* K A lotte« no^ 144 i m title iV r- w WOW werd, fadigcmäß u. preiswert ge< Stimmt u. tecar. IMRS WküMM-U releoboaM Verkael ü. neuen il «ebr. - w [Schwache Nerven sind die Grund» Ursachen der meisten Krank- heilen. Bei Blut- i nrmul, Herz» Hopfen, Schwa- chezuslonden aller Art, Zittern Appetitlosigkeit nervösen Mo- genbesdiwer- den soll man 5 Doppelherz, das anerkannte Nervenkräftig- ungsmittel nehmen. Probeflasche M. 2.50, große Flasche 4.50 und 5.50. Doppelherz. DrageesM.1.50. Niederlage: Droo. 0. Wlnlerholl, /Srtoipl. 9-11; Drtf. C.Srlbtl.Friakliritr im (Si.DreaeHeLKun. StXelilTile;L6ett- Droy.KllblngerNitL Selleriwei; Ennt- Drog. A. Noll, •■■■; hetstril« Bl. Lollar; Viklorli- Drogerie H. Sonnen. Grünbergirtiii; Drogerie Eid Stillt ud liatL FlÜilii. 3140V Montag, 28. April 1950 180. Jahrgang Nr. 98 Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvck und Verlag: vrühl'sche UniverfttStt-Buch- und Lte'.ndruckerei K Lange in Stehen. Schristleltung und Seschäflrftelle: Schusttraße 7. Annahme von Lnzetgen für die Tagesnummer ois zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Rc» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20" d mehr. Chefredakteur: Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Icil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Biehen. Erfchetn« täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familiendlatter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger. lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. zernsprechanschlüsse- anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen. Postfchecnonto: $ran,furl am Main 11686. „Bahnschuh." 2m Saargebiet gibt es eine französische Besatzung von 700 Mann, die zwar als B a h n s ch u tz aufgezogen ist, tatsächlich aber nichts anderes ist als der Wurmfortsatz des französischen Truppenkörpers in der dritten Zone. Auf Grund des Saarstatuts war ursprünglich zur Ausrcchterhaltung der Ordnung eine örtliche Polizeitruppe vorgesehen, die sich aus der Saarbevölkcrung rekrutieren sollte. Wie über so viele Bestimmungen des Versailler Vertrags, haben sich die „Sieger", insbesondere Frankreich, auch über diese Bestimmung hinweggesetzt, denn bis vor,ungefähr drei Fahren standen im Saargebiet verbündete Truppen, ohne daß weder der Völkerbund als Mandatar, noch sonst eine Einrichtung Maßnahmen traf, um diese rechtswidrige Besatzung nach Hause zu befördern. Erst dem Eingriff «tresemanns gelang es, diesem europäischen Skandal ein Ende zu machen, wenn auch nur in der Fprm, daß die Zahl der Be- satzungstruppen auf 800 Mann hcradgedrückt wurde, die dann die Firmenbezeichnung „Bahnschutz" erhielt. Auf diesen Bahnschutz wollten vor allem die Franzosen mit der Begründung nicht verzichten, daß er unbedingt notwendig sei, um die Verbindung mit den Besatzungstruppen in der zweiten und dritten Zone zu sichern. Von diesen 800 Mann stellte Frankreich 700, England 100 Mann, wobei aber in dem einen wie dem anderen Falle festzustellen ist, daß sie sich um den Bahnschutz als solchen, d. h. die tech- nistyen Dinge, niemals gekümmert haben. Daß der Bahnschutz eine rein militärische Einrichtung, zum mindesten eine Eisenbahntruppe war und ist, geht unwiderlegbar daraus hervor, daß die Franzosen ihn selbst als Verbindungsschutz bezeichneten. Dem entspricht auch, daß die Engländer ihre hundert Mann Bahnschutz gleichzeitig mit ihren Truppen aus Wiesbaden zurückgezogen haben. Der Einwand, daß der englische Bahnschutz für die Sicherung der rückwärtigen Verbindung der englischen Besatzungstruppen nicht erforderlich gewesen wäre, greift nicht durch. Die Engländer haben sich an dem Bahnschutz ja nur beteligt, um diese überflüssige Einrichtung als gemeinsame militärische Angelegenheit der Verbündeten abzustempeln. Qlun kann sich Frankreich darauf zurückziehen, daß cs als solches mit dem Dahnschutz nichts zu tun habe, denn nicht die französische Regierung, sondern die vom Völkerbund eingesetzte Regierung des Saargebiets habe den Dahn- schüy angefordert. Das mag dem Duchstaben nach richtig sein, während der tatsächliche Hergang doch der ist, daß Frankreich im Dölker- bundsrat seinen Einfluß hat spielen taffen, um der Regierung des Saargebiets die Forderung nach einem v"-' den Verbündeten gestellten militärischen Bahnschutz aufzuzwingen. Wenn Frankreich die dr«.ie Zone bis zum 30.3uni 1930 räumen muß, so hat der Dahnschutz im Saar- flebict auch nicht mehr die Ausgabe, irgendwelche rückwärtigen Verbindungen der Franzosen zu sichern. Das wissen auch die Franzosen. weshalb sie auf den schlauen Ausweg verfallen sind, den Dahnschutz nun mit einmal als — Grubenschuh aufzuziehen. Die preußischen und bayrischen Staatsgruben sind auf Grund des Versailler Vertrags den Franzosen zur Ausbeutung ausgeliefert worden, was diese auch gründlich, wenn auch in technischer Hinsicht sehr liederlich besorgt haben. Dis zur Ab- lösung des Eigentumsrechts an den vaargru- den braucht Frankreich keinen besonderen mili- tärtschen Schich. denn dieser würde selbsttätig der deutschen Polizei zufallen. Run bedarf es keiner Degründung, daß die Saarvcrhandlungen nur dann einen Sinn haben, wenn sie auch die Saargruben in vollem Umfang an Preußen und Dayern wieder zurückgeben. Deutschland wird allerdings dieses Eigentumsrecht den Franzosen abkaufen müssen, was aber wieder nicht rechtfertigt, diesen Vorgang unter Aufsicht einer französischen Desahungsttuppe zu stellen. Die Saarverhandlungen und der Rückzug des Dahnschuhcs haben zwar sachlich nichts miteinander zu tun, wenn sie auch zeitlich zusammenfallen können oder müssen. Daß sich die deutsche Reichsregierung vor drei Jahren damit einverstanden erklärte, einen Dahnschutz im Saargebict zuzulassen, begründet in keiner Weise den Anspruch, diese militärische Truppe solange im Saargebiet zu lassen, bis die Saarverhandlungen zum Abschluß gekommen sind. Das kann bei der Taktik der Franzosen leider noch einige Zeit dauern, wenn diese Taktik auch niemals erreichen wird, den Franzosen irgendwelche dauernden Rechte im Saargebiet zuzugestehen. Schließlich kann Deutschland im schlimmsten Falle bis zur Volksabstimmung im Januar 1935 warten, da diese Deutschland das Recht gibt, die Rückgliederung des Saargebiets frei von allen Lasten zu fordern. Richt einmal die Erfindung der Saarfranzosen braucht uns bedenklich zu stimmen, denn von dieser seltenen Pflanze gibt es nur Stücke im nationalistischen Vorstellungskreis gewisser französischer Staatsmänner. Sollten die Saarverhandlungen tatsächlich scheitern, so gibt dos den Franzosen kein Recht, die militärische Desatzung des Saargebiets aufrechtzuerhalten. Der Dahnschutz muß ebenso bis zum 30.3uni 1930 verschwinden, wie der jüngste Rekrut Frankreichs aus Landau oder Trier. Dafür zu sorgen ist die Aufgabe des Völkerbundsrats, dem ja auch Deutschland als Mitglied angehört. Frankreich allein hat über das Verbleiben des Dahnschuhes nicht zu bestimmen, um so weniger, als ja die Regierung des Saargebiets nach Abzug des Dahnschuhes verpflichtet wäre, endlich die De- - stimmung des Saarstatuts über die Errichtung einer örtlichen Polizei zu vollziehen. Hugenberg spricht vor seinen Wählern. $orberung „andersgearteter Maßnahmen-' zum Schuhe der Landwirtschaft. — Geht Westarp? — Krise auch in der demokratischen Reichstagsfraktion. Herford, 26. April. (TU.) Vor einer Versammlung von Vertrauensmännern der Deutschnationalen Volkspartei seines Wahlkreises sprach am Samstagnachmittag der Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei Dr. Hu gen berg in Herford. 3n seiner ^Begrüßungsansprache erklärte der Landesverbandsvorsitzende, Landtagsabgeordneter Dr. Koch (Oeynhausen), es seien Kräfte am Werke, die Beweggründe des deutschnatio- nalen Handelns zu verdunkeln und der Partei die Unterstützung der Landwirtschaft zu nehmen. Die Partei habe in den letzten Wochen durchaus nach den Grundsätzen gehandelt, die in Kassel aufgestellt worden seien. Der auf der Partei lastende Druck werde aufhören, wenn man erkannt habe, daß man auf dem falschen Wege sei, wenn man die Rot der Landwirtschaft dazu benutzen wolle, das jetzige System zu sichern. Dann nahm Dr. Hugenberg, von der Versammlung stürmisch begrüßt, das Wort. Er ging von dem Beschluß aus, den die Parteivor- standssihung in Berlin am Freitag über die Stellung der Deutschnationalen zum Kabinett Brüning mit mehr als Vierfünftel-RIehrheit gefaßt hat, erläuterte seine Bedeutung für die Sicherung einer hoffentlich einheitlichen und erfolgreichen Tagesarbeit der deutschnationalen Reichstagsfraktion, geißelte die Bestrebungen, Mißtrauen zwischen der DRDP. und dem Landvolk zu säen, und legte dar, wie die DRVP. in jeder Beziehung die eigentliche Urheberin der verabschiedeten Agrargesetze sei. Zunächst handele es sich dabei um die Verwirklichung eines Teiles der seit langem von der DRVP. erhobenen Forderungen: zweitens sei der einzige Beweggrund, der einen großen Teil der jetzigen Regierungsparteien veranlaßt habe, für die Forderungen zu stimmen, die sie noch vor wenigen Tagen schroff abgelehnt hätten, die Hoffnung gewesen, dädurch die Deutschnationalen zu spalten oder ihre unbequeme Führung beseitigen zu können: drittens habe die Taktik der Deutschnationalen es erzwungen, daß noch vor Ostern mit der Verabschiedung der neuen Agrarzölle Ernst gemacht sei. Es sei aber krasse Unwahrheit, wenn irgendwo versucht würde, den Eindruck zu erwecken, als wenn irgendeiner der deutschnationalen Abgeordneten, auch die Städter, gegen d ie Agrarzölle gestimmt habe. Bei der besonderen Rotlage der Landwirtschaft und angesichts der parlamentarischen Gesamtlage kann und wird jede Maßnahme ergriffen werden, die geeignet ist, für die Besserung der Rotlage der Landwirtschaft beizutragen. Es darf aber nicht verschwiegen werden, daß durch die beschlossenen Zölle der Landwirtschaft noch nicht die Glückseligkeit zurückgegeben sei. Ls bedarf, um den Bestand und die Zukunft dec Landwirtschaft sicherzustellen, weiterer und zum Teil andersgearteter Maßnahmen, auf deren Durchführung die Pattei dringend besteht. 3e einheitlicher sie bleibt, um so erfolgreicher wird die DRVP. ihren Weg gehen. 3m Mittelpunkt der Arbeit, die in letzter Zeit geleistet werden mußte, steht der Kampf gegen bie weitere Versklavung des deutschen Volkes, der Kampf gegen den Voungplan. Der Voungplan ist nun in noch verschlechterter Gestalt Gesetz geworden. Die politische Zukunft Deutschlands wird entscheidend durch ihn beeinflußt werden. Wir haben mit vollem Recht ins Licht gestellt, wer die Schuld für ihn trägt. Diese Verantwortlichkeit und Schuld datt nicht verwischt werden, auch nicht durch den wohlüberlegten Regierungs austritt der Sozialdemokratie. Wir wollen die Verquickung von Verantwortung und Schuld in der jetzigen Zeit nicht zulassen. Wir wollen es umso weniger, als der Augenblick kommen wird, in dem die Träger dieser Der» anttoortung ihretwegen zittern werden. Die Parteien der Mitte haben sich mitschuldig gemacht. 3hr Bestreben, dies zu verdunkeln, ist verständlich, kann aber unsere Unterstützung nicht finden. Unsere Ausgabe ist es, das Auswischen der Schuld dieser Kreise zu verhindern. Das Verhängnis der jetzigen Regierung wird immer ihre Einstellung zur Sozialdemokratie sein, also die Frage, ob sie in einer neuen Koalition mit der Sozialdemokratie landet. Die neuen Steuergesetze sind in Kraft getreten. Für die durch die Hilferdingsche Mißwirtschaft und die Erfüllungspolittk der Großen Koalition entstandene Belastung des deutschen Volkes lehnt die Deutschnationale Volks- Partei jede Mitverantwortung ab. Rur aus dem Geist eines aufrichtigen deutschen Freiheitswil- iens und der damit gegebenen Gemeinschaft der 3ntereffen heraus, nicht im Kampfe zwischen der Wirtschaft und den Massen des Volkes, laßt sich der finanzielle Zusammenbruch verhüten. Der weg, den die jetzige Regierung geht, ist ein weg der Notstandsmaßnahmen zur Der- Hinderung der Not der nächsten läge, nicht ein weg der wirklichen Sanierung. Graf Westarp B e r l i n , 26. April. (Eigene LRB.-Meldung.) Die Mehrheit der deutschnationalenReichs- tagsfraktion hat, so berichtet die „Boss. Zig", unmittelbar nach der Tagung des Parleivorstandes unter dem Borsih des Grafen ID e ft a r p eine vertrauliche Beratung abgehallen, über die kein LommuniquL ausgegeben worden ist. Das Blatt verzeichnet die Mitteilung, daß Graf Westarp die Absicht kundgegeben habe, fein Reichstagsman- da t nieder zulegen und sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen. Seine Freunde seien bemüht, ihn von einem solchen Schrill abzuhalten. Denn er soll die Führung der agrarisch-konservativen Gruppe übernehmen, die sich von hugenbergs Ideologie lossagen wolle. Die „Berliner Börsenzeitung" sagt zu dieser Meldung: wir wären erfreut, wenn wir diese aussehen- erregende Nachricht ohne weiteres dementieren könnten. Leider müssen foir auf Grund eigener Informa- tionen feftftellen, daß sie keineswegs aus der Luft gegriffen ist, sondern daß die angefün- Der Redner' wies dann darauf hin, daß einige der Partei vor dem Volksentscheid, also sozu- sagen mitten in der Schlacht, Öen Rücken gekehrt hätten. Er erörterte die Rolle des Zentrums in den letzten Monaten, wies auf die gegen ein Schulgesetz gerichtete Erklärung des Zcntruins- ministers Dr. Wirth hin und schloß mit den Worten: „Was immer auch lommeu möge, wir halten daran fest, daß es in Deutschland neben der alles zerfressenden Sozialdemokratie und neben dem Zentrum, das stets mit der Sozialdemokratie liebäugelt und elf 3ahre mit ihr zusammen regiert hat, eine vom Zentrum unabhängige, möglichst große und statte, bewußt nationale und chttst- lich-konseroalioe Partei geben muh, die auf der Grundlage ihrer Weltanschauung und einer wirklichen sozialen Gesinnung einen besseren deutschen Staat und eine gesunde Wirtschaft neu aufbaut, wir halten daran fest, daß diese Partei nicht eigentlich eine parlamentarische Partei wie die anderen sein soll, sondern eine Bewegung und daß wir diese Bewegung bar- stellen und jum schließlichen Siege fuhren wollen." Die Ausführungen des Parteiführers wurden wiederholt von lebhaften Beifallskundgebungen unterbrochen. Am Schlüsse sanden sie lang anhaltenden Beifall der Versammlung. Vertrauenskundgebung für Hugenberg. An die Ausführungen Hugenbergs schloß sich eine lebhafte Aussprache, in der auch Vertreter der Arbeiterschaft und der 5rauen daS Wort nahmen. Sämtliche Redner billigten die Aus- mandatsmüde. bigte Mandatsniederlegung tatsäch- lichnochimBereichderMöglichkeit liegt, welche Motive dabei eine Rolle spielen können, ist unschwer zu erraten. Sie find ausschließlich in der unversöhnlichen Haltung des Parteivorstandes zu suchen, durch dessen einseitige Schuld die Gegensätze derart verschärft worden sind, daß der Zerfall der Partei kaum noch vermeidbar erscheint, wenn unter diesen Umständen der alte Führer, der feine ganze Lebensarbeit der Partei gewidmet hat und jetzt mitansehen muß, wie dieses sein Lebenswerk in unverantwortlicher Weise zerschlagen wird, aus einem Gefühl berechtigter Berbilterung heraus dem Gedanken nähcrgetreten ist, dem ganzen politischen Leben den Rücken zu kehren, so wäre das an sich verständlich. Trotzdem hoffen und erwarten wir immer noch, daß Graf Westarp seine Absicht nicht verwirklicht und fein Mandat beibehält. Die nationale Kampffront kann keinen Mann entbehren, am allerwenigsten einen Kämpfer von so altbewährter Tüchtigkeit. Hessens Defizit für 1929. Nahezu 12 Millionen. Darrnffabt, 26. April. (IDSB.) Rach den nunmehr vorliegenden amtlichen Unterlagen übet die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hesse n im Monat Mär; betrugen im ordentlichen haushalt die Einnahmen 7,123 Millionen, und zwar aus Steuern 4,926 Millionen, aus den Unternehmungen und Betrieben 0,145, aus der Justiz 0,361, aus Bolksbildung, Kunst und Kultus 0,008 und aus der übrigen Landesoerwaltung 1,683 Millionen. Die Ausgaben betrugen im Mär; 6,310 Millionen, und ;war für Justiz 0,445, für Bolksbildung, Kunst und Kultus 2,284, für Bildungswesen 0,852, für den Schuldendienst 0,412, für Ruhegehälter 0,431 und für sonstige Ausgaben 1,386 Millionen. (Es verbleibt also im Monat Mär; im ordentlichen haushalt eine Mehreinnahme von 0,813 Millionen. 