Nr. M Erstes vlatt 180. Jahrgang Dienstag, 20. Mai |950 Eriche ,n> täglich, nutzer Sonntags und Ferertag» Beilagen: Die Illustrierte Gtehener g-amilienblättei Heimat im Blld Die Scholle Monat, .Bezug, preis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trüge» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Kentsprechanschlüste anterSamm«lnummer225l. Anschrift für Drahtnachrichten: Hnieiaer Liehen, poßscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnlck und Verlag: vrühl'sche Universilätr-Vllch' und Zte'.ndruckerei H. Lange in Sietzen. Schristleltung und Sefchästrstelle: ZchMratze 7. Annahme von Anzeigea für die Tagesnummer bis zum Rachmittag vorher. Preis für \ mm Höhe für Anzeigen von 27 tum Breite örtlich 8, auswürts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70mtn Breite 35 Reichspfennig, Platjvorschrift 20". mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in ©leben. Bnands Paneuropa und die Mächte. Die französische Politik hat es stets mit großem Geschick, auch in der Wahl der Mittel, verstanden, diejenigen allgemeinen Ideen. die der Zeit und ihrem noch ungeklärten Empfinden entsprechen, auszugreifen und zu einem Teil ihrer Politik zu machen. Sie hat im Weltkrieg um di« Unterstützung anderer Nationen geworben, indem sie vorgab, den Gedanken der Demokratie und der Menschenrechte verteidigen zu müssen. Sie hat dann auch geschickt aus dieser Parole heraus, die der französischen Politik die Verbindung mit Amerika gegeben hatte, den Gedanken des Völkerbundes aufgegriffen, sich zu eigen gemacht und seine praktische Verwirklichung betrieben. Und als dann au- der Erinnerung an die Schrecken des Weltkriege- und aus dem Destrebcn nach allgemeiner Konsolidierung die Idee der garantierten Sicherheit die Völker beschäftigte, war es wiederum Frankreich, das dem Völkerbund das sogenannte Genfer Protokoll vorgelegt hat, jener Friedenspakt, der den Besitzstand der Mächte gegen angeblich« Angrifssabsichten sichern sollte. die allgemeine Entwicklung des Schieds- und Sicher- heitssyslems. die allmähliche Ausdehnung der in Locarno begonnenen Politik internationaler Garantien auf die ganze europäische Gemeinschaft bis zur Eingliederung der Sonderabkommen in ein allgemeines System umfassen. Diese Richtlinien sehen einem verschämten Versuch verzweifelt ähnlich. Frankreich aus dem Umwege über die europäische Föderation einen Ersatz für den Sicherheitspakt, der Briand trotz oller Bemühungen infolge des englischen Widerstandes entgangen ist, zu verschaffen und damit Frankreichs Führerstellung auf dem europäischen Kontinent von vornherein und auf lange Zeit zu sichern. Eine der- art aufgefaßte europäische Union würde natürlich in hohem Maße dazu beitragen, die gegenwär- t i g c politische Kräfteverteilung in Skeptische Ausm Äriands Hintergi Europa zu stabilisieren und etwaige Abänderungsforderungen der national nicht saturierten Völker, in erster Linie der I t a I i c n c r und der Deutschen, zu unterbinden. Deutschlands Bemühungen müssen also bei aller Bejahung des Briandschen Projektes darauf gerichtet sein, eine weitere B e - s ch n e i d u n g der an sich schon recht dürftigen Mittel, unsere Forderungen auf Revision des vom Versailler Vertrag aufgerichteten europäischen Statuts durchzusetzen, zu verhindern. Italien wird sicherlich nicht versäumen, dem französischen Außenminister klar zu machen, daß eine unerläßliche Vorbedingung für die Durchführung seines Planes die Bereinigung der noch bestehenden italienisch-französischen Differenzen, also mehr oder weniger die Erfüllung der italienischen Expansionsbestrebungen ist. hme in England, anken durchschaut. Der französische Vorstoß mißlang, da England die Annahme des Genfer Protokolls, das ein Sicherheitssystem für die ganze Welt schaffen sollte, verweigert hat. wenn auch die Völkerbundsversomm- lung im Oktober 1924 den Friedenspakt annahm. Run folgt das Briandfche Memorandum über den Zusammenschluß Europas, wieder geboren aus taufend Hoffnungen auf einen friedlichen Kontinent, di« die französische Politik zu verwirk- Uchen sucht. Die allgemeine Linie ist deutlich, sie acht von dem Schlagwort der Demokratie als Kriegsparole über die weitere Idee des Völkerbundes zu dem weitgesteckten Ziel einer international garantierten Sicherheitskonvention und biegt jetzt nach deren Mißlingen wieder auf einen engeren Bereich, auf Europa, zurück. Aus diesen Zusammenhängen ist es verständlich, wenn auch die überzeugtesten Anhänger vom Zusammenschluß Europas. von der Notwendigkeit seines inneren Ausgleiches und dem Abbau feiner internen Zoll- mauern, wenigstens in Deutschland, zunächst mit einiger Vorsicht dem umfangreichen Briandschen Dokument gegenüberstehen. Die Skepsis ist um so mehr verständlich, als die deutsche Dcffcnt» lichkeit de r Programme und Verspre- chungen müde geworden ist und zudem in den letzten Jahren sehr bitterlich hat erleben müssen, wie die anderen großen Fragen der internationalen Politik, vor allem das Problem der A b r ü st u n g , trotz klar formulierter Satzung im Völkerbund verschleppt wurden und u n g e l ö st blieben. Vergleicht man die von Driand gegebenen Anregungen mit dem unlängst von dem Grasen Eoudenhove-Kalergi veröffentlichten Projekt der »Vereinigten Staaten von Europa", so fällt die außerordentliche Zurückhaltung des französischen Außenministers hinsichtlich der politischen Organisation des zu gründenden europäischen Staatenbundes aus. Während der Führer der paneuropäischen Bewegung in seinem Plane die Schaffung einer europäischen Staatsangehörigkeit für alle Untertanen der dem Bunde angeschlossenen Länder sowie sämtliche Legislativ- und Exekutivorgane, wie sie zum Beispiel die Bereinigten Staaten von Amerika besitzen, vorsieht, findet sich von all dem nichts in der Briandschen Denkschrift. Als kluger Diplomat weiß Briand nur zu genau, daß sein Projekt von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre, wenn er im gegenwärtigen Stadium der Entwicklung von den für die Mitgliedschaft in Frage kommenden Staaten den Verzicht auf einen noch so kleinen Teil ihrer Souveränität verlangen würde. Darum sucht er die Einigung zwischen den Völkern Europas aus der völligen politischen Unabhängigkeit der einzelnen Länder aufzudauen. Und er verwahrt sich ausdrücklich dagegen, daß innerhalb der Organisation, die sich freiwillig unter die Kontrolle des Völkerbundes stellen werde, an eine politische Beherrschung in irgendeiner Form gedacht werden könne. Aus diesem Grunde soll dem Zusammenschluß eine möglichst liberale Formel zugrunde gelegt werden. die ganz allgemein die Hauptaufgabe der Vereinigung, nämlich die Signatarmächte auf eine bestimmte. gemeinsame Friedenspolitik zu verpflichten, definieren würde. Der Zukunft soll es überladen bleiben, die europäische Union weiter zu entwickeln und evtl, diesen grundsätzlichen Pakt zu einer Art Bundesverfassung auszugestalten. Driands Vorschlag geht zunächst dahin, ganz allgemein die Wirtfckaftsprobleme den politischen Problemen unterzuordnen, ein Vorschlag, an dem man an sich wohl wenig auszusetzen hätte, wenn er nicht, allerdings in vorsichtiger Form, mit der nächgerade schon unvermeidlich gewordenen Sicherheitsfrage verknüpft wäre. „Da jede Möglichkeit des Fortschritts auf dem Wege zur wirtschaftlichen Union durch die Sicherheitsfrage bestimmt wird, und da diese Frage selbst eng mit der des auf dem Wege zur politischen Union zu erzielenden Fortschritts verknüpft ist", so heißt es in der Denkschrift, „sollten zunächst die konstruktiven Bemühungen, Europa seine organische Struktur zu geben, auf das politische Gebiet verlegt werden." Und weiter bezeichnet die Denkschrift es als „logisch und normal, daß die der Gesamtheit zu bringenden Wirtschaftsopfer nur in der Entwicklung einer politischen Situation ihre Rechtfertiguna finden können, die das Vertrauen zwischen den Völkern und die wahre Befriedung der Geister gestattet." Eine derartige Auffassung könne London, 19. Mai. (IcL-Un.) Briands Paneuropavorschlag findet in den Morgenblättern keine übermäßig günstige Ausnahme. Die „Times" weist darauf hin, daß die Einstellung der englischen Oefsentlichkeit und der Domimons, wie die Flottenkonferenz gezeigt habe, gegen jede Verquickung mit den europäischen Schwierigkeiten sei, die irgendeinem Mit- glied des britischen Weltreichs unbestimmte Verantwortlichkeiten auferlegen würde. Der „Daily Telegraph" sagt, wenn dieser Plan praktische Gestalt gewinne, was sehr bezweifelt wer- den müsse, werde er in der Wirkung eine Her- ausforderung Großbritanniens bedeuten. „Daily News" vertritt unter Hinweis darauf, daß die Behandlung der Abrüstungsfrage durch den Völkerbund keine rechten Fortschritte macht, die Auffassung, daß Frankreich, anstatt die Errichtung einer neuen Maschinerie zu planen, seine Energie fester auf die Vervollkommnung bereits bestehender Einrichtungen verwenden würde. „Dailn Expreß" sagt, Großbritannien werde einem solchen Plane kaum zustimmen. Der liberale „Manchester Guardian" sagt: Die tiefere Bedeutung des Planes lieg« darin, daß Briand auf das Genfer Protokoll vom Jahre 1924 zurückzugehen wünsche, daß alle Mitglieder des Völkerbundes zu zwingen suchte, wenn nötig mit Gewalt, das bestehende System des Friedens, wie es durch die Friedensoertäge fest gelegt wurde, aufrechtzuerhalten. Die französische Politik habe sich nicht geändert und das Hauptziel jedes französischen Außenministers seit dem Kriege habe darin bestanden, zusätzliche Garantien für Frankreich herauszuholen. Man könne kaum ernst- lich erwarten, daß die britische oder deutsche Regierung den Plan annehmen und der Garantie der bestehenden Grenzen zustimmen würde. Tatsächlich werde durch den Plan die gan,;e Frage einer R e • vision der F r i e de n s v e r t r ä g« , die früher oder später auftautfren müsse, auf gerollt und es würde die Atmosphäre reinigen, wenn die Regierungen, die an die schließliche Notwendigkeit einer Revision glauben, dies offen ausspre - ch e n würden. Die Paneuropäische Llnön in Berlin. Berlin, 19. Mai. (WTD) Unter Vorsitz des Präsidenten Graf Loudenhove-Kalergi versammelten sich im Hotel Kaiserhof die Delegierten der Paneuropa-Organisationen aus ganz Europa, um zu dem Briandschen Memorandum Stellung zu nehmen. Aach eingehender Diskussion. bei der u. a. Amery (London), Loucheur (Paris), Dr. Aobert Bosch (Stuttgart), Rin- tschitsch (Belgrad), Lednicki (Warschau), Ken- nintsch (Aiga), Serruys (Paris), und Generaldirektor Dr. Heilner (Stuttgart) sprachen, wurde auf Antrag Eoudenhove folgende Entschließung angenommen: „5>ie Paneuropakonferenz begrüßt das Memorandum Driands als ersten realpolitischen Schritt zur Durchführung ihres Zieles des europäischen ötaatenbun- dcs. Sie ist entschlossen, sich mit ganzer Kraft für die Annahme dieses Vorschlages durch die daran interessierten Mächte einzusetzen." Auf einer zweiten Kundgebung der Paneuropäischen Union führte der frühere französische Minister Loucheur u. a. aus: Wir haben in Europa einen Ueberfluß an Produk- t i o n, und man zählt mehr a l s fünf Millionen Arbeitslose. Es handelt sich vor allem darum, die Produktion in allen Teilen Europas miteinander in Einklang zu bringen und sich ergänzen zu lassen. Wie kann man das zustandcbringen? Durch ein einziges Mittel: Durch das Mittel internationaler — zuerst intereuropäischer — Vereinbarungen auf allen großen Produktionsgebieten- An die Spitze der Zusammenschluhbewegung müssen sich in gemeinsamer Bemühung Frankreich und Deutschland vereint stellen. Wir beide, Franzosen und Deutsche, haben kein Bedürfnis mehr, uns geenseittg Beweise unserer Tapferkeit und unserer Intelligenz zu geben. Alle übrigen Aationcn Europas haben ihre Augen auf uns gerichtet. Durch unsere gemeinsame Aktion werden wir jede Schwierigkeit überwinden. Frankreich lädt brüderlich alle Nationen Europas ein, sich zu vereinigen, um gemeinsames Elend und gemeinsame Gefahren zu bekämpfen. So groß die Schwierigkeiten auch sein mögen, wenn Frankreich und Deutschland es wirklich