nr 97 Erstes Blatt 180. Jahrgang Samstag, 26. April 1930 Eriche,vlläglich.autzer Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Viehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monatiBc)ng$prct$: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt, zernfprechanschlöste unterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Sieben, poftschecktonto: granffnrtam Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid unv Verlag: vrühl'fche llniverfitütr-Buch. und Zteindruckerei K Lange in Stehen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Zchulsttahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Rachmittag vorher. Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« klarneanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorschrift 20v , mehr. Chefredakteure Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Icil Ernst Dlurnschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Hindenburg fünf Jahre Reichspräsident. ■ y <. 1 i L von solcher Die Vereidigung vor dem Reichstag. Rechts neben Hindenburg Reichstagspräfident Lobe. damals, die Wahl Hindenburgs würde, den Sieg der Kapitalkonzerne, der Man- nden, danken mit wir und wünschen dem deutschen Volke, daß cs sich noch lange der starken sittlichen Kraft eines Hin« denburg erfreuen kann, dann wird es auch in Zukunft nicht an Männern fehlen, die bereit sind, dem Volke und dem Staate zu dienen, wie es der Mann getan hat, der sich den Ehrentitel „Vater des Vaterlandes" längst erworben hat. Tage und unserer Wirtschaft besondere Leistungen fordert, er gilt allen Volksgenossen außerhalb des Deutschen Reiches, die mit uns durch die große deutsche Kulturgeincinschaft unlöslich verbunden sind. Er gilt besonders den Alten und Kranken, die voll Sorge einem trüben Lebensabend entgegensetzen und er gilt endlich unserer Hoffnung: unserer deut» scheu fugend! ahlsieg gearbeitet und gekämpft haben, heute dem großen Führer für seine Pflichterfüllung, für sein edles Vorbild. Hoffen Hindenburgs erste Kundgebung an sein Volk. Am Tage der Uebernahme des Reichspräsidenten« amtes, am 12. M a i 19 2 5, erließ Reichspräsident von Hindenburg eine A n t r i t t s b o t s ch a f t an das deutsche Volk, die in ihrer Eindring« des Reiches zu wahren unb gegen jedermann Gerechtigkeit zu üben. e starke L ■->** 5ur<6 andauernde Zwischenrufe störten. Die Situation wurde sch.sit hlich so bedrohlich, dah die Polizei die OSerfaniimlimfl auflösen muhte. £ot txm CBiimatdl'CJ ifmal fam e£ dann zuAei - hereitn zwischen den Aationalsozia- ltst e n und den Ä otrnm un t ft c n. DaS Heber- fallkvmmandv muhte eingesetzt werden, das die Massen durch die LuLwigsstrahe und durch die Srnst-Ludwigstr-He ab drängte. Dabei siel auch ein Schreckschuß. Me LudwigSftrahe muhte zeitweise vollkonvnen abgesperrt werden. Erheblichere Versetzungen scheint niemand bat>ongctragen zu haben. Die Schupo ist zur Zeit noch in Alarmbereitschah', um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Gesehgebungsausschuß des Hessischen Landt^a-S. Darmstadt, 25.'April. ^«HP) Der Gesetz- gebungsausschuh des Hessischen Land: tags begann gestern die Beratung des Gesetzent- wurfs über die .Reform de»» Versicherung s- gesetzes für gemeindliche Beamte mit der Generalaussprache. Zunächst wurde von Regie- rungsveüretern noch einmal eingehend die vorge- sthene Resorm zur Sanierung h^r Anstalt dargelegt. Im Ausschuß wurde von volksstuüeilicher Seite angeregt, zu prüfen, ob es möft ttch ist, ohne die wohlerwobenen Rechte der versicherten Gemeinde- beamten zu schädigen, eine Senhmg der unerträglich hohen Umlage und Beiträge durch Anlehnung oder Verschmelzung der Kasse mit einer anderen Versicherungsanstalt zu ermöglichen. Don anderer Seite wurde angeregt, die Kasse überhaupt nach und nach aufzuheben, d. h. keine neuen Versicherungen mehr abzuschließen, fonbefln die alben in dem bestehenden, oder einem etroaü abgeänderten Rahmen durchguführen. Heber diese «fragen wollen die Fraktionen noch einmal eingrhend beraten, wenn die von der Regierung gefordert qn Unterlagen und Berechnungen vorgelegt worden sind. Ab^e- lehnt wurden verschiedene kommunisti sthe Anträge zu dem Gesetz. In seiner heutigen Sitzung erklärte sich zunächst der Gesetzaebungsausschuß für unzust Lndig, den kommunistischen Antrag auf sofortige Dienstent. laffung des Wormser Polizeidirektors Jtlapp- roth zu behandeln, da Klapproth staai'Ucher Beamter ist. Eine längere Debatte entspann sich über einen deutsch-nationalen Antrag betreffend den Religionsunterricht in Den Schu len, in dem verlangt wird, der Verweltlichung un\ srcr Jugenderziehung in allen Schulen entgegen^ wirten, dem Religionsunterricht die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden und Sorge zu tragen, daß für ibte hessischen Schulen der Charakter der christlichen Schule gewahrt wird. Don der schriftlichen Antwort der Regierung war«, ein Teil der Ausschußmift rial zu überweisen, mit dem Ersuchen, die Schal- verwalkungen erneut anzuweisen, daß der Rekü- gions.unterricht gemäß Artikel 1 des Dolksfchulge- fetzes erteilt wird. Dagegen stimmten die Sozialdemokraten, während sich der demokratische Vertreter der Stimme enthielt. Forderungen der christlichen Gewerkschaften. L e r I i n, 25. April. (ERB. Eigene Meldung.) Der Große Ausschuß der Christlichen Gewerkschaften, der gestern und heute in Berlin tagte, nahm eine Entschließung an, in der es heißt: Der Große Ausschuß des Gesamtverbandes der christ- lichen Gewerkschaften erblickt in der jetzt erfolgten entschlossenen und raschen Verabschiedung der Steuergefeße eine der ersten Voraus- setzungen für die Gesundung der Finanzlage, ohne die eine baldige Beendigung der Wirtschaftskrise nicht möglich ist. Es wurden jedoch Ein- zelmaßnahmen mit beschlossen, die aus wirtschasts- und sozialpolitischen Gründen unhaltbar sind. Dies gilt insbesondere von der Erhöhung der Umsatzsteuer und von der Sonderst euer für die großen Einzelhandelsunternehmungen, von der vor allem auch die Konsumgenossenschaften getroffen werden. Bei der dringend notwendigen, baldigst durchzuführenden Reform des Verwal- tungs-, Finanz- und Steuerwesens ist der Forderung nach lokaler Gerechtigkeit weitestgehend Geltung zu verschaffen. Hierbei ist die Sondersteuer zu beseitigen und die Umsatzsteuer möglichst abzubauen. 3enfur in Indien. London. 25. April. (WTB.) .Daily Erpreß- berichtet aus Lahore, dah nach Aachrichten aus dem P u n d s ch a b und von der indischen Aordwestgrenze die Zensur eingeführt worden ist. Peschawar. 25. April. (WTB.) Die bri- tischen Truppen, die zur Verstärkung der Polizei hierher entsandt tourben, werden allmählich zurückgezogen. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Polizeibefehlshaber verhandelt mit den Führern der Bürgerschaft über die Wiederherstellung normaler Verhältnisse. Die Gesamtzahl der Opfer vom Mittwoch wird auf £0 geschätzt. „Gras Zeppelin" auf der Eng'and-Fahri. Friedrichshafen, 26. April. (WTB. Funk- spiuch.) In den Strahlen der ersten Morgensonne ist das Luftschiff „Graf Zeppelin" heute morgen 6.02 llhr zu seiner Fahrt nach Eng- land gestartet. An Bord befinden sich 13 Passagiere, darunter Kapitänleutnant Dietrich aus Kassel, der vor Jahren auch schon als Luftschifführer tätig war, ferner Lady Drummond Hay, die bekanntlich an der Weltreise des „Graf Zeppelin" teilgenommen hat, und Miß Cleaver, die bekannte Fliegerin, die vor acht lagen mit den eng- lischen Fliegern auf dem Kontinentrundflug in Friedrichshafen gelandet war. Der Aufstieg ging glatt oonftatten, und das Luftschiff entfernte sich sogleich in Richtung Basel. Um 7.35 Uhr überflog das Luftschiff bet ziemlich bedecktem Himmel Basel. Um 8.50 Uhr befand es sich über Befancon. Wie aus einer gestrigen Unterredung mit Kapitän Lehmann hervorgeht, fliegt das Luftschiff zunächst nach Paris, wo Post abgeworfen wird. Sodann fliegt es in direkter Richtung über den Kanal nach London, wo es zwischen 15 und 16 Llhr erwartet wird. Vach einigen Schleifen über der Stadt wird eS den Luftschiffhafen Lardington anfliegen, der von London etwa 60 Kilometer entfernt ist. Die Landung in Cardington dürfte zwischen 17 und 18 Uhr erfolgen. Der Ankermast wird dabei nicht benutzt werden. Das Luftschiff wird von der dortigen £>alte» Mannschaft während des Aufenthaltes, für den etwa zwei Stunden vorgesehen sind, festgehalten werden. Der Rückflug, für den bereits alle Plätze vergeben sind, wird vor Eintritt der Dunkelheit gegen 20 Hhr angettelcn werden und wahrscheinlich auf derselben Strecke wie beim Hinflug vonstattcn gehen. Die Landung in Friedrichshafen wird am Sonntag früh voraussichtlich zwischen 7 und 8 Llhr vor sich gehen. Aus aller Wett. Gewitter und Wolkenbrüche im Erzgebirge. Das westliche Erzgebirge wurde am Freitag von einer Reihe schwerer Gewitter heim- gesucht. die stellenweise von wolkenbruchartigen Regenfällen begleitet waren, lleberfdjtoemmungen werden aus Aue. Thum und Zwönitz gemeldet. Der JahnSdach wurde in einen reißenden Strom verwandelt, der zahlreiche Telegraphenstangen, die an seinen Ufern standen, umrih und talabtoärto entführte. Auch mehrere Fuhgängerstege wurden von den tobenden Wastern abgerissen und mitgeführt. In dem Dörfchen IahnSoach wurden mehrere Keller und Wohnungen unter Wasser gesetzt und auch in der Stadt Thum richtete daS Hochwasser beträchtlichen Schaden an. Auch die Zwönitz wuchs während der Rachmittagsstunden des Freitags zu einem reißenden Strom an und überflutete den ganzen unterhalb der Schleuse gelegenen Teil der Stadt Zwönitz, wo das Wasser stellenweise meterhoch in den Straßen stand. Der angerichtete Schaden ist sehr beträchtlich. In Chemnitz-Hilbersdors schlug der Blitz in die Leitung eines Feuermelders und alarmierte auf diese Weise die Feuerwehr. Dampfer in Branb. Der zwischen Neuyork und Bridgeport verkehrende Frachtdampfer .^Harnes" geriet in der vorigen Nacht in Branb. Das Feuer hatte mehrere Exvlo- [tonen im Gefolge. Der Dampfer wurde an einer seichten Stelle des Lang Island-Sundes auf Grund gefetzt. Von den 28 Mann der Besatzung sind sechs ertrunken, zehn werden vermißt. Absturz eine» Militärflugzeuge». — 3rod Tote. Ein Militärflugzeug aus Le Dourget ftteß bei dem Dorfe Montpeyroux in der Gegend von Montpellier im Nebel gegen eine Bergkuppe und stürzte ab. Die beiden Insassen, zwei Unteroffiziere, waren auf der Stelle tot. Die Byrd-Expedition auf der Heimreise. Der Walfischfänger „Callarsen" ist als erstes Schiff der Byrd-Expedition auf der Heimreise von der Großen Eismauer im Roh-Meer in Neuyork eingetroffen. An Bord befanden sich acht Mitglieder der Expeditton. Das Schiff brachte ferner eine Menge Pinguine, 75 Schlittenhunde und 57 000 Tonnen Iran mit. Norwegischer Forscher von Indianern ermorbd. 3n Puebla, der Hauptstadt des gleichnamigen mexikanischen Staates, wurden, wie der.Lokalanzeiger" aus Mexiko meldet, acht Indianer verhaftet unter dem Verdacht, in der vergangenen Woche in Anzeco den norwegischen Gelehrten Dr. Edgar Kuhlmann ermordet zu haben. Kuhlmann hatte sich mit besonderen Empfehlungen des Präsidenten Ortiz R u b i o zu Studienzwecken nach Puebla begeben. Unter der abergläubischen Indranerbevöl- kerung verbreitete sich das Gerücht. Kuhlmann habe Kindern den Kops abgeschlagen, um aus ihren Leichen Oel zu getoiuncn. Die Erregung nahm einen solchen Umfang an. daß der Gelehrte von der fanatisierten Bevölkerung zu Toda geschleift und in einen Bruni»rn geworfen wurde. Der deutsche Äonful in Puebla hat. wie Associated Preß meldet, die Angelegenheit in allen Einzelheiten sorgfältig geprüft und dabei fest- gestellt. dah Dr. Kuhlmann nü4>t wie anfänglich vermutet wurde. Deutscher, sondern Aorwe- gcr war. Da Vorwegen kein eigenes Konsulat in Puebla unterhält, nahm der dortige Vertreter des Deutschen Reiches die Leiche des Getöteten in seine Obhut und benachrichtigte das norwegisch« Generalkonsulat. Die Wetterlaae. 5 W WM O iKt L20 Freitaa, 25. April 1930, T abös. '6 63 * V L/0'H Ä ©wortemos OBener. önero Defltcm »wolltia ® eRtocn # Schnee aftrauotia «Nebel K Oe wn-er.(§) Wlndltillc «O-> XW leichte- Q$i massioe» SOdsuawen tiurmBche» nwtfwul feie Piene fliegen mn oem winde. Oie haaen Stationen stenenaen Zahlen gehen die Temperatui an. Oie Limen verbinden Orte w-i gleicheM «ai -uezeuuveau umoc/etnoete» Lulldruc« Wettervoraussage. Das westliche Tief, dessen Kern den südlichen Teil der britischen Inseln bedeckt, schrumpft weiter zusammen und füllt sich mehr und mehr auf. Mit seiner Südseite bringt etwas kühlere, aus Westen kommende, Luft vor, welche Anlaß zu leichten Gewitterstörungen ober gewitterartigen Nieberfchlägen geben dürfte. Der Störungseinfluß ist jedoch nur vorübergehend und stellenweise zu erwarten. Im ganzen bleibt das bewölkte und aufheiternbe Wetter bestehen. Auch bic Temperaturen erfahren keinen wesentlichen Rückgang, obwohl im Laufe des Tages eine leichte Abkühlung eintritt. Vorausf age für Sonntag: Wolkig und aufheiternd, schwache Abkühlung, einzelne gewitterartige Viederschläge. Aussichten für Montag: Wenig Aende- rung der Wetterlage wahrscheinlich. Verantwortlich für Politik: i. D.: Ernst Blumschein. ATI K AH CIGARETTE nur ohne Mundstück ATikah Delta Cigapettenfabrlk G.m.bJi .Dresden-A.16 Deutschlands meistaerauchte 6 Pfg. Cigarette ohne Mundstück. 10 u. 25 Stück Packung Neu 50 Stück Blechpackung im bequemen Taschenformat 31 | Vermietungen MW. oorroflrtsftceOenöe zmielike Gießens 3299 D an den Gießener Anzeiger. 3281 V |Stellenangebote| Weiuei Mädchen Vom Lande, im Alter von 17—18Jahr^ für sofort gesucht. Zu erfragen in der Geschst. d. Gien. Anz. Führendes, bekanntes Werk sucht bet der Bauwelt eingeführten tim aiyuuiinituuiu zu vergeben. Angebote unter F. K. 3303 an Ann.-Erved. Dr. Arnold, Leipzig, Stmsonstr. 3. s^«,V Lagerräume zu vermieten 2282V Franks. Straße 59. gesucht. H. Gerdes, Hammstr. 19. [02798 NelnM. zraii die gut nahen und flicken kann, findet in bess. kl. Beamten^ familte sreundl. Aufnahme, evtl, für die Dauer. Schriftliche Angebote unt. 3313V an den Gieß. Anz. Schilienbepg.Weg24 große belle Werkstatt, eiwa 20U qm, desgl. kleinere Werkstatt. sowie Lagerbaus, 3stöckig, und einige Garagen zu vermieten. 3319V A. Becker, Kepler- braße 9. Tel. 3804. Möbliert Zimmer zu vermieten 02748 Kro'.dorL Str. 28 III. Gr. 2-Zimm.-Wohn, mit Badezimmer u. Balkon, 60 qm groß, sofort beziehbar, zu vermieten 2572D Tckubertstr. 2. Möbliertes Schlafzimmer (2 Betten» und Wohnzimmer zu veimieten 02788 6. v. Slyietzgimen 14. Lehrling mit ausreich. Scknl- kennlniss. ausgerüst., für daL Kontor m. Zigarrenfabrik gef. Borer st nur schristl. Bewerb, erb. (02810 Justus Formbals, Großcn-Linden. 2bis4Zimmer Wohnung gegen Abstand zu mieten gesucht. Schr. Angeb. unt. 02815 an den Gieß. Anzeiger. ÄmoNien das schon in besserem Haushalt tätig mar und gute Zeugnisse hat, nach Frankfurt a. Main in flemen Hausb. (3 Erwachs.» zum 1. Akai gesucht. Näheres bei Fräul. Heertz, Wetzlar, Promenade 1a.^-.v 5-6-3ltnmet- Wotinung mitBadeztmm. u. Zubehör von ruhig. Mieter mur Erwachs.» für sofort oder später gesucht. Pre^sw. kleine 4« Zim.-Wohn. kann in Tausch gegeben werd. Drtnglichkeits- schein Vorhand. Schr.Ang. unt. 3250V an den Gieß. Anz. erb. Aelierer Herr «evtl. Kaufmann» für leichte Beschäftigung tAußendienst» sofort gesucht. Offert, unt. 521 an Mitleid. Ann.- Expedit., GleBen. waia Braves, fleißig. IngesmöötBen für norm. 7—10 Uhr sofort gef. Zu erfr. i.d. Geschst. d.G.Auz. Ille Lagerräume nebst Bureau, zentrale Lage, zu vermieten. Schr. Angeb. unter 02806 an den Gießener Anzeiger. LehMe Sohn achtbarer Eltern, gesucht von Metzgerei Jakob Neuenweg 18. OT6X1 500 Reichsmark. Offerten unter P. G. 5310 an Aln- Haasenstcin & Vogler, Essen. Tüchtiges Mädchen d. schon in Stellung war, zum 1. Mat gesucht. Wetzlar, Schützenstr. 4. Kräftiger ßäriuerlebrli für sofort gesucht. Gärtnerei Earl Gerhard, Am Nahrungsbg. 15, neben dem Alten Friedhof. [3310V Autogarage zu vermieten 2572V Tchubertttr. 2. | Mietgesuche | Suche für kleinen Haushalt in Gießen jung. Mädchen als Haustochter mit voll.Famittenanschl. Schr. Ang. unt. 02793 an den Gieß. Anzeig. WWWWWW Für Gastwirtschaft verbunden m. Landwirtschaft li.d.Nähe Stadtreisender für Kohlen gesucht gegen gute Vergütung. Schriftliche Angebote unter 3309 D an den Gieß. Anzeiger erbeten. Solides oisio Mädchen das kochen kann und alle Hausarbeit versteht, gesucht. Zu erfragen i.d.Geschüsts- stelled. Gieß. Anzeig. Tüchtiges, solides MklWliWn in Küche und HauS erfahren, für Fünf- zimmer-HauShalt (2 Erwachsene, 2 Kinder, 8 und 5 Jahre), nach Wetzlar gefacht. Schristl. Angebote u. 3300V a.d. Gieß. Anz. 4'Di5 5-5imm.-Wohn. mit Bad il Zentralheizung, 1. Etage, tn freier Lage des fübl. i Stadtteils, beschlag- nabmefrei,sofort zu I Denn. Schr. Ang. u. 02096 a. d. Gieß. Anz Soziale «Acht btr Ausgeber v. ©teilen* angeboten Ist ei, die ein* gegangen Z etnertm n gs* untertagai (Zeugnisse, Zeugnisabschrift^ Lichtbilder iLbgl.) schnell ffcn« K. Die Stellung* i sind dankbar tnn man ihre Semühunaen zur schäftistanber.Unter- nehmung. halber zu sosort zu verkausen. Ersorderlich 1000 bis 2000 RM. evtl, bei Sicherstellung inRa- ten zahlbar. Angebote au. Postfach 137 Hameln Weser.sz,„v Offenes ßpel-iufo 6 - Sitzer, auch altz Lieferwag. geeignet, fahrbereit, billig zu verkaufen. 3302 L) Huhn. BitterBasse. 6/25 P&- Brennabor offen, 6fach bereist, fahrberelt und versteuert, bill. zu verk. Anton Wagner, Gießen, o»o4 Marburger Str. 30. Auto (Limousine» 4 türig, 6 fach bereift, neu- wertig, in allerbest. Zustand, bill. zu verkaufen. Schr. Anfr. unter 02771 an den Gießener Anzeiger. 2-Sitzer- Opel billig zu verkaufen. Näheres bei 01795 Bflttner, Kreuzplatz 3II. Offener 4-Sttzer Opelwagen 4/16 PS, fof. zu verk. Schristl. Angeboten. 3312V a.d. Gieß. Ans. Gelegenheit! Verkaufe 4/16 PS. Opel 28, offen, einwandfrei, wegen Anschaffung eines Lieferwagens. 02791 Hrch. Schwarz FronbaufenlLabn) Motorrad Sdhuttoff 350 ccm, gut erhalt, preisw. z. verk., t. A. Kari Lohrey Spezial-Reparaturwerkstatt 02801 Gr, Stein weg 12 Herrenrad Mifa-Halbrenner fast neu, 175 RM. Anschaffungspreis, für 100 RM. zu verkauf. Lndwigstr. 6v. Gebrauchter Muh noch sehr gut erb., billig zu verkaufen Wartweg21. 0W9> | Kaufgesuche | Gebrauchtes Motorrad 5OOccm,möol.BMW. ober ähnliche Mafch. in nur gut. Zustand, Baujahr 29, gegen Kasse zu kaufen gef. Schr. Eilangeb. unt. 33201) a.d.Gieß.Anz. Hrolli« zu kaufen gesucht. Gcbr. Bär, Gießen Marktstr. 29. 02769 Empfehlungen^ Die edelste Mist die Musik Lehrt sie EuernKindern Pflegt das Klavierspiel Flflgel — Pianos Harmoniums werd, fachgemäß u. preiswert gestimmt und repariert. — Verkauf von neuen und gebr.PianosfsrosD Erwin Zollinger Klaviertechnikcr u. gepr. Stimmer Gießen, Seltersweg 79 a. Tel.3616. la rindlederne UlllfflM äußerst billig [s27bD Carl Schunck Verschiedenes UtlOfllttnleitiiDt Latein Griechisch Französisch Englisch. Dr. Nocke «-kvlGoctbestr.24 Maurer-, Beton- und Feuerungsarbeiten führt preiswert aus H. Nuhn 6,767 Teufelslustgärtchen B." Tüchtige Weißnäherin nimmt noch Kunden an, auch im Aus- bestem. Zn erfr. in der Geschäftsstelle d. Gteß. Anzeig. wn ^Büglerin empsiehli sich in und außer dem Hause im Waschen u. Bügeln. FrauRodenbeber, Diczstraße 11. 102808 Gebe vegetarischen Mittagstisch Mtthlilraße 5III r. Vorher. Anmeldung erwünscht. 02778 10000 RN. ganz oder geteilt von Selbstgeb.a. 1. Hypothek ausznleihen. Schr. Ansrag. nur v.Selbstrestektanten unter 3297V an den Gießener Anzeiger. Schützengesellschaft 1926 e. V. Sonntag, d. 27. April von 9—12 und von 15 Uhr ab Anschießen a. d.Waldschiehstand 3298V Der Vorstand. Mehr als 15000 Kunden! rs?- bestätigen, da 6 Sie beim Kauf c löiei; Haus-Standuhw direkt von der Spezial-Fabrik 'im Schwarzwald, ohne Zwisch« ,,,» handel überaus grobe Vorteile 'm bem Frachtfreie Lieferung. »nief/ir- Jtthrige Garantie, billigste lArtilse von Rmk. 60.- an Auswahl über 20 verschiedene Modelle» Varbe genau nach Wunsch, herrlicher Stf A1 aß. ‘/«-Westminster odQr Bim-Bam-Domglockeria chlag Verlangen Sie kostenlos mein'tq Katalog ES Speaial-Fabrl'k i rn.öderner « IvÄUIiersHaus-Sta D'dtihren Schwenningen a.N. (S<är w/arrwaid) So urteilen meine Kundeni Drudun. 1.11.28. Die Uhr kostet be| hles. Händlern bald annähernd Rmk. ISO,- rnehr.ß. W. DflSSBlSbelm. 27. 10. 28. Nach Aul .-/aßen eines Uhrmachers Ist die gleiche Uh r f ,Z keinem Geschäft unter Rmk. 8 ab- zu erhalten. (Bei mir Rmk 220. ?/i F. M. H. Hunderte ähnlicher Dankschr« Iben lasse ich Ihnen auf Wunsch teils in qr milch beglaubigter Abschrift sugehen. Haben Sie offe ne Füße? Schmerxen? Jacken? Stracken? Brennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Dnlversal-HeV salbe „Bentarln“. Wirkung überraschen# 1. Preis 1.50 u. 2.75. Depot in Gießen in all en Apoth. Hauptniederlage: Engelapo4 b. Gießen. 230V LerotKurzschrilt Frau 3rma Ködding-Müller konservatorlsch geprüfte Klavlerlehrerln Frankfurter Straße y m nimmt wieder einige Schüler ______________________________________ 02713 Annerod, Telephon Gießen 3646 Natalie Hoos Klavierlehrerin / staatlich g, prüft erteilt im Hause dem Schüler gr ündlichen Unterricht in Klavierspiel, .f-arrnonie* lehre, Gehörbildung, Mu/^ikdiktat. Honorar monatlich ZftÜR. io.- 02762 sowie sämtliche laudwirtkchastl. Geräte Edgar Borrma» n, Gießen. M §Ut»«,28.Avril, 19 Uhr eröffnen wir Inder Goethcfchule lWestanl. 43l einen ÄoläugerlehrgaBg i. d. deutsch. Einheits- kurzschrift, f.Damen und Herren. Unter- richtSgeld RM.12.—. Ein Nedefchrift- lehrgang beginnt a. gleichen Abend unt 20Uhr.Am29.Avril Beginn d. Fortbil- dnnas- und Diktat- kurfe. Anmeld. bzw. Auskunft d. Herrn Franz Haustein, Wilhelmstraße 6 II., oder z. Unterrichtsbeginn. 3138D Surzschristvereln von 1861 u. Domenoereln ..Gaveisverger'. Die richtige / rn&hrunq Ihrer Küken Cfvatorf Sc.hnelle Aufzucht, pru Uchtiges Gedeihen, ft ü h e Legereife, höchster Gewinn! Kr Küken i Orator-Kükenkrafff alter. Für Geflügd i Orator-Legejutter (Eiermehl). Seil 24 Ja hren bekannt und bewährt/ VESTMVTSCHf M UHU * KRAFTFUTYfRfABlWl DÜSSELDORF - HAFEN M.-T.-V. Die regelmäßigen Uebungsttuuden— auch die der Fraueu- abteilung unt. Seite, von K. Hnßke — beginnen Dienstag, d. 29. d. M. an beit festgesetzten Zeiten. Der Obertnrnwart. 1815-1925 Henle abend Kom- wer» tm Htndonbnrg F.G.F. Montaa,28.Atzrll, abends 8V-Uhr, Aw treten 8'A Uhr: Vertreter U nd Hauptniederlage: Isidor Ro/lhschild / Gieben Bergstraße 15 Telephon 3256 N iederlage bei: Franz Funk, Gieben-Bergwerk Telephon 4W5. 1077V liÄlurieT Einzylinhoc, 200 ccm, steuer- und führerscheinfrei......Mk. 820 Einzylindl.'r, 350 cern, kopfgesteuert „ 1070 Einzyltnk,er, 500 ccm, seitenge- sttz uert mit Zündlicht... , 1195 Zweizyll nd^ 600 ccm, kovfgesteuert „ 1470 gebraucht. [02768 1 Dssktoria, Zweizylinder, 500 ccm evtl, mit Beiwagen 1 Deutsche Werke, 500 ccm, billigst. Kart Lohrey ^Svezial-Revaratur-Wcrkstatt für: Motorräder, Großer Steinweg 12 I Jahr steuerfrei oIlonc abrust", । * g£ « man v M wfl •„ -rüiismachte'U SÄ jiditiQ, Die e Son SaÜem®^ hing behält, bog irnrnerfjin etwas Jen «brüftungeg; Nüstungswet machte, Amenka ftcllt ift Die®' Mi, bis 1936 o ich ergeben, mur 25 Milliarden 2' [pari der Steuer; Japan, und es ip nifter seinem Pub tonn. 2a Frankre Tlohkampssch'ssc Men, das auch Riesenslotte auszul Mächte an den, $ dings ein Fünf kommen. ' Das zweite ist schen England, 31 schränkung der L denen Kategorien zweite Teil des f der in einer Tab nage der drei M hält. Das ist zi Bindung der hat sich das nid) Ser franji satz lieb sich ni dingt unb starr flotte müsse ool reich; genießen, halten, dem n i ch auch nicht in ein hereinzielM,lassen bleibt bestehen. A sich an eine c Frankreich und? die Hände frei bet 3sl es also gelt §/e Wchlich ei berühren und l ben zu organisiere Pas nicht gelange' schen Zone bl bleibt ja auch bi Dreimächtepakt i erhält, dieses ne ren, wenn die sung geben. Dies da Frankreich weder für foili kommen. 1 Die airbeit ha gelof/n t!-pü beit für Gngianh Aber man i cin™ Krach, den i ^Jinbern oerfton Jorterte ein« 111 e l m e e r ui 9N Franste! [cben W lassen. ( » wünsch houerz n» ;?.• Oie biblio»! b€t <6o[i»na °>e i Cs - em- ^“VtniQnn1!1?0 »tte »or SJya S 'vstten § Achter K^ng M M« ®"1 *'Tfis WWW iM 2LZP KZL °UlIgS- und iillflt ß» hi *$ L Um«i* SjninnitöeielD doo jSSP M/LV7 „Die regelmäßigen llebungskoodell - auch die der^rau». abieilung um &ira. v°n K.Hubk-be- ft. ^««Uö. v.^.d'M.nn btit MWtn dtltcn. DttOhertmwirt. Bente ibend In- tun la Hldtihrj F.G.F, Moniag.r^.April, abends 8^', Uhr. ?ln- treten 8'/< Mr: a ß UW-Wl Anzug: Arbeitslos und Helm. MD §aS Kommando. .StÄtiier 2 ' bwfB. St. t>e.SelB6t dien 1 ^ÄvertG'lber-- I uDlnÄnt9ilber I Ätui't-LsÄvrll ■ »iftlllillB' .u Uhr :b ei es >0 ?0 F0 8 o- o. rt - k |P'W 1^ iß D TvMlas.r'r.Avril von 15 bi618 Uhr Anher Abonneineu! Wofiene . LoikSvoriiebung (SaÜlPiel Auauiie Praich-Hrevenberg titfJiiiiiiiitii Musikalisches Lustspiel in! Alten nach lerö, (i>. de ^availlet, Et Rey von Robert Mr«. fiS*«- SencoriteOuns Msptel Augutte Pralch'Erevevberg IniBdöiert --Zs ®sgs »•%sr -SÄS ÜUl •■f>eün^uue- ^ru"k,2s.