'$■ 6,Oo ft Uer unh t’.Un' S S ?E'nd- ßJefen h.- hir« Ä-Kr •Ä"8 nO^U|09Qha' su1Un 5~SS .Lz/^Zu. len LebeLf' fs*Ä wertvoll ha Don Dito A ßö* ml; Sb,lbunqcn ^Nf^ope ?cn von 5, Sei. 5"; Felgen Ara. Sr?uflQ8e des obilöungcn. Der. geh. 4,00 tonnt 930 I454D alten U. H«n- imM . 1. Mai iethettr.32 I035A Keller m 20. Februar htfest dmOrloff r von St Veit »glich Sonntag: ächte littemadit“von ikvolle Feste- zenen—Origi- illendete Dar- VianeiiZelch' ,chen Film aus. ßlich So«"* flndli* "JerCo.W’ .Diebstahl >r Nach1 ^11T«1’"’0 j^”Or08' wPO^1' orker r ,«ec 3ri/PPe undS«10»*' , reifliche. „zgSSSNgS- ld bei diesem bonnenten ha- Zuschlag von es zu erwartenden Abendvm- ichstnachMog- lten Nachmrt- £ r« * n Xusschank M-. 14380 Weibwurst Nr. 43 Erster Blatt 180. Zahrgang Donnerstag, 20. Zebruar 1930 Er Ichrin 1 1 ag ii d), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle m^natioBeptgsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Neichsplennig für Trägerlohn, auch bei Nichlcr» scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Hernsorechanschlüfie anter9ammelnummer2251 Anschrift |üi Drahtnach. richten Zimetger Siesten. Pofi)d)cd"tonto: fironlfurt am Main 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Crucf vnd Verlag: vrühl'sche Universiiülr-Vuch- und Steinöruderei K Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: §chulstrat)e 7. Annahme oan Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag oorher Preis für l mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig, für Re- klarneanzeigen oon 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrist 20“mehr Chefredakteur: Dr Friedt Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den Übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Mar Filler, sämtlich in (Biegen. eine Mahnung zur Umkehr. Während sich im Reichstag die Parteien darüber ftrciten, wie das Loch im Reichshaushalt gestopft werden soll, ohne daß an dem bisherigen finanz- und w rtschaftspolitischen Schlendrian etwas geändert wird, wird der Oefsentlich- keil einAufruf zurWirtschaftsreforin übergeben, der von den namhaftesten Führern der deutschen Wirtschaft, sowie von zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wissenschaft u terzeichnet ist. Reben den deutschen Verfassern des Voungplanes finden sich unter den 200 Unterzeichnern des Aufrufes Rauten wie Duisberg und Dosch. Silverberg und Poensgen, Dorsig und Reusch. Wassermann und Goldschmidt, Luther und Petersen, Harnack und Plant, Anschütz und Eckener. Kalckreuth und Kanih. Es ist ein Zeichen der Zeit, daß diese selbstverständlichen Grundsätze der wirtschaftlichen Vernunft noch besonders ausgesprochen werden müssen. Es ist ober noch ein viel ernsteres Zeichen dieser merkwürdigen Zeit, daß die verantwortlichen Instanzen des Re'ches bis-» Der sächsische Minister Präsident Bänger, dessen Kabinett durch ein nationalsozialistisches Mißtrauensvotum gestürzt wurde. her noch nicht die gering st e Miene gemacht haben, den Erfordernissen einer wirtschaftlichen Politik Rechnung zu tragen. Die grundsätzliche Aenderung der deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik ist eine Rotwen- ldigkeit, über die man eigentlich gar nicht zu reden brauchte, wenn man sich den „Erfolg" der Politik der letzten Jahre ansieht. Die Heber- fpannung der Ausgabenwirtschaft der öffentlichen Hand ist es nicht zuletzt gewesen, die den Schrumpfungsprozeß herbei- geführt hat, an dem unsere Wirtschaft heute üdet Gleichz :tig, wie man sich zu aktuellen politischen Tagesfragen einstellt, ob man die Ablehnung der Reparationslösung oder ihre Annahme aus baltischen Erwägungen für richtig hält, auf alle Fälle muß eine Umkehr in unserer Wirlschafts- und Finanzpolitik Wirklichkeit werden, wenn überhaupt mit Aussicht auf Erfolg an der Reugestaltung unserer politischen Verhältnisse und an der Gesundung unserer Wirtschaft gearbeitet werden soll. Die Gegenseite pflegt es so darzustellen, als handele es sich jetzt nur um das Problem der Lastenvertei- l u n g, als ginge bet Streit nur um die Frage, wer die K 0 st e n der Reparationsregelung dauernd zu übernehmen hat. Etwas anderes aber ist viel wichtiger. Wenn heute von Kapitalbildung gesprochen wird, dann handelt es sich nicht um Geschenke an diejenigen, die ohnehin schon viel Geld verdienen, sondern um die viel wesentlichere Frage der Rentabilität unserer Wirtschaft Jetzt ist es so, daß etwaige wirtschaftliche Llebcrschüsse durch die Finanzpolitik einfach weggesteuert werden Kapitalschwund und Kapitalslucht bilden'die Signatur dieser Lage Die Kapitalneubildung und -Erhaltung aber Hot die große volkswirtschaftliche Funktion, dem arbeitenden Volke die Stätten seiner Wirksamkeit zu erhalten und auszubauen Es ist deshalb ein Verdienst dieses Ausrufes, daß er trotz allem wieder den Gedanken der Steuersenkung in den Mittelpunkt stellt. Dagegen verfängt auch nicht der Einwand, daß die Finanzlage des Reiches gegenwärtig eine Senkung der Lasten nicht vertrage Es gehört zu den unausweichlichen, wenn auch nicht in dem Aufruf ausgesprochenen Folgerungen dieser Erkenntnis, daß die sogenannten Zwangsläufigkeiten unserer Ausgaben- wirtschaft einmal aufgelockert und wenn nötig, radikal beseitigt werden. Denn was nützt es dem deutschen Volke und allen seinen Gehalts- und Rentenempfängern, wenn die deutsche Wirtschaft, aus der diese Mittel doch her- ausgeholt werden, eines Tages einfach nicht mehr weiter kann. Don diesem Zustand sind wir bei der Fortdauer der jetzigen unvernünftigen Politik wirklich nicht mehr allzu weit entfernt. Wer diese Dinge mit einigem Ernst und nicht nur oon parteipolitischen Gesichtspunkten aus beurteilt, der kann es nicht verstehen, daß diese Gesichtspunkte einer wirtschaftlichen Vernunft im Parlamente heute nur eine ganz untergeordnete Bedeutung haben. Allein die Rotlage der Landwirtschaft, aber nicht Großer Erfolg Mussolinis auf der Floltenkonferenz. Eine italienische Denkschrift kommt der Auffassung der angelsächsischen Mächte sehr entgegen. Eine pause in den Verhandlungen. Gonbon, 19. Febr. (TTl.) Die Arbeiten der Flottenkonferenz find praktisch 3 um Stillstand gelangt. In amtlichen britischen Kreisen wird die Ansicht vertreten, daß die Wiederaufnahme der Konserenzverhandlungen vor Mitte nächster Woche unwahrschein- l i ch ist. Die inoffiziellen Verhandlungen sollen jedoch andauern. Die Franzosen werden über die Ergebnisse laufend unterrichtet werden. Am Spätabend wurde ein amt icher Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, daß die Konferenzarbeiten bis Mittwoch nächster Woche vertagt worden sind. Italien hat inzwischen der Flottenkonferenz ein Memorandum überreicht, das u. a. feststellt, daß Italien bereit sei, jeder auch noch so einschneidenden Herabsetzung der Rüstungen zur See zuzu- stimmen unter der Voraussetzung, daß keine andere Macht des europäischen Kontinents diese Grenze überschreite. Eine solche einschneidende Herabsetzung sei um so berechtigter angesichts der internationalen Vereinbarungen, wie die Bestimmungen der Dölkerbundssahung, des Locarno-Vertrages und des Briand-Kellogg-Paktes. Weiter schlägt Italien vor, daß der Bau der nach dem Vertrag von Washington für die nächsten sechs Jahre zu- gelassenen Reubauten von Kampfschiffen erfterOrönung bis zum Ablauf dieser sechs Iahre verschoben wird. Außerdem erklärt es sich bereit, die völlige Abschaffung der Schlachtschiffe in den Bereich der Betrachtungen zu ziehen. Für Flugzeugmutterschiffe und alle Kriegsschiffe, die von dem Vertrag von Washington nicht erfaßt werden, ist Italien bereit, eine vertragliche Verpflichtung einzugehen, wonach die italienische Gesamttonnage in diesen Schiffsklassen bie der stärksten europäischen Kontinentalmacht nicht übertreffen darf. Dies würde auch für Unterseeboote gelten. Eine allgemeine Vereinbarung zur Abschaffung der Alnterfeeboote würde von Italien im Geiste größten Wohlwollens geprüft werden. Ebenso wäre die italienische Delegation bereit, noch umfassendere Maßnahmen zur Beschränkung der Rüstungen zur See ins Auge zu fassen, wenn die gegenwärtig tagende Konferenz als Ergebnis eine tatsächliche vorläufige Reduzierung der Tonnage erreichen sollte, die auf einer Vereinbarung über die Tonnagequoten beruhen müssen. Sehr guter Eindruck in London. Frankreich in den Schalten gestellt London, 20. Jebt. ((£31.23. Funkspruch.) Die Krise, in der sich die Londoner Flottenkonferenz feil der Ueberreidjung des französischen Aufrüstungsprogramms befindet, ist durch den Sturz des Kabinetts larbleu derart kompliziert worden, daß nur eine Unterbrechung der offiziellen Arbei- f e n (um vorläufig eine Woche) ein vorzeitiges, ergebnisloses Ende verhindern konnte. Einen Lichtblick für die zahlreichen Anhänger eines „systematischen Optimismus" bildete im letzten TTloment die italienische Denkschrift, die ein entschiedenes Bekenntnis zum Abrüstungsgedanken und darüber hinaus eine spontane Anerkennung des Wertes der bestehenden internationalen Sicherheitsgarantien enthielt. Mussolini, der, wie erinnerlich, sich ohne jeden Enthusiasmus und eigentlich nur der Form halber, 1928 am Kelloggpakt beteiligte, hat es diesmal ausgezeichnet verstanden, die Sprache seiner angelsächsischen Verhandlungspartner zu sprechen. Die englische Presse aller Richtungen ist höchst befriedigt. Der amtlichen Kreisen nahestehende „Daily Telegraph" äußert zum Beispiel: „In britischen und amerikanischen Kreisen ist durch die italienische Denkschrift ein äußerst günstiger Eindruck hervorgerusen worden. Sie wird als eine glückliche Verbindung von Takt und Festigkeit angesehen. Bemerkenswert ist dasFehlen jeder Bezugnahme auf einen Mi11elmeer- pakt oder auf „neue Sicherheitsverträge". Zwei Erwägungen mögen diefe Lücke verursacht haben, nämlich die Nichtbeachtung der italienischen Garantie, des Locarnopaktes durch Frankreich und die Einsicht, daß Amerika an einem solchen Pakt nicht seilnehmen würde. Macdonald und Stimmfon empfinden große Genugtuung über die Tatsache, da» Italien eine wesentliche Rüstungseinschränkung infolge des Locarnovertrages und des Kelloggpaktes gerechtfertigt und angemessen findet." Dabei ist zu beachten, daß Italien strikt an seiner Forderung nach Parität mit Frankreich festhält und alle Abrüstungsmahnahmen im einzelnen — Abschaffung der Panzerschiffe, U-Boote usw. — von einem allgemeinen Uebereinkommen abhängig macht. Es hat aber gerade damit seinen Hauptzweck, die französische Alternative „neue Rüstungen oder neue Sicherheiten" ad absurdum zu fuhren, erreicht und den französischen Anspruch, das Monopol der Friedenspolitik zu besitzen, durch eine noch stärkere Ablehnung jedes Gedankens an einen Krieg erschüttert. Lord Beaverbrook, der Besitzer der Millionenzeitung „Daily Expreß", hat eine neue englische Partei, die Bereinigte Weltreichspartei, gegründet, die eine Wirtschaftseinheit des britischen Weltreichs durch hohe Zollmauern erstrebt. Die Verwaltüngsrefonn in Hessen Oie Stelleneinsparutnen im neuen Etat. Darmstadt, 19. Febr. (WTB.) In dem Sofortprogramm der hessischen Regierung ist auch ein Poften von 700 000 Mk. eingestellt, der durch eine „planmäßige Vereinfachung und durch den Abbau von Aemtern und Stellen eingefpart werden soll". Daß diese Ersparnisse wenigstens zunächst finanziell nicht allzu sehr zu Buch schlagen, ist bekannt. Hm eine weitere Ersparnis für spätere Zeiten zu erzielen, ist daher eine ganze Reihe von planmäßigen Stellen auf den verschiedenen Verwaltungsgebieten auf den Inhaber gesetzt worden. Von diesen Inhaberstellen werden nach dem neuen Etat u. a. zum Teil unter Verminderung der Aemter folgende Behörden betroffen: Vermessungs wesen: 4 Vern-essungsräte bei Landvermessungsämtern, 8 Vermessungs- beamte (7 höhere und ein mittlerer) bei Vermessungsämtern unter Wegfall von sechs dieser Aemter. Bauverwaltung: 3 akademische und 8 mittlere Baubeamte. 8 Strommeister bei den Hoch- und Wasserbauämtern neben den bereits als künftig wegfallend bezeichneten Stellen. For st Verwaltung: Unter Wegfall von 7 bis 9 Forstämtern 7 evtl. 9 Dorstandsstellen auf den Inhaber, Wegfall von 44 bzw 50 50 r ft ft eilen sowie der 58 noch vorhandenen Kommunalforstwärter unter Umwandlung in drei Staatsforstwärter- und 28 Waldwärter- stellen. Polizei. Weitere 193 Stellen auf den Inhaber in Verbindung mit den Sparmaßnahmen des Rotprogramms. Innere Verwaltung: Reueinteilung der Kreise und dabei durch Vergrößerung der Bezirke Einsparung von Kreisämtern; daraus folgend Verminderung von Beamtenstellen und im Zusammenhang entsprechender Abbau bei den übrigen Aemtern (Kreisärzte, Kreistierärzte, Bauämter usw.). Welche Kosten durch den Wegfall von Kreisämtern für den Anfang und künftig eingcspart werden können. läßt sich zur Zeit noch nicht überblicken. Das Spargutachten des Reich sparkommissars, das die 19 Kreisämter auf 11 verringern wlll, sieht eine Ersparnis von 116 500 Mark vor. Feldbereinigung: 2 Derwaltungs- und 11 Vermessungsbeamte. Gewerbemuseum: Sämtliche Beamte auf Inhaberstellen wegen der beabsichtigten Aushebung der staatlichen Einrichtung. Gericht: 11 akademische, 19 mittlere und 15 Bureaubeamte, 10 Amtsgehilfen und Gefangenenaufseher unter Aufhebung von 10 Amtsgerichten. Strafan st alten: 13 Strafanstaltsaufsichtsbeamte. Kriminalkassen: 2 Kriminalinspektoren und 8 Aufsichts- und Kanzleibeamte. Dazu kommt noch eine Anzahl von Stellen auf weiteren Verwaltungsgebieten wie Heil- und Pflegean ft alten, Arbeitshaus Dieburg, in der Landwirtschafts Verwaltung und bei der Gewerbeaufsicht sowie noch einige Stellen bei den verschiedenen M i - n i ft e r i e n. Sozialdemokratische Anträge im Hessischen Landtag. Darmstadt, 19. Febr. (WTB.) Die hessischen Sozialdemokraten haben im Landtag die Erhebung eines Notopfers für das Rechnungsjahr 1930 31 verlangt, zu dem alle Steuer- pflichtigenmiteinemsteuerbarenEin- kommen von 3 0 0 0 Mark und mehr pro» areffio herangezogen werden sollen. Das Erträgnis soll zu je z im Reich zum Ausgleich des Etats der Erwerbslosenversicherung, in den Ländern zum Ausgleich der Haushaltspläne und in den Gemeinden zur Sicher st ellung des Fürsorgeetats verwendet werden, außerdem wurde eine Revision der Reichsbesoldungsordnung mit einer wesentlichen Senkung der Vearntengehälter in den oberen Gruppen unter entsprechender Verpflichtung für die Länder und Gemeinden gefordert. Die Sozialdemokratie fordert nun, daß d a s K i n d e r g e l d für die hessischen Beamten, das für Kinder vom 16. bis 21. Lebensjahr gewährt werden kann, gestrichen wird. Die Bestimmungen über das Wohnungsgeld für Beamte sollen dahin abgeändert werden, daß im Rahmen der bestehenden Bestimmungen kein Wohnungsgeld über den Rahmen der tatsächlichen Mietaufwendungen hinaus gezahlt wird. nur diese, macht ein schnelles Eingreifen notwendig. selbst unter der Bedingung, daß dabei ein ge geheiligte Vorurteile auf den Scherben- Hausen geworfen werden müssen. In einem Punkte muh der Gedankengang dieses Au rufes weitrrgesü^rt w rben: selbstverständlich kann aus der gegenwärtigen Lage kein Ausweg gesunden werden, wenn es nicht gelingt, dem deutschen Staatswesen eine Gestalt zu geben, die den Anforderungen der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit entspricht Der heutige Zustand ist das genaue Gegenteil davon. Alle finanzpolitischen Erwägungen münden zwangsläufig, schon wenn man das Problem des Finanzausgleichs mit