an das Reichsgericht. Der Kaufmann Albert Wacker von Wieseck, der sich im Laufe der letzten Monate unter der Anklage des Darlehensbetrugs in einer ganzen Reihe von Fällen zunächst vor dem Gießener Schöffengericht, dann als Berufungsinstanz vor der Großen Strafkammer in Gießen zu verantworten hatte und vom Berufungsgericht zu dreieinhalb Fahren Gefängnis verurteilt wurde, hat, wie wir von unterrichteter Seit« hören, gegen dieses Urteil Revision an das Reichsgericht eingelegt. ** Wieder daheim. Der am 24.März als vermißt gemeldete 19 Fahre alte einzige Sohn des Landwirts und Wagners Wilhelm D o m - mershe im in Bettenhausen ist wieder in seinem Heimatsdorfe angelangt. Der junge Mann, der von einem Besorgungsgange nach Münzenberg und Griedel nicht mehr zurückkehrte und zunächst spurlos verschwunden war, hatte sich, anscheinend aus Abenteuerlust, mit seinem Fahrrad auf einen größeren Ausflug begeben. Mit etwa 10 Mark in der Tasche war er bis nach Belgien gelangt, wo er in der Rähe der Grenze von belgischer Gendarmerie aufgegriffen und als unverdächtig wieder abgeschoben wurde. Mittlerweile hatte er sein defekt gewordenes Fahrrad zu einem geringen Preise losgeschlagen und dadurch einige weitere Mark Geld erlangt. Er lenkte seine Schritte noch Verlassen des belgischen Bodens der Eifel zu, wo er schließlich abgebrannt bei dem Bürgermeister eines Dorfes landete und aufgenommen wurde. .Sein alsbald benachrichtigter Vater holte ihn dann wieder in die Heimat zurück. Das Reh im H a u s g a r t e n. Aus K r o f - b d r f wird uns berichtet: Hier hatte sich am Mittwochmittag aus dem nahen Wettenberg ein Sprung Rehe in die Nahe des Ortes verirrt. Die Tiere rannten gegen einen Drahtzaun, um dann schleunigst kehrtzumachen; eins jedoch übersprang in gehetztem Lauf die Einfriedigung des Oberförstereigartens. Alle Versuche, das Reh zum Gartenausgang zu 3. Hauptversammlung der Hessischen Landwirischastskammer WER. Darmstadt. 2. April. Fm Saal des Landeskirchentages sand am Dienstag die dritte Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer für Hessen statt. Fn seiner Begrüßung kam der Kammerpräsident Oekonomierat Hensel aus di« mangelnde Rentabilität der Landwirtschaft zu sprechen. Die Spanne zwischen dem Erzeuger- und dein Konsumentenpreis fei zu hoch und gehe allein zu Lasten der Verbraucher. Hier muffe eingesetzt werden, um den beiden Kontrahenten, Erzeuger und Verbraucher, Gerechttgkeit widerfahren zu lassen. Mit Bezug auf das Agrarpro- gramm der Regierung erklärte der Präsident, daß es zwar manche Wünsche der Landwirtschaft nicht erfülle; es gebühre deswegen doch dem Ernährungsminister Schiele für fein unentwegtes Eintreten zugunsten der deutschen Bauernschaft deren Dank. Fn seinen weiteren Ausführungen behandelte Präsident Hensel die Zollforderungen der Landwirtschaft. Fn vielen Ländern geh» der Weg zum Schutze der ländlichen Pro- duktioii bereits bis zur Monopolentwicklung. Trotz Kapitalnot und Schuldenlast lasse die Landwirtschaft in der Selbsthilfe nichts unversucht. Der Präsident verwies auf die Notwendigkeit weiterer Rationalisierung des Genossenschaftswesen» sowie der Steigerung der Qualität- und Standardprodukklon. Das Hauptaugenmerk der Oeffentlichleit müsse darauf gerichtet werden, daß das deutsche Volk sich von dem ernährt, was auf seinem eigenen Boden wächst und gezogen wird. Allerdings werde dieses Ziel nicht ohne staatliche Rachhilfe zu erreichen sein, weshalb Monopole oder Drot- gesetz, Spiritusabnahme oder Luxusumsatzsteuer und andere Maßnahmen erwogen werden müßten. Die össeiitliche Belastung müsse vermindert und die Löhne und Svziallasten müßten in ileber- einstimmung mit der Tragfähigkeit der Wirtschaft gebracht werden. Daneben gelte es, den Kamps gegen die Tributzahlungen mit allen Mitteln zu Ende zu führen. Generaldirektor Dr. Harnmann erstattete daraus den Fahr es bericht der Kammer. Er ging besonders auf die Preisgestaltung der landwirtschaftlichen Produkte ein und rügte, daß die Preisspanne zwischen Produzent und Verbraucher noch immer zu groß fei. Die Landwirt- schastskannner habe im abgelaufenen Fahr Enormes geleistet. Leider sei aber die Lage der Landwirtschaft nicht besser geworden sondern eher bedeutend schlechter. Der Redner wandte sich gegen die 34 000 Mark Abstriche an den Zuschüssen für die Landwirt- schaftskammer im hessischen Haushaltsvoranschlag. Lieber diese Angelegenheit entspann sich anschließend eine lebhafte Aussprache. Sämtliche Mitglieder der Landwirtschastskammer forderten, daß das Plenum des Landtages diesen Ausschuß- beschluß rückgängig mache, sonst würden wichtig« Belange der Landwirtschaft geschädigt. Eine diesbezügliche Entschließung wurde einsttmmig angenommen. Der Vertreter der Regierung, Ministerialdirektor Rößler, erklärte, der Minister habe diesmal einem Abstrich zustimmen müssen, jedoch habe er ausdrücklich erklärt, daß bei Besserung der allgemeinen und finanziellen Sage der Betrag sofort wieder eingestellt werden soll. Eine groß« Anzahl weiterer Anträge wurde ebenso einsttmmig genehmigt, so u. a. ein Antrag, der Maßnahmen im Interesse der Gemüse-, Obst- und Weinbau-Förderung fordert und ein Südfruchtmonopol ablehnt. Fn einem weiteren Antrag wird die Hessische Landwirtschaftskammer ersucht, bei der Regierung Schritte zwecks Erlaß der hessischen Grundsteuer von 1930 auf den unbebauten Grundbesitz im Gemüsebau zu unternehmen. c. Rach einer kurzen Mittagspause wurde über die Rechnungsablegung und die Voranschläge bebattiert. Die Iahresrechnung für 1929 wurde genehmigt und der Bericht der Rechnungsprüfer zur Kenntnis genommen; dem Rechner wurde ohne Aussprache Entlastung erteilt. Der Haushaltsvoranschlag für 1931 wurde angenommen, ebenso der Voranschlag der Landwirtschaftlichen Haushaltungsschule Michelstadt und der Hessischen Landwirtschaftlichen Zeitschrift. Die Aende- rung der Zusammensetzung der Geflüge^kommis- sion wurde durch den Rücktritt dreier seitheriger Kommissionsmitglieder ohne groß« Aussprache erledigt. Einer Aenderung der Satzung für die Fungviehweiden und die Weideversicherung der Landwirtschaftskammer wurde nach dem Bericht des Generaldirektors Dr. Harnmann zuge- sttmmt. — Es folgte noch eine Debatte über verschiedene Anträge von Kammermitgliedern, u. a. ein Antrag auf Förderung der Selb- Vereinigung in ben hessischen Gemeinden. Die Anträge wurden angenommen. anschaulich ben Anstieg vom Einfachen gum Schwierigen sehen. Mit regem Fntevefse betrachteten die zahlreichen Besucherinnen die schönen