lUl^tlgeK ttw Das ideal» Wir-KoriW uni* Spiel. AsbttS'Sao. msbach. erst« WM ,ur ersten s lunv- 7m i, ife®“ »lr oor !2?K: Si-L 2-M its hi, 37« — «teft ÄS Au wurde, ber fi* , Ksfreunb und Ehr°„! ." um die Ueberfüh. LSZ ÄSS £äcü,nbtt!Btti JW« erworben hot Meit von Bürger- 6atzung des neuen -OK«0® und ganz ge. Zustimmung der Der« Zereins sind der Lor» nd die Mitalieöeroer. ^d die jedji großen vielen, lernet der ettor.Demtzesamt- M LusmmensesMg lettebrstommijfion tni> Borstand und 15 von ■ SU wählenden MW. loemaltung, des Lick- waltung und der Ler- , Bahn) an. Dem Surber Mitglieder wichtige Aufstellung der Voran- rrstander. Von der letz- ie Tründungsverfamm- )m selbst die Dahl der auf Diplomingenieur auch die Vertreter der land nennen: Hotelier Stabkai Steuer« WdätsraiDr.fiatjn in Simon (ßin^ei- höirfe-Serein); (Heb und ©tmexbe). M i>uß nahm aus die perschaMchen und der RWL Er wurden grotzer Mehrheit geeiter, Hotelier Au- otar Dr. Brücher, !dlzinalrot Dr. tB r ü n« >6, Hotelier Hanke, ant Dr. Möhring. Seeber, Frau Dr. iwalt Dr. Stahl. , Telegrapheninspektor Annahme von Lnzetaen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm HSHe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20* n mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte -lehener FamUiendlätter Heimat im Bild Die Scholle. Monat,-Bezugrprelr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern Infolge höherer Gewalt. Zernsvrechanschlüsse ÄnterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen. poslscheckfonto: Kranlfurt am Main 11686. General-Anzeiger für Oberhessen vnlck vnd Verlag: vrühl'sche Unwerfilölr.vvch. und Ztelndruckerel u. Lange in Sieben. Zchriftleilung und Geschästrstelle: Zchusstrabe 7. w 88 Ws Blatt 180. ZahWNg Montag. H. llpril 1050 SietzenerAnzeiger Brünings Gtaatsführung siegt im Reichstag. Oer entscheidende Antrag der Regierungsparteien über die Verbindung der Finanz- und Agrargesetze mit 247 gegen 205 Stimmen angenommen.-6in kommunistischer M.ßtrauensantrag mit 222 gegen 203 Stimmen abgelehnt.-O.e deutsch- nationale Frattion bei den Abstimmungen auaeinandergefallen.- Sozial0emokrat,sche Abgeordnete fehlen.-Einberufung des deutschnationalen Parteivorstandes. Reichskanzler Dr. Brüning hat mit der Reichsregierung zum zweitenmal die offene Feldschlacht im Reichstag gewagt, um zum zweitenmal als Sieger aus ihr hervorzugehen. Daß er dieses Ergebnis auch schon vor zehn Tagen hätte erzielen können, nachdem sich die Regierung darüber überhaupt schlüssig geworden war, wie sie den Reichshaushalt 3$*“* mäßig in Einnahmen und Ausgaben abgleichen konnte, ist kaum zweifelhaft. Als der Reichstanzler Brüning vom Reichspräsidenten den Auftrag übernahm, eine Regierung ohne parteimäßige Bindungen zu bilden, hat er diesen Auftrag forsch und schneidig begonnen, wenigstens im Verhältnis zu früheren Regierungsschöpsungen, a3cr dann kam der Ruct- fall in ein System, das schon die Regierung Müller gezwungen hatte, sich aus Gründen der Vorsicht jeder offenen Feldschlacht zu entziehen. Die Regierung Brüning hat letzt wenigstens den Beweis erbracht, daß es bei ben verfahrenen Parleiverhältnissen in Deutschland nicht unbedingt notwendig ist, eine absolut sichere Regierungsmehrheit hinter sich zu ha^en. ganz abgesehen davon, daß diese Sicherheit gerade wegen der Parteizersplitterung für absehbare Zeit ein problematischer Begriff sein und b.etben wird. Es war ein Fehler Brünings, sich, wenn der Karren v.llig verfahren schien, immer wieder hinter den Reichspräsidenten zu ver- schanzen. Das gewaltige Plus, das Hindenburg innerpolitisch in die Waagschale werfen kann, darf nicht in dem parlamentarischen Machtkampf der Parteien unnütz vertan werden. 