hineinnimmt, in das Problem der Reichsreform aus, und so schließt sich immer wieder der Kreis unserer innerpolitischen Aufgaben zu der großen Forderung eines Rcsormprogramms. das die gesamten 11 zuläng- lichkciten unseres Staatsaufbaues beseitigt und der deutschen Wirtschaft wie jedem einzelnen schaffenden Menschen wieder Luft zum Atmen gibt. Der deutsche Großhandel fordert Steuersenkung. Berlin, 19 Febr. (Sil.) In diesen Tagen fanden in Berlin Sitzungen des Präsidiums des Vorstandes und des Reichsausschusses des Reichs- Verbandes des deutschem Groß- und Ueberfee- Handels statt. Während der Tagung wurden verschiedene Vorträge gehalten. Der preußische Finanzminister Dr. Höpker-Aschofs sprach über die finanzpolitische Lage; Abraham Frowein über Industrie und Großhandel. Die Beratungen fanden ihren Abschluß mit einer Entschließung, in der es u. a. heißt: Die Rot der deutschen Wirtschaft ist offenkundig Sie ist so groß, daß die Steuerkraft Deutschlands jetzt versagt. Eine Erhöhung der Steuern ist deshalb nicht nur untragbar, sondern zwecklos, im Gegenteil ist Steuersenkung unerläßlich, Steuersenkung ist möglich, wenn unter Derzich t auf parteipolitische Rücksichten der ernste Wille vorhanden ist, unter allen Llmständen bei der öffentlichen Hand bei den vermeintlichen Ausgaben abzubauen und die Ausgaben nach der persönlichen und sachlichen Seite auf das äußer st e z u'b eschränken Jedes Finanzprogramm ist unannehmbar, das nicht mindestens eine sofortige Senkung der die Wirtschaft besonders bela st enden direkten Steuern in einer Form enthält, um die alsbaldige Bildung neuen Kapitals zu ermöglichen. Rur eine solche Finanzpolitik könne die Wirtschaft beleben und es ihr ermöglichen, die sozialpolitisch berechtigten Forderungen zu erfüllen. Da diese Erklärungen in Llebereinstimmung stehen mit den Erklärungen und Versprechungen, die die gegenwärtige Reichsregierung noch in jüngster Zeit in feierlicher Form abgegeben hat, so erwarten wir mit Bestimmtheit, daß die Reichsregierung sich von dieser Auffassung durch keinerlei Erwägungen oder Rücksichten abdrängen lassen wird. Rur die Aufsammlung neuen Kapitals wird dem Großhandel die Rentabilität seiner Betriebe und damit die Voraussetzungen zurückgeben, seine volkswirtschaftlichen Aufgaben zu erfüllen. Diese 6te gerung seiner wirtschaftlichen Kraft tDurO auch seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber bemAus- I an b erhöhen und es dann dem jetzt zurück- gedränaten deutschen Ausfuhrhandel namentlich nach Uebersee erleichtern, seine alte Stellung auf dem Weltmarkt wiederzugewinnen. Oer Hansabund fordert Ausgaben- droffelung der öffentlichen Hand. Berlin. 19. Febr. (LU.) Das Präsidium des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie erläßt eine Erklärung, in der mit Bedauern festgestellt wird, daß durch die Besprechungen über die Neuordnung der Reichsfinanzen der Gedanke einer Senkung der Ausgaben in den Haushalten von Reich, Ländern und Gemeinden völlig in den Hintergrund gedrängt worden ist. Der Hansabund bekenne sich nach wie vor zu der Forderung nach einer die gesamte öffentlich« Finanzgebarung erfa,senden Sparpolitik, die jegliche Erhöhung der öffentlichen Gesamtlasten vermeidbar machen und den Weg zu einer umfassenden Steuersenkung freilegen würde. Er erblicke in der Durchführung einer solchen Ausgaben- und Steuersenkungspolitik die dringend erforderliche Sicherung vor schweren inneren Erschütterungen der staatlichen und wirtschaftlichen Ordnung. Der Hansabund empfiehlt außerdem, die Entscheidung über den Voungplan als einen außenpolitischen Akt allein zu treffen und von der unmittelbaren Verknüpfung seiner Verabschiedung mit den Fragen der Kassen- und Finanzreform angesichts der entscheidenden Bedeutung dieser Probleme für die deutsche Wirtschaft abzusehen. Er warnt dringend davor, die hier notwendigen Maßnahmen zum Gegenstand übereilter politischer parteitaktischer Kompromisse werden zu lassen. ( Arbeiiskürzung hei der Reichsbahn. Berlin. 20. Febr. (C.N.B.) Wie der Demokratische Zeitungsdienst erfährt, haben zwischen der Reichsbahn und den Reichsbahngewerkschaften Verhandlungen stattgefunden, die sich mit einer geplanten Ar beitsein schränkuna bei der Reichsbahn beschäftigen. Eine solche Arbeitseinschränkung sei infolge der gesunkenen Verkehrsziffern und infolge der gesunkenen Einnahmen notwendig geworden. Angesichts dieser Verhältnisse sei die Reicksbahn nicht in der Lage, die Saisonarbeiter einzu st eilen, die sonst um diese Zeit eingestellt würden. Weiter werde mit den Gewerkschaften verhandelt über eine Streckung de r Arbeitszeit in den W e r k st ä t t e n. Unter Umständen komme statt der Sechstagewoche, eine Fünftagewoche für bestimmte Arbeiten in Frage. Eine Entlassung von Arbeitern soll, wenn irgend möglich, vermieden werden. Konflikt im Auswärtigen . Ausschuß. Persönlicher Zurammensloh zwischen Wirth und ^rcytaqh'Loringlioven Berlin. 19. Febr. (VDZ.) In der gemeinsamen Sitzung des Auswärtigen und des Haus- haltsausschusses des Reichstages, die sich mit den Voung-Gesetzen beschäftigen, kam es heute zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen dem Reichsminister Dr. Wirth und dem deutsch- nationalen Abg. von Frehtagh-Lorin g- Hoven. Dr. Wirth wandte sich gegen einen Bericht, den die „Deutsche Zeitung" über die vertrauliche Wontagssihung der Ausschüsse gebracht hat, und den der Minister als grobe Entstellung der Tatsachen und eine Schädigung der deutschen Interessen bezeichnete. Er sprach dabei auch von einer „groben Illoyalität", da der Bericht sich auf irreführende Mitteilungen von Abgeordneten stützen müsse. Abg. von Freytagh-Loringhoven (Dntl.) verlangte für -Dr. Wirth einen Ordnungsruf vom Aus- schuhvorsihenden Abg. Heilmann. Das lehnte die- Spaß mit Gkisahrern. T on Kasimir Edschmid. Die Skifahrer gehören zu den fairsten Sportsleuten, Wenn sie jemand kränken wollen, nennen sie ihn einen Tennisspieler. Bekanntlich sind die Cracks von den Lawns die eitelsten Kanonen der Welt. Die Schneeathleten finden das so verächtlich, daß sie sich damit beleidigen. Es ist klar, daß man unter den Skileuten die verrücktesten Kerle findet, die es unter Sportsleuten gibt. Sie haben natürlich auch ihre Arroganz. Diese bezieht sich jedoch nur auf die sportliche Qualität. Hierin sind sie aber unerbittlich. Keine • Macht, keine Eleganz, kein Ruhm hat den geringsten Einfluß beim Skisport, wenn der Träger nicht auf den Brettern tadellos ist. Ein Achill wäre bei diesen Burschen komisch ohne Quersprung. Selbst die Frauen spielen keine Rolle, wenn sie nicht sportiv sind. In den hochklassier- ten Schneesportlreisen ist diese Einstellung zur Frau durchgängig. Helen Wills würde ohne gute Schwünge einfach ausgelacht. Es gibt eine Anzahl berühmter Kriegsflieger unter den passionierten Skifahrern, aber sie vermögen sich nicht recht durchzusetzen, da sie nut mittelmäßige Läufer sind. Wan sieht, die Bewunderung wird hier nur spartanisch ausgegeben. Die Päpste des Skisportgeistes sitzen in St. Anton, in Chaur de Fonds und auf dem Feldberg. Aber welche Kameraderie, welche Fairneß hat man da unter sich Das ist einzigartig im Verhältnis zu anderen Sports. Cs ist dadurch ein wenig homerische Luft um die Skifahrer, ilnb die Romantik Coopers hat auch noch etwas Widerschein im Sportinggeist der Schnee-Cracks. Dieser Geist färbt sofort aus alle ab. die aus Skiern fahren, das heißt, auf alle, die sich in den Schneesport besinnungslos verliebt haben. Beides geht Hand in Hand. Das macht alle Skisportleute ein wenig verrückt. Die Lust über tausend Meter hat wahrhaftig ein eigentümliches Aroma. Sie wirkt w.e Sekt. Sie elektrisiert die Haut und massiert die Launen. Wer toternst in die Hochsaison von St. Moritz stürzt, glaubt sich in einem Rarren- hauS. Wer im Fasching auf den Feldberg fährt, glaubt, eine Armee von Irrsinnigen zu sehen Die Skifahrer sind ein« Ration für sich. Mit für Laien unbegreiflichen Sitten und Gebräuchen Am Iulierpaß traf ich einmal arme Irre, die. ohne Silvaplana zu berühren, nach dem Silvrettahaus wollten. Sie hatten chre Schlitten bereits zurück nach Lenzerheide gesandt. Es waren natürlich Engländer, die fast immer ser ab. Er unterbrach die Sitzung durch eine Mittagspause. Während der Pause kam es zu einem heftigen persönlichen Zusammen- st o ß. Dr. Wirth beklagte sich namentlich darüber, daß in der Rechtspresse behauptet worden sei, aus dem Ausschuß sei chm zugerusen worden, er benehme sich wie ein Primaner. Das sei eine gemeine Lüge, da ein derartiger Zurus gar nicht erfolgt fei. — Abg. v. Freytagh-Loringhoven bemerkte: Angesichts Ihres augenblicklichen Benehmens ist dieser Vergleich noch viel zu höflich. Darauf trat Minister Dk. Wirth dicht auf den Abgeordneten zu mit den Worten: „Wagen Sie das noch einmal zu wiederholen?" Abg. v. Freytagh- Loringhoven erwiderte, daß er sich nicht einschüchtern lasse, worauf Dr. Wirth antwortete: „lind Sie wollen ein llniversitüts- profesfor sein? Pfuil Schämen Sie sichl" — Rach weiterem heftigen Wortwechsel verliehen die Ausschuhmitglieder in großer Erregung den Saal. Die RegiermWknslS in Frankreich. Gin Ministerpräsident, aber noch keine Mehrheit. Paris. 19. Febr. (C. R. B.) Der Präsident der Aepub.ik hat heute seine Besprechungen mit den Parteiführern beendet. Er wird, wie allgemein angenommen, dem führenden radikalen Abgeordneten Chautemps die Kabinettsbildung übertragen. Wenn Chautemps diese Mission übernimmt, wird er nicht geringe Schwierigkeiten au überwinden haben: denn innerhalb der Radikalen Partei machen sich zwei Strömungen geltend. Die eine Gruppe, der Chautemps selbst angehbrt, strebt ein weitgehendes Konzentrationsmini st erium unter radikaler Führung an, das bis zur Fraktion Maginot geht, unter Ausschluß der Marin-Leute. Die linksstehenden Elemente, vor allem D a I a b i e r , bage.'C.i wünschen ein rein links st ehenbes Kabinett, daS sich zu- sammenseht aus den bürgerlichen Elementen, die das Kabinett Tardieu am Montag gestürzt haben, und das bie Unter ft ühung 6er Sozialisten finbet. Die Mehrheit bet rabifalen Abgeorbneten und Senatoren ist nicht für diese Lösung, weil das neue Kabinett alsdann von jeder Schwankung innerhalb der Sozialistischen Partei abhängig würde und die Sozialisten bei irgendeiner Meinungsverschiedenheit von einem Tag zum anderen die Gemeinschaft aufkündigen könnten. Sie erinnern an die prekäre Lage des Kabinetts Herriot, das 1924 bis 1925 mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Die politischen Freunde Chautemps' meinen, man sollte sich öie Hilfe Tardieus sichern, dessen Bereitwilligkeit allerdings recht zweifelhaft ist. Richtsdestoweniger glaubt man, daß Chautemps sich auch durch eine Ablehnung Tardieus nicht abschrecken lassen würde, sondern mit Zustimmung feiner Fraktion und mit Unterstützung anderer linksstehender Clemente ein Ministerium der Einigung der Linksparteien bilden würde. Unsichere Haltung der Radikalen Daladier für ein reines Linkskabinctt Widerstand gegen die Pläne Chautemps. Paris, 20.Febr. (IDIB. Funkspruch.) Der erweiterte Vorstand der Radikalen Partei hat gestern abend unter dem Vorsitz von Da lädier zur Re- gierungsbildung Stellung genommen. Daladier betonte, daß die neue Mehrheit, die die Regierung gestürzt habe, nur Stimmen der Linken umfasse. Es fei nicht zweifelhaft, daß noch viele andere Republikaner sich di ser Mehrheit anschließen würden. Die loyale Schlußfolgerung aus dieser Abstimmung kllnne also nur die Bildung einer entschlossen linksgerichteten Regierung sein, in der die Radikale Partei einen entscheidenden Einfluß auEÜben müsse. Die vom erweiterten parteivorstand schließlich angenommene Tagesordnung besagt, die Möglichkeit einer Linksmehrheit und der Bildung einer Links- regierung erfordere, daß man sich auf ein Aktionsprogramm einige, das bie Vertreter der Rechten und ihrer Alliierten aus* schließe. Diese Tagesordnung wird vom „Echo de Paris" so gedeutet, daß der erweiterte Parteivorstand die Alternative stelle: Entweder eine Regierung des Kartells der Linken ober überhaupt keine Regierung! Diese Tagesordnung sei bet von Chautemps erträumten Konzentration nicht dienlich. Dolle Daladier etwa Chautemps i n den Rücken fallen, genau wie er Clementel in den Rücken gefallen fei? Selbstverständlich verwahre er sich dagegen. Jedenfalls fei bezeichnend, daß Chautemps bei der Sitzung des erweiterten Parteivorstandes gefehlt habe. Die Sanierung der Reichsfinanzen Mehr Führung! Optimismus ist gewiß eine schöne Sache. Er ist aber nur dann gerechtfertigt, wenn Tatsachen und Entwicklungxn ihm entsprechen. Daß das bei den finanzpolitischen Verhandlungen der letzten Tage auch nur in bescheidenem Maße der Fall wäre, wird man wohl kaum behaupten können. Seit einer Woche sitzen nun die Finanzstrategen der Parteien der Regierungsgemeinschaft zusammen, seit Wochen und Monaten wird die Oeffentlichkeit mit Dorschlä- gen zur Deckung des Haushaltsfeylbetrages und des Kassendcfizits beschäftigt, ohne daß bisher praktisch nach der einen ober anderen Seite auch nur irgendein Fortschritt erzielt worden wäre. Alle diese Diskussionen vollziehen sich in einer Form, als ob man in einem akademischen Seminar theoretische Fragen zu lösen hätte. Der kritische Beobachter dieser Dinge kann sich also des Eindrucks nicht erwehren, daß man sich nicht nur bei den Parteien, sondern auch in der Regierung an den bitteren Ernst der finanziellen Situation des Reiches vorbeizulügen sucht. Das Problem als solches ist erkannt, man wist aber aus Partei- oder koalitionspolitischen Hemmungen heraus vor sich selbst nicht eingestehen, daß es akut ist. Die Rote aber brennt uns auf den Fingern. Die verantwortlichen Beamten sehen jedem Ultimo mit immer größerer Sorge entgegen, und die Wirtschaft, auf deren Steuerkraft das Finanzgebäude des Reiches ruht, muß mit Bitterkeit feststellen, daß zu ihrer Entlastung — deren Rotwendigkeit schon der Vorgänger Moldenhauers als dringlich anerkannt hat, — trotzdem zwei Monate nach dem Sturz Hilferdings bis heute irgendwie Entscheidendes noch nicht geschehen ist. Die bange Frage ist also wohl berechtigt, welche Absichten kenn nun eigentlich der neue Mann im Reichsfinanzministerium, dem man eine besondere Verbundenheit mit der Wirtschaft und eine besondere Kenntnis ihrer Erfordernisse nachsagt, mit seiner bisher geübten Zurückhaltung gegenüber dem Geschwätz der parteipolitischen Interessenten verfolgt. Die Oesfentlichkeit vermißt die entschiedene Führung der Regierung bei allen finanzpolitischen Erörterungen der letzten Zeit. Daß die Aufgabe des Finanzministers ganz besonders schwie- schlechte Dkifahrer sind. Es war eine trostlose Sache, ihnen klarzumachen, daß sie erfrieren würden. Das war ein komischer Mittag. 