Nr. 50 Erstes Blatt 180. Jahrgang Zreitag, 28. gcbruar 1930 Eriche ini logl'ch.outzei Sonntags und fjtiertag» Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Familienblätler Heimat im Bild Vie Scholle monotsBcingspreis: 2.20 'Beidjsmark und 30 9ieid)spienniy für Träqer- lohn, auch bei Nichte» scheinen einzelnerNummern infolge höherei (BcroalL ^ern|pred)an|d)lüfie anterSammelnummer2251 Anlchrift tüt Drahtnachrichten Anzeiger Stehen. pofifcheckkonlo: fironlfurtam Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Bti'd und verlas: vrüftl'tchc UniecrFtäts^u^ und Sttinöruderet B. Sanne in Sietzen. Sd)riftleitung und S-schiftsN-lle: Schullratze Z. Annahme von Snjetgen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis jur l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Reklameanzeigen von 70 ii m Breite 35 Reichspfennig, Platzoorfchrift 20L , mehr. Chefredakteur Dr Friedt Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Ft Wilh Lange, für Feuilleton Di H.THynol; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Ma; Filter, sämtlich in Bietzen K — DasReichskabineti berät über das Deckungspwgramm Bisher noch kein Ergebnis. Tie Zrabtnciisvertzandlungcn werden lortqefetzt Berlin, 27 Jcbt (ERB ) Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers begann heule oormillag im Reichstag die angcfünölgle Kabinetts fitzung Reichsfinanzminister Dr Molden Hauer entwickelte zunächst feine Pläne z u r Deckung des Fehlbetrages im Reichs- haushalt, und zwar in der Form, wie wir sie bereits im einzelnen mitgeleill haben Die Beratungen haben noch nicht zu einer Einigung geführt; sie werden morgen nachmittag fortge- fctzl da vormittags eine Besprechung mit den Finanzministern einiger Länder stattfindet Vie Generaldebatte schein« heute zu einem gewissen Ab- fchluh gekommen zu sein, denn im letzten Teil der Sitzung Hal man sich vor allem mit der umftriften- sten Eiuzelsrage beschäftigt. wie die 100 Millionen, die bei der Arbeitslosenversicherung fehlen, aufgebrachl werden können. 3m ganzen lagen dem Kabine« vier Vorschläge vor: Da ist einmal das Projekt des Reichsfinanzministers. die Aufbringung der 100 Millionen der versiche - rungsanstalt selb st zu überlassen; 2 der Vorschlag, einen lOprozentigen Zuschlag auf alle Einkommen zu erheben und dafür im nächsten 3ahre 15 o k) wieder abzusetzen Der dritte Vorschlag war eine Art Zwangsanleihe in Form eines Zuschlages zur Steuer auf die großen vermögen Schließlich spielt noch ein Vorschlag des Reichsernährungsministers Dietrich eine Rolle, der eine Kombination des zweiten und dritten Vorschlags enthielt, indem er einen ZuschIagauf d i e größeren vermögen und Einkommen vorsah Dr. Dietrich wollte dann den Tilgungsfonds, der eigentlich jedes 3ahr auf 450 Millionen wieder ungefüllt werden muß, für das nächste 3ahr aus 3 5 0 Millionen begrenzen und aus den ersparten 100 Millionen die Mehrzahlungen dieses 3ahres zurückerstatten. Das Kabinett hat über alle diese Vorschläge Probeabstimmungen veranstaltet, um festzustellen, ob sich einer von ihnen wohl durchführen lassen würde; in keinem Falle aber ließ sich Uebereinffim- niung herbeisühren, so daß man im Reichstage jedenfalls Im Augenblick glaubt, daß alle diese Projekte bereits erledigt sind Man ist dann offenbar auseinandergegangen mit der Absicht, die Fraktionen noch einmal zu befragen, um zu versuchen, ob sich nach Rücksprache mit ihnen nicht doch noch Möglichkeiten für einen dieser Vorschläge finden lassen. Die Aussichten werden im Reichstage aber kelneswegsgünstig beurteilt, von besonderem Interesse im Augenblick ist der Zusammenhang zwischen den Finanzverhandlungen und den Abstimmungen über den Poungptan, die der Ausschuß morgen vormittag vornehmen wollte Wenn es zu diesen Abstimmungen kommt, so ist man über die Forderung des Zentrums, die für die Einigung in der Finanzfrage die Priorität verlangte, hinweggegangen Es frag! sich, ob das Zentrum sich damit abfindet Jedenfalls rechnet man in parlamentarischen Kreisen eher mit der Möglichkeit, daß die Abstimmung erneut ver- schoben wird Die Meinung der Presse. Äor einer Koalitionskrisis? Berlin, 28. Febr. (TU.) Die Beratungen Des Reichskabinetts über die Steuerpläne des Reichsfinanzministers gestalten sich außerordentlich schwierig. Der „Vorwärts" weist nachdrücklichst daraus hin, daß noch alles in der Schwebe und ein Weg zur Einigung noch nicht sichtbar ist. Er weist u. a. darauf hin. daß gegen DieBiersteuererhöhung noch erhebliche Bedenken beständen. Diese ständen nicht nur im Zusammenhang mit der ablehnenden Haltung der Bayerischen Volks- Partei. sondern beruhten auch auf der Erwägung, daß man die Bierverbraucher dagegen schützen müsse, daß die Erzeuger einen höheren Zuschlag nähmen, als er durch die Dteuererhöhung gerechtfertigt sei. Daher werde neben dem Plan eines Bierhandelsmonopols auch an die behördliche Festsetzung der Bier- preise gedacht. Die Mineralwassersteuer stoße bei einem Teil des Kabinetts auf starke Bedenken und komme für ihn überhaupt nur in Betracht, wenn gleichzeitig durch eine ® e - meinöegeträntelteuer auch die Heranziehung von Wein und Schaumwein für die sozialen Zwecke der Gemeinde ermöglicht werde. Bei Öen Erörterungen um die Deckung des Fehlbetrages der Arbeitslosenversicherung ist. nach der „Dörsenzeitung". anstatt des Votopfers eine Zwangsanleihe auf jedes Einkommen vorgeschlagen worden, der Vorschlag sei aber von Dr. Moldenhauer a b g e l e h n t worden. Vach der ,.D A. Z " hat das Zen- t r u m , um seiner Forderung aus eine sofortige Klärung der finanziellen Grundlage verstärkten Aachdruck zu verleihen, andeuten lai- len, Daß es gemeinsam mit der Bayerischen Volkspartei bei der Abstimmung der Vereinigten Ausichüsse des Reichstages über den Boungplan und die Liquidationsverträge mögl ch'rw.'-se Stimmenthaltung üben werde Der ..Bö en-Courier" weist darauf hin. daß von allen Seiten Herrn it ^ungsbestre- bungen im Gange seien, um eine Krise zu vermeiden Gedrückte Stimmung. 9Mst gemacht Achen. Ueber °>rd e Kommunisten, tschnativnale und Ausnchme des n Bauernpartei, n der Ausschuß' •n angenom- ii'aiöemokratisch« iung einei seinem Äm/s- i soll. - Die ' Mehrheit in 3 e d\ V6r®6<«u w«** S"’S2 «o m u mi e|tKM* riimWTO -0 ' s VfPtrili^ Sr °.° uj, und über N ein. >ern»**** *?Ä „Wä" 'SS?** itsÄ ich ansteigen- V Samstag Ig und »eig s und iM Äull und e> tfurßotnt^ ru°r: ng'Muari ; «" 8Äimun’ I'rAgö.^ M itii f“56c:* <= >1* R»5llt ere'st»ÜF . i« ctf X6R,,t Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 28. Februar 1930. .Gute Nacht! Eine hygienische Plauderei. Wenn wir einander „gute Nacht" sagen, so verbinden wir damit stillschweigend den Wunsch für die Kräftigung der Gesundheit unseres Nächsten durch einen guten, erquickenden Schlaf. Der Schlaf ist für uns Menschen ein absolutes Lebens- lndürfnis. Würde man uns zwingen, wie es einst als grausame Folter im Orient geschah, den Schlaf zu entbehren, so tritt beim Menschen nach etwa neun Togen der Schlaflosigkeit der Tod ein. Wir müssen den Schlaf daher als eine wohltätige Einrichtung der Natur zur Erhaltung von Leben und Gesundheit betrachten. Es ist die Aufgabe des Schlafes, den Körper von den durch die Tagesarbeit in unserem Inneren auf- gehäuften Ermüdungsstoffen zu befreien. Zu dieser Generalreinigung müssen wir aber auch unserem Körper die Möglichkeit geben durch eine ausreichende Schlafenszeit. Wieviel Schlaf braucht der Mensch? Eine bündige Antwort auf diese Frage läßt sich kaum geben, denn das Schlafbedürfnis des Menschen ist sehr verschieden, nach Alter, Tätigkeit, Klima, Jahreszeit und Geschlecht. Der Säugling verschläft bekanntlich dreiviertel seines Lebens, das Kind im Alter von 2 bis 10 Jahren braucht eine Nachtruhe von 10 bis 12 Stunden, während der gesunde, erwachsene, arbeitende Mensch im allgemeinen nach acht Stunden Schlaf genügend ausgeruht fein dürfte. Wer weniger schläft, tut dies meist auf Kosten seiner Gesundheit. Zwar ist vielfach, besonders von berühmten Persönlichkeiten, wie Napoleon, Friedrich dem Großen, Kolumbus, Edison und anderen behauptet worden, daß sie mit viel weniger Schlaf ausgekommen seien. Allein einmal pflegt man bei dieser Rechnung das kleine Mittagsschläfchen, das am Tage eingeschaltet wird, nicht mitzuzählen, anderseits ist eben das Schlafbedürfnis der Menschen, wie erwähnt, individuell durchaus verschieden. Für die gesundheitsfördernde Wirkung des Schlafes kommt weiterhin die Schlaftiefe in Betracht. Ein altes Sprichwort behauptet „Der Schlaf vor Mitternacht ist der Gesündeste". Wissenschaftliche Llntersuchungen haben indessen diesen Sah nicht allgemein bestätigen können. Man hat vielmehr festgestellt, daß es unter uns Menschen zwei Typen gibt, nämlich die „Abendschläfer" und die „Morgenschläfer". Erstere sind abends frühmüde und erreichen bald nach dem Einschlafen die größte Schlaftiefe. Das sind diejenigen, für die das Wort vom Schlaf vor Mitternacht zutrifft. Die zweite Gruppe, die Morgenschläfer, verfällt erst gegen Morgen in einen Tiefschlaf, der die notwendige Erquickung bringt. Diese Art Menschen kann mit Vorteil ruhig etwas später zu Bett gehen, wird aber gut tun, zumal wenn der Beruf ein frühzeitiges Auf stehen erfordert, nach Möglichkeit ein Mittagsschläfchen einzuschalten. Gleichgerichtete älntersuchungen an Schulkindern haben zu d:m erstaunlichen Resultat geführt, daß die Mehrzahl der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren Morgenschläfer sind. Sie sind es auch, die früh nicht zur rechten Zeit auf- wachen, sondern erst geweckt werden müssen und dann meist schläfrig und mürrisch den Weg zur Schule antreten. Schließlich sind für einen guten Schlaf noch eine Anzahl äußerer Umstände von Bedeutung. Das gilt vor allem wiederum für die Kinder. Man gewöhne sie daran, pünktlich, d. h. allabendlich zur selben Stunde, schlafen zu gehen und rege ihre Phantasie nicht durch Märchenerzählen oder Gruseligmachen an, in der irrigen Meinung, sie dadurch schneller zum Einschlafen ?u bringen. Auch der Erwachsene wird gut tun, urz vor dem Schlafen kein aufregendes Buch zu lesen, mit dem sich seine Gedanken weiter beschäftigen und ihn so am rechtzeitigen Einschlafen verhindern. Für Kinder wie für Erwachsene ist es unzweckmäßig, die Abendmahlzeit erst kurz vor bem Schlafengehen einzunehmen, oder sie zu reichlich zu gestalten. Man sorge vielmehr dafür, daß zwischen einem leichten und eher etwas knapp gehaltenen Abendessen und der Schlafzeit eine Zeitspanne von 3 bis 4 Stunden liegt. Der Schlafraum sei möglichst geräumig und luftig, am besten ist es, wenn ein gesunder Mensch sich daran gewöhnt, bei offenem Fenster zu schlafen. Das Bett überlade man nicht mit Federbetten und Kissen, die unnötig die Gefahren der Erkältung und ber Luftverschlechterung heraus- beschwören. Arn besten wird der Säugling wie der gesunde Erwachsene auf harter Matrahe liegen und zweckmäßig nur mit einer Wolldecke zugedeckt fein, der man im Winter allenfalls noch ein Federkissen oder „Plumeau" beigibt. Die richtige Schlafhaltung ist mehr oder minder Sache der Gewohnheit, doch ist es wertvoll, darauf Bedacht zu nehmen, daß die Brust frei atmen kann. Bornotizen. — Tagestalender für Freitag. Stadt- theater: „Drei alte Schachteln", 19.30 bis 22.30 Uhr. — 23. Sy (£.: Monatsversammlung bei Hopfeld. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Symphonie der Liebe" und „Das süße Mädel von der Jazzband". — Astoria-Lichtspiele: „Das Rätsel der Kriminälistik". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Zur Zeit sind zwei Premieren in Vorbereitung: der Fastnachtsschwank „Weekend im Paradies" von Arnold und Bach und das Schauspiel „Die heilige Flamme von Maugham". — Heute abend zum letztenmal „Drei alte Schachteln", Operette von Walter Kollo. • Reifeprüfungen im Gymnasium und in der Oberrealschule. Am Dienstag und Mittwoch wurden am Gymnasium und an der Oberrealschule die Reifeprüfungen abgehalten. 3m Gymnasium bestanden sämtliche 18 Abiturienten, in der Oberrealschule 64. Das hessische Kultusministerium war durch Ministerialrat ® lü der t bei den Prüfungen vertreten. ** Eine Achtzigjährige. Am nächsten Sonntag, 2. März, kann Frau Kunigunde Marie Wehner, Dammstraße 20 wohnhaft, ihren achtzigsten Geburtstag begehen. ** Das Fröbel-Seminar veranstaltet von Samstag, 1. bis einschl. Montag, 3. März, eine Ausstellung von Schülerinnen-Arbeiten der abgehenden Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen. Die ausgestellten Arbeiten sind her- gestellt im Handarbeiis-, Werk-, Zeichen-, Aus- schneide- und Modellierunterricht. So werden u. a. gezeigt: Kinderwäsche und »Reibung, Holz» und Papparbeiten, Gegenstände aus Bast und Rohr. Spielsachen aus wertlosem Material, selbsther» gestellte Bilderbücher u. v. a. Es sei daraus aufmerksam gemacht, daß die Ausstellung in diesem Jahr nur drei Tage zu besichtigen ist. Der Eintritt beträgt 30 Pf. Man beachte die heutige Anzeige. ** Oeffentliche Bücherhalle. 3m Februar wurden 1225 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 809, Zeitschriften 66, 3ugendschriften 71, Gedichte und Dramen 4, Länder- und Völkerkunde 61, Kulturgeschichte 3, Geschichte und Biographien 111, Kunstgeschichte 12, Naturwissenschaft und Technologie 40. Heer- und Seewesen 4, Haus- und Landwirtschaft 5, Gesundheitslehre 6. Religion und Philosophie 12, Staatskisser.schafl 12, Sprachwissenschaft 2, Fremdsprachliches 7 Bände. Nach auswärts kamen 2 Bände. Zugang neuer (3.S. gegifteter) Bücher in Auswahl: Romane: W. Dloem: Held seines Landes (George Washington); A. Bohnagen: Kilian Krafft; H. Dixelius: Sara Atelia; 3. Galsworthy: Schwanengesang, Der silberne Löffel; G. Graben- Horst: Die Gestirne wechseln; S. Lagerlöff: Anna, das Mädchen aus Dalarne; S. älndset: Kristin Lavranztochter; 3. Wassermann: Der Fäll Mau- rizius; Das große Abenteuerbuch. Reisen: S. Hedin: Aus großer Fahrt; W. FUchner: Om mani padme hum; H. Grimm: Das deutsche Südwester» buch. Heimatkunde: K. Schumacher: Aus Odenwald und Frankenland. Philosophie: A. Schopenhauer: Sämtliche Werke, herausgegeben von E. Grisebach (6 Bände); E. v. Aster: Goethes Faust. Volkswirtschaft: P. Mees- mann: Grundfragen der Wirtschaft. Lebensbeschreibung: Marie von Bunsen: Die Welt in der ich lebte; Th. Leipart: Carl Legien; E. Löns: Hermann Löns Mannesjahre; St. Zweig: 3oseph Fouche. Bildnis eines politischen Menschen (aus der Zeit Napoleons I.). Geschichte: L. Weidemann: Weltgeschichte am Kamin. Der Weltkrieg: W. Deumelburg: Sperrteuer um Deutschland; F. Lehmann: Wir von der 3nfan- terie; P. Seelhof f: Der Weg in den Krieg. Naturwissenschaft und Technik: Kosmos, 3g. 1929; Umschau, 3g. 1928; Das neue Universum Bd. 50; O. Lange: Mineral- und Pflanzengift; C. Benz: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders. •• Vorträge über das Glanzplät- ten. Die Elektro-Gemeinschaft und die Hausfrauenvereine Gießen veranstalteten am Dienstag» und Mittwochabend im Cafä Leib zwei Vorträge über das Glanzplätten, die sich eines guten Besuches seitens der Hausfrauen und -Töchter erfreuten. Zunächst begrüßte ein Vertreter der Elektro-Gemeinschaft Gießen die Erschienenen und wies kurz auf den verbilligten Lichttaris hin. Alsdann sprach Frau W. H e- d r i ch. Berlin, die auf dtne über 40jährige Tätigkeit als Plättlehrerin zurückblicken kann, in Helft der