nhaus Vertretung. WM Teist Stets zurück, ft;.n . em und »n bet9»7 ^ichthin Är»L ? «H» t. $ 1' «hiÄl K‘ Men L^°». ^Nd iu m n' bann fragte Peter Xi^tt DU Ba-e ..Zurück und foat den en eHmmung S v„\ ^urz nach halb ?JU feinem Dureau u^r die Ermotdung AQC fur den folgen, aotben, und er Lh re£ tocnn möglich, reibmGne und Vach. n etwa einer Sball» ■r ^achtredakteur laj mg. Jrr 76ie dem hlm ? Das steht alles »N in der Abendauj. Men Sie Loch von en.“ wissen, dasselbe fage ri mit aber doch em n, meinte Peter, iem verbrechen nach« sich. Um Mitternacht -toria Dvck Rvad und en ihm bekannten De- n, der seit Jahren in war. ig folgt) »tmachung. >on eniner W innen 6« i«*"* sEhfs Ä«L Ingeboten sind o« Dtu nnen. ifSffS*' 3-m . ziprif 1®^ »rroaW .Institute. SBÄfSä* 16. N Ä Heuen- inen, «- *sW?eS . r ffhQijetongur' vier ' ,[D?i 0“’ fünf etts,eia V^^j j?om- ine Wn; 'Dier Leck' leiderWA' irumeau' jnop6on.6,^i MtzxSx tzsW i'Ä laten./" ein«., flit ■:«5'S$s MV eBSBSä** tenhÄdari Rechtzeitig us Cuxhaven । Tel. 2417. mg frpi Han«! 2K her Verurteilung des Bürgermeisters Sen n $ 5 ? «ad der Polizeikommissar bekannt, daß alle os f enHichenVersammlungen, Umzüge und Menschenansammlungen in der Stadt und in den Vorstädten ohne vorherige Erlaubnis verboten sind. Daraufhin wurden nachmittags , üon der Polizei drei Versammlungen 9.c 1 ®st- Eine Nationalflagge aufrührerische ,un& mit gesetzwidrig hor - gestellt em Salz wurden beschlagnahmt. Fünf gestern verhaftete S t u de n t e n sind toenen Auf- ruhrS und Verschwörung zu je sechs Kto na- lchwereu Kerker» verurteilt worden 1 Paris, 16. April. (WTD. Funkfpruch.) Kammer und Senat haben im Laufe der Nacht nach viermaligem Hin und Her das Budget bis auf zwei nebensächliche Fragen erledigt. Die Hauptschwierigkeit, die in der Erhöhung der Beamtenpensionen lag, war in der Kammer, nachdem Ministerpräsident T a r d i e u die Vertrauensfrage gestellt hatte, behoben worden. Tardieu hatte keine Schwierigkeiten, den Kompromihvorschlag auch im Senat Englisch-amerikanisches Geheimabkommen? Das Schlußprotokolk der Londoner Flottenkonferenz wird am 22. April in London unterzeichnet. Wir werden dann erfahren, wie in Wirklichkeit die Ergebnisse dieser Mächtekonferenz aussehen und in welcher Form man fubüber die Auslegung des Artikels 16 des Volkerbundspaktes geeinigt hat. Ob darüber hinaus noch weitere Vereinbarungen zwischen den einzelnen Negierungen getroffen worden sind, durfte allerdings der Oeffenllichkeit nicht mit- gcteilt werden. Wir haben aber guten Grund ^u der Annahme, daß doch noch irgendwelche Verträge, geschlossen worden sind, die sich mindestens auf England und Amerika beziehen und vielleicht so gehalten sind, das) England jederzeit auf die Hnterstühung der Vereinigten Staaten rechnen kann, falls es Frankreich einfallen sollte, eines Tages seine Flotte gegen das englische Infelreich in Bewegung zu Jctjcn. Zu dieser Vermutung gibt uns ein Passus Veranlassung, der sich in der Rede des amerikanischen Präsidenten Hoover vor einer Wa- mtngtoncr patriotischen Vereinigung befindet. Danach hat der Präsident gesagt, Amerika wäre zu der Ansicht gekommen, das) sein Beitrag für die Umsetzung des Weltfriedensgedankens in die Praxis am besten durch eine Kombination bei der unter Umständen auch eine «PI- Anwendung von Gewalt bestände. Bisher haben sich die Vereinigten Staa- ten nun aber hartnackig geweigert, irgendwelche Abmachungen zu unterzeichnen, die sie in einen mr?ffVf$cr Mächte verwickeln könnten. Da die Politik Frankreichs wirklich nicht geeignet ift, Öen gricöen zu erhalten, darf man wohl aus enefer Redewendung schlichen, daß doch Ver- abredllngen getroffen worden sind, die sich r na t• »a6r.englisch . amerika,iische rn k6 Drehen, die aber auch einem Kurswechsel der Politik Washingtons gleichkom- fctt Kriegsende darauf be- Ä^rJÄÄ3 eUl'Ot>äitoCn ^gelegen- Besprechung zwischen Siimson und Alexander. April (WTD.) Staatssekretär 01 ®Jftc Cort> der Admiralität f h beute nachmittag eine Be- fprechung die, tote man glaubt, die 6 i - hnfr?AltR?/atUfCx Dreimächte- p al t e s betraf und zu einer grundsätz- Ildien <$ t n l g u ngeefüfrl Baben foIT Englisches Oberhaus und Todesstrafe. London. 16. Sprit. (TU. Funkfpruch., In ber Oberbausauelprad* über den faust ’ für Ne Strmee unb Suf ftreliträft« bracht, Uorb 3 i hat I. einen Untrag ein, ber ble Streichung bet Klautet r, oertangt, durch die bie Tobeeft ruf e füt erheblich abgelehnt bzw. ihr Inhalt als richtig unterstellt. Darauf folgt das Plädoyer des Oberstaatsanwalts Dr. May. Am Schlüsse seiner Ausführungen stellt der Anklagevertreter folgende Strafanträge: Gegen den kommunistischen preußischen Landtagsabgeordneten Oskar Müller 1 Iahr 4 Monate, gegen die Wormser Stadträte Haas und Habermehl 9 bzw. 6 Monate, gegen Sara- schewski 1 Fahr, gegen Wilhelm Wiehler uno Lenz je 9 Monate, gegen Zimmerm ann und My l l je 6 Monate, gegen Veh off, 3 cd, Schneider, Fay, Bayersbach und Lein- h a s ie 7 Monate, gegen Gräf 4 Monate, gegen Den lugendlichen Kaiser 3 Monate und gegen Jieubauer 2 Monate. Die Tlntersuchungshaft soll in voller Höhe jeweils in Anrechnung gebracht werden. Die Angeklagten Fries, Rossi und Bernhard Wiehler sollen freigesprochen werden. Bei der Festsetzung der Strafanträge brachen wieder drei Angeklagte unter Krämpfen zusammen, so daß die Sitzung unterbrochen werden mußte. Während der Pause beschimpfte der Angeklagte Fries die anwesenden Polizeibeamten: er erhielt dafür eine sofort anzutretende Ordnungsstrafe von zwei Tagen Haft. Der kommunistische Stadtrat H a a S wurde auf eine Stunde aus dem Saal entfernt. Zum Schluß der Ausführungen des Staatsanwalts waren von den 20 Angeklagten nur noch neun im Saal anwesend Das Urteil dürfte erst für Mittwoch zu -cr- toarten sein. Unruhen in Amritsar? Conbon, 16. April. (WTB. Funkfpruch.) „Daily Mail" meldet aus C a h o r e: Alle britischen Truppen werden hier in Bereitschaft gehalten infolge von Meldungen, daß sich In dem 65 Kilometer östlich gelegenen Amritsar Unruhen ereignet hätten. Dort hat gestern der Feldzug der Verweigerung des bürgerlichen Gehör- s a m s begonnen. Gandhis privatfekretär verhaftet. Bombay, 15. April. Der Privatsekre- tär Gandhis ist verhaftet worden. Ein Glückwunsch Gandhis. N a v s a r i, 15. April. WTB. (Reuter.) Pandit Motilal Nehm erhielt aus Anlaß der Verhaftung und Verurteilung feThcB*' Bruders, des Präsidenten des Allindischen Kongresses 3a- waharlar Nehm, folgendes Telegramm von Gandhi: „Ich begrüße dich und deine Frau als glückliche Verwandte. Iawaharlar Nehm hat die Dornenkrone verdient. Wer wird sich zu seinem Nachfolger weihen?" Gandhin weiß demnach anscheinend noch nicht, daß Iawahar- lar Nehm ihn zum Präsidenten desAll- indischen Kongreßausschusses ernannt hat. WSN Darmstadt, 15. Avril. Am heutigen vierten Verhandlungstagc erklärte zunächst der Vorsitzende, daß er, um eine ruhige Durchführung bes Prozesses zu gewährleisten, mit allen zulässigen Mitteln durchgreifen werde. Polizeidirek- tor D i 11 m a r (Offenbach) erklärte als Sachverständiger über den Begriff „Demonstration", daß er darunter auch Versammlungen unter freiem Himmel und jedes Zusammenströmen von Menschen zu irgendwelchen Demonstrationszwecken verstehe. Die Frage des Verteidigers, unter welchen Umständen die Polizei mit blanken Waffen einschreitet, wird dahin beantwortet, daß im allgemeinen dem Gebrauch der Waffe Rufe wie „Hände hoch!", „Stehen bleiben" oder „Auseinandergehen I" vorauf gehen. Eine Ausnahme besteht jedoch, wenn eine rechtswidrige Handlung bereite begonnen hat: dann beöütfe es keiner Warnung mehr. Die Verteidigung nennt als Zeugen über den Gebrauch des Begriffes Demonstration Innen- mmister Leuschner, Minister a. D. Grze- sinski und verschiedene Abgeordnete. Das Gericht beschließt, Innenminister Leuschner her- beizumfen. Es ergibt sich jedoch, daß dieser dienstlich verreist ist. D«n Abschluß der Zeugenvernehmung bildet die Vernehmung verschiedener von der Verteidigung benannter Entlastungszeugen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird die Frage des Demonstrationsbe- griffes bis nach den Plädoyers zurückgestellt. Das Gericht legt dem kommunistischen Stadtrat Haas (Worms) das Original der von ihm bestrittenen Resolution vom 13. Ianuar mit eigener Unterschrift vor. Verschiedene weitere Anträge der Verteidigung werden. vom Gericht als un- »Gras Zeppelin" zur (Spantenreife gestartet. Friedrichshafen, 15. April. (TU.) Dav Cuftschiss „Gras Zeppelin" ist heule 14.11 Uhr ZU feiner zwelkägigen Fahrt nach Spanien gestartet. An Bord befinden sich 16 Passagiere, unter ihnen ein Vertreter des Reichswirt- fchaftsmlnisteriums, Ministerialrat Soltau und der Leibarzt des spanischen Königs, Dr. M e g i a s. Um 13.50 Uhr wurde das Cuftschisf ausgewogen und um 14 Uhr ertönte da; Kommando „Cuft- f d) I f f marf chi" Die Haltemannschaften mußten wegen des sehr starken Westwindes verstärkt werden. Um 14.10 Uhr wurde das Cuftschisf nochmals abgewogen und Wasser abgelassen. 14.11 Uhr fehlen die Motoren ein und das Schiff ging hoch, wie Kapikän C e h m a n n mitfeilt, kann die Fahrtroute bis Cyon nicht bestimmt werden, dagegen be- abfichtigt er, ab Cyon folgende Roule einzuschlagen: Golf von Biscaya, Kap Finiflerre und dann der westspanischen und portugiesischen Küste entlang über Gibraltar nach Sevilla. Heber den bisherigen Fahrtverlauf liegen die nachstehenden Positionsmeldungen vor. die sich zeitlich wie folgt zusammenstellen lassen: Iß,30 115 r Belfort, Höhe 400 bis 500 Meter: 17,15 Uhr D e s anyon, geringe Höhe, wolkig: 17,50 Uhr Dijon, 300 Meter Höhe, Kurs nach Lyon und Bordeaux. Durch einen Funkspruch hat daS Luftschiff um 19 Uhr wissen lassen, daß an Dord alles Wohl ist. Nach den letzten, beim Luftschiffbau Zeppelin cingctroffenen Funksprüchen befand sich „Graf Zeppelin" um 21,30 lltjr über Poitiers. Da das Luftschiff in günstigeres Wetter gekommen ist und seine Geschwindigkeit erhöhen konnte, dürfte es etwa um Mitternacht über Do rdeaux gewesen sein. Tcvilla in Erwartung. Madrid, 15. April. (TU. Funkspruch.) Auf dem Zeppelin-Hafen bei Sevilla sind alle Vorbereitungen zum Empfang des Luftschiffes getroffen worden. Für das Landungsmanöver wurden 100 Mann Luftfahrttrup.en besonders ausgebildet. Für das spanische Königspaar, das der Landung des „Graf Zeppelin" beiwohnen wird, ist eine eigene Tribüne errichtet worden. „Graf eppelin" an der spanischen Küste. zum Ausdruck gebrachte Wunsch nach einer engen Zusammenarbeit zwischen Zen trum und Bayerischer Volkspar- t c i wird im „Bayerischen Kurier", dem Organ der Bayerischen Volkspartei, zustimmend besprochen. Das Blatt schreibt, es werde als außerordentlich erfreulich bezeichnet, daß in den letzten Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und den Vertretern der Bayerischen Volkspartei im Reichstag das gute Einvernehmen w i e- derhergestellt wurde, als bedauerlicherweise in den heißen Kämpfen um den Boungplan Schaden gelitten habe. Zugleich habe die Partei durch ihre im Bewußtsein ihrer Verantwortung dem Kabinett Brüning gewährte Unterstützung bewiesen, daß sie bereit ist, auch Opfer zu bringen, wenn es gilt, in der praktischen Politik sich mit dem Zentrum zu verständigen. Thüringen und das Reich. Aus dem Wege der Verständigung Weimar, 15. April. (WTB.) Die thüringische Staatsregierung hielt heute eine ausgedehnte Kabinettssitzung ab. Sie befaßte sich vor allem von neuem mit den Differenzen, die noch immer zwischen dem Reich und dem Lande Thüringen bestehen. Minister Baum erstattete einen erschöpfenden Bericht über seinen Berliner Besuch, und die Kabinettsmitglieder nahmen mit Genugtuung davon Kenntnis, daß der Ausräumung der Schwierigkeiten nichts mehr im Wege steht. Nach ausführlicher Beratung legte die Regierung i eine neue Antwort fest, die morgen dem Reichsinnenminister Dr. Wirth übermittelt werden soll. Ihre Veröffentlichung ist erst für morgen zu erwarten, man kann jedoch annehmen, daß die Regierung nach wie vor den Standpunkt aufrechterhält, daß das Republikschuhgesetz keinen verfassungsändernden Charakter hat und daß sich die Regierung mit der Klärung dieser Frage vor dem Staatsgerichtshof einverstanden erklären wird. Tieh und die Warenhaussteuer. Berlin, 15. April. (Eigene CNB.