Nr. 299 Erstes Blatt 180. Jahrgang Montag, 22. Dezember 1950 BietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Untversttülr-Buch. und Zteln-ruckeret K Lange tn Liehen. Schrlstlettung und Seschäftritelle: SchulNrahe I. Erich, in, lüglich,ovtz« Sonntags und Fel erlag» Beilagen Oie DDuItTieTte Vtetzenei Familienblätlei Heim al ro Bild V«e Scholle Monat» Bezug,vret§: 2.20 Neichbmard und 30 Reichspsenntg für Träger» lohn auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höhere» Gewalt. HernforechanfchlSffe enterSammelnummer2251 Lnichnst rür Drahtnachrichten Anzeiger Ziehen. pottscheckkonto: Kro-tsun am Main 11686. Annahme von Anzriaea für die lagesnummei ot* zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig, für Ne» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrift 20’ , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wich Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange für Feuilleton Dr H.THyriot,' für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Ma; Filter, fämtlid) in (Biehen ■1 Steegs Galgenfrist. Die knappe Mehrbeit von elf Stimmen, die das neue französische Kabinett Steeg bei der entscheidenden Kammerabstimmung erhalten hat, gewährt dem Ministerpräsidenten allensalls eine Galgenfrist, aber wohl kaum mehr. Denn es ist doch bemerkenswert, daß diese knappe Majorität sich erst nach einer »weiten Auszählung ergab, nachdem die erste zu einer Minderheit für Steeg geführt hatte und deshalb von seinen Anhängern angezweiselt worden war. Offensichtlich hat man also dann für den zweiten Stimmgang schleunigst twch alles aus sämtlichen Winkeln ter Kammer zusammengetrommelt, waS irgend auszutreiben war. Dor allem aber scheint man alle Hebel in Bewegung gesetzt zu haben, um aus der Mitte möglichst zahlreiche Parlamentarier, die ursprünglich bereit waren, gegen Steeg zu stimmen, zur Stimmenthaltung zu bewegen. Das neue Kabinett verdankt seinen nicht gerade Imponierenden Kammererfolg der geschlossenen Zustimmung der sozialistischen Fraktion. Damit wird die Ausfassung in vollem Umfange bestätigt, daß die innerpolitische Lebensfähigkeit dieser Regierung nahezu völlig von den Sozialisten abhängt, was freilich nicht besagen will, daß ihre Existenz durch das Einvernehmen mit der Sozialdemokratie ausreichend gesichert sei. Im Gegenteil, man darf ruhig weiter scststellen, daß die Außenpolitik und insbesondere die Reparationspolitik nach wie vor vom rechten Flügel des Kabinetts, ja, eigentlich sogar von dem gestürzten Borgänger Steegs, von Herrn T a r- d i tu diktiert wird. Charakteristisch sind dafür schon gewisse Sätze in der Regierungserklärung, die von Steeg und seinem Fusti»minister C h e r o n in Kammer und Senat verlesen wurde. Es heißt da u. a.: „Der außenpolitische Friede entspricht den heißen Wünschen aller Franzosen. Eine organische internationale Aktion auf wirtschaftlichem und moralischem Gebiets eine gemeinsame gleichzeitige Bemühung im Sinne von Schiedsgerichtsbarkeit, Sicherheit und Abrüstung können allein eines Tages olle Rachegelüste und Mißverständnisse beseitigen. Der Landesverteidigung gilt unsere ernste Sorge." Die alte Rangordnung von Schiedsgerichtsbarkeit, Sicherheit und Abrüstung, die B r i a n d vor einigen Jahren schon einmal zugunsten einer gerechteren Auffassung der Dinge preiszugeben bereit schien, kehrt hier also aenau in der gleichen Formulierung und Diktion wieder, wie in den verschiedenen außen- politischen Erklärungen, die während der Aera Tar- dieu abgegeben worden sind. Frankreichs Sicherheit vor feiner Abrüstung — das ist der alte Ladenhüter des Quai d'Orsay, der seit 1919 so ungefähr die ein- zige Rechtfertigung für die allen paneuropäischen Ideen und Bölkerbundsgedanken zuwiderlaufenden Militärbündnisse Frankreichs, und er ist nun auch Programmsatz eines Kabinetts geworden, das von Tardieu als Linksregierung verächtlich gemacht und bekämpft wird. In der Tat ist es ja einigermaßen paradox, daß Steeg sich mit seinem Kabinett nahezu ausschließlich auf die Linke stützt, während die politische Zusammensetzung der Kammer wohl eher die Bildung einer mehr rechts orientierten Regierung zum mindesten aber die Schaffung eines umfassenden Konzentrationskabinetts von den Radikalsozialisten bis hinüber zu den Marin- Leuten zu erfordern scheint. Der einzige Mann aber, dem das hätte gelingen können, Poincar 6, wurde während der entscheidenden Tage der Regierungskrise schwer krank, und es gelang ihm nicht einmal mehr, seinen bisherigen „Platzhalter", Tardieu, hierfür durchzudrücken, oder auch nur im Kabinett unterzubringen. Die 'Beteiligung Tardieus an der Regierungsbildung scheiterte offenbar vor allem an seinen persönlichen Eigenschaften, die ihn namentlich im Senat ziemlich unbeliebt gemacht hatten. Sie scheiterte aber vor allem wohl daran, daß während seiner Regierungszeit der Oustric-Skandal ausbrach. Und wenn er selbst auch mit einer sauberen Weste daraus hervorgegangen zu sein scheint, so ist er im gegenwärtigen Zeitpunkt doch vor der öffentlichen Meinung Frankreichs als Negierungsmitglied irgendwie unmöglich Deshalb konnte das Kabinett Steeg es sich auch leisten, in seine Regierungserklärung einen Satz aufzunehmen wie den, daß Frankreich „sich gegen die Einmischung der Finanz in die Politik wende, denn dadurch würden die Unabhängigkeit des Staates, die Würde der Diener des Staates und das Prestige der Vertreter der Nation beeinträchtigt". Trotz allem hat, wie gesagt, die Kainmcr dem neuen Kabinett kaum mehr als eine Galgenfrist für einige Monate bewilligt. Es ist schon jetzt zum mindesten sehr zweifelhaft, ob die neue französische Regierung den starken innen- und außenpolitischen Belastungen, die schon die nächsten Monate bringen werden, gewachsen ist. Hinzu kommt, daß Tardieu seine parlamentarische Taktik sehr geschickt aus die Unterstützung dieser sozialistenreinen Regierung eben durch die Sozialisten abstellt, und man fühlt sich versucht, hier gewisse Parallelen zu der deutschen Innen- Politik zu ziehen. Die innere Schwäche dieser Regierung beruht also, wie wir abschließend feft- stellen, darauf, daß sie eingekeill ist zwischen Tardieu und die sozialistische Kammerfraktion und ihr mithin kein politischer Bewegungsraum verbleibt. Gerade dies Moment wird man in Deutschland besonders beachten müssen, wenn man die Derhandlungssähigkeit Frankreichs richtig ein- schöhen will. Cheron aus seiner Fraktion ausgetreten. Paris, 20.Dez. (WTB.) 'Die Senatsfraktion der Republikanischen Vereinigung (Fraktion P o i n c a r e) hat sich gegen die neue Legierung ausgesprochen, weil sie mit einer Partei Furchtbare Vulkankatastrophe auf Lava. Bisher etwa 700 Tote — Ein ganzer Bezirk ein großer brennender Trümmerhaufen. Bataoia, 21.Dez. (WIB.) Die Ausbrüche de» Vulkan» Merapi sind feit zwei lagen besonder» heftig. Ungeheuere Rauchsäulen steigen au» dem Krater auf, und die Dörfer und Malder an seinen Abhängen stehen in Flammen. Selbst in großer Entfernung von dem Vulkan fällt Asche nieder, die sich mit dem Hegen Zu einer schlammartigen Masse vermischt. Die Lin- kCHINA Tä? - LU LU Karte der Insel I a v a , die wiederholt durch Vulkan- ausbrüche heimgesucht wurde. wohner der Dörfer wurden von einer Panik erfaß! und flohen In die Städte. 3m Umkreise de» Vulkane» gehen täglich schwere Gewitter nieder. Tlach den letzten Meldungen ist die Zahl der beim Merapi-Auvbruch zu beklagenden Todesopfer inzwischen auf rund 700 gestiegen. Man befürchtet. daß auch diese Ziffer noch nicht endgültig ist und daß noch zahlreiche Menschen dem glühenden Lava ström zum Opfer gefallen sind. Acht Lingeborenen-Dörser sind gänzlich zerstört worden, während ein ausgedehntes (öeblet, in dem sich zuvor fruchtbare Landstriche befanden, von dem rotglühenden Sand, den der Lavastrom mit sich führt, in eine Stätte de» Grauens verwandelt worden ist. Da der Lavastrom noch immer nicht zum Stehen gekommen ist, werden weitere menschliche nieder- lassungen bedroht. Tausende von Flüchtlingen, auf deren Gesichtern sich die ausgestandene Todesangst deutlich widerspiegelt, sind bereit» in den Städten Mitteljavas zusammengeströmt, und noch immer treffen weitere Flüchtlinge ein. Der ganze Bezirk von Stroenbeng ist in einen großen brennenden Trümmerhaufen verwandelt worden. Der Merapi ist in voller Tätigkeit und töhl ständig große Hauch- und Feuer- äulen aus. Das unterirdische Grollen hat inzwischen stark nachgelassen. Der Hesident des vom Vulkanausbruch betroffenen Gebietes hat bei den Nachforschungen nach dem Umfang der angerichteten Verheerungen eine Anzahl Häuser angetroffen, deren Bewohner aus Todesang st Selb ff- mord verübt haben. Der gewaltige Vulkanausbruch kann als die größte vulkankata - str op h e gelten, von der 3 aoa jemals betroffen worden ist. Ein deulscher Gelehrter verunglückt. Hamburg, 20. Dez. (211.| Wie die Hamburger Morgenblutter meiden, ist Dr. Borchardt vom Tropenhygienischen Institut tn Hamburg bei dem plötzlichen Ausbruch des seit 40 Iahren erloschenen Vulkans Merapi aus Sumatra umsLebengekommen. Rach der einen Lesart hatte er zu klimatologischen Untersuchungen den Vulkan bestiegen, sich an einem Sell in&cn Krater h i n u n te r g e l a s se n , um Wärmemessungen vorzunehmen und wurde dabei von dem Ausbruch des Vulkans überrascht. Das gleiche Schicksal habe auch seinen Hilfsarbeiter getroffen. Rach einer anderen Lesart hat Dr. Borchardt den plötzlich wieder tätig gewordenen Vulkan an Ort und Stelle untersuchen sollen. Dabei sei er, von Rauch und Gasen betäubt, in die glühende Lava gestürzt. Sein Gehilfe sei beim Rettungsversuch ebenfalls ums Leben gekommen. Schon einige Tage vorher verunglückt? Amsterdam, 20. Dez. (WTB.) Meldungen aus Batavia zufolge ist der deutsche Gelehrte Oppeln, 20. Dez. (WTB.) Reichsaußenmintster Dr. Eurtius traf am frühen Nachmittag mit seiner Begleitung hier ein, wo im Oberprästdium eine mehrstündige Aussprache mit den Vertretern aller Bcvölkerungskreise stattfand. Oberpräsident Dr. Lukaschek begrüßte Dr. Curttus und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Vertreter der deutschen auswärtigen Politik Gelegenheit nehme, Oberschlcsien, sein Land und seine Leute aus eigener Anschauung kennenzulernen. Bei der Schilderung der besonderen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Loge Oberschlesiens betonte der Oberpräsident, daß l die Befriedung der Minderheit, der Schuh der Minderheiten, ein eminentes europäische» Friedensproblem sei. Gerechtigkeit fei die beste Waffe, die heute dem Deutschtum liegt in bedenklichem Zustande im Krankenhaus. Die Feststellungen am Tatort ergaben, daß es sich um einen Raubmord handelt. Das Ehepaar Riekmann betrieb nicht nur ein gutgehendes Zigarrengeschäft, sondern verwaltete auch eine Zahlstelle der Bank für Arbeiter und Angestellte und der Volksbühne. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Diphtherie-Epidemie in Birmingham. London 22. Dez. (WTB. Funkspruch.) „Daily Herold meldet, daß in Birmingham infolge fineifö lphtherieepidemie 50 Personen tm Krankenhaus liegen. In den letzten zwei Monaten sind 18KinderanDiphthertege- st o r b e n, d. h. ebenso viel wie in den voraufgegangenen vier Jahren. Selbstmord des Amokläufers von Perpignan. Paris, 20. Dez. (CRB. Eigene Meldung.) Rach einer Meldung aus Perpignan hat sich der Eenegalschütze, der in einem Anfall von Verfolgungswahn drei Personen getötet und mehrere verletzt und sich sodann in einer Kasematte verbarrikadiert hatte, heute früh durch einen Kopfschuß selbst geltet. träge zu fälschen, um ihnen den Charakter von Garantien zu geben, die gegen die Oberhoheit gewisser Staaten getroffen worden seien. Sämtliche Parteien Deutschlands, von den Sozialdemokraten bis zu den Rationalsozialisten, hätten diesen Weg eingeschlagen und machten aus dem Schuh der deutschen Minderheit in Polen Grundlage ihrer gesamten Außenpolitik. Run ist R y k o w, der als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare etwa die Stellung eines russischen Reichskanzlers einnahm, doch gefallen. Man sprach schon vor Monaten von seinem Sturz. Damals ging er auf Urlaub, woraus offenbar voreilig geschloffen wurde, datz ein Ausgleich zwischen ihm und Stalin erfolgt sei. Ieht ist er aus dem Urlaub zurückgekehrt, hat aber nur fein Abschiedsgesuch einreichen dürfen und wird nun ebenso wie Trotzki in die Wüste geschi ck t. Stalin hat also auch hier wieder einen vollen Sieg über die Rechtsopposition erfochten, der besonders dadurch zum Ausdruck kommt daß als Rachfolger Rhkows der erste Gehilfe Stalins, Molotow, ernannt wurde. Er hat in den letzten Iahren nur eine Rolle innerhalb der Parteiorganisation gespielt, vor allem den Kampf gegen den Trotzkismus geführt. Seine Ernennung zum Kanzler bedeutet praktisch, datz Stalin nun auch öie Regierungsgeschäfte offiziell in öie Hand bekommen will, um die einheitliche Auffassung des Kommunismus sicher zu stellen. Auf der anderen Seite beweist aber der Rücktritt Rykows, wie stark die Gegensätze in den eigenen Reihen geworden finb, am Ende sogar schon zu stark, als daß durch Maßregelungen die innere Zersetzung aufgehalten werden könnte. Vertrauensvotum tür Stalin. Kowno, 22. Dez. (TU.) Am Sonntagabend befaßte sich das Zentralkomitee der Kommuni st ischen Partei in einer Vollsitzung unter Vorsitz Stalins mit den Berichten über die Wirtschaftslage in Sowjetrußland, über die Lebensmittelversorgung, über die Tätigkeit der Genossenschaften, des Zentrosojus und über die Wahlen im Dorfe. Kuibischcw stellte fest, daß die russische Schwerindustrie im zweiten Jahr des Fünf- »ahresplanes einen lleberschuß von 5 o. H. erziell habe. Die Industrie sei ihren Pflichten voll nachgekommen. Zur Landwirtschaftsfrage sagte Kuibi- schew, die Einführung des Sozialismus sei nur bann möglich, wenn die individuelle Bauernwirtschaft abgeschafft und das Privatkapital seine politische und wirt- schaflliche Macht in Dorf und Stadt verloren habe. Die Kollektivwirtschaft auf dem Lande sei in der Lage, die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Bisher seien nur 30 v. ch. der individuellen Bauern- Ein Abrüstungsaufruf Eecits. London, 21. Dez. (WTB.) In einem von der englischen Völkerbundsvereinigung veröffentlichten Aufrufzur Abrüstung erklärt Viscount C e - cil: Das Jahr 1931 verspricht für den Völkerbund kritisch zu werden, denn von der Ge° ftalttkig der öffentlichen Meinung während des kommenden Jahres wird es abhängen, ob die erste Weltabrüstungskonferenz, deren Einberufung wahrscheinlich auf den Beginn des Jahres 1932 festgelegt werden wird, zur Farce wird, oder greifbare Ergebnisse zeitigt. Den von der Vorbereitenden Kommission verfaßten Vertragsentwurf bezeichnet Lord Cecil als nicht vollkommen. Er könne aber die Grundlage für einen wirksamen Abrüstungsvertrag bilden. Von dem größten Wert wäre es, wenn bis zur Eröffnung der Konferenz die- öffentliche Meinung unterrichtet und _ von der Rotwendigkeit einer allgemeinen Rüstungsherabsehung überzeugt werden könne, so daß sie von den Regierungen erwartet, daß diese sich für die Einsetzung so niedriger Ziffern wie nur irgend möglich in den Vertragsentwurf bemühen. In dieser Hinsicht haben die Führer religiöser, wie politischer Bewegungen eine schwere Verantwortung und eine große Gelegenheit. Zranzösisch-üalienische Geheim« Verhandlungen? London. 