J., L d-K'L *' °ann ist ' "Venn ch vielfach bX^'- KL ■"iS-'Ä : *r*erP^ r^'Kr wÄllU? der M>L ZLr gerungen unserer tu,, m frinbtn eben zuk ln. doch auch zu ein™ “«• ÄriiMfS J>«, b«6 bk Ort. oon |cn; ehe es wieder au * eme enorme Der. ^erhollnisse bringt M aud) den Posloer. ? h'er 'ns Mittel legen bringen bann konnten >0". Ausfallen, güt die *onchkung rentabel ge. pU täglich stottfinden. fielet 2nge. ’Qijn könnte ihren @ü< n. Henschost. letlfchast für Lhirurzie. in Berlin eröffneten en ®cfeI(|d)aft für. 'tsitzenbe, Veh. Rat An- h. Rat 8 ö r t e sein Lnt ' Gesellschaft nach Wh. )heitsrülksichten niederge- würbe unter Würdigung n die deutsche Chirurgie deutsche Tesellschast für n Ehrenvorsitzen. j, die bisher nur Bern, iteil geworden war. An erster Schriftführer Veh. chard sEharloltenburgi festlichen All wurde des fjmien Hallenser thirur. > n. gebaut, ber lid) /lang der antifeptiffyn -macht hat. hinaus bt- Mmgen. tzrichten. ,«i Ehrendoktor töt Gießen. putschen Iuristenzig". ich mann In Derkn, purbc n fejf ij £ sophischen Fakultät der rsität Eiehen M annt. ,Minister in Berlin XB. Zunkspruch.) heule 5 kämmend, der «er Admiral I« ^rieto :•:*?£”- '5 5 15 !7 i8 )6 75 89 35 .55 28 .42 172 19' 095 ,42 422 ,2 040 ,82 ,52 5 854 768734 1,620 58,3 112,0 112,0 112,42 10. 21-925 20.34 ’s 16,395 81, ' 52,10 2,Ökl 0> 58,97 1239 7.408 73.' j,03 18.78 Ä ,425 jj81 3 646 20,66 L624 58. 111- i 'S 21.965 20,38 4J905 16,43’ 81'S 52,20 2-on 0,495 59,09 !'-« Ä !!Z 1,788 5,4g 4.169 3,85* 4.161 58.28 i "I-13, 20,3'5 16.395 168.01 21,98 111.73 58 2.46 112-1 81.04 52,39 12,3 72.95 58.52 112.17 20,355 16.455 168,6? 22.06 112,17 15 •SS 52,61 12.43 73.25 len. — nr. 96 (Elftes Blatt 180. Jahrgang Sreltag, 25. April 1950 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag«. Beilagen: Die Illustrierte -tehener FamUienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monat, Bezugrprelr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger« lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. $emfpred)erS.Z.Z. Reichsbankdirektor Dr. Ernst Huelfe wurde zum 2. Generaldirektor der B. I. Z. (Internationale Reparationsbank) gewählt. Dieser Posten wurde neu geschaffen, um den deutschen Ansprüchen Rechnung zu tragen, nachdem Dr. Luther gegen die Besetzung des Generaldirektorpostens durch einen Franzosen opponiert hatte. Aus aller Welt. Ein Hausmädchen stiehlt Juwelen im Wette von 140 000 Mark. Das Hausmädchen Frieda Rothe hat ter Gattin eines Berliner Bankiers Schmuckstücke im Werte von 140 000 Matt gestohlen und ist mit seiner Deute entfloten. Wie sich nach ter Tat herausstellte, war der große Diebstahl schon lange vorbereitet und ist ein Freund der Frieda Rothe mit im Komplott. Die Diebin stammt aus Reusalz a. d. Oder und ist etwa 24 Jahre alt. Zum 1. Mai war ihr gekündigt worden. Schwere Explosion in Lüttich. — 7 lote. In einer Fabrik in Lüttich explodierte gestern vormittag ein großer Behälter, der 50 Kubikmeter Ammoniak enthielt. Die Explosion war so heftig, daß Teile des Behälters 90 Meter weit fortgeschleudert wurden. Ein Arbeiter wurde auf der Stelle getötet, drei Arbeiter wurden in bewußtlosem Zustand von den Hilfsmannschaften in das Kranken- haus gebracht. Sie find dort infolge der giftigen Dämpfe, die sie eingeatmet hatten, gestorben. Zehn liegen mit schweren Vergistungserscheinungen danieder, 60 Arbeiter sind leichter erkrankt und konnten zum Teil in ihre Wohnungen entlassen werden. — Nach einer späteren Meldung hat sich die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf sieben erhöht. Drei französische Flieger vermißt. Die französischen Flieger Marchesseau, Goulette und Bourgeois, die in Gao am Riger am 22. April aufgestiegen waren, um nach Algier zu fliegen, sind in Reagan (Algetten) bisher nicht eingetroffen. Militärflugzeuge haben die Rach» forschungen ausgenommen. Grohfeuer in Nancy. In Ranch brannten gestern nachmittag die Warenlager einer Lebensmittel-Handelsvereinigung nieder. Der Schaden wird auf 8 Millionen Franc geschäht. heuschreckenschwarm in Gibraltar. Ein großer Schwarm Heuschrecken, der in Marokko Verheerungen angerichtet hat, ist übet die Meerenge gekommen und hat sich in einem Teil von Gibraltar festgesetzt. Wettervoraussage. älnter der weiteren Vorherrschaft warmer Luft haben sich die hohen Temperaturwerte gehalten und sind durchweg noch angestiegen. Im nördlichen Deutschland erreichten sie heute morgen schon bis zu 16 Grad. Sogar das Minimum lag während der verflossenen Rächt durchweg über 10 Grad. Die seitherige Lustdruckvertellung zeigt hinsichtlich der Lage wenig Aenderung. Rur hat sich der Kern des Discahatiefs etwas nördlich verlagert und mit dem über Irland liegenden vereinigt, dabei aber abgeflacht. Das Hoch über Skandinavien zeigt weitere Kräftigung. Infolgedessen wird sich auch die Wetterlage vorläufig wenig ändern, die Temperaturen behalten ihre hohen Werte bet; zeitweise wird Bewölkung unseren Bezitt überqueren, jedoch nehmen die Riederschläge ab und treten nur vereinzelt auf. Wettervorhersage für Samstag: Be- wölkt und aufhetternd, warm, vereinzelt Niederschläge. Witterungsaussichten für Sonntag: Dunstig und wolkig mit Aufheiterung, leichte Abkühlung, meist trocken. Lufttemperaturen am 24. April: mittags 18,8 Grad Celsius, abends 14,6 Grad; am 25. April: morgen« 13,5 Grad. Morimum 18,8 Grad, Minte mum 10,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. April: abends 14,4 Grad: am 25. April: morgens 11,6 Grad. — Riederschlägs 1,5 mm. Sonnenscheindauer 43/< Stunden, fronet 'b«l J' l'>l bl6 Wt iL-84 iff« I* Eft **4 ;i*“nS Mrui, ?l,8'n Wl st Huelse wurde M' 3. internationale Se- e|er Posten wurde n:u n Ansprüchen Rechnung cher gegen die Sesetzung durch einen FranM hatte. ■ We«. samten im Werte von Mark. e-a Äot-e hat ter lanfietä irf gefügten uni) iH Die sich nach ter gto^e DiMchl \ijou ix Krrmd bet W& ixe Diebin stammt au« t ettoa 24 Jahre alt inbigt worden. Lüttich. - l Ul tich explodierte gestern >ller, der 50 ftubitmetcr :rp[ofion war so hcft'g. 90 Meter weit fortje- rbeiter wurde aus der wurden in bewußtlosem schäften in bas Kranken. S infolge ber giftigen hatten, gestorben. Zehn stungserscheinungen da Mer erkrankt und tonn- ungenenMf»‘fi ibung bat fnj bie Zah auf sieben erhöht, flieg« vermißt. .Mrchcsseau,SoulcM 'M m ÄgS arcn. u® Arnijt 5««f8«»wl )t »ussage. ft »ttatuwVSK durchweg über SSunfl W ^cttet ^halten -Stt raturen «« n- Lc vere'E,. £S;aZ U ®til: »“Ä«® -- Aus der provinzialhaupistadi. Gießen, den 25. April 1930. Imkeriagung in Gießen. Oie Pflicht, die keiner liebt. Etwas dom Stenerzahlen. „Heuer Landtag, gewiss« ©teuer“, sagt ein alter Spruch Da- ei gar nicht einmal eines neuen Landtag- dazu bedarf, spüren wir ständig am rigenen Leib«, sind unS doch wieder gar mancherlei neue Steuern angekündigt, und so etwa- ift niemals freudig begrüßt worden. Schon die Griechen deS Jahres 600 v. Ehr. waren wohl kaum all« gleichmäßig entzückt von der Steuergesetzgebung GolonS, aber damals Hieb wenigstens den obersten Steuerklassen der Trost, daß sie allein Staatsämter bekleiden durften. Denn Despasian von seiner Kloakensteuer behauptete „non ölet“, so haben sich die Römer vermutlich daS ihre gedacht, ebenso, wie die LandeSkinder deS Herzogs Friedrich lII. von Gotha, als dieser Fürst daS schöne Sprüchlein prägen lieh: „DotteS Wort und Steuer geben. Hilft zu diesem und jenem Leben." Der DolkSmund klaat: „Sterben und Steuer geben, muß der Mensch überall", und Benjamin Franklin spricht die gleiche Ansicht aus, wenn er wehmütig sagt: „In dieser Welt gibt eS nichts Sichereres, als den Tod und die Steuern." Das ist eine betrübliche Tatsache seit Weltbeginn. „Im Steueralmanach ist keine rote Schrist, sie feiert, feit di« Welt steht, keine Stunde nicht" singt Friedrich von Lvgau. RichtS Wichtigeres auch, als daS Steuer- zahlen! Darum mahnt eine Inschrift im Wiesbadener Ratskeller: „Bürger, schreib' den Rat dir auf, Erst zahl' Steuern und bann sauf'.“ Tiber der brave Steuerzahler will auch wenigstens wissen, wo daS hinkommt, was er zinsen muh. So ist es denn nicht mehr als recht und billig, wenn eine schwäbische Derordnung vom Jahr 1368 vorschreibt: „Man soll such elliu Iar Rich und Arm wissen laun, wa ir Stiur, Dult und ZinS hinkumen." Immerhin ist der zu beneiden, dessen einziges Leid das Steuerzahlen ist, wie zum Beispiel der „Einsame", dessen Glück Wilhelm Dusch besingt, mit der einzigen Einschränkung: „Kurz, abgeseh'n vom Steuerzahlen, Läßt sich das Glück nicht schöner malen." Ob nach alledem nicht heute noch mancher die Berslein über den „Schösser", den Steuereinnehmer, unterschreibt, das im „Kurtzweiligen Zeitvertreib" von 1668 zu lesen steht: „Hier liegt begraben unser Schösser-, Ihm und uns ist nunmehr besser, Ihm, daß er nicht mefjt ein Sünder, LlnS, daß wir loS sind den Schinder.“ Aber, was helfen alle frommen Wünsche, eS bleibt doch bestehen: „Macht'S dir noch so große Qualen. Dcpne Steuern mußt du zahlen!" Da gibt's kein non possumus. Elisabeth Dehaghel. Neuer Gießener Ehrendoktor. Die Philosophische Fakultät der hessischen Lan- deSUniversität Gießen ernannte, wie in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe bereits gemeldet wurde, den Her au Kg aber der „Deutschen Juristen-, xeitung", Dr. jur. n. c. O 11 o Liebmann in Berlin, einen geborenen Mainzer, „der in seinen DerlagSwerken und vor allem in den beiden, von ihm gegründeten und geleiteten hochangesehenen Zeitschriften, der „Deutschen Iuristen- zeitung" und dem „Deutschen WohnungSarchiv" die Behandlung staatswissenschastlicher Probleme angeregt und gefördert, der sich um die Pfle^: der den Staatswissenschaften nahe verwandten Rechtswissenschaft die größten Verdienste erworben hat, den warmherzigen und treuen Freund ider Alma Mater Ludoviciana, der LandeS- llniversität seiner Heimat, aus Anlaß des vierzigjährigen Bestehens seines Berlages am Tage der Vollendung seines fünfundsechzigsten Lebensjahres ehrenhalber zum Doktor der Staatswissenschaften". Daten für Samstag. 