^ßymnaslum. bttler Eintritt on* 80 -ntum 4. ang? ’’ 231 Februar ’^asltun, ^ttes i.l.otatetliit lschrnDereinShauL", rtmij andschasten (Lieber. Imt-BetidWigung Gilbet aus Kamerun slonte wüten haben. osten 50 Pienntg. WM L 14'70 Wem W frage am Connfag, norm. 11 ■< W.irn chtvt, FriedrWr.: nur: Feuigkeilen aus ' m 1470D pper: St'foW* \ enen pbg$itaiii(f|cn un6 ungtn in QloMiwtn. Adolph. Sommer. )nung. lonat Januar 1930 zu gen KranleMcn» und ^erungsVeilrage können ,W. ohne Wen an die ’en gezahii tverden. Aach >ende Zahlungen können Lina derDabngedudrcn cniouherdemlehensich bec Zmangsbeikretbung 1 ntw* i , Februar 1930. : rtshronhenftaflt * und abrik :n von Nr. 44 Erstes Blatt 180. Zahrgang 8reltag, 21 Zebruar 1950 (Er |d)e im iogl>ch,auhei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Dlluftrierte (Biebener FamUtenblätter Heimat >m Bild Die Scholle monats-Bepigsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richler- scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Htrnsvrechanschlüffe anterSammeInummer2251. Anichrist |üi Drahinach» richten Anzeiger Sieben. pofifd)ed"tonto: firontfurt am Main 11686. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick vnd verlas: vrSHI'sche UniveriItStr-v«ch. und Steinörnderti B. fange in ffiieften. Sdjriftlclhing und Geschäfts«-«-: Schni«ra!>- 7. Annahme oen Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag oorher Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Neichspfennig, für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20" , mehr Chefredakteure Dr Friedr Wilh Gange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Oesterreichs Weg. Zum Berliner Besuch des österreichischen Bundeskanzlers. Der österreichische Bundeskanzler Schober weilt dieser Tage in Berlin, um seinen lange an- gekündigten Besuch in Deutschland äu verwirklichen. Schober ist bei uns kein Unbekannter. Ganz Deutschland hat den Kampf mit teilnehmendem Interesse begleitet, den der österreichische Bundeskanzler um die Gesundung des innenpolitischen Lebens seines Landes geführt hat. Gefahrdrohend genug war die Lage, als Schober die Zügel der Regierung fest in die Hand nahm. Bei der Sozialdemokratie war er nach den blutigen Ereignissen des Jahres 1927 in Wien einer der verhaßtesten Männer. Trotzdem ist es ihm gelungen, binnen wenigen Der öfterreichlfche Bundeskanzler Schober ist zu einem Besuch in Berlin eingetroffen. Wochen die Verständigung herbeizuführen, durch die Oesterreich eine Derfassungsreform erhielt, eine Derfassungsreform, die das Land aus dem schrankenlosen Parlamentarismu. befreite und dem Staat eine Spitze mit eigener Autorität gab. In Oesterreich ist durch Schobers realpolitischen Weitblick eine Entwicklung vollzogen worden, die dieses Land verfassungsrechtlich etwa in die gleiche Linie mit Deutschland rückt, nur mit dem Unterschied, daß in Deutschland dieser Sinn der Derfassung nicht erkannt und nicht in die Wirklichkeit überseht wird. ist kein Zufall, daß gerade diese auf streng verfassungsmäßigem Wege herbeigeführte Stärkung der Staatsgewalt und der Staatsautorität sich international alsbald günstig ausgewirkt hat Schober selbst hat wiederholt darauf hingewiesen, wie sehr das Entgegenkommen der Großmächte gegenüber Oesterreich durch diese Tatsache beeinflußt worden ist Oestereich hat jetzt finanzpoli isch wieder die Arine frei bekommen and wirb die Gelegenheit, sich zu rühren, nicht vorübergehen lassen Schobers realpolitischer Blick hat zunächst einmal die wichtigste außenpolitische Frage in Angriff genommen, nämlich den Ausgleich mit Italien. der allerdings nur durch den Verzicht auf eine Agitation zugunsten des deutschen Südtirol möglich gewesen ist Sicherlich sind bei dieser Gelegenheit manche vaterländischen Gefühle zurückgestellt worden Aber man ist sich in Oesterreich darüber klar geworden, daß den Stammesbrüdern in Südtirol mit Kundgebungen auf dem Berge Jsel allein schwerlich geholfen wird. Schober kommt nunmehr nach Berlin, wie er hofft, um auch den Handelsvertrag zwischen Deutschland und Oesterreich unter Dach und Fach zu bringen. Diese Frage liegt aber so kompliziert, daß zu ihrer endgültigen Bereinigung noch einige Zeit gebraucht werden wird. Die sreundschast- lichen Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich bedürfen keiner Besserung. Daß der Anschluß angesichts der allgemeinen politischen Lage nicht sobald verwirk'icht werden wird, darüber gibt man sich in Deutschland sowohl wie auch in Oesterreich kaum noch einem Zweifel hin. Die Wirtschaf tspolitischen Fragen, die über die besonderen Derhältnisse Dcutschlands und Oesterreichs hinaus den ganzen mittcleuropä schen Raum angehen, werden während des Besuches des österreichischen Bundeskanzlers zweifellos eine Rolle spielen. In Oesterreich selbst gibt es eine starke politische Richtung, die auch heute, unter den veränderten Verhältnissen der Rachkriegszeit die alte Ausgabe des österreichischen Staatswesens nicht als erledigt ansieht. Oesterreich hat im Südosten Europas seit Jahrhunderten eine Mittlerstellung eingenommen. Durch den Zusammenbruch des Jahres 1918 ist hier eine jähe Unterbrechung in der historischen Entwicklung eingetreten Aber beweisen nicht die Zustände, wie sie sich nach der Reugestaltung in Europa entwickelt haben, daß es in Mitteleuropa neuer Zusammenfassungen bedarf, um dieses wirtschaftlich unerträgliche Chaos zu beseitigen? Die Probleme, die sich für eine aktive deutsche Politik in Mittel- und Osteuropa hier ergeben und für die die deutsche Außenpolitik sich die Hände freimachen mutz, sind mit der Frage des Anschlusses längst nicht erschöpft. Sie bedürfen aber zu ihrer Lösung neuer konstruktiver Gedanken, die über die heutigen Methoden ^bet internationalen Politik weit hinausreichen. Der Radikale Lhautemps mit der Kabinettsbildung beauftragt. Ehauiemps nimmt den Auftrag an. Paris, 20. Febr. (WTB.) Der Fraktionsvor- fitzcnde der Radikalen Chauternps sprach heute vormittag um 9.45 Uhr im E 11) s s e vor und erklärte sich nach einer Unterredung mit dem Präsidenten bereit, den Auftrag zur Kabinettsbildung vorbehaltlich einer endgültigen Antwort heute abend anzunehmen. Chauternps erklärte Pressevertretern gegenüber, er werde sofort seine Besprechungen aufnehmen und versuchen, die Einigung der Republikaner auf ein demokratisches und nationales Regierungsprogramm zu verwirklichen Er habe den festen Willen, die ihm angetragene Aufgabe durchzuführen. Chauternps hatte bann im Laufe des Tages mit verschiedenen Parlamentariern Besprechungen und erklärte am Abend, nachdem er dem Präsidenten der Republik über seine Verhandlungen Bericht erstattet hatte, daß er die Kabinettsbildung endgültig übernehme. Er hoffe, daß er sein Ministerium im Lause des morgigen Tages bilden könne. Tardieu lehnt ab. Andere Leute für die Hlottcnkonferenz Paris, 20. Febr. (WB.) Chauternps hatte Tardieu das Marineministerium und die Vize Präsidentschaft angeboten, um es zu ermöglichen, die Führung der französischen Delegation in London zu behalten. Briand, dem bas Außenministerium angeboten wurde, soll Chau- temps versprochen haben, auf Tardieu in dem von Chauternps gewünschten Sinne einzuwirken. Auch seien einige Mitglieder des zurückgetretenen Kabinetts in diesem Sinne bei Tardieu vorstellig geworden. Tardieu hat jedoch das Angebot a b gelehnt und der Presse folgende Erklärung übermittelt: Chauternps und Tardieu haben im Laufe des Nachmittags die allgemeine Lage und insbesondere den Stand der Verhandlungen auf der Londoner Seeabrüstungskonfe- r e n z erörtert. Chauternps hat in dem Wunsch, die K-ontinuität der französischen Politik auf der Londoner Konferenz zu wahren, Tardieu ersucht, in sein Kabinett einzutreten und die von ihm in London begonnene Ausgabe fortzusetzen. Tardieu dankte Chauternps für (ein Angebot und erwähnte, daß er nicht weniger als Chauternps darauf bedacht fei, bei den Londoner Verhandlungen die französische Politik, die aegen-- roärtig durch die Ministerkrisis durchbrochen sei, zu sichern. Er hat ihm aufs neue versichert, daß er, wie es eines jeden Pflicht sei ihm seine volle Unter ft üßung für den Erfolg der Konferenz zusichere Tardieu hat Chauternps des weiteren erklärt, daß weder die politischen Ereignisse der letzten Tage noch die politische Lage, wie sie sich auf Grund der Krise vom Montag ergibt, es ihm gestatten, eine Mitarbeit im Kabinett anzunehmen, die als eine Desavouierung der Mehrheit ausgelegt werden könnte, die ihn bei den internationalen Verhandlungen im Haag und in London verteidigt hat. Er hat aus diesen Gründen allgemeiner Art sein Bedauern zum Ausdruck gebracht nicht in der Lage zu fein, seiner Aufforderung nachzukommen. Die provisorische Ministerliste Tardieu, Jlarin und Maainot ausgefchifft Paris, 21. Febr. (WTB Funkspruch.) Rach einer havasauslassung scheint das Zustandekommen des Kabinetts Chauternps bereits als gesichert angesehen werden zu können. Lhautemps beabsichtige, zu feiner Unterstützung folgende Parteien heranzuziehen: Radikale (115 Abgeordnete), Sozial republifaner (33), Radikale Linke (51), Fraktion Franklin-Bouillon (15), Unabhängige Linke (20), Linksrepublikaner (64). Von den im Kabinett Tardieu vertretenen Parteien würden also im neuen Kabinett ausgeschlossen werden die Republikanisch-demokratische Vereinigung (Marin- Gruppe), die Demokratische und Soziale Aktion (Gruppe M a g i n o t) und die katholischen Demokraten. Wie „Petit Pa- rifien“ mitteilt, hat Chauternps heute früh 2 Uhr französischer Zeit folgende provisorische 2U i - nifterliffe bekanntgegeben: Ministerpräsidium und Inneres: Lhautemps (radikaler Abg.). Auswärtiges: Briand (sozialrepublikanischer Abgeordneter). Finanzen: Charles Dumont (radikaler Senator) oder Abg. p a 1 m a d (Radikaler). Justiz: Besnarb (radikaler Senator) oder der radikale Abg. Lamoureux. Marine: Albert Sarraut (radikaler Senator). Krieg: Abg. F 1 a n d i n (Linksrepublikaner). Oeffentliche Arbeiten: Abg. Charles Durand (radikal) oder Ricolfi (Linksrepublikaner). handel: Abg. Lamoureux oder Senator B es- n a r d (radikal). Post- und Telegraphenwefen: Senator Mario R o u st a n (radikal). Kolonien: Abg. Georges Bonnet (radikal). Arbeitsministerium: Abg. Loucheur (Radikale Linke). Luftfahrtminister: Abg. Laurent Cynac (Radikale Linke). Landwirtschaft: Abg. Q ueuille (radikal). Pensionen: Senator Lallet (radikal). Handelsmarine: D a n i e I o u (Radikale Linke). Da verschiedene Morgenblätter und auch die Agentur havas provisorische Listen verösfentlichen, die zum Teil in wichtigen Porteseuilles andere Kandidaten bringen, muh die Lifte des „Petit parlfien** mit der größten Vorsicht ausgenommen werden. Chauternps, der Führer der radikal-jozianstifchen Kammerfraktion, wurde vom Präsidenten der Republik mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt. Zegiim derÄMberatlmgen im SessischenLandiag Oie Stellung der Parteien zum Sofortprogramm und Spargutachten. Darmstadt, 20. Febr. (WTB.) 3m Haupt- ausschuh des Hessischen Landtages begann die Beratung des Etats für das Jahr 1930, mit dem dos Sofort-Programm der Regierung und das Gutachten des Reichssparkommissars verbunden sind. Reben den Ministern und den ersten Ausschuhmitgliedern waren noch zahlreiche weitere Abgeordnete und Referenten erschienen. Bei der Generaldebatte, an der sämtliche Fraktionen meist mit mehreren Rednern zu Worte kamen, füllten einen nicht unerheblichen Teil der Beratungen, Darlegungen über die allgemeine Wirtschaftslage und ihre QluStoi Gingen auf die Reichs-, Länder- und Gemeindcfin inzen aus. Die in den letzten Wochen in der Wesentlichkeit behandelte Frage der Aufgabe der Eigenstaatlichkeit Hessens oder des Anschlusses an ein anderes Land wurde ebenfalls ausführlich behandelt. Cs wurde dabei von allen Seiten einmütig betont, daß eine Amgliederung oder ein Anschluß mit den Finanzfragen nicht verquickt werden solle und daß dafür auch keine Rotwendigkeit bestehe. Es sei Hessens Aufgabe, s e l b st Ordnung in seine Finanzen zu schaffen, und die Finanzlage des Landes lasse das auch durchaus zu, wie aus dem Gutachten des Sparkommissars ja deutlich hervorgehe. — Einzelne Punkte des Etats oder des Sparprogramms wurden heute noch nicht behandelt. Die Parteien brachten vielmehr ihre schon bekannte grundsätzliche Stellungnahme zu den Hauptfragen zum Ausdruck und betonten ihre Bereitwilligkeit, mit Ernst an dem Sparprogramm der Regierung mitzuarbeiten, um eine Erleichterung der Finanzlage des Landes und der Gemeinden, aber auch eine Entlastung der Wirtschaft, anzustreben. Don den Parteien sind dabei schon mehr als zwei Dutzend zum Teil autzerordentlich umfangreiche Anträge zum Etat und zum Sparprogramm überreicht worden. Der Ausschuß hosst, das vorliegende Material in etwa sechs Wochen aufarbeiten zu können. Das Plenum wird also erst Ende April oder Anfang Mai zusammentreten, um dann allerdings in einem Zug Etat, Sparprogramm und Sofort- Programm zu verabschieden. Ein Sparprogramm des Beamtenbundes. Darmstadt, 20. Febr. (WTB.) lieber das Sparprogramm des Hesjischen Deamtenbundes erfahren wir aus Abgeordnetenkreisen, daß es eine noch viel weitergehende Lasten- abwälzung aus Gemeinden und sonstige Selbstverwaltungskörperschaften enthält, als dies im Sofortprogramm der Regierung vorgesehen ist. Die einzelnen Dorschläge des Deamtenbundes sollen u. a. folgende Abschiebungen vorsehen: Abwälzung von Zuschüssen zu den Kreis- RM. fürsorge-Einrichtungen 144 000 desgl. bei den Provinzialpflegeanstalten 60 000 Heranziehung der Gemeinden zu den persönlichen Volksschullasten 1 468 000 Streichung des für Rationalisierung des Handwerks vorgesehenen Betrages von 100 000 desgl. bei den Feldbereinigungs-, Kultus- und Vermessungsbauämtern 170 000 desgl. bei dem Zuschuß an die Landwirtschaftskammer 196 490 Abschiebungen insgesamt 2 138 490 Das Sofortprogramm sieht an Maßnahmen, die als Abschiebung bezeichnet werden können, vor: Erhöhung der Pflegegeldsätze der Heil-und RM. Pslegeanstalten 568 000 Beitrag der Gemeinden für die Dolksschul- stellen 734 000 Wegfall des Zuschusses zur Versicherungs- arstall für gemeindliche Beamte 170 000 Ermäßigung des Beitrages zur Straßen- unterpaltung 200 000 Verbesserung bei den Feldbereinigungs-, Kulturbau- und Vermessungsämtern 100 000 1 772000 Am interessantesten im Sparprogramm des Beamtenbundes ist, daß den Gemeinden die doppelte Höhe an Beiträgen für die Volksschulstellen zugemutet werden, weil dadurch also