Landwirtschaft: Eßt Roggenbrot! längeren Ausführungen über das Glanzplätten. Sie erläuterte zuerst das Waschverfahren, kam dabei ausführlich auf die verschiedenen Waschmittel und ihre Vorzüge zu sprechen und lllu- strierte die bequeme Bewältigung des überall gefürchteten Waschtages durch Verwendung eines elektrischen Waschautomates. Zum eigentlichen Thema übergehend brachte sie zunächst eine Gegenüberstellung des früheren und des jetzigen Plättverfahrens unter Zuhllfenahme des elektrischen Bügeleisens. An Hand von praktischen Vorführungen zeigte sie das Aufträgen der Stärke und die Handhabung des Eisens. Sie kam sodann auf die Vorzüge einzelner Stärkesorten zu sprechen und zeigte die richtige Verwendung des Plätt- steins. Die weiteren Vorführungen erläuterten das richtige Plätten der einzelnen Wäschesorten, sowie das Glänzen und Runden. Die Rednerin erklärte weiter das Plätten gestärkter Damenwäsche und kam zwischendurch auf die richtige Verwendung der Wäschebläue zu sprechen. Sie erläuterte alsdann die Vorzüge eines guten elektrischen Plätteisens und schloß mit der Versicherung, daß alle Hausfrauen an Hand der gegebenen Anweisungen in der Lage seien, die Stärkewäsche selbst herzustellen. Sie lud zur Besichtigung der ausgestellten elektrischen Haushaltsgeräte ein, welcher Aufforderung auch zahlreich Folge geleistet wurde. Anschließend fand eine Gratisverlosung elektrischer Gegenstände statt. Minz errichtet ein Stresemann-Denlmai. WEN. Mainz, 27. Febr. Die Bemühungen interessierter Kreise für die Errichtung eines S t r e se m ann ° D e n km a l s in Mainz am Rheinufer find von Erfolg gewesen. Es hat sich jetzt ein Arbeitsausschuß gebildet, ber die Errichtung dieses Denkmals eifrig betreibt. Der hessische Minister des 3nnern gab diesem Arbeitsausschuß die Erlaubnis zur Sammlung von Geldspenden durch Werbeschreiben, Aufrufe und zur Auflage von Einzeichnungslisten. Diese Erlaubnis hat Gültigkeit bis zum 31. Dezember 1931. Man hofft iedoch, den Grundstein zum Stresemann-Denkmal schon im 3uni legen zu können. DerhSn?nISvotle Svrengw'rkung-n. WSN. Herborn, 27. Febr. Durch Spren« § ungen im Basalt st einbruch „Schmal- u r g" wurde in der etwa 800 Meter entfernt liegenden Ortschaft B c i l st c i n erheblicher Sachschaden an Gebäuden und Obstkultu- r e n verursacht. Zur Explosion gebracht wurden etwa 16 Zentner Dynamit, die eine ungeahnte Wirkung zeigten. Unter überaus heftigen Erschütterungen ergoß sich ein Steinhagel über Beilstein und seine nächste Umgebung. Am meisten wurden die Dächer in Mitleidensct)aft gezogen. In einem Falle durchschlug ein Steinblock das Dach und den Speicherboden eines Hauses und fiel in das Schlafzimmer der Bewohner. In mehreren anderen Fällen wurden Hauswände durchschlagen, so die massive Wand eines Schulsaales. In einem Hause beschädigte ein Stein die Haustür, durchschlug Küchengegenstände, bohrte sich in die mittlere Wand und drang durch die Stallwand wieder ins Freie« Einem Personenauto, das glücklicherweise unbesetzt war und vor einem Gasthaus stand, mürbe der Kühler abgerissen. Wie durch ein Wunder sind Personen nicht zu Schaden gekommen, obwohl viele Zuschauer im Augenblick der Sprengung innerhalb des Absperrungsbezirkes weilten. Kunst und Wissenschaft. Hvlzamer-Dund. 3m Geburtsort Wilhelm HolzamerS (Rieder-Olm bei Mainz) wurde kürzlich ein Ho'zamer-Bund gegründet. Er ist bestrebt, dem frühverstorbenen und zu Anrecht vergessenen hessischen Dichter wieder das Ansehen zu verschaffen, das er zu seiner Zeit in literarischen Kreisen gehabt hat. 3n einem Aufruf bittet er die Freunde Holzamers um Beitritt als Mitglied oder ©oimer. Er sammelt alle Werke und Aeuße- rungen von und über den Dichter, beschafft Subskriptionen für Neuauflagen und wird Holzamer durch ein kleines Denkmal .einen Gedenkstein ober dergleichen eine würdige Ehrung erweisen. Die Anhänger des Dichters werden um Unter» stühung gebeten und die Sachwalter der Dichtung aufgerufen, Holzamer anläßlich feines 6 0. Geburtstages (28. März) gebührend zu feiern. 3n Nieber-Olm selbst werben in jenen Tagen alle Holzamer-Freunbe zu einet Beratung über ben Ausbau bes Bunbes und seine weitere Tätigkeit und zu einer größeren Feier mit Enthüllung einer Gedenktafel zusammen! ommen. Reisebericht von den Großen Sunda - Inseln Soerabaya(Java): „Reise heute für 10 Tage nach Bandjermasin (Borneo). Kaffee Hag ist hier überall erhältlich, es ist kein Laden zu finden, wo Kaffee Hag nicht zu kaufen wäre. Im Kalibesar- Klub in Batavia wird nach dem Lunch ausschließlich Kaffee Hag gereicht." J. Th. Peters von der Fa. Reiss & Co. In 39 Ländern der Erde wird Kaffee Hag getrunken. ^B^^verwendel diekluge Mutter zurKinderpfleqe inAooth. u. DroQ. 60Pfg Große Streudose 8OP& Was der Frühling bringt Schuhhaus I7IRA Neue Modelle Beste Qualitäten Riesen-Auswahl Billigste Preise Giefeen Bahnhotstr 30 Zur Konfirmation und Kommunion, die schönsten Schuhe, \Vtf^°vteX Am 5. März koltet durch den neuen Zollauffchlag 1 Ptund Kaffee 18 Pf. mehr, Tee 65 Pf. mehr. Darum decken Sie fleh rechtzeitig ein. — Wenn Sie Rohkaffee von uns kaufen, rölten wir denselben nach Ihrem Bedarf. Sie sparen viel Geld und haben immer frischen Kaffee. Diesen Vorteil bieten wir Ihnen als Spezlalgefchäft, Importbaus, Grofc- röfterei EmmericlierWaren Expedition Seltersweg 39 24iD Auskunft über Einreisebestimmungen, Schiffsver- Bindungen und Fahrkarten nach Canada durch Norddeutscher Lloyd Bremen und seine sämtlichen Vertretungen In Bleien: Theodor Lons, Kirchenplaiz 13 In Wetzlar: Dornbusch & Binder, Lahnstr. 12/14 IMenerMeniarkt- Lotterie. 3»ät, Gewinne l.W. v.zus 7500 jut Höchsigew. 1. W. von 2000 o 1OOO am ufro. Lose ä 1 5UI. 11 Slück 1U 3UI sind in all.Loseaefchäften zu vabenu.be, Buch- ackerAenenBä eil tiSU-Betten (Stahl a. Holz) Polster. Sddafzimm.,Stahlinatr. Kioderb.Chaisel. a.Private. Ratenzl. Katal. fr. Eisemnöbellabrik Suhl Nutzholzversteigerung. TNonlag, den 3. Marz 1930, sollen in den Waldungen der Gemeinde Alten- Buseck die nachstehenden Nutzholzmengen öffentlich meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden: 1712D 86 Eichen-St. u. Abschn. 1. bis 4. Kl., A u.N = 18,27 fm 9 Äiefern-St. u. Abschn. 3a- bis 4b-Kl., Au.N = 5,90 fm 20 Buchen-St. u. Abschn. 3. bis 5. Kl., A u. N = 18,61 fm 136 Fichten-St. u. Abschn. la- bis 4b»ÄL, A u. N = 50,89 fm 54 Eichen-Derbstangen 1. bis 3. Kl. 641 Fichten-Derbstangen 1. bis 3. Kl. 2 Eschen-Derbstangen 1. Kl. 1293 Fichten-Reisstangen Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Distrikt Wolfsacker. Alten-Buseck, den 26. Februar 1930. Bürgermeisterei AUenBuseck, __ HERSTEI RI KEN VON FP- ALLEINIGE DtTHOMPSON’S SEIFENPULVER,DÜSSELDORF Viele Anhängerinnen hat das neue, selbsttätige Waschmittel □aanß in kurzer Zeit schon gewonnen. Bitte tun Sie es der Pflege und Erhaltung Ihrer Wäsche wegen, machen Sie einen Versuch, damit Sie überzeugt können:„Ozoniluhält was es verspricht dauert nur noch wenige Tagei 17U8A Gebr.Weil Nutzen Sie noch diese Gelegenheit, gute Waren spottbillig zu kaufenl Neustadt 10 Stoff-Hosen Marktstr. 30 Marktstr. 30 1853D >7,0V Näh Hohlsaum rbeiten Kurbel aller Art werden schnellstens ausgeführt im 2 Samog, 8. MU und neuesten Modellen billig Gießen, Bahnhofstraße 58 ui iiiiimillWj Wetz’ar Lahnstraße 37 Damen-Lack-Spangenschuhe moderne Ausführung. besonders billig hoistraße 61. Lobär; ' Herren-Halbschuhe weiß gedoppelt, gefällige Paßform Arilllerl? Verein SamStaa.l.März, abenüS SV, Uhr: Monatsversammlung IM Bereinslokal. 17321) Der VorilamL Fulda Marktstraße 17 Modefarbige Spangenschuhe in vielen beigp-haselnuß Farbtönen, gute Qual., mit Trotteur- oderimit. L XV. Absatz Gießener Schwimniverein Sonntag, 2.2).ärz. 3'/, Uhr: 1719t) Karlsruh Ueberzeugen Sie sich von den Riesenmengen zu spottbilligen Preisen, was Ihnen unsere Auslagen der 4 Fenstei beweisen blau gestrichenen Nummern ousgeboten werden. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Edelmann (Merlau), Landmann (Nieder- Ohmen), Kniß (Bernsfeld), sowie die unterzeichnete Stelle. Grünberg, den 27. Februar 1930. _____Hess. Fmstamt Nieder-Ohmen._____ Staatsoberförsterei Krofdorf. Brenn- und Nuhholzversteigerung. I. Am Sonnabend, dem 8. Mär; 1930, von 10 Uhr ab, bei Klinket zu Odenhausen an der Lahn. A. Nutzholz: Försterei Salzböden, Distr. 62a, 62b, 64, 70, 75: 1728V wichen - Nutzholzrollen 10 rm, Nutzknüppel 10 rm Buchen-Stämme 3. u. 4. Kl. -- 3,04 fm, Lärchen-Nutzknüppel 2 rm Fichten-Stangen 4. u. 5. Kl. 4,6 Hdt. B. Brennholz: Försterei Salzböden, Distrikt 62b, 68, 69b, 70, 75, 76a und Försterei Waldhaus, Distr. 56: Eichen-Scheit u. -Knüppel 8 rm, Reis 2. und 3. Kl. 750 rm Buchen Scheit u. -Knüppel 239 rm, Reis 2. u. 3. Kl. 568 rm Fichten-Schüt u. -Knüppel 11 rm. II. Am Mittwoch, dem 12. März 1930, von 10 Uhr ab, bei Freund zu Krofdorf Försterei Krofdorf, Distr. 16, 17b, 18c, 21c, 27a, 27b u. Tot. Försterei Waldhaus, Distr. 31a, 41a, 45, 53a u. Tot.: Eichen-Scheit u. -Knüppel 78 rm, Reis 3. Kl. 350 rm Buchen-Scheit u. -Knüppel 790 rm, Reis 3. Kl. 2000 rm Fichten-Scheit u. -Knüppel 60 rm, Reis 2. und 3. Kl. 680 rm. 6—8 Herren können an nuiettt Privat- Mittagstisch tetlnebmen. Zu er» fragen tn der Gri'chst. d. Gien. An;. > 1389 schwarz ^95 brnun 895 Eisenbahn-Verein Gießen. Sonntag, 2. März, n ch'niltaaS 2* ?Ubr, tm kleinen Saal des Katb.BereinSbnuseS Generalversammlung 01=82 Ter Vorstand. | Vermietungen | 1 ZIMM« Kuckte 2 Zimmer ä «amtliche Wob- nunnen m.Korridor- oerlchlun, beschlaa- nabiiieirei. au verm Schr.Anneb. unter 01379 n. d.<«teü.Ai'A. Haus der Handarbeit Seltersw. 81 <711A V.f. B. 08 Noienmontaa, 3. März, 20.11 Uhr: Karnevalist. Sitzung «Beremshetmi unter Mtiwitkiing bedeut. Büttenredner. 1 !'D Ter Vorstand. r MS Geschäfts-Uebernahme! Dem verehrten Publikum, insbesondere meiner Nachbarschaft, zur gefl. Kenntnis, daß ich das von Herrn Ernst Weyel bisher betriebene Zigarren-Speziaigeschäft Kreuzplatz 8 (Kaplansgasse Ecke) übernommen habe und fortführe. Ich bin in der Lage, durch vorteilhafte Einkäufe nur erstkl. Tabakwaren meine Kunden, auch den verwöhntesten Feinschmecker, in jeder Weise zufriedenzustellen und bitte um freundlichen Zuspruch. Elli Schäfer Speise- und Salai- Sttiolfeio nur Heile Qualität empfiehlt billigst,^V i. Ms’er stelnftr. 73. Tel Z581. Schwache Nerven sind die Grundursachen der meisten Krankheiten. Bei Blutarmut, Herzklopfen, Schwächezuständen oller Art, Zittern Appetitlosigkeit nervösen Magenbeschwerden soll man Doppelherz, das anerkannte Nervenkräftigungsmittel nehmen. Probeflasche M. 2.50, große Flasche 4.50 und 5.50. Doppel h e rz- DrageesM.1.50. Niederlage: Drofl. 0. W nterholf, Krenzpl. 9-10; Orog. C.Setbel, Frank! örter Straße; Haas Binden- barg Dled. • Drogerie H. Elges, Seltersweg 68a; Drogerie E.Karn, Sctinlstraße; Löwen- Drog.KllbinoerNachf. Seilersweg; Brenz- Drog. A. Noll, Bain- MWH tüchtige II. Arbeiterin, gesucht. 01370 malhiiöelladimonn """Ausverkauf Soziale «MÄt ber Ausgeber v. SteNen- angeboten ist es, die ein« gegongt'^Lewerbungü« unierlogen sZeugnisse, Zeugnlsabschnst., Licht« oilbtr u.bgl.) sckncflstenS S'ckzus. Die Stellung« nden sind dantbar r, trenn man ihre Lemühungen ,ur Gr« longung em. geelgneim Tätigkeit auf diese Weise untersteht und sind auf diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen. Gletzenev Anreßgev [. 248V vuui3 uy, v. tiiuij, Victoria-11 ct Bö st, Kaiser» Drogerie H. Sommer. I nllee, statt. 2 Zimmer ö. I abziigeben, auch als Büro, 'Nahe.Kliniken und Bahnhof. ©dirtftL Ankr. unter 01360 a. d (Miet». Anz. Möbl. Zimmer nut 1 oder 2 Betten iof. au Demi. 01376 Marktvlan 7. Schön möbliertes Zimmer sofort au vermieten; evtl, auch m. Benüon. Schriftl. Angeb. uni. 01-182 a. d. Gies;. Anz. Schön möbl. Herren- und Schlafzimmer an soliden Herrn ah vermieten 01377 Krankt. 3fr. 9 1. Elegante Herren-Halbschuhe 44 gg in Lack, braun nnd schwarz, moderne formen, verschiedene Ausführungen ... ■ ■ 390 an Autz-und Srennholzversteigerungen I. Donnerstag, den 6. März 1930, vormittags 9$ Uhr, in der Ziegenhainschen wirtschaft zu Meder-Ohmen aus den Forst- orten Mühlberg 6, Oberer Haagkopf c, Junger Zwilling 5, 7, Hirzkopf, Linnen« struth 1 der Försterei Nieder-Ohmen, Forstort Rundwäldchen der Försterei Merlau und Forstort Buchwald 2 der Försterei vernsfcld. 1726V A. Nutzholz: Nuhknüppel rm: 58 Eiche, 14 Lärche (2 m lang), geeignet zu Einzäunungspfosten, sitzen im Rundwäldchen; Tluhreiser rm: 207 Fichten (Schichthaufen, doppelt und einseitig eingesetzt, gee gnet zu Einzäunungen, sitzen im Buchwald 2). B. Brennholz rm Scheiter: 221 Buche, 25 Hainbuche, 17 Eiche, 2 Birke, 2 Kirschbaum, 7 Erle, 5 Kiefer; Knüppel: 152 Buche, 75 Hainbuche, 131 Eiche, 10 Kirschbaum, 15 Erle, Aspe, Linde, 12 Kiefer, 39 Fichte; Reiser 1. kl.: 86 Kiefer, 12 Fichte; Reiser 3. kl..- 712 Buche, 572 Eiche, 4 Erle; Stöcke: 75 Buche, 7 Eiche, 103 Kiefer, 17 Fichte. II. Freitag, den 7. März 1930. vormittags 9 Uhr, in der Schottschen Wirtschaft zu Bernsfeld aus den Forstorten Pferdsbacherholz 1, 5, 9, 11, 12, Pfingstweide! 1, 3, 4, 7, Müllerberg 1, Eich holz 3, Lichtcr- wald 11, 13, der Försterei Bernsfeld. A. Nutzholz: Ruhknüppel rm: 29 Eiche (2,50 m lang, geeignet zu Einzäunungspfosten, sitzen in Pfingstweide 1 und Lich- . terwald 11 und 13); Nuhreiser rm: 237 Fichten (Schichthaufen, doppelt und einseitig eingesetzt, sitzen in Pfingweide 7 und Lichterwald 11). B. Brennholz rm: Scheiter: 74 Buche, 2 Hainbuche, 36 Eiche, 34 Kiefer, 80 Fichte; knüppel: 187 Buche, 2 Hainbuche, 2 Esche, 80 Eiche, 10 Kirschbaum, Erle, Aspe, 25 Kiefer, Lärche, 6 Fichte; Reifer 1 kl.: 101 Kiefer, 63 Fichte; Reifer 2. kl.: 360 Buche, 247 Eiche, 18 Aspe; Reifer 3. kl.: 136 Buche, 88 Eiche; Stöcke: 67 Buche, 17 Eiche, 132 Kiefer, 149 Fichte. Das Bersteiaerungsholz ist nicht unterstrichen, mit Ausnahme der Nadelholz- Scheit und -Knüppel, von denen nur die Für diesen Preis bringen wir hochwertige Markenware darunter 7V Rahmenschuhe Iw in bewährten Qualitäten 2000 M nciurbt. Sicherheit ein Wohnhaus mit Land. ' Sch, tftl. 9-n» aebo e inner 01394 an den (Sieu. 8lNA. Gefliinettarnt tn. best. Abi. sucht aut Vertu ö leninfl tooobid l5!)09)ir.l Pol e. a. garant. Seilbnbec (yetö.nnbeieilinnnn. Schr. Anaeb.u.l7A>l) an d. Viten. Anz erb. Vereine | Nur 8 Tage! Wir fangen mit den Preislagen in 290 an Ueltercs momen im Kochen und allen Hausarbeiten ers, zum 15. März gef. Mit Zeugnissen au melden bei Arau Bauer, Frankfurter Strafte 4 1. [01391 Wen. Verheiratung des jetzigen ein älteres. solides Fräulein für Mithilfe im Haufe u. tl. Netto u- rationsdctrieb für baldigst genicbt. 8 a» mtltenanichlnn Auue= sichert. Dtenstmäd- dien vorhanden. Lchr. Ang. unt. 01345 an denGieh. Anzetg. junges, gemonötes »W für saubere, leichte Arbeit gesucht. Näheres tn ber Geschäftsstelle des Gteir. Anz. 17246 Hl. ferner mit el. Licht u. heizbar, zum 1. März au vermieten 01364 Seltersw. 