Nr. 162 Erster Blatt 180. Jahrgang Montag, 14. Juli 1950 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Schalle. IfionatsBejugsprels: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfle unttrSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: $ronffurt am Main 11686. Annahme von Lnzeiae» für die lagesnummer ois zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärt» 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20', mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Ma? Filter, sämUich in Gießen. GietzeimAMger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verla-: Vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und Zteindruckerel «.Lange in Gietzen. Zchriftleitung und Gefchäftrstelle: Zchulfttatze 7. Heftige Kämpfe um die Deckungsvorlage. Die Vorgänge im Steuerausschuß. De rl in, 12. 3uli. (DdZ.) 3m Steuern usschuh deS Reichstags erklärte am Samstag Aba. Dr. Föhr (3.), die Einbeziehung der Privatangestellten mit hohem Einkommen und der Aufsichtsräte in das Aotopfer entspreche vollständig der vom Zentrum seit langem vertretenen Auffassung. 3m übrigen habe seine Stimme am Freitag gar nicht den Ausschlag gegeben. Dei der bann vorgenommenen Abstimmung über den Paragraphen 10, der den fünfprlHen- tigen Zuschlag zur Einkommensteuer für Einkommen über 8000 Mark behandelt, wurde jedoch dieser Paragraph abgelehnt. Damit war der ganze Artikel3 der Deckungsvorlage gefallen. Es folgte die Beratung des Artikels 4 über die Ledigensteuer. Abg. v. Lindeiner-Wildau (Ehr. (Hat) begründete einen Antrag, wonach von der Ledigensteuer befreit sein sollen diejenigen Steuerpflichtigen, die auf Grund gesetzlicher Unterhaltspflicht ihre geschiedeneEhefrau oder einen Eltern teil unterhalten, dafür mindestens zehn Prozent ihres letztjährigen Einkommens aufgewandt und die entsprechende Steuerermäßigung erhalten haben. Reichsfinanzminister Dietrich führte aus, mit einer Besteuerung der Aufsichtsratstantiemen würde man höchsten- 8 Millionen in die Reichskasse bekommen. Der Vorschlag einer solchen Steuer sei also nicht sachlich, sondern höchstens demagogisch zu begründen. Die Regierungsvorlage der L e d i - gen st euer suche Härten zu vermeiden. Die Regierung würde auch dem Antrag von Lind- eimer z u st i m m e n. Damit würden also von der Ledigensteuer all« diejenigen befreit sein, die Eltern, geschiedenen Ehefrauen oder Kindern gegenüber unterhaltspflichtig sind. Die Regierung mache eine solche Vorlage doch nur, um die finanzielle Erhaltung der Arbeitslosenversicherung zu sichern und den vollständigen Zusammenbruch zu verhindern. Für die Folgen müssen diejenigen die Verantwortung übernehmen, die alle Regierungsvorlagen ablehnen. 3n der Abstimmung wurde die Ledigensteuer mit der gleichen Mehrheit, wie der Einkommenzuschlag abgclehnt. Dagegen stimmten die Deutschnationalen, Sozialdemokraten und Kommunisten. E-s folgte dann die Beratung der Rovelle zum T a b a k st e u e r g e s e tz, in der die Zahlungsfrist für die Zigarettenbanderole verkürzt, der Steuersatz für Zigarettenhüllen ermäßigt und die Kontingentierung um ein 3ahr bis zum 31. März 1932 verlängert wird. Ministerialdirektor Ernst führte aus, die der Kontingentierung gegebene Form bedeute keine Bevorzugung der großen Firmen, sondern lasse auch dem Kleinen die nötige Bewegungsfreiheit. Der vorgeschlagenen stufenweisen Verkürzung der Zahlungsfrist könnte die Regierung eventuell zu- ftimmen. Die Regierung werde auch ohne einen besonderen Ermächtigungsbeschluß Erleichterungen da gewähren, wo die wirtschaftliche Lage der Betriebe es erfordert. 3m Herbst werde eine grundlegende Reform der Tabaksteuer notwendig fein. 3n der Abstimmung wurde der Artikel 2 der Vorlage, der die Verlängerung der Kontingentierung enthält, abgelehnt. Der Artikel 1 (Verkürzung der Zahlungsfristen) wurde angenommen in der Form einer stufenweisen Verkürzung der Fristen. Angenommen wurde auch Artikel 3, der den Steuersatz für Zigarettenhülse» herabsetzt. Die übrigen Anträge wurden abgelehnt, ebenso die Schlutzbeftimmung über das Inkrafttreten des Gesetzes. Auf Wunsch des Ministeriums wurde dann die Abstimmung über die zurückgestellten Anträge zur Reichshilfe vorgenommen. Mit den Stimmen der Dmtschnationalen, Sozialdemokraten und Kommunisten wurde bei Stimmenthaltung der Demokraten der Antrag Steinkopf (Soz.) angenommen, wonach der Reichshilfe von den Dehördenangerteilten nur diejenigen unterliegen, die eine be a m tenä h n l i che gesicherte Stellung haben. Für den so geänderten § 2 des Reichshilfe- gesetzes stimmten nur die Demokraten. Rach der so erfolgten Ablehnung des § 2 erklärte Reichsfinanzminister Dietrich: 3ch kann nach dieser Abstimmung erklären, daß die Reichsregie- rung an der zweiten Lesung der Vorlage kein 3nteresse hat. Damit war die Aus- schußsitzung zu Ende. Einigung über die Kop steuer? Aoch Widerstände bei den Tcniokraten und der Bayerischen Bolkspartci. Berlin, 13. Juli. (TU.) Am Sonntag setzten im Reichstag die Finanzsachverständigen und einige Parteiführer der hinter der Regierung stehenden Reichstagsfraktionen gemeinsam mit Vertretern der Finanzministerien der größeren deutschen Länder ihre Besprechungen über die Deckungsvorlage, insbesondere über ihre Ergänzung durch die Kopf- ft e u e r fort. An Stelle des neuerdings wieder erkrankten Reichsfinanzminsters Dietrich leitete Ministerialdirektor Dr. Zarden die Verhandlungen. Für Preußen war Finanzminister Dr. H ö p k e r > Aschoff erschienen. In den dreieinhalbstündigen Beratungen machte besonders der preußische Finanzminister die stärksten Bedenken gegen eine Kopfsteuer und gegen die Möglichkeiten ihrer Durchführung geltend. In nicht ganz so scharfer Form äußerte sich auch der bayerische Re- gierungsvertreter gegen die Kopfsteuer. Trotzdem wurden die technischen Möglichkeiten für die Durchführung der Kopfsteuer genau durchbesprochen. Die Fraktionen behielten sich ihre enbgül- tige Stellungnahme vor. und es gelang, wie verlautet, eine Annäherung in den Auffassungen der Regierungsparteien herbeizuführen. Beschlüsse wurden zwar nicht gefaßt, doch geht die Tendenz dahin, es im wesentlichen bei den vor einigen Tagen van der Regierung aufgestellten Ergan- zungsoorschlägen zu den Deckungsoorlagen zu belassen. Die Kopfsteuer soll für das Rechnungsjahr 1930 den Gemeinden fakultativ zur Verfügung gestellt werden, und zwar in einer Hohe von mindesten s 6 Mark pro Kopf. Falls die Realsteuersätze, die ab 1. Juli in Kraft waren, überschritten werden, sollen die Gemeinden zur Einführung der Kopfsteuer verpflichtet sein. Vom 1. April 1931 an soll die Kopfsteuer obli- gatorisch fein, wenn die Realfteuern über den Satz vom 1. Juli 1930 hinaus gefteigert werden sollen. Der Plan, mit der Kopfsteuer eine Real- steuersenkung zu erzwingen, ist fallenge- lassen worden. Um den Schwierigkeiten der E i n- Ziehung der Kopfsteuer zu begegnen, ist in Aus- sicht genommen, sie bei den Lohn- und Gehaltsempfängern durch den Arbeitgeber zusammen mit der Lohnsteuer einzuziehen, wäh- rend dies bei den veranlagten Steuerpflichtigen zusammen mit der Veranlagung, und zwar in zwei Teilen jährlich erhoben werden soll. Die Aussichten für Brüning. parlamentarische Mehrheit oder Notverordnung. Berlin, 12. Juli. (PDZ.) Das vorläufige Scheitern der Deckungsvorlage der Regierung im Sleuecausschuh des Reichstags wird in parlamentarischen Kreisen verschieden beurteilt Allgemein kommt jum Ausdruck, daß das Deckungsprogramm der Regierung zum mindesten ; unächst als zu- rückgezogen angesehen werden muß. In den Ausschußoer Handlungen ist der 8 1 des Gesetzes mit großer Mehrheit angenommen worden, der bestimmt, daß eine Reichshilfe erhoben werden soll. Da der näch fte Paragraph, der den Personenkreis umschreibt, abgclehnt worden ist, ist man zum Teil der Ansicht, daß dieser Personenkreis durch eine Verordnung der Regierung bestimmt werden könnte. Andererseits wird als Lösungsmöglichkeit angesehen, daß die Regierungsparteien in der nächsten Woche den ursprünglichen Dietrichschen Entwurf mit Einbeziehung dcr Bürgerabgabe, aber ohne Einbeziehung der höheren Angestellten In die Reichshilfe im Reichstagsplenum als Initiativ- gesetz einbringen. Man hofft, daß es gelingen wird, eine völlige (Einigung zwischen den Parteien und der Regierung herbeizuführen, so daß am Dienstag wenig st ens bie Regierungsparteien im Plenum hinter dem Deckungsprogramm der Regierung Brüning stehen werden. Damit ist aber noch nicht gesagt, daß das Deckungsprogramm der Regierung im Reichstage eine Mehrheit findet. Die hinter der Regierung stehenden Parteien haben bekanntlich im Reichstag keine ausreichende Mehrheit. Die Regierung will infolgedessen zunächst einmal abwarten, wie die Beratung im Plenum laufen wird. Sie dürfte jedoch spätestens nach der zweiten Lesung sich darüber entscheiden müssen, ob sie die Deckungsvorlagen aus parlamentarischem Wege durchbringt ober auf Grund des Artikels 48 im Wege der Notverordnung in Kraft seht. Die Anwendung des Notverordnungsrechts ist nämlich nur solange möglich, als die Vorlagen der Regierung im Reichstag nicht endgültig abgelehnt worden sind. Die Regierung müßte also unter Umständen vor der dritten Lesung das Notverordnungsrecht in Anwendung bringen. Da der Reichstag dann noch versammelt ist, wäre es möglich, daß sofort eine der Oppositionsparteien einen Antrag auf Aufhebung der Notverordnung einbringen würde. Bei der augenblicklichen parlamentarischen Situation würde sich für Aufhebung der Notverordnung vielleicht eine Mehrheit finden, so daß bann nichts weiter übrig bliebe, als benReichstag aufjulöfen. Da eine Reidjstagsauflöfung jedoch f a ff allen Parteien unerwünscht wäre, nimmt man an, daß der Reichstag nicht länger versammelt bleibt, so daß er zu einer Aufhebung bet Notver- orbnung erst im herbst Stellung zu nehmen brauchte. Oie Beisetzung der Opfer der Katastrophe von Hausdorf. R e u r t> b e, 13. 3ult (WTB.) Die Trauer um die Opfer der Bergwerkskatastrophe in Hausdorf veranlaßte die Bewohner der ganzen Um- gegend, schon seit den frühen Morgenstunden des Samstag nach Mölke zu pilgern, wo in dem großen Zechensaal und in einem Rebenraum d i e Särge von 99 Toten nebeneinanderstehen. Zu Taufenden sind die Angehörigen und Freunde der Verunglückten herbeigeeilt, um von ihren Lieben Abschied zu nehmen. Zahlreiche Sanitäter und Schwestern find liebevoll um die Angehörigen der Hinterbliebenen bemüht. Der Zutritt zu den Wirken wird während des ganzen Tages gestattet sein, jedoch ist es nur möglich, die Leidtragenden in kleinen Gruppen in den Saal hineinzulassen. 3n der Rächt wurden die Särge nach Hausdorf übergeführt. Dort trafen bereits in der sechsten Morgenstunde die Massen derjenigen, die den Opfern der Katastrophe die letzte Ehre erweisen toollten, aus allen Gegenden des Waldenburg-Reuroder Bezirks zusammen. 3hr« Zahl wird auf 15 000 bis 20 000 geschätzt. Fast unübersehbare Reihen von Automobilen brachten Angehörige sowie Vertreter der Behörden und Körperschaften zum Friedhof. Für die Reichsregierung war Staatssekretär Dr. Geib und für die preuß ische Staatsregierung Oberberghauptmann Flemming erschienen. Ferner waren anwesend Oberpräsident Demann mit den beiden Regierungspräsidenten von Breslau und Liegnitz, der Vertreter des Kardinals, Fürstbischof von Breslau, Domvikar Prälat Lange, der Breslauer Generalsuperintendent D. Dr. Schi an, Reichstagspräsident Löbe, der Schlichter der Provinz Riederschlesien, Oberpräsident z. D. Philipp, der Vorsitzende des Provinziallandtages und der Präsident des Landesarbeitsamtes von RiederschKesien. Hm 8 älhr morgens begann die Trauerfeier, mit einer Trauermufik sämtlicher Bergmanns- kapellen des Waldenburg-Reuroder Bezirkes. Darauf zelebrierte der erzbischöfliche Generalvikar D i t t e r t eine Mess«, an die sich ein großes Requiem anschloh. Die Trauerrede hielt dann der katholische Ortspfarrer S ch r o e s e l, der noch einmal auf den schicksalsschweren Tag hinwies, einen Tag, wie ihn die Weltgeschichte glücklicherweise nur selten erlebe. Trauer herrsche nicht nur in Hausdorf, sondern darüber hinaus in ganz Deutschland. Er sei besonders beauftragt, den großen Heldenmut der Rettungsmannschaften anzuerkennen, die ihr Letztes Hingaben und sofort nach Dekanntwerden des Unglücks ohne Gasschuhgerät in die Grube eindrangen, um möglichst viele ihrer Kameraden zu retten. Leider fei auch dieser Heldenmut vergeblich gewesen. (Jammervoll sei der Lohn des Bergarbeiters im Reuroder Bezirk. Man kenne die Schwere des Dergmannberufes, und deshalb fei man verpflichtet, alles zu versuchen, um ihn zu verbessern. Auch der evangelische Ortsgeistliche, Pastor Böttcher, spendete den Hinterbliebenen Wort« des Trostes. Beendet wurde die Feier mit einem Sängervortrag „Bergmanns- Grabgesang". Anschließend an die Feier wurden die aus der Umgebung stammenden Toten in ihre Heimat s o r t e überführt. Unterwegs hatten die Vereine der Ortschaften, darunter vor allem die Bergknappen in ihrer schwarzen Tracht, Aufstellung genommen, die sich den Särgen an- schlossen. Eröffnet wurde jeder der Leichenzüge durch eine Bergmannskapelle und die Fahnenabordnung der Gemeinden. Die Beifehung in den Heimatorten erfolgte dann in den frühen Rachmittagsstunden. Oie Lage in der Eisenindustrie „Nordwest". Berlin, 12.3ult. (ERD.) Wie vom Arbeit» geberverband der Rordwestlichen Gruppe mit» geteilt wird, hat die Abflauung der noch bestandenen T e i l st r e i k s derartige Fortschritte gemacht, daß man heute fast von einem völligen Abschluß der Streikbewegung in Rordweft sprechen kann. Das Haspener Eisen- und Stahlwerk, wo die Belegschaft noch im Ausstand ist, gehört nicht zur Rordwestgruppe. 