Nr. 255 Erstes Blatt (80. Jahrgang Zreltag, 3(. Oktober (950 Ct|d)etnt täglich,cmtzn Sonntags und Feierlag» Beilagen: Die 3Ilu|trierte Vietzener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle Olonats-Bejugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter» scheinen einzeinerRummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanfchlüffe anterSammelmnnmer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Mnjetger Sieden. poftschelkkonto: Zranlkvrl am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vnl6 und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-vuch' und Zteindruckere! K Lange in Gießen. Schriftleltung und Geschäftrftelle: Zchnlktraße 7. Annahme van Hnjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorfchrist 20" „ mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Deutschlands Forderung auf Revision. Das Versagen des Auswärtigen Ausschusses. - Keine Täuschung des Auslands. Das außenpolitische Ziel bleibt die Revision. Eine bedenkliche Lücke. Die Sitzung des Auswärtigen Ausschusses bedeutet mit ihrem Verlauf und Aus- gang zweifellos einen gewissen innerpolitischen Erfolg oes Reichskabinetts, insofern nämlich, als keine Anträge angenommen wurden, die der Außenpolitik der Reichsregierung und ihrer Methodik hätten gefährlich werden können. So hoch man den innerpolitischen Erfolg, den Brüning mit seiner Intervention vor Beginn der Ausschuß» sihung erzielt hat, auch veranschlagen mag. so dürftig ist das außenpolitische Ergebnis dieser Beratungen. Mit keinem Worte hat der Auswärtige Ausschuß den tatsächlichen Auffassun- aen und Stimmungen in der Ration gegenüber der Reparationsfrage Rechnung getragen, mit keinem Beschluß hat er zum Ausdruck gebracht, daß das ganze deutsche Bolk bis in den letzten Winkel hinein durchdrungen ist von der Lleberzeugung, daß die Tributlasten des TZoung-Planes untragbar sind und infolgedessen die Reparationsabmachungen schleunigster und gründlicher Abänderung bedürfen. Hier ist unzweifelhaft eine bedenkliche Lücke, da im Ausland leicht der Eindruck entstehen kann, als sei es mit dem Revisionswillen der deutschen T^i-m gar nicht so ernsthaft bestellt. Der Antrag, den der Auswärtige Ausschuß zur Abrüstu gspolitik angenommen hat, ist nach dieser Richtung hin nur ein unzureichender Ersah, obwohl wir ihn in seiner prinzipiellen Bedeutung keineswegs entwerten wollen. Gs darf aber gar nicht erst dahin kommen, daß sich im Ausland dieser falsche Eindruck einnistet. Ob die Reichsregierung es für möglich hält, in diesem Sinne auch durch die diplomatischen Vertretungen Deutschlands für Aufklärung zu sorgen, das ist eine Zweckmäßigkeitsfrage. Die deuftche Oeffentlichkeit jedenfalls wird in allen ihren Teilen immer wieder die absolute Einheitlichkeit des Revisionswillens von den Rationalsozialisten bis zu den Sozialdemokraten bekunden müssen, und sie hat es dabei um so leichter, als alle Argumente weltwirtschaftlicher Vernunft auf ihrer Seite sind. Dabei wird sie sich freilich auch vor Verirrungen und Abwegen zu hüten haben. Die große Rede Mussolinis konnte vielleicht den Eindruck aufkommen lassen, daß Italien Hals über Kopf bereit sein werde, auch für Deutschland die Kastanien in der Revisionsfrage aus dem Feuer zu holen. Man übersieht dabei geflissentlich, wie geschickt es der italienische Diktator seit Iahren immer wieder verstanden hat, uns solche politischen Lockspeisen hinzuhalten. Auch der französische Rationalismus scheint ihm jetzt die Methode abgucken zu wollen. Iedenfalls haben die Anspielungen Herves nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig gelassen. Wer nun den freundlichen Kinderglauben hegen wollte, es könne gelingen, die ganze Reparationsfrage etwa durch einen direkten deutsch-französischen Ausgleich oder durch eine machtpolitische Verständigung zwischen Deutschland und Italien zu bereinigen, der geht an der Tatsache vorbei, daß Deutschland und seine Revisionswünsche für Rom und Paris im Augenblick kaum etwas an- deres sind als Figuren in dem Schachspiel der französisch - italienischen Auseinandersetzungen. Selbstverständlich wird die Reichsregierung und mit ihr die gesamte deutsche Oeffentlichkeit sorgfältig darüber zu wachen haben, daß alle Momente ausgenüht werden, die einer grundlegenden Abänderung des unhaltbaren Reparationssystems förderlich sein können. Ebenso selbstverständlich aber ist, daß eine Revision nur bann betrieben werden darf, wenn sie uns auf der ganzen Linie einen entscheidenden Sch ritt vorwärts bringt und nicht wieder wie im Haaa zu völlig unbefriedigenden Abmachungen führt, weil wir uns durch allzu eiliges und unzulänglich vorbereitetes Vorprellen einer festgefügten Gläubigerfront gegenübergestellt sahen. Deutschland auf der Genfer Abrüstungskonferenz. Tie Richtlinien für den Grasen Bernstorfs. Berlin, 30.Oft. (121.) Nachdem der 21us- m tirtige Ausschuß des Reichstages in seinen letzten Sitzungen eingehend über den Stand t>cr Frage der allgemeinen Abrüstung beraten und die bereits veröffentlichte Entschließung gyfafjt hat, hat heute übet die gleiche Frage unter Vorsitz des Reichskanzlers und unter hinzu- jicbung der Chefs der Heeres- und Ma- rinelcifung auch eine Besprechung zwischen den beteiligten Reichsministern slattgefun- dcn. Gegenstand dieser Besprechung war die von Deutschland in der Abtüskungsfrage zu befolgende Politik sowie insbesondere diejenigen Punkte, die mit dem Programm der in der nächsten Woche in Dcnf. zusammentretenden Vorbereitenden Abrüstungskommisslon Zusammenhängen. Die Führung der deutschen Abordnung für diese Kommission ist wiederum dem Botschafter a. D. Grafen Bernstorfs übertragen worden. Der Abordnung gehören außerdem als Vertreter des Reichswehrministeriums der Admiral Freiherr von Freyberg und der Oberst von Schön- Hein; sowie einige weitere Sachverständige an. * lieber die Hauptfragen der neuen Verhandlungen der Vorbereitenden Abrüstungskommission und die deutsche Stellungnahme erfährt der demokratische Zeitungsdienst u. a. folgendes: Bei den Rovemberverhandlungen in Genf werden die Fragen der ausgebildeten Reserven und des lagernden Materials eine besondere Rolle spielen. Die deutschen Vertreter werden an ihrer Ansicht festhalten, daß alles, was im Frieden an Personal für den Krieg ausgebildet und an Material für den Krieg b e r e i t g e st e l l t sei, in die Abrüstung mit einbezogen werden müsse. Voraussichtlich werde eine sehr lebhafte Aussprache hervorgerufen werden durch den deutschen Vorschlag, den derzeitigen Rüstungsstand als Unterlage für die Abrüstungskonferenz festzuhalten. Dieser Vorschlag gehört nicht in die Abrüstungskonvention, sondern es wird eine gesonderte Behandlung von den deutschen Vertretern gefordert werden. Gegen die Absicht einer Reihe von Staaten, die zivile Luftfahrt in irgendeiner Form in die Abrüstungskonvention aufzunehmen, hat sich berechtigter Widerstand geltend gemacht, da die zivile Luftfahrt als friedliches Verkehrsmittel nicht zum Beschränkungsfaktor in den Abrüstungsverhandlungen gemacht werden kann. Ebenso wird von deutscher Seite die Forderung abgelehnt werden, daß in der Abrüstungskonoention bisherige Verträge Erwähnung finden. Die Annahme dieser Forderung würde bedeuten, daß Deutschland freiwillig die rnilitärischenAus- nahmebestimmungen des Versailler Vertrages anerkennen würde. Bei den bisherigen Verhandlungen hat auch die Frage der Präambel des Konventionsentwurfes eine Rolle gespielt. Die deutsche Auffassung geht dahin, daß in der Präambel zum Ausdruck gebracht werden müsse, daß die Rüstungen Sicherheit und Frieden bedrohen, daß weiter der Artikel 8 der Völkerbundssatzung zur Beseitigung dieses Zustandes verpflichtet und daß schließlich der ersten Abrüstungskonferenz alsbald weitere folgen müßten. Italien feiert den Marsch ans Rom. Ml z;-m M, < • <« ■ -■ ^3^1 MM 'jt-,-.