Nr. 70 Erstes Blatt 180. Jahrgang Montag, 24. März 1950 (Er)d)etnt täglich,außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Dte Illustrierte Gießener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. ZernsprechanschlÜffe anterSammeInummer225L Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Stanffurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vntck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange in Gietzen. Zchriftleitnng und GeschSstrstelle: Zchulsttahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagcsnummer ois zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm 'Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°,0 mehr. Chefredakteur Dr Friedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Tlaf Filter, sämtlich in Gießen. Oer Kurs der Deutschen Vottspariei. Der Mannheimer Parteitag. — Roch keine Kündigung der Koalition aber Festhalten an der Forderung auf Finanzsanierung und Lastensenkung. — Moldenhauer gegen Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Mannheim, 22.März. (CAB. Eigene Meldung.) Der Mannheimer Reichsparteitag der Deutschen Volkspartei wurde im Ribclungensaal des Rosengartens offiziell eröffnet. 2ln dem auf derWujikterrasle auf gestellten Dorstandstische hatten neben dem Parteiführer Rei^, ^Minister a. D Scholz die Reichsministcr Dr. C u r l i u s und Dr. Moldenhauer, ferner andere führende Persönlichkeiten der Partei aus den Länder- Ministerien und Parlamenten Platz genommen Dr. Scholz eröffnete die Tagung mit den Dorschlägen, zum Tagungsvorsitzenden Reichstags- abgeordneten Dr. Kahl zu bestimmen, und zum stellvertretenden Dorsihenden Frau 2 u l i e Bassermann, Mannheim. Abg. Dr. Kahl übernahm den Tagungsvorsih mit einer Ehrung des verstorbenen Reichsauhenministers Dr. Stre- semann, zu der die Dersammlung sich von ihren Platzen erhob. Abg. Dr. Kahl begrüßte unter großem (Beifall der Dersammlung den neuen Dorsihenden Reichsminister a.D. Dr. Scholz und sprach ihm das restlose Vertrauen der Partei aus. Ruch die Dertreter des Saargebietes, Danzigs und Oesterreichs hieß Dr. Kahl willkommen. Parteiführer Minister a O. Scko'z, der mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, führte dann zu seinem Thema: „Deutsche Politik" u. a. aus: Unser gemeinsamer Freund Kahl hat in einer uns allen tief bewegenden 'Art und Weise und meisterhaft, wie er es nur versteht, dem Gefühle der Trauer Ausdruck gegeben, die uns gerade in diesem Augenblick erfüllt, da zum ersten Male der Parteitag ohne unseren Stresemann Zusammentritt Lassen Sie mich hinzufügen, daß, wenn auch sein Leib von uns gegangen ist, sein Geist in uns lebendig bleiben wird, der Geist des größten Staatsmannes des neueren Deutschland, der Geist eines wahrhast nationalen und liberalen Menschen, der Geist echter Vaterlandsliebe, die ihn für sein Volk leben und sterben ließ. (Lebhafter Beifall.) Strefemanns Parole .Heran an den Stao t!", Hot sich auf die Dauer keine der großen Parteien, auch nicht die Deutschnationale Volkspartei, entziehen können Die größte Sünde wider den nationalen Geist ist es, dem Volke den Glauben an seine wahrhaft großen Männer zu nehmen (Zustimmung.) Für uns sind diese Angriffe lediglich ein Anlaß, uns um s c> fester um die Ehrfurcht gebietende Gestalt unseres Vaters des Vaterlandes zu scharen Es gibt keine Partei, die treuer zum Reichspräsidenten steht, als die Deutsche Volkspartei (Stürmischer Beifall.) Aber auch die Sozialdemokratie — und das ist vielleicht noch wichtiger festzustellen — steht durchaus nicht in ihrer Gesamtheit auf dem Boden der Verfassung von Weimar Zwar war die Republik Ziel ihrer Sehnsucht seit Beginn ihres Parteilebens, aber diese gewordene Republik ist nicht sozia- S i ft i f d) Sie ist nach ihrer Verfassung durchaus aufgebaut auf der privatkapitalistischen Wirtschaft Das führt dazu daß a u d) d i e größte r e = publikanis che Partei innerlich gegen die Deutsche Republik e i n g e ft e 111 ist: sie macht grundsätzlich antifapitaliftifdje Politik, besonders auf steuerlichem Gebiete, obwohl der Staat auf kapitalistischer Grundlage ruht Sie ist ä u h e r - lich der Form n a d) für schwarzrotgold. im Herzen aber für d i e rote Föhne Lassen Sie mich hier einige allgemeine Betrachtungen praktisch-politischer Ratur über unser Verhältnis zur Sozialdemokratie und zu den anderen Parteien feststellen. Wer mit den Der- hältnissen rechnet, wie sie nun einmal sind, wer Realpolitik treibt, muß mindestens zur Zeit feststellen daß ein Regieren gegen oder k> h ne d i e Sozialdemokratie auf die Dauer laum möglich ist. Das muß auch eine Partei anerkennen, die, wie keine andere, im innersten Kern ihres Wesens antisozialistisch ist. Der Liberalismus verträgt sich grundsätzlich viel weniger mit sozialistischer Weltanschauung als je der Konservativismus. In D e r l i n ist es trotz aller für das Bürgertum günstigen Lage - ich verweise auf den unmittelbar vor der Wahl enthüllten Sklarckskandal — nicht ge - .ungen, die bürgerlichen Stimmen zu vermehren. Die praktische Staatskunst des letzten Jahrzehnts war beherrscht von der R u ß e n p o l i t i k. Das war aus vielen Gründen eine Selbstverständlichkeit, insbesondere deshalb, weil das Deutsche Reich gar nicht in der Lage war, seine inneren Derhältnisse einigermaßen stabil einzu- cichten, ehe der in Verfolg des Dersailler Der- :rages zu zahlende Kriegstribut feststand. Hin so nehr und entschiedener muß die Partei nach Erledigung der großen alles überschattenden luhenpolitifchen Fragen sich derjenigen inneren Sanierung der deutschen Verhältnisse auf dem Gebiete der Wirtschaft und der Finanzen zuwenden, die zerade Stresemann in seiner letzten großen Rede m Zentralvorstand im vergangenen Frühjahr As un abweis lich bezeichnet hat. Die Deutsche Volkspartei wird bei der Verfolgung dieser ihrer Auffassung getreu der Ansicht, die auch gestern im Zentralvorstand zutage getreten ist, nicht ibweichen von den grundsätzlichen Forderungen, hie sie ausgestellt hat. Sie wird versuchen, mit iller Kraft innerhalb der jetzigen Regierungs- Gemeinschaft ihre Auffassung durchzusetzen: sollte das nicht möglich sein, so wird sie aud) vor den letzten Konsequenzen nicht zurückschrecken. (Lebhafter Beifall.) Rcichsflnanzminificr Är. Mldenhaun erklärte u. a.: Unabhängige Außen- und Innenpolitik seitens des Reiches kann auf die Dauer nicht geführt werden, wenn die Finanzen in Unordnung sind Ich glaube, daß das Gefühl, das bereits draußen im Ausland vorhanden ist, das Verständnis dafür, daß die 6eutfd)en Finanzen in Ordnung kommen, auch zur Herstellung des deutschen Kredites beitragen wird. Ich weih, daß wir in sehr erheblichem Umfange in den nächsten Monaten ausländisches Geld nach Deutschland her- einbekommen werden. Das setzt voraus, daß der Ausländer das nötige Vertrauen in die deutsche Finanzwirtschaft hat. Wir sind so kapitalarm, daß wir aus Eigenem nur langsam vorwärts kommen. Wenn wir im Aussland wieder Vertrauen in die deutsche Finanzwirtschaft bekommen, so wird das der deutschen Wirtschaft in allen ihren Zweigen nützen. Man wird diese Mittel, die hereinströmen, nur dann gut verwenden können, wenn zu der Sanierung der Kasse ein ernster Wille hinzukommt, die Ausgaben in Reich, Ländern und Gemeindenzusenken. Was wir im Augenblick schaffen, ist nur ö i c erste Etappe zu der zweiten und wichtigeren, zur Sanierung, Entlastung der deutschen Wirtschaft. Es heißt nun, langsam die Massen davon zu überzeugen und zur Erkenntnis zu bringen, daß, wenn auf manchen Gebieten die Abwege weiter begangen werden, sich dies letzten Endes gegen die Massen selbst kehren muß und in einer riesigen Arbeitslosigkeit ausmünden wird. Wem es ernst ist um das Wohl des Ganzen, der wird hier eintreten müssen für eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Fehler von der Vergangenheit vermeidet und zu besseren wirtschaftlichen Verhältnissen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber führt. Sie ist nur zu überwinden in nüchterner Arbeit und in zähem Ringen derer, die guten Willens sind. Ich wende mich gegen den hoffnungslosen Pessi» m i m u s , der weite Kreise erfaßt hat. Wir haben doch in den letzten zehn Jahren im besetzten Gebieten Stunden und Monate erlebt, die sorgenvoller waren und hoffnungsloser als die gegenwärtigen. Dank der großen Arbeit Strese- manns sehen wir die Sonne der Freiheit über dem Rhein aufgehen. Wir wollen nicht den Glauben an die Kraft unseres Volkes verlieren, kämpfen wir deshalb gegen Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Wenn wir wollen haben wir in einem Jahr die Finanzen des Reiches in Ordnung gebracht und in einem Jahr die Senkung der Steuern und Entlastung der Wirtschaft. An uns liegt es, ob wir obsiegen oder verzagen. Versuch einerArbeiisgememschast derMle Mannheim, 23. März. (ERB.) Wenn man das Ergebnis des Mannheimer Parteitages der Deutschen Volkspartei umreißen will, muß man zunächst feststellen, daß eine Verschärfung der Lage, die von vielen Seiten erwartet wurde, nicht eingetreten ist. Auf dem Parteitag sind sogar die akuten Gegenwartsfragen stark zurückgetreten hinter dem Versuch, Wege in d i e Z u k u n f t zu finden. Hüter diesem Gesichtspunkt ist auch der Sammelruf des Parteiführers Scholz zu verstehen, der offenbar in der parlamentarischen Mitte mit einer großen Staatspartei eine Fraktion von 100 2l»geordneten zusammenbringen will. Die Aussichten werden allerdings auch in volksparteilichen Kreisen vorläufig noch skeptisch beurteilt. Dagegen hält man es sehr wohl für möglich, daß die Aktion von Dr. Scholz eine Arbeitsgemeinschaft zwischen der Deutschen Dolkspartei, den Demokraten, der W i r t s ch a f t s p a r t e i und den Volkskonservativen zustande bringen kann, die in allen wichtigen Fragen zusammenmarschiert und diese Hebereinstimmung aud) durch von Zeit zu Zeit wiederkchrcnde gemeinsame Fraktionsberatungen befestigt. Auf derselben Linie der Auflockerung des Parteiwesens bewegten sich auch die Reden des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft junger Voltsparteiler, G l a h e l, und des Olbgeorbneten Thiel, der die Gedanken der nichtkapitalistischen Kräfte in der Partei zum 2lusdruck brachte. Die Ausführungen dieses Diskussionsredners fanden besonders starke Aufmerksamkeit. Für eine nationale Gtaats- partei der Mitte. Eine Änndgcbnnq der Ncichsgemcinschaft junger Volkspartcilcr Mannheim, 23. März. (Tel.-Un.) Die Reichs- ge m e i n f d) a f t junger Volksparteiler hat eine Kundgebung veröffentlicht, in der es u. a. heißt: In der Außenpolitik und in der Reparations- frage ist ein vorläufiger Abschluß erreicht. Nunmehr stehen wir vor großen Entscheidungen der deutschen Innenpolitik. Neuordnung im Staat und Befreiung der Wirtschaft von untragbarer 'Belüftung, insbesondere durchgreifende Maßnahmen zur Rettung der deutschen Landwirtschaft sind ebenso ernste wie dringende Aufgaben der nächsten Zukunft. Wir wollen die nationalen Volkskräsle um positive Ziele der Reichs- und Staatsform, der sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung auf der Grundlage christlicher und selbstbewußter deutscher Kultur und ehrlicher Arbeitsgemeinschaft aller wirtschaftlichen Stände sammeln. Unser Ziel ist ein großdeutsches Reich, nach außen frei, nach innen unabhängig. Wir richten daher in dieser Stunde einen Appell an die Das Bassermann-Denkmal in Mannheim, das auf der Reichstagung der Deutschen Dolkspartei zum Gedenken an den langjährigen FÄ;rer der Nationalliberalen eingeweiht wurde. zur Verantwortung bereiten Parteien, über Gegensätze der Vergangenheit Hinwegzukommen, um eine große nationale Partei der Mitte zu ermöglichen. Wir warnen vor weiterer Parteizersplitterung und richten deshalb auch an dis Volksnationale Re i ch s v c re i n 1 g u n g und ähnliche Gruppen die Aufforderung, in diesem Sinne bereit zu fein für eine große nationale Staatspartei der Mitte Wir halten es mit dem Parteiführer Dr. Scholz für die Pflicht und Aufgabe der Deutschen Volkspartei, führend und uneigennützig jeden Weg zur Sammlung des Volksbürgertums in einer großen Partei zu beschreiten. Enthüllung des Baffermann- Oenkmals. Scholz hält die Weihcredc. Mannheim, 23. März. Der Reichsparteitag der Deutschen Volkspartei fand heute nachmittag mit der Enthüllung des Crnst-Dasser- mann-Denkmals, das Professor Lederer am Luisenpark in Mannheim errichtet hat, seinen Abschluß. Die Enthüllung sand in Anwesenheit des Parteivorstandes der Deutschen Volkspartei sowie der meisten Delegierten des Parteitages, ferner der städtischen Verwaltung Mannheim und unter starker Beteiligung der Bevölkerung statt. Auch die Minister Dr. C u r t i u s und Dr. Moldenhauer sowie Frau Luise Bassermann nahmen an dem Festakt teil. In seiner Weiherede führte der Parteivorsihende Reichsminister a. D. Dr. Scholz u. a. aus: Vor einem halben Jahre stand die Deutsche Dolkspartei in tiefster Erschütterung und fassungslosem Schmerz an der Bahre Stresemann s, und heute vereinigen wir uns hier vor diesem Er- inncrungsmal für Ernst Bassermann, den Aachsolgec Bennigsens und Vorgänger Stresemanns, der von Bennigsen als Erbe der Tradition und Führerschaft bezeichnet war und der seinerseits beides an Stresemann noch zu Lebzeiten übertrug. Bassermann hat bewußt und entschlossen den Grund gelegt zur Rationalliberalen Partei, zu einer Dolkspartei im besten Sinne des Wortes, die alle Stände umfaßt. Pfadfinder und Wegbereiter zu jener Volksgemeinschaft, die heute Wunsch und Ziel unserer Partei ist. Wir alle grüßen den wahrhaft nationalen, liberalen und sozialen Menschen, der unserer Partei neue Wege und Ziele gewiesen hat. Sein Andenken wird bei uns nicht erlöschen, so lange eS eine Deutsche Volkspartei gibt. Oie Deutsche Volkspartei