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Lange in Stehen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulltrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Drelle örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig, für Ne» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorfchrist 20" mehr. ThefredaKteur Dr Friedt Wilh Gange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Gange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Ted Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filier, sämtlich m Gießen Ein neues Kapitel. Der Reichstag hat die Gesetze zur Durchsüh- rung bes Poungplanes angenommen, der Reichs» r a t hat von ihnen Kenntnis genommen, ohne von seinem Einspruchsrecht Gebrauch zu machen, und der Reichspräsident hat sie unterzeichnet und ausgefertigt. Deutschland hat damit das Seine für das rechtzeitige Inkrafttreten des neuen Zahlungsplans getan, nun ist es Aufgabe der Parlamente der Gläubigermächte, ihrerseits das Haager Vertragswert unverzüglich zu ratifizieren. In Frankreich wird dies vermutlich. noch in diesem Monat geschehen, so daß ein Anlaß, den im Haag vereinbarten Termin für die endgültige und restlose Räumung der Rheinlande zu verschleppen, nicht mehr besteht. Auch die Bank für internationale Zahlungen, das wichtigste Organ des Reuen Planes, wird sich ooraussichtl.ch noch im Monat Mai in Basel konstituieren und wir sind gewiß, daß Deutschlands Interessen durch den neuen Reichsbankpräsidenten Dr. Luther mit Umsicht, Sachkenntnis und größter Entschiedenheit gewahrt werden. Damit ist dann der Uebergang vom Dawes- plan zum Poungplan vollzogen. Ein schmerzliches Kapitel deutscher Reparatlonspolitik wird abgeschlossen und ein neues begonnen, von dem wir heute nur das eine wissen, daß es bestimmt nicht das letzte sein wird. Denn wenn auch mit dem Inkrafttreten des Poungplans die Periode der unbegrenzten 'Zahlungen vorüber ist, so wäre cs doch eine gefährliche Täuschung, zu glauben, daß die deutsche Wirtschaft imstande wäre, die ihr durch diesen neuen Zahlungsplan aufgebürdeten Lasten auf die Dauer zu tragen. Sie wird das um so weniger können, als die Gläubiger heute so wenig wie in der Aera des Dawesplans willens find, die Erzeugnisse deutscher Arbeit aus ihren Märkten aus- zunehmcn, also Deutschland die Möglichkeit zu geben, durch gesteigerte Leistungen und ihre Ausfuhr, zu verdienen und hereinzuholen was notwendig wäre, um feine Reparationsfchuld zu bezahlen. Es gibt Leute, die den Poungplan deshalb besonders begrüßen, weil er das Reparationsproblem aus der Sphäre der Politik rückt und es den Händen der Finanz anvertraut. Es steht heute jedoch noch keineswegs fest, ob nicht gerade hieraus uns einmal eine große Gefahr erwachsen kann, ob nicht zumindest eine Revision des Poung- vlans, die theoretisch ohnehin im Plan selbst eng begrenzt ist, durch diese Privatisierung der Reparationsschuld sehr erschwert wird. Das sind jedenfalls Fragen, auf die erst die Zukunft eine Antwort geben wird. Aber wenn man glaubt, das Reparationsproblem scheide mit der Annahme des Poungplans aus der deutschen Außenpolitik aus und die deutschen Staatsmänner könnten sich nun anderen, brennenderen außenpolitischen Ausgaben zuwenden, so wird sch dies gewiß sehr bald als ein grundlegender iinb verhängnisvoller Irrtum Herausstellen. Das Neparationsproblem, für das der Poungplan keinesfalls die sog. Enblöfung darstellen kann und darf, mürb nach wie vor Kardinal punkt unserer Politik bleiben, aber es wirb sich in ben nächsten bohren freilich erst barutn hanbeln, b i e inner- Politischen Voraussetzungen für eine neue außenpolitische Aktion mit dem Ziel einer Revision auch dieses Houngplans zu schaffen. Denn das eine fehen wir heute, wenn wir auf die nun abgeschlossene Phase der Reparationsverhandlungen zu- ruckschauen, doch wohl klarer, als vor drei Jahren, baß diejenigen Recht behalten haben, die damals tie Stunde für eine Revision des Dawesplans für rod) nicht gekommen hielten. Hätten wir gewartet, bis der Dawesplan zu Ende exerziert war, bis vor allem die Franzosen das Ausbleiben der -kutschen Zahlungen am eigenen Leibe erst einmal empfindlich gespürt hatten, so wäre vielleicht ruf vernünftigerer Grundlage mit ihnen zu verbandeln gewesen. Ein „vielleicht" ist natürlich auch auf diesem Wege, denn wer hätte damals sagen tonnen und wer kann es heute, ob nicht die deutsche Wirtschaft in der Daweskrisis zusammengebrochen wäre. Verhängnisvoll war zweifellos die in Genf tatsächlich zugestandene Verbindung von Repara- lion und Räumung noch verhängnisvoller die durch "lie schrankenlose Ausgabenwirtschaft des Reiches und der öffentlichen Hand durchaus umzureichende finanzpolitische Rüstung, in der wir die Revisions- rerhandlungen aufnahmen. So fehlten wesentliche Voraussetzungen für ein gutes Gelingen: eine gün- "ftige außenpolitische Konstellation und Widerstands- Iraft im Innern. Aus dem schon schlechten Gutachten 3er Pariser Sachverständigen wurde der noch schlech- iere Haager Vertrag und als man endlich unter dem 2ruck des Reichsbankpräsidenten Schacht Hilferding Durch Moldenhauer ersetzte, da war es zu spät, um in winer gründlich verfahrenen Situation noch wesentliche Verbesserungen zu erzielen. So tarn auf der .weiten Haager Konferenz das Vertragswert zu- Kande, das der Zentrumsführer Brüning mit Recht et n neues Diktat genannt hat, weil es einem leiber nicht ohne eigene Schuld ohnmächtigen Schuldner von entschlossenen und im Endziel einigen Gläubigern mit der Pistole in der Hand aufgezwun- gen wurde. Trotzdem sind wir der Meinung, daß ti der Lage, in der wir uns nun einmal befinden, Sie Unterzeichnung des Poungabkommens bas kleinere Hebel war, nicht nur, weil ber neue 3lan uns gewisse, wenn auch durchaus ungenügende finanzielle Erleichterungen bringt, die man in unsrer Lage nicht bagatellisieren sollte, sondern weil end) in diesem Augenblick die deutsche Wirtschaft eine Daweskrisis vermutlich nicht mehr durchgehalten hätte ohne wirtschaftliches Chaos und schwere i nnerpolitifdje Erschütterungen. Aber sei dem, wie ihm wolle, das Inkrafttreten tes Poungplans ist Tatsache geworden, ein neues Kapitel im Reich der Reparationspolitik beginnt Der „große alte Mann" an der Spitze des Reiches, Heue Verhandlungen über die Gestaltung des Reichsetats. Noch immer keine Einigung. Am Dienstag Vortage des Regierungsprogramms im Reichstag Berlin, 14. IBärj. (Junffprud).) wie die „I.1L“ aus ben Finanzverhandlungen der fünf Regierungsparteien im Reichstag erfährt, haben sich die (Erörterungen am Freitag vor allem auf die Frage der Arbeitslosenversicherung und das Problem der Steuersenkung konzentriert. Bei der Arbeitslosenversicherung find die Gegenfähe in den Auffassungen nach wie vor sehr groß. Die Volks- Partei ist gebeten worden, für die nächsten interfraktionellen Besprechungen, die am Montag stattfinden, schriftliche Reformoorfdjläge zu unterbreiten, die dann Gegenstand ber Aussprache fein sollen. Bei ber Frage ber Steuersenkung ist das Problem ber Gewerbe st euer unb (örunb- oermögensfteuer nunmehr in ben Borber- grunb gerückt. Für beibe Steuerarten verlangt bie Deutsche Bolfspartei im Rahmen ber geplanten Caffenfenfung eine wesentliche Ermäßigung, unb in parlamentarischen Kreisen hat man den Eindruck, daß grundsähliche Widerstände hiergegen von ben anderen Parteien der Regierungsgemeinschaft nicht mehr erhoben werden. Heber bas Finanzprogramm der Reichsregierung, bas offiziell in den bisherigen Verhandlungen noch nicht zur Aussprache gestanden hat, soll von Dienstag ab gesprochen werden. Am Dienstag findet im Reichstag b ie e r ft e L e - f u n g bes Regierungsprogrammes statt, bie von Reichsfinanzminister Dr. THolbenfjauer mit einer kurzen Erklärung eingeleitet werben wirb. Es verlautet, bah bie erste Lesung ber Steuervorlagen am Dienstag abgeschlossen werden soll, so bah am Mittwoch schon ber Steuer- ausschuh )ufammentreten kann, damit bie Entwicklung bis zum Reichsparteitag ber Deutschen Volkspartei bereits ein Stück weitergeführt ist. Das Sparprogramm Moldenhauers. Erste Vorarbeiten für eine Berwaltungs- bere nfachung. Berlin, 15. Marz. (TH. Funkspruch.) Wie der Demokratische Zeitungsdienst erfährt, sind im Reichsfinanzministerium die Vorarbeiten für das große Reichssparproll r a m m begonnen worden, das der Reichsfinanzminister gemeinsam mit dem Reichssparkommissar vorlegen will. Durch die preußischen Anträge zur Iustizgesehgebung wird, einer der Punkte dieses Sparprogramms demnächst verwirklicht werden, da das Reichskabinett den gesetzgebenden Körperschaften eine Vorlage über die kleine Oustizreform zuleiten wird. Weiterhin wird eine Vereinfachung der Verwaltung durchzuführen sein, und zwar in Verbindung und unter Annäherung an die Länderverwaltungen. Die Aushebung des Reichsentschädigungsamtes beschäftigt zur Zeit den Reichstag. Weiterhin ist notwendig eine möglichste Vereinfachung der Steuergesetzgebung und der Steuerverwaltung. Zu erörtern bleibt die Uebertragung der Bauverwaltung und des Reichswasserschuhes einschließlich ihres Deamten- apparates an die Länder zur Vereinigung mit ihrer Bau- und Polizeiverwaltung. Gegen derartige Pläne machen sich aber bei den einzelnen Reichsressorts noch Wider st ände geltend. 3m Hinblick auf die sozialen Lasten muh eine Verminderung angestrebt werden, und zwar einmal auch durch eine Verwaltungsreform, so wie sie für die Ar- beitslosenver sicherung erneut geplant ist. Dringender Reform bedarf auch das Versorgungswesen. Endlich wird es notwendig werden, ein Sparprogramm für das Reichs- Heer und die Reichsmarine festzulegen, damit im besonderen bei der Marine über die etwaigen Bauten Klarheit geschaffen wird und planmäßig gearbeitet werden kann. Städte und Finanzreform. Nnqcnüg ndc Brrültfichtigung ber kommunalen Belange. Nürnberg, 14. März. (TU.) Der hier tagende Vorstand bes Deutschen Städtetages nahm einen Bericht über die Pläne der Reichsfinanzreform entgegen. Mit Bedauern mürbe festgestellt, baß bisher bie Frage ber Fortführung einer georbneten gemeinblichen Finanz- wirtschaft völlig unzulänglich behandelt worden sei, obwohl deren Gestaltung für die Allgemeinheit ebenso wichtig sei wie die von Reich unb Ländern. Reich unb üänber mühten bie Gemeinden unbedingt erforderlichen Mittel sichern. Die Förderung des Wohnungsbaues bleibe eine der wichtigsten kommunalen Fragen. Der laufende Bedarf von jährlich 250 000 Wohnungen müsse unter allen Umständen erstellt werben. Dio Heranziehung von A u s l a n b s m i t te l n sei unerläßlich Fehlbetragsbeschlüsse für 1929 und Fehlbetragshaushalte für 1930 würben bie Städte mit allen Kräften vermeiden. In einer Entschließung wird darauf hingewiesen, bah einschneibenbe Maßnahmen unerläßlich seien, um dm burd) ben Druck ber Erwerbslos e n l a st e n brohenben finanziellen Zusammenbruch zu vermciben. Mit großer Beschleunigung müsse die Krisenfürsorge vom Reich neu geregelt, zeitlich unbefristet unb allen Berufen, insbesondere auch den ungelernten Arbeitern, gewährt werden. Das lebhafte Interesie der Presse an ben Arbeiten unb Nöten ber kommunalen Selbstverwaltung würbe allseitig begrüßt. Mit bem beut- scheu Stubentenwerk in Dresden ist eine Zusammenarbeit auf bem Gebiete bes stubentischen Stipendien- und Fürsorgewesens vereinbart worden. Kurswechsel in Moskau? Stalin befiehlt die Zwangsmaßnahmen gegen Bauern und Kirchen einzustellen kowno, 14. März. (Tel.-Au.) Wie aus Moskau berichtet wird, hat am Freitag das Präsidium des Zentralkomitees der kommuni st Ischen Partei der Sowjetunion unter Vorsitz Stalins folgende Beschlüsse gefaßt: Nachdem die Sowjetbehörden bisher die individuellen Bauernwirtschaften zwangsweise aufgelöst haben, hat die Partei festgestellt, daß eine solche ko11ektivisier u n g nicht mehr den Interessen der Partei entspricht. Die Partei verlangt, daß die Auflösung der individuellen Bauernwirtschaften nicht mehr zwangsweise, sondern nur noch freiwillig erfolgen dürfe. Das Polit-Bureau der kommunistischen Partei der Sowjetunion hat beschlossen: 1. Sofortige Einstellung sämtlicher Mahnahmen gegen die individuellen Bauernwirtschaften. 2. Sämtliche Märkte sollen sofort geöffnet werden. Zur religiösen Frage gibt das Zentralkomitee folgende Vorschriften: Die Schließung von kirchen. ist nur im Falle eines tatsächlichen Wunsches der überwältigenden Mehrheit der Bauern und nut nach Bestätigung eines dahingehenden Beschlusses der Bauenwerfammlun- gen durch die ®?bietsejefutiofomitees zulässig. Personen, die sich der Verhöhnung der religiösen Gefühle der Bauern schuldig machen, müssen aufs ffrengfte zur Verantwortung gezogen werden. Zum Schluß macht es das Zentralkomitee den Parteiorganisationen zur Pflicht, Funktionäre, die nicht fähig oder nicht gewillt sind, einen entschiedenen Kampf gegen Entstellungen der Parteilinie zu führen, von ihren Po st en abzusehen. * Die Meldung über den Umschwung der Innen» und Wirtschaftspolitik der Sowjets kommt trotz der Tragweite, die die Beschlüsse des Polit-Bureaus allem Anschein nach haben, nicht völlig überraschend. Schon Stalin hat sich in seinem kürzlich erschienenen Artikel sehr scharf gegen eine überstürzte Kollektivisierung der Bauernwirtschaften ausgesprochen und besonders die Zwangsmaßnahmen scharf gerügt, die überall angcwendet wurden, um die Bauern zur Aufgabe der privaten Landbewirtschaftung zu veranlassen. Die Einstellung dieser Zwangsmaßnahmen und die Genehmigung an die Bauern, ihre Erzeugnisse wieder in freiem Handel auf den Markt zu bringen, was offenbar mit der gemeldeten Oeffnung der Märkte gemeint ist, bedeutet das Eingeständnis, daß das bisherige Kollektivisierungstempo nunmehr den Sowjets selbst bedenklich erscheint und daß die Kollektivlawine sämtliche Pläne der landwirtschaftlichen Organisation des Sowjetstaates Über den Haufen zu werfen drohte. Bon dieser Erkenntnis bis zum anscheinend radikalen Herumwerfen des Steuers war bei Stalin stets nur ein kleiner Schritt. Wenn er damit, wie es nach außen scheinen könnte, den Weg der Opportunitätspolilik beschritten hat, so darf doch aus den Beschlüssen des Politbureaus nicht etwa der weitgehende Schluß auf eine grundsähliche Umstellung der Sowjetpolitik oder gar auf eine Aufgabe des landwirtschaftlichen Teiles des Fünfjahresplanes gezogen werden. Die Maßnahme ist nur so aufzufassen, daß die Sowjets die Rotwendigkeit einer Atempause zur gründlichen Durchorganisierung der bereits bestehenden Kollektivbetriebe eingesehen habe und vor der Hand von einer Fortsetzung der ilmtoanö* hing im bisherigen Tempo absehen. Richt zu übersehen sind vorläufig die Motive, die die Sowjets zur Umkehr auch in ihrer Kirchen- Politik bewogen haben. Cs muß angenommen werden, daß der einhellige Protest des Auslandes gegen die Christenverfolgungen in Moskau doch nicht ohn e Eindruck geblieben ist. Man wird aber abwarten müssen, wie sich dieser Beschluß in der Praxis a u s w i r ken wird. dessen Name draußen in ber weiten Welt ben Begriff Deutschland verkörpert wie kein anberer seit Bismarcks Tagen, hat in einer Botschaft an sein Volk, bie man nur mit tiefer Erschütterung unb Ehrfurcht vor ber Selbstzucht unb Weisheit bes greifen Patriarchen zu lesen vermag, ben Schlußstrich gezogen unter bas, was in ben letzten Monaten unb Wochen Deutsche von Deutschen schieb, unb neue große unb schwere Aufgaben gestellt, bie unser aller gesammelte Kraft forbern. t)inbenburg, ber sich währenb bes langen Kampfes um ben Poungplan barauf beschränkt hatte, bie Meinungen von Befürwortern unb Gegnern bes Plans zu hören, gibt jetzt klar unb eindeutig, ohne Winkelzüge unb Vorbehalte, wie es feiner graben, offenen Natur entspricht, bie Grünbe bekannt, bie ihn zur Unterzeichnung bes Poungabkommens veranlaßten. Weir weist er, ber „in ber großen Schule ber Pflichterfüllung" gelernt hat, stets ohne Rücksicht auf bie eigene Person seine Pflicht gegenüber bem Vaterlanbe zu tun, ben ihm nahegelegten Gebauten zurück, burd) einen Volksentscheib ober seinen Rücktritt bie Verantwortung von sich abzuschie- ben. „Schweren ober festen Herzens" hat ber Reichs- präsibent nach reiflicher, gewissenhafter Prüfung unterschrieben, im Gefühl feiner Verantwortung für Deutschlanb unb seine Zukunft. Es ist ebenso töricht wie beleibigenb für bas Reichsoberhaupt, wenn bie Botschaft Hinbendurgs als ein neuer Beweis bafür angesprochen wirb, baß ber Reichsprcisibent „bas Opfer eines frivolen Schachzugs ber Koalition" geworben fei, unb man ihm unterstellt, baß er „unter bem Einfluß ber politischen Vorträge, bie bie Regierungsmänner beim Reichspräsidenten ständig in Szene setzen" etwas unterzeichnet habe, was er nicht Wort für Wort mit feiner ganzen Persönlichkeit zu decken gewillt sei. Wer unvoreingenommenen unb offenen Herzens Hinbenburgs Botschaft gelesen hat unb auf sich wirken ließ, weiß, baß sie nicht „bas Werk ber Umgebung Hinbenburgs" ist, „bie bie 'Regierung decken unb einen Keil zwischen den Reichspräsidenten und der nationalen Rechten schieben will". Es ist überraschend und schmerzlich zugleich, wie der zweite Reichspräsident das Schicksal des ersten teilt, von dem grade bie Kreise, bie sich ihm besonbers eng verbunden fühlten, in dem Augenblick sich abwandten, wo er in hohem staatsmännischem Verantwortungsgefühl für das Ganze andere Wege ging, als sie. Wir find dessen sicher, Hindenburg wird nicht irre werden an seinem Volk und er wird auch im Lager der nationalen Rechten bis weit in die Kreise derer, bie heute im ersten Gefühl ber Enttäuschung glauben „Abschied" neh; men zu müssen, eine breite unb starke Front ber Gutgesinnten finben, bie bereit finb, unter seiner Führung unb mit seinem Beispiel vor Augen in ber harten Schule ber Pflichterfüllung, bie er uns lehrt, „sich unter Ueberwinbung bes Irennenben unb Gegensätzlichen zusammenzufinben in gemeinsamem Wirken für unsere Zukunft, in ber es wieder ein freies, gefunbes unb starkes beutsches Volk geben soll". Hinbenburgs Aufruf zur „enischlofsenen praktischen Arbeit" ist feine leere Phrase. In einem Schreiben an den Reichskanzler hat er der Reichsregierung ein umfangreiches innerpolitisches Programm zur Aufgabe gestellt. Wieder Ordnung schaffen im eigenen Hause ist bas nächste Ziel, ist die erste Voraussetzung für einen neuen Versuch, unsere Repearationsschulb zu erleichtern. Der Reichspräsident hat fein Wort dafür eingesetzt, daß als erste notwendige Folge dec Annahme des Poungplans mit ber von den Parteien der Mitte dringend geforderten Sanierung der Staatsfinanzen unverzüglich begonnen wird. Wir erwarten, daß das Kabinett Müller nun, wo es die Autorität bes Reichspräsibenten hinter sich weiß, sich enblid) zu Taten aufrafft statt sich wieberum, wie es nach ben Fraktionspalavern ber letzten Tage fast ben Anschein haben könnte, bie Initiative von ben Parteien aus den Händen winden zu lassen. Auch uns paßt vieles und wesentliches nicht an dem Finanzprogramm der Regierung, aber es allen recht zu machen, oder auch nur fünf KoaUkionsparteien, wird selbst Herrn Hermann Müller nicht gelingen, und wenn er bis Ostern über dieser Aufgabe brüten sollte. Der Reichstag muß also vor die klare Entscheidung gestellt werden, ob er die Finanzpolitik der Regierung mitmachen will oder nicht. Vom Kuhhandel der Parteien, der in den letzten Tagen soweit ging, daß die Bayern unter persönlicher Führung Helds ihre Zustimmung zum Poungplan von der Erfüllung finanzieller Sonderwünsche abhängig machten, hat das Volk übergenug. Gs will sehen, daß endlich etwas geschieht, um aus dem Finanzelend herauszukommen. Ist dieser Reichstag dazu außerstande, schicke man ihn getrost nad) Hause, ist die Regierung nicht fähig, die Führung zu übernehmen bei den großen Reformarbei- ten, die kommen müssen, wenn wir nicht nach Jahr unb Tag uns bem gleichen Chaos gegenüber sehen wollen, so wage man es, sie zum Rücktritt zu zwmgen. Nur endlich Schluß mit bem Treiben- lasten. Möge Hindenburgs Botschaft auch nach dieser Seite hin aufrüttelnd und mahnend den Beginn eines neuen Kapitels bedeuten. Oie Ratifizierung des ffoung- plans in Frankreich. Frankreich roiU zu seinem Geld kommen Parts. 