wollen, wenn sie sich in herzlichem Einvernehmen mit England zusammentun, werden sie über alle Schwierigkeiten Sieger bleiben. Der Nektor der landwirtschaftlichen Hochschule, Geheimrat Prof. Aereboe, Berlin, sprach sodann über Paneuropa als Agrarproblem. Wenn Europa nicht bald selbst e i n großes zusammenhängendes Wirtschaftsgebiet schaffe, werde es von der fortlaufenden Entwicklung an die Wand gedrückt werden. Europa könne sich aus seinen wirtschaftlichen Nöten nur durch Wiedergewinnung der industriellen Konkurrenzfähigkeit gegenüber Amerika, nicht aber durch hohe Zölle retten. Italien ist gerüstet. Grotze Truppenparade in Florenz vor Mussolini. Florenz, 19. Mai. (Agenzia Stefani.) In der Uniform eines kommandierenden Generals der Miliz hielt Mussolini heute auf dem Truppenübungsplatz bei Florenz eine Parade ab, der auch der Kriegsminister, die Minister für Luftfahrt und Marine, der Generalstabschef der Miliz, mehrere Unterstaatssekretär, Sekretäre der Faschistischen Partei sowie zahlreiche Generäle beiwohnten. Ferner sah man mehrere Militärattaches fremder Mächte in Uniform. Während des Vorbeimarsches der Truppenkörper, die aus Abteilungen des Heeres, der Luftfahrt, der Miliz und der technischen Waffengattungen bestanden, zog ein Geschwader von 120 Flugzeugen über dem Parade- Platz eine kunstvolle Schleife. Nach der Parade richtete Mussolini an die Soldaten eine Ansprache. in der er u. a. ausführte: Wenn die Iugend unter den Waffen steht, gehen alle Gedanken zu Seiner Majestät, dem obersten Kriegsherrn, dessen Befehle wir bis xum letzten erfüllen. Rüstet Arme und Herzen. Damit ihr, wenn das Vaterland ruft, bereit seid, es zu verteidigen. Unter den Klängen der Königshymne und der Giovinezza sowie dem Beisallstoben der Zuschauermenge begab sich Mussolini sodann mit seinem Gefolge zu Pferde in die Stadt zurück, wo er von den Dalkonen mit einem wahren Dlumenregen überschüttet wurde. Mussolini erklärte in einer weiteren Rede: Hin - ter der Grenze seien Gruppen, Parteien und Männer, die sich zu gemeinsamer Ausnutzung der unsterblichen Grundsätze, d. h. zu dem größten und geriebensten Betrug, der heute zum Schaden der Völker vollführt werde, zusammengetan hätten. Sie glaubten, Italien isolieren zu können und seien, obgleich sie „liberal, demokratisch und pazifistisch" seien, nicht abgeneigt, einen Krieg gegen das italienische Volk zu entfesseln. „Wir warten am Grenzübergang und wenn sich derlei an der Grenze abspielen sollte, so werden wir, das Volk, die Schwarzhemden und das Heer, unseren Platz mit einem noch nie gesehenen Schwung ausfüUen. Italien ist jetzt in allen seinen Kräften so organisiert, daß man es nicht ohne Todesgefahr an- greifen kann." Nach einem Bekenntnis zum Faschismus als der politifchen Lebensform des italienischen Volkes und überhaupt der politischen Daseinsform des kommenden Jahrhunderts bekannte sich der Duce zu dem neuen großen BauProgramm der italienischen Flotte. Das italienische Volk werde Opfer bringen, um nicht Gefangener auf dem Meere zu sein, das Rom einmal beherrscht habe. Falls es an den Grenzen losgehe, werde Italien auf dem Posten fein, und zwar mit einer Begeisterung, wie man sie bisher noch nicht gekannt habe. Dann sprach er über die Trup- penschau, und fügte hinzu, daß Worte wohl etwas sehr Schönes seien, aber Gewehre, Maschinengewehre, Schiffe, Flugzeuge und Kanonen feien noch etwas Schöneres. Denn das Recht ohne Macht fei ein leeres Wort und Macchiaoelli habe gesagt, daß Propheten ohne Waffen zugrundegehen. Für ein machtvoll bewaffnetes Italien gebe es nur entweder wertvolle Freundschaft oder sehr bittere Feindschaft. pariser Echo, französische Blätter zur '«Hebe Mussolinis. Pari«. 19. Mai. (WTD.) Pariser Blätter ziehen einen Vergleich zwischen der Rede, die Ministerpräsident Tardieu gestern vor den ehemaligen Frontkämpfern in Lyon gehalten hat, und der Rede Mussolinis in Florenz. Dee „Aveni r' hebt aus TardieuS Ausführungen als bedeutsam den Hinweis auf den französischen Aationsehler hervor, den individuellen Stolz, der in einer und derselben Generation Uneinigkeit schaffe, fährt dann aber fort: „Lassen wir uns nicht durch trübe Gedanken beeinflussen. Vergleichen toir, um uns darüber zu freuen, Franzosen zu sein, den erhabenen Ton der Rede TardieuS vor seinen ehemaligen Waffenbrüdern mit der, die unter ähnlichen llmständen Mussolini gehalten hat. Europäer, sagt, wo sind die Menschen guten Wille nS? Ihr werdet antworten, daß Mussolini selbst eine Erklärung für seine Nervosität gegeben hat: „Wir können uns nicht sehenl". nun wohl, dann soll er sich legen!" — „2a Republique " schreibt: Noch niemals hat ein Regierungschef sich zu derartigen offiziellen Erklärungen gegen die Grundsätze der Gerechtigkeit und der Freiheit hinreißen lassen. Mussolini wendet sich gegen jedes Ideal. Er will von seinem Volke alles trennen, was nicht ausgesprochen egoistisch ist. Er schüttelt die Faust und richtet an die Welt eine Herausforderung. Müßte er sich nicht fürchten, das schöne lächelnde Gesicht Italiens, das doch seinen wahren Ruhm ausmacht, unter einer kriegerischen Maske zu verstecken?, und Italien ist Mitglied des Völkerbünde-. Wird der Völkerbund, der doch die Sprache deS Frieden- reden muß, antworten, wenn man dis Sprache de- Krieges spricht? Tardieu bestätigt den Räumungsbefehl. Am 30. Juni soll die vollzogene Räumung offiziell notifiz crt werden. Paris, 19. Mal. (2BIB.) Ministerpräsident Tardieu empfing um 12 Uhr den deutschen Bo(- schaster von hoesch, Außenminister Briand. den sranzösischen Delegierten bei der Rheinlandkorn- mission Tirard und General Gu illau mal. den Oberbefehlshaber des Besahungsheeres. Der französische Ministerpräsident bestätigte dem deutschen Bosschafter, daß, nachdem der tzoungplan am Samstag in Kraft getreten ist, die französische Negierung gemäß ihren Erklärungen vor dem Parlament den Befehl erteilt hat, die dritte Rheinlandzone zu räumen. Die Bertreter Frankreichs und Deutschlands haben außerdem ihr Einverständnis über die verschiedenen die Räumung betreffenden Linzelfragen, die gemäß dem von der Rheinlandkommission und den französischen Militärbehörden ausgestellten Programm durchgeführt werden, gegeben. 3n Ausführung dieses Programms werden alle französischen Truppen d i e dritte Besahungszone am 30.3 u n 1 verlassen haben, und das Ende der Besetzung wird an diesem Tage offiziell notifiziert werden. * Wie wir aus gut unterrichteter Duelle erfahren, zählt die B e s a tz u n g s a r m e e , die bis zum 36. Juni abtransportiert sein muß, jetzt noch etwa 35 000 Mann. Die letzte amtliche Zählung von französischer Seite hat den 15. Dezember 1929 zum Stichtag, damals wurden ebenfalls 35 000 Mann iezählt, und es ist anzunehmen, daß wesentliche Der- chiebungen seit diesem Zeitpunkt nicht eingetreten ind. Man hat zwar Abtransports vorgenommen, aber dafür sind neue Kontingente, vor allem Rekruten, in das besetzte Gebiet gebracht worden. Die Besatzungsarmee hat dagegen in den letzten Mo- Noten ihre Materiallager im besetzten Gebiet gelichtet und vor allem Munition nach Frankreich zurücktransportiert, was immerhin eine gewisse Erleichterung für die nun beginnend eigentliche Räumung bedeutet. Mit dem Abtransport der reinen Truppe ist die Roumungsaufgabe aber nicht gelost, da einmal mit der Befotzungs- armes ein ziemlich ausgedehnter Verwaltungsapparat wie Intendanturen usw. verbunden ist, und das Ofizierskorps auch seinen Familien- an Hang mit in das besetzte Gebiet gebracht hat. Man schätzt, daß die Gesamtzahl der auf Grund der Besetzung im Rheinland weilenden ausländischen Truppenteile einschließlich Anhang heute rund 50 000 Menschen beträgt. Die erhöhte Umsatzsteuer derKousum- genossenschafien und Warenhäuser. Berlin, 19. Mai. (Vdz.) Die Zentrumsfraktion des Reichstags ersucht in einem Antrag die Reichsregierung, bis spätestens zum Herbst diese- Iahres einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach die im April im Llmsahsteuer- geleh beschlossene Heranziehung der Konsumgenossenschaften und Warenhäuser zur erhöhten Llmsatzsteuer wieder beseitigt werden soll. Ferner hat Oie Wetterlage Jan1 SeydlSfiord" ^Nor'ddyan, Thorshavn- Oslo. •den 'trlin 43 ft an id. "Lt Coruna '.y.w: W-. die Zentrumsfraktion eine Interpellation eingebracht. in welcher auf die Ungesetzlichkeit der von einer Reihe von Gemeinden beschlossenen Inseraten st euer hingewiesen und die Reichsregierung gefragt wird, was sie zu tun gedenke, diese ungesetzlichen Maßnahmen einzelner Gemeinden rückgängig zu machen bzw. zu beseitigen. Der Antrag des Zentrums auf Beseitigung der Warenhaussteuer hat in parlamentarischen Kreisen starke Ueberraschung ausgelöst, da diese Steuer einen nicht unbeträchtlichen Teil des Deckungsprogramms ausmacht und sie von allen Regierungsparteien, einschließlich des Zentrums, beschlossen worden ist. Allerdings hat sich seinerzeit bei der Beratung im Plenum der Abgeordnete Schlack, der Exponent der Zentrumsgcnossensckaften, außerordentlich scharf gegen die Steuer ausgesprochen. Er erlitt dann vor der Schluhabstimmung einen Rervenzusammenbruch. In der Vorwoche hatte Schlack mit einer Anzahl anderer genossenschaftlicher und gewerkschaftlicher Vertreter eine Besprechung mit Reichskanzler Dr. Brüning. Anscheinend haben sich die maßgebenden Zentrumsinstanzen trotz der damaligen Verurteilung der Opposition Schlacks bereitgefunden, zu einer Beseitigung der besonders auf Drängen der Wirtschaftspartei beschlossenen Steuer die Hand zu bieten. Eine Antwort an Minister Korell. Herr Professor Dr. Ern st Horneffer. Gießen, bittet uns um Aufnahme folgender Erwiderung an Herrn Minister Korell: „In der 64. Sitzung des Hessischen Landtages hat Herr Minister Korell Aeußerungen getan, die mich zu einer Erwiderung nötigem 1. Die Unterstellung, daß ich in meinen sozialpolitischen Vorträgen die „schwersten Beleidigungen gegen die deutsche Arbeiterschaft gebraucht" hätte, weise ich mit Entschiedenheit zurück. Im Gegenteil, ich habe stets die Ruhnießer der sozialen Fürsorge von den schädlichen Auswirkungen der Sozialpolitik sittlich entlastet und allein die fehlerhafte Gesetzgebung und deren Urheber für die eingetretenen sittlichen Schäden verantwortlich gemacht. 