an Hindenburg. Mannheim, 22. März. (WTB.) Auf dem Reichsparteitag wurde unter stürmischem Beifall auf Vorschlag von Geheimrat Kahl folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten abgesandt: Mehr als 2000 zum Reichsparteitag in Mannheim versammelte Mitglieder der Deutschen Dolkspartei gedenken zu Beginn ihrer Beratungen in entscheidungsschwerer Zeit des Reichsoberhauptes, des lebendigen Symbols her nationalen Einheit aller Deutschen. Sie erneuern das Gelöbnis, getreu dem von Eurer Exzellenz gegebenen hohen Beispiel das Gesamtwohl von Dolk und Daterland allem anderen voranzustellen und mit allen gleich gesinnten Kräften dem Wiederaufstieg des Reiches zu dienen. Echo der presse. Tcr „Vorwärts" für Zusammenarbeit. Berlin, 23.März. (TU.) Mit dem Ergebnis des Mannheimer Parteitages der Deutschen Volts Partei beschäftigten sich nur wenige Berliner Blätter. Die „D A Z." stellt fest, daß der Parteitag keine Ueberraschung gebracht habe, weil er keine Ent - scheidung getroffen habe. Zwar sei mit stärkster Betonung der Beschluß vorn 2. März wiederholt worden, aber die Deutsche Volkspartei habe trotz aller Erfahrungen die Situation noch nicht für reif genug gehalten, um die gegenwärtige Neichskoalition jetzt schon ihrerseits auf zu kündigen. Das Ergebnis des Parteitages lasse sich also vorläufig dahin zusammenfassen, daß die Bolts; Partei in der beginnenden Woche n o d) einen letzten Versuch machen wolle, die dringenden Notwendigkeiten des Staates und der Wirtschaft nut der Sozialdemokratie durchzusetzen. Da auch die Reichstagsfraktion, die jetzt die weiteren Entscheidungen zu treffen habe, an die Beschlüsse vom Zentralausschuß und Zentralvorstand und an die Willensmeinung des Parteitages gebunden sei, könne man immerhin von einer Art U 11 i m a t u m an bic heute noch bestehende Koalition sprechen. — Der „B ö r s e n - C o u r i e r" weist darauf hin, daß Dr. Scholz die Notwendigkeit eines bürgerlichen Zusammenschlusses klarer und stärker, als dies je geschehen sei, dem Parteitag zum Bewußtsein gebracht habe, der ihm in allen Haupt sächlichen Fragen einmütig zugestimmt habe. Damit sei eine der wichtigsten innerpolitischen Entscheidungen gefallen, die die Hoffnung erwecke, daß das Bürgertum, anstatt sich unfruchtbar beiseite zu halten, mit letzter Entschiedenheit seinen Zielen zu- streben werde. Der „Dorwärts" meint im Gegensatz zu Dr. Scholz, die Sozialdemokratie kenne in bezug auf die Staatsform kein Ziel über die demo* । kratische Republik hinaus. Sie könne aber als i Staatspartei nicht allein regieren, weil sie nicht die Mehrheit habe, und selbst wenn sie Lie Mehrheit hätte, könnte sie nicht von heute auf morgen aus der kapitalistischen Wirtschaft eine sozialistische machen. Jede Regierung müsse die Wirtschaft pfleglich behandeln: denn nur wenn die Schornsteine rauchten, gebe es Brot. Als grundsätzliche Gegnerin der kapitalistischen Wirtschaft müsse sie doch mit den zunächst gegebenen Tatsachen rechnen. Dadurch bestehe die Möglichkeit der Zusammenarbeit der Sozialdemokratie mit den bürgerlichen Parteien. Die Sozialdemokratie trage damit den Notwendigkeiten der Gegenwart Rechnung, ohne ihre großen Zukunftsziele zu verleugnen oder gar preiszugeben. Sie habe in manchem umlernen, in manchem nachgeben müssen und sehe sich öfter in der Defensive als in der Offensive. Da die Volkspartei zu diesem Staat stehen wolle, müsse sie ihm auch die Mittel bewilligen, die er zum Leben brauche. Rach dem Parteitag dürfe man vielleicht hoffen, daß d i e Finanzreform in g,emeinsamer Arbeit mit der Dolkspartei gelöst werden könne. Oer Reichsstädiebund zum Seibstverwattungsgesetz. Berlin, 22. März. Gesamtvorstand und Hauptausschutz des Reichsstädtebundes beschlossen einmütig, in Anbetracht der schlechten Finanzlage der mittleren und kleineren Städte die diesjährige Mitgliederversammlung aus Sparsamkeitsgründen aus fallen zu lassen. Bei der Beratung des neuen Entwurfs der Selbstverwaltungsgesetze wurde der Ue&ergang vom Zweikamm ersy st em zum Einkammer- s y st e m trotz mehrfacher Bedenken als zweckmäßig anerkannt. Einmütig abgelehnt wurde die Absicht der Regierung, für die Städte unter 1OOOO Einwohnern ein Ausnahmerecht zu schaffen durch ihre Unterstellung unter die Staatsaufsicht des Landrates an Stelle der des Regierungspräsidenten, weil dadurch keine Berwaltungsvereinfachung, sondern das Gegenteil erreicht wird, und der Landrat als Leiter des kommunalen Kreisverbandes wegen der vielfachen Interessenkollision zwischen Landkreis und kreisangehörigen Städten zur Ausübung einer unparteilichen Staatsaufsicht nicht geeignet ist. Ebenso wurde der weitgehende Zwang zur Bildung von Zweckver- bänden auf Gebieten, die nicht zu den gesetzlichen Aufgaben der Gemeinden gehören, ab - gelehnt. Beschlossen wurde der Aufbau eines kommunalen Revisionswesens zwecks regelmäßiger kassentechnischer und wirtschaftlicher Prüfung der gemeindlichen Kassen und Betriebe. Tarifs orderungen derReichsbahn Berlin, 23. Marz. CBN. (Eigene Meldung.) Bereits anfangs der Woche wird der Derwal- tungsrat der Deutschen Reichsbahngesellschaft zusammentreten, um über die Finanzlage des Unternehmend zu beraten und im Zusammenhang damit, wie schon jetzt feststeht, auf schleunige Bewilligung der Forderungen auf Tariferhöhung zu bringen. Lieber die schon in der Oeffentlichkeit bekannten Ziffern der hinter den Doranschlägen zurückbleibenden Einnahmen in den ersten beiden Monaten dieses Jahres hinaus hat auch im laufenden Monat stark die schlechte Entwicklung des Eisenbahnverkehrs angehalten. Bis vorgestern, also bis zum 20. März, blieben auch in diesem Monat die täglichen Einnahmen um mehr als 1 Million Mark hinter dem Soll zurück, und zwar sowohl im Personen- wie im Güterverkehr. Dabei sind die saisonmaßigen Schwankungen in diesen Berechnungen bereits berücksichtigt, und man stellt sich bei der Reichs- bahn schon jetzt darauf ein, daß infolge der Wirtschaftslage auch in den kommenden Monaten mit der zu erwartenden Belebung des Derkehrs doch die Llnterschiede zwischen den Doranschlägen und den tatsächlichen Einnahmen ungefähr die gleichen bleiben werden wie bisher. Infolgedessen Gießener Stadttheater. Richard Wagner: „DerfliegendeHolländcr" Rach der heroischen Opernwelt des „Rienzi" tritt in dem Schaffen Richard Wagners eine tiefeinschneidende, entscheidende Wendung ein; „soweit meine Kenntnis reicht, vermag ich im Leben keines Künstlers eine so auffallende Um« Wandlung, in so kurzer Zeit vollbracht, zu entdecken, als sie hier bei dem Derfasser jener beiden Opern sich zeigt, von denen die erste kaum beendigt war, als die zweite fast fertig schon vorlag." (Richard Wagner.) Hatte er für den Rienzi das Textbuch quasi qls Librettist sich verfertigt, so begann er mit dem „Fliegenden Holländer" „seine Laufbahn als Dichter". Don jetzt ab wird unter den Stoffen seiner Werke das Reich der Sage, des Mythos, herrschend; im Gegensatz zu dem Einmaligen des Historischen fand er hier in der Verallgemeinerung der Sage das Spiegelbild des Rein-Menschlichen, das immer wieder aufs Reue erlebt und durchlebt werden kann und das in dieser Lebenskraft zum berufenen Träger der dichterischen Idee und als Symbolverlörperung der gekündeten Weltanschauung zu gelten vermag. In der Rigaer Zeit hatte Richard Wagner die Heinrich Heinesche Fassung der Sage vom fliegenden Holländer kennengelernt, und der Plan für eine Formung dieses Stoffes wird bei ihm noch durch sein eigenes unstetes Schicksal besonders bestimmt worden fein. Dazu kam das persönliche Erleben der nordischen Meereswelt auf einer von Stürmen heimgesuchten Seefahrt: „Die Durchfahrt durch die nordischen Scharen machte einen wunderbaren Eindruck auf meine Phantasie: die Sage vom fliegenden Holländer, wie ich sie aus dem Munde der Matrosen bestätigt erhielt, gewann in mir eine bestimmte, eigenartige Farbe, die ihr nur die von mir erlebten Seeabenteuer verleihen konnten. Ein unsägliches Wohlgefühl erfaßte mich, als das Echo der ungeheuren Granitwände den Schiffsruf der Mannschaft zurückgab, unter welchen diese den Anker warf und die Segel aufhihte. Der kurze Rhythmus dieses Rufes haftete in mir wie eine kräftige, tröstende Dorbedeutung und gestaltete sich bald zu dem Thema das Matrosenliedes". Während des darauf folgenden Aufenthaltes in Paris konnte Richard Wagner die Hoffnung hegen, daß ihm die „Große Oper" die Komposition eines Bühnenwerkes übertragen würde. Er entwarf deshalb einen Plan für die Dichtung des fliegenden Holländers, in dem er den Stoff will man an die Regierung die dringende Forderung richten, dieser Forderung der Reichsbahn durch Bewilligung von Tariferhöhungen unverzüglich Rechnung zu tragen. Oie Genfer Wirtschafiskonferenz. Nm den Zottwaffenstillstand. Genf, 22. März. (WTB.) Die Konferenz zur Stabilisierung der europäischen Handelsbeziehungen hat ihre Arbeiten sachlich abgeschlossen. Die Schluhsihung mit dem Llnter- zeichnungsakt ist auf Montag 17 Llhr angeseht. Drei Dokumente liegen zur Unterzeichnung auf: 1. die Konvention zur Stabilisierung der europäischen Handelsbeziehungen, 2. das Protokoll über weitere Wirtschaftsverhandlungen zum Zwecke der Zollsenkung und des Abbaues der Handelshemmnisse, und 3. die Schlußakte. Sofern diese Dokumente nicht sofort in der Schlußsitzung unterzeichnet werden, kann die Un- terzeichnung bis zum 15. April 1930 nachgeholt werden. Ratifiziert werden muh nur die Konvention, und zwar müssen die Ratifikationsurkunden bis spätestens 1. November 1930 Beim Dölkerbundsekretariat niedergelegt werden. Tie Konvention erhält aber bereits mit dem Tage der Llnterzeichnung vorläufige Gültigkeit. Zur endgültigen Inkraftsetzung wird in der ersten HÄfte des November eine Konferenz der Staaten abgehalten werden, die die neue Konvention ratifiziert haben. Eine vorläufige Abstimmung am Schluß der heutigen Sitzung ergab, daß fünf Staaten bereit sind, am Montag zu unterzeichnen, nämlich Belgien, Deutschland. England. Frankreich und Luxemburg. Wcchrschein- lich werden aber gleichzeitig auch Holland, Italien, die Schweiz und Rumänien, also insgesamt neun Staaten, am Montag unterzeichnen. Mit „21 ein“ haben auf die Frage des Präsidenten geantwortet: Iapan, Spanien und Ungarn. Die übrigen 18 Delegationen machen die Entscheidung von den Instruktionen ihrer Regierungen abhängig. Die ungarische Delegation hat ihre negative Stellungnahme mit dem Hinweis auf das Zugeständnis begründet, das Oesterreich und die Tschechoslowakei in bezug auf die Kündigungsmöglichkeit ihrer Handelsverträge mit Ungarn gewährt worden ist. für einen einzigen Akt zusammenfahte und auf den einfachen dramatischen Vorgang zwischen den Hauptpersonen zusammendrängte „ohne alles ihn jetzt anwidernde Opernbeiwerk". Den Entwurf überreichte er dem Direktor der Oper P i l l e t. Später trat er ihn, durch die Verhältnisse gezwungen, zur Weiterverwertung an die Oper ab gegen eine Entschädig rng von 500 Franken. „Mit diesen 500 Franken mußte der .Fliegend« Holländer' sofort von mir in Dichtung und Musik für Deutschland ausgeführt werden, während ich das .Vaisseau fantöme* seinem französischen Schicksal überließ." Zwei Ereignisse wirkten sich bei der Vertonung des Wettes besonders aus: einmal die erfreuliche Nachricht, daß der „Rienzi" in Dresden zur Aufführung angenommen sei, zum andern der Eindruck, den die Erstaufführung von Webers „Freischütz" an der Großen Oper in Paris ausübte. In sieben Wochen wurde die ganze Musik bis auf die Instrumentation ausgeführt. Nur die Niederschrift der Ouvertüre verzögerte sich durch die Notlage des Meisters um zwei volle Monate. 3m Anschluß an den ersten Entwurf war die Ballade der Senta, das Lied der norwegischen Matrosen und der Spukgesang der Mannschaft des Fliegenden Holländers entstanden. Die Sentaballade wurde die Keimzelle für das ganze Werk, stellt sie doch das Drama in konzentriertester Form dar. Sie gab die musikalischen Grundmötiv« für das geistig symbolische Geschehen der großen dramatischen Ballade, wie man die ganz« Oper durchaus nennen könnte, ab. Die erlösende Wendung, die Heine schon der Holländersage verliehen hatte, fand bei Richard Wagner ihre besondere Durchbildung und wurde zum treibenden Grundproblem der ganzen Oper, die damit in eine ethische Sphäre gehoben wurde. Denn es ist bei Senta durchaus nicht eine Liebe, die auf irgend welchen sinnlichen Hintergründen basiert, sondern ein aus dem Mitleid herausgewachsener Wille zur Erlösung, eine zu ethischer Kraft erwachsene Hingabe der Weiblichkeit. Um die beiden Hauptpersonen in ihrem charakteristischen Wesen mit den Motiven ihres Handelns deutlich hervortreten zu lassen, stellte Wagner ihnen die Gestalt des Jägers Erik gegenüber. Er ist durchaus nicht ein sentimentaler Mensch, der sich nicht zum entscheidenden Entschluß durchzuringen vermag; er ist im Gegenteil „stürmisch, heftig, düster, wie der Einsame (namentlich der nordischen Hochlande)". In diese Well gesteigerten ethischen Empfindens, hoffnungsloser Zerknirschtheit die aber trotzdem nicht den Gedanken an eine Errettung aus dem fluchbeladenen Lose gänzlich aufgeben möchte, ist Sentas Vater Daland gestellt; eine nüchterne, praktische Alltagsnatur, der Auch die Landvolkpartei hinter Hindenburg youngplati/ polenabkommen und Ostprogramm. K ö n i g s b e r g / P r., 22. Mürz. (Tel.