Ävrll Oss MW . •«SÄ. gffßtä ^“’Äteoe«16.1'8 »«,s? Btz- <:*s W JSS> Nr. 97 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für (Vberhesfen)Samstag, 26. April (950 Deutsche Bilanz über London. Außenpolitische Umschau. Don Dr. Otto Hoehsch, o. 6. Prof, der Geschichte an der UniocrfiMt Berlin, M. d. "K Nach dreimonatigen verwickelten und ermüdenden Verhandlungen ift die Londoner Flottenabrüstungskonferenz zu Ende gegangen. Nicht ganz mit dem Pauken und Trompeten, die man bei ihrer Eröffnung spielen ließ, und nicht ganz mit dem, was Hoover und Macdonald von ihr als Erfolg erwartet haben. Denn ein voller Erfolg, ein Fünfmächte-Abkommen, den man nun in Volksversammlungen und im Parlament wirklich mit aller Lungenkraft ausnutzen könnte, ist für die beiden Initiatoren nicht herausgekommen. Aber beide waren sich sicher von Anfang an darüber klar, daß ein solcher Erfolg gar nicht denkbar war. Hat aber die Flotlenkonserenz überhaupt einen E r f o l g^ gehabt? Unzweifelhaft jal Es ist nicht richtig, diese Konferenz, die bei allem Auf und Ab und allem Gezerr doch eine weltgeschichtliche Bedeutung behält, bagatellmäßig zu behandeln. Es ist immerhin etwas, mehr jedenfalls, als in Genf aus den Abrüstungsgesprächen herauskommt, daß der Rüftungswettbewerb der drei großen Seemächte, Amerika^ England und Japan, eingestellt ist. Die Gesamtersparnisse, die aus dem Verzicht, bis 1936 Schiffbauprogramme durchzuführen, sich ergeben, wurden von Hoover für alle drei mit 2,5 Milliarden Dollar berechnet. Diese Summe er- spart der Steuerzahler in Amerika, England und Japan, und es ift wenigstens etwas, was ein Mi- nifter seinem Publikum immerhin plausibel machen kann. Da Frankreich sich den „Rüstungsferien" für Großkampfschiffe ebenfalls angeschlossen hat, wie Italien, das auch gar nicht das Geld hat, eine Riesenflotte aufzubauen, so nehmen auch diese beiden Mächte an den Bauserien teil. Insofern ist aller- dings ein Fünfmächte-Abkommen zustande gekommen. - Das zweite ist der D r e i m ä ch t e - P a k t zwi- chen England, Amerika und Japan, der eine Be> chränkung der Schiffsrüstungen in allen verschie- >enen Kategorien tatsächlich bringt. Das ist der zweite Teil des sog. Londoner Flottenabkommens, der in einer Tabelle die nach oben gebundene Ton- nage der drei Mächte für alle Schiffskategorien enthält. Das ist zwar keine Herabsetzung, aber eine Bindung der drei Flotten. Für die anderen zwei hat sich das nicht erreichen lassen. Der französisch.italienische Gegen- Io tz ließ sich nicht überbrücken, weil Italien unbe- ingt und starr an der Forderung festhielt, seine Flotte müsse volle Parität mit der Flotte Frankreichs genießen. Frankreich aber hat daran festge- halten, dem nicht zuzustimmen. Es 'hat sich aber auch nicht in einen Viermächtepakt gegen Italien Hereinziehen.lossen. Der Gegensatz Frankreich-Italien bleibt bestehen. Aber keine der beiden Mächte hat sich an eine andere Konstellation fest gebunden. Frankreich und Italien haben für ihre Rüstungen die Hände frei behalten. Ist es also gelungen, in der großen Zone über S v c tatsächlich eine tiefgehende Verständigung her- beizuführen und dadurch gewissermaßen den Frieden zu organisieren, so ist die Einbeziehung (Euro- pas nicht gelungen, die Gefahr in der europäischen Zone bleibt nach wie vor bestehen. Daher bleibt ja auch die Lücke oder der Ausweg, daß der Dreimächtepakt das Recht der einzelnen Teilhaber erhält, dieses neue Schiffbauprogramm zu revidie- rcn, wenn die Rüstungen anderer dazu Veranlassung geben. Dieses kann nur für England zutreffen, da Frankreich und Italien als mögliche Gegner weder für Amerika, noch für Japan in Frage kommen. Die Arbeit hat sich für England und Amerika gelohnt! —Das englisch-amerikanische Verhältnis ist erneut gefestigt. Sie hat sich für beide, insonderheit für England, nicht gelohnt gegenüber Frankreich. Aber man ist da auch wenigstens nicht mit einem Krach, den die überlegene Politik Briands zu verhindern verstand, auseinandergegangen. Er forderte einen Locarnopakt für das Mittelmeer und erklärte in diesem Fall die Bereitschaft Frankreichs, in der Abrüstung mit sich reden zu lassen. England ging darauf nicht ein, denn cs wünscht seine Garantieverpflichtungen in Europa über Locarno hinaus nicht zu erweitern. Briand schlug eine andere Bindung vor, die gemein- same verbindliche Interpretation des bekannten Artikels 16 im Völkerbundspakt im Sinne einer sog. „automatischen Sanktio n". Ds würde bedeuten, daß England einen einstimmig gefaßten Ratsbeschluß als „moralische Verpflichtung" anerkannte^ sich also nicht mehr hinter die besondere „militärische und geographische Lage" zurückziehen könnte, von der die Anlage zum Locarnopakt spricht. Diese Verständigung, die für Deutschland nicht unbedenklich ist, ist erreicht, aber sie ist der weiteren Erörterung in Genf vor der Völkerbundsoersamm- lung vorbehalten worden. Und dort werden natürlich die anderen sich gegen alles wenden, was wie eine englisch-französische Sonderverständigung aussicht. Ferner: Italien hat rundweg obgelehnt, sich dem anzujchließen und hinter dem Rücken des Völker- bundcs und hinter dem Rücken Deutschlands eine derartig einseitige Verabredung zu treffen, die bei aller Verkleidung mit allgemeinen Redensarten doch auf ein Bündnis hinauskommt. Und vor allem: irgend etwas Ernsthaftes, mit dem Frankreich etwas ansangen könnte im Sinne seiner Sicherheitsforderungen, ist daraus von England nicht zu erhalten. Die englische Presse ist inzwischen schon sehr dringlich dagegen geworden. Das aber bedeutet wieder, daß Frankreich für seine Sicherheitsforderungen aus London nichts nach Hause gebracht hat. So gern England und Amerika Frank- reich einbezogen hätten, so wenig lassen sich ihre Staatsmänner graue Haare darüber wachsen, daß Frankreich nicht dabei ift. Mit anderen Worten: man fürchtet eine französische Flottenmocht nicht bei einem Frankreich, das sich so isoliert. Auch die größte Flotte Frankreichs könnte ja der englischamerikanisch-japanischen Verständigung gegenüber nichts erreichen. So hat sich Frankreich mit seiner alten Taktik, erst von der Sicherheit und dann von der Abrüstung zu sprechen, damit aber die Ab- rüstung zu sabotieren, und mit seiner glänzenden Diplomatie schließlich festgefahren. So ausgezeichnet Briand seine Sache gemacht hat, eine angenehme Erinnerung kann er für seinen Staat aus diesen Londoner Verhandlungen nicht haben. Denn sie haben nur den englisch-fron- Zöiilchen Gegensatz verstärkt und die fron- zöfifch - italienische Feindschaft noch mehr. Und wie will er nach dieser Haltung Frank- reichs in London bei den Abrüstungsverhandlungen in Genf jemand davon überzeugen, daß es Frank- reich in dieser Frage ernst sei? Wie verträgt sich mit dieser Haltung sein Programm der „Vereinigten Staaten von Europa", das er im letzten September entwickelte? Wie denkt er sich nun die freundschaftliche Weiterbehandlung des Verhältnisses zu Italien, nachdem in London der Gegensatz in dieser Schärfe heroorgctreten ist? Im Ganzen: Die Ergebnisie sehen nicht allzu glänzend aus. Aber sie schließen ein die prinzipielle Einigung über die Methoden der Rüstungs- beschränkung zur See, über Altersgrenze, über U» Boote (die Frankreich gerettet hat, denn die anderen hätten schließlich dos U-Boot doch abgeschafft), den Dreimächtepakt, den Baufejcrtag bis 1936. Sie hohen eingeschlossen immerhin den (rasch wieder vergangenen) amerikanischen Vorschlag eines sog. Kon- sulatiopaktes, d. h. einer Verpflichtung der Unterzeichner, im Falle einer drohenden Verwicklung eine „Konsultation" einzuleiten, wie diese Derpflich- tung schon für das Gebiet des Stillen Ozeans im Vertrag von Washington ausgesprochen war. Aus dieser amerikanischen Idee ist nichts geworden, aber es i st eine amerikanische Idee. Sie bedeutet im ganzen, daß der Ausgangspunkt Frankreichs in dieser Frage, nämlich der der Sicherheit, nicht ausgenommen wird, sondern daß man von dem Gedanken der Vorbeugung gegen Kriegsverwicklungen ausgeht, wobei der weitere Weg zum Kclloggpakt gegeben ist. So haben diese Ereignisse im ganzen für eine Weiterführung der Abrüstungsgespräche nichts verdorben. Das ist immerhin schon etwas, wenn man an den totalen Fehlschlag des ähnlichen Versuches 1927 in Genf denkt. Sie bedeuten weltpolitisch eine Gruppierung der fünf Mächte, die sich weiterhin fühlbar machen wird. Und sie schaffen für die A b - I rüstungsverhandlungen des Völkerbundes eine Plattform, mit der sich aber | nun für Deutschland aus den Londoner Ver- 5ilNelegramm vom Zusammenstoß her,,Bremen" mit einem englischen Settanker. __ Der englische Tankdampfer.British Grenadier", dessen Seite nach dem Zulammenstoß mit der .Bremen" schwere Beschädigungen aufweist. Das Unglück ist auf den dichten Bebel vor der englischen Küste zurückzuführen. Drr japanische Marineminifier In Berlin. Handlungen eine ganze Reihe von Uebcrlegungen ergeben. Diese betreffen seine Stellung zum A b • rüstungsproblem in Genf, also zur zentralen Ausgabe des Völkerbundes überhaupt. Sic betreffen den Artikel 16 und seine Interpretation in der bekannten Anlage zum Locarnovertrag. Sie betreffen schließlich auch [ein Verhältnis zu Italien, das, um sein Ziel direkt zu verfolgen, Deutschland» Partei genommen und Interesse gewahrt hat, als es sich gegen eine englisch-französische Verständigung in Sachen des Artikels 16 wandte. IrnAugenblick also ist zularnrnengefaßt das praktische Ergebnis jedenfalls wohl überall bei den Beteiligten in der Herabsetzung der Marinebudgets zu sehen. Darüber hinaus wird an den weltpolitischen Kräfteverhältnissen nichts geändert, aber die englisch-amerikanische Flottenparität wird noch mehr, als bisher den Köpfen eingehämmert. Im weiteren aber ist selbstverständlich diese Konferenz weltpolitisch nichts Geringes: Sie ist ein Fortschritt in der Verbindung der Vereinigten Staaten mit Europa, dessen Glied ja England ist und bleibt, und ein weiterer Schritt in der Isolierung Frankreichs in der Welt! Admiral Takarab^ der japanische Marine- minifter, ist auf der Hückreise von der Londoner Flottenkonferenz in Berlin eingetroffen, wo er sich zu Studienzwecken mehrere Tage aufhalten wird. 45. Hauptversammlung des Hessischen Philologenvereins. WSR. Bensheim a. d. D., 25. April. Die 45. Hauptversammlung deS Hessischen Philologe nwereins nahm am Mittwoch mit den Sitzungen der Fachgruppen hier ihren Anfang. Donnerstag nachmittag fand die öffentliche Hauptversammlung statt, zu der u. a. Staatsrat Block und Ministerialrat ® 1 ü d c r t als Vertreter des Kultusministeriums erschienen waren. 3n der Begrüßungsansprache wteS der Vorsitzende Studienrat Mont, Darmstadt, auf die wesentlichen Punkte hin. die di« Lage des höheren Schulwesens in Hessen heute bedingen, auf die erneute Belastung der höheren Schulen durch die jüngsten Sparmaßnahmen, auf die Gefahren, die darin liegen, daß der Staat in zunehmendem Maß die ihm obliegende Pflicht der Unterhaltung der höheren Schulen auf die Kommunen und die Eltern abwälze. Er wandte sich weiter gegen die Aeberfül- lung der Klassen und zeigte, wie groß heute der Abstand sei zwischen der Welt der theoretischen Pädagogik und der praktischen pädagogischen Arbeit in der Schule. Die Grüße des ShHtusminifteriums überbrachte Staatsrat Block. Er betonte, daß der Staatspräsi- bent sich immer bemüht habe, die dem Lehrerstande und der Schule aufzuerlegenden Opfer in gerade noch erträglichen Grenzen zu halten. Er habe stets die Hoffnung ausgesprochen, daß diese Lasten und Sorgen dem Schulwesen in absehbarer Zeit wieder Gerhart Hauptmanns erfieSWert. ,/Sflä bunte Buch" — eine bibliophile Leltcnheit. Berlin, im April. Wenn Ende dieses Monats die große Versteigerung der Bibliothek Eduard Grisebachs im Berliner „Kaiserhof" vor sich gehen wird, dürfte sie neben Grisebachs Schopenhauer- f ammlung, die zwanzig Werke aus Schopenhauers Bibliothek enthält, eine der größten bibliophilen Merkwürdigkeiten auf den Markt bringen: das erste Werk Gerhart Hauptmanns. Der Katalog der Firma Martin Breslauer enthält die überaus seltsame Geschichte des verschollenen und fast ganz unbekannten Bandes, die durch einige Faksimiles belegt wird. Es war im Jahre 1887; der junge Gerhart Hauptmann hatte seine ersten Italienreisen unternommen, war von feinen Kunstfahrten zurück- gekehrt und hatte sich ganz der Dichtung überlassen. In Erkner, einem östlichen Vorort Berlins, hatte er ein Heim gegründet — „wo der Lärm der Pferdebahnen nur wie fernes Rauschen klingt" — in der Rachbarschaft von Arno Holz, Johannes Schlaf, Bruno Wille und anderer, die später von der Literaturgeschichte als Friedrichshagener Dichterkreis summarisch zu- sammengefaht wurden. In dem damals sehr ruhigen abgelegenen Erkner fand Gerhart Hauptmann die ersten Anregungen zu Gedichten, die unter dem Titel „Das bunte Buch" erscheinen 'ollten. Er stellte auch seine Beiträge zusammen, er korrigierte die ersten Abzüge, aber „Das bunte Buch" kam eigentlich niemals an die breitere Oesfentlichkeit. Einige sehr wenige Reindrucke nur sind von den jungen Dichterträumen Hauptmanns erhalten geblieben. Ihm erging es wie schon manchem anderen Dichter vor und nach ihm: das Werk wurde nicht ausgedruckt, weil der Verleger in pekuniäre Schwierigkeiten kam und Konkurs machte. „Als der Schriftsatz eben bsendigt, aber das Druckpapier noch nicht angeschafft war." erzählt Schient her in seinem Buch über Hauptmann, geriet der Verleger in Konkurs, und der Dichter erhielt von ihm nur eine lose Zusammenheftung der Korrekturbogen auf schlechtem Papier. Rur in ganz wenigen behutsamen Freundeshänden werden die vergilbenden Blätter dieses Buches aufbewahrt. Manche dieser seltenen Exemplare haben sich nur durch Zufall erhalten. Der Verfasser des Dreslauerschen Katalogs erzählt auch, wie er zu einem gekommen ist: „Der Verleger in Röten war gezwungen, einen Teil der an sich schon kleinen Auslage seinem Leipziger „Kommissionär" zum Pfände zu überlassen. Das war der alte Kommerzienrat Otto R a u h a r d t, ein Buchhändler von altem Schrot und Korn, dessen Firma Carl Fr. Fleischer an die fünfhundert Kommittenten in Leipzig betreute; auch meine Firma vertrat er. Als ich eines Tages, es mögen annähernd fünfundzwanzig Jahre her sein, beim alten Rauhardt im Privatkontor saß, erzählte er mir die Geschichte des „Bunten Buchs" und zum Schluß rief er seinen langjährigen Prokuristen Bruckner und ließ ihn aus einem Packen, der verschnürt auf einem Schranke lag, ein Exemplar des „Bunten Buches" nehmen, das er mir dann mit einigen freundlichen Worten schenkte. Ich wußte das kostbare Buch richtig zu werten. Kurze Zeit vorher, im Jahre 1906. hatte ein Exemplar in einer Berliner Versteigerung den für die damalige Zeit Und für einen modernen Dichter ganz unerhörten Preis von 290 Mark erbracht, der in den bibliophilen Kreisen das höchste Aufsehen erregte. Ich wohnte der Versteigerung bei, und gleich, als ob es heute getoefeq wäre, erinnere ich mich des Vorfalls, da ein junger Sammler sich nach heftigem Kampfe dieses bisher einzig bekannte Werk zu eigen machte. Es war Erich Reih, der spätere Verleger. Der alte Rauhardt starb und vermachte lehtwillig seinem Prokuristen Bruckner die wenigen Exemplare des „Bunten Buches", der ab und zu, besonders in den schweren Zeiten der Inflation, sein Schahkästlein öffnete und ihm hin und wieder ein Exemplar des „Bunten Buches" entnahm. Run ist auch Bruckner schon manches Jahr tot.“ — Das ist fvas Schicksal des Buches, dessen Original jetzt angeboten wird. Das rosa Titelblatt des ersten Hauptmann- schen Werkes, das dem Katalog faffimüiert beigegeben ist» macht keinen imposanten Eindruck. „Das bunte Buch' ist diagonal gedruckt und von spielerischen Zierleisten im Geschmack der achtziger Jahre umgeben. „Gedichte, Sagen und Märchen", und „Gerhart Hauptmann" ist zur Erläuterung beigefügt. Weiter bringt der Katalog eine nicht uninteressante Rechnung. Sie ist ausgestellt: Beerfelden — Michelstedt, den 6. Januar 1888 für Herrn Schriftsteller Gerhart Hauptmann von A. L. Meinhard, Buchdruckerei, Buch-, Schreib- und Schulbedarf und Zigarrenhandlung, Assekuranz-Geschäft. Das war also Hauptmanns, nebenbei auch mit Zigarren handelnder und Versicherungsgeschäfte treibender erster Verleger! Lind anstatt Hauptmann ein Honorar zu zahlen, mußte Hauptmann ihm noch die Auslagen der ersten Auflage ersehen, die sich auf 490 Mk. belaufen. Aber ob die vierhundert Bücher wirklich gedruckt wurden, ist einstweilen noch ein Geheimnis, Hauvtmann hat die Rechnung wohl nie erhalten, sie ist also nicht bezahlt und quittiert worden. Was das „Bunte Buch" enthält? Hier ist man auf die Angaben des Dersteigerungskata- logs angewiesen: „Wir finden wieder, was von den ersten Italienreisen eine dichterische Fassung gefunden hatte, wir finden auch schon die Liebe zur Ostsee und ihren sagenumsponnenen Inseln, die Fröhlichkeit einer glücklichen Brautzeit und romantisches Spiel mit dem Grauen, daneben die höchsten Fragen nach Menschenschicksal und Gottheit. Die Sammlung ist in zwei große Gruppen geschieden: „Lyrische und epische Form", „Sagen und Märchen" ... Mancher Keim späteren Schaffens ist hier schon vorhanden, ohne in den manchmal leicht fließenden Reimen immer schon eine voll befriedigende Lösung gefunden zu haben. Bedeutsam sind hier vor allem die bereits mächtig anklingenden Motive der sozialen Rot, mit der sich der Dichter in Anklage und Mitleid auseinanderseht. In den Gedichten „Der Racht- zug" und „Mein Kampf" prägt sich diese Richtung schon deutlich aus. Ein trauriges Bild von Krankheit und Rot malt die Ballade „Der Wächter", zwei Selbstmördergedichte verkünden den Fluch der Großstadt. 2n antikes Gewand hüllt der Dichter sein soziales Mitleid in dem großen epischen Gedichte „Der Tod des Gracchus". Das erste und einzige lyrische Buch Hauptmanns erscheint mit einigen Begleitern: dem Originalmanuskript, das als Druckvorlage diente, und den Kvrrekturbogen mit zahlreichen Verbesserungen und Ergänzungen. Diese einzigartige Zusammenstellung von verschiedenen Fassungen eines und desselben Buchs gewährt zugleich einen Einblick in die Werkstatt des Dichters. A. Das Brett im Bilde. Wozu dient das Brett nicht alles! Es war einmal die Tafel, an der hochgestellte, maßgebende Personen saßen, freilich ab und zu auch mancher, der nach Abraham a Santa Claras Ausspruche „in den Schulen die Eselbank in Bestand gehabt". So kam es, daß man bald auch im Bilde von einem, der in der Gesellschaft, in der Verwaltung eine maßgebende Stelle einnahm, sagte: „er sitze beim Brette"; an- derseits konnte man nach einem Worte Zwinglis einem in Ungnade GefalDnen wieder „zum Brette helfen". Grün überzogen, wurde das Brett zum „grünen Tische", von dem noch heute allerlei Der- Ordnungen ausgehen, während das bekannte „schwarze Brett" vorwiegend Ankündigungen dient. Eine weitere Verwendung fand das Brett als Zahl- brett. Als solches ist es einmal insonderheit der Tisch des Wechslers, auf dem er das Geld auf- Zählt, dann aber aud) allgemein der Tisch, auf den Geld niedergelegt wird, und auf dem man auch »alles auf einem Brette", d. h. auf einmal, zahlen konnte. Heute kann man das bekanntlich auch ohn« Brett. Dor allem wurde das Brett dann aber auch zum Spielbrett, wie wir es in unserem Schachbrett noch immer haben. Ein Wagehals konnte beim „Bretteln" „alles auf ein Brett fetzen", er kann es heute auch ohne Brett. Beim Damespiel konnte man auch einen besonders guten Stein im Brett haben, und ist es nicht noch heute sehr ersprießlich, bei feinen Mitmenschen „einen Stein im Brett" zu haben? Für den Schauspieler sind die Bretter von ganz besonderer Wichtigkeit; feine Bretter bedeuten nach Schiller die Welt selbst. Wenn aber Chamisso von Gelehrten spricht, für die „die Welt mit Brettern vernagelt" ist, wenn man endlich sogar ein »Brett vor dem Kopse" haben kann, so ergibt sich daraus noch eine absonderliche bildliche Verwendung des Brettes, die eingehender Erörterung fi^erlij Die Ankunft des neuen päpstlichen Runlius in Berlin. Der Berliner Bischof Dr. Schreiber begrübt den neuen Nuntius Monsignore Orsenigo (links), den Nachfolger Pacellis, bei seiner Ankunft in Berlin. möchten. Es liege eine Tragik dgrin, daß *n biejerfl Alkgenblick erhähter Pflichten an den äußeren Fundamenten des Schulbaues gerüttelt werden muß durch Verminderung der Lehrkräfte und durch ihre starke Belastung, durch Erhöhung der Klassenziffern, durch Beschneidung der sachlichen Aufwendungen, durch Eingriffe in die ruhige Tagesarbeit, die frei sein sollte von materiellen und ideellen Sorgen. Und doch wäre all das noch leichter zu ertragen und zu überwinden, wenn sich nicht zugleich die Heber- zeugung aufdrängte, daß die hiermit verbundene Gefahr für das Volksganze nicht immer von allen Schichten unseres Volkes erkannt wird. Der Redner bezeichnete es als eine berechtigte Aufgabe des Philologenvereins, nicht nur laiU und deutlich auszusprechen, daß die höhere Schulbildung einen ganz wesentlichen und ohne die ernsteren Gefahren für das Gesamtwohl nicht zu vernachlässigenden Anteil der allgemeinen Volksbildung darstellt, sondern daß der Verein auch für die Verbreitung dieser Erkenntnis arbeitet und sich einsetzt. Nach Begrüßungsworten des Bürgermeisters Dr. Angermeier namens der Stadt Bensheim ergriff Universitätsprofesior Dr. Bruno Bauch (Jena) das Wort zu seinem Fe st vortrag über die erzieherische Bedeutung der Kulturgüter. Den ersten Tag der Hauptversammlung beschloß ein Begrü- ßungsabend. Ein Ehepaar durch Gas vergiftet y Frankfurt a. M., 25. April. (WSN.) Heute mittag gegen 12.30 Uhr wurden die Eheleute Hoffmann in ihrer Wohnung in der Schloßborner- straße 59 mit Gas vergiftet tot ausgefunden. Wie die Polizei seststellte, handelt es sich um einen Unglücksfall. Von der Gasleitung, deren Haupthahn nicht abgestellt war, hatte sich der Gas- schlauch gelöst, und durch das ausströmende Gas wurde das in den Betten liegende Ehepaar vergiftet. Oer Kampf um Von dem Milchhändler-Derein Gießen und Umgegend wird uns geschrieben: 2m „Gießener Anzeiger" vom 24. April schreibt der Milcherzeugerverband Friedberg, daß der M i l ch h a n d e l seit 1927 seine Spanne von 12 auf 16 Pfennig erhöht hat. Dies entspricht nicht den Tatsachen. In Wirklichkeit besteht heute für die Milchhändler eine Spanne, die je nach der Höhe der Transportkosten vom Erzeuger bis zum Verbraucher 8 bis 11 Pfennig beträgt. Hier handelt es sich um Milch, die teils von Hofgütern und teils aus den benachbarten Orten geliefert wird. Vei der Sammelmilch haben die Händler im Sommer mit großen Verlusten zu rechnen, da sie sehr ost sauergewordene Milch bei der Kundschaft ersetzen müssen. Auch bleibt sehr oft Milch übrig, an der ebenfalls Geld verloren wird. Es kann nicht für den gesamten Milchhandel in Betracht gezogen werden, wenn unter besonderen Umständen ein einzelner Milchhändler von dieser Spanne abweicht. Der Erzeugerverband will mit allen Mitteln versuchen, die Milch vom Erzeuger direkt an die Verbraucher abzusehen. Er sagt aber nichts davon, daß bald die Hälfte der in Gießen zum Verkauf kommenden Milch von Erzeugern direkt an die Verbraucher geliefert wird. Ob durch diese direkte Belieferung ein Vorteil für die Derbraucherschaft entsteht, muh die Zukunft lehren. Bisher war es so, daß die Verbraucher für die vom Erzeuger direkt gelieferte Milch zum Teil einen höheren Preis bezahlen mußten, als bei dem Milchhändlern. Man sieht also, daß der Landwirt die Milch auch nicht umsonst in die Stadt bringen und in den verschiedenen Stockwerken bis zu den entlegensten Straßen ausmessen kann. ♦ Von der Dampfmolkerei Gebrüder Grieb, Gießen, wird uns geschrieben: Die vom Milcherzeugerverband, Sih Friedberg, im „Gießener Anzeiger" Ar. 95 gemachten Ausführungen sind auf unseren Betrieb nicht anzu- Ans der provinzialhauptstadt. Gießen, den 26. April 1930. Gesegnete Rückkehr Bon Reinhold Braun „Rückkehr zur Naivität auf höherer Stufe!" So spricht Friedrich Aaumann von einem, der in die wahre Freude heimfand. Ist dieses Wort nicht wie der Schluß einer vom echten Geiste erfüllten Lebensphilosophie? Wie der Abglanz eines wundervoll emporgegipfelten Menschseins ? Sinnbild für diese Art, das Leben zu erfassen, bleibt mir der alte Musikprofessor, den ich wie einen Vater lieben gelernt habe. Was ist es denn, daß ihm in der erlesenen Tischrunde alle Herzen entgegenschlagen ohne Unterschied der Weltanschauung, daß selbst die Männer be£ wissenschaftlichen Tatsächlichkeit diesem „reinen Toren" wahrhaft zugeneigt sind und ihm mit ausgesuchter Hochachtung begegnen? Im Grunde ist es seine „Aaivität auf höherer Stufe". Das ist dos Geheimnis dieser herrlichen Altersheiterkeit, das Wunder ihrer herzbetonten Klarheit und inneren Schönheit. And es ist nicht von ungefähr, daß der liebe Alte den Johann Sebastian Bach so liebt und seine prächtigen, einfalt-köstlichen