22. Dez. (WTB. Funkspruch.» Der römische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet: Trotz der absoluten Geheimhaltung, die in allen Kreisen beobachtet wird, bin ich in der Lage, zu berichten, daß man sich gegenwärtig erneut bemüht, eine f r a nz ö s i sch - i t a l ien i- fche Vereinbarung zustandezubringen. Der Sachverständige im Londoner Foreign Office für Abrüstungsfragen. Craigie. der seit Anfang voriger Woche in Rom weilt, hatte dort eine An- jaf)l Besprechungen mit hohen italienischen Beamten, darunter den Außenminister G r a n d i und dem Führer der italienischen Abrüstungsdelegation, Rosso, mit dem er (Craigie» in Genf zusammengearbeitet hatte. Das Terrain war bis zu einem gewissen Grade gelegentlich der Besuche vorbereitet worden, die der amerikanische Botschafter in Brüssel, Gioson, in Rom und Paris abgestattet hatte. Mit Rücksicht auf' die politische Lage in Frankreich ist Craigie gierst nach Rom gegangen; er hofft aber, noch vor Weihnachten Besprechungen in Paris zu beginnen. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" sagt zu dem Bericht des römischen Korrespondenten des Blattes, die Aussichten auf eine italienisch-französische Vereinbarung seien als gering einzuschätzen. Aus der Provinzialhauptstadt. Sieben, den 22. Dezember 1930. Spielzeug. Mit strahlenden Märchen und Träumen sind die Schaufenster angcsüllt. Bunt und glitzernd lockt die gehäufte Pracht. Kühnste Kinderwünsche und -Phantasien finden Erfüllung in diesen schimmernden Wundern. Kleine Augen werden grob vor Staunen. Kleine Herzen hüpfen Freudensprünge wie Lämmer aus der Zrühlingswie'e. Helle Jauchzer grüben die Herrlichkeiten. And nicht nur den Kindern glühen die Wangen. Wir selbst fühlen unS entzückt in das längst versunkene selige Land hinter den Sieben Bergen. Da finden sich zahme und wilde, einheimische und fremde Tiere zu friedlicher Gemeinschaft zusammen wie einst in der Arche Roah: kleine, feurige Pferde in allen Farben. Hunde, (Siel, Schafe, Kühe und langbeinige Storche neben braunen und weihen Bären, schwarzgrouen Eleganten, drolligen Asien und buntesten Sittichen .unD Kakadus. Groteske Hanswurste und Auguste schneiden tolle Grimassen, Max und Moritz mit borstigem LauS- buberchaar sinnen, die Hände in den Taschen, au neue, freche Streiche, ein schellenmütziger Eulenspiegel hat sich furchtlos neben einen ruhschwarzen Teufel gestellt, und baumelnde Hampelmänner warten auf den Ruck an der Schnur, um ihre gelenkigen Arm« und Beine so schlenkern und Wersen zu können. Daneben ist ein ganzes Puppenreich, ein Himmel voll strahlender, rotwang'g r Gesichter. die rührend ahnungslos in die Welt lächeln. ES sind Zwerge unter ihnen und Riesen,Schwarze, Blonde und Braune, aber alle zeigen die g'eiche Gesundheit^ diese frische Fröhlichkeit in Wuchs und Haltung. Bald werden sie wie eine in ihrer Heimat angekommene Schar Zugvögel sich da- und dorthin zerstreuen und ein Sprint suchen. Manche in vornehmen, blütenweihen Kinderstuben, schöner noch als ihr Puppenparadies, andere in armseligen Mansarden. Aeberall aber wird sie ein klopfendes Kinderherz an sich drücken und zwei besorgte, kleine Arme werden sie zärtlich wiegen und betten. Roch erinnere ich mich an die Freude meiner Schwester, da sie an einem Heiligen Abend von sieben reizenden Püppchen in ihrem aufgcsrisch- ten Wagen überrascht wurde. Es waren teilweise welche aus früheren Jahren, die mit Gliederbrüchen oder sonstigen schweren Verletzungen vernachlässigt in einer Ecke gelegen. Sie hatten zu Operationen in die Pupp:nk init gemuht, waren bann aber nach einigen Wochen als Geheilte von der Mutter abgeholt und in neue Kleidchen gesteckt worden. Während meine Schwester ihre Rot hatte, für alle sieben einen Ramen zu finden, baute ich aus braunen und roten Holzklötzchen Häuser und Türme, so steil, bis sie polternd ein- stürzten. Oder ich schasste mit einer zweispännigen Fuhre in kleinen Säckchen und Kistchen Ware hrrbei für den Kaufladen, den die Rachbarskinder, weil er nur Schleckereien enthielt, gern mit ihren papiernen Groschen leerkauften. Am liebsten aber waren mir die großen Bilderbücher, in denen Menschen und Tiere seltsame Dinge erzählten und fremde Gärten und prunkvolle Paläste hingemalt waren, darin zu wandeln all meine Sehnsucht blieb. So schöne Bücher locken auch heute noch. Aber schreiendere Dinge drängen sich in den Vordergrund: vor allem Autos. Wenn die Drohen keine- erschwingen können, sollen wenigstens die Kleinen eines haben. Dann Rutsch- und Eisen- 6a im en. Elektrische. Flugzeuge mit Hallen und sonst noch tausend rollende, ratternde Spielwerke. Der kleine Knabe muh wissen, dah wir im Zeitalter der Maschine leben. Das kleine Mädchen hat es besser. Die Puppe weckt seine ganze Liebe und Reigung. Erste Regungen deS Mütterlichen keimen auf. Die Kleine darf behüten und betreuen. Ihre Seele hält leises Zwiegespräch mit ihrem Zögling. Auch der kleine Knabe will mit seinem Spielwerk sprechen. Will träumen und schweifen, Abenteuer bestehen wie die Helden im Märchen. Tragt darum nicht allein den Lärm der Strahe in die Spielstube mit Autos und räderrassclnden Maschinen, sondern auch ein Stück Traumland und Seelenheimat in einem guten Buch. P. B. Kleine Weihnachtseinkäufer. Erlebnisse eines Gießener Vater« mit seinen Buben. Der Silberne Sonntag führt mich mit meinen zwei Buben, einem 6- und einem 4jährigen, in Die Stadt, um Weihnachtseinkäufe für die Mutter und die Großmutter zu besorgen. Am Sonntag vorher waren die beiden Buben nach dem Mittagessen ins Bett gesteckt worden, um Vater und Mutter Gelegenheit zu geben, die Bestellungen beim Christkind zu machen. 3n der ganzen Woche erzählten nun die Buben voll Stolz: „Am Sonntag muh die Mutter schlafen, dann gehen wir einkaufen." Der Großvater schenkt jedem 1 Mark, und bann geht cs los, hinein in die bunten ^errlichkei en, um möglichst alles für 1 Mark zu kaufm. Wir kommen an ein Pelzgeschäft mit se...e . Auslagen. ,.3a, Mutter wünscht sich doch so einen großen Pelzkragen", sagt der Große. Wir überlegen und wählen. und da fragt der Große wieder: „Vater, was steht denn für ein Preis dran?" Der Vater nimmt den ganzen Einkauf sehr ernst und antwortet: „Fünfundzwanzig Mark." „Komm, loh cn leie, der es se Deuer". kommt prompt die Antwort des Sechsjährigen, und er zieht mich an der Hand von der Auslage weg. Zur 'Bekräftigung antwortet der Kleine: „Soviel Geld hawwe mcr net." Wir kommen in einen Kunstgewerbeladen und lassen uns Broschen zeigen, da ja die Mutter slch auch so etwas gewünscht hatte. Die Verkäuferin zeigt den Duden die Droschen und nennt Die Preise. Der Vater hält sich im Hintergründe und läßt sie selbständig kaufen. Deim Rennen der Preise fallen Demerkungen wie: „Dau se e weg, es se deuer." Der Vierjährige mit seinem zarten Sümmchen: „Mir hawwe nur ei Mark." Dei einer schönen Drösche blinzle ich der Verkäuferin zu, und sie nennt einen Preis von 1 Mark. Run ist die Freude groß, voll Jubel kommen sie zu mir gelaufen und berichten, daß sie eine feine Drosch« „billig" gekauft haben' Umständlich wird die Mark hervorgeholt und bezahlt, und das kleine Schächtelchen in die Manteltasche verstaut. Zu allem Aeberfluh läßt di« Verkäuferin noch 5 Pfennig im Preise nach, und sofort soll noch em kleines Auto gekauft werden. Der Große hat außerdem noch 2 Pfennige, und wie er dann zusammenzählt, hat er im ganzen 7 Pfennige und kann nicht begreifen, warum er dieses Auto nicht kaufen kann, als chm der Preis dafür mit 70 Pfennig genannt wird. Run, wir lasse» das Auto und gehen Gefährliche Räuber ftinfer Schloß und Riegel. (Eigener Dericht deS Gießener Anzeigers.) Stockhausen, 22. Dez Am SamStag- morgen wurde, w.e am Samstag in einem Teile unseres Dlattes schon berichtet, der Postbote Weber von Stockhausen von zwei Männern überfallen und der Gelder beraubt, di« er in seiner amtlichen Eigenschaft den Empfängern zustellen sollte. Die Räuber machten ihn dadurch unschädlich, dah sie ihn mit einem Schuh in den Kopf schwer verletzten. Dald daraus gelang es, der beiden Räuber habhaft zu werden. Der Oberlandjägermeister Rinker von Kahenfurth, der nach den Tätern suchte, begegnete auf seiner Fahrt im Kraftwagen zwischen Stockhausen und Steinhausen zwei Männern, die Räder bei sich hatten und der Deschreibung entsprachen. Zur gleichen Zeit, da der Oberlandjägermeister auf die beiden mutmaßlichen Verbrecher stieß, kam im Kraftwagen Kr.rninalpolizeimeister Hofmann von der Gießener Kriminalpolizei des Weges, der sofort die Situation erfaßte und dem Oberlandjägermeister beisprang. Mit vorgehaltener Waffe wurden die beiden Verbrecher durchsucht, und die Vermutung, daß es die Posträuöer seien, erwies sich als richtig. Deide hatten Geldbeträge in Höhe von etwa 100 Mark bei sich, zum Teil in Fünfz gpsennigstücken. Außerdem wurden die beiden Pistolen gefunden. D.'r eine hatte sie vorne im Hosenbund stecken, die andere Pistole fand man in einer Aktentasche, die am Aad« befestigt war. 3n einer der Pistolen steckte noch eine leere Patronenhülse, Die zweifellos vorher Die Kugel, Die Den Postboten traf, barg. Dei Den Tatern handelt es sich um zwei Männer. die miteinander af6 Schwäger verwandt sind. Der ältere. 3ohann (Seena, von Beruf Metzger, ist 27 3ahre all und aus Modra in der Tschechoslowakei gebürtig, verheiratet und in Dillenburg wohnhaft. Der jüngere, Wilhelm Lück- hoff, ist Landwirt, 25 3apre alt und ebenfalls in Dillenburg wohnhaft Einer der beiden Verbrecher wurde zunächst nach dem Krankenhaus Ehringshausen gebracht und dort dem verletzten Po st boten gegenüb er ge ft eilt, der ihn als den Räuber erkannte. Die Festnahme der beiden Schädlinge ist ein großes Verdienst der beiden Beamten, Die (unter gleichzeitiger Mithilfe des Kraftwagen,ührers M ü nck von der Gießener Polizei» den mit schweren Trommel- redolvern versehenen Räubern energisch gegen- übertraten und ganz« Arbeit leisteten. Die beiden Verbrecher, die ursprünglich im Amtsgerichtsgefängnis Ehringshausen fest gehalten wurden, werden nunmehr nach Dem Gefängnis in Wetzlar gebracht und sehen ihrer Aburteilung entgegen. Einbrecher im Wochenendhaus. * Engelrod, 22. Dez. 3n dem hei unserem Orte gelegenen Wochenendhaus des Frankfurter Zahnarztes Dr. 'Jlicgclmann hausten einige Einbrecher im Zeitraum von etwa acht Tagen in geradezu bestialischer Weise. Die Einbrecher, die das Haus unbewohnt vorsanden, richteten sich häuslich ein, lebten von Den vorhandenen Vorräten, aßen die Konserven auf, tranken Likör und Wein, leerten etliche Flaschen Bier, rauchten ungefähr 200 Zigaretten und schliefen in Den Betten. Dem Tatbestand nach handelt es sich um zwei ober drei Männer, Die hier skrupellos ihr Wesen trieben und das Haus in einem unbeschreiblichen Zustande zurückließen. Die Einbrecher beschränkten sich aber nicht Darauf, Das Haus nur für ihre Zwecke zu benützen, vielmehr ft a h l e n sie noch eine Reihe von Gegenständen und Bekleidungsstücken, die sie Dorfanben: ein Photoapparat, ein Paar Bergschuhe, ein Paar Damen-Tourenstiesel, Hausschuhe, eine Strickweste, Windjacke, einen Tourenrucksack, eine Joppe, den Rock eines Sportanzuges, ein dunkelblauer Trainingsanzug, Hemden, zwei Damen-Unterzeug-Weften, ein Samen-Unter» rock, zwei Dutzend Taschentücher, 4 Paar Woll- strümpfe, ein neues Rasiermesser, und ein Jünglings-Sportanzug fiel Den Dieben als willkommen« Beute in Die Hände. Die gestohlenen Dinge und Der Verlust an Lebensrnitteln beträgt, abgesehen von Dem großen Schaden, Den die Eindringlinge in Dem Hause anrichteten, etwa 800 Mark. Daß es sich bei den frechen Einbrechern um gefährliche Burschen handelte, geht daraus hervor, daß i n d e n Betten geladene und entsicherte Jagdgewehre oorgefunben würben. Es scheint also, baß die Ginbringlinge von den Waffen Gebrauch gemacht hätten, sofern sie des Nachts überrascht war den wären. Die Landeskriminalpolizeistelle Gießen, in diesem Falle abermals der Kriminalpottzeimeister Hofmann, nahm sofort nach dem Bekanntwerden die Ermittlungen auf und konnte auch eine Reihe von Tatortspuren, Die unter Umständen zur Ermittlung der Täter führen können, festhalten. (Ein Einbrecher festgenommen. Am Samstag wurden in Gießen zweijüngere Männer wegen Bettelei in polizeilichen Gewahrsam genommen. Einer der beiden Fest' genommenen wird von der Polizei wegen eines schweren Einbruchs gesucht. für Das Fach Dtr allgemeinen Pathologie unv pathologischen Anatomie. •• Der Goldene Sonntag. Dtr gestrig« „Goldene Sonntag- brachte unserer Stadt abermals einen lebhaften Verkehr. Die Reichsbahn, wie auch die Landkraftposten wurden in viel höherem Maße als sonst in Anspruch genommen und brachten oicle auswärtige Besucher nach Gießen. In den Haupt- geschästsstraßen herrschte am Nachmittag ein außerordentlich lebhafter Betrieb Obwohl nach den Beobachtungen ansehnlich gekauft wurde, Dürfte Der Umsatz hinter Dem des Vorjahres zurückgeblieben (ein, was feine natürliche Ursache in Der im Laufe des Jahres sich mehr und mehr verschlechterten Wirtschaftslage breiter Kreise unseres Volkes hat. " Di« Gießener Wochenmärkte in Der Weihnachtswoche. 