Nr. 215 Erster Blatt 180. Jahrgang Montag, 15. September 1950 Erscheint iSgttch,außer sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener FamilienbläUei Heimat im Bild Die Schalle nronati-Bejugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Träge» lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern Infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüfie anterSammebiummer22Sl. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieden, polfdfedlonto: Sranffurtam Main 11686. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch- und Steinömderci R. Lange in Sieben. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Schulstratze 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Rachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20*, mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Das Ergebnis der Michstagswahlen. Außerordentlich starke Wahlbeteiligung. — Im allgemeinen ruhiger Verlauf im ganzen Reich. — Starkes Anwachsen der radikalen Kliigel. — Rationalsozialisten erhalten mehr als hundert, Kommunisten mehr als fünfundsiebzig Mandate. Oie Ueberraschung. Dad Anwachsen der radikalen Parteien. Der! in, 14. Sept. (Sil.) Die große lieber- raschung der diesmaligen Reichstagswahlen ist das ungeheure Anwachsen der nationalsozialistischen Stimmen. Die Partei der Lauen und Richtwähler, bisher die größte Partei, die mit mehr als eine Million über der Stimmen- zahl der SPD. gelegen hatte, ist verschwunden. ES scheint zedoch, daß diese Richtpartei, die sich nicht zum wenigsten auS bürgerlichen Elementen zusammengesetzt hatte, in ihrem weit überwiegenden Seil den R a t i o n a l s o z i a - listen ihre Stimme gegeben hat. Die allgemein gefühlsmäßige Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Entwicklung der lehten Zeit, die ft ar ft Verstimmung gegen die vielfach so unfruchtbare parlamentarische Arbeit der letzten Jahre mögen die Gründe dafür sein, daß diese bisher ziemlich unpolitischen Deutschen sozusagen einmal mit der Faust auf den Ttsch geschlagen haben, um ein Exempel zu statuieren. Besonders auffällig ist diese Erscheinung z. B. in einer Stadt wie Köln wo die Rationalsozialisten von 4900 auf über 70 000 Stimmen angewachsen sind. Dort sind sie, gegenüber den Sozialdemokraten, die von 75 000 auf 77 000 stiegen, die drittstärkste Partei, während das Zentrum mit 99 000 gegenüber 88 000 in Köln ncych wie vor den ersten Platz behauptet. 3m Gesamtergebnis für das Reich find als die Atoeilftärtfte Partei hinter den Sozialdemokraten Die Rationalsozialisten erschienen. Bezeichnend ist aber auch ein ziemlich st a r k e s Anschwellen der kommunistischen Stimmen. Ob sich im neuen Reichstag klare MehrheitSverhältnissc schasfen lassen werden, läßt sich noch nicht übersehen. Jedenfalls dürften aber die Gegensätze bei dem starken Anwachsen der radikalen Parteien noch schärfer hervortreten als bisher. Oer Wahlsonntag in Berlin. Starke Wahlbeteiligung. — Ter fUeichs» Präsident an der Wahlurne. Berlin, 14. Sept. (Tel.-Un.) Der Wahlsonntag war in der Reichshauptstadt von schönem, warmem Wetter begünstigt. Schon in den frühen Morgen st unben herrschte in den Wahllokalen harter Verkehr. Im Regierungsoier- t e l hatten sich wie üblich zahlreiche Neugierige eingcsunden, besonders vor der Künstlerklause in der Jagerstraße 14, wo gegen 8.15 Uhr Reichspräsident von Hindenburg in Begleitung des Staatssekretärs Meißner erschien, um seiner Wahlpflicht zu genügen. Die Menge begrüßte den Reichspräsidenten mit Hochrufen. Um bi c Mittagszeit hatten in Groß-Berlin bereits 40 bis 50 v. H. der Wahlberechtigten abgestimmt. In manchen Gegenden, so besonders in den Arbeitervierteln noch mehr. Die Propaganda der politischen Parteien beschränkt sich am Sonntag hauptsächlich aus die Verteilung von Flugzetteln unb auf das Auftreten von Sprechchören auf den Hosen. Außerbem sah man wie üblich viele sahnen- unb plakatgeschmückte Lastkraftwagen. In ben Hauptverkehrsstraßen sammelten sich zeitweise erregt bisfutierenbe Gruppen an. Im allgemeinen kann jedoch gesagt werben, baß ber Wahlsonntag in Berlin verhältnismäßig ruhig verlausen ist. Lcbiglich in Neukölln mußte bie Polizei in ber Mittagszeit gegen stärkere kommunistische Ansammlungen Vorgehen. Bis 18 Uhr betrug bie Zahl ber Zwangs- gcftellungen in Groß-Berlin rund 500. Dabei finb allerdings die Festnahmen eingerechnet, bie im Lause der vergangenen Nacht bei Zusammenstößen in verschiedenen Stadtteilen oorgenommen werden mußten. Leider haben die Abendstunden des Samstags unb die Nacht zum Sonntag im Wahlkampf auch Zwei Todesopfer gefördert. In dem einen Fall handelt es sich um einen 46jährigen Mann, ber bei dem Ueberfall von Kommunisten auf Na- tionalsozialisten vor dem Liebknechthaus am Bülow- platz einen schweren Bauchschuß erhielt unb im Krankenhaus starb. Das zweite Tobesopfer forderte ein Zusammenstoß zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten in Wittenau. Der Tote ist ein 40jähriger Maurer, ber an dem Zusammenstoß ganz unbeteiligt war. Die Zahl der Verwundeten bei ben verschiedenen Zusammenstößen steht nicht fest; sie bürste jeboch nicht sehr erheblich sein. 3n der letzten Stunde vor dem Abschluß der Wahlhandlung nahm der Verkehr in den Straßen überall noch bedeutend zu. 3n vielen Wahllokalen muhten die Wähler infolge des starken Andrangs anstehen. Stichproben in einzelnen Lokalen kurz vor Schluß zeigten Beteiligungsziffern von 75 bis nahezu 90 v. H. Vach den bisher in Berlin vorliegenden Meldungen aus dem Reich ist es, abgesehen von einzelnen kleineren Zusammenstößen, zu ernsteren Zwischenfällen während des Verlaufes der Wahl nicht gekommen. Aehnlich wie in Berlin war auch im Reich die Wahlbeteiligung durchweg sehr stark. Die Schatzungen über die Wahlbeteiligung schwanken zwischen 75 und 90 v. H. Reichskanzler Dr B r ü n i n g hat fein Wahlrecht in Glah ausgeübt. Dr. Brüning wird am heutigen Sonntag die Rückreise nach Berlin antreten, nachdem er noch am Samstagabend in einer Wahlkundgebung der Zentrumspartei gesprochen hatte. Am Vormittag besuchte er in Hausdorf die Gräber der Opfer des schweren Bergwerksunglücks, wo er einen Kranz niederlegte. Es wurden Stimmen abgegeben: Gültige Stimmen: 34 886 311. Wahlbeteiligung zirka 85 Prozent. 1930 1928 Sozialdemokraten 8 572 016 9 151 059 Dcutschnationale 2 458 497 4 380 029 Zentrum 4 128 929 3711 141 Kommunisten 4 587 708 3 263 354 Deutsche Volkspartei 1 576 149 2 678 207 Deutsche Staatspartei 1 322 608 1 504 148 wirtschastspartei 1 360 585 1 395 684 Bayerische Volkspariei 1 058 556 945 304 Nationalsozialisten 6 401 210 809 771 Landvolkpartei 971 046 581 529 Deutsche Bauernpartei 337 347 480 947 Landbund 180 843 199 515 Konservative Volksparkei 313 964 Christlich-sozialer Volksdienst 856 127 volksrechtpartei 345 216 482 226 Deutsch-Hannoveraner 148 521 194 268 Sächsisches Landvolk 122 590 127 648 Sonstige 286 029 Oer neue Reichstag. Tic Verteilung der Mandate. Bei einer Vergleichung muh berücksichtigt werden, daß durch die Erhöhung der Mandatszahlen von bisher 491 auf 573 im neugewählten Reichstag ein entsprechendes Soll der Parteien entsteht. Erst wenn dieses verrechnet ist, kann eine brauchbare Vergleichung angestellt werden, wir geben im Nachstehenden die neuen Mandatszahlen, verglichen mit den früheren und mit den Sollzahlen, die von jeder einzelnen Partei hätten erreicht werden muffen, wenn sie ihren Machtbestand im neuen Parlament wahren wollten. Soll- Gewinn In Neuer Reichstag Alter > Reichs- tag zahl und Verlust Pro- l zenten (allgemein) I. Sozdmkr. .. 143 153 179 —36 20% 2. Deutschnat. 41 73 85 —44 52% 3. Zentrum .. 68 62 73 —5 5*/2% 20% 4. Kommunisten 76 54 63 + 13 5. D. Bolksp. . 29 45 57 —23 50% 6. D.Staatsp. 20 25Tem. 29 —9 21 ’/2 % 7. Wirtschstsp.. 23 23 27 —4 14% 8. Bayer.Blksp. 19 16 19 —0 5% (fällt in Hessen und Hessen-Nassau ans) 9. Nationalsoz. 107 12 14 + 93 665% 10. D.Landvp. 18 13 15 + 3 20% 12. D.Bauernp. 6 8 9 —3 33% 13. Landbund . 3 3 3 + 0 0% 16. Kons.Bolksp. 2 — — — 17. Chr.-Soz. Volksdienst. 14 4 5 4-11 — Jas Ergebnis in den einzelnen Wahlkreisen: Abkürzungen. Sozialdemokratische Partei: Soz. Deutschnationale Dolkspartei: Dt. ntl. Zentrum: Z. Kommunisten: Kam. Deutsche Dolkspartei: DDP. Demokratische Partei: Dem. Wirtschaftspartei: Wirtp. Bayrische Dolkspartei: Bayr. Dp. Deutschhannooeraner: Dt. Hann. Nationalsozialisten: Not. Soz. Christlich-nationale Bauernpartei: Chr. not. Bp. Dolksrechtpartei: Dolksrechtp. Deutsche Bauernpartei: Dt. Bauernp. Landbund: Lddb. Sächsisches Landvolk: Sachs. Lboolk. Deutsche Staatspartei: D. Stp. Wahlkreis 1, Ostpreußen. 1930: Soz. 221 883, Dt. natl. 204 654, Z. 84 902, Kom. 122 666, DDP. unb Kons. 56 843, St. P. 27 788, Wirtp. 17 247, Nat. Soz. 235 463, Dt. Lv. 15 089, Dt. Bauernp. 5044, Chr. Soz. 46 014. 1928: Soz. 268 007, Dt. natl. 313 089, Z. 74 271, Kom. 94 949, DDP. 97 968, Dem. 38 343, Wirtp. 20 431, Nat. Soz. 8097, Dolksrechtp. 16 433, Dt. Bauernp. 8796. Wahlkreis 2, Berlin. 1930: Soz. 346 014, Dn. 145 022, Z. 44 567, Kom. 408 642, DDP. 27 517, D. Stp. 53 095, Wirtp. 27 369, Nat. Soz. 158 165, D. Lv. 397, D. Bp. 96, Kons. 4818, Chr.-Soz. 10 369. 1928: Soz. 404 786, Dt. natl. 186 470, Z. 39 845, Kom. 352 086, DDP. 51032, Dem. 78 096, Wirtp. 28 629, Nat. Soz. 16 464, Dolksrechtp. 4763. Wahlkreis 3, Potsdam II. 1930: Soz. 285 385, Dt. natl. 164 031, Z. 37 663, Kom. 217 707, DDP. .58 793, St. P. 76 779, Wirtp. 32 046, Nat. Soz. 185 798, Landv. 9351. Kons. 15 639, Chr. Soz. 11914, sonstige 8612. 1928: Soz. 301 766, Dt. natl. 211619, Z. 30 202, Kom. 172 316, DDP. 90 853, Dem. 94 573, Wirtp. 31 490, Not Soz. 17 500, Dolksrechtp. 6916. Wahlkreis 4, Potsdam I. 1930: Soz. 330 063, Dt. Ratl. 159 721, Z. 26 957, Kom. 230 801, DVP. 38 639, D. Stp. 40 221, Wirtp. 47 463, Rat. Soz 215 858, i)i. Landv. 27 903, Bolksrechtp. 3207, Dt. Bauern 1483, Kons. 6728, Chr.-Soz. Volksd. 13 323, Ehr. Vereinig. 3041, LI SPD. 851. 1928: Soz. 271 145, Dt. natl. 242 451, Z. 49 321 Kom. 169 034, DDP. 64 791, Dem. 51 200, Wirtp. 49 833, Nat. Soz. 16 321, Dolksrechtp. 12 568. Wahlkreis 5, Frankfurt a. d. O. 1930: Soz. 240 223, Dt. natl. 119 036, Z. 52 747, Kom. 84 226, DVP. 34 548, D. Stp- 27 314. Wirtp. 31 297, Rat. Soz. 204 564. D. Lvp. 62 115, Dt. Bauernp. 3381. Kons. 7065. Chr-Soz. 20 458. 1928: Soz. 271 145, Dt. natl. 242 451, Z. 21 240, Kom. 49 148, DDP. 68 538, Dem. 35 635, Wirtp. 31938, Nat. Soz. 8177, CH. nat. Bp. 18127, Dolks- rechtpartei 11763. Wahlkreis 6, Pommern. 1930: Soz. 241 727, Dt. natl. 242 459, Z. 10 356, Kom. 85 901, DVP. 32 482, St. P. 24 278, Wirtp. 32 437, Nat. Soz. 236 832, Dt. Landv. 31 880, Dt. Bauernp. 4151, Kons. 9462, Chr. Soz. 17 626. 1928: Soz. 271 577, Dt. natl. 373 430, Kom. 54 795, DVP. 49 721, Dem. 35 512, Wirtp. 44 602, Nat. Soz. 13 541, Chr. nat. Bp. 2488, Dolksrechtp. 16 218, Dt. Wahlkreis I, Breslau. 1930: Soz. 314 433, Dt. natl 95 248. Z. 171 865, Kom. 83 032, DVP. 28 748, Dt. Stpt. 20 270. Wirtp. 28 815, Rat. Soz. 259 225, Dt. Landv. 17 221, D. Bauernp. 1962, Kons. 6976, Ev. Volksd. 30 875, Dolksrechtp. 2213. 1928: Soz. 367 232, Dt. natl. 223 116, Z. 153166, Kom. 43 771, DDP. 58 592, Dem. 28151. Wirtp. 35 511, Nat. Soz 9262, Chr. nat. Bauernp. 3441, Dolksrechtp. 8688, Dt. Bauernp. 14 846. Wahlkreis 8, Liegnih. 1930: Soz. 218 022, Dn. 58 847, Z. 53 360, Kom. 41 443, DDP. 23 653, D. Stp. 33 753, Wirtp. 35 883, Nat. Soz. 142 047, D. Lv. 42 665, D. Bp. 2945 Kons. 4490, Chr.-Soz. 21 982. 1928: Soz. 229 518, Dt. natl. 148 466, Z. 48 049, Kom. 25 587, DDP. 39 949, Dem. 38 407, Wirtp. 42 685, Nat. Soz. 7419, Dolksrechtp. 7597, Dt. Bauernp. 5766. Wahlkreis 9, Oppeln. 1930: Soz. 62 706, Dt. natl. 102 247, Z. 235 573, Kom. 111 167, DDP. 9504, St. P. 6912, Wirtp. 13 901, Nat. Soz. 64 048, Dt. Landv. 14 694, Dt. Bauernp. 3371, Kons. 2527, Chr. Soz. 4914, Poln. Kath. Vp. 37 012 1928: Soz. 70 960, Dt. natl. 96 201, Z. 225 830, Kom. 71626, DVP. 15128, Dem. 9181, Wirtp. 7329, Nat. Soz. 5530, Chr. nat. Bp. 6203, Volksrechtpartei 5466, Dt. Bp. 6456. Wahlkreis 10, Magdeburg. 1930: Soz. 365 340: Dt. natl. 73 694, Z. 17100, Kom. 98 329. DVP. 72 823, Dt. Stpt. 33 508 Wirtp. 45 600, Rat. Soz. 191 436. D. Landv. 48 360, D. Bauernp. 5354, Kons. 8806 Chr. Soz. 5936, Bolksrechtp. 5131. 1928: So;. 391014, Dt. natl. 147 155, Z. 15 053, Kom. 137 196, DDP. 123 915, Dem. 42 939, Wirtp. 44 659, Nat. Soz. 15 801, Chr. nat. Bp. 2593, Dolksrechtp. 15 781, Dt. Bauernp. 8178. • Magdeburg. Soz. 81161, Dt. natl. 17 363, Z. 3268, DVP. 27 023, Kom. 18 764, Dem. 15 242, Wirtp. 7995, Nat. Soz. 2914. 1930: Soz. 34 300, Dt. natl. 4900, Z. 1700, Kom. 11 800, DDP. 8300, D. Stp. 4500, Wirtp. 4100, Rat. Soz. 17 000, Landv. 240, Bolksrechtp. 670, Kons. 1460, Chr.-Soz. Volksd. 600, sonstige 400. Wahlkreis 11, Merseburg. 1930: Soz. 160 399, DL natl. 65 430, Z. 10 762, Kom. 205 495, DDP. 50 535, St. P. 25 810, Wirtp. 45 412, Nal. Soz. 168 573, Dl. Landv. 59 007, Dt. Bauernp. 5303, Kons. 8039, Chr. Soz. 8062. 1928: Soz. 171 967, Dt. natl. 154 058, Kom. 176113, DDP. 74 127, Dem. 33 342, Wirtp. 42 874, Nat. Soz. 19 645, Chr. nat. Bp. 2118, Dolksrechtp. 9402, DL Bauernp. 5708. Wahlkreis 12, Thüringen. 1930: Soz. 365 903, Dt. natl. 54 361, Z. 53 518, Kom. 192 287. DVP. 68 724, D. Stp. 41 609, Wirtp. 64 888, Rat. Soz. 243 846. Landv 118 691, Dolksrechtp. 7899, Dt. Bauernp. 2529, Kons. 11 860, Chr. Soz. 16312. 1928: Soz. 367 904, Dt. natl. 90 287, Z. 45 859, Kom. 137 191, DVP. 123 915, Dem. 42 939, Wirtp. 85 695, Nat. So;. 40 693, Chr. nat Bp. 127 030, Bolksrechtp. 18 384, Dt. Bauernp. 3943. Wahlkreis 13, Schleswig-Holstein. 1930: Soz. 265 225, Dt. natl. 54 548, Z. 9215, Kom. 94 168, DVP. 64 358, D. Stp. 42 297. Wirtp. 35 643, Rat. Soz. 240 185, Lvp. 33 513, Dt. Bauernp. 3274, Kons. 19192, Chr.-Soz. 16 639. 1928: Soz. 278 801, Dt. natl. 181 028, Kom. 62 106, DVP. 107 922, Dem. 44 751, Wirtp. 42 070, Nat. Soz. 31 790, Chr nat. Bp. 2473, Bolksrechtp. 6766, Dt Bauernp. 5676. Wahlkreis 14, Weser-lkms. 1930: Soz. 195 657, Dt. natl. 53 819, Z. 149 664, Kom. 50 553, DVP. 64 246, D. Stp. 34 600. Wirtp. 22 228, Rat. Soz. 165 953, Landv. 1241. Volksrcchtp. 3427, Dt. Bauernp. 694, Kons. 22 146, Chr. Soz. 22 797, Chr. Soz. Vereinig. 6642. 1928: Soz. 206112, Dt. natl. 60120, Z. 120 558, Kom. 35 637, DBP. 87 219, Dem. 49 552, Wirtp. 29 230, Dt. Hann. 15 784, Nat. Soz. 36 362, Chr. nat. Bp. 22 178, Bolksrechtp. 15 093. Wahlkreis 15, Osthannover. 1930: Soz. 161 770, Dt. natl. 46 242. Z. 7690, Kom. 23 037, DDP. 34 098. D. Stp 20 716, Wnrtp. 18 645, Bayer. Dpt. —, Rat. Soz. 118 733, Landv. 20110, VoikSrechlp. 3188, Dt. Bauernp. —, Dt. Hann. 86 581, Chr. Soz. Dolksd. 12 159. 1928: Soz. 168 620, Dt. natl. 54 012, Kom. 29 847, DDP. 49 602, Dem. 18 788, Wirtp. 18 212, Dt. Hann. 98411, Nat. Soz. 13 588, Chr. nat. Bp. 32 698, Dolksrechtp. 4954. Wahlkreis 16, Südhannover-Braunschweig. 1930: Soz. 460 625, Dt. natl. 61 980, Z 44 714, Kom. 63 792, Dt. Dp. 78 173, D. StP. 35 183. Wirtp. 31 019, Rat. Soz. 283 429, Landvp. 17 443. Ehr. Soz. Dd. 15 825, Dolksrechtp. 4915, Dt- Hannoversche 57 661. 1928. Soz. 477 346, Dt. natl. 95 883, Z. 48 333, Kom. 36 216, DDP. 139 102, Dem. 39 682, Wirtp. 32 984, Dt. Hann. 80 396, Nat. Soz. 46 340, Chr. not Bp. 24 340, Dolksrechtpartei 12 770. Wahlkreis 17, Westfalen-Nord. 1930; Soz. 266 905, Dt natl. 79 107, Z. 424 514 Kom. 152 387, DDP. 65 344, Dt. Stpt 28 096 Wirtp. 53 969, Rat. Soz. 161 723, Dt. Ldv. 31 512 Kons. 14741, Chr. Soz. 45 675, Dolksrechtp. 17 137. 1928: Soz. 293 541, Dt. natl. 111 034, Z. 378 988, Kam. 107 022, DDP. 100193, Dem. 30 475, Wirtp. 68 813, Nat. Soz. 12 118, Chr. natl. Bp. 40 489, Dolksrechtp. 20 107. Wahlkreis 18, Westfalen-Süd. 1930: Soz. 300 455, Dn. 54 615, Z. 312132, Kom. 239 891, DDP. 84 826, D. Stp. 38 362, Wirtp. 50 463, Nat.-Soz. 195 469, D. Lv. 13 897, Kons. 9183, Chr -Soz. 81 620, Chr.-Soz. Dolksgem. 4183, Bolksrcchtspartei 14 585, Polen 8483. 1928: Soz. 363 379, Dt. natl. 105 496, Z. 286 397, Kom. 145 700, DBP. 131 398, Dem. 51 505, Wirtp. 57 390, Nat. Soz. 19 737, Chr. natl. Bp. 15 006, Bolksrechtp. 11 920. Wahlkreis 20, Köln-Aachen. 1930: Soz. 165 683, Dt. natl. 34 818, Z. 425 351, Kom. 169 072, DDP. 57 784. D. Stp. 23 017, Wirtp. 55 511, Rat. Soz. 169 506, D. Lvp. 13 815, D. Bauernp. 1925, Kons. 8154, Chr.-Soz. 8562, Chr.-Soz. Dgm. 3854, USPD. 645, Volks- rechtp. 18 232, Poln. Dp. 265. 1928: Soz. 172 930, Dt. natl. 67 421, Z. 392 279, Kom. 97 391, DBP. 79 225, Dem. 29 826, Wirtp. 42 554, Nat. Soz. 10 612, Bolksrechtp. 10 055. • Köln. 1930: Soz. 77285, Dt. natl. 6614, Z. 99 436, Kom. 67 784, DDP. 26 717, D. Stp. 17 578, Wirtp. 23 012, Rat. Soz. 70 180, Deutsches Landvolk 428, Dolksrechtp. 1957, Dt. Bp. 75, Kons. 4195, Christi. Soz. 2287, Polen 173, USPD. 237, Soz. Dg. 941, Rad. Staatsp. 734. 1928: So;. 75 416, Dt. natl. 16 776, Z. 88 443, DDP. 36 367, Kom. 43 756, Dem. 12 813, Wirtp. 14 637, NaL Soz. 4981, Dolksrechtp. 3727. Wahlkreis 21, Koblenz-Trier. 1930: Soz. 58 541, Dt. natl. 29 221, Z. 296 475, Kom. 40 115, DDP. 24 066, D. Stp. 10152, Wirtp. 29 857, Rat. Soz. 94 078, Landv. 33 349, Kons. Dp. 4412, Dolksrechtp. 4412. 1928: Soz. 68 875, DL natl. 37 531, Z. 279 532, Kom. 27 483, DDP. 34 566, Dem. 10 737, Wirtp. 33 224, Nat. Soz. 11892, Chr. nat. Bp. 3-5 439, Dolksrechtp. 9054 Koblenz. Soz, 3551, Dt. natl. 2071, Z. 9371, DVP. 2638, Kom. 1612, Dem. 1065, Wirtp. 1488, Rat. Soz. 2700, Volksrcchtp. 1288. 1930: Soz. 3785, Dt. natl. 1558, Z. 12 049, Kom. 2894, DDP. 2038, D. StP. 1113, Wirtp. 1042, Qiat. Soz. 9043, Landv. 38, Dolksrechtp. 