-Meldung.) Zu der Nachricht, daß O s k a r T i e h, Inhaber des Hauses Hermann Tietz, wegen der Zustimmung der demokratischen Partei zu der sogenannten Warenhaus steuer aus dieser Partei ausgeschieden fei, geht dem „B.T." von Georg Tietz, dem Ches deS Hauses, eine Erklärung zu, in der es heißt: „Diese Nachricht entspricht nicht denTatsachen, da Herr Oskar Tietz bereits im Iahre 1923 verstorben ist. Auch eine Verwechslung mit seinem Sohn Georg kann nicht vorliegcn, da irgendwelche Schritte oder Entschließungen von diesem zur Zeit noch nicht gefaßt sind." Paris, 15.April. (WTB.) Die Vorsitzende^ der deutschen und der franzöfifchen 5aar- belegalionen, Staatssekretär }. D. v. Sim- fon und Minister für öffentliche Arbeiten Pernot, haben in den letzten Tagen mehrere Besprechungen gehabt. Diese Besprechungen führten heute zur Ausarbeitung eines Arbeitspro- g r a m m s, das dazu bestimmt ist, den Gang der Verhandlungen zu beschleunigen. Die Grubenkommission und die Zoll- und wirtschaft»' kommission werden unmittelbar nach der Osterpause zusammentreten, um über Fragen zu beraten, die die beiden Vorsitzenden im gegenseitigen Linoerständ- nis auf die Tagesordnung gesetzt haben. Einzelheiten des Arbeüs- procramms. Paris, 15. April. (Eigene CRB.-Meldung.) Wie das heute von der deutschen und der französischen Saardelegation ausgegebene Kommunique befagt, besteht die Absicht, nach Ostern die Verhandlungen in beschleunigtem Tempo weiter- Aufüprcn. Die Verzögerung, über die in gewissen deutschen Kreisen bis jetzt geklagt wurde, ist zum größten Teil auf Gründe zurückzuführen, die von den beiden Delegationen nicht abhängen: hauptsächlich ist sie auf die M i n i st e r k r i s e in Frankreich zurückzuführen, die selbstverständlich eine Unterbrechung der Verhandlungen nach sich gezogen hatte. Von Ostern ab sollen leooch nach der heutigen Aussprache die beiden bestehenden Ausschüsse, der Grubenausschuß und Aus aller Wett. Großer Grubenbrand. WTD K a ttowitz, 15. April. Auf der Oheim- Grube bei Kattowitz brach ein Brand ?us, der so schnell um sich griff, daß die etwa 15 0 Mann starke Belegschaft unter ^age abgeschnitten wurde und durch Schließen der Sicherheitsklappen vor dem Eindringen von Rauch und Feuer geschützt werden mußte. Die Loscharbeit der zahlreich an die Brandstelle gerufenen Feuerwehren war dadurch erschwert, daß die Brandstelle völlig in Rauch gehüllt war. Nicht weniger als 13 Schl auch - genge wurden zur Bekämpfung des Brandes benutzt. Die Wasserwerke sperrten für einige Zeit die Lieferung an die Privathäuser, um Wasser zur Löschung zur Verfügung stellen zu können. Nach dreistündiger Tätigkeit konnten die Wehren unter Hinterlassung einer Brandwache abrüden Die unter Tage beschäftigte Belegschaft wurde durch andere Schachtausgänge zu Tage 6efördert Der bisher noch nicht zu üb£- sehende Schaden wird von der ©rubenbcrtoaltuna als sehr beträchtlich bezeichnet. Gründung eines dculsch-brasilianischcn Kulturinstitutes. Am 12. April wurde in Rio de Janeiro unter Vorsitz des brasilianischen Innenministers und unter Teilnahme hervorragender Vertreter der brasilianischen Wissenschaft, des deutschen und des österreichischen Gesandten das In- 8tituto Teuto-Brasileiro da Alta C u 11 u r a gegründet, welches sich der Pflege tot kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien widmen will. Großfeuer in Grünau. Ja ®rünau bei Berlin brach am Dienstaa nH"ernacht in einem Bootshause aus noJJ n n&P? rr Ff ^rfad)tc 8 c u c r aus, das sich mit 6d>™Wext auf zwei benachbarte Boots, s u^b^dehnte. Trotzdem fünf Löschzüge mit ft 6euer bekämpften, sind die drei 'N'"1 f lnsgesamt 180 Ruderbooten völlig vernichtet worden. Ungewöhnliche Trockenheit in Südafrika. 3" Einern großen Teil von Südaftika herrscht so bi Gan»« b; V-shA Allein nllch ch-n heil des alten? der Deü Lohn,, famfeit in der h' ,ÜKbcn in an den iu’t, um alle J1 Wgen oder zu Un diese a. Srale umher, bü inetlid) verenden .Froschschenkel i(t aus dem - Wndlichen Gew ab Schlemmer H Handwerk i zrahlich jui Mchenkel a sH Wiese gel M irs Gesicht N Dorderte M Jfcpf, Lru einen Hausen g lich ein Ms i schauer ein Ti dachi werden zappelt die sch' ien Tiere unte wäre zu wiinsc schenkekn solche! bu Wunsch na Wt vergehe! , tun schäM (lutn, daß all NN die ' Wir, die Frc muh Do (ei die Meirmg gtmtinmbiiije 2anrcheizig!iil f UlQtur eiMn NM la IM tsirb. Aus der Provinzialhauptstadt Gießen, den 16. April 1930. Frühling und Froschfang. Jom Tierschuhverein für Hessen wird unS geschrieben ; Ille Anzeichen des Frühlings werden sichtbar. Lie Wiesen beginnen zu grünen, in Wäldern, Gärten und Feldern zeigt sich schüchtern srisches Sprießen und Blühen. Aeues Leben entfaltet sich über- all auch im Tierreich. Die wärmenden Strahlen der höher steigenden Frühlingssonne loden auch die Schläfer des Winters aus ihrem Versteck Der grüne Gras- und Wasserfrosch verläßt auch sein feuchtes Veit am Grunde der Tümpel und Leiche, reckt und streckt seine Glieder und fährt mit kräftigem Aucke zum Lichte des lauen Frühlings, zur Wasseroberfläche empor. Der Ahnungslose! Er kennt die Gefahren, die Qualen nicht, die seiner harren. Nun beginüt er zunächst die Jagd nach jenem lästigen Getier, Fliegen und Schnaken, dessen der Mensch allein nicht Herr zu werden vermag. Geräuschlos holt er mit seinem breiten Maule die Verderber unserer Kulturen von Vlatt und ßtoeiglein; keine« Dankes harrend schasst er Nutzen früh bis spät. Allein auch ihm bleibt die Erkenntnis der Wahrheit des alten Satzes nicht erspart: „ilnbanf ist der Welt Lohn." Sa, wäre es nur Dank: Grausamkeit in der häßlichsten Form wird ihm widerfahren. • , , Knaben in ihrem lugendlichen Mebcrmut ziehen an den Teich mit Stöcken und Steinen bewaff- net, um alle Frösche, die sich ihnen zeigen, zu schlagen oder zu bewerfen. Zu Tode getroffen, zappeln diese armen Geschöpfe dann hilflos im Grase umher, bis sie nach qualvollen Leiden jämmerlich verenden. .Froschschenkel gefällig", so schreit der Verkäu- ser aus dem Markt, um das Ergebnis seines schändlichen Gewerbes für übersatte Feinschmecker und Schlemmer anzubieten. Wer je das scheußliche Handwerk des Froschsänaers am Teich und die gräßlich zuckenden Froschkörper, denen die Hinterschenkel abgeschnitten worden sind, auf der nahen Wiese gesehen hat, dem steigt die Schamröte ins Gesicht. Das Vorderteil der armen Tiere, bestehend au- Kopf, Vrust und Vorderbeinen, wird auf einen Haufen geworfen. Da die Tiere bekanntlich ein zähes Leben haben, bietet sich dem Beschauer ein Bild, wie es scheußlicher nicht gedacht werden kann. Stundenlang kriecht und zappelt die schleimige Masse, bis die verstümmelten Tiere unter entschlichen Qualen verenden. Es wäre zu wünschen, daß die Liebhaber von Froschschenkeln solchem Gemetzel nur einmal beiwohnten, der Wunsch nach Froschschenkeln würde ihnen für immer vergehen. Dem schändlichen Treiben ist nur dadurch zu steuern, daß alle vernünftigen und mitfühlenden Menschen die Marktsrauen und Delikatessengeschäfte. die Froschschenkel anbieten, vollständig meiden Wo keine Nachfrage ist. da hört auch die Anlieferung auf. Möge auch Frühling allgemein in die Herzen der Menschen einziehen und Barmherzigkeit für die Leiden der Geschöpfe der Natur erzeugen, damit auch das scheußliche Handwerk des Froschsanges für 'immer unterlassen wird. N. K. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadtthcater: .Louis Ferdinand Prinz von Preußen". 19.30 bis 22.30 Uhr. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Ungarische Rhapfodie". — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Das Mittwochabonnement, das in der Karwoche ausfällt, wird nachgeholt werden. Heute abend ist im Dienstagabonnement „Louis Ferdinand, Prinz von Preußen", morgen. Donnerstag. 17. April, im Freitag abonnement wird die Vorstellung nochmals wiederholt. Ostersonntag, zum letzten Male. Zuckmayers Seil- tänzcrstück „Katharina Knie". Beginn 18.30 Uhr: ermäßigte Preise. Die Sntendanz het zu einem einmaligen Gastspiel für den zweiten Osterfeier- tag, Montag. 21. April, das Neue Operetten- Wenn Ihre Empfehlungsanzeige in der Samstags-(Oster-)Nummer des GleDener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Ausstattung werben soll dann geben Sie uns bitte den Text mit Rücksicht auf den Karfreitag spätestens Im Laute des Donnerstags In der Geschäftsstelle auf. thcater. Frankfurt a. M., verpflichtet, dessen ausgezeichnete Operettenausführungen noch vom Vorjahre in bester Erinnerung find. Die Frankfurter Gäste bringen eine neue.Schwankoperette, betitelt „Panne um Mitternacht", Text von Gustav Deckner, Musik von Harry Waldau. • •• Zum Schuhe der Strahenpassan- ten und der Nachbarschaft. Vom Polizei- amt Gießen wird uns mitgeteilt: Das Ausklopfen, Ausschütteln. Abkehren usw. von Dettwerk, Teppichen. Kleidungsstücken. Staubtüchern und ähnlichen Gegenständen nach Straßen, öffentlichen Plätzen und Vorgärten hin ist gemäß §.3J6 Ziss. 8 des Aeichsstrasgesehbuches und Artikel 292 des Polizeistrafgesehes unstatthaft und mit Strafe bedroht. Weiter macht das Polizeiamt darauf aufmerksam, daß das Klopfen von Teppichen. Dettwerk, Möbeln und dergleichen, sowie ähnliche mit Geräusch oder Staubentwicklung verbundene Verrichtungen regelmäßig nur werktags in den Vormittagsstunden zwischen 8 und 11 Uhr vorgenommen Werken sollten. • * Neuherrichtung des Wartesaals 3. Klasse. Nach umfassenden Erneuerungsarbeiten wird heute der Wartesaal 3. Klasse im Gießener Bahnhofsgebäude dem Verkehr wieder übergeben. Me riesige gewölbte Decke ist in sattem Gelb gehalten, verbunden mit einem lichten Grün der Tür und der Fensterbogen und einem Braun der HolzbekleidunL. gibt sie dem großen Raum eine behagliche Wärme. Moderne Beleuchtungskörper spenden in den Abendstunden eine verschwenderische Lichtfülle. Die Sitzgelegenheiten wurden vermehrt und durch eine praktische Zweiteilung des Saales je ein besonderer Raum als Warteraum und für Wirtschaftszwecke geschaffen. Das kleine, hinter dem Wartefaal liegende Zimmer wird weiterhin ausschließlich als Speisezimmer verwandt werden. Somit ist nunmehr auch dem minderbemittelten Reisenden Gelegenheit gegeben, in einer behaglichen Umgebung eine Erfrischung zu sich zu nehmen. (VgL die heutige Anzeige.) • • Dom Wochenmarkt. Der Verkauf von Butter, Eiern, Käse und Geslügel findet Dienstag, Donnerstag und Samstags nur in der Senckenberg st raße statt. Nach Wiederherstellung der Marktlaubenstraße (Beseitigung des Baugerüstes und Bauzaunes, die demnächst erfolgen soll) werden die Wochenmärkte wieder in der Marktlaubenstrahe und auf dem Lindey- platz abgebalten. • • Die Gießener Geldinstitute geben Im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Kassen und Geschäftsräume am Ostersamstag für