3n Der Weih- nachtSwoche finden Die Wochenmärkte Dienstag. Mittwoch (nicht Donnerstag) unti SamStag statt. Die Marttlaubenstraße ist für Den Wochenmarktverkehr wieder freigegeben. •• SonDerkraftpost von Ulrichstein nach Mücke. Am 24. Dezember wird auf Der Kraftpostlinie 11 lrichstei n—M ü cf e eine SonDerkraftpost verkehren. Abfahrt Ulrichstein 10.34 Uhr, Ankunft Mucke 1120 Uhr: Ab'ahrt Mücke 16.32 Uhr. Ankunft Ulrichstein 17.30 Uhr. Zusammenstoß zwischen Motorrad und Auto. U Großen-Linden, 21. Dez. Auf Der Landstraße zwischen Großen-Linden unD Klein- Linden, dicht am OrtSeingang bei Großen-Linden, stieß heute kurz nach 16 Uhr ein von Gießen kommendes Motorrad mit einem aus Der Gegenrichtung kommenden Personenkraftwa- genzusammen. Der Motorradfahrer Weber aus Hirzenhain erlitt hierbei einen Beinbruch. Die SoziuSfahrerin. ein Mädchen, ebenfalls aus Hirzenhain, erlitt eine Gehirnerschütterung und leichte Deinverletzungen. Di« 3nsassen deS Kraftwagens (Der Wagen gehört dem Schuhfabrikanten Philipp Kiefer aus Butzbach, der aber an der Fahrt nicht beteiligt war) blieben unverletzt. Die erste ärztliche Hilfe leistete Dr. Speck von hier. Die Ueäerführung deS verletzten Motorradfahrers in Die Chirurgische Klinik erfolgte durch Die Freiwillige Danitätskolonne zu Gießen, während das Mädchen in die elterliche Wohnung nach Hirzenhain gebracht wurde. Di« Ursache des Unfalls dürfte Darauf zurückzufüh- ren sein, daß Der MotorraDfahrer eine Grupp« Mädchen überholen wollte, Dabei eines von ihnen am Mantel streifte, dadurch erschreckt di« Gewalt über das Motorrad verlor und zu weit nach links abbog, so daß Der Zusammenstoß mit Dem Kraftwagen nicht mehr zu verhindern war. weiter, um für Die Mutter noch ein Stück Ka- loderma-Seif« zu laufen, das der Vierjährige ersteht. Hier soll dem Verkäufer ein Lob Dafür ausgesprochen werden, wie er es verstand, bei Dem Vierjährigen Die Freude am Kaufen zu steigern. Zum Schluß muß noch eine Tafel Schokolade und eine Stange Marzipan für Die Großmutter eingekauft werden Wir erstehen diese Ding« in einer Konditorei und anschließend wird eine Tasse „Äofo-o“ getrunken Wir sitzen unter einem aus Lebkuchen verfertigten Hexenhäuschen, und Der Vater muß alle möglichen und unmöglichen Fragen beantworten Zum Schluß wird der Große aufgesordert, zu bezahlen Da erklärt et mir kaltblütig und voller Meberxeugung: „Du hast gesagt, setzt euch hin und trinkt eine Tasse Koko-o, Da mußt du auch bezahlen Mir hätte uns nix bestellt." Was will so ein Vater machen, er bezahlt, und Dann geht es rasch nach Hause. Aber schon von weitem rufen Die Buben: „Mutter, Mutter, mir hawwe Geheimnisse für Dick." UnD Doch, wie schwer hält es, das Geheimnis zu bewahren. Die kleinen Kerle möchten am liebsten schon jetzt ihr« Herrlichkeiten ausbreiten Aber Die Kostbarkeiten werden tüchtig eingepackt und Dann von einem Winkelchen in das andere versteckt, damit nur Die Mutter nicht hinter „das Geheimnis" kommt. DaS ist eine echte Weihnachtsfreude, und ich möchte jedem Vater raten, mit seinen Kindern einzukaufen, sie aber selbständig handeln zu lassen Aus diese Weise erschließt sich uns Großen noch ein Einblick in die Herrlichkeiten des Kindergemü- tes und wir können die Kinder zu eigenem sandeln und zur Selbständigkeit erziehen. A. W>. provinzialauöschuß-Sitzung. Am Samstag fand im Regierungsgebäude zu Gießen unter Dem Vorsitz von Provinzial- Dircftor Graes eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses Der Provinz Oberhessen statt, in Der das gegen, den Gemeinderechner Schwarz zu Dorf-Güll eingeleitete Disziplinarverfahren zum Abschluß gebracht wurde. Aus Dem Tatbestand war zu entnehmen, dah sich Der Rechner in seiner Eigenschaft als Rechner unD Lagerhalter Der Landwirtschaftlichen Bezugs» unD Absaygenossen- chaft Dorf-Güll in Den vergangenen 3ahren Unterschlagungen bzw. Veruntreuungen von mehreren taufenD Mark hat zuschulDen kommen lasen. .Zu diesem Zwecke verfälschte er eine ganze Anzahl Urkunden. Das Schöffengericht Gießen verurteilte ihn rechtskräftig zu einer Gesamt- Gefängnisstrafe von einem 3ahr. Aus Grund iriefet Tatsachen stellte das Kreisamt Gießen bei dem Provinzialausschuß Antrag quf Dienstentlassung, ohne Zubilligung von Ruhegehalt. Der Provinzialausschuß erkannte nach vorheriger Beweisaufnahme zu Recht, Den Gern einderechner aus Dem Dienste z u entlassen und Die Kosten des Verfahrens dem- Entlassenen auf Last zu setzen. Der Wert des Streitgegenstandes wurde auf 1000 Mark festgesetzt. Als weiterer Punkt Der Tagesordnung wurde verhandelt die Klage des Heinrich Müller I. in Rommelhausen (Kreis Büdingen) gegen das Kreisamt Büdingen wegen Versagung des Wan- dergewerbescheins für seinen Sohn August Müller. Von den Parteien war niemand erschienen. Der Provinzialausschuß wies die Klage als unbegründet zurück und oerurteilte Den Kläger in die Kosten des Verfahrens. Das Offenhalten der Gaststätten am Heiligen Abend. 3n einer am Samstag in Darmstadt auf Einladung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft tattgehabten Besprechung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen im Gaststättengewerbe wurde folgende Vereinbarung getroffen; Die Arbeitgeber im Gaststättengewerbe haben selbst den aufrichtigen Wunsch, daß alle Angestellten den Weihnachtsabend im Kreise ihrer Familien verbringen. Den Gasthausangestellten wurde daher auch in früheren 3ahren durch Schließung der Lokale bzw. Dienstfreistellung am Heiligen Abend enlgegcngetommen. Die an Der Besprechung beteiligten Führer Der Ar- beitgeber-Derufsorganisationen fordern Die Mitglieder und alle anderen Berufskollegen auf, auch in diesem 3ahr Den Wünschen Der Angestellten durch frühzeitige Schließung der Lokale bzw. Beurlaubung am Heiligen Abend, fvweit irgend möglich, zu entsprechen. Daten für Dienstag, 23 Dezember Sonnenaufgang 8.04 Uhr, Sonnenuntergang 15.54 Uhr. — Mondaufgang 10.54 Uhr, Monbuntergang 19.09 Uhr. 1827: der österreichische Admiral W. o. Tegethoff geboren. Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Tv. von 1846: Weihnachtsfeier für Die Kinderabteilung, 19.30 Uhr in Der Turnhalle. — Lichtspielhaus, Bahnhof, straße: „Der Liebling der Götter" (mit Emil Jan. nings). — Astoria-Lichtspiele: „Mein Himmelreich' und „ßunopart". — Aus Dem Stabttheaterdureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, gelangt im Dienstagabonnement die Schlager-Jazz-Operette „Meine Schwester und ick" unter der Spielleitung des Intendanten zur Ausführung; Operettenpreise. — Mittwoch (Heiligabend) geschlossen. — Das Weih- nachtsprogramm ist so zusammengestellt, das der Ernst des ersten Feiertages durch die Erstauffüh- rung des Werkes von Rostanb: „Der Mann, den sein Gewissen trieb" gewahrt wird. Gerade in der schweren Jetztzeit dürfte die Aufführung dieses Wer- kes am ersten Feiertag als besonders weihevoll emp- funden werden. Die Erstaufführung findet im ' Freitagabonnement statt. Am Nachmittag des gleichen Tages, 15.30 Uhr, als geschlossene Dor- stellung das Weihnachtsmärchen: „Goldmarie und Pcchmarie". Im Gegensatz zum Ernst des ersten Feiertages bringt die Intendanz am zweiten Festabend eine musikalische, stark volkstümliche Auffüh. rung. Die Vereinigten Operetten-Bühnen Bochum. Hamborn haben für eine einmalige Aufführung in ihrer Gastspielserie die Operette „Drei arme kleine Mädels" von Willi und Walter Kollo angesetzt. Diese Vorstellung ist außer Abonnement zu er. mäßigten Operettenpreisen und beginnt der vielen auswärtigen Besucher wegen bereits 18.30 Uhr: Ende 21.30 Uhr. Ferner wird am zweiten Feiertag, um 15 Uhr. das Weihnachtsmärchen „Gold- morie und Pechmarie" gegeben. — Folgende Züge ermöglichen einen rechtzeitigen Besuch der Abend- Vorstellung am zweiten Feiertag-, ferner Rückfahr. gclegenheit nach der Vorstellung: Butzbach ab 17.39, Gießen an 18.09; Gießen ab 22.42, Butzbach an 23.11. Marburg ab 16.20, Lollar ab 16.56, Gießen an 17.06; Gießen ab 22.42, Lollar an 22.53, Marburg an 23.38. Wetzlar ab 17.51, Gießen an 18.09, Gießen ab 23.00, Wetzlar an 23.15. Nidda ab 16.25, Hungen ab 16 46, Lich ab 1659; Gie- ßen ab 22.53, Lich an 23.16, Hungen an 23.27, Nidda an 23.47. (Brünberg ab 15.47. Großen- Buseck ab 16.10, Gießen an 16.24; Gießen ab 23.00, Großen-Buseck ab 16.10, Gießen an 16.24; Gießen ab 23.00, Großen-Buseck an 23.15, Grünberg an 23.37 Uhr. *• Don Der Landes-Universität. Don der Pressestelle Der Universität Gießen wird mitgeteilt. An unserer Landes-Universität haben sich habilitiert in Der Theologischen Fakultät: Pfarrer ttiL. 0r. pbii. Paul Schütz für DaS Fach Der praktischen Theologie; in Der Medizinischen Fakultät: Der Oberarzt Der Univ.-Augenklinik Dr. Walter Rauh für DaS Fach Der Augenheilkunde; Der Oberarzt in Der Univ.- Frauenllinik Dr. Heinrich Rohenbeck für das Fach Der Geburtshilfe und Gynäkologie; Der Oberarzt am Pathologischen Institut Dr. Werner S chopper Srieflasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit Der Schristleitung.) J. D. G. Die Häufigkeit des Umsatzes des Geschäftskapitals eines Kaufmanns ist kein Anhalts- &unft für die Annahme eines wucherlichen Geschäftes. nter Wucher versteht man strafrechtlich die Ausbeutung der Notlage, des Leichtsinns und der Unerfahrenheit eines anderen in bezug auf ein Darlehen, die Stundung einer Geldforderung, ober ein zweiseitiges Rechtsgeschäft. M. 2H. Die erste Frage läßt sich nicht mit Bestimmtheit beantworten, da Ihre körperliche Kraft ausschlaggebend ist. Die Gießener Kliniken dürften im weiten Umkreis wohl die bekanntesten sein. Oie Wetterlage. Bären Aberdi nami ,on< Citri IWA viai SiQSBSS Ml—M— U woixemos O nenei ®naip otdecm. ® -u.iuü ® oeoc<.*i • negee. # Schnee o^caupem ® Hebel KOfwu'jf^umditilie.o-> xhr •eichte» Csi r.assige» 10d$uawt$t K itürnnsehe» -tordwesl Oie Piene tuegen mu dem milde. Die Deden Stationen Honenden Zafr- len geben die Temperatur an Die unten verbinden Orte mit gleiUttH neeresmveeu umgerechneten Luftdruck IVCItl VVVl .«U»)aflC. Der Hochdruckrücken, der sich in westöstlicher Richtung quer über Deutschland erstreckt, wird stark angegriffen. Besonders hat sich das skandinavische Tief südlich verlagert und schneidet die kontinentale Luftzufuhr ab. Ucber den britischen Inseln liegt heute ein geschlossener Hochdruckrücken, der ebenfalls durch das zwischen Island und Irland herannahendc Tief gefährdet ist. Da damit zu rechnen ist, daß sich das britische Hoch mehr nach dem Festlande hin verlagert, so dürfte bei uns noch keine wesentliche Umgestaltung des Wetters eintreten. Wenn auch der Rückseiteneinfluß der Skandinaoienstörung stellen weise Bewölkung herbeifübrt, so wird der hohe Druck dock noch die Vorherrschaft behalten. Bei nächtlichem Aufklaren werden die Temperaturen unter den Ge- ftierpunlt zurückgehen. Aussichten für DienS tag: Teils neblig- wolkig, teils klar, leichter Rachtfrost, meist trocken. Aussichten für Mittwoch: Dorer st noch keine wesentlich« Aenberung Der Wetterlage. Lufttemperaturen am 21. Dezember: mittags 4,1 Grad Celsius, abends 4,1 Grad; am 22. Dezember: morgens 4,6 Grad. Maximum 4,8 Grad, Minimum 2,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21 Dezember: abends 1,2 Grad; am 22. Dezemberi morgens 13 Grad Celsius. Nachruf Am 19. Dezember 1930 verschied unser hochverehrter Vorsitzender Herr Wilhelm Moeser Ermuri-Händlervereinigung E.V. 8653D Statt besonderer Anzeige, o. Kopf, Pfd. 25 Pf Q Heinrich Meißinger, Lehrer i. R Fran Auguste Bräutigam, geb. Hamel | Verschiedenes! im 80. Lebensjahre. 8647 D Frau Sophie Sieck Wwe, Gießen, den 22. Dezember 1930. 8626l> | Empfehlungen j AeliereS; felbitänb Mädchen [Stellenangebote) stellung. [8121b HM gesucht. 8643V lecken. 07872 Heute nachmittag entschlief sanftnach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe Schriftliche Angebote unter 07827 an den Gtekeuer Anzeiger erbeten. Nationale Banspnr- Aktiengesellschaft Hamburg 38. Ncuerwall 40. 5 Zimmer u. Studie, 3—4 Zimm. u. Studie, beschlaanahmesreo Gtudienrai erteilt evolnr. Nach- btlfe in Latein. Engi, u. üranz. zu madig. Preisen. Schr. Ang. unt. 07879 a. d. G. A. zu veim. Näh. J. Baer, Oüanl. 29. A. M Nacht mansbnrnl8,Tel.3612 AuskünneinRechls-, Straf«.,>amil.'Ange- leaenbetten, Gesuche, Bertiäge. Beobachtungen. Uebertvachg. und Ermittlungen vreiSw.. streng dtskr. u. an all. Orten ert. u. erledigt Detektiv- Bnrean-n.Anskunitel Inh.B.Gerz,Bad-Kan- beltn, Kuratr. 17. 138 FürWeihnachten nod Silvester empfehlen wir: leb. Karpfen lebende Schleien Ahelnsalm Seilbutt iAusschn. Zlußhechle frischen Zander Alle Sort.Secnichc, Gänkeleberpasl. in Zerrtnen u. Losen, Gänselebcrwurit. Kaviar, ff. Beluga- Malofol Fiichkoniervcn Brann,chtv.u.Tbil- rina.Wurstwarcn, Vollsetten Käse in grober Auswahl. Zwecks Räumung eines Postens Sviriluosen mit 20 "/o Rabatt. DeUkatcnkörbe in jeder Pielslage u. eigener Zusaiumen- nach auswärts aes. Zu er fr. in d. Geschst. d. Gien. Anz. 86480 MilllererBnaoiler Bries u. Nr. 8432 zu spät erb-, da v. auswärts. Erb. nochm. LebenS-. u. 07875 an den Gieß. Anzeiger. Selbständiger Kaufmann ev., 24 ,^abre,wünscht die Bekanntschaft eines neuen jungen Mädels m. Berinög. zwecks spät. Heirat kennen au lernen.. Zuichrtst.m. Bild u. R. S. hauptvostlag H. Kenner Braudgaast 3. Schöne Büroräume in allerbester Ge- schästslage, m. Zen- iralheizung au vermieten. Schr. Ang. u. 07865 a d. Gß. Anz. KurzgeschmtteneS Anmachholz liefert 8581U 3. Deller Zimmergeschäft, Yclbocftern. Leu Gr.°Linden,259. Verlobungs-Anzeigen liefert die Brühl’sche Druckerei Schöne 4- evtl. 5-Zimm. - Wohn, deichlagnabmcsrei, sonnig, in bester Wohnlage, 1. Et., los. od.ivät. z.vrm. Parkett, Linoleum. Warmwasser. Zentralheizung, Bad. Tavet. n. Wunsch. Ausstatiungsbeitr. t. Lorin von Mieivor- ouszahlg. erw. Schr. A ngu. 07876 ad.G.A. Im Namen aller Hinterbliebenen: Anna Meißinger, geb. Nicolaus. In der Nacht zum Sonntag verschied nach kurzem Leiden sanft und friedlich meine liehe Frau, unsere gute, unvergeßliche Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Julius Bräutigam. Zu vermieten l^.b 2 Zimmer- evtl. 4-Zimmer-Wobn. mit ttüche nebst Zubehör sof. zu uerin., Neubau. Agentur »red. Schopp, Bladen- bacti, Bornsbach 21. Für die vielen Beweise herzlicher Teil' nähme beim Hinscheiden des Ent' schlafenen innigsten Dank. Mhkursus Neu -Anmeldung bis 15. 1. 1931 kann erfolfl.beiBrnaKratz, Langsdorf(O.H.) wtD SUMM Zreibant Dienstag, (»ar.zD den 2 Dez. 1930, von 8 Uhr ab Jleischvettaus Gießen, den 2L Dezember 1930. Die Trauerfeier mit Einäscherung findet Dienstag, den 23. Dezember, nachmittags 2'/, Uhr, in uer Kapelle des Neuen Friedhofs statt Beileidsbesuche dankend verbeten. tilü-Betten (Stahl a. Holz) Polster. Sdilafzimm^Stahlmalr. Kinderb.Chaiscl. a-Pri- vate. RatenzL Katal.fr. Eisenmöbelfabrik Sahl Pfund 40 Pt. Gießen, den 21. Dezember 1930. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Dezember, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. d654D ViMgr IKredenz, ITrameaa- Spiegel, ZNähmaschi- nen, 1 Schreibusch (roh), 1 Partie Win- terloppen nnd Wind* Der Entschlafene stand seit mehreren Jahren an der Spitze unserer Vereinigung und hat sich um deren Aufbau durch umsichtige und tatkräftige Arbeit außerordentlich verdient gemacht Immer hilfsbereit und von stets aufrichtiger Gesinnung ist er uns allen ein lieber Freund gewesen, an dessen Bahre wir tief erschüttert stehen. Wir werden ihm ein treues und ehrendes Andenken bewahren. klWMW neu, zu verkauf. o?»» Neuen Bäne 15,Laden. Bezirksverlreler bezw. CeneralverlreteF Weihnachtswunsch! Mühlenbesitzer und Landwirt, evannel.. Witwer, Mitte 40er, sucht Lebensgefährtin m. etwas Bermögen. Anschriften mit Bild utuer 86091) an den Gießener Anzeiger. Berschwlegenhett __Ehrensache! Seer von auswärts sucht die Bekanntschaft eines netten Mädchens, zwecks ivät. | Kaufgesuche [ Gebrauchtes Motorrad oder Klein Agio gegen Kasse zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unter 07871 an den Gießener 'ViiiAeiner. Maleisdi Telephon 3685 |stellengesuche| SinöergOrtneiin mit guten Zeugn. iucht Stelle iu Kindern, nur für nachmittags. Schr. Angeb. u. 07877 an den Gieß. Ans. erb. wir warnen Sie ArcnÄewerbungcn auf Anzeigen ohne Namen Zeugnisse, Urkunden ob sonst wichtige Papiere beizufügen: Abschriften genügen zur Einl'ttung v. Bristellunasvechand» unaen. Oft ist und der Auftraggeber unbekannt undindtesenZällcnkön. nen wir nichts tun für k>. Wiedererlangung der ScwerbungSunterlaqcn Gßetzenev Aureigev Telephon 2213 Gießen Selters weg 38. Beste Ausführung in: 86410 Brautsträußen. Myrthenkränzen Blumenkörben usw. Bf“ Heiligabend Verkauf bis 6 Uhr. Bliimenhans Dien Wohnung | Verkäufe | GüleKaoarieii'lläiioe au verkaufen. 