Samstag, 22. Zedruar 1930 180. Zahrgang Nr. 45 Erstes Blatt Eriche int toglich.outzet Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gtehencr ^amtlienblättet Heimat im Bild Die Scholle Dlonats-Beptgsprels: 2.20 Reichsmark und 30 Rcichspfennig für Trögen lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer (Bemalt .fernsorechanschlüsse unterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Stanlfutl am Main 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Reklameanzeigen oon 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20u,„ mehr. Chefredakteur Dr Friedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in (Sieben. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vruckvnd Verlag: vrLHI'iche Unioerfiiütr-Viich- und Sleindruckerei «.Lange in Sietzen. Schristieitnng und Seschästrstelle: Schnlitratze 7. Zwischenbilanz in London. Die ernste Wirtschaftskrisis, die Deutschland schüttelt, zieht alle unsere Gedanken auf sich. Fast ausschließlich beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir unsere Staatsfinanzen wieder in Ordnung bringen sollen und als Folge der Erleichterungen, die wir von der Neuregelung der Reparationen erhoffen, unserer Wirtschaft eine Senkung ihrer Lasten und neue Betriebsmittel verschaffen können. Unsere Interessen sind leider allzu ausschließlich nach innen gerichtet, denn es ist zu befürchten, daß wir über unsere eigenen Sorgen, die gewiß schwer auf uns lasten und an den Fundamenten unseres Staatsbaues rühren, ähnlich wie schon einmal im schlimmeren Jahre 1923, vergessen, was sich jenseits der teauer ereignet, die uns fast ein Jahrzehnt von der Weltpolitik abschloh, mit deren Abtragung aber doch schon begonnen war. Wenn wir es vergessen haben sollten, wie eng auch das besiegte, entwaffnete und um seine nackte staalliche und wirtschaftliche Existenz ringende Deutschland mit der. Weltpolitik verknüpft ist, so erinnerte uns daran — und diesmal mehr, als uns lieb sein konnte — ein Vorgang auf der Londoner Flottenkonferenz. Das schön aus dem unerquicklichen innerdeutschen Parteienstreit her berühmte Panzerschiff „Ersah Preußen" nahm Frankreich in London zum Vorwand, um dem Gedanke^ der Abrüstung zur See ein gewaltiges Aufrüstungsprogramm entgegenzustellen. ilnb die Gefahr ist keineswegs gering, daß die großen Seemächte das ganz auf Verteidigung eingestellte Deutschland, dessen lächerlich winzige Flotte keine anderen Aspirationen hat und haben kann, als die deutsche Ostseeküste zu schützen und die Verbindungswege nach der in Versailles geschaffenen Landinsel Ostpreußen zu sichern, in ihren Streit hineinzuziehen, um wieder einen Wehrlosen zu finden, auf dessen Kosten sie sich einigen können. Wir hätten also schon aus diesem Grunde alle Ursache, uns eingehend mit den Vorgängen auf der Londoner Flottenkonferenz zu beschäftigen, wenn es nicht in London in Wahrheit um viel mehr ginge, als um eine Verminderung der Flottenrüstungen oder wenigstens um eine Rü- stungspause, nämlich um eine Verständigung zwischen England, Amerika und Japan über ihre gegenseitigen Interessensphären im Atlantik und Pazifik einerseits und zwischen England, Frankreich und Italien über Atlantik und Mittelmeer anderseits. Das große und das kleine Flottenproblem stehen in London aus der Tagesordnung und die Gefahr ist groß, daß man, da eine Verständigung mit allen über alles erstrebt wird, in Wirllichkeit eine Verständigung mit niernan- mandern und über nichts erreichen wird. Die Schwierigkeit der Londoner Konferenz liegt wesentlich darin, daß Englands Interessen mit beiden eben skizzierten Flottenproblemcn auf das innigste verknüpft sind. Macdonalds weltpolitisches Programm war doch bei seiner Regierungsübernahme, das unter Chamberlain bedenklich ins Wanken geratene Verhältnis zu Amerika auf eine neue Grundlage zu stellen, auch auf die Gefahr hin, durch eine Anlehnung an den angelsächsischen Vetter die von Chamberlain peinlich sorgsam gepflegten Beziehungen zu Frankreich, dem durch die moderne Kriegs- und Verkehrstechnik bedrohlich nahcgerüllten europäischen Rachbarn, zu lockern. Im Hintergründe dieses Kurswechsels stand die zwingende Rotwendigkeit einer Verständigung der beiden angelsächsischen Weltmächte über den Pazifik. Zwingend deshalb, weil Macdonalds Vorgänger, das konservative Kabinett Baldwin-Chamberlain in der Dchand- lüng der chinesischen Frage, in der Verteidigung bedeutender englischer Jnt:r:ssen in Ost- asien keine glückliche Hand gehabt hatte, und für das britische Imperium die Gefahr brennend wurde, durch die chinesischen Rationalisten, aber auch durch die andern Rivalen, Amerika, Japan und Rußland an zweite Stelle gedrängt zu werben, kein Zweifel, daß auch die nach der Dalsourschen Reichsreform in ihrem Einfluß auf die Außenpolitik des Imperiums gestärkten Dominions, namentlich Kanada und das sich besonders bedroht fühlende Australien, in diese gleiche Richtung einer Verständigung mit Amerika drängten. So machte sich also im vergangenen Jahre bald nach der Uebernahme der Regierung durch das Labourkabinett lac« donald, der neue Premier, auf nach Washington, die Grundlagen für die Verständigung zu suchen, die England brauchte und der Amerika nicht abgeneigt war. Voraussetzung für eine Annäherung beider Mächte überhaupt und eine Verständigung über die beiderseitigen Interessen im Pazifik im besonderen war selbstverständlich eine Aussprache über die F l o t t e n r ü st u n - gen. Macdonald mußte in Washington an dem Punkt wieder anknüpsen, an dem nicht lange vorher die anglo-amer kanische Freundschaft um ein Haar in die Brüche gegangen war, als Chamberlain mit der ihm von Pars insinuierten Extratour glaubte, an Frankreichs Seite Amerika die Stirn bieten zu können. Die darüber sehr unbehagliche Stimmung im eigenen Lande und ein verstärktes Pochen auf den erheblich größeren Geldsack in Washington hätte den Unbelehrbaren zur Einsicht bringen sollen. Macdonald hat nun mutig und entschlossen die Konsequenzen gezogen. Und es kann keinem Zwei- fei unterliegen, daß er in den Besprechungen mit dem Präsidenten Hoover und seinen Mitarbeitern über die Rüstungsbeschränkungen zur See, vielleicht sogar darüber hinaus über einen gemeinsamen weltpolitischen Kurs weitgehende Die neue Regierung in Frankreich. Reserve Tardieu. Mit einer gewissen Schadenfreude muß man doch vorläufig feststellen, daß der kluge Tardieu sich verrechnet hat. Leute, die das Gras wachsen hören, haben angedeutet, daß ihm diese Krise nicht ganz unerwünscht gekommen sei, daß er ihr vielleicht sogar etwas nachgeholfen habe, um den unbequemen Finanzminister loszuwerden und auf diese Weise sein Kabinett nach links zu erweitern. Denn wenn er die Radikalsozialen gewann, hatte er eine so feste Mehrheit, daß er auf lange Zeit eigentlich unangreifbar schien. Indessen c i n Haken war dabei. Man weiß wohl, wie ein Kabinett gestürzt wird, man kann aber nie sagen, wie das nächste Kabinett aussieht. So ist es auch Herrn Tardieu gegangen. Er hat sich mit aller Bestimmtheit daraus eingestellt, daß gegen ihn oder ohne ihn ein Kabinett nicht möglich sei. eine Taktik, die ja auch Poincare schon wiederholt eingeschlagen hatte; er hat sich ins Bett gelegt und geglaubt, wenn er nur hinreichend Rerven hätte, würde nach vergeblichem Durchexerzieren aller Möglichkeiten der Präsident doch wieder auf ihn zukommen müssen. Mag sein, daß er auf längere Sicht gesehen dabei doch Recht hat. Die Struktur des französischen Parlamentarismus hat sich ja insofern etwas gewandelt, als früher selbstverständlich ein neues Kab nett innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden auf den Deinen stand. Heute dauert es etwas länger, wenn der kommende Mann eben eine kleine Gruppe auf der Rechten gewonnen hat, springt ihm nach links eine andere ab, die ihm die Mehrheit gefährdet. So ist die Kabinettsbildung auch in Frankreich ein Geduldspiel geworden, das starke Rerven verlangt. Herr Chautemps scheint sie zu haben. Es hat ihn nicht weiter gestört, daß die Gruppe Tardieu ihn im Stich ließ und daß auch Franklin Bouillon ihm nachträglich eine Absage erteilte. Er hat daraus auf das Kabinett der Mitte verzichtet und steuert jetzt ein Links- fabinett an, das ebenso wie Herriot in feinen guten Tagen auf die weitgehende Unterstützung Der Sozialisten angewiesen wäre. Darin liegt aber gleichzeitig auch das schwächere Moment. Die sozialistische Fraktion von hundert Mann ist durch den Parteitagsbeschluh von jeder aktiven Reg.erungsvcrantwortung ausgeschaltet. Sie kann ihre Meinung nur negativ äußern, aber keine Regierungsmehrheit bilden. Wenn Herr Chautemps trotzdem versuchen toill, eine Regierung zu bilden, die jeweils von den sozialistischen Stimmen abhängt, dann wird er dafür einen teuren P r e i s zahlen müssen und trotzdem keinen zuverlässigen Bundesgenossen gewinnen. Er ist dauernden An- . griffen der Rechten ausgesetzt, über die er stolpern kann, selbst wenn seine Mehrheit unter Einrechnung der Sozialisten zahlenmäßig an sich groß genug wäre. Das Kabinett Chautemps wird deshalb bestenfalls nur eine Episode sein. Herr Tardieu ruht von der Regierungsverantwortung aus, aber — er kommt wieder. Dos Kabinett Chautemps. Paris. 21.Jebr. (2BIB.) Das neue Kabinett Chautemps hat sich um 7 Uhr abends ins Elysee begeben, um sich dem Präsidenten der Republik oor- zustellen. Cs seht sich zusammen aus 17 Ministern und 11 Unterstaalssekretären. Die Minister sind: Miniskerpräsidentschast und Innenministerium: Chautemps (rab. Abg). Justizministerium und vizepräsidenlschast: Steeg 1 (rab. Senator). Außenministerium: 23 r i a n b (Soz.-Rep.). Kriegsministerium: Rene Besnarb (rab.). Marine: Albert Sarraut (rab.). Finanzen: Charles Dumont (rab.). Budget: Palmabe (rab.). Unterricht: Jean Butanb (rab.). handel: Georges Bonnet (rab.). Oeffenlliche Arbeiten: Dalabier (rab. Abg.). Landwirtschaft: Queuille (rab.). Kolonien: Lamoureux (rab.). Arbeit: Loucheur (rab. Linke). Handelsmarine: Danielou (rab. Linke). Post: Julien D u r a n b (rab. Linke). Luftschisfahrt: Laurent Cynac (rab. Linke). Pensionen: Galtet (rab.). Ministerpräsibent Chautemps erklärte heute abenb, bie neue Regierung werbe sich am Dienstag dem Parlament vorstellen. Die Regierungserklärung werbe am Sonntagnachmiltag in einem Kabinettsrat burchberaten unb im Ministerrat am Dienstagvormittag enbgültig festgelegt werden. Die Regierung werde sich bereits so zeittg dem Parlament vorstellen, weil die Abreise der französischen Delegation zur Seeab- rüskuugskonseren; nach London dringlich sei. Die Vertretung Frankreichs aus der Londoner See- abrüstungskonferenz wird, wie verlautet, dem neuen Marineminister Albert Sarraut übertragen werden, der schon auf der Washingtoner Flottenkonse. ren; im Jahre 1922 der Führer der französischen Delegation war. Von ihm behauptet der „Motin", daß er damals die französische These in ausgezeichneter Weise vertreten habe, so daß man behaupten könne, daß die Interessen Frankreichs in guten Händen liegen würben. Vor schweren Kämpfen. Erste Prcssestimmen;um Kabinettswechsel Paris, 22. Febr. (WTD. Funkspruch.) Rach dem „Populaire" soll Ministerpräsident Chautemps bereits gestern seinen Mitarbeitern die allgemeinen Richtlinien seines Regierungsprogramms bekanntgegeben haben. Das Kabinett werde erfiären, daß es ein Linksministerium mit einem linksgerichtetenPro- gramm sei. Cs werde die Kammer auffordern, dieses Programm zu unterstützen. Wenn die Kammer sich weigere, so werde die Regierung ankündigen, daß sie ihr Programm dem Lande unterbreiten und die Wähler darüberentscheiden lassen werde. Havas erfährt aus der Kammer: Es schien, daß sie anfänglich von Chautemps ins Auge gefaßte Lösung der einmütig bedauerten parlamentarischen und Regierungsunsicherheit ein Ende bereiten würde. Heute aber scheint es infolge von Umständen, die nicht von dem Willen Chautemps' abhängen, daß die AnnäherungderLinks- Parteien nicht nur nicht erleichtert, sondern vorläufig sogar in Frage gestellt ift Die Art, in der man Stellung nimmt, läßt vermuten, daß am Dienstag, wenn sich das Kabinett dem Parlament vorslellt, die Debatte außerordentlich leidenschaftlich sein wird. Selbst sehr optimistische Beurteiler rechnen niM einmal mit einem auch nur kurzen Waffenstillstand angesichts der Heftigkeit des Kampfes, den die beiden Richtungen der Kammer seit mehreren Monaten auskämpfen. Man ist daher der Ansicht, daß das Schicksal des Kabinetts von einigen wenigen Stimmen abhängen werde. Der „Temps" schreibt: Es handelt sich nicht mehr um die Konzentration ohne die Sozialisten, sondern um die Konzentration mit ihnen. Die Mitglieder der radikalen Linken, die sich bereit erklärt haben, die Konzentration ohne die Sozialisten, ja gegen die Sozialisten anzunehmen, und die anderen national eingestellten Fraktionen, die für das Ministerium Chautemps stimmen werden, können sich über folgendes nicht täuschen: Sie werden gemeinsam mit denSozialisten stimmen, und Bündnisse der Stimmzettel sind Bündnissen der Politik gleichzusehen. Die Wähler von 1932 werden ihr Urteil fällen, das Land wird sein Urteil aber sofort abgeben. — Das „Journal des D 6 - bats" schreibt: Die einer nationalen Politik ergebenen Fraktionen brauchen nur an ihrer energischen und ehrenvollen Haltung festzuhalten- Sie werden die Mehrheit des Parlaments und des Volkes vertreten. Die Radikalen werden wohl oder übel gezwungen sein, Lar zu sagen, was sie wollen und was sie darstellen. Wan Kurswechsel in Bozen? SreitafFung der aus politischen Gründen verurteilten Südtiroler. Rom, 21. Febr. (Tel.-lln.) Rach einer Meldung der „Tribuna" vom Freitagabend hat Mussolini alle polizeilichen Strafen erlassen, die wegen politischer Ursachen gegen Südtiroler der Provinz Bozen verfügt waren. Damit ist auch die Freilassung des Arztes Dr. Josef Kiener verfügt worden, der von dem Provinzausschuß Bozen, wie es in dem Blatte heißt, „wegen hartnäckiger und fortgesetzter Betätigung gegen den Faszismus und gegen die Staatsgewalt" zu drei Jahren Zwangsverschickung verurteilt war. Die „Iribuna" behauptet, Dr. Kiener sei der einzige Südtiroler, der zur Zeit wegen politischer Gründe zwangsverschickt sei. Kiener hielt sich mit seiner Frau auf der Insel Ponza auf. von den Freiheitsbeschränkungen des Verwarnungszustandes wurden acht Personen befreit, die nach der „Tribuna" wegen anllfaszislischer Tätigkeit dieser Strafe unterlagen, und zwar erstens die Frau des erwähnten Dr. Kiener, 2. Dr. Bruno Gelmini aus Schlünders, 3. Michael Malfertheiner aus Bozen, ehemaliger Sekretär der katholischen volksparlei, 4. Josef Reuhauser aus Bruneck, 5. und 6. Franz Oberkofler und Hans Meger aus dem Aurinatal, 7. und 8. Karl Abfallerer und Joses Rain aus Luttach. Rach diesem Straferlaß, so erklärt die »Lribuna", ist kein einheimischer Südtiroler mehr aus politischen Gründen polizeilichen Strafen unterworfen. In unterrichteten Kreisen sieht man in dieser Maßnahme Mussolinis eine mittelbare Folge des Schoberbesuches in Rom. Uebereinftimmung erzielt hat. Wenü nun die in Washington beschlossene und unverzüglich einberufene Londoner Flottenkonferenz von Anbeginn an insofern enttäuschte, als man annahm, Macdonald werde mit einem fix und fertigen Abrüstungsproararnm vor die Konferenz treten, für das et schon die Zustimmung Amerikas in der Tasche habe, so wurde hierbei außer acht gelassen, daß England eben auch europäische Macht ist und mit seinen kontinental-europäischen Rachbarn, in erster Linie Frankreich, dann aber auch Italien, ins Reine kommen will, im Interesse des britischen Mutterlandes und der Verbindungen nach dem Osten vielleicht sogar muß. Dieser Zwiespalt der englischen Interessen, die einmal als die der Weltmacht auf einen Ausgleich mit Amerika und Japan über den Pazifik bedacht sein müssen, gleichzeitig aber auch als die einer europäischen Macht die Verständigung mit den Rachbarn am Kanal und im Mittelmeer nicht ungestraft außer acht lassen dürfen, dieser Zwiespalt erllärt vielleicht am besten die keineswegs imponierende, den starken Mann heraus- stsllende Haltung des einst meerbeherrschenden Albion auf der Londoner Flottenkonferenz und die ungewöhnlich starke Stellung, die F r a n k - reich — durch seinen äußerst geschickten und viven Ministerpräsidenten Tardieu bisher zweifellos glänzend vertreten - in London einnehmen konnte, ganz im Gegensatz au seiner realen Bedeutung als Seemacht, die doch hinter den großen Drei, Amerika, England und Japan, weit zurücktritt. Frankreich hat die Initiative an sich gerissen, unb Amerikas wie Japans absolute Tlnintercssiertheit an europäischen Dingen hat England in eine schwierige Situation gebracht. An die Stelle einer Zusammenarbeit der Angelsachsen, vor deren Diktat man kaum noch Widerstände zu sehen glaubte, ist ein Ringen zwischen England und Frankreich getreten, in dem bisher die Franzosen durchweg den Erfolg für sich hatten. England hat in der Frage des Tonnagetransfers, also in der ilebertragung von Tonnage von einer Schiffskia ,se in Die andere, Zugeständnisse machen müssen, und es hat feine Forderung auf Abschaffung der älbootwafse beiseitelegen müssen, weil Frankreich daraus nicht verzicyten wollte. Nach diesen Erfolgen scheint Tardieu den Bogen jedoch überspannt zu haben, als er mit seinem eigenen positiven Flottenprogramm herausrückte, das bis zum Jahre 1936 die französische Flotte auf eine Gesamttonnage oon 724 000 Tonnen gebracht wissen will und eine U-Boot-Tonnage von 125 000 Tonnen fordert. Das würde 21 u f r üft u n g, statt Rüstungspause oder gar Rüstungsoerminderung bedeuten, und die Franzosen waren sich natürlich darüber klar> daß ihr Rüstungsprogramm, wollten sie es ernsthaft durchzusetzen versuchen, der Londoner Konferenz den Todesstoß versetzen müßte, ja jede Unterhaltung über Abrüstung zur See illusorisch machen würde. Im Grunde wollen sie auch ganz etwas anderes: vermehrte Sicherheit und ausreichende Garantien. Und der deutsche Panzerkreuzer, der noch gar nicht zu Wasser gebracht ist, mußte wie oben schon erwähnt, ihnen dazu dienen, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ein Mittelmeerlocarno und Garantieoerträge mit England über den Atlantik verlangt Frankreich zum Preis für einen Verzicht auf seine Flottenaufrüstung, politische Forderungen, die England sowohl wie Italien mit dem' Hinweis auf die genügenden Sicherheiten des Kellyggpakts ablehnen. Es ist festzustellen, daß das französische Flottenpro- gramm ein Wiederaneinanderrücken der beiden angelsächsischen Mächte bewirkt hat, unb daß auch Italien als Dritter im Bunde in seiner soeben übergebenen Denkschrift den beiden anderen zur Seite getreten ist. So war Frankreich isoliert, unb Herrn Tardieu kam erst die Grippe und später die Regierungskrisis in Paris gewiß nicht ungelegen, um feine Truppen zum neuen Vorstoß zu sammeln und eine andere Ausgangsstellung au erkunden. Ob er selber nun nach der wegen der französischen Re- gierungsfrifiis eingelegten Konferenzpause nach London zurückkehren wird, oder ob er, wie es fast den Anschein haben könnte, dem vigilanteren B r i a n b Frankreichs Vertretung auf der Flottenkonferenz überlassen wird, es wird gewiß nicht leicht fein, die Besprechungen auch nur so weit zu führen, daß man eine möglichst günstige Basis für die 1935 in Aussicht genommene nächste Flottenkonferenz findet. Denn neben dem Gegensatz zu Frankreich, das von Italien und England die Garantie des Status quo zu erhalten wünscht, bestehen auch noch zwischen Amerika und Japan schwerwiegende Differenzen, die sich um die japanische Forderung auf Erhöhung der eigenen Kreuzerquote von 6 auf 7:10 gegenüber Amerika drehen. In Tokio rechnet man damit, daß eine feindliche Flotte — gemeint ist natürlich die amerikanische — auf dem Anmarschwege in die japanischen Gewässer durch die Abwehr mit U-Booten, Minen und Fliegern etwa ein Viertel ihres Bestandes einbüßen werde, und dann Japan bei einem Stärkeverhältnis von 7:10 der amerikanischen Flotte etwa gleich stark gegenübertreten könnte. Nach Abrüstung und Ausschaltung des Seekrieges klingen diese sehr realen Argumente ja grabe nicht, sie haben aber jedenfalls das Gute, übertriebene Hoffnunaen, sollten sie heute etwa noch irgendwo auf Die Londoner Konferenz gesetzt werden, auf das Maß zurückführen, das der weltpoli- tifdjen Lage entsprechen dürfte. Jar^ .NordÖyai ADerdeen- 'aris Klagent .lermont Schobers Besuch in Berlin mit Der traf des andere Abordnun- ob sie selbst nicht Richtung gehen gung der Konferenz könnten gen sich mit Ruhen fragen, ein Stück in gleicher Wollten. Die Ankunft des österreichischen Bundeskanzlers. Berlin, 22. Febr. (WTB. Funkspruch.) österreichische Bundeskanzler Dr. Schober heute vormittag 8.56 ^lhr in Begleitung Oie ^Rettung des Preußenkabinetts. Die «itzirauensanträge gegen oraun knapper Mehrheit abgelehnt. muh entwe^r für oder gegen die Sozialisten. oder gegen die Revolution, für oder gegen die Politik Poincares und Tar- dieus sein. Man verliert seine Zeit mit den parlamentarischen Gepflogenheiten, wobei es sich darum handelt, den persönlichen Ehrgeiz mit dem Versagen der anderen in Einklang zu bringen. Die Geschichte des Landes hätte etwas Besseres verdient. « Generalsekretärs für auswärtige Angelegenheiten Peter und des deutschen Gesandten in Wien Graf Lerchenfeld auf dem Anhalter Bahnhof ein. Zu seinem Empfang hatten sich u. a. . Reichskanzler Müller, Reichsauhenminister Dr. Curtius, Staatssekretär Dr. Pünder und der Chef des Protokolls, Graf Tatten- b a ch, auf dem Bahnsteig eingefunden. Ferner war der österreichische Gesandte Dr. Frank mit den Herren seiner Gesandtschaft, dem österreichischen Generalkonsul und zahlreichen Mitgliedern der österreichischen Kolonie erschienen, die den Bundeskanzler mit Hurra-Ru.en begrüßten. Schließlich waren der finnische und der litauische Gesandte auf dem Bahnhof anwesend. Eine Schupobereitschast bildete bei der Abfahrt des Wagens des Bundeskanzlers zum Hotel Kaiserhof, wo Dr. Schober Wohnung genommen hat, Spalier. Der erfolgreiche österreichische Staatsmann, dessen Wirken in einer kaum fünfmonatigen Amtszeit dem deutschen Brudervolk in Oesterreich die Einigung im Inneren durch die Verfassungsreform und die Freiheit nach außen durch die Ergebnisse der Haager Konferenz gesichert hat, wird sich drei Tage in Berlin aufhalten, um im Gedankenaustausch mit den deutschen Staatsmännern die brüderlichen Beziehu^en der beiden deutschen Völker zu vertiefen. Von den Rührenden Stellen des Reiches ist dieser Bekundung ein festlicher Rahmen bereitet worden. Die Krisis der Iloltenkonserenz. Amerika lehnt neue Garantien ab — Ein Appell der „Times". London, 21. Febr. (TA.) Ein in den letzten Tagen zwischen der a m e r i k a n i s ch e n Abordnung der Flottenkonferenz und Präsident Hoover stattgefundener Meinungsaustausch hat zur endgültigen Ablehnung einer neuen Art des Sicherheits abkommens durch die Vereinigten Staaten geführt. Weder eine Ergänzung des Kell"ggpaktes, noch ein Sonderabkommen sei für Amerika tragbar. Zugleich bestehe innerhalb der amerikanischen Abordnung nunmehr stärkere Reigung, die Rettung der F l o t t e n k o n f e r e n z in der Richtung eines Dreimächte - Abkommens zu suchen. Rur ein einziger amerikanischer Vertreter bekenne sich noch als Optimist, während alle übrigen die Aussichten für einen Ausgleich zwischen allen fünf Mächten nur noch sehr gering bewerteten. Die „Times" benutzt die Unterbrechung der Konferenzarbeiten zu einem dringenden Ausruf, der in seiner ungewöhnlich ernsten Form für sich spricht. Rach dem Hinweis, daß das Abkommen auf Grund der bisher von den einzelnen Abordnungen mit Ausnahme Großbritanniens und Amerikas vorgelegten Forderungen unmöglich sei, heißt es weiter: Während von keiner der vertretenen Mächte erwartet werden kamr, Zugeständnisse zu machen, die die Sicherheit gefährden, sollten alle Teteiligten ersucht werden, den Ausblick für die nächsten fünf Iahre zu prüfen, um festzustellen, ob dieser Augenblick nicht eine größere Bereitwilligkeit zur Herabsetzung der Flottenrüstungen rechtfertige uni) ob die Sicherheit der Mächte oder chr flottentechnisches und politisches Ansehen wirklich durch ein Abkommen leiden, das im ungünstigsten Falle 1936 nachgeprüft werden könnte. Großbritannien ist durch die Einstellung der Arbeiten für den Flottenstützpunkt von Singapore und die Verminderung seines Flottenbauprogramms bis an die äußerste Grenze der Rüstungsverminderung gegangen. Wahrend der Derta- Oie Religionsverfolaung in Rußland. Kowno, 21. Febr. (TA.) Am Donnerstag fand in Kronstadt eine religionsfeindliche Kundgebung statt, an der sich die Arbeitervereinigungen, die Marine und andere militärische Verbände beteiligten. Eine Abordnung übermittelte dem Stadtausschuh eine Entschließung, in der die Schließung sämtlicher Kronstädter Kirchen verlangt wird. Der städtische Vollzugsausschuß hat d:m Verlangen ft a 11 gegeben und ließ am selben Tage die Glocken der 40 Kirchen in Kronstadt feierlich herunterholen, deren Metall für die baltische Flotte Verwendung finden soll. Bei der Schließung der Kirchen kam es verschiedentlich zu Zusammenstößen zwischen der religiösen Bevölkerung und den Sowjetleuten. Berlin, 21. Febr. (Priv.-Tel.) Auch am Freitag ist es der Weimarer Koalition des preußischen Landtags gelungen, einen Generalsturm der vereinigten Oopposition auf das Kabinett Braun abzuschlagen, wenn au chdas Schicksal der preußischen Regierung an einem seidenen Faden hing. Bon den anwesenden 415 Abgeordneten haben zwar 217 gegen die Mißtrauensanträge gestimmt, die gegen den Ministerpräsidenten und seinen Kultusminister einge- bracht waren; die Opposition hat aber doch 198 Stimmen aufgebracht, so daß die Weimarer Koalition nur mit dem knappen Borsprung von 19 Stimmen das Rennen gewann. Sie hatte es verloren, wenn es den Oppositionsparteien gelungen wäre, ihren gesamten Abgeordnetenbestand auf die Beine au bringen, der 220 Köpfe ausmacht, also nur um 10 Stimmen hinter der Stärke der Weimarer Roa- die Ereignisse es erforderlich machten. und übrigen drei einen Verweis mit der Aussicht auf Entlassung, falls sie sich ähnliche Vorkommnisse nochmals zuschulden kommen lassen sollten. Rach dem von den Aerzten ausgegebenen Bulletin über das Befinden der Königin von Schweden ist die Atmung erschwert. Die Herztätigkeit ist nicht zufriedenstellend, der allgemeine Zustand besorgniserregend. Der bisherige spanische Anterrichtsminister, Herzog von Alba, ist zum Außenminister im Kabinett Berenguer ernannt worden. Weitgehende Anträge zur Verwaltungsreform in Hessen. Volkspartei und Landbund ergreifen die Initiative im Finanzausschuß. beseht werden, solange ein Ministerialdirektor noch im Amte ist. Bei Freiwerden von M i - nisterialratsstellen sollen diese durch Oberreg erungsräte, Oberregierungsräte durch Regicrungsräte ersetzt teerten, bis sich das Verhältnis dieser drei Gruppen 1:1:1 verhält, damit in Zukunft auch eine Zurückversetzung in ein Lokalamt möglich wird. Die Hereinnahme von Beamten ohne die oor- geschriebene Vorbildung in den Staatsdienst habe zu unterbleiben. Die hessische Gesandtschaft in Berlin solle ausgehoben werden. Der Bauernbund fordert u. a. Aufhebung der Kinder zutage für Kinder von 16 bis 21 Jahren, Kürzung der Beamtengehälter um 15 Prozent bei den fest- befoldeten Beamten der Klasse B, 12 Prozent der Grundgehälter in den Klassen A1 bis 3 und bei Hochschulprofessoren, um 8 Prozent bei den Gehältern der Klasse A4, um 4 Prozent bei den Gehältern der Klasse A 5 bis 10. Der Stellenplan und die Besoldungsordnung sollen abgeändert werden. 3n Zukunft sollen Beamte nur in eine höhere Besoldungsgruppe einbezogen werden, wenn eine Deförderun g vorliegt, also von einem Beamten in einem erweiterten Ausgabenkreis erhöhte Leistungen und stärkere Verantwortlichkeit verlangt werten. Jede Beamtenkategorie soll anstatt wie jetzt in drei in Zukunst nur eine Besoldungsgruppe mit 10 auf steigenden 3jährigen Gehaltsstufen durchlaufen. Für die Dildungsbe- hörden soll unter Wegfall des Ortsklassensystems ein einheitlicher Tarif auf gestellt werten. Die Rebenbezüge für Beamte mit festen Gehältern, darunter auch die Prüfungsgebühren, Kol- legiengelder usw. für festbesoldete Hochschullehrer sollen im Staatsvoranschlag gestrichen und der Staatskasse zugeführt werten. Die Auszahlung von Amzugskosten und Aufwandsentschädigungen für Beamte sollen auf einzelne bestimmte Fälle begrenzt werden. Am 1. April soll auch die Desahungszulage in Wegfall kommen. Die Auseinandersetzungen im Ausschuß waren heute namentlich zwischen den Rednern der Sozialdemokratie, tes Bauernbundes und der Deutschen Dolkspartei sehr angeregt. Eine Abstimmung über die Anträge sand noch nicht statt. Die Abstimmungen sollen erst am Dienstag kommender Woche, bei • einzelnen Anträgen wahrscheinlich noch später, erfolgen. Darmstadt. 