488, Kons. 560. Wahlkreis 22, Oüffeldorf-Ost. 1930: Soz. 169 549, Dt. natl. 59 673, Z. 230 506, Kom. 320 812, DDP. 60 923, D. StP. 30 228, Wirtp. 65 528, Rat. Soz. 210106, Kons. Vp. 10 291, Chr. Soz. Dolksd. 42 241, Dolksrechtp. 27 696. 1928: Soz. 202 503, Dt. natl. 126 699, Z. 223 441, Kom. 238 725, DDP. 95 916, Dem. 34 940, Wirtp. 64 835, Nat. Soz. 19 962, Volksrcchtp. 28 064. Wahlkreis 23, Düsseldorf-West. 1930: Soz. 119178, Dt. natl. 61189, Z. 310 758, Kom. 176 123, DDP. 44 054, D. Stp. 15 699, Wirtp. 49 637, Rat. Soz. 168 685, Landvp. 10 663, Kons. 5748, Chr. Soz. 21 935, Dolksrechtp. 15 545. 1928: Soz. 143 347, Dt. natl. 89 388, Z. 296 726, Kom. 122 108, DVP. 70 295, Dem. 20 712, Wirtp. 48 218, Nat. Soz. 10 104, 'Dolksrechtp. 18 594. * Mühlheim a. d. R. Soz. 15 052, Dt. natl. 9054, Z. 11 558, DVP. 8796, Kom. 8177, Dem. 2386, Wirtp. 3676, Nat. Soz. 461. 1930: Soz. 5565, Dt. natl. 3599, Z. 5406, Kom. 5746, DVP. 1579, D. Stp. 903, Wirtp. 1203, Otat. Soz. 7451, Landvp. 28, Dolksrechtp. 478, Kons. 199, Chr. Soz. 1728. 16 899, Nat. Soz. 144 584, Dt. Landv. 612, Kons. 20 742, Chr. Soz. 11 948. 1928: Soz. 255 133, Dt. natl. 88 921, Z. 10 759, Kom. 116128, DVP. 95 715, Dem. 80 356, Wirtp. 16 375, Nat. Soz. 17 761, Volksrcchtp. 3831. Wahlkreis 35, Mecklenburg. 1930: Soz. 173 079, Dt. natl. 50 422, Z. 3653, Kom. 42 379, DDP. 33 005, D. Stp. 13130, Wirtp. 28 144, Rat. Soz. 99 138, D. Lvp. 24 716, Kons. 10 316, Chr.-Soz. 5855. 1928: Soz. 189 668, Dt. natl. 74 263, Kom. 25 498, DVP. 42 874, Dem. 15 371, Wirtp. 34 975, Nat. Soz. 9151, Chr. nat. Bp. 30 815, Volksrechtp. 6995. Nie Landiagswahlen in Braunschweig. Br a u n s ch w e i g, 15. Sept. (WTB.) Die Wahlen für den Braunschweigischen Landtag hatten folgendes Gesamtergebnis: Sozialdemokraten 126 586 Kommunisten 20 988 Deutsche Staatspartei 9 268 Nationalsozialisten 67 762 Bürgerliche Einheitsliste 79 478 (Dn.V. 28 217, D.Vp. 39 646, Haus- und Grundbesitzer 12 328, Wirtschaft!. Einheitsliste 22 605, Braunschw.-Niedersächsische P. 3237, Ztr. 4608.) Volksrechtpartei 2 321 Reichspartei der natl. Mitte 727 Nie Völkerbundsdelegaiiou wählt in Lörrach. Lörrach, 14. Sept. (TU. Funkspruch.) Neben einer großen Anzahl von Deutschen, die in der Schweiz wohnen oder dort zur Kur weilen, hat am Sonntag auch die Deutsche Dölker- bundsabordnung die Grenzstadt Lörrach ausgesucht, um hier ihrer Wahlpflicht Genüge zu leisten. Kurz nach 12 Llh-r trafen unter Begleitung eines höheren Beamten des deutschen Konsulats in Basel 20 Herren der deutschen Abordnung, darunter Gesandter Dr. Freytag und Gesandter G ö p p e r t, der Leiter der Presseabtcilung der Reichsregierung, Ministerialdirigent Dr. Zechlin, Geheimrat v. Reine- b e ck und Geheimrat v. Friedberg, ferner verschiedene Ministerialräte und Legationssekretäre ein. Reichsaußenminister Dr. C u r t i u s. der mit der Vorbereitung seiner großen Rede beschäftigt ist, die er am Dienstag vor der Völkerbundsversammlung halten wird, war in Gens zurückgeblieben. Sofort nach der Wahlhandlung kehrten die Mitglieder der deutschen Abordnung wieder nach Basel zurück, da sie dringender Arbeiten wegen bereits wieder am Sonntagabend in Genf sein wollten. (128 317) (12 954) (12 806) (358) Das Wahlergebnis im Volksstaat Hessen Stuttgart-Stadt. Soz. 57 645, Dt. natl. 19197, 3. 14 230, DVP. 18 312, Kom. 27 419, Dem. 24 541, W'rtp-. 1747, Nat. Soz. 4668, Dt. Baucrnp. 115, Landb. 2268, Volksrcchtp. 9513. 1930: Soz. 55 602, Dl. natl. 18 006, Z 19 074 Kom. 36 119, DDP. und Dt. Stp. 41 304 Wirtp' 4198 Rat. Soz. 21 360, Dt. Bauernp. 131, ©6r 11 322, Haus- und Grundbesitz 485 Dolksrechtp. 6629, Bauern- und Weingärtner- bund 2335, Ratl. Dolksgem. 2064, Chr. öoa Dolksgem. 480. Wahlkreis 32, Baden. 1930: Soz. 210 547, Dn. 32 746, Z. 351 838, Korn 112 852, DVP. und D. Stp. 114 693, Wirtp. 33 856 Rat. Soz. 226 600, D. Lv. 16 690, D. Bp. 1934 Kons. 5388, Chr.°Soz. 57 791, Volksrcchtsp. 11 685' 1928: Soz. 204 346, Dt. natl. 74 011, Z. 297 818 Kom. 66 808, DVP. 86 401, Dem. 63 888, Wirtp' 30 875, Nat. Soz. 26 329, Chr. nat. Bp. 13 973 Dolksrechtp. 15 162. Wahlkreis 34, Hamburg. 1930: Soz. 240 848, Dt. natl. 31 467, Z 10 994 Korn. 135 210, DVP. 69 036, St. P. 64130, Wirtp' Wahlkreis 24, Oberbayern-Schwaben. 1930: Soz. 258 787, Dt. natl. 31514, Kom. 81 072, DVP. 17 147, St. P. 22 479, Wirtp. 33 224, Bayr. Vp. 450 088, Nat. Soz. 218134, Saijr. Bauernb. 164 081, Kons. 41 739, Chr. Soz. 10 470, Volksrechtp. 69 67. 1928: Soz. 265 114, Dt. natl. 73 486, Kom. 50 602, DVP. 36 928, Dem. 28 479, Wirtp. 36 806, Bayr. Bp. 379 026, Nat. Soz. 72 085, Volksrechtp. 18 575, Dt. Bauernp. 194 216. Wahlkreis 25, Niederbayern. 1930: Soz. 76 906, Dt. natl. 8109, Z. 261 344. Kom. 28 413, Dt. Vp. 6510, D. Stp. 7535. Wirtp. 8781, B. Vp. 117 347, Rat. Soz. 27 143, Ldvp. 6383 Kons. Vp. 3815, Chr. Soz. Vd. 2115. 1928: Soz. 86 389, Dt. natl. 19 531, Kom. 12 496, DVP. 7871, Dem. 10 519, Wirtp. 9461, Bayr. Vp. 246 426, Nat. Soz. 19 861, Dolksrechtp. 6826, Dt. Bauernp. 138 315. Wahlkreis 26, Kranken. 1930: Soz. 346 534, Dt. natl. 31 792, Kom. 65 220, DVP. 17 420, St. P. 29 400, Wirtp.' 46 475, Bayer. Vp. 347 124, Rat. Soz. 281 067, Landvolk 143 402, Dolksrechtpartei 5659, Dt. Bauernp. Kons. Vp. 10 997, Christi. Soz. 40 971. 1928: Soz. 355 308, Dt. natl. 234 248, Kom 37 645, DVP. 23 962, Dem. 46 092, Wirtp. 44 185, Bayr. Dp. 319 854, Nat. Soz. 100 698, Volksrechtp. 21 396, Dt. Bauernp. 28 857. Wahlkreis 27, Pfalz. 1930: Soz. 105 606, Dt. nat. 3618, Bayr. Vp. und Z. 115 915, Kom. 48 941, DVP. 30 657, St. P. 10 679, Wirtp. 16 375, Nat. Soz. 106161, Dt. Lv. 11 547, Kons. 2193, Chr. Soz. 13 379, sonstige 1664. 1928: Soz. 119 548, Dt. natl. 11383, Kom. 29 205, DVP. 60 530, Dem. 16134, Wirtp. 16 937, Bayr. Dp. 108 767, Nat. Soz. 23 288, Chr. nat. Bp. 2003, Dolksrechtp. 3529, Dt. Bauernp. 15 413. Wahlkreis 28, Dresden Bautzen. 1930: Soz. 389 327, Dn. 55 804, Z. 15 970, Kom. 139 444, DDP. 72 161, Chr.-Soz. Dp. 5580, D. Stp. 8163, Wirtp. 80 208, Nat.-Soz. 180 550, D. Lv. 87 800, Kons. 11 642, Chr.-Soz. 20 860: Dolksrccht 7336, Nationale Minderheiten 223. 1928: Soz. 400 502, Df. natl. 117 991, Z. 13 984, Korn. 105 874, DDP. 112150, Dem. 62 657, Wirtp. 80 624, Nat. Soz. 18 245, Volksrcchtp. 15 365, Sächs. Ldvolk 61 915. Wahlkreis 29, Leipzig. 1930: Soz. 288 007, Dt. natl. 30 799, Z. 5237, Kom. 141 984, DVP. 77 720, Chr. Soz. Volksgem. 4364, D. Stp. 26 212, Wirtp. 57 896, Rat. Soz. 116 138, Sächs. Landv. 34 155, Dolksrechtp. 22 663, Kons. 9525, Chr. Soz. Volksdienst 9920, andere 2809. Wahlbeteiligung 88,87 Prozent, gültige Stimmen 826 429. 1928: Soz. 278 934, DL natl. 49 794, Kom. 121 331, DDP. 98 123, Dem. 45 231, Wirtp. 53 047, Not. Soz. 14 601, Chr. nat. Bp. 3196, Dolksrechtp. 31 275, Sächs. Ldvolk 39 236. Wahlkreis 30, Ehemnih-Zwickau. 1930: Soz. 314 213, Dt. natl. 49 714, Z. 5514, Korn. 204 959, DVP. 45 904, St. P. 22 698, Wirtp 89 732, Nat. Soz. 264 871, Dt. Lv. 30 626 Dt. Bauernp. 1131, Kons. 6489, Chr. Soz. 46 357. 1928: Soz. 319 998, Dt. natl. 86 705, Korn. 154 362, DVP. 105 748, Dem. 34 956, Wirtp. 98 381, Nat. Soz. 41 497, Chr. nat. Bp. 13 227, Volksrcchtp. 45 441, Sächs. Ldvolk 26 497. Wahlkreis 31, Württemberg. 1930: Soz. 283 337, Dt. natl. 55 206, Z. 304 314, Kom. 134,744, Chr. Soz. Dolksgem. 3913, St. P. 136 775, Nat. Soz. 131 683, Wirtp. 39189, Dt. Bvucrnp. 4655, Landb. 180 843, Chr. Soz. 91 599. 1928: Soz. 272 018, Dt. natl. 71 685, Z. 235 161, Kom. 83121, DDP. 63 584, Dem. 109 986, Wirtp. 14 958, Nat. Soz. 21 730, Volksrechtp. 42 068, Ldbd. 199 513. Zn beiden Hessen ruhiger Verlauf Sn unserer engeren Heimat ist der Wahltag bei stärkerer Beteiligung als bei der letzten Reichstagswahl im allgemeinen ruhig verlaufen. Sn Frankfurt befand sich die Schutzpolizei in erhöhter Alarmbereitschaft, hatte aber erfreulicherweise bis gegen 6 Uhr kaum Veranlassung, einzugreifen. Sn den Rachmittagsstunden kam cs am Hesscndenkmal wieder zu den üblichen Ansammlungen, die dort bereits die ganze Woche hindurch zu verzeichnen waren. Zwischen zwei Hitzköpfen, die verschiedenen Parteirichtungen angchörten, kam es dabei zu Auseinandersetzungen, die schließlich auch in Handgreiflichkeiten ausarteten. Bevor die Polizei jedoch cinzugreifen brauchte, war die äußere Ruhe wiederhergestellt. Eine größere Schlägerei wurde in der Fahr- gassc durch das rechtzeitige Eingreifen von Polizeikräften vermieden. Ein Propagandaauto der Zentrumspartei wurde an der Ecke der Brau- bachstraße und Fahrgasse von einem größeren Trupp jugendlicher Kommunisten umringt und zum Anhalten gezwungen. Die Angreifer johlten und drohten, die Snsassen des Autos „zu- sammcnzuschlagen". Eine Abteilung Schupo schaffte dem Wagen aber freie Bahn, bevor es zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Sm übrigen Hessen-Rassau sind keinerlei Zwischenfälle bekannt geworden. Sn Hessen, wo durch das Verbot des Umzugs und der Beförderung der radikalen Parteien auf Lastfahrzeugen der Wahlkampf von vornherein in ruhige Bahnen gelenkt war, ist der Wahltag ebenfalls ruhig verlaufen. Sn Mainz herrschte im Gegensatz zu der lebhaften Werbetätigkeit in den letzten Tagen heute mehr Ruhe. Den ganzen Tag über wurde die Ordnung nicht gestört. Der Wahlakt selbst setzte trotz vieler Regenschauern überall frühzeitig ein, so daß bereits in den ersten Rachmittagsstunden teilweise 60 Prozent der Wähler ihrer Wahlpflicht genügt hatten. Sn den Abendstunden sammelten sich vor den Zeitungsredaktionen Tausende von Menschen an, die begierig die Meldungen über die einzelnen Ergebnisse aufnahmen. Auch hier ist es im allgemeinen ohne Störungen geblieben, so daß die Polizei kaum Anlaß zum Einschreiten hatte. Wahlkreis 33, Heffen-Oarmstadt. Sm ganzen Wahlkreis 33 betrug die Zahl der Wahlberechtigten 935 004. Gewählt haben im ganzen 753 661, davon 746 950 gültig und 6711 ungültig. Stimmscheine 19 034. 1930: Soz. 215 727, Dt. natl. 13 609, Z. 104 263, Kom. 84 918, DVP. 50 020, D. Stp. 38 727 Wirtp. 16 373, Rat. Soz. 137 868, Hess. Lv. 57 304, Volksrechtp. 4646, D. Bp. 1496, Kons. 3886, Chr. Soz. 19184, Kricgsbesch. 1049. 1928: Soz. 192 376, Dt. natl. 20 627, Z. 95 280, Kom. 52 007, DVP. 67 127, Dem. 37 521, Wirtp. 7825, Nat. Soz. 11281, Chr. nat. Bp. 79 706, Volksrechtp. 13 892 Provinz Starkenburg. 1930: Soz. 109112, Dt. natl. 4628, Z. 47 608 Kom. 53 507, DVP. 24 316, D. Stp. 13126 Wirtp 8206, Rat. Soz. 63 564, Dt. Lv. 16 846 D. B 581 Kons. 1011, Christi. Soz. 7247, Dolksr. 2722' Kricgsbesch. 467. 1928: Soz. 100 349, Dt. natl 10199, Z. 44 731, DVP. 34 519, Kom. 36 655, Dem. 14 942, Wirtp. 3444, Nat. Soz. 5704, Chr. nat. Bp. 23171, Volksrechtp. 7733, Ev. Volksg. 3890. Provinz Oberhessen. 1930: Soz. 51 399, D. natl. 4075, Z. 6134, Korn. 10 523, DDP. 10 285, D. Stp. 8328, Wirtp. 5203 Rat. Soz. 35 018, D. Lv. 29 363, D. Dp. 655, Kons' 801, Christs. Soz. 5746, Dolksr. 718. 1928: Soz. 42 760, DL natl. 5751, Z. 6849, DVP. 13 640, Kom. 6741, Dem. 7511, Wirtp. 3078, Nat. Soz. 2356, Chr. nat. Bp. 40103, Volksrechtp.' 2541 Ev. Volksg. 3202. Provinz Rheinhessen. 1930: Soz. 55 217, Dt. natl. 4206, Z. 48 317 Kom. 26 889, DDP. 15 222, D. Stp. 16 473, Wirtp 2960, Rat. Soz. 39 272, D. Lv. 11 344, D. Bp' 1238 İnf" I207, Cchristl. Soz. 6207, Dolksrechtp. 1928: Soz. 49 267, Dt. natl. 4677, Z. 43 700 DDP. 18 966, Korn. 8611, Dem. 15 068, Wirtp. 1303, Not. Soz. 3221, Chr. nat. Bp. 16 432, Dolksrechtp. 3618, Ev. Volksg. 4469. Kreis Darmstadt. 1930: Soz. 31 353, Dt. natL 1660, Z. 3966 Kom. 8040, DDP. 11314. D. StpL 4613 Wirtp 1323, Rat. Soz. 20 310, LandvpL 2441 DL Bauernp. 71, Kons. 530, Chr. Soz. 2592, Dolksrechtp. 947. 1928: Soz. 30 234, Dt. natl. 4775, Z. 3543, DVP. 17 063, Korn. 4599, Dem. 4966, Wirtp. 536, Nat. Soz. 1889, Chr. nat. Bp. 3312, Volksrechtp. 3140, Ev Volksg. 532. Kreis Bensheim. 1930: Soz. 7916, Dt. natl. 571, Z. 7940, Kom. 5290, DVP. 2106, D. Skpt. 1008, Rat. Soz. 8407, LandvpL 2502, Volksrechtp. 193, DL Bauernp. 73 Kons. 101, Chr. Soz. V. 1147, sonstige 74. , 1928: Soz. 7271, Dt. natl. 1097, Z. 3543, DVP. 3108, Korn. 2414, Dem. 1037, Wirtp. 155, Nat. Soz. 436, Chr. nat. Bp. 3224, Volksrechtp. 584, Ev. Volksg. 449. Kreis Dieburg. 1930: Soz. 10 034, Dt. natl. 318, Z. 6600, Kom. 3560, DVP. 1167, Dt. StpL 8056, Wirtp. 304, Rat. Soz. 6851, LandvpL 3748, DL Bauernp. 1271, Landb. 26, Chr. Soz. 531, Dolksrechtp. 164, Kricgsbesch. 53. 1928: Soz. 8485, Dt. natl. 779, Z. 6228, DVP, 1555, Korn. 2399, Dem. 1004, Wirtp. 104, Nat. Soz. 421, Chr. nat. Bp. 5787, Volksrcchtp. 690, Ev. Volksg. 732. Kreis Erbach. 1930: Soz. 7335, Dt. natl. 300, Z. 1006, Kom. 2103. DDP. 1070, DL StpL 947 Wirtp. 233, Rat. Soz. 7548, Landvp. 2081, Volksrechtp. 205 Dt. Bauernp. 56, Kons. 54, Chr. Soz. 554 sonstige 78. 1928: Soz. 6793, DL natl. 644, Z. 878, DVP. 1628, Kom. 1264, Dem. 951, Wirtp. 123, Nat. Soz. 1618, Chr. nat. Bp. 2894, Volksrechtp. 577, Ev. Volksg. 279. ' Kreis Groh-Gerau. 1930: Soz. 11 843, Dt. natl. 261, Z. 2177, Kom. 7598, DDP. 2011, Dt StpL 1723, Wirtp. 462, Rat. Soz. 4551, D. Landv. 3463, D. Bauernp. 154 Kons. 36, Chr. Soz. 541, Dolksrechtp. 102, sonstige 42. 1928: Soz. 12 487, DL natl. 489, Z. 2132, DDP. 2890, Kom. 3952, Dem. 2273, Wirtp. 160, Not. Soz. 195, Chr. nat. Bp. 4353, Volksrechtp. 387, Ev. Volksg. 286. Kreis Heppenheim. 1930: Soz. 4875. Dt. natl. 223, Z. 8659, Kom. 4286, DDP. 769, Dt. Stpt. 908, Wirtp. 26$, Rat. Soz. 4523, Landv. 903, Volksrechtp. 96 Dt. Bauernp. 66, Kons. 39, Chr. Soz. 554J sonstige 68. Stimmberechtigte 35 351, gewählt 80 Prozent. 1928: Soz. 4864 DL natl. 440, Z. 7876, DVP. 1171, Kom. 1771, Dem. 937, Wirtp. 71, Nat. Soz. 443, Chr. nat. Bp. 1600, Volksrcchtp. 300, Ev. Volksg. 374. Kreis Offenbach. 1930: Soz. 20 011, Dt. natL 440, Z. 11 867 Kom. 11 982, DDP. 1779, DL Stpt. 1690, Wirtp. 2881, Rat. Soz. 5594, Landv. 1669, Dolksrechtp. 284 Dt. Baucrnp. 80, Kons. 90, Chr. Soz. 425 sonstige 53. 1928: Soz. 30 215, Dt. natl. 1975, Z. 16 479, DVP. 7050, Kom. 20 256, Dem. 3774, Wirtp. 2295, Nat. Soz. 702, Chr. natl. Bp. 2001, Volksrcchtp. 2055, Ev. Volksg. 1238. Kreis Gießen. 1930: Soz. 18 772, Dt. natl. 1529, Z. 1087, Kom. 3052, DVP. 3942, St. P. 3199, Wirtp. 2161, Nat. Soz. 8941, Landv. 7844, Volksrcchtp. 311, Deutsche Baucrnp. 104, Kons. 420, Chr. Soz. 2182, Kriegsbeschädigte 65. 1928: Soz. 15 295, Dt. natl. 2264, Z. 909, DVP. 5186, Kom. 1429, Dem. 2381, Wirtp. 1290, Nat. Soz. 686, Chr. nat. Bp. 9400, Volksrechtp. 873, Ev. Volksg. 781. Kreis Alsfeld. 1930: Soz. 3804, Dt. natl. 292, Z. 932, Kom. 850, DVP. 870, St. P. 424, Wirtp. 207, Nat. Soz. 6040, Landv. 3873, Dt. Baucrnp. 58, Kons. 51, Chr. Soz 498, zersplittert 123. d 1928: Soz. 2571, Dt. natl. 438, Z. 702, DVP. 1117, Kom. 667, Dem. 618, Wirtp. 99, Nat. Soz 567, Chr. nat. Bp. 6282, Volksrechtp. 519, Ev. Volksg. 207. Kreis Büdingen. 1930: Soz. 5351, Dt. natl. 394, Z. 257, Kom. 1690, DVP. 1047, St. P. 1405, Airtp. 516, Nat. Soz. 3445, Landvolk 4844, Volksrechtpartei 51, Baucrnp. 86, Kons. 47, Chr. Volksd. 460. Stimmberechtigt 28 854, sonstige 53. 1928: Soz. 4680, Dt. natl. 549, Z. 222, DVP. 1233, Kom. 1017, Dem. 838, Wirtp. 324, Nat. Soz. 261, Chr. nat. Bp. 6071, Volksrcchtp. 121, Ev. Volksg. 463. Kreis Friedberg. 1930: Soz. 18 353, Dt. natl. 1222, Z. 5310, Kom. 4108, DVP. 2771, St. P. 2499, Wirtp. 1950, Nat. Soz. 7146, Landv. 6869, Dt. Bauernp. 109, Kons. 231, Chr. Soz. 1653, Volksrechtp. 187. 1928: Soz. 16 066, Dt. natl. 1742, Z. 4506, DVP. 3793, Kom. 3048, Dem. 2648, Wirtp. 1221, Nat. Soz. 589, Chr. nat. Bp. 8120, Volksrechtp. 608, Ev. Volksg. 700. Kreis Lauterbach. 1930: Soz. 2420, Dt. natl. 439, Z. 699 Kom. 401, DVP. 1191, St. P. 303, Wirtp. 139, Nat. Soz. 5645, Landv. 2455, Volksrechtp. 60, Bauernp 167 Kons. 26, Christl. 367, sonstige 33. 1928: Soz. 2233, DL natl. 474, Z. 462 DVP. 1657, Kom. 267, Dem. 413, Wirtp. 92, Nat. Soz' 192, Chr. nat. Bp. 4839, Volksrechtp. 183, Ev Volksg. 324. Kreis Schotten. 1930: Soz. 2669, Dt. natl. 199, Z. 49, Kom. 222, DVP. 462, St. P. 498, Wirtp. 230, Nat. Soz. 3815, Landv. 3478, Volksrechtp. 30, Bauernp. 131, Kons. 26, Chr. 570, sonstige 37. 1928: Soz. 1915, DL natl. 284, Z. 48, DVP. 654, Kom. 313, Dem. 613, Wirtp. 52, Nat. Soz. 61, Chr. nat. Bp. 5391, Volksrechtp. 237, Ev. Volksg. Kreis Mainz.— 1930: Soz. 29 483, Dt. natl. 1502, Z. 21 788, Kom. Soz. 14 425, D. Lv. 2256, D. Bp. 68, Kons. 718, Chr. 11096, DVP. 4237, St. P. 9851, Äirtp. 1973, Nat. 718, Chr. Soz. 401, Volksrechtp. 558, Ev. Volksd. 108. 1928: Soz. 24 602, DL natl. 1716, Z. 20 250, DVP. 5652, Kom. 5659, Dem. 6418, Wirtp. 904, Nat. Soz. 460, Chr. nat. Bp. 2527, Volksrechtp. 1486, Ev. Volksg. 2415. Kreis Alzey. 1930: Soz. 4591, Dt. natl. 157, Z. 3781, Kom. 871, DVP. 1162, St. P. 1702, Wirtp. 371, NaL Soz. 5331, Landv. 2125, Dt. Bauernp. 29, Kons. 82, Chr. Soz. 425, Volksrechtp. 40. 1928: Soz. 3965, Dt. natl. 488, Z. 3433, DVP. 1505, Kom. 387, Dem. 2336, Wirtp. 35, Nat. Soz. 388, Chr. nat. Bp. 3856, Volksrechtp. 261, Ev. Volkg. 328. ' Kreis Bingen. 1930: Soz. 3696, Dt. natl. 289, Z. 8720, Kom. 1343, DVP. 1273, St. P. 1673, Wirtp. 864, Nat. Soz. 2256, Landv. 1907, Volksrechtp. 51, Bauernp. 45, Kons. 124, Volksdicntt 489, sonstige 43, Stimmberechtigte 31 531, 73 Prozent. 1928: Soz. 3496, Dt. natl. 307, Z. 7052 DVP. 1679, Kom. 600, Dem. 1881, Wirtp. 143, Nat. Soz. 74, Chr. nat. Bp. 2051, Volksrcchtp. 171, Ev. Volksg. 291. Kreis Oppenheim. 1930: Soz. 5497, Dt. natl. 136, Z. 5722, Kom. 427, DVP. 1005, D. Stp. 1374, Wirtp. 124, Nat. Soz. 6934, D. Lv. 2195, D. Bp. 41, Kons. 824, Chr. Soz. 21, Volksrecht 73. 1928: Soz. 4377, DL natl. 424, Z. 5194, DVP. 1653, Kom. 225, Dem. 1925, Wirtp. 38, Nat. Soz. 301, Chr. nat. Bp. 3935, Volksrechtp. 