einemStellenabbauentgegen- gewirkt werden soll. Ser österreichische Bundeskanzler wird bei seinem Berliner 'Besuch vom ganzen deutschen Dolke herzlich begrüßt. Ans bleibt jetzt nur noch die Hoffnung, daß Deutschland sich ebenso wie das innenpolitisch offenbar fortgeschrittene Oesterreich alsbald auf die Wurzeln seiner Kraft besinnen und die Gestaltung seines Schicksals bewußt und tatkräftig in die Hand nehmen möge. Oas Programm für Schobers Berliner Besuch. Berlin, 21 Febr. (ERB.) Der österreichische Bundeskanzler Dr. Schober, dessen Besuch schon vor mehreren Wochen angekündigt wurde, trifft am S a rn s t a g v o r rn i 11 a g in Berlin ein. Dr Schober wird noch am Dormittag dem Reichspräsidenten v. Hindenburg und dem Reichskanzler seine Besuche machen, im Anschluß Mittagsgast des Reichspräsidenten fein. Für die nächsten Tage sind Empsänge beim Reichsautzen- miniftcr Dr. Curtius und beim österreichischen Gesandten Dr. Frank vorgesehen Auch ein Ausl lug nach Potsdam und eine Galaoper Unter den Linden steht aus dem Programm. - Datz es sich nicht nur um einen Höflichkeitsakt handelt, ergibt sich daraus, daß Bundeskanzler Schober auch vom Sektionschef Dr. Schüller begleitet wird, der für Oesterreich die wirtschaftspolitischen Derhandlungen mit dem Reiche führt. Italiens Flottendenkschrist. Unfreundliche Aufnahme in Parts. Paris, 20. Febr. (WTB.) Das gestern in London überreichte italienische Memorandum in der Flottenfrage wird in der Pariser Presse ausnahmslos unfreundlich beurteilt und scharf kritisiert. Der Londoner Sonderberichterstatter des ^Petit Parisien' streibt, man suche vergeblich irgendetwas in diesem italienischen Dokument, was einem Fortschritt der Derhandlungen dienen könne. Don Methode sei überhaupt keine Rede. Bald würden die Bedürfnisse Italiens, bald der Washingtoner Dertei- lungslchlüssel, meist aber die Pauschaltonnage mit zwei Kategorien erwähnt. Die ganze ge° duldlge Arbeit der Komitees während der vergangenen Wochen werde völlig außer acht gelassen. Hinsichtlich der Bedürfnisse Italiens finde man in dem Memorandum die allgemeinen Darlegungen wieder, die Grandi in der ersten Doll- sihung der Konferenz bereits vorgebracht habe, aber keineswegs würden b i e Bedürfnisse in Ziffern uingesetzt, ein Der- gleich mit den betreffenden französischen Ziffern würde wohl auch die Anwahrscheinlichkeit der italienischen Ziffern zu sehr zutage treten lassen. Was die sorgsam ausgearbeitete Tabelle anbelange, die nicht mehr den Rechtsanspruch Italiens auf Flottengleichheit mit Frankreich, sondern die tatsächlich vorhandene Parität beweisen wolle, fei ihre Anrichtigkeit so klar, daß man sich fragen muffe, wer dadurch noch getäuscht werden könne. Die in dem italienischen Memorandum aufgeführten Ziffern, Berechnungen und Vergleiche seien reine Phantasien, und ihre Tendenz trete klar zutage. Keine Herausnahme des polen- vertraqes. Berlin, 20. Febr. (Tel.-Un.) Dem Kabinett erstattete der Reichsaußenminister Bericht über den Stand der Ausschußverhandlungen über den Tj.oungplan und ferner über das deu tf ch- p o ln i fche Liquidationsabkommen. Das Keine Einigung der Parteien über die Sanierung -er Arbeitslosenversicherung. Einsparungen durch Reformen werden für unmöglich erklärt. — Der Reichsfinanzminister gegen ein „Rotopfer" als einseitige Belastung einer Steuergruppe. — Moldenhauers Vorschläge werden dem Reichskabinett unterbreitet. Berlin, 20. Febr. (Ddz.) Die Sozialpolitiker der Regierungsparteien hatten heute nachmittag eine letzte zwei Stunden dauernde Besprechung mit Reichssinanzminister Dr. Moldenhauer und ReichsarLeitsminister Wissell über die Dek» kungsvorschlüge für die Sanierung der Arbeitslosenversicherung. Damit sind alle Vorbesprechungen für die Ausführung des Reichshaushaltsplanes 1930 und der dazugehörigen Deckung Borlagen erledigt. Das Reichskabinett dürfte heute den Etat fertigstellen. Die nächsten Tage sind dann der Ausarbeitung der Deckungsvorlagen im Kabinett gewidmet. Es ist damit zu rechnen, daß das Kabinett Etat und Deckungsvorschläge in den ersten Tagen der nächsten Woche den Parteien unterbreiten kann. Die Verhandlungen mit der Reichsversicherungsan st alt für Ange st eilte haben ergeben, dah diese Anstalt für dieses Jahr etwa50MillionenMark zum Anlauf von Vorzugsaktien der Reichsbahn zur Verfügung stellen kann. Ferner besteht die Hoffnung, dah die Anstalt weitere 50 Millionen für den Etat des nächsten Jahres freimachen kann. Mit der Invalidenversicherung sind die Verhandlungen über den gleichen Gegenstand erst eingeleitet. Immerhin konnte der Finanzminister in der heutigen Besprechung den Vertretern der Parteien bereits mittelen, dah er nach den bisher geführten Verhandlungen m i t der Bereitstellung von 15 0 Millionen Mark Reichszuschuh für die Arbeitslosenversicherung durch Verkauf von Eisenbahn- Vorzugsaktien an die beiden anderen Dersiche- rungsträger rechne. Der Gegenstand der heutigen Verhandlungen war daher die 3rage, wie die Differenz zwischen diesen 150 Millionen und dem Gesamtzuschuh bekmrf der Arbeitslosenversicherung von 250 Millionen gedeckt werden soll. Für die Aufbringung der restlichen 100 Millionen logen vier Vorschläge vor. Einmal wurde gewünscht, man solle auf dem Wege von Reformen die Einsparung von 100 Millionen versuchen. Dieser Vorschlag fand jedoch sehr st arten Widerspruch. Es wurde darauf hingewiesen, mit Reformen sei wenig zu erreichen, und wenn man sie tatsächlich durchführe, würden die eben erst ersparten Ausgaben der Arbeitslosenversicherung bei den Gemeinden sofort wieder neu « n t st e h e n. Der Finanzminister selbst hatte den Vorschlag gemacht, man solle die Selbstverwaltung, ähnlich die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung selbst mit der Aufgabe betrauen, die zur Deckung des Defizits notwendigen Maßnahmen durchzuführen. Dabei sollte allerdings der Reichsversicherungsanstalt die Pflicht auferlegt werden, Erhöhungen der Beiträge oder Herabsetzung der Lei- 'stungen nur mit qualifizierter Mehrheit zu beschließen. Dadurch sollte verhindert werden, daß die in der Selbstverwaltung vertretenen beiden Gruppen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sich gegenseitig majorisierten. Sollte ein solcher Beschluß nicht zustande kommen, so sollte die Entscheidung beim Reichskabinett liegen. Diesem Vorschlag liegt also der Gedanke zugrunde: Wenn die Parteien sich nicht einigen können, dann muh schliehlich die Regierung den Weg finden, den die Parteien feit einem Jahre suchen, aber bisher nicht finden können. Diefen Vorschlag, die Selbstoerwaltungskörper entscheiden zu lassen, hat der Reichssinanzminister trotz der erheblichen Widerstände und der anderen Deckungsvorschläge bisher nicht zurückgenommen. Der dritte Vorschlag lief darauf hinaus, die Differenz von 10 0 Millionen durch eine Beitragserhöhung der Arbeitslosenversicherung zu decken, die zwischen ein Viertel und ein halb Prozent liegen würde. Der vierte Vorschlag bestand darin, die Gruppe derjenigen Fe st besoldeten, die nicht mit der Sorge um die Sicherstellung des täglichen Brotes belastet sind — gemeint waren die Beamten und jene Angestellten, die einen lang- fristigen Dien st vertrag besitzen —, zu einem einmaligen Rotopfer heranzuziehen, mit dessen Hilfe man das 100 Millionen- Defizit der Arbeitslosenversicherung decken könnte. Der Betrag dieses Rotopfers sollte nicht über den Betrag der Beitragsleistungen der Dersiche- rungspflichtigen hinausgehen, also nicht über l3/* Prozent des Gehaltes. Für keinen dieser Vorschläge konnte bei den Verhandlungen mit den Parteien Ueberein- stimmung hergestellt werden. Man war sich auch darüber klar, dah gerade die Frage des Rotopfers im Zusammenhang mit dem Gesamtproblem der Finanzreform erörtert werden müsse. Ramentlich Reichsfinanzminister Dr. Mold-nhauer wies auf die schwere einseitige Belastung einer Steuergruppe hin, die in diesem Rotopfer liegen würde. Wer eine solche einseitige Belastung herbeisühren will, muh aus dem Rotopfer naturgemäh eine allgemeine Linkom- menstniererhöhung machen, die vollkommen dem Finanzprogramm widersprechen würde, wie es die Regierung im Dezember ausgestellt hat. Reichssinanzminister Dr. Moldenhauer wird dem Kabinett nunmehr die von ihm ausgearbeiteten Vorlagen unterbreiten. Sie werden Vorschläge dafür enthalten, wie das Defizit insgesamt abgedeckt werden kann, also namentlich wie die Arbeitslosenversicherung vom Standpunkt des Etats zu regeln ist und wie der Re st betrag durch andere Maßnahmen aufgebracht werden soll. Da eine Einigung über die verschiedenen Vorschläge nicht möglich war, kann man wohl annehmen, daß in den Deckungsvorschlägen des Ministers der Plan wiederkehren wird, der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung selbst die Aufgabe ihrer Sanierung aufzuerlegen. Oie Zollerhöhung für Kaffee und Tee. Berlin, 21. Febr. (TU.) Soweit die Berliner Blätter zu der vom Reichskabinett beschlossenen Zollerhöhung auf Kaffee und Tee Stellung nehmen, weisen sie darauf hin, daß damit nur ein ganz geringer Teil des Fehlbetrages gedeckt wird. Rach den Beschlüssen des Kabinetts erhöhen sich die Zölle nunmehr folgendermaßen: Für Rohkaffee von 130 auf 160 Mk., für gerösteten und gemahlenen Kaffee von 175 auf 300 Mk., für Lee von 220 auf 350 Mk. Aus der Kasseezollerhöhung erhofft man eine jährliche Mehreinnahme von 40 Milst M st Die Teezollerhohung soll siebenMillionenmehr erbringen. Außerdem errechnet man weitere 13 Millionen durch Rachverzollung der bereits lagernden, aber noch nicht dem Konsum zugeführten Bestände. Insgesamt rechnet man also 16 Millionen Mark für das Jahr 1930 aus. Die Erhöhungen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die durch das in der amtlichen Mitteilung über den Kabinetts- beschluh erwähnte Gesetz vom Jahre 1922 gegeben ist. Ferner wurden die Zollmöglichkeiten auf allen anderen Gebieten ausgenutzt, während die Erhöhungen auf Kaffee und Tee jetzt n a ch - geholt werden. Von zuständiger Stelle wird betont, dah aus der Erhöhung der Zölle kaum einRückgang des Konsums zu befürchten sei, weil die Preise in der letzten Zeit erheblich zurückgegangen sind. Die Alehranfühe im Reichsetai. Tie Steigerung der BerwaltuugSausgaben um 400 Millionen. Berlin, 20. Febr. (ERB.) Der neue Reichshaushalt schließt mit 7.88 Milliarden ab: dazu kommen noch die diesmal etatmäßig besonders behandelten Aeberweis ungen an die Länder und Geme inden mit 3234 Milliarden gegen 3.287 im Vorjahre, so dah der Gesamtetat sich auf 11,114 Milliarden gegen 10,2 Milliarden im Vorjahre beläufst Interessant ist an den Einzelposten des neuen Haushaltes vor allem, dah trotz der Ersparnisse aus dem Poungplan eine starke Steigerung des Kriegslastenhaushaltes eingetreten ist. Für den Hauptteil dieser Steigerung hat das allerdings nur formale Bedeutung. Auf Wunsch des Reichsrates tritt jetzt die Belastung der Industrie mit 300 Millionen und die der Eisenbahn mit 660 Millionen etatstechnisch besonders in Erscheinung und bewirkt so äußerlich ein Anschwellen der Zahlen. Bei den einzelnen Verwaltungszweigen ist gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung der Ausgaben um 400 Mil lionen einge- trrten. Das Reichsfinanzministerium hofft aber, diese Summe durch Verhandlungen mit den Ressorts auf etwa 325 Millionen herunterzudrückem Die Mehrausgaben verteilen sich folgendermaßen: Die Krisenfürsortze und die wertschaffende Arbeitslosenfürsorae beanspruchen je 30 Millionen mehr, die Kriegs- beschä^digtenversorgung 40 Millionen. Der Haushalt des Reichswehrministeriums ist um 50 Millionen höher als 1929. Der Grund liegt zum Teil in einer zwangsläufigen Steigerung der Personalausgaben, die sich aus der Besoldung Zordnung ergibst Außerdem war der vorige Reichswehretat als ein Rotetat aufgezogen, von dem Reichswehrminister Groener damals ausdrücklich erklärte, dah er nur für dieses eine Jahr in der Lage sest für einen solchen Etat die Verantwortung zu tragen. So waren damals z. B. die Kosten für die Manöver gestrichen: sie sind in diesem Jahre wieder eingesetzt worden. Das Reichsernährungsministerium erhält etwas über 30 Millionen mehr. Sie ergeben sich daraus, dah im vorigen Jahre für verschiedene grohe Posten nur Teilbeträge eingesetzt worden waren, so für das land- wirtschaftlicheRotprogramm, das sich auf 20 Millionen belief, nur 7 Millionen, ebenso statt 7,5 Millionen für die Bewe-, gung der Getreideernte nur 3,75 Mil-' lionen Diese Posten muhten jetzt voll eingesetzt werden. — Im Haushalt des Derkehrs- Ministeriums, der im vorigen Jahre ebenfalls besonders stark beschnitten war, verursachen namentlichd'.e Aufwendungen für dieWas se r- st r a ß e n und für die Luftfahrtindustrie eine Erhöhung, die sich zusammen mit anderen Mehrausgaben auf 20 Millionen stellst — Bei dem Kapitel Reichsschuld muhten 30 Millionen mehr eingesetzt werden, ferner 44 Milllonen Abführung an den Anleiheablösungsfonds. — Beim Finanzministerium haben sich die Ausgaben um 25 Millionen erhöht. Dazu kommen noch 50 Millionen mehr an Besatzungs- und Räumungskosten und 20 Millionen für das belgischeMark- abf ommen Kabinett beschloß, im Sinne der Ausführungen des Reichsaußenministers, an seinen früheren Entscheidungen fest zuhalten. Dieser Ka- binettsbeschluß bedeutet also, daß eine Herausnahme des polnischen Liquidationsabkommens aus den Poungabmachungen nicht geplant ist und daß das Kabinett nach wie vor auf gleichzeitiger Verabschiedung durch den Reichstag besteht. Oie rechte Dersöhnungsstimmrrng in Warschau. Bromberg, 20. Febr. (ERB.) Wie die Deutsche Rundschau aus Thorn meldet, hat die Polizei i n dem Bureau des deutschen Sejmabge- ordneten Moritz eine Haussuchung abgehalten und besonders eingehend das dort befindliche BureaudesDeutschenWohlfahrts- bundes durchsucht. Sämtliche Akten des Deutschen Wohlfahrtsbundes wurden beschlagnahmt. Der Geschäftsführer des deutschen Sejmbureaus in Thorn, Frank, wurde verhaftet. Einzelheiten über die Beweggründe zu dem Vorgehen der polnischen Behörden sind nicht bekannt. Franlreich und die Sanktionen. Keine Rückfrage in Paris — Dre Parteien iind „befriedigt". Berlin, 21. Febr. lDDZ.) In den vereinigten Ausschüssen des Reichstages für die Beratung des Voungplanes wurde nach ausführlicher vertraulicher Debatte folgender deutsch- nationaler Antrag mit großer Mehrheit ab gelehnt: Die Reichsregierung wird ersucht, auf diplomatischem Wege eine unzweideutige Feststellung darüber zu treffen und zu veröffentlichen, ob der