en. JSii iftt lal ^ch°rdt. JjJ die 6t$. fr QU 6Ä. X Seigt Privat- Mutung n. Menschen als "'Men Wag. ' Molkern bis ?u Eichenbachs. Dr ^udoIs.Arch^ ' ^Eunz, unb 31 ^^uenten 5?J« ^len. wnflinit in fflün. Ebehandlung mit J Ae LlKavivlett. o Nahrungsmitteln * Hirsch. Dies- > v'dmct Dr.Huld« swdernen Aachitis. >r. Sroeöel, Dad- gen ftapitet übet )en Houpiteil bei Denn dieses Heft Klärung des Pu« cherdem noch dir us den "Stert deS hinzuweifen. g S- ‘Srudmami 1930. Das borlie» . überraschend gro» erlen der Maleret anmutenden kunft« tierischen Kostümen. ) Lent, vornehmlich mpsindung und aus« Orgmische in der August Dabbergers. iftmaim, malerische id Franz Masererl: tel-Enttvürse, kunst- lanbtoebetei bis zu : Vitrine unb ben "W11 ' Dänen J % ’n ^"kgion ?°NL. tunesL ^r. " ges^^en M vor K. ^en nb der *■*!?% nbrannf. ' den » °nn> n ulammen Men. int- Funkspruch) Die be- mmy Desti n n, die ter vergangenen Nacht ie Künstlerin, die sich begeben Halle, um sich ilt einen Schlaganfall, tigern Namen Killt 878 in Prag geboren, in „Cavalleria NO' Berliner Hofoper aus, -n Erfolges sofort en» der Berliner hosoper re hindurch an; W ich in Bayreulh, ^ Prag. 3n ben M ; Gast im Londoner 908’ wurde sie n°n nlers in Prag M eaters ernannt. M AMrila engagiert, mit sensationellem 58,335 Ill-Z 112' 112$ 10,$ ri-9> 20-37? ‘-'S I6.4-5. 80-92 55-16 2-059 0-879 58,96 12-Ä 7,33? 73-245 3,030 19,12 1-50 1,811 5,445 .142 3,7« 20-90 TisT 58,13 111-70 10,332 '6,435 67,78 1,855 11,53 58,70 2,465 112,05 80,84 53-71 12,33 72,90 58-215 111- I1I-« 112L 10-508 21-8? 20-33? 4,181 16-415 60,7 55.0’ 2-055 0,477 58,86 12,36 7,37? 73,105 3,02 18, ts & 4,184 58,37 112-14 20,412 16-495 168,46 21-935 111-9 58,94 2.485 112-4? 81,16 53-93 12,38 73 20 jtanHuilJ— Nr. 25 Erster Blatt 180. Jahrgang Donnerstag, 50. Januar 1930 ern in allen deutschen Ländern in mehr oder min- I de rem Maße sich beobachten läßt? Es ist die Auswirkung des Niedergangs der wirt- I s cha ftl i che n Konjunktur, d:e noch verstärkt wird durch die weitgehende Gebundenheit der Län- I der an das Reich, bei dem die finanziellen Bedürf- ' Nisse der Länder nicht immer die gebührende Be- i rücksichtigung gefunden haben. Die derzeitige Finanz- not des Reiches ist bekannt. Um seinen äußeren und inneren Verpflichtungen nachzukommen, sichert es t sich die erforderlichen Dcckungsmittel vor allem aus - Duellen, an deren Erträgen auch die Länder ! teil haben. Da dem Reich die Gesetzgebung auf diesen Gebieten zusteht, ist der Einfluß der Länder — : trotz ihrer Mitwirkung an der Reichsgesetzgebung • im Reichsrat — auf de Gestaltung der einzelnen Maßnahmen nicht sehr groß. Ohne auf die Bedürfnisse der Länder Rücksicht zu nehmen, wurde auf diese Weise d i e Lohnsteuer von Jahr zu -Jahr herabgesetzt. Von 1929 ab wurde das über 1300 Mill'onen hinausgehende Aufkommen der Lohnsteuer dem Reich für Ausgaben auf dem Gebiete der Invaliden- und Knappfchaftsoer- 1 sicherung Vorbehalten. Daneben nahm das Reich aus dem Gesamtaufkommen der Einkommen- und Um= I seitzsteuer einen Sonderanteil von 120 Milli i o ne n Mark in Anspruch, mit dem es zum I Zuge kommt, wenn dieses Gesamtaufkommen 4500 | Millionen Mark übersteigt. Alles Maßnahmen, die l»?rhindern, daß die Länderanteile sich selbst bei nor- 1 ittaler Konjunkturentwicklung so steigern können, wie *< -'s dem natürlichen Anwachsen der Länderausgaben I entsprechen würde (— selbstverständlich müssen diese, I da für den größten Teil derselben Reichsnormen I maßgebend sind, gleichen Schritt halten mit den I Neichsausgaben —). Für das Doranschlagsjahr 1930 I entsteht in Hessen eine Mindereinnahme Ian Reichs st euern von ü b e r 2 Millionen Mark gegenüber dem 1928er Ergebnis. In, diesem | Zusammenhang darf auch noch daran erinnert wer- ' den, daß der frühere Eisenbahnbesitz der Länder, eine ihrer ergiebigsten Einnahmequellen, Iauf das Reich übergegangen ist, ohne daß bis jetzt das Reich außer der Schuldenübernahme etzvas Tatsächliches dafür geleistet hat. Dazu kommt noch für Hessen etwas anderes. Es if, noch von keiner Seite ernstlich bestritten worden, daß unser Land schwere Schädigungen durch den Rhein-Ruhr-Kampf erlitten hat unb noch erleidet. Es kommt dies am besten ülim Ausdruck, wenn man sich die Entwicklung des Schlüsselanteils an den Reichs st euer« Überweisungen aus der Einkommen- ' steuer vor die Augen hält. Er ist seit dem Zeitpunkt, in dem die nachteiligen Wirkungen des Ruhr- fempfes sich geltend machen, von 2,28 a u f 1.86 fzurückgegangen, und hat jetzt erst wieder sich knapp über 1,9 erhoben. Daß die finanzielle Be- d-iängnis in Hessen dadurch besonders groß werden mußte, braucht deswegen nicht Wunder zu nehmen. Der Staatsvoranschlag füri930 Der Staatsvoranschlag für 1930 ergibt einen Fehlbetrag von 6,9 Mill. M k. — gegenüber einem Fehlbetrag von 11,7 im Jahre 1929. Sicherlich fein erfreuliches Ergebnis. Unb selbst dieses noch recht ungünstige Verhältnis zwischen Einnahmen unb Ausgaben konnte nur durch a-uheror deutliche Maßnahmen erreicht teerten. Die sachlichen Ausgaben sind nicht erhöht Porten; Personalanforderungen tourten grundsätzlich abgelehnt. Daneben mußte man für 1930 noch zu Sonder-Maßnahmen greifen, die sich finanziell sofort auswirken. Man darf sich nicht verhehlen, daß es sich dabei um Eingriffe Deutelt, die recht tiefgehend sind und die man zum Teil auf die Dauer nicht wird aufrocht- erhalten können. Sie werten nur durchgeführt werten tonnen, wenn man die Hoffnung Hut, demnächst in anderer Weise Ersatz für sie zu schaffen. Die Rotmaßnahmen dieses Sofortprogramms erstrecken sich sowohl auf die Einnahmen als auch auf die Ausgaben. I. Einnahmen. 1. Bis zur Durchführung der in Aussicht genommenen organischen Sparmaßnahmen sollen die Pflege- sätzebeidenHeil-u. Pflege- a n ft a 11 e n so festgesetzt werden, daß sich die laufenden Betriebseinnahmen und Ausgaben ausgleichen 2. Erhöhung der Einnahmen aus Gc- richtsgebühren usw. 3. BeitragderGemeindenfür jedeVolksschullehrerstelle im Betrage von 200 RM. 4. Erhöhung der Ablieferung von Bad-Nauheim II. Ausgaben. 1. Herabsetzung des Zuschusses zum Landestheater um (Die Gesamtersparnis ist Natürlich wesentlich höher: sie kommt mit weiteren 163 000 RM. der Stadt Darmstadt zugut.) 2. Wegfall des Zuschusses zur Der- sicherung san st alt für gemeindliche Beamte 3. Verminderung der Polizei st e 11 e n einlchl. der entsprechenden sachlichen Ausgaben, mit Einschluß der Polizei im besetzten Gebiet 4. Ermäßigung der Bauunterhal- tungskosten um ein Drittel 5. Ermäßigung des Beitrags zur Straß en Unterhaltung 6. Einsparung auf dem Gebiete des Voltsschulwesens durch Erhöhung der Klassenstärke 7. Abstriche bei den Fortbildungsschulen 8. Desgl. bei den höheren Lehr- a n ft a 11 e n , Bürgerschulen und gewerblichen Schulen RM. 568 OOO 1OOOOO 734 OOO 300 OOO RM. 200 OOO 170.000 550 OOO 745 OOO 200 OOO 690 000 100 000 280 000 Die Gesamtersparnis bei den höheren Schulen ist wesentlich höher, kommt aber zum Teil den Gemeinden zugut. Es ist bereits eine Schulgelderhöhung eingetreten, die für den Staat eine Erleichterung seines Zuschusses um rund 350 000 RM. bringen wird. 9. Abstriche bei den Kosten der Universität und der Technischen Hochschule 10. Verbesserungen bei den F e l d b e ° reinigungs-, Kulturbau- und Vermessungsämtern 11. Desgleichen bei dem Landgestüt 12. Mit Rücksicht darauf, daß die Aufwendungen für den Wohnungsbau in den letzten Jahren mehrfach über die gesetzliche Verpflichtung hin- ausgegangen sind, hat man sich' entschließen können, diese Ausgabeoor- sehung um 2 Mill, zu vermindern. Es wird dies um so leichter zu ertragen sein, als der Wohnungsbau ohnediesin dem seitherigen Maße nicht weitergeführt werden kann, da das Geld für die erststelligen Hypotheken zur Zeit fehlt. 230 000 100 000 20 000 2 OOO 000 Außer diesen Verbesserungen durch besondere, zum Teil einmalige Maßnahmen (Sofortprogramm) soll auf dem ganzen Gebiet der Staatsverwaltung eine planmäßige organische Vereinfachung durchzeführt werten, soweit möglich im Anschluß an die Vorschläge des Reichsfparlommissars. Es hantelt sich um einen recht bedeutsamen Dehördenabbau mit entsprechender Verminderung der De- amtenzahl. Wie diese organisatorischen Maßnahmen sich zahlenmäßig bereits im Jahre 1930 auswirken werten, läßt sich natürlich nicht bestimmt sagen. Man darf aber wohl in Verbindung mit anderen allgemeinen Sparmaßnahmen darauf rechnen, daß eine weitere Verbesserung um 700000 Mark möglich fein wird. Hoffnungen auf den Zinanzausgleich. Wie bei allen Ländern kann auch bei uns eine volle Gesundung der Finanzen nur erhofft werden von einer Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse und von einer entsprechenden Gestaltung des Finanzausgleichs mit dem Reich. Gesunde Län- i er sind ebenso wichtig tote ein gesundes Reich. Eine befriedigende Lösung ter bevorstehenden Finanzprobleme kann also nur darin erblickt werden, wenn sie nicht allein dem Reich, sondern auch den Ländern das Gleichgewicht in ihren Haushalten verbürgt. Der Minister erklärte u. a. noch, daß Hessen mit seinen Landessteuern gegenüber den anderen Ländern nicht so weit gegangen sei. Wenn heute über die drückende Steuerlast geklagt werde, so sei. das in der Hauptsache auf die direkten Reichs st euern und die außerordentlich hohen Gemeindeabgaben zurückzuführen. Jetzt mühten auch die Gemeinden scharf mit dem Spargriffel an ihren Etat Herangehen. Bei der Auferlegung des Gemeindeanteils von 200 Mark zu der Lehrerbesoldung sei zu beachten, daß die hessischen Gemeinden durch den inneren Finanzausgleich günstiger gestellt seien als in anderen Ländern. Würde man z. B. den toürttembergischen Finanzausgleich anwenden, wo außerdem die Gemeinden noch 40 bis 80 Prozent zu den Lehrergehältern beisteuern mühten, so könnte der Fehlbetrag im Staatshaushalt wahrscheinlich ausgeglichen werden. Die eingehenden Ausführungen des Finanzministers ergänzte Staatspräsident Ör. Adelung nach der allgemeinpolitischen Seite hin. Er erklärte: Wir leben in einer Zeit stärkster wirtschaftlicher Depression, die uns zwingt, noch mehr wie bisher einer Einschränkung und Vereinfachung in allen Zweigen der staatlichen Verwaltung zuzustreben, aber auch Maßnahmen zu treffen, von denen wir hoffen, daß sie vorübergehend sind und die nur dazu dienen sollen, dem Staat über die Rot der Zeit hinwegzuhelfen. Dabei müssen wir sorgfältig darauf bedacht bleiben, daß nicht wichtige Kulturgüter in ihrer Substanz geschädigt werten, so daß sie später nicht leicht wieder zu neuer und wenn möglich größerer Blüte gebracht werden könnten. Wir brauchen bei dieser Arbeit die verständnisvoUe Mitwirkung aller, vor allem der Presse. In der Oeffentlichkeit ist hie und da auch die Frage der Umglleöerung Deutschlands mit der Finanzfrage in Verbindung gebracht worden. Sie wissen, daß die Hessische Regierung mit allem Rachdruck eine zweckmäßigere Gliederung Deutschlands, den wirklich dezentralisierten Einheitsstaat, anstrebt. Sie wissen auch, daß die Hindernisse auf dem Wege zu diesem Ziele nicht in Hessen liegen. Wir werden trotz aller Widrigkeiten unsere Bemühungen unverdrossen f o r t s e h e n. Wenn aber der Glaube erweckt würde, daß durch den Anschluß Hessens an ein anderes Land öie finanziellen Röte behoben würden, so wäre das eine grobe Täuschung der Bevölkerung. Kein Kenner ter Verhältnisse hat jeweils behauptet, daß die llmglieterung Deutschlands erhebliche Ersparnis se brächte. Die Vorzüge der Um» glieterung liegen vorwiegend auf organisatorischem Gebiet. Das Reich wie sämtliche Länder und Gemeinten haben aber alle ohne Ausnahme finanzielle Röte und kommen nicht darum herum, im eigenen Bereiche Ordnung zu halten und zu schaffen. Das gilt natürlich auch für Hessen. Die Regierung hat den festen Willen, dies zu tun und sie hegt die Hoffnung, daß ihr das auch gelingt, wenn alle einsichtigen Kreise des Landes dabei mithelfen. Weitere Erläuterungen zum Sparprogramm. Keine Kürzung der Beamtengehälter. Die den Ausführungen der Minister folgende Aussprache brachte zu manchen Punkten des Sparprogramms wichtige Erläuterungen. So wurde zu der in der Oeffentlichkeit aufgeworfenen Frage einer Kürzung der Deamtenge- h ä 11 e r erklärt, daß eine solche Kürzung für später einzustellente Beamte möglich sei. Für die derzeitigen Beamten sei das nach den Vorschriften ter Reichsverfassung, dem Urteil der höchsten richterlichen Instanz und ter allgemeinen Auffassung ter Staatsrechtslehrer nicht mög- l i ch, auch nach der Au/fassung der Gesamtregierung inopportun. Außerdem könne ein Land allein nicht vorgehen. Um Millionen zu ersparen, müßte man auch bis tief in die unteren Gehälter hinabsteigen. Bei ter letzten Besoldungsregelung sei gerate ein Teil der höheren Beamten sehr vorsichtig behandelt worden, während bei den mittleren und unteren Beamten eine ganze Reihe von Sparten über die allgemeine Regelung hinausgehoben wurde. — Die zweifellos schwere Belastung ter Gemeinden durch Heranziehung zu den personellen Unkosten der Volksschule (Punkt 3 der Einnahmen) glaubt die Regierung auch für bedürftige Gemeinden dadurch erträglich zu machen, daß für diese ein Ausgleichsstock geschaffen wird. — Die Mehrablieferungen Bad- Ra u he i m s (Punkt 4 ter Einnahmen) ergeben sich aus Sparmaßnahmen (1OOOOO Mk.) und Entnahmen aus dem Emeuerungsstock (200 000 Mark). Landestheater und Universität. Zu ten Streichungen am Etat des Kultusministeriums erfiärte ter Staatspräsident, daß zum Landestheater die Stadt Darmstadt tem Lande einen Zuschuß von 45 Prozent leiste. Man glaube nicht, in ten Etatkürzungen weitergehen zu können, ohne daß das künstlerische Riveau des Landestheaters schwer leide. In den Verhandlungen mit Mainz und auch mit Frankfurt über eine Theatergemeinschaft mache die Orchesterfrage die größten Schwierigkeiten, weil überall das Opernhausorchester der Grundstock des musikalischen Lebens der Stadt bilde. Den für Gießen besonders bedeutsamen Punkt 9 ter Ausgaben: Abstriche bei den Kosten der Universität erläuterte der Staatspräsident dahin, daß diese Abstriche sich aus einer Reihe kleinerer Einzelbeträge zusammensehen, die man im einzelnen dem zuständigen Referenten überlassen habe. Im übrigen erfordere die Universität auch im Zusammenhang einer vielleicht sich als notwendig ergebenden Rationalisierung im gesamten deutschen Hochschulwesen eine besonders sorgfältige und pflegliche Behandlung, da hier die Pflanzstätte einer fast vierhundert Jahre alten Kultur zu verteidigen sei. Zewbereinigung, Landgestüi und Wohnungsbau. Wirtschaftsminister Korell erläuterte eingehend die geplanten Einsparungen im Feld- bereinigungs-, Kulturbau- und D.e rmessungswesen. Fast vier Millionen Mark habe der Staat an Darlehen für Zwecke der Feldbereinigung hergegeben. D'.e Vorschüsse würden gekündigt werten, wobei genau geprüft werte, welche Gemeinden in der Lage feien, Rückzahlungen zu leisten. Besonders bei den geringen Böden des Vogelsbergs werde man bei den Rückzahlungssorderungen sehr maßvoll fcorgefren. Schließlich erläuterte ter Minister auch noch die geplante Umorganisierung des Landgestüts, das zu teuer arbeite. Der Staat werde in Zukunft lediglich die Hengste ankaufen, sie jedoch bewährten Psertezüchtern übergeben. Zur Verminderung des Betrages für den Wohnungsbau erklärte ter Wirtschaftsminister, daß die Bauwirtschaft dadurch wohl beeinträchtig' werde: da aber zur Zeit Gelder für erste Hypotheke nnicht vorhanden feien, könne ter Staat feine Darlehen, die zweitklassig rangieren, zum Teil gar nicht vergeben. Mit dem Eintritt der Flüssigkeit am Hypothekenmarkt und ter dann besseren Wirtschaftskonjunktur könne ter Staat wahrscheinlich dann auch wieder den vollen Betrag für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen. Außerdem würden im besetzten Gebiet durch den Abzug der Besatzung viele Wohnungen frei. Die DerwaliungSreform. Heber den beabsichtigten Dehördenabbau konnten von den Vertretern der Regierung noch keinerlei präzisierten Angaben gemacht werden. , Der Staatspräsident erklärte, daß der organi'che Umbau ter Verwaltung noch im Stadium ter Erwägungen sei. Welche Kreis-, Feldbereinigungsund Forstämter, Schulen und Amtsgerichte umorganisiert werden müßten, stehe noch nicht fest. Viele llmorganifationen würden sich pekuniär sofort nicht sehr stark auswirken (ein aufgehobenes Kreisamt bringe personell eine Ersparung von 25—30 000 Mark), sondern erst im Laufe ter Zeit. An diesen Einsparungen komme man aber nicht vorbei. Wenn einer Stadt ein Amt genommen werde, solle ein anderes Amt dorthin verlegt oder ihr erhalten werden. Eine völlige Entblößung von Aemtern sei nicht vorgesehen. Staatspräs.d.nt Dr. A d e l u n g erilärt? ferner, baß das Gutachten des Sparkommissars bei dem Sofort-Sparprogramm der Regierung keine Rolle gespielt habe. Hm den Gemeinden helfen zu können, werde in der nächsten Woche bereits in Berlin eine Konferenz der Länder-Finanzminister stattfinden, die der Verbesserung des Finanzausgleichs dienen soll. Nie Reichsreform in Süd- deutschlaud. Die Zusammcnschlntzbestrcbunqen in Württemberg und Baden. .,® t u 11 g a r t, 29. Jan. (WB.) Jrn FinanzauS- schuh des Landtages erklärte Staatspräsident Dr. D o l z auf eine Anfrage hinsichtlich des Zusammengehens von Württemberg und Baden, daß Baten die Geneigtheit zum Zusammenschluß aussprechen müsse. In ter Aussprache betonte ein Zentrumsredner, daß die Frage vorsichtig beurteilt werden müsse, da Württemberg nur der gebende Teil wäre. 3n ähnlichem Sinne sprach sich ein Redner des Bauernbundes aus. Zur Frage der Aufhebung der Exklaven betonte der Staatspräsident, Preußen habe eine Ruhepause in den Verhandlungen gewünscht, weil diese Frage mit der Reuregelung des Verhältnisses zwischen Reich und Ländern geregelt werden solle. Das Zentrum beantragt ein Roggenbrotgeseh. Zur Stützung des Roggenmarktes. Berlin, 29. Ian. (Priv.-Tel.) Die .Germania" meldet: »Die gegenwärtige bedenkliche Marktlage für unser Getreide, die sich trotz aller Desserungsversuche durch die Zollgesetzgebung im Dezember 1929 weiter verschlechtert, hat iem Vorstand der Zen- trumsfroktion des Reichstages Veranlassung gegeben, durch Dr. Perlitius und Vizepräsident Esser unter Hinzuziehung des Fraktionsmitgliedes Rauheim, als Vertreter der Däclerinnungen, in ernster Aussprache mit dem Herrn Minister für Ernährung und Landwirtschaft über baldige Maßnahmen zu beraten. Die eingehenden Verhandlungen mit dem Minister haben unter anderem dahin geführt, daß man sich nach den Vorgängen bei Weizen auch bei Roggen stark einstellen müsse auf wirtschaftliche Maßnahmen im Inland. Im Einvernehmen mit der Bayerischen Volkspartei habe das Zentrum einen Antrag eingebracht, in dem die Reichsregierung ersucht wird, beschleunigt dem Reichstage den Entwurf eines Roggenbrotgesetzes zugehen zu lassen, das den Verbrauchern den Genuß von wirklichem Roggenbrot sicherstellt und dadurch gleichzeitig zur Stützung des Roggenmarktes beiträgt." — Die Reichsregierung ist bereit, diesem Anträge zu entsprechen. SozialdemokratieundReilMank. Ein Jnitiativgesetz zur Abänderung des Ncichsbankftatuts. Berlin. 