15. März. (MTV. Funkfpruch.) Die Regierung wird dem Kammerausfchuß für auswärtige Angelegenheiten und dem Finanzausschuß am kommenden Dienstag die Texte der Haager Abkommen übermitteln. Ls ist der Wunsch der Regierung. daß das Plenum der Kammer sich am 25. Mär; mit der Ratifizierung beschäftigt und daß diese am 28. März spätestens aber in den letzten Tagen des Monats März, vollzogen ist. Die nationalen und internationalen 3n- teressen erforderten, so wird halbamtlich erklärt, daß die Internationale Zahlungsbank, die den hauplorganismus des Doungplanes bildet, u n - verzügltch In Tätigkeit trete, da die groben Kommerzialisierungs- und Anleiheoperationen, die für Lnde April vorgesehen gewesen seien, unumgänglich noch im Frühjahr vorgenommen werden mühten, und zwar deshalb, damit Frankreich die Gewähr habe, dah die Mobilisierung der ersten Tranche, die ihm zukomme, vor der für den 30. Juni vorgesehenen Räumung des Rheinlandes erfolge. Oie Bank für internationalen Zahlungsausgleich. Berlin, 14. März. (MTB.) Die Reichs- bank teilt mit: Heber die Berfchiebu n g des Erösfnungsdatums der Bank für internationalen Zahlungsausgleich gehen wieder ausländische irreführende Rachrichten durch dre deutsche Presse. Tatsächlich liegt folgendes vor: Auf der Ende Februar dieses Jahres abgehal- tenen Konferenz der Äotenbankler- ter in Rom kam bereits zum Ausdruck, dah die Bank ihre Pforten am 1. April 1930 nicht öffnen könne, wenn die Ratifizierung des Haager Protokolls nicht von Belgien. Frankreich, England, Italien und Den schland bis zum 5. März 1 930 durchgeführt fei. Da schon auf der Tagung in Rom fefti-unb, dah dieser Termin nicht eingehalten werden könne, so wurde schon in Rom die Eröffnung der Bank erst für den 1. Mai 1930 in Aussicht genommen. Hugevbergs Programm. Rach der Unterzeichnung des Boungvlans. Berlin, 14. März. (TU.) Zu der Unterzeichnung der Pounggesetze durch den Reichspräsidenten nimmt der deuhchiiationale Parteiführer Dr. Hugenberg in programmatischen Ausführungen Stellung, in denen es u. a. heißt: „Unbeschadet der persönlichen Einstellung eines jeden einzelnen zu dem einst von uns aus den Schild erhobenen Reichspräsidenten können wir nach seiner gestrigen Erklärung nicht unausgesprochen lassen, daß wir den darin eingeschla- genen politischen Weg zu gehen, nicht in der Lage sind. Wir können es schon der Verantwortung wegen nicht. Daß der Reichspräsident nicht unseren Ratschlägen folgt, sondern den andersgerichteten Ratschlägen seiner näheren Umgebung, ist bereits während des Volksbegehrens zu- tagegetreten. Wir konnten und durften uns dadurch 'in der Vertretung dessen nicht beirren lassen, was nach unserer Ueberzeugung zur Rettung unseres schwer gefährdeten Landes und Volkes notwendig ist. Die Gefahr war und ist die doppelte. Zeitlich im Vordergründe steht das unmittelbare liebel des Poungplanes Wir waren und sind verpflichtet, dieses liebel in seiner ungeschminkten Furchtbarkeit allen denjenigen in Deutschland und darüber hinaus klar und begreiflich zu machen, die nicht durch ihr Ruhebedürfnis und ihre Abneigung störende Wahrheiten zu hören, dazu verurteilt sind, sich von den Einflüssen des Auslandes und seiner deutschen Mitläufer einlullen zu lassen. Die zweite noch viel größere Gefahr ist die, daß der deutsche Geist in Deutschland erstickt wird, der preußisch-deutsche Be- freiungsgeist, der im geraden Gegensatz zu dem händlerischen Voungplangeist steht Aus der siegreichen Kraft dieses preußisch-deutschen Befreiungsgeistes heraus kann schließlich jedes Olmutz, jedes Jena, jede Wallensteinzeit und jeder Poungplan überwunden werden. Volksbegehren und Volksentscheid haben gezeigt, daß unser Weckruf zur Abwehr dieser Gefahr von einer wachsenden Minderheit gehört und befolgt wird. Wir müssen und können die machtlose Minderheit in eine Mehrheit, in eine rettende Macht verwandeln. Alle Bedrückungen, alle Betörungen, alle Täuschungen und alle Treulosigkeiten werden das nicht verhindern. Sie werden vielmehr nur die Kraft der Bewegung stärken. Wir sind keine politischen Kinder, weder die Alten unter uns noch die Jungen, die am kommenden Sonntag ihr Trutzlied singen wollen. Wir sind uns völlig klar über den Weg, den wir zu gehen haben. Ein Gleichnis: Könige pflegen verloren zu sein, wenn sie sich ihre Ratschläge bei den Feinden des Königtums holen. Des Königs treue Mannen aber sind verpflichtet, auch in solchen Zeiten gegen die Feinde und falschen Freunde des Königs zu kämpfen. So darf auch uns, so darf auch denjenigen, vor deren Augen das kommende neue Reich steht, nichts von dem klaren Marschziele ablenken. Auch nicht die Enttäuschung darüber, daß derjenige andere Wege wandelt, unter dessen Fahnen gekämpst werden sollte. In aller Ehrfurcht vor dem Alter und vor den Taten des Feldherrn müssen wir sagen: Das Wort von der Einigkeit der Deutschen schafft die Tatsache nicht aus der Welt, dah Deutschland nur im Kamps gegen die durch die eigenen Reihen schleichenden Mächte, gegen marxistische Vaterlandslosigkeit, gegen bürgerliche Feigheit, gegen Willenlosigkeit uno Ruhebedürfnis, gegen Unehrlichkeit, Zersetzung und Seelenlosigkeit wieder gesund und stark werden kann. Der Weg zur Gesundung der Wirtschaft, den auch wir gehen wollen, der Weg aufwärts und heraus aus den Abgründen, der Weg zur Rettung oller einzelnen ist der Weg des Kampses und des Willens." Treugelöbnis der Dolkslonservativen für Hindenburg. Berlin, 13. März. (TU.) Der Reichstags- abgeordnetc Treviranus hat namens der Bolkskonservativen Dereini- g u v g an den Reichspräsidenten von Hindenburg einen Dries gerichtet, in dem die Bereinigung dem Präsidenten ihre unveränderte Treue und Ergebenheit zum Ausdruck bringt Auch die chri st l i ch.sozia len Abgeordneten des Reichstages und Landtages haben dem Reichspräsidenten telegraphisch einen Huldigungsgruh geschickt Mister Meirich wünscht ein Lrmächtignngsgesetz für die Regelung der Selreidezöste. Berlin, 14.März. (Prio.-Tel.) Die außerordentlich starken und schnellen Veränderungen auf den Getreidemärkten, die von den Vorgängen des Auslandes im hohen Maße abhängig sind, haben jetzt den neuen Vorschlag auskommen lassen, dem Reichsernährungsmini st er auf gesetzlicher Grundlage im Rahmen bestimm- ter Grenzen, vor allem hinsichtlich der Getreidezölle, für die Zukunft die Entscheidungsfreiheit zu geben. Allem Anschein nach hat dieser Gedanke auch im Reichs- ernährungsministerium eine günstige Aufnahme gefunden, da man mit diesem beweglichen System besser den Veränderungen auf den Getreidemärkten zum Schutz der deutschen Produktion folgen kann, als mit einer in allen Einzelheiten ge- sctzlich feftgekgten Zollpolitik auf längere Zeit Die Ermächtigung für Zollfestsetzungen durch den Minister — in Frage kommt Weizen, Roggen und Futtergerste — würde nach unten und oben abgegrenzt werden und von der Zustimmung durch einen Ausschuß abhängia gemacht sein. Die Parteisachveiständigen sollen noch vor Beginn der kommenden Woche dem Min fter ihre Stellungnahme übermitteln Auf sozialpolitischem Gebiet sind, wenn auch für weniger wichtige Fälle als sie die Getreidezölle darstellen, solche Elmächtigunyen in bestimmten Grenzen für den Minister bereits bei verschiedenen Gesetzen vorgesehen. Auch die kürzl'.ch erfo'gte Zollerhöhung bei Kaffee und Tee beruhte aus eine Ermächt gung, die ein älteres Gesetz dem Reichsfinanzminister grg:ben hatte. Der Reichsernährungsminister, der am Donnerstag den landwirtschaftlichen Sachverständigen im Reichstage seinneuesAgrarprogramm mündlich dar- gelegt und die Meinung der Parteien dazu tennengelernt hatte, ist gegenwärtig mit der s christlichen Formulierung feines Programms beschäftigt. Er wird am Samstag sein Programm den Vertretern der Parteien schriftlich vorlegen. Schon am Freitag be^chäf t gte sich e i n e F r a k° tionssihung der Demokraten mit diesem Programm, das in seinen Grundzügen bereits bekannt ist. Die beiden Hauptstreitpunkte bilden die Getreidezölle und das Mais Handelsmonopol. Minister Dietrich wünscht, wie oben schon gesagt, ein Ermächtigungsgesetz, das ihm in sehr weitem Rahmen die Heraufsetzung der Zölle, namentlich auch der Weizenzölle, ermöglicht, ohne den Reichstag neuerlich zu befragen. Die demokratische Fraktion erklärte sich damit auch einverstan- den. Bei den anderen Parteien bestehen jedoch lebhafte Bedenken gegen ein so weitgehendes Ermächtigungsgesetz. Schon bisher kann allerdings die Regierung von sich aus beispielsweise die Weizenzölle in einem Rahmen von 3 bis 9 Mark regulieren. Eine Ausweitung dieses Rahmens in dem Maße, dah die Zölle gegen die Weizeneinfuhr geradezu prohibitiv wirken würden, lehnen jedoch die Sozialdemokraten unbedingt ab. Anderseits begegnet der Vorschlag, die Maiseinfuhr zentral zu regeln, dem Widerstand eines großen Teiles der demokratischen Fraktion, die im Interesse des Handels keine Zwangswirtschaft wünscht. Gerade diesen Vorschlag aber halten die Sozialdemokraten für wertvoll. Ausschlaggebend dürfte schließlich die Haltung des Zentrums fein. Eine Erklärung dieser Partei erwartet man in der Besprechung am Samstag. WirksameRoggenpiopaganda Berlin, 14. März (Priv.-Tel.) Die seit einigen Wochen mit Energie durchgeführte Propaganda im Interesse der deutschen Landwirtschaft zur Hebung des Verbrauchs von Roggen hat nach den bisherigen Feststellungen der Veranstalter bereits einen recht guten Erfolg zu verzeichnen. Der rührigen Tätigkeit des Reichsernäh- rungs-ninisteriums, der HauZfrauenverbände, der Gesundheitsbeborden und der Presse ist es zu verdanken, dah der Konsum in den leb * en Wochen bereits um 10 bi s 1 5 Prozent zugenommen hat. Richt zuletzt haben auch die großen Organisationen des Däckergewerbes einen Anteil an diesem Eriolg und es ist erfreulich, festzustellen, dah gerade dieses Gewerbe, das durch die erhöhte Propaganda eine Einbuße seines wirtschaftlichen Ruhefsektes fürch ete, keine Gelegenheit zu irgendwelchen Klagen hat. Es kann nämlich auf Grund von eingehenden Umfragen festgestellt werden, daß sich bei der Hebung des Roggenmehlkonsums keine Beeinträchtigung, insbesondere des Kondito engewerbes eingestellt hat. Die Rachfrage nach Kuchenge^äck und Konditorwaren hat sich kaum wesentlich geändert. Angespornt durch diesen Erfolg wird daher, wie wir hören, in Kürze eine neue großzügige Werbeaktion für den deutschen Rogge n in die Wege geleitet werden, um noch einmal, und hoffentlich mit noch größerem Erfolg, die Bevölkerung sowohl auf die volkswirtschaftlichen wie gesundheitlichen Vorteile eines vergrößerten Roggenkonsums hinzuweisen. Emigllns zwischen Amerika und Japan in London London, 15. März. (WTB. Funkspruch.) wie I „Times" meldet, haben sich diejapanifche und die amerikanische Delegation b a r ü b er I geeinigt, dah die Tonnage der mit achtzölligen Geschützen bewaffneten Kriegsschiffe Japans auf 108 400 Tonnen beschränkt werden soll, während die Bereinigten Staaten 180 000 Tonnen haben werden. Dafür soll Japan ein beträchtlich stärkeres Kontingent an Zerstörern und U-Booten gewährt werden. Die Tonnage der amerikanischen mit achtzolligen Geschützen bewaffneten Kreuzer (18 Fahrzeuge zu je 10 000 Tonnen) entspricht demnach der zwischen Macdonald und Stimfon erreichten Vereinbarung, wonach ©robbt i t a n n i e n 15 Schiffe dieses Typs erhält. Japan würde im Jahre 1936 8 Kreuzer von je 10 000 Tonnen und 4 Kreuzer von je 7100 Tonnen besitzen. Dagegen würde, wie verlautet, die japanische Stärke an Zerstörern und U-Booten zwischen 75 und 80 Prozent der amerikanischen Stärke ausmachen. Es dürfte eine Woche vergehen, bevor eine. Antwort aus Tokio eintrifft. Die amerikanisch-japanischen Verhandlungen sind nicht durch ein formales Beharren auf einer starren Verhältniszahl — bekanntlich hatte Japan zunächst das Verhältnis 7:10 verlangt — eingeengt worden und es wird erklärt, dah man die Z u st i m m u n g der beteiligten Regierungen zu dem jetzigen Ergebnis zuversichtlich erwarten könne. Und de Rückwirkung aus Europa? Frankreich und Italien kommen zu keiner Emigung. London, 15. März. (ERD. Funkspruch.) Die heute von der „Times" gemeldete amerikanisch- japanische Einigung bedeutet den ersten Erfolg der Bemühungen, die sich, seitdem eine merkliche Abrüstung auf der Flottenkonfetenz nicht mehr in Frage kommt, auf die Ausschaltung des Wettrüstens bis xum Jahre 1 936 richten. Wenn die japanische Regierung den Verzicht ihrer Delegation auf die von ihr stets geforderten 70 Prozent der englischen und amerikanischen Tonnage billigt, ist im Rahmen der Konferenz wenigstens der Abschluß eines, wenn auch bescheidenen und wegen der starken Betonung der O-Bootwaffe nicht sehr verheißungsvollen D r e i - Mächte-Abkommens gesichert. Sollen inzwischen Italien und Frankreich, in besondere das letztere, ihre Flotten ohne Beschränkung au:bauen können? Die hierin liegendeGe,ahr veranlaßtMacdonald, nachdem die Verhandlungen mit Brian b an dessen Sicherheitsforderungen gescheitert sind, zu einem verstärkten Einwirken auf G r a n d i zur Bekanntgabe der italienischen „ Flottenbedürfnisse" und zur Einigung mit Frankreich. In seinen noch nicht abgeschlossenen Unterredungen mit Grandi erneuert Briand selbstverständlich den Versuch, politische Garantien zu e rhalten. Die Italiener verlangen aber nach wie vor, dah die Regelung aller unerledigten französisch - italienischen Meinungsverschiedenheiten erfolgen muß, bevor ein französisch italienischer Vertrag abgesch'ossen werden kann. Sie zeigen in diesem Punkt, der sehr komplizierte Probleme berührt, die gleiche Festigkeit wie in der Frage der Parität. Die Tatsache, daß in der Bemerkung der französischen Denkschrift über Mächte, mit denen ein Krieg undenkbar sei, Italien nicht genannt wurde, hat anscheinend a b k ü h l e n d auf die anfangs entgegenkommende Stimmung der italienischen Delegation gewirkt. Macdonald und die amerikanischen Delegierten würden Zugeständnisse von italienischer Seite zwar sehr begrüßen, wagen aber nicht, einen starken Druck au^uüben, der indirekt die allgemein als übertrieben er- kannten Ansprüche Frankreichs begünstigen würde. Oas Republikschuhgeseh In zweiter Lesung vom Reichstag angenommen. Berlin, 14. März. (WTB.) Im Gegensatz zu den stürmischen Szenen am Donnerstag verlies der Abschluß der zweiten Beratung desRe Publikschuhgesetzes in der heutigen Reichstagssitzung verhältnismäßig friedlich. Das Gesetz wurde mit etwa 110 Stimmen Mehrheit in der Ausschuhfassung angenommen. Die Ausschußbeschlüsse sind nur insofern geändert worden, als nicht nur die Reichs^ und Lan- dessarben, sondern die Farben oder Flaggen des Reichs oder eines Landes gegen Beschimpfung geschützt werden sollen. Mit dieser von der Deutschen Dolkspartei beantragten Aen- derung fallen auch d i e schwarz-weihrote Kriegs- und Handelsflagge des Reiches unter den Schuh des Republikschuhgesehes. Eine weitere Aenderung gegenüber der Ausschuhfassung liegt darin, dah nach den heutigen Reich, tagsveschlüssen das Re- publikschuhgeseh spätestens am 31. Dezember 19 32 außer Kraft tritt Bisher war nur vorgesehen, dah es mit dem Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuches seine Geltung verliert — Die dritte Lesung des Republikschutz- gesehes soll am Samstag, 10 Uhr vormittags, beginnen. Die Schluhabstimmung wird erst in der Dienstagsihung erfolgen, da der Montag voraussichtlich sihungsfrei bleiben wird. In der heutigen Sitzung wurde auch daS Brotgesetz in erster Beratung dem Volkswirtschaftlichen Ausschuß überwiesen. Es will, wie Reichsernährungsminister Dietrich kurz ausführte, den Verbrauch deutschen Roggens fördern u. a. durch die Einführung eines gewissen Kennzeichnungszwanges für Brot und durch die Vorschrift, daß nur noch 5 v. H. Weizenmehlzusah beim Roggenbrot zulässig fein soll. Das Gesetz werde die Arbeit in den Bäckereien erleichtern: denn es sehe vor, dah Roggenbrot, Weizenbrot und Mtchorot künftig nur noch nach festem Gewicht bei gleitendem Preise verkauft werden darf. Die Regierung stehe auf dem Standpunkt, dah es belfer sei, deutschen Roggen zu konsumieren, als bei der schlechten Finanzlage ausländischen Wei- zen in riesigen Mengen zu importieren. Wir haben grohe Mengen Roggen zu Schleuderpreisen nach Skandinavien verkaufen müssen, weil er in Deutschland nicht abzusetzen war. Wit Polen haben wir uns in der Preisfrage verständigt jetzt unterbietet uns aber Sowjetruhland. Oer Volksentscheid für gültig erklärt. Berlin, 14. März. (WTD.) Das Wahl- Prüfungsgericht beim Reichstag hat in feiner heutigen Sitzung in Sachen Prüfung des zweiten Volksentscheides folgende Entscheidung getroffen: „Die Abstimmung bei dem Volksentscheid Dom 22. Dezember 1929 ist gültig. An der Abstimmung hat sich nicht die Mehrheit der Stimmberechtigten beteiligt." Ein Ermächtigungsgesetz in Thüringen. Zur Durchführung von Sparmaßnahmen. Weimar, 14. März. (T.