26. April. Sonnenaufgang 4.44 älhr, Sonnenuntergang 19.13 Uhr. — Mondaufgang 4.09 Llhr, Mond- unter gang 16.35 Uhr. 1787: der Dichter Ludwig Uhland in Tübingen geboten (gestorben 1862); — 1812: der Industrielle Alfred Krupp in Essen geboren (gestorben 1887); — 1863: Arnold Holz in Rastenburg geboren; — 1920: der norwegische Dichter Björnstjerne Djörnson in Paris gestorben; — 1925: Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: ,In der Iohannisnacht", 19.30 bis 22.30 älhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Liebeswalzer." — Astoria-Lichtspiele: „Der Kampf um die Goldfelder' und .Ich hab' mein Herz im Autobus verloren." — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: DiS zum l.Mai setzt sich das Programm wie folgt zusammen: Heute 19.30 älhr „In der Iohannisnacht". Gastspiel Auguste Prasch-Gre- i-enberg, Spielleitung Intendant Dr. Prasch. Diese erste Operette des eigenen Ensembles hatte bei Presse und Publikum einen durchschlagenden 'rfolg. — Sonntag, 27. April, 19 iUjr, Fremden- Dtftellung zu ermäßigten Preisen, „In der Io- nnisnacht". Am 30. April wird die Operette :m letzten Male gegeben. Gleichzeitig wird sich rau Prasch-Grevenberg in der Rolle der Großmutter in dieser Ausführung von dem Gießener Publikum verabschieden. Als letzte Premiere im April wird „Elavigo" von Goethe herausgebracht. Spielleitung Oberspielleiter Hans Tannert. In diesem Stück verabschiedet sich Trude Heß in der Rolle der Marie von dem Gießener Publikum, di: für die nächste Spielzeit an das Stadttheater Zwickau verpflichtet ist. Ebenso tritt Franz Arzdorf in der Titelrolle zum letzten Male in der Winterspielzeit auf (neues Engagement: Reues Theater, Frankfurt a. M.). Hans Tannert, der für die nächste Spielzeit an das Stadttheater Krefeld verpflichtet wurde, wird mit „Elavigo" die letzte Inszenierung eines ernsten Stückes in Gießen herausbringen. • •• Sitzung des ProvinzialauS- s ch u s s e s. Am nächsten Samstag, 8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt nnt folgender Tagesordnung: 1. Klag« des Dertreierversammlung des oberhessischen BienenzüchiervereinS. Wie alljährlich, so sand auch in diesem Jahre am dritten Osterfeiertag zu Gießen die alljährliche Dertreterversammlung des ober- hessischen Bienenzüchtervereins statt, auf der die Vertreter von etwa 2000 Imkern zugegen waren. Auf der TageSordnuirg stand neben den geschäftlichen DereinSangelegenheiten (Rechnungsablage, Jahresbericht, Ersatzwahl für den verstorbenen 1. Vorsitzenden) auch die Frage der Zustimmung der Vertreter zu der in Frankfurt am Main gegründeten Honigverwertung S st e l l e. der neben dem oberhessischen Verein noch die Imkervereine von Kurhessen, Hessen-Rassau und der Mitteldeutsche Bienen- HÜchterverband mit dem Sitz in Frankfurt, sowie Die LandwirtschastSkammem Darmstadt und Wiesbaden angeschlossen sind. Der stellvertretende Vorsitzende Lehrer Runk (Ridda) widmete nach Degrühungsworten an die Versammlung dem im verflossenen GeschästSjahre verstorbenen langjährigen Dereinsvorsitzenden Lehrer Buh (Leihgestern) einen warm empfundenen Rachruf und hob dabei besonders die großen Verdienste des Heimgegangenen um die Bienenzüchterorganisation und die hessische Bienenzucht hervor. Die Versammlung ehrte den Entschlafenen durch Erheben von den Sitzen. Anschließend erstattete der stellvertretende Vorsitzende den Jahresbericht. Seinen Darlegungen ist u. a. zu entnehmen: DaS Dienenjahr 1929 brachte einen zufriedenstellenden Honigertrag. Im Arbeitsgebiet deS oberhessischen Bienenzüchter- vereinS traten vereinzelt unter den Bienenvölkern Seuchen auf, die aber dank rechtzeitigen Eingreifens sich nicht zu schweren Fällen auswuchsen. Die Haftpflichtversicherung wurde in drei Fällen in Anspruch genommen, die sämtlich im Sinne der Versicherten erledigt wurden. In Frankfurt a. M. wurde die Südwest - deutsche Honigverwertungsgenos- s e n s ch a f t gegründet, der die obengenannten Verbände angeschlossen sind. Der Zweck dieser Reueinrichtung ist die Erfassung deS Bienenhonigs aus den Imkereien der Mitglieder zur bestmöglichen Verwertung, die Bekämpfung deS unlauteren Wettbewerbs mit gefälschtem Honig und die Erschließung neuer Absatzquellen. Dadurch soll besonders den wirtschaftlich Schwachen geholfen werden, daß sie ihren Honig absetzen können, ferner soll hierdurch ein Ansporn zur Erzeugung von größeren Mengen Honig gegeben werden. Es sei noch darauf buv» gewiesen, daß die Garantie für echten deutschen Honig nur in Packungen — gewöhnlich in (Sin- uni) Zweipfund-Gläsern — mit dem Gewährstreifen des Deutschen ImkerbundeS gegeben ist. Das Geschäftsjahr 1929 brachte eine Erhöhung des Zuckerzolles von 40 auf 65 Mk. je Doppelzentner Auslandhonig durch den Reichstag bei der Beschlußfassung über daS Agrarprogramm. Im Anschluß an den Geschäftsbericht erteilte die Vertreterversammlung die Genehmigung zum Beitritt des Vereins zu der HonigverwertungS- genossenschaft Frankfurt a. M. und zur lleber- nahme von vier Genossenschaftsanteilen. Oer neue Dereinsvorsihende. Bei der Wahl des Amtsnachfolgers für den verstorbenen ersten Dereinsvorsitzenden, Lehrer Buh, wurde der seitherige zweite Vorsitzende, Lehrer R u n k, Ridda, einstimmig zum ersten Dereinsvorsitzenden gewählt, und als zweiter Dorsitzender Lehrer Braun, Holzhausen (Kreis Friedberg), berufen. Oie Rechnungsablage. Im Anschluß an die Wahlen erstattete der Rechner Schäfer, Gießen, die Rechnungsablage, aus der folgendes zu berichten ist: die Einnahmen im Geschäftsiahre 1929 beliefen sich auf 11 733.93 Mk., die Ausgaben auf 11080,53 Mk. Einschließlich einiger anderer Aktivposten ist ein Kassenvorrat von 946,89 Mk. zu verzeichnen. Das Dermögen des Vereins beläuft sich auf insgesamt 1923,10 Mk. Die Prüfung der Rechnung gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, so daß dem Rechner mit Worten des Dankes Entlastung erteilt wurde. Oer Voranschlag für 1930 weist auf der Ausgabeseite bei der Position „Druck der Dereinszeitschrift" eine Wenigerausgabe der Herstellungskosten auf. Der Dorsitzende hob bet diesem Punkt das entgegenkommende Verhalten der Brühl'schen älniversitätSdruckerei R. Lange hervor, das eine erfreuliche Ausnahme in der heutigen Zeit darstelle, und er richtete an die Dereinsvertreter die Ditte, durch Werbung neuer Mitglieder die Zahl der De- zieher der Vereinszeitschrift zu erhöhen und so dem Verlag der Zeitschrift den Dank abzustatten. Für die diesjährige Derbandsausstellung in Hersfeld, die am 26., 27. und 28. Juli stattfindet, ist ein Zuschuß vorgesehen. Rach reger Aussprache wurde der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit je 5500 Mark einstimmig genehmigt. Anträge. Del dem Tagesordnungspunkt „Anträge" wurden zu Preisrichtern für die diesjährige Wanderversammlung mit Ausstellung der kurhessischen. oberhessischen, starkenburgischen und rheinyessischen Imkervereine die Herren Steinader, Schlitz, und K ü ch. Hungen, alS Ersatzleute die Herren Greis, AlSfeld, unb Bernhard, Heimertshausen bestimmt. Der Verein ist für das Jahr 1930 nochmals bei der Gothaer Versicherungsgesellschaft gegen Haftpflicht versichert, vom 1. Januar 1931 ab hat er den Versicherungsschutz beim Deutschen Imkerbund. Es wurde noch dringend gewünscht, daß die Bevölkerung daS Pflückender Haselnuß- und Werdenkätzchen, deren Pollen zur Pflege der Bienenbrut nötig sind, unterlassen möge. Die Dereinsmitglieder wurden aufgefordert. in diesem Sinne aufklärend tätig zu sein. Mit Worten des Dankes an die Versammlungsteilnehmer schloß der Vorsitzende die anregend verlaufene Tagung. Ehrung -es Altmeisters Hensel. 3m Anschluß an die Dertreterversammlung, sand eine feierliche Derbandssitzung statt, in der dem verdienstvollen Vorkämpfer und Förderer der Imkerei in Hessen, Lehrer i. R. und Bürgermeister Hensel (Hirzenhain), eine eindrucksvolle Ehrung bereitet wurde. Herr Hensel, der sich noch bester körperlicher und geistiger Frische erfreut, konnte seine 50jährige Mitgliedschaft im Oberhessischen Dienenzüchterverein und zugleich fein 25jährigeS Jubiläum als Schriftleiter der Dereinszeitschrift „Die Diene" begehen. Zu der Jubiläumsfeier hatten sich neben den offiziellen Vertretern der Vereine auch zahlreiche Freunde deS Jubilars eingesunden, um ihm Glückwünsche auSzusprechen und zugleich Dank zu sagen für alles, was er in den langen Jahren seines Wirkens als VerbandSmitglied und Schristleiter der „Diene" für die hessische Imkerei, aber auch für die gesamtdeutsche Dienenzucht geleistet hat. Reben der Schriftleitung der „Diene" hielt Herr Hensel schon viele Jahre vor dem Kriege und auch in den Rach krieg sjahren zahlreiche praktische Imkerkurse in Hirzenhain ab. Rund 1800 hessische und nichthessische Imkerinnen und Imker sind durch seine erfolgreiche Schulung auf dem Gebiete der Bienenzucht gegangen. Weit über die Grenzen unseres deutschen Vaterlandes hinaus werden seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen in der Bienenzucht geschätzt. Dor Jahren wurde u. a. auf einer deutsch-österreichischen Imker-Wander- versammlung festgestellt, daß Herr Hensel damals »um 35. Male bei dieser alljährlich einmal statt- findenden Veranstaltung mitwirkte. Der Verband der hessischen Imker, dem alle hessischen und kurhessischen Imker angeschlossen sind, lieh den hochverdienten Jubilar durch den 1. Verbandsvorfihenden, AmtSanwaltschastsrat Wenkebach (Kassel) beglückwünschen und gleichzeitig ein wertvolles IubiläumSgeschenk als äußeres Zeichen deS DankeS überreichen. Die Glückwünsche deS oberhessischen HauptvereinS brachte dessen erster Vorsitzender, Lehrer Runk (Ridda) mit herzlichen Worten zum Ausdruck, denen er ein ergänzendes IubiläumSgefchenk als Dankeszeichen beifügte. Im Ramen der Starkenburger Imkerschaft überbrachte Amtmann Brunner (Darmstadt) Herrn Hensel herzliche Glückwünsche, die goldene Radel deS Vereins und eine Ehrenurkunde über die Ernennung des Jubilars zum Ehrenmitglied deS Starkenburger Vereins. Buchdruckereibesiher Lange (Brühlsche Universitäts-Buch- und Steindruckerei) zu Gießen, von dem die Dereinszeitschrift „Die Diene" gedruckt wird, hob in seiner Glückwunschansprache die segensreichen Auswirkungen der langjährigen Imker- und Schriftleitertätigkeit deS Jubilars hervor und ehrte ihn ebenfalls durch Lieberreichung einer Gedenkgabe. Weitere Glückwunschansprachen hielten ein Tkrtretet des Rheinhelsi- schen Bienenzüchtervereins, der zugleich die Ernennung Hensels zum Ehrenmitglied dieses Dereins mitteilte, ein Vertreter des Mitteldeutschen Bienenzüchterverbandes in Frankfurt a. M.» der den verdienten Jubilar zugleich mit einem Geschenk ehrte, Dr. Freudenstein von der Dienen- zuchtstation der Universität Marburg undAmtS- anwaltschaftsrat Wenkebach als Vertreter des Deutschen Imkerbundes, der dem Gefeierten eine Ehrenurkunde mit der bronzenen Wabe aushändigte. Bewegten Herzens dankte der Jubilar für die zahlreichen und herzlichen Ehrungen, zugleich versicherte er seinen Imkerfreunden, daß er auch weiterhin gerne feine Kraft in den Dienst der deutschen Imkerei stellen werde. Die Ansprachen wurden in stimmungsvoller Weise von musikalischen Darbietungen umrahmt. Die hessische Imkerschaft wünscht ihrem Altmeister Hensel, daß er ihr noch viele Jahre in voller Schaffensfrische erhalten bleiben möge, zum Ruhen der hessischen und der deutschen Imkerschaft und damit auch zum Besten unseres Volkes. Ferdinand Klein in Ilbenstadt gegen das Kreisamt Friedberg wegen Versagung eines Wandergewerbescheins; 2. Klage des Dezirks- fürsorgeverbandes des Kreises Gießen gegen den Dezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg wegen Erstattung von Pflegekosten für den Geisteskranken Josef Buch aus Saulgau; 3. Klage des Preuh. Dezirksfürsorgeverbandes der Stadt Essen gegen den Dezirksfürsorgeverband des Kreises Alsfeld wegen Erstattung von Fürsorgekoften für die Familie Philipp Pfisterer; 4. Klage des Dszirksfürsorgeverbandes der Stadt Worms gegen den Dezirksfürsorgeverband des Kreises Gießen wegen Erstattung der Aufwendungen für Luise Kirch aus Ringelshausen. ** Schulpersonalien. Es wurden ernannt: am 17. April die Studienräte: Hermann Buß an der Realschule in Schotten, §ur Zeit kommisiarisch an der Augustinerschule (Gymnasium und Ober, realschule) in Friedberg, zum Studienrat an der Ernst-Ludwigs-Schule (Oberrealschule) in Bad Rau. heim; Hans Krämer an der Aufbauschule in Friedberg, zur Zeit kommisiarisch an der Schillerschule (Lyzeum und Frauenschule) in Friedberg, zürn Studienrat an dem Realgymnasium in Gießen; Friedrich Kreutzer an der Oberrealschule in Bad- Ranheim zvm Studienrat an der Schillerschule (Lyzeum und Frauenschule) in Friedberg, Artur S ch a rJ mann an der Realschule in Ober-Ingelheim zum Studienrat an dem Recügymnasium in Gießen; Dr. Otto Steiger an der Oberrealschule in Bad-Rau» heim zum Studienrat an der Studienanstalt in Oie- feen; Friedrich Bolz an der Realschule in Dilbel zum Studienrat an der Studienanstalt in Offenbach; Friedrich Ploch an der Oberrealschule in Alsfeld zum Studienrat an der Oberrealschule in Grünberg mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts ab; am 19. April: der Lehrer Otto Philipp zu Ober- Seemen, Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Bellersheim, Kreis Giefeen, mit Wirkung vom 6. April 1930 ab. ** Pensionskassen • Verschmelzung im Bankgewerbe. Dom Deutschen Bankbe- amten-Verein E. 23., Zweigoerein Gießen, wird