französ ischeMinisterpräsident tatsächlich, wie das „Echo de Paris" vom 5. Februar meldet, auf einer am 4. Februar stattgehabten Parteiführert.efprechung erklärt hat, daß Frankreich auf Grund des Voung- planes gegebenenfalls berechtigt sest deutsche Häfen und Bergwerke zu beschlagnahmen und das Rheinland wieder zu besetzen, ohne dah Deutschland sich dem widersetzen dürfte. — Die Mehrheit deS Ausschusses war in dieser Sache durch die Erklärungen der Reichsregierung befriedigt. Die ReichslaMahlen in Japan Erfolg der Regierungspartei. Tokio, 21. Febr. (WTD. Funkspruch.) Die gestrigen Parlamentswahlen sind bei sehr starker Beteiligung ruhig betlau- f e xl Die Ag tation war w.gen der in d n Part.i» kasfen herrschenden Leere und wegen des Verbots aufreizend'r Wahlplakate nicht sehr leb- hasst Fast allgemein wird vorausgesagt, dah die Regierung eine Mehrheit gegenüber der Seiyukaipartei und wahrscheinlich der gesamten Opposition erlangen wird. Das vorige Parlament war am 21. Januar unmittelbar nach seinem Wiederzusammentritt aufgelöst worden, weil die Regierung Hamagutschi, wie sie ausdrücklich erklärte, die sie unterstützende Minderheit — die Minseitopartei — bei den Reuwahlen in eine Mehrheit zu verwandeln hoffte. Sie sollte es nicht ihren Gegnern, die mit 60 Stimmen in der Mehrheit waren, überlassen, das Kabinett in dem ihnen geeignet erscheinenden Augenblick zu Fall zu bringen, sondern selbst zur Offensive übergehen. Der Zeitpunkt dafür war sehr günstig gewählt. Eine Besserung der finanziellen und wirtschaftlichen Lage tritt als Verdienst der Regierung in Erscheinung. Für seinen Rotenumlauf hat Japan verhältnismäßig die stärkste Goldreserve von allen Ländern. Die von der Regierung dauernd gepredigte Sparsamkeit hat dazu geführt, die Einfuhr des letzten Ja)res auf 216 Millionen Ven herabzudrücken, so daß die passive Handelsbilanz nur 63 Millionen Ven ausmacht, eine Rckordzahl für die letzten zehn Jahre l Die Besserung des Wechselkurses und die Senkung der Preise der täglichen Bedarfsmittel sind weitere äußere Kennzeichen der Aufwärtsbewegung der wirtschaftlichen Lage des Inselstaates. Endlich erfreut sich die Hauptgruppe der Opposition, die Seiyukaipartei, die für die militärische Intervention in Ehina und andere unpopuläre Maßnahmen verantworllich ist, gegenwärtig keiner großen Beliebtheit im Lande. Die Erwägung aller dieser günstigen Umstände mußte stärker wirken als die Rücksichtnahme auf die Londoner Flottenkonferenz. Die Minseito-(Re- gi«rungS-)Partei hat 300 Kandidaten inS Feld geschickt und hofft zuversichtlich auf eine absolute Mehrheit. Es herrscht allgemein die Ansicht, daß sie wenigstens eine für praktische Zwecke ausreichende Mehrheit erhalten wird. Oberstudiendirettor Or. Sieferi rehabilitiert. B e r 11 n, 21. Febr. (ERB.) Wie aus volksparteilichen Kreisen verlautet, soll der von dem nationalsozialistischen Vildungsminister Dr. Frick von seinem Amte enthobene Oberstudiendirektor Dr. S i e - f e r t rechtzeitig zum Termin der Anfang März stattfindenden Abiturientenprüfung wieder in sein früheres Amt eingesetzt werden. Aus aller Wett. Die Leiche des Fliegers Eielson aufgefunden. Die Leiche des Fliegers Carl Eielson, der letzten Rovember dem vor dem sibirischen Rordkap vom Eise blockierten Schiff „Qlanut1 mit einem Mechaniker zu Hilfe geeilt und seitdem verschollen war, wurde unter den Trümmern seines Flugzeuges aufgefunden. Offenbar wurden die beiden Flieger beim Absturz ihres Apparates auf der Stelle getötet. Kommerzienrat Meußdörfer gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Strafkammer des Landgerichts Bayreuth hat beschlossen, g;gen eine Bürgschaft von 100000 Mark Sicherheit den angeschuldigten Kommerzienrat Meußdörfer von der weiteren Untersuchungshaft zu verschonen. Die bisherigen Erhebungen haben sich auf alle irgendwie in Betracht kommende Verdachtsmomente erstreckt. Derdunklungsge- fohr ist deshalb nicht mehr zu riskieren. Die amtsärztlichen Gutachter sind teilweise der Meinung, Kommerzienrat Meußdörfer leide an A r - t e ri o s k l e r o s e. Diese Krankheit kann Dämme r u n g s z u st ä n d e mit sich bringen, welche das Verhalten Kommerzienrats Meußdörfers noch dem Tode seiner Ehefrau nicht mehr so ganz unverständlich erscheinen losten, wie es bisher der Fall war. Gerade dieses unverständliche Verhalten Meußdör- fers aber hat bisher nach der Ansicht des Gerichtes den starken Verdacht gegen Meußdörfer am meisten gestützt. Schuberth und Popp hotten bekanntlich vor einiger Zeit ein Geständnis dahin abgelegt, .ADerdeei ‘rankt. 20, Februar 1930,7h abds. i‘u: daß sie tn der fraglichen Rocht tn das Schlafzimmer der Frau Meußdörfer eingedrungen seien und diese auch erwürgt hätten. Dann widerriefen sie das Geständnis. Nunmehr bezichtigen sie sich von neuem dieser Gewalttat an der Ehefrau Meußdörfers. Mit der Möglichkeit der Täterschaft von Popp und Schuberth muß gerechnet werden. Große Temperalurschwankungen in den Bereinigten Staaten. Nachdem der ganze Osten drei Tage lang unter einer Kältewelle bis zu —14 Grad zu leiden hotte, herrschte am Donnerstag in Neuyork geradezu sommerliches Wetter. Die Temperatur stieg nachmittags auf +16 Grad, was noch etwas höher als der bisherige Höchstrekord um diese Jahreszeit ist. Die Wetterwarte erklärt, daß Kälte nicht zu erwarten sei. Zwölf Jahre vom Bruder eingesperrt. Durch einen anonymen Brief an die Berliner Mordkommission ist in der Rähe Berlins dir unheimliches Verbrechen aufgcdrckt worden. In dem Schreiben wurde behauptet, dah der Dauer Gundermann in der Ortschaft Breese bei Zielenzig einen Menschenaffen -halte. Zwei Beamte der Berliner Morickommiss o r fuhren in das Dorf und stellten fest, daß Gunderma n seinen geisteskranken Bruder seit 12 Jahren in einer Dachkammer eingesperrt hielt, deren nach dem Hof gehmbe Fenster vergittert waren. In einer Ecke auf einem von Ungeziefer zerfressenen und v:rfaullen Strohsack lag ein etwa 50 Jahre alter Mann völlig unbekleidet, dör nur aus Haut und Knochen bestand. Haare, Bart und Fingemä el hatten eine unheimliche Länge angenommen. Als er die Fremden eintretm sah, kroch er unter d:n Strohsack und stieß wimmernde Schreie aus, ein Zeichen, daß er aus früherer böser Erfahrung wohl Mißhandlungen fürchtete. Gundermann gab bei seiner Vernehmung an, er habe den 800 Morgen großen Hof von feinen Eltern geerbt. Als die Mutter vor etwa 12 Jahren starb, setzte sie zur Pflege und Unterhaltung ihres schwachsinnigen jüngeren Sohnes einen Betrag von 12 000 Mk. aus, in der Erwartung, der Hoferbe werde seinen Verpflichtungen getreulich nachkommen. Gundermann hatte aber das Geld unterschlagen, den hilflosen Geisteskranken in das Verließ gesperrt und auf dessen Tod gewartet. Der Kranke wurde von einem Arzt untersucht und in das Krankenhaus übergeführt. Die Erbschaft des Maharadschas. Vor dem Schöffengericht Memmingen wurde am Mittwoch und Donnerstag der Pro^ß gegen den Kü'ermei'ter Angele aus Grören- bach im Allgäu verhandelt, ver unter De:.u,u..g auf eine zum Tell ihm, zum Teil einem Kaufmann Vogel aus äln.ertürkheim bei Stuttgart zu- fallenden angeblichen 600-Millionen- Erbschaft eines verstorbenen indischen Maharadscha zahlreichen Personen im Allgäu Geldsummen in der Höhe von vielen Zehntausenden von Mark herausgelockt hatte. Das Gericht verurteilte Angele wegen des fortgesetzten Vergehens des Betruges zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr, sechs Monaten. Oie Wetterlage öwoixemos ©nenn omro ctdeext. ® vonua • ofd««t • Heget • Schnee Graupeln 9 Neoei R Gtwuter ©windstille.-Q~ sehr eiente- 0$» tiassiac» Südsüdwest q sturmiscne» Rordwesl Oie »teile Wegen mit dem umoe ?ie oeiden Stationen stenenaen Zahlen geoen die Temperatur an Oie Limen veromdco Orte mit gleiche^ «et nttresniVeau umderaron#len lultdrucx ttictUTiwc-sUfcißßc. Die Anzeichen zur langsamen Umgestaltung der Wetterlage, welche durch die neue Jslandstörung und durch das Wolken- und Niederschlagsgebiet im östlichen Teil des Hochs gegeben waren, gingen wieder zurück. Das Hochdruckgebiet behält infolgedessen weiter die Vorherrschaft, so daß der herrschende Witterungscharakter bestehen bleibt. Die Temperaturen gehen nachts etwas unter den Gefrierpunkt zurück. Wettervoraussage für Samstag: Zeitweise leicht bewölkt, sonst meist heiteres Wetter, trocken: Temperaturen nachts etwas unter Null. Lufttemperaturen am 20. Februar: mittags 5 Grad Celsius, abends OJ Grad: am 21. Februar: morgens —2,1 Grad. Maximum 5,2 Grad, Minimum — 2,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Februar: abends 1 Grad: am 21. Februar: morgens 0,2 Grad. — Sonnenscheindauer 7 Stunden. Amtliche Wintersportnachrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Klar, minus 7 Grad, 22 Zentimeter Schnee, im Walde Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. — Herchenhainer Höhe: Klar, minus 5 Grad, 15 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut Sauerland. Winterberg: Nebel, minus 8 Grad, 22 Zentimeter Schnee, etwas verweht Sportmiiglichkeit für Ski und Rodel gut Schwarzwald. Feldberg: Klar, minus 10 Grad, 115 Zentimeter Pulverschnee, Sportmög, lich'eit für Ski und Rodel gut Alpen Garmisch-Partenkirchen: Klar, minus 11 Grad, 7 Zentimeter Pulverschnee, Spvrtmöglichkeit für Ski und Rodel gut Donnerstag, ■Änh^ Ä 081 fcWSs. iS"'«*! S'ä «ä!t tz». « L Sät-Ä hu 12 J.®*1 ringe, Wfitfcnbi ?L, /nn 8de7uf 'E alter Slaim 16 Saul und "nd Zingernä el genommen. Als S" «nta fr.« Meie aus, Cm "s-r Erfahrung rchtete. Gun« ■m3 in, er habe °n leinen Eltern wa ir Jahren ^Unterhaltung 3°Xti einen De« Erwartung, Echtungen ge. 'ann hatte aber den hilflosen ge'pcrrt unb auf ■anf« wurde von das Krankenhaus tabjdjas. Memmingen Mag der Pro^tz e aus Tränen- unter 2eru,u..g dl einem Stauf« bei Stuttgart zu- -Millionen« ira indischen Personen im All- von vielen Zehn- rlockt hatte. Das zen des sortgcsctz« i einer Gefängnis- Monaten. MC abdS; &5- ifei- 4- 8®S»II/ o ÜdF 9 im * x r /M =2 , © S-i i '"te- leist Heltes „|ull et®a ar0 mitlfl0d ? 5ebnf’MW“? 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Februar 1930 vormittags 8 Uhr werden in dem hillschen Saale zu Vadenrod aus sämtlichen Forstorten der Försterei Strebendors versteigert: 1509D Scheiter rm: Buche 550, Hainbuche 25, Eiche 42 (teils rund, teils gespalten), Birke 10, Kiefer 30, Weißtanne 3, Fichte 66. Knüppel rm: Buche 137, Hainbuche 41, Eiche 104 Ahorn 3, Aspe 8, Elsbeere 2, Birks 7, Küfer 31, Lärche 46, Fichte 17 Reiferhol; rm: 1. Kl. (Knüppelreisig) ßärd)e 9, Weymouthskiefer 10, Kiefer 9, Fichte 94, 2 Kl. (Stammreisig) Buche 238, Eiche 532, Esche 16, Aspe 18, 3. Kl (Astreisig) Buche 423, Hainbuche 28, Eiche 100, Birke 16; 4. KL Fichte 18. Stöcke rm; Buche 93, Hainbuche 4. Eiche 10, Kiefer 1. Auskunft durch Herrn Förster Richt berg, Strebendorf, und die unterzeichnete Stelle. Donnerstag, den 27. Februar 1930 vormittags 8 Uhr werden in dem hillschen Saale zu Vadenrod aus sämtlichen Forstorten der Försterei Vadenrod versteigert: Scheiter rm: Buche 256, Hainbuche 48, Eiche 122. Birke 81, Kirschbaum 1, Linde 3, Aspe 2, Kiefer 44, Fichte 16. Knüppel rm: Buche 126, Hainbuche 27, Eiche 95 (12 rm 1,8 lg.), Birke 12, Aspe 4, Linde 1, Erle 8, Kiefer 145, Fichte 40, Lärche 10 (1,8 lg.). Reijorholz rm (Knüppelreisig): Lärche 2, Erle 6, Aspe 9, Eiche 29, Kiefer 165, Fichte 75 (darunter 49 rm in 10 Schichthaufen), Douglasfichte 14,2.Kl. (Stamm- reisig) Buch. 438, Eiche 39, Fichte 12 (darunter 9 rm in 2 Schichthaufen). 3. KL (Astreisig) Buche 440, Hainbuche 188, Eiche 62, Birke 60. Stöcke rm: Buche 35, Hainbuche 6, Eiche 76, Birke 8, Kiefer 16, Fichte 9. Auskunft durch Herrn Förster Spanier. Vadenrod, und die unterzeichnete Stelle. Wir bitten, das Holz vorher einzusehen Beanstandungen wegen Güte und Beschaffenheit nach den Versteigerungen bleiben unberücksichtigt. Das Brennholz ist teils 1., teils 2. Klasse. Das mit L geschlagene Holz kommt nicht zur Versteigerung Skorndorf. den 19 Februar 1930. Hessisches Forstamt Storndorf. Am Donnerstag, dem 20. Februar. 4 Uhr morgens, verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber, herzensguter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Max Weise 2-3-Zimmer-Vohog. i mit Küche von jung.1 ktnderlo'emEueoaar. für bald gesucht. Um- z?ug lötrö vergütet. TringlichteitS- ichctn vorhanden. Schrillt. Angeb. um. Q11S7 a. d. tötest. Anz. (Siniacb möbliert. Simmet? für fotori gesucht. | Schnitt.Angebote u. । U12(i6 g, d (9ien. Anz (Stellenange ,ote| Soziale «MM Der Ausgeber v. (Steilen« angebofen ist H, Die ein« gegange J8ewerburgd« unterlagen I Zeugnisse, Zeugnisabschrift., Licht« bilder u.bgl.) schnellstens lurückzus. Oie «Stellung» suchenden sind dankbar Dafür, wenn man ihre SemühunAen zur Gr« langung em. geeigneten Tätigkeit aus diese Weise unterstützt und sind auf diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen Gießener Anzeiger Lehrling a»S guter &amtlte der denKauimannS- beruf eileincn iuiÜ. für Önern geiucht. Selbngeichttebene 'Angeb. linier 01179 an den töten. 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Als Mozart nach Prag fahren wollte, erschien Lieder der eigenartige Bote und erinnerte an Las Requiem. Diese sonderbare Erscheinung übte auf Mozart einen starken Eindruck aus. Das Geheimnis um den ungenannten Auftraggeber lichtete sich später: es war der Gras Franz von Walsegg zu Stuppach, der durch seinen Derwaltcr Leutgeb das Werk bestellt hatte. Der Graf war ein eifriger Musik- Ireund, der gern als Komponist gelten wollte: -cc schrieb darum verschiedentlich fremde Kompositionen ab und gab sie als eigene aus: auch non dem Requiem, das er dem Andenken seiner verstorbenen Gattin widmete, fertigte er eine .^opie an, mit der Aufschrift: „Requiem com- josto del conte Walsegg“. Rach der Aufführung der Zauberflöte förderte Mozart mit allen feinen Kräften das begonnene Werk: fein Gesundheitszustand wurde allerdings immer bedenklicher, schwermütige Stimmungen be- lielen ihn. Seine Frau will ihn auf heitern: ober aus einem Ausfluge in den Prater spricht - Sr mittag hl amt zu „3um $ siche 3a Landvir trag hie über .D nahmen < ner des Jentfch Fragen ir rr.Schm handelte1 bctäinvsu Dorträge in btt 1 Stase b : =? Lt ' Daum | dieser 2 Enklel Sieben ; l irrige 0 I ab, zu de ungesund Vorträge iiche Qty1 iCtd)) u s Heuchelt I «Diplom R tbaumwl rung m der Obfl Mersh jeden D ; ferner t spritze t des Lan ; den für । Frage i ^sichrer gehend e tausch g. Srtti Miltw niiffage oon Sari ^ebenen unb Star. kHolz "«s titln (bao »orsterej Meei Afa ’M 9 6 Lärche: 1 St. - 2 »ft Ul. 6. 