? 1,1916 lk «n rr-LL Wni^ WniSManI r ®'-A «H «L« J& 6eJct noch ein ,^..nach einen, 2nt !r b'^h die sU ?>r bezahlt^ p^ngsrmun. ** a»e«, was geschehe, "aphne eine ge. «iDat ihr entsetzlich, ^HDend speis«, r smhn - und - ch nutzt mit ihr gd, Grund zu er« .Eine Schauspielerin md ab, seine Hönb, gefiederte Schlana, tourte“ * ^einmal gesagt, toi, irfiand nicht, toimun am. gend etwas Werdviiv« sah?“ fragte Daphne, nicht achten habend, den Kops. ir starke Einbildung-« sich nur unangenchm ton das schon einmal zog die Vorhänge zu re Tagesarbeit zu be« Silas Stimme zu hören esem Augenblick schloß itte gern gewuht, ob m hatte. Aach einer , Deale wieder herein, n Gesicht. W Lahnkiesel Perlkies Silberkies »lampt und billig «keM-W (ranke ze Hungern znänirri W Jedem uuentfitlthro ,Wle8ba4«,MckertitT.1» jeyer ie Tätigkeit migenomniefl Mio jffernung • mit istMsset । p Fleckenwasser Lr«"° <8C 3103A Dachung ^lsonen, DL,n C)oDcn' *8ei,2?«>T SsM Ä® Hr.94 Erstes Blatt ' 180. Jahrgang Mittwoch, 25. April 1950 Erschein, lSglich,anher Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Viehener Familienblätter Heimat im Bild Die Schalle m»nats:Beiugsprel$: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern rnfalge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüfie ■HtetSammelnummer2251. Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen, Postscheckkonto: Krankfurt am Main 11686. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfitütr-Vuch- und Zteindruckerel IL Lange in Stehen. Schristleitvng und Seschästrftelle: Zchulfttahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20“ , mehr. Ehefredakteur: Dr. Frredr. Mich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbgriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Gießen. Ein Franzose zum Generaldirektor der B.I.Z. gewählt. Verletzung der Parität zum Nachteil Deutschlands bei der Leitung der Bank für internationale Zahlungen. Oie führenden Manner der Delegationen. Basel, 22. QtyriL (WTB.) Der tonftituic- tenben Sitzung deSDerwaltungsratcsder Dank für internationalen Zahlungsausgleich ging eine Fühlungnahme unter den Selcga‘ionen der verschiedenen Länder voraus. Die meisten Delegationen sind bereit- am Ostermontag in Basel eingetroffen, so die deutsche Delegation unter Führung des Präsidenten der Reichsbank Dr. Luther. Der Delegation gehören weiter an Dr. Start Melchior vom Bankhaus Warburg, Generaldirektor Dr. Beu sch und Kommerzienrat Geheimrat Wilhelm F o ck e von der Reichs- dank Berlin. Die französische Delegation besteht auS dem Gouverneur der Dank von Frankreich Moreau, dem ersten stell- bertretenben Gouverneur bet Bank von Frankreich Moret, bem Präsibenten beS 6rd- dit Lyonnais, Baron Brincarb, bem Präsibenten ber Suez-Kanalgesellschaft, sowie Direk- for Pierre Quesnay, bem Stanbibaten für den 'Posten des Generalbirektvrs. Die Bereinigten Staaten finb vertreten durchWc. Gatrah, der in ber heutigen Sitzung zum Präsibenten bes Berwaltungsrates ernannt toirb, sowie Leo Fraser, ber Stellvertreter von Wc. Darrah sein, und voraussichtlich feinen Wohnsitz in Basel nehmen wirb. Die englische Delegation besteht aus dem Gouverneur ber Bank von England Wontagu 'Korman, Sir Charles Addis, bem englischen Finanzmann, ber bas Referat über bie Orga- nifationÄfragen in ber heutigen Gründungs- fitzung halten wirb, weiter H. Siepman von ber Dank von Englanb, der als Stellvertreter von Montagu Rorman zusammen mit v a n 3 e e - la n b (Belgien) bis jetzt bie Grünbungsaktion vorbereitet hat, sowie X P Fachiri, ebenfalls von ber Bank von Englanb, und Colenutt, der früher englisches Mitglied der Reparations- kommission gewesen ist. Die belgische Delegation setzt sich aus Louis Franck, bem Gouverneur der Belgischen Rattonalbank, Emile F r a n c q u i und Paul van Zeeland, dem Direktor der Belgischen Rattonalbank zusammen. Die japanische Delegation besteht aus vier Teilnehmern, nämlich Totsusaburo, Tanaka, Soito und Eonada. Da Italien das Voung-Abkommen noch nicht ratifiziert hat, Iaht es sich heute nur offiziös vertreten. Der Gouverneur der italienischen Rationalbank Stringher ist vertreten durch Professor Dr. Alberto Deneduce. Der italienischen Delegation gehören weiter an B. Azzolini und Mario Pennacchio aus Zürich. Sie Wahl des Generaldirektors. Basel, 22. April. (WTD.) Bach ber vor- bereitenben Fühlungnahme trat ber Berwal- l u n g 6 r a t ber Bank für internationale Zahlungen wrz nach 11.30 ilfjr zu einer er ft en Sitzung zusammen, bie bis wenige Minuten tot 14 Uhr dauerte. Der Vizepräsident des Organisationskomitees, der englische Delegierte Sir Charles Addis, erstattete den Bericht über die bis jetzt vollzogenen Organisationsarbeiten, die so weit gediehen sind, daß bie Dank nunmehr ihre Tätigkeit aufnehmen kann. Der Bericht wurde vom Der- loaltungsrat einstimmig genehmigt. Sodann erfolgte die einstimmige Wahl von Mac Darrah zum Präsidenten des Der- valtungsrats. Der Derwaltungsrat trat lobann in eine Aussprache über bie Wahl des Generaldirektors des neuen Instituts ein, wobei HeichSbankpräsident ör. Luther namens ber deutschen Vertretung folgende moti- vierte Erklärung ab gab: „Nachdem ber Präsident der neuen Bank, Herr Mac Garrah, einen Vorschlag für die Dahl bes Generalbirektors ber Bank gemacht hat, würbe es ber aufrichtige Dunfch ber beut- fchen Mitglieber des Verwaltungsrates fein, bem Vorschlag des präsibenten zu folgen, wir wünschen alles für uns mögliche } u tun, um ben präsibenten In ber J ü f) - ruug ber Bant z u unterstützen, wir würben es auch begrüben, wenn ber General- öirettor einstimmig gewählt werben könnte. Ls hanbelt sich indessen für uns um bie grunb- sähliche Frage bes Charakters b er Dank, womit bie Stellung Deutschlands innerhalb ber Bank unlöslich oerbunben ist. Auf bem Wege, ber zur Entstehung ber Bank geführt hat, ist ber Grundsatz ber Parität zwischen Deutschlanb als bem einzigen Schuldnerland und Frankreich als dem hauptsächlichen Gläubigerland zum deutlichen Ausdruck gekommen. Velden Ländern weisen ber Zoungplan unb bie Statuten ber Dank eine bevorzugte, aber gleichberechtigte Stellung in ber Bank zu. Gerade auf diesem Grundsatz ber Parität hat bas beutsche Volk in seiner bem Poungplan ;u- ftlmmenben Mehrheit bie Erwartung gegründet, bah bie neue Bank ein nuhbringenbes Instrument nicht nur ber Weltwirtschaft im allgemeinen, fonbem namentlich auch ber Zusammenarbeit zwischen Frankreich unb Deutsch- lanb sein würbe. wir drei deutschen Mitglieder des Verwaltungsrates geben unter keinen Umständen unsere Bemühungen auf, bie neue Bank in bem soeben genannten Sinne zu entwickeln. 3m Einklang mit ber Anschauung bes beutschen Volkes müssen wir jeboch unsere Auffasiung aussprechen bahin, bah bie Wahl bes Herrn Pierre Quesnay zum Generalbirektor dem vorerwähnten Grundsatz ber Parität nicht entsprechen würde, wir sehen uns daher zu unserem Bebauern aus ernsten unb grunbsählichen Erwägungen gezwungen, gegen bie Wahl bes Herrn Pierre Quesnay zum Generalbirektor zu stimmen." Die Sitzung wurde dann nach kurzer Besprechung weiterer Organisationsfragen abgebrochen. Mm 15 Llhr wurde die Sitzung wieder eröffnet. Kurz vor 16 Uhr wurde Direktor Q u e s n a y ins Sitzungszimmer des Berwal- tungsrates gerufen, wo ihm mitgeteilt wurde, dah er zum Generaldirektor ernannt sei. Die Wahl Quesnahs zum Generaldirektor erfolgte mit allen gegen eine Stimme. Oben links: Mac Garrah (Amerika), der Pröfidenl der B.J. Z. — Unten links: Lleon Fraser, der zweite amerikanische Vertreter, Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten. — In der Mitte: Das Savoy-Hotel in Basel, der vorläufige Sitz der V.J.Z. (Internationale Reparationsbank). — Dbeji rechts: der deutsche Hauptvertreter Reichsbankpräsident Dr. Luther. — Unten rechts: Pierre Quesnay (Frankreich) wurde zum Direktor der B. I. Z. gewählt. P1 JL Gorgen der Weltbank. Diese Zeilen wurden vor der Wahl des Generaldirektors der B. I. Z. geschrieben, haben aber jetzt nach der Wahl des Franzosen leider um fo größere Berechtigung D. Red Die Verwaltungsratsmitglieder der Weltbank find gestern in Basel zu ihrer ersten Sitzung zusammengelreten. Gründen können sie die Bank noch nicht, weil immer noch die Ratifikation Englands und Italiens nicht oorliegt, die für die Tätigkeit des Institutes die Voraussetzung bildet. Aber sie können doch wenigstens die letzten Vorbereitungen treffen und den Start des Unternehmens anbahnen, damit späterhin keine Zeit mehr verloren geht. An Themata zur Aussprache fehlt es ihnen nicht. Da sind in erster Linie die Personalien. Daß die Amerikaner die Leitung des 23er- maltungsrats in die Hände bekommen, ist nachgerade eine europäische Selbstverständlichkeit geworben, schon um die Wallstreet an der weiteren Entwicklung zu interessieren. Aber um die Besetzung des Generaldirektorpostens geht ein harter Streit, bei dem leider Deutschland in die Per- teibigung gedrängt worden ist. Die Franzosen haben eine sehr geschickte Propaganda getrieben, um Herrn Quesnay an diesen Posten zu bringen, sie haben auch bie Mehrheit der Delegierten für sich, nur Deutschland hat Einspruch erhoben, nicht um der Person, sondern um ber Sache willen. Denn die Wahl des Generaldirektors kann für die ganze Richtung, in der sich bie Weltbank entwickelt. von ausschlaggebender Bedeutung fein, hat ein Franzose die Fäden in der Hand, dann ist es ganz selbstverständlich, daß er sich nicht weit genug von seiner Nationalität absorbieren kann, um nicht diesen Riefenapparat f ü r Frankreich einzusetzen Das würde praktisch bedeuten, daß die Bank für internationale Zahlungen vom ersten Tage ab weiter nichts als eine R e - parationsbanf wird, daß sie also in ihrer Arbeitsart gegen Deutschland eingestellt wird. Unter französischer Leitung wird sie vornehmlich darauf achten, den letzten Pfennig aus Deutschland herauszupresscn. Sie würde deshalb der Absicht widersprechen, hier ein Institut zu schaffen, das im Interesse der Gläubiger und des Schuldnerstaates tätig sein soll. Wir können auch nicht sehen, daß es irgendeine Möglichkeit gibt, Deutschland Garantien — auch auf personellem Gebiet — gegen die Wahl eines Franzosen zu geben, wir fürchten, wenn Herr Quesnay wirklich das Rennen machen sollte, baß bann die neue Bank vom ersten Augenblick ab lahmgelegt wird. Sie würde es bann sehr viel schwieriger haben, die anderen Aufgaben zu lösen, die ihr obliegen. Schon die Auflegung der ersten Anleihe von dreihundert Millionen Dollar zeigt ja, daß der Enthusiasmus vom Haag verflogen ist, die Amerikaner Haden sich stark zurückgezogen: Frankreich wird fast die Hälfte des gesamten Betrages übernehmen müsien, wenn die An- le'che nicht ein Fehlschlag werden soll. Ungesichert ist auch die Anleihe-Emission. Die Bank wird also starke Widerstände äu überwinden haben, wenn sie überhaupt zu Erfolgen kommen soll, und diese Widerstände werden natürlich unter französischer Leitung noch größer sein. //Informellen Charakter." Basel, 22. April. (Eigene ERB.-Meldung.) Ucber das Ergebnis der heutigen Verhandlungen bes Verwaltungsrates der B. I Z. erfährt bie Schweizerische Depeschenagentur aus Kreisen bes Verwaltungsrates noch folgenbes: heroortzehoben werben muß, baß es sich nicht um eine offizielle ober formelle Sitzung bes Verwaltungsrates handelte da die englische unb bie italienische Regierung ben ^oungplan noch nicht ratifiziert haben, fo daß also bie Zahl ber notwendigen Ratifikationen nicht erbracht wurde. Die Richt- ratifizierung durch Italien dürfte Zusammenhängen mii ben in Paris schwedenben Derhanblungen bezüglich ber Ostreparationen. Die Beschlüsse, die der Verwaltungsrat heute faßte, haben alfo i n • o r m e II e n Charakter, werben aber, wenn >ie genügende Zahl von Ratifikationen vorliegt, pä t e r ohne weitere Diskussion genehmigt werben. Auf Vorschlag von Sir Charles Abdis wurde Mac Garrah zum Präsidenten des Derwal- tungsrates unb zugleich zu dessen Vorsitzenden vor- geschlagen, welche Wahl auch einstimmig erfolgte, worauf Mac Garrah die Verhandlungen weiter- leitete. Zu Dizevorfitzenden wurden gewählt ein Vertreter Deutschlands, Dr. Melchior und ein Vertreter Englands, Sir Charles Addis. Es kann darauf hingewiefen werden, daß es sich beim Amt des Dizevorsitzenden um ein reines Ehren- a m t handelt, da ein Vizepräsident nur im Falle der Abwesenheit Mac Garrahs die Verhandlungen zu leiten hätte, auf den Geschäftsgang der Bank aber keinen größeren Einfluß hat, als ein anderes Mitglied des Verwaltungsrates. Für die Leitung der Geschäfte und die Politik der Bank ist der verwaltungsratspräsident in erster Linie verantwortlich und hat das Redjt, durch alleinige Unterschrift die Bank zu engagieren. In den übrigen Fällen sind doppelte Unter» schriften notwendig. Zum Generaldirektor oder präziser ausgedrückt zum Generalmanager wurde Pierre Quesnay mit allen gegen die Stimmen der deutschen Delegationsmitglieder gewählt. Wenn Deutschland den Posten eines Vize- Vorsitzenden angenommen hat, so betrachtet es dies nicht etwa als irgendeine Entschädigung für die Verletzung der Parität bei der Wahl des Generaldirektors, sondern die deutsche Delegation hat die Wahl angenommen, um einem dringenden Wunsche Mac Garrahs Rechnung zu tragen. Ein wichtiger Punkt, der vom Verwaltungsrat noch behandelt wurde, betraf die Frage der weiteren Zuziehung von Zentralbau kenzur Aktienzeichnung außer den sieben Großbanken. Für diese Aktienzeichnung liegen aus verschiedenen Ländern Anmeldungen vor. Cs wurde beschlossen, die Riederländische Dank, die Schweizerische Rationalbank und die Schwedische Rotenbank zur Zeichnung einzuladen. Wie die Schweizerische Depeschenagentur in diesem Zusammenhang erfährt, kann als sicher angenommen werden, daß Professor Bachmann von der Rationalbank in der morgigen Sitzung des Berwaltungsrates der D. 3. Z. zum Mitglied des Berwaltungsrates gewählt wird. Ob noch weitere Banken hinzugezogen werden, soll in der zweiten Sitzung des Berwaltungsrates beschlossen werden. Was die Frage der Emittierung der Aktien betrifft, so werden Frankreich, Belgien, England und Italien die Aktien zur öffentlichen Zeichnung auflegen, während Deutschland die Aktien für sich behalten toirb. Japan und die Bereinigten Staaten werden die Aktien ohne öffentliche Subskription auf ein Syndikat von Banken verteilen. Die Aktienverteilung der Bank wird so erfolgen, dah 16 000 Aktien von ber Bank übernommen werben unb baß sich bie amerikanische unb bie japanische Gruppe ebenfalls je 16 000 Aktien zuteilen lassen. Die übrigen Gründungslänber werben ihre 16 000 Aktien dem Publikum zur Zeichnung vorlegen. Das Echo in der Berliner presse. Berlin, 23. April. (TU. Funkspruch.) Die Wahl des Franzosen Quesnay zum Generaldirektor 6er B. 3. Z. toirb in Deutschland mit Erbitterung ausgenommen und als eine Brüskierung empfunden. Die „D. A. Z. bezeichnet den Auftakt der D. 3. Z. als unerfreulich. Die Amerikaner würden in hohem Maße die Verantwortung dafür übernehmen müssen, ob die zukünftige Geschäftsführung der Dank einseitig werde, oder nicht. Die „Germania" sagt, die erste Sitzung habe durch die Wahl Quesnays für Deutschland bereits eine schwere Enttäuschung gebracht. Dadurch habe das neue Institut sein Ansehen und seine Autorität in Deutschland zweifellos nicht befestigt. Die „Börsen-Zeitung" schreibt, man könne nur mit Empörung und ®rbitte* r u n g von der Wahl Quesnays Kenntnis nehmen. Sie widerspreche nicht nur dem ganzen Sinn des Boungplans, der doch eine „wirtschaftliche" und keine politische Reuregelung der Reparationsfrage bringen sollte, sie bedeute auch einen schweren Affront Deutschlands, über dessen gute Gründe man sich in Basel achselzuckend hinweggesetzt habe. Der „Dörsen-Courier" bedauert diese Entscheidung, die man als ein ungünstiges Omen für die internationale Zusammenarbeit in der Dank ansehen müsse. Die „Deutsche Tageszeitung" sagt, die Wahl Quesnays bedeute einen Schlag nicht nut gegen Deutschland, sondern auch gegen alle diejenigen, die in der zukünftigen Dank für Internationale Zahlungen noch so etwas wie ein Instrument rein sachlicher und auf internationalen Ausgleich bedachter Reparationspolitik hätten erblicken wollen. Rach dem „T a g“ ist bie Wahl Quesnays nur ein Beweis dafür, baß bie Haager Abmachungen ein politisches Instrument seien und die „Bank für den internationalen Zahlungsausgleich" nur ein kaufmännischer Ersatz für den Reparationsagenten sei, in dem bisher das deutsche Bolk seinen Fronvogt sah. Aus Dr. Luthers Worten klinge sehr stark die Enttäuschung über diese neue Demaskierung der politischen Absichten unserer Tributgläubiger. Die „Deutsche Zeitung" sagt, Deutschland habe seine erste Riederlage bei der Tributbank erlitten. Der „Vorwärts" meint, die Abstimmung des Berwaltungsrates zeige von neuem, daß Deutschland schon bei seinem bisherigen Widerstand gegen den auch von den neutralen Staaten einstimmig gewünschten Generaldirektor Quesnay schlecht beraten gewesen sei. Ein Festbankett als Gruß der Schweiz. Hoffnungen und Wünsche der schweizer Regierung. Basel, 23. April. (WTD. Funkspruch.) Aus Anlaß der ersten Sitzung des Verwaltungsrats bet B. I. Z. veranstaltete ber Regierung s r a t bes Kantons Basel Stabt gestern abend ein offizielles Bankett. Unter ben Anwesenben bemerkte man Bundesrat Motta, den Präsidenten des Verwaltungsrats der B. I. Z. Mac Garrah, sowie sämtliche in Basel anwesenden Mitglieder des Verwaltungsrates, die Mitglieder der verschiedenen Delegationen des in Basel anwesenden Konsulatskorps usw. Aamens der Regierung des Kantons Basel-Stadt entbot Regierungspräsident Dr. X Brenner den Gruß der Baseler städtischen Behörden. Sodann ergriff der Präsident des Verwaltungs- rats der D. 3. Z. Mac Garrah das Wort, um in seinem Namen und im Namen der übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats für die Begrüßung zu danken. Er wies auf die Bedeutung Basels als Berkehrspunkt hin. und gab der Hoffnung Ausdruck, daß zwischen den Behörden der Stadt und der Bankleitung beste Beziehungen gedeihen mögen. Bundesrdt Motta betonte, daß die Schweiz stolz und glücklich sei, als Sih einer Bank gewählt worden zu sein, die in der Geschichte der Welt ihresgleichen nicht habe. Die Schweiz habe die Wahl zum Sitz der Bank nicht allein ihrer geographischen Lage in Europa zu verdanken, sondern insbesondere ihrer durch die Jahrhunderte hindurch gepflegten Neutralitätspolitik. Bundesrat und Parlament seien mit dem Volk einig darin, daß in dem neugeschaffenen Institut ein wirksames Mittel für die Entwicklung der Iriedensbestrebungen zu erblicken sei und dah die Bank mit ihren Bestrebungen ein neues Moment für die Schaffung einer wirtschaftlichen Verständigung bedeute. Als letzter Nedner sprach noch der Präsident des Direktoriums der schweizerischen Nationalbank, Professor Bachmann, der in seinen Ausführungen gewisse Befürchtungen, als ob die Bank eine gewisse Gefährdung für die schweizerische Währung bringen könnte, zerstreute. Sämtlichen Teilnehmern wurde zum Andenken an den Tag der Eröffnungssitzung der D. 3. Z. eine vom Kanton Bafel-Stadt gestiftete bronzene Gedenkmünze überreicht. Die kommunistische Mordtat in Leipzig. Leipzig, 22. April. (DTB.) Für die Ermittelung der Täter, die die beiden Polizeibeamten im Verlaufe der Kundgebung der kommunistischen Jugend in Leipzig getötet haben, haben die Staotsanwaltschnft und das Polizeipräsidium von Leipzig die Belohnungen von je 500 Mk., zusammen also 1000 Mk. unter Ausschluß des Rechtsweges ausgesetzt. -Zu den Vorkommnissen teilt das Polizeipräsidium u. a. mit: Der Vorwurf, es sei während des kommunistischen 3ugendtages zu wenig Polizei ausgeboten und nicht scharf genug zugegrisfen worden, sei durchaus unbegründet. Das Polizeipräsidium habe sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Bereitschaften oufgeboten und zum Einsatz berei gestellt. Ferner hätte das Ministerium des 3nnern auf Ersuchen des Leipziger Polizeipräsidiums noch in zwei auswärtigen Standorten, nämlich Chemnitz und Zwickau, für Leipzig Kräfte bereitgehalten. Nach einmütiger Auffassung der leitenden Offiziere der Schutzpolizei hätten diese Kräfte vollkommen genügt. Es sei den Offizieren nicht einmal nötig erschienen, die auswärtigen Verstärkungen anzufordern. 