jeglichen Geschäftsverkehr geschlossen sind. Auf die Anzeige fei befonders hingewiesen. • * Lichtbildervortrag über Kriegerfriedhöfe im Ausland. Die hiesige Bezirksgruppe des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltete am Sonntagabend im großen Hörsaal der Universität einen Lichtbildervortrag über „Kriegerfriedhöfe im Ausland". Rektor Germann (Darmstadt) gab in seinen erläuternden Ausführungen zu den neuesten Lichtbildaufnahmen eine ausführliche Schilderung Über den derzeitigen Zustand unserer Krieger- friedhöse im Auslande. Wenn auch vom Reich im Zusammenwirken mit dem/Volksbund manche große Arbeit ausgeführt werden konnte und mancher Friedhof eine dem deutschen Volksempfinden entsprechende Gestaltung und Ausbau aufweist, so ist es doch bis jetzt nur ein Bruchteil, der hergestellt werden konnte. Der Redner wies darauf hin, daß die Kosten der Herstellung vom Reich nicht allein getragen werden könnten. Cs bedarf der tatkräftigen Mitwirkung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Gegen einen Mindestjahresbeitrag von 2 Mk. durch Beitritt zum Dolksbund kann jeder mit beitragen zur würdigen Ausgestaltung unserer Kriegersriedhöfe im Ausland! Die hiesige Bezirksgruppe ist zu weiteren Auskünften gern bereit. *• Zur Richtigstellung. Unsere gestrige Meldung über die Rettung eines beim Wasserholen gegenüber der Militärbadeanstalt in die Lahn gestürzten hiesigen Einwohners namens Dechert ist folgendermaßen zu berichtigen. Der Verunglückte wurde zunächst von einem jungen Mann namens Nachtigall bemerkt und von diesem auch mit erheblichen Anstrengungen über Wasser gehalten, bis der Invalide Johannes H o h f e I d und dessen Sohn Karl, Rittergasse 23 wohnhaft, zur Hilfe herbeieilten: ihren Bemühungen gelang es, den inzwischen bewußtlos Gewordenen ans Land zu bringen. Sie stellten dort auch die ersten Wiederbelebungsversuche an und wurden dabei von dem Zahnarzt Dr. Adam unterstützt, der sich inzwischen ebenfalls an der Unfallstelle eingefunden hatte. Außerdem bemühten sich auch einige Ruderer um den Verunglückten, der bann mit einem Krankenwagen in die Klinik übcrgeführt wurde. Sein Befinden ist erfreulicherweise durchaus zufriedenstellend. Oie Wetterlage. 3Z 6 15 Wien ourj uiens taa, d.15, April 1930,7" aDds. 5&= Pran A. s G woixentos 9 neuer. o naib bedetKi ® woixifl. • oedectl • ♦ Schnee aOreuoein ■ Hehel KGe»'ii,er.(g)vand5luie.-O-t sde «ichie* Os« nissige» sodsuowesx siormecne- nordwesl bte Piene fliegen mit dem winde Die oei den Stationen stehenden Z* len geben die Temperatur an. Die tm.en verbinden Orte ml| gtcKh€< tut neeresniveau umocrethneten Uiftdruci Wettervoraussage. DaS seitherige Tiefdruckgebiet hat durch mehr nördliche Verlagerung feinen Einfluß weiterhin über Deutschland geltend gemacht. Regnerisches und trübes Wetter herrscht allenthalben. Die Rückseitenwirkung des Tiefs verursacht vorerst noch wechselhaftes und kühles Wetter mit Schauern, jedoch vollzieht sich die bereits on- gekündigte Besserung der.Wetterlage durch den hohen Druck im Westen mehr und mehr, und für Ausgang der Woche und das Osterfest ist auf- heiterndes und trockenes Wetter zu erwarten. Wettervoraussage für Donnerstag: Noch kühles, wechselnd wolkiges Wetter mit Schauern, doch später leichte Besserung. Witterungsaussichten für Freitag: Fortschreitende Besserung der Wetterlage. Verantwortlich für Politik: i. 58.: Ernst Blumschein. Nur noch den veredelten Kaffee „Idee“ von J. J. Darboven, Hamburg 15 überall käuflich 31 jv U«> D AW A H „v.s;.' V MM WW WM WUK HMM W SCHUHHAUS Ouabiattilometer zu, Spitze Jütlands nach und weiter bis zur I fenbamm von run eine heute noch last weit wir bei bem aeg noch nicht solche Th bie den Aorausietzun chcn. Ser hollänbiich in fflebembli! bi r e ft und bw Irod *eü der Zuideche le Vroielt von der Iro ber Norblee derzeit st bar vor allem vom Aber er beteilet rv wahren Mchchmen e konnten, die dos l einer Derwirklichur Nordiee stellt beton °°r, besten Boden langsam erhöht Nö beispielsweise noch: dagegen betrögt i "orgesehenen Werfen "ochKVMeter 1 nur hoch (eiten 15 iUjMr/ee, bie ei tot drei Zui-ttsee beg Les ZV wird, ^nl im folge^. sichWNgd'bl der Gegenwar Die" r Anekdote * «AÄte" «*&•* tfdS*- Niger Z L von je allein - £n, -Bot um bann « der Innern > auch fln7, ©tabt . immer mit länger ü? e,nen <5 toi ^'Mann S ei- der äJJ Notf fo eineMx fei’« p/erd Ärzten oh seinen ei ?C,nonNn tb^t be Kaktee unxQ?öaentralbeUung und eletir. Vidjt per solorl oder soäier an berufstätige bessere Damez.verm. 3017D _2d)nii»enitr. 121 Hüheerauften-Lcbcwohl u. 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Desto herrlicher empfindet man das Erwachen der 'Natur, Reife an die Zmdersee. - Deutsch holländische Mißverständnisse. — Das Projekt von der Trockenlegung der südlichen Nordsee. —Zn der elektrischen Pumpmüyle das plötzliche Blühen und Gedeihen auf den Weiden und auf den kaum übersehbaren ‘Blumen- feldern, sobald der Monat April seinen Einzug von Medemblik. Bon unserem Dr. Q. LO-Sonderberichterstatter hält Auch in Holland ist er wie bei uns in Deutschland sehr wetterwendisch, aber der rasche Wechsel von Sonne und "Hegen hat feinen eigenen Bor drei Wochen wurde mit der Entwässerung des nordwestlichen Teiles der Zuidersee begonnen, der bereits im Auaust diese- Jahres zur Gänze trodengelegt sein wird. Unser Sonderberichterstatter schildert im folgenden seine Eindrücke bei der Besichtigung dieses größten Wasserbauwerkes der Gegenwart. I. Es hat schon eine tiefere, psychologische Ur- sache, wenn man gerade in Deutschland den XrodenlegungSarbeiten an der Zui- dersee, die jetzt in ein neues Stadium getreten sind, eine besondere Ausmerksamkeit zuwendet Was bezweckt man mit der Trockenlegung dieses ausgebreiteten Meeresteiles? Land ju gewinnen, Ackerboden und Siedlungsfläche für ein kleines Volk, das, obgleidf es große, blühende Kolonien befißt, sich auf seiner cheimatfcholle ausbreiten will und wohl auch muß, wenn man die Zuspitzung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den indischen Kolonien in Rücksicht zieht Deutschland aber besitzt heute trotz seiner immer mehr anwachsenden Bevölkerung keine Kolonien, die das überschüssige Menschenmaterial aufnehmen können, e, kämpft seit Jahren mit dem Hungergespenst der Arbeitslosigkeit und braucht Land und wiederum Land. Die Holländer, seit Jahrhunderten im zähen Kampf mit der See, haben uns einen Weg ge- w-esen, wie in friedlicher Arbeit neuer Boden gewonnen werden kann, indem man ihn dem Meere abtrotzt. Und in dem letzten Iahr- tchnt, welches das gigantische Projekt von der rockenlegung der Zuidersee zur Durchführung brachte, haben auch wir in Deutschland im kleinen Versuche unternommen, Meeresgrund in Ackerboden umzuwandeln. Doch nicht genug damit! Die Pläne werden immer größer, manchmal erscheinen sie uns schon phantastisch, so wenn man erfährt, daß seit Monaten deutsche Gelehrte und Ingenieure an der Ausarbeitung eines Projektes arbeiten, durch das die ganz« südliche Nordsee trockengelegt werden soll Nicht weniger als 300 000 Quadratkilometer Neuland will man auf diese Weise schaffen, um Millionen von Volksgenossen Raum, Arbeit und Heimat zu geben Um diese 300 000 Quadratkilometer zu gewinnen, müßte man von der Spitze Jütlands nach Westen bis zur Doggerbank und weiter bis zur Themsemündung einen Riese n d a m m von rund 725 Kilometer Länge ziehen, eine heute noch fast unmöglich erscheinende Idee, weil wir bei dem gegenwärtigen Stand der Technik noch nicht solche Maschinen zu bauen vermögen, die den Voraussetzungen dieses Projektes entsprechen. Der holländische Ingenieur Derhey, der 4 bis 6 Meter aufweist, noch ganz beträchtlich, zumal Dammbauten bei Tiefen von 15 Meter mit den heute zur Verfügung stehenden Maschmen der Wasserbautechnik nur sehr schwer durchzuführen sind Aber in der Nähe der Küsten, im sogenannten „Wattenmeer" ist die See so flach, daß der Meeresboden bei Ebbe freiliegt Bei der geplanten, großen Trockenlegung — die, wie betont werden muß, noch sehr in den Wolken liegt — will man natürlich diese Gebiete zuerst in Angriff nehmen, und zwar nach den gleichen Grundsätzen, wie dies bei der Zuidersee, dem Dollart und der friesischen Küste geschieht Man beabsichtigt, die gesamte Fläche in unabsehbar viele, durch Deiche geschützte Felder einzuteilen und sodann durch den Rieiendamm einzufassen Aber die Verwirklichung dieses kühnen Projektes, das Europas politische und wirtschaftliche Landkarte völlig umgeftal- Reiz, die Landschaft spielt in taufend Farben, »Farben, die in der dunstigen Atmosphäre der Niederlande seltsame Leuchtkraft besitzen und einen wundervollen Zusammenklang ergeben. Gewiß fällt eS dem Deutschen, der zum erstenmal nach Holland kommt, nicht schwer, in seiner Muttersprache sich in dem stammverwandten Lande zu verständigen. Zwei Drittel aller Hollander verstehen wenigstens einige Brocken deutsch Aber man darf der Verwandtschaft der beiden Sprachen nicht allzu sehr vertrauen, will man nicht unangenehmen Berwechselungen zum Opfer fallen. Davon einige unterhaltsame Beispiele. Wer in Holland vor einem „Gast Huis" etwa einer Wirtin wundermild zu begegnen hofft, wird rasch enttäuscht werden, denn in dem holländischen „Gasthuis" waltet der Spitalsarzt feines Amtes, der einem gern ein Rezept, aber Das Siresemarm-Ehrenmal in Mainz. Der Entwurf des Stresernann-Ehrenmals (Architekten: C. Hensel und A. Freitag), dessen Grundstein anläßlich der Befreiungsfeiern ht Mainz gelegt wird. in Medcmblik die elektrische Pumpstation errichtete und die Trockenlegungsarbeiten an diesem Teil der Zuidersee leitet, erklärte mir, er halte das Projekt von der Trockenlegung des südlichen Teiles der Nordsee derzeit für unmöglich, für undurchführbar vor allem vorn Standpunkt der Technik aus Aber er bestreitet nicht, daß in zehn oder zwanzig Jahren Maschinen erfunden und konstruiert werden könnten, die das heute noch aussichtslose Projekt einer Verwirklichung nähersöhren Denn die ganze Nordsee stellt bekanntlich ein „flaches Bassin" dar, dessen Boden von Norden nach Süden sich langsam erhöht Nördlich der Doggerbank mißt man beispielsweise noch liefen von 200 und mehr Meter, hingegen beträgt in dem für die Trockenlegung vorgesehenen Becken die größte Tiefe nur noch 60 'Dieter Der Durchschnitt übersteigt aber nur höchst selten 15 Meter Das ist im Vergleiche zur Zuidersee, die eine durchschnittliche Tiefe von ten müßte, liegt noch in sehr weiter Ferne. Eine Probe aufs Erempel indes bieten die Arbeiten an der Zuidersee Und darum verlohnt sich wohl eine Fahrt dahin ... • Wird man aus Berlins überhitzter Atmosphäre plötzlich in die ruhige Behaglichkeit der holländischen Landschaft verseht, dann beschleicht einem etwas wie Reid, dann wird aus einmal d i e Sehnsucht nach Ruhe und Besinnlichkeit übermächtig. Gar erst, wenn der Frühling cm allen Vcken und Enden lacht und jubiliert Der Winter in Holland ist nicht eben schon Die ewigen Rebel lasten auf der Seele, und auch das kräftigste holländische Frühstück mit dem fünferlei Gebäck, dem ungesalzenen Weißbrot, dem köstlich schmeckenden Braunbrot, dem süßen Korinthenbrot, dem sich noch der runde Zwieback, keine Speisenkarte geben wird, Unb gerade im Frühling sieht man auf den Weiden eine Unmenge vergnügter Zicklein herumspringen. Rä- hert man sich nun einem Gebäude, das die Aufschrift „S t a d s z i e k e n h u i s" führt, so meint manch ahnungsloser Reisende aus Deutschland, daß sich hier der städtische Ziegenstall befindet. Er wird dann sicher den Wohnungsluxus, dessen sich die niederländischen Ziegen erfreuen, nach Gebühr bestaunen und erst bei näherem Zusehen gewahren, daß die Aufschrift „Städtisches Krankenhaus" bezeichnet. Und tote- oiele unserer Landsleute bleiben verwundert vor einem „M elksalon" stehen und denken sich: „Ranu? Hier wird einem wohl das Melken beigebracht?" Richts davon! Es handelt sich um ein Milchgeschäft Und findest du vor einem Hause Die Tafel „Riet bellen!