3m übrigen find im Rordwestbezirk nur noch ganz wenige Arbeiter im Ausstand (in Düsseldorf das Drahtwerk Klöckner und das Röhrenwerk Phönix). Zu betonen ist schließlich noch, daß der Lohnabbau gemäß den Vorschlägen der Rordwestlichen Gruppe überall zur Durchführung gekommen ist. Frick über die Schulgebete. TernaiionalsozialistischcAurö in Thüringen Gera, 12. Juli. (ERB.) Auf dem 6. Thüringischen Gautag der NSDAP, führte Staatsminister Dr. Frick zur Entscheidung des Staatsgcrichtshoses in der Schulgebetssrage aus, die Geschichte werde entscheiden, wer in Leipzig eine Niederlage erlitten habe. Warum solle nicht in der Schule gebetet wer- den gegen das, was das deutsche Volk zugrund« { gerichtet habe: Betrug und Verrat'? Die Gebete enthielten nichts, was sich gegen bestimmte Personen- kreise richte. Allerdings habe er in der Begründung gesagt, daß nicht allein die Not, sondern auch die Wühlarbeit oolksfremder Elemente Deutschland an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Diesen Mächten gegenüber gelte es, Sitte und Religion wieder zu Ehren zu bringen. Die Bestimmung, daß in Preußen keine Nationalsozialisten Beamte werden dürfen, während alle Ehrenstellen mit Sozialdemokraten besetzt würden, sei weit verfassungswidriger. Im Widerspruch zum parlamentarischen Prinzip wolle der Reichsinnenminister sogar an der Beteiligung der Nationalsozialisten an der Thüringer Regierung Anstoß nehmen und die Polizeizuschüsse sperren, solange ein Nationalsozialist dort Innenminister sei. Die Nationalsozialisten hätten es aber nicht nötig, die Republik gewaltsam zu zerstören, da diese sich von selbst auflose, wie die Finanznot in Berlin zeige. Der Deutschen Dolkspartei drohte der Redner mit der Auflösung des Thüringer Landtags, die nur günstig für die Nationalsozialisten ausfallen würde. Nach ihm erklärte Adolf Hitler, die national» sozialistische Bewegung sei Aroar nur eine Minder- heitsbewegung, aber die Weltgeschichte werde von Minderheitsbewegungen gemacht, weil diese mehr Disziplin aufbringen könnten. Die Bewegung stehe heute so fest da wie je. Eher zerfalle die Republik als die Partei. Auch nach seinem Tode werde sie bestehen. Dafür sei gesorgt. Leute, die in falschem Ehrgeiz eigeneWege gehen wollten, werde man ausschließen, ehe sie ihr Zerstörungswerk beginnen könnten. Der „Hemdenkrieg" habe den Nationalsozialisten nun gezeigt, wie sehr sie sich untereinander verbunden fühlten. Thüringen unterwirst sich der Entscheid düng des Staatsgerichtshofes. Weimar, 13.3uli. Von dem thüringischen ^Innenministerium nahestehender Seite wird über die Entscheidung des Staatsgerichtshofes in der Frage der Schulgebete erklärt, daß es sinnlos ist, in dieser Frage einen neuen Konflikt heraufzubeschwören. Thüringen habe sich durch den Brief des Staatsministers Baum an Reichsinnenminister Dr. Wirth vom 24. Mai 1930 verpflichtet, im Falle der Anrufung deS Staatsgerichtshofes für das Deutsche Reich sich dem Spruche dieses verfassungsmäßigen Gerichtes zu unterwerfen. Selbstverständlich werde Thüringen dieser Verpflichtung nach» kommen. Nationalsozialistischer RichtungSstreit. Albersdorf (Schleswig-Holstein), 13.3uIL (WTB.) Eine von der Rationalsozialistischen Ar» beitsgemeinfchaft Gau Dthmarschen nach hier einberufenc öffentlich« Versammlung, in der Major a. D. Duchrucker und Schapke, Berlin, sowie Dr. Orant) aus Albersdorf sprechen sollten, wurde gleich bei der Eröffnung durch die Zusammenstöße zwischen den Anhängern der beiden Richtungen gesprengt. Die Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der beiden Richtungen vollzog sich durch die Anwendung von Gummiknüppeln, Stahlruten usw. Major Buchrucker und Dr. Grantz wurden erheblich verletzt. Zahlreiche weitere Personen erlitten gleichfalls schwere Verletzungen. Die vier anwesenden Landjäger waren vollkommen machtlos. Mainzer Vesreiungskundgebung des deutschen Veamtenbundes. Mainz, 13.Juli. (WSN.) Der Deutsche Be- amtenbunö, dessen Vorstand und westlichen Kartelle gestern zu Tagungen hier zusammengetreten waren, veranstaltete heute vormittag 11 Uhr im großen Festsaal der Stadthalle eine imposante Befreiungs- tunbgebung. Nach dem Vortrag der Befreiungs- fanfare von Albers entbot Oberbürgermeister Dr. Küll» der Festversammlung den Willkommengruß der Stadt. Der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland des Deutschen Beamtenbundes, Oberforst- inspektor Gorgen (Bonn), hieß di« Ehrengäste willkommen. Sodann hieU Professor Dr. Konen (Bonn), der Rektor der Bonner Universität, die Festrede, in der er in tiefschürfenden Ausführungen über das Verhältnis zwischen Beamtentum und Staat sprach, und zu dem Ergebnis kam, daß der Staat dank der Opserfreudigkeit der Beamtenschaft gerettet wurde. Die Grütze der Reichsregierung überbrachte Ministerialdirektor Miller, der auch den Dank der Reichsregierung für die treue Pflicht- erfüllung der Beamten, Angestellten und' Arbeiter des besetzten Gebiets zum Ausdruck brachte. 40 000 Angehörige der öffentlichen Verwaltung wurden während der Besatzung ausgewiesen, 1000 Jahre Freiheitsstrafe verhängt. In echter Volks, und Staatsverbundenheit hab« die Beamtenschaft während der harten Besatzungszeit, die in der Ge- schichte des deutschen Beamtentums ein Ruhmes- blatt bilden, auf dem Posten gestanden. Die Grüße der hessischen Regierung überbrachte Provinzialdirektor Dr. Wehner (Mainz). Rektor Schneider (Saarbrücken) übermittelte die Grüße btt saarländischen Beamtenschaft. Sturmi- schcn Beifall fanden seine Worte: Das Saargebiet wird in den nächsten Tagen erneut beweisen, daß in ihm nur ein Wunsch und ein Wille besteht: Zurückzum Reich. In feinen Schlußworten gedächte der erste Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Wilhelm Flügel (Berlin), jener Männer, die die langersehnte Befreiung vor Ablauf der Vertragsfrist herbeigeführt haben, vor allem des verstorbenen Reichsaußenministers Dr. Stresemann. Mit den Brüdern an der Saar ersehnen auch wir die Stunde der Befreiung. Der Redner gedachte auch der deutschen Brüder und Schwestern im Osten, die, vom Mutterland abgeschnitten, ihrer Rückkehr zu ihm harren. Das Deutschlandlied beschloß die machtvolle Befreiungskundgebung. Minister Reinhold über die Forderung des Tages. OPPcnhcimerBefrciungsfeicr der hessischen Demokraten. Oppenheim, 13.3uli. (WSR.) Die Deutsche Demokratische Partei Hessens hielt in der alten Reichsfeste „Landskrone" eine Befreiungskund- aebung ab. Reichsfinanzminister a.D. Dr. Rein- hold gedachte der Arbeit eines Rathenau und Dr. Stresemann, und erinnerte weiter an die Geschehnisse von 1918 bis 1923. Jetzt ist unsere erste Etappe auf dem Wege zur Freiheit erreicht. Mit der äußeren Befreiung ist aber unsere innere Lage noch nicht gesundet. Lieber der Saar schwebt noch die Llngewißheit, und über dem Weichselland liegt ein bleischwerer Himmel. Die deutsche Wirtschaftslage ist schwerer denn je. Sie ist sehr schwer, aber sie ist nicht verzweifelt. Mit dem Flickwerk von Gesetzen muß Schluß gemacht werden und an ihre Stelle eine wirklich großzügige Reform mit großen Zielen treten. Das erste muh ein großer Generalangriff auf die Preise sein, wofür die augenblickliche Zeit sehr günstig ist, denn auf dem Weltmarkt liegen die Preise weit unter denen von 1913. Don den Preisen sind auch die Löhne abhängig. Man kann nur die große Dresche schlagen, wenn gleichzeitig mit der Senkung der Preise eine vernünftige Senkung der Löhne eintritt, ohne daß allerdings die Kaufkraft der Löhne verändert wird. Rach gesenkten Preisen und gesenkten Löhnen wird sich eine staatsbewußte Beamtenschaft nicht mehr gegen eine Senkung der Gehälter sträuben können. — Weiter sprachen Landtagsabgeordneter Reiber, Darmstadt, für die Landespartei. Frau Direktorin B u ck s a t h, Mainz, für die hessischen Frauen und Regierungsrat Schneider, Heppenheim, der elf Jahre lang aus dem besetzten Gebiet ausgewicsen war. Stadtrat Obmann schloß die schlichte Kundgebung mit einem Hoch auf das Vaterland. politische Propaganda vom Flugzeug Ein anttfaschistischerFlicgcrüber demGott» ßard abqesiürzt. Basel, 12.Juli. (TU.) Auf dem St. Gotthard oberhalb des Hospizes stürzte am Freitagabend ein italienif cher Flieger ab, der in P. .is lebte. Der Pilot gab an, daß er von dem französischen Flugplatz 2 e Bourget o u f gelt i e g e n und nach Bellinzona geflogen sei. Auf dem Rückfluge habe er wiederum den Weg über den Simpion nehmen wollen, habe sich aber infolae des dichten Nebels verirrt. Auf dem St. Gotthard fei er gegen einen Felsen g e - schleudert worden. Er erlitt dabei einen Beinbruch und andere innere Verletzungen und mußte nach Andermatt ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Flugzeug wird von schweizerischem Militär streng bewacht. Eine Untersuchung wurde angestellt, ob der Pilot der Flieger ist, der am Freitagnachmittag in großer Höhe über Mailand erschien und etwa 100 000 Flugblättter a b - warf „3m Namen der Geheimoereiniaung für Gerechtigkeit und Freiheit", in denen offen zur Revolution aufgefordert wurde. Gei vorsichtig, £üo! Äon Per Echwenz n. Sie hat einen sechssilbigen Ramen und einen sechszylindrigen Wagen. @1. a'elh-Charlo.te lenkt ihr Auto selber. Ich nenne sie Lilo und lehne mich weit zurück in den Fond des Wagens. Ich bin verliebt in diese jungenshaste Bewegung ih^er Schulter, wenn sie den Wagen um die Wegbiegung drückt... Ich nenne sie Lilo, ohne damit jenen eigenen und Gott sei Dank einzigen altmodischen Zug aus ihrem Wesen bannen zu können, der ihr - in Liebereinstimmung mit ihrem langatmigen, hausfraulichen Ramen - anhaftet: Gutmütigkeit! Sentimentalität! Bei geringsten Anlässen schwillt ihr kleines Herz zu einer alles verklärenden Rührseligkeit an! Ich lebe in steter Abwehr gegen ein Bataillon Katzen und Hunde, denen sie das Leben rettete... Da schleppt sie mir steUungslose Dichter an, für die ich ..was tun" soll — aber was? Ich kann nicht dichten... Strecke ich die Mörder- Hand nach einer ihrer sieben Katzen aus, zittert eine Träne an ihren Wimpern — eine Zornes- träne natürlich "nd dieser Helle, goldene Funke brennt jeden Widerstand aus meinem Herzen... Lilo ist schrecklich. Ich habe immer eine Todesangst, sie allein fortfahren zu lassen. Ihre ganze abstrakte Dorstellung von einer großen Güte, darin die Heiterkeit dieser Welt (ausgerechnet dieser!) beschlossen läge, bedeutet eine ewige Gefahrenquelle für sie. Aber schließlich muß ich sie doch fahren lassen. Denn wozu hat sie ihre sechs Zylinder und ich meine sechs Berufe — (für jeden Zylinder einen)? Immer habe ich zu Lilo gesagt: Rimm keine Leute mit, die du nicht genau kennst. — Lilo glaubt immer, alle Fußgänger auf der Landstraße sind müde und irgendwie „am Rande", und man muh dann anhalten und fragen: „Darf ich Ihnen einen Platz in meinem Wagen anbieten?" Der Wanderer gelangt so schneller an sein Ziel und — nach Lilos Ansicht — zu neuer Hoffnung, versöhnlichen Einsichten usw. Also da fährt Lilo neulich zwischen Wittenberge und Hamburg. Sie hat in Hamburg eine Tante. Die Tante kann sie nicht leiden. Aber die Tante hat eine Windhündin, und diese hat laut Der verunglückte Flieaer ist der 25 Jahre alte Italiener Giovanni Bassanesi aus Aosta. Das Flugzeug gehörte der Direktion eines Pariser Blattes. Bassanesi war vor einigen Tagen mit einem Franzosen namens Gaston Brabante aus Paris über Genf in Bellinzona eingetroffen. Hier erwarb der Italiener das Flugzeug durch Kauf von dem Franzosen. Bassanesi hat nachträglich ein- g e st a n d e n, daß er am Donnerstag und Freitag über Mailand und mehreren piemontesischen Stabten antifaschistische Flugblätter a b gern o r fc n have. Da Bassanesi am Gotthard über verbotenes Festungsgelände geflogen und auf solchem verunglückt ist, wird er sich nach feiner Genesung vor den Militärbehörden wegen Uebertretung des Flugverbotes zu verantworten haben. Das Befreiungsdenkmal in Mainz. Die Enthüllung des Befreiungsdenkmals in Mainz ist endgültig auf den 2 0. Iuli festgesetzt worden. Sie erfolgt am Dormittag in Anwesenheit des Reichspräsidenten bei der Rundfahrt, die vor dem akademischen Festakt durch die Stadt unternommen wird. Das Denkmal steht auf dem Schillerplatz vor dem Gouvernement. Es zeigt die Figur einer Frau, die wie aus schwerem Traum erwachend, sich sehnsuchtsvoU dem Lichts entgegenstreckt. Der Sockel trägt die Inschrift „1930“. Schöpfer des Denkmals ist der Bildhauer Benno Elkan, von dessen Hand auch das Frankfurter Opferdenkmal stammt, das den Toten des Weltkrieges gewidmet ist. Das Rheinland-De- freiungsdenkmal ist aus einem Granitblock von 500 Zentner Gewicht gemeißelt und hat eine Gesamthöhe von ö^/r Meter. Es wird errichtet von Stiftern, die nicht genannt sein wollen, unter Mitwirkung der hessischen Regierung und der Stadt Mainz, die zu diesem Zweck den Schillerplatz ganz neu gestaltet. Der Zergbaii in den Kohiensänregniben des Aemoder SiemWenresiers. Geologische Grundlagen. - Oie Entstehung der Kohlensäure. - Große Schwierigkeiten des Abbauverfahrens. Gründe der Llnwirffchaftlichkeit. Äon Äerginspettor Dipl.-Ing. peter A. Wilson, Dleurobe. Das Waldenburg-Reuroder Revier bildet den nordöstlichen Flügel des niederschlesisch-böhmischen Steinkohlenbeckens. Dieses Decken stellt eine große, im Südosten geöffnete Mulde dar, deren Endrand ungefähr durch die Städte Glatz, Reurode, Waldenburg, Gottesberg, Landeshut, Liebau, Schatzlar und Hronow bezeichnet wird. Die Muldenachse hat eine Länge von 60 Kilometer, wahrend die Muldenbreite 30—35 Kilometer beträgt. Das Becken ist eingeschlossen zwischen den alten Rumpfgebirgen des Riesengebirges, des Bober—Katzbachgebirges und des Eulengebirges: nur auf dem südwestlichen Flügel (also auf der böhmischen Seite) fehlt der Abschluß durch ein älteres Gebirge. Das Reu- roder Revier liegt auf dem Rordflügel der Mulde, angelehnt an den Hang des etwa 1000 Meter hohen Eulengebirges in der früheren Grafschaft Glatz. Zur Steinkohlenzeit bildete das heutige nie* derschlesisch-böhmische Steinkohlenrevier ein flaches Süßwasserbecken, in das die von den umgebenden Gebirgen damals herabfließenden Gewässer grobes und feineres loses Gesteinsmaterial, ^wechselnd in Form von Geröllen, Sand und Ton hineintrugen. Die allmähliche Verflachung des Beckens führte auf weite Erstreckungen zur Versumpfung und damtt zur Ansiedlung einer üppig wuchernden reichen Pflanzenwelt. Diese bildete bei ihrem Absterben und ihrer sich stets wiederholenden Erneuerung schließlich ein viele Meter starkes Torfmoor, das bei höherem Wasserstande im Becken überflutet und von neuen Sand- und Geröll- fchichten überdeckt wurde, die nun wiederum eine Verflachung herbeiführten und den Boden für eine Vegetation bildeten, aus der sich ein neues Torfmoor entwickelte. Aus dem Wechsel der Bildung von Mooren und der Lieberdeckung mit abgetragenen Gefteinsmassen von den umgebenden Gebirgen entstanden so im Lause langer Zeiträume allmählich unter Mttwirkung des verfestigenden Druckes die Kohlenflöze und die sie überlagernden Schichten von Schiefertvn, Sandstein und Konglomeraten. Die Einförmigkeit dieser Ablagerung roirb unterbrochen durch die große Verbreitung vulkanischer Gesteine, die in allen Teilen der Steinkohlen- mulbe auftreten. Nach der Ablagerung des Steinkohlengebirges und der darin eingeschloffenen Flöze wurde die Erdrinde wiederholt durch Stoßen von vulkanischen Ausbrüchen, die Asche und Steine auswarfen und glutflüssige Gefteinsmassen als Lavaströme austreten ließen, die sich teilweise über dem Flözgebirge ausbreiteten. Diese gewaltigen vulkanischen Bewegungen waren naturgemäß mit stacken Erschütterungen der gesamten umliegenden Teile der Erdrinde verbunden. Bei den Eruptionen wurde das Gebirge zertrümmert und Schollen aufgelöst, über- einandergeschoben und verdrückt. Das nieder- schlesische Steinkohlenrevier ist daher gekennzeichnet durch eine Unzahl von Verwerfungen, Verdrückungen, Ueberschiebungen usw., die die Aus- und Vorrichtung und die Gewinnung in außerordentlichem 2Raf$e erschweren. Die Tätigkeit derart gewaltiger Naturkräste kam natürlich nicht mit einem Mal zum Stillstand: sie ist vielmehr ganz allmählich abgeklungen. Nach den letzten Ausbrüchen ist noch durch lange Zeit die Erdrinde in Bewegung geblieben. Große Gebirgsschollen sind aus der Tiefe in die Höhe gehoben worden oder wurden steil aufgerichtet, während andere Gebirgsschollen nach der Teufe ab- sanken. Dies findet seinen Ausdruck in den großen Brüchen, die das Steinkohlengebirge abschneiden. Die Erdbewegung kann auch heute noch nicht als endgültig abgeschlossen angesehen werden, sind doch in den letzten Jahrzehnten in Neurode wiederholt Erdbeben beobachtet worden. Als letztes Nachklingen der vulkanischen Tätigkeit beobachtet man noch an vielen Orten das Auftreten heißer und kalter kohlensäurehaltiger Mineralquellen, die zu der Gründung der bekannten schlesischen Bäder (Warmbrunn, Salz- brunn, Altheide, Reinerz, Kudowa, Landeck usw.) geführt haben. Die Kohlensäure tritt aber nicht nur an Quellen gebunden auf, sondern sie hat auch ihren Weg aus der Teufe in das Steinkohlengebirge gefunden und die Kohlenflöze mit Kohlensäure an- gereichert. Es soll hier nicht weiter untersucht werden, in welcher Form die Kohlensäure in den Flözen gebunden ist. Es genügt feftzustellen, daß die meisten Flöze im Neuroder Steinkohlenrevier m i t Kohlensäure gesättigt find. Diese Kohlensäure tritt bei der Gewinnung fortgesetzt aus; man kann z. B. beobachten, daß sie aus einem Bohrloch im Flöz wie ein kalter Wasserstrahl herausfließt. Sie ist aber vor allem gefährlich durch ihre Neigung, sich in plötzlichen Ausbrüchen Luft zu machen. Derartige Ausbrüche werden durch Erschütterungen des Flözes ausgelöft. Durch eine Erschütterung wird die im Ilöz ein- gepcehte Kohlensäure frei, unter explosionsartigen Erscheinungen tritt sie aus, wirft gewaltige Massen von Kohlen und Gestein aus, richtet dabei die fürchterlichsten Zerstörungen an und erfüllt in wenigen Augenblicken alle umgebenden Grubenbaue mit einem unatembaren und daher schon nach wenigen Sekunden erstickendem, tödlich wirkendem Gas. Ein sicheres Mittel, einen bevorstehenden Ausbruch anzuzeigen, sieht dem Bergmann bis jetzt noch nicht zur Verfügung. Man kann wohl das Vorhandensein der Kohlensäure im Bohrloch oder in der Kohle nach» toeifen, man kann aber leider nicht im voraus bestimmen, ob ein Ausbruch zu erwarten ist oder ob die Kohlensäure bei der Gewinnung weiter gleichmäßig abfließen wird. Der gesamte untertägige Betrieb muh dieser Llnsicherheit Rechnung tragen und ist daher mit Rücksicht auf die Kohlensäuregefahr durchgebildet. Grundsatz beim Abbau ist es, j e d e Erschütterung des Gebirgskörpers während der Arbeit zu vermeiden. 