333,6 2 t R® 2.1 W »T rui:' A Ä flUtta JJ N 'M. den den I Preis 70 Pfg. Nutz- und ItaWÄbltfrt]1 la junges Mastfleisch Pfund 0.80 m Karl Düll zu Ulfa versteigert aus vermiedenen Distrikten der Förstereien Ulfa 01212 Abends der beliebte Gesellschafts-Tanz 1502V (unaufgearbeitet). 5t L St. = 0,31 fm; Kl. 2b 1 St. 11 140 Stä. Kl. la bis 3a mit 90 km Rote Hüben Fernen Sämkl. 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SU.; Ruhreisig: 70 rm Fich-! ten (Schichthaufen), 2 rm Fichtenscheller, Knüppel, rm: Eiche 63, Kiefer 11, Fichte 16, 14 rm Eichereisig, 10 Lose Fichtenreisig ch Ärai-v iornih 2'12. Vis Frage bcreitwilligst beantworteten. Lich, 17. Febr. Die Vereinigung der Kreis Friedberg. Steinfurth, 18. Fcbr. Verschiedene hiesige achwcli. rßm Dersprung lerne. enlappe. Dom Ledaktionsiisch, heil. m Eie mir nicht, daß ie ist glatt erlogen - ten vor feinem, Haus. Etolz: einen trächtigen Reijig 2. fit (Stammreisig) rm: Buche 3 87; Eiche 474. Reisig 3. kl. (Astreisig) r n: Buche 385; Eiche 800. Stöcke rm: Luche 65,6; Eiche 93,1; Lärche 14,4; Fichte 2 >,7. 1510D 60 „ 3. Zusammenkunft Dormittags 10 Uhr bei der Pfingstweide. 14221) Waldgirmes, den 17. Februar 1930. Der Bürgermeister, Schmidt. Stä. u. Abschn. mit 25,00 km, davon Abschn. Alteiche 5. u. 6. Kl. mit 9,00 fm rm Nutzsckeit 2. Kl., gespalten, 1,20 m lang rm Nutzscheit in Rollen, 2 m lang rm Nutzknüppel, 2 m lang Ruche. St. mit 9,04 fm Kiefer. Ke8-t? 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Er diente der Gemeinde an zwei Sonntagen im Hauptgottcsdienst, hielt jeden Abend einen Vortrag und an den Rachmittagen eine Vibel- stunde. 3n allen diesen Darbietungen hat er cs verstanden, seine Zuhörer in den Ernst und die Tiefe der heiligen Schrift einzuführen, so daß sie feinen Ausführungen mit gespannter Aufmerksamkeit folgten. 3n anschaulicher und anfassender Weise zeigte er uns, wie das alte Evangelium 3esu auch für die mannigfachen äußeren und tnncre’n Röte der Gegenwart das rechte Heilmittel ist. — Die Sammlungen für die Sudan-Pionier-Mission ergaben die Summe von 292 Mark. 1 [ Gelnhaar, 17. Febr. Gestern fand in unserer Gemeinde durch ihren ehemaligen Orts- geistlichen, Superintendent Oberlirchenrat Wagner, eine Kirchenvisitation statt. Dis auf den letzten Platz war das Gotteshaus beseht, als unter dem Klang der Orgel die beiden Geistlichen einzogen. Aach dem Liede 311, 1—3, legte der jetzige Ortsgelstliche unserer Gemeinde, Pfr. 1111 m a n n , Usenborn, seiner Predigt den Text zugrunde: Matth. 20, 1—16. Aach der Predigt trat Superintendent Wagner an den Altar und gedachte nach Ablesung des Textes Phil. Kap. 1 in herzlichen Worten der Zeiten, in denen et hier als Seelsorger waltete. Auch gedachte er aller derer, die nicht mehr unter den Lebenden weilten, besonders der Gefallenen. Hierauf prüfte er in Anwesenheit der ganzen Gemeinde die christenlehrpfl'.chtize Jugend und Schulkinder. Die Prüfung nahm einen recht befriedigenden Verlauf. Anschließend an den Gottesdienst fand eine Besprechung mit dem Kirchenvorstand und der Kirchengemeindevertre- tung statt. la Kalbfleisch, alle Stücke, auch Rollbraten.............Pfd. 1.10 la Hammelfleisch, alle Stücke.. Pfd. 1.20 la Schweinefleisch, Braten und Rollbraten...........Pfund 1.40 la frische Rindswürstchen ... Pfund 1.00 la stets frisches Hackfleisch .Pfund 1.00 Achten Sie auf untere Auslagen! Metzgerei Jakob Jetzt Neuenweg 18, Tel. 3160 f Bellersheim, 18. Febr. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse hielt dieser Tage ihre diesjährige ordentliche G e ne r a l - Versammlung ab. Aach der üblichen ‘Begrünung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates Ludw. Müller V., wurde das A'^'nken zweier verstorbener Mitglieder in üblicher Weise geehrt. Daraufhin erstattete der Rechner K. -ueber den Geschäftsbericht, dem u. a. folgendes entnommen sei: Der Gesamtumsatz ist von 1,720 000 Mark im Vorjahre auf 2 100 000 Mark im abgelausencn Geschäftsjahre gestiegen. Die Spareinlagen haben um 33 780 Mark ^ugenommen, außerdem k. mmen noch hinzu die Einlagen in laufender Rechnung, so das; insgesamt ein Vareinlagenbestand von 148 670 Mark vorhanden ist. Die Zahl der Mitglieder hat im verflossenen Berichtsjahre keine NIVEA'CREME ist Tages-und Nachtcreme zugleich. \ A Am Tage schützt sie Ihre Haut vor den schädlichen Einflüssen \ rauher Witterung. Sie ist überdies hervorragend geeignet als Puderunterlage, da sie ein Verstopfen der Hautporen durch den Puder verhindert; sie läßt aber den Puder haften und später leicht wieder entfernen. Des Nachts,wirkt das hautpflegende Eucent, das nur in der Nivea-Creme enthalten ist, als Haut- nährmittel, alle Gewebe verjüngend, kräftigend und pflegend. Runzeln und Falten werden schnell und vollkommen beseitigt. Dosen RM. 0-20- 1.20 , Tuben aus reinem Zinn 0.60 u. 1.00 Nivea-Creme dringt in die Haut ein u. hinterläßt keinen Glans. 3 W 29/30 Sämtliches zur Versteigerung kommende Brennholz ist blau unterstrichen. Besichti- gimg wird vorausgesetzt, da spätere Be- a^standungen nicht berücksichtigt werden. Mhere Auskunft durch die Herren Förster Beeg zu Ulfa, Frank zu Stornfels und die unterzeichnete Stelle. Hessisches Forstamt Eichelsdorf. weiß, daß es zur Stärkung des Körpers nichts besseres gibt als DOP« PELHERZ Doppelherz ist als Kräftigungsmittel bewährt bei Blutarmut, Appetitlosigkeit, Schwächezustänaen aller Art, Neurasthenie, Nervenleiden u. nervösen Kopfschmerzen. Hole« Sie heute noch eine Probeflasche zu M 2 50; große Flasche M 4.50 und 5.50. — Doppelherz- Dragees M 1.50. Niederlage: Drorerle 0. WlnterhoH. EreorpLS-lB; Drof. C. Seibel, Frankfurter Straß»; - ans x.Inden« bnri lued.-Drog. H. Eigen, Se'.tersweg 68 e; Drogerie E.Karn.SchnlstraBe; LBwen-Drog. Eilbinger Nacht., Seltersweg; Krenx-Dree, A. Noll, Bahnhofstraße BL 24bV Lollar; Vioteria-Dregerle L. Sowasr« Ruh- und Brennholzversteigerung Mittwoch, den 26. d. 2H., von vormittags 10 Uhr ab, in der wirtschaft „Zur Deutschen Eiche" zu Klein-Linden aus den Forstorten Hexenbusch, Fuchsbau, Tiefental, Tannacker, Rehloch und Stempel- fchlag der Försterei Großen-Linden: 1. Ruhholz. Eiche: Abschnitte N: Kl. 1 u. 2 4 Stck. = 0,92 fm. Kiefer: Langholz A: Kl. 4a 1 Stck. = 1,38 km, Kl. 3d 1 Stck. - 0,96 km; Abschnitte N: fit. la—3a 39 Stck. = 11,15 km. Fichte: Langholz N: Kl. la—3a 35 Stck. = 18,07 fm; Abschnitte N: Kl. la 3 Stck. = 0,38 fm. Derbstangen, Fichte: 1. Kl. 71 Stck., 2. Kl. 32 Stck., 3. Kl. 26 Stck. Reisslängen, Fichte: 5. Kl. 30 Stck., 6 Kl. 45 Stck., 7. Kl. 30 Stck. Auhknüppel, Eiche: 4,5 rm (Gartenpfosten, 2,5 m lang); Fichte: 3,5 rm (3 m lang). II. Brennholz: Scheiter rm: Eiche 8; Kiefer 25,6 1. Kl., 6,7 2. Kl.; Fichte 2,4. Knüppel rm: Eiche 23,6; Kiefer 21,8 1. Kl., 1,4 2. Kl.; Fichte V l.Kl., 0,4 2. Kl. Reisig 100 wellen 2. K' (Stammretsig): Buche 2, Kiefer 35,3, Fichte 0,5; 3. Kl. (Astreisig): Kiefer 17,5, Fichte 27,4, Eiche 9,5; 4. Kl. (Schlagreisig): Kiefer 16,5 (ge- schätzt); Kiefer 3. Kl, (Astreisig) 85 rm. Stöcke rm: Kiefer 9,8; Fichte 34. Bom Kiefern- und Fichtenstammholz werden nur die blau unterstrichenen Nummern versteigert, vom Brennholz kommen die blau unterstrichenen Nummern nicht zum Ausgebot. Es wird vorherige Besichtigung des Holzes empfohlen. 1488D Gießen, den 19 Februar 1930. Hessisches Forstamt Schiffenderg. Nicolaus. Preußen. Kreis Wetzlar. > Wißmar, 17. Febr. Die Gemeindevertretung beschloß, den Hm 6 au der elektrischen Lichtanlage vornehmen zu lassen, nachdem von selten der Verwaltung der Dudcrusschen Eisenwerke, die den Strom liefern, der Kostenvoranschlag geprvf1 ist. Auch den Vorschlägen der Regierung ,ut Ueberwachung des Ortsnetzes wird grundsätzt^ zugestimmt. Jedoch soll vorher die Kostenfrage geklärt werden. Der Landrat wurde bevollmächtigt, die Gemeinde bei den Verhandlungen mit den Buderusschen Eisenwerken zu vertreten, dabei soll eine Herabsetzung der Licht- und Kraftstrompreise erzielt werden. — Für das kommende Haushaltsjahr wurde die Einführung neuer Holzabfuhrscheinebe- ei'sterturnier zu San -----_______ - - , - - r. ,, ar beendet. Es ergab Baumtoär ter desKrelsesGretzen hielt Weltmeisters Dr. 2lb ' * n'l‘ ' (14!) fünfte erzielt; > remisierk nur zwei itbe Äunzowitsch mit *> IV. Dogohuöotv mit folgen: Hues 8'/.. Maraczh und Sarta- (Sieben in der Gastwirtschaft Stein ihre dies- jährige ordentliche Generalversammlung ab, zu der fich fast sämtliche geprüfte Daumwarte eingefunden hatten. Es wurden folgende kurze Vorträge gehalten: „Krebsfeste und krebsempsind- iehe Apfelsorten" (Fürst!. Obergärtner Schmidt (Lich) und Daumschulenbesiher Engelhardt, Heuchelheim); »Das Werkzeug des Daumwärters" l Liplomobstbauinspektor Enkler, Gießen. und Daumwärter Rudolf, Lang-Göns); ^Erfahrung mit der Winter- und Sommersprihung der Obstbäume" (Daumwärter Adolf Müller, Bellersheim, und Rinn, Heuchelheim). An jeden Vortrag schloß sich eine Aussprache an. Ferner wurde die Arbeitsweise der Motorbaum- spritze vorgeführt und die Raupenleimversuche des Landwirtschaftskammerausschusses Gießen in den fürstlichen Obstanlagen besichtigt. Auch die Frage der Psrovkreiserbeschaffung für die durchzuführenden Llmpfropfmaßnahmen wurden ein» gehend erörtert und dabei der gegenseitige Aus- lcmsch geregelt. auf rund 40 000 Mark, die Ausgaben auf rund 39 000 Mark, so daß noch ein Üeberschuh verbleibt. Es sind 202 Operationen vorgenommen worden. 454 Personen machten von der Röntgenanlage Gebrauch, die aufs beste und modernste eingerichtet ist. Els Patienten wurden mittels Röntgentiefenbestrahlung behandelt. Das Haus hat seine Existenzberechtigung bewiesen, die Einrichtung ist für unsere Stadt und den abgelegenen Bezirk von größtem Segen. § Ulrichstein. 17. Febr. Der hiesige Kriegerverein veranstaltete am Samstagabend im Pfannstielschen Saale den kürz'ich besch'o senen Familienabend, der einen guten D.such aufzuweisen hatte. 3m Mittelpunkt stand ein Vortrag des Oberstleutnants von Hagen (Darmstadt) über die Sch'acht von Verdun (Februar bis Mai 1916). Die Zuhörer folgten mit größter Aufmerksamkeit den interessanten, fesselnden Ausführungen des Redners, die durch zahlreiche treffliche Lichtbilder veranschaulicht wurden. Zum erstenmal trat h erbei das vor einigen Monaten von der Gewerbeschule anae'chaFte Epidiaskop bei einer öffentlichen Veranstaltung außerhalb der Schule in Tätigkeit. Die Bilder, von Lehrer Kammer vorgeführt, waren scharf und klar. Die Versammlung spendete zum Schluß dem Vorlragenden lebhaften Beifall. Rechner Merski übermittelte als Vorsitzender den Da k der Anwesenden und leitete zu dem alsdann anschließenden .gemütlichen Teil des Familicn- abcnds über. Die Kameraden 3ohs. Schreiner und Karl Schmidt I. wurden nach ^jähriger Gustav Groh und Ang. Fritz nach 25jähriger Mitgliedschaft durch Verleihung der .Hafsia"°Ehrenzcichen ausgezc chnct Bei einem Glas Bier und dem Gesang a töertrauter Lieder blieb man noch einige fröhliche Stunden beisammen. — 3n der letzten Gemeinderats- s l tz u n g wurden die vom Gemeinderat zu bestimmenden M tglietzer d:s Schulvorstands neugewählt, und zwar: D.i^eordnct.r K. Geiß. Friedr. R o d e m e r, Karl Hofmann, Hch. Scheich. - Für die auf den 23. Februar anberaumle Bürgermeist rwahl ein gen bis jetzt drei Wahlvorschläge ein, die auf folgende Rainen lauten; Bürgermeister Karl Appel II., Beigeordneter Karl Geiß, Maurermeister Frdc. Appel. fchlofsen; den Firmen Wellhöfer (Gießens und Winker (Wißmar) wurde der Zuschlag für Stammholz erteilt. Die Einnahmen aus dem Holzverkauf bleiben in diesem Jahre wesentlich hinter denen aus dem Vorjahre zurück (Aachlassen der Preise infolge des milden Winters und der erhöhten Verwendung anderer Brennstoffe, hinzu kommt, daß in diesem Winter weniger Holz gefällt wurde.) — Dornholzhausen, 17. Febr. 3n der abgelaulenen Woche fanden in der hiesigen Kirche allabendlich Missionsvorträge statt, de auch aus der Aachbargcme'.nde Hoch lheim zahlreich besucht waren. M.s.ionar Schäfer aus Hausen bei Butzbach sprach über verschiedene religiöse Themen; seine Vorträge fanden andächtiges Gehör. Am Freitagabend fang der Frauenchor unter Leitung von Frau Pfarrer Schneider, Hochelheim. 3m Ansch uh an dir Vorträge wurden Kolle't.n erhoben, deren Erlös zum Besten der Rheinischen Mission bestimmt war. Orangen blonde spanische - Blut spanische - Italiener, blonde, Blut, Ooppelblut, süße Früchte zum billigsten Preise Zitronen.... 3 Stück 0.20 lüGemiise-imd Obst- Konserven la Satz- und Essig-Gurken Sauerkraut n. eingemachte Geflügelhalter |inv schon tangere v>e.t vatu uvec^ gegangen, nur noch reinrassiges Geslü - g e i au züchten. Sie besuchten die Ausstellungen der Geflügelzuchtvereine und konnten auch schon kleinere Ausstellungen in den Rachbargemeinden Dad-Aauhe.m und Wi s ls)eim mit eige er Zucht, besonders mit Hühnern, beschicken. Das 3nteresse für Geflügelzucht war so stark geworden, daß am Sonntag ein Geflügelzuchtverein mit einer stattlichen Mitgliederzahl gegründet werden konnte. Den Vorsitz übernahm Baron von Löw. Die Belehrungen und Anregungen, die der Verein seinen Mitgliedern geben wird, werden bald auch bei uns zu sichtbaren Erfolgen und Fortschritten in der Geflügelzucht führen. Kreis Schotten. a. Schotten, 17. Febr. Dieser Tage fand, wie alljährlich, der übliche Waldgang des Gemeinderats mit dem F^rstamt Schotten statt. Unter Führung des Forstmeisters D e u - st er wurde der Stadtwald besichtigt und ein Ueberblid über den gegenwärtigen Bestand und über die Forsteinrichtung, wie sie für das nächste 3ahrzehnt geplant ist, gegeben. Die Stadt hat einen Waldbesitz von zirka 600 Morgen, der mit einem Drittel Laubwald und zwei Dritteln tocrfoollem Nadelholz bestanden ist. Besonders der Fichtenbestand wächst in der kommenden Zeit ins Geld; den Wert des Waldes schätzt man von sachverständiger Seite auf 1,5 Million. Der jährliche Hiebsah wird in kommender Zeit eine Steigerung erfahren. Der interessante Gang verlief für die Teilnehmer sehr anregend und be» lehrend. X. Schotten, 18. Febr. Das städtische Krankenhaus hat in dem abgelaufenen 3ahr gut gewirtschaftet. Die Einnahmen belaufen sich Auf Wunsch Bestellungen frei HauS W. Sankel Ww. Heuen Säue 2, Tel. 2612. Aenderung erfahren und beträgt 103, die sich • auf Dell.rsheim, Obbornhofen, Ätphe, 3nheiden und Trais-Münzenberg verteilen. Der Rein- getoimx von 1600 Mk. wurde wie folgt verteilt: 10 v. H. Dividende auf die GeschciftSan eile, ICO Mark dem Aufwertungsstock, d:r Rest dem Reservefonds, so daß beide Rücklagefonds bereits mit über 3530 Mark zu Buche stehen. Außerdem wurden zur Hebung des 3nteresses der Mitglieder ein Anwesenheits'-'eld au 3 dem Lleberschuß gewähr:. DerD r hende des Aufsicht'rat 1 denke dem Rechner für seine mustergültige Amtsführung und konnte feststellen, daß die Kasse gute Fortschritte gemacht hak und daß sie auf solider Grundlage steht. Die satzungsgemäß au scheiden- den Vorstands- und Aufsicht ratsmitgli " er tour- einstimmig durch Zuruf wiedergewählt. Dberbeffen. Landkreis Gretzcn. > Daubringen. 