-Un.) Auf einer Tagung der Vertrauensmänner der Christlich- nationalen Bauern- und Landvolkpartei in Königsberg sprach der stellvertretende Vorsitzende der Partei, Landrat a. D. D r. Gereke, über die ffaats» und wirtschaftspolitischen Aufgaben des Landvolks. Die Unterschrift des Reichspräsiden- t e n unter die Haager Abmachungen und unter das deutsch-polnische Liquidationsabkommen habe in weiten Kreisen tief^tcs Bedauern erregt. Zweifellos habe der Reichspräsident seine Entscheidung ohne Rücksicht auf die eigene Person gefällt. Die Begründung lasse erkennen, daß er nur unter den größten Bedenken und mit den stärksten inneren Vorbehalten die Unterschrift vollzogen habe. Die Landvolkpartei respektiere die Entscheidung des Reichspräsidenten. Das lege ihr aber auch die Verpflichtung auf, gegen die gehässigen Angriffe Stellung zu nehmen, die von verschiedenen Seiten heute gegen den Reichspräsidenten gerichtet würden. Der Reichspräsident habe sich, nachdem die Politik der absoluten Negation, die die Landvolkpartei stets abgelehnt habe, auf den Schild erhoben war, gerade von jenen Im Stich gelaf- s e n fühlen müssen, die ihm die oberste Leitung des Staates anvertraut hätten. Das Landvolk lasse seinen Führer nicht im Stich, auch wenn es sich in einer politischen Frage zweifellos weittragenden Charakter nicht in Uebereinftimmung mit ihm befinde. Die Ueberzeugung von der Untragbarfeit des Poungplanes sowie von der Unmöglichkeit des deutsch-polnischen Liquidationsabkommens werde davon nicht berührt. Besonderes Augenmerk müsse auf die Gefahren gerichtet werden, die dem O st e n aus dem Liquidationsabkommen, beffeirerfter Ausfluß der nunmehr abgeschlossene deulsch-polnische Handelsvertrag sei, drohen. Gleich Hindenburg fordere die Landvolkpartei nicht allem Nachdruck, daß über die mit aller Beschleunigung durchzuführenden Agrarmaßnahmen für die gesamte Landwirtschaft hinaus für den Osten unverzüglich außerordentliche Hilfsmaßnahmen e i n s e tz e n müßten. Wenn der Reichspräsident das, was er in feinem Brief an den Reichskanzler für unerläßlich halte, wirklich durchgeführt sehen wolle, so komme er um die notwendigen staatspolitischen Folgerungen aus der bestehenden parlamentarischen Lage nicht herum. Eine schnelle Hilfe für den Osten und die gesamte Landwirtschaft sei so dringend nötig, daß sie nicht auf die Dauer anhängig gemacht werden könne von den parteipolitischen langwierigen Verhandlungen einzelner In- essentengruppen. Jedes Bestreben des Reichspräsidenten, dem verfahrenen Zustand ein Ende zu machen durch Anwendung der ihm verfassungsmäßig zustehenden Mittel, werde die Partei begrüßen. Sie werde gegebenenfalls über engere Parteischranken hinweg diejenigen Persönlichkeiten stützen, die nach dem Ostprogramm Hindenburgs durchgreifende Maßnahmen zur Rettung der Landwirtschaft treffen wollen. Neue Fronten. Die Bottsnationale Neichsvereinignng. Berlin, 22. März. (Priv.-Tel.) Seitdem sich im Frühjahr 1929 eine Füll« politischer Initiative Bei den Gruppen der jungen nachwachsenden Generation in verschiedenen Gründungen geäußert hat, die angeblich sogar die Llnterstühung des damaligen Reichsauhenmini- sters Stresemann, man denke an die Front 1929, und auch des Reichsernährungsministers Dietrich gewonnen haben sollten, ist es um diese Bewegungen in der Breiten Oeffentlichkeit stiller geworden. Als selbständige Organisation hat eigentlich nur der Iungdeutsche Orden weiterhin Akti- vität entwickelt, die schließlich in einem Aufruf des Hochmeisters Artur Mahraun im vergangenen Iahr zur Gründung der sogetzannten V o lks n a t i o n aIe n Re ich s v e re ini - gung ihren Höhepunkt fand. Inzwischen haben sich mehr oder weniger unabhängig vom Iung- deutschen Orden örtliche Gruppen der Volksnationalen Reichsvereinigung gzbilbet, die einmal dazu bestimmt sein sollten, als Grundlage für eine „große bürgerliche Partei der nationalen Erneuerung" zu dienen. Die Vorarbeiten sind jetzt soweit gediehen, daß, wie wir hören, am 5. und 6. April ein Vertrete r t a g der schon gebildeten Kreisausschüsse der Volksnationalen Reichsvereinigung stattfinden wird, auf dem zum ersten Male ü^er die Bildung einer eigenen Satzung, einer eigenen Organisation und der Wahl eines eigenen Vorstandes beraten werden soll, da bisher der Vorstand nur provisorisch war und die organisatorische Arbeit von Mitgliedern des Iungdeutschen Ordens auf- tragdtoeife geleistet wurde. Mit diesem 2kr» tretertag am 5. April, der sich am nächsten Tag erweitert durch Abgeordnete der n»ch in Bildung begriffenen lokalen Organisationen, ist aber entgegen anders lautenden Meldungen noch nicht die Gründung einer eigentlichen neuen Par- die Erlösungsmission [einer Tochter innerlich genau so fremd bleibt, wie das Sich-Klammern an einen letzten Hoffnungsschein des Fliegenden Holländers. Für Daland sind die Schätze, die der fremde Gast auf feinem Schiff mitführt, Werte, während sie für den Holländer Nichtigkeiten bedeuten, gegenüber feinem Hoffen auf Erlösung. Gemessen an Dalands Gestalt, wachsen Senta und der Holländer zu überwältigender Größe empor. Es ist bezeichnend für den dramatischen Stil, den Richard Wagner in diesem Werk zum ersten Male neu bildet, daß er dem Daland opern- hafte, mehr konVentioneUe Züge Verleiht, während er in den Monologen des Holländers, in der großen Szene der Senta und in der Traumerzählung des Erik Völlig neue musikalisch-dramatische Werte erstehen läßt, die mit gewaltigem Schritt in die Zukunft weisen und ihre weitere Ausprägung in der nachfolgenden Reihe der Werke erfahren. — Die Inszenierung des Hessischen Landestheaters in Darmstadt (Renato Mordo) war abgestimmt auf sorgfältigste Liebereinstimmung des musikalischen Geschehens mit der Handlung. Die Bühnenbilder (Lothar Schenck von Trapp) gaben, zumal im ersten und dritten 2lkt, dem gespensterhaften Erscheinen des Holländerschiffes überzeugende Bildhaftigkeit und verstärkten damit die Llnmittelbarkeit der musikalischen Eindrücke. Die Massenszenen (Chöre der Matrosen, Spinnerinnenchor) wurden zum lebendigen Ausdruck des Grundrhythmus. In musikalischer Hinsicht waren die Chöre durchaus beachtenswert durch Ausgeglichenheit des Klanges und stimmlichen Reiz. In der Eingangsszene des dritten Aktes, die die Chöre aktiv in den Verlauf der Handlung einbezieht, trugen sie ganz besonders zur Charakterisierung der inneren Gegensätze, die zwischen dem Matrosenchor unö der Holländermannschaft klaffen, bei. In der äußeren Maske war man von dem traditionellen Holländerbild abgewichen; bartlos wirkte sich das Leidenvoll-Zerknirschte, Schmerzhaft-Verzweifelte durch die Deutlichkeit der Gebärde um so eindringlicher aus. Hier war Wagners Forderung dennoch erfüllt, „daß es dem Darsteller gelingen müsse, das tiefste Mitleiden zu erwecken". In der szenischen Gestaltung wahrte er unheimliche grauenvolle Ruhe, die sein innerstes Erleben um so eindringlicher werden ließ. 2lls Sänger war Hans Kom- r e g g ganz erfüllt von seiner musikalischen Mission: fein überaus biegsames Organ lieh ihn alle Stadien im inneren Mitgehen vom verhaltenen 2kr1onnenfein bis zur Höhe des aufflamtei verbunden, die man auf einen späteren Termin und entsprechend der politischen Entwicklung hinausschieben wird. Es ist anzunehmen, daß Mahraun in den Vorstand der Volksnationalen Reichsvereinigung gewählt werden wird. Reben dem Iungdeutschen scheinen auch andere politische Organisationen wieder neue Aktivität entwickeln zu wollen, denn die im Frühjahr 1829 gegründete „Front 1929“ und die Liberale Vereinigung des Iute-Industriellen August Weber planen neue Aktionen. Interessanter ist ein Artikel des Führers derReichs - gemeinschaft der jungen Volksparteiler, Frank Glahel, im „Deutschen", in dem dieser Volksparteiler zum erstenmal die Möglichkeit erwägt, daß die politischen Ideen der jungen Generation nicht mehr auf dem Weg über die alten Parteien durchge- fetjt werden können. Oer Stahlhelm zur Annahme des Houngplans. Berlin, 23. März. (TU. Funkspruch.) Der Bundesvorstand des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, hat in seiner Sitzung vom 23. März einen Beschluß gefaßt, in dein es u. a. heißt: „Wir erkennen die Annahme des Doung planes und des deutsch-polnischen Liquidationsabkommens durch den Reichstag nicht als für das deutsche Volk verpflichtend an. Wir sind entschlossen, jede politische Möglichkeit zu benutzen, um die Ketten der auf der Kriegsschuldlüge aufgebauten .Friedensverträge' und aller aus ihnen abgeleiteten Verpflichtungen jedweder Art zu zerbrechen. Auch die Unterschrift des Herrn Reichspräsidenten ändert an dieser Auffassung nichts. Der Sieger von Tannenberg und der große Führer des deutschen Heeres im Weltkriege bleibt für uns der erste Soldat der alten Armee. Dem Reichspräsidenten aber, der die Der- antroortung für die Verknechtung des deutschen Volkes auf Geschlechter hinaus glaubt auf sich nehmen zu müssen, vermag das Frontsoldatengeschlecht aus seinem Verantwortungsbewußtsein heraus nicht zu folgen. Wir haben das Vertrauen verloren, daß eine Regierungsgewalt, die dem deutschen Volke die Freiheit wiederbringen wird, unter dem heutigen System geschaffen und getragen werden kann von Parteien und von irgendeiner aus Parteiabgeordneten zusammengesetzten Volksvertretung. Wir fordern für den Staatsaufbau eine wahrhaft freie, von keiner Partei- und Jnteresfenpo- litik gefesselte Führung, eine starke Reichsgewalt, unter deren Schutz und Förderung die Bundesstaaten ihr Eigenleben zur höchsten Leistung für die Nation entfalten können. Wir fordern als Vorbedingung des gesunden staatlichen Lebens die W i e» der a u fr i ch,t u n g der deutschen Wehrmacht, deren Grundlage die Erziehung der Jugend zur Ehrfurcht vor der großen Vergangenheit unseres Volkes zum Wehrwillen und zur christlich-sittlichen Lebensführung ist." Aus aller Wett. Ein neues schweres 5aw n^nunolück. Landeck (Tirol), 22. Mörz. Freitag früh gegen 9 Uhr find bei der Jamtalhütte im Pa; - nauntal bei Galtür drei Damen auf einer Skitour durch eine tosgetretene Lawine getötet worden. Es sind dies Frau Gertrud Heinrich, Regierungsbaumeistersgattin aus Heilbronn, Lotte vergo aus Stuttgart und Helga Opitz aus Freiburg L Br., Tochter des verstorbenen Freiburger Gynäkologen Geh. Rat Opitz, der vor feinet Berufung nach Freiburg Direktor der Gießener Frauenklinik war und vor mehreren Jahren bei einem Autounfall ebenfalls in Tirol verunglückte. Außer den drei Damen wurden noch drei Herren, die sich in ihrer Begleitung befanden, von der Lawine verschüttet, sie konnten aber noch lebend geborgen werden. Die Leichen wurden nach Lttndeck gebracht, von wo sie in die Heimat der verunglückten übergeführt werden. menden Affektes und zerknirschter Verzweiflung in stets edel beherrschter Art kundtun. Die Rolle der Senta hatte in letzter Stunde eine Llmbe- sehung erfahren müssen, für Rose Landwehr war Elsa Varena eingetreten; sie legte ganz • besonderes Gewicht auf die in ihrer Rolle gegebenen dramatischen Akzente; die große Ballade im zweiten Akt wuchs sich zu einer seherischen Vision aus; grob war sie in der Holländerszene; stark ihr Emdruck im letzten Akt. Hans G r a h l entsprach als Erik im zweiten Akt darstellerisch wie stimmlich den Anforderungen der Rolle; gesanglich war er auch im dritten Akt unbedingt zu bejahen. Ob aber sein Umarmen der Senta hier mit dem dramatischen Geschehen sich vereinbaren läßt, muß doch stark bezweifelt werden. Wenn Erik überhaupt einen Anspruch auf die Gegenliebe Sentas hatte, war die Entscheidung durch Sentas Gelöbnis dem Holländer gegenüber gefallen. Unbedingt mutz sie makellos aus der Szene des dritten Aktes hervorgehen, im andern Falle würde das einen Bruch ihres Schwures bedeuten; die freiwillige Preisgabe ihres Lebens würde aber dann ein Akt der Verzweiflung fein, dem die erlösende Kraft abginge. Gerade dadurch verschärft sich ja der tragische Konflikt bei Wagner, dah der Holländer durch sein immer waches Mitztrauen beim Belauschen der beiden Befreundeten einen Bruch des Versprechens ihm gegenüber vermutet und dadurch der Verzweiflung anheimfällt. In Theo Herrmann fand Daland eine sehr treffende Verkörperung, er wutzte seinen Part mit kleinen typischen Zügen auszustatten und gesanglich sehr fein zu charakterisieren. Sylvester Dunsel als Steuermann und Martha Liebel (Mary) fügten sich in durchaus anzuerkennender TDeise der Reihe der Einzelspieler ein. DaS Orchester bewies unter der Direktton von Dr.Karl Böhm, wie schon so oft, seine hervorragenden Qualitäten. Die Ouvertüre wurde zu einem starken Dorerlebnis des Dramas; Dr. Böhm lieh die einzelnen klanglichen Episoden zu wichtigen Momenten im Aufbau des Ganzen werden. In der Begleitung der Sänger zeigte er überaus diskrete Zurückhaltung und vornehme Anpassungsfähigkeit. Dem gesamten Werke verlieh er durch die Art der Auffassung eine organische Abrundung, und nicht zuletzt ist es ihm zu danken, wenn die Auswirkung der Aufführung so stark nachhallend war. Der Intendanz des Stadttheaters mutz es ganz besonders anerkannt werden, dah sie trotz der schwierigen Verhältnisse eine Aufführung in diesem großen Stile ermöglichte Dr. H. JE 75c -U y&t 'Thorsnavr Os'o 30 o AUSLESE CIGARETTE CIGARETTENFABRIK DELTA G.M.B.H.DRESDEN A.16 2ln- .Ein Staat, in vom Stein zur a.: ntere||enpo« eine stark Reichs, irierung die Sun. Wen Leistung für fordern als Bor- Lebens die W i e> fchen We-5- ehung der Sugtnb langen^ unseres chrifllich-Mchrn bisher nicht aufzuweisen. Die Parteien haben sich den Aufgaben, denen sie gegenüberstehen, nicht gewachsen gezeigt. Sie haben das deutsche Volk wirtschaftlich, kulturell und politisch von einer Krisis in die andere geworfen. Das Volk hat auch nicht die Gewähr und kaum noch die Hoffnung darauf, datz dieser Partei- ftaat sich zu großen anerkennenswerten Leistungen aufraffcn könnte." 