-H.) AIS erster Schritt zu einer grundlegenden Einsparung innerhalb der thüringischen Staats, inanzen ist dem Landtag soeben der Gesetzentwurf eine« Ermächtigungsgesetzes zugegangen, dessen Beratung bereits in der kommenden Woche beginnen wird. Das Ermächtigungsgesetz sieht eine Uebertragung der gesetzgeberischen Befugnisse des Landtages auf die Regierung vor, soweit es sich darum handelt. Behörden auszuheben, zusammenzulegen, Zuständigkeiten auf dieGemeindenbzw. aus das Reich zu übertragen und staatliche Polizeibehörden an Stelle kommunaler unter gleichzeitiger Beitragsleistung der Gemeinden und.Kommunen einzurichten. Außerdem sieht das Gesetz weitgehende Pensionserleichterungen für die Staatsbeamten vor, die sowohl auf ihren eigenen Antrag als auch durch Versetzung in den Ruhestand bereits pensioniert werden können, wenn sie bis zum 31. Dezember 1933 das 60. bzw. bei einer ruhegehaltsfähigen Dienstzeit von 40 Jahren das 53. Lebenswahr erreicht haben. In der Begründung wird bemerkt, dah jeder Beamte. der freiwillig in den Ruhestand tritt, den Deamtenabbau erleichtert und die Staatsregierung der Rotwendigkeit enthebe, ihn zwangsweise in den Wartestand zu versetzen. Abstimmungsfeiern in Oer Nordmark. Hamburg, 14. März. (Tel.-Un.) Am heutigen Freitag, dem Tage der zehnjährigen Wiedertehr des Abstimmungssieges in der zweiten Zone, finden in der Nordmark zahlreiche Gedenkfeiern statt. Flensburg hatte bereits am Vorabend reichen Flaggensa-.nuck a nge^egt. Rach einem Fackelzug fand ein Degrüßungsabend statt. Al- Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden waren u. a. Oberpräsident Kürbis, Regierungspräsident Dr. Abegg, Vizepräsident Dr. Thom und Landeshauptmann Pahlke erschienen. Oberbürgermeister Dr. Todsen (Flensburg) gedachte des verstorbenen ehemaligen Abstimmungskommi sars Dr. Adolf K o st e r. In Sch leswig hatte sich eine große Menschenmenge auf der Schühenkoppel eingefunden, wo ein großes Freudenseuer angeAÜnbet worden war. Die führenden Blätter der Rordmark widmen dem 14. März an hervorragender Stelle ausführliche Artikel, in denen die Bedeutung de- Abstimmungssieges vor zehn Jahren bargelegt wird. Ministerpräsident Braun hat an den Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ein Degrüßungstelegramm gerichtet, in dem er der Bevölkerung der zweiten Abstimmungszons für ihre Treue zum deutschen Daterlande dankt. Oie Detierlaae. JMst Thoryiavn Aberdeen- Imvg. .latent ItiacM—!a Freitag, « 14. P\ärz. 1930J7h. abds. w- G wonrenios <3 nute/ Q nai» Dedecn ® woiKifl. • * Sehnet ^Graupeln «ntvei R Orw,i-cr.® windstille leichte» O$i d i>a$$iflei Südsüdwest Q Murmiscne lordVöl Die Piene iheoen mit oem wmdi Oie oooen Stationen stehenden Zeh- len oeven d.e lemperatui an Oie im.en «romden Orte mit gleicht» tut Meeresniveau umcerechneten Luftdruce Wettervoraussage. Nachdem bereits in den gestrigen Rachmittag- stunden die Kaltluft des Hollandwirbels wieder Temperaturrückgang brachte, sowie zur Durchbrechung der Wolkendecke und Aufheiterung führte, hat heute Warmluft der neuen Störung wieder Eintrübung mit Riederich ägen gebracht. Die neue westliche Störung hat weitere Ausdehnung gewonnen und rückt mit ihrem Kem dem Festland näher. Unter ihrem Einfluß steht die Wetterlage, so daß bei anfänglicher leichterer Abkühlung weitere Riederschläge auf treten. Die Wcch elha.tigkeit und die Temperaturfchwankun- gen bleiben bestehen, fo daß mit Temperaturanstieg wieder Rückgang mit Durchbrechung der Wolkendecke folgt Wettervor aus! age für Sonntag. Weiterhin wechselhaftes Wetter mit Riederschlägen, anfänglich milder, dann Abkühlung. W i 11 e r u n g s a u s s i ch t e n für Montag. Kühles, teils aufheiterndes, teils wolkiges Wetter mit vereinzelten Schauem. Amtliche Dinterfportnachrlchten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Starker Schneefall, 0 Grad, 12 an Schnee, etwas Pappschnee: Sportmöglichkeit vorhanden. — Herchen - Hainer Höhe: Starker Schneefall, 0 Grad, 20 an Schnee, etwas Pappschnee: Ski- und Rodelmöglichkeit gut. Sauerland. Winterberg: Nebel, —1 Grad, 22 an Schnee, Pappschnee: Ski- und Rodelmöglichkeit gut. Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, ± 1 Grad, 50 an Pappschnee: nur Skilauf möglich. Ssgchh Utouti 'W Z>S JäIVÄ 'juch« Poll, BP°umunal r ttb»nr?'°cminu' « vto 5"Z- <2 ffi $Qben- 2n H lebet5e, o beLn, ^uhr. 1 nabbou ei. 8'Mung der Avt. ^sweise in den kN in Oer t :"^nVm ^u*wn 'M AeKrlch bts le" 3one, ünbtn in Sebenljeiern reits am Sorobenb Aach einem gsabend statt. Lj atsWrSen waren 'eqierungWtxnü Dom und Landes- Oberdürtzmneistkr e des verstarb ilfatä 5t Wf eine große Ihm ivppel eingesmten, angezündrt worden der Äordmart wid« agender Stelle aui- die Bedeutung des ; Jahren dargelegt aun hat an den , Schleswig-Holstein ^richtet, in dem er n Abstimmngszone n Qktetlanbe dankt. K » jnw-, 7 >’ Hy 05» Y •,t}a *» ^^^nBach'nM' esingen )Uandwttbel° .. und „nygiinir'j t der L ®blajt ; ihrem EMAiertt anf-än9 &cten- Schlage ÄchwanklM' tfÄk** * - d>l«A i-O »* iterndes- S»-- ;.ä£%g I'S^S < «til rb-l^j. und > *“■ w Aus- der Provinzialhauptstadt, ließen, den 15. März 1930. Bolkstrauertag. LaS deutsche Soll hat im vorigen Jahrhundert .rationale Festtage gefeiert, die die Herzen mit Stolz erfüllten. Lange ging der Nachhall der Völkerschlacht von Leipzig durch die deutsct^n Gaue, besonders erhebend gestaltete sich die dO. Gedenkfeier. Damals, im Jahre 1863. klangen die Glocken durch Stadt und Land, man veranstaltete Züge, bei denen in Preußen die silber haarigen Veteranen, jubelnd begrüßt, einher- gingen. In Gießen seierte man das Fest zwei Tage lang mit Gottesdiensten und Versammlungen. Am Abend des 18. Oktober bewegte sich ein großer Festzug nach dem Trieb. Wahrend von der unten liegenden Stadt die Glocken lauteten. wurde ein Feuer angezündet. Es soll ein unvergeßlicher Anblick gewesen fein, als ringsum ßet von den Dergcsgipfeln die Fe st feuer in die dunkle Nacht hincinleuchteten Andere Ereignisse drängten die Gedächtnisfeier des Tage- von Leipzig dann zurück, dafür kam der Tag auf an dem Napoleon 111 gefangengenommen, und der andere, an dem das Deutsche Kaiserreich begründet wurde. Anders ist der Volkstrauertag. den wir morgen begehen. Wir wollen nicht vergessen, daß er ein Trauertsg ist 3m vorigen Jahrhundert stand das deutsche Volk nach einem Worte des vor dem Feinde gefallenen, jugendlichen Theodor Körner da, .bekränzt vom Glücke, in seiner Vorzeit heiligem Siegerkranz", heute erinnern wir unS an Worte des Alten Testamentes, an das Wort Davids: .Die Edelsten sind auf deiner Höhe erschlagen Wie sind die Helden gefallenl" an daS Wort Hiobs: .M^ -e Harfe ist eine Klage geworden und meine Pfe.fe ein Weinen." Wir feiern den Volkstrauerlag nur dann recht, wenn wir uns die Größe der Opfer, die für uns gebracht worden sind, und die Größe der Leistungen unserer Kämpfer vergegenwärtigen. Ties greift das Leid hinein in die deutschen Familien. Beinahe zwölf Jahre sind seit der Beendigung des Krieges vergangen, jetzt findet man schon viele Erwachsene, deren Vater gefallen ist. 3n allen Teilen Deutschlands trifft man alte Ehepaare. die einen oder mehrere Söhne verloren haben. Vier 3ahre haben die unseren ausgeharrt. Der Angriffskrieg, der im Anfang eine rasche Vorwärtsbewegung gebracht hatte, erstarrte bald im Schützengraben. In Crdlöchern. Granattrichtern und Stollen hat man tarn übermächtigen Feinde Trotz geboten. Die ganze Welt war gegen uns, auf europäischen und asiatischen Kriegsschauplätzen har deutsche Kraft sich bewährt, auch in Gefangenenlagern den Mut nicht verloren. Schließlich war jedes Dorf in Deutschland und im Kampfgebiete ein Lazarett, ein Sammelpunkt schwer leidender Menschen. Immer neue und immer ältere Jahrgänge rückten, ohne zaghaft und kleinmütig zu werden, in daS Feld. Deutsche Kraft in diesen schicksalsreichen Jahren war die Kraft des Aushaltens und der Hingabe. Wir denken da an ein Wort Jesu, das auf die Gestaltung des Gemeinschaftslebens aller Zeitalter auf das stärkste eingewirkt hat, es ist das Wort: ..Wer mir will Nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." Sich selbst verleugnen heißt unter Preisgabe aller eigenen Interessen anderen helfen. Es ist sicher, daß unter den Millionen, die an der Front standen, den allerwenigsten das Wort von der Selbstverleugnung bewußt vor der Seele stand, aber durch ihre Erziehung, durch den Geist, der seit Jahrhunderten in unserem Volke lebt, war der Sinn dieses Wortes ein Teil ihres Seelenlebens geworden Jeder wollte seine Schuldigkeit tun. jeder war bereit, sein Leben, seine Gesund^- ' —-v-.-» seiner Familie den grcß n gemeinsamen Zielen zu opfern. Die Feiei,.. uh. Bolts^cauertage in Kirchen, in Sälen und auf Kriegerfriedhöfen veranstalten, haben ihren Wert nur dann, wenn sie uns, den Lebenden, den Antrieb geben, uns in der Selbstverleugnung zu üben. Ein Volk, das nach einem großen Krieg sich um das Geld und die Macht streitet, in dem Haß und Lüge die treibenden Mächte sind, ist unwert der Opfer, die für es gebracht worden sind. Joseph Freiherr von Eichendorfs hat den Dingen auf den Grund gesehen, als er nach den Befreiungskriegen den Deutschen den heute noch geltenden -Rat gab: ,So laßt uns unser Deutschland denn umstellen, Bewachend brüderlich in treuer Hut, Mit Lehren. Rat und Sang die Herzen schwellen. Daß sie bewahren rein die heil'ge Glut. Den Ernst, den sie erkämpft in Bluteswellen, Der Ehr« Hort. Eintracht und freud'gen Mut! Friede dem Herd und ew'ger Krieg dem Bösen — So mag uns Gott von aller Schmach erlösen H. B. Äolkslrauertag - Feiern in Gießen. Das evangelisch« Landeskirchenamt hat bestimmt. daß auch in diesem Jahre der Volkstrauertag in den Kirchen begangen wird. In allen Gottesdiensten unserer evangelischen Kirchengemeinde, sowohl am Vormittag wie am Nachmittag, wird der Gefallenen gedacht werden. Im Vormittagsgottesdienst in der Stadt- kirche wird der Verein für christliche Musik, der aus 13 Bläsern besteht und der seither schon Hervorragendes geleistet hat, durch musikalische Vorträge mitwirken. Pümt.ich um 12 Uhr mittags wird die von der Bezirksgruppe Gießen des Volksbundes DeutscheKriegsgräberfürsorgeinder Neuen Aula der Universität veranstaltete Gedenkfeier zu Ehren unserer gefallenen Brüder beginnen. Die Gedenkansprache hält Universitätsprofessor Dr. Eger. Mitwir- lende sind der Bauersche Gesangverein, unter der Leitung seines Chormeisters G ö r • l a ch, ferner Frau Elfriede F i f ch e r (Klavier). Musiklehrer Franz Bauer jun. (Violine), Helmut Bayersdorf (Violine) und Heinz Eger (Cello). Zu dieser Gedenkfeier wird der Besuch aus allen Kreisen unserer Bürgerschaft erwartet, da der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als vollkommen überparteiliche Organisation sich mit seinen Gedenkfeiern an sämtliche Volksschichten, gleich welcher Konsession oder Partei, wendet. Man darf wohl annehmen, daß diese Gedenkfeier den gleich starken Besuch wie in den Vorjahren finden wird. Für Sihmöglichkeiten ist in weitgehendstem Maße vorgesorgt worden. Für den Abend ist in der JohanneS- kirche eine kirchenmusikalisch«. dem Charakter des Volks trauertages entsprechende Abendfeier vorgesehen, die um 20 Uhr ihren Anfang nehmen wird. Mitwirkende sind hierbei Frau Gertrud Wehl (Gesang). Organist Habicht (Orgel) und unsere Gießener Mili tärkapelle unter der Leitung des Obermusikmeisters L 5 b e r. Die Vortragsfolge sieht Sologesänge mit Orchesterbegleitung. Jnstrumental- solovorträge mit Orgelbegleitung Orchester- und Orgelvorträge vor. Da der Ertrag dieser Veranstaltung für die edlen Zwecke der Krieger- gräberfürsorge bestimmt ist. darf man Wohl wünschen und hoffen, daß unsere Mitbürger sich auch an dieser Feier in großer Zahl beteiligen. Bornotizcn. — Tageskalender für Samstag. G. D. A.. Preisverteiiung der Preise vom Reichs- beruss-Wettkamps, 20 Uhr, „Stadt Lich". — Erste Reichskurzschriftgesellschaft „Gabelsbergerund Samcnabtcüung: Vereinsabend, auf der Hardt. — 1871 bis 1921: Generalversammlung, 20.30 Uhr. „Stadt Kassel". — Geflügel» und Vogelzuchtverein: Jahreshauptversammlung, 20.30 Uhr, „Hessischer Hof". — Gießener Schwimmverein Monatsversammlung. 20.30 Uhr. „Hotel Schütz". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Vater und Sohn" (mit Harry Liedtke); auf der Bühne Hans Walden und Lilly Romay vom Metropol- Theater (Berlin). — Astoria-Lichtspiele: „Die Jagd nach der Erbschaft" und „Der erste Kuß" — Tageskalender für Sonntag. Stadt« Iheater: „Die andere Seite". 18 30 bis 22 Uhr — Volksbund Deutsche Kriegsaräbersürsorge: Gedenkfeier zu Ehren der gefallenen Krieger, 12 Uhr mittags, Neue Aula. — Musikalische Gedächtnisfeier für die Gefallenen, 20 Uhr, in der Iohanneskirche. — Eoang. Arbeiterverein (Evang Bund), Wart« burgoerein: Friedrich-Lienhard-Abend und Gedächtnisfeier, 20 Uhr, im Markusfaal (Kirchstraße 9). - Gießener Theater-Vereinigung: Familienabend, 20 Uhr, Kath. Vereinshaus. — Lichtspielhaus Bahn- hofstraye: „Vater und Sohn", auf der Bühne: Hans Walden und Lilly Romay vom Metropol-Theater (Berlin), vormittags 11.15 Uhr: Afrika-Großfilm Mensch und Tier im Urwald" mit Vortrag von Hans Schomburgk. — Aus dem D t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Die Premiere der nächsten Woche bringt Ugo FalenaS Lustspiel „Der letzte Lord". Deut.ch von Otto Eisenschitz. Dieses Stück hat seine Hamburger Lustspielprobe mü großem Erfolg absolviert. Ugo Falenas Stück spielt in der englischen Gesellschaft. Spielleitung hat Peter F a s f o 11. Die Hauptrolle spielt Annemarie Mewes. — Das große Theaterereignis der nächsten Woche wird das Opern- gastspiel am Freitag, 21. März, sein. Das Darm- städter Landestheater gastiert einmalig mit Rich. Wagners „Der fliegende Holländer". Beginn 19 Uhr. — Morgen. Sonntag. 16. März. 18.30 Uhr, Fremden Vorstellung: „Die andere Seite". (Ermäßigte Preise.) — Dienstag. 18. März. „Die Dache die 'ich Liebe nennt". Beginn 20 Uhr. — Die Deutsche Volkspartei in Gießen beruft in unserem heutigen Anzeigenteil ihre diesjährig« Hauptversammlung auf kommenden Montag, 17. März, 20.15 Uhr, in das Gasthaus „Hindenburg" ein. (Siehe heutige Anzeige.) •• Opem-Gast spiel in Gießen. Man schreibt uns: In der nächsten Woche, am Freitag, 21. März, sindet zum erstenmal in dieser Spielzeit im Stadltheater Gießen ein Opern-Gastspiel des Darmstädter Landestheaters statt. Es gelangt zur einmaligen Ausführung -Der fliegende Holländer". romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. D.e interejan.e Neueinstudierung der Wagnerschen Jugendoper hatte bei der Erstaufführung in Darmstadt einen ganz großen Erfolg. Spielleiter: Renato Mordo. Bühnenbildner: Lothar Schenk von Trapp. D i e Museen sind am morgigen Sonntag zu kleinen Preisen geöffnet. ** Schulpersonalie. AuS dem hessischen Schuldienst entlassen wurde der Lehrer Dr. Otto Michel an der Vorschule zu Gießen auf fein Nach uchen mit Wirlung vom 1. April ab. " Abenddienst für Angestellten- Dermittlung beim Arbeitsamt. Seit einigen Monaten wird die Angestelltenvermittlung bei den Arbeitsämtern einer gründlichen Neuordnung unterzogen. Diese bestand u. a. in der Beschaffung zweckentsprechender Räumlichkeiten. sowie in der Anlage einer neuen Der- mittlungskartei. An Hand der Kartei wird eine Vorauslese der für die vorliegenden offenen Stellen geeigneten Bewerber (innen) oorgenom- men. Sodann erfolgte eingehendste Prüfung der Bewerbungen für die in Rede stehenden offenen Stellen, und gegebenenfalls Vorlage der Bewerbungsbogen bei den Arbeitgebern. Wenn auch noch ständig an der Verbesserung dieser Einrichtung gearbeitet wird, so ist heute doch chon der Boden zur Ausdehnung der Vermittlungstätigkeit geschaffen. Deshalb ist nunmehr auch zur Einrichtung eines Abenddienstes geschritten worden. Dieser soll den in Stellung befindlichen Stellensuchenden, die während der allgemeinen Bureaustunden die Vermittlungsstelle nicht auf. suchen können. Gelegenheit geben, jeweils Mitt- wochs bis 19.30 Uhr persönlich vorsprechen zu können. r * Offenbacher Kunstgewerbeschule und Hess. Höhere Bauschule. Die unter Leitung von Prof. Hugo Eberhardt stehende Offenbacher Kunstgewerbeschule und die mit ihr unter derselben staatlichen Direktion verbundene Hessische Höhere Bauschule beginnen ihre Dom- mersemester am 1. April. Beide Anstalten führen ihr Programm in der bisherigen Weise durch. Die Klassen sind stark frequentiert, so daß weitere Anmeldungen nur bei rascher Erledigung berücksichtigt werden können. (Siehe heutige Anzeige.) •• „Sine nie wiederkehrende Gelegenheit ..." Die Freie Schneiderinnung für den Kreis Gießen bittet uns um die Aufnahme folgender Zeilen: Wer hat es noch nicht im Laufe der letzten Jahre erlebt, daß eines Tages freundliche Leute in feiner Wohnung erschienen und ihm eine „nie wiederkehrende Gelegenheit" zu billigem Stoffeinkauf anboten. „Prima Stoffe zu fabelhaften Preisen".....Na ja, unter uns gesagt, der Stoff ist ja eigentlich halb geschenkt: aber, man darf es fast nicht sagen," versichert der freundliche Mann, „er kann deshalb so billig fein, well er von England her- übergefchmuggelt wurde und kein Zoll darauf ruht". — Oder anders: „Mein Onkel, ein Fabrikant, hat Pleite gemacht und muß nun feine Bestände um jeden Preis verkaufen." — In allen möglichen Variationen wird hier versucht, die angebliche Preiswürdigkeit der an- gebotenen Stoffe glaubhaft zu machen. Wie mancher und insbesondere wie manche Hausfrau ist schon auf diese .nie wiederkehrende Gelegenheit" hereingefallen. Sie glaubte ein •gutefi Geschäft zu machen, mußte aber später bei Untersuchung der gekauften Ware durch einen Sachverständigen meist erfahren, daß diese vielfach nicht einmal den Macherlohn wert, zumindest aber fast immer wesentlich überteuert war. Noch nie wurde Deutschland mit Hausierstoffen so überschwemmt wie heute. Meist wird dabei die geringe Stoffkenntnis der Bevölkerung in unglaublicher Weise au:'gebeutet. So bedauernswert die Käufer sind, geschieht ihnen eigentlich nicht recht? Müssen sie sich nicht sagen, daß man beim Einkauf dieses Artikels, zu dessen Beurteilung eine durch jahrelange Erfahrung gefestigte Sachkenntnis gehört, sich des reellen Fachmannes bedienen soll? Die ortsansässigen Fachleute müssen auf eine reelle Bedienung Wert legen, weil nur daraus auf die Dauer ihre Existenz beruht. " Eine R e l ch s w e r b e w o ch e für das deutsche Schuhmacher Handwerk findet vom ,17. bis 24. März auf Veranlassung deS Reichsverbandes für das deutsche Schuhmacher- Handwerk im ganzen Reiche statt. Die Werbewoche. die auch in Gießen durchgeführt wird, soll dazu dienen, das breite Publikum auf Maßschuhwerk und auf die gute Schuhreparatur hin- zuwcifen. Diesem Zwecke werden össentliche Vorträge. Werbeschriften usw. dienen. Man beachte die Anzeigen der Schuhmacherinnung. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 16. März. Rcminiszere. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Schlaudraff; 11: Kindertirche für die Maktusgemeinde, Pfarrer Schlaudraff, 18: Pfarrer Mahr. — Iohanneskirche. 9.oU: Pfarrer Ausfeld: zugleich Militärgottesdienft: Beichte und hl. Abendmahl für die Militärgemeinde; 11: Kindcrkirche für die Iohannesgemeinde; Pfarrer Ausfeld: 18. Pfarrer Bechtolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Iohannesgemeinde; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle dcs Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz: 11: Kinderkirche; Pfarrer Lenz. — Elifabelh-Kleinkinderfchule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfarrer Lic. Waas. — Klein-Linden. 