2. Mir ist bekannt, daß Kollegen von mir in den Gewerkschaften Vorträge halten, was selbstverständlich ihr gutes Recht ist. Kein Vernünftiger wird ihnen deshalb das Recht zu einer wissenschaftlichen Lehrtätigkeit absprechen. Dann aber kann es in dem Staate der gleichen Rechte mir nicht verwehrt sein, in den Unternehmerverbänden zu sprechen. Die Auffassung, daß die Führer der deutschen Industrie als Staatsbürger zweiter Klasse zu betrachten seien, mit denen zu verkehren ohne weiteres einen Makel anhefte, lehne ich aus sittlichen und politischen Gründen ab. Soll aber der Eindruck erweckt werden, als sei ich ausschließlich in der Großindustrie tätig, so erkläre ich. daß ich ebenso häufig in den Kreisen des Handels, der Landwirtschaft und namentlich des gewerblichen Mittelstandes wirke, der durch die sozialistische Gesetzgebung des letzten Iahrzehnts am meisten bedroht ist. Ich habe auch Vorträge in Kreisen der nicht sozialistischen Arbeiter gehalten. .3. Der Herr Minister hat erklärt, daß er „sehr bedauere", daß ich „an der Hessischen Universität in Gießen lehren kann". Drei Gründe könnten den Minister zu einem solchen Bedauern veranlassen. Erstens die Ueberzeugung, daß ich aus wissenschaftlichen Gründen der Lehrtätigkeit an einer Universität nicht würdig sei. Darüber zu urteilen fehlt dem Minister jede Befugnis, oa er kein Fachmann ist. Ein zweiter Grund könnte sein, daß ich in meine Lehrtätigkeit in unzulässiger Weise meine politischen Bestrebungen hineinzoge. Dafür aber kann der Minister keinen Beweis erbringen, da ich in meinen Vorlesungen mit keinem Worte meine politischen Ansichten berühre, sondern mich ausschließlich auf den Vortrag der theoretischen Philosophie beschränke. Cs bleibt nur die dritte Möglichkeit der befremdlichen Erklärung übrig, nämlich daß ich wegen meiner politischen Ansichten das Recht zur Lehrtätigkeit an der Universität verwirkt hätte. Dies aber bedeutet nichts anderes, als daß die hessische Regierung nur solche Universitätslehrer wünscht, die sich zu den Parteianschauungen der heutigen Machthaber bekennen oder, soweit das nicht der Fall ist, wenigstens schweigen und sich der politischem Tätigkeit enthalten. Dieser Grundsatz, planmäßig durchgeführt, müßte die Lehrfreiheit der Universität völlig vernichten. Die Erklärung des Ministers verstößt in gröblichster Weise gegen die politische Äeutrali- tät der Hochschule. Diesem politischen Drucke werde ich mich nicht beugen. Meine Schrift „Frevel am Volk" ist der Anfang eines politischen Kampfes, zu dem ich mich entschlossen habe. In diesem Kampfe werde ich von dem mir verfassungsmäßig zustehenden Recht der freien Rede einen uneingeschränkten Gebrauch machen. Ich werde mir dieses Recht durch meine Zugehörigkeit zur Universität in keiner Weise verkümmern lassen. Die freie politische Meinungsäußerung, die jedem Staatsbürger gewährleistet ist, darf auch dem Hochschullehrer nicht vvrenchalten werden. gez. Emst Horneffer." Aus aller Wett. 50. Jublläumslagung des Verein» für das Deutschtum im Ausland. Salzburg steht im Zeichen der Vorbereitung für die große Schutzvereinstagung, die zu Pfingsten der Verein für das Deutschtum im Ausland gemeinsam mit seinem österreichischen Verbände dort abhält. Die musikalisch umrahmte Festsitzung am 7. Iuni, bringt einen Festvortrag des bekannten Wiener Historiker Professor Dr. Eibl. Im Hamen der deutschen Volksgruppen in Europa wird Abgeordneter Dr. Brandsch, Rumänien, sprechen. Im Hamen des Ueberseedeutschturns Generaldirektor Hayn, Buenos Aires. In dieser Festsitzung werden auch die Iubiläumsspenden überreicht. Die alljährlich stattfindende festliche Morgenfeier findet auf einer Bergwiese zu Füßen der Hohensalzburg statt. Hach einem hohen katholischen Geistlichen wird Generalsuperintendent Gregor, Memel, als evangelischer Geistlicher sprechen. Die Morgenfeier klingt aus in einem Bekenntnis deutscher Persönlichkeiten der verschiedensten Volkskreise zum Gedanken der Volksgemeinschaft über alle inneren and äußeren Grenzen hinweg. Es werden das Wort nehmen nach Reichskanzler a. D. Dr. Marx und Reichsminister a. D. Dr. Külz führende Vertreter der Landwirtschaft, der Industrie, der christlichen und der Leflern i & 5Slan. L*,h N VI * Atz Ä 12 Wi eine 23,3uni el" -K w 6. bis 14.3“ 11. »V ILSePt- de IS. Sept, ein Lept. ein 13. Oktober- Ferner vur ganzen Dinier zu Tei aen benutzt. Die Hygiene^ (unten und kr. halleveren, n «pgiene-Museu Ausstellung ® tem Dolkshalle 1100 M Die luteum geg( brauchte nicht t Die größte 3 M-Mchützc Sein Platz »ei nehmen nach a: Merschuh erb. Der Platz to als Schaslveide kung ter ®ta Bauliche 2e jahr 1929 an macht sich i1 Dardervlu Weise bemerk ein unbedingt zweifellos di gelter bezahlt »alle im Win: rchne ter fpc Ätes Fehl uMglich. Hie Fimchmussa Halle nicht ab große Bmsto men kämen. DaS Jnventc fung von 1 2orschri(ten bei dm Sie erfoibei 6'mbung btt et dergleichen bete Welt" wird im Festspielhaus dargeboten. Berlin, 19. Mai. (MTB. Amtlich.) Nachdem die Kabinettsberatungen über das Ostprogramm in den letzten Tagen zum Abschluß gebracht worden sind, befaßte sich das Relchskabinell in seiner heutigen Sitzung unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning und unter Beteiligung des Reichsbankprafidenten Dr. Luther mit der roirt- schaftspolitischen Lage in ihrer Gesamtheit und den vor dec Sommerpause zur Erledigung zu bringenden Vorlagen. Das Reichskabinett war sich darin einig, daß alle Mittel daran gesetzt werden müssen, zurBehebungder Arbeitslosigkeit die wirtschaft nach Kräften zu beleben. Zu diesem Zwecke werden Verhandlungen mit der Reichsbahn- und Relchspostoerwallung eingeleitet mit dem Ziele, möglichst umfangreiche Lieferungsaufträge baldigst zur Ausführung zu bringen. Auch der Wohnungsbau, insbesonders soweit es sich um Kleinwohnun- ian8- die Schulvereins Südmark, Wien, Dr. Groß. Der Landeshauptmann von Salzburg Dr. Rehrl, Fürsterzbischof Dr. Rieder, Salzburg, Universi- tätsprosessor Dr. Günther, Innsbruck. Direktor Treut, Reuyork, die Universitätsprofessoren Dr. gen handelt, wird durch besondere Maßnahmen gefördert werden. Bereits im Gang befindliche Verhandlungen über die kommunale Umschuldung sollen beschleunigt zu Ende geführt werden. Jur Förderung der Bauwirtschast und Linderung der Arbeitslosigkeit wird auch die Frage der Inangriffnahme und des Ausbaues großer Straften bauten geprüft werden. Der Reichsfinanzminister ist ermächtigt, im Rahmen der Haushaltsmittel alle Lieferungoaufträge unverzüglich in Gang zu sehen. Schließlich berichtete der Reichsfinanzminister über die geplante Gestaltung des A u s g a - bensenkungs- und Spargesehes sowie der Reichsminister für Ernährung und Landwirt- schäft über das in Vorbereitung befindliche S kandardgeseh für landwirtschaftliche Produkte. Die Durchführung dieses Ge- samlprogramms wird ohne Inanspruchnahme neuer Haushaltsmittel erfolgen. Kampf gegen die Arbeiislosigkeii Das Reichskabinett beschließt Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft. Verkehrsfragen im Reichstag. Noch keine Entscheidung über die Tariferhöhungsanträge der Reichsbahn Die von der Reichsbahn beantragte Tarif- erhöhung für Massengüter hat die Reichsregie- rung abgelehnt, ebenso aus sozialen Gründen die Preiserhöhung der Arbeiterwochenkarten. Zu der beantragten Erhöhung der Personentarife in mäßigen Grenzen hat sich die Reichsregierung ihre Stellungnahme ausdrücklich Vorbehalten. Die dauernde Beibehaltung der Beförderungssteuer in ihrem bisherigen Umfang wird kaum möglich fein, wenn die Reichsbahn lebensfähig bleiben soll. Auf dem Gebiet der Wasserstraßen beschränken wir uns im wesentlichen auf die F o r t - sühruna angefangener Bauten. Reue Arbeiten können auch am Mittelland-Kanal zur Zeit nicht begonnen werden. In der Luftfahrt mußten die im Vorjahre stark beschränkten Mittel ergänzt werden, um den deutschen Luftverkehr überhaupt aufrechterhalten zu können. Die deutsche Luftfahrtindustrie kann den WettEtappe Sevilla auf dem Südamerikaflug des „Graf Zeppelin." Glänzender Verlauf der Jährt — Begeisterte Begrüßung in Spanien. Heute früh Start nach Brasilien. Berlin, 19. Mai. Auf der Tagesordnung der Montagssitzung des Reichstags stand die zweite Beratung des Haushalts des Reichsverkehrsmini st erium s. Abg. Klönne (Chr.-Rat.) warnt vor zu großer Sparsamkeit bei Kanalbauten. Die hierfür gemachten Aufwendungen dienten zur Entlastung der Erwerbslosenunter- st ü tz u n g. notwendig sei die Fortführung des Rhein-Main-Donau-Kanals. Die Reichsbahn dürfe nicht durch ihren Konkurrenzkampf gegen den Kraftwagenverkehr die Entwicklung dieses wichtigen Verkehrsmittels hindern. Reichsverkehrsminister von Gusrard hält das von der Reichsbahn im Konkurrenzkampf mit dem Kraftwagenverkehr angewandte System der Kampftarife für nicht unbedenklich ilnter dem beunruhigenden Rückgang des Verkehrs leidet am schwersten die Reichsbahn, die mit so großen Reparationslasten beschwert ist. Die Finanzlage der Reichsbahn ist unter diesen Umständen besorgniserregend. sozialdemokratischen Gewerkschaften. Ein bekannter österreichischer Politiker wird für das deutsche Gefamtvolk in Oesterreich das Wort ergreifen. Der frühere D.D.A.-Vorsitzende^ Gesandter z. D. von Reichenau und der gegenwärtige Vorsitzende Freiherr von dem Dußche werden im Hamen des V.D.A. ein Gelübde ablegen, dem deutschen Volke durch Opfer und Arbeit weiter zu dienen. Als Redner sonstiger Veranstaltungen sind noch zu nennen der Obmann des Deutschen Herzlich w iltoirmen in Sevilla. Sevilla, 19. Mai. (WTB. Funkspruch.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" hat am Montagvormittag 11.30 Uhr von den Balearen kommend Malaga unter niedrigen Wolken passiert. Es flog dann 1000 Meter hoch an der Sierra Hevada entlastg nicht direkt nach Sevilla und dann zunächst auf Gibraltar, Tanger und Cadiz zu. Gegen Mittag wurde das Luftschiff über Gibraltar gesichtet und 1.30 Uhr hat es Tanger in 400 Meter Höhe überflogen. Um 4.30 Uhr nachmittags erschien das Luftschiff über Sevilla und nahm Kurs auf den Flugplatz. Um 18.40 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde mit den Landemanövern begonnen. 25 Minuten später lag das Flugzeug am Ankermast fest. Eine riesige Menschenmenge begrüßte Luftschiffbe- satzung und Reisende überaus stürmisch. Die Behörden von Sevilla sowie der spanische Flieger- oberst H e r r e r a statteten unmittelbar nach der Landung dem Führer des Luftschiffes ihren Besuch ab, wobei sich die spanischen Teilnehmer an der Fahrt in begeisterten Worten über den bisherigen Verlauf der Reise äußerten. Besonders imponiert hat das Durchfliegen eines Gewitters in der Schweiz, wobei das Luftschiff seine hervorragenden Qualitäten bewiesen hat. Landschaftlich besonders interessant soll der Flug in den Rachmittagsstunden über Spanisch-Marokko gewesen sein. Rach Aussagen der Spanier hat das Luftschiff die ganze Reise nach Sevilla mit nur vier Motoren zurückgelegt, eine Tatsache, die ebenfalls große Bewunderung ausgelöst hat. Die Landung des „Graf Heppelin" hat die ganze Stadt auf die Beine gebracht. In ununterbrochenem Zuge zieht die Bevölkerung in Autos, Wagen und zu Fuß bis in die späten Nachtstunden zu dem Flughafen, wo das Luftschiff am Ankermast von einem starken Polizeiaufgebot bewacht wird. Zu Ehren der Offiziere und der Mannschaft des „Graf Zeppelin" wurde ein Bankett veranstaltet. Einige Journalisten versuchten Dr. Eckener zu interviewen, aber dieser lehnte jede Erklärung ab. Dr. Eckener soll jedoch einigen in Sevilla wohnenden Deutschen gesagt haben; daß er diese neue Reise deshalb unternommen habe, weil sie eine endgültige Probe für d i e Errichtung regelmäßiger L u f t f a h r t v e r b i n d u n- gen mit Südamerika darstellt, und auch weil zum ersten Male der Zeppelin den Aequator überfliegt. Die Passagiere, die an Bord des „Graf Zeppelin" die Fahrt nath Südamerika mitmachen werden, sind heute früh um 5.15 Uhr geweckt worden. Das Luftschiff wird um 7 15 Uhr zum Fluae nach Südamerika starten. Aus Deutschland ist ein FlugzeugmitZOOOPostkartenfürSüd- amerika bestimmt, eingetroffen. Zwei deutsche Flugzeuge sind in Sevilla angelangt, die den Zeppe- lin bis zur spanischen Küste begleiten werden. Oberst Herrera und der Jnfant von Orleans werden an Bord des Luftschiffes die Reife nach Amerika mitmachen. Flug über den Aequator. Zum erstenmal in der Geschichte der Menschheit wird auf der Fahrt des Zeppelin nach Südamerika ein Luftschiff den Aequator kreuzen. Schon einmal, mitten im Kriege, war es beinahe so weit, damals als einer unserer Zeppeline zur Unterstützung der deutschen Truppen in Ostafrika ausgesandt war, aber leider kurz bevor er sein Ziel erreichte, zurück- geholt wurde, weil die Engländer die falsche Nachricht von der Kapitulation Lettow-Vorbecks verbreitet hatten. Der Flug über den Aequator ist deshalb eine symbolische Handlung, er vollendet die Eroberung der Luft durch das Luftschiff, und wenn die Passagiere einige hundert Meter über dem Meere die „ßinientaufe“ vollziehen, so ist das eigentlich der Augenblick, wo das Luftschiff endgültig aus dem Stadium der Versuche heraustritt und sich als vollwertiges, modernstes Mittel in den Dienst des Verkehrs stellt. Dr. Eckener ist vorsichtig genug gewesen, auch diese Reise als eine Studienfahrt zu bezeichnen. Er will von Vorschußlorbeeren nichts wissen, mit vorbildlicher Zähigkeit und Zurückhaltung verfolgt er Schritt für Schritt feinen Weg und ist dadurch der Gefahr der Rückschläge, die sonst unvermeidlich wären, klug aus dem Wege gegangen. Die Fahrt über Sevilla und Pernambuco nach Rio de Ia- neiro zeichnet aber doch den Weg ab, der künftig die Verbindung mit Südamerika um Wochen abkürzt und dadurch — verbunden mit den Voraussetzungen der Verkehrssicherheit — den Begriff der Entfernungen aus unserem Zeitalter