81»/IOIII, I. GroncS möbl. Simmet? mit 2 Betten und Schreibtisch soton zu vermieten mit und ohne Pension 01388 Mnrktvl. I».Laden. Zimmer billig in gut. Saufe sofort au vermieten. Schrift!. Angeb. um. 01372 n. d.Gten. Anz. Möbi.Zimmer mit Chmseiongue, Dchreibtlsch. seoar. Etngann. sofort au vertu. Näh. 01365 Hotel Hindenburg. An berufstätiges Ehepaar ob. berusst. Herren 2 schöne, gut nfjblierte Zimmer tn gutem HauselNeu« baut au venu., evtl, auch einzeln abrug. Näh Frankfurter Strafte 113». | Mietgesuche | umA. Tante fitajt 3- bis 5 Simmer Wohnung evtl, nur nut Koch- gelegenUett. Schristl. Ana. ni.Preisang. u. 01363 a. b. Gten. Anz. [Stellenangejote| (Geübte SMviiiliekel- arbeit dn gesucht. Näh. 17240 Schulttrafre 7. | Verkäufe Kl. Büfett u. Kredenz brnt IGtcbe,roteneu erhalt., tür 150 NM. bet Barzahlung au verknusen. .Bu etfr. tn der Geschäftsstelle des Gteh. Attz. 0l9fi6 Gebrauchter 01374 ©ßsöoöeofen mit Hetzvorrichtung billig aii verknusen. Marktstrakc 34. Vierrölirenapparat mit ober ohne Netz- ntiode f. Gletchstrom billigst a verk. 01367 Schützettttr. 8 III. Seltene Gelegenheit 20 Bände „Mwellllleg" neu, für 6D.— rtt.N. zu verknufen. 01381 ftatfcrallce 2U v. | Kaufgesuche | Gut erb., evtl, neuer 2-fter-Opel zu kaufen gesucht. Schnitt. Anneb. unt. 013,9 g, d. Gh. Anz. (Verschiedenes Mittler. Beamter fitchtTnrl. v. 230M. v. Selbstgeber. Gitte Sicherheit. Lchrifil. Angebote unt. 01380 n d. Gtenener Anz. a __J § Tic uächstcZufam- menfunft finbet EIN SONDERANGEBOT VON ENORMER BILLIGKEIT IO8A Da gerät mee ist » Mab Herrs- tDIl^i s->bc W ' merk! flühen fliehen Gibt Fleisch Avion Dsto .uPet fommt einem wenn senget Flagg neuen die b die t La L Älgeci zerr, befinde fich Vie spningi nilchc bräer, Soldat aller anlage sie w nachte bis E mauei Ser 3apfe pfeife: geht c öchlü bald si südliche hat. t' Ichuh. sende eilen das t das t Linea wenig nur e im M Mger hüllun gebun triebe: einen die öe 'filcnofr 3nl£ bnö rerf flmorfifi; ( ^er 1 !°fr, f« «-Ar» 'A in er®arte ( i?? ers! 9» K Nr. 50 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)Zreitag, 28. Februar 1950 Am Ende Europas. Ton unferem v. ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Gibraltar, Februar' 1930. Da der Kriegshafen von Malta nicht mehr geräumig genug ist, um die gesamte Mittel- meerflotte des britischen Teiches zu fassen, ist verordnet worden, Gibraltar als zweite Marincbasis einzurichten. In der Calpestadt herrscht grober Jubel, denn wenn fast auch immer Kriegsschiffe im Gibraltarhafen ankern, so bedeutet doch die Verordnung eine Verstärkung für das Marineelement. CHcuc Dockarbeiten werden notwendig sein, der Handel wird aufblühen und Reichtum wird den Bewohnern zu- flieben. Gibraltar, das die Spanier als Dorn in ihrem Fleische bezeichnen, ist räumlich eine der kleinsten Kolonien Englands. Die Stadt liegt _ an den Wcstabhang des Felsens geklebt, unfähig, sich zu vergröbern. Der Reisende, der aus Spanien kommt, stöbt hier auf eine exotische Welt, mit einem Gemisch von Sprachen und Rassen, und wenn er das ins Meer hinausspringende Felsengebiet betritt, auf dessen Spitze die britische Flagge weht, so haben sich alle bisher gewonnenen Eindrücke verschoben. Wenn er aber auf die blaue Bucht hinabschaut, so überzeugen ihn die rosigen Hügel mit den Häuserflecken von La Linea de la Concepcion, San Roque und Algeciras, daß er sich noch immer in un- zerreihbarer Rahe von Andalusien befindet. 3n der Mainstreet Gibraltars drängt sich die eingeborene Bevölkerung genuesischen Ursprungs, deren Muttersprache aber das Spanische geworden ist, drängen sich Inder, Hebräer, Malteser, spanische Schmuggler, englische Soldaten in roten Röcken und Seeleute aus aller Herren Länder. In der Enge der Festungsanlagen sind sie zusammengepfercht, und sofern sie nicht Ausländer ohne Erlaubnis zum Lieber- nachten sind, bleiben sie von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang Gefangene in den Festungsmauern. Denn jeden Abcird marschiert der grobe Zapfenstreich durch die Straften. Trommler und Pfeifer, voran die Pauke. Hinter der Musik geht ernst und würdig ein Sergeant mit den Schlüsseln zu den Festungstoren. Sobald sich die Sonne im prächtigen Farbenspiel südlicher Breiten hinter dem Horizont gesenkt hat, ertönt von der Felsenspitze ein Kanonenschuft. Die Festungstore werden verrammelt, Tausende von Spaniern, die im Arsenal at beiten, eilen zur Waterport, um noch rechtzeitig durch das tunnelartige Tor zu kommen, durch das sie das neutrale Gebiet und das Zollamt von La Linea erreichen. Jeder von ihnen versucht ein wenig Tabak zu schmuggeln, der in Gibraltar nur etwa den achten Teil von dem kostet, was im Monopolland Spanien bezahlt werden muft. Abgerichtete Hunde, denen in wasserfester Umhüllung tabakgefüllke Schläuche um den Hals gebunden sind, werden in die Meeresbucht getrieben, um zwischen den Booten und gießen einen Weg an das spanische Ufer zu suchen. Aber die bewaffneten und uniformierten Wächter der Monopolgesellschaft stehen mit der Flinte im Anschlag, um die klugen und listigen Hunde abzufangen und zu erschießen. Aber die Tiere sind so gut dressiert, daft sie lieber den weiten Weg ans englische Ufer zurückfchwimrnen, als sich von den Tabakswächtern ertappen zu lassen. Ist der Wind günstig, so lassen die Schmuggler auf dem neutralen Gebiet Drachen auffteigen, deren Schweif Zigarren und Leine Tabakpäckchen bilden. Die Drachen fliegen über die Zollinien und landen irgendwo in den Bergen von San Roque, wo sie von Komplizen aufgelesen werden. Da Gibraltar Freihafen ist, so bildet der Schmuggel eine Haupterwerbsquelle der A.'.wohner. In der Festungsstadt, mit ihren nur etwa 35 000 Einwohnern, gibt es wenigstens fünf oder sechs Fabriken, die den Tabak nach spanischem Geschmack bearbeiten und in kleinen flachen Umhüllungen verpacken, um den Schmugglern das Forlschaffen der verfrotenen Ware zu erleichtern. Aber nicht nur Tabak wird geschmuggelt. Die indischen Bazare Gibraltars sind voll von bun- Brisling im Fjord. Don per Schwenzen. Ein Sprichwort, das sich leider nicht jedem veranschaulicht, besagt, daß das Geld auf der Strafte liegt. Manchmal liegt es auch im Wasser... Es ist nicht mehr als fünfzig Jahre her, seit die ersten Brislingschwärme in Büchsen gelegt wurden, die damals noch verlötet wurden. Aus diesem „Handwerk", das nur für den Schisfsproviant der Handelsflotte gedacht war, entwickelte sich in einem kurzen Menschenleben die Hauptindustrie des Landes. Die Stadt Stavanger mit ihren etwa 40 000 Einwohnern hat heute über 70 Hermetikfabriken aufzuweisen. „Brisling im Fjord." Das ist wie ein silberner Klang aus der Tiefe! lieber diesen blitzenden Schwärmen, die durch das Glasgrün der Fjordtiefen jagen, steht ein Glanz von Geld und Freude... Die Fischerflotten schwärmen aus, überall in den bunten Buchten knattern Motore, pfeifen Ruderboote, denn die Fabriken zahlen für den zarten Brisling viermal so viel als für „Smaafilb" (3ung> Hering), nämlich 6 gegen 1,50 Kronen für den „Stjepp" (20 Liter). Wenn die Kutter der Einkaufsgenossenschaften aus Bergen oder Stavanger hochbepackt mit Fischkästen den Fjordwinkel verlassen, dann schmunzeln ein paar wetterfeste Seebären in Sogne oder Hardanger und rechnen aus, daß hie Fanggeräte sich demnächst amortisiert haben werden. Der Disponent ruft an. „Heute haben mir Rohstoff", sagt er, „wenn Sie mal sehen wollen, wie eine Armee, die gestern noch sechs Fuft unter Wasser stand, in Del gelegt wird bemühen sie sich her. Ich erwarte Sie im Bureau. Die erste Sensation war der alte Jngebretsen. Er ist das Faktotum der Fabrik. Was Jngebretsen auf drei Meter Abstand erspäht, sehen andere auf dreihundert — wer Jngebretsen etwas mitteilen will, muft ein geborener Lautsprecher fein —, ja, Jnge- bretfen läßt nach, was die grobe Maschinerie anbc= trifft — ober die Zunge, die Zunge! „Ja, Herr Direktor, meine alte Zunge!" sagt Inge- bretfen und steckt bedächtig dos Holzstäbchen in eine der vier Dosen mit Tomatenpüree, die auf dem Tisch des Herrn Disponenten stehen. Langsam zieht ten Kostbarleiten. Wir sehen bernsteinfarbene Schals, dünn wie ein gewebter Hauch. Teppiche, auf denen die Lotosblume in seltsamen Zusammenstellungen leuchtet, ferner lunstvolle Arbeiten in Silber, Elfenbein oder Ebenholz. Die Geschäfte sind bis oben mit Seide und Samt gefüllt, dazwischen hängen herrliche, von den Frauen in Marokko geklöppelt- Spitzen. Mauren aus Tanger und Marrakesch, im langen weiften Burnus, den Kopf in eine Kapuze vergraben, die Füße in gelbe Dabuschen gekleidet, betrachten die ausgestellten Waren. Berber in kurzen Pumphosen, den rasierten Kopf vom Turban umwickelt, bieten Eier und Hühner feil. Zigeune- riimen flitzen herum und wollen wahrsagen. Dazwischen gehen ernst, als ob sie mit all dielen Menschen nichts gemein hätten, die englischen Offiziere und Beamten. Auch die vielen in der Stadt geborenen Juden bilden eine Kaste für sich, sie tragen Zylinder und Gehrock und ihre Frauen, elegant in weift gekleidet, schauen distinguiert auf die farbigen Fremdstämmigen hinab. Rur die Jüdinnen aus Marokko tragen noch ein buntes Tuch um die Schläfen geknotet, ihre Männer tragen zum Teil noch dieselbe Tracht, wie sie Abraham und die Patriarchen getragen haben, dazwischen ehrwürdige bärtige Rabbiner mit dem Ausdruck heiliger Weisheit in den Zügen. Diese einst aus Spanien vertriebenen Juden sind stolz auf ihre Abstammung, ihre Ahnen waren Könige, und Fürsten im Reiche er das Stäbchen über das unfehlbare Organ des Wohlgeschmackes. Gespannt hängen die Augen der gesamten Werkleitung an diesem entscheidenden Vorgang, denn es gilt, eine besonders geeignete Zutat für ein Fabrikat zu wählen. „Gut im Aroma, ein wenig auf herb gestimmt, nicht fo intensiv in der Fruchtsüfte, aber für die besondere Komposition geeignet. Ich empfehle Sorte drei." „Besten Dank" schreit der Disponent, Jngebretsen zieht seine Zunge ins Futteral zurück, und wir werden im Hintergründe unserer Bescheidenheit entdeckt. Der Rundgang beginnt. In den flachen Holzkästen, den „Skjepps", wandert der „Rohstoff" von Bord der Motorkutter, die am Kai der Fabrik liegen, in die Produktionssäle. Ein Schwarm, der vor ein paar Tagen noch durch die Tiefen jagte, umzirkelt, eingeschnürt und nach drei Tagen Netzhaft gehoben, in tausend Kästen eingesargt, das ist der Rohstoff, der im Lause eines Tages alle Stadien bis zur etikettierten Dose durchwandert. „Gestern noch in Meerestiefen, Heut im Dele der Oliven, Morgen schon im ßagerraum ..." Zuerst wird die Silbermasse der fingerlangen Fische gewaschen und gelakt, dann wandert sie durch die geistreichen Pfade einer modernen Transportanlage auf die Arbeitstische der kleinen Arbeiterinnen, die mit weißen Hauben und hohen Stiefeln einen Trachtenquerschnitt von Holland bis Rußland vermitteln ... Diese flinffingerigen Mädchen stellen blitzschnell alle Kompanien Brislinge auf den Kops, in die Löcher einer listigen Maschinerie, und jagen der tadellos ausgerichteten Reihe einen perfiden Drahtstab durch die Köpfe. Die Ausgereihten werden in Rahmen gehängt, die Rahmen wandern in die Räucherei. Kammer an Kammer, wie die Spinde einer Kaserne, liegen die Rauchöfen. Die Fischrahmen werden 45 Minuten in den Rauch der glimmenden Scheite gelegt und haben Muße, sich der Entwicklung ihres Aromas hinzugeben. Diele Rahmen stehen und warten auf ein freies Ofenplätzchen. Die Front der blitzenden Fischleiber wirkt im Scheine des elektrischen Lichtes täuschend wie eine aus Metallzungen gefertigte Heizkörperoerkleidung. Der ganze Raum zittert vom Stampfen und Schüttern der Maschinen, der Stanzen und Transporte. Ueberaü laufen Bänder, neben uns, über uns sausen Büchsen auf Gleitbahnen, fallen Juda und fic leiten ihren Stammbaum ab von David und den Makkabäern. Lieber Gibraltar flutet der Verkehr nach Marokko. Die Lieberfahrt nach Tanger dauert bei gutem Wetter etwa drei bis vier Stunden. In gerader Richtung ist die Meerenge 30 Kilometer breit, aber der Festung gegenüber liegt das wilde Rifgcfriet. in dem es weder Weg noch Steg gibt und wo stolze Kabylenstämme jedem Europäer den Zutritt verwehren. Bei klarem Wetter sieht man von Gibraltar aus die Riffelfen steil aus dem Meere steigen, man sieht auch die weiften Häuser von Ceuta, während Tanger weiter in einer westlichen Ducht liegt und dem Dlicke meistens durch Dunst verdeckt bleibt. Gibraltar, oder richtiger Algeciras, das auf der anderen Seite der Gibraltarfrucht liegt, bildet den Endpunkt der graften Bahnlinie, die von Paris über Madrid ans Ende Europas führt. Man erwartet in der Stadt mit Lingeduld den Tunnelbau, zu dem bereits die Vorarbeiten in Tarifa begonnen haben, durch den die Eisenfrahnzüge direkt aus Europa nach Afrika geleitet werden sollen. Aber da die Mündung des Tunnels etwa 40 Kilometer von der Festung entfernt lügen wird, fo befürchtet man gleichzeitig. daß der große Verkehr zwischen Europa und Afrika zum Schaden Gibraltars abgelenkt werden wird. Man findet dafür den Trost in der vergröberten Marinebasis. in Wagen, wandern auf baggerartigen Transporten in Trockenschächte. Die geräucherten Fische, im Rahmen hängend, werden auf die Schienen einer Guillotine mit kreisendem Stahlband gelegt, eine Einrichtung, die Guillot leider nicht mehr erleben durfte. Die Enthauptungsmaschine maltet ihres elektrisch betriebenen Amtes, und die appetitlich geräucherten Leiber fallen in Blechkästen, um alsbald wieder von den Fang- armen, Haken, Walzen und Ketten einer technischen Gegenwart ersaßt und bis an den Arbeitstisch befördert zu werden, wo eine sorgsame Hand sie in das Del des endlichen Friedens bettet. Eine ratternde Stanzmaschine stampft und falzt den Deckel auf die Büchsen und wirft sie in die Gleitbahn. Die Gleitbahn gibt sie an die Drahtkorbwagen ab, und so fährLdas Produkt direkt in die Sterilisierungsöfen, wo es in Dampf und 90 Grad Wärme 70 Minuten lang Zeit hat, sich in fein nahrhaftes Schicksal zu finden. Ein Flaschenzug taucht die gedämpften Büchsen in die Seifenlauge der absoluten Reinlichkeit, und dann beginnt die Baggerfahrt in den Warmluftschacht. Blank und trocken landen die Büchsen aus den langen Tischen der Packerinnen. Wenn der Abend naht und die blonden Fabrikmädchen mit den kindlichen Himmelfahrtsnasen und dem großstädtischen Schick die Regenmäntel anziehen, dann sind tatisend Skjepp Brisling den Weg gegangen, der aus den Tangwäldern der Fjorde in die Konfervenbücksen und in die Magen der hungrigen Menschheit führt. Frankfurter Theater. Zuweilen schläft auch der gute Bernhard Shaw. Oder wird er alt? Sein „Kaiser von Amerika" ist ein schwaches Stück. Zwar Glied in der Dramenkette, die der Helden-Des- illusionierung gewidmet sind, aber ohne schlagkräftiges Objekt. Ohne Shaws Ironie, die tötet. Bernhard Shaw war zeitlebens Sozialist. Lind als Sozialist antidemokratisch und antiparlamen* tarisch. Sein Schlag gilt der parlamentarischen Demokratie. Aber so sehr ist Shaw Engländer, daft er sich selbst das England zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur als konstitutionelle Monarchie vorstellen kann. Einem vertrottelten Kabinett steht ein geistig und dialektisch überlegener König gegenüber. auf treppab rennen, flitzen, jagen, immer brauchte man ihn gerade dort, wo er nicht war, alle glaubten seine Schnelligkeit gar nicht genug aus- nutzen zu können. Es war ein elendes Dasein, das nur durch die Hoffnung auf einen Gewinn einigermaßen erleichtert wurde. Lind siehe da! Richt weniger als eine halbe Million Pesetas entfiel auf seine Losnummer, auf die 8668. Der Junge war toll vor Freude. Jetzt muft alle Rot ein Ende haben, jetzt wird er ein großer Mann, ein reicher Mann fein. Aber da kommt auch schon wieder der Chef und schickt ihn zur Arbeit. Alles bäumt sich in ihm auf. Was nimmt der