21. Febr. (Wolff.) Der Finanzausschuß trat in die Beratung ter_ Vorbemerkungen zum Haushaltsvoranschlag für 1933 ein. Da insbesondere die Frage der Kürzung der Deamtengehälter noch nicht geklärt werden konnte, beschloß man die Einsetzung eines Unterausschusses, der mit der Regierung die Rechtslage klären soll, ob und inwieweit überhaupt eine solche Kürzung zulässig ist. 3n der Aussprache kam ter durch die Beförderung des sozialdemokratischen Bürgermeisters Ritzel zum Oberregierungsrat bei der ProvinzialdirektionOberhessen veranlaßte volksparteiliche Antrag zur Besprechung, daß die schon vor längerer Zeit von der Regierung verlangte Beförderungssperre ausnahmslos für alle Beamten gel- t e n soll. Die Volkspartei verlangt außerdem unverzüglich einen Rachweis darüber, welche Beamte in anderen Aemtern beschäftigt werden, als in denen, für die ihre Gehälter bewilligt wurden, und ebenso eine Aufstellung mit namentlicher Auf ührung ter Personen, die in den einzelnen Minister en auf Privatdien st vertrag angestellt find unter gleichzeitiger Angabe, wer die dafür notwendigen Mittel bewilligt hat. Da die Zahl der Minister Hessens in anbetradjt der Finanzlage des Landes zu groß fei und das badische Beispiel auch zeige, daß eine Verminderung der Ministerien wohl möglich ist, verlangt die Deutsche Boltepartei die Auflösung der Ministerien für Arbeit und Wirtschaft und für Justiz. Ersteres soll dem Ministerium tes Innern angegliedert werden, letzteres dem Finanzministerium. (Zur Zeit werden das Finanzministerium und das Iustizministerium durch Minister Kimberger zusammen verwaltet.) Die Aufgaben ter Kultur- bauämter und der Feldbereinigung sollen jedoch wegen der erforderlichen einheitlichen Organisation des Vermessung Iwesens dem Finänzmini- sterium angegliedert werten. Außerdem sollen bei freiwerdenden Stellen in den Ministerien Reubesehungen fo lange nicht erfolgen, als sich nicht die Gesamtzahl der Stellen um mindestens 10 v. H. ve r- mindert hat. Die Stellen sämtlicher Ministerialdirektoren sollen auf den Inhaber gesetzt werten. Freiwerdende Staatscats stellen s llen nicht wieder Die neugewählte Generalsynode, das oberste Kirchenparlament der Evangelischen Kirche der A l t p r e uh i s ch e n Union, tritt am Samstagnachmittag im Plenarsihungs- saal des Reichswirtschaftsrats zusammen. In der ersten Sitzung findet die feierliche Verpflichtung der neu eingetretenen Mitglieder, die Wahl des Präsidiums und ter Ausschüsse statt. Aus oller Welt. Der Fluch des Pharao. Aus Gram über den Tod seines Sohnes Aman U l l a h, ter frühere König von Afghanistan, wird in Konstantinopel erwartet. Seine In Pera wcilente Familie trifft bereits die Vorbereitungen für seinen Empfang. Der gegenwärtige König von A ghanistan ist schwer leitend. Er soll einen Arzt nach Kabul berufen haben Man glaubt, daß Aman Ullah nach Afghanistan zurückkehren werte, wenn Rach einem Beschluß tes Magistrats werten die Feierlichkeiten ter Wiesbadener Befreiungswoche am 30. Iuni nachts 12 Uhr beginnen. Bei ter Oberpoft di rektion in Frankfurt a. M. ist beantragt worden, daß bei ter beabsichtigten Herausgabe von Befreiungs- Briefmarken auch Wiesbaden dadurch berücksichtigt wird, daß eine Briefmarke entweder das Bild des Kurhauses oder den Tempel auf dem Reroberg trägt. Erben, so lautet die polizeiliche Mitteilung, hat sich der 78jährige Lord Westbury aus dem Fenster seiner Wohnung im 7. Stock eines vornehmen Hauses im Westen Londons in die Tiefe gestürzt. Der Selbstmord dieses bekannten Aristokraten hat in der Londoner Gesellschaft um so mehr Aufsehen erregt, als er den alten Aberglauben an den „Fluch des Pharao" wieder belebt hat, einen Fluch, der angeblich jeden trifft, der mit denen im Zusammenhang steht, die den Schlaf im Tal ter Könige störten. Der junge Lord Westbury, ter der Sekretär Howard Carters, des Leiters der Ausgrabungsarbeiten am Grabe Tutanka- mens gewesen war, starb im Rovember vorigen Iahres. Er wurde im Bath-Club in seinem Zimmer, das er im völligen Wohlbefinden ausgesucht hatte, tot aufgefunden. In den Kreisen, die mit dem Gedanken des Fluches des Pharao spielen, werten heute, nach dem Selbstmord des alten Lord Westbury, nochmals die genannt, die nach ihrer Meinung von dem Schicksal dieser Beteiligung an der Oesf- nung des Grabes des Königs Tutankamen ereilt wurden. Cs sind dies Lord Carnavon, der die Ausgrabungen im Tale ter Könige finanzierte und einige Wochen nach der Oeffnuna des Grabes Tutankamens starb, Sir Archibald Douglas Reid, der sich bereit erklärte, von der Mumie eine Röntgenaufnahme zu machen, Bros. Laffleur von ter Mc.Gill-Llniverstth. der das Grab besucht hatte, Mister Evelyn White, der Selbstmord beging und die lition zurückbleibt. Da im Regierungslager 13 Ab- geordnete gefehlt haben, kann Otto Braun von Glück sprechen, daß er wieder einmal mit knapper Rot an dem Sturz seiner Regierung vorbeigekommen ist. So geht es nun schon seit vielen Jahren. In Abständen von vierzehn Tagen kehren die Mißtrauensanträge regelmäßig wieder, genau so regelmäßig bleibt die Opposition immer nur mit einigen Stimmen in der Minderheit. Für die Preußenregierung ist das selbstverständlich kein Plus, da es ihr dadurch praktisch unmöglich gemacht wird, eine ziel- bewußte und auf weite Sicht eingestellte Politik zu treiben. Sie muß stets damit rechnen, daß sie auf- fliegt, so daß ihr nichts weiter übrig bleibt, als auf den Krücken abgelehnter Mißtrauensanträge eine Verwaltungsarbeit zu leisten, d e unter der Führung eines unpolitischen Beamtenkabinetts sicherlich fruchtbarer wäre. Oer Konflikt im Auswärtigen Ausschuß. Die Indiskretion der „Deutschen Zeitung". Berlin, 2CT. Febr. (D.D.Z.) In der gemeinsamen Sitzung des Auswärtigen und tes Haushaltsausschusses des Reichstages, in der die Beratungen des Haager Abkommens fortgesetzt wurden, besprach der Vorsitzende Abg. Scheidemann (Soz.) die Veröffentlichung der „Deutschen Zeitung" über die letzte vertrauliche Sitzung, die zu dem Zusammenstoß zwischen Dr. Wirth und dem Abg. von Freytagh-Loringhoven geführt hatte. Die Annahme, daß die Indiskretion der „Deutschen Zeitung" auf eln Ausschutzmit- glied zurückgehe, habe sich erfreulicher- w.'ise nicht bewahrheitet, vielmehr scheine sich der Vorgang so abgespielt zu haben, daß sich der Vertreter der „Deutschen Zeitung" a u f d i e Iournalistentribüne geschlichen habe, weil eine Tür durch ein Te.sehen des Reinigungspersonals tes Reichstag^ kurze Zeit unverschlossen geblieben sei. Was die „Deutsche Zeitung" getan habe, sei genau das Gegenteil der Wahrung vaterländischer Interessen, um so mehr als ihr Bericht die Verhandlungen zum Teil ganz falsch, zum Teil entstellt wietergebe. Er hoffe, daß ter Reichstagspräsident energisch durchgreifen und dem tetreffenten Journalisten die Reichstagskarte entziehen werde. Auch Abg. Graf von Westarp (Dntl.) miß- billigte das Verhalten des Vertreters der „Deutschen Zeitung", und Abg. K o ch - W e s e r (Dem.) empfahl, den Betreffenden wegen Hausfriedensbruches anzuzeigen. Oie Feierschichten bei der Reichsbahn. Berlin, 22. Febr. (C.N.B.) Um die Entlassung von Werkstättenarbeitern bei der Reichsbahngesell- chatt zu vermeiden, wurde zwischen den Gewerk- chasten und der Hauptverwaltung der Reichsbahn olgende Vereinbarung über einzulegende Feierschichten getroffen: Für einen Teil der Werkstättenarbeiter werden in dem Zeitraum der kom- menten acht Wochen vier Tage mit sechs- stündiger Arbeitszeit ausfallen, für einen anderen Teil drei Tage mit achtstündiger Arbeitszeit. Das bedeutet einen wöchentlichen Arbeitsausfall für die Werkstättenarbei- ter von drei Stunden. Der Lohn für diese drei Stunden beträgt bei ten Werkstättenarbeitern im Durchschnitt zwei Mark. Don der Einschränkung werden 80000 Arbeiter betroffen. Kleine politische Nachrichten. Der Senat ter Universität Marburg sprach von ten fünf Studenten, die ten preußischen Kultusminister Dr. Becker vor fünf Wochen während seiner Anwesenheit in ter Universität beschimpft hatten, zwei frei und erteilte den Fr' Oie ost tc' waren 1 Kchte e>" s»®' nicht em 6 9e,tIÄri angelegt^ ^uf'Cr Anden en J lech m List nur uni Herons »ur ScwoM S Krieges ein-' d-nnals wohl Mnn oder ein wi erhoben von Vesichl in u sind! Dann denen wir u doch auch ge an unsere 3u noch vor uni wollten! Alle, wußten pW' war. Da ist Schul- verlass Lileralur, in eiM $au. Helsen? nicht zu Vers! Auch uns einst unfern nicht alle Hc ist es, daß tung und in wir Gliedk 'M N wird alle berufen, feinem Beruh wäre vieles ; gesammel (mstssreudig« Muse nach. Tropf. Der aber doch r ihm verwach unä lassen Werkstatt u Olein! 3eb in sich. Es zu ihr stellt, über unfern freute. M nicht nur mi wir eigenllic tun. Es mi geben. Sie fii müllen mir . kommen Seite schüMr - b< hüte man si oedecxL ® wonug. < ordtcti elttde* * Schnee 6 Oreooem ■ Nebel RQrwitt£r (g)w erhebende Augenblicke erleben wir dann ganz anders, als die ewigen Rörgler. die nur an sich denken. Kamen vielen damals nicht Tränen in die Augen, als die Glocken in Köln zum erstenmal läuteten: Frei! frei 1 ? Wir waren nicht dabei, aber der Rundfunk übertrug uns diesen wirklich ..erhebenden Augenblick'. So kann uns auch ein Theaterstück. ein edles Konzert erheben, ja umwühlen. Boraussetzung dafür ist aber, daß wir im Bewußtsein treuer Arbeitserfüllung auch unferm Tagewerk gewissenhaft nachgegangen find: denn das gibt erst die Grundlage zu einer Feiertagsstimmung und das richtige Gefühl für eine Andacht. Unfer alter Meister Goethe hat wie immer recht, wenn er sagt: Tages Arbeit! Abends Gäste! S.urr Wochen! Frohe gefiel R. Taten für Lonntaq, 23. Februar 1786: der Altertumsforscher Wilhelm Grimm in Hanau geboren (gestorben 1859); — 1829: der Schriftsteller Friedrich Spiclhagen in Magdeburg geboren (gestorben 1911). Daicn für Montag 24 Februar 1685: d«"- Komponist Georg Friedrich Händel in Halle geboren (gestorben 1759); — 1834: der Forschungsreisende Gustav Rachtigall in Eichst edt geboren (gestorben 1885); — 1855: der Mathematiker und Astronom Karl Friedr. Gauß in Göttingen gestorben (geboren 1777); — 1863: der Maler Franz von Stuck in Tettenweis geboren (gestorben 1928). Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 180; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 10 bis 15; rote Rüben 10 bis 15; Spinat 35 bis 40; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 15 bis 20; Rosenkohl 35 bis 40; Feldsalat 150 bis 180; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 50, Meerrettich 50 bis 70; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 4l/8 bis 5; Aepfel 10 bis 15; Dirnen 10 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Rüsse 50 bis 83; das Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 13 bis 14; Blumenkohl 50 bis 100; Salat 30 bis 40; Endivien 40 bis 60; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4 Mark. Bornotizen. — Lageskalender für Samstag. D. H. B.: Öffentlicher Lichtbi d:rvor rag, 23 Uhr im Kaufm. Dereinshaus. — DDA.: Dortrag über „Die Lage in Oesterreich" (Dortragender: Pfarrer Harth, Wien). 16 Uhr, im Hotel Köhler. — Gießener Ruder-Club „Hassia": Mitgliederversammlung, 20.30 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Balalaika-Rächt" (auf der Bühne Don-Kosaken-Gruppe). — Astoria-Lichtspiele: „Der große Diamanten-Diebstaht"; „Schatten der Rächt". — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Die andere Seite", 14 bis 17.30 und 18.30 bis 22 Uhr. — Lukasgemeinde: Kir- chenmufikalische Abendfeier, 20 Uhr. in der Io- hanneskirche. — Gesellschaft Liebigmuseum: Öffentliche Dorträge, norm. 11.15 Uhr, im Physiologischen Institut. — Obst- und Gartenbau- Derein: Hauptversammlung, 15.15 Uhr, Hotel Hopfeld. - Alice-Schule: Deminarausstellung, (Eröffnung) 12 bis 1 Uhr und 15 bis 17 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Dorm. 11.15 Uhr Großes Konzert der Donkosakengruppe; abends: „Dalalai.a-Rächte". — Astoria-Lichtspiele: „Der große Diamantendiebstahl" und „Schatten der Rächt". — Aus dem Dtadttheaterbureau wird uns geschrieben: Dienstag, 25. Februar, zum letztenmal, „Musik" von Wedekind. — Mittwoch, 26. Februar, „Wie es euch gefällt" von Shakespeare, zum letztenmal. — Die Operette „Drei alte Schachteln" von Walter Kollo zum letztenmal am Freitag, 28. Februar. — Die Premiere am Fastnachtsonntag ist „Weekend im Paradies", Spielleitung Heinrich Hub. Dieses Stück hatte überall einen Lacherfolg. • •• Rentenauszahlung. Born Postamt Gießen wird uns mitgeieilt: Die Auszahlung der MilitärversorgungZgebührnisse, sowie der Unfall- und Invalidenrenten findet fortan im Saale der Gastwirtschaft „Zum Lamm", Westanlage Rr. 7, Eingang vom Garten aus. statt. Mit der Zahlung der Mil ä v rsorgung gebührn sse ,ür Mä.z wird bereits am 27. Februar begonnen. ** Städtische Brennholzver steige- r u n g. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung aus den Waldungen der Stadt Gießen (Stadtwald) wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Kifernscheiter 8,80 Mk., Kifernknüppel 7,20 Mk., Cichenknüppel 7 Mk., Kifernstöcke 5,60 Mark je Raummeter; Eichenreisig 2. Klasse 16 Mk je 100 Wellen. ** Oberhessischer Kun st verein. Man bittet uns, noch einmal auf die gegenwärtige Ausstellung des Oderhessischen Kunstoereins hinzuweisen und zu einem recht regen Besuch wiederholt aufzufordern. Die Ausstellung eignet sich auch besonders für den Besuch von Schulen; in diesen Fällen können erheblich ermäßigte Eintrittspreise gewährt werden. Es dürfte allgemein interessieren, daß die gleiche Ausstellung in Lauterbach lebhaften Anklang gefunden hat, und daß dort für 500 Mark Blätter verkauft wurden. •• Fremdenvorstellung i m Stadttheater. Man schreibt uns: Am Sonntag. 23. Februar, wird Sherriffs Kriegsdrama „Die andere Seite" als Fremdenvorstellung gegeben. Der erschütternde Eindruck dieses Kricgs- stückes war Pohl eines der größten Theatererlebnisse dieser Spielzeit. Sherrrff hat mit seinem Drama die ganze Welt erobert. Reben dem furchtbaren Ernst ist auch echter, bluthafter Humor in dem Stück. Spielleitung des Stückes hat Intendant Dr. Prasch, die technischen Dinge und der szenische Aufbau sind von Karl L ö f f - l e r. Beginn der Vorstellung 18.30. Ermäßigte Preise. * Sie Museen sind am morgigen Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet. '• Anlagenkonzert findet morgen, Sonntag, 11 Uhr, durch das Mufikchor des 1. ‘Satt. 15. Ins.-Rgts. bei günstiger Witterung in der Südanlage statt. Leitung: Obcrmuf.kmrister Löber. Die Musikfolge ist: 1. Armeemarsch II, Rr. 175, E. Buchholz. 2. Ouvertüre „Carneva! Romain" (Der römische Karneval), H. Berlioh. 3. „Zwei Elsässische Bauerntänze", C. Mcrkling. 4. Große Fantasie aus der Oper ..Die Medeci", R. Leoncavallo. 5. Marsch aus der Oper „Garmen“, G. Dizet. Ausstellung des Handarbeit s» Seminars der Aliceschule. Man schreibt uns: Dom 23. Februar bis 1. März findet in den Räumen der städtischen Kunstsammlung die diesjährige Aufteilung von Arbeiten der Schülerinnen des Handarbeits-Sem'.nars der Aliceschule statt. Gegenstände der Wäsche und Kleidung in Hand- und Maschinenarbeit, sowie Decken, Kissen, Vorhänge und andere Einrichtungsgegenstände in den verschiedensten Techniken werden gezeigt. Zeichnungen und Dastel- arbciten unterbrechen die Reihen der Textil- gegenstände. Die Rcichha'.t gleit der Ausstellung, die geeignet ist. allerlei Anregung zu bieten, empfiehlt einen Dfuch der Ausstellung. Man beachte die heutige Anzeige. * Volkstümliche Fahrten an den Rhein veranstaltet das Reisebureau Loeb auch in diesem Jahre wieder. Die Fahrten sind für Ende Mai, Ende Juni und Mitte August vorgesehen. Räheres siehe heutige Anzeige. • • Oesfentliche Handelslehranstalt Gießen. Man schreibt uns: Immer mehr bricht sich die Aeberzeugung Dahn, daß durch die Entwicklung des modernen Geschäftslebens eine theoretische Vorbildung vor dem Eintritt in den kaufmännischen Deruf zur Rotwendigkeit geworden ist. Dieser Ueberzeugung verdankt auch die am 1. April 1924 ins Leben gerufene Öffentliche Handelslehranstalt, deren Träger die Industrie- und Handelskammer ist, ihre Entstehung. Die Zahl der Schüler ist von 22 in 1924 auf 130 Schüler in 1929 gestiegen, die zwei Abteilungen angehören. Die Höhere Handelsklasse nimmt nur Schüler mit Obersekundarelfe auf, bereitet sie in einem Jahre auf ihren praktischen Beruf vor und gibt denjenigen jungen Leuten, welche das Klassenziel mit der Gesamtnote „gut“ erreicht haben, die Berechtigung, ohne Ablegung der vorgeschriebenen „Prüfung für praktische Kaufleute" an einer Universität Handelswissenschaften zu studieren. In der Höheren Handelsklasse befinden sich 25 Schüler. Die zweijährige Handelsschule nimmt 14jährige Schüler auf, einerlei, welcher Schule sie bisher angehört haben. 3n zwei vollen Schuljahren werden die Schüler für ihren praktischen Beruf vorg.bildet. 3n den beiden Abteilungen werden folgende Handelsbetriebsfächer gelehrt: Handelslehre mit Korrespondenz, kaufmännische Rechtslehre (Bürgerliches Gesetzbuch. Handelsgesetzbuch. Wechselordnung nach Auswahl). Buchführung (einfache und doppelte Duchführungsmethode. italienische, deutsche und amerikanische Methode und Durchschreibebuchführung ati Vorübung für moderne Bureau- Organisation), kaufmännisches Rechnen. Stenographie und Maschinenschreiben. Der sprachlichen Ausbildung mit besonderer Berücksichtigung kaufmännischer Verhältnisse dienen folgende Fächer: Deutsch, Englisch (in der Höheren Handelsschu.e auch Französisch) mit entsprechender Korrespondenz. Zur allgemein-w'rlschaftlichen Fächergruppe gehören VcllLw rlschaftslehre. Wirtschaftsgeographie. Warenkunde einschließlich Technologie. Der staatsbürgerlichen Erziehung dient die Dür- gerkunde. 3nteressenten seien auf die heutige Anzeige aufmerksam gemacht. •* Die Frauengruppe des GDA., Ortsgruppe Gießen, hielt am Donnerstag — wie man uns mitteilt - unter Leitung der Gaufrauenführersn Fräulein Reumann, Frankfurt a. M. im „Psälzer Hof" hier einen in- tercf anten Lichtbildervortrag über „Anmut im Alltag" ab. der sehr gut besucht war. Der Vortrag " erläuterte insbesondere in anschaulicher Weise tägliche Körpergymnastik zur Erhaltung der Gesundheit und Elastizität. 3n der anschließenden Aussprache stellte Frl Reumann daS Verhältnis der Frauen im Berufsleben heraus und fand mit ihrer Auffassung, daß auch hierin noch die Gleichbewertung der Frauen erkämpft werden müf.e, weitgehende Zustimmung. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 23. gebr., 19 bis 22.30 Uhr: Tannhäuser. Montag, 24. Febr., 20 bis nach 22 iHjt: Orpheus und Eurydike. Dienstag, 25. gebr., 19 30 bis nach 22 Ahr: Das Land des Lächelns. Mittwoch, 26. gebr., 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Die Afrikanerin Donnerstag, 27. gebr., 19 30 bis 22.15 Ahr: Amelia. Freitag, 28. Febr., Geschlossen Samstag, 1. März, 19 bis 22.30 Ahr: Carmen Sonntag, 2. März, 15.30 bis nach 18 Ahr: Madame Butterfly; 19.30 bis gegen 22.33 Ahr: Zum ersten Male: Indigo. Montag, 3. März. 20 bis 22,30 Ahr: Fra Diavolo. Schauspielhaus. Sonntag, 23. Febr., 15 bis gegen 17.15 Ahr: Katharina Knie; 19 bis gegen 21.15 Ahr: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk; 22.30 bis gegen 1 Ahr: Kabarett der Frankfurter Rachtkomiker. Montag, 24. Febr., 20 bis gegen 22.15 Ahr: Marius ahoi! Dienstag, 25. Febr., 20 bis gegen 23 Ahr: Zum ersten Male: Seltsames Zwischenspiel. Mittwoch, 26. Febr., 20 bis gegen 23 Ahr: Seltsames Zwischenspiel. Donnerstag, 27. Febr., 20 bis nach 22.15 Ahr: Julius Caesar. Freitag, 28. Febr., 20 bis nach 22.15 Ahr: Marius ahoi! Samstag, 1. März, 20 bis gegen 22 Ahr: Zum ersten Male, Araufführung: Die neue Sachlichkeit. Sonntag, 2. März, 15.30 bis 18 Ahr: Wilhelm Teil; 20 bis gegen 22 Ahr: Die neue Sachlichkeit. Montag, 3. März, 20 bis gegen 22 Ahr: Die neue Sachlichkeit. Ludwige Brunnen Großskarben A A A Bewahrt bei Gicht Dia« bet es. Grieß-, Stein . Nleren- und Blasenleiden. bei Grippe und Katarrhen nebst deren Folgen, bei Sodbrennen und y F r Magensäure. Niederlage* Jean Weirtl, Gießen, Sonnen» »traße 6, Telephon Nr- 3888. i()23OV * Kte sich ein inem Qluto. itoei Per« Autvlasl« trabe in dir H Dichtung «nein Henn dem Sozius- car. Plötzlich ^trahenbohn« den An« te Persien 'r Stelle tot vttfchlM igersstünl« otabiteila i taufeixb Hvs hnab. yviM »et« Tote ge« reiten werden ucht die übri- befreien. E» ie lebend zu >ube, < W Kd ä 'bald nach batte und » a Dame y einer lf0. zurück, ^ng, Zr. * Trabes Dmo6i{, =s öe. tbstmvrd c celbfimotb ei* Ober I einem S u * eingdng satz •• dir gerade * Lords Mutter schon he nicht an als Tewcis Tochter den 'Utankamens Aus der provmzialhauptstadi. Gießen, den 22. Februar 1930. „Erhebende Augenblicke!" Wie oft lesen oder hören toir bet Erzählungen: „Es waren oft erhebende Augenblicke," oder „es herrschte eine Feiertagsstimmung." Wir sollten uns freuen, daß eS uns von Zeit zu Zeit oer- gonnt ist, solche Erlebnisse zu haben. Wird aber nicht ein bißchen Anfug mit diesen Ausdrücken getrieben? Sind es oft nicht nur einzelne, die wirklich ergriffen werden? Wohl kann eine groß angelegte Rede bei einer Massenversammlung einschlagen und alle hinreißen. Kommt dann aber die zersetzende Kritik und zerpflückt die einzelnen Sätze, so ist es meistens mit der Andacht vorbei. Häufen sich aber die Gelegenheiten dieser „erhebenden Augenblicke", will man unter allen Ilmständen eine Stimmung erzwingen, dann kann es leicht in das Gegenteil Umschlagen. Die Erlebnisse, die nur deshalb wirken, weil sie selten an uns herantreten, dürfen uns nicht zum Alltag, zur Gewohnheit werden. Ganz von selbst fat.cn uns hier die Siegesfeiern aus dem Anfang des Krieges ein. 3m Aeberschwang der Gefühle wurde damals wohl etwas zu viel getan. — Wenn w.r uns in die Geschichte vertiefen oder ein Schauspiel lesen, wie werden wir da erhoben von den Heldentaten, wie wird ein stolzes Gefühl in uns erweckt, daß wir auch Deutsche sind! Dann aber kommen die Augenblicke, in denen wir uns unnütz vorkommen. Wir wollten doch auch gern so Großes leisten! Denken wir an unsere 3ugendjahre zurück! Wie da die Well uoch vor uns lag, wie wir das Leben meistern wollten! Alle Examen hatten wir bestanden und muhten plötzlich erkennen, daß noch viel zu tun war. Da ist die erwachsene Tochter, die die Schule verlassen hat. Sie weiß Bescheid in der Literatur, in der Kunstgeschichte und soll nun einfache Hausarbeit leisten und ihrer Mutter helfen? Ist da die oft tiefe Niedergeschlagenheit nicht zu verstehen? Auch uns kam die Erkenntnis — sie wird auch einst unfern Kindern aufdämmern —: wir können nicht alle Heldentaten vollbringen. Diel wichtiger ist es. daß wir im Gefühl der Mitverantwortung und in vollem Bewußtsein empfinden, daß wir Glieder eines Volkes sind. In die'em Volk au wirken und mitzuarbeiten, dazu sind wir alle berufen, jeder in seinem Kreise, jeder in feinem Berufe. Wenn wir alle so dächten, dann wäre vieles in bester Ordnung: denn das gibt gesammelte Kraft, gesundes Volk und zu- lunftsfreudige Menschen. Aber wer nur seinem Berufe nachgeht, weil er muß. ist ein armer Tropf. Der Mensch muh Wer seinem Berufe, aber doch mitten in ihm stehen, er muh mit ihm verwachsen. Wir dürfen nicht alles hinter uns lassen nach den Dureaustunden. nach der Werkstatt und sagen: Jetzt erst bin ich Mensch! Rein! Jede Arbeit birgt eine gewisse Poesie in sich. Es kommt nur darauf an, wie man sich zu ihr stellt. Mihmut und Bequemlichkeit gegenüber unferm Berufe vernichten jegliche Lebens- srepde. Wir sollen unsere Arbeit aber auch nicht nur mechanisch tun, sondern klar sehen, was toir eigentlich wollen. Es kann nicht jeder dasselbe tun. Es muh verschiedene Stände und Berufe geben. Sie find aber aufeinander angewiesen. Das müssen wir klar erkennen und anerkennen. Es kommen Zeiten, in denen es — manchmal nur scheinbar — den andern be'ser geht als urs. Dann hüte man sich vor dem Reid! Er verkümmert unser Lebensglück, und es sind traurige Menschen, die nur von der Schadenfreude leben. Das sind aber immer die. die nur auf ihre Rechte pochen. Daß sie auch Pflichten haben, daran denken sie nicht. — Wir müssen oft die Erfahrung machen, dah mit dem Staats- pber Gemeindeeigentum fahrlässig umgegangen wird. „Es gehört ja nicht mir!“ ist die Entschuldigung. Leider sind solche Menschen noch nicht zu dem Bewußtsein durchgedrungen, dah sie doch auch Glieder des Staates und der Gemeinde sind. Der Staat ist doch nicht unser Feind. Für viele scheint aber das Wort Gemeinsinn ein Fremdwort zu sein Sie gebrauchen es wohl gelegentlich einmal, wenn sie sich benachteiligt fühlen. Wir müßten in der Schule, Im Arbeitssaal, auf dem Bureau viel mehr für dieses Wort — aber auch für d e Tat — werben. Wir sollen eine Arbeit, „die man nicht zu tun braucht," nicht immer auf andere schieIw—5 KKÄ „Ifm I# b-E L ■n ” :°h Vita 52 ? io'Zen". loPUcn“*lfe nee, n^jchkeil öp^hai' >ers°h^' törohe 3-Zimni3r-Wohn. 1. Stock. mit Bad n. Balkon, befdilng: noümefret, an ruhige Veiitc ab 1. 4. au Denn. 'Jiä'i. [01220 Schubertstr. 14 v. 3'3iaiin.-löDlin!i. Wer beteiligt sich nur mit 2000 M k. am Bauen gegen freie Wohnung, die im Herbste beAtehbar nurd? Schrtsiliche Angeb. unter 0124» an d. Gtefz. Sinz, erb. Abgcfchlofscnc Wohnung 8 Simmet u. Küche, möbliert mit tait nenenMöbeln,preis- wert abzugeben. Schr. Ang. unt. 01214 an den Vlies;. Anzeig. In bester Vnfle 3 schöne Zimmer zwei davon möbL mit Zentralheizung u. abgeschl. Borplatz, zu öeimieten; evtl, auch unmöbliert. Schr. Angeb. u. 01269 and. Metz. Anzeiger. Slvüll mttoi. Zimmer in gutem Haute au üernueten 01264 Sr. Sielaves 23II. Wut möbL, lonntrt. ÄLmmev (cl. 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Von Professor Dr. Opih, Rektor der Landwirt, schafilichen Hochschule, Berlin. 3n den beiden letzten Jahren hatte Deutschland gute Ernten zu verzeichnen. Jeder vernünftige Mensch sollte denken, dah diese Tatsache sich aus die Konjunkturentwicklung in der Landwirtschaft günstig ausgewirkt hätte. — Das Gegenteil ist der Fall! Der einzige Erfolg der guten Ernten war der: die Getreidepreise sind noch tiefer gesunken und Rogge n hat heute nur noch 95 -97 Prozent seines Dorkriegspreises. Trotz dieser außerordentlich niedrigen Preise liegen die Getreidespeicher übervoll. QIm Roggenmarkt ist eine beängstigende Stauung eingetreten, und Roggen ist in der Menge, wie er geerntet wird, einfach nicht zu verlaufen. Aber während Deutschlands Getreidespeicher überfüllt sind, rollen aus dem Ausland Tag für Tag Getreidezüge heran, die uns fremden Weizen ins Land bringen Das Ausland macht mit uns ausgezeichnete Weczcngeichäfte — die jährliche Weizeneinfuhr Deutschlands erreicht zur Zeit etwa oreiviertel Milliarden Marl! — und unser Bauer muh darben, weil der Deutsche meist kein inländisches Roggenbrot, sondernausländisches Welzenbrot ißt... Obwohl Roggenbrot bei weitem gesünder ist als llHeizen- brot. Wit tiefer Erschütterung beobachten wir Wissenschaftler seit Jahren diese paradoxen Erscheinungen, diese ungesunde und schädliche Ab- fahentwicklung auf dem deutschen Getreidemarkt. Trotzdem haben wir leider bisher mit Erfolg nicht dagegen ankämpfen können, denn die Ueber- handnahme des Weizenbrotkonsums in Deutschland ist geradezu eine Modekrankheit. Wir wünschen von ganzem Herzen, daß ein Propagandafeldzug, der das Volk über den Widersinn dieser Marktentwicklung aufklären soll, Erfolg haben möge. Der deutsche Boden eignet sich bekanntlich zum größten Teil ausgezeichnet für den Roggenanbau, während die Weizenproduktion bei uns von viel geringerer Bedeutung ist. Deutschland erntete im Jahre 1929 33,5 Millionen Doppelzentner Weizen, dagegen 81,5 Millionen Doppelzentner Roggen! Weizen wird eingesührt, Roggen ist unverkäuflich... Zum Deiweis dafür, daß das Anwachsen des Weizenkonsums wirklich eine Modekrankheit ist, ein paar ver- §leichende Zahlen' Das deutsche Bolk hat vor em Kriege 56 Kilogramm Weizenmehl und 65 Kilogramm Roggenmehl jährlich pro Kopf der Bevölkerung verbacken. Heute stellt sich der Weizenverbrauch zwar immer noch auf 56 Kilogramm, der Roggenverbrauch ist aber pro Kopf von 65 Kilogramm aus 52 Kilogramm, also urn beinahe 20 Prozent, zur ückgegangen. Diese 20 Prozent sind entscheidend gewesen für den Riedergang unserer Landwirtschaft. Gelingt es, den Roggenverbrauch um diese 20 Prozent wieder zu heben und den Roggenpreis dabei nur einigermaßen zu stützen, dann kann und wird unsere Landwirtschaft wieder gesunden. Steigerung des Roggenverbrauchs, Abkehr von der ausländischen Weizeneinfuhr, — das ist heute eine der wichtigsten Existenzfragen der deutschen Landwirtschaft Keines der Mittel moderner Reklame darf ungenutzt werden lasseir, um dieses Ziel zu erreichen. Eines vor allem mutz unserem Volk immer wieder eingeprägt werden: Roggenbrot ist gesünder als Weizenbrot! Wenn man nicht daran gewöhnt ist, mag es in der ersten Zeit allerdings etwas schwerer verdaulich sein als Weizenbrot, aber der Magen gewohnt sich sehr rasch an die Veränderung. Die großen Vorteile des Roggenbrotes liegen gegenüber dem Weizenbrot nicht zuletzt im weitaus stärkeren Gehalt an Vitaminen. Außerdem sättigt Roggenbrot mehr als Weizenbrot, es schmeckt herzhaUer und reinigt wegen der stärkeren Kautätigkeit besser die Zähne. Außerdem bringt ständiger Genuß von Weizenbrot die große Gefahr der Hartleibigkeit mit sich, während das Roggenbrot eine gute Verdauung fördert. Das alles sind Ernährungsmomente von wesentlichster Bedeutung. Die Rückwanderung zum Roggenbrot ist heute sozusagen eine nationale Frage. Eindringliche logische Argumente werden unterstützt von stärksten Argumenten des Gefühls. Land- Wirtschaftler wie Volkshygieniker vereinigen heute ihre Stimmen in dem Ruf. „E h t mehr Rogge n b r o t." Cs ist tatsächlich so, dah davon, ob wir täglich ein paar Scheiben Schwarzbrot, einige Salzbrötchen mehr essen, als bisher, das wirtschaftliche Schicksal eines großen Teils des deutschen Volkes abhängen kann. Alle müssen helfen, die ungeheuren Vorräte in den Roggenspeichern zu leeren. Es darf nicht mehr geschehen, dah ein Teil unserer Ernten verfault oder verschleudert werden muh, während wir weiter treue und einfältige Abnehmer der ausländischen Weizenmärkte bleiben. Sehr viel ist in dieser Beziehung schon gesündigt worden, aber wir hoffen, dah ein grobzügiger Propagaickra- feldzug endlich dieser unnatürlichen Entwicklung auf deck! Getreidemarkt ein Ziel setzen und den Ruin von der Landwirtschast abwenden kann. Deshalb richten wir heute mit lautester Stimme an alle die Mahnung: Bringt den deutschen Roggen wieder zu Ehren!" Die Prunkschiffe des Kaisers Caliaula. Eine vergoldete Zanus-Säule, die Das erste aus dem Nemisee gehobene Schiss. auf dem zweiten Schiff gefunden wurde. Fehlende Gewallenieilung in der FmanzpoM. Eine Kernfrage deutscher Staatswirtschast. Von Or. Josef Winschuh. Der Fall Schacht wirft über seine aktuelle