eigentlich herausstreicht. Der Wasserweg zwischen dem afrikanischen und dem südamerikanischen Kontinent beträgt an seiner kürzesten Stelle „nur“ dreitausend Kilometer, ist also sehr viel geringer als die Strecke zwischen Island und Heufundland, ist auch nur ein Teil der Reisestrecke, die von Iapan nach Hordamerika zu überwinden war. Rekorde also gibt es hier nicht zu brechen. Und doch ist nach dem Hordamerikaslug, nach der Fahrt um die Welt die Landung in Rio de Ianeiro ein weltgeschichtlicher Augenblick: der Sieg des menschlichen Geistes über die Schwierigkeiten der Materie; wir dürfen auch stolz sagen, ein Sieg des deutschen Geistes. Denn an gehässigen Verbuchen, diese letzte Etappe mit Hindernissen zu belegen, hat es nicht gefehlt. Die Franzosen haben das ihrige getan, um dem Zeppelin den Weg nach Südamerika zu sperren. Sie haben es nicht verhindern können, daß ein deutsches Luftschiff den Preis gewann; haben es ebensowenig verhindern können wie die Engländer, die zusehen müssen, wie der „Graf Zeppelin" seine Aufgabe erfüllt, während die englischen Luftschiffe aus den Anfängen nicht herauswachsen wollen und in Friedrichshafen bereits ein neues Schiff auf Stapel Belegt wird, das die Erfahrungen der letzten !ahre fruchtbringend verwertet. Keßler, Leipzig, Dr. Schüßler, Rostock utib der Rektor der Universität Wien, Gras Gleispach. Ein Festspiel des schlesischen Dichters S)i Christoph Kaergel „Deutsche irren durch bewerb mit dem Ausland nur bestehen, wenn sie aus Reichsmitteln einen Ersatz für das erhält, was die Industrien des Auslandes an den großen Aufträgen ihrer Länder gewinnen. Für die Förderung der deutschen Luftfahrtindustrie werden in diesem Iahre 7 Millionen angefordert. Abg. Schumann, Frankfurt a. d. O. (Soz.) ordert ein besseres Zusammenwirken der Der* chieden artig en Verkehrsmittel. Die Reichsbahn vllte ihren Konkurrenzkampf gegen die übrigen Verkehrseinrichtungen nicht wie bisher in einer Weise führen, die geradezu wirtschaftsschädigend wirkt. Die Entwicklung des Kraftwagenverkehrs dürfe nicht künst- lich gehemmt werden. 3m Luftfahrtwesen müsse das Reich sich beschränken auf die finanzielle Unterstützung der großen Verkehrslinien. Es sollten die nötigen Mittel bewilligt werden zur Fortführung der in Angriff genommenen Dinnenwasser- straßen. Abg. Hartmann (Dnt.) begründet eine Entschließung der Deutschnationalen, in der die Reichsregierung ersucht wird, mit tunlichster Beschleunigung die Belastung der Straften durch Achsdruck und Gesamtgewicht und die Geschwindigkeit der Lastkraftwagen sowie die Ausdehnung der wagen dergestalt einzuschränken, daft die bestehenden Gefahren für die Wegebaupflichtigen und die Hausbesitzer vermieden werden. Aba. Groß (Z.) erklärt: Die Personalpolitik der Reichsbahngesellschaft fordere zur schärfsten Kritik heraus. Besonders empörend sei eine der letzten Verfügungen, die den seit vielen Iahren im Dienste der Reichsbahn stehenden Hilfsbeamten die wohlerworbenen Rechte nimmt, sobald sie das 36. Lebensjahr überschritten haben. Abg. Wieland (Dem.) erklärt: Die hohen Gütertarife hätten nur den Erfolg, daß in immer größerem Umfang die Güterbeförderung auf Lastkraftwagen anwachse. Der Landstrahenbau müsse systematisch vom Reich im Benehmen mit den Ländern geregelt trerden; zu den Kosten müsse der Kraftwagenverkehr steuerlich herangezogen werden. Abg. Mollath (Wirtschp.) bezweifelt, daß die Umformung der Stückgütertarife auf der Reichsbahn, die man richtiger Tariferhöhung nennen sollte, die erwartete Mehreinnahme von 50 Millionen bringen werde. Eher sei mit Rücksicht auf frühere Erfahrungen auf einen Einnahmeausfall zu rechnen. Die Methoden der Reichsbahn im Konkurrenzkampf mit anderen Verkehrsmitteln führten geradezu zum Kampf gegen den technischen Fo r tschri11. Die Reichsbahn, die wegen ihrer Finarunot die dringendsten Ausgaben für die Verkehrssicherheit unterläßt, übt auf anderenGebieten nicht die notwendige Sparsamkeit. ©Wdlltenros.® neuer ®naiD Bedetet »voixig eocoecnt • Kege* # Schnee & Qraupem a tieoei K Gewitter ©Windstille.-O sehr leichter Ost massiger Südsüdwest q stürmischer nordwesl Die Pfeile fliegen mn dem winde Pie deinen Stationen Menenden zahj len geoen die Temperatur an. Pie Linien verdindeo Orte mit gleiche® auf Meeresniveau umgereenneten Luftdruck Wettervoraussage. Der hohe Druck über der Biscaya, welcher bis über Deutschland vorgreift, läßt zur Zeit noch keinen Uebergang zu beständigem Wetter erkennen, zumal sein Einfluß mit dem Hinund- herpendeln sowie dem Stärker- und Schwächer- werden gewisse Schwankungen erfährt, dabei bewirken ferner Druckstörungen im Horden durch Zufuhr warmer Luft Bewölkung und vereinzelte Hiederschläge. Mit dem neuerdings einsetzenden Zustrom etwas kühlerer ozeanischer Luft gestaltet sich das Wetter noch veränderlich. Ein- zelne Hiederschläge und stellenweise Gewitterbildung sind dabei nicht ausgeschlossen. Die anfangs noch steigenden Temperaturen gehen wieder noch etwas zurück. DorhersagesürMittwoch: Aufheiternd, wolkig mit strichweisen Hiederschlägen geteilter« Hafter Art, später leichte Abkühlung. Aussichten für Donnerstag: Tagsüber wärmer, zeitweise stärker bewölkt, aber auch aufheiternd. Lufttemperaturen am 19. Mai: mittags 14,5 Grad Celsius, abends 8,6 Grad; am 20. Mai: morgens 8,8 Grad. Maximum 15,6 Grad, Minimum 4,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Mal: abends 15,8 Grad; am 20. Mai: morgens 11,4 Grad. — Niederschlag 0,3 mm. — Sonnenscheindauer acht Stunden. Reisewellerdienst. Garmisch - Partenkirchen. Temperatur 6 Grad, seit gestern vorherrschend kühl, Südwind, Witterung heute: Heiter, seit gestern regnerisch Baden-Baden. 9 Grad, kühle Aacht, Nordwestwind, heiter, veränderlich mit Schauern. Westerland aufSylt. 9 Grad, vorherrschend fühl, Nordwestwind, Witterung heute: Regen, seit gestern regnerisch V’tä1 liffjp? die % 8L"- ' nlAttfta Ntz ST sts«* J H*u M "oigkeil der taff. '«»S ter fflajra „« Neunte, "Meu anb bir 1 werten. ^NonalDoIltit & B Eriken hörend fei eine , fc" seit vielen ^Mn stehenden JMte nimmt, berschritfen haben, ffirf: $t, *8. oah In immer rderung auf Last« strahenbcm müsse nehmen mit beu ?en Rosten müsse ch herangezogen > bezweifelt, daß Äxtarifc auf der er Tarisechöhung Üehrrinnahme von Eher sei mit IM- i aus einen Linie Methoden btt lmpf mit anderen >ezu xum Kampf ZortschrittDie er Finanz not die die Verkehrssicher- erenGebletcn Sparsamkeit. 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Sept, die Jahresfeier der Giehener Schulen, IS: Sept, eine AutomobilauSstellung der Firma Jäger, 15. Sept, eine Geschicklichkeitsfahrt deS ADAC. (Platz). 29. Sept, ein Konzert deS Dessauer KinderchorS, 13. Oktober ein Gauwettkampf im Kunstturnen. Ferner wurde die Dolkshalle während des ganzen Jahre- zu Radfahrerübungen und im Winter zu Tennis- und leichtathletischen Tlebun- gen benutzt. Die Hygiene-AuSstellung »Der Mensch in gesunden und kranken Tagen" wurde vom Dolks- haNederein in Gemeinschaft mit dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden durchgcführt. Die AuSstelluna war sehr gut besucht und brachte dem DolkShalleverein einen Heberschuh von über 1700 Mk. Die von der Stadt dem Hygiene- Museum gegenüber bereitgcstellte Garantie brauchte nicht in Anspruch genommen zu werden. Die größte Festlichkeit im Jahre 1929 war das Derbandsschützcnscst. daS in der Halle und auf dem Platz veranstaltet wurde und dem Vernehmen nach auch dem festgebenden Verein einen Lleberschuh erbracht haben soll. Der Platz wurde gegen eine geringe Abgabe als Schafweide freigegeben, wodurch eine Stärkung der Grasnarbe erreicht wurde. Bauliche Veränderungen wurden im Geschäftsjahr 1929 an der Halle nicht vorgenommen. ES macht sich jedoch das Fehlen jeglicher Garderobe immer mehr in unangenehmster Weise bemerkbar. Der Einbau einer solchen ist ein unbedingte- Erfordernis und dürste sich auch zweifellos durch die eingehenden Garderobc- gelder bezahlt machen. Sine Benutzung der Volks- Halle im Winter für Veranstaltungen, mit Ausnahme der sportlichen Hebungen, ist im Hinblick auf das Fehlen einer Heizungsanlage unmöglich. Hierdurch entsteht ein beträchtlicher Einnahmeausfoll, ferner auch dadurch, daß die Halle nicht abteilbar ist, damit auch weniger große Veranstaltungen zur Durchführung kommen können. Da- Inventar wurde durch Reubeschaffung von 1000 Stühlen vermehrt. Den Vorschriften der Feuerpolizei entsprechend wurden die erforderlichen Derbmdungseisen zur Verbindung der Stuhlreihen bei Stuhlkonzerten und dergleichen beschafft und sämtliche Stühle mit Ringöfen und die Stühle selbst mit fortlaufenden Hummern versehen. Auch für da« neue Defchäst-jahr liegen eine Reihe Anmeldungen für die Benutzung der Halle und deS Platze- vor. ZirkuS Sarasfani hat den Platz für da- erste Halbjahr zur Abhaltung eine« Gastspiel- gepachtet und einen Betrag von 1000 Mk. durch eine Bankbürgschaft hinterlegt. Ferner ist die Halle vorgesehen für folgende Veranstaltungen: 19. Mai Wohltätigkeit-fest deS FrauenverelnS vom Roten Kreuz für Deutsche über See, am 29. Mai findet ein Iohann-Strauß-Gast- spiel statt, 1. Juni eine Veranstaltung der Studentenhilfe, 11. August VersassungSfeier, 31. August Posaunenfest, 7. und 8. September Feuerwehrfest, 6. und 7. Dezember eine Lande-- und Provin- zial-Geflügelschau. Hierbei mutz bemerkt werden, daß die für Mar gelegentlich der Tagung des Rhein-Main- gau - Gastwirteverbandes vorgesehene K o ch - kunstauSstcllung infolge der Anstrengungen der Stadt Mainz nicht in Dietzen, sondern dort stattsindet. Das gleiche trifft für den für diese- Jahr in Gießen vorgesehenen Sängertag des Hessischen Sängerbundes za, der mit Rücksicht auf die geplanten Befreiungsfeiern, zu denen sämtliche Sänger eingeladen sind, und ferner auch im Hinblick auf das große Deutsche Sängerfest, das im nächsten oder übernächsten Jahre in Frankfurt stattfindet, abgesagt worden ist. Gs ist auch bei dieser Gelegenheit wieder den einzelnen Vereinen nahezulegen, immer und überall dafür einzutreten, daß Versammlungen, Kongresse und Festlichkeiten in Gießen zur Durchführung kommen, wodurch die wirtschaftlichen Verhältnisse und die ©teuertraft gehoben werden und die Volk-Halle noch mehr als seither ihrer Bestimmung zugeführt wird. Die angeführte vielseitige Verwendungsmöglichkeit der Dolkshalle beweist immer mehr deren Notwendigkeit für eine Stadt wie Gießen. Wenn auch, wie Im vergangenen Jahre, infolge der Zinsverpflichtungen seitens der Stadt Zuschüsse geleistet werden müssen, so ergibt sich doch bei Berücksichtigung der Der» kehrSwerbenden Eigenschaft der Volkshalle, der starken Benutzung der Straßenbahn, den Eingang von Vergnügungssteuern usw., daß diese Zuschüsse direkt und indirekt der Stadt und ihren Einwohnern wieder zugute kommen. Der Rechnungsabschluß für 1929. Gegen den Rechenschaftsbericht, der in der D e - triebsrechnung mit einer Einnahme von 33134,04 Mk., einer Angabe von 25 132,77 Mk., mithin mit einem Rest von 8001,27 Mk., in der Der Mögensrechnung mit einer Einnahme von 5058,03 Mk. und einer Ausgabe von 4818,40 Mk.; mithin mit einem Vorrat von 239,63 Mk. ab- schließt, wurden Einwendungen nicht erhoben. Zu Rechnungsprüfern wurden für das Geschäftsjahr 1930 die Herren Beckmann und S ch w i e d e r bestimmt. Die Auslosung von Anteilscheinen. Bei der Auslosung der Anteilscheine wurden folge nbe Nummern gezogen: 1947, 406, 1847, 558, 63, 1539, 1983, 1920, 1892, 398, 625, 622, 46, 1753, 106, 246, 1981, 1783, 349, 569, 704, 519, 447, 642, 766, 640, 686, 746, 1556, 1555, 1819, 1580, 1836, 49, 1765, 174, 1524, 1536, 1532, 792, 1545, 1992, 1763, 202, 1574, 124, 1852, 1551, 76, 78. Der Vorstand besteht nach dem (Ergebnis der Neuwahl aus folgenden Herren: Beigeordneter Dr. Hamm, den -stadtralsmitgliedern Leop. Mayer, Schwie- der, Nicolaus. Mann, Beckncann, ferner Rentier 2ß i n n, Direktor Mattern und Direktor Erle. Tonfilm röer unsterbliche Lump". Trotz dem ungeheuren technischen Fortschritt bleibt auch für den tönenden Film ein Generalproblem seines