und sauberen Arbeiten und fanden dabei manche- Wort der Anerkennung für die Lehrerin. Lollar, 30. März. Am vergangenen Mittwoch sand hier die Abschiedsfeier für die Mädchen der oberen Fortbildungsschulklasse statt. Rektor Keller gab in der Begrüßungsansprache feiner Genugtuung Ausdruck, daß Zweck und Wert der Haushaltungsschule immer mehr erkannt werde. Die Schülerinnen unter Leitung von Fräulein! Faeger (Gießen) gaben vorzügliche Proben ihrer Kunst im Backen. Für angenehme Unterhaltung sorgten zwei Theaterstücke, Volkstänze und Vorträge. Fräulein Säubert, die frühere Haushaltungslehrerin, die als Gast der Feier beiwohnte, erfreute durch einige Lieder. Bürgermeister Schmidt gab dem Wunsche Ausdruck, daß'das gute Einvernehmen zwischen Schule und Gemeinde auch fernerhin bestehen bleiben möge. Berufsschullehrer Eberle sprach dann ernste Abschiedswvrte an die scheidende Klasse. Die Eltern waren fast vollzählig erschienen. V. Allertshausen, 31. März. Am 3. April feiern die Eheleute Heinrich Hill gärtner das Fest der goldenen Hochzeit. Der Fubilar, der zirka 30 Fahre als Schäfer in Derschiedenen Gemeinden ein treuer Hirte war, ist 72 Fahre alt und noch sehr rüstig. Die Fubilarin ist 71 Fahre alt. Watzenborn-Steinberg, 31.März. Der hiesig« Gesang verein „Germania" nahm in diesem Winter von einer größeren Veranstaltung Abstand und beging die Feier seines Stiftungstages in Gestalt eines Familienabends am Samstagabend, der einen recht schönen Verlauf nahm. Unter der altbewährten Leitung seines Chormeisters Gg. Harnisch zeigte der Verein, daß er in seinen Leistungen auf beachtlicher Höhe steht. Der Heimatdichter Gg. Heß (Leihgestern), der sich dem Verein in liebenswürdiger Weis« zur Verfügung gestellt hatte, erntet« mit seinen Dialektvorträgen reichen Beifall und trug in trefflicher Weise mit zur Ausgestaltung des Abends bei. Mitglieder und Gönner des Vereins umrahmten die Veranstaltung mit musikalischen Darbietungen. Besonders beifällige Ausnahme sanden hierbei die von Herrn Otto Bender vorgetragenen Violinsoli. Für 50jähr. Mitgliedschaft wurden Foh. Philipp L und Hch. Fung durch Ueberreichung von Diplomen geehrt. Zu Ehrenmitgliedern für 25jährige Mitgliedschaft wurden unter Ueberreichung von Diplomen ernannt: Ludw. Fink (2. Bors.), Karl Kolmer (1.Dors.), Karl Pfaff, Karl Ludwig Philipp. Der zweite Vorsitzende Ludw. Fink würdigte bei dieser Gelegenheit di« seitherige langjährige, ersprießliche Tättgkeit des 1. Vorsitzenden Karl Kolmer um den Verein und sprach ihni den Dank des Vereins aus. * Lich, 2. April. Am Osterdienstag findet der altbekannte L ich er Oster markt statt. Erfahrungsgemäß wird zum Markt eine große Anzahl Ferkel aufgetrieben. Wer auf die Anschaf- . fung erstklassigen Materials Gewicht legt, der ! komme nah Lich. Mit dem Markt ist wiederum die beliebte Tombolaverlosung verbunden. Reben Platzkonzert findet mittags und abends öffentliche Tanzbelustigung statt. Kreis Büdingen. nd. R i d d a, 30. März. Fn unserem ebangeli- schen Kirchspiel wurden im Fahre 1930 zusammen 48 Kinder getauft. Getraut wurden 23 Paare. Beerdigt wurden 33 Personen. Am vergangenen Sonntag wurden die diesjährigen Konfirmanden in der hiesigen Kirche geprüft. Es waren nur 30 Kinder (17 Knaben, 13 Mädchen), und zwar aus Ridda 18, aus Unter-Schmitten 5, aus Kohden 3, aus Michelnau 4. Die hier vor mehreren Fahren errichtete Stelle einer Dekanats- I krankenpflegerin wird am 1. April wieder auf- I gehoben, weil di« Gemeinden des Dekanats die Schwester zu wenig in Anspruch genommen haben. Kreis Schotten. x. Schotten, 30. März. Dieser Tage verstarb hier die älteste Bewohnerin des Stadt, Frau Elise Haas, im 96. Lebens'ahr. — Die Volksschule hielt in der überfüllten I Turnhalle einen Elternabend, verbunden mit einer Abschiedsfeier für die zur Schulentlassung I kommenden Kinder, ab. Eine Reihe von schönen Chören, Deklamationen, Kinderreigen und Spie^ I len wurde von den verschiedenen Klassen des Schule vorgetragen und fand stärksten Beifall. Rektor Ulrich sprach in zu Herzen gehenden! I Worten zu Eltern und Kindern. : Ober-Schmitten, 30. März. Auch in diesem Fohre macht sich hier eine lebhafte! Bautätigkeit bemerkbar. Es werden ein Doppelwohichaus und zwei Einfamilienhäuser erbaut. Mit den Arbeiten ist im Laufe der vorigen' I Woche begonnen worden. wd. Gedern, 30. März. Fm dicht besetzten I Saale „Zum Löwen" fand die diesjährige Winier- Schlußseier des Gustav-Adolf-Frauen-- I Vereins und des Evangelischen Mäd I chenHundes statt. Fn bunter Folg« wechselten I gemeinsame Gesänge, Gedichtvorträge, Chorlie- I der und Reigenspiele miteinander ab. Tiefen Eindruck hinterließ die Aufführung des Märchenspiels durch Mitglieder des Mädchenbundes. Feierlich wirkte die Austeilung der grünen Kreuze an eine Anzahl von Mitgliedern des Mädchenbundes und die Ehrung dreier in treuer Mitgliedschaft bewährter Fungmädchen. (Schluß des redaktionellen Teils.) • Die ersten „schönen" Tage sind gerade die gefährlichsten. Grippe, Hols- und Mandelentzündungen sowie anderen Erkältungskrankheiten beugt man vor, wenn man täglich einige „Panflavin-Pastillen" fm Munde zergehen läßt. Sie desinfizieren Hals, Mund, und Rachenhöhle und lassen so Krankhettsketme mcjt aufkommen. 1423V treiben, mißlangen. Es rannte hin und her, bis es schließlich infolge einer bei dem wilden Laufen erlittenen Kopfverletzung und aus Ermattung zusammenbrach. Nunmehr wurde das Tier in Obhut genommen, um später wieder in die freie Wildbahn ausgesetzt zu werden. D i e Bismarckfeier des BHC. auf dem Hoherodskopf findet in diesem Jahre am Samstag, 4. April, statt. Wie in den Vorjahren, wird die Feier, mit der eine Reichsgründungsfeier verbunden ist, einen ernsten Charakter tragen. Festredner ist Studienrat Dr. Paul K o p i t sch-Han- I nover. Liederbuch mitbringen. •• Rachsendung von Postsendungen. Dom Postamt wird uns mitgeteilt: Zu den Anträgen auf Rachsendung von Postsendungen sind I möglichst die amtlichen Vordrucke zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereitgehalten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke gewährleistet die pünktliche Rachsendung der Post und lieat daher im Vorteil der Empfänger. "Auflösung eines Versorgungsamtes. Das Versorgungsamt -Wiesbaden ist mit dem 31. März aufgelöst worden. Sein Geschäftsbereich ist dem Dersorgungsamt Mainz zugeteilt. Oberhessen. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 30. März. Zu einer schlichten Entlassungsfeier versammelten sich am Freitagabend die Schüler des achten Bolksschuljobres mit ihren Eltern, Lehrern und den Mitgliedern des Schulvorstandes im Saale der Wirtschaft „Zur Burg". Fm Mittelpunkt des Abends standen die Werke von Friedrich von Schiller, von denen «inzelne von ben Kindern borge tragen wurden. Am Schluß gelangte durch die zur Entlassung kommeirden Schüler die Rütli- szene aus „Wilhelm Teil" zur Aufführung. Die Feier war umrahmt von mehrstimmigen Liedervorträgen des Dchülerchors der ersten Klasse. -o- Großen-Linden, 31. März. Mit Ende des Schuljahres kamen durch Rektor Bach zur Entlassung 6 Änabeii und 17 Mädchen der Berufsschule, letztere erstmals auch nach dreijährigem Schulbesuch, ferner 15 Knaben und 11 Mädchen der Volksschule, wobei ben 30 Siegern und Siegerinnen aus ben Reichsjugendwettkämpfen des Vorjahres die Ehrenurkunde des Reichs- bzw. Staatspräsidenten überreicht werben konnten. Bei einer Aufnahmeklasse von 20 Knaben und 19 Mädchen steigt die Gesamtzahl der Schulkinder auf 375, davon 179 Knaben und 196 Mädchen. Mit 30 Bewerbern hat eine letzthin ausgeschriebene Lehrerstelle die Höchstzahl aller bisherigen Meldeergebnisse erreicht. S Alten-Duseck, 30. März. Gestern veranstaltete unsere technische Lehrerin grl.©riebe! in der hiesigen Schule eine Ausstellung von Sanbarbetten der Volksschülerinnen. Fn übersichtlicher Weise konnte man an Hand der Arbeiten die Entwickelung der Schülerinnen im Laufe ihrer Ausbildung verfolgen und dabei teilten und zahlreichen Warum noch die veraltete, mühevolle Waschmethode? Lassen Sie doch Burnus für sich arbeiten! Infolge seines Gehaltes an Enzymen der Pankreasdrüse hat Burnus nämlich die wunderbare Eigenschaft, fast allen Schmutz an der Wäsche schon beim Einweichen abzulösen. Burnus besorgt somit den grössten Teil des Waschens ganz selbsttätig. Die dadurch erzielten Ersparnisse an Wasch- und Feuerangsmatenal, die Er- leichterung der Arbeit und vor allernUhonung der Wäsche sind beträchtlich und von ^i»-°-^E.^enA^ori täten, Fach- 1 n mm Tpii h^Hrferten Zuschriften bestätigt worden Deshalb keine Wasche ohne Bonros tat in eterefaMgig« Geschäften h, Doseu n dmarvnladgten Pretaeo von »end 54 Pf, re haben. 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Aach Den amtlichen Mitteilungen des WSV. sollte am Ostermontag auf dein Sportplatz der Spielvereinigung 1900 ein Spiel um die Ermittlung des Zweiten der Gruppe 2 des Verbands- gcbietes zum Austrag gelangen. 3n Siesten stehen sich die Mannschaften von Koblenz-Reuen- dvrs und der Dezirksmeister SE. 03 Kassel gegenüber. Heben diesem Spiel finden noch zwei weitere Spiele int Derbandsgebiet statt, und zwar zwischen Alemannia Aachen und Koblenz Qleucn- dors am Gründonnerstag in Bonn und in Gelsenkirchen zwischen Union Gelsenkirchen und Mei- dericher Spielverein am Ostermontag. Am Freitag, 12. März, soll außerdem noch ein Spiel zwischen Alemannia Aachen und 6 stellte durch Drei Tore ihren verdienten Sieg sicher. Ungefähr 500 Zuschauer wohnten dem Kampfe bei. Tv.Londorf-Spg.CintrachtZrankfurt Am Ostermontag empfängt der Tv. Londorf eine kombinierte Handballelf der Spvrtgemeinde Eintracht Frankfurt a. M. zu einem Freundschaftsspiel. Tie Sport gemeinde Eintracht spielt in der Dezirksliga der DSD. und hat gegen Spitzenmannschaften sehr gute Resultate erzielt. Der Exmeister Londorf, der auch in diesem Jahre wieder gute Aussichten auf den Meistertitel hat, wird alles aus sich herausgeben müssen, um gegen die technisch gut durchgebildeten Frankfurter gut abzuschneiden. Handball im (Sau Hessen (O.T.) Ircie I — Romrod I 3:2 (1:1). Dor etwa 300 Zuschauern traten auf dem Sportplatz am Totenberg obige Meisterschastsonwär- ter zum Entscheidungsspiel an. Treis hatte den eigenen Platz zum Vorteil und konnte bere s in der 10. Minute den Führungstreffer erzielen, dem ober in der 20. Minute der Ausgleich folgte. Mit 1:1 ging cs in die Pause. 3n Der zweiten Hälfte waren beide Mannschaften ziemlich ebenbürtig, dem Platzverein war jedoch Ler Sieg mit obigem Resultat vergönnt. Schiedsrichter Rothermel, Siesten, leitete gut. — Das Spiel der zweiten Mannschaften endete 3:3. To. Grohen-Linden I — Tv. Wehlar II. Für den 2. Osterlag hat sich die 1. Elf des Tv. Grohen-Linden die 2. Mannschaft des Tv. Wetzlar verpflichtet. Wehlar verfügt zur Zeit über eine spielstarke Reserve, so dost die Gastgeber vor keiner leichten Aufgabe stehen. Vorher wird die Jugend ihre Kräfte mit der gleichen Mannschaft deS Tv. Lützellinden messen. Sper»ing Europameister. Don den deutschen Teilnehmern an den Ringer» Europameisterschaften in Prag konnte sich Sperling, Dortmund, als Meister seiner Gewichtsklasse durchsetzen. Hering, Leucht. Vogedes und Gehring wurden Zweite und Dritte. DaS Endklassemcnt: Bantamgewicht: 1. Thuvesson, Schweden: 2. Rizzola, Italien: 3. Leucht, Deutschland. Federgewicht: 1. Pih- lajäki. Finnland: 2. Hering. Deutschland: 3. Mandr, Tschechoslowakei. Leichtgewicht: 1. Sperling. Deutschland: 2. Düli. Estland: 3. Dahl, Rorwegen. Weltergewicht: 1. Roriling. Schweden: 2. Kusnetz. Estland: 3. Glans, Schweden. Mittelgewicht 1. Johannson, Schweden: 2. Kokkinen, Finnland: 3. Kavels, Lettland. Halbschwergewicht: 1. Pallinen, Finnland: 2. Svensson, Schweden: 3. BogedeS, Deutschland. Schwergewicht: Westergren, Schweden: 2. Rystrom, Finnland: 3. Gehring, Deutschland. — Länderklassement: 1. Finnland 13 Punkte, 2. Schweden 12 Punkte: 3. Deutschland 8 Punkte. Davit Pokalspiele begonnen . .. Mit dem Tressen zwischen Paraguay und Argentinien in Asancion haben die Davispokalspiele ihren Anfang genommen. Die beiden Ein- zelspicle des ersten Tages wurden beide von Argentinien gewonnen, das damit 2:0 in Führung liegt. Kurze Sportnotizen. Ausschreitungen auf dem Platze des SD. Waldhof am 1. März gelegentlich des Meisterrundenspieles gegen den Karlsruher FD. haben jetzt zu einer Geldstrafe von 30 Mark gegen den SD. Waldhof und Androhung der Platzsperre für künftige Fälle geführt. Lange (KFD.) wurde wegen rohen Spiels einen Monat gesperrt. Oer Heffenkampf im Kunstturnen. Rheinhessen siegt vor Oberheffen und Starkenburg. JufjbaUfampf Süddeutschland — Westdeutschland in Saa r brücken hinzu. Die beiden Verbände, die sich schon in vielen Schlachten begegneten, scheinen den diesmaligen Kampf nicht sehr ernst zu nehmen, da beiderseits „zweite Garnituren" gestellt werden. Süd stellt mit einigen Ausnahmen dje am Vorsonntag gegen Elsaß siegreiche badische Mannschast, und der Westen beschränkt sich out eine rein Düsseldorfer Kombination. Der Kampf gilt als Rückspiel für das