Geschichten über ihn geschrie- 6en hat. Durch alles Professorale seines Faches hindurch hat er immer wieder heimgefunden zu dem Arklanghasten der reinen Menschenseele, und aller Musikwust der Moderne und Aeberrnvderne hat ihm nichts anhaben können. Er ist dabei feiden Milchpreis. wenden. Es wurde angeführt, daß jeder überständige Liter Milch den Bauern auf dem Lande stehengelassen würde und dieser das Risiko der Verbutterung zu tragen hätte. Ans fällt als Molkerei die Aufgabe zu, die Milch unserer Lieferanten restlos abzunehmen und infolgedessen auch das Risiko der Verbutterung zu tragen. Dies geschieht auch in vollem Maße, obwohl sich die Milchanlieferung gegenüber der Vorkriegszeit in unserem Liefergebiet mehr als verdoppelt hat. (Von täglich 500 auf 1200 Liter und von 800 auf 2000 Liter.) Auch bei größeren Gütern hat die Lieferung ganz erheblich zugenommen. Von der gesamten, bei uns eingehenden Milch- menge kommt in Gießen kaum der dritte Teil für Frischmilch in Betracht, während alle übrige Milch bis auf ein kleines Quantum Dersandmilch verarbeitet wird. Der an den Landwirt zu zahlende Milchpreis muh sich daher nach der Verwertung der Milch aus der Verbutterung und dem Frischmilchabsatz richten. Hieraus ergibt sich, daß die in den Ausführungen des Erzeuger-Verbandes angeführten Zahlen über die Handelsspanne mit unserm Betrieb nicht das geringste zu tun haben. Wenn hinsichtlich der Preisgestaltung der Milch der Milcherzeugerverband bei seinen sämtlichen nach Gießen liefernden Mitgliedern eine Regelung herbeiführen würde, wie diese bereits in Mainz und Worms besteht, wäre der Streit um die Handelsspanne beigelegt. Dort wird ein Rampenpreis für Frischmilch und ein besonderer Preis für Verarbeitungsmilch festgesetzt. Durch diese Regelung würden nicht wie bisher die aus der zu verarbeitenden Milch entstehenden Mindereinnahmen nur von einem Teil, sondern von sämtlichen, nach Gießen liefernden Landwirten zu tragen sein. Daß in der Frischmilchversorgung der Stadt Gießen unhaltbare Zustände nicht nur bezüglich der Preisgestaltung bestehen, trifft zu: auch wir würden es begrüßen, wenn hier von maßgebender Seite Wandel geschaffen werden könnte. neswegs altmodisch; er hat durchaus einen Sinn für das Cchtwertige der neuen Zeit. Aber er steht da tote ein gesunder Eichbaum in allen quirlenden Wassern eines oft abnormen Kunst- gehabens. And wenn er mir aus seinem erlebnisreichen Dasein , erzählt: immer wieder seines Erdenwanderns alte, schöne Wahrheit: „Rückkehr zur Aaivität auf höherer Stufe!" Das ist wie die feine, zutiefst erquickende Kantilene dieser einzigartigen Lebensmelodie. So beglückt er doppelt in der Episodensucht der Zeit, dem auch die Kunst zu einem erheblichen Teile anheimgefallen ist. — Wir haben in unseren Tagen zu viel ungesund abenteuerndes Element, gefördert durch die Strömungen des Materialismus und der damit verbundenen Ichsucht und des Gelöstseins von Gott und den ewigen Wahrheiten. Es ist überall zuviel Vorstoß ins Sensationelle, in das krankhaft Abwegige, daß es oft komisch wirkt, wenn es nicht zu traurig wäre und eines ganzen Balkes Tragik bedeuten könnte. Da klingen denn solche ^ätze auf wie der eines übermodernen, fremdländischen, aber in Deutschland lebenden und aufgeführten Komponisten und Opernleiters: „Beethoven ist abgestanden!" And wenn wir an das Gebiet der Erziehung denken, de^ der Jugend und der völkischen Gesamtheit, mühte nicht Sinn und Ziel aller erzieherischen Maßnahmen sein: Durch alles Wissensgewirble hindurch die Fähigkeit „zur Naivität auf höherer Stufe"? Wir haben zuviel innere Verzerrung schon bei der Jugend, zuviel getrübten, schiefen Blick, zuviel Blasiertheit und Angetünchtheit. Wer Augen hat zu sehen, der sehe! Das Naive, Grundhaste, menschlich schön Natür* l'che, Angezwungene, Anverstellte bleibt Schmuck und Krone des wahren Menschen und eines echten, impulsreichen Volkes. Alles Große ist im Grunde naiv, weil es aus göttlicher Wurzek wachst und fruchtet. Ansere Zeit ist Gleichnis eures traurigen Irrgängertums, auf allen ®c- bteten: sie trägt das Gepräge des Landstreichern haften trotz Automobil und „Rheingold-Zug" trotz überfüllter Lehrsäle und labyrinthhafter Verwaltungsgebäude. Wollen wir doch vom Kerndeutschland den Muk haben zur Rückkehr in die echte Aaivität der Empfindungen, in die innere Gesundheit echt menschlicher Welt- und Lebensauffassung, deS Erlebnisses dessen, was Volkheit ist und bedeutet: wollen wir doch Heimfinden in die alte heilige Inbrunst der Seele, in die Ehrfurcht vor dem wirklich „strebend - sich bemühenden" Geiste, in die Klarheit und Festigkeit schopfoeischer Gott- verbundenheit! Solche Rückkehr sott unser Leben adeln und als ein Auftrag einer höheren Welt geachtet und erfüllt werden! Riederschläge. Sie schrie erregt: „Schon wieder, wie so oft, hast du mich kalt und rücksichtslos betrogen! Auch heute haft du, gänzlich unverhofft, mich wiederum erbärmlich angelogen I" „Gewiß, mein Lieb, es tut mir herzlich lei ix, doch bitte ich dich, sachlich zu bedenken..." „Ich pfeif auf deine ganze Sachlichkeit, mit ihr muh man sich noch zu Tode kränken. Das geht nun so, seit wir beisammen sind. Ich höre Tag für Tag fast nichts, als Lügen.. .*■ „Nun sei doch bitte ruhig, liebes Kind. Man muh sich doch dem höh'ren Schicksal fügen!*1 »Wenn du so fortf ährst, ist in kurzer Zeit Nc Liebe, die ich hegte, ganz gestorben. Durch dich ist wiederum mein neues Kleid durchnäßt, zerknittert und total verdorben...* Er schwieg, von ihrem Redeschwall geplagt, womit er sich den weitern Streit ersparte..« Er hatte Sonnenschein vorausgesagt j als Leiter einer Landeswetterwarte. Puck. Gießener Wochenmarktproise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarktr Butter 140—170, Matte 30—35 Pf. das Pfd.; Eier 10 Pf. das Stück; Käse 10 Stück 60—140 Pf.z Weißkraut 8—10, Rotkraut 15—20, Gelbe Rüben 10—12, Rote Rüben 10—12, Spinat 15 bis 20, Spargel 150—160. Anter-Kohlrabi 6-8, Grünkohl 10-15, Feldsalat 80—100, Tomaten 70—80, Zwiebeln 8—12, Meerrettich 50—70, Schwarzwurzeln 40— 60, Rhabarber 15—20, Kartoffeln 4,5—5, Aepfel 10—15, Dörrobst 30—35, Honig 40—50. Aüsse 50—70 Pf. das Pfd.; Tauben 70—80 Pf. das Stück; Junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100—120 Pf. das Pfd.; Blumenkohl 50—100, Salat 20-25, Salatgurken 75 bis 80, Lauch 5—10, Rettich 10-20, Sellerie 10—40 Pf. das Stück; Radieschen 15—20 Pf. das Bund; Kartoffeln 3.80 bis 4 Mk. per Zentner. Bornotizen. — Tageskalender für Samst ag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Liebeswalzer". — Astoria-Lichtspiele: „Der Kamps um die Goldfelder" und „Ich hab' mein Herz im Autobus verloren." — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 15 bis 18 Ahr und 19 bis 22 Ahr: -In der Iohannisnacht". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Liebeswalzer". — Astoria-Licht- fpiele: „Der Kamps um die Goldfelder" und „Ich hab' mein Herz im Autobus verloren". — Stad11heater Gießen. Man schreibt uns: Nächste Woche bringt die letzte klassische Premiöre der Winterspielzeit „Clavigo" von Goethe. Die Erstaufführung ist auf Dienstag, den 29. April, festgelegt. Oberspielleiter H. San* Rom betrachtet seine Geburtstagsgeschenke. Von Dr. Gustav W. Eberlein. Rom, Ende April. „Liebes Kind," so sagte der gute Vater Mussolini zu seiner Lieblingstochter Roma, „du feierst * heute deinen 2684. Geburtstag, und wer nur nach dem Kalender geht, der könnte glauben, du kämest allmählich in die Jahre. Bei Licht betrachtet. wirst du aber alle Tage hübscher. Je älter du dich kleidest, um so jünger siehst du aus. Du hast die ewige Schönheit. Ja, du gefällst mir um so besser, je mehr du von dem modernen Plunder ablegft. Ich will dir das älteste Zeug anlegen, das ich habe, es steht dir. Es steht dir famos! Wenn dich Cäsar sieht, wird er erröten. Das sollen meine Geschenke fein! Nimm sie hin und laß dich umarmen, figlia mia!“ Damit zog der pater patriae die jahrhundertealten Schleier von der stolzen Roma weg, befreite ihre Schultern von dem Tand einer kächer- lichen Mode, und sie hob das Haupt und war so schön, daß die Leute geblendet die Augen niederschlugen. Dieses königliche Haupt, das Kapitol! Frei hebt es sich jetzt heraus, mächtig fluten die beiden Freitreppen herab, der elende Kram in und um dieses einzigartige Gew^e ist gefallen. Man sieht es jetzt schon von d« Piazza Venezia aus und man sieht daneben endlich wieder den tat» pejischen Fels, den schmutzige Dächer und Terrassen mit ihren Kloakenanhängseln buchstäblich überwuchert hatten. Bei der Freilegung des Kapitols muhte natürlich auch so manches andere fallen, was die Maler, die um keinen Preis dort wohnen möchten, malerisch, und die Gelehrten, die vorher gar nichts davon wußten, unersetzlich fanden. Unter anderem zwei Kirchen, die unvermutet aus dem Häusergerümpel auftauchten. Seit Generationen vollkommen vergessen und verschwunden erregten sie begreiflicherweise das Interesse der Antiquare unter den Kunsthistorikern, aber der Gouverneur der Stadt, Fürst Ludovisi Bon- compagni, meinte, der Tod dürfe nicht das Leben ersticken, der sogenannte Lokalcharakter der muffigen Winkel und der wäscheüberf tatterten, ungesunden und unmoralischen Gäßchen müsse verschwinden. Die Hauptstadt des neuen Italiens wende sich mit Abscheu ab von einer derart heuchlerischen Romantik, sie wolle Luft, Licht und Schönheit. And der Duce gab dem mutigen Manne Recht Gr berief einen Ausschuß für einen neuen Bebauungsplan und gab ihm nur einige Monate Art ft zur Vollendung seiner Ausgabe. Keine leichte Aufgabe, gewiß, es gelte, mindestens vier Städte, die in Rom durch- und übereinanöer- liegen, harmonisch zu verschmelzen, die Erhabenheit der Antike herauszuschälen und dem modernsten Verkehr Rechnung zu tragen, denn in zwanzig Jahren werde Rom zwei Millionen Einwohner und hunderffünfzigtausend Automobile haben. „Ihr müht die Dinge im großen sehen! And nun ans Werk!" Die Geburtstagsgeschenke, die wie alljährlich am 21. April der Stadt zu Füßen gelegt wurden, sind programmatisch für das Doppelproblem der renaissancehaften Verehrung der Antike und der amerikanischen Dauwut, die ganz Italien ergriffen hat. Nicht nur der „heiligste Hügel nach Golgatha" wurde befreit, sondern auch das Marcellus- theater. Eine Miniaturausgabe des Kolosseums, liegt es nun etwas schämig im Getto, dort, wo Goethe in einer der noch immer Liebhaber findenden Weinkneipen seine Faustina fand. Es fühlt sich sichtlich nicht recht wohl so vor aller Augen und sehnt sich nach der Vereinigung mit dem Vestatempel, dem es auf dem Platz des Wahrheitsmundes nicht anders gegangen ist. Dort steht er jetzt in jungen Gartenanlagen und vor einem mächtigen Brunnen zur Schau, während ihn bisher nur nächtliche Pärchen oder Cookherden aufsuchten. Cs ist eine Revolution, dieser Durchbruch des alten Iudenviertels. And zur Linken des neuen Kapitols schaut man nun von der herrlichen Loggia des wiedererstan- denen Hauses der Rhodosritter auf die plötzlich aufgegangenen Märkte Trajans und sieht schon die Spitzhacken fliegen, die auch die letzten, der Verschmelzung sämtlicher Kaiserfora noch im Wege stehenden Häuserzeilen über Nacht niederlegen werden. And mit der gleichen Entschlossenheit, mit der niedergerissen wird, ruft man draußen vor den Toren eine Neustadt ins Leben. Aus dem Monte Mario wird eine Freiluftschule eingeweiht. Alle Provinzen haben ihre überlebensgroßen Statuen für das Forum Mussolini beim Ponte Milvio abgeliefert. Sechstausend Kinder singen nachmittags in der Pinienarena der Villa Borghese zum Preise des neuen Vaterlands. Qlber der Schöpfer des vierten Italiens begnügt sich nicht mit Aeußerlichkeiten. Er hat den Arbeitsfeiertag des 1. Mai nicht bloß aus Demonstration abgeschafft und auf den Geburtstag Roms verlegt. In der Nacht, punkt zwölf Ahr, sanken auf seinen Befehl die mittelalterlichen Zollschranken an den Städtetoren. Millionen über Millionen an Zolleinnahmen verschwinden damit auf einen Schlag, aber wie meinte er doch? Man müsse die Dinge im großen sehen! Wenn nichts anderes, diese Verfügung allein zeigt den Anterschied zwischen dem heutigen und dem Italien von gestern, das eine solche Tradition einträglicher Schranken und bequemer Zöpfe niemals oder doch nur nach einer Kette von Parlamentsgefechten und Regierungsstürzen hätte aufheben können. Man mag an der wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit einer solchen radikalen Maßnahme herummäkeln, es ist der Geist, der in ihr zum Ausdruck kommt, dieser mannhafte Herrscherwille, den man bewundern muß. Der die Traktoren in die pon- tinischen Sümpfe schickt, der die Aufforstung des entwaldeten ßanö-eS befiehlt, der die Getreide- schlacht schlägt. „An diesen Ostern endlich bricht man an unserem Tische nicht mehr das Brot der andern, das so bitter war, das die Zeichen der Abhängigkeit und des Elends in jeder Krume trug. Zum erstenmal, am Tage der Auferstehung, essen wir das Brot unserer Erde und wir heben es in die Höhe, wie die jüdischen Priester zum Himmel hoben die Aehren als Symbol der Befreiung aus der Knechtschaft. Wir segnen es, unser heiliges Brot, die Verheißung für morgen, die Gewähr unserer Zukunft, das Signal für Ereignisse, die den eisernen Ring zerschlagen werden, mit dem man den Lauf unserer Geschichte anhalten und unsere gerechte Bestimmung in Fesseln schlagen möchte!" So beginnen die Iubelartikel in den Zeitungen, und es wäre töricht, in diesem ileber- schwang nichts als Theater zu sehen. Wenn heute abend Rom seine Geburtstagsgeschenke betrachtet, so sieht es sie nicht mehr bengalisch von außen her, sondern von innen heraus beleuchtet, und auch das ist wie ein Gleichnis. Es erkennt in scharfen Amrissen seine jahrtausendjährige Geschichte und entnimmt ihr eine verlockende Mahnung für morgen: die Mahnung zur Gröhe. Figlia prediletta — der Duce weih wohl, warum er Rom seine auserwählte, seine Lieblingstochter nennt. Hochschulnachrichten. Der Lehrstuhl der Astronomie an der Leipziger Aniversität ist dem auherordentlichen Professor und Observator an der Sternwarte der Aniversität Bonn, Dr. Josef Hopmann, angeboten worden. Ernannt wurde der a. o. Professor Dr. Ernst Engelking in Freiburg i. B. zum ordentlichen Professor der Augenheilkunde an der Aniversität Köln als Nachfolger von Prof. A. Pröbsting. — Mit Wirkung vom 1. Wai 1930 an ist der Berliner Privatdozent Dr. Julius Schwemmle zum etatmäßigen ordentlichen Professor der Botanik an der Aniversität Erlangen als Nachfolger von Prof. K. Noack ernannt worden. Eine Empfehlung unter Hunden. Von Erich Kästner. Man hat mir die folgende kleine Geschichte als wahr erzählt, und ich habe keine Veranlassung, ihre Richtigkeit zu bezweifeln... Eines TageS wurde in Paris ein kleiner Terrier überfahren. Ein Arzt, der zufällig an der Anglücksstelle vorüberkam, hob den Hund, dem ein Vordersatz zerbrochen war, auf, nahm ihn mit nach Hause, schiente ihm das Bein und gab ihn erst nach Wochen, als er völlig wiederhergestellt war, den Besitzern zurück. Seitdem verband den Arzt und den Terrier eine rechtschaffene Freundschaft. Mehrmals in der Woche fand sich der Hund vor der Wohnungstür des Doktors ein, bellte, bis man ihn einließ, begrüßte den Wohltäter aufs lustigste, ließ sich streicheln und verschwand schließlich hochbefriedigt, bis zum nächsten Male. Der Arzt gewöhnte sich an die Visiten und hätte das Ausbleiben seines alten Patienten sehr bedauert. Diese ungewöhnliche Freundschaft dauerte bereits Monate, als der Hund eines TageS wieder, wie gewöhnlich, vor der Tür bellte. Der Arzt ging selber, um zu offnen, und sah, aufS äußerste betroffen, nicht nur seinen alten Freund, öen Terrier auf dem Flur, neben diesem stand diesmal noch ein zweiter Hund, ein weißer Pudel, winselte kläglich und hielt eines seiner Deine in die Luft. Der Pudel hatte, wie seinerzeit der Terrier, ein Bein gebrochen. And es kann nur so gewesen sein, daß der Terrier den verletzten Pudel sand und ihn auf unvorstellbare Weise dazu bewog, auf drei Beinen hinter ihm her zur Wohnung des Arztes zu hüpfen. Der Terrier kann nun kaum zu dem verunglückten Kameraden gesagt haben: „Komm mal mit, ich kenne da einen äußerst zuverlässigen Arzt, der mich selber einmal erfolgreich behandelt hat"... Wie er es ihm sonst begreiflich gemacht haben soll, ist ebenso unverständlich. Taffache aber ist, daß die zwei Hunde in der Wohnung des Arztes auf tauchten; daß dieser den Pudel schiente, während der Terrier dabeistand und dem vor Schmerz heulenden Pudel die Schnauze leckte und daß er in den nächsten Wochen häufiger als sonst seine Besuch machte, wohl um sich nach dem Befinden des Kameraden zu erkundigen und um ihm im Krankenzimmer ein wenig Gesellschaft zu leisten. Der Vorfall ist ebenso ungewöhnlich wie rührend, und zwar ist er nur deshalb so rührend, weil er so ungewöhnlich ist. Aber wir wollen uns durch keinerlei Reflexionen die sanfte Rührung verderben, welche die kleine Geschichte er* weckt hat. sondern diese hier beschließen. unter täffner. c kleine Michte al- - keine Deranlallu^ ieln . Emcs Tag» Jini« übcrfai««. ibn mit »«d s SÄ W ®’6 ‘ Ön unb «r Sn* g» """ tunbii«!1 .t'™agti der Tur , auffl ^nÄen Freund, le-L Am st^d , neben °jst Padel, ,Ä- * £-•*& L' iÄ*S. L .4'^ '«Wij 11 kachlet und V ieder, wie u „u ?®«4* gelogen I“ Ä* Sachlichkeit, 3U Tode kränken. Jammen sind 'M als Lügen - l'ebes Kind " ten ^icksal fügend 'n kurzer Zeit >"nz gestorben, 'n neues Kleid total verdorben..? fchwall geplagt, 1 Streif ersparte,,, vorausgesagl >etterlvarfe. Puch larttprrise. iigen DvcheMarkN Ps. das Psd.; 10 6tud 60-140 15-20, Selbe A« >—12, Spinat 15 biS Inter-Kohlrabi 6-8; • l 80—100, Tomaten Meemttich 50-70, obarber 15—20, Kar« 15, Dörrobst 30-35, l Ps. das M.; Tau. Junge Hähne 120 biß ) Ps. das M; M. —25, Salatgurken 75 tjch 10—2Ö, Sellerie !schen 15-20 Ps. das 4 Nk. per Zentner, ien. für Samstag. ■ „Pictätoctjtt“. - nps um Sie Selb« tzerz m Mvbu» sür Sonntag. ■ und 19 bis 22 M: Lichtspielhaus Dahn. - Moria-Licht- die Goldselder" und Autobus verloren", eßen. Man schreibt die letzte klall>lche Izeif .Mvigo" von ist aus Dienstag, den pielleiterch^Ta n. nett. Bef für Bit nächste Spielzeit an BaS Stadttheater Krefeld verpflichtet worden ist, wird hier in Giehen mit diefem Stück seine letzte klassische Inszenierung herauSbringen Tannert bringt den Llavigo auf einer konstruktiven Bühne heraus, um vor allem der Idee deS Doethe- scheu Trauerspiels gerecht zu werden. Es verabschieden sich in dieser Dorstellung Franz Arz. d o r f (HeueS Theater, Frankfurt) und Trude Heß (Stadttheater Zwickau). — UeberMieternotundBodenresorm spricht am Dienstag. 29. d. M 20.30 Uhr. im ..Postkeller" der Geschäftsführer des Bundes deutscher Bodcnreforrner. Dr. Wagcnbach (Berlin), in einer vom Mieteroerein Gießen e. D. und vorn Bund deutscher Bodenreforrncr. Ortsgruppe Gießen, (unberufenen öffentlichen Versammlung. (Siehe heuttge Anzeige.) — Von der Bewegung für religiöse Erneuerung wird uns geschrieben: In den zeitgemäßen Gegenwartsfragen, welche die heutigen Menschen bewegen, gehört die Psycho-Analyse. von Sigmund Freud, die aus den ausgestellten Anschauungen heraus in das praktische Leben des Menschen einzugrcifen sucht. Zu einem gegenwartsgcmähcn Christentum gehört cs, Grundlagen zu geben, die zu einem Verständnis solcher Erscheinungen führen und damit auch zu Richtlinien für deren Beurteilung verhelfen. Aus diesem Grunde veranstaltet die Bewegung für religiöse Erneuerung, die Christenge- meinschast, in der kommenden Woche einen öffent- lichen Vortrag von Wilh. Salewski (Mannheim) über das Thema: „S. Freuds Psycho-Analyse in ihren Auswirkungen auf Stunft, Pädagogik und Religion." Dienstag, 29. April, im Universitätsgebäude. Näheres in der heutigen Anzeige. ** Das erste F r ü h l i n g s g e w i t t e r zog in den gestrigen Dachmittagsstunden über unsere Stadt. Die Entladungen waren von Niederschlägen begleitet, und der warme Degen hat der Degetatton in Feld und Gärten sichtlich sehr wohl getan und allenthalben das Wachstum gefördert. Auch in der näheren Umgebung kam cs zu Niederschlägen. Lieber Grohen-Duseck ging gestern abend ein Gewitter mit großen Wasscr» mengen nieder, die der Landwirtschaft zweifellos zustatten gekommen fein dürften. Die Welzbach trat stark über ihre Ufer, so daß die Ernst- Ludwigstraße, die Alten-Buseckcr Straße und die untere Dismarckstrahe teilweise erheblich unter Wasser gesetzt wurden. ' Anlagenkonzert findet morgen, Sonntag, 11 Uhr durch das Musikkorps des I.Datl. 15. Inf.-Regt bei günstiger Witterung am Liebig-Denkmal statt. Leitung: Obermusik- meister L ö b e r. Die Musikfolge ist: 1. Armec- marsch II. Nr. 123; 2. Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus"', Ioh. Strauß; 3. „Hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen", Charakterstück, P. (Sim (Gießen); 4. Große Fantasie aus der Oper „Der fllegenbe Holländer", N. Wagner; 5. „Feierlicher Festmarsch in Es-Sur", W. fieber. " Schiffenbera-SOO-Iahrfeier. Am Freitagabend fand bte erste Sitzung des neugebildeten Finanzausschusses statt, der sich wie folgt konstituierte: Q3anfbtreltor Griesbauer, Dorsitzender, Geschäftsführer Kirchner, Rechner, Bureaubirektor Kehler, Schriftführer. Nach einem kurzen Bericht des Dorsitzenden des ge- fchäftsführenden Ausschusses, Forstrat Nikolaus, über die geplanten Veranstaltungen und den Stand der Dorarbeiten fand eine rege Aussprache statt, ht welcher zum Ausdruck kam, daß die geplante SVO-Iahrfeier weit über die Grenzen unseres cnaeren Vaterlandes hinaus Bedeutung habe und daß daher wohl auch mit einer weitgehenden Unterstützung seitens der Behörden, sowie weiter Kreise ber Bevölkerung gerechnet werden dürfe. Die Schaffung eines Garantic- sonds ist mit Rücksicht auf frühere Erfahrungen nicht geplant. ’* Di e Museen sind am morgigen Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet. Geschäftsjubiläum. Am 1. Mai d. I. wird die Geschäftsführerin Frau Derzbach 25 Jahre ununterbrochen bei der Firma Spring- manns Schuhwarenhaus tätig fein. Die Jubilarin war während eines Bierteljohrhunderls in verschiedenen Filialen des Hauses tätig und hat während dieser Zeit stets mit dem größten Interesse. Fleiß und Treue ihren Posten ausgefüllt, den sie noch heute vorbildlich verwaltet. * Arbeitsjubiläum. Ihr 25jähriges Ar- beitsjubiläum feierte die Zigarrenmacherin Frau Elise Johannette Frey aus Gießen, bei der Zi» aarrenfabrit Julius R a t t m a n n, G. m. b. H. in Gießen. Der Jubilarin wurde ein Diplom des „Deut, schon Tabakoereins" überreicht. Auch wurde sie von der Firma in geziemender Weise geehrt. Am blumon- geschmiickten Arbeitstisch ' brachte die Arbeiterschaft ihre Glückwünsche dar und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Frau Frey noch lange ihre Arbeitskraft behalten möge. ** (Ein Anfängerlehrgang in der Ein- hcitskurzfchrift wird am Dienstag, 29. d. M., 19 Uhr, in der Peftalozzifchule unter Leitung eines staatlich geprüften Lehrers der Stenographie von der 1. Reichskurzschriftgesellschaft „Gabelsberger" und Damenckvteilung c. D. Gießen eröffnet. (Näheres in der heutigen Anzeige.) *• (Sin Tafeldeck- und Servier- Kursus findet am Mittwoch, 30. d. M., und Donnerstag, 1. Mai, im Hotel Schütz statt. Es sind für beide Tage Nachmittags- und Abendkurse vorgesehen, wobei jeweils auch eine Unter- Weisung in Umgangsformen gegeben wird. Näheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen. ** Diebstähle. Das Polizei amt teilt mit: Entwendet wurden in der Nacht zum 6. d. M. aus einem im Schiffenbergertal gelegenen Aufenthaltsraum einer Gärtnerei ein Dreirohren-Nadio- apparat mit Lautsprecher, (der Lautsprecher war viereckig mit gelbem Stoff bezug); in der Nacht »um 15. b. TR. aus einem am Heegstrauch (Schif- fcnbergcrtal) gelegenen Gartenhaus, das gewaltsam geöffnet wurde, eine braune Herrenstrick- woste. Personen, die zu den genannten Straftaten über die Täterschast Angaben machen können, werden gebeten, bei der Kriminalpolizei, Zimmer 24, vorzusprechen. Don den Geschädigten ist eine Belohnung ausgesetzt. Oberheffen. Landkreis Gießen. • Leihgestern, 26. April. Am morgigen Sonntag findet um 13.30 Uhr die feierliche Einweihung unseres Gefallenenehrenmals statt. Gin gut zusammengestelltes Programm wird der Feier einen würdigen Eindruck geben. — Grünberg, 25. April. Die Oster- konferenz der Pfarrer des Dekanats Grünberg sand am Mittwoch nach Ostern statt. Alle Mitglieder mit zwei Ausnahmen hatten sich eingefunden. Nach der Eröffnung durch Pfarrer Georgi, Ermenrod, begrüßte der Dorsitzende. Dekan Schmidt, Grünberg, die Erschienenen; es folgte zunächst die Besprechung geschäftlicher Angelegenheiten. Inzwischen war auch der Superintendent Oberkirchenrat Wagner. Gießen, erschienen und der 'Referent des Tages. Pfarrer König. Groß-Eichen, hielt seinen Dortrag über die hochkirchliche Bewegung. Die Klarheit und Anschaulichkeit des Dortrages, der mit großem Fleiß diese Bestrebungen schilderte und in der Ablehnung der Auswüchse bei Anerkennung des berechtigten Kernes die Zustimmung aller fand, wurde in der Aussprache anerkannt. 