Nr. 172 Erstes Blatt 180. Jahrgang Sreitag, 25. Juli 1950 Erschein, täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat, Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Hemsprechanschlüfse nnterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: granlfnrt am Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drtid und Verlag: vrühl'fche Universilätr-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Zchnftleitung und Seschäftsflelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagßsnurnrner bi» zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, ausmärt» 10 Reichspfennig,- für Reklameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20* , mehr. Chefredakteur Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantworllich für Vohtik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THgriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Ungeheurer Umfang der Erdbebenkatastrophe in Süditalien. Fast 2000 Todesopfer. - Fn vielen Gemeinden kein Stein auf dem andern. - Schwierige Bergungsarbeiten. Ueber 1700 Tote. Hom, 24.3ull. (ÖIB.) Rach amtlichen 2HH- kilungen beträgt die Gesamtzahl der Toten im süd- italienischen Erdbebengebiet 1778, die der verwundeten 4264. Vollkommen eingestürzt sind 3188 hau- ser. 2757 Häuser wurden beschädigt, von den Bergungsarbeiten im Erdbebengebiet werden tragische Szenen berichtet. GanzeFamiliensind um» Leben gekommen. Line Frau war mühsam lebend au» den Irümmermaffcn befreit worden. Bevor sie jedoch weggetragen werden konnte, trat plötzlich ein Nachbeben ein, ein Quaderblock kam ine Rollen und zerfchlug der Frau den Schädel. Auch unter dem Retfungsperso- n a l, da» unter Einsetzung des eigenen Lebens sich um die verunglückten bemüht, sind bereits Opfer zu verzeichnen. Die im Hauptbebengebiet fast völlig zerstörten Gemeinden bieten einen trostlosen, erschütternden Anblick. Abgesehen von den sehr wenigen erdbebensicher gebauten Häusern sind eine ganze Zahl von Gebäuden nunmehr Stein- und Schutthaufen, aus denen gespensterhaft die dicken, hohen ITlauern jahrhundertealter Paläste herausragen. Auch der Schaden an den Kirchen ist sehr grob. Line beträchtliche Anzahl von Kirchen ist in sich zusammengebrochen und in Stein- und Schufthausen verwandelt. 3n dem Dorfe San Bartolomeo, in dem faft kein Stein auf den anderen geblieben ist, wurde seltsamerweise ein mittelalterliches Schloß von dem Erdbeben oer- schont. Die Wirkung de» Erdbeben» in dem Hauptgebiet war überall so stark, daß fast alle Häuser, selbst wenn sie den heftigen Stützen stand- hietten, bedenkliche Mauerrisse zeigen. 3n einzelnen Gemeinden, wie Aquilonia und Villanova, in denen kein Haus mehr bewohnbar ist, gibt es keine einzige Familie, die nicht mindestens eines ihrer Mitglieder unter den loten zu beklagen hat. viele Paläste R e a p e l » , so auch der Privatsih des Kardinal-Lrzbischofs Ascalesi sind beschädigt. Aus Lapri und den dem Golf von Jleapel vorgelagerten 3nfcln wird kein Schaden gemeldet. Die Bevölkerung Neapels, die auch in der vergangenen Nacht zum Teil im Freien blieb, begab sich gestern den ganzen Tag hindurch in dichten Scharen in die Kathedrale, um den Neapeler Stadtheiligen Gennarv zu verehren. Zwischen 4 und 7 Uhr wurde auf dringendes verlangen der Bevölkerung seine in feierliche Gewänder gehüllte Statue a u f dem D o m p l a tj a u f g e ft e 111, die die Waffen weinend und betend umgaben. Oie Hilfsaktion. Rom. 25.3ulu e_ ein Ende gemacht und die ernsten Aufstände nördlich des Wansees, sowie die Unruhen in anderen Teilen von Rordturkistan wurden unterdrückt. Es ist jetzt klar, daß die aufständischen Kurden wirklich in der Lage zu sein glaubten, die Türkei zu besiegen und einen unabhängigen kurdischen Staat zu proklamieren. Dieser Plan ist gescheitert. Freilich sind sie noch nicht geschlagen. Die zweite Phase des Feldzuges entwickelt sich um den Berg Ararat als Mittelpunkt. Die türkischen Behörden erwarten, daß die militärischen Operationen in dieser Gegend bis zum Herbst dauern werden. Auf dem Ararat und in seiner Umgebung haben sich mehre« tausend aufständische türkische Kurden in fast uneinnehmbaren Stellungen festgesetzt. Sie werden von Kurden aus Persien unterstützt. Der türkische Generalstab, der sich in dieser Gegend auf einen längeren Feldzug vorbereitet, hat nicht weniger als 60 000 Soldaten und Gendarmen mit hundert Flugzeugen um Wan und Dayazid zusammengezogen. Neuwahlen in England in Sicht. Berlin, 24.3uli. (Priv.-Tel.) Obwohl die Regierung Macdonald bisher parlamentarisch noch immer einiges Glück entwickelt hat, gewinnt in England doch die Auffassung an Boden, dah die Reuwahl des Parlaments spätestens in den ersten Monaten des neuen 3 ahres notwendig werden wird. Schon jetzt finden zwischen der Regierung und den Parteien Besprechungen darüber statt, in welcher Weise der englische Rundfunk für den Wahlfeldzug von den Parteien benutzt werden soll. Es ist eine alte Erfahrung, dah Minder- heitsregierungen im englischen Verfassungsleben immer nur einen verhältnismäßig kurzen Bestand haben, und so muh man auch diesmal damit rechnen, dah das englische Volk zu einer klaren Entscheidung über die künftige Gestaltung seiner Politik alsbald aufgerufen wird. Uebrigens hat das Kabinett Macdonald insofern letzthin eine Riederlage erlitten, als rs in der Frage des K oh l enge s e h e s gegenüber dem Oberhaus in mehreren wesentlichen Punkten hat nachgeben müssen. Einer von diesen war die Frage der Höchstarbeitszeit, wobei es das Oberhaus auf eine Kraftprobe hat ankommen lassen. Die Regierung konnte es nicht wagen, es in dieser Angelegenheit zu einem Derfassungskonflikt kommen zu lassen. Oie Oeuischnationalen. Eine Entschließung des Parteivorstandes. e r l i n, 24. Juli. (Tel.-Un.) Auf der Sitzung des Vorstandes der Deutschnationalen Volkspartei begründete der Porteivorsitzende Dr. Hugenberg die Haltung der Partei seit den Aprilkämpfen um die grarijchen Hilfsmaßnahmen und erklärte, daß da itzenige, was erreicht worden sei, allein durch r . Unterstützung der Deutschnationalen im entkleidenden Moment durchgesetzt worden sei. Der ^mktionsvorsitzende Dr. Oberfohren bezeichnete mit scharfen Worten die Steuerpolitik des Kabinetts Zrüning als unmöglich und wies auf das Angebot i n, das die deutschnationale Führung dem Zen- । i inskanzler gemacht habe, um noch in diesem ichstage eine durchgreifende Finanzsanierung durch 'I isgobenfentung, Umstellung der Handelspolitik und Voungrevision zu erreichen. Alle Lösungsmöglich- keiten seien am Widerstand des Zentrums, das die Verbindung mit der Sozialdemokratie in Preußen nicht aufgeben wolle, gescheitert. In der Aussprache erklärte der Abgeordnete Stein hoff (Potsdam II), die Haltung des Grafen Westarp stoße in seinem bisherigen Wahlkreis auf völliges Unverständnis. Es fei immer wieder die Hoffnung ausgesprochen worden, daß er zu der Grundsatzpolitik der von ihm mitbegründeten Partei zurückkehren werde. — Präses Koch (Westfalen) stellte fest, daß das Zentrum die Verbindung mit der Sozialdemokratie nicht lösen wolle oder nicht könne Braun habe im Reichstag mit gegen den Zentrumskanzler abgestimmt und trotzdem habe das Zentrum sein Verhältnis zur Sozialdemokratie in Preußen nicht gelöst, wo Braun Ministerpräsident von Brünings Gnaden sei. Der Parteioorstand nahm dann einstimmig folgende Entschließung an: Der Parteivorstand SH S 37Opseri>erLinstiirzkMropheinMlenzgebmm An der Unglücksstätte. Koblenz, 24.Juli. (WTB.) Die Zahl der bei der Brückenkatastrophe ums Leden Gekommenen hat sich heute früh durch Auffinden zweier weiblichen Leichen auf 37 erhöht. Nach einem bei der einen Leiche gefundenen Monogramm E. G. scheint es sich um die 17jährige Elfriede G ö r r e s aus dem Mädchenpensionat im Rheinwaldheim bei Rheinbrohl zu handeln. Das 37. Opfer des Brückenein- turzes ist die zehnjährige Maria Ackermann aus Gülz bei Koblenz. Zur Zeit werden noch 15 Personen gezählt, über die Nachrichten fehlen. Am Samstagvormittag um 9 Uhr wird Bischof Dr. Bornewasser von Trier in Koblenz ein Ponti- fikalrequiem halten. Nachmittags um 4 Uhr werden 15 Leichen aus Koblenz auf einem Ehrenplatz des städtischen Friedhofes beigesetzt. An den Beisetzungsfeierlichkeiten werden für die evangelische Gemeinde der Generalsuperintendent der Rheinprovinz Dr. Stollen hoff und für die Katholiken Bischof Dr. Bornewasser teilnehmen. Die übrigen Toten werden in ihre Heimat gebracht Die Bergungs- unb Taucharbeiten werden ununterbrochen fortgesetzt. Die Reichsregierung hat auf Antrag des Reichsverkehrsministers dem Oberbürgermeister von Koblenz 20 000 Mark als Beihilfe für die durch das Brückenunglück Betroffenen zur Verfügung gestellt. Anteilnahme des Auslands. Berlin, 24. 3uli. (ERB.) Wie wir erfahren, haben zu dem Brückeneinsturzunglück in Koblenz folgende Vertreter auswärtiger Staaten ihr Beileid ausgesprochen: der apostolische Run- tius, der brasilianische, der polnische, der russische Geschäftsträger, der königlich dänische und der königlich n o r w e g i s che Gesandte. Außerdem liegen bei dem Reichspräsidenten Beileidstelegramme vor vom österreichischen Bundespräsidenten, dem ungarischen Reichsverweser, der belgischen und bulgarischen Regierung. Der ehemalige Delegierte der Rheinlandkommission, T i r a r d, hat an den Reichskommissar für die besetzten Gebiete, Freiherrn Langwerth von Simmern, und an den Oberbürgermeister von Koblenz, Russell, ein Beileidstelegramm gesandt. Lor Sertünbung der neuen Hotberorbnungen. Oie Deckung des Defizits. Berlin, 24. Juli. (Priv.-Telegr.) Die neuen Deckungsvorlagen sind nunmehr, wie wir aus gut unterrichteter Quelle hören, in ununterbrochenen Beratungen zwischen dem Reichskanzler und dem Reichsfinanzminifler fertiggeftellt. voraussichtlich werden diese Vorlagen, die auf jeden Fall das Rotopfer der Beamten, den Einkorn- mensteuerzufchlag und die Ledigen- skeuer enthalten, auch die Schankverzehrsteuer und wahrscheinlich auch die Bürger- abgabe umfassen. Es sollen jedoch gegenüber den alten Vorlagen insofern beträchtliche Veränderungen vorgenommen worden sein, als man im Interesse des Wahlkampfes in weiterem Umfange die sozialen Gesichtspunkte berücksichtigte. Dagegen soll in der Vorlage über die A r b e i l sl o s e n- oersicherungsreform im Hinblick auf die immer stärker anwachsende Arbeitslosigkeit noch stärker als bisher dieser Entwicklung Rechnung getragen werden, da der Relchsarbeitsminister sonst im kommenden Herbst gezwungen wäre, zu einer noch bedeutend empfindlicheren Reform der Versicherung zu schreiten, um den Etat der Reichsanstall auch nur einigermaßen über Wasser zu halten. Das Reichskabinetl wird sich morgen mit den Vorlagen befassen und sie nach Möglichkeit verabschieden, um ihre Inkraftsetzung für den 1. August zu gewährleisten. Verlängerung des Noieiats. Berlin, 24. 3uli. (Priv.-Tel.) Wie wir zu wissen glauben, hat sich der Reichssinanzminister entschlossen, den R o t e t a t, der am 31. 3uli abläuft, auf dem Verordnungswege bis zum 31. Oktober zu verlängern, in der Erwartung, daß der neue Reichstag bis zu diesem Tage in der Lage sein wird, endlich nach siebenmonatiger Verzögerung den diesjährigen Haushaltsplan zu verabschieden. Zu gleicher Zeit werden aber bereits die Richtlinien herausgegeben, nach denen die Voranschläge für den Haushaltsplan 19 31 aufgestellt werden sollen. Der Reichsfinanzminister will unter allen Umständen erreichen, daß der Etat für das nächste 3ahr noch vorWeihnachten in erster Lesung im Reichstage beraten wird. Dies hängt selbstverständlich auch davon ab, in welchem Umfange bis zu diesem Zeitpunkt die geplante große Herbstreform fertig wird, ohne die der Reichsfinanzminister nicht in der Lage ist, einen balancierten Voranschlag für das neue Rechnungsjahr aufzustellen. Das Waffenverboi. Ausdehnung auf das ganze Reichsgebiet. Berlin, 24.3uli. (TU.) Am Donnerstagnachmittag fand eine ausgedehnte Ministerbesprechung statt, in der eine Notverordnung über ein Verbot des Tragens von Hieb- und Stichwaffen durchberaten wurde. Die Verordnung dürfte auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung aller Voraussicht nach am Freitag erscheinen. Die Anregung zum Erlaß einer solchen Rotverordnung ist von den Ländern, insbesondere von Preußen, erfolgt. Verordnungen dieses Charakters sind an s ich S a ch e der Länder, doch scheint man sich darauf geeinigt zu haben, daß in Anbetracht der Wahlpropaganda, die diesmal mit einer ungewöhnlichen Leidenschaftlichkeit geführt zu werden verspricht, ein Reichsnot st and und damit die Voraussetzung für die Anwendung des Artikels 48 zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung gegeben sei. Wir glauben nicht, daß die Reichsverordnung Widerspruch auslösen wird, weil die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes die Wahlkampfmethoden der radikalen Flügelparteien a b» lehnt. Toben und Lärmen werden also lediglich die Radikalen, weil sie die Leidtragenden sind. Sie haben es aber sich selbst zuzuschreiben, wenn die polizeilichen Bestimmungen fortgesetzt verschärft werden müssen. Das Waffenverbot selbst bedeutet natürlich noch keineswegs, daß der Wahlkampf sich in aller Ruhe abwickeln wird. Die radaulustigen Elemente werden nach wie vor mit dem Dolchmesser und dem Schlagring herumlaufen. Sie werden es sich aber doch etwas reiflicher als bisher überlegen müssen, ob sie von ihren Waffen Gebrauch machen sollen. Werden sie gefaßt, dann stehen ihnen schwere Strafen bevor. Die Verordnung soll also hauptsächlich abschreckend wirken und wird es sicherlich auch, wenn jedes Blutvergießen mit der ganzen Schärfe der Gesetze unverzüglich geahndet wird. bekennt sich im vollen Umfange zu der Politik seines Parteiführers Dr. Hugenberg und dankt der Reichstagsfraktion und ihrem Vorsitzenden Dr. Oberfohren für ihren Widerstand gegen die wirtschaftszerrüttenden Steuerpläne und die verhängnisvolle Halbheit des gegenwärtigen Kabinetts. Der Parteivorstand verurteilt es auf das schärfste, dah eine Anzahl von Abgeordneten gegen die Mehrheitsbeschlüsse der Fraktion und gegen die Willenskundgebung des Parteivorftandes gestimmt hat. Führeriagung der Wirischastspariei. Berlin, 24. Juli. (TU.) Am Donnerstag tagte im Reichstag eine Führerkonferenz der Wirtschaftspartei, an der neben den Vertretern der Wahlkreise die Abgeordneten des Reichstages und der Länder- Parlamente teilnahmen. Der Parteivorsitzende D r e- w i tz berichtete über die durch die Reichstagsauflösung geschaffene Lage und schilderte die Arbeit der Wirtschaftspartei in der Reichsregierung. Es fei der i Fraktion möglich gewesen, fruchtbringende und erfolgreiche Arbeit im Interesse nicht nur des deutschen Mittelstandes, sondern.der deutschen Wirtschaft schlechthin zu leisten. Reichsjustiz' Minister Dr. Bredt ergänzte diese Ausführungen, an die sich eine rege Aussprache anschloß, in der die Ricytlinien für die Reichstagswahl besprochen wurde. Im weiteren Verlaus der Tagung nahm der Parteivorsitzende Drewitz noch Gelegenheit, auf den geplanten und von der Deutschen Volkspartei angeregten Zusammenschluß der bürgerlichen Mitte einzugehen. Er erklärte, daß die Wirtschaftspartei schon einmal b e« reit gewesen sei, eine Sammlung der bürgerlichen Parteien zu versuchen. Dieser Versuch sei aber g e - scheitert. Man müsse daher erst die weitere Entwicklung der Dinge abwarten. Am Schluß wurde einstimmig ein Beschluß gefaßt, der dem Parteivorstand und der Reichstagsfraktion Dank und Anerkennung für die unter schwierigsten parlamentarischen Verhältnissen im Interesse des Reiches, der gesamten Wirtschaft und des deutschen Mittelstandes geleistete Arbeit ausspricht. Bald 1 Milliarde Schulden. Tie Lage der Reichsanftalt für Arbeitslosenversicherung. Berlin, 24. Juli. (Priv.