3m außerordentlichen haushalt ocr- blcibt im Monat Mär; eine Mehrausgabe von 0,205. 3m Gcfamtabschluh des Rechnungsjahr es 1 929 ergibt sich buchmäßig im ordentlichen haushalt eine Mehrausgabe von 7,714 Millionen, im außerordentlichen haushalt eine Mehrausgabe von 4,161 Millionen, jufammen also eine Mehrausgabe von 11,875 Millionen Reichsmark. Zu beachten ist allerdings bei dieser Ziffer, daß das Rechnungsjahr noch n icht abgeschlossen ist und wesentliche Einnahmen noch ausstehen. Zörgiebel über den 1. Mai. Berlin, 28. April. (ERD. Eigene Meldung.) Der Berliner Polizeipräsident gewährte einem Vertreter der .Wett am Montag" eine Unterredung, in der er sich über die p o l i z e r - lichen Maßnahmen am 1. Mai äußerte. Der Polizeipräsident beurteilt, dem Blatt zufolge, trotz der blutigen Vorgänge in Leipzig und der maßlosen Hetze der „Roten Fahne" die Lage durchaus optimistisch und glaubt, daß die Demonstrationen im Lustgarten ruhig verlaufen werden. Der Aufmarsch der Kommunisten wird, von der Schupo scharf überwacht, um 1/211 Uhr beendet sein. Für die Dauer der Feier im Lustgarten sind nur 25 Minuten vorgesehen, so daß der Abmarsch programmähig um 1 »12 il&r beendet sein müßte. Da die Feier der SPD. erst um 1 Uhr angesetzt ist, sind also Reibungen im Lustgarten kaum zu erwarten. Sollten, wie erwartet wird, Stoßtrupps der KPD. an den Sammelplätzen der SPD. Unruhe zu stiften versuchen, so wird schärfstens durchgegriffen werden. Richt ganz so sorgenfrei beurteilt der Polizeipräsident die kommunistischen Märsche in die sog. .Darttkadenbezitte" Reukölln und Wedding. Um allen Gefahrenmomenten vorzubeugen, wird die Polizei in diesen Vierteln besonders zahlreich in Erscheinung treten. „Es mühten nicht erst drei oder vier Tode zu beklagen sein, ehe di, Polizei eingreift", sagt Zörgiebel. „Die Macht der Polizei muß so stark wie nur möglich auftreten, um Unruhen vorzubeugen. 3ch tue dies auch auf die Gefahr hin, daß die KPD. das als eine Provokation durch die Polizei bezeichnet. Kein allgemeines Demonstration^ verbot in Sachsen. Dresden, 26. April. (WTD.) Rach eingehender Prüfung der Lage und in Uebereinstirn- mung mit der Haltung der Reichsregierung und der Länderregierungen hat die Regierung in vollem Bewußtsein ihrer Derantwottlichkeit für Leben und Gut der Bevölkerung davon Abstand genommen, ein allgemeines Vernon ft rationsverbot für den 1. M a i zu erlassen: sie hat aber die örtlichen Polizeibehörden angewiesen, je nach den gegebenen Q3a> hältnissen das für die Aufrechterhaltung der Ordnung Erforderliche anzuordnen, insbesondere auch Demonstrationsverbote zu erlassen, und ferner verfugt, daß das für Leipzig und Umgebung bestehende Verbot aller Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel mit Rücksicht auf die Osterereignisse aufrecht erhalten bleibt. Verbot in Nürnberg und Zürth. Fürth, 28. April. (TU. Funkspruch.) Alle in Nürnberg und Fürth anläßlich des 1. Mai von der KPD. und ihren Hilfsorganisationen einschließlich der sog. Erwerbslosenkommission geplanten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie unter freiem Himmel wurden von der Polizeidirektion verboten. Zwei Haupttäter von Leipzig fest» genommen. Magdeburg, 26. April, wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums mitteilt, hat die politische Polizei zwei der Haupttäter der blutigen Ausschreitungen während des ersten Offerfeiertages in Leipzig, in deren Berlauf zwei Polizeibeamte getötet und mehrere verletzt wurden, ermittelt und fe ft genommen. Es handelt sich um die Demon- strationsteilnehrner Fritz Prätor ins aus Burg und Alfred Bahrs aus Jhleburg bei Burg. Beide haben im Berlaufe der Ausschreitungen S chußver letzungen erhalten und wurden von ihren Genossen sofort in die Heimat transportiert. Prätottus und Bahrs hielten sich feit dieser Zeit versteckt. Sie werden heute nach Leipzig über- geführt. Jan rtayenX •5eydlsfjord~ 'Nordöyai •Thorshavn-^y Klnni Klagent ~la Koruna Berlin O ran Geheime revolutionäre Bewegung in Indien? London, 28. April. (WTB. Junffptud).) Der Sonderkorrespondent des „Daily Telegraph" in Indien meldet aus Bombay, hinter der Gandhi- a g i t a t i o n stecke eine revolutionäre Bewegung in ganz Indien gegen die britische Herrschaft. Heben dem Songreh, und sogar in Fühlung mit vielen seiner Führer, bestehe eine 1928 gebildete anarchistische Organisali o n , die viele verbrechen ausgeführt habe, so auch die in Chittagong und Kalkutta, sowie den Anschlag gegen den Lisenbahnzug des Vizekönigs. Der Korrespondent berichtet über eine „außerordentliche Szene" am Samstag in Bombay, als 3000 Menschen an einer Prozession durch die Hauptstraßen der Stadt lcilnahmen. Sie marschierten in militärischer Ordnung, legten den Verkehr völlig lahm und sangen revolutionäre Lieder. „Kongrehtruppen" und Führer marschierten in der Milke der Straße, geschützt durch dichte Linien von Männern und Jünglingen, die sich an der Hand hielten. Ihnen schloh sich eine riesige Menschenmenge an. Reuter berichtet aus Madras: Die Polizei hat gegen eine AnfammlungvonMenfchen, die eine drohende Haltung einnahmen, von der S ch u h w a f f e Gebrauch gemacht. Zwei Personen sind getötet und drei verwundet worden. Die Menge bewarf die Polizei mll Skeinen. Mehrere Ofiziere wurden verletzt. Die Lage ist jetzt wieder ruhig. Austritt Tantzens aus der Demokratischen Partei. Oldenburg, 28. April. (IU. Funkspruch.) Reichslagsabgeordneler Tanhen hat an den Vorsitzenden der Deutschen Demokratischen Partei, Reichsminister a. D. Koch- Weser, ein Schreiben gerichtet, in dem er seinen Austritt aus der Deutschen Demokratischen Partei erklärt. In der Begründung heiht es u. a.: „Der Deutsch- Demokratischen Partei fehlt die Kraft und ernsthafter Wille, eine rückschrittliche, volksfeindliche Politik erfolgreich abzuwehren und eigene Wege zu gehen. Sie hat gegen links und gegen rechts in wichtigsten politischen Fragen auf die Durchsetzung eigener Auftastung soweit verzichtet, dah sie im Reichstag kaum noch als milentscheidender Faktor gewertet wird. Einmal mit der Sozialdemokratie Staatsmonopol und Futlermittelverteuerung, dann mit dem Landbund eine weitere Erhöhung der Roh- ftofte der bäuerlichen veredelungsarbeit — weiter nichts. Die Deutsch-Demokratische Partei duldet eine an volkswirftchaftlichen Unsinnigkeiten kaum mehr zu überbietende Steuer- und Finanzpolitik, die »ich! das Ergebnis sachlicher Prüfungen und Entscheidungen, sondern ein parteipolitisches Handelsgeschäft ist. Die Deustch-Demokratische Partei zeigt mit alledem, dah sie nicht mehr die Kraft hat, eigene Entscheidungen zur Geltung zu bringen. Das Verhalten der Deutsch-Demokratischen Partei im Reichstag kann auch nicht als Opfer für Volk und Vaterland angesehen werden, sondern offenbar unter völligem Verzicht auf eigene Politik nur als eine Führer- und Ziellosigkeit, welche mir den Glauben an die Zukunft der Deuftch-Vemo- kratischen Partei genommen hat." Gleichzeitig hat Tanhen sein Reichstagsmandat niedergelegt. Bombenfun- in der Warschauer Gowjet-Botschast Warschau, 26. April. (WTB.) Der Haus- wart des Hauses, das an die Sowjetge- sandtschaft in Warschau angrenzt, entdeckte heute nachmittag im Treppenflur eine verdächtige Glühbirne, die durch Leitungsdrähte mit dem Dach verbunden war. Die von ihm herbeigerufene Untersuchungsbehörde hat festgestellt, daß die Leitungsdrähte auf das Dach der Sowjetgesandtschaft übergingen^ und mit einem im Schorn st ein aufgehängtenPaket verbunden waren, das mit einem Tlhrmechanismus versehen war. Da der Verdacht bestand, dah es sich um Explosionsmaterial handelte, wurden diese Gegenstände fortgeschafft und einer genauen Unter» suchung unterzogen. Sofort nach dem Dekanntwerden dieses Falles hat sich der Leiter der Ostabteilung im Auhen» mimsterium, Thaddäus Holowko, in die Sowjetgesandftchast begeben. Der durch Vermittlung des Ministeriums des Aeuhern von dem Fund verständigte Sowjetgesandte gab seme Zustimmung zur Ausdehnung der Vachforschungen auf seine Väume. Man fand wie es weiter heiht, taftächlich, dah die elektrische Leitung int Kamin des Gesandt- schaftsgebaudes an einen dort befindlichen Me- tallkorper angeschlossen war. Das Paket hat sich während des Wegschaffens losgelöst und ist auf den Grund des Schornsteines gefallen. Um es herausnehmen zu können, mußte die Grundmauer des Schornsteins durchbrochen werden. Bei der näheren Untersuchung hat sich herausgestellt, daß es sich um ein 70 Zentimeter langes und 18 Zentimeter breites Stahlrohr handelt, das von einer dunklen Masse ausgefüllt ist. Das Rohr war mit einem elektrischen Ziinder verschen. Der Gegenstand wurde den Militärbehörden zur Prüfung übergeben. Die Untersuchung wird äußerst energisch durchgeführt. 3n dem Hause, das an die Sowjetgesandtschaft angrenzt, wurden in sämtlichen Wohnungen Haussuchungen vorgenommen. Die sowjetruMche Opposition? Warschau, 27. April. (TU.) Zu dem Bombenfund in der Sowjetgesandtschast ist ergänzend zu melden, daß die Uhr auf 20 Uhr eingestellt war, und zwar gerade auf die Stunde, zu der eine Zu- sammenkunft des gesamten Gesandtschaftspersonals im Beratungszimmer der Gesandtschaft stattfinden sollte. Noch auffälliger ist, daß die Höllenmaschine in dem Kamin, der sich neben dem Versammlungssaal befindet, in der Höhe desselben befestigt war. Man vermutet daher, daß die Täter über die Vorgänge in der Gesandtschaft außerordentlich gut unterrichtet gewesen sind. Dadurch ist der Gedanke aufgekommen, daß sie unter Umständen den Kreisen der s o w j e t r u s s i - scheu Opposition angehören könnten. Die Ladung war so stark, daß sie das ganze Gesandtschafts, gebäude in die Luft gesprengt hätte. Keine Einbürgerung Hitlers. Berlin, 26. April. (CNB. Eigene Meldung.) * Auf eine Kleine Landtagsanfrage an die thüringische Regierung tft folgende Antwort erteilt worden: „Die thüringische Staatsregierung hat nicht die Absicht, Herrn Adolf Hitler die Erwerbung der thüringischen Staatsangehörigkeit do. durch zu ermöglichen, baß sie ihn pro forma als thüringischen Staatsbeamten anstellt." 1OO Millionen Mindereinnahmen der Reichsbahn. Berlin, 26. April. (WTB.) Der D e r w a l- tungsrat der Deutschen Reichsbahngesellschaft hielt gestern und heute hier eine Tagung ab. Geschäftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1929 wurden genehmigt. Die Ausschüttung einer Iprozentigen Dividende auf die ausgegebenen Vorzugsaktien Serie 1—IV wurde beschlossen. Auch der dritte Monat des lausenden Geschäftsjahres 1930 hat infolge des Niederliegens der Wirtschaft die vorgesehenen Einnahmen nicht gebracht. Die Einnahmen sind bis zum 1. April 1930 um rund 100 Millionen Mark gegen die Erwartungen zurückgeblieben. Das bei der letzten Tagung des Verwaltungsrates beschlossene Einschränkungsprogramm muß deshalb bestehen bleiben. 50 Todesopfer der Unruhen in Peschawar. Lahore, 26. April. (WTB.) 3n einer amtlichen Bekanntmachung wird mitgeteilt: Die Zahl der Toten bei den letzten Unruhen in P e s ch a- war übersteigt 50. Die Militärbehörden sind Herren der Lage. Presse-Verordnung in Indien. Sim la, 27. April. Der Vizekönig hat eine Verordnung über das Pressewesen verkündet, die das Preßgesetz vom Jahre 1910 wieder in Kraft seht mit einigen Abänderungen, die den gegenwärtigen politischen Umständen angepaht sind. — Das Pressegesetz von 1910 beschäftigt sich mit Aufreizung zum Mord und anderen Gewalttaten, sowie mit Ausführungen in der Presse, die die Tendenz verfolgten, Soldaten oder Matrosen zur Pflichtverletzung zu verleiten, oder die britische Regierung, einen indischen Fürsten oder irgendeinen Teil „Seiner Majestät Untertanen" in Indien verhaßt oder verächtlich zu machen. Indischer Boykott englischer Fahrräder Kalkutta, 28. April.' (WTB. Funkfpruch.) Der indische Fahrradhändlerverband beschloß, vom 23. April ab für drei Monate keine britischen Fahrräder und Zubehörteile einzuführen. Aesuch in England. Wemble y , wo wir auf etwa 200 Fuß heruntergingen und über dem Boden zum Stillstand kamen. Der Flug über Wembley sei, wie der Kapitän ausdrücklich betonte, auf Einladung von britisch e r S e i t e erfolgt. Der „Zeppelin" habe zwei- mal London umkreist und dann in Cardington eine der besten Landungen gemacht, die er erlebt habe. Wir sind, schloß Kapitän Lehmann, 14 Minuten zu früh gekommen, das zeigt Ihnen, daß wir uns an deren Fahrplan gehalten haben." Für die Rückfahrt, die unter Führung des in Car- 1 dington an Bord gegangenen Dr. E ck e n e r erfolgte, nahm das Luftschiff über ein Dutzend neuer Passagiere an Bord, darunter Sir Sefron Droncker, den Master of Sempill, den Kammerherr des Herzogs von York, Campbell sowie eine Dame. Dr. Eckener, der in der vorderen Kabine stand, gab um 17.52 Uhr den Befehl zum Lockern der Taue, und das Luftschiff erhob sich sofort in die Höhe. In majestätischem Aufstiege überflog „Graf Zeppelin" die Hauptstadt. Die Straßen im Osten Londons waren mit Tausenden von Menschen gefüllt, als das Luftschiff die Kathedrale von Sankt Paul umkreiste und dann die Themse überfuhr. Es folgte dem Laufe des Flusses bis zum Parlamentsgebäude und kreiste dann abermals über der City. Ein das Luftschiff begleitendes Flugzeug sah an der Seite des großen silbernen Riesen wie eine Mücke aus. Oer Rückweg. Friedrichshafen, 27.April. (WTB.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" überflog um 20.05 Uhr am Samstag Dover, um 22.30 Uhr Brüssel, um 0.30 Uhr Sonntag früh Trier. Um 4.40 Uhr traf das Luftschiff über Friedrichshafen ein. Oie Landung. Das Luftschiff besuchte, nachdem es gegen <5 Uhr über dem Heimathafen erschienen war, noch Vorarlberg und das Säntisgebiet. Die ursprünglich auf 7 Uhr festgesetze Landung mußte we- gen plötzlich auftretenden Bodennebels etwas früher erfolgen. Kurz nach 7 Uhr wurde das Luftschiff in die Halle gebracht. Unter den 20 Passagieren, die mit dem „Graf Zeppelin" in Friedrichshafen eintrafen, befand sich der Direktor der englischen Zivilluftfahrt Sir Sefton B r a nv e r. Wie Kapitän Lehmann berichtete, wurde in England aus Wunsch des Herzogs von Port das große Fuhballstadion von Wembley überflogen, wo vor über 100 000 Zuschauern gerade ein großes Entscheidungsspiel ausgetragen wurde. Spieler und Zuschauer brachten dem Luftschiff begeisterte Ovationen dar. Insgesamt betrug die durchflogene Strecke etwa 2000 Kilometer. Am Mittwoch findet eine Passagierfahrt in die Schweiz statt. Der Beginn der Südamerikafahrt des „Graf Zeppelin" ist nunmehr auf den 18. Mai festgesetzt. Aus aller Welt. Dampferzusammenstotz in der Nordsee. Hamburg, 26. April. (WTB.) Der amerikanische^ Passagierdampfer „President Har- ding", der heute Vormittag unweit Helgoland bei einem Z u s a m m e n st o ß mit dem englischen Kohlendampfer „Kirkwoo d" diesem zum Sinken brachte, ist heute abend 23 Uhr im Hamburger Hafen eingetroffen. Das Vorschiff weist zu beiden Seiten große Löcher auf. Der Steven, der den Hauptwiderstand auszuhalten hatte, ist an mehreren Stellen schwer eingebeult. Ob sich Schäden unter ber SBatferlinie befinden, muß erst die Taucheruntersuchung ergeben. Der Zusammenstoß erfolgte, als der englische Dampfer „Kirkwood^ im Nebel vor ^wmgehen. bür . Kaufmann i Jib am Ende mt vergehen di .Hritt für Schn Wpiel ab. H Und nun prüfe M Klarheit bt I Mm schöpft, öd. An wird? Nur -d-n jungen Mer Meter Schul I Verden sie s J T Hineinfi b M in der Er y« pfe Bei JB* heule, iuff t h * k M etnfü Anker lag. Sofort nach der Kollision wurden vom „President Harding" Boote ausgesetzt, die die 25» bis 30köpfige Besatzung des Engländers zu retten vermochten. Lediglich ein Heizer des Engländers ist ertrunken. Wie weiter bekannt wird, machte der Führer des „President Harding" seine erste Fahrt als Kapitän. Er fuhr bisher als Erster Offizier auf der „Leviathan", dem ehemaligen deutschen Dampfer „Vaterland". Kapitän Larin von dem Kohlendampfer „Kirkwood" gab über den Hergang der Katastrophe folgende Schilderung: Wir lagen dicht vor dem Elbefeuerschiff 1 bei dichtem Nebel vor Anker und warteten auf den Elblotsen. Plötzlich tauchte der mit halber Kraft fahrende amerikanische Dampfer aus dem Nebel vor uns auf. Wenige Augenblicke fpäter erfolgte der Zusammenstoß. Der Amerikaner drang mehrere Meter mit dem Bug in das Heck unseres Schiffes ein. Dem Heizer Appleby wurde der Weg nach oben abgeschnitten. Der Geistesgegenwart des amerikanischen Kapitäns ist es zu danken, daß wir gerettet wurden. Er blieb mit seinem Schift mit voller Maschinenkraft so lange in dem Leck, bis alle Mann übernommen waren. Erdbeben in Neapel. Neapel, 28. April. (MTV. Funkspruch.) In der Nacht zum Sonntag wurde die Bevölkerung von Neapel und sämtlichen Orlschafen am Golf von Neapel durch einen starkenErdsloß aus dem Schlafe geweckt. Besonders heftig wurde das Erdbeben in Salerno verspürt. Das Erdbeben währte 20 Sekunden. Diele Familien flüchteten zum Meere. Ob Personen verletzt wurden, und ob große Schäden an den Häusern angerichtet wurden, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Chinesisches Piratenunwesen. — Hebet 100 Todesopfer. „Times" meldet aus Hongkong: Auf dem Kan- tonfluß haben Piraten eine Reihe von lieber» fällenauf vorüberfahrende Schifte verübt, imt bfr G wotxenlos s neuer. Q naro oedecKt, ® wolkig. • eedeext. • iregei^ * Schnee A Graupeln e Hebel "R Gewit«er.