0 Nervenkranke u.Nervös-Erschöpfte. Spezlalknranstalt Eolhelm Im Taunus bei Frankf.a.M. — Prospekte durch lel«. VN'tiUnOck. fteitag früh gegen lüfte im poj* •i Damen auf tat Camine ge* Grrimd ßein- n au» Heilbronn, id Helga vpih verstorbenen Frei- pih, der vor Idnrt klor der Sie- und vor mehreren nfalls in Tirol «r- icn wurden noch ter beglcilung bc- iüflel.fie tonn- rgeu werden. Dir 'bradjt, von wo sie ibergeführl werden. Der „Iungdeutsche" schreibt nähme des Republikschuhgesehes u. Staat, den seine Bürger lieben, ein dem nach dem Worte des Freiherrn 5< o Klagen!. Volk und Staat eins sind, ein Staat, der der Ausdruck der sich selbst verwaltenden Nation ist, wird niemals eines besonderen Gesetzes zu seiner Sicherheit bedürfen. Die Staatsbürgerschaft selbst würde seine Sicherheit gegen die Radikalen von rechts und links gewährleisten. Radikale Strömungen, wie sie heute im deutschen Volke an Boden gewinnen, können überhaupt nur dann vorankommen, wenn eine Spannung zwischen Staatsgewalt und Staatsbürgerschaft besteht, wenn dem Staatsbürger der Staat fremd oder gar feindlich gegenübersteht, wenn das Volk das Gefühl oder gar die Gewißheit hat, daß dieser Staat nicht fein Staat ist. sondern der Staat fremder Gewalten, die das Volk beherrschen und für ihre eigenen Interessen aus- nutzen wollen. Dieses tatsächlich vorhandene Gefühl und die immer stärker wachsende Erkenntnis, daß fremde Gewalten den Staat zum Spielball ihrer Interessen machen, haben die aus Erziehung und Tradition vorhanden gewesene Autorität der Staatsgewalten beim Volke untergraben. Die immer sichtbarer werdende Korruption, bedingt oder direkt hervorgerufen durch die Parteien, der Aemterschacher der Parteien, das krasse Walten materieller Interessen innerhalb der Parteien, haben die politische Moral des Volkes teilweise untergraben. Die gesunkene politische Moral läßt sich nur dadurch heben, daß die Staatsgewalt selbst in ihrem Handeln mehr Moral zeigt, als dies bisher der Fall war. Auch der heutige Staat könnte ohne gesetzliche Sicherung und ohne den Polizeiknüppel und das Gefängnis die Gefahren beseitigen, denen er ausgesetzt und der politischen Verrohung der Massen entgegenwirken, wenn er tatsächlich irgendwelche großen Leistungen vollbringen würde, die auch der Gegner anerkennen muh. Aber solche Leistungen hat der heutige Staat, hat die Parteirepublik NUR OHNE MUNDSTÜCK HERGESTELLT ? Wissen Sie, daß m dem klassischen Land der Cigarette,dem Orient nur Cigaretten ohne Mundstück geraucht werden ? WissenSie, daß der überwiegende Teil aller Cigarettenraucher der Welt Cigaretten ohne Mundstück bevorzugt und daß nur durch eine Mode die Cigarette mit Goldmundstück in Deutschland in großemUmfange ein geführt worden ist, eine Mode die bestimmtnicht dazu bei getragen hat die Cigarette zu veredeln, sondern im Gegenteil den Raucher verführt hat, mehr mit den Augen als mit der Zunge zu rauchen ? Haben Sie schon einmal neben einer Goldmundstückcigarette eine ,T I K A H geraucht? Versuchen Sie dies und Sie werden verstehen,warum immer mehr Raucher die ATI K AH vorziehen und warum sehr viele, die früher behauptet haben,nur eine Cigarette mit öoldmundsiück rauchen zu können, jetzt leidenschaftliche Anhänger owoftenfos 0 neue/. 0 naiv pedecut. - woikiq. • oedecKt e Reoei> * Schnee »Graupeln « Nebel K Grwitw,©windstille.*0* se* leichte» Osi £ -nassioe» Südsüdwest q stürmische- »tordwesl Oie Piene fliegen mn dem winde Die beiden Stationen stenenoen Zahlen geben die Temperatur an. Pie Linien verbinden Orte mit gleiche^ »ul Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Die Witterung Deutschlands wird von der neuen Störung beherrscht, deren Kern sich mit über den südlichen Teil des Reiches erstreckt und noch in den gestrigen Abendstunden und während der verflossenen Rächt bereits erneutes Schlechtwetter brachte. 2m Bereich der Störung bringt zunächst wieder kühlere Luft einen leichten Temperaturrückgang, wobei die Wolkendecke durchbrochen wird. Dabei ist mit dem Auftreten einzelner, jedoch leichter Schauer zu rechnen. Für später dürfte mit dem bereits einsehenden Daro- meteranstieg das über den britischen Inseln lagernde Hochdruckgebiet Einfluß gewinnen und neben ruhigem, von Rebelbildung abgesehen, auch ausheiterndes Wetter bringen. Die Temperaturen werden dann mehr der Ein- und Ausstrahlung unterworfen sein. Wettervoraussage für Dienstag. Anfänglich wechselnd wolkig, etwas kühler, zunächst noch vereinzelte leichte Schauer, dann aufheiternd. Lufttemperaturen am 23. März: mittags 11,4 Grad Celsius, abends 7,7 Grad: am 24. März: morgens 5,2 Grad. Maximum 11,6 Grad, Minimum 4,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. März: abends 4,8 Grad: am 24. März: morgens 5,4 Grad Celsius. — Niederschlag 2,8 mm. — Sonnenscheindauer 6 Stunden. Zeitungsschau. In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" heißt cs in einer Glosse zum Volkstrauertag: „Ist es wirklich wahr, daß sich das deutsche Volk nicht einmal in der Erinnerung an seine im Weltkrieg gefallenen Toten in schweigender Einigkeit zusammenfindet? Denkt das deutsche Volk wirklich so niedrig und klein, daß es seinen Volkstrauertag von Parteifunktionären zu einer Kundgebung gegen die Abenteurer des Kapp- Putsches vor zehn Iahren mißbrauchen ließ? Herr Otto Braun hat in einer Rede vor dem Reichsbanner in Magdeburg die mehr dünkelhaften als überzeugenden Worte ausgesprochen, daß er sich den Tag der Ge- fallenen-Gedenkfeier von niemand vorschreiben lasse. Wann ließe sich schon der Zar aller Preußen etwas vorschreiben, es sei denn von Herrn Heilmann! Hier ist die Abkehr von der Demokratie vollständig. Hier wird an einem traurigen Beispiel offenbar, daß die Führer der Sozialdemokratie die Verbindung mit dem. was das Volk wirklich empfindet — und das war am 16. März 1930 nicht Freude über das Scheitern des Kapp-Putsches, sondern die stille Trauer um seine Toten — verloren haben. Herr S e v e r i n g (der jetzt gegen Thüringen zu Felde zieht), brachte es ja sogar fertig, vor einer Parteiversammlung in der Hasenhaide davon zu sprechen, daß er „heute — Lieber stunden machen" müsse! Gemeint war mit dieser zynischen Bemerkung aber offensichtlich die Teilnahme an der Trauerfeier für die Gefallenen im Reichstag! Rein, am 16. März sprachen Severing und Braun nicht zum deutschen Volk, das, um ein Wort Hindenburgs zu gebrauchen, „kein Abenteuer" wünscht, das aber ebensowenig sein Heiligstes, seine Toten, von parteipolitischem Fanatismus unter der Schutzmarke „Sicherung der Republik" angetastet wissen will. ÄK Deutschem- VÄ ,ltn durch," Zahnte ns.. $,r »Al* »We tls m*n5burd) btn e vnpslich- polilische Mög. 'N der aus b?r und Wtunoen jed. ""terschrist lle*i ändert an JJ^.^nnen» «m Heeres im SoMfo alten Ad« die An. deutschen H ' Qui R nehmen «tengeschlecht aus heraus nicht zu verloren, datz «'Wn Solle die t« dem heutigen werden tonn von Porlciabgeordne» hier W* unbe eine W* M Landwehr . sie legte ganz ' ihrer Kolk/' die grobe $a ' ch zu einer sehe ie in der Hollan letzten Akt- Hans weiten E '■ Lr Anpruch l-t «* ® 6d< ''trauens vuhte Ijfin und ausr"^ Sylvester teriE Giebel HW GH warum W VVIVVT Ml WB WIRD DIE 1HAH Das Reichs-Ehrenmak. Arn Samstag hat in K o b l e n z eine Besprechung rheinischer Behörden über die Möglichkeit, das Rheinland zu einer einheitlichen Front für einen bestimmten Plan für das Reichs-Ehrenmal zusam- menaufoffen, stattgefunden. An der Besprechung nahm auch Reichsjustizminister v. GuLrard teil. Die Besprechung hatte, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, das Ergebnis, daß für das Rheinland künftighin die Festung E h re n b r e i t ft e i n als einziger Plan aller rheinischer Stellen für das Reichs-Ehrenmal aufrechterhalten bleibt. Relchslandbundpräfidenl hepv zum Präsidenten der Landwirlschaslskammer Wiesbaden gewählt. Bei der Reuwahl des Präsidiums der Landwirtschaftskammer Wiesbaden wurde einstimmig durch Zuruf der Präsident des Reichslandbundes Karl Hepp-Deelbach (Reichstagsabgeordneter der Landvolkpartei) zum ersten Präsidenten gewählt. Eröffnung der Reichs-Gastwirtsmesse. In der Alten Autohalle am Berliner Kaiserdamm wurde die 8. Reichsgastwirtsmesse Berlin 1930 in Anwesenheit von mehr als 500 Vertretern von Reich;-, Staats- und Kommunalbehörden der Wirtschaft und der Presse eröffnet. Der Vizepräsident des Deutschen Gaftwirtevcrbandes Paul L i t f i m wies auf die ständig steigende Bedeutung des Gastwirtsgewerbes hin und forderte zur entschiedenen Abwehr aller Angriffsversuche, die gegen die Interessen eines so wichtigen Gliedes deutscher Wirtschaft gerichtet würden, auf. Unter sachkundiger Führung folgte ein Rundgang durch die Messe. Die ständig zunehmende Bedeutung der Reich ^gastwirtsmesse wird durch die Tatsache, daß auch der Reich s- ausschuß für Weinpropaganda seine Werbemaßnahmen mit dieser alljährlich wiederkehrenden Veranstaltung verbindet, unterstrichen. kommunistische Schmierpropoganda. In der Rächt zum Sonntag sind f a st alle Krefelder Kirchen mit roter Farbe beschmiert worden. Folgende Sähe prangten am frühen Morgen an den Kirchen: „Religion ist Opium! Richt Rom gegen Moskau, sondert» Arbeiter gegen Kapital!" — „Fort mit Rom. für Sowjctruhland!" usw. Polizeiliche Ermittlungen wurden sofort eingeleitet, die aber bis zur Stunde ergebnislos geblieben sind. Kommunistischer Sturm auf ein Fürsorgeheim. In der Nacht zum Sonntag hatten Berliner Kommunisten einen Ueberfall auf das Landes- erziehung sheim Struveshof zur „Befreiung" der Zöglinge geplant, der glücklicherweise vereitelt wurde. Etwa 120 Kommunisten rückten gegen 11.30 Uhr in zwei getrennten Zügen zu 40 und 80 Mann aus der Richtung Großbeeren gegen das Heim vor, wollten es umzingeln und bann stürmen. Der Leiter des Heims war jedoch rechtzeitig über diesen Anschlag unterrichtet worden und hatte Landjägerei herbeigerufen. 22 Landjäger empfingen die Kommunisten mit schußbereiten Gewehren. Ein junger Bursche gab auf einen der Beamten einen Schuß ab, der fehlging. Die Kommunisten gingen mit Schlagringen und feststehenden Messern gegen die Landjäger vor, die sich nun gezwungen fahen, zum Gummiknüppel zu greifen. Nach kurzem Widerstand wurden die Semen« (tränten überwältigt und in drei Lastautos, die das Ueberfallkommando Potsdam geschickt hatte, nach Potsdam gebracht, wo sie einstweilen in po< Hzei 1 ichen Gewahrsam genommen wurden. Die Potsdamer Kriminalpolizei hat die Untersuchung eingeleitet. Getäuschte Vertrauensseligkeit. 3m Januar dieses Jahres lernte ein Kaufmann Thielfen eine Dame aus dem Westen Berlins kennen, auf die fein gewandtes und sicheres Auftreten einen guten Eindruck machte. Er erzählte, daß er Bantfachmann fei und an der Börse erfolgreiche Spekulationen tätigen könne. Da er der Dame außerdem die Heirat versprochen hatte, so zögerte sie nicht, ihm zu geschäftlichen Zwecken 25 000 Mark zur Verfügung zu stellen. Als Sicherheit übergab ihr Thielsen ein Schreiben einer Steuerkasse in Altona, nach dem er bei der Kasse noch eine Forderung von 20 000 Mark guthaben sollte. Das Schreiben war gefälscht. Ein Kaufmann aus dem Zentrum Berlins, der Thielsen auch volles Vertrauen schenkte, übergab ihm zunächst 10 000 Mark zu Spekulationszwecken und erhielt nach wenigen Wochen 15 000 Mark zurück. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er diese Summe geliehen hat, um das Vertrauen zu stärken. Nach und nach gab der Berliner noch 41000 Mark her und erhielt als Sicherheit einen Hinterlegungsschein über Montanaktien, Aktien einer Amsterdamer Bank und Grundstücksurkunden der Stadt Kopenhagen. Obwohl er nach der Zahlung der 41000 Mark nichts bekommen hatte, gab er doch noch 35 000 Mark an Thielsen und hörte dann nichts mehr von ihm. Der Berliner beziffert feinen Schaden selbst auf rund 80 000 Mk.. Es sollen außer den bisher bekannten noch weitere Geschädigte da sein, die Summen von 6000 Mk., 10 000 Mark und 30 000 Mark hergegeben haben. Weiter lief bei der Kriminalpolizei ein Telegramm ein, wonach ein Ingenieur aus Charlottenburg von Thielsen um 55 000 Mark geschädigt sein will. Der Festgenommene, der einem eingehenden Verhör unterzogen wurde, erklärt, er habe das Geld nicht verjubelt, sondern in Geschäften angelegt, die durch Ungunst der wirtschaftlichen ßaae ohne Erfolg geblieben seien. Der Kaufmann ist vor Jahren bereits in Hamburg wegen betrügerischer Geschäfte schwer bestraft worden. Nach den bisherigen Feststellungen sind etwa sechs Personen um zusammen 200 000 Mark geschädigt, man nimmt aber an, daß die Zahl sich noch erhöhen wird. In allen Fällen sind von Thielsen gefälschte Urkunden als Sicherheit gegeben worden. Theaterskandal in Lasel Bei der Ausführung von Friedrich Wolfs „Zyankali" durch eine Gruppe junger Berliner Schauspieler im Stadttheater Basel kam es zu derartigen Lärmszenen, daß die Vorstel- lung abgebrochen werden mutzte. Das Handgemenge, das sich in den verschiedenen Rängen entwickelte, zwang die Polizei zum Eingreifen. Rach Wiederherstellung der Ruhe konnte die Ausführung zu Ende geführt werden. Schwefelsäurevergiftungen in Warschau. Bei der Reinigung des Hauptkanals von Wola, der westlichen Vorstadt Warschaus, kam es zu einem schweren älnglück. In einer chemischen Fabrik der Gasanstalt wurde ein Kessel mit Schwefelsäure leck. Der Inhalt ergötz sich in den Kanal, so daß sich dort giftige Dämpfe entwickelten. Don den an dem Kanal beschäftigten Arbeitern erlitten 16 Gasvergiftungen. Drei Arbeiter sind bereits gestorben. Erplosionsunglück in einer Zuckerfabrik. In Der Dessauer Zuckerrasfinerie explodierte ein im ersten Stockwerk stehender Kessel, in dem Lauge zubereitet wird. Der eiserne Boden des Kessels flog durch die Decke, auf der er stand, und das darunter befindliche Mauerwerk und fiel mit gewaltiger Wucht in einen Raum, der zum Umkleiden der Arbeiter dient. Ein Arbeiter wurde sofort getötet, zwei andere starben bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus an den schweren Verletzungen. Der Spion als Hochstapler. Durch die Festnahme eines internationalen Hochstaplers, die in Bonn vor einigen Tagen erfolgte, ist ein Geheimnis gelüftet worden, mit dessen Klärung sich die deutschen und viele ausländische Behörden schon seit neun Jahren befaßten. Die Bonner Kriminalpolizei wurde auf den Mann dadurch aufmerksam, daß er mit verschiedenen verdächtigen Personen Unterredungen hatte und unter Decknamen bei der Post Briefe in Empfang nahm. Bei seiner Verhaftung stellte es sich heraus, daß er mit einem gewissen Leon d e Brus identisch ist, der seit 1921 unter mindestens 20 falschen Namen viele Betrügereien in Deutschland, Italien, Frankreich und Oesterreich begannen hat. Man fand bei ihm etwa 10 falsche Pässe auf alle möglichen Namen. Da erwiesen ist, da de Brus Spionage aetrieben hat, wurde er von Bonn nach Berlin gebracht. Nebenbei hat er große Betrügereien und Scheckschwindeleien verübt, die vor Jahren am Semmering bei Wien, bann in Italien und in Mannheim begangen wurden. Der Verhaftete, der sich sehr gewandt verteidigte, bestreitet alle • ihm zur Last gelegten Verbrechen. _____ Die Wetterlage. Sonntaa. lü 23.Marz. 1930,8nmas. la Cortina— sg B I o \C -----riOani *5= •Aberc 2= r©— » 1 -8(3) Berlin (5) , £3^ * ° GenfJ^ Zur Aufklärung! Die in letzter Zeit vielfach angepriesenen Dun-Heilpräparate der Fa Genius Handelsgesellschaft m. b. H in Darmstadt wurden aut die ihnen zugesprochene Heilwirkung bin von berufener ärztlicher Seite geprüft. Die hierbei gesammelten Ergebnisse bestätigen die diesen Präparaten zugeschriebene Heilkraft vollauf. Ebenso wurde testgestellt, daß deren Anwendungsmöglichkeit tatsächlich eine sehr vielseitige ist. Der Gebrauch der Dunpräparate kann da her nur empfohlen werden Gepr von Kreisarzt Dr med |.Silb inW wir Sie mit Fachkenntnis beim Einkauf beraten.