uns geschrieben: Unverzüglich nach dem Bekanntwerden der Fusion der Deutschen Bank mit der Disconto- Gcsellschaft war vom Deutschen Bankbeamten-Ver- ein, auch in den Generalversammlungen der beiden Institute, die Verschmelzung des Beamtenfürsorge- Vereins der Deutschen Bank mit dem Beamtenver- sicherungsoerein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes angeregt worden. In der Pensionskasse der früheren Deutschen Bank sind gegenwärtig etwa 13 000 Angestellte versichert, während in der allgemeinen neutralen Altersversicherung, der sich seiner Zeit fast alle Großbanken und viele mittlere und kleinere Bankfirmen angeschlosien haben, rund 56 000 Versicherte vorhanden sind. Die Verhandlungen über die Fusion sind gegenwärtig so weit fortgeschritten, daß der Vorstand der D. D.Bank zugestimmt hat, und daß auch die Aufsichtsräte der beiden Pensionskassen ihr Einverständnis erklärt haben. Nunmehr teilt der Deutsche Bankbeamten- Verein mit daß die Generalversammlungen zur Beratung und Beschlußfassung über den Fusionsvertrag demnächst ftattfinben. Die Tagung des Beamtenfürsorge.Vereins der Deutschen Bank wird am 3. Mai und die der Neutralen Pensionskasse am 4. Mai abgehalten. Wenn die Verschmelzung beschlossen wird und die Genehmigung der zuständigen Reichsbehörden findet, dann wird für die Bankangestellten eine Altersversicherung mit einem Anfangskapital von 120 Millionen Mark vorhanden fein. •• Motorradunfall. Gestern abend gegen 6 älhr fuhr der Motorradfahrer Lemke auS Eschhofen bei Limburg, der sich auf einer Geschäftsreise befand, oberhalb der Wellersburg nach Lollar zu gegen einen Meilenstein, stürzte um und erlitt dabei eine Schulterprellung. Sein Motorrad wurde völlig zertrümmert. Der Fahrer mußte von der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Der Gestürzte hatte vermutlich infolge eines Schwäche- anfaNS die Gewalt über fein Fahrzeug verloren. •• Sachbeschädigung. Das Polizeiamt berichtet: Verschiedene Schaufensterscheiben wurden in letzter Zeit dadurch beschädigt, daß sie mit scharfen Gegenständen angeschnitten worden find. Preußen. Oie Mordsache Kern. WSR. Frankfurt a. M., 24. April. Die Voruntersuchung in der Mordsach « Kern ist nunmchr zum Abschluß gelangt. Der Gang der Dinge nwch der Tat läßt erkennen, daß die polizeilichen und gerichtlichen Stellen schneU gearbeitet haben. Die Akten werden nunmehr vom Llntersuchungsrichter der Staatsanwaltschaft zur Erhebung der Anklage zugeleitet werden. Voraussichtlich wird der Fall schon in der kommenden Schwurgerichtsperiode Mitte 3uni zur Verhandlung gclanacn. Unabhängig von der Mordfache werden die übrigen den Inhaftierten zur Last gelegten und von ihnen auch fast sämtlich zugegebenen Delikte behandelt. Es dreht sich hierbei um etwa 20 Fälle, die teils vor, teils nach der Mordtat an dem Polizei- Wachtmeister Kern begangen wurden. Dahin gehören: Kircheneinbrüche in Flörsheim und Glashütten, versuchter Einbruch in die Krie- gcrgedächtniskapelle in Flörsheim (begangen in der Zeit vom 25. bis 27. Februar), ein Motorraddiebstahl in Wiesbaden (28. Februar), der Raubüberfall auf die StationSkasse in Otzenhausen bei Trier (3.März), der versuchte Raubüberfall auf die Vorschuhkasse in Schwanheim (8. März), Einbruch in einen Kraftwagenschuppen in Kaan im Kreise Siegen (16. März), Einbruch in daS Pfarrhaus von Sechshelden usw. Der Landwirt Georg au8 Scheuerfeld wird der Hehlerei und der De- günftigung beschuldigt. Gr soll u.a. auch bei dem versuchten Kassenraub in Schwanheim eine gewisse Rolle gespielt und Hoyer eine Waffe verschafft haben. Die Diebstähle und die Raub- Überfälle werden zu einer Anklage vor dem Großen Schöffengericht bereinigt werden. AuS Wermelskirchen wird gemeldet: 3m Dezember vergangenen IahreS wurde aus der dorttgen Sparkasie ein Betrag von 40000 Mk. geraubt. Wie sich jetzt herauSgeftellt hat, war an diesem Einbruch der Schlosser Hermann Hoher hervorragend beteiligt, der bekanntlich den Frankfurter Polizeioberwachtmeister Kern erschossen hat. Hoyer soll ferner auch an der Ermordung der Frau Emma Meyer aus Remscheid mitgewirkt haben. Kreis Wetzlar. JL LaunSbach, 25. April. Der hiesige Gesangverein „Liedertafel" veranstaltete am 1. Oftertage einen Theaterabend. Der neu erweiterte Saal des Gastwirts Rinn war bis auf den letzten Platz beseht. Zur Ausführung gelangte die Operette „Der Graf von Olala". Die Mitwirkenden, Laienspieler von hier, gaben ihr Bestes. Der Verein erntete mit der Darbietung Beifall. — Der Umbau der elektrischen Straßenlampen, die zum größten Teile unbrauchbar waren, ist soweit beendet. Berliner Börse. Berlin, 25. April. (WTB. Funkspruch.) Der heutige Frühverkehr lag geschäftsloS und o5n wartend. Besondere Momente waren nicht vorhanden, nur die bevorstehende Liquidation hemmte naturgemäß die Llmsätztätigkeit. Kurse waren noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,96 zu 123,97, London gegen Mailand 92,80, London gegen Madrid etwa 39, London gegen Buenos 43,50, London gegen Kabel 4.8640, London gegen Berlin 20,3650 zu 20,3675, Kabel gegen Berlin 4,1870 zu 4,1875. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, den 26. April. Skadtkirche. 14 Uhr: Beichte für die Konfirmanden der Markusaemeinde und deren Angehörigen. — Johanneskirche. 14: Beichte für die Konfirmanden der Lukasgemeinde und deren Angehörigen. — Kapelle des Alten Friedhofs. 14: Beichte für die Konfirmanden der Luthergemeinde und deren Angehörigen. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst ht der Synagoge (Sudanlage): Samstaa, 26. April. Vorabend: 7.15 Uhr; morgens: 8.30 Uhr; abends» 7.45 und 8.25 Uhr.________________________________ Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschei^ PIXA VON ! während meines Umbaues UMMadil 2741 A ;fr Gießen, den 25. April 1930. MV 326W Loden-Mäntel 2437 A für -i Braunschweig. 2637V Heuchelheim, den 25. April 1930. 131 28. April 1930. 3170C 3273D [Vermietungen | b) 5 Mit unseren 50 Verkauf im 1. Stock 2911A Kreuzplaf, 15 Kreuzplat, 15 Salomon ^i"^664 3264 A JNH.GEORGFALKENfrEIN/GIE«EN/4ELTER£WEC18 Maria Steinbredier geb. Wagner und Kinder. einen besonders billigen Verkauf in Wäschestoffen und Damaste Knaben-Lmnbenncks Tracbien-feldeidniid Windjacken Knaben-Stridi-Änzfide Knaben-Hosen Auf die übrigen Artikel den bekannten Barrabatt von........................... bet einem nwnatL Einkommen von RD. 600 und mehr bieten wir tücht. Landreisenden. Es bandelt sich um Dauerposten. Bewerb, unter V. K. 2281 an Pottichltetzf. 330, Die Beerdigung findet Samstag, den 26 April, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehaus, Garten- strabe 15. aus statt. insgesamt 450 Stück, und zwar Die Beerdigung findet Montag, den 28. April 1930, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 220 Damen-Schlupfhosen aus schwerer, gestreifter Kunstseide oder aus bestem Baumwoll-Trikot, in allen Größen und vielen Farben.................................. 30 Damen-Prinzeß-Röcke aus schwerer Kunstseide, gestreift oder glatt, teils mit, teils ohne Spitzengarnierung......... 200 Frottier-Handtücher aus besonders schwerem Frottier-Stoff, weiß mit bunter Kante, 50/100 groß...................... EISU-Betten (Stahl a.Holx) Polst, Stnhb ma Ir.Jtlnderb^ChaieeL, an loden, TeUeahlg. Ke tat fr. EisenmObelfabrik Snhl.Th. im 81. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Elisabeths Bepler geb. Benner nebst allen Angehörigen. die gewerbliche Abteilung II (seither allgemeine Abteilung) und die Mädchenabteilung in dem Schulhaus in der Kirchstraße; für die kaufmännische Abteilung in der Alten Klinik, Liebigstraße. Knaben-Blusen- Sportbemden uniunnnniminnmnHiiiiHHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiii Enorme Auswahl! Niedrige Preise! RMHtiisinmnmiiiinnHminHniiiimMnnmiiuiiiminn Fortbildungsschulpflichtig werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die an Ostern 1930 aus der Volksschule entlassen worden sowie diejenigen, die aus höheren Schulen nach acht, jährigem und mehr als achtjährigem Schulbesuch, aber vor vollendetem zehnten Schuljahr ausgetreten find. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß alle in Gießen in der Lehre oder in Beschäftigung stehenden Fortbilüungsschul- pflichtigen ohne Rücksicht auf ihren'Wohnort zum Besuch der Schule in Gießen verpflichtet sind. Für Schulpflichtige, die in ein Lehrverhältnis treten, besteht die Schulpflicht unabhängig davon, ob sie zunächst eine Probezeit durchlaufen oder nicht. Gießen, den 24. April 1930. Stadtschulamt. I. D.: Fischer. 5-e-3immet- VWNllg mitBadezimm. ».Zubehör von ruhig. Mieter (nur Erwachs.! für sofort oder später gesucht. PretSw. kleine 4-Zim.-Wobn. kann in Tausch gegeben werd. Dringltchkeits- schein Vorhand. 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Die Spannung zwischen Frankreich und Italien, die durch die Londoner Abrüstungskulissen nicht „getarnt" werden konnte, weil sie von den Völkern schon als schicksalhaft empfunden wird, entlädt sich zunächst nach dem alten, uns aus der Vorkriegszeit wohlvertrautem Gesetz: in R ü st u n g e n. Sie {teiger n sich von Konferenz zu Konferenz, von einem Frtedenspokt zum andern. Der Mensch Hot die vier Elemente nicht nur in seinen Dienst gestellt, er erhöht auch ihrd „Schlagkraft" Von einer Begrenzung der Landstreitkräfte spricht niemand mehr, die Flammenwerfer werden in Verbindung mit Gas zu einer Vollkommenheit ausgebaut, die dem Stande unserer Technik mehr Ehre macht, als unserem Christentum-, die Unterseeboote haben sich zu Kreuzern ausgewachsen, und wie es in der Luft aus- fieht, das öerrät die Tatsache, daß auch die Weltkriegsoase der Schweiz ohne Flugzeuge nicht mehr auszukommen glaubt. Italien blieb es vorbehalten, die Heeresbegrifse um einen zu vermehren: der Duce hat die stehende Miliz erfunden und damit zu dem stehenden Heer mit einem Schlage ein weiteres addiert, das größer ist als das erstere. Zu den rund 200 000 Mann königlicher Soldaten stoßen die 300000 der mussolinischen Kampftruppe. Offiziere der alten preußischen Zucht schütteln zuweilen den Kopf, wenn sie nach Italien kommen und dort die militarisierten Schwarzhemden sehen. Mit ihrem betroddelten Fez und den (von Mussolini nicht gern gesehenen) Pluderhosen, mit ihrer saloppen oder gigerlhaften Haltung, unnütz herum- bummelnd und sich in Dinge einmischend, die einen Soldaten nichts angehen, machen sie, so sagen diese Beobachter, einen schlappen, unzuverlässigen, bal- kanhaften Eindruck. Ist diese Beurteilung richtig? Nein, denn schon der Betrachtungswinkel war falsch gewählt. Man darf nicht vergessen, daß „die Fas- zisten", wie gemeinhin auch die Milizsoldaten genannt zu werden pflegen, nichts anderes find und sein wollen als Sturmhaufen, Revolutionstruppen, von denen man alles eher als Paradehaftigkeit verlangen kann. Ihre Stärke ist nicht die Bügelfalte und das Glanzleder, sondern die Todesverachtung, ihre Tugend nicht die kasernenhaft gedrillte Erscheinung sondern die Verwegenheit, ihr Gedanke nicht die Politik, sondern der blinde Gehorsam gegenüber dem Duce. Auch ihr Diensteid klingt anders als der übliche, denn sie schworen, die Revolution mit ihrem Blute zu verteidigen. Außenpolitische Erwägungen haben nun ober ihren Abgott veranlaßt, diese innenpolitische Truppe, diese Prätorianergarde, oder Leibwache, oder wie immer sie bekrittelt wurde, nach und nach für das größere, das internationale Schlachtfeld vorzuberei» ten. Seit Jahren wird an ihr herumgeschliffen, »uch an ihrem äußerlichen Eindruck. Man hat sie in das königliche Heer „eingegliedert" und so lange reformiert, bis sie zu dem geworden ist, was sie werden mußte: eine heeresmäßig erfaßte, schlagkräftige Waffengattung, wie andere