2lach gründlicher Aussprache wurde der offizielle Teil ter Konferenz durch den Dor- fihenden geschlossen. Mrei* Büdingen. ch Büdingen, 24. April. Die Berufung geyen das Urteil des Kreisausschusfes des Kreises Büdingen vom 21. Dezember 1929 i. L. Einwendungen gegen die Gemeinderatswahl in Büdingen wurde zurückgenommen. Helft ber Landwirtschaft: Eßt Roggenbrot! Der am 17. November 1929 gewählte neue Gc> mcinberat kann somit in seinen Dienst eingewiesen werden. ch Ortenberg, 24. April. Die Eheleute Karl Suhl und Katharina geb. Hofmann zu Ortenberg feiern am 25. April in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. < > Ober-Mockstadt. 24. April. Zur Freude aller Dorfbewohner ist unser Storch- n e st. das seit 1927 unbewohnt war, am ersten Osterfeiertag wieder bezogen worden. Dor Ostern fand eine Besichtigung des Nestes durch zehn Störche statt, und in der darauf folgenden „Besprechung" ist anscheinend „die Sperre", die über unser Storchnest feit drei Iahren verhängt war. aufgehoben worden. — Hier wurden sieben Mädchen konfirmiert, drei aus Ober-Mockstadt und vier aus Nieder-Mockstadt. Seit drei Wochen ist hier eine Masern-Epidemie ausgebrochen, so daß mit Beginn des neuen Schuljahres die Unterklasse noch acht Tage geschlossen bleiben muh. Kreis Schotten. I Ober-Lais. 25. April. Die Zahl der Arbeitslosen ist hier noch immer sehr hoch, und es bestehen kaum Aussichten, daß sie noch wesentlich zurückgehen kann. Dies hat seinen Grund in der außerordentlich großen Zahl der hiesigen Bauhandwerker. Es gibt nur wenige Hauser, in denen nicht wenigstens ein Maurer. Zimmermann oder — in Unter-Lais — Weißbinder wohnt. Die Bautätigkeit ruht hier völlig, auch Reparaturen werden kaum ausgeführt. Die hiesigen Maurermeister, die in früheren Iahren fast alle hiesigen Maurer beschäftigten, haben jetzt kaum noch für wenige Arbeit. Kreis Alsfeld. — Ober-Ohmen . 25. April. Gestern Abend brach auf noch unaufgeklärte Weise im Anwesen des Landwirts Peter Korell Feuer aus. Die Oekonomiegebäude, deren Inhalt und sämtliche Hühner äußert einem wurden ein Raub Bef Flammen. Die übrigen Dichbestände konnten ge* rettet werden. Den anwesenden Wehren von Unter-Seibertenrod. Ruppertenrod, und hier gelang eS nach anstrengender Tätigkeit, das wütende Element auf seinen Herd zu beschränken. Da die sieben fast oneinandergebauten Häuser: der Nachbarschaft ein weiteres Umsichgreifen befürchten ließen, wurde die Msfelder Motorspritze alarmiert, jedoch durch Automobilisten unterwegs wieder abbestellt. Der Schaden ist durch Dersicherung gedeckt. Wetzlarer Stadlsorgen. Wetzlar, 25. April. Nachdem der st ä d- tische Etat mit vielen Mühen und allerhand Steuer- und Tariferhöhungen vor einigen Wochen verabschiedet worden ist, kommen in bet Stadt verschiedene neue Fragen zur Erörterung, deren Lösung noch manches Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Die wirtschaftliche Lage in unferm Industriebecken ist noch immer sehr gedrückt. besonders was die Eisen- und Bauindustrie betrifft. Größere Arbeit Sein- fchränkungen mit Arbeiterentlassungen oder Kurzarbeit haben das Heer der Arbeitslosen im Laufe des Winters in stärkster Weise vermehrt, und die im Frühjahr erwartete Entlastung ist nur beschränkt eingetreten. Nach den letzten Veröffentlichungen beträgt die Zahl der ausgesteuerten Erwerbslosen allein 130 Mann und dürfte sich in den nächsten Wochen etwa noch verdoppeln. Die Ausgaben der Stadt für U n t e r ft ü t) u n g c n dieser ganz der Gemeinde zur Last gefallenen Armen steigen daher in eines Weise, die ernsteste Sorgen für die Deckung bet erforderlichen Ausgaben verursachen. Wie wir hören, hat die Stadtverwaltung nunmehr Schritte unternommen, um eine Beschäftigungsmöglichkeit für die Leute zu ermöglichen. Daß es sich hierbei nur um sehr große Summen handeln kann, ist bei der genannten großen Zahl verständlich. Eine weitere große Sorge bereitet der Stadt der' bauliche Zustand des in ihrem Besitz befindlichen Hotels zum HerzoglichenHause. Schon seit Wochen sind einige Teile dieses Hauses wegen ihres schlechten Zustandes baupolizeilich gesperrt worden, und der jetzige Pächter hat sich nach einer anderen Derdienstmöglichkeit um- gesehen und das neuerstandene Restaurant zum Deutschen Hause gepachtet. Die Stadtverwaltung steht nunmehr vor der schwerwiegenden Frage, das alte Hotel am Dom-Platz, in dem einst Teile des Reichskammergerichts mttergebracht waren, noch mehr verfallen zu lassen oder mit erheblichen Mitteln von Grund auf zu renovieren. Auch hier sind in letzter Zeit Verhandlungen aufgenommen worden, die, wie zu hoffen ist, zu einem guten Abschluß führen. Es werden aber für die Stadt sehr erhebliche Beträge sein, die für die Wiederherstellung aufgebracht werden müssen; man spricht von einer Summe von 1OOOOO Mark, die in Frage komme, wenn etwas Richtiges geschaffen werden soll. KunsislODierei König repariert Kleidungsstücke, Seidenstrümpfe und Teppiche in 3 — 4 Tagen / Arbeit konkurrenzlos! 02787 Walltorstr. 12 st in Ordnung!“..• sagt lächelnd Tankwart Carl. Mit dem beruhigenden Gefühl der Sicherheit fährt die Dame weiter. Ihr Wagen ist mit DAPOLIN und STANDARD MOTOR OIL ausreichend versorgt Die Reifen sind vorschriftsmässig aufgepumpt, und das Kühlwasser ist ergänzt; dazu hat Tankwart Carl Auskunft über den richtigen Weg gegeben. Den vorbildlichen Dapolin-Dienst weiss auch die Dame am Steuer zu schätzen, und sie kommt immer wieder. Tanken Sie an der roten Dapolin- Pumpe, hier finden Sie immer einen zuvorkommenden Tankwart Carl. Hervorragende Erzeugnisse — Freundliche Bedienung Das ist Dapolin-Dienst! DAPOLIN nach modernstem Verfahren hergestellt ESSO • STANDARD MOTOR OIL DEUTSCH-AMERIKANISCHE PETROLEUM-GESELLSCHAFT Bekanntmachung. Das neue Schuljahr beginnt für die hiesige Fortbildungsschule am Montag, dem 26. April 1930. 3170C Die Anmeldung der in die Fortbildungsschule neu eintretenden Schüler und Schü- lerinnen hat an diesem Tage, vormittag« 9 Ahr. zu erfolgen, und zwar a) für die gewerbliche Abteilung I und die gewerbliche Abteilung II (seither allgemeine Abteilung) und die Mädchenabteilung in dem Schulhaus in der Kirchstraße; b) für die kaufmännische Abteilung in der Allen Klinik, Liebigstraße. Fortbildungsschulpflichtig werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die an Ostern 1930 aus der Volksschule entlassen worden sowie die- Jenijjen, die aus höheren Schulen nach acht- jährigem und mehr als achtjährigem Schulbesuch, aber vor vollendetem zehnten Schuljahr ausgetreten sind. Es wird be- sonders darauf aufmerksam gemacht, daß alle in Gießen in der Lehre oder in Be- sckäftigung stehenden Fortbildungsschulpflichtigen ohne Rücksicht auf ihren Wohn- ort zum Besuch der Schule in Gießen verpflichtet sind. Für Schulpflichtige, die in ein Lehrverhältnis .treten, besteht die Schulpflicht unabhängig davon, ob sie zunächst eine Probezeit durchlaufen oder nicht. Gießen, den 24. April 1930. Stadtschulamt. 3.23.: Fischer. Beschluß in dem Vergleichsverfahren über das vermögen der Firma Sigmund Jacob in Gießen, Inhaberin Jrau Emilie Jacob geb. Levi in Gießen, Bahnhofstraße 54. 1. Der in dem Vergleichstermin vom 3. April 1930 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 32750 2. Infolge der Bestätigung des Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben. 3. Das Veräußerungsverbot, wonach der Schuldnerin verboten wird, über die ihr gehörigen Grundstücke zu verfügen, ist aufgehoben. Gießen, den 12. April 1930. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1930 Rj. liegt vom 29. April L I. ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst innerhalb dieser Frist Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden können. 3270D Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Londorf, bett 24. April 1930. Bürgermeisterei Londorf. 21 u m g n n* dumiop auf künstlicher Landstraße wird die Gummiabnutzung geprüft für den SICHERHEITS-REIFEN /z % % Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform in gebundenen Aufgaben klar In der Schrift übersichtlich angeordnet sorgfältig geduckt dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Bewerbe, Landwirtschaft und Behörden. Lieferung schnell, gut und preiswert BrQhl'sche Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 1851 Kurzgefchntnenes liefert 1490D Damplsägewerk Lollar B. Nubn, A. G. EM-Betten (Stahl o.Holx> Pols!.. Stahl- ma tr-JCin derb_C haUeL, an jeden. Teilzahlg, KataL fr. fctSÄunöbtilabrik snh^Th. Bekanntmachung. Ortsansässige Personen, die in Bad« Nauheim die Kurmillel gebrauchen wollen, ohne dort Wohnung zu nehmen, erhallen nur dann Bäder verabfolgt, wenn sie eins von hier ausgestellte Ausweiskarte im Badehaufe vorzeigen können. 3170O Die Ausstellung von Ausweiskarten er* folgt im Stadthaus, Bergstraße 20, Zim« mer Nr. 29. Gießen, den 19. April 1930. Der Oberbürgermeister, I. V.; Dr, 3^re Verlobung geben bekannt .M6 Vatfjt Wzeqk über: 3292 D Mietemot und Bodenreform Scheidegg im Allgäu, April 1930 Hierzu laden ein: Freie Aussprache. 3289D fflleteroeteln Siegen e. B. Bund öenTOet Boöenteformet Orlsgruone ©legen /Dr.öeuBel. öeüermelil. Der kostenlose Unterricht beginnt Freitag, den 2. Mal. Bondorf 02816 verbunden mit Umgangsformen statt. Beste Erfolge! 32820 Phot o-Win terh off Alleiniges Spezialgeschäft Kreuzplatz 9 3055 A Darmstadt Gießen 02744 wollen, Einfübrungsstunden. 02779 Näheres durch Elisabeth Decker. Ludwigs!raße 20 II. I D'ebe-c -s zahlreich voriiegcnd.VorbesWung.mactan eine frütiztg.Anmeldq.auch ffirden Spätsomme^Tforderffi-tT Saisongetrünk: Maibowle. 3321D Grabenstraße 4 Neuen Baue 10 3172V Gießen, den 26. April 1930 02785 IE Sommerfrische 3152D Burg Gleiberg 277uU Lahntai, den Vogelsberg und Taunus. Schöne Säle und Gesellschaftsräume. I Gute Verpflegung. Autofahrt ab Gießen. Lichtspielhaus, Bahnhofstr Nur noch heute und morgen,Sonntag,den 27. April. Anfangszeiten: 4Uhr.6Uhr, 8.30Uhr, Sonntags 3Uhr, 5.40Uhr, 8.30Uhr Lager. 6785 D CarlSchunck ZUBE DEUTEND ERMÄSSIGTEN PREISEN BEI KASSAZAHLUNG NOCH 10-15 PROZENT SKONTO 3311 V Kursuspreis für beide'Nachmittage oder Abende nur 3.80 AM. Dotizbuch und 10 Papierservietten mitbringen. Nachmittags- kurfe von 3 bis 5'/, Uhr, Abendkurse von 8 bis 10'/, Uhr. Anmeldungen 1 Stunde vor Beginn des Kursus. Frl. von Kettz. VERKAUF KOMP L. ZIMMER UND EINZELMÖBEL HOCHWERTIGER QUALITÄT EIGENER FABRIKATION Wer sich 2 Stunden so recht von Herzen freuen, wer 2 Stunden ungetrübten Genusses erleben will, der komme zu Die neuzeitliche DUNKELKAMMEREINRICHTUNG Ist in Betrieb genommen, wodurch unsere Einrichtung mit die modernste in ganz Deutschland sein wird. Lilian Harvey Willy Fritschm Fernsprecher Gießen 3444 Schöner Ausflugsort, Rundblick über das hellhleber-u.Gallenlelden.Magen-Darm-u.Frauen leiden sowie Rheumatismus,GichiuJschia§. Pauschalkuren im modern und mitallen Bequem licnkeiten ausgestatteten Kurhause mit Pension, (ekischlieBl Nachm.Kaffe^,Bäder.Trinkkur etc. Trauung: Sonntag, den 27. April 1930, i'/< llhr Carlton-Hotel, Frankfurt a. Main Wem holder Maitrank nie gelacht von Schiffenbergs Altan, Der kennt nicht deiner Gegend Pracht,mein Gießen anderLahn Der Autoomnibus verk. tägl. fahrplanm. abLudwlgspl: 3.45Uhr, ab Schiffenb.:5.15 Uhr, an Sonn- u. Feiertagen abLudwigspl.: 3,3.45 Uhr, ab Schiffen b.: 6.20 Uhr. Gesellschaftsfahrten ».Bedarf Asbest Platten 1,2, 3,4 und 5 mm. wieder am Dr. med. Berthold Stern Grete Stern geb. Liebmann Vermählte Ihre Vermählung geben bekannt Heinrich Hofmann Käthe Hofmann geb. Höß Domäne Sdiiffenberg Telephon 2283 Schönster Ausflugsort Gießens Vergessen Sie nicht, durch den grünenden Frühlingswaid nach dem schönen Schiffenberg zu wandern, um sich an dem Naturerwachen zu erfreuen. Gestimmt und repariert wird Ihr Piano. Flflgel od. Harmonium preiswert u. gut durch (.I5,A Pianohaus Schönau Gießen, Selters- wcg 91. Tel. 3269. Großes Lager in neuen „und gebr. Instrumenten. Dr. med. Lilly Bötticher Dr. med. Hans Heinrich Knüsli Oberarzt der prinz-^egent-Lultpolb-Kinderheilstätte Scheidegg DerTonika Do-Unterricht dient der Entwicklung der musikalischen Anlagen Farben, Silbentafeln, Legspiele u. dergl. mehr, führen das Kind, in einer seinem einfachen Erleben zugänglichen Weise, in die Elemente der Musik ein. — Erfindungsübungen, Frage- und Antwortspiele in Tönen, Hörübungen und Diktate wecken Form und Klangbewußtsein und eine besondere Taktsprache gibt die nötige rhythmische Sicherheit. Der neue Lehrgang für Kinder beginnt Mittwoch, den 7. Mai. Gruppenunterricht. — Preis vierteljährlich 10 Mk. Für Erwachsene, die sich mit der T.D.-Lehre vertraut machen Schnellste ArbeitI Größte Schonung! und die Natur wird farbig und freundlich. Der Spaziergang, ausgerüstet mit einer guten Kamera wird zur wahren Erholung I Das Kamera-Lager enthält sämtliche Neuerungen und alle gangbaren Modelle der Firmen Zeiss-Ikon, Voigtländer, Agfa. fleflenllither Vortrag von Wilhelm Salewski Mannheim: S. Freuds Psycho-Analyse in ihren Auswirkungen . auf Kunst Pädagogik und Religion Dienstag, den 29. April, 20 15 Uhr, • Universität, 1. Stock, Hörsaal 34 / Zur Unkostendeckung Mk. 0.50 u. 1.- erbeten. Bewegung f. religiöse Erneuerung Die Christengemeinschaft. OT78K BAD-SELTERS OBERHESSEN Auskünfte inNechtö-, Straf-,Famil.-Ange- legenhetten, Gesuche. Beiträge, Beobachtungen, Ueberwachg. und Ermittlungen preis,v., streng dtökr. u. an all. Orten ert. u. erledigt Detektiv- Burean-n.Anikaaitel Inh.K.Gerz,Bad-Nauheim, Kiirstr. 17. 136 Oeffenlliche Versammlung Am Dienstag, dem 29. April 1930, 20% Uhr spricht im „Postletter" Herr Dr. Wagenbach, Berlin Geschäftsführer des Lundes deutscher Äodenreformer J. GLUCKERT MÖBELFABRIK Kloster Arnsburg Schönst gelegener Ausflugsort Sehenswerte Klosterruine Beste Verpflegung in der Klostermühle Staatliches Kurhaus, Otto Baumgarten, Tel. Nidda 99 Fremdenheim Germania, Rud. Röper, Tel. Nidda 51 Kurpension Haus Hunold, fließ. Wasser, Tel. Nidda90 Haus Charlotte, Bes. Georg Schultz, Tel. Nidda 203 Cwl Salzhausen- Es ’m. 2 Bahnstunden von Frankfurt am Main « H 1 Stunde Bahnfahrt von Gießen ’ Kohlensäurehaltige Solquellen, Lithium-, Stahl-, Schwefelquellen; Inhalatorium, Diathermie, Höhensonne, Sonnenbad. Altbewährt bei Herzleiden, Arterienverkalkung, Ischias, Nervenleiden und Kinderkrankheiten. Angenehmer, ruhiger und preiswerter Kuraufenthalt, über 300 Morgen großer Kurpark. Werbeschriften durch Hessische Badedirektion. Mittwoch, den 30. April, und Donnerstag, den 1. Mai, findet im Hotel Schütz ein MI-WM ö. SklM-Wiis Eine Amerikareise 3322V ist mehr als ein Vergnügen . . . .... sie ist eine Lebensbereicherung. Unvergeßliche, unvergleichliche Eindrücke nehmen Sie mit sich. Eine vierwöchige Gesellschaftsreise mit einem der weltbekannten Dampfer der WHITE STAR-LINIE kostet ab Frankfurt und dahin zurück nur 1033.- Mark. Ruhige Fahrt. Größte Bequemlichkeit. Vorzügliche Verpflegung. Viele Sehenswürdigkeiten. Lei chte Verständigungsmöglichkeil. Verlangen Sie Prospekte durch Gebr. Julimann, Gießen Bahnhofstraße 65,Telephon 3542 Kataloge und Prospekte liefert die Brühl'sche Druckerei Die erste 100%ige Ton-Film-Operette Das Publikum ist begeistert! ™ Jieheswäker 3221 C Statt Karten! Alice Zeller Erich Schmledeknecht Verlobte Reutlingen / z.Z. Londorf April 1930 Einheitskurzschrist! Am Dienstag, dem 29.April 1930, abends 7 Llhr eröffnen wir in der Pestalozzischule, Nordanlage 8 für Damen und Herren einen neuen MDfönflet-Eeörflflno io Oer EilAitMMrisk unter Leitung eines staatlich geprüften Lehrers der Stenographie. Unterrichtsgebühr 12 RM. Anmeldungen werden von Herrn Alex Karnbach. 21 in Kugelberg 23, oder am 1. Unter- richtsabend int UmerrichtSlokal entgegengenommen. 2796V Weiter beginnen zurFortbildung folgendencueLebrgänge: Jortbttdungsunterrtcht: Dienstag.29. April,8Uhr Nedeschristunrerricht: Mittwoch, 30. April, 7 Uhr Praktikerunterricht: Mittwoch- 30. April, 8 Uhr Diktatunterricht 60-100 S.: Montag. 28. April, 7Uhr „ 120 11. höher: Montag, 28. April, 8 Uhr 1. IlelGliirMkiflgkseWM.Weisöerger* unö amncnadieuung e. v., Cleflen. Nur ein Alleinhersteller Hackerbräu München „NÄHRBIER** ist nach dem bayer. Reinheitsgesetz nur aus Malz, ohne Zusatz von Zucker gebraut Die sonst angebotenen, sogenannten „Gesundheitsbiere“ bestehen zum großen Teil aus Zucker und sind Einfachbiere, was auf der Etikette vermerkt sein muß (Einfachbier). Es ist daher beim Einkauf auf diesen Umstand ganz besonders zu achten. Will man sichergehen, für seine Gesundheit ein reines Bier zu erhalten, das ausschließlich aus Malz, ohne Zucker»' hergestellt ist, so verlange man das allein in der Hackerbrauerei München nach dem bayeri-j sehen Reinheitsgesetz gebraute „HÄHRBIER**j Man hüte sich vor Nachahmungen und achte auf den Namenszug Zu haben in allen elnschlHg. Geschäften 3 WO C H E N MK. 145 "L W OCH EM MK. 1QO 1 WOCHE MKT 55: Nordseebad Westerland-Sylt das Bad, in dem man sich am raschesten erholt. In diesem Jahre den Aufenthalt verbilligende Einrichtungen । Tageskurfaxei — Kurtaxpflichf erst ab 4. Tage. Kurlaxfreiheit nach 20 Tagen. Kinder unter 6 Jahren frei. Grosse Familien zahlen nur bisSPersonen. Junlund Sept, nur halbe Kurtaxe. Seebäder frei. Bad vom Strondkorb aus. Im Badekostüm zum Strande. Die Westerländer Kurschrift sagt Ihnen olles. Bitte, fordern Sie diese in Ihrem Reise- Ibureau, oder von der Städtischen BadeverwaltungWesterland Bitte, kommen Sie zu uns. Sie werden Freude haben Samstag, 26. April MO Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Hr. 97 Drittes Blatt Das Recht im täglichen Leben. Seschl-Mchme vonWohnräumen bei OSdachlosigteit. Die Befugnisse der Po izei. Don 25ürgermei|kr Dr. Dölsing. Mit dieser wichtigen Frage hat sich daS Reichsgericht (Urteil dcS 2 Senate vom 25. März 1929 in Strafsachen, Juristische Wochenschrift 59. Jahrgang, Heft 11, Seite 758) besaht, wo die Frage eingehend erörtert wird, innerhalb welcher Grenzen die Polizei die Befugnis hat, zur zwangsweisen Inanspruchnahme von Wohnräumen zwecks Verhütung von Obdachlosigkeit zu schreiten. Dem Urteil lag folgender Dorgangzugrunde: Gin Arbeiter mit Frau und Kind war obdachlos geworden, weil ihm am 2. Januar auf den 31. März gekündigt worden war. Gr wandte sich wegen anderweitiger Uyterbringuna an die Polizeibehörde. Diese verfüzte am 2. April die Beschlagnahme desselben Zimmers „mangels anderen verfügbaren Wohnraums" und wies ihn zunächst für die Zeit bis zum 30. April in dieses wieder ein und beauftragte am 3. April zwei Polizeibeamte mit dem Dollzug. Der Vermieter, der inzwischen das Zimmer für sich bezogen hatte, setzte den Wisttfcanftcn bei der Entfernung feiner Sachen aus dem Züniner Widerstand entgegen, wurde deswegen angezeigt und in der Berufungsinstanz wegen Widerstands im Sinne deS Paragraphen 113 des Reichsstrafgefehbuches verurteilt. Das Reichsgericht hob das Urteil auf, weil die Polizeibehörde durch ihre Anordnung auf Beschlagnahme des genannte« Zimmers und Wiedereinweisung des früheren Mieters im vorliegenden Fall ihre Befugnisse überschritten habe und demgemäß auch die betreffenden Polizei- beamten sich nicht in der rechtmäßigen Ausübung ihres Amtes befunden hätten. Zur Begründung des Urteils weist das Reichsgericht darauf hin, daß die zur Linderung der Wohnungsnot einge- führte Zwangsbewirtschaftung reichSgesetzlich geregelt und den Gemeindebehörden übertragen ift, die vielfach xur Erfüllung ihrer Aufgaben besondere Wohnungsämter errichtet haben. Den Gemeinden bzw. Den Wohnungsämtern liegt es ob, das Wohnungswesen im Rahmen der gesetzlichen Dorschriften zu regeln, für die Ausnutzung des vorhandenen und für Beschaffung neuen Wohnraums zu sorgen, wobei sie auch zur Beschlagnahme von Wohnräumen befugt sind. Diese Zuständigkeit der Gemeindebehörden ist demnach eine ausschließliche. Andere Behörden, non den Aufsichtsbehörden abgesehen, dürfen nicht in die Dertcilung eingreifen und ihrerseits über Wohnräume verfügen. Das bestehende Landesrecht muß gegenüber der reichs- rechtlichen Regelung zurüatrcten. Dies schließt aber, wie das Reichsgericht weiter ausführt, nicht aus, daß der Polizei das Recht bleibt, bei dem Dorliegen eines auf andere Weise nicht zu beseitigenden Rotstandes für Unterbringung von Obdachlosen zu sorgen, ihnen also ein notdürftiges Unterkommen als „Obdach" zu versa-affen und im Rahmen dieses Zweckes auch Räume von Privatpersonen in Anspruch zu nehmen. Aber eine solche außerordentliche Befugnis zum Eingreifen in bie Privatrechtssphäre des einzelnen auf dem Gebiet des Wohnungswesens steht der Polizei nur innerhalb enger Grenzen zu. Selbst als „Obdach" darf sie Privaträume nur dann z w angsw eise in Anspruch nehmen, wenn ein Rotstand vorliegt, also dem Obdachlosen irfolge seiner Obdachlosigkeit eine unmittelbare Gefahr für Leib oder Leben droht, und wenn diese Gefahr sich auf keine andere Weise als durch die zwangsweise Einweisung, und zwar tunlichst in l »erst e h e n d e Räume, beseitigen läßt. Lediglich in diesem beschränkten Umfang besteht also noch neben der reichSgesetzlichcn Regelung auf dem Gebiet deS Wohnungswesen- eine Zuständigkeit der Polizei zu einer vorübergehenden Beschlagnahme von Wohnräumen. Denselben Standpunkt hat auch der Hessische Derwaltungsgerichtshof in einer Entscheidung vom 8. Oktober 1927 (D. G. H. 6 1927) eingenommen und die grundsätzliche Berechtigung der Polizeibehörden anerkannt, unter bestimmten Voraussetzungen in die Privatrechte dritter ein- zi'areisen und auch Wiedereinweisungen vorzunehmen, und zwar auf kurze Zeit. Auch hier wird die Befugnis der Polizei beschränkt auf die vom Reichsgericht aufgestellten Voraussetzungen, die sich mit den Entscheidungen des Preußischen Oberverwaltungsgerichts decken. Soweit eine derartige polizeiliche Beschlagnahme von Wohnungen nach den vorstehenden Ausführungen zulässig ist, hat diese in den Städten mit Polizeiämtern in Form eines Polizeibefehls zu erfolgen auf Grund des Artikels 129 b Ziffer 3 der Städteordnung. In den Landgemeinden sind zu solchen Maßnahmen in der Regel nur die Kreisämter befugt (Polizeibefehl gemäß Artikel 64 der Kreis- und Provinzialordnung). Eine Berechtigung der Landbürgermeister in ihrer Eigenschaft als örtliche Polizeibehörde zur Beschlagnahme von Wohnungen wird vom Hessischen Minister dcS Innern (siehe Ausschreiben zu Rr. M. d . I. 3635 vom 21. Januar 1929 an die KreiS- ämter) nur anerkannt, wenn ein solch dringender Rotstand vorliegt, daß ein unverzügliches Vorgehen der Polizeibehörde unbedingt geboten erscheint und eine durch das Anrufen des Ärci«- amts entstehende Verzögerung der Angelegenheit nicht verantwortet werden könnte. Rechtlich muß man die Begriffe „Obdach" und „Wohnung" scharf auseinander halten. Die Wohnung ist zu dauernder Unterkunft bestimmt, daS Obdach nur au einer vorübergehenden. Eine Wiedereinweisung einer obdachlos gewordenen Familie in die bisher von ihr bewohnten Räume im Wege polizeilicher Verfügung steht auch nicht im Widerspruch zu Paragraph 36 Absatz 3 deS Mieterschutzgesetzes, der wohl besagt, daß derjenige, der zur Räumung einer Wohnung rechtskräftig verurteilt worden ist, von der Gemeindebehörde nicht in dieselben Räume wieder eingewiesen werden darf, aber keineswegs der Polizeibehörde im FalleeinesRotstandes das Recht nimmt, den zur Räumung Verurteilten wieder in die seitherige Wohnung einzusehen, vorausgesetzt, daß in der polizeilichen Verfügung zum Ausdruck gebracht toiro, daß die Anordnung nur eine vorläufige, durch die Rot gebotene Maßnahme und zeitlich begrenzt ist. (Entscheidung deS Hessischen Derwcltungsgcrichtshofs vom 8. Oktober 1927, ab- gedruckt in der „Hessischen Landgemeinde", 1. Jahrgang 1927, Seite 247 248.) Das Verwaltungsrecht des Ehemannes am eingebrachten Gut. Don Or. jur. G. Bartsch. Bei dem gesetzlichen Güterstande, d. h. also in allen den Fällen, in welchen zwischen Eheleuten bei einer nach dem Jahre 1900 geschlossenen Ehe über die güterrechtlichen Verhältnisse für die Zeit der Ehe besondere Abmachungen nicht getroffen sind, hat der Ehemann die Verwaltung und Ruhnießung an dem von der Ehefrau eingebrachten Gut. Die Verwaltung hat dabei im Sinne einer ordnungsgemäßen Wirtschaft zu erfolgen. Hebet den Stand der Verwaltung hat der Ehemann nach ausdrücklicher Vorschrift des BGB. der Frau auf Verlangen Auskunft zu erteilen. .Heber die Frage, wie weit und in welchem Rahmen eine solche Auskunftserteilung stattzu- finden hat, entstehen häufig Streitigkeiten, deren Anzahl infolge der steigenden Zahl der Ehescheidungen ebenfalls in ständigem Zunehmen begriffen ist. Interessante Ausführungen zu dieser Frage, wie weit ein Recht der Frau aus Auskunftserteilung besteht, macht das Reichsgericht (Jur. Wochenschr. 