'Während der Arbeitspausen muß die Belegschaft sich in Sicherheit bringen, erst danach wird das Gebirge durch starke Spreng - s ch ü s f e in Erschütterung versetzt, um etwa drohende Kohlensäureausbrüche auf künstlichem । Wege herbeizuführen. In den Kohlensäurebe- | trieben ist daher jegliche Arbeit mit Bohrhäm- Telegramm Junge gekriegt. Lilo schmolz vor Rührung und rief sofort die Garage an. Lilo fährt. Sieht weit vor sich einen dunklen Punkt. An diesen Punkt kann sie philantropisch anknüpfen. Sie gibt Vollgas. Lind richtig — o Lilo — der junge, saubere, einsame Mann — hinkt! Hinkt, ächzt und zieht den Hut ... Mit tiefer Befriedigung tritt Lilo die Bremse, steckt, ich kenne das — die Stubsnase -um Fenster hinaus und sagt: „Dars ich Ihnen usw. ..." Der Kunde nimmt neben Lilo Platz. Er ist ganz gut gekleidet. Kellner, sagt er, stellungslos, kriegs- beschadigt. Will nach Hamburg. In Wittenberge sei doch nichts los. Das sieht Lilo ein. Sie denk: darüber nach, wen sie in Hamburg damit belästigen wird, etwas für den jungen Mann zu tun. Lind sieht ihn sich darauchin so von der Seite an, mit halbem B.ick, dem Steuer gestohlen. Lind da kommt ihr das Gesicht doch so bekannt vor--also, das hat sie doch schon mal gesehen --?--Lind auf einmal weiß sie auch wo! In Berlin — an der Litfaßsäule — auf dem Steckbrief des Mörders 2.1 Lilos Herz will aussetzen, macht ein paar langsame Umdrehungen, saugt tapfer das geflohene Blut zurück und kommt aus ganz hohe ^ouren! Das ist eine schöne Bescherung!--Der hätte ja noch nicht mal zu hinken brauchen! Sie geh t auf 80 Kilometer hinauf. Sie wartet gespannt, wann sich der nächste Trick ankünden wird, da sie sich auf freier und einsamer Strecke befinden. Da: „Gnädige, möchten Sie einen Moment anhalten? Ich habe starke Schmerzen und möchte meinen Verband richten." Aber Lilo, ist taub. Der Fremde wiederholt seine Bitte. Lilo geht auf 100 Kilometer. Der Mann zischt sie an: „Sofort halten!" Lilo überlegt blitzschnell: — Er kann mir den Fuß vom Gashebel stoßen — das Handgas kann er greifen — aber den Hebel kriege ich wieder — Kuppelung, Fußbremse erreicht er nicht — Handbremse? Wagt er nicht — da gehen wir hops — Der Mann brüllt: „Halten!!" 115 Kilometer! Sie fühlt seine Hand auf der ihren — sie zittert nicht — ein süßes Gefühl der Macht geht heiß durch ihren Körper — 120 Kilometer Da sieht sie eine Revolvermündung — sie stöhnt in äußerster Konzentration — — Bluff! Bluff! Ich habe das Rad, Fuß auf da« Gas Auge auf die Strecke. Als chre Rerven einen Moment nachlafsen, schreit sie den Mann an: „Herr L., nehmen Sie die Waffe weg oder wir gehen an einen Baum!" Mit ununterbrochenem Hupensignal fuhr Gilt in den Ort ein. Aus das Kreischen der Vierradbremse sprangen die Beamten aus der Wacht- stube. Dann fuhr sie zu ihrer Tante. ♦ Das ging noch mal gut! Bravo Lilo! Aber ich bin wütend aus dich, obwohl du die 1000 Mark für die Ergreifung des Täters erhieltest! Ich befehle dir, ich bettle dich an, Lilo werde vernünftig. Rimm niemanden in deinen Wagen, wenn ich nicht dabei bin — auch meinen besten Freund "nicht. Du siehst, ich habe die Flucht in die Oeffentlichkeit genommen: alle wissen, daß du alle immer einladest. Schäme dich, bitte blamiere uns nicht! Ach, liebe Lilo...! O-r Licbeör man eine^ berü m e i Zwerges. Der berühmteste Zwerg seiner Zeit und der ..kleinste Mann der Welt" war Charles S. Stratton, den der große Reklameheld B a r n u m als Oeneral Tom Thumb zu einer gefeierten Sehenswürdigkeit machte. „Th. Daumen" erhielt die größten Gagen der damaligen Zeit, so in England für ein einmaliges Auftreten 12 000 Mark, und Barnum soll mit ihm drei Millionen verdient haben. Gr war 62,5 Zentimeter groß, wog nur 15 Pfund und war dabei ein schön gestalteter kleiner Mann, der keine von den sonst bei Zwergen vielfach vorkommenden Ungleichmäßigkeiten aufwies. „Wenn er in der eleganten Kleidung eines modernen Stutzers auf der Bühne steht," schreibt ein Journalist feiner Zeit, „dann reicht er mit seinem Kopf kaum bis zum Knie einer Person von durchschnittlicher Größe und befindet sich etwa auf dem Riveau dec Stuhlsitze und der Sophas. Dabei hat er keinen zu großen Kopf wie andere Zwerge, sondern feine Gliedmaßen sind von einer reizenden Harmonie, seine Hände und Füße die niedlichsten, die man sehen kann. Er trägt die eleganteste Toilette, hat stets Glacehandschuhe an und Miniaturschuhchen von besonderem Schick. Deine Stöcke sind etwa 15 Zentimeter lang, seine Hüte, von denen er die verschiedensten Formen für alle Gelegenheiten besitzt, Kuriositäten mem, Abbauhämmern, stoßend wirkenden Schrämmaschinen. Keilhauen u. dgl. völlig verboten: drehend arbeitende (oder fräsend wirkende) Schrämmaschinen sind nur in Einzelfällen zugelassen. Die Hereingewinnung der Kohle erfolgt ausschließlich durch Schießarbeit. Die Bohrlöcher werden mit drehend arbeitenden Bohrmaschinen hergestellt und bann mit starken Schüssen besetzt. Zweimal während der Schicht, nämlich in der Frühstückspause und beim Schichtwechsel, wird die gesamte Belegschaft zum Zweck« des Schießens aus den Abteilungen zurückgezogen. Durch zweimaliges Verlesen der Mannschaften überzeugt sich der Abteilungsführer, daß die Abteilung geräumt ist, danach werden die Schießtüren — doppelte Eisen türen, die luftdicht abgedichtet sind — geschlossen. Rachdem dieses erfolgt ist, verständigen sich sämtliche Abteilungen untereinander und mit der Telephonzentrale, daß die Schießtüren geschlossen sind und die gesamte Belegschaft sich in Sicherheit befindet. Erst dann darf geschossen werden. Die Schüsse werden von den Schießstattonen aus durch elektrischen Starkstrom gezündet. Rach dem Abtun der Schüsse wird eine viertel Stunde gewartet. Sodann wird durch besondere Beobachtungen lSchaurohre und Ventile) festgestellt, ob hinter Den Schießtüren K ohlensäure steht. Ist dies nicht der Fall, so werden die Schietztüren geöffnet, die Wettermänner gehen vor und revidieren die Abteilung. Erst wenn sie die Abteilung frei gemeldet haben, darf die Belegschaft wieder vor Ort fahren. Die ganze Schimpanse dauert vom Verlassen des Ortes bis zum Wiederbetreten desselben ein bis ein* einbalb Stunden, die für die Arbeitszeit restlos verloren sind. Sind durch unfachgemäßes Besetzen oder durch Fehlzündung Versager aufgetreten, so ist die Belegschaft dieses Ortes für den Rest der Schicht so gut wie außer Gefecht gesetzt. Die Schaffe dürfen erst bei der nächsten Schießpause erneut gezündet werden. Außerdem muh in den Kohlensäureabteilungen besonders sorgfältig auf guten Ausbau und Versatz geachtet werden, um ein Zubruchegehen des Hangenden — durch das gleichfalls Erschütterungen ausgelöst werden können — unbedingt zu vermeiden. Treten beim Schießen K oh lens Lu re au s - brüche auf, so bleioen die Schießtüren solange geschlossen, bis es gelungen ist, die Kohlensäure aus der Abteilung restlos herauszusaugen. Da nun die Kohlensäure schwerer als Luft ist, so haben die Ventilatoren unter besonders schweren Bedingungen zu arbeiten. Obwohl sie in solchen Fällen mit höchster Tourenzahl arbeiten und durch (Sinu<. ,.n von Luft in c:e vergasten Grubenbaue eine Verdünnung des Gasgemischs angestrebt wird, dauert es unter Um- ständen tagelang, bis die Abteilung wieder loh* lensäurefrei ist und befahren werden kann. Durch diese Maßnahmen ist es in den lebten Jahren gelungen, d e Kohlensäureausbrüche mit wenigen Ausnahmen durch das Schießen tunsliich hervorzurufen und unerwartete Ausbrüche während der Arbeit zu verhindern. Die Verluste an Menschenleben durch Erstickung in Kohlensäure, die früher nicht gerade selten ersten Ranges." Ein englischer Schriftsteller, der eine Biographie dieses berühmten Liliputaners vorbereitet und ein reiches Material über ihn gesammelt hat, erzählt den Roman seiner Liebe. Diese Zwergenncbe war sehr leidenschaftlich. Der General wurde von einer Zwergin magisch angezogen, die nur 60 Zentimeter groß war und bei Der ersten Begegnung mit ihm 21 Jahre zählte. Sie war eine Amerikanerin und ebenfalls von Barnum entdeckt: sie hieß Lavinia War* rcn. Bei einem Besuch von Reuyork sprach Tom Thumb eines Tages bei Barnum vor, sah dort Lavinia, und sofort stand fein wir,zig s Herz in Flammen. Er beschwor den Zirkusdirektor, doch ein gutes Wort für ihn bei der kleinen Dame einzulegen. Aber Barnum lehnte das ab und tagte: ein General müsse sich seine Schöne selbst erobern; er stachelte auch noch seine Eifersucht an, indem er ihm verriet, daß er einen Rcbenbuhler in einem andern Zwerg, dem „Commodore blutt", besitze. Der kleine Mann hatte einen tapferen Sinn, und so ging er sofort zum Angriff über. Er war damals ein reicher Herr und hatte viel freie Zeit. So holte er die Miniaturschöne in seinem niedlichen Ponywagen ab, und auf einer solchen Fahrt machte er ihr seinen Antrag. Lavinia gestand ihm errötend, daß sie ihn liebe, aber sie dürfe ihn nur mit der Einwilligung ihrer Eltern heiraten. Sie tollten, daß Mama Ihr Schnurrbart nicht gefallt , sagte sie bekümmert. „Ich werde ibn mir sofort aus- reißen und meine Augen ebenfalls, wenn Sie dann mir ihr Iawort geben“, schrie der Putzige General im Feuer der Leidenschaft. Sofort fuhr man zu den Eltern der Dame, und diese gaben ihren Segen. Die Heirat des Zwergenpaares wurde eine große Sensation, und die beste Reuyorker Gesellschaft drängte sich dazu, das Paar zu sehen, das von einem anderen Zwergen- poar, der Schwester Lavinias und dem abge* blihten früheren Liebhaber, zum Altar geleitet wurde. Ein Jahr nach der Hochzeit schenkte Lavinia ihrem überglücklichen Gatten ein Töchterchen, das bei der Geburt noch nicht drei Pfund wog. Es toar ein gesundes Kind, starb aber schon im zarten Alter von 2Vi Jahren. Dann segnete auch Tom Thumb das Zeitliche, und seine Gemahlin heiratete — wie das ja nicht nur unter Zwergen vorkommt — alsbald einen anderen Liliputaner, den »Grafen" Primo Magri. Sie Mersuchuna des Lübecker Kinderflerbens. Oer Bericht des Lübecker Bürgerschastsausschusses. — Schwere Dorwürfe gegen die leitenden Aerzte. ß ü b e d , 12. 3uli. (WLB.) Der mit der Untersuchung te« Kindersterbens beauftragte Qlu«- schuh der Lübecker Bürgerschaft hat seinen sinter- suchungsbericht oorgelcgt. 3m einzelnen legte der Ausschuh in seiner Mehrheit Obermedizinol- rat Dr. Altstädt u. a. xur Last, dah er seinerseits das ReichSgesundheit-amt weder von der beabsichtigten allgemeinen Einführung de- Lalmette-VerfayrenS benachrichtigte, noch Erkundigungen über den Verlauf der dort angeordneten experimentellen Prüfung eingeholt, dah er, am 26. April von dem eingetretenen Unglück benachrichtigt, zwei Tage lang sich nicht im mindesten um die Angelegenheit kümmerte, den bereit- an Hebammen ausgegebenen und noch nicht verfütterten Impfstoff nicht zurückzog und fast drei Wochen lang Aerzte und Eltern über die den gefütterten Kindern drohenden Gefahren vollständig im Unklaren lieh. Schließlich ist festgestellt, dah Obermedizinalrat Dr. Altstadt der Oeffentlich* feit gegenüber bezüglich der Tierversuche unrichtige Angaben gemacht hat. Professor Dr. D e h ck e wird u. a. zur Last gelegt, dah er die Herstellung der Calmette-Dafzine übernahm, ohne in seinem Laboratorium entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, ja, sogar Galmette-Kulturen in demselben Brutschrank wie menschliche Tbc-Äultuten aufbewahrte, dah er in Erkenntnis der Gefährlichkeit deS Mittels die Aufschwemmungen vernichtete, statt sie für eine schleunige Untersuchung sicherzustellen, dah er nichts unternahm, um weiter zur Derfütterung an Kinder herauSgegebeneS, aber noch nicht versütterteS BLQ-Material nach dem 26. April zurückzuziehen. Professor Dr. Kl oh wird zur Last gelegt, dah er am 19. April, alS im Kinderhospital ein Todesfall vorlag, den er selbst mit grober Wahrscheinlichkeit auf die öLQ-Fütterung zurückführte, keine Mitteilung davon machte und nichts unternahm, um die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen. Die Mehrheit de« Ausschusses sieht sich daher zu der Feststellung gezwungen, dah die verantwortlichen Aerzte die ihnen durch ihr Amt auferlegte besondere Sorgfalt in ernster Weise verleht und mit einer Fahrlässigkeit gehandelt haben, für die sie disziplinarisch und strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen sind. — Der Bericht der Minderheit ist in seinem Urteil nicht so scharf wie der Bericht der Mehrheit. Zwei neue Todesopfer. Lübeck, 14.3uli. (WTB. Funkspruch.) Don den mit dem Tuberkulosepräparat gefütterten schon erkrankten Säuglingen sind seit SamStag wieder zwei gestorben, so dah die Gesamtzahl der Opfer nunmehr auf 5 7 sich erhöht hat. Krank sind noch 62, gebelfert 73, gesund bzw. in ärztlicher Beobachtung 59 Kinder. waren, sind dadurch in jüngster Zeit auf ein geringe- Maß eingeschränkt worden. Der Ausbruch auf dem kurkschacht in Hausdorf am 9. Juli d. 3., dem etwa 150 brave Bergleute jum Opfer gefallen find, Hal sich nicht beim Schießen, sondern während der Arbeitszeit ereignet. wodurch dieser Ausbruch auvgelösl worden ist, ist zur Zeit noch unbekannt und wird vielleicht nie ganz aufgeklärt werden können. Die Erfahrungen, die durch lange erfolgreiche Hebung bestätigt waren, scheinen zunächst über den Hausen geworfen zu fein. Gs tft zu hoffen, daß es den Arbeiten des Ständigen Ausschusses zur Erforschung der Kohlensäureausbrüche Rie- derschlesiens gelingt, auch dieses schmerzliche Rätsel zu lösen. Es ist verständlich, dah di« vorstehend geschilderten Sicherheitsmaßnahmen außerordentliche Erschwernisse für den Betrieb mit sich bringen. Schon allein der durch die Schieh- zeiten bedingte Verlust an Arbeitszeit bedeutet eine schwere Belastung für die davon betroffenen Gruben. Dazu kommt die Rotwendigkeit eine- fast gänzlichen Verzichts auf alle Hilfsmittel und Maßnahmen der modernen Bergbautechnik. Man kann sich In anderen Steinkohlenrevieren wohl kaum noch den Abbau ohne die Verwendung von Schrämmaschinen und Abbauhämmern denken. Während anderwärts die Schießarbeit auf daS äußerste eingeschränkt