*', so geht diese Warnung keinesfalls die Hunde, sondern dich an. „Riet bellen!" bedeutet nämlich soviel wie „Bitte nicht läuten!"., Scrlei Wortspiel er eien gibt cS eine Menge. Mancher Deutsche geht frohgemut in einen Laden, der die Aufschrift „Sch o e n m a k e r" trägt, um sich rasieren, maniküren oder sonst schön machen zu lassen. Er macht dann seltsame Augen, wenn man ihm bedeutet, daß ein „Dchoenmaker" in Holland kein Friseur, sondern ein Schuhmacher ist. Und wieviele aus deutschen Gauen, die der (>o(- ländischen Sprache unkundig waren, glaubten, Holland müsse das Land der Irren sein, weil es da so viele kleine Gebäude mit der vielsagenden Bezeichnung „Tol-Huis" gibt. Aber so ein Tollhäuschen, in dem man Berrückte vermutet, entpuppt sich höchst prosaisch als ein „Z o 11 h a u S". und wer mit seinem Auto her- anfährt, muß Wohl oder übel in die Tasche greifen, um seinen Wegzoll zu eiitrichten. Aber genug davon! Erst der Tatsachenbericht, bann das Besinnliche, dessen man sich bei einer holländischen Reise nicht zu entziehen vermag. Der Generaldirektor der Zuiderseewerke im Haag hat mich an den leitenden Ortsingenieur von Medemblik verwiesen, der mir bie elektrische, feit einigen Wochen in Betrieb gesetzte Pump st a t i o n zeigen soll, durch die das jetzt durch einen großen Damm abgeschlossene Wieringec Meer entwässert wird. Ingenieur B e r h e v , der Erbauer des Pumpwerkes, empsängt mich am Bahnhos und führt mich sogleich in das einsam am Meeresstrande zwischen Wieringer Meer und der Zuidersee gelegene, weiß gestrichene Gebäude, in dem in jeder Minute 400 Kubikmeter Wasser aus dem Wieringer Meer in die Zuidersee gepumpt werden. Rur wenige Menschen sind zu sehen Die Arbeiterkolonnem die vor zwei Jahren, als ich das letztemal hier weilte, in emsiger Geschäftigkeit den Deich zwischen Wie- ringen und Medemblik vollendeten, sind feit einigen Wochen nach Horben zum Bau bes großen 30 Kilometer langen Abschlußdammes zwischen Wieringen und der friesischen Küste abkommandiert worden. Zurückgeblieben sind Atoei Ingenieure und ein paar Maschinenmeister, Die den Betrieb der Pumpmühle zu überwachen haben. Tag für Tag senkt sich der Spiegel des Wieringer Meeres um zwei Zentimeter, gelegentliche Defekte und Störungen, bie im Anfang unvermeidlich sind, werden sofort behoben, btet mächtige Säugpumpen holen daS Gewässer aus dem immer niedriger werdenden Wieringer Meer daS im August dieses Jahres schon Wieringer Polder heißen wird Denn bis dahin hofft man das Wieringer Meer zur Gänze ausgepumpt zu haben. Zwanzigtausend Hektar, neuer Ackerboden und Weideland wird auf diese Weise noch in diesem Jahr dem Meere entrissen und trocken- gelegt Das Arbeitstempo an der Zuidersee ist atemberaubend geworden. Allerdings eignet sich dieser neugewonnene Boden noch nicht für den Anbau. Jahre müssen vergehen, bis Sanne und Reaen die auf dem trockengelegten Meeresgründe befindliche Salzschicht auslösen, bis pflanzliches Leben, das bekanntlich a uf Salzboden höchst spärlich gedeiht, sich entwickeln larnt Oie Hegezeiten in Hessen. Der hessische Minister des Innern hat unter dem 2. d. M. eine Ausführungsverordnung zum Iagdstrafgesetz erlassen. Danach beginnt die allgemeine Hegezeit in Wald und Feld mit dem 1. Februar einschließlich und endigt mit dem 31 August einschließlich. Don der allgemeinen Hegezeit bestehen außer den früher bestimmten noch nachfolgende Ausnahmen: Die Hegezeit für weibliches Rehwild und Rehkitzen (männliche und weibliche) beginnt mit dem 1. Dezember und endigt mit dem 30. September, die für männliches Rehwild beginnt mit dem 1. Dezember und endigt mit dem 31. Mai, die für den Dachs beginnt mit dem 16. Februar und endigt mit dem 15 Mai, die für Hasen beginnt mit dem Die Banknote. Anekdote von Karl Federn. r Als wir uns eines Tages über die seltsam trügenden Erscheinungen unseres Bewußtseins und Gedächtnisses unterhielten, erzählte eine Dame dieses Beispiel Ihr Baker, zur Zeit, da die Sache sich ereignete, bereits ein älterer Mann, reich, vornehm, von sehr bestimmten Anschauungen und Gewohnheiten, hielt es für richtig, jeden Tag, wenn er das Haus verließ, in Brieftasche und Börse eine Tausendernote, zwei oder drei Scheine von je hundert, fünfzig und weniger Gulden bis zur kleinen Münze hinab, sorgfältig zusammengestellt und nachgezählt, bei sich zu tragen Dor Tische er wohnte für sich allein - pflegte er einen Spaziergang zu machen, um dann in einem der bekanntesten Gasthofe der inneren Stadt zu speisen Und so war er auch an diesem Tage ausgegangen, war wie immer zahlreichen Bekannten begegnet hatte mit manchen einen Gruß gewechselt mit andern länger und eingehend gesprochen, hatte vielleicht in einem Laden einen Einkauf gemacht, und wurde dann plötzlich, sei es von einem Gedanken, der ihm kam, sei es von irgendeinem Dorfall, einem gestürzten oder durchgehenden Wagenpferd oder sonst einem Ereignis, das einen kleinen Dolksauflauf verursachte und auch feine Gedanken lebhaft beschäftigte, vollkommen Eingenommen. so daß er noch bei seiner stets sorgfältig gewählten und froh genossenen Mahlzeit, bei dem Wein, den er als Kenner tränt, über die Sache nachdachte Dann nach dem schwarzen Kaffee und der Zigarre hatte er den Kellner mit einer Hundert-Guldennote bezahlt und den Rest in Scheinen und Münze zurückbekommen Als er im Laufe des Nachmittags bei einer Gelegenheit wieder Geld aus seiner Brieftasche nehmen wollte, vermißte er die Lausendernote die darin sein muhte, - denn er hatte die Tasche seitdem er das Hotel verlassen, nicht mehr berührt. - er muhte sich also geirrt und dem Kellner die Tausendernote gegeben haben. Er kehrte sofort nach dem jetzt verladenen Speisesaal des Hotels zurück und sagte dem Manne, der ihn feit langem bediente, in nicht ungütiger Weise, er. der Kellner, habe wohl seinerseits auch nicht bemerkt, daß er ihm ans Versehen die 'größere Rote gegeben, und sie wahrscheinlich für die geringere genommen und als solche gewechselt . Der Kellner versicherte sehr höflich und bestimmt, aber nicht ohne gewisse Befangenheit, daß er lediglich eine Hunderternote von ihm zur Zahlung bekommen und dies sehr genau gesehen hätte, daß auch seine Rechnung vollkommen stimme, und daß der Gast im Irrtum fein müsse Rach wenigen Sähen, in denen jeder bei seiner Meinung blieb, sagte der alte Herr, er bedauere den Dorfall sehr und wolle auch nichts Schlimmes von ihm geglaubt haben aber da es sich um einen bedeutsamen Betrag handle, sei er genötigt, die Sache dem Besitzer mitzuteilen und ihm das weitere anheimzustellen Der Zählkellner, gleichfalls schon ein älterer Mann, schwieg darauf eine Weile bestürzt dachte nach und sagte zuletzt ..Das mochte ich nicht vielleicht habe ich mich doch geirrt ." und gab die fehlenden neunhundert Gulden heraus Mit einem peinlichen Gefühl für den Mann nahm der alte Herr das Geld und ging, und wurde auch in den nächsten Tagen durch das gleiche Gefühl im Genuß seiner Mitiagsmahlzeit ges. rt Bis Wochen vergingen und die Sache für ihn schon eine halb vergessene war, - als er eines Tages einen eingeschriebenen Brief erhielt, in dem eine Tausendernote lag. die ihm ein Freund mit vielem Dank für seine Liebenswürdigkeit zurückschickte Und da erst kam ihm plötzlich die Erinnerung daß er ja an jenem Dormittage auf seinem Spaziergang einem Bekannten begegnet war, einem gleichfalls sehr vermögenden Manne, der sich vorübergehend in Wien aufgehalten hatte und plötzlich und sofort abreifen muhte, und ihn für dringende Einkäufe, die er noch machen wollte um jene Gefälligkeit ersucht hatte daß er diesem Manne die Tausendernote eingehändigt und daß sei es eine Gedächtnisschwäche, mehr aber jener Borfall der ihn dann so sehr beschäftigte jede Erinnerung daran in ihm ausgelöscht hatte Run selber bestürzt und mit vielen Entschuldigungen gab er am nächsten Tag dem Kellner fein Geld zurück „Ich wußte es ja,“ sagte dieser und nahm die neun Hunderter und was er zur Entschädigung daz erhielt mit tiefem Dank „Aber," fragte der andere, denn das hatte ifjn am meisten in Erstaunen gesetzt, .wie konnten Sie mir nur damals das Geld herausgeben?" „Herr W.," sagte der Mann, .ich habe ja gesehen daß Sie es selbst glaubten Wenn die Sache zum Priirz:pal gekommen wäre . . Ihnen hätte jeder geglaubt und mir nicht Wie hätt ich's beweisen sollen? Ich bin Familienvater, und ich habe hier eine Stellung, die mir viel einbringt Die hätt' ich verlieren können, und die ist mir mehr wert als neunhundert Gulden..." Jedermann. Von Hans Mebau Mücke hat Jubiläum. .Hör mal,“ zieht Jedermann ihn beiseite, .der Kegelverein will dir ein Geschenk machen. Was wünschst du dir?" Mücke dentt nach. .Wenn ihr schon wirklich etwas schenken wollt," sagt er, .dann hätte ich gern den kleinen Brehm. .Ist das dein Ernst?" erschrickt Jedermann. Mücke nickt. .Das ist natürlich nicht zu machen", sagt Jedermann. .Erstens ist so ein Geschenk für einen Kegelverein viel zu teuer. Und zweitens hast du doch gar keine Garage." Jedermann fährt Motorrad. Rechts um die Ecke Links um die Ecke. .Hallo!" schreit da ein Schupo .Kennen Sie die Derkehrsvorschriften nicht?" Federmann bremst .Aber gewiß", sagt er. .Was wollen Sie denn wissen?" Fedcrmann ist beim Autohändler. .Was kostet dieser Wagen?" fragte er. »Das ist ein Gelegenheitskauf," sagte der Händler .Sie können ihn zum halben Prospektpreis haben." Federmann denkt nach „Und was kostet," fragt er dann, .was kostet der Prospekt?" .Im Zirkus," erzählt Mücke, „tritt ein Pianist auf. Der spielt mit den Zehen." „Spielt mit den Zehen?" fragt Federmann „Das ist doch gar nichts Gestern habe ich ein Baby gesehen, das mähte das im Schlaf." „Es ist nichts Ernstes," sagt der Arzt. „Eie haben allerdings eine kleine Blinddarmreizung. Aber die macht mir weiter keine Sorge." .Das glaub ich schon," sagt Federmann „Wenn Eie eine Blinddarmreizung hätten, würde mir das auch keine Sorge machen." Jedermann kommt vom Stammtisch. Geht übet den Ferdinandsplatz. Sieht einen Mann auf sich zukommen .Menfchenskind," sagt er. „Palmücke! Wo kommst du her? Wie gehts? Fünf Jahre haben wir uns nicht gesehen! Und verändert hast du dich! Graue Haare hast du gefriert, und den Bart trägst du auch kürzer, und dicker bist du auch geworden! Man erkennt dich kaum wieder!" Und er umarmt ihn. „Aber, aber —I“ lacht der Mann. „Ich heiße nicht Palmücke." „Donnerwetterl" sagt Jedermann. „Was ist denn passiert? Palmücke heißt du auch nicht mehr?" Federmann ist auf der Pvlizeistation. „Sie haben Ihren Hund ohne Maulkorb herum- laufen lassen," sagt der Beamte. „Jawohl," nickt Federmann. „Das kostet 20 Mark oder sieben Tage Haft." „Gut," nickt Jedermann, „sperren Sie ihn sieben Tage ein.