-Tel.) Die Schuldenlast der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung gegenüber dem Reich hat in den letzten Monaten, wie wir von unterrichteter Seite hören, trotz der Sommersaison beträchtlich zugenommen. Die Verschuldung beträgt jetzt mehr als 800 Millionen und wird, wenn nicht die Beitragserhöhung auf dem Verordnungswege einschließlich von Reform- maßnahmen dekretiert wird, in Kürze 1 Milliarde betragen. Aber auch wenn jetzt Beitragserhöhung und Reform auf dem Verordnungswege durchgeführt werden, so muß man für den Herbst erneut mit einer heftigen Diskussion um die Arbeitslosenversicherung rechnen. In Wirtschaftskreisen befürchtet man ein Anwachsen der Arbeitlosigkeit im Winter auf 4 Millionen, es scheint, daß die Schätzungen der zuständigen Reichsstellen zwar diese Höhe nicht erreichen, aber immerhin mit 3 bis 4 Millionen in ihre Zukunftspläne einsetzen. Solche Ziffern kann die Reichsanstalt nur dann tragen, wenn das Reich bereit ist, sehr hohe Zuschüsse zu leisten, ober wenn eine R^ s o r rn vor- genommen wird. Besondere Sorge bereitet heute schon der ungenügende Umfang des Personalbestandes der Reichsanftalt im Vergleich zur Höhe der Arbeitslosigkeit. Man macht darauf aufmerksam, daß der Personaletat der Reichsanstalt auf 1,2 Millionen Jahresdurchschnitt zugeschnitten ist, der aber nie erreicht wurde. So mußten schon im Sommer Hilfskräfte eingesetzt werden, die sonst erst im Winter gebraucht werden und für die bann die notwendigen vorgesehenen Etatsmittel zu fehlen drohen. Hinzu kommt noch, daß bei knappem Personalbestand die Möglichkeit der Kontrolle des Mißbrauches sehr eingeschränkt ist. Diese bedenkliche Erscheinung macht sich schon jetzt bemerkbar, vor allem in den ländlichen Bezirken, wo die Schwarzarbeit der Ausgesteuerten zu allerniedrigsten Lohnsätzen die Gefahr bringt, daß der Arbeitsmarkt, d. h. die Arbeitsvermittlung, die der Reichsanstalt als zweite wichtige Aufgabe obliegt, ihr aus der Hand gleitet. Mit dem Anwachsen der Unterstützungsausgaben droht also auch eine Steigerung der Personalunkosten der Reichsanstalt. Aus aller Wett. WirbelsturmkalastrophF in Venelien. Ein heftiger Wirbelsturm, der in einer Ausdeh-» nung von etwa 40 Kilometer die Strecke Susegana- Priula-Volpago del Montello-Montebelluna heimsuchte, richtete schwere Verheerungen in den Orten Barco di Susegana, Nervesa, Selva und Dolpago an. Zahlreiche Häuser stürzten ein. Bis jetzt sind 20 Todesopfer und eine große Anzahl Verletzter zu beklagen. Doch befürchtet man, daß die Zahl der Opfer noch steigen wird. Behörden und Truppen sind an die Unglücksstellen geeilt, um schnellstens die Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Deutscher Amerikaflug auf einem Kleinflugzeug. Der Sportflieger W. H i r t h ist Donnerstag vormittag 7.05 Uhr vom Flugplatz Tempelhof mit einem Klemm-Kleinflugzeug zu einem Etappenflug über den Ozean, der über die Orkney-Inseln, Island und Grönland führen soll, gestartet. In seiner Begleitung befindet sich der Berliner Sportsmann Oskar Weller. Das Flugzeug ist um 11.57 Uhr in Köln zwischengelandet und um 15 Uhr zum Weiterflug nach Paris gestartet. Die Maschine ist ein Klemm-Tiefdecker L. 25. Wolf Hirth, der Bruder des bekannten Vorkriegsfliegers Helmut Hirth, hat im vorigen Jahr den Hindenburgpokai gewonnen und gilt als einer der besten jüngeren deutschen Flieger. Schwerer Aulounfall des Präsidenten Dr. heinecken. Auf der Lichtenrader Chaussee südlich von Berlin stießen ein Personenkraftwagen, in dem sich der Präsident des Rorddeutschen Lloyd, Dr. Heinecken, befand, und ein Lastauto zusammen. Dr. Heinecken ist mit dem Kopf durch die Schutzscheibe geschleudert worden und hat sich eine Brustquetschung und eine Verletzung der Kopfhaut zugezogen. Eine akute Lebensgefahr besteht nicht. 3m St. 3osephs- Krankenhaus wurde er sofort operiert. Sein Befinden ist den Umständen entsprechend gut. Außer ihm befand sich noch der Reisedirektor des Rorddeutschen Lloyd, K o s s o d a , in dem Wagen, der von dem Chauffeur Deckert gesteuert wurde. Kossoda trug einen Rasenbeinbruch davon, während der Chauffeur leichtere Verletzungen erlitt. Schwere verkehrsunsälle bei Innsbruck. Bei 3nnsbruck geriet ein ein mit sechs Personen besetzter deutscher Kraftwagen auf einer abschüssigen Straße ins Schleudern, als ihm gerade ein mit Engländern und Amerikanern besetzter Reiseomnibus, der sich auf der Fahrt nach Oberammergau befand, entgegenkam. Beide Fahrzeuge stießen mit voller Wucht zusammen. Der deutsche Kraftwagen wurde an einen Baum geschleudert und vollständig zertrümmert. Der 67jährige Privatmann Rudolf Guttmann aus Berlin erlag bald nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Seine Frau hat sich beide Füße gebrochen. Der Sohn des Ehepaares, der das Auto steuerte, sowie zwei Kinder und ein Kindermädchen wurden mit schweren inneren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Züricher Fabrikant Alfred Künzli, der sich auf einer Autofahrt von der Schweiz nach 3nnsbruck befand, nahm auf der Strecke aus Gefälligkeit einen Arzt aus Thüringen mit und gestattete ihm, das Auto zu steuern. An. einer Kurve wurde der Arzt so unsicher, bafr das Auto an eine Böschung geriet und s i ch, überschlug. Während der Arzt unverletzt blieb, brach sich der Besitzer des Autos dis Wirbelsäule und war auf der Stelle tot. Kapital und Kapitalismus. Die Deutsche Vereinigung für Staatswissenschaftliche Fortbildung wird in der Zeit vom 24. August bis 13. September d. 3. unter dem Vorsitz von Staatsminister a. D. Dr. Saemisch und der Studienleitung von Professor Dr. Harms, Kiel, einen Lehrgang für höhere 3ustiz- und V e r w a l t u n g s b e a m t e in Bad Pyrmont abhalten. Die Gesamtveranstaltung, welche Vorlesungen, Vorträge und Besichtigungen umfaßt, untersteht der leitenden 3dee: „Kapital und Kapitalismus". Der Lehrgang wird am Sonntag, 24. August, im Konzertsaal des Bades Pyrmont mit einem Vortrage „Der Stil des Lebens im Zeitalter des Kapitalismus" von Staatspräsident a. D. Professor Dr. Willy Hell- pach eröffnet werden. , Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 25. Juli 1930. Hausfrau, Arzt und Dolksernährung. Don Dr. med. Gurt Kayser. Hausfrau ist der Ernährunasrninister jed^ Haushaltes. Was das heißt, wird erst verständ- uch, wenn man hört, daß vier Fünftel be6 De* samteinkommens aller Deutschen für Ernah- rungszwecke durch die Hände der Hausfrau gehen. Als Verwalterin diese- Dolksvermvgrns tragt somit die Hausfrau eine ungeheure Verantwortung. und ihre Aufgabe ist es. das ihr ander- traute Gut richtig zu verwalten, d. fr daS schwer erworbene Geld für Ernährungszwecke so anzu- legen daß es für die Gesundheit und Letstungs- fähigkcit der einzelnen Familienmitglieder nützlich und sörderlich ist. Darum muh jede Hausfrau sich einige Kenntnisse auf dem Gebiete der Ernährungslehre erwerben. Das geschieht nicht durch gute Ratschläge der lieben Nachbarin, daS läßt sich nicht erlernen durch Rezepte aus dem KÄbuch. sondern hier muh der HauSsrau ratend und helfend vor allem derjenige zur Seite stehen, dessen Beruf es ist, Rezepte zu schreiben: derArzt. Der RahrungSbedars deS gesunden Menschen ist von einer großen Reihe von Faktoren abhängig: Alter. Klima. Arbeit auf der einen, Gewohnheit. Mode, Bequemlichkeit und nicht zuletzt der Geldbeutel auf der anderen Seite, sind einige 'ber wesentlichsten Momente, die Art und Menge unserer Ernährung beeinflussen. Die Wissenschaft kann also auch nur Durchschnittswerte errechnen, die im Einzelfalle eine Anpassung an die besonderen, persönlichen Verhältnisse erfordern. Die Grundpfeiler unserer Ernährung bilden Eiweiß, Fett und Zuckerstoffe (Kohlehydrate), fowie Salze und Ergänzungs- nährstofse (Vitamine). Ganz allgemein sei gesagt, daß unter unseren Nahrungsmitteln die Hauptträger der Kohlehydrate Brot. Kartoffeln. Mehl. Zucker. Gemüse und Obst sind. Das Brot deckt etwa ein Drittel des gesamten Kalorienbedarfs der arbeitenden Bevölkerung. Als Durchschnittsquantum können etwa 200 bis 300 Gramm pro Tag angenommen werden. Da Gemüse, richtig zubereitet, auch der Haupt- vilaminträger unserer Nahrung ist, sollte sein Verzehr im Küchenzettel der Hausfrau eine weit größere Rolle spielen, als bisher. Was für das Gemüse gilt, trifft in gleichem Maße für Obstgenuß und Obst- verbrauch zu. Doch ist dabei darauf hinzuwcisen, dah man Obst zur Vermeidung gesundheitlicher Schädigungen stets gewaschen oder, wenn möglich, geschält verzehren muß. Schließlich fei auch der Zucker nicht vergessen, der eines unserer billigsten heimischen Nahrungsmittel als Kohlehydratträger darstellt und durch die Vielseitigkeit seiner Verwendbarkeit in Getränken, in Kompotten, Mehlspeisen und Süßigkeiten einen viel größeren Ver- brauch seitens der Hausfrau verdiente. Wie die Kohlehydrate dienen auch die Fette im wesentlichen als Heizmaterial für den Körper. Kohle- Hydrate und Fette können sich daher in hohem Maße gegenseitig vertreten. !Oa indessen das Fett in unserer Nahrung, ohne Körperschädigung nie ganz fehlen darf, sei hier gesagt, daß wir im Durchschnitt 2d bis 70 Gramm Fett pro Tag, gleichviel in welcher Form, zu uns nehmen müssen. An Fett stehen der Hausfrau Butter, Schmalz, Margarine, Pflanzenfett und Del zur Verfügung, wobei zu betonen ist, daß gute Margarine in ihrem Fettgehalt durchaus der Butter ebenbürtig ist. Der Fettgehalt läßt uns auch den Käse für Ernährungszwecke besonders schätzen. Hier wechselt der Gehalt: Schweizer, Edamer, Tilsiter sind reicher an Fett als z. B. Harzer oder Quark aus Magermilch. Daß die Milch ein besonders hochwertiges Nahrungsmittel ist, das sämtliche Nährstoffe enthält, ist bekannt. Sowohl ihr Eiweiß-, wie ihr Fettgehalt, außerdem aber auch ihr Reichtum an Vitaminen und Salzen, stempeln sie dazu. Wichtig vom Standpunkt des Arztes ist es, auf die Gefahren beim Genuß roher Milch, besonders auf die Ansteckung mit Tuberkulose, hinzuweisen und im allgemeinen den Genuß abgekochter Milch zu empfehlen. Der größten Wertschätzung erfreut sich besonders in der heutigen Zeit das Fleisch als Nah« rungsmittel. Es ist zweifellos einer unserer wichtigsten Eiweißspender, aber zunächst nur einer. Es ist verhältnismäßig teuer und belastet nicht nur unseren Geldbeutel, sondern auch den Stoffwechsel. insbesondere mit überschüssiger Säure. Aus der anderen Seite muß zugegeben werden, daß der Eättigungswert des Fleisches groß ist und daß es sich durch feine rasche und bequeme Zubereitungsmöglichkeit ebenso, wie durch seinen guten Geschmack seinen Platz in der Küche erobert hat. Auch in Fragen der Ernährung kommt es vor allem auf die richtige Mischung an. Die Kochkunst ist wirklich eine Kunst, und je mehr sie sich von der Mechanisierung unseres Zeitalters abwendet und eine persönliche, hausfrauliche Rote annimmt, um so mehr wird sie dienen können der Gefundheit, der Volkswirtschaft und — dem Geldbeutel. Oer 11. August gesetzlicher Feiertag. Das Polizeiamt teilt mit: Roch Artikel 1 des hessischen Gesetzes vom 20.3uni 1929 ist der Verfassungstag (11. August) ein staatlich anerkannter Feiertag und Festtag im Sinne des Artikels 139 der Reichsversafsung. An diesem Tage darf ein Geschäftsverkehr nicht stattfinden. Taten für Samstag, 26 Juli. Sonnenaufgang 4.14 Uhr, Sonnenuntergang 19.58 Uhr. — Mondaufgang 4.22 Uhr, Monduntergang 20.58 Uhr. 1846: der Maler Hermann Kaulbach in München geboren; — 1856: der Schriftsteller George Bernhard Show in Dublin geboren. Oberhessischer Geschichtsverein. Den Oberhefsischen Geschichtsverein führte sein diesjähriger SommerauSflug in daS landschaftlich und kulturgeschichtlich reizvolle R i d d e r t a l. Ein Auto der Reichspost brachte die stattliche Teilnehmerzahl, der sich unterwegs noch Mitglieder und Gäste anschlossen, auf schönen Straßen nach Hirzenhain, wo sie in den angenehmen und behaglichen Räumen der Kantine des Eisenwerks von Bürgermeister Hensel, dem der Vorsitzende dankte, mit freund- ltchem Willkommen begrüßt wurde. 3n einem ungemein fesselnden, den umfangreichen Stoff vortrefflich beherrschenden Vortrag gab darauf Lehrer Fritz Sauer aus Ober-Lais in die Geschichte des Ortes, des Klosters und des Eisenwerks Hirzenhain eine Einführung, die erfreu» licberweife nickt am Lokalen haften blieb. Der Redner verstand es. die Schicksale dieses abseits vom großen Verkehr gelegenen Winkels und seines Industriewerkes in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und so dem Hörer das Verständnis für ein Stück Weltwirtschastsge» schichte zu vermitteln. Rach diesem mit starkem Beifall ausgenommenen Vortrag begab man sich unter Führung des besten Kenners und berufenen Erklärers unserer heimischen Kunstdenkmäler. Llniverfitäts-Professor Dr. Rauch, nach der ehemaligen Klosterkirche. Die ursprüngliche Wallfahrtskapelle ist um 1370 zu der Klosterkirche um- oder ausgebaut worden, wie sie sich heute nod) im Chor mit den beiden anschließenden Gewölbejochen darstellt. 3n diesem Teil ist die Arbeit der Friedberger Bauhütte zu erkennen. die hier wie in der Stadtkirche zu Friedberg ein Beispiel der ihr eigentümlichen Art der Raumauflösung gegeben hat als Weiterentwicklung der Gedanken, die in der Elisabethkirche zu Marburg auSgesührt sind. An diesen ältesten Teil schließt sich ein spätgotischer dreischiffiger Hallenbau an, eine Predigtkirche, wie sie bei den Augustinern auch anderwärts beliebt war. Besondere Berücksichtigung sanden bann noch die Plastiken der Kirche, zwei lebensgroße Holzstandbilder. 3ohannes den Täufer und den heil. Antonius darstellend, zwei Marienstatuen und die Rundbilder an dem wundervollen spätgotischen Lettner, alle wie die Kirche selbst Werke der höchsten Vollendung später mittelrheinischer Kunst. Mit dankbarem 3nteresse folgten die Hörer den Ausführungen, die ihnen neue, eigenartige Gedanken erschlossen und ihnen die Schönheiten des kleinen, aber so innig zu Herzen sprechenden Gotteshauses erst ganz zum Bewußtsein brachten. Rach dem vortrefflichen, in der Werkskantine eingenommenen Mittagsmahl wurde Lißberg besucht, über das der Vorsitzende bei Tisch einige geschichtliche Mitteilungen gemacht hatte. Das Kraftwerk im Tal, Ort und Burg malerisch auf der Höhe gelegen, gaben neue Anregungen, und dann wurde die Weiterfahrt nach Orten- b cr g angetreten. Hier zeigte Lehrer Heu- s o h n aus Lorbach. ein gründlicher Kenner der Geschichte des Kreises Büdingen, Umfang und Befestigungen, Echloßanlage und besonders die nicht uninteressante Kirche des Städtchens, das seinen Charakter seit mehreren hundert 3ah- ren kaum geändert hat, wenn auch die alten Stadtmauern bis auf geringe Reste verschwunden sind. Allgemein bedauert wurde, daß das ehemals in der Kirche befindliche Altarbild, ein Meisterwerk mittelrheinischer Kunst, vor 3ahr- zehnten weggeschenkt wurde, weil man keine Ahnung von seinem Wert hatte. Das Bild, das jetzt im Landesmuseum in Darmstadt ausgestellt ist, gehört fraglos an den Ort, für den es bestimmt war: in die Kirche in Ortenberg. Leider sind alle Bemühungen, es wieder dorthin zu bringen, bis jetzt erfolglos geblieben. Die letzte Besichtigung galt der Kirche des ehemaligen Klosters der Prämonstratenserinnen in Konradsdorf. Ein, wie Professor Rauch in seiner Erklärung betonte, hervorragender romanischer Dau, der eine Stellung in der Kunstgeschichte einnimmt, dient hier profanen landwirtschaftlichen Zwecken. Eine würdige Wiederherstellung ist um so eher zu verlangen und zu erwarten, als das Gut Konradsdorf hessische Domäne isi. Aus der Kurhaus-Terrasse des idyllischen Bades Selters fand die Fahrt ihren Abschluß. Sie hatte den Teilnehmern gezeigt, welche Fülle von kunstgeschichtlichen Denkmalschähen und historischen Erinnerungen, welchen Reichtum an alter Kultur und nicht zuletzt an landschaftlichen Schönheiten das Riddertal birgt. Der Tag. um dessen Vorbereitung sich Lehrer Sauer besondere Verdienste erworoen hatte, wird mit seinem reichen 3nhalt dem Verein lange in Erinnerung bleiben. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Die letzte Kompagnie". — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Auf vielseitigen Wunsch wird am kommenden Dienstag. 