- f- . *4 Wx \W- w HM A vv A. X 3 .1 /. ■ Et: ?;\; W *t- .i t y V H R -.4 •'*& Mussolini weiht ein neues Banner der Römer Miliz-Legion, die aus Kriegsverletzten gebildet ist. Dr. Schacht für internationale „Kooperation". Oer ehemalige Reichsbankpräsideni macht großzügige Vorschläge für Steigerung des Verbrauchs und Vermehrung des Welthandels durch internationale Kapitalanlage in wirtschaftlich unentwickelten Ländern. Berlin, 30. Oft. (CNV.) Der frühere Reichs- banfpräsident Dr. Schacht schreibt im „Berliner Börsen-Courier" über das Reparationsproblem: Es ist eine öfonomische Binsenweisheit, daß Deutschland Reparationen nur zahlen fann, wenn es gelingt, einen entsprechenden Exportüberschuß zu entwickeln. Natürlich hat dies Deutschland veranlaßt, nach dieser Richtung alle denkbaren Anstrengungen zu machen. Trotzdem ist Deutschland bisher nicht imstande, für einen längeren Zeitabschnitt einen Exportüberschuß aufzuweisen, selbst wenn verschiedentlich die Exporte die Importe übersteigen. 3m Durchschnitt der 3ahre 1924 bis jetzt hat der deutsche Außenhandel einen jährlichen Importüberschuß von zwei Milliarden 2H a r t ausgewiesen, wenn Deutschland wirklich Reparationen bezahlen soll, dann muh der deutsche Außenhandel um wenig- stens 40 v. h. erhöht werden, was natürlich nur auf kosten Englands, Amerikas und anderer Staaten möglich wäre. Es bleibt aber abzuwarten, ob es sich unter diesen Umständen für England, Amerika und die anderen bezahlt machen wird, auf der Entrichtung der deutschen Reparationen zu bestehen. Amerika ist so eng mit dem Handel der Welt verknüpft, daß eine Isolierung für Amerika selbst ungeheuren Schaden bedeuten würde. Amerika kann nicht einmal seine überschüssigen Rohstoffe an andere Nationen verkaufen, ohne dafür als Kompensation waren anzunehmen. Notwendig ist eine Steigerung des Verbrauches und eine Vermehrung des Welthandels, was dazu führen würde, den gegenwärtigen Mangel an vertrauen zu beseitigen. Dies ist nur möglich durch die Investierung von Kapital in bisher unentwickelten Ländern. Das Gefühl des Mißtrauens und der Unruhe ist gegenwärtig in der ganzen Welt fo verbreitet, daß nach meiner Auffassung ein derartiges Projekt die einzige Möglichkeit auf Erfolg bietet. Freilich ist dafür internationale Kooperation notwendig. Befriedigende Ansätze zu derartigen Kooperationen sind bereits gemacht: Einmal in der Zusammenarbeit de r Zentralbanken und dann auch durch den Poungpian, der einen Mechanismus für ständige internationale Kooperation enthält. Ich glaube, daß die Zeit jetzt gekommen ist, ein internationales Gremium aufzubauen, das diese Entwicklung durch die Konzentrierung bisheriger Aktionen in die Hand nehmen kann, und das Autorität genug hat, eine Gefolgschaft des investierenden Publikums zu entwickeln und dem Anlagepublikum das Gefühl der Sicherheit wiederzugeben. Lin solches internationales Gremium mühte aus Industriellen und Bankiers aller interessierten Nationen zusammengesetzt sein. Niemals war die Notwendigkeit einer gemeinsamen ökonomischen Aktion größer als heute. Der Kampf um die Prohibition in den Vereinigten Staaten. London, 30. Oft. (WTV.) „Daily Telegraph" meldet aus Reuyork, die Gegner des Alkoholverbots hielten ihren Sieg für gesichert, denn beinahe drei Viertel der Kandidaten für die Wahlen zu beiden Häusern des Kongresses seien gegen das Verbot des Alkoholhandels. Diese Bewegung werde auf den skandalösen Umfang des Alkoholschmuggels und auf die allgemeine Bestechlichkeit zurückgeführt, die bei dem Versuch, die Beobachtung des Gesetzes zu erzwingen, her- vorgerusen worden sei. Man erwarte, daß der Verkauf von Wein und Bier frei- gegeben, dagegen der Verkauf von st arten Spirituosen unter die Aufsicht der Regierung gestellt werden wird. Alle Parteien seien sich aber einig, daß die öffentlichen Schankstätten, die sogenannten „82- lons“, nicht wiederkehren dürfen. Abbruch des Streiks in der Berliner Metallindustrie. Das Abstimmungsergebnis. Berlin, 30. Oft (CNB.) In später Abendstunde wurden die Resultate der gestrigen Abstimmung der Metallarbeiter bekannt. Nach der Mitteilung des Deutschen Metallarbeiterverbandes haben sich im ganzen 73 278 Personen, und zwar gewerkschaftlich Organisierte und Unorganisierte, an der Abstimmung beteiligt. Davon stimmten für Streik 32847, für Wiederaufnahme der Arbeit 40 4 3 1. Unter den Stimmen, die für Weiterführung des Ausstandes abgegeben wurden, befinden sich auch in erster Reihe die Kommunisten, die von der revolutionären Gewerkschaftsopposition abkommandiert waren, um nach Möglichkeit ein Abstimmungsergebnis zu verhindern, das im Grunde genommen lediglich das Abkommen zwischen dein Verband Berliner Metallindustrieller und dem Deutschen Metallarbeiterverband betätigen sollte. Am gestrigen Tage hatten bereits 62163 Metallarbeiter die Arbeit wieder ausgenommen und dadurch zu erkennen gegeben, dah sie ihren Entschluß von den Abstimmungen der Streikenden nicht abhängig machen wollten. Rechnet man diese hinzu, so haben sich rund 100000 Mann für das Ende des Streiks und nur 32000 dagegen ausgesprochen. Dieses Ergebnis ist deshalb besonders wichtig, weil damit die große Mehrheit der Berliner Metallarbeiter auch sich entschlossen hat, den Schiedsspruch anjuerf ennen, der erst in nächster Zeit gefällt werden wird. Eine abermalige Abstimmung über den neuen Schiedsspruch ist nicht möglich, da beide Parteien von vornherein sich verpflichtet haben, diesen Spruch, wie er auch immer lauten möge, anzuerkennen. Der neue Kurs in Braunschweig. Kränzen vertritt im Landtag seine Maßnahmen. Braunschweig, 30. Ott. ($41.| Der Braunschweigische Landtag trat am Donnerstag in die Besprechung der Regierungserklärung ein. Der Sozialdemokrat Dr. I a s p e r erhob Einspruch gegen die Maßregelung der vier sozialdemokratischen Kreisdirektoren. Abg. Brandes (DeutscheVolksparteil bezeichnete im Gegensatz zu Dr. Iasper die SPerrung der Polizeikostenzuschüfse für unerklärlich und ungerechtfertigt. Don besonderer Bedeutung war die Erklärung des volksnationalen Abgeordneten Schrader, der dem Regierungsprogramm zustimmte. Ministerpräsident Dr. K ü ch e n t h a l stellte fest, daß in der ersten Hälfte des laufenden Haushaltsjahres schon ein Fehlbetrag von weit über drei MillionenMark entstanden sei. ein Fehlbetrag, der allein der finanziellen Mißwirtschaft der vorigen Regierung zu danken sei. Hierauf begründete Minister Dr. Franzen die Verabschiedung der vier Kreisdirektoren. Die sozialdemokratische Regierung habe die Kreisdirektoren als Lein politische Beamte angesehen, die mit Rachdruck die Ansichten der jeweiligen Regierung zu vertreten hätten. Rach- dem jetzt aber ein Regierungswechsel eingetreten sei, folge man nur den sozialdemokratischen Grundsätzen, wenn man die vier sozialdemokratischen Kreisdirektoren ab baue, die unmöglich die Ansichten einer rechtsstehenden Regierung im Land ausführen könnten. Minister Dr. Franzen gab dann eine Erllärung ab, in der es u. a. heißt: Was den sogenannten Fall Franzen anbetrifft, so bin ich bisher der einzige gewesen, der versucht hat. Klarheit zu schaffen. Auf Grund einseitiger Behauptungen ist der Verdacht entstanden, daß ich inkorrekt gehandelt habe. Aber dieser Verdacht besteht zu Unrecht. Man fordert nun immer, daß meine Immunität als Reichstagsabgeordneter aufgehoben wird. Ich würde diesen Antrag schon selbst gestellt haben, ich weiß aber, daß er nicht angenommen wird. Der Minister erklärte dann weiter, daß er die 41 n t e r l a s f u n g s k l a g e gegen den „D o l k s f re u n d" nicht um seinetwillen, sondern im Interesse der öffentlichen Ruhe und nicht zur Verdunkelung erhoben habe, sondern um der Berliner Polizei Gelegenheit zu geben, mit ihrem Material herauszurücken und ihre Zeugen den seinigen gegenüberzustellen. Wenn man ihm vorwerse, daß er einen Ausnahmezustand in Braunschweig habe schaffen wollen, dann mülle er sagen, dah ein anderer angesichts der verleumderischen Hetze des .Volksfreundes" wohl schon eher zu Gegenmaßnahmen gegriffen hätte. Bei ihm sei das nicht der Fall, weil diese Verleumdungen ihn nicht berührt hätten. Als der .Volksfreund" die politischen Leidenschaften aufreizte und ihm, dem Minister, berichtet worden sei. daß das Reichsbanner diese Gelegen- a \ 1 1 Das Reichskabinett verabschiede! den FinanMlan König T a r o HI. (rechts), Kronprinz M i ch a e l und Prinz N i c o l a u s bei der großen Parade. zieht, den Ländern immer noch zwei Drittel deS ersparten Betrages verbleiben würde. Insgesamt wird die Kürzung der Deamtengehälter eine Ersparnis von 514 Millionen Mark bei allen öffentlichen Körperschaften bedeuten, und -war entfallen davon auf das Reich 62 Millionen, auf die Reichspvst 62 Millionen, auf die Reichsbahn 90 Millionen, auf Länder und Gemeinden 300 Millionen. Scharfer Protest der Ta-akin-ustrie. Gegen die Zollerhöhungspläne des Neichsfinanzministers. Aus dem Reichsfinanzministerium werden Pläne bekannt, nach denen der Tabakzoll von 80 auf 4 00 Mark erhöht werden soll, so daß Mehreinnahmen von 167 Millionen für den Reichsetat erwartet werden. Das Reichsfinanzministerium weist dabei auf England CC ® Oberhemden sch5ne-mod- »u y Muster,gute Hilt Kragen Qualitäten Rinhfor Marktstraße 26 nlUlllBr Neuen Baue 3 ENGLISCH Mllschülerimi gek. f. KuriuS von akadern. gebild. Engländer, Schr. Angeb. unter 06720 a. d. Gn. AnA. Damen-Hüte ab RM. 3.90. 