228, Ev. Volksg. 784. Kreis Worms. 1930: Soz. 11950. Dn. 1122, Z. 8313, Kom.6837, DVP. 7554, D. Stp. 2594, Wirtp. 310, Nat. Soz. 10 326, D.Lv. 2834, D. Bp. 77, Kons. 208, Chr. Soz. 2068, Volksrecht 516, sonstige 80. 1928: Soz. 12 827, Dt. natl. 1742, Z. 7771, DVP. 8477, Kom. 1740, Dem. 2508, Wirtp. 183, Nat. Soz. 1998, Chr. nat. Bp. 4063, Volksrechtp. 1472 Ev. Volksg. 651. Stadt Darmstadt. 1930: Soz. 15 036, Dn. 14 053, Z. 3532, Kom. 3987, DVP. 9091, D. Stp. 3602, Wirtp. 1033, Nat. Soz. 13 341, Landvolk 128, Volksrecht 758, Bp. 26, Kons. 477, Christl. 1717, sonstige 41. 1928: Soz. 15 402, Dt. natl. 3885, Z. 3146, DVP. 13 697, Kom. 2229, Dem. 3766, Wirtp. 334, Nat. Soz. 1429, Chr. natl. Bp. 146, Volksrcchtp. 2559, Ev. Volksg. 378. Stadt Offenbach. 1930: Soz. 15 734, Dn. 860, Z. 5392, Kom. 10 659, DVP. 4050, D. Stp. 2202, Wirtp. 2138, Nat. Soz. 5788, Landvolk 39, Volksrecht 730, Bauernp. 10, Kons. 146, Chr. SVD. 905. Stimmber. 58 900, abgegeben 44688 - 80 d. S). 1928: Soz. 11 345, Dt. natl. 1278, Z. 5019, DVP. 4475, Kom. 13 350, Dem. 2138, Wirtp. 1091, Nat. Soz. 514, Chr. natl. Bp. 40, Volksrechtp. 1431, Ev. Volkg. 667. Stabt Mainz. 1930: Soz. 26 093, Dn. 13 052, Z. 15 650, Kom. 9293, DVP. 3008, D. Stp. 8402, Wirtp. 1836, Nat. Soz. 11 879, Landvolk 833, Volksrecht 495, Bp. 34, Kons. 681, Christi. 2727, sonstige 114. Stimmberech- tigte 82 000. 84 v. H. 1928: voz. 18 259, Dt. natl. 1435, Z. 12 678, DVP. 4934, Kom. 3763, Dem. 5381, Wirtp. 996, Nat. Soz. 378, Chr. nat. Bp. 450, Volksrechtp. 1156, Ev. Volksg. 1911. Stadt Darms. 1930: Soz. 5740, Dn. 770, Z. 3059, Kom. 5355, DVP.5153, D. Stp. 1795, Wirtp. 227, Nat. Soz. 5398, Landvolk 69». Volksrecht 388, Bp. 8, Kons. 150, Chr. SVD. 1114, sonstige 25. 1928: Soz. 6888, Dt. natl. 1091, Z. 2655, DVP. 5731, Kom. 1524, Dem. 1439, Wirtp. 147, Nat. Soz. 1108, Chr. nat. Bp. 82, Volksrechtp. 1015, Ev. Volksg. 241. Oie hessischen Reichiagsabgeordneien. Rach dem oben stehenden Ergebnis sind als Reichstagsabgeordnete für Hessen gewählt Reichs- Minister a. D. Dr. David - Berlin (Soz.), Schriftsteller Dr. Mierendorff -Darmstadt (Soz.). Oberregierungsrat Ritzel- Gießen (Soz.), Rechtsanwalt Dr. Bo ckius-Mainz (ach higuns 16^5;^.) ■ftiilM? um II»1 Sw«1, 5&^'el 1Uer"P 1fin '- 187, 109- Sonf. •“‘w. 43h, » _ itlMA Ä«n. ' 80, Go. 33. ^P. 16f 474, 2 tat. iau"«p. <52, V-8’* S?iti ■Si"‘£ 211 8olbttd)tp. ry. >15L.3- 3781, Rom. '' D'ktp. 371, C ,UcrnP. 29, Äonf jß, R 3- 3433, $8« ?!rlP- 85, 9101.60^ '"blchp. 261, ko. en. 289, 3. 8720, Rom. ''Dich. 864, Dlot. * 51, Soufmp. sonstige 43, 6fbnm, H 3- 7052, S8$ rlP. 143,9lat. 603. Irrechip. 171, (tD. itim. 136, 3. 5722, Rom. 4, Wich. 124, Mot. 8p. 41, Ron|. 824, 424, 3. 5194, DLP. Birtp. 38,91m. 603. ollsrechtp. 228, Sv. Ns. Z. 8313, fiom.6837, irlp. 310, Aal. 60z. ?onf. M, ss-s. Loz. I. 142, & 1711, W Http. 183,9lat. 603. ittsrcdjtp. 1472, Sv. adl. 053, 3. 3532, Rom. 2, Wich. 1033, M>. Lollsrecht 758, $p. nstige 41. 1885, 3. 3146, m ), Wich 334, 91üL i, Loilsttchtp. 2559, ich. ] 5392, Rom. 10 659, Irtp. 2138, M6ol [ 730, Souernp. 10, timmber. 58900, ob- 1278, 3- 5019, M ffiirlp. 1091, M iollsrechlp. 1431, (Ed. Das Wahlergebnis in Sesfen-Aasfau 1930: Soz. 6934. DL natl. 888. Z. 86. Som 566. DDP. 678. D. StP. 778, Wirtp. 677. Olat. Svz. 7412, Landv. 3198, D. Dauernp. 33, Kon. 75, Chr. 603. 4575, sonstige 286, gültige Stimmen 26186. Frankfurt DDP. 826, Som. 431, Dem. 798, Wirtp. 200, Nat So,). 1376, Dt. Bauernp. 172, Landv. 3469, Dolksrechtp. 44. 1930: Soz. 4453. Dt. natl. 1045. 3. 727, Som. 938 DDP. 448, D. Stp. 552, Wirtp. 154, Natl. 6oä. 6045, Landvolk 1929, Dolksrechtp. 11, Dauernp. 98, Sons. 88, Chr. Soz. Dolksd. 1601, Dolksgem 57, sonstige 76. ungültig 60. 75 Proz. Kr. Biedenkopf. Soz. 6967, Dt. natl. 2177, 3 83, DDP. 1451, Som. 375, Dem. 720, Wirtp. 431, Nat. Soz. 700, Dl. Bauernp. 83, Chr. nat. Bp. 5608, Dolksrechtp. 141. zialdemokraten und Sommunisten ist aussichtslos. (Er wurde mit 168 Stimmen in der Minderheit bleiben. Luch dürften die Sozialdemokraten keineswegs geneigt lein, eine derartige Verbindung einzugehen. Tin Sozialistenblock unter Duldung von Staatspartei und Zentrum wurde eine Mehrheit haben, doch kann es ebenfalls als ausgeschlossen gelten, daß diese beiden Parteien bereit sind, eine kommunistisch- sozialistische Regierung zu stützen. Dagegen würde eine Rechtsregierung mit Zentrum, aber ohne Staatspartei möglich (ein und eine Mehrheit von 91 Stimmen haben. Eine solche Rechtsregierung würde sogar ohne Deutsche Staatspartei und Bauernbund noch über mehr als 320 Stimmen von 574 verfügen. Allerdings muh betont werden, daß eine solche Regierung nicht ohne Nationalsozia- listen möglich wäre, und es erscheint unwahrscheinlich, dah das Zentrum eine solche Sombination mitmacht. Die stattionelle Zusammensetzung des neuen Reichstages. Die Folgerungen aus den Listcnvcrbindungcn. Parteiführer zum Wahlausgang. (Berlin, 15.Sept. (WTB. FunlsPruchZ Das WTB bat führenden Persönlichkeiten unseres Parteilebens die Frage vorgelegt, wie sie das Ergebnis der Wahlen beurteilen. Disher haben sich dazu geäußert: DerZührer der Deutschen Dollspartei, Reichsminister a. D. Dr. Scholz: DaS Ergebnis der Reichstagswahl beweist wohl am stärksten wie notwendig der Zus ammen- schluh derMitte war, den ich seit Monaten angestrebt habe. Es bestätigt die ernsten Bc- sü«htunaen. denen ich bereit- auf dem Mannheimer Parteitag Ausdruck gab, als ich voraussagte, dah die staatserhaltenden 'Parteien der Mitte bei NeichStagswahlen ein schmnmeres Ergebnis zu erwarten haben würden, als bei der großen Enttäuschung der letzten Berliner Stadtverordnetenwahlen. 3m Wahlkampf habe ich aber auch bereits erklärt, daß die Sammlungsaktion nach dem 14. September fortgesetzt werden müsse. Das muß nun mit aller Entschiedenheit geschehen. Die Frage nach der Soalitionsbildung unter den verschobenen Mehrheitsverhältnissen ist nicht ohne weiteres zu beantworten, weil ich es natürlich vermeiden möchte, der Entscheidung des Reichspräsidenten irgendwie vor- zugreisen. 3ch möchte aber die Öffentlichkeit vor einem Gedanken warnen, den man gerade . in den Sreisen der Mitte schon jetzt hören kann: daß nun bie Nationalsozialisten an die Negierung müßten, damit man erkennt, welchen praktischen Wert ihr Agitationsprogramm hat. Die Durchführung eines solchen Erperimentes wäre die Begünstigung einer Satastrophenpolitik, die wir uns gerade jetzt unter gar keinen Umständen leisten können. Der Vorsitzende der GozialdemolratischenparteiOtioWelS Niemand wird leugnen wollen, daß sich die Sozialdemokratie flut geschlagen hat. Wir haben in Anbetracht unserer vorzüglichen Organisation niemals daran gezweifelt. Auch der plötzliche Ausstieg der Nationalsozialisten beunruhigt mich nicht. Diese Partei, ohne jedes Programm und ohne jeden Grundsatz, dürfte ebenso schnell wieder vergehen, wie sie aus- geschwemmt worden ist. Wenn sich das Zentrum diesmal zum ersten Male als Negierungspartei aus einen Wahlerfolg berufen kann, so muh demgegenüber daraus hingewiesen werden, dah es lediglich aufgeholt hat, was es bei den letzten Wahlen einbühte. Die Verantwortung für das, was kommen wird, liegt in erster Linie bei den bürgerlichen Parteien der Mitte und nicht bei der Sozialdemokratie. Frakiionsarithmetik. Welche Mehrheiten bieten sich einer parlamentarischen Regierung? Berlin ,15. Sept. (TU.) Welche Bedeutung haben die Neuwahlen für eine Regierungsbildung auf parlamentarischer Grundlage? Diese Frage wird auf Grund des Ergebnisses allgemein erörtert werden. Wenn man die einzelnen Kombinationen heute ziffernmäßig betrachtet, so ergibt sich, daß bie R e - ?lieruna Brüning einwandfrei in eine tarfe Minderheit geraten ist. Auch die Weimarer Koalition, selbst wenn man die Bayerische Dolkspartei hinzurechnet, und die G roße Koalition haben keine Mehrheit. Eine Mehrheit für die Große Koalition wäre nur zu erzielen, wenn die W i r t s ch a f t s p a r t e i in die Große Koalition hineinginge. Das muß aber als unwahrscheinlich gelten. Es käme wohl höchstens eine Duldung der Großen Koalition durch die Wirt- fchaftspartei in Frage. Auch dann würde die Regierung nur eine unsichere Mehrheit haben, da Bayerische Dolkspartei und Wirtfchaftspartei oer- mutlich in ständige Konflikte mit den Sozialdemo, traten geraten würden. Hingegen hätte die Regierung Brüning unter Umständen die Möglichkeit, m i t Unterstützung d e r S P D. zu regieren. Sic würde in diesem Falle über eine sichere Mehrheit von 163 Stimmen verfügen, während die Regierung der Großen Koalition, selbst unter Einbeziehung der Wirtschaftspartei, immer nur über eine Mehrheit von höchstens 21 Stimmen verfügen würde. Eine Unterstützung der Regierung Brüning durch bie Deutschnationalen würbe bagegen ber Regierung keine Mehrheit geben. Auch ein Sozialistenblock, b. h. ein Zusammengehen von S o - Berlin, 15. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Mandatsbercchnung des Reichswahlleiters berücksichtigt lediglich die Anfchlußerklärungen ber Wahlkreis- listen an bie Reichswahlvorschläge. Tatsächlich ergibt sich für bie fraktionelle Zusammensetzung bcs Reichstages dadurch eine Korrektur, daß einige Kreiswahlvorschläge auf Grund von gemeinsamen Listen verschiedener Parteien aufgestellt waren. So bestand im Wahlkreis Pfalz eine gemeinsame Liste des Zentrums und der Bayerischen Dolkspartei, die dem Reichswahlvorschlag des Zentrums angeschlossen war. Der dort gewählte Abgeordnete gehört aber der Bayerischen Dolkspartei an, die Bayerische Dolkspartei erhält damit also 19 (nicht 18) Mandate und das Zentrum erhält 68 (nicht 69) Mandate. Die mürttem- bergische und badische Einheitsliste ber Deutschen Dolkspartei und Deut- schen Staatspartcl waren im Reichswahlvor- schlag der Staatspartei angeschlossen. Zwei ber dort gewählten Abgeordneten gehören aber der Deutschen Dolkspartei an, die damit 29 (nicht 27) Abgeordnete erhält. Die Mandatsziffer ber Staatspartei beträgt 20 (nicht 22), wie anfangs gemeldet. Wer kommt in den Reichstag? Wir geben eine Reihe von Namen prominenter Reichstagskanbidaten verschiedener Parteien, die u. a. ein Mandat im neuen Reichstag erhalten haben: Sozialdemokraten: der preußische Ministerpräsident Braun, Hilserding, Dr. Breit- scheib, Frau 3uchacz, Ebert (der Sohn des Reichspräsidenten), Wels, Heimann, Lobe, Severing. Dr David. Dcheidemann, Sollmann, Hermann Müller, Wissell. Deutschnationale: Dr. Hugenberg, Sam- merherr von Oldenburg-3anuschau, Quaatz. Dr. Martin Spahn, Laverrenz, Professor Freytagh- Loringhoven, Obersohren, Exz. Hergt, Dang. Deutsche Dolkspartei: Geh Rat Dr. Sahl, v. Sardorff, v. Raumer, Gouverneur Dr. Schnee, Dr. Scholz, Prof. Moldenhauer, Generaloberst v. Seeckt, Dr. Cremer, Dr. Dingeldey, Außenminister Dr. Curtius. Etaatspartei: Minister Dietrich, Koch- Weser, Dornemann (3ungt>o), Dr. Stolper, Minister Höpker-Aschoff, Dr. Reinhold, Dr. Sülz, Abel (Jungdo). Zentrum: Dr. Perlitius, der ehemalige Reichskanzler Marx, Imbusch, Reichskanzler Dr. Brüning, Prälat Ulihka (Ratibvr), Minister Dr. Wirth. Dr. Saas, Joos, Minister a. D. Dr. Brauns, Minister Stegerwald Wirtschaftspartei: Iustizminrster Bredt, Drewitz, Colosser. Nationalsozialisten: Dr. Goebbels, Graf v. Reventlow, Freiherr v. Wangenheim, Minister Frick, Gregor Straßer, General v. Epp, Sude, Münchmeher, Ringshausen. Landvolkpartei: Minister Schiele, Hepp, (Sende. Ehristlich-Soziale: Hartwig. Baheris che Dolkspartei: Leicht, Minister -a. D. Emminger. Deutscher B auernbund: Prof. Fehr. Sonservative Dolkspartei: Graf Westarp, Minister Treviranus. Seine Mandate erhielten u. a.: Lettow-Dorbeck, Lejeune-Iung, Rademacher. ©er Eindruck in Negierungskreisen. Vorerst kein Rücktritt dctz Rcichökabinetts. 6e braucht wohl kaum betont zu werden, daß angesichts der teilweise erheblichen Verluste der Mittelparteien bzw. des Anschwellcn» der äußersten Flügetparteien in Regierungskreisen unverhohlene Enttäuschung herrscht. Wenn auch eine gewisse Verschiebung der parlamentarischen Situation allgemein erwartet wurde, so Hot das mißliche Ergebnis doch die schlimmsten vesürch- langen der Regierung noch übertroffen. Nachdem die Statistik fertig ist. wird die Regierung nunmehr ihre parlamentarischen Schlußfolgerungen ziehen. Wie sich die Dinge gestalten werden. läßt sich heute noch gar nicht übersehen. Reichskanzler Dr. Brüning, der entgegen seiner ur- sprünglichen Absicht In, Berlin geblieben ist. dürfe sich zunächst mit seinen Ministerkollegen über die ein» Zuschlägen de Taktik verständigen. Line Unter- rebung m i 1 dem Reichspräsidenten ist zunächst noch nicht vorgesehen, wird aber voraussichtlich schon in nächster Zeit erfolgen. Jedenfalls scheint ein Rücktritt de» Re i ch s k a b i n e 11», der In Anbetracht de» In diesem Ausmaß überraschenden Ergebnisses immerhin wahrscheinlich sein könnte — wenn überhaupt — vorerst noch nicht geplant zu sein. Erstes Echo. Die Meinung ber ProvinzPrefse. Hamburg. 15. Sept. (TU.) Zum Ergebnis der Reichstagswahl schreibt das demokratische Hamburger Frembenblatt: Niemand hatte erwartet, dah d'aS Anwachsen ber Nationalsozialisten solche Ausmaße annehmen würbe. Der Nationalsozialismus ist in erster Linie der Rückgang, um nicht zu sagen N i e - bergang ber beutschcn Wirtschaft. Die jetzt in Frankreich, nicht zu sprechen von England unb Amerika zugegebene Unmöglichkeit bet Dcrsailler Verträge trägt bie Haupt- schulb an ber Stimmung, die in ber nationalsozialistischen Hochflut zum Ausbruck gekommen ist. Wären bie Feinbftaaten ben Ratschlägen einsichtiger Männer gefolgt, so hätte ben Nationalsozialisten bic Anregung gefehlt, bie sie zu solcher Größe gebracht hat. Die beutschnationalen Hamburger Nachrichten urteilen unter ber Ueberschrift „Niederlage ber Mitte": Allein regieren kann Weber rechts noch links, aber erst recht bie Mitte nicht. Eine Koalition von Hitler bis Brüning scheint uns zur Stunbe noch nicht in greifbare Nähe gerückt zu (ein. Wie sich bie Dinge bisher barstellen, liegt bie Entscheibung einzig unb allein beim Neichspräsiben- ten, dessen historische Stunbe jetzt gekommen ist. Darüber bürste Klarheit herrschen: Läßt man ben Dingen ihren Lauf, so treiben wir in ben Entscheibungskampf zwisch en Nationalismus unb Bolschewismus hinein. Dieser Kamps kann nicht mehr mit dem Wahlzettel, sonbern mit ber Wasse in bet Hand ausgetragen werben. Die .^kölnische Zeitung" bezeichnet den Ausgang ber Wahl als niederschmetternd, nicht nur für die liberale Mitte, sondern auch für das ganze deutsche Volk überhaupt. Das Blatt erinnert nur noch einmal an die Auflösung des Reichstages, die ein Fehler von geradezu tragischem Aus- maß gewesen sei. Jetzt habe die wirtschaftliche Not und skrupellose Verhetzung der Radikalen einen par- lamentarischen Zustand geschaffen, von dem kein Mensch sagen kann, wie er sich auswirken wird. Eins sei jedoch sicher, an diesem 14. September 1930 wird wirklich ein Blatt in der deutschen Innenpolitik umgeschlagen. Die „Kölnische Volkszeitung", das rheinische Zentrumsblatt, schreibt u.a.: Dieses für ben politischen Wirklichkeitssinn ber Deutschen blamable Wahlergebnis hat bas beutsche Volk Herrn Hugen- berg unb ben Sozialdemokraten zu verdanken. Dieses Schauspiel, über dessen außenpolitische Wirkung jetzt nicht gesprochen zu werden braucht, ist ein Trauer- spiel und eine Komödie zugleich. Die Frage der Regierungsbildung ist mehr als jemals eine offene Frage. Das Zentrumsoolk wird mit vollkommenster Sympathie diejenigen Handlungen bekleiden. die der Festigung der Autorität dienen. *9uf diesem Steifen fahren macht Freude! Zu sehen, wie hervorragend gut und zweckmäßig Material und Form des neuen Peters Union* Reife ns ist und wie sich daraus ein Höchstmaß an Dauerhaftigkeit, Gleitwiderstand und Elastizität ergibt — zu fühlen, wie weich und sicher der neue „Peters Union" den Wagen in jedem Fahr• tempo über jede Straße trägt — zu wissen, daß die Marke ,,Peters Union'* unbedingtes Vertrauen bei ungezählten Kraftfahrern genießt — das gibt das Gefühl der Sicherheit, und das Fahren macht Freudei DER DEUTSCHE QUtiLITÄTSREIFEN Lichtspielhaus Giehen Heute Montag! Premiere! C. Röhr L Co 6054 A 6286 C iße & AiÄ 1 lank) * ” ” “ ▼ ▼ Besichtigen Sieder Qoethestraße i=' In unserem Ausstellungs-Pavillon (gegenüb. 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Im Beiprogramm: Micky-Maus das Tonfilmwunder und Wie lernt man fliegen? Zl5.Okt-N 'Beginn neuer Kurse' Vogtsche .Handelsschule Gießen V Ooethestraße 32 J ^^Prosp.kostL^^ Haus derHandarbeit Seltersweg 81 Wfe$TFRONT1918 VO VON OER INFANTEAfE Hauptr.: Fritz Kämpers, Gustav Diessl, Claus Clausen, H. J. Moebis Millionen von Menschen in allen Kulturstaaten haben den Roman von Ernst Johannsen, der in 17 Sprachen übersetzt wurde, gelesen. - Millionen werden auch den Film sehen und hören Familien-Drucksachen Verlobungsan zeigen bei Brühl, Schulstraße SÄ'”" Das Aufarbeiten aller Matratzen, Steppdecken u. Federbetten übernimmt gewissenhaft und preiswert MWM eines gröberen hiesigen Betriebes wird zumEintritt amI.Ok« tober 1930 kMiig mit guter Schulbildung imögltchst nicht fortbildungsschul- pflichttg) gesucht. Schristl. 