19. Febr. 3n der jüngsten Gemeinderatssitzung kamen u. a. folgende Angelegenheiten zur Erörterung und Beschluß- faffung: Da die Wasserversorgung un- Itter Gemeinde im letzten 3ahr sehr mangelhaft »nd ungenügend geworden ist, sind Erhebungen angeftellt worden, diese zu verbessern. Als das billigste Projekt ist vorgeschlagen worden, die Quellen auf der Wiese an der Hainbach auf der rechten Seite des Dorfausganges zu f affen und das Wasser durch eine Pumpe be- darfsmäßig nach dem Behälter zu pumpen. — Sinern Gesuch der Schule, denjenigen Eltern, teren Kinder durch den Schularzt zu einem Kuraufenthalt bestimmt sind, den G e - ! raeindezuschuß zu gewähren, der sie dann euch in den Genuß des Zuschusses der Landes- Versicherungsanstalt und des Kreises setzt, wurde fjattgegeben. — Die Ausbesserung der linnen im Dorfe soll gemäß dem im Voranschlag eingestellten Betrag vorgenommen werden. — Da durch Anlegung der Dampfheizung hn Schulhaus die Heizungs- und Reinigungs- arbeiten sich anders gestaltet haben, soll die Reinigung der Schulsäle vom 1. AprU mb neu vergeben werden. + Grünberg, 17. Febr. Am Sonntagnach- nrtttag hatte das hiesige L a n d w i r t s ch oft s - am t zu einem Vortragskurs im Gasthaus „ Zum Rappen" eingelabcn, zu dem sich eine statt- hebe Zahl Zuhörer, darunter viele auswärtige Landwirte, eingefunben hatten. Den ersten Vor- t tag hielt Veterinärrat Dr. F u ch s (Grünberg) über «Viehseuchen und veterinärpolizeiliche Mah- mahmen zu ihrer Bekämpfung". Der zweite Redner des Tages, Obst- und Gartenbauinspektor Lent sch (Friedberg), sprach über „Zeitgemäße Fragen im Obstbau". Der letzte Redner, Assessor 8r. S ch m i d t, Leiter der Pflanzenschuhabteilung der 3.-G.-Farbenindustrie, Frankfurt a. M., behandelte in einem Filmvortrag „Die Schädlings- I dckämpsung in der Landwirtschaft". An die drei । Borträge schloß sich eine rege Aussprache an, tr der die Redner noch manche an sie gestellte IUS Drennholzversteigerung ’o/nung. Rltttwoch, den 26. Februar, werden vor- *'«m Don mittags 16% Uhr, in der Gastwirtschaft Xr vier $“50' o'on Karl DöU zu Ulfa versteigert aus ver- ebenialti ,n,,fLrfaL. / |d)iebenen Distrikten der Förstereien Ulfa Stabte „ Qie'o“ »ad Stornfels die nachfolgenden Mengen irpdmic^‘f Ebieren ‘ Nutzholz (insbesondere Eichenstammholz IS oriola1 0:U9 Steinswiesenkopf 7) und Brennholz: :er A. Ruhholz. ^aaewis.en W» canghol;- Eiche: Kl. 3 2 St. - 1,37 fm; nun so geht- ,J HL 4 9 St. - 7,54 fm; Kl. 5 3 St. -- 3,79 fm. öas V.A bie I«' rairrhp- «I 1h A - 1 HR fm- 61 9a SÄE Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Norden der Rabenauschen Ober-Seilbach (am Abtrieb). Londorf, den 19. Februar 1930. Hessisches Forstamt Rabenau. N uhholzversteigerung. Die Gemeinde Waldgirmes versteigert öffentlich meistbietend an Ort und Stelle am Montag, dem 24. Februar 1930, vormittags 10 Uhr beginnend, aus Distr. Pfingstweide u. a.: Elche. Lärche: Kl. Id 4 St. = 1,08 fm; Kl. 2a - j. L St. - 0,31 fm; Kl. 2d 1 St. — 0,85 fm. }CntSe Fichte: Kl. 2a 1 St. = 0,28 fm; Kl. 2d r SithetK L St. = 2,11 fm; Kl. 3a 1 St. = 1,28 fm. neoent JintCr y Derbffangen: Fichte: 2. Kl. 2 St.; 3. Kl. c W7 (davon 480 St. aus Heegwald 8 der gier Tewe' S,erbt Fgr-fterei ^angd). Reisslängen: Fichte: "ü beftino Sar LÄL 1036 St. (Heegwald 8); 6. Kl. 1000 (Heegwald 8). 04111 Ü B. Brennholz. S Wnd« ^, 9 fal Scheller rm: Bucke 163,4 1. Kl.; 2,5 ' n n 5reunÖ ir 2k Kl.; Esche 4,0; Eiche 135,2; Fichte 19,3 e>ncS Suntn'er 2‘ÄI- Knüppel rm: Buche 301,9 l.Kl., Sieb t)ier,5n,|: 3 -3,6 2. Kl.; Esche 6,4; Eiche 213,1 l.Kl.; Äen ! Cottf U2,6 2.Kl.; Birke 2,4, Dbftbaum 1,8; «Jfpe 14,2; Erle 12,2; Linde 1; Kiefer 5; one »"aMen Lrche 38,4; Fichte 83 2.Kl. Reisig l.Kl. *el (»n-iummniio W !(Snüppelreifig rm: Buche 3; Eiche 6,9. AW fÄ’Xk * [UHU - machen jedes Antlitz ansprechend und schon. Oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont-Zahnpaste erzielen Sie einen wundervollen Elfenbeinglanz der Zähne, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont-Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. 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Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 1452C A. Dienstag, den 25. Februar 1930, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 4, 8, 13, 14, 15, 16 und 20, Distrikt Han- gelstein, Bezirk des Försters Lotz in Wieseck. 110,1 rm Buchenscheiter 1. Kl. 14,2 rm Eichenschciter 1. Kl. 11,0 rm Fichtenscheiter 1. Kl. 52,4 rm Buchenknüppel 29,7 rm Eichen- und Fichtenknüppel 1320 Wellen Buchenreisig 135 Wellen Eichcnreisig 22,4 rm Buchenstöcke 4,0 rm Eichennutzscheiter 1. Kl. 19 Fichtenderbstangen 1. Kl. Zusammenkunst auf der Straße nach Daubringen, in der Nähe des Steinbruchs. B. Freitag, den 28. Februar 1930, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 97, 122 und 128 des Stadtwaldes, Försterei Hochwart: 127,0 rm Buchenscheiter 1. Kl. 64,0 rm Eichenscheiter 1. Kl. 36,0 rm Buchenknüppel 31,6 rm Eichenknüppel 5,7 rm Eschen- und Kiefernknüppel 1285 Wellen Buchenreisig 680 Wellen Eichenreisig 36,6 rm Buchenstöcke 30,5 rm Eichenstöcke 3 Fichtenderbstangen 1. Kl. Zusammenkunft auf der Licher Straße, am Forsthaus Hochwart. Gießen, den 20. Februar 1930. Der Oberbürgermeister. 5. B.: Dr. Rosenber g. Dieter entsetzliche Seifengeruch I Er nimmt mir die ganze Freude an meiner schönen Wäsche, der frische Geruch meiner gepflegten Haut wird vollständig davon überdeckt Um heute Abend meinen Tänzenr gegenüber nicht in Verlegenheit zu kommen, muß ich Parfüm zu Hilfe verwenden wollte I Sie reinigt schnell sowie gründlich und gibt der Wäsche guten Geruch. Bekanntmachung. Der Vierteljahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben der Stadt Gießen für das 3. Vierteljahr 1929 Rj. ist vom 22. Februar 1930 ab für acht Tage in den zur Veröffentlichung amtlicher Bekanntmachungen bestimmten Aushängekaften zur allgemeinen Kenntnis ausgehangt. Gießen, den 20. Februar 1930. (1452C Der Oberbürgermeister: Keller. Straff Im Text Nur eo können Sie Ihre Zeitungsanzeigen durch Elnprügeam In der Form zeitgemäße, gepflegte Werbe- wirkeam in der F.rbe drucksachen gut unterstützen. Nur eo berüt und beliefert Sie zu günstigen Preisen die BrOhl'sche Druckerei, Gießen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 2251 SßllWkl HW SmslWtM ab 8 llijr Ul 2» rte MeMm VmeÜWMM WlIMN. Die für den Städtischen Schlachthof Gießen im Rechnungsjahr 1930 (1. April 1930 bis 31. März 1931) erforderlichen Fuhr- leiftungen an etwa 720 Tonnen Kohlen, bestehend in: Aufladen, Anfahren und Abladen, sollen öffentlich vergeben werden. Die Angebote sind verschlossen und postfrei mit der Aufschrift „Fuhrleistungen" versehen, bis zum 1. März 1930, vormittags 10 Uhr, an uns einzureichcn. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Anbieter. Die Bedingungen können bei der Verwaltung in der Dienstzeit eingesehen werden. Zuschlags- und 'Bindefrist: 3 Wochen. Gießen, den 20. Februar 1930. 1505V Die Städtische Schlachthofverwaltung. Holzverkauf im Revier Lumda. 2Honfag, den 24. Februar, 9 Uhr, bei Gastwirt Schultheiß, Lumda, aus den Forstorten Buchwaldskopf, Kasparshag, Steinberg und verschiedenen: 1504D Stämme: 4 Stck. Eiche 2. und 3. Kl., sowie 1 Birke 2. Kl. = 2,50 fm; 32 Sick. Fichte und 2 Stck. Douglasie la- bis 2a-Kl. - 7 fm; Stangen: 147 Stck 1. bis 6. Kl.; Ruhreisig: 6 rm Fichte (in Schichten). Ferner Brennholz: rm: Scheiter: Buche 144, Hainbuche 9 (hiervon 5 rund), Eiche 4, Birke 2, Kiefer 24, Fichte 54 (hiervon 47 rund); Knüppel: Buche 30, Hainbuche, Eiche, Birke und Aspe 6, Kiefer 32, Fichte 33; Reisig: Buche und Eiche 183, Nadel 21; Stöcke: Buche 39, Fichte 5. In den Schlägen Duchwaldskopf und Kasparshag ist das Versteigerungsholz mit dem Revierhammer „Vg." geschlagen. Hess. Forstamt Grünberg samn tiUUlOM (Unsere \Trieda war mit 4 Monaten infolge (barmkatarrh sehr oon prüften gekommen, und war die (Nahrungsaufnahme schwierig. (Wir selten unsere größte Hoffnung auf ()hre „SCO ti 's Emulsion " und sind hierin nicht getäuscht worden, denn der Erfolg war sofort zu bemerken. (Die Eßlust wurde angeregt, das fKind blühte auf und wurde oon (Tag zu Tag kräftiger. Tleute (st es ein schönes munteres Nlädel, an dem wir alle Treude haben. Alfred öommerlatte, £eipzlg-£. 9n allen Apotheken und Drogerien für 1.75 und 3.- 9? 9*7 tu haben. Depots: Engel-Apoth., Hirsch-Apoth., Pellkan-Apoth., Löwen-Drogerie Kilbinger Nachfolger, Seltersweg 79 a, Kaiser-Drogerie Noll.Llndenpktz 5, Drogerie H. Noll, Ludwigsplatz und Neustadt, Germania-Drogerie Seibel, Frankfurter Straße 39, Drogerie Wlnterhoff, Kreuzplatz 9/10. 48>v Nutzholz-Submission der Gemeinde -Itzbach. Nachstehendes, in der Loseinteilung ausgeschriebenes Fichten- Stammholz hiesiger Gemeinde soll im Submissionswege verlaust werden. Angebote sind pro Festmeter, für jedes Los getrennt, an den Unterzeichneten bis zum 28. Februar 1930, abend» 6 Uhr, in verschlossenem Briefumschläge mit der Aufschrift „Submission" einzureichcn. Los 1. Tistrikt 16a. Nr. 1—75. 16 Fi.-Stö. Kl. la-- 2,7lfm Los 2. 16a. Nr. 76—150. Los 3. 16a. Nr. 151—250. Los 4. 16a. Nr. 251—350. w Los 5. Los 6. Los 7« 23 lb = 7,67 21 2a = 14,84 Los 8. 34 n 14 2 26 4 2 5 6,32 0,83 3,44 6,08 9,18 9,48 5,30 3,78 0,77 lb* 11,33 2a = 19,23 4b; 8c; 13a; 18a. 9tr. 953—963; : 1018—1031; 1057—1080; 1505—1535, u. 1648; 1649 2a = 2b = 3a = 3b = 16a. Nr. 351—460 u. 504, 505 2a = 2b = 2b = 15,34 3a = 3,90 la= 4,54 16a; 3c; 19b. Nr. 1363 bis 1392 ;1481 ' „ 1685 bis 1699 _ 1706 bis 1708 „ 742—757 10a; 15b; 15c. Nr. 1499 bis 1503 2b = 3,33 3a = 1,51 29 20 10 31 35 8 1 30 57 11 2 36 49 13 2 56 45 10 1 26 24 16 10 1663:1672;29 1679;168O 1681:1684 3 1401-1473; , 1656-1660; 1702 bis 1705 lb = 10,98 2a = 13,20 2b = 10,55 la--- 5,42 1b = 12,10 2a = 4,68 2b = 0,79 la = 5,48 lb--18,98 2a = 7,98 2b = 2,35 la = 6,84 lb = 17,09 2a = 8,04 2b--- 2,23 la = 10,15 Ib = 16,18 Atzbach, den 19. Februar 1930. Der Gemeindevorsteher. 15060 Sinniere i ßonnoni» werd iacbflcmäh il preisroevt ge- ittmmi u revar. G.Eveci^ (3leB?n.BiotffrLli ?eleubon 2403 Verkant v. neuen it. nebt Sllao Leupin - Creme famendlach bew. bei Flechte Kräfte, Jnc :en, Ans- scjlag, Hämorrhoiden Beinschäden. Zu haben [10110V Löwen-Drogerie W. Kllbinger Nach!., Seltersweg 79 a. Holzsubmission. Die Gemeinde Londorf verkauft im Wege schriftlichen Angebots. 1501D a) Fichtenstammholz. 54 Stämme la-Kl. = 7,73 fm 75 „ 1b- „ -- 24,76 „ 42 „ 2a« „ = 26,52 „ 22 „ 2b° „ -- 22,07 „ 16 „ 3a. „ - 23,18 „ 10 „ 3b. „ - 19,19 „ 3 ,, 4a= ,, — 8,08 ,, b) kiefernstammhol;. 12 Stämme 2a Kl. -- 5,59 fm 26 „ 2b- „ - 18,24 „ 15 „ 3a. „ - 14,91 „ 5 „ 3b- „ = 6,16 „ Sämtliches Holz ist mit Rinde gemessen- Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klasse bis soätestens Donnerstag, den 27 Februar d. 3. vormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu« reichen, woselbst auch die Verkaufsbedlw gungen eingesehen werden können. Londorf, den 19. Februar 1930. Bürgermeisterei Londorf. 21 u m a n n. Monaten in. ’f 'Xrifa ^ungsauj. toi untere »Scoti's 'n nicht ge- jrfolg war ?to wurde iundwurde Heule Wes el> an dem ’*■ £eWg-8. ■WLuton - Uwen. Drogerie M,Ued«gktit, MrogerieStM, to IAH. <8iV W i^riebenes gidjtr ijiwnswege öerlr. jedes Los gehcr mar 1930, ab« mit der Außch Id- 7,6. 2a = l^' 3a = 6,30, 3d- 3,78, la= 0,77, Oh=15,34 , " 33= 3,90 ,1 Ib«NM > ; 23 = 19,23. 2d - 3,331 " 33- 1-51- Ul.la= 2,71. „ 2b = 10,98 2a=13,20, „ 20 = 10,55 , „ la= 6,« , „ 1b=12,10, . 23= 4,68, „ 2d- 0,79, „ 13- 5,48, lb = 18.98, " 23 - 7,98, ” 2d- 2,35, ; 13= 6,84, „ lb = 17,09, " 23= 8,M, , 2d- 2,23, _ 13 = 10,10 „ Jb = 16,18 23- 6.32 " 2d- 0,M 13= 3,44 , ‘ , Id- 6,08 , 23= 9,18 „ " 2b = 9,48 । niissi»"'., aebois- ,:ÄL - 2176,, 1" , 26.52 , : " = 22,07 « ' " ; 23,18 » ' " - 19.19» * * s 8,08 - , 18,24.. '" -14-91 „ iyä» iolllagsU. «*!** --S SÄ» Nr. 4(1 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)Zreitag, 21. Zebruar 1950 Turnen, Sport und Spiel. Fechten tmTurngauHeffen(D.T.) Anfängerprüfung. bpw. 3n Wetzlar trafen sich am Sonntag die Anfänger im Fechten des Gaues Hessen zur Prüfung auf Florett und leichten Säbel. Insgesamt traten 8 Fechterinnen und 20 Fechter 3ur Prüiung an, die sich auf eine theoretische und drei praitischr Hebungen erstreckte. Die Prüfung wurde von Gausechtwart Kühn (Friedberg) geleitet, dem als Kampfrichter die Fechter Gerhardt (Tv. 1846 Gießen), Hennig (Mtv. Gießen), Mulch (Wetzlar). Hahn und 3er- l i ch (Dad-Aauhcim) zur Seite standen. Sämtliche Prüflinge bestanden und konnten in die 3ung- scchterinnen- bzw. Iungmanncnk ässe eingereiht werden. ^Nachstehend die Rangfolge: Fechterinnen-Florett: Erna Kutscher, Tv. 1860 Vad-Aauheim, 20 Punkte: Hanni Pseiffer. Tv. Wetzlar, 19 P.: Gretel Heyer, Tv. 1860 Bad-Aauheim, 16 P., und vom Tv. 1 846 Gießen: L. Mohr, 16 P.: E. Wirth, E. Fehn, L. Scheel, CH. Castein. Fechter-Florett:- Kipp, T. u. Spv. Marburg, 17 P.; Chateau. T. u. Spv. Marburg, 15 P.: Kutscher, Tv. 1830 Dad-Aauheim, 15 P.: Meyer und Leister, Tgm. Friedberg, 15 P.: Sänger, T v. 1 8 4 6 Gießen, 15 P.: ferner Krick, Tv. 1860 Dad-Aauheim, Frankenberger, Tgm. Friedberg, Baumann, Mtv. Gießen, Enhlin, Tv. 1 8 4 6 Gießen, Kilian, T. u. Spv. Marburg, Koch, Tv. 1 8 4 6 Gießen, Kühn, T. u. Spv. Marburg. Fechter-Säbel: Gissel, Hoffmann, Clms- häuser, Tv. Wetzlar, 14 P.: Enhlin und Weber, Tv. 1 846 Gießen, 13 P.: Kühn und Kilian, T. u. Spv. Marburg. Hochschulsport. Die am 15. und 16. Februar in Aachen stattgehabten Deutschen Hochschulmeisterschaften sahen wieder die Universität Gießen erfolgreich. 2m Ee.