19.30 älhr. die Operette .3n der 3ohannisnacht" von Gilbert wiederholt werden. Frau Auguste Prasch-Grevenberg (Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters», wird dabei in der Rolle des Großmütterchens gastieren. Die Operette wird, was den gesanglichen. als auch den musikalischen Teil anbelangt, ausschließlich von Mitgliedern des Etadttheaters gespielt werden. •• D i e Umgestaltung der West- a n l a g e. Nachdem die restlichen Arbeiten zur Umgestaltung der Westanlage eine ganze Reihe von Monaten ftillagcn, hat man jetzt damit begonnen, die Arbeit zu Ende zu bringen. An der Ecke Neustadt Westanlage, nach Oswaldgarten zu, soll mit Muttererde aufgefüllt und dieser Geländestreifen mit Grassamen eingesät werden. Zwischen der Bahnüberführung an der Neustadt und der Mühlstrahe wird der Straßenteil der Westanlage am Bahnkörper entlang ebenfalls gärtnerisch hergerichtet und zunächst auch mit Grassamen eingesät. An dem Stück zwischen der Mühlstrahe und der Schanzenstrahe wird vorerst noch nicht gearbeitet, da beabsichtigt ist. diesen Teil zu Parkplätzen für Autos herzurichten. Dahinzielende Verhandlungen sind zur Zeit noch im Gange. Bei den jetzigen Arbeiten findet eine Anzahl erwerbsloser Arbeiter erfreulicherweise Beschäftigung. •* Planierungsarbeiten sind zur Zeit im Schulhofe des Pestalozzischulgebäudes in den Eich- gärten im Gange. Es sind dabei etwa 20 erwerbslose Arbeiter beschäftigt. Die Bauarbeiten an dem neuen Schulgebäude ruhen zur Zeit noch, es dürfte aber auch damit in nächster Zeit wieder begonnen werden. ** Straßensperre. Infolge Vornahme von Reparaturarbeiten am Straßenpflaster zwischen den Schienensträngen der elektrischen Straßenbahn an der Weiche am Ludwigsplatz ist der zur Kaisevallee führende Teil des Straßenzuges feit zwei Tagen gesperrt. Die Umleitung des Fährverkehrs erfolgt über den Straßenteil in Verlängerung der Garten- strahe — Ludwigstraße — Ludwigsplatz — Kaiserallee. Die Straßenbahn hält den Verkehr an dieser Stelle wie bisher aufrecht. Heinrich Zhnng-Lich 70 Jahre alt. * Lich. 23.3uli. Arn Montag beging der Seniorchef der Brauerei 3hring-Melchior. Heinrich 3hring. in bester Frische seinen 7 0. Geburtstag. Als Sohn des Brauerei- besihers 3hring in Lich geboren, kam er nach dem Abschluß seiner Ausbildung für den Brauerberuf bereits im 26. Lebensjahre als technischer Leiter in die Brauerei seines Vaters, die damals an Umfang noch klein war und dem jungen, eifrig vorwärtsstrebenden Manne Gelegenheit bot, all sein Wissen und Können für die Hebung des Geschäftes einzusehen. Unter seiner Leitung wuchs denn auch die Brauerei ständig empor, ihre Produktion steigerte sich von 3ahr zu 3ahr, und dank dem verständnisvollen Mitgehen Heinrich 3hrings mit den Erfordernissen und Errungenschaften der Neuzeit auf dem Gebiete des Brauereiwesens wurde sein Betrieb im Laufe der Iahre zur modernsten und größten Brauerei in Oberhessen. Unter seiner Leitung wurde auch die Brauerei Melchior in Butzbach an das Licher Unternehmen angeschlossen und beide Betriebe in der Form einer Familiengründung organisiert. Neben seinem beruflichen Wirken als Chef der Brauerei arbeitete Heinrich Fhring auch mehr als drei Jahrzehnte lang im Licher Stadtvorstand mit, ferner widmete er feine Kraft in ehrenamtlicher Arbeit der Tätigkeit für den Kreis Gießen und die Provinz Oberhessen, lange Jahre war er Mitglied der Handelskammer, und heute noch ist er Mitglied des großen Ausschusses des Deutschen Brauerbundes und Vorsitzender der '.Brauereigruppe des Dill- und Lahngebietes sowie der Provinz Oberhessen. Am Vormittag seines 70. Geburtstages bereiteten ihm die Beamten und Arbeiter seines Unternehmens, sowie Angehörige der Bürgerschaft und Freunde und Bekannte aus der Umgegend mit herzlichen Glückwünschen eine wohlverdiente Ehrung. Am Abend brachten die Licher Vereine unter Dorantritt von Musik dem geschätzten Mitbürger und Gönner einen Fackelzug dar. für den der gefeierte Mann in Herz, lichen Worten seinen Dank aussprach. Unsere Bürgerschaft und zahlreiche Personen auch außerhalb unserer Stadt wünschen Heinrich Ihring. daß es ihm vergönnt fein möge, noch lange in Kraft und Frische an der Spitze seines Unternehmens wirken zu können. Oer Europa'Rundflug. Der (Furoparunbffug brachte am gestrigen Donnerstag die Spitze der Teilnehmer, bestehend au» den Deutschen Morzik und Poß und den Engländern Broad. Buttar und Thorn, bereite nach Lausanne, womit sie mit über 5000 .Kilometer Zwcidrittel der Gesamtflug, strecke zurückgelegt haben. Wegen schlechter Wetterlage rasten in Pau noch 39 Maschinen, die noch die Pyrenäen zu überfliegen haben Ausge» schieden ist der Deutsche Stutz. Oie Wetterlage. EB '21 dv Oslo All 18 lost: -40- s. Par| ti> 43 © woftenlos.ö nenew. Onero otdtctt. ewonua ootdtcii •ReoeM # sehnte n Griupem • «tbti K Gewitter ©windstille.-O X» leichter Ost mljjioer Sudjüdwtji q sturmtsener «ordwesi Oie Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenden Za» len geben die Temperatur an. Die Linien reromdeP Orte mit gleiche« *uf AeercsniVeau umgerecvneien Luftdruck Wettervoraussage. Ein kräftiger Tiefdruckwirbel lag heut« morgen über dem deutschen Ostseeküstengebiet und hat über ganz Nord, und Mitteldeutschland ein ausgedehnte» Regengebiet erzeugt. Die Nordwestluftströmung an seiner Rückseite behält zunächst die Vorherrschaft über die Gestaltung der Wetterlage, so daß bei mäßigen Temperaturen und wechselnder Bewölkung einzelne Regenschauer auftreten. Von Westen her steigt der Luftdruck ziemlich stark an, wodurch eine vorübergehende Beruhigung zu erwarten ist. Aussichten für Samstag: Bewölkt mit Aufheiterung, jedoch noch mäßig warm, keine oder nur vereinzelte Schauer. Aussichten für Sonntag: Nach vorübergehender Besserung wieder erneute Wetterverschlechterung. Lufttemperatur am 24. Juli: mittags 18,7 Grad Celsius abends 13 Grad: am 25. Juli: morgens 14,2 Grad. Maximum 19,2 Grad, Minimum 11,1 Grad.— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Zuli: abends 18,6 Grad: am 25. Juli: morgens 15,6 Grad. — Sonnenscheindauer 2% Stunden. Reisewekterdlenst. Westerland auf Sylt: 15 Grad, vorherrschend kühl, Südwestwind, heute halb bis ganz bedeckt. Swinemünde: 16 Grad, heute morgen Regen. Garmisch-Partenkirchen: 11 Grad, heute morgen heiter bis halb bedeckt, gestern Dauerregen. Jet» Weisel. Gieben, Sonnens trabe 6, Telephon .Nr. SMS Wirkt /AtnerAesse NdOrftches Sonnenbrand Penaten-Creme In ipotku.Drog Dow uJube 6OP(g.t20 Unsere Raucher-alle Raucher /xb -jeden der sie probierte- ’ alle sagen: ■ « ® jA M) Kdlibn ist eben besser hellt Aithma and Rheuma, auuerdem Katarrhe, Bronchi 11», Neuralgien. Frauenleiden, Kinderkrankheiten. Moderne» Kunnittel- haui - Althlitorliche Stadt. Proipekte durch die Kurverwaltung. TeL 711. Familie Eugen Weber. Lang-Göns, Kirch-Göns, den 24. Juli 1930. Die Beerdigung findet Samstag, den 26. lull, nachmittags 4 Uhr statt. 5252 D Hinterbliebenen: Familie Otto Müller Familie En.st Weber Familie Karl Brückel Die trauernden Jobs. Wilh. Weber Familie August Weber Familie Willi Weber Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Marie Weber, geb. Weil nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 58 Jahren zu sich zu nehmen. Ludwig Frey Sommersmühle, den 24. Juli 1930. Am Sonntag, dem 27. Juli, von nach- mittags 3 Ul;r ab 3«lammeniünfi mit Familie auf unterem Wald Lchicststand. Gatte willkommen. 5249D Ter Vorstand. SamStag,26.Juli, abds. 9 Uhr. tm Ber- etnslokal Boller ordentliche General-Versammlung Taacsordnung: 1. Berichte des Borstand. u. d.Abtetlg. 2. Dlisiungsfest. o»««» 3. Verschiedenes. Vorher l/a9 Uhr: Vornandssitzuna. Der Vorstand. Am 23. Juli entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Bruder und unser guter Onkel Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. Juli, um 3 Uhr nachm. statt. _____________________ 04653 im Alter von 76 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Frey II. Gerichts-Urteil! In Sachen der Firma J. J. Darboven, Hamburg 15 gegen die Kaffee - Handels - Aktiengesellschaft, Bremen erkennt die Ferienkammer des Landgerichts zu Bremen für Recht: Im Wege der einstweiligen Verfügung wird die Kaffee Hag verurteilt, bei Vermeidung einer vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Geldstrafe oder Haft- strafe es zu unterlassen, in Rundschreiben und öffentlichen Bekanntmachungen folgende Behauptungen aufzustellen: 1. Idee-Kaffee stehe in seiner physiologischen Wirkung hinter gewöhnlichem Kaffee nicht zurück. 2. Idee-Kaffee könne eine besonders gute Bekömmlichkeit nicht aufweisen. 3. Die weitschweifige Reklame für Idee - Kaffee sei geeignet,beim Publikum Irrtümer hervorzurufen, die zu bedenklichen Gesundheitsstörungen führen könnten 4. Solange eine Bestätigung der Ergebnisse der Herren - Rinck und Kaempf vom Untersuchungsamt Cottbus von anderer sachverständiger Seite nicht vorliege, werde gegen den Hersteller des Idee-Kaffees von Cottbus aus im Verwarnungswege wegen irreführender Bezeichnung vorgegangen werden. Die Kaffee Hag hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. J.J. DARBOVEN HAMBURG 15 313V Lollar, den 25. Juli 1930 5261D Krofdorf, den 23. Juli 1930. 52581 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Frank, geb. Hofmann. W. Göbler Amtsrentmeister. Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, sowie lür die tröstenden Worte des Herrn Dekan Gußmann, Kirchberg, und die überaus liebevolle Pflege der Krankenschwester Trina sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Danksagung. Für die anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Gattin und meiner Kinder liebevollen Mutter erwiesene Innige Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sage ich herzlichsten Dank.Besonders dankelch HerrnPlarrer Wiebel für die liebevollen trostreichen Worte. Vermietungen | WWW 5 Zimmer u. Küche, nut Garten, z. 1. 10. zu vermieten. 5264D Näh. Biskirchen, Haus Nr. 4. 5-Zinim.- Wohn, mit Bad, Balkon, 1. St., anteilige, an Mieter nut Dring- lichkeitssch. abzugeb. aeg. Berg. v. 550 Mk. UmzugSk. Schr. Ang. u.04061 a.d Gß.Anz. Söjöne 3 3im.-Woljn. mit kleiner Küche, 2. ©l tn dess. Hause Nahe Anl., monatl. Miele 60 NM., au verm. Schr. Ana. u. 04660 g. d. Glest.Anz. Zimmer als Kindergarten fcljt geeignet, oder auch Wohnung für ktnderl. Ehepaar, m. el. V. u. Wasser, In schöner, fr. Lage, fof. ob. 1. 8. zu vermiet. Zu erfr. i. d. Geschst. h, Gtest. Anz. 04659 Mietgesuche | Theologe, Uramens- kanbtdat, such! für dald zum ruhigen Arbeiten Auient halt in Pfarrhaus an kleinerem Platze, Nähe (Stehen oder Herborn. Schr. Ang. u. 04640 g. d. G. Anz. Kataloge und Prospekte liefen die Brühl*sche Druckerei Vergleichsverfahren. lieber das Vermögen des Kaufmanns Erich Schutte, alleinigen Inhabers der Firma Gebt. Jmheufer in Gietzen, Marktplatz 9—10, ift am 24. Juli 1930, 15% Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. Der Volkswirt V. d. V. Dr. jur. 6. Ruckelshausen in Giehen, Goetheftraße 30, ist zur Vertrauensperson ernannt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag ist auf 5266D Montag, den 18. August 1930 vormittags 9 Uhr vor dem Hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 204, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst seinen Anlagen und das Ergebnis der weiteren Ermittlungen find auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 24. Juli 1930. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts. Der Plan über die Herstellung einer ober- und unterirdischen Telegraphenlinie an der Straße von Gießen nach Krofdorf liegt bei dem Telegraphenamt in Gießen von heute ab vier Wochen aus. 5262D Gießen, den 24. Juli 1930. Telegraphenbauamt. Der Voranschlag der Gemeinde Stein- heim für 1930 Rj. liegt ab Samstag, den 26. l. M., acht Tage lang offen. 5267D Ausmärker werden auch zur Umlage herangezogen. Bürgermeisterei Steinheim. Schmidt. ^Samstag Vormittag verkaufen wir - soweit Vorrat - weit unter Preis 150 Damen-Schlupfhosen, aus gutem Baumwoll-Trikot, in vielen Farben u. Größen "”“750 Stück Verschiedenes Auf die morgen, SamStaa,26.Juli, abends H Uhr, in der Stadl Wetzlar statt« findende iö2ö41) General-Versammlung wird nochmals hin- gewiesen, unv ist das Erscheinen sämtlich, aktiven wie passiven Mitglied, erwünscht. Ter Vorstand. AnzügeH reinigt- M Färberei BRAUBACH&FISCHER Seltersweg 46 gjg| Telephon 2627 4651 A Salomon Schulstraße 4 150 Damen-Hemdhosen, fein gestrickt, in weiß und farbig......................... 150 Damen-Taghemden, aus gutem Kretonne, mit Stickerei-Motiv und Spitze oder fein gestrickt............................... 50 Damen-Schürzen, Jumper-Form, aus gutem Zephir, hübsche, flotte Machart..... 250 Handtücher, aus la Reinleinen oder Halbleinen, Gerstenkorn oder Drell, auch Frottö 48/100 cm........................... zum Einheitspreis von Verkauf im 1. Stock Wir gestatten uns, hierdurch zur Kenntnis zu bringen, daß wir die Vertretung für unsere Personenwagen, Last-, Nutzfahrzeuge und Omnibusse der Firma Dr. E. Schirmer • Dießen ' ,ü 92 übertragen haben. Die Firma steht zu Auskünften, Angeboten und Probefahrten jederzeit zur Verfügung. Alle Werkstattenarbelten werden weiterhin von der Firma Nells & Kraft, Gießen, Marburger Straße 68, ausgeführt. Wir bitten höflichst, die Dienste beider Firmen bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT Stuttgart-Untertürkhelm. 3475V Daub, Alsfeld 5256 D der Zwangsbeitreibung aus. 5265 D Zahlungen können an die in den Rechnungen genannten Zahlstellen, auf Post, schectkonto Frankfurt a. 1 Ur. 8875 oder täglich von 8 bis 1 Uhr außer SamS« tagS bei der Hauptkaste geleistet werden. Gießen, den 24. Juli 1930 Allgemeine Ortskrankenkasse des Landkreises Gießen. Meine Sprechstunden fallen vom 28. Juli bis 1. September aus. la Eideiletlkase 20 Prozent 9Psd.Mk.6.30 franko Damplküsefabrlk, Bendabnrg. l2;nD Mahnung. Die für den Monat Juni 1930 zu unserer Kaste fälligen Krankenkasten- und Arbeitslosenversicherungs'Deiträge können noch bis zum LQIug. ohne Kosten gezahlt werden. Nach diesem Tage eingehende Zahlungen können nur unter Berechnung der Mahngebühren angenommen werden: außerdem sehen sich die Rückständigen AusküniteinNechtS-, Siras-, Kamtl.-Ange« legenheilen, Gesuche, Verträge, Beobachtungen. Ueberwachg. und Ermittlungen preiSw . streng dlökr. u. an all. Orlen ert. u. erledigt Detektiv- Bnrean-n.Ansknnttel Inh.K.Qerz.Bad-Nan- heim, Knritr. 17. Lernt Schaufensterdekorieren und Plakatmalen Dekorations-Fachschule Köln Aachener Straße 64. Prospekte gratis. 4fl70V Soziale «Acht brr Aulgeber v. Stellen« angeboren ist ti, die ein« gegangen 2Sewcrbung»- unierlagen (Zeugnisse, Zeugntsabschnst., Licht« bilder u.dgl.t schnellsten« BDie Sieliung- i sind dankbar enn man ihre Lemlihunarn ,ur Erlangung em. geeigneten Lättgket« aus diese Weise unterstützt und stnd aus diese seibltverständliche Pflicht auch angewiesen. GSeHeuev Aureisev | Stellenangebote Zum Berkaus von Speiseeis auf Festen ufw. einige oröentl. teufe gesucht. Schr. Angeb. unter 5239D an den Gieß. 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Ein« wertvolle und wesentliche Ergänzung der amtlichen britischen Dokumente über die Vorgeschichte de« Weltkriege« und der bisherigen Memoirenliteratur auf englischer Seit« bilden die Aufzeichnungen Sir Arthur Ricolson«, de« bekannten britischen Diplomaten und Staat«, manne«, die kürzlich in London erschienen sind und nun auch in deutscher Hebersetzung Dorfie» gen (Harold Ricolson: Die Verschwörung der Diplomaten. Aus Sir Arthur Ricolson« Le- den. Frankfurter Sozietäts-Druckerei. Frank- surt a. M.). Der Verfasser deS Buche«, das zur Beurteilung der Kriegsschuld Grohbritan- nienS und zur Aufhellung der Kriegsschuld- frage überhaupt geradezu unschätzbares Materie enthält, ist sein Sohn Harold' Ricolson, bis vor kurzem Dotschastsrat bei der englischen Votschast in Berlin, der jetzt den diplomatischen Dienst verlassen und sich der Schriftstellerei gewidmet hat. Fast ein halbes Jahrhundert hat Sir Arthur Ricolson im britischen diplomatischen Dienst gestanden, von 1870 biS 1916; er war, wie sein Sohn im Vorwort schreibt, Zeuge „des Aufstiegs und Riedergangs des Deutschen Reiches", aber auch „des Verlustes der Weltmachtstellung seines eigenen Vaterlandes", „persönlich beteiligt an beinahe jeder Phase des langsamen Prozesse-, durch den England und Deutschland nach und nach zu ihrer gegenseitigen Vernichtung gebracht wurden". Seine diplomatische Laufbahn führte Ricolson unter anderem nach Berlin, Peking, Konstantinopel, Athen, Sofia, Teheran und Tanger. Kurze Zeit war Ricolson Botschafter in Madrid, barm, von 1906 biS 1910, Botschafter in Petersburg und schließlich von 1910 bis 1916 ständiger Unter ft aat«- sekretär im Foreign Office. 