@Wlnd5tllle. «Q-x sehr leichte» Os« «lässige» SOdsodwest q stürmische «ordnest Ole Piene fliegen mit dem winde. Die beiden Stationen stenenden Zalb len geben die Temperatur an. Ole Linien verbinden Orte mit gleiche® tut MeercsniVtau umaerechneteo Luftdruck Wettervoraussage. Unsere Wetterlage wird durch den Einfluß hohen Druckes beherrscht, welcher sich vorn Rord- meer in südöstlicher Richtung nach dem Festlande erstreckt. An der Südseite haben östliche Winde die Vorherrschaft, die nach Gewitterstörungen leichte Abkühlung verursachen. Das Fallgebiet über der Discaya hat sich seit gestern wesentlich versteift, und somit eine Verschärfung der Druckgegensatze hervorgerufen. Sein Emfluß dürfte sich vorübergehend auswirken, wobei stärkere Bewölkung und später auch einzelne Gewitterstörungen oder gewitterartige Riederschläge nicht ausgeschlossen sind. Wettervorhersage für Dienstaar Zeitweise stärkere Bewölkung, auch aufheiternv, Temperaturen zunächst wenig verändert, später Reigung zu Gewitterstörungen mit Niederschlagen. führungen des Parteiführers und sprachen ihm ihr Vertrauen aus. Zum Schluß wurde von der Versammlung einmütig folgende Entschließung angenommen: ..Voll starker Freude begrüßt die heutige, von vielen hundert Vertrauensleuten des Minden- Ravensberger Landes und beider Lippe besuchte deutschnationale Versammlung den Führer Dr. Hugenberg in ihrer Mitte. Sie weiß ihm Dank für die tatkräftige Förderung der landwirtschaftlichen Belange, deren schnelles Zustandekommen allein aus das geschlossene Eintreten der deutschnationalen Reichstagsfraktion unter Hugenbergs Führung zurückzuführen ist. Sie dankt ihm ganz besonders aber auch dafür, dah er über alle Erfolge die Aufgabe, die gestaltenden Kräfte des deutschen öffentlichen Lebens gegenüber den zersetzenden Tendenzen zur maßgeblichen Haltung zu bringen, nicht aus den Augen läßt. Die Versammlung spricht Herrn Dr. Hugenberg ihr volles Vertrauen aus und bittet ihn, den Weg zur inneren und äußeren Befreiung des deutschen Volkes geschlossen weiter zu führen." Bezahlung von Abgaben zu erzwingen. Sie benutzten dabei sogar Mine n. Ein großer Passagier- d a m p f e r, der sich auf der Fahrt nach Kanton befand, wurde durch eine Mine zum Sinken gebracht, wobej über 100 Personen er- trunke n sind. Die Schiffseigentümer fordern ein sofortiges Eingreifen der Kantonregierung. Einweihung des erweiterten Passionstheaters in Oberammergau. Oberafnmergau, 27. April. (WTB.) 3n Gegenwart des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held, des Innenministers Dr. Stützet des Landtagspräsidenten Stang und zahlreicher geistlicher Würdenträger wurde am Sonntag unter großer Beteiligung der Bevölkerung die feierliche Einweihung des erweiterten Passivntheaters in Oberammergau vollzogen. Die neue Bühne stellt in ihrer monumentalen Form und strengen Gliederung, mit ihren modernen Bühnenbildern einen gewaltigen Fortschritt dar. Der Vorsitzende des Spielkomitees, erster Bürgermeister Mayer, betonte in seiner Begrüßungsansprache, daß auch auf der neuen Bühne das Spiel im alten Geiste fortgeführt werde. Kardinal Faulhaber erinnerte in seiner Ansprache an das Gelöbnis der Ammergauer vom Iahre 1633, das als heiliges Vermächtnis an Söhne und Enkel übergegangen sei. Die Passionsspiele würden getiaöe in der heutigen Zeit, in der so viele Menschen verzweifeln und nie-' der gedrückt werden, Erhebung und Trost bringen. Bach Schluß seiner Rede nahm der Kardinal die kirchliche Segnung des Hauses vor. Einweihung der größten Bogenbrücke Deutschlands. Ettal (Oberbayern), 27. April. In Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held, des Ministers des Innern Stützet und des Landtagspräsidenten, sowie unter starker Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Sonntag- mittag die Einweihung der neuen Ammer-Brücke bei Echelsbach, der größten Bo- genbrücfe Deutschlands, vorgenommen. Kardinal Faulhaber vollzog die kirchliche Einweihung. Flugzeugakrobat Hunderlmark tödlich verunglückt. D ü s s e I b o r f, 27. April. (WTB.) Der Flugzeugakrobat Hundertmark, der am heutigen Sonntagnachmittag auf dem Flugplatz Düsseldorf- Lohausen einem zahlreichen Publikum flugakrobatische Schaustücke vorführte, blieb bei der Demonstration des Umsteigens von einem Flugzeug zum andern in der Luft an einem Seil hängen, da er eine Strickleiter nicht mehr erreichen konnte. Er wurde etwa 25 Minuten an dem Seil in der Luft mitgeführt und erlitt bei der Landung erhebliche Verletzungen an Kopf und Schultern. Hundertmark ist im Laufe des Abends in einer Klinik seinen Verletzungen erlegen. Eisenbahnunglück bei Berlin. Elf Personen verletzt. Berlin, 27. April. (WTB.) Gin schweres Eisenbahnunglück hat sich heute vormittag auf der Reinickendorf—Liebenwarder Eisenbahn, unmittelbar hinter dem Bahnhof Dasdorf, ereignet. Infolge falscher Weichenstellung entgleisten dort die beiden letzten Wagen eines von Berlin kommenden überfüllten Zuges. Einer der Wagen kippte um, der andere blieb glücklicherweise in der normalen Lage stehen. E l f Berliner Ausflügler wurden verletzt, davon vier so erheblich, daß sie in das Kreiskrankenhaus Bernau übergeführt werden muhten. Die vier Schwerverletzten sind der Tischler Emil Stengel aus Berlin, der Landwirt B. S ch w a n t e r aus Zehlendorf, der Kaufmann B. Machnow aus Steglitz und ein Fräulein E. G e c c i a aus Reinickendorf. Eine sofort ein- , geleitete Untersuchung ergab die zweifelsfreie Schuld des Bahnhofvorstehers Otto vom Bahnhof Basdorf, der nach eigenem Eingeständnis sich bei der Bedienung der Weiche vergriffen hatte. , toi N Iat8 ^thfi?enten te«5Ä ÄSjit sä?L d« in, BjtoSrnM. Trift' E Mit iti ö 'n ,ei‘ 1 ^ÄSfluet *ÄS“S»£ • LV:?"-- 0en6rfitfe LwW^ SLr Süffig ‘J* °m Sonntag. neuen Am. °°4. btt grvhten 2». WHtn. Kardinal ,ltrt, der am heutigen Flugplatz Werk 1 Publikum llugakra. le. blieb bei der De- W von einem Flug. W an einem Seil kleütr nicht mehr et- eüva 25 Mimten an ^geführt und erlitt bei e Derletzungenan idertmark ist im Laufe ' ilinik seinen 3er. i. Lls Personen verletzt. 'WDD.) Sin schwere- at sich heute vormittag ebenwarder Eisenbahn, Mchnhos DaSdvrs, Deichrnstellung ent« i letzten Dogen eine- erfüllten Zuges. Siner er andere blieb gtüd* en Lage Kehen. Slf en verletzt, davon W Mfranknfiaui t muhten. Die niet i dn W« 6tta\ der Landwirt Lors, der Kaufmann M und ein Fräulein ndvrs. ßine sosort em« :ga6 die zveiselssntc orstehers Otto M ch eigenem 6mgeflar> j der Deiche vergriM trlaoe. ytl * >1 natnj rt * / ® I iiVil'ro ..0 fordVoi 15iormö S2SS-1'“* gflN . durch ben elcher dem o-^jnde «ch »KKK DS-- Aus der provinzialhaupistadt. Sieben, den 28. April 1930. Zum Schulbeginn Iiach drei Wochen Ruhepause werden sich die Pforten der Dchulhäuser morgen von neuem öffnen au frischer Arbeit. Zum ersten Male niarlchieren dann die Abc-Schützen in Reih und Alied mit. TDef von unS könnte sich nicht an den Tag der Schulausnahme erinnern? <28 ist eins der Erlebnisse, die man nie vergibt. Schüchtern und ängstlich standen wir in dem groben Saal herum, hatten wohl noch die Hand der Mutter gefaßt, und schauten nach den Bänken, der großen Talel, den Bildern an der Wand, besonders aber nach dem strengen Herrn Lehrer; denn wie oft war uns gesagt worden: „Warte nur. biS du in He Schule kommst!" Jetzt war der große Augenblick gekommen. Aber erleichtert atmeten wir auf. <16 wir merkten, daß der große Mann gor nicht fa „böse" war. 3m Gegenteil! Er schenkte unS sogar eine Brezel. Selbst die wenigen Kinder, bie weinend nach Hause verlangten, wurden bald beruhigt; denn große Bilder wurden gezeigt. Geschichten -rzählt, dann durften wir sogar singen! Wie es geklungen hat, kann man sich denken. Jedenfalls nicht einstimmig. Aber immerhin! Mik glänzenden Augen kamen wir heim und er- zühlten Verwandten und Bekannten von unferm ersten Schultag Es war eben ein großes Er- i eignis. Bei der Schulausnahrne von heute hat sich ja manches geändert. Richt mehr ängstlich marschieren die kleinen Rekruten heran, sie sind nur voller Erwartung und suhlen sich heute als die Helden des Tages. Sie haben längst gehört, daß es in der Schule gar nicht so schlimm ist, wie früher immer erzählt wurde. Sie wissen von Geschwistern und Kameraden, daß es auch da lustig und vergnügt' zugeht, und daß das Lernen gar nicht so anstrengend ist. SS gibt freilich Eltern, die da meinen, der neue Schulbetrieb sei ganz abwegig. Gs müßte wieder so sein wie vor dreißig 3ahren. Damals hätte man die eigentliche Arbeitsschule gehabt. Da hätte auch gelernt werden müssen. Die Kinder hätten nur antworten dürfen, wenn der Lehrer fragte, sonst aber muhten sie still dasitzen und die Arme verschränken. Aber heute? Da fragen nicht die Lehrer, sondern die Kinder. Alles, was sie auf dem Herzen haben, dürfen lie vorbringen. Der Lehrer tritt ganz zurück. Die Kinder fragen, andere geben die Antwort. Rur ganz sachte wird von dem Lehrer das Unterrichtsgespräch geleitet. Ist das nun nicht eine große Beruhigung sür die Eltern, wenn sie wissen, daß ihr Kirch nicht Itumm dazusitzen braucht mit seinem lebhaftem Wesen und warten muß, bis es .dran kommt", 'vndern daß es nach Herzenslust fragen kann, was es drückt? ilnb die Lehrer wissen, daß durch diese Unterrichtsweise das Erstarken des kindlichen Denkens und Erfassens viel mehr gefördert wird, als durch die ewigen Lehrerfragen, die die kindlichen Gedanken immer wieder zerrissen und auf andere Wege leiteten. Gs muß doch jedem Mutterherzen Freude machen, wenn es hört, daß ihr Liebling alles, was er auf dem Herzen hat, nun dem Lehrer erzählen kann. Sv ist die Arbeitsschule von heute die Fort- Ie^ung des kindlichen Gebens. Sie bringt in den ersten Wochen gar nichts Rcues, sondern knüpft da an, wo die Liebe des Kindes am ersten zu ■ erlangen ist, bei Spiel und Tanz. Die Kinder | wachsen nur ganz langsam in die Schule hinein. Sie dürfen in der ersten Zeit noch aufstehen, f herumgehen, dürfen reden, malen, spielen. Sie | sind Kaufmann und Käufer zugleich, kaufen ein, : und am Ende merken sie, daß sie rechnen können. So vergehen die Wochen, die Monate, und Schritt für Schritt löst ernste Arbeit kindliches g Spiel ab. Und nun prüfe man einmal, was wertvoller ist: • die Schularbeit des Kindes, das froh und aus iigenem schöpft, oder die Arbeit, die nur gezwungen Rian wird? Nur freudiges, freiwilliges Tun hat r den jungen Menschen Wert. Das ist deshalb das Sei unserer Schule: Frohe, glückliche Kinder! So werden sie sich — besonders die .einzigen" Sinter — hineinfinden in die Gemeinschaft. Gerade in der Erziehung zur Gemeinschaft liegt ji die große Bedeutung, die der Schule, be- I'nders heute, zukommt. Die Kinder fühlen nun, 8a6 sie nicht allein auf der Welt sind, sondern lob sie sich einfügen müssen in den Rahmen Spritzenhäuser und Jeuerlöschgeräle. Zur Aufklärung über die Möglichkeiten der Brandverhütung und zur Derwirk- lichung der Bestrebungen zur Hebung der Feuersicherheit findet im ganzen Deutschen Reiche in der Zeit vom 27. April bis 4. Mai d. 3. eine Feuerschutzwoche statt, die auf Betreiben der zu einer Arbeit-- und Interessengemeinschaft zu- fammengeschlossenen Feuerwehrorgane unter Förderung der Behörden veranstaltet wird. D. Red. Das Spritzenhaus ist keine Rumpelkammer, in das alte Schulöfen und unbenützte Schulbänke, Kanalröhren, die Einrichtungsgegenstände Wohnungsloser oder Obdachlose untergebracht werden. Die Tore müssen nach außen aufgehen und frei fein, sie dürfen auch nicht mit Plakaten überklebt werden. Es ist darüber zu wachen, falls das Spritzenhaus mitten im Dorf steht, daß auf Kirchweihe nicht die Reitschule, Schiffsschaukel oder der Wohnwagen des Besitzers vor das SpritzenhauStor zu stehen kommt. Für das Tor sind drei Schlüssel bereitzuhalten, der eine ist im RachbarhauS, oder in einem mit einer Glasscheibe versehenen Kästchen, das an geeigneter Stelle des Spritzenhauses anzubringen ist, der zweite beim Kommandanten und der dritte auf der Bürgermeisterei aufzubewahren. Daß der Sprihenraum wegen der darin aufbewahrten Gegenstände aus Leder, Stoff und Metall trocken und luftig, sauber und staubsicher sein mutz, ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso daß der Fußboden dicht und gegen auf steigen de Feuchtigkeit gesichert sein mutz. Gs macht einen sehr schlechten Eindruck, wenn der Boden nicht gekehrt, die Spinngewebe nicht weggepuht, und das Kleingerät nicht auf den hiersür hergerich- teten Gestellen, sondern in den Ecken steht ober auf dem Boden herumliegt. Der Zufahrtsweg ist stets in Ordnung und frei zu halten, im Winter ist der Schnee wegzukehren, Eiskrusten, besonders solche, durch die das Tor sich schwer össnen läßt, sind jeweils sofort nach dem Entstehen zu entfernen. DaS FeucrlöschgerätehauS sollte in allen möglichen Fällen elektrische Beleuchtung haben. Abgesehen davon, daß Petroleum nicht überall erhältlich ist, sind die Petroleumfackeln und Laternen auSgetrocknet, die Dochte sind verkrustet und es vergehen kostbare Minuten, bis diese Deleuchtungsgegenstände gebrauchsfertig hergerichtet sind. In keinem Spritzenhaus sollten Wachsfackeln fehlen, die fertig sind und eine unbegrenzte Lagerfähigkeit haben. Im Schlauchturm, der 11 bis 12 Meter hoch sein muh, um die zehn Meter langen Schläuche in der ganzen Länge aufhänaen zu können, sollen die Schläuche sofort, nachdem sie natz gebraucht worden sind, zum Trocknen aufgehängt werden. Es darf aber nicht versäumt werden, sie sofort nach dem Trocknen für den nächsten Gebrauch wieder aufzuhaspeln. Beim Hochziehen der Schläuche im Turm dürfen die Leute sich nicht unter den Auszug stellen. Der Spritze, als dem Hauptkampfmittel, ist die größte Aufmerksamkeit zu schenken. Rach jeder Benützung ist sie in allen Seilen zu reinigen, zu trocknen und gegen Verstaubung durch Auslegen einer Decke zu sichern. Wenn eine Spritze ihren Dienst versagt, so kommt daS östers daher, daß Staubkörner in die Ventile cinge* drungen oder durch Verbindung mit Fett und Oel die feineren Teile verkrustet sind. Richt weniger wichtig ist die gute Trocknung und die trockene Aufbewahrung der Schläuche. Ihnen ist ganz besondere Sorgfalt zu widmen. Die Brandversicherungskammer leistet für die Ersatzbeschaffung von Schläuchen keinen Zuschuh mehr, deshalb haben die Gemeinden doppeltes Interesse, die Schläuche nicht an einem Gartenzaun ober in praller Sonne zu trocknen. Im ersten Falle bilden sich Wassersäcke, in der Folge Sporslecken und Bruchstellen, im zweiten Falle bleicht der Hans aus, es gibt undichte