- Weil wir Ihnen Kostenanschläge bereitwilligst anfertigen.— Besichtigen Sie Auswahl und Preise im Weil wir alle bei uns gekauften Gardinen sachgemäß aufhängen.— HaUS der andarbeit Weil wir direkt in den Fabriken kaufen, und weil wir infolge unseres Stan »arten. Verlobte Herrn Richard Keppler Walltorstraße 36 Nordanlage 38 Gießen, den 23. März 1930 021)22 Lichtspielhaus Heute bis einschl. Mittwoch, 26. März GiebetvAbendstein, den 24. März 1930. Großes Doppelprogramm z4J2U Spuren im Schnee Stellenangebote KäMen Noll ged. Bernhardt im 63. Lebensjahre. Gießen (Frankfurter Hof). Hamburg, den 24. März 1930. Astoria-Lichtspiele Ab heute erfahrene 44I8D in seinem neusten Wildwestschlager Die Goldmine von Santa Pari II. Schlager Variete-Sterne ||owacks Seidenstoff-Abteilung hat mehr als 1000 verschiedene Farben lagernd i Gießen :z^Ouali,iten Nowack men ist 24241 Seliersweg 85 Elli Thomas Otto Istahnefeld Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Wilhelm Hofmann IV. Familie Ludwig Hofmann Familie Wilhelm Volz Fiuni le Heinrich Seibert Familie Karl Bonarine. Der Gefangene der Bernina In tiefer Trauer; Jakob Noll Willi Noll und Frau Emil Noll und Frau 1 Enkelkind. mit Ilse Strobrawa Peter Voss Ferner: Ein spannendes Drama im Gebiet des ewigen Schnees Wir verlieren in dem so früh Dahingeschiedenen einen treuen und pflichtertüllten Mitarbeiter und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Hauptdarsteller: Lina Basquette - Eddie Quillan Am 22. März entschlief sanft nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine geliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter. Schwester. Schwägerin und Tante Das letzte Souper Der Schuß in der großen Oper mit Marcella Albani Heinrich George Der Termin an 3 April 1930 fällt aus (sieben den 20 Marz 1930 Hessisches Amtsgericht ■iuverl. Person" >ür dort. Beztrks- filiale al6 Generalvertreter gei. Hob dauernder Berd Beruf ol.lSloüenl.i Gottschalk & Co., G. in. b.H., Benrath ■ (Rhein) 410. ■ Ltdenlitches Mädchen vom Lande, d. Koch- und Näbkentitmsse besitzt sucht Stellung. Schr. Ang. u. 02010 a. d. Gh. Anz. Tief erschüttert erhielten wir am 21. März die Nach* richt von dem Tode unseres 1 Buchhalters Alten-Buseck, Großen-Buseck. den 24. März 1930. Die Beerdiffuntr findet Dienstarr, den 25. März, nachm. 2'/2 Uhr statt. 44Z/1 Die Beerdigung 6ndet Dienstag, den 25. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Die Angestellten u. 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März 1950 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 70 Zweites Blatt Oie Bedeutung der I.-G. Hapag-Lloyd K Hapag. der 3 MiOh1 «je 3- 3 S fall —V— wirkt ö: S Icigie. (Es ist in einen, knappen Referat unmöglich. zu den üblichen Zeiten geöffnet ist. hth. bte verschiedenen Probleme zu einer inneren Ein- 96 798 m 'S ‘y 55 = = ÄtmZ //o/e Ausblicke, die, außer Däub- ler, wohl nur wenige Anwesende zur geistigen Ein- -cit haben verbinden können, zumal doch minder 'doethes als eben Bäubiers Verhältnis zur Antike in Mittelpunkt der Erörterungen stand Die Grundtendenz des Vortrages war: zu zeigen, tL'ie andere wir heule die Antike sehen, als man das in der klassischen Zeil vermochte Däubler ging aus uem genialen Grundirrtum der Reiiaisjance in ihrer Auffassung von der Antike Diese Auffassung hat bis :n die klassische Zeil nachgewirkl Goethes Ansichten ivurden mit einigen Zitaten belegt, fein Urteil Dir durch Winckelmann beeinflußt, dem man wert- ucUe Erkenntnisse verdankte. Erst das 19. Jahrhundert setzte an die Stelle der blassen Götter ein neues — farbiges — Bild der Antike. (Und in Däudlers hymnisch-visionärer Schilderung der strahlenden Heiligtümer Griechenlands lag ein entschiedener Gewinn dieses Abends und der iinbezweifeldare Wert eines Vortrages.) Es folgten Theorien des Dichters über die 'Befiel* Dung der Götterbilder, ein Exkurs über die ita- heit zusammenzufügen, die schon im Vortrage nicht vorhanden war oder nicht spürbar wurde.) — Nach der Pause las Däubler aus seinen Gedichten, zuerst, an den Vortrag anschließend ganz klassizistische, hymnische Anrufung in strenger Formbindung: „An Hölderlin", „An Goethe", .An Ana freon". Dann — der unmittelbarste und tiefste Eindruck dieses Abends — etliche Naturgedichte: „Die Buche", „Die Birke", „Winter" und „Dämmerung": hier wirkte der schöne, in sich ruhende Rhythmus und die einfnd)e, beseelte Stimmung großer und reiner Lyrik. Von den übrigen seien erwahni: „Ein Lauschender auf blauer Au" als lautjymdolische Spielerei und „Die Efeuranke", womit die Vorlesung ihren Ausklang fand. Die zahlreiche Hörerschaft dankte mit starkem Bei- Oie Schwerarbeit des Tänzers. Der Lale glaubt, daß das moderne Tanzen wenig anstrengend Ist und in der Hauptsache in einem nicht zu schnellen Herumgehen auf dem Parkett besteht. Aber diese Anschauung ist grundfalsch, wie die umfassenden Untersuchungen eines finnischen Biologen, des Dr. Tigerstedt von der Universität Hetsingfors, gezeigt haben. Dieser Gelehrte hat festgestellt, dah beim schnellen Foxtrott oder gar bei jenen gewagten Tänzen. wie z. B. dem Eharleston, der Tänzer während eines mehrstündigen Ballabends denselben Kräfteaufwand hervorbringt wie beim Fällen von 10 Bäumen. Während eines einzigen Walzers wird eine Energiemenge vergeudet, die genügen wurde, um fünf Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Da muß man dock) wirklich die Kraftmengen bedauern, die auf diese Weise von den Tanzlustigen zwar zu ihrem Vergnügen, aber doch immerhin ohne jeden praktischen Ruhen hingegeben werden Wohl gemerkt: diese großen Anstrengungen müssen in der Hauptsache vom Manne aufgebracht werden. Ihm fällt ja im modernen Dallsaal die schwere Aufgabe des Führens zu, und er hat in der Leitung feiner Dame und in der Ueberwindung gewisser Widerstände. die sie darbietet, unvergleichlich mehr zu leisten als das zarte Geschlecht. Das ist aber nach Dr. Tigerstedt ungerecht und eine schlechte Verteilung der Arbeit. Der Wann ist ja noch immer der eigentliche Arbeiter im modernen Leben: er kommt nach des Tages Last und Müh'en schon ziemlich ermattet zum Tanz, und nun muh er sich noch zu einer solchen Schwerarbeit aufraffen. während den Frauen, die sich den Tag über nicht so sehr angestrengt haben, eine bedeutend leichtere Aufgabe zufällt. „Ich halte es für recht und billig," erklärt der Gelehrte, „daß in Zukunft beim Tanz die Frauen führen sollen und nicht die Männer". Welche schönen Aussichten winken also den Herren der Schöpfung, wenn sie in künftigen besseren Zeiten im Arm der Damen, von diesen fest und sicher gehalten, dahinschweben und. falls auch dann ihnen noch die Arbeit zu groß dünkt, vielleicht sogar ihre Arme um den Hals der Partnerin legen dürfenI sollen deshalb hier einige Arbeiten notiert werden, die uns beim Rundgang durch die Ausstellung bemerkenswert erschienen, die Uebersicht erhebt natürlich auf Vollständigkeit keinen Anspruch Von '21 r 11 findet man beispielsweise ein sympathisch vorgetragenes, stimmungsvolles Städtebild mit Flußlandschaft, „Blick. auf Burghausen" Deu- ringer zeigt ein gutes, korrekt und trocken gemaltes, großes Blumenstück „Hortensien" Von Schiedermeier sind u a neben einem sauber durchmodellierten Mädchenkopf eine Gruppe frecher und lustiger Federkarikaturen, z. T mit leichter 'Aquarelltönung, zu erwähnen E y e r zeigt Badeszenen vom Starnberger See in einem merkwürdig altertümlichen Ton und in einer Malweise, die an gewisse Biedermeierlandschaften erinnert. Ein frisches Aquarellporträt von K v. 'M a r t e n s: miniaturhafte Freilicht-Aquarelle von Ebert Puttengruppe , Zumbusch Verhältnismäßig fortschrittlich (T Pinkernelle mit kräftig kolorierten und sehr exakt gemalten 'Blumengruppen (Kakteen und Begonien) Wenig glücklich in der Palette erscheinen daneben die „Blauen Blumen" von Brandenburg der mit einer Landschaft „Parktor" vorteilhaftere Eindrücke hinterläßt Eine recht tüchtige Leistung, in Haltung und Ton etwa an Bilder von Banger erinnernd, ist die „Schwäbische Bäuerin" von Angerer, der auch einen guten weiblichen Akt ausgestellt hat. Gur litt sei mit zwei Interieurs und dem malerisch hellen Marktplatz von Hall in Tirol erwähnt Wendelderger bringt ein apartes (Stilleben „Päonien". Von Tyro 11 er ist die „Winterlandschaft" weniger überzeugend komponiert als die farbig viel klarer akzentuierte und im Bildganzen gestufte Gladiolengruppe Ein eigenartig getöntes (möglicherweise von Segantini beeinflußtes) Tierbild sieht man von Knorr Koe 11 e ist mit einem Männer- bildnis nicht schlecht vertreten In den Vitrinen findet man außerdem Farbenholzschnitte von G u r 1 i 11, Graphiken von Knoll und T y r o 11 e r. Mit einer Reihe von Mappen wird das Gesamtbild der Ausstellung ergänzt, die IgnSe: ,5° «0-9’ 'S M 2. । - 9 Cd -Sv »e £ * i>-3* -32. n 2 2 ss2 , 3'it I»3« 2 s „e 323 il® i?. sff i cnische Auffassung der Frauen als politischer Sym- bele, Erörterungen über „Iphigenie", die Däubler für die bedeutendste Dichtung des Klassizismus hält. : üler das Helena-Problem und die Goethesche For- i mulierung dieser Gestalt, über die noch heute gül- : ti$e Farbenlehre des Olympiers und über den Unterschied zwischen deutscher und griechischer Mytho- stiges »mit weitgehenden Sudventionsmahnahmen betrieben wurde, während die deutschen Reedereien ohne jede Subventionen arbeiten, hat den Schritt zur weitgehenden Interessengemeinschaft schließlich als den einzig richtigen und im Interesse der deutschen Schiffahrt liegenden erscheinen lassen. Daher find auch die lokalpatriotischen Interessen und sich aus ihnen ergebende Gegensätze zwischen Bremen und Hamburg zurückgestellt worden. Dom schiffahrtspolitischen bzw. reedereipoliti- fchen Standpunkt gesehen ist das Zusammengehen der beiden S ch i s f a h r t s k o n ° zerne von allergrößter Bedeutung. Richt nur der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Gesellschaften, der zu einer Zersplitterung der Kräfte und zu unnötigen Unkosten geführt hat, wird dadurch beendet, sondern es wird, wenn jetzt alle Dienste unter einheitlicher Führung liegen, vor allem eine erhebliche Ersparnis eintreten können. Man wird eine gründliche R a t l o n a l i s i e r u n g sämtlicher Verkehrslinien vornehmen können und auf diese Weise zu einer rentablen Ausnutzung der Gefamttonnage beider Konzerne, die sich einschließlich der Tochtergesellschaften zusammen auf mehr als 2 Millionen Tonnen beläuft, kommen. Hcrvorzuheben ist auch die Tatsache, daß durch diese Aktion die Rollen, die der Rorddeutsche Lloyd in erster Linie auf dem Gebiete des Pasta- gierverkehrs, die Hapag auf dem Gebiete des Frachtverkehrs fpiclen, jetzt vereint werden. Die Konzentration der deutschen Schiffahrt durch das Zustandekommen eines weitgehenden Poolvertrages zwischen Hapag und Lloyd stellt somit einen für die deutsche Schiffahrt und die deutsche Wirtschaft günstigen Vorgang dar. Bremen, 22. März. (WTD.) Zu den Rachrichten über eine Gemeinschaft Rord- deutscher Lloyd - Hapag gibt der Vorstand des Rorddeutschen Lloyd bekannt. In Übereinstimmung mit dem Vorstand der Hapag habe er zu erklären, daß bcih« Vorstände dieser Veröffentlichung fernständen. Eine Stellungnahme dazu verbiete sich aus geschäftlicher Korrektheit, solange sich die Aufsichtsräte beider Gesellschaften noch nicht mit d e n D o r l a g e n b e s chä s- t i g t hätten. Wenn auch die Verwaltungen der Hamburg Amerika-Linie und desRorddeutschen 2Ioyd noch am Samstag bekanntgegeben ha )cn, daß sie den Rachrichten über den Abschlus )er vor kurzem wieder aufgenommenen V e r ländigungsverhandlungen fernstehcr. mb keinen Anlaß hätten, mit irgendwelchen Mil 5 2, ) a. so? sh § IW, MU -sS.Sö'v A zv ythsffc? itayS,-*„c® -■=!w 2 5’°’ " A, 3 »-2. andern Seite haben gerade die Gegensätze zwischen den beiden größten deutschen Reedereien, die sich infolge der äußersten Regsamkeit des Rorddeutschen Lloyd (Bau der „Europa" und der ^Bremen") gesteigert hatten, in