äiezehniampf, Oberstufe konnten unter stärkster Konkurrenz stud. med. vet. Dierking den 10.Sieg und stud. agr. Kähne den 11. Sieg für unsere Hochschule erringen. V. f. D. V. f. B. und Ockershausen kämpfen um die Gruppen- meisterichaft. Durch ihren Sieg über „Germania", Marburg, ist die Ligamannschaft des V. f. D. mit dem Tabellenersten, F. V. Ockershausen, punktgleich geworden und hat zur -Zeit den zweiten Platz, der zum Ausstieg in die nächsthöhere Spielklasie (1. Dezirksligaklaste) berechtigt, inne. Der Labellenstand in der Gruppe Lahn, wie ihn auch das amtliche Organ im Bezirk Hessen- Hannover im W. S. D. und für die Gaue Gießen- Wehlar und Marburg, die „Allgemeine Hessische Sportzeitung" in Ar. 6 veröffentlicht, ist folgender: 1. Ockershausen: 14 Spiele, 9 gewonnen, 2 unentschieden, 3 verloren, 30:18 Tore, 20:8 P.; 2. CB. s. CB. Gießen: 14 Sp., 9 gew., 2 unentsch., 3 verl., 32:23 T., 20:8 P.: 3. Spielvereinigung 1900 Gießen: 14 Sp., 9 gew., 1 unentsch., 4 verl., 49:30 T., 91:9 P.: 4. Germania Marburg: 14 Sp., 8 gew., 1 unentsch., 5 verl., 43:25 T., 17:11 P.: 5. Spv. Wetzlar: 14 Sp., 4 gew., 5 unentsch., 5 verl., 25:36 T., 13:15 P.: 6. Breidenbach: 14 Sp., 4 gew., 0 unentsch., 10 verl., 41:40 T., 8:20 P.: 7. Herborn: 14 Sp., 4 gew., 0 unentsch., 10 verl., 18:47 T., 8:20 P.: 8. Wallau: 14 Sp., Die blonde Sklavin. Vornan von Hermann Weick. 12 Fortsetzung. 'Nachdruck verboten „Gehen Sie hinaus an Ihre Arbeit l" herrschte er den Angestellten an, ohne aufzublicken. Als Aönneberg die Tür hinter sich geschlossen hatte, lachte er höhnisch auf. Der alte, bucLige Angestellte hob furchtsam den weißhaarigen Kopf von dem dicken Buch, in dem er gerade schrieb. „Hatten Sie Streit mit Herrn Honnecker?" flüsterte er scheu. „Er hat heute wieder seinen Koller! Da muh er brüllen!" gab Aönneberg kurz zur Antwort. Er setzte sich an seine Schreibmaschine, arbeitete aber nicht. Ein triumphierendes Lächeln geisterte über sein hageres Gesicht. Wie er sich freute, dem Berhaßten diesen Streich gespielt zu hoben! Wenn Honncck r wüßte, daß seine Schilderung falsch war, daß er, Willy Aönneberg, den Herrn gesehen hatte, mit dem sich seine Aichte am Zoologischen Garten getroffen hatte! Er zog ein kleines, abgegriffenes Aotizbuch heraus und starrte grinsend auf eine fünfstellige Zahl. Was gäbe der großmächtige Herr Honnecker darum, wenn er diese Aummer kennen würde ..., die Aummer des Wagens, in dem der fremde Herr mit der jungen Dame vorhin davongefahren war! ... Die Tur zum Aebenzimmer wurde aufgerissen. Honnecker trat heraus und ging rasch, ohne Ojufo oder Blick für die Angestellten, hinweg. Ohnmächtige Wut fieberte in ihm. Es war zum Haarausraufen, daß dieser Esel von Aönnebcrg die Spur Evas verloren hatte! Für ihn stand es jetzt fest, daß Eva eine Zusammenkunft mit einem Herrn hatte. Bielleicht weilte sie jetzt noch bei ihm, vielleicht lag sie in seinen Annen, sie küftten sich ... Eifersucht peitschte ihn. Keuchend flog sein Atem. Als er daheim erfuhr, daß Eva noch nicht zurückgekommen sei, verlieh er sogleich das Haus. Er ging in der Aähe seiner Billa hin und her. Bielleicht, daß Eva sich von ihrem Geliebten Heimbegleiten lieh: dann würde er sich auch gleich diesen Herrn vornehmen. Er wartete, Stunde um Stunde, Eva erschien nicht. Es dunkelte, die Aacht kam, die Strahen leerten sich von Menschen ... Peter Honnecker verharrte wie ein Tier, das auf der Lauer liegt, an der Ecke der beiden Strahen, die sich nahe seinem Hau.e 2 gew., 3 unentsch., 9 verl., 20:39 T., 7:21 P. Durch die Punktgleichheit Ockershausen und des B. f. D. sind zwischen diesen Vereinen zwei weitere Spiele notwendig geworden, um den Gruppenmeister zu ermitteln. Die spielleitende Behörde bzw. der zuständige Fuhball-Sachbcarbeiter des Bezirks Hessen-Hannover hat bereits für kommenden Sonntag, 23. Februar, das Vorspiel (auf dem Waldsportplah) und für Sonntag, 9. März, das Rückspiel in Ockershausen angeseht. Die D. f. B.-Mannschaft steht erneut vor einer schweren Ausgabe. Wohl hat sie den Vorteil des eigenen Platzes, dies darf jedoch keineswegs Veranlassung für sie sein, sich deshalb von vornherein ein Plus zuzurechnen. Sie muh mehr als in allen bisherigen Verbandsspielen Energie und Siegeswillen aufbringen, wenn sie das bedeutungsvolle Treffen gewinnen will. In der Derdandsspiel- serie gewann V. f. D. gegen Ockershausen beide Treffen. Das Vorspiel auf hiesigem Platz entschied er nach durchweg überlegen durchgesührtem Kampf mit 2:0 für sich. 3m Rückspiel auf dem dortigen Platz mit seinen unzulänglichen Ausmaßen hielt es wesentlich schwerer, reichte aber immerhin zu einem verdienten l:0°Sieg. 2n Anbetracht der Bedeutung des Spiels wird es einen harten Kampf geben, um so mehr, als sich die Gegner ziemlich gleichwertig sind und es für beide um die Erringung des Meistertitels geht. Was die Plahelf an Ballbehandlung und Kombination Ockershausen vielleicht voraushaben sollte, ist diese in der Lage, durch Ausdauer und Härte wieder auszugleichen. Am morgigen Samstag wird in einer in Gießen stattfindenden Sitzung des Bezirksvorstandes der Einspruch des F. V. Wallau verhandelt. Die zweite Mannschaft folgt einer Einladung des Sportvereins Oberschmit- ten bei Aidda. Die Spielstarke des Gastgebers ist hier nicht bekannt, so daß über den Ausgang nichts vorausgesagt werden kann. Auf eigenem Platz hat die erste Jugend- mannschaft die gleiche Heuchelheims im fälligen Pflichtspiel zum Gegner. Aach ihrer guten Leistung am Vorsonntag zu urteilen, sollte man ihr einen Sieg zutrauen können. Einen s chweren Stand wird die zweite Jugend gegen die gleiche von Aiedergirrnes aus dortigem Platz haben, zumal sie mit Ersah anireten muß. Auch die dritte I u g e n d e l f wird wenig Aussicht auf einen Sieg haben: fie steht der ersten Jugend Garbenteichs auf dortigem Platz gegenüber und sollte gegen den körperlich kräftigeren Gegner im besten Fall ein Unentschieden erzielen. Spielvereinigung 1900 Gießen. Im ersten Gesellschaftsspiel nach der Verbands- spiel-Saison wird der 1. F. C. 02 Frankfurt a. M. -Rödelheim am kommenden Sonntag in Gießen antreten. Den Gästen geht ein sehr guter Ruf als faire, technisch sehr gute Mannschaft voraus. Da die 1902er die gleichen Eigenschaften besitzen, ist mit einem schönen Freund- schäfte spiel zu rechnen. Die Süddeutschen spielen schon seit Jahren im Westmain.reis des Mainbezirks eine führende Rolle. Wäre die Mannschaft am vorigen Sonntag gegen den Kreis- mcifter, „Sportfreunde" Frarusurt a. M., nach anfänglicher 2:0-Führung am Schlüße nicht unterlegen, dann rangierte sie heute hinter diesem auf dem zweiten Tab.llenplah; trotzdem aber hat sie immer noch unter zwölf Bewerbern die vierte Stelle inne. 1903 bestreitet das Spiel Plötzlich ging ein Ruck durch feine Gestalt. Er verbarg sich hinter einem Daum. Wenige Ähritte von ihm entfernt hielt ein Auto. Eine Dame stieg aus, bezahlte den Chauf- feur, der Wagen fuhr weiter, Honnecker sah, daß kein Passagier mehr darin sah ... XIII. Als habe sie ein Gespenst erblickt, fuhr Eva Witte bei Honneckers Erscheinen zurück. Wie Donnergrollen dröhnten ihr seine höhnischen Worte in den Ohren. Sie wol.te etwas sagen, aber der Hals war ihr wie zugeschnürt. Don Angst gejagt, schritt sie vor Honnecker her ins Haus. Ihre Beine trugen sie kaum mehr die Treppe hinaus. Ihr graute namenslos vor den nächsten Minuten. Ein rettender Gedanke durchzuckte ihr fiebriges Gehirn: sie wollte in ihr Zimmer eilen, die Tür verschließen ... Aber Honnecker riß sie zurück. „Hier herein!" sagte er brutal und zerrte sie am Arm in fein Arbeitszimmer. Sein harter Griff lieh sie auch drinnen nicht „Wo warst du?" Eva tooLte etwas sprechen, irgend eine Ausrede für ihr spätes Heimkommen sagen: aber als sie in Honneckers Gesicht sah, das in unmenschlicher Wildheit glühte, versank ihr jede Hoffnung. „W.l.st du endlich antworten?" schrie Honnecker und schüttelte sie an den Armen. „Das heißt, du brauchst mir nichts zu sagen! Ich weih alles! Ich weih, dah du bei deinem Geliebten warst und jetzt direkt von ihm kommst!" Eva stockte der Herzschlag. Das Zimmer drehte sich um sie. Honnecker wuhte alles! ... Er wußte von ihrem Zusammentreffen mit Felix ..., er war ihr heimlich gefolgt ..., hatte sie beide beisammen gesehen ... Aun war alles verloren! An ihrem Entsetzen erkannte Honnecker, daß er das Richtige getroffen hatte. Seine Wut kannte nun keine Grenzen mehr. Er schrie Eva an, er überschüttete sie mit Schmähungen. Unvermittelt stieß er hervor: „Wie heißt der Mann, bei dem du gewesen bist?" Ein Hoffnungsstrahl zuckte in Eva Witte auf. Honnecker kannte Felix nicht! ... So drohte wenigstens dem Geliebten feine Gefahr. „Wie heißt er?" schrie Honnecker nochmals. Felix Schulhofss Bild tauchte vor Eva auf. Als habe es Wunderkraft, verlieh es ihr ungeahnten Mut zum Widerstand. Aiemals würde sie des Geliebten Aamen preisgeben! älnö wenn sie sterben mühte, seinen Aamen würde Honnecker nie durch sie ersahrenl wahrscheinlich in stärkster Aufstellung. Die Bodenbeschasfenheit des Sportplatzes ermöglicht, das Spiel zu jeder Zeit, also auch bei Eintritt schlechteren Wetters, auszutragen. Der Ausgang des Treffens ist vollständig offen. Dor dem Ligaspiel treten die Al tenHerren der Spielvereinigung 1903 der Fußballmannschaft des Ruderklubs „H a s s i a" - Gießen entgegen. Die „Hassia" treibt im Winter Fußball als Ergänzungssport und hat es darin schon zu beachtlichen Leistungen gebracht. Man wird den Dlauweihen bei dieser Begegnung wenig Siegeschancen zusprechen können. Dem Sviel voraus geht das Iugendpflichtspiel 1 90 0 1. Jugend gegen WehlarerSport- verein 1. Jugend. Die Gäste sind ungeschlagen, 1900 verlor in Wetzlar sein einziges Spiel. Daraus ergibt sich daß sich am Sonntag die beiden zur -Zeit besten Iugendmannschaften des Gaues Gi h:n-W:hlar gegenüb.rftchen. Der Sieger ist nicht vorauszusagen. Die Ligareserve spielt ein Gesellschafts- Rückspiel gegen den F. C. S t e i n d o r f bei Wetzlar. Das Dorspiel in Steindorf ging für 1900 hoch verloren. Aach dem hohen (10:1) Sieg der Steindorfer vom vergangenen Sonntag zu urteilen, muß deren S ttelstärke zur -Zeit wieder recht gut fein, so dah auch diesmal auf ein erfolgreiches Abschneiden der Gießener wenig Hoffnung besteht. 1900s dritte Mannschaft spielt voraus- sichtlich in Großen-Buseck gegen die dortige erste Elf und dürfte dabei, trotz guter Aufstellung um eine Aiederlage nicht h.rumkommen. Die zweite Jugend fährt zum Pflichtspiel nach Aßlar. Cs ist fraglich, ob sie auf dem fremden Platz ihren Siegeszug fortsetzen kann, obwohl man auf Grund der seitherigen Leistungen damit rechnet. Ein Ges:l schas s p el tragt die dritte Jugend in öteinborf bei Wetzlar gegen die dortige erste Jugend aus. Der Ausgang ist ungewiß. Die zweite Jugend wird im Pflichtspiel gegen die erste Jugend vom Wetzlarer Sportverein wohl unterliegen. Das Spiel findet in Wetzlar statt. Handball im Männerturnverein (D.T). Am kommenden Sonntag wird die zweite Mannschaft des Gießener Männerturnvereins einer Einladung der 1. Mannschaft des Turnvereins Durg-Gemü.'.den Folge leisten. Das Dorspiel im vorigen Jahre konnten die Männerturner mit einem hohen Resultat gewinnen, doch haben die Burg-Gemündener im letzten halben Jahre sehr an Spielstarke zugenommen. Trotzdem liegt ein Sieg der Einheimischen, komplette Aufstellung vorausgesetzt, im Bereiche der Mög.ich- leit. Handball im Lahn-Dünsberg-Gau Zur Fortsetzung der Verbandsspiele treffen sich am kommenden Sonntag in Garbenteich der derzeitige Tabellenführer Garbenteich und der Meister Tv. Londorf. Den letzten Resultaten nach zu urteilen, ist ein sehr scharfer Kampf zu erwarten, der erst mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters entschieden ist. In Dorlar trifft die Platzmannschaft auf Staufenberg, die einen knappen Sieg erringen sollten. Das Spiel Wieseck gegen Kinzenbach fällt aus, da Kinzenbach seine Mann- schäft aus der Derbandsrunde zurückgezogen hat. Wieseck trifft daher mit Beuern in Beuern zusammen und wird einen sicheren Sieg mit nach Hause nehmen. Mit brutalem Griff zwang Honnecker sie in die Knie. „Willst du endlich sprechen?" „Aein!" „Lind wenn ich dich zwinge?" Furchtlos sah Eva zu ihm auf. Was Tag daran, was mit ihr geschah! ... Wenn nur Felix kein Leid widerfuhr! „Du wirst mich niemals zwingen, den Mann, den ich liebe, zu verraten!" sprach sie fest. Ein Wutschrei kam über Honneckers Lippen, als Eva ihm offen ihre Liebe zu dem anderen bekannte. Seine Augen traten beinahe aus den Höhlen. Wahnsinn loderte in seinen Bücken. Seine Hände griffen nach Evas Hals, würgten sie ... Eva versuchte, zu schreien ..., aber nur ein ersticktes Röcheln kam aus ihrem Mund ... Plötzlich ließ Honnecker von ihr ab. Sein Gesicht wechselte den Ausdruck. Ein heimtückischer, lauernder Zug war nun darin. Man durfte nichts überstürzen! Eva entging seiner Rache nicht ..., aber den anderen, der sie ihm geraubt hatte, mußte er noch vorher treffen! Heute wußte er feinen Aamen noch nicht, eines Tag'-s aber würde er ihn erfahren! Eines TageS würde sich Eva doch verraten, dann würde er dem anderen zeigen, ob ein Peter Honnecker sich das, was ihm gehörte, so einfach wegnehmen lieft! Mit brutalem Lächeln sah er auf die Zusammengekauerte. „Du hast ja auf einmal viel Mut, meine Liebe!" sagte er in beißendem Hohn. Er lachte auf. „Du scheinst übrigens immer wieder von Zeit zu Zeit derartige mutige Anwandlungen zu haben! Das hat ja auch dein Mann damals zu spüren bekommen, nicht wahr!" Eva Witte hatte sich aufgerichtet. Bei Honneckers letzten Worten wich sie entsetzt einige Schritte zurück. Wie in einer Abwehr hob sie die Hände. „Sprich jetzt nicht davon! ..stammelte sie. Er sah sie drohend an. „Ich werde darüber sprechen, wann es mir paßt ..., ob jetzt ober später einmal, das wird sich finden!" Seine Stimme wurde nun wieder ganz kalt und sachlich: „Don heute ab wirst du das Haus nur in meiner Begleitung verlassen! Ich werde dem Dienstpersonal strengste Anweisung geben, jeden deiner Schritte im Hause zu überwachen und alle Dersuche, wegzugehen, zu verhindern! Wir wollen doch sehen, wer hier der Herr ist!" Wie eine Schlafwandlerin schleppte sich Eva Witte in ihr Zimmer. Dort brach sie zusammen. Ihre Aerven versagten den Dienst. Hemmungsloses Weinen erschütterte ihren Körper. Schwimmen im Gau Hessen D.T. Kommenden Sonntag findet im städtischen Dolksbad zu Gießen wiederum eine Gauvor - schwimmer stunde statt. Den Turnerinnen und Turnern soll Gelegenheit zur Ab eguna bet Prüfung für den Grund- und Prufungoschein der Deutschen Le bens-Rcttungs-Gc seil, «Hast gegeben werden. Für den Grundschein werden 8, für den Prüsungsschein 10 Bedingungen gefordert. Der Schwimmer muß im Schwimmen, Tauchen und in aller Rettungs- und Wiederbelebungsarbeit unbedingt sicher sein. Arbeiter-Turm und Sporibund. Am kommenden Sonntag hat Gießen auf dem Trieb die erste Mannschaft W i e s e ck s im Rückspiel zum Gegner. Der Ausgang ist offen» zulassen. Dorher treffen sich die Iugendmannschaften beider Vereine. Auf dem Wiesecker Sportplatz wird der Aeu- ling des Bezirkes, L i ch I, der l b-Mannschast Wiesecks gegenübertreten. In diesem Spiel werden die Einheimischen wohl Sieger bleiben. Am vergangenen Sonntag tagte in Gießen: der diesjährige ordentliche Bezirksfuhball- t a g des 3. Bezirkes. Don 31 fußballspielenden Vereinen des Bezirkes waren 27 Vereine vertreten. Die Berichte, die gedruckt vorlagen, wurden von den einzelnen Funklionären mündlich erläutert und ergänzt. Festgestellt konnte werden, daß auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bewegung ein gutes Stück vorwärtsgeschritten ist. Waren es doch am Schluß des Jahres 31 Vereine mit 35 cf iven und 12 Jugendmannschafien, die das Fußballspiel im Bezirk ausübten. Auch in technischer Beziehung konnte eine gute Weiterentwicklung festgestellt werden. In finanzieller Beziehung brachte das Jahr einen guten Abschluß. Aach der Berichterstattung ging der Vertreter des Kreises in längeren Ausführungen auf die geplanten organisatorischen Aende- rungen innerhalb des Kreisgebietes ein. Besonders beschäftigte er sich mit dem bies.