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Dor zwei Iahren ein Wahlkampsverlauf ohne besonderen Schwung — in diesem Jahre ein Kampf, der von Anfang biS Ende mit größter Energie geführt wurde und mancherlei bemerkenswerte Höhepunkte aufwies; 1928 Versammlungen mit schwachem, teilweise sogar sehr schlechtem Besuch — 1930 Dersammlungskund- gebungen der Parteien vor außerordentlich zahlreichem Publikum, das die Versammlungsräume meist bis zum letzten Platz füllte, in einigen Versammlungen sogar so stark erschienen war, daß die Polizei zur Schließung der Lokale schreiten muhte und die Sozialdemokratische Partei mit einer Versammlung sogar die Volks- Holle in Anspruch nahm. Insgesamt hielten Versammlungen ab: Deutschnationale zwei, Deutsche Volkspartei zwei, WirtschastSparter zwei, Vati onalfozialisten drei, Konservative Voltspartei eine, Deutsche Etaatspartci zwei, Zentrum eine, Lhrisllichsozialer Volksdienst eine, Dolksrecht- Portei eine, Sozialdemokraten zwei, Kommunisten eine, die am Samstagabend in der überfüllten Turnhalle mit Frau Hölz als Rednerin stattfand. Erfreulicherweise war nach dem regen Wahlkamps auch die Wahlbeteiligung am gestrigen Sonntag im Vergleich zum Mai 1928 stärker: allerdings war sie. im Verhältnis zur Steigerung des Wohlkampfes betrachtet, immer noch nicht ganz so lebhaft, wie man es hätte müssen. Während sich in der Stadt Gießen die Beteiligung der Bürgerschaft am Wahlkampf im Vergleich zu 1928 etwa verdoppelte stieg der Prozentsatz der abgegebenen Stimmen von 62.88 Prozent am 20. Mai 1928 auf 78.72 Prozent am gestrigen 14. September 1930, mithin um rund 16 Prozent. Insgesamt waren in G i e ß e n 24 259 Stimmberechtigte vorhanden, von denen 23 332 auf Ortsansässige und 927 auf Stimmscheine entfielen. Gültige Stimmen wurden 19 096 abgegeben, als ungültig wurden 85 Stimmen gezählt. Als interessant sei in diesem Zusammenhänge vermerkt, daß zu der gestrigen Wahl vom Gießener Wahlamt 1310 Stimmscheine für die am Wahltage auswärts weilenden Gießener Wahlberechtigten ausgefertigt wurden, gegen 592 Stimmscheine im Jahre 1928. Im Kreise Gießen waren 67 972 Stimmberechtigte vorhanden. Es wurden abgegeben 53 936 Stimmen; ungültig waren 325 Stimmen. Die Zahl der gültigen Stimmen beträgt somit 53 611. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp 80 v. H. Der gestrige Wahltag brachte bei schönem Wetter in Gießen schon am Vormittag lebhaften Zustrom nach den Wahllokalen. Bis zur Mittagsstunde hotten in verschiedenen Wahllokalen bereits 30 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt; dieser Prozentsatz dürfte wohl als ungefährer Durchschnitt anzuschen sein. Bei dem anhaltend schönen Wetter brachten die Vach- mittagsstunden einen stark gesteigerten Andrang in den Wahllokalen, der immer mehr anwuchs, je näher die Stunde des Wahlschlusses heranrückte. Am lebhaftesten ging es natürlich wieder in der letzten Stunde zu. Erfreulicherweise nahm der Wahltag in Gießen und — nach den biS jetzt vorliegenden Meldungen — auch in der Provinz einen ruhigen Verlauf, fo daß sich die vorsorglich in Bereitschaft gehaltenen Polizeikräfte nicht zum Einschreiten veranlaßt sahen. Schon bald nach Wahlschluh sand sich eine große Menschenmenge vor unserem Geschästshause bei der Bekanntgabe der Resultate zusammen. Um 18.25 Uhr waren wir bereits in der Lage, 16 Teilresultate aus dem Kreise Gießen durch Aushang bekanntzugeben, und kurz darauf war es uns m^lich, von den 19 Gießener Be- -ürken acht zur Kenntnis der gespannt harrenden Menge zu bringen. Daran schlossen sich dann in rascher Folge weitere Teilergebnisse aus dem Kreise und der Stadt Gießen an, ebenso aus benachbarten Städten. Leider verzögerte sich infolge unzureichender Vachrichtenübermittelung im Vogelsberg und infolge einiger Differenzen bei der Aufrechnung in anderen Kreisen die Ermittelung des Gesamtergebnisses der Provinz Oberhessen, das erst gegen 23.15 Uhr heran-gebracht werden konnte. Bis tief in die Vacht hinein hielt eine große Menschenmenge beharrlich vor unserem Geschäftshause aus, um hier mit ungeminderter Spannung die einzelnen Ergebnisse zur Kenntnis zu nehmen. Die ziffernmäßigen Ergebnisse der Stadt Gießen, des Kreises Gießen und der Provinz Oberhessen veröffentlichen wir nachstehend in tabellarischen Uebersichten. Ein Vergleich der Das Ergebnis in Kreise Gießen. Zisscrn von gestern mit den Resultaten der ReichStogswohl vom 20. Mai 1928 zeigt in allen Kreisen der Provinz Oberbeff en zum Teil geradezu sensationelle Verschiebungen im Parteibesitz st and. Das stärkste Ereignis des Tages ist das enorme Anwachsen der nationalsozialistischen Stimmen von 2364 im Mai 1928 aus 35 018 am gestrigen Tage. Die nächste beachtliche Steigerung weisen die Kommunisten aus, die von 6737 Stimmen im Mai 1928 gestern auf 10 523 gestiegen sind. Da» Anwachsen der Sozialdemokraten von 42 767 auf 51 399 Stimmen ist wohl nur der Ausdruck der stärkeren Wahlbeteiligung. Von den Mittelparteien kann die Reichspartei deS Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei (gegenüber 1928 einen Gewinn von rund 2200 Stimmen verbuchen, während die neugegründete Deutsche Staatspartei mit 8328 Stimmen erscheint und der Christlich-Soziale Dollsdienst ebenfalls als Veuling 5746 Stimmen aufweisen kann. In» Minus geraten sind gegenüber 1928 die Deutschnationale Volkspartei, das Zentrum, die Deutsche Volkspartei, der Hessische Landbund und die Volksrechtpartei. Im ganzen hat der radikale rechte Flügel auch in Oberhessen eine ganz gewaltige Stärkung ersahren, auf der anderen Seite haben die beiden Linksparteien ebenfalls einen ansehnlichen Stimmenzuwachs in die Waagschale zu werfen. Da» Ergebnis ist also, wie man vielfach vorauS- gesehen hatte, eine beträchtliche Radikalisierung der Wählermassen. Gemeinden Sozialdemokratische Partei 20.5.28 14.9.30 Deutschnationale Bolkspartei Zentrums- Partei Kommunistische Partei Deutsche Bolkspartei 8 Deutsche bt Demokrat. 8 Partei*) £ Deutsche jo Staats- 8____ Partei 1 Reichspartci des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) Nationalsoz. Deutsche Arbeiterpart. (Hitler) Hessisches Landvolk (Christl.-natl. Bauern- und Landvolkp.) Bolksrecht- Partei und Christl.-soz. Reichspartci £ Deutsche w Bauernpartei 1 xoniervaiiue ■ Bolkspartei £ Christl.-soz. m Bolksdienst tZ Kriegsbesch.- o u. Hinter- blicbencnp. | 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 14.9.30 Vllbad)............... 62 72 - - 1 7 6 2 _ __ _ 3 __ 5 98 92 _ -___ -_____ -_____ _ Allcndors a. d. Lahn......... 178 202 21 19 I 1 13 19 11 9 1 20 1 17 2 61 112 67 8 1 1 — 44 1 Allcndvrf a. b. Lda........... 137 221 14 13 — 20 9 57 19 42 35 2 6 3 95 243 204 10 — — 71 1 Allertshausen............ 82 69 • — 1 — — — — 1 3 — 3 — 1 — 22 48 29 —i— — —— 1 1 —- Alten-Viiseck............. 304 319 11 16 — 2 19 69 12 10 13 12 8 17 — 68 171 131 1 — 1 2 22 — Annerod.............. 121 150 3 — 1 — 1 2 9 7 4 9 3 8 — 27 105 107 2 — — -— 11 —, Bellersheim............. 56 66 4 7 — 1 5 1 10 10 12 5 — — — 26 205 174 2 .— 1 3 4 — Beltershain............. 33 34 1 3 — — 2 — 3 4 — 2 — 1 2 32 79 69 1 • — — 1 — Bersrod.............. 89 86 11 -> 3 5 .— 2 3 5 2 2 — 1 2 22 101 93 — — — 2 11 -- Bettenhausen............ 13 20 2 — — l 1 — 2 1 — — 1 94 149 72 4 — — — —. Beuern............... 168 220 d 6 —- — 3 16 11 5 20 16 2 13 15 62 151 155 2 5 2 29 1 Airklar............... 82 115 2 1 8 8 2 3j 4 5 13 28 2 6 1 8 85 72 —- — — 1 Burkhardsfelden........... 128 164 1 17 — 2 6 1 4 4 5 — — — 11 125 94 — — 1 37 —. (ilimbad).............. 24 47 3 1 — 1 — — 3 1 — 4 — — —— 14 32 27 3 — 1 2 Daubringen............. 167 255 7 16 — 1 31 44 27 36 26 49 3 10 4 67 20 18 7 — 5 — 18 —— Dorf-Gill.............. 11 20 11 14 — .— 2 1 7 8 — 4 — 1 — 35 205 157 4 -— —— — 17 _ Überstadt mit Arnsburg........ 19 24 9 4 — — — 1 6 3 1 11 — 1 1 31 197 215 9 —- __ 3 7 Ettingshausen............ 4 11 7 4 1 1 6 9 3 5 3 5 1 1 16 66 167 172 1 — 5 20 2 Garbenteich............. 207 298 4 1 — 12 49 6 11 21 67 2 7 4 32 102 111 6 — — —— 2 __ Geilshausen............. 24 42 — — — 1 10 8 3 6 3 1 2 42 99 91 3 1 — 22 — Gießen............... 4529 5040 1475 840 791 925 649 1730 3594 2637 1273 1500 1002 1452 205 3714 111 61 527 221 12 319 634 11 Göbelnrod............. 6 36 — — — — — 3 6 1 5 2 1 — 19 25 75 71 5 — — — — —■ Großen-Buscck............ 329 447 15 39 — 3 10 22 35 33 70 70 — 30 11 82 334 307 8 1 5 — 25 1 Großen-Linden............ 616 764 73 13 1 2 10 15 83 39 35 83 18 34 2 241 143 121 9 5 1 4 82 1 Grunbcrg.............. 154 219 24 27 17 12 7 52 187 173 21 43 30 40 51 478 191 118 87 25 3 10 106 4 Gröningen............. 102 119 19 5 — 1 14 4 3 2 16 16 — 2 3 54 143 143 — 3 2 1 9 1 Harbach............... 17 46 2 7 — 1 — 1 4 3 — 3 — 2 29 12 87 111 1 —— — — 2 Hattenrod.............. 39 50 7 1 — — — 1 1 1 — 4 — 3 4 21 97 101 4 — — — —— — Hausen............... 103 173 1 1 1 — 4 17 3 3 2 25 — 1 1 33 30 20 1 1 1 1 9 6 Heuchelheim............. 812 831 44 66 — 2 49 79 73 78 80 105 15 83 7 119 156 149 13 14 5 26 1 Holzheim.............. 137 181 53 4 3 — — —— 12 4 13 66 — 14 2 39 432 297 3 —— 1 2 123 — Hungen............... 199 309 21 10 14 12 10 7 175 75 94 73 4 8 49 364 122 93 10 2 4 21 2 Inheiden.............. Kesselbach .............. 95 149 1 — _ 3 2 1 2 7 5 — 4 8 70 75 42 2 1 1 - , 73 95 3 6 1 — — 9 15 8 36 38 1 2 — 21 24 27 1 2 2 2 7 —— Klein-Linden............ 332 498 49 18 2 5 13 21 49 42 35 HO 4 37 10 171 65 62 8 4 — 5 110 2 Langd............... 25 38 4 2 — — 2 1 4 1 1 2 — — 21 109 200 123 — — — 3 —- Lang-GvnS............. 242 348 32 36 — 1 5 7 37 26 16 28 34 20 34 234 330 174 10 3 .— 4 106 4 Langsdorf.............. 47 74 12 8 — 3 7 5 14 12 28 52 — 1 6 107 244 202 5 — — 2 13 — Lauter............... 6 29 1 12 o 5 11 3 9 1 — 4 — 3 10 76 109 59 2 — — .— —— Leihgestern............. 255 413 26 14 4 15 24 10 13 18 59 4 15 4 122 178 105 4 ,— 3 116 1 Lick mit Hof Albach, Colnhauscn und * Mühlsachsen............ 411 565 54 37 20 39 10 24 177 112 104 127 40 84 20 275 149 . 130 20 2 5 19 83 3 Lindenstruth............. 91 79 — _ — 5 6 3 8 2 2 1 — 1 21 59 52 __ — — 4 —— Lollar............... 617 733 18 50 16 17 44 43 136 168 70 87 31 33 5 128 78 65 2 3 —— 9 16 —— Londorf. .............. 103 158 11 19 — 2 11 4 41 60 45 54 5 6 5 46 80 74 2 1 4 8 44 —-e Lumda ............... 60 59 1 1 — 4 2 4 2 — 3 — 1 — 35 91 71 2 — —— .— 27 _ Mainzlar.............. 112 156 4 4 — 6 1 3 15 13 7 40 3 11 14 112 129 3 1 _ — 7 —— Münster.............. 9 22 3 7 — 5 14 2 1 2 4 _ 5 3 4 44 51 1 — - — 27 3 Muschenheim mit Hof-Güll ...... 42 67 15 9 — 2 1 5 3 9 25 1 2 1 29 178 163 1 - 2 2 Nieder-Bcssingen........... 49 36 11 7 — — 6 18 3 3 —— 3 — 1 1 15 61 65 1 1 _ 1 19 ___- Ronnenroth............. 27 43 1 2 — — — 9 6 2 2 1 2 54 73 63 2 1 2 — 3 —— Obbornhosen............ 133 126 5 3 — 2 2 2 7 9 6 5 1 1 3 54 102 65 -— 1 2 2 Ober-Bessingen........... 13 12 3 3 — 1 2 9 15 4 4 — 23 98 71 _ 2 __ 22 _ Ober-Hörgern............ 4 5 4 2 — -- 6 _ — 9 5 2 1 6 163 172 7 1 2 5 Odenhausen mit Appenborn ...... 40 74 4 _ — — — 6 9 7 3 — 4 — 9 43 46 2 1 6 - Oppenrod.............. 20 45 5 2 — 6 3 — — — — 1 9 79 77 — _ 12 — Qucckborn.............. 26 70 5 4 — — 3 9 3 7 2 4 2 1 — 20 145 160 6 2 2 2 Rabertshausen mit Ringelshausen.... 5 4 2 1 — — 8 6 1 2 — — 3 14 35 24 1 Reinhardshain............ 3 18 2 2 2 3 1 3 2 6 — 1 2 12 100 91 1 1 1 3 2 Reiskirchen............. 108 168 6 10 — - 11 22 21 13 21 25 6 10 4 65 118 111 3 2 1 2 3 _ Rooheim mit Hof Graß........ 22 58 1 1 — 1 2 2 2 3 — 1 21 93 89 42 — 1 2 2 Rödgen............... 181 234 4 1 1 — 8 23 13 9 6 11 _ 6 — 21 50 86 10 3 8 4 Röthges.............. 32 51 1 1 _ — — 3 — 6 2 2 2 3 —— 5 42 50 1 1 _ Rüddingshauscn........... 161 194 3 5 1 — 13 1 6 9 14 10 — 1 44 98 83 — 2 34 1 Ruttershausen mit Kirchberg...... 98 129 3 1 — 1 6 7 4 10 8 9 1 3 1 12 76 80 — 1 4 -aasen mit Bollnbach, Veitsberg u.Dirbg. 51 118 2 3 — 4 1 2 5 2 2 29 54 58 42 1 —- Stangenrod............. 51 72 10 1 — — — 2 - 4 1 2 — 42 85 51 3 1 1 3 1 'teujenberg mit Jriedelhauien..... 259 310 13 21 4 1 10 11 22 30 16 14 — 8 — 41 62 59 3 1 9 ct-inbad)....... 153 187 3 11 — 2 3 15 8 1 5 1 20 — 44 220 209 _ 1 1 _ tcinheim...... 55 73 3 _ — 1 2 1 5 3 — 2 13 66 74 71 __ 1 2 __ Stockhausen............. 8 11 — 2 2 5 1 3 1 1 12 46 35 5 1 _ Trais-Horloff............ 111 131 5 3 6 13 3 10 10 13 3 2 4 4 54 31 24 1 3 2 ^reis a. d. Lda............ 247 310 16 15 — — 4 9 18 26 31 35 7 10 1 69 167 171 5 1 7 1 -r rolie............... 62 66 1 2 2 4 37 53 2 1 2 3 4 1 10 10 5 1 1 1 Utphe................ 85 76 2 3 4 3 5 2 5 5 2 1 2 77 118 71 1 2 _ 1 Villiugen.............. 155 257 1 4 1 7 3 12 4 2 4 2 2 1 81 189 130 9 3 1 _ 17 Wayenborn mit eteinberg....... 562 573 37 18 1 2 24 92 29 15 22 46 6 18 10 269 143 94 5 7 77 1 Weickartshain............ 9 31 4 1 — 2 2 9 2 1 — — 48 85 61 2 13 Weitershain............. 7 17 3 13 — 1 2 6 3 5 1 — 25 189 154 — 2 2 _ Wiesect ........ . . . . . . 1086 1140 19 22 4 5 261 438 63 51 51 58 25 82 9 129 120 110 16 2 3 10 1 Insgesamt 15295 18772 2264 1529 909 1087 1435 3052 5186 3942 2381 3199 1290 2161 686 8941 9400 7844 873 311 104 420 2182 65 *) Als einzige Vergleichsmöglichkeit für die Ziffern der neugegründeten Deutschen Staatspartei führen wir die Ziffern der in der Staatspartei aufgegangenen Demokratischen Partei an. Das Ergebnis in der Stadt Gießen. CD c g -ü äl sE> Sozialdemokratische Partei Deutsch- nationale Volkspartei Zentrumspartei Kommunistische Partei Deutsche Volkspartei Deutsche Demokrat. Partei*) Deutsche Staatspartei Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) Nationalsoz. Deutsche Arbeiterpart. (Hitler) Hessisches Landvolk (Christl.matl. Bauern- und Landvolkp.) Volksrechtpartei und Christl.-soz. Reichspartei & Bauernpartei 1 Konservative Volkspartei Christl.-soz. Volksdienst Kriegsbesch.- 1 u. Hinter- 1 bliebenenp. | 5$ 20.5.28,14.9.30 20.5.28,14.9.30 20.5.28 ,14.9.30 20.5.28,14.9.30 20.5.28,14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.6.28,14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28,14.9.30 20.5.28 14.9.30 14.9.30 14.9.30 14.9.30 14.9.30 1 274 276 47 19 25 34 98 213 171 90 81 50 . 77 132 7 194 2 — 11 - 5 14 _ 2 267 292 61 31 24 27 61 124 204 196 64 88 73 70 12 201 1 1 21 14 2 22 26 1 3 355 328 74 52 39 34 50 • 114 147 108 54 78 60 71 6 212 14 7 19 6 1 19 24 2 4 305 330 75 51 22 27 34 92 150 141 56 62 99 113 10 201 11 3 32 21 17 19 __ 6 359 383 61 29 26 38 66 193 159 102 55 56 27 74 3 174 9 2 18 7 1 10 24 —— 6 211 236 80 48 39 36 29 165 190 102 113 130 63 114 4 232 6 5 45 15 14 19 1 7 206 308 108 83 48 60 24 66 232 168 60 60 28 47 16 266 6 4 30 8 28 52 8 290 340 125 76 94 140 19 62 203 148 53 76 16 45 19 299 6 6 44 17 3 13 55 - — 9 228 290 83 28 108 121 18 53 189 173 104 135 64 72 20 233 7 3 62 12 26 37 10 172 177 107 69 62 66 18 46 288 259 105 115 47 63 28 240 7 1 36 18 1 17 41 _ 11 116 241 73 51 32 44 13 27 268 195 86 137 42 99 10 220 — 4 42 11 29 61 1 12 120 146 106 68 63 52 1 10 220 185 91 104 44 60 s 12 166 8 6 39 18 1 22 46 ~ 1 13 145 168 78 46 44 44 14 34 236 170 60 61 78 67 4 193 4 1 26 19 16 47 14 514 509 70 32 50 63 28 43 161 99 49 70 30 33 14 186 6 1 26 15 1 9 42 15 198 217 94 40 22 29 34 111 200 155 59 82 41 88 10 181 4 4 34 17 1 31 19 16 230 229 55 34 25 23 70 146 188 95 50 43 52 115 12 141 1 — 18 4 16 16 - 17 284 274 61 26 39 40 32 120 213 113 47 48 90 96 8 202 — 3 6 9 — 4 29 - 18 200 200 98 43 24 29 28 92 162 118 89 89 67 89 9 155 2 25 11 —— 19 55 - 19 55 95 19 15 15 38 12 28 33 19 7 16 4 4 1 29 19 12 4 — 1 2 8 6 Insgesamt^ 4529 5039| 1475 840 791 925 649 1729 3594 2636 1273 1500 1002 1452 205 3714| 111 61 527 221 12 319 634 11 *) Als einzige Vergleichsmöglichkeit für die Ziffern der neugegründeten Deutschen Staatspartei führen wir die Ziffern der-in der Stcsatspartei aufgegangenen Demokratischen Partei an. Nie Zusammensetzung der Abstimmungsbezirke. Bezirk 1: Auf der Bach, Burggraben, Hundsgasse, Kirchenplah. Kirchstraße, Lindengasse, Lindenplah, Marktplatz, Marktstrahe. Wall- torstratze, Wetzsteingasse, Wehsteinstraße, Zozels- gasse. Bezirk 2: Asterweg, Dammstraße, Eder- straße, 3m Gartfeld, Schillerstraße, Weserstraße. Bezirk 3: An der Hardt, Bootshausstraße, Eleiberger Weg, Hinter den Schießgarten, Krof- dorfer Straße, Aordanlage, Rodheimer Straße, Schlachthvsstraße, Schottstraße, Schützenstrahe, Zu den Mühlen. Dezirk4: Am Rodtberg, Am Wingert, Böck- linftraße, Bückingstraße. Cranachstraße, Dürer- straße, Feuerbachstrahe, Friedhofsallee, Holbein- strahe, In der Schwarzlach, Marburger Straße, Menzelstraße, Spihwegstraße, Steinstraße, Thv- masstraße, Wiesecker Weg, Wihmarer Weg. Bezirkb: Am Pfarrgarten, Gabelsberger Straße, Hammstraße, Kornblumengasse, Lahn- straße, In Löbers Hof. Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Reustadt, Sandgasse, Schanzenstraße, Tiefenweg. Bezirk 6: An den Bahnhöfen, An der Kläranlage, An der Margaretenhütte, Bahnhofstraße, Grabenstraße, Westanlage, Hinter der Westanlage. Bezirk 7: Duddestrahe, Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Hollerweg, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, Rodhohl, Am Zollstock. Bezirk b: Am Steg, Am Weiher, Arndt- straße, Beethovenstraße, Duchnerstraße, Credner- straße, Fichtestraße, Freiligrathstrahe, Gaffky- straße, Glaubrechtstraße, Händelstraße, Haydn- straße, Hillebrandstraße, Hochweg, Hofmann- stroße, Klinikstraße, Körnerstrahe, Mittelweg, Frih-Reuterstraße, Schubertstraße, Thaerstrahe, Ahlandstraße, Richard-Wagnerstraße, Wetzlarer Weg. Bezirk 9: Auf der Weiherde, Aulweg, Ebelstraße, Erdkauterweg, Iheringstraße, Liebigstraße, Welckerstrahe, Wilsonstraße, Studentensteg. Sandkauterweg. Bezirk 10: Ludwigsplatz, Ludwigstrahe, Am Riegelpfad, Wilhelmstraße, Wartweg, Röntgen- ‘ straße. Bezirk 11: Am Rahrungsberg, Bergstraße, Bruchstrahe, Gartenstrahe, Georg-PHilipp-Gail- straße, Landmannstrühe, Löberstraße, Stephan- strahe, Carl-Bogtstraße, Wolfstraße. Bezirk 12: Bleichstrahe, Gnauthstraße, Goethestraße, Henselstrahe, Lessingstrahe, Lvny- strahe. Bezirk 13: Alter Schiffenberger Weg, Bis- marckstraße, In den Eichgärten, Eichweg, Großer Steinweg, Gutenbergstrahe, Hessenstraße, Keplerstraße, Roonstraße, Schiffenberger Weg, Gemarkung Schiffenberg mit Herrnwald. Bezirk 14: Am Kugelberg, An der Kaserne, Anneröder Weg, Döringstraße, Friedensstraße, Grünberger Straße, Heyerweg, Licher Straße, Rödgener Straße mit Flughafen. Bezirk 15: Alter Rödger Weg, Gutfleischstraße, Kaiserallee, Moltkestraße, Ostanlage, Wiesenstrahe, Zeppelinstraße. Bezirk 16: Brandgasse, Drandplah, Drau- gasse, Diezstrahe, Dreihäusergasse, Erlengasse, Kanzleiberg, Kaplaneigasse, Landgrafen straße, Lanögraf-Philipp-Plah, Marktlaubenstrahe, Reuen Däue, Schlohgasse, Schulstraße, Sencken- bergstrahe, Sonnenstraße, Trillergasse, Wagengasse, Weidengasse. Bezirk 17: Kreuzplatz, Löwengasse, Maigasse, Mäusburg, Rittergasse, Seltersweg, Teufelslustgärtchen, Wettergasse, Wolkengasse. Bezirk 18: Alicenstraße, An der IohanneS- kirche, Iohannesstraße, Kaplansgasse, Katharinengasse, Reuenweg, Plockstraße, Südanlage. Bezirk 19: Kranken- und PflegeanstgW, gemäß § 111 RSt.O.: Evangelisches Schwestorn- haus, Balsersche Stiftung, Katholisches Schwesternhaus, ^lniversitäts-Rervenklinik, Frauenklinik mit Entbindungsanstalt, Medizinische Klinik, Klhinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Heilstätte „Seltersberg" für Tuberkulose der obe- ven Luftwege, LupusheilMtte, Ohren-, Hals- und Rasenklinik, Chirurgische Klinik, Augenklini, Provinzial-Pflegeanstalt und Kinderheim für die Provinz Oberhessen. Daten für Dienstag, 16. September. Sonnenaufgang: 5.35 Llhr, Sonnenuntergang: 18.14 Uhr. — Mondaufgang: 22.02 Ahr, Monduntergang: 15.21 Ahr. 1858; !der englische Politiker Bonar Law in Reu-Braunschweig geboren. — 1927: der Hhgieni- fcr Max v. Gruber in Berchtesgaden gestorben. Das Ergebnis in der Provinz Oberhessen ') Als -mzig- V°rg,eichsmöglichl-it für di- Züf-rn der n-ug-gründ°«-n D-utlchen Staatspartci sühren wir di- Zisfern der in der Staatspartei ausg-g-mg-n°n Demokratischen Partei an. K • 'ijc Sozialdemokratische Partei Deutschnationale Volkspartei Zentrums- Partei Kommunistische Partei Deutsche Volkspartei Deutsche Demokrat. Partei*) Deutsche Staats- Partei Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) Nationalsoz. deutsche Arbeiterpart. (Hitler) Hessisches Landvolk (Christl.-natl. Bauern- und Landvolkp.) Bolksrecht- b artet und Christl.-soz. Reichspartei Deutsche 1 s r-> 0 t <3 8? Konservative Volkspartei Christl.-soz. Volksdienst Kriegsbesch.- 1 u. Hinter- bliebenenp. | 20.5.28,14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28 14.9.30 20.5.28,14.9.30 20.5.28,14.9.30 20.5.28 14.9.30 14.9.30 14.9.30 14.9.30 14.9.30 -Gießen . . . Alsfeld . . . Lauterbach . Schotten . . Büdingen. . Friedberg . . 15295 25711 2233] 19151 4687 16066| 18772 3804 2420 2669 5351 18383 2264 438 474 284 557 1741 1529 292 439 199 394 1222 909 702 462 48 223 4506 1087 932 699 49 257 3110 1435 665 267 313 1009 3048 3052 850 401 222 1890 4108 5186 120 1657 654 1233 3793 3942 870 1191 462 1047 2771 2381 618 413 613 843 2648 3199 424 303 498 1405 2499 1290 99 92 52 335 1221 2161 207 139 230 516 1950 686 567 . 192 61 267 591 8927 6040 5645 3815 3445 7146 9400 6282 4839 5391 6051 8120 7844 3873 2455 3478 4844 6869 873 519 183 237 118 608 311 73 60 36 . 51 187 104 58 167 131 86 109 420 51 26 . 26 47 231 2198 498 367 570 460 1653 65 50 33 37 53 61 Insgesamt 42767j 51399 6758 4075 6850 6134 6737 10523 13643 10283 7516 8328 3089 5203 2364 35018 40083 29363 2538 718 655 801 5746 299 Verräterische Situation. Don Polly Tieck. Das ist wirklich schon ein Laster geworden, das mit dem Handschriftdeuten nämlich. Zeigtman irgendwo einen netten Brief, über dessen Absender man sich noch kein rechtes Urteil bilden kann, so heißt es: „Schicke doch den Brief an Herrn T. oder an Frau Z, sie werden dir genau Charakter, Fähigkeit, ja Schick- sal dieses Menschen erzählen können!" Ist man aber selber Absender eines solchen Briefes, in dem ipan sich bemüh», furchtbar viel Rettes in möglichst korrekter Form auszusprechen, so wird man von dem Gedanken beunruhigt, daß derAdressat von seinen Freunden den gleichen Rat erhält, und daß auch unser Brief zu Herrn T. oder Frau Z. zwecks Diagnose wandern wird. And vor lauter Angst, nicht bedeutend und schicksalhaft genug zu schreiben, ertappt man sich bei einer Handschrift, die an die Zeit der Doppellinien und der ersten großen Buchstaben recht eindr nglich gemahnt. Man spricht jetzt so viel und gern darüber, wie verräterisch die Handschrift sei, — ich für mein Teil finde, daß es etwas viel Enthüllenderes gibt als sie, nämlich: die Situation. Und wenn ich ein Mann wäre und die Absicht hätte, Mimi, die liebe, zarte, kultivierte Frau, nun wirklich und endgültig zu heiraten — ich ließe ihre Handschrift in meinem Schreibtisch ruhen und profanierte nicht die Kind- lichkeit ihres Stils und ihre Züge. Aber ich würde dem Mann, der sich immerhin mit dieser oder einer ähnlichen Absicht trügt, raten, Mimi oder wie sie heißen mag, in die Situationen zu bringen, die verräterisch sind. Das sind die Augenblicke der Span- nung und sogenannten Seelengröße — es sind die Augenblicke, wo das Leben recht langsam und simpel fließt, und wo Mimi beweisen muß, was sie in den Situationen zu fein gedenkt, die fern von den Knalleffekten des Lebens liegen, und in denen sich die Größe und Güte eines Herzens besser offenbart als in den großen Szenen der Seele. Die erste Situation, jn der Sie M-mi unbedingt beobachten müssen, ist: Der Streit mit dem Dienstmädchen. Ida, Emma oder Lieschen haben etwas falsch gemacht. Etwas recht Peinliches haben sie angerichtet. Zum Beispiel beim ©endeten ein Glas Wein auf die Robe der besten Freundin geschüttet. Ida, Emma oder Lieschen stehen fassungslos, vor Entsetzen erstarrt, am Platze ihres Verbrechens, unfähig, in diesem Augenblick wahrer Todesangst das Geschehene zu korrigieren, und, da ihnen der Mund sowieso verboten ist» sich zu entschuldigen. Wird ste Ida, Emma oder Lieschen mit einem kurzen und vernichtenden Wort (halblaut, natürlich, denn vor den Gästen wird die freundliche Fassade gehalten) vollends in den Abgrund stürzen, der Schande, Entlassung, Entehrung bedeutet? Wird sie das Mädchen mit einem effektvollen Witzwort der allgemeinen Lächerlichkeit preisgeben und der vor Scham Bewegungslosen das Lachen der Tafelrunde in die Ohren schicken? Oder wird sie (hoffen wir es in Ihrem Interesse!) mit einem leisen und guten Wort das Geschehene als geschehen hinnehmen und dazu bemerken, daß Ida, Emma oder Lieschen nur ruhig weiter ihre Pflicht tun möge, es sei ja wirklich kein allzu großes Malheur. — Hat Mimi diese eben nicht leichte Probe bestanden, so beobachten Sie sie bitte, wenn der Autobus zu früh abfährt. Aber Mimi, wo ist die Zartheit des Ausdruckes, die Ruancierung einer komplizierten Seele, das für die Mitwelt schlagende Herz, die Gewähltheit einer kultivierten Sprache? „Sie unverschämter Äetll“ schreitMimi, hochrot unter derPuderschicht.und fuchtelt mit ihrem Schirm hinter dem entschwindenden Au» tobus her. .Sehen Sie denn nicht, daß ich noch aufsteigen wollte? Das ist doch wirklich der Gipfel der Frechheit!" (Inzwischen haben sich einige andere Munis an der Haltestelle eingefunden, die entdecken, daß das .dec Gipfel der Frechheit" fei.) — .Die Rümmer müßte man sich aufschreiben, so ein Kerl, anzeigen müßte man ihn, entlassen müßte er werden, nein, was sagen Sie bloß zu dieser Unverfrorenheit?" — Ich kann leider nicht alle Sätze hin- schreiben, die ich einige mit sonst sehr reizend und fein erscheinende Mimis in dieser Situation habe ausrufen hören, - aber ich habe mich oft gefragt to?«Al0CntIi$ Attmi sagen will, wenn man ihr wirklich einmal etwas zuleide tut? Staunend sieht man ein gestikulierendes, schreiendes, keifendes und rotgesichtiges Marktweib an der Stelle stehen, an DDr wenigen Sekunden die entzückendste lieblichste Frau mit einem Lächeln, gemacht aus Lilian G»sh und Rotma Talmadge, dem sich nähernden Autobus entgegenträumte. Und öann^toenn sie ganz sicher gehen wollen, begleiten Sie Mimi einmal zur Anprobe bei der Schneiderin. 3m Augenblick, wo Mimi vor dem großen Hel. len Spiegel im Anprobezimmer steht, ist sie ein ver- anberteö Wesen. Jedes Gefühl für ihre Umwelt, lebet Gedanke an ihre Mitmenschen ist aus ihrem Kopfe entfchwunden, und riesenhaft und hell, wie sie sich selbst im Spiegel gegenübersteht, steht in ihrem Hcrzen nur noch das einzige Wort: Ich! Ich sehe in diesem Äleiö dick aus! Diese Farbe steht mir nicht! Ich hätte keine Glocke tragen dürfen! Ich bin zu klein für diesen Pelzkragen, respektive: zu groß für diese Manschetten!" Ich, ich, ich . . . fühlt die Frau vor dem Spiegel, und die Frau im Spiegel echot es ihr nach. Daß andere Wesen, Frauen wie sie selbst, sich unaufhörlich um sie bemühen, sie zufriedenstellen möchten, ihr nach den launischen Augen sehen — das fühlt Mimi in diesem Augenblick nicht. Vielleicht will sie nicht mit Absicht quälen, vielleicht weiß sie selber nicht, wie erfüllt sie von sich selbst ist. — Aber wenn man von den zu solcher Berühmtheit gelangten Komplexen reden ^arf: hier ist ihr großes Terrain! Zwischen dem Entzücken über die eigene Erscheinung und dem Entsetzen über sie liegt meistens nur ein Schritt, und wehe der Schneiderin, die es nicht versteht, Mimi in die richtige Stimmung, in den richtigen Narzißmus zu versehen! Wehe, wenn Mimi aus der Selbstvergötterung in die Selbstkritik fällt — denn die Kritik wird nicht Mimi, wohl aber die vernichten, die ihr das Kleid auf den nicht immer makellosen Leib zu dichten hat! . . . Wer aber eine Mimi findet, die, wie Pamina durch Wasser und Feuer, makellos durch diese drei wirklich schweren Proben geht — wer sie geduldig mit Ida sprechen, resigniert dem entschwindenden Autobus nachlächeln und objektiv vor dem Spiegel der Schneiderin stehen sieht —, der preise sich glücklich, auf dieser unvollkommenen Erde ein so vollkommenes Geschöpf gefunden zu haben. Und wenn es auch nicht immer möglich ist, diese konstruierten Situationen in Wirklichkeit mitzuerleben, so genügt es manchmal auch, sie sich vorzustellen. — Ich zum Beispiel vermag mir recht gut oorzustellen, wer sich in diesen verräterischen Situationen erhalten, und wer ihnen erliegen müßte. Versuchen Sie das auch einmal, — es ist ein mindestens so probater, wenn auch etwas anstrengenderer Weg zur Wahrheit, als sich eine Handschrift deuten zu lassen! . . . Reichtümer aus Bagatellen. Vor einiger Zeit landete ein Südamerikaner, William Gowan, in Genua und nahm sich eine Autodroschke, um ins Hotel zu fahren. Aber als er die Wagentür beim Aussteigen öffnen wollte, gelang ihm das nicht, bis er schließlich mit aller Gewalt dagegen stieß, worauf die Tür aufflog und einen Vorübergehenden verletzte. Die meisten denen ein solches Malheur passiert, ärgern sich darüber, ohne weiter nachzudenken. Gowan aber gehörte zu denen, die auch Klei- nigfeiten beachten und aus ihnen Ruhen ziehen: Lr hatte geLunden, bah mit hM -Alltotüren etwas nicht richtig sei, und so erfand er eine Tür, bie in den Wagen hineingeschoben wird, daher niemals klemmen und niemanden verletzen kann. Wenn seine Erfindung sich einbürgert, wird er damit ein Vermögen verdienen. Jedenfalls sind schon mit solchen Bagatellen große Summen verdient worden, denn das Leben setzt sich nun einmal aus Kleinigkeiten zusammen, und wer uns hilft, die „Tücke des Objekts", die überall lauert, zu überwinden, ist unseres Dankes und Lohnes gewiß. Man braucht dabei nur an den Amerikaner Gillette zu denken, der es satt hatte, sich beim Rasieren mit dem Messer zu schneiden, und daher den Sicherheits-Rasierapparat erfand, der ihm ein Millionenvermögen eingebracht hat. Zu solchen Erfindungen gehört weniger technisches' Genie als ein seines Verständnis für die Menschenseele und ihre alltäglichen Bedrückungen. Wie viele Menschen haben wohl mit den früheren festen Kragenknöpfen sich abgequält, auf sie geflucht und sie in die Ecke gefeuert, ohne daß einer auf den Gedanken kant, einen Knopf mit einer beweglichen Spitze zu erfinden. ,5>er Mann, dem diese Idee aufstieg, war in demselben Augenblick ein „gemachter Mann". Ebenso war es mit der Erfindung eines metallenen Aufhängers, der das ewige Abreißen der Stoffaufhänger an den Mänteln verhinderte. Eine andere derartige Erfindung war die eines Patentkorkens, an dem man sich nicht mehr die Finger blutig reiht und die Fingernägel abbricht, sondern der aus einem mit einer Mechanik herauszuziehenden Glasstöpsel besteht. Roch heute warten Vermögen auf solche Erfinder, die das Verständnis für Bagatellen besitzen. Wer imstande wäre, anzugeben, wie die vielen Rasierklingen, die jetzt nutzlos weggeworfen werden, praktisch zu verwerten sind, könnte. damit eine ganze neue Industrie schaffen, und ebenso gibt es noch eine Menge anderer Abfälle, die sicher einen Ruhen bringen könnten, man weiß nur nicht, welchen. So hat vor kurzem ein Schweizer Bureau einen Preis von 100 000 Mark ausgesetzt, wenn jemand eine Methode angibt, die zur praktischen Verwertung von großen Mengen Quecksilber dienen kann. Während des Krieges wurden große Quecksilbermengen zur Herstellung von Zündern benutzt, und die Erzeugung der Bergwerke hält sich noch heute auf dem Stande der Kriegszeit. Dadurch sind aber große Mengen Quecksilber angehäuft worden, deren gewinnbringende Verwendung ein schwieriges Problem bilbek Slus her Provinzialhaupifiavi. Gießen, den 15. September 1930. Oer schöne Mann. Line der lächerlichsten Erscheinungen ist der sog. „schone Mann". Er wirkt um so schlimmer, je mehr er von seiner Schönheit überzeugt ist. Dabei sollen jene männlichen Lebewesen gar nicht näher betrachtet werden, die sich die Augenbrauen färben und Puder und Farbe zum „Malen" brauchen. Man übergeht sie. Auch der ältere Herr, der sich die grauen Haäre in tiefes Schwarz umwandeln laßt, soll mit mildem Verständnis übergangen werden. Seine Eitelkeit liegt in mangelnder Welt- und Menschenkenntnis begründet. Er ist sich dessen nicht bewußt, daß weiße oder ergrauende Haare dem männlichen Stopf Wert und. Bedeutung verleihen; daß sie die Per- sönlichkeit in allem heben, und daß auch junge Frauen mit schwärmerischer Liebe einen Graukops betrachten können. Denn beim Manne entscheidet niemals Schönheit, Jugend, ober geschweige die Haarfarbe, sondern lediglich und einzig Männlichkeit und Lebensart. Das Aussehen eines Mannes ist nebensächlich. Wenn er leidlich gesund, geistig beweglich, rücksichtsvoll und vor allem befähigt ist, eine gute Er- Slehung zur Geltung zu bringen, so fragt keine stau der Welt danach, ob er gar ein Grübchen im !inn ober schlanke Fesseln Hal. Wenn ein Mann gern und lange vor dem Spiegel steht, wenn er ängstlich seine Krawatte zu- rechtzupft, seine Weste herunterzieht, sich dann nochmals von links und rechts im Spiegel betrachtet und das Taschentuch aus der Brusttasche mehr und Mehr herauszupft, bann weiß jebe Frau, baß kein Uebcrfluß an Gehirn biesen schonen Mann belastet, und baß er für bas Kartenspiel des Lebens nur wenig Trümpfe in der Hand hält. Ein blasser, untersetzter, kahlköpfiger Mann, der vielleicht eine Binde über einem fehlenden Auge tragt, gewinnt bds Herz einer wertvollen Frau eher, als ber schlanke, gefunbe, mit Naturlocken beaabte Schönheitskönig, ber meistens eine peinliche Erscheinung ist. Eine schöne Frau in lanbläufigem Sinne, die von ihrer Schönheit sichtlich durchdrungen ist und sie mit neckischer Aufbringlichkeit zur Schau stellt, ist schon unerträglich. Ein „schöner Mann" aber ist eine Katastrophe. M. A. Mein Hund. Es handelt sich um einen Hund. Ein Rumps, ein Schwanz, ein Kopf, vier Beine. Ein sorgenloser Bagabund. Ost ist er fort, trotz Pfiff und Leine. Sein Stammbaum sieht verdächtig aus, und er umfaßt wohl alle Rassen. Er macht sich scheinbar nichts daraus. Er ist Hans Dampf in allen Gassen. Die Hinterbeine sind zu lang. Die vordem sind zu kurz geraten. Ein Uebcrbein hemmt seinen Gang. Er meidet Brot und frißt gern Braten. Mit Schuhknopfaugen gelbem Schopf gleicht er fast einem Rattenfänger, ör gilt als Kurzhaar, doch am Kopf sind seine Haare lang und länger. Wenn er nicht schläft den lieben Tag, zerreißt er Schuhe und jagt Katzen. Trotz Rügewort und manchem Schlag liebt er, Öen Teppich zu zerkratzen. Er bringt oft Flöhe mit nach Haus, ist völlig wertlos, oft beschwerlich; und doch ist er jahrein, jahraus als Hund und Freund mir unentbehrlich. Puck. Bornotizcn. — T age6falenber für Montag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Westfront 1918 Helene Chlodwigs Schuld und Sühne. Vornan von J. Schneider-Foerstl. Urheber-Rechtschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau L 6a. 13. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Sie konnte ihrem Manne die kreidefarbenen Wangen nicht zeigen, die so erschreckend schneeig unter dem feinen Rot der aufgetragenen Farbe schimmerten. Acht Tage noch, dann nahm die Qual ein Ende. Dann kam die Reise nach Moskau, von dort nach Kopenhagen, und weiter nach England und — — „Gott, wie du mich immer erschreckst", lachte sie gezwungen, als Franke von rückwärts beide QIrme um ihre Hüften legte. „Hast du denn solch ein schlechtes Gewissen?" neckte er. „Es gewittert doch nirgends. — Qlücr* son hat eben angerufen, ob er sich gestatten darf, uns seine Aufwartung zu machen. — Ich habe gesagt, daß es uns freuen wird. Jetzt kann er mir ja nichts mehr anhaben. Ich weiß mein Glück unter Dach." Er hielt sie mit der einen Hand fest, während er mit der anderen ihren Kopf nach rückwärts bog, um ihren Mund zu küssen. „Kannst du mir nicht etwas geben, um diesen schrecklichen Druck im Magen loszubringen, Iust? — Ich kann Kaviar so schlecht vertragen, und habe heute wohl etwas zuviel davon in die russischen Eier genommen." „Warum sagst du das jetzt erst? Schleppst dich mit einem Unbehagen ab und hast einen Arzt zum Mann. Ich habe Tabletten oben liegen. Davon nimmst du ein bis zwei Stück." Die Geheimrätin sah den beiden nach, wie sie auf Kinderart, die Hände ineinandergelegt, ins Haus gingen. Sie hatte in den Iohannisbeer- sträuchern Rachlese gehalten und konstatierte befriedigt, daß es nicht nutzlos gewesen war. Durch das offene Fenster des ersten Stockes kam jetzt das Helle Lachen ihres Sohnes. Dann noch einmal. Er war restlos glücklich. Lieber die bevorstehende Trennung half ihm wohl sein Berus am raschesten hinweg. Vielleicht war es ganz gut so. Wenn man immer zusammen war, wurde alles so rasch zur GewohnhÄt. So blieb man sich immer neu. Den Weg heraus kam ein Auto In raschem Tempo gefahren. Die Limousine nahm die Steigung ohne jede Beschwerde. Helenes Kopf tauchte oben am Fenster auf, dann der des Doktors. Roch ehe der Wagen stoppte, standen beide zum Empfang vor dem Schlag, den Franke eilig öffnete. Averson streckte beide Hände ans dem Fond und hielt die Helenes fest, um sich darüber zu (vier von der Infanterie)". — Aston a-Lichtspiele: »Die Bande der Wölfe" und „Moderne Piraten". •• Die Liste ber Schöffen und G e - s ch w o r e n en betrifft eine Bekanntmachung ber Stabtoerroaltung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir befonbers Hinweisen. *• öin Fünfundsiebzigjähriger.Der Reichsbahntelegeraphenassistent i. R. Daniel Decker in Gießens Kaiserallee 23, konnte am SamStag seinen 75. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlaß ließ ihm der Präsident der Reichs- bahndirektton Frankfurt a. M., Dr. Roser, durch den Q3orftanb des Reichsbahnbetriebsamts 1 in Gießen feine persönlichen Glückwünsche aus- sprechen und ein Geburtstagsgeschenk überreichen. Der Reichsbahnveteran erfreut sich noch bester Gesundheit. Er war am 1. Februar 1881 In den Eisenbahndienst eingetreten und wurde am 1. April 1921 pensioniert. 40 Iahre hat er somit im Dienste der Eisenbahn gestanden. *• Dorn Baum gestürzt und lebensgefährlich verletzt. Am SamStagnachmittag stürzte der in den fünfziger Iahren stehende Fuhrmann Iakob von hier beim Abmachen von ZWetschen auf einem Grundstück beim Hardthof so unglücklich von bc n Baum, daß er einen Bruch der Wirbelsäule baoontrug. In lebensgefährlichem Zustande mußte er von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. •• Ein schwerer Motorradunfall ereignete sich am Samstagnachmittag auf ber Landstraße zwischen Großen-Linden und Klein-Linben. Dort fuhr ber Motorradfahrer Willy Zander aus Döttingen (Württemberg) an ber abschüssigen Landsttahensttecke nahe ber Kleebachbrücke, an- scheinenb infolge Schadens an seiner Maschine, in voller Fahrt gegen einen Daum und stürzte heftig in den Landstrahengroben. Dort blieb ber bedauernswerte Mann bewußtlos liegen, bis er von Vorübergehenden aufgefunben würbe. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz brachte ihn nach der Chirurgischen Klinik, wo er mit einem Schädelbruch und äußeren und schweren inneren Verletzungen heute früh noch bewußtlos barnieberlag. *• Unfall durch leichtsinniges Spiel. In den Wiesen bei den Eichgärten werden zur Zeit Ausschachtungsarbeiten oorgenommen. Gestern nachmittag vergnügten sich dort einige junge Leute damit, daß sie mit der Feldbahn auf den Schienen hin- und hersuhren. Dabei verunglückte ein läjahriger Schlosserlehrling derart am rechten Unterschenkel, daß er von der Freiwilligen Sanitätskolonne vorn Roten Kreuz mittels Autos nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden mußte. " Gewerkschaftsbu.nd der Angestellten. Man berichtet uns: Die Ortsgruppe Gießen des Gewerkschaftsbundes der Angestellten hielt am Mittwoch im Kaufmännischen Vereins- Haus einen Eröffnungsabend für ihr Winterbildungsprogramm ab, in dessen Mittelpunkt ein Vortrag des Geschäftsführers Mack über „Wirtschaft — Bildung — Aufstieg" stand, dem sich zwei interessante Filme über neuzeitliche Buchführung (Tahlorixsystem) und vernunftgemäßes Maschinenschreiben anschlossen. Rach kurzer Begrüßung durch den Ortsgruppenvorsihenden Zecher führte der Redner aus, daß wir z. Z. in der Wende einer Kulturepoche leben, die von der Weltwirtschaftskrise, der Masse der Arbeitslosen und der Freiheitsbewegung ber Völker gekennzeichnet sei. Ursache sei die rapide Entwicklung der Technik in ber Wirtschaft, bie noch lange nicht abgeschlossen wäre. Das einseitige Gewinnstreben habe sich zu einer sozialen Ungerechtigkeit herausgebildet und dadurch die Gegenkräfte mobil gemacht. Das geistige Ringen der arbeitnehmenden Schichten, und i-rabefon- bere des Angestelltenstandes, um Anerkennung ihrer sozialen Werte sei nicht mefjr aufzuhalten, ebensowenig wie die Entwicklung! der Technik, neigen. „Verzeihen Sie dem Störenfried", wandte er sich an Franke. „Aber ich wollte einen Schimmer von Ihrem Glück mit auf meine Urlaubsreife nehmen. Ich fahre nämlich morgen nach Capri weg. Meine Gesundheit war in den letzten Monaten nicht eben zufriedenstellend." Von den Gatten in die Mitte genommen, schritt er dem Hause zu, wo er die Geheimrätin begrüßte, die er Jctron bei früherer Gelegenheit kennengelernt patte. Der Kontakt war rasch hergestellt und die Stimmung nach dem ersten Glase Wein so lustig, daß man bald in übermütige Laune geriet. Franke hatte seine Frau noch nie so über* schäumend fröhlich gesehen und berauschte sich an dem Leuchten ihrer Augen und dem perlenden Lachen, das aus ihrem Munde über den Tisch hinllang. Sie neigte sich zu ihm herüber, nahm seine Hand und drückte sie gegen die Wange: „Fühl doch, wie heiß, Just!" Er nickte strahlend. „Du brauchst dich nur hinten am Steg unter den Giehbach zu stellen! Das kühlt totsicher ab. mein Liebes!" Ihre Hand fiel so schwer auf den Tisch, daß er erschrocken nach ihr hinsah. Sie hielt die Lider Halo über die Augen gedeckt, fühlte, wie Aversons Blick auf ihr ruhte und zerbröckelte nervös den Rest Weißbrot, der vor ihrem Teller lag. Roch ehe Franke feine Birne fertiggeschält hatte, hob sie die kleine Tafel auf. Die Geheimrätin zog sich zu ihrem gewohnten Mittagsschläfchen zurück. Franke hatte dringende Briefe zu erledigen. Helene wollte ihm erst Gesellschaft leisten, sah, wie Averson unschlüssig unter ber Türe verweilte und von ihm wegschauend das stumme Ricken ihres Mannes und schloß sich dem Direktor an. Wortlos schritten sie nebeneinander her, überquerten den Rasen und gingen unter den Obstbäumen hin, die in schwerer Fülle das Gezweig zu Boden senkten. Einmal wandte sich Helene um, sah nach dem Hause zurück und gewahrte den Gatten an einem Fenster stehen. Das machte sie nachdenklich. Vielleicht war er mißtrauisch. Man würde am besten tun, in Eicht zu bleiben. Averson verhielt den Schritt und nahm einen Apfel, der in wundervoller Schönheit an einem Zweige hing, herunter. „Schabe", sagte er mit Rachdruck, „sehen Sie diese Pracht und den verfluchten Wurm, ber daran nagt." Helene wog ihn in ihrer weihen Hand und verschob den Mund zum Weinen. „Alle haben wir diesen Wurm. Averson! Ist das nicht traurig?" „Sie auch, Helene?" Sein Blick wich nicht von ihr. während er sprach und auf Antwort wartete. Sie war über die Maßen weich gestimmt und konnte den Tranen nicht wehren, die ihr unauf- haltsam über bie Wangen herabkollerten. Er zeigte sich nicht im geringsten überrascht, warf nun seinerseits einen raschen Dlick nach dem welche den Reichtum ersetze. Die größte Erzieherin sei die Rot, und so dürfe man hoffen, daß unsere Zett produktiv wertvolle Menschen hervorbringe. Zweck der Bildungsveranstaltungen der Organisationen sei die Aufrüttelung der Gleichgültigen, die die Entwicklung nach oben hemmen. Rur durch starke Aktivierung und gegenseitige« Verstehen- lernen könne die Wirtschaft auf dem Wege über die Bildung zum Aufstieg gelangen, im Dienste für Stand und Volk. — Zum Schluß dantte der 2. Vorsitzende Vogt für die vortrefflichen Ausführungen und Darbietungen deS Abends. *• Der Bund HauS und Schule hatte nach längerer Pause seine Mitglieder für Freitagabend wieder zu einem Familienabend in den IohanneSsaal eingeladen. Der Besuch war sehr gut Der Abend wurde, wie man unS berichtet, durch einen Liedervortrag deS Kirchen- gesangvereinS eingeleitet. Sodann sprach Pfar- Hause und ging dann mit ihr den befieften Weg hinunter, der nach dem Garten führte. „Bleiben Sie", bat sie hastig. „Ich möchte meinem Manne keinen Grund zu Mißtrauen geben.“ „So wie ich ihn kenne, ist das ausgeschlossen", entgegnete er ruhig. „Wir brauchen uns ja nicht allzuweit zu entfernen, aber doch immerhin ein solches Stück, daß nicht jedes Wort, das wir sprechen, gehört werden kann." „Haben Sie mix etwas zu sagen, Averson?" Ihre Stimme verriet Furcht. „3a, Helene!" „Etwas von Wichtigkeit?" Ihr Dlick weitete sich in Angst und Schrecken. „Von größter Wichtigkeit. — Wollen Sie sich nicht hier auf den Rain sehen? Der Boden ist völlig trocken. Und ber alte Birnbaum gibt solch herrlichen Schatten, daß es nicht unnatürlich erscheint, wenn wir uns darunter placieren." „Quälen Sie mich doch nicht so unsagbar!" Sie riß mit zitternden Händen einen Grasbüschel aus dem spröden Erdreich und begann es in Stücke zu teilen. „Ich bitte Sie, Averson, ich heule schon in der nächsten Minute los, wenn Sie mich noch länger warten lassen." „Wissen Sie, warum ich morgen nach Itallen reife?“ „Ihrer Gesundheit wegen. Sagten Sie nicht so?" „Ia, so sagte ich. Aber die Auskunft galt lediglich für Ihren Mann. Ihnen kann ich den wahren Grund verraten: Ich bringe Umberto Petratini in die Heimat." „Den Toten!" » Er sah erschrocken nach dem Fenster hinauf, wo Frankes Kops sich eben über die Brüstung beugte. Helenes Schrei mochte ihn gerufen haben. Rasch gefaßt, winkte er ihm zu. „Rehmen Sie Ihr Taschentuch", raunte er. Und da sie eS in ihrer Erregung nicht zu finden vermochte, drückte er ihr das seine in die Finger. „Winken Sie, Helene." Ihr Arm zuckte auf und nieder, ■ Dann war Frankes Kopf wieder hinter den Gardinen verschwunden. „Averson!" Der Frauenkörper glitt, unfähig, sich aus eigener Kraft zu stützen, gegen dessen Schulter. „Averson!" „Sie müssen sich erst beruhigen, Helene. Umberto Pettattni lebt!" — „Lebt!" Alles Gefühl in den Gliedern begann zu ersterben. Sie spürte sogar ihr Blut nicht mehr kreisen. Die Hände, die Füße, bis zu den Schläfen hinauf, war alles tot, versteinert unter der Wucht dieser Mitteilung. „Dann bleibt mir nichts übrig, als ein Ende zu machen." Rein", beruhigte er. „Ich habe alles mit Petratini besprochen." „Averson! — Helfen Sie mit doch, um GotteS willen, Averson!" ,Helfe ich Ihnen denn nicht, Hekne? — — Habe ich nicht mein Möglichstes für Sie getan?" ter Au Sselv fn fesselnder Weise über .Di« IubiläumStagung zu Augsburg". Zunächst beleuchtete er die geschichtlichen Tatsachen des IahrcS 1530. Kaiser Karl v. mit seinem stolzen Gefolge, dessen imposanter Einzug in Augsburg, die damaligen großen GlaubenShelden und Bekenner unserer Reformation erstanden mit Wort und Tat vor dem geistigen Auge der Zuhörer. Ueberaehend zu der IubiläumStagung zeichnete der Redner fobarm ein Bild der glänzenden Festtage, zu denen Zehntausende von Evangelischen deS In- und Auslandes herbei- geströmt waren, der FestgotteSdienste und Fest- Versammlungen sowie deS gewaltigen Festzuges mit historischem Gepräge. Rach Beendigung des eindrucksvollen BorttagS sang die Versammlung die letzte Strophe deS LutherliedeS, und so war der Abend eine würdige Rachfeier der Augsburger Tagung. „Solange er lebt, werde ich nie zur Ruhe kommen!" „Wäre eS Ihnen lieber, ihn tot zu wissen?" „3a!“ „3a?" wiederholte er entsetzt. Sie nickte und vergrub die Hände in daS rieselnde Erdreich das mit leisem Rascheln nach dem Graben hinabkollerte. „3ch habe ihn so sicher geborgen geglaubt.“ „Dort unten in der Schlucht, Helene, wo das Wasser gurgelt und die Felsen sich gegenseitig den Weg versperren!" „3a! Dort unten! — — Wissen Sie, was meinem Morde vvrausgegangen ist?" „3ch weih eS, Helene!" „Alles?" „3ch denke, Petratini wirb mir nichts verschwiegen haben. Demnach war es kein Mord! Rur Rotwehr, mein Armes!" „Sprechen Sie nicht so, Averson. Es macht mich verrückt, wenn Sie so gut zu mir sind und mich unschuldig halten! 3ch wollte ihn töten! 3ch wollte es! Rotwehr gegen den eigenen Mann gibt es wohl nicht.“ „Doch. Helene! 3n diesem Falle schon!" „Sie wissen alles“, rief sie verzweifelt. „Alles! Wie hat er sich denn aus der Schlucht herausgearbeitet?" „3ch habe ihn geholt, Helene." „Sie--haben ihn--geholt!" „3a! — 3ch kam an jenem Abend nach Rot- tach-Berghof, in der Absicht, 3hnen einen Besuch zu machen. 3ch ging aber nicht die Straße herauf, sondern kam zu Fuß vom Walde herüber. So wurde ich unfreiwilliger Zeuge des ganzen Dramas, wenigstens des letzten Teiles desselben. 3ch hörte einen gellenden Rus unb sah, wie ein Mann kopfüber in das Bett des Wildbaches schoß. Und wie Sie, Helene, fluchtartig über den Steg nach den Wiesen rannten. 3ch begriff nicht ganz, aber so ungefähr. Denn daß Sie verheiratet waren, wußte ich nicht — — Aber den Verunglückten ohne jede Hilfe liegen lassen, das konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. 3ch fand ihn bewußtlos mit zwei großen Löchern im Kops und aus gerenkt er Schulter im Gerölle liegen. Da ich keinen Mitwisser haben wollte, schleppte ich ihn allein nach der Höhe, verband ihn, so gut es ging, und lief dann zum Waldausgang, wo ich den Wagen stehen hatte. Den Chauffeur habe ich mit einem Auftrag zu Fuß nach Tegernsee hinuntergeschickt und inzwischen den Verwundeten in meinem Auto verstaut. Dieses habe ich selbst nach München zurückgesteuert. — Petratini habe ich in die Privatklinik des mir befreundeten Dr. Mader gebracht und ihm erzählt, wo ich ihn gefunden habe. Er weih nichts, als daß der Fremde in eine Schlucht gestürzt und von mir gerettet wurde. 3ch habe 3hren Ramen in jeder Weise reinzuhalten versucht, Helene, und glaube, daß mit das auch restlos gelungen ist." (Forts, folgt.) Der Haushaltsplan derGtadiLich. D Llch, 13. Sept. Der Gemeinderat befaßte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Beratung des Haushaltsplanes für 1 9 3 0. Zuvor genehmigte er den Ankauf einer Wiese in der Ziegelgasse in der Gröhe von etwa 2200 qm zum Preise von 2500 Mark, zuzüglich der Grunderwerbskosten. Der Aufwand soll dem Grunderwerbsfonds entnommen werden. Ferner gab der Bürgermeister bekannt, daß die Provinzialdirektion Oberhessen den Bau einer 20 000-Vvlt- Hochspannungsfreileitung vom Schalthaus 3nheiden über die Transformatorenstation Iitheiden-Hungen-Lich beabsichtige. Der Gemeinderat beschloß, für das Gebiet der Gemarkung Lich keine Einwendungen zu erheben. Oer Gesamtabschluß. Sodann wurde in die Beratung des Voran s ch latg e 6 eingetreten. Die Gesamtsumme aller Einnahmen und Ausgaben beträgt 2 9 8 400 Mark. Davon entfallen auf die De - triebsrechnung 284 000 Mark, auf die Vermögensrechnung 14400 Mark. Rach den Ausführungen des Bürgermeisters hat sich das Gesamtbild des Voranschlags gegenüber dem Vorjahre dadurch verschlechtert, dah der Erlös aus H o I z g e l d um rund 20 000 Mark zurückgegangen sei und die herrschende Wirtschaftskrise mit ihren Begleiterscheinungen der Stadt eine Reihe von zwangsläufigen Verpflicht-' tun gen gebracht habe. Aus seinen weiteren Ausführungen ist folgendes bemerkenswert: Oie Beiriebsrechnung. Der Rechnungsrest aus dem 3ahre 1928 beträgt 56 810,94 Mark. Hiervon sind in Abzug zu bringen die erst vor wenigen Tagen angeforderten Forstverwaltungskosten für das 3ahr 1928, uneinbringliche Gewerbesteuern in 1929 mit rund 3800 Mark und das erforderliche Betriebskapital, so daß hier ein Einnahmeposten von 11 164,03 Mark gebildet werden kann. 3n Ausgabe erscheint unter dieser Rubrik ein Betrag von 500 Mark für uneinbringliche Auhenstände. Aus Gebäuden wird eine Einnahme von 21 000 Mark erwartet, denen 12 000 Mark an Ausgaben gegenüberstehen. D'e Einnahme aus Grundstücken beträgt 1150 Mark. An Ausgaben werden erforderlich 3550 Mark, einschließlich des Beitrages zur land- und forstwirtschaftlichen Derufsgenossen- schaft mit 2060 Mark. Die Einnahme aus den städt. Waldungen stellt sich nach dem SubmissioTrS- und Versteigerungsergebnis auf 80 500 Mk., gegenüber zirka 100 500 Mk. im Vorjahre. Die Ausgaben für den Wald sind ganz bedeutend. An den Staat werden bezahlt für ForstverwaltungSkvsten rund 13150 Mark, für Betriebsausgaben einschl. Wegebau sind 20 300 Mk. und für Holzemtekosten und Bekanntmachungen 23 300 Mk. erforderlich. Die gleichfalls auf dem Walde ruhenden Steuern einschl. der Umsatzsteuer, sowie soziale Beiträge beanspruchen 12 300 Mk. Rechnet man den zur Auszahlung des Orts bürg amu Yens benötigten Bettag von 10 500 Mk. hinzu, dann kommt man auf die erstaunliche Summe von 79 500M5, so dah als Reineinnahme vom Wald gerade noch 1000 Mk. übrig bleiben. AuS der 3agd- und Fischereiberechtigung Warden 3013 Mk. eingenommen. Die Schäferei bringt in Einnahme 1500 Mk. und erfordert an Ausgaben 2400 Mk. Sie bleibt daher, trotz Erhebung von Deittiebsgeld für Schafe, Zuschußbetrieb. Für Gebühren für widerrufliche Genehmigungen sind angefordert 14 Mk. Für Märkte werden nach Abzug der Einnahme noch 1420 Mk. erforderlich. Die Einnahme aus W a s s e r g e l d beträgt 15000 Mk. 3n Ausgabe stehen 13 500 Mk. für Unterhaltungsarbeiten des Wasserwerkes, Verzinsung und Tilgung von Anleihen usw. Für die allgemeine Verwaltung wird unter Absetzung der Ennahme ein Bettag von 32 600 Mk. und für die öffentliche Sicherheit ein solcher von 9800 Mk. angefordert. Die Einnahme für öffentliche Gesundheitspflege beträgt 170 Mk., die Ausgabe 1450 Mk. Für Feuerlöschzwecke werden 1450 Mk. benötigt. Die allgemeine Armenpflege erfordert 17 600 Mk. einschl. des Zuschusses zur Kasse des städt. Wohlfahrtsausschusses mit 15500 Ml. Für persönliche und sachliche Schulkosten sind 11 800 Mk. erforderlich. 