seinerzeitige Tressen aus Anlast der Einweihung des west- deutschen Jugendheimes in Duisburg, das Süddeutschland überraschend 5:2 verlor. Die beiden Mannschaften: Westdeutschland: Pesch: Trautwein.Dornefeld (alle Turu Düsseldorf»: Westenkämper (Turu), Dender (Fortuna), Albrecht (Turu): Al-' brecht «Fortuna), Mehl (Turu), Hochgesang, Köhler, Kobierski (alle Fortuna). L. f. K tid). Garbenteich-ceihgestern (tomb.) — Steinberg I 3:1. Aus Anlast des Jugendheim-Opfer.ages kam am Sonntag in Lich dieses Spiel zustande. Steinbach zog seine Spieler zurück, so daß Steinberg allem gegen die kombinierte Mannschaft antreien mußte. Dis zur Pause waren beide Gegner in bezug auf Technik, Taktik und Zusammenspiel gleichwertig. Rach dem Wechsel ging Steinberg (Sonderbericht des „Gießener Anzeigers".) Den Höhepunkt der gröberen Kunst turn-Mann- schaftskämpfe, die der Mittelrheinkreis der D. T. in der heurigen „Kunstturnsaison" sah, bildete — wie schon kurz berichtet — am Sonntag der -weite Hessenkampf der grosten hessischen Turngaue Hessen (Oberhessen), Rheinhessen und Rhein-Main (Starkenburg). 3n Anwesenheit von Vertretern der staatlichen und städtischen "Behörden und vor fast 4000 Zuschauern wurde die Veranstaltung in der festlich geschmückten Mainzer Stadthalle zu einem werbekräftigen turnsportlichen Ereignis. Die ausgesuchtesten Geräteturner des Mittelrheinkreises zogen zur Dühne, um in mehr als dreistündigem Wettbewerb um den Wanderpreis des hessischen Staatspräsidenten zu kämpfen, den im ersten Treffen in Darmstadt unser Heimatgau errungen hatte. Geturnt wurde von den acht Turner jeder Provinzmannschast je eine Kürübung an Darren, Längspserd, Seitpferd und Reck: dazu kam für je drei Mann eines Ga.es eine Kürsreiübung. Dem Obmann Frey stand ein fachkundiges Schiedsgericht zur Seite, gebildet aus den Gau- oberturntoarlen W. Will (Gießen) und H o s - ferberth (Darmstadt) und aus ©au-TOärqter- tumtoart Günderoth (Lomper. eim), während als Kampfrichter getoonuen waren Kreisoberturntoart Bauer (Ludwigshafen), Gauoberturnwart Wagner (Ludwigshafen) und Gauoberturnwart Gebhardt (Frankfurt a. QU.). Cs wurde sehr scharf gewertet. Richt ein ei zigesmal einigte sich das Kampfgericht auf eine Dollwertung (30 Punkte). Gau Rheinhessen, dessen Mannschaft sich in bester Form und ungeschwächter Aufstellung besonn, gewann den Kampf mit 831 Punkten. Linser Heimatgau Hessen, der seine Mannschaft fast völlig neu ausgestellt hatte und einige seiner besten Kämpen des Vorjahres durch weniger kampferprobte jüngere Kräfte und den bekannten Altersturner O. T e x t o r, Marburg (mit 41 Jahren ältester Teilnehmer des Weitkampfes) ersetzen mußte, brachte es auf 829 Punkte. Gau Rhein-Main nahm mit 805i'2 Punkten wie im Vorjahre den dritten Platz ein. Rheinhessen verschaffte sich schon am ersten Gerät (Darren) die Führung und behielt diese unter Vergrößerung des Vorsprungs am Seitpferd und Reck bis zum Schluß. Ebenbürtig blieben sich die drei Gaue wie im Vorjahre bei der Freiübung. Am Längspserd, vergangenes 3ahr noch Rheinhessens schwache Seite, wurde die rheinische Mannschaft diesmal punktgleich mit den Kreuzweg der Liebe. Nomon von Paul Grabein Urheberrechtsschuh: Romandienst „Digo". Berlin W 30 16. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Ganz froh, in der Meinung, ihr da schon beträchtlich entgegengefonunen zu sein, klopfte ihr Drenck auf die Schulter und wollte dann in flüchtiger Vertraulichkeit den Arm um sie legen. Aber Ursula entzog sich ihm. Er machte es sich wahrlich leicht! Eie mochte ruhig hier oben allein sitzen, während er seinem Vergnügen nachging! Und doch zehnmal lieber hätte sie es getan, als mit ihm hinunterzugehen, aber sie Durfte ja nicht. Sie kannte Fred nur zu gut. 3n anregender Gesellschaft vergaß er nur zu leicht Die gebotene Vorsicht, trank unD Dann war womöglich Das Unglück wieder Da, wie Damals. Rein. Das Durfte sie nicht aufs Spiel sehen, lieber auch Das schwerste Opfer bringen. „Ich werde Dich begleiten." Ernst, aber entschlossen, wanDte sich Ursula an ihren Mann. „Rur wenige Minuten, so bin ich fertig." UnD sie wandte sich zum Rebenzimmer. „Das ist ein vernünftiger Gedanke!" lobte Drenck. „Mach dich nur recht niedlich." Llrsula nickte flüchtig zu Fred hin: ihr war nicht danach zumute, groß Toilette zu machen. Und daß er Daran dachte, in dieser Stunde, wo ihre Seele so trostlos dunkel war, war es nicht nur ein neuer trauriger Beweis, wie wenig sic sich verstanden. 13. Kapitel. «3ft es wahr, Herr "Berget, daß Sie wirklich in Der Liegehalle immer so ein verrücktes Spiel treiben — mit Ihrer Temperatur?" „Qlbcr sicher, gnädigstes Fräulein", lachte der junge Mensch Fräulein Zindler an. „Das Fieber- spiel — neuster Sport Der Saison! Ein wahrhaft exklusives Jeu, Das sich nicht jeder leisten kann. Der von uns an seinem Thermometer Die höchste Temperatur aufweisen kann, erhält den Einsatz aller anderen Herren — Minimum 5 Frank! Habe schon Drei Tage hintereinander gewonnen — Heidendusel. nicht?" . Mit heimlichem Grauen blickte Ursula Drenck auf den Spötter. Der mit am Tisch sah. Ein so blutjunger Mensch und dieser zynische Sarkasmus, der mit dem tödlichen Leiden spielte — der junge Berger gehörte zu den schwer leidenden Patienten des Hauses— entsetzlich! Was mochte er mit sich durchgekämpft haben, ehe er zu solch' stoischer Auffassung gekommen war, die mit dem Leben bereits abgeschlossen hatte Auch Drenck wurde unbehaglich bei dieser Unterhaltung: er vermied nach Möglichkeit überhaupt das Zusammenkommen mit Leidensgefährten, besonders Schwerkcanken. die ihm immer wie ein trübseliges Zukunftsbild seiner selbst erschienen. Dazu war er doch auch nicht hier heruntergekommen! Er erhob sich daher und wandte sich an seine Frau: „Ich will doch mal sehen, ob ich nicht eine Dridgepartie zusammenbekomme. Also auf Wiedersehen nachher." Die drei am Tisch blieben so sich selber überlassen. Ursula nahm indessen kaum teil an Der Unterhaltung, Die oräulein ZinDler und Der junge Berger mit einer etwas nervösen LebenDigkeit führten. Sie blickte, ihren Gedanken nachhängend, in Den Saal hinein. Wigand war es, Den ihre Blicke Dort verfolgten. Als leite.rDer Arzt führte ihn seine Repräsentantenpflicht heute abend von Gruppe zu Gruppe: er mußte so. wollte er nicht auffallen, bald auch für eine Weile an Den Tisch kommen. Mit geheimer Unruhe sah Ursula Den qualvollen Moment seines Erscheinens immer näher heranrücken. UnD nun hatte sie auch Fred noch verlassen! Ta — schon war Wigand am Rebentisch, wo