3m Befinden des anschwerenRückgrat- verletzungen im Krankenhaus darnieder- liegenden Polizeioberwachtmeisters K o l be ist eine , Aenderung nicht eingetreten. Die Personalien des am Sonntag erschossenen Demonstranten konnten immer noch nicht festgestellt werden. Er hat einen Brustschuß erhalten, der seinen sofortigen Tod herbeiführte. Man nimmt an, daß es sich um einen auswärtigen Teilnehmer am Kommunistischen 3u- gendtag handelt. Nach dem Sektionsbefund haben Polizeihauptmann Galle und Polizeioberwachtmeister Karte neben schweren Kopfverlehun- gen auch durch ein Dolchmesser Stiche in den Nücken erhalten, die den Tod herbeiführten. Verhaftungen. Berlin, 22. April. (CNB. Eigene Meldung.) Wie der Lokalanzeiger" aus Leipzig meldet, wurden dort heute morgen mehrere Personen fe st genommen. Gegen sieben Kommunisten ist Haftbefehl erlassen. Bel einem der Verhafteten wurde der Säbel des getöteten P o l i z e i h a u p t m a n n s gefunden. ^uf Veranlassung der Leipziger Polizei ist lv-ut ^Vorwärts" in Dessau der 3ugendkommu- nlst Gerhardt Weihner verhaftet worden, weil er in dringendem Verdacht steht, an den Leipziger Bluttaten beteiligt gewesen zu sein. Dem gleichen Blatt zufolge wurden die Dresdener Teilnehmer an der kommunistischen Zugenddemonstration in Leipzig bei ihrer Rückkunft nach Dresden polizeilich, durchsucht. Ein Teil der Kommunisten hatte Dolche bei sich, die ihnen abgenommen wurden. 14 Personen wurden fe st genommen. München, 22. April. (WTB.) Anläßlich der Zusammenstöße in Leipzig wurden die auf einem Lastkraftwagen zurückkehrenden Münchener Teilnehmer an dem 5. Reichsjugendtog des kommunistischen 3ugendverbandes heute früh V23 Ahr in Freimann vor München gestellt und zur Pollzeidirektion gebracht. Dort wurden 20 Fest- genommene einer Durchsuchung nach Waffen und einer eingehenden Vernehmung unterzogen. Bei einem Festgenommenen wurde ein Dolch und em blutbeflecktes Taschentuch gefunden. Er wird unter dem Verdacht der Teil- dem Aufruhr in Leipzig dem Amts- gericht München übergeben werden. Die übrigen Zatzrtteilnehmer wurden nach ihrem Verhör wie- oer entlassen. -Unter den Festgenommenen befan- ton ,'uh zwei Schüler dxr achten Volks- schulklasse Münchener Schulen, ferner zwei F o r t b i l d u n g s s ch ü l e r, sowie vier weitere Zugendliche. Em anderer Wagen mit Münchener -Teilnehmern war schon in Nürnberg gestellt und untersucht wordpn. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist! Auf Grund des Ar- ^^"?^.?^verfassung sind von ab bis auf weiteres alle Versamm- M o 9 c unter freiem Himmel k ®ta2)t5eblet Leipzig verboten Zu- ^rbot werden mit emer Geldstrafe bis 150 Reichsmark oder Haft £ l4 ^engeahndet, soweit nicht nach den Strafgesetzen höhere Strafen am Platze sind. Interpellationen. r Leipzig, 22.April. (WTB.) Wie wir erfahren volksparteiliche Abgeordnete Winkler iLeipzig) «m Zusammenhang mit den Ereignissen während der Osterfeiertage in Leipzig eine A n - frage im Sächsischen Landtag an b t e Negierung gerichtet, .in der die Regierung gefragt wird, was sie zu tun gedenke, um eine Wiederholung solcher Vorkommnisse, durch die die Sicherheit und das Leben der Einwohnerschaft, vor allem aber auch der diensttuenden Polizeibeamten in Gefahr komme, unter allen Umständen zu unterbinden. Auch General a. D. Kallen, der deutsch- nationale Landtagsabgeordnete für Leipzig, hat im Sächsischen Landtag wegen der Vorfälle interpelliert und in einer Kleinen Anfrage die Abberufung des sozialdemokratischen Leipziger Polizeipräsidenten F l e i ß n e r gefordert. Die Anordnungen Fleih- ners seien vollkommen unzulänglich und der Schuh für die Einwohnerschaft, wie auch die Sicherheit der Polizeibeamten im Straßendienst nicht genügend gewährleistet gewesen. 3m Stodtver- ordnetenkollegium hat ferner der Deutschnationale Börner gleichfalls die Entfernung Fleißners gefordert. Das Urteil in dem Wormser Krawallprozeß. WSN. D a r m st a d t, 22. April. 3n dem Prozeß wegen der Wormser LInruhen erfolgte heute vormittag — wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon kurz berichteten. D. Red. — die LI r t e i l s v e r k ü n d u n g. Freigesprochen wurden die Angeklagten Fries, Gräf, Rossi, Bernhard Wiehler, Haber- mehl und Zimmermann. Habermehls und Rossis Freisprechung erfolgte mangels Beweises. Der Antrag der Verteidigung, Rossi für unrecht erlittene Haft eine größere Entschädigung zu zahlen, wurde abgelehnt. Bernhard Wiehler ist überführt, 20 bis 40 Leute zum Widerstand gegen die Polizei aufgehetzt zu haben, aber er mußte wegen mangelnder Zurechnungsfähigkeit freigesprochen werden. Verurteilt wurden der Angellagte preußischer Landtagsabgeordneter Oskar Müller wegen Aufforderung zu der verbotenen Marktversammlung und wegen Aufforderung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt zu insgesamt einem 3ahr drei Monaten Gefängnis, der Angeklagte Stadtverordneter Haas wegen Aufforderung zu der verbotenen Versammlung in einem Falle zu neun Monaten Gefäng- n i s. Die Angeklagten Beierbach, Fay und Lens wurden zu je sieben Monaten und Leinhaas zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie sich der Staatsgewalt widersetzten. Der Angeklagte Tarraschewski erhielt wegen öffentlicher Aufforderung zum Widerstand und Widersetzlichkeit gegen die Staatsgewalt insgesamt ein 3 a h r Gefängnis. Wegen Beteiligung an Zusammenrottung wurden verurteilt Dehoff zu sieben Monaten, Schneider zu sechs Monaten, Wilhelm Wiehler in Anbetracht seiner erheblichen Vorstrafen zu neun Monaten, 3eck und Myll zu sechs Monaten Gefängnis. Myll, der in der Haupt- verhandlung einen ruhigen Eindruck gemacht hatte, konnte nicht widerlegt werden, daß er feine Hände erhoben hatte, um sich zu schützen. Der Angeklagte Neubauer erhielt wegen einfachen Widerstandes drei Wochen Gefängnis; Beteiligung an Zusammenrottung war ihm nicht nachzuweisen. Das Verfahren gegen den 16jährigen Kayser wurde dem 3ugendgericht überwiesen. Allen Verurteilten wurde die Unter» suchungshaft angerechnet. Die Kosten des Ver- fahrens fallen teils der Staatskasse, teils den Angeklagten zur Last. Die Zrandkalaflrophe in Columbus. 317 Todesopfer. — Oie Ltnteruchung ist eingeleiket. (Kolumbus (Ohio), 23. April. (2DIB. Funk- spruch. Reuter.) Wie ergänzend gemeldet wird, befinden sich unter den Toten der Brandkatastrophe im hiesigen Zuchthaus mehr als 2 0 Mörder, die ZU lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt waren. Rach den letzten Feststellungen sind bei dem Brande 317 Personen ums Leben gekommen. 3n den Ruinen des vom Feuer zerstörten Zellenblocks flammte gestern früh abermals ein Brand auf, konnte jedoch alsbald gelöscht werden. Beinahe alle Opfer hatten lange Freiheitsstrafen zu verbüßen, größtenteils wegen Raubes oder Einbruchs. Die Strafanstalt war genau vor 100 Jahren erbaut worden. Während bereits eine Kommission des Staates Ohio hier eingetroffen ist, um festzu- stcllen, wie das Feuer entstanden ist, und warum die Gefangenen nicht rechtzeitig aus ihren Zellen gelassen wurden, haben sich die Vnndesbehörden in Washington angesichts der allgemeinen Entrüstung über die Katastrophe veranlaßt gesehen, ebenfalls eine Unlersuchungskom- mission an Ort und Stelle zu entsenden. Zeugen erklären, anscheinend sei den Schließern des oberen Zellenblocks erst dann klar zum Bewußtsein gekommen, daß Gefahr für das Leben der Gefangenen bestand, als zahlreiche Sträflinge vom Rauch erstickt in ihren Zellen zu- sammenbrachen. Ein Wärter, der sich angeblich geweigert haben soll, hilfeleistenden Sträflingen, als sie zu den Zellen in dem brennenden Gebäudeteil Vordringen wollten, die Zellenschlüfsel auszuhändigen, ist bereits vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Das Deffncn der Zellenturen durch die Schließer hat anscheinend erst begonnen, nach- dem die Feuerwehr in das Gebäude hereingelassen worden war. Die Feuerwehr ist übrigens auf dem Gefängnishof von einigen Sträflingen angegriffen worden, die versuchten, den von der Feuerwehr mitgeführten Betriebsstofstank in Brand zu setzen. Ueber die Schreckensszenen beim Brande werden noch folgende Einzelheiten gemeldet.- Sträflinge rüsteten sich mit Seilen, Aexten und Hämmern aus und beteiligten sich heldenmütig an dem Rettungswerk inmitten des Flammenmeeres. Wie Augenzeugen berichten, warf beispielsweise ein strafgefangener Neger ein Seil in das Zellenfenster eines hilferufenden Sträflings, kletterte an dem Seil hin- auf und zertrümmerte die Eisentür. Eine der grauen- Haftesten Einzelphasen bei dem Brande war die, wie eine Gruppe von 60 Strafgefangenen des oberen Stockwerks schreiend in den Flammen Unikum, während die Wärter verzweifelte Befreiungs- versuche machten. Schluß der Londoner Nollenkonserenz. Schöne Worte zum Abschluß. — Eine neue Konferenz im Jahre 1935. London, 22. April. (WTB.) 3m Gegensatz Sur Eröffnung der Konferenz vor drei Monaten, die im dichtesten Londoner Nebel erfolgte, strömte heute Heller Sonnenschein durch die Fenster des berühmten Queen-Anne-Salons im St. Farnes- Palast. Die Schlußsitzung der Flottenkon« ferenz machte einen sehr feierlichen Eindruck. Alle Delegierten erschienen im Gehrock und.int Zylmder. Als erster traf Maedonald ein Wohl zum ersten Male in ihrer Geschichte sahen die Staatsgemächer des St. 3ames-Palastes Vorkehrungen zur Aufnahme von Lichtbildern und Sprechfilmen. Pünktlich um 10.30 ilfjr erhob sich Macdonald. Er verkündete, daß die nächste Flottenkonferenz im 3ahre 1935 stattfinden werde, außer, wenn besonders glückliche Ereignisse eintreten, die sie nicht notwendig machen. Er erklärte weiter: Die Delegationshäupter haben erwogen, welches der p a s s e n d st e Titel sein könnte, unter dem die Konferenz bekannt fein soll. 3ch mache den Vorschlag, daß sie bekannt sein soll unter dem Namen „Londoner Flottenkonferenz" und „Vertrag vom Fahre 1 930". Die Konferenz stimmte dem zu. Macdonald sagte weiter: Wir sind so weit gegangen, wie w i r augenblicklich gehen konnten, und wir sind zusammengekommen, um unsere Punkte, in denen wir Liebereinstimmung erzielt haben, zusammenzustellen und sie in einem Vertrag niederzulegen. verglichen mit Washington ober Genf sind wir weit fortgeschritten, verglichen mit unseren Wünschen, sind wir noch im Rückstand. Dies ist nur eine weitere Phase, und die Arbeit wird fortgesetzt werden müssen. Wir werden die Probleme in Angriff nehmen, die sich bisher nicht lösen liehen. Wir müssen uns jedoch zu dem Erreichten beglückwünschen, weil immer und immer wieder irgendein falsches Wort eine Lage hätte erzeugen können, die nicht leicht zu beschwichtigen ist. Wir trennen uns heute in einem Geiste aktiven Wohlwollens und wir wollen alle Mittel benutzen, um einen "Ä^ächtevertrag zur Wirklichkeit zu machen. Nach Macdonald ergriff Stimson ba^ Wort, um u. a. zu erklären: Der Vertrag Ie0t unsere Flottenbeziehungen zu dem Driti- lcyen -Reich auf gerechter, dauerhafter Grundlage fest und stellt mit unseren japanischen Nachbarn Beziehurigen her, die eine wachsende Freund- fQaft mit diesem großen Lande, das wir als ^uhe und des Fortschritts in Ä verbürgt. Erfreulicherweise fcöen Frankreich und 3ta(ien ihre Verhandlungen fort in der Hoffnung, ein Fünfmächteabkommen über die Einschränkung der Flottenrüstungen herzustellen. Amerika glaubt, -baß bic Rüstungsbegrenzung durch gegenseitige Vereinbarung bie wirksamste Methobe ist, um bas Vertrauen ber Rationen auf ben gegenseitigen Friedenswillen zu stärken. Die Flottenbeschrankung ist ber beste Grab- messer bes Glaubens ber weit an bie Möglichkeit einer Regelung ber internationalen Fragen burch friebliche Mittel. Hierauf erhob sich Briand zu seiner Rede. Er erklärte u. a.: „Als die französische Delegation die Einladung zur Teilnahme an der Konferenz annahm, verstand sie vollauf die Schwierigkeit des Versuches, der einen Schritt vorwärts zur Organisierung des Weltfriedens bedeutete. Die gesamte Politik Frankreichs ist eine unaufhörliche Anstrengung in Richtung auf dieses 3ieL Wegen dieses Llmstandes ist Frankreich zuerst gezwungen gewesen, die Bedingungen zu wiederholen, die erfüllt sein müssen, um eine Lösung solcher großen Probleme zu erzielen, wie die Organisation der internationalen Sicherheit." Briand erklärte weiter, Frankreich sei den Fdeen treu geblieben, die stets seine friedlichen Handlungen geleitet hätten, insbesondere denen der Verbindung der Arbeit der Konferenz und derjenigen der Genfer vorbereitenden Kommission, die von neuem den Grundsatz der gegenseitigen Abhängigkeit der Rüstungen hervortreten lasse. Trotz des zeitweiligen Rückschlages in Genf in der rationellen Organisation der Sicherheit und feiner schweren militärischen Verantwortlichkeiten in verschiedenen Ueberseegebieten t)abe Frankreich nicht gezögert, vor dem Abschluß einer allgemeinen Konvention seine Rüstungen soweit zu Derminbern, als es für vereinbar mit feiner eigenen Sicherheit und den Notwendigkeiten einer internationalen Verpflichtungen erachtete. Die französische Delegation habe ben eifrigen Wunsch gezeigt, mittels einer wirksamen Verbesserung der internationalen Sicherheit jede Möglichkeit einer vernünftigen Vereinbarung zur allgemeinen Ver- rmnberung ber Flottenrüstungen zu finden. Briand fuhr fort: Wir sind auf zeitweilige Schwierigkeiten gesto- ßen, die uns nicht gestatteten, sofort eine so große Lösung zu erzielen, als wir vielleicht gewünscht hätten. Aber wenigstens haben wir loyal in ben Anstrengungen in Richtung einer teilweisen Regelung zusammengewirkt. die nicht unterschätzt werden darf. Briand sprach fein tiefes Bedauern darüber aus. Laß der Dreimächtevertrag feine größere Ausdehnung gefunden habe. Die fratw zösische Regierung werde jedoch alle Anstrengung gen unternehmen, um die letzten Schwierigkeiten zu überwinden. Sie könne nicht daran glauben, daß zwei große befreundete Nationen nicht in der Lage seien, ein freundschaftliches Abkommen zu treffen. Oer italienische Delegierte Sirianni erklärte, die faszistische Auffassung deS Problems habe stets die Herabsetzung der Rüstungen auf den niedrigst möglichen Stand befürwortet. Italien wolle nur rein defensive Rüstungen. Ftalien sehe mit Vergnügen dem Augenblick entgegen, an dem die Verhandlungen mit dem befreundeten Nachbarland mit dem festen Willen zum Erfolg wieder ausgenommen werden, um zu einem bai Dreimächtepakt ergänzenden Abkommen zu führen. Oie Unterzeichnung. Llm 12.40 Llhr wurde der Vertrag von ben Delegierten unterzeichnet. Anschlag ans den württembergischen Zustizminister. Stuttgart, 22. April. (WTB.) Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Der württembergische Ju- stlzminister Dr. Beyer le wurde heute zwischen 17 und 18 Uhr in feinem Arbeitszimmer von dem 45 Jahre alten verheirateten Händler Karl S t ä n g» (e r aus Stuttgart, den er wegen eines Gnadengesuches für die in der Strafanstalt befindliche Frau Stängler empfangen hatte, mit einem Stiletmeffer an gefallen und bei ber Abwehr an der linken Hand verletzt. Nach den bisherigen Feststellungen ist die Verletzung glücklicherweise nicht gefährlich. Der Minister wird sich aber voraussichtlich einige Zeit Schonung auferlegen müssen. Auch der zu Hilfe eilende Ministerialhausinspek- tor Hägele wurde an der Hand leicht verletzt. Der Täter konnte entFo nun e n. Die Polizei hat sofort die notwendigen Schritte zur Ergreifung des Täters eingeleitet. Aus aller Welt. "Graf Zeppelins" Rheinfahrt. WSN. Bonn, 22. April. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" landete um 13.25 Llhr unter dem Fubel von Zehntaufenden von Zuschauern und dem Gesang des Deutschlandliede- auf dem Flugplatz Hangelar. Nach etwa eindreiviertelstündigem Aufenthalt trat „Graf Zeppelin" die Rückfahrt an, überflog 15.45 Llhr Andernach, Neuwied und das Neuwiedcr Decken und steuerte dann in Richtung Koblenz weiter. Llm 4.10 Llhr berührte das Luftschiff das Dinger Loch, zog eine Schleife über der Stadt Dingen und nahm 4.15 Llhr Kurs auf ' Worms. Llm 5 Llhr wurde Dad Dürkheim überflogen, 5.10 Llhr Neustadt a. d. Haardt. Fn südlicher Richtung flog das Luftschiff die Haardt entlang auf Landau und erreichte 5.30 Llhr Karlsruhe. Llm 19.45 Llhr ist „Graf Zeppelin" nach seiner gut verlaufenen Rheinfahrt in Friedrichshafen glatt gelandet. Schneebruch im Schwarzwald. Karlsruhe, 22. April. Im nördlichen Schwarzwald sind Zehntausende von Fe st meter Baumbestand dem Schnee- bruch zum Opfer gefallen. Der Baumschaden wird nach Blättermeldungen auf mehrere Millionen Mark geschätzt. Die Höhenkurorte waren lange Zeit infolge Zerstörung der Drahtverbindung von ber llmmelt abgeschnitten. Die älteste Frau Schwebens verbrannt. Stockholm, 22.April. Bei dem Brande eines Bauernhofes in Jämtland in Schwe- den kam die Besitzerin, die 101Jahre alte Frau Maris Perfson, in den Flammen u m. Ihre 80jährige Tochter konnte sich retten. Die Verunglückte war die älteste Frau Schwedens. Oie Wetterlage. Dienstaa, ■Uaf Hamog.SM'f- . © BeFÜrr —± 5cil$$ Aberdeen- ----—fr ——Jan Mayen. Nor3<%. ...... _ V O wotXemos O neue/. OnaiD bcdecKt, ® wolkig, ch Gedeckt • Reger* * Schnee graupeln, e Nebel Köewit'.er,(g) windstille. «O-. sehe (eichte- Ost £ massiger Südsüdwest q stürmische' Nordwest die Piene fliegen mit dem winde. Die oei den Stationen stenenoen Zahlen geben die Temperatur an. Die Limen Verbinden Orte mit gleichet* tut Meeresniveau umaerechneteo Luftdruck / Wettervoraussage. Der hohe Druck hat über ganz Deutschland eine Beruhigung der Wetterlage verursacht. Die Besse- rlIIJ8.