Stellen, der Schlauch wird hart und unbiegsam. Verschiedene Male ist ein ilnglüd dadurch entstanden, bah in Gebrauch genommene Leitern nicht vorher aus die Tragfähigkeit der Sprossen und Holme untersucht worben sinb. Die Leitern sind ebenso zu Pflegen, wie die übrigen Geräte, die Eisenteile sind einzufetten, bas Holzwerk soll nicht mit Farbe gestrichen, fonbern nur geölt werden, um auftretenbe Zerstörungen leichter feststellen zu können. Die Leitern auherhalb eines Gebäudes in Winb unb Wetter aufzuhängen, ist zu verwerfen, sie werden srüher zerstört, verziehen sich und gefährden im windschiefen Zustand die Steiger und Etrahlrohrführer. Eine Feuerwehrleiter sollte nie für andere Zwecke verliehen werden, wird sie dann Plötzlich bestimmungsgemäß gebraucht, so ist sie entweder nicht gleich auffindbar ober Teile bavon sind zerbrochen. Ein kleiner Fehler an einer Hakenleiter oder Dachleiter kann schwerwiegende Folgen für den Benützer nach sich ziehen, sie müssen deshalb vor jedem Gebrauch geprüft werden, weil die Steiger ihnen ihr Leben anvertrauen. Auch die übrigen Kleingeräte müssen stets in Ordnung gehalten und an dem für sie bestimmten Platz aufbewahrt tverden. Unbrauchbar gewordene Gegenstände sind aus dem Spritzenhaus zu entfernen. Die Feuerwehr hat von der Gemeinde einen grohen Wert in Verwaltung übernommen, ihn zu erhalten ist nicht nur eine Pflicht der Gemeinde, sondern allen Feuerwehrkameraden gegenüber. einer großen Gemeinde. Es kann nicht immer nach ihrem Kopf gehen, wie es ja leider zu Hause oft der Fall ist. Echte Kameradschaftlichkeit, gegenseitige Hilfe, all das lernt das Kind im Kreise seiner Mitschüler. Es mutz öfters auf eigene Wünsche verzichten und sich dem Gesamtwillen beugen. Hnb das ist gut so. In der Schule geht es nicht nach schönen Kleidern ober gut belegtem Butterbrot. Da sind alle gleich. Es wird einS gehalten wie das andere. Ganz ohne Kamps geht es freilich auch nicht immer ab. Aber für viele Muttersöhnchen ist es sicher eine gute Vorbereitung auf daS Leben. Schauen wir hinaus in den ®arten! Der Frühling ist eingezogen, auf den Beeten blühen die Blumen: Stolze Tulpen, bescheidene Veilchen und kleine Gänseblümchen. Aus den Bäumen fingen Amseln, Drosseln und Finken. Bilden sie nicht auch, trotz ihrer Verschiedenheit, eine Gemeinschaft, freuen sie sich nicht auch gemeinsam des Sonnenscheins und des Frühlings? Genau so soll es in der Schule sein. Arm und reich, klein unb groß, schwach unb stark, blond unb schwarz, sie alle sollen sich wohl- füplen in ben Räumen, die sie heute zum ersten Male betreten. Sie kommen ja mit einem Herzen voll Freude, unb bie Schule wirb sie nicht enttäuschen. K. M. Gießener Keuerwehrabschluß von 1929/30. Rach dem jetzt vorliegenden Jahresabschluß wurde die städtische Feuerwache vom 1. April 1929 bis 1. April 1930 in 15 6 Fällen in Anspruch genommen. Im einzelnen verteilen sich die Alarmierungen auf: 10 Kellerbrände, 5 Zimmerbrände, 1 Dach- stuhlbrand, 9 Kaminbrände, 23 sonstige Brände, 1 Wald- und Rasenbrand, 1 Großfeuer, 3 auswärtige Brände. Zum Kellerauspumpen, Schachtdeckeleinsetzen, Pserdeheben, sowie zur Beseitigung von Erdsenkungen mußte bie Feuerwache 47 mal ausrücken, ebenso infolge blinben Alarms unb llnfugd 56 mal. Bornotizen. — Tageskalenber für Montag. Stabt- theater: „In der Johannisnacht", 20 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Premiere,^d) glaub' nie mehr an eine Frau". — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: In ber morgigen Aufführung „Claoigo" von Goethe verabschiedet sich Franz Arzdorf, der die Titelrolle verkörpert, und Trude H e ß, die die Rolle der Marie spielt, von den Abonnenten der Winterspielzeit. Das Stück beginnt nm 20 Uhr. Spielleitung Hans Tannert. Es wirken mit die Damen Fuhrmann, Heß und bie Herren Arzdorf, Haeser, Hais, Nieren, Tannert, Zingel. — Die letzte Vorstellung im April findet am Mittwoch, dem 30. April, statt. Auguste Prasch-Grevenberg, der Gast des Gießener Stadttheaters, wird zum letztenmal in der Operette „In der Johannisnacht" auftreten. Fra» Prasch-Grevenberg wird, um anderen Engagementsoerpflichtungen nachzukommen, ihren Abschieds- abend mit dieser Vorstellung geben. Die Großmutter ist eine ihrer erfolgreichsten Rollen. Sie hat mit ihr in ben Johannisnacht-Aufsührunaen tn Hamburg, Leipzig, Köln, Dresden. Bern unerhörten Erfolg unb Beifall geerntet und wurde aud) von Prelle unb Publikum in der Gießener Vorstellung lebhaft gefeiert. •• Schulbeginn. Der Unterricht in den hiesigen höheren und Volksschulen wird morgen, am Dienstaavormitlag, wieder oufaenommen werden. Die Ausnahme der Abcschützen in den Volksschulen findet um 10 Uhr statt. •• D i e Gießener Konfirmanden. Di« Konsirmationsfeicrn in den hiesigen evangelischen Gemeinden sind gestern zu Ende gegangen. Im ganzen wurden 313 Kinder konfirmiert, unb zwar aus der Matthäusgemcinde 82, der Markus- gemeinde 56, der Lukasgemeinde 71, der Johannes« gemeinde 45, der Luthergemeinde 32, der Petrus« gemeinde 27. Die Zahl ist in diesem Jahre erheb« lich geringer als früher, weil es sich um Kinder au» den Kriegsjahrgängen 1915 und 1916 handelt. •• Ein Gewitter mit erheblichen Rieder- fchlägen und teilweise sehr heftigen elektrischen Entladungen zog am gestrigen Sonntagnachmittag in ber Zeit zwischen 4 unb 5 ilfcr über baS Wiesecker Tal hin und berührte auch untere Stadt, ohne unS jedoch größere Regenfälle zu bringen. In der Gegend von Trohe soll e» Hagelschlag gegeben haben, der aber keinen erheblichen Schaben verursachte. Seinen größten Umfang scheint bas ilntoetter etwa um die gleiche Zeit in der Ebergegenb erreicht zu haben, worüber eine Meldung aus Korbach an anderer Stelle unseres Blattes berichtet. •• F c ue r w c h r a u f m a r s ch. Aus Anlaß der heute beginnenden Reichsfeuerschutzwoche findet heute 20 Uhr ein Aufmarsch beider Freiwilligen Feuerwehren auf Oswaldsgarten statt. Anschließend ist ein Umzug durch bie Stabt vorgesehen. "MehrtägigeSperrung der Schützen- ftraße und Krofdorfer Straße. Da» Polizeiamt teilt mit: Am 28. April beginnt da» Sädtische Gas. unb Wasserwerk in der Rodheimer Straße mit der Verlegung der Wasserleitung nach Heuchelheim. Es muß hierbei die Schützenstraße unb Krofdorfer Straße durchquert werden. Eine Soer- rung der genannten Straßen ist nicht zu umaehen. Dom 28. April ab auf etwa vier Tage wird für Fahrzeuge aller Art die Stcdützenstraße und nach Beendigung der Arbeiten in der Schützenstraße die Krofdorfer Straße gesperrt. Während der Sperrung der Krofdorfer Straße erfolgt Umleitung durch die Schützenstrage. •• Vorsicht bei Blumen st öcken und Blumenkästen auf den äußeren Fen- st e r b ä nf e n! Das Polizeiamt weift auf folgendes hin: Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit werden, wie alljährlich, Blumenstöcke unb Blumenkästen auf die äußeren Fensterbänke ausgestellt, ohne diese ge- hörig au befestigen. Nach § 366 Ziff. 8 des Reichsstrafgesetzbuches unb nach Art. 292 des Hess. Polizei- Strafgesetzbuches ist berjeniqe strafbar, der an einer öffentlichen Straße ober Wasserstraße, ober nach Orten hinaus, wo Menschen zu verkehren pflegen, Sachen, durch deren Umstürzen ober Herabfallen jemanb beschäbigt werben kann, ohne gehörige Befestigung aufstellt oder aufhängt. Die Polizeibeam- ten sind angewiesen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. *• Tagung der lutherischen Konferenzen beider Hessen. Man schreibt uns: Es fei auch an dieser Stelle hingewiescn auf die morgen und übermorgen von den lutherischen Konferenzen beider Hessen veranstaltete Tagung im Johannes- saal, bei der bie Universitätsprofessoren Geh. Rat D. Bachmann aus Erlangen und D. Sommer- lath aus Leipzig Vorträge über das Augsburgische Bekenntnis halten werden, sowie auf den morgen abend in der Johanneskirche ftattfinbenben Gottes- dienst. Näheres in der heutigen Anzeige. ** Zum Schutz des Waldes. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen erließ folgende Verfügung an die hessische Lehrerschaft: Mit dem beginnenden Frühjahr gilt es, den auf Schutz des Waldes gegen Verunzierungen und Beschädigungen gerichteten Bestrebungen, wie in ber Bergan- heil, so auch in diesem Jahre, die eifrigste Unter» stützung zuteil werden zu lassen. Mit dem Anwach- sen des Wanderverkehrs im Walde gewinnt die Aufgabe, über die Schule auf bie heranwachsenbe Jugend erzieherisch einzuwirken, in zunehmendem Maße an Bedeutung. Ich empfehle Ihnen daher, feine Gelegenheit beim Unterricht oder bei Spaziergängen vorübergehen zu lassen, ohne der Jugend den Schutz der einheimischen Tier- unb Pflanzenwelt und bie Dermcibung von unnötigen Verunzierungen ber Natur ans Herz zu legen. Verantwortlich für Politik: i. 23.: Ernst Blumschein. Q 8881 Wir haben die Überzeugung, mit Kolibri ein sehr gutes Geschmacksniveau erreicht zu haben, denn wir konnten feststellen, dass Raucher, die nicht lediglich aus Gewohnheit bei ihrer alten Marke bleiben, zu Kolibri abgeschwenkt sind. 0, Größte deutsche konzernfreie Zigaretten- Fabrik. E HOCH DER 5- o t ESsjjy 30*9"N und OVi 9:>d,e ÄwSwi il tWiiu l'iid'hi'rti Hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Katharine SMb Wwe. geb. Huber heute morgen um 6 Uhr nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Christoph Schwalb Wwe. Familie Karl Schwalb. Großen-Buseck, den 27. April 1930. Die Beerdigung findet Dienstag, 29. April, nachm. i/,2 Uhr statt 3327D SeWMMWmW des Mittelstandes! Am Mittwoch, dem 30. April 1930, abends S^Llhr, spricht in Gießen im Eaf^ Leib: Sm EnnlitoflSflDfleotöoetet Dr.Böe nnsMWl om Blain über „Steuerbelastung und Existenzkampf des deutschen Mittelstandes" Wleseck. den 27. April 1930. 02835 Gießen, den 26. April 1930 3335D Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. April 1930, nachmittags um 4 Uhr statt. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Rohm und Kinder. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer Heben Schwester und Tante Frau Helene Oncken sagen wir unsem Innigsten Dank. Elly Schneider geb. Oncken Robert Schneider, Rechtsanwalt, und Frau Herbert Schneider. Heute abend um 81/a Uhr entschlief plötzlich und unerwartet meine Hebe Frau, unsere gute Mutter. Schwiegermutter und Großmutter Maria Rohm geb. Weber im Alter von 56 Jahren. Lutherische Tagung Dienstag, den 29. April, nachmittags 3.30 Llhr im Iohannesfaal Vortrag von Geh.'Rat Prof. D. Bachmann aus Erlangen-. Das Augsburgische Glaubensbekenntnis und die kirchliche Lage der Gegenwart. Abends S Llhr: Gottesdienst in der Iohanneskirche, Prediger: Prof. D Bachmann. 02821 Mittwoch, 30. April, vorm. 8.30 Llhr, im LohanneSsaal Vortrag von Prof. D. Sommerlath aus Leipzig: Das Augsburgische Glaubensbekenntnis und die theologische Lage der Gegenwart. Alle Evangelischen sind herzlich eingeladen. Sdiulbudier für alle Schulen Pfeiffersche Schulbuchhandlung Walltorstraße 21, Fernruf 3342 ___________3304D Gut möbl. Schlaf, und Wohnzimmer, eigener Ging., zum L Mai ob. sväier zu vermieten. Dauerm. bevorzugt. 02751 Oltanlage 29 L WWillWWWW | Vermietungen | Einfamilienhaus 5 Zimmer, Kletntter- stallung, 2000 qm Obst- und Gemüsegarten. am Bahnhof Groffen-Linden zum 15. Mai zu vermiet. Anfragen an Lud. Leibgestern, Bahn- hofstraffe 9». 102834 Schön möbl. Irdl. Zimmer gegenüb. der Univ., an Herrn ob. 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Anders als vor dem Slriegc, wo die deutsche Volkswirtschaft soaar in erheblichem Umfange zur Kapitalanlage ini Auslonde in der Loge war, reicht heute die Ka> pitolneubildung aus dem Produktionsübcrschuß unserer Wirtschaft nicht entfernt aus, um den dringendsten Bedarf an neuem Kapital zu decken. Für das Jahr 1913 hatte Helfferich für das alte Reichsgebiet die Kapitalneubildung auf 8,5 Milliarden Mark gc- schätzt, eine Summe, der unter Berücksichtigung der Geldentwertung heute ein Betrag von 11,9 Milliarden Mark gegenüberstehen müßte. Statt dessen schätzte die Reichs-Kredit-Gesellschoft die Kapitalbildung für das Jahr 1927 nur auf 7,6 Milliarden Reichsmark. Schätzungen von anderer Seite weichen davon nicht sehr wesentlich ab. Noch der Emissions« totigkeit in den letzten beiden Jahren kann nicht angenommen werden, daß sich die Kapitalbildung seitdem irgendwie verbessert Hot. Das Jahr 1929 weist im Gegenteil einen starken Rückgang der Emissionen auf. So sind aa»Inlandanleihen nur 344 Millionen und an Kapitalerhöhungen nur 540 Mil- linnen Reichsmark zu verzeichnen, gegenüber 1038 Millionen bzw. 1134 Millionen Reichsmark im Jahre 1928. Wenn sich nun auch alle diese Zahlen auf dadurch den Versailler Vertrag verkleinerte Reichs, gebiet beziehen, so muß doch andererseits berücksichtigt werden, daß der Kapitalbedarf in Deutschland eher größer ist, als vor dem Kriege. Dies ist nicht nur, wie Überall sonst in der Welt, auf bild immer schnellere Tempo bes technischen Fortschritts unb auf bie Notwendigkeit einer immer stärkeren Rationalisierung auf allen Wirtschaftsgebieten zurückzuführen. Vielmehr kommen für Deutschlanb auch noch besondere Gründe hinzu, nämlich die Nachholung so mancher in der Kriegs» unb Nachkriegszeit unterlassenen Verbesserungs. maßnahmen, um im Wettbewerb auf bem Welt» markt mit anbern ßänbern auch nur einigermaßen Schritt halten zu können, sowie bie Notwendigkeit, aus verkleinertem Raume unb trotz Verlustes wichtiger Rohstoffquellen für das deutsche Volk Arbeit unb Brot zu schaffen. Die verheerenben Folgen bieses Mißverhältnisses zwischen Kapitalbebarf unb Kapitalbilbung liegen für (eben klar zutage, ber bie Wirtschaftslage objef. tiv betrachtet. Die unzureichenbe Kapitalneubilbung wirkt sich zunächst in ben gegenüber anberen Län» bern noch immer viel zu hohen Zinssätzen unb in ber Tatsache aus, baß sich in vielen Wirtschaftszweigen kaum mehr bie Rente herauswirtschaften läßt, bie nötig ist, um auch nur bie Zinsen ber auf- genommenen Schulben zu beeten. Auch bie neuer« bings eingetretene starke Zinssenkung auf bem G e l dmo r k t hat sich bisher nur in ganz geringem Umfang auf ben Kapitalmarkt übertragen, so daß sich heute noch nicht sagen läßt, ob von biefer Seite her fine anhaltende Erleichterung ber Wirtschaftslage erhofft werben kann. Die Schwierigkeiten unb bie Kosten ber Gelbbeschaffung führen vor allem infolge bes Mangels an Betriebsmitteln zu ben Rückgängen in ber Probuktion, die wir in der letzten Zeit haben beobachten müssen, unb bilben damit bie tiefste Ursache ber steigenden Erwerbslosigkeit Anderseits wird versucht, die um zureichende Kapitalbildung im Jnlande durch die Heranziehung von Auslandgeldern wenigstens teil- weise auszugleichen, woraus sich wiederum eine vermehrte Belastung unserer Zahlungsbilanz infolge den Verpflichtung ergibt, diese Auslandanleihen in Devisen zu verzinsen und zu tilgen. Die besonderen Gefahren, bie in ber Aufnahme kurzfristiger Aus- lanbkredite liegen, haben sich ja im vorigen Jahre mit aller Deutlichkeit gezeigt. Wenn man biese verhängnisvolle Entwicklung bekämpfen will, so muß man zunächst ben Gründen nachgehen, die zu ihr geführt hoben. Die Gründe für Den Umfang des heutigen Kapital b e b a r f s habe ich in vorftehenben Ausführungen bereits auf« gezeigt. Die Grünbe für bie ungenügenbe Kapital« ncubtlbung entspringen zum Teil ben gleichen Wurzeln, insbefonberc ber Schwächung ber beut- schen Wirtschaftskraft durch ben verlorenen Krieg, burch ben Verlust wichtiger Rohstoffgebicte unb burch bie kapitalvernichtenben Wirkungen ber Inflation. Wie langsam sich unter biefen Verhältnissen naturgemäß bie Wieberherstellung ber beutschen Kapitalbecke vollzieht, zeigt am besten bie Entwicklung ber Sparkasseneinlagen. Der Einlage- beftanb im Deutschen Reiche (früheres Reichsgebiet) betrug im Jahre 1913: 19,7 Milliarben Mark (Dorkriegswährung), im Januar 1930 bagegen erst wieber 9,3 Milliarben Mark. Ein besonders starkes Hindernis für bie Kapital- bilbung ist aber die Höhe unserer öffent« Die hessische philologentagung CSeai. Bensheim a. d. B.» 27. April. Der zweite Tag der Verhandlungen des Hessischen Philologenvereins