29. Jan. (V.D.Z.) Die sozialdemokratische Reichstagssraktion faßte folgenden Beschluß: Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hält an der währungspolitischen Unabhängigkeit der Reichsbank und den entsprechenden Schuhbestimmungen im Reichsbankgeseh unbedingt fest. Sie verwahrt sich jedoch aufs schärfste gegen die Eingriffe des Reichsbankpräfiden- ten in die Führung der deutschen Politik. Sie ist deshalb der Auffassung, daß die Staatsgewalt in der Demokratie einen maßgeblichen Einfluß auf die Ernennung und Abberufung des Reichsbankpräfiden- ten und auf die ZufammenfehungdesGe- n e r a l r a t s haben muß. Da nach Annahme der Dounggef?he die Möglichkeit zu einer Abänderung des Relchsbankgefehes und zur Reuwahl des Reichebankpräsidenten gegeben ist, hält die Fraktion ein I n i t i a t i v g e s e h für notwendig, durch das das Reichsbankgeseh entsprechende Sicherungen erhält. Sie beauftragt den Vorstand der Fraktion, die nötigen Vorbereitungen zu treffen. • Der Beschluß bet sozialdemokratischen Reichs- tagsfraktion wird von den Berliner Blättern allgemein als ein aussichtsloses Beginnen bezeichnet, da keine Möglichkeit bestehe, eine Mehrheit dafür zu bekommen. Die »Germania" weist darauf hin, daß die Sozialdemokraten mit diesen Forderungen keinerlei Gegenliebe bei den übrigen Koaliti- vnsparteien finden werden. Auch die »Voss. Zeitung" sagt, eine Mehrheit für dies Initiativgesetz sei nicht vorhanden, so daß es bei einer Demonstration bleiben werde. Der „Börsen-Courier" bezeichnet den Beschluß gleichfalls als eine aussichtslose Aktion. Die »Börsenzeitung" sieht darin einen maskier tenRück- zug. Offenbar sollten mit der Einbringung des Antrages nur agitatorische Stoede verfolgt werden, man wolle den aufgeputschten Massen gegenüber das Gesicht wahren und veranstalte deshalb das übliche parlamentarische Scheingefecht. Das Defizit der Reichsbahn. Berkehrssteuer oder Tariferhöhung. Berlin, 30. Jan. (Priv.-Tel.) Die Reichsbahn hat ihren Haushaltsplan für das bevorstehende Geschäftsjahr ausgestellt. Für rund 150 Millionen Mk. fehlt jedoch die Deckung. Sie hat zwar auf Grund der Haager Vereinbarungen die Möglichkeit, Auslandgeld hereinzubekommen, niemand wird ihr aber Kapital zur Verfügung stellen, wenn es z u r Ausbalanzierung ihres Etats dienen soll. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, das Defizit zu beseitigen. Da wäre einmal die Aufteilung der Erträgnisse der Verkehrs st euer zwischen dem Reich und der Reichsbahn, zum anderen aber die Verwirklichung der seit dem Sommer vorigen Jahres schwebenden aber noch nicht genehmigten T a - riferhöhungspläne. Allzu viel Hoffnung de- steht nicht, daß das Reich von den Einnahmen aus der Verkehrssteuer einen nennenswerten Betrag an die Reichsbahn abtritt, so daß wohl schließlich nichts anderes übrig bleiben wird, als au einer neuen Tariferhöhung zu schreiten, von der bereits der Reichsbahnkommisfar in seinem Jahresbericht gesprochen hat. Beseitigt muß das Defizit unter allen Umständen werden, weil die Reichsbahn nach dem Young-Abkommen die Reparationslasten mitzutra- gen hat. Wir würden es allerdings bedauern, wenn kein anderer Ausweg als der der Tariferhöhung bleibt, weil dann di« deutsche Wirtschaft eine weitere Last von rund 150 Millionen M k. auf ihre Schultern nehmen muß. Was Tariferhöhungen bedeuten, wissen wir alle. Sie führen zu Lähmungen der Wirtschaft und verhindern ein Absinken der Arbeitslosenziffern. Allein aus diesem Grunde sollte nichts unversucht bleiben, um die Tariferhöhung zu verhindern. Oie Aussichten auf dem Baumartt. Berlin, 30. Jan. (Priv.-Tel.) Die finanziellen Aussichten für die Entwicklung der kommenden Bau- faifon sind außerordentlich schwer einzuschötzen, aber trotzdem hat es die „Baumelt" kürzlich unternommen, über dieses wichtige Thema eine Untersuchung anzuftellen. Für den Wohnungsbau wird mit einem Rückgang von 10 v. H. für die Unternehmun- gen gerechnet, die bisher oon ben Staatsgebäude bei besonderen Anlässen in den Farben weiß und blau zu beflaggen. Im Befinden der Königin von Schweden, die sich ihrer angegriffenen Gesundheit wegen seit längerer Zeit in Rom aufhält, ist eine Verschlechterung eingetreten. Die Königin leidet unter häufigen Anfällen von Atemnot, die als besorgniserregend anzusehen sind. Auch die Herztätigkeit ist zur Zeit wenig befriedigend. Die körperlichen Kräfte der Königin sind bedenklich geschwächt. Aus aller Wett. Die Passagiere ber „Monte Cervantes" auf der Heimfahrt. Die 1400 Passagiere des untergegangenen Dampfers „Monte Cervantes", bie an Borb ber „M onte Sarmiento" heimbeförbert werben, haben bie unvorhergesehene Unterbrechung ihrer Vergnügungsreise gut überftanben. Als bie „Monte Sarmiento" bie Unfallftelle passierte, spielte bie Kapelle z u Ehren Kapitän Dreyers, ber beim Untergang ber „Monte Cervantes" den Tob fanb, einen Trauermarsch, währenb bis Passagiere bas Haupt entblößten. Die Passagiere erken- nen bankbar an, baß sie in ber Strafkolonie, In der sie auf bie Ankunft ber „Monte Sarmiento" warten mußten, mit größtem Entgegenkommen ausgenommen würben. Das Urteil im Dinkelscherbener Elfenbahnprozeß. Im Dinkelscherbener Eisenbahnprozeß wurde das Urteil verkündet. Wegen fahrlässiger Tötung, fahr- lässiger Körperverletzung und eines Vergehens der Transportgefährdung wurde Weichensteller HÜb - l e r zu drei Monaten und Oberwerkmeister Müller zu fünf Monaten Gefängnis unter Anrcch- nun von vier Tagen Untersuchungshaft verurteilt. Beiden Verurteilten wurde bis 1933 Bewährungsfrist eingeräumt. Die Mitangeklagten Amler, Karner und Wiedenbauer wurden entsprechend dein Anträge des Staatsanwalts freigesprochen. In der Begründung wird gesagt, es sei erwiesen, daß Hübler die Weichenstellung unterlassen habe. Er habe falsche Meldung erstattet, als er die Herstellung der Fahrstraße meldete, ohne sich von der Stellung der Weiche vorher zu überzeugen, obwohl er hierzu Kraft seines AmteS verpflichtet gewesen sei. Bei dem Angeklagten Müller halte das Gericht es für erwiese^ daß er die Teilung an dem schmalen Schlitz $td)5 Inder 1 len W j Dafscr. I Tischl-< lern zu i beilele l«$ mal flW ! Drei »i «in« : Mlen a Dann a u । wurden le Di« Trohe < ! Indiens ;n den C i 2Hcla'2Q( : i-aden. Indus, ' Iorausst ! Die Zah geschätzt. Die! Wie b< sich bei d pagos-N den M t er und e den Nn 1 um lü do fieöcln un ftufenu - ncits im - ' 'sichren ut wirliichi- § r kel Dor d q.’gcn öei hob.'ne 21 er sich d «llährd nch in feu bahnhvs ' : fahrenden hatte. De^ ten SM Tromp Frau gebrar Zeit fei Lust AU nicht dar« ÖdBfanoi anwalt f geklagten gefährdu subjet richt schl an und < 29. Ji tVKt(5!ei lutiib % bie j-( _Don b 6üö[eite !'ung- 3i P&ten, a "ten ai turen bit M-, m t/b-tte Lafl- Do, jo£ ®raf Är ,N> T>',‘0 K 1,1 * « z-schätzt. . jtoung nicht bewußt war uno somit o e i Objektive Tatbestand fehle. Das Grohherzogspaar leit Vorbehalten. Für teil vorgesehen, zu tetn Syauled geloben /in-. b daß ihnen ihre Gewissenhaftig« leit im Dienste allgemein bezeugt wurde, ferner, haß in dem ülnglüc s-ug württembergiiche Wagen , ngcstellt waren, außerdem, daß dieser Zug so li cet beejt war. Sir. f rschwcren) falle die fürchtete S xre d:s Hn-ludS i.'.s Gewicht. Sechs Kinder vom Tode des Ertrinkens gerettet. In der Rähe von Ianowih bei Klatlau stürz- uetx sechs Kinder, die auf dem Eis spielten, ins , iSalfcr. Der zufällig des Weges kommende ergehilfe Polcar eilte den Kin« Hilfe, brach aber selbst ein. Polcar zer- Mß bie’SoXXiton« ung dem VeichS- hi hat, hat ter Äei^ ten ter Vereinigung, üntwort zugehen lassens servativen Vereinigung iches Meingetenken tei und für das Gclöbnii h gern entgcgemehme. urg, Veichspräsiteni lehnte gegen die Stur- n und einige ohmma m sozialdemolratiM ung der Staätt' rn jn den iit /eibt es bet » -rr/enötaatsgeMte in ten Sorten M idin von Schwe« Rom aGnst. \W* p_ Die KöniginJeiW r M I, irrMnf«' bn die °n »°^derl gesehene Unte AS -b.°« **Ä enbohl>pr^L,u>,A E Lcrg^b- fän^'Lft oerurle it ?Lr m^ten sS’-l u ^Äei dein 2 'len . O n? PW -S A T7ör33y^V ■*’ fiPariS^, /rar /Aittv/ochi 29. Januar jgSQJ^abdSjrz^, C wolkenlos o neuer. (H nai6 oedecki. ® wolkig. • Bedeckt • Regen, * Schnee ä Graupeln B MeDel K Gewiper.^windslille. sehr lct.hte> Osi -nass.-fle' Südsüdwest Q stürmische« RordWesl t 1 pieue ihtgen mn oem wmdt Die Beiden Stationen stenenden Zahlet oeBen die Temperatur an. Pie Linien verBmden Orte nut qlelchea> > ui' neeresmveau umaereenneten Luftdruck Lvcucrvorausiage. pon der neuen Tiefdruckstörung gewinnt die Dfeitc auf dem Festlande weiter an Ausdeh- uvg. Ihr Einfluß wird zu wolkigem Wetter ihren, aber nur mäßigen Temperaturanstieg Dec« wichen. Aiederschläge, jedoch nur vereinzelt, •t len auf, die bei den herrschenden Tempera- itrtn vielfach als Schnee niedergehen. Wettervoraussage für Freitag, ^o-iübergehend wo.kiges Wetter mit geringem leriperaturansticg, vereinzelt leichte Aieder« Icüge, meist als Schnee. D i 11 e r u n g s a u s s ich t e n für Sams« h 6- Vorübergehend aufheiternd, sonst wenig Üen-ibcrung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 29. Januar: mittags tC,6 Grad Celsius, abends — 0,4 Grad; am 6. 3anuar: morgens -f- 0,1 Grad. Maximum kl Grad, Minimum — 1,2 Grad. Crdtempera- I rtn in 10 cm Tiefe am 29. Januar: abends 0,4 Iwb, am 30. Januar: morgens 0,3 Grad Celsius. Amtliche Wintersportnachrichten. Schwarzwald. Feldberg, liebel, minus lErad, 20 Zentimeter Schnee, gekörnt, Ski« wd Aodelmöglichkeit gut Alpen. Hirschberg: Aebel, minus 5 Grad, f Zentimeter Schnee, Firnschnee, Sportmöglich- bit für Ski gut, für Rodel mäßig. Harz. Draunlage: Rebel, minus 4 Grad, -l^)brochene Schneedecke, vereist, Sportrnöglich- »it nur stellenweise vorhanden. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 30. Januar 1930. Fremdkörper. Don Dr. mcb. Hans Krauß, Lichtenfels. Mit dem Worte „Fremdkörper" bezeichnet man Gegenstände der verschiedensten Art, sofern sie auf irgendeine Weife in eine Körperhöhle oder nach Durchbohrung der Haut in den Körper selbst eingedrungen sind. Die Gefahren, die durch Fremdkörper ausgelöst werden, find verschieden groß. Bei einer gieichzeitigen Verletzung der Haut ist die wichtigste Frage die nach den mit- eingedrungenen Krankheitserregern oder Bazillen. Denn sie find daran schuld, wenn es nachher zu Eiterung, Blutvergiftung oder zu Starrkrampf kommt. Darum sollten Verletzungen nicht dann schon als geheilt angesehen werden, wenn der Fremdkörper selbst wieder aus der Haut entfernt ist, sondern erst, wenn auch alle miteingedrungenen Daz llen unschädlich gemacht find. Richt selten wird der Arzt nach der eigentlichen Wundreinigung noch eine Einspritzung von Tetanusheilserum zur Verhütung des Starrkrampfes vornehmen. Das ist besonders nötig, wenn die Wunde mit Gartenerde oder Straßen- schmutz verunreinigt war, weil der zumeist damit vermengte Pferdedung besonders reich an solchen Starrkrampferregern ist. Wie bei den genannten Verletzungen, so ist auch bei dem Eindringen eines Fremdkörpers in eine Körperhöhle die rechtzeitige, sachgemäße Hilfe von größter Bedeutung. Richt umsonst wird darauf hingewiefen, daß man Kalkspriher, die dem Maurer ins Auge spritzen, nicht durch Reiben zu entfernen versuchen soll. Die einzig zweckmäßige Behandlung besieht in dem Aus- spülen des Auges mit einigen Litern reinen WasserS. Dann kommt ein Schuhverband über das Auge, und so wird der Verletzte unverzüglich zum Arzt geführt. Auch bei Fahrten mit der Eisenbahn kann man immer wieder beobachten, daß mancher Reisende, dem ein .Kohlenstäubchen ins Äuge geflogen ist, es durch Reiben zu entfernen sucht. Was ist die Folge? Das Kohlenstäubchen wird immer fester in die zarte Schleimhaut des Auges hineingedrückt, so daß es von dem einsetzenden Tränenstrom nicht mehr sortgeschwemmt werden kann, und der Schmerz wird immer größer. Am besten ist es, das Auge durch einen losen Schutzverband ruhig zu stellen und sobald als möglich ärztliche Hilfe aufzusuchen. Je weniger das Auge durch starkes Reiben gereizt ist, desto leichter wird dem Arzt die Entfernung des Fremdkörpers gelingen. Gar oft sitzt der Fremdkörper nicht auf dem Auge selbst, sondern auf der Innenseite des oberen Augenlides. Das letztere muß deshalb umgedreht werden, und das gelingt um so leichter, je ruhiger der Kranke sich dabei verhält. Das fällt den Kindern natürlich sehr schwer. Um so mehr muß man diesen immer wieder einschärfen, daß sie aus dem fahrenden Zuge nicht nach der Loko- motive vorschauen, weil von dort der ganze Kohlenstaub herkommt. Auch in der Landwirtschaft kommen Augenverletzungen durch Fremdkörper häufig vor, so besonders beim Garbenauflagen zur Erntezeit und beim Dreschen. Auch in solchen Fällen wird das ülebel durch Reiben am Auge nur verschlimmert. Aber es kommt hier noch etwas hinzu: Während die Kohlenstäubchen meist bazillenfrei sind, weil sie ja aus dem Feuer der Lokomotive kommen, ist das bei den Grannen und Spelztrümmern der Arhre nicht der Fall. Darum muß man bei landwirtschaftlichen Augenverlehungen stets mit der Gefahr einer schweren Eiterung rechnen. Fremdkörper in Rase und Ohr sind auch nicht selten die unliebsamen Folgen kindlichen Spieles. Hm das zu verhüten, muß sich die Mutter bei jedem Gegenstände erst überlegen, ob sie diesen ihrem Kinde in die Hand geben darf. Erbsen, Bohnen, Perlen, Rägel, Knöpfe sind ebenso gefährliche Spielzeuge, wie scharfkantige Gegenstände oder Zündhölzer. Fremdkörper in der Rase find im allgemeinen durch den Arzt leicht wieder zu entfernen. Gefährlicher ist ungeschicktes Hantieren am Ohr des Kindes. Ost ist schnell ein hilfsbereiter Rachbar zur Stelle und fängt an, mit einer Haarnadel oder sonst einem harten, länglichen Gegenstände nach dem Eindringling im Ohr zu fahnden und mehr oder weniger kräftig in dem Gehörgang des schreienden Kindes herumzubohren. Dabei stößt er natürlich die Erbse oder was es sonst sein mag, nur immer tiefer in den Gehörgang hinein. Bald kann er sie nicht mehr sehen, während sie anfangs ganz außen im Gehörgang lag. Das verdoppelt seinen Eifer. Da auf einmal, was ist das? Blut! Run wird dem Helfer doch selbst vor seinem Werke bange und er drängt darauf, daß das Kind zum Arzt gebracht wird. Für diesen wäre es ein Leichtes gewesen, den Fremdkörper zu entfernen, wenn nicht andere durch ihre Pfuscherei diesen in die Tiefe des Gehörganges gestoßen und dabei auch das Ohr selbst noch schwor verletzt hätten. Jetzt wird der fest eingekeilte Fremdkörper wohl nur noch auf operativem Wege entfernt werden können, und die Eltern müssen sich glücklich schätzen, wenn nicht infolge der Ohrverlehung auch das Hörvermögen des Kindes dauernd beeinträchtigt bleibt. Diese wenigen Beispiele aus dem Leben des Alltags beweisen, wie verhängnisvoll ein Fremdkörper werden kann, wenn nicht jede falsche Behandlung vermieden und sogleich ärztliche, also sachverständige Hilfe in Anspruch genommen wird. Hessischer Landjugendbund. Der Hessische Landjugendbund hielt dieser Tage im Saale des Hotel Hindenburg dahier feine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Der Bundesvorfitzende Robert S ch m i d t (Steinheim) kam im Verlaufe feiner Begrüßungsansprache an die stark besuchte Versammlung auch auf die wirtschaftliche Rot der Landwirtschaft zu sprechen. In einem Rückblick auf die Geschichte des Bundes im letzten Jahre wurde u. a. eingehend der eindrucks- volle Landvolttag in Hungen, der aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Hessischen Landjugendbundes gefeiert wurde, erwähnt. Rach der Rechnuvgs- ablage, die ein zufriedenstellendes Bild zeigte, wurde dem Geschäftsführer Lenz (Friedberg), der gleichzeitig die Grüße des Altlandbundes überbrachte, Entlastung erteilt. Als Rechnungsprüfer wurden auf die Dauer von 3 Jahren die Herren Pape (Rodheim), T r e u f ch (Echzell) und Mohr (Gam- bach) gewählt. Die Ergänzungswahl des Vorstandes brachte folgendes Ergebnis: Fenchel (Ober- Hörgern), der dem seitherigen Vorstande auch angehörte, sowie Heinrich Weil (Echzell) und Willi 3 u (a u f (Eudorf). Redakteur Dümas (Friedberg) hielt dann einen Vortrag über die politischwirtschaftliche Lage, welcher mit großem Beifall ausgenommen wurde. Zum Punkt „Drganifations- fragen" erklärte der Vorsitzende, daß Werbeoer- fammlungen in den Orten Bellersheim, Wohnbach, Bettenhausen, Muschenheim, Ulfa, Stornfels, Inheiden und Utphe, weiter auch im Bezirk Lich und später in der Alsfelder Gegend stattfinden Auch den Samariterkursen wurde von Seiten der Dersamm- hing reges Interesse entgegengebracht. Im Bezirk Lich, wo Dr. Schaad den Unterricht erteilt, naht der Kursus seinem Ende. Im Laufe dieses Winters sollen noch in den Orten Hungen, Steinbach und Gambach solche Lehrgänge abgehalten werden. Der Bund beaosichtigt, im Laufe dieses Jahres eine Ein- heitskleidung eiiuufüljren, es soll jedoch keinerlei Zwang auf die einzelnen Bezirke ausgeübt werden. Ende Mai 1930 soll eine Gesellschaftsfahrt zur D.L.G.-Ausstellung nach Köln unternommen werden. Die Veranstaltung eines Landvolktages im kommenden Jahre bleibt dem engeren Vorstand überlasten. Das Bundesschießen wurde für dieses Jahr der Iugendgruppe Rodheim in der Horloff zugesprochen. Nachdem unter „Anträge und Wünsche" noch einige zu lebhaften Debatten führende Punkte erledigt waren, schloß der Vorsitzende Schmidt die sehr arbeitsreiche Tagung. Taten für Zreitaq, 31 Januar. Sonnenaufgang 7.40 Ahr, Sonnenuntergang 16.47 ilßr. — Mondaufgang 8.55 llßr, Monduntergang 18 28 Ußr. 1797: der Komponist Franz Schubert in Wien geboren; — 1863: der Dichter Friedrich Rückert in Reuß bei Koburg gestorben. ("»ies;ener räochcnm '.rktpreisc. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140-180, Matte 30-C5, Wirfing 15—20, Weißkraut 10—15, Rotkraut 15—20, Gelbe Rüben 12—15, Rote Rüben 12—15, Spinat 25—35, Unt.- Kohlrabi 8—10, Grünkohl 15—20, Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat 100—120, Tomaten 70—80, Zwiebeln 10—15, Meerrettich 50—80, Schwarzwurzeln 40—60, Kartoffeln 4,5—5, Aepfel 10 bis 15, Birnen 10—15, Dörrobst 30—35, Honig 40—50, Rüffe 50 -80 Pf. das Pfund; Tauben 70—80 Pf. das Stück; junge Hähne 120—130, Suppenhühner 100—120 Pf. das Pfd.; Eier 14 bis 15, Blumenkohl 50-100, Salat 25-35 Pf. das Stück; Endivien 80—100, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5—15, Rettich 10—20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Pfund; Käse 10 Stück 60—140Pf.; Kartoffeln 3,80-4,00, Wirsing 10-12, Weißkraut 7—8, Rotkraut 10-12, Aepfel 10—12, Dirnen 8—10 Mk. per Zentner. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: „Der Gedanke" (Gastspiel Paul Wegener), 19.30 bis 22 älhr. — Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende: Vortrag von Professor Dr. Mombert: „Einführung in das Verständnis der gegenwärtigen Wirtschaft", 20.15 Hßr, Großer Hörsaal des Dorlesungsgebäudes der äilniversität. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Chariie Chaplin in „The Pilgrim" (Der Pilger) und „Feine Leute". — Astoria-Lichtspiele: „Flucht aus der Hölle" (ein Frcmdenlegionärsilm). — Aus dem St adttheaterbureau wird uns geschrieben: Das Paul-Wegener- Gastspiel ^Der Gedanke" von Andrejew beginnt 19.30 Ußr. — Morgen erste Wiederholung des Lustspiels von Verneuil w rst mich heiraten!" — Sonntag, 2. Februar, 18,30 Ußr: Fremden- Vorstellung zu ermäßigten Preisen, zum letzten Male ^Katharina Knie". — Dienstag, 4. Febr.: „Die lustige Witwe". — Gagita. Man schreibt uns: Der Verkauf der Eintrittskarten zum Kostümfest der Dühnen- mitgäcöer hat begonnen. Cs wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß alle Kostüme willkommen sind; Kostümzwang besteht nicht. Es werden zwei Tanzkapellen konzertieren. Kabarett- vorstellung der Mitglieder des Stadttheaters, Tanzpaar Ewald Bäulke. — Vorträge über Hölderlin und R o v a l i s. Die zwei letzten Vorträge der angekündigten Vortragsreihe von Lic. Robert Goebel behandeln das Thema „Rovalis und die Kunde einer neuen Welt". Diese beiden Vorträge können auch von solchen gehört werden, welche die Vorträge über Hölderlin nicht besucht haben. Erster Rovalis-Vortrag: Freitag, 31. Januar, 20.15 Ußr, Llniversität, Hörsaal 41. (Siehe heutige Anzeige.) — Vortrag in der Burg Hohensolms. Man schreibt uns: Da die Frage nach dem Verhältnis zur Kirche heute weiteste Kreise beschäftigt, dürfte die vom Christdeutschen Bund am Sonntag, 2. Februar, auf Burg Hohensolms veranstaltete öffentliche Tagung weithin Interesse finden. Es wird dort der bekannte Offenbacher Künstler Professor Dr. Rudolf Koch über feine Stellung zur Kirche sprechen, um eine Aussprache über die Kirche einzuleiten. Mit der Tagung wird eine kleine Ausstellung von Erzeugnissen aus der Kochschen Künstlerwerkstätte verbunden. Der Beginn des Vortrags ist so gelegt, daß er von Auswärtigen bequem erreicht werden kann. (Siehe heutige Anzeige.) — M ä r ch e n n a ch m i 11 a g im Katholischen Vereinshaus. Wie im Anzeigenteil bereits bekanntgegeben, findet am morgigen Freitagnachmittag im Kath. Vereinshaus ein Märchennachmittag mit Vorführung von Lichtbildern, veranstaltet von dem Märchenerzähler Direktor Rowakowsky, statt. Aus die Veranstaltung, die den Kindern einige frohe Stunden verspricht, fei noch einmal besonders hingewiesen. **Die Steuererklärungen für die Frühjahrsveranlagung 1930 betrifft eine Bekanntmachung der Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen im heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. Die Steuererklärungen sind vom 1. bis 15. Februar abzugeben. " Dienstjubiläum bei der Reichsbahn. Der Rottenmeister Wilhelm Klein aus Klein-Linden, der bei der hiesigen Bahnmeisterei HI beschäftigt ist, konnte am Montag auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Dem Jubilar wurden von dem Amtsvorstand die Glückwünsche des Reichspräsidenten, der Reichsbahnhauptverwaltung, der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. und des hiesigen Betriebamtes übermittelt. Der Leiter der Bahnmeisterei HI beglückwünschte den Jubilar im Rainen der Dienststelle. " Unfall im Gießener Bahnhof. Gestern abend ereignete sich im hiesigen Bahnhof ein Unfall dadurch, daß beim Verladen einer acht Zentner schweren Kiste in den Gepäckwagen des um 22.35 Hßr nach Dillenburg fahrenden Perscnmzuges die Kiste umkippte und den im Gießener Bahnhof stationierten, in Wieseck wohnhaften Zugschaffner Heinrich Rubi traK Der bedauernswerte Mann erlitt eine tlaffenbe Kopfwunde und Verletzungen am Fuße, so daß seine älebersührung nach der Chirurgischen Klinik erforderlich war. " Eine große städtische Brennholz» Versteigerung findet am morgigen Freitag im Gießener Stadtwald statt. Wie uns mitgeteilt wird, lagern die zum Ausgebot kommenden großen Holzmengen nicht allzu weit von der Stadt entfernt, so daß sich für die Käufer günstige Hetmbcförde- rungsmoglichkeiten ergeben. Die Versteigerung, die im gestrigen Anzeigenteil bekanntgegeben wurde, beginnt um 9.30 Uhr, Zusammenkunft im Alten Anne- röder Weg an der 7. Schneise. Don der Autolinie Holzheim-Gießen. (X) Holzheim, 29. Ian. Seit mehr als drei Jahren erfreut sich unser Dorf in Gemeinschaft mit Grüningen, Watzenborn-Steinberg und Gambach einer Autoverbindung nach (Meßen. Der Betrieb ist so, wie man sich ihn nicht besser wünschen kann. Privater Unternehmungsgeist hat ihn Ende 1926 ins Leben gerufen und leitet ihn noch heute zur vollsten Zufriedenheit. Rasch, bequem, sicher und zu einem erträglichen Preise kann man die Stadt erreichen. Mit Grausen denkt man der Zeiten, in denen man bei Wind und Wetter eine Stunde oder gar noch mehr zu marschieren hatte, wenn man die kleinste Reise unternehmen wollte. Leider hörte man in den letzten Wochen immer wieder Gerüchte, daß diese Autolinie in andere Hände überginge, ja sogar übergehen müsse, obwohl der jetzige Besitzer keinen Grund habe, sie abzugeben. Leider dürfte der Besihwechse! für die Benützer der Autolinie nicht von Vorteil sein. Schon hört man, daß die Zahl der täglichen Fahrten vermindert und die Fahrpreise erhöht werden sollen. Alle Vehörden, die es angeht, sollten es sich angelegen sein lassen, eine Erschwerung und Verteuerung der Verbindung mit Gießen zu verhindern. Kreistag in Büdingen. ch Büdingen, 29. Ian. Unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. G a ß n c r hielt heute der neugewählte Kreistag des Kreises Büdingen im Sitzungssaal des Kreisamtes Büdingen seine erste Sitzung ab, zu der zwanzig der gewählten Mitglieder erschienen waren; ein Mitglied fehlte entschuldigt. Rach der Einführung und Verpflichtung der Mitglieder wurde die Wahl der Krei sausfchußmitglic- d e r vorgenommen. Es waren zwei Wahlvor- schläge eingegangen mit dem Kennwort: „Wolf- Effolderbach" und „Sozialdemokratische Partei". Aus jede dieser beiden Listen entfielen zehn Stimmen. Als gewählt gelten somit ment ersten Wahlvorschlag: Rich. Wolf (Effolderbach), Heinr. Mäfc^r, Landwirt Wolf. Rudolf Schweikher, Techniker Ortenberg; vom Wahlvorfchlag2 sind gewählt: Gz. Hildner, Bürgermeister in Büdingen, Friedr. Dietz, Vorarbeiter in Rommelhausen und Dr. Alfred An- d r a e , Oberamtsrichter in Ortenberg. Der Kreistag erklärte die Wahl für gültig. Preußen. Kreis Wetzlar <> Hochelheim, 28. Jan. Auf Veranlassung des Kriegervereins fand am Samstagabend im Saale der Gastwirtschaft Philipp Jung ein M i - litärkonzert statt, das vom Musikkorps des 1. Batl., Inf.-Rgts. 15, Gießen, unter Leitung des Obermusikmeisters L ö b c r gegeben wurde. Das Konzert war zahlreich besucht. Im ersten Teil wurde Streichmusik, im zweiten Teil Blasmusik geboten. Vor Beginn des Konzerts fand eine Feier am Kriegerdcnkmal statt, bei welcher der Vorsitzende des Kriegervereins eine Ansprache hielt lind die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte. cv> Dornholzhausen, 28. Jan. Ain Sonntagabend wurde in der hiesigen Turnhalle ein M i s s i o n s f i l in vorgeführt, in welchem Bilder aus der Arbeit der Evangelischen Muhammedaner- Mission im Nillande gegißt wurden. Die Bilder wurden durch einen Vortrag des Missionsinspektors Held (Wiesbaden) erläutert. Die Feierstunde wurde durch den gemeinschaftlichen Gesang kirchlicher Lieder verschönt. Die Schlußansprache hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider (Hochelheim. — Dieser Tage sand im hiesigen Gemeindewald die zweite diesjährige Holzversteigerung statt, bei der folgende Preise erzielt wurden: Buchenscheitholz 30 bis 32 Mark, Buchcnknüppel 20 bis 26 Mk. je zwei Raummeter, Buchenmellen 10 bis 14 Mark, gemischte Wellen 4 bis 7 Mark je 50 Stuck, Kiefernknüppel 4 bis 5 Mark je zwei Raummeter, Kiefernwellen 4 bis 5 Mark je 50 Stück, Fichtenstangen zweiter Klasse 1 bis 1,50, dritter Klasse 0,50 bis 0,75 Mark, vierter Klasse 0,10 bis 0,20 Mark, fünfter bis achter Klaffe (Bohnenstangen) 0,03 bis 0,05 Mk. . rc.v Marvura. O Fronhaufen (Lahn), 26. Jan. Unsere neugewählte Gemeindevertretung versammelte sich dieser Tage im Rathaufe in Gegenwart zahlreicher Zuhörer zur Reuwahl des Bürgermeisters, des Beigeordneten und dreier Schöffen. Rach Bildung des Wahlvorstandes wurde der Wahlakt vorgenommen, an dem elf Gemeindevertreter teilnahmen. Hierbei- wurde der bisherige Bürgermeister Schnabel mit neun Stimmen wiedergewählt. Zum Beigeordneten wählte man einstimmig den bisherigen Beigeordneten Heinrich T ö r n e r wieder. Für die Schöffenwahl hatte man sich auf eine Liste geeinigt, nach welcher der Land- und Gastwirt Heinrich Ebert, der Efenbahnrotten- führer Georg Scheid und der Dahnarkeiter i. R. Philipp Hoß als Schöffen und Land- und Gastwirt H. Pfeffer als Erfahschöffe gewählt wurden. Bürgermeister Schnabel und Beigeordneter T ö r n e r nahmen mit Dankesworten die, Wiederwahl an. Ein geselliges Beisammensein auf Einladung des Bürgermeisters Schnabel schloß sich in harmonischer Weise an die Wahl- fitzung an. Der Gesangverein bereicherte die geselligen Stunden durch den Vortrag einiger schöner Lieder. RitWidhe Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 1. Februar. Vorabend: 5.15 Uhr; morgens: 9 Uhr; abends: 5.30 und 6.10 Uhr. Israelitische Religionsgemeinschaft. Sabbatfeier den 1. Februar. Freitag abend 4 55 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6.10. — Wochengottesdienst: morgens 7; abends 5 Uhr. '6'2 Statt Karten. Heute nacht 2.30 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Gatte, unser Schwiegervater, Großvater, Schwager, Onkel und Pate Herr Philipp Müller IV. nach arbeitsreichem Leben, im fast vollendeten 66.Lebensjahre. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Frau Katharine Müller geb. Hern. Hausen, den 30. Januar 1930. Die Beerdigung findet Samstag, den 1. Februar 1930, nachmittags 3 Uhr statt. Todesanzeige Heute abend 7,6 Uhr verschied meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Luise Stephan geb. Melior nach langem schweren Leiden im Alter von 52 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Christoph Stephan VIII. Heinrich Stephan Familie Wilhelm Pfeiffer und Angehörige Großen-Buseck, den 29. Januar 1930. Die Beerdigung findet Samstag, den 1. Februar 1930, um 14 Uhr statt. __________ <481) Heute entschlief infolge eines Schlaganfalles im beinah vollendeten 81 Lebensjahr mein lieber Vater, Schwiegervater, unser treu besorgter Großvater und Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Joh. Peter Sann Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hugo Sann. Gießen, den 29 Januar 1930. Die Beerdigung findet Freitag, den 31. Januar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 8270 Heute abend entschlief sanft mein herzensguter und treusorgender Mann, unser lieber Bruder, Schwager. Onkel und Pate Karl Engelhardt im 67. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Katharina Engelhard! Seh. Wallholl. Hausen, den 28. Januar 1930. Die Beerdigung findet Freitag, 31. Januar, nachm. 3 Uhr, statt. 0V34 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen. Wolkengasse 18, den 29. Januar 1930. 83ID Die Beerdigung findet Freitag, den 31. Januar, nachmittags 3l/3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute unseren Innigstgeliebten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn August Marx, Spediteur nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, zwei Tage nach dem Tode seiner Mutter, im 54. Lebensjahre, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen Feinster norwegischer Kabeljau o. K. 5 Pfund Ji 1.50 2Va—5pfünbig. im Ausschnitt 3-6vsündig...... im Ausschnitt.... Schollen ...... Sliturrbnbn..... (Orünc Gerinne BratichcUfiiche Pid. 35 9> Psd. 40 9> Pid. 35 9> Psd. 40 9, Vld. 35 9) P'd. 40 9, Pid. 28 4 Psd. 35 4 prima Aordsee-Schellfische das Piuttd................759, Frische Fischfilets u. Koteletts Bütkttnge beute enureffenb: Pfund 32 9, die Kiste mit netto 9 Srrischev MurnenSohll I weihe,feite Köpfe. Stück 35—70 9> MMMM \ Bakmbosstr.27 : Fernlvr.3631 I__2äA Irische Fische beuie etmrcffcnb: Blutsrische norweg. Schellfische o. K. Karl Leibfried Heuchelheim, den 29. Januar 1930. nC47| Ihr Maar Echten 8151 > billigst 67851) Lager. CarlSchunck Frankfurter Hof Morgen, Freitag, 31. Januar 1930 Ab 9 Llhr: „Wellfleisch mit Kraut Es ladet ein: Karl Theis. 0648 Zlilll ölMliilj'I Wolkengasse. 0612 3rel(ofl.31.3onuflr Hotel Deutsches Haus in Butzbach Kurzwaren erhalten Sie sieb schön und voll be tflsrl. Georauch des Brenn' I lofano- Wydernr StäLe Gerät« für N Fisch-Zentrale Marktlaube. Freitag vormittag la frische Lvüi Di tDDbi den! neu Die Beerdigung findet am Freitag, dem 31. Januar 1930, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehaus Gießener Straße 78 aus statt EinigeTausend Reste in allen Stoffarten spottbillig!! Trikotagen Herren-Unterzeuge Dam.-Trikotwäsche, Strümpfe Jeden Sonntag von 8 Uhr ab Tanz Vorzügl.billige Küche,Weine u.Biere. Eint '/rLit.l.2ö RM. Nur erhältl.Enoel-Apotheil ncNseD firrr'l?1 mir. Samstag, den 8. Februar Großer Maskenball Eintritt ä Person 1.50 Mk. Seefische und 0636 Fisch-Filets 3. & A Berheö, Telephon 22stS. ®i|f -ja (isi ein««1 gleich^' drlber! becam wohnen Lrcslc Staate aber a fanabi und J' dem Ham« -Dtlt trage Auso nische finden der 1 und 1 spreche kochen, HM Sicillu' am 6c in Sri EM Deuts Srüti Lchtm und • und a gesund schm i: W Adr gehen cs ge jener gelas raiio land derzr zu g mit Deul Mill sihe scher gesL die i sind fioloi 12000 bitte1 auch CBüii sucht ihr: den mes, inztv 25 OC Deul Aus neue tomr mehi deut tauf« den eures 2in der l deulsc Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nachmittag 7.15 Uhr, meine Hebe Frau, unsere liebe, stets treubesorgte Mutter, Tochter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Magdalena Leibiried geh. Decker nach längerem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im 53. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Fast neuer Smoking billig au uert 0628 Welkkerltr. 12 v. Rückgratverkrümmung M (Glänzende Eriolae ohne Pc M rnioitötuun. Pest er Srtjnb nco *75— schwere GesundheitSschädtga. u MM frühe Jnvalidiiät. Höchste AuS MDU Actfbnuna it. goldene wiebniUen M1 Slo'tcnlofe Auskunft. 110j2hV oe i F.UIenze), Franklnrt a.®.-Sttd 81 Unter den Akazien 87. suppe AO 9 Hör: VMM mit graut Stadttheater Freitag, 31. Jan., von 20 bis 22'/, Uhr 18.3te. tag-Ml-dohl Do wirst mich heintn I Lustspiel in 4 Afien I von VoutS Bernenil Meine Preise sind für den Ausverkauf bedeutend herabgesetzt, Außerdem gewähre ich während der Ausverkaufstage 10% Rabatt! Abteilung Stoffe Kleiderstoffe, Seidenstoffe Samte, Mantelstoffe Damaste besonders preiswert, in 25 verschiedenen Qualitäten Bettkattune, Bettuchbiber Bettuchleinen, Flanelle Hemdentuche, Zephir Schürzenstoffe u. a. m. rentable Geflügelzucht. Leghorn hübner. (SeflUoetbof in Dltrgentbrim F 5. Kataloq feoltenlrei. Neue aparte Damen- Maskenkostüme ZU verleihen. 76OD £ööprffr. no.| Vereine | Kaufgesuche Kaufe haur mit Tctailgcklbäft n. freier ü-Ztrniner- Wohnung ü. 1. Avni oder fväier. An-,ob' hing bis 30000 Mk. Schriftl. Angebote unter 727D an den Gien. "-'In einer, [Verschiedenes eu.tc outen Privat-MlagM Lchniil. Angeb. nut Preisangabe unter 0610 an d. Gieü.Anz Haus .litt Hof. Stallung u. I sonnt en Hinierae- bäudentS idvtertel), itir jeden Geschäns- benteb geeti., m. fof. beUebb.Hilobnfl. btll. au vetk. Schr.Ang.u. 0631 a. d. Gien. Anz. Wsievlasikm W verkaufen 0630 Cte nttr. 12 H, r. Geleacnbeitskans! Vieoenben. 14 PS- Darm tüdter Hohöl-Motor nnntroenianelöiifen, vertäust tm Auftrag Vranchekundiger, solider Älutomobit- fdetHnlt« für Personen- und Lastwagen gegen hohe Provision gesucht. Schriftliche Angeb. vertraulich unter 0637 an den Gieß. Anz. Vciitiinndinb. Wer k für QiiaNtätslätztnn sucht bianchekundtaen. tübrigen Oeeitttee mit out. Cmvf. Slugeb. tt. 0. 839 an 41a- Haasenstetn & Vogler, Dresden. (722V Becker, Schmiede- meiner, BerSrod. Motorrad l'/r PS. preiswert au verkaufen. 0640 Habit, Vdbetftr. 17. Burg Hohensolms Am Sonntag, dem 2 Februar 1930, vormittags 107, Uhr, spricht Professor Dr. Rudolf KodOilenhach über: „Meine Stellung zur Kirche“ An den Vortrag soll sich eine Aussprache über die Kirche anschließen. Mit der Tagung verbunden ist eine Ausstellung von Erzeugnissen aus der Koch'schen Kunstwerkstätte. Tagesprogramm: 97, Uhr: Frühgottesdienst, 107, Uhr: Vortrag, anschließend Aussprache. 127, Uhr: Mittagssuppe (10 Pf.); nachmittags: Fortsetzung der Aussprache. Tagungsbeitrag 50 Pt. AnreisemögHcbkeiten: ab Gießen nach Bieber 8.20 Uhr, von da 17, Std. Fußweg, ab Wetzlar Bht. Krattpost 9.20 Uhr. Es lädt zu der Tagung ein. Christdeutscher Bund, Hohensolms __________(Kreis Wetzlar)._______62id Das Ideal der Fische! Meine Fisch-Filets o me Haut und Gräten, bratfertig Tflj? ic । frisch, verschiedene dort en. Fisch naus Cuxhaven Markiwtr. 14 (0615] Tel. «417. Wohnhaus mit anstoßendem kleinen Garten (Sau- piaß) in bester Lage, am Äahnhof in Alsield wird Mittwoch, den 5. Kebruar 4930, vormittags 9 Uhr, im Amtsgericht Alsfeld versteigert. - Das Anwesen, in dem seither ein Kolonialwarengeschäft betrieben wird, eignet sich zu jedem Geschäftsbetrieb. Nähere Auskunft ertei i Rechtsanwalt Otto Oornseiff in Alsfeld. Achtung Hausfrauen!! Rhein. Noseukohl, Psd.O 30,2Psd.0.55 BlnmcnkobL Stück von 0.40 Oik. an ovfialat 0.30 Mk. Sehr schön. ,>eldsalai, Endivien. Spanische Blut Orangen ufro. btllinft täglich im Laden, Leltersweg3, u. Samstag auf dem Mark-, a. Eingang d. Bosnischen Gartens. Svau KSmev-Svosch rkicierung frei Haus. Tel 2674. Wohlfahrtsunternehmen mit behördlichem Charakter, sucht BlflHfiirtlei zum 'Besuch der Privatkundschasi. Herren undDaincn, die an ausdauerndes Arbeiten gewöhnt und in der Vogc sind, eine ent- sprechende Sicherheit ah stellen, tuollcn Anaeb. unier B. G. 132 an die Avn -Erv. v. Voorkvvs, Sa-'»» 1. W., gelangen Innen. AWkUieneSme in guter Geschäftslage für GeschältS- Atucde von gutem Uuieinehiuen gesucht. Säiriitl. Angebote unter 8261) an den Gtesrener An-t iger erbeten. 3ii Bemme Wtzet: öflns Slhm 6. Srtitogjljaruat Metzelsuppe AS 9 M: Wkllsieisiü mit Ktanl etite KSt I «rti’; ".S'i«SS¥ ! -bapäne Damen* Masken- kostümt 3« letiei^n, !MHkUl1z । __ Vereine iuiTi UntetUb« :ht [»[ /Städttheäter / Rreifat, 31. -)on von 20 bis L' .Ütk 18. $tt, tag-KMori tattWtt lUuMmet m 4 W l'öoükiouia^etntci' -Verkrümmung ienbc Eriolac ohne i? ötuun. heiler etöntjftt ce ÄeinndhenSschadigr i Qnunlibuäi. HSchiie Ai» uni, u.golötne MebnlUt nlole AuSknnit. slvAi nzel, Frankfurt a.B.