3n der Persönlichkeit Ricolsons spiegelt sich gewissermaßen der Umschwung, der sich von der Jahr- Hundertwende an in der Politik Englands voll- zog. Von 1870 bis 1900 ist Ricolson Anhänger der „splendid Isolation"; er teilt die Auffassung der Mitte des viktorianischen Zeitalters, ..daß der Kontinent ziemlich belanglos, Deutschland sympathisch, Frankreich und Rußland hingegen die Länder seien, di« man bekämpfen und verachten müsse"! Seine Er- sahrungen im Orient, die Schwierigkeiten mit Frankreich und Rußland und die gereizte Stimmung deS Kontinents gegen England zur Zeit des Burenkrieges „zerstörten seinen Glauben an die Isolation und erweckten in ihm daS Gefühl, daß England aufhören müsse, dec Feind der gesamten Welt zu sein". Von 1906 ab „war er bereits von der deutschen Gefahr überzeugt", und von 1910 an „ging sein ganze- Bestreben darauf aus, Englands Derstän- digung mit Frankreich und Rußland nicht nur passiv, sondern auch aktiv zu gestalten". Die „deutsche Gefahr" erolickt Ricolson nicht in der wirtschaftlichen und kolonialen Expansion Deutschlands, sondern in der deutschen Flölten p o l i t i k, „in bcr Tatsache, daß Deutschland. das bereits das größte Heer der Welt besah, von 1900 an eine Flotte zu bauen begann, die bewußt eine Herausforderung unserer Oberherrschaft auf dem Meere darstellte". Er war in dem Gedanken befangen, Deutschland wolle gemeinsam mit Oesterreich und Italien „den Kontinent beherrschen, Frankreich und Rußland zur Neutralität, wenn nicht gar zu einem Bündnis zwingen", um England im Mittelmeer zu schwächen und in Zentralasien zu bedrohen. Ricolsons Alpdruck war eine kontinentale Koalition gegen England, die es in eine Lage versetzen würde, in der es entweder einen unheilvollen Krieg führen oder sich dem Diktat Deutschlands würde unterwerfen müssen, dergestalt etwa, daß Deutschland England zwingen würde, Churchill zu entlassen, ihm Britisch- Ostafrika abzutreten oder Japan im Stich zu lassen. Wenn Harold Ricolson in seinem Vorwort von der von seinem Vater aufgestellten „Diagnose von der deutschen Gefahr" behauptet, man könne nicht mit Bestimmtheit sagen, daß sie falsch war, so wird man hinter diese Behauptung doch ein großes Fragezeichen sehen müssen. In Wirklichkeit liegen die Dinge ganz wesentlich anders. AuS der Fülle des Materials, die das Buch bringt, können hier nur einige besonder- wichtige Punkte herausgegriffen werden. In der Einleitung erklärt Harold Ricolson, er halte Deutschland nicht für schuldig an dem Krieg, noch fühle et für den „törichten und schmählichen Paragraphen, der versucht, die ganze Verantwortung auf Deutschland abzuwälzen", etwas anderes als Verachtung; für den Verlauf der Iulilris« falle die Hauptschuld auf Serbien, Rußland und Oesterreich, während „England und Deutschland der Entschlußkraft ermangelten". Wenn er andererseits an der Haltung Frankreichs kaum etwas zu tadeln findet, so muß diese Ansicht um so seltsamer anmuten, als an anderer Stelle zugegeben wird, daß „im Januar 1912 mit dem Sturze Caillaux' P o i n - c ar 6 und d i e Revanchepolitik ihren Einzug hielten". Und was Sir Arthur Ricolson selbst anbetrifft, so war er „entsetzt über den Vertrag von Versailles", vor allem empör.e ihn der Paragraph, durch den Deutschland gezwungen wurde, zuzugeben, daß cs allein die Schuld am Kriege trage; er fand ihn „sowohl würdelos als auch sinnlos". Das sind immerhin bemerkenswerte Eingeständnisse. Auf der anderen Seite aber muß man ein großes Fragezeichen sehen hinter die Darstellung der Ziele der Entente, di« Sir Arthur Ricolson gibt, und in denen es unter anderem heißt: „Es kann mit Bestimmtheit behauptet werden, daß weder Frankreich noch Rußland noch Groß-Britannien den entferntesten Wunsch hatten, den Frieden zu stören oder die Beziehungen zwischen ihnen und Deutschland, Oesterreich und Italien zu verschlechtern. Cs kann mit absoluter Wahrheit behauptet werden, daß in dem, was man Dreiverband nannte, kein agressives oder feindliches Gefühl oder Ziel verborgen lag. Die drei Mächte der Entente wünschten nichts mehr, als ihre respektiven Schicksale auf friedlichem Wege auszubauen ohne irgendeinem Teil des Dreibundes ein Unrecht ober eine CBeleibigung zuzufügen." Wir haben uns hier nur mit ber englischen Politik zu befassen unb zu prüfen, ob sie tatsächlich bestrebt war, ben Frieben aufrechlzu- crbalten unb zu sichern, ohne, um es kurz zu fassen, Deutsch.anb ben ihm gebührenden Platz an der Sonne zu mißgönnen. Unb das wirb man schon an einigen Beispielen erkennen können, bah von englischer Seite in den Borkriegs- jahren nur wenig geschehen unb f a ft alles unterlassen ist, was geeignet war, sriedens- ftörenb ober kriegsverhinbernb zu wirken, auf bcr anberen Seite aber besto mehr, um Deutsch - lanb zu schäbigen. Man benfe einmal an bie englisch-französische Entente vom 8. April 1904 unb im Zusammenhang mit ihr an die Maroiko- Frage, sowie die Konferenz von Algeciras. „Unsere Entente mit Frankreich brachte uns wegen Marolko an ben Ranb bes Krieges", so urteilt bcr junge Ricolson. Unb warum? Die englische Politik gebärdete sich hier französischer als bie französische. Obgleich „Deutschlanb in ber Marolkofrage bas unbestreitbare Recht ber Intervention" hatte, unb doch nur auf ®runb ber bestehenben Verträge gleiche Rechte für alle Rationen zu sichern suchte, sowie bie Errichtung Zehn Rezepte für die Sommerfrische. Don Rudolf Jeremias Kreutz. Erstens: Rege dich nicht auf, wenn es in deiner Sommerfrische, an deinem Badeort wieder etwas teurer geworden ist als im Vorjahr. Was hast du davon, wenn du die Hände ringst und deinen Gefährten dein Leid klagst? Jene, bie die Preise bilden, werden ob deiner Klagen weder bedrückt sein noch die Preise drücken. Die Bauern samt ihrem vierbeinigen Zubehör wollen auch leben, die Gasthöfe sich aufschwingen, damit es dir wohlergehc. Wären sie billiger, du kämst mit ihnen herunter. Wärst du bann aufrieben? Debenke: Kreislauf ist alles. Richts geht verloren. Das Geld, bas bu ausgibst, bleibt in ber Aähe, es setzt sich sogar in eine Fülle von Annehmlichkeiten für bich um: bu barfft essen, schlafen, rubern, schwimmen, bergfteigen. Ganz umsonst hast bu Luftschnappen, Aussicht- anschauen. Flirt wirb bir erst in Rechnung gestellt, wenn er in Liebe ausartet. Dann zahlst bu natürlich drauf, so weit aber lasse es als vernünftiger Mensch nicht kommen. Zweitens: Meide politische Gespräche. In jedem landschaftlich gesegneten Ort gibt es Unglückliche, bie dir schwere Gefahren für das Vaterland von rechts, von links ober aus bcr Mitte voraussagen. Halte dir vor Augen, baß diese Leute vom Teufel eigens dazu geschaffen sind, bir bi« Galle aufzuregen. Du sollst bich erholen, also gehe ihnen aus dem Weg. Erfreue dich lieber an Dirndln unb Buam ohne Unterschieb der Konfession. Gott ber Allmächtige hält sie in bester Auswahl unb Ausstattung eigens für bich auf Lager. Drittens: Pflege eble Geselligkeit, ohne dich in Drängelei einzulassen. Hast bu es nötig, schlecht zu schlafen, weil bich ein tieferer Eindruck reizt? Abstand halten, mein Lieber! Auf entsprechende Entfernung sind alle Menschen genau so nett wie du. Bei großer Rähe verlieren fie, fallen am Ende gar auf jene 21er- ven, bie bu erfrischen willst, bamit sie dir im Alltag, wenn du Schulter an Schulter ober Brust an Brust mit unlieben Rächst en ringen mußt, nicht versagen. Viertens: Bist bu verheiratet, so be- hanble deine Frau, wenigstens so lange ber ©ommerurlaub währt, als fei sie dir das Liebste auf ber Welt. Dieser egoistische Trick wirb nicht verfehlen, auf beinen Kontraktgegner Einbruck zu machen, unb er wirb sich „zusammennehmen". Mehr können Ehepaare in ber Regel Doneinanbcr nicht verlangen als eine Harmonie, bebingt durch gegenseitige Duldung und Takt. Dieses Opfer mußt du schon bringen. Sei zu ihm ober zu ihr ungefähr so nett wie in ben Honig- Wochen. Den Honig könnt ihr in gegenseitigem Einvernehmen sparen, auf bas „als ob“ kommt es an. Darauf achte streng! Es verringert ben „Krachkoeffizienten". Fünftens: Lasse bas Geschäft zu Hause. Je intellektueller bu in ber Stabt lebst, um so primitiver gebärbe dich auf dem Land. Die Dirndlkleider, bie ßcbernen, nackte Knie unb Janker machen es nicht allein, bu mußt auch vom Geist her in bas Kostüm bet bicbcrn Landbewohner schlüpfen. Sinniere viel, meditiere nach innen, ruhe in Gott nach Art der Pfeifenrauchenden Holzknechte und Jäger, deren Rebe „2o jo, Ra na, Söll woll" ober „Oan Ding" ist, obwohl sie unenblich mehr wissen. Hast bu noch keine Pfeife, schaffe bir sofort eine an; bist bu weiblichen Geschlechts, bann stricke Söckeln ober häkle Zackenspiyen für ortsübliche Unterrede. Dank biefen Behelfen wirst bu alsbald in einen wunderbaren Zustand seelischer Ausgeglichenheit geraten, in ein stumpfsinniges Behagen, das den Stoffwechsel fördert und dich befähigt, buddhistisch mild und wahrhaft heiter zu wachen, zu schlafen und zu verdauen. Sechstens: Meide möglichst die Stätten, wo nur „Intellektuelle" hausen... Das sind Bmctstätten der Reurasthenie. Vom Frühstüd an gibt es da geistige Reivungsflächen, Entzündungserscheinungen, explosive Synthesen. Rein! Rein! Ziehe lieber mit Angelus Silesius und einer Zahnbürste auf die Alm zur Zwiesprache mit stumm- beredten Bäumen, Wolken und Wind. Du willst auf dem Land doch den Gegenpol deines städtischen Wesens finden. Hat Ländlichkeit sonst einen Sinn? Ra also. ©lebten«: Wo es eine Jazz gibt, angle! Das Klagen des Sarophons kannst du überall billiger genießen, Forellen kaum. Der Rhythmus kanzender Füße wiegt die Stimmung nicht auf, die dir bas Brausen des Wildbachs schenkt, in dem zwischen Felsblöden silberne Fische mit bernsteingelben Augen stehen. Kein künstliches Beleuchtung-wunder einer Dar zaubert im entferntesten die Spiegelung io gründunkel fluteneiner internationalen und nicht einer französischen Kontrolle, unterstützte England restlos die französischen Forderungen. Ricolson. damals britischer Botschafter in Madrid, war ber englische Delegierte auf ber AlgeciraS-Konferenz. Diel geschäftiger unb energischer al« fein franzöfischer Mitspieler Rövoil, ben er als schwach, schwankend. kindisch und nur auf Redaktionsformeln verseifen bezeichnet, sehen wir ibn unermüdlich die Spanier. Italiener. Russen. Portugiesen und Amerikaner bearbeiten, indem ec ihnen ankündigt, daß England mit Frankreich Hand in Hand gehen werde. Unb in einem Briefe an feine Frau beklagt sich Sir Arthur Ricolson bitter über die Unentschiedenheit de« französischen Vertreters: „Zum dritten Male (in bcr Polizeifrage) habe ich fein Danner hochgehalten. Jedesmal hat er sich hinter einem Dusch verkrochen und kam erst wieder hervor, alS der Kampf aufr- getragen war. Er ist so schrecklich schwach und unentschlossen, daß er mich in eine schiefe Lage brachte und Grund zu dem von den Deutschen gegen mich gehegten Verdacht legte, daß ich französischer sei als die Franzosen." Zu gleicher Zeit aber finden zwischen Paul Eambon und Sir Edward Grey jene berüchtigten Desprechungen über di« britisch« ®a- r a n t ie f ü r Frankreich statt. Harold Ri- colson berichtet darüber unter anderem: „Der englische Außenminister hatte bei dieser Gelegenheit sein Einverständnis zu „nur provisorischen unb unverbindlichen" Desprechungen »wischen dem englischen GeneralstabSches unb dem französischen Militär-Attache erklärt. Dies« Desprechungen sollten militärische Zusammenarbeit für ben Fall eines deutschen Angriff- vorsehen. Aehnliche ..Untersuchungen'* erfolgten zwischen dem belgischen GencralstabS- ches und dem britischen Militär-Attache in Brüssel. Maritime Besprechungen wurden gleichfalls eingeleitet. Eambon. der da« Zögern seiner Regierung kannte und ihr Mißtrauen in die britische Treue, forderte etwas mehr. Daraufhin erwiderte ihm Grey, daß er bereit« dem deutschen Botschafter erklärt habe, ein deutscher Angriff auf Frankreich würde England nicht neutral finden, aber irgendeine Versicherung, Frankreich unter allen Umständen zu unterstützen, würde einem Defensiv-Dündni« gleich kommen, das nur mit Zustimmung des Parlament« geschlossen werden könnte. Die Deutschen, di« al« ein Volk mit militärischen Traditionen dem Generalstab große Bedeutung bcimeHen, beschuldigten. als sie von diesen Dingen hörten. Grey einer zynischen Doppelzüngigkeit. Sic verstanden nicht, daß dieser vollkommen« Typ einebritischen Parlamentariers solche Besprechungen zwischen Soldaten unb Seeleuten nur technische Bebeutung beilegte.“ Daß diese Besprechungen nicht so harmloS Geschichten ans aller Welt. Ein stier erschüttert den Broadway (a) Reuy ork. Aus dem Broadway in Reuyort herrschten schon mancherlei Sensationen, wenn irgendein ,Star" seinen Einzug Hielt, wenn ein berühmter Mann ankam ober ein Börsenrun alle kopsstehen ließ. Aber dies war bie größte Sensation der letzten Jahre; bcr Stier auf bem Droabway. Die Börsianer ftanben still unb glaubten ein Wunder zu sehen; aber dann eilten sie beschwingten Schrittes weiter, denn der Stier bedeutet ®lüd an der Börse. Auch sonst hätte man ihnen raten können, das Weit« zu suchen, denn mit dem Stier, der auf ber 39. Straße einem Viehtransport entsprungen war, ließ sich absolut nicht spaßen. Dieser Ansicht waren auch alle anberen Passanten. bie in bie Tore flüchteten, währenb der Stier in wildem Galopp durch bie Straßen lief. Die Verkehrspolizisten behaupten, bie Automobilisten wären nie so sicher gefahren, trotz gefahrvollem hohem Tempo, als in bem Augenlid. wo ber Stier burch bie Wagenreihen lief. Frauen schrien, mutig aussehende Amerikaner würben angstvoll bleich. An ber 33. Straße jüdte ein Polizeiveamter feine Pistole, um dem Stier mit einer Kugel beizukommen. Aber ber schien sein Geschick zu ahnen unb trollte sich schleunigst toieber in das rettende Derkehrschaos. Schließlich traf eine Polizeistreife mit einem Auto ein. Zwei riesenstarke baumlange Police» men gingen mutig an den Stier heran und nahmen ihn bei den Hörnern. Er lieh sich scheinbar auch ruhig abfüfiren. Schon wollte das Publikum Beifall jubeln —da machte der Stier einen kleinen, nur ganz kleinen Ruck. — und die Police- men flogen im Bogen einige Meter weit zur Seite. Die Jagd Begann von neuem. Schon über eine Stunde beunruhigte die »Bestie" den Broadway. Da kam Mrs. Dodge, von Beruf Limonadenverkäuferin, in ihrem Auto daher. Sie war ein wenig kurzsichtig und bemerkte den Stier erst in dem Moment, als sie ihm in die Hinterbeine fuhr ... Der Stier erschrak, blidte sich um — und als er Mrs. Dodge erblickte, die weder jung noch schön war, raste er sinnlos geradeaus — in eine Riesenschaufensterscheibe hinein. Die Geschichte ist hiermit zu Ende. Der Stier vom Broadway brach sich einen Fuß und kam nicht mehr hoch. Man hat ihn erschossen. Man versteht nicht viel von Tieren in Reuyork. Drei Policemen schossen ihre Kammern leer. Auch als der Stier schon längst tot war, schossen sie noch auf ihn. Der Sch red war zu stark in ihr« Glieder gefahren. Wann hat man auch je «inen Stier auf dem Broadway kennengelernt? Ter Herr der Lüfte (g) Rom. Vor etwas über Jahresfrist erregte in Rom das Verhalten eine« Adlers beträchtliches Aufsehen. Diesen Adler hatten italienische Alpenjäger anläßlich ihrer großen Zusammenkunft in Rom mitgebracht und dann im Sinne einer Huldigung für Mussolini über dem Kapitol auffliegen lassen. Mächtig erhob sich der Herrscher der Lüfte in den blauen Himmel über der Ewigen Stadt und zog zwei Tage lang seine geruhigen, königlichen Kreise über sie hinweg. So, als ob er unschlüssig und sich nicht im klaren darüber sei, ob er in seine heimatlichen Gebirge zurüdkchren solle. Und siehe da; er tat etwas, was man von ihm. dem uralten Symbol der Macht und der Freiheit, nie erwartet hätte: er hatte das große Vogelhaus im römischen Zoologischen Garten und darin einige dickgefressene Kollegen entdeckt, ließ sich auf die Stäbe ihres Gefängnisses nieder und war einfach nicht mehr wegzubringen. Der Direktion des Zoo blieb schließlich nichts anderes übrig, als diesen merkwürdigen Kauz hereinzulassen, der freiwillig die Gefangenschaft der Freiheit vorzog. Während des ganzen Jahres hat sich dieser Adler sehr sittsam benommen und mit seinen Genossen ziemlich artig betragen. Kürzlich jedoch kam ein Trupp jener Alpenjäger, die ihn im vorigen Jahr mitgebracht hatten, wieder nach Rom, und der erste Weg führte sie selbstverständlich zum Vogelhaus des Zoo, wo sie ihren alten Freund begrüßen wollten. Kaum wurde er ihrer ansichtig, brach in ihm das so lange verhaltene Heimweh nach den luftigen Höhen und Weiten de« Gebirges auf und er bekam gleich, temperamentvoll wie Adler eben sind, einen wahren Tob- suchtsanfall, so daß seine gefiederten Kollegen sich angstvoll in die Eden drückten. Er vollführte einen derartigen Lärm, daß man aus dem Direktionsgebäude herzueilte und ihm angesichts begangen Sachverhalts die freiwillig aufgegebene Freiheit wiedergebcn muhte. Fromm wie ein Lamm setzte er sich auf die Schulter eine« der Alpenjäger und fuhr mit ihm in die Heimat zurück. — dem Wasser. Kein Reflektor, und sei er tausend- kerzig, erseht dir den kleinsten Sonnenstrahl, der aus Tannenwipfeln niedersällt und mit Schmetterlingen und Libellen spielt. Und wenn auch gar nichts anbeifit, weder Forelle noch Grundel noch Weißfisch — hier kommt es weniger auf das Fangen an: die Deute ist nicht das Wesentliche wie sonst im Erwerbsleben. Der Angelstod sei dir. gleich wie dem rechten Weidmann das Gewehr. Behelf zu größerer Ratur- näfie, Krücke zu tieferem Eindringen in ihr geheimnisvolles Weben, das zwischen den Steinmauern der Stadt «rstidt. Weiße Reger, die ihre Hüften und Deine ausrenken und dies« Betätigung tanzen nennen, siehst du das ganze Jahr, Forellenbäche nur im Sommer. Also angle, statt zu jazzen. Achtens: Wenn es immerzu regnet, dein Vorrat an Büchern erschöpft ist und du wirklich gar nichts Gescheiteres anzufangen weißt, bann darfst du meinetwegen Skat spielen. Aber nur bann! Das Kartenbreschen als Epibemie, gar bei Sonnenschein unb Vogelsang, ist ein geistiges Armutszeugnis für bich unb beine Rächsten. Es ist erwiesen, baß leidenschaftliche Spieler ungefähr mit bem gleichen Wortschatz ihr Auslangen finben wie Rjam-Rjam-Zwerge. Willst bu mit ihnen konkurrieren? Heuntcnd: Lerne bie Einsamkeit lieben. Suche bi« rauschenbe Ruhe ber Hochwälber, bas gott- nahe Schweigen ber Latschenregion auf. Je höher unb menschenferner. besto reiner unb reicher strömt bir bas zu, was ber Dichter Wilhelm von Scholz so auSgebrüdt hat: Werbe bir bie Welt bas stille, Schweigende ®egebenlein! Und es geht erlöst dein Wille Zeugend in dein Schauen ein. Was kannst bu nicht alles sehen, wenn bu zu schauen weiht! Auf akademische Grabe kommt es dabei nicht an. Ein Doktor kann darin ein Stümper, ein Analphabet ein Meister fein. Denn nur die innere Spieglung des Geschauten schafft jene panische Stimmung, die der Dichter meint. Die Stadt ist immer einsamkeitsfeinblich. Unb sperrst bu dich auch in bein stillstes Zimmer, bas mehlenbe unb mahnenbe Treiben unstet hasten - ber Masse wirb boch zu bir bringen, bich zwingen, mitzuvibrieren in ber Monotonie ber Unrast, bie außen lauert. Rur auf bem naturbelassenen Land kannst bu bir Einsamkeit schaffen unb lieben. Zehntens: Sei Tierfreunb! Die Stadt schenkt Menagerien, Tiere hinter Gittern. Selbst dein Hund ist dort ein eingesperrter armer Wicht, bemitleidenswerter Häftling an der Leine. Draußen aber im Wald, auf Wiesen und Feldern ist deine ganze