gipfelte in einem grohangelegten Vortrag des SotHhcnbcn, Studienrat Monjs, Darmstadt, der nicht nur über die Arbeit des Hessischen PhilologenvrreinS im vergangenen Jahre berichtete, sondern programmatisch die Grundlagen dieser Arbeit und die Leitgedanken darlegte, auf denen sie sich aufbautc. So zeichnete er die Stellung der Berufsorganisation im öfsentlichen Leben. Die reine Sachlichkeit führe zur Partei - politischen und konfessionellen Neutra t i t ä t der Berufsorganisation und ermögliche es ihr, zum Dienst an der Sache alle Parteien auszurufen, und fie dadurch zu unterstützen, daß fie ihnen das sachliche Matenal liefert. So sehr es jede Berufsorganisation wün- Erste Aufnahme von der neuen Antarktisexpedition des Kapitän Witkins. WM Das Flugzeug ber Expedition auf Stiern startbereit neben ber „William Scoresby", bem Wohn« schiff der neuen Wilkins-Gxpedition. Mit diesem Flugzeug unternahm Willi ns (oben links), der bekannte amerikanische Polarforscher, von der Walsischfänger-Station Deception-Island aus Erkundungsflüge von oft 1000 km Länge über die Antarktis, wobei ihm wertvolle meteorologische und erdgeographische Feststellungen glückten. lichen Lasten im weitesten Sinne, die heute einen viel größeren Teil des Volkseinkommens beanspruchen, als vor dem Kriege. Infolgedessen bleiben nach Deckung bes Konsumbebarfs nur viel geringere Beträge als früher für die Ansammlung neuen Kapitals verfügbar. Eine besondere Stellung nehmen babei noch die Reoarationslasten ein, bie eine bauernde Kapitalabzapfung aus dem deutschen Wirtschaftskörper barstellen. Von biesem Stanbpunkt aus ist es bejonbers bebauerlid), baß ber Voungplan keine stärkere Herabsetzung biefer Verpflichtungen gebracht hat Deshalb ist bie Senkung ber öffentlichen Saften heute bie vordringlich st e Aufgabe, unb zwar insbefonbere ber Steuern, bie sich für bie Kapitalbildung als befonbers hinberlich erwiesen haben. Alle solche Maßnahmen bienen ben Interessen ber gesamten Wirtschaft, nämlich einer Förberung ber wirtschaftlichen Produktion, die zu- gleich die wirksamste Art der Bekämpfung der Ar- beitslosigkeit ist. scheu müsse, daß möglichst viele ihrer Mitglieder in den Parteien tätig sind und dort der von ihr vertretenen Sache dienen, so sehr müsse sie sich dagegen verwahren, daß die Zugehörigkeit zu einer Partei von der Behörde als Verdienst gewertet und mit einer Beförderung im Amt belohnt wird. Weiter wurde der Stand der Philologen in Vergleich gesetzt mit anderen akademischen Berufsständen und auf die auffallende Tatsache hin- getoiefen, daß die Laufbahn des Philologen noch nicht entfernt die Möglichkeit des Aufstiegs bietet, die andere akademische Berufsstände mit gleicher Vor- und Ausbildung und mit gleichwertiger Tätigkeit besitzen. In diesem Zusammenhang wandte sich der Vortragende gegen die Forderung des Reichssparkommissars, zur Dienstleistung an der höheren Schule in vermehrter Zahl Lehrkräfte heranzuziehen, die für den Dienst an der Volksschule vorgebildet sind. Aus dem Wesen und der Aufgabe der eine gc- Zum 60. Geburtstage Lehars. Franz L e h 4 r, ber weltberühmte Wiener Operetten- komponist, feiert am 30. April feinen 6 0. ®e « b u r 161 a g. Seine größten Erfolge hatte er mit ber „Lustigen Witwe" (1905), „Der Graf von Luxemburg" (1909), „Frasquita" (12), „Paganini" (25), „Der Zarewitsch" (26) unb in jüngster Zeit mit „Friberike" unb bem „Canb bes Lächelns". schlossen« Einheit darstellenden neunjährigen höheren Schule ergebe sich die Notwendigkeit, daß der Unterricht auf allen ihren Klassenstufen in die Hand akademisch vorgebildeter Philologen gelegt werde. Hieraus ergebe sich auch der Einspruch, den die Philologen dagegen erheben müßten, daß die Stelle des Staatsrats im Kultusministerium auf den Inhaber gesetzt wird. Die Folge davon wäre, daß das ganze höhere Schulwesen Hessens nur noch von einen, einzigen Ministerialrat verwaltet würde. Die Schulreform müsse nunmehr abgeschlossen werden, damit das hessische höhere Schulwesen endlich aus dem Zustand der Unsicherheit herausgeführt werde. Zu den Aufgaben, die die hessische Schulverwaltung in der allernächsten Zeit unbedingt zu lösen habe, gehöre die Regelung des Zustroms zum höheren Lehrfach. Im weiteren Verlauf der Versammlung legte der Asses- sorenvertreter Studienassessor Dr. Spalt die trostlose Lage der A n w ä r t e r s ch a s t des hessischen Philologenstandes dar. Hessen kann jetzt fast 200 Anwärter des höheren Lehramts ..icht beschäftigen. Wenn alle auf Verwendung im hessischen Staatsdienst warten wollten, wurde der letzte zurZeit im Vorbereitungsdienst stehende Referendar erst in fünfzehn Jahren dieses Ziel erreichen. Dabei wird der Zustrom von der Hochschule her in den nächsten Jahren weiter anhalten und die Lage für den kommenden Nachwuchs noch erschweren. So ergebe sich auch von» Standpunkt der Anwärter aus die Notwendigkeit der Regelung dieses Zustroms. Die Fortbildungsschulpflicht in Hessen. Das hessische Kultusministerium hat jetzt durch eine Arssührungsbestimmung zum hessischen Vollsschulgejey die Fortbildungsschul- pflicht generell geregelt. Danach bestebt in Hessen allgemein die elfjährige Schulpflicht (achtjährige Schulpflicht und dreijährige Vor der (Spielhahnbalz Von Otto (Lhrhart, Dachau. Gestern abend, durch Sturm und Regen, hörte ich den Brachvogel pfeifen. Mein Fenster stand weit offen, ich lag hellwach im Bett und konnte mich also gar nicht getäuscht haben. Das fuhr mir so ins Blut, daß ich nicht wieder einschlafen konnte und bis zum frühen Morgen mit offenen Augen horchte. Wenn der Brachvogel ruft, ist die Spielhahn« balz nimmer weit, die Stockenten fangen zu brüten an, das Moor beginnt sich mit seiner tausendfältigen Blumenlast zu regen, und man kann bald wieder mit der Fliege auf Forellen angeln. ES regnet bereits den vierten Tag. Bier Tagen schon sitzen die verdrossenen Hühner auf den Steigen, und nur die Gänse scheinen sich nicht darum zu kehren. Stundenlang ziehen sie auf der großen Wiese umher und kreischen und gestikulieren. Wenn dann ein neuer, dicker Regensack vom Moor herüber weht, ihnen rücksichtslos die weihen Hosen in die Höhe bläst, drehen sie sich wütend um, beginnen zänkisch zu schreien und recken ihm die langen Hälse entgegen. Rach einer Weile glauben fie tatsächlich, daß sie ihn so eingeschüchtert hätten, sie drehen ihm stolz den Bürzel zu und beginnen gravitätisch die Wiese hinabzuschreiten. Gänse sind sie — Gänse! Eine Stunde oder auch zwei kann ich ganz geduldig arbeiten. Aber dann ist auf einmal die gaiue Welt wie mit Brettern vernagelt. Meine Stube kommt mir so muffig vor. Ich muß die Fenster aufreihen, man muh frische Luft hereinlassen und zusehen, wie draußen der Regen geht. Die er launisch und wechselhaft, bald dick, bald dünn, über die Landschaft strichelt oder als dünne Dvlke Hinterm Moor verweht. 2ch selbst bin auch launisch Aber ich weih doch kvenigstens, was mir fehlt. Wenn der Brachvogel ruft, bin ich nimmer zu halten. Dann erwacht der Streuner in mir, ich muß hinaus und muß wochenlang durch die Wildnis streifen Wenn die jungen Mooreulen astflügge sind, ist es wieder vorbei. Es hat gar keinen Sinn, sich dagegen zu sträuben . Komni, schmier, deine Stiefel ein, häng das Regenzeug um und zieh los! Hier ist's doch tausendmal schöner als daheim. Der Regen ist warm und lieb, die Erde schluckt ihn wie ein Schwamm, sie kann nach dem trockenen Winter gar nicht genug sausen Aber mit den wasserdichten Stiefeln kommt man, ohne naß zu werden, weit umher. Am Fluh ist noch nicht viel zu sehen. Die Bläh- und Teichhühner, die am Hferranb in den Winteräckern äsen, fühlen sich heute pudelwohl. So ist's an der Amper. Die Gröben dagegen ist ein faules, dickes Wasser, in dem sonst nur die Forellen interessant sind, die aber kann man heute nicht sehen. Drum geh' ich weiter, unter der Bahnüberfahrt hindurch, hinüber inS Schleihheimer Moor Aber die Natur ist verstimmt und will nichts zeigen. Spät am Nachmittag fitze ich gleichgültig in einem alten Torsschuppen weit hinten im Moor und lasse die Welt Faden regnen. Den Brachvogel habe ich noch nicht gesehen. Aber es ist auch so ganz schön. Der Wind stiehlt mir den Pfeifenrauch, drückt ihn fest auf ben Boden zwischen die langen Gräser, wo er wie Spinnweben hängen bleibt. Das macht ihm anscheinend Späh ... So sitze ich da und rauche, denke nichts und halte bloß die Augen offen, bis wieder einmal etwas Neues hineinfällt: ein Rudel Rehe, ein närrisch hoppelnder Hase oder auch bloh ein paar verdrossen streichende Krähen. Wenn so ein Regen merkt, dah er einem schnuppe ist, hört er bald auf. lieber dem Hackenholz, wo ich das letzte Mal den schneidigen Wanderfalken stohen sah, kreisen vier Raubvögel. Bussarde. Herrliche Vögel! Gegen Abend erst steh' ich auf und wandre weiter. Erlen und Weidenbüsche zur Seite, stiefle ich planlos in die Wiesennebel hinein Der Mond steht schon lange am Himmel und will mir dann leuchten. Alles ist friedlich und still. Ich bin ein Tier, das sorglos durch die laue Dämmerung geht. Plötzlich fahre ich zusammen. Dor mir, halb verdeckt von den Schlehen und Berberitzen, die den Moorweg säumen, liegt ein langer, schwarzer Acker, auf dem sich's dunkel regt. Spielhähne! Und drüben am Waldrand hocken die Hennen. Lautlos ziehe ich das Glas heraus und zähle, zähle närrisch vor Freude — vier, sieben, zwölf, einundzwanzig — zweiunddreihig Spielhähne! Das Blut rauscht in den Ohren. Meter um Meter, halb auf dem Leibe liegend, pürsche ich mich heran. Jetzt bin ich so nahe, daß ich spielend den schönsten Hahn erlegen könnte. Das wird nicht mehr lange dauern, morgen oder übermorgen vielleicht schon werden sie blasen und balzen und das braune Moor wachkullern und nicht eher ruhen, bis alles hoch in Blüte steht. Hier aber kommt bald ein Schirm her. Einen will ich haben. Vielleicht ist's bann gerade der, der mir jetzt zusteht. So liege ich und schaue mich satt, bis mich endlich ein alter Hahn eräugt. Unb nun reitet das ganze Gesinbel laut ab. Das war schön! Es wirb heuer eine herrliche Spielhahnbalz geben unb ich freue mich schon ganz unbändig darauf. Ich bin so glücklich, wie seit lange nicht mehr und so froh, daß ich laut unb selig in ben Abenb hineinsinge. Es tut ja niemanbem Weh! Einen großen starken Vogel aber habe ich doch erschreckt. Er wirst sich schnell auf, schlägt einen großen Dogen und segelt nun — gerade unterm Mond — über mir hin. Er ist gar nicht zu verkennen: fein langer, krummer Schnabel tut sich weit auf unb jetzt beginnt er wunberschön zu trillern unb zu pfeifen. Das ist er! Das ist er, der mir gestern nacht gerufen hat, mein erster Bracher! Nun habe ich Ferien unb bars so lange streunen, bis bie jungen Mooreulen flügge sinb. Trauer um den Aemi-See. Als vor brei Jahren bie Arbeiten begannen, um ben Nemi-Scc trocken zu legen unb bie beiben Prunkschiffe bes Ealigula zu heben, nahm bie italienische Presse ben Mund lehr voll, verhieß eine ungeheure Bereicherung unserer Kenntnisse von der Antike und weissagte Schätze unb Kostbarkeiten, bie bie jahrelangen Arbeiten unb bie ungeheuren Kosten reichlich auswieg'en würben. Ader als im Sommer bes vergangenen Jahres ber See so weit gesenkt war, daß bas kleinere Prunkschiff erschien, fanb man nur zwei Kunstwerke. das berühmte Mebusenhaupt unb einen Wolfsschäbek, bie bei aller künstlerischen Ausführung in keinem Verhältnis zu ben Mühen unb Kosten bes Unternehmens stehen. Bei einem so kläglichen Ergebnis hat man barauf verzichtet, auch noch bas zweite Schiff freizulegen. Der erste Schiffsrumpf ist am Ufer bes Nemi-Sees in einer Baracke geborgen, ber zweite soll auf dem Grunde des Wassers bleiben, wo er feit zwei Jahrtausenden gelegen hat. Man will zwar versuchen, burch Taucher bie Schätze auch bieses Schiffes zu bergen, aber es ist wahrscheinlich, daß auch biefer Versuch mit traurigen Rcsul« taten enben wird und daß man einen Vorwand jucht, eine ziemlich aussichtslose Arbeit möglichst unauffällig einzustellen. So wirb jetzt ber Kanal, der das Wasser des Nemi-Sees ableitete, zu- geschüttet und die elektrischen Pumpen werden sortgeschasst. Das große Unternehmen, das eine Million Lire gekostet hat, dürste damit beendet sein. Aber der gewaltige Schaben, ber hierdurch entstanden ist, wirb auf absehbare Zeit bestehen bleiben. Die hohen Ufer bes Sees liegen heute kahl unb vertrocknet, ben benachbarten Gärten und Kulturen ist ihre Feuchftgkeit entzogen, das ganze Klima der Landschaft hat sich verändert. Infolgedessen haben die Bauern aus ihren einst so fruchtbaren, heute ausgetrockneten Gärten nur noch ganz geringe Ernten. Alle diese Schäden sind natürlich nicht in Kürze zu beheben. Man muh warten, bis sich der See durch Regen unb natürliche Zuflüsse wieber gehoben unb baS Canb seine frühere Feuchtigkeit zurückerhalten haben wirb. Ein liebes junges Mädchen. Ein wirllich herziges Kinb ist die junge Tochter eines 'Itiuyorler Senators, Mary genannt, bie ihrem alten Herrn eine Ohrfeige gab, als er sie abends nicht auf einen Ball gehen lassen wollte. Dabei handelte es sich nur um das Maskenfest eines Vcrbrecherklubs! Die junge Dame ging natürlich doch hin und lernte dort einen jungen Mann kennen, mit bem sie sich kurzerhanb verlobte. AIS der Da ter trotz bec erhaltenen Ohrfeige f>on biefer Heirat nichts wissen wollte, unb ie ohne einen Pfennig Mitgift zu enterben brohte, holte sich bas liebe Ding zwei hanbfeste Männer aus bem Kreise ihres Verlobten, bie ben Vater überfielen unb ihn so lange mit dem Revolver bedrohten, bis Klein-Mary aus dem Geldschrank die nötigen Moneten herausgeholt hatte. Dann flüchteten die drei und betranken sich gemeinsam mit dem Bräutigam, der draußen Schmiere gestanden hatte, derart, daß Mary auf der Flucht ihren Wagen mitten in eine Kolonne anderer Fahrzeuge steuerte, wobei es Verletzungen und beschädigte Autos gab. Aus ber Wac^ würben f ie wohl alle langsam wieber nüchtern, aber ber Senator trug biefer Kater- ftimmung keine Rechnung, ihm schienen die Ohrfeige und der Raubüberfall so schwerwiegend, daß er sich endgültig von seinem lieben Töchterchen lossagte, bem man wohl, ohne ein Prophet zu sein, eine aussichtsreiche Zukunft Voraussagen darf. Fvrtbilbungsfchulpflicht). Verläßt ein Schüler oder eine Schülerin eine höhere Lehranstalt nach dem neunten Schuljahre, dann ist die Fortbildungsschule noch zwei Iahre, verläßt er die Lehranstalt nach dem zehnten Schuljahre, dann ist die Fortbildungs- oder Berufsschule noch ein Jahr zu besuchen. Oluf die zuletzt besuchte Klasse der Wgangsschule kommt es dabei nicht an. Der staatlichen Schulbehörde steht die Entscheidung zu über die Frage, ob der Besuch eines Berufs- fortbjldungskursus mit dem Besuch der obligatorischen Fortbildungs- oder Berufsschule gleichgeachtet werden kann. Wirtschast. Müssiger Geldmarkt. 