^ nu.r vorübergehend, denn die neue südwestliche Storung verursacht bereits Barorncterfall, und mit dem Drehen der Winde auf Süden setzt Temperaturanstieg ein. Die subtropische Warmluft, welche m Begleitung des neuen Fallgebietes weiter zur weiteren Erwärmung. Zxibet fmbet wieder Eintrübung statt. Das bereit» über betn Äanal und Frankreich liegende Regen- ^trb uns erneute Niederschläge bringen. „ e 11 e r o orausfagc für Donnerstag: Warmer, Bewölkungszunahme ynb NiederfchlsA, & der ? 4 - E «mtn fl & s Ls? Hklich rjd 5 ärgert W fev M: warum Er !* ^"'Augenblick l iit Das ma Ä witterte., ft li Mi Idt™ ft in eM" <£& sand ihn X| Da kam f« M heucheltet Mock - Lchn u M auch em fe» >ntn wir>. flj si Io eUvaS als •£) Augen : des Deutschlandliedes I e I a r. Mündigem MmMt Rückfahrt an, über- ch, Aeuwied und da« ucrte bann in Dichtung 10 Uhr berührte dai . zog eine Schleife über hm 4.15 Uhr KurS aus wurde 2ad Dürkheim iftabt a.d. Haardt 3n s Luftschiff die Haarbl reichte 5.30 Uhr Äa:ls> „Graf Zeppelin" nach Wahrt in Fried- ihcf. chwarMd. .. M WtMtn ehntaufende von tand dem Tchnc»- Der Baumschaden wird mehrere Millionen Mar! urorte waren lange r Drahtverbindung von ritten. medenr verbranol. Sei dem Brande in Umtland in Schm- e 1013ahre alle finden Flamme e konnte sich retten. T>e e Frau Schwedens. Aus dem Darmstädter Stadtrai. WSD. Darmstadt, 17. April. In btt gestern abend bis 11 Uhr bauernden Sitzung de-s Stadtrats wurde u. a. die Errichtung von 90 Wohnungen zur Unterbringung von Exmittierten beschlossen. Die Baukosten betragen etwa 400 000 Mk. Außerdem genehmigte der Stadtrat die von volks- parteilicher Seite beantragte Einführung von Mietberechtigungskarten. In Zukunft können sich danach Wohnungssuchende selbst Wohnungen suchen und bei Llebereinstimmung mit dem Vermieter abschließen, während das Wohnungsamt nur noch die Genehmigung zu erteilen hat Dadurch wird der oft genug zu Reibungen führende Apparat des Wohnungsamtes zum großen Teil ausgeschaltet und kann ein» gespart werden. Annahme sand ferner ein An- dürften, wenn sich die Notwendigkeit dafür ergeben sollte. Außerdem haben die Münzstätten den Auftrag bekommen, noch einmal 50 Millionen Kupferpfennige herzustellen, die ebenfalls bei Bedarf in Umlauf gebracht werden sollen. Mit der Fertigstellung dieses Geldes ist in Kürze zu rechnen. ** Deutscher Verband für psychische Hygiene. Man schreibt uns: Der 1. internationale Kongreß für psychische Hygiene findet vom 5. bis 10. Mai in Washington statt. Von dem Programm-Komitee sind zu Referaten oder zur Diskussion, zum Teil zu beiden, aus Deutschland folgende Mitglieder des Vorstandes des deutschen Verbandes für psychische Hygiene auf gefordert: Sommer (Gießen), Wehgandt (Hamburg), Roemer (Jllenau), Kolb (Erlangen«, Simon (Gütersloh); im übrigen u. W. Rüdin (München), ‘Birnbaum (Berlin), Frede (Weimar). Mitglieder des internationalen Organisations- Komitees sind die Herren Sommer, Wehgandt und Roemer, die auch vom Auswärtigen Amt im Einverständnis mit dem Reichs- Ministerium des Innern als Deutsche Delegation unter Führung des Geheimrats Prof. Dr. Sommer benannt sind. Letzterer gehört auch dem Europäischen Vierer-Komitee, zusammen mit Toulouse und Genil-Perrin in Paris, sowie Leh in Brüssel an. In dem Organisations-Komitee des Kongresses sind 30 Länder aus sämtlichen Erdteilen vertreten. Das Programm umfaßt 45 Referate aus dem Gebiet der erweiterten Psychiatrie und psychischen Hygiene unter Berücksichtigung der Dachbargebiete (Erziehungs- und Gefäirgnis- wesen usw.). Die vom Deutschen Verband für psychische Hygiene veranstaltete Studienfahrt mit der Hapag, die am 23. April in Hamburg beginnt und am 26. Mai endet, ist zustande gekommen Es ist also eine beträchtliche Beteiligung ten von der Freiwilligen SanitätSkolonne vom Roten Kreuz in Gießen nach der Ehirurgischen Klinik verbracht werden. Der andere Junge wurde mit Arm- und Gesichtsverlehungen nach seiner Wohnung in Wieseck überführt. Worauf der Unfall zuruckzuführen ist, muh erst die Untersuchung ergeben. ** Vom Tode des Ertrinken« gerettet. Gestern vormittag spielte daS vierjährige Söhnchen des Gustav G e l i tz e r von Klein-Linden mit einigen Altersgenossen bei dem unterhalb des Ortes gelegenen Dleichweiher, welcher mit einer Umfassungsmauer und vier Treppenzugängen versehen ist und zur Zeit einen Wasserst and von über drei Meter zu verzeichnen hat. Das Kind wurde von einem seiner Spiel- genoffen in den Dleichweiher gestoßen, konnte sich aber durch sein Gezappel annähernd 10 Minuten über Wasser halten, bis ihm Hilfe zuteil wurde. Der als Wassersportmann bekannte Eisenbahnsekretär Hof, der sich glücklicherweise auf dem Wege nach der Bleiche befand, formte daS Kind im letzten Moment vom Tode des Sr- trinkens retten. Die Tat des Herrn Hof ist um so höher anzuerkennen, als dieser schon im 60. Lebensjahre steht und sich zur Hilfeleistung auS- kleiden muhte, was bei der herrschenden Witterung und der Temperatur des Wassers eine Gefahr für feine eigene Gesundheit bedeutete. K N, L M alle OfT* haju i. wieder « Jn iu Mnutig. ^rtraa^ net. btn Gerau wünscht und die sofortige Inangriffnahme der Arbeiten fordert. Die heftig um* kämpfte Frage einer Tariferhöhung der Straßenbahn wurde zurückgestellt. Schließlich setzte sich der Oberbürgermeister Mueller noch mit einem offenen Bries deS nationalsozialistischen Stadtrats Schneidern, auseinander, der schwere Vorwürfe wegen der Haltung von Bürgermeister R i h e r t und der Stadt» *• Brandversicherungsentschädigungen nicht mehr steuerpflichtig. In den von Bücherrevisor Hermann Will zu Gießen herausgegebenen ^Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Dr. 8) lesen wir folgendes: Der Reichsfinanzhof hat nun endlich in der Frage der Drandversicherungsentschädigung die von der Wirttchaft schon immer gewünschte Schwenkung vollzogen und in zwei Entscheidungen vorn 2. April 1930 (VIA 231 z30 und VIA 514-30) sich auf den Standpunkt gestellt, daß der Steuerpflichtige berechtigt sei, das wieder aufgebaute Gebäude mit demselben Werte in die Bilanz einzusehen, wie das abgebrannte Gebäude zu Buche stand, selbst wenn der Buchwert des abgebrannten Gebäudes niedriger war, als der gemeine Wert, so daß also stille Reserven darin lagen. Es liege keine Realisierung stiller Reserven vor. Ebenso sei auch nicht ein steuerlich faßbarer Gewinn gegeben, wenn der Steuerpflichtige einen Gegenstand des Betriebsvermögens gegen einen anderen umtauscht und für den gleichen Detriebszweck verwendet. •* Der Kupfergeldumlauf wird oer- g r ö ß e r t. Die durch die neuen Steuererhöhungen notwendig werdende schärfere Preiskalkulierung, die bereits durch den Beschluß der Wiedereinführung der Pfennigrechnung durch zahlreiche Brauerorgani* sationen zum Ausdruck kommt, wird aller Voraussicht nach auch den Pfennig wieder zu seinem alten Rechte verhelfen. Infolgedessen dürfte mit einem erhöhten Umlauf von Kupfergeld zu rechnen fein. Die Reichsbank hat deshalb bereits umfangreiche Dor- kehrungen getroffen, um der erhöhten Nachfrage nach 1- und 2-Pfennigflücken gewachsen zu sein. Augenblicklich befinden sich in den Depots der Reichs* bank noch ungefähr 100 Millionen 2*Pfennigftücke, die unverzüglich in den Verkehr gebracht werden ,dr^ x iu> » DenwulL ncue i Wi ÄS--; , *' ®'i einem TUI,“."«66' ber 2b. 9lad) den bis. wird sich Qber mu|. e Ministerialhousinfprk. ^nd ieichi otrleßl. t n. Die Polizei hat |0, k 8ur Ergreifung bei a) bei den Werbungskosten und Sonderleistungen der Arbeitnehmer nachweift, daß die Werbungskosten und Sonderleistungen zusammen den Betrag von monatlich 40 Mark übersteigen, b) bei dem steuerfreien Lohnbettag die Voraus* setzungen für die Anwendung des § 56 EStG, gegeben sind. a) Erhöhung des Paufchfahes für Werbungskosten und Sonderleistungen. Macht der Arbeitnehmer geltend, daß seine Werbungskosten (notwendige Ausgaben durch Fahtten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Aufwendungen für Werkzeuge und Berufskleidung) und seine Sonderleistungen (Beiträge zur Kranken-, Unfall-, Angestellten*, Invaliden- und Erwerbslosenversicherung, Beiträge zu Witwen-, Waisen-, Pensions- und Sterbekassen, Lebensversicherungsprämien, Ausgaben für die Fortbildung in seinem Beruf, Kirchensteuern, Beiträge zu öffentlich-rechtlichen Berufs* und Wirtschaftsoertretungen usw.) zusammen mehr der Unterstützungsberechtigte völlig ohne jedes Einkommen und Vermögen ist. c) Krankheit usw. Hier muß grundsätzlich davon ausgegangen werden, daß in jeder Familie Krankheitsfälle Vorkommen, und daß ein Teil des Einkommens hierfür aufgewendet wird. Nur außergewöhnliche Erkran- tungen, welche besondere Aufwendungen erforbern und eine außerordentliche Belastung darstellen, tonnen Berücksichtigung finden. Soweit Ersatz durch Kassen ober burch Notstandsbeihilfen usw. geleistet wirb, ist eine Erhöhung des steuerfreien Lohnde- träges ausgeschlossen. d) Verschuldung. Nicht die Verschuldung als solche kann einen Erhöhungsantrag begründen, sondern vielmehr die Beeinträchtigung des Einkommens, die sich aus der Verzinsung und der Rückzahlung der Schulden ergibt. Die Aufnahme der Schuld selbst reicht nicht aus. Schulden, welche aufgemenbet werben, um Vermögensgegenstänbe zu erwerben, sinb keine solche, welche bic Anwendung des § 56 EStG, recht- fertigen können, ebensowenig Spielschulden. II. Unter der Voraussetzung, daß eine außergewöhnliche Belastung gegeben ist und anerkannt wird, kann eine Erhöhung des steuerfreien Lohnbetrages nur dann erfolgen, wenn diese außergewöhnliche Belastung die Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit ist nach §29 Absatz 2 der Durchführungsbestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn nur dann gegeben, wenn bei einem Arbeitnehmer besondere wirtschaftliche Verhältnisse vorliegen, die ihn schwerer belasten, als Arbeitnehmer mit gleichen Einkommens- unb Vermögensverhältnissen unb gleichen Familienstand im allgemeinen. Der Reichsfinanzhof hat hierzu ausgeführt, daß es verschieden zu beurteilen ist, je nachdem eine Ausgabe unter starkem Zwang erfolgt, ober ob sie mehr freiwillig ist, und verlangt, baß bei Aufwendungen, die mehr ober weniger nicht zwangsläufig sinb, dem Steuerpflichtigen zunächst eine besondere Einschränkung seiner persönlichen Bedürfnisse zugemutet werden muß. Denn auf die Allgemeinheit ist Rücksicht zu nehmen und zu hebenden, daß jeder Erlaß von Steuern im Einzelfall von der Allgemeinheit zu tragen ist. Nur bei zwangsläufigen Ausgaben muß das Interesse der Allgemeinheit hinter demjenigen des einzelnen zu- rücktreten. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit kann nach dem Standpunkt des Reichsfinanzhofs dann angenommen werben, wenn das Einkommen nicht mehr im angemessenen Verhältnis zur tarifmäßigen Steuer steht, wenn' dem Steuerpflichtigen die Entrichtung der vollen tarifmäßigen Steuer nicht mehr zugemutet werden kann. Aus alledem ist zu ersehen, daß die Anwendung des § 56 Einkommensteuergesetzes, der eine Ausnahmevorschrift barstellt, nur in sehr beschränktem Maße möglich ist. Die sämtlichen, zahlreichen Ent- scheibungen des Reichsfinanzhofs zielen darauf ab, den §56 EStG, eng auszulegen. Der Erfolg dieser engen Auslegung ist, daß nur in Ausnahmefällen eine Erhöhung des steuerfreien Lohnbetrages erfolgen kann. Kommt es wegen der Höhe des Einkommens oder wegen eines etwaigen Nebeneinkom- mens des Lohnsteuerpflichtigen zu einer späteren Veranlagung, so kann der Steuerausschuß die vom Finanzamt etwa zugelassene Erhöhung nachträglich wieder^aufheben, wenn er die Voraussetzungen des § 56 EStG, nicht für gegeben erachtet. Gegen die Ablehnung des Erhöhungsantrags ist nur das Rechtsmittel der Beschwerde beim Landesfinanzamt gegeben. Die Erhöhung wird vom Finanzamt auf der Steuerkarte vermerkt. Solange ein solcher Eintrag auf der Steuerkarte nicht vorgenommen ist, hat der Arbeitgeber beim Steuerabzug nur bic gesetzlichen Beträge nach § 70 EStG, zu berücksichtigen. “ Don der Kraftpoftlinie Gießen — Rleebadjtal. Nach bem jetzt oorliegenben Er- t tagsergebnis der Kraftpostlinie Gießen—Kleebachtal f ir bas abgelaufene Vierteljahr (Januar bis Darz) war im Monat Januar ein Ueberfchuß und 11 den Monaten Februar und März je ein Fehl- bdrag zu verzeichnen. Da jedoch die Fehlbeträge u den Monaten Februar und März durch den I eberschuß im Monat Januar gedeckt sind, brau- c-cn, wie die Oderpostdirektion Darmstadt mit- Eüll, die von den beteiligten Gemeinden gewähr- Misteten Garantiesummen für das abgelaufene - echnungsjahr nicht in Anspruch genommen zu »erben. " 50 Jahre im freiwilligen Feuer- Wehrdienst. Am 1. Mai werden es 50 Jahre, der Kreisfeuerwehrinfpektor 5) i d o r e zu Hetzen als Mitglied der Gießener Freiwilligen 'tcuenochr angehört. 'Der l.Mai und die Schule in ‘.f e n. Dach einer Anordnung des hessischen ^Amisteriuiilö für Kultus und Bildungswesen in sämtlichen öffentlichen Schulen des Volks- »aateS Hessen den Schülern und Schülerinnen, rcren Eltern bei den Lehrern darum nachsuchen, ?n l.QHai schulfrei zu geben, ebenso den für ^-esen Tag um Urlaub nachsuchenden Lehr- i-erioncn. Falls aus schultechnischen Gründen ^egen Massenbeurlaubuna von Schülern und h .nncn &cr Unterricht ausfällt, ist der -unfreie Tag auf die Ferienzeit nicht in 2In- ' ’nn Su bringen. Geschäft entwickeln, doch hofft man, daß eine gewisse Beruhigung Platz greifen wird. Vielfach glaubt man, daß sich etwas Stückemangel bemerkbar machen werde und taxiert daher für heute, den ersten Schiebungstag, die gestrigen Abendkurse eher Geld. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,95, London gegen Mailand 92,75, London gegen Spanien 38,90, London gegen Buenos 43,60, London gegen Berlin 20,3725, London gegen Kabel 4,8613, Kabel gegen Berlin 4,1910. Verantwortlich für Politik: t. 23.: Ernst Blumschein. Monat Werbungskostenpauschsatz; c) 20 Mark Monat Sonderleistungspauschsag können unter ge- wissen Voraussetzungen erhöht werden. Die Erhöhung erfolgt auf Antrag durch das Finanzamt. Hierbei ist nötig, daß: Oer Provinzialbauptstadt Gießen, den 23. April 1930. Schmock wird gebadet. Hunde müssen gebadet werden, wenigstens * Ansicht der Menschen. Die Hunde find eilt anderer Ansicht. Hunde gleichen darin den 'einen Kindern, für die auch Wasser, Schwamm ,'nb Seife einen unangenehmen Dreiklang be- *6$TnDd mußte gebadet werden; eS ging nicht -ehr anders Sein Frauchen hatte erklärt: Schmock harrt mal wieder vor Schmutz!" So Jwai ist selbst einem Hunde peinlich. Wenn llt Wasser nicht so abscheulich naß wäre! Natürlich hat der Schlingel mal wieder etwa- annerlt!" ärgert sich Frauchen, die den Hum» r-el schon kannte. Da soll nun ein Hund nicht« etrfen, wenn daS Wasser au ungewöhnlicher =tunbc im Badezimmer rauscht! Jetzt war doch »«der Herrchens noch FrauchenS Badezeit! Leberhaupt: warum nur die Menschen so viel badeten!" Da ging Ja jedeS individuelle Par- l mi verloren — wenigstens sand daS Schmock. 3ber so etwpS macht man ja keinem Menschen bcareislich Menschen besitzen eben ihren Der- linb. Doch waS bedeutet Verstand gegen Jn- Augenblick glänzte Schmock durch Ab- xefenbeit. Das machte er immer so, wenn er 'ein Bad witterte. Er wußte im Salon eine jtfe, in die selten einer hineinschaute. In dieser Me lag Schmock undhofste, daß Frauchen ihn ,cht finden würde. Aber sicher vergeblich; ver- mltlich sand ihn Frauchen doch. Aha! Da kam sie auch schon! Ha, wie sie wieder heuchelte! .Schmock — Schmockchen — komm mal her! gibt auch ein feines Würstchen!" .Kennen wirl" grollte Schmock. „AlS ob man auf fo etwas als Hund hereinfiele!" In diesem Augenblick hatte ihn Frauchen ent- idt. Dun hals alles nichts. Sin anständiger Hund wehrt sich nickt gegen sein Frauchen, 'ie ganze Ondulation flöten! Endlich hat Frauchen genug; Schmock schon lange. Jetzt wird man abgetrocknet. Hu!, wie ir reibt! Unb so etwas will nun eine seine Same fein! Jetzt liegt sie einem sogar in den Ohren — daß sie einem nicht die Zähne putzt, i ft eS all... ES ist doch keine ungetrübte Freude, in so einer feinen Familie mit Familienanschluß fein! To— To. Taten für TonncrStag, 24. April Sonnenaufgang: 4.48 Uhr, Sonnenuntergang: 19.09 Uhr. — Mondaufgang: 3.45 Uhr, Mono- ii itergang: 14.09 Uhr 1819. der Dichter Klaus Groth in Heide ge- | >oren (gestorben 1899). Bornotizen. Verlage.-__ — Tageskalender f ü r otadttheater: „Tiefland", 19 bis 22 'ptelhaus Bahnhofstraße: „Liebeswalzer" (Tonfilm- Operette). — Stadttheater'Gießen. Man schreibt 4 «5 Ipi 4 (2 /Lr »V 0 Umbau-Sonderangebote Ab Donnerstag Verkauf nur 24. April 1930 soweit Vorrat Damen-Unterkleider Westen und Pullover 6.50, 4.50 mit Arm 2.25 10““ HoMMmM • I (J vorbehalten 4 ’ »EM 2741 A JNH.GEORGFALKENSTEIN/GIE46EN/4ELTER6WEG18 2.75 3.00 .7.50, 5.00, 3.25 .9.00, 7.00, 5.00 ...18.00,15.00 5.00 3.50 Bemberg-Selde mit kleinen Fehlern... Bemberg-Selde felnfädig, Goldstempel Seide mit Flor, glatt Für Damen ohne Arm ... extrafeine......... 