wird, muh sie im Reuroder Revier künstlich gesteigert werden. Während man schließ.ich auf modernen Dteinkohlengruben fast überall zum schnellen Verhieb mit langen Abbaufronten übergegangen ist muh im Reuroder Bezirk der Verhieb langsam erfolgen, um der Kohlensäure Gelegenheit zum Ausgasen zu geben. Damit ist auch eine Konzentration des Betriebes auf eine beschränkte Anzahl von GewinnungSpu: kien, zu der man heute im 3nteresse der Wirtschaftlichkeit allgemein übergegangen ist, unmöglich geworden. Mit der verhältnismäßig großen Anzahl von schwach belegten Abbaubetrieben, wie sie daS Reuroder Revier aufweist, steigt aber auch die Zahl der zu unterhaltenden Abbaustrecken, Wetterstrecken, Förderstrecken usw. ES liegt auf der Hand, dah diese Art der DetcieoS- füprung zu einer außerordentlichen ffir- Höhung der Selbstkosten führt und dah daher die von Kohlensäure bedrohten Gruben des niederschlesischen Stcinkoh enbergbaus seit 3ahren mit großen Verlusten arbeiten. Die berechtigten Klagen deS notleidenden niederschlesischen Steinkohlenreviers werden daher auch unter diesen Gesichtspunkten vielen unserer Leser besser verständlich werden. Aus aller Well 6 neßarn ase.er derS riinerLlnwkrsM Auf Einladung der theologischen Fa -illät fand eine Gedächtnisse.ec der Berliner Un versität zu Ehren Jibol i > •cnacU statt Inmitten einer großen Schar akademischer 3ugend sah man Pro essoren aller FakullS en, Vertreter des Kultusministeriums, des evangelischen Ober» Konsistoriums und der Berliner Geistlichkeit. Geleitet von dem Rektor der llni- Wrliiat imt» dem Dekan der theologischrn Fakul- tat erschienen die Angehörigen des Verstorbenen, Z? - ? * u' ? unter der umflorten Fahne der Fakultät ausgestellt war. Der Rektor, Prosessor Schmidt, gedachie der führenden Stellung HamackS im baltischen Geistesleben und der Treue, mit der er an seiner baltischen Heimat hing. Professor Dr. Erich See berg würdigte Harnacks geistige Gestalt und sein Lesenswert. Der Grund seines Denkens sei ein HniversaliS- wuS Goelhescher Prägung gewesen, verbunden mit einem Humanismus, der weit über die liberale Haltung der wilhelminischen Aera hinaus» ^.chle. Man könne Hamack vielleicht den letzten christlichen Humanisten großen Stils nennen. Humanistisch feien fein« Gedanken von dem einfachen Wesen des Christentums, humanistisch der Versuch, dieses Wesen d«Z Christentum-, und damit seine etoige Wahrheit auf historischem Wege zu ermitteln. 0er französische Nationalfeiertag in Straßburg. 3u Straßburg hat der Beschluß des kommu- mstischen Bürgermeisters Huber, gelegentlich des Rattonalfeiertages am 14. Juli nur zu Slawen, aber nicht wie üblich, die öffentlichen Gebäude zu illuminieren, zu Protestkundgebungen eines Teiles der Bevölkerung geführt, ter nach einem Fackelzug vor das Rathaus zog, die Marseillaise sang und den Rücktritt des Bürgermeisters forderte. In der Rächt soll das Türschild der kommunistischen Straßburger Zetiung .HumanitS- mit blau-weiß-roter Farbe übermalt worden sein, wofür sich die Kommunisten rächten, indem sie am Denkmal der Marseillaise einen roten Tuchstreifen mit ter Aufschrift niederlegten: „Rieder mit der Feier des 14. 3ulll Ss lebe die Feier des I.Mall" Ein vollbesetzter Straßenbahnwagen in einen Zluß gestürzt. 3n Buenos Aires entgleiste ein vollbesetzter Straßenbahnwagen auf einer über den RIachuelo führenden Brücke, durchbrach das Geländer und stürzte in den Fluß, von den 70 3nfaffen de» Straßenbahnwagens wurden bis zum Mittag 5 3 tot geborgen, darunter fünf Frauen. Die Mehrzahl der Todesopfer waren Arbeiter, die z u ihrer Arbeitsstätte fuhren. Der verunglückte wagen war Im Begriff, über die kantUeoer-vrücke über den Rlachuclo-Fluh zu fahren, der Buenos Aires von der Ortfchaft Avallaneda trennt. Der A u f z n g war hochgezogen, vermutlich infolge des dichten Rebels bemerkte der Führer des Wagens nicht, dah die Brücke geöffnet war, und fuhr so in den Fluß hinein. Alle Passagiere im 3nncrn des wagen sind, wie man befürchtet hatte, ertrunken. Rur drei Personen, die in der Rähe der Hinteren Plattform saßen, konnten sich retten. Der wagen war vollkommen vom Wasser bedeckt, nur die kontaktstange ragte heraus. Polizei und Feuerwehr organisierten das Rettungswerk. Bei der Identifizierung der Leichen durch die Angehörigen spielten sich erschütternde Szenen ab. Die Fabriken erlaubten ihren Angestellten, die Arbeit zu verlassen, da alle wegen des Schicksals von Angehörigen in Unruhe waren. Der oldenburgische Ministerpräsident von Finckh f. Der oltenburfliftte Ministerpräsident Finckh ist am Samstag in St. Blasien einem Lungenlciten erlegen. Der Verstorbene stand im 7 7. Lebens- jähre und war seit 7 Jahren oldenburgischer Ministerpräsident. Das Staatsbegräbnis findet (Ente bkfer Woche In Oldenburg statt. Dag Rumpfkabinett wird durch ein Dekret den Landtag elnrufen, damit dieser eine neue Regierung wählen kann. Aus der Promtwafbaupfftobt Gießen, den 14. Juli 1930. Oie Antwort. Bor einiger Zeit wandte ich mich an einen mir fremden, aber doch durch verschiedene B.-ziehun« gen verbundenen Herrn. Sine kleine geschäftliche Angelegenheit, die mir, wenn sie nach meinem Wunsch« ausgegangen wäre, Freude bereitet hätte, dem aber, der eS in der Hand hatte, mir eine Freute zu bereiten, weder Mühe, noch Kosten, noch irgendeine Verpflichtung aufcrlegt hätte. 3m Gegenteil, eS ist any.inejmen, daß er tem Unternehmen, tem er als Mitarbeiter zu dienen hat, damit gedient hätte. Ganz sicher rechnete ich damit, daß diese- klein« Geschäft | zustande kommen würde. Aber es kam anders: ich erhielt eine Absage, sogar in einer alles andere alS höflichen Form. Daraufhin wandte ich mich erneut dorthin mit ter Bitte, d.e Angelegenheit nachprüsen zu wollen, da ich ein Versehen vermute und mir nicht einleuchtend erscheinen wolle, daß mein Anerbieten nicht annehmbar sei, denn eS enthalt« für den Partner unverkennbare Vorteile. Der Erfolg Mcfcr höflichen Ditte war nicht vorauszusehen. Ich erhielt einen Brief von solch impertinenter Ünhöflichkllt, solcher Anmaßung, solcher Geringschätzung, wie ich noch keinen dieser Art erhalten hatte und vielleicht.auch keinen mehr bekommen werd«. Ich ärgerte mich im Augenblick darüber, lachte aber bann, legte ihn zu den Akten und dachte mir im übrigen mein Teil über diesen Driesschreiber. Langst war die Lach« vergessen. Gestern führte sie ein Brief aus ter Vergessenheit wieder her- uuf. Eben dieser Marrn, ter mir den sehr unhöflichen Brief geschrieben hat, wendet sich nun an mich mit einer sehr höflichen Bitte. DaS rlnternehmen, das ihm bisher Verdienst gab und t mit den Mitmenschen so unhöflich au verfahren, hat ihn auf die Straße gefcöt. Vielleicht ist es dazu gezwungen, well die wirtschaftlichen Verhältnisse Einschränkungen auferlegen; vielleicht hat man auch erkannt, dah ein so selbstbewußter und wenig umgänglicher Mitarbeiter nicht am richtigen Platze ist. Gleich- viel. Die Bitt« dieses Brieses lautet nun dahin, durch eine kleine Annahme, durch ein kleines Geschäft dazu beizutragen, daß seine Lage erleichtert wird. Statt des einflußreichen Postens mußte er mit einem ganz geringen und schlecht bezahlten zufrieden sein, und jede Beihilfe dient ihm. Ich kann bequem ja dazu sagen. Sein Angebot ist annehmbar, bedeutet wenig Gewinn. aber auch keinen Schaden. Hundert andere Angebote sind nicht vorteilhafter und nicht schlechter. DaS Angebot annehmen, bedeutet so gut wie nichts für mich und ich kann dem Manne die Freute bereiten, ohne ein Opfer bringen zu müssen. Ich kann fein frühere» Verhalten vergessen, wenn ich will. Ich kann mich aber auch oiese» Verhaltens erinnern und nun mit gleicher oder doch ähnlicher Münze zahlen. Ich hätte dann eine Genugtuung, die ich sobald zu erlangen nicht erwartet hatte. Lind ich denke mir, wie schnell es doch manchmal geht, daß man recht bekommt, wie rasch der Aufgeblasene und Roh« von seiner Höh« herunterfällt und kleinlaut wird. Man muh nur ein wenig warten können, man darf nur nicht ungeduldig werten. Wenn ich nun aber eine Art Vergeltung übe, was habe ich davon? Handle ich dann im Grund« besser als ter, dessen Handlung mir mißfiel? Ich hätte allerdings einige Entschuldigungen dafür, aber wäre ich ganz gerechtfertigt, wenn ich tem Gedanken, Vergeltung zu üben, nachgäbe? Wenn Ich aber alle» vergessen sein lasse, ist e» dann nicht auch wieder schwächlich und charakterlos? Denn eine Art Fußtritt war eS, den ich damals erhielt, und ich will nun mit einer Gefälligkeit antworten ? Es ist eine Gefälligkeit, wenn ich den Brief von damals bedenke. Wenn ich nun aber einen vom Schicksal und von seinen eigenen Mängeln Gedemütigten weiter demütige, well Ich jetzt da- Heft in ter Hand habe, ist da- groß und schön gehandelt? Auch nicht. WaS also? S. Taten tür Dienstag 15. Juli. Sonnenaufgang 4 älhr, Sonnenuntergang 23.11 illbr. — Mondaufgang 22.29 Uhr, Mondunter- gang 8.33 Uhr. 1606; ter Maler Rembrandt Harmensz van Ryn In Leiden geboren; — 1831; der Bildhauer Reinhold Begas in Berlin geboren: — 1929: der Dichter Hugo von HofmannSthal in Wien gestorben. Hornotizcn. — TageskalenderfürMontag. Schützenverein Gießen. Mitgliederversammlung, 20.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die verschwun- dene Frau" und „Vater, ich klage dich an". — Stadttheater Gießen. Man schreibt und: Morgen wird das Stadttheater Sascha Guitry« oleraftige Komödie »Wir wollen träumen“ aufführen. Sascha Guitrh, ter selbst Schauspieler ist, hat mit feinen Kammerluft- spielen »Mein Vater hat Recht gehabt". „Schwarz und Weiß", „Ich liebe Sieb'* und „Wir wollen träumen", auf den vornehmsten Bühnen Deutschlands zahlreiche Erfolge erzielt. Di« Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Mitwirkente: Maria Koch, Hans HaiS, HanS Tannert. Spielleitung führt HanS Hais, der sich mit dieser Inszenierung zum ersten Mal« dem Gießener Publikum alS Regisseur vorstellt. Aus die Vergünstigung durch daS Sommerabonnement wird nochmals aufmerksam gemacht. ** „Neue philosophische Forschung." Morgen, Dienstag, 20 Uhr, wird Frau Auguste Eiders (Krefeld) im Hörsaal 44 der Universität für Freunde der Philosophie und Religion einen Vortrag halten über das Thema „Schauen des ewigen Seins des Urgrundes aller Dinge". Inter- essenten seien auf di« Einladung Im heutigen Anzeigenteil hingewiesen. ** Don der städtischen Straßenbahn. Wie in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigen- teil festgesetzt wird, verkehren an Sonn- und Feier- tagen die Wagen der Linie Bahnhof—Marktplatz— Wikfecker Weg von vormittags 10 Uhr bis 13 Uhr bis zur Ausweiche am Friedhofsweg. ** Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oterhesslschcn Automobllclub S. D. (QL v. D.) Gießen. Die Frankfurter Straße zwischen Cölbe und Marburg wird ab 21. Juli bi« 15. August 1930 für sämtlichen Verkehr gesperrt, .Umleitung erfolgt über Cölbe-Wehrda—Marburg Gleichzeitig wird die Frankfurter Straße zwischen der Lahn- und Eisenbahnbrücke bei Cölbe wegen Ausführung von Arbeiten halbseitig gesperrt. Sperr- und Umleitungstafeln sind aufgestellt. — Wegen te£ Reubaues ter Landwegebrücke in km 0,2 -s- 50 wird der Landwegezug Ronhausen—Rehbrücke ab 15. Juli bis voraussichtlich 28. August für den Kraftfahrzeugverkehr gänzlich gesperrt. Umleitung auö Richtung Marburg erfolgt über: Marburg— Rehbrücke bzw. über Ronhausen—Gbsdors -Hachborn—Dellnhausen und aus Richtung Giesen über Gisselberg-Marburg bzw. über Dellnhausen— Ha-chorn—Ebsdorf-Ronhausen. — Die Sperre auf ter Provinzialstraßenstrecke Heuchelheim- Windyof wird ab 14. Juli aufgehoben. “ Tagung der hessischen Klein- gar t enbauvereine. Dcr LandcSv.rdand der hcs!cs3en Ä.c.ngartenbaub.r Ine hielt am Sonntag in Darmstadt seinen 5. V-rbanbstag ab, der sehr zahlreich besucht war. Die I.ll :.es ungemein» schast ter K.eingartenoautreiben en Darmstadt- Qlord und Mau.veeraliee a s die veranstalten- ten Vereine hatten ter Tagung einen sehr ichönen Rahmen gegeben. Ramentlich die Dlurnen- und Rosenschau erfreuten sich eine- ausgezeichneten Besuch-. Die geschäftlichen Punkte des Ver- bcnu6tage» wurden wie stets in voller Harmonie erledigt. •• Reich^faahnperfonalien. (Ernannt wurden Hilfsrcservelokomotioführer Lemp in Gießen und Reu sch in Dillenburg zu Rcseroelokomo- tioführern. — Versetzt wurden Reichsbahnamtmann (■öetriebdingenieur) Eberts oom Reichsbahn Be- triebsamt Wetzlar zum Reichsbahn-Betrlebsamt in w>eßen für den wegen Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand getretenen Reiche bahnamtmann (Betriebsingenieur) E n tz e r o t h, Weichenwärter Schlienbeckcr von Lohra nach Niederwalgern, Reichsbahnbaumeister B e r n d t von Gießen zum Reichsbahn-Betriebsamt Limburg. Die Prüfung zum Reichsbahnobersekretär (Laufbahn für Oberbahnhofsvorfteher, Oberinspektoren usw.) haben bestanden die Reichsbahnassistenten Wilh. Schnei- der und Wilhelm W e fa e r II. in Gießen. Die Darmstädter Paratyphusepidemie überwunden. WSD. Darmstadt. 12. Juli. Lieber den Dtand der ParatyphuSerkrankungen im eiifatetbcnftift wird von zuständiger Stelle nut geteilt daß sich in ten letzten 24 Stunden ke i n e r. e i Veränderungen ergeben haben. Die Kranken, die sämtlich seit einigen Tagen [iebecfxel sind, befinden sich auf dem Wege Besserung. Reue Erkrankungen sind nicht erfolgt Auch in dem Befinden der älteren Patienten ist eine Wendung zum Besseren eingetreten. Man glaubt die Epidemie nunmehr alS überwunden an sehen zu können. Historische Kommission für Hessen und Waldeck. ff Marburg, 13. Juli. Wie mitgeteilt wird, fand dieser Tage im Senatsfaal ter Universität die diesjährige Hauptversammlung der Historischen Kon, Mission für Hessen und Waldeck statt. Der Vorsitzende, Pros. Dr. Stengel, Marburg, gedachte ter im letzten Jahre verstorbenen Herren und gab bekannt, daß Prof. Dr. M o m m s e n, Marburg, in ten Vorstand eingetreten sei. Zu Mitgliedern wurden gewählt: Präsident des Lanteskirchenamts Dr. Bähr, Kassel, Prof. Dr. L. Berthold, Marburg, Pros. Dr. Jung, Marburg, Studiendirektor Dr. K l i b a n s k Y, Köln. Prof. Dr. Th. Mayer, Gießen, Studienrat Dr. Schmt11, Kassel, Direktor ter LandeSbibliotbek Dr. Theele, Fulda, Archivafsistent Dr. Wrede, Marburg. An den Bericht deS Schatzmeisters, Staatsarchivrats Dr. Knet sch, Marburg, über die Kassenlage, die als nicht sehr günstig bezeichnet wurde, schlossen sich Mitteilungen te« Vorsiyenden über die zahlreichen lausenden wissenschaftlichen Arbeiten, an denen eine ganze Reihe von Gelehrten beteiligt find und die neuen Unternehmungen, von denen eine geplante Edition von Akten zur Politik Hessen-Kassel- unter ter Landgräfin Amalie Elisabeth erwähnt sei, fand die Versammlung ihren Abschluß mit einem gemeinsamen Mahl Im .Ritter". 5. Oberhessischer Turnerschaftertag. ]( Marburg, 13.3ulL Die oberhessischen Tumerschasten im V.-C.-Derband aus Marburg und Gießen hielten gestern hier ihren diesjährigen Turnerschaftertag ab. zu dem sich auch Vertreter ter V.-C.