2m Iulier- hospiz versteht man weder deutsch noch englisch, sondern nur den lokalen ..Slang". Ich hatte eine Dame aus dem Ofen sitzen und frottierte ihr die im Schlitten erfrorenen Füße. Auf dem Pah weht gelegentlich ein fürchterlicher Wind. Der Herzog von Alba, der mit einer spanischen Clique ankam, ah mittlerweile meine Butter, während ich um Zehen besorgt war, die in drei schottischen tarierten Strümpfen staken. Es wurde eine witzige Situation. Man konnte bestellen was man wollte, man bekam etwas anderes. Am Ende gaben die Leute in dem Hospiz dem Engländer, der nach dem Silvrettahaus wollte, fünfundzwanzig Franks in Silber heraus. Er war nahe am Weinen. Es war eine richtige Keule Silbergeld, wenn man es in ein Taschentuch wickelte. Er fürchtete, sich beim Fallen einen Bruch damit in den Bauch zu schlagen, und ich war so freundlich, chm Papier dafür zu wechseln. Am Abend tanzte alles in St. Morch aus dem Ball im Kulm. Es war lange nicht so amüsant wie das Charivari von vier Rationen um den Ofen in dem Hospiz, obwohl jeder am Abend ein noch verrückteres Kostüm trug, als es das Habit der Skifahrer ist. Es gibt tatsächlich kaum etwas Kontrastvolleres als die Trommelwirbel der Engadinbars und die furchtbare Einsamkeit der Schnceprärien. Einmal nur erlebte ich noch wilderen Gegensatz. Damals brach die Geschichte im Schnee e n. Wir lagen auf dem Eckbauer über Partenkirchen, um die Rordhänge zum Forellenbauer abzufahren. Unter dem halben Dutzend war der verstorbene Richard von Delow und der preußische Gesandte *1n München Z. Im Frühjahr steht die Sonne mit kolossaler Glut bereits über dem Dchneeterrain. Die Hummeln suchen nach Weidensträuchern, die aus der Schneepiste blühen. Da man die Bretter bis zum Eckbauern tragen mußte, liegt man vor der Abfahrt stundenlang in der Sonne. Wan hat einen unheimlichen Prospekt vor sich. Die Kette des Gebirgs mit Zug« und Alp- spitze reiht einen mächtigen Halbkreis von Eis- tulissen vor den tiefblauen Himmel. Es scheint der Himmel der Adria zu sein. Heber den Eindrücken kochen kleine weiße Wolken hoch. Die Sonne macht diese Atmosphäre wie betrunken. Die Luft zittert über diesem Schneesommer fast fiebrig und völlig zeitlos. 3n dieser paradiesischen Situation erreichte die Hütte ein Telephonat, das von der Wilhelm- stratze über München und Partenkirchen in die El:tfchernähe umgelegt worden war, Graf Z. verschwand in die Bretterbude. Er erhielt die Rach- richt, daß Kapp auf Berlin marschierte. Fünf Minuten später fuhren wir ab. Die Rachricht war, wie alles Politische, unfaßbar gegenüber einer Ratur, die, obwohl deutsch wie wenige, majestätisch über den deutschen Tragödien hin- schwieg. Dieser Kälte und Gröhe gegenüber war alles, was da unten geschah, einfach irrsinnig. Und doch hat mich, durch den Gegensatz, das deutsche Schicksal so fürchterlich gerührt. Etwas später erlebte ich da und dort den Beginn der ersten Schneefilme. Das bedeutet, dah eine Anzahl bekannter Skisahrer Schauspieler wurden. Die Arlberger Brüder Schneider ..Schneefloh", der Schwarzwälder Allgeier wurden Helden. Diese Films hatten gewaltigen Effekt. Ihr sportlicher Teil ist immer brillant. Die Handlung ist oft von einer Raivität, die der älnschuld der Skifahrer entspricht. Sie sind alle Romantiker, und fast alle etwas melancholisch. Amüsant war der Einbruch dieser Ski- filme in die Sporthotels, deren Gesellschaft durch den älmsturz und die Inflation sehr merlwürdig zusammengesetzt und unsicher war. Die Skifilme waren von jungen Schauspielerinnen und Komparserie begleitet, die violett bemalt in der Sonne umherliefen. Abenteuerliche Eispaläste entstanden. Das Publikum war fassungslos, bis die Macht der Filmindustrie chre Spchen mit der Gesellschaft mischte. Die Aufnahmen gingen oft abenteuerlich vor sich. Hannes Schneider brach dabei den Schenkel, die schöne Tänzerin Cent Riefenstahl verbrannte sich an einer explodierten Fackel, der Maler C o st e wurde in Grönland mit einem Taschenmesser operiert. Der Schnee wurde eine zweite Savanne, deren Indianer die Professionale des Schneefilms waren. Manche Hüttenabende haben den Zauber der Picknicks und Kamine. Männliche Gespräche von Leuten, denen das Ungewöhnliche nicht mehr imponiert, als es sachlich wert ist. Die Schnee- bretter bei Woottas Muraigl, die Lawinen am Arlberg: die Rebelüberfäll« am Feldberg mit seinen Wachten sind ein unendliches Thema. Ich sah Peter Schmid, den Heros von Gsaad, zwanzig Minuten nach einem gerissenen Chri- stiania zufällig bemerken, das sein Wadenbein entzwei war. Ich sah die ersten aerodynamischen Sprünge des Heroen auS dem Skinest Chaux de Fonds, die eine neue Sprungtechnik ein- weihten. Ich sah ein gefrorenes sunges Kalb im Smoking im (Bett eines unfairen Sportsrifl ist, wird niemand oer/ennen. Sie ist aber so vordringlich, daß gerade für Dr Moldenhauer am allerwenigsten Anlaß besteht, den Parteipolitikern bei der Lösung der wichtigsten inner Politiken Tagesfrage breite und zeitraubende Exkursionen in ihre parteipolitischen Doktrinen und ihre private lleberzeugungötreue zu gestatten. Moldenhauers Oeckungsprogramm. Berlin, 19. Jebr. (CJl.B.) Der Rcichsfiuanz- miniffet Hal heute abend die informatorischen Besprechungen mit den Finanzsachverständigen der Fraktionen über die Steuerfragen abgeschlossen. Am morgigen Donnerstag wird noch einmal über die Arbeitslosenversicherung gesprochen werden und dann betrachtet der Finanzminister auch diese Verhandlungen als beendet. Er ist der Ansicht, daß diese Besprechungen genug Material für die Ausarbeitung der Entwürfe geliefert haben, und dah es deshalb keinen Zweck hock, die Verhandlungen noch ins Endlose weiterzusühren, zumal, da die Meinungen der Fraktionen doch auseinandergingen. Der Finanzminister hs>,ft, die Vorlagen bereits Anfang nächster Woche im Kabinett einbringen zu können. In der morgigen Sitzung des Reichskabinetts werden nur noch kleine Linzelfragen de» Haushaltes erledigt, die in der letzten Rachlflhung nicht mehr abgeschlossen werden konnten, aber kaum noch Schwierigkeiten machen dürften. Som!t ist al o das bisherige Stadium der Finanzverhandlungen abgeschlossen. In politischen Kreisen begrüßt man es, dah der Finanzminister und überhaupt das Kabinett nun wieder die Initiative ergreife« und die Parteien vor die Frage stellen, ob sie dem Reich die Mittel bewilligen wollen, die zu seiner Sanierung notwendig sind, und ob sie der Wirtschaft die Aussichten einer späteren Steuersenkung eröffnen wollen, die der Reichsfinanzminister zur Ueberroln- dung der Vertrauenskrise der Wirtschaft für unerläßlich hält. Die Verhandlungen mit den Fraktionen boten in der Tat nach der im Reichstag allgemein herrschenden Auffassung kaum noch weitere Aussichten auf eine Einigung. Man weih, wie stark die Gegensätze in der Frage der Arbeitslosenversicherung sind. Die Erhöhung der Umsatzsteuer wird von den verschiedensten Seiten abgelehnt. Beim Projekt eine» Jlotopfers handelte es sich um die zwei Fragenkomplexe: 1. Einmalige Erhöhung der Einkorn- mensteuer durch einen Zuschlag, 2. Erheb ng eines Beitrages von den Fest besoldeten oder nur von den Beamten. Praktisch liefe diese» Pro- jekt auf eine Kürzung der Beamtengehälter hinaus. Der Reichsfinanzminister sieht in dem Wort Rotopfer nur eine verschämte Umschreibung einer Erhöhung der Ein kommensteuer, die er entschieden bekämpft hat, weil sie im Gegensatz zu dem Finanzprogramm vom Dezember steht, dessen Grurdgedanke die Verminderung der direkten Steuern aus den Ersparnissen des Poungplanes war. Der Reichsfinanzminister hat In seinem widerstand gegen dieses Projekt aus den Reihen der Parteien starke Unterstützung gefunden. 3m Vordergründe der kommenden Deckungsvorlage wird die Erhöhung der Bier ft euer stehen, und zwar voraussichtlich um 75 v. h.» jo dah sie etwa 270 Millionen Reichsmark erbringen würde. 25 v. h. davon sollen den Ländern zugutekommen, wie die Gesetzentwürfe im einzelnen aussehen werden, unterliegt jetzt der Entscheidung des Kabinetts. 3n politischen Kreisen ist man der Auffassung, daß die Verhandlungen, nachdem das schleppende Stadium der informatorischen Besprechungen abgeschlossen ist, einen schnelleren Fortgang nehmen werden. mannes als Strafe. Ich saß FaschingSpataden auf Skiern. Ich sah Fuchsjagden auf dem Schnee, fuhr hinter Motoren auf dem St. Moritzsee, hinter galoppierenden .Reiterinnenkava.kadcn mit Seilen angeschnürt durch das Tal von Maloja. Ich diskutierte mit Henri Hoock, dem Gentleman des Skisports, unb mit Dr. Daader, der die Spitze des deutschen Sprungsports war, die Haltung, den Stil, den Absprung der Springer. Das Thema des Skifahrens ist homerisch, breit wie ein Zeitgemälde der Antike. Heroisch und komisch wie das Leben, ilnb übersichtlich, weil es eine kleine Ration ist, die es betreibt. Es gibt Skifahrer, die den Sommer hassen, well sie von den weihen Bergen herunter müssen. Leidenschaftliche, die nach dem ersten Schneefall zittern. Es gibt Launen, Sitten und Moden. Die Stile des Skifahrens verwandeln sich stündlich. Die Arlberger und Schwarzwälder sind eigentlich immer d’accord und im Grunde auch beide der Ansicht, dah die Schweizer vom Skifahrcn wenig verstehen, das heiht von der wahren Kunst, der Eleganz der Schwünge, der Rhythmik des Hocke-Fahrens-, der Präzision der Leistung. Die Arlberger Schule, deren ..Duce" Hannes Schneider ist, hat sich mit der des Schwarzwaldes immer ergänzt. Die Arlberger waren viel auf dem Feldberg, unb die Feldberger fahren gern nach St. Anton. Der Feldberger Hof. eines der schönsten großen Sporthotels Deutschlands, ist wahrscheinlich der Ort der passioniertesten und männlichsten Fahrerei. Der Stil des Hotels ist sehr amüsant. Die Indianerstämme des Ski-Gosewichs (ber Bruder bes Tennisgosewichs), bes Fliegerstaatssekretärs Euler unb Wilhelm von Opels sind bekannt. Darin ist bie beste sportliche Clique West- beutschlands sportlich enthalten. Wenn bie Schweizer noch Telemark laufen (was ihr Gelände allerbings entschulbigt), so scheint das den Arl- bergem, als ob man abends Walzer tanze. Es ist auch dasselbe. Auch die Sports, und selbst da, wo sie am abenteuerlichsten sind, gehorchen jenem Rhythmus der Zeit, der am teutlichsten aus den Dars von St. ^orih über bie Kresta- bahn unb bie Gletscher hi > über trommelt. Hochschulnachnchten. Der Direktor bei bet Kali-Industrie A-G. Kassel (Wilhelmshallen-Konzern) Dr.-Ing. Heinz Voigt ist vom 1. April 1930 an zum orbentlichen Professor für Wärmetechnik an der Technischen Hochschule in Darmstabt als Rachfolger von Prof. Eberle berufen worben. ».W unb 1 J e Ptiöye ers aniln. m*oq, 2^*« B . WliinMgei J 55?l’fc’- »m *2« «fcr M, «r. tM" * 'Manblungn |tfn- Waal, ba hi. < Notlagen '«J***Ä f^Obts^ Ärfl0en * M^ung °"°ien, eher (atm ,fn- Somit |f| fll e '^Jöertranblungcn maa es, -aß )as Kabinett ob km “J Wt )U Muer lb sie der DirWst Menfung etfiffnea ifler jur Itebttroln« Dirtj^aff für tintt- 1 mH den Jratflo. Im Reichstag träge- 1 um noch mel« ™/ (Einigung. ähe la brr Jrage rung find. Die ’ltb von den oct- tm yroscki dnti । die M Stagen- g der 4\ntom- )lag, 2. Lrheb^ng iefoldeteo ober i|(f) liefe dieser pro. üevgehäittt hinaus. In dm Dori Rot- mte Urnfchrei. r Lin kommen- i bekämpft Hot, nanzprogramm vom igebante dir Der- a 5tenern aui s mar. Der Reichs- tcrflanb gegen bie« Parteien starke Totbetgtunb’ der ddieLrh'ohnng 1 ^roat Voraussicht- zlroo 270 Dillionea 5 v.h. davon sollen t die GesehentwÄse unterliegt jetzt der । politischen Kreisen die Verhandlungen, im der Informatori- m ist, einen schnelle- ri^iuj L-ö tc^.er?g30 an «JJ Tfioi’1 ml jarrä’1 ^rl)* tVf‘n 5***1 en auf dem 5t. ®oriölee,Hff a.kadcn mit SeA von Wa-'ota. M dem SentlvnAt jaabet t>« öiti var.dre,^ ħ6 '^Sie Stile KL Wh ZW T^w rA W* Die 3n* r amüsan^ 5rU, eW'^ügerft^ des W •?Ä^S» 1“ Tfä uirä 'v,- e SP,^7 gehorche" stcn l^'.AjchsteN M«»* Mißtrauensanträge gegen Braun, ©er neue Kultusminister. - Das Polenabkommen. B e r l i n, 19. Febr. (BDZ.) Der Preußische Landtag erörtert die beiden gegen den Ministerpräsiden- ten Braun elngebrachten Mißtrauensan- träge. Das eine Mißtrauensvotum ist von der Wirtschaftspartei und der Deutschen Fraktion unterzeichnet und wendet sich gegen die Ernennung des Sozialdemokraten Grimme zum Kultusmini st er, weil dadurch auch die Jugenderziehung in sozialistisches, antichristliches Fahrwasser gelenkt werden solle. Der andere Miß- trauensantrog ist von den Deutschnationalen einae- bracht und wird mit der Zustimmung des Staats- Ministeriums im Reichsrat zu dem IJJolenab- kommen begründet unter Hinweis darauf, daß ein Landtagsbesch'uß Ablehnung des Abkommens gefordert hatte. Abg. Ladendorff (Wirtsch.) erklärt, das Han- belsge|d)jft der Ernennung des sozialdemokratischen Kultusministers sei unter Zustimmung des Zentrums erfolgt. Wenn das Zentrum sagte, die Interessen des katholischen Bolksteiles seien ja durch den katholischen Unterstaatssekretär gewahrt, so bedeute die Ernennung Grimmes geradezu eine Illoyalität gegenüber dem evangelischen Volketeil. (Lärm links.) Abg. Dr. v. Winterfeldt (Da.) erklärt: Auch wir wünfchrn. daß die Deutschen in Polen bei Erhaltung ihres Grundb.sitzes beschützt werden und würden bereit sein, für dieses Ziel Opfer zu bringen. Aber glaubt denn der Herr Ministerpräsident an die Loyalität Polens? Wird Polen nicht alles tun, um die für uns unerträglichen Grenzen zu verewigen? 5ke Vertrag wird im Auslande als Anerkennung des Korridors gewertet. Der Landtag hot mit Mehrheit die Ablehnung deS Vertrages beschlossen. Der für die gesamte Politik verantwortliche Ministerpräsident hat trotzdem dem Reichsrat die preußischen Stimmen f ü r den Vertrag abgeben lassen. Wir klagen ihn an, daß materiell durch die Abstimmung P reust ns im Rcichsrat großer, nicht wieder gutzumachender Schaden für unser Vaterland entstehen kann, und daß er formell verfassungswidrig gehandelt hat. Ministerpräsident Or. Braun: Ich habe mich streng an den Artikel 45 der Verfassung geholten, wonach der Ministerpräsident die Staatsminister ernennt. Daß ich bei der Ernennung eines Staatsministers den parlamentarischen Machtverhältnissen Rechnung tragen muß. ergibt sich daraus, daß wir ein parlamentarisches Regime haben, -in dem der Ministerpräsident des Vertrauens des Parlaments bedarf. Als Minister Decker, sich politischen Rotwendigkeiten fügend, sein Amt niederlegte (stürmisches Gelächter rechts), habe ich ihn selbst um Rat gefragt, wen er mir als geeigneten Rachfolger Vorschlägen könnte. Herr Minister Decker hat mir als den einzigen, den er als geeignet ansehe, seine Politik fortzuführen, den Herrn Grimme vorgeschlagen. Ich habe in derselben Stunde die Ernennung deÄ Herrn Grimme vorgenommen. Daß die Errnennung Grimmes zum Kultusminister .eine tiefgehende Erregung in der vorwiegend christlich eingestellten Be- völlerung beider Konfe.sionen hervorgerufen" habe, ist mir bisher nicht zu Ohren gekommen. Der vom Kultusminister Grimme gebrauchte Ausdruck von dem Exponenten einer Machtgruppe ist, richtig verstanden, durchaus am Platze. Es ist in parlamentarischen Ländern üblich, daß die Parteien, die die Verantwortung für die Regicrunasgeschöfte tragen, auch ihre Exponenten in die Reg.erung entsenden. Sobald aber der Mann Minister ist, hat er als Staatsminister im Sinne der Verfassung sein Amt zu führen. Er wird natürlich nicht seine politische Ueberzeugung ablegen, wie dies auch kein Deutschnationaler in der Reichsregierung getan hat. Davon, daß es unter dem neuen Kultusminister zu einem St.llstand der Verhandlungen mit den evangelischen Kirchen komme, könne keine Rede sein: wenn darüber geklagt werde, daß die Verhandlungen noch zu keinem Abschluß gekommen seien, so erinnere er daran, daß di« Verhandlungen mit der katholischen Kirche vier Johre gedauert hätten. Die Verhandlungen mit den evangelischen Kirchen würden zweifellos nicht so lange dauern; sie würden m i t E r n st und Nachdruck fortgesetzt. Preußen sei bei den Verhandlungen über das Liquidat onsabkommen mit polen nicht beteiligt gewesen. Es