sich nur heraus! Er ist jetzt selbst reich, er braucht nicht mehr zu flitzen und sich von ihm an- schnauzen zu lassen. Lind — einmal dem da die Wahrheit sagen zu können, ja. das war schon immer sein sehnlichster Wunsch. Wann, wenn nicht jetzt, bot sich ihm die Möglichkeit dazu? Lind der Junge rafft seinen Mut zusammen und schreit seinen Vorgesetzten an. Was er sich denn denke, sich so unerhört zu benehmen, er werde sich das nicht mehr gefallen lassen, er, der Chef, solle sich nur ja nichts einbilden auf seinen Reichtum ... Dieser ist sprachlos. Lind es soll geraume Zeit vergangen sein, bis er die Sprache wiedergefunden und dem Jungen mit einem sehr energischen Wort die Ture gewiesen haben soll. Dieser zieht, befriedigt durch die Heldentat, von dannen und läßt sich in der nächsten Wirtschaft eine Erfrischung geben. Zwar ist er gekündigt, — er hats ja aber nicht mehr nötig, zu arbeiten. Denn er ist reich, Besitzer einer halben Million, die er sich gleich morgen abholen wird. Dort in dem Blatt steht es schwarz auf weiß, feine Rummcr, die 8668. Er zieht das zerknüllte Blatt noch einmal heraus — und wird kreidebleich. Denn dort steht als Hauptgewinner — 6886. Oer Arbeitsmarkt. Roch sind wir mitten in der Hochsaison der Arbeitslosigkeit, aber in Anbetracht der zahllosen Schwierigkeiten, die einer endgültigen Regulierung des Ärbeiismarktes ent* gegenstchen, bemüht man sich schon jetzt darum, Mittel und Wege zu finden, die eine wesentliche Entlastung des Arbeitsmarktes gewährleisten können. Die Statistik zeigt, daft das Anwachsen der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahre in der Hauptsache darauf zurückzuführen ist, daß die Bevölkerungsvermehrung einen Zuwachs an arbeitsfähigen Menschen mit sich brachte, die aber von der deutschen Wirtschaft nicht aufgenommen werden konnten, weil sie ihren Beschäftigungsstand hielt und somit in der Produktion einen Stillstand aufwies. Was nun die Arbeitslosigkeit in den wichtigsten Gewerbezweigen betrifft, fo ist fic imBerg- b a u relativ gleich geblieben. Sie bewegte sich etwa in einer Höhe von rund 3 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder. Es folgte sodann der Verkehr, wo die Arbeitslosigkeit sich in den Grenzen um 5 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder hielt. Ein allmähliches Anwachsen der Erwerbslosigkeit hat die Textilindustrie zu verzeichnen, wo ja auch die»Produktionsstatistiken eine deutliche Abnahme aufweifen. Gegenwärtig ist der Stand 10 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder. In der Metallindustrie war die ßageftart variabel, doch hat sie jetzt ebenfalls 10 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder überschritten. Starke Veränderungen zeigte sodann das Rahrungsmittelgewerfre, wo es erfreulicherweise zu einem außerordentlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit kam, so daß heute nur noch rund 8 Prozent der ®e- werkschastsmitglieder als arbeitslos erfaßt wurden. Die unruhigste Kurve hat das Holzge- werbe aufzuweisen, insofern, als im Dezember 1928 etwa 16 Prozent, im Februar 1929 23 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder als arbeitslos erfaßt wurden, während sich die Lage im Sommer außerordentlich besserte und bis auf 14 Prozent im Hochsommer zurückging, im Winter aber wieder anstieg und zur Zeit wieder hart an die Grenze von 20 Prozent herangekommen rfr Das Baugewerbe, das von den Witterungsverhältnisfen abhängig ist, hat eine ziemlich gleich- mäßige Kurve, die beinahe der Witterungskurve gleichläuft. Im Winter eine 60- bis 70- Seinc Minister zwingen ihn, auf seine konstitutionellen Rechte zu verzichten: sein Vetorecht und feine Reden. Der König ist bereit. Aber: er will als einfacher Staatsbürger sich für die Parlamentswahlen auf ft eilen lassen, ins Unter* haus einziehen. Führer der Opposition werden und vielleicht sogar Premierminister. „Sie waren nie imstande, dem britischen Volk zu sagen, was Sie wirklich von mir halten, weil eine wirkliche Kritik am König nie möglich ist. Ich war nie imstande zu sagen, wie ich über Ihre verschiedenen Fähigkeiten und Charaktere urteile. Diele Zurückhaltung, diese widerliche Verlogenheit, dieses ungesunde Versteckspielen wird ein Ende haben." Der König ist für fair play. Für demokratische Kampses-Gleichheit. Aber nicht so die behördlich-parlamentarisch approbierten Demokraten. Die Monarchie ist gerettet. Shaw benutzt die Gelegenheit der Kabinettsbesprechungen zu boshaften Bemerkungen über Demokratie, Parlamentarismus. Völkerbund ufto. Aber nur einmal zeigt Shaw den wirklichen Gegner und Gegenspieler der Demokratie: die den Staat beherrschende Wirtschaft. Wie ein Kapitel aus seinem „Wegweiser für die intelligente Frau zum Sozialismus" hort sich die Rede des Wirtschaftsministers an, die deutlich die politischen Hintergründe einer großen Versicherungsgesellschaft aufzeigt. Eine kurze Szene, die das Stück sprengt, die zugleich seine falsche Stoßrichtung aufzeigt. Da liegt auch der Grund für die kühle Aufnahme des Stückes. — Die Frankfurter Aufführung im Reuen T h e a t e r machte keinen sehr durchgearbeiteten Eindruck (Regie: Ernst Held). Cs wurde außerordentlich ungeschickt gestrichen. Lleberflüssige Szenen bleiben an Stelle wichtigerer. Darstellerisch eine wirklich bedeutsame Leistung: Max W i 11 m a n n als Premierminister. Die Grenze zur Posse wird beinahe gestreift. In ihrer außerordentlichen Selfrstbezwingung gibt sie dem Abend das Gepräge. Karl Günther als König denkbar unenglisch. denkbar unkoniglich. In seinem Element nur in dem Zwischenspiel mit Orinthia (Lydia Dusch), seiner Geliebten. Lydia Dusch glänzend, aufgelockert und spielfresessen wie immer. Aber ihr Zwischenspiel ist im Rahmen des Shawschen Stückes überflüssig. Ihr Spiel bleibt ein amüsantes Auf atmen. W.A, Geschichten aus aller Wett. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Tic Mauern von Jericho. (fr) Jerusalem. In diesen Tagen hat eine große englische Expedition begonnen, die Mauern von Jericho bloßzulegen. Lind schon ist man auf die ersten Steine der Rieseirfrefestigung aus dem Deginn der Dronzezeit gestoßen. Josua dürfte keine leichte Arbeit gehabt haben, als er die Mauern mit feinen Trompetenstößen zum Einsturz brachte, denn man findet jetzt Steinkolosse von 2 Tonnen Gewicht. Aus solchen ©feinen bestanden die ganzen Mauern. Teilweise waren die Defestigungen noch in einer Hohe von 12 Wir. sestzustellen. Wie man im Jahre 2000 v. Ehr. diese Blocke barg, transportierte und bearbeitete, ist vorläufig noch ein Rätsel, das vielleicht durch die weiteren Grabungen gelost wird. Man hofft nämlich, unter dem vorerst in geringem Maße abgetragenen Schutt neues Forschungsmaterial zu finden, das uns manches Llnerklärliche aus längst vergangenen Tagen klarer erkennen läßt. Revolution bei den Äioihäuten. (a) Reuy or k. Die Indianer in den abgelegenen Gebieten von Ontario find augenblicklich ein wenig in Erregung, wobei sie jedoch nicht beabsichtigen, die kanadische Regierung zu stürzen. Ihre Erregung richtet sich allein gegen ihre eigenen — grauen. Bis vor kurzem faßen bei diesen Rothäuten, ganz im Gegensatz zu sonstigen Indianer.» fitten, nur Frauen im „Staatsrat", während die Männer nichts zu sagen haften. Rur ein einziger Mann faß in der Regierung, aber auch er wurde von den Frauen ernannt und unterstand einer besonderen Kommission, der er Rechenschaft afrzulegen hatte und die ihn zu jeder Zeit afrsehen konnte. Stirbt eine dieser Ratsdamen, so gehen ihre Funktionen ohne weiteres auf die älteste Tochter über. Diesen Zustand haben die Rothäute nun endlich über. Als unlängst der „Häuptling" von den Frauen abgeseht wurde, weil er nicht folgsam genug war, gruben die Männer den Tomahawk aus und verlangten einstimmig die sofortige Wiedereinsetzung des Entthronten. Darüber hinaus forderten sie für sich das Recht, den Häuptling in Zukunft selbst zu wählen. Mit dieser Forderung kamen sie jedoch bei den Frauen richtig an. Den Männern wurde eine glatte Abweisung zuteil. Die Folge war die kleine Revolution unter der Parole „Weg mit den Frauen aus der Regierung". Die Rothäute stürzten den „Staatsrat" und fetzten als echte Revolutionäre ein Exekutivkomitee ein, das bis auf weiteres die Regierungsgeschäfte wahrzunehmen hat. Tic konnten zusammen nicht kommen. Mailand. Der junge Fumazelli verliebte sich in die schöne Teresa Bettoni und verlobte sich kurze Zeit danach mit ihr. Als nun der Tag der Trauung näherrückte, nahm sich Mama Bettoni ihren zukünftigen Schwiegersohn beiseite und svrach also: „Hierzulande ist es Sitte, daß die Töchter ihrem Alter nach sich verheiraten. Ich habe noch zwei ältere Töchter und möchte nicht gegen diesen Brauch verstoßen. Du mußt also schon, wenn du durchaus Teresa, meine jüngste Tochter, heiraten willst, auf die Mitgift verzichten." Silvio liebte feine Teresa über alles und erklärte sich natürlich sofort bereit, seine Braut auch ohne Mitgift zum Altar zu führen. Das aber war Mama Bettoni auch nicht recht, denn sie fiel ihrem Schwiegersohn sofort ins Wort und erklärte, daß auch das der Landessitte zuwiderlaufe, denn ein Mädchen, dem man eine Mitgift geben könne, dürfe nicht ohne eine solche heiraten. Als sich nun Teresa dieser Auffassung ebenfalls anschloß, da war es um die Fassung des Bräutigams geschehen. Er „erinnerte“ sich ebenfalls einer „Landessitte", derzufolge die Partei, die eine Verlobung breche, alle Geschenke zurückzugeben hätte, ohne Anspruch auf die Geschenke der anderen Seite zu haben. Davon wollten Mutter und Tochter jedoch nichts wissen und die Debatte wurde schließlich so erregt, daft Silvio seinen Revolver zog und Schwiegermutter und Braut ernstlich verwundete. Zwei Jahre hat der arme Silvio nun Zeit, im Gefängnis zu überlegen, wie er glücklich werden kann, ohne gegen die Landessitten zu verstoßen, falls nicht inzwischen die beiden älteren Töchter unter die Haube gekommen sind. Vorausgesetzt natürlich, daß Silvios und Teresas Liebe die Schüsse und die Hast überdauert. Der Gewinner. (g) Madrid. Es soll Menschen geben, die vor Glück über ein gewonnenes Lolterielos der größten Dummheiten fähig sind. Keiner aber ist gewiß noch aus den Gedanken jenes Lehrlings gekommen, der in der alljährlichen großen spanischen Lotterie eine halbe Million Pesetas gewann. Der Junge hatte es auch nicht leicht: Tagaus tagein mußte er trepp» Prozent'ge Arbeitslosigkeit, bagegeit im Sommer nur nou) eine solche von 9 Prozent. Diese Parabel wird wohl zunächst auch in diesem Jahr in Erscheinung treten, da das Baugewerbe nicht in der Lage ist, die Gunst der Witterung in genügendem Maße auszunutzen. Die finanziel- ien Schwierigleiten haben auch hier zu großen Stillegungen geführt. Diele Wahlen geben ohne Frage ein klares Bild vom Ärbeitsmarkt. Sie la,sen aber auch deutlich erkennen, wo die Möglichkeiten liegen, um hier das "Regulativ zu finden. Eine Besserung des Arbeitsmarktes hängt einzig und allein von der Gestaltung der Kapitalverhältnisse ab. Denn erst eine Förderung der Produktion wird dazu führen, daß die erwerbsfähigen Kräfte zu Brot und Existenz kommen Die sozialen Probleme, so sehr sie auch größte Beachtung verdienen, dürfen deshalb auf der anderen Seite nicht zu einer Unterschätzung der Wirtschafts, und Kapitalprobleme führen. Oberheffen. Landkreis Gieften. Oö Klein-Linden. 27. Febr. Im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" wurde am Mittwochabend der Lutherfilm, der „Film der deutschen Reformation", von dem Hessischen Haupt- ocrein der Gustao-Adolf-Stiftung und des Evangelisches Bundes oorgeführt. Die Besucher brachten dem Film großes Interesse entgegen. Der Posaunenchor hatte sich in den Dienst der guten Sache gestellt und begleitete die gemeinsam gesungenen Lieder. Der Film war am Nachmittag den Kindern gezeigt worden. — In unserer Gemeinde, in der schon viele Jahre lang Nonnenweier Schwestern als Krankenschwestern und Kinderschulschwestern dienen, wurden für die Erbauung eines Feierabendhauses in Nonnenweier 184,75 Mk. gesammelt. Das Diakonissenhaus Nonnenweier hat bis zu seinem 85jährigen Bestehen im Herbst v. I. 983 Schwestern in seine Stationen entsandt. U Großen - Linden, 24. Febr. 2lls einziger Punkt der Gemeinderatssitzung vom Samstag stank) die Festsetzung der Ausschlag- sähe für die endgültige Steuerveranlagung zum Rechnungsjahr 1929 zur Beratung. Der Bürgermeister wies nochmals auf die hierzu ergangene Zuschrift des Kreisamts hin, dessen Inhalt er in der letzten Sitzung schon bekanntgegeben hatte. Das Kreisamt schlägt hierin folgende Umlage- sätze vor: Grundsteuer: auf 100 Wk. Steuerwert für Gebäude 15 Pf., für land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitz 30 Pf.; Gewerbesteuer: auf 100 Mk. Steuerwerk für gewerbliche Anlagen und Betriebskapital 100 Pf., fürGewerbecrlrag330Pf; Sondergebäudesteuer: von einer Mark staatlicher Sonder- aebäudesteuer 25 Pf. Die Regelung auf dieser Basis ist möglich, weil eine Rachprüfung höhere Steuerwerke ergeben hat und der noch verbleibende Fehlbetrag von rund 8000 Mk. aus dem Äaushaltsüberfchuß von 1928 beglichen werden raun. Gegenüber der vorläufigen Veranlagung erfahren hiernach die Sähe der Grund- und Sondergebäudesteuer keine Veränderung, während die der Gewerbesteuer, und zwar für Gewerbekapital um 50 v. H. und für Gewerbeertrag um 33Vs v. H., ermäßigt werden. Der Vorschlag des Kreisamts wurde mit großer Stimmenmehrheit angenommen. Hiermit hat eine Angelegenheit ihre Erledigung gefunden, die viele Einwohner in den letzten Wochen stark erregt hatte. ■ * Steinberg, 24. Febr. Der hiesige Gesangverein „Jugendfreund" vereinigte sich dieser Tage zu einem Sängerabend, zu dem die für 25- jährige Mitgliedschaft im Verein zu Ehrenmitgliedern ernannten Herren Georg Jung, Ludwig Schmitt, Ludwig Schneider und Heinrich S a m e s in Gemeinschaft mit Bürgermeister Schäfer (Watzenborn-Steinberg) eingeladen hatten. Bürgermeister Schäfer war für sein vorbildliches Wirken im Interesse des Vereins bei dem Gesangswettstreit im Jahre 1928 als äußeres Zeichen der Dankbarkeit die Vereins-- nadel verliehen worden. Er erhielt nunmehr für seine Verdienste bei dem damaligen Wettstreit noch ein Diplom überreicht, ferner wurde er mit Wirkung vom 16. Juni 1928 ab ebenfalls zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Bürgermeister Schäfer dankte dem Verein in herzlichen Worten für die Auszeichnung und wünschte dem Verein ein weiteres gutes Dorwärksschreiten. Frohgestimmte Geselligkeit bereitete im übrigen den Mitgliedern frohe Stunden. • Garbenteich, 25. Febr. Am vorigen Samstag beging der hiesige Gesangverein „Victoria" sein 51. Stiftungsfest. Rach einem Eröffnungsmarsch begrüßte der erste Vorsitzende die Gäste und gedachte dabei nochmals in großen UmriNen des verflossenen Iubiläumsjahres. Mit Dankesworten an den Chorleiter Groß, an die Milwirkenden des Abends und mit einem Hoch auf den deutschen Männergesang und den Verein schloß die mit Beifall aufgenommene Ansprache. Anschließend ernannte der Vorsitzende die aktiven Sänger Friedrich B r i e g e l und Georg Kissel, sowie das inaktive Mitglied H. Keil I., für 25jährige treue Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern. Rach dem Vortrag von Musikstücken und einiger Gesangschöre, welch" letztere für den Dirigenten und die Sänger das Zeugnis feiner und rastloser Arbeit in sich trugen, wurde der Dreiakter „Der Glockenguß zu Breslau" in guter Weise aufgeführt. Anschließend folgte noch ein humoristisches Theaterstück, sodann beschloß Tanz den für den Gesangverein erfolgreichen und wohlgesungenen Abend 3 Lollar, 26. Febr. Dieser Tage fand der letzte der Vorträge des Musiklehrers Bauer aus Gießen im Rahmen der Volkshochschule über die Entstehung und Entwicklung der Gesangsmusik statt. Der Besuch der Dortrage war für alle Hörer unentgeltlich und war besonders aus Sängerkreisen stark. Am 23. März soll nun als Ergänzung und Abschluß der Vortragsreihe ein gemeinsames Konzert der drei hiesigen Gesangvereine stattfinden, wobei Volkslieder, Madrigale, Balladen, Opern- und Oratoriengesänge zum Vortrag gelangen sollen. ! M a 1 n z l a r , 26. Febr. Am Samstagabend hielt der Krieger- und Schühenvercin im Müllerschen Saale seinen dies ährigm, sehr gut besuchten Familienabend Für den durch Krankheit am Erscheinen verhinderten ersten Vorsitzenden entbot Kam. Ernst Schlapp den Will- kommengruh des Vorstandes. In eindringlichen Worten ermahnte er zur weiteren Pflege der Kameradschaft in der jetzigen schweren Zeit: anschließend fang man gememfam das Deutschlandlied. Bei der Auszeichrumg für treue Mitgliedschaft erhielten Abzeichen für 50jährige Dereins- zugchörigkeit Kam. Christoph F i n d t : für 40- jährige die Kameraden Ioh. Kltngelhö- Gchach-Ecke. Bearbeitet von W. Orb ach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw sind zu richten an die Schachredallion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 253. Don D. Marin. 