-Turnerschasten auS Göttingen und Darmstadt sowie viel« Alt« Herren auS allen Turnerschasten eingefunden hatten. Ein Einpsangsabend vereinte die bereit« am Freitag elngetrolfencn Teilnehmer auf dem Daxonenhaus. Der SamStagvormittag wurde durch sportliche Wettkämpfe im ilnl- versitätsstadion auSgefüllt, die durch allgemeine Freiübungen sämtlicher anwesender Turnerschasten cingeleltet wurden. An der 4X100-M«» ter-Stasfel beteiligten sich vier Mannschaften. Den ersten Sieg errang Schaumburgia Marburg, den zweiten Arminia Gießen. Die Schweden-Staffel gewann Schaumburgia Marburg, 2. TuiSkonia Marburg. Ein Handballspiel zwischen V. C. Marburg und D. C. Gießen endete mit einem Ergebnis von 7:4 zugunsten Marburgs. Bei strömendem Regen durchzog nachmittag« ein stattlicher, über 300 Teilnehmer zählender Festzug, bei dem Chargierte zu Pferd die Spitze bildeten, die Straßen der Stadt. Der auf dem Marktplatz vorgesehene Dämmerschoppen muhte wegen des anhaltenden Regen- in den Stadtsaal verlegt werten, wo der 1. Chargierte der Turnerschaft Saxonia, stud. Schrader, die Erschienenen begrüßte. Cr betonte dabei insbesondere, daß ter Turnerschaftertag ein kraftvolle« Bekenntnis zu dem V.-C.-Verbande und zu dessen Grundsätzen bedeute: mens sana in Die Wetterlage. StyWjorC- 46. ah 44 B 44 O 47 . Nordoyl =Ä Wien (5^nt 5 7 -Jan ■r*» ©woHtniovO ntnri $n«ta ocomi • woiaig • ocat<«i «Regt* * SChntc »riuPtin • «Cdn K Orwilltr (g)uied>tiHC •O' KKhttr 011 y ‘•'iWOt' ludivdwtsi Q siurmiyncf -0'dwtil 6i< Plfdt fliegen mit dem wmdt Oie otioen Stglignen jtenenden /«» len geben die femperetue «n Pie Linien eerpmaee Orte eil gieitnci W neercinieeav ymgertehneten Laluruca LLettervoraussagc. 3nso.ge kräftigen Luftdruckanstieges ging im Lause de- gestrigen ^iachmittags in unserem Bezirk di« Dewo.kung zurück und zeitweise war vol.kommen heitcrer Hm.mel. Durch die neue über den britischen Inseln liegende Störung w.rd jedoch die Zufuhr feuchter ozeanischer Luft wieder gefördert, was sich heute morgen schon durch erneute Eintrübung bemerkbar machte. Barometerfall deutet darauf hin, daß das Tief bei seinem Weiterzug unser Geoiet nicht ganz verschont lassen wird. Der Himmel dürfte also noch vielfach bewölkt sein, wobei allerdings auch Aufheiterung eintritt. Zeitweise können sogar Riederschläg« auftreten. Wettervoraussage für DienStag: Teils wolkig, teil- heiter, Temperaturen wenig verändert, einzelne Riederschläge. Witterungsaussichten für Mittwoch: Roch fein beständiges Wetter. RciferoetteröienfL Swinemünde. 21 Grad, warme Rächt, Süd- Westwind: heute morgen: halb bi- ganz bedeckt, gestern: teils heiter, teils wolkig. Westerland auf Sylt. 16 Grad, gestern: warmer Tag, Westwiird; heute morgen: halb bi« ganz bedeckt; gestern: teils heiter, teils wolkig. Garmisch-Partenkirchen. 9 Grad, gestern: vorherrschend kühl, Südwestwind; heute morgen: heiter bi« halb bedeckt: regnerisch. Baden-Baden. 13 Grad, gestern: vorherrschend kalt und unfreundlich, Südwestwind; te ite morgen: heiter bi« halb bedeckt; geftenu regnerisch. corpore sano. Die Festrede hielt Oberstudiendirektor Keller von der Markomannia-Albertine aus Freiburg. Der Redner hob die Verdienste des V.-C.-Verbantas, eines der größten der schlagenden Verbände in Deutschland überhaupt, um die Reugestaltung des studentischen Lebens in Deutschland hervor. Den Ausklang der Tagung, welche die Stärke des V.-C.-Ver- bandes eindrucksvoll vor Augen führte, bildeten Abendzusammenkünfte in den Häusern der verschiedenen Marburger V.-C.-Turnerschaften. Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) $p. in A. Wir empfehlen Ihnen, sich in dieser Angelegenheit mit Herrn Prof. Helmke, Direktor des Oberhessischen Museums in Gießen, Brandplatz 2, in Verbindung zu setzen. Preußen. Kreis Wetzlar. I W e h l a r, 13. Juli. Nach der letzten Schweine- zwischenzählung vvm 2.Juni beträgt die Gesamtzahl der Schweine im Kreise Wetzlar 22 065 Stück, und zwar: Ferkel unter acht Wochen 2278; Ferkel von acht Wochen brs rroch nicht ein halb Jahr alt 13 286 (10 372); Schweine von einem Halden bis noch nicht ein Jahr alt a) Zuchteber 32 (31), b) trächtige Zuchtsauen 302 (194), c) nicht trächtige Zuchtsauen 252 (252), d) übrige Schweine 339 (161). Vei der vorletzten SchweinezLhlung am 1. März betrug die Gesamtzahl 17 836 Stück. Mithin ist eine Zunahme von 4229 Stück zu verzeichnen. Am meisten zugenommen haben die Ferkel und die Zuchtsauen, wohl infolge der günstigen Konjunktur auf dem Ferkelmarkt. Schweinehaltende Haushaltungen gab es bei der Zählung am l.März 5432, bei der Zählung am 2. Juni 7717. Die Zahl der schweinehaltenden Haushaltungen hat ebenfalls um 2285 zugenommen. Die Zahlen in Klammern bedeuten die Ergebnisse der Zählung vom 1. März 1930. O Groß-Rechtenbach. 13. Juli. Dieser Tage fand hier unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Dr. Reumann eine Sitzung der Amtsversammlung statt. Rach Erledigung verschiedener Desoldungssragen beschloß die Amtsversammlung, dem Kassenprüfungsverband des Preußischen Landgemeindetages West auf Widerruf beizutreten. Ein im Jahre 1927 gefaßter Beschluß über die Gründung eines Ziegenbockhaltungsverbandes für den Ilmfang des Amtes Rechtenbach wurde aufgehoben und die weitere Behandlung dieser Angelegenheit den beteiligten Gemeinden überlassen. Cs ist beabsichtigt, die betreffenden Gemeinden zu einem Zweckverband zu vereinigen. — Der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz für das Amt Rechtenbach wurde auf ihren Antrag eine lausende jährliche Beihilfe von 100 Mark widerruflich bewilligt. — Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete die Beratung des Amts- Haushaltsplanes für das Rj. 1930, der in Einnahme und Ausgabe auf 125 400 Mark festgestellt wurde. Hiervon entfallen auf die öffentliche Fürsorge allein 60 000 Mark; dieser Posten belastet jedixh den Haushaltsplan nicht, da er in Ausgabe und Einnahme durchlaufend erscheint. <> Niederkleen, 13. Juli. Die Provinzialstraße Wetzlar — Butzbach wird zur Zeit auf der Strecke zwischen dem hiesigen Forsthause und der preußisch-hessischen Landesgrenze neu instandgesetzt; sie erhält eine neue Basalt-Kleinschlag- decke und auch die Fahrbahn erfährt eine Erbreiterung von 5 auf 7 Meter. Anschließend wird die neue Straßendecke geteert. Die Dampfwalzenarbeiten werden durch die Firma O h l in Limburg ausgeführt. Der Verkehr wird während der Ausführung der Arbeiten über Ebersgöns umgeleitet. — Auf den überaus schlechten Zustand derselben Straße zwischen der preußisch-hessischen Gemarkungsgrenze und dem Orte Pohlgöns ist bereits wiederholt im „Gieß. Anz." hingewiesen worden, ohne daß die zuständige hessische Straßenbauverwaltung bis jetzt hier Abhilfe geschaffen hätte. Das erforderliche Kleinschlagmaterial für den Ausbau dieser Straßenstrecke ist schon seit längerer Zeit angefahren. Auch sind Warnungstafeln mit der Aufschrift: „Vorsicht, Schlaglöcher!" angebracht. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die Instandsetzung der Straße nunmehr ebenfalls vorgenommen würde, bildet die Straße doch einen Teil der Verbindung zwischen dem Rhein.- Wests. Industriegebiet und Frankfurt a. M., auf welchem sich der ganze Kraftfahrzeugverkehr zwischen diesen Gebieten abwickelt. In ihrem heutigen Zustande bildet die Straße mit ihren unzähligen tiefen Schlaglöchern einen Schrecken für alle Kraftfahrzeugfahrer. 0 Dornholzhausen, 13. Juli. Die hiesige Kirche, welche sich in einem sehr schlechten baulichen Zustande befindet, wird zur Zeit in ihrem Inneren gründlich renoviert. Sämtliche Innenwände erhalten einen neuen Anstrich, der Fußboden im Schiff der Kirche wird teilweise erneuert. Der Platz, auf welchem die Orgel aufgestellt ist, wird wegen der in Aussicht Genommenen Beschaffung einer neuen Orgel entsprechend vergrößert. Auch an dem Vorbau der Kirche, welcher sehr baufällig war, werden zweckentsprechende Verbesserungen vorgenommen. Die Anstreicherarbeiten werden durch die Anstreicher Mack und La über von hier, die Schreinerarbeiten durch die Schreiner Jakobi und Rühl von hier ausgeführt. Der ebenfalls dringend notwendige Außenverputz der Kirche mußte wegen Mangels an Mitteln bis zum nächsten Jahre zu- rückgestellt werden. Zur Finanzierung der in diesem Jahre zur Ausführung kommenden Arbeiten hat die Kirchengemeinde ein Darlehen bei dem Atzbache Geistlichen Stift in Wetzlar ausgenommen, für welches die Zivilgemeinde die Bürgschaft übernommen hat. Während der Ausführung der Renooierungs- arbeiten wird der Gottesdienst in der Turnhalle abgehalten. Kreis Marburg. ][ Marburg, 13. Juli. Rach Auflösung des über 70 Jahre bestehenden Marburger Fortbildungsvereins hat _ die Stadt taffen umfangreiche Biblio thek übernommen. Sie soll, wie der Magistrat mitteilt, den Grundstock für eine Marburger Dolksbibliothek bilden. Berliner Börse: — Berlin, 14. Juli. (WTB. Funkspruch.) Nach der zweitägigen Börsenunterbrechung bewegte sich das Geschäft im heutigen Frühverkehr in sehr ruhigen Bahnen. Da aber die Hoffnung besteht, daß die Parteien sich bet den Deckungsoorlagen unter dem Zwang des Artikels 48 einigen werden, schien von dieser Seite keine Beunruhigung mehr für die Börse oorzuliegen. Kurse wurden allerdings noch nicht gemacht, so daß eine zuverlässige Tendenz noch nicht zu erkennen war. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,60, London gegen Mailand 92,88, London gegen Spanien 41,60, London gegen Amsterdam 12,0950, London gegen Schweiz 25,0250, London gegen Kabel 4,8645 bis 4,8648, London gegen Berlin 20,3840, Kabel gegen Berlin 4,1903, London gegen Buenos 40,50. Verantwortlich für Lokales: 3.23.: Dr. Thyriot. Wanzen 1 sowie jedes andere Ungeziefer vertilgt (trenn diskret, ««4 Scbriftl. Garantie. Auch auswärts. Be- hördl. Dankschreiben Ungeziefer-Vcrtil- gungS Institut Gießen, Ktrchenpl.18 Ich nehme die Beleidigung, die ich gegen die 04431 Emilie Brück Ovvenrod auSgesagt habe, zurück. 9elati(6 Benöet. Oppenrod. Der Herr euer Gott hat euch zur Ruhe gebracht. Der Vorstand. 5051D 5050V 4758 C Wer ist schuldiger? 5048 D im 64. Lebensjahre. 04430 Mietgesuche Per Anzug nur Mark (im Abonnement nur Mark 1.50) Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstraße 7 Gießen, Frankfurt a. M, Egelsbach, den 13. Juli 1930. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Juli, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus in Gedern statt. Eine 2-3-Zimm.Wobn. in der Nahe Liebig- strafrc gegen eine 3-Zlmmer-Wohnung in der Steinstraße zu tauschen gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 04421 a. d. Gieß. Anz. 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OöerhessisdierBesdiiclilsterein Mittwoch, den 16. Juli 1930 findet ein Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Dieterich über: Die ReiMonn und Dessen mit besonderer Be- MsirWnnS der historischen Voraussetzungen statt, wozu die Historische Fachschaft der Universität den Verein eingeladen hat. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam und bitten um zahlreiche Beteiligung. LViv wamren Sie IhrenÄrwerbungen auf Anzeigen ohne Hamen Zeugnisse, Urkunden ob. sonst wichtige Papiere betzufügen! Abschriften genügen zur Einleitung v. Anstellunasvechand- Hingen. DH ist und der Auftraggeber unbekannt und In diesenIÜUen können wir nicht» tun für d. Wiedererlangung der Sewerbungüunterlagen Gketzenerr Äu-eisev Dienstag, den 15. Juli 1930, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Gasthaus „Zum Löwen", Reuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen sofortige Barzahlung: 18 Büfetts, neun Vitrinen, 16 Bücherschränke, 17 Schreibtische, sechs vollständige Schlafzimmer, zehn Kredenzen, zwei Friseurtoiletten, zwei Küchenbüfetts, drei Flurgarderoben, einen Teppich, sieben Schreibmaschinen, zwei Küchenschränke, zwei Spiegelschränke, eine Furnierpresse, eine Kreissäge mit Bohrmaschine neun Tische, einen Klappschrank, eine Waschkommode, zwei Küchenanrichten, einen Aktenrollschrank, zwölf Stühle, eine Ab- richtemaschine mit Elektromotor, einen Flügel, ein Ledersofa, eine Ballbahn (Märklin-Modell), eine Dampfmaschine (1 PS), eine Chaiselongue, zwei Klaviere, einen Rauchtisch, vier Diwans, zwei Sofas, zwölf Herrenmäntel, eine Nähmaschine, zwei Registrierkassen, einen Eisschrank, drei Ladentheken, zwei Gasherde, einen Ladenschrank mit Schiebetüren, zwei Schreibladenkassen, ein Warenregal, zwei Kleiderschränke, zwei Harmoniums, einen Schreibsekretär, eine Bügelmaschine, einen Warenschrank, ein Ladenregal, ein Fahrrad, zwei Regulatoren, eine Sprechmaschine mit elf Platten, einen Amboß, eine Gehrungsschneidemaschine, eine Kommode. Gießen, den 14. Juli 1930. 5047D Hebbel, Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 24 — Telephon Nr. 4039 Junges, kinderloses Ehepaar sucht zum Herbst oder früher idiöne 3-3lmm.- Mwug mitBad.möglichstim Zentrum gelegen. Schrift!. Augeo. unt. 04423 a. d. Gieß. Anz. Mainzer Gemüse- acffud)f,tniöi)I.Zimmer mit 2 Betten ob. un- möbL mtt Kochgelegenheit. Lagerraum erwünschl. Schr. Angebote unt. 04424 an den Gien. Anz. erb. Bei Stuhlverstopfung «LL. Neda-Früchtewtirlel Bestimmt zu haben: 3256V Reformhaus Scholz» Kreuzplatz 5 Drogerie W. Kilbinger Nachf.. Seltereweg 79a Kräuterhaus Jung, SchulstraOe 5 [Stellenangebote Solides, zuverl. Mädchen mit gut. Zeugnissen, wegen Heirat des jetzigen, gesucht. Frau Dr. Buckelsbausen, Goetbestr. 30 vt. Vorst. 3-4,7-8 Ubr. Tiefbewegt machen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, unvergeßlicher Vater, Großvater und Bruder Karl Müller Eisenbahnsekretär i. R. nach kurzem schweren Leiden im Alter von 66 Jahren unserer lieben Mutter nach jähriger Trennung in die Ewigkeit nachgefolgt ist. Die tieftrauernden Kinder. Gießen (Crednerstraße 14), Dutenhofen, Gettenau, Köln, 13. Juli 1930. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 16. Juli, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt U| - gehen Sie immer, wenn Sie Ihre E/ICgalll Kleidungsstücke des öfteren bügeln, dämpfen und auffrischen lassen Todes-Anzeige. Plötzlich und unerwartet verschied infolge eines Herzschlags mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn. Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel August Valentin, Kriegsinvalide im Alter von 38 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Margarete Valentin und Kinder. Gießen (Alicenstraße 2), den 14. Juli 1930. Die Beerdigung findet Dienstag. 15. Juli, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Ein reizendes Lustspiel in 7 Akten. In der Hauptrolle: Mary Kid und Harry Halm. 2. Schlager: Vater ich klage dich an mit Maria Jacobini in dem Aufsehen erregenden, spannenden Großfilm in 8 Akten. Die große Familientragödie im Hause Cenci vor der Aufklärung. | Verkäufe | Hausfrauen vesMlki.MlrieonMll Morgen Ttenstag von 8 bis 6 Uhr verfaule ich aus dem Markt direkt ohne Zwischenhandel 04127 I einen Waggon lafinrken zu billigen Preisen. DienStag u. Freitag das richtige oberd. Landbrot für Feinschmecker. KräuterbauSJuna Gebrauchter Kinderwagen zu verkauien. tam Bleichstr. 16a III. | Verschiedenes! Waschbenzin zur 5029D ehern. Reinigung Drogerie Noll Bahnhelitraüe Besondere Gelegenheit! Wegen dringender Baranschaffg. verkaufe einige echte Peri er Teppiche Perfer Brücken infeinstenQualitätenzuso billigen Preisen, wie sich wohl nie wieder eine Gelegenheit bietet. Beiondere Bedinlfonfc Sofortige Kalle Schriftliche Angebote unter 04428 an den Gießener Anzeiger erb. SuchenSle etwas? kür die Ferien, Reise od. Ihre Tour.? 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Erst 1903, als Lehrer Schwinn den Dirigentenstab übernahm, begann der eigentliche Aufstieg des Vereins. Vach anfänglichen Misterfolgen konnte er doch schon 1903 in Ober-Mörlen bei dem Gesangswettstreit einen zweiten Preis erring en. 3n den folgenden 3ahren errang der Verein auf Wettsingen zahlreiche erste und Ehrenpreise. 