5.—. 6.50 und höher. Fesch im Aussehen, niedrig im Preis. Die Auswahl ist so groß, daß Sie bestimmt das finden, was Ihnen zusagt Rrülltl Seltereweg 50,1. St. «1UU Elng. Wolkengasse gingen. unterlagai IZeugnIfle. Zeusnüabschfist., Licht» Mlbtr uL»gI.> fd)ne([f1en< »urfltfjnf. Oie vtellung- Lemühunqm zur Er» tanguna em. geeianeim DMgkeil aus diese Welse tmttrffüfrt und sind aus diese selbfiverfiündllche Pflicht auch angewiesen. 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Hauptsache: Zeit nehmen I Langsam von unten herauffahren — und wenn--“ Er brach plötzlich mitten in seinem Gedankengong ab. Don der Älm herüber klang ein Juchzer. Der Edle verhoffte. Als aber alles still blreb. setzte er die unterbrochene Aesung fort. Er stand noch etwas weit ab. Trotzdem hatte Schwaihofer den Schuh gewagt, wenn es erforderlich gewesen wäre. Ter ©meiner Sepp betete inzwischen ein Vaterunser. das mehr an St. Hubertus, als an den Himmelsvater gerichtet war. Heute oder nie würde der Kapitale zur Strecke gebracht werden. Hoffentlich bewahrte der Herr ruhig Blut! 3a, er bewahrte es, trotz der Aufregung: denn als dec Hirsch mit einmal Witterung von den beiden Lauernden bekam, warf er das mächtige Haupt auf und machte einen Satz vorwärts. Mitten im Sprung erreichte ihn das tödliche Vlei aus Schwaihofers Büchse. Er brach im Feuer zusammen und verendete. Der glückliche Schütze stand ganz blaß und konnte es last nicht begreifen, dah die Pirsch nun so schnell zu Ende war. Komisch: Erft kriegte er den Hirsch nicht, und Dann lief er ihm ohne alle Sensation ins Feuer, als ob er die Kugel gesucht habe! Sepp eilte schon mit seinen langen Beinen hinüber zu dem Verendeten. „Wünsch Glück, Herr Schwaihofer. War dös a Schuh! Wie gezirkelt aufS Blatt!" Als Dann der 3agdherr das Geweih sah, die starken Stangen mit den wundervollen Rosen- stocken. trotz der frühen Zeit schon gefegt, da kam die stolze Freude des Weidmanns über ihn. Hnb für diese Stunde des Triumphes war sogar das „Dcandl" drunten in der „Post" vergessen. Don Trude keine Aachricht! Gutenberg konnte das Verhalten seiner Frau nicht begreifen. Er hatte chr geschrieben und schätzte sie längst im Besitze seines Briefes. Liebe, Sehnen und Mitteilsamkeit hatten ihm die Feder in die Hand gedrückt. Und sie? Er glaubte sie doch zu kennen. Gewiß, ihr Versprechen, ihn nicht einmal durch ihre Briefe in seiner Abgeschiedenheit zu stören, hielt sie. Aber insgeheim hatte er gehofft, Trude würde sich, gleich ihm, vom Trennungsschmerz überwältigt, einsach über alle hemmenden Grundsätze hinwegsctzen. Warum antwortete die geliebte Frau nicht? War sie erkrankt? Dein, über solche 2lköglichkeiten brauchte er sich keine Sorgen zu machen: denn für unvorhergesehene Fälle war Dr. Berger oder die Direktion der „Abendpost" als Vermittler gedacht. Dort kannte man seine jeweilige Adresse und hätte ihn sofort benachrichtigt, wenn er daheim gebraucht worden wäre. Ohne rechtes Ziel schlug Gutenberg, immer noch in Gedanken versunken und ohne besondere Aufmerksamkeit für die Landschastsceize, den Weg nach Fiegls Gasthaus ein. Allein. Er vermutete, die Malerin würde heute, nach der anstrengenden Hochpartie von gestern, einen Ruhetag einschalten wollen. 3hn aber trieben persönlich Sorgen hinaus in die urwüchsige Alpenwelt. Es genügte völlig, wenn e r sich die Laune verdarb. Mute, das arme Kind, trug ja selber nicht leicht an ihrem Schicksal. Sie hatte ihm erzählt, dah sie mit gelindem Grauen an die Heimfahrt denke. Der Empfang durch ihre Stiefmutter würde nicht besonders herzlich auefallen. Un& da war der Einsame mit feinen abschweifenden Gedanken wieder bei ihr. dem liebenswerten Mädel. 3n ihrem Künstlertöpschen gärte und schwelte es von Plänen und Projekten. Wie sonst nur ein Mann dachte sie an Studienreisen, künstlerische Reife, Ausstellungen und Kritik. Die kleine Streberin! 3a, wer wie Mute so zielbewuht und entschlossen seinen eigenen Weg ging, der muhte wohl Erfolg haben. Erfolg... Heber dieses Wort wäre Heinz Gutenberg beinahe gestolpert. Glühende Röte fuhr ihm jäh ins Gesicht. Herrgott, da war er mit seinen hoch- fliegenden Schaffensplänen bis in Die wildwüchsige Gebirgseinsamkeit geflüchtet, um Studien für ein Werk zu sammeln, das Den Erfolg an sich fetten sollte. UnD was war bis jetzt geschehen? Wenn er ehrlich sein wollte: Fast nichts! Vielleicht war das ganze Projekt von Anfang an verfehlt. „Sie müssen Das Leben an Der Quelle auf» suchen und einfangen“, hatte Dr. Berger gesagt. Gutenberg muhte an das Feuer denken, mit dem ihn dieser Plan verzehrte. Wie ein Amokläufer die Waffe, so hatte er diese 3dee aufgegriffen und sich bis zur Entpersönlichung in ihre Dienste gestellt. r o ilnb heute — nach kaum drei Wochen? Wie weit war das Feuer niedergebrannt! 3hm grauste vor dem Rest, toeim das letzte Fünkchen Begeisterung in dec Asche ersticken würde. Das Leben — Die Quelle des Lebens — war das nicht in jedem Menschen selbst? Konnte man das Leben außerhalb seiner selbst suchen? Dr. Berger hatte ihm einmal geraten, an eine Der großen Schiffahrtsgesellschaften zu schreiben. Handball im Sau Hessen (O. T.) Iv. Dich Jugend — To. Wetzlar Jugend 1:0. Am vergangenen Sonntag trafen sich die 3u- gendmannschaften Der beiden Vereine in Wetzlar. Der Ausgang des Spieles war für den Tabellenersten Wetzlar etwas überraschend, Denn Die in Der DorrunDe an letzter Stelle stehende Mannschaft Der Licher konnte als Sieger Den Platz verlassen. Die erste Mannschaft spielte gegen Die erste Mannschaft des Tv. Treis 0:2. To. Heuchelheim — 2Nlo. Gieheu. Die HanDbaUmannschaft Des Tv. Heuchelheim kämpft am Sonntag in Gießen im VerbanDsspiel gegen Die zweite Mannschaft Des Mtv. Bei Der jetzigen Spielstärke Dürfte man den Heuchel- Heimern einige Siegesaussichten zusprechen. — Die Äugend Heuchelheims fährt nach Wetzlar und trägt ein Spiel gegen Die 3ugenD des Dortigen Turnvereins aus. Der Ausgang ist offen. Io. Großen-Vuseck — Tv. Vad-Rauhelm. Die erste Mannschaft des Turnvereins Grvhen- Buseck hat am «Sonntag einen schweren Gang vor sich. Der Gegner ist DaD-Rauheim in Bad-Rau- heim. Die Mannschaft wird das Spiel nicht aus Die leichte Schulter nehmen Dürfen. Die zweite Mannschaft von Grohen-Buseck empfängt die erste des Tv. Treis. Ob es Den Gästen gelingt, ebenso wie im Vorspiel Den Sieg an sich zu reihen, Dürfte fraglich lein. Io. (Brofeen-Cinben I — Io. Münchholzhausen I. Zum fälligen VerbanDsspiel treffen sich Die erste Mannschaft des Tv. Münchholzhausen und die erste Elf Des Tv. Grohen-Linden in Münchholzhausen. Handball im Lahn-Oünsberg Gau. Id. Staufenberg 1 — Tv. Daubringeu I 7: 5. Das Spiel war ein harter Kampf um Den Sieg, welcher nur durch Die Schuhsicherheit Der Staufenberger Stürmerreihe entschieden wurde. TV. Lollar l — Tv. OHlenborf II 7:1. Lollar war während des ganzen Spieles mehr oder weniger überlegen und siegte sicher. Tv. Beuern l — Tv. Albach l 0:2. Das Spiel wurde von schlechten Bodenverhältnissen beeinflußt. Die erste Spielhälfte verlies torlos. Rach der Pause spielt Der Gast leicht überlegen und kann durch zwei Tore den Sieg sicherstellen. TV. Hausen Jugend — Tv. Dorlar Jugend 1:1. Während Hausen vor Der Pause etwas mehr vom Spiel hatte unD in Führung ging, konnte Der Gast in Der zweiten Hälfte durch besseres Spiel Den Ausgleich herbeiführen. Der kommende Sonntag bringt folgende Paarungen^ 3m ersten Bezirk hat Tv. Launsbach Tv. Ahbach zum Gegner und müßte auf eigenem Platze Sieger bleiben. Die Mannschaft des Tv. Dorlar spielt gegen Tv. Erda in Erda und müßte als sicherer Sieger heimkehren. 