ährigen Kreisfest, das in Darmstadt stattsindet, mit dem Länderspiel Oesterreich—Deutschland, bas am 3. Mai in Frankfurt ausgetragen wirb, und mit Iugenbfragen. Hieran schloß sich eine lebhafte Aussprache. Die Wahlen ergaben die Wiederwahl des seitherigen Spiel-Ausschusses, bis auf den Schriftführer, als der Schorn- b e r - Wieseck gewählt wurde. Aachdem die Wahl der Delegierten zum Kreistag vorgenommen war. folgten die Anträge. Ein Antrag des Dor- standes, der eine spieltechnische Ein- und Umleitung der Gruppen und Klassen innerhalb des Bezirkes bringen soll, wurde angenommen. Ein weiterer Antrag, jede Mannschaft des Bezirkes solle jährlich ein Spiel ohne Rückspielverpflichtung im Westerwald austragen, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Aachdem noch der Beginn der diesjährigen Serie auf den 16. März festgelegt worden war, konnte der Dezirksspiellei- ter nach vierstündiger Beratung die Tagung schließen. Am kommenden Samstag findet in Wißmar der diesjährige ordentliche Bezirksturntag statt. Hier werden die Delegierten der Turnvereine des Bezirkes über die Angelegenheiten ihrer Sparte beraten. Der Sonntagvormittag bringt ebenfalls in Wißmar den diesjährigen ordentlichen Bezirkstag. Plötzlich jagte es sie auf. Wirr gingen ihre Augen umher. Was hatte er gesagt: ... sie dürfe das Haus nicht mehr verlassen! ... Das konnte doch nicht sein! Sie muhte doch morgen wieder fort! Felix erwartete sie ja! Wie ein Tier, das gefangen ist und vergeblich an den Stäben seines Käfigs rüttelt, lief sie in ihrem Zimmer hin und her. Ihre Gedanken jagten sich. Aber je länger sie überlegte, desto größer wurde ihre Aiedergeschlagenheit Honnecker würi e alle Mittel anwenden, um seinen Willen durch- zusctzen; dafür kannte sie ihn. Sie fand keinen Schlaf in dieser Aacht. In ohnmächtiger Verzweiflung wälzte sie sich in den Kissen. Mit blassem, verstörtem Gesicht ging sie am andern Tag umher. An den verschlossenen Mienen der Dienstboten erkannte sie, daß Honnecker bereits seine Anordnungen getroffen hatte. Ein junges Mädchen, das bisher vorwiegend Eva zu Dienstleistungen zugeteilt gewesen war und eine große Verehrung für sie hegte, verließ an diesem Morgen für immer das Haus: ‘"onneder schien sie nicht für verläßlich genug g halten zu haben. Gegen Mittag schlich Eva in honneckers Arbeitszimmer. Sie wollte versuchen, an Felix Schulhofs zu telephonieren, damit er sie vorerst nicht mehr erwarte. Sie hatte schon den Hörer abgenommen, da kam ihr ein Gedanke. Rasch ging sie zur Tür und riß sie auf. Honneckers Diener stand lauschend davor. Empörung bemächtigte sich Evas. „Was machen Sie hier?" stieh sie zornig hervor. Der Mann zuckte mit den Schultern, sagte aber nichts darauf. ..Ich verbitte mir ihre Unverschämtheiten: merken Sie sich das!" Der Diener blickte Eva frech an. ..Bitte, beschweren Sie sich über mich bei Herrn Honnecker!" Da wußte Eva, daß sie verspielt hatte. Jeder ihrer Schritte, jede ihrer Handlungen wurden scharf bewacht. Aus Honneckers Befehl hatte der Diener sie belauscht: auf diese Weise hoffte Honnecker wohl, die Telephonnummer zu erfahren, die sie anrufen würde. Es war ein Glück, daß sie den Lauscher rechtzeittg entdeckt hatte; sonst wäre Felix jetzt verraten. Aun würde er sie heute vergeblich erwarten unb_ sich ihr Aichtkommen, ihr Schweigen nicht erklären können. Er würde traurig sein, sich nach ihr sehnen, sich vielleicht um sie sorgen... Vielleicht würde er ihr auch zürnen, weil er ihr unbegründetes Fernbleiben nicht verstand. Sie konnte es nicht ändern... (Fortsetzung folgt) Wirtschaft Nachdruck oerbrtm Ohne Gewäbr 11. Ziehungslog 20 ßebruai 1930 62503 84035 91617 91871 96706 75615 77660 87620 94212 97028 76692 78911 92779 90892 124627 E = 3 82599 90615 92035 92223 104758 106181 Banknoten. Levi cnmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L 119804 144179 186276 223139 300127 361818 105'96 136721 163050 193393 209349 217461 261331 294371 302628 325230 348241 356142 372917 398459 182 ®e*"'nn< m 300'M 2770 3035 7188 12640 19581 19880 22120 22315 26124 26336 29273 31307 40859 41580 57357 66541 68864 80310 81850 120638 146217 187032 233687 303512 367921 109,185 139540 173009 200991 210353 242684 265045 296258 305281 331661 343548 362683 383796 114860 150253 160567 204333 237831 262104 295288 324552 340967 354412 376193 120371 147307 190107 234024 305310 375425 113331 140597 175535 201465 210575 249193 269371 298940 311027 332717 348637 363031 384273 126447 149220 190981 250986 312387 383890 106568 128779 169404 206627 253569 326115 388054 101543 125222 165232 167881 205256 216012 252555 275842 301089 312251 347623 351483 370706 390727 134590 172369 226990 267275 389307 135567 153062 186131 221883 244559 271618 305334 334271 352983 367066 397662 108955 139424 174451 219511 274437 341816 389163 137861 174878 23°583 271284 394290 106364 135795 155110 187673 226460 248664 289215 307068 338704 354066 372240 154668 184601 241028 324817 394684 158636 213682 253499 332058 163078 219352 258218 358011 130823 150280 169898 208547 239259 288681 297687 327613 343631 364609 377220 120563 142113 181102 205220 211763 252476 273546 299245 311559 343612 349320 370654 384392 170808 220924 264826 359040 133424 152376 183414 209109 244515 271244 297711 332069 349502 365010 380649 i ar 781 167914 191812 208501 216418 256782 284197 301135 324043 347701 354728 370713 391319 •Ä c ^9 5 0 c ta € 108049 143146 160287 189482 237687 254231 294117 319218 339381 354272 373574 Die E 2 £ e E E 79168 90768 169702 29860 33080 70913 117728 395695 11914 17649 77872 82378 197183 229366 236239 10 ®ftrinne m 3000 W. 237966 283413 16 »u 2000 97t. 233032 315178 365064 32 ®et»inn# »n 1000 M. 101491 121263 151801 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Geir inne gefallen, und zwar ie einer aus die Lose gleicher Nu inner in den beiden Abteilungen 1 und II Gewlnnavszug 5. «lasse 34 Prenbisch-Siidbeu sche (26U. Preub ) Klassen-LoUcrie O c = = g) C * E in Abteilung 0 nach Berlin. Im Temlnnrade verblieben: 2 Prämien zu ft 6000(10, 2 Gewinne zu |e 5n 1000 -M. 17437 57231 61644 76887 110262 111042 124498 135876 139939 148349 237207 243375 257031 264051 289314 300673 311595 315600 322418 335833 108 Geirrt in 500 "L 1199 19216 23313 30579 34081 35481 36757 37289 50240 55422 55479 226 u 300 ’L 245 1670 5769 5891 9264 15230 18769 19299 20653 25075 25286 28424 29623 29676 30931 32856 33098 49495 52958 3n der heutigen Nachmkttagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen d.c.2: uS P -s S 4, 3 E äs; V E C.L o — ~ o»; 60341 61393 63321 63790 64143 68599 69526 69^90 ----- ----- ----- ----- ----- ------103578 Kirchliche Nachrichten Israelitische Beligionrgem-inde. Gottesdienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, 22. Februar. Dor« abend: 5.45 Uhr; morgens: 9 Uhr; abends: 6 und 6.40 Uhr. Israelitische ReUgionsgesellschast. Sabbatftier den 22. Februar. Freitag abend 5.25 Uhr; Samstag vor« m.ttag 8.30; nachm.ttags 3.30; Sabbatausgarg 6 40. — Wochengottesdienst morgens 7; abends 5.30 Uhr. esMfi Z ~ “ £ a e. —CO tT 3 c -s slt Dücheriisch. — Lenons de Fran^ais. Einfacher Lehrgang der französischen Sprache für späte ^Anfänger. Don Studienrat Dr. Ec. M a d l u n g. Zweite verbesserte Auslage. (Teubners kleine Sprachbücher Dd. l). Geb. 3,42 Mk. Verlag von D. G. Teubner in Leipzig und Verlin 1929. (522) — Die Reuauflage dieses Sprachbuche^ paßt sich der Methode an, nach der „Teubners kleine Sprachbücher" bearbeitet sind. Inhaltlich bleibt das Buch in engster Fühlung mit der Gegenwart. Die französischen Texte berücksichtigen die verschiedensten Seiten des französischen Kulturlebens. Bcs ndere V rzüge sind: Gespräche, wie sie tatsächlich vorkommen; praktischer Wortschatz; ganz allmähliche Sinsührung in die grammatischen Fachausdrücke, Ableitung der grammatischen Regeln aus typischen Deispie'en; Betonung der alltäglichen Umgangssprache. So dürste sich daS Buch als Lehrbuch an Volkth'chschulen und allen freien Dildungskursen mit beschränkter Stundenzahl eignen. — Dr. Rudolf Henle, Einheitsstaat oder Länder st aat, Vortrag auf dem 8. Gewerkschastskursus des Deutschen Beamtenbundes in der Berliner Hochschule für Politik. Preis 0,80 Mart. Reich- und Heimat- Verlag Köln, Sachsenring 26. (8) — Geldanlage und Börse. Praktischer Ratgeber mit ausführlichen Erläuterungen über dauernde und vorübergehende Anlage von Geldern. Von Dr. Th. Merten und Dr. Erich Roak (Verlag „Das Spczialarchiv der Deutschen Wirtschaft", R. u. H. Hoppenstedt, Berlin SW 19). 136 Seiten, Halbleinen gebunden 3,30 Mk. — (43) — Reben einer genauen Anweisung zum Aufbau eines günstigen Planes für die Vermögensanlage werden sämtliche Arten von Wertpapieren nach dem Gesichtspunkte des individuellen Anlagebedürfnisses untersucht, wobei auch über die besonders verwickelten und schwierigen Probleme der Aufwcrtungspapiere und Liquidation Pfandbriefe in kurzer Schilderung umfassendes Material gebracht wird. Auf den untersuchten Fall jeweils zugeschnittenen Betrachtungen über das Wesen der Anlagepapiere sind den einzelnen Abschnitten verausgcschickt. — Katzen. 110 Seiten Großoktav mit 48 Tafelabbitdungen. Herausge eben von P o l Sackarndt. Leinenband 12,59 Mk. Gg. Müller Verlag, München. — (1) — Dieses schöne und gediegen ausgestattete Werk ist eine umfassende Kultur- und Raturgeschichte unserer Hauskatze. Der Verfasser hat, auf die ältesten Zeiten und teilweise sehr entlegene Quellen zurückgehend, ein umfangreiches und interessantes Material zusammengebracht, und er hat es verstanden, berufene Autoren zur Mitarbeit an feiner Katzen- Geschichte heranzuziehen. So erörtert z. B. Brutsch die ältesten Dokumente über die Katze, Vircyow schreibt über Herkunft und Geschichte der Hauskatze, Brehm über die Erziehung zum Raubtier. Der größte Teil des Textes ist unter dem Motto „Katzen in Wort und Bild der Völker und Jahrhunderte" zusammengefaht und enthält die erstaunlichsten Dokumente über das Thema in weltliterarischer Vielseitigkeit. Hier liest man — um nur einiges anzuführen — etwa einen altägyptischen Brief, eine Papyrus- Stelle, Aesop, Herobot, orientalische Legende, persische Sage, altgermanische Sprüche, Zigeunermärchen neben den neueren literarischen Dokumenten der Brüder Grimm, von Goethe, Lessing. Hebbel, Hossmann, Heine, Platen, Rietzsche, Poe. Storm, Keller, Fleuron, Husch, Doudelaire, France, Rilke, Carossa und vielen andern; also eine Literaturgeschichte der Katze so-usagen, prächtig illustriert durch die technisch vollkommen, motivisch und ästhetisch gleichermaßen reizvollen Photos von besonders schönen oder entwicNungs- geschichtlich wichtigen Exemplaren aus dem großen und ehrwürdig-alten Geschlecht der Katzen. — Hans Franck: Die einsame Kerze. 1. bis 3. Auflage. 97 Seiten 8°. Dühnenvolks- Verlag, Berlin 1929. (14). — Hans Franck ist einer der begabtesten und eigenwilligsten Erzähler der Gegenwart, den wir unseren Lesern bereits des öfteren vorgestellt haben. Wir benutzen gerne die Gelegenheit, mit der Anzeige des vorliegenden Rovellenbändchens erneut auf diesen zeitgenössischen Dichter aufmerksam zu machen. Das Buch enthält eine Weihnachtsgeschichte „Die einsame Kerze", die wir vor einiger Zeit in unserer ÜInterhaltungsbeilage abgedruckt h^ben, ferner die Rovelle „Crnemanns Opfer" und ein Märchen aus unseren Tagen, „Annlies Angermann". — Druck und verlegerische Ausstattung sind einwanbfrei und gediegen. 3 V V c E - M -ioto Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 o. H., Lombardzinsfuß 7 v. H. «hds iE 5 o ft _□ E „ C> Sx = s *= 3 . * Arbeiterentlassungen bei Henschel, Kassel. Die Henschel & Sohn A.-G., Kassel, hat bei der Regierung in Kassel den Antrag gestellt, einige hundert Arbeiter entlassen zu dürfen wegen ungenügender Beschäftigung der Betriebe. Wie die Verwaltung m.tteilt, handelt es sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme, da es sich heute nicht übersehen lasse, ob in der nächsten Zeit neue Aufträge hereinkommen, die eine volle Beschäftigung des Werks in den nächsten Monaten sichern. Es wird gehofft, daß es möglich fein wird, durch den Eingang neuer Aufträge von der Maßnahme absehen zu können. • Drohende Entlassung von 2000 Bergarbeitern- Die Verwaltung der Gute- Hoffnungshütte in Oberhausen hat beim Regierungspräsidenten vorsorglich Stil.egung und Entlassung von 2000 Bergleuten beantragt. 