1920 legte Lehrer Schwinn aus Gesundheitsrücksichten die Leitung nieder. An seine Stelle trat Dirigent Wilhelm Müller bis 1923. Don diesem 3ahre an übernahm Oberreallehrer Blast, Grohen-Linden, den Verein. Auch nach dem Kriege beteiligte sich der Gesangverein „Frohsinn" an Gesangswettstreiten und konnte wiederum viele hohe Preise nach Hause bringen, so 1926 in Schaafheim, wo er den ersten Klassenpreis, den ersten Ehrenpreis und den Hauptehrenpreis errang. Der Gesangverein „Frohsinn" ist Mitglied des Deutschen, Hessischen und Lahn- tal-Dängerbundes. Die Festlichkeiten wurden am Samstagabend eingeleitet mit der Ehrung der 17 gefallenen Sangesbrüder an unserem Kriegerdenkmal. Mit Chorgesang und einer kurzen Ansprache des hiesigen Pfarrers schloß die schlichte Feier. Ein Fackelzug durchzog unser Dorf, dann begann in der Turnhalle der F e st k o m m e r s. Karl Faber, der erste Vorsitzende des Vereins, begrüstte in herzlichen Worten alle Erschienenen. Die musikalischen Darbietungen an diesem Abend, wie überhaupt auf dem Fest, wurden ausgeführt von dem Bund ehemaliger Militärmusiler Gießen (Kapelle Topp), unter Leitung von Wilhelm Müller, Lang-Göns. Vach einem machtvollen Begrüstungschor mit Orchesterbegleitung „Die Ehre Gottes an die Vatur", sprach Fräulein Wagner den Prolog. Es folgten Chöre der Gastvereine, Freiübungen der Frauengruppe des Tv. Lang-Göns, sowie Vorführungen am Deck durch hiesige Turner. 3m Vamen und Auftrag des Lahntalsängerbundes hielt der zweite Vvr- sitzendes dieses Bundes, Herr V u d i g e r , Wetzlar. eine kurze Vede über die Bedeutung des deutschen Liedes und seine Pflege durch die Männergesangvereine. Anschließend wurden die Ehrenmitglieder des Gesangvereins „Frohsinn", die 50 und mehr 3ahre dem Verein angehören, durch eine Ansprache besonders geehrt. Es sind dies: 3oh. Karl Rompf, 3oh. Kd. Brückel, Konrac» Rudolph, 3oh. Ant. Wenzel, 3oh. Ant. Müller, Hch. Karl Müller, Konrad Anton Müller, 3oh. Karl Weil, Konrad Müller III. 3m Vamen der Geehrten dankte 3oh. K. Weil. — Von verschiedenen Gastvereinen wurden Glückwünsche und Gaben überreicht: besonderen Beifall fand die Ansprache des Vorsitzenden des Vereins „Rheingold", Frei- Weinheim, der darauf hinwies, daß sie nun aus dem freien Rheinhessen zu ihren Sangessreunden kommen könnten. Die Versammlung sang das Deutschlandlied. 3m Vamen des Staatspräsidenten überreichte Bürgermeister Rompf, Lang-Göns, dem 3ubelverein ein großes Bild von Beethoven, zugleich übermittelte er die Glückwünsche der Regierung und der Gemeinde Lang- Göns. Stirnen, Sport und Spiel. Meisterschaftskämpfe 6er Schwimmer in Frankfurt Lchane Erfolge für ttietzcn. Die Gau-Meisterschaften des Gaues 1 (Frankfurt a. M), die am Sonntag im Frankfurter Stadion ausgetragen tourben, waren ein voller Erfolg. Eine Massenbeteiligung von rund 500 Schwimmern und Schwimmerinnen brachten in allen Reimen eine ausgezeichnete Besetzung. Durch die Punktwertung gab es überaus scharfe Kämpfe um alle Plätze. Die Kämpfe selbst brachten in der I. K l a s s e wiederum den Sieg des Ersten Frankfurter SC. mit 878 Punkten vor 3ungdeutschland Darmstadt mit 858,5, Offenbach 96 854,5 und Moe aus Offenbach mit 851 Punkten. Dabei ist zu berücksichtigen, daß Darmstadt ohne seine besten Leute, Berges und Schwartz, an treten muhte. 3n der II. Klasse gab es bedeutende Kräfteverschiebung. Hier blieb der S. D. Giehen überlegener Sieger vor Rotweih Darmstadt und Viederrad. Durch Abwanderungen guter Schwimmer wurde der vorjährige Sieger, der Erste Frankfurter SC. nur Vierter. 3n der III. Klasse gab es keine Punktwertung. Als beste Vereine erwiesen sich Marburg und Aschaffenburg. Bei den Damen schnitt 3ungdeutschland Darmstadt am erfolgreichsten ab. Die wichtigsten Ergebnisse waren: 400 Meter Freistil: Klasse I: 1. Wolf, 3ungdeutschland Darmstadt, 5:41; Klasse II: 1. Zimmer, Gießen, 6:09. 100 Meter Freistil: Klasse I: 1. Maus, Moenus Offenbach, 1:06,5; Klaffe II: 1. Selb, SD. Frankfurt, 1: 09,8. 100 Meter Rücken: Klasse I: 1. Meier, 1. Frankfurter SC., 1:23,1; Klosse II: 1. Schaum, Gießen, 1: 26,8. 200 Meter Brust: Klasse 1: 1. Endres, 1. Frankfurter SC., 3:09,6; Klasse II: 1. Honst, Rotweih Darmstadt, 3:29,0. 3X200 Meter Freistil: Klasse I: 1. Moenus Offenbach 8:11,4; Klasse II: 1. Rotweih Darmstadt 8:24,6. Gesamt-Punktwertung: Klasse I: 1. Erster Frankfurter SC. 878 Punkte; 2. 3ung- deutschlond Darmstadt 858,5 Punkte; 3. SV. Offenbach 96 854,5 Punkte; 4. Moenus Offenbach 851 Punkte. Klasse II: 1. (Siebener SV. 430,5 Punkte; 2. Roiweiß Darmstadt 420,5 Punkte; 3. Viederrad 04 408 Punkte. Kunstspringen: 1. Engel, Wetzlar, 62,12 Punkte; 2. Schwindt, 1. FSC., 61,08 Punkte. Damen: 2 0 0 Meter Brustschwimmen: 1. Schellhaas. Rotweih Darmstadt, 3:37,8. 100 Meter Rücken: 1. Dvndran, Offenbach 96, 1:48,6. 100 Meter Frei, stil: 1. Osann, 3ungdeutschland Darmstadt, 1:29,3. 3X100 Meter Lagenstaffel: 1. 3ung- deutschland Darmstadt 4:59,3 Min. 34. Mittelrheinisches Kreisturnfest. Vach monatelanger Vorbereitung wird in Hanau mit dem Aufbau dieser großen Veranstaltung begonnen. Die Herrichtung des herrlich gelegenen Wiesenplanes im Vorort Wil- helmsbad wird mit einem Kostenaufwand von etwa 50 000 Mk. durchgeführt. Dadurch wird ein vorbildliches Festgelände geschaffen, das allen Erfordernissen entspricht. Bereits die ersten Meldungen für Geräteturnen und Mehrkämpfe haben die Beteiligungszahlen des letzten Kreisturn- festes 1927 in Darmstadt weit überschritten, indem 2500 Wettkämpfer gemeldet wurden, wozu jetzt noch die Dolksturner, Fechter, Schwimmer, Spieler und Riegenturner kommen. Eine genau ausgearbeitete Festsolge läßt nach örtlichen Vorfeiern (vom 26. bis 28.3uli findet das Gauturnfest statt) die Eröffnungsfeier am 31.3uli und die Wettkämpfe am 1. August beginnen. Hierbei dürften hochstehende Leistungen erwartet werden, da die besten Kräfte des Kreises gemeldet haben. Die jeweiligen Festabende sind mit vorzüglichen Darbietungen ausgefüllt; der Glanzpunkt wird der 3. August sein, der morgens einen Festzug mit etwa 20 000 Teilnehmern und mittags große Massendarbietungen bringen wird. 3n Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse hat man auch in Hanau für billige Unterkunft und Verpflegung Sorge getragen. DT.-Meister gegen OSB.-Meister. Am 20. 3uli kommt es in Ludwigshafen au einem Handballgroßkampf zwischen dem DT.- Meister TV. Friesenheim und dem DSB.- Meister Polizeisportverein Berlin. Dieses Spiel wird das größte 3nteresse auch außerhalb Eüddeutschlands finden. Wasserball - Länderkampf. Belgien schlägt Deutschland mit 2:1. Vach dem glänzenden 5:2-Sieg am Vorsonntag gegen Frankreich mußte jetzt die deutsche Wasser- ball-Sieben gegen Belgien in Antwerpen eine 2:1-Viederlage e i n ste cke n. Die Deutschen, die ersatzgeschwächt antraten, konnten bis zur Pause den Kampf mit 1:1 noch unentschieden halten, mußten dann aber den Siegestreffer der Belgier passieren lassen. Am Sonntagmorgen begann das We11sin - gen, an dem sich 20 Vereine beteiligten. Mittags bewegte sich ein großer Festzug, an dem etwa 50 Vereine teilnahmen, durch das Dorf. Die Festrede hielt der zweite Vorsitzende des Vereins „Frohsinn", Wilhelm Euler. Er forderte die Sänger auf, auch weiterhin das deutsche Lied zu pflegen. Ein Prolog, gesprochen von Frl. Erika Euler, folgte. Dann wurden von den Gastvereinen, die an dem Wettstreit nicht teil* genommen hatten, verschiedene Chöre vorgetragen. Auf dem Festplah entwickelte sich ein lebhaftes Treiben. Abends wurden die Ergebnisse des Wettsingens bekanntgegeben: ^-Klasse 1: Cacilia, Lich, 308 Punkte im Klassensingcn, 2. Preis, Hauptehrenpreis, Dirigentenpreis (Dirigent: 31ge). Sängerkranz Watzenborn, 308 P., 1. Pr., 2. Dirig.-Pr. (H. Müller). Eintracht Angersbach, 303 P., 3. Pr. Klasse 2: Eintracht Münster bei Dieburg, 307 P., 1. Pr., Ehrenpr., Hauptehrenpr. Dir.-Pr. (K. Grim). Männergesangverein Mensfelden, 305 P., 2. Pr. Klasse 3: Frohsinn Oberau, 286 P., 2. Pr. Frohsinn Lengfeld, 305 P., 1. Pr. ö-Klasse 1: Sängerkreis Landenhausen, 301 P., 5. Pr. Männergesanaverein Klein-Altenstät- ten, 315 P., 4. P., 2. Ehrenpr. Eintracht Leihgestern, 322 P., 1. Pr., 2. Ehrenpr., Hauptehrenpr., 2. Dir.-Pr. (H. Dauth). Sängerkranz Großen-Buseck, 315 P., 3. Pr., Ehrenpr., Dirig.- Pr. (K. Vicolai). Sängervereinigung Schaafheim, 317 P.» 2. Pr., Ehrenpr., 2. Dirig.-Pr. (H. Oppermann). Klasse 2: Heiterkeit Annerod, 291 P., 2. Pr., 1. Hauptehrenprcis, 2. Hauptehrenpr., 2. Dir.- Pr. (Ph. Groh). Lahntal Dorlar, 286 P., 4. Pr. Männergesangverein Fronhausen a. d. Lahn, 290 P.. 3. Pr. Liederkranz Roth a. d. Lahn, 2S4 P., 5. Pr. Liederkranz Kirch-Göns. 297 P., 1. Pr^ Ehrenpr., Hauptehrenpr., 1. Dirig.-Pr., (W. Schüler). Klasse 3: Liederkranz Groß-Rechtenbach, 262 P., 3. Pr. Rheingold Freiweinheim, 282 P., 1. Pr. Germania Waldhausen, 272 P., 2. Pr., Ehrenpreis. Von einem geborenen Lang-Gönser, Herrn Schaub, der aus Amerika gekommen war, waren zwei Amerika-Preise gestiftet worden. Sie fielen auf Cacilia. Lich (Los. weil gleiche Punktzahl mit Eintracht Münster) und Eintracht Leihgestern. — Am Montag findet, verbunden mit dem Gesangsfest, die „Kirmes" von Lang-GönS statt. Landkreis (Yictzcn. X K l e i n - L i n d e n , 13. Juli. Auch in unserer Gemeinde wurde die Erheb ung oeS Kir- chennotgcldes für das Jahr 1929 durchgeführt. wie durch die zuständige Behörde genehmigt ist. Es ist festzustellen, dah für diese Rot- maßnahme der Kirchenregierung in hiesiger Gemeinde Verständnis besieht, so daß die Ablieferung an die Landeskirchenkasse in Darmstadt erfolgen konnte. Da weder durch die Veranlagung noch durch die Erhebung des Votgeldes Kosten entstanden find, ergab die Summe der abgelicfcr- ten Betrage 174,10 Mark. — Der hiesige Frauenverein hat für nächsten Sonntag einen gemeinsamen Ausflug nach Marburg in Aussicht genommen. — Am 27. 3uli beabsichtigt die hiesige evangelische Gemeinde ihr 3ahresfest zu begehen, bei welchem Pvsaunenchöre mitwirken werden. # Klein-Linden, 14. Juli. Dem hiesigen Männergesa na verein Eintracht wurde bei dem gestrigen Wettsingen in Büdingen der erste Preis, sowie Ehrenpreis, höchster Ehrenpreis und Dirigentenpreis in der 1. Landklasse zuerkannt. Im vorigen Jahre beteiligte sich der Verein an dem Gesangswettstreit in Nidda und errang dort in bei 2. Landklasse den 1. Preis sowie Ehren- und Dirigentenpreis. Der Verein steht unter der Leitung bet Dirigenten Heinrich Köhler von Großen-Linben. Kreis Büdingen. A Vidda, 13. Juli. Oberjustizinspektor i. R. Geiger, hier, hat aus Gesundheiisrüclsichten den Vorsitz i m Ha ssiabezirk Vidda niedergelegt. Viele Zähre hat er mit Eifer und Hingabe diesen Posten bekleidet; deshalb erfreut er sich auch in allen Vereinen deS Bezirkes großer Verehrung und Wertschätzung. Zu seinem Vachsolger ist Dankvorstand Hermann S e u m , hier, gewählt worden, der feitfcr Vorsitzender des BrzirkskriegerVereins Vidda war. Dessen Vorstand hat nun Zollsekretär Helfrich, hier, mit der Leitung des Vereins betraut, bis bei der nächsten Hauptversammlung die Neuwahl des Vorsitzenden erfolgt ist. — 3m August findet hier das diesjährige Bezirkskriegerfest statt. wg. Stockheim , 13. 3uli. Kürzlich sand hier eine Dertveterversammlung der im Kirchen- verband Büdingen - Vidda - Schotten zusammengeschlossenen evangelischen Kirchengesangvereine statt. Vach Erstattung des 3ahres- und Rechnungsberichtes wurde beschlossen, die diesjährige Zusammenkunft des Verbandes in Wenings abzuhalten. Sie soll am 21. September stattfinden und sieht vor einen Festgottesdienst unter Mitwirkung eines aus den teilnehmenden Kirchengesangvereinen gebildeten Massenchors, der zwei Pflichtchöre vortragen wird, und eine Vach Versammlung mit Ansprachen und Darbietungen von geistlichen und weltlichen Gesängen der Kirchcnchöre. — Die Leitung des Verbundes hat nach dem Wegzug des langjährigen verdienstvollen Vorsitzende Pfarrer Bock (Ober- Oie Sünde der Senate Mercandin. Roman von Fred Tlelius. 19 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Sonderbar... durchzuckte es Renate. Erst setzt er sich hin und dann erlaubt er mir, dah ich mich sehe. 3hre Vasenflügel fingen leicht zu beben an. „Sie haben einen furchtbaren Verlust erlitten, meine gnädige Frau." Renate neigte den Kopf. „3eder, der den Toten und Sie selbst kennt, muh durch dieses Unglück 3hres Hauses tief erschüttert werden. Es handelt sich um einen Vorfall von so unerhörter Tragik, dah man nur daS eine wünschen kann: den wahren Täter bald der wohlverdienten Strafe zuzuführen. Unb — verlassen Sie sich darauf: dies soll geschehen." Renate fror. Schauer liefen von ihren Schulterblättern durch den schlanken Leib. Sie knöpfte sinnlos an den Handschuhen. „Dies vorweg." Piloty beugte sich nach vorn und blätterte in einem Aktenstück. „Unb nun gestatten Sie, bie Einzelheiten jenes Unglücks- abends noch einmal mit 3hnen durchzugehen. 3ch werde danach ein paar Fragen an Sie richten müssen." Renate schwieg. „3hr Gatte ist am Mittwochabend um halb sieben tot in seinem Zimmer aufgefunden worden. Die Beamten wurden telephonisch durch den Diener in 3hr Haus gerufen. Dort empfing sie Doktor Griebenow. Dieser erklärte, dah er selbst der Täter sei und Ihren Mann erschossen habe." Renate hob den Kopf. Sie bemühte sich, ein pichen ihrer Anteilnahme kundzugeben, zuckte aber nur mit der Schulter. „Griebenow ist noch am gleichen Tag in Untersuchungshaft genommen worden. Er ist bereits verhört. Er behauptet, dah er mit dem Glockenschlag sechs die Villa Mercandin betreten habe, um dort dem Professor seinen Dienstver- h-ag_ iu fünbigen. Er hätte warten müssen. Das Geräusch von Stimmen sei zu ihm gedrungen... ein Frauenschrei. Darauf wäre er ins Arbeitszimmer von Mercandin gelaufen. Wurde Zeuge, wie 3hr Mann Sie schlug. Er sei ihm in den Arm gefallen. Der Professor habe ihn gewürgt. Darauf hätte Griebenow den Browning aus der Anzugtasche gezogen und geschossen... sinn- und planlos. Das ist Lüge." Renate hob den Kops. Dann nickte sie. Es schien, als ob sie selbst nicht wisse, was sie tue. „Der berühmte ritterliche Einsatz für die Dame seines Herzens! Schön. Aber die Romanze glaubt kein Mensch. Sie erledigt sich ganz einfach durch den ärztlichen Befund. Der Schuh auf Ihren Gatten ist aus etwa sieben Schritt Entfernung und nicht aus der Vähe abgegeben worden." Piloty sah Renate ins Gesicht. Deren kalte und gequälte Züge waren jetzt gespannt. Irgend etwas in dem Ausdruck und dem Ton der Worte machte sie erbeben. „Es gehört zu meinen Pflichten, die Vachfor- fchungen so zu führen, dah sie ihren Zweck erreichen. Ich muh mich daher natürlich auch mit Dingen auseinandersehen, die Sie selbst sowie das Wesen Ihrer Che berühren. Hm dies gleich vorwegzunehmen — Ihre Ehe war nicht glücklich." Renate hob die Hand und lieh sie wieder fallen. Gequält und resigniert schloh sie die Augen, ohne Piloty zu antworten. „Vein, sie war es nicht. Im Gegenteil... es sind in letzter Zeit... in den letzten Tagen Dinge vorgekommen, die ihr Fundament stark erschüttern muhten. Ich muh — so peinlich mir das ist — auf Ihr Leben ausführlich eingehen. Dies erscheint brutal. Trotzdein ruht auf mir die richterliche Pflicht, der harte Zwang, die Fäden zu entwirren. die sich zu der Tat verdichtet haben. Jede andere Rücksicht tritt davor zurück. Run gut. Ich sagte vorhin, Ihre Ehe war nicht glücklich. Aber damit nicht genug. Ich füge jetzt hinzu: Diese Ehe ist in letzter Zeit durch Sie gebrochen worden." Renate hatte das Empfinden eines unerträglich wehen Eingriffs. Ihre Stirnhaut spannte sich, als wollte sie zerspringen. Stille klaffte für Sekunden. Dann