auch. Es galt, die Unterschiede gegenüber dem | stehenden Heere zu verwischen, um eine homogene Streitkraft au erreichen, die im Kriege eingesetzt werden konnte, nicht bloß im Bürgerkriege. Der fafzistifche Großrat hat die Entscheidung , Mussolinis selbstverständlich gebilligt, und so wird binnen wenigen Wochen die ,M i l i z auf Dauer" Gesetz sein. Die „permanenten Freiwilligen", das ist der Kern dieser bedeutsamen Heeresreform, müssen sich auf zehn Jahre verpflichten. Dafür bekommen sie am Ende ihrer Dienstzeit eine größere Geldentschädigung und einen Berechtigungs- oder Borzugsschein, der allen staatlichen oder vom Staate abhängigen Betrieben ihre Einstellung zur Pflicht macht. Man könnte von einer Synthese zwischen deutschem Berufsheer und Schweizer Miliz sprechen. Wegleitend für diese eigenartige Truppe war der Gedanke der bewaffneten Nation. Oie erste Sitzung der Internationalen ^eparationsbank. — ff WWW 16 internationale Dankführer an einem DerhanblungStisch. Don links (über den Tisch gebeugt), Kommerzienrat Dr. Reusch-Deutschland, anschließend nach linkS: Dr. Luther und Dr. Earl Melchior (Dizepräfident), beide Deutschland), Leon Fraser (Vizepräsident) und Mac Darrah (l- Präsident), beide Amerika, Minister Fran gut und Finanzminister Frank, Belgien, E. Addis und Gouverneur Montagu Norm an, England, LeBosquet (Dolmetscher), Tesusabuzo Tana ko und Aohara, beide Japan, Azzolini und Prof. Beneduce, Italien, MarquiS de D ogua, Dankpräsident Moreau, Baron Brincard, sämtlich Frankreich. Das wehrhafte Volk wird ja schon durch die allgemeine faszistische Wehrorganisation heran- gebildet: Der Neugeborene bereits schlüpft in das schwarze Hemd, tritt, sowie er laufen kann, zu den Balilla über, wächst in den Dortrupp hinein und geht mit jungen Jahren zum Kampf- fascio über, der somit automatisch Fahr um Fahr um einen Ning von achtzig- bis hunderttausend Männern anschwillt. In ähnlicher Weise werden die weiblichen Hilfskräfte geschult. Dem milite aber konnte es niemand verwehren, dem Dienst den Rücken zu kehren, sowie er ihm nicht mehr paßte. Durch die zehnjährige Verpflichtung kommt nun aber das Element der Stetigkeit in das locker gewesene Gefüge der Schwarzhemden. Lind eine solche Waffengattung, das war ausschlaggebend für den Finanzminister, kostet nicht so viel wie das deutsche Berufsheer. Unsere braven Milizleute, so meint der Generalstabschef der Miliz, General T e r u z z i, rekrutieren sich aus Angestellten, Bauern und Arbeitern, die nur den Sonntag haben, um sich militärisch vorzubereiten. Diesen Tag opfern sie der großen Idee mit Begeisterung und werden damit nicht ihrem Beruf entzogen. Fern der Kaserne, erziehen wir so die Massen zur Dater- landsverteidigung. Gegenwärtig zählt man bereits 78 Sturmbataillone, die nun rasch vermehrt werden sollen. Ieder Division königlicher Truppen werden zunächst zwei solcher „Kohorten" zugeteilt. In Lybien kämpfen die Schwarzhemden schon feit geraumer Zeit neben den Feldgrünen oder Sandbraunen, und schon mehr als ein Südtiroler hat, was Mussolini niemals verfehlte, rühmend hervorzuheben, für den römischen Adler geblutet. Den germanischen Südtirolern, die im italienischen Heer gedient haben, ist nun auch erlaubt worden, sich in den Fascio einzuschreiben. Das war die erste Ausnahme von der Regel der geschlossenen Reihen, und eine zweite, nicht minder berechnete, kommt den Offizieren des Heeres zugute. Derabschiedet, können auch sie dieses Privileg verlangen. Roch eine andere Neuerung verzeichnet der Faszismus. Bisher gab es für um die Revolution verdiente Leute soldatische Auszeichnungen. Sie führten hohe Offiziersgrade der Miliz, auch wenn sie vom Waffenhandwerk wenig verstanden. Diese Einrichtung, die verständlicherweise bei den Berufsoffizieren böses Blut machte, ist gefallen. Die Offiziersgrade in der Miliz werden jetzt nur noch nach Dienstzeit und Fähigkeit verliehen, wie die im Heere. Die „Ehrenoffiziere" müssen ihre Uniform ablegen und dürfen nur noch als einfache Schwarzhemden mitmachen. Der faszistische Grohrat, so wurde amtlich verkündet, hat mit der Milizreform in das Heerwesen eine neue, rein italienische Erscheinung hineingetragen, die kein Beispiel in der Geschichte weder unseres, noch eines anderen Landes findet. „Kann ich Armeen aus der Erde stampfen?" Der Duce scheint es fertigzubringen. Oberheffen. Landkreis Gietzerr. □ Allendorf a. d. Lahn, 24. April. Wie verlautet, wird unserePfarr stelle in Kürze wieder besetzt. Diese Maßnahme der obersten Kirchenbehörde wird in unserer Gemeinde, die seit einem Iahre von Grohen-Linden und Klein- Linden aus mitversehen worden ist, sehr begrüßt werden. Die Gottesdienste waren an den beiden Osterfeiertagen gut besucht, trotzdem sie jedesmal nachmittags waren. Am ersten Osterfeiertag half der Kirchengesangverein, der sich eines ständigen Zuwachses erfreut, und gegenwärtig wohl der stärkste Derein unseres Dorfes ist, die Feier durch zwei schöne Lieder würdig ausgestalten. X Wieseck, 23. April. Die golbeneHoch- zeit der Eheleute Ioh. Deibel VIII. und Christina geborene Sommerlad brachte demIu- belpaar eine reiche Fülle von Beweisen der Hoch- schähung von nah und fern. Pfarrer Sattler vollzog im Hause die goldene Trauung, überreichte das Gedenkblatt des Landeskirchenamts, einen Wandspruch der Kirchengemeinde und verlas die Glückwunschschreiben der Etaatsregierung und des Kreisdirektors. — Von unseren 31 Konfirmanden wurden 30 am 2. Ostertag konfirmiert: eine Konfirmandin wird nach Beendigung eines Kuraufenthalts an einem der Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten nachkonfirmiert werden. — Einen wertvollen Naiven zum Erwachen der Manneswürde als Rächer und Wahrer seiner Ehre, mit allen den feinen Zwischenstufen, der Gekränktheit, des Zwiespalts in feiner Stellung zu Martha, verwuchsen mit seinem stimmlichen Können zu einer machtvollen überzeugenden Einheit: fein in der oberen Mittellage besonders ergiebiger Tenor war ihm dabei vom stärksten Akzent bis zur verinnerlichten Regung gefügig. — Die darstellerisch größte Leistung bot Rose Landwehr lMartha). Eine reiche Skala der inneren Zustände von knechtischer Ergebenheit, von Lebensüberdruß, Resignation über die verlorene Unschuld bis zum Erwachen des Freiheitsahnen im gleichzeitigen Aufflammen einer, frei sich gebenden Liebe, zuerst als Eifersucht sich ankündend, dann aber nach der Entlastung des Gewissens durch die Beichte sich machtvoll ausstrahlend: es würde zu weit führen, alle die persönlichen Einzelzüge hier aufzudecken, immer gab sie sich persönlich, groß. Wie stark innerlich fundiert und erlebt ihre Darstellung war, das prägte sich in ihrem Stimmklang aus: erst von dem Augenblick an, wo sie ihr eigenes Ich wieder fand, ihr Inneres frei wurde, da entfaltete sich ihr Organ in freier Größe. — Als Sebastiano war Carl Stralendorf charakteristisch in feiner Haltung, im Spiel und Gesanglichen. — Eine sehr ausgeglichene Leistung stellte Theo Herrmann als Tommaso dar; als Sänger stand er in einem vornehmen Gegensatz zu Ernst Over lack lMoruccio), der zu Beginn des zweiten Aktes seine Verschlossenheit zum Grotesken übersteigerte: bei aller Realistik sind doch immer noch ästhetische Grenzen geboten. Die drei Klatschbasen Pepa, Antonia und Rosalie (Maria Kienzl, Anna I a c o b s, Martha Liebel) waren ebenso trefflich am Platze wie Regina Harre, die der Nuri typische Züge verlieh. Im Vorspiel war Hans Schuster als Nando eine ausgeprägte Kontrastfigur des Pedro. Das Orchester, diesmal unter der Leitung von Carl Bamberger, war wie immer bedeutsam in den Einzelleistungen, geschlossen und ausgeglichen im Klang. Und so schlug das Werk durch die lebensstarke Wiedergabe die Hörer voll in seinen Dann und weckte bei jedem starkes, tiefgehendes Miterleben. — Da mit dieser Aufführung wohl die diesjährigen Darbietungen ihr Ende erreicht haben, muh es der Leitung des Theaters ganz besonders anerkannt werden, daß sie mit der gleichmäßigen Höhenleistung in den Opernaufführungen sich wieder als ein bedeutsamer Faktor und eine fördernde Instanz iiq Gießener Musikleben erwiesen hat. Dr. H. 4 Gießener Gtadttheater. Gastspiel des Hessischen Landestheaters: „Tiefland." Unter den Opern Eugen d'Alberts hat sich .Tiefland" eine bevorzugte Stellung behauptet: mit der Zahl ihrer Aufführungen hat sie zeitweilig führend tm Spielplan der deutschen Opernbühnen gestanden. Das mag wohl darin begründet fein, daß mit .Tiefland" die deutsche Opernproduktion endlich ein Werk aufweisen konnte, das der Vormachtstellung des italienischen Verismus (Mascagni, Leoncavallo, Puccini) auf der deutschen Bühne energisch und erfolgreich Einhalt zu gebieten vermochte; namentlich aber Var die Auswirkungssähigkeit dieser Oper durch Me textliche Grundlage gegeben. Die Handlung der Oper folgt einer Vorlage des spanischen Schriftstellers A Guimera: Rudolf Lothar fällt das besondere Verdienst zu, nicht nur den Text ins Deutsche übertragen, sondern ihn in wesentlichen Teilen ergänzt und vertieft zu habssn. Gegenüber Mascagnis „Cavalleria rusticana*7, in der ja auch der Ehrbegriff des primitiven Volkes zum treibenden Motiv wird, erscheint im Tieflandtext das Handeln psychologisch tiefer begründet, die Ereignisse werden in einen zwingenden kausalen Zusammenhang gesetzt; die einzelnen handelnden Personen sind mehr als Individuen gefaßt, die mehr oder minder als Vertreter der beiden Sphären, die miteinander in Konflikt geraten, gelten können. Der Titel der Oper .Tiefland" will nicht nur das Milieu bezeichnen, in dem sich das Geschehen abspielt, sondern er wird zum Symbol für eine sittliche Sphäre, wo die Menschen durch ihr enges Beieinandersein Sklaven ihrer Triebe und Begierden werden, wo der einzelne Machwolle durch brutale Gewalt sich die anderen zu Willen zu zwingen versucht. Dem tritt als Kontrast die Welt des Hochlandes mit ihrer Freiheit des einzelnen, mit der Reinheit, Ursprünglichkeit und Unverfälschtheit des Inneren gegenüber. So wird die Handlung zu einer Auseinandersetzung, ja zu einem Kampfe des Reinen, Unberührten mit dem Entarteten, von sinnlichen Trieben Beherrschten. So stehen sich zwei Gruppen gegenüber: Pedro, das Kind des Hochlandes, mißt alles nach den ihm von Natur aus eingegebenen unverfälschten sittlichen Maßstäben, und so muß er beim Eintritt in den Lebenskreis des Tieflandes unbedingt mit den sittlich entarteten, ja skrupellosen, zweckgerichteten symbolhaft ausgeprägt wie die Wagnerschen, sondern mehr von einem starken Gefühlsimpuls mit charakteristischer Stimmungskraft getragen, weniger mit dem Begrifflichen organisch verwachsen, als mehr dem Bühnengeschehen assoziativ zugefügt. Bei Wagner verschmelzen Handlung und musikalischer Vorgang bei symphonisch-polyphoner Behandlung des Orchester partes zur organischen, unzertrennbaren Einheit: bei d'Albert stehen sich Geschehen und Musik in einem Parallelprozeß gegenüber, in dem sie einander stützen und in der Wirkung verstärken. Vielleicht würde sich aber auch eine vertiefende Auffassung im Wagnerschen Sinne mit den Erfordernissen des „Tiesland"-Textes nicht vereinbaren lassen: andererseits ist aber d'Alberts theatermusikalische Befähigung so stark, daß sie jeder Situation die treffendste, wirksamste Einkleidung zu geben vermag. Bei aller Eigenart und Farbigkeit seiner Musik verliert sich d'Albert nicht im Extremen, Artistisch- Sublimierten, und fo bewahrt er seiner Tonsprache eine eingehende Natürlichkeit und Unmittelbarkeit. Seine Lebhaftigkeit, sein fülliger Reichtum der Erfindung, die Flüssigkeit in der Handhabung der Mittel geben jeder Situationsschilderung ihr Recht, lassen jeder Gefühlsregung eine angemessene, charakteristische Note zukommen; von