3n die Derichtswoche fiel das Osterfest: in dem Bericht über die Vorwoche war gesagt worden, daß die durch das Osterfest erhöhte Geldnachfrage und der Medio zu einer leichten Anspannung führten, die jedoch an der durchaus flüssigen Grundtendenz des deutschen Geldmarktes nichts ändern konnten. Wie an den internationalen Märkten, so ist auch in Deutschland die Anspannung sehr schnell überwunden worden. Die Sähe für kurzfristiges Geld, insbesondere am Tagesgeldmarkt, haben wieder ihren Tiefstand erreicht. Auch am Terminmarkt hat die Entwicklung angehalten, insbesondere, weil die Leihdevisen weiterhin billig angeboten werden. Am Wcchselmarkt hat sich ebenfalls wiederum eine Erleichterung nach der Abwicklung des Medios durchsetzen können. Der Einfluß dieser äußerst günstigen Entwicklung am Geldmarkt auf den Kapitalmarkt macht sich jetzt immer mehr bemerkbar. Die Aufwärtsbewegung am Pfandbriefmarkt hat dazu geführt, daß in der Derichtswoche zum ersten Male 8prozentige Pfandbriefe den Paristand erreicht bzw. überschritten haben. Aus dieser Tatsache geht hervor, daß sich die Erleichterungstendenz auch am Kapitalmarkt mehr und mehr durchsetzt und die Banken sollten ihrerseits dazu beitragen, sie noch zum Vorteil ihrer Kapitalnehmer zu verstärken. Dies liegt vor allem im Interesse aller der Bestrebungen, die auf eine Wiederbelebung der Konjunktur abzielen. Die Flüssigkeit des Geldmarktes genügt allein nicht, um einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung in die Wege zu leiten, und die Lage des deutschen Kapitalmarktes ist zur Zeit noch nicht so weit entspannt, daß ein Konjunkturaufschwung innerhalb der nächsten Monate wahrscheinlich gemacht wird. Man muh auch berücksichtigen, daß am Kapitalmarkt infolge der Vorbereitungen für die Emission der großen Reparationsanleihe eine gewisse Unsicherheit vorhanden ist, die an sich mit der gegenwärtigen tatsächlichen Entwicklung des Kapital- und Geldmarktes in Widerspruch steht. An den internationalen Märkten ist, wie gesagt, die Anspannung, die in der Vorwoche festgestellt werden mußte, auch wieder schnell überwunden worden. Reuyork hat seine Dankakzeptrate wieder ermäßigt, allerdings besteht wegen der Steigerung der Maklcrdarlehen an der Reu- horker Börse auch weiterhin eine gewisse Be- unruhigung. Sehr flüssig ist zur Zeit der Londoner Geldmarkt, aber bei der bestehenden Daisse des Pfundes ist wohl vorläufig an eine Diskontsenkung der Dank von England nicht zu denken. Unter den geschilderten Umständen dürfte der April-Ultimo einen leichtenVer- iauf nehmen. Die Danken und die Wirtschaft werden wiederum die kurzfristigen Finanzierun- gen, wie bei dem letzten Ultimo, vorzieyen, so daß wahrscheinlich nur die Sätze für kurzfristige Geldanlagen stärker anziehen werden. * Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 23. April berechnete Großhandelsindex- ziffer des Statistischen Reichsamtes war mit 126,7 gegenüber der Vorwoche unverändert. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,0 Prozent auf 112,8 (111,7) angezogen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,9 Prozent auf 124,2 (125,3) zurückgegangen, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 151,9 keine Veränderung aufweist. * Im März 47,6 Millionen Mark Spareinlagenzuwachs in Preußen. Der Bestand der Spareinlagen der preußischen Sparkassen belief sich Ende März auf 5898,5 Millionen Mark. Die Einzahlungen betrugen 388,6, die Auszahlungen 341, so daß der Reinzuwachs 47,6 Millionen Mark beträgt. In den einzelnen Provinzen betrug der Bestand der Spareinlagen zum gleichen Termin: Berlin 415,1 (+ 6,4), Brandenburg 422,1 (+ 2,5), Hannover 705 (+ 6), Hessen-Rassau 317,7 (+ 5), Riederschlesien 348,4 (+ 4,5), Oberschlesien 111,6 (4- 1,2), Ostmark 204,1 (+ 1,9), Pommern 299,9 (-4- 0,9), Rheinland 1440,6 (+ 4,4), Westfalen 886,8(4-9,1) Sachsen, Thüringen, Anhalt 480,4 (4- 2,7). Der Bestand der Giro- usw. Einlagen betrug Ende März insgesamt 900,8 gegenüber 898,6 Millionen Mark im Vormonat. * Die Hartmann & Braun AG., Frankfurt a.M. schlägt für 1929 aus dem nach erhöhten Abschreibungen von 396 699 (283 660) RM. sich ergebenden Reingewinn von 259 533 (266 667) RM. wieder 10 v. H. Dividende auf 1,92 Mill. RM. Stammaktien vor. Die Beschäftigung im vergangenen Jahre war befriedigend. Die Gesellschaft trat mit einem ausreichenden Auftragsbestand in das neue Geschäftsjahr ein, über dessen weitere Entwicklung jedoch angesichts der unübersehbaren wirtschaftlichen Lage keine Voraussage möglich sei. (Generalversammlung am 15. Mai.) Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 28. April. Tendenz: behauptet. — Auch zu Beginn der neuen Woche verkehrte die Börse in sehr st i l l e r Haltung. Die uneinheitlichen Auslandbörsen konnten keine Anregung bieten. Vor allem aber verhinderte der andauernde Ordermangel weiter eine Belebung des Geschäftes. Im Anschluß an den festen Schluß der Samstagbörse war die Stimmung jedoch eher freundlich. Man erwartet, daß im Hinblick auf die anhaltende Flüssigkeit des Geldmarktes der herannahende Ultimo keine Schwierigkeiten bereiten wird, zumal die Engagements weiterhin recht gering sein dürften. Die Kurse waren im allgemeinen etwa behauptet. Rennenswerte Abwei- chüngen gegen den Samstagschluh traten nur vereinzelt ein. Reichsbahnvorzugsaktien waren auf die 7prozentige Dividendenausschüttung wieder lebhafter gefragt und erneut 0,75 Prozent höher. Regere Rachfrage hatten außerdem Reichsbankanteile, die erneut 2,5 Prozent anziehen konnten, und Deutsche Erdöl, die weiter 1 Prozent gewannen. Ferner lagen am variablen Markt Iunghans, für die am Samstag mangels Materials kein Kurs zustande gekommen war, 5,5 Proz. gegenüber dem letzten Kurs fester. Dagegen waren Aschaffenburger Zellstoff auf wahrscheinliche Dividendenkürzung abgeschwächt, der Kurs lag um 3 Prozent gedrückt. Montanwerke lagen bei minimalem Geschäft eher etwas schwächer. Farben eröffneten vollkommen unverändert. Elätrowerte waren knapp behauptet. Später konnten sich Aku 2 Prozent erholen. Auch Kali Salzdetfurth waren gefragter und 3 Prozent höher. Deutsche Anleihen zogen bei lebhafter Rachfrage weiter an. Von Auslandanleihen waren Türken etwas gesucht. Im Verlaufe ging das Geschäft noch weiter zurück. Regeres Interesse bestand lediglich für Holzmann, die auf den günstigen Abschluß 2 Prozent und später erneut 1 Prozent gewinnen konnten. Sonst waren die Kursveränderungen gering. Die Grundstimmung blieb jedoch freundlich. In Aku wurden weitere Deckungskäufe vorgenommen, Pfandbriefe blieben gefragt. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Tagesgeld wurde mit 4 Prozent notiert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar, 1880, gegen Pfund 20,3630, gegen Paris 123,925, London gegen Kabel 4,8619, gegen Mailand 92,78, gegen Madrid 39,60, gegen Schweiz 20,0790, gegen Holland 12,0790. Berliner Börse, Berlin, 28. April. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auch an der heutigen Montagsbörse auf den Markt der festverzinslichen Werte und Anleihen. Schon heute vormittag hatte die Festigkeit der Altbesitzanleihe eine freundlichere Stimmung hervorgerufen, die sich auch zu Beginn der offiziellen Dörse erhalten konnte. Die Provinzkundschaft und das Ausland zeigte, vielleicht im Zusammenhang mit dem optimistischen Monatsbericht der Dedibank, kleines Kaufinteresse, das daraufhin bei der Spekulation etwas Deckungs- und Rückkaufsneigung auslöste. Das Geschäft an den Aktienmärkten war aber im allgemeinen wieder sehr klein, und die Kursveränderungen hielten sich in denkbar engsten Grenzen. Durch Festigkeit zeichneten sich Reichsbankanteile, Ilse Bergbau, Kali Westeregeln, Lorenz, Holzmann, Polyphon und Spritwerte aus, während Mcms- felder chre Abwärtsbewegung um 3,5 Prozent fortsetzten. Bei Schlesische Gas- und Commerz- Dank ist bei der heutigen Rotiz der Dividendenabschlag zu berücksichtigen. Dei der Suche nach hochwertigen festverzinslichen Papieren gewinnt der Rentenmarkt immer mehr an Bedeutung: die schon am Samstag favorisierten Werte blieben weiter gesucht. Ablösung mit Ablösungsrechten stiegen um fast 1 Proz. auf 58,6 Prozent. Reubesitz waren dagegen nur unwesentlich befestigt. Die ausländischen Renten lagen etwa behauptet. Am Pfandbriefmarkt trat der 7prozentige Typ mehr in den Vordergrund, nachdem der 8prozentige verschiedentlich schon die Parigrenze erreicht hat. Am Geldmarkt erfuhren die Satzwerte weitere Versteifung. Tagesgeld stellte sich auf 4 bis 6,5 Proz.: Mvnatsgeld auf 5,5 bis 7 Proz.: Geld über Ultimo 5,5 bis 7,5 Prozent: Warenwechsel etwa 4,75 Prozent. Auch nach den ersten Kursen standen festverzinsliche Werte weiter im Vordergründe. Aber auch Spritwerte und A.-G. für Verkehrswesen waren auf angeblich ausländische Transaktionen stärker gefragt. Sonst lagen die Märkte ruhig, aber nicht unfreundlich. Später wurde es am Aku-Markt lebhafter, und der Kurs zog auf neue Käufe auf 114 Proz. an. Die Spekulation, die daraufhin nun doch mit einer 6prozentigen Dividende rechnen zu können glaubt, schritt an diesem Markt ebenfalls zu Rückkäufen. Chadeaktien, für die zunächst keine Rotiz zustande kam, stellten si'ch später auf die zu erwartende Dividendenerhöhung 3,5 Prozent höher als am Samstag auf 368 Mark. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 28. April. Auftrieb: 1412 Rinder, darunter 357 Ochsen, 90 Bullen, 483 Kühe, 360 Färsen; 421 Kälber: 30 Schafe: 5282 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 55 bis 59 Mk., (ältere) 51 bis 54, sonstige vollfleischige (jüngere) 45 bis 50: Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 53 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 52; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 37 bis 41, gering genährte 28 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iunarinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 57 bis 60, vollfleischige 53 bis 56, fleischige 48 bis 52. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 77, geringe Kälber 60 bis 71. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 63 bis 66, von etwa 160 bis 240 Pfund 65 bis 67, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 63 bis 66 Mk. — Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine sehr langsamer Handel, äleberstand. Fettschweine schwer verkäuflich. Kälber ruhig, geräumt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 28. April. Zu Beginn der neuen Woche erhielt sich die Rachfrage für Inlandgetreide. Bei weiter kleinem Angebot konnten die Preise erneut anziehen. Futtermittel waren dagegen stark vernachlässigt und nur schwer verkäuflich, so daß für Hafer und Kleie Rückgänge eintraten. Am Mehlmarkt war das Geschäft stiller, doch ergaben sich hier Preiserholungen, namentlich für Weizenmehl. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm. Es wurden notiert: Weizen 300, Roggen 185 bis 187,50, Sommergerste für Brauzwecke 205 bis 210, Hafer, inländ. 187,50 bis 190, Weizenmehl, südd. Spezial 0 44 bis 45, Roggenmehl 27 bis 28,50, Weizenkleie 8,75, Roggenkleie 9,75 bis 10, Erbsen 26 bis 35, Linsen 38 bis 80, Heu 8,75 bis 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 5 bis 5,25, gebündelt 5 bis 5,25, Treber, getrocknet 11,75 bis 12,25. Tendenz ruhig. Frankfurter Eiermarkt. Marktlage: Das Geschäft ist nach den Feiertagen doch etwas ruhiger geworden, immerhin war der Absatz weiter gut. Die Preise sind teilweise etwas ermäßigt, doch ist die allgemeine Marktlage stetig. Es notierten in Pf. per Stück; Italiener 7,75—8,75, Bulgaren 6,75 bis 7, Jugoslawen 6,75—7, Rumänien 6,50 bis 6,75, russische 6,50—7, polnische 5—5,50, Holländer 7,50—10, Dänen 7,50—10, Belgier 8,25 bis 8,50, französische 7,50—8,50, Schlesier 7,50 bis 7,75, bayrische 7,50—7,75, norddeutsche 8 bis 8,25. Kunst und Wissenschaft. Der diesjährige rheinische Dichlerlag. Am diesjährigen rheinischen Dichtertag, der am 10.Mai in Bad Kreuznach stattfindet, werden folgende Dichter teilnehmen: Rudolf G. Binding, Edmund Hahn, Adolf v. Hatzfeld, Laurenz Kies gen, Paul Kneip, Heinrich fier f d), Wilhelm Michel, Alfons P a q u e t, Martin Rockenbach, Detmar Heinrich Sarne tz k y, Rens S ch i ck e l e, Nikolaus Schwartz, köpf, Heinz S t e g u w e i t, Leo Sternberg und eine Reihe anderer bekannter rheinischer Schriftsteller. Letzte Nachrichten. Rückkehr nach Berlin. Berlin, 28.April. (WTB. Funkspruch.) Der Herr Re i ch s p r ä s i d e n l ist gestern um 18.10 Uhr, von Groß-Schwülper kommend, wieder in der Reichs- hauptstadt eingetroffen. heute früh traf Reichskanzler Dr. B r ü n i n g von seinem Osterurlaub, den er in Badenweiler verbracht hatte, wieder in Berlin ein. Verhaftung von Kommunisten bei Leipzig. Leipzig, 28.April. (WTB. Funkspruch.) Line Gruppe 3 u n g k o m m u n i st en, die am Samstagabend in Brandts ein Feldlager gebildet hatten, erschien gestern im Ort und hielt eine öffentliche Versammlung ab, um für die Bildung antifaschistischer Jugendorganisationen Propaganda zu machen. Daraufhin wurde sofort eine Bereitschaft der Leipziger Schutzpolizei nach Brsndis entsandt, die Tine Gaststätte umstellten, in der sich die Kommunisten befanden. Bei der Durchsuchung der anwesenden Personen wurde eine große Zahl hieb- und Stichwaffen gefunden. Sechs Personen wurden fe ft genommen. ZurchtbarerWolkenbruchimErzgebirge B u n z l a u, 28. April. (WTB. Funkspruch.) Am Samstagabend ging ein Wolkenbruch über Groß-Hartmannsdorf nieder, der ungeheure Verheerung en anrichlele. Im Nu war das 2500 Einwohner zählende Dorf in einen reißenden Strom verwandelt. In den Hausfluren ftand das Wasser meterhoch. Die Bewohner muhten sich in höher gelegene Räume flüchten. Aus einem Hause konnten die Bewohner nur durch das Dach gerettet werden. Besonders schlimm wütete das Unwetter im Kalkbergwerk, wobei der Arbeiter Gustav £ ier 5, der die Pumpen bedienen wollte, ertrank. Seine Leiche wurde am Sonntag geborgen. In einem anderen Steinbruch konnten sich die Arbeiter, die in einem Stollen Schuh gesucht hatten, nur über ein Drahtseil hinweg retten. Gegen 11.30 Uhr halten sich die wassermassen wieder verlaufen. Es blieben aber Schlohenberge zurück, die noch heute dort liegen. In dem so-^. kleinen Sleinbruch lagern meterhohe S ch ßenberge auf dem Grunde. Die Arbeiter, < '-ld, . Sllfoni'P^ nar jieinri* «hjH e«t. **<■«$& uchmErzgrhttge DIB. Zuspruch.) Um Dolkenbruch über rf nieder, der ungr- ' anrichieie. Jtn Tin ivac >e Dorf in einen reihenden Hausfluren stand . Die Lemhner mußten m slülhlen. Lus einem er nur durch das Dach schlimm wütete das Un- bei der Arbeiter rßuftao bedienen wollte, er- ! am Sonnlag geborgen, ich tonnten sich die Ur- i Schuh gesucht hatten, Ufjinmeg teilen. - Saffermaffcn roicirr Schtv^enber^ liegen. 3n ton' ' • neterhahe Sch • iahe. Die Arbeiter. ■ t aren, wurden durch oas ibten bis znm Hali- [en. Der kleine Bober i reihenden Jlnfc- lacht. & war die furch'- .hartrnannsdorser je er- Af Unwetter im Dahre gewütet wie dieser^ sie auf einet W i unter Wasser M ie erlitten haben- iw Betrieb wird not- t Ausraurnungsarbeiten Spruch nehmen. j andern. lichten, l Berlin. hiebet in bet Rei^ Babenroeilcr verbrach! ommuniffea ig. :B- Aunkspruch.) einf 1 en. die am Samtlag. MaSer gebildet hatten. ' Mt eine öffentliche e Bi'imng antisasW. Jropaganbfl ;u machen. Lereitschast bet Leip, »dis entsandt, die eine h die fiommunlften be- der anwesenden per- Zahl hieb, und Sechs Personen SerHansWdeMreisesScholtenfürlSZO Lepra heilbar nungäfürforge. Einnahme 48 916,42 Mk. (46 307,10 | Mark). Ausgabe 114 918,42 Mk. (109 567,10 Mk.). I Tumen, Sport und Spiel Nachdruck verboten Ohne Gewähr 26. April 1930 2. Siebungstag 61668 67681 78138 83807 93101 72463 74990 78586 78650 93407 200 M. 2015 9933 41359 300 »rornne iu 120 M. 2573 5945 Nachmittai 51064 98640 157336 189686 249089 273581 335897 359155 110183 129508 148203 157843 194810 207701 226419 247201 261407 277635 295876 324354 346780 358657 374228 392933 95842 143071 163968 203716 251831 304223 350638 399030 126956 166873 195500 250731 274279 343898 361013 116548 131699 152348 169644 197325 215470 228768 248733 263746 279517 304728 325522 350516 359882 381446 393817 127379 170680 201001 251074 282476 344042 364783 117650 133538 162372 173281 197604 215741 234165 251164 266801 287946 307671 331326 351081 366842 384938 399924 135126 175547 223600 254793 286159 350882 370847 117807 140982 154185 188190 203601 216499 234351 264026 270669 288425 313284 331540 353476 366673 385606 149791 176182 233580 254918 311851 362604 385996 103437 123761 146603 154384 189820 204923 221004 235396 254091 272228 290705 318362 333508 354740 371842 386062 14250 29999 44761 64034 80873 97381 161826 186071 239717 255953 321881 358313 107314 127888 147174 156790 191562 205026 223364 243772 254738 273461 294649 320037 339128 358549 372180 388838 19687 39757 57915 73070 23238 39787 61472 76330 96987 129554 143775 167760 178704 184606 213746 227547 234637 251627 266796 290549 300830 318713 335510 341465 349184 358263 384966 399694 29384 41876 62673 77127 16843 37872 56358 72529 90416 120646 139892 156639 176202 182002 198126 222281 229660 250279 269792 284745 298702 315379 331789 340956 347017 853000 381502 394299 tn der 111129 148297 