sei aber anzuneh- men, daß die Reichsregierung sich von dem De- streben leiten lieh, zu einer allgemeinen Befriedung zu kommen, die die unerläßliche Voraussetzung für ein fruchtbares wirtschaftliches Zusammenarbeiten mit unserem Rachbarn sei. Die jetzigen deutschen Ost grenzen Halle auch er für unnatürlich, unwirtschaft- l i ch und ungerecht. Man müsse aber doch mit den gegebenen politischen Machtvcrhältnissen rechnen. Die ewige Zwietracht gereiche auf die Dauer nur beiden Ländern zum Schaden. Die preußische Staatsregierung habe erhebliche Bedenken gegen den Inhalt des polnischen Liquidationsabtommens gehabt und sei geneigt gewesen, sich gegenüber diesem Abkommen völlig ablehnend zu verhalten. Eingehende gemeinsame Beratungen mit dem Reichskabinett haben die Staatsregierung aber davon überzeugt, daß es im Interesse des Reiches und auch vor allem der Deutschen jenseits der Grenze besser wäre, wenn man diesem Abkommen duft i m m e. Abg. Steuer (Dn.) bezeichnet es als überaus bedenk.ich für die christliche Kirche, daß ein So- A?nT&cwofrat Kultusminister sei. Das Zentrum trage hi rfür die volle politische Veantwortung. aas Zentrum sei für die Ablehnung des Liquidationsabkommens durch das Staatsministerium gewesen. Abg. Dr. Heß (Ztr.) wies den Versuch zurück, dem Zentrum die politische Verantwortung für die Ernennung des sozialdemokratischen Kultusministers zuzuschieben. Man müsse doch bedenken, daß das Zentrum nicht allein die Politik des Staatsministeriums mache. Wollen und Vollbringen seien im politischen Leben zweierlei Dinge. Abg. Stendel (D. Vp.) wies darauf hin. daß dcr Zentrumsredner sich mit keinem Wort zu dem Polenabkommen geäußert habe. Die Umgebung desLandtagsbeschlusfes durch die Staatsregierung bedürfe einer genauen sachlichen Prüfung. Seine Fraktion sei der Ansicht, daß ein Mann, der das Schul- und Dlldungs- ideal der Sozialdemokratie vertrete, die Stellung deS Kultusministers nicht mit der Autorität ausfüllen könne, wie sie das von ihm wünsche. Da seine Freunde die Terufung eines Sozialdemokraten in das hochwichtige Amt des Kultusministers mißbilligten, stimmten sie dem Miß- trauensantrag der Wirtschaftspartei zu. Abg. Riedel (Dem.) erklärte, seine Fraktion habe eä allerdings für notwendig gehalten, zum Ausdruck zu bringen, daß bei der Ernennung des Kultusministers der Stimmung der evangelischen Bevölkerung Rechnung getragen werden müsse. Der evangelische Volkstell fühle sich seit langem vernachlässigt. Die Demokraten erwarteten, daß der meue Kultusminister sich bemühen werde, die Politik seines Vorgängers, dessen Amtsführung sie anerkannt hätten, fortzuführen. In seinem Schlußwort erklärte Abgeordneter Bäcker (Dn.), Ministerpräsident Braun habe sich bei Ernennung Grimmes als preußischer Mussolini zu erkennen gegeben, indem er sich sogar über die Forderung eines großen Teiles seiner eigenen Partei hinwegsetzte. Das Polenabkommen würde nach dem Versailler Vertrag die zweite Hand voll Erde auf den Sarg des deutichen OstenS darstellen. — Die Abstimmung über die Mihtrauensanträge erfolgt am Freitag. Um das polenabkommen. Abtrennung von Den Nounggcfctzcn? Berlin, 20. Febr. (TU.) Mit Rücksicht darauf, daß sich die Cöercinigtcn Reichstagsausschüsse am Donnerstag und das Kabinett in diesen Tagen mit dem Liquiöatioäsablommen beschäftigen, nimmt die „Germania" ausführlich dazu Stellung und weist darauf hin, daß Deutschland durchaus freie Hand habe, ja oder nein zu sagen oder unter Zurückstellung des Abkommens Vertreter z u neuen Verhandlungen mit Polen zu entsenden. Das Blatt kommt zu dem Schluß, daß auf der Zentrumspartei die schwere Verantwortung laste, zu einem Vertrag ihr entscheidendes Votum abzugeben, an dem auf der einen Seite das Schicksal zehntausender deutscher Volksgenossen hänge, die — v i e l l e i ch t — von diesem Abkommen Vorteile hätten, der aber zugleich einen Weg ins Dunkle führe, in das Labyrinth eines Staatssystems, in welchem Recht und Unrecht mit anderem Maße gerne!« f e n würden und die Auffassungen von fair p 1 a y und politischem Entgegenkommen nicht ganz die gleichen seien wie In Westeuropa. — Auch die „DAZ." nimmt gegen das Abkommen Stellung. Sie weist darauf hin, daß die Befürworter des Abkommens jetzt versuchten, das Abkommen in den Rahmen der großen europäischen Politik zu stellen. Das Blatt rechnet bestimmt damit, daß das Abkommen von den Vounggesetzen abgetrennt wird. Wettcrvo caussage Heber Deutschland hat der Hochdruckeinfluß weiter standgehalten und der Frost teilweise zugenommen. München hatte heute morgen 7 Grad unter Null. Allmählich schrumpft das Hochdruckgebiet zusammen und Abbau setzt ein. Eine neue Störung über Is- land bringt Warmluft nach den britischen Inseln, welche an der Westküste bereits Niederschläge verursacht. Infolgedessen wird sich auch bet an» ehte langsame Witterungsänderung vollziehen. Der Aufzug von Bewölkung und Neubildung wird sich bemerkbar machen, und die Temperaturen werden langsam anfteigen, wenn sie auch für heute nacht noch etwas unter Null zu liegen kommen. W e t4e rooraussaae f ü r Freitag: Mehr bewölkt, auch stellenweise nebelig, Temperaturen nachts um Null und noch etwas darunter. Witterungsaussichten für Samstag: Temperaturen nachts bei Null, meist wolkiges und nebeliges Wetter. Lufttemperaturen am 19. Februar: mittags 3,6 Grad Celsius, abends — 0,9 Grad; am 20. Februar: morgens —2,5 Grad. Maximum 3,8 Grad, Minimum — 3,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Februar: abends 1,0 Grad, am 20. Februar: morgens 0,0 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 83/t Stunden. Amtliche winterfportnachrichken. Vogelsberg. Hoherodskopf: Klar, minus 6 Grad, 22 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. — HerchenhainerHöhe: Klar, minus 1 Grad. 15 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. > Taunus. Kleiner Feldberg: Klar, mlnue 6 Grad, 22 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut. Sauerland. Winterberg: Bewölkt, minue 5 Grad, 25 Zentimeter Schnee, verweht, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut. Schwarzwald. Feloberg: Nebel, minus 9 Grad, 115 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. Oie Detterlaae. Kt Uten ~ta Comna- CI er O, ■Z Mittwoch. £ 19TePruar. 1930,7" abds.: lent "^40 W Qwomemos Qnrn« 3 naiD Dtdtcxt ® voixig. ® otdf«t eRccex » Schntt a Oraapein e Hcoei R 6fW.tter.(3)Windstiile W ernte* O$i £ nassiae* ludiuäwest q sturmocnei nordwesl 01t »lent megen mit dem um de ?ie oeioen sunanen dienenden Zaf> •en geoen die Temperatur an Die Limen verOmden Orte mit gleichet® «*> MttreMivrau umacr-rtinetrn Leltdruci FürdieFastnaditsbädcerei Weisenmehl, feinstes Kreppeimehl, I Pfund SS Pf. >21* Schön rnöbL fröL Schönes Zimmer MIHI Weisenmehl, Spezial 0 Weisenmehl, Auszug 00 I Pfund 24 Pf. I Pfund 20 Pf. Feinstes Kreppel-Oel Kokosfett........... Palmin.............. Margarine........... .........Liter 104 Pf. I Pfund 08 und 02 Pf. .......I Pfund 85 Pf. I Pfund 100, 75, OS Pf. mit Balkon, beste Lage, eLiL M.Diär» au oermteten 01167 Blockttr. 5 Hl. au oennleien. Zu erfragen in der Geschäftsstelle deS Wien. Ätu. 01160 Mitglieder! Beeorsugen Sie nur <31 Auf« Aüncn von Shake» fvcaie, deutsch von 21 u nuit Wilhelm v. Schlegel. veranstaltet von dem Gemeindeverein der Lukasgemeinde und dem Verein für christliche Musik Mitwirkende: Fräulein Emmy Schaum,Konzert' und Oratoriensängeiin aus Frankfurt a Main Organist Habicht Verein für christliche Musik Eintritt 50 Pi. Der Reinertrag ist für die Schwestern' Station der Lukas- und Petrusgemeinde Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Frank, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Elisabethe Schäfer nebst Angehörigen Lindenstruth, den 20 Februar 1930. Am Dienstag, dem 25. Febrnar 1930. Don mittags 1 Uur ab sind tvtr tn der (Sastwirtfchait des tierrti Karl Hain inAItwiedcrmus anwesend, um das Hofgut Ronneburg im Ganzen ob. in einzelnen Parzellen zu verkaufen. Das Hofgut Nonneburg liegt tm KretfeDüdingen iCber-- hesieni. Tie Vunbereten fetzen sich zuiammen aus: (tt. 105 ha prima ffifiien&oöen (Mk) unö 15 ha ernnaingen BJItfea unö weihen Sämiliche Vänberelen befinden sich in hoher Kultur. Ein Teil der ParzeUcn sind mit guten ertragreichen Obst- bäumen bevstanri. Die Wiitschaftsgebäude find massiv und alle fn einem vorzüglichen Zustande. Das Wohnhaus ist geräumig und praktisch eiugertchtei. — Ter Pächter bzw. die t>amilte deS» felben ist bereits 1U0 Jahre auf diesem Gut. Tie Zahlungsbedingungen werden den heutigen Geld- verbältniiien augevagt. Taufchobiekie werden in Zahlung genommen. Bei annehmbar. Geboien kann sofort noiar teller Zus ulagerfolgen Nestektanten können sich bereits jetzt mit uns oder mit unterer Vertretung, dem Bankhaus Hirschmann & Co., Hanan (Wiamt, in Verbindung setzen. Allmäkf. Grundstücks -Iertvertungs-S. m. b. S. Tel. Är-661 u. 667 14»2l MSken- foflOme zu verleihen. 01164 J. Mand Eina. Weideng. 1II, CasS Krämer. Uteue aparte Damen- Masken- kostüme zu verleihen. 76IU xgoeislk.no. 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Februar. 2*/, Uhr nachmittags, wird zahlreiche Beteiligung Das Englische Seminar der Landes-Universität ladet ein zu einer musikalischen Darbietung: Songs of the Hebrides (Schottische Lieder zur Harfe) Gesungen von Miss H^loise Russell-Fergusson Am Klavier: Frau Dr. Gerber, Gießen Sonntag um 11 Uhr in der Ober« realschule Schülervorspiel von Amalie Holzapfel Mustk für 2 Klaviere und Solooorträge. 7/34 Opel- - Limousine 22000 km gelaufen, überholt und in fein gut. Zustand, wegen Anfchast'g. ein. giön. Wag.z.vrk.Wo? fagi d.tAeichäftsst. d.G.A. Fast neuer elettr. Staubsauger ' nd flcbr. Kommode, forote Tvvenfladi« Truckuraichine mti allem Zrtbeaör und Schrifiiuntertal Umstände halber sofort btll. abjufl. Luti L eher Sir. 37 II, 1. Sichere Existenz Gutgehendes Zigarrengeschäft in allererster Lage Siegens wegen Unfall foKrt au verkaufe n. Er« sordeillche) Kapital 4500 Wit. Anfragen unter 91 r. 3)7 an Mtueld. Annoncen-Erved , Giei en. [0116.) 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Weicker, Appenborn, Post Vonöovf. uwJ) i b ß (1U Dl be: D al tri oe ve in b< k V b d e! 3 Pt tt» Ä tat int vt ti il t V 0 L ve hc § t i 5 Q n; <5 e a v d 2 to ifl N Vr L ai 3i di ul bi le i i IJ al m L t V a tt fä 9t ne V Nr. 43 Zweites Blatt Aus Oer provinzialhauptsiaOt Gießen, den 20. Februar 1930. Der Kropf. Don Dr. med. Gurt Kayser. Unter Kropf versteht man eine Vergrößerung der zu beiden Seiten und zum Teil unterhalv des Kehlkopfes gelegenen Schilddrüse, erkennbar an einer an dieser Stelle auftretenden Der- gröherung des Halsumfanges. Das Vorhandensein eines Kropfes läßt sich im Zweiselsfalle auch vom Laien leicht feststellen, wenn man die Vctvegungen der vermeintlichen Halsgeschwulst beim Trinken eines Schlucks Wasser beobachtet. Bewegt sich die Halsanlchwellung beim Schluckakt mit dem Kehlkops mit, so handelt es sich zweifellos um Kropf. Man hat vielfach den Kropf lediglich als einen Schönheitsfeh.er betrautet. Das ist falsch. Denn abgesehen von den verschiedenen Fernwirkungen auf Herz und Nervensystem kann der Kropf schon rein mechanisch infolge seiner Gröhe durch Druck auf die Nach- barorgane ein ernstes, in schweren Fällen sogar lebensbedrohliches Leiden Hervorrufen. Die Wissenschaft steht heute sogar auf dem Standpunkte, daß der Kropf überhaupt kein selbständiges Leiden ist, sondern vielmehr eine Teilerscheinung einer allgemeinen Stoffwech^elstörung, deren erste Zeichen in krankhaften Veränderungen des Nervensystems bestehen. Es ist das umso wahrscheinlicher, als ja die Schilddrüse zu jenen immer noch recht geheimnisvollen Drüsen mit innerer Absonderung gehört, die einen für die Lebens- lätigkeit des Körpers wichtigen Wirkstoff (Hormon) erzeugen und in die Dlutbahn ab ged en. Die Baustoffe hierzu werden der Schilddrüse vom Körper geliefert. Geschieht dies in unzureichendem Mähe oder Ueberfluh — jedesmal ist die Folge eine Funktionsstörung der Schilddrüse. Diese Funktionsstörung kann nach verschiedenen Nichtungen gehen. Sje kann einerseits zu verminderter Tätigkeit, zu verminderter Wirkstoffabscheidung und schließlich zum Schwund der Schilddrüse führen, andererseits eine vermehrte Tätigkeit, eine vermehrte Absonderung und ein vermehrtes Wachstum der Schilddrüse zur Folge haben. Verminderte Tätigkeit resp. Schwund der Schilddrüse ruft das schwere Krankheitsbild des Kretinismus und schliehlich der völligen gei- stigen Verblödung hervor. Vermehrte Saftabschei- düng erzeugt das schwere, unter lern Namen Basedowsche Krankheit bekannte Leiden. Zwischen beiden nimmt der Kropf eine Mittelstellung ein. Das für den Kropf charakteristische, abnorme Wachstum der Schilddrüse stellt eine Abwehr- mahnohme der Natur dar, die bestrebt ist, der Schllddrüse durch Gröhenzunahme eine vermehrte Speicherung und damit eine Erleichterung der Wirkstoffbereitung zu ermöglichen, wenn der Körber Baustoffe in ungenügender Menge liefert. Der in der Schilddrüse gebildete Wirkstoff ist der Wissenschaft bekannt. Er führt den Namen Thyroxin, kommt in einer Menge von wenigen tausendstel Grammen in der Schilddrüse vor und ist charakterisiert durch seinen Gehalt an Jod. Man könnte meinen, dah damit das ganze Kropfproblem gelöst wäre und man nur nötig hätte, Thyrolln oder Jod in grohen Mengen zu sich zu nehmen. Allein, weit gefehlt! Die künstliche Zufuhr großer Mengen Jod z. B. führt, wie aus den obigen Darlegungen verständlich ist, zum sogenannten Jod-Basedow, d. h. zu der durch Glotzauge, Herzerkrankunq. Hände'ittcrn usw. gekennzeichneten schweren Erk ar Ung Darum hüte sich jeder, der an Kropf leit et, vor planlosem Jod-Gebrauch. auch hinsichtlich äußerlicher Jod-Anwendung. Es ist indessen der wissen- Iie blonde Sklavin. Vornan von Hermann Deick. 11 Fortsetzung Nachdruck verboten In ihren Augen war jeder Glanz erloschen, als sie stockend sortfuhr: ..Bald werde ich dir alles sagen .... damit du mein Leben tennenlemst ..." Sie wußte, dah sie die Worte, die in ihm die Liebe zu ihr töten muhten, niemals sprechen würde. In Schulhofs schwemmte die heiße, jauchzende Siebe alle grüblerischen Gedanken, die in ihm aufgestiegen waren, hinweg. „Wenn du mich nur liebst, Eva!" sagte er, trunken vor Wonne. „Alles andere ist ja nebensächlich!" .Sie fühlte, wie die Schwere von chr glitt. Das Glück dieser Stunde berauschte sie aufs neue. Mit einer wilden, verzehrenden Leidenschaft preßte sie sich an ihn. „Küsse mich!" stammelte sie selbstvergessen. Wie ein wundersamer Traum war ihnen die Heimfahrt durch die warme Sommernacht. Eng aneinander gelehnt, saßen sie im Wagen. „Kommst du morgen wieder zu mir, Eva?" fragte Schulhoff. „Ja...“ Ja, morgen würde sie zu dem Geliebten kommen, und übermorgen.... diese Tage der Freiheit, des unbegreifckchen Glückes, würde sie bis zur Neige auskosten..., sich ganz einhüllen lassen von seiner Liebe, vergessen die grausame Not ihres Lebens ... Alles in chr war ausgefülll von dem Gedanken an Felix Schuchoff. Immer wieder sprach sie, während sie dann allein heimwärts fuhr, seinen Namen leise vor sich hin. Leuchtend stand sein Bi.d vor ihr. Sie hörte seine weiche, gütige Stimme, die sie so sehr liebte... Aus ihren seligen Gedanken gerissen, fuhr sie auf, als plötzlich das Auto hielt. Nasch ging Eva Witte die paar Schritte bis zu ihrem Hause. Cs lag im Dunkel. Wahnsinniger Schmerz preßte Eva die Brust zusammen. Nun mußte sie wieder zurück in ihr Gefängnis ..dem sie niemals entrinnen würde... "Dicht daran denken! Morgen war sie noch frei.... und übermorgen ... Morgen würde sie Felix Wiedersehen! Sie wollte das Tor aufschließen, da hörte sie hinter sich ein Geräusch. Es jagte sie herum. Eine große, wuchtige Männergestalt stand vor ihr. Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 20. Zebruar 1930 schaftlichen Forschung gelungen, dasjenige minimale Jod-Quantum zu ermitteln, das gerade hinreicht, um der Schilddrüse eine normale Funktion zu ermöglichen. Die Behandlung mit kleinsten, nur Bruchtelle von Milligrammen betragenden Jod-Mengen muh natürlich ausschließlich dem erfahrenen Arzt Vorbehalten bleiben. Sie wird in vielen Fällen dann recht beachlliche Erfolge erzielen. Damit ist aber durchaus noch nicht alles getan. Gilt es doch, nicht nur den Kropf zu behandeln, sondern vor allem auch chn zu verhüten. Der Kropf kommt bekanntlich in manchen Gegenden in gehäufter Zahl vor, so daß man von sogenannten Kropf-Ländern oder Kropf- Gegenden zu sprechen berechtigt ist. Während der Kropf in Süddeutschland, in Bayern, Baden, Württemberg usw. sehr häufig ist, weist der Norden unserer Heimat weniger Kropfträger auf, und die Meeresküste bleibt vom Kropf nahezu ganz verschont. Dieses eigenartige Vorkommen mutzte natürlich Veranlassung geben, nachzuforschen, ob die Bevölkerung der Krvpfgegenden durch Wasser, Luft oder Nahrung etwa zu wenig Jod aufnimmt. Tatsächlich konnte das in vielen Fällen nachgewiesen werden, und eine planmäßige Kropfverhütung lurch Darreichung kleinster Jod-Mengen hat z. B. in Württemberg, wie auch in Oesterreich und in der Schweiz nennenswerte Erfolge erzielt. Man geht dabei in der Weise vor, dah man, insbesondere Schulkindern und schwangeren Frauen, kleinste Jod- Mengen in Form von sogenanntem „Vollsalz", d. h. von Kochsalz, dem Jod in bestimmten kleinsten Mengen beigemischt ist, verabreicht. In neuester Zeit ist festgestellt worden, dah die Bewohner der Meeresküste deshalb frei von Kropf bleiben, weil sie sich vorwiegend von Seefischen ernähren, deren Gehalt an Jod ein verhältnismäßig beträchtlicher ist. Deshalb ist man mit Recht bemüht, einem möglichst reichlichen Verzehr von Seefischen zur Kropfverhütung, ganz besonders in den Kropfländern. Eingang zu verschaffen. Der Jodmangel ist aber natürlich, wie wir wissen, nicht die einzige Ursache, aus der es zur Kropfbildung kommt. Man hat so ziemlich alles, Sonne, Mond und Erde, Wasser, Luft uhp., für die Entstehung des Kropfes verantwortlich zu machen gesucht. Von alledem scheint allein der Sonne, insbesondere der Hochgebirgssonne und den ultravioletten Strahlen dabei tatsächlich eine gewisse ursächliche Nolle zuzukommen, während alles andere wohl sicher ins Reich der Fabel zu verweisen ist. Das Geheimnis des Kropfes und der Schilddrüse ist also noch. keineswegs gelöst. Aber ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiete der Kropfbekämpfung und Kropfverhütung ist bereits erzielt. Die internationale Zusammenarbeit, wie sie in einer vor zwei Jahren in Bern abgehaltenen Kropf-Konferenz zutage trat, wird weitere Aufklärung schaffen müssen und hoffentlich recht bald das Kropf-Problem einer allseitig befriedigenden Lösung zuführen zum Helle der leidenden Menschheit. Gießener Wochenmarktprcise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 183, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 63 bis 143, Wirsing 15 bis 35, Weißkraut 10 bis 15. Rotkraut 10 bis 20, gelbe Rüben, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unter-Kohlrabi 8 bis 10. Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 43. Feldsalat 153 bis 180, Tomaten 70 bis 83, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 41/« bis 5, Aepfel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 33 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Nüsse 50 bis 83 Pf. baä Pfund: „Kommst du jetzt endlich nach Hause?" fragte Peter Honnccker kalt. XII. Am Bahnhof sagte Honnecker zu seinem Chauffeur: „Geben Sie meinen Koffer an der Gepäckstelle auf. Ich fahre erst mit einem späteren Zug." Nach wenigen Minuten kam der Mann zurück und überreichte Honnecker den Gepäckschein. „Wohin soll ich fahren, Herr Honnecker?" „In mein Bureau." Mit undurchdringllchem Gesicht sah Honnecker im Wagen. Er war ganz ruhig. Sein Plan war gefaßt. Er würde sich Klarheit darüber verschaffen, ob Eva ihn hinterging! Er war nicht der Mann, der sich an der Nase herumführen ließ! In der Friedrichstraße hielt das Auto vor einem großen Bureauhause. „Wann soll ich wiederkommen?" fragte der Chauffeur, die Hand an der Mühe. „Ich rufe Sie an, wenn ich Sie brauche! 3m übrigen bin ich abgereift, falls daheim jemand danach fragt. Verstanden!" „Gewiß, Herr Honnecker!" Im Lift fuhr Honnecker zum dritten Stock hinauf. Zwei Herren saßen in dem Zimmer, das er betrat. Ein weißhaariger, etwas buckliger Wann, und ein jüngerer, der an der Schreibmaschine arbeitete. „Guten Morgen!" sagte Honnecker und schritt, ohne den Gruß der beiden Angestellten zu beachten, in sein Arbeitszimmer. Es war ein großer, nüchterner Raum. Rur wenige Möbel standen darin: ein mächtiger Schreibtisch, zwei Sch änke, einige Stühle. Honnecker überflog die eingegangene Post, die auf dem Schreibtisch lag. Gleichgültig warf er die Schriftstücke beiseite. Seine Gedanken waren von anderem in Anspruch genommen. Er erhob sich plötzlich, öffnete die Türe zum Nebenraum und rief: „Herr Rönneberg!" Der Gerufene trat ein; es war der Angestellte, der an der Schreibmaschine gesessen hatte. Es war ein Mann von etwa dreißig Jahren. Sein Gesicht war finster, verschlossen. Stechende Blicke kamen aus seinen tiefliegenden Augen. „Sie wünschen, Herr Honnecker?" fragte er devot. Honnecker hatte sich wieder gesetzt. „Ich habe einen Auftrag für Sie!" sagte er in feiner kurzen, beseh enden Sprechweise. „Sie kennen doch meine Nichte, die einige Wale mit mir hiergew.sen ist?" „Gewiß. Herr Honnecker!" „Sie nehmen ein Auto und fahren sofort nach Grünewald hinaus! In der Nähe meiner Villa warten Sie unauffällig, bis meine Nichte das HauS verläßt. Auch wenn Sie stundenlang war- Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 13 bis 14, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 33 bis 35, Endivien 40 bis 60, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. daS Stück. Kartoffeln der 3entncr 3,80 bis 4 Mk., Wirsing 12 bis 15, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 10 b's 12, Aepfel 10 bis 12. Dirnen 8 bis 10 Mk. Auslösung des 3. polizeibezirkö. Der 3. Polizeibezirk Kirchstratze Nr. 11 wird — wie das Polizeiamt un3 mit» teilt — mit Wirkung vom 25. Februar aufgelöst. Das Stadtgebiet hat nunmehr nur noch den 1. Polizeibezirk, Londgraf-Phllipp-Platz Nr. 1, und den 2. Polizeibezirk, Liebigstratze Nr. 18. Zum ersten Polizeirevier gehört der Stadtteil rechts der Lahn (sog. Sachsenhausen). Diesseits der Lahn verläuft die Grenze zwischen dem ersten und dem zweiten Polizeirevier von der W e ft a n l a g e durch die Mühl st raße, Löwengasse, Goethe st raße, Schis- fenberger Weg. Diese S.raßen und die südlich und südöstlich davon gelegenen Straßenzüge einschließlich Schiffenberg gehören zum zweiten Polizeirevier, alle übrigen Straßen nördlich und nordöstlich der obengenannten Grenze zählen zum ersten Polizeirevier. Laien für Freitag 21 Februar. 1677: der Philosoph Baruch Spinoza im Haag gestorben (geboren 1632); — 1779: der Rechtslehrer Karl v. Savigny in Frankfurt ä. M. geboren (gestorben 1861); — 1866: der Mediziner August v. Wassermann in Mamberg geboren (gestorben 1925). Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Akademische Kurse für Kaufleute und Cewerbe- treibende: Rechtsw s.enschaftl eher Kurins Thema: Die für den Kaufmann und D^wcrbet e benden w ch.lgen T le des 0. ürgenich n Ccf<.tzo. chs, Vor- tragenßer: Univ.-Prof. Dr. Rosenberg), 20.15 Uhr, Großer Hörsaal des Dorlesungsgebäudes. — Lich.spiclhaus, Bahnhofstraße: „Balalaika- Nächte" (mit Darbietungen der Don-Kosaken- Grnppe). — Astoria-Lichtspicle: „Der große Dia- mantendiebstahl" und „Schatten der Nacht". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Freitag, 21. Februar, findet die erste Wiederholung des Shakespeare- schen Lustspiels „Wie cs Euch gefällt" statt. Beginn 19.30 Uhr. — Sonntag, 23. Februar, 18.30 Uhr, Fremdenvorstellung „Die andere Seite". — Dienstag, 25. Februar, zum letztenmal „Musik" Dort Frank Wedekind. — Mittwoch, 26. Februar, zum letztenmal im Abonnement „Wie es Euch gefällt". — Die entzückende Operette „Drei alte Schachteln" von Walter Kollo wird Freitag, 28. Februar, zum letztenmal gegeben. — Als nächste Faschingspremiere wird einer der größten Schlager der deutschen Schwankliteratur, „Weekend im Paradies" von Arnold und Bach, gegeben. Ernst Bach, der Direktor des Volks- Ljeaterd in München war, ist vor einigen Tagen gestorben. Dieser Schwank wird als letztes Werk der beiden Autoren von ganz besonderem Interesse sein. — Vom Gießener Konzertverein wird uns mitgeteilt, daß das Mozart-Requiem in seiner ursprünglichen Form und nicht nach der Beardei- tur.g von Keußler aufgeführt werden wird. — In diescm Zusammenhang sei berichtigend bemerkt, daß cs in der gestrigen Vornotiz selbstverständlich heißen muß, daß die M twirkenden als <5 o l i ft e n , und nicht als „Sozialisten", wie infolge eines Setzfehlers zu lesen war, gewonnen wurden. — Deutschnationaler chandlungsge- hilfenverband. Nächsten Samstagabend im Kaufm. Vereinshaus öffentlicher Lichtbilder-Dortrag. (Siehe heutige Anzeige.) — GesellschaftLiebigmufeum. Nächsten Sonntagvormittag im Physiologischen Institut öffentliche Vorträge. Näheres in der heutigen Anzeige. * •• Militärischer Besuch in Gießen. Am Freitag und Samstag weilen der Befehlshaber im Wehrkreis V Generalleutnant Freiherr Seutter von Löhen und der Kommandeur des 15. Jnf.-Regts. Oberst vonSchick- suß und Neudorfs zur Besichtigung des Bataillons und der Standortanlagen in Gießen. L. U. Von der Landes-Universität Giehen. Der ordentl. Professor für Veterinär- anatomic Dr. Wilhelm Schauder hat den an ihn ergangenen Ruf an die Tierärztliche Hochschule Berlin abgelehnt. ** Sitzung des P r o v i n z i a l a u s s ch u s - s e s. Am kommenden Samstag, 22. Februar, vor- mittags 8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provindalausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1 Antrag des K re i samts Friedberg auf Entziehung der Erlaubnis des Adolf Worel in Rödgen zum Betriebe einer Schankwirtschaft; 2. Klage des Wilhelm Tischer in Gießen gegen das Kreisamt Gießen wegen Versagung eines Wandergewerbescheins für 1930; Berufung der Gemeinde Usenborn gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Büdingen vom 10. Dezember 1929 betr. Entschädigungsanspruch der Gemeinde Usenborn gegen die Gemeinde Hirzenhain für Wcgeherstel- lungstoften aus Anlaß der Abtrennung des Gs- marfungsteils Margaretenthal von der Gemarkung Usenborn und Zuteilung zur Gemarkung Hirzen- Hain. ** Arzdorf geht nach Frankfurt. Franz Arzdorf, Mitglied des Gießener Stadtcheaters, wurde von Direktor Arthur Helmer, Neues Theater, Frankfurt a. M., von der nächsten Spielzeit ab mit einem dreijährigen Vertrag verpflichtet. •• D i e kirchenmufikalrichen Abendfeiern, die seither hier stattgefunden haben, fanden in den Kreisen der evangelischen Kirchen- gemeinde großen Anklang. Am nächsten Sonntag, 20 Uhr, wird der Gemeindeverein der Lukasge meinde in Verbindung mit dem Verein für christliche Musik eine Feier dieser Art in der Johanneskirche veranstalten. Die Oratorien- und Konzertsängerin Frk. Emmy Schaum aus Frankfurt a. M., die wiederholt hier unter großem Beifall gesungen hat, wird zusammen mit dem Organisten Lehrer Habicht und dem Verein für christliche Musik hierbei mitwirken. Dieser Verein, der im vorigen Jahre begründet worden ist, hat seither schon bewiesen, daß er befähigt ist, Kirchenmusikalisches in schöner Form darzubieten. Der Reinertrag soll der Schwe- sternstation der Lukas- und Petrusgemeinde, die seit dem 15. Januar besteht, zugute kommen. Man beachte die heutige Anzeige. *• Vier Wochen ;u früh. Gestern vormittag ritt ein Landwirt aus einem entlegeneren Ort der Umgebung Gießens die Grünberger Straße herunter, neben sich einen Prachtgaul mit neuem Halfter führend. Aus die Frage eines Vorübergehenden nach dem Woher und Wohin antwortetete der Reiter, „ei uff de Gäuls- mährd." „Ra, da kommt Ihr aber noch früh genung, dcr Gäulsmährd is erscht in väer Woche, aich hunn e Lus, do schtieht druff am 19. Mär;." „Gewirrer noch eninn, do hun aich mich abber arg verguckt, aich mahnt, es wär am 19. Februar. Na, da bleibt mer weiter naut über, als Widder Haarn ze reite.“ Und mit einem eleganten Kehrt marsch! ritt der Mann wieder aus dem Weichbild der Stadt hinaus. ten müssen, bleiben Sie an Ort und Stelle! Das Auto lassen Sie so lange in der nächsten Straße hallen! Haben Sie verstanden?" „Ja!" „Wenn meine Nichte weggeht, folgen Sie ihr. Ich nehme an, daß sie einen Wagen nehmen wird, dann fahren Sie ihr nach. Natürlich darf sie nichts davon merken! Ihre Aufgabe besteht darin, herauszubekommen, wohin meine Nichte sich begibt!“ Honnecker machte eine kurze Pause. Seine Hände hatten sich geballt. „Sollte meine Nichte sich mit einem Herrn treffen, fo hoben Sie in Erfahrung zu bringen, wo er wohnt. Sie werden also, wie vorher meiner Nichte, dann ihm auf den Fersen bleiben. Falls er im eigenen Wagen da ist, genügt es, wenn Sie sich seine Autonummer merken." In Rönnebergs hagerem, undurchdringlichem Gesicht hatte sich kein Zug gerührt. Nur seine Augen hatten einige Male unmerk.ich aufgezuckt. „Sie sind also im Bilde?" fragte Honnecker. „Vollständig!" „Ich rechne darauf, dah Sie die Sache zufriedenstellend besorgen!" „Sie können sich auf mich verlassen, Herr Honnecker!" Mit spöttischem Lächeln sah Honnecker dem Angestellten nach, der rasch aus dem Zimmer ging. Es war doch gut, wenn man solche Kreaturen, wie diesen Rörtneberg, zur Verfügung hatte! Man konnte sie immer wieder einmal gebrauchen! Die nächsten Stunden arbeitete Peter Honnecker fieberhaft. Hin und wieder sah er auf die Uhr. Um die Mittagsstunde ver.ieh er das Bureau, um in einem nahegelegenen Restaurant zu speisen. Nach einer halben Stunde war er wieder zurück. »Ist Herr Rönneberg noch nicht gekommen?" fragte er den weißhaarigen Angestelllen. „Bis jetzt nicht, Herr Honnecker." Honnecker ging in feinem Zimmer hin und her. Sollte er sich getäuscht haben?... Hatte Eva gar nicht die Absicht gehabt, seine Pariser Reise zu benützen, um auf verbotenen Wegen zu gehen?... War sein Verdacht unbegründet gewesen? ... Er verwarf diese Zweifel. Er konnte sich auf feine Augen verlassen! Das veränderte Wesen, das Eva seit einiger Zeit zur Schau trug, kam nicht von ungefähr. Da steckte ein Geheimnis dahinter ..., und dieses Geheimnis war, das sagte ihm sein untrügllcher Instinkt, ein Mann! Gegen 3 Uhr erschien endlich Rönneberg. „Nun?..." fragte Honnecker ruhig, aber der andere hörte die fieberhafte Spannung aus dem einen Wort heraus. „Um 2 Uhr hat Ihre Nichte das Haus verlassen, An der nächsten Autohaltestelle hat sie einen Wagen genommen. Ich bin ihr, wie Sie befohlen haben, unauffällig nachgefahren." „Wohin ist sie gefahren?" „Zunächst durch die Hubertus-Allee, sodann über den Kurfürstendamm. Mein Wagen blieb immer dicht hinter dem anderen. Ich sah neben dem Chauffeur, den ich entsprechend verständigt halte, und ließ das Auto Ihrer Nichte nicht aus den Augen." Er machte eine kurze Pause. Ein stechender Bllck kaum aus den etwas zusammengekniffenen Augen. „Leider ist sie mir dann doch entwischt", sagte er und zuckte verlegen mit den Schultern. Honnecker sprang auf. „Was sagen Sie? ... Entwischt?..." „An der Kreuzung der Uhlandstraße war, als wir hinkamen, gerade Verkehrswechsel. Der Wagen Ihrer Nichte wurde noch durchgelassen, unserer aber mußte stehen bleiben. Wir sind zwar, als dann die Fahrt wieder frei war, wie der Teufel losgcsaust, aber den anderen Wagen haben wir leider nicht mehr eingeholt. Er war uns aus den Augen gekommen. Wir hoben die ganze Gegend um den Zoologischen Garten und die ®e- dächtniskirche abgcsucht...