-SU! Unter den Akazien 37. --.erhalten Sie w. ul* schön und voll I- fll tfigl. Georauch d- Wl Echten Brom aNser* nach Holen'- ■ Eaaranihll, Schuppe: hwinden.Feiiiparhw:- nseft. l't Liter 0.75 K > t\r eü\h\x\li%wVk'>ttiii alson- Brtaiil Jan. bis 14. Febr. »jse sind für den Aus- -deutend herabgesetzt i i gewähre ich wahrend 1 . rkaufstage ,M! 1 lung Stolle M WJg* te, Märtel*’ Damaste , preiswert, « 25 -dene» 0-»"" jeffllfhllMt »teile, Zephir enstoffe^, ^Wä^he -ntaghemde" »nnachthemden Unterröcke en-Oberhemden •rtj» 5i.«»» Handtuch^^ Tikota? ir,en'-s5*ple rikotwai*L Stoffe» $P urKolliM u( Bismarcks^ 90 Millionen Deutsche in der Wett! Heidelberg am Mississippi, Leipzig in Australien. - Oie Brüder der auöge- wanderten Deutsch-Russen. - Wo die me.sten Ausländsdeutschen leben. Don Rudolf Bier. Dissen Sie, wo Heidelberg, Breslau und Lerp- lin liegen? Die Frage bezieht sich freilich mcht auf die bekannten deutschen Städte am Neckar, in Schlesien und in Sachsen, denn es gibt immer noch mehr Orte dieses Namens. Heidelberg hecht ein kleines Dorf am Mississippi, es gibt^ emrn gleichnamigen Ort im Kapland, eine Stadt Het- delberg in Transvaal und schließlich eine ebenso benannte Ortschaft von etwas über 703 (Sin- wohnern in dem australischen Staat Dictorta; Breslau findet der verwunderte Netsende un Staate Neuyork in der Nähe der Stadt Suffolk, aber auch im Staate Texas und schließlich in der kanadischen Provinz Ontario: in Australien, und und zwar in Tasmanien, gibt es einen Ort mit dem Namen Leipzig, und eine Siedlung desselben. Namens besteht im Staate Neuyork. 3n aller Welt gibt es Orte, die deutsche Städtenamen tragen und in denen die Nachkommen deutscher Auswanderer wohnen. 3m 3nnern des brasilianischen Urwaldes kann man mitunter ein Dorf finden, dessen Häuser aussehen, als ob sie in der Nähe von Stuttgart erbaut worden seien, und dessen Einwohner unverfälscht schwäbisch sprechen: die Hausfrauen verstehen, Spätzle zu kochen, und die Dorfjugend singt schwäbisch« Dolkslieder. Ganz ähnlich sehen die deutschen Siedlungen aus, die in Mngom, in Rumänien, am Schwarzen Meer, an der Wolga und sogar in Sibirien liegen. Es sind jedoch nicht kleine Splitter des deutschen Volkstums, die in die Ferne versprengt worden sind: die Grenzen des Deutschen Reiches umschließen nämlich nur zwei Drittel aller Deutschen, während viele Millionen Schwaben, Badenser, Pfälzer, Hessen, Sachsen und Niederdeutsche in allen Ländern Europas und auch in anderen Erdteilen eine neue Heimat gefunden haben. Man schätzt die Zahl der Deutschen in der ganzen Welt auf 90 bis 93 Millionen Menschen! Aber nicht alle ausgewanderten Deutschen gehen der Heimat dauernd verloren. Wir haben es gerade erlebt, daß ein Teil der Nachkommen jener Deutschen, die sich in Rußland niedergelassen hatten und in Sibirien viele Generationen als Bauern lebten, jetzt nach Deutschland zurückgekommen ist, teils um sich hier niederzulassen, teils um von hier aus nach Amerika zu gelangen. Seit dem Krieg sind aber nicht nur einige tausend deutsch-russische Dauern nach Deutschland zurückgekehrt, sondern weit über eine Million Menschen hat es vorgezogen, die Wohnsitze im Ausland abzubrechen, um sich im Deutschen Reich eine neue Existenz zu grünfrm. Ungefähr 200 030 Ausländsdeutsche, d h Personen, die noch die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen, sind zurückgewandert, darunter vielleicht 20 000 Kolonialdeutsche. Aus Elsaß-Lothringen kamen 120 000 und aus den übrigen abgetretenen Gebieten über eine halbe Million Deutsche. Aber auch viele Männer und Frauen, die längst Bürger fremder Staaten geworden waren, versuchten es, in Deutschland wieder Anschluß an ihr ursprüngliches Deutschtum zu gewinnen. Don den hunderttausend Menschen deutschen Stammes, die zurückkehrten, ist vielleicht ein Drittel inzwischen wieder abgewandert. Außerdem kamen 25 000 Deutsch-Balten, von denen 5000 das Deutsche Reich inzwischen wieder verließen. Das Auslandsdeutschtum ist nicht als eine in den neuen Heimatländern vollständig zur Ruhe gekommene Schicht anzusehen: es erfolgen vielmehr stündig neue Wanderungen der Ausländsdeutschen, und es besteht auch ein gewisser Austausch zwischen den deutschen Siedlungen in fremden Ländern und dem Deutschtum in Mitteleuropa. Am engsten sind natürlich jene Deutschen mit der deutschen Kultur verflochten, die nahe den deutschen Grenzen wohnen. Mehr als sechs Millionen Oesterreicher sind nur durch den Paß von ihren Brüdern in Bayern zu unterscheiden. Die zweieinhalb Schweizer, die die deutsche Sprache sprechen, sind politisch sehr früh ihre eigenen Wege gegangen, aber kulturell stets mit Deutschland verbunden geblieben. 3n der Tschechoslowakei gibt es rund dreieinhalb Millionen Deutsche, in Polen eine Million, im Memelland 140 000 und im Freistaat Danzig 365 000. 40 000 Deutsche wohnen in Dänemark, 103 033 in Holland, 120 000 in Belgien und 1 630 000 in Elsaß- Lothringen. 3n den westlichen Ländern Europas halten sich die Deutschen meist als Kaufleute auf. 3n Frankreich, England, Spanien und Portugal wohnen zusammen rund 75 000 Deutsche, eine ganz geringfügige Zahl, wenn man zum Vergleich die deutschen Kolonien auf dem Balkan heranzieht. Allein in Rußland lebt eine Million Menschen deutscher Abkunst, zum erheblichen Teil in Gebieten, die früher zu Ungarn gehörten. Ungarische Staatsbürger waren auch sehr viele der 600 000 Deutschen, die zur Zeit in 3ugo- slawien leben — nach manchen Schätzungen sind cs sogar 800 000. Dazu kommt etwa eine halbe Million Schwaben, die in Ungarn geblieben ist. Besonders die rumänischen und die jugoslawischen Schwaben haben sich in den letzten 3ahren dem Deutschtum wieder merklich genähert, als Antwort auf den nationalen Druck, der auf sie aus- geübt worden ist. Auch in 3talien gibt es heute, nach der Abtretung von Tirol und Triest, große deutsche Siedlungen mit etwa 250 030 Seelen. Neben diesen großen Ziffern will es nichts bedeuten, daß in Bulgarien etwa 5000, in der europäischen Türkei — vorwiegend in Konstantinopel — rund 1000, in Griechenland 503 und in Albanien sage und schreibe 53 Deutsche wohnen. 3n den nordeuropäischen Ländern Norwegen, Schweden und Finnland leben je 4033 bis 5000 Deutsche. Besonders bemerkenswert ist das deutsche Element in Rußland, wo sehr alte deutsche Kolonien bestehen. Man kann von drei Wellen deutscher Einwanderung in den europäischen Osten spre- d)cn. 3n der zweiten Hälfte des 18. 3ahrhunderts wanderten die deutschen Dauern unter der Herrschaft der Kaiserin Katharina II. an die Wolga, fünfzig 3ahre später zog n sie in der Regie ungs- zeit Alexanders I. an das Schwarze Meer, und in der Mitte des vorigen 3ahrhunderts besiedelten deutsche Dauern Wolhynien. Aus diesen Niederlassungen entstanden ringsum Tochterkolonien: die Söhne der ersten Siedler, denen das ursprünglich eingeräumte Land zu eng wurde, wanderten bis in den Kaukasus, in den ilral und tief nach Sibirien hinein. Heute gibt es im Gebiet der Sowjetunion knapp anderthalb Millionen Deutsche, davon etwa 430 003 in der Ufraine, etwas weniger an der Wolga, 43 000 in der Krim, über 30 000, in Transkaukasien, fast ICO 000 in Nordlaukasien und vielleicht 75 003 in Sibirien. Aber sogar in der Kirgisensteppe und im Fernen Osten, im Amurgebiet, findet man deutsche Siedlungen, Meder die Abstammung dieser deutschen Dauern unterrichtet man sich am besten durch einen Besuch im Leningrader staatlichen Mundartenarchiv. Auf Schallplatten sind dort 3000 Volkslieder mit 1003 verschiedenen Melodien gesammelt, und die'e Lieder verraten, daß an der Wolga ehemalige Hessen und Pfälzer wohnen, während sich daneben an den Küsten des Schwarzen Meeres Schwaben, Badenser, Elsässer, aber auch Niederdeutsche und Danziger Mennoniten finden. Als die Auswanderer sich in Rußland niederliehen, wurden ihnen viele Vorrechte zugesichert, die ihnen aber in den letzten 3ahrzehnten vor dem Krieg wieder genommen wurden. Man wollte sie zu richtigen Russen machen. 3eht ist ihnen wieder gestattet worden, deutsche Schulen zu errichten und die deutsche Sprache vor Gericht zu benutzen. Der überwiegende Teil der deutschen Auswanderer ist freilich nicht in den 2000 deutschen Dörfern der Sowjetunion zu suchen, sondern in den Vereinigten Staaten. Dort wohnen etwa neun Millionen Deutsch-Amerikaner, die in der Mnion geboren sind, und über anderthalb Millionen, die aus Deutschland einwanderlen. Wenn die Nachkommen aller Deutschen, die sich in den 'Vereinigten Staaten niedergelassen haben, ihr Deutschtum ebenso bewahrt hätten wie die 630 000 brasilianischen oder die 6)033 argentinischen Deutschen, so müßte es heute- in der Union vielleicht 18 oder 20 Millionen Deutsch-Amerikaner geben. Aber im Lause der Generationen sind aus diesen Deutschen echte Vankees geworden. 3n Kanada gibt es eine halbe Million, in Mexiko 4003, in Uruguay 6330, in Paraguay 5v0u und in Chile weit über 20 000 Deutiche. Wenig bekannt ist es. daß sogar in Australien weit über 100 003 Menschen deutscher Abkunft leben, viel mehr, als in den früheren deutschen Kolonien und in der südafrikanischen Union. Oberheffen. 65 3af)re Spar- und Vorschußküsse zu Oaubrinyen. § Saubringen, 27. 3an. Der hiesige Spar- und Vorschußverein feierte in den letzten Tagen sein 6 5. Stiftungsfest. Aus diesem Anlaß hatte die Kasse alle Mitglieder und eine Reihe von Gästen zu einem Familienabend am vergangenen Samstag in den vollbesetzten Saal von Gastwirt Weimer ein- geladen. Sn seiner Ansprache begrüßte der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Kasse, Bürgermeister Preis, die Erschienenen und legte die Gründ« dar, warum der Vorstand des Spar- und Dorschuhvereins beschlossen hatte, den 65. Geburtstag der Kasse zu feiern. Der Tag des goldenen Jubiläums konnte nicht begangen werden, da er in die Kriegszeit fiel. Anschließend überbrachte der Redner die Glückwünsche der Gemeinde. Dies« ist dem Vorschuhverein seit seinem Bestehen zü größtem Danke verpflichtet, da er den größten Teil in der fortschrittlichen Entwicklung unseres Dorfes auf sein Konto buchen kann. Für die Schule sprach Lehrer Deppler der hervorhob daß zwischen dem Subiläums- verein und der S )ulc durch die Begründung der Schulsparkasse im Jahre 1925 ein besonders angenehmes Verhältnis besteht. Die Einladen der Schulsparkasse zeigen mit jedem Sahre ein beträchtliches Anwachsen, so d.tz die Svarpfennige der Schulkinder mit Zinsen schon die stattliche Summe von fast 7030 Mark erreicht haben. Er wünschte der Spar- und Vorschuhkasse eine weitere günstige Aufwärtsentwicklung. Dekan G u h m a n n (Kirchberg) sprach von der Gründung der Kasse und bezeichnete diese als eine echt christliche Tat. Shr stets gemeinnütziges Wirken habe immer die sichtbarsten Erfolge gezeitigt. Er schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland. Sn längeren Ausführungen überbrachte alsdann Oberrevisor Hartmann von Giehen, zu dessen Revisionsbezirk Daubringen gehört, die Glückwünsche des Verbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, Darmstadt. Er gab dann einen geschichtlichen Meberblick über die Entwicklung des gesamten Genossenschaftswesens in Deutschland, besonders auch unseres Bezirks und in Hessen. Hierauf schilderte er die beruflichen Richtungen der Genossenschaften, deren Begründer: Schulze (Delitzsch). Haas (Darmstadt) und Friedrich Wilhelm Raiffeisen waren. Die auherordentlich hohe Zahl der Genossenschaftsvereine in Deutschland bilde einen Hauptfaktor im Wirtschaftsleben. Anschließend entwickelte der langjährige und derzeitige Direktor des Vereins. Wilhelm A l - b a ch, ein anschauliches Bild der Entwicklung des Spar- und Vorschuhvereins von seinen ersten Anfängen, gestützt auf noch vorhandene Akten, bis heute. Am 23. Sanuar 1865 wurde di« Kasse auf Anregung des damaligen Psarrassistenten Davidsohn in Kirchberg bei Wirt Geißler gegründet. Die überwiegende Zahl der ersten Mitglieder stammte von Daubringen, die Minderheiten aus den Dörfern des Kirchspiels Lollar. Staufenberg, Ruttershausen und Mainzlar. AuS diesem Grunde wurde auch bei der erstmaligen Bildung des Kasienvorstandes der damalige hiesige Lehrer Büttner, der sich ebenfalls um das Zustandekommen des Spar- und Vorschuß- Vereins sehr verdient gemacht hatte, zum ersten Vorsitzenden gewähll und damit der Sih der Kasse nach Daubringen verlegt. Sdeal veranlagte Männer haben seit dieser Zeit, meist ehrenamtlich, die Geschäfte der Kasse versehen und diese zu der beachtlichen Höhe cmporgeführt, auf die sie heute mit Recht stolz sein kann. Don Rückschlägen (Snflation) ist die Kasse nicht verschont geblieben, aber die führenden Männer haben in verständnisvoller und zielbewußler Arbeit das Dereinsschiff sicher und glücklich gesteuert. Den Haupta iteil daran hat neben den anderen verdienten Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der Direktor W- Alb ach. der nun bereits 33 Sahre das Direktoramt innebat. Die Zahl der Mitglieder hat inzwischen die stattliche Höhe von 157 erreicht. Die Eeschäfls- ' anteile betragen 50 Mark. Die Summe der Spareinlagen ist bereits auf rund 90 000 Mark angcwachfen. Der Wohlfahrtseinrichtung des „Vereins Kleinkinderfreund" hat die Kasse bei ihrer Gründung und auch noch einige Sahre danach namhafte finanzielle Mnterstühung geleistet. Die große Zahl der Baulustigen feit Kriegsende hat in dem Spar- und Vorschuß- Verein einen hilfreichen Förderer gefunden. Mm die Ausschmückung des Abends hat sich in besonderer Weife Dr. B a l f e r und Frau verdient gemacht. Klaviervorträge, zwei- und vierhändig, Einzel- und Chorlieder, humoristische Darbietungen jeglicher Art. wechselten wirkungsvoll miteinander ab. Einzelne Programmpunkte zu nennen, würde in der Fülle des Dargebotenen zu weit führen. Sie fanden lebhaften Beifall, ebenso auch die Darbietungen der mehr als 70- jährigen alten Vorstandsmitglieder Hch. Weimer II. und W. Albach, des Direktors der Kall«, in ernsten und heiteren Gedichten. Bürgermeister Preis, als Aussichtsratsvorsihender. sprach allen Mitwirkenden, die sich um die Ausgestaltung des Abends verdient gemacht haben, den Dank des Spar- und Vorschußvereins aus. Di« Veranstaltung des 65. Stiftungsfestes der Sparkasse kann als wohlgelungen bezeichnet werden. Vogelsberger Sangervereinigung. T Gedern, 28. San. Am letzten Sonntag tagte im Dergwirtshaus die Cßertreterber- fammlung der „Vogelsberger Sänge r v e r e i n i g u n g". Sämtliche Vereine hatten Vertreter entfanbt Rach dem Chor „Bleib deutsch, du herrlich Land am Rhein" eröffnete der Bundesvorsihende, Lehrer Ströhinger (Ober-Lais), die Tagung. Er wies darauf hin, daß vor 25 Sahren die „Vogelsberger Sängervereinigung" durch Lehrer Hofmann (Vol- kartsham), jetzt in Büdingen, ins Leben gerufen wurde. Rach Erstattung des Geschäftsberichtes erfolgt« durch Herrn Hofmann (Gedern) die Rechnungsablage, die mit einem Guthaben von mehr als 403 Mark abschloß. Rach einem Bericht des Vorsitzenden über die Mnter- schlagungen beim Vorstand des Deutschen Sänger- Eine wertvolle Artikel-Serie, die einer selten besuchten und kaum bekannten Provinz Italiens gewidmet ist und unter dem Titel Herbst in Apulien von einem der berufensten Schilderer südlicher Landschaft, dem Dichter Albert H. Rausch nach seiner letzten Reise für uns geschrieben wurde, beginnt am Samstag, 1. Februar, im Feuilleton zu erscheinen. Gießener Ettavttheater Louis Verucml: „Tu wirst mich heiraten!" Dieses Stück mit dem kategorischen Smperativ — wobei man nicht unbedingt gleich an Kant zu denken braucht — ist nicht das Beste, was D e r - neuil gemacht hat. Zwar kommt auch hier ein Bett vor (wie könnte Verneull ein Stück ohne Bett schreiben!), zwar triumphiert auch hier die Ge.lebte über die Verlobte. zwar winimelt es auch hier von Frechheiten, Anzüglichkeiten und Frivolitäten —, aber damit ist cs ja schließlich nicht getan: das Beste an Verneull war nie das spezifisch Pariserische seiner Stosse, sondern die Machart und der Zuschnitt seiner Stoffe, und wir kennen Stücke von ihm, die besser sahen und korrekter gearbeitet waren. Die Fabel: der Sieg der illegitimen Freundin über die rechtmäßige und vom Familienrat vorgesehene, standesgemäße Verlobte. Sieg auf der ganzen Linie. Der Einbruch in die adelsstolze, aber etwas degenerierte feindliche Front geschieht mit Hilfe eines geschickt vorgetäuschten Autounfalles. Das Motiv ist nicht neu, aber es ist noch immer wirksam. Verneull ist hier überhaupt nicht gerade wählerisch in seinen Mitteln: er verschmäht nicht einmal (im dritten Akt, der an sich das Glanzstück sein sollte) einen ungenierten Abstecher in die bewährtesten Schwank-Regionen. Wenn man nämlich statt des ältesten Sohnes, den man nach dem raffinierten Plänchen der unternehmungslustigen Geliebten finden sollte, den jüngsten Sohn unschuldigerweise und nächtlicherweile aus einem Kabinett neben dem (obligatorischen) Schlafzimmer hervorzieht. • An sich läßt sich natürlich lustspielmähig aus dem Einfall allerlei machen: und es gibt auch eine ganze Reihe drolliger und witziger Situationen. Wie die freche Person in das hochfeudal« Elternhaus ihres Freundes und zukünftigen Ehegatten eindringt, sich dort häuslich niederläht, alle Welt tyrannisiert, die Familie gegeneinander aufhetzt und ausspielt, sich den Hof machen läßt, nicht zu vertreiben ist und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln auf ihr (an sich recht ehrbares) Ziel, den bekannten Hasen der Ehe lossteuert, —: das gibt eine Menge gut aus- genutzter Möglichkeiten Smmerhin ist das Motiv nicht wie ein Gummiband zu strecken, es hat seine Grenzen, und vier Akte wollen gefüllt sein. Man gewinnt den Eindruck, daß Verneull nicht recht zu Stuhle kommt mit seiner Lösung und es geht gegen Ende alles ein wenig umständlich und langwierig zu. Die Regie von Sannert, der an sich eine unterhaltsame und teilweise ganz witzige Aufführung herausbrachte, hätte da an manchen Stellen, besonders nach der Pause, ein wenig nachhelfen und im Tempo zulegen sollen: im übrigen kann man einverstanden sein, zumal recht angeregt gespielt wurde. Marianne M? wes, die Eindringlingin mit der Autopanne und der unbezähmbaren Sehnsucht nach der standesamtlichen Legitimierung ihrer Beziehungen zuni Sohne des Hauses, war in bester Form und gab amüsante Proben eines vielseitigen und typisch weiblichen Schauspieler- tums. Man sah vieles, wenn nicht alles, im voraus kommen, aber man sah es mit Vergnügen kommen. Wesener wird in letzter Zeit immer besser: sein Etienne, ein Tartüff im Westentaschenformat, war, besonders in den ersten Szenen, charmant. Auch Sannert (als der ältere Bruder, auf den es abgesehen ist) war durchaus in feinem Element. Hais, Schuber t-Sünglng, Zingel, Doering, Linkmann vervollständigten die Gesellschaftsszenerie im Salon. — Freundlicher Beifall. Dr. Th. Lochschulnachrichten. Es haben Berufungen angenommen: Professor Dr. Arthur Baumgarten in Basel auf den Lehrstuhl für Strafrecht an der Mniversität Frankfurt an Stelle des Geheimen Sustiz- rates B. Freudenthal, und Professor Dr. Paul Mehner in Tübingen auf den Lehrstuhl der Botanik in Greifswald als Nachfolger von Prof. Soh. Buder. — Prof. D. Rudolf ‘Butt- mann in Marburg hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Lehrstuhl der neuteftament- lichen Wissenschaft an der Mniversität Leipzig abgelehnt. — Der Oberingenieur Dr.