2n Wirklichkeit handelte es sich bei den ÄrJen- ge ähren der Regierung Brüning zu keiner Seit um eine Staatskrise, sondern vielmehr darum, daß die Sozialdemokratie noch einmal mit allen Mitteln versuchte, das vorzeitig wegge- worsene Regierungssteuer im Reiche vor allem für die Reuwahl wieder in Die Ha ide zu bekommen. „ _ . Selbst wenn cs nun der Regierung Brüning gelingt, die Steuer- und Agrarvorlagen über alle Klippen hinweg unter Dach und Sad) ju bringen, so bedeutet das noch lange nicht, daß sie auch mit der Lösung der großen Probleme des Finanz- und Steuerumbaus fertig wird. Der Reichshaushalt für 193Ö lst über dem Parteiwirrwarr nahezu in Vergessenheit geraten Es kommt nicht Darauf an, daß Der Reichshaushalt sich auf dem Papier ausgleicht, sondern darauf, daß die Wirtschaft imstande ist, die ungeheure Steuer- und So - a i a II a ft weiterzutragen. Angesichts Der Gestaltung Der Ausgabenseite Des Reichshaushalts, insbesondere in Hinsicht darauf, daß Die finanzielle Selbständigkeit der Arbeitslosenversicherung noch nicht erzielt ist, steht noch in keiner Weise fest, daß nach der vorläufigen Ordnung der Reichskasse, also nach Abdeckung der schwebenden Schulden, der Weg für euw Steuersenkung frei ist. Diese Senkung ist tatsächlich nur durchführbar, wenn derFinanz - a u s g l c i ch sofort in Angriff genommen wird mit dem Siel, Die Ausgaben Der Länder und Gemeinden an eine bestimmte Grenze zu binden. Diese Grenze muh bei Der Tragfähigkeit. D. h der ökonomischen Schulterbreite Der Wirtschaft liegen, was aber nicht nur eine Erkenntnis sein Darf, sondern T a t werden muß. Die Staatsführung durch Die Regierung B r u - n i n g darf nicht nur bis an den parlamentarischen Sieg reichen, die wirkliche Arbeit kommt nun er ft, Denn die mit den Deckungsvorlagen verbundenen Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft erfordern finanzielle Mittel, Die als solche im Haushalt noch nicht vorgesehen sind. Dies gilt vor allem für Die Osthilfe. Die nicht mit den Zollerhöhungen verwechselt werden Darf, um so weniger, weil ja auch diese Zollerhöhungen als Schutzmaßnahme erst wirksam gemacht werden können, wenn es gelingt, sie vertraglich auszuhandeln. Irgendwelche außerordentlichen Mittel stehen Der Reichsregierung nicht zur Verfügung. Dann alle Steuerquellen sind ausgeschöpft, sogar das Rotopfer ist durch dieFesselungderIndustriebelastung vorweggenommen. Wenn, was gar nicht unwahrscheinlich ist, die veranschlagten Steuer-und Zolleinnahmen trotz der vorsichtigen Schätzung bei den Besihsteuern nicht in voller Höhe herein- kommen, so wird sich aus Der noch nicht einmal überwundenen Kassenkrise unvermeidlich eine Reichsfinanzkrise entwickeln. Dieser Entwickelung können wir nur entgehen, wenn es Der Staatsführung Der Regierung weiter gelingt, Die Parteien zu meistern. Oer gerettete Reichstag. Don unterer Berliner Redaktion. Die Pessimisten haben wieder einmal Anrecht gehabt. 3m letzten Augenblick hat Der Reichskanzler Dr. Brüning für sein Steuer- und Agrarprogramm doch noch eine Mehrheit zusammenbekommen, wenn sie auch nur zwölf Stimmen betrug. Sie genügte aber, um ihn davon abzuhalten, Die bereits in seinen Händen befindliche und vom Reichspräsidenten unterzeichnete Auflösungsorder im Hause zu verlesen. Wie groß die Spannung war, zeigte das erleichterte Aufatmen aller Anwesenden nach der Verlesung des Abstimmungsergebnisses von 217: 205 Stimmen. Es hätte aber auch anders kommen können, wenn nicht Die Deutschnationale Fraktion ausei nanDer gef allen wäre. 31 deutschnationale Abgeordnete schwenkten geschlossen in das Lager der Regierungsparteien hinüber. Sie müssen allerdings letzt damit rechnen, daß ihnen von Partei wegen ein Verfahren gemacht wird. Herr H u g e n b e r g, Der sich noch in Der letzten Fraktionssitzung intensiv bemüht hatte, ein Auseinander, allen Der Fraktion zu verhindern unD sie gegen Das Regierungsprogramm festzulegen, hat