Bedeutung hinaus Licht auf einen kritischen Punkt der deutschen Politik, auf eine brüchige Stelle in der Struktur des deutschen Parlamentarismus. Er lehrt zunächst politische Biologie, und zwar nach zwei Richtungen. Wenn die zuständige Führung versagt 'und ihr Kapital an Vertrauen vergeudet, wird die führungsbedürftige Ration sich aus gesundem Instinkt stets der Persönlichkeit oder S^lle gefühlsmähig zuwenden, die überhaupt Tatkraft, Führung und Härte zeigt. Sie wird sich dabei nicht viel darum kümmern, ob diese Führung sich in jedem Falle der richtigen Mittel und des richtigen Augenmahes bedient und ob sie die Grerczen ihrer formal politischen Zuständigkeit stets innehält. Wenn die zuständige Führung versagt und somit ein Leerraum an Autorität und Tatkraft entsteht, wird ferner der an sich nicht zuständige, aber verantwortlich fühlende und starre Rebenspieler stets die natürliche Versuchung empfinden, in diesen Leerraum vorzustoßen und ihn auszufüllen. Cs ist möglich, dah er dabei einmal mit dem Staatsgerichtshof in Konflikt kommt; vor der höheren Verantwortung der Geschichte wird er in seinen Motiven st e t s bestehen können. Wir haben diesen Vorstoh an sich unzuständiger Kräfte in einen Leerraum politischer Tatkraft und Führung schon einmal im Kriege erlebt, als die politische Führung unter unentschlossenen Kanzlern versagte und daher die mit stärkerem Willen ausgestattete Oberste Heeresleitung auch die deutsche Gesamtpolitik formte, anstatt wie unter Bismarck nur scharfes Instrument im Dienst eines Staatsmannes mit konstruktiver Phantasie zu fein, der sein Werkzeug auch im Rotfall traft feiner Autorität zu bändigen versteht. Kein Paragraph, keine Institution wird dies lebendige Ringen der Kräfte, die Verdrängung der schwächeren politischen Kraft durch die stärkere Autorität bannen können. Will man solche Eingriffe und Verschiebungen mit ihren unvermeidlichen Verwirrungen beseitigen, nützen keine Formalien, sondern hilft nur d i e Einheit von Amt und Persönlichkeit. Wit andern Worten: Cs muh dafür gesorgt werden, dah diejenige Stelle, die verfassungsmähig Auftrag und Verantwortung Hai. zu führen, auch wirklich von Personen besetzt wird, die Tatkraft, Autorität und Führung verkörpern. Eine Reform kann demnach nicht darin bestehen, starke Persönlichkeiten im politischen Reben- und Hilfsbetrieb, die sich in Angelegenheiten einer schwachen Regierung mischen, zu beschränken ober gar in die Wüste Alt schicken. Sie kann nur darin bestehen, starke Persönlichkeiten in die Regierung zu nehmen und sie so führen zu lassen, dah Rebenkräfte nicht hoch kommen und ihre Einmischungen unnötig sind. Verfährt man umgekehrt, macht man das Figurenkabinett der deutschen Politik nur noch persönlichkeitsärmer, als es heute ist. Roch wichtiger ist aber eine andere Einsicht, die der Fall Schacht vermittelt. Wir haben in der Konstellation der politischen Kräfte kein Organ mehr, dessen Ausgabe darin besteht, von Berufs wegen und aus Tradition ständig wie ein mißtrauischer Cerberus die Etatswirt- schast zu überwachen und im Prinzip stets gegen Steuererhöhungen und neue Ausgaben zu sein Vor dem Kriege war das der Reichstag; das Steuerbewilligungsrecht und die Ctatskritik war seine einzige große, aber auch eifersüchtig blankgehaltene und oft angewandte Waffe. Die Krone forderte neue Steuern an, wies die Rotwendigkeit neuer Ausgaben nach, das Parlament fühlte sich als Beschützer der Staatsbürger und ihrer Börsen gegenüber einem allzu begehrlichen Staat. A1 s Gegengewicht zur Regierung, deren Abhängigkeit vom Reichstag eben darin bestand, daß sie ihn für Gesetze und vor ollem für neue Steuern brauchte, wurde der Reichstag in diese Rolle hineingedrängt und erfüllte sie wachsam und kritisch. Diese Ausgabe erfüllt er heute nicht mehr, wo er eins mit der Regierung ist, die ja nichts anderes als einen Parlamentsausschuß darstellt. Da der alte Reichstag bei der Verabschiedung des Etats und der Bewilligung von Steuern der Regierung am besten Zähne und Macht zeigen konnte, entwickelte er auch auf diesem Gebiet stets ausgezeichnete Kenner des Haushalts, die auch seine verborgensten Falten kannten und in den Amtsstuben gefürchtet waren. Crzberger war ein erfolgreicher Schüler dieser Tradition; er wußte, daß auch in der Politik die Verfügung über das Geld und die Fähigkeit, seine Quellen, Transaktionen und Anlagen zu übersehen und zu beherrschen, immer stärkste Macht bedeutet. Außerdem bestand damals eine Scheidung zwischen Parlament und Beamtenschaft, eine Trennung, die sowohl der Klarheit der Ctatsgebarung wie der ständigen notwendigen Kritik am Etat sehr förderlich war. Heute fehlt diese Trennung und mit ihr auch jene Klarheit und Cindring- lichkeit der Kritik. Als Kritiker der Etats treten vielfach Beamte auf, die man für Fachleute hält, weil sie eben Beamte und demnach Kenner dec Verwaltung sind. Daß diese Eigenschaft noch keineswegs zur Ctatskritik ausreicht, daß sie zuweilen sogar eine ernsthafte Kritik unterbindet, leuchtet ein So kommt es, dah wir im heutigen Parlament kaum eindringliche und von der Dureaukratie gefürchtete Etatskritiker haben. Will man heute eine interessante, wirklich zerpflückende und auch in die Kuljsse hineinleuch- tende Ctatskritik lesen — man hört sie ja nicht mehr — so muß man sie in gewissen Zeitschriften suchen, findet sie dann allerdings meist im Dienst einer politischen Tendenz. Das zeigt auch schon die künftige deutsche Entwicklung an; an Stelle des Reichstags, der in weitem Maße auf Grund feiner ganzen Atmosphäre und Zusammensetzung unsähig zur eindringlichen Ctatskritik geworden ist, muß und wird diePresse als Sachwalterin des Bürgers und Hüterin der Publizität treten. Vorläufig steckt diese Entwicklung noch in den Anfängen. Die Rolle eines indirekten Betreibers der Finanzreform und eines Gegners neuer Ausgaben und Schulden, in die Schacht durch Verhältnisse und Verantwortung hineingezwungen wurde, ist nur möglich und verständlich auf dem Hintergründe eines politischen Systems, das nicht mehr wie früher in dem Gegenspiel von Regierung und Parlament selbst die Kräfte und Bürgschaften für eine zurückhaltende Steuer- und Ausgabenwirtschaft enthält. Auch hier ist ein Leerraum entstanden, in den eine Kraft wie Schacht notwendig vorstoßen mußte. Außer der alten Montesquieuschen Teilung dec Gewalten: Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung, deren richtige Arbeitsteilung für das Münchener Faschingserinnerungen. 3on Karl Wolsstehl. Ob der Fasching früher schöner war als heute, ob er ungebundener war, ob die Fröhlichkeit mehr von Herzen kam, die Laune phantastischer spielte, kurz ob es faschingSmäßiger zuging beim Münchener Fasching: wer möchte darüber urteilen? Wer viel mitgemacht hat, Jahre, ja Jahrzehnte durch immer wieder in diesen tollen Wochen unterging ober aufging, wie man will, der weih zu gut, von wieviel Gelegentlichem, Unber.chmbarem das Fasch.ngscrl>.bnis genährt wird, und wie auch schon früher erfüllte und obere Fafchingsjahre miteinander abwechselten — keiner konnte sagen warum. Ein wahrhaft dämonisches Geschick bestimmt die Faschingswochen und ihre einzelnen Höhepunkte. Man wußte und weiß nicht, warum dies ober jenes Fest im Vorjahre aller panischen Mysterien Schauplatz gewesen ist, diesmal unterm tristen Zeichen Sankt Gähnians steht, um bann im lommenben vielleicht toieber das anerkannt ..schönste van allen" zu werben. Ein paar äußere Momente lassen sich manchmal mit Händen greifen (aber dach nicht ändern!) Wenn auf einem der großen öffentlichen Feste gar zu viel durchs bunte Maskenzeichen ihre Alltagsbürgerlichkeit noch überbetonende bessere Herren das bunte Bild beschatten, wenn gar zu viel neulingshaftes Reden und Benehmen sich breitmacht, oder wenn die „(Heue Sachlichkeit" Mannsleute und Weibervolk dazu bringt, sich im voraus zu sichern, d. h. wenn man mit Seinem oder Seiner nicht nur über die Schwelle tritt, sondern das Pärchen einen Abend lang beieinander bleibt, bann allerdings kann kein richtiges Fest gedeihen. Besonders die letztgenannte Faschingssünde ist gefährlich. Früher war es fast Gesetz, dah man während einer Faschingsnacht einander nicht nur nicht störte, sondern überhaupt nicht sah. nichts voneinander wußte. Man kam sofort und ungestüm in den Strom, wirbelte mit, tanzte mit allen, war selig mit vielen, ging auf im allgemeinen Gewoge und hatte eher Angst, sich durch ein Augenblickserlebnis gänzlich zu isolieren. Mittun wollte man, teilhaben an allem, an der Gesamtlust, der mit Worten gar nicht wiederzugebenden schwelgerischen Gehobenheit. in der jeder einzelne sich stärker, schöner, freier fühlte. Die Kargen ober Selbstischen kamen freilich auch bamals nicht auf ihre Rechnung. Aber wie selten waren fiel Cs Hingt unwahrscheinlich, aber wirklich es ist so: die Faschingsjahre, deren ich jetzt gedenke, taten fast allen gut. Das Herz schlug freier, schmiegsamer wurde der Sinn, freundlicher der Blick. Wenn man wohl gesagt hat, das Münchener Leben - freilich war dies ein Dorkriegslob - Las Münchener Leben vermenschliche jeden, mache den einzelnen naturnäher, verstehender, freudiger, auch der Zugezogene wandle sich in diesem Zauber, so hat der Fasching daran vor allem teilgehabt. Ich glaube, jeder pflichtet mir bei, der etwa der nun auch entschwundenen Schwabinger Dauemlirchwcih sich entsinnt. Bei diesem Fest, das Winter um Winter den Mittelpunkt, man könnte sagen, die eigentliche Kultfeier des ganzen Faschings gebildet hat, schien der Geist der Landschaft selber geheimnisvoll am Werk. Das Städtische, die soziale Gliederung, die Scheidewände von alt und jung, von fremd und einheimisch: alles zerbrach oder war wie weggeflammt. Diese Burschen und Dirndeln, diese Hofbauern und Bäuerinnen waren eine Rächt lang tatsächlich das, wofür sie sich gaben. Bauern, das Bauernland, hatte gesiegt, der bayerische Bauer erstand in jedem einzelnen, echte Scholle hatte ihn geboren, und was vor sich ging, war echte, altderbe, altheilige Kirchweihlust. Kein Fest trug so wenig das Gewand der Maskerade, der willkürlichen oder einmaligen Selbstveränderung Echtheit^ grade gab es freilich, und darin, in der Verwirllichung, konnte man einander übertrumpfen. Verpönt aber war alles, was nach Zufall oder Willkür schmeckte. Selbst geistreiche Masken, die nicht hinein» paßten, wurden mitleidslos und höhnisch wieder hinausspediert. Auch dies ein Beweis für den geheimen Zwang, der hier fast unbewußt gewaltet hat Aber jeder Bua und jedes Gänseliesel waren willkommen, wie simpel auch die Stasfierung war — und freilich, wer tanzen wollte, tat besser, sich derart leicht zu überdauern, während die vielen echten Trachten mehr den würdigeren Jahrgängen langsameren Blutes und Tanzbeins zukamen und anstanden. Diele Trachten waren oftmals heilig- gehaltene Familienerbstücke, hundertjährige, schwerwattierte und faltenreiche Seidenröcke, Gold° und Spitzenhauben, grellfarbig und doch geschmackvoll gemusterte Wieder und Drusttüch- lein sowie herrlicher alter Filigranschmuck bei den Frauen, ilnb wer sich ausstatten muhte für den einen Abend, dem stand in mehr als einem Leihgeschäft eine unerschöpfliche Auswahl echter Stücke zu GeboL Keines dec Faschingsbilder, die in meiner Erinnerung leben, kommt dem der Dauemkirchweih gleich. Und heute noch schlägt mir das Herz, wenn ich daran denke, wieviel Wüh und Eifer ich in meinen ersten Münchner Jahren daran setzte, Einlaß zu bekommen. Denn die Bauemkirchweih war ja das Fest der Münchner Künstlerschaft, man war wählerisch und streng, wollte möglichst unter sich sein und ein „bloßer" Dichter und Schriftsteller wie ich, bedurfte empfehlender Protektion, muhte sich bewähren, ehe es selbstverständlich wurde, dah man teilnahm, und von selber durch eines der prachtvollen Einladungsblätter sich das Tor vor einem auftat. Run, jegliche Mühe war belohnt, nein vergessen, wenn man von fern schon an- gelockt durch die „zünftige" Musik in den verschneiten Garten bog, eingelassen wurde, drinnen war. Gar zu früh zu kommen, war gegen das ungeschriebene Gesetz, aber von zehn Uhr abends bis weit, weit nach Mitternacht währte in diesen glücklicheren, polizeistundenlosen ßäuften, in abwechselnden Spannungsstärken, stets aber einen jeden von uns erfüllend, die gleiche Fröhlichkeit. Soviel habe ich von der Bauemkirchweih gesprochen. nicht nur, weil die Erinnerung mir überquillt, wenn ich ihrer gedenke, weil man eigentlich gar nicht aufhören kann, von ihr zu erzählen — vor allem doch, weil in ihr das Geheimnis des Münchner Faschings so ganz deutlich wird, jenes Geheimnis das ihn auch vom rheinischen und anderen Karneval abhebt. Cs ist die sonderbare, Leben verwandelnde, LLben befreiende Wirklichkeitsnähe, der bei allem Witz, aller Laune, das eigentlich Rärrische im Sinne z. B. des Kölner Jeckentums fremd, fast unver- ftänblid) ist. Weswegen es auch hier selbst in den erfülltesten Faschingsjahren, nicht eigentlich das tolle Strahentreiben gegeben hat, das die rheinischen Städte für drei Tage so bunt überzieht. Der Münchner Fasching, wenigstens wie er war und wieder werden sollte, läht den Menschen Au sich selber kommen und gerade darum ist er früher die Angelegenheit aller gewesen, für die man Betten und Hausrat verpfändete, um nur mittun zu können. Und für wieviele ist er eine Lebensschule geworden! Wieviel Sprödheit und Scheu, wieviel Angst und Verzagen, wieviel Hemmungen hat er weggeschmolzen bei Männlein und Weiblein. Jeder konnte spüren und zeigen, was an ihm war, was er konnte, wieviel Ausdauer er besah. Oh, diese durchtanzten Rächte! Sport war es nicht, und kein Rekordkrampf belohnte das unermüdlichste Paar. Aber man selber war frischer, heiterer, leichter, lebenstüchtiger nach einer solchen Rächt. Wenn man der Schwabinger Brauerei, wo ja die schönsten öffentlichen Feste ihre Stätte hatten, frühmorgens wehmütig und doch lächelnd sich enthob, im Cafe Benz, das damals noch nichts von einem Kabarett an sich hatte, mit der Schar den schwarzen, heißen Trank schlürfte, dann war dies kein Ende eines Festes. Es ging so weiter. Wer Zeit hatte, fuhr ins Isartal, die letzten Rachtnebel sich wegblasen zu lassen vom Dergwind. Wen es in Amt. Atelier oder Studierstube trieb, der ging ans Werk, als läge nichts hinter ihm. Geschlafen hat keiner, frisch blieb ein jeglicher. So ging es Wochen durch. Bis mit dem Aschermittwoch das unvermeidliche, dama s wirklich noch streng eir.gehaltene Ende, die bunte Wirklichkeit umschuf zur grauen. Aber im Blut lebte sie fort und in den Sinnen, jene unbegreiflich schwellende, fruchtbare Zeit. Und sie hat nicht nur mich, sie hat viele, von denen ich weiß, mitgestalten helfen. Und wie ist sie in mir geblieben. Wieviele Feste erstehen in meinem Gedächtnis! Ein napoleonisches $orf zu verkaufen! Zwischen den Inseln Aix und Oleron erhebt sich ein Fort, das eine alte Geschichte, ein verwittertes Aussehen und einen billigen Preis hat. Dieses Fort wurde von Rapoleon I. in Austrag gegeben, und zwar aus strategischen Gründen gegenüber der Insel Aix. Die Geschichte berichtet, daß der Korse am 5. August 1808 den Dau besichtigte; aber dann ruhte ec vierzig Jahre lang, um erst 1859 vollendet zu werden. Jetzt wird dieses Fort zum Derkauf oder zur Miete für irgendeinen Sonderling aus- geboten. Die Fortschritte der Artillerie haben es überslüssig gemacht und die hohen Unterhaltungskosten bewiesen, dah es unrentabel sei. Richt einmal als Gefängnis lohnte es. Wer wünscht ein Fort zu erwerben? Billig, billig — ein Fort, das Rapoleon bestellte. Rur das Meer und die Stürme nagen so verteufelt stark an den Festen, dah es möglich ist. eines Tages das billige Fort mitsamt dem Mieter fortgeschwemmt zu sehen, verschlungen vom Rachen Reptuns. X G e Oberheffen. Gemeinderat in Schotten. Schotten. 20. Febr. AuS dem Dedekhen eines Staates wichtig ist. gibt es noch ein anderes Problem der Gewaltenteilung a u f dem Gebiet der Finanzpolitik, das für Deutschland nicht minder wichtig ist. Diese Dewaltenteilung ist gestört: sie funktioniert nicht mehr wie in der Vorkriegszeit. Wir haben in unserem politischen System kein Organ, das traditionell und berufsmäßig gegen Steuern und Ausgaben eingestellt ist und sowohl befähigt, wie interessiert ist. den Etat eingehend zu kritisieren. Der Fall Schacht wirft ein scharfes Licht auf diesen Mangel. Kreditzenosienschasten und Mtelstand Von Wilhelm Mattern, Direktor der Handels- und Gewerbebank, Gießen. Große Strafkammer Gießen. - Gießen. 18. Febr. Ein hiesiger Kaufmann wurde vor mehreren Monaten vom Bezirks- fchöffengericht Gießen wegen umfangreicher K r e - ditschwindeleien zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Er nahm die Strafe sofort an, während zwei wegen H e h l e r e i zu je fünf Monaten Gefängnis verurteilte Mitangeklagte, ebenfalls Hiesige Kaufleute, Berufung verfolgten. Sie verlangten heute ihre Freisprechung. Die Beweisaufnahme ergab, daß die beiden Angeklagten allerdings mit dem Hauptangeklagten in näheren Beziehungen standen, z.D. von ihm Waren zwecks Weiterverkaufs abnahmen: aber ein schlüssiger Beweis dafür, daß sie wußten, die Die deutsche Genos'enschaftsbcw gung hat eine achtzigjährige Geschichte hinter sich. Unö doch wundert man sich ost, wie vielen das Genoffen- schastswesen eine unbekannte Welt ist. Einen Eindruck von der Gröhe und dem Umfang der genofsenf christlichen Dew:gung g:tonnt man erst, wenn man weiß, daß Deutschland eine Gesamtzahl von ungefähr 53 000 Genossenschaften aller Gruppen aufzuweisen hat. 3n diesen Genossenschaften sind etwa 10 Millionen Menschen organisiert, so daß also jeder sechste biö siebente Deutsche irgendwie genofsenfchaft.ich erfaßt ist. Rechnet man gar die Angehörigen dieser Mitglieder hinzu, so kann man getrost sagen, daß säst 50 Prozent aller Deutschen in Erwerb und Wirtschaft grnossenschaft ich verbunden sind. Das sind Ziffern, die die Bedeutung des Ge- nossenschaftswcsens für Staat und Wirtschaft genügend kennzeichnen. Der weitaus größte Teil der Genossenschaften ist in Verbänden zusammengeschlossen. Als hauptsächlichste Spitzenorgane kommen in Betracht: der Deutsche Genossenschaftsverband, Berlin, der die gewerblichen Kredit- und Warer.grnosienschaf- ten Schulze-Teiihscher Dichtung umfaßt und dem auch die Edeka-Genossenschaften angehören, der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, Raiffeisen e. D., Berlin, der sich erst vor wenigen Tagen durch den Zusammenschluß der beiden großen landwirtschaftlichen Verbände, des Generalverbandes der deutschen Raiff- eisengenosscnschasten und des Reichsverbandes der deutschen landwirischa t ichen Genossenschaften, neu gebildet hat, dann der Zentralverband deutscher Konsumvereine, Hamburg, deren Mitg"ieder und Leiter wohl zum größten Teil in ihrer weltanschaulichen und wirtschaftZpolit schon Einstellung den freien Gewerlschaften nahestehen, und schließlich dcr Reichsvcrband deutscher Konsumvereine Köln, deren Mitglieder in ihrer Mehrzahl den christlichen Gew:r.schäften nah.- stehen und mehr ihre bürgerliche Einstellung hervorlehren. Die Verschied nhsiten der Weltanschauungen sind jedoch auf die genosenschaft- liche Betätigung ohne Einfluß. Alle Genossenschaften lehnen jede politische Betätigung oder Bindung entschieden ab. Was ist nun eigentlich eine Genossenschaft und was will die Genossenschaft? Wenn wir das Genossenschaftsgesetz fragen, so heißt es dort: ^Gri .l.schaften von nicht gefchlosfener Mitgliederzahl, welche die Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäft.b:t:iebs bezwecken (G nossen- schasten), erwerben die Rechte einer eingetragenen Genossenschaft nach Maßgabe d'eses Gesetzes." Personen bilden also die Grundlage der eingetragenen Genofsenscha t, nicht Kavitali n. Die Genossenschaft ist eine Prrsonmvereinigung. Sie benötigt wie jedes andere Geschaftsunter- nehmen zwar ebenfalls Kapital, das Kapital ist jedoch nicht der beherrschende Faktor. Jedes Mitglied hat in der Generalversammlung mir eine Stimme,..ohne Rücksicht auf die Höhe seiner Beteiligung: eine Ma'orisi rung durch einige wenige ist also ausgeschlo sen. Die Genossenschaften, vor 80 Jahren aus der Rot geboren, sind aufgebaut auf den Grundsätzen der Selbsthilfe, D.lbstvcrwaliung und Selbstverantwortung. Sie wollen durch wirtschaftlichen Zu- sammensch'uß der Einzel:xisten^en die wirtschaftliche Lage und die wirtschaftliche Macht des einzelnen Mitglieds und damit des ganzen Mittelstandes heben. Was der einzelne nicht vermag, weil seine Kräfte nicht ausreichen, das soll durch die Zusammenfassung der Kräfte erreicht werden. Bei aller sozialen Einstellung ist jede Genossenscha't ein Geschäftöunternehmen, das nach kaufmännischen Grundsätzen geleitet werden muh. Verdienen ist aber nicht Selbstzweck der Genossenschaft. Wohl muh sie darauf sehen, neben der Deckung ihrer Unfoften einen Gewinn für Rückstellungen und eine angemessene Dividende zu erzielen, aber da die lleberschüsie wieder in Form der Dividende an die Mitglieder, die selbst Träger und Teilhaber der Genossenschaft sind, zurücksließen, hat sie kein Interesse an hohen Gewinnen. Was über Aufbau und Struktur der Genossenschaften im allgemeinen zu sagen ist, soll in der nachfolgenden Betrachtung über die Kreditge» nossenschaften noch behandelt werden. Welche Stellung diese im gesamten Genossenschaftswesen einnehmen, erhellt aus dec Tatsache, daß von den 53 000 Genossenschaften aller Arten ungefähr 22000 Kreditgenossenschaften sind. Als auch die deutschen Kreditgenossenschaften nach Beendigung der Inflation fast ihr ganzes Vermögen verloren hatten, ahnte niemand, wie verhältnismäßig schnell sich der Wiederaufbau vollziehen würde. Die Entwicklung ist um so überraschender gewesen, als die Kreditgenossenschaften als Mittelstandsbanken naturgemäß von dem Zufluß ausländischen Kapitals, daS für die Grohunter- nehmungen von erheblicher Bedeutung ist, unberührt blieben. Trotz der Ungunst der Ver- HÄtnisse ist eS beispielsweise den Im Deutschen Genossenschaftsverband zusammengeschlossenen . Wie gesund das genos'enfchafkliche System ist, geht daraus hervor, daß die Genos.enfchaften von allen älnternehmungsfonnen die geringste Zahl von Konkursen aufzuweisen haben. Man kann ruhig sagen, daß sich die Kreditgenofsen- schaften auch in der Vertrauenskrise, die im vergangenen Jahr selbst vor Bankinstituten an vielen Plätzen des Reichs nicht Halt gemacht hat, durchaus bewährt haben, auch da, wo stärkste Anforderungen an ihre Zahlungsbereitschaft gestellt wurden. Wir erleben heute tagtäglich, wie das Großkapital in Handel, Industrie und der Dankwelt sich immer mehr zusammenballt. Wir sehen, wie seitens der öffentlichen Hand vielfach eine weitgehende Sozialisierung oder Kommunali, ierung der Wirtschaft angestrebt wird. Das Heer der Lohnarbeiter hat die Lage längst richtig erkannt und sich organisiert. Rur der Mittelstand steht vielfach innerlich zerrißen und uneinheitlich da und kämpft hart um seine Existenz. Sein Zusammenschluß ist einfach ein Gebot der Selbst- erhaltung. In der Richtung dieser Abwehrbestrebungen liegt auch die Arbeit der Kredit- genosfen chaften, die das einzelne Mitglied wirtschaftlich unterstützen und bewußt auf, eine Stärkung der Einzelexistenz hinarbeiten. Der bewährte Führer des Deutschen Genossenschaftsverbandes Professor Dr. Stein hat diefen Gedanken- gängen auf einem der letzten Derbandstage mit folgenden Worten Ausdruck verliehen: „Qllit dem Mittelstand steht und fällt der wesentliche Teil unseres Genas enschaftswesenS in Stadt und Land. Aber daraus ergibt sich auch der andere Schluß, den sich die Angehörigen des Mittelstandes Immer wieder vor Augen halten müs'en: Mit dem Genosfen'chaftswesen steht und fällt auch der Mittelstand!" meinderat: Große Verdienste um die Stadt Schotten hat sich der im vergangenen Sommer hier verstorbene frühere Landforstmeister, Staatsrat Dr.Karl Weber, erworben. Er hatte sich dafür eingesetzt, daß die Försterschule ihren Sitz in Schotten erhielt. Bei der Errichtung des Krankenhauses hatte er mitgebolfen. Den Heldenhain für die Gefallenen der Stadt an der Warte hat er angelegt. Don jeher galt fein besonderes Interesse unserer Stadt. 3m Hinblick auf alle diese Verdienste des Verstorbenen beschloß der Gemeinderat. die an der Warte neu angelegte Straße, an der auch die Försterschule und das Krankenhaus liegen, »Karl-Weber- Str a h e" zu benennen. Ein bleibendes Gedenken ist dem verdienstvollen Manne in den Herzen der Cchottener gesichert. — In den D ahn - Hofsanlagen am Eingang der Stadt wird ein Raturbrunnen angelegt. Der Gemeinderat bewilligte hierzu einen namhaften Deitrag. Die Wege und Rasenbeete werden gärtnerisch kunstvoll hergerichtet. — Für die Volksschule wurde zur Pflege des Gesanges der Schulkinder die Anschaffung eines Harmoniums genehmigt. — Der Ankauf eines für die Errichtung einer Postkraftwagenhalle geeigneten Grundstücks wurde beschlossen. — Da dem Zweckverband Schotten-Hungen durch größere Reparaturen einige Unfoften entstanden sind, wurde die Aufnahme eines kleineren Kapitals zur Abtragung dieser Schuld genehmigt. Landkreis Gietzyn. 00 Klein-Linden, 21. Febr. Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom Donnerstagabend ist u. a. zu berichten: Als Ausschlag der Gemeindeumlagen für das Rj. 1929 wurden fallende Sätze angenommen: die Grundsteuer auf je 100 Mk. Steuerwert der Gebäude und Dauplätze beträgt 25 Pfennig 1928: 32 Pf.), auf je 100 Mark Steuerwert des land- und srrstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes 60 Pfennig (1928: 71,5 Pf.). An Ge- Werbesteuer werden auf je 100 Mark des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals 80 Pf. (1928: 80 Pf.), auf 1 Ml. staatlichen Gewerbe- ertragssteuersrlls der Betrag von 300 Pfennig zu erheben. Die Sondergebäudesteuer beträgt bei je 1 Mark dcs staatlichen Steuersolls 39,93 Pf. — In der Sitzung vom 19. Dezember v. 3. hatte der Gemeinderat bereits einen Beschluß gefaßt, wonach der Geschäftsraum der Gern e i n d e k a s s e in die freigewordene Lehrerdienstwohnung verlegt werden sollte. Der Gemeinderat beharrt auf diesem Beschluß: es soll versucht werden, nach Rücksprache mit dem Schulvorstand und dem Kreisschulamt Gießen den Beschluß zur Durchführung zu bringen. — Der Antrag der Mädchenfortbildungsschule um Gewährung eines Zuschusses von 30 bis 40 Mark zur Deckung der Unkosten für eine Abschlußfeier wurde mit Rücksicht auf die derzeitigen Verhältnisse einstimmig abgelehnt. — Die Arbeiten am neuen Schulhaus, Instandsetzung der Waschküche u. bgL, wurden an die Wen'gstfrrdernden vergeben: die Maurerarbeiten an Hch. M a g o l d , die elektrischen Installationsarbeiten an Friedr. Schimmel, die Weihbinderarbeiten an Wilh. Volk, die Lieferung eines Kessels an Hch. Fischer. — Der Antrag des Gesangvereins »Arion" um Ueberlaffung eines Festplatzes fand Genehmigung. Dem Verein wird unter den üblichen Bedingungen für fein am 28., 29. und 30. Juni stattfindendes 40. Jubelfest ein Teil der Pfingstweide als Fest- plah überlassen. X SUeln-£lnbenf 21. Febr. Am Samstag, 22. Februar, feiert die hier Wichelinstraße 5 wohnende Frau Elisabethe Lang Wwe. in verhältnismäßiger Rüstigkeit ihren 7 0. Geburtstag. • Großen-Linden. 19. Febr. Veranlaßt du ch den Aufruf Artur Mahrauns, dcs Führers deL ^ungdeutschen Ordens, zur Gründung einer Volksnationalen R e i ch s v e r e i n i - gung hat auch die Gefolgschaft Großen-Linden durch tätiges Arbeiten eine Reche von Männern geworben, die sich bereit erklärten, im Sinne des Aufrufes ihre Kraft zur Verfügung zu stellen. Ein Ortsausschuß wurde gebildet, der feine Tätigkeit bereits ausgenommen und auch schon schöne Erfolge zu verzeichnen hat. Ferner wird beabsichtigt, am Montag einen Vortrag über Zweck und Ziele der Reichsvereinigung zu halten, wodurch jedem die Möglichkeit geboten wird, sich eingehend zu unterrichten. X W i e s e ck, 21. Febr. 3m Auftrag des Hessischen HauptvereinL der Gustav-Adolf-Stiftung sprach gestern In unserer Kirche Pfarrer Becker, Gießen, zu den Schulkindern und abends zu den Erwachsenen über daS zeitgemäße Thema .Hessische Dauern in Süd-Ruhland". Eine ftatt- ettoa 1350 städtischen Kreditgenossenschaften gelungen, ihr Gesamtbetriebskapital wieder auf über 2 Milliarden Mark zu bringen. Das Geheimnis ihres Erfolges liegt in ihrer gesunden Struktur. Zum besseren Verständnis fei zunächst der rechtliche Aufbau der Genossenschaften kurz skiz- ziert. Das eigene Vermögen der Genossenschaft besteht aus den Geschäftsanteilen der Mitglieder und den Rücklagen. Die Geschäftsanteile der Mitglieder stellen die Beteiligung an der Genossenschaft dar. 3edes Mitglied kann einen, oder wenn es das Statut zuläßt, mehrere Geschäftsanteile erwerben. Um jedem den Erwerb eines Anteiles zu ermöglichen, muh der Anteil nicht sofort vollgezahlt werden, sondern die Zahlung kann in Raten, deren Höhe das Statut festsetzt, oft auf viele Jahre verteilt, geleistet werden. Die Geschäftsanteile, die an der Dividende teilnehmen, sind eine allgemein beliebte Kapitalanlage. Auf eine reichliche Bemessung rfrer Rücklagen wird in der heutigen Zeit besonderer Wert gelegt. Zu dem eigen m Vermögen treten jedoch als weitere ©arantivmittel die Haftsummen der Mitglieder. Fast alle Schulze-Delitzsch en Genossenschaften führen heute die beschränkte Haftpflicht. Das Gesetz bestimmt, dah die Haftpflicht mindestens die Höhe des Geschäftsanteils erreicht, sie kann aber auch durch das Statut auf ein Mehrfaches des Anteils festgesetzt werden. Die Haftsummen können aber nur im Falle eines Konkurses, nicht bei Bestehen der Genossenschaft, auch nicht etwa im Vergleichsverfahren herangezogen werden. Eigenvermögen und Haftsummen erreichen bei den meisten Kreditgenossenschaften eine stattliche Ziffer und bieten eine weitgehende Sicherhrit für die Einlagen der Gläubiger. Die Kontrollbestimmungen, denen die Genossen- schäften teils durch Gesetz unterworfen sind, und die sie teils freiwillig eingeführt haben, bilden einen weiteren Rückhalt, sowohl für die Gläubiger, als auch für die Mitglieder. So schreibt das Gesetz eine regelmäßige zweijährige Revision vor, die bei den in Revisionsverbänöen zusam- mengeschllssenen Kreditgenossenschaften von sachkundigen Derbandsrevisoren vorgenommen wird. Die meisten Verbände sind jedoch von sich aus schon dazu übergegangen, jährliche Revisionen vornehmen zu lassen. Hinzu tritt noch die Kon- trollfunlaon des Aufsichtsrates, der die Tätigkeit des Vorstandes, besonders aber die Kreditgewährung fortlaufend zu überwachen hat. Auch der Vorstand muß mindestens aus zwei oder mehr Personen bestehen, so daß auch hier Eigenmächtigkeiten einzelner vermieden werden. Die Jahresbilanzen sind stets zu veröffentlichen und der Generalversammlung vorzulegen, der auch im übrigen das Recht zufteht, Fragen zum Jahresbericht zu stellen. Ferner sind die Schulze-Delitz- schen Kreditgenossenschaften verpflichtet, dem Statistischen Reichsamt und ihrem Verband Zwei- monatsbilanzen einzurcichen. Eine Kontrolle der Geschäftsführung ist also jedermann in weitgehendem Maße möglich. Es gibt Wohl kaum noch Kreditinstitute, die ihren Status so erschöpfend barlegen, wie gerade die Kreditgenossenschaften. Der ganze Geschäftsverkehr ist auf die persönlichen Bcdürsnisse der Mitglieder und Kunden zugeschnitten. Das Verhältnis zwischen Verwaltung und Kundschaft ist enger als bei jedem anderen Kreditinstitut, da das Mitglied nicht als Gegenpartei der Dank, sondern als Teilhaber auftritt. 