“ Honnecker warf den Löscher, den er ergriffen hatte, auf den Schreibtisch, daß es krachte. „Sparen Sie sich weitere Worte!" schrie er Rönneberg an. „Sie sind ein Idiot! Zu nichts kann man Sie brauchen I" Des anderen Gesicht wurde fahl. „Herr Honnecker!" begehrte er auf. „Halten Sie das Maul! Da plagt man sich mit Leuten eures Schlages jahrelang herum, und wenn man euch einmal braucht, verdummt ihr alles! Ich habe gute Lust, Sie heute noch an die Luft zu sehen!" In den D.icken des anderen schwelte abgrundtiefer Haß. „Dazu haben Sie kein Recht, Herr Honnecker!" antwortete er, ohne die Stimme zu erheben. „Ich habe getan, was in meinen Kräften stand..." Honnecker trat ganz nahe auf Rönneberg zu. Die Adern auf seiner Stirne waren geschwollen. Sein breites, häßliches Gesicht war von dunkler Röte überfloffen. Maßloser Zorn, dah Eva seinen Nachforschungen entgangen war, dah er nun nicht wußte, mit wem sie sich getroffen hatte, kochte in ihm. „Ich habe kein Recht dazu, meinen Sie?..." fuhr er den anderen an; seine Stimme klang nun wieder ganz kalt: „Zerbrechen kann ich Sie, wie man ein verfaultes Holz zerbricht! Vergessen Sie nicht, daß ich S-e in der Hand habe und daß, wenn ich will, S e morgen schon hinter Schloß und Riegel sitzen:" Er wandte sich ab und setzte sich an seinen Schreibtisch. (Fortsetzung folgt.) Wirtschaft. Fried. Krupp A. G. Die F r i e d. K r u p p 21. * (9. in Essen schließt ihr Geschäftsjahr 1928 29 mit einem Betriebsüber- jchuß von 38 160 399,21 Mk. gegen 40 019 916,66 Mk. tm Vorjahr ab. Hinzu kommen noch verschiedene Einnahmen (Ertrag aus Beteiligungen, Zinsen usw.) in Hohe von 6 941 094,59 (i. 23. 3 664 283,99) Mk., sowie der Gewinnoortrag aus 1927 28 in Höhe von 4 013 883,73 (1 036 673,63) Mark. Dagegen betragen d^e Steuern einschl. Jndustriebelastung 15 619 765,67 (14 021 223,73) Mk., die Ausgaben für Angestellten- unb Arbeiteroersicherung 12016645,49 (11867303,38) Mk., die freiwilligen Woylfahrtsausgaben 5313026,29 (5 380 088,69) Mk., Zmfen, Derofchäden, Patent- obgaben, Lizenzgebühren, Abschreibungen auf Wert- pap.ere und dgl. 5 246 828,21 (6 438 374,75) Mark. Insgesamt erreichen die Ausgaben 38 196 265,66 (37 706 990,55) Mark. Es ergibt sich also ein R e i n • gewinn von 10 919 111,87 Mk. gegen 7 013 883,73 im Vorjahr. Die Dechilfen für die Pensionäre wurden auch im verflossenen Jahre aus der Geschäftskasse bestritten. Der bisherige, unter Mitwirkung von Vertretern der Arbeitnehmer verwaltete Son- derfonds für die Sicherstellung dieser Beihilfen in Höhe von 3 Mill. Mk. bleibt daher unverändert, sofern er nicht durch die von der Steuerbehörde noch immer festgehaltene Forderung der Besteuerung die- ser Summe eine Verminderung erfährt. Von der Ausschüttung einer Dividende wird abgesehen. Nachdem die frühere Rückstellung auf Werkerholtungekonto im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Sonderabschreibungen auf die Neuanlagen bestimmungsgemäß verwandt wurde, wird aus dem Rein- gewinn diese Rücklage in der ursprünglichen Höhe von 9 Mill. Mk neugebikdet, um für weitere Aufgaben auf dem Gebiete betrieblicher Erneuerungen gerüstet zu sein, 1 919 111,87 (4 013 883,73) Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen. Die Zahl der Werksangehörigen. einschließlich derjenigen der Tochterunternehmungen, betrug am 30. September 1929 insgesamt 63 052 (69 939). Bei den angeschlossenen Werken und Handelsunternehmungen waren weitere 21 700 (22 400) Personen beschäftigt. Die Fried. Krupp Grusonwerk QI.-®, in Magdeburg erzielte im Geschäftsjahr 1928'29 einen Gewinn von 690 108,06 (i. V. 681 070,77) Mark. Die Zahl der Werksangehörigen betrug am 30. September 1929 insgesamt 5065 (5789). Die Fried. Krupp Germaniawerft QI.-®, in Kiel weist einen Verlust von 551 143,82 Mk. gegen einen Gewinn von 89 843,44 Mk. im Vorjahr. Der Verlust ist auf den drei Monate langen Streik, sowie auf die Vornahme von Sonderabschreibungen xurückzuführen. Die Zahl der Werksangehörigen betrug am 30. September 1929 2923 (5179). Die Aktiengesellschaft für Unternehmungen der Eisen- und Stahlindustrie in Berlin hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder auf die Verwaltung ihrer Wertpapiere und Beteiligungen beschränkt. Die Gesellschaft schließt ihr Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 127 470,67 Mk., gegen einen Verlust von 332 334,13 Mk. im Vorjahr. • Der Verkehr auf der Reichsbahn. Om Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn setzte sich im Januar 1930 die rückläufige Bewegung fort, zumal da infolge des milden Winters die Hausbrandversorgung nur g r nge Anforderungen an die Eisenbahn stellte, die Wasserstraßen im allgemeinen leistungsfähig blieben und der Kraftwagen auch im Fernverkehr kaum durch Schnee und Eis behindert wurde. 3m Personenverkehr wirkten sich die zunehmende Erwerbslosigkeit, die Ausdehnung der Kurzarbeit, sowie der schlechte Geschäftsgang in Handel, Gewerbe und Industrie ungünstig aus. 'Stt Wintersportverkehr blieb infolge des milden Wetters ohne Bedeutung. • Der Erzbergbau im Januar, lieber die Lage des Erzbergbaues im Januar wird berichtet: Siegerland: Bei den Siegerländer Gruben sind Veränderungen in Förderung und Absatz gegen den Vormonat nicht eingetreten. Infolge der milden Witterung konnten (im Gegensatz zur gleichen Zeit des Vorjahres) Aufbereitung und Versand ohne Unterbrechung vorgenommen werden, so daß Vorräte nicht entstanden. Lahn-Dillgebi^t einschl. Oberhessen: Durch die Stillegung der Bremer Hätte wird das Qlbfahgebiet der Lahnerze wiederum verfeinert werden. Auch indirekt werden sich für die manganhaltigen Brauneisensteine verstärkte Absatzschwierigkeiten ergeben, weil die von Der deulsche Außenhandel im Januar. Die Ausfuhr (einschließlich der Reparations-Sachlieferungen 1092,3 Mill. Mk.) hat gegenüber dem Vormonat um 29,4 Mill. Mk. zugenommen. Der Anteil der Reparations-Sach- lieferungen an der Ausfuhr im Januar beträgt 53,8 Mm. Mk. (Dezember 60,2 Mill. Mk.). Die Einfuhr hat etwas stärker zugenommen. Insgesamt sind für Januar 1294,9 Mill. Mk. als Einfuhr festgestellt. Diese Zahl ist jedoch nicht ohne weiteres mit der ausgewiesenen Ausfuhrzahl in Verbindung zu bringen, da sie neben der eigentlichen Monatseinfuhr auch noch die Beträge umfaßt, die sich aus den Zollabrechnungen am Ende des Jahres ergeben. Diese Zollabrechnungen umfassen die Mengen, die während des vorauf gegangenen Halb ahr es aus den Zollabrechnungslägern in den Verbrauch überführt worden sind. Erst diese Qlbrechnungen liefern die Unterlagen für ihre statistische Erfassung. Die durch die im Januar (auch in den folgenden Monaten finden noch Qlbrechnungen, wenn auch wesentlich geringeren Almfangd, statt) vorgenommenen Zollabrechnungen ausgewiefene Einfuhr des letzten Halbfahrs beläuft sich auf 223 Mill. Mk. Mithin verbleibt als Monatseinfuhr für Januar, die der mitgeteilten Ausfuhrziffer gegenübergestellt werden kann, lediglich ein Betrag von 1071,9 Mill. M k. Zuzusehen wäre hier allerdings der zahlenmäßig noch nicht bekannte Zollabrechnungsverkehr für Januar 1930; doch wird dieser nicht so hoch zu veranschlagen sein, daß dadurch die Einfuhrziffer wesentlich über die Ausfuhrziffer steigen würde. Man kann um so mehr von einer f a ft ausgegl ichenen Handelsbilanz im Januar sprechen, a2s das 3a- nuarergebnis in der Einfuhr auch noch durch ein anderes, nur einmalig wirkendes Moment, nämlich die Voreindeckung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Hinblick auf die Zollerhöhungen. beeinflußt ist. Die bei den vorstehenden Betrachtungen abgesetzten 223 Mill. Mk. belasten nun aber nicht die Handelsbilanz des Vorjahres. Denn in den Zahlen für 1929 sind die Abrechnungen über das zweite Halb ahr 1928 enthalten, die sich auf 260,5 Mill. Mk. beliefen. Die Zunahme der Ausfuhr entfällt auf di" Gruppen Fertigwaren (-p 20.4 Mill. Mark), sowie Rohstoffe und halbfertige Waren (-j- 15,6 ^uiL Quarr). Unter den Fertigwaren verzeichnen eine Mehrausfuhr insb.sondenrr die nicht- elektrischen Maschinen (+ 18 Mill. Mark) und die Textilsertigwaren (+ 11,6 Mill. Mark), unter diesen namentlich Gewebe aus Baumwolle und Wolle. An der Zunahme der Ausfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren sind vorwiegend beteiligt nichtölhaltige Sämereien, schwefelsaures Ammoniak, Abfälle von Rohbaumwolle und E senhalbz:ug. Die AuZfuhr von Lebensmitteln und Getränken hat um 5,6 Mill. Mark abgenommen, vornehmlich infolge einer geringeren Ausfuhr von Roggen (— 4,6 Mill. Mark). Von den wichtigsten Reparations-Sachlieferungen im Januar 1930 gehören zu der Gruppe Rohstoffe und halbfertige Waren: Steinkohlen mit 11,1 und schwefelsaures Ammoniak mit 3,8 Mill. Mark; zu der Gruppe Fertigwaren: Walzwerkserzeugnisse und sonstige Cisenwarcn mit 8,5, mchtelektrische Maschinen mit 8,6, Wasserfahrzeuge mit 3,7, chemische Erzeugnisse einschließlich der Farben mit 2,2, Papier und Papierwaren mit 2,1 Mill. Mark. An der Steigerung der Einfuhr sind alle Warengruppen beteiligt. Die stärkste Zunahme (+ 170,2 Mill. Mk.) weist aus den eingangs bargetegten Gründen die Gruppe Lebensmittel und Getränke auf, bei der namentlich die Einfuhr von Gerste (+ 72,5 Mill. Mk.), Kaffee (+ 40.1 Mill. Mk.) und Weizen (+ 24,0 Mill. Mk.) höher ausgewiesen ist. Auch die Gruppe Rohstoffe und yalbfertige Waren zeigt eine erhebliche Zunahme der Einfuhr (+ 93,7 Mill. Mk.), die insbesondere bei Mineralölen (+ 46 Mill. Mk., überwiegend Zoillabr chnungen), Wolle und anderen Tierhaaren (+ 22,1 Mill. Mk.), Oelfrüchten und Oelsaaten (+ 18,6 Mill. Mk.) sowie rohen Pclzwerkfel'en (+ 7,3 Mill. Mk.) festgestellt ist; die Einfuhr von Baumwolle hat dagegen um 9 Mill. Mk. abgenommen. Weniger bedeutend (+ 11,5 Mill. Mk.) ist die Zunahme der Einfuhr von Fertigwaren, unter denen Woll- und Seidengcwebe, Kraftfahrzeuge (Zollabrcchnungen) und Leder mit höherer Einfuhr hervortreten. der Bremer Hätte bisher verhlltteten mangan- haltigen Siegerländer Spateisensteine auf den Markt der in.ändischen Manganerze drücken werden. Die Zukunft wird sich also noch schwieriger gestalten. Im Berichtsmonat wurden gefördert 77 013 Tonnen, abgesetzt 72 210 Tonnen, so daß 4803 Tonnen auf Halde geworfen werden mußten. * Danatbank — Ioh. Derenberg- Goßler & So., Hamburg. Zwischen der Darmstädter und RationalbankK. G. a. Ql, Berlin, und der Firma Ioh. Berenberg-Goßler & So., Hamburg, ist ein enges Freundschaftsverhältnis vereinbart worden, das seinen Ausdruck darin findet, daß Freiherr v. Berenberg-Goßler in den Hamburger Lokalausschuh der Danatbank eintritt und dort gemeinsam mit dem bisherigen Vorsitzenden den Vorsitz übernimmt, während der Direktor der Hamburger Filiale der Danatbank, Gutschke, als Mitinhaber in die Firma Ioh. Berenberg-Goßler & So. auf genommen wird. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 20. Febr. Tendenz: Geschäftslos. — Auch heute war die Geschäftslosigkeit wieder ausschlaggebend für die Sen- benagestaltung. Anregungen waren nicht vorhanden, ebenso fehlten wieder Aufträge, so daß die Spekulation keine Deckungen vornahm. Zu den ersten Kursen kam verschiedentlich Material in größerem Umfange an den Markt, und es ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörfe überwieg:nd kleine Abschwächungen. Bcr- ftimmeno wirkte die weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit im Reiche und die j^wächere gestrige Reuyorker Börfe. Hinsichtlich der innenpolitischen Lage war man ebenfalls unbefriedigt, so daß die Börsensituation heute wieder sehr t r o st l o s aussah. Die günstigen Geldmarktverhältnisfe und die Hoffnung, daß bald eine Klärung bei der Finanzbcralung eintreten werde, hatten jedoch im Grundton der Börse eine gewisse Widerstandsfähigkeit zur Folge. Gleich nach den ersten Kursen machte sich seitens der Kulisse einiges Deckungsbedürfnis bemerkbar, und in Spezialwcrten konnte sich das Geschäft, aber auch nur vorübergehend, etwas beleb.n. Daraufhin stellte sich verschiedentlich eine Besserung ein. Am Elektromarkt lagen in erster Linie Ql®®, etwas gebessert, bei einig r Nachfrage. Schuckert waren gut behauptet. In Siemens kam vorläufig feine Rotiz zustande, doch wurde der Kurs hier etwas höher taxiert. Rur Felten waren etwas nachgebend. Am S£e.r.i:mar2t eröffn: tn Farben und Rütgerswerke leicht gedrückt. Deu sche Erdöl verloren 1 v. H. Am Montanmarlt kamen Olb- schlüsse kaum zustande, doch ergaben sich hier bei fast allen QSer'en kleine Des erungen. Schisf- fahrts- und Bankaktien lagen von 0,5 bis 1 v. H. niedriger. Etwas mehr Interesse bestand für Zellstoff Aschaffenburg, die 1,5 Prozent gewannen. Auch Kunstseidewerte lagen leicht erhöht. Bon Dauuntemehmungen konnten Holzmann ihren Gewinn der gestrigen Abendbörse behaupten. Renten hatten kaum Geschäft zu verzeichnen und waren leicht nachgebcnd. 3m Verlaufe trat eine gewisse Freundlichkeit etwas mehr in Erscheinung. Vor allem stimulierten die f l ü s s i g e n Geldmittel, die man in Zusammenhang mit einer baldigen Diskontsenkung bringen zu können glaubt. Gegen Anfang traten überwiegend Besserungen bis zu 1 Prozent ein. Das Geschäft war aber im allgemeinen nicht besonders lebhaft, nur Spezialwcrte traten etwas mehr hervor. Olm Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1905, gegen Pfund 20,3650, gegen Paris 124,25, London gegen Kabel 4,8600, gegen Mailand 92,85, gegen Madrid 38,80, gegen Schweiz 25,1990, gegen Holland 12,1190. Berliner Börse. Berlin, 20. Febr. Obwohl Dormittagsverkehr und Vorbörse völlig geschäftslos lagen, lieh sich schwer eine etwas gebet erte Stimmung erkennen. Der schwächere Schluß der gestrigen Reuyorker Börse übte keine Wirkung aus, und man glaubte, daß sich die höheren Aöendbör enkur e würden behauptest können. Die abgeschlossenen Kreditverhandlungen der Stadt Berlin, die steigende Ruhrkohlenförderung, der G.ldzufluh aus Spanien und die Verständigung der Rohgummiproduzenten boten der Börse wirkungsvolle Qln- regungen. Die Dividendenreduzierung der Olllge- meinen Deutschen Kreditanstalt kam nicht mehr unerwartet. Die offiziellen ersten Kurse tagen, besonders infolge der drückenden Geschält lo ig- keit, nicht mehr durchweg auf dem erhöhten Abendniveau. Die Börse wurde auch beeinflußt durch den Freitod eines an der Börse beliebten Maklers. Einige Werte eröffneten mehr als 2 v. H. gegen den gestrigen Aöendschluß gebef- fert. So lagen Zellstoff Waldhof, Aschaffenburger Zellstoff, Polyphon, Hotelbetr'eb, Rheinische Braunkohlen und Aku 2,5 bis 3,75 v. H. höher. Ehadeaktien gewannen 4,25 Mark. Auch Dessauer Gas und Gcs.