-Sng. Friedrich Hübener an der Technischen Hochschule in Berlin hat einen Ruf an die Technische Hochschule in Darmstadt als ordentlicher Professor des Maschinenbaues zum 1. April 1930 erhalten und angenommen. Oer goldene Raine. Ton Kurt Rudolf Treubett. Man hat mal Totenkopfhusar werden wollen. 2Iber das ist lange her. Man hat mal Herz auf Schmerz gereimt, das ist noch viel länger her. Man hat mal ein Mädel liebgehabt, aber man weiß kaum noch ihren Namen. Der Name ist geblieben wie ein Rosenblatt im Album. Man hat später noch andere tennengelernt, die diesen Namen trugen, denn es ist ein einfacher schöner Name, nicht aus der Filmbranche, sondern gewachsen im Garten vor dem Haus, solch ein Name, aber es gibt nur einmal diesen Namen. Man hat ihn geflüstert, geseufzt, geschrien. Man hat ihn gekostet, ihn auf der Zunge zergehen lassen wie eine Frucht aus südlichen Gärten. Man hat ihn in die Sterne geschrieben und auf unzählige Briefe. Im Sommerwind hat man ihn über die Felder gesummt. Dann hat man ihn vergeßen. Er war verloren wie ein goldener Ring und man hat ihn wieder gesucht und ihn geputzt und ihn funkeln lassen, diesen goldenen Namen. Hunderttausende sprechen ihn gleichgültig aus. Das Dienstmädchen mag so heißen oder die Waschfrau oder jie Tochter vom Portier. Manchmal, des Abends, wenn der Name über den Hof gerufen wird, möchte man fortgehen, in ein Cafö, wo fremde Mädchen sitzen, die man morgen wieder vergessen kann. Manchmal des Nachts, wenn das Meer der Großstadt leise ins Zimmer rauscht und die Lampen summen über den Straßen, weht der goldene Nam« her... Man träumt, sie kommt... Nach fünf Jahren oder zehn, wenn es einem besser geht, wird man wohl heiraten und in einem 1 Gefühl, so wie: es ist ja nicht ganz recht, aber man kann nicht anders als gegen die Wünsche der 23eh wandtschast feinem ersten Töchterchen diesen Namen geben. Gebundene Geschöpfe. Von Alfred Brust. Nachdruck verboten. Plötzlich fällt durch die atmende Still« dieses lieblichen Nachmittags sehr hoch aus dem tiefen Blau ein Ruf wie Silber. Mnd dann noch einmal .. .Mnd eine gcmz« Kette von silbernen Rufen klirrt hernieder, sich wiederholend, sich weitertragend aus den gereckten Hälsen der in prachtvollem Geschwader nordwärts strebenden Wandergänse. Kühn, frei, zielstoßend und überwältigend trifft Ton um Ton Ohr und Herz der emporgerichteten Wesen. Fünf Hausgänse, die int sumpfigen Feldgraben ruderten und klatschten, stehen, die Köpfe erhoben, auf schlammigem Grund. Alles an ihnen ist Lauschen auf jene hochgemuten Grüße der reisenden Schwestern. Lautlos äugen sie hinaus in das Blau des Himmels, die Rufenden zu erspähen. Dunkles Ahnen von gelähmtem Können ringt sich ihnen aus Blut und Instinkt. Sie rühren 'das beschmutzte Gefieder, spreizen die schweren Schwingen. Aus ihren Gurgeln stoßen sie blecherne Schreie hervor. Mnd auf einmal zwingen die schlagenden Flügel die fetten Körper empor: mit großem Geschrei tragen sie sich ein Stück übers Feld. Sie sinken erschöpft auf ihre breiten Füß« zurück. Stehen wieder lautlos mit hochgereckten Köpfen. Horchen und äugen. Schon weit, weit find die wandernden Schwestern dahin. Nur ganz leise noch gehen die fernen Rufe her von der Straße der Vögel. Mnd endlich verhaucht auch das letzte zitternde Schwingen. Doch immer noch stehen die gebundenen Gänsr im Feld und lauschen hinaus. Mnd «s vergeht lange Zeit noch, daß sie so stehen. Vergessen sind Hunger und Schmutzgraben und stinkender Stall. Es ist, als hätten sie eine erschütternd« Weihe erfahren. Vielleicht, daß sie weinen, vor Sehnsucht, wie sie es können. Eie stehen ganz still... Jetzt haben sie ihre Schnäbel, eins nach dem andern, unter die Flügel gesteckt. Fünf gebrochene, traurige Geschöpfe. bundes, die der Sache des deutschen Männer- gesangs außerordentlich geschadet haben, wurde auf die großen Vorteile hingewiesen, die jeoer Verein durch seine Mitgliedschaft bei dem Hessischen Sängerbund hat. Eine lebhafte Aussprache rief der Termin des Dundesfestes in Steinberg hervor, das am 13. Lluli stattfinden soll. Eine Verlegung auf den 6. 3uli wegen des Motorradrennens in Schotten am 13. 3uli konnte nicht in Frage kommen, da Steinberg an den Festwirt vertraglich gebunden ist. 3n Zukunft soll die Vertreterversammlung alljährlich im Oktober anberaumt werden. Landkreis Gießen« 00 Klein-Linden, 26. Jan. In gemeinsamer Sitzung der Kirchengemeindevertretung und des Kirchenvorstandes wurde der Voranschlag der Kirchengemeinde für das Rechnungsjahr 1 930 beraten. Aus dem Voranschlag ist zu entnehmen ; Aus dem Rechnungsjahr 1928 wird ein zahlenmäßiger Rechnungsrest von 1007,63 Mark übernommen. Der Ertrag aus der Obsternte des Alten Friedhofs wird mit 17 Mk. angeseht, ferner stehen in Einnahme 350 Mk. für Kirchenopfer und 50 Mk. für Kollekten und Düchsen- gelder. Die Höhe aller Einnahmen ist mit 1426 Mark angenommen. Di ser Einnahme stehen an Ausgaben g g nüber: Aufbringung für Kapital- zinsen 288 Mk., Unterhaltung, Miete u. dgl. für die Pfarrerwohnung 620 Mk., Heizung und Beleuchtung der Kirche 220 Mk., Zuschuß zur Landeskirchenlasse sür die Plarrverwa terstelle 1000 Mark, Beitrag an die Kirchenkasse Großen- Linden 350 Mk.. Zeitschriften, Formulare (Trauscheine, Konsirmationsscheine u. dgl.) 125 Mk., Reservefonds 300 Mk., Ablrag an Schuld bei der Landeskirchenkasse 500 Mk., die Gesamtsumme oller Ausgaben beläuft sich auf 7161,20 Mk. Die für das Rechnungsjahr 1930 zu erhebende Kirchensteuer hält sich auf lVrselben Höhe, wie im letzten Rechnungsjahr. 3m verflossenen 3ahr wurde bei der Bezirkssparkasse Gießen die Rest- schuld von 1320 Mk. getilgt, so daß die Kir- gemcinde außer der Schuld an die Landeskirchenkasse mit 3200 Mk. keine weiteren Schulden mehr hat. Der Voranschlag fand Genehmigung. Angeregt wurde die Klärung des Verhältnisses zur Kirchengemeinde Großen- Linden. Es sei nicht angängig, daß für die hiesige Pfarrstelle Beiträge nach Darmstadt und auf der andern Seite Zuschüsse zur ehemaligen Muttergemeinde Großen-Linden zu leisten find, zumal die hiesige Kirchengemeinde heute völlig unabhängig von Großcn'Linden ist. Auch die politische Gemeinde muß bis auf den heutigen Tag jährlich 230 Mk. sür Pfarrhauskostcn nach Eroßcn-Linden entrichten. Der Dorshende, Pfarrer Bremmer, wurde beau'tregl, Schritte zur Klärung bcß D.rhältnisses zu unternehmen. 3n der Sitzung wurde auch die Erbauung eines eignen Pfarrhauses in Erwägung gezogen und angeregt, einen Fonds zur Ansammlung von Mitteln für diesen Zweck zu gründen. Um den jeweiligen Pfarrer in der Ge- rneindearbeit unterstützen zu können, wurde eine Kommission gewählt, die dem Pfarrer mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. ck. Heuchelheim, 27. Ian. Die Arbeiten an 'her Erbauung der Wasserleitung und Kanalisation schreiten rüstig vorwärts. Gegenwärtig beschäftigt man sich im Ortsvorstand mit der Aufstellung eines Statuts über die Wasserletitung und Kanalisation. Wie man hört, sollen für die Wasserleitung etwa 25—30 Wa.se.messer bei Gewerbe- undIn.ustrie- betrieben eingebaut werden. Bei den übrigen Haushaltungen sollen Pauschalsätze in Anwendung kommen, die sich nach der Kopfstärke der Familie und nach der Stückzahl von Groß- und Kleinvieh richten. Der Durchschnittspreis soll sich bei diesem Berechnungsmodus pro Haushalt auf ungefähr 2,50 bis 3 Mk. für den Monat belaufen. Bei den Betrieben, die mit Zähler aus- Der Traum vom Glliü. Vornan von E Lovett und M. v. Weißenihurn. Copyright by Marie Brügmann, München. 24 Fortsetzung. Na. -druck verboten „Alberne Schwärmerei! Sicherlich werde ich nichts dergleichen tun. Da mühte ich wirklich ins 3rrenhaus gesperrt werden! Warum sollte ich das Spiel aufgeben, wo ich es fast gewonnen habe: ganz abgesehen davon, daß deine Aussichten durch einen so wahnsinnigen Schritt für immer zerstört würden! O nein: ich werde sogar — wenn es fein muh — schwören, dah ich nicht das geringste über den Mann weih. Wer aber sollte auf die 3dee verfallen, mich darüber zu befragen? Niemand ahnt hier unsere Beziehungen zu ihm, nicht einmal der Rechtsanwalt Hagenau, der in dem so heruntergekommenen Menschen den einstigen Verurteilten gewiß nicht wiedererkannt hat. Sollte es dennoch sein, so biete ich ihm Trotz. Wenn er mich verrät, werde ich seine Aussagen einfach leugnen. Er kann ohnehin nur angeben, dah er mich damals bei der Unter* suchung als Frau Klimar verhört hat: doch ich werde daS aus das bestimmteste in Abrede stellen und aussagen, dah ich mich zu jener Zeit in Rußland bei Verwandten aufgehalten hätte, also nur eine Verwechslung vorliegen könne. Wodurch will er mir das Gegenteil beweisen ...?" Sabine ging noch lange in ihrem Zimmer auf und ab, nachdem ihre Mutter sie verlassen hatte. Sie fühlte sich hin und her geschleudert zwischen dem Wunsch, ihrem toten Vater Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und dem, das Ansehen der Mutter zu retten. -2ch werde nichts aufklären, so wahr ich hier stehe!" waren die letzten Worte der Mutter getoefeix, „und was dich anbetrifst, so kannst du nichts sagen, denn du hast deinen Vater nicht mehr gesehen, seit du ein Kind warst: daher ist es unmöglich, dah du dich seiner noch erinnerst. Während der im Gefängnis verbrachten 3ahre hat er sich ohnedies so unglaublich verändert, dah ich selbst ihn wirklich nicht erkannte, bis er mich anredete. — Du weißt, das war erst vor einigen Tagen." Sabine hatte ihrer Mutter nicht gesagt, daß sie ihren unglücklichen Vater sogar erst gestern gesehen und gesprochen hatte. Das war ihr letzter Trunrpf. und sie beschloß, ihn nicht jetzt, sondern erst im äuherften Rotfall auszuspielen. Zum Abendessen begaben sich beide Damen hinunter In das Speisezimmer, wo das Mahl heute sehr ernst verlief. Es war, als ob ein düsterer Schatten auf allen Gemütern lagerte. Die Herren Bertram und Sohn waren nach Hause zurückgekehrt, um morgen zu dem Verhör gerüstet sind, wird der Preis pro Kubikmeter zwischen 30 bis 35 Pfennig zu stehen kommen. Umstritten ist die Frage der Hausanschlüsse an die Kanalisierung. Bei den besonders gelagerten örtlichen Verhältnissen ist es schwer, hier den richtigen Weg zu finden. Wie man hört, will die Gemeinde sämtliche Anschlüsse herstellen lassen, aber nur einen auf ihre Rechnung, die übrigen sollen die Hausbesitzer selbst bezahlen kst Lollar, 27. Ian. Die 3ah reshaupt- versammlung der Sängervereinigung Lollar fand dieser Tage in der „Linde" statt. Rachdem der im abgelaufenen 3ahre verstorbenen Mitglieder gedacht war, erstattete der 1. Vorsitzende, Georg Schnell, den 3ahres- bericht, der 1929 als ein arbeitsreiches 3ahr erkennen ließ.-Es fanden 49 Gesangstunden statt, deren Besuch unter Berücksichtigung der bestehen- den Verhältnisse (Schichtarbeit) sehr zufriedenstellend war. Eine größere Zahl Sänger fehlte in feiner einzigen Gesangstunde. Der Verein beteiligte sich an 13 eigenen und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen: hervorzuheben ist dabei die geschlossene Beteiligung am Bundesfest des Lahntalsängerbundes mit Wertung.s.ngen in Weilburg, die zweitägige Feier des zehnjährigen Stiftungsfestes, ein öffentliches, Konzert, die Entsendung einer Abordnung zum Dun des- fest des Hessischen Sängerbundes nach Darmstadt. Der Devein zählt 68 aktive, 183 passive und 20 Ehrenmitglieder, von denen sich noch ein Teil am aktiven Gesang beteiligt. Ehrenvorsitzender Peter Freudenberger und Dorstandsmitglied Heinrich Esvich konnten für 40jährige aktive Sangestät gleit und Vorstandsmitglied Adam K reu ter für 25jährige Mitarbeit im Vereinsvorstand geehrt werden. Für 25jöhrige aktive Verein z^g h r gleit kamen durch den 2. Vorsitzenden Heinrich Henkelmann Ehrennadeln an die Sänger Georg Schnell und Ludwig Großhaus zur Ueberreichung. Der Kassenbericht, von dem 1. Rechner Ludwig Klin- kel vorgetragen, zeigte ein günstiges Bild. Bei 4434 Mark Einnahme betrugen die Ausgaben 3059 Mk., sodaß ein Ueberschuß von 1375 Mk. vorhanden ist, wozu noch 28,44 Mk. an aufgewertetem Bankguthaben kommen. Die Vorstandswahl hatte nachstehendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Georg Schnell, 2. Vorsitzender Heinrich H e n- felmann, 1. Schriftführer Heinrich Klinke!, 2. Schriftführer Theodor Pfaff, 1. Rechner Ludwig Klinkel, 2. Rechner Karl K a l e t s ch, Beisitzer Heinrich Bierau, Adam Kreu ter, Wilhelm Zecher, Heinrich Espich, Zeugwart Johann Dietz. Als Dereinsbote wurde Karl Hofmann gewählt. Die Beschaffung einer Schreibmaschine wurde beschlossen: im übrigen gelangten innere Dereinsangelegenheiten zur Beschlußfassung. V. Londorf, 28.Ian. Am Sonntagabend hielt Oberst a.D. Kleinhans (Gießen) im hiesigen Kriegerverein einen Vortrag über die „Kriegsschuldlüge von Versailles". Die objektiven und klaren Ausführungen des Redners fanden bei der zahlreichen Zuhörerschaft starken Beifall. * Münster. 27. 3an. Die auf vorigen Sonntag angeschte Wahl unseres Bürgermeisters brauchte nicht statlzufunden, da ein zweiter Wahlvorschlag nicht eingegangen war. Sonach gilt unser seitheriger Bürgermeister Heß, der im Januar 1924 im Alter von 30 3ahren gewählt wurde, für die neue Amtszeit von neun Jahren als wiedergewählt. Dies ist ein Zeichen dafür, daß Bürgermeister Heß es in den sechs 3ahren seiner Tätigkeit verstanden hat, sich das Vertrauen der ganzen Gemeinde zu erwerben. Das Amt wurde von ihm mit großer Gewissenhaftigkeit und zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde verwaltet. Da fein Vorgänger, Altbürgermeister ©ontrum, der nach fast 18jähriger Tätigkeit im Dezember 1923 wegen vorgerückten Alters von s.inem Posten zurücktrat, während seiner Amtsführung mit einsichtsvoller und weitblickender Unterstützung des Gemeinderats eine wieder zu erscheinen. Kurt von Wildhofen hatte man während des Speisens einige Male ab- gerufen und auch an den Schlohherrn hatte der Diener ein paar leise, unaufschiebbare Anfragen gestellt. Der Rechtsanwalt sah nachdenklich und fast finster drein, und Doris, besorgt um die, die ihr teuer waren, sah wortkarg und zerstreut auf ihrem Platze. Früher als sonst erhob man sich vom Tisch, da die beiden Herren von Wildhofen in das Bibliothekzimmer gerufen wurden, wo sie der Arzt erwartete, der die Untersuchung des Toten vorgenommen hatte. Am folgenden Tage um zwölf Uhr mittags sollte das bereits eingeleitete gerichtliche Verhör beginnen. Frau von Wildhofen lud die Damen nach Tisch ein, ein Stündchen im Salon zu verplaudern und forderte den Rechtsanwalt auf, sich ihnen anzuschlietzen. „Ich denke, es wird am besten sein, wenn ich morgen srüh den ersten Zug benütze, um in die Stadt zurückzufahren," sagte Hagenau zur Schloß- Herrin. „Hier kann ich 3hnen von keinerlei Nutzen sein: in D. aber erwarten mich dringende Geschäfte." Frau von Wildhofen drückte ihr lebhaftes Bedauern aus, ihn scheiden zu sehen. „Aber freilich," fügte sie hinzu, „unter so unerquicklichen Umständen kann man Sie kaum einladen, 3hren Aufenthalt zu verlängern." Konrad Hagenau schritt auf Doris zu mit den Worten: „Morgen früh sehr zeitig, noch vor dem Frühstück, muß ich abreifen, darum möchte ich mich schon heute von 3hnen verabschieden." „So verlassen Sie uns also noch vor dem Verhör?" Er sah ihr voll in die Augen. ..Ja," antwortete er nach einer bedeutsamen Pause, „und ich nehme an, dah ich damit so handle, wie Sie es wünschen." In den Augen des jungen Mädchens flammte es auf und einen Moment lang suchten ihre Micke die seinen mit dem Ausdruck tiefster Dankbarkeit. „Unter gewissen Umständen ist ein ruhiges Abwarten das Klügste und Beste, was man tun kann," fuhr er fort, und von feinem Lächeln ging ein sonniger Reflex auf ihre Züge über. 3hr tiefes Erröten bekundete, daß sie diese, in doppeltem Sinn gemeinte Aeußeruna verstanden hatte. „Es sind doch auch andere Leute da, um die Person des Toten festzustellen und seinen wahren Namen anzugeben," setzte er wie sondierend hinzu. „Denken Sie dabei an Sabine?" „3a, ich hoffe es von ihr. Denn wenn sie das ist, wofür Sie sie halten, wird sie es tun: und falls sie es nicht tut, Doris, ist ja noch jemand fortschrittliche Gemeindepolitik betrieb, waren größere Projekte, wie Eisenbahn, Wasserleitung, Kanalisation, Feldbereinigung, eleltrisches Licht und ein prachtvolles Gefallenendenkmal zu einer günstigen Zeit zur Ausführung g.tommen. Unter Bürgermeister Heß hat sich das Ortsbild durch einige Etrahenverbesserungen bedeutend gehoben, außerdem wurden mehrere Feldwege chauffiert. Die Anschaffung einer Kirchenuhr und die Instandsetzung des Pfarrhauses, das in seiner schönen Lage jetzt eine Zierde des Dorfes ist, fallen in die beiden letzten Jahre seiner Amtstätigkeit. Am Sonntagabend folgte man der Einladung des Bürgermeisters zu einem Glas Bier. Bei dieser Gelegenheit brachte Beigeordneter Dörr die Glückwünsche der Gemeinde dar und ein Hoch auf den Bürgermeister aus. Bürgermeister Heß dankte für das ihm erwiesene Vertrauen und versicherte, daß er weiterhin zum Besten der Gemeinde wirken werde. Don einem Ständchen, das der Gesangverein unter Leitung von Lehrer 011 seinem langjährigen Mitglieds barbringen wollte, hatte man auf besonderen Wunsch des Bürgermeisters wegen des Todes seines Daters abgesehen. O Holzheim, 27. Jan. Dieser Tage hielt Dbftbauinfpettor Enkler vom Landwirtschaftskam- merausschuß in Gießen im hiesigen Rathaus einen zweieinhalbstündigen Vortrag über Obstbaumpflege, der sehr stark besucht war. Der Redner zeigte an Hand zahlreicher guter Lichtbilder die notwendige Schädlingsbekämpfung. Vor allem empfahl er, bald die sog. Winterspritzung durchzuführen. Weiter schlug der Vortragende vor, sich wegen besseren Absatzes auf wenige Obstsorten zu beschränken, und er nannte die für unsere Gegend geeignetsten Aepfel: Schöner von Boskop, Goldrenette von Blenheim und Jakob Bebel; Birnen: Gellerts Butterbirne und Gräfin von Paris. Beigeordneter Hrch. Grieb I., der in Verhinderung des Bürgermeisters die Versammlung leitete, konnte dem Redner für seine ausführlichen Darbietungen, die reichen Beifall ernteten, bestens danken. Die rege Aussprache zeigte, wie groß das Interesse für Obstbau hier ist, hat doch auch die Gemeindeverwaltung in den letzten Jahren über 400 Dbftbäume fetzen lassen. LI Nonnenrot h, 27. 