185852 218397 268732 323341 369270 132883 161760 187162 227143 281065 329442 388723 143732 180132 209050 266544 312094 363969 106929 144308 183242 217830 267974 312601 365337 96792 124876 142613 166958 175807 183994 209560 226907 229908 250950 263413 287484 299894 317556 334499 341040 348470 356384 382482 397687 heutigen 103582 130660 143962 168276 179261 195238 217580 228030 236593 254876 270238 292900 304171 321795 836605 343292 349253 362647 385306 217344 105888 346745 89718 142217 154263 194390 243535 292193 336171 390496 14993 31823 48084 68471 81530 110665 137427 144212 172663 179343 196923 219834 228065 244842 256052 270684 296864 312263 321834 337483 346373 361364 383557 389248 Verletzungen und wurden dem Krankenhaus in Haiger zugeführt. Wie der Unfall entstanden ist, konnte noch nicht geklärt werden. strahe wurde allgemein als notwendig anerkannt, aber bis zur Beratung des Voranschlags 1930 zurückgestellt. - Auch die Beschaffung eines Motors für die Pumpanlage der Wasserversorgung wurde zurückgestellt, weil man sich über die Art des Motors — Elektro- oder Dieselmotor — noch nicht schlüssig ist. — Dem Antrag des Vorstandes der Kleinkinder- / SHELL > AUTOOELE Schalke 04 westdeutscher Fußballmeister. Wohlfahrtspflege und Gesund h e i t s w e s e n einschl. Erwerbslosen- und Woh Gewinnauszug L Klasse 35. Preußlsch-Elldbeutsche (261. Prcuß.) Klassen-Lolterie Ä£q«£WAk. Ä^irU^imä^Uchltoikn: SHELL KABINETTS- RÜCKNEHMBARE KANISTER Hn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinn« über 60 M. gezogen 2 Gewinn« en 6000 M. 95328 4 Gewinn« iu 2000 M. 214053 219760 6 ®»roinne eu 1000 M. 90182 138918 361524 16 »etrinne eu 800 M. 6897 34947 111785 127623 159394 258546 311771 383024 28 eetotnn« »u 500 TL 15617 40818 69767 85068 94162 132522 171614 223108 282128 284586 316523 326896 345946 347029 104 ®«tDlnn» .u 200 9IL 14973 16485 21970 45097 238 »etoinn« mi 120 TL 367 1245 7650 10493 11549 12478 13730 14253 14715 26864 29140 34234 38243 51314 61522 55371 59327 68068 68666 15153 ' 34727 • 55275 k 69471 1 87156 115098 137725 145924 174997 179663 197801 221426 229640 247224 266202 279646 29864C 314174 327468 337652 346410 352364 365713 392126 Die 3n der heutigen Nachmlttagsziehung wurden Gewinne über 60 M. gezogen 2 Gewinn« ,u 100000 M. 83493 2 »etoinn« mi 10000 M 318425 2 Gewinn« tu 5000 M. 266323 2 ffetoinne tu 3000 W. 260323 10 Gewinn« tu 800 M. 159673 164667 226531 241765 22 G«winn. >n 500 M. 5386 48209 87398 170197 205186 207805 324194 344261 349724 ogenen beiden Hauptgewinne von je 100000 M. iden auf 9h. 83 498 in Abteilung 1 nach Berlin, n Abteilung nach Berlin. 94 Gewinn« «u 101617 Dr. Hermann D o ft a l in seinem Loboratprium — In langjähriger Arbeit gelang dem Wiener Bakterio- logen Dr. Doftal die Erzeugung eines Lepra-Serums, das feit 2% Jahren an der Universität Bari (In- dien) mit größtem Erfolge erprobt wurde. Damit ist endlich der Geißel der Menschheit, dem Lepra- Aussatz, der jährlich in tropischen Ländern Zehntausende von Opfern fordert, ein Damm gesetzt. Oberheffen. Landkreis Gießen. LJ Grvßen-Linden. 26. April. Dieser Tage sand hier eine öffentliche Gemein- deratssihung statt. Der Bürgermeister sprach zunächst dem wegen Krankheit ausgeschiedenen Gemeinderat Philipp Pirr für die der Gemeinde geleisteten Dienste Dank und Anerkennung aus und nahm anschließend die Verpflichtung des Ersatzmannes Heinrich V i e h m a n n vor. — Die Herstellung einer Betonbrücke über den Mühlgraben in der Fronhos- Vneflaften her Redaktion. (Rcchtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 3. $t. Ohne ausreichenden w i cd t i g c n Grund kann der Hauseigentümer die einmal erteilte Erlaub« nie zur Untervermietung nicht zurückziehen. Schla« gen Sie den nochmals früher begangenen Weg ein kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Dienstag, den 29. April 1930. Zohanneskirche. 20 Uhr: Geh. Rat Prof. D. Bachmann aus Erlangen. _____ Zu 4. Die Klage wird als unbegründet zurückgewiesen. Die Kosten des DerfahrenS fallen dem Kläger zur Last. Hilfe für die Bauwirtschast. Der Reichsarbeitsminister hat im Einverständnis mit dem Reichsfinanzminister die Rückzahlung der vom Reich 1926 auf erste und zweite Hypotheken bereitgestellten Zwischen- kredite bis zum 28. Februar 1931 insoweit gestundet, als diese Mittel nachweislich wieder dem KleinwobnungSbau zugeführt werden. Durch die Verlängerung der Kreditfrist, die ursprünglich drei Jahre nach Abruf durch die Länder bzw. Rcalkreditanstalten ablaufen sollte, bleiben der Dauwirtschast noch erhebliche Beträge auS diesen Mitteln im lausenden Jahr für di« Zwifchenfinanzicrung erhalten. Roch dem Haushaltsansatz für 1930 würden zur Rückzahlung im Lause des JahreS rund 50 Millionen Mark fällig, wozu noch etwa 20 bis 25 Millionen Mark kommen, die bereit« im Jahre 1929 gestundet worden sind. Daten für Dienstag, 29. April. Sonnenaufgang 4.38 Uhr, Sonnenuntergang 19.18 Uhr. — Mondaufgang 4.29 Uhr, Monduntcrgong 20.35 Uhr. 1806: der Dichter Ernst Freiherr von Feuchter- leben in Wien geboren; — 1878: der katholische Theologe und Dichter Peter Dörfler zu Unter-Ger« maringen (Schwaben) geboren; — 1928: der schweizerische Schriftsteller Heinrich Federer in Zürich gestorben. Anstalten und Einrichtungen: Ein- nähme 1741,30 Mk. (1680,90 Mk.). Ausgabe 3331,30 Mk. (3 220,90 Mk.). Finanz- und Eteuerwefen: Einnahme 153 296,65 Mk. (144 380,64 Mk.), Ausgabe 43 808,04 Mk. (43 425,04 Mk.). AnKreiSum- lagen sollen wieder, wie im Vorjahre. 100 000 Mark eingehen. Grundstücksverwaltung: Einnahme nichts. Ausgabe 30 Mk. (tote im Vorjahre). Kapitalvermögen und K a p i tat» schulden: Einnahme 230,91 Mk. (341,48 Mk.). Ausgabe 8280.42 Mk. (8390.48 Mk.). Dermögensrechnung. Reste- und Ausgleichs stock: Einnahme und Ausgabe je 37 904,15 Mk. (im Vorjahre 18 915,64 Mk.). An Barvorrat nach dem Abschluß der Rechnung von 1928 verblieben 37 422,15 Mk., an Einnahmerückständen und uneinbringlich gewordenen Ausständen der selben Rechnung 482 Mark. Don dem vorerwähnten Barvorrat sollen 27 422,15 Mk. als Betriebsmittel verwandt werden, ein Betrag von 10 000 Mk. soll als Rücklage im Reste- und Ausgleichsstock verbleiben, die obenerwähnten 482 Mk. will man zur Verwendung in späteren Jahren vorsehen. Kapitalvermögen: Einnahme 7548,43 Mark (6494,43 Mk.), Ausgabe desgleichen. Die zu vereinnahmenden Zinsen und Tilgungsbeträge in Höhe von 7548,43 Mk. sollen bei den betr. Bezirkssparkasscn verzinslich angelegt bzw. den betr. Fonds beigeschrieben werden. Oie Vermögens tlebersicht nach dem Stand am 1. April 1930 weist ein Vermögen im Werte von 96 571,23 Mk. und Schulden im Betrage von 110 278.29 Mk. auf. Der Kreistag des Kreises Schotten wird am 8. Mai in Schotten zu seiner diesjährigen ordentlichen Tagung zusammentreten. Hauptpunkt der Eihungsarbeit wird die Beratung und Beschlußfassung über den Kreis- kasfe-Dvranschlag für daS Rj. 1930 sein. Der Voranschlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit einer Gesamtsumme von je 259 590,26 Mk. gegen 228 295,74 Mk. im Vorjahre ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung 214 137,68 Mk. gegen 202 885,67 Mk. im Jahr« 1929, auf die Dermögensrechnung 45 452,58 Mk. gegen 25 410,07 Mk. Die einzelnen Kapitel des Voranschlages schließen wie folgt ab: BeiriebSrechnung. Allgemeine Verwal t ung: Einnahme 3340,80 Mk. (im Vorjahre 3328,95 Mk.), Ausgabe 20 061,50 Mk. (im Vorjahre 17 294,15 Mk.). Polizeiwefen. Einnahmen 2550 Mk. (2500 Mark), Ausgabe 5640 Mk. (4590 Mk.). Schulwesen: Einnahme 15 Mk. (im Vorjahr nichts), Ausgabe 1900 Mk. (1900 Mk.). Kunst und Wissenschaft: Einnahme 300 Mk. (300 Mk.), Ausgabe 1070 Mk. (570 Mk ). Bauwesen: Einnahme 2546,60 Mk. (wie im Vorjahr), Ausgabe 7678 Mk. (ebenfalls wie im Vorjahr). Allgemeine Förderung der Wirtschaft: Einnahme 1200 Mk. (1500 Mk.), Ausgabe 7420 Mk. (6220 Mk.). Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Provinzialausschuß-Gihung. Am Samstag sand im Regierungsgebäude zu Gießen unter dem Vorsitz von Provinzialdirektor Graes eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt. Es wurden folgende Punkte der Tagesordnung verhandelt:»!. Klage des Ferdinand Klein in Ilbenstadt gegen das Kreisamt Friedberg wegen Versagung eines Wandergewerbescheins. 2. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes des Kreises Gießen gegen den Dezirksfürsorge- verband des Kreises Friedberg wegen Erstattung von Pslegekosten für den Geisteskranken Josef Buch aus Saulgau. 3. Klage des preußischen Bezirksfürsorgeverbandes der Stadt Essen gegen den Dezirks- fürsorgeverband des Kreises Alsfeld wegen Erstattung von Fürsorgekosten für die Familie Philipp Pfisterer. 4. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes der Stadt Worms gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Gießen wegen Erstattung der Aufwendungen für Luise Kirch aus Ringelshausen. Der Provinzialausschuh erkannte durch Urteile zu Recht: Zu 1. Der Klage wird stattgegeben und der nachgesuchte Wandergewerbeschein erteilt. Die Kosten des Verfahrens fallen der Gesuchstellerin Marie Klein zu Ilbenstadt zur Last. Zu 2. Der Klage wird stattgegeben und der Beklagte verurteilt, an den Kläger 2397,75 Mk. zu zahlen und die von dem Tage der Klageerhebung ab entstandenen und noch entstehenden Kosten bis zur llebernahme in eigene Fürsorge zu erstatten. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Beklagten zur Last. Zu 3. Die Klage wird als unbegründet zurück- getoiefen. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Kläger zur Last. erlitt der 48. Jahre alte Händler Friedrich Mohr aus Köln den Tod; ihm wurde der Schä» bei zerquetscht Sein Sohn Friedrich, der den Wagen steuerte, sowie eine 40 Jahre alte Frau Wilma Becker erlitten schwere innere und äußere Wucht gegen einen Telegraphenmast. -der glatt umgelegt wurde. Der Wagen, der mit Um» zugsgut beladen, sich auf der Fahrt nach Marburg befand, wurde total zertrümmert Bei dem Unfall baden mit bern gleichen 2:1 aus bem Rennen geworfen hotte, bleibt also Frankfurt glücklicher Enbsieger seiner Gruppe. In ber Gruppe Süboft Hot sich ber 1. F C. Nürnberg bekanntlich schon seit geratener Zeit bie Spitze gesichert. Für ihn war es baher nur eine Formfrage, Jahn Regensburg mit 2:1 Toren knapp aber sicher zu schlagen. Eine große Heber» raschung bedeutet die l:3.Niederlage, die der K. F. V. Karlsruhe auf eigenem Platze durch den V. f. R. Heilbronn einstecken mußte. Syring-Wittenberg Waldlaufmeister der 0. T. Die Deutsche Turnerschaft brachte am Sonntag ihre Walblaufmeisterfchaften in Wiesbaden zum Austrag. Der vorjährige Sieger, Syring (Wittenberg), konnte auch diesmal wieder den Titel erringen und auch seinem Verein, der Turngemeinde Wittenberg, zu einer Wiederholung der Mannschaftsmeisterschaft verhelfen. Nach anfänglich scharfem Kamps ging der Witten- berger bereits bei 1000 Meter an die Spitze und lief sich einen Vorsprung heraus, den er bis ins Ziel auf 120 Meter erweiterte Ergebnisse: Einzellauf: 1. Syring (Wittenberg) 24:12; 2. Köhler (Ärüna) 24:22, 3. Gebhardt (Mitteldorf) 24:36; 4 Krake (Apolda) 24 42; 5. Ziegelscheck (Hamborn) 24:51; Mannschaftslauf: 1. Tarn Wittenberg 14 Punkte; 2 Friesen Berlin 26 P.; 3 Tgs Koblenz 28 P.; 4. Turnerbund Wiesbaden 29 P. Kreis-Mann- schaftslauf: 1. Sachsen 12 Punkte; 2. Rheinland 17 P.; 3 Mittelrhein 29 P.; 4 Brandenburg 40 P. Helder Stuttgart deutscher Waldlaufmeister. Die deutsche Waldlaufmeisterschaft der D. S. D. wurde am Sonntag in Erfurt ausgetragen und endete im Einzellauf mit einem knappen Siege des Stuttgarters He Iber 1, der im Endspurt den vorjährigen Meister, Kohn, Berlin, schlagen konnte. Den Mannschaftslauf gewann die Hamburger Polizei, die sich damit diesen Titel zum sechsten Male sicherte. Die Ergebnisse Einzellauf, 10 000 Meter: 1. Hel ber I., Stuttgart, 32:23, 2. Kohn, Berlin, 32:24,2; 3. HvlthuiS, Weener, 3225,1; 4. Schönfelder, Wünsdorf, 32:312; 5. Schaumburg, Oberhausen, 32:50,1. Mannschaftslauf: 1. Polizei Hamburg 15 Punkte, 2. MSV. Wünsdorf 16P.; 3. SC Charlottenburg 17 P. chen Trostrunde spielen Dieser Trostrundensieger teht allerdings noch nicht fest Im Endspiel um die- en Sieg treffen sich Fortuna Düsseldorf und Preu- J)t*CU^CtL rettet werden. Die Straßen waren so start *«•«>•««««/um überflutet, daß der Verkehr nur mittels eines Schwere Veruntreuungen Postomnibusses aufrechterhalten werden konnte, eines Oberzollsekreiärs. Auch sonst richteten die gewaltigen Fluten D« um «000 Hlart gefolgt SÄ'- Frankfurt a.M., 27. April. (W-sN.) Em Bahndamm der Strecke Corbach-Franken- Oberzollsekretar beim Zollamt des Frankfurter Eil- »wischen dem Bahnhof Corbach-Süd und guterbahnhvfes hat sich, wie jetzt durch Erhebungen $ttcr an zahlreichen Stellen. Die Schienen festgestellt wurde, schwere Veruntreuungen hängen teilweise in der Luft. Die Strecke ist und Unterschleife zuschulden kommen lassen, durch ^r den Verkehr gesperrt. Der um 21.31 Uhr die der Fiskus um mehr als 60000 Reichs DDn Corbach nach Franken berg abgehende Per- mark geschädigt wurde. Durch geschickte Moni- sonenzug wurde in Corbach zurückgehalten. Die pulationen in Verbindung mit einem seit kurzer Zeit Reisenden wurden in einem Postomnibus bis in Untersuchungshaft sitzenden Lebensmittelgroß. Itter und von dort im Sonderzug bis Fran- Händler und einem Saarbrückener Kaufmann war taibcrg weiterbefördert. Don Montag ab wird es dem Zollsekretär gelungen, bei der Einfuhr fron- regelmäßige K r a f t o m n i b u s ve r b i n - zöstscher Automobile und Fischkonserven in unauf- j,ung zwischen Corbach und Itter im Anschluß fälliger Weise den Zoll h e r o b z u s e tze n und so bis zu diesem Bahnhof verkehrenden Per- die Behörde erheblich zu schädigen Der Umstand, sonenzüge eingerichtet werden. daß der Saarbrücker Kaufmann Fifchkonserven auf , _ _ einem ungewöhnlichen Wege nach Frankfurt ein- Schwerer Unfall eines tanrrartwaqcrw führte, gaben der Behörde zu Nachprüfungen Anlaß, _ _ , ___, wodurch die Veruntreuungen entdeckt Ein Toter, zwei Schwerverletzte. wurden. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt gegen den I Dillenburg, 26. April. (WSN.) Ingber 'Nähe Zollsekretär, den Großhändler und den Saarbrücker! von Al len darf bei Haiger geriet ein Schnell- Kaufmann ein Verfahren wegen Zöllner- Lastkraftwagen aus Köln in einer scharfen gehens und Beamtenbestechung eingeleb | Kurve ins Schleudern unb_ f u h r mit Dotier tet und das Verfahren außerdem auf einige weitere Personen, die ebenfalls in die Betrügereien verwickelt sind, ausgedehnt. Schweres Unwetter über Corbach Corbach, 27. April. (WTD.) Heute gegen 17 älhr entluden sich über Corbc^r und die nähere Umgebung mehrere Gewi tter, die von einem wolkenbruchartigen Regen begleitet waren. In kurzer Zeit waren alle tiefliegenden Teile von Corbach- überflutet. Das Wasser drang in die Keller und Ställe; das Vieh konnte teilweise nur mit Mühe ge- Schalke 0 4, der westdeutsche Meister von 1929, konnte auch in diesem Jahre diesen Titel wieder an sich bringen. Die letzte Entscheidung fiel am Sonn- tag im Stadion zu Glodbeck, wo vor 35 000 Zuschauern der D. f. L. Benrath mit 1:0 (0:0) besiegt wurde. Kuzorra war nach der Pause der Schütze des entscheidenden Treffers. Damit hat Schalke die Meisterrunde ohne einen Spielverlust beendet. Benrath wird als zweiter westdeutscher Vertreter an den D. F. B.