8 8 6 6 5 5 3 3 2 2 Schwarz, abedefgh abedefgh Weiß. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt Weih: 8 Steine. Khl; Da4; Tf5, g2; Lgö; Se3, gl; B12. Schwarz: 12 Steine. Kh4; Da8; Tb6, h8; Lai, e2; Sa7, d2; ßdö, e5, g4, g7. Partie Nr 179. Die folgende Partie wurde in der 7. Runde des internationalen Meisterturniers zu San Remo gespielt. Indisch. WeH: Dr. Aljechia. Schwarz: Kmoch. 1 62-64 1. Sg8-f6 2. c2 — c4 2. e7-c6 3. Sbl -c3 3. Lf8-b4 4 Lei-62 Dies ist wohl die lung gegenüber 4. . .. 5. e2-e3 6. Sgl — f3 7. a2-a3 8. L62X c3 9. Tal -cl 10. Tclxc3 einfachste und beste Aufstel- dem kecken Läuferausfall. 4. (j-0 5. 67-65 6. c7-c5 7. Lb4xc3 8. Sf6-e4 9. Se4xc3 Der Turm soll zum späteren Königsangriff Verwendung finden. 10. ... 10. cdx64 11. e3xd4 11. Sb8-c6 12. Lfl — e2 13. Le2xc4 14. 0-0 15. Tc3-d3 16. Tfl-el 17. D61-62 12. 65XC4 13. 1)68-k6 14. TJ8-68 15. Lc8-67 16. Ld7-e8 17. Scö-e7 Um den Springer auf f5 zu postieren: der folgende Zug Aljechins widerlegt jedoch diesen Plan. 18. Sf3-g5 18. Se7-65 I Denn 18.... Sf5 wäre setzt ein grober Fehler • wegen 19. Sxe61, fXe6 12. Txe 6 und gewinnt. 19. T63-f3 20. Tf3-g3 21. Sg5-t3 22 Tel -e4 23. Sf3-e5 24. Tg3-63 25. h2 —h3 19. Df6-e7 20. H7-H6 21. De7-f6 22. 565-e7 23. Se7-f5 24 Ta8-c8 25. Sf5-66 Kmoch. der sich in seiner schwierigen Stellung bisher sehr gut verteidigt hat. läßt sich hier die ausgezeichnete Fortsetzung 25.... Lc6 26. Sxc6. Txc6 27. 65. ex65, 26. Lx65, Tc66 entgehen. Rach dem Textzug entscheidet der Weltmeister die Partie auf feine Weise. 26 Te4-f4 27. Se5xc4 28. T63-g3 29 Sc4-e3 30. Kgl-h2 31. D62-b4 32. 64-65! 33. Db4-e4 34. De4 — e5 35 Dc5-h5! 26. S66xc4 27. Df6-g5 28. Dgö-65 29 D65-c6 30 Dc6-cl 31. Del -c7 32. a7-a5 33. T68-66 34. g7-g6 35. T66x65 Falls 35..., 36. Se3x65 37. Dh5xh6 38. Tf4-h4 Kh7. so 36. Sg4!, gXh5 37. Sf6+ nebst Tg8 matt. 36. eöx65 37. Dc7-e5 38. De5-g7 und Schwarz gab gleichzeitig auf. Auf 38..., Dxb2 wäre 39. Txg6+! nebst Matt in einigen Zügen erfolgt. Lösung des Problems Dr.249. Don Josef Posplsil. 1. Tc4—c3! usw. Schachbriefkastcrr. G. Pf., Launsbach. Bei Problem Rr. 248 scheitert 1. SXgT-j-, an 1.... TXgZ-r. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstifch. Bismarck im Kolleg. Bismarck hörte als Student ein Kolleg bei einem Dozenten, der äußerst nervös war und bei der geringsten Störung den Vortrag unterbrach. Eines Tages hatte Bismarck sich verspätet und betrat einige Minuten nach Beginn der Vorlesung das Kolleg. Der Professor hielt inne. Eisiges Schweigen. Aller Augen lagen auf Bismarck. „Verzeihung," sagte der, „ich dachte, hier sei Kolleg." Sprach'- und machte die Tür von draußen zu. Der Schwur des Antiquitätenhändlers. Der Antiquitätenhändler S. weckte, so schreiben „Kunst und Künstler", nachts um ein älhr seine Frau aus tiefem Schlaf und bat sie: „Biete mir auf die Boucher-Tapisserie 500 000 Franks." Sie sagt: „Du bist verrückt, mich darum zu wecken." Er: „Tu mir den Gefallen und biete mir.“ Sie: „Also gut, ich biete dir 500 000, nun laß mich in Ruhe." — Am nächsten Tage kommt der große Käufer, der um das Stück schon feit einiger Zeit handelt. Er will den Preis noch einmal drücken. Worauf S.: „Ich schwöre Ihnen, so wahr ich hier stehe, heute nacht um ein Uhr hat mir jemand 500 000 Franks dafür geboten." s e r II., Hch. H 0 rmann VII., Ioh. H or- mann, Ludwig Fortbach II. und Friedrich Schwarz 1. Vorträge und Gedichte heiterer und ernster Art, sowie der Gesang alter Soldaten- und Volkslieder hielten die Anwesenden noch lange beisammen. — Am Montagabend veranstaltete der Evangelische Frauenverein bei Gastwirt Müller sein diesjähriges, außerordentlich stark besuchtes Kaffeekränzchen. Ein von Mitgliedern des Vereins flott gespieltes Theaterstück aus der Biedermeierzeit wurde sehr beifällig ausgenommen, während in wechselnder Reihenfolge Vortrags- und Gesangsstücke, sowie einige selbstversahte Gedichte die Teilnehmen in der angenehmsten Weise unterhielten. Durch eine Verlosung vieler von den Mitgliedern gestifteten Gegenstände konnte jedem Teilnehmer ein kleines Geschenk überreicht werden. Dekan Guhmann dankte allen, die zu dem guten Gelingen dieses Abends beigetragen hatten, insbesondere der ersten Vorsitzenden, Frau Lehrer Weisel, und der anwesenden früheren Vorsitzenden, Frau Lehrer Kurz, Gießen. Der Verein zählt zur Zeit über 100 Mitglieder. 3 Allend 0 rf a. d. L d a., 26. Febr. Ain Sonntag tagten hier in der Gastwirtschaft von Eberhard Ranft Wwe. die dem Verband hessischer Kleinkaliberschützenoereine des Kreises Gießen -Nord, angehörenden Kleinkaliber- schützenoereint. Außer drei am Erscheinen verhinderten, waren alle Vereine vertreten. Die Versamm- lung wurde von dem Vorsitzenden Hilfsförster För - ste r (Allendorf) geleitet. In einer kurzen Ansprache wies dieser auf die Bedeutung des Schießsportes hin und ermahnte die Anwesenden, auch fernerhin treu zu dem Verbände zu stehen. Sodann wurde über das diesjährige Kreisfchießen beraten. Man einigte fich dahin, daß dieses Schießen in diesem Jahr in Allendorf a. d. Ld a. auf dem zur Zeit im Bau sich befindenden neuen schießstand, der mit 6 Schießbahnen und Wechselscheiben ausgestattet wird, am 27. Juli stattfinden soll. Für die Folge soll das Kreisschießen in alphabetischer Reihenfolge den einzelnen Vereinen, die über einen entsprechenden Schiehstand verfügen, übertragen werden. Als Unparteiische bei dem diesjährigen Kreisschießen sollen fungieren: Vermessungsobersekretär Lotz (Allendorf), Förster Karberlah, Rüddingshauscn, und W. Schlosser, Lauter. Weiter wurde beschlossen, daß im Laufe des Jahres M a n n f cha f t s - V e r - gleichsschießen abgehallen werden sollen, um den Vereinen Gelegenheit zu geben, sich in der Gesamtleistung mit anderen Vereinen messen zu können. ieh!.. er konnte ein günstiges Kaisenbild geben, ein ganz ansehnlicher Barbestand ist vorhanden. Als wichtigster Punkt der Tagesordnung folgte die Wahl des P.ä identen des Vereins. Kamerad Bürgermeister Kaiser lehnte zum großen Bedauern der Versammlung die Annahme einer Wiederwahl ab. Der seitherige zweite Vorsitzende Richard Schmidt wurde darauf einstimmig zum Prä,i- deuten gewählt. Karl Langlih I. wurde zum zweiten Vorsitzenden berufen. Die Verfammlung beschloß noch die Beteiligung an dem im Mai in Burkhards stattsindenden Kriegerseft. * R u d i n g s h a i n, 24. Fcbr. Im hiesigen Kriegerverein hielt am Sonntag Kamerad Kratz aus Freienseen einen Lichtbildervortrag über unsere frühere Kriegsmarine, den U-Boot- Krieg und die Skagerraksch'.acht. Kamerad Kratz als früherer U-Boot-Fahrer und Mitkämpfer vom Skagerrak, wußte in fesselnder Weise zu berichten. Der Musik- und der Gesangverein bereicherten den Abend. Sämtliche Darbietungen fanden lebhaften Beifall, den der erste Vereinsvorsitzende L. S t r a u b in Worte kleidete. Kreis Alsfeld. mr. Grebenau. 27.Febr. Am Sonntag trat der hiesige K r i e g e r p e re i n mit einem Vergnü- gungsabend, der aus Theater und Tanz bestand, an b;€ Oefsentlichkeit. Der Besuch der Veranstaltung war sehr gut. Zur Aufführung gelangten ein Dolksschau- sptel in vier Akten und zwei humoristische Stückchen. Die Zuschauenden dankten den Mitwirkenden, die sich alle Mühe gegeben hatten, durch reichen Beifall. — Im Laufe dieses Winters fanden in unserem Dorfe schyn mehrere Holzvorst eigerungen aus Gemeinde- und Staatswald statt. Im allgemeinen gingen die Preise nicht über den Tarif. Einesteils ist der Bedarf an Brennmaterial nicht so groß, da der diesjährige Winter sehr milde war, anderntells wirkt sich auch hier die außerordentlich« Geldknappheit aus. Dies bewies ine besondere dis Versteigerung des Nutzholzes. Die Preise, die ba* ür geboten wurden, waren teilweise so niedrig, daß keine Genehmigung erteilt wurde. Preußen. KreiS Wetzlar. • Launsbach, 26. Febr. Die hiesige Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer jüngsten Sitzung auch mit der vielumstrittcnen Sportplatzfrage Rachdem man in dcr letzten Zeit eine Anzahl Plätze besichtigt batte, wurde in der Sitzung nach längerer Aussprach« beschlossen, als geeigneten Platz zur Sportausübung die sog. Pfingstweide solange zur Verfügung zu stellen, bis der endgültige Sportplatz in den „Roten Gräben- ausgebaut werden kann. Die zahlreich in der Sitzung anwesenden Interessenten nahmen den Beschluß mit lebhaftem Beifall auf. Maingau. WSR. Frankfurt a- M., 27. Febr. Der Polizei ist es gelungen, einen lange gesuchten Fahrraddieb fest zuneh men. Es handelt sich um einen jungen Mann im Alter von 20 Jahren. Bei seiner Vernehmung gab er 3 2 Fahr - raddiebstähle zu. Die Fahrräder hat er in Frankfurt gestohlen und sie in der Umgebung von Vilbel und Hanau an Landwirte verkauft. Ein Teil der Räder wurde in Rieder-Erlenbach von der Gendarmerie sichergestellt. 6in gutes, modernes Bildnis vom Berelsphotographen besitzt bleib. Wert u. ist immer ein sinniges Geschenk. Die Aietiers der Facbvholonraphen L™D sind audi Sonntags von 10—3 Uur neöifnet. Jean Weisel, (Heben. Sonnenatrabe 6, Telephon Nr. 3888 Natürliches Für die Gefundheit Glas mit 50 Tabletten M. I Im ersten Jahrzehnt nur W 29/30 NIVEA KINDERSEIFE Sie ist nach ärztlicher Vorschrift besonders für die empfindliche Haut des Kindes hergestellt. Ihr seidenweiche» Schaum dringt schonend in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde Hautatmung. Preis 70 Pfd Gegen spröde Haut schützt Sie beim Wintersport, überhaupt Immer, wenn Sie sich bei Kälte Wind und Wetter iro Freien authalten NIVEA-CREME Nivea-Creme enthält als einzige Hautcreme das dem Hautfett verwandte Eucerit, und darauf beruht ihre Wirkung Sie dringt, ohne einen Glanz zu hinterlassen, vollständig in die Haut ein und macht die Gewebe der Haut geschmeidig und widerstandsfähig, sie nährt und kräftigt die Haut Dosen zu RH 0.20- 1.20 • Tuben w RH 0.60 u. 1.00 Ewigkeit abgerufen. iW< 0136) IH5D Gießen, den 28. Februar 1930. Die Beerdigung findet Samstag, den 1. März, vormittags 11.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Frau Marie Kretschmann geb Klein Elisabeth Stadtler geb. Burkhardt Danksagung. Allen denen, die mit ihrer warmen Anteilnahme und Hilfsbereitschaft uns bei dem Heimgänge meines lieben Mannes und Vaters stützend zur Seite standen. sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Frau Elis. Lüddecke nebst Tochter Gießen, den 28 Februar 1930. Ausnahme-Angebot! Mßkerne Edei-QuaUtat: Hnfelnnßk. Pid. 1.80 Wal-.Pnrlwuhkerne Etdnuiik- Pfd. 0.50 Geir. Früchte IN Edei-Quaiilat: Gemischtes Obst P>d. m 1.10 Pflaumen P'd. 0.6k 0.85 Muskat-Datteln 'packum, 0.40 Ultra-Femen Md. 0.80 Trauben-Rosiuen Pockuna 0.18 EdeUrnchl- 0)3*< Schokolade 0.65 Krauterhaus Fung mmil.veaetar.voUw. tjebensm.. Schufnr. ßreibank. Samstan. d. I. Marz 1030. v. 8 Ubr ab [17U4D zieifch verkauf. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme hei dem Heimgang unserer lieben Tochter, für die vjelen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Leonhard Nuhn und Frau Luise geb. Sommeriad. TreU a. Lda^ den 26. Februar 1930. An? 26. Februar 1930, morgens 4.30 Uhr, wurde mein lieber guter Mann, der stets treubesorgte Vater seiner drei Kinder, mein lieber Sohn Karl Kretschmann im 34. Lebensjahr'plötzlich und unerwartet durch einen sanften Tod in die Lichrr Fastnachismarkt Schaf-, Schweine- und Krämermarkt am Montag, dem 3. März 1930. Bei Beschickung des Viehmarktes sind die seuchenpolizeiuchen Vorschriften zu beachten. Ursprungszeugnis für Züchter, Nachweis der Quarantäne für Händler. Es dürfen nur Tiere aus unoerseuchttzn Gemeinden aufgetrieben werden, Auf- triehszeü vormittags von 8 bis tz Uhr. Sich, den t3- Februar 1930. 1334D Hessische Bürgermeisterei Cid). Geil. Waschsamt Gerade jetzt Im Vorfrühling ist er weyen seinerStrapazier- fähijxkeit der beliebtesteStoft für Schul-, Berufs-und Strafen Kleider Die allpruenest., herrlichst. Muatei bringen u if in einer Auswahl, von der jede Dame entzückt sein wird! Waschsamt, bedr. 70 cm ft rn breit, tiorieste Qualität *»l)U Lindener Waschsamt ft Oß einfarb., garant. waschecht Z.Ov Linden. Waschsamt, bedruckt, Kunstseid. Waschsamt bedruckt, 70 cm breit, hette ä ßß Köperware, Indanth.- Färb. t.UU Schneidern Sie selbst nach Ullstein-Schnitten || Dae Haue 4er Stoffe 164 »A Mnniark toitorswoftw SCHMERZ RANE ALGIE NSCHMERZ crrnovANiLiE GEGEN VORZm^1AHR?tHNn MWÄNRT ÜBERRASCHEND SCHRILLE WIRKUNG OHNE UtRZKLOPFEN-OHNE MAGENBESCHWERMN —r-IN PULVER-UND OBLATENPACKUNG--- illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Wohnungsvergebunq. Unseren Mitgliedern bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß für unsere Wohnungen „Aulweg" eine starke Uebernach- frage vorliegt. 1725D Aus diesem Grunde können Gesuche wegen lleberlafsung einer Mahnung für diesen Bauabschnitt keine Berüäsichtlgung Mtzhr finden. Baugenpsiens<^»ft 1894 zu Gießen, _______Der Vorstand._______ iiiiiiiiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiii Gesucht ho ort [35-V an allen Orten fleißige, strebsame Personen zur Uebernahme einer Trikofagen n.Slronipfstriclierei ayf upse er Ferainastrickmaschine. Le chter und hoher Verdienst. Gün stige Bedingung. Vorkeitntniise nicht erforderlich. Prospekt gra is u/ranko Trikotasen- u. Mrnmpffabrik Ke ier & Foh en. Saarbrlcken 3. Sie werden überrascht sein von den Schuhen, die wir jetzt zu weit unter Preis verkaufen Beachten Sie unsere Sonderfensterl 95SA AllSd Lichtspielhaus Der moderne Casanova GEGRu BAHNHOFSTRASSE 60pt. • EINGANG GRABENSTRASSE (KEIN LADEN) Herrenstoffe Kleiderstoffe Wäsche In meinem Etagengeschäft finden Sie nur Qualität»- zahlen 50 Pfennig Eintritt. J713D Eine Gelegenheit für Käufer, die Geld sparen wollen I Vorverkauf nur in der Turnhalle. OerElserrat. 