sofort Den Partei- vorstanD zum l.Wai einberufen, Der wohl Den Ausschluß Der Abtrünnigen vollziehen soll. Das wäre allerdings Das Ende der deutschnationalen Fraktion, weil Dann nur noch ein kleines Häuflein übrig bleibt, das zu vollkommener Einsluhlosigkeit verurteilt ist. Die Sitzung selbst wies alle Merkmale eines großen Tages auf. Die Tribünen roaren_ gut besucht, im Plenum blieben nur wenige Plätze unbesetzt, vom Kabinett waren eine ganze Reihe von Mitgliedern erschienen, während sich hinter den Regie- rungsbänlen alles zusammendrängte, was von den Ministerien mit dem Reichstag zusammenzuarbeiten hat. Selbstverständlich sahen sich auch die Kommunisten an diesem Tage wieder veranlaßt, Unfug zu treiben. Sie brachten ein Mißtrouensvot u m gegen Die Regierung in Dem Augenblick ein, wo es um das Sein oder Nichtsein des Reichstages selb ft ging. Man hielt sich aber mit ihnen gar nicht auf, sondern ließ sofort den Kanzler zu Worte kommen, der unter lautloser Stille im Hause eine Erklärung verlas, die an 6 i n heutig te i t nichts zu wünschen übrig ließ und dann auch, wie das Abstimmungsergebnis zeigt, von Erfolg begleitet war. Die Woche der Entscheidung hat also tatsächlich die Entscheidung gebracht: in der Nachmittagssitzung sind bann auch nacheinander alle anderen Teile des Agrar- und Deckungsprogramms, wenn auch mit knapper Mehrheit, angenommen worden, so daß für die dritte Lesung jetzt aller Boraussicht nach keine Gefahr mehr besteht. Sitzungsbericht. Berlin, 12. April. (DDZ.) In Der heutigen Sitzung des Reichstags ist von den Regierungsparteien zum Gesetz über Zolländerungen der Antrag eingcgangen, der bestimmt, daß die D c ck u n g s v o r l a g e n zugleich mit der Agrarvorlage in Kraft treten. Bor Eintritt in die Tagesordnung beantragt Abg. Stöcker (Komm.) einen neuen tommunifti- schen Mißtrauensantrag gegen das Kabinett Brüning auf die Tagesordnung zu setzen. Diesem Antrag wird entsprochen. Reichskanzler Or Brüning (mit lebhafter Bewegung und Aha-Rufen empfangen): Zwei Ausgaben sind von der jetzigen Reichsrcgierung in ihrer Erklärung am 1. April als vordringlich bezeichnet worden: Die Sanierung der Finanzen von Reich, Ländern und Gemeinden und die Durchführung von Notmaß. nahmen zurRettung der Landwirtschaft, insbesondere in den schwer bedrängten östlichen Gebieten. Unter Führung der Reichsregie, rung haben die hinter der Regierung stehenden Parteien für Die heutige Abstimmung in Der zweiten Lesung einen Antrag eingebracht, wonach das Gesetz zum Schuhe der Landwirtschaft nicht In Kraft treten kann, ohne gleichzeitige Beroit- ligung der dem hohen Hause unterbreiteten Deckungsoorschläge. (hort! hört!) Die Reichsregierung sieht in dem Anträge die notwendigen und ausreichenden Voraussetzungen, die ge- stellken Aufgaben zu lösen. Sämtliche Entscheidungen, vor denen das hohe Haus heute steht, bitten ein unteilbares Gan- 3 6 5. Ohne Sanierung der Reichskasse können die unbedingt gebotenen Notmahnahmen für die Landwirtschaft nicht durchgeführt werden. Die Reichs- regierung kann Die Verantwortung nicht übernehmen, wenn nicht schon in Der zweiten Lesuna ent- sprechende Sicherheiten geschaffen roerDen. Diesen Gedanken bringt Der oorlicgenDe neue Antrag zum Ausdruck. Wird er abgelehnt, oder wird nachher in den einzelnen Abstimmungen das Deckungsprogramm In feinen finanziellen Erträgnissen ge- acfer, Gräf-Thüringen, Dr. hanemann, Dr. huaen- berg, Laverrenz, Frau Lehmann, Frau Mueller- CtfrieD, Dr. Oberfohren, Dr. Quaatz, Rieseberg, Schmidt-Hannover, Soth, Dr. Spahn, Dr. Steiniger, Stubbendorff, v Troilo, Dr. Wienbeck. And e r Abstimmung nicht beteiligt haben sich die Abg. Graf Eulenburg, Gotheiner, hergt, Dr. Kleiner, Koch-Düsseldorf, Dr. Preyer. Die Abg. Gok, Wege und Wolf-Stettin waren entschuldigt. Bei der sozialdemokratischen