klanglosen Vorläufers bestehen und wird immer auss neue gelöst werden müssen: das Problem nämlich, einen filmisch brauchbaren Stoss zu finden und zu gestalten; und dieses Problem wird um so wichtiger und entscheidender werden für den Erfolg, je weniger der Tonfilm eine neue «ache ist, deren technische Errungenschaften das Publikum fassungs- los bestaunt. Man gewöhnt sich, wie man am Rundfunk und anderen modernen Dingen gesehen hat, in unserer Zeit das Staunen schnell ab, sozusagen von heute auf morgen; ... und je weniger die Technik als solche mit „Nochnledagewcscncm" triumphieren kann, um so entschiedener wird der Nachdruck auf den inneren Wert, den stofflichen und künst- lerischen Gehalt eines Werkes gelegt werden müssen. Eine Forderung für die allernächste Zukunft; man wird zu verfolgen haben, wie die neueste Produktion sich mit dem Problem auseinandersetzt. Noch ist der Tonfilm technische Sensation genug, daß er da und dort mit einem vorhandenen Operettenklischee auszukommen vermag, wie es der Film alten Stils oft genug (zu seinem Schaden) getan hat. „D e r unsterbliche Lump", Ufafonfilm, beruht auf einem Manuskript von Robert Liebmann und Karl Hartl nach der gleichnamigen Operette von Felix Doermann und Edmund Eysler. Seine Fabel — Kabale und Liebe auf dem Dorfe in Steiermark — schildert, wie ein sehr begabter junger Musiker an der kleinen und menschlich minderwertigen Gesinnung seiner bäurischen Umwelt innerlich zugrunde geht und als Landstreicher verkommt, während sein Werk mit einem gewaltigen Erfolg seinen Namen berühmt macht. Die Handlung gipfelt in der Szene, wie er, verlumpt und unerkannt heimkehrend, der Weihe feines Denkmals beiwohnt, das die „dankbare Gemeinde" ihrem großen, längst totgeglaubten Sohn festlich enthüllt. Die Bearbeiter, die auch sonst nicht allenthalben eine glückliche Hand bewiesen haben, finden nur mit Mühe zu einem (anscheinend unvermeidlichen) happy end, das die Liebenden doch noch vereint. Am besten gelangen der Regie (Gustav Ucicky) die derb-volkstümlichen, heiteren Partien des Buches, die allerlei gutbewegte Tonbildaufnahme ergaben. In den Hauptrollen Liane Haid und Gustav Fröhlich, daneben Hans Adalbert S ch l e 11 o w, Earl Gerhardt, 5 alten ft ein, Henckels, Hörbiger, Weiß- Ferdl und andere. — Der Film läuft feit gestern im neuen Programm des Lichtspielhauses. --T— Bornotizen. — TageskalenderfürDienstag. Stadt- theater: „Meine liebe dumme Mama", 20 bis 22.15 Uhr. — Volksnationale Reichsoereinigung, Ortsgruppe Gießen: Staatsbürgerabend, 20.30 Uhr, Hotel Köhler. — Oeffentlicher Vortrag über „Die wunderbaren Heilerfolge mit Hochfrequenz", 20 Uhr, Hotel „Bayerischer Hof". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Sprech, und Tonfilm „Der unsterbliche — Aus dem D t a d t t he a t er b u re au wird uns zu der Vornotiz vom vorigen Samstag berichtigend mitgeterlt: . Am Samstag, 17. Mal, stand irrtümlicher Weise in der Vor- Notiz, daß die Vorstellung vom 23. Mai im Mittwochabonnement sei. Die Vorstellung vom Freitag, dem 23. Mai. findet im 5 r c i • tagabonnement statt. Dagegen findet die DorsteUung vom 22. Mai (DonnerStag) im Mtttwochabonnement statt. — Beginn der heutigen Premiere (Abschiedsvorstellung Onge Scherer und Hans Tannert) um 20 Uhr. Letzte Vorstellung im DienStagabonnement. • "Don der Feuerwehr. Bei der gestrigen älebung der Feuerwehr wurde dem KreiS- feuerwehrinspettor August Dickorö durch Drandirektor Braubach mit Worten der An- 'crkennung für seine jahrzehntelange Dienstzeit bei der ZreiwiUigen Feuerwehr das vom Deutschen Feuerwehr-Derband verliehene Deutsche Feuer» Wehr-Ehrenkreuz überreicht •• Oeffentlidje Hand und Bautätigkeit. Zu diesem Bericht in unserer vorigen Samstagausgabe wird uns von der Stadtverwaltung mit- geteilt, daß die in jener Zusammenstellung der Stadtverwaltung angegebenen Geldmittel für die Bauarbeiten tn den Zähren 1928 und 1929 nicht nur für den Wohnungsbau, sondern für den gesamten Baumarkt aufgewandt wurden. " Maienblasen. Bet dem am morgiges Mittwoch 19 Uhr vom Turme der Johanne-^ kirche stattfindenden Maienblasen bringt der 23er» ein für christliche Musik folgende Stücke zum Dortrag: 1. Choral: .Run danket alle Gott", von I. Krüger, 1641. 2. .Die Rächt", von Abt. 3. .Abschied vom Walde", von P. Mendelssohn» Dartholdy, 1809—1847. •• Fliegerbesuch im Gießener Flughafen. Don der Luftfahrt Ueberwachungsftell« Gießen wird mitgeteilt, daß der Flugzeugführer Gauß, der im vorigen Jahre mit seiner roten Maschine vorübergehend in Gießen weilte, gestern mittag, von Krefeld kommend mit einer neuen Maschine auf dem Flugplatz in Gießen zu einem Mehrtägigen Aufenthalt eingetroffen ist. • Ein kleines Schadenfeuer entstand gestern gegen 18.40 Ahr im Laboratorium deS Chemischen Instituts. Dort war in einem Abzugkanal ein Balkenbrand entstanden, der zum Glück noch rechtzeitig bemerkt wurde Die sofort her- ,beigeeilte Feuerwache entfernte den brennenden Balken und beseitigte damit jede Gefahr. Um 20.07 Uhr rückte die Wache im Depot wieder ein. •• (Ein Militär-Großkonzert findet am kommenden Sonntagnachmittag im Schloßpark- theater zu Marburg statt. Dort werden vier Musikkorps des Jnf.-Regls. 15 unter Leitung des Heeresmusikinspizienten Major Schmidt ('.Berlin) konzertieren. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Berliner Börse. Berlin, 20. Mai. (WTB. Funkspruch.) Im heutigen Frühoerkehr war eine zuverlässige Tendenz infolge großer Geschäftsstille noch nicht zu erkennen. Die Stimmung für Effekten scheint aber weiter freundlich zu sein, wirklich Interesse ist aber wohl nur für festverzinsliche Werte vorhanden. Kurse wurden noch nicht genannt._______________________ Was ist Trocken-Schaumpon? Es ist die einzige Möglichkeit, bei eiligen Gelegenheiten rasch daS Haar au reinigen. Sie brauchen dazu nur Kamm und Bürste und Schwarzkops-Trocken-Schaumpon und die ganze Wäsche dauert nur 3 Minuten. Die grüne Achteck-Dose zu 1 Mark reicht für Monate. 2 Sorten für blondes und dunkles Haar. SUNUCHT Doppel^056 I so-» ’ Normaldose i! SOpfg Gestern wurde unsere Annelore geboren! 3n dankbarer Freude Otto Stumpf und Frau 3rma, geb. Weisel Garbenteich, den 20. Mai 1930 (z. Z. Gießen, Et.-Iosephs-KrankenhauS) 3869 D Gesundes Mädel angekommen! Dr. Gonter und Frau Hilde, geb. Feiger Gießen, den 17. Mai 1930 03357 Der Voranschlag der Gemeinde äesiel- bach für Rj. 1930 liegt vom Mittwoch, dem 21. Mai, ab eine Woche lang, bis einschl. Dienstag, den 27. Mal 1930, zur Einsicht auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Innerhalb dieser Zeit können Einwendungen vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beb zutragen haben. 3870D Hessische Sürgermeifterei Kesselbach. Weber. Kataloge und Prospekte iwertdioBrQhrsche Druckerei Roder F”77 Schleuderhonig nach Dr. Gerson be- ionderö nadrhail u. beillom. Mtuwoch Pfund Mk. L35, 5- u. 10-Psd.-Eimer. Versand nach auSw. DaS richtige oberb- Landbrot «Diensiagu. Freitag) KrauterdauS Schulstratze. Schloßpark-Theater Marburg Sonntag, den 25. Mai 1930, nachmittags 4 Uhr: Militär-Großkonzert ausgeführt von den vereinigten Musikkorps des I. (Hess. Grenadier-) Ball Gießen, des II. (Thür.) Batl. Eisenach, des III. (Jäger-) Batl. Kassel und des Ausbild.- (Hess.) Batl. Marburg des 15. Infanterie-Regiments, unter Mitwirkung des Spielmannszuges des Ausblldungs-Batl. Leitung: Heeresmusikinspizient Major Schmidt, Berlin Sitzplätze: 1. Platz Mk. 200 - 2 Platz Mk. 1.50, - Stehplatz Mk. 0.75. Vorverkauf: Elwertsche Buchhandlung, Reitgasse, ab Montag, den 19. Mai, 10-13 und 15-18 Uhr. 3861D Dr. Meyerhof! verreist am 23, Mai 1930 Vertreter die Herren: Dr. Geyer Dr. Pioch Dr. Steinreich Dr. Stuhl «rso Größte Auswahl in SlNMkl Garten- und Veranda-Möbel tn Holz und Peddigrohr [03378 jnl öenlel, 5ohä 14 b.18 CafeSimend <£Morgen ZMittwotfaßend und Linoleum Drowol bestes Reinigungsmittel Drog.Winterhoff < Kreuzpl. 10 V Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, Darmstadt Bensheim. Dieburg ■■ Erbach ■■■■ Vroß-Seran Heppenhem Offenbach.. Alsfeld--.. Büdingen.. Friedberg.. Vietzen.... Lauterbach. Schotten. . Alzey Singen.... Mainz.... Oppenheim. Worms.... Kinder-Badehosen. - - Badehauben.......' Damen- und Herren- Badeanzüge ........ 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sagen wir allen, auch den Vereinen und dem Herrn Pfarrer für die tröstenden Worte bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise JostWwe. u. Sohn. Gießen, den 20. Mai 1930. Photo-Apparate Vrismenseldgläser, Mikroskope, alte Goldiachen zu kauf, ges. Schr. Angeb. u. 03368 an d. Gn Anz. Speisezimmer sowie Schlafzimmer säst neu, Umstände balber sehr preiswert abzugeben. iwiD Steinstr. 78. in’«®*1 Altersvereinigung 1869—1919 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen Daniel Linker geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir werden dem lieben entschlafenen Alters- k oll eg en ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Gießen, den 20. Mai 1930. ^4 Irische Fische Mittwoch, Donnerstag u. Freitag in blatirischer Ware und starker Eispackung etntreffend: Pa. Schellfische o K., 3 4'/,psünd^ Jßfö. 35 ?, t. Ausschn. 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Bolfeftaal von 1929 93,75 Commerz, und Privat-Bank 11 153,75 — 153.65 153,5 truckzahlb 102%) — —— — Darmstädter und Nationalbank 12 235 — 235 235 Oberhesjen Provinz - Anleibe mil Deutsche Bank und AuSlol.-Rechten 56 - — Disconto-Welellichasl, . . 10 142,75 _ 142 75 142,5 Deutlche Komm. Sammelabl. Dresdner Bank 10 143,5 _ 143,5 143,5 Anleibe Serie > 59 — 59 Reichsbank ...... LB _ 300 300 6 8% Srany Hyv.-Bank Koldvte. XIII unkündbar bis 1934 100 — — — A.E.G......... . 8 172,5 172 5 173 172,5 7% Krankt pyv.-Bank Boldpte unkündbar bis 1932 *Vi% Rhetntiche Huv.-Bank Ltqu. (Bolbpfe. 8% Br- LanveSvtandbrtetanliaU, 94,25 Bergmann........ . 9 188,5 188,5 — — — Elekkr. LieserungSgeleMchast Licht und Kraft 10 10 169 — 159 168,5 158 88,65 - gelten & Guilleaume Gesellschaft für Elektrische IV» 126 — 127 125,25 Pfandbriefe N 17 8% Pr LandeSvfanbbrtefansialt, Komm^Obl. R. 16 7% Pr Landespsandbrietanstalt, Pfandbriefe Si io A.E.G abg. Borkriegs-Obltgatto- neu. rückzahlbar 1932 101 — 100,25 — Unternehmungen Hamburger ElektrizttätS-Werle 10 10 168 — 167,4 140 25 166,5 96,5 — 96,5 — Rheinische Elektrizität . . . Schleitsche Elektrizität. . . . 9 10 _ — 148 167 5 167,6 94,5 97 — 94,5 Schuckert & (So. .... Siemens & Halske ..... 11 16 . 8 196,75 197 252,5 197 254 197 252,5 Lahmeuer L Co.. ..... 10 171 - 171 171 4% Oelterreichticne «Soldrente 4,20% Oellerreichische Silbenente — — 26,7 26,6 Buderus ..... . 0 /0,5 — 70,25 70,5 4% Oelterreichiiche Einheitliche 4,05 3,8 . 6 102 101,9 101.9 101,5 Rente . 8 — — — 4% Ungarische Goldrente 23,65 23,75 — . 8 140 — 140,5 140 4% Ungarilche Staatsrente v. 1910 24 . U 126,5 — 127 126,5 4V,% de-gl von 1918 _ 21 Poesch Elfen. ....... — — 109,75 109,75 4% Ungarische Kronenrenlr 4% Türkische Zollanletbe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1 4% desgl Serie O 5% RumSnilch, vereint). Mente von 1903 2.25 6,5 6,5 6.45 10,01 — 2,25 6,6 — Ilse Bergbau . ...... Köln-Neuellen .... Mannesmann-Röhren ... 10 . 7 . 7 . 7 102 110 — 101 5 107,9 110,5 217 100.5 107,75 110,13 — 6,55 6,5 6,6 Mansselder Bergbau . . . Oberschtet Eisenbedari . , . Oberschlej Kokswerke . . . . 7 . 6 .7 — 80 71,9 111,13 111 63 99 388 J55 16 ,12 25 )72 199 .17 136 l s 12 <9 i TiH 54,5 112,12 2«,U 16,41 168.« 22 01 112,1« 59, 2,445 112, 81, 51.25 12.467 73 2» nt len_____ 58,28 111.« 20.32 16,42 168,00 22,« III. *8,95 2.465 112.03 80,93 51,05 12,407 72,98 SüdwestdeutscherTumverbandimAOT Entscheidungskämpfe in Gießen. 