dem Einfangen der Hochlandsstimmung im Musikalischen bis zum Erschließen letzten seelischen Aufwallens und tiefster innerer Wandlung. Treffend vermag er die vom Dichter beabsichtigte Eharakterzeichnung durch das Musikalische zu unterstreichen und deutlich herauszu- heben; so steigert er das Charakterbild Pedros, indem er ihn frei von jeder niedrigen Sinnlichkeit musikalisch abprägt. Ganz besonders hoch sind die Anforderungen an die Darstellungs- und Gestaltungskraft der einzelnen Spieler; bei ihrem Versagen würde der Lebensnerv der dramatischen Handlung getroffen. Um so erfreulicher ist es, berichten zu können, daß in der Aufführung des Hessischen Landestheaters (Regie: Heinz Arnold) in keiner Hinsicht die Fähigkeiten der Darsteller irgendwelche berechtigten Wünsche unbefriebigt ließen. Treffend charakteristisch, mit ausgeprägten Einzelzügen waren die Massenszenen durchgestaltet, jeder Situation wurde im Einzelspiel wie im Ensemble das ihr Gemäße gegeben. Ebenso waren die Bühnenbilder (Franz Langer und Julius Richter) auf das Musikalische hin fein abgestimmt, zumal tm Vorspiel. Hans Grahl gab den Pedro nicht nur als Naturburschen, sondern wußte ihn in die ihm zukommende ethische Sphäre zu heben. Die mannigfaltigen Wandlungen vorn Naturhaften. Machtgelüsten des Sebastiano in allerstärksten Konflikt geraten, der zur entscheidenden Auseinander- setzugg durch den Kampf sittlicher, wie auch primitiver körperlicher Kräfte drängt, und in dem der „reine Tor" obsiegt. Zwischen beiden Welten steht Martha. Durch rohe Gewalt des Sebastiano zur Preisgabe ihrer Frauenehre gezwungen, hat sie sich doch einen letzten, unauslöschlichen Kern weiblichen Reinheitsgesühles erhalten. Und so muß sie sich gegen eine Verbindung mit Pedro sträuben, solange sie annehmen kann, daß er von dem unsauberen Ehehandel mit all seinen widrigen Hintergründen weiß. Je mehr sie aber die Unschuld und damit die sittliche Größe Pedros erkennt, um so stärker erscheint ihr ihre, wenn auch nur erzwungene, Verworfenheit, und mit dem Wachsen des Ekels gegen ihr bisheriges Dasein flammt die Liebe zu ihrem Retter auf. Die Nebenfiguren scheiden sich je nach der Kraft, mit der sie der verderblichen Verkommenheit des Tieflandes zu widerstehen und sich aus ihrer Macht loszureißen vermögen oder nicht; so der Mühlknecht Moruccio, der in dem Augenblick zum Helden erwächst, als der Mann gegen Mann seinem früheren Machthaber unabhängig gegenübertreten kann, so Nando, der Hirt, der sich zwar in renommierender Weise mit seiner Kenntnis der Tieflandwelt brüstet, aber dennoch, wo es um die Entscheidung für Pedro gilt, der Welt des Hochlandes den Vorzug gibt. Tommaso, der Aelteste der Gemeinde, kann sich erst dann von dem traditionell überkommenen Abhängigkeitsverhältnis gegenüber Sebastiano als dem Herrn frei machen, als er genauen Einblick in die gegebene Lage erlangt hat, und wird dann zum Wahrer der sittlichen Lebensordnung, die ihm als Hochlandskind eingefleischt ist. Nuri vermag wohl in ihrer Naivität und geistigen Befangenheit und vielleicht auch Beschränktheit primitiv mensch lich zu empfinden, aber nicht den Umkreis, in dem sie lebt, mit den Gründen seines Handelns zu verstehen. Alle andern, sowohl die Klatschbasen als auch die Volksvertreter, sind abgestumpft gegen edlere Regungen und fühlen sich innerlich der Welt Se- baftianos verbunden. Da der Komponist der Oper durch feinen Bildungsgang der neudeutschen Schule verpflichtet ist, und zum andern ein angeborner romanischer Einschlag mit leichtsließender Erfindung, Schlagfertigkeit im Ausdruck und Treffsicherheit im musikalischen Erfaßen der Situation durchbricht, so lassen sich in „Tiefland" sowohl die Einzelzüge des Verismus, als auch die Milieucharakteristik (etwa in Bizetscher Art) und des modernen musikdramatischen Stiles in wirksamer Vereinigung feststellen. Allerdings erschei- nen die Motive d'Alberts nicht so innerlich, geistig Altarschmuck erhielt unsere Kirche durch eine Stiftung aus Anlaß der diesjährigen Konfirmation, bestehend aus zwei großen Altar- leuchtern und dazu passenden Altarvafen: beide wurden nach Entwürfen des jungen Architekten Herbert Sattler in der hiesigen Kunsttöpferei Kehler angefertigt. ft) Lollar. 24. April. Unter großer Anteilnahme wurde gestern nachmittag der Altveteran Schneidermeister Friedrich Heibertshausen. geboren am 19. August 1846, zu Grabe getragen. Der Verstorbene war das älteste männliche Gemeindeglied und konnte sich bis zum vorigen Donnerstag der besten körperlichen und geistigen Frische erfreuen. In der Gedächtnisrede zeichnete Dekan G u ß m a n n ein Bild des Wirkens und Wesens des Verewigten. Mit ehrenden Worten legten Kränze nieder: für den Kirchenvorstand des Kirchspiels Kirchberg Spenglermeister Gerhard Fuchs, Lollar; für den Veteranen- und Kriegerverein Lollar Steuerinspektor Martin Taubert; für die Sängervereinigung Lollar Schuhmachermeister Georg Schnell; für die Freiwillige Feuerwehr Lollar der erste Kommandant Gerhard Rohrbach. — Aeltester männlicher Einwohner unserer Gemeinde ist jetzt der Portier i.R. Heinrich Vieraul., geboren am 6. September 1846. An Teilnehmern an dem Kriege 1870/71 ist nun nur noch ein Einwohner vorhanden. Christian Viehl, der kürzlich fein 83. Lebensjahr vollenden konnte. y. Staufenberg, 23.April. Am 2. Dftertage wurden die Konfirmanden des Kirchspiels Kirchberg unter großer Teilnahme der Gemeinden in der Kirche zu Kirchberg konfirmiert. Wie überall, so war der Kriegsjahrgang Konfirmanden viel schwächer als sonst, nämlich nur 67. Davon entfielen auf die hiesige Gemeinde 12, auf Lollar 33, auf Mainzlar 5, auf Saubringen 16, auf Ruttershausen 1. O Holzheim, 23. April. Am ersten Oster- feiertag wurde der Altveteran von 1870/71, Zimmermann Heinrich Jung IV., zu Grabe getragen. Der Kriegerverein, dessen Mitglied der Entschlafene jahrzehntelang war, beteiligte sich geschlossen an der Beerdigung. Leider war es dem Verstorbenen nicht vergönnt, den 24. April — seinen 8 3. Geburtstag — an dem ihm eine besondere Ehrung zuteil werden sollte, zu erleben. Er hinterläßt außer vier Kindern 20 Enkel und 29 Urenkel. Hier leben jetzt noch zwei Kriegsteilnehmer von 1870/71. Kreis Friedberg. pb. Butzb ach, 24. April. Der heutige Schweinemarkt war nicht so stark befahren, wie seither. Dies ist darauf zurückzuführen, daß infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Ossenheim die Zufuhr aus einem Teil des Kreises Friedberg gesperrt, sowie die Abhaltung des Marktes nicht rechtzeitig bekanntgemacht wurde. Aufgetrieben waren 174 Ferkel. Gezahlt wurden für Ferkel bis sechs Wochen 73 bis 41 Mark, von sechs bis acht Wochen 41 bis 45 Mark, von acht bis dreizehn Wochen 45 bis 52 Mark. Das Geschäft war rege, es blieb jedoch ein kleiner Ueberstand. Kreis Schotten. § Ulrichstein, 24. April. Am Ostermontag wurden in der hiesigen Kirche neun Kinder konfirmiert, sieben Knaben und zwei Mädchen. Es ist dies der erste der an Zahl schwachen Kriegsjahrgänge, die nun in den folgenden Jahren zur Konfirmation kommen werden. 3m vorigen 3ahre wurden in unserer Gemeinde fünfzehn Kinder, sieben Knaben und acht Mädchen, konfirmiert. 3m Filialort Feldkrücken, wo die Konfirmation am kommenden Sonntag statt- finden wird, sind es diesmal nur drei Kinder, zwei Knaben und ein Mädchen, gegenüber zehn Konfirmanden, sechs Knaben und vier Mädchen, im Vorjahre. — Der gestern hier abgehaltene Ostermarkt brachte den zahlreichen Besuchern von hier und aus der Nachbarschaft eine schmerzliche Enttäuschung. Zum Ferkelmarkt, der sonst einen stattlichen Auftrieb aufzuweisen Die gefiederte Schlange. Vornan von Edgar Wallace. 33 Fortsetzung. *Jiad)brud verboten. Peter unterdrückte mühsam einen Ausruf der Ueberraschung. „Damals hat er weder Rechtsanwalt noch seinen Bankier um Rat gefragt, ob die Durchführung seiner Pläne möglich war. Er war sogar so empfindlich, daß er wegen einer Warnung seines Bankiers die Dank wechselte. Er hat Lion House gebaut, und niemand außer mir wußte, wer der Menschenfreund war, der sechzigtausend Pfund schenkte, damit die jungen Mädchen von Cast End eine Herberge fanden. Selbst sein Bankier hatte von seinen Wohltaten keine Ahnung —" „Er hatte einen Freund, der Architekt war?" fragte Peter. Der Rechtsanwalt nickte. „3a, Mr. Walber. Das war ein anderer sonderbarer Herr — ich möchte Mr. Deale nicht als exzentrisch bezeichnen, aber in jenen Tagen, als er sich noch mit Degeisterung in den verrufensten Gegenden herumtrieb, teilte er Geld aus wie Wasser. Wenn er nicht nach Amerika gegangen wäre, um dort Ausgrabungen zu machen, wäre er ruiniert gewesen!" Deale kam zurück und beendete so das Gespräch, das für Peter so interessant gewesen war. Die Urkunden, die er vorbereitet hatte, waren in bester Ordnung. Es war nur noch ein Raum freigelassen für die Anzahl der Aktien und die Summe, die er dafür bezahlen wollte. „Es scheint alles in Ordnung zu sein", sagte Mr. Holden und schaute über seine Drillengläser weg. 3n demselben Augenblick klopfte es draußen an der Haustür. Peter Dewin fühlte, wie ihn ein kalter Schauer überlies. Er war über sich selbst verwundert und suchte vergeblich, sich an trgenbem ähnliches Erlebnis zu erinnern. Deale eilte aus dem Raum, und gleich darauf hörten sie Leicester Crewes Stimme. Der Finanz- mann sprach in sehr höflichem Ton. „... es tut mir unendlich leid, daß ich Sie noch zu so später Stunde belästige, Mr. Deale, aber ich muß England plötzlich verlassen, und es ist möglich, daß ich viele Monate fort- bleibe.. Die Stimmen wurden schwächer, als Deale mit seinem Gast zu dem Arbeitszimmer ging „Crewe ist tatsächlich gefommen , ' flüsterte Clarke. „Er ist es — großer Gott!" Aus der Richtung des Arbeitszimmers kam plötzlich ein schriller Angstschrei, der in einem Röcheln endete. Dann hörte man einen Fall pflegt, oft Hunderte von Tieren, waren nicht mehr als sage und schreibe sechs Dorsten- tic r e zur Stelle, so daß die vielen kauflustigen Landwirte, die zumeist aus den Nachbarorten gekommen waren, unverrichteter Dinge wieder umkehren muhten. Dieser ungewöhnlich geringe Auftrieb dürfte darauf zurückzuführen sein, daß tags zuvor in der weiteren Umgebung schon mehrere Märkte gehalten worden waren.. Kreis Lauterbach. & Lauterbach, 24. April. Der gestrige Viehmarkt und die durch den Landwirtscyaftskammer- ausschuß abgehaltene Bullenauktion hatten unter den derzeit wirtschaftlich schlechten Zeiten zu leiden. Bei der B u l l e n a u k t i o n, die mit 65 von 79 gemeldeten Bullen beschickt war, machte sich die allgemeine Geldknappheit richtig fühlbar. Obwohl auf der Auktion durchweg nur erstklassiges Material war, konnten Preise wie auf den früheren Auktionen nicht erzielt werden. Von den 22 verkauften Tieren erbrachte das teuerste einen Ber- steigerungspreis von 800 Mark, während auf früheren Auktionen Preise bis zu 1500 Mark erzielt mürben. Die Preise bewegten sich allgemein zwischen 510 bis 780 Mark. Der Schweinemarkt war mit 87 Ferkeln befahren. Auch hier war die Kauflust infolge der hohen Preise gering. Es wurde gefordert und bezahlt pro Stück 40 bis 50 je nach Qualität und Alter. Stirnen, Spor! und Spiel. A.f.B. Leichtathletik. Die Leichtathletik-Abteilung des D. f. D. tritt in diesem 3ahre mit verschiedenen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit. Uni das 3ntereffe am Lang- und Mittelstreckenlauf zu fördern, hat sie für kommenden Sonntag ein Lang- und Mittelstreckenlaufen arrangiert. Die Gegner sind V. f. L. und Sportverein Wetzlar sowie der Weilburger Fußballverein. Für die Aktiven sind folgende Strecken vorgesehen: 5000, 1500 und 800 Meter, für die 3ugendklassen 1000 Meter und für die Frauen 800 Meter. Ferner kommen verschiedene Staffeln, wie 3X1000 und 4X1500 Meter zum Austrag. Falls der Waldlaufsieger Heberling vom Wetzlarer Sportverein startet, was zu erwarten ist, sollte man ein spannendes Bahnrennen zwischen ihm und den V. f. Bern Heise, Büttner und Schneider zu sehen bekommen. Auch 'die übrigen Läufe versprechen recht interessant zu werden. V. f. B. „Alemannia" Worms am Samstag auf dem Waldsportplah. Am kommenden Samstag findet das erste Wochentagabend-Spiel dieser Saison auf dem Waldsport- platz statt. Als Gegner oer V. f. B.