3m zweiten Bezirk treffen sich Die ersten Mannschaften des Tv. Londorf und Tvgg. Ruttershausen sowie Tv. Allendorf und Tv. Staufenberg unter jeweiligen Stegesaussichten Der Plahbesiher. Allendorfs H. spielt gegen Londorfs II. bei offenen Aussichten. 3m dritten Bezirk stehen sich Tv. Hausen und Tv. Beuern gegenüber. 3ugendspiele: Tv. Kinzenbach — Tv. Dorlar: Tv. Garbenteich — Tv. Hausen: Tv. Allendorf — Tv. Lollar, Tv. Kesselbach — Tv. Staufenberg. Spiele der „Deutschen Zugendkrafi^. Bezirk wetterau. Rachdem der Dritte Sonntag spielfrei war. setzte am vierten Sonntag des Oktober der ©tnelbetrieb wieder ein. 3n Der A-Stlalfc fanD nur ein Spiel statt, unD zwar empfing Heldenbergen Die D3K. Wetzlar. Rach ziemlich ausgeglichenem Spiel trennten sich Die beiDen mit Dem Resultat 2:2. 3n Der ll-Klasse stiegen Dagegen Drei Treffen. FrieDberg hatte Gießen zu Gast. FrieDberg rang seinem Gast eine hohe Riederlage ab und siegte mit 7:1. Das zweite Treffen fand in Heldenbergen gegen Ober-Mörlen statt. Mit 2:1 für Ober- Mörlen endete dieses Treffen. Das Spiel Rieder- Mörlen gegen Ober-Wöllstadt endete 3:3. Die Tabelle Der A-Klasse sieht Die Mannschaften nunmehr in folgender Ordnung: Vilbel, Heldenbergen, Wetzlar, Ober-Wöllstadt, 3lbcn* ftabt 3n Der ll-Klasse: Friedberg, Gießen, Ober-Mörlen. Heldenbergen, Ober-Wöllstadt, Rieder-Mörlen, Rockenberg. Arbeiter Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag hat Gießen Ib die erste Mannschaft Lollars auf dem Trieb zum Gegner. In diesem Spiele darf man den Gästen einen sicheren Sieg zusprechen. Vorher spielt die zweite Mannschaft des Platzvereins gegen Die erste Hachborn., Auch in diesem Spiele Dürften Die Gäste die besseren sein. Vormittags steht die Iugendmannschaft Gießens der Jugend von Wetzlar gegenüber. Auf dem Wiesecker Sportplätze kämpft Wieseck I gegen Burkhardsfelden I, ein Spiel, das Die Einheimischen für sich entscheiden müßten. Vorher messen Wieseck Ib und Heuchelheim in Wieseck die Kräfte. Den Gästen ist ein kleines Plus zuzuschreiben. Vormittags hat Die erste Jugend von Wieseck die Jugend von Rodheim zu Gast. Oppenrod und Daubringen werden sich in Oppenrod ein gleichwertiges Spiel liefern. Naunheim Ib und Rodheim I stehen sich in Naunheim bei gleichverteilten Siegesausfichten gegenüber. Weitere Spiele der II. B e z i r k s k l a s s e : Wetzlar II — Klein-Linden I in Wetzlar; Watzenborn I — Grünberg I in Watzenborn; Fronhausen I gegen Annerod ! in Fronhausen; Sichertshausen I gegen Marburg II in Sichertshausen. In der Jugendklasse stehen sich Naunheim gegen Wieseck III; Treis — Rödgen; Beuern — Lollar; Staufenberg — Hachborn, jeweils auf dem Platze des zuerstgenannten Vereins gegenüber. Die Handballschiedsrichter treffen sich zu einem Lehrkursus am Samstag und Sonntag in Gießen. Am Sonntag findet außerdem in Gießen (Turnhalle der Stadtknabenschule) die Herbst- übungs stu nde für Die Dereins-Männerturn- warte statt. Zu gleicher Zeit tagen auch die Gerätekampfrichter, um zu den kommenden Serien» wettkämpfen Stellung zu nehmen. DFB. unterstützt Bergwerksopfer. Der Deutsche Fußball-Bund beschloß in seiner Dorstandssitzung in Berlin, auch seinerseits zur Linderung der Rot Der Hinterbliebenen Des großen Grubenunglücks bei Alsdorf beizutragen unD stellte eine Spende in Höhe von 1000 Mark zur Sp.-Bgg. Fürth in Italien. Die Fürther Spielvereinigung hat aus Turin eine Einladung erhalten, an einem Weihnachtsturnier, das in Den Tagen vom 25. bis 28. Dezember von FE. Turin und 3uventus Turin veranstaltet wird, teilzunehmen. Aus Der Tschechoslowakei toirD Slama Prag kommen, weitere Verhandlungen schweben mit Adrnira Wien, Dikl. Zjzbw und Hangaria Budapest. Czepan und Kuzorra gehen nicht nach Wien. Rach längeren Verhandlungen haben Die beiden Fußball-Internationalen Czepan und Ku» zorra jetzt ihr^n Vertrag mit der Wiener Vienna wieder gelöst und bleiben demzufolge jetzt in Deutschland. Bekanntlich hatte Der DFB. den beiden bereits Spielerlaubnis für Vienna erteilt, die allerdings jetzt gegenstandslos geworden ist. „Hellas" in Hannover. Hellas und Wa srrsreunde. die deutschen Spitzenmannschaften im Wasserballspiel, haben ein Zusammentreffen am 11. Januar in Hannover verabredet. Hellas Magdeburg hat alle weiteren Einladungen abschlägig besch'.eden, um alle Kräfte für Förderung des Rachwuchses einsetzen zu können. Neue deuffche DT.-Schwimmeekorde. Die am Sonntag in Köln aus getragen en kreisoffenen Schwimmwettkämpfe der Turner wiesen einen recht guten Besuch auf und brachten auch sportlich wertvolle Leistungen. Der Kölner SC. 06 tonnte allein drei neue DT.-Höchstleistungen erzielen. 3n Der Damen-Lagenstaffel über viermal 100 Meter schufen Die Kölner mit 6:17,6 einen neuen RekorD unD blieben Damit beDeutenD unter dem bisherigen von 6:37. Auch in der Herren- Lagenstaffel viermal 100 Meter stellten Die Kölner Die Bestleistung auf 5:09,7 (bisher 5:14,4). Ebenfalls stark verbessert wurde der viermal- 100-Meter- Freistilrekord mit 4:40,8 (bisher 4:51). Als neue DT.-Höchstleistung wurde Die am 5. Oktober in Darmstadt aufgestellte Staffelbestzeit Der Turng emeinde DarmstaDt mit 2:06 über viermal 50 Meter Kraul anerkannt. Reitturnier in Boston. Die Deutschen placiert. Am Dienstagabend nahm das große internationale Reitturnier in Boston nach einer feierlichen Eröffnung seinen Anfang. Das Erstauftretcn unserer Reileroffizicre, die sich hier mit Vertretern fünf verschiedener Nationen auseinandemusetzen haben, fiel nach der schlechten Ueberfahrt besser aus als man erwarten durfte. In einem Jagdspringen für Dienstpferdc langte es allerdings nicht ganz zum Siege, aber mit den nächsten drei Plätzen haben unsere Reiter Achtungserfolge errungen, die in der gesamten Presse gewürdigt werden; so bezeichnet u. a. „Times" die Deutschen als gefährlichste Rivalen der Amerikaner. Sieger blieb der amerikanische Hauptmann Bradford auf Suzanne vor Fridcricus und KampfgcseU unter Oblt. Momm, während Oblt. Frhr. v. Nagel auf Wotan den vier« kn Platz belegte. Die deutschen Reiterossiziere konnten auch am zweiten Tage des Bostoner Reitturniers achtbare Plätze belegen, und es ist anzunehmen, daß ihnen im weiteren Verlaus noch dieser oder jener Sieg vergönnt ist. 3n dem schwierigen Jagdspringen, für das sich sieben Pferde für das Stechen qualifiziert hatten, ging der Amerikaner Showme unter Tancroft als Sieger vor Fridericus (Lt. Momm), Roxana (3ohn Warrick) und Derby unter Oblt. Hasse hervor, Der zwei zweite Plätze auf Clan tm Offiziers-Jagdspringen und im Willwood-Hunt- Preis buchen konnte. DSB.-Tagung in München. Die Deutsche Sportbehörde hielt am Wochenende in München unter Dem Vorsitz ihres Spori- warts Dr. v. Halt eine Tagung ab, bei der zunächst ein erfreulicher Aufschwung in Der deutschen Leichtathletik festgestellt wurde. Die Vereinbarung betreffs Der gemeinsamen Austragung der Deutschen Meisterschaften zwischen Turnern und Sportlern am 1. und 2. August wurde gebilligt Die Meisterschaften her Frauen wurden für Magdeburg, die Der Geher für München und endlich die im Waldlauf für Hannover beantragt Der Länderkampf gegen Frankreich findet am 30. August statt, während der Termin gegen England noch nicht feststeht Oer Sport im Reiche. Der Sportkalender weist zum Wochenende wieder zahlreiche Veranstaltungen auf. Schon am Freitag kommen anläßlich des Reformationsfestes in Sachsen zahlreiche Repräsentativspiele zum Austrag. Am Samstag (Allerheiligen) finden in Süd- und Westdeutschland ebenfalls einige sportliche Veranstaltungen statt und auch für den Sonntag ist noch ein reichhaltiges Programm vorgesehen. Der Jahreszeit entsprechend treten jetzt Die Mannschaftskämpfe in Den Vordergrund. 