3n Einnahme stehen 800 Mk. einschließlich deS Schulgeldes für auswärtige Fortbildungsfchüler je 8 Mk. pro 3ahr. 1500 Mk. Kosten ftnd für die evangelische Kirche eingestellt. Für sonstig^ ReligionSgesell- schaften werden 32 Mk. erforderlich. Die Verzinsung von aufgewerteten Eisenbahnschulden erfordert einen Aufwand von 3396 Mk. Für die Unterhaltung deS Friedhofes werden 500 Mk. benötigt. Größere Mittel sind für Straßen vorgesehen. Die Unterhaltung von Slrahen und Feldwegen erfordert 5300 Mk., für die Unterhaltung der elektrischen Lichtanlage sind 1000 Mk., für die elektrische Stromversorgung 3000 Mark und für die Straßenreinigung usw. 1200 Mark eingestellt. Die Q3ey(nfung und Tilgung von Anleihen zum Ausbau von Sttaßen erfordert einen Aufwand von 6390 Mk. Der Gesamtaufwand dieser Rubrik beträgt 16900Mk. Zur Unterhaltung der Kanäle sind unter Absetzung der Einnahme noch 2000 Mk. erforder- Die Wetterlage Geschichten aus aller Welt moderne Strickwaren! Pullovers für Damen, In entzückender Farbstellung, 7.50 reine Wolle 15.00, 12.00, Klubjacken für Damen, reine Wolle, In den Farben 12.50 rot, blau, beige, marine 17.50, 14.50, Pullovers für Kinder, reine Wolle, in modernen Far- 5.00 ben, für 5jährige 7.50, 6.50, Westen für Kinder, reine Wolle, In entzückender 6.00 Ausführung, für 5jährige 9.00, 7.00, Strickkleider für Damen, in flotter Machart, reiche 15.00 Auswahl 35.00, 25.00, Verschiedene gebrauchte [6357D «45 V n/rööjzz Gesetzen Unser Lager bietet Ihnen eine unerschöpfliche Auswahl modernster Strickwaren zu ermäßigten Preisen beträgt im allgemeinen der Rückgang der Preise gegen voriges Jahr 5947 A NAUmONNS maa einem Vermittlungsversuch. Die beiderseitigen Familienmitglieder traten zusammen, um darüber zu beraten, wie Herrn Lu Genugtuung gewährt werden könnte, ohne Frau Tschang zu verletzen. Vach der Beratung, die den ganzen Tag über andauerte, wurde beschlossen, daß nicht Frau Tschang selbst, dafür aber ihr Sohn den Sarg zu begleiten habe. Auch der eigentliche Missetäter, der Hund, sollte seiner toten Feindin die letzte Ehre erweisen. Aber auch der junge Herr Tschang lehnte ab. Und er äußerte sich dabei so respektwidrig über Herrn Lu, dah dessen Familienmitglieder nunmehr ihre stoische Ruhe verloren. Mit Stuhlbeinen, Messern und anderen Kampfwaffen drangen sie auf den jungen Frevler ein, es kam zu einer regelrechten Schlacht, und mehrere Schwerverletzte muhten ins Krankenhaus geschafft werden. Die Gerichte von Schanghai werden jetzt das letzte Wort zu sprechen haben. In der Kürze liegt die Würze. (f) London. .Der schottische Chirurg Dr. Abernethy ist berühmt ob seiner sicheren Hand und seiner noch kaum dagewesenen — Wortkargheit. Er hat insbesondere vor Frauen eine Heidenangst, die außerstande sind, ihre Beschwerden kurz und sachlich vorzutragen und ebenso lange wie unsachgemäße Dorträge über ihre Krankheit zu halten pflegen. 3n solchen Fällen ist dann der wortkarge Mediziner totunglücklich: er steht nämlich auf dem Standpunkt, dah einen weiblichen Redeschwall keine irdische Macyt einzudämmen vermag. Gelegentlich sollte aber Dr. Abernethy die für seine Begriffe idealste Frau der Welt kennenlernen. Die „Unterhaltung", die von dem Mediziner eingeleitet wurde, spielte sich folgenErmäßigte Preise für zins en ein Betrag von 8200 Mk. erforderlich. Als Schuldentilgung steht ein Betrag von 670 Mk. auf der Einnahmeseite. An den Dezirks- fürsorgeverband Gießen sind als Mietunterstützung 1700 Mk. abzuführen. Weitere 300 Mk. sind für erlassene und uneinbringliche Umlagen vorgesehen. Einer Gesamteinnahme von 205 600 Mark stehen 284 000 Mk. Ausgaben in der Betriebsrechnung gegenüber. Der Differenzbetrag von 78 400 Mk. ist durch Umlagen aufzubringen. Oie Vennögensrechnung enthält im 'Rj. 1930 keine größeren Ziffern. Für außerordentliche Wegbaukosten im Stadtwald wird ein Betrag von 4400 Mk. angefordert. Zur Kapitalisierung kommen: die Tilgungsrate vom Postdarlehen mit 1116 Mk., als Wasser- leitungsfonbs weitere 1000 Mk., als Lehrmittelfonds weitere 100 Mk., als Friedhofsfonds 200 Mark, als Kanalisationsfonds weitere 500 Mk. und als Mobiliar-Erneuerungsfonds weitere 100 Mk. Ohne Aenderung angenommen. Bei der Beratung des Boranschlagsentwurfes wurde aus der Mitte des Gemeinderates der Antrag gestellt, das Betriebskapital der Stadt um den Betrag von 5000 Mk. zu kürzen. Die nach eingehender Stellungnahme des Bürgermeisters erfolgte Abstimmung ergab keine Mehrheit für den Antrag. Allen sonstigen Ansätzen wurde fast debattelos zugestimmt und damit der Boranschlag ohne Abänderung angenommen. Modehaus Salomon Schulstr. 4 Westen für Damen, In schönen modernen Farben, "1 reine Wolle, mit und ohne Kragen........15.00, 12.00, la3U Mitzw. IlfHt, Nile, WWe sehr preiswert abzugeben, öonöels- n. «eraetöeöunr. öffanloge 35. Zwischenfall in Schanghai. (c) Tientsin. Herr Lu ist Grohkaufmann und wohnt im vornehmsten Viertel von Schanghai. Früher, als der dauernde Bürgerkrieg noch nicht alle Geschäfte zum Erliegen gebracht hatte, war Herr Lu ein einflußreicher Mann. Er war Mitglied der Stadtverwaltung und hatte dort eigentlich nur einen Feind, Herrn Tschang, seinen Rachbar. Der Lebensgott des Herrn Lu wollte es, dah die bösen Geister, die um den Leib seines Gegners mit den guten Geistern kämpften, die Oberhand behielten. Herr Tschang segnete das Zeitliche. Da war der Weg für Lu frei, der Weg zum Herzen seiner Angebeteten, der nunmehrigen Witwe des Herrn Tschang. Aber — sie sagte nein. Lind seitdem hat sich die Feindschaft des Herrn Lu auch auf die Witwe seines toten Feindes übertragen. Wozu aber so eine Feindschaft fähig ist, sollte die Witwe Tschang erfahren. Diese hatte ein kleines Hündchen, ein entzückendes Vieh. Lind Herr Lu besah eine ebenso niedliche kleine Katze. Ob die Tiere wohl etwas von der Feindschaft ihrer Herrschaften gewittert haben mögen? (Jedenfalls begegneten sie sich eines Tages. Die Folge war, daß die Katze des Herrn Lu als Besiegte auf dem Schlachtfeld blieb. Herr Lu zog seine schönsten Gewänder an, begab sich zu seiner Rachbarin und verlangte Genugtuung. Sie müsse die Begräbniskosten für die Katze übernehmen. 3n einem kleinen Sarg aus purem Gold solle das Tierchen beigesetzt werden, und sie, Frau Tschang, müsse in einem weißen Gewand als Leidtragende hinter dem Sarge hergehen. Frau Tschang bewilligte die erste Forde- rung, lehnte aber die zweite ab. Es kam zu lich. Die Einnahme in der Rubrik landwirtschaftliche Zwecke beträgt 3300 Mk., die Ausgabe hier 15 800 Mk. Für trigonometrische Wiederherstellungen usw. werden 900 Mk., für öffentliche Anlagen, Denkmäler usw. werden 300 Mk. und für die Unterhaltung von Bächen 700 Mk. benötigt. Unter der Bezeichnung soziale Fürsorge werden die Unterstützungen für Klein- und Sozialrentner, sowie die Anteile für Kranken-, Invaliden- und Erwerbslosenversicherungsbeiträge der städtischen Arbeiter, Holzhauer und Wohlfahrtserwerbslosen verrechnet. Hier beträgt die Ausgabe 23 500 Mk., von denen 14 000 Mk. wieder erseht werden. Für Wohnbauzwecke ist ein Aufwand von 11 535 Mk. erforderlich. Der Einnahmeposten beträgt hier rund 1900 Mk. Der Beitrag der Stadt zu ihren eigenen Umlagen und zur staatlichen Steuer beläuft sich auf 13 600 Mk. Die Hundesteuer ist mit 1600, Mk., die Vergnügungssteuer mit 500 Mk., die gemeindliche Grunderwerbsteuer mit 1600 Mark und die Inflationswertzuwachssteuer mit 100 Mk. veranschlagt. Als voraussichtlich zur Ueberweisung kommende Reichs- steuern sind 32 000 Mk. eingestellt. Der Ausfall gegenüber dem Vorjahre beträgt hier 3000 Marr. Der Reservefonds erscheint mit 3200 Mk. Dem Mobiliarerneuerungsfonds werden weiterhin 136 Mk. zugeführt. Don ausgeliehenen Kapitalien und gestundetem Kaufgeld wird eine Einnahme von 3350 Mk. erwartet. In der Ausgabe wird für Kapital- dermaßen ab: „Ditte?" — „Quetschung", deutete die Patientin auf ihre Hand. „Wasserstoff- Umschläge", meinte der Arzt. Madame nickte, entfernte sich wortlos und kam am nächsten Tage wieder. Abermals ergriff Dr. Abernethy das Wort: „Gebessert?" — „Verschlechtert", lieh sich die Frau vernehmen. — „Stärkere Lösung nehmen!" — Am dritten Tage stellte der Arzt dieselbe Frage: „Gebessert?" — „3a“, jauchzte die Dame und wandte sich an den Retter: „Honorar?" — „Richts, Verehrteste", jubelte Tw. Abernethy und ließ sich sogar zu einem ganzen Satz hinreißen: „Sie sind die klügste Frau auf der Welt!!!" Graphologie. -Paris. Einen häßlichen Scherz — anders kann man es nicht bezeichnen! — hat sich der Professor Cremieux von einer Pariser Handelshochschule mit Herrn Iules Patron, seinem früheren Schüler, der heute einer der bekanntesten französischen Graphologen ist, erlaubt. Er sandte ihm eines Tages einen liebenswürdigen Brief, in dem er ihn bat, ihm den Charakter des Schreibers eines anderen, beiliegenden Briefes eingehnd zu analysieren. Es handelte sich um einen jungen Mann, der sich an der Handelshochschule um den freigewordenen Posten des Pedells bewor- ^n habe und über dessen moralische und geistige Eignung für diese Stellung man sich Auskunft auch bei der Schriftdeutekunst einholen wollte. Kaum acht Tage später war der Professor be- 4™ Desih der gewünschten Charakterana- lhse. Sie wurde durch'die Mahnung eingeleitet, dem Beurteilten auf keinen Fall die verantwortungsvolle Stellung eines Pedells anzuvertrauen, da es sich um einen äußerst lügnerischen und ^zuverlässigen Charakter handele. Ia, sein Schreiben sei geradezu ein Schulbeispiel für die Schrift eines Menschen, dem das geringste Pflicht- bewuhtsein abgehe, obwohl ihm einige Intelligenz und ein gewisses natürliches Urteilsvermögen nrcht abzusprechen seien. Im übrigen aber sei der Briefschreiber der krasseste Egoist, dem man jede, selbst die gewissenloseste Unredlichkeit zutrauen müsse, wenn es sich für ihn darum handele, sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Aus dem ganzen Duktus der Handschrift gehe für jeden, der auch nur eine leise Ahnung von Graphologie besitze, zur Genüge die liderliche Veranlagung des Schreibers hervor. Der Brief schloß mit den herzlichsten Grüßen an den allzeit verehrten Meister und Lehrer. Der „allzeit verehrte Meister und Lehrer" jedoch tat nun etwas, was man ihm in dieser seiner Eigenschaft eigentlich nicht hätte zutrauen können: er veröffentlichte nämlich diesen seinen Briefwechsel mit Herrn Patron in einer Pariser Wochenschrift, indem er seinen Lesern mitteilte, daß der als so unsympathisch beurteilte Briefschreiber Herr Patron selbst sei. Das seiner Analyse unterbreitete Schreiben sei ein kaufmännischer Brief, den Patron vor vierzehn Iahren unter seiner, Cremieux', Leitung zu Uebungs- zweckn m der Schule geschrieben habe. An diese Tatsache knüpfte der Herr Professor einige hämische Schlußfolgerungen. Entweder sei die Graphologie wirklich eine zuverlässige Wissenschaft was er dann im Interesse des Herrn Patron sehr bedaure, oder aber sie sei etwas anderes und m diesem Falle jeder wissenschaftlichen Diskussion unwürdig. Merkwürdigerweise hat Herr Patron bisher zu dieser peinlichen Angelegenheit geschwiegen und auch nicht, wie man hätte vermuten dürfen, die Gerichte wegen öffentlicher Schädigung sei- nes Ansehens angerufen. ©woncentos. © nener. (> naro oeaeert. ® wonno. eoeaetm eiteges * Schnee c Graupein * MeOei K Gewitter,(§)windUiiie.«O-. «V leichter Ost y massioer Soosoowesi (5 stürmischer «orowes| öle Pfeile fliegen mit dem winde Ole oooen Stationen stenenden zat» len gehen die Temperatur an. Die Linien verbinden Ort» mit gleichest r» Kurs 15,7 7,35 15.835 7,35 24,9 20,25 190,5 195 53,5 102 156 198 157 59,5 73,5 HO 101 222,5 82,5 84,9 55 146,5 183,75 88,5 115 127 Schluß» 'urs 79 206,5 57 70 103,5 98,5 84,25 79 84,75 81,5 54,5 50,25 82,5 76 200 82,5 56 57,25 103 Echluß- kurs 74J) 110,5 101 90 222 84 90,13 86 56 86,5 78 206,5 86,4 97,5 Bereinigte Stahlwerte Otavt Minen .... Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke Salzdetfurth , 6 , 0 , 6 , 8 , 8 10 10 . 0 10 l»ilht> Kurs 10 8 10 10 12 11 12 10 10 12 91,75 107,25 116 143,5 129,75 181,5 123,5 123,75 249,5 138,5 130 142 106 142,75 Dis nur vor. 16*/» 10 io 16 F. ®. Farben-Industrie . Dynamit Nobel . . . . Scheideanstalt..... Goldschmidt..... RütgerSwerke..... Metallgeseilschaft. . . . 5,3 5,4 5,375 15,6 7,3 79, geringe Kälber 68 bis 74. — Schweins vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65, von etwa 160 bis 240 Pfund 64 bis 66, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 63 bis 65 Mk. — Marktverlauf: Minder ruhig, geringer Ueberstand. Schweine rege, ausverkauft. Käll>er und Schafe ruhig, geräumt. . 8 . 8 10 10 7 y. 10 Frankfurter Maschine» • • . . Gritzner.....• • • • . Heyligenskaedt ....... Iunghan«...... . . . . Lechwerke.......... Mainkrasiwerke Höchst a. M.. . Mag........... Gebr. Roeder...... . Aotgt 8 Haesfner ...... Süddeutsche Zucker .... * D e r Grobhandelsindex. Die auf den Stichtag des 10. September berechnete Groh» Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 123,5 gegenüber der Vorwoche (123,9) um 0,3 Prozent zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar- Letzte Nachrichten. Der Reichskanzler beim Reichspläfldenten. Berlin, 15. Sept. (IM. Drahtmeldung.) Der Reichspräsident von Hindenburg empfing am rNontogmittag den Reichskanzler Dr. B r ü. n i n g zum Vortrag. . 15 . 12 . 18 . 14 13V. . 12 . . 8 . . 9 . . 0 *. *. 8 . . 0 . . 6 . 10 . 12 . . 6 . . 9 . . 6 . . 6 . . 8 Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, 5,50 bis 6,00; Weizen- und Roggenstroh, drahtgevreht, 2,25 bis 2,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 2,00; Treber, getr., 10,50—11. — Tendenz ruhiger. Der Frankfurter Produktenmarkt eröffnete die neue Woche in schwacher Haltung. Das Ergebnis der Reichstagswahl verstimmte. Das Angebot in Roggen, Weizen und Hafer war stark, ihm stand aber infolge der herrschenden Unsicherheit keine Rachfrage gegenüber. Für Roggen ist man zurückhaltend, da man die weiteren Zwangsmahnahmen abwarten will. Weizenmehl etwas schwächer und nur unterzubringen, wenn gleichzeitig Getreide dafür gekauft wird. Futtermittel lagen schwach. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Sept. Auftrieb: 1525 Rinder, darunter 366 Ochsen, 131 Vullen, 547 Kühe, 445 Färsen, ferner 569 Kälber, 56 Schafe und 4657 Schweine. Cs wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 58 bis 61 Mk., (ältere) 53 bis 57, sonstige vollfleischige (jüngere) 48 bis 52; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 57, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 48 bis 51, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 47, fleischige 38 bis 42, gering genährte 32 bis 37; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 59 bis 62. vollfleischige 55 bis 58, fleiischige 50 bis 54. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 84, mittlere- Mast- und Saugkälber 75 bis Pfund 20,4090, gegen Madrid 44,55, Schweiz 25,0525, gegen Holland 12,0740. Oie pariser presse zur Reichstagswahl. Paris, 15. Sept. (WTV. Funkspruch.) 87,75 | 101,25 62,4 7,9 95 59,13 61,8 101 96,5 88,5 101 98 97 93 101,4 62,5 7,9 96 2,1 24,9 20 2,1 5,3 Hansa Dampfschiff..... Norddeutscher Lloyd..... Allgemeine Deu ticke Creditan st. Barmer Bankverein .... Berltncr Handelsgesellschaft . Commerz, und Privat-Bank . Darmstädter und Nattonalbank Teutlcke Bank und DiSconto-Gesellschaft, . . . Dresdner Bank ...... Reichsbank ........ A.E.G............ Bergmann........ Elektr. LieserungSgelelllchast. Licht und Kraft...... Felten & Guilleaume . . . Geiellfchast für Elektrische rke 10 . . 9 . 10 . 11 . 16 • . 8 . 10 . . d . . 6 . . 8 . . 8 . . 0 . ey, . io I *. 7 . . 7 • . 7 . . 6 . . 7 . ey, . io . . 6 . 7,3 zum Erscheinen der Frühausgaben lagen Teilergebnisse über die Reichstagswahlen auf Grund deren nur wenige CßfetUr sich redaktionell äußern. „Excelsior" schreibt: Die 96,5 2- Unternehmungen . . Hamburger ElektrizitätS-W Rheinische Elektrizität . Schlesische Elektrizität. . Schuckert & Co. .... Siemens & Halske ... Transradio . . . . . . Lahmeher 8 Co.. ... Buderus ....... Deutlche Erdöl .... Essener Steinkohle ... Gelsenkirchener .... Harvener....... Harsch Eisen. ..... Ille Bergbau ..... klöcknerwerke ..... Köln-Neuesten..... ManneSmann-Röhre» . Mansselder Bergbau . . Oberschles. Sstenbedarf . Oberschles. Sokswerke. . Phönir Bergbau.... Rhetnlsche Braunkohlen Rhein stahl ...... Riebeck Montan .... Wirtschaft. Geldmarkt und Oevisenschwanlungen. Arn deutschen Geldmarkt ist die Grundtendenz in der vorigen Woche unverändert leicht geblieben. Herbsteinflüsse haben sich nicht bemerkbar gemacht. Die Entlastung nach dem August-Ultimo ist rasch fortgeschritten. Es bestehen daher keine Anzeichen, daß sich an der flüssigen Haltung des deutschen Geldmarktes vorerst irgend etwas ändern wird. Tagesgeld ist bis auf 2 Prozent im Zinssatz heruntergegangen, allererste Aufgaben konnten schon mit 1—1,5 Prozent Tagesgeld bekommen. Zeitweilig waren öffentliche Gelder für einen Monat in starkem Maße angeboten, woraus hervorgeht, daß die öffentlichen Stellen dem September-Ultimo mit Zuversicht entgegensetzen. 