07858 Schottstraße 15III r. Zwei gebrauchte JeziWliM"kn eine gebrauchte Tafelwaage, billig au verkamen. 07868 Löberltrake 19 H. Gesackt a.Privathand gegen mäßige Zinsen II MHI l.Hyvoibekauf land- wlnfchasll.Anwesen, onsgenchiliche Schätzung 35000 Mk. Schriftliche Angebote unt. 07862 an den Gleüener Anzeiger. Gut gearbeitete Mselogp Hai abzugeben. M8W D. Linker Polster- u. Tapezier- geschält, Vudivtgstr.33 Waschsamt in besonders großer Auswahl, moderne kleine Muster, 70 cm breit...........2.80, 2.30, 2.20, 1.75 Gebr. Imheuser Das Stoff-Spezialgeschäft a. Marktplatz mit Sonderabteilung „Mäntel“ Als Fest-Geschenk nur eine Radio-Anlage von Ing.H.Brinkmann Aelteste Fachfirma Größte Erfahrung Bahnhofstraße 56 - Kolonnaden am Bahnhof - Heuen Bäue Große Auswahl nur erstklassiger Modelle - Auf Wunsch bequeme Teilzahlung 8175 A Emil Pistor Nacht i Schlittschuhe I Rollschuhe Schneeschuhe < Rodelschlitten j mit allem Zubehör /, NJ ,n;hosuo Marktstraße 10 8?4ia Fernsprecher 2261 Bettvorlagen Bettumrandungen Läufer kauft man preiswert bei Heinrich Hochstätter Ausstellung Mäusburg 5 — Verkauf Brandplafz 1 8442 A Vereine Bavaria Damen Weihnachtsfeier Samstag, d. 27. Dez. i3. Feiertag), abends 8 Uhr, aus d. Kneipe Hoiel Köhler. 864SD Tausch - Verlosung Stadttheater Dienstag,23. Dez., v. 10‘ 2b.flen.221;? u.. ll.Dlenslag-M.-vrsl. Cpexeitcnptelfe Me neSchwester undich Musikal. ^uilsptel — Fazz Operette-von Robert Blum. Musik u. Gefangsierte von Ralph Benätzky. WeihnachtS- biite! Die Herberge zur Heimat richtet auch in dlesemJahre wieder eine herzliche Bitte an dieBurger- schaft, mitAuhelfen. den Weihnachtstisch für fremde Wanderer au decken. Die Not und Zahl iftnrofl. auch solcher, die durch die Zeit- Verhältnisse dahm ge bracht worden find. Gaben an Geld, Wäsche, getr. Kleider, Lebensmittel re. werden dankbarvom Unterzeichneten eni- negenflenomiueu. Aus rel.°Anriis2378 werden die Gaben abgeholt. 8376D Namens deS Vorstandes Loh, Hausvater. Kakteen kauft man im Spezialgeschäft Blumenhais Dietz Selterswe4 38 Gießen Telephon 2213. JM- Heiligabend Verkauf bis 6 Uhr. Z Jeder Käufer \ Z einer X / photogr. Kamera \ I ei hält an folgenden Tagen 1 I kostenlosen Unterricht I 1 8., 13., 15. Januar, 2. und 4. Febr., / \ 19-20 Uhr / \ Photo-Winterhoff / Kreuzplatz 9 ^Z 8S55A Meine letzte Sendung [07880 Weihnachtsbäume Verkauf von 50 Pf. an. cnöß. zu jedem an- nehmb. Pretie. Erich Bock, Liebigstr.UZ, Tel. 2432, gegenüber dem Konsumverein. Betrifft: Müllabfuhr. Bekanntmachung. Am Mittwoch, dem 24., und dem 31.d.M. wird Hausmüll nur an den Vormittagen abgefahren. Die Anwohner der Straßen, in denen regelmäßig am Mittwoch Müll abgefahren wird, werden ersucht, die Müllgefäße an diesen beiden Tagen alle morgens um 8 Uhr herauszustellen. 85760 Gießen, den 18. Dezember 1930. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. Unterzeichnete Gemeinde ist Käufer eines Zuchtebers (veredeltes Landschwein). Besitzer wollen sich melden. 8642D Grüningen, den 20. Dezember 1930. Hessische Bürgermeisterei Grüningen. Euler. 1 Für „Sie“? die moderne Abendtasche oder Stadtkofter Für „Ihn“? lederne Schreibmappe oder Brieftasche Für „Es“? hübsches Besuchstäschchett oder Büchermappe «652D Oifenbaclier Lederwarenvertrieb C. Röder «HT-Kirchenplatz 9 Weiterer Preisafitai für die Feiertage! la Rind- and Otanflelsch.......1.05 laBoaslbeel and Lende.........1.15 la junges Masllleisdi..........0.80 la Kalblleisch, andi Rollbralen.... 1.05 la Schweinelleisdi z. Brat. a.Bo'M. 1.10 laFleisdiwarst and RindswarstcheoLOO Stets frisches Hackileiscö.......1.00 Achten Sie auf unser Weihnachts-Schaufenster Metzgerei Jakob Neuenweg 18 • Telephon 3160 /86« am von Heinrich Hochstätter Zwangsversteigerung 54/30 Am Freitag, dem 9. Ianuar 1931, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichts- gebäude zu Gießen die nachstehenden, im Grundbuche von Gießen dem Fuhrunternehmer Wilhelm 3akob in Gießen zuge- schriebenen Grundstücke 7392D Flur 3, Jlr. 225 = 277 qm hofreile, 3n den Eichgärten 7lr. 37. geschätzt 4025 Reichsmark, Jlur 3, Rc. 2245/iO = 795 qm Grobgarlen, geschätzt 3975 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Stadthaus, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 28. Oktober 1930. 3 A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher „Rieker66- Skistiefel in allen Gröden im Scbubhans HERBERT MarttplatU neben d.Enöelapntbeke ________________________________H179A Nr. 299 Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag, 22. Dezember (930 Der entscheidende Schritt zur Finanzsanierung! Son Dr. ftarl 6 emer, M. b. X Die ReichZregierung hat sich bei ihrem Reichs- unb UMrl chaftsprogramm bekanntlich damit ab- gefunden, baß das laufende Finanzjahr 1930 mit einem Defizit abschließt, def'en Abdeckung man aufdemWegebesKrebits bewerkstelligen will. Die Schwierigkeiten des laufenden Jahres hofft sie durch das Vertrauen zu besiegen, das aus der Tatsache erwächst, daß vom 1. April 1930 ab nach so manchen vergeblichen Anläufen wirklich das innere Gleichgewicht der deutschen Finanzen aus der ganzen Linie wiederhergestellt ist. Deshalb ist der öffentliche Haushalt für 19 3 1 der Prüfstein und Eckstein für daS ganze Gebäude der Sanierung. Das gilt nicht nur rein finanzpolitisch, sondern ebensosehr wirtschaftspolitisch und vom Stand- punkt der allgemeinen Politik aus. Das gilt vor allen Dingen aber aus dem Gesichtspunkt der deutschen Austenpolitik, die von der großen Mehrheit des deutschen Volkes erstrebt wird und deren wichtigste Voraussetzung die Wiederherstellung des Vertrauens zu Deut chlands Fähigkeit ist, die notwendige Ordnung im 3nnern aus eigener Kraft wiederherzustellen und zu sichern. Damit wird es für die gegenwärtige Reichsregierung zu einer Frage von Leben und Sterben, ob sich der von ihr für 1931 vorzuschlagende Haushalt gegenüber allen Entwicklungen der Wirtschasts- und Finanzlage als hieb- und stichfest erweist. 3brc Autorität müstte zum gröstten Schaden des Landes zusammenbrechen, wenn ihre Rechnung in diesem Punkte fehlschlägt. Wer aus wichtigsten Gründen des Reichsinteresses jede denkbare Sicherheit zu schaffen bemüht ist, dah der Reichsregicrung ein solcher Zusammenbruch erspart bleibt, leistet ihr wertvolle Hilfe und ist über den Verdacht erhaben, Krisen heraufbeschwören zu wollen. Die Deutsche Volkspartei hat nach der Erledigung der grosten Rotvorordnung vom 1. Dezember 1930, welche die Voraussetzungen für die Haushaltsgestaltung geschaffen hat, durch einen besonderen Antrag von der Reichsregierung gefordert, dast durch weitere Einsparungen am Reichshaushalt in Höhe von mindestens 300 Millionen Mark di e Sicherheit für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Haushalt für das 3 ahr 19 3 1 fester verankert werde. Sie verlangt die zu diesem Zwecke erforderlichen Vorschläge alsbald, damit sie mit dem vorliegenden Haushaltsentwurf gemeinsam vor dem 1. April 1931 beschlossen und ungesäumt verwirklicht werden können. Diese Forderung erklärt sich aus der näheren Betrachtung der dem Haushaltsplan zugrundeliegenden Einschätzung der Einnahmen, welche zwar weitgehend der bisherigen Wirtschaftsentwicklung Rechnung trägt, aber die Tatsache noch nicht in genügendem Maste berücksichtigt, dast die Senkung der Preise und Lohne, welche die Regierung zur Zeit mit Rachdruck betreibt, auch einen entsprechenden Rückgang des gröstten Teils der Steuern und Abgaben zur Folge haben must, außer- dem aber bis zu ihrer vollen Durchführung einer Belebung des Geschäfts im Wege steht. Die günstigen Auswirkungen dieser Aktion können sich erst von dem Augenblick an geltend machen, in dem sie abgeschlossen ist. Dann aber wird es von einer ganzen Reihe anderer Faktoren abhängig bleiben, in welchem Maste die angestrebte Konjunkturbelebung während des Jahres 1931 bemerkbar wird. Selbst eine stärkere Entfaltung der Wirtschaft würde für die Einnahmen des Reichs frühestens im 3ahre 1932 einen Auftrieb bewirken können, und deshalb erfordert es der gesunde Menschenverstand, sich durchaus darauf einzurichten, dast während des Jahres 1931 der fortgesetzte Rückgang der öffentlichen Einnahmen feit Mitte 1929 als ein Prozeß beurteilt wird, dessen Stillstand nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden darf. (Auch im Rovember sind die öffentlichen Einnahmen weiter zurückgegangen.) Frankfurter „Christkindchesmarki". Don Karl Neurath. Früh am Morgen kam ich nach Frankfurt. Heber 3ahr und Tag wieder einmal. Gelassen steht die alte Stadt in der veränderten Zeit. Sie weist zu leben, wie je. Erglüht zwischen Gegenwart und Erinnerung geht man dahin: gehobenen Herzens, und kehrt nach heiterer Hmschau aus der flutenden Zeil beglückt am Hirfchgraben ein, wo Frau Ajas lebhaft bewegter Geist noch immer spürbar ist und das etwas matte Bild des jungen Wolfgang Goethe mit ihrer jugendlichen Lebendigkeit an- mutvoll überstrahlt. Man hört ihr freimütiges Lachen, das sich unbekümmert über die Enge des Daseins hinausschob und selbst den verdrossenen Herrn Rat bezwang, und steht dann einen Augenblick betroffen, vor einer fremden Welt, wenn man aus den behäbigen Stuben eines wohl gesicherten Bürgertums wieder auf die Straste tritt. Versonnen läßt man sich treiben vom hastenden Strom, durch enge Gassen, über schmale Höfe, an vergessenen Winkeln vorbei, und steht plötzlich auf dem Römerberg und am hellen Mittag in einem Märchen. Jahrhunderte find mit eins versunken, als wären sie nie gewesen. Unbekümmert und verwegen nebeneinander geschachtelt, scharen sich die hoch aufgeschohten Häuser bunt und wirr um den Gerechtigkeitsbrunnen, innig gefeilt dem ansehnlichen Römer (wo die deutschen Kaiser ihr Krönungsmahl hielten), alte Häuser, angetan mit leuchtenden Farben, blau und rot und gelb und grün, satt in das dunkele Fach- werk hineingeseht, in windschiefen, wunderlichen Lagerungen ein Stock über den anderen gefragt von Zinnen und Gauben und Giebeln abenteuerlich wehrhaft überfchmückt, vorn Hauch ritterlicher Geschichte bedeutungsvoll umflossen. Der Römerberg zu 3ung°Goethes Zeit. Ein Stuck Deutschland aus vergangenen Sagen, mitten in der tosenden Großstadt. And just hat auch der Weihnachtsmarkt begonnen. Buden und Zelte sind in fröhlichen Reihen über den weiten Platz gestreut, es duftet nach Backwerk und Leckereien, es schimmert von Sil- I verglanz und Flittergold, und der Wald, der mit . tausend Bäumen in die Stadt gekommen ist, er- j Landwirtschaft und Preisabbau. Aus Landwirtschastskreisen werden wir um Ausnahme folgender Zeilen gebeten: -Der Preisabbau ist heute das Tagesgespräch. Wenn von Preisabbau die Rede ist. denkt der Verbraucher aber immer zuerst an die Lebensmittel, wie Milch. Fleisch. Brot usw. Dast hier jedoch ein Preisabbau auf Kosten der Landwirtschaft nicht erfolgen kann, sollte flat auf der Hand liegen. Die deutsche Landwirtschaft verkauft für ungefähr 9 Milliarden Mark Produkte, wofür der letzte Verbraucher ungefähr 18 Milliarden Mark bezahlen muh. Aus diesem Mißverhältnis allein ergibt sich, dast der notwendige Preisabbau bei den Lebensmitteln bei der Handelsspanne einsehen must. In landwirtschastlichea Kreisen ist befürchtet worden, dast die Bemühungen um Senkung der Handelsspanne auf Kosten der Landwirtschaft ausgetragen würden. Hiergegen verwahrt sich die Landwirtschaft. Preisabbaumaßnahmen finden die produzierende Landwirtschaft in energischer Kampfstellung. Die Handelsspannen bei Frischmilch, Fleisch, Gemüse. Obst und anderen Lebensmitteln sind so hoch, dah man sie wohl herabsehen kann. Aber auch auf anderen Gebieten, denen der Bedarfsgegenstände des Landwirts, must es heißen: Preisabbau. In erster Linie bei Kunstdün- gcr (Kali. Stickstoff, Kalk), ferner bei 3 ndu - strieerzeugnisfen, w i e Landmaschine n usw., die in ihren Preisen weit über den Vorkriegspreisen liegen. Auch die Elektrizität und die eleftiifcbcn Maschinen sind viel zu teuer. Allgemein ist festzustellen, daß Industrie und Handel für die Rotlage der Bauern wenig Verständnis zeigen unö von den Preisen dieser landwirtschaftlichen Bedarfsgegenstände nichts ab» lassen. Dabei steht fest, daß im Handel bei vielen Produkten Preisaufschläge von 30 bis 40 Proz. auf die Großhandelspreise üblich find. Hier hätte schon durch die landwirtschaftlichen Organisationen, ehe die Preisabbaufrage von der Regierung aufgerollt wurde, eine Preissenkungsaktion eingeleitet werden müssen, insbesondere gegen die Tüngemittclsyndikate. und sei es mit dem Machtmittel eines Käuferstreiks, ter ja jetzt durch das Richtkaufen und auch durch das Richtkaufenkönnen von Düngemitteln praktisch sowieso in Erscheinung tritt und in einem Rückgang bis zu 40 Prozent der Düngemittelherstellung zum Ausdruck kommt. Auch noch auf einem anderen Gebiete, dem des ländlichen Handwerks, muß ein Preisabbau ein- gelcitet werden. Es soll nicht verkannt werden, daß Steuern und Löhne für das Handwerk sehr gestiegen sind. Immerhin ist es aber nicht gerechtfertigt. wenn heute z. B. ein Husbeschlag für ein Arbeitspferd 100 bis 120 Prozent mehr kostet als 1913. Aehnliche Verhältnisse liegen bei den anderen ländlichen Handwerken vor. Die Preise für landwirtschaftliche Produkte dagegen liegen bei dem Getreide 14 Prozent und bei den Kartoffeln um 54 Prozent unter den Dorkriegspreifen. Man sollte sich doch vor Augen halten, dah das ländliche Handwerk, die Landmaschinenindustrie und der Handel zusammen mit dem Bauer eine Schicksalsgemeinschaft bilden. Geht es noch einige Zeit so weiter, dann wird der Bauer überhaupt nichts mehr kaufen können. And die Leidtragenden werden dann auch jene sein, die heute noch vom Dauern verdienen, die Lage der Zeit aber nicht erkennen und darum sich selber den größten Schaden zufügen." Run sind aber für einen solchen Fall im Reichshaushalt 1931 feine r le i Reserven enthalten; er enthält vielmehr eine ganze Reihe von schwachen Momenten, die schon jetzt in seinem Ausbau erkennbar sind und von der Regierung selbst zugestanden werden. Da letzten Endes die Leistungsfähigkeit eines Volkes den allein zulässigen Maßstab für die Bemessung seiner öffentlichen Ausgaben abgibt und in Deutschland bis über die Grenze des Möglichen hinaus bereits jetzt in Anspruch genommen ist, kann die unentbehrliche Reserve nicht anders als durch eine weitere Senkung der Ausgaben gewonnen werden. Eine solche ist schon 1931 mindestens noch in der Höhe weiterer 303 Millionen möglich, auch bann, wenn man auf manchen Gebieten die von der Regierung bereits vorgesehenen Ausgabenfenkungen als das Höchstmaß des Durchführbaren ansieht. Ra- turgemäß liegen diese Senkungsmoglichle'ten nicht ausschließlich im Reichshaushalt selbst, bei dem insbesondere das Gebiet der Sachausgaben und der Fonds in Frage kommt, sondern sie liegen noch weit mehr in den vielen Einrichtungen, die abseits des Reichsetats auf Rechnung ber Allgemeinheit geführt werden. Sie liegen auf dem Gebiet der beschleunigt durchzuführendeir V e r w a 11 u n g s ve re i n f ach u n g. S e sind auch in ebenso großem Umfang bei den Ländern und Gemeinden gegeben. Hier die endgültigen Dorschläge zu finden, zu formulieren und gesetzgeberisch zu unterbauen, ist die Aufgabe der verantwortlichen Deichsregierung und der Bürokratie, und daher schiebt der Antrag der Deutschen Dolkspartei die Initiative mit Recht ber Reichsregierung zu, bie mit ihren Hilfsmitteln ebensowohl in ber Lage ist, bas Erforderliche zur Sicherstellung des Ctars vorzubereiten, wie sie in ber Lage wär, innerhalb einer Zeit von 6 Wochen bas umfangreiche Werk ber Rotver- orbnung vom 1. Dezember 1930 zu schaffen. 