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Er hat kein Auto, er hat kein Rittergut, er hat nur eins, et hat sie lieb; sie, Helene, ihn auch. Das ist nicht von ungefähr und bloß so, )ondem eine Jugendliebe. Lange Trennung und widrige Um» ftänbe verhinderten die Hochzeit (mit Andre), welche besser gewesen wäre als die (mit Willibald) von den Eltern der Braut ins Werk gesetzte Was geschieht? Entführung vor Willibald- bleicher Rase. 3ns Heidehaus, wo Helenes Großmutter, eigenen Jugendglückes eingedenk, ba£ Paar erwartet, ihren Bund zu segnen Es ist dann nicht Großmutters Schuld, daß sie den Entführer für den angetrauten Gemahl hält und die jungen Leute wie ein legitimes Pärchen behandelt, ohne ihnen Zeit zu lassen, den Irrtum aufzullären und die im bürgerlichen Leben üblichen Formalitäten zu erledigen. Die träumerische Iohannisnacht über der blühenden Heide tut ein übriges Willibald und Helenes Eltern kommen am anderen Morgen zu spät, — aber dennoch zeitig genug, um zu erkennen, daß die gute Großmama in ihrem dunklen Drange doch wohl ahnungsvoll das Rechte getroffen hat. — • Die sehr hübsche und stimmungsvolle Aufführung wurde vom Intendanten Dr. P r a s ch selbst Geleitet Es war erstaunlich zu sehen und aller Incrlennung wert, was die Regie hier aus einem ungeschulten oder doch jedenfalls aus musikalische Aufführungen größeren Stils keineswegs eingestellten Ensemble herausgeholt hat. Man spürte allenthalben die sorgsame, liebevoll eingehende und anregende Probenarbeit, die leitende und ordnende Hand, die diese erste bodenständige Operettenaufführung zum Erfolg geführt hat. Die Spielleitung wurde vom Kapellmeister Cuje, der das Orchester umsichtig regierte, und vom Tanzregisseur D ä u l k e, der die choreographische Einstudierung überwachte, wirksam unterstützt. Bühnenbilder von Karl Löffler; Kostüme: Kurt Huber; Beleuchtung: Ludwig Keim. — « Im Mittelpunkt des Ensembles stand wiederum Frau Auguste Prasch-Grevenberg a. G. in der Rolle der Großmutter, die zu ihren bewährtesten Partien gehört und ihre großen schauspielerischen Gaben zu vielseitiger Entfaltung bringt; sie umgab die Gestalt der alten Dame mit dem jugendlich empfindenden Herzen mit einer Fülle Humor- und gemütvoller Züge und einer biedermeierlichen Anmut in Haltung und Ton, die heute fast nur noch auf dem Theater zu finden ist. Auch sonst wurde auf der ganzen Linie mit Eifer und Hingabe gespielt. Marianne M e - wes (Helene) und Heinrich Hub (der für die Partie des Willibald eine gepflegte und sympathische Singstimme einzusetzen hat) fanden Gelegenheit, eine bisher nur schüchtern geahnte Operettenbegabung zu beweisen. H a i s (Andre) ging gesanglich noch nicht recht aus sich heraus, kam aber zusehends auf den Geschmack seiner Ausgabe und war zuletzt erfreulich in Fahrt. Fuhrmann und Zingel gaben das Elternpaar, L inkmann, Jahn und Jüngling spielten ein ausgelassenes Terzett komischer Chargen. Wie gesagt, ein ausgesprochener Publikums- ersolg. Wiederholungen, Blumen, großer Applaus. Mit den Darstellern erschienen zuletzt der Intendant und seine Assistenten. hth. Tonfilm: „Liebeswalzer". Lichtspielhaus Bahnhofstraße Jetzt geht es auch bei uns in Gießen schon Schlag auf Schlag, und es scheint fast, als ob die Tage des stummen Films (was aus mancherlei Gründen zu bedauern roäre) gezählt seien. Nach dem großen Erfolg von „Dich hab ich geliebt" erscheint (im Lichtspielhaus seit Montag) der i e b e s w a lze r". Tonfilm-Operette der Erich Pommer-Produktion der Ufa, — und mehrere bedeutende Neuerscheinungen, unter anderem „Der blaue Engel", werden für die kommende Zeit angekündigt Der .Liebeswalzer" ist insofern durchaus operettenmäßig angelegt, als er im Gegensatz zu .Dich hab ich geliebt" entschieden aus der mit dem „Singing fool" beliebt gewordenen Richtung ausbiegt, auf alle tragischen Akzente und jegliche Tränendrüsenreizung verzichtet und sich von Anfang bis zu Ende zwangloser Heiterkeit anheimgibt. Im ganzen wirkt er mehr als ein musikalisch (sehr effektvoll) begleitetes Sprechlustspiel. Gesungen wird nicht allzuviel und jedenfalls kaum so, wie man es sich nach den bisher üblichen Begriffen bei einer Operette im eigentlichen Sinn vorstellt. Die technische Wiedergabe erscheint übrigens nicht so ebenmäßig und einheitlich durchgebildet wie bei dem Mädy Christians-Film neulich, ist aber in der örtlichen Apparatur einigermaßen zu regulieren. Die Handlung läuft in erprobten Lustspielbahnen, ist einfach und auf drollige Situationskomik gestellt, beruht auf dem erprobten Motiv der Verwechslung und Vertauschung und gipfelt in ein epi Derlvbungsidyll am Zeremvnienhvf eines Duvdezfürstentums und den entzückenden Liebesszenen eines jungen Paares, welches von Willy Fritsch und Lilian Harvey charmant gespielt wird. Fritsch insbesondere zeigt sich in diesem Film von seiner liebenswürdigsten Seite; die Harvey mit ihrem zarten Puppenfigür- chen und ihrem beweglichen Temperament erinnert bald an die Bergner, bald an die Garbo und ist jedenfalls eine vollkommene Augen» und Ohrenweide. Der Vertonung von Werner R Heymann gelang ihr Kabinettstück in dem sehr melodiös und schlagermäßig instrumentierten Walzer, welcher dem Stück seinen Namen gegeben hat. Die Regie von Wilhelm Thiele arbeitet mit großer Aufmachung und bewegten Gruppen, verrät auch einen sickeren Instinkt für volkstümlichen Humor Von den übrigen Mitwirkenden ist vor allen andern Georg Alexander zu nennen, der sich in Gießen bereits vorgestellt hat. und dessen wienerisches Lustspiel- temperament in dieser Umgebung famos zur Geltung kommt. Außerdem: Julia Ser da, Karl Ludwig Diehl, Lotte Spira, Hans Junkermann, Karl Ettlinger, Victor Schwan necke und andere bewährte Lustspielkräfte Weintraubs Synco- pators nicht zu vergessen. — Das Werk, dessen seitherige Erfolge sich herumgesprochen haben, dürfte auch bei uns einen guten Besuch garantieren. Am ersten Tage herrschte jedenfalls ein ganz außerordentlicher Andrang. —r— Hochschulnackrichten. Ernannt wurde Prosesior Dr. Paul Maas von der Universität Berlin zum ordentlichen Prosesior der klassischen Philologie *n der Universität K ö- n i fl s b e r fl als Nachfolger von Professor R. Lardee. entspricht. Welche Nachteile für die Waldbesiher infolge verminderter und erschwerter Beaufsichtigung und Derwaltungstatigkeit seitens der Fvrstärnter und dadurch herbeigesuhrter finanzieller Verluste solcher minimalen Ersparnis gegenüberstehen, werden die Beteiligten unschwer ermessen. Wenn auch einige Borschläge des Verfassers, besonders soweit sie Aufhebung oder Abänderung des Gesetzes über die Forstverwaltung im Volksstaat Hessen vom 16. November 1923, sowie des Gesetzes vom 30.3uli 1920 über die Neueinteilung der Förstereien usw. betreffen, bei manchen Lesern Bedenken auslösen werden, so kann doch allen waldbesihenden Gemeinden und allen denjenigen, welchen das Wohl unserer hessischen Waldungen am Herzen liegt, die Lektüre der Daaderschen Schrift warm empfohlen Werdern Oberheffen. Georg Schieferstein-Lich 80 Lahre alr. )) Lich, 23. April. Heute vollendet der weit über die Grenze unseres Städtchens hinaus bekannte Fabrikant Georg Schiefer st ein dahier in körperlicher und geistiger Frische das 8 0. Lebensjahr. 3m 3ahre 1924 konnte der 3ubilar auf ein 50jähriges Bestehen der von ihm am hiesigen Platze begründeten landwirtschaftlichen Maschinenfabrik zurückblicken, die unter der tatkräftigen und zielbewuhten Mitarbeit seiner Söhne, den jetzigen Inhabern des Unternehmens, Hermann und Karl Schiefer- stein, eine beachtenswerte Stellung erlangt hat. Georg Schieferstein hat die Entwicklung der deutschen Landmaschinenbranche aus ihren Anfängen heraus miterlebt uni) sich um die Einführung der Landmaschinen in Oberhessen und den angrenzenden Gebieten besonders verdient gemacht. Zu jener Zeit, als die ersten amerikanischen Mäh- und Erntemaschinen, denen man in landwirtschaftlichen Kreisen vielfach mit größtem Mißtrauen begegnete, in Deutschland auf dem Plan erschienen, galt es, gewissermaßen Pionierdienste zu leisten. Der 3ubilar ist einer von den heute noch lebenden vier Gründern, die am 27. 3anuar 1901 in Frankfurt a. M. den Verband ins Leben gerufen haben, der heute als „Reichsverband des landwirtschaftlichen Maschinenhandels e. D.' über das ganze Deutsche Reich verbreitet ist. Reben dem ausgedehnten Handel und Reparaturbetrieb wurden in dem Betriebe des 3ubilars landwirtschaftliche Geräte hergestellt. Rach dem Kriege wurde dem Bau von verschiedenen Bodenbearbeitungsmaschinen und insbesondere der Herstellung von Mäh- maschinenvorderwagen besondere Aufmerksamkeit xugewandt. Veranlassung hierzu gab die Erfindung eines Vorderwagens mit Feststellvorrichtung, der unter dem Ramen „Ruck" in den Handel gelangte und bereits gu vielen Tausenden im 3n- und Auslande verbreitet ist. Auch in der seit einigen 3ahren betriebenen Düngerstreuerfabrikation sind Erfolge gu verzeichnen. Wenn sich der 3ubilar auch feit einigen 3ahren von der aktiven Betätigung in der Firma zurückgezogen hat, so nimmt er an der Entwicklung seines Lebenswerkes immer noch regen Anteil. Buhbach bleibt Schnettzugsstation. Der erste Fahrplanentwurf der Reichsbahn- i direktion Frankfurt (021.) hatte den Wegfall des derzeitigen einzigen v- Zug - Halts in * Butzbach vorgesehen. Auf Grund der dringenden Vorstellungen der beteiligten Stellen sieht nunmehr der endgültige Entwurf des neuen Fahrplans bei einem anderen, als dem seither in Butzbach haltenden D275 einen Halt in Butzbach vor, und zwar bei D 82, der aus München- Gladbach, über das rheinisch-westfälische 3n- dustriegebiet—Hagen—Siegen—Gießen, kommend in Butzbach um 2 2.21 H 5 r anfjalten wird. Dieser Zug hat in der Hauptreisezeit die Die gefiederte Schlange. LRoman von Edgar Wallace. 31 Fortsetzung ’Jiacbbmrf verboten „llnfere junge Dame hat sich schnell erholt", sagte er. „Sie will jetzt nach Hause gehen. 3ch fragte sie, ob 3hre Begleitung ihr erwünscht wäre, aber sie lehnte ab. Vielleicht rufen Sie jetzt einen Wagen." Daphne ging wieder hinunter und winkte einem vorbeifahrenden Chauffeur. Dabei entdeckte sie, daß jemand ein paar Schritte von dem Haus entfernt an einem Laternenpfahl lehnte und sie beobachtete. Sie wandte sich um und sah ben bleichen Mann, der geklingelt hatte, ehe Ella Creed ohnmächtig wurde. Als er sich bemerkt sah, wandte er schnell den Kopf weg, als ob er vermeiden wollte, erkannt zu werden. Er hätte sich diese Mühe sparen können, denn Daphne hatte ihn noch niemals gesehen. Als sie wieder in das Haus kam, stand Ella in der Halle und zog langsam ihre Handschuhe an. Sie war sehr blaß, ihre Unterlippe zitterte, und sie hatte die Gewalt über ihre Stimme noch nicht wiedererlangt. „3ch will jetzt gehen. Es tut mir sehr leid, daß ich 3hnen so viel Umstände gemacht habe, Mr. — wie heißen Sie doch?" Ein böser Blick fiel auf Daphne, so daß sie erschrak. „3ft das mein Wagen?" Als Daphne bejahte, sagte sie noch: „3ch werde Sie Wiedersehen." Dann verließ sie mit einem Kopfnicken das Haus und ging die Treppe hinab. Mr. Beale wartete, bis das Auto außer Dicht war. „Großer Gott!" sagte er plötzlich überrascht. Bursche ist noch nicht gegangen!" ®r deutete auf den hohlwangigen Fremden, der an dem Laternenpfahl lehnte. Änöe£&aiT’ ?elnte «r. als er die Türe schloß und Daphne in den Empfangsraum folgte. „Aber IP ^oll von sonderbaren Leuten — ME Ella Creed zum Beispiel - eine merkwürdige Frau. Kennen Sie jemand, der Lane beißt?" Daphne schüttelte den Kopf Sie sprach die ganze Zeit von ihm - von William Lane. Der Qlame kommt mir bekannt vor — er muh ein Sträfling gewesen sein. Das Gefängnis ist ein schrecklicher Ort — ein grausiges Laboratorium, wo die Guten in Böse verwandelt werden. Die reinsten und edelsten menschlichen Eigenschaften werden dort abscheulich und häßlich, und kindliche und einfache Menschen werden zu rabiaten Bestien." Er hielt ein. „Lieber Gott, jetzt fange ich an zu moralisieren. weitere wichtige Ausgabe, durch unmittelbare Kurswagen Rorddeich—Emden—Frankfurt (M.) den Veäehr zwischen den stark besuchten Rord- seebädern Rorderney, Borkum und 3uist und dem Rhein-Main-Gebiet zu vermitteln. Die Grünlandbewegllng im Kreis Alsfeld. • Alsfeld, 17. April. 3nfolge der geringen Rentabilität des Ackerbaues stellt sich der Landwirt des Kreises Alsfeld immer mehr auf Grünlandwirtschaft um. Aachdem vom Landwirtschaftsamt Alsfeld in neun Gemeinden des Kreises Alsfeld Vorträge über Grünlandwirtschaft, insbesondere über Anlage und Düngung von Wiesen und Weiden im 1. Vierteljahr 1930 abgehaltcn wurden, wurde von dieser Behörde in demselben Zeitraum für etwa 20 Hektar Fläche bestes Saatgut vermittelt, und zwar an 64 Landwirte. Bei einem Preis von durchschnittlich 25 Mk. je Hektar handelte es sich um Ware im Werte von etwa 2000 Mk. Durch Anlage von Lehrprüfergärten im kommenden Frühjahr soll die Kenntnis der Gräser immer weiter verbreitet und vertieft werden. Landkreis (Rieften. £ Wieseck, 22. April. Arn 1. Osterfeiertag veranstalteten das Arbeiter - Mandolinen-Orchester, der Arbeitergesangverein Sängerkranz und freier Turn- und Sportverein einen Werbeabend für die Schulentlassenen, der überaus stark besucht war. Rach einem Begrüßungslied und einem Prolog sprach Ober-Regierungsrat Ritzel über Auferstehung und die Stellung der Arbeiterschaft. Run folgten Vorträge des Arbeiter-Mandolinen- Orchesters und des Gesangvereins. Die Darbietungen der Schüler und Schülerinnen, sowie der Turnerinnen standen alle auf bemerkenswerter Höhe. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der aktiven Turner am Reck. Alles in allem kann die Veranstaltung als vollkommen gelungen bezeichnet werden. V Watzenborn-Steinberg, 22. April. An den Osterfesttagen wehte auf unserer Kirche zum erstenmal die neue Kirchenfahne. Der Osterfestgottesdienst führte leider die räumliche Unzulänglichkeit der Kirche für die große Gemeinde vor Augen. Obwohl die Kirche bis zum letzten Stehplähchen gefüllt war, mußten etwa 70 bis 80 Besucher umkehren, da die Kirche für weit über 500 Besucher nicht reicht. Zum erstenmal wirkte der Kirchengesang- berein in diesem 3ahre nicht nur am Öfter* gottesdienst mit, sondern auch bei der Konfirmation, was die feierliche Gestaltung derselben sehr erhöhte. — Am zweiten Öfter* tage feierten der Landwirt 3ohannes Phi* lipp XII. zu Steinberg und feine Ehefrau Christine geb. Häuser in seltener Rüstigkeit die goldene Hochzeit. Rach der Ansprache des Ortsgeistlichen überreichte dieser das Gedenkblatt des Hess. Landeskirchenamts, Bürgermeister Schäfer überbrachte die Glückwunschschreiben des Hess. Ministeriums des 3nnem und des Kreisamts Gießen. ± Hausen, 22. April. Am ersten Ostertag fang der Frauenchor zu Hausen in der Kirche beim Ostergottesdienst zwei Lieder sehr stimmungsvoll und formvollendet, die dank der meisterhaften Leitung des Dirigenten, Herrn Sommer in Watzenborn, dem Gottesdienst seine feierliche Weihe gaben. Auch hier machte sich bei der Konfirmation, die am zweiten Ostertag stattfand, deutlich bemerkbar, daß es jetzt die Kriegsjahrgänge sind, die konfirmiert werden. So waren es nur sechs Konfirmanden, zwei Knaben und vier Mädchen, die eingesegnet wurden. + Garbenteich, 22. April. Am ersten Osterfeiertag wirkte der Gesangverein „Viktoria" von Garbenteich im Gottesdienst mit und gestaltete diesen durch seinen Gesang unter Leitung des Herrn Sommer von Watzenborn sehr feierlich. Auf Anregung Er sah auf feine Ufjr. »Es ist Zeit, daß Sie nach Hause gehen. Rebenbei, ich erwarte heute abend noch den Besuch von einem anderen 3hrer Bekannten — Mr. Leicester Crewe. Was ist das eigentlich für ein Mann?" Daphne gab einen vorsichtigen und milden Bericht über ihn. „3ch soll südamerikanische Aktien von ihm kaufen — er sagt, er muh das Land rasch verlassen und kann nicht warten, bis die Transaktion regulär durchgeführt wird. Es sind vollkommen gute Papiere, aber gerade jetzt ist kein Markt dafür. 3st er ehrlich?" Sie zögerte, den Charakter Mr. Leicester Crewes zu schildern. „Er ist so ehrlich, wie ein Geschäftsmann eben ist", sagte sie. Er lachte leise über ihre Vorsicht. Daphne verließ das Haus mit einem unbehaglichen Gefühl. Obwohl sie versuchte, ihrer Erregung Herr zu werden, gelang es ihr nicht. Vielleicht war es der Gedanke an Ella und ihre sonderbare Ohnmacht, der sie bedrückte. An einer Llntergrundbahnstation machte sie halt und ging in eine Telephonzelle, um Ellas Adresse zu suchen. Ein Autobus brachte sie dann nach St. 3ohns Wood. Sie läutete an der äußeren Glocke und wurde eingelassen. „3a, mein Fräulein, Miß Creed kam vor einer halben Stunde heim!" sagte das Mädchen. „Wünschen Sie sie zu sehen?" „Olein, nein“, erwiderte Daphne hastig. „3ch wollte nur wissen, ob sie gut nach Hause gekommen ist." „Es hat nichts auf sich, mein Fräulein", sagte sie. Ella war bei ihren Dienstboten nicht beliebt. Daphne wollte gerade wieder gehen, als eine Stimme sie vom Balkon her anrief. Es war Ella. Daphne schaute zurück und sah die Silhouette der Schauspielerin. „Olroyd!" rief Ella. Sie hatte die unangenehme Gewohnheit, Frauen bei ihrem Rachnamen zu rufen. „Was wünschen Sie?" „Nichts. 3ch wollte nur wissen, ob Sie gut nach Hause gekommen sind." „Warum sollte ich denn nicht gut nach Hause gekommen fein?“ Daphne gab klugerweise keine Antwort und entfernte sich. Zu ihrer Aeberraschung folgte ihr das Dienstmädchen durch die Gartentür und hielt sich dicht hinter ihr. »Sie hat am Telephon Streit mit jemand ge* haot, sagte sie leise. „Sie hat uns alle in die Än Wißmar, 20. April. In unserer Kirche wurden 18 K i n ö e r konfirmiert, die am Karfreitag zum erstenmal an der Abendmahlfeier teil- nahmen. Nach Ostern werden 44 Schulneu. lingein die Schule ausgenommen. Unsere Kirche hat in diesem Jahre ihr 100. Jubiläum. Sie wurde auf dem Platz errichtet, auf dem ein kleines Kirchlein inmitten des Kirchhofes gestanden hatte, das weaen Baufälligkeit abgerissen werden mußte. Die Jubilarin ist ein Bauwerk, das von einem Schuler Schinkels, des Vertreters des klassischromantischen Baustils, erbaut wurde und sich des- halb von den Dorfkirchen des weiten Umkreises unterscheidet. Vor zwei Jahren wurde das Aeußere der Kirche erneuert, hoffentlich kann in diesem Jahre auch das Innere aufgefrischt werden. — Die G e - meinde Vertretung beschäftigte sich in ihren ätzten Sitzungen mit dem diesjährigen Haus- h a l t s p l a n, der ihr viel Sorgen bereitet, da nach dem Voranschlag die Grundsteuer von 200 auf 450 Prozent erhöht werden soll. — Der Umbau des elektrischen Ortsnetzes, das noch zum Teil aus Kriegsmaterial besteht, wurde der Firma Sie- mens & Schuckert für 5696,94 Mark übertragen. — Die Neubautätigkeit ist hier noch nicht in Gang gekommen. Die Bauhandwerker sind mit Arbeiten im Dorfe beschäftigt. Die größte Wohnungs- not ist beseitigt, denn in den Neubauten der letzten Jahre sind mehrere Wohnungen unbesetzt. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * D a s A m t s v e r k ü n d i g u n g s b l a t t Nr.29 vom 17. April enthält: Die Hegezeit des Wildes. — Die Gewährung von Ruhegehalten bzw. Unter- ftützungen an die Hebammen. — Anbauflächen- erhebung 1930. — Dienstnachrichten. „Kamen Sie deswegen heute nachmittag zu Mr. Deale?" fragte sie. „3a, mein Fräulein." Er nickte. „Großer Gott, wie hat der sich verändert! Als ich ihn das letztemal sprach, hätte er seinen Rock ausgezogen und ihn irgendeinem armen Mann geschenkt, aber jetzt hat er mich böse angefahren!" Er war ein armer, gequälter Mensch und zitterte bei jedem heftigen Windstoß unter feinem dünnen Mantel. Ter Autobus kam und fuhr wieder ab. Daphne fühlte plötzlich Reugierde und Mitleid mit diesem armen Menschen. Vielleicht war sie auch durch die sonderbare Deschreibung von Gregory Deales Charakter eigenartig berührt. »Mr. Deale ist sehr liebenswürdig, Sie müssen doch irgend etwas gesagt haben, das ihn verletzte", meinte sie. „Das wüßte ich wirklich nicht!" Der ManU war so verzweifelt und krank, daß er kaum für seine Aeußerungen verantwortlich gemacht werden konnte. „Früher war er nicht so wie heute. Wenn Sie ein gutes Wort für mich - einlegen könnten, würde er mir vielleicht helfen. 3ch gab ihm meine Adresse." „Wie war doch 3hr Rame?" fragte sie. „Harry Merstham, mein Fräulein — gewöhnlich werde ich wie in früheren Tagen Harry, der Darmann, genannt. 