3n der Lage der internationalen Geldmärkte ist eine Klärung nicht erfolgt. Die vielfach erhoffte Ermäßigung des Londoner Vankdiskonts ist nicht eingetreten, und die Aussichten für eine solche sind bei der erneuten Schwäche des englischen Pfundkurses sehr gering geworden. Die Stützungsintervention der Vank für internationalen Zahlungsausgleich hat auf gehört; die Ro» tiz für das englische Pfund ist wieder auf das Rivean vor dieser Intervention zurückgegangen. Die erneute Schwäche des englischen Pfundkurses hangt damit zusammen, daß in Reuhork der Sah für Callgeld sich erhöht hat, was eine Dollarhausse an den internationalen Devisenmärkten bewirkte. Damit soll nicht gesagt sein, daß sich etwa an der flüssigen Grundtendenz der internationalen Geldmärkte etwas geändert hat. 3m Gegenteil, die Zinssätze für kurzfristiges Geld sind überall in der Welt so niedrig, daß sie nur in ganz geringem Umfange zur Anlage reizen. Unter diesen Umständen muhte selbst eine so unwesentliche Veränderung, wie sie die Erhöhung der Reuyorker Callgeldrate vorstellt, schon von Einfluß auf den Markt kurzfristiger Gelder fein. Die Folge war, daß beispielsweise Pfund-Guthaben in größerem Umfange nach Reuhork bei dem veränderten Zinsgefälle zwischen London und Reuhork gelegt wurden, daß dadurch der Dollarkurs stieg und das Pfund sich abschwächte. Die Verteuerung des Dollargeldes hat am Berliner Geldmarkt dazu geführt, daß Ausleihungen von Reichsmark durch Dollarausleihungen ersetzt werden, weil mit ihnen mehr verdient werden kann. Aus diesem Grunde hat auch am Berliner Devisenmarkt der Dollar durch ziemlich starke Rachfrage angelegen, und die Reichsmark xeigt eine gewisse Schwache, die allerdings auf der technischen Situation des Geldmarktes beruht. Don größeren Rückflüssen ausländischer Gelder kann nicht die Rede sein, die Zugänge überwiegen nach wie vor, nur werden die vom Ausland, und gerade auch von französischer Seite, eingeräumten Kredite überhaupt nicht ausgenuht.. 3nfolge der neuen Abschwächung des englischen Pfunoturses ist augenblicklich die Frage einer internationalen Diskontwelle nicht mehr akut, da eine solche von der Ermäßigung des englischen Diskontsatzes ihren Ausgang nehmen . mühte. Dagegen steht wohl in der Schweiz, deren Geldmarkt zur Zeit die niedrigsten Sätze aufweist, eine Diskontsenkung bevor, sie würde aber für die internationale Lage von nur geringem Belang fein. Schwierigkeiten einer Bausparkasse. Frankfurt a. M, 12. Sept. (WTB.) Die Dausparkasse „Selbsthilfe der Arbeit" ist in Schwierigkeiten geraten. Mit der Masse sind mehrere Gesellschaften verbunden, und zwar: „Dank der Arbeit", „Zwecksparkasse der Selbsthilfe der Arbeit", „Verlag für Wirt- i. schaftsresorm", „Bauspar-, Grundleih- und Erb- landkasse", „Freilandhort". Gegen fünf Dor- ftands - und Aufsichtsratsmitglieder wurde ein gerichtliches Verfahren wegen Konkursverbrechen, Betrug und LI n - terschlagung eingeleitet. Die Verbindlichkeiten der „Selbsthilfe" betragen 1,5 Millionen Mark, denen kaum Aktivwerte gegenüberstehen. Die Gesamtsumme der Bausparverträge in den Orten, in denen Riederlassungen der „Selbsthilfe" gegründet wurden, sollen etwa 56 Millionen Mark betragen. 4% Oesterreichtsche ©olbtente . . 4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Oesterreichtsche Einheitliche Rente......... • • «% Ungarilche Goldrrnte .... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 deSgl. von 1913..... 4% Ungartfche Kronenrente . . . 4% Dürkische Zollanleihe von 1911 4% Dürkische Bagdadbahn-Anl Serie I........... <% deSgl. Serie U....... 5% Rumänische vcreinh. Rente von 1903 .......... Rumänische vereinh. Rente wa 1918 .......... 4% Rumänische vereinh. Rente . Empfindliche Verluste in Berlin. Berlin, 15. Sept. Rach einem sehr nervösen Vvrrnittagsverkehr eröffnete die heutige Börse in ausgesprochen schwacher Haltung. Der Ausgang der gestrigen Wahlen war naturgemäß das Hauptgesprächsthema der Besucher, und alle wirtschaftlichen Momente traten demgegenüber in den Hintergrund. Man diskutierte alle Möglichkeiten für eine zukünftige Regierungsbildung und war enttäuscht über d i e geringen Auss ichten f a st aller Kombinationen. Hinzu kam, daß auch vom Auslande schwache Kurse gemeldet wurden; obwohl sich dieses für die Wahlresultate stark interessierte, war das Angebot von Auslandseite relativ gering. Trotzdem gaben die ersten Votierungen erheblich nach, da den vorliegenden Der- kaufsorders nur sehr geringe Aufnahmeneigung gegenüberstand. Die Banken intervenierten etwas, so daß sie die Derkaufsware ziemlich aufnahmen und nicht an den Markt kommen ließen; sie konnten aber nicht vermeiden, daß zahlreiche Werte mit Minus-Minus- Zeichen erschienen. Sv kam für alle drei Kali- papiere, für Hoesch, Mannesmann, Elektrische Licht & Kraft. Schuckert, Siemens, Aschaffenburger Zellstoff, Berliner Maschinen, Gebr. Korting, Orenftein & Koppel, Bemberg, Deutsche Erdöl, Reichsbank usw. zunächst nur eine Minus- Minus-Rotierung zustande, und erst später wurden auch, diese Werte mit 3- bis 7prozentigen und vereinzelt bis zu 20prozentigen Ver- lüsten festgesetzt. Die stärksten Verluste hatten Reichsbankanteile mit minus 13, 3ulius Verger minus 12,75, Siemens minus 11,25 und Salzdetfurth minus 20 Prozent. Deutsche Anleihen erschienen ebenfalls mit Minus-Minus- Zeichen und eröffneten, besonders die Altbesih- anleihe, wesentlich schwächer. Ausländer zeigten dagegen nur geringe Veränderungen. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft sehr gering. Geld war zum Medio etwas gefragt, und Tagesgeld stellte sich auf 2,5 bis 4,5 Proz.; die übrigen Sätze waren unverändert. Auch im Verlaufe setzte sich die Abwärtsbewegung auf den meisten Marktgebieten fort. Die deutschen Außenhandelsziffern für August, die einen Ausfuhrüberschuß von 175 Millionen ausweisen, blieben völlig ohne Einfluß. Die Kurse gingen weiter um 1 bis 3 Prozent zurück. Die verspätet festgesetzten übrigen Kaliwerte wie Aschersleben und Westeregeln hatten 15 resp. 16 Prozent verloren. Ungünstige Rückwirkung des Wahlausfalls auf die Börse 13 9 78.5 37 201 207 327 Philipp Holzmann ...... 7 Zementwerk Heidelberg . • 10 Cementwerk Karlstadt. ... 10 Waytz & Frevtag......8 13 y. 91,75 Anfang» Kurs 15 9 7? 36 stosse um 0,5 Prozent auf 115,3 (115,9), die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,2 Proz. auf 116,6 (116,8) und die 3ndexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,3 Prozent auf 148,4 (148,8) nachgegeben. Die 3n- dexziffer für Kolonialwaren ist um 0,2 Prozent auf 108,1 (107,9) gestiegen. * Mehlpreisermäßigung. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat am 13. September den Preis für Weizenmehl (Spezial 0) um 50 Pf. auf 41 Mk. ab Mühlenstation ermäßigt. * Reueinstellung von Arbeitern bei Siemens & Halske. Wie WTB.- Handelsdienst hort, hat sich in den letzten Tagen bei der Siemens & Halske-A.-G. der Beschäftigungsgrad der Werkstätten ein wenig gehoben, so daß die Mehrzahl der bisher mit Kurzarbeit beschäftigten Arbeiter wieder voll arbeitet und darüber hinaus über 500 Reueinstellungen vorgenommen werden konnten. Diese Belebung ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß es in der letzten Zeit gelungen ist, mehrere größere Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 15. Sept. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen- Rassau) Hektolitergewicht von 76 Kg. 247,50 bis 250; Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Rassau und llnterfranfen) Hektolitergewicht von 70 Kg. 170 bis 171; Hafer, inländischer, 165; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 40,50 bis 41,25; Roggenmehl 27,75 bis 28,75; Weizenkleie 6.75 bis 7,00; Roggenkleie 6,75; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 28 bis 40; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 36 bis 70; Schiuß- lurs 13 9. Schultvcir Patzenhofer . Ostwerke....... Aku......... Bemberg....... Zellstoff Waldhas . . . Zellstoff Alchaffenbiirg . Charlottenburger Malier Deffauer KaS..... Daimler Motoren . . . Deutlche Linoleum . • Maschinenbau 01.-®. . » Not. Automobil . . . • Orenstein & Koppel . • Leonhard Tietz . . • • Sveneko....... Kursrückgänge auch an der frankfurter Börse. Frankfurt Ja. M., 15. Sept. Tendenz: schwach. — Das unerwartete Ergebnis der Reichstagswahlen verursachte an der Börse eine starke Zurückhaltung und Unsicher- h e i t, und die Schwierigkeiten der Bildung einer arbeitsfähigen Koalition wurden lebhaft erörtert. A u f allen Märkten karnMa- terial heraus, das nur schlecht Aufnahme fand. Die Spitzenwerte verzeichneten meist Kursrückgänge von 5 bis 10 Prozent. Bei der allgemein herrschenden Verstimmung traten Momente wie die günstige Entwickelung der deutschen Außenhandelsbilanz im August vollkommen in den Hintergrund. Besonders stark war das Angebot in Farben- Aktien, der Kurs der Farben-Aktie wurde 8,5 Prozent niedriger festgesetzt. Größere Verkäufe wurden außerdem am Elektromarkt vorgenommen. an dem AEG. 4,5 Prozent, Licht & Kraft 7,75 Prozent, Schuckert 9,5 Prozent, und Siemens sogar 14,25 Prozent einbühten. Am stärksten waren die Kurseinbrüche am Markte der Kaliaktien, an dem Aschersleben volle 10,5 Prozent, Westeregeln 12 Prozent abgeschwächt waren, während das Angebot in Salzdetfurth zunächst so groß war, daß eine Notierung nicht zustande kam; die Taxe lautete zirka 20 Prozent niedriger. Ami Rentenmarkt waren Reichsbankanteile besonders stark gedrückt, die 6,75 Prozent verloren. Die übrigen Werte lagen 1,5 bis 3,5 Proz. schwächer. Montanwerte still, doch ebenfalls im Ausmaße von 2,5 bis 4,5 Proz. gedrückt. Angeboten waren ferner Waldhof minus 7 Proz., Aku minus 4 Proz. und Deutsche Erdöl minus 4,60 Proz. Deutsche Anleihen waren ebenfalls abgeschwächt, vor allem Altbesitzanleihe, die 1,40 Prozent nachgaben. Schutzgebiete jedoch teuren gut behauptet. Auslandrenten waren still. 3m Verlause nahm die allgemeine Zurückhaltung noch z u, und Umsätze kamen nur vereinzelt zustande. Die Kurse blieben auf dem stark gesenkten Riveau überwiegend etwa gehalten. Man verwies darauf, daß schon in der vergangenen Woche von Kreisen, die mit einem ungünstigen Wahlausgang rechneten, größere Verkäufe vorgenommen worden feien, und auch die Reichsbank für etwaige Abziehung von Auslandgeldern vorgesorgt hatte. Später traten auf verschiedenen Märkten neue kleine Kursrückgänge ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1992, gegen Ulnlaug» Kurs 15 9. 89,25 165 127,75 89 106,5 115 140,25 127 175 121 122 236 134 164 123,5 104,25 135,25 132,25 131 133 187 Ergebnisse lassen schon jetzt eine beträchtliche Aenderung der Atmosphäre des neuen Reichstags voraussehen. — ,,L' Ordre" zieht bereits Schlüsse aus den Ergebnissen der Reichs- tagsteahlen, die sie zurückführt auf die französische Außenpolitik, die man nach dem gestrigen Wahlergebnis endlich aufgeben müsse. — »Fi 6 ar o" sagt, das Ergebnis sei dazu angetan, eher bittere Gedanken über die erhofften! Folgen der Briandschen Geste der Saargebietsräumung hervorzurufen. — Der sozialistische „Populaire" hebt hervor, die Sozialdemokratie habe den Angriff der Reaktion zurückgewiesen, sie habe die deutsche Republik vor der Diktatur bewahrt, sie habe wieder einmal der Sache des Friedens gedient. Auch die Berliner Berichterstatter der Rachrichtenpresse äußern sich bereits. So hofft der Berichterstatter des „M a t i n" auf eine große Koalition. Der Berichterstatter des „Quo- tidien" erklärt, angesichts der Lage bleibe die einzig mögliche Kombination eine Verbindung des Zentrums mit der Sozialdemokratie. Den gleichen Standpunkt vertritt der Korrespondent des „Petit Parisien". Am pessimistischsten unö* temperamentvollsten: äußert sich der Korrespondent des „3 o um al". Rach einem Hinweis, daß das Ergebnis des 14. September 1930 di e schlimmsten Befürchtungen übertreffe, fragt er: „Welchen Weg wird Deutschland einschlagen? Was wird der Winter bringen, wenn die Zahl der Arbeitslosen auf 4 Millionen steigen wird? Wirtschaftskrise — Reichstagsauflösung — Krise des Regimes — Gewaltstreich — Unordnung — alles das ist das Gespenst der Zukunft." Das „Journal" erklärt weiter, daß man sich den Sieg der Nationalsozialisten nicht anders erklären könne als dadurch, daß das deutsche Volk plötzlich den Kopf verloren habe. Hitler und Hugenberg seien zur Stunde unbestreitbar die Herren des Landes. — Der „Petit Parisien" sieht in dem Wahlausgang eine Nieder- lageBrünings.da gerade diejenigen Parteien, auf die er sich gestützt habe, am meisten geschwächt aus den Wahlen heroorgegangen seien. Sicher wird sich das Wahlergebnis sehr stark auf Vie deutsche Außenpolitik auswirken. Oer erste Eindruck in London. London, 15. Sept. (TU.) Die englische Presse, die den Wahlkampf mit einer gewissen Unruhe verfolgte, ist der Ansicht, daß die Lage im neuen Reichstag schwierig sein wird. Man ist besonders überrascht über das außerordentlich starke Anwachsen der Rationalsozialisten und erklärt sich die Wahlerfolge der beiden Flügelgruppen auf der Rechten und der Linken aus dem Unmut der Wähler über die politische und wirtschaftliche Rot Deutschlands. Diese Gesamtbeurteilung von englischer Seite zeigt, daß die englische Oeffent- lichkeit und Presse die Lage in Deutschland fast durchweg unrichtig beurteilt und sich gar nicht der Gefahren bewußt war, die durch die fortgesetzte Drangsalierung Deutschlands auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet eines Tages ausgelöst werden mußte. 3ahre hindurch hat die englische Presse in keinem ihrer Teile Verständnis für die Bedeutung eines gesunden Bürgertums in Deutschland gezeigt. i.llhr» Kurs 15 9. Schluß» kurs 13- 9. 91,5 167 131 91,75 107,25 116,25 143,65 129,75 182,5 123,75 123,75 249 138,75 132 142,4 107,5 143,5 134,9 140 156 198,25 124,5 159 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Schluß» fürs 13 9 37,13 203 209,5 330.5 Datum 6% Seunaje tneichsauteiye von 1027 ......... 7% Deutlche ReichSanleihe von 1929 .......... Deutlche «nl.»ALlöl^SchulL mü AuSlos.-Rechten....... DeSgl. ohne AuSIof.-Rechte . . . 8% Hell. Bolieftaat von 1929 trückzahll». 102%)...... Oberhellen Provinz»Anleihe mii AuZlos^Rechten....... Deutlche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1....... 8% Franks. Hyp.-Bank Voldpse. XIII unkündbar 614 1934 . . . 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar big 1932 ..... *y»% Rheinische Hyp.-Bank fitqu. Boldpse......... 6% Pr. LandeSpsandbrtesanstalt, Psandbriese R. 17...... 8% Pr. LandeSpfandbriesanstalt, ftomm^CbL R. SO...... 7% Pr. LandeSpsandbrtesanstalt, Pfandbriefe R. 10...... A.T.G. abg. Borkriegt-Obligationen, rückzahlbar 1932 ..... Datum oamourg-Ämerila Patei . . . < Hamburg-Südam. Dampfschiff - 8 Derlln, 13- September Geld STlef Amerikanische Noten...... 4,193 4,213 Belgische Noten. ...... 58,28 58,52 Dänische Noten ........ 111,98 112,12 Englische Noten . ....... 20,39 20,47 16,445 16,505 Holländische Noten ....... 168,58 169,26 Italienische Noten........ 22,02 22,10 Norwegische Noten....... 111,93 112,37 Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling 59,18 59,42 Rumänische Noten....... 2,485 2,505 Schwedische Noten ....... 112,43 112,87 Schweizer Noten ........ 81,53 81,85 Spanische Noten ........ 45,66 45,84 Tschechoslowakische Noten. .... 12,38 12,44 Ungarische Noten ....... 73,27 73,57 Veoiscnmarkt Berlin - Jranffurt a. M. 84,75 103,5 103 84,5 79,75 13 September 15 September -amtliche Kotierung -llmtltme Kotierung 60,5 59,5 61,5 _ Geld Briet Geld Briet 'Jlmft.» 'Hott. 168,75 169,09 168.81 169.15 248 248 Bucn-'Aires 1,528 1,532 1,534 1,538 — — Brss.-AntN). 58,45 58,57 58,45 58,57 84 80 198 84,25 194 97,5 Chnsiiania. ikopendagrn 112,18 112,21 112,40 112,43 112,19 112,26 112,41 112,48 92,5 — 92 87 Stockholm - 112,63 112,85 112,65 112.87 — 126 133,5 127 Helsingfors. 10.551 10.571 10,555 10,575 94,75 — 96,5 —— Italien . . . 21,96 22,00 21,97 22,01 —— — 94 93 London. . . 20,377 20,421 20,382 20,422 — — 134,5 129,75 Neunork . . 4,1925 4,2005 4.1940 4,2020 29,25 —- 29,65 28 Bori4.... 16,46 16,50 16,465 16,505 173,5 — 174,5 166,5 Schweiz . . 81,34 81.50 81,375 81.535 — — 41,25 — Spanien. . 45,90 46,00 45,40 45.50 —" — 13,75 13 Japan - . . 2,069 2,073 2,070 2,074 — — 56 Mio de Jan. 0,421 0,423 0,422 0,424 135 —— 135,13 311,5 131 Wien in D-- 311 —• 309 Ctft abgest- 59,215 59,335 59,245 59,365 Prag . . . 12,443 12,463 7,442 12,448 12,468 23 _ 22,75 — Belgrad . . 7,428 7,430 7.444 20,5 _ 30,5 Vudavrst - . Bulgarien. Lissabon . 73,44 3,035 73,58 3,041 73,445 3,037 73,585 3,043 33,25 32 32,75 18,82 18,86 18,82 18,86 97,75 — •W Danzig. . . Konstantin. 81,50 81,66 81,50 81,66 97,5 — —— — 1,784 1,789 1.784 1,789 — — — Athen. . . 5,445 5,455 5,435 5,445 98,5 — — —— Canada . . 4,1970 4,2050 4,1990 4,2060 150 -- 151,75 Ucnquaä. . 3,387 3.493 3,506 3,514 143 141,75 — Tatro . . . 20.89 20,93 20,895 20,935 «ß 3 ■- £ S .9 '.i y •5®; -7 ge c ® = r> 's a E = ÜÜC. 2 -- = Ä 3 U s, «W u v* C « u 3,hF.c u o so-jV - o ilih Ät 3 ;» ■D Q 5 - -HD"! H 3 fc -.5 r: 9 5 65^, gegangen feien, sehr stark auf in. MNti "'S) i. >London. Dir englische einer gewissen , dah die Lage ;in wird. Man s außerordent- ilsozialisien und beiden Äugel- icr Linken aus W &6aft I liche lklot ieutleilunfl von .glische W*. Deutschland san und 'ich g°e war. di- durch Deutschlands auf Gebiet eines Jahre hindurch lern ihrer T^e eines gesunden eigt. int"®* gritj "TW 112-87 10.575 y.o> V >& 1.07* o.u* effe ahl. Spruch.) 2iz ,5 s'ch re. 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