3m Fußb all überragt der fünfte Länderkampf Deutschland gegen Norwegen in Breslau alle weiteren Spiele des Tages. Die Riederlage gegen Dänemark und Rorwegens Sieg über unseren letzten nordischen Gegner hat Die öffentliche Meinung stark beeinflußt. Trotzdem wagen wir einen fünften Erfolg, wenn auch mit einem sehr knappen Ergebnis, vorauszusagen. 3n Zürich treten sich zur gleichen Zeit die Schweiz unD Holland im Länderkampf gegenüber. — 3m Handball beginnt mit drei Spielen Die Vor- runDe um Den DSB.-Pokal. Es stehen sich Die Auswahlmannschaften von West- und Rord- deutschland in Mülheim (Ruhr), Brandenburg unD Süddeutschland in Berlin, Mittel- und Süd- ostdeutschland in Dresden gegenüber. Die Paarungen sind sehr ausgeglichen und daher Spielverlängerungen zu erwarten. — 3m Hockey wird mit zwei Spielen die Silberschild-Dorrunde beendet. Berlin, her Verteidiger Der wertvollen Trophäe, tritt in Dresden gegen Mitteldeutschland an, während Rord- und Süddeutschland ihr Spiel in Hannover austragen. — Bei den Turnern sind von den Veranstaltungen des Sonntags das sechste reichsoffene Stettiner Kunstturnen und Die Schwimmfeste in Barmen, Halle und Der Turnerjugend in Charlottenburg hervor- zuheben. — 3m Schwimmen interessieren von den DSV.-Deranstaltungen Die nationalen Wettkämpfe von Delphin Berlin unD Die Wasserballturniere in MagDeburg und in Mühlhausen (Els.) 3m RaDsport kommen im Rahmen der Sportvertreter-Tagung des Bundes Deutscher Radfahrer in Leipzig die Weltmeisterschaften im Zweier-Radballspiel und Die Europa-Meisterschaften im Einer-Kunstfahren zur Durchführung. Bahnrennen veranstaltet am Sonntag nur die Dortmunder Westfalenhalle. Am Samstag kommt im Berliner Sportpalast ein Dreistunden-Mann- schaftsfahren zum Austrag, während in Brüssel ein 25-Stundenrennen gestartet wird. — Weltmeister Möller geht ebenfalls am Samstag in Paris an den Ablauf. Für eine Gratisüberfahrt nach Amerika sollte er in einem seiner Romane ein wenig Reklame für Die Dampfer Dieser Linie machen. Dieser an sich gute Gedanke scheiterte daran, daß es schon genug Prominente gab, Die ihn sich nutzbar machten. Cs waren schon so viele Autoren unterwegs, die auf Auslandfahrten ihr Erbteil oder das Geld ihrer Frauen „verreisten". Rechts, tief unten, rauschte die Windach, schäumte in ewiger 3ugend von Stein zu ©tein. Vielleicht mußte man's ihr nachmachen: Unbe- kümmert um den hemmenden Ballast von Grundsätzen und sogenannten Zielen seine Straße ziehen? Rach dreistündiger Wanderung machte der innerlich Ratlose im eintausendneunhundertfünfundachtzig Meter hoch auf Der Windachalm gelegenen Fiegls Gasthaus Rast. Bei einem Viertel goldhellen Muskateller ließ er seinen Blick durchs Fenster in die Weite schweifen. Rechts wuchsen die bewaldeten Hänge des Brunnenkogels steil aus dem Windachtal empor, links ging es über grüne Matten zum Rebelkogel hinaus, ilnb das Herrlichste bot sich nach Osten im offenen Dreieck des Taleinschnitts: Die Schnee-und Felsenhäupter des Pfaff und Der Schaufelspihe. „Man müßte noch bis zur Hildesheimer Hütte gehen!" dachte Gutenberg, dessen Eigenart oder Schwäche es war, sich bei seinen Märschen immer etwas zu übernehmen. Aber Dann machte eins Der überraschenden Talgewitter diesem Gedanken ein Ende. Cs setzte Regen ein, und die fernen Berge hüllten sich hinter graublaue Rebelschleier. Gutenberg fühlte sich in dem blitzsauberen Gastzimmer wie zu Hause, so heimisch und geborgen. Der Gulasch mundete ausgezeichnet, und Der Muskateller erwies sich als richtiger Sorgenbrecher. Rach zwei Stunden schien die Sonne wieder durchs Fenster auf eine Anzahl fröhlicher hier untergefchlüpster Dergmenschen. ilnb Der junge Dichter war schon so weit in eine tief innerliche, sanfte Heiterkeit hineingeglitten, daß er bei jedem Schluck aus dem Glase Den Kuß Erdmutes auf dem Felsgrate am „Hohen Oed" erneut spürte. Es war der seltsame, heimlich erregende Kuh einer Freundschaft zwischen Mann und Frau, einer Freundschaft, die allen Derdächttgungen zum Trotz über den Geschlechtern stand. 17. Durch den Wald am Söldener Abhang des Brunnenkogels ging ein Drechen und Knacken von Zweigen unb Aeften, als ob ein Hirsch in wilder Flucht dahinstürmte. 2lber es war kein Hochwild, sondern ein Mensch. Er nahm seinen Weg nicht nach dem markierten Touriftenpsad. Rein, Der Zickzack war ihm zu lang. Senkrecht durch das Holz kam er schneller hinab ins Tal. 3m Dahinhasten mutzte er Trümmerblöck: überspringen, gestürzte Stämme überflcttem. ilnb mehr als einmal schlugen ihm die Aefte der Zirbelkiefern mit tausend spitzen Radeln ins Gesicht. Was tat es? Der Mann hatte es eilig und kümmerte sich nicht um Die paar Schrammen auf Der Haut. Weiter unten, dort, too er an Der ersten von Der Windach abgeleiteten Bewässerungsrinne wieder auf den steinigen Pfad stietz, traf er auf eine Dirn, die war so lang wie der 3ohannistag und so Dürr wie eine Wetterfichte. „Grüh Gott, Herr Schwaihofer", sagte sie. Hnb im Weitersteigen einhaltend: „Da hoam S' mir aber oan Schreck einijagt!" Der, für den diese Worte bestimmt waren, ließ sich nicht aufhalten. Er war schon einige Meter weiter, als seine Antwort kam: „Mach, daß d' auffi kommst, Sakradeandl! Der Falkner wart' schon aufs Fleisch, das d' ihm bringen sollst, ilnb her Sepp is lang beim Dritten Viertel „Spezial"!" Da stieg die Miedl kopfschüttelnd weiter. „3eslas, pressierts bei dem!" Gar zu gern hätte sie mit dem jungen, hübschen Schwaihofer ein Gespräch angefangen. Der gestandene Bursche mit dem verliebten Geschau gefiel ihr. Vielleicht mochte sie der Sepp nicht leiden? Cie seufzte schwer, lieber den rauhen Weg und über den noch unzugänglicheren Schwaihofer. Und schließlich siegte Die Vernunft in Miedls unkompliziertem Kopf, lieber solchene Sache soll mer sich not giften. „Verliabte Dirn!" schalt sie sich. „Glabst am End gar. der Schwaihofer is für dich g'wachsen?! Sei du froh, daß dich Der Sepp, her 3agertuifl» her malefizische, mag!" Cs würde wohl immer so bleiben in her Welt: Abler gesellt sich zu Abler, Krvpper zu Kropper. — — * ♦ ♦ Als Ludwig Schwaihofer kurz vor Mittag im Gasthof eintraf, lief ihm Hansi, das flinke S:r- vtermädchen, in den Weg. Es gab sehr viel zu tun. Weit über hundert Mittagsgäste wollten beköstigt sein. Aus der Küche Drang Bratenhust, klang bas Klirren von Geschirr, das Zischen von heitzer Butter, das Sttmmengewirr des mit Arbeit überlasteten Personals. „3st Fräulein Hansen schon unten?“ fragte der Münchner. Der blonde, immer etwas struppige Dubenkopf Hansis, für den in Der Hochsaison keine Zeit zur Pflege blieb, schüttelte ein Rein. „Dem Fräulein ist's net gut. Es liegt Droben .im Kammerle." Ehe Schwaihofer eine weitere Frage stellen konnte, war Hansi schon mit einem hohen Stotz übereinandergeschichteier Teller im Speisesaal verschwunden. (Fortsetzung folgt.) Handarbeiten sind die schönsten Weihnachts-Geschenke Spezial' Handarbeitsabteilung Die größte Auswahl am Platze bietet Ihnen meine Fernsprecher I I--1 Hl 1 Ut* Nr. 2454 J , 1 £ 1 Lt 111 Gründungsjahr 1830 Sonnenstr. Nr. 25 2 3 Unreines Besicht Pickel, Mitesser werden unter Garantie durch y g y g (Stärke A) beseitigt. Preis X 2.75 Sommersprossen nse (Stärke B) Preis X 2.75. Drogerie C. 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Auf vorstehendes Bezug nehmend, werde ich den „HESSISCHEN HOF“ im Sinne meines Vorgängers weiterführen und jederzeit bemüht bleiben, den Wünschen meiner Gäste Rechnung zu tragen, zumal Ich als langjähriger Koch des Offizierheims zu Gießen In der Lage bin, in bezug auf Küche stets ein erstklassiges, abwechslungsreiches Menü zu bringen. Zum Ausschank kommt das beliebte Mainzer Aktien-Bier sowie Münchner hell, Kulmbacher dunkel. 