erheblichem Maße dazu beigetragen, eine Verständigung herbeizuführen. Die Lage der deutschen Schiffahrt und die dauernde Verschärfung »der ausländischen Konkurrenz, die vom Auslande nach hem P'-in-iv des nationalen Pre- ’32 leilungen hernorzutreten, bevor sich nicht die Aufsichtsräte beider Gesellschaften mit den Ver- Handlungen befaßt hätten, so kann doch mit dem Zustandekommen der weitgehenden Interessengemeinschaftsver- Iräge zwischen den beiden größten deutschen tzchiffahrtskonzernen gerechnet werden. Diese Ak- lion, die nicht nur daraus hinausläuft, eine Poolung der Gewinnerträgn.sse im Verhältnis 1:1 aus dem Fracht- und Pasfagiergefchäft vor- urnehmen, sondern darüber hinaus eine Teilung (amtlicher Einnahmen durchzuführen, kommt prak- .ifch einer Vollfusion sehr nahe. Der Unter- chied ich nur der, daß beide Gesellschaften nach außen hin selbständig bestehen bleiben, was mit den Prestigegesichtspunkten in Zusammenhang steht, die gerade in der ©d)iff- laljrt eine große Rolle spielen und bisher gegen die Verständigung zwischen Hapag und Lloyd bei den Verhandlungen sich geltend gemacht hatten. Der Poolvertrag ist wohl das bedeutsamste tfreignis in der Geschichte der deutschen SHifs° fahrt in der Rachkriegszeit, vor allem deshalb, weil beide Teile auf die Vorteile, die sich bisher aus der Selbständigkeit beider Gesellschaften et= qeben haben, verzichten, um aus der neuen einheitlichen Basis ihre Schlagkraft in der internationalen Schiffahrt zu erhöhen. Die Initiative zu dieser Verständigung und den schwierigen und langwierigen Besprechungen, die immer wieder dementiert worden sind, geht von Bankseite aus, bereits seinerzeit bei der llcbernahme der Deutsch - Austral - Kosmos- Gruppe durch die Hapag im Jahre 1926 hat sich her Wille des Bankkapitals durchgefetzt. Auf der 5 5® So, c 0 3 4 aTS 6 3 c -• i a e 2 ; » £:2'5 -AflO 5 S* 3 »c3D5vvtE s 2.0^1 "61 pto C 2-JtS 3 < •< o G? ** S*1 * £r’ & '2" e -USA ylfl Ct ühning in I Dorbcn wat i»i bem Üü " Nicht D überJ Wengern jener Änz< euch über tretet in ! berichtet v Kalbsle mit jener <2 krÄ fes «s ,SLbört< Aiernswer D Kopie tot Wrur -anitatskoi ourde. Ans )ruch bavo ** Ablehnung eines Sachverständigen oder Steuerbeamten wegen Besorgnis der Befangenheit gibt es — wie wir im Rundschreiben Rr. 6 1930 der von dem Steuersyndikus Hermann Will (Gießen) herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" lesen — im Steuerverfahren nicht (Reichsfinanzhof 21. März 1929 — II A 147/29 und 16. Februar' 1929 — II A 34/29). Es hängt von dem Ermessen des Beamten ab, ob er sich der 2llntsausübung wegen Befangenheit enthalten will oder nicht (§ 49 der Reichsabgabenordnung). Lediglich Aus- schuhmitglieder, die ein gleiches oder ähnliches Geschäft betreiben, tote der Steuerpflichtige, oder in einem solchen Geschäft angestellt sind, können zur Wahrung von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen abgelehnt werden, wenn der Ausschuß über Erwerbs- oder Vermögensverhältnisse des Steuerpflichtigen Auskunft wünscht, die nicht ohne Offenbarung von solchen Geheimnissen gegeben werden kann. Aus denselben Gründen ist eine Ablehnung ' enarntlicher Mitglieder der Finanzgerichte möglich. Das Able^tunasgesuch ist beim Finanzamt bzw. dem Vorsitzenden der Kammer des Finanzgerichts anzubringen. ** Schneegänse. Am Samstag nach Sonnenuntergang flog ein Zug von annähernd 120 Schneegänsen mit lautem Geschrei über unsere Stadt hinweg. Die Tiere kamen aus der Richtung Klein-Linden und flogen über den Trieb nach Alten-Buseck zu weiter. ** Die Neubauten auf bem Hinteren ©elänbe der Neuen Kaserne (hinter ber städtischen Kaserne), Waffenmeisterei unb Reithalle, bie im vorigen Jahre begonnen mürben, finb nun- fen. D"» KL mehr fertiggestellt. Durch bie Errichtung biejer beiden Bauten war bie Nieberlegung eines großen Teils ber Hinteren Kasernenmauer erforberlidj. Gegenwärtig wirb auf einem Betonsunbament eine hohe Umfassungsmauer aus bunklen Zieg Isteinen in ber Fluchtlinie ber beiben neuen fiskalischen Gebäude an ber neuangelegten, in die Straße „Am Kugel», berg" einmünbenben Straße aufgeführt. Hierdurch wirb bas gesamte, zum Teil noch unbebaute Gelände nach dem Kugelberg zu eingefaßt. Die neue Straße ist an ber Baustelle für Fuhrwerke nicht passierbar. Ein Kraftwagen, besten Führer vor einigen Tagen — wohl in Unkenntnis ber dort zur Zeit herrschenden Verhältnisse — ben Stra'jenteil von ber Startseite her passieren wollte, war gezwungen, an der Kasernenmauer zu wenden; hierbei kam er aber ber an bieser Stelle mehrere Meter abfallenden Böschung zu nahe unb rutschte babei in ben am städtischen Obstbaumstück vorbeiführenben Hohlweg. Die bas Obstbaumstück umgebenbe hohe unb starke Unterhaltung über Vertrieb von falschen Banknoten stattgefunden. Auch entspreche es nicht der Wahrheit, daß seine Aussage in der Hauptverhandlung ein Gewebe von frei erfundenen Unwahrheiten fei. Rachdem er noch einmal vorn Staatsanwalt befragt worden war: Es ist nicht richtig, wenn Lane behauptet, dah er fein Freund war. Er hat höchstens zwei- oder dreimal mit ihm gesprochen und kannte ihn jtuc als einen Gast der „Rose und Krone". Er wußte nicht einmal, wen er beherbergte, mit wem oder wo er lebte und wer seine Freunde waren. Hier endete das Manuskript. Offensichtlich fehlten ein oder zwei Seiten. Peter untersuchte die anderen Blätter sorgfältig, aber ohne Erfolg. Zufällig drehte er eine Seite um unb fand auf der Rückseite eine Bleistiftbemerkung, die scheinbar die Fortsetzung der Zeugenaussage darstellte. Es war Ioes unleserliche Handschrift. Peter konnte sie aber entziffern. ,Ich bin sicher, daß dieser Mann William Lane war, weil gerade über feinem linken Handgelenk die Rarbe einer alten Schnittwunde lief, die ihm nach feiner Erzählung ein Reger auf einem Schiff beibrachte/ Am unteren Rand des Blattes standen noch drei Zeilen in blauer Bleistiftschrift: ,A. Bone starb am 14. Februar 1922. Harry, der Barmann, 18b Calle Rosina, B. A., sehr krank/ Peter Dewins Augen glänzten vor Erregung. Ohne Zögern faltete er die Papiere zusammen, steckte sie in seine Tasche und nahm den Plan wieder auf. Er wollte ihn eben wieder in die Schublade legen, als er den Hamen des Architekten und das Datum 1917 las. Warum hob Ioe Farmer diesen Plan all die Iahre aus? Das war ein Punkt, der vielleicht ein neues Licht auf die Angelegenheit werfen konnte. Der Plan wanderte deshalb auch in seine Tasche. 3n dem Augenblick hörte er ein Klopfen an der Tur. Er schaute sich schnell noch einmal um zog bie Schublade zu und schloß die Rolljawusie wieder, bevor er Inspektor Clarke die Haustür öffnete. Das Gesicht dieses großen Mannes nahm plötzlich einen anderen Ausdruck an, als er den Reporter erblickte. „Sie sind aber schnell bei der Arbeit," sagte er. „Wer ist außer Ihnen hier in der Wohnung?" „Riemand,“ antwortete Peter ruhig. „Die alle Frau, die des Farmers Wirtschaft führt, ist ins Kino gegangen. Es ist doch merkwürdig, dah der Film so anziehend auf die Leute der niederen Klassen wirkt, Clarke." (Fortsetzung folgt) Fran!' Ireundlich. die Tende Geschäft kl 'Bedeutung regung . 'letzende 6 'incä de nationalen -agen, hall« M zu sch, non Qlui 'm sein sol weiter Fe Käufen, i)( Leerabgabe Ähllch sch üom eame vorteilhaft I« groß lands v ynb Aori 'Nachfrage in etwas c 'n den H anteile, t bamslag übrigen ■’te zu waren Lhc tzm gtc ywert \ J« fast Itutlfc‘Xj Äbl '•*TWfn P Ä! 7° t Ä SeJMhl i’oiL. % Q K geworden. Der Hinuuswurf war so kräftig, daß eine Schuhmannspatrouille in ziemlicher Cntfer- das sie auf Diebesgut Weitere Äiskotilermäßigitng der Aeichsbank Die zum Schluß schwächer gewordene Aeuyorker Börse Vantnoten. ^ranffurt <3. Bl. | Berlin Berlin tranffuri a. Schluß- i»Uhr- <-d'itiR> Anlong» ure ffuro Datum ! 24. 1 Datum 24 22 '07.75 167 168,75 O.M. r-eoisenmarkl Berlin — Frankfurt 175 129,5 79 77,9 I 79 40 Ht all- 119 201,5 202,75 167 168.75 10 10 8 217,5 219,75 69 79.6 111,6 132,5 160 173 129.5 175,9 134.5 168.75 193 100.5 129,25 83.5 105 105,75 '30.5 104 218 158 168.5 150,75 79,75 110 71.5 104,5 104,25 246,75 119 99,75 156 346 96.5 58.9 216,9 218,5 <66.25 110.5 161 112,75 117.5 132.4 172,25 160 234 147,5 151 289 167 . 4 . 6 . 0 . 6 8 8 10 10 lü 96.75 58 5 219.6 368.5 ■04 11,5 156 71,65 । 103,5 103,13 237 118,13 99 1'19.25 131.75 171 59.5 ?32 142.65 150 284 193 254,5 Bereinigte Stahlwerke Ctaut Minen Kaliwerke 21|d)erolcbcn . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke 6ahbetfutt6 tS. .rarben 3iiouftrte . Tnnamii Nabel . . Scheibeanstalt. . . . . Kolbjchmibt . . . . RütgerSwerke..... MetallgeleUichakt. . . . .51 290 16’/, II . 10 15 22 5 %T 59 716 218 <67 66,9 ! 149 ' 68 , ,8.75 '09,75 1 38,5 '48,5 18 14 13',, 12 . S . 9 . 0 :6 ,. 0 . . 6 . 10 166.75 | 167,13 ■66,5 - 171 - '27.5 129,25 '73,5 145 | -91,5 ! 253 | '65> en. 3 letzteInnina’ 8n|.ll0ri0'&S iinnmiffars über die Landesjustizverwaltung und der öbbaii oberhessischer Amtsgerichte. 2. Die kleine Iu- lizreform oom Jahre 1921 und ihre Durchführung n Hessen. 3. Die Reform des Geschäftsbetriebs bei ban hessischen Justizbehörden nach preußischem Mu- ier. 4. Die Derreichlichung der Landesjustizverwal- tungcn. . •* Gin f olgens chwcrer Hinauswurf. 3n der Rächt zum Sonntag wurde aus einer hiesigen Wirtschaft ein Gast, ein älterer Schlosser von hier, mit ungeheuerer Energie auf die Straße nimg den Aufschlag des Mannes auf den Fahr, dämm hörte. Durch den Aufprall hatte der bedauernswerte Mann so erhebliche Verletzungen am Kopfe erlitten, daß die Lieberführung nach der Chirurgischen Klinik durch die Freiwillige Canitätskolonne vom Roten Kreuz notwendig wurde. Anscheinend hat der Mann einen Schädelbruch dovongetragen. Genaueres muß aber erst die ärztliche Untersuchung ergeben. •* Auf demWege derDesserung. Der vor einigen Tagen von einem wildgewordenen jungen Pferde durch Hufschläge an den Kopf schwerverletzte 17 Jahre alte Landwirt Waller Matthes aus Bellersheim, dessenUeber- sührung in die Chirurgische Klinik notwendig geworden war, befindet sich dort erfreulicherweise '^9 auf dem Wege der Besserung. Siau Goidvfe. „ l?r. SanbMDfanbbrtefanftall, Psanobrieie R. 17 n -Br VanbNDfanbbrtefanftalt, Farben plus 1,75 Prozent gesucht. Schcidcanstalt gewannen ebenfalls 1,75 Prozent. Rütgerswerke plus 1 Prozent. Am Montanmarlt war die Ilm- sahtätigleit weiter gering. Der weitere Rückgang des Ruhrlohlenabsahes verstimmte etwas. Aber trotzdem ergaben sich auch hier infolge der besseren Beurteilung der Lage Besserungen bis zu 1.5 Prozent. Zellstoffwerte bis zu 2 Prozent höher. Bon Kaliwerten waren Aschersleben und Westeregeln je 1.75 Prozent gebessert. Am variablen Markte lagen Junghans 1,5 Prozent höher. Am Rentenmartt war die Tendenz fest. Altbesih eröffneten 1 Prozent, Reubesiy 0,5 Prozent höher. Auch Ausländer waren bis 0.5 Prozent gebessert. 2m Verlaufe war das Geschäft ruhig. Bei Gewinnmitnahmen traten geringfügige Schwankungen ein, bei denen kleine Rückgänge überwogen, doch konnte sich später bei weiter freundlicherStimm ng und R a ch f r a g e Philipp yoLtmann . . . Zementwerk ©fibelberg Gementroerl ßatiftabt. . 83anp & ftrctitao . . s anzubringen. Eamstag nach 8v» von annähernd 120 Zeschrei über urM- lamen aus der 'gen über den Trieb loaren Chadcaiticn bis zu 3 Mk. gebessert. AEG. lagen geringfügig gesteigert. Felten. Gesfärel. Schuckcrt und Siemens hatten einen Gewinn von je fast 1,75 Prozent. Von Chemieaktien waren Dornenhecke sing den Wagen auf, so daß er nur «inige Beschädigungen erlitt, und der Kraftwagen- «uhrer mit einigen Hautabschürfungen und dem der Lage der deutschen Geldverhältnisse ergebender Bedenken gegen eine schnelle und zu starke Geldverbilligung, es verantworten zu können, der letzten Diskontsenkung schon jetzt eine weitere Herabsetzung um 0,5 Prozent folgen zu lassen. Daß der bevorstehende Quartalsultimo und die zu erhoffende Saisonbelebung zu einer über das vorauszusehende Maß hinausgehenden Anspannung der Reichsbank führt, dürfte mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage vorerst nicht zu erwarten sein. Die deutsche Oeffentlichkeit wird sich darüber klar sein müssen, daß ein Satz von 5 Pr 0 - zent den inneren Geld- und Kapitalverhältnissen Deutschlands nicht entspricht und daß es nicht zum wenigsten der von den niedrigen Auslandraten ausgehende Zwang lGoldzusuhr usw.) ist, der uns nötigt, uns nach den ausländischen Geldmärkten zu richten. Die Deutsche Golddiskontbank hat ihren Zinsfuß gleichfalls von 5,5 auf 5 Prozent herabgesetzt. Llnterschlups gebracht. Georg soll auch der Lieferant der Waffe fein, mit der Schutte und Hoyer einen Kaubübcr- fatt auf die Vorschußkassc in Schwanheim geplant hatten. Sie hotten auch bereits einige Male den Ort ausgekundschastet, aber infolge schlechter handwerksausrüsluiig den lleberfall nicht ausgeführL 2m übrigen kann festgestellt werden, daß sich bei den Ermittlungen in der Mordsache Kern sämtliche Meldungen von seiten des Publikums über angebliche Sichtungen der Mörder als falsch erwiesen. Kriminaldirektor Dr. Reuber gab in einem Schlußwort seiner Freude darüber Ausdruck, daß es der Polizei so rasch gelungen ist, die Mordsache Kern aufzuklären. Für ihre aufopfernde Arbeit gebühre aber nicht nur den Frankfurter Beamten, sondern darüber hinaus in erster Linie den kommunalen Polizeistellen und der Land- gendarmerie in Wetzlar und Dillenburg Dank. 171 '28.25 j 173.9 , 133.25 | 168 •99.5 I . 6 . 9 . 5 . r, . 