9: Hauptgottesdienst, Abendmahl für die Jungverheirateten; 11: Kindergottesdienst. — Dieseck. 10; 20: Opfer für die örtliche Kriegerehrung. — Atten-Bufeck. 10; 15. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Kollekte; 13.30: Lollar. — Haufen-Garbenteich. 10: Hausen: Feier des hl. Abendmahls; 13: Garbenteich. — BJafjen- born-Sieinberg. 13: Hauptgottesdienft; 14: Kurze Feier am Denkmal für die Gefallenen, 20: Kirchenkonzert. — Lich. 10: Oberstudiendirektor Dr. Zehnte (früher Missionar in Indien); 12.45: Kindergottesdienst: 14: Pfarrvikar Draudt. — Arnsburg. 10; Stiftsdechant Kahn. katholische Gemeinden. Samstag, den 15. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 16. März. 2. Fastenfonntag (Beginn der österlichen Zeit). Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17 30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt, kuingen. 8: Segensamt mit Predigt; 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10 30: Segensamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Segensamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Jlibba. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. So nia ,soie»st tl20.- odcr Unmöbliert 4 Zimmer nut Küche und Zubehör. Breis monatlich Jt 90.- Sckriiil. Anfragen un-er 2u04ll an den Gteu. Anz. erbeten. In rudlg., ireter Lage z-3 mööi. Wohn- il irmiaszimmer m. Küchenbenutzung zu vernileien 01774 Am .staorungs berg 3O,Garienb. v. 3 Simmet .w. möbl., evll. uUiu6bL m. Heizung und abgeschlossenem Vorplatz an ruhige Whetct abzugeben. Schrtstl. Angeboie unter 01819 an den Giest. 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Die Personenzüge 1874 (ab H aige r 18.11 Ifer, an Dillenburg 18.19 Uhr) und Pz. 1632 116 Dillenburg 18.28, an Giehen 19.39 llh»c) werden in Dillenburg zusammengeschlossen, wodurch wird eine weitere Rachmittagsverbin- iur.g von Siegen nach Giehen und, da 0^1632 in Giehen unmittelbar an den Pz. 9708 m"hlieht (ab Giehen 19.41 Uhr), nach Frank- u.r t geschaffen. Abfahrtszeit des Personenzuges jetzt ab G i e - h < n 8.14 Uhr nach Gelnhausen. Dieser Zug Tel. 2736 Dienstag. 18. März. 14.30 Uhr: Schallplattenkonzert: e i n feine Mitglieder und Freunde mit ihren Angehörigen zu einem Familienabend eingeladen. Der Abend war gut besucht und nahm einen sehr befriedigenden Verlauf, zumal auch einige Herren aus Großen-Linden in dankenswerter Weise ihre Zeit und ihre Kunst dem Verein zur Verfügung stellten. Musikstücke (Klavier und Violinen) wechselten mit Chören des Kirchengesangvereins ab. Auch einige Frauenchöre wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Der Ortsgeistliche hielt eine kurze Ansprache, in der er die Versammelten begrüßte und dann über D. Martin Luther als den Vater des deutschen evangelischen Kirchenliedes und Kirchengesangs sprach. Auch zwei Heine, flott gespielte Theaterstücke wurden auf- gesührt und fanden viel BeifalL Der Verein darf unter der Leitung seines trefflichen Dirigenten Heinrich Köhler aus Grohen-Linden auf dieses sein erstes öffentliches Auftreten außerhalb der Kirche stolz sein. " Watzen'born, 13. März. Am Sonntag hielt die Volksnationale Reichsver« e i n i g un g hier eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Lehrer Krausch aus Giehen über die Ziele dieser Reichsvereinigung in einem längeren Vortrag Auskunft gab. 3m Anschluß Kunststopferei König liefert die echte Pariser Kunststopfarbeit Keine Kleb- oder sonst Ersatzmethoden Reparatur oriental. Teppiche Mittwoch. 19. Mär;. 11.15 bis 11.45 Uhr. Lchulsunk: Deutsch — Vom deutschen Humor. 13.30 bis 14.30; Schallplattenkonzert: Walzer von Joses Lanner und Josef Gungl. Musik aus Tonfllmen). 15,15 bis 15.45: Von Stuttgart: Jugendstunde. 16 bis 17.45: Aus dem Volksbildungsheim Frankfurt a. W.: Konzert des Rundfunkorchesters: in der Pause (16.25): »Wanderfahrt und Gesundheit", Vortrag von Äegierungs- und Medizinalrat Dr. Hilt- mann (Wiesbaden). 18.35: »Die Metropolen des Ostens: Jerusalem und Damaskus", 2. Vortrag von Dr. Carl Hagemann (Berlin). 19.05: Von Stuttgart: „Bolivar und San Martin, Bilder aus dem südamerikanischen Befreiungskampf". Vortrag von Wahrhold Drascher. 19.30: Zeit- berichte: Deneschs Rechenschaftsbericht und das tschechoslowakische Parlament. 20.10: Don Stuttgart: Marschmusik des 1. Gren.-Batl.. 13. 2-R. 21: Don Stuttgart: Heinrich Lersch liest aus eigenen Schriften. 21.25: Lieder-Abend, Anna Marie Lenzberg, Werke von Hans Psitzner. Donnerstag, 20. März. 12.30: Schallplattenkonzert: Frühling. 15.15 bis 15.45: »Ein rheinischer Weberjunge erzählt". Improvisation von Paul Laven. 16 bis 17.45: Aus dem Kurhaus Wiesbaden: Konzert des Stadt. Kurorchesters. Italienische Komponisten. 18.05: Zeitfragen. 18.35: Otto Rombach liest aus feiner- Buch „Der Brand im Affenhaus". 19.05: Französischer Sprachunterricht. 19.30: Don Stuttgart: ölnterhaltungskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 20: Don Stuttgart: Vom Main zur Donau. 22: Don Stuttgart: Im Krug zum grünen Kranze. Eine heitere Schallplattenplauderei von Carl Struve. Freitag, 21. März. 12.30: Schallplattenkonzert: Trinklieder. 15.15 bis 15.45: „Mit dem Mikrophon auf einem Reubau" — Sprecher: Hugo Ramm. 16: Aus dem Kurhaus Bad Homburg: Konzert der Kurhauskapelle Burkart. 17.30: »Wanderrast in Dorfquartier und Jugendherberge", Dortrag von Architekt und Gewerbelehrer Jüngst, Frankfurt a. M. 18: Buch und Film. 18.35: Don Stuttgart: Acrztevortrag: „Wissenschaftliche Traumdeutung". 19.05: Don Stuttgart: Volkswirtschaftliche Reihe — „Moderne Weltschiffahrt", Vortrag von Prof. Dr. Erich Wunderlich. 19.30: Von Stuttgart: Das alte Lied. Ein Diedermeierlustspiel aus Dr. Fischers musikalischen Hauskomödien. 20.15: Von Stuttgart: Erster Frühling. 21.15: Don Stuttgart: Solistenkonzert. Das Philharmonische Orchester Stuttgart. 23: Don Stuttgart: Tanzmusik auf Schallplatten. 0.30 bis 1.30: Rachtkonzert. Samstag, 22. Mär;. 11.15 bis 11.45: Schulfunk: Französisch. 13: Schallplattenkonzert: Humor in der Musik. 14.15: Don Stuttgart: Jugendstunde. 16: Von Stuttgart: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17: Tanztee. 18 05: Frankfurter Bund für Volksbildung; „Wesen und Kultur der Schlesier", Vortrag von Clemens Taesler. 18.35: Stunde der Arbeit: »Reform der Krankenkasse", Vortrag von Hermann Heinemann. 19: Spanischer Sprachunterricht. 19.30: Operetten-Konzert des Rundfunkorchesters. 20: Aus dem großen Musiksaal des Stadtkasinos Basel: Sinfonie- Konzert der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel. 21.30: Bunter Abend. „ Leihgestern, 12. März. Am vorigen Sonntag hatte unser Kirchengesangver- an die Darlegungen des Redners fand eine rege Aussprache statt. X Rödgen, 13. März. Der Bericht in Nr. 60 des „Gießener Anz." über die Evangelische Frauentagung ist dahin zu ergänzen, daß auch der Frauenoerein Steinbach in der erfreulichen Stärke von 30 Mitgliedern an der Tagung teilgenommen hat. 7! Lollar, 13. März. Am Dienstagabend fand in der Gastwirtschaft „Sachsenhäuser Hof" die Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins statt. Der über das erste Dereinsjahr erstattete Bericht ließ den Ruhen eines solchen Vereins erkennen. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 66, darunter 65 Einzelmitglieder und eine Körperschaft (Gemeinde). Der Kassenbericht zeigte einen günstigen Abschluß. Beschlossen wurde für Ende März die Abhaltung eines weiteren Vortrages. Während die früheren Vorträge insonderheit den Obstbau behandelten, soll dieser sich auf den Garten- (Gemüse-) bau und die Bekämpfung der Gemüseschädlinge erstrecken. Auch der gemeinsame, verbilligte Bezug von Samen soll ausgenommen werden. ch Aus dem mittleren Lumdatale, 13. März. Die Winterfrucht auf den Aeckevn in unserer Gegend sieht vorzüglich aus: es sind keine Auswinterungsschäden zu beobachten. Ebenso zeigen die Kleeäcker einen geschlossenen Stand. DLich, 12. März. Im Rahmen eines öffentlichen Elternabends gelangte am Sonntag in oer Sonntag, 16. März. 7 bis 8.15: Don Hamburg: Hafenkonzert. 9 bis 10: Katholische Morgenfeier. 10.30: Don Berlin: Veranstaltung der sozialen Radiohllse des Ar- beiter-Radivbundes Deutschland. Ansprache des Reichsministers deS Innern, Severing. 12: Aus dem Plenarsihungssaal des Reichstags: Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräber- fürsvrge. 13.30: Eltern stunde: „Pädagogische Aussprache", Dreigespräch zwischen Therese Merzbach, Dr. Ernst Majer-Leonhard und Dr. Paul Laven. 14: Don Stuttgart: Kinderstunde. 15: Stunde des Landes. 16: Von Stuttgart: llnter- haltungskonzert des Rundfunkorchesters. 17.30: F. C. Weiskopf liest aus eigenen Werken. 18: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: ..Das Iubiläumsjahr", Vortrag von Intendant Hans Meißner. 18.30: „Der Prophet seines Rachruhmes: Stendhal". Vortrag von Dr. Leo LoewenthaL 19.30: Sportnachrichten. 19.40: Helden klage. Sinfonische Dichtung von Franz Liszt. 20: Den Gefallenen zum Gedächtnis: Brigade-Vermittlung. Hörbild von Ernst Johannsen. 21: Dachsche Kammermusik. Werke von 2. S. Bach. 22.50: Schallplattenkonzert: Fantasien und Sonaten von Mozart und Beethoven. Montag, 17. März. 12.30: Schallplattenkonzert: Dergleichen Sie...! 15.15 bis 15.45: „Als Rinderhirt auf einer Viehfarm im australischen Busch", Vortrag von Lehrer 'Fr. Voigt. Für Kinder vom 12. Jahre ab. 16: Aus dem Kurhaus Bad Homburg: Konzert der Kurhauskapelle Burkart. 17.30: Anläßlich der Wanderwerbewoche des Landesjugendamtes: „Führung und Führer auf Wanderfahrt", Vortrag von Hermann Ritter, Frankfurt a. M. 18.05: „Kunsthandwerk in unserer Zeit", vorgetragen von Dr. Curt Gravenkamp. 18.35: „Das Wirtschaftsleben des Saargebietes", Vortrag von Ge- richtsassessvr Albert Lütke, Syndikus der Han- de^kammer in Saarbrücken. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Klavier-Konzert. 20.15: Oberheffen. Landkreis Gießen. n' und Feiertags ..Dieser N stellt ^eßen täglich verein ab tz.42Ühr> ttbinbung ton :q bat. in Werltazn w Petsonenzug I\) Friedberg Ihr an FnMz er Personenzug <23 chen Frankfurt lab n 19.40 Uhr) auch n- und Feiertagen feto« ** ÄS aus Aeuyon " übertragen. Besichtigungen und Probefahrten bitten wir dort zu vereinbaren. Mtagsverbindung verkehrende Per- Uhr, Fried, Dergleichen Sie ...! 15.15 bis 15.45: Jugendstunde : „Die Werwölfe", eine Geschichte aus dem großen Kriege, vorgetragen von Rektor K. Wehr- han. 16: Hausfrauen-Rachmittag. 16 50: Vortragszyklus des Frauenverbandes Hessen-Rassau und Waldeck: „Eine Verlobte holt sich Rat in der Sprechstunde einer Rechtsanwältin", Vortrag von Frau Rechtsanwältin Dr. Cohnen (Frankfurt a. M.) 17.20: Von Stuttgart: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.55: „Die Aufgaben der Derkehrswacht", Vortrag von O. Schreiber, Geschäftsführer der Derkehrswacht Maingau E. D. 18.05: „Deutsch-französische Begegnung (Pontigny und Davos)", Dortrag von Professor Gottfried Salomon. 18.35: Don Stuttgart: „Erlebnisse und Erfahrungen in Denezuela", Dortrag von Studienrat Dr. W. Prinzhom (Hamburg). 19.05: Von Stuttgart: „Die Metropolen des Ostens: Kairo und Konstantinopel", 1. Vortrag von Dr. Carl Hagemann (Berlin). 19.30: Aus dem Musensaal der Städt. Festhalle Rosengarten in Mannheim: Akademiekonzert. 21.30: Don Stuttgart: Bunte Stunde. Sch such« meinen Daker, der in den Jahren 1858 bis 1864 n'th den Vereinigten Staaken auswanderte. Er nannte sicy Herman Julius Gremm. In Deutschland hat er sich angeblich Isenberg oder Eisenberg genannt Gremm war der Rame seines Paten. Ich bin bereit, demjenigen 2.« v eine Belohnung von SOOOollar zu zahlen, der die Identität meines Vaters einwanb- frei aufdeckt. - Nähere Informationen durch: Mrs. C. E. Kuller, 14 East 208th Street, New York, TR.tf USA. ai Louis if* *7 on CL ItuO («»’• die ®{ La für le P sten 5^ a entM litam,ne Strecke Friedberg—Hungen. Die bisher zwischen Hungen und Beienheim verkehrenden Somttags-Abendzüge werden nih im Sommer bis und ab Friedberg durch- «elührt, und zwar Hungen ab 20.00 ölhr, Beien- heim an 20.39 llfjr und weiter nach Friedberg, von Friedberg über Beienheim (ab 21.51 Utzr) nach Hungen (an 22.28 4lhr). Strecke Friedberg—Hanau. Die nach dem bisherigen Fahrplan zwischen riedberg und Hanau (ab Friedberg 17.25 Uhr, an Hanau 18.19 Llhr bzw. ab Hanau 13.34 Llhr, an Friedberg 19.41 älhr) nur toerf- Iifi8 verkehrenden Züge werden Im nächsten Win- Icr auch Sonntags verkehren. Der Pz. 1854, der jetzt um 5.06 in Friedberg abfährt und 6.08 in Hanau eintrifft, dlrd vom Sommerfahrplan ab unter Deibehal- turg der bisherigen Abfahrtszeit in Friedberg um 6 Minuten beschleunigt, so daß er schon um $tO2 in Hanau eintrifft und dort den Anschluß am den Zug nach Eberbach, der 4 Minuten | Inäter (6.06 Llhr) abfahren wird, erreicht. Strecke Gießen—Limburg—Koblenz. Ter Personenzug 422, jetzt ab Gießen 110.34 älhr, an Koblenz 14.22 Ufer, wird im lünftigen Fahrplan früher gelegt; er soll ab Ließen 10.24 Ufer verkehren und 14.09 il^r in ! ’ toblcnx eintresscn. Dadurch wird in Rieder- la bnstein künftig der Anschluß an D 67 nach ^äln-Amsterdam (Riederlahnstein ab 14 älhr) P irrreicht. Strecke Gießen—Dillenburg—(Siegen)—Vehdorf. Ter Personenzug 1625 ab Gießen 10.20 Uhr, I in Dillenburg 11.17 Uhr, wird bis Sie- |t:n beschleunigt durchgeführt. Er schließt in bi eßen an den Pz. 769 von Frankfurt a. M. an '(F-iankfurt ab 8.50 Uhr) und nimmt in Siegen Erstellen. Der bisherige Halt des v 275 kn Butzbach wird fortfallen. Butzbach wird durch ) 13.33 Uhr) und der nur Samstags verkehrende Personenzug 520 (Stockheim ab 13.51) Büdingen fal en weg. Zwischen Stockheim iKub Ortenberg wird Zug 510 beibehalten. An Stelle des zwischen R i d d a und Hungen v:rkehrenden Personenzuges (525 W), Ridda ab 19.48 Uhr, wird täglich ein Personenzug von d MSLJ MOTORRÄDER Alleinverkauf: Fried. Linker & Sohn Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlich. Frau Kath. Klopf und Kinder Gießen, den 15. März 1930. Deutscher Volkstrauertag 1930 Gedenk-Feier zu Ehren unserer gefallenen Krieger Sonntag, den 16. Marz 1930, mittags 12 ühr pünktlich, in der Neuen Aula der Universität: Gedenkansprache: Universitätöprofeffor Dr. Eger. Welfer wirken mff: Der Aauersche Gesangverein, unter -Leitung seines Chormeisters Görlach, Frau Elfriede Kischer (Klavier), Musikiehrer Franz Lauer jr. (Violine), Helmut Bayersdorf (Violine), Heinz Eger (Cello). Oie Einwohnerschaft Gießens wird zur Teilnahme herzlichst eingeladen. Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang eine freiwillige Spende erbeten. Die Ausgabe der plahnummern, die aus die Programme gedruckt sind, erfolgt am Eingang. Saalöffnung 11’4 Uhr. Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Hessen, Lezirksgruppe Gießen Trürnpert. Abends 8 Uhr in der Iohanneskirche: Musikalische Gedächtnisfeier für die im Weltkrieg Gefallenen Mitwirkenbe: Frau Dr. Weyl (Gesang), Organist Habicht (Orgel), die IS. L.« ^.-Kapelle des 1. Bataillons unter Leitung von Obermusikmeister W. Löber. Abends Programm 50 Pfennig M SonDl. an Her 2 gefiong dcre Vittel Kret'*3* rPfl lav 211 ent gcv rnijvgen. Sic Ha ffiillclbUT Mtfchla unb aw Schuld auf das öeustchcn üngeMI 015 19cc. ein flr£!' T'crSin jjn.Kn, fo an Siel der Dank eine Art röllerbur mm dem ausgetret 2nnahm< deutschen mit ihr grundlch qcn beg Seut/chlc gilt auch 6/20 PS Aga-Cabriolet 9/30 PS Opel-Viersitz., oll sehr preiswert im Auttrage zu verk Neils L Kraft, Gieben, Marharfier Str. 68 Telephon 2748, 2749 uibi< 2agcnha! hohem E iunehme^ vrsen, | lchästigei Eine durch, Mt, c "chaudei «cöelmfl buben n °'chts zu W gute Sucher t 3^ m °?.W1 A. unb 1C(^ E°lche ' M L Dealer schichte Der schauen Oedheu und fQ] bott 3l Ella fr'tbot, Ärzten E'e en( be w iein wieder , Sie fd t°eben n 8ers I fett?' s Alodie. ^°der e Mit, Äon t! einem o °nbeH Daz i zu mieten gesucht AuSfübrl. fcbriftL Angebote find fi richten uni. 21921 > an den Gieb. wj. Grau- und Deutsche Frauenkultur ORTSGRUPPE GIESSE S Lichtbilder-Vortrag am Mittwoch, dem 19. März 1930, abendi 8*-4 Uhr. im „Hindenburg“, Selterswee Herr Zeichenoberlehr.Schäfer spricht über Organische Entwicklung der Kinder- Kunst als Weg zur Erneuerung künstlerischer Volkskunst (nach Britsch) Eintritt für Mitglieder frei. — Gäste Heute morgen entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unerwartet mein geliebter Mann, unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Wilm Bouleiller, Landwirt Oberleutnant a. D., Ritter hoher Orden Ludwigstraße 16 z2*>u Laden tm Zentrum der Stadt, geeiMl für Delifatessen Nachruf. Am 12. Februar 1930 verschied im 79. Lebensjahr der Schlofogärtner i. R. Herr CristophBonarius Inhaber des Allgemeinen Ehrenzeichens am Bande des Verdienstordens Philipp des Großmütigen. Seit dem Jahre 1868 in der Schloßgärtnerei tätig, hat er meiner Familie und mir durch 3 Generationen ausgezeichnete Dienste geleistet und in guten und bösen Tagen uns stets die Treue bewahrt. Sein Andenken wird uns unvergessen bleiben. Großen-Buseck, im März 1930. Dr. Ludwig, Freiherr von Nordeck zur Rabenau. ____________________ ___ 2N5D M.-Gesangverein„Cäcilia“,Lidi Sonntag, den 23. März 1930, nachmittags SV, Uhr in der Turnhalle zu Lieh Grolles Chor-ii. Ortleslerliomert Chorleitung: Chormeister Herr Ernst 11 g e - Butzbach Die Musik wird aus geführt vom Dlnslkkorps des 1. (Hess.) Grenadler-BataUlons, 15. Infanterie- Regiments su Gleiten, unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeisters Wilhelm Löber. Gießen. Zum Vortrag kommen Chöre von Kern, Schaub, Heger, Hummel, Ginster, Wagner, Hirsch und Neumann. Preise der Plätze: Sperrsitz (numeriert) 1.50 Mk.. 1. Platz (numeriert) 1 Mk, 2. Platz 0.80 Mk. Karten im Vorverkauf bei Herrn Friseur Lotz. Schloßplatz; Kaufmann Buß, Unterstadt: Kaufmann Pies, Konsumverein; Buchhandlung Gießen, den 14. März 1930. Die Beerdigung findet Montag, den 17. März, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 21-wl Hedwig Boutelller geb. Goldmann Wilhelm Boutelller Minna Goldmann geb. Becker Dr. Heinrich Spitznagel und Frau Enid geb. Boutelller Dr. Heinz Boutelller und Frau Else geb. Hornberger Erich Goldmann und Frau. Bemdshausen, Gießen (Goethestraße 21), den 13. März 1930. Die Beerdigung findet Montag, den 17. März, nachmittags 2% Uhr, von der Kapelle des Neues Friedhofes in Gießen aus statt Ul?8.) Der HErr rief heute nachmittag unfern lieben Gatten, Dater, Sohn, Bruder, Onkel und Schwager, den evangelischen Pfarrer Karl Adolf Weber nach schwerer, mit Geduld getragener Krankheit im Alter von nahezu 48 Jahren zu Sich heim In Seine Herrlichkeit. 