Fernverwandtschaft ursprünglich und frei. Du kannst, wgS da kriecht und fliegt, von der Waldschnede bis zum Adler, beoBachten, und wenn du Geduld hast, tiefe Bilde in das Heim und die Werkstatt unzähliger Geschöpfe tun. Zwar wird sich dex „Bruder" Adler ganz gewiß nicht auf deine Schulter setzen und „Schwester" Gemse keineswegs auS deiner Hand fressen, wie dies nach frommem Bericht dem heiligen Franz von Assisi widerfuhr. All« Kreatur kennt deinesgleichen als unheilig und höchst gefährlich. Das ist dein Fluch. Bann« ihn wenigstens dadurch, daß du die Tiere nicht „ansiehst, ihrer zu begehren", sondern, um dich an ihnen zu freuen. e Das sind meine zehn Rezepte für dich, bamit es bir wohl ergebe zwischen Berg unb See. ,6r hätte Waterloo verhüten können.. / Die Lonboner Rationalgalerie hat jetzt ein interessantes Gemälde erworben: ein 1812 entstandenes Wellington-Porträt von Goya. Der berühmte spanische Maler verewigte den späteren Sieger von Waterloo nach dessen Sieg bei Salamanca am 22. Juli 1812. Der damals sechsundsechzigjährige Künstler war überaus nervös unb bärüber hinaus in höchstem Grade schwerhörig. Als nun der Feldherr-Staatsmann das soeben fertiggeworbene Dilb kritisierte, verstaub ber Meister nicht genau, was er meinte unb nahm an, Wellington fei mit bem Werk unzufrieden. Da geriet Goya in Wut. griff nach einer auf bem Tische liegenben Pistole seines Besuchers unb hielt ihm bie Waffe gegen bie Brust. Wellington wurde leichenblaß ob dieses unerwarteten Angriffs. Glüdlicherweise sprang im letzten OIugenBlid Goyas anwesender Sohn (der den Vorfall auch aufzeichnete) hinzu und riß die Pistole aus der Hand des vor Aufregung zitternden Meisters. „Wäre der junge Goya eine halb« Minute später gekommen", bemerken jetzt die französischen Blätter anläßlich des Londoner Bilderkaufes. „hätte er Waterloo verhüten können und so vielleicht die ganze Weltgeschichte ent- 1 scheidend beeinflußt.... waren, wie sie hier hinzusteslen versucht werden, wissen wir aus der amtlichen englischen Aktenveröffentlichung. Nicht minder doppelzüngig und gegen Deutschland gerichtet war die englische Politik zur Zeit der Agadirkrisis im Jahre 1911. Durch die Rede Lloyd Georges vom 21. Juli ging England in der Unterstützung der französischen Politik bis zur Kriegsdrohung. „Hnscre Vorbereitungen", schreibt Harold Ni- colsvn", „waren in der Tat viel weiter vorgeschritten, als es von der britischen Oeffentlich- keit bemerkt wurde. So war zum Beispiel nicht bekannt, dah wir vom 8. bis 22. September 1911 dauernd den Ausbr uch der Feindseligkeiten erwarteten, und dah die Tunnels und Brücken der südöstlichen Eisenbahn Tag und Rächt patrouilliert wurden. Erst am Morgen des 22. September, nach Erhalt der Rachricht aus Berlin, dah Herr von Kiderlen wankend werde, konnte Ricolson die Aufhebung eines Zustandes der Kricgsvorbereitung anordnen. Die Ausdehnung dieser Vorbereitung erhellt aus einem Briefe, den er am 14. September an Lord Hardinge schrieb: in ihm heiht es unter anderem: „Ich hatte einige Besprechungen mit Haldane, Lloyd George und Winston Ehurchill, und ich freue mich, dah alle drei völlig bereit, ja ich möchte sagen, begierig sind, allen möglichen Eventualitäten entgegenzutreten. Die sorgfältigsten Vorbereitungen sind hierzu getroffen. Alle drei sehen vollkommen ein, dah nicht nur Marokko auf dem Spiele steht, sondern dah es sich um die Frage handelt, ob wir uns jedem Diktat Deutschlands unterwerfen sollen* wenn dieses es für notwendig hält, seine Stimme zu erheben. Ich kann Ihnen vertraulich mitteilen, dah alle Vorbereitungen für die Landung von vier oder sechs Divisionen auf dem Kontinent bis in die letzten Einzelheiten ausgearbeitet worden sind." Den gleichen Zielen wie die englisch-französische Entente galt die englisch-russische Annäherung, die herbeizuführen Sir Arthur Ricolson während seiner Amtszeit als Botschafter in Petersburg mit allen Kräften bemüht war: auch in dieser Hinsicht ist das Buch Ricolsons auhcrordentlich aufschlußreich. Daß Ricolson sich der Mission Haldanes gegenüber ablehnend verhielt, wie er auch die deutsch-englischen Besprechungen von 1910/11 mihbilligte, liegt nur im Rahmen der von ihm vertretenen Politik, die im Endeffekt hinauslief auf eine Stärkung der Entente und ihrem Ausbau zu einem regelrechten Bündnis. Mit einem solchen Bündnis fast gleichbedeutend ist das Rovemberabkommen, das in dem Schriftwechsel Grey-Cambon vom 22./23. Rovember 1912 (Konzentrierung der britischen Flotte in der Rordsee, Schuh der britischen Interessen im Mittelmeer durch Frankreich) enthalten ist. „Mit diesem Dokument hatte Cambon etwas erreicht, was über seine optimistischsten Erwartungen hinausging. Es erscheint beinahe unglaublich, dah die britische Regierung nicht erkannt haben sollte, wie weit sie verpflichtet wurde. Sie hatte sich in der Tat auf eine Garantie verpflichtet, die für England entweder einen Treubruch oder einen Krieg mit Deutschland bedeutete." Diesem zutreffenden Urteil Harold Ricolsons ist nichts hinzuzufügen. England hatte endgültig für Frankreich optiert. Alle seine weiteren Handlungen zum Krieg hin wurden von dieser Option diktiert, und zwar bevor die belgische Reutralität verletzt wurde. Daß es in der Julikrisis 1914 wiederum Ricolson war, der mit allen Kräften auf Grey einwirkte, sich auf die Seite Frankreichs und Rußlands zu schlagen, ist selbstverständlich. Zweifellos hat es dem Kriegswillen in Petersburg einen mächtigen Auftrieb gegeben, als Ricolson dem britischen Botschafter, Sir George Buchanan, in einem Privatbrief vom 28. Juli die Teilnahme Englands an einem Krieg auf feiten Rußlands so deutlich wie nur möglich ankündigte. In diesem Briefe wird unter anderem ausgeführt, „daß wir (England) bereit sind, an den Feindseligkeiten teilzunehmen, wenn Umstände eintreten, die dies für uns notwendig machen. Hierbei herrscht kein Zweifel, daß wir in diesem Falle an der Seite unserer Freunde stehen. Wenn wir also auch nicht in der Lage sind, Sasonow einen endgültigen Bescheid über unsere Haltung zu geben, so werden Sie doch bemerken, dah wenig Zweifel darüber herrscht, daß wenn wir aufgerufen werden, unseren Anteil zu tragen, wir nicht zögern, unsere Pflicht zu tun“. Und ein „Gott sei Dank" entrang sich Ricolsons Lippen, als am 3. August die Entscheidung endlich gefallen war. „Jetzt liegt der Weg klar vor uns, aber es wird oine schreckliche Sache fein.“ Als Englands Vertreter auf der Algeciras- Konferenz hat Ricolson, wie wir gesehen haben, das erste diplomatische Zusammengehen der englisch-französischen Entente geführt, als Botschafter in Petersburg den Abschluß der welthistorisch so bedeutsamen Abmachungen zwischen England und Rußland ermöglicht, als ständiger Unterstaatssekretär im gor eign Office seine Hauptaufgabe gesehen in der Festigung der Entente, zu deren Schöpfern er in erster Linie gehört. Daß Deutschland diese Ententepolitik mit Recht als gefährlich und bedrohlich ansehen muhte, dafür gibt die Biographie Sir Arthur Ricolsons einen neuen schlüssigen Beweis. Wirtschaft. Zunahme der Erwerbslosigkeit in Hessen und Hessen-Rassau. Ueber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Rassau berichtet das Landesarbeitsamt Hessen: In diesem Jahre hat die sommerliche E nt l a ft u n g des Arbeitsmarktes schon Mitte Juni aufgehört. Die von diesem Zeitpunkt ab einsetzende leichte rückläufige Bewegung hat sich im Laufe der Berichtszeit verstärkt, denn die Zunahme der Arbeitsuchenden betrug in der ersten Julihälfte 2752 gegen 561 in der Zeit vom 1. bis 15. Juni und 1402 vom 16. bis 30. Juni. Im Bezirk des Landesarbeitsamts sind zur Zeit 186 318 Arbeitsuchende vorhanden, davon beziehen 87 746 (Anfang Juli 89 591) als Hauptunterstützungsempsänger Arbeitslosenunterstützung und 24 630 (23 685) Krisenunterstühung. Von den 18 Arbeitsämtern hatten nur drei (Dillenburg, Limburg und Treysa) eine verhält- nismähig kleine Abnahme an Arbeitsuchenden zu verzeichnen. In den übrigen 15 Bezirken sind die Zahlen gestiegen, absolut am stärksten im Frankfurter Bezirk (um 1739) und in Kassel (529). In den Berufsgruppen tritt die Verschlechterung besonders in der Metallindustrie mit einer Zunahme von 1166, im Bekleidungsgewerbe mit 753 und in den Angestellten- berufen hervor, die infolge des Vierteljahrswechsels 1281 Arbeitsuchende mehr zählen, als zu Anfang der Berichtszeit. Auch der Bergbau, das Spinnstofigewerbe, die Papierindustrie und das Vervielfälngungsgewerbe haben relativ erhebliche Zunahme aufzuweisen. Demgegenüber brachten die Landwirtschaft, die Steinindustrie und das Baugewerbe dem Arbeitsmarkt nur eine verhältnismäßig geringfügige Erleichterung. Bei Rotstandsarbeiten, die aus Mitteln der Reichsanstalt gefördert werden, waren 1628 Personen beschäftigt, gegen 1436 am 30. Juni und 3631 am 15. Juli 1929. Z.-G.-Zarbenindustne A G. Bericht über das zweite Quartal 1930. Heber das zweite Vierteljahr des laufenden Geschäftsjahres der I.-G.-Farbenindu- st r i e A G. wird dem WTD.-Handelsdienst folgendes berichtet: In Farbstoffen und Färbereiprodukten bewege sich das Jnland- geschäft etwa auf gleicher Höhe wie im ersten Vierteljahr 1930. Der Absatz im europäischen Ausland ist zum Teil belebt, in Export-Hebersee nicht unbefriedigend. Chemikalien und Lösungsmittel seien im Hinblick auf die Lage der inländischen Abnehmerindustrien etwas stagnierend gewesen. Der Jnlandabsah an Stickstoffdünger verlief der Jahreszeit entsprechend: Erzeugung und Versand erlitten keine Störung. In den Derichtsabschnitt fällt die Erneuerung des Stickstoffsyndikats, dessen Tätigkeit sich nicht mehr wie früher nur auf den Verkauf von Stickstoffdüngemitteln, sondern auch auf den Absatz von Stickstoffproduk en für technische Zwecke erstreckt. Das Syndikat umfaßt mehr als 98 Proz. der gesamten deutschen Stickstofferzeugung. In der Mitte Juni nach Ostende einberufenen europäischen Stickstoffkonferenz wurde eine Verständigung über den Absatz im kommenden Düngejahr angebahnt. Die Verhandlungen, welche zu einer gewissen Annäherung geführt haben, bieten noch große Schwierigkeiten und werden Ende d. M. fortgesetzt. In den wichtigsten pharmazeutischen Produkt en wurden weitere Fortschritte erzielt. Die Wirkungen der allgemeinen Wirtschaftsdepression konnten für den Gesamtverlauf des pharmazeutischen Geschäfts dadurch ausgeglichen werden. Photographische Produkte zeigten eine leichte Belebung, die eine entsprechende Produktionssteigerung bedingte. Auf dem Gebiet des Kinofilms macht sich die noch ungeklärte Tonfilmfrage bemerkbar. Für K u n st s e i d e zeigte sich vorübergehend günstige Rachfrage. Die Lagervorräte konnten erheblich vermindert werden. An der bekannten Preisentwicklung hat sich bisher nichts geändert. Oeffentliche Hilfe für Mansfeld. Zwischen der Reichsregierung, der preußischen Staatsregierung und der Mansfeld AG. für Bergbau und Hüttenbetrieb in Eisleben ist auf Grund der Verständigung mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung zustandegekommen, wonach der Betrieb noch im Laufe dieser Woche wieder ausgenommen werden wird. Die Vereinbarungen tragen den Charakter einer provisorischen Regelung bis zum 31. Dezember 1930. Die Reichs- und Staatsregierung gewährt vom Tage der Wiederaufnahme der Betriebe ab für die Weiterführung des Kupferbergbau- und Hüttenbetriebs eine finanzielle Beihilfe in der Form eines zunächst zinslosen Kredits in Höhe von 450 0 0 0 b i s 5 0 0 0 0 0 Mark monatlich. Zur Feststellung der Gesamtbetriebsergebnisse der Mansfeld AG. soll alsbald eine Prüfung seitens der Deutschen Revi- sions- und Treuhandgesellschaft erfolgen. Falls das Ergebnis dieser Prüfung feststellt, daß bis zum 31. Dezember 1930 der Mansfeld AG. fein Heberschuß verbleibt, so gilt die bis zum 31. Dezember 1930 bewirkte öffentliche Geldleistung als verlorener Zuschuß. Bei Feststellung eines Heber* schusses ist der Kredit in dieser Höhe innerhalb Jahresfrist bei Verzinsung zum Reichsbankdiskont zurückzuzahlen. Angesichts der Gefahr einer bei den heutigen Kupferpreisen an sich unvermeidlichen längeren Stillegung des Kupferbergbaues haben die Reichs- und Staatsbehörden geglaubt, eine geldliche Hilfeleistung gewähren zu sollen, um die drohende Verelendung des gesamten Mansfelder Landes zu verhindern. * * Die Auslosung der Anleiheab- l ö s u n g s s ch u l d. Die diesjährige Auslosung der Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches wird am Montag, 6. Oft., stattfinden. Für 100 Mk. Rennwert (500 Mf. Auslofungswert) gelangen am 31. Dezember 1930 unter Zuwachs der aufgelaufenen Zinsen von 22V» Proz. bei Berücksichtigung des Abzugs vom Kapitalertrag 601,25 Mf. zur Auszahlung. Die Einlösung erfolgt durch die Reichsschuldenverwaltung in Berlin. Auswärts wohnende Eigentümer ausgeloster Stücke können die kostenfreie Vermittlung der Reichsbankanstalten in Anspruch nehmen. Die Einlösungsbeträge können erneut in Auslosungsrechten angelegt werden. Die Reichsschuldenverwaltung wird, wie im Vorjahr, auf Antrag die Beschaffung der neuen Stücke übernehmen, die auf Wunsch auch in Reichsschuldbuchforderungen umgewandelt werden können. * Chemische Werke norm. H. & E. Albert, Amöneburg. Nachdem die G.-V. am 28. Juni infolge eines Formfehlers bei der Einberufung nicht abgehalten werden konnte, genehmigte die gestrige G.-V. einstimmig den bekannten dividendelosen Abschluß. Die Verwaltung erklärte u. a., die Gesellschaft bemühe sich, weitere neue Fabrikationszweige aufzunehmen. Ende 1929 sei eine Reihe neuer Verfahren in Betrieb genommen worden, doch könnten im Hinblick auf die Konkurrenz nähere Einzelheiten darüber nicht mitgeteilt werden. Die Verlustbetriebe seien inzwischen stillgelegt, d. h. so weit rationalisiert, daß sie minbeftend keine Berluste mehr brächten. Die Rationalisierungsbestrebungen würden fortgesetzt. Auf Anfragen und Anregungen wurde noch erklärt, daß eine Liquidation der Gesellschaft in Form eines Abbaus der Betriebe und ihrer Veräußerung nicht in Frage komme. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 25. Juli. Tendenz: schwach. — Die Börse eröffnete wieder in schwacher Haltung. Die matte gestrige Neuyorker Börse machte einen ungünstigen Eindruck. Hm- sähe kamen infolge der anhaltendenOrder- l o s i g f e i t anfangs kaum zustande. Gleich nach Beginn des offiziellen Marktes kam Material) in stärkerem Umfange an den Markt, und es ergaben sich bei der geringen Aufnahmelust bet» schiedentlich recht erhebliche KurS- einbußen. Ungünstige Wirtschaftsnachrichten trugen ebenfalls zur stärkeren Lustlosigkeit und Zurückhaltung bei. Durch besonders großes Angebot fielen am Montanmarkt Rheinische Braunkohlen auf mit minus 5 Prozent gedrückt. Die übrigen Werte dieses Marktes büßten bis zu 2,5 Prozent ein. Aber auch i» Zellstoff Aschaffenburg war Angebot in größerem Umfange zu bemerken, und diese gaben 4,5 Prozent nach. Am Elektromarkt eröffneten Schuckert und Siemens je 3,5 Prozent schwächer. AEG. und Bergmann gaben je 2 Prozent nach, Lahmeyec 1 Prozent. Süddeutsche Zucker tagen auf dem ermäßigten Niveau gehalten. Der Kunstseidemarkt mußte Kurseinbuhen bis zu 2,5 Prozent, hinnehmen. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G- Farben 2 Prozent schwächer. Auch die Schifffahrtswerte zogen eine um 1 Prozent weiter ab» steigende Kurve. AG. für Verkehrswesen lagen 2 Prozent niedriger. Danken lagen nur wenig abgeschwächt. Etwas gebessert eröffneten Deutsche Erdöl mit plus 1,5 Prozent und Conti-Gummi, die 1,75 Prozent gewannen. Der Rentenmarkt war ohne besondere Umsahtätigöe t. Neubesitz lagen gut behauptet, Altbesitz gao Dagegen leicht nach. Im Verlaus trat keine' DesArzing ein. Es kam weiter Material an den Markt" so daß- sich bei der herrschenden Aufnahmeunlust noch weitere Abschläge bis zu 1,5 Prozent ergaben. Siemens lagen mit minus 2,5 Prozent schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1890, gegen Pfund 20,3750, London gegen Kabel 4,8662, gegen Paris 123,68, gegen Mailand 92,89, gegen Madrid 42,40, gegen Schweiz 25,0340, gegen Amsterdam 120,49. Bücheriisch. — AuskunftbuchfürSchwerhörigeim Deutschen Reiche. Herausgegeben von Max Seufer t, 1. Vorsitzender des Schwerhörigen-Der- eins München von 1913 e. V. unter Mitwirkung zahlreicher Behörden und Mitarbeiter. 4. Ausgabe. 130 Seiten 8°. Preis 3,70 Mark. Druck und Verlag Heinrich Kroepfl, München 9, Entenbachstr. 50. (158) — GeorgReik: DieZarten. Novellen. 240 Seiten. 8°. Ganzleinenband 5,50 RM. Verlag der I. G. Cottaschen Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin. (125) — Max Kröning: „Dgs intime Buch der Fra u.“ Ein Führer durch das Eheleben für denkende Menschen, 1. bis 10. Tausend, Experten-Verlag, Dresden Al, Carolastrahe 13. (256). — Revolution 1 9 3 3, . Brunnenverlag Karl Winkler, Berlin SW 48. Preis 2,80 Mk. (257). — Der ungenannte Verfasser gestaltet ein nahes Zukunftsbild: Die rote Revolution und die völlige Versklavung des deutschen Reiches dank der Hneinigleit seiner Volksgenossen. — Prof. Dr. Ewald Geißler: Paneuropa in der deutschen Dichtung der Gegenwart. Schriften zur politischen Bildung, herausgegeben von der Gesellschaft „Deutscher Staat". Langensalza, Hermann Beyer & Sohne (Beyer & Mann). Drosch. 