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Tonnen, das sind 12,56 Millionen Tonnen oder 8,33 Proz. mehr als im Jahre 1928. Die Förderung des Ruhrreviers stellte sich auf 123,58 Mill. Tonnen. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahre betrug 9,01, das sind 7,87 Proz. mehr als im Vorjahre. Der Stemkohlenverbrauch Deutschlands stieg im verflossenen Jahre auf 128,54 Mill. Tonnen, das sind 6,81 oder 5,59 Prozent mehr als im Jahre 1928. Der arbeits- tägliche Versand des Syndikats betrug im Durchschnitt des Berichtsjahres 259 810 gegen 242 871 Tonnen im Vorjahre, das ist eine Steigerung um 6 97 Proz. Die höchste arbeitstägliche Versandzifser wies der Rovember 1929 mit 285 785 Tonnen auf. Von da ab setzte ein immer stärker werdender Rückgang ein, so bah die Märzzifser mit 206 882 Tonnen einen Tiefstand darstetlt, der selbst im Krifenjahr 1925'26 nicht unterschritten worden ist. Die Ausfuhr des Syndikats ist im Berichtsjahre wieder auf 35 561 848 Tonnen gestiegen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 31. Oft. Tendenz: schwächer. — An der heutigen Börse trat ein erneuter Kursrückgang ein, da von verschiedenen Seiten in verstärktem Umfange Material an den Markt gegeben worden sein soll. Mitbestimmend für die nachteilige Tendenzgestaltung dürste in erster Linie ein Sensotionsbcricht der Metallindustrie gewesen sein, in dem besonders das Nachlassen des Auftragseingangs betont wurde. Aber auch die wieder schwächere gestrige Neuyorker Börse und der weiter geringer werdende Ordereingang führten zu Depressionen. Das Geschäft war gering. Die Kulisse schritt in größerem Umfange zu Blankoabgaben, und besonders der Elektromarkt hatte unter der ungünstigen Beurteilung der Lage zu leiden. So er* öffneten AEG. 5,25 u. 5). schwächer, Siemens verloren 4 o. $)., Schuckert und Gesfürel je 3,25 o. $)., Licht und Kraft 2,25 v. H. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G.-Farben 1,75 v. S). Deutsche Erdöl 1,5 v. S). niedriger. Im übrigen lagen die Kurse nicht bedeutend abgeschwächt, ohne daß das Geschäft reger geworden wäre. Dem Markte fehlten vor allem Anregungen. Die Wiederaufnahme der Arbeit in der Metallindustrie wirkte wohl beruhigend, konnte der Börse aber keine Stütze bieten. Bauunternehmungen waren knapp gehalten. 3n Zellstoff Waldhof hatte das Angebot nachgelassen, und der Kurs wurde nur geringfügig niedriger festgesetzt. Montanwerke gaben bis zu 1,5 v. H. nach. Bon Kalipapieren verloren Salzdetfurth 2,5 v H. Etwas stärker gedrückt waren noch Banken, von denen Commerzbank, DD.-Bank und Dresdner Bank je 2 v. H. niedriger lagen. Einen größeren Berlust hatten noch Deutsche Linoleum, die 4,5 v. H. einbüßten. Auch der Rentenmarkt hatte nur kleinstes Geschäft. Altbesitz und Schutzgebiete waren leicht gebessert. Im Verlaufe kam erneut Material an den Markt; bei weiter schwächer werdender Tendenz gaben die Notierungen erneut um bis zu 2 v. 5). nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld im Zusammenhang mit dem heutigen Ultimo mit 5,5 v. H. stark gesucht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1968, gegen Pfund 20,3890, London gegen Kabel 4,8583, gegen Paris 123,8150, gegen Mailand 92,8050, gegen Madrid 43,40, gegen Schweiz 25,0290, gegen Holland 12,0640 (schwächer). Berliner Börse. Berlin, 31. Oty. Obwohl für heute einige günstigere Momente, so der Abbruch des Metallarbeiterstreikes, festere Bounganleihe-Kurse im Auslande und ein optimistischer Monatsbericht der Commerzbank vorlagen, war schon der heutige Vormittagsverkehr stimmungsgemäß als eher schwächer anzusprechen. Die ersten- offiziellen Rotierungen lagen dann im Einklang mit der gestrigen schwachen .Ncuyorker Börse 1 bis 3 Prozent niedriger, zumal spekulativen Abgaben so gut wie gar keine Orders gegenuberstanden. Besonders fiel der AEG.-Markt durch schwache Haltung auf, wobei ungünstige Dividendeschähun- gen eine Rolle spielten. Hierbei war anscheinend die überraschende Meldung, daß das Elektrizitätswerk Schlesien in diesem Iahre ohne Dividende bleiben werde, mitbestimmend. AEG. eröffneten 4,5 Prozent schwächer. Für Elektrische Schlesien kam zunächst überhaupt lerne Rokiz zustande: nach anfänglichen Minus-Minus-Zeichen wurde sie mit gestrichen Brief sestgeskellk. Aber auch Bankaktien waren aus den gestern schon angegebenen Gründen weiter gedrückt. Danatbank eröffneten 2.5 Prozent unter gestern. Sonst fielen noch Chadeaktien mit einem Berlust von 8,25 Prozent aus dem Rahmen. Deutsche Anleihen lagen kaum verändert. Ausländer waren völlig geschäftslos. Der Plandbriefmarkt war zunächst ohne Orders und daher ohne erkennbare Tendenz. Diel besprochen wurde an diesem Markte die Möglichleit, die aus Pressemeldungen hervor- gehl. daß die Hypoihelenbanlen in der nächsten Zeit überhaupt von Reuemissionen absehen könnten. Industrieablösung tendierten schwächer: Reichsschuldbuchforderungen gaben nach ziemlich widerstandsfähigem Beginn später nach. Geld war heute zunächst Weiler fester. Lagesgeld, d. h. heute auch Geld über Ultimo, 6 bis 8 Prozent; die übrigen Sätze unverändert. Rach den ersten Kursen erfuhren die meisten Papiere noch weitere ein- bis dreiprozentige Abschwächungen. Siemens verloren 4 Prozent, wobei ebenfalls herabgestimmte Dividendeerwartungen mitbestimmend gewesen sein dürften. Bankaktien gingen erneut bis 2.5 Prozent zurück. Berger wurden verspätet 4 Prozent niedriger und Bemberg minus 3,5 Prozent festgesetzt. Gegen 12.45 Uhr machte sich auf dieser ermäßigten Basis etwas Deckungsneigung geltend. Aufgewärmler kohl. Zur Erklärung des Wortes Kohl im Sinne von Geschwätz, Unsinn zieht die Bücherweisheit seit Herders Aeuherung: ..Man kocht einerlei Wortkohl immer wieder" das Wort eines römischen Satirikers heran, die crambe repetita, den wieder aufgewärmten und wieder aufgetragenen Kohl. Das geht durchaus auf ein Gerede über Dreitgekretenes. besonders auf regelmäßig wiederholten Lehrstoff. Aber es gibt verschiedenen Kohl. Kohl ist erstens das Gemüse, das wir so mit dem aus dem lateinischen caulis entlehnten Worte bezeichnen, namentlich in den Redensarten: seinen eigenen Kohl bauen, alten Kohl wieder aufwärmen — von abgetanen Geschichten reden; der Mittel- und Süddeutsche nennt es Kraut, wie er auch nur Sauer-, Rot- und Weißkraut kennt und ihm etwas nicht den Kohl, sondern das Kraut nicht fett macht. Mit diesem besonders den Norddeutschen geläufigen Worte Kohl hat aber nichts zu tun der Kohl, den man macht oder reißt, mit dem man «jemand verkohlt. Er ist nicht das Erzeugnis des Gärtners und des Kochs, sondern des Köhlers. Dieser stellt Kohl aus seiner Kohlstatt her unter Entwicklung von Rauch und Qualm, und dieser „blaue Dunst" hat dem Kohl die Bedeutung des nichtigen, womöglich aufschneiderischen Geschwätzes und des Unsinns und Spaßes verliehen; wer sich verkohlen läßt, läßt sich blauen Dunst vormachen. Im Erzgebirge sagt man auch Qualm oder Ruß machen leeres oder unwahres Geschwätz vorführen. Daß man diese Herleitung heute nicht, mehr kennt, hat der Geschlechtswechsel des Wortes Kohl verursacht, von dem der Köhler seinen. Ramen hat. Als brennbar kennen wir heute nur die Holz- oder Steinkohle. Die letztgenannte beruht auf Übertragung des Wortes Kohl(e) für die längst vorhandene Holzkohle auf eine neuentdeckte Sache; sie vollzog sich zuerst 1429 im Saargebiet (steyne kolc); damals war bereits das im Mittelalter sächliche und männliche Wort kol, ahd. cholo, weiblich geworden, doch hat sich landschastlich das männliche Geschlecht noch bis ins 17. Iahrhundert und darüber hinaus erhalten, so noch 1804 in Merkers Beschreibung von Kursachsen. Der Wechsel des Geschlechts hängt damit zusammen, daß das Wort meist in der Mehrzahl gebraucht wird: aus dieser bildete man eine Einzahlform weiblichen Geschlechts, ein Borgang, der auch bei vielen anderen Wörtern zu beobachten ist, z. B. ergab die Kunst und Wissenschaft. Professor Emil Preetorius geht nach Berlin? Rach der Meldung eines Berliner Blattes wir) in M ü n cy e n davon gesprochen, daß eine Berufung des bclanntcn Graphikern, B: hnen- bildners und Lehrers an der Münchener Staats- fchule für angewandte