Fraktion fehlten 24 Abgeordnete, von Denen acht wegen Krankheit oDer aus anDeren Gründen entschuldigt sind. Unentschuldigt fehlten die Abg. Dietrich-Thü- ringen, Feri, Großmann, Krüger-Rostock, Dr. Leber, Müller-Lichtenberg, Peters und Ulrich-Hessen. Bei Den Demokraten stimmte auch Der Abg. Lemmer mit Den übrigen Mitgliedern Der Fraktion für Den Junctim-Antrag. Bon Der kommunistischen Fraktion haben sieben Mitglieder nicht an der Abstimmung teilgenommen. Bon Den 12 nationalsozialisti- schen Abgeordneten haben 4 gefehlt. Berlin, 12. April. (TU.) wie verlautet, ist der Parteivorstand der Deutschnatio- ualen Volkspartei zum 1. Mai einberufen worden. Die Tatsache, daß die Deutschnationalen bei der Abstimmung auseinandergefalleu find, wird in parlamentarischen Kreisen stark besprochen. wie verlautet, dürfte dieses Ereignis der Abstimmung für die Deut^chnalionale Partei die ernstesten Folgen haben. Die Sitzung des Parteivorstandes hat den Zweck, eine Klärung innerhalb der Partei herbeizuführen. Die Parteiführung verlangt diese Klärung, weil sie es für untragbar hält, daß die Fraktion bei den Abstimmungen auseinanderfällt. schmälert, so wirb die Reichsregierung noch am heutigen Tage die notwendigen Entscheidungen herbeiführen. Versagt das hohe Haus Die Mithilfe, so wird die Reichsregierung Das, was für Die Lebensnotwendig- teilen Des Deutschen Bolkes erforDcrlid) ist, auf an- Derem Wege Durchsetzen. Abg. ör. Breitscheid (Soz ): Rach 14tägiget Tätigkeit steht Das Kabinett Brüning vor Dem Bankerott. Rach Dem langen Schachern trauen Die Parteien und Die Regierung sich gegenseitig nicht über Den Weg. Darum kommt jetzt Der VerbinDungsantrag, Damit Die EntfcheiDung nicht länger hinausge o- ben wird. Wir haben keine Veranlassung, -'m Kabinett aus Den Verlegenheiten zu helfen, Die es sich selber geschaffen hat. Wir werben also Das in Dem VerbinDungsantrag IkgenDe Klamme r g e s e tz a b l e h n e n. Wird Das Klammer» geseh abgelehnt, woran wir angesichts Der entschlossenen Haltung Der Deutschnationalen (Lachen links) nicht zweifeln, so toerDen wir nach Der Reichstagsouflösung Den Wa Kampf führen für Die Erhaltung Der Sozialpolitik gegen Den großagrarischen Xlebermut, für Die finanzielle Sanierung (Lautes Gelächter bei Den Regierungsparteien), für Die Demokratische Republik. (Beifall bei Den SozialDemokraten.) Abg. Gffer (Zentt): Wir sind Durchaus Damit einverstanden, Daß so- gleich über Das Klammergesetz abgest.mmi wird. Wir brauchen eine R e i ch s t a g s a u f l ö- fung nicht zu scheuen. Es mutet seltsam an, daß Dr. Breitscheid, der Den Reichskanzler Brüning vor Der Anwendung des Artikel» 4 8 gewarnt Hot, jetzt Dr. Brüning einen Vorwurf Daraus macht, Daß er Die Lösung auf parlamentarischem Wege versucht hat. Die Wählerschaft wirb erkennen, mein Die eigentliche Schutt Zusällt an Der jetzigen Entwicklung Der Dinge. Wir wer Den unter Dem Namen Brüning in Den Wahlkampf gehen. (Beifall.) Abg Torgier (Komm.) erklärt, Das Kabinett Brüning sei nur Die Fortsetzung Des reaktionären Kabinetts Müller. Dieser Reichstag müsse sofort aufgelöst werden. Abg. Koch-Weier (Sem.): Die Demokraten hätten den Wunsch gehabt, auch Die Sozialdemokraten zur Regierung heranzuziehen, weil sie eine stetige Regierung wollen. Wenn Dr. Breitscheid jetzt Den übrigen Parteien Die SchulD an Der Entwicklung Der Dinge zu- schiebt, so müssen wir Dagegen die schärfst« Verwahrung einlegen. Abg. Stöhr (Nai oz.) stellt in einer Erklärung fest, Die Partei Des Herrn Dr. hugenberg und Die Christlich-Nationale Bauernpartei hätten in historischer Stunde .erneut materielle Erwägungen Den nationalpolitischen Interessen vorangestellt. Seine Freunde lehnten Die Steuergesetze geschlossen ab. , Inzwischen ist eine Entschließung Der Regierungsparteien eingegangen, Die einen Gesetzent- toutf