ürel kennten sich etwas be fem. Auf der anderen Seite erschienen Hammer en wie er mit minus-minus. Auch Hansa Lloyd, Schle i che Zink, Selten, Gebrüder Körting, Feldmühle, Svenska und Deutsche Atlanten verloren 1 bts 2 v. H. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer nicht einheitlich. Der Pfandbriefmarkt war n'ch (ScrolnnnusAuq 5. Klasse 34 Dieufeiicb.«sübbeu14)e (26(1. Preuß.) Äluficn-Voticrie Ohne Cneroäbr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, unb zwar je einer auf bie Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I unb 11______________ 10. Siebungstag 19 Februar 1930 2n der heutigen Vormittaasziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 ©ttolnn« ,U 300000 TO. 20873 4 Stm-nnt .n 26000 M. 185255 207316 2 Cttolnne .v 10000 TO. 211970 6 C'erohme »u 6000 TO. 115900 267238 359898 4 Vewinn» «u 3000 TO. 186383 354320 22 (Tetoinnf -u 2000 TO. 18151 85063 127416 127745 165355 188260 254604 316720 316902 326806 331160 52 »etmnne Au 1000 TO. 592 2032 12307 31920 80209 74991 94306 123983 128729 140876 182715 214832 231269 241271 260746 265169 297129 301845 304019 320338 335455 350212 354156 356925 374353 398626 82 @»tDume *u 500 ‘”L 4059 15152 18330 24224 34844 37304 45130 52470 52917 60706 71520 82312 88130 101177 127240 127874 133255 141006 152766 194351 218130 241266 260970 263715 272438 276435 281775 297933 298547 320211 323536 323951 324824 347257 358963 365425 372823 374113 381895 332137 397620 252 Vetoinne mi 300 TO. 667 11290 14426 17481 22234 29272 29436 31306 33521 33546 42010 47086 50882 58690 60695 80180 80712 826r-9 84687 92041 93250 93372 94632 95186 95668 96047 96052 98485 98942 100448 103298 104171 105184 105204 106030 103327 107367 116491 120662 124131 128558 136620 138157 133586 138648 142722 145752 148526 148883 149789 156634 157308 157888 161013 161122 161610 167234 167410 168634 173630 178447 181684 183900 188939 193844 196127 198044 201784 205113 206419 209685 210497 218796 222152 225891 236557 239599 245734 249337 251387 254572 254703 261675 262025 269054 272444 273536 275885 283625 296773 303585 311006 312228 314342 330627 331460 334673 339888 343547 343750 345174 348240 349686 349814 354548 355887 356066 358901 365502 366975 370915 371837 379729 381013 331567 382689 385775 387674 388481 388586 391531 394128 394145 397030 399299 399408 Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 ®e»lnne jn 10000 TO. 19750 156942 2 Gewinne ju 3000 TO. 49383 10 ««»inne ,a 2000 TO. 3452 25772 203946 245221 288249 44 Gewinne 1000 TO. 8072 17460 20663 27537 45623 57466 76040 84346 118369 118390 139730 178805 193274 227563 241382 288345 297318 317210 364492 372574 377677 392101 72 ®»tn nre 8u 600 TO. 6334 19115 20461 37472 38446 38681 46934 52726 61890 69515 87896 100725 107492 140963 153148 164454 181718 190412 203977 210639 224866 235369 246577 271363 272035 274114 275964 290413 291479 292407 314779 331175 367439 373888 384459 392607 206 Gewinne tu 300 TO. 1269 5288 8160 14460 17067 17678 34700 35483 35700 38646 42885 43152 45945 49368 52381 55499 71382 71398 79562 80151 81210 87517 93658 99171 101549 105038 105500 103330 111184 117431 118453 123011 125805 139232 144364 148076 159678 164701 168141 172034 172599 178786 181539 184364 184831 185647 188075 196551 197578 197683 198177 232171 235558 236181 236L85 241287 250278 252535 254893 256829 263456 265037 268436 273191 274174 275239 286756 290057 290078 294887 298585 300082 306226 307213 312430 325477 325720 326864 327096 327192 328084 335953 337832 339324 341810 346480 352251 355785 363941 363965 364552 368217 369161 375071 380101 385544 388738 389042 391907 392826 393668 397123 398495 Die in der heutigen Vormittaasziehung gezogenen beiden Hauptgewinne von je 30000 > M. fielen auf Nr. 20873 in Abteilung I nach Vreslaa >n Abteilung ll nach München. Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu fe 600000, 2 Gewinne zu je 5(0000, 2 zu fe 200000, 4 zu Je 75000, 2 zu je 50o00, 8 zu fe 25'100, 48 zu fe 10CXX), 104 zu fe 5000, 30H zu fe 3000, 538 zu je 2000, 1428 AU Je 1000, 80ÜÖ AU Je 600, 7810 zu je 300 M. Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 v. H., Lombardzinsfuß 7 v. H. animr o anlniri o B" l, annuri a BerN- » I'H >« U »• > । -0, - ' u «"■ ünianfl. Kur Datum L. V 20 2 19.2 20 2 Datum 19.2 20 2 19 2 20. 2 Tamm 19. 2 20- 2 19 2 20. 2 6% Deunche Reichsameihe ouinuurn-vtinenlü Pole. . . IUÜ 99,5 99.5 99,25 Bereuitgle Siahiiverie . 160.25 — 100.25 100,5 von 1927 .......... 7% Deutsche Reichsanleihe 87,5 87.4 —- s>amburg-Südam.Tampfschiss. 8 — — 168 Olavi Minen...... 16', —— — 56.5 56,5 Hama Tampsschiss.....1° — — 146 145 Kaliwerke ÄicherSIeben . . . i 207.25 — 207 — von 1929 .......... 87 •*— 97,25 1 •Xorbbeutitfier Llohb.....f — — 103,25 103 Kaliwerke Ljestercgeln . . . i 212 — 211 — Tculjche AnI.»M>Iöi.-SchuU> mit 51,9 Allgemeine Deutsche Lrcdttanlt. 10 121,25 — 121.25 120,9 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 1 350,5 — 350,75 352 Äuslos.-Rechten....... 51,75 —■ .1,8 Barmer Bankverein .... 10 >29 128,5 129 128,5 Desgl. ohne Ausloi.-Rechte . . 3.45 8,3 8,4 8.4 Berliner Handelzgeieltschast . 12 ■— 85,5 186 y. G- ^arben.InbusMe . . . 1: '62.5 162 161,4 161.4 8% Heil. Bollsstaat von 1929 (tudtablb. 102%)...... 87 aommerv und Prival-Bank . 11 55 • 155 155 155 Dvnamii Nobel ..... i —- 86/ Darmstädter Und NoUonaibcmk U ’36 —* 235 236 Scheideanstalt...... — — — — Lberhelien Provinz • Anleihe mli 49,25 Deutsche Bank und 148,5 Goldschmidt...... 67 — 67.5 66.75 Äuslvl.-Reckien...... —1 2 * 4 * * * * * 10 d — TiSeonto-GeseUschasl, . . . 16 149 — • 49 Rütgerswerke...... i 75 74,75 74,75 74 5 Ternsche Komm. Eammelabl. 49,1 49,4 Dresdner Bank......10 149 148,75 149 149,5 Metallgesellschaft..... 1 09 109.5 109 Anleihe Serie 1...... •*— Peicksdanl........12 >94 293 <'92,5 292.25 8% -Irantf. Hrw.-Bank Goldpse XIII unkündbar bis 19g« . . . 7% Rrantf. Hvp.-Bani Goldpse 96,5 — - - A.S.«............8 Bergmann.........9 LIeltt. Lieserung-geseNschast. 10 1.25 201 171,75 170,25 201 170,75 Phtlwv Holzmann .... Zementwerk Heidelberg . Zementwerk Karlstadt. . . Waysi & Drehtag .... f "1 96,5 122,5 95,5 .6,5 — unkündbar bis 1932 .... 85.75 —- — — 61,25 160,5 . 1 141,5 86 4y,% Rbemiiche Hvp.-Donk 83 Licht und grast......10 '64 — 163 164 85,5 Liou. Goldpse........ 6% Pr. Landespsanbbriesanstalt. — .jellen L Guilleaume ... 7^ Gesellicbast für Slektrische 25 124,25 124.5 123,25 Schultheis Patzenhofcr . . Ostwerke........ . I 270,25 270 Plandbrieie R. 17..... 8% Pr Lanveepsandbrirsanstali 97 —— 97 — Unternehmungen .... 10 Hamburger Sirfiriihdtif-Öcrte 10 66 166.25 । 4,75 166,5 . J — — 209 208 6 4,5 93.75 — — 133 — 111,75 — 08,5 111 ftomm^Cbl. R. 16...... E— E» Rheinische Elektrizität .... 9 — — 142 Bemberg........ ZelMoss Waldhos .... Zellstoss Aschaskenburg . . Lharlottenburger Wasser . 162 161,5 161,13 7% Pr. Lanveepsandbriesanstalt 88,5 89 Lchlesiscke Elektrizität. ... 10 — — 163 162,5 13‘ — 201,5 204,25 Pfandbriefe IN. 10...... — Schutkert L Eo.......11 187 187 84.75 186,75 149,5 151 49.75 152,5 0.Ü.®. abg. !8ortrh'fl6*£ibltgatio nen rüdtablbar 1932 .... — — — — Siemens S Halske.....16 Transradio.........8 -57,5 258 >56,25 127 257,5 Il2,75 169 103,25 170 5 tlabmeycr SEo.......1< 65 — 165 — Daimler Motoren . . . . . < — 37,25 37,t 37,75 4% Ccfienetdnidy Goldrenic . — — 29.4 Buveruo..........5 Deutsche Erdöl 74 _ 74.5 1,5 _ Deutsche t'lnoleum . . . 245 245 243 43,75 43.5 4,20% Oesterreichische Stlberreni, 5 5 5 100,5 101,25 Rat. Auwmobil..... 18.5 -4,25 60,5 <48.5 4% Ceftencldilidie Einheitlich. Essener Sieinkohle......» — 132 73,5 160,5 347 Rente .... .... z.825 — 2,9 25 — Gelsenkirchener.......> — 134.75 34.6u 135,5 OrenOein L Koppel . . . • • 4% Unnarildif Goldrente . . . -6,13 26,05 26.25 Haroener..... '35 .35.65 135,5 Leonbard Tietz..... . ] 4% Uagariichc Etoaloreniev. I9l< — ** 23.4 Hoesch Eisen........6' — .09 108,5 4H% dekgl. von 1913 .... — — 24.5 — 3de Bergbau.......1 — — 252 252,5 38.9 <9,5 4% llnflarildie Rronenrrnte . . '.75 —— .85 7.65 klochierwerke........ • 05 — ■ 04,5 104,9 frankfurter MalchUlen . . • . • — — 4% Türkische Aollawethe von 191' 6.9 6,9 6.6 6,9 Söln-Neuessen........ — — 10c 116,25 (Männer ....... s .25 — 50 — 4% Türkische Bagdadbabn-Ani Mcmnesmann.Röbren .... • 01.25 04 Il3 102,75 Heoiigenktaedt..... 5 — 45.25 — Gerte l.......... t,6 •• ,75 Plansselder Bergbau..... 04.5 — 3.75 104 ftunghane........ 45 ■■ *- 4% deiql. Serie II...... .9 •— .75 Lberschles. Eisenbedars .....’ — * — — Lechwerke........ '65 ■ — — 5% Rumänische vcreinh. Rente 0,65 tberlckles. Aokswrrkc..... — — .9 65 99,6 Mainkraftwerke Höchst a. M 107 — — — von 1903 .......... 10,65 — — Phönix Bergbau......6' 02.5 — • 2,4 102.4 Miag.......... . 1 30.75 — 129 129 4y,% Rumänische vereint,. Renn Rheinische Braunkohlen . . I1 240 238,5 240,9 Gebr. Roeder...... . 1 119 —— — — von 1913 ......... 16,75 * 16,9 •— Rhclnslahl......* • • 1 '15,13 115 H4,5 114,13 Botgi L Hacssner . . . . Süddeutsche Zucker . . . 218 —— 218 —• 4% Rumänische vereint». Rente . 8.575 8,5 — • — . 16 159 159 158 Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Araokfurt a. ITC._____ Berlin, 19 Februar (Reit örlt| ' umcritaiuKöe 'J.oten..... Belgische Noten........ Taiiilche Noten........ Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten...... stt licnische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Ocsterr.4100Kronen Numänische Noten...... schwedische Not-n...... Schweizer Noten....... Spanische Noten . ...... Tick chwlowakische Noten . . Ungarische Noten ... 4.167 58.22 111.90 20,31 16,40 167.63 21.95 111.78 58.83 2.465 112,13 80.68 51.89 12,352 72.95 4.187 58.46 112.34 20,39 16,46 168.31 22.03 112.22 59.07 2.485 112.57 81.00 52.11 12.412 73.25 9 fcbruai 20 iXebruai Ämrliche Notierung «eld ; Brie. Vlniilidie Nvl'erung «eld Bries Linst.« Nokt. 167.92 168.26 167.83 168,17 Bu n-.Aire» 1,58b 1.592 1.546 1,580 Bris- Lnlw- 58,32 58.42 58,28 58.40 Chriltiania. 11.93 H2.15 . '11.87 112,09 Kop.'iihag.'N 12.05 112.27 112,02 112,24 Stockholm . 12.29 112.5u 112,27 112,49 Heliingfors. <0,533 10.553 10 53 10,55 Italien. . . 21,9 21.94 21,905 21,945 London. . . '0.351 20.391 20,445 20,385 Neunork . . 4.1885 4,1965 4,186 4,194 Poris.... 6.375 <6.415 16,37 16,41 Schweiz .. 80,76 80,92 80,72 80.88 Sva i:n. 51.75 51.85 52.30 52.40 Japan . . . h'io de Jan Wie i in D-- 2,057 2.06) 2 057 2.061 .47 0.473 0,466 0.468 Ceft. obgeft 58,93 59.05 58.92 59.04 Prag . . . <2.397 -2.417 12.394 12,414 Pel irab . . 7.37' 7.385 7,371 7 385 Dudav-st - - '3,145 73.285 73,12 73.26 Bul arten 1,027 3.033 3,027 3,033 V'ffabon 18.84 18.86 18 88 18.92 TanzI). Sin prachtvoller Porzelianteller aus dem Haushalte dieser Frau wird heute noch in einer Familie ihrer Rachkommen in Ehren gehalten. y. Lollar, 16. Febr. Heute nachmittag und am Abend wurde in Der Kirche zu Kirchberg der zweite Jndiensilw der Basler Mission mit Er lärung von Missionar Lauk, Frankfurt, einer sehr za^reich versammelten Gemeinde vorgeführt. Die einzelnen Teile waren durch Gesang der Gemeinde miteinander verbunden, so daß Die ganze Veranstaltung ernstes, gottesdienstliches Gepräge trug. Der kulturgeschichtlich interessante Film mit Den Erlebnissen in Der Missionsarbeit hinterlieh einen nachhaltigen Eindruck. KreiS Friedberg. * Butzbach, 19. Febr. Zu dem Bericht vom vorigen Montag über den Autozusammen- ft o ß am Sonntag in der Riederweiseier Straße wird uns von einem Mitfahrer in dem Köhler- schen Auto, der neben dem Chauffeur Wolf des Köhlerschen Wagens faß, mitgeteilt, dah das Auto Dr. Köhlers die Weiseler Straße in mäßigem Tempo passiert habe und ein wenig geschnitten in die dort vorhandene Kurve gegangen sei. Das enlgegenkommende Offenbacher Auto sei nicht, wie angegeben, auf der rechten Straßenseite gefahren, sondern habe sich in der Mitte der Straße befunden. Das Tempo des entgegenkommenden Wagens fei stärker gewesen, als das Tempo des Köhlerschen Autos. Der Chauffeur Rothenbach, der den Offenbacher Wagen steuerte, sei in Schlangenlinie auf das Köhlersch« Auto zugefahren, das von seinem Lenker, um einem Unglücksfall zu entgehen, scharf rechts in eine Seitengasse gelenkt werden sollte, was jedoch nicht mehr gelungen fei, da mittlerweile Der Zusammenstoß erfolgte. Durch das starke Bremsen des Wagenführers Wolf sei der Hinterwagen des Köhlerschen Autos quer zur Straße gestellt worden, jedoch sei noch soviel Platz vorhanden gewesen, dah sich der übriae Autoverkehr auf der belebten Strahe abwickeln konnte. Die Polizei sei alsbald zur Stelle gewesen und habe die erforderlichen Abmessungen vor^mommen. Bei dem gerichtlichen Nachspiel werde sich entscheiden, wer von den beiden Wagenführern die größere Schuld habe. Er (der Einsender) habe neben dem Lenker des Köhlerschen Autos gesessen und den Unfall an erster Stelle miterlebt. — (Auf Grund dieser Zuschrift haben wir bei unserem Butzbacher Be- nchterstatter Rückfrage gehalten, der zu der vor- stehenden Darstellung des FahrtteUnehmers bemerkt, daß er seine Mitteilung vom Montag aufrechterhalte, die sich übrigens auch mit den polizeilichen Ermittelungen decke. Man wird also schon die gerichtliche Klärung der Schuldfrage abwarten müssen. D. Red.) Sprechstunden vcr Nevaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachm tlag geschlossen „Gibt neu3 Krcrt neue Energie“ sagen Arzte. In 3—5 Minuten zubereitet. Der Name und die Schutzmarke „Quäker“ — seit 50 Jahren weltbekannt — bürgen für Nährwert, Wohlge* * schmack und Reinheit. Essen Sie täglich diese köstliche Speise. Quäker RgjtiJfforfxn KAFFEE HAG billiger Das große Paket RM 1.80 Das kleine Paket 90 Pfg. Bekanntmachung. Mit Wirkung vom 25. d. M. kommen Fahrscheinhefte in den Verkehr, die für Schüler unter 14 Jahren bestimmt sind. Dieselben enthalten 10 Fahrscheine für alle Teilstrecken, und kostet das Heftchen 75 Pfennig. 1489D Sowohl bei den Wagenführern als auch in den bekannten Verkaufsstellen sind die Fahrscheinhefte erhältlich. Gießen, den 19. Februar 1930. Direktion der Städtischen Straßenbahn Gießen. -__________________Stolte.___________________ Holzsubmission Die Gemeinde Steinbach verkauft in) Wege schriftlichen Angebots: 14690 Kiefernstämme (N). 24 Stck. AL 1b = 8,85 fm 53 „ „ 2a = 30,06 „ 22 „ „ 2b = 16,26 „ 8 „ „ 3a u.b = 6,56 „ Fichtenstämme (N). 111 Stck. Kl. la = 19,42 km 156 „ „ 1b = 57,11 „ 55 „ „ 2a = 33,39 „ 30 „ „ 2b = 27,07 „ 5 „ „3a u.b = 6,29 „ Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen bis Montag, den 24. d. w^ nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Verkaufs- bedingungen können daselbst eingesehen werden. Steinbach, am 18. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei. __________Krämer._________■__ Suömtfnons - Hufiijoiioetranf der Gemeinden Groh-Rechtenbach, Klein- Rechtenbach, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und weidenhausen. Auf dem Wege des schriftlichen Angebotes soll aus nachstehenden Gemeindewaldungen folgendes Nutzholz verkauft werden: 14461) I. Gemeindewald Groh-Rechtenbach (Distrikte 17, 19b und 4b). Los 1: 13 Fichtenstämme Kl. 1b bis 2b = 6,29 fm; Los 2: 22 Lärchenstämme Kl. 1b bis 3a = 8,95fm; Los 3: 170 Kiefernstämme Kl. la bis 3b = 56,2lfm; Los 4: 42 Fichtenstämme Kl. la bis 3b = 19,87 fm. II. Gemeindewald Klein-Rechtenbach (Distrikte 1, 2b, 5a, 6c, 7a, 8, 11, 7b u. 7c). Los 1: 38 Fichtenstämme Kl. la und 1b => 4,90 fm; Los 2: 68 Fichtenstämme Kl. la und 1b - 13,24fm; Los 3: 23 Fichtenstämme Kl. la bis 2b = 8,36 fm; Los 4: 91 Fichtenstämme Kl. la = 12,16 fm; Los5: 66 Fichtenstämme Kl. 1b u. 2a = 18,29 fm; Los 6: 11 Kiefernstämme Kl. la, 2a und 3a = 4,19 fm. (Das Holz in Los 1 ist entrindet.) III. Gemeindewald Reiskirchen (Distrikte 11, 3, 14, 5 und 10). Los 1: 215 Fichtenstämmc Kl. la bis 1b =. 