“ ,Ungarische Rhapsodie^ — ein $ihn. Ufafilm nach dem Drehbuch von Hans S z e - teil) und Fred Majo, von Hanns Schwarz inszeniert - ohne Ton, aber mit starker und lebendiger Bildwirkung. Die schonen und weiträumig photographierten Aufnahmen aus der ungarischen Pußta bilden — nächst der Besetzung — den wertvollsten Bestandteil dieses Films Die Handlung stellt eine etwas verschollene, anscheinend noch immer publitumsMikiameSchablone dar, zuletzt nicht ohne Spannung, aber stellenweise auch hart am Edelkitsch vorbei. Die wesentlichen Motive. Liebe und Trompetenblasen, Zigeunermusik, Erntedankfest und Tanz, nächtliches Stelldichein im Park, Eifersucht, Ständchen, glückliche Bereinigung des liebenden Paares Die Personen ebenfalls nach den bewährten Mustern eines hochrornantischeu Gesellschaftsromans der fesche Honvedleutnant. die stolze und dennoch zu jedem Opfer bereite Geliebte, als pikante Kontrastfiguc dazu die kokette Weltdame-, der zürnende Dater; der rachsüchtig-verschlagene Zigeunerprimas Die Regie von Schwarz stellt sehr gute Bilder und gibt den entscheidenden Schlußszenen ein schwungvolles Tempo, kann aber etliche Längen und eine gewisse motivische Eintönigkeit in den Mittelakten «Csardas der Offiziere beim nächtlichen Gelage) nicht vermeiden Die musikalische Begleitung ist geschmackvoll und stilsicher zusammen- geftellt. 3n der Besetzung zeichnen sich vor allem 5er sympathische Willy Fritsch als fescher Hon- oedhusar, Dita P a 11 o als die junge, um ihrer Liebe willen leidende Marika, und Lil Dagover als kokette Generalin aus Außerdem Andor Heltai, Kaiser-Titz, Harry H a ti> t — Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus. —r— 4 Der Entdecker des phramidons 70 Zahn Dr. Friedrich Stolz, einer Lei größten Wohltäter der Menschheit, feiert in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Er erfand vor allem das Pyramidon, das allen von Kopfschmerzen Geplagten ein guter Helfer wurde. Auch die synthetische Herstellung des Adrenalins, des Hormons der Nebennieren, stammt von Stolz, der gleichzeitig sein 40. Jubiläum bei den Höchster Werken der J.?G.-Farben begehen kann. 27 (Sortierung Nachdruck verboten 16. Januar und endigt mit dem 15. Oktober, die für Auerhähne beginnt mit dem 16. Mai und endigt mit dem 15. Oktober, die für Fasanen- hähne beginnt mit dem 1. Juni und endigt mit dem 15. Oktober, die für Fasanenhennen beginnt mit dem 1. Februar und endigt mit dem 15. Oktober, die für Enten beginnt mit dem 1. Februar und endigt mit dem 15. Juli, die für Waldschnepfen beginnt mit dem 16. April und endigt mit dem 15. September, die für Sumpfschnepfen, Trappen, Brachvögel, Kiebitze beginnt mit dem 16. April und endigt mit dem 15 Juli, die für Rebhühner beginnt mit dem 1. Dezem- ber und endigt mit dem 31. August, die für den Star beginnt mit dem 1. Februar und endigt mit dem 31 Juli, die für Auerhennen, Birkwild, Trutwild, Haselwild und Muffelwild wird bis auf weiteres auf das ganze Jahr ausgedehnt - Aus forst- und feldpolizeilichen Gründen kann die Hegezeit vorübergehend aufgehoben werden. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Die gefiederle Schlange "Roman von Edgar Wallace Massenchören „Mein Lied" und „Wo gen Himmel Eichen ragen" zur Verherrlichung des deutschen Liedes statt. Schwerer Autounfall. WSN. -Friedberg, 15. April. Gestern nad> mittag verunglückte an der Straßeneinbie- gung nach Dorheim der württembergische Gutsbesitzer Rau mit seinem Dixiwagen. Rau befand sich auf dem Wege byt Kassel nach Frankfurt und hatte an der genannten Abzweigung eine Richtung eingeschlagen. Als er seinen gehler bemerkte, riß er seinen Wagen herum und rannte dabei gegen einen Prellstzrin, wobei das A u t o teilweise zertrümmert wurde. Während Rau selbst und seine Tochter nur leichtere Derlehungen erlitten, trug seine Frau ein« schwere Gehirnerschütterung davon. Alle drei Insassen wurden in das hiesige Bürgerhospital eingeliefert. Dort ist die am schwersten in Mitleidenschaft gezogene Frau Rau bereits ihren schweren Verletzungen erlegen. Landkreis Gießen. Hc K l e i n - L i n d e n, 13. April. Durch die dies« jährigen Konfirmanden wurde in unserem Dorf ein« Sammlung von Eiern oorgenommen. Das Ergebnis der Sammlung, 453 Eier, kam als Öfter« gäbe unserer Gemeinde dem evangelischen Schwesternhaus in Gießen und der hiesigen Schwestern- station zugute. * K l ei n-Lin den, 14. April. Der Gesell- schaftsverein „Burgundia", einer der ältesten dieser Art in der Umgebung, begeht am l^Iuni d. I. sein 5Ojähriges Stiftungsfest in oorm eines Gartenfestes' Von einer.größeren Feier muhte man absehen, da noch mehrere größere Feste in diesem Jahre in Klein-Linden stattfinden. x Wieseck, 15. April. Der Palmsonntag klang in unserer Kirche aus in einer Lichtbild- st u n d e, die Bilder wurden von Gemeindegesang begleitet. Aus der Reihe „Die Kunst im Dienste des Evangeliums" bildete den ersten Teil des Abends eine Passionsliturgie: „O Haupt voll Mut und Wunden" mit Bildern von alten und neuen Meistern! ihr folgte das Vaterunser mit Bildern von Ludwig Richter; den Schluß bildete ..Vom Heilsrat Gottes", ein Gang durch Oberheffen. Gemeinderat in Grünberg. *r Grünberg, 15. April. Zu der jüngsten Gemein deratssihung, die unter dem Vorsitz des Beigeordneten Keller in Anwesenheit von elf Gemeinderäten stattfand, war Baurat Wagner vom Hochbauamt Gießen als Sachverständiger zugegen. Der neu aufgestellte Ortsbauplan für das Heegviertel ist vom Ministerium begutachtet und dabei empfohlen worden, infolge der vielen kleinen Grundstücke, deren verschachtelte Lage keine geeigneten Bauplätze ergibt, das Bauland-llmlage- verfahren anzuwenden. Daurat Wagner erläuterte an der Hand des diese Sache behandelnden Gesetzes von 1927 das Verfahren, das in vieler Beziehung der Feldbereinigung ähnelt, sich aber nur auf ein begrenztes Gebiet erstreckt. Der Vorteil ist darin zu sehen, daß zunächst aus den als Masse zusammengelegten Grundstücken für die Gemeinde das zu Straßen benötigte Gelände ausgeschieden, und daß das Gartengelande der Besitzer als baureifes Gelände an dio Straßen gelegt wird Besitzer von kleineren Grundstücken fallen aus. ihr Gelände wird zu Massengrundstücken vereinigt, mit deren Erlös fie entschädigt werden. Nötig zur Eröffnung des Verfahrens ist die Zustimmung eines Fünftels der Grundbesitzer, die über ein Drittel der Fläche im Besitze haben. Die Aussprache hierüber war sehr ausgedehnt, vor allem wollte man Auskunft über di« Kosten dieses Verfahrens haben. Zu einer Beschlußfassung kam es nicht, der Gemeinderat will zunächst nochmals eine Orts- besichtigung vornehmen und in einer weiteren Sitzung dann darüber verhandeln. Baurat Wagner erklärte sich zur Teilnahme bereit und holst, dann auch wohl Auskunft über die Kostenfrage geben zu können. Aus die dringende Eingabe mehrere Anlieger der LondorferStratze will die Provinzial- stratzenvcrwaltung einen Betrag für 06er- f l ü ch e nbehandlung (Teerung) dieser Straße im nächsten Voranschlag vorsehen sofern die Gemeinde ein Drittel der Kosten übernimmt Wie der Beigeordnete mitteilte, sollen dafür . 1000 Mk in den Voranschlag der Stadt eingestellt werden Ein städtisches Grund st ück an der Londorker Straße, über der Bahn gelegen, in Größe von 192 Quadratmeter, das Architekt Balser käuflich erwerben will, soll zur öffentlichen Versteigerung kommen, da noch andere Liebhaber vorhanden sind Gemeinderat in Büd ngen. II Büdingen, 11 April. Aus ber jüngsten Gemeinderatssitzung ist u. a. zu berichten Mit Wirkung vom 30 April 1930 wurde stand der Unbekannte still, als ob er antworten wollte, dann lief er mit rasender Geschwindigkeit quer über die Straße. Peter verfolgte ihn, aber ber Vorsprung des andern war zu groß. Die Flucht schien zu glücken, als plötzlich von irgendwoher eine behelmte Gestalt auftauchte. Ein Lichtstrahl blendete den Mann, eine feste Hand ergriff ihn am Kragen und warf ihn zu Boden. Rach einem kurzen Kampf war er überwältigt. „Alles in Ordnung", sagte eine rauhe Stimme, als Peter anfam. „Es ist ein Dieb!" Von Rechts wegen darf kein Polizist die Taschen eines Gefangenen durchsuchen, bevor et ihn in die PoliAeistation gebracht hat. Aber dieser Beamte schien böse Erfahrungen gemacht zu haben und war vorsichtig. In ber letzten Zeit waren in Kensington viele Raubüberfälle von bewaffneten Dieben ausgeführt worden. Erst als er sich davon überzeugt hatte, daß ber Mann mit Ausnahme eines kurzen Stemmeisens keine gefährlichen Waffen bei sich trug, brachte er ihn zur Station. Peter ergriff den Mann an einem Arm, ber Polizist am andern. ..Sind Sie ber Herr, nach dem ich aus war?" fragte der Gefangene, als sie sich der Polizeistation näherten. „Heißen Sie Dewin?" „Ja, ich bin das arme Opfer", sagte Peter vergnügt. „Ich verstehe nicht, wie Sie mich hören konnten." In der Stimme des Mannes klang ein verzweifelter Unterton. »Ich habe doch gar kein Geräusch gemachtl Diese gewöhnlichen Polypen wissen nichts von mir, aber der Inspektor wird mich sicher wiedererkennen I" „Run halten Sie bloß den Mund von Polypen". rief ber Polizist böse. „Ich habe Sie sofort wiedererkannt. als ich Ihr häßliches Gesicht sah! Sie sind Lightfoot Jerry." Der Gefangene schluckte verlegen. „Habe nie geglaubt, daß ein Polyp auch waS weiß!" „Ich war auf dem Polizetgericht von Westlondon, als Sie das letztemal verurteilt wurden". sagte der Beamte mit Genugtuung. „Gesichter, die ich einmal gesehen habe, vergesse ich nie wieder." „Merkwürdigl" sagte Jerry sarkastisch. Als sie in den erleuchteten Wachtraum ber Po- lizeistation tarnen, begrüßte der diensttuende Polizeunspektor Jerry sofort als einen alten Bekannten, aber seine Worte waren nicht sehr freundlich. „Was, Jerry, Sie unterstehen sich, hier in meinem Bezirk eine Sache zu drehen?" sagte er böse und vorwurfsvoll. „Solche Frechheit hat sich noch niemand horausgenommen!" (Fortsetzung folgt.) * wieder zu Bett legen, als er plötzlich sah ober wenigstens zu sehen glaubte, daß sich eine dunkle Gestalt aus dem Schatten ber Mauer löste, über ben kleinen Rasenplatz schlich und im Schatten ber gegenüberliegenden Wand verschwand Er lehnte sich weiter zum Fenster hinaus und schaute angestrengt in die Dunkelheit. Als er seine Hand ausstreckte, um sich auf die Fensterbank zu stützen, berührte er einen kalten Gegenstand. Es war ein Stahlhaken, ber an Stelle einer scharfen Spitze einen Gummiring batte Er versuchte, ben Haken wegzuziehen, aber er war festgemacht. Der harte Gummi muhte die Form eines hohlen Saugnapfes haben, so daß der Haken nicht von der Fensterbank abgleiten konnte Mit einem kräftigen Ruck riß er ihn los unb zog den Haken und alles, was daran hing, ins Zimmer. Es war eine leichte Leiter aus zähem, aber dünnem Bambus verfertigt und mindestens zehn Fuß lang, so daß Peter Mühe hatte, sie ganz ins Schlafzimmer zu ziehen. Vorsichtigerweise hatte er das Licht nicht an- gedreht, und sobald die Leiter ganz im Zimmer war, schlich er sich leise zum Kamin und nahm seine große elektrische Handlampe, die für alle Fälle dort bereit stand. Dann zog er sich schnell an und ging zu dem offenen Fenster zurück, von wo aus er plötzlich ben kleinen Hinterhof beleuchtete. Er konnte nichts entdecken, aber es war leicht möglich, daß sich der Eindringling hinter dem niedrigen Fahrräderfchuppen verborgen hielt, der an die eine Mauer angebaut war, denn in dieser Richtung hatte er die Gestalt verschwinden sehen. Der Mann konnte auf verschiedene Weise in ben Hinterhof gekommen sein. Längs ber kurzen Straße, in der Peters Wohnung lag, lief eine breite Mauer, die die Vorderhäuser von den Rückgedäuden trennte, und auf diesem Wege konnten Einbrecher leicht hereingelangen. Sie mochten aber auch die einfachere Methode gewählt haben die Mauer zu überklettern, von der der frühere Eindringling heruntergefprungen war. Das Haus war gleich dem Mr. Beates