3edes Kreditgesuch, auch da; kleinste, wird vom Vorstand gewis enhast geprüft: gerade auf die Pflege des Kleinkredits wird auch im Interesse der Risikoverteilung das größte Gewicht gelegt. Die Kreditgenos.enschasten betrachten die Kreditgewährung nicht vom Standpunkt ihres Verdienstes, sondern sie stellen daZ Moment der Kredithilfe in den Vordergrund, wobei in erster Linie zu prüfen ist, ob das kreditsuchende Mitglied kreditwürdig erscheint und die Unterlagen ausreichend sind. Das genosfenschastliche Geschäft bringt eine Fülle von Kleinarbeit mit sich, denn es verursacht beispielswei e mehr Arbeit und ilnfeften, an 10 Kunden 5000 Mark oder gar an 50 Kunden 1000 Mark auszuleihen, als an einen Kunden 50 000 Mark zu geben. Gewiß können auch die Kreditgenos.en'chaften in der heutigen Zeit der allgemeinen Kapital- astnut nicht alle Kreditansprüche voll befriedigen. Sie können In der Hauptsache nur Betriebs- Irebite einräumen, denn da auch sie nur mit verhältnismäßig kurzfristigen Einlagen arbeiten, verbieten sich langfristige Kredite von selbst. Ader ein Vorteil der Kreditgenossenschaften liegt darin, daß sie in ihren Entschließungen beweglich sind und individuell vorgehen können: sie müssen wohl nach ihren Satzungen verfahren, sind aber sonst an keine Schablone gebunden Für das heimische Wirtschaftsgebiet ist es auch von großer Bedeutung, daß die der Kreditgenossenschaft anvertrauten Gelder restlos der heimischen Wirtschaft wieder zusließen und nicht den 'Weg in fremde Sammelbecken finden, eine Erkenntnis, die schon zu allen Zeiten viele Einleger zu den Kreditgenossenschaften hingeführt hat. fraglichen Waren seien im Wege des Kredit- schwindels erlangt worden, konnte in der Berufungsinstanz nicht geführt werden Der aus der Strafhaft vorgeführte frühere Hauptange- llagte konnte teilweise keine bestimmten belastenden Angaben 'machen, teilweise entlastete er seine Mitangeklagten direkt. Der Staatsanwalt führte aus, das frühere verurteilende Erkenntnis könne heute nicht mehr aufrechterhalten werden Das Gericht erkannte auf Freisprechung bezüglich beider Angeklagten Eine weitere, recht umfangreiche Verhandlung führte in der Berufungsinstanz ebenfalls zur Freisprechung. Ein auswärt'ger Kohlenhändler hatte im Sommer vorigen Jahres durch seinen Chauffeur mit seinem Lastkraftwagen Personen befördern lassen An einer abschüssigen Stelle und scharfen Kurve der Landstraße fiel der Wagen um; dabei wurde eine Person getötet und mehrere verletzt. In erster Instanz wurde der Eigentümer, der heutige Angeklagte, wie der Führer des Wagens wegen fahrlässiger Tötung zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt. Letzterer hat nachträglich das Urteil anerkannt. Der erstere hatte Berufung eingelegt. In der heutigen Verhandlung ergaben sich hinsichtlich des früher verurteilten Kohlenhändlers starke Zweifel an seiner Schuld. Der Angeklagte wurde frei- gesprochen. liche Reihe sehr.schöner, zum Teil kolorierten Lichtbllder veranschaulich e dir Ausführungen des Redners. Wort und Bild, eingerahmt mit Ge- meinöegefang, hinterließen bei der dankbaren Zuhörerschaft einen tiefen Eindruck. * Alten-Duseck. 20. Febr. Der Ge. sangverein „Germania" veranstalte.« dieser Tage feinen diesjährigen Familienabend, der sehr gut besucht war. Rach der Degrüßung-- ansprache des Vcreinsvorsitzenden R i k o l a t brachte der Sängerchor unter Leitung seines Siri* genten Meyer, Wieseck. einige Chöre zmn Dor- trag, die wohlgelungen waren und mit lebhaftem Deisall auf genommen wurden. Bei mancherlei geselligen Darbietungen und Tanz verlebten die Besucher einige vergnügte Stunden. * Beuern. 21. Febr. Einen sehr interessanten Abend bot dieser Tage der Vater- ländische Film- u n d D o r t r a g s d i e n st der Deutschen Dolkspartei. In guter AufMrung wurden eine Rheinreise von Köln nach Mainz und die Bilder von der Weltfahrt des Luftschiffes „®raf Zeppelin" gezeigt. Vorzügliche Aufnahmen von Heer unb Flotte, sowie ein Lustspiel im Film vervollständigten den Abend. Die Vorführung wurde von einem zahlreichen Publikum dankbar ausgenommen. cf Allendorf a. d. Lumda, 17.Febr. Dieser Tage fand im Saale der Gastwirtscyasi Eberhard Ranft Wwe. die diesjährige Jahreshauptversammlung des hiesigen Kriegervereins statt. Aus dem Jahresbericht, ben der erste Vorsitzende, Lehrer Strack, erstattete, ging hervor, daß im abgelaufenen Jahre bie Zahl der Mitglieder wieder beträchtlich ge- stiegen ist, so daß der Mitgliederstand zur Zeit 75 aufweist; gestorben sind drei Mitglieder, deren Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde. Die Iahresrechnung, von dem Kassierer, Weißbindermeister Christ. Ranft, vorgetragen, zeigte ein erfreuliches Dlld. Trotzdem der Verein im abgelaufenen Jahre größere Ausgaben zu bestreiten hatte, verblleb noch ein ansehnlicher Lieberschuß. Sa die Rechnung zu Beanstandungen keinen Anlaß bot, wurde dem Rechner Entlastung erteilt und ihm durch den Vorsitzenden Dank für seine mühevolle und überaus gewissen- hgste Tätigkeit ausgesprochen. Bei der Vorstan.s- wahl wurde der alte Vorstand wiedergewählt; zur Zeit gehören dem Vorstände an: 1. Vorsitzender: Lehrer Strack, 2. Vorsitzender: Wag- nermeifter Karl Wallenfels L, Rechner: Weißbindermeister Christian Ranft, Schriftführer: Landwirt Ehr. Wallenfels, Beisitzer: Maurermeister Heinrich Käs II., Maurermeister Ehr. Paulus II., Schuhmachermeister Ludwig K r i e b und Rechner Chr. F o r m h a l s. Sodann wurde beschlossen, von der Instandsetzung des alten Schießstandes im Kinnwald wegen der hohen Kosten Abstand zu nehmen und vorläufig den neuen Schießstand des hiesigen Schühenvereins gegen eine entsprechende Abgabe mitzubenutzen. — Am Samstagabend fand im Saale der Gastwirtschaft .Zur Eisenbahn" die diesjährige Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins statt. Rach Begrüßung der Erschienenen durch den Vorsitzenden, Sparkassenrechner Soll, erstattete dieser den Jahresbericht. Aus diesem war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl einschließlich 33 passiver Mitglieder auf 104 angewachsen ist. Gestorben sind im verflossenen Jahre drei Mitglieder, deren Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde. Die Iahresrechnung muß’.e, da der Rechner Krieb zur Zeit erkrankt, von dem Vorsitzenden vorgetragen werden. Die Einnahme betrug 1807,10 Mk., die Ausgabe l€9c,C0 Mark, so daß ein Vorrat von 113,50 Mk. verblieb. Außerdem sind noch 325 OHL verzinslich bei der hiesigen Sparkasse angelegt. Rachdem die Rechnung für richtig befunden, wurde dem Rechner Entlastung erteilt Der 1. Schriftführer, Kaufmann Max Rosengarten, verlas hieraus die verschiedenen Protokolle und Vorstandsbeschlüsse, sowie den sehr umfangreichen Rechenschaftsbericht Bei der Vorstandswahl wurden iie seitherigen Vorstände sämtlich durch Zuruf wiedergewählt. Zur Zeit gehören dem Vorstände an: Chormeister: Lehrer Schmidt, Kesielbach, 1. Vorsitzender: Rechner Söll, 2. Vorsitzender: Bauunternehmer I. Denner, 1. Schriftführer: Kaufmann W. Rosengarten, 2. Schriftführer: Wcißb.ndermeister 3. DennerV., Rechner: Schreinermeister Ld. K r i e b , Kontrolleur: Schuhmachermeister Chr. Hch. Reinhardt. Deisitzer: Maurerparlier P^ill Keil, Fuhrunternehmer Ld. Stoos und Landwirt Ludwig Decker. Zum Fahnenträger wurde Heinrich Keil und zu Begleitern Wich. Käs und Ld. Ranft bestimmt Zum Tücherwart tourLe Stadt- kassegehllfe Karl Fritzges berufen. Sodann wurde noch beschlossen, bie Auswahl unter den Entwürfen für eine Gedenktafel für die im Weltkrieg 1914'1918 gefallenen Mitglieder dem Vorstande zu überlassen. Rachdcm der Ehrenvorsitzende dem Chormeister für seine unermüdliche und ersprießliche Tätigkeit ün verflossenen Jahre und den Sangesbrüdern, bie beim letzten Theaterabend mitgewirkt haben, den Dank dcS Vereins ausgesprochen, wurde die Versammlung geschloffen. ~r Grünberg, 20. Febr. Am Mittwoch fand die drllte Drennholzversteigerung im hiesigen Stadtwald statt Sie dabei erzielten Preise waren ungefähr die gleichen, wie bei Der zweiten Versteigerung. Cs kosteten im Durchschnitt je 2 Raummeter Schcicholz: Buche 28 Mk.. Kiefer 16 Mk., Fichte 14 Mk. Knüppel: Buche 18 Mk., Kiefern 12 Mk.. Fichte 10 bis 12 Mt Stöcke: Buche 16 Mk. Qiftreifer waren billig, der Raummeter kostete 1 Mk., teilweise noch weniger. Die Versteigerung konnte nicht zu Ende geführt werden, sämtliches im Distrikt Raubichlotz schände Brennholz soll bei einer demnächst stattfindenden RuhholzversteiHerung verkauft werden. Im Gegensatz zu den immerhin hohen Holz- preisen, welche im städtischen Walde ersieht werden, liegen die Preise bei den Versteigerungen in den ringsum gelegenen fiskalischen Waldungen durchschnittlich niedriger. So kostete z. B. in der fiskalischen Forstwartei ReinhardShain der Raummeter Duchenscheit 9 Mk., auch im benachbarten Laubach konnte der Raumeter Duchen- scheil nur etwa 9 Mk. erzielen. — Ser seit Ostern 1929 an der hiesigen Oberrealschule wirkende Assessor Karl Roth aus Darmstadt - schied dieser Tage auS dem Lehrkörper der Anstalt aus. Er übernimmt eine Oberlehrer stelle an der deutschen Realschule in La Concepcion tu Chile. -n- Aieder-Desstngen, 18. Febr. Am vorigen Sonntag veranstaltete der hiesige Krleger oerein im Saale von W. Hotz eine Abendunterhaltung. Rach den DegrüßungLworten beS Vorsitzenden W. Lotz III. wurde ein breiaftigei De L T-"»11 «rtrit» «"SW f0 ff 5:6 y. Ak-I i> “’S Srt $ «Mi 59. Kör lach"b crllors Sw* hin sÄ flu* kirua 52 w Zunahme r>oi Jahres W Haftsumme if 4066 M einem DE vorg5en glitta vergüt im*ü5 $83 dteber mroer 3. S'n. -es Aulfichü getoäbÜ M neu in den 2alfer M. 40. ©tünoun Henossenschas beten Hm« lassen. - § am 19., 20. banMtut Turnverb pM unb in schv.'rste 2lrö eusschuh, um Y-Ä 800) unt bieinbach ti. Jubiläum M Dorfes c Annerod. ‘ Öleinti tag veransia »Eintrach einen Hnt Friedrich W eindrucksvoll Langer ante meisterS Kar Anzahl aus- ten Beifall Abends toui siHri. Tic ! Beifall bibat Hctungen uni ne'mctn noch * Dirlnbi vergangenen 1 t-rein .Jug Dirigenten S fein 42. Stij Chören sand fiatt, das vmrde von bi S-führl. Der Vite bie Zu Cellv'Solis.1 rifle treue ' d e Herren S der und S Ditgliedschas ^gliedern. -'urrfen AüÄI öer Leistlinge. Uld lvünschie ruhmvoll qedc )( Lich, ]i kuf besetzten 2 BeSUch( kl» An; * Au werde KZ Der Juofoi .^esDiri! dum qj0. A^r'et webten bi, intet. ' datex, ayienft guter AH Füe. h. ^lgten boi *wm mH, Wn. ^.-Tebr. Die, rtljflit Eber. :. wahres. M Ätit. UeSbericht, Sttad, n. jfenen Jahre trachtlich ge. '"d zur Zeit Wieder, deren Sihen geehrt m Kassierer, dorgelragm, 5 der Verein Ergaben zu anschMtzer -Msiandmgen Lechner Hut. Vorsitzenden aus gewissen, er Iorüon'z. iedergewählt: an: 1. lot« tnber Mg. . ÄCffintr: t, Schrift- S, Teissher: aurrrnieisler stn Ludivi, foali. Sv« chandsetzung iDolb Legen wn und vor- Xä hiesigen »ende Abgabe end sand im isenbahn" die sammlung s statt. Aach den Aorsihen. stattete dieser Lar zu ent« nschliestlich 33 sevachfen ist. re drei Ult« den von ten mng M.e, erkanlt, von iul Die Ein« Sgabe IMv.CO 3,53 OHL ver« Ht verzinslich legt. Aachdem n, wurde dem Schrislsührrr, ,, rcrias hu> nd Vorstands« irichen ^Lechen« ihl wurden Ht ch Sunil wie« iem Aorstande it, Keiselbach, . Dorsikender: SchriMer.' । L Schrift- neiV..M* Kontrolleur, einhardt. eil, W indwiü W >urdr tzemch KLS und to. tvune Stadtrusen. 0o5g i'wff LachM W füW un- ibcüdern, JJJ wurde dw Im Ä'SZ ®«5e®nS ■Ä "5? b - ÄW HL M» 7L in ro^in ter K-^ss IS. soö ^,-en 5 Theaterspte! aufgeführt, da- bei ben Desuchern eine heitere Stimmung und reichen Deri all für die Mitwirkenden auslöste. Mit einer Verlosung und Tanz schloß der stimmungsvoll verlaufene Albend. & Rieber-Dessingen, 21. Febr. Alm Mittwoch fand im Saale von Lotz ein evangelischer Gemeindeabend statt, der eine große Anzahl unserer Gemeindeglieder zusarn- menfuhrte. Es wurde der Film „Wunder der Schöpfung" gezeigt, der in sehr guten Bildern Öle Zuschauer einführte in nie geahnte Unendlichkeiten und Größen der Schöpfungswelt und einen Eindruck gab von jenen gehermnisvollcn und heiligen Gesehen, nach denen der Schöpfer der Welt die Millionen von Himmelskörpern und Welten ihre Bahnen durchs Weltall ziehen Laßt. Der Reinertrag des Abends, für den Jeubau des Krüppelheims in Rieder-Ramstadt bestimmt, ist recht erfreulich ausgefallen. is. S t e i n b a ch , 22. Febr. Dcr Can dwiri - schaftliche Kon sumverein hielt jetzt seine . 39. ordenll.che Generalversammlung bei Mitglied Gör lach ab. 2lus dem Geschäftsbericht des Direktors P i tz war zu entnehmen, daß die Ge- nosfenschaft im verflossenen Geschäftsjahre weiterhin sich gut entwickelte. Der Jahresumsatz stieg gegen das vorhergehende Jahr um 5500 Mk. und betrug 52 009 Mk. Die Mitgliederliste zeigt eine Zunahme von acht Mitgliedern, am Schlüsse des Jahres beträgt die Mitgliederzahl 106 mit einer Haftsumme von 31 800 Mk. Die Reserven stehen auf 4066 Mk. Die Bilanz wurde genehmigt mit einem Reingewinn von 4187,08 Mk. Rach den borgenommenen Zuschreibungen wurde eine Darendividende von 9 Prozent an die Mitglieder vergütet, wobei auf den höchsten Jahres- umsah 79,83 Mk. entfielen. Alls Vorstandsmitglieder wurden die Alusscheidenden, Direktor P i tz und 3. Fink, wiedergewählt, als Mitglieder des Alufsichtsrates wurden ebenfalls wieder- gewählt Hrch. Fink II. und 3aL Haas VIII.. neu in den Aufsichtsrat kam Landwirt Karl Balser III. Gelegentlich der Wiederkehr ihres 40. Gründungstages im Mai 1930 gedenkt die Genossenschaft eine kleine Frier zu veranstalten, deren Herrichtung wurde dem Vorstand über- lassen. — Die Festausschüsse für das hier am 19., 20. und 21. 3uli stattfind en de Ver - bandSturnfe st des Südwe st deutschen Turnverband eS sind nun endgültig gewählt und in ihre Tätigkeit eingetreten. Die schw.rste Arbeit hat jedenfalls der Wohnungs- ausschuh, um die vielen Wetturner (e'.toa 600 bis 800) unterzubringen. Der Turnverein Steinbach verbindet dieses Fest mit seinem 25. Jubiläum. Der Festplah kommt in die Rähe des Dorfes an die Provinzialstraße Steinbach- Annerod. “ Steinbach, 18. Febr. Am vorigen Samstag veranstaltete der hiesige Gesangverein »Eintracht' im Gasthaus »Zum Einhorn" einen UnterhaltungSabend. Der Vorsitzende Friedrich W a l b begrüßte die Besucher mit einer eindrucksvollen Ansprache. Hierauf erfreuten die Sänger unter der Leitung des bewährten Cbor- meisters Karl Sommer, Watzenborn, mit einer Anzahl ausgezeichneter Chorgesänge, die lebhaften Beifall hcrvorriclen. 3m zweiten Teile des Abends wurden zwei Theaterstücke flott au'ge» führt. Tie Mitwirkenden wurden mit reichem Beifall bedacht. Bei weiteren geselligen Darbietungen und Tanz bot der Abend den Teilnehmern noch vergnügte Stunden. * Steinberg bei Gießen, 18. Febr. Am vergangenen Samstagabend feierte der Gesang» v'rein »3 u g e'n d f r e u n d" unier Leitung seines Dirigenten Köhler im Saale von Gg. Häuser sein 42. Stiftungsfest. Reben gut gebrachten Chören sand die Aufführung eines Theaterstückes statt, das reichen Beifall erntete. Die Musik wurde von dcr Kapelle Heß (Watzenborn) aus- arsührt. Der Solist Hch. Klinqelhöfer fesselte die Zuhörer durch den Dortrag einiger Cello-Solis. Dcr Vorsitzende ernannte für 25jäh- rge treue Mitgliedschaft und aktives Wirken die Herren Ludw. Schmitt, Quito. Schnei - der und Gg. 3 u n g, für 25jährige Pas ive Mitgliedschaft Herrn Hch. Sarnes zu Ehre» Mitgliedern. Ehrenmitglied 3 u n g gab einen kurzen Rückblick auf die letzten 25 3ahre, gedachte der Leistungen des Verein! während dieser Zeit und wünschte, daß der Verein auch fernerhin ruhmvoll gedeihen möge. )( Lich, 19. Febr. Gestern fand in der sehr gut besetzten Turnhalle der zweite Gemeinde- Rundfunkprogramm. Sonntag, 23. Februar. 7.00 bis 8.15 Uf)r: Von Hamburg: Hafenkonzert. 9.00 bis 10.00: Katholische Morgenfeier. Ueöertragung aus der p^il.-theol. Lehranstalt mit dem Priesterfeminar St. Georgen, Frankfurt a. M. 10.00 bis 11.00: Orgelkonzert. 11.00: Erziehung und Dildung: »Röte der Grohstadt- jugend", Vortrag von Pfarrer Weidner. 11.30: Erziehung und Bildung: »Gedächtnis-Schulung. Vom Wert des Auswendig-Lernens", Vortrag von Dr. phil. Ernst Majer-Leonhard. 12.03: »Deutsche und europäische Kolonialprobleme", Vortrag von Mar Cohen-Reuß. 12.20: Schallplattenkonzert. 14.00: Von Stuttgart: Stunde der 3ugend. 14.30: Buch und Film. 15.00: Stunde des Landes. 16.00: Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes: »Aus englischen Dichtern, neue Liebertragungen", Vortrag von Leo Stern, Rüdesheim. 16.30: Stefan Großmann liest aus eigenen Schriften. 17.00: Von Stuttgart: Tirol. Eine melodramatische Wanderung von Max Schilling. 18.00: Vagabunden und Wanderer vor dem Mikrophon. 19.00: Von Mainz: Fremdensitzung des Mainzer Earnevalvereins. 23.30 bis 0.30: Tanzmusik. Montag, 24. Februar. 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert: Wunsch-Konzert. 15.15 bis 15.45: Stunde oct 3ugenö: Wirbelsturm in der Südsee! Ein schauriges Raturereignis auf den Palau-Inseln, vorgetragen von Lehrer Fr. Voigt. — Für Kinder vom 12. 3ahre ab. 16.00 bis 17.45: Aus dem Kurhaus Bad Homburg: Konzert der Kurhauskapelle Burkart. 18.05: »Das gemeinnützige Theater als Gegen- warts- und Zeitaufgabe", Vortrag von Dr. Leo Schwering, M. d. L. 18.35: »Ibiza, die vergessene Insel", Vortrag von Dr. Hans Schlegel. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Aus dem Großen Saal deS Saalbaues: IX. Montagskonzert. 21.00: Ernst Jünger liest aus eigenen Schriften. 21.30: Klavier-Abend. Dienstag, 25. Februar. 13.30 bis 14.30 ilfjr: Schallplattenkonzert: Ein Mittagsständchen auf Dolfsinstrumenten. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: „Ein rheinischer Weberjunge erzählt", Improvisation von Paul Laven. 16.00: Haussrauen-Rachmittag. 17.03 bis 17.45: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Stunde ter Bühne: »Wie denken üic über die Oper?" Gespräch zwischen Kammersänger John Gläser und Oberspielleiter Dr. Herbert Graf. 19.30: Zeitberichte: Die Wiedereröffnung des ägyptischen Parlaments. 20.15: Von Stuttgart: Der liebe Augustin. Operette in 3 Akten von Rud. Dernauer und Emst Welisch. Musik von Leo Fall. 22.15: Von Stuttgart: Lieder- und Balladen-Stunde. Kammersänger Max Krauß, München. Mittwoch, 26. Februar. 11.15 bis 11.45: Schulfunk: Französisch. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Sechs Tenors suchen ihr Publikum... 15.15 bis 15.45: Von Stuttgart: Jugendstunde: Was wettest du? Ein Iaschingsspiel in Hörbildern mit Gesang, Musik und Tanz. 16.00: Von Stuttgart: Rach- mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Wie geht es Ihnen? Bericht aus dem täglichen Leben: „Dankdireltoren." 18.35: Von Stuttgart: Esperantokurs. 19.05: Don Stuttgart: „Tanz este der Daininger auf Reu-Pommem', Vortrag von Dr. Friedr. Burger, Düsseldorf. 19.30: Von Stuttgart: Bei uns zu Lande. Auf de schwäbische Eisebahne. 20.15: Von Stuttgart: Ballettmusik des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 21.15: Von Stuttgart: Georg Büchner. Gestalt eines deutschen Lichters. Donnerstag, 27. Februar. 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert: Militär-Konzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: Russische Volksmärchen: 1. Das fliegende Schiff. 2. Der Ungewaschene. 16 0.3: Rachmittagslonzcrt. 18.03: Gespräch über Wirtschaftsfragen zwischen einem Laien und einem Rationalökonomen — Sprecher: Dr. Wolf und Hermann Herriegel. 18.35: Rach Stuttgart: „Hinduismus", Vortrag von Prof. Tarachand Roy, Berlin. 19.05: Französischer Sprachunterricht. 19.30: Lieder-Abend Condoo Kerdijk. 20.03: Strauß-Abend. 21.33 bis 24.00: Von Köln: Kölner Fastnachts-Ball. Freitag, 28. Februar. 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert: Sinfonie-Konzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: „Die Frauen und das Studium", Vortrag von Ober» verwaltungsinspektor Emma Locwe, Leiterin der weiblichen 'Berufsberatung im Arbeitsamt Frank» furt inne xu 3000 M. 122604 196544 375582 10 »xtPinr» -u 2000 m. 116512 133332 1^'61 201529 384574 38 »Momne »u 1000 TL 19 13697 16091 69V75 92253 96654 120475 132017 244739 249966 277335 300474 310848 318844 337212 356526 36'122 384765 390028 84 ftttr nne xu 600 90. 14399 19231 20076 26543 28515 35128 61232 61847 80802 93236 96643 97194 99176 103933 107330 115407 121527 123-'42 127638 130819 135493 138873 142343 143153 155734 172237 174958 180185 187938 188784 190722 194354 208111 236435 290555 30733g 316675 364939 355705 368607 370252 39*046 186 ®»tr uns -u 300 W 1607 16821 18213 37741 41198 48612 54822 61503 65218 67644 68372 69086 77142 78236 88579 89131 89725 91610 93624 96067 101820 104926 105950 112'63 114415 117331 120576 122327 126391 128780 129161 131537 140238 151005 155736 156993 16217g 173759 175661 177268 178626 186089 186939 189397 191249 196630 197478 20'561 20295» 206045 212'76 217085 217704 220=81 232846 242746 243292 246053 247065 2475'6 25'524 255089 261811 275281 295090 299514 312823 313556 326387 330426 334429 337262 337321 341607 346036 346'41 354697 355453 356612 358874 360951 362458 365754 365781 365820 367,13 372790 378485 381508 396642 397354 .398200 399558 Im (Seiuuuirabe nerblifben: 2 Prämien zu 5000(10, 2 Gewinne zu je 5,0000. 4 tu ie 75000, 3 au tr 50<*i0, i zu |e 25'00, 4ß zu je l0, 102 zu ic 50i 0, 274 zu je 3"00 478 zu ,e 2000, 1376 zu je KXX) 2718 zu |e 500. 7<)14 zu ,e Ü"0 -HL Die Zahnzw'.schenräume als Sitz übelriechender Speisereste reinigt man* zweckmäßig mit der eigens, dafür konstruierten Chlorodont-Zahnbürste mit gezahntem Borsteizschnitt in zwei Härtegraden von höchster Qualität 1 Mk-, Kinderbürste 60 Pf. 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Februar, vormittagsl/,12Uhr auf dem Neuen Friedhöfe statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Müller geb.Wagner Karl Laucht und Frau Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. Radio- Spezialist icoer Marke. Verlangen Sie um vexb. Vorführung im eignen Hause. Gün t. Ralenzahlg. A. Ruhl jun. Klein-Linden Telephon 3 1 7OW . Bielefelder Wäsche-Fabrik liefert infolge Umstellung auf Prtv.uvex- kauf bochwcrt. Bett.Tisch und Geldwäsche in aUeri efter Qualität. Vteferunn erfolgt diskret ohne jegl. Anzahlung auf 6-12 Monate Ziel. Musterkollektion ohne jegl. Kaufvervflich- tunn. Angeb. mit Berutsanaabc unter B. U. 187 (1.)41\'i an beit toten. 21 114. crbeten. Oamp:$ägewerk Lollar B. 'Jiubn, 9L-W. In tiefer Trauer: Frau Katharine Dörr nebst Kindern und Angehörigen. Reinhardshain, Berlin. Ober-Bessingen und Odenhausen, den 22. Februar 1930. Die Beerdigung findet Montag, 24. Februar, nachmittags 2.15 Uhr statt. ui2Öo Haritanholz ofenfexttg. Anieuer- boU, Sägcmebl zum Näuchcrn. 3. Wellhöser, Ncrnivr.2313 l7eD Nachruf. Mitten aus der Arbeit heraus und aus unermüdlichem Streben für die Bevölkerung und Mitglieder unserer Landwirtschaftlichen Buchstelle wurde uns unser Geschäftsführer und Buchstellenleiter Herr Gustav Lüddecke, Gießen am 20 Februar durch einen plötzlichen Tod entrissen. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen zielbewußten, charaktervollen, energischen Führer und einen treuen Berater. Als Mann gerechter Dinge und durch seine aufopfernde Tätigkeit für die Allgemeinheit, hat er sich einen Gedenkstein gesetzt im Gedächtnis derer, für die er tätig war. Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Landwirtschaftliche Buchstelle e. V. im Hessischen Bauernbund, Bezirk Grünberg. Die Beerdigung findet am Montag, dem 24. Februar, vormittags 11'/, Uhr, in Gießen auf dem Neuen Friedhof statt. Gestimmt und repariert wird Ihr Piano, Hügel oti. 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Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Athen. Februar 1930. .Großer Tag" in der Athener Bule! Auf dem Dach des Parlaments bauscht sich, träge flatternd im schweren, warmen Februar-Südwind die blau- weiße Flagge, aus der Treppe, die in den Lempelbau hinaufsührt, bilden Polizisten Spalier und in den angrenzenden Straßen und Gassen drängt sich neugierig und erwartungsvoll der .Demos", das Doll von Athen. Die sonst übliche feldmarschmäßige Infanteriekompanie fehlte diesmal — das untrügliche Zeichen, daß es heute im hohen Hause ausnahmsweise nicht um inner- poli tischen Zank, um Steuer- und andere Fragen geht, die sonst nach uralter, geheiligter Sitte eben dieser Demos zum Anlaß nimmt, um handgreiflich feine eigene, gegenteilige Meinung zum Ausdruck zu bringen. Dafür mustert heute die spalierbildende Masse .mit unverkennbar wohlwollender, säst zärtlicher Reugier die in ununterbrochener Kette vorfährenden Autos der Minister, der Abgeordneten, der fremden Diplomaten: denn heute ist ein historischer Tag, von heute ab beginnt ein neuer Abschnitt der griechischen Aachkriegsge- schichten Deniselos ist aus dem Haag zurück, um vor der Kammer und dem Senat seine .gigantischen Erfolge", die er drahtlich bereits in unverständlichen Umrissen ongedeutet, unmißverständlich und mündlich nochmals in allen Einzelheiten klorzulegen. Der immer wieder angekündigte Schuld ennachlaß soll scheinbar bod) Wahrheit werden. Der große, in Blau und Oold gehaltene Sitzungssaal, der mit seiner kanncllierten Decke das Innere eines Tempels vortäuscht, ist überfüllt. In den Logen auffallend viel Offiziere und einfache Soldaten, sehr viele Frauen und junge Mädchen. Die Abgeordneten nach Athener Sitte im Mantel, Hut und Spazierstock in der Hand füllen die wie in einem Physiksaal angeordneten, langsam nach rückwärts ansteigenden Sitze, deren jeder einzelne in Schnitt und Form an die steinernen Marmorsessel im Dionystheater am Fuße der Akropolis erinnert. In der vordersten Reihe barhäuptig die M i n i st e r, mitten unter ihnen ein kleiner Mann mit schneeweißem Spihbart und funkelnder goldener Brille, auf dem Kops eine schwarze Krimmermütze, die den französischen Feldmützen ähnelt... der Ministerpräsident Deniselos. Aus der Rostra geschäftige Bewegung. Der „Prohedros" ordnet seine Papiere, Parlamentsdiener kommen mit Zetteln und Meldungen, irgendwo taucht das charakteristische Gesicht des hier feit fast einem halben Jahrhundert tätigen deutschen Parlamentsstenographen auf, Rachzüg- ler drängen sich nach allen Seiten winkend auf ihre Plätze, Stühle klappen, Fützescharren, summendes Stimmengewirr... die Uhr gegenüber der Rostra zeigt halb fünf. Plötzlich flammt das elektrische Licht auf, Glockenzeichen des Präsidenten, ein paar einleitende Sätze: .Der Herr Ministerpräsident hat das Wort!" Mit raschen Schritten betritt Deniselos, die Rednertribüne, breitet seine Papiere aus, hüstelt ein paarmal, rückt nervös an seiner goldenen Brllle. .. wie eine zurückrauschende Woge ebbt das Flüstern ab, verliert sich in den äußersten Ecken des weiten Saales... irgendwo klappt noch einmal ein Sessel... Totenstille. Deniselos ist auffallend erregt- Er spricht außerordentlich schnell,. mit leiser Stimme, läuft dabei aufgeregt hin und her, fuchtelt mit ben Händen herum. Auf und ab wandernd, oft den Zuhörern den Rücken zudrehend, spricht der Ministerpräsident Monologe in irgendeine Ecke hinein, dreht sich dann plötzlich wieder um, wühlt wieder wortlos in seinen Papieren, nimmt die Mühe ab, wischt sich den Schweiß vorn kahlen Schädel,- beginnt von neuem mit seinen Wanderungen, und als nach einstündiger Redezeit der .Prohedros" die Sitzung für kurze Zeit unterbricht. hat Deniselos außer historischen Rückblicken, beginnend mit der Dorgeschichte des Weltkrieges, über Dersailles und die verschiedenen Konferenzen hinweg, bis zu den letzten entscheidenden Tagen vom Haag, nichts anderes festgestellt, als das .historische D e r d i e n st Griechenlands am Endsiege derAlli- ierten". ein Derdienst, das ausschließlich und allein der Ministerpräsident für sich und seine Kriegspolitik in Anspruch nimmt. Unter den Tribünenbesuchern greift eine leise Unruhe Platz, immer mehr Zeitungen werden raschelnd entfaltet, nur die Senatoren sitzen schweigend und unbeweglich auf ihren Platzen — musterhafte Disziplin, wie ich sie nur einmal noch In einem Balkanparlament erlebt habe. In Bukarest, damals als Ionel Dratianu noch lebte, jener Mann, der mit seltener Meisterschaft das parlamentarische Klavier beherrschte und mit dem der Ministerpräsident Deniselos — nicht nur äußerlich — sehr viel gemeinsam hat... Erst ün zweiten Teile seiner groß angelegten Rede kommt Deniselos auf das eigentliche Thema zu sprechen. »He Germania" ist das Leitmotiv, der rote Faden, der sich durch den unverständlichen Wust seiner verklausulierten Behauptungen und Dermutungen hindurchzieht .Deutschland hat... Deutschland wird ... Deutschland muß...