1,80 Mk. (201) — Louis Raymond ß e f e r> r e: D i e Stadt der Wunder. Ein tolldreister Roman. Autorisierte Hebersetzung aus Dem Französischen von Gert Frank. 228 Seiten 8°. Preis 4 Mk. Oesterheld & Co., Verlag, Berlin W 15. (249.) — Kannibalennächte. Von Kapitän H. E. Raabe. (Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Gebd. 4,50 Mk. — 510.) — Der Verfasser, ein jetzt in Jersey City im Ruhestand lebender alter Seekapitän, berichtet in diesem Buche über seinen wildbewegten Alltag mit Menschenfressern, Strandräubern und Perlensuchern, über blutige Kämpfe, die er als Raubhändler bei den Wilden der Salomonen zu bestehen hatte. — „Hessenlan d", herausgegeben von Dr. C. H i tz e r o t h, Verlag N. G. Eiwert, Marburg. — Aus dem Inhalt des 7. Heftes (41. Jahrgang 1930) erwähnen wir die folgenden Beiträge: „Landgraf Karl von Hessen als deutscher Reichsfürst" von Bibliotheksrat Dr. Fr. Israel: „Der Grundriß der Elisabethkirche in Marburg" von Prof. Friedrich Wachtsmuth: „Der Melsunger Marktplatz im Jahre 1843“ von Prof. Dr. Ed. Schroder; „Aus dem Leben und Leiden eines hessischen Landpfarrers“ von Otto Paulus: außerdem: Vereinsnachrichten: Bücherschau: Personalien: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H tfrantfun a. Ul. Berlin Sranffurl a. Dl Berlin Schluß»! kurs | l'Uhr» Rur« Schluß»! für« | Ansang- Rur« Schluß» s lur« | 1-Uhr» Kur« Schluß» kure | Anfang- Kur« Datum 24- 1. 25. 7. 24. 7. 25. 1. Dalum 24. 7. 25. 7. 24. 7. 25. 7. o% xruiiaie tneiajöaiueujt: von 1927 ...... 88 _ 88,2 _ vaniburg-Arnenta Patei .... Hainburg-Südain. Dampfschiff. 8 89,5 88,5 89 149,5 88,4 148,5 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ....... 101.75 _ 102,1 _ Hansa Dampsschiss.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 89,5 88,5 125 89 124,5 88,4 Deutsche Anl..Ablös.»Schuld mit Auelos.-Rechten....... 60,2 59.9 60,2 60,13 Allgemeine Deutsche Creditanst. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 109 117 — 109,5 116,5 109,3 115 Desgl. ohne Auelos.-Rechte . . 7.4 7,35 7.3 7,25 147 — 147,75 147 8% Hell. Volksstaal von 1929 (rüd^ab'.b. 102%)..... 96.5 97 Commerz- und Privot-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 134,75 188,5 134,5 134,75 188,25 134,5 187 Lberhellen Provinz» Anleihe ml Auslol.-Rechlen..... 59 _ Deutsche Bank und DiSconto-Gesellschaft, ... 10 126,5 126 127 126,5 Deullche komm, ©ammdabl. Anleihe Serie 1 ... 60,25 _ 59,65 _ Dresdner Bank ...... 10 Reichsbank........12 127 251 126,75 127,5 250,5 127 246,25 6% flrankf. Hyp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bi» 1934 . . 101,75 140,5 138,65 140,5 139,65 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi« 1932 . . 96 _ _ Bergmann.........9 Elektr. Lleserungsgesellschaft. 10 _ 172 174,25 130,5 172,5 128,5 157 63,5 158 61 158,75 62 159 4,20% Oesterretchlsche Stlberrenli 3,6 — 3,6 Deutsche Erdöl.......k 71 71,5 70,5 71,75 4% Oelterrelchilche Einheitlich, Rente ....... 2 — —- Essener Steinkohle ...... k Gelsenkirchener ....... 8 112,5 119,5 122,4 112,75 118,65 109,75 106 «% Ungarische Goldrente .... 23,3 — 23,5 23,65 109,5 110 109,5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — Hoesch Eisen........6y, 84 84 4>/,% desgl. von 1913 — — 20,8 2,15 -- Ilse Bergbau ....... 10 — — 227,5 — 4% Ungarische Kronenrente . . 2,1 — — — — 83,5 82 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4,8 4,75 1.75 4,5 Köln-Ncuessen....... 7 — — 81,65 81,75 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1 . . . - — — ■>,05 4,65 Manncsmann-Röhren .... 7 2,25 t2 82,13 61,75 83 61,75 4% desgl. Serie 11 ... • 5 — 4,65 Oberschles. Eisenbedarf . . . . b —- 51 50 6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ........ •i,45 — 3,4 - Oberschles. Kokswerke.....7 Phönix Bergbau......6y2 78 77,25 84,25 77,5 83,65 78 »yt% Rumänische vereinh. Rente von 1913 .......... 16 — 15,9 15,75 Rheinische Braunkohlen . . 10 Rhetnstahl..... 6 Rlebeck Montan......7,2 217 92 212,5 91 217 91,13 214 91,25 1% Rumänische vereinh. Rente /,425 — 7.35 7,35 — 1 ~ 97 — Frankfurt a. M. | Berlin Schluß-s tur« | l'Uhr. 1 Kur« | Schluß« für« Anfang- Kur« Datum 24. 7. 25. 7. 24. 7. 25. 7. Bereinigte Stahlwerke .... 77,5 — 78 77 Otavi Minen......16*/» — — 38,25 39 Kaliwerke Aschersleben ... 10 188 — 188 187 Kaliwerke Westeregeln ... 10 195 192 195 192 Kaliwerke Salzdetfurth ... 16 337 — 337 330 I. G. Färben-Industrie ... 12 151,9 150 152! 150,25 Dynamit Nobel.......6 — —— 72 71 Scheideanstalt........9 — — — —- 55,5 —— 57 55 RütgerSwcrke..... 6 51 — 50 50,13 Metallgelettschaft.......8 108,25 107 108,5 107,5 Philipp Holzmann......7 80 — 78,5 75,5 Zementwerk Heidelberg . . 10 103 102 — — Cementwerk Karlstadt. ... 10 125 — —■ —— Wayg & Freytag......8 70,5 70,5 70 — Schultheis Payenhoser ... 15 — — 266,5 264 Ostwerke.........12 — — 216 213,5 ..............1? 93,5 91 93,5 93,25 90 Bemberg.........14 93,65 92 90,5 Zellstoss Waldhos .... 13'/. — 131 134 132,25 Zellstoss Aschaffenburg ... 12 105 100,5 104 — Charlottenburger Wasser ... 8 — — 95,5 94,5 Dessauer GaS . ..... v — — 132,25 130,5 Daimler Motoren . ..... V 29,5 —> 29,75 29,4 Deutsche Linoleum...... 185 — 184,5 180,75 — — 40 38 Nat. Automobil . ...... 0 — — 10,5 9,5 Orenstein & Koppel ..... 6 — — 60 60,25 Leonhard Tietz ...... 10 Svenska ........ 132,5 308 130 304,5 Frankfurter Maichtnea .... 4 21,75 —— 21 — Grihncr ...... 6 33 — 31,13 Hcyliaensiaedt ....... O Iunghan«....... . 6 36 36 35 — Leckwerke..........k >3,5 — V— Matnkrastwerke Höchst a. M.. . k 81 — — — Miag .........10 90 — 90 89,75 Gebr. Roeder.......10 — — — — Voigt & Haessner......9 158 — 158 — Süddeutsche Zucker .... 10 150,25 150,25 143,5 — Banknoten. Berlin, 24. Juli Geld BZes Amerikaniiche Noten...... 4,17 4,19 Belgische Noten ....... 58,44 58,68 Dänische Noten ........ 111,83 112,27 Englische Noten ........ 20,334 20,414 Französische Noten ....... 16,45 16,51 Holländische Noten ....... 168,06 168,74 Italienische Noten........ 21,96 22,04 Norwegische Noten....... 111,78 112,22 Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling 59,08 59,32 Rumänische Noten....... 2,465 2,485 Schwedische Noten ....... 112,20 112,64 Schweizer Noten ........ 81,29 81,61 Spanische Noten........ 47,70 - 47,90 Tschechoslowakische Noten..... 12,387 12,447 Ungarische Noten ....... 73,13 73,43 Devi camarfl Berlin — Aranksurl a. M 24. 3u1i 25.3uh Amtliche Kotierung Amtliche Notierung Geld Brte> Geld _ Brie' Amit.» Nott. 168,39 168,73 168,34 168,68 Buen.-Aires 1,512 1,516 1,511 1,515 Brss.-Antw. 58,50 58,62 58,49 58,61 Christtania - Kopenhagen 112,11 112,13 112,33 112,35 112,07 112,12 112,29 112.34 Stockholm ■ 112,50 112,72 112,47 112.69 Helsinafors, 10,528 10,548 10,528 10.548 Italien. . . 21,925 21,965 21,91 21,95 London. . . 20,36 20,40 20,355 20,395 Neunork . • 4,184 4,192 4,1835 4,1913 Paris. . . . 16,46 16,56 16,45 16,49 Schweiz .. 81,345 81,505 81,31 81,47 Spanien . 48,00 48,10 47,95 48,05 Japan . • • 2,069 2,073 0,457 2,067 2,071 Nio de Jan. 0,455 0,455 0,457 Wien in D.» Orst. abgcst 59,15 50,2? 59,10 59,27 Prag . . . . 12,407 12,427 12,406 12,426 Bclzrad . . 7,424 7,438 7,424 7,438 Budapest. . Bulgarien 73,335 73,475 73,34 73,48 3,033 3,039 3,033 3,039 Lissabon 18,82 18,86 18,78 18,82 Danzig . . Konst mtin. 81,40 81,56 81,38 81,54 1,784 1,789 1,784 1,789 Athen. . . 5,435 5,445 5,43 5,44 Canada 4,188 4,196 4,187 4,195 11 tu uat). . 3,546 3,554 3,536 3,544 Cairo . . . 20,875 20.915 20,87 20,91 er tfxt liuil'f1' __ 8,34 1 ntime Buch öas ß&eleben Saulenb, 6t. ^olastraße 13. Brunntn’oetlQQ NÄ 2.80 M. :r getalkt ein Evolution und chchen Reiches sgenvssen. ißltr: Pan- n Dichtung zur Milchen )er Gesellschatt Hermann 2ey.'r M,8021t (201) fevre: Die Mreister Ao« us -em Fran« !ö Seilen 8'. Cßetlag, ’S«« Don Kapitän QI. Drockhau», .) - Der 2er- im Ruhcsland chtet in dielcm en Mag mit t und Perlen, e er als Saun- (omonen zu be* egeben ton Dr. (wert, Marburg, >3 <41. Jahrgang mdcn Beiträge: deutscher W* ■t. Israel: »Der Warburg" von Ser MIlungcr ’ M. S'r. Sb. b Seiten ein^ Otto Paulus: cherschau: W iß für Herrsche "horigelm wen von Mar verhörigen-Aer. >er Milwirtuna [er- 4. Ausgabe, uck und Verlag mchstr.50. (158) i. Novellen. 240 M. Verlag der olger, Stuttgart Dr e- Fosent L Marktes iv °uch in Ä K°r 5» wv 2‘ytet ab. Geleit lagen 'etenDeuU .^entenmartt Unlust noch nM*9QbeTL ^schwacher. ‘ 3 Prozent nannte man W 20.3750, W 123,68 n 120,49 Pflasterarbei« ihard Lind. die ten für die Gosse wurden "Semi pb. senen einen Dchweinemarkt war mit 429 Fackeln beschickt. Es wurden bekohlt für Ferkel bis sechs Wochen 22 bis 26 Mark: von sechs bis acht Wochen 26 bis 32 Mark: von acht bis dreizehn Wochen 32 bis 40 Mark. Der Handel war flott, der Markt wurde geräumt. und 5 erhielt Georg 3 ä g e r, Queckborn, zu seinem Angebot von 1353 Verantwortlich für das Feuilleton i. 93.: Dr. Fr. W. Lang e. kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfcier den 26. Juli 1930. Freitag abend 7.40 Uhr: Samstag vormittag 8 Uhr: nachmittags 4 Uhr; Sabbatausgang 9.15 Uhr — Wochengottcsdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 7.15 Uhr. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 26. Juli. Vor- abend 7.45 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 8.35 und 9.15 Uhr. bedeutete das harmonisch verlaufene Fest Höhepunkt im Alltagsgeschehen. £trciö Friedberg. Buhb ach, 24. Juli. Der heutige Mrcie Schotten. d Eichclsachscn. 24. 3ulL Die seit Jahren beabsichtigte Errichtung eines Ehrenmals sür die im Weltkrieg Gefallenen und Vermißten der Gemeinde steht fetzt vor der Verwirklichung. Don 127 Kriegsteilnehmern des 570 Einwohner zählenden Dorfes sind 17 nicht wieder heimgekehrt. Die vom .Kriegerverein eingeleitetcn. durch Bürgermeister Sach« umsichtig geführten BorbercitungSarbeiten «Platz- frage, Material, Entwurf, Kosten) wurden be* reits im letzten Winter begonnen. Man einigte sich bald auf einen der vom Hochbauamt Büdingen durch Reg.-Daurat Götz ausgearbeitctcn Entwürfe, der ein Denkmal im alten Kirchhof neben der Kirche Vorsicht. Das Denkmal stünde dort an einem würdigen, der Unruhe de« Der- kehrs etwas entrückten Ort und wäre doch von der vorüberführenden Dorsstrahe her gut sichtbar Der Bauart der Kirche entsprechend mustle als Material Sandstein gewählt werden, der sich auch wegen deS Preises und ornamentalen Ge- staltbarkeit empfahl. Durch einen Einspruch deS Landesdenkmalpf leger- war eine vorübergehende Derstiinmung entstanden, in der man einem ganz anders gearteten Projekt nähertrat. Die Schwierigkeiten liehen sich indessen rasch beheben, so daß man zu dem ursprünglichen, nur unwesentlich abgeanderten Plan zuruckkehren konnte. Runmehr wurde in einer gemeinsamen Sitzung sämtlicher Körperschaften dieser Entwurf, der mit seinen reichen Formen in schöner gärtnerischer Umgebung allgemeinen Beifall finden wird, endgültig gebilligt und das Hochbauamt mit seiner Ausführung betraut. Die Arbeiten sollen derartig beschleunigt werden, daß daS Denkmal am Totenfest eingeweiht werden kann. Die Kosten werden durch Spenden der Gemeindeglieder und einen Zuschuß der Gemeinde gedeckt. — 3n erfreulicher Rüstigkeit konnten der 78jährige Landwirt Heinrich Steuernagel und seine 70 Jahre alte Ehefrau Emilie geb. Echauermann das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Rachdem in der Kirche eine Feier stattgefunden hatte, an Der sich nutzer einer zahlreichen Gemeinde Krieger- und Gesangverein beteiligten, wurden dem Jubelpaare im Hause die Glückwünsche der hessischen otaatdrcgicrung, des Kreisamts Schotten, sowie des Landeskirchenamts übermittelt. Der Orts» und Kirchenvorstand überreichten ein Bild der Kirche. Der Kricgerverein -ernannte den Jubilar mit einer geschmackvollen Urkunde zu seinem Ehrenmitglied. aensteine, 4. Pflasterung der Gosse, 5. Herstellung des Fußsteiges mit Gestück. Dafür lagen elf Angebote vor: Rahn, Drünberg, 3970 Mk., Buh, Grünberg. 3899 Mk.. Lind. Lauter, 2310,50 Mk.. Hilberg, Geilshausen. 912 Mk. lohne Pos. 5), Kühn, Grünberg. 2815 Mk., Jäger, Queckborn. 1353 Mk. (ohne Pos. 4), Herzberger, Queckborn. 2187 Mk., Keil. Hattenrod, 2215 Mk. Do ck, Grünberg. 3927 Mark, Hosacker & Böcher, Beltershain, 3407 Mk., Lind, Laubach, 1835 Mk. (ohne Position 1). Die Arbeiten der Positionen 1, 2, 3 Die Musik wird ausaesührt von der Gießener Mili> tärfapelle unter Leitung von Obermusikmeister Löb er. Die Auffahrt eines historischen Reise- wagens ist als neuartige Schaunummer besonders zu erwähnen. Im übrigen werden, wie alljährlich, die Reiter von der Rabenau, ferner die Reiter der Abteilungen Lich, Rieder-Ohmen, Büßfeld, Gontershausen, Grünberg, Romrod und Oberkleen ab- teilungsweise und einzeln ihre Kräfte messen, um zu zeigen, welche Fortschritte seit dem letzten lur- nier gemacht worden sind. Die „Achenbach-Fahrer" werden daneben Gelegenheit haben, ihre Geschicklichkeit im (Ein. und Mehrspännigfahren zu erweisen. Man beachte die heutige Anzeige. Gemeinderat in Grünberg. 4- Grünberg, 24. Juli. Der Gemeinde» r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung, in der Baurat Grünewald, Gießen, als Sachverständiger zugegen war, mit der Vergebung der Arbeiten für einen erhöhten Fußsteig in der Londorfer Straße. Die Arbeiten waren ausgeschrieben, mit Ausnahme der Herstellung der Asphaltbetondecke des Fußsteiges, die von einer Spezialfirma herge- ftellt werden soll. Für die Lieferung von 600 laufenden Meter Bordsteine, die aus Kunstbasalt sein sollen, lagen fünf Angebote vor. Danach verlangten für den laufenden Meter: Georg Jäger, Queckborn, 3,50 Mk. frei Baustelle, Sack & Iughardt, Gießen. 5,15 M?., Jean Dern, Gießen, 4.85 Mk., Zellenbeton-Kunst- steinwerk Frankfurt-Offenbach 4,95 Mk., Dycker- Hoff-Widmann, Wiesbaden-Biebrich 5,45 Mk.: die letzten vier Angebote frei Bahnhof Grünberg. Der Gemeinderat übertrug die Lieferung der Bordsteine an Georg Jager, Queckborn, der die Steine an Ort und Stelle Herstellen läßt. Dabei soll ihm die Bedingung auferlegt werden, Grünberger Arbeiter, besonders Wohlfahrts- unterstützungsberechtigte, zu beschäftigen, auch soll eine zweijährige Garantie verlangt werden. Die übrigen Arbeiten waren in fünf Positionen eingeteilt: 1. Aufveihen der alten Gosse, 2. Versehen der Bordsteine, 3. Zuschlag für Versetzen der Bo- Bet übermäßiger Schweißabsonderung an Händen, Fähen unv In Den Achselhöhlen, low:e Geruchr-bclüsllgung, 6f onbers bewähri Leoform-< reme, Tube 1 Mart, 3n allen etnWäaifltn Delchäjien erhältlich tifcher Beitrag für die Prämiierung «in Betrag von 600 Mark bewilligt. Reben diesem Beitrag stehen noch weitere Mittel zur Verfügung. Weiterhin wurde beschlossen. dicDemeinde- bürgschaft f ü r v e r b i l l i g t e sta a 11 i che Baudarlehen, die nach Maßgabe der von der Regierung jeweils erlassenen Bestimmungen gewährt werden, für die Folge hiesigen Bau- lustigen gegenüber generell zu übernehmen. Der Kommission zur Ueberwachung der Bekämpfung der (Blutlaus, die neu- gebildet werden mußte, gehören an als Dor- sitzender Gemeinderatsmitglied Konr. Schöne, Obergärtner Schmidt und Zeldschühe Koch als Mitglieder, Beigeordneter Jhring als Stellvertreter. Wohnungsneubauten sollen entsprechend dem Dorgehen des Staates auf fünf Jahre von der Grundsteuer befreit bldiden. Das bebaute Grundstück wird während der Dauer der Steuerfreiheit des Reubaues xur Grundsteuer fo herangezogen, als ob es unbebaut geblieben wäre. Auf Antrag der Derwaltung wurde dem Erlaß einer feldpolizeilichen Anordnung über die nächtliche Sperrung der Feldgemarkung während der Sommermonate im vorjährigen Umfang zugestimmt. Landkreis Gtcs;en. 4- Grünberg, 23. Juli. Aus dem heutigen Schweinemarkt waren 463 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten: bis 6 Wochen alte Ferkel 25 bis 28 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 28 b:S 35 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 35 bis 50 Mk. Tendenz: mäßig, es verblieb Ueberstand. 