3an. Dieser Tage fand in unserem Gemeindewald eine Holzverstei- gerung statt, zu der ru: Ortsansässige anwesend waren. Die Preise waren bedeutend niedriger als in den letzten Jahren. Es kostete ein Raummeter Duchenscheit 12 bis 13 Mk., Buchen- k.rüppel 7 kis 8 Mk., Buchenstockholz 4 bis 5 Mk., Fichten- und Tarmenknüppel 3 bis 4 Mk. # Langd, 27.3an. Dieser Tage fand im hiesigen Gemeindewald die erste Nutzholz- Versteigerung statt, zu der sich neben den hiesigen Geschäftsleuten solche aus den umliegenden Ortschaften eingefunden hatten. Die Preise weisen gegen das Vorjahr einen Rückgang von 10 bis 20 Prozent auf. Obwohl die Zahlungsbedingungen günstig zu nennen sind (die Hälfte des Kaufpreises ist am 1.3uli, der Rest Martini 1930 fällig), war die Nachfrage nur mittelmäßig. Eichenstammholz 2. Klasse kostete 19 bis 23 Mk. je Festmeter. Kiefernstämme 3. Klasse kamen durchschnittlich auf 28 bis 38 Mk., Lindenstämme waren weniger begehrt und wurden mit etwa 12 bis 15 Mk. je Festmeter bezahlt. Fichtenstammholz 2 a- und 1 b-Klasse wurde verhältnismäßig billig zugeschlagen. # Inheiden, 23. Jan. Das Braunkohlen- Schwellraftwerk Wölfersheim plant die Erbauung einer Wasserleitung vom Provinzialwasserwerk nach Wölfersheim. Die Ar- beilen sind bereits ausgeschrieben. Die Rohrleitung wird durch die hiesige, die Dellersheimer, Obbornhoser und Wohnbacher Gemarkung geführt in einer Gesamtlänge von 7,5 Kilometer. Entsprechende Dcrhandlungen mit den in Betracht kommenden Ortsvorständen haben bereits statt- gefunden. Bei Errichtung des Schwelwerkes wurde der Trinkborn in Obbornhofen käuflich „Noch jemand?" wiederholte sie erstaunt. Er hatte sie zum ersten Male „Doris" genannt; aber in ihrem Eifer bemerkte sie es kaum. „Sie selbst!" beantwortete er ihren fragenden Blick in freundlich-ernstem Ton. „Sie haben mir doch gesagt, daß auch Sie den Mann vor einigen Tagen sahen und wußten, wer es war — so daß..." „Sie meinen also, daß ich das an geben muß?" fragte sie in plötzlicher Verwirrung. „Nun, ich hoffe nicht! Nur — — wenn feine Tochter es unterlassen sollte ..." „Ich verstehe! Sie können sich auf mich verlassen, Herr Rechtsanwalt!" „Sie sind ein edles, verständiges Mädchen!" flüsterte er, ihre Hand ergreifend und mit warmem Druck umschließend. Das war Konrad Hagenaus Liebeserklärung, älnd Doris hatte die beseligende Empfindung, dah er ihr auch mit den längsten und schönsten Worten leine bessere hätte machen können. „Alles in allem genommen", fuhr er in feiner gewöhnlichen Sprechweise fort, „hat der Tod dieses Mannes die Sachlage wesentlich geändert. Augenblicklich denkt Kurt nicht anders, als daß Klimar der Liebhaber von Sabine gewesen ist — unglaublich, aber wahr! Seit diesem Vorfall kann ihn aber niemand weiter als die Tochter des Unglücklichen selbst über feinen Irrtum ausklären. Ich hoffe, daß der Augenblick, in dem sie ihm die Wahrheit sagt, für beide ein Moment der Erlösung und des Glückes sein wird." Rechtsanwalt Hagenau befand sich am andern Morgen schon auf dem Wege zur Stadt, bevor sich die meisten Bewohner von Schloß Wildhofen von ihrem Lager erhoben. Er hatte sich schon am Abend von der Gesellschaft verabschiedet. Einige Stunden später begann im Bibliothek- zimmer des Schlosses die gerichtliche Unter! uchung über den gewaltsam herbeigeführten Tod des fremden Mannes. Anwesend waren dabei, außer Herrn von Wildhofen und Sohn, die beiden Dertrams, Pächter Heiß und Frau, sowie verschiedene Treiber, Wildhüter und Förster— alle, von denen man entweder eine Aussage über die Person des Fremden oder die näheren Umstände bei seinem Tode erwarten konnte. lieber seine Person ließ sich wenig genug feststellen. Er hatte sich den Pächtersleuten gegenüber Heinrich Scharf aus Hamburg genannt. Seit seiner Ankunft war gerade eine Woche vergangen, und das Ehepaar Heiß konnte nicht die geringste Vermutung darüber aussprechen, was den Fremden mitten im Winter in ihr weltverlorenes Häuschen geführt haben mochte. Sie glaubten, daß es vielleicht aus Sparsamkeit geschehen fei; denn allem Anschein nach war er sehr atm. Man hatte nach seinem Tode kaum noch eine Mark bei ihm gefunden, woraus sich erworben und eine direkte Leitung nach Wölfersheim erbaut. Die anfallenden Wassermengen reichen aber zum Betrieb nicht aus. jfirtciä Friedberg. * Reichelsheim, 29. Jan. Vor gut besetztem Hause veranstaltete hier gestern der vaterländische Film- und Vortragsdienst der Deutschen Volkspartei einen Filmabend. 3m Mittelpunkt eines reichhaltigen Programms stand die Vorführung des Zeppelinweltfahrtfilms. Provinzialgeschäftsführer Dr. Weiher, Gießen, gedachte in feiner Ansprache des Lebenswerkes des alten Grafen vom Bodensee. Mit sichtlichem Interesse folgten die Zuhörer den klaren und schönen Bildern. Kreis Büdingen. ld. Aus dem oberen Niddatale, 24.3an. 3m Frühjahr wird es manche Schäden auszubessern geben, die die gewaltigen Wassermassen anrichtcten, die nach dem Wolkenbruche vom 15. Dezember v. 3. die Nidda und ihre Zuflüsse zu reißenden Strömen an- schwellen ließen. 3n Kurven, die schon immer bei Hochwasser ausgewaschen wurden, ist das sichernde Flechtwerk samt den Haltepfählen und dem angesehten Rasen verschwunoen, und ansehnliche Erbmassen sind weggeschwemmt worden. An vielen Stellen, besonders Furten, die ein seitliches Ausweichen des Wassers gestatten und mithin ein Stauen Hervorrufen, sind starke Kiesbänke entstanden, die schnellstens entfernt werden müssen, da sie bei kommenden Hochwasserzeiten die Gefahr wesentlich vergrößern. Kreis Schotten. ld. Schotten, 23. 3an. 3n der letzten Konferenz des BezirkslehrervereinsSchot- t e n legte Lehrer i. R. Karl Sind, früher in Rudingshain, jetzt in Schotten, sein A m t als Obmann des Vereins nieder, das er 32 3ahre lang in vorbildlicher Weise führte. Die Dorstandswahl bestimmte Lehrer Blei, Schotten, als Obmann, Lehrer Maurer, Schotten, als Schriftführer, Lehrer Schwarz, Rudingshain, als Rechner. ld. Schotten, 24.3an. 3n 3ägerlreifen ist man über die Zunahme der Fasanen, die man in allen 3agden bis zur 500-Meter-Grenze feststellen kann, sehr erfreut. 3n Revieren, in denen im ungewöhnlich strengen Winter 1928/29 regelmäßig gefüttert wurde, hat selbst sibirische Kälte den Dogeln kaum etwas onhaben können. Allerdings kann eine pflegliche Behandlung der jetzt wieder vorhandenen Fasanenbestände erst im Laufe einiger 3ahre die Verheerungen des Winters 1923/24 ausgleichen, der die Fasanen im vorderen Vogelsberge fast völlig ausrottete. ld. R a i n r o d, 24. 3an. Der außergewöhnlich milde Winter hat die Holzhauerarbeit so gefördert, dah jetzt schon im Kröllschen Saale eine größere Brennholzversteigerung abgehalten werden konnte. Der geringe Holzverbrauch in den letzten Monaten, die zunehmende Kohlenverfeuerung und die gespannte wirtschaftliche Lage wirkten nicht im erwarteten Maße preisdrückend. Es wurden gelöst für ein Raummeter Buchenscheitholz 13 bis 13.50 Mk., Buchenknüppel 10 Mk., Buchenstockholz 5 bis 6 Mk., Tuchenknüppelreisig 3 bis 4Mk., Buchenstammreisig 1,50 Mk., Tuchen- astreisig 1 Mk., Cichenknüppel 7 bis 8 Mk., Eichenknüppelreisig 1,50 bis 2 Mk. Sämtliche Preise liegen etwa 20 Prozent unter den vorjährigen. * Cichelsdorf, 23. 3an. Unser Gesangverein „Eintracht" veranstaltete im Möser- schen Saale einen sehr gut besuchten, wohlgelungenen Familienabend. Außer von dem nun 60 Sänger zählenden Derein (Dirigent Werkmeister Adolf Rau) vorzüglich Dorgetragenen Chören bot die Dortragsfolge Violinvorträge, humoristische Gedichte und Gesänge, sowie Äon- zertmusik der Kapelle Spangcnberger. Die Brüder Wilhelm und Heinrich Schmittber- ger konnten für zwanzigjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. ergab, daß er die Zimmermiete wirklich nicht hätte entrichten können. 3n ihrer Aussage fortfahrend, berichtete Frau Heiß: „Noch gestern früh hat mir aber der arme Herr — er war ein Herr, ganz gewiß, aber durch llnglück tief heruntergekommen —, er hat mir also noch gestern gesagt, daß er für den folgenden Tag, also heute, eine große Summe Geld erwarte und dann sofort alles bezahlen würde, womit er im Rückstand war. Dann hat er auch etwas gemurmelt, wie: Er würde wahrscheinlich gleich von hier aus ins Ausland gehen." Hieraus schritt man zur Beweisaufnahme. Einer der Wildhüter war Augenzeuge des Vorfalls gewesen. Er sagte au3, daß er dem jungen Herrn Bertram, als er ihn anlegen sah, noch schnell zugerusen hätte: „Richt dorthin schießen — da steht ein Mann hinter dem Daum." Aber fein Zuruf wäre zu spät gekommen. Der Schuh krachte bereits und — der Mann fiel sofort tot nieder. Jetzt erhob sich der Untersuchungsrichter und forderte die Anwesenden auf, ihm in das Kutscherhaus zu folgen, wo im Beisein des Arztes dec Tote besichtigt und seine Person, soweit es möglich war, festgestellt werden sollte. Rur einer der Anwesenden zweifelte ernstlich daran, daß der Rame des Derunglückten wirklich Heinrich Scharf gewesen war: aber dieser eine mochte seine Zweifel nicht laut werden lassen. 3n dem Augenblick, als der Arzt, die Richter und alle Zeugen ernst und schweigend die Bahre umstanden, auf der der Tote, mit einem weißen Tuch bedeckt, lag, öffnete sich die Tür noch einmal. und zum Erstaunen aller Anwesenden stand Doris Harter auf der Schwelle. Ein Gemurmel des Unwillens erhob sich Onkel Georg fuhr sie zornig an und Kurt trat vor, um sich ihr in den Weg zu stellen. Wie aus einem Munde riefen alle anderen: „Zurück! Zurück! Das ist kein Anblick für eine Same!" Aber Doris schien plötzlich taub geworden zu sein: wenigstens zeigte sie sich völlig unempfindlich gegen die ihr begegnende Abwehr. Sie behauptete nicht nur ruhig ihren Platz, sondern öffnete die Tür noch weiter und zog eine zweite Gestalt herein und so dicht als möglich an ihre Seite. Diese andere war Sabine. Bleich wie eine Tote und an allen Gliedern bebend, so daß sie sich kaum auf den Füßen halten konnte, stand sie, von Doris gestützt, da. „W^s habt ihr beiden Mädchen hier zu ftlchen?!" rief der alte Herr vcn W ldhofen heftig. Er jü/ien alle Mäßigung verloren zu haben. „Fräulein von Rechten hat eine Aussage zu machen. Onkel!" antwortete Doris mit klarer Stimme. „Sie möchte Aufklärung über den Toten geben." (Fortsetzung folgt.) Er bringt | die billigsten Preise, die größten Vorteile] unser großer Inventur-Ausverkauf DER VORSTAND. Mäusburg 16. b94D Hauptpreislagen: 12.50, 10.50, 8.50, 6 50, 4.90 voll 3. Kl., 2. Kl., 104 3. Kl., 7,2 rm Nutzknüppel: Eiche (2,5 m lang) Klasse Reis Il/lll. 832 D Klasse Eichen-Nuhscheit (gespalten) 1,25 m lang 1,6 rm Drucksacnen aller Art Ab heute bis Sonntag, den 2. Februar 834 D Gonterskirchen. Lichtspielhaus Der große Lacherfolg Stadttheaters 7U5D 2. Fichtenstämme aus Distrikt 21 c, 22 a u. b, Feine Leute 3 4 5 6 rm Eichenknüppel rm Buchenscheit rm Buchenknüppel Stück Buchenwellen 33,14 fm 78,94 „ 32,21 „ 12,31 „ 43 23 7 2 3 4 5 3,75 fm 4,56 „ 3,33 „ 4,46 „ 0,54 fm 3,17 ,, 1,18 ,, Zwei öffentliche Vorträge Lic. Robert Goebel: 37, 41a. Stück Klasse 149 21 325 11140 41 1 Stück mit 3 i, ,» mH Agnes Esterhazy, Paul Heidemann, Leo Peukert 3 = 78,94 4 = 1,32 an 6 rm Eichen-Nutzknüppel, 2 m lang, Kiefcrn-2tämme. Mäusburg 11 / Papierhaus Ernst Balser 742L Der Bürgermeister. Stahl. Nur noch bis Sonntag einschließlich 724C den 27. Januar 1930. Die Finanzämter. Mainzlar, den 30. Januar 1930. Hess. Bürgermeisterei. Vogel. Klasse 2 ... n 3a .. „ 3b.. Fichten-Derbstangen 3. Klasse, 36 Stück mit 1,08 fm Fichten-Reisstangen, 37 Stück mit 0,74 fm Sämtliches Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote ^nd getrennt nach Klassen bis spätestens Mittwoch, den 5. Februar, nach- mi(ta£ß 2 Ahr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo auch die Verkaufsbedinaungen eingefehen werden können. Das Holz ist vorher anzusehen. Reinhardshain, den 29. Januar 1930. Hessische Bürgermeisterei. Gieß. EISU-Betten (Stahl u. Holz) r.Jaier, Sdilafzimm.,t>tahlma.r. Kinderb.Chaiscl. a. Private. Ratenzl. KatalJr Eisenmöbcllabrik Suhl rttathol. VevemshauS ffrcitan, 31. Januar, 4', Ubr Aus dev LNavchenwelt Heiterer Mär.-bcn-Nachmittag nm rett, bunten Virbtbilöcrii ver- tiniialiei v.Dir. Paul 'Jioiunfoiuolo. dein bekannien sUiärd)enetAä. let. Die Bremer Stavtmusikanten — Ter J-roirtikönia — 'llidicnurübcl — Hän cl und (tretet — Ter nc= stiefelte Kater — Uis.ülcin deck' di.ü — Ter Wolf und d c fiel) n (Seiolctn. (0578 1. Platz inum.l 75 Pt,2. -Vlad 40 Pf. Borverkaui der num. Einiriit kart. aii 75-vi.Mnsikaltenh inöln Ebanier. 2. Plätze au 40 Pi. nut an . er Saal lasse eine Ltiinde vor Anfang. Erwachsene zahlen keinen Aufschlag Taxationswert des Holzes von 2635,93 Mk. — Die Lichtbildstelle deS Kreisschulamtes Alsfeld hatte für die Schulen von Kirtorf und der umliegenden Ortschaften am Dienstag hier eine Filmvorführung unter technischer Leitung von Lehrer Schüllermann (Wahlen) veranstaltet. Während der Besuch am Nachmittag seitens der Kinder recht zahlreich war, muhte man em Abend bei den Erwachsenen leider gerade das Gegenteil feststellen. Zur Aufführung kam ein Filmwerk .Das kalte Herz" nach einem Märchen von Haus. Die Aufnahmen waren einwandfrei, deutlich und schön. Sie wurden durch Lehrer Dunkenberger (Kirtorf) eingehend erläutert. Holzsubmission. Die Gemeinde Reinhardshain verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots noch, stehendes Holz: 837Ü 9 Kiefernstämme lb-Klasse, 2,88 fm stand des Vereins besteht aus folgenden Sängern: Karl Müller (1. Vorsitzender), Heinrich Böck (2. Vorsitzender), Friedrich Ritzel (Rechner), Albert Schmidt (Schriftführer), Rudolf Borg- ner, Ehrhard Erk, Rudolf Guhmann, Bürgermeister Dinges (Deifitzer). Kreis Alsfeld. r Ober-Ohmen. 28. Ian. Ein hiesiger junger Mann stürzte zwischen Stangenrod und Lehnheim beim Lleperholen eines Fuhrwerks mit seinem Motorrad schwer. Er rannte gegen einen Chausseebaum und zog sich dadurch starke Verletzungen, darunter auch einen Schlüsselbeinbruch, zu. Herr Keil von hier vcr- The Pilgrim (Der Pilger) und Holzverkäufe. Aus dem Gemeindewald Krofdorf- Gleiberg kommen bei Wirt Moos in Krofdorf jedesmal von 10 Uhr vormitt, ab öffentlich meistbietend zum Verkauf: 1. Montag, bin 3. Februar d. I., Disir. 7c Seiles: Eiche 64 rm Scheit u. Knüppel 1,25 m lang, 257 Rsg. Buche — 518 Scheit u. Knüppel, 1112 Rsg. 728 rm Eiche u. Buche gemischte Reiser. Distr. 25 Kops — 8 Eichen Stämme-Kl. l — 1,85 fm. Distr. 12, 22a je 1 Kiefernat. zus. 0,60 fm. Distr. 9a — 2 Lärchenst. 0,77 fm. Aus dem ganzen Wald Buche — 4 Scheit, 3 Rsg. Nadelh. — 22 Scheit u. Knüppel. 2. Montag, den 10. Februar d. I. Distrikte 17a, b Treiköppel, 19 Dickehau, 21 Altehau, 22 Schirmhecken, 25 Kops: Eiche = 38 Nutzscheit II. Kl. 2,20 u. 2 m lg. 13 Nutzknüppel 4 u. 2 m lg. 221 Scheit u. Knüppel meist 1,25 m lg. 602 Reisig, 504 gemischte Reiser. Buche — 196 Scheit u. Knüvpel. Fichte = 40 Scheit u. Knüppel, 189 Rsg. II. Kl. lang eingesetzt, Erle = 15 Scheit u. Knüppel, 35 Rsg. Tistr. 17b Treiköppel, 19 Dickehan, 22c Schirm- Hecken: Fichte — 459 Stangen I. Kl., 655 II. Kl., 1330 III. KI., 380 IV. Kl. Will, Gemeindevorsteher. 836D Ltaaisoverförstcrct-Krofdorf Holzversteigerung. Am Dienstag, dem 11. Februar 1930, von 10 Uhr ab bei Klinke! zu Odenhausen an der Lahn: Försterei WaldhauS, Distrikt 56 und 58 (Lindemschied). Brennholz: Eichen, 19 rm Knüppel, 775 rm Reisll/III Buchen, 15 rm Knüppel, 1015 rm Reis II/III Fichten, 25 rm Reis II/III Försterei Salzböden, Distr. 64, (Schabenstrauch) 72, (Hirschsprung) 73b, (Hagel- schlag) 74, (Hemmstoß) 79, (Hard) 81, (Hasengarten). Nutzholz: Eichen, 0,45 fm Stä. Kl. 3,1 rm Nutzsch. Buchen, 3,97 fm Stä. Kl. 3/5 Fichten, 4,11 fm Stä. Kl. lb/3a Brennholz: Eichen, 13 rm Sch. u. Kn., 902 rm Reis II/III Buchen, 306 rm Sch. u. Kn., 772 rm la = 17,76 fm 1b --- 12,32 „ 2a = 3,78 „ Charlie Chaplin m 2.. 98 3.. 1 Eichen-Abschnitte A. ...... 4 Stück mit ...... 5 ■ n n ...... 2 „ „ 2 Eichen-Abschnitte 9L ...... 69 Stück mit ...... 104 „ „ ...... 27 „ „ ...... 15 „ So billig wie noch nie verkaufen wir Rest- und Einzelpaare teils bis zur Hälfte des Wertes. Auf Winterware u. Ueberschuhe 15 Prozent Rabatt! rm Nadelholzknüppel. Brandoberndorf, den 29. Januar 1930. brachte mit seinem Auto den Verunglückten in seine elterliche Wohnung, wo Dr. R e r n (Groh-Felda) schwere Verletzungen feststellte. Das Motorrad wurde stark beschädigt. I Kirtorf, 22. Ian. Die gestrige R u h - Holzversteigerung war von hiesigen und besonders auswärtigen Kaufliebhabern sehr stark besucht. Aus dem der Gemeinde gehörigen Wald im Forstort Heideberg kamen 5,90 Festmeter Kiefern (Güteklasse A) und 81,17 Festmeter Langholz und Abschnitte (Güteklasse N) zum Verkauf. Die Steigerer boten lebhaft. Infolgedessen kamen hohe Angebote zustande. Die durchschnittliche Taxe von 30 Mk. wurde fast durchweg erreicht. Der Versteigerungserlös betrug 2618 Mk. bei einem kostenlose Vorführung und Ausbildung in der Stotfmalerei nur noch Heute und Freitag im Nachmittags- od. Abendkursus I liefen in )elge Diolinvockräge, Teiänge, sowie Kon- ngcnberger. Die cich Schmittber- .hnge Mitgliedschaft sorttmente versteigert werden: 2 Abschnitte, Gütekl. A, Eiche 1,52 fm aus. '"rinengh erg. Sl d-. •' einen ii,öet wes JJJItn, des sen ercsse fSn 'N dir icn. er tA den bie °n- touröen in"";01 ernt Werden ^'ten^GeA en. "der letzten Kon- früher in ton Amt als Oh, J:T A 2ahre lang ^vrstandswlchl 5 Obmann, • ®^rdtfüfircr '°m, °ls2echner. ' 7 ist .e£n?wanen’ die ■ ^.Mer-Grenze ^$e6ieten' in an Winter 1928 29 frlöst sibirische I anljaben linnen. ■ Behandlung bet enbeftände eckt im rrungen des Mm. , die Fasanerr un ig ausrottete. rr außergewöhnlich uerarbeit so gesöi- Ülschen Saale eine eigerung abge« ringe Holzvcrbrauch zunehmende Kohlen. : wirtschastliche Lage Nahe preisdrückend. Raummeter Buchen- ucheninüppel 10 M, Tuchenlnüppelreilig ig 1,50 Mk., Tuchen, 'pel 1 bis 8 Mk, 2 Mk. Sämtliche int unter den vor« Das Deutsche Seminar der Universität lädt ein 1. in Gemeinschaft mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar zu einem Abend DerfleutscheFriihharoch in iler Musik Sollst Schauspieler Hrch. Hab vom Stadttheater Gießen Freitag, den 31. Januar, abends 81/» Uhr, im Großen Hörsaal der Universität 2. zu einem Vortrag von Herrn Dr. Karl Ritter, Dramaturgen des „ 7.. 1 „ 2b = 1,01 „ 3. Hicfernstämmc aus Distrikt 21 a und 22a. Los 8 2 St. Kl. la und 60 St. Kl. 1b = 13,54 fm Los 9.. 19 Stück Klasse 2a = 6,66 fm Zahlung vor der Abfuhr, spätestens 1. August 1930. Fichten müssen bis 15. Mai entrindet oder abgefahren sein. Auskunft Förster Lucas, Telephon Lollar Nr. 19. Angebeüe je! Festmeter getrennt nach Losen, werden bis zum 10. Februar d. I., nachm. 2 Uhr an den Gemeindevorsteher in Wißmar erbeten. Wißmar, den 29. Januar 1930. Der Gemeindevorsteher: Bittendors. 