Kunst, Professor Dr. Emil Preetorius, nach Berlin beabsichtigt sei. Obwohl man den Weggang des Künstlers von München lebhaft bedauern würde, sieht man in den dortigen Fachkreisen doch ein. daß Preetorius als Lehrer an den Berliner Bereinigten Staatsschulen ein sehr ergiebiges Arbeitsfeld und überhaupt in der Reichshauptstadt bedeutende Möglichkeiten eines produitiven Schaffens finden würde. — Preetorius ist Hesse; er wurde 1833 in Mainz als Sohn des früheren Großherzoglich Hessischen Generalstaatsanwalts Dr. Preetorius geboten, studierte 1905 06 in Gießen Iura und bestand hier sein Referendar- und Doktorexamen. Später besuchte er die Kunstgewerbeschule in München. Schon während feiner Studentenzeit wurden künstlerische Arbeiten von ihm im Gießener Kunstverein ausgestellt: eine Anzahl seiner Bilder befinden sich auch in hiesigem Privat- besitz. — Eine Bestätigung der Berliner Meldung bleibt im übrigen abzuwarten. Ueberreichung des LessingpreiseS an Friedrich Gundols. Im Großen Saal des Hamburger Rathauses fand, wie uns gemeldet wird, die Ueberreichung des Lessingpreises an Professor Dr. Friedrich G u n d o l f statt. Zu der Feier waren neben den "Vertretern des Senats und der Behörden viele bekannte Persönlichkeiten des geistigen Lebens der Stadt, der Universität, der Mehrzahl Haare zu der sächsischen Einzahl Haar in Obersachsen die volksmähige Einzahl die Haare (ich habe eine Haare drin gefunden); aus dem mittelhchd. zäher ergab sich durch die Mehrzahl hindurch die Zähre, aus der Einzahl der traben die Träne, aus dem Schlaf die Schläfe usw. C. M. König Georgs Uhren. Während Iagdabenteuer und Modelaunen des Prinzen von Wales die Oeffentlichkeit dauernd beschäftigen, während jeder kritische Gentleman in dem Prinzen sein leuchtendes Vorbild erblickt, ist über das Privatleben des englischen Königs wenig bekannt. Rur ab und zu weisen ein paar Bemerkungen auf den persönlichen Geschmack und die Neigungen des Königs hin. Da wird jetzt bekannt, daß zwölf ausgewählte Feinmechaniker beauftragt sind, die Uhren des Königs zu putzen. König Georg ist ein passionierter Uhrensammler und bewahrt die schönsten Stücke — 360 an der Zahl — im historischen Schloß von Windsor auf. Zwei dicke Folianten, die in der Hoskanzlei liegen, sind dieser Uhrensammlung gewidmet. Als wertvollstes Stück gilt ein eirundes goldenes Ührchen, mit Liebespfeilen aus Brillanten geschmückt, das Heinrich VIII. der schönen Anna Bolehn zum Angebinde gab. Rachdem Anna Boleyn trotz Diadem und Ehering auf dem Richtblock verblutet war, wurde ihr Besitz verteilt, und die Uhr kam in fremde Hände. Erst Königin Victoria hat das Kleinod dem Königshaus zurückerworben. Unter den verschnörkelten Uhren der Rokoko- und Darockperiode fällt ' groß und kunstlos eine der berühmten „Protestuhren" auf, die nächtlicherweise in den Londoner Straßen aufgestellt wurden, als das Parlament Pitts Vorschlag über die Uhrensteuer angenommen hatte. Sie versenkten ihre Uhren in Truhen und Kästen und liefen auf die Straße, um nach der Uhr zu sehen; aber sie zahlten keinen Penny Uhrensteuer. Uebrigens sind auch im Buckingham-Palast, dem Stadtschloß des Königs, über hundert seltsame Uhren aufgehängt. Darunter ein wahres Muster an Präzision. Ieden Tag punkt zwölf Uhr springt ein kleines Männchen aus dem Werk und bringt die Zeiger automatisch in ihre richtige Lage. Obschon diese Spielerei schon vor der Revolution entstand und zu Rapoleons Zeiten über den Kanal wanderte, versieht das eiserne Männlein noch heute pünktlich seinen Dienst. Diese Uhr ist das Lieblingsstück des Königs. Buntes Allerlei. Schule, der jBühne und des Schrifttums erschienen. Bürgermeister R o ß übergab die Urkunde mit e ner Ansprache, auf bic_ Professor Gundols mit einer kurzen Ansprache für die ihm erwiesene Ehrung dankte. Auf die persönlichen Worte des Dankes folgte ein Vortrag Gundo Iss über „Karl In mermann, eine Huldigung an einen großen Deutschen, der nicht vergessen, doch auch nicht ganz w'.rksarn geworden ist '. Büchertisch. — Hans Heinrich Ehrler: Die Frist. 200 Seiten 8". Leinen 4,80 Mk. München 1930. Georg Müller "Verlag. (374). — Dies ist ein Buch, in welchem ein Sterbender, dem der Arzt nur iwch ..die Frist" zweier oder dreier Monate geben kann, sein Leben schreibt, die Erlösung seines Lebens vom Tode letzthin. So erwacht dies sterbende Leben in seiner engen Liebe zu den Dingen erst zum eigentlichen Leben ... auch im Hinblick auf Heimat, 'Deutschland, auf "Vergangenheit, Glück und Schuld ... in wunderbarer Weise zu Marianne, der Gattin und Geliebten .. . und alles wiederum im Sinne der letzten milden Wissenschaft. — 1 000 Worte Deutsch. Ein Sprachführer für Nachdenkliche von Dr. Franz Lepp- m a n n, mit Zeichnungen von S ch ä s e r - A st. Verlag Ullstein, Berlin. Preis der Kassette 5 Mk. (167; — Dieser Sprachführer ist amüsant und gründlich. Er enthält nicht nur Dinge für den unmittelbaren praktischen Gebrauch, sondern auch solche, die zur allgemeinen Bildung gehören. Er verteilt den Stoff praktisch in einer" Kässette auf einzelne Hefte. Ieoes von ihnen Dringt zunächst das Grammatische und dann eine Rubrik „Sprachwidrig-Fehlerhaftes", in der sprachlich nicht korrekte Sähe gegeben und zur Schärfung des Sprachgefühls unter genauer Begründung verbessert und richtiggestellt werden. Ferner enthält jedes Heft einen Abschnitt, in dem die vielen im Volksmunde üblichen Redensarten ihrer Bedeutung und Entstehung nach betrachtet werden. So erfährt man z. B. etwas über Wendungen, wie „Es ist die höchste Eisenbahn" oder „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts." Einer der brennendsten Fragen, dem Fremd- wörertgebrauch, ist ein besonders ausführliches Kapitel gewidmet, ebenso dem „Schiefen Bild", den Auswüchsen der Geschäftssprache, den verschiedenen Mundarten und anderen Erscheinungen der Sprache. Ueberatl mischt sich Ernstes mit Heiterem, Nützliches mit Angenehmem, Notwendiges mit Anregendem und Interessantem. Dr. Franz Leppmann zeichnet als Verfasser des reizvollen Lehrbuchs, das sich auf die Arbeiten verdienstvoller Sprachforscher und insbesondere auf die Veröffentlichungen des „Allgemeinen Deutschen Sprachvereins" stützt, der Maler Schäfer-Ast hat einen großen Sack luftiger Zeichnungen darüber ausgeschüttet. Letzte Nachrichten. Doppelter Bruch des Oderdammes bei Ohlau. Oh lau, 31.Off. (WTv. Junffprudj.) In der Nähe von Lcheidelwih ist heute nacht der Oderdamrn auf dem rechten Oberufer zweimal gebrochen, und zwar einmal in der Nähe der Försterei Lcheidetwitz 15 Kilometer oberhalb Ohlau und zum anderen etwa einen Kilometer weiter stromabwärts, und zwar in einer Breite von etwa 80 Meter. Die Massermasfen ergießen sich in die anliegenden Forsten. Scheidelwitz steht vollständig unter Wasser und ist von jedem verkehr abgeschnitten. Auch die telefonischen Verbindungen sind unterbrochen. Schweres Einsturzunglück in Villach. Klage nfurth, 31. Oft. (WTV. Drahtmeldung.) In Villach ist heute der Neubau der Polizeikommission eingestürzt, wobei 3 0 bis 4 0 Arbeiter unter den Trümmern begraben wurden. Bisher wurde 1 Toter festgestellt; man rechnet jedoch mit mehreren Toten. Die Polizei, Gendarmerie, Vundee-polizei und Feuerwehr sind zur Rettung erschienen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Neichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H. Frankfurt a. Dl. Ncrlin Frankfurt a. M 25erlln Frankfurt a. M. Scrlin Banknoten. Schluß, t-tchr. Schluß», turü Anfang« fiur» Schluß-, ture> 1 1-uyr. Kore Schluß» > kure | Anfang- Kurs Schluß» l»llhr. Jlur^ (•"rtilufi, SMnfnnn. Berlip, 30. Oktober (Neid Briel flur# Amerikanische Noten..... Nclgijctse Noten ....... Tonische Noten ....... Englische Noten ........ Französische Noten . ...... Holländische Noten....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten ....... Schweiler Noten........ Spanische Roten........ Dichechoslowakiiche Noten..... Ungaüiche Noten ..... Devisenmarkt Berlin 4.187 58.25 111.88 20,34 16.43 168.48 21,88 111.83 58.93 2,47 112,33 81,16 46.61 12.395 73,20 - Jranffur 4,207 58.49 112,32 20.42 16.49 169.16 21.96 112.27 59.17 2.49 112.77 81 .48 46.79 12,455 73,50 a.rn. Datum 30 10 31 10 30 10. 