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ottilie Weber geb. Petrus. Trais-Horloff, den 14. Marz 1930. Äeerbigung in Trais-Horloff: Montag, den 17. März, nachmittags 3% Ühr. _____________________________________________________________ 01815 Nr. 65 Drittes Blatt CäcHiaUi: 1930 ''furter 6frfl6t94 an3Ujeigen A ''Mesthue, el a'lerArt ’^efrelej '^diswen ppE giesse Ser-Vortrag ®,19'März 1930, ab? Sff&f • ^Hen.; ienr.bcnafersprichtt twicWung der Kini !ur Erneuerung küi saunst (nach Brite Wieder frei. -G* 5__ Außenpolitische Umschau. Don Dr. Otto Hoehsch, o. o. Pros, der Geschichte an der Universität Berlin, M. d. Der Voungplan ist vom Reichstag an- imommcn; an der Ratifikation durch die an« tere Seite ist kein Zweifel. Er hat so lange im Mittelpunkt der deutschen Auseinandersetzungen «Ständen, dost der Deutsche heute wohl glaubt, itjn genau au kennen, ilnö doch ist wohl toßiten Kreisen noch nicht völlig klar, was diese Riesen- r-.-gelung aus Jahrzehnte hinaus bedeutet! Em Komplex außenpolitischer Streitfragen, der Cu- n)pa jahrelang aufgewühlt oder wenigstens in 2tem gehalten hat, wird nun völlig der Politik entzogen. Die außenpolitisch so wichtige -rage ter finanziellen Kriegsschulden geht aus ter Hand der Diplomaten und Politiker t n ietc Hand der Bankiers über, in deren Mittelpunkt das Haus Morgan steht. Und Deutschland ist nun mit allen Verpflichtungen mnd auch allen Rechten der indirekte Schuldner Amerikas, dessen Ansprüche «us das engste mit dem geschützten Teile der teutschen Jahreszahlungen verbunden sind. Der »"geschützte, von 660 Millionen Marl jährlich t 1966, der ist nicht „revisibel". Auf ihm wurde i großes Anleihegeschäft aufgebaut, eine Verbindung Deutschland«Frankreich-Amerika stärkster Art eingeleitet. Im Tanzen, so hat man mit Recht 'gesagt, tritt nun mindestens in dieser Frage d i c Hochfinanz .un Stelle der Polit ik und seht sich mit | brr Bank für Internationale Zahlungen in Basel eine Art weltfinanzieller Völkerbund neben den Völkerbund in Gens. Ein sehr scharfer Einschnitt, i v'on dem mit Recht der eben aus dem Reichstag ausgetretene Dr. Hell p ach sagt, daß mit bet Annahme des Voungvlons eine Periode der 1 deutschen Rachkriegspolitik abgeschlossen sei und ’ mit ihr zugleich eine neue Epoche großer t grundsetzlicher innerpolitischer Auseinandersehun« jtn beginne. Das gilt übrigens nicht nur für Deutschland, wenn auch da am stärksten. Das £ gilt auch für Frankreich, England. Polen. «4। chmittagi u Lieh «Stert« Ernst Ilge-BwW eführt vom '•BatilUoni, II, hinter icher Leitung des He n Löb er, Gielles. n Kern, Schaub, He# Lirsch und Neumann. eriertl 1.50 Mk„ 1. V\ Karten la Vorverkiil Kaufmann Bali, Untrerem: Buchhaudr 2T nstl Boston, o rief \ ihr Klein’. ni^-n.Bnchhandiun* 1 MW >en 17. Mälz, M im „Hindenburg" WS- velsWinliii'! Auch der Polenvertrag wurde vom Reichstag angenommen, der wenigstens nach un- >erer Uebcrzeugung nicht notwendiger Weife mit Dem Boungplasr verbunden war. Hier ist das ?!bkommen nun durchaus nicht ein Abschluß, sondern leitet neue und schwierige Aus - einandersehungen ein. Auf ihn weist hin die Entschließung, die bei Annahme des Polen- abkommens vom Reichstag angenommen wurde: .Die Loge der deutschen Minderheit in Polen gibt nach wie vor zu schwerster Besorgnis Anlaß. Da eine wirkliche Befriedung Guropas nur möglich ist, wenn das international lestgelegte. Minderheiienrecht in vollem Umfange tatsächlich Geltung hat. erwartet der Reichstag, daß die deutsche Reichsregierung in Erfüllung ter dem Reiche als Mitgarant des internationa- len Minderheitenrecht s obliegenden Verpflichtungen alle völkerrechtlich vorgesehenen Mittel zur Anwendung bringt, um den Minderheiten Recht end Freiheit zu sichern." Das ist auch unser Standpunkt immer gewesen und jetzt erst recht: die Minderheiten Politik in Genf wird nun erst recht ein sehr wichtiges Glied deutscher Außenpolitik. Gar nicht sachlich verbunden waren öanut. Denn sie auch immer daneben hergingen, d i e Verhandlungen über den deutsch- oolnischen Handelsvertrag, die sich tun auch ihrem Ende nähern. Cs wird kein Tarifvertrag, nur ein Meistbegünstigungsvertrag, mit dessen Vorteilen die deutsche Ausfuhr« Die gefiederte Schlange. )er HorM Mnippe Een., ,rt preiswert aus mdolfRödi?! le6en,Wamo-^ »K- M gfe iii s> IK; i, Art 6'^4 miPr6^ Vornan von Edgar Wallace. Nachdnick verboten. I. Das Geheimnis im Falle Lane, das fast ans Sagenhafte grenzte, beunruhigte Peter Dewin in h.ohem Grade. Es wäre auch jedem andern ernst- zunehmenden Zeitungsrepcrler unang:n:hm ae- tuesen, sich mit solchen Unmöglichkeiten zu be- sLhäftigen. , , . . Eine gute Kriminalgeschichte gewinnt ja dadurch, daß sie ans Ungewöhnlich-Bizarre Dreist, aber die Zeitungsleute machen sofort mit Schaudern halt, wenn sie von Mördcrbanden und Eeheimgesellschaften erfahren, denn solche Dinge fxiben mit einer anständigen Berichterstattung nichts zu tun. Meistens sind sie Erfindungen Don s
der Woche drückte ein Gerücht, wonach eine D-Bank eine Dividendenreduktion plane, stärker auf diesen Markt, und bei zunehmendem Angebot traten hier Verluste bis zu 4,5 v. H. ein. Von Elektroaktien waren AEG. 1,5 v. H. fester: Chadeaktien konnten trotz der zwischendurch erneut schwächeren spanischen QJauita 5 Mark an- ziehen. Am Kunstseidemarkt waren Aku weiter in sehr schlechter Verfassung und verloren 8,5 v. H. Ehemiewerte lagen eher etwas hoher. Dem Montanmarkt schcint jede Anziehungskraft zu fehlen. Das Geschäft war in diesen Werten sehr gering, bei Abschwächungen bis zu 2 v. H., Rheinische Braunkohlen verloren sogar 10 v. H. Die Rückgänge des Kohlenabsatzes und die Zunahme, oder vielmehr die großen Feierschichten im Ruhrbergbau und teilweise auch Dividendeenttäuschungen blieben nicht ohne. Einfluß. Eine Ausnahme machten Kaliaktien: wenn auch in diesen Papieren das Geschäft zu wünschen übrig läßt, so waren doch Besserungen bis zu 6 v. H. auf den gesteigerten Kaliabsah hin zu verzeichnen. Die Rebenmärkte waren ohne Bedeutung. Renten lagen stiller, aber zumeist gehalten. Am Devisenmarkt ist die Kursgestaltung der Mark schon bekannt: dos Pfund und der Dollar lagen gut gehalten. Trotz der augenblicklich trostlosen Lage hofft man nach Erledigung aller Reibungsobjekte auf eine Besserung für die Zukunft. Tagesgeld war mit 5 v. H. sehr leicht. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Die bisher ungeklärte innerpolitische Lage ließ die erneut zur Beratung stehenden Votmah- nahmen für die Landwirtschaft sehr zweifelhaft erscheinen, was im Zusammenhang mit den weiter schwachen Auslandmärkten auf die Stimmung drückte, so daß auch die neue Woche wieder recht unsicher eröffnete und daZ Geschäft naturgemäß wesentlich beeinträchtigte. Die Händler übten stärkste Zurückhaltung und nahmen nur für den notwendigsten Bedarf Ware aus dem Markt. Zn Weizen war das Jnlandangebot weiter etwas knapper, und bei einiger Vachfroge von feiten niederrheinischer Mühlen, konnte sich das Preisniveau leicht bessern. Das Angebot in Roggen war gleichfalls etwas geringer, aber angesichts des schwachen Roggenmehlgekchäfts und der vollkommen fehlenden Cxportnach^rage war die Kauflust sehr klein. Da auch die Stützungskäufe für prompte Ware aufgehört haben, gaben die Preise weiter etwas nach. 3m Lieferungsgeschäft waren für die Maisicht zwar einige Stühungökäufe zu beobachten, trotzdem ergaben sich aber auch hier Rückgänge. Weizen- und Roggenmehle verz:ichneten weiterhin sehr stilles Geschäft, wobei die Preise für beide Mehlsorten etwas nachgaben. Gerste, Hafer und Mais bei ziemlichem Angebot weiter ruhig. Lediglich für Hafer in besten Qualitäten konnte sich etwas Geschäft entwickeln. Das Geschäft am Kleiemarkt hat wieder nachgelassen, und die Preise konnten sich nicht voll behaupten. Hülsenfrüchte, Rauhfuttermittel und Kartoffeln unverändert. Zum Wrchenschluß war das Geschäft weiter sehr klein. Einiges Interesse bestand weiterhin nur für Weizen, der sich nochmals leicht bessern konnte. Wehle immer noch fast ohne Geschäft, bei weiter nachgebenden Preisen. 3m Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Weizen 0,50 Mark uno Hafer 0,25 Mark höher, dagegen gaben Roggen, Gerste, Mais und Roggenmehl je 0,25 Mk. und Weizenmehle bis zu 0,50 Mark nach. Weizen- und Roggenkleie knapp behauptet. Die Woche schloß zu folgenden Votierungen: Weizen 26 bis 26,25; Roggen 16,50 bis 16.75; Gerste 17 bis 17,25; Hafer 15,75 bis 16; Mais 15; Weizenmehl, süddeutsches 37,75 bis 38.50; Weizenmehl, nieder- rheinisches 37,75 bis 38,25; Roggenmehl 24,25 bis 25,75; Weizenkleie 8,25; Roggenkleie 8,25; Erbsen je nach Qualität 22 bis 33; Linsen, je nach Qualität 35 bis 80; Heu, süddeutsches, 8,75; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepretzt 4,80; Weizen- und Roggenstroh, gebünoelt 5; Treber getrocknet 11,50 bis 11,75; Kartoffeln per Zentner hiesiger Gegend: 2,75 Mark. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Die Lage am Frankfurter Schlachtviehmarkt war gegen die Vorwoche vollkommen unverändert. Das Geschäft war nach wie vor sehr klein, und nur der Export schritt zu verstärkten Käufen. Die Preise blieben bei sämtlichen Viehgattungen unverändert. Am Rinde r m a r k t war oer Auftrieb stärker, als in der Vorwoche. Das angetriebene Vieh war von mittlerer Qualität. Vach ruhigem Handel und unveränderten Preisen verblieb etwas Heber* stand. Etwa 50 Proz. des Auftriebs nahm der Export aus dem Markt, und zwar hauptsächlich nach folgenden Gebieten: Hessen-Vassau, Rheinprovinz, Hessen (insbesondere Provinz Starkenburg) und Bayern. Auf dem Schweine- markt war die Beschickung geringer. Das Geschäft konnte sich aber trotzdem nicht beleben, und nach sehr ruhigem Geschäft und gleich- bleibenden Preisen verblieb ziemlich Lieberstand. Kälber und Schafe verzeichneten reges Geschäft. trotzdem der Auftrieb in Kälbern stärker war. Die Preise blieben aber auch hier vollkommen unverändert. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1531 Rindern, darunter befanden sich 412 Ochsen, 80 Bullen, 510 Kühe und 370 Färsen, ferner aus 1597 Kälbern, 272 Schafen und 5575 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 140 Rinder und 135 Kälber mehr angetrieben, während 88 Schafe und 350 Schweine weniger zum Verkauf standen. Bezahlt wurden pto Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a 1) 54 bis 57, 3 2) 50 bis 53, b 1) 46 bis 49. Bullen a) 54 bis 56, b) 49 bis 53. Kühe a) 45 bis 48, b) 41 bis 44, c) 34 bis 40, d) 28 bis 33. Färsen a) 55 bis 59, b) 52 bis 54, c) 48 bis 51. Kälber b) 75 bis 78, c) 68 bis 74, d) 62 bis 67. Schafe a 1) 48 bis 52, b) 40 bis 47, Schweine a) 73 bis 76, b) 74 bis 77, c) 74 bis 77, d) 74 bis 77, e) 72 bis 75. * • Abschlüsse in der Gemeinschaftsgruppe deutscher Hypothekenbank en. Die Preußische Boden Credit-Ak i nbank. Ber.in und die Norddeutsche Grund-Credit-Bank, Weimar, beantragen je wieder 10 Proz. Dividende. Insgesamt haben die Banken der Gemeinschaftsgruppe 1929 einen Lieberschuh von 10,37 gegen 10,10 Mill. Mark im Vorjahre erzielt. Der gesamte Darlehensbestand ist von 1378 auf 1453 Mill. Mark, der Umlauf von 1324 auf 1382 Mill. Mark gestiegen. Die offenen Reserven werden nach den diesjährigen Abschlüssen auf 31 Mill. Mark, d. h. auf 55 Proz. des divi« benbcn6erett:g1 2 * * * 6 *en Aki-nla^ias steigen. * Die Deutsche Hypothekenbank in Meiningen gibt im heut gen Anzeigenteil bekannt, daß sie ihre 8prozentigen Gold-Pfandbriefe, Emission XXII, die sie in letzter Zeit nur gegen bar zum jeweiligen Börsenkurs absetzte, in Fortsetzung ihres früheren Umschuldunasangebots auch wieder gegen Hereinnahme ihrer 4rprozentigen Liquidations-Gold-Pfandbriefe bis zum Gesamtbeträge von 3 000 000 Goldmark abgibt, nachdem sie sich einen entsprechenden Betrag Umschuldungshypotheken gesichert hat. Der Anrechnungskurs der 41 prozentigen Liquidations-Gold-Pfandbriefe, der bisher 85 o. H. betragen hat, ist auf 86 o. H. festgesetzt. Frankfurter Börse. Fr a n t f u r t a. M., 15. März. Tendenz: geschäfts- los. Auch zum Wachenfchluß waren wieder keine Aufträge eingetroffen so daß das Ge- scbäft nur schleppend in Gang kommen konnte. Die schwankende gestrige Neuyorker Börse machte einen ungünstigen Eindruck. Aber vor allem wurde die Börse durch die sich hartnäckig erhaltenden Gerüchte, die von einem Dividendenausfall bei Aku wissen wollen, nachteilig beeinflußt. Das Angebot hielt an, doch war der Kurs gegenüber der gestrigen Abend- börfe nur wenig schwächer. Anregungen fehlten. Aber auch auf der anderen Seite waren verstimmende Momente nicht vorhanden, die Börse reagierte aber nicht darauf Die Kulisse zeigte keine Auf- n a h m e l u st. Da aber das Angebot mit Ausnahme von Siemens, die 3 v. Sy schwächer gegenüber der gestrigen Abendbörfe eröffneten, und den schon erwähnten Akuaktien, nicht nennenswert groß war, wiesen die übrigen Märkte keine wesentlichen Kursveränderungen auf. AEG. eröffneten 1 v. H. niedriger. Schlickert wurden 1 v. H. schwächer taxiert. Sonst tarnen hier (Erftnotierungen nicht zustande. Am Chemiemarkt war bis X Stunden nach Eröffnung der Börse in J.-G.-Farben keine Notiz zu- ftanbegetommen. Rütgerswerke und Verein für Chemische Industrie waren knapp gehalten. Bankwerte eröffneten gut behauptet. Am Montanmarkt war die Umsatztätigkeit sehr bescheiden. Nur Gelsenkirchen waren leicht erhöht. Am variablen Markt lagen Iunghans angeboten und 2 v. H. schwächer. Renten ohne Umsatz. Im Verlaufe war die Tendenz unverändert lustlos, und die Kurse gaben eher noch etwas nach. Umsätze waren infolge der Orderlosigkeit kaum zu verzeichnen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5,5 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1933, gegen Pfund 20,3660, London gegen Kabel 4,8620, gegen Paris 124,27, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 39,25, gegen Schweiz 25,12, gegen Holland 12,1250. Berliner Börse. Berlin, 15. März. Das ohnehin minimale Geschäft erfährt am Samstag durch den früheren Beginn eine weitere Einschränkung, wodurch die Stimmung heute in Mitleidenschaft gezogen wird. So eröffnete die heutige Börse in etwas s ch w ä ch e rer Haltung. Mitbestimmend für die Tendenz waren wieder namentlich Aku-Aktien>, die infolge der nicht verstummenden Gerüchte über einen Dividendenausfall fchon gestern abend recht schwache Veranlagung zeigten. Die Verluste betrugen im allgemeinen selten mehr als 2 v. H. Am stärksten gedrückt eröffneten die Kunstseidewerte Aku und Bemberg mit minus 4,75 bzw. 4,25 v. H. Am Elektromarkt lagen Siemens 3,5 v. H. schwächer. Von Maschinenfabriken verloren Schubert & Salzer 2,5 v. H. Am Zellstoffmarkt lagen Waldhof 2,13 v. H. niedriger. Recht widerstandsfähig eröffneten Banken, in denen anscheinend interveniert wurde. Sonderbewegungen hatten Akkumulatoren plus 2,25 v. Sy, Hamburger Elektrizität plus 1,5 v. H., Körting plus 1,5 v. Sy und Svenska plus 2 Mark. RWE.-Aktien konnten von der gemeldeten Beteiligung an einer schweizerischen Elek- trogrünbung profitieren und eröffneten 0,5 v. H. gebessert. Deutsche Anleihen unverändert. Ausländer ruhig, aber etwa behauptet. Pfandbriefmarkt noch unentwickelt, anscheinend gut behauptet. Der Geldmarkt war zum Medio leicht versteift. Tagesgeld 5 bis 7 v. H., sonst waren die Sätze unverändert. Im Verlaufe hielt die Gefchäftsstagnation an, und die Stimmung konnte sich trotz einer erwarteten günstigen Außenhandelsbilanz für den Monat Februar nicht bessern; es kam eher zu weiteren Abbröckelungen. Die Börse zeigte naturgemäß wenig Unternehmungslust, da selbst wichtige Gebiete, wie der Montanmarkt, heute völlig vernachlässigt sind. Aku gaben weiter um 1 v. Sy nach. Das herauskommende Material wurde nur zögernd von interessierter Bankseite ausgenommen. Später wurde es an einigen Hauptmärkten etwas freundlicher. Aku konnten nach mehrfachen Schwankungen bis 1 v. H. anziehen. Im übrigen behauptete sich das Anfangsniveau. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 14. März. Trotz der flauen Auslandmeldungen, namentlich der weiteren Abschwächung Liverpools, bot der hiesige Markt ein wesentlich freundlicheres Bild als an deg Vortagen. Das Jnlandangebot in beiden Drotgetreidearten ist sehr knapp zu nennen, vor allem ist die festere Stimmung jedoch auf die erneuten Beratungen bezüglich der Hissmahnahmen für die Landwirtschaft zurückzuführen. Weizen und Roggen zur ! prompten Verladung brachte bei allerdings nut geringen Umsätzen etwa 2 Mark höhere Preise, während am Lieferung Zmarkt infolge verstärkter Deckungsnachfrage Preisgewinne von 3 bis 4 Mark zu verzeichnen waren. Für Weizen- und Roggenmehle zeigt sich auf gestriger Preisbasis etwas r.gere Vachfrage, größere Einsätze konnten sich jedoch bis zur Berichtsabfassung nicht entwickeln. Für Hafer zeigen sich die Abaeber etwas zurückhaltender, die Gesamtlage ist jedoch keineswegs gebessert, da der Konsum nur sehr zögernd Material ausnimmt und auch neue Exportabschlüsse angesichts der scharfen Konkurrenz der überseeischen Exportländer, namentlich Argen- tiniens. nur in geringem Ausmaße zustande kommen können. Gerste still. Cs wurden iwtiett (1000 Kilo): Weizen, märkischer 234 bis 231 (fest). Mai 254 bis 255,50, 3uli 231.50 bis 263,50; Roggen, märkischer 141 bis 146 (fest), März 159, Mai 166, 3uli 169 bis 170; Braugerste ICO bis 170 (ruhig), Futter- und Industriegerste 140 bis 150 (ruhig); Hafer, märkischer 118 bis 127 (fest), Mai 134 bi5 135,50, Iuli 140.50 bis 141,50; Mais, loco Berlin 155 (ruhig), Mais, toagganfrei ab Hamburg 141 bis 142. (100 Kilo): Weizenmehl 26,50 bis 34 (stetig); Roggenmehl 20 bis 23,50 (stetig); Weizenkleie 8 bis 8,50 (stetig); Roggen« fteie 7,50 bis 7,75 (stetig); Diltoriaerbsen 20 bis 25; kleine Speiseerbsen 18 bis 20; Futter- erbten 16 bis 17; Peluschken 16,50 bis 19; Ackerbohnen 16 bis 17,50; Wicken 19 bis 23, Taten für Lonntaq, 16. März. Sonnenaufgang 6.14 Uhr, Sonnenuntergang 18.65 Uhr. — Mondaufgang 20.33 Uhr, Monduntergano 7.02 Uhr. 1925: der Mediziner A. von Wassermann in Berlin gestorben. Laten für Montag, 17 Mari. Sonnenaufgang 6.12 Uhr, Sonnenuntergang 18.07 Uhr. — Mondaufgang 21.56 Uhr, Monduntergang 7.17 Uhr. 1811: der Dichter Karl Gutzkow in Berlin geboren; — 1834: der Techniker G. Daimler in Schondorf geboren. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 6. 3- in L. (Schachecke). Die Lofung des Problems Nr. 254 erscheint in der Ausgabe des „Gießener Anzeigers" vom Freitag, 28. d. M. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Gewinnauszug 5. Klasse 34. Hsreußisch-Südbeulsche (260. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich höbe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 30. Ziehungstag 14. März 1930 3n der heutigen Schluß-Ziehung wurden Gewmne über 150 M. gezogen 2 ©etnlnne ju 1000 W. und die beiden Prämien von ll 600000 W. auf Dr. 210171 2 Ctteinne »u 25000 M. 375701 2 Gewinn« gu 5000 M. 344834 6 Gewinn« gu 3000 M. 156534 228693 327868 6 »etoinne tu 2000 <01. 