3ch war Darpächter in Buenos Aires. Mr. Dillh Lewston besorgte mir die Stelle. Haben Sie jemals von ihm gehört?" Sie schüttelte den Kopf. „Cs war schwer, mit ihm umzugehen — er war kein aufrichtiger Mensch, und seine Schwester war ebenso. Man konnte ihm in bezug auf Mein und Dein nicht trauen.“ Sie entnahm diesen Worten, daß Mr. Lewstvn ein Langfinger gewesen sein muhte. „3ch erhielt meinen Posten in Buenos Aires, wollen wir sagen heute, und verließ England morgen. 3ch bin dort sehr krank geworden, und ich dachte, Mr. Beale wüßte —“ Wieder wurde er durch einen bösen Husten ünterbrochen, und als er sich erholt hatte, gestand er, daß er ohne jede Mittel sei. Mitleidig wie sie war, gab ihm Daphne fünf Schilling und lieh sich seine Adresse aufschreiben. Sie sagte ihm zu, am nächsten Morgen feine Bitte Mr. Beale noch einmal vorzutragen. Dieses Versprechen bereute sie später wieder, denn sie hatte, wie sie sich sagte, kein Recht, für einen Mann einzutreten, den ihr Chef wahrscheinlich viel besser kannte als sie. Rach ihrer Ankunft im Hotel telephonierte sie sofort an Peter. Aber er war weder In seiner Wohnung noch im Bureau. Sie lieh sich nicht abschrecken und forderte eine Verbindung mit feinem Klub, aber auch dort war er gerade vor fünf Minuten fortgegangen. —*.____ (Fortsetzung folgt) j Turnen, Sport und Spiel. Gpielvereinigung 1900 Giehen. 1900 dHcfoen Liga — $. $p. v. 07 Kreuznach Liga 7:0 (3:0). 1900 Gietzen Liga — V. f. B. GroßAuheim Liga 1:1 (1:1). ö. Die Osterspiele waren für 1900 abermals ein grober Erfolg. Die für den 1. Osterfeiertag ver- pflichteten Gaste aus Kreuznach zeigten ein recht ansprechendes Spiel, hatten aber das Pech, in den lOOOern auf einen noch besseren Gegner zu treffen. Bei den Gießenern klappte es wie am Schnürchen. Sehr gut aufgelegt war der Sturm und hier besonders der Mittelstürmer Adelberger und der Rechtsaußen Zeiler. Bestechend war die Art, wie die sieben Treffer erzielt wurden. Dagegen verblaßten die drei Erfolge der Gegner, die erst aegen Schluß fielen, als es bereits 5:0 für Gießen stand. 1900 trat in stärkster Aufstellung an und erbrachte erneut den Beweis, daß die Mannschaft zur Zeit große Spielstarke besitzt. Trotz dem hohen Sieg der Gießener war das Spiel fast jederzeit ausgeglichen und überaus spannend. Das Spiel begann bei ständigem Regen. Es dauerte recht lange, bis Gießen in Führung gehen konnte. Rach einem Eckball hieß es 2:0 für Gießen, das noch vor der Pause auf 3:0 erhöhte. Rach dem Wechsel ließen die Blauweißen zwei weitere Tore folgen, dann kam abwechselnd bis zum Schluß jede Partei zu Treffern. Allge- meines Mißfallen erregte gegen Spielende die oft sehr unfaire Spielweise der Gäste. Die Begegnung 1900 — Groß-Auheun stand nicht auf der gleichen Höhe wie die vom Dortage, Die Gäste, die au-geruht in den Kamps traten, waren spielschwacher. 1900 war aber sichtlich vom Dortage mitgenommen und konnte die große Leistung nicht wiederholen. Gießen hatte ständig mehr vom Spiel, konnte diesen Dorteil aber nicht in zählbaren Treffern zum Ausdruck bringen. Die Gäste kamen unverhosst zum Führungstreffer. 1900 glich au8, mit 1:1 wurden die Seiten gewechselt. Aach der Pause setzte ein immer stärkerer Regen ein, unter dem die Leistungen stark litten. Wohl hatte Gießen auch jetzt mehr vom Spiel, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. Etwa 20 Minuten vor Schluß brach der Schiedsrichter das Spiel wegen des llittvetters ab. 1900 hatte Zeiler durch Schneider ersehen müssen. Die Osterreise der zweiten Mannschaft war nicht von Erfolg begleitet. Durch den Ausfall vieler Spieler traten die Gießener die Reise sehr geschwächt an. 3n Corbach unterlag die Mannschaft 7.1 und in Cölbe 2:0. Allerdings verlor sie gleich ihren guten Mittelstürmer durch eine erhebliche Verletzung. Die dritte Mannschaft konnte die Begegnung in Cölbe mit 3:3 Unentschieden gestalten. Die Spiele der Jugend. Die Jugendspiele konnten bis auf das SchiUer- spiel wie in der Dorschau angegeben, veranstaltet werden. Für den 1. Feiertag hatte sich die erste Jugend als Gegner die erste Jugend aus Leverkusen bei Köln verpflichtet. Sie sympathische Gästeelf zeigte ein beachtliches Können und war meist überlegen. Die Gäste gewannen verdient 4.1. Sie dritte Jugend weilte als Gast in Her- mannstein und mußte hier von der verstärkten Jugend eine 3:1-Aiederlage einstecken. Am 2. Feiertag spielte die zweite Jugend gegen die gleiche des Dallspielklubs Siegen. Die körperlich schwächere Mannschaft konnte gegen 1900 nicht viel bestellen. 1900 gab von Anfang bis Ende den Ton an und zeigte eine gute Gesamtleistung. Der Sieg lautete 6:0. Aach diesem Spiel stand der ersten Jugend die gleiche des Dereins für Bewegungsspiele aus Grov-Auheim gegenüber. Zwei gleichwertige Gegner kämpften mit zäher Energie bis zum Schlußpfiff um den Sieg. Dis zur Pause errang jede Partei ein Tor. In der zweiten Halbzeit konnte 1900 mit 3:2 einen verdienten Sieg erringen. D. f. B. Die Osterreise der Ligamcmnschaft sollte ursprünglich über Aiederzwehren bei Kassel nach Hersfeld führen. Der Abschluß mit der Sport- aemeinde .Hessen" Hersseld wurde in letzter Stunde rückgängig gemacht. Es blieb lediglich beim Spiel gegen die Sportvereinigung 1914 Aiederzwehren. Die D. f. B.-Els gewann das Tressen trotz der sehr schlechten Platzverhältnisse verdient mit 4:2. Sie war dem Gastgeber in der Ballbehandlung und im Zuspiel überlegen. Aiederzwehren zeigte keine besondere technische Leistungen. In der ersten Halbzeit hatte Gießen bedeutend mehr vom Spiel und lag stets im Angriff. Beim Seitenwechsel führte es mit 3:1. Aach Le« Wcch'el war der Kampf ausgeglichener. D.f. D. erhöhte auf 4:1, konnte aber nicht ver- hindern, daß auch die Platzelf noch ein zweites Gegentor erzielte. Sie Ligareserve hatte am 1. Feiertag die erste Mannschaft des Sportvereins Dreihausen bei Marburg au Gast und schickte diese mit einer 5:0-Aiederlage nach Hause. Dreihausen enttäuschte. In der ersten Halbzeit spielte sich das Tressen meist in der Hälste der Gäste ab. Später lieh Gießen nach, ohne daß Dreihausen. das sich noch ein weiteres Tor gefallen lassen mußte, zum Erfolg gekommen wäre. Auch am 2. Feiertag konnte die Ligareserve einen glatten Sieg landen. Sie war Gegner der Ersten AaubornS auf dortigem Platz und gewann nach überlegen durchgeführtem Kampf mit 5:1. Mit der Ligareserve war die vierte Mannschaft in Aauborn und mußte sich von der dortigen zweiten Mannschaft mit 2:5 geschlagen bekennen. Sie dritte Mannschaft hatte sich für Ostersonntag Srei hausens Zweite eingeladen und konnte ebenfalls erfolgreich fein. Dreihausen muhte trotz verzweifelter Gegenwehr dem Gastgeber den Sieg überlassen. Das Schluhresultat lautete 3:2 für D. f. B. Am 2. Feiertag löste die Alte-Herrn-Els eine Rückspielverpflichtung der vierten Mannschaft ein, wdem sie sich Biebers Aktiven auf dortigem Matz gegenüberstellte. Aach wechselvollem Verlauf gewann die Platzmannschaft knapp mit 4:3. Die erste Jugendmannschaft hatte sich für Ostersonntag die gleiche von „Germania" 94, Frankfurt eingeladen. 2:2 lautete das Endergebnis, das für die D. f. D. zweifellos ein netter Erfolg ist. Sie zweite Jugend verlor gegen die gleiche der Frankfurter „Germania" knapp mit 0:1. Für Ostermontag hatte sich die erste Jngend- els die gleiche des Fuhballvereins 09 Frankfurt a. M. - Eschersheim eingeladen. Frankfurt führte sehr bald mit 1:0, muhte sich aber wenig später den Ausgleich gefallen lassen. Bei diesem Stand blieb eS bis zur Halbzeit. V. f.B. konnte im Endspurt noch zwei Tore erzielen, und einen 3:1-Sieg übet die sympathischen Gäste sicherstellen. Sie zweite Jugend war chrem Gegner, der ersten Alsfelds nicht gewachsen. Sic Gaste führten ein prächtiges Spiel vor und waren stets überlegen. Sie Einheimischen wehrten sich so gut sie konnten, vermochten aber nicht zu verhindern, daß der stärkere Gegner mit 5:0 gewann. — Auch die dritte Jugend war der zweiten Alsfelds körperlich unterlegen. 0:1 lautete das Ergebnis. Iuhball in Großen-Buseck. Großen-Buseck I — Eintracht Frankfurt Sonderm. 3:0 (1:0). Einen beachtenswerten Erfolg errangen die Bu- fecker am ersten Osterfeiertag über die Eintracht- leute, die als Gäste in Großen-Buseck weilten. Die Busecker Mannschaft, die für Linksaußen Ersatz eingestellt hatte, spielte sehr gut. Nach etwa 15 Minuten brachte der Busecker Linksaußen seiner Mannschaft die Führung. So blieb es bei wechselvollem Kampfe bis 15 Minuten vor Schluß, wo ein unvermeidliches Selbsttor den Buseckern den zweiten Erfolg brachte. Kurz vor Schluß erzielte der Mittelstürmer noch ein drittes Tor. Spielveremigung 1926 Leihgestern. Zu einem Freundschaftsspiel hatte die Spiel- vercinigung für den Ostersonntag die erste Mannschaft Dom Sportverein Wetterfeld-Röthges verpflichtet. Das beiderseitig fair und flott durchgeführte Spiel litt unter den schlechten Bodenverhältnissen. Zum Spielverlauf ist nur kurz zu sagen, daß die Einheimischen schon in der ersten Halbzeit drei schöne Tore schossen, denen die Gäste bis zum Schlußpfiff keines entgegensetzen konnten. 3m allgemeinen hinterliehen die Gäste einen sehr guten Eindruck. Schiri Haferkorn leitete mustergültig. 33. f. K Lich. Qucdborn I — Llch I 1:4. Querfborn II — Eid) II 2:0. Lich 1. Jugend — Groh-Auheim 1. Jugend 2:2. Cid) I — Steinbach I 2:2. Am ersten Feiertag spielte die Erste mit drei Ersatzleuten in Qucdborn. Der Plahverein konnte den Lichem wenig Widerstand leisten. Hätten die Rasenspieler in ihren Schüssen nicht so großes Pech gehabt, so wäre daS Ergebnis noch höher ausgefallen. Die Zweite ließ sich in ihrem ersten Spiel durch zwei Selbsttore 0:2 schlagen. Auf eigenem Platze rang die 1. Jugend in einem prächtigen Spiel den Groß-Auhcimern ein 2:2 ab. Hatten die Gäste vor dem Wechsel mehr Dom Spiel, so zeigten in der zweiten Hälfte die Licher eine leichte Lleberlegenheit. Kurz Dor Schluß hätten die Rasenspieler noch ein drittes Tor erringen können, aber der Schuß des H.R. ging aus 2 Meter Entfernung gegen die Latte. Mit nur zehn Mann und drei Ersatzleuten spielte am zweiten Feiertag die Erste gegen die gleiche Don Steinbach. Ein schönes Spiel kam leider nicht zustande, da während der ganzen Spielzeit leichter Regen niederging, der den Platz aufweichte. Handball im Männerturnverein lD.T). To. Jahn Grün-Deih I — Mio. Gießen I 1:2 (0:2). Am ersten Feiertag unternahmen die erste und zweite Mannschaft des hiesigen MännertumDer- eins eine Reise nach Frankfurt, um einer Einladung des Turnvereins Jahn-Grün-Weiß Folge zu leisten. Die erste Elf der Männerturner fuhr zwar mit zwei Mann Ersatz, hatte aber auch zum ersten Male wieder ihren altbewährten Torhüter im Tore stehen. Was man nicht erwartet hatte, trat ein: die Gießener führten wieder einmal ein Spiel vor, wie sie lange keins gezeigt hatten. Aach etwa viertelstündigem ausgeglichenen Spiele gelang es schließlich der Gießener Mannschaft, den ersten Erfolg zu buchen. Die Mtver bedrängten das gegnerische Tor stark. Jahn-Grün- Weiß versuchte mit allen Mitteln, den Ausgleich zu erzielen, doch war die Gießener Hintermannschaft stets gut auf der Hut und leistete oft fabelhafte Arbeit. Kurz vor dem Halbzeitpfisf gelang cs dem Gießener Sturm zum zweiten Male erfolgreich zu fein. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Mtver zunächst überlegen. Erst nachdem ein Gießener Läufer infolge Verletzung das Spielfeld verlassen mußte, kamen die Frankfurter etwas mehr auf. Den Bemühungen des gegnerischen Sturmes gelang es schllehlich auch, noch in den letzten fünf Minuten, das Ehrentor zu schießen. So endete das sehr flotte abwechslungsreiche und schöne Spiel mit einem knappen, aber doch sicheren 2:1-Siege der Gießener Mtv.- Mannschast. To. Jahn Grün-Weih II — 2Ntv. Gießen II 6:0 (2:0). Bor dem Spiele der ersten Mannschaften lieferten sich die zweiten Mannschaften der beiden Vereine ebensculs ein Handball-Freundschaftsspiel. Obwohl die Gießener in der ersten Halbzeit überlegen spielten, konnten sie nicht verhindern, daß die Gastgeber mit 2:0 in Führung gingen. In der zweiten Halbzeit ließ die ganje Mannschaft, nachdem der Mtv.-Sturm manche günstige Gelegenheit versiebt hatte, merklich nach, und die Frankfurter konnten in regelmäßigen Abständen noch vier weitere Tore buchen. Handball im Turnverein 1846 Gießen. To. Vorwärts Cangen I — To. 1846 I 6:1. To. 1817 Main; I — To. 1846 I 1:3. Io. Weilburg I — To. 1846 II 3:3. Die Osterrelle führte die erste Mannschaft nach Langen und Mainz, beidemal gegen Mannschaften der Kreismeisterklasse. Der erste Feiertag brachte ein Spiel gegen den Tv. Vorwärts Langen. Die Gießener mußten mit 10 Mann spielen. Zwar gelang es gleich nach Anfang in Führung zu gehen, dock glich der Gegner bald darauf aus und in der Folge mußten noch fünf Tore hingenommen wer- den. Mit etwas mehr Zuversicht trat man in Mainz an. Das von Gießen vorgelegte scharfe Tempo führte schon in der fünften Minute zum Führungstor. Mainz mußte in der Folge noch zwei Treffer bin- nehmen. Alle Angriffe der Rheinländer scheiterten an der glänzenden Arbeit der Gießener Hintermannschaft. Auch der Sturm war gut aufgelegt und spielte mit ungeahnter Schnelligkeit. Erst nach der Pause kam Mainz zum Ehrentor. Das Ergebnis 3:1 für Gießen entspricht vollkommen dem Spielverlauf. Es dürfte von Vorteil fein die Mannschaft auch in Zukunft in dieser Aufstellung spielen zu lassen. Die zweite Mannschaft weilte am ersten Feiertag als Gast beim Tv. Weilburg. Trotzdem ihre besten Leute in der ersten Mannschaft Mitwirken muhten, war sie den Weilburgern vollkommen ebenbürtig und erzielte mit dem Unentschieden 3:3 einen schonen Achtungserfolg. Handball im T. D. Großen-Linden. Tv. Grohen-Cinden I — Io. wieseck I 3:3 (2:2). Tv. Grohen-Cinden Jugend — Mio. Gießen Jugend 4:4 (3:2). Am zweiten Oftertag trafen sich die 1 Mannschaften des Tv. Großen-Linden und die 1. deS Tv. Wieseck in Großen-Linden zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste stellten eine äußerst flinke und faire Mannschaft. Leider mußte das Spiel nach 40 Minuten beim Stande von 3:3 wegen zu starkem Regen abgebrochen werden. Vorher spielte die Jugendmannschaft gegen die gleiche des Mtv. Gießen. Die Gäste traten nur mit 9 Mann an und muhten sich, obwohl sie körperlich überlegen waren, mit einem Unentschieden begnügen. Handball im T. 33. Heuchelheim. Tv. Heuchelheim I — Io. 1860 BadRauheim II 4:0. Am zweiten Osterfeiertag war Heuchelheims erste Handballelf Gast der zweiten Mannschaft vom To. 1860 Bad-Nauheim. Beide Mannschaften traten komplett an. Heuchelheim ging schon wenige Minuten nach Anstoß in Führung und gab nach überlegenem Spiel bis zum Schluß Bad-Nauheim noch dreimal das Nachsehen, während den Gästen selbst jeder Erfolg versagt blieb. Turngau Lahn-Oünsberg. Eintracht Frankfurt I, II, III komb. — (Barbenfeid) I 7:7 (2:4). Am ersten Osterfeiertag traf sich in Garbenteich eine kombinierte Handballelf der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt a. M. mit dem Tv. Garbenteich, dem Handball-Gaumeister des Turngaues Lahn-Dünsberg (Ae. D. T-). Eintracht konnte fchon in der ersten Minute den Führungstreffer erzielen, dem bald das zweite Tor folgte. Garbenteich gelang es, nach einem sehr schönen Durchbruch den Ausgleich zu erzwingen. Aoch zweimal konnte Garbenteich siegreich sein. Mit einem Stand von 4:2 für Garbenteich wurden die Seiten gewechselt. Bald gelang es den Turnern, ein 5. Tor zu erzielen, dem die D. S. B- Leute in der nächsten Minute ihr drittes entgegensetzten. Jetzt bedrängte Frankfurt das ®ar- benteicher Tor heftig und schon in der 13. Minute wurde gleichgezogen. Eine Minute später fiel ein weiteres Tor, das Frankfurt mit 6:5 in Führung brachte. In der 18. Minute gleicht Garbenteich aus, und in der 19. erhält wieder Frankfurt mit 7:6 den Vorsprung. 3n der 24. Minute brachte ein 13-Meter-Wurf für Garben- teich den Ausgleich. Durchweg wurde gut gespielt. Beide Mannschaften waren sehr flmk, ausgeglichen und fast ebenbürtig. Handball im T. V. Londorf. Eintracht Frankfurt a. 2TL komb. — Io. Condorf komb. 2:1 (1:1). Am Ostermontag konnte man in Londorf ein wirllich schönes und faires Spiel sehen. Die Gästemannschaft, Sportgemeinde Eintracht Frankfurt a. M, war den Einheimischen an Technik überlegen und sah sich in der ersten Halbzeit meist im Vorteil. Eintracht ging bald in Führung. Kurz vor Halbzeit konnte Londorf gleichziehen. Aach Seitenwechsel konnte der Frankfurter Rechtsaußen abermals einsenden. So endete das schöne Spiel 2:1 für Eintracht Frankfurt. Beiden Mannschaften gebührt ein Desamtlob. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Wieseck I — Hanau I 2:2. Sie erste Mannschaft Wiesecks hatte am Karfreitag die erste Elf Hanaus zu einem fälligen Rückspiel zu Gast. Wieseck zeigte, daß es immer noch einen achtbaren Gegner abgibt Vom Anstoß ab sah man ein schönes Spiel. Wieseck versiebt die sichersten Sachen, während auf der Gegenseite der befreiende Torschuß fehlt. Erst kurz vor Halbzeit konnten die Gäste durch einen Fehler des Wiesecker Hüters in Führung gehen. Halbzeit 0:1. Aach Seitenwechsel läßt der rechte ßaufer seine Mannschaft im Stich, die nur mit zehn Mann auch weiter ein sehr schönes Spiel liefert. Bald gelingt sogar der Ausgleich. Hanau riß bann durch einen schönen Eckball abermals die Führung an sich. Wieseck gelang abermals der Ausgleich. So endete das Spiel unentschieden. Vorher standen sich Wieseck I b und H u n - gen I gegenüber. Wieseck konnte nach kurzer Zeit zwei Tore Dorlegen, bann aber wurde Hungen besser. Aach dem Seitenwechsel folgte ein lustloses Spiel, in dem Hungen ein Tor aufholte. Wieseck konnte mit 2:1 Toren als knapper Sieger das Feld Derlaffen. Sie erste Jugendmannschaft Wiesecks schlug die erste Mannschaft Rödgens auf eigenem Platze in schönem Spiele mit 7:0 Toren. Gießen I — Siegen I 3:0. Gießen hatte am ersten Feiertag Schwarz-Weiß Siegen zu Gast. Die Einheimischen waren durch Ersatz geschwächt. Beide Mannschaften zeigten ein schönes Spiel. Den Gästen blieb das verdiente Ehrentor versagt. wieseck I — Vilbel I 4:3. Vilbel, der Bezirksmeister des 2. Bezirks, stellte eine gute Mannschaft ins Feld, während Wieseck Ersatz für einen Läufer einstellen mußte. Dom An- stoß ab merkte man, daß sich hier zwei gleichwer- tige Gegner gegenüberstanden, die ein flottes und schönes Spiel boten. Halbzeit 2:2. Nach Seitenwechsel war Wieseck etwas im Vorteil. Endlich gelang es den Einheimischen, die Führung zu ge- winnen. Aus und ab wogte nun bas Spiel, bis es Wieseck gelang, einen vierten Treffer zu erzielen und so verdienter Sieger wurde. Vorher standen sich die Ib-Mannschaften beider Vereine gegenüber. Auch diese zeigten ein schönes Spiel. Die Gäste mußten sich mit 4:2 Toren geschlagen bekennen. Halbzeit 2:1. Den Beginn der Spiele machten die 1. Jugend- mannschaften. Auch in diesem Spiele konnte die gut 3u|ammenacfteUtc Els der Einheimischen einen 4:0-Sieg für sich buchen. Handball. wieseck I — Krofdorf I 5:2. Vor dem Spiel der Fußballmannschaften hatten sich bie Handballer Wiesecks bic Handball- mannschaft Krofborfs zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Gute Leistungen wurden auf beiden Setten geboten. Bei Halbzeit führten bie Einheimischen bereit- mit 3:1 Toren. Aach Seitenwechsel holte Krofborf ein Tor auf. Sann gelang eS Wieseck burch sein systemvolleres Spiel noch zweimal erfolgreich zu fein und das genannte Resultat herzustellen. wieseck I — Fechenheim I 3:11. Die Handballer des Wiesecker Vereins hatten sich für Ostern eine führende Mannschaft des zweiten Bezirkes Fechenheim I zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Die körperlich kräftige Mannschaft Fechenheims bot ein technisch schönes Spiel und konnte nach wenigen Minuten bereits drei Tore vorlegen. Dann konnte Wieseck fein erstes Tor erzielen, halb- zeit 1:5. Nach der Pause konnte der Sturm der Gäste noch sechsmal dm Ball ins Netz werfen, während die Einheimischen noch zwei Tore erzielten. Neue Höhenflüge der Akademischen Zliegergruppe Darmstadt. WSA. S a r m ft a b t, 22. April. Kurz vor feinem Tobe hatte Johannes Aehring am 1. April mit bem Kleinflugzeug D16 der Aka- bernischen Fliegergruppe Darmstadt eine Höhe von über 8000 Meter erreicht. Gestern flog der Pilot WaIbemar Voigt mit Gaule als Begleiter bie gleiche Maschine unb erreichte eine Höhe von über 7000 Meter. waS für doppelt besetzte Kleinflugzeuge einen neuen Rekord barstellt. Heute erreichte Voigt mit ber gleichen Maschine als Alleinfahrer eine Höhe von etwa 8000 Meter. Leiber war der Höhenmesser in 7700 Meter Höhe eingefroren, die genauen Zahlenergebnisse des Fluges tonnen daher erst nach Auswertung ber Barogramme burch ben Luftrat festgestellt werben. Für morgen vormittag ist ein Angriff auf ben Schnei- ligkeitsrekorb für Kleinflugzeuge geplant, zu bem bei Bickenbach a. b. B. gestartet werben wirb. Die Frankfurter Osterrennen. Stabion-Hürbenrennen: 1. Hm. R. Mätzigs Heilige Johanna: 2. Rosario. 