ein Eckhaus Peter leuchtete die Mauer sorgfältig ab und entdeckte noch eine zweite Hakenleiter, die von einer anderen Fensterbank herabhing. „Immer geheimnisvoller!" murmelte er, schloß das Fenster und kleidete sich rasch im Dunkeln an. Qllle Müdigkeit war von ihm gewichen. Er spürte nur ein leises Summen im Kopf, bas die natürliche Warnung dafür war. daß er die Grenze feiner physischen Kräfte nahezu erreicht hatte Fünf Minuten später war er aus dem Hause In ber einen Hand trug er eine Lampe, in ber anderen einen Spazierstock. Als er sich zu der Ecke wandte, sah er einen Mann von der Mauer springen unb riej ihn an. Eine Sekunde lang „Hinter wem sind Sie denn schon wieder her? Ich sah Sie neulich mit Mr. Hugg - das ist einer unserer ältesten Bekannten", begrüßte ihn der Sergeant. „Suchen Sie etwas Besonderes in meinem Bezirk, ober sink) Sie einer großen Sache auf ber Spur?" „3dj verfolge ben Mord an Farmer", sagte Peter. Der anbere nickte nur verständnisvoll. „Er hatte hier früher das Lokal „Rose unb Krone" unb ich bin fest davon überzeugt, daß er es nur als Aushängeschild für wer weiß welche verbotenen Geschäfte benützte." „War er damals verheiratet?" „Tlein, er wohnte hier niemals mit einer Frau zusammen, obgleich er mit einem oder zweien ber Mädels sehr intim war." Peter erwähnte die Lewstons, aber ber De- teftio reagierte nicht darauf. „Von denen habe ich nie etwas gehört" sagte er. Sie schritten zusammen durch eine lange, dunkle Straße Der Sergeant blieb stehen unb zeigte auf ein Haus. -Dort ist die „Rose unb Krone"." Das kleine, schlecht aussehenbe Gasthaus, Hessen Senster nicht erleuchtet waren, stand an ber Ecke einer Nebenstraße. „Farmer wohnte damals hier, die Gegend wird noch berühmt werden", meinte ber Delek- roÜckch „Die größte Streife nach einer 5alfd)munjerbanbe, ble jemals in dieser Gegend auägefubrt wurde, hatten wir in diesem Haus “ „Meinen Sie William Lane?" Sie erinnern sich des Falles noch - ja. Gingen ihn mit all seinen Druckmaschine, seinen Photo- graphischen -Apparaten und mehreren tausend Stuck französischer Banknoten, die zur Ausgabe bereit lagen. Irgend jemand verriet uns die Sweeney kam mit einer großen DDn Scotland Varb. Um elf Uhr abenbS drangen wir in das Haus ein unb überragten Qane auf frischer Tat Er hat wohl sieben Jahre bekommen - Farmer war ber Hauptzeuge gegen ihn." erzählen?" f°nft etwas von Lane Der Sergeant schüttelte den Kopf, als sie lang- das Haus zugingen in dem sich die ^.ragöbte abgespielt hatte. „cnein, nicht Diel, er hat erst drei ober vier Machen dort gewohnt, bevor wir die Haus- sowie für bas infolge Wegzugs ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Buchhändler Karl Seim sind in der am 16. April stattsinbenden Generalversammlung Neuwahlen erfvrberlich. Die Kasse ist Mitglieb des von Schulze-Delitzsch gegründeten Deutschen Genossenschaftsverbandes. — Der hiesige' Mehgermeister Karl Hof» mann Ii., Vorstandsmitglied ber Freiwilligen Feuerwehr, erhielt vom ReichspräsiOenten von Hinbenburg ein Glückwunschschreiben anläßlich seiner 51jährigen Tätigkeit bei ber Feuerwehr, bas seine treuen Dienste, sein vor- bilbliches Pflichtbewuhtsein und seine hingebende Arbeit hervorhebt. Volksbank Büdingen. * Büdingen, 14 .April. Die hiesige Volksbank e. G. m. b. H. hielt am Samstag ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nach- dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Notar Keil, die Erschienenen begrüßt hatte, gab das Vorstandsmitglied Schuch einen Ueberblcf über bie derzeitige gesamte Wirtschaftslage und ging daraus im besonderen auf die Lage ber Volksbank ein. Er konnte über die erfreuliche Weiterentwicklung ber Bank berichten unb wies am Schlüsse seiner Ausführungen darauf hin, bah auch im neuen Geschäftsjahr 1930 die Weiterentwicklung eine günstige fei. Die Bilanz, über bie im „Gieß. Anz." Nr. 65 vom 10. April bereits berichtet wurde, sowie bie Verteilung des Gewinnes wurde, wie von ber Verwaltung vorgeschlagen, genehmigt unb dem Vorstand unb Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Vorsitzende erklärte noch, obwohl bie Bank zu einer Aufwertung bet alten Spareinlagen nicht verpflichtet sei, würde die Bank es als ihre Ehrenpflicht betrachten, eine Aufwertung vorzunehmen. Bis jetzt sind schon 10 Proz. in einem dafür gebildeten Aufwertungsfonds vor- Händen, und man glaubt, daß bis zum 1. Januar 1932 die Aufwertung ber Spareinlagen in gleicher Höhe wie bie der Sparkasse oorgenom- men werden könne. Die Aufwertung der Geschäftsanteile mit 12V2 Proz. ist bereits vor einigen Jahren erfolgt, die aufgewerteten Beträge nehmen bereits an ber Dividende teil. Sängeriag in Freienseen * Freien seen, 10. April. Dieser Tage fand hier eine Tagung des Gauvorstanbes und M u s i k a u s s ch u s s e s des Gaues Ohm-Lumbatal im Hessischen Sängerbund statt, in welcher die endgültigen Richtlinien für den am 25. Mai stattfinden- ben Gaulieder tag eingehend beraten wurden. Jiad) Erledigung einiger wichtiger Gauangelegenheiten wurde mit dem Vorstand des Gesang- Vereins F r e i e n s e e n das Programm für den Gauliedertag durchgesprochen Wie schon früher gemeldet, findet das Gauwertungssingen in der geräumigen, durch gute Akustik bekannten Turnhalle statt An dem Singen beteiligten sich 28 Gauvereine mit über 1000 Sängern Der aufgegebene Chor „Mein Lied" wird nur von 5 Vereinen gesungen, welche durch das Los bestimmt werden, außerdem singt jeder Verein als freigewähltes Lied ein Volkslied oder ein Lied im Volkston. Die Kritik wird durch Reallehrer Blaß ausgeübt Als Eintritt für Nichtmitglieder zum Wertungssingen wurden 50 Pf festgesetzt Mit der Reichsbahn soll zwecks Einlegung -eines Extrazuges verhandelt werden, welcher in Gießen zusammengestellk wird und über Lollar, Londorf. Grünberg, Mücke nach Freienseen gehen soll. Ankunft in Freienseen gegen 7 30 Uhr. Dor dem Wertungssingen wird an dem Gefalle- n e n benf mal in Freienseen, das in unmittelbarer ^ahe der Turnhalle steht, ein F e st g o 11 e s d i e n st stattfinden Das Wertungssingen beginnt um 8.15 Ufyr Anschließend wird eine kurze mündliche Kritik durch den Wertungsrichter stattstnden Außerdem wird jedem Verein, wie alljährlich, eine eingehende schriftliche Kritik zugestellt Am Nachmittag findet em großer F e st z u g , anschließend eine Massen- funbgebung des Gaues durch Singen von zwei ! Oberstadtkasseassistent Karl Eberharb in den • Ruhestand verseht. — Die Erbauung einer größeren Markthalle auf dem neuen Marktplatz muhte abgelehnt werben, da zur Zeit die Mittel fehlen. — Für die Ausstattung des für Juni geplanten großen Jubiläums- marktes wurde ein Kredit bewilligt. — Weiter wurde beschlossen, daß die Stabt zu den Kosten einer durch die Reichspostverwaltung zu betreibenden Autolinie von Büdingen nach Wenings beiträgt. — Der am 1. März erfolgten Verpachtung des Jagdbezirks II wurde die Genehmigung erteilt. — Der Sahungsentwurf über das Kuratorium der Gewerbeschule wurde genehmigt, außerdem wurde dem Künstlertheater ein kleiner Zuschuß bewilligt. , Gemeinderat in Gedern. I Gedern, 14. April. Aus der jüngsten Sitzung des G e m e i n b e r a t s ist u. a. zu berichten Dem Musikverein wurde auf seinen Antrag das diesjährige Marktkonzert übertragen Im nächsten Jahre soll die andere hiesige Kapelle berücksichtigt werden. - Ein Antrag, ben diesjährigen P r ä m i i e r u n g s m a r k t wieder auf zwei Tage auszudehnen, wurde abge- lehnt. Der Markt soll nur Dienstags stattfinden. Heber eine Wasserleitungsanlage auf dem Friedhof soll noch einmal verhandelt werden. Es wäre zu begrüßen, wenn man die Wasserleitung bis auf den Friedhof fortführen würde. - Von der Einführung der Reichsverdingungsordnung wurde Abstand genommen. - Die Reichsbahnbirektion Frankfurt wünschte die Herabsetzung des W a ssergelbesfür Lokomotivwasser. Seither wurden bei einem Verbrauch von über 10 0Ö0 Kubikmeter 16 Pfennig pro Kubikmeter, darunter 20 Pf. pro Kubikmeter bezahlt. Die Preise wurden auf 12 bzw. 16 Pf herabgesetzt. Vorschubverein Grünberg. + Grünberg, 14. April. Der Vorschau ßver ein Grün berg c. G. m. b. H. veröffentlicht soeben seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1 929, sein 67. Geschäftsjahr. Danach befand sich ber Geschäftsverkehr im abgelaufenen Jahr in aufwärtsschreitender Entwicklung. Der Hmsatz stieg von 9 568 463.38 Mk. in 1928 auf 10 284 876.04 Mk. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 596 804.29 Mk. auf 635 710.63 Mark, wobei zu bemerken ist, daß es möglich war. bie Ende 1928 noch rund 43 000 Mk. betragenen Bankschulden abzutragen. Die Spareinlagen sind von 386 455.82 Mk auf 456 796.52 Mark gestiegen, bie Einlagen in laufender Rechnung sind mit 83 439.67 Mk. angegeben. Die Geschäftsguthaben betragen 57 210.72 Mk., die Rücklagen weisen ben Stand von 26 195.45 Mk auf Bon den Dermögensteilen sind bie sofort greifbaren Vermögenswerte wie Kasse. Postscheckkonto unb Guthaben bei Banken mit 23 675.77 Mk. angegeben, weiter finb aufgeführt. Wertpapiere 66 006.80 Mk.. Wechsel 68 901.72 Mark Darlehen 123 961.40 Mk., Forderungen tn laufender Rechnung 234 051.42 Mk., Forde» rungen aus aufgetoerteten Hypotheken 91 652.24 Mark Geschäftshaus 12 000 Mk., Beteiligung bei anderen Genossen'chaften 10 000 Mk. Der Reingewinn wird mit 7311.29 Mk. ausgewiesen, wovon 9 vorn Hundert Dividende auf 40 475 Mk eingezahlte Geschäftsguthaben mit 3642,75 Mark Sur Verteilung gelangen sollen, ferner sollen 1060 Mk zur gesetzlichen Rücklage und 2608.54 Mark zur Hilfsrücklage zugeschrieben werden. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1928 = 456, es schieden 13 aus, 42 traten neu ein, so bah Ende 1929 ber Mitglieberstanb 485 betrug Die Haftsumme beträgt für einen Geschäftsanteil 300 Mk., mithin bie Haftsumme ber Mitglieder insgesamt 145 500 Mk. Im Berichtsiahre starb das langjährige Vorstandsmitglied Georg Bon-Gif f. Gr gehörte seit 1893 dem Aufsichtsrat an und wurde 1908 in den Vorstand gewählt. Für ihn, suchung abhielten. Keiner der Nachbarn kannte ihn er ging immer nur spät in der Nacht aus Damals führte noch ein Küchenausgang in eine kleine Hinterstraße, unb wir vermuteten, daß er feine Maschinen unb seine Druckpresse auf diesem Meg in die Wohnung geschafft hatte Als wir ihn festnahmen sagte er nur .Ich bin allein für alles verantwortlich!' Er nahm sich nicht einmal einen Rechtsanwalt zur Verteidigung, bis der Richter einen jungen Anwalt aufforberte. den Prozeß für ihn zu führen." Der Sergeant wußte weder etwas von Erewes eigentlichem noch von seinem angenommenen Namen. -Es ist sehr schwer, diesen Leuten auf der Spur Su bleiben Dieses Haus ist nacheinander der Sitz von sechs ber berüchtigtsten Banden Londons gewesen, unter denen sich sogar recht feine Leute befanden Es ist mehr Kokain hier hereinge- schmuggelt worden als in den ganzen Distrikt von Limehouse, unb von hier aus wurden mehr gestohlene Automobile über See gesandt als auf ehrliche Weise verkaufte Maschinen von Southampton!" Von ber gefieberten Schlange hatte er nichts gehört, bis er in den Zeitungen von der Ermordung Farmers las „Es ist ein ganz merkwürdiger Fall Ich glaube daß sich jemand an Farmer rächte, den er ins Gefängnis gebracht hat." Plötzlich kam ihm ein Gedanke. „Ich bin gespannt, ob es nicht Lane ist. Der mußte letzten Sommer entlassen werden, und hatte Grund genug, einmal mit Joe abzurechnen!" Peters Nachforschungen waren noch nicht zu Ende, als er sich von dem Polizeibeamten trennte Er kam erst um drei Hhr morgens nach Hause unb war so erschöpft, daß er kaum bie Kraft unb Energie hatte, sich auszuziehen. Er war stark übermüdet, unb seine Gedanken arbeiteten nervös weiter, obgleich er sich kaum noch rühren konnte. Er fand keinen Schlaf. 