136380 218014 375140 32 »ttt-lnne >n 1000 IN. 42491 42971 43188 102821 114222 145340 222724 227758 228634 231233 231407 241911 314742 322352 344822 346558 32 »ttolnne »n 500 OIL 8616 24326 52452 75346 89442 135559 150769 156921 165756 205063 224069 294072 306244 344009 349121 378033 118 6-«toirne -u 300 t je eine» Gewinn von 1000 M. gezogenen Lose Nr. 210171 zngeschlagen. Sie fielen in Öbtelfuna 1 nach Königsberg (Pr.), in Abteilung ll nech Lübeck. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5,5 v. H., Lombardzinsfuß 6,5 v. H. tranftun a. '. Berlin Traniiuil a. Ul. 8erhn Hrankfun a vi. Berlin Banknoten. Schluß-! i'Uhr- ur4 i Kurs Schluß-1 länfonq, Hir< ' flurd iure i 1-uhr- Kur Schluß-1 Bnfa g« 'ur . KurS Ecy.uß» kn-ö 1-Udr- « re Schluß-! Bnfanq- furd i flurd Ecrhn, 14. Mär, «efd Amerrlantlche Woten..... Belgische Vioten ...... Dänische Noren........ Englische Noten........ Französische Noten...... volläiidische Noten ..... atalienffcbe Noten...... Norwegische Noten..... Deutsch üefterr.i 100 Jtrontn Numqnische Noten...... Schwedische Noten...... Schwei,er Noten ...... Spanische Noten....... Tsch-choilowakische Noten . . Ungarische Noten L.evlstnmarkt ßerlln 4.178 4,IM 58.50 112,31 20.405 16,432 168.* 22.12 112.24 59.12 2.48 112.62 81.49 52,00 12.42 73.25 a. M Dalum -4 3 15 3 14 3 15. 3 Datum ■4 3 15 3 14 3 15. 3 Datum 14 3 15 3 14 3 15- 3 -Jl 58.26 11,88 20.325 6,372 67.71 22.04 111.80 58,88 2.46 112.18 81,17 51.80 12,36 72.95 ranksur 6% Deunche iHtidisnnidhe von 1027 7% Deutsche Rcichaanleihe von 1029 Deutsche Änl.-Ablöl.-EchlUd mit Slueloi.-Sedjien DeSgi. ohne Auelol.-Rechtc 8% Hell. Bolkostaat von 1929 (rürftablb 102%) Cbcrbeflrn Provinz - Anleihe mit 'iidlof.-IRrditen ' »die Komm. Sommelab!. • -ulelbe Serie 1 8% ixtanff. Hnv.-Banl Äoldvfe XIII unfünbbar bi» 1931 7% rtranfl tz-yp.-Bank Solvvle unkündbar bis 1938 »%% Rbeinilche Hnv-Ban! Lion. Koldpfe. 8% Pr. Lanbeevfandbriefanftaii, Pfandbriefe R. 17 B% Pr l'meopfanDbrirfanftalt, Komm^Ldi. N. Ift 1% Pr. Landcopfanbbriefanstall, Planbbriele R. 10 V.E.G. ab,i. Borkriege-Obligatio- ncn. rüctiablbar 1932 4% Celterretdin-te iSoidrenre 4,20% Crftcneidjifdie Silberrente 4% Oefterreichiiche Einheitliche Rente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Siaoisrente ». 1910 4^% vcrgi. von 1913 4% Ungariiche Äronenrrnte 4% lürtifete flollanirlte von 19)1 4% Zürttfdir Bagbabdabn«Anl Serie I 4% tetfli. Serie ll ß% RurnSniiche vereinh. Ren« von 1003- 4y*% RurnSniiche vereint). Rente von 1913 • • • 4% Rumäntt-be vereint), «ent» . 87 5 98.9 51.2 8.45 85.75 48.75 49.9 96,5 85,75 82,5 97 94,5 89 92 28,5 2.6 6.4 2.5 6.6 6.5 6,5 10,95 16,9 8,9 | । | «•» | | | | | | i | | | 1 III ^3 II 1 II 87,1 99.2 51.13 8 4 86,5 49,7 97 94 89 Z,65 '6,25 ’3,4 24,6 2.5 6.5 6.6 6,6 10,9 17 8,9 1 | £2* 1 1 1 । i i | I | « 1 1 | °! I • S i | 1 | || S“ 8 ~ vamburg-VImenta Patei . 7 (lamburfl-Söbani. ^amöffdiiff 8 Haina Tampffdiiff 10 Norddeutscher Lloyd . . 8 Allgemeine DeutfcheCrrditanst. 10 Barmer Bankverein 10 Berliner Hanbelegeiellschafi 12 iSommcn- unb Privot-Ba»! Ll Darmstädter und Nakionalbonl 12 Deutsche Ban! und Disconio-GrseUschaft, . . 10 Dresdner Bant .....10 Reichsbank 12 AEG.. 8 Bergmann....... 9 Eiektr. LieferungkgeseMchaÜ 10 Licht uno Straft 10 .zellen & ötuilltaume IV* ©rfcUfdiafi für Elektrische Unternehmungen 10 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität . S Schlesische Elektrizität. ... 10 Sdtuderl & ISo. .... 11 Siemens & Halske ..... 16 Tranorablo...... 8 Vabmcner & Co.. ..... 10 Buverue 0 Tentfche Ervöl . ...... 6 diener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ..... 8 Hoejch dien ...» 6", I.le Bergbau ...... 10 Kiocknrrwerke ....... 7 Soln-Neueifrn .......7 Mannesmann-Rühren .... 7 Mansfeiver Bergbau .... 7 Lberfchiei. Eifenbeoart . . « . 6 £teddilt|. «oktwerke .... 7 Pbonir Bergbau . . . 6’4 Rheinische Braunkohlen . . 10 Rheinstahl ..... 6 Rieteck Montan........ 106,5 107,5 120,5 28.5 178.5 .54 228.25 >42.5 146 282 161,25 165.75 125 '69.5 246 '5,25 138 131 103 •05,5 101 228.5 W u g _ —• co | | | | II | 1 | • 1 ' 1 1 1 1 L .1.11 । 1 । Pk Bemberg.........H Zellsiofs Waldhof .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Daimler Motoren ..... 0 Deutsche Linoleum ..... . Maschinenbau A.-K). ..... v Nai. Automobil ..... 0 Leonhard Tietz ..... 10 SvenOka ..... frankfurter Maichme» ... 4 Otritzner ..... 6 Hevligenftaedi ......C ^unghana t Lechwerke 6 Main Kaliwerke Höchst O.8R. 8 Miag 10 Gebr. Roeder ...... 10 Boigt Ä Haeffner ...... 8 Süddeutsche Zucker • • • • 10 95,5 210.5 212 357 160.5 147 67,5 76 107 96 126.75 146 82.25 94 17,5 54 36.75 14 75 <05 107 130 218 152 1 1 1 1 1 13 i 1 1 s ■ । 1 » ' 1 ' 1 1 iE Mil 1^' । । । » 1 1 •S 96 57 25 210 5 212 359 161.25 67 76 13 105,5 80.5 271,5 212 65 98 75 149.5 204 65 152,5 97 167,25 37.75 240 45,5 18 13.65 154 336 375 14,65 19.5 129.5 218 152 56,75 208 209,75 356 160 67 75,5 271 212 94 145,25 202.5 152,5 167 37 45.75 17,5 154 338 - 29,5 14. D.dn • 5- JJidn Amtlich. Kotierung Geld | »ri.i -amtliche Ti Öffnung Geld 2>rir _ ÄMN.-Nott. Bun.-AirrS Brss. Antw. Christiania, Kovrnhag.'N Stockholm . HeisingforS. Italien. . . London. .. -'ieunort .. Port-.... Schweiz .. Sva irn . Favan . . . «io de Ian. Wien in D-- Ctft. abgefl Prag . . . Bel trab . . Budav lt. . Bul arten Lissabon Danüg. . . Konst nnn. Athen. . . Canada Uru not) • . Cairo . . . 167.94 1,559 58,3t 12.04 12,1 12,41 >0,536 21,95 0,362 4.188 16,3t dl. 05 51,97 »,070 1.480 -ti,985 ■2.412 »399 13,If 1,034 18.82 41,37 1,785 5,425 4,174 3,686 70,885 168 28 1,563 58,47 112,26 112,32 112,63 '0,556 21,99 20,402 4,196 16,42 81.21 52.00 2,074 0,482 19.105 12,432 7,413 73.3b 3,04 18.66 81.53 1,789 5.435 4.182 3.694 20.925 167.89 1.550 58 355 112.04 112.12 112.44 10.536 21.945 20.362 4,1885 16.375 81.08 52 05 2.068 0,481 58.98 12.41 7,402 73.18 3.039 18.81 81,36 1.784 5.425 4.175 3.686 20.802 168.03 1.554 58.475 112.26 112.34 112.66 10.556 21.985 20.402 4.1965 16.415 81 24 52.15 2.072 0.483 59.10 1243 7.416 73.32 3,045 18 85 81.52 1.788 5.435 4.183 3.694 20,922 ßtfn tm den Le -Auch hat t" t>CT 3 den w aekoin" üdjtiinfl LaiM' 6tn ® iors>" arbeit^ Seaofse'' gedeihen Kursus dieser 2 lichen 6 Frankfu ein zwei Um und Pr (cntoui Zörd- sens sand b< schaftlic Vorsitz Verein Freu, liches Land« Hess's Mal ji Landwirt in jeder Meins Berg schastlich gen. einstimn furt a.1 Michl« Verein K Ne| . 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Schon vor Jahresfrist fand ein Kursus über genossenschaftliche Fragen, der erste dieser Art, gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Genossenschastsverbanden von Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden in Gießen statt, dem ein zweiter im Dezember v. I. folgte. Um diese Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis dauernder und wirksamer zu gestalten, wurde nun zur Bildung enesDercinszur Förderung des Genossenschaftswesens geschritten. Die Gründungsversammlung fand bei gutem Besuch dieser Tage im Landwirtschaftlichen Institut der Universität Gießen unter Vorsitz von Professor Dr. Sessous statt. Der Verein führt den Aamen „Vereinigung der Freunde des Seminars für ländliches Genossenschaftswesen beim Landwirtschaftlichen Institut der Hessischen L a n d e s u n i v e r s i t ä t Gießen". Ziel und Zweck des Vereins ist, das Seminar für ländliches Genossenschaftswesen beim Landwirtschaftlichen Institut und seine Arbeiten in jeder Beziehung zu fördern. Der Vorsitz deS Vereins wurde einstimmig Verbandst» i re ktor Berg vom Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften Darmstadt übertragen. Zum zweiten Vorsitzenden wurde ebensalls einstimmig Verbanksgeschäftsführer Beck (Frankfurt a. 211.) gewählt. Eine Reihe namhafter Persönlichkeiten hat bereits ihren Beitritt zu dem Verein erklärt, ebenso haben sämtliche landwirtschaftlichen DenossenschaftSverbände der näheren und weiteren Umgebung ihre Unterstützung und Bereitwilligkeit zur Mitarbeit »ugesagt. Diese erfreulichen Tatsachen geben zu der berechtigten Hoffnung Anlaß, daß dem Verein ein segensreiches Wirken im Dienste der Genossenschaftsbewegung beschieden sein wird. Gietzener Wochcnmarktpreise. Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25 bis 35, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 180 bis 200, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4'/r bi8 5 (der Zentner 3,80 bis 4 Mk.), Aepfel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Rüsse 50 bis 80 Pf. das Pfund: Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 30 bis 40, Endivien 40 bis 60, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück,' Radieschen Bd. 20 bis 25 Pf. Zur Mainzer Theaierfraqe. WSR. Mainz, 14. März. Die Deputation für die städtischen Theater» und Musik-Angelegenheiten beriet in ihrer gestrigen Sitzung über die Weiterführung des Theaters im Spieljahr 1 930/3 1. Rach längerer Beratung hat sich die Deputation mit Mehrheit grundsätzlich für die achtmonatige Spielzeit bei Aufrechterha ltung der drei Spielg attungen entschieden. Es soll in der Spielzeit 1930/31 die Selbständigkeit des Theaters, wenn auch mit Einschränkung, aufrechterhalten bleiben. Damit soll der Gedanke der Fusion mit Rachbarbühnen nicht aufgegeben sein. Die Verwaltung will im Laufe des Jahres einen Plan für die Zusammenarbeit mit andern Bühnen ausarbeiten und entsprechende Verhandlungen führen. Aus der Mitte der Deputation wurde ein Qlntrag angenommen, sofort bei der hessischen Regierung und dem Landtag einen größeren StaatSzufchutz für bas Mainzer Theater zu beantragen. Preußen. Kreis Wetzlar. d" Krofdorf, 13. März. Am gestrigen Mittwochabend sprach in innerer Kirche Pfarrer Lic. Müller aus Dutenhofen über Palästina, das er zweimal bereist hat. Die Ausführungen des Redners waren sehr interessant. Insbesondere ist daraus zu erwähnen, daß es in Palästina auch deutsche Ackerbaukolonien gibt. Es sind die Rachkommen von um die Mitte des vorigen Jahrhunderts ausgewanderten schwäbischen Dauern, die als Anhänger der religiösen Gemeinschaft der Templer damals ihr deutsches Vaterland verlassen und sich in Palästina angesiedelt haben. CO Krofdorf, 14. März. Am Mittwoch fand hier die letzte dies.ädrige Holzverstei- g e r u n g aus dem Staatswalde statt. Es kosteten Duchenscheit 11 bis 12 Mk.. Buchenknüppel und Eichenscheit im Durchschnitt 8 Mk. je Raummeter. Die Preise sind, wie bei allen Versteigerungen dieses Winters, niedriger als im Vorjahr: trotzdem hatte man nach den vorangegangenen diesjährigen vielen Holzverkäufen des Staates und der Gemeinde allgemein mit noch niedrigeren Preisen gerechnet. Mancher Kaufliebhaber ging zu dem Versteigerungstermin, um zum Schlüsse noch einen Satz Brennholz besonders billig zu erlangen. £. Launsbach, 14. März. Da die Arbeiten der Quellenfassung und des Hochbehälters für die Wasserleitung soweit fertig- gestellt sind, soll nun mit der Rohrlegung zum Ortsnetz begonnen werden. Die Arbeiten dazu werden dieser Tage vergeben. Man hofft, bis zum Sommer die Wasserleitung in Betrieb nehmen zu können. Die Quelle liegt im Kuhgraben und liefert zirka 120 Kubikmeter Wasser pro Tag. Da nur 60 bis 70 Kubikmeter Wasser gebraucht werden, dürfte die Wossersrage für unsere Gemeinde (zirka 170 Familien) für die Zukunft gelöst sein. ~ Lützellinden, 14. März. Unsere bisherige Krankenschwester Karoline Loh scheibet km nächsten Monat au« dem Dienst der Krankenpflege aus. Bereits im vergangenen Jahre, bei Erreichung der Altersgrenze, trat sie in den Ruhestand, versah aber die Krankenpflege weiter, da das Diakonissenmutterhaus Ronncnweiher, an das sich die Gemeinde um Ersah gewandt hatte, nicht sofort eine neue Schwester zur Qkrfügung stellen konnte. Die neue Schwester tritt Mitte nächsten Monats den Dienst an. Schwester K. Loh stand seit dem Jahre 1913 als Krankenschwester in dem Dienst unserer Gemeinde. Vor dieser Zeit war sie eine Reihe von Jahren freiwillige Helferin der Krankenpflege. In der langen Zeit ihrer Tätigkeit hat sie sich Liebe, Achtung und Qkrtraucn in hohem Maße erworben. Spiclplan der Krankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 16.März, (VolkS- traucrtag), 19 bis 22.30 Uhr: Tannhäuser. Montag, 17. März, 19.30 bis nach 22 Uhr: Das Land des Lächelns. Dienstag, 18. März, 19 bis nach 22.30 Uhr: Die Zauberflöte. Mittwoch, 19. März, 19.30 bis nach 22 Uhr: Mignon. Donnerstag, 20. März, 19.30 bis nach 22.30: Die Macht des Schicksals. Freitag, 21. März, 19 30 bis gegen 22.30 Uhr: Die Afrikanerin. Samstag, 22. März. 19.30 bis 22.30 Uhr: Der Zigeuncrbaron. Sonntag, 23. März, 15 bis nach 17.30 Uhr: Das Land des Lächelns: 19.30 bis gegen 22 Uhr: Uraufführung: Achtung! Aufnahme! Vorher zum ersten Male: Petrouschka. Montag, 24. März, 19.30 bis nach 22.45 Uhr: Aida. Schauspielhaus. Sonntag, 16. März, (Dolkstrauertag), 15.30 bis 18 Uhr: Wilhelm Sell; 20 bis gegen 23 Uhr: Die andere Seite. Montag, 17. März, 20 bis gegen 22.30 Uhr: Straße. Dien'tag, 18. März, 20 bis gegen 23.30 Uhr: Seltsames Zwischenspiel. Mittwoch, 19. März, 20 bis gegen 22 Uhr: Die neue Sachlichkeit. Donnerstag, 20. März, 20 bis gegen 23 Uhr: Die andere Seite. Freitag, 21. März, 20 bis gegen 23.30 Uhr: Seltsames Zwischenspiel. Samstag, 22. März, 20 bis gegen 22 Uhr: Zum ersten Male, Uraufführung: Schatten über Europa. Sonntag, 23. März, 16 bis gegen 18.15 Uhr: Katharina Knie: 20 bis gegen 22 Uhr: Die neue Sachlichkeit. Montag, 24. März, 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. If 2J47A Sonntag, den 16. März, 11.15 Uhri iKulftiriilniFnUivorsteUunö Afrikaforscher Hans Schomburgk spricht zu seinem I Afrika-Broftfilm „Mensch nnd Tier im Urwald“ Von den Abenteuern seiner letzten Expedition nach Liberia. Kleine Preise! Kartenvorverkauf: Reisebüro Loeb, Seltersweg, und Tageskasse Lichtspielhaus. M ___20J8C Angeflelltenvermittlung beim Arbeitsamt Das Arbeitsamt Gießen hat in der Abteilung für Angestellten-Vermittlung, Äahnhofstraße 90, jeweils Mittwochs bis 19,30 Llhr einen Lwenddkeuft eingerichtet. Diese Neueinrichtung soll den in Stellung befindlichen Angestellten die Möglichkeit geben, zwecks Stellenvermittlung persönlich vorzusprechen. Klaviere \ rjamaai« werd m.-baemäkr u. oreiswen ge- stimmt u revai ooetrm Sieben. Viomrui ieleotion 2403 Verkaai o. neuen u. gebr. Klar» reicht für 20 Paar Strümpfe Wie praktisch! Zu jeder Zeit - Im Hause und auf Reisen - läßt eich rasch mitein paar Lux Seifenflocken eine prächtig schäumende Seifenlösung herstellen. Waschen Sie Ihre Strümpfe lauwarm mit den reinen Lux Seifenflocken. Lauwarmes Waschen entfernt Schmutz und Schweiß hygienischer und gründlicher als kaltes Waschen. Das milde Lux- SchaumbadreinigtlhreStrümpfe im Nu und erhält ihnen Farbe und Glanz. - Lux Seifenflocken sind Hand-Packung 25 Pfg. Normal-Packung 40 Pfg. 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Rang (Reihe 3—4), Sperrfitz (Reihe 1—11) 10 Logenrückplatz, I. Rang (Reihe 5—6), Sperrfitz (Reihe 12—14) 8 Sperrfitz (Reihe 15—18), II. Rang (Reihe 1) 6 II. Rang (Reihe 2-3) 3 II. Rang (Reihe 4—5) 3 Die Einlösung der Abonnements muß vor der 25. Abonnements-Vorstellung erfolgt fein. 2050C Gießen, den 14. März 1930. Der Oberbürgermeister: 1.23:. Dr. Rasender g. Bekanntmachung. Die städtischen Tennisplätze (Liebigs- höhe und am Schützenhaus) werden für die Spielzeit 1930 vermietet. Anmeldungen sind unter Angabe der gewünschten Tage und Zeiten im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 29, einzureichen. 2050C Die vorjährigen Mieter erholten tunlichst ihre alten Plätze wieder zugeteilt, falls sie bis zum 25. Mär; 1930 entsprechenden Antrag stellen. Gießen, den 15. März 1930. Der Oberbürgermeister: 3.23. : Dr. Seid. Liesemngsvergebung. Die Lieferung des Iahresbedarfs an Fleisch- und ivurstwaren, Backwaren. Butter, Milch und Eis sowie des Bedarfs an sonstigen verzehrungsgegenständen und an Reinigungsmalerial (Seife usw.) für das Rj. 1930 soll für die: 1943D L Medizinische Klinik, Frauenklinik und Hautklinik, 2. Chirurgische Klinik und Ohrenklinik, 3. Augenklinik und Kinderklinik, 4. Klinik für psychische und nervöse Krankheiten vergeben werden. Für die unter 1 genannten Kliniken ist außerdem die Abgabe des Gespüls und für die. Kliniken unter 2 und 3 die Entleerung der Müllgruben zu vergeben. Die Lieferungsbedingungen und die Bedarfsliften können an Werktagen bei der Verwaltung jeder Klinik von 15—17 Uhr (außer Samstags) eingesehen und die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. Angebote und Muster sind getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an die zuständigen Verwaltungen bis Mittwoch den 19. März 1930, 9 Uhr, einzureichen. Eröffnungsstunde der Angebote für die a) Augenklinik und Kinderklinik 9 Uhr, b) Chirurgische Klinik und Ohrenklinik 1) Uhr, c) Medizinische Klinik, Frauenklinik und Hautklinik 11 Uhr, d) Klinik für psychische und nervöse Krankheiten 12 Uhr. Zuschlagsfrist bis zum 26. März 1930. Jagd-Verpachtung. Samstag, den 22. d. M.. nachmittags 1 Uhr. wird die hiesige ©emelnbqagb, bestehend aus 660 Hektar Feld und 80 Hektar Wald, auf weitere sechs evtl, neun Jahre verpachtet. Das Jagdgebiet ist in einer halben Stunde von Station Mücke zu erreichen. 2178D Bürgermeisterei Ruppertenrod: Dölzing. Verkaufsbüro: Frankfurt a. M., Stiftstraße 27 • Tel. Hansa Nr. 8314. 2I68V 969 DER KLASSISCHE DIESEL MOTOR _ LZ s V« SsrOWHM Oie Reichs-Werbe-Woche für das deutsche (Schuhmacherhandwerk v. 17.-24. März will das verehrte Publikum auf den Wert fachmännischer Arbeit Hinweisen / Während das Tragen von Maßschuhen immer noch als die beste Fußpflege und die wirksamste Hilfe für leibende Füße gilt, erhöht die vom Fachmann ausgeführte Reparatur die Lebensdauer des Schuhwerks in beträchtlichem Maße / Darum bitten wir bas verehrte Publikum, sich in allen Fragen derFuß. beNeidung an den erfahrenen Fachmann zu wenden Aus Anlaß der Werbe-Woche gewähren wir auf Aeuarbeiten 10 Prozent Nachlaß BchUlMmHeV-VwangsMmmg fii$ dts Gßasr und Sen Landrvots Gwtze« 2U6D Laub- und Nadelnutzholz- Versteigerung der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Montag, dem 24. März 1930, 10>3 Ahr, in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshöhe" in Gießen versteigert werden: 57 St. Buchenstammholz, A und N, 3. bis 6. Klasse = 56,61 fm. 46 St. Eichenstammhdlz, A, 2. bis 7. Klasse - 32,06 fm. 231 St. Eichenstammholz, N, 1. bis 5. Klasse = 120,72 fm. 27 St. Kiefernabschnitte, A und N, 2a=, 2d-, 3a- 3b- und 4a-Kl. = 16,10 fm. 295 St. Kiefernlangholz, N, 2a- und 2b- Klasse - 214,48 fm. 6 St. Fichtenabschnitte, A und N, 3a-, 4b- und 5a-Kl. =-5,91 fm. 394 St. Fichtenlangholz, N, la-, lb>, 2a-, 2b-, 3a-. Zb- und 4a°Klasse = 232,15 fm. 5 St. Eschen und Lindenlangholz, N, 2. und 3. Klasse = 2,34 fm. 25,8 rm Eichennutzscheiter 1. und 2. Kl (l.Kl 1,25 m lang. 2. Kl. 2,20 m lang). 