-Liga ist die Ligamannschaft des bekannten Vereins für Rasensport „Alemannia" Worms verpflichtet worden. Die Gäste gehören der Süddeutschen Bezirksliga (oberste Spielklasse) an und haben sich in der verflossenen Saison einen sehr guten, über der Mitte liegenden Tabellenplatz erkämpft. „Alemannia" verfügt über eine körperlich sehr kräftige Mannschaft, die unter der Leitung des bekannten Nürnberger Huber steht. Sie pflegt das typisch süddeutsche Kombinatiopsspiel, engmaschig und flach, versteht sich aber gegebenenfalls auch glänzend auf weite Vorlagen und Flügelspiel. Ihr Spiel ist kraftvoll und schnell und ganz auf Erfolg eingestellt. V. f. B. wird diesem Gegner gegenüber einen schweren, Stand haben. Die Mannschaft muß mindestens das gleiche an spielerischer Leistung, Kampfgeist und Ausdauer aufbringen wie im Spiel gegen Hanau 93, wenn sie einigermaßen günstig abschneiden will. Ihre Ausstellung bleibt fast dieselbe wie bisher, nur wird im Sturm eine neue Kraft Verwendung finden, von deren Mitwirkung man eine größere Durchschlagskraft der Angriffsreihe erwartet. Die Platzelf wird mit einer Niederlage rechnen müssen. Am Sonntag ist die Ligamannschaft spielfrei. Die Ligareserve hat Sonntags auf eigenem Platz die erste des Fußballoereins Weilburg zu Gast, die damit eine Rückspielverpflichtung einlöst. Das Vorspiel in Weilburg endete 3:3, nachdem Gießen bis kurz vor Schluß mit 3:2 in Führung gelegen hatte. Die V. f. B.-Elf hat durch ihre letzten Resultate, besonders durch ihre 5:0- und 5:1-Siege gegen Dreihausen bzw. Nauborn gezeigt, daß sie wieder recht gut in Fahrt ist. Die Gäste werden nun alles daransetzen, sich durch ein günstiges Resultat zu rehabilitieren. Die dritte Mannschaft trägt in Steinbach gegen die dortige erste ein fälliges Rückspiel aus. Das Vor- unb Beales Hilferuf. 3m nächsten Augenblick sprangen Clarke und Peter auf und eilten über den Gang in die Bibliothek. Deale lehnte an dem Kamin. Sein Dlick lag auf der Gestalt Leicester Crewes, der zu- farnmengekauert an der Wand gegenüber dem großen Fenster lehnte. „Was ist geschehen?" fragte Clarke, als er sich über den Mann beugte. „3ch weiß es nicht ... er schrie plötzlich auf und fiel hin ... ich sah und hörte sonst nichts ... es geschah gerade in dem Augenblick, als wir in das ArbÄtszimmer eintraten." „Drehen Sie alle Lichter an", sagte Clarke. Peter gehorchte. Der Distriktsinspektor legte den Mann lang aus den Doden und untersuchte ifyn. ,.Cr ist erschossen worden." Er hob seine Hand, die voll Dlut war. „Mitten durchs Herz!" „Tot?" fragte der Advokat mit hohler Stimme. Clarke nickte. „3a, ich glaube. Telephonieren Sie schnell nach einem Arzt."' Peter kannte einen Doktor in der Nachbarschaft und bekam sofort Verbindung mit ihm. Als er zurückkam, stand Clarke am Fenster und prüfte das Glas. Er zeigte auf ein glattes, rundes Loch mitten in der Scheibe. „Der Schuß ging durch das Fenster", sagte er. „Dies ist nichtsplitterndes Glas." Veale nickte. „3a, ich ließ es einsehen, als einige 3ungen von der Straße aus mit Steinen warfen und mich beinahe im Gesicht verletzt hätten." Er sah sich über die Schulter nach dem Mann um, der auf dem Fußboden lag. „Also tot, sagte er dann langsam. „Hörten Sie keine Explosion?'? fragte Clarke. Als Deale den Kopf schüttelte, öffnete der Beamte das große Fenster vorsichtig und kletterte in den Garten hinaus. Peter, der niemals ohne seine Taschenlampe ausgina, leuchtete ihm. Ein Streifen unregelmäßiger Pflastersteine lief zu der Mauer im hinteren Hof. Von dem Mörder war nichts zu sehen. Die einzige Stelle, wo sich jemand hätte verbergen können, war ein kleiner Schuppen aus Mauerwerk, der von außen durch ein Vorhängeschloß gesichert war. Auf einem Seitenpfad, der zu dem Hauptweg kührte, sah Clarke im Lampenlicht etwas blitzen. Er bückte sich und hob es auf. Es war die Hülse einer abgeschossenen Patrone, die von einer automatischen Pistole hcrrührte. Er nahm einen Bleistift aus der Tasche und machte ein großes Kreuz auf die Steine an der Stelle, wo er die Patronenhülse entdeckt hatte. „Das stimmt also," sagte er mit Genugtuung. „Wir müssen warten, bi- wir Tageslicht haben. spiel auf hiesigem Platz endete mit einem 4:3-Sieg Steinbachs. Die V. f. B.er sollten auch diesmal wenig Siegesaussichten haben. Die Alte-Herren-Mannschaft empfängt zum Freundschaftsspiel die gleiche des Sportvereins Herborn. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Die Ligamannschaft wird voraussichtlich am kommenden Sonntag auswärts spielen. Die Wahl ■bes Gegners steht bei Niederschrift dieser Zeilen noch nicht fest, er dürfte aber im süddeutschen Verbandsgebiet liegen. Die Ligareserve ist spielfrei, da der vorgesehene Gegner von der Verpflichtung zurückgetreten ist. Die dritte Mannschaft holt das am 13. d. M. ausgefallene Freundschaftsspiel in Ehringshausen, Kreis Wetzlar, nach. Die Spielstärke des Gegners ist hier nicht bekannt. Eine weitere dritte Mannschaft, bestehend aus neu eingetretenen Spielern, unterstützt von einigen Spielern der Reserve, trägt nachmittags in Gießen ein noch ausstehendes Rückspiel gegen die zweite Elf des Fußballvereins Weilburg aus. Auf Grund des eigenen Platzvorteils erwartet man die Blauweißen aus Gießen in Front. In Heuchelheim tritt 1900s vierte Mannschaft der zweiten Elf Heuchelheims in einem Gesellschaftsspiel gegenüber. Die Gießener sollten auf dem tückischen Heuchelheimer Platz und bei der anerkannten Spielstärke des Gastgebers um eine knappe Niederlage nicht herumkommen. 3ugenbfpide. 1900s erste Jugendmannschaft erwartet vormittags die gleiche vom V. f. B. Kurhessen-Marburg. Dies dürfte die interessanteste Begegnung des Tages werden, da beide Mannschaften in kompletter Aufstellung zu vorzüglichen Leistungen befähigt sind. Die Gäste erzielten an den Dfterfeiertagen ausgezeichnete Leistungen. Sie schlugen den V.f. R. Fürth 3:2 und Viktoria Magdeburg 2:1, zwei Gegner, die in ihrer Heimat Meister sind. Im Pflichtspiel stehen sich 1900 II. Jugend und V. f. B. II. Jugend, sowie 1900 I. Schüler gegen 1900 II. Schüler auf dem Sportplatz an der Lie- bigshöhe gegenüber. Der Ausgang ist offen. Handball im T. V. Großen-Linden. Die erste Mannschaft des Tv. Cölbe ist am kommenden Sonntag Gast der ersten Mannschaft des Tv. Großen-Linden. Cölbe spielt im Marburger Bezirk in der ^-Klasse und stellt eine recht spielstarke Elf. Es dürfte ein spannender Kampf zu erwarten fein, über dessen Ausgang man nichts Voraussagen kann. Die 3ugendmannschaft der Grohen-Lin- dener trägt ein Freundschaftsspiel gegen die neugegründete Handballelf des Tv. Klein- Linden aus. Turngau Lahn-Oünsberg. Am kommenden Sonntag wird in Garbenteich die Faustball-Meisterschaft zum Austrag gebracht. Es treffen sich Tv. R o d h e i m (Bieber) und der bevor wir die Mauer genauer untersuchen können. Peter, telephonieren Sie doch eben einmal zur nächsten Polizeistation, damit wir ein paar Leute zur Hilfe hierher bekommen. Und dann fürchte ich, mein 3unge, Sie müssen uns jetzt verlassen." „Wenn ich gehe, werden Sie niemals den Mann fangen, der Leicester Crewe getötet hat." Es entstand ein tiefes Stillschweigen. „Meinen Sie das im Ernst?" fragte Clarke. Er hatte einen ungeheuren Respekt vor dem Reporter und wußte, daß Peter noch niemals eine bestimmte Aeußerung getan hatte, ohne daß guter Grund dafür vorhanden war. „3ch bin der am meisten ernst zu nehmende Mann, den Sie heute abend getroffen haben," sagte Peter. „3ch weiß ja nicht, welche Polizeibestimmungen über einen solchen Fall bestehen, aber ich glaube, Sie würden gut daran tun, heute ein Auge zuzudrücken. 3ch gehe natürlich, weil ich anderswo einige Fäden aufzufinden habe, aber ich brauche 3hre Erlaubnis, zurück- kommen zu dürfen, wenn Sie 3hre Untersuchung am nächsten Morgen beginnen. Sie werden es nicht bereuen.“ Der Distriktsinspektor zögerte. Er hatte sich noch nicht an die Funktionen seiner neuen Stellung gewöhnt; auch war es ihm noch nicht vollständig zum Bewußtsein gekommen, daß er jetzt das Recht hatte, frei zu verfügen, ohne einen Höheren zu fragen. „Run wohl," sagte er schließlich, „telephonieren Sie nach Scotland Bard und an die Polizei- ftation." Peter ging durch das Arbeitszimmer zurück. Leicester Crewe lag reglos da, und man brauchte nur einen Dlick auf fein kalkweißes Gesicht zu werfen, um zu sehen, daß Clarkes schnelle Diagnose richtig war. Leicester Crewe war dem Arm der irdischen Gerechtigkeit entgangen. Der Reporter telephonierte von der Halle aus, als die beiden Diener zurückkehrten, die den ganzen Tag fortgewesen waren. Mr. Deale stand mit seinem Advokaten in dem Gmpfangsraum und hatte feine Ruhe wieder einigermaßen zurückgewonnen. „3ch möchte nicht darüber sprechen," sagte er. „Es wird ja ein Bericht darüber in die Zeitungen kommen — natürlich — und es scheint keine Möglichkeit zu geben, daß mein Name nicht dabei erwähnt wird!" „Haben Sie sich mit Mr. Crewe nicht unterhalten, Mr. Beale?" Deale schüttelte den Kopf. „Nein, er dankte mir noch, daß ich ihn so spät noch empfangen hatte, als er plötzlich umftcL 3dj kann nicht genau fagen, was überhaupt geschah," gab er offen zu. Titelverteidiger Tv. Garbenteich. DaS Trchi fen muh offen gehalten werden. 3m Anschluß daran findet das rückständige Pflicht-Handballspiel der beiden Vereine statt. Hierbei dürfte der Platzverein und diesjährige Gaumeister einen sicheren Sieg davontragen. Td. Launsbach — Tb. Lollar. Kommenden Sonntag empfängt die erste Mann« schäft des Tv. Launsbach die erste Mannschaft des Tv Lollar zum Freundschaftsspiel. Das Vorspiel endete 1:1. Deide Mannschaften find gleichwertig; man kann auf ein spannendes Spiel rechnen. Handball in Allendorf a. d. Lda. Turn- u. Sportvereinigung e.D. Solingen-Wald 1. Mannsch. — Tb. Allendorf^Lda.) 1. Mannsch. Das Vorspiel gegen die Bergischen zu Pfingsten v. 3. konnte die Allendorfer Mannschaft mit 2:3 für sich entscheiden. Am Ostersamstaa trat die 1. Mannschaft des Tv. Mendorf (Lda.) die Reise nach Solingen an. Svnntagnachmittag stellten sich beide Mannschaften trotz Regenwetter zum Freundschaftsspiel dem Darmer Schiedsrichter. Leider muhte Allen- dorf (Lda.) mit drei Ersatzleuten antreten. Die Walder fanden sich mit dem sehr schlüpfrigen Doden besser ab und zeigten ein sehr flottes Zusammenspiel. Desonders der Mittelläufer, welcher in bester Form war, schickte immer wieder durch schöne Vorlagen seinen Sturm vor daS Allendorfer Tor. Die Allendvrfer Hintermannschaft konnte auf dem schlüpfrigen Doden nicht alle Angriffe abstoppen. Dis zur Halbzeit mußte der Allendorfer Tormann drei Dälle aus dem Retz holen. Rach schöner Kombination erreichten die Allendorfer kurz vor Halbzeit das erste und damit das Ehrentor. Rach Halbzeit folgte ein verteiltes Spiel. Die Walder konnten nod> drei! unhaltbare Tore erzielen. Mit 6:1 für Wald wurde das Spiel beendet. Arbeiier-Tnrn- und Gportbund. Der kommende Sonntag sieht folgende Mannschaften im Kampf um die Punkte gegenüber«# stehen. Gießen I fährt nach Wetzlar und dürfte im Spiel gegen die dortige erste Mannschaft einen sicheren Sieg mit nach Hause nehmen. Gießen Ib hat auf eigenem Platze Daubringen 1 zu Gast. Gießen, das wohl technisch reifer spielt, wird sich sehr anstrengen müssen, wenn eS geJ gen die flinken Gäste nicht unterliegen will. 3n Wies eck stehen sich Wieseck l und Großen- Linden I gegenüber. Hier dürften die Einheimischen Sieger bleiben. Vorher hat die Ib-Mannschaft die erste Mannschaft Kinzenbachs zum Gegner. Zwei gleichwertige Gegner werden sich hier gegenüberstehen. Lollar I hat auf eigenem Platze die erste Burkhardsfelden zum Gegner; es wird die Chancen des eigenen Platzes auszunützen wissen und Sieger bleiben. Heuchelheim I geht nach Naunheim und wird im Spiel gegen die Ib-Mannschaft wohl sicherer Sieger bleiben. Oppenrod I muß ebenfalls nach Naunheim und dürfte im Spiel gegen die dortige 1. Mannschaft wohl Sieg und Punkte in Naunheim lassen. 