sagte Piloty: „Sie haben sich mit Doktor Griebenow in Brückenberg getroffen. Das war — warten Sie — am Dienstag. An dem gleichen Morgen war Ihr (Satte nach Berlin gefahren. Auch Griebenow ist Dienstagabend wieder dort erwartet worden. Er wuhte dies. Er blieb trotzdem in Brückenberg. Vachmittags fuhren Sie und er nach Schmiedeberg. Dann am späten Abend--" Renate krallte ihre Vägel in den harten Stuhl. Ihr Atem flog. Sie wollte sich erheben, richtete sich auf und sank zurück. ..Ich begreife, was in Ihrer Seele vorgeht, meine gnädige grau. Cs ist entsetzlich peinlich, solche Einzelheiten — sagen wir: das letzte Reservat des Frauenherzens — durch den rohen Zugriff der Iustizmaschine enthüllt und entweiht zu sehen. Aber die Justiz ist eine unerbittliche Maschine. Wen sie unter ihre Räder nimmt, der wird zermalmt. Wir haben nur zu prüfen, ob der Preis des Lohnes wert ist: auf der einen Seite rücksichtslose Wahrheit, vielleicht auch die Entweihung heiligster Gefühle, auf der andern Seite aber die Wahrscheinlichkeit, den Weg zu finden, der in gerader Qinie auf die Lösung des Verbrechens zuführt." Er sah sie an, triumphierend wie ein Mörder, dessen Opfer langsam stirbt. „Am Dienstagabend also fuhren Sie mit Doktor Griebenow von Schmiedebcrg zurück. Aber nicht nach Brückenberg. Sie blieben vielmehr in dem Dorfe Steinseiffen und nahmen dort ein Zimmer für die Rächt. In dem gleichen Gasthof ist auch Doktor Griebenow die Rächt verblieben. Es ist anzunehmen — —" Renate fühlte eine Welle Haß und Hochmut gegen diesen Mann, aber sie bezwang sich mühsam. Rur die Lippenwinkel bogen sich nach unten. „Es ist anzunehmen, daß die Rächt zum Mittwoch in dem Streit mit Ihrem Manne eine Rolle spielte... daß es dieserhalb zu schweren Differenzen zwischen Ihnen und dem Toten kam. Ist dem so?" Renate schwieg. „Wollen Sie nicht Auskunft geben, gnädige Frau?" „Dein." Piloty lehnte sich zurück und strich mit seiner wohlgepflegten Hand die Stim und Schläfen abwärts. „Es scheint, Sie sind denn doch ein wenig allzu unbekümmert", sagte er. „Wie die Dinge liegen, ist ein Ehebruch von Ihrer Seite anzunehmen. Dah sich mittelbar aus diesem Ehebruch der Anlaß zu dem Mord ergeben hätte, ist durchaus nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil — es ist wahrscheinlich." Renate war erdfahl geworden. „Ich verstehe das nicht", sagte sie. „Sie verstehen das nicht. Also gut... Ich bin bereit, die Lage deutlicher zu zeigen. Sie werden dann erkennen, welche Ausblicke sich eröffnen, wenn man diesen Dingen etwas näher nachgeht. Die erste Frage eines Untersuchungsrichters, der die Pflicht hat, ein Verbrechen aufzuklären, ist die: wer hat ein Interesse an der Tat? Der erste der am Tode Ihres Gatten ein Interesse hatte, ist Doktor Griebenow. Er liebte Mercan- dins Frau. Er hatte — woran kaum mehr zu zweifeln ist — ihn mit dessen Frau betrogen. Dahinter können sich Zusammenhänge bergen, die bisher nicht klar zutage treten. Vielleicht Entdeckung durch Professor Mercandin. Ein Streit... entweder zwischen beiden Männern oder — wie Doktor Griebenow es schildert — zwischen beiden Eheleuten, in dem dann Griebenow für die Geliebte eintritt. Diese Lösung ist so außerordentlich naheliegend, dah sie sich gewaltsam aufdrängt. Aber gerade dadurch wird sie unwahrscheinlich. Das klingt paradox. Aber solche Dinge liegen manchmal im Instinkt. Die These Griebenow ist brüchig. Sie wird haltlos durch den ärztlichen Befund. Erledigt. Griebenow ist nicht der Täter." Er sah sie an. Ein Lächeln irrte über ihre Lippen, ein verkrampftes und gequältes Lächeln. „Ich weih das", sagte sie. Piloty nickte. „So, Sie wissen daS? Gut, um so leichter werden Sie mir weiter folgen können. Ich bin auch gleich am Ende. Griebenow ist keineswegs der einzige, der am Tode Ihres Gatten ein Interesse hatte. Es gibt noch einen zweiten... nämlich jenen, der sich bei dem Morde in dem gleichen Zimmer aufhielt. Dieser zweite Mensch — — sind Sie." Renate schloh sekundenlang die Augen. Wieder krallte sie die Finger in den harten Stuhl. Der Stuhl begann zu beben. Dann sah sie auf. Pi- loth lächelte ihr zu ... tröstend, freundlich, unter einem Schimmer Güte. Er sagte unbeschreiblich milde: „Liebe, arme gnädige Frau..." Und dann: „Wollen Sie die 'Tat gestehen, Frau Renate Mercandin?" „Olein!“ „So..." Plötzlich klang Pilotys Stimme hart und scharf. Mit einer kurzen, knappen Oleigung stand er auf. „Wir sind für heute fertig. Guten Morgen!" * * Trübe ging der Tag zur Oteige. Die graue Stunde mit den schweren Abendschatten kroch herauf. Deutlich hörte man das Rauschen der Bäume vor den Fenstern. Renate fröstelte. Cs ist kalt, durchfuhr es sie. Der Sommer ist vorbei. Die Blumen sterben ihren schweren wehen Tod. Bald beginnt der Totentanz der Dlättcr. Drauhen steht der Herbst, llnfere Zeit erfüllt sich. Alles rüstet sich zum Sterben. Sie fühlte sich nicht eigentlich krank. Olber die Empfindlichkeit der Rerven war seit zwei Tage.' übersteigert. Alles in ihr war durchtränkt von einem rätselhaften Ahnen und Erfühlen ferner Dinge. Sie empfand sich losgelöst von allen Gegenständen um sie her. 3m Getriebe ihrer Seele war ein Fühlen und Erfassen kreisender Gedanken, die aus weiter Feme wie die Wellen eines Senders zu ihr strömten. Sie setzte sich in einen Sessel, ergriff ein Buch und wollte lesen. Die Blätter knisterten. Das Buch fiel in den Schoß. Olun stand sie auf und trat ans Fenster. Durch die Gardinen sah man in den (Sorten. Ein paar Edeltannen schauerten im feuchten Rebel. Lichter blinkten aus der gerne. Weiter hinten lag der Kemperplatz im Dunst des Abends. Dieser Abend war erdrückend und erregend. Alle Dinge schienen angefüllt mit einer drohenden und schweren Tiefe. Man fühlte Schatten, die im Gedanken standen. Renate wandte sich mit einer /hilflosen Bewegung wieder in das Zimmer. Sy£ setzte sich. Aus dem sonnenfarbenen Licht der ^'großen Ständerlampe tropfte es beruhigend • auf sie nieder. Entschlossen griff sie wieder nach dem Buch. (Fortsetzung folgt) Mockstadt), der nach Hungen übergesiedelt ist, Pfarrer Laut (Aidba) übernommen. Kreis Schotten. □ Laubach, 13.3uIL Das vor einigen Wochen eingeroeihte städtische S ch w i m m b ad erfreute sich während der heißen Tage eines sehr guten Besuches. Insbesondere ist es die Jugend, die sich diesem schönen und gesunden Sporte widmet. Der hiesige Turnverein hat nun auch infolge des großen Interesses eine Schwimm- abteilung gegründet. Studienrat Schweisgut und Reallehrer Haas wurden zu Schwimm- warten gewählt. Die Schwimmriege zählt fast 40 Schwimmerinnen und Schwimmer. I Ober-Lais, 12. Juli. Der Frankfurter Dausparverein E. D. veranstaltete gestern abend hier einen Werbevort-rag. Der Vortragende beleuchtete die Möglichkeiten, die sich den Mitgliedern des Vereins bei Erstellung von Eigenheimen, bei Ablösung teurer Hypotheken usw. darbieten. Man gewann den Eindruck, daß der Frankfurter Dausparverein Wohl geeignet sei, Baulustige in der Finanzierung ihres Bauvorhabens durch gemeinsames -Zwecksparen zu fördern. Insbesondere fielen die kurzen Wartezeiten auf. — Empfindlichen Schaden richtet in den hiesigen Waldern ein kleiner Borkenkäfer an. Die befallenen Fichten sind an den plötzlich dürr werdenden Wipfeln zu erkennen. Aach wenigen Tagen ist der Daum bereits völlig tot. Eine Bekämpfung des Schädlings ist nur durch Fällung der betroffenen Bäume und sorgfältiges Verbrennen der Rinde und des Astwerkes möglich. Wirtschaft. Unverändert flüssige Geldmarktlage. Der Geldmarkt hat in der abgelaufenen Woche sein leichtes Aussehen behalten; irgendwelche wesentlichen Veränderungen sind nicht ein- getreten. Die Sätze für Tagesgeld sind nach der leichten Versteifung zum -Ultimo wieder auf chren niedrigen Stand zurückgegangen. Am Markte für Privatdiskonten mußte eine Herabsetzung des Satzes auf 33/8 Prozent vorgenommen werden, die aber an der bestehenden Situation, gekennzeichnet durch wenig Angebot und große Aachsrage, nichts geändert hat. Die Sätze für Monatsgeld bewegen sich unverändert zwischen 4,25 und 5,5 Prozent. Am Kapitalmarkt scheint sich die sehr erwünschte Auflockerung, die dazu beitragen soll, die Diskrepanz zwischen Geld- und Kapitalmarkt zu beseitigen, anzubahnen. Die gute Unterbringung der 7,5prozentigcn und 7prozentigen neuen Pfaird- briefe ist zweifellos ein wesentliches Kennzeichen für diese Entwicklung, und wie aus den im Reichswirtschaftsministerium gepflogenen Verhandlungen der Spihenverbände der Kreditinstitute hervorgeht, ist man entschlossen, diesen Ersolg voll auszunuhen und den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Selbstverständlich bedeutet die Auflegung der niedriger verzinslichen Pfandbriefe mit 7 bzw. 7,5 Prozent nur einen bescheidenen Anfang, da Hypothekengelder zunächst nur die geringe Verbilligung von effektiv 0,75 Prozent erfahren. Charakteristisch für den Kapitalmarkt und auch für den Geldmarkt ist die geringe Beanspruchung des Kredites der Aotenbanken und der Banken. Die Kredite der Deutschen Reichsbank an die Wirtschaft betrugen am 30. Juni 1969 Millionen Mark, das finb 1224 Millionen Mark gleich 38,4 Prozent weniger als am genannten Sage des Vorjahres. Die Ansprüche der Wirtschaft an die Danken sind auch beträchtlich zurückgegangen. Vor allem ist die Inanspruchnahme des Wech- s e l k r e d i t s der Banken geringer geworden; die Wechselkredite der Banken haben sich seit Aovember vorigen Jahres um nicht weniger als 350 Millionen Mark vermindert. Gerade die Zurückhaltung am Kapitalmarkt, die sich trotz der flüssigen Geldmarktlage erhält, ist charakteristisch für den Depressionszustand der allgemeinen Wirtschaft. Ob durch eine n e u e D i s - kontermäßigung der Reichsbank die Auflockerungsbestrebungen des Kapitalmarktes wesentlich gefördert werden können, ist fraglich. Gewiß ist es berechtigt, angesichts der unverändert sehr flüssigen Geldmarktlage die Frage nach einer neuen Diskontermäßigung zu stellen, wie dies jetzt auch wiederum geschieht. Die Reichsbank scheint jedoch vorläufig diesen Schritt nicht tun zu wollen, es sei denn, daß an den internationalen Geldmärkten sich ein neuer Diskontabbau vollziehen sollte. Die Rückzahlungen kurzfristiger Auslandgelder haben in der letzten Zeit stärker zugenommen, während auf der anderen Seite kurzfristige Auslandgelder nicht mehr hereinkommen. Ein Ersah der kurzfristigen durch langfristige Gelder bzw. Anleihen erfolgt aber bei der geringen Aeigung des Auslandes, Kapital langfristig nach Deutschland zu geben, nicht. Unter diesen Umständen ist die Devisenmarktlage nicht so klar, wie es im allgemeinen angenommen wird, und überstürzte Rückkehr von kurzfristigen Auslandgeldern könnte zu einer erheblichen Beanspruchung von Devisen führen, die von der Reichsbank her- gegeben werden müßten. Angesichts der großen Devisenbestände der Reichsbank wäre es natürlich verfehlt, wenn man in der so erfreulichen Rückzahlung kurzfristiger Auslandgelder mit entsprechender Zinsentlastung etwa eine größere Gefahr sehen wollte. Unter diesen Umständen ist die Zurückhaltung der Deichsbank in der Frage einer neuen Diskontermäßigung verständlich. * Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 8. Juli berechnete Grobhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich mit 124.8 gegenüber der Vorwoche (124.0) um 0,6 Prozent erhöht. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 2,7 Prozent auf 113,1 (110,1) gestiegen, während die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,5 Prozent auf 120,0 (120,6) zurückgegangen ist. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren war mit 150,9 unverändert. • Internationaler Giroverkehr der Reichsbank. Die Reichsbank hat mit der Banca d’Italia, Rom, ein Abkommen getroffen, durch das der Auslandgiroverkehr auf Italien ausgedehnt wird. Die Girokunden der Reichsbank können infolgedessen durch Einreichung von Auslandgiroschecks Ueberweisungen oder Zahlungen an jede Person oder Firma in Italien ausführen lassen. Der Verkehr ist am 13. Juli ausgenommen worden. * Hess en - Aassauische Lebensversicherungsan st alt, öffentliche Versicherungsanstalt für den Volksstaat Hessen und die preußische Provinz Hessen-Aassau. Aach dem kürzlich vom Verwaltungsrat genehmigten Jahresabschluß ist die Entwicklung der Anstalt auch im verflossenen Berichtsjahre 1929 weiter günstig fortgeschritten. Der Versicherungsbestand an felbstabaeschlossenen Versicherungen stieg von 45 532 Stück mit 63 615 615 Mark Versicherungssumme auf 49 169 Stück mit 74 151 636 Mark Versicherungssumme. Entsprechend erhöhte sich die Deitragseinnahme auf 3 335 296 Mark. Für ein- getretene Sterbefälle und für Rentenleistungen zahlte die Anstalt 442 448 Mark aus. Es ergibt sich ein Ueberschuh von 490 514 Mark, der restlos der Ueberschußrücklage der Versicherten zu- ijefübrt wird. Hinsichtlich der Geldanlage Oer- olgte die Anstalt auch im Jahre 1929 den Grund- atz, die ihr zur Verfügung stehenden Mittel vor allem denjenigen Bevöllerungskreisen wieder zur Verfügung zu stellen, die zur Ansammlung der Anstaltsgelder beigetragen haben. Bis Ende 1929 wurden von der Anstalt über vier Millionen Mark zur einheimischen Hypothekenanlage zur Verfügung gestellt. Soweit man es übersehen kann, wird auch im Jahre 1930 die stetige Entwicklung fortgesetzt werden können, wenn sich auch die herrschende Geldnot und die überaus große Unsicherheit der Wirtschaftsverhältnisse stark bemerkbar machen. * S.Hirsch Gerste AG., Frankfurt a. M. Wie dem WTD.-Handelsdienst auf Anfrage mitgeteilt wird, ist die Aachricht, daß Verhandlungen wegen Ueberleitung der Gesellschaft auf die Getreide-Industrie und Kommis- sions AG., Berlin geführt würden, nicht zutreffend. Vor einigen Monaten habe man lediglich wegen des gemeinsamen Betriebs eines Saatengeschäftes verhandelt. * Südwest deutsche Bank AG. in Liquidation, Frankfurt a. M In der G.-V. wurde der Abschluß per 31. Dezember 1929 vorgelegt, der mit dem bereits bekannten Status übereinstimmt und einen Verlust von 16,7 Mill. Mark ausweist. Der Aufsichtsrat hat sein Amt niedergelegt. Die Warentreuhand AG. ist mit der Prüfung des Abschlusses beauftragt worden. Eine Gruppe, bestehend aus den Vertretern der Karlsruher Lebensversicherungs AG., der Allianz und Stuttgarter Leben und der Vereinigte Berlinisch- Preußischen, die insgesamt 550 000 Mark Aktien vertraten, bemängelte,. daß der Abschluß den Aktionären nicht vor der G.