844D Oeffentliche Aufforderung zur Abgabe von Steuererklärungen für die Hrühjahrsoeranlagung 1930. Die Steuererklärungen für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer sind in der Zeit vom 1. bis 15. Februar 1930 unter Benutzung der vorgeschriebenen Vordrucke abzugeben. Steuerpflichtige, die zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet sind, erhalten vom Finanzamt einen Vordruck zugesandt. Die durch das Einkommensteuergesetz, Körperschaftssteuergesetz und Umsatzsteuergesetz begrün- bete Verpflichtung, eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn ein Vordruck nicht übersandt ist, bleibt unberührt: erforber- Vergebung von Sauarbeiten. Auf Grunb ber Bestimmungen ber Reichsoerbingungsordnung werben bie Ar. beiten für ben Schulhausanbau in Göbelnrod im öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. 838D 1. Erd- und Maurerarbeiten (165 cbm Erdaushub, 124 cbm Bruchstein-, 12 cbm Backsteinmauerwerk, 65 qm Hohlstein- decken). 2. ptatlencrbeitcn (20 qm). 3. Steinhauerarbeiten (2 cbm Lungsteine). 4. Zimmerarbeiten (10 cbm Bauholz, 600 m Verzimmerung). 5. Eisenlieserung (2600 kg). 6. Grobschlosserarbeiten. 7. vach- deckerarbeiten (140 qm Biberschwanzbach). 8. Spenglerarbeiten (45 m Kanbel, 15 in Abfallrohre). 9. Glaserarbeiten (25 qm Sprossenfenster). 10. BJeifjbinberarbeiten (370 qm Decken- unb Wanbputz, 150 qm Oelfarbenanstrich). 11. 5d)reinerarbeiten (8 Türem 65 qm Langriemenparkett, 47 qm Wandoertäfelung). 12. Schtosser- arbeiten. 13. Beleuchtungsanlage (14 Brennstellen). Angebotsvorbrucke werben, solange der Vorrat reicht, auf unserem Amte, Ste- phanstraße 18 (Zimmer 4) abgegeben, bie Zeichnungen unb Bebingungen sind bort einzusehen. Die Angebote finb verschlossen, mit ent- sprechenber Aufschrift versehen, postfrei, vis zum Dienstag, dem 11. Februar 1930, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zur Eröffnung haben bie Bieter Zutritt. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, ben 28. Januar 1930. Hessisches Hochbauamt Gießen. Berth. SchuhhausMeyer Gießen, Bahnhofstraße 30 lichenfalls haben bie Pflichtigen Dorbrucke vom Finanzamt anzufordern. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, --- ---- 828D Novalis und die Kunde eine) neuen Welt Freitag, 31. Jan. und 7. Fehr., jeweils 20.1") Uhr. Universität, Hör sanl 41. Gesamtk. neu Mk. 1.50, Mudenten Mk. 0.70, Einzelkarten Mk. 0.80 bzw. 0.4 '. b46U Bewegung für religiöse Erneuerung. Nutzholzversteigerung. Mittwoch, den 5. Februar 1. I., vormittags 10% Uhr ansangend, nach Zusammenkunft am Waldeingang an der Kreisstraßss nach Treis, soll im Gemeindewald Mainzlar folgendes Nutzholz zur Versteigerung gelangen: 2a- „ 22,58 2b- „ 18,56 3a- „ 7,38 Dienstag, den 4. 2., 10% Uhr, in der Traube zu Laubach aus verschiedenen Abteilungen der Försterei Jägerhaus, der Distrikte Thomasbiegel, Kirchberg, Hoher- Rain, Strickberg, Lingelbach, Schmitt- Hain, Schiffenberg, Seifenberg und Roth. — rm — Scheiter: 754 Buche I. (Thomasbiegel 3a, 4 und Kirchberg 3a), 15 Eiche und Kirschbaum, 10 Nadel und Weichholz; Stammknüppel: 240 Buche I. (Kirchberg 3a), 550 II. (abständig), 37 Eiche, 40 Nadel und Weichholz: Stöcke: 235 Buche. Reiserknüppel: Buche 350, Nadel 10. Nutzholz. 10 Eichenabschnitte 1,6 bis 2,4 m lang — 1,24 fm: l Birkenstamm — 0,26 fm II. aus Thomasbiegel 4; 1 Kirschbaumstamm — 1,11 fm II. u. III.; Derbstangen: 36 Stück Eiche und Esche I. (Deichseln und Langwieden). Schwarz unterstrichene Nummern (Brennholz) werden nicht ausgeboten. Kohlreiser und Lesholz flächenweise. Auskunft erteilt Förster Melchior, Jägerhaus; Fernruf: Lau» bach 104. ____________________________ Brennholzversteigerung Montag, den 3. Jebruar 1930, oormif- tags 10 Uhr anfangend, werden im Gasthaus „Zum Bahnhof" folgende Mengen Holz öffentlich verkauft: 793D Distrikt 16, 36b, 41, 45: 17 rm Eichennutzscheit (Küferholz) 157 rm ^i^enscheit (Alteichen, zum Teil Abschnitte, OütefL N, Eiche 42,99 fm (Wagnerholz) 20 Abschnitte, Gutekl. N, Eiche 12,28 lrn (Wagnerholz) Zwangsversteigerung 49/29 Am Donnerstag, dem 3. April 1930, vormittags 6% Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude, Zimmer 112, bas im Grunbbuche von Gießen ber Ludwig Magner Ehefrau, Anna geb. heim in Gießen zugeschriebene Anwesen Weserstraße 17 Flur II, Jlr. 59*/io = 1045 qm Grabgarten, Jlur II, Jlr. 608/io = 69 qm hofreike, geschätzt auf 11 282 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur- Einsicht ausgehängt. 820D Gießen, den 27. Januar 1930. 2 A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: ______Leo, Ortsgerichtsvorsteher.______ Holzversteigerung Hfl Der größte | Fremdenlegionär-Film I aller Zeiten Flucht aus der Hölle Zwangsversteigerung Am Donnerstag, dem 6.7När; 1930, vormittags 8% Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude, Zimmer 112, das im Grundbuchs von Gießen dem Karl Start in Gießen, Weserstraße 15, zugeschriebene Grundstück Flur 27. Jlr. 43 = 1944 qra Acker über dem Schäferbrunnen, geschätzt auf 1160 Reichsmark, versteigert. HD Die ortsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht aus- gehängt. Gießen, den 28. Dezember 1929. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsoorsteher. Giammholzverkauf. Die Gemeinde Wißmar verkauft im SScqc des schriftlichen Angebots: 1. Eichenstämmc aus Distrikt 22 b, 26 und 6. Los 1.. 93 Stück Klasse 2 = 48,49 fm SßielvereiniM 1900 (E. V.) Am Samstag, dem 1. Februar, 19 Uhr, findet In sämtlichen Räumen des »Cafä Leib«, Walltorstrahe, unser diesjähriger Jubiläums-Maskenball statt. - Karten im Vorverkauf für Mitglieder und eingeladene Gäste bei Herrn Ludwig Bende, Bahnhofstraße 12, und Herrn August Wallenfels, Marktpl. 17; nur für eingeladene Gäste bei Herrn Willi Schwan, Scheitholz: Eiche (gespalten) 113,9 rm Scheitholz: Fichte (rund) 1,7 rm Knüppelholz: Eiche 65,9 rm Reiserholz: Eiche 153 rm Stockholz: E.che 17,5 rm Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Alten-Buseck, an der Ludwigsburg. S ch o m b e r, Bürgermeister. Vrennholzverfieigerungen des Graf zu Lolms Laubach'schcn Forst- amts zu Laubach. Montag, den 3. 2., 10% Uhr, in der Traube zu Laubach aus verschiedenen Abteilungen der Försterei Gonterskirchen, der Distrikte Forstwiese, Weingärtners, köpf, Birken, Brühl, Feldchen, Eselskopf, Wallenberg, Giehern, Betten, Hölzchen u. Dörnberg. — rm — Scheiter: 773 Buche I. und II. Hierunter 29 rm Werkscheit, 5 Eiche, Birke, Esche, 96 Nadel; Knüppel: 255 Buche I., 237 II., 123 Eiche, Birke, Esche, 96 Nadel; Stöcke: 205 Buche, 53 Fichte; Reiserknüppel: 263 Buche, 34 Eick;e, 30 Nadel; Stammreiser: 30 Buche (abständig); Astreiser: 677 Buche. Nutzholz. Hainbuchenrollen: 6,4 rm 1 m lang, 7 rm 2 m lang; Birkenrollen: 13,6 rm 1,25 m lang. Kohlreiser und Lesholz flächenweise. Die mit F bezeichneten Nummern werden nicht ausgeboten. Auskunft erteilt Förster Melchior, MIA Lag der drre to'.rt* schm au|g vor, erh< ter gle: aus um renl des Mil Eesc direl über Dcrjc fionci Für Heck len kü> 50t-1.1 für/ Lasse Ab-s machen öllnetr OütkGU 33.33 vierer von b kaum jetzt dc feh-n. liltl“ Der du 5 auf 3 die 1 Die, 1925 7454 tüd 19:81 Aonju mono! glciÄs vom 2 minge stär.sl tut8s der t den ' mit । des der i werde Koni um 21 Mm'.v Me< ®ron 63 $ gibt fett: sind geftii Demi und die 1 lüge: e kühnsten f " B*a'"-nge„ ;/■ . Ri^ten atZen ' /■;. t»extge -^«uzen, ' Se"-. | s«Ah,:äs=he | &•'»* pingen prei «uSeaagjaX h hochwerti re Pfe/Se rden 'hr, Ottatis > | Sine »eWUnaen **ansa LL fca»—-* “"**'• S=haulensj;,e'sweg28 Nr. 25 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 30. Zanuar 1930 Wirifchast. Konkurse und Vergleichsverfahren im Jahre 1929. Für daS Jahr 1929 liegen nunmehr für drei Vierteljahre die Konkurszahlcn, einschl. der Zahlen für die mangels Masse abgelehnten Konkurse vor. für das vierte Vierteljahr nur die Zahlen für die eröffneten Konkurse. Da die mangels Masse abgelchnten Konkurse regelmäßig zwischen 30 bis 32 Prozent der eröffneten Konkurse ausmachen, und da die endgültigen Zahlen der eröffneten Konkurse in der Regel etwas über den vorläufigen liegen, dürfte ein Aufschlag von 33,33 Prozent auf die vorläufigen Zahlen des vierten Vierteljahrs eine Gesamtzahl ergeben, von der die endgültige In der Größenordnung kaum abweichen wird. Es läßt sich daher schon jetzt daS Ergebnis des ganzen Jahres 1929 über- sehen. Cs ergeben sich laut „Wirtschaft und vta» tist'k" insgesamt 13 095Konkurseund4940 Vergleichsverfahren. 1928 beliefen sich die Konkurse auf 10 525, die Vergleichsverfahren auf 3147. Die Konkurse sind also um 24 Prozent, die Vergleichsverfahren um 57 Prozent gestiegen. Die Zahlen bleiben aber hinter denen der Jahre 1925/23 (14 805 bzw. 15 829 Konkurse, 6032 bzw. 7454 Vergleichsverfahren) noch beträchtlich zurück Die Erhöhung der Gesamizah'en gegenüber 1928 en.spricht durchaus der Versch'echterung der Konjunktur im Laufe des Jahres 1929. Die monatliche Bewegung der Konkurse und Vergleichsverfahren gibt aber kein deutliches Bild vom Ab'aus der Konjunktur. Während die Spannungen in den letzten Monaten des Jahres am stärksten gewesen sind, liegen die höchsten Kon- kurözahlen in den Monaten März und April, die höchsten Zah en der Vergleichsverfahren in den Monaten 3u;i und August. Es ist zwar damit zu rechnen, daß die Zahlungsschwierigkeiten des letzten Vierteljahrs 1929 in den Konkursen der ersten Monate 1930 in Erscheinung^ treten werden. Während gegenüber 1928 die eröffneten Konk r e der Erwerbsunternehmungen insgesamt um 21 Prozent, die Konkurse der größten Gruppe, nämlich des Einzelhandels, nur um 14 Prozent gestiegen sind, beträgt diese Steigerung beim Großhandel 29 Prozent, bei den Danken sogar 63 Proent. Die St.teerung bei den Danken ergibt sich allein aus den Konkursen der beiden c':t:n Monate 1929. Die Vergleichsverfahren ind bei den Danken sogar um 200 Prozent lestic. en. De Zahlungs'chwierigkeiten haben also »cmnach im Jahre 1929 besonders stark den Geld- und f redit-erteilungSapparat brt.osfen, während die Produkt' on und der Wareneinzelhandel weniger in Mitleidenschaft gezogen worden sind. • Zur Gage der deutschen Kunst- seideindustrie. Auch auf die gegenwärtige Lage der deutschen Kunstseideindustrie macht sich der Einfluß der Wirtschaftsde'-ression, insbesondere aber der ungünstigen Entwicklung der Sextil- w rtschaft geltend. Allerdings nutzen die deutschen Kunstseidesabriken gegenwärtig noch ihre volle Produktionskapazität aus. Das Jahr 1929 hat mengenmäßig ein nicht ungünstiges Ergebnis oufzuweisen. aber die im Laufe des Jahres 1929 vorgenommenen Preissenkungen, die zum Tell erhebl'ch sind, haben die Gcwinnergebnisse schlechter gestaltet, so daß der Mehrobsah keinen Ausgleich bieten konnte. Die deutsche Kunstseidegarn- oussuhr übersteigt in 1929 die Einfuhr, sie hat um 2 72 Millionen Kilogramm zugenommen, wäh« rend die Einfuhr um 0,75 zurückgegangen ist. Dem Werte nach ergibt sich eine Aktivierung des Kunstseidoaußenhandels in Höhe von 25,2 Millionen Mark. * Allianz und Stuttgarter Gebens« versicheruvgsbank 21.=©., Stuttgart. Die Gesellschaft hat 1929 einen Antrogszugang aus dem direlten Dersicherungsqefchäft von 80 000 Anträgen über 517 Millionen Mark Versicherungssumme zu verzeichnen, gegen 89 000 Anträge über 474 Mil« Honen Mark Versicherungssumme im vorherae- aangenen Jahr. In den Zahlen für 1929 sind die bei der im November fusionierten Frankfurter Gebens« vcrsicherungs-A.-©., Frankfurt a. M. beantragten Versicherungen nicht enthalten. ' Mainkraftwerke Höch st. Die Main- kraftwerle Höchst a M werden am 30. Juni ihre Limburger Detriebsabteilung auslösen. Die Direktion teilt hierzu mit, daß die zur 'Betriebsabteilung Limburg gehörenden Kreise nunmehr ausgebaut sind, so daß es im Zuge der Rationalisierung sich leicht bewerkstelligen läßt, das Gebiet der Detriebsabteilung Limburg unter die Detriebsabteilungen Höchst und Oberlahnstein aufzuteilen. -Anleihe derMainzerAktien.Bier' brauerei. Ein Bankenkonsortium unter Führung der OO-Bank, Filiale Mainz hat eine hypothekarisch sichergestellte SproA. Anleihe der Mainzer Aktien- Bierbrauerei, MmnA in Höhe von 500 000 Mark übernommen. Die Anleihe, die noch 25 Jahren mit 102 o. S). durch Auslosung zurückzuzahlen ist, wurde zu 94 v.H. aufgelegt. Der größte Teil der Anleihe dürste bereits untergebracht sein. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 30. Jan. Tendenz freundlich. — Die Dörse bot heute ein wesentlich freundlicheres Dild. ausgehend von der Festigkeit der Rcichsbankanteile, dieses Papier war schon ausschlaggebend für die Tendenzgcstaltung an der gestrigen Abendbörse. Anregend wirkten hier die Erwartungen auf eine Aenderung des Dank- gesetzcs in der am 15. Februar stattfindenden Generalversammlung. Dei Eröffnung der Börse gewann die Aktie 6,75 Proz., nachdem an der gestrigen Abendbörse schon ein Gewinn von 6 Proz. eingetreten war. Hiervon ausgehend war die Tendenz allgemein freundlicher und das Geschäft nahm au chim übrigen etwas lebhaftere Formen an, zumal einige Auslandorders vorgelegen haben sollen. Material kam nich tan den Markt. Hieraufhin waren einige Orders von feiten des Publikums eingetragen. Auch hatte der Druck am Farb'nmarkt nachgelassen. Der Angriff auf den Farbenmarkt in Amerika war in den Ausführungen übertrieben. Es verlautet jetzt, daß unhaltbare Rachrichten auf Befürchtungen der starken Konkurrenz deutscher Unternehmen in die Welt gesetzt wurden. J.-G.-Farben konnten bei etwas lebhafterem Geschäft 2,5 Proz. höher eröffnen. Rütgerswerke gewannen 2 Proz. Am Montanmarkt war die Umsatztätigteit bescheidener, doch lagen hier die Verhältnisse wieder klarer, nachdem bekannt wurde, daß von einem Desihwecbsel in den Mihrheitsverhältnissen nicht die Rede sein könne. Rur Rheinstahl und Stahlverein traten mit je plus 2,5 Prozent etwas in den Vordergrund. Recht lebhaftes Interesse bestand noch für Kaliwerte. Cs schien sich hier wieder verstärkles Interesse von Ausland- und DHeinlandseite geltend machen, nachdem diese Werte gestern eher angeboten und schwächer lagen. Salzdetfurth hatten einen Spitzengewinn von 5,5 Prozent aufzuweisen. Aschersleben gewannen 3,5 Prozent und Westeregeln 3 Prozent. Am Elektromarkt war die Umsahtätigteit ebenfalls gebessert. Siemens konnten 3 Prozent höher eröffnen. AEG. plus 2 Prozent, Licht & Kraft plus 2,5 Prozent und Gesfürel plus 3,5 Prozent. Im Zusammenhang mit der Besserung der spanischen Valuta hatten Chadeaktien wieder etwas lebhafteres Geschäft und gewannen 3 Mark. Deutsche Linoleum konnten 4 Prozent gewinnen und AKU. 3,5 Prozent. Zellstoffwerte lagen bis zu 5 Proz. fester. Schisfahrtswerte bis 1 Prozent gesteigert. Renten still. Deutsche Anleihen eher etwas gedrückt. Schutzgebiete zogen leicht an. Im Verlaufe ließ das Geschäft wieder beträchtlich nach. Die Tendenz war aber unverändert freundlich. Teilweise traten erneut Besserungen bis zu 1 Prozent ein. Am Geldmarkt wurde der Sah für Tagesgeld auf 6,5 Prozent erhöht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1856, gegen Pfund 20.370, London gegen Kabel 4,8655, gegen Paris 123,91, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 36,40, gegen Schweiz 25,1975, gegen Holland 12,1150. Berliner Börse. Berlin, 30. Jan. Vormittags und an der Vorbörse setzte sich, ohne daß nennenswerte Umsätze getätigt wurden, die schon gestern abend freundlichere Tendenz fort. Maßgebend hierfür war die bessere und freundliche Hallung der Reichsbankaniieile, für die man an der Börse optimistische Hoffnungen hegte, im Zu'ammenhang mit den in der Generalversammlung zu erwartenden Dankgesehänderungen. Hinzu kam, daß die Spekulation Deckungen vorzunehmen geneigt war, und daß das Ausland Heinere Kaufaufträge geschickt haben folL Bei den ersten Kursen kam es aus diesem Grunde zu 1» bis Zprozen- tigen Kursbesserungen: für Spezialwerte betrugen die Gewinne sogar bis zu 6 Prozent. Die Erholung der Farbenaktie um 3,25 Prozent befriedigte allgemein. Beträchtlichen Gewinn hatten außerdem die schon oben erwähnten Reichsbankanteile mit plus 10.75 Prozent. Ferner Schubert & Salzer mit plus 6 Prozent, aus den gestern genannten Gründen. Chadealtien plus 8 2.1, Salzdetfurth plus 5,25 Prozent, und Siemens plus 4,5 Prozent. Kunstseideaktien und Spritwerte waren ebenfalls recht fest, während Schiffahrtsaktien ziemlich vernachlässigt waren. Rennenswert schwächer eröffneten led glich Transradio mit minus 3 5 Prozent, Schlesische Bergwerk, Beuchen, mit minus 2,5 Prozent, Akkumulatoren minus 1,13 Prozent. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer anziehend, Pfandbriefe uneinheitlich. Der Geldmarkt neigte zu dem bevorstehenden Ultimo zur Versteifung. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent: Monatsgeld 7,25 bis 8.50: Warenwechsel etwa 6 5 Prozent. — Rach den ersten Kursen bei etwas lebhafterem Geschäft zunächst etwas anziehend und überwiegend 1 Prozent fester, konnten von Kunstseidewerten Alu 2.75 Prozent, Bemberg 4,75 Pro'ent. Rütgers- werke, auf Dividendehoffnungen._ 1.5 Prozent gewinnen. Später ließ die Geschäftstätigkeit nach und es ergaben sich vielfach Verluste, die bis unter das Anfangsniveau führten. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Jan. Auftrieb: 111 Rinder, 873 Kä.'ber, 360 Schafe, 416 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 63 bis 72 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 67, geringe Kälber 53 bis 62. — Schafe: Mastiämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 48 bis 52, mUttere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47. — Schweine: vollfleischige Schweine von elwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 81, von etwa 200 bis 240 Pfund 80 bis 81, von etwa 160 bis 200 Pfund 78 bis 81, fleischige Schwüne von eiwa 120 bis 150 Pfund 73 bis 80 Mk. — Marktverlauf: Kälber schleppend, Schafe ruhig, geräumt. Schweine sch.eppend, Ueberstand. T lincr Produktenbörse. Berlin, 29. Jan. Infolge des unbefriedigenden Mehlgefchäftes bleibt die Aufnahmeneigung sehr gering, auch die Erholung am Schluß der gestrigen nordamerikanischen Terminmärkte vermochte keine Anregung zu bieten. Jnlandweizrn zur prompten Verladung war nur mäßig und zu nachgiebigen Preisen an geboten, die Mühlen versuchen jedoch angesich'.s der Preisrückgänge int handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft, die auf Realisationen der Provinz zurückzuführen waren, 1 Mark unter gestrigen Preisen anzukommen. Roggen zur prompten Verladung steht weiter ziemlich reichlich zur Verfügung, man glaubt, daß r.as herauSkommende Material von der mit der Stützung betrauten Stelle aufgenommen werden wird. Das Preisniveau dürfte 1 Mark unter dem gestrigen bei der amtlichen Roliz ermittelten liegen. Am Lieferungsmarkt mußte dieselbe Stelle bei der Eröffnungsnotiz etwa 1500 Tonnen Märzroggen aufnehmen, trotzdem stellte sich der Preis 1 Mark niedriger. Weizen- und Roggenmehle weiter in kleinem Geschäft, wobei die Mühlen zu Preiskonzessionen bereit sind. Hafer und Gerste sind nach wie vor über Bedarf angeboten und liegen matt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt, 243 bis 246 Mark (schwächer), März 258 bis 258,50, Mai 270 bis 270,50; Roggen, märt, 160 bis 163 (stetig), März 180 bis 181, Mai 187,50 bis 188; Braugerste 170 bis 180 (ruhig/; Futtergerste 147 bis 158 (ruhig); Hafer, märt, 130 bis 140 (matter), März 145,75 bis 145, Mai 154 bis 153; Mais, La Plata, 163 (ruhig); für je 100 Kilo: Weizenmehl 29 bis 35 (ruhig); Roggenmehl 21,75 bis 24,75 (ruhig); Wcizenkleie 9,50 bis 10 (ruhig); Roggenkleie 8 25 bis 8,75 (ruhig); Viktoriaerbsen 23 bis 31; kleine Erbsen 21 bis 24; Futtererbsen 18 bis 19; Peluschken 17,50 bis 19,50; Ackerbohnen 17,50 bis 19; Wicken 20 bis 24; Lupinen, blau, 14 bis 15; Luvinen, gelb, 14 bis 15; Serradelle 25 bis 30; Rapskuchen 16,50 bis 17; Leinkuchen 21,50 bis 22; Trocken- schnihel 7.20 bis 7,40; Sojaschrot 14,60 bis 14,90; für 50 Kilo: Kartoffelflocken 13,60 bis 14 Mark. Kirche und Schule. )( Li ch. 29. Jan. Ein Feiertag besonderer Art war der letzte Sonntag für unsere evangelische Gemeinde. Rach achtmonatiger Vakanz war die zweite Pfarrstelle zur Freude der Gemeinde wieder beseht worden. Pfarrvikar Draudt wurde in feierlichem Gottesdienst von Dekan Engel, Obbornhofen, in fein Amt eingeführt. Beim Einzug der Geistlichen erhob sich die sehr zahlreich versammelte Gemeinde zur Begrüßung und machtvoll erfiangen unter der Leitung von stud. theol. Uhrhan die Weisen des Posaunenchors, der zusammen mit der Orgel auch die Begleitung der Choräle übernommen hatte. Rach kurzem Altardienst richtete Dekan Engel im Anschluß an Johannes 16,24 herzliche Worte der Begrüßung an die Gemeinde unö ihren neuen Geistlichen und verpflichtete ihn für sein neues Amt. Pfarrvikar Draudt hielt hierauf von bcrfciben Kanzel, auf der fein Urgroßvater, Stiftsdechant 2 ichmann, über drei Jahrzehnte mit größtem Segen daS Evangeliuuin verkündigt hatte, seine Antrittspredigt, der er daS Wort Apostelgeschichte 4,12 zugrunde legte. Rach Beendigung des Gottesdienstes begrüßte dcr Kirchenvorstand den neuen Pfarrer, indem Rektor Erb gegenseitiges Vertrauen erbat und versprach. Bereits am Mittwochabend, dem Tag dcZ Einzugs, hatte der Posaunenchor Pfarrer Draudt ein Ständchen gebracht, wobei Bankbeamter Schlotthauer im Ramen des Chors eine Absprache hielt. )( Rieder-Bessingen. 27. Jan. Im gestrigen Gottesdienst hielt in vollbesetzter Kirche unser neuer Geistlicher. Pfarrvikar Draudt, seine Antrittspredigt. Am Eingang des Dorfe- begrüßten Kirchenvorstand und Lehrer ihren neuen Seelsorger und zogen mit ihm gemeinsam in feierlichem Zug unter den Klängen des Licher Posaunenchors ein, der es sich nicht hatte nehmen lassen, ähnlich wie in Lich zur würdevollen Ausschmückung des Gottesdienstes beizutragen. Lehrer Hinkel hatte mit den Schulkindern einen sehr gut vorgetragenen Chor eingeübt, der sehr zur Ausgestaltung der Feier beitrug. An den Gottesdienst schloß sich eine Sitzung der K i r- ch e n g e m c i n ö e d e r t r e t u n g an, in der der Voranschlag für 1930 beraten und der Rechenschaftsbericht vorgetragcn wurden. Es wurden im vergangenen Jahr 51 Gottesdienste gehalten, die durchschnittlich von 58 Männern und 48 ' Frauen oder von 48 Prozent der Erwachsenen besucht wurden. Zum Heiligen Abendmahl gingen 437 Semeindeglieder oder 193 Proz. der Erwachsenen. An Liebesgaben gingen 510 Mb, oder 2,33 Mk. auf den Kopf der erwachsenen Bevölkerung ein. Es fanden 7 Taufen, eine Trauung und 6 Teerdigungen statt. s. T r a i s - H 0 c 10 f f, 28. Jan. Aus der kirchlichen Statistik unseres Kirchspiels, einschließlich der beiden Filialen Inheiden und Utphe, ist bemerkenswert: getraut wurden im abgelaufenen Jahre von hier 2, von Inheiden 4, von Utphe 2 Paare, getauft insgesamt 28 Kinder, darunter 15 Knaben und 13 Mädchen. Davon entfallen auf Trais 8, Inheiden 11, Utphe 9 Kinder. Die Zahl der Konfirmanden betrug insgesamt 26. Ausfallend niedrig war die Sterv- lidjreit in allen drei Gemeinden. Es wurden von hier 4, von Inheiden 3 und von Utphe 5 Gemeindeglieder beerdigt, insgesamt 12, darunter 4 männliche und 8 weibliche. Die Zahl der Gottesdienste betrug 60, am heiligen Abendmahl nahmen insgesamt 1077 Personen teil. Die Summe aller im Laufe des Jahres gespendeten Gaben betrug 760. T Ober-Lais, 26. Jan. Die kirchlich- statistischen Tabellen w:ifen für das Jahr 1929 im Kirchspiel Ober-Lais-Glas- ßü t len folgende Zahlen auf: Dei einer Einwohnerzahl von 600 Evang.l.sch'n in Ober-Lai- und 500 in Glashütten fanden statt: 24 Saufen, 28 Konfirmationen, 12 Stauungen und 12 Beerdigungen. Der sonntäglich einmal statt,indende Gottesdienst wurde in Ober-Lais durchschnittlich von 132 Erwachsenen, in Glashütten von 61 Erwachsenen besucht, am heil gen Abendmahl nahmen 1228 Gemeindeglieder teil. Für die Werke der Wohltätigkeit wurden insgesamt 1329 Mk. geopfert (auf den Kopf der Devölkerung 1,33 Mc.), darunter für die äußere Mission 225 Mk., für allgemein erhobene Kirchenkollekten 204 Mk.. für den Gustav-Adolf-Dctein 71 Mk., für kirchliche Zwecke 596 Mk. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern zeben die Hohe der zulegi beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 0. H.. Gombardzinsfuß 7,5 v. H. Banknoten. 'ranffvrt a w Beeil' . dt »v- «Ture , u . 17..... 8% Pr. Lnttdc^IcmdbriilanNall 97 — 97 97 $tomm.-£i>l. 9t. 16..... 7% Pr. L>»'de«vlandbri«fanstall, 94.5 —■ 94 94 «lifdithbrielc Di. 10 C.e <£. cbfl. t-otttiea->Dbtteatton 88.5 — 89 89 tudiahlhor 1932 ..... 90,5 — 1 — 4% CefterrtidiW Soldrte.. 26,5 — — 4.20% Celtcn. Silbern- 4% Ceficrretälldrt Einheitliche 3,5 2,25 — 3,25 — Diente........ - —- 2,15 4% nttnarW Oolttte.. - - 23,8 23,9 4% Nnnaniche Clantor. o. 1910 — — 22 22,75 4y,% tcifll. von 1913 ... — — 23,3 — 4% Unfiatiirfw fironenrte.. . - 2,15 — 2.15 2 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . 4% Türiitche Bagvavbatzn-An 7.9 — 7,9 8,05 Serie l..... 7,9 — 8 4% N-tfll. II 6% Rumünilche vereint, Renn 8 8 8-13 von 1903 • . 10 10,13 — 4H% « mlotiche vereinh Rente von 1918 ....... 15,5 15,75 Vfc Wumantf* vereinh. wente . 8 — 8,1 — ranfhin a Bem- 0)119-! »uri , Ul Rur «d).uB 1 ! tttmanfl. Nur Daum 29. 1 30 1 29- 1 30 1 Hamvura-Ämenta l’afci Hamb SüDam. Dampsich 104 — 103.5 103,4 , * — • 169,25 — Hanta Sami || hilf..... 11 — — — — florobeutldtec Lloyd .... . t 103,25 — 103.5 103 4 tllifl Tcutithc Ureottanft. . . 11 122,4 — 122,5 — Barmer tianloeretn ... !■ 125,5 — 125,5 126,5 »berliner Hanveiogeiellich. . . 1 184 — 184,75 186 Uommerz- und Privat>B«mI . >> 156. 5 156,75 156,75 156.25 tarmft u. Nationalbanl . 1 239 — 238,5 240,25 Deni'che Bank .... Tiikonto (veieUichaft, DU. . 1 151 — 150.5 150.75 1 151 — 150,5 150.75 SreeOnct töanf...... 1 152,25 152 152 152 Üieichobaru ....... 1 299 305,75 294,25 305,5 Si.E.»....... 169,5 171,5 169,25 171 —— 207 208,75 Eieltr. ßlefftunflegeletllcfiolt 1 — — —- — Lickt und Uralt 1 167 169,5 164.5 168 (teilen 4 Guilleaume.... 7* 122,5 — 122,75 — Gei 1 lileltr. Untern.. . . . 10 163.25 171,5 167,25 165,5 Hamb Elektr •IBede .... 1 — — 133,75 — Rhein Elektr....... — 142 Schlei. (Urfr ...... 1< — — 163.5 165.5 € di ucten 6 So. • • • • • 11 — — 182,5 184.9 Siemens s valäte..... 16 273,75 277 271,75 276 . 8 — — 126.5 Lahmeyer 4S»....... 10 171 — 171 — Buderus..... • • Deuticke SrbM...... , 6 72 — 72 105 72,5 106.75 ffnener Stelnfohte . . . . . e r — • 138 139 «ellenktrckener ...... . 8 142 142 143 . O U0.5 — 140,75 141 6 Hoeick Eiieu. ....... 6¥t — E— 11/ 117,25 Alle Bernbau ....... fllddnrnuerte ...... 10 106 107 250 105,5 250 106 SSi.i Ri-ueiien . . • . 1 — 114.5 —— Mannesman- -Ndkrev . . . 108,25 109.75 108 108,75 Mansleldet Bergbau . . • • ■ « 110,5 — 109,75 110,25 Cbendt'et. ihieu.eoafl . . . — — 79.5 80 Cbendtlet .itoleroede.... . 7 — — 101,9 102.75 Bbvnir Berybau...... Sh 108 108.75 107.75 108.75 Rhe'niicke BrautUohlcu. . . 11 252 —- 251 252.5 iHbetnftatn . . . • • . . 6 122,75 124,5 122,25 124,25 »bebed ütonian ...... 'M — — - tranffurt a Beriw - d| u b» fl.ire Ui »IT -ck-o» > ftnr 1 ämanfl. fiur Dawm 29. 1 30. 1 29. 1. 30 1 »erfintgte Stabil» 103 105 103.13 104 Ciao Minen ■ • 'S'/. — —— 56 56.5 fla werfe ä.cberiieben . . . i 216 219,5 216 217 kio werte züeficiegeln ... 10 218.5 221 218.5 218.5 ttai m . e ©aUocndrtb . Id 362 367,5 361 366.25 3.« !>arden.Inoukr» . . . 1! 164 166,25 162.75. 166 Dynamit Webel . . . . . . . « — — 77 79.25 edtrioeamtaU .... 149 — — — wolvickmiot .... . . . . 6 69 — 69.75 70,13 SUtigerstverle .... . . . . 6 79 81 -8.5 80 Metallgeteilichait . . .... 8 114 114,5 113,75 — BbUivv ('e rmann . . . . 71 98 — 985 99 Lernen werf Cvittefbetg ... 10 117,25 — — — Üemeniwert 'tarlitao: ... 10 142 — — —— tBagB « -ri 0 afl . . . . 8 — — 85 — Sdmitbete Patzenyof» . . . 1B — — 275,5 278 Ciiroetfe...... ... 18 — — 209.5 211.5 Ser. G an,Kofi . . . ... 18 — — • — ... " — 165.5 164 166.25 Hellfioh SaibbtH . . - - UH — 203,5 198.5 200.75 gellfloit »tckail nburq . . . .1 150 — 149.5 — Charlottenburger Clane ... 8 — 102 103,5 Denan er ®ae .... 9 * — 163.9 165,4 Daimler Motoren . . e . . . V — 41,5 39,5 42 Teuiltbe Linoleum . 248 252 246,5 249.5 Slaldilitenbau S.-G. . . . . . 0 45 — A no r< • Ml Qi • - • • . ■ V — — — naow Loew ... 10 — — — flat flutociobti . . . • ••.(' — *• 20,13 21.5 Orenftein 6 8opt>d . .... 6 — * 76 — vonhiiro Die» • • . ... 10 — 162 — 6 »en Mo .... • • • • — — 338,5 340 48 — 48,5 Gntmer . . . •.. . < 54,5 — 54 — fteollflcnftaeM . - - . ... u 6,1 — — — junnoan«...... . . i 46.5 — 46 — Lecktoecle. . t 106 — — — i’lainttaitwetle tzvchi! a. TL 8 101 — — iSioa. 10 137 — 131 130 ®ebr Sorbet . . . ... 10 114 — tBoiflt 4 Haellna . . . » . . 1 219 — 219.5 L— L iiv s Buda . . e • . . . 10 157,5 158 157,75 1 - Berlin, 29. Januar «eld Brief tamerifanlidre Noten . . . Belgilcke Noten ...... Tanlfdie Noten ....... Cnflüldte Roten . ....... Hollauoilcke -Ruten ....... Italienticke Noten........ Norwegilcke Noten ....... Deunck-Lesterrrich, * 100 Schilling Rumäniicke Noten ...... Tchtvediicke Noten Lckweuer Noten . ...... Spanlitfie Noten . ...... Z'-tiemoiioroafilche Noten..... Ungariicke Noten ..... 4,163 58,13 111,70 20,335 16.445 167,78 21,85 111,43 58.70 2.465 112,08 80.84 54,89 12.32 72,90 4,183 58.37 112.14 20,415 16.505 168,46 21,93 111 87 58.94 2,485 112,52 81,16 55.11 12,38 73 20 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL 29. 3anuai 30. ilanuat Uliiitllcb' Niete Ri'tteiuni Briet timtlidK fl-'t i-ruitg (Seit । Bn 1 AM't.«9ioti Bu n. Atrc? iMrff.'«ntro Chriftiania .«ovtndag.n Stockholm 6elfinflfor<. Italien. . London. . . '•i'eunorf . . Paris. . . . Schweiz . SvtmKn . Iavon - . . -Hto de Hon Wien in D-» Ceft obaeft Brog . Beiirad Buvavtsi - Bui arten V'ITabon Tanilfl. •Ponft ulio- 9ltben. Lanoda llrn nat) 6fltro . . 167,98 1,661 58.215 111,67 111,85 112,23 10,508 21,87 20,337 4,1810 16.415 80,7b 55,04 2,055 0,477 58,86 12,367 7,375 73,105 3,024 18,78 81,34 1,973 5,435 4.134 3,376 20,86 168.32 1,665 58,335 111.89 112,07 112,45 10,528 21,91 20-377 4,1890 16,455 80.92 55,16 2,059 0,479 58,96 12,38? 7,389 73.245 3,030 19,12 81,50 1,977 5,445 4.142 3,784 20,90 167.94 1.658 58,22 111.68 111.85 112,23 10 508 21,875 20,346 4,1815 16,415 80,70 56,24 2.055 0,479 58.84 12.37 7,375 73.09 3,024 18,78 81,34 1,978 5,435 4,136 3.756 20,865 178,28 1.662 58,34 111.90 112,07 112,45 10,528 21,915 20,386 4,1895 16,455 80.86 56.36 2,059 0.481 58,96 12,39 7.389 73,23 3 030 18,82 81.50 1,982 5,445 4,144 3.764 20,903 Unsere Weilte Woche I ■"4 I 1 Wir haben in diesem Jahr mit unserer Einkaufsvereinigung große Posten Weißwaren zu auffallend niederen Preisen erworben. Was wir bieten und was wir leisten, zeigen Ihnen am besten unsere kunstvoll dekorierten Schaufenster. Beachten Sie unser morgen erscheinendes Preisinserat beginnt Samstag, den 1. Februar 1930 Giessen Mapktstn. 4— ö ___________________74 IA Total-Ausverkauf in Qualitäts-Schuhwaren zu bedeutend ermäßigten Preisen Restbestände und Einzelpaare kolossal billig Benutzen Sie die selten günstige Gelegenheit! Schuhhaus Herbert Gießen, Marktpl. 2. Alleinverkauf der Marke „Chasalla“ ■1O4A Freitag, den ZI. Januar 1930, nach- mittags 3 Uhr, verkaufe ich hier, Lie- bigstrahe 15 (Hinterhaus), zwangsweise aus freier Hand: 835D zwei ältere Schreibtische, verschiedene Stühle, gewöhnliche Tische in verschiedenen Größen, Bücherregale, Aktenschemel, eine eiserne Kiste, vier Akten- bzw. Bücherschränke, für Bureaus geeignet, elektrische Zuglampen sowie eine Anwaltsbibliothek mit etwa 2000 Bänden Gesetze und Entscheidungen. Verkauf bestimmt. Junker, Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 Der Landwirtschaftskammer - Ausschuß für Oberhessen beabsichtigt den etwa 19 Zentner schweren, erstklassigen Stationsbullen in Ruppertenrod zum Schlachten zu verkaufen. Der Bulle wird satt gefüttert gewogen mit 5 v. S). Abzug. Die Abgabe des Bullen erfolgt nur gegen Barzahlung und ohne Gewähr. 833D Schriftliche Angebote je Zentner Lebendgewicht bis Montag, den 3. Februar, vormittags 8 Uhr, an den Landwirtschaftskammer - Ausschuß in Gießen erbeten. *W9A Riese nm engen ^eite5 Alle Lücken sind wieder gefüllt Sie kaufen gut und billig! Thams & Garfs MÄusburg 3 / Walltorstrafae 12 wurden dieser Tage herausgegeben Unsere Süße Woche bis zum 1. Februar ist ein Ereignis I // Vorteilhaftes Angebot! Damen-Schlüpfer, Baumwolle, Innen gerauht................1 50, 1 35 Damen-Schlüpfer, Seide, schöne moderne Farben................,175 Damen-Strümpfe, Mako...................................0.95, 0 65 Damen-Strümpfe, Seidenflor..............................1.50, 1 25 Damen-Strümpfe, Seide, mit Zwickel, beste Qualität.........240, 1.75 Damen-Strümpfe, Kaschmir, farbig.........................2.95, 2.75 Damen-Strümpfe, Wolle mit Seide.........................3.75, 3.25 Damen-Hemden mit Träger und Spitze.....................1.60, 1.15 Damen-Röcke, Seidentrikot, ohne Spitze.........................1.95 Damen-Röcke, Seidentrikot, mit Spitze, la Qualität...............2.95 Damen-Strick westen, schöne moderne Farben, gute Qualität......6 75 Kinder-Schlüpfer, B'wolle,innen gerauht,Gr. 30 (Steigerung p Gr.5-)) 0.55 Kinder-Schlüpfer, Wolle mit Seide, Größe 40-45 ................1.25 Kinder-Strümpfe. Wolle mit Seide, Größe 1 (Steigerung 10 4)......1.15 Kinder-Unterjäckchen, reine Wolle.............................1.25 Kinder-Pullover, schöne Sortimente....................3.00, 2.75, 2.50 Kinder-Mäntel gute Qualitäten, mit 2O°/0 Rabatt! Frdr. Teipel Hillebrand Straße 2 MARKT 16 Bahnhofstraße 45 46A In Veit. Vage ichöne 3 - Zimmer- Wohnung zwei davon tnöbl., mit Zemralvetwna. ei. V. unb obfleicbl. Borvlaiz. au uerui. Schr. Anaed. n. 0643 an d. Gteir.Ani. erb. Swöne 3- Simmet Boting. in Neubau, nut Lial- fon. Lad u Watin- masserheizuna, an riibme M>e:er nui dem Vanöe sofort au vermieten. Schrillt. Linneb. erbitte unter 9ir. 40 voitlaaernd tfid) iCberb k 8-91> Sioonstrabe 18 11 aut mübl. Zimmer nt.el.V. l.ftebr.oö.fof. au öcrntieien. 0633 Pens. brandl S” -22 Gut möblierte Zimmer Beste Küche.TeL 3085. 3(01. möoi. Zimmer nut 1 oü. 2 Betten, ei. ab l.ßebrunr zu vermieten 0639 Marktvlatz 7. Erdi, rnttlil. Z.mmer m. ei. V. ab 1.11. an Dauermieicr «auch Da ne» a. verm. t)641 Stcvdanstr. 44 1. Rrcunbhd) mübl. Simmet? mit LentraivetAtina u. clcttr. V. für sofort oder 1. Februar zu vermieten 69hU Cchanzenllr. 12. (vrünere CotturMDcDDung lür bald gesucht. ,in* slandseviinaskosten werd, übernommen. Abrinduna kann ge- Anbit tverdeu. 4-.4imm.-Tausch Wobnuna tit vorb Schr. 'Jltineb. u. U64U a. d. Gien. Anz. erb. Zwei leere HatietierBoine Kittte d. Stadt für Bur^auzwecke sofort aeiuchl. Dauerm. Lchr. Ana. unt. U629 nit den Gien. Anz. | Stellenangebote| WMMMe» vom Lande aiö Haustochte? auch taasüber, von älterem Ebevaar ae- mchi nach Gienen Wailioriiro&e 73 n Ein IN allen Hausarbeiten durchaus erfahrenes |842V Mädchen 2 z alt, sucht Stel e aut felbsiand. üüb- rnnn d. Haush^ wo Htike vorband. Gesi. Auaebote an (Slic (5naland, Wetzlar, Aauborncr Str. 125. SnoetlOfi. Stoa nimmt IN aut. Haufe 2-Ztnat in d. Woche l,aiifMt< Ile an. Zu erfr. i. d.. Geschü. d. Gieb. Anz U63o Prima, gutkochende Moria-Erbsen, grane-gelbe Perl-Dohnen, weiße Russische Heller-Linsen empfiehlt preiswert ö35ä SmmhmSkliMWii Bahnhofstraße Telephon 3403. Vornehm ! Geschmackvoll I Persönlich! Diese wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familiendrucksache bietet Ihnen In Zahlreichen n e u x e 1111 o h e n Aue- fUhrungearten und Pap aren zu mldlgen Preisen die Brühl’sche Druckerei, Dießen, Schulstr. 7, Anruf 2251 Achtens Hausfrauen! Gin von auswärts kommender Zeitschrifien-Reisender versucht zur Zeit hier am Platze bereits bestehende Abonnements auf Leyer-Blatter unt. falschen Angaben auf Dersicherungs- ousgaben umzuarbeiten. Dir warnen unsere Abonnenten vor diesem Reisenden und empfehlen, sich vor Erteilung einer Bestellung mit uns in Verbindung setzen zu wollen. pfeiffersche Buchhandlung Walltorstraße 21. Kernruf 3342. h4. Preis- Abschlag CEB-6emüse-uB(i Obst-Konserven sind vorzüglich und billig Gemüseerbsen...........Vi 0 70 Gemüseei bsen...........Vs 0.42 Junge Erbsen............Vi 0.80 Junge Erbsen............Vs 0 48 Junge Erbsen, mittelt.....Vi 1 00 Junge Erbsen, mittelt......Vs 0 58 Brechbohnen, junge......1/l 0 70 Schnittbohnenjunge.....Vi 0 70 Schnittbohnen...........Vs 0 42 Stangen-Schnittbohnen .. Vi 1 00 Stangen-Schnittbohnen .. V, 0.58 Leipziger Allerlei.....1.40 Vi 1 05 Leipziger Allerlei.....0 76 Vs 0.60 Junge Erbsen m. Karotten Vi 0.80 Junge Erbsen m Karotten Vs 0 48 Karotten................ 0.32 Spinat..................Vi 0 66 Spinat..................Vs 0.40 Tomatenpüree .. 0.24 / Stangenspargel ..........Vi 300 Stangenspargel..........Vs 1 57 Brech spargel............Vi 1 60 Kirschen, schw, m. St .... Vs 0 90 Kirschen, rot. m. St......Vs .0 80 Birnen ..................Vs 1-30 Birnen..................Vs 1.05 Erdbeeren...............V» 2 40 Erdbeeren...............V, 1 20 Ananas.................V« 0 90 Pflaumen................V, 0.55 Himbeeren..............Vs 1 20 Stachelbeeren............ Vs 1 70 Raineclauden............Vs 075 Preiselbeeren............Vs 0 85 Mirabellen...............Vs 0.75 Heidelbeeren............V, 0.65 Champion .. 1 65 u. mf. .. 1 55 Diese ausgezeichneten Konserven sind nur in den Verteilungsstellen de» Konsumverein Gießen und Umg e. G. m. b. H. zu haben. Auf den Umsatz erhalten die Mitglieder 5% Rückvergütung! Mitglied kann jedermann werden. 825A nt.2 Lrlch* $onn'c 1 S M 2.20 J -leicht loht toint« UlsolS' V riW po Mir zr Bet Profess Bliniflfi 54rti Seh Cie J mich saffui beutunc Mnifie welch beit im kung d wühl i Dirks ^ch lege hm ui für dir ich In I Mm hoher Der Becker, imnlff lrill scheide Dienst hinailj retten Bliniff cher jei fjojfnut. »nnns dn w Boltes barer mir nist« Tolk libenti Provi Hebet Erimr dienst bensja boren bäöagc Ober 1923 ü 'n n aiS rufen Dister