3n der zweiten Vezirksklasse hat Klein-Linden I Vödgen I zu Gast und wird auf eigenem Platze wohl die Punkte für sich behalten. Beilstein I und Leun l werden sich in Beil- stein ein scharfes Spiel liefern, dessen Ausgang offen ist. Heuchelheim II geht nach Wetzlar und dürfte wohl einen knappen Sieg mit nach Hause nehmen. Waldgirmes I muß nach Bach und wird sich sehr anstrengen müssen, wenn es nicht unterliegen will. Lich l und Birklar I werden sich in Lich gegenüberstehen. Hier dürften die Einheimischen Sieger bleiben. Watzenborn I hat Hungen I zu Gast. Zwei gleichwertige Mannschaften werden sich hier gegenüber- stehen, wovon die glücklichere Sieger bleiben wird. -Haben Sie denn keinen Laut und keinen Schuß gehört?" „Nichts. Wenn ich etwas gehört hätte, müßten Sie es doch auch gehört haben," sagte er. Dastimmte. Man hatte nicht das leiseste Geräusch einer Explosion vernommen, nur den markerschütternden Schrei und dann Beales Hilferuf. Das wa« das einzige, was man im Empfangszimmer von der Tragödie erlebt hatte. Peter eilte aus dem Hause, mietete einen Wagen und fuhr zu Daphne Olroyds Hotel. Sie war schon zu Bett gegangen, aber auf seine dringende Nachricht hin kam sie nach zehn Minuten wieder vollständig angekleidet herunter. Glücklicherweise war die Halle zu dieser Stunde kaum belebt. Sie setzten sich in eine Ecke, und Peter erklärte in einigen Worten dem erschrockenen Mädchen, was sich am Abend in Beales Haus zugetragen hatte. „Es ist mir so zuwider, dich auszuhorchen, mein Liebling, aber denke, bitte, einmal nach und erzähle mir auch das kleinste Vorkommnis, das du sonst vielleicht übersehen würdest. 3eder ungewöhnliche Besucher, der in das Haus gekommen ist, jeder Handwerker, der im Haus oder im Garten arbeitete, kann von Nutzen fein.. Daphne dachte eifrig nach. Ueber den Garten wußte sie nur, daß Mr. Beale die Gewohnheit hatte, des Morgens dort spazieren zu gehen und die vertrockneten Blätter von den Blumen abzupflücken. „Gewöhnlich zündete er nachher ein kleine- Feuer von den vertrockneten Blättern an — aber das ist doch alles so furchtbar gleichgültig." Peter schüttelte energisch den Kopf. „Nichts ist zu nebensächlich und zu gleich- gültig. 3st Leicester Crewe früher schon einmal in dem Hause gewesen?" „Nein, niemals." „War von der anderen Gesellschaft jemand da — Ella Creed?" „3a. Das wollte ich dir schon mitteilen. 3itll I J müllm, tooim d gtJ cht unterliegen tsilL ' j Meleckl und Vrvhm« rr dürsten die Smith* Mnschast die erste Dann« । Gegner Zwei olrich- sich hier ge^enüberßehen. em Plahe die erste Cßutfr t; es wird die Lhcmcen zunühen wissen und Sie« ^rden. * 'ndet bnä * u»j ft »" D-W ®WAS* es Tv. DnrS^lia KM fiten ein sch ,Ä4 Mknzm MaZ ™i"MKuä I 2Sll< «uh£ Kombination erreich^ das erste und I L^zeit folgte S aCffl???drei J 2111 6:1 fut D«id M <5portbunt>. 'ff W folgende Dam. jfff ffesEr« ; «V Deylor und tärfa > e erste Mamschaftmen k Mse nehmen. ich Äamcheim und wird Mannschaft wohl sicherer M nach Aauichcun und n'c dortige 1. 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Leun 3gd. — Rodheim 3gd, ©taufenberg 3gd. — Watzenborn 3gd-, Rödgen 3gd. — Beuern 3gd., Lollar 3gd. — Wiefeck 2. 3gd. Jeweils der zuerst genannte Derein ist Platz- verein. g Die Handballer deS Bezirkes treffen sich am kommenden Samstag und Sonntag zum ersten Lehrgang für Handballspielleiter und Schiedsrichter in Großen-Linben. Wirtschaft Bis auf Chadeaktien, die etwa 3 Mark verloren, waten die Hauptwerte biS etwa 1 Proz. gebessert. Bei Ostwerken und Schubert & Salzer betrugen die Erholungen 2,75 Proz. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 25. April. Tendenz: uneinheitlich. — Am heutigen PrämienerklätungS- tage verstärkte sich die bereits die ganze Woche anhaltende Zurückhaltung, und die Umsatz- tätigtet! ging noch weiter zurück. Reue Orders und sonstige Anregungen fehlten: anderseits erwartet man jedoch, da st der Ultimo keine gröberen Schwierigkeiten bereiten wird, da die noch bestehenden Engagements nur gering fein dürsten und die Geldmarktverhältnisse weiter sehr günstig sind. Etwas Prämienware kam am Elektromarkt heraus, so dast AEG., Bergmann, Licht & Kraft und Gessürel bis 1,25 Prozent niedriger eröffneten. Sonst war die Kursgestaltung nicht einheitlich. Am Farbenmarkt schien noch ein De- couvert zu bestehen, und die Farbenaktie konnte auf Dectungskäufe etwas anziehen. Auch am Siemensmarkt nahm die Spekulation Rückkäufe vor, fo dast der Kurs 1 Prozent höher lag. Schiff- sahrtSwerte waren dagegen wieder angeboten und bis 1 Prozent schwächer. Am Montanmarkt herrschte wieder Geschäftslosigkeit. Wannesmann gaben etwas nach. 3m Verlause waren gröbere Verkäufe in Zelistosfaktien zu beobachten. Wald- Hof bühten infolgedessen 4 Prozent, Aschaffenburg 3,5 Prozent ein. Ferner lagen Scheideanstalt bis 2,75 Prozent niedriger, während sich Danken gut behaupten konnten. Am deutschen Anleihemarkt waren Reubesitzanleihe etwas gedrückt, Ältbesih dagegen leicht gebessert. Ausländer gut gehalten. Späterhin kamen Umsätze nur noch vereinzelt zustande. Die Kursveränderungen blieben gering, die Stimmung war auf den befriedigendenReichs- bankausweis eher etwas freundlicher. Für Pfandbriefe erhielt fid> bei weiter kleinem Angebot die Rachfrage. Tagesgeld war zu 4 Prozent gefragter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1873, gegen Pfund 20,3650, London gegen Kabel 4,8634, gegen Holland 12,079, gegen Mailand 92,79, gegen Madrid 39,00, gegen Schweiz 25,08, gegen Paris 123,97. Berliner Prodnktcnmarkt. Berlin, 24. April. An der Produktenbörse war die Preisgestaltung heute nicht ganz einheitlich. Am Lieferungsmarkt waren die Herbstsichten für Brotgetreide angesichts der günstig beurteilten Ernteausfichten gedrückt, dagegen konnten die vorderen Sichten ihren Preisstand bessern. Für Weizen machen sich die Auswirkungen des verschärften Vermahlungszwanges immer stärker fühlbar. Angebot liegt nur au» einzelnen Gegenden vor, während andere Produktionsgebiete Ware hinzukaufen müssen. 3n- folge der anhaltenden Disparität gegenüber AuS- landweizen waren im Promptgeschäft etwa 2 bis 3 Mark höhere Preise zu erzielen. Roggen bleibt hingegen von den Mühlen etwas vernachlässigt. Die Preise waren lediglich gut behauptet. Das Roggenmehlgeschäft ist nach wie vor wenig befriedigend. Weizenmehl wird zu 25 Pfennig höheren Preisen für den laufenden Bedarf gekauft. Hafer lag bei mäßigem Angebot fester, da der Konsum bessere Aufnahmeneigung bekundet. Gerste ruhig. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer 276 bis 279 (fest), Mai 290, 3uli 301 bis 300,50, September 273,50 bis 273; Roggen, märkischer 167 bis 170 (unregelmäßig), Mai 182 bis 181,25, 3uli 195 bis 198,25, September 197 bis 195; Braugerste 190 bis 202 (ruhig), Futter- und 3ndustriegerste 175 bis 187; Hafer, märkischer 165 bis 172, Mai 181 (Brief), 3uli 195 bis 194, September 193 bis 189,50 (Brief). * Aufrechterhaltung des 50 prozen- tigen Vermahlungszwanges für In- landsweizen im Mai. Die Reichsregierung beabsichtigt, „roie der WTD.-Handelsdienst von zu- flänbifler Seite erfährt, den Dermahlungszwang für Lnlandsweizen In Höhe von 50 Prozent auch für den Monat Mai aufrechtzuerhalten. • Mainkraftwerke AG., Frankfurt e. M. - HSchst. Die Stromabgabe der Gesellschaft ist 1929 auf 105,26 (i. 03. 87,78) Mill. Kilowattstunde, also um 20 Proz., die Erzeugung und der Fremdstrombezug auf 117,9 (100,44) Mill. Kilowattstunden gestiegen. Der im vergangenen 3ahre durch Ermäßigung deS Haus- haltstariss eingetretene Einnahmeausfall konnte durch Steigerung der Werbetätigkeit wieder nahezu ausgeglichen werden. Trotzdem schlägt die Gesellschaft eine Ermäßigung der Stamm- oktiendividende auf 6 (8) Proz. vor, da nach dem GefchäftSberioqt die Unkosten, insbesondere die Zinsen, stark gestiegen seien. Ferner seien Preisopser bei Q3ertragErneuerungen eingetreten Es wurde ein Bruttoüberschuß von 5,30 (5,60) Mill Mk. erzielt, wovon Unkosten 0,86 (0.79), Steuern 0,93 (1,02), Abgaben 0,15 (0,15) und Zinsen 1,08 (0,90) Mill. Mk. erforderten. Rach Ucbertoeifung von 0,85 (0,86) Mill. Mk. an den Tilgungsfonds verbleibt einschl. Dortrag ein Reingewinn von 1,41 (1,91) Mill. Mk., woraus 6 (8) Proz. Dividende verteilt. 49 000 (99 000) Mk. an Tantiemen ausgeschüttet und 13 000 (14000) Mk. vorgetragen werden. Die nahestehenden Gesellschaften werden für das verflossene Geschäftsjahr voraussichtlich unveränderte Dividenden verteilen. (G.-D. 13. Mai.) Berliner Börse. Berlin, 25. April. Das in der letzten Zeit wieder stark nachgelassene 3nteresse für die Aktienmärkte war heute zum Liquidationstage noch kleiner als sonst. Der Ordereingang nach der einen oder anderen Seite blieb minimal, so baß eS der Spekulation je nach Auffassung der Lage ein leichtes war, kleine Kursschwankungen hcrvorzurufen. Gerüchte, die die gestrige Börse beeinflußt hatten, stellten sich zum mindesten als übertrieben heraus, fo daß die Stimmung vorbörslich wesentlich beruhigter war. Man glaubte, daß der Ultimo keine Abgaben mehr zur Folge haben werde, sah sich allerdings zu Beginn des offiziellen Verkehrs in dieser Annahme enttäuscht. Bei einigen Märkten drückte doch noch Prämienware auf die Kurse, so daß die Werte dieser Märkte bis zu 2,5 Proz. verloren. Schubert & Salzer eröffneten bis zu 4.5 Pvoz. niedriger. Da aber auch einige andere Papiere in demselben Maße anzogen, konnte die Anfanvs- tcndenz als uneinheitlich bezeichnet werden. Den stärksten Gewinn hatten Thorls Ocl mit 2,75 Prozent zu verzeichnen. Auch für Reichsbahn- Vorzugsaktien bestand weiter größeres 3ntereffe, ohne daß dies kursmäßig zum Ausdruck kam. Bei Thüringer Gas. Harburger Gummi, Phönix sind Dividendeabschläge bei den Rotizen zu bc- rücksichtigen Deutsche Anleihen lagen ruhig. Ausländer meist behauptet. Für Pfandbriefe erhielt sich die Kaufneigung. Der Geldmarkt war unverändert. Rach den ersten Kursen wurde die Tendenz, ohne daß das Geschäft allerdings einen größeren Umfang annahm, zusehends freundlicher. Einerseits halten die Großbanken wohl kaum 3ntcreffc an niedrigen Liquidationskursen, anderseits deckte die Spekulation und zeigte Äaufintereffc per Ultimo Mai. Einen guten Eindruck machte übrigens der Reichsbank- ousweis für die dritte April-Woche, der eine weitere Entlastung um rund 150 Millionen brachte, und nach dem die Gold- u n b De - Visendeckung der Roten die 70-Pro- -entgrenze wieder überschritten hat. E>chach»Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Hhachredaktion des ..Gießener Anzeigers". Problem Nr. 260 Bon A. Mari. (1. Preis Valve-Turn. d. Cheß Amateur 1929.) Schwarz. a b c d e f r h 8 6 6 3 3 2 a b c d e f g h Weih. Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt. Weih: 9 Steine. Kh5; Dg8; Tb3; Le7, f5; Sf3; Ba2, a4, d2. Schwarz: 8 Steine. Kc4; Dd5; Tdl; Ld4; Sc2; Bb2, f6, H4. Partie Nr 185. 3m Viermeisterturnier zu Berlin 1930 gespielt. Spanische Partie. Weih: «.Richter. Schwarz: Samisch. 