4 Eberstadt, 23.Juli. Am vorigen Sonntag beging unsere Gemeinde ihr diesjähriges Ju- gendfest in Verbindung mit einer Rheinland- befreiungsfeier. Auftakt zum Fest war ein stattlicher Festzug, der unter den Klängen der Musikkapelle des hiesigen Turnvereins und des Gam- bacher Posaunenchors nach dem Festplatz ging. Hier wies Lehrer Reu hl in seiner Ansprache auf die besondere Bedeutung des diesjährigen Jugendfestes im Zeichen der Rheinlandbefreiung hin. Unter dem Motto der Befreiung paßte das von den Schülern mit Begeisterung vorgeführte Märchenspiel .Dornröschen" gut in den Rahmen der Veranstaltung. Auch die herrlichen DHeinlieder des Männerchors sanden reichen Beifall. Ein Sprechchor der Schüler leitete dann die Ansprache von Lehrer R e u h 1 zur Defrei- ungsfeier ein. Pfarrer K ö d d i n g zeigte in seiner Festrede sehr anschaulich die Bedeutung der Rheinlandräumung. Die anschließenden Reigenvorführungen des Radfahrervereins, Frei- und Geräteübungen des Turnvereins, musikalische Darbietungen des Gambacher Posaunenchors zeugten von guter Schulung und hohem Können. Allerlei Festgaben waren für die Schüler ein schöner Festabschluh. Auch für die Grwach- Laubach, zu seinem Angebot von 85 Pf. für den Quadratmeter übertragen, nachdem der Antrag, diese Arbeit dem Wenigstnehmenden, Rahn, Grünberg, zu geben, der 84 Pf. für den Quadratmeter forderte, mit Stimmengleichheit vorher abgelehnt worden war. — Die weiteren Verhandlungen betrafen kleinere Sachen. Gemeinderat in Lich. 1) Lich, 24. Juli. In der jüngsten Sitzung befaßte sich der Gemeinderat mit einem Steuer st undungSgesuch der Dutz- bach-Licher-Eisenbahn für die Rj. 1928 und 1929. Vom Kreisamt wurde vorgeschlagen, drei Viertel der Gemeinde-Gewerbesteuer für ölefe Zeit bis zur Entscheidung über den von deMGe- suchstellerin vorgebrachten Einspruch gegen die Höhe der Veranlagung zu stunden, im übrigen aber für die nicht gestundeten Beträge sosort Zahlung und für die aus Grund endgültiger Veranlagung etwa zu leistenden Rachzahlungen Zinsen in Höhe des jeweiligen Bankzinsfußes für kurzfristige Gemeinde an leihen zu verlangen. Der Gemeinderat konnte sich in Anbetracht der Höhe der Steuerschuld und des damit verbundenen Steueraussalles, zuletzt auch der Konsequenzen wegen zu einer Stundung nicht entschließen. Sodann gab der Vorsitzende Kenntnis von einer Mitteilung der Buhbach-Licher Eisenbahn-AG., dah diese die am l.Juli d. I. fälligenZin- sen auf die im Besitz der Stadt befindlichen Obligationen mangels Mittel nicht zur Auszahlung bringen könne. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, die ihm geeignet erscheinenden Schritte gegenüber der Buh- bach-Licher Eisenbahn zu Unternehmern Sodann stimmte der Gemeinderat, auf Vorschlag der landwirtschaftlichen Kommission, dem An- und Verkauf von verschiedenen städtischen Faseltieren zu. Die Lieferung des Heizmaterials seitens der Stadt für den städt. Gemeindesaal, der von einer Reihe von gemeinnützigen Vereinen benutzt wird, wurde in widerruflicher Weise genehmigt. Einer Vorlage, die verschiedene Verbesserungen im Klärbecken der Stadt ausweist. wurde dadurch entsprochen, daß der Einbau eines Trennschiebers und die Wiederherstellung der Betonbrücken genehmigt wurde. Don der Anschaffung einer Schlammpumpe soll dagegen Abstand genommen werden. Der öffentlichen Verpachtung deS städtischen Stein bruchs in Distrikt Riedköpfe an einen hiesigen Bauunternehmer wurde zugestimmt. Für den Sommermarkt wurde als städ- Oberheffen. ZReiferfag in Londorf. Beteiligung von militärischen Abordnungen. • Londorf, 25. Juli Am kommenden Sams- tag und Sonntag, 26. und 27. Juli, findet bei Londorf das 4. Reit- und Fahrturnier des Ländlichen Reit- und Fahr-Ber- eins Rabenau statt. Die Turnierleitung hat hierzu an die Reichswehr in Gießen und Hofgeismar Einladungen ergehen lassen und erfreulicherweise die Zusage erhalten, daß aus beiden Standorten Abordnungen entsandt werden, die sich an dem Turnier beteiligen. Die 4. (MG.) Stomp, des Inf.-Regis. 15 Gießen, stellt einen MG -Zug, der am Sonntag nach dem Einzug der Teilnehmer an den Wettbewerben auf dem Tur- nierplatz exerzieren wird. Das Reiter-Regiment 16, Hofgeismar, entsendet 2 Offiziere und 18 Mann der 5. Eskadron (Traditions-Eskadron) des ehemaligen hessischen (Barbe-Dragoner- Regiments, Darmstadt), die das Turnier durch die Vorführung einer Quadrille verschönern helfen. Eine große Anzahl von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften beteiligen sich außerdem an Sonderwettbewerben für d i e Reichswehr. GIESSEN Seltersweg 91 Telephon 2169 der Saison-Ausverkauf vom 26. 7. bis 8. 8. nur Braun Boxcalf- Herren - Halbschuhe ittweißgedoppeltem Rand moderne Form Sie müssen sehen, welch riesige Vorteile wir Ihnen bieten I Entzückend. 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MSI Nr. 172 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger (fit Gberhefsen) Sreitag, 25. Zuli (950 Turnen, Sport und Spiel. 34. Kreisturnfest des 9. Kreises (Mittelrhein). Da- 34. Kreis tri rufest des 9. Kreises der DT. findet vom 31.3uli bis 3. August tn H a n a u statt Die ersten Meldungen für das Geräteturnen und die Mehrkämpfe haben bereits eine Teilnehmerzahl von 2500 ergeben. Dazu kommen noch die Meldungen für alle übrigen Wetb- kämpfe, so daß jetzt schon die Beteiligung gegenüber dem 1927 in Darmstadt abgehaltenen Kreis- turnsest überschritten ist Die Herrichtung des Festplotzes auf den Wie'en beim Vorort Wil- helmSbad schreitet der Vollendung entgegen. An dem Festzug werden sich rund 20 000 Turner und Turnerinnen beteiligen. Südwestdeutsche Hochschulmeisterschasten in Tübingen. Am vorigen Samstag und Sonntag fanden in Tübingen die Südwestdeutschen Hochschulmeisterschaften in Leichtathletik und Faustball statt. Auch die U n i v e r f i t ä t G i e - hen schickte einige Vertreter für Lcichtathlekk und eine Faustballmannschaft zu diesen Wettkämpfen. Don den durchweg guten Leistungen sei der Speerwurf von Dinkler, Heidelberg, mit 58,50 Meter, und der 100-Weter-Lauf von Erdmann. Marburg, mit 11 Sekunden er- wähnt Schäfer, cand. mcd. von der Gieße- ner Universität, wurde 1. Sieger im Dlskus- wurf und Kugelstoßen. Die Faustballmannschaft konnte infolge schlechten Zusammenspiels nur den 3. Platz belegen. Sportfest der Akad. Turnverbindung Hheinfranken. Anläßlich ihres Stiftungsfestes veranstaltet die Akad. Turnverbindung Rheinfran- ken am Samstag auf dem Universitätsfport- platz ein sportliches Treffen aller Turn- und Sportvereine Dießens und einiger Korporationen der Universität Dießen. Die ATV. Rheinsranken tritt damit zum ersten Male nut einer solchen Veranstaltung in die Oefsentllch- keit. Der Hauptgedanke der Veranstaltung soll der sein, enge Bande zwischen Turnen und Sport und dem Akademischen Turnbund zu knüpfen. Außer zahlreichen Einze.kompfen kommen eine 4 X 100-Meter-Staffel, eine 3 X1000- Meter-Staffel und eine Schwedenstaffel zum Austrag. Gießener Huder-Gesellschast 187T. Zu unserem Bericht vom vorigen Montag über vie Grsolge der Gießener Rudergesell- schäft 1 87 7 auf der Ruderregatta in Limburg ist ergänzend mitzuteilen, daß die G. R. D. bei der Limburger Regatta außer in dem Lahn-Zungmann-Vierer auch noch im Achter mit der Mannschaft Heusscl, Hoch» stätter. Knobcloch, Möhl. Schneider, Köhler, Flimm, Hartmann. Steuermann: Loh, nach hartem Rennen mit 6 Min. 20* 5 Sek. gegen den Rudervcrcin Hellas, Offenbach, mit 6 Minuten 21Vs Sek. den Sieg errungen hat. Verein Rudersport Gießen 1943 und Akad. Ruderabteilung. Der Regatta-Ausschuß des Vereins Zuber- sport Gießen 1913 und der Akademischen Ruderabteilung erläßt jetzt die Ausschreibung zur 10. Herbst-Regatta des La hn - Re - aatta-Verbandes auf der Lahn bei Gießen am 31. August. Für diese Regatta-^ranstal- tung werden folgende Rennen ausgeschrieben: Jungmann-Dierer; Lahn-Achter: Jungmann- Einer: Anfänger-Vierer: Staatspräsidenten- Vierer: Jungmann-Vierer, Hermann-Happel-Ge- dächtnispreis: Herbst-Achter. Georg-Appel-De- dächtnispreis: Schüler-Vierer: Erster Lahn-Dic- rer: Jungmann-Achtcr: Junior-Vierer: Herbst- Vierer: Lahn-Einer: Lahn-Iunomann-Vierer: Ermunterungs-Vierer: Großer Achter. Wassersport- Verein „Hellas"- Gießen. Die Meldungen zur Regatta des Süddeutschen RuderverbandeS. Zu der am nächsten Sonntag, 27. Juli, unter der Leitung des W a s s e r s P o r t - V e r e i n s „Hellas" stcntfindenden Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes haben 12 Vereine zu 18 Rennen 45 Boote mit 229 Ruderern gemeldet. Außer den führenden Vereinen aus Offenbach, Frankfurt, Mainz. Mühlheim, Raunheim, Rüsselsheim, Höchst. Wetzlar und Gießen wird Vorwärts Mannheim, der Sieger bei der Deutschen Kampfspiel-Regatta in Breslau, am Start erscheinen. Alle Vereine verfügen über erstklassige Mannschaften. Die Meldungen verteilen sich auf die einzelnen Rennen wie folgt: Begrüßungs-Vierer: Mainzer Ruderklub 03, Ruderverein Wetzlar, Vorwärts Mannheim. Anfänger-Vierer: Germania Offenbach. Ruderverein Wetzlar. Junior-Einer: Vorwärts Offenbach, Hellas Gießen (A. Schöndorf), Hellas Gießen (K. Decker). ErsterJungmann-Dierer : Erste Abteilung Rudcrverein Wetzlar, Hellas Gießen: zweite Abteilung: Dorwärts Ofsenbach. Borussia Frankfurt. Leichtgewichts-Schü- ler-Dierer: Hellas Gießen, zwei Boote. Jungmann-Einer: Hellas Gießen, Hassia Gießen, Vorwärts Offenbach. Schüler - Die - r e r : Hellas Gießen. Germania Offenbach, iln* dine Rüsselsheim. Zweiter Senior-Achter: Ruderklub Raunheim, Dorwärts Offenbach, Freiheit Mühlheim. Zweiter Jungmann-Vierer: Erste Abteilung: Vorwärts Offenbach, Ruderverein Wetzlar: zweite Abteilung Borussia Frankfurt, Germania Offenbach. Senior-Einer: Hellas Gießen (A. Schöndorf), Hellas Gießen ^K. Decker). Junior- Vierer: Hellas Gießen, Ruderklub Raunheim. Ruderverein Wetzlar. Erster Senior- Vierer: 'Freiheit Mühlheim, Vorwärts Mannheim. Jungmann-Achter: Vorwärts Offenbach. Hassia-Giehen, Hellas Gießen. Schüler-Achter: LIndine Rüsselsheim. Germania Offenbach. E r m u n t e r u n g s - 2 i e r e r : ^In- dine Höchst, Ruderverein Wetzlar, Hassia Gießen, Germania Offenbach. Borussia Frankfurt. Großer Achter: Hellas Gießen. Die Vorrennen beginnen vormittags 9 Uhr, die Hauptrennen nachmittags 14.20 Ähr. Dach dem Regattaplatz ist Omnibus-Verkehr mit Haltestellen auf Oswaldsgorten und Ecke Gder- strahe/Steinstraße eingerichtet. Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. ö. Kommenden Sonntag ist 1900s Jugend wieder einmal Gelegenheit gegeben, sich im Wettkampf zu betätigen, und zwar werden die Ju- gendwettkämpse des Sportvereins 02 Offenbach beschickt. Wie die seitherigen derartigen Veranstaltungen im Maingebiet, wird auch diese eine zahlreiche und gute Besetzung erhalten. Die 1900er werden daher alles auS sich herausgeben müssen, um sich durchzusehen. Eie haben zwar bei den Kämpfen der ,Eintracht" am 15. Juni ihre Feuerprobe über alleS Erwarten gut bestanden, und man kann daher in den Einzelkämpfen mit einigen Erfolgen rechnen. Die Staffeln dagegen werden etwas darunter leiden, dah die seitherigen Besetzungen durch die nach Fußballer-Jahrgängen erfolgte Einteilung und das Fehlen von Kräften umbcsetzt werden mußten. Auch die Aktiven sind nicht ohne Beschäftigung. Ein Teil von ihnen folgt morgen nachmittag einer Einladung der ADV. .Rheinfranken" zu ihren Wettkämpfen. Die 1900er sind in den meisten Einzclwettbewerben und Staffeln vertreten. D.f.B. Leichtathletik. Der Sportverein 1902 Offenbach veranstaltet am kommenden Sonntag seine diesjährigen nationalen Jugendwettkämpfe. VfB. entsendet eine Anzahl seiner Jugendlichen nach dort, die auf stärkste Konkurrenz, vor allem aus Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt usw. treffen werden. In der Klasse A beteiligt sich Kirchheimer am 100-Meter-Lauf, L u h am Weitsprung und Kugelstoßen. Den 100-Meter-Lauf der B Klasse bestreiten Schäfer, Ruhl, Paulus und Stroh. Simon läuft die 800 Meter. Schäfer und Ruhl haben außerdem noch für Hochsprung gemeldet. Auch bei der 4 X 100-Meter- Staffel wird VfB. vertreten sein. In der S-Klasse beteiligen sich H o pp und Mattern am 50-Meter- Lauf und Weitsprung. Mattern auch noch am Ballweitwerfen. „Rund um Schotten" am 27. Juli. Der erste Nennungsschluß weist eine außerordentliche Besetzung dieses vierten Laufes um die deutsche Meisterschaft am nächsten Sonntag in Schotten auf. Bis jetzt sind 75 Fahrer gemeldet, und zwar 35 in den Meisterschaftsläusen, 11 Beiwogenfahrer in der Klasse der internationalen Lizenzfahrer und 29 Ausweissahrer im Vogelsberglauf. Im Vogelsberglauf starten 5 250er Ma- fchinen, 6 350er, 13 500er und 5 1000er. In der Beiwagenklasse über 600 ccm starten Kürten (Düsseldorf) auf Tornar-Iap, Zaspel (Freiberg) auf DD. und Schneid (Frankfurt) auf Hecker-Iap. Die kleinere Beiwagenklasse wird von 8 Fahrern bcstritten. Hier sehen wir Rösenbeck (Frankfurt) auf seiner New-Hudson, den Fuldaer K a h r - mann auf Horex, Franke (Frankfurt) auf AIS., Lang (Cannstatt) auf Standard mit MAG.- Motor, flauer (Frankfurt) auf New-Hudson, Sonntag (Hohndorf) auf DD.-Iap und M a • reinkorvsky (Ohligs) auf Imperia. Bei feiner guten Besetzung ist dieses Rennen durchaus offen. In den Meisterfchaftsläufen finden wir zunächst die Fahrer, die durch ihre bereits errungenen Siege in der Punktzahl führen. In der kleinen Klaffe haben bei 11 Konkurrenten ihre Positionen zu verteidigen die DKW.-Fahrer Winkler, Friedrich, Geiß und Kohfink, der UT.-Fahrer Gehring (Stuttgart) gegen ©lernet (Berlin) auf Schliha, I n de r E l st (München-Gladbach) auf Ardie-Jap, Müller (Bielefeld) auf Blackburne, DKW.-Fahrer Klauet (Frankfurt) und die beiden Fuldaer mit Iap-Mo- toren, Kahtmann auf Herkules und Kraus auf Hecket. Die DKW.-Mannschaft wird wohl nicht von ihrer Spitze zu verdrängen fein, doch wird Kahrmann auf der Rennstrecke, die et schon einige Iahte lang fährt, auch ein gewichtiges Wort mit- zuteden haben. Bei den 350ern führen Klein (Waldkirchen) auf DKW. und Dom (Ludwigsburg) auf Standard. In Wemhöner (Dresden) auf OD. und Ley (Nürnberg) auf Triumph, Kürten (Düsseldorf) auf Totnax-Iap, Hiller (Feuerbach) auf Mont- gomety-Iap haben sie eine scharfe Konkurrenz, auch P i st o 11 u s (Frankfurt) auf MWH., der schon eifrig trainiert hat, kennt die Strecke seht gut. In der schnellsten Klasse der 500er führt Zündorf (Köln) auf DKW. mit Bauhoset (München) auf DKW. Zündorf hat jedoch in der lOOOer-ÄIaffe auf BMW. gemeldet, wo et gute Aussichten hat. Ob es Bauhofer gelingen wird, den schnellen Engländer B u l l u s auf seiner NSU. zu schlagen, ist seht fraglich. Bullus ist in seinem Siegeslauf noch nicht aufgehalten worden, er wird auch im „Rund um Schotten" wohl die schnellste Zeit des Tages heraus- holen. W. Glöckler (Frankfurt) auf Norton wird wohl dem BMW.-Fahrer Riefe (Freiberg) überlegen fein. Mit 12 Fahrern ist die schwerste Klasse der 1000er Maschinen seht gut vertreten. Hier führen Wiese (Hannover) auf BMW., Huth (Breslau) auf BMW., Teich (Kölzin) auf BMW., Zündorf auf BMW., Rüttgen (Erkelenz) auf NSU. Auf Harley kommen die beiden Aachener W e y t e s und Sachet, der Schottener Club ist vertreten durch Kt a tz (Ober-Ohmen) auf BMW., dem mehr Glück zu gönnen ist als in den beiden letzten Iahten. Klein hat auf Horex gemeldet, Plapp (Hanau) auf Bücket, Gosse (Köln) auf Totnax, Schmidt (Frankfurt) auf Hecker. Durch die Uebethöhung der gefährlichsten Kurven ist eine wesentliche Verbesserung der vorjährigen Rekorde zu erwarten. Südwefideuischer Turnverband (AOT.) 3. Derbandsfest. Am Samstag und Sonntag hielt der Süd- westdeutsche Turnverband im Allgemeinen Deutschen Turnerbund in Steinbach bei Gießen sein 3. Verbandsfest ab. Die Gemeinde Steinbach hatte alles auf- geboten. um dem Fest einen würdigen Rahmen und ein gutes Gelingen zu geben, und man kann zu ihrem. Lobe sagen, mit großem Erfolg. Auch turnerisch wurde es zu einem großen Erfolge, denn es waren ungefähr 1000 Turner an den Wettkämpfen beteiligt. Die Leistungen der Turner waten den Verhältnissen entsprechend sehr gut. Die Organisation klappte ausgezeichnet, die Mehrkämpfe waren schon am Sonntagmittag 12 Tlhr beendet. Um 13 Llhr führte ein großartiger Festzug durch das Dorf zum Festplah, wo noch einige leichtathletische Kämpfe ausgetragen wurden, die von der nach Tausenden zählenden Menge mit großem Interesse verfolgt wurden. Der Abschluß brachte unter brausendem Jubel die Siegerverkündung. Rachstehend bringen wir die Ergebnisse dergestalt, daß wir jeweils die drei ersten Sieger nennen und dann die Ramen der Sieger aus der nächsten Umgebung von Gießen anfügen. Männer. 100 Meter: 1. Th. Feiling, Rieder-Florstadt, 12 Sek.: 2. W. Westphal, Rendel, 12,1 Sek.: 3. 3. Seng, Kelsterbach, 12,2 Sek. 800 Meter, Jugend: 1. Krapf. Rüsselsheim, 2,25; 2. Winter, Launsbach, 2:28,6; 3. Feun, Dietzenbach, 2,32. 800 Meter, offen: 1. Zwilling, Mörfelden, 2,20: 2. Jäger, Leihgestern, 222,4: 3. Jost, Melbach, 2:23,8. 1 500 Meter: 1. Grölz, Staufenberg, 4.45: 2. Siegel, Mörfelden, 4:48,2; 3. Wagner, Dieder- Florstadt, 4:48,4. Hochsprung : 1. Höckel, Dreieichenhain, 1,65 Meter: 2. V. Dertz, Messel, 1,60: 3. Wisfemann, Lollar, 1,55. Diskus: 1. Klöppel, 31 Meter: 2. T. Malterer, Rüsselsheim, 29,28; 3. Wenzel, Glauberg, 28,42. Stein stoßen : 1. Koch, Dieder-Florstadt, 7,11 Meter; 2. Hofmann, Alten-Duseck, 7,00; 3. Malterer, Rüsselsheim, 6,77. Kugelstoßen: 1. Koch, Dieder-Florstadt, 12,75 Meter: 2. Steuerwald, Rüsselsheim, 12,05; 3. Wenzel, Glauberg, 11,10; 4. Winter, Launsbach, 10,35. Speerwerfen: 1. Eteuerwald, Rüsselsheim. 44,90 Meter; 2. Klippert, Dietzenbach. 41,20 Meter; 3. Schmidt. Rodheim, 39,60 Meter. 4xl00-Meter-Staffel (Jugend); !♦ Tv. Rüsselsheim, Main-Rod-Gau, 51,8t 2. Tgd. Dietzenbach, Main-Rod-Gau, 52; 3. Tv. Leihgestern, Gau Wetterau, 52,2 Sek. Weitsprung: 1. Dchieferstein, Launsbach, 6,40 Meter; 2. Scheiber, Mörfelden, 6,15 Meter; 3. Feiling, Dieder-Florstadt, 5,85 Meter. Stabhoch: 1. Scheiber, Mörfelden, 3,20 Meter; 2. Haardt, Kelsterbach, 3,10; 3. Stahl, Langen, 3,00. 