“ und nun folgt ein Chaos von Zahlen: Pfunde, Dollar, Franken und Mark prasseln wie ein Hagelschauer auf die Zuhörer hernieder, immer aufgeregter fuchtelt der kleine Mann mit den Händen in der Luft herum, fast erinnert er an einen Jahrmarkts-Tausendkünstler, der die Goldstücke aus dem Richts herbeizaubert. Der frühere Innenminister Zavihianos unterbricht als erster den Redner. Don seinem Sih strickenden Liebenswürdigkeit: .Merne Herren! Deutschland hat uns bisher in bar und in Datura etwas über 3 7 Millionen Mark gezahlt" — wofür und warum, darüber geht der Ministerpräsident taktvoll hinweg — .auf Grund des Doungplanes wird es uns im Laufe der nächsten 59 Jahre weitere 500 Millionen G oldm a r k zahlen: dieser Betrag, vermehrt um die bulgarischen, tschechischen und ungarischen Reparationssumme reicht nicht nur aus, um alle unsere Schulden an die Entente abzudecken, sondern sichert dem Staate für die nächsten 36 Jahre eine jährliche Reineinnahme von 10 Millionen Goldmark, so daß als Liquidation des Kriege« für Griechenland ein Gesamtüberschuh von sechs und einer halben Milliarde Drachmen bleibt! Ein Erfolg, meine Herren, wie ihn vor sechs Monaten sich kein Mensch in seinen kühnsten Träumen hätte träumen lassen, ein Erfolg, der zum guten Teil .auch" meinen geschickten Mitarbeitern im Haag zu verdanken ist!" Im ersten Augenblick verblüfftes Schweigen, dann bricht ein Beifallssturm los, wie ihn die Bule wohl noch kaum erlebt hat. 6,5 Milliarde Drachmen Reingewinn!! Wer wagt da noch zu behaupten, der Weltkrieg sei für Griechenland ein schlechtes Geschäft gewesen? Sito Deniselos! Es lebe der Ministerpräsident! Don allen Seiten umdrängt und beglückwünscht verläßt der kleine Mann die Tribüne. In der Tat! Ein großer Tag! Ein großer Erfolg! Richt einmal Kondylis hat sich geregt! Auf Flügeln rast die Siegesbotschaft durch die Stadt, in allen Kaffeehäusern wird sie von den Athenern eifrig diskutiert, getreu den Worten des II r$- Frankreich versucht die Flottenkonferenz zu torpedieren^ aus stellt er eine kurze und sachlich« Frage. Es klingt beinahe wie eine kalte Dusche: .Herr Ministerpräsident, reichen diese Summen, diese Zahlen, die Sie uns eben genannt haben, auch aus, um restlos im Laufe der nächsten 62 Jahre alle unsere Schulden an d i e Entente abzudecken? Das ist das Wesentliche!" Deniselos fährt sich mit dem Finger durch den Kragen, rund um den Hals, holt einen Augenblick tief Luft und erklärt, weit über die Balustrade gelehnt, dem Interpellanten und damit dem hohen Hause unter Entfaltung seiner ganzen be- Apostel Paulus, der von den Athenern sagte, daß sie gewohnt seien, täglich etwas Reues zu hören und täglich etwas Reues zu erzählen... 6,5 Milliarde! An diesem Tage hat sich Athen sehr viel zu erzählen, so viel, daß sich Deniselos genötigt sieht, bereits nach 24 Stunden wieder die Rostra zu besteigen, um sich mit feinen .defaitistischen Kritikern" auseinanderzusehen. Denn innerhalb 24 Stunden hat sich die Lage von Grund auf geändert, an Stelle der Siegesstimmung hat d i e Ernüchterung Platz gegriffen, die Deniselos Herbst m Apulien. 13on Albert H. Rausch. ix. Monopol!. Aufbruch aus Bari morgens am neun. Ein großes Fafcistcnfest ist schon in vollem Gang. Aus allen Teilen Apuliens kommen die Gruppen des Fascio in der Hauptstadt zusammen, um die Ansprache des Pod.sta zu Horen. Aus den Straßen schallt Musik herauf, bricht sich bei plötzlicher Wende des Zuges im rechten Winkel und töm nach kurzer Zeit wieder auf. Die graugrüne Uniform mit den goldenen Tressen, der hellblauen Seidenschärpe und der schwarzen Mütze ist schön an jungen, schlanken Menschen Die! edle Köpfe sehen wir an diesem Sonntagmorgen, viele Stirnen, Sch.äsen, Augen, an deren Formung hellenisches und byzantinisches Blut mit- geholfen haben. Die Halle des Gasthoses ist so überfüllt von Herrey der hoh:n Behörden, daß wir fast Mühe haben, an unseren Wagen zu gelangen. Schließlich gelingt es. Auch unser Gepäck ist verstaut, und wir können, langsam und vorsichtig, die Fahrt durch die überfüllten Straßen beginnen Kein Mensch beachtet die Fremden. Hier hat sich seit dem Siege des Fascio ein Wandel in allen größeren Städten vollzogen, aber auch nut in ihnen Italien ist nur mit sich selbst bcschältigt Der Fremde zählt nur insoweit, als er dem umgcscha denen Staate nützlich ist- Aeußert er — aus Ueberzeugung — Zustimmung, ja Liebe zu der neuen Lage, so findet man das natürlich. Enthält er sich irgendeiner Meinung, wie es die mindeste Pflicht der Höflichkeit vorschreibt, so kann diese Zurückhaltung schon leicht als Mange! an Wohlwollen gedeutet werden. Und eben gerade in einer solchen Auffassung äußert sich die rührende und immer wieder bezaubernde Kindlichkeit dies s bezaub.r den Dol- kes Wir sprechen lange über all diese Dinge. Doch sind sie verflogen in dem Augenblick, als wir in der Stadt ankommen, die wir uns für diesen strahlenden Sommersonntag ausgesucht hoben, in Monopols, der weihen, der dreimal weihen, der Magnolienblüte an der apulischen Adriaküste Manche ziehen ihr das nahe Polig- nano vor, ich habe diese Dorliebe niemals teilen können. Wollte ich mir die Dision nordafrikani- scher Küstenstädte au! europäischer Erde g.ben. so kam ich hierher Und wurde niemals enttäuscht ja sogar verzaubert bis zum Vergessen des Erdteiles, in dem ich in Wirklichkeit noch war. Es kann einem in Monopols leicht geschehen, dah sreundliche und auf ihre Stadt stolze Bürger. I die man um eine Auskunft bittet, den Führer machen. Das ist niemals ein Gewinn, so gut es auch gemeint sei. Man wird einen Dorwand suchen, dieser Führung zu entrinnen und sich allein auf die Wanderung begeben. Man wird sich von nichts anderem leiten lassen, als dem. was gerade lockt, wie der Blick es ersaht.. Man wird nichts anderes unternehmen, als diese Wanderung in Weih unter dem Lasur des Him- mels, über dem Lasur des Meeres Man sah. wie die Bucht verläuft, an deren Rund sich die Stadt anschmiegt, also weih man auch, wie die Stadt - rneerwärts - gelagert und in ihren Gassen geschichtet ist. Der höher gelegene Teil, der sich nach den Geleisen der Küstenbahn empor- zieht, hat breite Strahen mit sehr niedrigen, weihen, manchmal blaßblauen oder blauroten Säufern. Hier und da schwankt ein Palmenwipsel über flachem Dach Die Schlagschatten aus den Wänden sind tief und dicht violetter Samt. Diese Straßen verlaufen in einem Weißen. Unendlichen. Weht nur ein wenig Wind, so verhüllt ein ruhlos tanzender, dünner Kalkstaubwirbel die Stollen, wo die letzten Häuser der Luft den Zutritt von allen Seiten freigeben. Oft scheint es, als ob ein Wagen nahe oder davoneile: aber es naht sich niemals ein Wagen . Rur der Wind treibt fein Spiel mit der ausgeglühten Erde und läßt die unaufhörlich bröckelnde erst ruhen, wenn er selbst in ferner Meeresdämmerung schlafen ging.. Eine gewaltige Piazza hat diese obere Stadt... Als ob hier alle Abende, um die Stunde des Angelus, viele Tausende von Männern nach getaner Arbeit Raum finden müßten für das ordnende und überschauende Gespräch Run, in der heißen, schattenlosen Sonntagfrühe ist er ganz leer. Brennender Flugsand hebt sich im kaum zu spürenden Hauch der süd- lichen Lüste, will weiter in die Bläue hinauf, hat die Kraft nicht mehr, sinkt zum Boden zurück, fortrieselnd, bis ihn ein neuer Atemzug des Aethers abermals aufnimmt und zu neuem Anlauf treibt, aber nun schon ferner, dort unten, der Häuserfront entgegen. Wie in das Innere, Kühle eines Sommerhauses, mit tiefgesenkten Läden trittst du ein. sobald du diesen großen Platz hinter dir ließest und nun eine der schatten- vollen Straßen gegen das Meer hinabschreitest So legt sich auch die Kühle (die warme Kühle nach dem Brand- auf deine Schultern, wenn du in Tunis oder Tripolis, in Sousa oder Kai- rouan in die Souks. in die Basare einbiegst. Wer hier, in den Seevierteln von Monopoli. ist alles Leben tot am Sonntag, der noch dazu ein Dolksfeiertag ist. Rur das Licht lebt, und seine Schatten leben — und manchmal, in ihrem Doppelspiel, ein Feigenbaum, über den Rand eines weihen Würfels geneigt, in seinem unerschütterlichen Grün, oder ein Granatapfelbaum mit ziegelroten B üten. aus einem Binrenhos her- voricuchtend, oder ein paar blaue Winden mit roten Zungen, über einem getünchten Torbogen nieder hängend. Und schliehlich lebt, am Ende dieses Gassen- und Hosgewirrs, durch das du hin- und wiederschlenderst, das Meer .das plötzlich da ist, und allen Traum von Weih und Weih in seiner Bläue-ohne-Mah verschluckt... Aber du brauchst ihm nur den Rücken zuzuwenden: und du hast, gegen einen feindliche, blahgelben Glockenturm - den einzigen R.b.llen in diesem All von Weiß zusammengeschlossen, wieder die große, offene, betörende Magnolienblume, um die dich das Meer betrügen wollte. Rimm seitliche Stellung und du hast beide in deinem Auge, beide in deinem Blut. Sie sind ein Eines. Run spürst du es in deinem Blick selbst. Sie sind die flammende, verz.hrende Doppelblume Apuliens. die sich in deine fernsten Träume neigen wird. Gefährliche Maskenfreiheit. Don Max Sidow. Wie Politik oft nur einem tollen Mummenschanz gleicht, so muh sich anderseits groheStaats- kunst selbst eines Fastnachtstreibens zu bedienen wissen, um die Maske des Gegners auf kluge Weise zu entlarven. Das bewies Georg !., als er, großmütig aus Politik, ein unbedachtes Wort lächelnd verzieh und gleichzeitig mit einer schlagfertigen Antwort sich Beifall und Freude selbst aus den Reihen feiner Feinde erwarb. Als er, der erste englische König aus dem Hause Hannover, kaum den britischen Thron bestiegen hatte, mußte er den Aufstand der Jakobiten unterdrücken, die den rechtmäßigen Kronprätendenten Jakob III. zurückgerufen und zum König proklamiert hatten. Georg siegte: der Prätendent floh nach Frankreich, die Vornehmsten seiner Freunde und Parteigänger wurden gefangengeseht, und vier von ihnen dem Henker überliefert. Obwohl der Aufstand nun niedergeschlagen und die Hoffnung der Jakobiten vernichtet war, gab es doch in allen Provinzen des Reichs und selbst in der Hauptstadt noch Leute genug, die. mit den gegebenen Verhältnissen unzufrieden, dem vertriebenen Prinzen die Treue bewahrten. Roch war das Blut der Hingerichteten Verschwörer kaum verraucht, als man in London ein großes, glänzendes Maskenfest veranstaltete, zu dem auch der Hof erschien. Georg, der einen Domino trug, wie es deren Hunderte im Saale gab, wäre in seiner Verkleidung kaum erkannt worden, wenn nicht der Respekt, mit dem (eine Begleiter ihn umgaben, den König in der unscheinbaren Maske vielen verraten hätte. Wie immer in unruhigen Zeiten, in denen die politische Meinung und Widermeinung sich schroff und gewalttätig begegnen, überstieg auch damals, im England von 1716, die Lust an sorglosen Vergnügungen und prunkvollen Festlichkeiten alles Maß. In den von vielen Kerzen strahlend erhellten Räumen, an den mit tausend Leckereien und köstlichen Weinen überladenen Tischen, im bunten Tanz der Masken drängten und mischten sich Jakobiten und Anhänger des Königs, Hofleute, Kaufherren und schöne Frauen. Die Politik schien vergessen, Maekensreiheit war proklamiert, der Strudel von Lust und Freude zog alle in seinen erregenden Rausch. Run geschah es bei diesem Fest, daß der König an einer Colombine Gefallen fand, die ihn nicht erkannt hatte, und von der auch er nichts anderes wußte, als daß sie mit einer prachtvollen Gestalt einen lebhaften Geist vereinte und zugleich, wenn die neidische Larve nicht trog, ausnehmend schön sein muhte. Georg tanzte mit ihr, und als die ilnbefannte, durstig und ein wenig müde, am Schanktisch einige Erfrischungen zu sich nehmen wollte, begleitete er sie und füllte höflich zwei Gläser mit goldigstem Wein. Während er aber den Kelch hob, um ihn auf das Wohl feiner Tänzerin zu leeren, kam sie ihm zuvor und sagte, indem sie Georg auf eine heimlich-vertrauliche Weise ansah: »Maske, trinken wir auf die'Gesundheit des Prätendenten!" Der König schw«nkte lächelnd sein Glas, dah es klingend ans andere schwang, und, Blick und Trink, pruch erwidernd, rief er laut und ohne das Zögern der lleberraschung: „Ich trinke von ganzem Herren auf das Wohl aller unglücklichen Prinzen I ilnö damit leerte er den Kelch, wobei er freilich sich abwandte, um nicht, während er zum Trinken die Larve lüftete, von der unvorsichtigen Colombine erkannt zu werden. Da aber in diesem Augenblick viele das Paar umdrängten, die den König erkannt und nun auch seine Erwiderung auf den Toast der Dame verstanden hatten, wurde diese Antwort, die sich zudem mit erstaunlicher Schnelligkeit rings verbreitete, von allen Seiten lebhaft beklatscht. Man bewunderte die Geistesgegenwart Georgs ebensosehr, wie man seine Güte rühmte: und während die schöne Colombine längst im Maskerrtrubel untergetaucht war, feierte man den klugen König noch immer mit lautem Beifall. jetzt mit der ganzen Leidenschaft, dem ganzen Temperament eines Mannes, der um feine Stellung ringt, zu zerstreuen sich bemüht. Ader die an den Haaren herangezogenen Gegenargumente vermögen das über Rächt emporgeloderte Mißtrauen, die quälenden Zweifel nicht zu beseitigen, vor allem nicht über die Tatsache hinwegzutäuschen, daß die Großmächte sich den Löwenanteil der deutschen Zahlungen sicherten, die Regelung der Ostrevaratio- nen aber, großmütig den Oststaaten, und damit Griechenland die „faulsten Zahler", die Ungarn, die Tschechen, die Bulgaren ... überließen. „Wir haben kein Heer, keine Flotte, keine Möglichkeiten der Sanktionen, wie toolcn wir die Ungarn, die Bulgaren zum Zahle., zwingen, wenn sie heute, morgen, in drei oder fünf Zähren zu zahlen sich weigern? Wie wird die Lage in zehn, in zwanzig Zähren fein?" klagt die kritische Opposition. Reniselos weih darauf nichts anderes zu erwidern, als in den herrlichsten Farben ein Bild der „stürmischen wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung" Lieser drei Staaten zu zeichnen , und an den Geist der Verständigung, an den Geist des neuen Europas zu appellieren. (Spottet seiner selbst---) „3n drei Jahren sind die Ungarn und Bulgaren so reich, daß die Reparationsfrage für sie eine quantite negligeable ist.. Betretenes Schweigen im ganzen Hause. „Auf alle Fälle, meine Herren, Deutschland bleibt Deutschland, Deutschland zahlt, wie es auch kommen magI Die 530 Millionen Deutschlands sind uns sicher; im allerschlimmsten Falle deckt dieser Betrag ohne Ueberschuh unsere Schulden an die Entente." Reue bange Frage: „Und wenn Deutschland nun nicht zahlt, hat sich ter Herr Ministerpräsident wenigstens das Recht der Sanktionen gewahrt?" „Rein, aus gewissen Gründen nicht, dieses Recht hat sich Frankreich Vorbehalten, dieses Sanktionsrecht hat Deutschland anerkannt," (so wörtlich!), „ich, ich vertraue auf den guten Willen Deutschlands, sein Unrecht wieder gut zu machen und auf den Geist des neuen Europa." (Rach- barin, Euer Fläschchen!) Das Schweigen wird immer lähmender, die ftorenben Gegenfragen wollen hin Ende nehmen: „Wenn wir tatsächlich infolge der Haager Abmachungen mit einem Gesamtüberschuh von 6,5 Milliarde Drachmen zu rechnen haben, wie gedenken Sie, H:rr Ministerpräsident, diesen Betrag zum Wohle des Landes und zur Behebung der derzeitigen, immer unerträglicher werdenden wirtschaftlichen Krise zu verwenden?" Beniselos nimmt seine Mühe ab und wischt sich den Schweiß vom Schädel: „Meine Herren, Sie müssen bedenken, daß wir diesen Betrag in jährlichen Raten bekommen, die sich durchschnittlich auf 500 000 Pfund belaufen... ein Tropfen auf den heißen Stein... ein Richts? Don Steuererleichterung kann also keine Rede fein. Blicken Sie auf Europa: 1,5 Million Arbeitslose in England, Wirtschaftskrachs von ungeahntem Ausmaße in Amerika, zwei Millionen Arbeitslose in Deutschland, wo es überdies täglich neue kommunistische Krawalle gibt, wir alle find krank! Deswegen muß die heutige Generation in allen Ländern alle Lasten tragen... arbeiten! ... nicht verzweifeln...! Sehen Sie auf Frankreich: was war es, als 1926 das Pfund auf 260 stand, was ist es heute?... Unter meiner Führung wird Griechenland den gleichen Weg gehen... Aushalten!... Dertrauen!... Durch- haltenk... Deutschland wird und muß zahlen... fünfhundert Goldmillionen!... Deutschland ist reich... Deutschland arbeitet ... Deutschland steht zu feinem Wort... die französischen Sanktionen stehen nicht auf dem Papier.. Frankreich, das edelmütige Frankreich, an dem Griechenland immer 'einen Halt gefun-- den..." — beinahe mitleiderregend wirkt der Ministerpräsident. Wie ein Ertrinkender, der sich an einen Strohhalm klammert. — Sie blonde Sklavin. Roman von Hermann Weick. 13 Fortsetzung. Nawdruck verboten Eine schwere, krankhafte Apathie nahm von Eva Witte Besitz. Stundenlang sah sie in ihrem Zimmer, trüben, qualvollen Gedanken hingegeben, die ihr ganzes Wcsen verdüsterten. Sie hatte nicht mehr die Kraft zu-einem Entschluß, Willenlos lieh sie sich treiben, von einem Tag zum andern. Was hätte sie auch beginnen fo.len?... Sie war ja eine Gefangene, war machtlos gegen den Mann, der sie in seiner Ge- wa t hatte. Ho.necker ging an ihr vorbei, als sehe er sie nicht. Rur selten sprach er ein Wort mit >jhr. Es schien, als sei feine wilde, verzehrende Leidenschaft für sie abgestorben, und nur noch Hah und Zerstörungswille lebten in ihm. Aber manchmal, wenn er sich unbeobachtet wuhte, jagten feine Bücke in sinnloser Gier über sie hin. Eines Tages befahl er Eva, sich für den Abend bereit zu halten, da er mit ihr ausgehen wolle. Eva machte Einwendungen, sagte, dah sie sich krank fühle; aber er bestand auf seinem Entschluh. Don da ab waren sie beinahe täglich außer dem Hause. Honnecker besuchte mit ihr nacheinander die Restaurants und sonstigen Lokale, in denen sich die elegante Welt traf. Er ging mit ihr in Theater, zu den Rennen. Dvn ehret Veranstaltung schleppte er sie zur andern. Eva ahnte, daß Honnecker einen ganz bestimmten Plan verfolge; aber sie war zu schwach und willenlos geworden, um sich weiter Gedanken darüber zu machen oder sich-gegen dieses Treiben, das sie vollends zerrieb, aufzulehnen. XIV. Es war heute das fünfte Mal, daß Felix Schulhofs wartete. Täglich stand er um dieselbe Stunde vor dem Zoologischen Garten. Droben bornierten die Züge in die Bahnhofshalle ein; in unablässiger Folge kamen und gingen die Menschen. Autos jagten heran,, andere fuhren eilends davon. Der Bahn- hofsplah war erfüllt von dem brausenden Lärm pes Verkehrs. Lauter aber noch war die Unruhe in Felix Schulhoff. 3n fieberhafter Spannung suchte er den Platz ab, immer wieder wähnte er, Eva Witte auf tauchen $u sehen. Aber es war Täuschung. Schulhofs stand vor einem Rätsel. Eva hatte doch neulich, an jenem wundersamen, unvergeßlichen Tage, als sie sich ihre Liebe bekannten, Fahrplanverbefferungen auf der Strecke Gießen-Haiger. Am Donnerstag fand in H e r b o r n eine Fahrplanbesprechung statt, bei der d.e beteiligten Reichsbahndirektionen Frankfurt a. M. und Elberfeld, die Handelskammern Siegen, Dillenburg, Wetzlar, die Verkehrsoereine Gießen, Wetzlar, Herborn und die besonders interessierten Gemeinden der Haupt- und Anschlußstrecken vertreten waren. Zur Beratung stand in erster Linie die Verbesserung des Fahrplans der Strecke Gießen — Haiger, Betzdorf —Siegen, sowie der Seitenstrecken. Trotz der höchst ungünstigen Verhältnisse konnten von dem im großen Umfange üorgetragenen Fahrptanwünscyen eurige erfüllt werden; andere muhten dagegen auf eine spätere Zeit zurückgestellt werden. H. a. wird auf die Hauptstrecke Gießen — Siegen zur Ausfüllung der Zugpausen ein neues Zugpaar eingelegt, und zwar in der Richtung Gießen—Siegen ein Zug, der in Gie - Öen um 10,20 Uhr abfährt. Ankunft in Siegen 12,0? Ahr. Dieser Zug nimmt in Gießen den Anschluß von dem in Frankfurt (Main) um 8,50 Ahr abfahrenden beschleunigten Pe-sonenzug 769 auf. Zn Siegen hat der neu ci.igelegte Zug (Ankunft 12,07 Ahr) Anschluß nao> Hagen, Betzdorf und Köln. Der Gegenzug (Siegen—Gießen) fährt in Siegen um 19,12 Ahr ab und trifft um 21,10 Ahr in Gießen ein. Dieser Zug nimmt in Siegen den Anschluß aus Richtung Hagen auf und hat in Gießen Anschluß in Richtung Frankfurt (Main) und Kassel. Zur Verbesserung der Vormittagsverbindungen auf der Strecke Herborn — Westerburg ist ein neues Zugpaar in den Sommermonaten zwischen Herborn und Westerburg vorgesehen, das im Anschluß an den neu eingelegten Perfonenzug auf ter Hauptstrecke eine gute Verbindung darstellt. Für den neueingelegten Zug ist folgender Fahrplan vorgesehen: Westerburg ab 9,14, Herborn an 11,08, Herborn ab 11,18, Westerburg an 13,09. ' Ferner soll eine neue Verbindung Siegen big Frankfurt durch den Zusammenschluß des in Siegen um 17,27 Ahr abfahrenden Personenzuges 1874 mit dem Personenzug 1632 (Haiger ab 18,08) in Dillenburg hergestellt werten. In Gießen besteht Anschluß in Richtung Frankfurt (Main). Zur Belebung des Geschaftsverkehres auf der Strecke Riederwalgern —Herborn sollen die Personenzüge 3374 (Riederwalgern ab 9,24) und 3383 (Riederwalgern an 12,53) bis und ab Hartenrod versuchsweise durchgeführt werden. Die Fahrpläne unterliegen noch der genauen Durcharbeitung. Es können sich daher die angegebenen Abfahrt- und Ankunftszeiten noch geringfügig ändern. Gedämpft klingt der pflichtgemäß gespendete Beifall der Senatoren, schnell, fast zu schnell leert sich diesmal der Saal... Draußen weht schwer und schwül, bedrückend der warme südliche Wind, jener das Atmen erschwerende Tauwind. Vom Dach der Dulä flattern mit trägem Flügelschlag ein paar krächzende Raben auf... ein Symbol — Anrecht Gut gedeihet nicht! Oberhessen. Kreis Büdingen. △ Ridda, 20. Febr. Der Gemeinderat setzte in seiner heutigen Sitzung den Termin für die Bürgermeister-Stichwahl auf den 2. März fest. * Ober-Widdersheim, 20. Febr. Die hiesige Bierbrauerei von Otto Weis ging ohne das Gasthaus in den Besitz der Brauerei Zhring-Melchior,. K.-G., Lich, über. S Ortenberg, 18. Febr. Der Bezirkslehrerverein Ortenberg hielt dieser Tage hier eine Konferenz ab. Zunächst hielt Lehrer Reiber t (Bergheim) einen Vortraa •über das Thema „Die Seele des Erziehers", der allgemein lebhafte Anerkennung fand. Weiter wurde eine Entschließung gegen den geplanten Abbau an der Volksschule gefaßt, die zur weiteren Veranlassung dem Vorstand des Hessischen Landeslehrervereins übermittelt wurde. Zn dem kleinen Bezirksverein Ortenberg allein sind vier einklassige Schulen, in denen die Schülerzahl im nächsten Jahre auf 70, 80 und sogar auf 100 Kinder ansteigen wird. Man wirft hier die Frage auf, ob in diesen Orten nicht sogar die Anstellung eines zweiten Lehrers erforderlich sei. Kreis Schotten. □ Laub ach, 20. Febr. Gestern abend fand im „Schützenhof" bei zahlreicher Beteiligung eine außerordentliche Generalversammlung der „Ausfchußgesellschaft" unter dem Vorsitz des Hauptmanns Karl P i h statt. Zunächst wurde über die Verlegung des diesjährigen Ausschuhfestes verbandelt. Wie bereits berichtet, würde der alljährlich am zweiten Sonntag im 3uni stattfindende „Ausschuß" in diesem Jahre mit Pfingsten zusammenfallen, ein Fall, der 1886 zum letzten Male vorgelommen ist. Rach längeren Ausführungen touwe einstimmig beschlossen, das Fest um eine Woche zu verlegen, so dah es in der Zeit vom 15. bis 1 7. 3 u n i in althergebrachter We.se gefeiert wird. Gleichzeitig wurde der Wunsch ausgesprochen, den seit drei 3ahren hier eingeführten Prämiierungsmarkt auch in diesem 3ahre wieder stattfinden zu lassen und deshalb bei dem Gemeinderat, der in seiner letzten Sitzung die Abhaltung des Marktes für dieses Zahr abgelebt hat, nochmals vorstellig zu werden. Zum Schlüsse wurde die Reuanschaffung eines Tanzbodens beschlossen. Der von Fachleuten aufgestellte Voranschlag beläuft sich auf etwa 850 Mark. Von der Stadt ist zu diesem Zwecke bereits ein Betrag von 150 Mark bewilligt worden. cp Gedern, 19. Febr. 3m Gemeindesaal der Kirche trat gestern die K ir ch e n ge m e in d e- Vertretung zu ihrer ersten diesjährigen Sitzung zusammen. Es erfolgte zunächst die Beratung des Voranschlags für das Rechnungsjahr 1930. Der vom Kirchenvorstand bereits durchberatene und mit äußerster Sparsamkeit auf- gestellte Voranschlag, der im 1. Teil (Kirchenfonds) mit 4306,33 Mark in Einnahme und Ausgabe und im 2. Teil (Pfarrbesoldungsfonds) mit 1849,07 Mark in Einnahme und Ausgabe abschlieht, wurde einstimmig angenommen. Sodann nahm die Versammlung den Bericht des Kirchenvorstands über den religiös-sittlichen Zustand der Gemeinde Gedern im 3ahre 1929 entgegen, woran sich eine längere Aussprache an- schloh V Gedern, 19. Febr. Der Pferdeversicherungsverein Gedern hielt dieser Tage unter Leitung des 1. Vorsitzenden, Landwirt Karl Franz IIL, seine diesjährige Generalversammlung ab. Aus dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden konnte man entnehmen, dah die Mitgliederzahl des Vereins auf 274 angewachsen ist und 385 Pferde mit versprochen, den nächsten Rachmittag wieder mit ihm zu verbringen. Warum kam sie nicht?... Warum gab sie ihm keine Rachricht?... Zn den letzten Tagen hatte er kaum einmal sein Bureau verlassen. Zmmer hatte er gehofft, daß Eva ihn anrufen und ihm die Gründe ihres Ausbleibens mitteilen würde. Sein Warten war vergeblich gewesen. Cs war, als sei Eva vom Erdboden verschwunden. Sorge um Eva erfüllte ihn und wuchs mit jeder neuen Stunde. War Eva krank geworden? ... Oder... hatte ein anderes Hindernis sich ihrem Kommen entgegengeftellt? Dann hätte sie ihn sicher verständigt. Zmmer wieder tauchte in diesen Tagen des bangen, sehnsüchtigen Wartens jene Stunde vor Schulhofs auf, als er Eva gebeten hatte, ihm von ihrem Leben zu erzählen. Warum hatte sie damals feinen Wunsch nicht erfüllt? ... Warum in dieser seltsam angstvollen Weise ihn auf später vertröstet? ... Bestand hier ein Geheimnis... ein Geheimnis, das über Evas Leben lastete... und das sie ihm verbergen wollte?... War dieses Geheimnisvolle auch die Arsache ihres Fernbleibens... ihres völligen Schweigens? ... Schulhofs wußte sich keinen Rat mehr. Die Sehnsucht nach der fernen Geliebten lohte flammengleich in ihm. Dann wieder nahten Zweifel, dunkle, lastende Zweifel, die ihm fast den Verstand raubten. Aus einer Stimmung stürzte er in die andere. Verzweifelt klammerte er sich an die Hoffnung, Eva doch bald wiederzusehen. Aber diese Hoffnung wurde geringer mit jedem neuen Tag. — Am feinen qualvollen Gedanken zu entfliehen, ging Felix Schulhofs eines Abends ins Theater. Als et bei der Städtischen Oper ankam, betraten gerade die letzten Besucher das Gebäude. Der Zuschauerraum war schon dunkel, und Schul- hoss hatte Mühe, seinen Platz zu finden. Gleich darauf jagte die Einleitungsmusik der „Walküre" dahin. Teilnahmslos saß Schulhofs da. Auch als nachher der Vorhang sich hob und das Spiel auf der Bühne begann, regte sich kein Interesse in ihm. Die Stimmen der Sänger, das Spiel des Orchesters wehten an ihm vorüber. Fern, wesenlos erschien ihm alles. Die vielen Menschen, die um ihn herum saßen, bedrückten ihn. Ich hätte nicht hierher gehen sollen! dachte er. Was gehen mich die Leute an, die dort oben fingen und spielen!... Er schloß die Augen, um nichts mehr zu sehen. Aber nach einer Welle floh eine seltsam heiße Erregung über ihn hin. Er wollte dieses Reue von sich abschütteln, aber es lieh ihn nicht los. Mit starren Bsicken sah er zur Bühne hinauf. Sah Siegmund und Sieglinde beisammen, Rächt war um sie, aber ihre Liebe leuchtete Heller als der Tag. Sehnsucht, die aus den Klängen des Orchesters klagte und jauchzte. Sehnsucht, die Erfüllung finden mußte... Schulhofs zitterte am ganzen Körper. Die brünstige Musik brannte ihm im Blut. Seine Liebe schrie verzweifelt. Warum kam Eva nicht zu ihm?... Mußte sie nicht alle Hindernisse überwinden und den Weg zu ihm finden... so wie jene Frau auf der Bühne, die allen Gefahren trotzte und dem Manne, den sie liebte, zu dem sie gehörte, folgte?... Wie in einem Taumel verließ Schulhofs, als der erste Akt zu Ende war, den Zuschauerraum. Er ließ sich von der Wenschenwoge, in deren Mitte er sich besand, treiben. Run stand er im Foyer. Vielstimmiges Gerede erfüllte den weiten Raum. Langsam, plaudernd promenierten die Zuschauer an ihm vorüber. Mit leeren Blicken sah Schulhofs über sie ihn. Da war ihm, als fahre ein Blitz vor ihm nieder. Eine Dame und ein Herr erschienen in seiner Nähe. Eva!... wollte Schulhofs schreien. Run erblickte ihn die Dame. Mit Welten, entsetzten Augen sah sie ihn an. Sie machte eine Bewegung des Schreckens, ihr Gesicht wurde todesblah. Dann ging sie, die Blicke zu Boden gerichtet, an ihm vorbei, als kenne sie ihn nicht. * * * Peter Honn-ckers scharfen, mißtrauischen Augen entging es nicht, daß Eva Witte plötzlich zusam- menfuhr. Er sah ihr verstörtes Gesicht, er folgte ihren Blicken und gewahrte in der Rähe einen Herrn, der Eva wie ein Gespenst betrachtete. Er ist es! dachte Honnecker. Wie mit Flammenmalen brannte sich das Aussehen des Mannes in sein Gedächtnis. Gewaltsam zwang er sich zur Ruhe. Er tat, als habe er den Zwischenfall nicht bemerkt, und ging mit gleichgültiger Miene neben Eva her. Als sie am anderen Ende des Foyers ankamen, sagte Eva Witte: „Ich möchte wieder in die Loge gehen... ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen und ertrage die vielen Menschen hier nicht..." Ihre Augen hingen in verzweifelter Angst an Honneckers Zügen. Aber da zeigte sich nichts, was darauf deutete, dah er ihr Erschrecken vorhin bemerkt hatte. einem Dersicherungskapital von 281 500 Mark versichert sind. 3m Laufe des Geschäftsjahres 1929 wurden an zwölf Mitglieder als EntschÄi« gung für gefallene oder unbrauchbar gewordene Tiere 6135 Mark ausgezahlt, außerdem wurden aus dem 3ahre 1928 an Entschädigungen noch 2250 Mark auf das 3ahr 1929 übernommen. Die Satzung des Vereins wurde im Aprll 1929 von der Aufsichtsbehörde genehmigt. Rach Genehmigung des Tätigkeitsberichtes erstattete der Rechner Karl Franz IV. die Rcchnungsablage. Der Abschluß ergab ein Guthaben, einschließlich der rückständigen Prämien, von 2714.05 Mk. Dem Rechner wurde mit Dankesworten Entlastung erteilt. Rachdem man auch dem Gesamtvorstand für seine Mühewaltung im verflossenen 3afjre gedankt hatte, wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt; er besteht aus Karl Franz III. als 1. Vorsitzenden, Gustav Seibel als 2. Vorsitzenden, Karl Franz IV. als Rechner, Richard Reichert als Schriftführer und Dr. K r i m - m e l als Beisitzer. 3n den erweiterten Vorstand wurden der Land- und Gastwirt Gustav Seipel und Karl Müller IV. w'edergewähK Hierauf sprach der 1. Vorsitzende über die oberhessische Diehverslcherung. Anschließend beschloß die Versammlung einstimmig, ein Ersuchen der Ober- hessischen Viehversichcrunqsgescllschaft auf Heber» nähme des Pferdeversicherungsvereins Gedem abzulehnen. Zum Schlüsse beschäftigte man sich mit einer Reihe weiterer, mehr interner Angelegenheiten. — De Lehrerschaft desDe » zirks Gedern hielt hier eine Konferenz ab, in der Lehrer Sauer (Ober-Lais) einen Vortrag über „Rundfunk und Landschulhaus' hielt. An den interessanten Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. — Der Gesangverein „Liede r k r a n z" veranstaltete am Sonntagabend im Bergwirtshaus einen Liederabend, bei dem Männerchöre mit gemischten Chören eines Quartetts in glücklicher Folge wechselten und sämtlich in mustergültiger Weise zum Vortrag kamen. Der künstlerische Erfolg des Abends ist in der Hauptsache dem bewährten Dirigenten Lehrer Riedel zuzuschreiben, der den Sängerchor mit feinstem musikalischen Verständnis führt. Sämtliche Darbietungen fanden recht lebhaften Beifall. Den Ausgang des Abends bildete ein Tanzvergnügen- Kreis Lauterbach. £ Lauterbach, 20. Febr. Der hiesige Verein ehemaliger 116er hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende war in der Lage, in seinem Jahresbericht den Mitgliedern eine günstige Entwicklung des Vereins im verflossenen Geschäftsjahre berichten zu können. Die Migliederzahl beläuft sich zur Zeit auf 135. Aus dem Bericht des Dereinsrechners war zu entnehmen, daß die Kasse am Schlüsse des Rechnungsjahres einen Bestand von rund 910 Mark aufzuweisen hatte, obwohl der Verein im verflossenen Jahre eine Anzahl bedürftiger Mitglieder unterstützte. Dem Rechner wurde Enllastung erteilt. Die Versammlung ermächtigte den Vorstand, künftighin bei schriftlichen Gesuchen im Bedürftigkeitsfalle Beihilfen bis zu 20 Mark zu gewähren, jedoch besteht kein Rechtsanspruch hierauf. Auf dem diesjährigen 116er» Verbandstag in Gießen soll der Antrag gestellt werden, den Verbandstag im Jahre 19 31 in Lauterbach abzuhalten, da 1931 die hiesige 116er-Vereinigung auf ihr lOjähriges Bestehen zurückblicken kann. Man beabsichtigt weiter, in diesem Jahre wiederum ein Militärkonzert zu veranstalten, wofür man auch die Mitglieder des Alsfelder Vereins gewinnen will. Del der Dor- standswahl wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. Lauterbach, 21.Febr. Der Männergesangverein ^Liederkranz" hielt am Mittwochabend seine Frühjahrsgeneral» Versammlung ab. Rach dem Geschäftsbericht hat sich der Verein auch im verflossenen Jahre sehr gut auswärts entwickelt. Der Kassenbericht zeigte einen Vermögensbestand von „Wie du willst", antwortete Honnecker und folgte ihr in die Loge. Sie konnte es kaum erwarten, bis der Zu^ schauerraum wieder verdunkelt wurde. Zu Ende war sie mit ihrer Kraft. Keine Sekunde länger hätte sie ihre maßlose Erregung vor Honnecker verbergen können. Felix war im Theater!... Er hatte sie gesehen... nie würde sie den Ausdruck des Entsetzens in seinem Gesicht vergessen, als er sie in Honneckers Gesellschaft erblickt hatte!... Was mochte er von ihr denken?... Derzweiflungsschreie wollten ihr von den Lippen brechen. 3hr Körper bebte in Fieberschauern. Sie meinte, sie müsse aufsvringen und zu Felix eilen, um ihm alles zu erklären... Mußte er sie jetzt nicht verachten?... sie hassen?... Ein neuer Gedanke nahm ihr den Atem. Wenn Felix sie in der nächsten Pause suchte, vielleicht in ihre Loge kam, um Aufllärung von ihr zu fordern... , , , , Dann erfuhr Honnecker, wer sein Rivale war ... dann wurde auch Felix mit ins Unglück hineingerissen... _ Zäh erhob sich Eva und versieh die Loge. Honnecker kam hinter ihr drein. „Was ist los?" fragte er barsch. Eva schlugen die Zähne aufeinander. Sie konnte kaum mehr sprechen. „3ch muh nach Hause", stammelte sie. „Mir ist ganz elend ..." Honnecker wuhte, was in ihr vorging. „Ich werde die Mäntel holen." In einem Mietauto fuhren sie nach dem Grünewald hinaus. Honnecker sagte, als sie vor seinem Hause an» kamen: „Ich fahre nochmals zur Stadt. Ich wollte mit dir nach der Vorstellung zu Adlon gehen, wo ein Geschäftsfreund mich erwartet. Run muh ich eben allein gehen." Er wartete, bis Eva im Hause war, und schloß selbst das Tor zu. Dann blickte er auf die Uhr. Es mußte reichen! ... Er mußte bis zur zweiten Pause wieder im Theater sein! „Wohin soll ich fahren?" fragte der Chauffeur, als Honnecker wieder zum Wagen kam. „Zur Städtischen Oper zurück! Aber so schnell wie möglich! Sie bekommen zwanzig Mark extra, wenn Sie bis halb zehn Uhr dort sind!" „Wird gemacht, Herr!" Sie kamen gerade an, als die Pause begann. Honnecker gab seine Garderobe ab und eilte ins Foyer. Durch eine Säule gedeckt, beobachtete er die Leute, die im Saal promenierten. Endlich tauchte auch der Erwartete auf. (Fortsetzung folgt.) Wt Ober. Heber- ui ©tim l,e man sich 1 «niet K- tdez-tze. onferenj q5 einen 2vr- ls'hielt. An ? eine rege ein „Lie« agabend im dein Mn. 1 Quartetts sämtlich in tarnen. Der bet tzaupt« n siedel mit frinfkm nitliche 5at. beifall. Den nMgnügem liefiße 8er« r Tage [eine Sorfißenbe i)t ben Sm» Vereins im können. Die i 135. Aus i entnehmen, rnunMhte; Qu|juraei(en ’n Iahte eine cstühte. Dem Versammlung >ei schrisllichen hilsen bis zu I kein Rechts- gen 116er- »r Antrag ge- im Jahre , da 1931 die Whriges Be- id'hqf weiter, 'ärgert $u ifglieber bis ei bet W standsmMe- : Männer- .z" hielt an sgeneral« m GelchW- t verilollenen , D:r Kaisen- bestand von jonnedet und bis der Zu- -de. Zu Ende rkundc länger ,or Honneaer d die iet« te g^Ichädi. A^otbene em tvurd-„ Aen n^ Ämen. ^derAech. "fljablage '"schlieL Alastung Qahre Unstimmig m Uk ?2.>, ■’ ^charö ^rim. Jotjlanb Ä Vel irde sie den Gesicht ver- esellschast er- S-S die bacht-te er iete au!- von den Möchauem und zu W a^tent- « Na»-, ... Taufe s^te, FälUNg von. Iivale war ins Unglück h die Loge. eT. Sie konnte t lie. M «st erging- «•* ««ei ?jXS»14 ‘J b" iU! !ff!*** i tflJ f0 schnell 70563 TU. Dem Rechner wurde mit Dankes- worten Entlastung erteilt. Der Vorsitzende be- richtete hieraus über die bis letzt getroffenen Vorbereitungen für das am 24., 25. und 26. Mai stattsindende 2 5. V e r e i n s j u b i l äu m, mit demdasVundesfest des Gaues Vogels- berg-Rord im Hess. Sängerbund verbunden sein wird. Die vom Vorstand bisher getroffenen Maßnahmen und abgeschlossenen Verträge wurden gutgeheitzen. Aus dem vorgesehenen Festprogramm ist u. a. besonders erwähnenswert, daß man beabsichtigt, anläßlich der Jubiläumsfeier die Gründer des Vereins zu Ehrenmitgliedern zu ernennen und die seit 25 Jahren im Vorstand tätigen Mitglieder mit dem Ehrenzeichen des Hess. Sängerbundes auszuzeichnen; der groß angelegte Festzug soll aus dem Marktplatz Aufenthalt nehmen, wo ein Massenchor vor dem Rathause gesungen werden soll. Der Turnverein hat seine Turnhalle und das anschließende Gelände dem Verein für das Fest zur Verfügung gestellt. Rachdem man die Festausschüsse durch die Zuwahl weiterer Herren verstärkt hatte, folgten die Mahlen zum Vorstand. Für den 2. Vorsitzenden, der sein Amt niedergelegt hatte, wurde das Mitglied R o ck e l gewählt, im übrigen wurden die aussche'.drnden Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Man beschloß u. a. noch, an der vom Hess. Sängerbund im Juli d. I. in Dingen geplanten D e s r e i u n g s f e i e r nach dem 2lb- zug der Franzosen möglichst in voller Vereins- stärke teilzunehmen. Zur Finanzierung dieser Fahrt soll eine Reisekasse eingerichtet werden. Preußen. Kreis Wetzlar. - -Wetzlar, 17. Febr. Die Kreisverbin- bung Wetzlar der Evangelischen Jünglingsvereine unseres Kreises veranstaltete ihre diesjährige Kreiskonferenz im hiesigen Cv. Dereinshause. Rach einleitender Dibeibesprechung von Duildesgauwart Dorne- m a n n (Sechshelden) hörten die Teilnehmer von demselben Redner einen Vortrag über die Frage: .Wie ziehen wir neue Mithelfer heran?" Rach- folgend wurde über Vereinsangelegenheiten beraten, das qm 6. Juli in Leun stattfindende Kreisfest besprochen und der Kassenbericht aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr durch Kaufmann D o m a Y (Dutenhofen) erstattet. Mit einem Schlußgebet von Stadtmissionar Schmidt (Wetzlar) wurde die Konferenz beendet, der sich ein mehrtägiger Dibeikursus für Dereinsangehörige in Aßlar angeschlossen hat. In der Kreisverbin- dung sind 18 Evangelische Jünglingsvereine des Kreises Wetzlar mit über 400 Mitgliedern zu- sammengeschlossen. > Wißmar, 19. Febr. Die vierte Winterveronstaltung des Volksbildungs- ousschusses am vorigen Sonntag war, tote alljährlich, ein Mus ikabend, der dritte in der Reihe. Er ist, so kann vorweg gesagt werden, in allen seinen Teilen gelungen. In bunter Folge wechselten im ersten und zweiten Teil des Abends Instrumental- und Gesangvorträge miteinander ab. Werke alter und neuerer Meister der Musik wurden der überaus zahlreichen Zuhörerschaft dargeboten. Das hiesige Lehrerkollegium hatte sich in Verbindung mit Herrn Zohmann von Vad Kreuznach (Cello) und zwei jüngeren Musikfreunden des Dorfes in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, und jeder bot im Orchester, sowie im Trio oder Solo sein Destes. Den zweiten Teil eröffnete die 3ung- mädchengruppe des Dolksbildungsvere.ns mit dem dreistimmigen Chor „Hab ost im Kreise der Lieben". (Sirre nette Heberraschung war ein Menuett, getanzt von zwei jungen Mädchen in stilechten Rokokolostümen. War vorher bei allen Darbietungen trotz des überfüllten Saales andächtige Stille, so löste der dritte Teil, der als „Heitere Aufführung" eine Darstellung des Märchens von der Altweibermühle brachte, immer wieder neue Lachsalven aus. Es wurde erst wieder still, als die acht jungen Mädchen, die an Stelle der uralten Weiblein der Mühle entronnen waren, einen wundervollen Windmühlenreigen tanzten. Ein Orchestervortrag beschloß den genußreichen Abend. Der Dank des Vorsitzenden des VDA. an alle Mitwirkenden entsprach dem Empfinden der Hörerschaft. Solche Abende sind Lebensnotwendigkeit für die Menschen, die wochentags in Fabrik, Werkstatt und auf dem Felde ums tägliche Drot ringen. Und wenn sich Menschen finden, die in uneigennütziger Weise ihre künstlerischen Kräste in den Dienst der Al'gemein- heit stellen, dann kann man einen solchen Ort nur beglückwünschen. * Dutenhosen. 21. Febr. Der hiesige Gesangverein „Liederkranz" veranstaltet am nächsten Sonntag ein Konzert- Die Chorleitung liegt in den Händen des Lehrers W. Siegfried (Atzbach). Mitwirkende sind Herr E. Schneider (Cello) und Fräulein M. Eck- Hardt (Klavier), beide aus Gießen. -z- Lützellinden, 17. Febr. Die Druder- schast Lützellinden des I u n g d e u t s ch e n O r - de ns hatte am Samstagabend zu einer öffentlichen Versammlung im hiesigen Rathaus einge- laden, in welcher der Grohkomtur der Dallei Rassau, Major a.D, Stößner (Arolsen), über Zweck und Ziele der Dolksnationalen Reichsvereinigung sprach. Rach Eröffnung der Versammlung durch Großmeister Lenz von der hiesigen Druderschaft gab der Redner einen ausführlichen Heberblick über den Aufbau und die Aufgaben der neuen Organisation. Als Vertreter gegnerischer Anschauungen kamen in der nachfolgenden Aussprache Diskussionsredner zu Wort. Am Schluß der Versammlung wurden zahlreiche Deitrittserk.ärungen abgegeben. -z- Lützellinden, 21. Febr. In der gestrigen Holversteigerung im Markwald brachte unsere Gemeinde den diesjährigen Einschlag an Fichtenstangen zum Verkauf. Dei sehr starker Rachfrage wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Fichtenstangen 1. Klasse 19 bis 21 Mk., 2. Klasse 16 bis 19 Md, 3. Klasse 11 bis 18 Mark je zehn Stück: Fichtennutzscheit (drei Meter lang) 11 bis 13 Mark: Fichtennutzknüppel 8 bis 9 Mark je Raummeter: Kieferndurchfor- stungswellen 6 Mark je 50 Stück. — Auf Antrag der hiesigen Kraftstromverbraucher hat die ©e- me nd:v:rtretung de monatliche Zählermiete von 1 Mark auf 50 Pfennig je Anschluß ermäßigt. 4= Niederkleen, 17. Febr. Der hiesige G e > sangver ein „L i e d e r l r a n z" (eierte am Samstagabend fein diesjähriges Sti tungsscst. Rach herzlichen Begrützungsworten des Vereinsvorsitzenden Wilh.lm Rühl brachte der Verein unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Schü- l e r, Oberkleen, einige Chöre zum Vortrag, die von den Zuhörern mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurden. Dei weiteren geselligen Darbietungen nahm die schlichte Feier einen gemütlichen Verlaus. 4 Erda, 18. Febr. Am vorigen Sonntag verabschiedete sich unser Pfarrer Muller, der einen neuen Pfarrdienst in Diskirchen antritt, in der vollbesetzten Kirche von der hiesigen Gemeinde. Rach der eindrucksvollen Abschiedspredigt sprach der Kirchenälteste Drück dem Scheidenden^ sür feine rastlose und segensreiche 17jährige Tätigkeit zum Wohle unserer Gemeinde herzlichsten Dank aus. Als Scheidegruß der Schule sprachen zwei Schüler Abschiedsgedichte, während die erste Schulklasse ein geistliches Lied sang. Pfarrer Müller sprach der Gemeinde seinen herzlichsten Dank für diese Abschiedsehrung aus und betonte, daß es ihm eine Freude sein werde, als Gast gelegentlich wieder in unserer Gemeinde einzukehren, Am Abend brachte der Gesangverein dem scheidenden Pfarrer zum Abschied ein Ständchen, wobei der Derernsvorsihende Hartmann ebenfalls herzliche Worte des Dankes und des Abschiedes an den Scheidenden und seine Familie richtete. Pfarrer Müller knüpfte an feine Dankesworte den Wunsch, daß dem Derein ein weiteres Dlühen und Gedeihen befchieden sein möge. Unsere Gemeinde sieht den allseits beliebten Geistlichen nur ungern von hier scheiden. — Für die Holzhauer in unserer Gemeinde hat sich jetzt noch einmal eine gute Arbeitsgelegenheit geboten. Der Gemeinde ist es gelungen, etwa 1500 Festmeter Grubenholz zu verkaufen, mit dessen Bereitstellung die Holzhauer beschäftigt werden. Durch den Erlös wird es der Gemeinde möglich sein, einen erheblichen Teil der Wasserleitungskosten zu bestreiten. Kreis Biedenkopf. cp Riederweidbach.21. Febr. Dieser Tage fand hier die zweite Brennholzverstei- g e r u n a statt. Es kosteten der Raummeter Buchenscheit 10 bis 12 Mark, Buchenknüppel 8 bis 10 Mark, Eichrnschrit 4 bis 6 Mark. Sannen» und Kiefernknüppel 4 bis 5 Mark, fünf Raummeter Duchenstammreiser 5 bis 8 Mark, drei Raummeter Buchenastreiser 4 bis 5 Mark. Dillkreis. LJ Eisemroth, 20. Febr. In unmittelbarer Rahe des Bahnhofs Oberndorf im ©ieg- bachtal hat dieser Tage die Gewerkschaft Maximilian mit Schürfungen nach Schwerspat begonnen. Gegenwärtig sind mit den Arbeiten nur wenige Personen beschäftigt, man hofft aber auf einen günstigen Crsolg der Schürfungen, so daß dann eine größere Anzahl Arbeiter unserer Gegend lohnende Beschäftigung finden würde. — Auf Veranlassung unseres Pfarrers Werner versammelte der hiesige Frauenverein am gestrigen Nachmittag alle Einwohner über 65 Jahre aus den Kirchspielgemeinden Eisemroth, Uebernthal, Oberndorf, Tringenstein und Wallenfels zu einem geselligen Beisammensein im hiesigen Gemeindehaus. Die in stattlicher Anzahl versammelten alten Leute waren mittels Autos von chren Wohnorten hierhergebracht worden und fanden hier bei vortrefflicher Bewirtung mit Kaffee und Kuchen einige frohe Stunden. PfarrerWe r - ner richtete an die gesellige Versammlung eine Ansprache, die Frauen- und Müdchenvereinigung erfreute die alten Leute noch durch einige Gesangsvorträge. Am Abend wurden die Gäste aus den Rachbarorten wieder mit Autos heimgefahren. Kreis Marburg. Wrau Dr. Marx. Dr. Meyerbofs. Engelavmlreke. u-__■ MeV___________D feen Weisel. (Heben, Sonnenstrebe 6, Telephon Nr. 3$88 NdDrttches Zur GesauMaltung Gegen Röte der Hände Holzsubmission Derbstangen 3. Klasse 29 Kiefern Stein Laden! Siem Laden I und daß Los Holz Vermerkt wird noch, 12860 5 mit 3 mit 58 Holz: Distr. 56 Klasie 1900 3a mit rm 1800 rm 15, 2b mit rm rm 6 396 St. Kl. la Der Gemeindevorsteher. Michel. b = 6.09 tv 24 53 22 8 82 60 3 3 31 83 372 10,2 12,4 26,6 16,6 50,0 150 870 '400 1300 12,0 rm rm rm rm rm 111 156 55 30 5 1 2 3 4 7 27 121 54 8 3 13 22 255 71 13 4 Kiefern Fichten Fichten Fichten 90 176 2 5 33 7 15 41 70 28 10 2 1 1 7 5 1 1 28 36 1 1 3 3 1 84 1b 2a 2b 3a u. Buchenwellen Eichenwellen Kiefemwellen Fichtenwellen rm Stock. und des Gesichts, Aufsprinqen der Haut, unschöne Hautfarbe und Teintfehler verwendet man am besten die schneeig-weiße, fettfreie, glyzerinhaltige Creme Leodor, welche den Händen und dem Gesicht jene matte Weiße verleiht, die der vornehmen Dame so sehr erwünscht ist. Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, daß diese unsichtbare 0,14 km 1,58 „ 1,75 „ 0,59 „ 1.13 „ Tladelh.: 30 rm Sch. u. Kn., 150 Reis II/III. = 40,34 km = 77,84 „ = 42,90 ,r = 13,71 „ 52,84 fm; Lärchen-Stämme Kl. 1b bis 2b mit 2,55 fm; Eiche. Stück mit 13,46 fm „ „ 16,93 „ „ ,, 1,45 „ „ „ 2,13 „ Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffen bis Montag, den 24. d M^ nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Verkaufs- bedingungen können daselbst eingesehen werden. Steinbach, am 18. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei. Krämer. meisteret einzureichen. Hessische Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Michel. B Am Mittwoch, dem 26. Februar 1930, von 10 Uhr ab, bei Gastwirt Freund Försterei ^Daldhaus, Distr. 41a, 51, 52b, 53a. 54a und Försterei Krofdorf. Distr. 12 und 14a: Elche.- 59 rm Sch. u. Kn., 450 rm Rcis II/III. Buche: 1090 rm Sch. u. Kn., 2470 rm Reis II/I1L Das in den Distrikten Bucht, Schnabel, Dogelherd und Sprung lagernde Holz wird nicht oorgezeigt. Zusammenkunft: Distrikt Rehstand, auf der Prooinzial- straße. Leihgestern, am 20. Februar 1930. ____________Bürgermeisterei.____________ Staatsobersörsterel Krofdorf. Brennholzversteigerung A. Am Montag, dem 24. Februar 1930, von 10 Uhr ab, bei Gastwirt Klinket Buttenverkauf. Die Gemeinde Watzenborn - Steinberg verkauft auf dem Wege des schriftlichen Angebots einen abgängigen zirka 20 Zentner schweren Vogelsberger Bullen. Angebote per Zentner Lebendgewicht können bis zum Dienstag, dem 25. Februar 1930, nachmittags 6 Uhr, auf der Bürgermeisterei eingereicht werden, woselbst auch die Verkaufsbedingungen ein- gesehen werden können. 1522V Watzenborn-Steinberg, 18. Febr. 1930. Hessische Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg r Schäfer, « Elche: 93 rm Sch. u. Kn., Reis II/IH. Buche: 130 rm Sch. u. Kn., Reis II/III. c) Lärchenstämme. Stück, N, la-Kl. - „ N lb° „ = „ N 2a- „ -- ., 2b- ., - „ N, 3a. „ - Holzsubmission Die Gemeinde Steinbach verkauft im Ruh- und Brennholz- Verkauf. der Gemeinde Dorlar (Lahn). Am Mittwoch, dem 26. Februar 1930, werden von vormittags 9 Uhr ab, nachstehende Nutz- und Brennhölzer hiesiger Gemeinde, zuerst das Nutzholz, in der Gastwirtschaft Scheich zu Dorlar, öffentlich meistbietend versteigert. Verkaussbedingun- gen im Termin. 1556V 48 Eichen-Stämme Kl. 2 bis 6 mit steigert am 27. Februar, vormittag» ^10 Uhr, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle aus den Distrikten 13b und malte Creme wundervoll kühlend wirkt bei Juckreiz der Haut und gleichzeitig eine vorzügliche Unterlage für Puder ist. Der nachhaltige Duft gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlingsstrauß von Veilchen, Maiglöckchen und Flieder ohne jenen berüchtigten Moschusgeruch, den die vornehme Welt verabscheut — Creme Leodor: Tube 60 Pf große Tube 1 Mk. — Leodor-Edel-Seife Stück 50 Pf. — |n allen Chlorodont Verkaufsstellen zu haben. 33,68 fm; Eichen-Haustöcke; Stangen II; rm Eichen-Nutzknüppel, 2 m lang; tämme 4. Kl. 3,61 fm; tamm 5. Kl. 1,95 fm; i tämme Ib-Kl. 18,83 fm i tämme 2L-KI. 11,19 fm > tämme 2b-Kl. 3,81 fm i tämme la-Kl. 3,90 fm i tämme Ib-Kl. 37,32 fm i tämme 2L°Kl. 32,32 fm i tämme 2b-Kl. 7,02 fm Buchen-Stärnme Kl. 4 und 5,76 fm; Eschen-Stämme Kl. 1 bis 13,46 fm; Eschenstangen I und II; Fichten-Stärnrne Kl. la biß 24,78 fm; Fichtenstangen I bis III; Kiefern-Stärnme Kl. la bis Brühl, nachstehendes Holz: Fichte. MhhoWbmission. Die Gemeinde Treis a. d. Lda. beabsichtigt auf dem Wege des schriftlichen Angebots zu verkaufen: 15780 Erlenstämme 2. Kl. 7,54 fm. Das Holz ist mit Rinde gemessen Auiarbenen und Neu-Anferugang von Steppdecken in Wolle und Daunen Lager in fertige» Decken besond.metSwert SleppdcüenhauS Walltorfir. 241 istr. 61b, 62a, 77b, 81, Eichen I Eichen l Eichen I Kiefern Auhholzverkauf. Sic Gemeinde Mudersbach, Kreis Wetz, lar, versteigert am 25. Februar, vormittags %io hhr, öffentlich meistbietend an Ort und Stelle aus Distrikt 2 Birkenheck, „ „ 3a u.b = 6,56 „ Fichtenstämme (N). Stck. Kl. la - 19,42 fm „ „ 1b =57,11,, „ „ 2a - 33,39 „ ,, „ 2b - 27,07 ,, „ „ 3a u.b - 6,29 „ zu Odenhausen a. d. Lahn. Försterei Salzböden, Disl 67, 72, 73b, 75, 77a, 77c, und Försterei Waldhaus, und 58: 6a Hegwald, 8a Ramstalseite nachstehendes - ' 15670 Stangen 1. Kl. 352 St., Stg. 2. Kl. 258 St., Stg. 3. Kl. 275 St. . Das Holz ist geschält. , 15680 Der Gemeindevorsteher. Ha rtma nn. Eichen-Scheit und -Knüppel 31 rm; Duchen-Scheit und -Knüppel 150 rm; Laubholz-Knüppel 48 rm; Kiefern-Knüppel 32 rm; Laubholz-Reiser II 224 rm; Eichen-, Buchen-, Laubholzreifer HI 593 rm. Dorlar, den 19. Februar 1930. Der Gemeindevorsteher. Fichten Fichten tämme 3a-Kl. 3,98 fm; Erlenstämme 1. Kl. 2,65 fm „ 5 2 „ „ 3,84 „ Eichennuhknüppel: 16 rm, 1,25 lg., 16 2,4 lg., 18 rm 4 m lg. (Deichselstangen). Eichonmitzscheit: 10 rm 2,4 lg. Buchenscheit Eichenscheit Kiefernscheit Fichtenfcheit Knüppel a) Eichenabschnitte. Stück, N, 2. Kl. - 11,40 fm „ N, 3. „ -- 21,88 „ N, 4. „ = 1,16 „ d) Fichtenstämme. Stück, N, la-Kl. = 0,90 fm „ N, lb- „ = 21,10 „ „ N, 2a- „ - 38,52 „ „ N, 2b- „ - 25,37 „ „ N, 3a. „ x 12,67 „ „ F, 3a. „ - 2,66 „ „ F, 3b> „ - 2,04 „ Die Gemeinde Saubringen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachstehenb verzeichnetes Nutzholz: 15810 Eichen tamm 2. Kl. 0,27 fm; tämme 3. Kl. 1,62 fm; vorher einzusehen, da spätere Reklamationen über Messung und Güte nicht be- rücksichtigt werden. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klasse mit Auf- schrift versehen bis zum Freitag, dem 28. Februar 1930, nachmittags 4 llhr, bet der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Bedingungen sind daselbst einzusehen. Saubringen, den 21. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei. Preis. Nuhholzverkauf. Sie Gemeinde Erda, Kreis Wetzlar, ver- Holzversteigerung Montaa, den 24. Februar 1930, vormlt- lags 10 Uhr, sollen in der Waldung der Gemeinde Leihgestern versteigert werden: direkt an der Straße liegt. Angebo. find bis zum Montag, dem 3. Mär; 1930, nachmittags 4 llhr, getrennt nach den einzelnen Sortimenten, auf hiesiger Bürger Wege schriftlichen Angebots: 14690 klefernstämme (N). Stck. Kl. lb - 8,85 fm „ „ 2a - 30,06 „ „ „ 2b - 16,26 „ Werben Sie mittetet der Zeitungsanzeige und in geeigneten Füllen euch durch gute Drucksachen! Fachliche Beratung, wlrkeame Entwürfe, Beete Aue- führung. günstige Preis Vorschläge Bietet Ihnen die frühl'sche Druckerei, Gießen, Schulstr. 7, Anruf 2251 z : Allen Anhängern öer Pfarrer Heumann'schen Heilmittel geben wir bekannt, daß das 272 Seiten starke, reich illustrierte Pfarrer Heumann-Buch, ein wertvoller Ratgeber in vielen Krankheitsfällen, auf Wunsch an jedermann völlig kostenlos durch die Firma Ludwig Heumann L Co., Nürnberg-L, versandt wird. Ferner weisen wir darauf hin, daß die Pfarrer Heumann'schen Heilmittel (bis jetzt 178.000 Dankschreiben) künftig in allen hiesigen Apotheken zu haben sind, bezw. bestellt werden können, bestimmt aber in der Hauptniederlage: Hirsch-Apotheke GicheN/ frankfurter Straße 4 Bekanntmachung. Am Freitag, dem 28. Februar 1930, »rachmillags 3 Uhr, werden an der 2Har- garetenhütte 1585C zwei Wohnwagen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Gießen, den 21. Februar 1930. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Dienstag, den 25. Februar 1930, findet Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt; sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Austriebszeit am Marktlage von 8 bis 9 Uhr vormittags. Der nächste Schweinemarkt findet am 12. Wär; 1930 statt. 1452C Gießen, den 22. Februar 1930. Der Oberbürgermeister: ______I. V.: Dr. Rosenberg.__ ZeMüngvonZkmentröhren und Kanalarbetten. Für die Gemeinde Watzenborn-Steinberg sollen die Lieferungen und Arbeiten zur Verlängerung eines Kanals von 1,00 m L W., veranschlagt zu rund 4000 RM., vergeben werden. 1572V Die Reichsoerdingunasordnung ist für die Vergebung und Ausführung maßgebend, sie liegt mit den Verdingungsunterlagen bei uns offen. Angebotsvordrucke, getrennt für Lieferungen und Arbeitsleistungen, können von uns bezogen werden. Eröffnung der Angebote Samstag, 8. Wär; 1930, vormittags 104 Uhr, auf unserem Bureau, Frankfurter Str. 29. \ Freie Auswahl ausdrücklich vorbehalten. Zufchlagssrist 3 Wochen. Gießen, den 20. Februar 1930. Hessisches Kulturbauamt. H. Steinbach, Regierungsbaurat. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Israelitischen Reli- gionsgesellschast Gießen für das Rechnungsjahr 1930 liegt zur Einsicht der Be- telligten acht Tag« lang auf dem Bureau des Unterzeichneten, Nordanlage 31, offen. Nur während dieser Zeit können Einwendungen gegen den Inhalt des Voranschlags erhoben werden. 15300 Gießen, den 22. Februar 1930. Der Vorstand der Israel. Religionsgesellschaft Gießen. _______Alfred Fröhlich. _____ Arbeitsvergebung. Die zum Neubau einer Lisenbeton- Drücke über die Lauter (7 Meter breit und 13 Meter lang) erforderlichen Eisenbeton- und Erdarbeiten werden hiermit zum öffenllichen Wettbewerb ausgeschrieben. Angebotsoordrucke, Zeichnungen und Bedingungen liegen ab Montag, den 24. d. M., bei uns offen und können daselbst Angebotsvordrucke solange der Vorrat reicht zum Selbstkostenpreis bezogen werden Die Angebote sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens bis zu dem am Freitag, dem 7. Wär; 1930, vormittags 11 Ahr, stattfindenden Eröffnungstermin bei uns einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt drei Wochen. 1524D Lauterbach, den 22. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei: ___________Walz.______ Holzsudmission Die Gemeinde, sowie Warkqenosseu- schaff Garbenteich verkauft im Wege des schriftlichen Angebots: 15250 Gemeinde Garbenteich. Kiefernstämme (N). Los 1. Ib-Kl. 7 Stuck mit 22,41 km „ 2. 2a- „ 25 „ „ 13,25 „ „ 3. 2b- „ 18 „ ,, 13,83 „ Fichten flämme (N). Los 4. la.fiL 131 Stück mit 19,3a km „ 5. lb- „ 105 „ „ 29,03 „ „ 6. 23° „ 30 „ „ 19,54 „ „ 7. 2b- „ 10 ., „ 11,14 „ Warkwald Garbenteich. Kiefernstämme (N). Los 1. 23-Kl. 23 Stück mit 11,72 km „ 2. 2b- „ 21 „ „ 13,96 „ „ 3. 33- „ 4 „ 4,16 „ Fichten stamme (N). Los 4. 23-Kl. 12 Stück mit 1,80 km „ 5. lb- „ 37 „ „ 1135 „ „ 6. 2a° „ 23 „ „ 13,46 „ „ 7. 2b- „ 14 „ „ 12,02 „ „ 8. 33- „ 4 „ „ 5,11 „ „ 9. 3b- „ 1 „ „ 1,40 „ Angebote, nach Losen, Klassen und Sor- timenten getrennt, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Wittwoch, dem 26. Februar 1930, uachmit- tags 3% Ahr, bei uns einzureichcn, woselbst auch aie Bedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, eingeschen werden können. Das Holz ist mit Rinde gemessen und ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Das Holz wird auf Verlangen vom Förster Kullbach voraezeigt. Garbenteich, den 20. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Garbenteich. Burk, (Vollstreckungsstelle.) Nutzholzversteigerung. Wonlag, den 3. Wär;, von vormittags 9 Uhr ab, in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn aus den Forstorten Brauhof, Hasenkopf, Tempel 13, 25, 26, 27, Schindanger, Beunde, Dörnergrund, Buchenberg u. a. der Försterei Baumgarten, Rehhecke, Altgehegt, Schinderskops, Rabenpfuhl der Försterei Leihgestern: 1583D Eiche: Langholz N: Kl. 1 und 3 2 St. - 1.14 fm; Abschnitte A: Kl. 3 1 St. - 0,4lfm; Abschnitte N: Kl. 2 und 3 14 St. - 4,39 fm; Lärche: Langholz N: SU. la bis 2a 7 St. = 2,0lfm; Kiefer: Langholz N: Kl. 2a bis 4a 20 St. = 24,07 fm, Langholz F: Kl. 3a 1 St. = 0,87 fm, Abschnitte A: Kl. 3b 4 St. = 3,79 fm. Kl. 4a 1 St. = 1,23 fm, Abschnitte N: Kl. 2b bis 3b 15 St. = 9,78 fm; Fichte: Langholz N: Kl. la bis 4a 332 St. = 118,57 fm; Langholz F: Kl. 4a 1 St. - 1,68 fm, Abschnitte A: Kl. 4a bis 5 6 St. - 9,25 lw, Abschnitte N: Kl. 2a bis 4b 10 St. - 9,57 fm; Weihtanue: Langholz N: Kl. la bis 2b 3 St. = 1,57 fm, Abschnitte N: Kl. 4a und 4b 3 St. - 3,74 fm; Derbslangen, Elche: 2. u. 3. Kl. 18 St.; Fichte: 1. Kl. 399 St., 2. Kl. 459 St., 3. Kl. 345 St.; Weihtanne: 1. u. 3. Kl. 4 St.; Ruhscheiter, rm: Eiche: 12,4 l.Kl. (2,5 m lang), 6,1 2. Kl. (1,25 und 2,5 m lang); Erle: 0,9; Ruhscheiter, rm: 68,1. Vom Kiefer- und Fichtenstammholz werden nur die blau unterstrichenen Nummern versteigert. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Nummernauszüge über das Stammholz werden zum Preise von 1 RM. vom 28. d. M. ab durch das Forstamt Schiffenberg zu Gießen, Stephavstraße 4, Fernruf Nr. 2578, abgegeben. Gießen, den 21. Februar 1930. Hessisches Forstamt Schiffenberg. ___________Nicola u s.___________ Brennholzversteigerung Samstag, den 1. Wär;, von vormittags 9 Uhr ab, in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn aus den Forftorten Häuserborn 37, Rückars 41, Dörnergrund 46 und 55, Tempel 47 und Unterwald 61 der Försterei Baumgarten und Altgehegt 20, 53, 64 und 70 und Rabenpfuhl 54, 63 und 69 der Försterei Leihgestern: 1582V Scheiter, rm: Buche 1 1. Kl., 3 2. Kl., Eiche 4 l.Kl., 3 2. Kl., Kiefer 80 l.Kl., 31 2 Kl-, Fichte 3 1. Kl., 56 2. Kl., Weißtanne 4 2. Kl.; Knüppel, rm: Eiche 1 2. Kl., Birke 4 l.Kl., Kiefer 32 l.Kl., 23 2. Kl., Lärche 1 1. Kl., Fichte 10 1. Kl., 53 2. Kl.; Reisig 1. kl. (knüppelreisig), rm: Eiche 5, Kiefer 142, Fichte 20.Reisig 2. kl. (Stammreisig) 100 Wellen: Buche 0,7, Eiche 0,5; desgl. rm: Fichte 156; Reisig 3. kl. (Astreisig) 100 Wellen: Kiefer 1,3, Fichte 7,8; desql rm: Buche 1, Birke 7; Stöcke rm: Kiefer 2, Fichte 67 1. Kl., 12 2. Kl. Außerdem wird noch aufgearbeitetes Holz von Obstbäumen am Forsthaus Baumgarten versteigert. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Gießen, den 21. Februar 1930. Hessisches Forstamt Schiffcnberg. Nicolaus. Holzsubmission Die Gemeinde Ettingshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgende Holzsortimcnte: 1601V Slesernstämme. Los 1. la-Kl. 12 Sick. - 1,94 km „ 2. lb° „ 130 „ - 42,05 „ „ 3. lb-- „ 125 „ = 37,90 „ „ 4. 2a. „ 176 „ - 96,21 „ „ 5. 2a- „ 150 „ = 77,03 „ „ 6. 2b- „ 93 „ = 81,78 „ „ 7. 2b- „ 34 „ = 24,83 „ „ 8. 3a- „ 13 „ = 14,59 „ Fichtenstämme. Los 9. la-Kl. 147 Stck. = 25,27 km „ 10. lb- „ 96 „ - 30,04 „ „ 11. 2a- „ 87 „ - 61,62 „ „ 12. 2b- „ 67 „ = 77,23 „ „ 13. 3a- „ 12 „ = 17,48 „ „ 14. 3b- „ 5 „ = 9,76 „ Fichten derbstangen. Los 15. 1. Kl. 450 Stück „ 16. 2. „ 680 „ „ 17. 3. „ 1807 „ Angebote sind in Reichsmark pro Fest- meter, getrennt nach Losen, verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Wittwoch, den 26. Februar 1930, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei cinzureichen, woselbst auch die Bedingungen, welchen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Angebote unterwerfen, einaesehen werden können. Die Eröffnung findet zu vorer- wähnter Zeit auf dem Rathaus statt. Günstige Zahlungsbedingungen. Man bü- tet. das Holz vorher ansehen zu wollen, es wird auf Verlangen von Herrn Förster Kell vorgezeigt. Spätere Reklamation nen werden nicht berücksichtigt. Ettingshausen, den 22. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Ettingshausen Opper. rF Oie letzten Holzversteigemngen^ der Fürstlichen Obersörsterei Lich. Wontag, den 24. Februar, werden im höler versteigert: Raummeter Scheitholz: Buche 72, Eiche 8, Nadel 8; Knüppel: Buche 40, Eiche 16, Nadel 10; «töcke: Buche 21, Eiche 7; Wellen Buche 1390, Eiche 150 (dabei gute Forstwellen). Zusammenkunft. 10 Uhr: Alte Gießener Straße, Albacherhofsfeld. 1521V Dienstag, den 25. Februar, werden im Kolnhäuserkopf und Fuchsstrauch versteigert: Raummeter Scheitholz: Buche 41, Eiche 17; Knüppel: Buche lß, Eiche 34, Nadel l;Stöcke: Buche 22, Eiche 4; Wellen (dabei Forstwellen): Buche 680, Eiche 440; Festmeter Schnittholz: Buche (3.-5. Kl.) 10, Eiche (4. u. 5. Kl.) 5; Pfahlholz Eiche (1. Kl.) 3, dabei einige Deichseln. L Zusammenkunft: A 10 Uhr Straße Lich—Eberstadt L_______Waldeingang._______ Holzsubmission. Die Gemeind« Geilshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeich- netes Nutzholz: 1465V Los 1. Los 2. 82 Fichtenstäimnc Kl. lb, 27,07 fm 112 „ 2a, 70,73 „ 95 „ 2b, 97,79 „ 40 „ . „ 3a, 56,22 „ 7 „ 3b, 14,17 „ 3 „ 4a, 8,30 „ 1 „ 4b, 1,11 „ 1 Kiefernstamm „ 3a, 1,36 „ et ' ff „ 3b, 1,73 „ 3 Eichenstämme Kl. 3, 3,43 km 5 „ „ 4, 6,24 „ 1 Eichenstamm „ 5, 1,19 1 „ „ 6, 0,94 „ 20 Fichtenstämme „ la, 3,65 „ 37 „ „ lb, 11,52 „ 8 „ „ 2a, 4,72 „ 1 Fichtenstamm „ 3a,. 1,45 „ 21 Kiefernstämme „ lb, 7,10 „ 37 „ „ 2a, 19,32 „ 10 „ „ 2b, 7,19 „ 4 „ „ 3a, 3,55 „ Die Angebote sind getrennt nach Losen, Sortiment und Klassen, mit der Aufschrift .Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 25. Februar d. 3-, nachmittags 2.30 Ahr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Geilshausen, den 17. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner. Reg.-Bez. Koblenz A. Preuh. Obersörsterei Krofdorf, Kreis Wetzlar, verkauft auf Schriftgebot nach dem Einschläge aus Försterei Krofdorf (Tel. Gießen 4146). Los 1: Distr. 27a, 27b, Fichten-Stämme Kl. lb 27,46 fm; 2a 39,5lfm, 2b 4,65 fm, 3a 1,35 fm. Los 2: D.str. 22b, Fichten-Stämme Kl. lb 8,84 fm; 2a 33,66 fm; 2b 46,7lfm; 3a 32,05 fm; 3b 10,52 fm. Los 3: Diftr. 12,14a,21c,27a,27b,24b,22b, 26a, 24c, Fichten-Nutzrollen 2. Kl. (1,50 m lang über 14 cm Zopf) 73 rm, Fichten-Nutzknüppel (1,50 m lang über 7 cm Zopf) 100 rm. Försterei Salzböden (Tel. Lollar 54). Los 4: Distr. 61b, Fichten-Stämme Kl. la 9,21 fm; lb 41,84 fm; 2a 62,29 fm; 2b 47,68 fm; 3a 13,54 fm; 3b 1,43 fm. Das Holz ist geschält. Bahnhöfe Abendstern und Fronhausen durchschnittlich 8 bis 10 Kilometer. 1566V Verschlossene Angebote losweise je fm jeder Klasse mit rechtsgültiger Unterschrift und Anerkennung der Bedingungen über den Schriftverkauf eingeschlagenen Holzes, mit Aufschrift Holzverkauf 6. 3. 30, sind bis dahin 9 Uhr an die Obersörsterei Krofdorf einzureichen; anschließend E. ffnung. B. Am Donnerstag, dem 6. Wärz 1930, von 10 Ahr ab, werden in der Gastwirtschaft Freund zu Krofdorf nachstehende Hölzer öffentlich meistbietend versteigert: Försterei Krofdorf (hegem. Echternacht, Krofdorf). Distr. 12, 13b, 14a, 15a, 16, 17, 18c, 21c u. Tot. Eichen-Stämme Kl. 2 bis 6 113 fm; Buchen-Stämme Kl. 3 bis 4 19 fm; Fichten-Stämme Kl. la bis 4a 140 fm; Fichtenstangen Kl. 1 bis 3 140 St.; Kie- fern-Stämme Kl. lb bis 3b 3 fm. Försterei Waldhaus (Förster Gotting. Waldhaus bei Krofdorf). Distr. 31a, 41a, 45, 51, 52b, 53a 54a u. Tot. Eichen-Stämme Kl. 2 bis 4 49 fm; Buchen-Stämme Kl. 3 bis 5 49 fm; Fichten-Stämme Kl. la bis 3b 28 fm; Fichtenstangen 1. und 2. Kl. 18 St. Försterei Salzböden (kegem. Saleck, Salzböden). Distr. 67, 70 u. Tot. Eichen-Stämme Kl. 2 bis 3; lfm. Fichten-Stämme Kl. la bis 4a 111 fm; Fichtenstangen 1. bis 3.Kl. 253 St.; Kiefern- und Lärchen-Stämme Kl. la bis 2b 4fm; Försterei Stoppelberg (Förster Wenger, Sirschenwäldchen bei Wetzlar). Distr. 85a Eichen-Stämme Kl. 2 bis 5 95 fm. Nutzholzsubmifsion Das nachvcrzeichnete, mit Rinde gemessene Nutzholz, soll auf dem Wege der Submission verkauft werden. Angebote sind, getrennt nach Klassen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag, den 28. Februar 1930, vormittags 10 Ahr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, eingesehen werden können. Auskunft erteilt die unterzeichnete Stelle und Förster Bommersheim, Villin- gen. Das Holz ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. 1574V Güteklasse A. Kiefern-Abschnitte 4a-Kl. 1 St. = 0,75 fm. Güteklasse N (Stämme und Abschnitte). Eichen 2. Kl. 70 St. = 30,53; 3. Kl. 108 St. = 74,56; 4. Kl. 40 St. = 35,22; 5. Kl. 5 St. = 5,04 fm. Kirschen 2. Kl. 1 St. = 0,31 fm. Elsbeer 2. Kl. 1 St. = 0,24 fm. Kiefern-Langholz la-Kl. 1 St. - 0,12; Ib-Kl. 3 St. - 1,27; 2a°Kl. 10 St. = 6,36; 2b-Kl. 12 St. = 12,79; 3a-Kl. 2 St. = 3,35 fm. Kiefern-Abschnitte 2b-Kl. 1 St. = 0,65; 3a-Kl. 1 St. = 0,71; 3b°Kl. 2 St. = 1,82 fm. Lärchen-Langholz la-Kl. 10 St. - 1,63; Ib-Kl. 10 St. = 3,53; 2a-Kl. 8 St. = 4,43 fm. Weißtannen-Langholz Ib-Kl. 1 St. = 0,24; 2a-Kl. 1 St. = 0,44 fm. Weymouthskiefern la-Kl. 3 St. = 0,41; Ib-Kl. 6 St. = 1,59; 2a-Kl. 1 St. - 0,28 fm. Fichten-Langholz la-Kl. 151 St. = 24,85; Ib-Kl. 204 St. = 84,01; 2a-Kl. 123 St. - 82,84 ; 2b-Kl. 61 St. - 67,93; 3a-Kl. 27 St. = 44,07; 3b-Kl. 2 St. = 4,58; 4b-Kl. 1 St. - 3,28 fm. Fichten-Langholz 2b-Kl. 1 St. = 1,23 fm (fehlerhaft). Fichten-Abschnitte la-Kl. 1 St. - 0,09; . Ib-Kl. 5 St. = 1,06; 2a-Kl. 2 St. = 0,84; 2b-Kl. 3 St. = 2,07; 3b-Kl. 1 St. - 0,5lfm. Fichtenderbstangen 1. Kl. 46 St. = 4,14; 2. Kl. 82 St. = 4,92; 3. Kl. 90 St. = 2,68 fm. Hungen, den 19. Februar 1930. Bürgermeisterei Hungen. Fendt. Holzsubmission Die Gemeinde Rieder-Vessingen verkauft im Wege schriftlichen Angebots: 1569V Klasse 1 5 Stück = 0,71 km „ 2 13 „ - 2,75 „ „ 3 1 „ = 0,31 „ Eichenstämme (N). Klasse 1 19 „ = 1,88 km „ 2 96 „ = 39,38 „ „ 3 21 „ = 13,57 „ » 4 3 ,,= 1,67 „ Lindenstämme (N). Klasse 2 2 Stück - 1,15 fm kiefernsiämrne (N). Klasse lb 1 Stück = 0,37 km „ 2a 10 „ - 4,31 „ „ 2b 12 „ - 9,57 „ „ 3a 4 „ - 4,88 „ „ 3b 1 „ = 1,22 „ Fichkenstämme (N). Klasse la 43 Stück = 7,01 km „ lb 26 „ - 9,19 „ „ 2a 23 „ - 14,61 „ „ 2b 14 „ - 15,51 „ „ 3a 3 „ 4",59 „ 1 „ 3b 1 „ = 2,70 „ Fichlenderbsiangen (N). 1. Klasse 50 Stück 2. ,, 78 „ 3. „ 194 „ Fichlennuhreisig 9,9 rin Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klasse per Festmeter (bei Nutzreisig Raummeter) bis zum Donnerslag, dem 27. Februar 1930, vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle mit entsprechender Aufschrift einzureichen. Die Bedingungen, welchen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Angebote unterwerfen, werden im Termin bokanntgegeben und können vorher eingesehen werden. Nieder-Bessingen, 21. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei. Steuernagel. Brennholzversteigerung im Gemeindewald Langsdorf. In den Distrikten Hegerich, Entenpfuhl, Höllenfritz, Langenroth, Brühlwiese, See- kopk und Rudels werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldcingang des Nonnenröther Weges am Wittwoch, dem 26. Februar d. 3„ vormittags 9'A Uhr, versteigert: 1523V Scheiter rm: Buche 10; Eiche 5,8. Knüppel rm: Buche 186,2; Eiche 30,8 (teils Wagnerholz); Hainbuche 10,6; Fichte 11,4. Reisig rm: Buche 158. Stöcke rm: Buche 42,2. Bemerkt wird, daß ein Tell des Knüppelholzes dürr ist. Ruhhol,: Derbstangen: Ficht« I.Klasie 15 Stück; 2. Klasse 19 Stück. Ruhreisig: Weymutskiefern 6 rm. Langsdorf, den 19. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Langsdorf Kneipp. Holzsubmission Aus dem Gemeindewald der Gemeinde Hattenrod soll Dienstag, den 25. Fe- bruar 1930, nachmittags um 2% Ahr, tm Wege des schriftlichen Angebots zu den bei der Bürgermeisterei Hattenrod üblichen Bedingungen folgendes Holz vergeben werden: 1552V Langholz Kiefern, Güleklasse N. Kl. la 7 Stück, 1,16 fm „ lb 87 „ 25,42 „ „ 2a 132 „ 62,34 „ „ 2b 40 „ 27,62 „ „ 3a 8 „ 7,27 „ „ 3b 2 „ 2,21 „ Langholz Fichte, Güteklasse N. Kl. la 188 Stück, 27,43 fm „ lb 225 „ 68,19 „ „ 2a 93 „ 57,48 „ „ 3a 2 „ 2,35 „ „3b 1 „ 1,73 „ „ 4a • 1 „ 2,63 „ Abschnitte Kiefern, Gütekla'fc N. Kl. 2b 4 Stück, 1,21 fm „ 3a 2 „ 0,72 „ Derbslangen Fichte. l. Kl. 179 Stück 2. „ 255 „ 3. „ 624 „ Reisslängen Fichte. 4. Kl. 35 Stück 5. „ 30 „ Bürgermeisterei Hattenrod. ___________________Neeb. Nutzholzverkauf aus dem Gemeindewald durch schriftliches Angebot. 1478V Kiefern-Abschnitte (N). Klasse 2b 1 Stamm = 0,44 fm „ 3a 1 ,, = 0,60 „ Fichten-Langholz Klasse la 305 Stämme = 55,38 fm „ lb 301 „ = 106,46 „ „ 2a 142 „ = 90,48 „ „ 2b 30 „ = 30,19 „ „ 3a 2 „ = 3,26 „ Fichten-Derbstangen. Waffe 1 247 Stück = 22,23 fm „ 2 313 „ = 18,74 „ Fichten-Derbstangen (dürr). Klasse 1 26 Stück = 2,34 fm „ 2 74 „ = 4,44 „ Das Holz st mit Rinde gemessen und vorher einzusehen, da spätere Reklamationen über Güte und Messung nicht berücksichtigt werden. Angebote'sind getrennt nach Sortiment und Klasse mit Aufschrift versehen bis zum 26. Februar 1930, nachmittag» 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei, wo alsdann die Oeffnung erfolgt, einzureichen. Bedingungen sind daselbst cinzu- sehen. Zuschlagsfrist zehn Tage. Leihgestern, den 18. Februar 1930. ____________Bürgermeisterei.____________ Holzsubmission. Die Gemeinde Londorf verkauft im Wege schriftlichen Angebots: 1501V a) Fichtenstammhol;. 54 Stämme la-Kl. = 7,73 fm 75 „ lb. „ = 24,76 „ 42 „ 2a. „ = 26,52 „ 22 „ 2b- „ = 22,07 „ 16 „ 3a. „ - 23,18 „ 10 „ 3b. „ - 19,19 „ 3 ,, 4a» „ = 8,08 „ b) kiefernstammhol;. 12 Stämme 2a-Kl. - 5,59 fm 26 „ 2b- „ - 18,24 „ 15 „ 3a» „ - 14,91 „ 5 „ 3b- „ - 6,16 „ Sämtliches Holz ist mit Rinde^gcmessen. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klasse bis spätestens Donnerstag, den 27. Februar b. 3. vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu» reichen, woselbst auch die Verkaufsbedin» gungen eingesehen werden können. Londorf, den 19. Februar 1930. Bürgermeisterei Londorf. _____________A u m g n n._____________ HoizsubmissiönT^ Die Gemeinde Bersrod (Kreis Gießen) verkauft auf dem Wege schriftlichen An. gebots: 1527V Fichtenstämme (Güleklasse N). Los 1. Kl. la 152 Stück, 16,86 fm „ 2. „ lb 42 „ 15,57 „ „ 3. „ lb 113 „ 39,02 „ „ 4. „ 2a 67 „ 38,79 „ „ 5. „ 5a 56 „ 37,40 „ „ 6. „ 2b 34 „ 31,17 „ „ 7. „ 3a 4 „ 5,82 „ Kiefernstämme. Los 8. Kl. lb 26 Stück, 5,54 fm „ 9. „ 2a 55 „ 20,87 „ „ 10. „ 2b 44 „ 26,11 „ „ 11. „ 3a 3 „ 2,26 „ Angebote auf die einzelnen Lose sind bis spätestens Dienstag, den 25. Februar 1930, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Oeffnung der Offerten erfolgt. Bemerkt wird, dak> das Holz mit Rinde gemessen und an fahrbare Wege geschleift ist. Nähere Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. Bersrod, den 19. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. Becker. Äe Jtvan' N (fin< .„Hier ist !l.m> desst N°uZgehi lämt die ni wollte, |0 nein 'k;. Hs eiten u amcritanii °uch ohne durdigkei begle gelang Uiachtei Krgdors. Wien fid ®'= ®efa i X? der jfjn 8 9t( j)ie DI‘ fieufe S M, -er ubr-g MM blitzen, ö' fragt halten Landern ich halte mehr lat Kino sev das) lpä gespielt die Pro all Wirt dazu gei chronifiei Fch uni ui werte .M. .Jas i Haben 6; und Diei ner werd her Otüx schen Sei diesem G geschasst chanis' verwi „6ie „Siebe ihrer Ai .Sie c Waren lei bei an sc mal bei bergs . sind llunr ter Musis ,Tonsi Das bei ,Echw die Bük lieber sc denken l handlun Wir, un gewisse sitzt in s süßeste l gens ho - unö z ihm ja e, können, i Mieren - ist eine F Eine Me zweifelt, Derlobun geschieht Duodezst uns glei. tigam vc finden si fommen, absingen. .Sie h bemüht, Opere .Dir menschliZ Entschluss gründen, der Sohi fabnkante regten Sz bmft. Hie, uchen Qhi' ist übriger der Tene< sungen ü Streit de nücl. Di Nr. 45 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberdessen)5amstag, 22. Zebrnar 1950 Aus der Wett des Ulms. Szene mit der Prinzessin Lilian Harvey zu verloben .. „Oluf diese stürmischen Auftritte bin ich gespannt. Denn die Affekte im Mikrophon .. „Sind sehr schwer zu machen, gewiß. Wir haben die Darsteller zunächst bühnenmäßig sprechen unö toben las en. Oben im Abhorraum ein wüstes, furchtbares Durcheinander, kein Wort deutlich zu verstehen. So ging es also nicht, und wir wußten nicht, ob es überhaupt gehen würde. Wollen Sie es glauben? Unsere kleinen Bändchenmikrophone sind mehr als einmal gerissen, sie wollten da nicht mehr mitmachen. Cs kam also darauf an, eine neue Sprechtechnik zu finden, die bei aller Steigerung immer gedämpft und gezügelt bleibt und doch die Intensität der Empfindungen ausdrückt. DaZ ist natürlich nur nach langwierigen Versuchen und mit gewonnenen Erfahrungen möglich. Diese Erfahrungen aber müssen wir uns erwerben. Cs gibt nicht einmal eine Hamburgische Dra- maturgie für den stummen Film — wie sollte es eine für den Tonfilm geben? Aber bald taucht der „Liebeswalzer" allenthalben auf. Dann mag das Publikum entscheiden, ob das, was wir gemacht haben, nicht mehr bedeutet als nur einen versprechenden Anfang ..." Die Zukunst des Films oder: Oie Technik des Phantoms. Von Frank Warschauer. Das Gespräch war wiederum auf den Tonfilm gekommen. Einer von uns, ein Schriftsteller, erklärte offen, daß er nachgerade das viele Gerede über den Tonfilm über habe. „Es läßt sich nicht voraussehen," sagte er, „wie sich die Dinge eigentlich entwickeln werden. Man muß da einfach abwarten. In jeder derartigen Unterhaltung tauchen immer wieder die gleichen Argumente auf — einige dafür und einige dagegen. Ieder fühlt sich bemüßigt, die Existenz des Theaters als einer selbständigen Kunstgattung gegen den Tonfilm zu verteidigen, man hört einige Zweifel und einige Hoffnungen — und schließlich weih man doch nichts Bestimmtes. Qui vivra, verra — dieses Wort ist hier richtiger als bei irgendeiner anderen Gelegenheit." „ünt> doch," entgegnete der Ingenieur, „ist es von höchstem Reiz, sich einmal vorzustellen, wohin die technische Entwicklung eigentlich führen wird. Denn bei allen Ueberlegungen und Phantasien über dieses Thema muß man ja schließlich davon ausgehen, welches eigentlich das organisch gegebene Ziel der Technik ist. Man hat sich jetzt, immerhin ziemlich rasch, mit dem Tonfilm an- gefreundet; und bei einigen technisch orientierten Leuten herrscht auch bereits Klarheit darüber, welcher Art die weiteren Erfindungen sein werden, die nun folgen müssen. Man weiß, daß intensiv an dem Film in natürlichen Farben gearbeitet wird — und man weiß auch, daß es unsere nächste Aufgabe sein muß, dem Filmbild die Flächenhaftigkeit zu nehmen und es p l a st i s ch erscheinen zu lassen. Dies letztere ist ja jetzt besonders dringend: denn der Tonfilm läßt den Gegensatz zwischen dem räumlich erscheinenden Ton und der Zweidimensionalität der Flachheit des Bildstreifens ganz besonders stark und störend in Erscheinung treten. Gut: man wird sich also mit dein Gedanken vertraut machen müssen, daß der Film in relativ kurzer Zeit farbig und plastisch sein wird und dabei imstande, alle Leute und Geräusche als dazu gehörige Musik in einwandfreier Weise wiederzugeben. Das ist aber noch keineswegs alles. Wir Ingenieure gehen in unseren Hoffnungen und Zielsetzungen schon heute viel weiter. Wir wollen nichts Geringeres, als das Leben mit seinen Gestalten, Landschaften und Geschehnissen in vollständiger Treue nachschaffen. —" „— Also eine Art genial vervollständigtes Panoptikum," warf der Schriftsteller ein — „3a, wenn Sie wollen, gewiß. Cs wird uns sehr bald nicht mehr genügen, Filme der gekennzeichneten vervollkommneten Art herzustellen: wir werden auch dann weiterstreben. Was wir Vorhaben, ist: der Wirklichkeit so nahe wie möglich zu kommen. Wir sind heute schon Zauberer —- und unsere Zutunstszaubereien werden noch weit kühner sein, als die der Gegenwart. Sehen Sie, jetzt sind wir noch an die Projektionsfläche gebunden. Ein Bild aber, das auf so eine Fläche geworfen wird, muh immer und unter allen Umständen etwas Bildhaftes, also dem Leben nur entfernt Rahekommendes haben. Schon jetzt beschäftigen sich besonders die phantasievollen amerikanischen Ingenieure intensiv mit der Frage, wie man diese Projektionsfläche^ entweder verändern oder aber überhaupt vollständig abschaffen könnte. Die Luft selbst wird eines Tages unsere Leinwand sein — so hat erst kürzlich einer dieser Pioniere der künftigen Filmtechnik geäußert. Wir werden, so sagte er, Mittel und Wege finden, um die Bilder in die Luft zu projizieren. Aber das wird wiederum nur der erste Schritt zu einer weiteren Vervollkommnung sein. Stellen Sie sich vor, daß so eine bewegte Gestalt in natürlicher Größe, mit natürlichen Farben und Tönen in einem Luftraum erscheint. —" „Aber da tommen Sie ja zu einer Technik des Phantoms — I" rief der Schriftsteller dazwischen. „Richtig — damit haben Sie unsere künftige Arbeit bezeichnet. Wir wollen Gespenster erschaffen — nur werden es keine Gespenster sein, sondern Abbilder des Lebens. Sie werden vielleicht gelegentlich in einem Theater gesehrn haben, wie weit wir es schon jetzt in der Technik der eigentlichen Gespenstererscheinung gebracht haben. Das hat natürlich nur für das Theater oder die Oper Gültigkeit — aber es ist zugleich der erste Schritt auf dem Wege, den wir künftig auch beim Film einschlagen werden. Denken Sie sich also eine solche Gestalt in einem Luftraum projiziert, natürlich eine Gestalt wie in unseren jetzigen Filmen, also eine lebendige, die sich in einer kinematographisch aufgenommenen Umgebung naturgetreu bewegt. Sie wird bei aller Vollkommenheit wahrscheinlich noch immer den Fehler haben, daß sie nicht ganz plastisch erscheint. Denken Sie sich nun weiter dieses geradezu magische Bild in die Mitte eines Zimmers projiziert. Sie haben vor sich dieses flimmernde Etwas, das Ihnen hundertmal besser, als es jetzt geschieht, das Leben vorspiegelt: und nun werden Sie vielleicht den Versuch machen, um dieses höchst lebende Bild herumzugehen — Sie werden es von der Seite ansehen wollen — und Hann wird es natürlich entweder zusammenschrumpfen oder allmählich verschwinden. Sehen Sie — das paßt uns Ingeirieuren nun auch wieder nicht. Wir werden bis dahin den Ehrgeiz haben, lebende Bilder zu schaffen, um die man herumgehen kann, genau so, wie um einen lebenden Menschen; sie sollen ebenso mit allen drei Dimensionen im Raume stehen. Denken Sie sich, Sie sehen vor sich Chaplin zappeln: Sie gehen etwas näher und betrachten ihn von der Seite — dann werden Sie ihn eben von der Seite sehen; oder Sie' kommen von hinten, dann erblicken Sie eben die Hinterseite des Herrn Chaplin —“ „Entsetzlich," stöhnte der Schriftsteller, „das ist wirklich die Technik des Phantoms —1" „Und wenn die einmal vollendet sein wird, so werden Sie sich ebensowenig darüber aufregen, wie jetzt über Film oder Rundfunk, bis dahin hat man sich schon daran gewöhnt. Aber ich will Ihnen noch etwas darüber erzählen, wie wir uns das technisch denken. Diese „stereoskopische Vision", wie man sie nennen könnte, wird in der Weise geschaffen werden, daß man die Darsteller nicht wie jetzt von einer Seite, sondern von allen Himmelsrichtungen aus aufnimmt. Sie werden dabei im Mittelpunkt eines Ringes von Filmaufnahmeapparaten und DasAeueste: dieTonfilmoperelte. Eine Unterhaltung mit dem Regisseur des „Liebeswalzers". Die meisten Leute vom Bau glauben schon heute an einen vollkommenen Sieg des Tonfilms. Auch der Regisseur Wilhelm Thiele, der übrigens vom Theater herkommt, läßt seine lebhaften Augen scharf hinter den Brillengläsern blitzen, wenn er über die Zukunft des Films gefragt wird, und äußert sich gläubig und optimistisch: „Die Entwickelung ist gar nicht aufzu- haltern Sie vollzieht sich übrigens in allen Ländern mit der gleichen Zwangsläufigkeit, und ich halte sie für einen Gewinn. Cs wird nicht mehr lange dauern, daim hat auch das kleinste Kino seine Apparatur. Ich will nicht behaupten, daß später lediglich hundertprozentige Tonfilme gespielt werden, dazu dürfte einstweilen schon die Produktion gar nicht ausreichen: aber überall wird man auch die stummen Filme mit der dazu gehörigen, für sie komponierten und synchronisierten Musik spielen, wir werden lernen, Filnx und Musik als ein Ganzes aufzufassen und zu werten." „Aber Has Technische —T „Das ist wirklich nur eine Frage der Zeit. Hoben Sie nicht bemerkt, daß die Aufnahmen und Wiedergaben von Film zu Film vollkommener werden? Rein! Das ist nicht eine Sache der Gewohnheit, sondern des offenbaren technischen Fortschritts. Ich bin gewiß, daß wir auf diesem Gebiete sehr bald das technisch Erreichbare geschafft haben: der Charakter des Mechanischen wird sich natürlich niemals verwischen lassen. „Sie haben jetzt die Tonfilmoperette „Liebeswalzer" vollendet. Ist es die erste ihrer Art?" „Die erste: was man bis jetzt gehört hat, waren lediglich Uebergangsstück. Ich denke dabei an solche Verbuche wie „Wenn du einmal dein Herz verschenk st" oder C i ch - bergs „Wer wird denn weinen?" Das sind stumme Filme mit nachträglich synchronisierter Musik." „Tonfilm-Operette. Ein ganz neuer Begriff. Was bedeutet er?" „Schwer zu sagen. Man denkt dabei zuerst an die Bühnenoperette, und so möchte ich Ihnen lieber sagen, was man sich darunter nicht zu denken hat. Wir wollten die 'flachen Operettenhandlungen vermeiden, andererseits aber g aubten wir, uns aus dem torilichen Element heraus gewisse Freiheiten erlauben zu dürfen. Jemand fitzt in seiner Limousine und singt „Du bist das süßeste Mädel der Welt" — von dem wir übrigens hoffen, daß es ein Schlager werden wird — und zwar mit Orchesterbegleitung. Wir hätten ihm ja einen Lautsprecher in den Wagen stellen können, um so Gesang und Begleitung zu motivieren — wir haben hierauf verzichtet. Das ist eine Freiheit, die wir uns genommen haben. Eine zweite etwa: einige Hosleute sind verzweifelt, sie erwarten einen Prinzen zu einer Verlobung mit ihrer Prinzessin Cva — das geschieht in einem kleinen humoristisch gezeichneten Duodezstaat Lauenburg, den zu schaffen wir uns gleichfalls erlaubt gaben. Aber der Bräutigam versäumt sich, und in ihrer Ratlosigkeit finden sich die Hofleute zu einem Quintett zusammen, das sie, wie in einer Dühnenoperette, absingen." „Sie haben sich^ sagten Sie, um die Handlung bemüht, daß sie über das gewöhnliche Operettenniveau hinausk.mme?" „Wir haben uns bemüht, alle Vorgänge menschlich zu motivieren unb etwaige plötzliche Entschlüsse und Wendungen psychologisch zu begründen. Im Anfang geschieht es, daß Bobby, der Sohn des großen amerikanischen Autofabrikanten Fould seinem Vater nach einer erregten Szene einfach davon in die Welt hinaus- läuft. Hier kam es uns darauf an, durch den textlichen Aufbau, durch die Gestalten — der Sohn ist übrigens Willy Fritsch — den Unterschieb der Generationen, und damit der Lebensauffassungen klarzulegen, die einen solchen plötzlichen Streit veranlaßen können. Am Schluß ein Gegenstück. Willh Fritsch hat sich nach einer erregten Berliner Kilmpremieren. Jtvan Mosjoukin in „Oer weiße Teufel". Berlin, im Februar. Hier ist zum ersten Male ein deutscher Tonfilm, dessen Art über das gewöhnliche Maß hinausgeht. Waren die bisherigen deutschen Ton- filme sämtlich mehr oder minder kühne Versuche, an die man nicht allzu große Mittel wagen wollte, so ist dieser „Weiße Teufel" in seinem Wesen und in seiner Ausstattung, in feinen Effekten und seiner Weiträumigkeit von beinahe amerikanischen Dimensionen. Das bedeutet: er ist auch ohne allen akustischen Apparat eine Sehenswürdigkeit. Richt, als ob dieses Tonliche zu missen wäre. Es begleitet den Film zumeist als Musik und Gesang, auf kürzeren Strecken als eigentliche Tonkulisse, wenn das Mikrophon etwa das Schlachtengetümmel oder die Kanonade eines Bergdorfes synchronisiert, und delikate Tonefsekte lassen sich hervorbringen, wenn sich in das Geheul eines Wintersturms ferne leise Musik mischt. Die Gesangspartien brauchen nicht gerühmt zu werden, denn sie werden durch den Chor der Don-Kosaken ausgefüllt. Rur die Sprache ist vollkommen au ^geschaltet, und zwar, wenn man die augenblicklichen Sprechprobleme des Tonfilms kennt, nicht zum Rachteil des Ganzen. Cs ist vielmehr erstaunlich, wie auch auf dem Gebiet des Akustischen der deutsche Tonfilm vorwärts- geht: hier ist bereits die Orchesterbegleitung (durch Schmidt-Gentner), der Gesang und alles tonliche Beiwerk restlos gelöst und kommt auf der Klangfilm-Apparatur vorzüglich heraus. Rach diesem Tonlichen, das bei Tonfilmen heute immer noch mehr interessiert als alles Bildliche, muh gerechterweise gesagt werden, daß Handlung und Ausnahme jeden durchschnittlichen Film überholt haben. Ein Millionenfilm. Man kennt seinen Regisseur Alexander Wolkoff der die graziösen Spielereien seines „Casanova' inszeniert hat. Man weiß, daß er mit gewaltigen Massen zu arbeiten versteht und erinnert sich, daß er damals den ganzen Markusplah von Venedig als Kulisse verwenden durste. Heute kann er noch gewaltigere Räume erfüllen und die größten Gegensätze überbrücken, denn „Der weiße Teufel" stellt nach einer Rodelle von Leo T o l st o i eine Bilderreihe aus dem Freiheitskampf der Kaukassier gegen die Russen dar, in deren Mitte Tolstois Held Hadschi Murat steht — er ist auch der Held Alexander Wolkoffs und heißt — damals war er Casanova — Iwan Mosjoukin. So wirkt dieser Film durch seine Kontraste: die Tscherkessen zeigt er in ihren Bergdörfern und den Petersburger Zarenhof mit seiner gesellschaftlichen Pracht. Hier kann sich Wolkoff entfalten, er baut Riesenräume mit spiegelndem Parkett, er hat einen (auch nach amerikanischen Ausmaßen) gewaltigen Theatersaal zur Verfügung, er hat sich ganz Petersburg errichtet und darf Straßen, Säle und Theater von glanzvollem Leben durchfluten lassen. Das sind Leistungen der Massenregie. Aber Wolkoff spürt daneben den Details nach, er läßt die Kamera über Pracht und Prunk gleiten, läßt Seide schillern, Ordenssterne glänzen, Lichtströme gleißen: in einzelnen Szenen offenbart er andeutungsweise die entzückendsten Einzelheiten... Dagegen kann er sich im Wilden und Kaukasischen gehen lassen. Er hat ein ganzes Bergdorf aufgebaut und kam es von den Russen kartätschen lassen (hier arbeuet auch der akustische Apparat verblüffend!), er hat kaukasische Reiter, die er zu Iagden, Verfolgungen und Schlachten aussendet, er liefert Feuergefechte, Lieberfälle, veranstaltet Bergstürze — kurz: er hat die Massen und er beherrscht sie. Darum wäre auch dieser Film ohne seine vorzügliche akustische Begleitung eine Sehenswürdigkeit. Er enthält darüber hinaus alle jene Elemente, die wirken und spannen, die stille Liebe, die wilde Leidenschaft, die Säle des Hofes und die Geheimnisse der Boudoirs, die Rauheit der Berge und das heldenhafte Sterben Hadschi Murats, in dem Mosjoukin sich selbst übertrifft, und wenn er zuletzt, das leidende Haupt von einer Gloriole umflimmert aushaucht, werden noch sehr viele Frauen weinen... Reben Mosjoukin als die Hauptdarstellerinnen: Lil Dagover und Betty Amann, die mit Moljoukin vor dem Vorhang erscheint. Denn das Ganze ist ein großes Wagnis gewesen, aber für die Ufa ein ungeteilter Erfolg geworden. A. Filmstudio 1929. „Menschen am Sonntag." Berlin, im Februar. Unter der Leitung von Moritz S e e l e r hat sich ein „Filmstudio 1 929" zusammengefunden, das letzt mit dem Film „M enschen am Sonntag" seinen „ersten Versuch" zeigt, wie es sich befmeiben ausdrückt. Aber es ist zu sagen, daß dieser Erstling ein ganz fertiges, ausgewaschenes und nahezu vollkommenes Wesen dar- stellt und daß das Studio mit ihm einen Weg beschritt, der mancherlei erfreuliche Aussichten bietet. Diese Menschen am Sonntag sind nämlich, man höre und erstaune, wirlliche ungeschminkte Menschen, also keine Filmstars, keine Diven, keine Helden, sondern Menschen mit ganz unfilmisch einfachen Ramen — Brigitte Borchert, Christi Ehlers, Annie Schreyer, von Wal- tershausen, Spiettstößer — die damit zum ersten und letzten Male vor die Kamera traten; denn heute gehen sie schon wieder alle ihrem Beruf nach. Sie führen uns in diesem „Film ohne Schauspieler" ein kleines Drama vor, das Erlebnis von vier Menschen, zwei Ladenmädchen und zwei beliebigen frischen Berliner Durchschnittsjungens, die sich für den Sonntag verabreden, einen Ausflug machen, sich bei Rikolassee und Schildhorn im Wasser und zu Lande tummeln, sich zanken und küssen... das ist riesig ba- Wikrophonen ft eben. Rach ähnlichen Prinzipien wird dann auch die Projektion erfolgen, nämlich derart, daß die verschiedenen Bilder und Klangaufnahmen zu einem einzigen Totaleindruck zu- samrnengefügt werden — und daß dieses Gesamtbild die Darsteller von allen Seiten wiedergibt, so wie sie vorher ausgenommen wurden. Lind dann kann es vielleicht geschehen, daß man ganz andere Theater baut wie jetzt. Der Zuschauer wird nicht mehr vor einer Guckkastenbühne sitzen, sondern in der Mitte eines weiten Raumes, der seinen Charakter bauemb verändert — bald ist es eine schöne Gebirgslandschaft, bald ist man an der See, dann wieder auf Wiesen und Feldern oder in Städten, und um ihn herum werden sich die plastischen Phantome bewegen, lebenden Menschen gleich, nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Sprache. Aber wenn man auf sie hinzutritt, dann werden sie nicht zusammenfahren — man wird durch sie hindurchgehen können, denn sie sind und bleiben eben nichts als Luft und Licht und nachgeschaffener Klang, künstliche Gebilde einer genialen neuen Filmtechnik. Lind nun denken Sie sich weiter, daß Fernsehen und F e r n f i 1 m derartige Gebilde überallhin drahtlos verbreiten werden — und daß in jedem Zimmer ein Aufnahmeapparat stehen wird, der den Raum mit derartigen Phantomen aus aller Welt erfüllen kann. Dann haben Sie ein Bild von der Technik, an der wir arbeiten, bann haben Sie eine Vorstellung von der Zukunft des Fllms!" „Tolle Dinge haben Sie mir da erzählt," sagte der Schriftsteller. „Wirklich, wir beschäftigen uns eigentlich noch immer zu wenig mit den Zukunftsmöglichkeiten der T"ch"ik. Wenn chr nur auch das erreichen tönrtet, daß mit so zauberhaften Mitteln kein Kitsch ges^fen wird, sondern eine wahrhafte neue Kunst, die uns vor allem geistig weiterbringt —!" „Die zu schaffen, überlassen wir euch," sagte der Ingenieur. „Also vereinigen wir unsere Arbeit zu treuem dauerndem Bündnis — für die Zukunft der Kultur!" Gute Lust im Atelier. Don Hans Dominik. „Hallo, Doktor, kommen Sie mit? Interessante Sache heut!" „Was haben Sie vor, Herr Direktor?" „Babelsberg, Doktor, Tonfilm-Aufnahmen im neuen Lisa-Atelier!" „Ree, danke Verehrtester, die .Akustik' ist mir zu kräftig. Habe noch vom letzten Male genug!