91Hp besonders auch Kränkliche, VUjlvvIHvj zurückgebliebene und 171IA 163D 3nl Unreines Gesicht MfiauranMrok0-il Pickel, Mitesser werden in wenigen Tagen durch RASSOL Uebertragung des Länderspiels Bet 9euffÄlanb-3ia ien Drogerie 0. W nterholl, Krenxplelx 9 10, durch erstklass. Lnutsvrecheranlnge. nindenbnrq-Drogerie, Selterswen 68a. des Caf6 Leib 17i6D Heinrich Bön*el. Es lobet ein Wir bringen unter anderem: , per 7 Qualitäten, die werden CHMUCKER, mengen. Verlangen Sie nur echtes Rassol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurückt. Allein. Hersteller: (Engel: apotheke (Bieben. Zu haben in allen Apotheken. das Teintverschönerungsmittel Venns (Stärke A) Preis Mk. 2.75 unter Garantie beseitigt. Gegen einschließlich Montag werden die die sich in letzterZeit angesammelt haben,zu unerhört niedrigen Preisen verkauft Belr An 1 gr. Fl. Mk. 1.75 /M Verl« U rob- r S des j von G solche mit steifen Deinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes waren zu den 2 "'tz,! kmbe Sinn« „ Al Nvi denkbar niedrigsten Preisen. in sämtlichen Räumen.01884 niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Karten im Vorverkauf können noch am Samstag bis abends 6 Uhr aut der Geschäftsstelle, Lonystr. 18 (Nähe Bleichstraße) in Empfang genommen werden. D. H. V., Ortsgruppeßießen. Von heute bis RESTE r Schaufenster-u. Innen-Auslagert Gabelsbergerstraße — Ecke Hamm sfr. morgen. Samstag. Den 1. NM KWMW BBS® Mantelstoff Q 140 cm breit, kammgarn- • j ähnlich.... per Meter nur Theater-Cafe Ernst Ludwig Morgen, Samstag, 4 Ühr Tanz-Tee ichwi^ li'chei^ pjutf ßn. ((iirH 1 i eichen; rurner un iki9 sür i hotten, de" schein unb hrDeuO 211s Jnhab utc her ® 6er Pruiui Lch-viengk merber un jRetlungsö unterstützt Kristian ■i> a u m a upm Tv Dom Stobt Haber öes ,-iilfeil Des, Höffes muß in in vertngl HanS Jas am getragene (2 u m b a fxnun- Du Gesangverein Heiterkeit Samstag, den 1. März, 2011 Uhr, in den festlich dekorierten Räumen der Liebigshöhe GroßerMaskenball Eintrittspreise: Herrenkarten 2.00Mk., Damenkarteh 1.50 Mk. Vorverkauf: Herren- und Damenkarten bei den Friseuren Büttner, Landgraf-Philipp-Platz, Pfeil, Walltorstraße, Schön, Frankf. Str. 89 und Wahl, Neustadt; nur Damenkarten bei Salomon, Schulstr. und Schmücker, Marktstr. 17200 Plockstraße 5 Samstag. Sonntag. Montag. Fastnacht-Dienstag grobes Karnevals-Treiben Abends: Im Zeichen des Karnevale Konzert und Tanz .H<3 eWiBlMeiM am Ganrstas,1» Ästavz, 8*11 in dev LuvnhaUe 31$ LSeuchertzeim Wir bieten Ihnen bei mäßigen Preisen und anerkannt besten Speisen und Getränken aller Art unter Mitwirkung einer guten Kapelle frohe Stunden! Autoverkehr die ganze Nacht! Eintritt einschließlich Tanzgeld und Steuer nur 1 Mark. - Zuschauer im kleinen Saal D. H. v.-Maskenball Samstag, den 1. März 1930, abends 8 Uhr, im Festsaal Kafscrallee 27 1736D Sonnina. den 2. März Harrys schwache Seite mitTruusvan Alten, Hermann Picha Ab heute bis einschl. Sonntag Harry Liedtke in einem seiner besten Großfilme Ferner: Beiprogramm - Wochenschau JODI 1723A 1597A dann können die struppigen Köter bellen, so lange sie wollen, sie richten nichts mehr aus. Auch die Eier kommen nun nicht mehr fort, und kein liebes Tier verläuft oder verfliegt sich. Ein Drahtzaun Ist schnell gespannt und gar nicht teuer. Sagen Sie mir, was Sie einzäunen wollen, Ich habe alle Materialien vorrätig. l.B Käufer (neuen AM OSWALDSGARTEN Nr. 50 Drittes Blatt Aus dem Turngau Hessen (D.T.) DLR(H -Pri funqen —o— Die Uebungsfolge der Gau - V 0 r - nd) m i in m e r ft u n b e , die am Sonntag im Städtchen Volksbad zu Gießen zur Duichsührung tarn, j Miiroe von dem Leiter, Gausachwart,tjranz Sauer »Gießen), zu einer Prüsungsgelegenheit in schwinv inerischen Leistungen aueg.stattet Nachdem zwei Turner und eine Turnerin den entsprechenden Nach- ükis für bas Turn- unb Sportabzeichen erbracht ttatten, bewarben sich 15 Xellnebmer um den Grund- schein und 5 Teilnehmer um den Prüfungsschein • i?r Deutschen Lebens Rettungs Gesellschaft (DLRG.). 1 dis Inhaber des Lehrscheins dieser Gesellschaft leb r*:te der Gauwarl die Durchführung und Wertung Der Prüfungsarbeiten, die für die Dauer und Schwierigkeit der eigenen Schwimmleiftung der Bewerber und für das sachgemäße Verhalten bei dem Rettungsdienst oorgeschrieben sind. Dabei wurde er । nterstügt durch die Turner f)ans Geismar und Christian Weeg vom Tv 1846 Gießen, Hugo Baumann vom Mio. Gießen, Ferdinand Goetz mm To Wetzlar und Bademeister W e st b r o ck Lom Städtischen Volksbad Gießen, di« sämtlich 3n= lieber des Prüsungsscheines sind. Bei der Reichhab j. i iiifeit des praktischen und theoretischen Prüfungs- 1 (taffes mußte der Abschluß auf einen späteren Ter- I Hin vertagt werden. Handball im T. V. Hcuche heim. Das am vorigen Sonntag in Heuchelheim aus- I getragene Gefellschaftsspie.' gegen Tv. Treis (Lumda) i. endete mit 3:1 Toren für Heuchel- | heim. Die Gäste stellten eine sehr flinke, eifrige * Mannschaft. die aber dem Heuchelheimer Tor | nie besonders gefährlich wurde, während sich i anderseits Heuchelheims Sturm, trotz dauernder LIeberlegenheit, infolge der zahlreichen gegneri- 1 i«f>en Verteidigung nicht recht durchzusetzen verflöchte. Der Schiedsrichter leitete gut. Handball im Lahn-Oünsberg-Gau Londons I - Garbeateich 1 3:3 (2:1). QIm vorigen Sonntag trafen sich in Garben- ! r nach Berlin zurückgekehrt war. die finanziellen Schwierigkeiten. Er hatte gewähnt, den ersten Sloh pariert zu haben, aber es war dem Makler riicolad nicht gelungen, die Kündigung des be= liesfenden Kapitals rückgängig zu machen. 3m Gegenteil! Die Europabank, mit der Schultz off sofort in Unterhandlungen trat, zeigte sich leltfam reserviert, Dr. Krick, der junge, blasierte Tirektor, sprach sogar von weiterer Einschränkung des der Firma Schulhofs gerräh.ten Kredits. Fel'.k Schulhofs begehrte auj. Es sei unerhört, iEin zuerst die Gelder zuzusagen, um nun die ItUfage wieder rückgängig zu machen. Man könne hn doch nicht sein ganzes Werk, das bereits Mit gediehen sei, einfach zerschlagen! Aber Dr. Krieck blieb bei seinem Standpunkt, sprach von plötzlich eingetretenen Schwierigsten auf Dem Kapitalmarkt, von unvorher- a^sehenen ausländischen Verpflichtungen der Tank, die sie zu größten Einschränkungen in der I Kreditgewährung zwängen, kukz und gut: Herr Schulhofs müsse eben sehen, daß er sich das er- forderliche Kapital rechtzeitig von anderer Seite ^schasse, was ihm sicher nicht schwerfallen axirbe. Die Europabank bedauere natürlich sehr, ater... Schulhofs hätte Dr. Krieck am liebsten in das .iterlegen lächelnde, monokelbewehrte Gesicht gelingen. Was redete dieser Mensch daherI Hatte spielen, die in einigen Wochen in Gießen aus- Fußball-Länderspiel DeuWand-Mlien. Vorschau auf das Treffen am nächsten Sonntag. Mitglieder der deutschen Mannschaft: Links oben L. Hofmann (Stürmer), links unten Albrecht (Stürmer) und Weber-Kassel (Verteidiger), Mitte Hagen (Spielführer und Verteidiger), rechts oben Pöttinger (Stürmer) und Leinberger (Läufer), rechts unten Stuhlfauth (Tor) Der kommende Sonntag bringt eine sportliche Veranstaltung von ganz besonderer Bedeutung: das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Italien in Frankfurt a. M. Es ist dies die vierte Begegnung zwischen den beiden National-Mannschaften. Der erste Kamps 1923 in Mailand brachte uns eine 3:l°Niederlage. nachdem unsere Mannschaft bis zur Pause mit 1:0 in Führung gelegen hatte. Das Rückspiel in Duisburg brachte eine noch größere Enttäuschung. Völlig unverdient blieben die Italiener erneut, und zwar mit 1:0 Sieger. Erst 1929 brachte uns in Turin einen Dielbejubelten 2:1-Sieg gegen die Azzurris. Es stehen also einem deutschen Sieg zwei Niederlagen gegenüber. Was wird nun Frankfurt bringen? _ Seien wir uns Darüber klar, daß wir unsere Hoffnung nicht allzu hoch spannen Dürfen. Denn infolge Verletzungen und sonstiger Ausfälle stellten wir eine Mannschaft auf, die das tatsächliche fußballerische Können Deutschlands nicht ganz richtig wiedergibt. Heberhaupt geht man wahrscheinlich in der Annahme nicht fehl, daß unsere Nationalelf am kommenden Sonntag auf einzelnen Plätzen doch anders beseht ist, als bis jetzt bekanntgegeben wurde. Wie dem auch sei: es steht fest, daß dieses Länderspiel unter Den augenblicklichen llmftänöen eines Der schwersten ist. die der DFB. seither zu bestreiten hatte. Denn Italien ist ein Gegner, der bis auf das Letzte „fit" ist. der sich in verschiedenen Trainingsspielen glänzend einspielle und der über seine besten Spieler verfügen kann. Wir werden in diesem Länderspiel das Fehlen des durch einen Autounfall verunglückten Hoffmann, Dresden, sicherlich mehr uls einmal bedauern, lieber den Ausgang des Treffens ist wenig zu sagen. Man hofft auf einen knappen Sieg, ist auch schon mit einem Unentschieden zufrieden — und befürchtet im Stillen eine Niederlage getragen werden, den Turngau Lahn-Dünsbe^g vertreten. Tv. Launsbach 1 — Tv. Waldgirmes 1 3:0 (2:0). 3:0 (2:0). Am Sonntag standen sich diese Mannschaften zum Gesellschaftsspiel in Launsbach gegenüber. Launsbach hat in bezug aus Fangsicherheit und Zuspiel in den vorhergehenden Spielen viel gelernt, so daß Waldgirmes nicht recht aufzukommen vermochte. Tv. Dorlar 1 — Tv. Staufenberg I 3:5 (2:2). Zwei durchaus gleichwertige Gegner rangen in diesem Spiel um die Punkte, die Staufenberg durch besseres Ausnutzen der Torchancen glücklich mit nach Hause nehmen konnte. Das Spiel war flott und wurde sehr fair durchgeführt. Handball der Sp.-Dg. 1900. Am kommenden Sonntag trägt 1 900 's erste Handballelf das Rückspiel gegen die hiesige Oberrealschule aus. Im Vortreffen blieben Die 1900er sicherer Sieger, allerdings mußten die Schüler damals zwei ihrer besten Stürmer ersehen. Inzwischen hat jedoch Die Oberrealschulmannschaft viel an Kampfkraft gewonnen und dürfte fehr wohl in der Lage sein, den Spieß umzudrehen. Diese Annahme ist um so mehr berechtigt, als es den 1903ern bislang noch nicht wieder gelungen ist, sich ein homogenes Mannschaftsgebilde zu schaffen. Auch werden nächsten Sonntag wieder einige Ersatzleute eingestellt werden müssen. Die Schülermannschaft empfängt aller Voraussicht nach die gleiche Elf des T.-V. A1 - lendorf (A. D. T.). Da Die Stärleverhältni se nicht bekannt sind, ist Der Spielausgang kaum vorauszusagen. V. f. B. Am kommenden Sonntag ruht der Spielbetrieb fast ganz. Lediglich die A. H. und die e r ft e Jugendmannschaft tragen auf eigenem Platz Gesellschaftsspiele aus. Die A.-H.-E l f empfängt zum Rückspiel die Fußballmannschaft des Gießener Ruderklubs „Hassi a", die das Vorspiel vor kurzem hoch mit 9:1 gewann. Allerdings muß dabei berücksichtigt werden, daß V. f. D. nicht vollzählig war. Die Plahels wird Gelegenheit nehmen, zu beweisen, daß das 1:9- Resultat dem tatsächlichen Stärkeverhältnis beider Mannschaften nicht entspricht. Voraussetzung für ein besseres Abschneiden ist jedoch, daß sie komplett und in stärkster Aufstellung antritt. Die ersteIugendelf hat sich die gleiche des F. C. Grohen-Duseck nach hier verpflichtet. Sie wird mit Ersah antreten und daher sich anstrengen müssen, wenn sie gegen die Gäste ein gutes Resultat erzielen will. Vom vergangenen Sonntag ist noch über Die Spiele Der 3ugenD= und Schülerabteilung zu berichten. Die erste 3 u g e n D m a n n f d) af t hatte auf hiesigem Platz Die erste Jugend De8 Sportvereins Heuchelheim im fälligen Pflichtspiel zum Gegner. Rach forschem Kampf gewannen die technisch besseren V. f. Der über Die eifrigen Gäste knapp mit 1:0. — Das angesagte Pflichtspiel Der zweiten Jugend gegen Die gleiche von Niedergirmes kam infolge eines Versehens des Plahvereins (Niedergirmes) nicht zum Austrag. — Der Dritten IugenD war in Der Vorschau wenig Aussicht auf einen Sieg zugesprochen toorDen. WiDer Erwarten gewann sie ihr Treffen gegen die erste das erforderliche Geld auftrieb, mußte er das Bauen einstellen, und alles Kapital, das bis jetzt hineingesteckt wurde, war verloren! Gottlob war es aber noch nicht so weit! Bis zum Aeußersten würde er für sein Werk kämpfen! Cs tarnen Tage voll Arbeit, Hastens und fieberhafter Aufregungen. Von einer Stelle lief Felix Schulhofs zur anderen, um sich Ersah für das von Der Europabank gekündigte Geld zu beschaffen. Seine Bemühungen schienen auch bei einigen Stellen anfangs Aussicht auf Erfolg zu haben, aber plötzlich zeigte man sich zurückhaltend, mit nichtssagenden Begründungen lehnte man Die Kapitalbewilligung ab. Auch die Europabank hatte ihre Drohung, noch weitere Abstriche am Kredit zu machen, wahr gemacht. Als Schulhofs diese Nachricht empfing, erfaßte ihn tiefe Niedergeschlagenheit. Wortlos reichte er seinem Prokuristen Den Brief. DenDler las ihn, und sein Gesicht wurde todernst. „Es ist, als ob sich alles gegen uns verschworen hätte!" sagte er bedrückt. Felix Schulhofs sah gebrochen vor sich hin. „Manchmal meine ich selbst, es sei irgendwo eine unheimliche Macht, die an unserem Untergänge arbeite...“ Er raffte sich plötzlich auf und hieb mit der Faust auf den Tisch. „Ich laffc mich aber nicht unterfriegen! Wir müssen es schaffen. DenDler I Das sind wir uns .. und meinem Vater schuldig!" Der Prokurist streckte ihm Die Hand entgegen „Was an mir liegt, soll geschehen. Herr Schulhofs!" Er überlegte. „Soll ich Herrn Nicolas nochmals herbitten? Vielleicht weiß er noch einen Weg!" Zwei Stunden später war der Makler zur Stelle. „Das ist unerhört!" sagte er in gemachter Empörung. als Schulhofs ihm den Bries der Europabank zu lesen gab „Weiß Der Teufel, was plötzlich in Die Leute gefahren ist!" Felix Schulhofs schritt nachdenklich im Bureau hin und her. Nun blieb er vor Nicolas stehen. „Ich komme von dem Verdacht nicht los, daß irgend jemand, der mir schaden will, hinter der Sache steckt I" Der Makler zuckte unmerklich zusammen, sagte aber nichts Darauf. Schulhofs, Der leine^ Antwort erwartet zu haben schien, fuhr langsam, grüblerisch fort: „Cs ist Doch mehr als seltsam, daß mit einem Male alles, was ich versuche, fehlschlägt! Die KünDigungen der Europabank... dazu die vielen anderen Absagen . wohin ich mich auch wende, man zeigt mir die kalte Schulter..." Er sah den Makler fragend an. „Ob es sich vielleicht um ein Konkurrenz-Manöver handelt?... Daß eine Sache wie unser Bauprojekt die Neider auf Den Plan ruft, ist natürlich.. Aber trotz allem: Ich kann mir nicht denken, daß jemand eine so umfassende Macht besitzt, um mir nun überall, wo es auch sei, das Wasser abzugraben ...