8 WSR. Frankfurt a. M., 22. März. Rach- dem die Unter) udjungen über den Mord an dem Polizeioberwachtmeister Kern am 9. März durch dos gestrige Geständnis des Mörders Hoyer zu einem gewissen Abschluß gekommen sind, sand heute mittag im Polizeipräsidium in Anwesenheit des Polizeipräsidenten eine Pressekonferenz statt, um der Oeffentlich- keit ein letztes abschließendes Bild über den Stand der Mordsache Kern zu geben. Kriminaldirektor Dr. Reuber schilderte nochmals die Vorfälle, die (ich, soweit ermittelt, in der Oeffentlichkeit absvielten bis zu dem Augenblick, in dem die Verhaftung von S ch u l I e und Hoyer erfolgte und Hoyer am Freitagmittag baß Geständnis ablegte, auf Kem geschossen zu haben. Die Kriminalkommissare Ebert und Damm ergänzten öie_ Ausführungen des Kriminaldirektors mit Schilderungen des Vorlebens von Hoyer und Schulle. hoycr, der heute 36 Jahre alt ist und im Kriege Unteroffizier gewesen fein will, ist wegen schweren Diebstahls, Raubes, Meuterei usw. erheblich vorbestrast und hat schon längere Zuchthausstrafen hinter sich. Auch Schulle ist trotz seiner 22 Jahre erheblich vorbestraft. Lr Hal fast drei Jahre Gefängnis verbüßt wegen Diebstahls, Betrugs, Landstreicherei usw. 2m übrigen wurde nunmehr festgestellt, daß Hoyer und Schulle neben verschiedenen Fahrrad- und versuchten Autodiebstählen Anfang dieses Monats - - wie am Samstag in einem Teil unserer Ausgabe bereits gemeldet - bei Ohhausen in der Rühe von Trier auch einen großen Raubüberfall ausgeführt haben. Sie drangen mit vorgehaltenem Revolver in das einfam gelegene Stationsgebäude der Reichsbahn ein, hielten den allein anwesenden Beamten in Schach und raubten 70 Mk., die sie sich teilten. Da eine Spur der Räuber nicht zu entdecken war, kam der überfallene Beamte selbst in Verdacht, den Lieberfall fingiert i'o OeKeneumiaie (Suiorcnte i.2O% OeftcneidiHdie Silberrente 4% Oeficneidiiidie Einheitliche Rente lcö Ungarilche Goldrente t'o Ungarilche Staaiercnte V. 1910 oeefll. non 1918 1% Ungarilche Kronenrente l% lürtildie Sollanleihe von 1911 1% lürfiltbr Bagdadbabn-AN Serie I deSgl Gerte 11 5% Rumänische verelnh. Rente von 1903 IH% Rumänilche ocretnb Rente von 1913 . . 1% Rumänische versuch. Reute . 02,5 238 118 95 Komm.-Lbt. R. 16 •» Pr timeswianbbrtefanftali, . 6 10 . 6 7^ Berlin, 24. Mär;, (wlv. Funkspruch.) Die R e i ch s b a n k hat mit Wirkung vorn 25. Mär; den Wechseldiskonlsah von 5 % v. £). auf 5 v. H. und den L o rn b a r d ; i n s s u ß oon 6^ auf 6 v. 5). herabgesetzt. D e Begründung. 2n der heutigen Sitzung des Zentralaus- schusses der Reichsbank begründete der Vorsitzende, Reichsbankvräsident Dr. Sch acht, die Herabsetzung des Diskontsatzes wie folgt: Der Status der Reichsbank hat sich feit der letzten, am 8. März d. 2. in Kraft getretenen Diskontermäßigung von 6 auf 5l/_> Prozent weiter entlastet. Die Entspannung hat sich auch nach dein 15. März fortgesetzt. Sie steht mit dem Rückgang der heimi chen Konjunktur und mit den geldlichen Erleichterungen an den wichtigeren Auslandmärkten in Zusammenhang, die in den letzten Wochen zu neuen Diskont- ermähigungen an den ausländischen Märkten geführt haben. Unter diesen Umständen glaubte das Reichsbankdirektorium, trotz gewisser sich aus 102.65 1 108,25 144,25 | 144.75 143 ! 143.6 133 133.25 110,5 111.75 252 105.9 । 108.5 1 109,5 107 25 ! 108,75 106 75 107,25 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5,5 o H., Lombardzinsfuß 6,5 o. H. b8.25 . 79.4 ■09.9 ! zu haben. Er erlitt später einen Rervenchot und liegt heute noch im Krankenhaus. Weiter haben Schuller und Hoyer auch einen Kircheneinbruch verübt. Es konnte jedoch noch nicht fest» gestellt werden, an welchem Orte der Einbruch ausgeführt wurde und was den Dieben in die Hände fiel. Rach der Tat am 9. März irrten die Täter am frühen Morgen im Frankfurter Stadtwald herum. Später flohen sie über Höchst, Goden, Königstein, 2dstein. Eamberg. Limburg und Wetzlar nach Scheuerfeld, wo sie bei einem gewissen Otto Georg Unterschlupf fanden. Georg ist vor einigen Tagen ebenfalls fest genommen und nach Frankfurt transportiert worden. Er steht im Verdacht, den beiden Tätern Unterschlupf für mehrere Rächte gegeben zu haben, obwohl er wußte, die Schulle und Hoyer als Mörder polizeilich gesucht wurden. Zu ihm haben die beiden auch kleinere Mengen Diebesgut, das sie auf ihren nächtlichen Wanderungen erbeuteten, als Entgelt für den •02,5 . 143 ! - 133 । - - I - 252 05,5 07,5 | 108,13 ’05 | 252.5 । 254.9 129.25 129.5 '65.75 i 166,5 Wirtschaft. Der Großhandelsindex. Die auf den camt«n toeaen 'Senheit gib 1^6/193<>K 'n Din (@ieg Steuttfragen" $ ft (Aeichsfmai^ ffA? »i ®™e,,en Iten ÄÄ auf dem Wege der Besserung. nunq). 2cbinü:r Verhandlungen sind: 1. Der Bericht des Spar- bekundeten Interesse des Auslandes (vorläufig allerdings nur in Spezialwerten) zu tocitcren Deckungen veranlaßt sah. Lieberhaupt wurde die allgemeine Lage, da auch ungünstige Momente nicht Vorlagen, in jeder Hinsicht zuversichtlicher beurteilt. Die Aussichten für die Einigung über das Finanzprogramm haben sich ebenfalls gebessert, so daß eine Koalitions- trife vermieden werden dürfte. Die Depositenkassenkundschaft war vorläufig an der Dörle nur wenig vertreten. Bei einigem Interesse für Schiffahrtswerte und für Licht & Kraft, ver- bunden mit den Deckungen der Spekulation, konnten sich die ersten Kurse um 1 bis 2 Prozent und vereinzelt bis 3,5 Prozent bessern. Mik PluS- Plus-Zeichen eröffneten Schantungbahn. Bei Schantungbahn erwähnte man den großen Betäub von Reichsschuldbuchforderungen, die heute, nach der Reichsbankdiskontermäßigung, ebenso wie der sonstige Pfandbriefmarkt, fest tendierten. An- leihen, auch Reubesitz, fest. Ausländer freundlich, aber wenig verändert. Auch am Geldmarkt kam die Herabsetzung des Reichsbankdiskontsahes und die Ermäßigung des Lombards um je 0,5 Prozent in den Sähen zum Ausdruck. Tagesgeld nannte man mit 3 bis 5 Prozent, Wonatsgeld mit 6,25 bis 8 Prozent nominell. Der Repork- geldsatz, der morgen bei den Banken festgesetzt wird, dürste ebenfalls wenigstens eine halb- prozentige Ermäßigung erfahren. 3m Verlaufe wurde das Geschäft Vorübergehend etwas ruhiger. Am Schiffahrtsmarkt drückten angeblich die Abgaben der Hamburger Arbitrage. Fra..7? rter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. März. Am heutigen Produktenmarkt waren die Händler zurückhaltend infolge der niedrigeren Auslandnotierungen. Da aber das Angebot von 3nlandweizen gering blieb, traten Preisveränderungen nach unten nicht ein. Etwas Rachfrage machte fich für Weizen bei etwas anziehendem Preise geltend. Die Erhöhung der Mehlpreise durch die Mühlenkonvention wirkte sich ebenfalls günstig aus, so daß Weizenmehl bis zu 1 Mk. anziehen konnte. Roggenmehl war im Einklang hiermit ebenfalls etwas fester. Don Futtermitteln konnte Mais bei zunehmender Rachfrage bis zu 1,25 Mk .gewinnen. Roggen- und Weizen- kleie ebenfalls etwas höher. Es wurden notiert: Weizen 27,25 bis 27,35, Roggen 17,25, Som- mergerfte für Drauzwecke 17 bis 17,50, Hafer, inländischer 16 bis 16,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 16 bis 16,25. Weizenmehl, füdd. Spezial 0 38 50 bis 39,50, Roggenmehl 24,50 bis 25,75. Weizenkleie 8,25 bis 8,40, Roggenkleie 8,75, Erbsen 22 bis 33. Linsen 35 bis 80, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 5, Treber, getrocknet 11,25. Tendenz fester. Frankfurter Schlachtviehmartt. Frankfurt a. M., 24. März. Auftrieb: Rinder 1288 Stück: darunter Ochsen 327, Bullen 76, Kühe 513, Färsen 360. Kälber 411, Schafe 103, Schweine 4871. Ochsen: vollfleischige. ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 55-58, ältere 50-54; sonstige vollfleischige: jüngere 46—49. Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 53—55, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48—52. Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 45—48, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 41—44, fleischige 34—40, gering genährte 28 —33. Färsen (Kalbinnen, 3ungrinber): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 53—59, vollsleischige 52 bis 55, fleischige 48—51. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76—80, mittlere Mast- und Saugkälber 70-75, geringe Kälber 62-69. Schweine: Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 65 bis 68, vollsleischige Schweine von zirka 240—300 Psund Lebendgewicht 66—69, desgl. von zirka 200—240 Pfd. Lebcndgew. 66—69, desgl. von zirka 160-200 Pfd. Lebendgew. 66-69, fleischige Schweine von zirka 120—160 Pfd. Lebendgewicht 63-65. Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer Lieberstand. Schweine langsam, geräumt. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Frankfurter Eicrmarkt. Tendenz: ruhig. (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation. Inlandeier ab Station.) Preise in Psennig per Stück: Italiener 8,5 bis 9, bulgarische 6.5 bis 7, jugoslawische 6.75 bis 7, rumänische 6,25 bis 6,5, polnische 5,75 bis 6, chinesische 5,5 bis 6, holländische 8 bis 10, dänische 8 bis 10, belgisch-flandrische 8,5 bis 8,75, schlesische 7 bis 7,25, bayerische 7 bis 7,5, norddeutsche 7,5 bis 7,75. tjjeah.t VielDlan stallen > M innial apr?0® -usgebrach^st. aie die Erholt -sina Xar! - lat um 8 t 24. 5 l^ranlfun a Ml. (Sd'iug» i«uhr- ruis ff re Der Mord an dem Frankfurter Polizisten OaS Ergebnis der polizeilichen Llntersuchung. Gdiulthets Payenhoser . . . £ftroerfe ....... Aku ...... Bembrrg . . ..... Rcllftoif Daldbol .... gelh'toff «idiafrenbutfl . . Charlottenburger öollet . . Schauer fflae .... Salmler Motoren .... Teutidie Linoleum . • • • Malginenbou A.-G. . • • • Nat ?lii:omobü . • • . Crentiein & koppel . • • . Leonharv Tietz - . . • • • CvenSka - • • • • »granlhmer Maichmeu . . . Gritzner ..... Hevligenstaedi ...... SungbarU ■ • • • • • Sediroerfe........ iRaintraftwede Höchst a. M- Shag ..... ®ebr. Roeder ..... Boigt & Haessner . . , , . EüLdeullche Zucker • • • • W eistifsich^.^r Harp). Februar \e t Berlin edtlup« Uinfanu» 'ure ffure 22 3 । 24. 3 <_au I in den Vordergrund traten noch Reichsbank- not vom Staats anstelle, die gegenüber dem Schluß von ; ist nicht lichUS- g Samstag 6 Prozent fester eröffneten. Die sein Zreund war. irrigen Werte dieses Marktes lagen . dreimal mit » v.ß zu 1 Prozent hö^rr. Am Elektromark: , nut als einen w — - - - -..... .... S wem oder wo « Mde waren. tbmerknnS. Wte. Ss en°A Peter lonrde ^andschk»'- * turs »urs ’2 | 24 o Stichtag des 19. März berechnete Großhandels- indexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche von 126,3 auf 126,0 oder um 13,2 Prozent gesunken. Von den Hauptgruppen :ft die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,0 Prozent auf 108,8 iVorwoche 109,9) zurückgegangen, während die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,2 Prozent auf 125,5 (125.2) angezogen hat. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat um 0,2 Prozent auf 152,7 (153,1) weiter nachgegeben. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 24. März. Tendenz: freundlich. — Zu Beginn der neuen Woche war die Tendenz an der Börse freundlich, das Geschäft konnte aber nur in Spezialwerten an "Bedeutung gewinnen. Eine kräftige Anregung erhielt die Börse durch die bevorstehende Ermäßigung des Diskontsatzes der Reichsbank. Da auch die internationalen Geldmarktverhältnisse weiter günstig lagen, hatte die Kulisse Grund genug, zu Deckungen zu schreiten, zumal wieder für Spitzenwerte von Auslandseite Aufträge eingetrof- fen fein sollen. Aber auch schon der in nicht mehr weiter Ferne stehende Llltimo veranlaßte zu Käufen, da anfangs des Monats vielfach noch Leerabgaben vorgenommen wurden. Die zum Schluß fchwächer gewordene Reuyorker Börse vom Samstag blieb ohne Wirkung. Besonders vorteilhaft wurde die Zusammenfassung ter großen SchiffahrtslinienD e u t schien d s von der Börse ausgenommen. Hapag und Rorddeutscher Lloyd lagen bei lebhafter “^/rZinfterW 'Nachfrage an der Spitze und gewannen bis zu ■ erfunbenen 3,5 Prozent. Von Publiiums^eite-waren Aufträge >e Don in etwas größerem Ausmaß eingetroffen Mehr Mn. ßrreglE- RheinIIdie Hnv.-Banl jfe1 , «,gpfen .. l-,ondbne|e R 10 c et ein '«nial um; 4fb obg. Sorkriegs-Obligatio. .......... „»«j nud sag'- *6 K°°! 8 10 ft 10 in 12 11 12 10 10 12 8 9 IO 10 7V. 10 10 9 1" 11 In . 8 IC . 6 . 6 . 8 . 8 6Y-. 10 'Datum > o Stutidje Rcichsameilie von 1927 ."•(> $EUt|d)r ScldXantciht von 1929 ieutidie .'lnl..Ablöl..S»uld mit •2luelDt fRcditen TNfll. ohne Luslvi.-Rechte Hell. Volioktaat von 1929 { (rüdtablb 102%) ’ Cberbeilrn Provin; - Anleihe mb Ausloi.Rechten ■ Seuttoc Komm. Gammelabl Anleibe Serie 1 ,>rani| Hnv.-Banl Goldvte. XIII unfünbbar bis 1934 Frankl Hvv.-Banl Koldvie i unfünbbai bie 1932 Berlin, 22. Mär; Geld Bistll Amertlamiche Noten..... 4,175 4,195 üelgische Noten ....... 58,25 58,49 Dänt'che 'Jiotcn ....... 111,96 112.40 Englische Noten ...... 20,33 20,41 Framöstsche "Noten ...... 16,375 16,435 167,54 168,22 sttstienische Noten...... Norwegische Noten..... Deutsch Ocsterr100 Kronen 21,97 22,05 111,86 112,30 58,83 59,07 Rumänische Noten...... 2,47 2,49 schwedische Noten...... Schweizer Noten....... 112,25 112,69 81.00 81,32 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 52,70 52,90 12.35 12,41 Ungarische Noten 72,90 73,15 >'d)iu6* iure l-ichr. ffur 14 ' 67 98,5 53 54 87 99 •2,9 54 oomvurg-Amenw Pale« Tambur,i-Südoin Dompsschisi •Oania Tamuffdiifl Norddeuticher L'ovv Allgemeine TeutscheCreviwnst Barmer Äankvrreb' '•35 8 - 85 8,5 8,75 Berliner.$>anDclonelclI|cbaft kommen unö Privar-Bant - 88,4 - Tamftnbrer unb Nationalbant Teuncke Bant und 49,5 — - Tiseonto.cSeleUlchan, . Dresdner Bant ..... — 51.25 — NeichsbmU . . . 96,5 - - Bergmann....... 86 — kfletrr. LielerungSgeleUlchast Licht und klrast 83,5 — - ,reiten & Guilleaume tieleHidiait für Elektrilche 97 — 97 — llntetnpbmunqen Hamburger Elettri.;tt>lis-Werke 94 - 94 — Rbemildie Elektri-ital Sdtleiiidie Elektrizität. . . . 89 — 89 — Lchudert & (Sv. .... Siemens & Halrle ..... 92 Traneradio . ...... Ladmener LCo....... — — 30 30,6 Buderus ..... 