17. Er hatte schon ähnliche schwierige Fälle erlebt, aber es war ihm noch nie vorgekommen, daß er deshalb nicht mehr schlief. Er nickte ein, schreckte toteber auf unb wälzte sich ruhelos in seinem •öett hin unb her. Gerade war er wieder am Einschlafen, als er am Fenster ein Geräusch SU hören glaubte. ®r stand auf, zog vorsichtig und leise die Jalousie ein wenig hoch unb sah hinaus. Es war eme sternenklare, kalte Nacht Ec schaute in den kleinen Garten auf ber Rückseite des Hauses - harten formte man eigentlich dieses winzige, mit Gras bestandene Fleckchen Erde nicht nennen, das von bem schmalen, kümmerlichen Streifen eines Blumenbeetes eingesäumt wurde. Schließ- ( « an~ kindisch, im Schlafanzug am < oiieneu Fenster zu stehen, unb wollte sich eben : iÄrle spl Äg ioer^". y & fia's frWlJt von I St 2I""a ’S spiele w Cm als der 0 &*>*! githfen unierM ± Arünberg, üit die von W Ohrte Mabr ibt unter de V Friedrich Ao «Lssionsanda kleineren ge" out dem Jahre 15S A frist' aus „ Heute morgen Feueralarm. N Mesen des W hinter dem fit rasch herbe'gl ItM nach kurzer Mi die Ursache Mes bekannt. 6ir Onberger bemerk ii) für die Alan Aämpsung sorgt' f Datzrnbv' Ln Adrnd des Herein für chrU Kirche eine leibt feilsche Passiv Viten über die MinS berichtet Mgt £ie 2 top Arbeit a dizn, ienfo leri Hrhdinne Sänc undaherrnAek ganita fernen, d end Liges einei «Slibgestel Doriyi wjrei beg nentfitnmals M fr Mauren ^LMshoses, Drills feit tinii •’ömmenbe Lim ■-'< wurde bas eia Obelisk aus" Mi ber Firma f). Mert unb au bie gärtnerische ' Erliche Linweil canntotz nach 0 Ml mürbe von slnatl. Hochbaum prächtiges Saum iWfnbtn Kirche M im Sfarrgat Rieinfinberi! W Ofterliebfyn fester (Elf Atzmal miede * wem etwas . bunten £ X? Ästchen bei ^Kleinkinder! hin««! ^un9 deutschen L» Nltöterk, [em?n»|ein""7ot 'pl^'eneT^' ebennieren (tommt '' '5arben begeben 4 ilounsall. ' Testern na- ? der Straßtneinb» 'urttmbergilche Tu» Jfl11’« befad ^ssel nach FranffiÄ *en -^toeigung et» iflen. Als er Wtai leinen Dagen hmoi men Prellskin, wobei ctrümmert wurde, ieine Tochter nur teilens seine Trau ei« chütterung davor, i m das hiesig« Cbütger* i ist die am schweckr cne Frau Rau bereit*. Atzungen erlern f Wtcßcn. 13. ilpril. Lurch die bi» irbe in unserem Dori ei« em Dorgenommen. tn 453 Hier, kam als Öfter« »em evangelischen Lchao der hiesigen Tchmslem 14.April. Der Telel.'- rgundia", einer !« ■ Umgebung, begeh! - nges ßtiftungilefl in Aon einer grofi reu da noch meiere gr<” ihre mx Mn-Dn^in iriL Der tßalmlonrik: is in einer Lichtbi!> )en von Temeindegria: ! «Die Kunst im Tier ■ :te den ersten Teil I« turgie: ,0 Hüup> ■Silbern von alten -- folgte W W«e= jg Richter: den ei- fotteT, ein Sang^ rals ob er antwort« ral* e. Peter verfolgte andern warjufl^ üden, als W* nie Gestalt auftaM Den Mann, eine M »tagen und »ad '»« s5 wfw« «gleei»et^eS,Ot l ein Dieb» .. u 6arf ’«>” Aw« ts&sfi W wAt Mann dern> . ug tparf t« * 6616 Kanne« M • * fein * 53 E- rsS-; •wrsy* * E % h- Au-ols-Schäfer-Dibel. Einleitende und erläu- f'lu Worte sprach der Ortsgeistliche. — Am »«rfrdtag werden es 50 Jahre, dah die Ehe- ^Johanne- Deibel VIII., Faselwärter ‘ ® und Christina geb. S o m me r l a d . in unserer Kirche getraut worden sind. Das Jubelpaar erfreut sich noch körperlicher Rüstigst und geistiger Frische. 0 Daübringen, 15. April. Seit 14 Tagen arassiert in unserer Gemeinde eine st a r k e Wasernepidemie, besonders unter den jüngeren, noch nicht schulpflichtigen Kindern. Die Kindcrlchule muhte deshalb vorzeitig geschlossen werden. Die Krankheit nimmt jedoch bis jetzt einen gutartigen Qkrtauf. r. Rödgen. 14. April. Am Palmsonntagnach- mittag fand die O sterf ei er unsere rKleinkinds r schule statt. Die Kleinen sammelten sich, begleitet von ihren Eltern und vielen Freunden' im Wagnerschen Saalbau, der in freundlicher Weise für diese Feier zur Verfügung gestellt war. Schwester Anna führte mit der Kinderschar reizende Spiele vor, die ihren Höhepunkt erreichten. als der Osterhase, geschmückt mit einem grünen Bändchen in den Kreis hüpfte und von dem kleinen Volk jubelnd umringt wurde. Schwester Anna teilte in seinem Auftrag bunte Ostereier, Brezeln, und Fähnchen aus. Sie wurde dabei von Schwester Dina und einigen jungen Mädchen unterstützt. Sin gemeinsam gesungene« Lied beschloß die schöne Feier. Grünberg, 15. April. Dieser Tage gab hier die von srüheren Veranstaltungen gut ein- gesührte Madrigalvereinigung Darm- stadt unter der Leitung von Professor Dr Friedrich R o a ck in der Stadtkirche eine Passionsandacht. Reben Orgelvorträgen und kleineren geistlichen Gesängen brachte sie als Hauptwerk die Passion von Leonhard Lechner au- dem Jahre 1594 „Das Leiden unseres Herrn 2esu Ehristi" aus dem Evangelisten Johannes. — Heute morgen gegen 4 Llhr ertönte hier Feueralarm. Es brannte in der Reustadt im Anwesen des Arbeiters Georg Groh in dessen hinter dem Wohnhaus liegenden Schuppen. Die rasch herbeigeeilte Freiwillige Feuerwehr konnte nach kurzer Bemühung das Feuer löschen. Lieber die Ursache des Brandes ist nichts Genaues bekannt. Ein von auswärts heimkebrender Srünberger bemerkte zuerst das Feuer und konnte rasch für die Alarmierung und damit rechtzeitige Aekämpsung sorgen. _ V Watzenborn-Steinberg. 15. April. Am Abend des Palmsonntages veranstaltete der Verein für christliche Musik in Giehen in hiesiger Kirche eine leider schwach besuchte kirchenmusikalische Passions feier. Was aus anderen Orten über die guten Leistungen des jungen Verein« berichtet wurde, hat der gestrige Abend bestätigt. Die Leistungen legten Zeugnis von fleihiger Arbeit ab und konnten durchaus befriedigen, ebenso lernten wir in Fräulein von der H e h d t eine Sängerin mit sympathischer Stimme und in Herrn Reoeling einen fernsinnigen Organisten kennen, die zusammen dem Abend des ernsten Tages einen weihevollen, erhebenden Abschluß gaben. w Leihgestern. 15. April. Der im Herbst vorigen Jahre» begonnene Bau des Gefalle» nenehrenmols geht seiner Vollendung ent- (legen. Die Maurerarbeit an der Umfassungsmauer ■3 DendWüshofes. die im Winter eingestellt wurde. bereits feit einigen Wochen beendet. Auch alle i'orfommenbe Steinmetzarbeiten sind fertig. Dieser Tiige wurde das eigentliche Denkmal, ein 6,30 Meter 5her Obelisk aus dem Londorfer Basaltlavadruch von der Firma H. Schmiedeknecht bearbeitet, angeliefert und aufgestellt. Zur Zeit ist man dabei, bie gärtnerische Anlage herzurichten, so dah die feierliche Einweihung wie vorgesehen war, am Sonntag nach Ostern stattfinden kann. Das Denkmal wurde von Reg.-Baurat Kuhlmann vom staatl. Hochbauamt Giehen entworfen und ist ein prächtiges Bauwerk geworden, das sich der daneben stehenden Kirche würdig anpaßt. — Dieser Tage sand im Pfarrgarten die Osterfeier unserer Kleinkinderschule statt. Etwa 80 Kinder sangen Osterliedchen und sagten Verse auf. Unsere Schwester Elfriede hatte Gelegenheit, vor einer großen Zahl Eltern und auch sonstigen Freunden der Kleinkinderschule Zeugnis abzulegen, daß sie auch diesmal wieder alles daran gesetzt hatte, mit den Kindern etwas Schöne» zu bieten. Die Freude über die bunten Ostereier und die Fähnchen, die jeweils «in Nestchen anzeigten, wurde bei den Kleinen, aber auch bei allen Freunden und Gönnern unserer Kleinkinderschule nur dadurch getrübt, daß diese Feier für Schwester Elfriede, die bereits vier Zahre segensreich in unserer Gemeinde gewirkt hat, gleichzeitig ein« Abschiedsfeier bedeuten sollte. Das Mutterhaus hat sie abberufen und ihr eine andere Stelle zu gewiesen. Der Vorsitzende der Kleinkinderschule, Pfarrer Jager, gedachte ihrer Tätigkeit in warmen Worten und gab ihr im Namen der Gemeinde die besten Wüniche mit auf den Wea. )( L i ch. 14. April. 3n der letzten Woche sand die kirchliche Dereinsarbeit des Winters durch die Schluhfeiern der beiden Frauenvereine und deS Mädchenkranzes ihren Abschluß. Der Zrauenkranz 1 feierte im Gemeindesaal, der Frauenkranz 2 im Gartensaal des Schlos- sas, der Mädchenkranz im Gemeindesaal. Die Tische waren festlich geschmückt, die Feiern dem Ernst der Passionszeit angepaht, die beiden Pfarrer gaben in den Frauenkränzen den üblichen Bericht über die Arbeit des Syrischen Waisenhauses. dem auch die Sammlung der Vereins- abende mit 140, bzw. 145 Wk. zugute kam. Gemeinsam gesungene Lieder, verschiedene Ansprachen und eine Kaffeetafel hielten die Mitglieder bis gegen Mitternacht zusammen. 3m Mädchenkranz boten die Mitglieder zwei kleinere Aufführungen, „Am Tor des Lebens" und „Die vier Jahreszeiten", sowie verschiedene Gedichte, die von den Frauen und Müttern dankbar ausgenommen wurden, und bestimmten die gesammelten Spenden des Winters für das Mädchenheim Glauburg. Alle drei Abende wurden mit einer Andacht über die Losung des Tage- geschlossen. 3m Lauf des Sommers soll ein gemeinsamer Ausflug nach Glauburg und Bad Homburg veranstaltet werden und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken Helsen. — Der Posaunenchor plant in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten die feierliche Einwechung seines neueingerichteten Heims durch einen Festgottesdienst und eine entsprechende Racbseier. An den beiden letzten Sonntagen veranstaltete der Ehor in Rieder-Dessingen sowohl wie in Münzenberg ein Konzert verbunden mit einer Bllderandacht, die Pfarrer D raubt hielt und die großen Beifall fand. ch L i ch , 14. April. Um der in unserem Städtchen recht regen Turnfache neue Freude zu gewinnen, veranstaltet der hiesige Turnverein am zweiten Osterseiertagabend in seiner Turnhalle einen großen Werbeabend. Turnerische Aufführungen jeglicher Art werden mit der Arbeit des Vereins bekannt machen, während Theaterfpiel, Konzert und Tanz die gesellige Unterhaltung pflegen wollen. Die Streichmusikabteilung der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung ihres Kapellmeisters Philipp Sommer wurde für den Abend gewonnen. # Hungen. 15. April. Frau 3eanettc Weck Witwe, geb. Scheuermann, konnte dieser Tag ihren 8 0. Geburtstag feiern. Die alte Frau kann sich trotz des hohen Alters noch geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit erfreuen. ds. Langsdorf. 14. April. Dieser Tage sand hier im „Deutschen Haus" die Generalversammlung der Bezugs- und Ab- satzgenossenschaft statt, zu der etwa die Hälfte der Mitglieder erschienen war. Der Geschäftsbericht, erstattet von dem Direktor Emil Bausch, ergab, daß der Mitgliederstand am Ende des verflossenen Geschäftsjahres 85 betrug. Der Warenbezug an Dünge- und Futtermitteln, Sämereien, Kohlen und sonstigem betrug in 1929 gleich 7650 Zentner im Werte von 33 350 Mk., gegen 7330 Zentner zu 28 920 Mk. in 1928. Erfreulicherweise fand im vergangenen 3ahre auch ein erhöhter Absatz statt. Zum erstenmal wurden Eier und Vieh genossenschaftlich mit gutem Erfolg verwertet. Wenn fiö Am 31, De wobei S Kauskras Ä geringe S lft die ( Vbgle fiNtei 1928 Are 1912 beirr QtnQligen Zi! Ä6lb''5n * fl‘,nln?b«"bu8n| ® £ iren äeiu mitu. ohne Arm ÄNÄW !>8u.Fit'be?tto9,50 'rikot agen im®, echt Miko, A ftft ben.........13) LUU om,Miertod.l)nn •sch, Pastell!.,W4.UU Trikotagen neu ciirJithn, 4 7t Ift.Qualität... 