3m übrigen besteht Anlaß zu ber Annahme, daß der Antrag ber Deutschen Dolkspartei sich nicht nur mit ähnlichen Auffassungen in anbeten Parteien begegnet, fonbern auch im Schoße ber Regierung selbst auf gleichgerichtete Erwägungen füllt bie prickelnde Winterluft mit herbem Tannengeruch. Kinder gehen um bie bescheibenen Herrlichkeiten, bie verlockend ausgebreitet sink), mit großen Augen herum, verweilen vor ben steifen Puppen, ben eckigen Holzpferbchen unb lächeln beglückt in ben Tag. Vielleicht spüren sie ben Herzschlag, ber diesen Dingen bas bißchen Dasein gegeben hat... vielleicht spüren sie etwas von bem großen Geheimnis bes Lebens überhaupt... Nuch bie Erwachsenen, bie vorübereilen, blei» ben zögernb stehen, werfen einen raschen Blick in ihrer Iugenb, ehe sie weitereilen. Hnb selbst ber Herrgott hat seine Freude an dem Treiben. Er greift in eine Wolke hinein und wirft eine Handvoll Schnee über bie Dächer und den Markt und den Dom. Weih riefelt cs hernieder. Unö da ist plötzlich eine liefe Besinnlichkeit in den Menschen unb eine ergriffene Scheu... Sie gehen dahin, als mühten sie ganz heimlich tun, der Lärm verstummt, die Hast verebbt... Es ist fast feierlich... Das Weihnachtswunder hat fein Auge auf- geschlagen ... Polizeioffiziere verkaufen die Weihnachtszeitung. 3n Detroit jährt es sich in der Weihnachts- Woche dieses Jahres zum zwanzigsten Male, bah einige Oentlemcn ben Good-Fellow-Klub ber ehemaligen Zeitungsverkäufer ins Leben gerufen haben. Sämtliche Mitglieder verkauften anno dazumal auf der Straße die neuesten Morgen- unb Abendblätter, unb sämtliche haben es zu etwas gebracht. Der eine ist ein Bankbirektor geworben, ber anbere avancierte zum Zeitungsverleger. ber britte zum Polizeioffizier; jedenfalls sind alle ehemaligen Zeitungsjungen bessere Herren geworben. Sie benfen aber (im Gegensatz zu so manchem Europäer!) nicht daran, ihre „Vergangenheit" zu begraben. Im Gegenteil! Die „Ehemaligen" halten wie Pech unb Ähwesel zusammen unb sorgen geradezu vorbildlich für die tatkräftige Unterstützung des Rachwuchses. worunter die heutigen „Kollegen" zu verstehen srnb. Wirklich begcwte und geschäftstüchtige Zeitungsverkäufer Haden — zumindest in Detroit — die Sicherheit, von ihren „alten Herren" mit 2kat und Tat versehen zu werden wenn sie vorwärts kommen wollen. Unb jährlich einmal, gerade in ber Weihnachtswoche, stellen sich bie stößt. Wer solche Erwägungen vernachlässigt und mit dem Gedanken spielt, eine hervor tretende Schwäche des neuen Haushalts etwa durch neue steuerliche Maßnahmen auszugleichen, wird sich darüber klar sein müssen, bah, von ber Opposition ganz zu schweigen, keine ber Parteien, welche ber Regierung auf dem Wege ihrer bisherigen Rotverorbnungen gefolgt ist, die Verantwortung dafür übernehmen kann, im Jahre 1931 durch die Bewilligung^ irgendeiner neuen Steuer die Unzulänglichkeit des Finanz- unb Wirtschafts- Programms der Regierung zuzugestehen und damit die außerordentlichen Opfer als umsonst gebracht anzuerkennen, die alle diese politischen Gruppen unter Zurückstellung so vieler sachlicher und politischer Bedenken und unter bewußter Aufopferung eines großen Teils ihrer Popularität im Interesse des Reichs bisher gebracht haben. Daher müßte bereits das Auftauchen neuer Unzulänglichkeit ber Reichsfinan- Aen ben Zusammenbruch ber politischen Basis ber Regierung Brüning bebeuten. Auch eine neue Notverordnung würbe sie in einer solchen Lage nicht retten können, denn es würde ihr bie Autorität fehlen, sie mit ober ohne Parlament unb gegen bie öffentliche Meinung aufrechtzuerhalten unb burchzuführen. So ist biefer Antrag in ber Tat der erhobene Finger des deutschen Schicksals. Zwangsetatisierung für Dillenburg? Dillenburg, 21. Dez. (WSN.) In einer dringlichen Sitzung lehnten bie Stadtverordneten eine Magistratsvorlage ab, wonach bie Deckung bes voraussichtlichen Fehlbetrags durch Erhöhung ber Real steuern herbei- geführt werben sollte. Auch bie fBier ft euer würbe bereits zum brittenmal abgelehnt, lieber- raschenberweise würbe jeboch bie Sürgerfteuer, die ebenfalls wiederholt abgelehnt worden war, angenommen. Da der Fehlbetrag sich mit den bewilligten Mitteln noch nicht decken läßt, will die Verwaltung die Entscheidung der Regierung anrufen, so daß es nicht ausgeschlossen ist/ daß für Dillenburg ein Staatskommissar bestellt wird. Klubmitglieder sogar persönlich in den Wohlfahrtsdienst, indem sie, für einen Tag ihrem neuen Beruf untreu werdend, wieder Zeitungen verkaufen' die Weihnachts-Sondernummer ihres Vereinsblattes, der „Good-Fellow-Zeitung". Auf der Woobwarb-Avenue, der großen Hauptstraße von Detroit, nehmen bie ..Ehemaligen" Aufstellung. Der Herr Bankbirektor stellt sich neben feinen Sechssitzer, ber Verleger postiert sich vor seinem eigenen Zeitungspalast, ber Polizeioffizier steht in schmucker Galauniform an der Ecke unb alle schreien sie aus Leibeskräften wie einst im Palast: „Extrablatt! Die feine Sondernummer für groß unb klein! Kaufen Sie, solange ber Vorrat reicht! Einmalige Gelegenheit! Preis freibleibend wir nehmen auch ben kleinsten Betrag!" — 3m Vorjahre verkauften bie ©entfernen für 51 000 Dollar ihr Extrablatt im Dienste ber Wohltätigkeit. Dann haben sie eine „Kleinigkeit" beigesteuert unb führten runde 100 003 Dollar an bie notleibenben Familien ihrer „Be- rufsgenofsen" ab... Die Dattel und der Weihnachtsbaum. Auf bem Weihnachtsteller finden sich neben ben altgewohnten Aepfeln unb Rüssen, neben Pfefferkuchen unb Marzipan auch vielfach Satteln; dies geht auf einen uralten Brauch zurück. Zu keiner 3ahreszeit werben soviel Sat.eln gekauft wie zu Weihnachten, unb fast zwei Drittel der jährlichen Datteleinsuhr kommen unter den Christbaum. Warum dies geschieht, davon erzählt Walter Roldner in Reclams Universum. Auf einem der schönsten Werke Martin Schongauers bem Kupferstich ber »Ruhe auf ber Flucht ', finbet sich die Darstellung einer Dattelpalme, mit ber sich Botaniker unb Volkskundler viel beschäftigt haben. Wie kam ber altdeutsche Meister zu ber Wie- bergabe dieses exotischen Baumes, den er nie gesehen. und warum durfte bie Dattelpalme auf diesem sonst so deutschen Bilde nicht fehlen ? Der Baum ist feit jeher ein S i n n b i l b d e s M o r- genlandes und eng mit den Vorstellungen vom Paradies verknüpft. Auf einem alkrömischen Kaisersarkophag aus der Zeit um 450 n. Chr. in der Grabkapelle der Galla Placidia in Ravenna sehen wir neben dem Lamm, das Christus bedeutet. zwei Dattelpalmen mit zwölf Früchten, zu deren Füßen bas Walser bes Lebens in vier Quellen entspringt. Das ist bie Darstellung bes Garten Eben, in dessen Mitte nach der Erzählung des Zum 400 Todestag des Humanisten pirkheimer. Willibald Pirkheimer nach dem Dürerschen Holzschnitt. — Dor 400 Jahren, am 22. Dezember 1530, starb zu Nürnberg Willibald Pirkheimer. der große Humanist. Anfänglich sympathisierte Pirkheimer mit Luther, entfremdete sich aber allmählich der Reformation. Neben seinen Ucbersetzungcn aus dem Griechischen schrieb Pirkheimer die Geschickte des Schweizerkriegcs von 1499 „Bellum Helveticum“. Um das pädagogische Institut zu Darmstadt. Cine Erklärung her evangelischen Kirchenregierung. Die Kirchenregierung der Evangeli. s ch e n Landeskirche in Hessen hat sich in ihrer Sitzung vom 18. d. M. eingehend mit der präge der Erhaltung des Pädagogischen I n - stitutes bei der Technischen Hochschule zu Darmstadt befaßt, da der Plan einer Aufhebung des Darmstädter Pädagogischen Instituts nicht nur in der hessischen Lehrerschaft, sondern auch in der evangelischen Bevölkerung stärkste Beunruhigung hervorgerufen hat. Die Kirchenregie- rung teilt die schweren sachlichen Bedenken, die dem hessischen Staatspräsidenten bereits mündlich zur Kenntnis gebracht worden sind. Sie betont dazu vor ber Oeffentlichkeit noch besonders folgendes: 1. Eingedenk der Tatsache, daß wir in früheren Jahrhunderten in Hessen schon vielfach akademisch oorgebildete Dolksschullehrer hatten und daß eine allgemein akademische Vorbildung der Lehrerschaft durch die neuste Entwicklung wieder angebahnt wurde, befürchtet die Kirchenregierung, daß mit der Entfernung des Pädagogischen Instituts von der Technischen Hochschule wieder eine rückläufige Entwicklung einsetzt. 2. Nachweislich stammen mehr als die Hälfte der hiesigen Studenten des Pädagogischen Instituts aus den, weit überwiegend evangelischen Darmstadt und aus seiner fast rein evangelischen Umgebung. Eine Verlegung nach dem überwiegend kathoiischen Mainz mit seinem fast rein katholischen Hinterland muß zur Folge haben, daß es vielen Evangelischen, insbesondere aus der Arbeiter- und Bauernbevölkerung, außerordentlich erschwert wirb, sich bem Lehrer- beruf zu widmen. Die evangelische Kirche aber muß besonderen Wert darauf legen, daß der Nachwuchs der evangelischen Lehrerschaft gerade auch aus diesen wertvollen Kreisen ihr gesichert bleibt. Dies um so mehr, als cs nach Aufhebung des Friedberger Lehrerseminars denselben Kreisen der fast rein evangelischen Provinz O b e r h e s s e n fast unmöglich gemacht ist, ihre Söhne unb Töchter bem Lehrerberuf zuzuführen. 3. Die Parität, deren Wahrung für ben Staat eine selbstverständliche Pflicht ist, verlangt, baß bas Institut in Darmstadt bleibt. Es wäre eine Verletzung ber Parität, wollte man bie feiner- 2Ilten Testamentes ber Baum des Lebens wuchs. <)er, für jeden Monat bes Jahres eines, im ganzen -Wolf Früchte trägt. Diese Verbinbung ber Para- biesvorstellung mit der Dattelpalme geht in bie öftesten Zeiten ber Kultur zurück, denn die Heimat dieses Baumes ist ja wohl in Mesopotamien zu suchen, das auch die Stätte des Paradieses ist. Die Dattelpalme, eine ber ältesten Rut-p lanzen, ist bereits in altsumerischer Zeit im Zweistromlanb in Kultur genommen worden und wurde von den Sumerern aus Vorderindien itiitgcbradjt, die bie in Inbien heimische Walbpalme Derebelten. Die Entwicklung ber Riesenstäbte bes Altertums Babylon unb Riniveh beruht auf ber Dattelkultur, bie in ben Oasen bie besten Lebensbedingungen fanb unb als heiliger Daum verehrt wurde. Die ^nstliche Befruchtung unb Vermehrung der Baume erfolgte bei Festen, bei denen Priester chese heilige Handlung vornahmen. Erst verhältnismäßig spät, ums Jahrtausend v. Ehr., kam die Dattel nach Aegypten, und sie ist noch heute m ganz Rordafrika und Arabien, ebenso wie in Palästina die wichtigste Ruhpflanze, die dem Araber die wesentlichen Tinge für fein Dasein lie- suchte sind fein Hauptnahrungsmittel, die Dattelkerne dienen als Schmiebekohlen, ber Stamm liefert Ruyholz, aus ben Blattfasern werden Matten geflochten, bie jungen Blätter geben ein wohlschmeckendes Gemüse, ber Saft bes Stammes wirb zu Palmzucker und Palmwein verarbeitet, und aus ben minderwertigen Früchten werden Dattelfirup, Dattelschnaps und Dattelkaffee gewonnen. So wurde also dem christlichen Mittelalter die Dattelpalme als das bezeichnendste Symbol des Orients erscheinen, und die Darstellung der Geburt Christi erhielt eine besondere Romantik durch die Anbringung dieses exotischen Baums der sich auf allen größeren Krippendarstellungen fmbet. Tie christliche Mystik sah in ihm den Baum des Lebeirs, ein Sinnbild der göttlichen Vorsehung, und der Volksbrauch schrieb der Dattel wundersame Heilwirkungen zu. Als solch ein Zeichen geheimnisvoller Märchenfeme ist sie auch unter unseren deutschen Weihnachtsbaum ge- kommen. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Gerhard L a s s a r in Hamburg bat ben an ihn ergangenen Ruf auf ben Lehrstuhl für öffentliches Recht an berilniberfität Greifs- w a l b als Nachfolger von Pros. Reuwiem abaw lehnt. v;-■- HD- 1. Fortsetzung Nachdruck verboten. Sie kleine Aicoleile Roman von Paul Hain Da war baß leise girrende Lachen um ihn. ba« er von ihren Rollen her kannte E« iKrtolrrtc ihn Immer wieder SS rührte seine Sinne auf. „Werden Sie nicht, Norma -" Sie sagt« nicht nein Aubert Wördehoff, der sich hoch gerungen. gefiel ihr, rein als Mann Und er stellte |n auch was dar als Künstler Sine solche Sh« konnte ihr nur von Vorteil sein, daS wußte sie Die grau eines bedeutenden Dichter» — es war wohl ein bißchen romantisch» aber es Oberheffen. Büraermeisterwahl in Ulrichstein. 8 U l r i ch st c i n, 22. Dez. Bei der gestrigen Bürger m ei st er-Stichwahl in unserer ©tnht erhielt ‘Iklfleorhneler Karl Geist 268 Stimmen, der seitherige Bürgermeister Karl 'Appel II. 206 Stimmen. Beigeordneter Geist ist somit zum Bürgermeister gewühlt. Die Wahlbeteiligung war sehr rege. Landkretv Gieften. * WIoseck 20. Dca. Die hiesige Volkohych - schule schlost Ihre Tätigkeit vor Weihnachten mit einer Vortragsreihe von Pros AO ter ((Riehen) über Goethes „Faust" ab Die Hörer waren durch- .weg von der leicht sastlichen Interpretation dieser schmierigen Dichtung befriedigt Noch den Weih- nachtvserien wird Lehrer Dr Michel an mehreren Abenden über „Dao Werden unserer Heimat- landschaft" sprechen. 1 Rödgen, 2l. Dez. Unter zahlreicher Beteiligung 011» dem ganzen Dorfe wurde die älteste nahezu 90jährige Einwohnerin, Frau Anna Slisa- bethe Schmidt, geb. Körber, zu Grabe getragen X Rabertshausen, 21. Dez. 3m Saale her Gastwirtschaft Scherer hielt Landwirt- schastsdirektor He Isert iRidda) vor zah reicher Zuhörerschaft einen 'Vortrag über die Milchwirtschaft. An den Bortrag schloß sich eine rege Aussprache an. > Bettenhausen, 21. Dez Schriftsteller Wilhelm Reuter, Dornholzhausen, hielt hier einen Bortrag über seine Ölnhrüde von den ehemaligen Schlachtfeldern Rordfrank- r e i ch S . denen er im Dienste der Kriegsgräher- fürsorge hi den lebten Jahren zlvet Besuche nb- stattete Da sich die niedere Spannung unseres Ortsnetze« zu einer besriedigenden Versorgung der Einwohner mit elektrischem Strom al« nicht hinreichend erwie« ist nunmehr die Umstellung a u I 2 2 0 Volt durch da« Ueberlandwerk vollzogen worden ' O Holzheim. 