3n Betracht kommen die Zechen Dterkrade, Osterfeld, Vondern, Jakobi und Hugo. Diese Maßnahme wird mit der verringerten Absatzmöglichkeit begründet, die eine Einlegung von weiteren Feierschichten nicht zulasse, da sonst der Verdienst der Arbeiter unter die Sätze der Erwerbslosenfür- sorge fallen würde. Bei Besserung des 2lbsatzes soll aber eine vermehrte Produktion und Wieder- einstellung von Arbeitern erfolgen. * Allgemeine Deutsche Eredit-An- stalt, Leipzig. Der Aussichtsrat hat be- sch.ossen, der auf den 21. Mürz einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent vorzusch.agen, gegenüber dem Sah von 10 Prozent für die vorangegangenen drei Jahre. Die Dividendenermüßigung ist unter dem Gedanken der Schonung stiller Reserven, insbesondere unter Berücksichtigung der unklaren Zukunftsaussichten der deutschen Wirtschaft erfolgt. Der Rohgewinn stellte sich ein- sch.ießlich des Vortrags von 60 433 (54 078) auf 22 018 481 (22 237 710) Mk. Rach Absetzung der gesamten ülnkosten, einschließlich der Vertrags- müßigen Tantiemen, im Betrage von 18 393 639 (17 909 621) Mk. verbleibt ein Reingewinn von 3 624 8 42 (4 328 089) Mk. Der Reingewinn hat sich also um mehr als 700 000 Mk. ermäßigt. Die Dividende auf das Aktienkapital von 40 Mil-' lionen Mk. erfordert 3 200 000 Mk. Auf den Gewinnanteil des Aufsichtsrats entfallen 160 000 Mark, so daß zum Vortrag auf neue Rechnung 264 842 Mk. verbleiben. • Insolvenz einer Offenbacher Lederhandlung. Die altangesehene Lederhandlung Friedrich Mönch in Osfenöach a. QU., deren Inhaber sich vor wenigen Tagen am Grabe seines Vaters erschossen hat, sieht sich genötigt, an ihre Gläubiger heranzutrelen, um über die Abwicklung der bestehenden Forderungen zu beraten. Die ungedeckten Forderungen sollen 400 000 Mark betragen. Es soll versucht werden, ein außergerichtliches Vergleichsverfahren in die Wege zu leiten. * Zustimmung z u der Berliner An- leihe. Der Kred tausschuß der deutschen Städte hat gestern dem 45-Mill.-Mk.-Kredit für die Stadt Berlin d'irch die Preußische Staatsbank und die Deutsch: Bank und Disconw-Gesellschoft grundsätzlich zugestimmt. * Der Geschäftsabschluß des schwedischen Zündholztrusts. Der Geschäftsabschluß . des schwedischen Zündholztrusts weist für 1929 einen Reingewinn von 54 242 103 Kronen aus, gegen 48 961 568 Kronen für 1928. Zuzüglich des Gewinn- vckrtrages von 9 987 805 Kronen (i. 23. 6 683 895) stehen 64 229 908 Kronen (55 645 463) zur Der- fügung. Die Dividende wird wiederum mit 15 o. ch. vorgeschlagen. Frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers*. Frankfurt a. M., 21. Febr. Tendenz widerstandsfähig. — 3m heutigen Vormittags- Verkehr war die Stimmung an der Börse freundlicher. Irner^o i ischr ©ntf' annung bot in erster Linie Anlaß hierzu. Aber auch die weitere Geldmarktverslüssigung trug zur bcsse- ren Beurteilung der Lage bei, und im Zu- fammcnhang hiermit entstanden Hoffnungen, daß die Llltimoüberwindung keine Schwierig! ihn bereiten dürste. Man rechnet mit dem Fortschreiirn der Zeit auf eine Gcschästöbelebung. Zu den ersten Kursen trat jedoch wieder eine Qkrfttm» mung zutage, da der anhaltende Auftragsmangel ke'ne Belebung aufkommen ließ. Die Spekulation trat mehr in den Hintergrund und schritt wieder verri zclt zu Abgaben, so daß sich gegenüber der gestr'gen Abendbörse größere Abschläge ergeben mußten. Jetzt wurden erneut — Zeitungskatalog Rudolf Moss, 1 93 0. — (54) — Der Rudalf-Mosfc-Zei.mrgs- Katalog liegt uns in seiner 53. Aulgabe vor. Der redaktionelle Teil des Kataloges beginnt wieder mit einem umfassenden Lanbkartenma.e- rial über Deutschland und die übrigen europäischen Staaten und bringt dann in mustergültig übersichtlicher Weise alles für den Inserenten Wissenswerte über den Anzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften. Die R"*>-ik Auflage. 8ie bishcr nur bei den Tage -e tr ugen geführt tu dr, crschemt diesmal aueg bei de.. öu^„€ttfd>rin«n. einige ungünstige Rachr chten in den Vordergrund gestellt. So machten sich die schwächeren gestrigen Auslandbörsen und das ger.nger gewordene Absatz.,uantum des Ruhrlohtens.^ndikats, sowie die weiter zunehmenden Feierschicht:n hemmend bemerkbar. Aber d:ssenung afjtet war eine gewisse Widerstandsfähigkeit im Grundton der Börse nicht zu verkennen. Vereinzelt konnte man auf bessere Beurteilung der Lage einiges Interesse für Spezialaktien bemerken, so daß nach Feststellung der ersten Kurse eine leichte Erholung einirat. Vorerst waren die Abschläge minimal. Am Elektromarkt eröffneten AGG. leicht gedrückt. Gesfürel konnten dagegen leicht anziehen. Siemens waren gut behauptet. Am Chemiemarkt waren die A. schlüge etwas größer. Voran schritten Deut.che Erdöl mit minus 1,5 v. H, Farben minus 1 v. H., Rüt- gcrswerke, Otavi, Rheinstahl, Statzloerein und Gelsenkirchen je 0,5 v.H. niedriger. Der Psand- briefmarkt war etwas erholt. Banken wenig verändert. Am Kunstseidemarkt waren Aku 2,5 v. H. niedriger. Leonhard Tietz wurden heute erstmalig offiziell in Frankfurt notiert und waren mit 160,5 v. H. unverändert. Interes.e bestand für dieses Papier eigentlich kaum. Einige Rach- frage bestand für Zement Heidelberg. Renten still. Deutsche Anleihen leicht gefeiert. Ausländer teilweise höher, überwiegend aber zur Schwäche neigend. 2m Verlause war die Stimmung freundlich und das Kur Niveau konnte sich allgemein etwas heben. Für Farben bestand etwas mehr Interest, und öieeJ Papier zog gegen Ansang 2 v. H. an. Auch für Elekiroa^tien machte sich einige Rachsrage geltend. Im übrigen blieb das Geschäft sehr gering, da Aufträge nicht eingetragen waren. Am Rentenmarkt traten Ungarn und Türken etwas hervor. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 6,5 v. H. etwas höher. Am Devisenmarkt war Madrid etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1901; gegen Psund 20,3330; London gegen Kabel 4,36075; gegen Paris 121,2650; gegen Ma land 92,85; gegen Madrid 39,30; gegen Schweiz 25,1975; gegen Holland 12,1250. Berliner Börse. Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers". Berlin, 21. Febr. Heute vormittag nahm man an, daß sich die freundliche Stimmung des gestrigen Tages, die durch die Gefchästslo.igkeit am Abend in Frankfurt a. QzL nur wenig beeinflußt worden war, auf die heutige Börse übertragen würde. Schon während der Vorbörse ließ sich aber ein gewißes Zaudern bemerken, und die Tendenz wurde unsicher. Die Annahme des 45- Millionen-Kredites der Stadt Berlin durch die Stadtverordnetenversammlung wurde zwar als Tatsache begrüßt, doch verfehlte man nicht, darauf hinzuweifen, daß die Bewilligung durch eine Zusallsmajoriiät von nur drei Stimmen erfolgt sei. Der Aüsatzrückgang beim Ruhrkohlensyndikat verstimmte. Auch sonst lagen nur wenig günstige Qkachrichten vor, und wieder einmal verstimmte die schwache Reuyorker Börse von gestern. So lagen die Anfangsnotierungen vielfach bis 1,5 Prozent unter dem Vortagsschluß. In Farben waren zwar einige kleine Kaufaufträge eingetroffen, doch sollen diese zu niedrig limitiert gewesen sein. Heber den üblichen Rahmen gingen die Verluste bei Rhein. Braunkohlen, Schubert & Salzer, Bemberg, Hammersen, Kali Aschersleben, Polyphon, Reichsbank, Siemens, die 1,5 bis 3,25 Prozent verloren. Svenska gaben auf die unveränderte Dividendenerkliirung 7 Mark nach, da man mit 18 Prozent gerechnet hatte. Durch eine gewisse Festigkeit fielen Essener Steinkohlen mit einem Gewinn von 3,25 Proz. gegen den gestrigen Kassakurs auf. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer geschöftslos. Pfandbriefe uneinheitlich. Am Geldmarkt waren die Sätze unverändert leicht. Reportgeld war stärker angeboten. Das Decouvert ist nicht so groß, wie vielfach angenommen wurde; von einem Stückmangel kann nicht die Rede fein. Im Verlaufe wurde es auf Rückdeckungen an den Hauptmärkten bis 1 Prozent fester. Rur Aku lagen mit minus 1,5 Proz. stärker angeboten, konnten sich aber später elwas erholen. Die Qlkeldung eines Mit- tagsblaltes, wonach von der Standard Oil und Royal Du^ch Shell & Co. ein Denzinmonopol für Deutschland gegen Gewährung einer Milliardenanleihe erstrebt werde (ähnlich dem Kreuger- monopol) regte stärker an und beeinflußte besonders den Farbenmarkt. c a~2 8 : rZH 2t: J? = tn der heutigen VormittagSziehung gezogenen beiden Hanpkgewinne von je M. fiel« n aus Nr. 148 W84 in Abteilung I nach öernburg, Isrontsun a. 4)1. Berlin <5u>.u6»i l»'s | 1-uvr- « re Schlup- turs Anicmg- fturd 'Datura 20. v. 21.2. 20. 2- 21. 2. 6% Deuitch« Netchsanteihe von 1927 ......... . 87,5 87,4 _ 7% Deutsche RetchSanIeche von 1929 .......... S7 — 97,25 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Aueloj.-Rechten....... 51,75 — 51,75 51,75 Desgl. ohne Auslos.-Rcchte . . . <675 8,75 8.75 8,7 8% Heb. Boltsktaal von 1939 (rüthablb. 102%)...... 87 * 87 Oberhe>Ien Provinz - Anleihe mit Austol.-Rechten....... 60 — — Deutsche Komm. Smnmelavi. rintcihe Serie 1....... 43.25 — 49,3 8% Nronks. Hqp.-Banl Golbvie XIII unkündbar bis 1931 . . . 96,5 — * 7% Franks. Hvv -Bank Goldpse unkündbar bis 1932 ..... 85.75 — — 4%% Rheinische Hvp.-Bank Liqu. Goldpse......... 82,9 — * __ 8% Pr. Landerpsandbrtesanftall, Pfandbriefe R. 17...... 97 — 97 — 8% Pr Londespsandbriesanstall, Komm.-Lbl. R. 16...... -4,5 —— -3,5 — 7% Pr. Lanvespsandbriesanllait. Pfandbriefe R. 10...... 88,5 — 89 ___ A.L.G. abg. BortriegS-Lbligatio neu. rücksablbin 1933 .... — — — — 4% Oesterreich«,»e Soldrente • - 29,75 29,5 29,25 5,45 4,20% Oeslerreichische Sitberrente 5,13 5,25 5,13 4% Lcsterretchilche SinhetUtche Rente.......... 3 2.95 4% Ungarische Goldrenle .... 4% Ungarische Staalarenle v. 1910 26.13 26.2 26 26,2 23,2 24,6 2.8 4'/,% desgl. von 1913 .... —— — 24,3 4% Ungarische Kronenrrnte . . 2,85 — 2,85 4% Türkische Zollanleibe enn 1911 .85 — 6.9 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1.......... 6,9 — 6.75 _ 4% desgl. Serie 11....... 6,8 — 6.7 _ 5% Rumänische Verein-. Rente von 1903 .......... 10,65 — 10,75 urS Kur lur Kurs Datum 2J, 2. 212. 23. 2. 21. 2. vamburo-Vlmettla Pate, ... 7 100,5 — 100 100 Hamburg-Südam. Dampfschiff - 8 — 168 Hania Dampfschiff.....10 — — 146 — Rorddeuticker Lloyd.....8 104,25 — 103,9 103,25 Allgemeine TeutscheCreditanst. 10 121.5 — 121 121,4 Barmer Bankverein .... 10 ■ 29,5 129,5 129,5 129,25 Berliner Handelsgesellschaft . 12 — 187 186 Commerz- und Prsvat-Bank . n 155,5 155,5 155,5 155,5 Darmstädter und Rationolbank 12 Deutsche Bank und 237,5 - 237.25 237,25 Tiöconto-Geselljchaft, ... 10 '49,5 149,5 149.23 148,75 Dresdner Bank ....... 10 150 — 149,5 149,4 Retchsbank....... 12 293 — 293 291.75 A.E.G............8 172.5 172,25 172.5 171,9 Bergmann.........S 204 204 Llektr. Lieferung-lgefellfchast. 10 — 163 161,5 Licht und Straft......10 106.25 — 167 165 fallen & Guilleaume . . . 7% Gesellschaft für Elektrische 124,5 — 124,4 124,75 Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 168 168 5 168 168 133.5 Rhemtlche Elektrizität .... 9 — — 142 — Schlesische Elektrizität. . . . 10 — — i64,5 164,5 Schuckert L Co.......11 — — 188 187 Siemen« & Halske.....16 261.25 260,75 260,25 258,75 Transradio....... . 8 — — Labmeycr & Co.......1( 165 — 165 — Buderus..........ö 74 — 74,5 74,5 Deutsche Erdöl.......6 — 100,75 102,25 101,5 Essener Steinkohle ......8 — 135.5 Gelsenkirchener.......8 137 136,5 137 136,13 Harpener..........0 136 — 135,75 — j-oesch Eisen........6'2 — • 109,25 109.25 Ille Bergbau.......10 253 254,5 fllodnerrorrle......... 06 106 105,5 Aoln-Neuessen...... . 7 — Iu7 Siannesmonn Rbhren .... 7 05 —— 104,05 104.25 Pionsfelder Bergbau.....7 05 — Iü4,t) 104,25 cberschles. Eisenbeoari . . . . 5 * — 79,25 Lberschles. «okswerke.....7 Phonir Bergbau...... — — 100.65 100 02,5 103 >02,4 102.4 Rheinische Braunkohlen . . 10 242 239.5 Rbeinstahl.........( 116,5 116 '16.5 115,9 Rtedeck Montan...... 7,2 - - - :tran,hin a. W. 3cdln Echluh» lurS l-Uhr- Kurs Schluß- Irrt cklniang- fiurt Datum 20, 2. 21. 2. 20. V. 21.2. Bereinigte Stahlwerke . 100 25 100.75 100.65 100,4 Otavi Minen..... 16'/. — 57 57,13 56,5 Kaliwe"e Aschersleben . 1' 209.5 212 208,5 206 Kaliwerk Westeregeln . 1( 213.25 — 214,5 213 Kaliwerke Satzdetfurth . • 15 356 — 356 354,5 I. ®. ^arben.Industrie. M 1$ 163 162,13 162,9 162 Dvnomli Nobel .... . ( — — 67,5 Scheideanstalt..... . 9 — — — Goldschmidt..... . b 68,25 — 68 —• Mütgerswcrke..... . 6 Z5.5 75,75 75 65 — Metallgelellschaft. . . . . 8 109 — 108,5 Philipp Holzmann . . . 96 — 96,25 96 Zementwerk Heidelberg • 10 124,25 Zementwerk Karlstadt. . e 10 142 —1 —- Wahtz & Freytag . . . . 8 85,25 86 — Schultheis Pahenhofer . 15 - 270,4 270 Ostwerke....... r — 708 65 208,25 Aku......... • 1.*- 13.5 112 114 113,5 Bemberg....... e 14 164 — 165 161,75 Zellstoff Walbbof . . . ■ 8'/. — 206,5 207 206 Zellstoff Aschaslenburg . 12 151 — 150,25 153 Charlottenburger Wasser • . 8 — — 104 Tessmier Gar..... . 9 — — 172 170,75 Daimler Motoren . . . . 0 — -- 38 38.13 Deutsche Linoleum . . e ■ . 246 — 244 5 — . 0 — 44,13 44,25 Rat. Automobil . . . . u — — — 18,5 Lrenstcin & Koppel . . • . f — 73,75 — Leonhard Tietz .... 10 — 160,5 160,5 160,5 Svenska....... • • • — — 346,5 339.5 frankfurter Maschinen . e . 4 39 39.5 — Grie.ner....... . 6 50 —— 50 — Hevllgenstaedt .... • . 0 5 • — — — Zunghan«....... e . 6 45 — 45,25 — Lcchwerke....... . r> 105 — — — Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 8 107 — — — • 10 130.5 — 129,5 129.5 (Sein. Roeder..... • 10 118,5 — Boigt & Haefloer . . . • 218 — 218 Süddeutsche Zucker . . • lö 159 159 158 3tr: In, 20. fafruar (?elb scW - rimcritanuiDe Vioien..... 4.165 4.185 Belgische Noten ....... 58,20 58.44 111,78 112,22 Englische Noten........ 20.31 20.39 Französische Noten...... 16.395 16.455 Holländische Noten...... >67.51 168,19 Üt..lienische Noten...... 21.95 22.03 Norwegische Noten...... 111.70 112.14 Denisch-Ocsterr, i 100 Kronen Rumänische Noten...... 58.83 59,07 2.465 2.485 Schwedische Noten...... 112,03 112.47 Schwei,er Noten....... 80.64 80.56 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 52.14 12.35 52.36 12.41 Ungarische Noten...... 72.95 73.25 23. Februar 21. Februar Amtliche Notierung Geld ! Sril Amtliche Notierung Geld । Aries* Äm>t..Rokk. 167.83 168,17 167.78 168.12 E^un-Aires 1.546 1,580 1.575 1.579 ^rss. Antw 58,28 58,40 58.28 58.40 Christiania. 11,87 112.09 111.87 112.09 Kop.-ndag.-n 112,02 112.24 112.04 112.26 Stockholm . HcliingforS. Ntalien. . . 112.27 112.49 112.26 112.48 10-53 21.905 10.55 21,945 10,53 21.91 10.55 21.95 London. . . 20.445 20,385 20.343 20.383 Neunork . . 4.186 4,194 4.1855 4.1935 Pens.... Schweiz .. 16,37 16.41 16,37 16,41 80,72 80.88 80,73 80,89 Sva i:n. 52.30 52.40 51,60 51.70 Japan . . . "Hio de Fan 2.057 2.061 2,057 2,061 0.466 0.468 0.466 0.468 Wien in D-- Crft. abgest 58.92 59,04 58.925 58,945 Prag . . . . Bel irad . . 12,394 12,414 12,392 12,412 7,371 7 385 7,367 7,381 Duoap.'st. . 73,12 73,26 73,12 73,26 Bul arten 3,027 3,033 3,027 3.033 Lissabon . 18 88 18.92 18,81 18,91 Tanz'g. . . 81,32 81.48 81.33 81,49 Konst ntm. 1,890 1,894 1,853 1.357 Athen- . . 5.415 5.425 5.415 5.425 Canada . . 4,164 4.172 4,165 4.173 11 tu uay. . 3.666 3.674 3,666 3 674 Cairo . .. 20,865 20,905 20,865 20,905