über eine wirksame Hilfe für Den Osten verlangt. Abg. Hergt (Ott), mit lebhaften Zurufen empfangen, verweist auf die von Den Regierungsparteien vorgelegte Entschließung über Das Ostprogramm unD stellt fest, daß seine Partei heute morgen Der Regierung vorgeschlagen habe, einem Zusahantrag zum Bier- steuergeseh zuzustimmen, wonach Die Biersteuererhöhung am 1. August außer Kraft tritt, wenn bis Dahin nicht Die Hilfsaktion für Den Osten mit einem Betrage von 200 Millionen sicherge- stellt ist. Zu seinem größten Bedauern habe Die Reichsregierung Dem Anträge bisher nicht zugestimmt. Eine Stellungnahme im Sinne Dieser Forderung könnte von Bedeutung sein. (Heiterkeit und Zurufe.) Reichsfinanzminister Or. Moldenhauer erwidert namens Der Reichsregierung, daß Diese nicht in Der Lage sei. Diesem Anträge zu^u- stimmen. W«ir können Die Durchführung Der Kassensanierung, so fährt der Minister fort, nicht davon abhängig machen, Daß irgendein anderes Gesetz oder eine Maßnahme bis zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgesührt wird. Wir können ebensowenig in diesem Augenblick auf Heller und Pfennig Die Beträge nennen. Die für Die Osthilfe zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Regierung hat sich klar und deutlich zur Osthilfe bekannt. Die Gesetze sind in Dorbereitung. Es werden alle verfügbaren Mittel flüssig gemacht werden, um diese Hilfe wirksam durchzuführen. Entweder hat man das Vertrauen zur Regierung, daß sie Die ihr gestellten Aufgaben Durchführt. Dann bedarf es keiner besonderen Siche- Berlin, 12. April. (VDZ.) Nach Dem amtlichen Abstimmungsergebnis ist Der Antrag der Regierungsparteien über das Iunctim (Verkoppelung) zwischen Agrar- und F i n a n z g e s e tz e n mit 217 gegen 205 Stimmen bei Stimmenthaltung des Abg. B i c n e r (Dntl.) angenommen worden. Von Der Deut sch nationalen Fraktion stimmten 31 Abgeordnete für den Junctim-Antrag, 23 dagegen, ferner haben sich sechs Abgeordnete an der Abstimmung überhaupt nicht beteiligt Für Den Antrag Der Regierungsparteien stimmten die Abg. Bachmann, Bazille, Ding- ler, Domsch, v. Dryander, Fromm, Gerns, Haag, hampe, Hartmann, Dr. Haßlacher, hemeter, Ian- Drey, Leopold, v. Lettow-Dorbeck, LinD, Menzel, Ohler, Dr. Philipp, Dr. RaDemacher, Dr. Reichert, v. Richthofen, Sachs, SchmiDt-Stettin, Schröter- Liegnitz, Schultz-Bromberg, Staffehl, Dr. Strati)- mann, Vogt-Württemberg, Wallraf und Graf Westarp. — Gegen den Antrag stimmten Die Abg. Dr. Agena, Dr. Bang, Berndt, v. Bartenwerf, fer, Dr. Everling, v. Frerstagh-Loringhoven, Gold- Oie Abstimmung über den Mißtrauensantrag. Einberufung des deutsch- nationalen Parteivorstandes. Ddz. An Der Abstimmung über den kommu - nistischenMihtrauensantrag gegen Die Reichsregierung haben von Der sozialdemokratischen Fraktion 23 Abgeordnete nicht teilgenommen. Bei den Deutschnationalen haben folgende 19 Abgeordnete für denMih tr auens- antr ag gestimmt: Dr. Agena, Dr. Dang, Berndt, von Dartenwerffer, Dr. Everling, Dr. von Freh- tagh-Loringhoven, von Goldacker, Dr. Hanemann, Dr. Hugertterg, Laverrenz, Frau Lehmann, Dr. Oberfohren, Dr. Quaatz, Rieseberg. SckMiDt-Han- nover, Dr. Steiniger, Stubbendorff, von Troilo und Dr. Wienbeck. Der Abgeordnete Dr. Spahn hat sich Der Stimme enthalten. Richt anwese nD waren bei der Abstimmung folgenDe elf Deutschnationale: Graf zu Eulenburg, Gok, Gotheiner, Gräf-Thüringen, Dr. Kleiner, Frau Müller-OtfrieD, Dr. Preyer. Soth, Staffehl, Wege und Wolf-Stettin. Die übrigen 3 3 deutsch- na ti onalen Abgeordneten haben den Miß trauenSantrag abgelehnt. Der Mstimmngsriß bei den Deuischnaiionalen. Oie Entscheidung über die Verkoppelung der Agrar- und Zinanzgesehe. 