31. 10 ‘Datum 30 10 31 10 30 10 31 10 Datum 30 10 31 10 30 10 31 10 6% Deutsche Retcheanieth« 6 cm 1927 .......... 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .......... Ttutfdic ÄnI.-Ablüs.-Schuld mit Auslol.-Rechten....... Dedgll ohne AuSlos.-Rcchte . . 8% He«. Bolkestaal von 1929 trüchahlb. 102%)...... Oberhesscn Provinz • Anleihe mit AuSlos.-Rechten....... Deutsche Nomen. SammelabL Anleihe Serie 1..... 6% Rrünlf. Hyp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% firanli. Hnv -Bank Goldpsc unkündbar bis 1932 ..... 9 ..... 8% Pr Landespiantbriesanstalt. Komm.-Obl. R. 20...... 7% Pr. Landec-oianvbriesanstalt, Pfandbriefe R. 23...... AL-Ä. abg. Por^negk-Obligationen. rückzahlbar 1932 4% Oestcrretchische Golbrente . . <.2O% Oesterreichische Selberrente <% Oesterreichische Einheitliche Renke........... 4% Ungarische Yoldrente .... 4% Ungarifche Staatstente v. 1910 414% öeSfll. von 1913 4% Ungarische Kronenrente . . <% Türkische rjollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1..... 4% deSgl. Serie 11....... 6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ......... Rumänische vereinh. Rente von 1913 .......... 4% Rumänische vereinh. Rente . 87 98 54.4 6,6 89 50,5 51,2 98,5 93,25 85 100 97 97 94 26,5 ’ 3 1,8 23,3 18,5 4,15 8,75 6.85 54.13 4,4 87,25 98 54.3 6,75 88.5 51,4 100 97 97 26,7 3 1,85 23,6 19,25 1,85 4,45 14,13 6,3 II 1 II 1 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 1 1 1 | 1 I 1 1 ^amdurg-ülmertka Paket . . . < Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Tamvsschiss.....10 Norddeutscher Llolid.....8 Allgemeine Deutsche Ereditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz und Prioat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und Dtsconlo-GeleUschaft, ... 10 Dresdner Bank......10 Relchsban!........12 AEG.. .......... Bergmann.........9 Elektr. Lieferung^elellschaft. 10 Licht und Lrasl......io Felten & Builleaume . . . iy. Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Derle 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Sdiudett & (lo.......ii Siemens & Halske ..... 16 Transrabio ........ t llabmeyerLEo......... Buderus..... .... 6 Deutsche Erdöl ....... 6 Eiiener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 Harpcner ........ 0 Hoeich Eisen. ....... 8^, Ilse Bergbau ....... IC Iklöcknerwerke . ....... 7 Köln-Rcuessen. . ...... 7 ManneLmann-Röhrea .... 7 ManSselder Bergbau . .... 7 Lberschles. Eijenbedarf .... 6 Oberschici. LokSwerke.....7 Phönix Bergbau . .... 6Y- Rheinische Braunkohlen . . 10 Rheinstahl c Vttebeck ...... V 77,5 - 77,4 99,25 132,5 118,25 154,75 114 113,75 122 118,5 125,25 96 127,25 182 147 53,75 67,75 91 89.5 70,5 73,5 40 67,5 179 80,5 - 2 105.25 116,75 112 112 116,75 138 123.5 124 134,25 178 53,5 66.25 — 80,25 — 77,65 77,75 99.25 106.5 132,75 117,25 154,75 113.75 113.5 229,5 122,13 139.25 117,5 125.5 127,5 115.9 120 137,5 181.5 148 54,25 68 90,25 90 81 220,5 70,75 82,25 74 40,25 78 81,75 77 76,9 99 105,25 132.75 116.5 152.25 112.25 112 228,5 117.6 124,13 97 125,13 115,5 117,5 135,75 180 54.5 67 89 89 79.13 69.5 80.6 73,25 39,2_5 77 67,5 175,5 80.13 — Bereinigte Stahlwerke . - - Otavi Minen......16'/, Kaliwerke Aschcröleben . . . lo Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15 I. G. Farben Invustrte ... 12 Dtmamit Nobel ....... 6 Scheideanstalt........ 9 Goldschmidt ........& Rütgerswerke ........ 6 Metallgelellichast.......8 Philipp Holzmann......7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Cemenlwerk Karlstadt. ... 10 Wanv & Freytag......8 Schultheis Patzenhoser ... 15 L »werke.........12 ölku...........18 Bemberg ........ 14 Rellftrff Woldbos .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser . . . 8 Teslauer GaS . . ..... 9 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau 21.-®. ..... 0 Rat. Automobil ...... 0 Lrenstein 8 Koppel ..... 6 Leonhard Tieg ...... 10 Svenska ....... Frankfurter Maschinen .... 4 Griyner ..... 6 Hevligenstaedt ....... 0 Funghan,.........6 Lechwerke..........8 Mainkraftwerke Höchst a.M.. .8 Miag...........10 Gebr. Roeder.......io R oint & Haessner ...... 9 «ädbeukiche Sudei .... iu 70 194,5 197 270 142,5 44.25 50.5 85,5 80 — 52,5 70 72 107,5 83 129 17,5 29,5 ’5,5 87 71 93 150 138,5 Illi“? £ | | “! | | £8 1 Ä 1 1 1851 1 11 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1. CD c> r-» 04 70 33.9 268,5 142.25 43 50 85,75 80,25 53,75 180 142.5 70.5 72 107,5 84 83,5 114,5 24,5 129 36,5 50,13 119.75 284 17,75 29,5 25,25 72,5 149.75 136,5 69 33,6 267,5 140,75 43.5 49.5 177.5 141 69.25 107,5 82 83 111,9 24,5 126,5 35.5 50,75 284 — — t — 30 Oktober 31 Oktober Umthdii Mo ierung ®eiD 3rir Bmtllchr ltoturunh Geld ?>rtc Atrist-- ?Hott. rvueii.,Aires Brü.-Antw Christiania. siopendaaen Stockholm . Helsmgtors. Italien. . . London. . . Neupork . . Paris. . . . Schweiz .. Spanien . vroyem . . . Lio de ftan Wien in D-- Ctft. abgest Prag . . . Belgrad . . Budapest - - Bul arten Lissabon Danzig. . . flonftntin- Arden. . Tanada Urn ucN). . Cairo .. 168.86 1,432 58,435 112,13 112,17 112,50 10,548 21,955 20.37 4.1930 16,443 81,38 46.90 2.084 0,423 59.085 12,433 7,431 73,375 3,037 18,80 81,50 1,784 5,435 4,197 3,257 20,885 169,20 1,436 58,555 112,35 112,39 112,72 10,568 21.995 20.41 4.2010 16.489 81.54 47.00 2,088 0,425 59,205 12,453 7,445 73,515 3,043 18,84 81.66 1,789 5,445 4,205 3,263 20,925 168.83 1,437 58.43 112.13 112.14 112,49 10.548 21.95 20,368 4.1925 16,448 81,36 46.65 2,082 0,419 59.085 12.434 7,431 73,37 3,037 18,81 81,48 1.784 5.43 4,197 3,257 20,885 169,17 1,441 58,55 112.35 112,36 112,71 10,568 21.99 20,408 4.2005 16.488 81,52 46,75 2.086 0,428 59.205 12,4*4 7,445 73,51 3,043 18,85 81,64 1.789 5,44 4,205 3,263 20,925 AAA elegante uUÜDamen-Kleider HO Kleider 19” HO Kleider Besichtigen Sie das Schaufenster mit diesen Kleidern! 50 Kleider 30 Kleider preiswert abzugeben. 7418V är& Wetterhahn Fernsprecher 2143 Liebigstraße 3 Damenstrümpfe 1 Rrt K.-Seide, mit kleinen Fehlern> Mk. LUU 6815 A Kein Laden. 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Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigcrausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf rNittwocy, den 26. November 1930 vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 201, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. November 1930 Anzeige zu machen. 7407D hessisches Amtsgericht in Gießen. Landwirtel Hausfrauen! Handwerker! SamStag. den 1. November, nackmitt. 2 bis 6 llbr, Frankfurter Straße 34, Hintergebäude 7412D Letzter Verkauf der landwirtsch. Geräte, Werkzeuge, Haus- und Küchengeräte, Rodelschlitten Spielwaren usw. zu jedem annehmbaren Preis. H. Kirchner,Treuhänder Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Lohnkutschers Karl huhu senior in Gießen, Rillergaffe Nr. 23, wird gemäß § 24 Vergl.-O. heute am 30. Oktober 1930, mittags 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. 7408D Der Kaufmann Heinrich Friedrich in Gießen, keplerstraße 5, wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 20. November 1930 bei dem Gericht anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag, 28. November 1930, norm. 10 Ahr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 204, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkurs, mässe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Kon- kursverwalter bis zum 20. November 1930 Anzeige zu machen. 7408D hessisches Amtsgericht in Gießen. Bekanntmachung. Auf Beschluß des hessischen Oberoersiche- rungsamts in Darmstadt vom 22. Oktober 1930 wird die unterzeichnete Kasse ab 1. November 1930 geschlossen. Wir ersuchen daher, alle Forderungen bis zum 31. Ja- nuar 1931 einschließlich anzumelden. Später gemachte Ansprüche können nicht mehr berücksichtigt werden. 7401V Gießen, den 30. Oktober 1930. Der Vorstand der Vetriebskrankenkaffe der Firma heyligenstoedt & Lomp. AG. 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