1930, S. 260) in einer Entscheidung, der die Klage einer Ehefrau zugrunde lag, die seit längerer Zeit von ihrem Ehemann getrennt lebte. Sie verlangte im Prozeß Rechenschaft über die Verwaltung des eingebrachten Gutes, und daneben, daß der Ehemann zur Feststellung des Vestandes des eingebrachten Gutes in entsprechender Weise mitwirke und über die Verwaltung Auskunft erteile. Der Anspruch wurde insoweit als berechtigt anerkannt, als der Ehemann verurteilt wurde, zur Feststellung des Bestandes des eingebrachten Gutes durch Aufstellung eines Verzeichnisses mitzu- toirlen. Das Reichsgericht führt in feinen Entscheidungsgründen dazu aus, daß nach den Bestimmungen des BGB. die Frau Ansprüche, die ihr auf Grund der Verwaltung und Ruhnießung gegen den Mann zustehen, erst nach Beendigung der Verwaltung und Ruhnießung gerichtlich geltend machen kann, es fei denn, daß die Voraus- fehungen vorliegen, unter denen die Frau infolge pflichtwidrigen Verhaltens des Mannes Sicherheitsleistungen verlangen kann. Ganz allgemein wird in Rechtsprechung und Schrifttum die Ansicht vertreten, daß die Auskunftspflicht des Mannes zwar als Rechtspflicht vom Beginn seiner Verwaltung und Ruhnießung ab anerkannt ist, daß aber die Frau vor Beendigung der Verwaltung und Ruhnießung ihren Anspruch auf Auskunftserteilung nur geltend machen kann, wenn durch das Verhalten des Mannes die Besorgnis begründet wird, daß die Rechte der Frau in einer das eingebrachte Gut erheblich gefährdenden Weise verletzt werden. Da mit dem Getrenntleben der Ehegatten das Ver- waltungs- und Ruhnießungsrecht am eingebrachten Gut noch nicht endet, könne im vorliegenden Falle die Ehefrau nur Auskunftserteilung über die Verwaltung verlangen, wenn sie eine solche Gefährdung nachweist. Ob im Einzelfakle dabei die Besorgnis einer erheblichen Gefährdung des eingebrachten Gutes der Frau vorliegt, ist im wesentlichen Tatfrage. Zwar ist ein Verschulden des Mannes oder gar die Absicht der Schädigung nicht erforderlich; objektiv aber wird eine erhebliche Gefährdung bann zu verneinen fein, wenn der Mann, dessen Gesamt- verhalten im übrigen zur Befürchtung einer unzuverlässigen Handlungsweise feinen Anhalt bietet, zwar in einzelnen Beziehungen Verfügungen über das eingebrachte Gut der Frau ohne deren Zustimmung trifft, aber bereit und jederzeit imstande ist, dafür Ersah zu leisten. Daneben kann jeder Ehegatte verlangen, daß der Bestand des eingebrachten Gutes durch Aufnahme eines Verzeichnisses unter Mitwirkung deS anderen Ehegatten sestgestellt wird. Diese gesetzliche Vorschrift bedeutet nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts mehr als die vielfach vertretene Annahme, daß der Ehegatte über den Bestand nur Auskunft zu geben habe Die Bestimmung will jedem Ehegatten die Möglichkeit geben, sich durch die schriftliche, unter Mitwirkung beider Teile erfolgte Feststellung und durch die unterschriftliche Anerkennung deS Umfange» und der Beschaffenheit de« eingebrachten Gute« eine Grundlage für eine künftige Vcr- mögenSauseinandersehung zu schaffen. Daher kann dieser Anspruch auf Festsetzung des Bestände« de« eingebrachten Gute« nicht nur zu Beginn der Ehe, sondern im Laufe der Verwaltung und Ruhnießung gestellt werden, und zwar auch dann, wenn Veränderungen im Bestände des eingebrachten Gutes stattgefunden haben. Die Mitwirkung der Ehegatten, die dabei da« Gesetz vorschreibt. verlangt, daß bei der Bestandsaufnahme beide Teile persönlich zusammenkommen oder Bevollmächtigte entsenden, daß der Ehemann da« in seinen einzelnen Bestandteilen nachweist und daß das Verzeichnis unter Angabe des Tages der Aufnahme von beiden Teilen unterzeichnet wird. Das Mahnverfahren. Don Zusiizinspekior Schröder, Darmstadt. In Zeiten wirtschaftlicher Depression bleibt dem Kaufmann und Handwerker oft nur noch ein Weg offen, um an den säumigen Schuldner Ijeranjutom men: die Anrufung des Gerichts. Handelt es sich um klare Ansprüche, so beantragt man bei dem Amtsgericht den Erlaß eines Zahlungsbefehls. Zuständig ist unter allen Umständen das Gericht, in dessen Bezirk der Schuldner seinen Wohnsitz hat. Ist aber beim Kaufabschluß die Zuständig feit eines anderen Gerichts vereinbart, etwa das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Gläubiger wohnt, so kann der Zahlungsbefehl auch bei diesem beantragt werden, im Gesuch oder im Zahlungsbefehlsentwurf ist auf diese Vereinbarung ausdrücklich hinzuweisen. Das für den Gläubiger zuständige Amtsgericht kann auch dann angerufen werden, wenn der Schuldner zur Zeit der Entstehung des Schuldverhältnifses in diesem Bezirk seinen Wohn- jtz hatte, also inzwischen verzogen ist. Auch in die- em Falle muß das Gesuch oder der Zahlungsbe- ehlsentwurf einen entsprechenden Vermerk enthal- ' ten. Der Gläubiger muß außer der zifsermäßigen Angabe der Forderung deren Grund (käusliche Warenliefentng, bares Darlehen, ausgesührte Ar beiten usw.) bezeichnen, ferner Zinssatz und Zins- beginn. Das Amtsgericht erläßt, — und zwar erst nach Zahlung der Gebühr! — den Zahlungsbefehls unter Bestimmung einer Frist, innerhalb der der Schuldner Widerspruch erheben kann; diese Frist betragt, falls der Schuldner im Amtsgerichtsbezirk wohnt, drei Tage, sonst eine Woche. (Für Wechselzahlungs- befehle ist sie, wie unten noch dargelegt werden wird, anders geregelt.) Sobald eine Ausfertigung des Zahlungsbefehls an den Schuldner zugestellt ist, teilt das Amtsgericht dem Gläubiger dies mit, dessen Ausgabe es nun ist, nach Ablauf der Widerspruchsfrist den V o l l st r e ck u n g s b e f e h l zu beantragen, und zwar schriftlich unter Angabe des Aktenzeichens (Unterschrift nicht vergessen?). Zweckmäßiger- rocifc gibt er dabei auch an, ob das Amtsgericht, wenn der Schuldner in dessen Bezirk wohnt, den Zwangsvollstreckungsauftrag vermitteln soll. Der Dollstreckungsbefehl steht einem Versäumnisurteil gleich und kann wie dieses binnen einer Woche mittels Einspruchs angefochten werden. Der Einspruch hindert jedoch nicht die Zwangsvollstreckung, es sei denn, daß der Schuldner deren einstweilige Einstellung erwirkt, die jedoch in der Regel nur bewilligt wird, wenn er entsprechende Sicherheit lei,fff. Zurückbehaltungsrecht und Aufrechnung. Don Dr. jur. Gerhard Berndt. Don zwei Einrichtungen unserer Rechtsordnung, deren Regelung in unserem BGB. erfolgt, wird in besonderem Maße Gebrauch gemacht. Das ist einmal das Zurückbehaltungsrecht und zweitens die Aufrechnung. Beide Einrichtungen dienen ihrem Wesen nach verschiedenen Zwecken, haben a'ser eine so starke Aehnlichkcit miteinander, daß sic im täglichen Leben nur zu ost verwechselt werden. Bei der Bedeutung, die ihnen gerade heute in der Zeit der Wirtschaftskrise zukommt, ist das mit ganz erheblichen Ge- fahren für Schuldner und Gläubiger verbunden. Das Zurückbehaltungsrecht ist vielfach die einzige Möglichkeit für einen Schuldner, zur 'Befriedigung feines Gegenanspruchs zu gelangen. sei cs. daß es sich um die Zahlung eines Kaufpreises handelt, oder um die Begleichung von Reparaturkosten oder ähnlichem. In jedem Falle handelt cs sich bei dem Zurückbehaltungsrecht nur darum, daß der Schuldner sich durch Zurückbehaltung der geschuldeten Leistung vorläufig sichern will. Das Zurückbehaltungsrecht schafft also keinen endgültigen Ausgleich zwischen Schuldner und Gläubiger. Anders die ihm nahe verwandte Aufrechnung. Eie ift eines der Mittel, die oft dazu benutzt werden, um eine Schuld endgültig zu tilgen und das Schuldverhältnis zum _ Er- löfchen zu bringen. Der meist dazu gewählte Weg ist die Erfüllung des Schuldverhältnisses, also z.V. Zahlung des Kaufpreises, Rückgabe der Darlehenfvrdcrung und ähnliches. In vielen Fällen ist der Schuldner aber nicht dazu imstande. Er kann nicht zahlen, trotzdem er wohl möchte. Aus der anderen Seite hat aber auch der Schuldner wieder Außenstände, die er nicht hereinbekommen kann. Sie wären genügend, um seine Verbindlichkeiten abzudecken. Was ist da einfacher, als daß er auf seine Gläubiger seine Forderungen überträgt und der Gläubiger diese direkt einziehen darf. Vollzieht sich die Aufrechnung in beiderseitigem Einverständnis zwischen Gläubiger und Schuldner, so wird das selten Anlaß zu weiteren Auseinandersetzungen oder Reibereien geben. Anders dagegen, wenn die eine der beiden Parteien sich nicht mit einer Ausrechnung einverstanden erklärt; dann kommen Acrger, Prozesse und Kosten. Aufrechnen auf Grund der geschlichen Bestimmungen, also auch ohne beiderseitiges Einverständnis, können sowohl der Gläubiger wie der Schuldner. Erforderlich ist nur, daß die bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen der Aufrechnung gegeben sind. Dazu ist einmal notwendig, daß sowohl die Forderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner, wie auch die Forderung des Schuldners gegenüber dem Gläubiger, also die Forderung und die Gegenforderung, beide rechtsgültig sind. Dazu gehört, daß die Forderung, mit der aufgerechnet wird, also dic Gegenforderung, fällig.,, erzwingbar und klagbar fein muß. Richt nötig ist dies Dagegen bei der Forderung, gegen die aufgerechnet wird, der sogenannten Hauptforderung. Bei ihr genügt es, daß der Schuldner das Recht hat, sie schon zu tilgen ohne Rücksicht darauf, ob der Gläubiger das Recht hätte, sie überhaupt oder zu diesem Zeitpunkt zu fordern. Eine verjährte Forderung wäre also, da sie nicht mehr erzwingbar ist. zur Auf. rcchnung nicht geeignet. Des weiteren ist bedeutsam. daß es sich um gegenseitige Forderungen handelt, d. h. A. muh B. Leistung. B. muh A. Gegenleistung schulden. Die Forderung eines Dritten kann traft Gesetzes weder vom Schuldner, noch vom Gläubiger zur Ausrechnung verwandt werden. Schuldet z.B. ein Kaufmann einem andern eine Geldsumme von 5000 Mark für ein Darlehn und hat er für ein anderes Kaufgeschäft von seinem Gläubiger eine Bezahlung in Höhe von 2000 Mark zu fordern, so haben wir hier eine gegenseitige Forderung. Die beiden Parteien können durch Aufrechnung ausgleichen, vorausgesetzt, daß beide Forderungen fällig sind. Das trifft aber nur in Höhe von 2000 Mark zu, bie Restdarlehnsschuld von 3000 Mark bleibt natürlich bestehen, weil eine Gegenforderung in dieser Höhe nicht besteht. Da das Gesetz Gleichartigkeit des Leiftungsgegenftan- des als Voraussetzung der Aufrechnung verlangt, so kommt diese praktisch nur bei Korberungen vor, die auf Geld oder andere vertretbare Sachen gehen. Wichtig ist, daß das Gesetz bei der zur Aufrechnung benutzten Forderung und Gegenforderung keine Gleichheit des Schuldgrundes verlangt. Die beiden Forderungen brauchen nicht in irgendeinem rechtlichen Zusammenhang zu stehen, sondern können aus ganz verschiedenen Rechtsverhältnissen herrühren. Darin liegt ein bedeutendes -Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Zurückbehaltungsrecht. Das Zurückbehaltungsrecht verlangt nicht, wie die Ausrechnung, Gleichartigkeit der Leistungen. Es brauchen beim Zu- rückoehaltungrecht Forderung und Gegenforderung nicht beide auf Geld zu gehen, wie bei der Aufrechnung. Dafür aber muffen Zurückbehal- tungsanspruch und Gegenanspruch auf demselben rechtlichen Verhältnis beruhen. Gewisse Forderungen dürfen nach gesetzlicher Bestimmung überhaupt nicht zur Aufrechnung verwandt werden. Jede Aufrechnung ist nach Gesetz ausgeschlossen gegenüber einer Forderung aus einer vorsätzlich begangenen strafbaren Handlung und auch gegen unpsänd- bare Forderungen, zu Denen in«befonDcYc Die gesetzlichen Unterhaltsansprüche und Lohnforderungen Der Angestellten und Arbeiter gehören. Wie schon eingangs gesagt, hat mit dieser Ausrechnung das Zurückbehaltungsrecht viel Aehn- lichkeit. Auch beim Zurückbehaltungsrecht handelt es sich um zwei Forderungen, von denen der Gegenanspruch fällig fein muh. Ich kann also nur eine geschuldete Sache zurück- behalten. wenn mein Gegner zur Tilgung feiner Schuld bereit« verpflichtet ift. Ein Zurückbehaltungsrecht ist z. B. nicht gegeben, wenn ich vorzulcistcn habe, wie beim Kreditgeschäft. Hat Der Kaufmann etwa eine Ware mit 3 Monaten Ziel verkauft, so muh er bie Ware auch liefern und kann sie nicht zurückbehalten, weil er Den Kaufpreis noch nicht erhalten hat. Rur wenn es sich um Zug-um-Zug-Gefchäste handelt. d. h. um gleichzeitigen Austausch der Ware gegen Geld, so kann bei Richtzahlung die Herausgabe der Ware verweigert werden. Im Gegensatz zur Aufrechnung muh, worauf schon hingewiesen wurde, her Anspruch und Gegenanspruch beim Zurückbehaltungsrecht aus demselben rechtlichen Verhältnis beruhen. Ein Beispiel: Der Landwirt A. hat von B. ein Darlehn in Höhe von 1000 Mark ausgenommen und zahlt dieses nicht zurück. Jetzt hat A. dem B. zu einer Fahrt über Land, ganz unabhängig von dieser Darlehnsaufnahme, Pferd und Wagen für einen Tag vermietet. Hier Darf B. nicht etwa PferD und Wagen zurückbehalten wegen seines Rückzahlungsanspruchs aus Dem Dar- lehn, Denn Dem Anspruch und Gegenanspruch liegt nicht ein einheitliches Rechtsverhältnis zugrunde, sondern es handelt sich um zwei ganz verschiedene. voneinander unabhängige LebenSverhält- nisse, aus der. einen Seite um eine Darlehns- hingabe, auf her anderen Seite um einen Mietvertrag, die in keinerlei Zusammenhang miteinander stehen. Eine Aufrechnungsmöglichkeit ist in diesem Falle auch nicht gegeben, Denn dazu fehlt es joieher an Dem Erfordernis der Gleichartigkeit des Leistungsgegenstandes. Die Forderung des A. geht auf Rückgabe von Pferd und Wagen, die Forderung des B. aus Rückgabe eine- Darlehns in Hohe von 1000 Mark. Hier liegt nur die Möglichkeit her Klage vor und im Falle der Verurteilung Die eventuelle Pfändung. In ihrer Wirkung sind Zurückbehaltungsrecht und Aufrechnung ganz verschieden. DaS Zurückbehaltungsrecht bewirkt nicht etwa ein Erlöschen des Schuldvcr- hältnisses. Verweigert also Der Kausinann hie Ware, weil er kein Gelb bekommt, so ist bamit nicht etwa her Kaufvertrag nichtig. Es hanbelt sich hier nur um eine Sicherung für bie For- berung. Der Schulbner kann eben bie geschulbete Leistung verweigern, bis bie ihm geworbene Gegenleistung bewirkt ist. Trotzbem bleibt ihm bas Recht Der Klage auf Erfüllung des Vertrages. Klagt Der Gläubiger auf Herausgabe der Sache, so kann Der Schuldner als Einrede Dagegen erklären. Dah er von seinem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch gemacht habe. ES wird Dann zwar nicht Die gegen ihn angestrengte Klage abgewiesen. Dagegen Das Urteil dahingehend gefällt, Daß der SchulDner nur Die Sache gegen Empfang Der ihm gebührenDen Leistung herauszugeben braucht. Die Ausrechnung hat eine viel weitergehenDe Wirkung, durch sie erlöschen Die beiDerfeitigcn Forderungen. Die bestehcn- Den Schulbverhältnisse sinh, soweit eine Aufrechnung erfolgt ist. getilgt. Dabei ist noch eine Wichtigkeit zu beachten: hie vollzogene Aufrechnungserklärung hat rückwirkende Kraft. Die Forderungen erlöschen also nicht in dem Zeitpunkt, in dem bie Ausrechnung erklärt wirb, sondern sie gelten schon von dem Zeitpunkt an als getilgt, an dem sie nur zur Aufrechnung geeignet einander gegenüberftanben. Tas ist wichtig, wenn es sich etwa um Zahlung von Zinsen, von Vertragsstrafen u. ä. handelt. Zinsen brauchen also nicht mehr von dem Zeitpunkt ab gezahlt werden, wo sich Die Forderungen, Die gegeneinander aufgerechnet wurden, als zur Aufrechnung geeignet gegenüber standen. Wäre etwa nach diesem Zeitpunkt noch eine Vertragsstrafe fällig geworden, so brauchte sie aus demselben Grunde auch nicht gezahlt zu werden. Erhebt der Schuldner vor dem Erlah des Voll- streckungsbefehls Widerspruch gegen den Zahlungsbefehl, so kann der Gläubiger die Bestimmung eines Verhandlungstermins beantragen, der, je nachdem, ob es sich um einen Anspruch bis zu 500 Mark oder einen solchen von mehr als 500 Mark handelt, als Gütetermin oder Termin im Streitoerfahren angesehen wird. Es empfiehlt sich, falls ein Anspruch der ersteren Art in Frage kommt, den Antrag auf Terminsbestimmung im Falle eines Widerspruchs schon mit dem Antrag auf Zahlungsbefehl zu stellen, und falls ein Anspruch der letzteren Art oorliegt, von vornherein den Antrag auf Verweisung des Rechtsstreites an das Landgericht mit dem Gesuch um Zahlungsbefehl zu verbinden: die Bestimmung des Termins vor dem Amtsgericht bei Ansprüchen über 500 Mark bedeutet eine unnötige Verzögerung, da dann die Verweisung durch verkündeten Beschluß ausgesprochen wird, während sie bei rechtzeitigem Antrag (im Zahlungsbefehl) alsbald nach Widerspruch ohne mündliche Verhandlung erfolgt. Im weiteren Verfahren vor dem Landgericht ist dann anwaltliche Vertretung erforderlich. Wegen eines Anspruchs, dem ein Wechsel zugrundeliegt, kann der Erlaß eines Wechselzahlungsbefehls beantragt werden. Dem Gesuch oder Entwurf des Zahlungsbefehls ist der Wechsel in Ur- oder Abschrift beizufügen, ebenso der Protest, falls ein solcher ausgenommen ist. Es sei hier noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei der Geltendmachung des Anspruchs gegen den Akzeptanten die Aufnahme eines Protests man- gels Zahlung nicht erforderlich ist, wohl aber, wenn ein Regreßanspruch gegen den Aussteller oder den Indossanten (allein oder als Gesamtschuldner nebeneinander oder mit dem Akzeptanten) erhoben wird. Nur bei sog. eigenen Wechseln bedarf es zur Erhaltung des Regreßanspruchs gegen den Aussteller keines Protestes. Die Widerspruchsfrist beträgt bei Wechselzahlungsbefehlen, wenn der Schuldner am Sitze des Amtsgerichts wohnt, 24 Stunden, wenn er im Bezirk des übergeordneten Landgerichts wohnt, drei Tage, sonst eine Woche. Nun noch einige Winke für den Gläubiger zur Beschleunigung des Verfahrens: 1. Es empfiehlt sich, an Stelle eines Gesuchs einen formularmäßigen Entwurf des Zahlungsbefehls mit der für Zustellung an den oder die Schuldner (Gesamtschuldner) erforderlichen Zahl Abschriften einzureichen, ferner, falls eine Rechnung mit zugestellt werden soll, die nötigen Kopien beizufügen, und, wenn ein Wechselzahlungsbefehl in Betracht kommt, die entsprechenden Abschriften des Wechsels (mit Protest). 2. Da nunmehr in ollen deutschen Ländern die Kostenmarken eingeführt sind, die überall Geltung haben, begleicht man die Gerichtsgebühr durch Aufkleben solcher Marken (die Entwertung geschieht durch das Gericht!). Die Anforderung der Gerichts- tzebühr an den Gläubiger bedeutet einen unnötigen Zeitverlust. Tabellen über die Hohe der Gerichtsgebühr (= i der vollen Gebühr des deutschen Ge- richtskostengesetzes) find leicht zu beschaffen und befinden sich sogar auf manchen Zahlungsbefehlsformularen. 3. Man achte darauf, falls Widerspruch gegen den Zahlungsbefehl nicht erhoben ist, den Antrag auf Erlaß des Vollstreckungsbefehls nicht 6 Monate hinauszuzögern, da nach Ablauf dieser Zeit der Zahlungsbefehl seine Kraft verloren hat! Richtet sich ein Zahlungsbefehl gegen mehrere Per- fönen, die als Gesamt schuldner in Anspruch genommen werden (Eheleute, mehrere Wechselschuld- *ner usw.), so ist dies ebenfalls zum Ausdruck zu bringen; bei Zahlungsbefehlen gegen eine Ehefrau ober Eheleute empfiehlt es sich dringend, um Schwierigkeiten bei der Zwangsvollstreckung zu begegnen, dem Ehemann aufzuaeben, „die Zwangsvollstreckung in das eingebrachte Gut seiner Ehefrau zu dulden". Daten für Sonntag, 27. April 1764: der Buchhändler Johann Friedrich Cotta in Stuttgart geboren. Daten für Montag, 28. April. 1758: der amerikanische Staatsmann James Monroe in Westmoreland geboren; — 1853: der Dichter SUibmig Tieck in Berlin gestorben; — 1896: der Geschichtsschreiber Heinrich v. Treitschke in Berlin gestorben. Rundfunkprogramm. Sonntag, 27. April. 7; Haseukonzert. 8.15 bis 9.15: Morgenfeier. 9.30: Orgelkonzert. 11: Stunde der Jugendbewegung. 11.30: Clternstunde. 12 bis 12.50: Reue Kammermusik. 12.50: Zehnminutendienst derLand- Wirtschaftskammer Wiesbaden. 13: Stunde des Chorgesanges. 14: Stunde der Jugend. 15: Stunde des Landes. 16: Merseburg. Mikrophonreportage. 17.30: »Sitte und Brauch im Luxemburger Lande". 18: „Bildreportage". 19: Sportnachrichten. 19.10: Cello-Konzert. 20: Unterhaltungskonzert mit Rezitationen. 21.30: Konzert. 23: Tanzmusik. Montag. 28. April. 6.15: Wetterbericht und Zeitangabe, Morgengymnastik. 12.30: Schallplattenkonzert. 13.30 bis 13.45: Werbekonzert. 16 bis 17.45: Konzert. 18.05: „Einführung in das Chorwerk: Kreuzzug der Maschine". 18.35: Geschichten von Franz Hessel. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Vortragsabend Leontine Sagan: „Fräulein Else" von Arthur Schnitzler. 20: Konzert. 21.15: GinMikro- phonbesuch im Kölner Dom. 22: Schachunterricht. Dienstag, 29. April. 6.15: Wetterbericht und Zeitangabe. Morgengymnastik. 13.10: Werbekonzert. 13.30 bis 14.40: Schallplattenkonzert. 16: Hausfrauen-Rachmittag. 16.50: „Von zwei deutschen Dichterinnen: Monika Hunnius und Ruth Schaumann". 17.20: Rachmittagskonzert. 18.05: Hilde Maria Kraus liest aus ihren Erzählungen. 18.35: „Wie man in Kanada reist". 19.05: „Schulangst und Schulfreude". 19.30: Szenen aus „Mignon". 20.45: „Das böse Weib", heitere Stunde mit Musik- einlagen. 21.45: Kammermusik. Mittwoch, 30. April. 6.15: Wetterbericht und Zeitangabe. Morgengymnastik. 11.15 bis 11.45: Schulfunk. 12.30: „Schauspielmusiken". 13.30 bis 13.45: Werbekonzert (Schallplatten). 16: Sch allpla ttenkonzert. 16.30 bis 17.40: Konzert des ehemaligen Deutschmeister-Inf anterie-Regiments, Wien. 18.05: Wie geht es Ihnen? Lebensmittelhändler. 18.35: Drandschadenverhütung ist besser als Drand- schadenvergütung. 19.05: „Rom", Vortrag von Hans Lamberts. 19.30: Konzert. 21: Literarische Stunde. 21.30: Querschnitt durch die europäische Musik seit Mozart. Donnerstag, I.Mai. 6: Morgengymnastik. Wetterbericht und Zeitangabe. 13.10: Werbekonzert. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert. 15 bis 15.50: Jugendstunde. 16 bis 17.45: Rachmittagskonzert. 18.05: Zeit- fragen. 17.50: Wanderratschläge des Taunusklubs Frankfurt a. M. 18.35: Französischer Sprachunterricht. 19.05: „Vierzig Jahre erster Mai". 19.30: Dichtungen der Arbeit. 20: Sinfonie IX. 21.30: Etwas über den Frühling. 22.45: Aeltere Tanzmusik. Freitag, 2. Mai. 6: Morgengymnastik. Wetterbericht und Zeitangabe. 12.30 Schalpllattenkonzert. 13.30: Werbekonzert. 16 bis 17.45: Rachmittagskonzert. 18.05: Buch und Film. 18.35: „Zahnpflege beim Kinde und bei Erwachsenen". 19.05: „Das Wesen Der Persönlichkeit". 19.30: Tschechische Musik. 20.45: „Hunde, Katzen und Käuze". 21: Funkbrettl. Samstag, 3. Mai. 6: Morgengymnastik. Wetterbericht und Zeitangabe. 11.15 bis 11.45: Schulfunk. 13: Schallplattenkonzert. 14: „Emilia Galotti", ein Trauerspiel von G. E. Lessing. 16: Konzert. 17.55 bis 18.15: „Erziehung der Gruppe neben Erziehung des einzelnen". 18.15: Länderspiel Deutschland gegen Oesterreich (Arbeiter-Turn- und Sportbund). 19.05: Spanischer Sprachunterricht. 19.30: Abraham Lincoln, eine dramatische Charakteristik von John Drinkwater. 21.30: Zeitberichte. 22.30: bis 24: Von „Paulchen" zu Paul Lincke. Starkenburg. Darmstadt, 25. April. (WSN.) In Erfelden beschäftigt man sich mit dem Plan, im Knoblochsau- wald an der Absturzstelle des Meisterpiloten Johannes N e h r i n g einen Gedenk st ein zu errichten. Die interessierten Stellen wollen mit der Akademischen Fliegergruppe und den anderen Luftfahrtorganisationen in Darmstadt, sowie auch mit der hessischen Regierung in Fühlung treten. Preußen. Kreis Biedenkopf. XX Fellingshausen, 25. April. Die Kreis st raße Frankenbach—Fellingshausen ist pon heute ab für zwei bis drei Wochen für jeglichen Fuhrwerksverkehr gesperrt. Sie muß auf mehreren größeren Strecken infolge des starken Verkehrs neu gedeckt werden. Vorerst hat man die Brücke am Eingang zum Wald oberhalb der Crumbacher Straße erneuert. Vor allem aber ist es sehr zu begrüßen, daß die bekannte Kurve „im Jsselscheid", wo sich schon mancher bedauerliche Unfall zugetragen hat, bei dieser Gelegenheit beträchtlich erweitert wird. Kreis Wetzlar. WER. Wetzlar. 