4 Ein kommunistischer Antrag auf Erhöhung der Besitz steuern wird in namentlicher Ab- Der Mihlrauensantrag wird mlf 222 gegen 203 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt, (Pfuirufe und Pfiffe bei den Kommunisten, Händeklatschen bei den Regierungsparteien.) Lim 19 Alfrr vertagt sich das HauS-uuf Montag 10 Llhr vormittags. Auf der Tagesordnung steht die dritte Beratung der Deckunasvorlagen. Korfaniys Blatt bezeichnet das Urfeil als gerecht. : 13 April. (WLD.) Das Urteil “H Ulitzprozeß wird im allgemeinen von der Reg ierungs presse sehr zurückhaltend ausgenommen. Es wird betont, daß man e i n anderes Urteil erwartet hätte. . _*>te „Polonia", das Organ K o r f a n t h s, schrelbt dagegen, daß jeder gerecht denkende Pole ein solches Urteil erwarten mußte. Cs sei jedoch bedauerlich, daß der ganze Prozeß em so trauriges Bild über das polnische Nachrichtenwesen fällen mußte. Ebenso sei es be° bäuerlich, daß Ulitz, der als Vertreter der deutschen Minderheit dem Polentum nicht besonders Wmpathisch sei, in den Mittelpunkt der Welt gestellte wurde durch unverantwortliche Machenschaften gewisser polnischer kreise. Dann übt die „Polonia" scharfe Kritik an den Qualitäten der im Prozeß aufgetretenen Belastungszeugen, tote hauptsächlich des Agenten Pielawski, der als „Hochstapler" bezeichnet wird außerdem verlangt das Blatt, daß verantwortliche Personen des Rachrichten- ' bi* eine derartige provokatorische Arbeit tun, wie sie dieser Prozeß aufgedeckt habe, zur Verantwortung gezogen werden. Ulih' Freispruch die „Verurteilung seiner Ankläger^ Warschau, 13. April. (WTD.) Das Blatt ft nİr nV?V Sozialisten, „Robotnik", r -1 baß der Freispruch von Ulih gleichzeitig eine Verurteilung seiner An- k 9 S er darstelle. Das Kattowitzer Urteil be- , wette, daß die von der polnischen Spionageab- I wehr aus politischen Gründen verfertigte Anklage unerhört schwach begründet gewesen sei. Die Beamten und „Politiker", die diesen Prozeß heraufbeschworen und den Ramen Polens im Ausland gefährdet hätten mußten der verdienten Strafe zugeführt werden. Freispruch im Ltlitz-prozeß lllitz volrstandig rehabilitiert. terzeichmung gab der Reichsminister des Aeu- im Hotel Kaiserhof ein ^atiornösterreichischen Dele- ^nbS^ertra9 ist, wie mir von unter. d 7 . k » erfahren, der wesentliche Inhalt des deutsch°osterrelchlschen Wirtschafts. sowie der hierzu in den Jahren Jb?4 2nbk J*925 geschlossenen Zusatzverträge worden. Der Textteil des Vertrages baut sich auf den Grundsätzen der M e i st b e o ü n ° stlZun g auf. Er enthält die üblichen Bestim- mungen über die Behandlung der beiderseitigen flSn9^Ot29Len und juristischen Personen, über ^hpS?r€9f£er?$r' b<*e Zollformlickkeiten. sowie ein- Sen Tn^bfrcbci? ub€r ben Eisenbahnverkehr In mä&iminn hanQ0H9Cn£-deutscherseits eine Er- . 9s bo-- Zolles für Schnittholz aus Tanne worden, überdies noch im öff^i*if^)rm^,9Unc9 zugunsten einer Anzahl d7e h Grenzbezirk gelegenen Sägewerke, b Lb^ ihre geographische Lge von Dem öfter. " Hinter lande abgeschnitten sind. Was die D-u'«L°n°?b-7rMl7 insbefonbere geschaffen worden für Wirkwaren bi? Dagegen hat Oesterreichs n/rinfS (?• Zolles für Glühlampen °er£Hwsichtllch der Ausfuhr deutscher Waren n°3 v. H. beibehalten wird, bleibt zunächst zweifelhaft, da die Deutschnationalen sich der Stimme Stockholm, 12. April. (TU.) Das Panzer» schiff „Drottning Viktoria" lief um 13 Uhr in Stockholm ein. Der Sarg mit der Leiche l&«r Königin von Schweden wurde auf 'baS alte Königsboot „Dafaorden" überführt, auf dem sich auch König Gustav und seine beiden Söhne befanden. Die „Dafaorden" legte sodann an der Insel Skeppsholrnen an, und der Sarg wurde von -chn Marineoffizieren auf den sechsspännigen Leichenwagen gebracht. Hinter dem Sarg schritten der König und der Kron» prinz. Ueberall waren die Flaggen auf halb» mast gehißt. Zehntausende von Bürgern bildeten zusammen mit der Stockholmer Garnison Spalier. Rachdem Erzbischof