58,545 ?.r H-2 112-51 0,563 ,995 20 391 59,165 12 436 7-g 1:Si 18« 81^ 'ß <191 844 legenem Spiel bis zur Pause 2:0 führte. Infolge Derletzung schieden in der zweiten Halbzeit atnci Mann aus, dadurch war den Steinbergern die Möglichkeit zum Ausgleich und Sieg gegeben. V. f. B. Das Treffen der Alte-Herrn-Mann- schäft gegen Herborn nahm einen überraschenden Verlauf. DsB. trat zwar nur mit Bei Stiihioet Impfung RIC°H BRANDT'5 ÄckweirerpillLN 2 Vorspiel: Tv. 1886 e. v. Trebur — To. Londorf 8:3 (5:0). Anschließend standen sich Trebur, der Main- Rod-Gaumeister, und Londorf, der Zweite des Lahn-Dünsberg-Gaues gegenüber. Trebur konnte bereits nach 5 Minuten durch einen Strafwurf des Rechtsinnen, welcher von dem ersten Der- teidigcr des Gegners ins eigene Tor gelenkt wurde, in Führung gehen. 3n kurzen Abständen folgten dann bis zur Pause durch Rechtsinnen (drei) und Rechtsaußen (ein) weitere vier Treffer für Trebur, denen Londorf nichts entgegensetzen konnte. Rach Mmftellung des Londorfcr Sturmes kam die Mannschaft nach der Pause besser auf und erzielte auch bald durch den Mittelstürmer den ersten Gegentreffer, dem Trebur durch seinen Linksinnen den sechsten folgen ließ. Trebur ließ nun sichtlich etwas nach, .was Londorf stark aufkommen ließ und durch seinen Linksaußen zwei Tore aufholte. Einem prächttgcn Endspurt der Gäste hatte Londorf nichts mehr entgegenzusetzen und mußte sich am Schluffe durch zwei weitere Erfolge der Gäste mit 8:3 geschlagen bekennen. Beim Sieger ragten der Torwart. Mittelläufer und die beiden Innenstürmer hervor. Bei Lon- dori sah man vor der Pause nie eine geschlossene Leistung» während es nach seiner Mmftellung im Sturm nach der Pause merklich besser klappte. Gut waren hier der Linksaußen. Mittelläufer und Torwart. Der Schiedsrichter. Gaulpielwart Drolsbach, leitete gut. Entscheidungsspiel: Trebur — Garbenteich 4:1 (2:1). Zum Entscheidungsspiel traten der Sieger des ersten Spieles. Garbenteich, und der Gaumeister des Main-Rodgaues, Trebur, an. Die Mannschaften zeigten ein wechselvolles Spiel, dessen Ausgang stets offen war. Der iüS 112-03 112-g 10,5g 21-g 20,3-J 4,1475 Ä 0,4975 59,045 ,416 7 3« 73,135 3,035 '8,80 '5,43 4.183 3,836 20,875 entschieden (2:2) an die Spitze 2. Jugendgruppe setzen. Die 3. Jugend Wiesecks verlor gegen die dortige Jugend mit 3:0 Handball, 20j^/ eniir-* w Den Main-Rodgau vertrat Tv. 1886 e. D. Tre- Gau Wetterau Tv. Rieder-Florstadt ft1 Lbe/üLL- sind, torT* Achtung M Wtz Albern. W, bon 3. QL Daj. Lat in Ober- für das 3a')t “ von a“i Eritrn 8' mit L Leis 1 X 3o|. r München. Gebiete des Der« irchenrechts im ßin Leitfaden von ruchenrat beim San- ■ broschiert 3.60 M. Msiadt (515). - Hj, Innung brachten man- Dnrichdez ? Vorschüßen tourten - neue traten hinzu, erficht über das gcl« sm Mangel will die slens zu einem Teil eine lurzgesahte Zu- Mgen Destimmun- in des Derwaltungs- en. Das Düchiein will den fraglichen Dechts- chen Tesehc einführen die derzeitigen wich- leichtern. Verlag von ßloeri in natzeitfchch feilen, men, diesmal im weseni- zewidmet mit Leiirä-en tadt in den letzten Iah estspieljahre und die in le, mit einem aussühn tburger hallenschwimm. , schönste in Deutschland ner berichtet u. a. rlrchiv- ie fürstliche Trust in der ib den Brand des Mater Kürschner über Mar- rieg. als ÜRufilbeilage \ eines Marburgliedes iponiert von ^rvsetzvr Kunsivarts" ('Bet- München) enthält na. iber den begabten, leht« chischen Waler Anton inen Beitrag von Äarl Theater aÜ die Der- ,t zwei Geschichten von 'eine Erzählung von ieberfehung von Henry en vortrefflicher Aal ausführlichen Dericht geschichtliche Quellen« lossen. . ßfi»# SSÄ 3,50 M Dcrlm w K, nochmals zu einem Freundschaftsspiel gegen die ' - - — - - daS Die dritte Jugend war ihrem Gegner, bce Ersten Büblingshausens, in der Ballbehandlung überlegen und gewann mit 2:0. — Ein sehr schönes Spiel zeigte die erste Schülermannschaft in Butzbach, dessen Schuler sie verdient mit 3:1 schlug. $. (5p. D. 1926 Steinbach. Die erste Mannschaft Steinbachs hatte am Sonntag die Ligarcserve des Vereins für Bewegungsspiele Dießen zu Gast und konnte ein in Anbetracht der Spielstärke des Gegners sehr gutes Mnentschieden 1:1 herausholen. Rament- lich im Steinbacher Sturm klappte es diesmal wesentlich besser als früher, obgleich es ihm immer noch an der nötigen Schußkraft fehlt. Daß es kein Zufallsunentschieden war, beweist da« Eckenverhältnis, das 6:5 für Steinbach lautete, dessen Spiel rationeller und auch schneller war, dabei aber durchaus nicht technischer Feinheiten entbehrte, nicht weniger und nicht mehr als daher Gäste, die lediglich iin Zuspiel Besseres zeigten. Die Gäste können mit diesem Resultat noch sehr zufrieden sein, zumal viele Lattenschüsse seitens Steinbachs immer den Erfolg verhinder-r ten. Schiri Enders, Sp.-Dgg. 1900, leitete zufriedenstellend. Handball der 2. Komp , IS. Z. R. Td. Großen-Duseck 1 — 2. Komp. 1 4:8 (2:5). Mit einem schönen Achtungserfolg kehrte am Sonntag die 2./15. aus Großen-Buseck zurück. Es ist allgemein bekannt, daß es in Großen-Buseck den auswärtigen Mannschasten äußerst schwer gemacht wird, zu siegen. Mm so erfreulicher ist es für die Soldaten, daß e- der 2. Kompanie gelang. den Altmeister des Turngaucs Gießen auf eigenem Platze zu schlagen. Beide Mann- schäften spielten mit je einem Mann Ersatz. Handball im Männerturnverein (D.T). Io. Heuchelheim I — Mtv. Gießen II 3:9 (1:6). Am Sonntag weilte die zweite Mannschaft des Gießener Männer-Turnvereins als Gast bei der ersten de- Turnvereins Heuchelheim. Was niemand erwartet hatte, trat ein: die Heuchelheimer Platzmannschaft mußte sich mit einer hohen 9:3-Äiederlage geschlagen bekennen. Arbeiter-Turn- und Sportbund. wieseck Ib — Burkhardsfelden I 8:1. Während Wieseck durch zwei Spieler seiner ersten Mannschaft verstärkt antrat, sah man die Gegenseite mit Ersatz antreten. Vom Anstoß ab dominierte Wieseck. Der sehr gute Hüter der Gäste mußte reich- liche Arbeit leisten. Die wenigen Durchbrüche der Gäste endeten alle an der sicheren Abwehr der Verteidigung der Einheimischen. Trotz der sehr guten Abwehr des Hüters der Gäste konnte Wieseck in gleichmäßigen Abständen achtmal erfolgreich sein, dem Burkhardsfelden gegen Mitte der zweiten Halbzeit sein Ehrentor entgegensetzte. Vorher hatte die 1. Jugend der Einheimischen die zweite Mannschaft Wißmars zu Gast und fertigte die Mannschaft mit der hohen 16:l-Niederlage ab. Annerod I — Fronhausen I 0:2. Fronhausen war in Annerod zu Gast. In einem schonen, ausgeglichenen Spiel führten die Gäste bereits bei Halbzeit mit 2:0 Toren. Nach Seitenwechsel gingen die Einheimischen stark aus sich heraus, konnten aber an dem bestehenden Resultat A. Handball 1.Vorspiel: Garbenleich — Rieder-Florstadt 5:2 (4:1). Das erste Spiel wurde zwischen dem Gau- meister des Gaues Lahn-Dünsberg, Garbenteich, und dem Gaumeister des Gaues Wetter- au, Ri c d e r - F l o r st a d t, ausgctragen. Die Mannschaften lieferten sich ein hartes Spiel, bei dem Garbenteich stets die Führung hatte. Acht Minuten nach Beginn stand das Spiel 3:0 für Garbcnteich. Rach Wiederanwurf gelang Rieder- Florstadt ein Durchbruch, der durch den Linksaußen den ersten Treffer einbrachte. In der 25. Minute konnte der Halblinke Garbenteichs nochmals einsenden. Rach der Halbzeit konnten beide Gegner noch einmal siegreich fein._ Das Ergebnis 5:2 entspricht dem Stärke Verhältnis beider Mannschaften. Der Schiedsrichter, Gauspielwart Hahn (Main-Rodgau) leitete unparteiisch, war dem Spiel aber nicht ganz gewachsen. Leichtathl'Mer Mnnschasts- mehrlamps in Gießen. Die sporttreibenden Gießener Behörden und Verbände haben unter sich einen leichtathletischen Manns cha ftSrnehrkarnpf vereinbart, der am morgigen Mittwochabend auf dem V. f. B.-Sportplah ausgetragen wird. Die Durchführung liegt in den Händen des Bataillons. Es beteiligen sich je eine Mannschaft der Mni- verfität, dcS Bataillons, des Mtv., des Tv. 1846, der Spielvereinigung 1900 und des D. f. D. Als Wettbewerbe sind vorgesehen: 1OO Meter, 800 Meter, 5000 Meter, Hochsprung, Weitsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, Diskuswerfen, 4xlOO-Meter- und 4xl500-Meter- Stasscl.^Zu jedem Wettbewerb werden je zwei Teilnehmer, zu jeder Staffel je eine Mannschaft gestellt. Der Sieger wird nach Platzwertung ermittelt, so daß jedesmal der Erste 2, der Zweite 2 usw. Punkte erhält: das Ergebnis der Staffeln wird verdoppelt Der jeweilige Stand des Punktunterschiedes wird nach jedem Wettkampf bekanntgegeben. Voraussicht- lich werden in kurzen Strecken und Staffeln die Sportvereine und Universität führen, während in den Sprüngen die Turner gutes Material besitzen. Das Bataillon hat seine besten Vertreter in den Würfen und in den langen Strecken. Eine Vorschau im einzelnen läßt sich nicht geben, da die Kräfte infolge der frühen Jahreszeit und des neuen Zuwachses der Universität nicht genügend bekannt sind. Auf jeden Fall ist guter Sport zu erwarten, da die besten Leichtathleten, die Gießen zur Zeit aufzu- weisen hat, in den Kampf treten. Obwohl der Wettkampf als interne Veranstaltung gedacht ist, der lediglich den Zweck hat, für die Besten der Vereine eine Vorbereitung für die Wettkampfsaison und für den Sport einen Weg zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehung nach der kürzlich erfolgten Einigung zu bilden, wird er öffentlich ausgetragen. PofaUurnier in Wehlar. Anläßlich seines 25. Stiftungsfestes veranstaltet der Wetzlarer Sportverein ein Pokalturnier, an dem sich vier Liga-Mannschaften beteiligen. Die erste Paarung führt am heutigen Dienstagabend die Liga 1900 s mit der vom Sportverein Ehringshausen (Kreis Wetzlar) zusammen, während am Donnerstagabend der sestgebende Verein einer anderen Ligamannschaft (vorgesehen ist V. f. B. Gießen) entgegentritt. Die Sieger aus beiden Spielen bestreiten am Samstagabend in Wetzlar das Schlußspiel um den wertvollen Pokal. Die Aussichten 1900’3 in diesen Spielen sind keine rosigen, da die Mannschaft in ganz kurzer Zeit überraschend viel Spieler-Ausfall durch Verletzungen hatte. Der Sieger wird erst mit dem Schlußpfiff deS Schiedsrichters feststehen. Reben einem Fußballturnier und leichtathletischen Wettkämpfen veranstaltet der Wetzlarer Sportverein anläßlich seines 25. Jubiläums in dieser Woche auch ein Handballturnier. Die Bewerber um den Pokal sind Tv. Wetzlar, V. f. L. Wetzlar, Polizeisportverein Butzbach, Tv. 1846 Gießen und Gießen 1900. Morgen (Mittwoch) abend haben die 1900er in Aktion zu treten, und zwar stehen sie sogleich dem Favoriten, nämlich den Butzbacher Polizisten, gegenüber. Bei diesem gut eingespielten und energischen Gegner ist den Gießenern keine Sieges- chanee einzuräumen. Cs bleibt nur zu erhoffen, daß sie sich ehrenvoll aus der Affäre ziehen. Reitertag in Grünberg. 