21. Dez. Dieser Tage konnte der Altbeigeordnete Gg H (Drlcb V seinen ■ 8 0. (8 e b u r.t e t a Q feiern (Er erfreut sich noch 7 austergewöhnllch guter Gesundheit, so das, er täglich in dem landwirtschaftlichen 'Betriebe seines Sohnes, des festigen Beigeordneten, tätig ist Grieb ist Mitbegründer de» hiestgen Kriegervereins und zett mit Rücksicht auf den katholischen Bevölke- rungSteil Rheinhefsen« eingerichtete AuSbildungS- stätie in Mainz nunmehr zum Schaden der evangelischen Bevölkerung Helsen« zur alleinigen Aus- vilduugsstätt« machen. 4. Die Kirchenvegierung hat volle« Derständni« für die Rotweudlgkeit ernstester Sparmast nahmen de« Staate« Sie must aber mit Nachdruck darauf Hinweisen, dost In dem Gutachten des 2telch«spar- kommissar« vom 22 Dezember 1929, da« ein tief eingreifende« Sparprogramm ausstellt, da« Bestehen der beiden l)essischen Pädagogischen Institute in keiner Weise beanstandet wird. E« wird vielmehr In dem Kapitel über die Lehrerbildung ©eite 275 wörtlich erklärte „Da die Kosten der Lehrerbildung sich In mässigen Grenzen halten, werden keine Abänderungsvorschläge gemacht" Die Aufhebung de« Darmstädter Pädaaoglscl-en Institut« wäre also eine vom Sparkommissar nicht verlangte Mastregel, die sich einseitig zu Ungunsten der evangelischen Bevölkerung auswirken würde. @« sollte aber nicht übersehen werden, das, der evangelische Volksteil mehr al« zwei Drittel der hessischen Bevölkerung au-macht und well mehr al« zwei Drittel der hessischen Steuern zahlt. Au- allen diesen Gründen erwartet die evangelische Kirchenregierung, dast die Hessische StaatS- «glerung da« Pädagogische Institut bei der Technischen Hochschule zu Darmstadt bestehen lästt, damit nicht wichtige Lebensinteressen der evangelischen Kirche und ihrer Glieder geschädigt werden. e _ tausch Lust war in ihm. Und e« kam der Dag. da er mit Norma a lein war Wie er sie bewunderte In ihrer Dollhe.t, ihrer Ekstase Ihrer snnchterischen Kunst,ertiakeii auf der Bühncl Wie es ihn reizte, sie die Schöne. Bielumwor- bene. Bewunderte, die große Künstlerin sich zu errbern Ah daS erst wäre ein örfolg .Otorma ich liel>e Siel Unsere Kunst hat un« zusammengebunden! Sie wissen, wie ich nach Ihnen durste. Sagen Sie nicht nein nicht nein - „Hubert, seien Sie kein Narr, ichreiben Sie Theaterl Sie haben da« Zeug dazul Ihre erste Komödie war gut. Ihre zweite must besser werden! Lassen Sie mich Ihnen Helsen>" Und sie half. Sie, mit den feinen, hochmütigen Händen, die er küssen, küssen mustte, so verwirrte Ihn der Duft ihrer Haut, die leise Berührung ihrer Finger. Sie eine Königin im Reiche her Kunst war die erste Frau, die ihn hinrist Sie war für Ihn ole Verkörperung her großen, bunten Welt, In Die einzutreten er viele Jahre lang r>ergebllch versucht hatte, bi« ihm sein erster Erfolg hie Tore öffnete „CM) werde glücklich sein, wenn Sie mir helfen. Norma " 3a so hatte er geslüstert und ihre Hände wie itnnlo« geküßt, bl« sie sie ihm lächelnd entzog Unh nun wurde leine ganze Leidenschaft wach, von her er in den „Hungerjahren" nicht« gewußt Halte Da« zweite Schauspiel c« wurde so umge- wanhelt. wie Rorma e« Haben wollte Und e« wurde ein neuer, gänzer Ersolgl E« brachte Geld. Geld. Geld! Der Name Wördehoss begann zu klingen Unh da« nächste SiÜd folgte Folgte so, wie e« ein mußte, um „einzuschlagen" Norma Nelson sorgte dasür. Wördevofs war „gemacht" war bei Und so sie Ihn Armen Konnte sie wirklich lieben? Ein Spiel ihr alle«! Spiel und Unterhaltung, wurde eS kühler in ihm. Und wenn küßte, riß ihn die Frage au« ihren Ist auch da« nur Spiel?! Da« Schauspiel war fertig. Natürlich hatte ich Norma« Buhne die Erstaufführung gesichert. Ein neue« Stück von Wördehoss — da« bedeutete immer schon einen halben Kassenersolg. Seit Metern Tage wustte er - dast er Norma nldlt mehr liebte Daß alle« ein blinder Rausch war. Wie hatte sie versucht, ihn bei seinem war auch eine gute Partie. Er allein verhrauchte die Danliemen au« seinen Werken ja gar nicht sür sich und ihre eigene Gage kam ihr inond>- nial trotz der beträchtlichen Höhe beinahe zu klein zur Bestreitung ihrer kostspieligen Lebensbedürs- nisse vor. Ein Mann, der gut verdiente, war da besser al« ein Freund Norma überlegte nicht lange ..Du dummer, lieber Hubert. Ich glaube, untere Wünsche begegnen sich" Und ha« girrende Lachen verstummte, und die roten heissen Lippen der Schauspielerin drückten sich auf Hubert« Mund ©o wurde sie seine Frau. Aber eß war abgewacht, daß sie al« Norma Eleison weiterhin beim Theater blieb und - „wir sind Künstler. Hubert, ich denke, daß wir kein Famillenidi)ll aussühren wollen" 0 nein Hubert Wördehoss war stolz, seine schone und berühmte F^au In die inonnigfaLlgften Gesellschaften au führen Sich mit ihr zeigen zu dürfen. So stolz war er Bis der Glanz de« ae- selllgen Geben« ihm doch plötzlich zu viel wurde. Bi« er irgendwie empfand, wie schal da« alle« war. Rem, eß war nicht sein Element. Der Trieb „nach oben" halte ihn nur hineingesührt, wie von selbst Der Umschwung mußte kommen. Und da« Erkennen oder die bange Frage War ich ein Narr'? 3a. wenn Hubert Wördehoss e« recht bedachte, fo hätte er nicht sagen können, wann, zu welchem Zeitpunkt er Irre an sich geworden war Und irre an Normal War e« um jene Zeit, da er ..Da« vergebene Königreich" zu schreiben begann, In dem fast unbewußt seine Unbefriedtgt- helt zum Ausdruck kam und die Sehnsucht jede« tiefer veranlagten Menschen nach Stille. Ruhe uno herzlichem Glück? Wie war er zu jener Gestalt her Heldin Helge gekommen, die doch so andere Züge al# Norma trufl? Ah — er wußte nur, daß er unruhig In sich war, daß diese« Stück für ihn ein Bekenntnis bedeutete, daß Norma nicht nur auf her Bühne, sondern auch Im Leben ..spielte", und daß er ihrer „Liebe" mißtraute. Liebe? feit 1018 dessen Ehrenvorsitzender. Ebenfalls In bleien Tagen vollendet der Viehhändler Joseph Bamberger lein 80. Lebensfahr. Troß der Fülle seiner Jayre besucht der Jubilar wöchentlich den Viehmarkt In Frankfurt. Kreis Büdingen. ll Büdingen, 21. Dez Die vom Kleintier- zuchtverein Büdingen Im Saalbau Schäfer veranstaltete Geflügel- und Kaninchen- a u « st e l I u n g war gut beschickt. Aus die ausgestellten 150 Hühner konnte 48mal die Note ..sehr gut" und 53mal die Note „gut" gegeben werden. Außerdem kamen 13 Ehrenpreise zur Verteilung, und zwar an: H. Rots), Nidda: Karl Rückrlegel, Nieder-Gründau; Otto Spitz- nagel, Aschaffenburg: Iuliu« Simon. Echzell: Dr. Neuenhagen, Schotten: W. Kehl, Bad Selter«: Philipp Frickel, Lieblos; W. Zinn, Düdelsheim: August Meuser, Büdingen: Friedrich Kranz, Büdingen: Georg Bost. Meerholz, und Heinrich Kranz, Büdingen. Aus 51 Zwerg- bühnet wurde die Note „sehr gui" 26mal und die Note „gut" 19mal gegeben. 7 Ehrenpreise erhielten: Hch. Semmel. Meerholz: Hermann Hofmeister, Büdingen: Karl Aul, Nieder- Rodenbach; Wilhelm Adler, Langenselbold: Hch. Kranz, Büdingen, und Th. Eise, Scholten. Auf 107 Tauben wurde 42mal die Note „sehr gut' und 35mal „gut" gegeben. Die 9 Ehrenpreise erhielten: Bhil. Osthelm, Echzell: "20. Lamp. Nieder-Desslngen: W. Adler, Langenselbold: Karl Adam, Echzell: H. Roth, Nidda; H. Hofmeister, Büdingen; Aug. Ocfncr, LiebloS, und Ludwig Hüter, Büdingen. Auf die ausgestellten 12 Enten wurde zweimal „sehr gut", dreimal „gut" sowie ein Ehrenpreis vergeben. Den Ehrenpreis erhielt 3. Kranz, Schotten. Für 52 Kaninchen konnten 3 erste, 13 zweite und 8 dritte Preise verteilt werden. 5 Ehrenpreise erhielten: Fritz Günther, Büdingen; Ad. Schäfer, Stockheim: W. Koch und Friedrich Zipf. Gelnhausen. Auster den Ehrenpreisen wurden noch 300 Mk. Klassenpreise verteilt. Ärciö Schotten. □ Laubach. 21. Dez. Ein Teil der Mitglieder de« hiesigen, im Vergleichsverfahren befindlichen B o r sch utz -B e r c I n ß e. G. in. d. H. beabsichtigte, eine neue Genossenschaft zu gründen, damit daS Laubacher GeschästSteben, da« durch den Zusammenbruch de« Borschuß- Vereln« sehr zurückgegangen Ist, wieder gehoben wird. Kreis -llSfcld. Z D e ck e n b a ch 21. Dez. Jin Saale der Gast- wirtschaft Müller fand die S ch l u st f e l c r de« seit sechs Wochen hier veranstalteten Koch- und Hauswirtschaftkurse« statt. KreiSdirektor Dr. Stammler und Kreis chulrai Rausch waren al« Vertreter der Schulbehörde erschienen. Schulrat Rausch sprach über die Aufgaben der Frau In unterer Zeit Die Prüfung der Kursteilnehmerinnen In Hauswirtschaft, Kochen, Ernährung«- lehre und Säualingspllege legte Zeugnis ab, dast In verhältnismäßig kurzer Zeit ein umfangreiche« Gebiet bctoältlgt wurde. Schulrat Rausch dankte der Steifung, Frl. Sauer, der KreiSsürsorgeschwe- ster und den jungen Mädchen für ihre geleistete Arbeit. 3m anschließenden gemütlichen Teil wechselten Volkslieder, Mundartdichtungen, Theaterstück und Scherze in bunter Reihe miteinander ab. Kreis Lauterbach. MSN. Qaii ter bacb. 21. Dez. 3n dem Kreis- ort Hörgena u ist das ganze Anwesen de« ©chashändler« Karl Lang bi« aus die Grundmauern n i e h e r g e b r a n n t. Den Feuerwehren gÄang es noch im letzten Moment, du« lebende Inventar und einen Dell des Mobiliars au retten Die Ursache de« Brande« ist wahrscheinlich auf Kurzschluß zurückzusühren. DaS niedergebrannte Anwesen soll nur gering versichert gewesen sein ©../t-lfport Mitdign Eröffnung der neuen Berliner Tennishalle raschung, als e« Fi v. Reznicek mit 6:4, rl. Krahwinkel gelang, Frau Wördehoss der Mädchen erwiderte freundlich: mit meine kleine Für — eine Person. rief das Mädchen noch einmal Frau noch nicht hier?" Falte stand ihm In der Stirn. heran. „Ist Eine Das „Die „Ich werde eS versuchen", sagte Norma. Und dabei lächelte sie spottend. „Da« letzte Wort wird am Ende doch Direktor haben." Aber er war - wie sollte er nichtI — hem Stück einverstanden. Vorerst I v. Reznicek mit 6:4, 6:2 zu schlagen. DaS letzte Spiel lieferten sich v. Kehrling-Morpurgo und Hartz-Schwenker, das mit einem 6:2, 6:1-Erfolg der ungarisch-italienischen Kombination endete. (3m Bild: die neue TenniShalle; links Frau von Reznicek, rechts Prenn.) heucheln können. Sie muß ihre Rolle beherrschen — so wie sie ist. Sie wird vernünftig sein. Ich werde noch einmal in Ruhe mit ihr sprechen." Das Stubenmädchen trat auS einer Tür und hals ihm aus dem Mantel. Er trat in daS mit kultivierter Eleganz eingerichtete Wohnzimmer, dessen breite Schiebetür zum Speisezimmer offen stand. Der Tisch war dort gedeckt. Schossen zu beeinflussen — als sie ahnte, wie dieoinal daS Stück auSsah. Aber in ihm war — seltsames Erwachen — Stärke und Trotz. „DaS Stück wird, wie ich es mache, Normal Jetzt will ich wieder - ich selbst sein! - Du hast nur zu spielen. Dir die Rolle — mir der Geist! Ich ändere nichts." So blieb cd. ®« folgten häßliche Szenen — aber Wördehoff liest sich nicht beirren. & ** yie SÄ Slo rW sportliche" L Erbringung« xS-L au«* « ÄS'«"«-™ Ä2‘,s' ÄÄ” " nSf*!*** * !1r«nh is V’S"“ ' DerDrvs Stichtag der !' delsintefzisser mit 117,9 gcge 0,3 v. H. Aurilat Hai iich die 3nt um 03 v. ß. er nialtouren ist u für industrielle 0,7 v. H, aus 10! dustrielle flclunlto. Der Oti Leder die Lagi ivird berichtet: förberung ist ir zurückgegangen. noch 122000 T 3anuar. Noch 2ibsah. Sollte nnd damit aul DeichSbahn nie Jo würde harnt, -bcrgbaus tefie, blkt einschl. Kä; ÖS- ”n Verden dur ßlnen Ankoste Ä ln fei1'"'* tr| l^'uebenhcn Fustball der Gießener Mannschaften. Die Liga dev VfB konnte Ihren Gästen, der Liga von Sport Staffel, ein Unentschieden 1:1 abringen; die Kasseler, denen man ursprünglich allgemein einen sicheren Sieg prophezeite, enttäuschten und erwiesen sich In diesem Kampfe nicht als die überlegenen. Die VfB.-Elf befriedigte in ihren Leistungen allerdings auch nicht Die Ligareserve des VfB. gewann gegen Daubringen 3:1 Hubball in Hessen-Hannover. Ein lag der Uederraschungen. Der „Goldene Sonntag" brachte auf den Fußballfeldern Hessen - Hannovers einige Lieber- raschungen, die für die weitere Gestaltung der Tabelle nicht ohne Bedeutung sein dürften. So liest sich der Tabellenführer der Güdaruppe, Kurtzessen Marburg vom Splelveretn Kassel mit nicht weniger als 8:5 Toren schlagen. Die Marburger bleiben zwar vorerst weiter an der Spitze, doch beträgt der Abstand zu Borussia Fulda nur noch einen Verlustpunkt. Sport Kassel mustte in Gießen einen wertvollen Punkt lassen. Der VfB. Gießen konnte ein 1: 1-Ergebnis herausholen. In der N o r d g r u p p e wurde der FE. Groß- Almerode wider alles Erwarten zuhause von der Spiel-Vereinigung Göttingen 3:0 geschlagen. Das war die erste Niederlage, die die Grost-Almeroder in dieser Serie auf eigenem Platze hinnehmen mußten. Sie fallen dadurch auf den vierten Tabellenplatz zurück, so daß Göttingen 05 und Kur- -Spielt in Teufel« Namen, wie Wördehosf eS vorgeschrieben hat", erklärte er. „Dr. Römer wird schon sehen, wie eS wird." Er liest sich nicht gern aus seiner Ruhe stören, der gute Holtmann, der zwei und einen halben Zentner Lebendgewicht durchs Leben schleppen mußte Der Name Wördehofi hatte ihm bereit« eine hübsche Summe Geld eingebracht. Was gab« da also zu mäkeln! Die letzte Sommer- lalson mit dein Opern- un> Operettenbelrieb war eine halbe Pleite gewesen. Ein Glück, haft Wördehoss wieder was fertig hatte, mit dem man die Wintersaison. die ja schon säst Früh- "Ng geworden war, abschließen konnte. DaS Stuck konnte bl« In den Sommer hinein gespielt werden Da brauchte man keine Sorgen zu haben. Nein - fo leicht liest sich Hollmann nicht au« 'einer Ruhe stören Da mußte es schon ziemlich „dick' werden und wirklich das Geschäft bedroht sein Solange er den Wördehoss fest hatte und die Norma nee, solange konnte e« seiner Berechnung nach eben nicht schlimm werden. DaS war seine Qllelnung! - Hubert Wördehoff erhob sich vom Stehle. Vorn Dom her tönten die dun ps ha lenden Schläge der Uhr E« war bereit« zwei, also höchste Zeit für ihn, nach Hause zu kommen. Er schritt die stillen Wege de« Tiergartens hubln dem Rolandbrunnen zu, und bog In die Lennöslraße ein. Eine Viertelstunde später erreichte er seine Wohnung Int Karlsgarlen. der reservierten Seitenstraße der lärmvollen Potsdamer Straße, wo er in einem her wenigen otllcn- arltgcn Häuser mit den vollen Gärten davor da« erste Stockwerk bewohnte. Schon hatten die Baume unh Sträucher, wie Im Tiergarten, frisches ®rün angesetzt unter der wannen Aprilsonne E« war ein früher Frühling in diesem Jahr. Or stieg die breite Treppe nach oben. Schloß die Tür auf und dachte habet. „Unh wenn Norma auch nichts von dem hat was man Seele zu nennen pflegt, so Ist sie doch eine fo groß« Künstlerin, daß sie 6oele wird Am Samstagabend wurde hte neue Berliner TenniShalle mit ein paar Interessanten Begegnungen eröffnet. Der Ungar v. Kehrllng fertigte den Hamburger Frenz mit 6:3, 6:3, 6:0 ab, Im nachfolgenden Doppelspiel siegten Prenn/Dr. Kleinschroth über die Oesterreicher Arten« Ma- teika 8:6, 6:1. DaS Damenspiel brachte eine Ueber- hessen Kassel nunmehr mit zwei Derlustpunkte« hinter dem BezlrkSmeister 03 Kassel rangieren. Dieser fertigte Einbeck 05 mit 8:0 Toren ab. Schluß in der Gruppe Main. Mit dem Treffen zwischen dem Tabellenzwelten Rot-Weiß Frankfurt und der Union Rlederrad wurden die Verbandsspiele der Gruppe Main endgültig abgeschlossen. Das Spiel hatte immerhin noch einige Bedeutung, denn es entschied über die Besetzung des dritten Platzes. Del einem Sieg von Rot-Weiß wären die Offenbacher Kicker« Dritter gewesen, bei einem Unentschieden wäre eß noch zu einem Entscheidungsspiel zwisck>en Kickers und Union gekommen. Da« ist nun nicht mehr nötig, denn Union hat sich durch einen überraschend hohen 5:1 (0:1) Sieg über die Kreß- Mannschaft den dritten Platz und damit die Teilnahme an der Trostrunde gesichert. „lOOl Runden" in Ädnster. Qln den „ 1001-Runden-MannschaftSrennen" In ber Halle Münsterland am 28. Dezember werden "ch folgende neun Paare beteiligen: Tonani— Knappe, Preuß Resiger, Rl ger-Kroschcl, Kilian Pützseld, Thollcmbeek- Rutt, Göbel-Oß- mella, Haegelstein-Dcltcge, Meyer- Ioksch unh Bremer Edeler. - Gin weiteres Ereignis in der Halle Münsterland steigt am 5. Januar G« bandelt sich um ein Mannschaftsrennen, betitelt „(Sine SechStagenacht", die von 9 Uhr abend« biß 3 Uhr nachts dauert. Probe — Vergnügen — Schneiderin — oder Tee, Bostonklub — Juwelier — oder Probe, Film, Ball — unh nach dem Theater wieder irgend waSl „©o, so — es ist gut, Mary, ilebrigenß — was spielt meine Frau denn heute Im Theater?