-Vi zugänglich gemacht worden fei. Von der Verwaltung wurde erklärt, daß dies nicht als Beanstandung des Abschlusses ausgefaßt werden könne. Der von dem Vertreter der Karlsruher Leben verlangte Einblick in die Bücher, besonders hinsichtlich der Schulden in laufender Rechnung und der Forderung an Konzerngesellschaften oer Favag, wurde von der Verwaltung unter Hinweis auf das Bankgeheimnis abgelehnt. Aach einer Unterbrechung der Sitzung stimmte die Opposition schließlich dem Abschluß zu. Frankfurter Börse. Frankfurt a. Ui., 14. Juli. Tendenz: uneinheitlich. — Aach der zweitägigen Unterbrechung des Börsengeschäfts war die Umfatz- tätigfeit anfänglich sehr gering. Die wieder aufgetretenen innerpolitischen Reibungen machten keinen Eindruck mehr, da man annimmt, daß die Deckungsvorlage unter dem Zwang des Artikels 48 angenommen werden wird. Die Grundtendenz war nicht unfreundlich, die festen Aeuyorker Kurse vom Samstag gaben der Börse eine gewisse Anregung. Das Geschäft bewegte sich auch weiterhin in engen Grenzen, da der Ordermangel weiter anhielt. Die Kulisse bekundete in den Spitzenwerten einiges Interesse und schritt zu Deckungen, so daß in diesen Werten vereinzelt Kurserhöhungen eintreten konnten. Im allgemeinen war die Kursgestaltung gegenüber der Freitagabendbörse nicht einheitlich, da das an den Markt kommende Material nicht gerade freudig ausgenommen wurde. Das an den Markt kommende Material nahm jedoch keinen großen Umfang an. Am Chemiemarkt eröffneten I. -G. - Färb en 1 Prozent fester, während die übrigen Werte dieses Marktes unverändert lagen. Am Elektromarkt machte sich für Schuckert etwas mehr Interesse geltend, bei einem Gewinn von 3,5 Prozent. Siemens lagen nur um Bruchteile eines Prozents höher, AEG. waren dagegen vernachlässigt und etwas niedriger. Aachsrage bestand sonst noch für Deutsche Linoleum, die 3,5 Prozent gewannen. Am Montanmarkt kamen Erstnotierungen kaum zustande, die Kurse lagen zumeist bis 1 Prozent niedriger. Aur Ilse Bergbau waren gut behauptet. Bauunternehmungen teilweise leicht gebessert, Schiff- fahrtswerte und Banken fast ohne Geschäft. Von den Kunstseidewerten lagen A k u unverändert. Bemberg konnten einige Aachsrage auf sich lenken und gewannen 2 Prozent. Miag waren eheö wieder etwas angeboten und 1 Prozent schwächer. Deutsche Anleihen lagen wenig verändert. Von Ausländern waren Türken und Bosnier weiter etwas fester. Auch im Verlaufe war die Stimmung nicht unfreundlich. Die Kulisse schritt in einigen Spezialwerten weiter zu Deckungen, so daß das Geschäft etwas lebhafter wurde. Gegenüber dem Anfang ergaben sich vereinzelt erneut geringfügige Kurssteigerungen. Am Geldmarkt machte sich der Medio durch eine leichte Anspannung bemerkbar. Tagesgeld 3,5 Prozent. Am Devisenmarkt war das Pfund schwächer, die Mark und die Schweizer Valuta etwas fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1900, gegen Pfund 20,3340, gegen Paris 123,62, London gegen Kabel 4,8350, gegen Madrid 41,75, gegen Mailand 92,86, gegen Schweiz 25,03, gegen Amsterdam 12,0930. Berliner Börse. Berlin, 14. Juli. Aach der zweitägigen Unterbrechung des Geschäftsverkehrs lieh sich eine ausgesprochene Tendenz vor der Festsetzung der ersten Kurse noch nicht erkennen, und auch die Eröffnung bot ein ruhiges, aber nicht einheitliches Bild. In Dörsenkreisen übte man stärkste Zurückhaltung im Hinblick auf die inner poli - tische Lage, die allerdings nicht sonderlich pessimistisch beurteilt wird, da man einerseits nicht annimmt, daß das Parlament durch Ablehnung der Deckungsvorlage, die eine Regierungsnotverordnung nach dem Artikel 43 nach sich ziehen würde, gewissermaßen selbst ausschaltet. Trotzdem werden die großen Schwierigkeiten einer Einigung nicht verkannt. 5>ie aus der Wirtschaft vorliegenden Aachrichten günstiger und ungünstiger Art, wie der feste Abschluß der erweiterten Gelsenkirchen AG., die feste Haltung der Aeuyorker Samstagbörse und die Arbeiter en tlassungen bei Klöckner konnten sich nicht auswirken. Lediglich ein günstiger Artikel in einem führenden Fachblatte, der die Situation in der Kunstseideindustrie günstiger beurteilt, beeinflußte diesen Markt etwas. Die Kursveränderungen nach beiden Seiten waren zum Börsenbeginn recht gering und gingen nur vereinzelt über 1 bis 2 Prozent hinaus. M on tanwer te, mit Ausnahme von Mansfeld und Rheinischen Braunkohlen, die sich etwas bessern konnten, lagen teilweise 1 bis 1,5 Prozent schwächer. Kali- werte gewannen etwa 2Prozent, Salzdetfurth sogar 4,75 Prozent. Deutsche Linoleum erhöhten sich um 2,5 Prozent, während Chadeaktien 3,75 Prozent einbüßten. Auch Dessauer Gas lagen 1,75 Prozent schwächer, BMW. verloren 2,5 Prozent. Von Danken ermäßigten sich Braubank und Bayerische Vereins bank um je 1 Prozent. Maxirni- lianshütte wurden verspätet -^Prozent höher festgesetzt. Von deutschen Anleilpen waren Ae ubes ih etwas gedrückt. Ausländer ruhig; Bosnier um 1 Prozent erhöht. Der Pfandbriefmarkt war weiter freundlich, der Geldmarkt war zum Medio leicht versteift, Tagesgeld 4 bis 6 Prozent, Monatsgeld 4,5 bis 5,75 Prozent, Warenwechsel etwa 3,90 Prozent. Im Verlaufe wurde es freundlicher, und das Geschäft gestaltete sich etwas lebhafter, so daß sich Defserungen von etwa 1 Prozent durchsetzen konnten. Kali- und Spritwerte, Schuckert und Siemens, Danatbank, Aku, Contigummi usw. gewannen bis zu 2,25 Prozent. Auch I.-G.-Farben zogen um 1 Prozent an. Frankfurter Schluchtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14.Juli. Auftrieb: Rinder 1630 Stück, darunter 382 Ochsen, 138 Dullen, 521 Kühe, 318 Färsen; Kälber 537; Schafe 69; Schweine 4204. Rinder. Ochsen: doll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 50 bis 53, ältere 54 bis 57; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 47 bis 51; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 49, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 36 bis 41, gering genährte 30 bis 35; Färsen (Kalbinnen, Jung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 59 bis 62, vollfleischige 54 bis 58, fleischige 50 bis 53. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76, mittlere Mast- und Saugkälber 66 bis 71, geringe Kälber 50 bis 65. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 65 bis 67, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 68 bis 70, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 64 bis 67. Marktverkauf: Rinder mäßig-rege, ausverkauft; Kälber langsam, ausverkauft; Schweine rege, geräumt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 14. Juli. Am Frankfurter Prvduktenmarkt war das Geschäft ziemlich belebt. Infolge des geringen Umsatzes in Weizen konnte keine (Kotierung festgesetzt werden. Für Roggen dagegen wurde im Verlaufe die Aach- frage etwas rege bei anziehendem Preise. Mehle lagen still und im Preise nachgebend. Für Futtermittel hielt dagegen das Interesse bei steigendem Preise weiter an. Rotiert wurden: Roggen 176,50 bis 169, Hafer, inländischer 170, Weizenmehl, südd. Spezial 0 43,25 bis 44, Reggenmehl 25,25 bis 26,25, Weizenkleie 8,75 bis 9, Roggenkleie 9, Erbsen 26 bis 35, Linsen 38 bis 80, Heu, südd., gut, gesund, trocken 5 bis 5,50, Weizen- und Roggenstroh 4, Treber, getrocknet 10,50 bis 11,25. Tendenz: Weizen ohne Umsatz, Roggen und Futtermittel fest. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 12. Juli. Marktlage. Das Geschäft am hiesigen Eiermarkt war in dieser Woche ziemlich ruhig, da infolge der hohen Arbeitslosenziffern der Konsum immer weniger Anschaffungen vornahm. Das Angebot war immer noch reichlich, doch gaben die Preise nur vereinzelt etwas nach. Etwas mehr verlangt wurden deutsche Qualitätseier, die auch ihre Preise voll behaupten konnten. Es notierten in Pfennigen per Stück: Italiener 8,30 bis 8,90; Bulgaren 7 bis 7,50; Jugoslawen 7 bis 7,50; Rumänen 7 bis 7,25; Polen 6 bis 6,75; Holländer 8 bis 10,75; Dänen 8,50 bis 10,75; Belgier 8,80 bis 9,50; Schlesier 8,50 bis 9; Bayern 7,50 bis 8,25; norddeutsche 8,50 bis 9. Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inland- eier ab Station. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Franksuri a. . | Berlin Schluß-> lurd , 1-Uhr- Kurs Schluß- fur< Anfang« fiurd Datum 11. 7. 14. 7. 11. 7. 14. 7. 6% itiunuje ü»eichsan>vly» von 1927 ..... 7% Deutsche Reichsanleihe 88,25 — 88,5 — von 1929 ........ Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti >03,5 — — — Auslos.-Rechten .... 60 60,2 60 60 DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . 8% Hel!. Dolksstaat von 1929 trückzahlb. 102%)..... 8,9 8,7 8,9 8,7 16,75 — 97 — Lberhcjsen Provinz - Anleihe ml Austos.-Rechten..... 57 — — — Deutsche Komm. Sammclabl. Anleihe Serie 1..... 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpsc 59 — 58,75 — XJil unkündbar 618 1934 . . 7% Franks. Hpp.-Bank Goldpse 101,75 — — — unkündbar bis 1932 . . 4/t% Rheinische Hup. Bank 96,25 — — — Slqu. Goldpse........ 8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt. JO, 3 — — - 101 101,5 8% Pr LandeSpkandbriesanstalt. Komm^Lbt. ÖL 20..... 7% Pr. LandeSpsandbriefanstalt, 97,5 _ 97,5 96,5 96,5 A.E.G. abg. Vortriegr-Obligatio — nen. rückzahlbar 1932 94 — — — 4% Lesterrelchiiche Goldrente . 26,75 26,9 4,20% Oesterreichische Silbe rrentc 4% Oesterreichische Einheitliche 2,9 — 2,95 Rente . i,9 '3.2 — _ 4% Ungarische Goldrente .... — 23,3 23,4 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — 70,25 4/t% desgl. von 1913 — — 20,9 — 4% Ungarische fiTOfientente . .,8 — 1,8 1,85 4% Türkische Zollanlckbe von 1911 4% Türkische Bagdctdbahn-Dnl 5 5,3 -.95 5,15 Serie 1..... 6 — 1,1'6 2,2 4% desgl. Serie II . . . • • • • 5% Rumänische vereint Mente 5 ,5 5,45 5,05 5,15 von 1903 ...... - - 4/i% Rumänische vereint- Rente . / 16,1 16,2 16 — 4% Rumänische Verein Hk- Rente — 7.F5 7.75 Frankfurt 0. M. Berlin Schluß-1 Iure ( 1-ilhr- Kurs Schluß-s Lln'cu a- luri Kurs Datum 11, 7. 14. 7. 11. 7. 14. 7. vumouig.Ainenka t-atei . . t 98,25 — 98,75 97,13 Homburg-Südam. Dampfschiss . 8 — Hansa Dampfjchifs..... 10 — —- — — .'lorddeutscher Lloyd .... . 8 98 — 18,75 97,25 Allgemeine Deutsche Creditanst. 10 111 — 111 111,5 Barmer Bankverein .... 10 120,5 — 120 120 Berliner Handelsgesellschaft . 12 156.5 — 156,5 156,75 (Sommers- und Privat-Bank. 11 139,75 138,75 139,75 138,75 Darmstädter und Nakionalbant Deutsche Bank uno 12 201.25 202.25 200 DiSconro-Aesellschasi, . . . 10 132 — 131,5 131,5 131 Dresdner Bank ...... 10 132 _ 131 Reichsbcmk........ 12 257,5 — 257.5 256 A-E.G........... . 8 151,5 150 151,4 150 Bergmann........ . 9 — — 180 179 Elektr. LieserungSgesellschaft. Licht und Kraft...... 10 10 140 149,25 140,5 148,5 138,75 146 Felten & Guilleaume . . . Gesellschaft sür Elektrische 7/1 109.5 — 110 107.25 Unternehmungen .... Hamburger Elektrizitäts-Werke Rheinische Elektrizität . . . 10 149,5 — 149 146,5 10 — — 133,75 . 9 133 — 133 132 Schlesische Elektrizität. . . . 10 — 146 145 Schuckert L Co....... 11 1/2,75 173,25 172 170,75 Siemens & Halske ..... 16 216 215,5 '14,5 214,6 Transradio ....... . 8 — — Ladmeyer & Go., 10 160,5 — 160,13 — Buderus . . ...... . b 72,5 72,5 73 Deutsche Erdöl...... . 6 —— 85,5 85,5 85 Essener Steinkohle ..... . 8 — — 127,5 Gelsenkirchener...... . 8 125,25 — 125.65 125,25 Harpener......... . 0 119 — 119,4 117,5 Hoesch Eisen..... . 6’v — — 95 tzise Bergbau . ...... 10 —- 240 240 — Klocknerwerke . ...... — —- 96 95,75 Röln«g?eueiien ....... . 7 — — 12,25 93 ManneSrnann-Röhre« . . . . 7 94 93,75 94 93,75 ManSselder Bergbau .... . 7 —— 65,5 66,75 Oberschles. Eisenbcbars . . . . 6 — 56,25 Oberschles. Kokswerke.... 7 _ — 93,25 235.5 Bhünlr Bergbau...... 6% 6,25 — 86,5 85 Rheinhche Braunkohlen . . 10 — 221,75 221,5 Rheinstahl........ . 6 101,5 100,5 101,5 Riebe ck Montan...... 7,? —- SranHurl a. DL Berlin Schluß-! kurs | 1-ilhr- Schluß- Anfang- JC ra kurs Kurs Datum 11. 7. 14- 7. 11. 7. 14. 7. Bereinig!« Slahlwerte . — — 86.25 85 Olavi Minen..... . 16'/. — — 42,75 42,25 Kaliwerke Aschersleben . . . 10 203,5 — 204 203,5 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 207 — 207,5 210,5 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15 363 — 362,5 365 3. ®. Karben-Industrie . . . 12 160.25 160,5 160,25 159,5 Dnnamtl Nobel .... ... 6 — — — — Sckeideanstalt..... . . . 9 — — — — Goldschmidt..... . . . 5 59,5 —- 60,5 59,5 Rütgerswerke..... . . . 6 58,25 — 58.5 57,13 Metallgesellschaft. . . . . . . 8 113 — 114,25 — Philipp Holzmann . . . . . . 7 86 — — _ Zementwerk Heidelberg . . 10 109 — —— — Cementwerk Karlstadt. . . . 10 125 —— — — Wavb & Frey lag . . . . . . k 76 78 76.5 — Schultheis Patzenhoser . . . 15 _ — 288,5 285,5 Lstwerke....... . . 12 — — 237 235,5 Aku......... . . 18 100 105 99,5 104,75 Bembcrg....... . . 14 100 106 100 106 Zellstoss Waldhos . . . . 13'/. 144,5 — 145 144,6 Zellstoss Aichafsenburg . . . 12 107,5 — 108,5 Charlottenburger Wasser ... 8 — — 100.75 100,25 Dessauer Gas..... ... 9 — — 148.4 145,25 Daimler Motoren . . . . . . 0 12,9 — 32 32 Deutsche Linoleum . . 201 202 199,5 201 ... Ci Nat. Automobll . . . . . . . 0 — — — _ Orcnstein & Koppel . . ... 6 — — 68,5 68.5 Leonhard Tietz .... . . 10 150 — 150,13 139,5 Svensko . . . — — 308 311 frankfurter Maschinen . ... 4 25 25 22,25 — ... 6 — — 30,5 —— Hepligenstaedt . . . . . . . 0 — — — — Iunghmis...... ... 6 37 — <6,25 —— Lechwerkc....... ... 8 93 —— — — Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 8 80 — — — Miag ....... . . 10 96 93 96 93 Gebr. Roeder..... . . 10 103 — — — BotgtL Haesfner . . . ... 9 148 r— 147,5 — Süddeutsche Zucker . . . . 10 157 — 156,5 — Banfnofen. Berlin, 11. Juli Geld Bries Amerikanische Noten ...... 4,17 4,19 Belgische Noten ...... 58,50 58,74 Dänische Noten ....... 111,95 112,39 Englische Noten ...... 20,33 20,41 französische Noten ....... 16,455 16.515 Holländische Noten ....... 168,02 168,70 Italienische Noten........ 22,00 22,08 Norwegische Noten....... 111,93 112,37 Deutsch-Oesterreich, 4 100 Schilling 59.20 59,44 Rumänische Sloten....... 2,475 2,495 Schwedische Noten....... 112,23 112,67 Schweizer Noten . ....... 81,33 »1,65 Spanische Noten ........ 48,97 49,17 T'chechoilowakische Noten..... 12,42 12,48 Ungarische Noten ...... 73,10 73,40 Deoifcamartf Berlin — Jcanffurl a M 11. Juli 14.3uh Amtliche Geld Notierung Arle Amtliche Geld Notierung Brie. Vlmi't.« Rott. 168,37 168,71 168,37 168,71 Buen.-AireS Brss.-Antw- 1,505 1,509 1,516 1,520 58,485 58,585 58,45 58,57 Chrtstiania. 112,17 112,31 112,12 112,34 .ttopenhagm 112,19 112,41 112,15 112,37 Stockholm ■ 112,51 112,73 112,50 112,72 HclsingiorS. 10,54 10,56 10,532 10,552 Italien. . . London. . . 21,935 21,975 21,92 21.96 20,37 20,41 20,361 20,401 Network . . Paris. . » . 4,188 4,19b 4,1855 4,1935 16,465 16,505 81,48 16,465 16,505 Schwei» . . 81,32 81.345 81.505 Spanien. 49,25 49.35 48,85 48,95 Japan . . . 2,071 2,075 2,068 2,072 Rio de Ian. 0.454 0.456 0.474 0,476 Wien in D-- CefL abfleft 59,16 59,28 59,12 59,24 Prag . . . . 12,426 12,446 12,470 12,437 Bclirad . . 7,423 7,437 7,425 7,439 Budapest. . <3,32 73,46 73.30 73,44 Bulgarien . 3,037 3,043 18,82 3,029 3,035 Lissabon . 18,78 18.73 18,77 Danzig. . . 81,42 81,58 81,39 81,55 Konst ntln- 1.784 1,789 1.784 1.739 Athen. . . 5,425 5,435 5,43 5,44 Canada 4,186 4,194 4,185 4,193 Um uav. . 3,576 3,584 4.576 3,584 Cairo ■ ■ ■ 20,82 20,89 20,875 20,915 e w o s o o *z> w o cn »*■* o r8 w o o £= <-» o Q> C S= o B o tO ö' ö c o cn »-» ä- e r*> Cog A Z£ •ö2 B = -e- E E w Z §A SZ-H •Ä' .? A «Sb z 55 E ;at Ä x x A 5E L N Ee « A E ® B Z" 25 to B 2® 2A ^fz°w es —e -ncy .£■55 c' 8 B e b l=* E §2<2 a -19 E BZ. 2 0x2 S-J X— to=H E cv EH «I» "T= — Z - c = X = t3 -— X « 5 o B Z feZ B H esÄ'i ä>H A -B £B Zä LLs -8 N^ S'N^L. Z (9 BB >v .6 2- - .n(= — - Z«£ cy •e x>e£ £? 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Z .3 A =I = S e-- SR£ N 2 E H Hz.8^ !x Ze L E z Zf X o CT-e 0(9 ® C m O o N «>_ O_ = c ="-p dr» &E J2.S- 3 E o x^N ^z s X ^.1- H ^e£Z Zz^z sgas h x x ■Egzi -4e§ e B ’S £ - xZ = 8:oS 3«e x r - B §N 3 ^?2^.^-.E = i=-3LX 2 eSEo o c •= e f E Zg S C x E ez °e EC X s §5 = UX§ § ^Z«n = - X e - ‘tjs « 8 'KZ^N »Sx =Z a y, xZ b |» L l az ^z fc-d -dsx -N Z c 3 — X dS-zl = = pj er Z^£ _ Q ® = o Z X X SMH E x 2 Sie’ _ X X X ZK§HU) =:<•! B «u W = h ^^ge^eZ- X&Z8» o-=zz«|E ^'TagZ.: e-3-v x .£ szZ^Lx c — <1>1- ä x = £ B1 5^3A(9 £ 2 = c-P. az£a B‘~Ä Ä o er® 4> = L_.Z SezZ Z^E z-^z -Z§ß f a:3.? «Sz’E .ne® =■= S R. 2 z ** O X uo— ö^tr c B e (9 plOg E E <£■ E (9 x c Za | = 2 S C >X y o. 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