200-Meter-Lauf: 1. Theo Koch, Dieder- Florstadt, 25,4; 2. Fr. Schikora, Rendel, 26; 3. A. Bommersheim, Rendel, 26,2. 400-Meter-Lauf: 1. Heinr. Jäger, Leihgestern, 57,4; 2. Heinr. Klein, Kelsterbach, 58,3; 3. Herrn. Röhl, Wieseck, 59,4. 5000-Meter-Lauf: 1. Gg. Siegel, Mörfelden, 17:29; 2. W. Wagner, Dieder-Florstadt, 18:04; 3. Hch. Croon, Mörfelden. 4xl00-Meter-Staffel 1. Tv. Rendel, Gau Wetterau, 49,4; 2. Tv. Rüsselsheim, Main- Rod-Gau. 49,6; 3. Tv. Ruttershausen, Lahn- Dünsberg-Gau, 49,8. 4x50-Meter-Pendelstaffel (3u- gend): 1. Tv. Lollar, Lahn-Dünsberg-Gau, 29^; 2. Tv. Garbenteich, Lahn-Dünsberg-Gau^ 1500-Meter-Staffel (Olympische): 1. Tv. Mörfelden, Main-Rod-Gau, 4:06,2; 2. Tv. Rüsselsheim, Main-Rod-Gau, 4:15. Schweden staffel: 1. Tv. Rendel, Gau Wetterau, 221,1; 2. Tgs. Rüsselsheim. Main- Rod-Gau, 222,4; 3. Tv. Leihgestern, Lcrhn-Düns- berg-Gau. Zwölfkampf (Oberstufe): 1. Gg. Treutel, Kelsterbach, 195 Punkte; 2. Hcb. Römer, Wieseck, 187; 3. Hch. Zulauf, Kelsterbach, 186; 7. W. Schmidt, Waldgirmes, 170; 8. O. Dender, Rodheim. 169; 11. H. Größer, Steinbach, 159. Deunkampf (Oberstufe): 1. G. Treutel. Kelsterbach, 155 Punkte: 2. W. Wurm, Dietzenbach, 149; 3. H. Zulauf, Kelsterbach, 147; 4. H. Römer, Wieseck, 146; 6. A. Drescher, Lollar 140; 7. W. Schmidt, Waldgirmes, 136; 9. O. Dender, Rodheim. 132; 10. L. Ohlemotz, Londorf, 130, 11. H. Größer, Steinbach, 127. Zwölfkampf (M i t te Ift ufe): 1. L. Rohn, Kelsterbach, 200 Punkte; 2. Däschert, Eberstadt, 197; 3. Schieferstein. Launsbach, 186; 4. Gg. Bernhardt, Waldgirmes. 185; 5. L. Lepper». Waldgirmes, und R. Rohrbach. Lechgestern, 182; 7. W. Speyer, Odenhausen. 178; 8. W. Bierau, Lollar, und B. Dreißigacker, Wieseck, 176; 9. L. Wagner, Lollar, und Fr. Geyer. Atz- bach. 175. Deunkampf (M ittelst ufe): 1. H. Dä- chert, Eberstadt, 158 Punkte; 2. Gg. Bernhardt, Waldgirmes, 153; 3. Z. Roth, Trebur, 152; 4. L. Zecher. Mainzlar, und Fr. Karber. Oben» hausen. 150; 5. W. Karber. Odenhausen, 149; 6. L. Wagner, Lollar, 146; 7. L. Lepper, Waldgirmes, 145; 8. K. Speyer, Wißmar, 144; 9. H. Bodes, Lollar, 142; 10. A. Rohrbach, Leihgestern, 1Ä, j Zwölfkampf (Unterstufe): 1. E. Deibel, Lollar, 202 Punkte; 2. K. Reinstädter, Dorlar, 200 ; 3. H. Pfeiff. Londorf. 188; 6. W. Grothe, Lollar, 182; 8. A. Löhr. Lollar, 175. Deunkampf (Unterstufe). 1. E. Deibel, Lollar, 154 Punkte; 2. K Reinstädter. Dorlar, 150; 3. W. Grothe, Lollar, 148; 5. H. Pfeifs, Londorf. 143; 7. W. Lepper. Wald-GirmcS. 141; 8. A. Löhr. Lollar. 138; W. Schmuhlbach. Mainzlar, 138; 9. K. Schwarz, Lollar, 137. Zwölfkampf, Unterstufe 14 bis 16 Jahre): 1. Geißler, Lollar, 220 Punkte; 2. W. .Moos, Lollar, 212; 3. H. Deuker. Steinbach. 207; 5. W. Dillendorf. Mainzlar. 204; 6. K Dieder- >öfer. Lollar. 202: 7. W. Müller, Lollar. 199; 9. W. Werner. Wieseck, 192; 10. A Schneider, Lollar, 191. Deunkampf. Unterstufe (14 biS 16 Jahre): 1. Fr. Geißler. Lollar. 159 Punkte; 2. I. Diefenbach. Kelsterbach. 151; 3. E. Vogel, Mainzlar, und W. MooS. Lollar, je 148; 4. H. Deuker. Steinbach, 147; 5. H. Mank. Wiefeck, 145; 6. W. Dillendorf. Mainzlar. 144; 7. W. Schneider, Odenhausen. 141; 9. W. Werner, Wieseck, 137; 10. W. Fink. Lollar. 134. Zwölfkampf (A l t e r s r i e g e): 1. H. Volk, Leihgestern, 194 Punkte; 2. H. Ruppenthal, Hausen, 192; 3. Ph. Denne, Mörfelden. 188; 4. W. Will. Wißmar. 169; 5. K. Same«, Hausen, 155. Altersriege, Deunkampf: 1. Volk, Leihgestern, 147 Punkte; 2. Ph. Denner, Mörfelden, 141; 3. W. Will, Wißmar, 138; 5. K. Eames, Hausen, 118. Oberstufe, Fünfkampf (Meist erschaff) : 1. Th. Koch. Dieder-Florstadt, 2495.92 Punkte; 2. Ph. Wesp., Raunheim, 2460,42; 3. A. Steuerwald, Rüsselsheim, 2316,12. Mittelstufe. Vier kämpf : 1. Fr. Knie«, Dreieichenhain. 71 Punkte; 2. Ch. Göckel, Dreieiche nhain, 68; 3. Ehr. Zindel, Dreieichenhain, 67; L. Walther, Daubringen. 67; 4. Otto Dietz, Lollar, 66; O. Schardt, Hausen, 66. Llnterstufe, Dierkampf (16 bi« 18 Jahre) : 1. Ph. Feun, Dietzenbach. 74 Punkte; 2. H. Rühl, (Beuern, 73; 3. L. Laun. Kelsterbach, 72. Unterstufe, Dreikampf: 1. W. Schäfer, Leihgestern, 60 Punkte; H. Pfaff. Kesselbach, 60; 2. Th. Dachmann, Burkhardsfelden, 59; H. Weimer, Daubringen, 59; 3. Ehr. Rühl, Burkhardsfelden, 58; W. Weber, Albach, 58; 4. W. Spaar, Mainzlar, 57; 5. H. Diehl, Lollar, 56; Ch. Möbus, Reiskirchen, 56. Altersriege, Vierkampf: 1. K. Gisset, Wald-Girmes, 73 Punkte; 2. L. Hasselbach. Rodheim, 60; 3. O. ÄHenk. Eichelsdorf, 47; 4. W. Becker, Wald-Girme«, 38. Turnerinnen. Weitsprung: 1. M. Wagner, Dieder- Florstadt. 4.60 Meter; 2. E. Leyer, Dreieichenhain, 4.51; 3. K. Göbel. Kelsterbach, 4^0 Meter. Kugelstoßen: 1. M. Wagner. Dieder- Florstadt. 9.25 Meter; 2. K. Göbel. Kelsterbach, 8,85; 3. E. Leyer, Dveieichenhain, 8,65 Meter. Hochsprung: 1. M. Wagner, Dieder-Florstadt, 1,29 Meter; 2. L. Leyer, Dreieichenhain, 1,24; 3. K. Göbel, Kelsterbach, 1,185 Meter. 100-Meter-Lauf: 1. E. Leyer, Dreieichenhain, 14 Sekunden; 2. K. Göbel, Kelsterbach, 15 Sekunden. Sch lagball (Weitwurf): 1. L. Kump« Kelsterbach. 47,45; 2. K Göbel, Kelsterbach. 42,16, 4x100-Meter-Staffel: 1. Tv. Dreieichenhain. (Main-Rod-Gau). V/s Minuten; 2. Tv. Kelsterbach. (Main-Röd-Gau), 12 Min.; 3. Turnv. Wieseck (Lahn-Dünsberg-Gau). Oberstufe (Zehnkampf): 1. K. Göbel, Kelsterbach, 186 Punkte; 2. G. Hirsch, Weiterstadt. 161; 3. E. Heckel. Kelsterbach, 157; 4. P. Hildebrandt, Wieseck, 156 Punkte. Enterstufe (Zehnkampf): 1. L.Kump, Kelsterbach, 171 Punkte: 2. L. Ewald, Trebur, 165; 3. R. Wehling, Wieseck. 164 Punkte. Oberstufe (Fünfkampf): 1. M. Wagner, Dieder-Florstadt, 159 Punkte; 2. K. Göbel, Kelsterbach, 136; 3. G. Leyer II., Dreieicheichain, 117; 4. W. Schleenbecker, Kinzenbach, 97 Punkte. Arbeiier-Turn- und Sportbund. Gießen hat am kommenden Sonntag die erste Mannschaft Daunheims im Rückspiel zum Gegner. Im Vorspiel konnte Daunheim die haltlos auseinandergefallene Elf der Gäste mit einer 5:1-Diederlage heimschicken. Sollten die Einheimischen am kommenden Sonntag nicht mehr Mannschaftsdisziplin wie beim Vorspiel aufbringen, so dürfte ihnen abermals eine Dieder- lage durch die Gäste in Aussicht stehen. Auch W ie f e d hat am kommenden Sonntag regen Spielbetrieb. Die erste Mannschaft hat die erste Mannschaft von Grohen-Linden in einem rückständigen Serienspiel zu Gast. Die Gäste, die wieder mächtig aufgebaut haben, wollen in diesem Spiele der feit längerer Zeit ruhenden Elf Wiesecks zeigen, daß auch sie zu spielen verstehen und vtelleicht einen Sieg mit nach Hause nehmen können. Die Eröffnung des Spielreigens macht die dritte Garnitur der Jugend, die die Jugend Staufenbergs zu Gast hat. Ihr folgt die zweite Jugend, die die Jugend Großen- Lindens zum Gegner hat. Die erste Jugend hat vor dem Spiel der ersten Mannschaft die Jugend Lollars zum Gegner. Die IbMannschaft Wiesecks wird zu einem Freundschaftsspiel nach Waldgirmes gehen, sie dürfte in ihrer guten Verfassung wohl einen Sieg mit nach Hause bringen. Handball. In Heuchelheim werden sich am kommenden Sonntag die ersten Mannschaften Heuchelheims und Wiesecks im Serienspiel messen. Beide Mannschaften verfügen über gute Kräfte. Der Ausgang des Spiels ist völlig offenzulasseL Schöne Haare: PIXAVON- Shampoon Bevld»M. Wirbleins Leben! Vornan von Anna Fink. Llrheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister. Werdau, S.-A. 4. Fortletzung. Nachdruck verboten. Das Essen verlies recht schweigsam. Barbara machte keinen Versuch, eine Unterhaltung in Gang zu bringen. Sie ah und trank wenig und langsam. Ab und zu lieh sie ihre Augen zu Reginald hinübergehen, um dann ihren Mann zu betrachten. Wie korrekt er war! Er bemerkte eher als Darbara, Zah Reginald keinen Tee mehr in der Tasse hatte, er sorgte wie eine aufmerksame Hausfrau für den Gast, dessen plötzliches Hereinschneien zu mitternächtlicher Stunde ihm — das wußte sie genau — doch absolut nicht recht war. Aber das war es: Es konnte etwas noch so unangenehm für Bernhard Much sein, mit Tatsachen wurde er mit geradezu erstaunlicher Korrektheit fertig. Diese Beherrschung stand ihm höher als alles andere, und er war darin ein Meister. „Man kann ihn nie aus der Fassung bringen", dachte Barbara und seufzte. Reginald hingegen war in feinem Benehmen viel freier und ungezwungener. Er hatte ehrlichen Hunger und ah mit Sammlung und Hingabe. „Als ob er seit langer, langer Zeit zum ersten Male an einer richtigen Tafel sähe", dachte sie bei sich. Sie ahnte nicht, wie sehr ihre Gedanken das Richtige trafen. Es war tatsächlich seit Monaten das erstemal. dah Reginald in einer gepflegten Umgebung, an einem sorgfältig gedeckten Tische ah. Er stellte bei sich selber fest, wie wohl das tat. „Wie alt waren Sie, als Sie mit Barbara befreundet waren, Herr Contius?" unterbrach Herrn Muchs Stimme die Stille. „Ich glaube, acht Iahre. Barbara war damals neun Iahre, ein Jahr älter als ich", gab Reginald zur Antwort. „Wir waren Rach- barskinder, und, wie das so geht, haben wir alles miteinander geteilt, Freud und Leid." „So jung sind Sie noch?" sagte Much in ehrlichem Erstaunen. „Ich hätte Sie mindestens um drei bis fünf Iahre älter als meine Frau geschäht. Sie sehen älter aus." „Mag sein. Man hat so allerhand erlebt", sagte Reginald lächelnd. Barbara sah von ihrem Teller auf und zu Reginald hinüber. Jetzt, wo er sich wieder etwas zu erholen schien, hatte sein Gesicht einen frischen, straffen Ausdruck, nur seine Augen machten einen älteren Eindruck, etwas Müdes lag darin. „Beinahe wie bei Bernhard", dachte sie bei sich. „Ich denke, wir gehen zur Ruhe, wenn wir satt sind", sagte Bernhard Much. „Morgen ist auch noch ein Tag." Reginald nickte zustimmend. „Karl", wandte sich Barbara an den eintretenden Diener, „ist das Fremdenzimmer zurechtgemacht?" „Jawohl, gnädige Frau", sagte dieser. Roch ehe Barbara etwas zu Reginald sagen konnte, meinte Bernhard Much: „Dann bringen Sie Herrn Contius auf sein Zimmer. „Ich glaube Sie werden der Ruhe bedürfen, nicht wahr?^' fragte er lächelnd den Gast. „Gewiß", erwiderte der, „ich mache kein Hehl daraus." „Gute Rächt, Reginald. Schlafe Wohl und träume etwas Angenehmes. Es geht in Erfüllung". sagte Barbara lächelnd. Er verbeugte sich und ergriff ihre dargebotene Hand. „Ich danke dir." Dann wandte er sich an Herrn Much. „Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Gastfreundschaft." Beide schüttelten sich die Hände. „Ja. schlafen Die sich gut aus, Herr Contius. Sie versäumen nichts." Reginald folgte dem wartenden Diener. Der führte ihn zwei Treppen empor und öffnete eine Tür. „Bitte schön, Herr." Er drehte das Licht an. Reginald'war erstaunt über die Eleganz des Raumes. Das Zimmer war ganz in blau gehalten. Ein großes breites Bett stand an der einen Wand, ein Rachtschränkchen daneben, an der anderen war ein Arrangement von einer Ottomane, davor ein niedriges Tischchen nach Art der türkischen Rauchtische, ein paar bequeme Sessel rings um dieses. Ein großer Schrank und ein Regal mit einigen guten Büchern darauf vervollständigten die Einrichtung. Der ganze Raum war mit dicken Teppichen ausgelegt. „Bitte, hier ist das Wasch- und Badezimmer", sagte der Diener und öffnete eine Seitentür. Reginald schaute hinein. Tatsächlich: Ein kleines hübsches Badezimmer mit Waschtisch. „Danke", sagte Reginald. „Man sorgt in diesem Hause gut für seine Gäste." „O ja. Es kommen ja man auch meistens keine", war die Antwort. „Wieso?" fragte Reginald. Der Diener wollte nicht recht mit der Sprache heraus. Reginald drückte ihm ein Geldstück in die Hand. „Mir können Sie es schon erzählen. Die gnädige Frau habe ich schon gekannt, als sie noch so klein war." Reginald gab das Maß mit der Hand an. „Ach nee, nee. Wirklich?" Karl bekam bei allem Respekt einen ganz gerührten Ton. „2a, ja, was unsere Gnädige ist, die hat ein goldenes Herz, 'n bißchen verdrehte und ausgefallene Einfälle hat sie ja, aber sonst — nee, nee." „Ra, und der Herr?" fragte Reginald interessiert. „ Per — ein gerechter Herr ist er ja — oft ein bißchen zu strenge. Rur seiner Frau sollte er man was mehr Bewegungsfreiheit lassen. Die möcht sich nicht umdrehen ohne seine Erlaubnis. Lind die Eltern von ihr sind geradeso. Aber wissen Sie" — das flüsterte der Brave ganz geheimnisvoll — „er ist ja viel zu alt für sie. Lind sie hat ihn ja auch nur aus Mitgefühl geheiratet, weil ihr Alter dumme Sachen gemacht hatte, und damit er aus der Patsche kam. Aber aus Liebe — nee, nee, da macht mir keiner was vor. Gute Rächt, Herr, wünsche wohl zu ruhen!" Damit drehte Karl sich um und ging etwas verlegen hinaus. Eigentlich gehörte es sich ja nicht, so viel zu schwatzen. Daran war aber auch nur das Trinkgeld schuld, das er in die Hand gedrückt bekommen hatte. Das mutzte ein nobler Herr sein. Wenn auch das Aeutzere ein wenig abgeschabt war — wer weih? In Romanen kam so etwas auch vor. Gähnend ging Karl in seine Kammer. Reginald starrte, nachdem der Diener gegangen war, lange auf einen Punkt. „So — so", sagte er halblaut, „so steht's hier. Konnte es mir denken. Die Bärbel ist für so was wie geschaffen, für solchen Opfermut, nein, Opferwut könnte man es schon nennen. Ra, mir soll's gleich sein. Er macht keinen unsympathischen Eindruck. Rur nicht ganz das Richtige für die Bärbel..." Damit ging er ins Badezimmer, entkleidete sich, nahm ein heißes Bad und legte sich zu Bett. Fünf Minuten später schlief er. Barbara Much hatte sich, als Reginald gegangen war, zu ihrem Manne gewandt. „Ich will schlafengehen", sagte sie. „Ich hätte dich gern noch einen Augenblick gesprochen, Barbara", war die Antwort ihre- Mannes. „Hat das nicht Zeit bis morgen?" fragte sie. „Rein. Es behagt mir wenig und hat mich erstaunt, daß du Herrn Contius mit du an* redest. Ich wünsche doch, daß du ein wenig mehr Zurückhaltung walten läßt." Barbara zog erstaunt die Augenbrauen hoch. „Ich kenne ihn schon seit unserer Kinderzeit, und er ist mir immer noch der altvertraute Kamerad. Sei doch nicht so kleinlich!" „Kleinlich?" erwiderte Bernhard Much. „Du bist doch inzwischen meine Frau geworden. Lind das ändert alles!" „So, meinst du?" fragte Barbara. „Es ändert manches, aber nicht alles. Gute Rächt!" „Komm, Barbara, sei nicht gereizt. Geh schlafen. Wir können morgen, wenn du dich ausgeruht hast, weitersprechen." Bernhard Much streckte der Frau beide Hände hin. Sie sah ihn etwas zweifelnd an. Er sah in diesem Augenblick wirklich gutmütig und freundlich drein. — Mit einem leichten Seufzer legte Barbara ihre Hände in die seinen und schüttelte sie kräftig. „Schlaf wohl, Bernhard." Ein flüchtiger Kutz streifte seine Wange. Schon war sie an der Tür und hinaus. Er sah ihr verloren nach. Da öffnete sich die Türe noch einmal, und durch einen schmalen Spalt rief Barbara mit ihrer hohen, hellen Stimme sehr energisch: „Lind ich nenne ihn doch du." Sie drückte die Tür ins Schloß und lief rasch die Treppe hinauf nach ihrem Schlafzimmer. Das war so ihre Art, etwas zu erreichen, was sie sich einmal in den Kopf gesetzt hatte. Bernhard Much stand, nachdem Barbara gegangen war noch lange und schaute durchs Fenster in den stillen Garten. Alte Bedenken und Zweifel stiegen wieder in ihm auf. Hatte er recht getan, Barbara durch diesen Zwang an sich zu binden? Gewiß, er liebte sie, aber er war sich viel zu klar über die Tatsache, dah sie ihn nur mit der Absicht geheiratet hatte, den Eltern eine wirtschaftliche Hilfe zu bieten, sie aus schweren Sorgen zu befreien. Lind was hätte aus ihr werden fallen, wenn er ihr nicht durch diese Ehe ein materiell glückliches und sorgloses Leben gesichert häjte? (Fortsetzung folgt.) Im ersten Jahrzehnt nur w 29/30 NIVEA KINDERSEIFE Sie ist nach ärztlicher Vorschrift besonders für die empfindliche Haut des Kindes hergestellt. Ihr seidenweicher Schaum dringt schonend in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde Hautatmung. Preis 70 Pfo Freilicht, Freiluft und Sonne! Und dazu NIVEA-CREME Das gibt gesunde Haut und schön gebräuntes Aussehen, —auch bei bedecktem Himmel; denn auch Wind und Luft bräunen den Körper. Aber trocken muss Ihr Körper sein bei direkter Sonnenbestrahlung. Und gut mit Nivea-Creme vorher einreiben I Sie vermindern dadurch die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes. 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T e£^ Lo.- ß £ i g»- c = 2 3 - £ ^«--8aE; — —; v — 13 = 3 af .s x c-e—i *° c-e.x i* C •* • .2 0.33 ES 211H 5-^53^ ^ysy-si = c u-E 3 « «. c£ e£hS£ o. y ä >0 i> b- £ 3 5 £ x - 3 *»—TZ £*^J8 AGE,- W O E±fi cc‘±- cKK = i A *" tiO oi *r~X et. - e 03 e “ c'.E x E •■ 5 £»•“ ~ c ■ C X »-W- 1 3 ߣ E E« Eti^rs^"5 i i = w E s g 53 5 E 3 ££ 3 ’? 2 o» Ä^a x e *-• * 2^81^ Z = x Bb § 0 ä- ° r *• — 5H t x> £ c «- .** §;55|.yts eCSb^&Etjc :i^jSS8^£ al’Oalx 5 LZI »|£ «.3 «ft sei—-5 3 *. ° o *>. =5S ß = rr;-X®?i-“y3X = gee-t . - E x£ = E efsHu£ K c.£ DL LLtzßx 4« S V - *Q «? .x c x 3 c «X—, y E = 1 itg tot x hochtr - ‘ über = ”^ee^ Gg-LZ — r- ’X. 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