3. Zupo, ferner Jsonzo. Tot.: 64:10. Pl.: 30,23:10. 0,5 bis 1,5-8 2g. Preis von Reifenberg: 1. Hm. 3. 3nbens Heruler: 2. Bertram: 3. Karlin, ferner sieben Pferbe. Tot.: 54:10. Pl.: 18, 14, 20:10. 1,5 bis 0,75-1,5 Lg. Felbberg-3agbrennen: 1. Hrn. W. Horstköttes Flügelmann: 2. Gerold: 3. Feuermal, ferner zwei Pferde. Tot.: 22:10. Pl.: 15. 15:10.6 1,5 2g. Preis von Wiesbaden. 1. Hm. Dr. Heß's Helgoländer: 2. Sergiud: 3. Jmmertreu, ferner zwei Pferde. Tot.: 44:10. Pl.: 16, 14:10. 1—1,5—1.5 2g. Rodenstein-Jagdrennen. 1. Frl. H. Kirchhossers Turned up: 2. Cupido: 3. Trapper, ferner Thermidor. Tot.: 20:10. Pl.: 11, 11:10. 3-8 Lg. Preis von ber Gerbermühle: 1. Hm. H. Buch- manns Kor al: 2. Countrysibe: 3. Lite Life, ferner zwei Pferbe. Tot.: 42:10. Pl.: 17, 14:10. 0,75-1,25 Lg. Ergebnisse am zweiten Tag: Reinheimer Jagbrennen: 1. Hm. A. Hövelers Comtesse Jsola: 2. Dalibor: 3. Mühelos, ferner Hexenprinz. Tot.: 35:10. Pl.: 17, 21:10. 5-4 Lg. Graf-Ferry-Preis: 1. Stall Opels Garbe: 2. Raugräfin: 3. Vorbote, ferner zwei Pserbe. Derlosungs-Jagbrennen: 1. Frl. H. Kirchhof- fers 3iuf Grrant: 2. Florimel: 3. Bones, ferner brei Pferbe. Tot.: 28:10. Pl.: 21, 28:10. 0,5 bis 0,5 Lg. Aurelius-Preis: 1. Hm. 3. Indens Heru- ler; 2. Delifee: 3. Wignoma, ferner fünf Pferde. Tot.: *59:10. Pl.: 30, 15, 16:10. 0,75-0,50 Lg. Palmengarten-3agbrennen: 1. Hrn. H. C. Bodmers K e s ch: 2. Fähnrich: 3. Original, ferner zwei Pferde. Tot.: 72:10. Pl.: 23, 14:10. 3-10 Lg. Augias-Preis. 1. Hm. W. Horstköttes Flügelmann: 2. Flüela: 3. Arlette, ferner vier Pferde. Tot.: 37:10. Pl.: 17, 15, 17:10. 0,5 Hals, 1,5 Längen. Das „Jahr des Pferdes" 1930. Der Reichsoerband zur Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts feiert 1930 sein 25jähriges Be stehen. Seine hervorragenden Verdienste um die Hebung der deutschen Pferdezucht und des Pferdesportes sind bekannt. Unermüdlich kämpft er für die Sache des Pferdes in enger und reger Zusammenarbeit mit Züchtern, Reit- und Fahrvereinen, Pferdebesitzern unb der Presse. Es ist beschlossen worden, bas Jubiläumsjahr bes Reichsoerbands als „Jahr bes Pferbes" zu kennzeichnen. In allen beutschen Gauen wirb für bie Zucht des brutschen Pferbes unb für bie deutsche Reit, unb Fahrbewegung vermehrt geworben. Eng verknüpft mit deutscher Kultur und deutscher Wirtschaft, mit deutscher Art und deutscher Sitte soll dem deutschen Volk ber Wert bes Pferdes für Arbeit und Sport zum Bewußtsein gebracht werden. An allen Orten soll die Bedeutung ber Pferbezucht unb Pferbehaltung betont werden. Jeder, der mit Pferden zu tun hat, soll zum Ansehen des Pfer- bes, zur Förderung der Erkenntnis vom Nutzen des Pferdes beitragen, denn anderthalb Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit dessen Wartung und Pflege und in ben Gewerben, bie mit Pferbehattung verknüpft finb. Der Provinzialoerbanb Oberhessen ber ländlichen Reit- unb Fahrvereine hat den Beschluß gefaßt, Sonntag, 18. Mai 1930 als „T a g des Pferdes" für die Provinz Oderhefsen im Zeichen des Pferdes zu begehen. Als Hauptwerbemittel wird ein großer Stern st afetten- ritt ber länblichen Reit, unb Fahrvereine nach Grünberg ftattfinben. Alle oberhessischen Ortschaften werden an diesem Tage durch Rettergruppen und Fahrer ausgesucht werden, alle Pferbezuchtoereinigungen und Reitervereine werben sich zu Dor- trägen über die Bedeutung des Pferdes am selben Tage vereinigen. Oer Marburger Haushaltsplan für 1930 genehmigt. ][ Marburg. 19. April. 3n einer Dauersitzung, die sich bis in die späten Abendstunden ausdehnte, beschäftigte sich das hiesige Stadt- verordnetenkoltegium mit der Verabschiedung des diesjährigen Stadthaushaltsvoranschlages. Aus der Beratung ist hervorzuheben, daß eine Heraufsetzung der Grundsteuer um 25 v. H. eintreten muh, was einer Steigerung der Mieten um 1 v. H. gleichkommt. Mit Rücksicht auf die schlechte Lage des Gewerbes muhte eine Erhöhung der Gewerbe st euer vermieden werden. Verschiedene Anträge wünschten Förderung des Kleinwohnungsbaucs seitens der Stadt, weil noch immer 300 Wohnungssuchende vorhanden seien, was seitens der Vertreter des Grund- und Hausbesihervereins bezweifelt wurde. Seitens des Magistrats wurde darauf hingewiesen, dah in diesem Jahre von privater Seite rund 85 neue Wohnungen gebaut werden. Der geplante Ortenbergsteg in der Rähe des Haupt- vähnhofs, der eine direkte Verbindung nach dem von über tausend Menschen bewohnten neuen Stadtteil Clsahhaufcn schaffen soll, ist mit 30 000 Mark veranschlagt. Anträge der sozialdemokratischen Fraktion betreffend Umbenennung des Kaiser-Wilhelm-Turins auf Spiegelslust und der Hindenburgstrahe, sowie Bezeichnung einer Straße als Ebertstrahe fanden keine Gegenliebe. Ebenso ging es mit der Üebernahme der Straßenreinigung in städtische Regie. Der Voranschlag wurde schließlich in Einnahme und Ausgabe mit 4 253 000 Mark genehmigt. Das sind 247 500 Mark mehr als im Vorjahre. An Zuschlägen zu den Realsteuern sind vorgesehen: 400v.H. der staatlichen Scheuer vom Grundvermögen, 400 v. H. des Steuergrundbetrages von 66 400 Mk. der Gewerbesteuer nach dem Ertrage. 430 v. H. des Steuergrundbetrages von 3000 Mk. der Gewerbesteuer nach dem Ertrage als Zweigstellensteuer. 1100 D. Sy des Steuergrundbetrages von rund 3100 Mark der Gewerbesteuer nach dem Gewerbekapital, 1820 v. H. des Steuergrundbetrages von 400 Mark der Gewerbesteuer nach dem Gewerbekapital als Zweigstellensteuer. Oer Mainzer Haushalisplan für 1930 verabschiedet. WER. Mainz, 16. April. Der Entwurf des Haushaltsplanes für 1930 schloß, als er den Deputationen und Kommissionen zur Prüfung zuging, bekanntlich mit einem Fehlbetrag von 1 924 616 Mark. Dieser Fehlbetrag ist dann durch die Stadtverwaltung um rund 510 000 Mark und auf Grund der Beratungen in den Deputationen um weitere 250 000 Mark auf 1 166 180 Mark herabgedrückt worden. Nachdem die Doranschlagsberatungen im Stadtrat bis auf das Kapitel Steuern und Abgaben zum Abschluß gelangt sind, stellt sich der Fehlbetrag auf 8 8 5 0 5 9 Mark. In der gestrigen letzten Stadtratssitzung stellte die Verwaltung für Steuern und Abgaben folgende Anträge: 1. Der Ausschlagssah für die Gebäude st euer in Alt-Mainz und in den Stadtteilen Kastel, Kostheim und Mombach wird von 60 auf 70 für 100 Mark Wert erhöht mit der Maßgabe, dah diese Erhöhung auf die Miete abgewälzt wird. Das zu erwartende Mehraufkommen beträgt 400 000 Mark. 2. Der Otu&t schlagssatz der Land st euer für Alt-Mainz und die obengenannten Stadtteile wird von 30 auf 50 erhöht: Mehraufkommen 40 000 Mark. 3. Der vorläufig auszuschlagende Betrag an @e- Werbeertrags st euer für Alt-Mainz und die erwähnten Stadtteile wird um 150 000 Mark erhöht, was einen Ausschlagssah von 400 Pfennig gegen bisher 341 Pfennig bedeutet. 4. Der Wasserpreis wird auf 35 Pfennig erhöht. Mehraufkommen 150 000 Mark. 5. Die Preis« für L i ch t st r o m werden in den einzelnen Staf- fein um 5 Pfennig erhöht, so dah durch dies« Aenderung eine Mehreinnahme von 85 000 ML erwartet wird. 6. Bei dem Crgänzungsstoä werden 60 000 Mark gestrichen, da die dorgeschlagenen Steuererhöhungen in den neueinae« meindeten Vororten voraussichtlich einen Mehrbetrag von 60 000 Mark bringen werden. Rach fünfstündiger Verhandlung und Zwischenberatungen der einzelnen Fraktionen zum Schlutz der Sitzung die vorgeschlagenen Steuererhvhungen und der Gesamtetat mit Stimmenmehrheit angenommen, womit der Fehlbetrag vollständig a u s g e g l i ch e n ist. ............................- ■■ ------ wirkt abstoßend. Häßlich gefärbte Zähne entstellen das schönste Antlitz. Beide Schönheitsfehler werden oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont beseitigt. Die Zähne erhalten schon nach kurzem Gebrauch einen wundervollen Elfenbeinglanz auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont-Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. 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Don Frieda (Senget. e3m Kinde offenbart sich am deutlichsten die innere Verwandtschaft de-. Rationen!" Dieser AuSspruch trifft wohl am ehesten für die Kleinen und Kleinsten zu. deren Freuden und Leiden wirklich auf der ganzen Welt die gleichen zu fein scheinen. Wenn das französische Kind noch in den Windeln liegt und fein erstes „Maman“ schreit, könnte man es ebensogut für ein deutsches halten. Erst wenn eS älter wird, drückt ihm die Erziehung und die Litte den charakteristischen Stempel seines Dolles auf. So ^eigt auch schon das Pariser Kind die typischen Eigenschaften der Menschen, die diese Stadt ihre Heimat nennen. Es ist sehr lebhaft und frühreif und seht einen sehr dicken Kopf auf, wenn cs gilt, seinen Willen durchzusehen. Auch fühlt es sich den Erwachsenen hier wohl früher gleichberechtigt als anderswo. Daher bemerkt man in Paris allerorts, daß man den Wünschen und Vergnügen der Kinder säst in dem gleichen Maße Rechnung trägt wie denen der Drosten. Das Leben und Treiben der kleinen Pariser spielt sich zum großen Teil in den herrlichen Parks ab, die diese Stadt aufweist. 3m „Bois dc Boulogne“ oder im „Jardin du Luxembourg“ sieht man sie auf Eseln reiten, in winzigen Ziegenfuhrwerken herumkutschieren oder sich anderweitig belustigen. So trifft man die kleinen Pariser Damen, wie es ja auch im Mode- zentruw der Welt nicht anders zu erwarten ist. meist bei ihrem Lieblingsspiel, dem Kleiderkaufen". Sie bemühen sich hierbei mit großem Geschick, die große Dame zu spielen, und sind Meister der Zungenfertigkeit, wenn sie eine ungeschickte .Verkäuferin" oder „Mannequin" zurechtweisen. 3m Gegensatz zu unseren Großstädten vermißt man in den Pariser Parks und Promenaden die vielen Sandspielplähe. Vielleicht will sich der Pariser, der auf das Repräsentative ein sehr großes Gewicht legt, seine schönen Parks nicht durch solche Anlagen verunzieren. Dafür sieht man aber die kleinen Pariser mit um so größerem Eifer um die flachen Decken der zahlreichen Springbrunnen sitzen. Sie lassen dort kleine Schiffchen schwimmen und segeln, die sie sich meist selbst sehr geschickt angefertigt haben. Solche Schisse kann man aber auch von einem alten Invaliden, der immer in der Rahe der Vrunnen zu finden ist, für Stunden entleihen. Desonders anziehend find für die kleinen Pariser auch die „Champs Elysees“ Dort finden wir in der Rähe des Grand Palais die beiden berühmten Kasperle-Theater, die jedes richtige Pariser Kind kennt und oft besucht. Auch die bekannte Briefmarkenbörse der Pariser 3ungen findet an bestimmten Wochentagen hier statt. Angebot und Rachfrage sind an dieser „Dorfe" immer ganz besonders stark, weil das Brief - markensammeln zu den Lieblingsbeschäftigungen der kleinen Pariser gehört. Aber das Wichtigste für die Pariser 3ungen ist natürlich der Sport. Dafür zeigen sie sogar ein noch größeres 3nteresse als unsere deutschen Kinder. Auch begnügen sie sich nicht mit einer regen passiven Teilnahme an allen großen Sportveranstaltungen, an denen es selbstverständlich auch in Paris nicht fehlt, sondern tragen ihre eigenen Wettbewerbe auf allen Gebieten aus. So gibt es unter anderem alljährlich in Paris Autorennen, an denen nur Kinder bis zu einer gewissen Altersgrenze teilnehmen können. Diese Kinderautomobile werden von mehreren großen Firmen fabriziert und haben eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern. 3ntereffant ist auch die große Wißbegierde und Anteilnahme des Pariser Kindes, Die dieses allen aktuellen Fragen des Tages entgegenbringt Daher finden wir unter den kleinen Parisern viele Leseratten, die alles verschlingen, was ihnen in die Hände kommt Man muß oft staunen, was so ein kleiner Zehn- oder Zwölfjähriger schon alles gelesen hat, meist jedoch, ohne es verdaut zu haben. Auf der Straße sieht man vielfach Kinder, die sich die neueste Abendzeitung oder die letzten Rcnnberichte kaufen, die sie mit der gleichen Sach- Die Gemeinschaft als Grundlage des seelischen Wachstums. Von Or. h. c E Krieck*). Wachstum geht von innen nach außen; jede Art von Wachstum befcpff aber der Ernährung. Der Mensch besitzt neben seinem leiblichen Wachstum eine weitgedehnte Fähigkeit des seelischen Wachstums, und man kann wohl sagen: wie der Mensch überhaupt sich vom Tier unterscheidet durch die Wachstumsfähigkeit seiner Seele, so ist wiederum der höhere Mensch vor dem primitiven Menschen ausgezeichnet durch eine gesteigerte und gedehnte Fähigkeit zu innerem Wachstum. Daran erkennt man innerhalb der Kulturvölker den höheren Menschen, daß er lange fähig bleibt, aufzunehmen, zu lernen und sich in stetiger Wandlung höher zu entwickeln. Schöpferische Menschen haben eine solche Entwicklungsmöglichkeit bis ins hohe Greisenalter bewahrt. Bei vielen tritt etwa mit dem fünften Jahrzehnt eine abschließende Reife und damit eine gewisse Erstarrung ein, während der primitive Mensch nur in früher Jugend eine nach Weite wie nach Dauer beschränkte, rasch ablaufende Möglichkeit des inneren Wachsens zeigt. Das ist vor allem das Kennzeichen &r auf primitiver Kulturstufe erstarrten Rassen und Völker: während ihre Kinder sich weit rascher entwickeln als die unfern, während solche Kinder *) Die interessante Feststellung der hohen Bedeutung eines reichen geistigen Besitzt der Lebensgemeinschaft für die Erziehung des Rachwuchses entnehmen wir dem von umfassender geschichtlicher und völkerkundllcher Erfahrung des Verfassers zeugenden „Grundriß der Erziehungswissenschaft^ d s bekannten Mannheimer Philosophen Emst Krieck, dessen Studium auch für den Laien von höchstem Ruhen sein wird. Leipzig. Verlag von Quelle &. Meyer. 89 Seiten. Gebunden 1,80 Mk. Verständigkeit wie die Großen studieren, ©roßten teils betätigen sie sich jedoch als „Schwarzleser" und umlagern so beständig die Buchhand- lungen und Zeitungsverkäufer. Paris ist die Stadt des intensiven Geben». Länger als irgendwo wird hier der Tag in die Rächt hinein ausgedehnt. Der Pariser kennt das frühe Schlafengehen nicht. Unb was den Großen recht ist, ist den Kleinen billig, so scheinen wenigstens die Pariser Kinder zu denken. Während es in London den Kindern verboten ist, sich nach einer gewissen Stunde auf der Straße blicken zu lassen, während es den kleinen ‘Berlinern wohl nur selten gestattet wird, lange aufzubleiben, scheint es in Paris fast die Regel zu fein, daß die Kinder kaum früher als ihre Eltern zu Bett gehen. Roch zu später Rachtstunde trifft man sie allein oder in Begleitung Erwachsener auf den bekannten „Faires“, das sind große Rummelplätze mit vielerlei Dolksbeluft igungen. Obwohl diese erst um 7 Mßr abends ihre Pforten offnen, haben sie sich zum großen Teil auf den starken Kinder- befuch eingestellt. Da gibt es Luftfchaukel- karussells, in denen nur Kinder unter sechs 3ahren fahren dürfen, die sich aber mit Wonne an den Heinen Sitzen festschnallen lassen. Beliebt ist auch das Pariser Ferkelkarussell, sowie all die anderen Belustigungen, die eigen» für die Kinder geschaffen fmb. Sehr geschickt finb_ die kleinen Pariser an den verschiedensten Glück»- spiclautomaten; es wird jedoch dadurch eine gewisse Spielleidenschaft in die Kinder hinein- getragen, wie sie ja jedem Durchschnittsfran- zosen eigen ist. Fragt man einen Pariser, waS er über die Kinder seiner Stadt denkt, dann wird man meist hören, daß sie hier noch immer mehr als anderswo für die Familie e rzogen würden und sich nicht zu großer Selbständigkeit entwickeln könnten. Das liegt am Erziehungsideal des Franzosen, der aus dem Kinde weniger eine ausgeprägte Persönlichkeit, sondern ein gutes Familienmitglied und damit einen guten Staatsbürger machen will. Welthochschule Deutschland. Andrang von Ausländern an deutschen Universitäten. — Zahlreiche Ferienkurse. Don Dr. Walther Hötting. Erst im Krieg erkannten die Völker, wie wenig sie im Grunde genommen voneinander wußten. Es waren immer nur Vereinzelte, die einmal in fremdes Land gingen, um das andere Volk in feinen Lebensgewohnheiten zu studieren. Die schwachen geistigen Bande, die sich vor dem Weltkrieg von Land zu Land spannten, waren bald zerrissen. Als der Völkerbund gegründet wurde, beschäftigte man sich dort zunächst mit den Fragen des internationalen Arbeitsschutzes, der Hygiene und des Verkehrs; aber bald sah man ein, daß eine wesentliche Voraussetzung für die Annäherungen der Völker die Schaffung geistiger Beziehungen zwischen den Rationen sei. Alles, was es an internationalen geistigen Bestrebungen in den verschiedenen Ländern gab, sollte zu einer großen Dachorganisation des Völkerbundes zusammengefaßt werden. 