er. freudig begrüßt, für ein Weilchen Platz nahm. Cs zuckte Ursula in allen Rerven. aufzuspringen und fortzustürzen. Aber Fräulein Zindler wäre ein abermaliges Davonlaufen vor Wig nd sicherlich ausgefallen, und es hätte zu einem Gerede im Hause führen können. Sie mußte also ausharren. „Jetzt kommt er!" Selig raunte es Fräulein Zindler ihrer QJcrtrauten zu. 3n der Tat. soeben verabschiedete sich Wigand drüben — noch im Stehen ein paar freundliche Worte zu der alten Dame neben ihm. Dann eine Verbeugung, und nun kam er auf ihren Tisch zu. Seine Miene war ernst, aber vollkommen ruhig, als er sich jetzt grüßend verneigte: er fühlte sich Der einmal unvermeidlichen Situation seinerseits offenbar gewachsen. Diese überlegene Sicherheit reizte Ursula Drenck insgeheim, da sie nur allzusehr die eigene Erregtheit empfand. Ihr Gruß fiel daher noch frostiger aus, als er beabsichtigt war. Aber Digand schien es zu übersehen. „Run, wie unterhalten Sie sich, meine Herrschaften?" fragte er. „O, danke! Ausgezeichnet!" rief Fräulein Zindler. „Es ist zu nett von Ihnen, Herr Doktor, daß Sie aud> noch an unser Vergnügen denken. Eie haben doch gerade sonst schon genug mit uns zu tun." „Wenn es wirklich Mühe wäre, solch freundliche Anerkennung läßt sie gern ertragen!" ilrfula glaubte zu fühlen, daß aus diefen Worten etwas wie ein versteckter Vorwurf gegen sie klang. _ Außerdem, Wigand stand noch immer; ihr wäre es zugekommen, ihn zum Platznehmen einzuladen, aber fie preßte Die Lippen fest auseinander in trotzigem Entschluß. Mochten Die Leute von ihr denken, was sie wollten — sie würde ihn nicht auffordern, bei ihr zu verweilen. Wigand empfand das alles nur zu gut. Die Lage.drohte peinlich ru werden, Da kam ihm Der junge Berger zu Hilfe. Höflich sprang er auf: „Aber Sie stehen ja noch immer, Herr Doktor, — wollen Sie uns nicht Die Ehre geben?“ unD er rückte ihm Drencks leeren Stuhl hin. „Gnädigste Frau gestat en doch? Ihr Herr Gemahl wird fürs erste ja wohl nicht zurückkommen?" O — ich möchte durchaus nicht stören — zögerte Wigand, aber Ursula konnte nun einfach nicht mehr anders: „Bitte sehr, — Der Platz ist ja frei“, antwortete sie, mehr au Berger als Wigand hin, und dieser lieh sich so mit einer leichten Verneigung des Tankes auf dem Stuhl neben ihr nied^. Tie nächsten Augenblicke verharrte Ursula schweigend, die Hände ineinanbergepreßt und die Augen starr in Den Saal gerichtet. Inzwischen waren Die Drei anDeren in eine scherzende Unterhaltung eingetreten, Deren heiteren Ton auch Wigand trotz seiner ernsten Stimmung mit anschlug: es war ja das beste Mittel, sich Durch Die peinliche Situation wenigstens äußerlich hin- Durchzuhelfen. Dieser leichte Ton gellte aber schrill in Ursulas Seele hinein: wund, wie sie war, tat er ihr sehr weh. Dann aber schlug Die Unterhaltung eine anDere Richtung ein. Es hatte Dieser Tage einen kleinen Skandal im Sanatorium gegeben: Jene verdrehte Engländerin, von der Fräulein Zindler neulich erzählte, hatte einen bösartigen Klatsch angezettelt, in ihrer Eifersucht auf Wigand diesen mit einer anderen Patientin verdächtigt, und das Ende vom Liede war gewesen, daß der Direktor des Hauses auf Wigands Ersuchen Der Engländerin Den Stuhl vor Die Tür gesetzt hatte. Darauf war jetzt Fräulein Zindler zu sprechen gekommen. „Sagen Eie. Herr Doktor, sind Sie nicht furchtbar wütend auf diese Person. Die Ihnen solchen Dank erwiesen hat für all Die Güte, Die Sie gerade ihr stets bezeigt haben?" „Wütend sein?" Wigand lächelte. „Solche Ge- fühlsemvrionen gewöhnt einem das Leben allmählich ab." Ein Unterton von Resignation klang aus seinen Worten, Der Ursula auflauschen machte. Wenn ich mich in einem Menschen, von dem ich etwas gehalten habe, dem ich mein Bestes gegeben habe, getäuscht sehe, so gibt es zweierlei für mich, entweder er ist ein armseliger Schwächling, nun so gehe ich stillschweigend über ihn zur Tagesordnung: hat aber Falschheit ihr bewußtes Spiel mit mir getrieben, so habe ich Dafür nur -- kalte Verachtung!" Wie ein Hieb traf Ursula daS heftig heraus- gestohene Wort, jeder Blutstropfen wich aus ihren Wangen. Obcrhessen. Den Kampf verlauf ersehe man aus folgender Zusammenstellung: Darren: Rheinhessen 209. Hessen 192s7. Rhein-Main 188 Punkte Pferd (lang): Rheinhessen 193',» Hessen 1921... Rhein-Main 138 Punkte Pferd (quer): Rheinhessen 196. Hessen 178',. Rhein-Main 177Vs Punkte. Freiübung: Rheinhessen 74, Hessen 74. Rhein-Main 74 Punkte. Reck: Rheinhessen 208, Hessen 191* Jt Rhein- Main 183'.. Punkte. Von den 24 Einzelturnern erzielten Die bestell Leistungen lohne Freiübung): 1. 3. Genß. Tgf Mainz-Kastel. 109 P.: 2. R. Krimmel, Tv. Mainz- Kostheim. 105 P.: 3. A. Rllttler. Tgf. Mainz- Mombach. 104 P.; 4. Richard Seth, Tv. Gr 0 - ßen-Linden. und H. Reumann. T. u. Spg. 1860 Mainz, 102 P.; 5. P. Köbler. Tv 1817 Mainz. 100'P. Die übrigen Teilnehmer blieben infolge Versager unter 100 Punkten, was man vor allem von dem Hessentumer Sinnwell (Dad-Rau- heim), von Dem Darmstädter Fiedler und von den Mainzern Rath und Kretz nicht erwartet hatte. Von den acht Turnern des Gaues Hessen verdienen R. S e t h und A. E ck h a r d t besondere Anerkennung. 3m einzelnen brachten es die heimischen Teilnehmer auf Die folgenden Punktzahlen. R. Setb. Tv. Grohen-Linden, 102; Alfred Eckhardt. Tv. Ridda. 98'., Karl Reuter. Tv. 1846 Gießen, 971.; W. Sk n n we l I, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 96 ( 26 Freiübung >. H.Dechent, Tgm. Friedberg. 72 ( 24Freiübung); W. Fink. T. u. Epv. Marburg. Q2; Karl Schick. Tv. 1846 Gießen, 91 (+ 24 Freiübung); Otto Setter. T. u. Epv. Marburg. 