Söderblom in der Kirche das Begräbnis gerichtet hatte, wurde der Sarg in der Bernadotteschen Gruft beigesetzt, wo er auf einen neben den Katafalken der drei letzten Könige und Königinnen stehenden Katafalk gesetzt wurde. Bevorstehende Verhaftung Gandh s? London, 14. April. (TU. Funkspruch) 3n englischen Kreisen wird die Verhaftuna Gandhis als unmittelbar bevorstehend bezeichnet. Man mißt besonders Der Tatsache besondere Bedeutung bei daß der Innenminister der Bombayer' Regierung sich gegenwärtig in Surat, unweit des Hauptquartiers Gandhis, oufhält. Er soll im Anschluß an die Besprechungen mit der Polizei und führenden Zivilbeamten des Bezirks dem Gou- LW,s-nb bem Dizekönig bestimmte für die weitere Haltung unter» breitet haben und nun auf endgültige Weisungen toorten. Der Wechsel in der Haltung der 6ritt» ^uri?rfn?^RrfUI?,9 p, to^0 ln er^cr Linie darauf lu??on^re?°Beigung zu r ev o» turionarer Betatigung rm ganzen f ^d.namentlich in Bombay unö Kalkutta zu einer drohenden Halq Oie Wahlrechtsreform. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers*. Berlin, 14. April. (Prio.-Tel.) Wie wir von I gut informierter Seite hören, wird sich die Regie- I ^nnst Brüning nach der Erledigung der Steuer- und I Agrargesetze so bald wie möglich mit der großen 3rage ber Wahlrechtsreform befasien., Der I nusgeschiedene Reichsinnenminister Severing hatte den alten vorliegenden Entwurf des Ministers Kulz einer Umarbeitung unterzogen, die einige Aenderungen hinsichtlich der Größe der Wahlkreise I usw. gebracht hat. Dieser Entwurf wird nun zur Grundlage der weiteren Bearbeitung Der Wahl- rechsreform im Reichsinnenministerium dienen. Der neue Reichsinnenminister Dr. Wirth hat sich im Laufe Der letzten Jahre verschiedentlich mit dieser Frage befaßt und aus Der Dringe nDen Notwendigkeit einer gründlichen Reform nie einen Hehl gemacht. Ueberhaupt herrschen im I Zentrum die Strömungen, Jne eine Reform erzwingen wollen, vor, wenn auch aus gewerkschaftlichen Kreisen dieselben Widerstände gegen die Einschrän- I .,9 ,un& Abänderung des Listenwahlsystems zu I beobachten sind, wie in der Sozialdemokratie, Deren ablehnenDe Haltung unoeränbert bleiben wirD. Hitler siedelt nach Berlin über? Berlin, 14. April. (Eigene CNB.-Meldung.) Wie die „Welt am Montag" wissen will, besteht die Absicht, in den nächsten Wochen die Zentrale, d e r N.a t i o n a l s o z i a l i st i s ch e n D e u t s ch e n Arbeiterpartei nach Berlin zu verlegen, ebenso die Redaktion des „Völkischen Beobachters". Auch Adolf Hitler will von München nach Ber- I lin übersiedeln. Erster Abschluß im hessischen Finanzausschuß. WER. Darmstadt, 12. April. Der Fi- tnanzausschuß des Hessischen Landtages kam heute mit der ersten Lesung > des Staatsvoranschlages für 1930 zu Ende. Es wurden insbesondere die Abstimmungen über die zahlreichen noch rückständigen Anträge nachgeholt. Rach Ablehnung oder ilcbcr- weisung einer Reihe von Anträgen fand ein deutschnationaler Antrag Annahme auf Vorlegung eines Verzeichnisses, welchen Wert die früher an Dad-Rauheim gegebenen Baudarl'hen heute darstellen. Lieber die Landbundanträge zu den Kapiteln der ilnitier fi- tat und der Technischen Hochschule entspann sich noch einmal eine längere Debatte. Das Ergebnis blieb aber sehr mager. Die Regierung wird gebeten, bis zur zweiten Lesung eine Aufstellung über die bisherigen Einsparungen zu geben und durch nochmalige Vorstellungen eventuell weitere S p armöglichkeiten auszunuhen. Inzwischen wollen die Fraktionen noch einmal Stellung nehmen. Sämtliche anderen Anträge wurden in negativem Sinne erledigt. In der zweiten Lesung des Voranschlages soll die Abstimmung über alle in der ersten Lesung mit Stimmengleichheit entschiedenen Anträge wiederholt werden. Der Ausschuß nimmt seine Verhandlungen am Mittwoch nach Ostern wieder