1. c2-e4 2. Sgl -ß 3. Lfl-b5 4. Lb5-a4 5. c2-c4 1. e7-e5 2. Sb8-c6 3. a7-a6 4. d7-d6 Dieser Zug, der früher öfters von Duras angewandt wurde, ist heute aus der Meisterpraxis völlig verschwunden. 5. . . . 5. Lc8-d7 6. d2-d4 6. Sg8-f6 Am besten erscheint hier 6 g6 nebst Lg7. 7. Sbl — c3 7. Lf8-e7 8. 0-0 8. 0-0 9. La4xc6 Sehr gut war hier auch 9. d5, trotz des späteren Gegenspiels durch f5. 9. .. . 9. Ld7xc6 10. Ddl-e2! 10. c5xd4 11. Tf8-e8 12. Sf6-d7 13. Lc7-f6 14. Lf6xd4 10. .. . 11. Sf3xd4 12. f2-f3 13. Lei -e3 14. Tal-dl Ergänzt den Tausch, da e4 gedeckt, e5 angegriffen und 10. ..., Sd7? an d5 mit Figurgewinn scheitert. 15. TdlXd4 16. Tfl-el 17. b2-b4 Denn es drohte 18. Sc3-d5 19. Td4xd5 20. Le3-f4 21 c4 —c5 22. Lf4xe5 23. b4xc5 Schlecht«: wäre 24 lei —dl 25. Dc2-c2 Mit der Drohung 26. c6 nebst Dc5. 25.... 25. Ta8-b8 Verfehlt, besser g6 mit Erhaltung des Läufers. ’• 15. Dd8-c7 16. f7-f6 17. b7-b6 18. b5 mit Figurgewinn. 18. Lc6Xd5 19. Sd7-e5 20. H7-h6 21. d6xc5 22. f6xe5 23. b6-b5 23 bxc, wegen 24. Dc4! 24. De7-c6 26. Dc2-b3 Auf c6 wäre jetzt Tb6 gefolgt. 26 ... 26. Kg8-f8 Es drohte 27. Txe5! 27. Db3-b4 27. Te8-c7 28. h2-h3 28. Tb8-e8 29. c5-c6 30. Td5xc5 31. Db4-b3+ 32. Te5-d5 33. Db3-d3 34. Dd3-d4 29. De6xc6 30 Kf8-n 31. Kf7-g6 32. Te7-cö 33. Kg6-f7 Gin schwacher Zug in Zeitnot: besser war sofort Kh2, weil auf den Testzug Schwarz durch Db6 den Damentausch erzwingen könnte. 34 34. Te8-e7 . 35. e4-c5 35. Dc6-b6 36. f3-f4 ' 36. Db6xd4 b Jetzt ist dieser Tausch nicht mehr so stark, weil bereits das weiße Zentrum zu stark geworden ist. 37. TdlXd4 37. g7-g5 38. g2-g3 Schwarz verlor hier durch Zeitüberschreltung; das Spiel dürfte infolge der beiden weißen Mittelbauern kaum zu halten sein. Lösung des Problems Rr. 257. Don W. Gleave. 1. Sd5-e3!, dxe3 2. Sc3 matt. 1 Sxe3 2. Te8 matt. 1 StG 2. De7 matt. 1 S15 2. Dhl matt. 1 Sh beliebig 2. Dxg6 matt. 1 L beliebig 2. Db7 matt. 1 , d3 2. cxd3 matt Aus der Lchachwclt. Der diesmalige Gchachweltkongreß wird im Oull in Hamburg, also zum ersten Male auf deutschem Boden, ausgetragen werden. Folgende Länder haben bereits ihre Teilnahme zugesagt: England, Dänemark, Oesterreich, Lettland, Deutschland und Holland. — Die Engländer machen für diese Veranstaltungen große Anstrengungen. 3n der zweiten Hälfte des Juni veranstalten sie in Scarborough ein internationales Uebungsturnier, an welchem voraussichtlich folgende ausländischen Meister teilnehmen werden: Ahues (Deutschland). Grünfeld (Oesterreich), Colle (Belgien), Rubinstein und Tartakower (Polen), Marocztz (Ungarn). Ungarn hat sich bereits entschlossen, als Rationalmannschaft Dr. Vajda, Dr. Ragy, A. (Steiner und Havasi nach Hamburg zu senden. Wettkampf Lapablanca — Dr. Euwe. Euwe beabsichtigt, nach seinen erst kürzlich beendeten Wettkämpfen gegen Aljechin und Dogoljubow demnächst gegen den Es-Weltmeister Capablanca in die Schranken zu treten. Der Kampf soll in den nächsten Weihnachtsserien vvr sich gehen. Die Rarrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktivnStisch. DoHorfrage. „Mutti, ich hätte mal ’ne kleine Frage ’ „Schon wieder! Was willst du denn wissen?" „Ist es unartig, wenn ich mit vollem Munde spreche?" „Sehr unartig!" „Und ist es artig, wenn ich .danke' sage, nachdem ich was geschenkt gekriegt habe?" „Sehr artig!“ „Wenn ich nun mit vollem Munde .danke* sage, ist das nun artig oder unartig? ..." (Lust. Bl.) Entdeckung. Die Mutter wühlt in einer alten Kommode und findet dort eine aus schwarzem Papier ausgeschnittene Silhouette ihres Vaters. Sie ruft also ihr kleines Söhnchen und lagt: „Sieh mal hier, Hänschen, das ist das Bild deines Großvaters." Der Kleine betrachtet eine Zeitlang aufmerksam das Bild und sagt dann: „Warum hast du mir denn bis jetzt nichts davon gesagt, Mutti, daß Opa ein Reger war?" (Lust. Bl.) Verschiedene Ursachen. „Sie leiden an Schlaflosigkeit? Ich kenne daS auch. Jede Rächt liege ich wach." „Und ich erst! Kaurn zwei Stunden kann ich schlafen. Seit zwei Jahren geht es mir fo. Der Arzt nennt es insomnia ncurotica paralaxitis.“ „Ich hab es seit einem Jahr. Aber wir nennen es Baby." (Lust. Dl.) Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die 5)öße der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. M. | Senin C?d>lu^i 1-Ubr» elu6»! Union* für# | Aur# Iure 1 Sur# Datum 24. 4- 25 •. 24. 4 | 25- 4. 1% Deurtche «eidi^aiieik von 1927 ....... 7% Deutsche Reichsanleibe 87,25 - 87,1 - Von 1929 ........ 101 — 101 — ttutW 91nl..CbIöl..Sd)ulb mit «utlot.-Rechien .... ttSfll. ohne AuSlot^Rechle . . 1 55,6 55,7 55.6 55,8 10,725 10,6 10,8 10,7 8% Helt. BolUstaai von 1929 (rüdjob». 102%)...... Cberbcfkn Provinz • LnleHe mit — — 92,25 Sluriol.-Rechten...... ikeurtche stemm. SammclabL 53,25 — — — Anleihe Serie 1 .... 8% tzrantz. Hyp.-Bank Golbpse 53,5 — 52,4 —■ XIII unkündbar bis 1931 7% Franks Hvv -Bank Svldpfe. unkündbar bi» 1932 . 98,5 — — — 92 — — — 4H% RbetnNche Hvv^Sank Ltqu. Boldvfe.. ..... 85,9 — — — 6'0 Pr. Lande«vfandbrietanüall, Pfandbriefe R. 17 98,5 — 98,5 — 8% Dr LandeivfandbriefankaU, Romm.-CbL 91. 16 . 7% Pr. Landelpsandbrtefanüalt 95,5 — 95 — Pfandbriefe R. 10 ..... 16.8. obg. Borkriegr-Obligalto- 90,5 — 90,5 nen. rückzablbar 1932 . . . . — — <% Lefterrelchl,che Goldrente . . 4^0% Oellerreichtsche Silberrrnle _ _ 27.65 -- — 4,13 — 4% Letterreichllche Einheitliche Rente — — 2.4 2,45 4% Ungarische Goldrente . . . . 24,5 — 24.7 24,5 4% Ungarifche Staats reute v. 1910 — — 20,75 4^1% befefiL von 1913 — — 22 — 4% Ungarifche Sronenrrntr . - 2,45 —— 2,4 — 4% Türchfch, Aollanlcihe von 1911 4% lürkisch, Bagdadbabn-Anl. 6,9 6,9 6,9 6,75 5?nt l — — 6,8 6,75 4% deSgl. Serie II....... 5% Rumänilch« veretnh. Rente — — 6,8 von 1903 . . . — 9,9 — 4H% Äumtafitfie veretnh. Rente von 1913 ........ 16,5 16.5 — 1% RumLrijche veretnh. Rotte . 8,1 — ö — Frankfun a. 51. Seriin Vchiuß» für« 1 l.ilhr. Rur# Schluß-! fürs | Anfang- flur# Dolum 24 4 25 4. 24 » 25- 4. Varndurg-Ainertko Dalei . . 77 110 109 110,65 109.25 Hamburg-Südom Tampsfchisf . » — 171 Hanfa Tarnpsfchtff . ... 10 — — 160 159,25 Norddeutfcher Lloyd .... . 8 HO 109,6 110.25 109,36 Allgemeine TeutfcheCreditanü. 10 115.5 — 115,5 115,75 Barmer Bankverein 10 127 127 126,75 126.7a Berliner Handeirgefellfchast . 12 174 — 174,75 174 Commerz, und Pnoai-Banl . 11 160.75 160,75 160.75 160.5 Darmstädter und Nationalbanl 12 229 — 228 228 Deutsche Bank und TiSconlo Geselllchafi, . . 10 149,25 148,75 149.25 148.75 Dresdner Bank...... 10 144.73 — 144,5 144.75 Reichjhanl........ 12 292.5 — 292.5 291,5 3.Q.®........... . 6 172,5 171.5 172,4 171 Bergmann........ . 9 — 187 187.65 187,25 Llekrr. Lieserung?gcselI1chaf1. 10 - —- 159.25 159,25 Licht und ftrafi . . 10 170,5 169,25 170 167,75 Felten & Guilleaume . . 7y, 127 126.5 — 127 Äelellfchafi für Etcktrilche Unternehmungen .... 10 177 176,5 176.75 176.25 Hamburger Glclrrizitätd-Derke 10 —• — 137 136.6 Rheinische (Hettnsüäi . . . . S — 145 Schlesische Elektrizität. . . . 10 — — 173 — Schuckert & Co....... 11 — — 189 187,5 Siemens & Halske..... 16 247,5 248 247.5 247,5 Traniradto . . .«•••• . 8 — — Labmeocr & Co....... 10 170,5 — 170,75 — Buderus..... » - . 6 71,5 71,6« 71,25 . 6 99,13 - 99.75 98 . t — — 143 142.25 . 8 138.5 — 139,25 139 Harvener - - - . O 124,5 — 124,75 124.4 Hoesch Eisen..... - 6% — — 108.5 107 äift Bergbau ..••••• 10 . 7 — — 101 230.5 .................... . V — 105.5 105,5 Mannesmann-Röhren ... . 7 105.25 104,6 105 104.6 Mansfelder Bergbau .... . 7 — — 84.25 84,25 Lberfchles. Eisendedars . . • • b — — 71,25 72,75 cberschles KokSwerke.... ■■ — 109.65 109,25 Pböni; Bergbau .... 6¥> 104 — 104,5 104,75 Rheinische Braunkohlca • • 10 229 —— 229,5 227 «betnstahl ....... . 6 — — 112 112 ................. IW — •— — JranMurl a. 51. 25trlln Schluß» Schluß». «nfana» für« Kur« für« | ftur« Datum 24. 4. 25 4- 24- 4. 25. 4. Bereinigte Stahlivrrkc . . . — — 97.5 97 Ltavi Minen . . . . . 16'/, — — 52.25 52 Kaliwerke Aschersleben . . 10 223.5 — 224 223 Kaliwerke Beslrregeln . . 10 227 — 228 227.5 Kaliwerke SaUdetkurtb . . 16 390 — 391,5 390 I ®. Farben-Inbuftri« . . 12 176 176.6 176,5 176,5 Dvnamit Nobel . . . ... 6 83.5 — Scheide an stall.... ... 9 — 150,25 — Goldschmidt .... • . . 5 70,5 — 70 — Rütgerswerke .... • • . 6 70 5 —— 71 70 MetällgesrUschaft. . . ... 8 107,75 — 107,75 108 Pdtlwv polzmamt . . Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt. ... ? 108 — 108 107,9 . . 10 . . 10 132.5 144 132,5 — — Baö6 ä Fred tag . . ... 8 91 90,75 91 — Schultheiß Pa-endoser . . 15 — — 296,5 295,5 Lstwerkr...... • . 12 — — 252.75 251,25 m-j........ • . 19 110.5 — 110,25 109.25 Bemderg...... . . 14 144 — 143.25 140.75 Zcllkioss Waldho« . . . 13V. — 184 188 185 Zellstoss SliLafsenburg Ldarlo Neuburger Sasse • . 12 — 148,5 151 151 ... 8 — — 104.25 103.75 Dessauer Mas .... ... 9 — — 168.25 '67,5 Daimler Motoren . . . . . V 41 41,5 40,75 40,5 Deutsche Linoleum . e • . 251,5 — 251 75 249,5 • . . 0 —— — 50,5 50,25 Rat. Automobil . . . , e . O — — -- 18.6 Crtnftcüi & Koppel • ... 6 — — 109,65 78 Leonhard Lieg . . . • . 10 — — 153 '53 Svens ko ... • • • • — — 351,5 350 ffamfhntet Maschine» ... 4 36 - 35,5 — ... 6 39,75 39 — Hevliaengoedk . . . Jung Hans...... Lechwerke...... . . . O ... 6 40', 5 — 39,75 _ ... 8 106 —— — Mamkraftwerk« HLchit M.. . 8 92 — — Miag . . . . . . 10 131,5 — 131,5 131,5 Sebr. Roeder . . . . • • 10 103,5 — — ... 9 217 21# —— Söbtcatiie . e • lu 158 — 159 * Bantnoten. Neri In, 24. «pril «eik »r Irl «menkani'che ‘Jjoien..... 4,163 4,183 ifelgische 'Hofen ...... 58.28 58.52 Täiiischc Noten ........ 111.68 112,12 (Englische Noten........ 20,305 20,385 16,37 16,43 ^nflöndische 'JlotMi ...... 167.98 168,66 Italienische s)ioten ...... 21,91 21,99 nrrnraHd)# Noten...... 111,68 112,12 T-eut(d) Cefterr.ilOO Kronen 58.81 59.05 Rumänische Noten...... 2,46 2.48 Schwedische Noten...... 112,13 112,57 Schwerer Noten....... 81,94 82,26 Spanische Noten....... 52.10 52,30 Tschechoslowakische Noten . . 12,36 12,42 Ungarische Noten .... 72.93 73,23 Devisenmarkt Berlin — f ranffurl a. M. 24. «pr» 25. «prll «tätliche Rotieruua «miliche Notierung Geld Srici Geld »rief »mft.-'Jtott. 168,34 168,68 168,38 168,72 Burn.-Ärres 1,620 1,624 1,623 1,627 Urst.-Sntw- 38,38 58,50 58,395 58,515 CKristiania. 112,01 112,23 112,01 112,23 -Kovenbagrn 112,0! 112,23 112,01 112,23 Stockbolm . 112,42 112,64 112,44 112,66 HelsingsorS. 10,53 10,55 10,532 10,5d2 ytalttn. . . 21,925 21,965 21,925 21,965 London. . . 20.34 20,38 20,339 20,379 Neupork . . 4,1825 4,1905 4,183 4,191 ParrS.... 16,395 16,43. 16,405 16,445 Schwei; .. 81,07 81,23 81,10 81,26 Spanien . . 52,10 52,20 52,22 52,32 Japan . . . 2,067 2,071 2,067 2,071 Rio de Ian. 0,493 0,495 0,493 0.495 Dien in 2> Lest- abgtft 58,97 59,09 58,985 59,105 Prag .... Belz rad . . 12,39 12,41 12,396 12,416 7,408 7,422 7,405 7,416 Budapest. . ?3,10 73,24 73,09 73,23 Bulaarien. 3,03 3,04 3,037 3,043 Lissabon - . 18,78 18,82 18,78 18,82 Tauffl. . . Konstantin 81,33 1,784 81,49 1,788 81,34 1,785 81,50 1,789 Alben. . . 5,425 5,435 5,435 5,445 Lanada . . 4,181 4,189 4,176 4,184 Urn uay. . 3,846 3,854 3,876 3,884 Coro . . . 20,86 20,90 20,86 20,90 ■KOPFSCHMERZ MM WWM Direktion Liebigstraße 46. 3265D Größere Posten: Größere Posten: Damen-Mäntel Sommerstoffe 7.90 -.68 -.98 Frauen-Mäntel glatt und gemustert, teils gefüttert 12.50 -.50 Einsatzhemden aus gutem Mako, in allen Orößen 7.90 1.95 Mako-Hosen solide Qualität, In-allen Orößen ... Herren-Oberhemden vorzügliche Qualität 3.50 ommer- 3272 A 3272 \ Verreist bis 29. April a Vrioale Dölme Mcanslalk. Vielfachen Wünschen ent» sprechend, richten wir wieder /\V \ Abendkurse für Berufstätige zur Erlangung der Obersekunda-, prima» und llniversitätsreise ein. 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