25. April. Dem Postomnibus Wetzlar—Schwalbach wollte an einer Straßenkreuzung in der Rühe von Rauborn ein Personenkraftwagen aus Brandoberndorf ausweichen, wurde jedoch vomOmnibus erfaßt und aus der Bahn geschleudert, so daß Der Wagen in voller Fahrt gegen einen Baum fuhr. Der eine Insasse, Fabrikant Stahl aus Brandoberndorf, wurde mit dem Kopf durch die Windschutzscheibe geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Ein Beifahrer kam mit leichteren Verletzungen davon. Der Personenkraftwagen wurde zertrümmert. & Hochelheim, 24. April. Die Wagenhalle der P o st kr a f t l i n i e des Kleebachtales, die sich seit Gründung der Verkehrslinie in Hochelheim befindet, soll nunmehr Anschluß an die hiesige Wasserleitung erhalten. Die Kosten sollen von der Stadt Gießen, sowie den beteiligten Gemeinden als den Trägern der Verkehrslinie aufgebracht werden. — Auf der Straße von hier nach Lang-Göns erlitt am Dienstag ein Motorradfahrer aus Gießen einen schweren Unfall. Infolge eines Reifendefektes verlor er Die Herrschaft über seine Maschine und kam zum Sturz, wodurch er sich einen Armbruch und erhebliche Verletzungen am Kopfe zuzog. Ein vorüber- kommendes Personenauto nahm sich des Verletzten an und führte ihn ärztlicher Behandlung zu. <> Aus dem Am t Rechtenbach, 25. April. In den Gemeinden des Amtes Rechtenbach sind noch 15 Kriegsveteranen von 1 8 70/7 1 am Leben. Es sind dies: Friedrich R e r n und Johannes Krämer in Rieöer- kleen; Wilhelm Kinzenbach I. in Münchholzhausen; Georg Lenz IV. in Lützellinden; David Rosenbaum und Johannes Dorck in Hörnsheim; Johann Eckhardt und Johannes Schiefer st ein in Hochelheim; Friedrich Hofmann und Friedrich B i n k in Groß- Rechtenbach ; Johannes Langsd orf I. und Martin Jung in Ebersgöns; Peter Jakobi und Johannes Olbrich in Dornholzhausen und Friedrich Hölz II. in Volpertshausen. Maingau. WSR. Frankfurt a. M, 24. April. Heute machte die letzte noch im Verkehr befindliche Frankfurter Pferdedroschke ihre letzte Fahrt, nachdem in den letzten Wochen kurz hintereinander die noch übriggebliebenen Inhaber der Pferdedroschkenkonzession vom Polizeipräsidium die Genehmigung zur Umwandlung in Kraftdroschken erhalten hatten. Bedauerlicherweise verschwindet damit aus dem Verkehrsbild Frankfurts, das gerade auf die Pflege der Tradition in feiner Llltstadt so sehr bedacht ist, ein; historisches Verkehrsvehikel, das sogar in Weltstädten w e London aus Gründen der Tradition mit einem Mindestbestand trotz aller Motorisierung des Verkehrs erhalten blieb. Im Jahve 1900 hatte Frankfurt insgesamt 400 Pferdedroschken nach dem Landauertyp. Die erste große Umwandlung von 100 Fiakern fand vor fünf Jahren statt. Gewinnauszug 1. Klasse 35. Preußisch-Süddeutsch« (261. Preuß.) Klassen-Lotterie Dhne Gewähr Nachdruck verboten 1. Ziehungstag 25 April 1930 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und H beiden 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 60 M. gezogen . 2 Gewinn« »u 3000 M. 44219 4 Gewinne ju 2000 M. 62403 108464 2 Gewinne tu 1000 M. 269927 4 Gewinne tu 800 M. 110194 300727 28 Gewinne tu 800 M. 56567 141930 144570 149612 153815 186244 263142 264464 273650 292862 293231 298924 356824 386029 90 Gewinne zu 200 9N. 9429 10748 14417 27054 30150 36123 37615 47957 48828 49493 52791 84660 121363 134848 139311 143582 146251 149283 159032 162795 183468 183985 186890 193214 194444 200928 218769 231485 244287 244641 246896 261131 262572 264797 277359 298213 301739 315883 326040 345102 366422 356925 369608 374222 395670 184 Gewinne zu 120 2U. 2782 19249 19610 30254 31151 31276 31699 33871 34380 35138 40189 43756 44974 45121 47564 60518 55109 57058 58983 61977 63835 71908 77959 80095 84674 90027 90664 96265 100813 102514 115566 116653 118054 119278 123168 123222 124732 125736 134235 143039 143707 144027 146488 167067 174364 176794 176970 178501 179920 189162 193499 193775 193869 195437 201111 202662 214490 220768 223262 226000 226147 226371 229883 232611 235390 236378 250976 263479 257700 268651 275038 285062 288896 298668 331143 334671 342021 351584 362356 354060 354598 359239 363190 377052 380991 383023 383324 383738 387172 388362 390857 392095 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 60 M. gezogen 2 Gewinn, en 50000 M. 46995 4 Gewinne »n 3000 M. 128740 234364 2 Gewinne tu 2000 M. 270139 12 Gewinns zu 1000 M. 19756 53657 114088 129891 149458 344240 10 Gewinn- zu 800 M. 97957 169176 193707 219726 291734 22 Gewinn, zu 500 M. 3816 4907 13589 62427 169104 242759 305947 314589 329141 330291 357351 112 Gewinne,u 200 M. 1606 1624 16956 39926 47211 60010 56436 70495 77402 92725 92744 115903 134504 159298 165918 169572 173332 177508 186819 191995 200049 202109 217224 234762 234974 255657 259032 261314 265832 268025 271735 281330 283498 284234 286881 290242 309140 313221 321790 324081 331534 333629 336605 339801 340724 343164 347464 348477 348665 352017 356351 358503 376665 390250 393735 399974 278 Gew.nns,u 120 M. 6569 7685 13980 16281 16386 21664 23327 24197 31471 38701 44355 46111 49966 60719 63212 55192 57732 58625 60507 69088 74613 76168 75629 78829 83245 84698 86924 91620 92551 100248 100598 100653 107187 107220 108620 109830 114029 118337 122540 129100 132242 134435 136381 138986 140209 141051 143376 144127 146374 148421 148895 150813 150995 151200 154065 156030 166705 168705 160694 166783 166743 172007 172611 175100 176764 182971 191294 195157 196055 196201 199526 201899 204154 208508 209599 216333 221517 228168 228651 229766 233047 239377 241105 244261 246182 249723 251840 263841 254694 261788 262754 264315 280875 280898 282643 288196 288773 289397 293042 294756 302105 310020 314020 318503 323791 323811 324568 324699 332933 333293 3334'8 335817 336079 336190 339827 340211 340154 340793 344759 345650 346299 346488 351360 354145 355101 356308 357488 358166 362'' 33 363160 365887 368057 368070 368917 37'9'2 378194 380207 385140 388985 Einmal hin, einmal her. So ein Reigen Ist nicht schwer# Nestlemehl tut Kindern gut, Denn es (pacht gar frohen Mut. Nestle’s Kindermehl seit Jahrzehnten geschätzt, ist eine vollwertige Nahrung für Ihr Kind und ein wirksames Vorbeugungsmittel gegen die englische Krankheit. Verlangen Sie bitte Probedose und Broschüre .Ratschläge eines Arztes“ kostenlos durch die Deutsche A. G. für NESTLE-Erzeugnlsse, Berlin W 57, Reg. 52 EinOPEL steht zur Verfügung VOM 26. APRIL BIS 3. MAI. Man hat von dem verbesserten Opel so viel gelesen und gesprochen. Jetzt heißt es, durch Selbstfahren den Wagen prüfen. Den Tausenden, die noch keine Gelegenheit hatten, sich ein eigenes Urteil über diesen Wagen zu bilden, wird jetzt diese Möglichkeit geboten.. .Während der Allgemeinen Probefahrtwoche vom 26. April bis 3. Mai können Sie selbst die Leistungen des verbesserten Opel kontrollieren. Wir wünsdien in erster Linie, das Urteil des gesamten auto* fahrenden Publikums zu erfahren. Wir sind sicher, daß es im ganzen Reid* lauten wird: Der verbesserte Opel hat durch größeren Wert und niedrigen Preisneue Begriffe von Preiswürdigkeit gesdiaffen . .. Jeder Händler hat für die Allgemeine Probefahrtwoche Wagen zur Verfügung - 4 PS oder 8 PS - je nad* Wunsch und zu jeder Zeit. Verabreden Sie rechtzeitig eine Probefahrt. Rufen Sie den Händler an oder senden Sie ihm eine Karte. DIE NEUEN 4 PS ZWEISITZER RM 4 PS VIERSITZER „ 4 PS CABRIOLET „ 4 PS LIMOUSINE „ 8 PS LIMOUSINE „ BILLIGEREN PREISE: 1990 8 PS LUX. LIMOUSINE RM 4600 2350 4 PS LIEFERWAGEN „ 2400 2500 1'/, To. C H A S S I S „ 3700 2700 IV. To. PRITSCHEN. 4300 WAGEN MIT PLANE „ 4550 VIERFACH 9 [REIFT. 8301D Generalvertretung: MOTORWAGEN -VERKAUFSGESELLSCHAFT mit beschr. Haftung - Spezial - Reparaturwerkstatt© Reichhaltiges Ersatzteil-Lager, Groß-Tankstelle • GIESSEN, Frankl. Str. 52-56, Fernspr. 2847/48 Sie gefiederte Schlange. Vornan von (Ldgar Wallace. 34 Fortsetzung. ’Jladihrurf verboten. Die sonderbar, daß du da» auch sagst! Mr. Deale brauchte genau dieselben Worte. Zu gleicher Zeit war aber auch ein Mann an der Lür, zu dem Mr. Deale sprach." ,Kannst du ihn mir beschreiben?- Lie nickte eifrig. .Das ist die zweite Sache, die ich dir erzählen müh. 3d) kenne ihn und weih auch seinen Damen. Er folgte mir bis zu Ella CreedS Wohnung — offenbar kannte et Mr. Deale von früher her — er bot ihn um Geld für seine Lücks ahrt nach Argentinien." Peter starrte sie an. .Und all das ereignete sich, als Mr. Deale und sein Desuch draußen an der Türe miteinander sprachen!" sagte er langsam. „Ella Creed hatte die gefiederte Schlange in der Hand und fiel ohnmächtig um — das ist doch die merkwürdigste Geschichte, die mir jemals vorgekommen ist. Du kennst den Namen dieses hohlwangigen Fremden? 3ch glaube ja nicht, daß er irgendwie wichtig ist." Er zog die Augenbrauen zusammen. .Aber er kam von Argentinien ..." Er hieß Mr. Merstham." Peter schüttelte den Kopf. .Daraus kann ich nichts entnehmen." .Harry Merstham — sein anderer Nqme ist Harry, der Darmann." Was sagst du da?" Er sprang vor Erregung von seinem Stuhl auf und sah sie so sonderbar an, daß sie erschrak. .Ist das denn jemand Desonderes?" .Harry, der Darmann! Wo wohnt er?" Sie hatte seine Adresse. Der Zettel befand fich aber in ihrer Handtasche, die oben in ihrem Zimmer lag. Sie verlieh ihn einen Augenblick, und kehrte dann mit der gewünschten Nachricht wie- der zurück. .Ist er wirklich sehr wichtig für dich?" Peter nickte. Dein Gesicht glühte, und seine sonst so ruhigen Augen glänzten vor Erregung. .Weiht du sonst noch etwas? Der Himmel mag wissen, du hast mir schon soviel erzählt." Er steckte die Karte mit der Adresse in seine Tasche. »Ist nicht noch etwa- Auherordentliches passiert... etwas Phantastische-... nicht-?" Sie besann sich plötzlich wieder auf einen merkwürdigen Umstand. .Tie Türe ist doch wohl kaum erwähnen-- wert", meinte sie. .Aber sicher, alle- ist erwähnenswert", unterbrach er sie eifrig. .Don wa» für einer Tür sprichst du denn?" .Ich meine die kleine Tür, die früher in der Gartenmauer war. Mr. Deale bemalte sie mit aztekischen Ornamenten. Es waren ganz merkwürdige Dilder." Sie muhte lächeln. .Aber es machte ihm grohes Vergnügen." .Wo hat er denn die Tür? Im Garten? Oder in seinem Arbeitszimmer? Ich Hobe in dem Hous einen Geruch von frischer Farbe bemerkt" .Im Arbeitszimmer stand sie", erwiderte sie. .Ter ganze Raum roch noch Oelforbe — es war sehr unangenehm." Seine Gedanken arbeiteten blitzschnell. .Wo stellte er denn die Tür hin, al- sie fertig bemalt war?" Sie sagte es ihm. .Wann hast du die Tür zuletzt in dem Arbeitszimmer gesehen?" Sie dachte einen Augenblick nach. .Heute nachmittag", sagte sie. ,Mr. Deale wollte sie in den Schuppen stellen. Der Geruch war so unerträglich — das ganze Hous war davon erfüllt." Peter zog ein Stück Papier au- der Tasche und zeichnete einen rohen Plan deS Zimmers darauf. .Run zeige mir, bitte, wo die Tür stand, al- er daran malte." Sie bezeichnete ihm die Stelle, und er machte dort ein Kreuz. Dann faltete er das Papier zusammen und lächelte zufrieden. .Ich muh dir noch etwa- berichten." Sie schob ihre Hand unter feinen* Arm, als er sich erhob, und er streichelte sie zärtlich, obwohl er sich dessen kaum bewußt war. .Ich habe den Wagen mit dem Sprung in der Lamp« heute abend ht der Rähe von Ellas Hou» aesehcn. Ich weih eS ganz genau — es toqr dasselbe Auto." .Entschuldige mich, bitte", tagte Peter. Im nächsten Augenblick telephonierte er berrits an den DühnenauSgang des Orpheums. Es war aber schon au spät, und er erhielt von dort nicht die gewünschte Antwort. .Rein, mein Herr", sagte der Portier. .Miß Ereed ist heute abend nicht hierhergekommen. Sir ist krank geworden und aufs Land gereist." .Ist sie überhaupt nicht zum Theater gekommen?" fragte Peter. .Rein, sie hat nur telephoniert." Ohne Verzug läutete er bei Ella an. Ihre Zofe meldete sich. .Ich kann das nicht verstehen, mein Herr. Man rief vom Theater aus an und fragte, wo Mih Ereed bleibe. Soweit ich weih, geht es ihr gut — sie ist etwa- aufgeregt aus dem einen oder anderen Grund, aber sonst ist sie nicht krank." .Hat sie dos Haus zur gewöhnlichen Zeit verlassen, um zum Theater zu gehen?" fragte Peter. .3a, mein Herr." Er hängte den Hörer mit einem düsteren Lächeln an. Die gefieberte Schlange war triefen Abend sehr tätig gewesen. 20. Er erzählte Daphne nichts von Ella und verlieh sie gleich darauf. .Um welche Zeit frühstückst du?" fragte er. „tim neun.“ Er versprach, um diese Zeit zu kommen. „Ich werde wohl die ganze Rächt wegen dieses Kriminalfalles aufbleiben. Es ist möglich, dah mir noch etwas einfällt, was ich dich fragen muh." Er war gegangen, bevor ihr klar wurde, dah sie die eine Nachricht vollständig vergessen hatte, die sie ihm noch mitteilen wollte. Als Peter zu Mr. Deales Haus zurückkam, fand er es ganz von Polizisten beseht und hatte einige Schwierigkeiten, eine Nachricht zu Clarke hineinzusenden. Schließlich lieh man ihn doch ein. Mr. Deale hatte sich in fein Schlafzimmer zurückgezogen, er war durch die Ereignisse des Abends lehr mitgenommen. Der ruhige Hausmeister sagte ihm daS. Die Leiche war fortgebracht worden, und Peter fühlte fich erleichtert, als er durch da» Arbeitszimmer ging. Er schloß sich den Deamten an, die den Garten durchsuchten. Man hatte zwei starke Daragenlampen herbeigebracht und mit diesen untersuchte man den ganzen Platz systematisch. Als Peter zu Clarke trat, prüfte er gerade mit Sweeney Spuren an dem Mauerwerk. .Hier ist er über die Mauer gekommen", tagte Sweeney. .Sehen Sie die Säcke?" Dr zeigte nach oben. Drei dicke Säcke waren über die DlaSsplitter oben auf die Mauer gelegt Als sie entfernt waren, sah man, dah auch ba» Glas weggenommen war. Sie fanben die Scherben noch im Garten und drauhen auf der Strafte. „Da- ist ganz hervorragend", sagte Peter bewundernd. Sweeney, der zum erstenmal die Anwesenheit des Zeitungsreporters bemerkte, dreht« sich verdrießlich um. „Ich weiß nicht, was dabei hervorragend sein soll. Die Säcke wurden auf die Mauer gebracht, um die Flucht zu erleichtern. Vermutlich lag darüber noch ein Tau, da- jemand auf der anderen Seite hielt." „WaS denken Sie darüber, Mr. Clarke?" fragte Peter. „Ich bin derselben Ansicht wie Sweeney. Es ist möglich, dah ich am Morgen meine Meinung änbere. Aber im Augenblick gebe ich der Presse die Erklärung, daß jemand über die Mauer kam, sich im Garten versteckte und wartete, bis Creme in den Raum trat. An den Fenstern des Arbeitszimmers befinden sich keine Jalousien, es war gut erleuchtet, und jeder Vorgang konnte von einem Menschen beobachtet werven, der sich draußen verbarg. Mr. Crewe trat zuerst in den Raum —“ „Im Gang war kein Licht," sagte Peter. „WaS hat denn da- mit der ganzen Geschichte zu tun?" fragte Sweeney. „3m Gang konnte er doch auch noch gar nicht gesehen und infolgedessen auch nicht erschossen werden!" (Fortsetzung folgt.) DER EUROPA-EMPFÄNGER MIT KRAFT-AUDION FÜR WECHSELSTROM-ANSCHLUSS 520: M.o. RÖHREN Nur 5mir. Hochfrequenz!itze a/s Antenne erforderlich• Einen Knopf bedienen u. Sie stehen mit d, Sendern EUROPASWIENROMlßNDON'OSLOusw. in Verbindung, Fabelhaft in Leistung u, Klang# Mende SO, der modernste deutsche Empfänger, die Funkwelt spricht von ihm. Erhältlich in allen Fachgeschäften. iandarbeiteehule laidDiaoo, Sidanlage 7 Unterricht In allen weiblichen Handarbeiten, auch Zu- echnelden und Anfertigen von Wäsche und Kleidern. Der Unterricht wird besonders auch den diesjährigen aus der Schule entlassenen Mädchen empfohlen. 3114D Beginn des Dnlerriffits: Donnerstag, den 1. Mai 1930 W Fordern Sie überall: Staatl. Bad-Nauheimer Germaniabrunnen Das natürliche Mineral-Tafelwasser von Weltruf Hauptniederlage: Fritz Heinzerling. SchiffenbergerWeg 32 29590 Karl Seibert Sandgruben Wieseck-Gießen Fernsprecher 3998 =,--------. tOiesecker Sand Mm MMlM a private höhere Lehranstalt. Oer Untctrüfjf beginnt am Dienstag, den 29. April 1930, / \W \ vorm. s Llhr. Anmeldungen für Gerfa bis Obersekunda einschl. werden noch echgegengenom- men, Sprechstunden vormittags v. 11—12 Llhr. Mendelsohn-Dartholdy 3265D Direktor UllllllllllllllllllllllllllllllllH Prima Spelle- n. Saint- Welii W. Hankel Neuen Baue 7.'"D Telcvbon 2612 lllllillllllllllllllllllllllllllllll Rest. Rindsmühle bei Leihgestern 29610 Schöner Ausflugsort. Herrlicher Spazier« gang durch den Äergwerkswald, idyll. gelegen, empfiehlt seine Lokal, und Gartenwirtschaft. Gelbstgetelt. Apfelwein (Maibowle), Hausschlachtung. Täglich Llnterhal, tungsmusik. Karl Bräuning. MIIIIIlIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIIlIIII>IIIWWIIIIIIIIl'!!!III!!tt» JODBAD TÖLZ in den bayerischen Alpen bpr. Bluthochdruck, Adernverkalknng, Frauenleiden; landschaftlich und klimatisch bevorz. Lage. Prospekte durch Kurverein. wieset- Morgen Sonntag. 27. April vollbesetzte Tanzmusik WUb. Vorfeld. 02777 Jauchepumpen mit 5 Jahr, schristL Garantie und 14 Tagen Probezeit liefert franko jed.Bnhnstation Karl Germer Heuchelheim b. Gießen Preisliste nebst Zeugnisten gratis und franko. Ferner empfehle ich Gartenpumpen in jeder gern. Gröhe u. Ausfuhr^ sowie Flügelpumpen von Mark 16.— an. [2169D Bekanntmachung Infolge Einführung des Schulschwimmunterrichts werden die Badezeiten vom 28. April 1930 ab wie folgt geändert: ______ Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag SamStag Schwimmbad. Damen u. Herren 7'.—9’., 7—8 7y2-9V2 7__g 7^2-91,2 714-SV- Damen........ 91/z—ll — 91/2—11 — 91/2—H 9 V1—11 Herren........ 11—13 — 11—13 — — — Damen........ 14i/2—16 . - —> — — — Damen u. Herren 16—19 16—19 14%—19 16—19 11—19 11—19% Wannenbad u. | 71/2—13 V/r-.13 141/2—19 71/2—13 71/2—13 71/2-13 7^2-13 Brausebad .. ] 141/2—19 141/2-19 141/2—19 13—19 13—191/2 Schwitzbad. Herren........ 81/2—13 { 8i»—131 141/2—19 J 8%—141/2 81/2-191/2 Damen........ — — 14^2—19 — 141/2-19 — Medizinische Bäder: Werden im Wannenbad verabfolgt. Schwimmunterricht: Während der Oeffnungszeiten der Schwimmhalle. Hasfenschlutz: Für die Schwitzbäder 60 Minuten vor Schluß der Badezeiten. Für die übrigen Bäder 30 Minuten vor Schluß der Badezeiten. Gießen, den 24. April 1930. Städtisches Dolksbad Gießen. 8260 D Steding. Sprall's Kücken - Mutter Nagal - Köckenlnller (fein und grob) tahälle Hirse sowie Naget ■ Körnerlutler für großes Geflügel empfiehlt billigst Santas Beiaricb Bahn Bahnhofstraße Telefon 3403. 3072A Ausnahme- Angebot Große Küche in Kiefern, RM. 275 Speisezimmer Büfett mit Silberkästen, Kredenz, Auszieh- tisch, 6 Stühle (echt Lederpolster) .... RM. ö“Ui" Freie Lieferung nach jedem Platze! 3290D Bei Kauf Reisevergütungl Auch alle anderen Zimmer-Einrichtungen i. Qualitäts-Ausführung kaufen Sie am billigsten direkt im Fachgeschäft in Müllers Möbel - Werkstätten, Alten-Buseck 3m Tennis-Lase M-Aauheiin y• Breuer und Dielen aller Stärken, r-2.2 schwedische und bayerische Hobel- • E-o breiter. Spalterlatten, Eichen- u. S-SÄ Buchen- Schnittwaren liefern in ■ n “5 oUcn Borken LstD ssiä Gagen Dün & Go., Wen « ü-o Telephon 3949. Latten in allen Stärken prompt lieferbar 3113V Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei brauch! an Rheumatismus ►— —— __denn dafür gibt es den seit e. I* fwfUwfl ■■■ über go jabren erprobten u. ärztlich empfohlenen Apotheker P. Grundmann’s antirhcuinaiisehen Vulncral- Bluirelnigungsfcc Der Tee wird als wundervolles Hausmittel bei Melgung za Rben- matlsmus, Sicht, Ischias, Saltoverderbnis, Flechten, Hautausschlagen, Arterienverkalkung, ferner bei Blasen-, Leber-, Gallen- und Nierenleiden, Haemorrbotdea sowie Blutandrang nach dem Kopf mit glänzendem Erfolg angewendet ond darf demnach in keiner Familie fehlen. Pankscbrelben! . . . Der Heilerfolg war überraschend. Dem Schwinden des gichtischen Leidens folgte auch das der Leber, ja selbst die bedenklichen Erscheinungen und Beklemmungen der Herztätigkeit wurden fast gleichzeitig behoben, so daß nunmehr ein allgemeines Wohlbefinden eingetreten Ist Der Gebrauch Ihres „Vnlneral-Blntreinlgung8teesH wird trotz der Erfolge fortgesetzt gez. Schweinfurtb, Berlin, Düsseldorfer Straße 22. Aerztilchea Putschten: . . . Nachdem Ich mich von der vorzüglichen Wirkung Ihres Vnlneral-Tees bei hochgradiger Arterienverkalkung und Diabetes überzeugt habe, verordne ich Vuineral-Tee und empfehle Ihn auf wärmste. gez. Dr. med. Sohnlttke, Charlottenburg, Sjbelstraße 36 Pakete zu L-. 850 and FamillenpackungB.- M. Zar Kur erforderlich 8 Pakete k MO und schmerzstillendes tnlnenl-lheemaOI I V dazu gehbrifr Bestandt a. d. Packung angegeben. Verlangen Sie mdrflckllel nur Apotheker P. Gnmdmann’s Vulncral-Blulrclnigungstce. In allen Apotheken am Orte erhältlich. Hauptniederlage und Versand: Engel-Apotheke, Gießen, am Markt, 3285V Wir reinigen Ihre Federn - Kostenlos Betten-Bär/Gießen IWarktstraße^Nr? 29 3.20, 2.50, Kleider und Blusen 6.80, größte Auswahl 5.80, Qualitäten 9.50, Und daher immer: Nowack=£ Für Stoffe nur 3307 A Zum Schulanfang! Westfalin 0.50 6.00 5.75 7.50 1.80 Mädch.-Schürze 1.40 1.95 la Siamosen Gr. 55 2918 V 2796 A G/ES 5 EN * MA'Uöß ÜRG ICT Schulbücher 02756 für alle Schulen TEITLER 102D 3304V Wir arbeiten Ihre Matratzen auf! Betten-Bär/ Gießen Marktstraße Nr. 18 0.90 2.10 1.10 0.85 Pfeiffersdie Sdiulbudihandlung Walltorstrafie 21, Fernruf 3342 Farben Mantel-Tweed, DER DEUTSCHE SEPARATOR Sweater-Anzug gute Qualität Kinder-Basken-Mütze in vielen Farben Kinder-Sweater solide Qualität Kinder-Pullover schöne Muster, durchgem. Kinder-Westen reine Wolle Kinder-Sweater reine Wolle - uni und gestreift - Das Beste vom Besten! WOLL-STOFFE Kleider-Tweed, 70 cm breit, neueste Muster und zu Mark 1.75 und Mark 1.55 Indanthrenfarbigl Dammstraße 25 p. Kein Laden. Lahnkiesel Perlkies Silberkies prompt und billig ca. 140 cm breit, gute Strapazier- Qualität, elegante Muster 6.50, Cröpe-Caid, ca. 100 cm breit, reine Wolle, weichfließend, moderne Farben Woll-Georgette Noppd, ca. 100 cm breit, der Modestoff für elegante Straßenkleider Kostüm- und Complet-Stoffe ca. 140 cm breit, in neuesten kleingemusterten Dessins ’u. nur besten Foulard-Seide, ca. 90 cm br., schwere Kleiderware, herrlichste Muster, Unterrichtsfächer: Handelskunde in.Handelsrecht u. Schriftverkehr, kaufm. Rechnen, Buchführung (modernste Methoden), Bolkswirtschaftslehre, Werbekunde, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftsgeschichte, Warenkunde und Technologie, Englisch, Französisch, Dürgerkunde, Deutsch, Reichskurzschrift, Maschinenschreiben, (10* Finger-Blindschreib- methode), Schönschreiben, Rund- u. Plakatschrift. Beginn 1. Mai 1. Höhere Handelsschule für Schüler nur mit Obersekundareife. Dauer 2 Semester. Schulgeld 12 Raten zu 17.— RM. 2. Handelsoberklasse für Schüler mit höherer Schulbildung. Dauer 1 oder 2 Semester. Schulgeld 6 Raten zu 30.— RM. und 12 Raten zu 27.— RM. 3. Zweijährige Handelsschule für Schüler mit 8-jährigem Schulbesuch. Dauer 4 Semester. Schulgeld 24 Raten zu 16.— RM. 4. Ein- und V2'jährige Handelsfachschule für Schüler jeder QIrt. Schulgeld 12 Raten zu 23.— IWti. und 6 Raten zu 25 — RM. 5. Cinzellurse in Buchführung, Maschinenschreiben, Stenographie und Plakatschrift. Dauer 10 Wochen. (Rachm. oder abends.) Auskünfte und Prospekte kostenlos durch die Direktion, Gießen, Goethestrahe 32. Weil direkt beim Fabrikanten gekauft, daher kein ZwischenhandelsgewinnI BEI DERWAN DS Schwere K'-Waschseide strapazierfestes Gewebe Weil gute Qualität, daher besonders preisgünstig! t.Rühsamen,Fenispr.3659 __176 V Kinder- Strümpfe Seidenglanz, gute Qualität -s-5 Pf. Steigerung pro Gr. Kinder- Strümpfe Reine Wolle............. 4-10 Pf. Steigerung pro Gr. Kinder-Kniestrümpfe la Baumwolle, Größe 4... Kinder-Söckchen mit Wollrand, Größe 4 ... Kinder-Schlüpfer mit Seidenstreifen, Gr. 28 4-10 Pf. Steigerung pro Gr. Kinder-Reformanzug mit Seidenstreifen, Gr. 30 Knaben-Sporthemd aus gutem Zephir,Größe 60 4-20 Pf. Steigerung pro Gr. Weil seit 40 Jahren Stoffe, daher dem hiesigen guten Geschmack entsprechend! Gmdwirie!Kauft keine minderwertigen Ttlascftinetl sondern den guten Westfaha Separator Zuletzt* Silberne Denkmünze der deutsdi-Sand- wirtsdiaftsgeseUsdiaft• RAMESOHl &SCHMIDTAG OEIDE i.W. in Qualität und Ausführung vollendet! Führende Marke! SenkingwerkA.G. Bedeutendstes Werk des Kontinents für Kochanlagen Meiner werten Kundschaft von Lollar und Umgegend zur gefl. Kenntnis, daß sich meine Wohnung jetzt Hauptstraße Nr.96 befindet Erich Carle Dachdeckärmeister Fernsprecher Nr. 84 Reiche Auswahl in sämtl. Bedachungsmaterialien Preise für f • • A?"matratzo Mk. 6.00 Ä holen wir Ihre Matratzen morgens ab und br Innen Auf arbeiten 9 1 « "• atRoBhM?matr»t™ 22S" 9 KOMPIllnQ dieselben abends wieder zuFück. Sie brauchen 3287 A l eine 3t. RoBhaarmatratze Mk. 8.00 IlVWlVlllUO also Ihre Betten nicht OberNaoht zu entbehren Seiden-Mousseline (Chiffon), ca.100 cm br., die große Mode für elegante ßfift Straßen-u. Abendkleider, in original Lyoner u. Pariser Ausmuster., 9.50, U Niederlage: HevdASohU, Seltersweg 12 ____________________________________2668A beste Qualität zu billigem Preis C.Rübsamen,Gießen __________Fernsprecher 3059_____[176D Ixhlh irl xrv Anzüge und Sweater und Westen ■ in allen Ausführungen Straff Im Text Nur so können Sie Ihre Zoltungennzelgon durch Elnpräge.m In der Form Zeitgemäße, gepflegte Werbewirksam in der Färb« Drucksachen gut unterstützen. Nur eo berät und beliefert Sie zu günstigen Preisen die OrOhl'sche Druckerei, Gießen, SchulstraOe 7, Anruf Nr. 2251 ourch M. Brockmanno „Zwera°Marke" gewöhn' L * ®al,,r 6t< »Itnnnli^en Sltbrldltongrn an Cl,rn * «"rige ffrtncr. befir Fn«°rans. ■ajjnnfl e Sicherster Schutz gegen «nochenkranlhetfen! e Nur c4l in Origiaal-Packnng - nie tn|»! F Ratqeber umronft! Lm ““ ’ In dmVrrltoublrdle' odo durxt fc^lBrockmann Chem fabrik» Eutritzfch 90c n.—„ Frühj ahrs-Stoffe sxs Voöische PrivalHanflelslehraoslalien Gie&en / Herborn Direktion: Gießen, Goethestraße 32 / Telephon 2464 SEI DEN-STOFFE Wasch-Kunstseide, ca. 70 cm breit, «dqn hübsche neue Muster, weiche, volle |uU Qualität 1.50, 1 Parisette u.Goldama, ca. 80 cm br., das vollkommenste kunstseid. Gewebe, entzück. Ausmusterung, 4.80, Tolle de soie, ca. 80 cm breit, reine Seide, in hübschen .Streifen, für 2854 A holen wir Ihre Deckbetten und Kopfkissen morgens eb und bringen ( 1 Deckbett Mk. 2.00 dieselben abends wieder zurück. Sie brauchen Ihre Betten Ober Preise für Reinigen: ’ 1 Plumcau Mk. 1.50 Nacht nicht zu entbehren ^3287 A I 1 Kissen Mk.0.50 irsweg 85 ■m breit, he. volle •••.1.50, }cmbr, ild. Oe. nZ. 4.80, it, refoe *en, für -.6.80, schwere Muster, ....5,80. 