6,6 rm Eichennutzknüppel (2,20 m lang). 0,9 rm Eichennutzknüppel (4 m lang). 475 Fichtenderbstangen 1. Klasse. 686 Fichtenderbstangen 2. Klasse 267 Fichtenderbstangen 3. Klasse. 711 Fichtenreisstangen 4. bis 6. Klasie. 16 Eichenderbstangen 2. und 3. Klasse (Deichseln): 2050C Stundung des Kaufgeldes kann bis 11. Jlooembcr 1930 gewährt werden. Lofeeinteilungen nebst Verkaufsbedingungen werden unentgeltlich abgegeben. Gießen, den 14. März 1930. Der Oberbürgermeister. 1.23.: Dr. Rosenberg. Bekanntmachung Betr.: Zugelasfeue Installateure. Zur Vornahme von Installationen an elektrischen Leitungen im Anschluß an unser Leitungsnetz für das Ueberland- gebiet ist ferner zugelassen: 2220D Installateur Adolf hohl. Mücke (Oberhessen). Gießen, den 14. März 1930. Elektrizitätswerke und Ueberlandanlage der Stadt Gießen. ____________________Stolte.____________________ Berichtigung in dem Vergleichsverfahren über das vermögen der Firma Sigmund Jacob, Inhaberin: Frau Emilie Jacob in Gießen, Bahnhofstraße 54. 2196D Der Beschluß vom 5. März 1930 wird dahin berichtigt, daß ein allgemeines Ver- äußerungsverbot nicht erlassen worden ist. Gießen, den 14. März 1930. Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle Hessischen Amtsgerichts Gießen. Abt. für streit. Gerichtsbarkeit. Bekanntmachung In die Gerneindefchäferei Steinbach, Kreis Gießen, können beim Hincms- fchlagen 50 Stück Schafe beigetrieben werden. Bei Beginn der Getreideernte weitere 50 Stück. Reflektanten wollen fick; unter Preisangebot bis zum 25. Mär; l. I. bei unterzeichneter Bürgermeisterei schriftlich melden. 2217D Steinbach, am 14. März 1930. Hessische Bürgermeisterei. __________Krämer.__________ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Nutzholzversteigerung Donnerstag, den 20. Mär; 1930, von vormittags 10 Ahr ab, werden aus verschiedenen Distrikten im Gasthaus „Zur Krone" in Nidda (Rullmann) versteigert: Stämme fm: Lärche (Langholz und Abschnitte): Kl. N la 9 St. - 1,46; N 1b 6 St. = 1,79; N 2a 15 St. = 10,63; N 2b 15 St. = 11,77; N 3a 7 St. = 5,01; N 3b 2 St. = 3,75; A 3a 8 St. = 7,17; A 3b 9 St. = 9,19; N 4a 2 St. = 2,35; A 4a 2 St. = 3,00; A 4b 3 St. = 6,15; N 5a 1 St. = 2,36; A 6a 1 St. -- 3,21; Fichte (Abschnitte): Kl. A 3a 21 St. = 14,12; A 3b 16 St. = 16,88; A 4a 14 St. = 19,02; A 4b 4 St. = 5,14; A 5a 2 St. = 3,68; Kiefer (Abschnitte): Kl. A 3a 23 St. = 16,06; A 3b 5 St. = 4,50; A 4a 1 St. = 1,63. 2226D Stammholzauszüge liefert das Forft- atnt gegen Bezahlung von 1 Mk. Nähere Auskunft durch das Forftamt und die Herren Förster. Saubere, schlanke Derbstangen werden noch abgegeben. _______Hessisches Forstamt Nidda._______ Nuhholzversteigernng. Die Gemeinde Fellingshausen verkauft am Donnerstag, 20. März, von mittags 1 Uhr ab, im Saale des Phil. Weber XL folgende Holzmengen: 2120D 1. Klaffe la bis 3a 383 Stück, 143,42 fm Fichten- und Kiefern-Langholz. 2. Klaffe 2a bis 6 68 Stück, meist Kie- fern-Schnittstämme, 45,82 fm. 3. Klaffe 2 u. 3 67 Stück Eichenftämme, 31,77 fm. 4. Klaffe 3 u. 4 2 Stück Buchenstämme, 1,12 fm. 5. 37 rm Eiche-Nutzscheil, 1,10 bis 2,20 Meter lang, geschnitten. 6.146 rm Nadel-Nutzschsit und Knüppel. 7. 540 Fichtenstangen, 1. bis 3. Klasse. Der Bürgermeister. Wagner. Landw. Konsumverein e.S. m.b.S Wieseck. Samstag, den 22. Mörz 1930, abends S'/2 Uhr, findet bei Gastwirt Maller die diesjährige 2219D Klaviere mit nachfolgender Tagesordnung statt: 1. Geschäftsbericht. 2. Darlegung der Jahresbilanz. 3. Verteilung des Reingewinns. 4. Entlastung des Vorstandes. 5. Lagerhauserweiterung. 6. Verschiedenes. Gesucht ho. ort 135.3V an allen Orten fleißige, strebsame Personen zur Uebernahme einer WaßeD-ö.SlroinDlsln(teei auf unse; er Feminastrickmaschine. Leichter und hoher Verdienst. Gün stige Bedingung. Vorkeuntnicse nicht erforderlich. Prospektgra is u.franko Trikotagen- u. Strumpffabrik Weher A Foh en, Saarbrücken 3. neue und gebrauchte, empfiehlt zu günstigen Zahlungsbedingungen Georg Evert / Slov ermMer Plockttratzc il.12190D Saatkavtosseln anerkannte Adiaalen alle bewöhrie Sorten, trübe und späte, ans norboübeutfdjem Sandboden, sowie Original-Holländer Er.ltnge wollen Sie schon jetzt in Auurag neben. Für Großabnehmer entsprechende Vreiöermäkignng. töobnenftnngcn, (Srbicntcifcr, Rosen pröble usw. Sevm.Sauev^So. Fernsprecher 2274 22000 Der Aufenthalt des [2172D Muiies WIN oon Gr.-Weü Sohn des Philipp "Lieifser, geb.am I7.Avril 1852, ist unbekannt. Wer über ihn Ans- lunit geben kann, wolle sich bet dem un er- zeichneten gerichtlich bestellten Abwesen heilSpfleger melden. Karl Hels Grotzen-Buieck, LchUncuweg 10. Die Freiwillige Weigerung der Ndolr Luch Wwo. findet nicht Dienstag, den 18. März 1930, um 10 Uhr, sondern um [2I83D 1141hv vovm. statt. Freienseen, den 15. März 1930. Männchc, OrtSgerichlsvorsteher. Nutzholzversteigerung. Dienstag, den 18. März 1930, kommt aus dem Grohen-Lindener Gemeindewald nachstehendes Holz zur Versteigerung. Kiesernstammholz. Güleklasse N. Klasse lb 60 Sitick = 19,17 fm „ 2a 200 „ = 102,14 „ „ 2b 90 „ - 6.5,58 „ „ 3a 13 „ = 13,33 „ Das Kiefernstammholz ist jjum größten Teil sehr schön, und eignet sich zum Teil für Schreiner. 2176D Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Sandkaute an der Iägerschneise- Hangschneise. Großen-Linden, den 12. März 1930. Hessische Bürgermeisterei: ___________Lang.___________ Der Voranschlag der Gemeinde Leihgestern für Rj. 1930 liegt vom 17. d. M. eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Interesienten offen. Zu der Umlageerhebung haben die Ausmärker beizutragen. 2219D Leihgestern, den 14. März 1930. Bürgermeisterei. In meinen vollständig neu hergerichteten Geschäfts-Räumen finden Sie: Große Auswahl modernerTapeten in allen Preislagen 2J77A Tapetenhaus Ferd. Nennstiel SpezialhausfürTapeten und Linoleum ♦ Gegründet 1875 ♦ Gießen, Blockstraße 14, Fernsprecher Nr. 3636 ’äft für lrdinen 1. abtnbs ®Qllet bk 22190 irailiig ldnung flQtt; I^sbilanz,' ^gminns. rftanbes. mg. re btc.emvneblizu ^bingunaen iftiMta I2190D o" /-ßjV e. strebsame ahme einer MM ickmascb/M / rdienst. Gin [ intniiaerr.til :ra iz ufratko 1 umpffabrlk Saarbrttcken $. offel« »iaoien trübe nnb böte, andbodm. loiuie Itnge wollen eie eben. Kür Äroir- heiäftmäblfliind. tnrtiltr, Molen- w. ettißo. VUT1B c,geb.amr< Avril x über ibn Aus- ich bei dem unter- [teilten Sbroeieiv eis liiveowea lv. "S-fSS ben diellVi 22190 März 19301 istere'- rtjfiil 6.*Ä m um «.statt. Harz 1930. Msvorlmer^ dgtrunT an 1930, M aer Gemelodeivsir BersleigerunS- SülE' 19,11® , 102,11« - tö# " *‘w** > März 19301 weijtereu Nr. 3^ Samstag, 15. Mär; 1950 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 65 viertes Blatt Lugend und Hochschule Die Stimme des Gewissens. Von Or. HanS Kalischer. Keine äußere Gewalt, kein Richter und kein Henker, können so unerbittlich in ihrer Strenge sein, daß ihnen nicht des Menschen innerer Richter, sein Gewissen darin glcichkäme. Rur pflegt man die Macht dieses unsichtbaren Warners zu unterschätzen. Denn wir beobachten für gewöhnlich eine Wirksamkeit des Gewissens nur in den engen Grenzen, die das Bewußtsein abzutasten vermag. Diel tiefer aber, als auch der angeblich skrupclfreie Mensch es ahnt, in unangreifbaren, weil dem Wissen entzogenen Erleb- nisschichten arbeitet der stets alarmbereite Wächter der Seele. Anz, Anfang der Kindheit steht der Mensch in seinem Handeln noch jenseits von Gut und Dc/e, ist er rein triebhaft, also „gewissenlos". Aber sobald die Gefühlsgemeinschaft mit seinen ersten Pflegern, den Eltern, eine engere geworden ist. wird auch der Zustand paradiesischer Unschuld in seinem Inneren Schritt für Schritt aufgehoben. Rur kann von einer zuverlässigen und nach festen Grundsätzen arbeitenden Ge- toissensinstanz noch gar nicht die Rede sein. Die Behauptung, dem Menschen sei das sichere Gefühl für Recht und Unrecht schon mit in die Wiege gegeben, ist durch die Beobachtungen der Scelenkunde widerlegt. Dazu sind auch die moralischen Anschauungen der Böller und Zeiten zu großen Wandlungen unterworfen. Die Gewissensbildung ist nur durch einen weiteren Blick auf den Entwicklungsweg des Kindes zu verstehen. Das Kind befriedigt seine Sehnsucht nach dem Großwerden, indem es den Bater und die Mutter in allen Zügen nachzuahmen und darzustellen sucht. Mit Haut und Haaren könnte man sagen, will es sich diese geliebten Autoritäten einverleiben und so an deren Stelle treten. Dieses Ausgleichungs- und Verwand- lungsstreben gilt ihren äußeren wie inneren Wesenszügen. Auf diese Weise lernt das Kind an sich selbst schätzen und tadeln, was jene Crziehungsvorbilder, die frühesten Dertreter der Gesellschaftsmoral an ihm loben oder verwerfen. Voraussetzung für dieses Tun des Kindes, die unerläßliche Prämie ist, daß es dafür Liebe nehmen und geben kann. Den Eltern oder Großeltern folgt dann die große Reihe der Lehrer, Erzieher und anderen Zeitgenossen, mit denen das Kind in Berührung kommt. Sie olle schmelzen im Laufe der Zeit in der jungen Seele zu einer Erlebniseinheit zusammen, zu einem immer abstrakter werdenden Vorbild und kritischen Maß ihres Handelns, das man auch „Ich-Ideal" genannt hat. Dieses Ich-Ideal aber ist der Träger des Gewissens. Die Reife des Menschen fällt mit der Selbständigkeit seines Gewissens zusammen. So wird, was einmal der Außenwelt angehörte, in die Seele gleichsam hincingenommen und zum Zweck der Gcwissensbildung verinnerlicht. Wie seine Herkunft, so bleibt auch die Wirkungsweise des Gewissens zum größeren Teil dem Bewußtsein verborgen. „Stimme des Gewissens" sagt die Sprache. Stimmen des Gewissens würde man mit Rücklicht auf den Werdegang genauer sagen müssen. Was der Mensch von seinen Eltern und aus dem Munde ihrer Rachfolgcr hörte, das hallt in allen Augenblicken der Entscheidung auch über deren Tod hinaus wie ein ewiges Echo in ihm wider. Bei Auflösungen der Persönlichkeit, im Dahn, schreitet die tränte Seele den Weg zurück, den sie gekommen ist. Sie hört mit halluzinatorischer Deutlichkeit außerhalb ihrer selbst wieder „Stimmen", die sie auffordern, mahnen oder strafen. Zum Problem der Faulheit. Von Nelly Wolffheim. Die Faulheit der Kinder ist erst in der modernen Zeit zum Problem geworden. Früher galt kindliche Faulheit einfach als Böswilligkeit, und Strafen und Prügel waren die Gegenmittel. Seit wir aber gelernt haben, hinter die Dinge zu sehen, ist es für uns Erzieher nicht so leicht, Stellung zu nehmen. Gehen wir zuerst der Frage nach, ob denn das Strafen etwas nützt, wenn cs gilt, ein widerspenstiges Kind der Arbeit zuzuführen. Sicher- lich kann man sehr viele Kinder durch Angst zu allem bringen, und es ist durchaus keine Ausnahme, daß sich ein Faulpelz zur Arbeit aufrafft, wenn Strenge hinter ihm steht. Wie aber ist es mit dein Wert des so erreichten Fleißes? Vielleicht ist der Erfolg deutlich, indem das Kind mit Hilfe der von uns angewandten Machtmittel in der Schule weitcrkommt. Augenblickserfolg darf uns jedoch nicht übersehen lassen, daß dort, wo unlustbetonte Vorstellungen und Erinnerungen sich mit einer Arbeit verknüpfen, die Abneigung gegen sie wächst. Zwang belastet ein Kind mehr noch als uns Erwachsene, und solange Schularbeit unangenehm empfundener Zwang statt freudvolle, anregende Tätigkeit ist, werden Wohl nur „Muster linder" fleißig sein. Wird Faulheit zum Ausgangspunkt unliebsamer Szenen, Auseinandersetzungen und Strafen, wird der Lehrer, werden die Eltern zu Feinden, und Gegnerschaft seht ein. Trotz wird sich entwickeln, und der Weg zu Arbeit wird mehr und mehr verschüttet. Warum wohl, so fragt sich der unbeteiligte Beobachter, stehen so viele Kinder der Schularbeit unlustig gegenüber, wo doch alle Kleinkinder vor Tätigkeitsdrang und Arbeitseifer übersprudeln. Helfen nicht alle kleinen Kinder der Mutter gern, wo man ihre Hilfe nur gestattet? Malen, kleben, basteln sie nicht alle gern im Kindergarten? Fragen unsere Stadtkinder nicht mehr als uns lieb ist, was die Zahlen und die Aufschriften auf den Bahnen, über den Läden bedeuten? Unb beginnen sie nicht im Grunde viel zu früh — einfach aus Wissensdrang und Beschäftigungsfreude — zu lesen und zu schreiben? Wo bleibt all dieser Arbeitseiser. wenn die neuen Eindrücke des Schullebens ihren Aeiz verlieren und Schularbeit zur Alltäglichkeit geworden ist? Ist es das ausgesprochene Muß, das da hindernd ist? Run. so streichen wir doch das Muß und setzen wir an Das Gewissensproblem ist — von den ganz schweren Mängeln in der Anlage abgesehen — in erster Linie also ein Erziehungsproblem. Wo den frühesten Vorbildern durch Eharaktermängel die Erzichungseignung abging, wo elterliche Ehezwietracht sich auf die Seele des Kindes übertrug oder wo gar die bindende Kraft der Liebe fehlte, da ist der Bildung eines ausgeglichenen Gewissens von vornherein jeder Stützpunkt entzogen. Menschen mit einer derartigen Vorgeschichte werden immer unter der Wirkung eines in Gegensätzen schwankenden Gewissens, also eines Idealichs ohne Einheit stehen. Der Mangel an festen Urteilen gibt sie wie eine Wetterfahne haltlos dem Ansturm ihrer Triebe preis. Fehl» cntwicklungen und Verwahrlosungen dieser Art können nur durch eine mühevolle, geduldige Rach- erziehung in der Weise angegangen werden, daß der verspätete Crzieherfreund unter Erweckung der brachliegenden oder verschütteten Liebesfähigkeit sich selbst als Ideal- und Gc- wissensvertreter an die leergebliebene Stelle der jungen Seele zu sehen sucht. Der Ruf des Gewissens, der sich der Seele in quälenden Schuldgefühlen anzeigt, ist meist so verborgen, daß man das Ohr gleichsam erst an die Wand einer Tat legen muß, um ihn zu hören. Sehen wir die Kinderstube. Da hat ein Kind gelogen oder etwas ohne Erlaubnis genommen. Gleich ändert es sein Benehmen in auffallender Weise: Es wird dreist gegen die Eltern, schlägt die Geschwister usw. Sein Ge- wissen ruht nicht eher, bis es eine Strafe erzwungen hat. die ihm unbewußt als Sühne etwa für den „Diebstahl" gilt. Solche Strafen, die nur vorgeschobene Verfehlungen treffen, sind in jeder Hinsicht verkehrt. Statt das Kind zu befreien, treiben sie es durch neue Gewissensängste so lange zur Wiederholung und Steigerung der schuldbelastenden Tat an, bis diese selbst aufgedeckt ist. Keine Strafe wird vom Menschen m"hr gefürchtet als die seines Gewissens, die Geißel des Schuldgefühls. „Herr, vergib uns unsere Schuld .. ." endet das tägliche Gebet der geängstigten Seele. Selbst die schwer verständlichen Zwangshandlungen mancher Rervösen dienen oft dem unerkannten Zweck, das verletzte Gewissen durch Selbstbestrafung zu versöhnen. Die Stimme des Gewissens zwingt mit der Wucht eines Raturgesehes die menschliche Seele dazu, Vergehen gegen die innere Ordnung durch Geständnis und Strafe zu sühnen, wobei häufig sogar vor dem Selbstmord nicht Halt gemacht wird. Auch der Verbrecher bildet hier keine Ausnahme. Ieder erfahrene Kriminalist weiß, daß schließlich der gewiegteste und anscheinend skrupelloseste Feind der Gesche oft durch vlumpe iln- vorsichtigkeiten auf die Spuren seiner Taten lenkt, statt Vie zu verwischen. „Gewissensbisse", also eine bis zum Schmerz gesteigerte Schuldspannung zwingen ihn zum Selbstverrat. Das bekannte Verhalten der Ibikus-Mörder in der Ballade Schillers ist ein einprägsames Beispiel für die unbeabsichtigte offene Selbstanklage. Manchmal haben solche Handlungen hinlenkenden Charakter, indem sie sinnbildlich den Entlastungswunsch der sich sündig fühlenden Seele darstellen: Shakespeares Lady Macbeth z. B. muß dauernd die Hände waschen, um symbolisch ihr Gewissen von der drückenden Blutschuld zu reinigen. Gibt es doch sogar Verbrecher aus Schuldgefühl. die im Affekt eine Tat nur deshalb begehen. um eine äußere Begründung für die Qual der verborgenen Gewissensfolter zu finden und eine Bestrafung zu1 erzwingen. Bekannt sind die Menschen, die sich nach einem von anderen begangene Verbrechen der Polizei stellen und sich fälschlich als den Täter ausgeben, weil ihnen etwa ihre Phantasie die Möglichkeit eines ähnlichen Vergehens nahelegte. Kinderleben in London. Von Erich Brandt. In der Riesenstadt London, in der mehr als sieben Millionen Menschen zusammenwohnen, gibt es auch viele, sehr viele Kinder. Großstadt- fintier im wahrsten Sinne des Wortes. Bedeckt doch das Londoner Häusermeer fast die vierfache Fläche des bebauten Berlin. Wohnt man im Innern der Stadt, so braucht man oft Stunden, um ins Freie zu gelangen. Hier leben und spielen also die kleinen Londoner. In noch engeren Straßen als die unserer Großstädte eingepfercht, in übermäßig kleinen und dumpfen Höfen begraben, verbringen dort Hunderttausende das Iahrzehnt ihrer Kindheit. Meilenweit entfernt von einem richtigen Wald, von einer grünen Wiese. Dabei ist das Fahrgeld in London so teuer, daß sich die nicht gut- gestellten Familien einen regelmäßigen Sonn- tagsausslug mit Kind und Kegel, wie bei uns, kaum leisten können. Man bezahlt nämlich gerade im Vorortverkehr oft das Vierfache des Fahrgeldes in Deutschland für die gleichen Entfernungen. Deshalb ist auch die Zahl der kleinen Londoner, die noch kein reifes Aehrenfeld, keine blühende Heide sahen, ganz besonders groß. Auch von den Vögeln kennen sie meist nur die Spatzen und solche, die in Käfigen gehalten werden. Roch deutlicher offenbart sich aber die Gefahr, die die übermäßige Gröhe dieser Stadt, für ihr Kinderleben bedeutet, in der erschreckenden Zahl von Verkehrsunfällen, deren Opfer Kinder sind. Rach den letzten Statistiken wurden Im Iahre 1927 in London allein 238 Kinder beim Spiel auf der Straße getötet und 9528 schwer oder leicht verletzt. Das sind jedoch weit mehr als das Doppelte soviel wie in Berlin. Von unterrichteter Seite wird dazu mitgeteilt, daß die Zahl der Kinderunfälle noch immer in beängstigender Weise anwächst. So erleidet schon heute im Durchschnitt alle 20 Minuten ein Kind in den Londoner Straßen einen Verkehrsunfall. Ihren Grund finden diese hohen Zisfern natürlich in dem überaus starken Autoverkehr, dem die größtenteils engen Straßen Londons schon lange nicht mehr gewachsen sind. Wegen der großen Gefahren, die das Spielen auf der Straße für das Londoner Kind in sich birgt, ist es für diese Stadt ein ganz besonderes Problem, die Kinder durch Anlage entsprechender Spielplätze wenigstens im Innern der Stadt von der Straße zu entfernen. Zwar gibt es in London sehr schöne und große Parks, die für die Kinder geradezu ideale Spielplätze bar» stellen, weil es dort nicht wie bei uns verboten ist, den Rasen $u betreten. Aber für das riesige London sind sie doch nicht zahlreich genug. Von den meisten Punkten der Stadt braucht man mehr als eine Stunde, um in den nächsten Park zu gelangen. Daher hat man sich in den