3n Bern gab es z. B. ein 3 n ft i t u t für geistiges Eigentum, das sich mit Fragen des Llrheberrcchts beschäf- tigte, in Brüssel ein 3n te r n a t i o n a les Bibliographisches 3 nstitut, im Haag die Akademie für Völkerrecht. Run entstand 1922 im Schoße des Völkerbundes die 3nternationate Kommission für geistige 3uf ammenarbeit, aus den hervorragendsten Männern der Wissenschaft gebildet. Der französische Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergfon war der erste Vorsitzende. Sie entwickelte sich im 3ahre 1924 zum 3nftttut für geistige Zusammenarbeit, für das Frankreich die Kosten übernehmen wollte und das Palais Royal in Paris zur Verfügung stellte. Dieses 3nstitut leistet heute wertvolle Arbeit. 20 internationale Beamte und ein Stab von Hilfskräften verteilen sich auf die verschiedenen Abteilungen, die geisteswissenschaftliche, die naturwissenschaftliche, die literarische, die juristische und die künstlerische Sektion. Vielleicht am aktivsten, auch was ihre Bedeutungen für die Praxis des internationalen Verkehrs betrifft, ist die llni&erfitätäabteilung, die von einem Deutschen, Dr. Picht, geleitet wird. Picht hat bereits im 3ahre 1928 einen lleberblicf über die 300 akademischen Organisationen in allen europäischen Ländern gegeben, die sich privat und amtlich für geistige Zusammenarbeit einsehen. Diese ileberfid>t läßt erkennen, daß sich — trotz allem — die Welt in den letzten 16 3ahren nicht ganz unwesentlich geändert hat. Heute versucht man mit anderen Mitteln als ehedem die Gunst des reisenden Ausländers zu gewinnen, und hierhin gehören auch die- Bemühungen aller Länder, die ausländische 3n- telligenz für einen Befuch der Hochschu -. len und eine Benutzung der besonderen, auf den ausländischen Besucher zugeschnittenen Einrichtungen zu gewinnen. Deutschland steht heute in der Werbung mit geistigen Mitteln fast an erster Stelle. Auch jene Kreise der Professoren, die ihre Arbeitskraft in erster Linie den einheimischen deutschen Studenten zu widmen wünschen, haben sich der Erkenntnis nicht verschlossen, daß es ein großer Verlust fein müsse, wenn die Zahl der ausländischen Studierenden an Deutschlands Hochschulen gegenüber der Zeit vor dem Krieg um 3000 auf 6000 gesunken ist. Man hat eingesehen, daß ein junger Ausländer, der in Deutschland studiert, die Aktivseite der deutschen Kulturbilanz vennehren kann, sofern er freundlich aufgenommen wird. Cs war daher nicht überflüsfig, daß im 3ahre 1925 die sog. Alexander von Humboldt-Stiftung gegründet wurde, die unter Leitung des Staatssekretärs Dr. ßcto alb jährlich 120 ausländische Studenten mit Stipendien bedenkt. Diese Gelder, die vom Reich und von der Wirtschaft aufgebracht werden, erfordern eine jährliche Ausgabe von 120 000 bis 150 000 Mark. Um aber darüber hinaus ajlen ausländischen Studenten hx Deutschland zur Seite stehen zu tonnen, bemüht sich die kürzlich von Dresden nach Berlin verlegte Deutsch-akademische Auslandstelle des Verbandes der deutschen Hochschulen, für die ausländischen Studenten in allen deutschen Universitätsstädten besondere deutsch- ausländische Akademikerllubs mit eigenen Räumen zu schaffen, wo jeder Ausländer den wünschenswerten Anschluß an deutsche Kreise finden kann. An der Technischen Hochschule zu Charlot- tenburg geht man heute bereits soweit, neu ankommende junge Ausländer durch Studenten am Bahnhof abholen und betreuen zu lassen. Dem fremden Hochschulgast wird ein Zimmer besorgt und die Erfüllung der verfchiedenen Formalitäten erleichtert. Professoren führen den Reu- angetommenen in die Kreise der akademischen Lehrerschaft ein. An der Charlottenburger Hochschule ist ä. B. der Meteorologe Prof. K a ß n c r, Kurator der bulgarischen Studenten, Geheimrat Zolles betreut die jungen Chinesen. Aehnlich soll es auch an den anderen deutschen Hochschulen werden. Eine ganz besondere Anziehungskraft besitzt die Reichshauptstadt wegen des Deutschen 3n- stituts für Ausländer, das, im Gelände der Universität untergebracht, die fremden Studenten in Sprachkursen mit dem wissenschaftlichen Deutsch vertraut macht und ihnen damit erst die Grundlage zum Studium an einer deutschen Hochschule gibt. Aber nicht nur junge Studenten besuchen dieses 3nftitut, das sich übrigens in vorbildlicher Weise ohne jede staatlichen Zuschüsse erhält. Sine Hauptarbeit des 3nstituts besteht in den alljährlich im Sommer stattfinden- den Ferienkursen, die, wie dies bekanntlich oft schon mit dem 5. oder 6. 3ähre dem Leben mit einer erstaunlichen Sicherheit und Selbständigkeit gegenüberstehen, wenn unfere Mütter sich noch sehr sorgen, das Kind vom Schürzenband los- xulaffen und der Elementarschule zuzuführen, ist das Kind primitiver Raffen spätestens mit dem Zeitpunkt der früh einfehenden Geschlechtsentwick- lung schon zu dem höchstmöglichen Grad seiner seelischen Reife gelangt: es ist Wachstums- und entwicklungslos geworden in einem Zeitpunkt, da bei unfern Kindern die Berufslehre erst den Schulunterricht ablöst oder wexrn sie noch ein 3ahr- zehnt lang die Bänke der höheren und der Hochschule drücken. Die Primitiven kommen innerlich nie über einen gewissen, schon früh erreichten Punkt hinweg. Darum nerßarren solche Völkerschaften durch Generationen, durch Iahrhunberte und selbst 3ahrtausende entwicklungslos und geschichtslos auf derselben primitiven Kulturstufe. Der Rachwuchs kann immer nur in dieselbe Rorm, in denselben Typ Hineinwachfen, niemals aber darüber hinausgelangen zu einem höheren Ziel, zur Fortblldung der Rorm und zur ilebcr- höhung dcs gegebenen Typs. Bei uns werden die Menschen erst in den zwanziger Jahren mündig; sie verlassen Lehre und Schule, um in den Beruf mit seinen hochgesteckten Aufgaben einzu- treten, und viele wachsen nun selbständig weiter über die Rorm hinaus, sie setzen neue Ziele und stellen neue Aufgaben, die dann für die Gemeinschaft verpflichtend und normativ Werdern Sv wird Entwicklung, Kultur, Geschichte. Schöpferkraft aber gehört nahe zusammen mit langer und weitgedehnter seelischer Wachstumsfähigkeit. Langes und langfames Reifwerden bedeutet lange Jugend: ein hohes Glück für den Menschen, berat es zeigt den Grad höherer Begabung an. Die Anlagen der Ralfe einerseits uni> der 3n- dividualität andererseits bestimmen für jeden Menschen das Maß und auch wohl die Richtung seines Wachstums. Es ist aber ein gewaltiger Irrtum, zu meinen, solche natürlichen Eigenschaften könnten den Ablauf des Wachstums allein und selbsttätig bestimmen, als sei jedem Menschen von Ratur und Geburt bestimmt, wie weit und wohin er im Leben gelangen müsse. Träfe diese Voraussetzung zu, so wäre allerdings die Erziehung stets nur eine Hilfsaktion der seelischen Selbstentfaltung, die zur Rot auch entbehrt werden könnte. Die natürlichen Anlagen und Bedingungen sind indessen für das Wachstum nur Grenzen und Schranken, allenfalls Anweisungen, die erst einer Erfüllung durch andere Kräfte und Einwirkungen bedürfen, nicht aber selbstwirkende Kräfte und Antriebe. Der persönlich hochbegabte Mensch einer begabten Rasse muß notwendig verkümmern, wenn er nicht von 3ugenb auf aus der Gemeinschaft die nötige Pflege, Lenkung und geistige Rahrung erhält. Dabei hängt Richtung und Maß seiner Entwicklung im hohen Grad davon ab, in welcher Gemeinschaft er auf wächst und mit welcher Art geistiger Rahrung er auf gezogen wird. Man kann nicht ohne weiteres sagen, wie ein Regerkind sich, wenn cs mit der Geburt in europäische Verhältnisse verseht wird, entwickeln muß: jedenfalls wird es dem Typ nach kein Afrikaneger, eher vielleicht ein nicht vollwertiger Europäer typ mit den Ralsenmerlmalen des Regers, und umgekehrt wird das Europäerkind im Reg er do rf dem seelischen Typ nach eher zum Reger, keineswegs aber zum europäischen Kulturmenschen. Wie ein seelisches Wachstum sich tatsählich vollzieht, hängt Davon ab, welchen erregenoen, weckenden und lenkenden Einflüssen die Seele unterliegt, wie und womit sie geistig ernährt wird. Ganz ausgeschlossen bleiben muß der Gedanke, daß das Kinb durch fein natürliches Wachstum die ihm nötige Bildung und mögliche Reife von selbst erlangen könne. Durch gute, sachgemäße Pflege und Ernährung kann das Wachstum der Seele gelenkt und erweitert werden. So sind die Reger in Dordamerika unter den Einwirkungen der amerikanischen Kulturgemeinschaft zu einem dem abendländischen Kulturmenschen nahestehenden, dem Afrikaneger aber sehr fernen und weit überlegenen Bildungstyp gelangt, indem sie sich die amerikanische Bildung aneigneten. Hier hat der auch auf vielen anderen Hochschulen de» 3n* und Auslandes geschieht, vorwiegend von älteren ArrSländern besucht werden, die nur für einen kurzen Ferienaufenthalt in ihrer Urlaubszeit abkommen können. Vorwiegend frischen ausländische Lehrer der deutschen Sprache hierbei ihre Kenntnisse in gutem llmgangsdeutsch auf. Für den nächsten Ferienkurs liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Unter den 3nterefsenten sind Deutschlehrer auS England und Amercka, Rechtsanwälte au6 den Ballanstaaten. Schriftsteller und Aerzte aus der Sowjetunion, höhere Beamt« und Offiziere aus China und 3apan besonders zu nennen. Seit kurzem erteilt das 3nftitut an Ausländer Fernunterricht in deutschen Stil- Übungen und deutscher Literatur. Auf Grund engster Zusammenarbeit mit dem College of Fine Arts der Reuyorker Universität veranstaltet das 3nstitut auch in diesem 3ahr einen Kur« für die schonen Künste. Amerikanische Pädagogen werden in einem in deutscher und englischer Sprache gehaltenen Seminar mit den europäischen Erziehungsmethoden vertraut gemacht. 3n bald achtjähriger Arbeit hat das 3nftitut einen Schülerkreis von annähernd 7000 Ausländern gewonnen, Menschen im Werden. Menschen int Beruf. — ein Arbeitserfolg, der nicht genug gewürdigt werden kann. Eigene Ferienkurse für 'Ausländer veranstalten auch das Berliner Z e n t r a l i n ft i t u t für Erziehung und Unterricht sowie die deutsche Hochschule für Politik. Hier werden deutfche Politiker in deutscher, englischer und französischer Sprache über Tagesfragen der deutschen Politik sprechen. Dem Vorblld dcS Deutschen Instituts für Ausländer folgen außerdem die Ferienkurse in Bonn, Darmstadt. Dresden, Frankfurt, Freiburg, Gießen, Halle, Hamburg, 3ena, Köln, Marburg, München und Stuttgart. Auch Städte ohne Universitäten, wie Düsseldorf, dessen Malerakademie Zeichenunterricht erteilt, Essen, das für Werkarbeit wirbt, und Frankfurt an her Oder, dessen neue Wusikakademie die ausländischen Musiki lehrer zu gewinnen sucht, geben Ferienkurse. 3m Jahre 1930 wetteifern nicht weniger als 14 europäische Länder mit insgesamt 119 Kursen dieser Art. Deutschland steht mit 25 Ferienkursen an erster Stelle, Frankreich folgt mit 21, England mit 20. Spanien zeigt sich mit zehn Kursen sehr aktiv, darunter mit einem vierwöchigen Lehrgang der Madrider Arbeitsstelle für deutfch-spanische wissenschaftliche Beziehungen. Oesterreich zeigt sich in seiner Werbung als das Land der Musik. Richt nur in Wien und Salzburg sinden Musikkurse statt, auch daS idyllische Mondsee im Salzkammergut hat Meisterkurse für Musik angctünbigt. 3n Laxenburg sollen die Ausländer für Tanz und Körperkultur begeistert werden. Schularbeiten. Der Beginn der Schulzeit ist der geeignete Zeitpunkt, um beim Kinde das Pflichtgefühl und die Gewiffenhastigkeit zu Wecken; ist es doch die Zeit, in der die ersten Forderungen an das Kind herantreten. 21ber nicht der Schulbesuch ist als Pflichterfüllung zu betrachten, die Schularbeiten find die ersten Pflichten, die vom Kinde verlangt werden, die es selbständig erfüllen soll. Wie kann ein Kind das Verantwortungsgefühl für seine Pflichten haben, wenn die Erwachsenen die Schularbeiten machen? Wie kann es das freudige und befriedigende Bewußtsein getaner Pflichterfüllung kennenlernen, wenn andere für das Kind denken und die Arbeit tun? Muß es bei den Kindern nicht auch das Wahrhaftigkeitsgefühl verkümmern lassen? Selten wird ein Kind in den ersten Lebensjahren lügen. Aber später! Wie oft hört man die Klage, das Kind tagt nicht die Wahrheit, es schwindelt, es lügt. Gewiß, diese Lügenperiode fällt in die Zeit, in der das Kind nicht mehr alles bedingungslos glaubt, in der ihm klar wird, daß die Erwachsenen auch allerlei erzählen, was nicht den Tatfachen entspricht, in der ihm der Unterschied zwischen Märchen und 'Tatsache aufgeht, aber Doch noch nicht ganz verstanden wird. 3st das Kind aber wirklich so zu verurteilen und zu strafen, wenn es etwas sagt, was nicht wahr ist. Reger also ein Maß von Bildsamkeit und Wachstumsfähigkeit gewonnen, wie er sie in Afrika nicht besitzt. Durch die Art der geistigen Ernährung wird der junge Mensch zum vollwertigen Glied seiner Lebensgemeinschaft erzogen. Sein seelisches Wachstum wird dadurch bestimmt, daß er den geistigen Gehalt, den die Gemeinschaft wie ein Gefäß in sich trägt und von Geschlecht zu Geschlecht überliefert, in sich verarbeitet zum per- fönlichen Dildungsbesih. Gemeinschaften mit hohem und reichem geistigen Crbbesih ermöglichen ihrem Rachwuchs kmher auch ein breiteres und längeres Wachstum. Wir sehen dabei einen zweifachen Formungsprozeß sich abspielen, einen Weg, der von oben nach unter läuft und einen solchen, der von unten nach oben führt. Der Gehalt der Gemeinschaft senkt sich stufenweise in die Seele des Kindes als Bildungsbestand ein, und dabei wächst das Kind stufenweise von unten heraus zum reifen und vollwertigen Glied seiner Gemeinschaft. Außerhalb der Gemeinschaft ist seelisches Wachstum nicht möglich. Die Art, wie die Gemeinschaft auf ihren Rachwuchs einwirkt, wenn diese Einwirkung zunächst auch völlig unbewußt und absichtslos geschieht, ist also die Voraussetzung seelischen Wachstums. Es kann nun keinem Zweifel unterliegen, daß schon diese Art unbewußter und unabsichtlicher Einwirkung auf den Rachwuchs unter den Begriff der Erziehung fällt, beim dadurch zieht ja die Gemeinschaft die Kinder herauf zu ihrer dermaligen Höhenlage, zur vollwertigen und reifen Gliedschaft und zur Gleichförmigkeit des Typs. Insofern nennen wir die Erziehung eine notwendige Lebensfunktion, die überall und jederzeit ausgeübt wird, wo Menschen bauemb zusammenleben. Cs hat sich damit auch gezeigt, daß es ein seelisches Wachstum ohne Erziehung nicht gibt. Zum Glied der Gemeinschaft mit ihrer Sprache, ihrer typischen Bewußtseins- art und Lebensführung erwächst der Mensch immer nur durch die Erziehung. wenn es doch immer gebilligt wird, daß Schularbeiten und kleine Handarbeiten als felbst- versertigt angegeben werden? Die ersten Schularbeiten sind so geringfügig, jedes normale Kind kann sie leisten. Ganz allmählich wächst das Kind in die größere Anforderung hinein. Eine geistige Trägheit muh überwunden werden. Es ist zweifellos viel bequemer für das Kind, wenn es gar nicht nachzudenken braucht, wenn es gedankenlos die Buchstaben in die Reihe schreibt, in die der Helfende sie haben will. Aber leistet dies Verfahren nicht auch der Unaufmerksamkeit in der Schule den größten Vorschub? Das Kind läßt sich in der Schule viel leichter ablenken, wenn es weiß, zu Hause wird ihm alles erklärt. Das Kind muh angehalten werden, die Schularbeiten von Anfang an selbständig zu machen. 3ft das wirklich so schwer? Das erste Erfordernis ist natürlich Aufmerksamkeit in der Schule. Das Kind muh vom ersten Schultag an genau berichten, was der Lehrer gesagt hat. Dadurch lernt es, wie wichtig es ist, aufzupassen. Leider ist es in der Praxis meist anders. Rur selten kommt ein Kind in die Schule, das nicht schon lesen und schreiben und rechnen, nach seiner Auffassung also schon alles kann. Das trägt dazu bei, dem Kinde die Stunde langweilig und unwichtig erscheinen zu lassen. Aber beim Schularbeitenmachen wird auch bei diesen „begabten" Kindern immer eifrigst geholfen. Viel Mißbrauch wird getrieben mit dem Wort „begabt". Schon von Schülern der untersten Klasse wird gesagt, sie seien für Deutsch oder für Rechnen begabt. Warum das Kind gleich „begabt" nennen, wenn es bei einer Leistung, die an jedes Durchschnittskind gestellt wird, nicht versagt? In welcher Weise soll man nun einem Kinde helfen, die Schularbeiten zu machen? Man sorge dafür, daß das Kind einen geeigneten hellen Platz zum Arbeiten hat, daß es nicht zu hoch oder zu tief vor dem Tisch sitzt, eine Fußbank für die sonst baumelnden oder sich um die Stuhlbeine rankenden Beinchen hat. Dann heißt es: „So, nun besinne dich einmal ganz genau, was der Lehrer gesagt hat." Es ist gänzlich verkehrt, bei jedem Buchstaben zu mahnen oder zu bessern zu versuchen. Wenn die Aufgabe gemacht ist, lasse man das Kind selbst Kritik üben an jedem Buchstaben. Das ist das Wichtigste, um Selbständigkeit zu erreichen. Ein Kind ist mit Feuereifer dabei, wenn man dies in spaßhafter Weise tut. Alle krummen und schiefen Buchstaben werden ausgelöscht und wieder hingestellt. Es wird nicht lange dauern, dann wird das Kind allein kritisieren. Es wird sich bemühen, die Schularbeiten allein richtig zu machen. Bei den Schularbeiten handelt es sich immer um Aufgaben, sei es im Rechnen, Lesen oder Schreiben, die in der Schule genau durchgesprochen und geübt sind. Durch die Wiederholung im Hause soll das in der Schule Gelernte gefestigt werden. Das Kind wird nur denkfaul gemacht, durch die Art, wie in den meisten Fällen das Helfen bei den Schularbeiten gehandhabt wird. Wenn es sich irgend ermöglichen läßt, muß eine bestimmte Stunde für die Schularbeiten festgesetzt werden. Aber es muh mit Konsequenz darauf geachtet werden, daß die Zeit auch eingehalten wird. Wenn Kritik, Pflicht und Derantwortlichkeits- gefühl vom ersten Schultag an ständig angeregt werden, wird das Kind bald die Freude der Pflichterfüllung kennen. Das „Allein-Schul- arbeiten-machen" wird eine Selbstverständlichkeit sein, zum großen Vorteil des Kindes und zur nicht geringen Entlastung der Erziehenden. Mf. Wirtschaft. Oer deutsche Geldmarkt weiter flüssig. Die große Ueberfülle am offenen Geldmarkt, die in der zweiten Aprilrvoche festzustellen war, ist auf die Entwicklung des Reichsbankstatuts, wie zu erwarten, nicht ohne Einfluß geblieben. Infolge der starken Rückflüsse zeigte der Reichsbankausweis vom 15. April eine starke Entlastung, zumal der Steuertermin oom 10. April am deutschen Geldmarkt ohne jede Wirkung vorübergegangen ist, und da außerdem der Saisonbedarf der Wirtschaft an Geldmitteln schwach bleibt, zeigt sich deutlich, daß die Reichsbank durch ihre Diskontermäßigung vom 24. März die Fühlung zum offenen Geldmarkt nicht gewonnen hat. Charakteristisch für die leichte deutsche Geldmarktlage ist vor allem die sehr geringe Lombardinanspruchnahme der Reichsbank in Höhe von nur 11,1 Millionen Mark zum Medio. Zu dem geringen Kreditbedarf der Wirtschaft tritt hinzu ein starker Zugang an Gold und Devisen, der die Notendeckungsziffern der Reichsbank ständig erhöht und die Valutenposition der Reichsbank