* Da« Mädchen lächelte. „Ich glaube WeoekindS „Erdgeist" —** »Rh — richtig. 3a — na. dann esse ich also wieder mal allein Sagen Sie dein Servier- mäheben Bescheid." ffir ging ins Speisezimmer, nahm an dem Tisch Platz und wartete, bi«, aufgetragen wurde. Nachkommen? Zum Avus-Restaurant? Auf der neuen Automobtirennbahn? Er bedankte sich dafür. Da« also war die Wirkung seiner Vorsteslungen aus her Probe heute. AlS ob er überhaupt nicht« gesagt hätte! O — er kannte Normal Unangenehme« Ignorierte sie mit bewunderungswürdiger Gleichgültigkeit. Statt sich mit ihm auszusprechen, unterhielt sie sich auf der Rennbahn. 21h |a — da« hieß: Künstlerin sein! Schauspielerin! Und abend« spielte man einfach „Erdgeist!* Er stierte vor sich hin. ..Spiel - Spiel - alle« Spiel! Und wo sie einmal mehr geben soll al« nut Spiel, Technik. Routine, ihre eigene Sinnlichkett, wo sie einmal einen Menschen geben soll, da lacht sie weil eß »keine Rolle" ist. Ah - ich werde sie zwingen!" (Fortsetzung folgt.) Äach dem £ baß Heutig em teert ta 7593, Somme, Sommerweizen gersie 475, 6o menge auM kartosseln M rüten 14919, Luzerne 2071, Me'cn 23117. Die Srgebni! bcn zwar gegen (um 5,8 Prozc und Hafer ( treffen aber zur als auch die <3 sechs Jahre. 3r kn in 1924—H MDrotge um 2,6 Prozent, Zuckerrübe, Ütuum 12 Pri Luzerne um gnädige Frau hat angerufen, sie könnte zum Essen nicht koinmen. ©le speist mit einigen Kollegen im Avus-Restaurant und bleibt dort, biß die ersten Autorennen beginnen. Wenn der gnädige Herr Lust hätten — die gnädige Fran erwartet ihn dort. Um sechs Uhr hat sie noch Anprobe im Atelier von Dönhof, und fährt dann von dort aus gleich ins Theater." Wördehoff hörte schweigend zu. Also — fast wie immer. Mer, trennen“ u Jonani^ Jtte uni «reiffnü j, Januar, s, m betitelt abenM Dlain. *& SWg *uS 'M, A®m ni^ n .Oie Attk. "N'tdieL t. PB' '-■ ; >f k iw- gelang. Stau en. Das letzte lorpurgo nnb n 6:!«Wolfl Nation endete, links Frau von >lle beherrschen rnünftig lebt ! ihr sprechen, in« Tür und ölegun- rin- eilt SchirKM Oer Tisch var [ noch eüund ®r )er LuM. W len, st« ist mit M« nd bkibt dH mW 5* „> fi= Ä1 wn 5’ «ne i* V fr”-- stauranld Oerin -jj** ober 9* -Heater Dieb« *?«S SÄ sein' ,4 Deutsche Gti-Meisterschasten 1931. Dir Vorbereitungen fast beendet Dach Mitteilungen oes Organiialion£-HuS- schusseS find die Vorbereitungen für die vom fk bis 9. Februar stat.findenden Deutschen Skimeister- schäften in Lauscha-Emstthal fast beendet. Am i 6. Februar wird der 18-Äilometer-2auf, am fol- gerrden Tage der Staffellauf und am 8. Februar das Springen abgcwickelt, während am Schluß- tage der 50-5tilomeler-ßanglauf vor sich geht. Die Strecke für die ßangiäufe ist kreisförmig um die beiden Orte Lauscha-Ernstthal angelegt, das Springen findet auf der verbesserten und allen Anforderungen gerecht werdenden P Oppenheimer- Scharbe statt. Zum Training steht die Marllieget- Schanze bei Lauscha zur Verfügung, die ebenfalls ein neues Profil erhalten hat. Heben diesen rein ! sportlichen Vorbereitungen hat man auch die lln- terbringungS- und DerkehrSf ragen gelöst. Die Erhebungen haben ergeben, daß genügend Quartiere zur Verfügung stehen und daß die Verkehrsmittel ausreichen. um den zu erwartenden Zustrom zu bewältigen. Durch Sonderzüge, Autobusse wird eine reibungslose Beförderung gewährleistet. Alle • Vorbereitungen sind dank der aufopfernden Arbeit der Ausschüsse innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Wintersportvereine Lauscha-Ernst- chal sehr sorgfältig getroffen worden, die hoffentlich durch günstige WitlerungSverhältnisse belohnt wird. Tlorroeget starten in Oberhof. Der Rorwegija-e Ski-Veroano trifft jetzt schon Vorbereitungen zur Entsendung einer starten Staffel für die vom 13. bis 16. Februar in Oberhof stallfindenden Internationalen Ski- meiflerfcfcaften, die erstmalig Deutschland übertragen wurden. Unter der zchnköpfigen Ex- pedition werden die besten Vertreter Rorwegens sein, deren Auswahl aber noch nicht getroffen ist. Kurze Sportnotizen. Vienna Wien gestaltete daS erste Spiel ihrer Deutschlandreise in München vor 10 000 Zuschauern zu einem eindrucksvollen 3: l-(2: 0)-6icg über „Bayern" München. D i e indische Hockeh-Studenten- E lf, die zur Zeit eine Deutschlandreise unternimmt, wurde in Hamburg geschlagen, sie unterlag gegen den Llhlenhorster HC. mit 2:3 (2:1). Di e Deutsche Turnschule in Berlin ist jetzt durch eine Stiftung in den Besitz eines SegelslugzeugeS gelangt, das auf den Hamen „Dominicas" getauft wurde. Wirtschaft. Befriedigende deutsche Gesamternte für 1930. Aach dem amtlichen Bericht ergeben sich für bas Deutsche Reich folgende Gesamt- ernteerträge (in 1000 To.): Winterroggen 7593, Sommerroggen 86, Winterweizen 3446. Sommerweizen 343, Winterspelz 138, Winter- »erste 475, Sommergerste 2385, Hafer 5656, Gemenge aus Getreiden aller Art 565, Frühkartoffeln 2868, Spälkartosseln 44 232, Zuckerrüben 14 919, Hunfelrüben 30 402, Klee 9675, Luzerne 2071, Bewässerungswiesen 2125, andere Wre'en 23117. Die Ergebnisse der diesjährigen Ernte bleiben zwar gegenüber dem Vorjahr bei Doggen (um 5,8 Prozent), Gerste (um 10 Prozent) und Hafer (um 23,4 Prozent) zurück, übertreffen aber zumeist sowohl die vorjährige Ernte, als auch die Ernten im Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Im Vergleich zum Mittel der Ernten in 1924—1929 haben sich mengenmäßig erhöht: CBrotge treibe um 10 Prozent, Gerste um 2.6 Prozent, Kartoffeln um 24,5 Prozent, Zuckerrüben um 39,8 Prozent, Wiesen- heu um 12 Prozent, Kleeheu um 11 Prozent, Luzerne um 30,4 Prozent. • Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 17. Dezember berechnete Großhandelsindexziffer der Statistischen Reichsamtes ist mit 117,9 gegenüber der Vorwoche (118.3) um 0,3 v. H. zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat sich die Indexziffer für Agrarstosse mit 110,9 um 0,5 v. H. erhöht. Die Indexziffer für Kolonialwaren ist um 0,6 v. H. auf 105.4, diejenige für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,7 v. H. auf 109,6 und die Indexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,3 v. H. auf 142,9 gesunken. Der Erzbergbau im Aovember. Lieber die Lage des Erzbergbaues im Hovember wird berichtet: Siegerland: Die Eisenstein, förderung ist im Laufe des Jahres immer mehr zurückgegangen. Eie betrug im Hovember nur noch 122 000 Tonnen, gegen 190 000 Tonnen im Januar. Hoch ungünstiger gestaltete sich der Absatz. Sollte die Reichs- und Staatsbeihilfe und damit automatisch die Vergünstigung der Reichsbahn nicht mehr weillrgewöhrt werden so würde damit das Schicksal des Siegerländer Bergbaus besiegelt fein. — L a h n - D il l - G e - biet einschl. Oberhessen: Die Lage hat sich nicht gebessert. Eine Grube ist im Laufe des Agnats stillgelegt worden, zwei weitere sind mit Ablauf des Monats zum Er i.'gen gekommen. Die Produktic-nsbedingungen der verb eibmden Gruben werden durch anteilige Erhöhung der allgemeinen Unkosten und durch die unvermeid i' en Kosten der stilliegenden Betriebe weiter erschwert. Kontingentierungsplan für die deutsche Zuckererzeugung. Wie WTD.- HandelSdienst erfährt, sind die schon seit langem schwebenden Verhandlungen über die Kontingentierung der deutschen Zuckererzeugung dadurch zu einem gewissen Abschluß gekommen, daß in einer gemeinsamen Sitzung aller beteiligten Verbände bet deutschen Zuckerindustrie der vorgelegte Kon- tingentierungSplan, der eine Einschränkung der Erzeugung bringen wird, einstimmig angenommen wurde. Sache der Gesamtheit der deutschen Zuckerfabriken wird es nunmehr sein, in einer ' demnächst stattfinkenden Haup v rfemmiung bieien Plan anzunehmen. Die Einschränkung der deutschen Erzeugung erfolgt ohne jede Rücksicht daraus. ob die bisher in Brüssel geführten internationalen Verhandlungen über Besserung der Weltzuckerwirtschaft jetzt oder später zum Abschluß kommen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. HL, 22.Dez. Tendenz: schwächer. — Auch zu Beginn der neuen Woche eröffnete die Börse wieder in schwächerer Haltung, da besondere Anregungen nicht vorlagen. Daneben lagen auch keine Kaufaufträge vor,- im Gegenteil, es kam erneut Material an die Märkte. 5>ie Kulisse schritt ebenfalls zu weiteren Glattstellun- gen, da der schwächere Schluß der Reuyorker Börse vom Samstag und ein Artikel der Frankfurter Zeitung über die Weltwirtschaftskrise verstimmten. Der Jahresbericht der Berliner Handelskammer mit seinem etwas zuversichtlicheren Tone machte kaum irgendwelch.n Eindruck. Bereits im Vormitlagsverkehr nannte man schwächere Kurse: die Verluste nahmen zu Beginn der offiziellen Börse nur in einigen Elektrowerten- gröberes Ausmaß an. Das Geschäft war ziemlich klein, da die Spekulation vor den Feiertagen keine Llnternehmungslust ze g e. Gegenüber den Schluß- kursen vom Samstag t.aten zumeist Kursabschläge von 1,5 bis 3 Proz. ein; stärker angeboten lagen Wieder Elektrowerte. AEG, Gesjürel, Schuckert und Licht & Kraft verloren 1,75 Prozent bis 4,5 Prozent. Siemens waren ebenfalls schwächer. Don Chemiewerten waren I.-G.-Farben 1,60Prozent gebefert, Scheideanstalt 1 Proz. Me^allgesell- schaft blieben relativ gehalten. Am Markte der Zellstofswerle waren Verluste b.s 1,75 Proz. fest- zuste'len. Montanwerte weiter vernachlässigt. Es ergaben sich hier Verluste von >/r bis 1 Proz. Am Dauunlernchmun s:.arkt verloren 3 ment Heidelberg und Wayß & Freitag erneut je 1 Proz., während Ho zrnann kaum verändert lagen. Am Dankenmarlt büßten Reichsbankantelle 2.5 Proz., die übrigen Werte bis 1 Proz. ein. Schwächer lagen außerdem Deutsche Linoleum mit minus 1.5 Proz. und Thüringer Gas mit minus 2,75 Proz. Kunstseidiaklien b'ieben behauptet. Am An eihemarkt lagen Deutsche Anleihen unverändert. Von fremden Werten zogen Mexikaner auf die Schu denza) ungen etwas an. Hach den ersten Kursen traten auf Interventionen und k eine Deckungen kleine Besserungen ein, die bis zu 1,25 Proz. gingen. Lahmeyer erseh.enen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden schließlich minus 5 Trc». zur Hotiz gebracht. Ein Grund für diesen Rückgang war nicht zu erkennen. Am Geldmarkt tt>T Tagegeld zum Satze von 5 Proz. etwas mehr gefragt Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1951, gegen Pfund 20,3750, London gegen Kabel 4 85.5. g g:n Paris 123.60, gegen Mailand 92,75. gegen Madrid 45.70, gegen Schweiz 25.0025, gegen Holland 12,07. Berliner Börse. Der 1 in, 22. Dez. Da von dem ft Ulen Wochen- fchluß in Heuyork keine Anregung auSgehen konnte, lag _ der heutige Dormittagsverkehr wenig verändert und zurückhaltend. Vorbörslich sah es dann aber so aus, alS wenn die Tendenz eher freundlicher werden würde. Man verwies auf die Erklärung des GerlingkonzemS, daß die Meldungen von EamStag über Anschluß- Pläne jeder Grundlage entbehren, noch mit einer 12prozentigen Dividende zu rechnen fei, diskutierte den Jahresbericht der Berliner Industrie- und Handelskammer, nach dem gewisse Aussichten für eine Besserung der Lage vorhanden seien, und beschäftigte sich mit dem Monatsbericht der DD- Dank zur Wirtschaftslage. Interessant ist in diesem, daß er feststellt, daß die Verzinsung und Abtragung der privaten Auslandschuld, die gegenwärtig nach Abzug der Auslandguthaben auf 60 Milliarden geschäht wird, durchaus im Verhältnis der deutschen Leistungsfähigkeit liegt. Wider Erwarten kam dann zu den ersten Kursen Ware andenMarkt, doch soll heute mehr die Provinz der Abgeber gewesen fein. Besonders am Farbenmarkt, in Reichsbankanteilen und einigen Elektrowerten war das Angebot größer, und hier soll auch die Schweiz als Verkäufer aufgetreten fein. Die Kursverluste waren hier mit 3 Prozent etwas über den allgemeinen Rahmen hinausgehend. Ganz vereinzelt waren kleine Erholungen festzustellen. So erholten sich Ilse Bergbau um 2 Prozent, Gebrüder Körting um 1,25 Prozent, und Basalt um 1 Prozent. Deutsche Anleihen lagen etwa behauptet. Don Ausländern waren Mexikaner auf die Meldung, daß der Kongreß 15 Millionen Pesetas für Begleichung der AuSlandfchuld bctoilligt habe, mit Plus-Plus- Zeichen und biS zu 1 Prozent fester. Unifizierte Türken erschienen mit PluS-Plus-Zeichen und notierten 5,75 nach 5,10 Prozent. Der Pfandbriefmarkt war ganz unentwickelt. Reichsschuld- buchforderungen 0,25 bis 0,50 Prozent schwächer. Geld zum Jahresende versteift. Tagesgeld 3,75 bis 5,75, MonatSgeld 7 bis 8 Prozent, Warenwechsel 5.5 Prozent zirka. Im Verlaufe gaben die Kurse bei ruhigem Geschäft weiter etwas nach: später trat auf Deckungen und Interventionen eine Erholung ein, und man konnte verschiedentlich Kursbesserangen von 1 bis 8 Prozent fcftftelfen, selbst gegenüber dem Anfang. Hamburg-Süd wurden verspätet 3,5 Prozent über letzte Hotiz festgesetzt, «Frankfurt.. Getreidebörse. Frankfurt a. M.» 22. Dez. Am Produktenmarkt herrschte heute ausgesprochene Feiertagsstimmung. Der Besuch war ziemlich schwach. Das Angebot von Brotgetreide war gering; das Geschäft hielt sich, da besondere Anregungen nicht vorlagen, jedoch in den engsten Grenzen. Weizen eröffnete unverändert. Hur feinste Braugerste war etwas gesucht. Am Mehlmarkt stockte das Geschäft fast vollkommen. Bei unveränderten Mühlenforderungen wurden Leine Dedarfskäufe gemacht Futtermittel waren sehr ruhig, bei unveränderten Preisen. Die allgemeine Marktlage war ruhig, aber stetig. Cs wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Hassau) Hektolitergewicht 74 Kilo 262,50 bis 233.50; Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Hassau und älnterfran- kan) 175; Braugerste 212,50 bis 217,50; inl. Hafer 155 bis 160; Weizenmehl, südd. Spezial 0, 40,50 bis 41,75; Roggenmehl 26.50 bis 27.50; Weizenkleie 9,10 bis 9,20; Roggenkleie 8,75 bis 9; Erbsen 25 biS 31; Linsen 25 bis 60; Heu 6 bis 6,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht, 3 bis 3,25; gebündelt 2,75 bis 3; Treber, getrocknet, 10,50 bis 10,75 Mark. Tendenz, ruhig. o-rankfurter Schlachtviellmarkt. Frankfurt a. M., 22. Dez. Auftrieb: 910 Rinder, darunter 159 Ochsen, 44 Dullen, 387 Kühe, 275 Färsen; 877 Kälber; 87 Schafe; 4123 Schweine (538 Litauer). Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: Vollfleisch.ge. ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 52 bis 55 Mk., (ältere) 47 bis 51, sonstige vollfleischige (jüngere) 41 bis 43; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schiachtwerts 51 bis 55. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 50; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 42 bis 45, sonstige Vollfleisch ge oder ausgemästete 35 bis 41. fleischige 30 bis 34; Färsen (Kalbinnen. Iung- rinder): vyllfleisch-ge, auSgemäftete. höchsten Schiachtwerts 52 bis 55, vollfleischige 47 bis 51, fleischige 41 biS 46. — Kälber: beste W..stund Saugkälber 73 bis 75. mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 72. geringe Kälber 60 bis 67. — Schweine: Zettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 60 biS 62, vollsleischige Schw^me von etwa 240 biS 300 Pfund 60 bis 62, von etwa 200 bis 240 Pfund 62 bis 64, von etwa 160 bis 200 Pfund 61 bis 63, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 60 biS 62 Mk. — Warktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft Schweine ruhig, ausverkauft. Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt Beste Kälber über Hotiz. Kunst und Wissenschaft. Die Staatsprelfe der Preußischen Akademie der Künste. Berlin. 20. Dez. (WTB.) Der Wettbewerb um die Großen Staatsprci|e der Preußischen Akademie der Künste für Maler und Bildhauer ist heute em« schieden worden. Der Große Staatspreis für Maler ist Hans Feibusch in Frankfurt a. TL, der für Bildhauer Hermann Blumenthal in Berlin verliehen worden. Ferner wurden an den Maler E. W. Ti a t) in Berlin und den Bildhauer Ernst Kunst in Berlin Prämien verliehen. Gründung einer japanischen Goethe-Gesellschaft. WTB. Tokio, 19- Dez. In Dorbereitung deS für 1932 bevorstehenden Goethe-IubilaumS und zur Förderung germanisti'cher und Goethe Studien tn Japan wurde heute unter Mitwirkung mehrerer IlniversitätSpro es'"ren deS Landes die Gründu g einer japanischen Goethe-Gesellschaft beschlossen. Bücheriisch. — Carl Müller-Rastatt: Günther. Eines Dichters Schicksal. Rovelle. Mit einem Hachwort dcs Verfassers. ReclarnS Universal- Bibliothek Hr. 7107. Geh. 40 Pf., geb. 80 Pf. (660). — Johann Christian Günther, der Held dieser packenden Rovelle, ist der große Lyriker der deutschen Barockzeit Er war ber erste, der im Gegensatz zur gelehrten Dichtung seiner Epoche aus dem Leben schöpfte. das er selber lebte, und in Gedichten voll lohender Leidenschaft zum Ausdruck brachte, wie er sein Glück und sein Leid embfanb. Zu diesem Dichterleben braucht nichts hinzu erfunden zu werden: wie es ab.tef, ist es eine vollendete tragische Rovelle. Das hat Müller-Rastatt erkannt, und so erzählt er nur, was wirklich gewesen ist. Er gibt da! ergreifende Schickfalsbild eines großen Dichters und zugleich einen interessanten Querschnitt durch daS Leben im deutschen Barock. — Iwan Schmeljow: Liebe in bcfl Krim. Roman. Aus dem Russischen übertragen und mit einem Rachwort versehen von R Can- breia. Rcclams älniversal-Bibllothek Rr. 7108 9. Geh. 80 Pf., geb. 1,20 Mk. (659). — Schmeliow ist eine der bedeutendsten dichterischen Persön- llchkeiten unter den russischen Emigranten. Die vorliegende Erzählung rührt noch aus ber Zeit vor dem Kriege her und zeigt Schmeljow von seiner liebenswürdigsten Seite. Die farbengesättigte Schilderung der grandiosen Krimlandschaft, die lebensträchtigen Gestalten der urtümlichen tatarischen Menschen, das pittoreske Äebenein- anber von alter mohammedanischer DolkSlultur und modernem Kurbetrieb und inmitten die junge Liebe ber beiden Tatarenkinder, die an den Widerständen so tragisch zerbricht: daS ist mit dichterischer Kraft und Hrfprüng ichkeit gesehen und gestaltet. — Grete von älrbanitzkh: Zwischen den Spiegeln. 142 Seiten 8°. Stuttgart 19.0, EngelhomS Romanbibliothek Band 1012. Drosch. 1 Mr., Leinen 1,75 Mk. (561). — Das von Soziologen und Philosophen heftig diskutierte Thema der moöemen Ehe und der Geburtenverhütung erhält durch dieses Buch, daS ohne Parteinahme nur vor Erleben und Erleiden spricht, eine überraschende neue Beleuchtung. — Agnes Haeckel, geb. Huschte, Ernst Haeckels zweite Frau. Ein Nachtrag zu dem Bries- wechselroman: Franziska von Altenhausen. Don Walter Haeckel. 28 Seiten 8°. Mit einem Bild. Preis 50 Pfg. Verlag Adolf Tienken, Pritzwalk. (664.) Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Dienstag, den 23. Dezember. Johannevkirche. 15 Uhr: Weihnachtsfeier der Kin- dcrkirche der Lukasgemeinde, Pfr. Bechtolsheimer; 16 30: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johan- nesgcmeinde; Pfr. Ausfeld. Kurs^eiiel der Berliner und Frankfurter Äörfe. Die Oiniei den Papieren angeführten Ziffern gebe die Hohe bet zuletzt beschloßenen Dividende an — 'Keichsvankdiskoni 5 o H. Lomvarbzmsfuß K oH Iranfhin a T-—-!--— m Serlw IranHurt a Berlin 'trän Hurt a 171 Berlin Sanknoten. Mr« fl re für# »nianj, flure Schluß» ur« t-ubo- Rure lu6» Aniana» e^chiuv» 1410 r- ischluv» An,a g. Berti n, 20 O zembrr »elb Srlei Datum r>> i2 22 12 20 12 22 12 Datum 20 12 22 12 20 12 22 1/ Datum 20 12 22. 12 20 12 22 12 öftplfdw Roten . . tamidie Roten . . . Itnn'iKbe Roten . , , Franjo ilcho Roten . . . Hottanvilcho fielen . . . 58,33 111,78 20,335 16,442 168.41 1.133 58,57 112,22 20,415 16,502 169,09 von 1927 1% Teu ritte firidwtnlelte »6,5 - 86,4 — vanwura-flmrnta vatti 6dmbura-Süaam DamvIlchM 8 63 61.4 62-/5 156.t 61.6 Bererntgto Etablwerke Ctaol Minen 16’/. 56,75 - 57,25 10,75 56,5 30,9 von tthK) 99,4 van io Tamuhdilft — —— 121,5 — Lattwerio elidier«leben 10 134 — 132 131 Atatienilcde Roten.... Rorwogl'ch- Roten . . . 21.89 21,97 teutfte Snl «bist. Scknw mit ■JtoreonindifT Llovb 8 65 63,25 64.65 64 Kaliwerke Wettereaoln . IO '38 —— 137 136,25 111.78 112.99 Auslot. Kochten teefll. obrtf ei»«oi.-Rechte 1% pell Poll»ltaat von 1929 (rtdiablb 102%) Cbrrtx-ilfn Btovin» flnlribf mit Au»lo>.-Rechten keutlche Arnim Sammrlabl Antel ko Grrif ) <% .Vanff k>nv. Bant «oldvfe XIII unUtnrbdt bh I9$4 1% ffrnnH C*nP -Bant »olbvle unlünobm bU 1932 4K% «detnllche bov- Bant Ciau. «otbpfo. 31,5 5,3 88 50 0.65 1 l 1 *"l ,1.9 5.1 88 >0,5 i i i ££ AUgrmotno TouNchoCrobltanO, Barmer Bankverein Berliner Hanvel»aelel!|chaki Sommer; uns Privat-Bank TarmHäbtrr unD Nanonalöant reuttche Bank und Ttsronto icb»ban .... 10 10 12 11 12 10 10 12 96 100 119 09,25 145 107 IM '29 199 144.25 106,6 226,5 96,65 100,13 118,5 109 144,25 107 108 727.5 96.13 100.13 117,5 109 144,5 107 108 225 Kaliwerk' Salibetfurtb 1 ® Garden znouime. Tonatnit üiobel . . . Sdielbeanftall . , , , choldlchmivt . . . . fflütfleteroertt . . . . C?etaUoele!lltfcah. . . . • 15 . 12 . . 6 . . e . . 6 • . 6 . . k 208 124,75 i?4,5 35 41 9.5 122,4 123,5 79 207,65 124,13 59 36 >0,75 79.75 207 122,4 ü 41,25 Teutich-Ooslorretch. 4 100 kchtiling ölumaiittch.' Roten ....... edtiDebhd)-- Roten ....... Schweltet Roten ....... Spa>">che Roten ....... I'dtrdioiioroallitbe Noten.... Ungoil'cho Roten Devisenmarkt Berlin 58,91 2,48 112,18 81,31 44,13 12,40 73,10 - Frankfurt 59,15 2,50 112,62 81,63 44,31 12,46 73.40 a M 98 — — — n*.w ..... Bergmann....... S >2,5 90.75 92.5 114,5 92,5 109,5 90,5 112,5 91 101,25 Bdiltvv tioumann Aomentwerk Heidelberg Cementwerk ßarlflabt. . BatiF 8 Xreotap . . 7 . 10 . 10 . e 8,75 68,5 60 39,13 69 | 67,5 20 V-iemvei 22 r-eitmbei 62 17.25 1 1 - — fteUr LielorunasaoleUlchast richt une ffralt »letten Ä ®uiUraumt OiptfUldiilil für ölrtrrttj). 10 10 95 106.5 - W 19.5 1 1 1 ttmii a> ®e ■>O rruny Hn- «mu w t»o> "0 ITUIU. Df. 6% Bi Van brtP' r bttdanttall. Ptanebnele A >9 9% P' VanDf»r an. bttffaitüaU. ffomm. Cbl. S. 80 ?% Pr Sanbexi anobttefaaftafl. Planobetelo Si 11 AÄ.« abfl. Bor.rieg»-ObllgarU>- non rütfiaNbar 1932 «% Oeitenruduaio »otoren« 1^0% Oetterrrlchttcho Sllbfntntr <% Oesterreichtlcho (ttnbrttiidir Rento • % Unfladldx Bolbrenke • % Unflartldif 6taat»trntr 0 1910 • K% oeeflt. von 1913 €% Unaarildw Arononrenro 1% iürfifebf ftollantoldo von 1911 1V1 78 — 77,5 75,5 mnfL-»totL 168,74 169,08 168.79 169,13 100 97 97 92 6.25 2.1 t,35 7,8 Illi 11 11 1 1 1 1 100 97 97 1,25 '2.25 18,7 Illi 11 111111 Unternodm ungen Hamburger StrinUttai».Werte h'bvniiidif (Xifltrttitäi 3d)ictti<6< CidttUitti. . . . £tbuefen & Uo. .... -icmcne & Halile . . . . . itanciaoto ....... -hm-o-r S Ge..... Tonticde ErvSl . • • . . Sstener Ltoinkodt« . • • • • Scllrnktrcheuer ..... fcarivm-i . • . . . . voelch IHten .... Alle Boraten ...... Aiöteorrverle .... LSIo.Skeueiien ... Vkannormann-Skbkire» . . . Diane«,-ive, Bergbau . . , Cbcrltlilei Äienteoarl . . . Cberlditn flotoroerte . . . Bergbau . . . Ahelnilch, Bcaunlohte» . . Xbetnfttei ...... •he6ed«tadev...... 10 10 !* 10 11 16 . t 1> . v . e . 6 8 . O •H 10 . 7 91 HO H0,25 145.5 117 48 b ,25 2,25 '3,5 155 4,5 ? L IIIIS i ' 1 1 1 1 1 1 ö, 91 99,75 98 <08,75 144 116.25 58.5 92,5 67 155 53,25 89 99,25 96,25 107.25 1-1.25 58.25 82 66 157 52 Tchllttders Bayenhoier . Cftmerte ..... 8 hi . . . . Bemderg....... flrllttoff fBarthot . . Bellftoff aitfcaffenbura Gtationrnbnrari Vals« Tfllauet ®ae Taimlor Motoren . . Teutlcho Linoleum . . Maichinonbau A.-E. . , 3?at. Automobil . . Lrenkt ein & flott pd . . Leondare Ti« . . . Svenoka . » Ätanfnmet Matchme» . • . 15 . 12 . 18 . 14 18'/. . 12 . . 8 . . 9 • . 0 • * 6 . . 0 . . 6 . 10 . . 4 19,75 52 73 3.5 100 105 '69 13 49 98,5 162,4 129 18.75 50,25 89.75 73 78 99.13 22,75 99.75 '1.25 43 105 <69.5 13,5 161 129 48,5 49,5 89 72,5 78 99 21,5 99,5 30,5 42,25 104 269 ^un.-Ätrel rtrss. Äotw- ([brtfttanta. QopenbaQ.-n Stodbolm . fctlftngfort. ;3lallen . . . London. - . -Xeuvork - . Paris. - . . Schweiz . . Sva ien ■ 5avcm Xio de Htm Dien In Durett- abflcft Prac, . Belirad 1,376 38,515 112,06 112,07 112,45 10,54: 21,935 20,351 4,191 16.465 81,41 44,46 2,078 .399 59,01 12,437 7,427 1,380 58,635 112,28 112,29 112,67 10,563 21,975 20,391 4,199 16,505 81.57 44,54 2,082 0,405 59,1. 12,45/ 7,441 1,373 58,535 112,05 112,09 112,43 10,545 21,94 20,355 4.1915 16,465 81,42 44,88 2,078 0,403 59,03 12,439 1,377 58,655 112,27 112,31 112,65 10,565 21,98 20,395 4,1995 11,508 81,58 44,96 2,082 0,405 59,15 12,459 <% ZürttidK CaabaDbabn-anJ Serio 1 ="5 b LKZrH Bas ist nur der kleinste Teil prakt. Haus-u. Küchengeräten =s Küchen- und erklärt werden. !eflerl. 1371 x S Cologne I Karn 8M6D N ST 5 Liter 120 . „ 0-70 - 0.75 oh. GL 0.75 0.85 0.95 120 1.50 1.70 1.00 ’ 1.40 1.00 2.00 5 Rezept; Laune". i^Fl.m.OL *' 3.10 3.75 5.00 Pfund 0.78 Pfund 0.92 Pfund 054 0.48 " 0.50 » istgabe i i 0.65 an . .grätig leinen: „lil öl o c o s rC S' cr> c o ö *— es E E — <-> E <-• Ci rj N 8= o o E rs o ö O 1 E = e o — — B = = § e = 6 £ T E s A b£5^ u- X 5 = 4 ■3 SH £ E £ öS 55 E E JUKb lC 2 ’S ZK E (9 = E ?L9 E "«3 ■£■«*■ c 4 H «2 S E H E c. 5> = <>s -e N £L(S - AS e = = A £ W £5 -- jd A E* 2 e:££. 19 c Ö * 8 e- A = 2 « —57 <3 *£. -£ = = 2 q a 5 55 -0 2- B c ÖO E ft 2 5 E = 2 B 2 6 D ö ■2£ -N-§ - N A9A3 o 19 c BASA H a N S- B E H E-B' SE:n 5^5? o K c O L rr-L)^. 5/ <37 c 3 C E E E £ e 19 E E £ e 2 E E-e u3 2 t E c to «-S KZ 2-o xfS 4 c E I® E GtonA AAAA OP a E e c SZ. 19 o o Ei I AZ ef“ O 3 5: A -0 -£■ oSo H z;=to® *e-° ■E'lD 19 u 2 § -C E c 2 • E CS o E .2 @ a: E o 2EL.E Q c-e-e EA ä Q=c?€*€? afi'ü - 3 -E - 5 S £ 3 A £ cy A SA 3 qPQ a e» •» B B -°-.E A = EE <» O = A e 4S 2 W 5e89 e4§ 3 E -O o e »k 3 , iS = 5 x- SZT-Z |a|1e£ CH 55 c 3 <9 AcIas* '5SSO — 2 A £ <9 5 L-Z '-S eS® c=- E E£ss«= *— •» ^E*® g-5® ^E-e 55 55 ■.Et8-±^ «x-e uTä t £ B 2 c = ° E^-L2 Siitat ' = c-Q-e? 6^. —tr' o -fc— — k_ £ E 2AI^ Ä L p-SE * . 3 B^ =S S? a = *- LS ~cl-G- w ** o O • S »ft _ E(9- •• « 9 _ -b i_ A ac?ü 1E "C ~z E «SLZZb E <» c * -in c;es:2B .2 ®»-e1 2i «> «V o 1- s^S"8 -e g-e* ■es 10 e ■C 5-, E 8 8 2 3 E E E E 5 2 2 wA B L> E 2 E S- E E B 19 2 B =-(9 E <. -3 sC- <3) 2 « 2 c a S B A -6-2 SLi e 3 B ="6R a B s E = S 2 =9 *6* o E = E § E (9 E =£ H'9 N B §& ? = 3 E 8 E to ö y e c 8 I 19 <9 N B 8 N L - A 19 h§ 'S 19 2 § n a crt) L yto 2 a Eiy u. a-rt A R E 3 E E £ £ Q E o N c< »5 e ä E q£^ 2 = 8 E s Q 4 19 £(9 ■e E M -± — «S H » 4 1 = ■e t9>- e£ Z 8 L- =I9£-e ä s' ■=*6- ^*e= = C? = tfi — • c 3. —- A-e-E E Sa. S-e» = °-8-' §D 'S 5a 5 c? «e^ °Q E * oC? !ri E ER e ~ e - ü 219 e«. 2R^ B SAN 2 E2 E - .- O 5 5-ZLSH ul9 C e“ 19 § B 2. o . mH ff’e-.BE« E NAy N xS'S g£ e-L s ZZsZ « — K E = = E S58.raÄ B£_-ä =Rffl «i 5 6 a - =A 2 8 - t. — S * «flxz: r?.’ a.»/ a. ? — 4(9 -2 c3i 8*58 c 2 V-S SR-^Z 2-£.--4^ !=• 1. £ Z" E £ E 8 E 8 8 2 2 £ 2 A 8 2 2 E e- 2 E (9 E 2 (9 (9 (9 E A E E - £: c 8 N c a.ü 2 = 3-3 YÄ^B ösea S<5>' 2 ~ !o ÖB 3 5 3 « für ccs; 6)ö 5 = 2.= öl 2.2. C*"S3^ 2 "s Ä-- 2 £ §a 3.Z' ö3 Sf.» 5>g 3^ L’S te A3 KZ I« o —

g 3Z VZ L2 A = ° 95 c 2 Ag 2. 2 8 3 :>3* ti Aro 2 gs**’ 2 & ■2 er e g. 6)S.SJT s 8.*o O:S O 8 s Cf) 352 A2 O D&) 2 3° 53=« S c S v> gg&o SS 2»g 2 0? ffltj® 25?2= Or 3 -t O-^Jf 5-Z. S @2. o g 0 SG1E = 2.8 >>srti . V* X , 23 ZJ 3 2 & K ftC 5 68 c* Gl s’# 53 a « So 11 s 8 A 8 S a ca= 5 c PS® D^Z- g "3- D 3.5 S-i --Cf- Weg ProviNi vom 29 Um( tafeln f Gieß w= LZ — o g 3O-Z. Biehe! Laute! Scholl Alzey tBinge Ulain, Oppen Norm Am itzung! Gießen folgende 1.5) t3G) 35)£: o ' ol ia Cf) L-A 8 o 3 2 Gl cf? Gl- tc G) 2» ia ?ö sca Z f IA 2, pÖ E «> 3 = O, 2 - c caro egöa 2 O Ä"- S^s= 53 D C:g A :s 1'3 A SS 3 o AZ-ZZK 30 pS® 0 2 E 3 of- u7 5S "> A G15 o t1 2* Darm Sonst Bieim (Erbad) Sroß>( Heppe' Djjenb Alrfell Bübin 5 S 2 g o ■ S 8 04 8 612.-« 2 2 — O 3 er = 5 " E> o -j O U> 3 2 tp 12§ S 2 ä s; s3 3 3 5 is ZI s? d 4.3i K 5. ! 6.6 7. E 8. (E 9. B 2. 10. Ve Sa3 8 o O: «P 3 S^’E Gl 5® = S®* 2 Ö2.8 3 _E Er-n ZT TS rn 3 gG <>7 3 §7sp £«s." < CS6) o'c-SZ o at* n —- ia o "-«er P er „ 5 ° 61 er o: ftCa3 D»Z^ ss^ 61 2 P? 8-** E s 2. „ S-"ar> 8 ’e 3 o" £5? — 9» O O <5 So' 0 | 8-c f§#* ö^cao öZ-p 8 ~~ fl’S o X B O ti ro S|s- to <7‘ ro* 5" "E a. E‘s^ sD goP S sS ^=3 2 ?s :53' S S§ gp^-^-S 3-n5ei §>Z61 • =,5=?^ e G-1^ 2 SS 2. c ct o n ****■— s . D ÖE | " ^saZ-S3 D ei 2 3 u> S 3 nS f 59=-g|: 3 0 o •3" per 3 0 •££ o o* _ S A 3 2 Q 53 g' LZ Gl^S5* T’-lS^ G =• ZS-Z c« c-3 31 g

§■§:§ CTS w S.SSs’S IS 3 *; o 3 r?ö®E w gr GB er s» ® CT — CT er o ro P 3 _ E 3 &S S« Gl pLÄCT! g w 3 ° ö 2. Ä s- _ E-S 3 S —— - O AS ' —• A 8*2' o 3 , ;gS~ G1 D--- Cäto ct o = ca§ 3 rs§ cr§_o: ts « ©er J?tSa 3 y“3« Z-3 «rp R (7)3 BIRG S 2 =-S‘c 2. । 3 3 «2' 3 3 3 3 g 8 p 8 S g S w 1a CT U 2. 5Ö 3