4- Grünberg, 18. Mai. Zu einer großen Veranstaltung gestaltete sich der von den ober« hessischen ländlichen Reit- undFahr- Vereinen am heutigen Sonntag hier abgehaltene »Tag des Pferde s". Verbunden war damit ein Stern st af ettenritt der ober- hessischen Reitervereine durch die ganze Provinz mit dem Endziel Gründer g. Aus 17 Städten Ober Hessens und Hessen-Rassaus: Hungen, Ridda, Büdingen, Hanau, Reichelsheim, Friedberg, Bad- Rauheirn, Butzbach, Lich, Gießen, Marburg, Homberg, Kirtorf. Alsfeld, Lauterbach, Schlitz und Schotten überbrachten Reiter Mrkunden nach hier. Jeder Reiter hatte 3 Kilometer zu reiten, für welche Strecke vier Minuten, im gebirgigen Gelände fünf Minuten festgesetzt waren. Pünktlich zur festgesetzten Zeit, um 12 Mhr, trafen die ersten Mrkunden ein, denen in kurzen Abständen die übrigen folgten. Auf dem Marktplatz, der. wie auch die Straßen der Stahl, mit den von Der Gallmarktskommission zur Verfügung gestellten Wimpeln im farbenfrohen Flaggenschmuck prangte, war mittlerweile eine große Zuschauermenge zusammengeströmt. Cingeholt mit Musik rückten kurz vor der Mittagsstunde die einzelnen Reiterabteilungen unter Vorantragen ihrer Standarten ein und nahmen in zwei Gliedern Aufstellung. Es waren die Abteilungen Grünberg, Weitershain, Lich, Rieder-Ohmen, Großen-Buseck und Reiterklub Gießen, im ganzen nahezu 1OO Leiter. In zwei prächtigen Biererzügen erfolgte dann die Auffahrt des Landesverbands-Vorsitzenden, Landstallmeisters a. D. Schorke, unt des jetzigen Landstallmeisters, Majora.D. Hertel, welche, mit Ehrenbezeugung empfangen, die Front der Abteilungen entlang fuhren. Don einem Fenster des Sitzungssaales des Rathauses hierauf Beigeordneter Keller, der sich daselbst mit dem Gemeinderat der Stadt versammelt hatte, den Reitervereinen einen herzlichen Wlllkommgruß der Stadt, der Veranstaltung einen guten Verlauf wünschend. Er schloß mit einem Hoch auf das Vaterland, dem das Deutschlandlied folgte. Ein anschließendes Platzkonzert, das von der hiesigen Feuerwehrkapelle in flotter Weise gegeben wurde beendete die Veranstaltung auf dem Marktplatze. Die Reiterabteilungen brachten hierauf ihre Pferde in die vom Quartierausschuß befassten Stallungen, um sich nach kurzer Mittagspause zur Fortsetzung der Veranstaltung wieder in der Turnhalle zu einer Festvcriammlung zu treffen, die sich eines überaus starken Besuches erfreute. Rach einem Cröffnungsmarfch hieß der Vorsitzende des oberhessischen Provinzialverbandes. Rittmeister a. D. Leipold (Münzenberg), die Abtellungen willkommen, besonders begrüßte er die Vertreter des ßanbed- verbandes. der Reichswehr aus Gießen und War- bura, des KreiSamts Gießen, der Landwirt- schastskammer und der Stadt Grünberg. Es erfolgte dann durch Graf von Bredow (Altenburg) die Verlesung der durch die Stafetten überbrachten Mrkunden von den eingangs erwähnten Städten, deren Inhalt unter Bezugnahme auf den heutigen „Tag des PferdeS" auf die Bedeutung der Pferdezucht hinwieS und der Veranstaltung einen guten Verlauf wünschend Grüße und Glückwünsche entbot Mnterzeichnet waren fic von den Bürgermeistern der StäDtc, einige Mrkunden rührten auch von entfernt liegenden Reitervereinen her. Hervorzuheben dürfte sein: daß besonders die Mrkunde der Stadt Ridda durch ihre feine poetische Form allgemeinen Beifall sand. Die Mrkunden wurden später dem Beigeordneten Keller in die Obhut der Stadt übergeben und sollen dem städtischen Archiv einverleibt werden. Reben den vielen eingelaufenen Glückwunschtelegrammen aus den verschiedenen Orten der Provinz war auch eins von der ostfriesischen Reitschule in Leer eingegangen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag des Landstallmeisters Major a. D. H e r - t e I über „Die Be deu tung des Pferdes für die deutsche Wirtschaft', der mit Beifall ausgenommen wurde. Musikvorträge der Feuerweyrkapelte, darunter besonders schneidige Märsche, ferner Einzelchöre und ein gemeinsamer Chor der beiden hiesigen Gesangvereine trugen wesentlich zur Verschönerung der Feier bei. Weitere Ansprachen hielten noch Landstallmeister a. D. Schörke, ferner Oekonomierat Breidenbach (Dorheim) für die Landwirtschattskam- mer, und Postinspektor Carle, der Vorsitzende des Grünberger Reitervereins. Spielvereinigung 1900 Gießen. Der 18. Rkai war für die Spielvereinigung 11900 ein Tag der unentschiedenen Treffen, denn neben der ersten Iugendrnannschaft spielten sämtliche Seniorenmannschaften unentschieden. Das Hauptspiel, die Begegnung der Liga- Mannschaft 1 9 00s mit der süddeutschen Oberligamannschaft des 1. Fußball-Club Langen bei Darmstadt mußte infolge heftigen Gewitterregens vorzeitig beendet werden. Die Gäste enttäuschten mit ihren Leistungen. Sie konnten sich nicht zu denen des Vorspiels aufschwingen, woran wohl in erster Linie der Weggang der beiden besten Spieler schuld sein mag. Aber auch sonst war die Mannschaft diesmal schlecht disponiert. Eine Ausnahme machte der Torwart A n t h e s. Seinen famosen Abwehrleistun- gen verdanken die Gäste das Mnentschieden. 1900 war in der ersten Spielhälfte stets tonangebend und stark feldüberlegen, konnte aber trotzdem zu keinem Treffer kommen, obwohl diese öfters in greifbarer Rähe lagen. Rach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ausgeglichen, da gchsichten. Gemeinden, n 21. M esse. zehn Mann an, war aber im übrigen in sehr starker Aufstellung. Herborn zeigte eine unerwartet gute Spielweise und verstand die zah- Geaners geschickt n bald mit 2:0. sich bei den Gießenern schon von kurz vor der Pause ab Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten. Das Fehlen von Katz, Heilmann und Best nahm den Einheimischen etwas von der Durchschlagskraft, da die Ersatzleute auf den Flügeln nicht schnell genug waren und auch zu ungenau flankten.' Die größte Chance zum Gewinnen vergab der Gießener Halbrechte Zeller, da er eine Flanke des Linksaußen allein und frei vor dem Gäftetor direkt nahm, statt zu stoppen und den Ball dadurch aus noch nicht fünf Metern Entfernung daneben schoß. Der plötzlich auftretende böige Westwind wurde den Gästen ein guter Bundesgenosse, und die Gießener Läufer und Verteidiger mußten sich zäher in- Zeug legen. Der heftige Regen zwang dann zum frühzeitigen Spielbruch. Das Eckenverhältnis war 4:2 für Gießen. Ein Sieg 1900s mit drei bis vier Toren wäre auf Grund der großen Mebcrlcgcn- heit verdient gewesen. Bei den Hiesigen war die Läuferreihe in Hochform, trieb allerdings mehrmals unnötige Mebertombination. Das Spiel der Ligareserve gegen Grün- bergs erste Elf endete 1:1. Auch dieses Tressen wurde wegen Regens zeitweise unterbrochen. Bei Wiederbeginn trat 1900 nur noch mit 10 Spielern an. Der Torwart war ersetzt. Die Gäste machten sich die zahlenmäßige Mnter- legenheit der Gießener zunutze und drängten sehr auf den Ausgleich (bis dahin führte die Spielvereinigung 1:0), der auch kurz vor dem Abpfiff gelang. Don beiden Parteien wurde nicht viel geboten. Auch das vorhergehende Spiel, 1900s dritte Mannschaft gegen Grün berg« zweite Elf, endete unentschieden (1:1). Die Parteien waren gleich stark. Die bessere Technik der einen ersetzte die andere durch größeren Eifer. Wie bei der Ligareserve — I. waren auch hier die Schlußleute auf der Hut und liehen weitere Erfolge nicht zu, obwohl die Stürmerreihen große Anstrengungen zur Aenderung deS Resultates machten. Die „Alten Herren" unterlagen am Samstagabend beim Iubiläumsspiel in Wetzlar erstmals 3:1. Den Gießenern sehtten gerade die Besten in der Mannschaft. Der zahlreiche Ersah konnte die Mannschaft nicht so stark machen, daß sie dem forschen Spiel der Wetzlarer erfolgreich Widerstand leisten konnte. Die L3 u g e n Z> weilte als Gast in Wetzlar und nahm dort an den Iubiläumsspielen des Sportvereins Wetzlar teil. Die 1. Jugend dieses Vereins leistete tapferen Widerstand, konnte es aber nicht verhindern, daß 1900 nach überlegenem Spiel bald 1:0. in Führung ging. Durch einen zweifelhaften Treffer erzielte Wetzlar in der zweiten Halbzeit den Ausgleich. Bald darauf mußte das Spiel wegen des Mnwetters abgebrochen werden. Die 3. Jugend kam von Steinberg mit einer 3:2-Riederlage heim, trotzdem sie nach über- bet der Pause sogar mit 3:0. Die inzwischen komplettierte Plahelf mußte ihre Hoffnung, nun daS Resultat zu verbessern oder sogar zu ihren Gunsten zu gestalten, schon kurz nach Wiederbeginn ausgeben, da der Schiedsrichter daS Tressen des Mnwetters wegen abbrach. Die erste Iugenomannschaft fuhr am SamStag nach Hopfgarten bei Alsfeld, um gegen die Fügend des dortigen Sportvereins eine Rückspielverpflichtung einzulösen. Insolgs beruflicher Verhinderung mußten mehrere Spieler erseht werden. Der körperlich kräftigere Gastgeber war im Feldspiel nicht besser alS VfB., aber in der Ausnutzung gegebener Torchancen geschickter und gewann 5:3. — Sonntags sollte die erste Iugendels ursprünglich der gleichen des Alsselder Sportvereins ebenfalls ein Rückspiel liefern. Dieses Treffen kam jedoch nicht zustande. Dafür traten die VfB.er am Sonntag Spiel gegen nicht Kamps wogte immer von der einen Feldseite auf die andere. In der siebenten Minute gelang es dem Halblinken Treburs nach einem flotten Angriff, das Führungstor zu erzielen. Rach Reuanwucs spielte Garbenteich etwas überlegen, verpaßte aber manche Gelegenheit, den Ausgleich herbeizusühren. Mancher Ball ging handbreit über die Latte oder an den Seitenpfosten vorbei. Die Bälle, die gut aufs Tor gegeben wurden, waren meist nicht scharf genug und wurden vom Torwart gehalten. Erst in der 25. Minute gelang es dem Halblinken Garbenteichs, durch eine leichte Täuschung des Torwarts den Ausgleich zu erzielen. Drei Minuten später aber brachte der Halbrechte des Main—Rodgau-Meisters die Führung wieder an Trebur. Bei einem Stande von 2:1 für Trebur wurden die Seiten gewechselt. Rach Halbzeit sah man das selbe offene Spiel wie vorher. Trotzdem machte sich eine leichte Meberlegenheit Treburs bemerkbar. In der 13. Minute gelang es Trebur, Garbenteichs Verteidigung zu überspielen, und dies brachte das dritte Tor für Trebur. Das Tempo ließ dann langsam etwas nach. Die Mrsache dafür war der einschende Regen, der den Rasen glatt machte, und außerdem merkte man den Spielern an, daß sie schon ein Spiel ausgetragen hatterr. Drei Minuten vor Schluß fiel durch den Mittelstürmer Treburs mit einem Wurf aus einer Entfernung von 30 Meter das vierte Tor für Trebur, ein Tor, das der Torwart unbedingt hätte hatten müfsen. Die Mannschaften waren, im ganzen betrachtet, fast gleichwerttg. Der Sieg Treburs ist aber verdient. Bei Trebur gefielen besonders der Torwart, der rechte Verteidiger, der Mittelläufer und das Mitteltrio des Sturmes. Bei Garbenteich hoben sich die Außenläufer, besonders der rechte, und der Sturm hervor. Dieser arbeitete gut zusammen. Trebur war fangsicherer und etwas gewandter. Im übrigen wurde flott und fair gespielt: es war ein Spiel, das allgemein gefallen konnte, wenn man es auch nicht als ein Handballspiel in höchster Vollendung bezeichnen konnte. Der Schiedsrichter, Derbandsspielwart Heil, Allendorf a. d. Lda., leitete peinlichst genau und sehr objektiv. Fausibatl: Trebur — Garbenteich 60.41 (32:19). Das diesjährige Faustballentscheidungsspiel stand spieltechnisch auf geringer Höhe. Mangelndes Training und mangelndes Verständnis machte sich bei jeder Mannschaft geltend. 3m Feldspiel ungefähr gleichwerttg. verzeichnete der Dorderfpieler von Garbenteich durch Konstanze. Roman von Karl Heinz Voigt. Urheber-Rechtsschutz Bering Oskar Meister, Werdau. 16. Fortsetzung. Nachdruck verboten. 5. „Wie? Sie werden heute nicht mehr kommen, Herr Emmerstorff? Wie schade! — Geschäfte sagen Die? — Nun, ich muh es wohl glauben", rief Zulia Koromitzkh in den Apparat. Ludwig Warburg stand dabei und hörte mit eifersucht- zcrwühlten Mienen den Berlauf des Telephon- gesprächs an. Ia, ich bin allein, Herr Emmerstorff" — Ludwig Warburg verzog den Mund. — „Gut! — Schicken Sie morgen nachmittag vier älhr den Wagen. — Sa, ich fahre mit. — O, danke sehr, es geht mir ganz vorzüglich. — Also auf morgen!" — Suita legte den Hörer auf die Gabel und ging mit tänzelnden Schritten zu dem in der Ecke des eleganten Zimmers stehenden Diwan. Sie warf sich auf die vielen bunten Kissen, kreuzte die Arme unter dem Kopf und schielte zu Ludwig Warburg hinüber. „Das muh man sagen, dieser Emmerstorff läßt sich nicht lumpen", meinte er, indem seine Blicke durch den großen Raum wanderten. „Diese Wohnung kostet gut zweihundert Mark im Monat." „Entschuldige, dreihundert Mark", warf Sulia leicht hin und begann spielerisch ein Lied zu trällern. Warburg zerbiß das Mundstück seiner Zigarette zwischen den Zähnen. Se länger er die in dem violettseidenett Kimono lässig daliegende Sulia betrachtete, desto höher stieg die Flamme der Eifersucht in ihm empor. „Er bezahlt gut", sagte er und begann durch das Zimmer zu schreiten. Seine Schritte waren groß und unbeholfen. Die dicken Teppiche verschlangen jeden Laut. So mutete es an, als liefe ein wütendes, machtloses Raubtier in seinem Käfig auf und ab. „Du bist in kurzer Zeit sehr weit gekommen, Sulia. Du haft Talent, eine große Dame zu werden. Das muß dir der Reid lassen. Du hast eine Kammerzofe, ein Automobil, eine Wohnung von vier fabelhaften Zimmern, einen Baderaum mit allem Komfort. Was wünschst du noch mehr?" fragte er und nagte dabei an seiner Unterlippe. Er vermied es, sie anzublicken. Er fürchtete sich wohl selbst, Sulia könnte ihm seine Gefühle vom Gesicht ablesen. „Was ich mir noch wünsche?" wiederholte sie seine Frage. „Sch will eine Berühmtheit werden beim Mm, verstehst du?" Sie kniff die Augen etwas zusammen