außerordentlich über dos gewünschte Maß hinaus verstärkt. In der Zeit vom 15. März bis zum 15. April sind nicht weniger als 70 Millionen Mark an Gold der Reichsbank neu zugeflossen. Am Geldmarkt hat * in der vorigen Woche die allgemeine Geldverbilligung angehalten, und dies kann - gesagt werden, obwohl sich zum Medio und infolge des Medios eine leichte Versteifung bemerkbar gemacht Hot. Die Aufwärtsbewegung der Geldsätze Hot sich aber während der Berichtswoche nur auf den kurzfristigen Markt erstreckt, besonders Tagesgeld hat eine Kleinigkeit angezogen, ein Beweis dafür, dah es sich nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt, die mit dem Osterbedarf in Verbindung zu bringen ist und bald wieder der in den letzten Wochen vorherrschenden leichten Verfassung des Geldmarktes auf allen Marktgebieten weichen wird. Die Struktur der Geldlage ist trotz des Medio grundsätzlich unverändert geblieben; dafür zeugt besonders die Entwicklung des Privatdiskontmarktes in der Berichtswoche, dessen Tendenz unverändert geblieben ist, indem Privatdiskonte weiterhin sehr stark gesucht sind und eine starke Repartierung der Kaufaufträge bei dem mangelnden Angebot vorgenommen werden mußten. Auch bankgirierte Warenwechsel sind stark gesucht. Der Markt für Monotsgeld stand im Zeichen eines starken Angebots von Leihdevisen; die Sätze für das erheblich vorliegende ausländische Geldangebot sind weiter zurückgegangen, insbesondere für das englische Pfund. Angesichts dieser Entwicklung am deutschen Geldmarkt ist die Frage einer neuen Diskont- ermäßigung weiter akut, besonders weil anzunehmen ist, daß der Goldzustrom aus dem Auslande anhalten wird. Der zu Ostern normalerweise höhere Geldbedarf und der Mediotermin haben eine leichte Befestigung der internationalen Geldmärkte heroorgerufen; allerdings ist nicht anzunehmen, daß etwa nunmehr nach dem großen und schnellen Zinsabbau sich der Wiederbeginn eines Aufbaues einstellt. Es muß also zunächst die weitere Entwicklung der internationalen Geldmärkte abgewartet werden, ehe die Reichsbank eine Diskontent- schcidung treffen kann. Aus dem Genoffenschastswesen. Die Verbandstage der Frankfurter und Wiesbadener Genossenschaftsorganisationen hatten sich anfangs Februar für ein „Einheitliches Rassau" mit der weitgehenden Arbeitsgemeinschaft einer personellen Verbindung mit der Darmstädter Genossenschaftsorganisation unter der Personalunion des Herrn Derbandsdirektors Berg von der hessischen Organisation entschieden. Diese Regelung sah ein Verbleiben der Raiffeisengenossenschaften aus Wetzlar und Oberhessen bei dem Frankfurter Verbände vor. Die auf dieser Basis getroffenen Beschlüsse lehnte der hessische Genossenschaftsverband jedoch ab, weil dadurch der seitherige Zu st and der Gemengelage in Oberhessen nicht beseitigt und tatsächlich keine Rationalisierung geschaffen wurde. Inzwischen hatte die Preußische Zentralgenossenschaftskasse mit den in Frage kommenden Organisationen erneut Fühlung genommen und ihnen das schon früher geforderte Problem der sofortigen Schaffung des großen „rhein-mainische nW i r t s ch a f t s b lo ck s" zur Beschlußfassung vorgelegt. Die zuständigen Verwaltungsorgane der drei großen Genossenschaftsverbände haben sich nun in den letzten Tagen mit dem Ziel der Rationalisierung im großen Block beschäftigt, ohne zu einer Verständigung zu kommen. Die hierbei in Erscheinung getretenen Gegensätze traten erneut zutage und schienen unüberbrückbar zu fein. Die Organe des Raiffeisenverbandes faßten nun am vergangenen Mittwoch in Gegenwart des Vertreters der Preußenkasse, Direktor Siedersleben, folgenden endgültigen Beschluß: „1. Die Bildung eines rhein-mainischen Wirtschaftsblockes wird in gegenwärtiger Stunde einmütig abgelehnt. 2. Aus sachlichen Erwägungen tritt der Verband für ein „Einiges R a s s a u mit Oberhessen und Kreis Wetzlar", d. h. für ein Zusammengehen der bisherigen Genossenschaftsverbände Frankfurt und Wiesbaden gemäß seiner früheren Beschlüsse mit einer losen Arbeitsgemeinschaft ohne personelle Verbindung ein. 3. Sollte diese Regelung nicht durchführbar sein, daqn ipirb der Verband Frankfurt in seiner bisherigen Form bestehen bleiben und zur sofortigen Gründung einer eigenen Verbandskasse schreiten. Es ist darum zur Beseitigung dieses Schwebezustandes erforderlich, dah die Wiesbadener und Darmstädter Organe zu der neuen Sachlage eine eindeutige Stellung einnehmen." Wie wir erfahren, hat die hessische Organisation gegen solche Teilrationalisierung nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß die Preußenkasse die Sanierungsmittel zur Verfügung stellt. Eine solche Zusage ist bereits früher von der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse gemacht worden. Rindermarki in Giehen. Auf dem heutigen Gießener Rindermarkt waren 885 Stück Großvieh und 177 Stück Kälber zum Verkauf ausgetrieben. Austyärtige Käufer waren zahlreich erschienen. Cs kosteten Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk., 2. Qual. 450 bis 550 Mk., 3. Qual. 250 bis 400 Mk.; Schlachtkühe 130 bis 450 Mk.; Rinder, 3/ijährig 120 bis 250 Mk., 3/.i° bis P/2jährig 150 bis 300 Mk.; Kälber das Pfund Lebendgewicht 60 bis 65 Pf. Ausgesuchte Tiere über Rotiz. Der Handel war allgemein lebhaft. Sehr gesucht waren gutes Jung-, Mast- und Fahrvieh. Der Markt wurde geräumt. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M.» 23. April. Tendenz: erholt. — Wenn auch eine Belebung des Börsengeschäftes heute nicht eintreten konnte und die Umsätze sich an den meisten Märkten wieder in engsten Grenzen bewegten, war die Haltung doch nach der gestrigen Schwäche allgemein gebessert. Die Spekulation schritt auf den meisten Märkten zu Sedungert, obwohl Anregungen kaum Vorlagen. Von außen her ist das Interesse für die Börse- nicht reger geworden, Kauforders dürften nur vereinzelt Vorgelegen haben. Lediglich in einigen Spezial- werten war das Geschäft größer und es machten sich Interessenkäufe bemerkbar. So vor allem wieder in Chadeaktien, die sich bei sehr geringem Angebot erneut um 6,50 Mk. bessern konnten. Größere Leckungskäufe wurden ferner am Farbenmarkt vorgenommen. I. G. Farben lagen zu den ersten Kursen 2,13 Prozent höher. Am Dankenmarkt trat einige Rachfrage nach Reichsbankanteilen hervor, öie 4,5 Prozent gewannen. Von den gestern abend stärker gedrückten Werten konnten vor allem Aku nennenswert anziehen (plus 5 Prozent). Am Elektro- markt waren Siemens 4 Prozent gebessert. Mansfeld lqZen nur 2 Prozent höher. Montanwerte waren vernachlässigt und bis zirka 1 Prozent höher. Bei den übrigen Märkten ergaben sich meist Besserungen bis etwa 1 Prozent. Für Reichsbahnvorzugsaktien erhielt sich das Interesse. Deutsche Anleihen waren gut gehalten. Ausländische Renten lagen still. Türken etwas abgeschwächt. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, bei weiteren kleinen Käufen setzten sich zumeist kleine Kurserholungen bis zu 1 Proz. durch. Farben waren bevorzugt und zogen bis 177 Prozent an. Die Stimmung wurde in erster Linie angeregt durch die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes. Der Satz für Tagesgeld wurde auf 3,5 Proz. herabgesetzt, trotzdem verblieb viel. Ueberstand. Am Devisenmarkt lag Paris weiter fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1898, gegen Pfund 20,3743, London gegen Kabel 4,8619, gegen Paris 123,9150, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 38,88, gegen Schweiz 25,08, gegen Holland 12,08. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. April. Am Produktenmarkt war die Haltung zwar rocht still, die Stimmung war jedoch freundlich. Das Inland- angebot in Brotgetreide ist etwas knapper geworden, so daß sich hier Preiserholungen durchsetzen konnten. Ramentlich für Weizen bestand Rachfrage bei 10 Mark höherem Preise. Auch Roggenmehl zog etwas an. Am Futtermittelmarkt bestand Interesse für Hafer. Auch am Mehlmarkt konnten sich Preiserholungen um 0,75 Mark durchsetzen. Sommergerste für Brauzwecke war 10 Mark hoher. Kleie war vernachlässigt und ijn Preise kaum verändert. Tendenz: ruhig. (Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo.) Es wurden notiert: Weizen 297,50; Roggen 190 bis 192,50; Braugerste 210; inl. Hafer 190 bis 192,50; Weizenmehl süddeutsches Spezial 0, 42 bis 43; Roggenmehl 27,25 bis 28,50; Weizenkleie 9; Roggen- kleie 10 Mark. Kunst und Wissenschaft. Robert Vridges f. London, 22. April. (WTD. Funkspruch.) Der Dichter Dr. Robert Dr idg es ist gestern nach kurzer Krankheit im Alter von 85 Jahren gestorben. Er hatte im Jahre 1913 die Hofwürde eines „Poeta Laureatus“ erhalten, die seit 1591 regelmäßig einem lebenden englischen Dichter ver- lichen worden ist. Seine letzten Vorgänger waren Austin, Tennyson, Wordsworth und Southey. Bridges schrieb epische, dramatische und lyrische Dichtungen, die meist dem Gedankenkreis der Antike entnommen sind. — 3cppe Aakjer f. Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, ist dort am Dienstag der dänische Dichter Ieppe Aakjer im Alter von 63 Jahren an Herzschlag gestorben, als er in seinem Garten mit Gartenarbeiten beschäftigt war. Aakjer, der größte lebende Lyriker Dänemarks, schrieb seine Gedichte, die Gemeingut des dänischen Volkes sind, zumeist in jütländischer Mundart. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Mißstand bei der Straßenbahn. Von unterrichteter Seite höre ich, daß eine Erhöhung des Stra henbahntarifs von der Stadtverwaltung geplant wird. Meiner Meinung nach könnte sich die Straßenbahn auch ohne dies rentieren, wenn die zuständigen Stellen es besser verstünden, günstige Gelegenheiten wahrzunehmen. Es ist nicht das erstemal, daß man Klagen hort über die unzulängliche Gießener Straßenbahn. Rachdem wir am zweiten OsterfeiertaF vom Regen überrascht wurden, entschloß ich mich, auf dem Heimweg meinem kleinen Mädelchen zulieb an die Haltestelle Licher Straße zu gehen, um dem Kind einen Moment der Ruhe und ein trockenes Plätzchen zu verschaffen. Rachdem der erste Wagen als „besetzt" durchgefahren war, kam enblid> nach 7 Minuten der zweite. Aber wir freuten uns zu frühe, denn auch dieser fuhr „besetzt" vorbei. Ich ging dann mit dem Kind zu Fuß nach Hause, weil ich nicht länger im Regen stehen wollte auf die Gefahr hin, daß auch der nächste Wagen und nicht mitnehmen werde. An der Wolfstraße stand ein Ehepaar mit Kindern und einem Koffer, die offensichtlich zur Bahn wollten. Auch diese sahen verdutzt dem besetzten Wagen nach und werden schwerlich ihren Zug erreicht haben. Die Wagen fuhren ohne Anhänger. Rachdem der Regen um 3 Uhr angesangen hatte, muhte es möglich gewesen sein, bis 5 Uhr die Wagen bereitzustellen. Angesichts dieser Zustände fragt man sich, ob die Straßenbahn in Gießen Daseinsberechtigung hat! Kein Wunder, wenn die Leute sich lieber ein Auto nehmen, oder wenn es geht, zu Fuß gehen. T. E. Letzte Nachrichten. Dänische Flieger in der Ostsee erlrunlen. Kopenhagen, 23. April (WLB. Funkspr.) Die dänischen Marineflieger unternehmen zur Zeit nächtliche Flüge über die O st - s e e als Vorarbeit für die eventuelle Einrichtung eines Rachtpostverkehrs. Ein mit Kapitänleutnant A. E. Iensen und Mechaniker Dressen- d o r f f besetztes Flugzeug verließ gestern abend 10 ilfjr Warnemünde, um nach Kopenhagen zu fliegen. Als das Flugzeug hier nicht eintraf, wurden Rachforschungen angestellt, und heute früh gegen 6 Uhr fand man etwa sieben Seemeilen von Warnemünde entfernt die Lrü m- m e r des Flugzeugs. Die Leiche des Kapitänleutnonts Jensen ist heute früh gegen 1/26 Uhr von dem Flugzeug D. 1245 der Deutschen Verkehrsfliegerschule etwa 6 Seemeilen nördlich von Warnemünde in der Rähe der Flugzeugtrümmer gefunden worden. Rach der Leiche des zweiten Fliegers wird zur Zeit noch gesucht. An der Suche beteiligen sich außer dem Warnemünder Flugzeug noch die Motorbarkasse der deutschen Verkehrsfliegerschule, das Warnemünder Lotsenboot und einige dänische Unterseeboote. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. Dl. Berlin Schluß-> turtf | 1-ilhr- Kure Schluß«! Anfang« fürs Kurs Datum 22 » 23 . 22 4 23 4 6% Deutsche Reichsanteihe von 1927 7% Deutsche Retchsanlethe 87,1 — 87,25 — von 1929 Deutsche Anl^Ablöl.-Schuld mit 101 — 101 — Auslos..Rechten ->5,85 56 55,9 56 Desgl. ohne Ausloi^Rechle 8% Heil. Vollsstaat von 1929 frückzahlb 102%) 11 11 11,2 11,1 — — — —— Oberheilen Provinz • Anleihe mit Ausloi.-Rechten 53 —— — — Deutsche Komm. Sammetabl. Anleihe Serie 1 8% Franks Hyp.-Bank Goldpse. 53,5 - 53,5 — XIII unkündbar bis 1934 7% Franks Hyp.-Bank Goldpse 98 — — — unkündbar vis 1932 91 —— — — <%% Rheinische Hyp^Bank Liau. Goldple. 8% Br. Landespsandbrtesanstolt, 85,75 - - Pfandbriese R. 17 8% Pr Landespsandbriesanktalt, 98,5 — 98,5 — Komm^Lbl. R. 1.6 7% Pr. Landespsandbriesanstalt, 95,5 — 95,5 — Pfandbriefe R. 10 A.E.G abg. BorkriegS-Obttgatio- 90,25 — 90,25 — nen. rüchab(bat 1932 94,75 - - 4% Oesterreichtlche Golvrentr 27,5 27,65 4,5 4,20% OeNerretchische Silberrente 4% Oesterreichtlche Einheitliche — — Rente 4% Ungarilche Goldrente 24,9 24,5 2,45 24,65 2,45 4% Ungarilche Staatsrente v. 1910 _ 4y,% oesgl. von 1918 '-2,5 4% Ungarilche ftronentcnte 2,5 — 2,4 2,4 4% Türkiiche ZoNanleihe von 1911 4% Türkiiche Bagdadbahn.Anl 6,9 — 6,9 6,9 Serie 1 6,95 — 7,1 6,9 4% desgl Serie N 5% Rumänische vsreinh. Rente 6,95 - 6.9 von 1903 «y*% Rumänische vereinh. Rente 10 — 10,2 — von 1913 16,5 — 16,75 i% Rumänische vereinh. Rente 8,25 — 8,15 ■ — Jranftun a. Dl. Berlin Schluß«! fürs | l-Uhr« K"rs Schluß-l fürs | An sang» Kurs Datum 22 4 23 4 22 4 23- 4 vamburg-Amertka Paket . . 7 111,5 — 111.9 111,5 Hamkmrg'Südam. Dampfschiff 8 — — 172 Hansa Dampfschiff . 10 — — 160.5 —— Norddeutscher Lloyd .... 8 11t,5 — • 11,9 111,5 Allgemeine Deutsche Credttcmst. 10 116,25 —- 116 —— Barmer Bankverein 10 —— 127 127 127 Berliner Handelsgelellschast 12 176 — 176-25 175,6 Commerz» und Prioat-Bank 11 160.75 160,5 160,5 160,25 Darmstädter und Nationalbank 12 228,5 229,5 228,5 229,5 Deutsche Bank und Disconto-Geselllchaft, . . 10 149 — 149 149,13 Dresdner Bank...... 10 145 — 145 145 Retchsbank ...... 12 291 295,5 293,5 294,5 173,25 174,5 173,5 174,5 Bergmann........ . 9 —- — 187 —— Etektr. LieserungSgesellschaft 10 162 161.5 Licht und Kraft 10 171,5 — 171 171,25 Reiten & Guilleaume 1/. 127,5 — 128 128,5 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen, 10 180 — 180 180,5 Hamburger ElekttizitätS-Werke 10 — — 138,25 Rheinische Elektrizität . . . . 9 149 — 148,5 — Schlesische Elektrizität. . . . 10 — — 174 175,5 Schuckerl & Go. ..... , 11 — — 189,5 190,5 Siemens & Halske ..... 16 247 —- 248,5 250,5 TranSradto . . ...... . 8 — — — —— Lahmeyer L Co.. . . . . . 10 171 — 171,75 — Buderus ..... . ö 71,5 71,5 71.75 72,25 Deutsche Erdöl . ..... . 6 — 101 100,25 cssener Steinkohle ..... . 8 — — 143 142,25 . 8 140,25 — 140.25 140,25 -arpener ...... . Ü 125 — 125 124,75 >oesch Eisen . ...... 6'/j — — 110.6 )>le Bergbau ...... 10 — — 232,5 231 klöcknerwerke . . • • • • . 7 102,5 — 102,25 102 Köln-Neuelien ..... . 7 — 108,9 107,9 Manneomann.Röhren . . . . 7 '07.5 107,4 107,9 106,9 Mansseldet Bergbau . . . . 7 64,5 86,5 84 87,5 Oberschlel Elsenbedars . . . . 6 — Oderschlel KokSwerle . . . . 7 • — 108,25 108,75 Phönix Bergbau . . . 6% 104 — 104,75 104,5 Rheinische Braunkohlen . . 10 '30,5 — 230,5 230 Rheinstahl ....... . 6 — 113 112,75 Ricveck Alonim» ...... 7,2 —- l — — Frankfurt a. DI. | Serltn Schluß« fürs l'Uhr« 1 Kurs | Schluß»! furS | Anfang- Kurs Datum 22 4 23 4 22 4 23 ». Bereinigte Stahlwerke..... Otavt Minen ... 16'/. 97,5 51.75 52 97,65 52 97,25 52,9 Kaliwerke Aschersleben ... 10 227 228 228 228 Kaliwerke Westeregeln ... 10 231 — 231,9 231,5 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 395 — 395,25 398 I. ®. Sarben-Jndustrie ... 12 174 176,12 173,75 175,5 Dynamit Nobel ....... 6 —— -- — 83,13 CcheideanstaU........ 9 152,5 — — — Goldschmidt . ....... 5 71 — 70,5 — Rütgerswerke ........ 6 71 71,25 71,5 71,9 Metällgelelllchaft.......8 108 108 108 — Philipp Holzmann......’i Zementwerk Heidelberg . . 10 108,25 — HO 109,25 — 133,25 — — Cementwerk Karlstadt. ... 10 141,5 -- — Wayb 8= Frevtag .....8 — 91,75 91 — Schultheis Patzenhofer ... 15 — - 292,5 292 Östwerke ..... • • 12 — - 245,5 247,5 Aku ........18 108,5 113,5 111,5 112 Bemberg.........14 üellllofs Waldhos .... 13'/, 141 149 142,25 142,5 — 187 186.75 185,75 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 — 151,75 152 — Charlottenburger Waller ... 8 — — 104,5 104,5 Deslauer Mas ..... 9 — — 171 170,25 Daimler Motoren ..... 0 41,5 41,5 41.65 41,5 Deutsche Linoleum ...... 254 — 251,25 253 -- —- — — Nal. Automobil . 0 — — 19,5 19 Orenstein & Koppel.....6 — — 77 76,75 Leonhard Tietz -.•••• IC —• — 152 152,5 SvenSko ....... — — 358 359 frankfurter Maschine» .... 4 36 — 36 — Gritzner ...... 6 39 — 40 — Heuligenstaedt ...... o — — Iunghans ..... 6 !9,5 39,75 39,9 — Lechwerke ...... t — —- Matnkraftwerke HSchst a.$L 8 —— — — Mtag .....10 131,75 131,5 132 Gebt. Roeder .....10 — — —- Boigt & Hacffncr ...... 9 218 — 220 —- Süddeutsche Zucker .... M 158 — 159 Banknoten. Berlin, 22- April Geld Dries Amerikanische Noten..... Belgische Noten ...... . Dänische Noten........ Englische Noten. ....... Französische Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch-Ocsterr, ä 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten . ..... . Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten Devisenmarkt Berlin -: 4.169 58,33 11,78 20,33 6,405 68.16 22,08 111,78 58 85 2,47 112,23 81,09 52,30 12,37 72.95 rtanffurl 4,189 58,57 112.22 20,41 16,465 168,84 22,16 112,22 59,09 2,49 112.67 81,41 52,50 12,43 73,25 a. 2H. 22. Aprtl 23. April Amtliche Notierung Geld | Srte, Amtliche Notierung Geld | Lrtes «mst.-Rott- Buen.-Aires Brss.-Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . HRsingsors- Italien. . . London. . . Ncuyork . . Paris.... Schweiz .. Spanien . ■ Japan - - - Rio de Jan. -Wien in D-« Oest. abgest. Prag ... Bcl irad . . Budapest. . Bul arten Lissabon Danzig. . Konst ntia- Athen. . . Canada Hru uay. . i cairo «• . 168,50 1,626 58,41 112,06 112,08 112,49 10,539 21,956 20,353 4.187 16,415 81,145 52,22 2,070 0,490 38,985 12,404 7,410 73,135 3,034 18,78 81,36 1.784 5,435 4,184 3,876 20,875 168,84 1,630 58,53 112,28 112,30 112,71 10,559 21,995 20,393 4,195 16,455 81,205 52,32 2,074 0,492 59,105 12,424 7,424 73,275 3,040 18,82 61,52 1,788 5,445 4,192 3,884 20,915 168.41 1,617. 58,405 112,03 112,05 112,46 10,536 21,935 20,349 4,1835 16,415 81,12 52.32 2,068 0,492 58,975 12,40 7,408 73,12 3,034 18,78 81,36 1,785 5,44 4.184 3,846 20,87 168,75 1,621 58,525 112,25 112,27 112,68 10,516 21,975 20,389 4,1935 16,455 81,28 52,42 2,072 0,494 59,095 12,42 7,422 73.26 3,040 18,82 81,52 1,789 5,45 4,192 3,854 20,91