“ „Keine Angst, Doklorchen. Heute gibt es keinen Gerauschfilm. Sprache und Gesang. Sie können den Iannings hören." Dr. Pedersen lachte. „Sie haben mich falsch verstanden, Herr Direktor, ich meine Akustik in Anführungsstrichen. Römisch-russisch-irisches Schwitzbad. Es war schon früher in der Rähe von 1000 Kilowatt Lampenstrom nicht angenehm, aber jetzt, wo Sie die Bude schall- und lustdicht vermauert haben. Ausgeschlossen, Verehrtester, das geht über meine Kraft." „Hall, Doktor! Sie kommen mir nicht weg. Sie wollen ein Mann der Technik sein, wollen über die neuesten Fortschritte schreiben, und wissen nichts vom künstlichen Wetter, vom .Wetter nach Wunsch'. Rein mit Ihnen ins Auto, das müssen Sie unter allen Umständen kennenzulernen." Dr. Pedersen nahm den Hut ab und fuhr sich mit dem Taschentuch über die Stirn. „Herr Direktor, wir haben schätzungsweise 30 Grad im Schatten. Wenn ich in Ihrem Atelier ... sagen wir mal gebildet, in Transpiration gerate, verreiße ich ihren Laden nach Strich und Faden." Ieht lachte der Direktor. „Erst sehen, Dokterchen, dann reden und schreiben." In schneller Fahrt brachte sie der Wagen nach Babelsberg. Die Szene war noch in Vorbereitung. Rur ein Teil der Starllichtkörper brannte, und das Sprechen war noch erlaubt. „Ranu, Herr Direktor, nanu?" nal, denn am Abend ist so gut wie gar nichts gewesen, sie wollen sich zwar am nächsten Sonntag wieder treffen, aber sie werden es nicht tun, denn in der nächsten Woche haben sie bestimmt schon andere Freunde und Freundinnen gesunden. Run ist aber dieses kleine Drama in ein gewaltiges eingebettet, in dem vier Millionen mit» spielen, das heißt Berlin. Rach dem Manuskript Billie Wilders streift die vorzügliche Kamera S ch ü f f t a n s unter der Regie von Robert Siodmak durch die Stadt, die sich am Samstagabend zur Ruhe begibt: sie begleitet die Berliner, wie sie am Montag ausfliegen, zeigt die Deinen Freuden und die tiefe Melancholie eines Berliner Sonntags, die ausgestorbenen Straßen, die öden Hinterhäuser, die Bettler, die auf den Parkbänken schlafen und dösen, während sich draußen die Wandervögel tummeln und die Familien nach altem Brauch Kasfee kochen. Der Sonntag des Berliner Kleinbürgers: karge Freuden in einer kargen Landschaft. Sicherlich hat dieser Film sein größeres Vorbild, ohne das er undenkbar ist: Walter Rutt- manns Berlin-Film. Aber es ist nicht einzusehen, warum nicht ein so fruchtbarer Gedanke wie Ruttmanns Filmreportage nachgeahmt werden soll. Und hier ist die Racheiferung eines großen Vorbildes schon beim ersten Anlauf gelungen. Die Menschen sind wirklich einmal in des Wortes verwegenster Bedeutung „aufgenommen", sie sind, ohne jede Uebeitreibung und Pose „aus dem Leben gegriffen", fie sind überrascht worden, barum wirken sie, darum hat dieses Deine Drama seine Schwere und Bedeutung, darum Datscht das Publikum mitten in die Bilder hinein und kann am Schluß des Beifalls kein Ende finden. Dann erscheinen einige von jenen vorhin genannten Ramenlosen: wirkliche kleine anspruchslose Ladenmädchen, die fick felbft gespielt haben und sich hoch erfreut und ganz ohne Divagrandezza verbeugen. Die Moral: es sollte viel mehr ungeschminkte Film-Reportage getrieben werden! B. D. Dr. Pedersen zog schnubbernd die Luft ein ..Unbegreiflich, hier können doch kaum mehr als 20 Grad sein." „Zwanzig, Doktor! Stimmt!" — Der Direktor wies auf ein Thermometer an der Wand. „20 Grad, Herr Doktor, nicht weniger aber auch nicht mehr. Ständig erneuerte Frischluft von 20 Grad Celsius und 55 Prozent Feuchtigkeit." „Ton, Herr Direktor! Ich gestehe, der Anfang ist vielversprechend. Aber wenn die Ausnahme steigt, wenn erst alle Lampen brennen, wie wird's dann?" „Dann, lieber Doktor, dann erneuert die Frischluftanlage, die wir hier eingebaut haben, die gesamte Atelierluft alle sechs Minuten. Also schlimmer als während der ersten drei Minuten kann die Sache unter keinen Umständen werden." Prüfend sah sich Dr. Pedersen im Atelier um- „Hm ... sechs Minuten.- Der Raum hier wird ungefähr 6000 Kubikmeter Luftinhalt haben ... alle sechs Minuten erneuert — das dürfte doch einigermaßen knattern, zischen und rauschen. Wie verträgt sich denn das mit Ihren Tonfilm-Aufnahmen?" Der Direktor schlug ihm auf die Schulter. — „Das ist ja gerade der Witz bei der Sache. Doktor, daß der Luftwechsel durch ein ganz raffiniertes Dchalldämpfungssystem vollkommen geräuschlos vonstatten geht. Zischen und Rauschen?! Wo w r hier jeden Sperling Wegfangen müssen, der sich etwa ins Atelier verfliegt. Wo denken Sie hin, hier dürfen nicht mal bi« Flohe husten. toerui Tons.lm-Aufnahme ist." „Achtung! Ruhe! Ausnahme!", schrie das Megaphon. Alle Lampen flammten auf, das S-ie! begann. Minuten summten sich zu Viertelstunden, bis endlich der letzte Ton verl.ungen. die Szene beendet war. „Ra, Doktorchen. was sagen Sie jetzt?" „Fab lhaft, Herr Direktor. Immer noch 20 Grad. Ich erkläre mich für geschlagen. Aber sagen Sie. das mühte doch auch etwas Gutes für die Kino- Theater sein?" „Richtig geraten, Verehrtester. aber Sie kommen mit Ihrem Vorschlag etwas post fcstum. In Amerika wenigstens hat man das schon lange. Da hängen die Riesenthermometer an dem Ein- gang, die an heißen Sommertagen die Kühle des Innenraumes anzeigen und erzielen damit vollere Häuser als mit luiuriösen Innenausstattung aen und ähnliche Scherzen. Der Zudrang zu diesen Theatern war so groß, dah die teuersten Anlagen in weniger als sechs Monaten abge- schrieben werden konnten." „Hm. ja Herr Direktor, dann wärs eigentlich Zeit, daß man auch in Deutschland dazu überginge." „Richtig, mein Lieber! Ganz meine Ansicht, älnd ich kann Ihnen verraten, dah die Sache schon in Vorbereitung ist. Wenn Sie jetzt einen Artikel über das „Wetter nach Wunsch" schreiben, können Sie Ihren Lesern erzählen, daß auch in Deutschland demnächst Kinopaläste r/.it einer solchen Anlage ausgerüstet werden sollen." Wirtschast. Wochenbericht vom frankfurter Effrktenmarkt. Auch in dieser Woche änderte sich am Bild der Börse nur wenig. Die anhaltende Orderlo'igkeit war vor allem ausschlaggebend und gab der Tendenz das Gepräge. Die Spekulation zeigte kaum Interesse, zu Deckungen zu schreiten, da die Klagen über das Fehlen des Publikums und des Auslandes am Börsengeschäft beängstigende Formen annahmen. Verschiedentlich kam Material an den Markt, und die Kurse gaben von Tag zu Tag immer mehr nach. Auch die schlechte Lage der Auslandbörsen machte keinen guten Eindruck. Eine Ausnahme machten eigentlich am Rentenmarkt Türken, nachdem hier jetzt unzweideutig bekannt wurde, dah die türkische Regierung ihren Schulden nachkommen wolle. Das Geschäst war in diesen Werten recht lebhaft bei namhaften Kurssteigerungen. Aber der Aktienmarkt wurde hiervon nicht berührt, die Lustlosigkeit hielt an. Von internationalen Papieren waren Chadeaktien auf die schwache Veranlagung der spanischen Valuta stark angeboten und schwächer. Als vorteilhaftes Symptom war lediglich die g ü n st i g e G e l d - Marktverfassung zu bezeichnen. Hieran knüpfen sich erneut die Hoffnungen, dah bald weitere Diskontsenkungen vorgenommen werden dürsten und dem Markt hiervrn ausgehend eine gewisse Garantie für eine oei.ere Geschä tsent,al- tung für die Zukunft gegeben wird. Obwohl der Auftragsmangel anhielt und die Kurse weiter etwas nachgeben mußten, war im Grundton der Börse eine gewisse Widerstandskraft nicht zu verkennen. Zeitweise war auch ein Aufflackern bei der Spekulation festzustellen, so daß zeitweise eine zuversichtlichere Stimmuni aufkam, die ober bald wieder von einer fast noch größeren Lustlosigkeit abgelöst wurde. Anlaß hierzu boten vor allem die Aengstlichkeit der Kulisse und daZ Fehlen der zweiten Hand. Trotz der immer nachgebenden Tendenz waren die Kursverluste in die'er Woche nicht sehr erheblich, wenn man einen Vergleich zwischen den letzten und den Kursen zu Beginn der neuen Woche zieht. Rur in einigen Spezialaktien konnte sich zeitweise eine etwas lebhaftere älmsah'ätigkeit herausbilden. Aber das schnelle Einheimsen schon des kleinsten Gewinnes führte zu Abgaben. Zum Wochenschluh trat eine gewisse Freundlichkeit etwas mehr in Erscheinung. In der Hauptsache wurde die Stimmung vom Elektromarkt ausgehend zuversichtlicher, so dah schon bei kleinstem Deckungsbedürfnis die Kurse wieder etwas anziehen konnten. Aber auch die vorteilhaften Geldmarktverhältnisse und die etwas bessere Situa'ion an den Auslandb'^rsen waren der Anlaß hierzu. Einen guten Eindruck konnte noch die steigende Ruhrkohlenförderung machen. Die Spekulation bekundete etwas mehr Deckungsneigung, so dah in Spezialaktien das Geschäft eine Heine Begebung erfuhr. Die Rebenmärkte lagen aber nach wie vor verödet. Trotz eines Einfuhrüberschusses wurden die Ianuar-Auhen- handelszissern günstig beurteilt, da gleichzeitig die Ausfuhr eine Steigerung aufwies. Gegenüber den Kursen der vergangenen Woche waren Danken uneinheitlich veranlagt. Don Elektroaktien hatten Siemens mit minus 6 Proz. den größten Verlust. Schuckert lagen knapp gehalten. AEG. büßten 5 Proz. ein. Gesfürel und Licht & Kraft konnten ihre Abschläge bis auf 4 Proz. vermindern, da Zusammenschluhgerüchte dieser linier» nehmen einen Teilausgleich Herstellen konnten. Kaliaktien schwächten sich von 4 bis zu 6 Prozent ab. Montanaktien standen zumeist im Hinter- grurde und verloren bis zu 3 Proz. Kunstseidepapiere lagen auf Meldungen von Detriebsein» schränkungen schwächer, konnten sich aber infolge der etwas besseren Situation leicht erholen. Schiffahrtswerte und Zellstoffaktien waren gehalten. Reichsbankanteile leicht gedrückt, doch muh der Dividendeabzug berücksichtigt werden. Am Rentenmarkt traten, wie schon erwähnt, Türken in den Vordergrund. Aber auch für Oesterreicher, Serben und Ungarn bestand bei gebesserten Kursen Rachfrage. Deutsche Anleihen halten kleineres Geschäft, lagen aber gut gehalten. Am Geldmarkt waren Tagegeld mit 6 Prozent reichlich angeboten. Am Devisenmarkt war Spanien schwach. Aber auch die Mark mußte elwas nachgeben, was jedoch scheinbar au' die reichlichen Goldkäufe zurückzuführen sein dürfte. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Die wiederum schwächeren Meldungen von den Auslandmärkten und das weiterhin sehr schwache Mehlgefchäft liehen auch zu Beginn der neuen Woche keine Unternehmungslust aufkommen. Bei sehr geringen Umsätzen neigle die Tendenz weiter zur Schwäche. Weizen war infolge 4et schwachen Veranlagung an den kanadischen Pools stark vernachlässigt. Auch der weiter unbefriedigende Mehlabsatz drückte hier auf den Markt, so dah bei etwas stärkerem Angebot der Preis weiter nachgeben muhte. Bei weiter großem Angebot, namentlich von feiten der Bauernschaft, war Roggen trotz der Stützungsaktion schwächer. Während die Loconotiz aus dem erwähnten Grunde ziemlich gehalten war, waren die Terminpreise erheblich niedriger. Der Abruf von Mehlen war wieder schwach, so dah trotz der Ermäßigung der Weizenmehlpreise von feiten der Mühlen- tonvention keine Belebung des Geschäftes zu verzeichnen war. Roggenmehl stärker vernachlässigt. G e r st e still bei nachgebenden Preisen. Hafer verzeichnet« ruhigstes Geschäft, doch gab der Preis infolge der sch.cchien Lage am Roggen- marue ebenfalls nach. Am Mais markt« konnte die zum Schlüsse der vergangenen Woche eingetretene Erholung kein« Fortschritte machen, im Gegenteil, es machte sich stark« Derkaufsneigung gellend, so dah der Preis ganz erheblich niedriger war. Von Kleie konnte sich Wei'en- kl:ie gut behaupten, während Rog^e.kleie schwächer lag, da Roggenlleie den Schrot e.scht. Hülse n f r ü ch t e stark ermäßigt. Rauhfuttermittel und Kartoffeln gut gehalten. Der Wochenschluh war weiter lustlos und schwächer. Lediglich Roggen konnte sich durch weitere Stützungskäufe halten. Im Vergleich zu den Preisen der vergangenen Woche gaben Mais und Doggenmehl je eine Mark. Weizen und Weizenmehle je eine halbe Mark. Gerste, Hafer und Roggenlleie je eine viertel Mark nach, während Roggen- und Weizenkleie behauptet blieö. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 23, Roggen 17.35 bis 17.50, Gerste 18. Hafer 16, Mais 15,50, Weizenmehl, südd., 38,75 bis 39.50, Weizenmehl, niederrh., 38,75 bis 39 50. Roggenmehl 24,75 bis 26. Weizenkleie 8.. Roggenkleie 8 25, Erbsen, je nach Qualität, 22* bis 33. Linsen, je nach Qualität, 35 bis 80, Heu, südd.. 9,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepr.. 5, dto.. gebündelt, 5.25. Treber, getrocknet, 12, Kartoffeln. Industrie hiesiger Gegend, per Zentner 3 Mk. Wochenbericht vom Frankfurter Schlacl tviehmarkt. Trotzdem der Auftrieb überwiegend Heiner war, konnte sich kein lebhafteres Geschäft entwickeln. Die Stimmung ist nach wie vor infolge der gespannten Wirt chaftslage gedrückt. Die Exportbeteiligung hat weiter nachgelassen, so daß auch die Metzger nur für den notwendigsten Bedarf kauften. Während am Hauptmarkt das Geschält allgemein sehr ruhig war, konnte man am Rebenmarkt für Kälber und Schafe etwas größere Kauflust beobachten. Dagegen waren Schwein« sehr stark darnach- läs.igt und muhten gegen die Hauptmarktnotie- rurgen bis zu 5 Mark nachgeben, wobei noch gr-^-'1- "e^-—verblieb. Am Rindermarit war d A ftr c"> etwas f<.Lu v,.r. -,giv i. ij.gern Hanöei toucue nahezu orsverkauft. Die Preise blieben durchweg gut behauptet, Kühe kennten etwa 2 Mark gewinnen. Wie sch n erwähnt, hatten Kälber und Schafe am Rebenmarkt recht lebhaftes Geschäft aufzuweiscn. was in der Haupt ache auf den geringeren Auftrieb zurückgeführt wurde. Hier konnten die Preise allgemein etwas anziehen. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1436 Rindern, darunter befanden sich 320 Ochsen, 80 Bullen. 530 Kühe und 350 Färsen, ferner aus 1361 Kälbern, 311 Schafen und 5333 Schweinen. 2m Vergleich mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 26 Rinder. 182 Kälber und 188 Schaf« weniger aufgetrieben, während 315 Schweine mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurden per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 53 bis 53, a2) 52 bi3 55, bl) 45 bis 51; Bullen a) 53 bis 57, b) 47 bis 52; Kühe a) 46 bis 49. b) 41 bis 45. c) 31 bis 40, d) 28 bis 33; Färsen a) 53 bis 59. b) 52 bis 55, c) 48 bis 51. Kälber b) 73 bis 73, c) 63 bis 72, d) 62 bis 67. Schafe a) 48 bis 53, b) 40 bis 47. Schweine b) 73 bis 75. c) 74 bis 76, d) 74 bis 76, e) 71 bis 74. Verglichen mit den Preisen der vergangenen Woche waren Ochsen, Bullen und Färsen unverändert, während Kälber bis 5Mk., Kühe bis 2 Mark und Schafe bis zu 1 Mark gewinnen konnten. Schweige verloren bis zu 5 Mark. • 0 Frankfurter Handelsbank A. - G. vorm. Frankfurter Viehmarktsbank, Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat befchloß. der auf den 2. April einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von wieder 10 Prozent vorzuschlagen. Frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers" Frankfurt o. 9)1., 22. Febr. Tendenz: ge- schäftslos. — Auch zum Wochenschluh änderte sich an der Geschäftslosigkeit der Börse kaum etwas. Infolge des anhaltenden Ordermangels und der fehlenden Anregungen kamen zu Beginn des Marktes kaum Umsätze zustande. Die ungetlär- ten innerpolitischen Verhältnisse und die wenig günstigen gestrigen Auslandbörsen mahnten zur Zurück- hallung. Der Geldmarkt war zu dem bevorstehenden Ultimo ebenfalls etwas angespannter, doch konnte hiervon ausgehend keine Veist.mmung P.atz greifen, da im großen und ganzen die Gelümarrtverhältniste als gü. ft.g beurteilt wurden. Infolge der Geschäftslosigkeit verhielt die Spekulation sich aber re- serv.crt und schritt vereinzelt zu Abgaben, so daß sich bei eher schwächerer Tendenz kleine Abschläge ergaben. Zu den ersten Kursen kamen kaum Kurs- not.erungen zustande. Am Elektromarkt eröffneten Siemens 2 v. f). schwächer. AEG. lagen wenig verändert. Am Chcmiemarkt gaben Farben 1 o. ch. nach, Deutsche Erdöl verloren 2,75 o. H. Am Montanmarkt war die Umsatztätigkeit gering. Nur Ilse Bergbau machten eine Ausnahme und waren leb» Hosier und gebessert. Dieses Papier gewann auf höhere Absatzschätzungen 4 o. S). Don Kaliaktien konnten Aschersleben 1 o. H. anziehen. Reichsbank lagen behauptet. Renten gaben überwiegend etwas nach. Im Verlaufe bewerte sich die Tendenzgcftal- tung. Auf vereinzelte Rückdeckungen ergaben sich gegen Anfang zumeist Erholungen bis zu 1 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt nan/te man Mvrk gegen Dollar 4,1895, gegen Pfund 20 “650, gegen Paris 124 28, London gegen Kabel 4,861250. gegen Madrid 39,50, gegen Mailand 92,85, gegen Schweiz 25,1975, gegen Holland 12,1261. Berliner Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 22. Febr. Die ungeklärte politische Situation bewirkte stärkste Zurückhaltung aller Kreise für die heutige Samstagdörse. Schon vormittags ließ sich ein Nachgeben des Kursniveaus voraussehen. Der ^fte Neuyorker Schluß konnte nur wenig an der Stimmung ändern, und die Meldung, daß in Londoner Börsenkreisen mit einer weiteren Reduki on der Bankrate gerechnet wird, fand sehr skeptische Beurteilung. Alle diese Momente mußten aber zu Beginn des offiziellen Verkehrs gegen die Geschäftslosigkeit verblassen. Das Niveau log überwiegend 1 bis 2 v. H. unter gestrigem Schluß. Auffallend schwach tendierten Zellstoffwerte, von denen Waldhof und Feld- mühle 3,90 bzw. 3 v. H. verloren. 2 dis 3 o. H. gedrückt lagen ferner Schubert & Salzer, Deutsch« Atlanten, Deutsche Linoleum, Schuckert. Siemens, Berliner Handelsgesellschaft. Durch Widerstandsfähigkeit fielen Koliwerte auf die günstigen Adsatz- schätzungen des Kalisyndikats für Februar auf. Von Kohlenwerten lagen Ilse Bergbau und Essener Steinkohlen 4 bzw. 1 v. H. gebessert. Deutsche Kabel plus 2 v. H. und Licht & Kraft plus 1 v. H. ebenfalls freundlicher. Die übrigen Märkte waren der Tendenz entsprechend etwas schwächer. Deutsche Anleihen nachgebend. Ausländer geschäftslos. Pfand briefmarkt unentwickelt. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Nach den ersten Kursen wurde es ziemlich uneinheitlich und teilweise weiter nachgebend. Später trafen für Siemens, Schuckert. Farben usw. einige verspätete kleine Kauforders ein, worauf diese Papiere etwa 1 v. H. anzogen. Ein Dementi, wonach ein Verkauf von 30 v. H. des Aktienkapitals der Deutschen Atlantischen Telegro- phen-Gesellschoft an eine unbekannte amerikanische Finanzgruppe nicht stattgefunden habe, fon^em durch deutsche Banken verhindert worden fei, fand stärkere Beachtung. (Sinaefonbf. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Hygiene?? Im Zeitalter der Hygiene fragt man sich, wie es zu verantworten ist, daß unsere Straßen in diesen kalten und trockenen Tagen ohne jede Anwendung von Wasser gekehrt werden. Vorübergehende müssen eine Zone häßlichsten Staubes durchqueren, der sich in Mund, Nase und Augen setzt, gar nicht erst zu reden von den bedauernswerten Straßenkehrern, die mit ihrem mehr oder weniger unterernährten Organismus dieser Wolke von Dauerinfeftion ausgesetzt sind. Ferner möchte ich die Aufmerksamkeit des wieder zum Leben erweckten Hausfrauenvereins auf einen Uedelstand lenken, der einem immer von neuem unerfreulich und widerlich ist. Cs gibt hier noch eine ganze Anzahl Lebensmittelgeschäfte, in denen Nahrungsmittel mit den Händen angefaßt und verabfolgt werden, mit den gleichen Händen, die das Geld in Empfang nehmen, das Wechselgeld heraussuchen und die während des Bedienens an» gehustet werden und eine eotl Schnupfennase bedienen müssen. Der einzelne ist da machtlos. Es wird sehr unliebsam empfunden, wenn man etwas sagt, und gebessert wird nichts. H.S. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 v. H., Lombardzinsfuß 7 v. H. :trannun 0 Di. Berlin l'Ul'P täraiup’i An.an^ " * 1 CT re 'u r« | Kure Datura 21.x '2. /. 21.,. 22.2. 6% Deunche Rcichsaraeihe von 1927 ... ...... 7% Deutsche ReichSanieihe 87,5 — 87.4 — von 1929 .......... Deutsche Anl.-Ablöl.-Cchuld mit 97 *— 97,4 I Aueloi..Rechten....... >1.6 — 51,7 51.4 De»gl. ohne Auslvl.-Rechte . . . 8% Hell. Bvlksktaat von 1929 a.8 8,6 8.8 8,6 (tüd-nblb. 102%)...... Cberfb ilen Provinz • Anleihe mH 87 — 87,1 — Auoivi.Rechten...... Teut|che Komm. Sammelabl. — — • — Anleihe Serie 1..... 8% ftrau(|. Hnv.-Bank Koldpfe 49.25 — 49 — XIII unfimobar bh 1031 . . . S6.5 — — * 7% .xranTf. Suv-Bank Koldpse unfünbbar bis 1932 .... Rbeinliche Hnp.-Bank 5,75 — - - fitau. Goldpfe........ 8% Pr. Lanvcopsandbricfanstalt, 82,9 — — Plonvbrieie R. 17...... 97 — 47 6% '13 r üanoesvianvbriesankiait. Romm.-ib.. R. 16...... 7% 'Br. l.'anDet'Planobrirfanfialt, 94,5 — 94 — Psanodnele tR. 10...... A.E.lS. abfl. Q'tcht,che (Solbrcnte . . _ 4,20% Ceitcrrridiifdic Silberrtntf 4% Lelterreichiiche Einheitliche i.25 — 5,5 Rente......... 2,9 — 2,95 _ 4% Ungarische (Soldrente .... ZG.2 —— 2 6,2 _ 4% Unflariidir 2toa:srente v. 1910 — — 23.2 — 4>4% desgl.von 1913 . . 24,5 — '4.65 — l% Ungarische Kronenrente . . 2,8 —— 2.8 z.75 1% Zürtlidie flollamrlbe von inii 4% Türliiche Bagdadbabn-Anl M ,75 .9 6,3 Terie 1.......... .65 .75 4% veech. Serie ll...... 5% Rumanilche vereint) Mente .65 — 6,75 6.7 von 1903 - - - 10.8 — 10.75 — 4V*% Rumänische vereint). Rente von 1913 ......... 6,65 — 16,9 1 — 4% Rumänische vereinh. Rente 8,525 . — 8.6 'tranhun a. 2H. Berlin <-chiuy» ur« 1-uhr- Kur Gchlutz- Anta y iur l Nur« Oatym 21.2. 22 .2. 21.7. 22- 2. • •lUitburfi-Vimerda Watet . ( 161.5 — 10.,5 iö5 hamburg-Lüdam. Dampfschiff . S — 168.5 —- Hanta Tampssckiifs..... 10 — — —- .'torddeuticher L'ond .... . 9 103.75 —— •03,75 103,13 Allgemeine Deutsche CreditanN 10 121,25 — 121,25 121 Barmer Bankverein ... 10 29.5 129,5 29.25 129.25 Berliner Handeteqelellschaft . 12 -*• 186,5 184.5 liornrnrrv uno Brivat-Bank . 11 '55,5 155,5 155,5 155.5 Darmstadter und Nationalbank 12 237,5 —- 237.25 337 25 Deutsche Bank und Tieconto Gesellschaft, . . . 10 49.5 149 149 149 Dresdner Bank...... 10 49,75 149 49.65 149 Reichebarrl . ....... 12 290.25 — 292 291,5 EG........... . 8 172,5 172.25 172.75 172 Bergmann........ — — 204.75 203.5 jlcltt. Liesening»geseMchaft. 10 — —— 63 —- Licht und Kraft...... 10 61,25 — 166 — selten & Guilleaume . . - 125 — 125 W Yeseltschast für (iicttriidie Unternehmungen .... 10 168 — 168 — Hamburger l!iektri,ität4.'2Lerke 10 — — — Rbetuliche Elektrizität . . . 9 — — • — Lchleshche Elektrizität. . . . 10 — • • 64 _ Sdiudert & lio...... 11 •w — 7.75 185,5 Liemens L Haioke..... Ifl — 257 259 256.5 Iraneraoto ....... . b — — - - vabm-ver S Co....... V 65 — 165 — Buden"......... . ö '4,5 — 4,5 73.75 Deutsche ErdSI...... . 6 - 100,75 103 1.213 Essener Steinkohle . .. . . b — ■ 36 134 Gelsenkirchener...... . f* 37.5 — 137,75 •37 Harpen er......... . 0 '36 — — Hoesch Eisen........ ey. — 109.75 - 3ite Bergbau ....... 10 — 260 256 269 Klocknerwerke....... 06 105.7 05.25 tioin-Rcuessen....... - - • 07.7 — Manneemann-M^bren . . . . ( — 4.5 IU4.- .04 Blanefelder Bergbau .... b. 25 — I 4.75 4.5 Cbi’rirfilel. Ifi'cnb.-.-Hirf . . . . f> Lberichlei. H 'teroerte . . . 7 i0»'. 100 Ybi'nlr Bergbau . . . 6' »2.9 Ml?. 102 Rheinische Braunkohlen . . 1< 242 — .'41,75 240 Rbeinstahl........ 117 117 115.75 Riebeck Montan ...... 7,2 — — - vranfnin a. . | Berlin 10.5 - 211. 211 Kaliwerke LaUdetiurtb . • 1t 356 — 456 355 I. ®. Warben.Industrie . Tvnamit Nebel . . . » r. 64 163 2 5 164 163.25 . <• Scheideanllalt..... . V — — — - Koldlchmidt ..... . t> 08 25 — 68.13 68 Rütgerowerke..... . « n 76,6 76.9 76 Metallgelellschaft. . , . . b 08.5 — 108.5 —- Pbtlipv Holtmann . . . - - 7 96.5 - 96,5 — Zementwerk 45eide!berg 1' 124,25 124,6 — — Zementwerk Karlstadt. . 10 141 — — Wavb & strehtag . . . - k 86,75 S7 Gdtultbcle Pavenhofer . 1b - - 270,5 270 Listwerke....... r. — - ?u8,25 200,25 21ku ....... V ,75 — 112 111 Bem berg....... e 1' i64 — 164 162 Zellstoff Waldkmk . . . • 13V. — 7.5 203.6 .qenflclf 91'chasienbora . • 1 153.75 - 53 152 ssdartottendurger Walter • . b - — 104.4 104 Teiiauer ("iis..... e . 9 - — •71 170 Daimler Motoren . . . . 0 — — 38 18,13 Tcutsche Linoleum . . • e . ?46 245 242 Maschinenbau A.-G. . . . 0 — * *4,13 44 Rat. 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Ungarische Noten 4.164 58,20 111,73 20-32 16.385 167.56 21,95 111.70 58.83 2.465 111.96 80.70 51.79 12.35 72 92 4,184 58,44 112.17 20,40 16.445 168.24 22.03 112.14 59 07 2.485 112.42 81.02 52.01 12.41 . 73 22 21. etruar 12. Februar Amtlich Gelb Notierung Brl f Amiuche Isolierung Gelb Brie- .111! t.«'Hotf. 167,7a ibd.12 167.78 168,12 Bu n RtreS 1,575 1,579 1.582 1.586 e-rss. ;iitro Gbrifti utii. 58.28 58.40 58.29 58.41 Hl.b? '12.0: 11.88 ,12.10 itovenbaa n 12.04 112.2' 12.07 112..9 2lock. ol,n . 12.26 H2.46 112.28 11..53 Prlnttg.orL. 10.53 10,53 10 529 10.549 Jtalie.i . . 71.91 21,95 21.915 21.955 Uonbon. . . -0.343 20,38.- '0.343 2o.uc5 cunort . . *.1853 4,1.3 4..86 16,365 4,194 ■V ris. . . 16,37 16,41 16.405 schwel; . . 30,7a 80,8 80.74 BO.90 Coa ('n . 51,60 51.70 51.55 51.65 Japan . . . "io b- fttn 2,057 2,061 7.057 2,1.61 1.46 0.46? 0 468 0.470 Wie 1 in D-- Ceft. abfleft >8.925 58.940 58,^25 59.045 Prag - . . 2,392 12.41'/ 12,394 12.414 siel trab . . 7,367 7,381 7,372 1 386 Budav t. . 73,12 73,2t 73.13 73.27 Bitt aricn s a 27 3.03 3.032 3,038 ifabou 8.81 19.91 '8 87 8.91 7 an! g. . . ‘ioi.fi ntla. -1,33 Hl ,49 31.33 31.49 1.853 1.85 z 1.833 1.837 2tfeit . . >.415 5.423 5.41 j 5.425 Tanada 4.165 4.173 4.156 4.164 llru uay. . 3,666 3 674 3.666 3.074 Cairo . . . 20,865 23,905 20.865 20.505 ESSLINGER WOLLE KAMMGARNSPINNEREI MERKEL L KIENLIN G.M.B.H 756D unter Benü'zung der regelmäßig erscheinenden Wo'lhefte. Denken Sie daran urd bestellen Sie die Wollhef e bei der Post. Vierteljährlich 2 Hefte zu 24 Plennig. GEOR. 1830. ESSLINGEN A.N DIE AUSSTELLUNG MODERNER HANDARBEITEN vom 7. bis 9. 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Februar nachmittags 4 Uhr Kinder-Kostunfest _______________*>1237 Kurhaus Bad-Nauheim Samstag, den 1. März 1930, abends 8.11 Uhr: Der ßro&e Kurhaus-Maskenball Größte karnevalistische Veranstaltung Oberhessens im Groben Bühnensaal mit Vorsälen und in Sälen des Kurhauses Mehrere Tanzorchester Zutritt haben auch nichtmaskierte Personen Eintrittskarten: einschl. Kleiderablage im Vorverkauf bis Freitagabend 5 — RM. Am Balltage (Samstag) 6.50 RM. Zuschlag für Logenplätze im Großen Bühnensaal 2.— RM. Kartenvorverkauf: an der Kurhauskasse. (Nach- nahmesend ung durch Geschäft szimmerKurhaus) In Gieben: Musikalienhandlung Ernst Challier, Neuenweg9 i5i«D und im Hapag-Reisebüro Loeb, Seltersweg 93 Cafe Cftmend Utgf daz mi das $2 be 11» f°hl Ei 'WS 5«6tiQttb„kM b>e £ Me i( l'^en - N bSQnj Sni9en$.6« -rch