-Endspielen teilnehmen. Da- gegen ist die dritte Vertreterstelle noch nicht besetzt. Den dritten Platz der Meisterrunde hat zwar die schule auf Gewährung eines kleinen Betrags! Sp-Vg. Köln-Sülz besetzt, jedoch muß die Mann- zur Beschaffung von Schulmöbeln wollen die £)aft die am Sonntag 3:1 gegen den Hornberger Pertreter der S.P.D. ihre Zustimmung nur | ^P. lB._getpann, nod? gegen ben Sper ber roeftbeut. geben, wenn mindestens zwei Mitglieder des Gemeinderats Sitze in diesem Vorstand erhalten. Der Antrag wurde vertagt. — Abgelehnt wurden der - Antrag des Kirchenvorstandes auf Llebernahme ßen Krefeld. die Gemeinde und der Antrag derSüddeutsche Fußballmeisterschaft schäft Gießener Br a u n st e i n b e r g - $ie lange gcnug ungeklärt geblieben« Loge im werke auf Stundung von Steuern. — Für die süddeutschen Verbandsfußball ist nun mit einem Anfertigung der Fenster im Schulhaus. Schlage auf der ganzen Linie enträtselt. Namentlich neubau lagen folgende Angebote vor: Marx, jn ber Runde ber HR e i ft e r finb bie beiden Gießen, 8641,50 Mk., Daum, Gießen, 8689^60 Alk. I Verbandsvertreter in den bevorstehenden D.F.B.» und die vereinigten Schreinermeister von Großen- Spielen ermittelt. Zu dem Süddeutschen Meister, Linden 9429,50 Mk. Der Zuschlag wurde nod) Gintrad)t Frankfurt, der in einem tech- nicht erteilt Der Bürgermeister toll nochmals beiderseits vorzüglich durchgeführten Kampfe mit den Firmen verhandeln, mit dem Ziele auch uor 25 000 Zuschauern dieMünchener Bayern die Einheimischen an der Arbeit zu beteiligen. mit 3:2 Toren aus bem Wettbewerb ausschalten — Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. fOnn(e gesellte sich als zweiter Vertreter bie S p.» beabsichtigt die Schranken an der Ueber- ^gg Fürth die den S. V. W a l d h 0 f M a n n- führung beim Posten74 1 (zwischen Gießen- ^eim mit 5:1 Toren schlug. Da gleichzeitig der Großen-Ltnden im Walde) nachts mehrere &rjtte Anwärter auf den zweiten Tabellenplatz, der Stunden zu schließen und ersucht um 3uftim- g G Pirmasens, in Stuttgart vom V. f B. nrung der Gemeinde. Der Gemeinderat lehnte überraschend glatt mit 1:5 Toren abgeschüttelt wurde, die Zustimmung ab. verbleiben Eintracht Frankfurt und Sp.Dgg. Fürth Kreis Büvingen. in den D.F.B.-Kämpfen Süddeutschlands erste Hosf- n 26i " Ä in der Runde ber Zweiten unb aUeQlrb^tOIiber to ckausdembenach- Dritten hat die Gruppe Norbwest im Glashütten gestern in den hiesigen Bu- g Sp. D. Frankfurt enblich ihren Abteilungs- deruschen Eisenwerken eme Pfanne mit »eiftp„ „mittelt, der nunmehr mit bem 1. F C t1 0 cjy j® c.B, tranöborttcrtc, fam ln® Nürnberg ein Entscheibungsspiel um den brit- Stolpern, wodurch sich ein Teil der f Iüf h gen fen QU53Utragen haben wirb. Vorläufig glückte 8 C f den Frankfurtern auf gegnerischem Felde ein 2:1 g 0 ß. Der junge Mann erlitt sch w e re Dr and- hönix Ludwigshafen, feinen stärk- ^denundmu^ sten Nebenbuhler. .Da bereits am Samstag an ber Irifrung in das Ätanfcnbauä 8u S-d-rn ein- ^ran(furler e i 8 ben 6 8. B i e «- geliefert werden. ° ____ 6? 5 S J a c » » » £> — 2 2 3 e ->« Öl LI -Z^ = s Sy d’S ‘CftS'j tj !" L ? s u i« «i c ä~K = eco =£* Öti®6 I- K! gl»? 5?^ £ eat: = ^19 jir st®” M«Ma ^ya c« iiiiUi i&iw *^«Q cX Svc a.£ . EW9? >; v s-ä^e't A = y “£< »-iS 4:® « ä e^pl« « £*?Ä g Q. = ö^E^-fc^0 2 5 ~ Q »X »e = i S ,«» E «, LZ-eZ ’WsScfi . . \5.«e Die gefiederte Schlange. Vornan von Edgar Wallace. 35. Fortsetzung. Nachdruck verboten. «Ich bemerkte ja auch nur. daß der Gang dunkel war, während das Arbeitszimmer hell erleuchtet war. Ms Sie mir sagten, daß ich das Licht andrehen sollte, waren nur die beiden Hinteren Armleuchter nicht eingeschaltet, und das machte bei der allgemeinen Beleuchtung des Raumes wenig aus." «Sicher war genügend Licht in dem Zimmer vorhanden, daß der Mörder Crewe deutlich sehen konnte, als er den Raum'betrat." sagte Clarke geduldig. „Die Dunkelheit im Gang bedeutete doch nichts — oder sind Sie anderer Meinung?". Peter antwortete nicht. Dann nahmen sie genaue Messungen vor und notierten alles auf. Peter fragte, ob sie den Schlüssel zu dem kleinen Schuppen hätten. «Wir haben ihn geöffnet und uns genau dort umgesehen," erklärte Sweeney. „Cs ist nichts drin — nur ein paar Gartengeräte und eine alte Tür." „Die möchte ich doch gern sehen — die alte Tür!" Der Schuppen wurde aufgeschlossen, und er ging gebückt hinein, denn der Eingang war sehr niedrig. Die Tür lehnte an der Hinteren Wand. Die grellen Farben der Bemalung leuchteten ihm entgegen, und er wäre erschrocken, wenn er nicht darauf vorbereitet gewesen wäre, etwas Aehn- liches zu sehen. In der Mitte erblickte er ein entsetzliches Gesicht, von dem eine Menge unregelmäßiger Ornamente ausstrahlten, zwischen denen Vögel und Blumen eingestreut waren. Er glaubte, daß das Bild altägyptischen Malereien nicht unähnlich sej. die er in Luksor gesehen hatte. Die Farbe war noch ganz naß. Er nahm sein Taschenmesser heraus und sondierte die Tür mit der Klinge. Fünf Minuten war er allein in dem Schuppen, dann kam Sweeney zu ihm. „Was, zum Teufel, machen Sie denn hier?" fragte der untersetzte Polizeibemnte. „Richt- Besondere-," erwiderte Petev und steckte sein Taschenmesser wieder ein. „Mich interessiert nur dieses primitive Gemälde." „Primitive Gemälde?" brummte der andere. „Interessiert Sie denn nicht diese Mordgeschichte — haben Sie sich plötzlich auf das Kunststudium geworfen?" Peter gab keine Antwort. Er taut heraus, legte den Schliehhaken wieder vor die Tür und befestigte das Vorhängeschloß. Dann gab er Sweeney den Schlüssel zurück. Dis ein Uhr morgens arbeitete er in seinem Bureau, und eineinhalb Stunden lang klapperte seine Schreibmaschine ununterbrochen. In dieser Rächt schrieb er eine Geschichte, auf die der beste Zeitungsreporter hätte stolz sein können. „Es ist nur schade," sagte er zu dem Racht- redakteur, der eben die letzte Seite seines Aufsatzes verschlang, „daß ich nicht an mehreren Plätzen zugleich sein kann. Das ist das drittemal während meiner guten Karriere, daß ich mir dringend wünsche, als Zwilling geboren zu sein!" Der Zähler des Autos, das er seit dem frühen Abend gemietet hatte, zeigte bereits eine beträchtliche Summe, als er zu der augenblicklichen Wohnung von Harry, dem Barmann, fuhr. Sie lag in einer kleinen Straße in Poplar, und es dauerte lange Zeit, bevor sich auf sein heftiges Klopfen eine dicke, ältere Frau meldete. „Ich möchte Mr.Merstham sprechen", sagte Peter, nachdem er sich vorher genügend entschuldigt hatte. „Der ist fort", war die Antwort. „Ungefähr um neun kam ein Bote zu ihm. Er packte seine Sachen und ging weg." „Hat er seine Rechnung bezahlt?" fragte Peter schnell. Die Vermieterin war über diese Frage nicht erstaunt. Sie schien, sie auch nicht gls ungebührlich von seiner Seite aus zu empfinden. „3a, er hat bezahlt, sogar noch etwas darüber", sagte sie mit Genugtuung. „Wieviel gab er Ihnen?" Peter wartete gespannt. „Das ist meine Sache", erwiderte die Frau kurz. Aber dann änderte sie ihren Ton. „Ich glaube, daß er auf ehrliche Weise zu dem Geld gekommen ist. Er gab mit eine Fünfzigpsundnoke. Sie sind doch nicht etwa von der Polizei?" „Rein. Sie können sich beruhigen, ich bin kein Polizeibeamter, aber ich wäre Ihnen sehr dankbar. wenn Sie mir die Rümmer des Scheines sagen würden." Sie ging nach innen und schloß die Tür vor seiner Rase zu. Das sollte keine Beleidigung sein, aber arme Leute haben eine eingewurzelte Abneigung dagegen, ihre Tür nachts offenstehen zu lassen. Ms sie zurückkam, reichte sie ihn den abgerissenen Rand eines Zeitungsblattes, auf den sie die Rümmer gekritzelt hatte. „Ich danke Ihnen sehr", sagte Peter. „Er hat es doch nicht etwa gestohlen? Er war nämlich schon drei Wochen die Miete schuldig gewesen." Peter beruhigte sie, so gut er konnte. „Hat er nichts dagelassen, einen Brief oder ein Papier?" „Rur den Umschlag, in dem der Brief kam", sagte die Frau, nachdem sie sich besonnen hatte. „Wollen Sie den sehen?" Wieder wurde die Tür geschlossen, und nachdem sie ihn lange Zeit hatte warten lassen, reichte sie ihm ein zusammengedrücktes Kuvert heraus. „Wenn er das Geld nicht aus ehrliche Weise bekommen hat —“ begann sie wieder. „Darüber brauchen Sie sich wirklich keine Sorgen zu machen." Er sagte dem Chausfeur, daß er bei dem ersten Safe in der Commercial Road anhalten sollte. Als sie hielten, bat er ihn, für sie beide Erfrischungen zu bestellen. Währenddessen untersuchte er den Briefumschlag genau. Die Adresse war mit der Maschine geschrieben und lautete: H. Merstham, 99 Hitchfold Street, Poplar. Der Umschlag trug eine Cilbotenmarke. Aber am meisten interessierte Peter, daß das Kuvert nach seinem Umfang einen reichlichen Inhalt gehabt haben mutzte. Er hätte sich auch gewundert, wenn es nicht so gewesen wäre. Gucumah! Gucumatz und der Schlüssel! Das toareu die beiden noch ungeklärten Punkte in dieser Geschichte. Und da sie sehr wichtig waren, um die Zusammenhänge zu finden, mußten sie erst noch aufgehellt werden, bevor die Lösung vollständig war uttb veröffentlicht werden Wftnik ohne dah man nachheb etwas widerrufen mutzt^ Es war sieben Uhr morgens und bereits Helle» Tag. Peter benützte die Seit, die ihm noch übrig blieb, um die, Geschichte dieses Verbrechens irr großen Zügen zu Papier zu bringen. Er hoffte, dah sie am nächsten Morgen erscheinen konnte. In früher Morgenstunde klopfte er dann an diq Tür von Mr. Beates Haus. Ein Detektiv, de» ihn kannte, lieh ihn ein. „Mr. Clarke und Mr. Sweeney ftnb nach Hause gegangen. Sie sagten mir. Sie dürften nichts anrühren, wenn Sie kämen." „Ist Mr. Deale schon auf?" „Ja, er sitzt in seinem Arbeitszimmer und trinkt Kaffee." Peter klopfte an seine Tür und wurde sofort hereingebeten. Offenbar hatte Crewes Ermordung die philo- sophische Ruhe des Gelehrten gestört. Er sah aus, als ob er kein Auge zugekaw'-hätte, und erklärte dies Peter auch gleich mit den ersten Dorten. „Ich freue mich, dah Sie kommen, Mr. Dewin. Ich hätte gern Ihre Ansicht über dieses Verbrechen und über den Täter gehört. Ich dachte schon daran, dah die Kugel Crewe vielleicht überhaupt nicht zugedacht war." „Sondern Ihnen?" fragte Peter, und schüttelte lächelnd den Kopf. „Rein, ich glaube, über diese Theorie brauchen wir uns nicht zu unterhalten. — Sie bedauern wahrscheinlich, Mittelamerika verlassen zu haben, Mr. Deale?" Gregory Deale rührte langsam seinen Kaffee um und erhob dann seinen Blick. „Diese Frage habe ich mir heute nacht auch vorgelegt, aber ich habe sie negativ beantwortet! Ein behütetes Leben zu führen, das nicht von solchen Tragödien erschüttert wird, wie wiy sie in der letzten Rächt erlebt haben, ist nicht die richtige Art, das Dasein zu verbringen. Es sind schmerzliche Erfahrungen, aber auch lebensnotwendige Prozesse. Außerdem haben sie auch noch einen anderen Wert, den ich aber nicht diskutieren will, weil Sie sich darüber ärgern könnten!" * (Fortsetzung folgt.) Teppiche, Läufer Stückware, Vorlagen Tapetenhaus Ferd. Nennstiel PlockstraBe 14 26d8A Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 24. April 1930 bei der Firma Bauhütte für die kreise Gietzen-Wehlar, soziale Baugesellschafl mit beschränkter Haftung In Gießen folgendes eingetragen: Die Firma ist geändert in: „Bauhütte Gießen-Wetzlar, Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gießen". Das Stammkapital ist durch Beschluß der Gesellschafterver- samlung vom 4. November 1927 um 18 000 RM. erhöht und beträgt jetzt 25 000 RM. Der bisherige Geschäftsführer Karl Brö- mer ist ausgeschieden. Adam Schieferstein in Krofdorf ist nunmehr alleiniger Geschäftsführer. Der Gesellschaftsvertrag ist unter dem 4. November neu gefaßt worden, hiernach vertritt, wenn nur ein Geschäftsführer bestellt ist, dieser die Gesellschaft allein. 3336V Gießen, den 26. April 1930. hessisches Amtsgericht. Dienstag, den 29. April 1930, nachmittags 2 Ahr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: I. 16 Büfetts, sieben Vitrinen, 16 Bücherschränke, 16 Schreibtische, fünf Tische, dr?i Diwane, einen Küchenschrank, ein Cyaiselonguebett, fünf Sessel, vier vollständige Schlafzimmer, vier Stühle, ein vollständiges Fremdenzimmer, acht Kredenzen, eine Friseurtoilette, eine Küchenanrichte, einen Klappschrank, eine Waschkommode, zwei Bettstellen, drei Ausziehtische, vier Sofas, eine Bügelmaschine, eine Partie Herrenmodenartikel, vier Ladenschränke, zwei Ladenregale, vier Klaviere, eine Schärfmaschine, zwei Kleiderschränke, drei Ladentheken, zwei Schreibladenkassen, zwei Schreibmaschinen, einen Kassenschrank, einen Gasherd, zwei Nähmaschinen, ein Vertiko, zwei Rauchtische, drei Registrierkassen, einen Eisschrank, zwei Chaiselongues, eine Bohrmaschine, sechs Handtücher, zwei Betttücher, sechs Kopfkissenbezüge, zwei Standuhren, ein Fahrrad einen Märk- linbaukasten mit elektrischem Motor, ein kleines Schränkchen, drei Teppiche, eine Kommode, eine Gehrungsschneidemaschine, einen Amboß, eine Schnellbohrmaschine. 3324V II. Voraussichtlich bestimmt an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt in obigem Dersteigerungslokal): einen NAG-ßie= ferwagen. Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen , Dammstraße 24 I — Telephon 4039 • lagernd Meter • Kunstseiden Crepe de Chine d 80 cm breit, in mehr als 50 Farben Machen Sie einen Versuch mit .. , U ft ft ft AN ft unserer Spezial-Seide nonensia • Weichfließendes Gewebe, MT • prachtvoller Ersatz ■■■■■■■■■■■■■■■■■ • für teure Stoffel H Gießen, Seltersweg 85 3307A. • Kindergarten Fischhaus Cuxhaven Ludwigfiraße 44 02826 Direktor 3265 D Gießen RICHARD TAUBER Werner Fütterer und Maria Solveg in Musik liebt, entgehen lassen wird. 8221 c Wegen des zu erwartenden Andranges zu den Abendvorstellungen bitten wir höflichst, nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. Telephonische Kartenbestellungen unter 4077 erbeten. Die Geschichte einer Liebe von der Waterkant. Ein Film, der eine Fülle der schönsten Lieder des großen Kammersängers Richard Tauber bringt. — Ein Programm, das sich niemand, der den Film und die Ich glaub’ nie mehr an eine Frau Wir bitten höflichst, die Anfangszeiten berücksichtigen zu wollen Citroen-Lieferwagen sehr gut erhalten, preiswert im Auftrage zu verkaufen. Zu erfragen bei Neils & Kraft,MarburgerStr.68 Anfangszeiten: 4 Uhr, 6 Uhr und 8.30 Uhrl Preise von 1 bis 3 Mark neuzeitlich eingerichtet, mit schönem sonnigen Garten und Sandspielplatz nimmt noch einige Kinder an Spielzeit 9-12 und 1/,3-5 llhr außer Mittwoch- und Samstagnachmittag. GavienmSbel besonders Friedboss-Bänke, - Tessel usw. Edgar Borrmann, Gießen. Geschäfts-Drucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäftskarten «Ml WamiM a private höhere Lehranstalt. Der Unterricht beginnt am Dienstag, den 29. April 1930, / \W \ vorm.8 tthr. Anmeldungen für / Sexta bis Obersekunda einschl. ===== werden noch entgegengenom- men. Sprechstunden vormittags v. 11 —12 tthr. Mendelsohn-Bartholdy Rundfunk-Geräte in großer Auswahl werden kostenlos vorgeführt Rudolf Rödiger Gießen, Walltorstraße 35 2I43A Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lauter für Rj. 1930 liegt vorn 29. April 1930 ab acht Tage lang auf unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Innerhalb dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. 3331V Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen worden, wozu auch die Ausmärker beizutragen haben. Lauter, den 26. April 1930. hessische Bürgermeisterei Lauter. Aff- Heute Montag: Premiere Ein deutscher 1Ü0%iger Ton-, Sprech- und Gesangsfilm mit Zuckerkranke J231V Wie Sie obneHnngern zuckerfrei werden, sagt Jedem unenigeltttch Ph.Hernert,Wlesl>aileo,Rückertstr.169 MH- u. Vrennholzverkauf Oberförsierei Vrandoberndorf. Dienstag, den 6. Mai 1930, 11 Uhr, „Deutsches Haus" in Cleeberg: Streitwald: 103 rm Ei.-Nutzfcheit, 2,2 m lang. Cicfjen-N-Sfämmc. Gönsrod: Klasse 3 = 1,49 fm, Klasse 5 = 4,96 fm. Sankhacdt: Klasse 4 - 0,57 fm, Klasse 6 = 5,01 fm. Fichten-^.Stämme Ganzes Revier: Klasse 2a = 73,53 fm, Klasse 2b = 32,98 fm, Klasse 3a 15,59 fm, Klasse 3b = 9,36 fm, Klasse 4b = 5,20 fm. Fichten-Stangen. Ganzes Revier: 2. Klasse 684 Stuck, 3. Klasse 3973 Stück. fiicfem-N-Stämmc. Ganzes Revier: Klasse 2a = 0,30 fm, Klasse 2b = 5,22 fm, Klasse 3a = 0,35 fm. Wcsterburgerheck 38,10 hdt. Eichen-Wellen (Niederwald). 3326V Der Preußische StaateoberPrstM, Trauersachen % in 1-2 Tagen MbereiSroon Läden: Marburger Straße 40, Seltersweg 25 z Telephon 2369 Gute Ausführung jS •Ä- schnellste Lieferung «jr- 3328 d________V Marktstra&e 14 / Telephon 2417 Mütter! 02828 gebt eurenKindern nur Steinmetz- Brot Sie dankens euch mit blühenderGesundheit! /&'* vaX Fragt die viel. 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