“ Der Makler Nicolas sah vor sich nieder. ( Er kannte die Macht, die an Schulhofss Untergang arbeitete! Er wußte, wer es auf seinen Ruin abgesehen hatte I Aber er durfte nicht sprechen! Er war zum Schweigen verpflichtet, und er würde sich hüten, gegen dieses Gebot zu handeln: dann wäre er ebenfalls ein verlorener Mann. So leid ihm Felix Schulhofs tat, so gern er ihm geholfen hätte, er war machtlos... „Ich meine, wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben. Ich habe gestern mit einem Interessenten gesprochen: er ist nicht abgeneigt, sich an Ihrer Sache zu beteiligen. Heute mittag soll ich endgültigen Bescheid holen." Felix Schulhofs zuckte resigniert mit den Schultern. Er hatte in den letzten Wochen zuviel Versprechungen erhalten, die dann doch nicht in Erfüllung gegangen waren. XIX. Früher als sonst war Der Sommer dahingegangen. Schon Die ersten Septembertage brachten kühles, regnerisches Wetter. Felix Schulhofs fror, als er das Baugelände betrat, über das ein schneidender Wind hinweg- jagte. Der weite Platz lag wie tot Da. Kein Lärm Der Arbeit war mehr zu vernehmen: Die Maschinen standen stille. Weit und breit war kein Mensch zu sehen. Gespenstisch standen die Mauern der angefangenen Häuser in dem fahlen Licht des Morgens wie ein düsterer, unheimlicher Wald erschienen Die Gerüste, Die sich überall emporreckten. Als habe eine gewaltige HanD mit einem Male alles Leben, alle Arbeit von diesem Platze verscheucht, so lag er Da. Ziellos ging Schulhofs umher. In verzweifelter Ohnmacht zog sich sein Herz zusammen, als er sein Werk betrachtete, das vernichtet war. Warum kam er eigentlich immer wieder hierher ? .. Muhte er denn stets aufs neue seine Niederlage sehen... sich im Schmerz verzehren beim Anblick dieser Bruchstücke von Bauten, die ihn höhnisch anzugrinfen schienen, als wollten sie sagen: Weiter hast du uns nicht gebracht? Ist das deine ganze Kunst?... Warum blieb er nicht daheim? Welche unheimliche Macht trieb ihn immer wieder heraus In diese Einöde... in der die größte Hofsnung seines Lebens, seiner Arbeit, begraben lag?... Schulhof) fühlte sich plötzlich sehr müde Er setzte sich aus einen Steinblock und sah mit leeren Augen vor sich hin. Er schien um Jahre gealtert zu sein. Sein Gesicht war mager und bleich geworden. Die letzten, sorgenschweren Monate zogen wieder an ihm vorüber Verzweifelt hatte er gegen den Zusammenbruch gekämpft, aber seine übermenschlichen Anstrengungen waren vergeblich gewesen. Mehr und mehr war sein Werk abgebröckelt, mit jedem neuen Tag waren neue Fehlschläge gekommen Alle Hillsguellen waren versiegt: nirgends hatte es eine Rettung gegeben. Er hatte den Umfang der Dauarbeiten eingeschränkt, Arbeiter entlassen, aber diese Maßnahmen hatten Den Niedergang nicht aufhalten können. Vald verließen die letzten Arbeiter das Gelände. Das Werk, mit so viel Hoffnungen begonnen, stand stille. Wie eine Flutwelle brachen die finanziellen Forderungen über Schulhofs herein. Er hatte Das Menschenmögliche versucht, um seinen Verpflichtungen nachzukommen, aber der drohende Konkurs erschien unvermeidlich... Felix Schulhofs schlug Die Hände vor dis Augen. Konkurs!... Der Name Schulhofs. Der Name ihrer alten, angesehenen Firma besudelt!.. . Schon schrieben die Zeitungen davon, es war Irin Geheimnis mehr..., vor aller Augen vollzog sich der Zusammenbruch... Felix Schulhofs sprang auf. Der Hals war ihm wie zugeschnürt. Fluchtartig verlieh er den Bauplatz. Ratlos sah er. als er wieder bei seinem Wagen stand, umher. Wohin sollte er jetzt fahren? Ueberallhin verfolgte ihn ja seine Not. Im Bureau saß Dendier sorgenvoll und wußte keinen Ausweg mehr aus dem Labyrinth der Forderungen und Drohungen, an denen es die Gläubiger nicht fehlen liehen. Und daheim, in dem stillen Haus in Cha» lottenburg, lag sein Vater und wartete, bis er, Felix, kam und ihm von dem Fortgang des grohen Bauwerkes erzählte. Der Vater!... Beim Gedanken an ihn litt Felix Schulhofs grenzenlos. Er hatte es bisher nicht gewagt, dem Kranken von dem Zusammenbruch etwas mitzu- teilen. So lange als es irgend möglich war. sollte diese schreckliche Kunde von dem Vater serngehal- ten werden! Auch der Arzt, der von Den Verhältnissen unterrichtet war, riet dringend, den Kranken nicht zu beunruhigen, da sonst der Tod eintreten könne. (Fortsetzung folgt.) Jugend G arbenteichs auf dm-tinem Platz hoch mit 5:1. — D.e zweite Schülermannschaft war Pflicytspielgegnec wa. v_,^.er des Sportvereins Burgsolms auf dortigem Platz und führte trotz körperlicher Unterlegen- heit nach technisch besserem Spiel mit 2:0, als der Schiedsrichter das Treffen wegen der überaus schlechten PlahverhLltnisse abpfiff. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag wird die H a n & - ball elf Wiefecks auf dem Trieb einer t o m binierten Dezirksmanns chaft gegenüberstehen. Lollar hat sich für Sonntag die erste Mannschaft Butzbachs zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Die Caste stellen wieder eine beachtliche Mannschaft ins Feld. Vorher spielen die (Zugendmannschaften beider Vereine. Wieseek lb geht zu einem Rückspiel nach Waldgirmes und dürfte von dort mit einem Siege heimkehren. Die (Zugendmannschaft Wiesecks fahrt zu einem Rückspiel nach Großen-Lin- d e n. Ob es ihr gelingt, auch dort Sieger zu bleiben, ist fraglich. Tagungen im Arbeiier-Turn- und Sport-Bund. Dezirksturntag des 3. Bezirks. Arn vergangenen Samstagabend tagte inWih- m a r der ordentliche B e z r r k s t u r n t a g des 3. Bezirkes. . Rach Eröffnung durch den Turnspartenleiter Jung. und Begrüßung durch den Kreisvor- schenden Dauer, Frankfurt a. W., wurden die Geschäfts- und technischen Berichte, die gedruckt Vorlagen, noch einmal kurz erläutert. (Zn der Aussprache wurden vom Nreisver- treter Bauer Organisationsfragen eingehend erläutert. Unter dem Punkt „Qln träge“ wurde das diesjährige Kinderturnen dem Verein Fronhausen übertragen, während die leichtathletischen Wettkämpfe den Freien Turnern in Gießen übertragen wurden. Ein Antrag auf Wiedereinführung der Diplome wurde fast einstimmig abgelehnt, während die Einführung von Teilnehmerkarten für Kinder gewährt werden soll, ■lieber einen Antrag auf Einführung des Handballspieles fand eine rege Aussprache statt, die ergab, daß man auch diesem Sport lebhaftes Interesse entgegenbringt. Rachdem die Statuten erörtert waren, wurden diese zur Beschlußfassung für nächstes Jahr zurückgestellt. Rach der Stellungnahme zum ordentlichen Kreisturntag schritt man zu den W ah len. Der gesamte Vorstand wurde wieder gewählt. Auch die Wahl der Techniker wurde in der vorgeschlagenen Form bestätigt. Rachdem noch einige kleinere Anfragen erledigt waren, konnte der Vorsitzende die Tagung nach dreistündiger Beratung schließen. Bezirkstag. Am Sonntagvormittag tagte dann ebenfalls in Wißmar der ordentliche Bezirkstag. Rach zwei Begrühungsliedern durch die Ar- beiteriängcr, einigen Begrüßungsworten des Gemeindevorstehers und des Vorsitzenden des Ar- beUergesangrereins schrttt man nach Degrü- ßungsworten durch den Vorsitzenden K u n tz e - müller, Gießen,, und des Kreisvertreters Bauer, Frankfurt, zur Tagesordnung. Rachdem man in ehrenden Worten bet früh verstorbenen Dezirls-Frauenturnwartin Lindenstruth, Heuchelheim, gedacht hatte, deren An- denken in üb.icher Weise geehrt wurde, ging man zu den Berichten über. Auch hier lagen die Berichte gedruckt vor und wurden kurz erläutert. 3m abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Bezirk eine günstige Entwickelung genommen, zählt er doch heute 48 Vereine mit annähernd 2500 Mitgliedern. Besonders die Kinderbewe- gung hat einen guten Aufschwung zu verzeichnen, da sie über das Doppelte gestiegen ist und jetzt 436 Kinder umfaßt. Die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres brachten durchweg einen guten Erfolg. Für die kommenden Wochen ist vom Vorstand noch die Vorführung des Bundesfestfilms in einzelnen größeren- Orten vorgesehen.' Der Bericht des Kussierers zeigte einen guten Jahresabschluß. Der Bericht des technischen Obmannes zeigte gute Fortschritte in der technischen Entwicklung des aktiven Betriebes. Die Mandatsprüfung ergab die Anwesenheit von 32 Vereinen mit 81 Delegierten. Hierauf ging der Kreisvertreter in einem eingehenden Referat auf die R e u e i n ■ teilung des Kreises, den kommenden Kreis- und Bundestag, das Kreis- fest in Darmstadt und das Länderspiel Deutschland — Oesterreich am 3. Mai in Frankfurt ein. Der Kreis zählt heute 364 Vereine mit 27 400 Mitgliedern, ohne die Kinder. Rachdem der Redner noch kurz auf die Entwicklung der Kreispresse, hingewiesen hatte, wurden in der anschließenden Aussprache die Ausführungen des Kreisvertreters lebhaft unterstützt. Bei den Wahlen wurde der seitherige Vorstand wiedergewählt. Rachdem noch einige kleinere Anfragen erledigt waren, fand die Tagung nach vierstündiger Dauer ihren Abschluß. irtschast. • Karlsruher Lebensversicherungsbank, A. - G., Karlsruhe. Bei der Gesellschaft betrug 1929 nach vorläufigen Feststellungen der Reuzugang 11 946 Versicherungen über 77,8 Mill. Mk. Der Bestand an Kapitalversicherungen bezifferte sich Ende 1929, ohne die aufgewerteten Versicherungen, auf 77 361 Versicherungen über 484,1 Mill. Mk., gegen 69 260 Versicherungen über 433,6 Mill. Mark Ende 1928. Der Reinzuwachs betrug 50,4 Mill. Mk. Die Sterblichkeit ist infolge der sorgfältigen RisikenauZwahl stark hinter der er» wartungsmäßigen zurückgeblieben. Die Gewinn» reserven gewährleisten bei Fortdauer der technischen Voraussetzungen gegen die dauernde Aufrechterhaltung der bisherigen Dividendensätze der Versicherten. Frankfurter Börse. Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers". Frankfurt a. M., 28. Febr. Tendenz: ge- fchäftslos. — An der heutigen Börse herrschte wieder starke Zurückhaltung, und Unsicherheit, hervorgerufen durch die wenig erfreuliche innerpolitische Lage. Aber auch der heutige Ultimo übte einen gewissen Druck aus, da im Zusammenhang hiermit aus Geidbeschaffungsgründen verschiedentlich Material an den Markt kam. Der Rückgang der Ruhrkohlenförderung und die Zunahme der Feierschichten verstimmten ebenfalls. Aufträge waren wieder nicht vorhanden, so daß der Börse jede Stütze fehlte. Die feste gestrige Reu- yorker Börse konnte bei der Schwere der ungünstigen Momente keinen Anreiz bieten. Die nicht erfolgte Diskontermäßigung in Amerika konnte die Stimmung nicht weiter beeinflussen. Der Geldmarkt war im Hinblick auf den bevorstehenden Ultimo angespannt. Bei schwächerwerdender Tendenz traten gegenüber der gestrigen Abendbörse Abbröckelungen bis zu 2 v.H. ein. Stärker unter Druck lagen die gestern favorisierten Werte. So verloren Siemens 3,25 v. Sy, AEG. gaben 1,25 v. Sy nach. Am Chemiemarkt büßten J.-G.-Farben 1,25 v. H. ein, Rütgerswerke lagen wenig verändert. Bon Kaliaktien waren Aschersleben 3 v. H. und Westeregeln 2,5 v. Sy schwächer. Montanaktien waren fast umsatzlos. Bon Banken gingen die meisten Papiere mit Abschwächungen bis zu 1 v. Sy um. Bon Kunst- seidenw.rten gaben Aku 1 d. Sy nach, Daimler minus 1,5 v. Sy, Renten still. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Ausländer gedrückt. Unter Schwankungen wurde es im Verlaufe etwas freundlicher. Der Rücktritt des Innenministers Grze- s i n s k i bl:eb vorläufig ohne Wirkung. Die Kulisse schritt zu Rückdeckungen, nachdem sie vorher Leerabgaben vorgenommen hatte. Der Ultimo gilt jetzt als überwunden. Etwas mehr h-ervortreten konnten Siemens, die 2 o. Sy gewannen und somit ihren heutigen Verlust ausgleichen konnten. Gesfürel, Schuckert, AEG. und Farben lagen bis 1 ü. Sy gebessert. Die unsichere innerpolitische Situation im Reiche wurde jetzt etwas gemäßigter beurteilt. Das Geschäft war aber im allgemeinen nur bescheiden, da Aufträge nur in ganz bescheidenem Rahmen eingetroffen sind. Rur, wie schon angeführt, bei Spezialwerten blieb das Geschäft etwas lebhafter. Am Geldmatki war Tagesgeld mit 7 ü.Sy unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 41906. gegen Pfund 20.373, London gegen Kabel 4.860250, gegen Paris 124 27, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 93,50, gegen Schweiz 25,1925, gegen Holland 12,1250. Berliner Börse. Berlin. 28. Febr. Die ungeklärte politische Lage, insbesondere die Schwierigkeiten einer Einigung über das Finanzprogramm, bewirkten schon im heutigen Vormittagsverkehr ein leich -> t es Rachgeben der Kurse, ohne daß allerdings auf dem ermäßigten Riveau Umsätze getätigt wurden. Auch die Rachrichten, die aus der Wirtschaft Vorlagen, waren nicht dazu angetan, eine Belebung des Geschäftes und eine Besserung der Stimmung herbeizuführen. Die Reuyorker Diskontermäßigung war ausgeblieben. Aus dem Ruhrgebiet hörte man von einer Te.ringerung der Förderung, und Dr. Schachts Presse-Interview in Rom wär auch nicht gerade optimistisch, so daß die Spekulation zu Leerabgaben neigte. An den meisten Märkten ergaben sich dann Verluste bis zu 2 Prozent. Sal-detfurth, Siemens, Zellstoff Waldhof, Rheinische Braunkohlen, Deutsche Linoleum. Berger und Holzmann gaben darüber hinaus bis zu 3,5 Prozent nach. Von deutschen Anleihen gngen Altbesitz bis zm 51,10 Prozent zurück. Ausländer waren geschäftslos. Der Pfandbriefmarkt war still. Am Geldmarkt war Tages- gelö usw. gesucht. Tagesgeld und Geld über Ultimo 8,75 bis 11 Prozent, auf einige Tage fest 7 Prozent. Monatsgeld 6,75 bis 8.5 Prozent, Warenwechsel etwa 5 75 Prozent. Im Verlause waren die Kurse bei minimalem Geschäft nicht einheitlich. Die Veränderungen nach beiden Seiten betrugen nur Bruchteile eines Prozentes. Die bekanntgewordene Aeußerung Dr. Vögelers in der heute stattfindenden General-Versammlung der Vereinigten Slahlwerke verstimmte. Ferner verstimmte der Rückgang der Fabrikation bei diesem Werk und rief am Montanmarkt Abgaben hervor. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 27. Febr. Die festen Auslandmeldungen machen auf den hiesigen Markt nur verhältnismäßig geringen Eindruck, da das Mehlgeschäft weiterhin nur auf dringendste Bedarfsdeckung beschränkt bleibt, angesichts des geringen Inlandangebotes von Weizen und der vorhandenen beträchtlichen Disparität gegenüber Aus- landweizen ist der Unterton des Weizenmarktes unverkennbar fest. Gebote für Effektivware lauten 1 Mark höher als gestern, am Lieferungsmarkt waren die späteren Sichten entsprechend befestigt, während Märzweizen in Erwartung größerer Andienungen schwächer eröffnete. Roggen ist in Waggonware stark offeriert, wird aber weiterhin von der stützenden Stelle aufgenom- rnen. Infolge der Einschränkung, die von der Stützungsgesellschaft jedoch bezüglich der Verladestationen Oergenommen worden ist, hat sich das Angebot von Kahnware wieder beträchtlich verstärkt. Ramentlich ist mecklenburgische Ware reichlich am Markte. Für dieses Material besteht, auch bei etwa 1 bis 2 Mark niedrigeren Preisen bisher keinerlei Aufnahmeneigung. Die Roggen- lieserungspreife setzten um 0,50 bis 2 Mark niedriger ein, in der Maisicht waren umfangreiche Interventionskäufe zu beobachten. Die Offerten für Mehl werden von den Mühlen unverändert gehalten, das Geschäft geht nicht über die dringendste Bedarfsdeckung hinaus. Hafer bei mäßigem Angebot ziemlich stettg. Gerste still. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer 226 bis 229 (ruhig), März 235,50, Mai 249,25 bis 248,50, Juli 258 bis 257,50; Roggen, märkischer 159 bis 163 (matter), März 165 bis. 162, Juli 169 bis 163,50; Braugerste 160 bis 170 (ruhig), Futter- und Industriegerste 140 bis 150; Hafer, märkischer 121 bis 130, März 128 bis 127 (Geld), Mai 136 bis 135.50 (Brief), Iüli 141 (Dries); Mais (geschäftslos). (100 Kilo): Weizenmehl 27 bis 34,25 (stetig); Roggenmehl 20,25 bis 24 (stetig); Weizenkleie 8 bis 8.50 (stetig); Roggenkleie 7,25 bis 7.75 (stetig); Diktoriaerbsen 21 bis 26; kleine Speise- erbfen 18 bis 21; Futtererbsen 16 bis 17; Peluschken 16 bis 18,50; Ackerbohnen 16,25 bis 18,50; Wicken 18,50 bis 23; Lupinen, blaue 13 bis 14; Lupinen, gelbe 16 bis 17,50; Serradelle 24 bis 29; Rapskuchen 14 bis 15; Leinkuchen 17,10 bis 18,10; Trockenschnitzel 6,60 bis 6,70; Sojaschrot 13,40 bis 14,60. (50 Kilo): Kartoffelflocken 12,50 bis 13; Speisekartoffeln, weiße 1,70 bis 2; Odenwälder blaue 1,80 bis 2,20; Speifekartoffeln, gelbfleischige 2,50 bis 2,80; Mieren 3,70 bis 4,10 Mark; Fabrikkartoffeln 7,75 bis 8,75 Pfennig per Kilo. Daten für Samstag, 1. März. 1929; der Kunsthistoriker Wilhelm v. Bode in Berlin gestorben (geboren 1845). Sonnenaufgang 6.47 Ähr, Sonnenuntergang 17.39 Ähr. — Mondaufgcmg 7.30 Ähr, Mond- untergang 18.41 Ähr. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinden. Samstag, den 1. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Letzte Nachrichten. Mck ritt des preußischen Innenministers. Berlin, 28.Febr. (IVTL. Drahtnachricht.) 3m preußischen Landtag teilte Präsident B a r t e l s ein Schreiben der Staatsregierung mit, wonach der preußische Innenminister Grzesinski zurück- getreten und der bisherige Oberpräsident in Sachsen, Professor Dr. waentig (Soz.), zu seinem Nachfolger ernannt worden ist. — Bekanntlich steht am heutigen Freitag der Allßtrauensantrag der Kommunisten gegen den Innenminister zur Abstimmung. ©tmlnnansuig - Klasse 34 Preubifch-Eübdeusiche (260. Preuß.) Klasien-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 17 Ziebungstag 27. Februar 1930 3n der heutigen Bormlltogszlebung wurden Dewmne über 150 M. gezogen 4 ®ttoinni jn 5000 M. 138389 395842 8 ®»minn» tu 3000 M. 12024 206055 336908 381102 20 »eteinne ad 2000 M. 27492 120441 218935 247878 290543 301872 307941 341998 346712 383929 40 Gewinn. n- 1000 W. 33504 52571 54902 55309 64336 74000 75729 76613 107316 118199 122123 127522 135983 166182 194322 234218 250122 288828 352036 395083 88 »rainne iu 500 -m. 6021 10825 26652 30206 33209 33578 37105 42680 71010 75629 76111 77761 79414 106853 109094 121540 126039 126105 138520 145970 152272 180226 182960 183798 18Ö235 189052 237912 241003 277349 286254 303275 304620 318948 330209 332349 339192 353513 372336 373669 376852 383961 384076 394219 397521 222 Otto'-ne au 300 M 723 4131 6169 8833 8980 14525 18257 26240 29949 34096 34302 37303 42229 42375 43632 44728 46651 53077 67501 62039 64345 65624 66792 73151 82525 84086 86081 86264 88721 90033 90703 90824 93308 97398 98893 100635 111876 113260 117490 131583 132357 138548 141259 144070 146929 148084 160491 152344 156119 166144 158609 158708 163090 168389 175749 180598 181895 188561 189543 189694 201912 203254 203393 203953 206233 206697 219944 220409 221316 221417 226456 234867 241063 246583 248446 267659 259113 263533 264990 267681 268711 275553 278186 291930 305312 307788 310167 316233 320112 323439 326191 327428 329358 333916 342212 342856 347638 349274 353643 354983 358351 358966 300402 367174 367461 369950 375689 379463 386829 395040 398936 ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 »etolnti« m 10000 M. 137053 2 Gewinne 4% oesgi. von 1913 4% Ungarische Kronentente . . 4% Türkische Zollanleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie l 4% oeegl. Gerte l.l 6% Rumänische vereint,. Rente von 1903 ..... 4%% Rumänische veretnh. Rente von 1913 .......... 4% Rumänische vcreinh. Rente . 17,5 97 51,3 8,3 86 49,25 49 ;6,5 85 1 75 £7 94,5 89 91 5,5 2,7 25,9 ,65 6,5 6,5 6,5 10,8 17 ,85 1 I 1 1 | | 1 | | I | | || 1 | 1 1 1 £ II I || 87,4 97,1 51,2 8,4 15,75 48,6 97 34 89 28,9 5,4 2,7 26,1 23.2 M.7 2,65 o.85 6,7 6,5 10,9 17,1 8,8 I ' ' ......... 'S • * * * * * * * 8 * * 11 * * 14 in lo ______________________________________ _______________________- vamburfl-'.'tinenla Pake« ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff - 8 Hama Tampsschiss.....10 'Norddeutscher Lloyd.....8 Allgemeine Deutsche Ereditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz, und Privat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutsche Bank und TiSconto-Gesellschast, ... 10 Dresdner Bank......10 Rcichsbank..... • . 12 A.E.G............8 Bergmann.........9 Slektr. Lieserungsgesellschast. 10 Licht und Srast......10 iVelten & Guilleaume . . . -7 ys Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger ElettrtzitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Sckmckert & (So.......11 Siemens & Halske.....16 Transradio.........8 Lohmener SEo.......1( Buderus..... 6 Deutsche (Erb5! ....... 6 Essener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8 Harpen er. ........ 0 Hoelch Eisen. . 6% Ilse Bergbau 10 Älodnerroerle . ...... .7 KSln-Reuesien........7 äRanneemann4Rdbren .... 7 Dtansfelder Bergbau.....7 Oberschlei. Sisenbeoarl .... 6 Oberschlei. KokSwerke .... 7 Phönir Bergbau......6% Rheinische Braunkohlen . . 10 Rdeinslahl . ........ 6 100 103.9 121 129,5 184,5 156,25 237 149 150,5 i64,5 168 127 169 258 165 75 138 133 -242 04,5" 1’4,75 106 '01,5 116,5 Z I | | I 1 । i 1 i . i i 1 1 1 1 1 IIS'', i 1 1 1 1 iS S^l 1S1 1 1 1 1 1 1 99,75 103,9 121,25 129,5 184,5 '56,25 236.25 149 150,5 288,5 164,65 203.25 162,5 '68.5 171,25 131,75 163,75 187 258,25 164 75 103,13 138,5 138 133 10,5 242 104,25 108 105 105,75 101,5 101,9 242 116,5 98,d 103,25 121,4 129,5 184 5 156 235.25 148.25 149.5 287 164 160.5 167 170 185,5 255.25 101,9 138,25 137,5 133 109,75 243 104 104,6 105 100,75 100.9 239 115,13 Bereinigte Stahlwerke .... Olavi Minen......16'/, Kaliwerke Aschersleben ... 1' Kaliwerke Westeregeln ... 19 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 ft. G. Färben-Industrie... 12 Tnnamit Wobei ....... 6 Goldschmidt ........ 5 Rütgerswerke ........ 6 Metallgesellschaft.......k Philipp Holzmann ...... 7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Eementwerk Karlstadt. ... 10 Wavb & Rreotag......8 Schultheis Parenhoser ... 15 Ostwerke.........12 Alu...........18 Bemberg......... 1' Zellstoff Waldhos .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer GaS..... 9 Daimler Motoren......0 Deutsche Linoleum .•••». Maschinenbau A.-G. . • • • • 0 Lrenüein & Koppel.....6 Leaubard Tietz ..•••« 10 frankfurter Matchmett .... 4 Grinner ..... 6 Heoliaenfkaedk ....... 0 ftunghans.........6 Lechwerkr..........8 Mamkrostwerke Höchü a. M.. - 8 Miag..........10 Sebr. Roeder.......10 Sotgt & Haessner......9 Süddeutsche Zuck« 4 • • • 10 101,9 209,5 212,5- 355 63,4 148 69,5 26,5 109 96,6 125,5 141,5 j5,75 '09,5 153 244 37,5 43.5 '05 107 i30,5 118,5 218 159,5 Ui UJ o g J 8 £ i 1 1 i i iiii i i i i i ।£ । i l i r”i i £ l 1 i l» l i iS io£ i i 102 56,5 210,5 213,5 355,5 163,75 70,5 76,5 110 97,25 85 268,5 209,25 109 157,5 206 152 105 172 38 44,5 44,9 158,75 339 37.25 44 44,25 '29,5 220 158,25 101,5 56.25 353 162 69 75 75.75 110,5 95 268 208,25 108 154 203 105 171,4 37,13 242 44,9 73.75 158 339 129,5 Banknoten. 23erlln, 27. Jefruar (Pei6 Bries _ Amerilaitiiche Roten..... Belgische Noten........ Dänische Noten........ Englische Noten........ Französische Noten...... Holländische Noten...... italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Ocskerr,4100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schiveirer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten...... 4,165 58,23 111.78, 20.315 16,375 167.51 21,98 111.68 58.80 2,46b 112.08 80,64 51 90 12,34 72.94 4,185 58,47 112.22 20.395 16,435 168,19 22.06 '12,12 59.04 2,485 112,52 80.96 52.10 12,40 73.24 Leöifenmarft Berlin — Frankfurt a. 2TL 27. Aebruar 28. Februar Amllichc Jlotlenina Amtliche Notierung Geld 3rld Geld Lriei , Aoi't.» Nott. 167.84 168,18 167.84 168.18 Bu n Aires 1,575 1,579 1,575 1.579 Brss. Antw- 58,31 58,43 58.315 58 435 Chrisliania. 111,94 112,16 111.94 112.16 Kopendag.-n H2,05 112.27 112.05 112 27 Stockholm . 12,34 112,56 112,34 112.56 HeinngforS. 10,527 10,547 10 526 10.546 (Italien. . . ?1,935 21,975 21,64 21 98 London. . . 20,35 20,39 20 346 20 386 Neunork . . 4,187 4,195 4,1865 4.1945 Paris.... Schwei, .. 16,375. 16,415 16,37 16.41 80,785 80,945 80,78 80.64 Spa kn . 51,55 51,65 51,33 51.43 Japan . . . •Hio de Jan. Wien in D-- 2,057 2,061 2,061 2.065 0,470 0,472 0.467 0 469 Ceft. abgcst 58,94 59.06 58.955 59.075 Prag . . . 2,399 12,419 12 401 12 426 Pelirad . . 7,373 7,387 7 373 7 387 Dudav.st. . 73,14 73,2b 73 12 73 26 Hul arten 3.037 3,043 3.037 3 M3 Lissabon 18,85 18.89 18 83 18 87 Tanna. . . Konst ntiu. 61,365 81,525 81.38 81 54 1,77c 1,782 1.778 1.782 Athen. . . 5,415 5,425 5.415 5 425 Canada 4.162 4,170 4,163 4.171 Uru uat). . 3,666 3.674 3.666 3 674 Cairo . .. 20,87 20,91 20.865 20.905 m MAMAS MfS Mr Vdr bringen Piesen-Auswahl jute Qualitäten (norm billige Preise I722A S&F-WEINE Großer Preis-Abschlag Angenehm und praktisch im Tragen Oute Qualitäten! Aeußerste Preise! Markt 16 758A 5°/0 Rückvergütung! tOXSA MMWg 28.3^ 2122. Größte Auswahl 1715D 20.315 16,375 167.51 21,98 111-68 0.80 0.70 0.80 1.00 1.20 1.40 1.40 in reicher Auswahl, besonders preiswert! Beachten Sie bitte mein Spezialtenster. Lack-Schnürschuhe gefällige Form, welßgenlhter Rand Leder - Spangenschuhe schw. Roßchevreau mit hellem Lederfutter und Steppverzierung Lack - Spangenschuhe (wie Bild), aparte Zierstepperei Schwarz echt BoxcalL Spangenschuhe, ged leg. Material vornehmer und solider Schuhe und Stiefel für Mädchen und Burschen in bester Ausführung zu den sprichwörtlich billigen Preisen t SCHADE & FULLGRABE Gießen Seltersweg 91 Hygienisch — Elegant - Dauerhaft UO77 2 74604 2W 15165 W gs 13602 32% 1391 344226 H S K! i; 2 Nmltfl 00M. 21» \* H IX), « V «J J 00. W FÜS jO Sibbtiifo 9Iad)brud «Mt lind ItDti gkld) *J' tinn " n btn btiben 27- fifbruot 1930 iS »Urten ©troinnt Wv 9 395842 14 206055 338908 L 'S N HffS 322 234218 250122 10825 25652 30206 21010 75629 76111 11540 126039 128105 226 182960 1831? 003 277349 286» 209 332349 33» 832 383961 M 31 6169 8833 8930 4096 34302 37303 6651 53077 57501 3151 82525 84088 0703 90824 83308 3260 117490 131583 'S »’S 598 181895 18N6I Schwarz Rindbox- AgrafFenstlefel Ringsbesatz, moderne halbspitze Form, weiß gedoppelter Rand, gutes Material enfBarfei;2 OberptaHbenl k L &)’3U ’riB» , ^lannilid; k ^«»sanlrag t Ner ;ur J/bffin. Scnwarz Wildleder- Spangenschuhe mit reizender Lackverzierung, hoher Kuba-Absatz Reichhaltige» Lager in Pullover / W esten / Jacken Kübler’s Sweater, Anzüge, Kleidchen Bahnhofstraße 45 Hillebrand Straße 2 77 100838 W 41 249740 294607 3 M8 »Wie 155 20'1642 129831 19960 28'48 67232 ,16006 IW 'M' ,8720 175583 180115 2392 229574 230860 ffl? 85118 293'00 ffi 312467 318720 17 7839 11946 s@fi Wein vom Fafo Weiber Tischwein Liter Tafel-Rotwein Liter Wein in Flaschen WEISSWEINE Weiher Tisdiwein 28er Edenkobener 28er Oppenheimer 27er Lieserer 28er Niersteiner Domtal 28er Liebfraumilch 26er Zeller schwarzer Herrgott.. 26er Rüdesheimer 27er Niersteiner Galgenberg 28er Deidesheimer Neunmorgen Aepfelwein, Frankfurter, 1-Liter-Flasche ROTWEINE Tafel-Rotwein 28er Dürkheimer Feuerberg Montagne 28er Ober-Ingelheimer 27er Roussillon Die Preise verstehen sich ohne Glas! >583 248446 257659 7681 268711 275553 7788 310167 316233 7428 329358 333916 9274 353843 354« 7174 367461 369930 5040 398936 bung touibtnte lejogta luliis Schulze Kreuzplatz 0.88 0.95 1.20 1.20 1.50 1.80 2.10 2.10 2.10 2.40 0.40 GisMn Ueberzeugen Sie sich von unserer Leistung durch einen Blick in die großzügig dekorierten 8 Schaufenster und Schaukasten am Bahnhofs- Eingang und zu bu&tf&tcft&iciwx, Hemdchen S5H, 70H. 5VH Jäckchen Y5H.65Ä. 50H Mull windeln 70^,50^, 4VH Wickeldecken i.95Xi.75X 95-9» Einlegdecken soH.soH, 45-9» Nabelbinddien 303, 18-9» Strümpfchen ix S5H, 75-9» Ueberziehjädcchen mit Mütze Indanthren-Kleidchen Indanthren-Strampelhöschen Häubchen, Mützchen Eilen Sie und kaufen Sie in den Edeka-Gefchaften noch vor der ZolkErhöhung am 5. März ein Kaffee und 17I7A Keine Zugaben! — Aeußerfte Prelle! — 5 Prozent Edeka-Rabatt! Unsere vom 1. bis zum 8. März 1930 erhalten Eine Höchstleistung Farbenauswahl guten Qualitäten Musterschönheit und Preiswürdigkeit Walltorstr. 12 Gieben Mäusburg 3 i iO7A Bmrsr Bmrgr (01375 im Aukiionslokln Schrank-Gram 1 neue Näbmaschln- 17t» j »nd 1 Musikerziehnnö Seltersweg 28 171-IA Frdb|abremäntel von Mk. 25. Lodenmäntel von Loden Windjacken v. Mk. 10. Joppen von Mk. 12. Schon von an I Ij9A Eingang MH Frack- und Gießen ■ Lahn Kaufhaus HANSA Lik. 16 — an. Gnmmimäntel von Mk. 12. Morgen, Samötag, den 1. März, von 10 Ubr ab verkaufe Ich Brandgassc 3 Gestreifte Haien von Mk. 6.— an. Schwarte Hosen für Kellner und Musiker von Mk. 12.— an. Hosen für korpulente Herren von Mk. 12.— an. Manchester-Hosen von Mk. 10— an. Manchester-Sport-Hosen in jeder Arn v. Mk. 8.50 an. sowie feldgraue Hosen zu sehr niedrigen Preisen. Liane Arbeits-Anzüge von Mk. 7.— an. Ein Posten neue Herrenwesten pro Stück Mk. 3.50. Üonfirmandcnanziige, Herren-Svon- Anzüge. Voben- u. (Äummtmäntel, Windjacken, i'ofen. Schuhwaren nstv. Wenter XMV Keines versäume das giiuttigc Angebot! Kl Gebrauchte Anzüge, noch sehr gut erhalt., v. Mk. 12.— an, auch für korpul. Herren. Frack-, Smoking-, Gehrock- n. Cutaway-Anzüge sehr billig. Hosen sowie Kellner-Westen änderst vreiswürdig. in der Zeit vom Freitag, dem 28. Februar 1930 bis einschließlich Samstag, den 8. März 1930. Durch die Verabfolgung der Obst-Salatschalc werden unsere Preise nicht erhöht; wir liefern unverändert die anerkannt guten Qualitäten. Im Vertrauen aut unsere gute Ware und billigen Preise machen wir unsere Reklame mit dem Werbegeschenk. — Zufriedene Dauerkunden lohnen unsere Mühe und Unkosten. Meinehervorragenden gebrannten Kalieesü Machen Sie bitte einen Versuch] von Same tag. den 1. März bi» einidil Montag, den 3. März, von 11—13 Uto movhone, Kleider- i nb Küchenschränke, Waschtische. Nachttische. Stühle, mehrere Betten. 1 Vederanziig iGr. 50)> Masken- Arltkcl. Spitzen, Knöpfe. H. Benner II., Diese < OhstMatsMe SODüiinflnöea-ilnjüflf in Blon o. Ml. 20.- on Auch Anzüge für Burschen u. Jünglings von Mk. 18.— an. Ein grober Posten Elnder-Anzttge von Mk. 10.— an. AschiWmWe OW^Jhres Kinöesjäft Ausstellung von Schülerinnen - Arbeiten im Fröbel-Seminar (Oartcitffr. 30, Erdgeschoss und 1. St cd Große Auswahl in Kolonialwaren Reis-, Grieb-, Graupen-Mebl Sago, Hülsenfrüchte, usw. in ausgesuchten Qualitäten Gemüse-Konserven nur erstklassige Fabrikate Aplelsinen Verschiedene getrocknete Früchte Hochfeiner Fleisch- u. Heringsalal Thür. Wurstwaren viele Sorten Käse, alles stets frisch Heinrich Driesch Seltersweg 70 / Ruf 2481 gehört ein feiner neuer Schuh Kvühjahrrs Neuheiten elngeivoffen! ■ Nene elegante Herren-Anzüge, ein- und zweireihig, von j I Pik. 25.— an. Sport-Anzüge, 4teiltg, in allen Gröben. steoe elego. le Domen- und MWen-stMlei von Mk. 6 — an. Schuhhaus Metropol Seltersweg 19 Für Mädchen: Schon von Spangenschuhe, auch in back und Wildleder, von E j Größe 31 bis 42 an und ein gutes Klavier wecken die Gaben Ihrer Kinder. Ich führe ausschließlich Quaütäts - Instrumente Besichtigen Sie zwanglos mein reichhaltiges Lager und lassen Sie sich meine billigen Preise und günstigen Zahlungs- Bedingungen nennen. jotza Pianohaus Schönau Seltersweg 91 Giefaen Tel. 3269 Marktstr. 7 ♦ Dillenburg * Tel. 367 M-Mqni Donnerstag, den 6. März 1930. vormittags ll U r, tollen mtf dem HoiedeS Marftallgebändes, Mathilden- platz 17, dahier, drei au^gemunerie Landgestütsbeschäler >2 Belgier und 1 Oldenburger«, gegen gleich bare Zahlung öffentlich versteigen werden. Darmüadt, den 26. Februar 1930. Hessische Landgeflüls-Direwonf Das Neueste mit Äuto-Dervii -WK-r- 3on 75 Md @k2LJ Alleinverkauf: ~Offenbacher Lev- -. <5 . M waren-Vertne» /T wf L.Rooe Kirchenplah 9. J Telephon Anichlnh jetzt 3. M. Schulhof u. I Ernst Schulhof ( Lindenplah 4 J LuliusSchulhos,Marfistr L2SY J i II / keim IfllU-H \