86. Der Ersatzmann Walter Siegmann, Tv. Alsfeld, brauchte nicht in Tätigkeit zu treten. Rach Schluß deS spannend und eindrucksvoll verlaufenen Kampfes nahm KreiSoberturnwart Frey mit sinnreichen Worten über die Bedeutung deS deutschen Geräteturnens die Siegerverkündigung vor, bei der auch Der Gau Hessen als 2. Sieger eine Erinnerungsurkunde an den Kampf im Goldenen Mainz erhielt. • Anfangs Oktober findet, wie bereits mitgeteilt, die dritte Austragung des Hessenkampfes in der Gießener Dolkshalle statt. Hessischer Landes-Lehrerverein. Ein scharfer Protest gegen die Aushebung des Darmstädter Pädagogischen Instituts. WER. Michelstadt (Odenwald), 1. April. Gestern fand hier die diesjährige Vertreterversammlung des Hessischen Landeslehrervereins statt. Die DerhanD- Jungen wurden von dem Obmann, Rektor und Landtagsabgeordneten Reiber, geleitet. Auch der Direktor des Darmstädter Pädagogischen Instituts, Dr. Vogel, wohnte der Tagung bei. In seinem Jahresbericht erfläne Rektor Reiber u. a., Die Einführung der neuen Schullastenverteilung werde eine Entlastung des Staates, aber eine Belastung Der Gemeinden bringen. Den härtesten Kamps hätte der Verein um das Darmstä Dtcr Pädagogische Institut zu führen. Es handle sich um Die Erhaltung Der seitherigen Form und Höhe Der Lehrerbildung. Der Verein werde sich bis zum äußersten gegen Die Aufhebung Des Darmstädter Pädagogischen Instituts und seine Verlegung nach Mainz wchren. Gegen die Absicht der Regierung, die Ueberleitung jetzt schon in Gang zu sehen, ohne das Plenum des Landtags zu fragen, legte der Redner unter langanDau» cmbem Beifall der Anwesenden schärfsten Run hatte sie die Antwort auf ihr geheime- Forschen: Alberne Fabelei war das Gerede von der unglücklichen Liebe, Die er angeblich nicht habe vcrwinoen können! Er fragte viel nach solchen Gefühlsduseleien! Ein brutales Abschütteln - fertig war er mit solch einer Affäre. Und kalte Verachtung 0 bene in! Verachtung — ihr, über die er unsagbaren Jammer gebracht hatte! Wollte sic still dazu schweigen, diesen harten Egoismus sich auch noch brüsten lassen? Rein, das vermochte sie nicht und plötzlich ergriff fie das Wort. »Es verachtet sich sehr schnell, Herr Doktor — es fragt sich nur. mit welchem Recht!" Doll sah sie Wigand ins Gesicht, die Mienen ganz ruhig, nur mit einem kaum bemerkbaren Beben der Stimme, das vielleicht allein sein geschärftes Ohr heraushörte, und mit einem geheimen Aufleuchten Der Augen. Ucberrascht sahen Fräulein Zindler und Herr Berger auf die bisher so schweigsame Gesellschafterin, die nun mit einem Male Dem Doktor fo scharf in Die Parade fuhr. ..Wie meinen Sie das, gnädige Frau?" Sein Blick heftete sich fest in Den ihren. 3m vorliegenden Falle so, daß Die betreffende Dame als eine Leidende. Die man wohl schwerlich für ihre Handlungsweise verantwortlich machen kann, vielleicht eher Mitleid als Verachtung verdient; im allgemeinen, daß man ehe man verurteilt, erst immer genau prüfen sott — vor allem sich selbst. Verachten ist mitunter ein sehr bc- queines Mittel, um sich von eigener Schuld koS- zusprechen!" „3m folgenden Falle irren Sie sich, gnädige Frau. Die betreffende Dame ist, wenn auch gewiß leidend, doch voll verantwortlich für ihre Handlungen. Sie müssen mir als Arzt schon ein maßgebendes Urteil Darüber gestatten. Und was Ihre Forderungen in ihrer Allgemeinheit anlangt, so seien Sie überzeugt: Ich habe noch nie in meinem Leben ohne hinreichenden GrunD verurteilt — niemals! Wen meine Verachtung traf. Der hat sie verdient. Wenn Sie mich kennen würden, so würden Sie auch wissen, Daß es nicht meine Art ist, eigene Schulo an anderen zu büßen Wo ich gefehlt habe. Da suche ich aufs ernsteste toieDer gut« zumachen. Mitunter freilich wird einem Die Möglichkeit dazu abgeschnitten. Dann ist man ja wohl aber nicht gut verantwortlich zu machen. Das ist so meine Auffassung von Der Sache. — Aber Pardon. meine Herrschaften, Daß ich hier über Moraltheorien doziere", wandte er sich lächelnd, wieder m leichterem Ton an die anderen. ..UebrigenS 3hnen. mein Freund, könnte eine kleine Moralpauke wirklich nichts schaden', scherzhaft drohte er zu dem jungen Berger hinüber. „Was waren Denn das heut wieder für Exzesses' „E zesse - ic&?" Berger heuchelte die Unschuld eines Babys. (Fortsetzung folgt) Protest ein. Er sprach dem Leiter des Darmstädter Pädagogischen Instituts für seine vorbildliche Arbeit in der Lehrerbildung den Dank des Landcslehrcrvcreins aus. Die Versammlung bereitete dem Direktor Vogel eine stürmische Ovation. Die Dersannnlung nahm dann folgende Entschließung einstimmig an: „Der Hessische Landes.ehrervercin hat in letzter Zeit wiederholt zur Frage der Gestaltung der Lehrerbildung in Hessen Stellung genommen. Er fordert nach wie vor in völliger LIebercinstimmung mit dem Deutschen Lehrerver- cin die Ausbildung des Volkschullehrers an einer bestehenden, allgemein anerkannten Universität oder Hochschule und lehnt jede andere Regelung, die wiederum eine Abseitsbitaung bringen wird, entschieden ab. Von diesem grundsätzlichen Standpunkt aus sieht sich der Landeslehrerverein gezwungen, gegen die geplante Aufhebung des DarmstädterPädagogischen Instituts zu kämpfen. Die hessische Regierung scheint nicht bereit zu sein, die von uns wiederholt vorgebrachten schwerwiegenden Gegengründe zu beachten. Wir verzichten deshalb darauf, unsere Auffassung noch einmal ausführlich darzulegcn. Gegenüber der Stellungnahme des Finanzausschusses betonen wir, daß wir die Frage der Aufhebung eines Pädagogischen Instituts nicht als eine Angelegenheit der Verwaltung, sondern als eine etatsrechtliche Frage ansehen, über die allein das Plenum des Landtages zu beschließen hat. Auf die- sen Standpunkt hat sich die Regierung selbst gestellt, als sie die Frage durch Einfügung einer Vorbemerkung zu Kapitel 68 dem Landtag zur Entscheidung vorlegte. Sollte die hessische Regierung trotz aller Einwände doch entschlossen sein, das Darmstädter Pädagogische Institut und damit die hessische Lehrerbildung in chrer derzeitigen Form aus lokalen und politischen Rücksichten zu opfern, so wird der Hessische Landes- lchrervercin diese Entscheidung niemals hinnehmen, sondern bis zum äußersten dafür kämpfen, daß diese Maßnahme wieder rückgängig gemacht wird." Die Versammlung nahm auch zur «zrage der Verwendung deö Schulamts an Wärter eine Entschließung an, in der das jetzt von der Regierung angewandte System, den Schulamtsanwärtern in der Regel nur noch halbe oder Zweidrittel-Stellen zu geben, einstimmig abgelehnt wird. In den weiter behandelten Anträgen wurde u. a. gefordert die Reform der Schulzeugnisse und Planmäßigkeit in der Stellen- besehung. Aus dem Amtsverkündigungerblatt * Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 23 vom 31. März enthält: Die Bekämpfung von Viehseuchen. — Das Abbrennen von Grasflächen, Rainen und Hecken. — Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. — Das Vertilgen der Blutlaus. Die Erhebung einer Getränke- steucr in der Stadt Gießen. Oer Sternhimmel im April. Sonnenaufgang von 5.40 bis 4.35 Uhr. Sonnenuntergang von 18 3 J b.s 19 20 Uhr. Lichtge st alten des Mondes: Dv.miond am 2. um 21 Uhr. letztes Viertel am 9. um 21 Uhr, erstes Viertel am 25. um 15 Uhr. Das Hauptereignis des Monats ist die am 2. eintretende, in ganz Europa zu bequemer mer, wie schon den ganzen Winter über, die beiden großen äußeren Planeten Mars und Jupiter, die sich nun beide wieder langsam in der gewohnten Richtung nach links in Bewegung sehen. Den Schluß macht der erdenfernste Wandelstern Saturn, der freilich an wenig günstiger Stelle des Fimmels steht und daher trotz STERNBILDER 10. 