39,53 fm; Los 2: 9 Fichtenstämme Kl.l und 2 - 3,67 fm (Trockn,s); Los 3: 45 Fichtenstangen 1. Kl. = 4,05 fm; Los 4: 194 Fichtenstämme Kl. la bis 1b = 36,31 fm; Los 5: 22 Fichtenstämme Kl. 2a bis 2b - 11,12 fm; Los 6: 55 Fichtenstämme Kl. la - 10,93 fm; Los 7: 28 Fichtenstämme Kl. 1b - 11,16 fm; Los 8: 4 Fichtenstämme Kl. 2 - 3,60 fm (es handelt sich bei den Losen 6 bis 8 um sehr langes Holz); Los 9: 35 Kiefernstämme Kl.2 = 8,72fm; Los 10: 6 Kiefernstämme Kl. 3 = 2,57 fm (5 bis 7 m lang); Los 11: 23 Eichenstämme Kl. 2 - 12,23 fm; Los 12: 12 Eichenstämme Kl. 3 = 9,22 fm (das Holz der Lose 11 und 12 Ift 80jährig und sehr reif). IV. Gemeindewald Vollnkirchen (Distrikt 14b). Los 1: 82 Fichtenstämme Kl. la = 12,13 fm; Los 2: 42 Fichtenstämme Kl. 1b bis 2b - 11,72 fm; Los 3: 89 Fichtenstangen 1. Kl. = 8,01 fm (Bauholz). V. Gemeindewald Volpertshausen (Distrikt 8a, 8b, 11, 14c, 13b und 14b). Los 1: 86 Fichtenstämme Kl. la und 1b - 18,38 fm; Los 2: 21 Fichtenstämme Kl. 2a und 2b = 11,68 fm; Los 3: 37 Kiefern- stämme Kl. la und lb = 11,22 fm; Los 4: 56 Kiefernstämme Kl. 2a = 28,27 fm; Los 5: 24 Kiefernstämme Kl. 2b = 17,76 fm; Los 6: 6 Kiefernstämmc Kl. 3a und 3b = 7,28 fm; Los 7: 52 Fichtenstämme Kl. la bis 2a - 26,78 fm ; Los 8: 14 Fichtenstämmc Kl. 2b und 3a = 16,05 fm (Bauholz). VI. Gemeindewald weidenhausen (Distrikte 5 und 8a). Los 1: 39 Fichtenstämme Kl. la bis 2a - 7,33 fm; Los 2: 70 Kiefernstämme Kl. la bis 2b - 19,58fm; Los 3: 28 Fichtenstämme Kl. la bis 2a - 5,30 fm (es handelt sich bei sämtlichem Holz um Bauholz). Das Aufmaß und die Sortierung entsprechen der neuen preußischen Holzmes- sungsanweisung. Die Lose werden je nach Gebot, insgesamt oder getrennt, zugeschlagen. Das Holz muß bis zum l.Mai d. I. entrindet sein, andernfalls die Entrindung auf Kosten der Käufer erfolgt. Die näheren Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Zahlungstermine: i bis 15. 5., i bis 1. 7., i bis 1. 10. 1930 u. i bis 1. 1. 1931. Nähere Auskunft erteilen für Groß. Rechtenbach Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bei Wetzlar, für Reiskirchen Förster Menger, Forsthaus Kirschenwäld- chen bei Nauborn, und für Klcin-Rcchten- bach, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen Förster Meyer zu Vollnkirchen. Schriftliche, mit der Aufschrift .Holzverkauf versehene Angebote sind bis Dienstag, den 25. Februar 1930, vormittags 10 Uhr, dem Bürgermeisteramt zu Groß- Rechtenbach einzureichen, wo alsdann ihre Oeffnuna erfolgt. Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar), den 17. Februar 1930. Der Bürgermeister. Dr. Neumann. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 14680 Am 18. Januar 1930 bei der Firma Werner Schmid in Giehen: Die Firma ist erloschen. Am 31. Januar 1930 bei der Firma Franz Vogl & Lo. in Giehen: Dem Hand- lungsgehilfen Ernst Baums in Gießen ist Prokura erteilt. Am 7. Februar 1930: die Firma August Loh in wieseck. Inhaber ist der Händler August Lotz in Wieseck. Am 10. Februar 1930 bei der Firma Willy Haas in Giehen: Die Firma ist er- loschen. Am 13. Februar 1930 bei der Firma Johannes Köhler in Giehen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 17. Februar 1930. __________Hessisches Amtsgericht.___________ Arbeitsvergebung. Für den Neubau eines Schalt- und Transformalorenhaufes der Städtischen Elektrizitätswerke Gießen sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung 1. die Schlosserarbeiten, 2. die Jnstallationsarbeilen der Oel- abfluhleilungen vergeben werden. 14520 Angebotsvordrucke können von hier bezogen werden und sind bis zum Vcr- dingungstermin am Dienstag, dem 25. Februar 1930, 11 Uhr, verschlossen und versiegelt bei dem Städtischen Hochbauamt, Asterweg 9, einzureichen. Zeichnungen liegen auf dem Bauburcau im Verwaltungsgebäude der Elektrizitätswerke während der Dienststunden offen. Städtisches Hochbauamt: Gravert. Bekanntmachung. Betrifft: Zugelassene Installateure. Wir geben hiermit bekannt, daß die Konzession der Installateure 14790 Karl Gröde, Giehen. Frankfurter Straße 19 und Otto Hofmann, Grohen-Linden bei Gießen, Burgstraße 23 erloschen ist. Installationen an elektrischen Leitungen in unserem Versorgungsgebiet dürfen daher von Vorgenannten nicht mehr ausgeführt werden. Gießen, den 18. Februar 1930. Direktion der Städtischen Elektrizitätswerke und Ueberlandanlage. Stolte. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Stangenrod für Rj. 1930 liegt vom Freitag, dem 21. Februar L 3. ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. 14620 Einwendungen können innerhalb der Offenlegungsfrist mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Es ist eine Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmarker beizutragen haben. Stangenrod, den 18. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei. ___________Knau h.____________ GeMinsAMelMWIMW in Groh-Rechtenbach. Wontag, den 3. wär; 1930, von vormittags 10 Uhr ab, kommt in der Gastwirtschaft vepler in Groh-Rechtenbach aus nachbezeichneten Gemeindewaldungen folgendes Nutzholz öffentlich meistbietend zum Verkauf. 14460 I. Gemeindewald Meidenhausen (Auskunft Förster Weyer, Vollnkirchen). 49 Fichtenstangcn 1. Kl., 21 Fichtenstangen 2. Kl. II. Gemeindewald Reiskirchen (Auskunft Förster Wenger, Kirschenwäldchen). 60 Eichenstämme Kl. 2 bis 5 - 55,53 fm; 7 rm Eichennutzscheitholz 1. Kl. (Alteichen, gutes Wagner- und Küserholz); 33 rm Eichenrollen 2. Kl. (2 und 2,5 m lang); 20 Fichtenstangen 1. Kl. = 1,80 fm; 6 Kieferstämme Kl. 2 - 1,59 fm (6 m lang). III. Gemeindewald Groh-Rechtenbach (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Fin- slerloh bei Wehlar). 30 Eichenstämme Kl. 2 bis 4 - 12,10 fm. IV. Gemeindewald Hörnsheim (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bei wehlar). 2 Eichenstämme Kl. 2 und 6 = 1,98 fm; Buchenstämme Kl. 4 bis 6 - 6,57 km. V. Gemeindewald Lützellinden (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bei Wetzlar). 10 Buchenstämme Kl. 3 bis 5 = 9,50 fm; 28 Kiefernstämme Kl. 2a bis 4b = 29,46 fm (z. T. gute Schnittstämme); 5 Eichen- stämme Kl. 2, 3, 5 und 6 - 3,95 fm; 27 Fichtenstämme la bis 2a = 4,73 fm; 13 Fichtenstanaen 1. KL VI. Gemeinoewald wünchholzhausen (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finster- loh bei Wetzlar). 1 Eichenstamm Kl. 6 2,61 fm. VII. Gemeindewald Volpertshausen (Aus- kunst Förster Weyer, Vollnkirchen). 83 Eichenstämme Kl. 2, 3, 4 und 6 = 53,85 fm; 2 rm Eichennutzscheitholz 2.511.; 1 Buchenstamm Kl. 3 = 0,66 fm. VIII. Gemeindewald Vollnkirchen (Auskunft Förster Weyer, Vollnkirchen). 12 Fichtenstämme Kl. lb bis 3a = 4,50 fm; 45 Kiefernstämme Kl. lb bis 2b = 19,7lfm (Bauholz); 4 Eichenstämme Kl. 4, 6, 7 und 8 = 7,09 fm; 7 rm Eichennutzscheitholz 2. KL (Küferholz). Die näheren Bedingungen werden in dem Termin bekanntgegeben. Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar), den 17. Februar 1930. Der Bürgermeister. Dr. Neumann. Nutzholzsubmission. Die Stadt Lich (Oberhessen) verkauft im Wege des schriftlichen Angebots: Vuchenstämme. Los 1. Güteklasse A, 3. Klasse 1,13 fm „ N, 3. „ 25,08 „ ,, A, 4. „ 9,42 „ „ N, 4. „ 89,63 „ „ A, 5. „ 8,04 „ „ N, 5. „ 6,41 „ „ A, 6. „ 2,24 „ Eichenstämme (Güteklasse N). Los 2. 1. Klasse 2,56 fm 2- „ 34,71 „ 3. „ 21,61 „ 4. „ 3,87 „ Kiefernstämme (Güteklasse N). Los 3. 1. Klasse 2,18 fm 2. „ 36,94 „ Fichlenstämme (Güteklasse N). Los 4. la-Klaffe 2,84 km 55,09 „ 114,62 „ 96,38 „ 20,35 „ 8,34 „ lb- 2a- 2b. 3a. 3b- Los 5. la» 20,48 „ lb. 85,17 „ 2a- 36,76 „ 2b. 2,23 „ 3a- 1,88 „ 3b. 2,26 „ Los 6. la. 34,60 „ lb. 68,67 „ 2a. • a 13,68 „ Los 7. la. 76,51 „ lb- 99,69 „ 2a. 19,84 „ 2b- 18,14 „ 3a- -'n 3,17 „ Derbstangen. Los 8. Fichten 1. Klasse 1362 Stück „ 2. „ 1301 „ „ 3. „ 1965 „ Reisslängen. Los 9. Fichten 4. Klosse' 1352 Stück „ 5. „ 2000 „ Angebote, nach Losen, Klassen und Sortiment getrennt, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Donnerstag, dem 27. Februar 1930, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, eingesehen werden können. Das Holz ist mit Rinde gemessen und ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Bei genügender Sicherheitsleistung wird zinsloser Zahlungsaufschub für die erste Halste des Kaufgeldes bis 1. Juli 1930 und für den Rest bis zum 1. Oktober 1930 gewahrt. Das Holz wird auf Verlangen durch die Förster Textor und Kipper in Lich vor- aezeigt. Nähere Auskunft erteilt die hiesige Bürgermeisterei. 12990 Lich, den 12. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Die Brennholzversteigerung im wart- wald Grüningen-Dorf-Gill vom 7. d. M. ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine bei der Markkasse in Grüningen am 24. Februar. Ueberweisung und 1. Abfuhrtag am 25. Februar, vormittags 8 Uhr. Zusammenkunft: Forstort Fliegenstall. Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Holzgeldschuld am 2. März 1930. 14870 Gießen, den 19. Februar 1930. Der Vorsitzende des Markvorstandes. Nicolaus, Forstrat. Die Brennholzverskeigerung vom 13. d. M. ist genehmigt. Ausgabe der Absuhrscheine bei den zuständigen Kassestellen am 24. Februar. Ueberweisung und 1. Abfuhrtag am 25. Februar, vormittags 8 Uhr. Zusammenkunft: Forsthaus Baumgarten. Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Schuldigkeiten am 7. Wärz 1930. 14870 Gießen, den 19. Februar 1930. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. Holzsubmission. Die Gemeinde Geilshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Nutzholz: 14650 Los 1. 82 Fichtenstämmc Kl. lb, 27,07 fm 112 „ „ 2a, 70,73 „ 95 „ „ 2b, 97,79 „ 40 „ „ 3a, 56,22 „ 7 „ „ 3b, 14,17 „ 3 „ ,, 4a, 8,30 „ 1 ,, „ 4b, 1,11 „ 1 Kiefernstamm „ 3a, 1,36 „ „ ,, „ 3b, 1,73 „ Los 2. 3 Eichenstämme Kl. 3, 3,43 fm 5 „ „ 4, 6,24 „ 1 Eichenstamm „ 5, 1,19 „ 1 „ 6, 0,94 „ 20 Fichtenstämme „ la, 3,65 „ 37 „ „ lb, 11,52 „ 8 „ „ 2a, 4,72 „ 1 Fichtcnstamm „ 3a, 1,45 „ 21 Kiefcrnstämme „ lb, 7,10 „ 37 „ „ 2a, 19,32 „ 10 „ „ 2b, 7,19 „ 4 „ „ 3a, 3,55 „ Die Angebote sind getrennt nach Losen, Sortiment und Klassen, mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 25. Februar d. 3„ nachmittags 2 JO Uhr, bei der unterzeichneten Stelle eiuzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Geilshausen, den 17. Februar 1930. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner. Drei öffentliche Vorträge 21., 22., 23. Februar Freitag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, Realgymnasium, Ludwigstraße, Thema: DieWelt auf der Waage Gottes Redner.- Prediger E. Gugel, München. Samstag, den 22 Februar, abends 8 Uhr, im Restaurant Stadt Wetzlar, Riegelpfad (Ecke Ludwigstraße), Thema: Aufstieg oder Niedergang? Redner; Prediger M. Busch, München. Sonntag, den 23. Februar, abends 8 Uhr, Realgymnasium, Ludwigstraße, Thema: Deutschtum und Christentum Redner: Prediger W. Edener, Frankfurt a.M. Freier Eintritt. — Rauchen höflichst verbeten. — Freier Eintritt. Jedermann ist freundlichst eingeladen. __011*6 Freibank. Freitag, bett 21. Sebr.1930 o. 8—11 Uhr 114921) Fleisch verkauf. E.AIthoff Mm Samstag, dem 22. ö. IN . aöraös 8 W findet im „Kaufmännischen DereinShauS", Nordanlage 15, ein WWkl WW-Wlßß statt, der lehrreiche Einblicke in Tropenlandschaften (Dieder- ländisch.Jndien und Kamerun) unter besonderer Berücksichtigung tropischer Tabakkultur gewähren wird. Die Bilder aus Kamerun zeigen anschaulich, was wir an dieser Kolonie verloren haben. Eintrittspreis zur Deckung der Unkosten 50 Pfennig. Selterewes: 13 (In’s Lotze) Hof Telephon 2534. örtsgmoae Sieben. 14-7D Holzversteigerung aus den Forstorten Kirchgeheeg, Mittel- burgerseis, Steinberg, Dietrichswald, Gebrannte Eiche, Odenkopf, Odenburg, Rangen, Sodenberg, Wasserschaft, Hörnes und Hain der Freiherren von Rordeck zur Rabenau Wontag, den 24. Februar 1930, 9% Uhr vormittags, im Saale von 3. höchst. Kesselbach. Es werden versteigert: Stämme fm: Eiche 2,06 Kl. 5; Birke 0,60 Kl. 3. Derbstangen Stück: 150 1. KL, 200 2. Kl., 150 3. Kl. Reisstangen Stück: 900 7. Kl. Ruhreisig rm: Eiche 3,5; Fichte 90 (Schichthaufen). Ruhscheiler rm: Kiefer 4; Fichte 2. Ruhknüppel rm: Eiche 18 (2 m lang), 14 (Weidepfähle, 1,70 m lang); Erle 8; Fichte 3 (3 m lang), Brennholz rm: Scheiter: Buche 140; Eiche 20; Erle 7; Kiefer 4; Fichte 180. Knüppel: Buche 110; Eiche 50; Erle 10; Kiefer 40; Fichte 100. Knüppelreisig: Buche 8, Kiefer 22; Fichte 210. Reisig: Bliche 680; Eiche 60. Stöcke: Buche 52; Eiche 5; Kiefer 6; Fichte 65. Das mit 00 geschlagene Holz wird nicht versteigert. Vorherige Besichtigung wird emvfohlen, da spätere Beanstandungen nüm berücksichtigt werden. 14800 Londorf, den 19. Februar 1930. Hessisches Forstamt Rabenau. Rutzholzverkauf aus dem Gcmeindewald durch schriftliches Angebot. 1478D Kiefern-Abfchnitte (N). Klaffe 2b 1 Stamm = 0,44 fm „ 3a 1 „ = 0,60 „ Fichlen-Langholz. Klasse la 305 Stämme = 55,38 fm „ lb 301 „ = 106,46 „ „ 2a 142 „ = 90,48 „ „ 2b 30 „ = 30,19 „ „ 3a 2 „ = 3,26 „ Fichlen-Derbstangen. Klasse 1 247 Stück = 22,23 fm „ 2 313 „ = 18,74 „ Fichlen-Derbstangen (dürr). Klasse 1 26 Stück = 2,34 fm ,, 2 74 „ = 4,44 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen und vorher cinzusehcn, da spätere Reklamationen über Güte und Messung nicht berücksichtigt werden. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klasse mit Aufschrift versehen bis zum 26. Februar 1930, nachmittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei, wo alsdann die Oeffnung erfolgt, einzureichen. Bedingungen sind daselbst einzu sehen. Zuschlagsfrist zehn Tage. Leihgestern, den 18. Februar 1930. Bürgermeisterei. GesellWsMeWlniiieiillllMell Oöffentliche Vortrage am Sonntag, 23. Febr. 1930, vorm. 11« llhr, im physiologisch. Institut, Friedrichstr.: 1. Geheimrat Sommer: Neuigkeiten aus dem Liebig-Museum 14700 2. Oberarzt Dr. Schopper: Das Zellwachs- tum unter verschiedenen physikalischen und chemischen Einwirkungen in Glaskulturen. Mit Film. Für den Vorstand: Adolph. Sommer. Mahnung. Die für den Monat Januar 1930 zu unserer Kaffe fälligen Krankenkaffen, und 2lrbeifslosenversicherungs»Deiträge können noch bis zum 25. b.M. ohne Kosten an die bekannten Zahlstellen gezahlt werden. Aach diesem Tage eingehende Zahlungen können nur unter Berechnung der Mahngebühren angenommen werden; außerdem letzen sich die Rückständigen der Zwangsbeitreibung aus. 14661) Gießen, den 20. Februar 1930. Allgemeine Ortskrankenkaffe des Landkreises Gießen. Stickereien und Spitzen-Reste besonders billig bei I. G.Grade Frankfurter Straße 19 ____________________________________________ I >47A Pianofabrik flibt erstklassige Instrumente gegen Monatsraten von RM. 25.- ohne Anzahlung ab. Vermittler gesucht. Schrutl. Anfragen un. 01116 an den Gtenener Au etgcr erbeten. Wir erhalten wöchentlich größere Transporte ostpreußische iilirflieiie 8i|e m liiui ünfer nächster größerer Transport steht ab Samstag, dem 22. Februar, in unseren Stallungen, Zu den Mühlen 2, (gegenüber der Biebertalbahn) zum Verkauf. 3.4 6. Steil, GW MMMug (Beto J Telephon Gießen 2036. H73D