1,25 Teutsche 6rdöl . • • • • (Hicnei Stetnkoble . • • • • — — 2.75 — Geilenkirchener . . • • • 26.5 26,5 '6,65 — Harvener ..•••• '3,3 — — — Hoelch Eilen .••••• 2,6 2,85 .55 2,75 3'le Bergbau ...... Rlodnerroertf . ..... 6,4 6.6 6.7 — Köln-Reuefien ..... Manncsmann-Röbren . • • 6,5 —- o,55 6,6 Mansielder Bergbau . • • 6,5 6,7 6.55 6,6 Lberschlel. Eifenbedark . . • Lberlchlej. Sokswerke . . . '1,4 <1,5 — Pböntz Bergbau . . Rheinische Brourtkohleu . . 17,5 — 17,6 — Rbeinstahl ...... 9,25 — 9,15 — toebed Mouta» .••••• 101 1 ’30j 100,5 102 22. Mörz 24. sidn Amtliche Isolierung Amtliche Dotierung 851 dsTI — Geld Briet Geld Briet '21 nt’t-. NoN- '67,88 168,22 167.91 163.25 275 | 278 Bu'N Aires 1.589 1.593 1.595 1.603 - Brss- Antw >8.355 58,475 58.37 58.49 18.5 218,75 Christian ia. 112,07 112,29 112,09 112,31 104 103,25 .Novenhagen 112,15 112,37 112,17 112.39 154 155,5 Stockholm . 112,46 112,66 112,49 112,71 213,5 212 '14,5 HelsingsorS. 10,537 10,557 10.53 10.55 156,5 155 155.5 Italien. . . 21,94 21,96 21.92 21.96 101 101,5 London. . . 20,365 20,405 20,367 20.407 — '/3.25 174 Neunork . . 4,186 4,194 4.1855 4,1935 38,5 38.5 39 Paris.... 16,385 16,405 16.39 16,43 250 247 250 Schwei; .. 81,07 81,23 81,075 81,235 — 19.65 50 Spanien. 52,10 52,20 52,52 52,62 — 18 Japan . . . Nio de lfan. 2,068 2,072 2.070 2,074 75 76 1.483 0.485 0.487 0,489 1 : 157 346,5 347,5 Wien in D-- Ceft. abgeft 58.985 59.105 58,985 59,105 Prag . . . . 12,409 12,429 12,407 12,427 ' — — - Pel irad . . 7,400 73,08 7.414 7.400 7,414 — 40,5 _ Budapest • • 73.22 73,08 73.22 — — Bui iarten . 3,039 3.045 3,037 3 043 40 40,5 Lissabon 18,82 18.86 18,82 18.86 106,5 — Dan;ig. . . 81,47 81.63 81.43 81.59 — — Konst ntüb 1.784 1,786 1.785 1.789 — '30,5 130 Athen. . . 5,425 5,435 5,425 5.435 — — (Sanaba 1,184 4,192 4.185 4,193 218 —» Uru uaij. . 3.696 3,704 3,716 3,724 — 158 — Cairo . •. 20,88 20,92 20,885 20,925 Oberheffen. Scharlachfälle im Kreise Friedberg. WSR. Friedberg. 22. März. Das Kreis- gefundheitsamt weist darauf hin, dah in F r i e d- be r g urrd einigen Orten der Umgebung zur Zeit ein stark gehäuftes Auftreten von Scharlach unter Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen sei. Auch einige ältere Personen sind erkrankt. Die behandelnden Aerzte erklären, dah die Krankheit in den meisten Fällen leicht verlaufe. Da in den letzten Tagen die Zahl der neuen Erkrankungen etwas zurückgegangen ist, ist zunächst von einer Schließung der Schulen Abstand genommen worden. Landkreis Gießen. T Allendorf (Lahn), 20. März. Freund Adebar, unser Storch, weilt seit einigen Tagen wieder bei uns. Man kann ihn jederzeit beobachten, wie er mit der Ausbesserung des Nestes auf einem Baum, hinter dem Christlichen Vereinshaus, beschäftigt ist, um es für die kommende Brutzeit herzurichten. -D Lich, 20. März. Bon jung und alt freudig begrüßt, keyrte dieser Tage unsere Storchen» f a m i l i e aus dem Süden hierher zurück, um in ihrer Wohnung auf dem Dach der Marienstifts- kirche wieder Quartier zu beziehen. s. Utphe, 22. März. Gestern feierte eine unserer ältesten Einwohnerinnen, Witwe Sophie B o r n m a n n, ihren 83. G e b u r t s t a g. Die Greisin erfreut sich noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit. — Dieser Tage wurde die Fischerei in der hiesigen Gemarkung neu verpachtet. Der eine Teil umfaßt die Horloff von der Kuhbrücke abwärts bis zur Berstädtcr Grenze, sowie den sog Lehengrabcn, und erzielte 15,50 Mk. Jahrespacht. Sn diesem Teil ist durch Abwässer des Schwelwerkes Trais-Horloff fast alles Fischleben erstorben, so daß erst wieder Brut eingesetzt werden muß. Diesen Anteil pachtete der Bäcker Karl Jung, Ultphe, den anderen von der Kuhbrücke bis zur Traiser Gemarkungsgrenze reichenden Wilhelm Müller, Berstadt. Da dieses Stück nur eine kurze Strecke unter den Abwässern gelitten hat, fanden sich mehr Liebhaber, so daß ein Pachtpreis von 75 Mk. erzielt wurde. Die Pachtdauer beträgt für beide Anteile zwölf Jahre. Kreis Schotten. □ Laubach, 19. März. Der hiesige Gewerbeverein hielt unter dem Borsitz des Spenglermeisters Friedrich D ö I l seine diesjährige Generalversammlung im Gasthaus „Zur Traube" ab. Zunächst sprach Syndikus Dr. Reif von der Handelskammernebenstelle in Friedberg über das Thema: „Rotstand des Handwerks". Der Bortrag wurde von den zahlreich erschienenen Mitgliedern mit großem Interesse verfolgt, wobei der Vortragende am Schlüsse seiner Ausführungen großen Beifall fand. Bei der anschließenden Borstandswahl wurde der seitherige Borstand einstimmig beibehalten und an Stelle des verstorbenen Schlossermeisters Möll der Maurermeister Johann Friedrich Rühl in den Vorstand gewählt. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 21. März. Drei junge Leute von Gießen waren Mitte Dezember 1929 in eine Kantine eingebrochen und hatten dort gegen 800 Zigaretten erbeutet. Von dem Diebesgut erhielt auch ein weiterer junger Mann seinen Anteil. Alle vier stiegen dann zwei Wochen später in eine Zigarrenfabrik ein. Das erhoffte Wechselgeld fanden sie dort nicht, sie ließen dafür fünfunddreißig Zigarren mitgehen. Das Gericht erkannte auf Strafen von 3Monaten2 Wochen,8 Monaten, 9 Monaten und (bei dem ältesten und rückfälligen der vier) 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. Ein Mädchen aus Vilbel hatte im November 1929 einen jungen Mann angezeigt, er habe ihr 34 Mark weggenommen. Des Rückfalldiebstahls angeklagt, behauptete dieser heute, er habe damals annehmen können, daß das Mädchen, feine jetzige Braut, mit der Wegnahme des Geldes einverstanden sei. Das Mädchen bestätigte dies: dies fei auch schon bei Erhebung der Anzeige ihre Meinung gewesen. Der Angeklagte wurde freigesprochen und der An- zeigerin die Kosten des Verfahrens auferlegt, da sie mindestens grob fahrlässig die Anzeige erstattet habe. Ein auswärtiger Beamter hatte in einer Eingabe einen Richter seines Amtsgerichts und einen solchen des Landgerichts in der schwersten Weise beleidigt. Die Beweisaufnahme ergab einwandfrei das direkte Gegenteil aller Behauptungen des Angeklagten. Nach Lage der Sache hielt das Gericht eine G e - fängnis strafe von 1 Monat für angebracht. Turnen, Sport und Spiel. Süddeutsche Fußballmeisterschaft Seit langem hat es in Süddeutschland keinen Spieltag gegeben, der an Lieberraschungen so reich war wie der gestrige Sonntag. In der Runde der Meister verlief das Treffen in Frankfurt erwartungsgemäß. Bei dieser Begegnung des Tabellenersten und -letzten erwies sich die Frankfurter Eintracht dem F. C. Freiburg in allen Dingen weit überlegen und hätte sich mit dem mühelos erreichten 4:l°Siege nicht einmal zu begnügen brauchen, Das 2:1 des S. V. Wald - h o f Mannheim gegen Wormatia Worms kam nicht unerwartet, sticht aber trotzdem von den letzten Erfolgen der Wormser erheblich ab. In den beiden restlichen Spielen der Runde wurden die seitherigen Anwärter auf die Plätze hinter der Frankfurter Eintracht, die beiden bayerischen Vereine, schwer geschlagen. Sp.Vgg. Fürth kehrte tatsächlich mit einer Riederlage von 1:4 Toren vom V. f. B. Stuttgart heim. Hier handelt es sich um ein krasses Gegenstück zu dem Vorspiel, das Fürth seinerzeit 3:0 gewinnen konnte. Noch mehr enttäuschten die Münchener Bayern, die sich,, diesmal sogar auf eigenem Platze, die zweite Riederlage durch den F. C. Pirmasens gefallen lassen muhte. Dem 4:3 in Pirmasens fügten die Saarländer diesmal ein 3:2 in München an. — Die Tabelle wurde wesentlich umgestaltet. Eintrachts derzeitiger Punktvorsprung läßt sie bereits jetzt als fast sicheren süddeutschen Meister erscheinen. Pirmasens ist auf den 2. Platz gelangt, allerdings mit einem Abstand von 4 Punkten. Dann folgen Fürth und München mit 5 bzw. 6 Punkten hinter Eintracht. 3 Spiele, bei denen 6 Punkte erworben werden können, sind nunmehr noch auszutragen. Runde der Zweiten und Dritten. Hier hatte die Gruppe Rordwest nur drei Kämpfe auf dem Programm. Auch hier wurde die wichtigste Begegnung in Frankfurt ausgetragen. F. Sp. V. Frankfurt schlug den F. V. Saarbrücken in wenig spannendem Spiele 3:0 und wurde hierdurch mit dem seitherigen Spitzenverein, Phönix Ludwigshafen, spiel- und punktgleich, führt sogar mit besserer Torzahl zur Zeit die Tabelle. S. V. Wiesbaden holte sich bei den Sportfreunden in Saarbrücken mit 3:2 einen wichtigen Punktgewinn und behielt seine nicht ungünstigen Ansprüche auf einen immer noch möglichen Abteilungssieg. V. f. L. Reu-Isenburg zeigte sich wiederum von vorteilhafter Seite und sandte den V. f. L. Reck ar au mit 4:3 geschlagen nach Hause. . Auch die Gruppe Südost begnügte sich diesmal mit 3 Treffern. Das Ortstreffen in Nürnberg zwischen dem 1. F. E. und dem A. 6. Ä. Nürnberg brachte mit 6:2 Toren dem 1. F. C. einen glatten Sieg. Der „Club" dürfte nach dem heutigen Stande der Dinge als Abteilungsmeister \ nicht mehr eingeholt werden. Die beiden Tabellenletzten, Jahn Regensburg und Union Böckingen, trafen sich in Regensburg. Wiederum waren die Regensburger mit 4:1 siegreich, Böckingen blieb auch in seinem 9. Kampf« zum 9. Male geschlagen. Union ist der einzige Verein in Süddeutschland, der bis jetzt noch keinen einzigen Punkt gewinnen konnte. Die größt« Ueberraschung des Tages kam in München zustande. Dort lieh sich der S. V. 1860 Münchens von Phönix Karlsruhe unglaublich hoch mit 1:6 Toren schlagen und begab sich hiermit jeglicher weiteren Aussicht auf einen ernsthaften Wettbewerb mit dem nunmehr 5 Punkte vor ihm liegenden 1. F. C. Nürnberg. Westdeutsche Fußballmeisterschast Bei den Endspielen um die westdeutsche Fuß,1 ballmeisterschaft wurde am gestrigen Sonntag mit der Ermittlung der beiden Südgruppenvertreter die erste Etappe abgeschlossen. Köln-Sülz 07 »und V. f. L. Benrath haben sich erwartungs- : gemäß als die Vertreter der Gruppe Süd quali-l fiziert, zu ihnen gesellen sich in der Entscheidungsrunde um den W. S. V.-Titel die bereits früher ermittelten Ersten der Gruppe Nord, Hornberger Spielverein und Schalke 04. Leer ausgegangen sind bei den Endspielen di« Vezirksmeister V. f. B. Bielefeld, Hüsten 09, F. V. Neuendorf und Kassel 03. In Elberfeld kam es zu einem verdienten Siege von Sülz 07 über Kassel 03 mit 2:1 (2:1) Treffern. In Koblenz schlug V. f. L. Denrath den F.D. Neuendorf sicher mit 4:2 Treffern. Kuhball in Hessen-Hannover. Bei den gestrigen Fußballspielen im Bezirk Hessen-Hannover wurden folgende Ergebnisse erzielt: Spielv. Kassel—FSV. Mainz 05 2:1; Kurh. Kassel —Herrn. Kassel 1:0; V. f. D. Gießen — Sport Kassel 2:2. Mißglückter Rekordversuch Arne Borgs Der schwedische Weltrekordschwimmer Arne Borg unternahm am Sonntag in Oerebro aus Anlaß eines nationalen Hallen-Schwimmfestes einen Angriff auf seinen von ihm selbst im Jahre 1926 mit 5:31,4 über die 500-llZards-Strecke aufgestellten Weltrekord. Der Versuch mißglückte ihm aber, denn er benötigte für die genannte Strecke 6:12,0. MAGGf'ist nicht eine allgemeine Bezeichnung für Suppenwürzen, sondern die gesetzlich geschützte Fabrikmarke für alle MAGGI - Produkte ! J^ffen Sie 3hr Tüaggifläfchchen. - nur aus MA GGF großen (Driginalflafchen nachfullen. in denen gefetzlich nichts anderes als MAGGI5 IDiirze feilgehalten werden barf. h-i 2429D 2045V [02018 02J0d Fischhaus Cuxhaven flarktstr. 14 Tel. 2417. Gummi-Mantel von Nowack Uni-Gummi, in verschiedenen modernen Farben, Mk. 15.00 Gießen Seltersweg 85 2274A Große Auswahl in Uni-, Batist- und Seiden - Gummi-Mänteln 4 Mk. 19.50 Mk. 28.00 Kariert (Lederol), doppelseitig zu tragen Der moderne Tweed-Gummi-Mantel... Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraßc 24 — Telephon Nr. 4039 Wertpapier- Drucke Aktien, Schuldverschreibungen bei Brühl, Schulstr.7 Wertpapiere 3m März Gesundes Blut — Erneuerung tut not.... manchmal beim inneren Menschen, öfters aber auch bei seinem Aeußeren. Wohl dem, der die ganz großen Vorzüge kennt, die unsere Chem. 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MM, M AM NSlVlSillW 2 M versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: drei Bücherschränke, neun Schreibtische, vier Sessel, zwei vollständige Schlafzimmer, zwei Bücherschränke, sechs Büfetts, eine Bitrine, zwei Steppdecken, eine Ladenthete, drei Ladenschränke, zwei Schreibladenkassen, ein Warenregal, vier Kleiderschränke, zwei Schreibmaschinen, vier Sofas, eine Kommode, ein Bertiko, einen Rauchtisch, fünf Kre denzcn, zwei Diwans, fünf Tische, zehn Stühle, eine Wanduhr, drei vollständige Betten, zwei Waschtische, zwei Nachtschränkchen, eine Chaiselongue, eine Flurgarderobe, eine Radioanlage mit Lautsprecher, einen Gasherd, eine Bohrmaschine, drei Kassenschränkc, zwei Klaviere, vier Pullover, einen Märlliu Baukasten mit Motor, zwei Registrierkassen, ein Fahrrad, zwei Nähmaschinen, zwei Rohrsessel mit einem Rohrtisch, eine Strickmaschine und eine Bullenverkauf. Die Gemeinde Ilsdorf (Kreis Alsfeld) beabsichtigt einen abgängigen Bullen im Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Angebote ä Zentner Lebendgewicht sind mit der Aufschrift „Bullenverkaus" bis ITlonlag, den 31. März d. 3., nachmittags 2 Uhr, an die unterzeichnete Stelle einzu- reichen, woselbst die Eröffnung der Angebote und Bekanntgabe der Verkaufsbedingungen erfolgt. 24300 Ilsdorf, den 22. März 1930. Hessische Bürgermeisterei Ilsdorf. Velten. Rundfunk-Geräte in großer Auswahl werden kostenlos vorgeführt Rudolf Rüdiger Gießen, Walltorstraße 3,5 2l43A ist die Wurzel von Gesundheit und Schaffenskraft BJöiisBofer WttelMiiWlee leistet jetzt gute Dienste Kräutcrhaus Jung, Echulstratze 5. Zum Regenwetter den praktischen FÄRBEREI GEBR. ee ROVER CHEMISCHE REINIGUNGSWERKE GRÖSSTES FACHUNTERNEHMEN IN SÜDDEUTSCHLAND ■ i« •ie “‘»li **• IMenwtas; — HittMnrh BHHce F i n <• h e Pfund von 2.3 Pf. an.