5 \onne D1 Viertel (t) Vollmond d letztes Vierte! Merkur '£) Venus Mars (§)Jupiter t&Salurn STÄBEN . ir ix /oiK 65 auf je 50 Prozent herabgesetzt. * Duisburger Kohlenhandelsfirmen legen ihren Betrieb still. Durch den starken Rückgang der Kohleverladungen und die sich daraus ergebende Frachtenlage gezwungen. hat die Kohlengvoßhandelsfirma Hantel in Duisburg-Hamborn ihren Reedereibetrieb stillgelegt und ihren gesamten Schiffsbestand von etwa 90 Kähnen auf Reede gelegt. Zu ähnlichen Maßnahmen sah sich eine Reihe anderer Firmen veranlaßt, die ihren Betrieb stark eingeschränkt haben. So hat auch die Kohlengroßhandlung Winschermann ihren Betrieb stillge^egt. Zum Teil haben ihren Betrieb stillgelegt die Firmen Harpener und Stinnes. Frankfurter Börse. F r a n k f u r t a. M„ 2. 2Ipril. Die letzte Börse vor den Feiertagen war ziemlich still, aber fest gestimmt. Zu den ersten Kursen war die Um» sahtätigkeit zwar nicht groß, doch konnte sich auf einigen 2Harttgc6ieten lebhaftes Geschäft entwickeln. Besondere Anregungen lagen nicht vor. Der Bericht der Preußischen Industrie- und Hcm- delskammern machte im ganzen einen guten Eindruck. Die schwachen Auslandbörsen blieben dagegen ohne Einfluß. Kleine Kauforders, denen keine 2lbgaben gegenüberstanden, bewirkten erneut Kursbesserungen bis 1,5 Proz. Der Farbenmarkt bot dabei wieder erneut Anregungen, einmal auf die Belebung des Stickstossgeschäftes hin und dann in dauer den Er na - hingen hinsichtlich der Dividenden estiehung. D.e Farbenaktien setzten 2,5 Proz. fester ein. Von Elektrowerten waren Siemens mit plus 4 Proz. stärker erhöht, sonst ergaben sich Besserungen bis 1,5 Prozent. Stärkere Kursbesserungen ergaben sich für Kaliwerte, von denen Salz- detsurth 5,5 Prozent und Aschersleben 3 Prozent gewannen. Am Rlonlanmarkt waren Ilse heute noch mäßig fest. Für die gestrige Aufwärtsbewegung vermutet man, nachdem es der Fiat nicht gelungen war, eine Vertretung im Aufsichtsrat der Ilse Bergbau zu erhalten, daß die Fiat hinter diesen Käufen steht, um ihre Position zu stärken. Rheinstahl und Mannesmann zogen je 1,5 Prozent an. Von Danken lagen Danatbank 2 Prozent, Berliner Han- delsgese-llschast 1,75 Prozent, Reichsbank 1 Prozent fester. Außerdem eröffneten noch Karstadt, Aku, Bauun^rnehmungen und Zellstofswerte fester. Von Schiffahrtsaktien gaben Hapag leicht nach. Am 2lnleihemarkt blieben deutsche Anleihen gut behauptet. Ausländer ohne Geschäft. Am Pfandbriefmarkt waren Liquidationspfandbriefe weiter gesucht. Reichsschüldbuchforderung«r bis 0,5 Prozent fester. Im Verlaufe der Börse blieb die Tendenz weiter fest bei neuen Kursbesserungen bis 1 Prozent. Im Vordergründe standen wieder I.-G.-Farben und einige Elektrowerte. Der Reichsbankausweis mit seinem normalen Ansteigen zum Quartalsultimo wurde günstig beurteilt. Am Geldmarkt erhielt sich die Rachfrage nach Tagesgeld zum Satz von 5 Prozent. Am Devisenmarkt tag die Mark erneut schwächer, anscheinend im Zusammenhang mit den Diskontsenkungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfund 20,4075, London gegen Reuyork 4,8592, gegen Paris 124.20, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 44,25, gegen Schweiz 25,2550, gegen Holland 12,1213. Berliner Börse. Berlin, 2. April. Zu Beginn des heutigen Verkehrs wurde man durch die Festigkeit, die vor der viertägigen Feiertagsunterbrechung festzustellen war, ziemlich überrascht, zumal das Geschäft als solches keine wesentliche Verstärkung erfuhr und nur wesentlich wenig Orders bei Danken Vorlagen. AnschetMnd nimmt die Kulisse vor dem Fest selbst noch Deckungen vor, so daß die ersten Rotierungen gegen gestern durchschnittlich Gewinne von 2 bis 3 v. Sy auf- weisen konnten. Interesse bestand besonders wieder für Spezialwerte. So erschienen Ilse erneut mit Plus-Plus-Zeichen, setzten mit 220 v. H. ein und zogen im Verlaufe auf 222 v. H. an. Dei I.-G.-Farben erhielten sich die bekannten Kombinationen, zu denen aber von Verwaltungsseite keine Stellungnahme zu erhalten war; vor der Dilanzsitzung war ja auch kaum mit einer solchen zu rechnen. Farben gewannen 3Vs V.H. und blieben weiter gesucht. Sonst konnten noch Berger 3,25 V.H. gewinnen, wobei man auf zu erwartende Dilanzziffern hinwies. Kaliwerte konnten 4 v. H. gewinnen. Rheinische Braunkohlen, durch die Ilse-Tewegung beeinflußt, 4,5 v. H. und Thüringer Gas ebenfalls 4,5 v. H. fester, wobei aber bei engem Markt 12 Millionen den Kurs machten. Als eher schwächer sind dagegen Svenska, Schneider und Konti-Gummi zu nennen. Anleihen wenig verändert. Don Ausländern Mexikaner leicht erholt. Pfandbriefe ruhig, aber freundlich. Reichsschuldbuchforderungen bis 0,25 v. H. fester. Geld war in sich etwas leichter, eine Veränderung der Sähe trat aber nicht ein. Auch im Verlaufe blieb die Stimmung weiter freundlich. Weitere Kursgewinne waren noch bei Spezialwerten festzustellen. Für Dankaktien machte sich etwas Rachfrage bemerkbar. Der Reichsbankausweis für den Quartalsultimo, der heute zur Veröffentlichung gelangte, hatte mit 806 Millionen eine verhältnismäßig normale Ansteigung. Verspätet zur Rotiz gelangten Lahmever mit plus 1,75 v. H. und Sg- rotti, anfangs Plus-Plus, mit 7 v. H. Von der Straßenbahn überfahren und getötet. Frankfurt a.M., 1.April. (WEN.) Der Alt- pensionär Kopp, wohnhaft Sonnenbergstraße 5, wurde heute gegen 9.30 Uhr beim unvorsichtigen Ueberschreiten der Gleise hinter der Flughafenstraße in Griesheim von einem Straßen t?vhn-- zua der Linie 14 angefahren und beiseite- geschleudert. Der Anprall war, trotzdem sich der Wagenführer mit aller Gewalt bemühte, den Wagen zum Stehen zu bringen, so heftig, daß Kopp einen schweren Schädelbruch erlitt, dex seinen sofortigen T o d zur Folge hatte, Kircblitbe Ttadtridrten. Evangelische Gemeinden. Gründonnerstag, den 2. April. Mein-Linden. 19.30 Uhr: Abendgottesdienst und Abendmahl. Karfreitag, den 3. April. Klein-Linden. 10 Uhr: chauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors und des Schülerchors; 13.30: Abendmahl der Alten. Tonntagsd,enst d.2lerzte u.Avotbeken am3.4 31. ft-rau Dr. Marr. Dr. Woli. Engelavorbeke. 3 i'marah Dr Kockerbeck. ’D Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bi? 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Anzeidenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 ö.S). Banknoten. 