1).OL100 elegante Original er., 9.50, rasMIei lorn 32/ Telephon 2464 Aft (nMt Mr- 4«, 'Setbchinbc, Wirtfchaftsgefchichte, igle, Englisch. Fran« sch, Deichskurzschnsl. Änger-Dlindschttib' lund-u.Plakalschnsl. ür Lchi-ler nur mit : 2 Semester. 17- AM. xfiükr mit höherer oder 2 Semester. [ 30- AM. und nie für Schüler mit Dauer 4 Semester. 16-M. handelssaWule tut |U 23.- M. und V'AF iachm. oder abends.) Coeli»‘r,6‘ ” 2796iX idier idlufü 21iFerflrU1 he iha» Samstag, 26. April 1950 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 97 viertes Blatt Wirffchast. Weitere Entlastung der Reichsbank. Doch dem Ausweis der Deichsbank vom 2 3. April hat sich in der dritten April- Woche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 147,2 Millionen aus 1779,0 Millionen Reichsmark ermäßigt. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 135,2 Millionen auf 1630,5 Millionen Mark und die Lombardbeständ« um 12,0 Millionen aus 55,4 Millionen Mark abgenommen. Destände an Reichsschatzwechseln sind, wie am Ende der Dorwoche, nicht vorhanden. An Reichsbanknoten ib Renten 1 bankscheinen zusammen find 215,4 Millio nen Mark in die Kassen der Lank zurückgeslos sen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs- banfnolen um 198,8 Millionen auf 4109.9 Millionen Mark, der Umlauf an Rentenbankscheinen um 16,5 Mill, auf 309,0 Mill. Mark verringert. Unter Derücksichtigung der Tatsache, daß in der Derichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 1,3 Mill. Mark getilgt worden sind, haben sich die Destände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 71,3 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 732,5 Mill. Mark eine Zunahme um 94,1 Millionen Mark. Die Destände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 4,4 Millionen aus 2911,9 Mill. Mark erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 6,9 Millionen auf 2557,1 Millionen Mark zugenommen, die Destände an deckungsfähigen Devisen um 2,5 Mill, auf 354,9 Millionen Mark abgenommen. DieDeckung dcrRoten durch Gold allein erhöhte sich von 59,2 d. Sy in der Vorwoche aus 62,2 V.H., diejenige durch Gold und del- kungssähige Devisen von 67,5 v. Sy auf 70,9 v. Sy Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. 3nfolge der mehrtägigen Unterbrechung des Dörsengeschäftes durch das Osterfest umfaßt die nunmehr abgeschlossene Dörsenwoche nur drei Dörsentage. In dieser Zeit konnte eine Dele- bung des Geschäftes nicht eintreten: die Umsatz- tätigfeit beschränkte sich auf ein Minimum, abgesehen von einigen Spezialmärkten, an denen 3nteressenkäufe zu beobachten waren. Das Geschäft ruht jedoch nach wie vor in der Hauptsache auf den Schultern der beruflichen Spekulation. Don außcnher ist das 3nteresse für die Dörse noch nicht wieder reger geworden. Don verschiedenen Werten ausgehend, trat am ersten Dörsentage eine nicht unbeträchtliche Ab- s ch w ä ch u n g der Tendenz ein. Eine starke Verstimmung ging von den in der Großindustrie sich häufenden Arbeiterentlassungen aus; man verwies dabei auf die Kündigungen im Siemens-Konzern, beim Stahlverein, bei der Mansfeld A.-G. und im Leuna w e r k der I.-D.-F arbenindustrie. Recht ungünstig wirkten auch die Meldung von Der- luftabschlussen der amerikanischen G l a n z st o f f - und D e m b e r g gesellschaften und die Rachricht von dem vorläufigen Scheitern der internationalen Kunstseideverhandlungen. Raturgemäß wurden Kunstseideaktien dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen, und bei erheblichem Angebot gaben A k u und D e m b e r g über 5 Prozent nach. Auch in 3. G. Farben wurden größere Verkäufe vorgenommen, so daß sich der Kurs um mehrere Prozent abschwächte. Am stärksten gedrückt waren Mansfelder, da infolge der Kupferbaisse mit einem Dividendenausfall gerechnet wird und außerdem der Verkauf eines größeren Pakets von Mansfeldaktien auf den Markt drückte. Der Kurs ging um 10 Prozent zurück. Einen nennenswerten Kursverlust erlitten außerdem Siemens. Vorübergehend besserte sich die Stimmung etwas, und die Kursrückgänge konnten zum Teil wieder aufgeholt werden. Die anhaltende Flüssigkeit am Geldmärkte, die zu einer Ermäßigung des Tages- gcldsahes bis auf 3,5 Prozent führte, befriedigte und veranlaßte die Spekulation zu Deckungskäufen. Man glaubt mit einem leichten Ultimo rechnen zu können, da die bestehenden Engagements im allgemeinen nicht bedeutend sein dürften. Eine Sonderbewegung verzeichneten Ehadeaktien. die in Erwartung einer Dividendenerhöhung um über 10 Mk. anziehen konnten. Zum Wochenfchtuh wurde die Stimmung wieder recht lustlos und zurückhaltend, und unter dem Druck der Geschäftsstille und des Ordermangels gaben die Kurse meist erneut etwas nach. Einiges 3nteresse bestand lediglich für Reichsbahn-Dorzugsaktien. Deut- f ch e Anleihen waren gut gehalten. Am Markte der Auslandrenten zogen D o s n i e r etwas an, Türken lagen eher schwächer. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. 3nfolge der Ofterfeiertage war in dieser Woche nur einmal Markt, so daß nur wenig darüber zu berichten ist. Die Stimmung war im Grundton im Zusammenhang mit der am 25. d. M. in Kraft tretenden neuen Zollerhöhung allgemein fester, doch war das Geschäft sehr klein und äußerst ruhig. Die Auslandofferten für Weizen waren ermäßigt, dagegen war das Angebot in Inland» weizen und bereits im 3nland befindlichem Aus' landweizen infolge der neuen Zollerhöhung ziemlich knapp und die Tendenz fest. Auch sollen von feiten der Großmühlen stärkere Käufe vorgenommen worden fein. — Auch Roggen war in Erwartung neuer Regierungsmaßnahmen (Erhöhung des Einfuhrscheinwertes) etwas befestigt. — Ebenso lagen Gerste und Haser auf die Zollmahnahmen hin fest. — Der Konventionspreis der rheinischen Grohmühlen für Weizenmehl war bereits am Dienstag um 50 Pf. erhöht, am Marktage selbst unverändert. Llmsähe kamen aber auch nur im Bedarfsfälle zustande. Roggenmehl zeigte keine wesentlichen Veränderungen. — Futtermittel hatten abwartende Tendenz bei zum Teil leicht abbröckelnden Preisen. — Für Hülsenfrüchte und Rauhfuttermittel wurden in dieser Woche keine Rotizen hergestellt. Kartoffeln ruhig und im Preise unverändert. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Weizen um 10 Mk., Roggen und Gerste um je 5 Mk. und Hafer um 2,50 Mk., Weizenmehle um 0,75 Mk. höher. Roggenmehl und Weizenkleie behauptet, Roggenkleie minus 0,25 Mk. Es notierten Getreide (per Tonne, alles übrige per 100 Kilogramm): Weizen 297,50, Roggen 190 bis 192,50, Gerste 210, Hafer 190 bis 192,50, Roggenkleie 10, Weizenmehl 42 bis 43, nieder- rheinisches 41,75 bis 42,75, Roggenmehl 27,25 bis 28,50, Weizenkleie 9, Kartoffeln der Zentner 3 bis 3,10 Mk. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehrnarkt war in dieser Woche im allgemeinen ruhig, lediglich Kälber hatten etwas lebhafteres Geschäft, das jedoch zum Schluß des Rebenmarktes stark abflaute. Infolge des geringen Auftriebs konnten Schweine und Kälber wieder ganz erheblich im Preise anziehen, während Rinder teilweise etwas nachgaben. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb sehr schwach. Trotzdem verlief der Markt sehr ruhig. Da auch die Rach- fragc aus den Versorgungsgebieten zum großen Teil fehlte, wurden nur etwa 40 Proz. des Auftriebs nach auswärts ausgeführt. Das abgetriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Es wurde nahezu ausverkauft. Auch auf dem Schweinern arkt war die Beschickung sehr gering. Bei ruhigem zum Schluß abflauendem Geschäft verblieb Üeberstand. Fettschweine waren kaum verkäuflich. Die Preise zogen stark an. Kälber wurden bei anfangs regem, zum Schluß stark abflauendem Geschäft ausverkauft und lagen gegen die Rotiz vom vergangenen Donnerstag erheblich höher. Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. — Der Gesamtaustrieb bestand aus 1058 Rindern, darunter 280 Ochsen. 55 Bullen, 420 Kühen und 220 Färsen, ferner aus 1184 Kälbern, 90 Schafen und 3856 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 288 Rinder, 1225 Kälber, 163 Schafe und 2718 Schweine weniger angetrieben. — Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 57 bis 60. a 2) 53 bis 56, bl) 48 bis 52. Bullen a) 55 bis 58, b) 49 bis 54. Kühe a) 48 bis 51, b) 44 bis 47, c) 38 bis 43, d) 30 big 37. Färsen a) 56 bis 61, b) 54 bis 57, c) 50 bis 53. Kälber b) 80 bis 85, c) 74 biS 79, d) 62 biS 73. Schafe nicht notiert. Schweine b) 70 bis 72. c) 73 bis 75, d) 73 bis 75, e) 70 bis 73. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Ochsen und Färsen je V Mark niedriger, während Schweine 6 bi- 7 Mark und Kälber bis 4 Mark anziehen konnten. Dullen und Kühe behauptet. * • Reue Arbeiterentlassungen bei der Vereinigte Stahlwerke A.-G. Rach- dem im Hamborner Dergbau in den letzten Tagen rund 1000 ‘Bergarbeitern gekündigt wurde, sollen nunmehr auch bei der August-Thyssen-Hütte, die zum Konzern der Vereinigte Stahlwerke A.-G.. Düsseldorf, gehört, 1000 Mann entlassen werden. Die Leitung stellte an den Demobilmachungskommissar den Antrag auf Zustimmung zur Kündigung von 1000 Arbeitern zum 3. Mai, die dann am 17. Mai zur Entlassung kommen. Im Antrag wird dargelegt, daß sich der Auftragsmangel fortgefeht verschärfe und eine Besserung auch in den nächsten Monaten nicht zu erwarten ist, um den Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können. Es müsse daher zur Entlassung geschritten werden. Es werde befürchtet, daß auch nach dieser Entlassung das Werk ohne Feierschichten nicht auskommen werde. Von den still- gelegtc? kleineren Abteilungen der Hütte wurde auch die Walzenstrahe II stillgelegt, wo 50 Mann beschäftigt sind. • DerVermahlungssahfürInland- weizcn. Wie amtlich bekanntgegeben wird, hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft auf Grund der ihm im Gesetz über die Vermahlung von Inlandweizen vom 4. Iuli 1929 (Reichsgesetzblatt I Seite 129) gegebenen Ermächtigung den Vermahlungssah für Inlandweizen entsprechend der bisherigen Regelung auch für den Monat Mai 1930 auf. 50 v. Sy festgesetzt. Berliner Börse. B e r I i n , 28. April. Auch nach der Ultimoliquida' tion war von einer Oefdjäftsbelebung zum mindesten nichts zu spüren. Die Jnteresfelofig- keit außen st ehender Kreise hält an, und zu dem üblichen Ordermangel an dem frühen Samstagsbeginn kam das Fehlen neuer Limite für den neuen Monat. Die Spekulation selbst war sehr unsicher und zurückhaltend, so daß kleinste Abgaben genügten, um die auf den Kursen liegenden Reports per Mai verloren gehen zu lassen. Schon gestern abend hatten in Frankfurt a. M. einige Sonder- bewegungen (Zellstoff Waldhof auf ein- bis zwei- prozentige Dividendereduktionsgerüchte und Kunst- seidewerte auf gescheiterte internationale Verhandlungen) die Tendenz etwas beeinflußt. Heute lagen keine anregenden Momente vor. Die ersten Notierungen kamen nur sehr schleppend zustande. Siemens mußten mangels Umsatzes bis 11.30 Uhr ausgesetzt werden. Besondere Veränderungen hatten aus den bereits genannten Gründen und auf die Meldung, daß die Bemberg-AG. das Werk Siegburg nicht in Betrieb nehmen werde, Kunstseidewerte, von denen Aku, abgesehen vom Report, und Bemberg 2 v. Sy verloren, und Aschaffenburger Zell- ftoff, die gegen den gestrigen Schluß 6,5 v. Sy ein- büßten. Eine verhältnismäßig feste Haltung zeigten Aktien für Verkehrswesen, Danatbanf, Berliner Han. delsgesellschast, und im Verlaufe Deutsche Erdöl, bei denen Hoffnungen auf eine Dividendeerhöhung laut wurden. Auch Reichsbahnvorzugsaktien hatten weiter lebhaftes Geschäft. Von deutschen Anleihen setzten besonders Altbesitz ihre Aufwärtsbewegung fort (65,6 o. H.). Ausländer waren wenig verändert. Pfandbriefe zumeist recht freundlich, aber noch wenig entwickelt. Der Geldmarkt zeigte heute eine kleine Versteifung, die mit dem herannahenden Ultimo zusammenhing. Man nannte Tagesgeld 3,5 dis 5,5 v. H., Monatsgeld 5,5 bis 7 v. H.: Warenwechsel zirka 4,75 v. Sy Auch im Verlaufe trat im allgemeinen keine größere Unternehmungslust heroyr, die Kurse schwankten unbedeutend hin und her. AG. für Verkehrswesen machten eine Ausnahme nach oben und lagen etwa 2 v. Sy über Anfang. Anderseits hatten Mansfeld auf einen erneut einsetzenden Baissevorstoß eine Einbuße im gleichen Ausmaße aufzuweisen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 26. April. Tendenz: abgeschwächt. — Auch an der Wochenschlußbörse konnte Letzte Nachrichten. r($raf Zeppelin" 110 Kilometer von Paris entfernt. Zriedrichshascn, 26. April. (HJIB. Funk- spruch.) Da» Luftschiff „Graf Zeppelin" befand sich um 11 Uhr über Sen», etwa 11 0 ft I (o -e meter südöstlich von Pari». sich das Geschäft nicht beleben, und bei der minimalen Umsatzläligkeit neigte die Tendenz eher zur Schwäche. Verstimmend wirkten der anhaltende Order mangel und die überwiegend schwächer.-n, Auslandbörsen. Ein weiterer sehr ungünstiger Mo« ment war der starke Kursrückgang von Aschaffenburger Z e 11 ft o f f, die auf eine wahrscheinliche Dioidendereduktion von 1_ bis 2 v. H« gegen den letzten Kurs etwa 10,5 v. Sy verloren. Verschiedentlich kam noch Prämienware heraus, |o daß sich gegenüber der gestrigen Abendbörse über- wiegend Kursverluste von 1 bis 2,5 v H. ergaben. Auf der anderen Seite waren A.-G. für Verkehrswesen auf Berliner Abitrageköuse 3 v. H. fester. Am Ehemiemarkt lagen I.-G.-Farben, Scheideanstalt und Rütgerswerke bis 1 v Sy niedriger. Dagegen blieben Deutsche Erdöl aut behauptet. Von Elektrowerten gaben AEG. 1 v. S). nach. Am Kunst- seidemarkt lagen Bemberg 2,5 v. Sy und Aku 1 v. S) abgeschwächt. Montanwerte waren infolge des weiteren Rückgangs der Ruhrkohlenförderung vcrtwch- lasfigt und 1 u. Sy niedriger. Bank werte waren gehalten. Schiffahrtsaktien weiter etwas angeboten und schwächer. Am Rentenmarkt waren Altbesitz recht lebhaft gehandelt, bei einem Gewinn von 0,75 d. S).; Neubesitz waren nur wenig verändert. Aus- ländifche Renten umsatzlos. Im Verlaufe war das Geschäft weiterhin sehr klein, bei kaum veränderten Knrsen. Etwas mehr gefragt waren Reichsbankanteile, die etwa 2 v. H. gewannen. An- derseits lagen Mansfeld im Angebot und 3,5 v. Sy schwächer. Von Renten konnten jetzt auch Neubesitz vermehrtes Interesse auf sich lenken und zirka 9,5 v. H. anziehen. Die Börse schloß lustlos Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,18825, gegen Pfund 20,3640, London gegen Kabel 4,86225, gegen Paris 123,91, gegen Schweiz 25,0790, gegen Holland 12,08. Erhöhung der Mchlpreisc. Die Süddeutsche Mühlenkonvention hat ab 25. d. M. den Preis für Weizenmehl, Spezial 0, der am 24. d. M. auf 43,25 Mark ohne Zoll erhöht worden war, auf 44.75 Mark e i n s ch I i e ß - lich neuem Zoll festgesetzt. Die rückständigen Käufe für Märzlieferungen werden ohne Zoll Zuschlag geliefert, wenn sie bis zum Mittag des 24. April disponiert waren. Die Käufe per April- Lieferung werden restlos ohne Zollzufchlag ausgeliefert, wenn die Verfügung bis 30. April vorliegt und bis 10. Mai ausführbar gestellt ist. Alle Abschlüsse, die auf spätere Lieferung ausführbar sind, sowie alle rückständigen Schlüsse vom Februar oder vorher werden mit einem Zuschlag von 2 Mark pro 100 Kilogramm belastet. Hart- Weizengrieß mit 4 Mark. Ab 25. April wird der Mühlenpreis einschl. Zollzuschlag festgelegt. Kleine Strafkammer Gießen. Gießen, 25. April. Wegen Beleidigung des Beigeordneten Gar ein Bürger aus L. von dem Amtsgericht Grünberg zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte dem Sohn des Beleidigten gegenüber geäußert: „Wenn sein Vater damals nicht die Bür germeifterei gehabt hätte, hätte er lange ni-ht solche Vergünstigungen (gemeint war bei der Feldbereinigung) erlangt." Der Angeklagte bestritt in der Berufungsverhandlung eine Beleidigungsabsicht, behauptete außerdem, der Beigeordnete habe tatsächlich mehr bei der Feldbereinigung erreicht, als ursprünglich vorgesehen war, außerdem habe er in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt. Das Berufungsgericht verwarf seine Berufung und schloß sich den Ausführungen der Dorinstonz an. Es sah den Wahrheitsbeweis nicht als erbracht an und verneinte außerdem das Vorliegen eines berechtigten Interesses für den Angeklagten an einer derartigen Aeußerung. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. Sy. Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. Ul. Strltn Frankfun a. M. Berlin Schluß-! kur» | 1-Ubr- fiur» Schluß-: für# 1 Anfang- stur» Schluß-i kure | 1-Uhr- Kurs Schluß-! kurs | Anian g- Kurs Datum 25- 4. 26. 25. 4- 26. 4- Datum 25 »• ! 26. - 25- ' ! 26 4. 6% Deutidje «eichc-anleihe Hamvurg-Ämerika Palet ... 7 110.5 - 109,5 । 109 von 1927 87,25 ’ — 87,1 —> Ham bürg. S üdam. Dampfschiff. 8 — — 7% Deutle RcichZanleihe Han io Dampfschiff • - 10 — — - 159 , von 1929 ...... 101 1 — 101,25 Norddeutscher Lloyd.....8 110,5 109,5 109,13 109 Teutfcfie -Anl.-Ablöl.-Schuld mit Allgemeine Deutsche Ereditanii. 10 116 115,75 116.23 AuSlof.-Rechten - - 56,13 56,7 55,9 ' 56.6 Barmer Bankverein ... 10 127.5 127 126,7a 126,75 DeSgl. ohne Aurtos^Rechte 8% Heii. Kolkfla.it von 1929 lrüctzahlb. 102%)...... 10.65 10.7 10.7 10,6 Berliner Handelsgesellschaft . 12 (Sommer;, und Privat-Bank . 11 174 160.75 160,75 174 (60 175,25 160.75 93 — 92 —- Darmstädter und Nationalbant 12 228,75 227,25 228,5 Oberbeilen Provinz - Anleihe mit 53,5 - Deutsche Bank und TiSconto-Sesellichajt, ... 10 149,75 — 149 149 Deutsche komm. GammtiabL Anleihe Serie 1 ... 53,5 — 53,3 Dresdner Ban!......10 Reichsbank.......« 143,25 294 145 144,5 295 145 292 8% Frantz. Hvp.-Bank Äoldpfe. X1U unkündbar bi« 1934 . . 7% Frantz. Hyp.-Bank Soldpfe unkündbar bis 1932..... 98,5 92 - - 8LS.6..........8 Bergmann.........9 (Siehr. LieferungSgefellichafi. 10 173 17/ 171 187 158.5 172,25 186.5 Rheinische Hvp.-Vank fiiau. äolbpfc. ..... 86 — Licht und Kraft .....1° Felten L Guilleaume - • l¥i 125,75^ 167,75 127 169 8% Br. Lande.'pfandbriefcmsialt, Pfandbriefe R. 17 - ■ 8% Pr Lande^viandbrtefanNaU. Somm^Obl. R. 16 7% Pr. Lande^pfandbriesanllolt, Pfandbriefe S. 10 V.E.Ä. abg. BorkrtegS-Lbligatio- 99 95,5 90,75 — 99 35,5 90,75 — Gesellschaft für Etekiritche Unternehmungen ... 10 Hamburger ElektrtzttütS-Derke 10 Rbc mische Elektrtzuät .... 9 Schlesische Elektrtzitül. ... 10 Schocker, L ........." Siemens & HalSle . • • • • V, 178 248 ”111111 176.25 136.65 145 174 188,5 247,5 177.25 136 147 172.5 187,75 nen. rückzahlbar 1932 . . . - — 171 — 171,25 — 4% Oeiierretckmche cSolbrente . . 'n 27,4 Buderus . . - .•••••$ 72,5 — n.5 71 4,20% Österreichische Silberrrnte 4 — — Teutfche Erdöl.......* 101.25 101,25 99 100 4% Oellerretchische Einheitliche Essener ...............° 143.25 138,5 123,75 107 Rente — — 2.4 — 139 138,5 4% Ungariichr Goldrente .... 4% Ungarische Staatircnte». 1910 4%% Brtfll. von 1913 4% Ungarische ßronenrente . 4% Türkische Zollanleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbohn-Anl Serie I 4% brtfll. Serie 11 ■ 5% «umäniiche vereint). Reo» von 1903 Rumänilche vereinh. Rente von 1913 ......... 4% Rumantiche vereinh. Sau» 24,4 — 24.4 — Harvener ..•••••• 1 124.5 123.9 >07 230.5 100,75 >05.25 104.65 83.75 71,75 108,75 104.5 225.5 112,75 20,5 — — — Hoefch Eilen........ 2,35 6,9 16-,6 7,95 II 1 II III 2,4 6,73 6,75 6,75 9,9 16,6 T,95 1*1 11 1 11 I,ic Bergbau .•••••• Llöcknerwerke Köln-Reuesien...... • ' Manne» m an n-Röbrea • • • • * xiansfelder Bergbau. . • • - Lberschlei. Eisenbedars . . . • Lberschlel. ftoUroetfe - - - - - - Phünir Bergbau . . . • • »y. Rheinijckie Braunkohlen . - lc Rdemfiabl..... • • • ® ................... 102 105,25 84,25 — — 113 101,25 105,75 105,5 83,75 108,9 , 105 228.5 , 113,70 103,75 Frankfurt a. m. Berlin Banknoten. Schluß- t-ilhr- Schluß-, Anfang- gerlln, 25. April Geld »rief kurS | flur< kurs 1 Kurs Lmerikamiche Noten ..... 4.163 4.183 Datum 25. 4. 26 4. 25 4 26 ». Belgische Noten...... . DB.Zd 111.73 58,47 112,17 Englische Noten..... * 1 20.317 20,397 Bereinig» Stahlwerke..... Ltavi Minen .....16'/, 97 — 96.25 96,75 Franzönsche holländische Noten . . . 16,38 16,44 —— 51,25 1 51 Noten . . 167.98 163,66 Kaliwerke Aschersleben ... 10 224,5 — 224 —- fttalienische Noten . . . • • 21,93 22,01 Kaliwerke Westeregeln ... 10 228.5 — 228 — Norwegtiche Noten . . . 111,78 112,22 Saliwerke Salzdetfurth ... 15 389 — 387,5 ; 388 Deutsch Crfterr . a 100 Kronen 58 81 50,05 Rumänische Noten . . . 2.46 2,48 112,59 81 .96 F. K. Farben-Invuftrie ... 12 177.25 176,25 176,4 | 176,5 Schwedische Noten . . . Schweizer Noten .... .. 12,15 80,94 52.39 Tvnamtt Nobel ....... 6 — — — — Svanische Noten .... 52.61 Scheideanstalt........ 9 — 151 Tschechoslowakische Noten . - 12.36 12,42 Koldichmibl ...... b Rütgerswerke ........ 6 70,5 70,5 69.75 70 70 69.13 70,5 Uugartiche Noten - • - 72.93 73,23 Metallgelellfchafk. ...... 8 108 107,5 107,5 ! Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL Philwv Hotzmonn......’< Zementwerk Heidelberg . 10 Sementwerk Karlstadt. ... 10 @ati6 & Freytag.....8 108.5 133 143,5 — 108 108,5 25. »prii 26- April 91.5 90,5 — Amtliche Notierung Geld Sries Amtliche Notierung Geld 2riet 168,38 168,72 168,38 168.72 Schultheis Pa-cnhoter ... 15 295,5 Putn.-Aires 1,623 1,627 1.619 1,623 — 296 Brll.-Antw. 58,395 58,515 58,40 58,52 Cftmcrfe....... Vz 251,5 252 Christiania. 112,01 112,23 111,98 112,20 Aku .........16 >09,5 109.4 108,75 Kopenhagen 112.01 112,23 112.00 112,22 Bemberg........." — 140 >42,5 140,5 Stockholm . 112.44 112,66 112,43 112,63 Zellstoff Waldbo, .... 13'/, 186 185 186 185 Heist ugtorS. Italien. . . 10,532 10,5o2 10,531 10,551 Zellitoss Aschaffenburg ... 12 Eharlonenburger Wasser ... 8 — 137,5 147 — 21,925 21,965 21.93 21,97 — — 103,65 104,5 London. . . 20,339 20,379 20,343 20,333 Teiiauer fflaj ......» — >69 169 sJi ent) ort . . 4,183 4,191 4,1835 4,1915 Daimler Motoren . ..... 0 41 40,4 40,75 TariS.... 16,405 16,445 16.41 16.45 Deutsche Linoleum ...... 249 — 246,5 247 5 Sch wetz . . 81,10 81.26 81.115 81,275 Maschinenbau . . • • • 0 — — 49,25 50 Spanien . . 52,22 52,32 52,15 52.25 Rat. Auwmobil ...... 0 — — 19 — Japan . . . 2,067 2,071 2,069 2,073 C-nmftetn & Koppel • .... 6 — 78,75 — wo de Jan. 0.493 0,495 0.494 0,496 Leonhard lieg ...... 10 — 151 — Dien in Svens ko ........ 350 350 CtfL abgesk- 58,985 59,105 59.00 59,12 Prag . . . . Belzrad . . 12,396 12,416 12,396 12,416 Frankfutter Mchchtne» .... 4 36 — 35,75 — 7,405 7,416 7.408 7,422 Grihner .........6 38,5 —— 38,75 Budavell . . 73,09 73.23 73,11 73,25 Hevl'geniiaedl ....... 0 — — - Bulgarien . 3,037 3,043 3,036 3,042 Iungbans. ........ 6 41,5 — 40,5 - Lissabon 18,78 18,82 18,76 18,82 Lechwerke....... • • Mainkraftwerke H3ch0 n- 3JL . . 8 105 Tanrig. . . | Konstantin, 81,34 81,50 81.34 81,50 92.1 —- — — 1,785 1,789 1,784 1,788 Miag ......10 132 — 131,5 132 | Athen. . . 5,435 5,445 5,435 5,445 Sebr. Roeder...... 10 103.5 -- — I Tanada . . 4,176 4.184 4,177 4,185 B oig t & Hae ffner ...... 215 j - 215 — 1 Um uay. . 3,876 3,884 3,856 3,864 Süd deut, che Zucke» • • • • U — 1 - 159 1 - 1 Kairo ... 20,86 20,90 20,80 20,90 Oie Hekoga-Verfräge. Verbesserungen des Vertragswerkes. Wegen Körperverletzung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Beleidigung eines Polizeihauptwachtmeisters waren zwei Arbeiter aus Thüringen, die in hiesiger Gegend auf Montage arbeiteten, in erster Instanz zu "Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie halten über die Polizeistunde in einer Wirtschaft verweilt und als der diensttuende Polizeibeamte sie zur Angabe ihrer Personalien aufsorderte, diesen angefallen und ihn beleidigt, so daß er schließlich gezwungen war, von seinem Gummiknüppel Gebrauch zu machen. Schließlich schlug der eine von ihnen dem Polizeibeamten ein Bierglas auf den Kopf. Das Berufungsgericht, wandelte die Gefängnisstrafe in eine allerdings erhebliche Geldstrafe nur mit Rücksicht darauf, daß die Angeklagten seither noch unbestraft waren und an dem betreffenden Abend offenbar reichlich Alkohol genossen hatten. Ein Arbeiter aus Eberstadt hatte gemeinsam mit mehreren anderen unbekannten Burschen zwei orts- fremde Radfahrer angehalten und körperlich verletzt, weil sie Beziehungen zu Mädchen aus Eberstadt angeknüpft hatten. Er war in erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dabei blieb es auch in zweiter Instanz, die Strafe wurde allerdings ein wenig herabgesetzt, weil es sich herausstellte, daß er an der Hauptrauferei selbst nicht maßgebend beteiligt war. An der Ecke Liebig- Frankfurter Straße in Gießen hatte ein Kraftwagen, der aus der Richtung Frankfurt kam, einen Mann, der ordnungsmäßig auf der rechten Fahrseite feinen Handwagen zog, angefahren. Der angeklagte Kraftwagenführer behauptete, er habe auf die linke Straßenseite hinüberfahren müssen, um einem aus der Liebigstraße rechts vor ihm kommenden Auto auszuweichen. Er war in erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt worden: feine Berufung wurde verworfen. Das Ge- richt machte ihm insbesondere den Lorwurf, daß er sich an der unübersichtlichen Kreuzung nicht genügend vergewissert habe, ob die Straße frei war, und seine Geschwindigkeit nicht so einschränkte, daß er den Wagen alsbald zum Stehen bringen konnte. Kreisverein der Bürgermeister des Kreises Gießen. 