und betrachtete ihn neugierig. Er schlug ein unflätiges Lachen an. „Du hast den Größenwahn, Sulia. Sst es dir noch nicht genug, die Geliebte eines Lothar Emmerstorff zu sein? — Gr ist einer der reichsten Männer Berlins." Augenblicklich stand sie auf den Füßen. „Wer sagt dir, daß ich seine Geliebte bin?" Der violette Kimono knisterte. Shr rotes Haar sprühte Funken. Sie bot ein Bild gleißender Farbenpracht. Er erschrak, zuckte die Achseln und setzte seine Wanderung fort. Schließlich blieb er vor einem kleinen Tischchen am Fenster stehen. Es war ein echt japanisches Schnitzwerk von höchstem Wert. Ein rotes türkisches Deckchen lag in anmutigem Faltenwurf darüber. Er befühlte die Stickerei, kehrte die Decke um und konstatierte: „Echt!" Sulia hatte sich wieder auf dem Diwan niedergelassen. Der drohende Ausdruck in ihrem Gesicht hatte einer großen Gleichgültigkeit Platz gemacht. Sie betrachtete unauffällig Warburg mit geringschätzigen Blicken. — Was war ihr dieser Mensch dort, von dem sie vor etwa zwei Monaten noch geglaubt, daß er zu ihr gehörte? — Er war in ihren Augen, seitdem sie Emmerstorff kannte, eine vollständige Rull. Sie fand seinen Gang viel zu unelegant. Seine Figur war zu klein, zu unmännlich, das ganze Gesicht zu weich. „Er ist eine Puppe", dachte sie. „Eine Puppe mit rollenden Augen und fletschenden Zähnen. Eine Puppe, die keinem Menschen etwas zuleide tut. Er kann nur drohen, aber all seine Drohungen sind Schreckschüsse." — Sie verglich ihn ganz unwillkürlich mit Lothar. „Shm fehlt auf alle Fälle der Schwung und die Großzügigkeit dieses Mannes", dachte sie verächtlich. — Ein Gedanke belästigte sie jetzt. Wie hatte sie vor diesem Menschen gezittert! Wie hatte sie seine Auftritte, die den grundlosesten Eifersüchteleien entsprangen, gefürchtet! Sie verstand plötzlich nicht, wie dibser Mensch dort so viele Sahre hindurch eine solche Macht über sie ausgeübt hatte. Seitdem sie unter Emmerstorffs Schuh stand, konnte kein noch so drohender Blick von ihm sie mehr aus der Fassung bringen. Ludwig Warburg zündete sich eine Zigarette an. Er warf sich in einen Sessel und starrte zu Sulia hinüber. Verführerisch sah sie aus. Shr Mund war rot und lockend, trotzdem er heute nicht gefärbt war. — Ein maßloser Grimm gegen den Mann, der ihm diese Frau entreißen wollte, schwelte in ihm. Er würde diesen Mann an seiner wundesten Stelle zu treffen wissen, das schwor er sich in dieser Stunde zu. Er erhob sich, warf die ^Zigarette in den Aschenbecher und kam an ihr Lager. Sie sah ihn aus großen, fragenden Augen an. Er beugte sich über sie, neigte sein Gesicht dem ihren zu. Sie streckte abwehrend ihre weißen Hände gegen ihn aus. Es war eine Gebärde, als wolle sie ihn von sich stoßen. Er fuhr zurück und lachte laut: „Ah! Die Freundin eines Lothar Emmerstorff ist tugendhaft geworden." Die Augen funkelten zornig. „Sch habe nicht die Absicht, mit dir zu streiten', entgegnete sie und pfiff ein paar Takte eines Schlagers. „Du spielst die Rolle der großen Dame brillant, Sulia", höhnte er. „Es fehlt nur noch, daß du das Mädchen rufst und mir die Tür weist." „Das nicht", lächelte sie. „Wir wollen erst eine Tasse Tee trinken. Aber nachher muß ich dich in der Tat bitten, zu gehen. Sch habe mir von Ra- talie das Bad richten lassen." Ludwig Warburg stellte sie sich vor: Mit duftenden Essenzen würde sie ihren Körper salben. Sie musterte ihn scharf: „Du siehst übrigens gut aus. — Reu eingekleidet, wie? Es geht dir wohl gut jetzt?" — „Man bezahlt mich meinen Leistungen entsprechend", erwiderte Ludwig großartig. Sulia lächelte in sich hinein. „Dieser Emmerstorff gibt nichts umsonst", fuhr er mit zuckendem Munde fort. „Für diese Stelle habe ich dich hingegeben." „Ludwig!" „Sst es nicht so?" Sie schüttelte den Kopf und wußte nichts zu antworten. „Er tut nichts umsonst. — Du willst doch nicht etwa sagen, daß dies alles" — er machte eine weitausholende Gebärde, — „was er dir geschenkt hat, umsonst ist? — Du leistest ihm Gegendienste?" „Wie meinst du das?" „Er hat keine Frau mehr. Man sagt, sie sei ihm davongelaufen. Er hat Ersatz gefunden." Sulia fühlte die Demütigung dieser Worte. Aber sie war viel zu unlustig, diesen Mann, der in ihren Augen kein Mann war, mit harten Worten zurechtzuweisen. Sie hatte den Wunsch Warburg klein zu sehen, ganz klein und bescheiden. „Er wird mir noch mehr schenken. Wenn ich es will, baut er mir ein Schloß in Grünewald." Ludwig Warburg blickte sie mit leeren Augen an. Dann kam ein Glanz des Spottes in diese Augen. „Phantasie hast du genug, Sulia.“ „Es liegt auch ganz in meiner Hand, ob du durch Emmerstorff eine bessere Position bekommst", fuhr sie unbeirrt fort. „Er hat momentan die Absicht, ein großes LIntemehmen zu gründen. Sch dachte da an dich. Es ist immer gut, man hat Fürsprecher. Man kann schnell um seine Stellung kommen." Warburg wußte ganz genau die Anspielung aus diesen Worten zu hören. „Sch brauche keine Protektion. Es gibt allerdings Menschen, die alleine zu nichts kommen." „Das habe Ich auch gesunden. — WaS wärst tret jetzt ohne Lothar Emmerstorff I?“ Er sah sie unsicher an. Sein Gesicht verzog sich, er wollte etwas entgegnen und schwieg. Die Zofe brachte den Tee. Sulia rückte einen runden Tisch näher an ih< Lager, richtete sich halb auf und goß das duftende Getränk ein. Währenddessen starrte Ludwig ohne Unterlaß auf ihre Hände. Die Rähe dieser Frau berauschte ihn, lieh ihn mit Bitterkeit empfinden, daß er Sulia glühend liebte. Er liebte sie jetzt vielleicht mehr als je. Aber ohne jede Hoffnung war seine Liebe. — Smmer weiter glitt Sulia von ihm fort. Er wußte, er konnte sie nicht mehr halten. Sie wurde ihm entrückt. — Aber noch < war nichts zu spät. Es gab zwei Mittel, sie Emmerstorff zu entreißen. Diese Mittel hießen: Bitte und Gewalt. — Das Bluj^stieg ihm ms Gesicht, wenn er die Möglichkeit näher betrachtete, Lothar Emmerstorff zu betteln: „Gib mir diese Frau wieder. Für dich, der du schier unerschöpflichen Reichtum dein eigen nennst, ist jede Frau der Welt erreichbar. Rur nimm mir diese nicht. Sch habe nichts anderes, als sie." — Er mußte wahnsinnig fein, mit diesem Gedanken überhaupt nut zu spielen! Er ging schon den richtigen Weg. Sulia würde ihm zwar für immer entrissen sein, aber einen Triumph gewann er. Dieser verhaßte Emmerstorff sollte sie nicht mehr besitzen. „Rimmst du Zitrone oder Rum?“ „Zitrone, wenn ich bitten darf." Sulia plauderte lebhaft und unbefangen. O, sie war eine große Schauspielerin. „Zucker?" „Danke!" Er nahm ihr die Schale ab. Der Löffel klirrte leise an seiner Tasse. Die Hände zitterten ihm. „Sahne gefällig?" „Danke, nein!" Sie erzählte aus ihrem Künstlerleben. Ludwig Warburg trank seinen Tee und machte ein galliges Gesicht. Sie sah wohl seinen verstörten Ausdruck, ließ sich aber dadurch ihre Laune nicht verderben. „Suita“, fragte er endlich und sah sie gequält an. „Willst du mir nicht heute eine Freude machen?“ „Aber gerne! — Was ist es denn?“ fragte sie immer noch lachend. „Komme mit mir in die neue Revue.“ „ Ausgeschlossen I" Shr Lachen verschwand. „Du hast doch nichts vor?" Die Frage klang lauernd. „Rein! — Sch werde meine Rolle durchgehen.“ „Wie du willst! Sch bin dir eben absolut nichts mehr." (Fortsetzung folgt.) FVTrtA JFE M E QU AL ITATj OeffentlicherVortrag über das aktuellste Thema der gesamten Kultur weit: Die wunderbaren Heilerfolge mit Hochfreqnenz nnd deren wlwsen» nchuttl. Beweis durch Professor v. Wendt. Im Lichte des Berliner Sensatlone- Prozess. Zeileis geg. Prof. Lazarus. Die aufsehenerregenden Ergebnisse auf dem Physiologenkongreß in Boston. — Immer größere und segensreichere Möglichkeiten eröffnen sich und wird dieser Vortrag Aufklärung bringen über die Grundlagen der aufsehenerregenden Heilerfolge, selbst in verzweifelten Fällen von Gicht, Rheuma, Ischias — Asthma, Nerven- nnd nervösen Leiden — Lähmungen, Harnkrankheiten, Frauenkrankheiten, Krampfadern — Hautkrankheiten usw. Eintritt frei! Unter 21 Jahren kein Zntrittl Männer und Frauen! Versäumen Sie diesen hochwichtigen Vortrag nicht, der Kranken den sichersten Weg zur Gesundheit und Lebensfreude, Gesunden die Mittel zur Erhaltung ihrer Arbeitskraft zeigt. ü Hochinteressante Demonstrationen!! Der Vortrag find, statt: Dienetag. 20. Hal, abends 8 Uhr, im Hotel Bayer. Hof. Referent: W. R. Ballast, med. Drg. 3872 V Thalysia-Hygiene-Korsett-Artikel Thalysia-Reform-Schuhe Gummilose Strümpfe gegen Krampfadern und Ermüdung Besuch und Auskunft unverbindlich Frau Gustel Schlumberger Ludwigsplatz 14, I. Stock Kein Laden! Tel. 4174 Haltestelle der Straßenbahn, rote Linie 3877V Theater-Cafe Ernst Ludwig Morgen, Mittwoch, 4 Uhr Tanz-Tee Abends: Dunkler Anzug erbeten. 03376 AllgememeOrtskranken- kaffe Gießen-Giadt Die rückständigen Beiträge zur Kranken-, Arbeitslosen- und Invalidenversicherung für den Monat April 1930 können noch bis zum 28. d. M. bezahlt werden. Rach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung u. evtl. Beitreibung. Die Einzahlung kann tägl. außer Samstags bet unserer Kaffe von 9—1 Llhr oder auf^rnser Postscheckkonto Amt Frankfurt a. M. Ar. 10833 erfolgen. Gießen, den 19. Mai 1930. Der Rechner: Hinkler. 3865V '.'S' brinäe iti I dieser Woche 14'L Je Pfeffer Marktplatz 6 Spezialhaus für Damen - Bekleidung _______________________ 3641A □n ।—— Bitte nreiri , Versuch’ es mit Kruschen! Du wirst staunen und bald froh sein, es probiert zu haben! Unübertroffen und geradezu fabelhaft! Frau Tilly Sah . . .. Frankfurt am Main, schreibt am 19 MÄra 1930 wörtlich wie folgt: Auch ich muß mich den vielen Lobpreisungen Uber Neo-Kruechen-Salz anschließen und kann Ihnen bestätigen, daß ich über die Wirkung desselben einfach verblüfft bin. Seit J4 Jahr nehme ich Neo- K ruschen-Salz, mit dessen Erfolg ich außerordentlich zufrieden bin, — wie neugeboren komme ich mir vor und werde nun stete und ständig mich an Neo- Kruschen-SaJiz halten. Unzähliges habe ich schon versucht, — aber Neo-K rusohen-Salz ist unübertroffen und geradezu fabelhaft. Jedem, der an irgendwelchen Uebeln, seien diese klein oder groß, leidet, die das Allgemeinbefinden stören, rufe ich zu: Versuch’ es mit Kruschen und Du wirst staunen und bald froh sein, es probiert eu haben! Wenn ich auch erst % Jahr die Kruschen- Kur mitmache, so kann ich doch obiges mit gutem Gewissen behaupten. Das Salz habe ich schon einem großen Bekanntenkreis empfohlen. . . . gez. Unterschrift. (Originalschrelbon liegt vor und kann eingeecheo werden.) Beginnen Sie noch heute mit Krusten Es bedeutet für Sie: Elastimtät, körperliche und geistige Frische sowie gutes Allgemeinbefinden und frohe Stimmung. 1 Originalglas reicht für hundert Tage und kostet 8 Mark in Apothekern und Drogerien. Aber hüten Sie eich vor angep ries enen Nachahmungen mit ähnlich klingendem Namen. Achten Sie auf die gelb-schwarze Packung und den Namen , Neo-K rusohen-Salz“. Kruschen genießt internatio- ' Ruf ''Kein T-and der Erde ohne Kruschen. WWW 3874 V $ eppiche ■ deutscheQualir. ■ liefert ohne Anzahlung in ■ 12 Monatsraten ' ■ Teppichhaus Orient ■Frankl. M.Zeil25 lErb.Sie unverb. IBertreterbesuch Den Holzwurm im Gebälk u. Möbel lötet altbewährtes chem. Mittel. ,Rapid“ 1V0-S-Flasche 1.50. Slaikcrallee 18, pt. HHHMMH Endlich keine Hühneraugen mehr! 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( Ealmette eine Lübeck durch lichen 3tt>W Sie Deiteri JnMvssauf' persönlicher Direktor des beck, erfolgt zu den 3m, Tierversu 3m ganzen fi: AM M btd ein To kungen uni front, iDotou1 auslchwMun verständigen 1 Todesfälle bi dinate Tube zeynLäng berhilole gef ßrhanlungtn einzelne der ( Aatur. Snbe führen Umfaffend Falls 2erf< die beton tu zur Rechel Mai 192" new Zur ^eichsgesun den Stands weitere aller neuere: Menen De Verfahren, I verwandt tv Umfange erfc . ®er -Berte M) fühi IQ m m e n g । Alltur° und Ditleidenschc uuf einigen ( Wgttoorh dentensch A trostlos, tott ru N , Ab»- Sol Anhang Mvon eine L°ugesp S? Sedlai Mengen fe^beln ’»n in ?u'kbunn h Q.UJ) das 1 2* daß . “i'tr xZ leinen jt| khkik 5$ »lei.' rebln^A’n fc'Ä' Ptrr