151,9 155,25 155 152,5 a. rn. 93,25 92,5 92,5 38,75 37,25 38 180,75 182,5 34 , S 122,5 125 124,25 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben dle Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. 92,5 81.5 15,5 42,5 34 95 88 96.5 105,5 58 122 268 0 o 6 10 10 10 •j 10 S o u 16,25 42,5 48,5 56,4 10 . 8 134 48,5 56,5 74,5 87,9 96 104 83 18 14 18'/. 12 , 6 , 0 , 6 , 6 , t 49 57,65 144,65 34,5 95,5 firantfutie: Maschine» Gritznu . . 142,9 34 94,75 57 121.5 270 49,65 57,65 74 87,25 95 104,25 81 88 97 106,25 121 270 I .6 . 0 . C I. (3. Farbcn.JnvustUe Tvnamit Wobei . . . Gtfieibeanflalt. . . . Goldschmidt .... giütecreiiirrle .... MctallgeicUichaft. . . €d)uiibets Poyenhoser . Lltwerke ölu .... * Bembcra....... BcUftoff toalMiol . . . ßeUfloff SlidiaffenbuM . Charlottenburger Waller Dellauer ®al . . Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . . Maschinenbau 2L-S. . . Nar. Automobil . . . Dtenfieln & Koppel . « Leonhard Tie- . • • « EvenLka . . . . Berlin — Frankfurt Miag Gebr. Roeder . . Voigt L Haeffner . Lbddeutsche Zucker DHUIVP HoHmann. . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlfladt. Waub & Rrcnta» Berlin, 1 .April Amerikanische Noten ..... Belgische Noten ...... DSnljche Noten ....... Englische Noten ....... Französische Noten ...... Holländische Noten Italienische Noten ....... Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänilrlte Noten....... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten .... Hchllaenflaedt IungvanS. Lechwerke Matntrattwerke Höchst a. M.. ■ 8 $rantrun a. 2)’ Berlin Schwß- turd l«UI)r» ftrt Schluß- furd Anfang. Kur< Datum 1.4. 2.4. 1-4. 2.4. Vereinigte Etablwerke . . . - 59,5 — 59,5 60,5 Otavi Minen .... 16'/. 32,25 — 33,4 33,4 Kaliwerke Aschersleben ... io 160 163 161 163,75 Kaliwerke Westeregeln ... 10 166,75 -—- 165 169 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 252,5 258 253,25 259 Tranttun a. Berlin ___________J Frankfurt a. M. Berlin Schluß»! tuns । i'i-'hr. fiur» Schluß-1 ttinfang» . (Schluß^ I tut» । t-Uhr» Kur» Schluß«'Bnfa a« tur< , Kur4 lurs , Kur« Saturn 1.4. 1 2.4. 1.4. | 2.4. Datum 1.4. 2.4. 1.4. 2.4 6% Deutsche ReichLanleihe Hamburg-Amerrka Palet . . . 7 73,25 73 73,75 73 von 1927 . . 84,75 —— 85 —— Hamburg-Südam. Tampsichiss. 8 121,25! -—■ 7% Deutsche Neichsanlcihe Hama Tanipsschiss . 10 -— — 97 — von 1929 100,25 —— 100,25 — Norddeutscher Llohd.....8 75,25 — 75,13 75,25 Deutsche «nI..2lblö1.-Schuld mit Allgemeine DeutscheCredilanst. 10 — Aurloi. Nechlcn 58,65 58,35 58.5 58,5 Barmer Bankverein . . 10 — — — ■—* De»gl. ohne AuSlos.-Nechte . 6,25 — 6,25 6,3 Berliner Handelsgesellschaft 12 — 129 127,75 129 8% Hess. Vollistaat von 1929 Gommer;- und Pnoat-Bank. 11 114.75 115 114,75 115 (rückzahtb. 102%) . . 93,5 e— 93,75 — Tariustädier und Nationalbank 12 149 151 149 150 Oberhrilen Provinz • Anleihe mit Deutsche Bank und Aus>os.-Nechten 55 — — DiSconto-Gesellschast, ... 10 112,5 113,75 112.4 113,25 Teutjche Komm. Sammclabl. Drerdncr Bank......10 112,5 112 113,25 Anleihe Serie ) 56,25 —— 57 — RelchSbanl........12 — 263,5 - 6% Franks. Hnv.-Bank Goldpse XIII unkündbar bis 1931 100,75 AL.G)..........8 108,5 109,25 108,5 110,25 -___ — 103 103 uiilünobai bl» 1932 95,75 _ Gicht. LieserungLgejcUschast. 10 1361 — 136 137 >!-% :lidelnljche Hvv.-Bank Licht und ftra|i ..... 10 127,25 128,75 127 128,25 Liqu. tiolopic. 93,25 ___ — _ Feilen L GuiUeauvie . . . <‘/2 91 92,9 91,25 93,5 8% Pr. Londeivtandbriesanstalt, Hesellschalt für Clektrtsche Psandbnese 9!. l O 100,5 100,5 Untcriiehmungeii .... 10 131,5 132,75 131,4 132,5 '% Pr L'anOeepianabdflanftalt, Hamburger ElektrizttütZ-Ljerle 10 — — —— —— Kouiui^Lbl.!)!. 20. —— — — Abelnische Elektrizität .... 9 123,5 — 123,5 124 '<% Pr. Landern'anvbrielanllalt, Lchlcli^che (fleltrijilät. ... 10 — — — — Psandbricle 81 11 96,5 — - 1 stbudcn&Go. ..... 11 138 139,5 138,25 139,25 11 E.Ä abfl. BorMegS L-bligatio, Siemen» & Halske ..... 16 184,5 188.5 184,5 186,75 neu. rütbablbai 1932 — __ — — Lraneravto ........ 8 — — —— — 'abmeuerLCo.......10 126,5 --- 126,5 - - »% Oeltcrrctchlsche Gowrente 23 _ 23,5 23,4 57 — 56,75 56,75 4,20% Ocsterreichische Silbcrrente 2,4 — - 73 — 73 74 4% Lcllerrelchische LinhelUiche _ Neu le —— _ 85,25 86,75 84,75 86 4% Ungarische Goldrcnte . . 19,1 - 19,25 76 75 76 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — 16,4 — Hoesch Eisen........6*/* —— 73,5 73,25 «'/?% desgl.von 1913 .—- —-- 16,4 — Ilse Bergbau.......10 216 218 208 220 4% Ungarische Kronenrcnte — — — — Slücknerwerle ....... 7 73 — 71,75 73,5 4% Türltsche ZoUanieihe von 1911 4,25 — 4,25 —— Löln-Neuellen....... 7 — 80,65 81,5 4% Türkische Bagdadbahn-Anl 82 R3.5 82.g 84 ' Serie l 4,4 — 4,3 Mansselder Bergbau . .... 7 37,5 38 <% veSgl Serie II 4,25 —— — — Oberschlei ehenbeOad .... 5 — — — — 6% Rumünitche vereint). Rente 1 Oberschles. Kotswerke .... 7 — 82,25 82,6 von 1903 8,4 8,45 | Bdünir Bergbau ... 6% 63 62,5 iyt% RumLniiche vereinh Rente 1 Rhelnlsche Braunlohie» • . IC 188 187,75 192 von 1913 ........ — —— 14,7 14,75 | Rhein stahl ....... 6 87.5 ; 88 75 87 88,25 4% Rumänische vereinh. Rente 6,8 . — 6,8 i 6,85 I Riebeck Montan......7,2 —— — Geld Brief 4,183 4,203 58,20 58,44 111.38 112,32 20,34 20,42 16,40 16,46 167,78 168,46 22,04 22,12 111,83 112,27 58.79 59,03 2,475 2,495 112,05 112,49 80.44 80.76 45.99 46.17 32,395 12,453 72,97 73,27 1 .April 2. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Gew Aries Geiv Aries Amst^-Mott. 168,16 168,50 168,22 168,56 Bti'n.-AireL 1,458 1,462 1,458 1,462 Brss-Antw- 58.315 58.435 58,35 58,47 Christian io - 112,22 112,44 112,26 112,48 Kopenhagen 112,20 112.42 112,25 112,47 Stockholm - 112,28 112,50 112,34 112.56 öclflngfots- 10,554 10,574 10,559 10,579 ^Italien. . . 21.965 22.005 21,98 22.02 London. . • 20,38 20.42 20,391 20.431 Neuvork •« 4.1945 4.2025 4,1965 4.2045 Paris. . .. 16,407 16,447 16,412 16.452 Schweiz ». 80.675 80,835 80,735 80,895 Spa teil • • 45,90 46,00 46,15 46.25 SVaDan - . - 2,073 2,077 2,073 2,077 Nio de Fan- 0,304 0,306 0,311 0,313 Wien in D-° L?est. abgeft. 58,985 59,105 59,01 59,13 Prag ■ • - 12,429 12,449 12,429 12,449 Belgrad . . 7,363 7,377 7,368 7,382 Duinrvest. - 73,10 73,24 73,12 73,26 äulaaricii . 3,038 3,044 3,038 3,044 Lissabon . 13.84 18,88 18,84 18,88 DlUiztg . . 81,51 81,67 81.57 81.73 Konst ntta. 1,784 1,789 1,784 1,789 Athen 5,734 5,747 5,442 5,452 Lanaoo 4.192 4,200 4,194 4,202 Uru ugy . 2,987 2,993 2.997 3,003 Lairo - . - 20,895 20,935 20,91 20,95