3n den letzten Tagen hielt der Kreis- verein der Bürgermeister des Kreises Gießen in unserer Stadt eine Versammlung ob. Der Vorsitzende, Bürgermeister Fendt, Hungen, hieß zunächst die Erschienenen herzlich willkommen und begrüßte besonders das neue Mitglied, Herrn Michel aus Treis a. d. Lda., der als Bürgermeister dieser Gemeinde neu gewählt wurde. Ferner dankte Bürgermeister Fendt für die aus Anlaß seines 25jährigen Dienstjubiläums ihm zuteil gewordenen Glückwünsche und gedachte in ehrenden Worten des inzwischen verstorbenen Altbürgermeisters Klin- k e l aus Ruttershausen. Der Kassenwart Qlumann, Londorf, gab die Rechnung für 1929 bekannt, die mit einem Kassenbestand von 131,52 Mk. abschließt. Der Vorsitzende erstattete zusammenfassend Bericht über die Tätigkeit beider Organisationen, insbesondere über die Beiträge zu den Kosten der Forstver- waltung, über die Gebühren der Oberrechnungskammer für die Revision der Gemeinderechnungen und über das Gesetz, das Strahenwesen betr. Ferner verlas der Vorsitzende ein Schreiben der Gießener Studentenhilfe, worin um Gewährung einer Unterstützung für das neue Gießener Studentenhaus gebeten wurde. Der Antrag wurde nach einer Aussprache abgelehnt. 7 Zur Frage der Reform der hessischen Verwal- tungsgesehe teilte Bürgermeister Fendt mit, daß man in dieser Angelegenheit noch keinen Schritt weitergekommen sei: er halte eine Aussprache für ratsam, um Unterlagen namentlich für die neue Gemeindeordnung zu bekommen. Bürgermeister Kreiling (Heuchelheim) wies darauf hin, daß eine ergiebige Aussprache übet diese Angelegenheit erst nach der Vorlage eines Entwurfs erfolgen könne. Der diesjährige Bürgermeisterausflug wurde eingehend besprochen: in der Abstimmung entschloß man sich für eine Tour Darmstadt—Heidelberg—Michelstadt. Schließlich mißbilligte Bürgermeister Schvmber (Wieseck), daß bis heute noch nicht die Ausführungsbestimmungen zu dem vor Jahresfrist erlassenen Gemeindebeamtengesetz herausgekommen seien. Epic!plan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag 27. April, 15.30 bis 17.30: Geschlossene Vorstellung für Erwerbslose: Der getreue Musikmeister. Hierauf: Petrouschka. 19.30 bis nach 22: Das Land des Lächelns. Montag, 28., 19.30 bis 22.15: Fidelio. Dienstag, 29., 20 bis gegen 22.30: Belsazar. Mittwoch, 30., 19.30 bis Darmstadt, 25. April. (WSN.) Seck der Ja- nuarsitzung des Aufsichtsrats der Hekoga hat der Vorstand entsprechend den damals aufgestellten Forderungen und geäußerten Bedenken Verhandlungen zur Abänderung und Verbesserung des Vertragswerks geführt, die wichtige Aenderungen ergeben haben, deren Inhalt jetzt vom Hekoga-Vor- stand mitgeteilt wird: Unabhängig von den Verträgen ist es gelungen, durchzufetzen, daß Rurhgas und Saargas der Aufnahme von einigen Vertretern der Hekoga in den Aufsichtsrat ihrer Gesellschaften zugestimmt haben. Mit dieser Zuteilung von Aufsichtsrats- sitzen in den Produktionsgesellschaften ist eine bedeutsame organische Verflechtung der Verbraucherund Lieferantcninteressen in der deutschen Gastwirtschaft angebahnt. Die Verträge selbst zeigen in der neuen Fassung folgende Verbesserungen: Im Gaslieferungsoertrage fällt der 2prozentige Verlustzuschlag für Worms, Darmstadt und Gießen ebenso wie für Mainz fort (§2). Die Qualitätsbestimmungen (§3) wurden präziser gefaßt und die Berücksichtigung des Abnehmerinter- esses gewährleistet (§ 4). Die Tarifpreise (§6) wurden durch einen besonderen Anhang „Zahlenbeispiele zu den Hekoga-Ruhrgas-Saargas-Verträgen" erläutert und damit auch die erwünschte Klarheit gebracht. Die vielfach geäußerte Befürchtung, es werde eine Preisverteuerung durch Abgaben der Lieferanten an Eisenbahn und private Grundstückseigentümer eintreten (§ 6 II, 6) ist durch die neue Schlußprotokollnotiz Rr. 7 beseitigt, wonach diese Abgaben ebenso wie bereits bestehende Steuern ausdrücklich von der Weiterbcrechnung an die Hekoga ausgeschlossen werden. Eine bedeutende Verbesserung erfuhren auch die für Fälle höherer Gewalt vorgesehenen Bestimmungen (früher § 7). Die bisherigen Verpflichtungen von Ruhr-Saar wurden zu zwei neuen Paragraphen (§ 7 und § 8) erweitert und schärfer gefaßt, wobei die Streik- und Aussperrunasklausel beseitigt worden ist. Die Verpflichtung zur Vorhaltung von Behälterraum (§ 1, 5) wurde durch die Ausschaltung einzelner Tage mit besonders hoher Spihenan- gabe für die Hekoga wesentlich erleichtert (Schluß- Protokoll Rr. 1). Zum Mantelvertrage wurden ebenfalls sehr bedeutsame neue Erklärungen in das Schluß- Protokoll eingefügt. Vor allem wurde der § 11, dessen Sinn es ist, die Abnehmer in den Genuß etwaiger umwälzender technischer Erfindungen zu bringen, der aber vielfach in einem für die Abnehmer ungünstigen Sinne ausgelegt worden ist, dahin erläutert, daß technische Umwälzungen und Erfindungen, wenn sie die Verwertbarkeit oder gegen 22.30: Indigo. Donnerstag, 1. Mai, 19.30 bis nach 22: Das Land des Lächelns. Freitag, 2., 19.30 bis gegen 22.30: Die Afrikanerin. Samstag, 3., 19.30 bis nach 22: Madame Butterfly. Sonntag, 4., 19.30 bis nach 22: Turandot. Montag, 5., 19.30 bis gegen 22.30: Die Afrikanerin. Schauspielhaus. Sonntag, 27. April, 16 bis gegen 18.15 Uhr: Der Lügner und die Rönne. 20 bis gegen 22.15: Der Lügner und die Rönne. Montag, 28., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Der Lügner und die Rönne. Dienstag, 29., 20 bis nach 22.15: Der Londoner verlorene Sohn. Mittwoch, 30., 20 bis nach 22.30: Der Londoner verlorene Sohn. Donnerstag, 1. Mai, 20 bis gegen 22: Mond von links. Freitag, 2., 20 bis gegen 22: Die neue Sachlichkeit. Samstag, 3., 20 bis nach 22.30: Hans im Schnakenloch. Sonntag, 4., 20 bis nach 22.30: Der Londoner verlorene Sohn. Montag, 5., 20 bis nach 22.30: Hans im Schnakenloch. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Bitte an die Bezirkssparkassc Gießen. Vor etwa 14 Tagen hat die Bezirkssparkasse Auslassungen über den Sparkaffenzins und den Reichsbankdiskont veröffentlicht und die Ausführungen dann einige Tage später noch ergänzt. Es wurde darin zu begründen versucht, warum die Sparkasse mit ihren Zinssätzen der Ermäßigung der Reichsbanksähe, die doch meines Wissens in den letzten Monaten 2,5 Prozent betragen hat, nicht gefolgt ist und dabei auch gesagt, daß man hier den Satz schon früher erden Handelswert des Gases für die Gaslieferanten erhöhen, nicht zu einer Preiserhöhung berechtigen. Als Gasversorgungsgebiet der ^efoga (§ 1) gilt nach dem derzeitigen Stande der Mitglieder das gesamte Gebiet des Landes Hessen. Im Gemeinschaftsvertrage der S. F. G. (Süd- westdeutsche Fernleitungsgesellschaft) wurde eine wichtige Aenderung des Stimmenverhältnisses zugunsten der Hekoga vorgenommen. Der Hekoga sind nunmehr an der Fem- leitungsgefellfchaft 51 Prozent, d. h. die absolute Mehrheit, zugestanden (§ 2). Wichtig ist ferner, daß das gesamte Industriegas des He- koga-Gebietes und der Rachbargebiete bei der S. F. G.-Rechnung in Ansatz gebracht wird (§ 5). Entsprechend dem Stimmenverhältnis wurde der Hekoga ferner im Gesellschaftsvertrage der Vor - sitz des Aufsichtsrats zugestanden. Im Mainzer Pachtverträge wurden die Bestimmungen verschärft, die den tarifrechtlichen Schutz der Arbeiter sicherstellen (§ 9). Von der größten Bedeutung für das ganze hessische Gebiet ist aber, daß im Mainzer Pachtverträge Ruhrgas jetzt keine Möglichkeit mehr hat, den Betrieb nach zehn Iahren stillzulegen, vielmehr zu dessen Fortführung auf die gesamte Vertragsdauer verpflichtet ist ($ 11). Hierdurch sind auch die Bedenken wegen eines Fortfalles der Gaskokserzeugung in Mainz nach zehn Iahren beseitigt. Ferner ist das im Mainzer Werk liegende Sicherheitsmoment für die ganze Vertragsdauer gewährleistet, das trotz der äußersten Sorgfalt, mit der neuerdings die Rohrverlegung erfolgt, angesichts der Reuartigkeit der Ferngasversorgung doch noch nicht ohne Bedeutung sein dürste. Andererseits hat die Hekoga selbst jetzt das Recht auf Weiterführung des Mainzer Werkes erhalten (§ 11), wenn Ruhrgas etwa nach zehn Iahren von ihrem Anspruch auf Pachtermäßigung Gebrauch machen sollte. Offen ist nur noch die Frage, wie die Anrechnung der in das Gebiet südlich der Südgrenze Hessens abgegebenen Mengen auf die Tarifstaffel und die S. F. G.-Rechnung erfolgt, sobald die Saar mit der Lieferung beginnt. Es ist aber zu hoffen, daß auch hierüber eine Einigung erfolgt. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Durch die vorstehenden zum Teil einschneidenden Verbesserungen und Abänderungen sowie durch die Zusätze im Schlußprotokoll, die sämtlich in der Richtung der von der Kritik hauptsächlich gegen das Vertragswert vorgebrachten Bedenken liegen, sind die Verträge nunmehr in eine Form gebracht, von der anzunehmen ist, daß sämtliche Teilnehmer der Hekoga ihr z u st i m m e n. mäßigt habe, so daß kein neuer Grund vorliege. Run ist doch überall zu lesen, daß Handel und Gewerbe außerordentlich unter den hohen Zinslasten zu leiden haben und Daß die hohen Zinsen mit die Ursache für das Darniederliegen der Wirtschaft sind, und es wird immer wieder auf die Rotwendigkeit einer allgemeinen Zins- f e n I u n g hingewiesen. Sollte da nicht auch die Sparkasse sich der allgemein anerkannten Rotwendigkeit fügen und ihre Zinsen, namentlich auch füraufgenommeneÄrcbite- ermäßigen, sobald die Reichsbank das gute Beispiel dafür gibt, auch wenn dieses Beispiel nur durch ausländische Einflüsse hervorgerufen ist und selbst auf die Gefahr hin, daß später wieder eine Erhöhung eintreten müßte? Die Sparkasse würde sich zweifellos den Dank alter ihrer Kunden erwerben, die bei ihr Kredit in Anspruch nehmen, wenn sie die Zinsen dafür sobald als möglich herabsehen würde, wie dies ja auch die Banken stets sofort tun. Vielleicht läßt sie sich über ihre Beweggründe in dieser Frage auch einmal öffentlich aus. W. Z. Reichsbahn mehr Rücksicht? Seit vorigen Mittwoch mittag ist am Bahnhof Großen-Linden die neue Sperre auf Bahnsteig II eröffnet. Die Reisenden, die in der Richtung Gießen fahren wollen, können sich nun direkt auf den Bahnsteig II begeben, ohne, wie es seither der Fall war, an einer unbewachten Stelle das Gleise zu Überschreiten. Daß diese Gefahr für die Reisenden mit der Neuregelung behoben ist, iann man sehr begrüßen. Daß bei der Aenderung des alten Zustandes, der überhaupt nicht der Reichs- bahnoerkehrsordnung entsprach, aber keine Rücksicht auf die Unannehmlichkeiten genommen wird, die den Reisenden beim Lösen ihrer Fahrkarten entstehen, ist wirklich höchst bedauerlich. Ein fm neuen Warteraum eingebauter Raum für Fahrkar- te naus gäbe steht leer, weil man „den Mann für die Ausgabe der Fahrkarten sparen will". Ein (nichtfunktionierender) Automat mit nur Fahrkarten 3. Klasse bis Gießen bedient den zu manchen Zügen starken Andrang der Reisenden. Wer über Gießen hinausfahren will, wer 2. Klasse oder Kinderfahrkarten lösen möchte, muß sich über den überschrankten Uebergany, evtl, wenn dieser geschlossen ist, über die Brücke nach dem alten Stationsgebäude zur Hauptfahrkartenausgabe begeben und auf demselben Weg wieder zurückgehen; eine Wegstrecke von zusammen etwa 200 Meter. Diesen Zustand werden sich die Reisenden unter keinen Umständen lange bieten lassen. Hoffentlich genügen diese Zeilen, daß der „Mann, der man sparen will" (der interessanterweise doch den nichtfunktionierenden Automaten bedient und aus diesem die Fahrkarten ausgibt) bald i n yn dafür vorgesehenen Raum steht und Fahrkarten nach allen Stationen über Gießen hinaus und für alle Klassen vorrätig hat. Einer für afte. Turnen, Gpori und Spiel. Handball im T. V. Heuchelheim. Die erste Handballelf trägt am Sonntag in Lich ihr fälliges Rückspiel gegen die dortige Erste aus. Das Vorspiel wurde von Heuchelheim mit 4:2 Toren gewonnen und auch diesmal sollten die Heuchelheimer, falls sie die an öen Vorsonntagen gezeigten Leistungen aufbringen, sichere Sieger sem. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, den 26. April. Lich. 14 Uhr: Stiftsdechant Kahn; Beichte. Sonntag, den 27. April. Quasimodogeniti. Liadlkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; Konfirmation der Kinder der Markusaemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 18: Pfarrer Mahr. — Johannes- kirche. 9.30: Pfarrer BechtolSheimer; Konfirmation der Kinder der Lukasaemeinde; Feier des hl. Abendmahls; 18: Pfarrer Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Iohannessoal; Pfarrer Müller. — Kapelle de» Alten Friedhof». 9.30: Pfarrer Lenz; Konfirmation der Kinder der Luthergemeinde; Feier des hl. Abendmahls. — ENsabeth-kleinkinderfchule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeindc; Pfarrer I.ic. Waas. — Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 13.30: Hauptgottesdienst. — Wieseck. 9: Beichte; 9.30; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. — Alten-Bufeck. 9.30: Beichte; 10; 11: hl. ' Abendmahl; 1.30. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder von flaubringen und Ruttershausen; 13.30: Lollar. — Hauien-Garbenteich. 9.30: Feier des hl. Abendmahls; 11.30: Garbenteich. — Dahenborn-Sleinberg. 13.30: Hauptgottesdienst. — Lich. 9: Beichte im Gemeindesaal; 9.30: Pfarrvikar Draudt; Konfirmation; hl. Abenmahl; Kollekte für das Krüppelheim. katholische Gemeinden. Samstag, den 26. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 27. April. Weißer Sonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion / der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; Feier der ersten hl. Kommunion der Kinder; 11: Messe; 15: Andacht mit Segen. — Lich. 7.30: Hochamt und Predigt. — Hungen. 9.30: Erstkommunion der Kinder und Schulentlaffungsfeier; Hochamt und Predigt; 15: Erneuerung der Taufgelübde, Weihe, Ansprache und Festandacht. — Riddo. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 28. Apnl. Gießen. 8 Uhr: Amt für die Erstkommunikanten.— (jungen. 7.30: Dankesgottesdienst für die Kinder. Mittwoch, den 30. April. Laubach. 7.30 Uhr: Iahresgedächtnis für Margarete Lamm. Donnerstag, den 1. Mai. Gießen. 5.30 Uhr: Beichtgelegenheit. Freitag, den 2. Mai. Gießen. 6 Uhr: Segensamt; 20: Maiandacht. Tonntaasdicntt d.Aerztc n. Apotheken am 27.4.30 vr.Menerhosf. vr.Neumann-Svengel. Hirfchapothcke. Zahnarzt: Dr. Kockerbeck. *D Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samskag nachmittag geschloffen. • Das ideale Ab führ-Konfekt- W W fest und flüssig; weiß und hellgelb, nicht färbend, oder als Bodenbeize (Farbwachs) gelb, braun, rotbraun usw. För die Güte und Preiswürdigkeit bürgt die Herkunft aus der Sidolfabrik Siegel & Co., Cöln das meistgekaufle Bohnerwachs & ^«^ERSCHEINUNG 1Hto FORD SCHNELLASTWAGENS. % MK.3745 BERLIN MK- 3875 BERLIN MIT ZWILLINGS-BEREIFUNG U.BALLONREIFEN AB WERK DIE CREDIT AKTIENGESELLSCHAFT FÜR FORD FAHRZEUGE FINANZIERT IHREN ANKAUF ZU KONKURRENZLOSEN BEDINGUNGEN 1v2-to LASTWAGEN-CHASSIS MIT VIERGANG-GETRIEBE U.SECHS- BREMSEN-SYSTEM AB WERK NEUE STARKE HINTERACHSE MIT KEGELRAD-ANTRIEB GROSSERE BREMSEN UND DAS ZUVERLÄSSIGE SECHS-BR EMSEN-SYSTEM )Os ideal» $ VIERGANG-GETRIEBE NUTZT DIE MOTOR KRAFT VOLL AUS VERSTÄRKTE VORDERACHSE UND FEDER•ROBUST UND WIDERSTANDSFÄHIG Wen. einbtn. •M- Hn; Leche, luafimobogeniti. rrer N«1. ftonfir- Memde; Feiert »ahr. - Zohannes- •*meri Konfirmation Feier des hl. Abend-. 0: fBibelbefprfdjung ler. — Kapelle bn Lenz; Äonfirmaiion Feier der hl.Lbwd. fchnir. 9.45: Mntt die Letrurzemeinde; Linden. 11: Linder- eodienst. - TDiefrf. Feier der hl. Abend- Leche: 10; 11: hl. ' z. 10: Kirchberg; 11: Gemeindeglieder »ort in; 13.30: Lollar. - rdes hlAbrndmahlr; orn-Sleinberg. 13.30: öeickte im Gemeinde- t; Konfirmation; hl. rüppelheim. einten. >. April. Seche. Seißer Sonntag. • Neffe; Kommunion / : fodjamt mit Prr- u'on der Kinder; ll: - £\ä). 1.«-. Mv 130: MmmMvn irfeier-, Hochamt und laufgeiübbc, Weihe, Nidda. 8.30: Hochamt . April. , Mommumkamcn.- nft für die Kinder. ). April. gedachtnis für Mar- l.Mai. :genheit. Mai. 20: Maiandacht. rsH ockerbea. . ____ . fjicvaktion. i, 17 Uhr. Sam^S DER NEUE FORD LASTWAGEN FORD MOTOR COMPANY A*G BERLIN-WESTHAFEN "*'te**E veil ^°hrkirr. n bedien! Tlnur "1 der N, ^'senden, f« nach?" dieser Äste «mäS T-s LSLr '""für oft,. roh Qm Sonntag m fl« die öM urde von ;■ . all» he die an •eiftungen aufbrrn- - - \ \ \ Moderne 2905 A 3283D empfiehlt [02802 Wettanlage 53 Televbon 3282. 348D Nur ein Gießen, den 26. April 1930. 02763 M Xcte-Ulachs 3140V vf. € SdiLSdiaumburg Diez : nur ins schone LAHNTAL Limburg Runkel Betten und Wäsche Die trauernden Hinterbliebenen: Klara Wannenmacher geb. Sauer Mia Wannenmacher Oskar Wannenmacher Fritz Wannen mach er Hans Achmed Osman Bey Lina Heinrich geb. Wannenmacher Anna Wannenmacher empfohlen durch den Reichsyerbond Deutlicher Hausfrauen vereine Gießen, Baden-Baden, Dudweiler (Saar), den 24. April 1930. Die Beerdigung findet in Dudweiler (Saar) statt. Beileidsbesuche und Blumenspenden dankend verbeten. I ft- Auskunftei.Prosp. durch d. örtJ. Kur- v er walt. bzw. Verkehrsvereine oder den Verkehrsverband fürdieLaho, Sitz Limburg Kellner-Verein Gießen 04 e. V. Am 24. d. M. verschied unser langjähriges Mitglied Herr Ludwig Steinbre eher Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Montag, den 28. d. M , nachmittags 3 Uhr statt. - Wir bitten unsere Mitglieder um recht zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. __02792 Alleinhersteller Hackerbräu München „NÄHRBIER“ ist nach dem bayer. Reinheitsgesetz nur aus Malz, ohne Zusatz von Zucker gebraut Die sonst angebotenen, sogenannten „Gesundheitsbiere" bestehen zum großen Teil aus Zucker und sind Einfachbiere, was auf der Etikette vermerkt sein muß (Einfachbier). Es ist daher beim Einkauf auf diesen Umstand ganz besonders zu achten. Will man sichergehen, für seine Gesundheit ein reines Bier zu erhalten, das ausschließlich aus Malz, ohne Zucker, hergestellt ist, so verlange man das allein in der Hackerbrauerei München nach dem bayerischen Reinheitsgesetz gebraute „NÄHRBIER“. Man hüte sich vor Nachahmungen und achte auf den Namenszug Also vorbeugen, schlank werden und jung bleiben! Aber nicht mit unnötigen Anstrengungen oder lästigen Hungerkuren. Einfach täglich den angenehm schmeckenden, gesunden und ärztlich empfohlenen Dr. Ernst Richters Frühstückskräutertee trinken. Er macht schlank und elastisch, hält jung und leistungsfähig. San.-Rat Dr. A. D. in A. schreibt: Der Tee hat mir gute Dienste geleistet, bin 15 Pfd. leichter geworden u. frischer, wie 10 Jahre jünger. 1 Paket M.2.-, Kur =6 Pakete M. 10.-. In Apotheken und Drogerien, wo nicht: ,,Hermes“, Fabrik pharm. kosm. Präparate, München SW 7, Oüllstraße 7. Klaviere AMvaivM werd, sachgemäh u. preiswert gestimmt u. revar. Omsk Sieben. violMr.il Telephon 2403. Verkant o. neuen it. gebr. 5Uav. Dan. Wirihs Nachfolger K. Gellsus Am 22. April verschied plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Job. Jakob Heß im 71. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Jakob Heß, Lokomotivführer C o m m r- ^prossen Pickel, Mitesser ufro. beseitigt schnell und sicher Soma - Creme, bet hartnäck. Fällen verwende manSoma- Creme Extra. Zu haben Löwen- Drogerie W. Kilblnger Nachfolger. [2478 V Opel- Aii to- Ersatzteile Auto- Reifen Excelsior Michelin Kelly, Royal Bullenverkauf. Mittwoch, den 30. April, nachmittags 2 Uhr, soll ein fetter Vogelsberger Bulle der hiesigen Gemeinde im Faselstall aus dem Submissionsweg vergeben werden. Grüningen, den 24. April 1930. Hessische Bürgermeisterei Grüningen. Euler. statt jeder besonderen Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, unvergeßlichen Mann, unseren guten, treusorgendenVater, Schwiegervater. Bruder und Onkel, den Eisenbahn-Ingenieur Ferdinand Wannenmacher nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitet durch die heiligen Sterbesakramente zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die Beisetzung fand in der Stille statt. Für die erwiesenen Beileidsbezeugungen innigen Dank. ______________________________________________________________ । 2776 ita-VmiDigang 1870-1920. linieren Mitgliedern die trau- r ge Nachricht, dah unser lieber Alterskollege [02811 ImWWckM sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Montag, den 28. Avril, nachm. 3 Uhr statt, uno nur bitten um zahlreiche Beteiligung. Ter Vorstand. Schwache Nerven sind die Grundursachen der meisten Krankheiten. Bei Blutarmut, Herzklopfen, Schwächezuständen aller Art, Zittern Appetitlosigkeit nervösen Magenbeschwerden soll man Doppelherz, das anerkannte Nervenkräftigungsmittel nehmen. Probefla-. sehe M. 2.50, große Flasche 4.50 und 5.50. Doppel h e rz- DrageesM.1.50. Niederlage: Drog. 0. Winterhof!, Krenzpl. 9-10; Brog. C.Seibel,Frankfurter Straße; Haus Hindenburg Med. • Drogerie H. Eigas, Seltersweg 68a; Drogerie E.Karn, Schulstraße; Löwen- Drog.EilblngerNachf. Sellersweg; Kreuz- Drog. A. Noll, Bann- holstraße 51. 248V Lollar; Viktoria- Drogerie H. Sommer. Grünbers;: Kronen- Drogerie Karl Schott und sämtl. Filialen. Weilburg Braunfels Wetzlar. Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die vielen Kranzspenden bei dem Heimgänge meiner lieben Frau, unserer guten Mutter und Großmutter Frau Bertha Irle sprechen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Louis Irle und Kinder. Gießen, den 25. April 1930. güt ken tter- AM til*. 9 Dit Scho Jgs W W Sjss zMlstrtamM Wir suchen 2 geeignete Raume IN zentraler Lage mit separatem Eingang für unsere Geschäftsstelle. Angebote mit Preis an [3318D WsdMk-VMlN, MIMM. 46 D. Achtung I Achtung) Geflügelhalter Den sicherst.Schutz zeg. minderwertige Ware biet.d. älteste, glänzend bewährte Spezial-Mischluller Nagul-Körnerkrallluller Nagut-Farmlegemehl Nagu.'-Küken-Körnerfullei NagubKükeD-Trockenmehl Zu haben bei: Helnr. Hahn, Samenhandlung, Gießen Jak.Waltherill.,Garbenteich (Er. ieß.) Ferdinand Grttnewa.d Allendor! a.d.Lda. Ludwig Frey III., Lollar (Er. Gießen) Wilhelm Hühl, Groß.- BuseckfEr.Gießen) Wilhelm Hesemaon, Samenhdl., Gießen Anqust Noll, Kreuz- Drogerie, Gießen Earl Hofmann III., Bersrod | C. Röhr & Co. Bohoeoflflngen, Msenreiser Boom- uno Bofeopiäöle v M\e\® Fr. Weinern Gießen LicherStr.l3/15.i>8SD ElSU-Betten (Stahl u. Holz) Polster. Sd|lafzimni.,Stahlmatr. Kinderb.Chaiscl. a.Pri- vate. Ratenzl. KataL fr. Eisenmöbelfabrik Sahl Unterfertigter C. C. erfüllt die traurige Pflicht, von dem am 25. d. M. zu Hannover infolge einer Blinddarmoperation erfolgten Hinscheiden seines lieben C. B. Heinz Guntram rec. 1930 Kenntnis zu geben. In tiefer Trauer.- Der C. C. der Hassia. I. A.:TheoCellarius(xxx) _______________________________________________________ 3314 D Im Süorgebid tos uriprünghd) 3ur örtliche Polizeitn | cnarbeDÖ[ferung Bcftimmungen D' Üe „Sieger", in diese Bestimmung Br drei Jahren Knippen, ohne Sc htiar, noch sonst um diese rcchtsmi fördern. Erst den diesem europäisch wenn auch nur u snMgeKuppena die bann die Fi hielt. Aus diesen Franzosen mit dc er unbebingt noii den Besatzungstr Zone zu sichern.' reich 100, Kntzio einen wie dem sie sich um den nischen Dinge, Bahnschutz eini mindesten eine unmiberlegbar ihn felbft als 1 entspricht auch, Mann Bahnschi aus Wiesbaden • daß der englische rückwärtigen Ber truppen nicht erst durch. Die Englä ja nur beleligt, u gemeinsame mili deten abzustempi Aun kann fid N es als fol yi-hin fabt, de raig, sondern ' Regierung der schuh angeford nach richtig fei gang doch der bundsrat seine der Regierung nach einem br irischen Bahn reich die dr.., räumen muß gebiet auch n’i deiche rücklvär. Zu sichen z^len, weshalb verfallen find. ®tubi vllchen und bi ^rund des De Ausbeutung K gründlich.' W sehr lieber! den braucht fr, ^r bann einen 6fl.Wcn in Kn abtaufÄ , Ztzr Sottit SV OQUerr, c, OtQ] ÄLtzL Ltzs °rder7L> k°"z°len b? ei denn von tz-sS $ d'e QiUf Niederlahnstein Bad-Ems Bad-Nassau Obernnof h/bi, allkidirf- *>•* . tei van kauen, (jerueh undßuß,\ i, ”sewgSSe billige böhmische dettsedern Bezugsquelle. nur ecttklaingttc O.ualitätcn: IPsund grauc,gesckilissene M.0.80 und 1.—, lialbweike M.1.20, weiire,flaumige M.2.-, 2.50 u.3.—.Hcrrichastdichlejsr.schneeweiir, 5JJL 4.—, bester Halbttaum M.5.— u.6.—, ungeschl.flaum.Nuvffcdcrn M.2.20.2.80 u. 3.W. Flaumruvs M. 3.80 u. 4.80, Daunen arau '1)1.4.— u.ü.—. Daunen weif; 'JJL7.— und 10.— Aoflfret gegen iliachnnhme, von 10 Pfund an postsret. Ntchivassendes um- gelauscht oderÄeldZurück.- Austührliche Preisliste und Mutter kostenlos. zttnv RudolfVIahut ÄkL'Seschenih 2011 »«t ,9' Heil 4 Sielei Maschinenfabrik Fulda GA - 50% Platz- o. Kraft- s Ersparnis - erzielen Sie mit ^“unseren Elektro* riemenlosen Holzbearbeitungs- Maschinen