gänzlich parklosen Vierteln, d. h. im Rorden und Osten, zum Teil auf andere Weise geholfen. Man findet dort mit feine Stelle die Wunscherfüllung und das Arbeiten im Einklang mit dem individuellen Streben des einzelnen Kindes. Warum ist in den modernen Dersuchsschulen — Montessori oder Iensen z. D. — eigentlich nie von Faulheit die Rede? Weil man da die Kinder nicht drängelt, weil man abwartet und sie kommen läßt, wenn Interesse oder der Einfluß der Gemeinschaft sie zum Lernenwollen führt. Wenn nur die Angst der großen Leute nicht wäre, die da immer glauben, daß der Zwang zur Arbeit Erziehungsmittel sei, daß ohne ihn sich Charakterschwäche und Faulheit folgerichtig entwicteln müssen. Hier kann keine glatte Antwort gegeben werden. Warten wir ab, wie sich frei erzogene Kinder entwickeln werden. Sie müssen als Pioniere gelten, die neuer Schulauffassung den Weg bereiten. Ieder von uns wird seiner Einstellung gemäß die Prognose stellen. Aber folgern wir, da wir nicht vorausschauend Positives sagen können, doch einmal aus dem, was wir bisher erfahren haben. Wer von uns kennt keine Schulversager, die es doch zu einer Lebensleistung gebracht haben. Warum also diese große Angst vor der Faulheit des Kindes? Man werfe uns nicht Laschheit vor, weil wir in der Faulheit keine Todsünde sehen. Zum Ernst- nehmen seiner Arbeiten wollen wir ja das Kind hinleiten, aber dieses Emstnehmen erwachse aus der Aufgabe, nicht aus lästigem Zwang. Wie aber sich heute aus den Cxamensforde» rungen und den alltäglichen Schulanforderungen herausfinden? Run, man finde sich ab, so gut es geht, aber überlasse es der Schule in erster Linie, mit ben Kindern fertig zu werden. Richt noch die Häuslichkeit mit Schulstimmung durchsetzen! Frohe Iugend ist bessere Lebensvorbereitung als zermürbender Alltagskampf. Eins fei auch bedacht: Manche Kinder können nicht, auch wenn ihr bewußter Wille nichts von Faulheit weih. Ihr Versagen kommt oft aus körperlicher Schwäche, ist vielfach Symptom beginnender Krankheit. Schwerer ist Diagnose und Hilfe zu finden, wo seelische Ursachen vorliegen. Unbewußtes wirkt sich oft aus, wo Lernhem» mungen und Arbeitsunlust in Erscheinung treten. In diesem knappen Rahmen kann nicht bargelegt werden, was ihm Veranlassung gibt, sich faul ober bumm zu stellen. Psychische Schwierigkeiten verschiedener Art können am Werke sein. Die Frage taucht auf, warum überhaupt das Problem kindlicher Faulheit so stark im Mittelpunkt pädagogischer Auseinandersetzungen steht Ehrgeiz und Eitelkeit der Eltern sprechen mit, auch die Sorge um das Fortkommen der Kinder. Aber daneben sehen wir Tieferliegendes wirksam. Wir haben Arbeit als etwas Lebensnotwendiges erkannt, lebenswichtig für Gemeinschaft und Einzclmenschen unserer Kulturepoche. Tätigkeit ist Umwertung unserer Triebe. Geben ohne Tätigkeit ist eine Gefahr. Wenn wir Arbeit in diesem Sinne bewerten, wird das Problem der Faulheit bedeutungsvoll. Hüten wir uns aber dabei die Zukunft zu stark in den Vordergrund zu stellen. Unterschätzen wir nicht den (Segen» wartswert einer jeden Stufe der Entwicklung. Bei der Behandlung der Schulfrage wird oft zu sehr des Augenblicks vergessen. Vorsorgen können wir doch nicht, aber verderben, verpfuschen können wir vieles mit unserem Bemühen, immer wieder den Lenker der Geschicke zu spielen. 0er Werdegang des Arztes. Beendigung des Studienganges und Ablegung der Schlußprüfung belastet in keinem anderen Fach mit der Möglichkeit so ungeheurer Verantwortung wie in der Medizin. Es ist daher begreiflich, daß immer wieder versucht wird, die Ausbildung des werdenden Arztes zu verbessern, damit er gleich nach bestandener Staatsprüfung und zurückgelegtem praktischen Iahr für die schwere Aufgabe völlig gerüstet ist, beratend und durch die Tat das wichtigste Gut seiner Mitmenschen, ihre Gesundheit, zu betreuen. Grund der erneuten Bestrebungen zur Reform des Medizinstubiums. bas 1901 eine tiefgreifenbe Aenberung, bann 1927 kleinere Umgestaltungen erfuhr, ist unter anberem ber augenblicklich außerorbentlich große Anbrang zu ben mebi- zinischen Hörsälen, ber selbstverstänblich bie Aus» bilbung des einzelnen, und namentlich dessen Kontrolle durch die berufenen Lehrer erschwert. Um ein möglichst klares Bild über die verbesserungsbedürftigen Punkte der derzeitigen Ausbildung des medizinischen Rachwuchses und beste Wegezu ihrer Beseitigung zu erfahren, hat sich das Ministerium des Innern mit entsprechenden Fragen an die Fakultäten und eine ganze Reihe von Aerztevertretungen gewendet. Der Leitgedanke, der sich durch die in langer Diskussion geklärte Meinungsäußerung der Berliner Aerztekammer zieht, ist der, daß ber normale mebizinische Studiengang seine Teilnehmer weniger zu Spezialisten oder medizinischen Forschern als zu praktischen Aerzten ausbilden soll. Innere Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe sollen den Grundstock der klinischen Ausbildung hohen Bretterwänden umzäunte Plätze, an deren Eingang die eigenartige Anschrift prangt: „Erwachsenen ist das Betreten nur in Begleitung von Kindern gestattet!" Aus diesen asphaltierten Spielplätzen befinden sich Geräte, Kletterstangen, Wippen und vor allen Dingen eine Rutschbahn, die von den Kleinen mit heller Begeisterung bestürmt wird. Das ist zwar nur ein mangelhafter Ersah für die fehlenden Parks, aber trotzdem erfreuen sich diese Spielplätze bei der ärmeren Londoner Iugend einer großen Beliebtheit. Im übrigen ist es für London sehr charakteristisch, daß man an normalen Wochentagen erst am späten Rachmittag schulpflichtige Kinder in den Parks und auf den Straßen trifft Sie werden nämlich fast ben ganzen Tag, b. h. von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags, von der Schule in Anspruch genommen. Dafür ist jedoch ein Tag ober wenigstens ein Rachmittag völlig schulfrei. Man muß aber auch nicht glauben, baß sie während der ganzen Schulzeit Unterricht hätten. Dieter dauert vielmehr nur bis 1 Uhr: bann folgen bas Mittagessen unb bie Mittagspause. Hieran schließen sich ein paar Stunben Spiel unb Sport, benen toicberum 1 bis 2 Schulstunben folgen. Beim Spiel sind natürlich die englischen Rationalsports bevorzugt. Die Jungen sieht man baher fast ausschließlich beim Cricket ober Fußball, boch auch Rugby ist sehr beliebt. Die Mädchen spielen meist Hockey ober Tennis. Rach ber langen Schulzeit finb bie Kinder natürlich völlig frei. Häusliche Schularbeiten kennt ber kleine Lonboner nicht. Dies alles gilt jeboch nur für bie Kinber ber mittleren unb ärmeren? Kreise. Die Bessergestellten schicken ihre Kinber auf Internatsschulen, bie weit von Lonbon entfernt finb. Obgleich bie eigentliche Schulpflicht in England wie bei uns bis zum 14. Lebensjahr geht und sogar schon mit dem 5. beginnt, ist es in den Londoner Arbeiterkreisen fast die Regel, daß wenigstens die Iungen schon mit 12 Iahren eine Rebenbeschäftigung annehmen. Sie betätigen sich meist als Laufburschen und Zeitungsverkäufer. Ein gesetzliches Verbot der Kinderarbeit besteht nämlich in England nicht. Außerdem werben bie arbeitenben Kinber in ber Schule für bie Rachmittage bebenkenlos beurlaubt. Cs kommt also zu ben körperlichen Schäbigungen einer so frühzeitigen Beschäftigung noch der Mangel eines regelmäßigen Schulbesuchs hinzu. Daher ist auch eine Gegenströmung vorhanben, bie ein Verbot ber Äinberarbeit verlangt und bie Schulpflicht in Lonbon bis zum 15. Lebensjahr burchführen will. Getragen wirb biete Bewegung von klerikalen Kreisen, boch konnte sie bis heute noch keine nennenswerten Erfolge auf» weisen. Ausfällig ist auch, bah in einer so großen Stabt wie Lonbon jebe Spur von staatlicher ober stäbtischer Iugenbsürsorge fehlt, bie wir in unseren beutschen Großstäbten schon seit langer Zeit kennen. Dabei sieht es in ben Londoner „Slums“, das sind die Arbeiterviertel, in bezug auf Wohnungsverhältnisse, mangelnde Hygiene und andere Großstadtübel fast noch schlimmer aus als bei uns. Was an den Kindern getan wird, ist das Werk privater Fürsorgetätigteit, die natürlich für eine solche Riesenstadt keineswegs ausreicht und noch dazu ziemlich unsystematisch arbeitet. Bon größerer Bedeutung ist hier lediglich eine Bereinigung, die sich das Ziel gesetzt hat, alljährlich möglichst viele Londoner Kinber für ein paar Wochen an bie See zu schicken. Die Mittel bazu werben burch eine umfangreiche Sammeltätigkeit aufgebracht. liefern. Gegenüber biefen wichtigsten allgemein- ärztlichen Fächern, in bereu Rahmen bie für den guten Arzt unerläßliche Scelenkunde unb auch bie Aufgaben der sozialen Medizin (für bie aufjerbem befonberc sozialhygienische Pflichtkurse vorgesehen finb) mitbehanbelt werben, dürfen die Spezialfächer, wie z. B. Augenheilkunde usw.» nicht vernachlässigt werden. Ausbildung unb Bewertung dieser Fächer kann aber auf ben Aufgabenkreis des Allgemein-Arztes beschränkt bleiben: Aerzte, die Reigung unb Berufung fühlen, sich diesen zu widmen, müssen die hierfür erforderlichen Spezialkenntnisse und Erfahrungen in einer speziellen Ausbildungs- und Assistententätigkeit erwerben. Dem eigentlichen klinischen Studium soll eine fünfsemestrige Vorbildung vorangehen, deren erster Teil sich mit ben allgemein naturwissenschaftlichen unb biologischen Fächern, ber zweite hauptsächlich mit Anatomie unb Physiologie befaßt. Außerorbentlich begrüßenswert scheint der Gebaute, baß schon in ben frühesten Semestern eine Ausbilbung in ber Krankenpflege, bie eine intime Berührung nicht nur mit ber Krankheit, sonbern noch viel mehr mit dem Kranken erzeugt, ftattfinben soll. Hiervon ist zu erhoffen, baß diejenigen, bie nach ihrer ganzen Wesensart für ben ärztlichen Beruf ungeeignet sind, aus diesem ausscheiden werden, ehe sie das in einem längeren Studiengang bereits investierte Kapital an Arbeitskraft, Lebensjahren und Geld dazu verleitet, in einem Beruf zu verharren, dessen Ausübung ihnen selbst unb ihren Patienten keine volle Befriedigung bringen wirb. Von weiteren Einzelheiten aus ben Vorschlä- ?ien sei erwähnt, bah in den klinischen Semestern ängere, während ber Ferien auszuübenbe, also nicht von Vorlesungen unterbrochene Famulustätigkeit verlangt wirb. Das praktische Jahr, das bisher nach dem Schluhexamen absolviert wurde, soll vor dasselbe verlegt werden, damit die in diesem erworbenen praktischen Kenntnisse in den Prüfungsplan mit einbezogen werden können. Diese sehr beherzigenswerten Vorschläge, die sicher noch von den anderen befragten Seiten wichtige und fruchtbringende Ergänzungen finden werden, gewährleisten eine Ausbildung, die den jungen Arzt instand seht, seiner schweren und verantwortungsreichen Aufgabe gerecht zu werden. Es ist zu hoffen, dah aud) Wittel und Wege gefunden werden, jedem einzelnen Gelegenheit zu geben, sein erworbenes Wissen und Können nad?> erlangter Berechtigung in nutzbringender Weise zu verwerten. Dr. M. Oberhessen. Der Butzbacher Jaselmartt. Pb. Butzbach, 14. März. Der gestrige Faselmarkt erfreute sich trotz des ungünstigen Wetters eines sehr starken Besuches. Der Marktplatz ftoni) voller Schaubuden und Karussels, die Wetzlarer und Weiseler Straße waren mit Vrrkaufs- ständen aller Art beseht. Zur Prämiierung waren angemeldet 223 Tiere der hessischen Fleckviehrasse. 25 Tiere der Vogelsberger Basse, 83 Pferde des Arbeits- und des Wagenschlags, 16 Schweine und 16 Ziegen Aufge trieben waren von Händlern 36 Pferde, 47 Stück Rindvieh und 366 Schweine. Der Handel in Pferden und Rindvieh war gering, dagegen in Schweinen lebhaft. Es wurden bezahlt für Ferkel bis zu 6 Wochen 35 bis 39 Mk., von 6 bis 8 Wochen 39 bis 43 Mk. und von 8 bis 13 Wochen 43 bis 50 Mk. Die Prämiierung der angemeldeten Tiere ging flott vonstatten, so daß um 12 LIhr mittags der Zug der prämiierten Tiere durch die Stadt stattfinden konnte. Wie alljährlich, so hatten auch diesmal wieder die hiesigen Danken, das Ma- thildenstift, verschiedene Vereine und Innungen Ehrenpreise in Gestalt von Taschen- und Wanduhren. Tafelservicen usw. gestiftet, die den Besitzern der mit ersten Preisen ausgezeichneten Tiere überreicht wurden. Es würde bei der großen Anzahl der prämiierten Tiere zu weit führen, diese alle anzugeben. Richt unerwähnt soll aber bleiben, daß der Verband der Warmblutzüchter Hessens für besondere züchterische Leistungen silberne und bronzene Plaketten verliehen hatte, von welchen die silberne erhielten Rudolf Koch (Trais-Mürzenberq). Wilh. Wächter II. (Gambach- und Gilbert Müller Witwe (Oberhörgern). Mittags fand im „Hessischen Hof" ein Mittagessen statt, an dem die Preisrichter, sowie die Vertreter der Regierung, der Landwirtschaftskammer usw. teilnahmen. Bürgermeister Dr. Jansen begrüßte die Erschienenen, insbesondere Kreisöirektor R e ch t h i e n, Oekonomierat Breidenbach u. v. a.. die ihren Dank für die Einladung aussprachen. Am Rachmittag fand die Verlosung statt, bei der auf folgende Rummern die ersten Gewinne, bestehend aus Rindern, entfielen: Rümmer 2946. 7672, 10 250, 7593. 5200. 9462 und 6275. 3m „Deutschen Haus", sowie im „Hessischen Hof" fand von 4 Ahr ab Tanz statt: beide Gaststätten waren gut besetzt. Es darf gesagt werden, daß der Butzbacher Faselmarkt weithin bekannt ist. und daß er alljährlich auch von Interessenten aus anderen Zuchtviehgebieten besucht wird, um Vergleiche anzustellen und Erfahrungen zu sammeln. Kreis Friedberg. ^lDad-Rauheim, 14. März. Restaurateur Paulus, der Pächter der hiesigen Bahnhofswirtschaft. übernimmt am 1. April einen Betrieb in Remscheid. An seine Stelle tritt Restaurateur Raff aus Frankfurt a. M.. dem von vielen Bewerbern von der Rcichsbahn- direktion die hiesige Bahnhofswirtschaft übertragen wurde. Kreis Büdingen. * Ridda, 13. März. Der Pferdeversicherungsverein für Ridda und Amgegend hielt hier im Hotel „Zur Traube" seine diesjährige Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Rachdem der Vorsitzende, Mühlenbesiher August Mann dahier, die Erschienenen begrüßt hatte, erstattete er den Rechenschaftsbericht über das verflossene Ver- cinsjahr. Es konnte ein recht günstiger Bestand des Vereins festgestellt und die Rechnung unbeanstandet genehmigt werden. Die übrigen VereinSongelegenheiten wurden zu allseitiger Be- friedigung erledigt und dem Vorstand volle Anerkennung für Die umsichtige Leitung ausgesprochen. In diesen Tagen sind 50 Iahre verflossen seitdem der Verein gegründet wurde. Der verstorbene Mühlenbcsitzer und Landtags- äbgeordncte Wilh. Erk hat sich dadurch, wie auch durch viele andere gemeinnützige Gründungen in unserer Stadt, ein bleibendes Verdienst erworben. Während des vergossenen halben Jahrhunderts hat es der hiesige Pferde- versichcrungsverein Vie.en P'erdebe.itzern ermöglicht, bei Verlusten durch Seuchen usw. sofort wieder Ersah an Pferden zu beschaffen. Das dadurch erworbene Vertrauen beweist am besten die stattliche Anzahl von 416 Mitgliedern, die dem Verein aus Ridda. den umliegenden Orten der nordwestlichen Wetterau und sogar aus den Kreisen Friedberg und Gießen angehören. 'Hirzenhain. 15. März. Die hiesigen B u - derusschen Eisenwerke sehen sich infolge der ungünstigen allgemeinen Wirtschaftslage und des Ausbleibens von Aufträgen gezwungen, vom 1. April ab in allen Abteilungen des Werkes Kurzarbeit einzu ühren. um dadurch Arbeiterentlassungen zu vermeiden. Es wird vom 1. April ab nur noch an vier Tagen in der Woche gearbeitet werden: Montags und Samstags wird die Arbeit ruhen. Kreis Schotten. X Schotten. 13.März. Der Gemeinde- rat beschloß in seiner gestrigen Sitzung u. a.: Die Pläne für die Errichtung einer neuen Kraftwagenhalle werden genehmigt. Ein größeres Grundstück, das passend bequem an dem Beundeweg in der Rähe des Postamtes liegt, ist von der Stadt für die Halle angekauft worden. Eine Aebernahme von KostenoerAmts- tage des Kreisgesundheitsamtes auf die Stadt wird abgelehnt. Frau Staatsrat Dr. Weber bedankte sich in einem Schreiben an den Gemeinderat für die Ehrung, die die Stadtverwaltung ihrem verstorbenen Gatten hat zuteil werden lassen. b. Sch o11en . 11. März. Das Hessische Künstlertheater Frankfurt gab gestern in der gut besuchten Turnhalle ein weiteres Gastspiel. „Katharine Knie" von Zuckmayer. Die Darstellung und Dekoration waren ausgezeichnet. V Schotten, 11. März. Gestern hielt hier im Gasthaus „Zur Krone" der Kreis-Obst- und Gartenbauverein unter der Leitung seines Vorsitzenden, Krcisdirektor Dr. Iann. seine dies ährige H a u p tversammlung ab. Rach den Degrüßungsworken des Vorsitzenden wurde die Iahresrechnung für 1929 vorgelegt. Die Einnahmen im Berichts ahre beliefen sich auf 1907,92 Mk., die Ausgaben auf 1703,31 Mk., so daß ein Aeberschuß von 201,61 Mk. verblieb. Dieser wurde dem Barvermöacn zugeschricben, das dadurch eine Höhe von 2092,60 Mk. erreicht. Dem Rechner, Inspektor Müller, Scholten, wurde mit Dankesworten Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1930 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 939,31 Mk. ab. Aus dem Tätigkeitsbericht für 1929 ging hervor, daß die Mit- gliederzahl des Vereins von 493 aus 531 an- gewachfen ist. Im Kreise wurden 700 Bäume umgepfropft und die in verschiedenen Kreisorten stationierten Baumspritzen mit gutem Erfolg benutzt. RaL Erledigung der geschäftlichen '^inge sprach Londwirtschaftsrat Dr. Schmidt, Frankfurt a. M.. über die Bekämpfung der Schädlinge im Obst- und Gartenbau. Die Vorführung eines Filmes gab die bildmäßigen Erläuterungen zu dem Vortrage, an den sich eine rege Aussptache anschloh. Mit Dankesworten des Vorsitzenden an alle Mitarbeiter fand die Versammlung ihren Abschluß. Kreis 2ll4selv. mr. Eulersdorf. 13. März. Auf der sog. Tannenwaldstraße ereignete sich heute, kurz vor dem Eingang in unser Dorf, ein Autounfall. Die Straße ist hier von jeher ein Schrecken für alle Fahrer, da sie sehr abschüssig ist und scharfe Kurven aukweist. Ein Herr ckus Eberbach (Odenwald) war unterwegs nach Grebenau und verlor an dieser Straßenstelle die Herrschaft über den Wagen, der sich überschlug. Der Fahrer, der nach vielen Hilfe- signalen von hiesigen Einwohnern gefunden wurde, war durch Splitter der zertrümmerten Glasscheibe am Bein verletzt, sonst aber mit dem Schrecken davongekommen. Das Auto wurde abgeschleppt, und der Besitzer mußte seine Reise mit der Bahn fort» setzen. e Das ideale A b führ-Konfekt Kraft und Schnelligkeit zeigt der VERBESSERTE OPEL .. und ist noch billiger! 4550 reichten) Wert und seltener Schönheit. 2500 2700 4300 4600 2400 3700 4 PS CABRIOLET 4 PS LIMOUSINE 8 PS LIMOUSINE 8 PS LUX..LIMOUS. 4 PS LIEFERWAGEN Vit To. CHASSIS Vit To. PRITSCHEN. WAGEN MIT PLANE kaufen wollen.VerbesserteVergaser, verbesserte Anlasser und Änderungen am Gashebelsystem sind gründlich durchgeprüft worden. Der deutsche Autofahrer kann nun die Vorteile aller dieser Verbesserungen genießen. 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