150 l«N ma,weiß,krältiae ine Arm oder mit Q IC ...............3SLIU iiibi.L weiß öd ichönen Popeline | >tr,4 MI3A iinen ,fachgesC -SCH^Ä I1E irdlgkeit Ur. 90 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Mittwoch, 16. April 1950 Wirischast. Der Umlauf -cirtscher Schuloverschreibungen. Aus Anlaß der im Rahmen der Reichs- finanzslatistik durchgcfübrlen Erhebung über die Schulden von Reich, Ländern und Gemeinden wurden vom Statistilchen Reichsamt auch Feststellungen über den Umlauf von Schuld- verfchreibungen der öffentlichen Gebicts- körperfchalten gemacht. 3m Zusammenhang mit anderen £*aliftitcn war der Umlauf-betrag für andere große Gruppen von Schuldverschreibungen ermittelt worden, so durch die Statistik der UntcrnehmungSformen der Umlauf an Schuldverfchreibungen der deutschen Aktiengesellschaften und sonstiger privatrechtlicher Schuldner, durch die Dankstatistik der Umlauf an Pfandbriefen und Kommunalobligationen von Boden- -und Kommunalkreditinstituten. Aus Grund dieser Unterlagen konnte eine Zusammenfassung für den Gesamtumlauf deutscher Schuldverschreibungen für den 31. März 1928 und den 31. Dkzember 1929 vorgenommen werden. Der Gesamtumlauf deutscher Schuldverschreibungen betrug am 31. März 1928 21 931,4 Mill. Mark. Insgesamt entfielen davon auf Ablö- sungs- und A u s w« r t u n g s a n l e i h e n 8356,2 Mill. Mark, auf Festwert- und D a - luta-Anleihen 522,5 Mill. Mark, auf seit 1924 ausgenommene neue Anl mit «Ngemrine Deutsche Creditanst. 10 117 — 117 107,75 AuSIch.-Rcchten - • 55,8 — 55,65 55,6 Barmer Bankverein ... 10 135,5 135,5 135,75 136 Dcsgl. otme AuSlos.-Rechte . 11,15 11,15 11.4 11,25 Berliner Handelsgesellschaft . 12 175,5 178 177,75 6% Pest. BolIÜtaat von 1929 Commerz und Privak-Bank . 11 162,75 162 162,9 162 (rüdjablb. 102%) 94,5 — 93,75 — Tarmstädter und Rarionalbank 12 231 — 230.75 231,5 Cberbfifrn Provinz • Anleihe mit Deutsche Bank und Aueloi.-Rechten 52,25 — — — Tisconio-GescUschaft, ... 10 151 — 150,75 150,75 Deutsche Komm. GammtlabL 53,5 Dresdner Bank ...... 10 146 146,5 146,25 146,5 Anleibe Serie 1 8% iZrankf. Hop.-Bauk Solvpke. 53,5 — — Reichsbank........12 293 — 294 292 XIII unkündbar bi) 1934 97 — E» ■21 C <*............8 173,5 174,75 173.75 175,25 7% strankf Hop.-Bank Soldvfe Bergmann.........9 199 unkündbar bU 1933 90,5 — • • Slektr. LieferungSgelellschast. 10 173 — 172.5 163 100 Kronen 58 86 59.10 Rumänische Noten...... 2.465 2,485 Schwedische Noten ...... 112,23 112,67 Schweizer Noten....... 81,03 81,35 Svanifche Noten....... 52.74 52,96 Tschechoslowakische Noten . . 12,365 12.425 Ungarische Noten 72,97 73.27 15- April 16. April Amtliche Geld stollerung »rief Amtlich« Geld Kotierung »rief «mfL* Ron. 168.24 168.58 168.27 168,61 Buen-Aire- 1,626 1,630 1,630 1,634 Brss Antw- 58,45 58,57 58,425 58,545 Christian ia. 112,07 112,29 112,06 112,28 Kopenbagen 112,08 112,30 112,07 112.29 Stockholm . 112.53 112,75 112,58 112,73 HelstnaiorS. 10,539 10,559 10,535 10 559 Italien. . . 21.95 21,99 21.95 21.99 London. . . 20,355 20,395 20,358 20.398 Ncuvork . . 4.187 4,195 4,1855 4.1935 Parts.... 16.395 16,435 16,41 16,45 Schweiz • • 81,155 81,315 81,145 81,305 Svanicn . 52,28 52,38 52,47 52,57 Japan • . . 2,070 2,074 2,068 2,072 Rio de (7an- Wien in 0,490 0,492 0,490 0,492 Ctft abgesl 58,985 59,105 58.977 59,097 Prag - - . tzelirad . . '2,399 12,419 12,397 12,417 7,410 7,424 7,422 7 426 Budapest. . 73,13 73,27 73,13 73,27 Bul arten 3,034 3,040 3,034 3,040 Lissabon . 18,78 18,82 18,78 18,82 Dan,ig. . . Konst ntia. 81.38 81,54 81,37 81,53 1,784 1,788 1,785 1,789 Alben- . . 5,445 5,455 5,445 5,455 Canada 4,183 4,191 4,183 4,198 Uru aau . . 3,896 3,904 3,896 3.904 Cairo .. . 20,875 20,915 20,875 20,915 war bahnbrechend i Beschränkung auf hochwertige Herrenschuhe zum Einheitspreise von RM. 16.60. rtwy. Richter Markt»tr. 26 / Neuen Baue 3 3090D gut und preiswert bei Schüler-Mützen Oxfordhemden Oberhemden V Krawatten X u.Kragen X Socken X kaufen Sie Elektr. Staubsauger werden kostenlos vorgeführt Rudolf Rödiger 6le6en, Walltorstraße 35 Vergebung über die Ausführung eines Kriegerdenkmals. Die Gemeinde Inheiden beabsichtigt ein Kriegerdenkmal zu errichten, wozu die Ausführungsunterlagen bei uns einge- sehen werden können. 3092V Angebote sind bis spätestens 1. Mai ein- zureichen. Freie Auswahl ausdrücklich Vorbehalten. Inheiden, den 15. April 1930. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. Donnerstag, 17. 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Sonnenaufgang 5.03 ilf>r, Sonnenuntergang 18.58 älhr. — Mondaufgang 0 Uhr, Monduntergang 6.45 Llhr. 1774: der Erfinder der Buchdruckerschnellpresse F. Koenig in Eisleben geboren: — 1790: der nordamerikanische Staatsmann B. Franklin gestorben: — 1852: die Schriftstellerin Ida Boy-Ed in Dergedorf geboren. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) K. D. In W. 1. Unseres Dafürhaltens ist die Forderung der Stadt F. in Berücksichtigung 2hrer Einkommens- und Bermögensverhältnisse unbegründet und aussichtslos. Lehnen Sie deshalb das Ansinnen ab, da Ihnen das Existenzminimum gelassen werden muß. — 2. Die Forderung verjährt frühestens am 31. Dezember 1932. Schicken Sie uns aber einmal die Schuldurkunde zur Prüfung ein. Berliner Börse. Berlin, 16. April. (WTB. Funkspruch.) 3m Hinblick auf die viertägige Unterbrechung des! Börsenverkehrs zu Ostern lag der heutige Frühverkehr völlig beschäftslos. Eine Tendenz ließ sich bei der starken Zurückhaltung der Spekulation noch nicht erkennen, doch glaubt man nicht, daß es schwächer werden wird. Da sich die verschiedenen an der gestrigen Börse umlaufenden Gerüchte nicht bestätigt haben. Große Strafkammer Gießen. • Gießen, 15. April. Ein sechsundzwanzigjähriger Einwohner von Glauberg war vom Erweiterten Schöffengericht Gießen wegen Sittlichkeitsverbrechens an seiner dreizehnjährigen Schwester zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr drei Monaten verurteilt worden und verfolgte dagegen Berufung. Diese wurde zurückgewiesen, nachdem die Verhandlung heute das gleiche De Weisergebnis gehabt hatte. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen. Ein Schuhpolizeiwachtmeister von Friedberg verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Erweiterten Schöffengerichts Gießen, durch das er wegen Einbruchsdiebstahls und wegen versuchten Diebstahls zu einer Gesamtstrafe von vier Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Er hatte den Erfolg, daß er nur wegen Lebensmitteldiebstahls in einem Fall zu einer Geldstrafe von fünfzig Mark verurteilt wurde: im anderen Fall erfolgte Freisprechung, da der Versuch der Lebensmittelentwendung (älebertretung) nicht strafbar ist. Abschluß eines Wildererprozesses. WER. Hanau, 13. April. 3n der Schoffen- gerichtssihung vom 12. November vorigen Jahres war der 28jährige Maurer Karl Kipper aus Oberseemen (Kreis Schotten) wegen Wilderns und bewaffneten Wider st andes gegen einen Forstbeamten zu insgesamt einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der von einer unheilvollen Jagdleidenschaft befallene junge Mensch hatte sich im 3uli vorigen Jahres, nachdem er eben erst eine Gefängnisstrafe von zwei 3ahren acht Monaten wegen des gleichen Deliktes verbüßt hatte, seines übermächtigen Dranges nicht erwehren können und war von neuem in die dichten Forste bei Dirstein und Wächtersbach gezogen. Bereits 14 Tage lang hatte er sich dort wildernd umhergetrieben, als er am 25. 3uli im Wald bei Weyher, unweit von Wächtersbach, von einem Fhrster angetroffen wurde, wie er gerade im Begriffe stand, sich mit angeschlagenem Gewehre auf einen Bock anzupirschen. Auf den Anruf des Försters hin ging der Wilderer auf den Beamten in Anschlag, der nun seinerseits schoß. Die Schrotladung ging dem Angeklagten in die linke Brustfelle. Auf die Berufung des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft hin hatte sich die Große Strafkammer am 3. Januar erneut mit der Angelegenheit zu befassen, um zu einer Erhöhung der vom Schöffengericht ausgesprochenen Gesamtstrafe von zwei Jahren zu gelangen, indem sie es für den bewaffneten Widerstand bei der erstinstanzlichen Strafe von anderthalb Jahren beließ, aber für das Wildern die Höchststrafe von sechs Monaten und für das unbefugte Waffenführen eine solche von drei Monaten einsetzte. Auf die Revision des Angeklagten hin hob das Reichsgericht den Schuldspruch der Strafkammer Hanau hinsichtlich des Wilderns und der unbefugten Waffenführung dahingehend auf. daß bei beiden Delikten eine Tateinheit als vorliegend zu erachten sei. Gestern hatte sich die Große Strafkammer erneut mit der Angelegenheit zu befassen, um schließlich zum erstinstanzlichen Urteil von einem 3ahr neun Monaten Gefängnis unter voller Anrechnung der zehn Monate währenden Untersuchungshaft zu gelangen. Preußen. Kreis Wetzlar. cP Krofdorf, 15. April. Wie empfindlich Fische bei Verunreinigung des Wassers sind, konnte man gestern im Fohn- bach beobachten. Eine auswärtige Firma, die hier ihre Gefäße, deren 3nhalt wohl giftiger Art gewesen sein wird, reinigte, brachte das Wasser in einen derartigen Zustand, daß eine Menge Forellen in kurzer Zeit verendeten. Wie verlautet, ist bei der Polizei Anzeige erstattet cP Gleiberg, 15. April. Am gestrigen Montag besuchten Gäste aus dem Osten unseres Vaterlandes unsere Burg. Es waren ungefähr 30 Damen und Herren, die unter Leitung von Professor Dr. Bock von der Technischen Hochschule Berlin eine Studienfahrt durch Hessen unternehmen, die von der staatlichen Stelle für Raturdenkmalpflege veranlaßt ist. Die Führung an die interessanten Orte, besonders der Raturschutzgebiete im Kreise Wetzlar, hatte Lehrer Watz, Ehringshausen, übernommen. I Groß-Rechtenbach, 13. April. Gestern nachmittag brach auf einer abgeholzten Fläche im Distrikt Krainsäcker des hiesigen Gemeinde- w a l d e s ein Brand aus, der sehr schnell um sich griff. Die sofort alarmierten Ortseinwohner eilten mit Hacken an die Brandstelle und zogen Gräben um diese, um das Uebergreifen des Feuers auf den' angrenzenden Hochwald sowie eine Fichtendickung zu verhindern. Trotzdem dies gelang, konnte nicht verhindert werden, daß mehrere Haufen Fichtenstangen und Fichtenreiser verbrannten und eine größere Anzahl Fichtenstämme angebrannt wurden. Die Entstehungsursache des Brandes konnte bis jetzt nicht festgestellt werden. $ Hörnsheim, 14. April. Das Verschwinden ihres vierjährigen Kindes setzte dieser Tage die Familie des Landwirts Schneider von hier sowie die ganze Ortsbevölkerung in Aufregung. Die Nachforschungen, die mit Hilfe der Po» lizeiorgane erfolgten, ergaben, daß das Kind ganz allein den Weg in den entfernt liegenden Wald angetreten hatte, wo es wohlbehalten wiedergefunden wurde. und des Gesichts, Aufsprinqen der Haut, unschöne Hautfarbe und Teintfehler verwendet man am besten die schneeig-weiße, fettfreie, glyzennhaltige Creme Leodor, welche den Händen und dem Gesicht jene matte Weiße verleiht, die der vornehmen Dame so sehr erwünscht . . ist. 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Waas: Beichte und hü Abendmahl für die Petrusgemeinde. — wieseck. 9: Beichte. — Kirchberg. 10: Kirchberg: Passionskindergottesdienst, Opfer für das syrische Waisenhaus. — Alten-Buseck. 9: Beichte. — Watzenborn- Steinberg. 20.15: Passionsandacht. — Lich. 20: Pfarrvikar Draudt, Beichte und hl. Abendmahl. katholische Gemeinde. Mittwoch, den 16. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Donnerstag, den 17. April. Gründonnerstag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 6.30, 7, 7.30 und 8: Kommunion; 9: Hochamt, darauf Anbetungsstunden bis l^Uhr; 18: Andacht. 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