auf. Die Beisetzung Der Königin von Schweden. Oesterreich eingeführt werden können, während dies bisher nur im Einzelfalle auf Grund eines befon. Deren Mu^ns möglich war. Für andere Arten 00.N,-llcafchinen sind die bisherigen autonomen öfter- reichsten Zolle teils herabgesetzt, teils auf einem etwas erhöhten Niveau gebunden worden. Weitere Vorteile ergaben sich für die deutsche Land- x 51’$SJLÖUS Zollabreden über die Einfuhr Deutscher Fleischwaren, sowie von Erzeugnissen des Gartenbaues und Der Molkerei. Für eine Reihe von Gemischen Erzeugnissen sinD beiderseits Zollermäßi- gungen gewahrt worden. Gleichzeitig mit dem Handelsvertrag wurden z w e i E r g ä n z u n g s a b k o m m e n unterzeich- nct- Von diesen bezieht sich das eine auf den klonen Grenzverkehr, für Den eine Reihe von ^Befreiungen und Zollerleichterungen vorge- Befriedigung in Wien. Wien, 13. April. Der Abschluß des Han- dels^rtrages mit Deutschland wird frier mit E f T1V igung aufgenommen. Sämtliche Blätter äußern sich in diesem Sinne. Übereinstimmend wird ferner das große Der- dienst hervorgchoben, bas sich Bundeskanzler Schober d^-ch sein persönliches Eingreifen um des Zustandekommen des Vertragswertes erworben habe. reichliche Gr,and,e in WtVöf ÄMS Hatzfeld (Finanzministerium). § 3, der den Vorstand der Reichsanstalt zu Reformvorschlägen ermächtigt, wird mit 2 43 gegen 185 Stimmen angenommen, der Aest der Vorlage m einfacher Abstimmung gegen die Sozialdemokraten, Kommunisten, Rational- enthalten. Im Hammelspnmg stimmen aber die Meißen Deutschnationalen mit Den Regierungsparteien, so daß §1 Der Koniprornißvorlage mit 213 gegen 186 Stimmen angenommen wird. stunmung mit 383 gegen 48 Stimmen der Äcmmut niften und Rationalsozialisten abgelehnt Vizepräsident Esser teilt mit, daß der Reichskanzler noch freute die Abstimmung über das von den Kommunisten gegen das Kabinett ^cbr~^te Mißtrauensvotum wünsche. (2lbg. Nörgler (Komm.) „Er will das Eisen schmieden, solange es warm ist!") Bei der , .........namentlichen nationalen. "* *" Deutsch. | AbstiMMUN« tott dkN MißtraUeNsüNtlog stimmen die Sozialdemokraten, Kommunisten und Rationalsozialisten geschlossen mit Ja. Bei den Deutschnationalen stimmen der Partei- Vorsitzende Hugenberg und einige andere Mitglieder mit I a, die übrigen mit Rein. rung, oder mat hat das Vertrauen nicht, da kann man das in der Abstimmung zum Ausdruck bringen. (Beifall bei den Regierungsparteien.) Abg Oöbrich (Chr.A. Bauernpartei) erklärt, seine Partei stimme wegen Der Rot des Volkes und des deutschen Bauernstandes den Agrargesetzen und den Deckungsvorlagen zu. Sie sei sich bewußt, daß sie damit Die nationale Linie nicht verlasse. Abg. Dr. Scholz (DV.) betont, daß niemand Veranlassung habe, au dem ernstesten Willen der Regierungsparteien zu zweifeln, die Rot des Ostens mit allen verfügbaren Mitteln zu beheben. Oie entscheidende Abstimmung. Es folgt Dann Die Abstimmung über Den Antrag Der Regierungsparteien, wonach Finanz- unD Agrargesetze gleichzeitig in Kraft treten. Don Der Deutschnationalen Fraktion stimmen Die meisten Mitglieder mit 3a, anDere mit Kein ober mit blauen Karten, Die Stimmenthaltung bedeuten. Das Ergebnis Der Abstimmung ist Die Annahme Des VerbinDungsantrages mit 217 gegen 205 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. , Mit Pfuirufen der Kommunisten und mit Gelächter der Sozialdemokraten wird das Abstimmungsresultat ausgenommen. Präsident L ö b e: Wir müßten nun mit der sachlichen Beratung der Zollvorlagen beginnen. Es wird aber vorgeschlagen, die Sitzung auf 10 Minuten zu unterbrechen, damit sich die Herren erholen. (Heiterkeit.) Oie Weiterberatung Rach Wiedereröffnung der Sitzung führt Abg. Tarno.w (Soz.) aus, die Durchführung des vorliegenden Agrarprogramms mit seiner Verteuerung der Lebenshaltung werde ganz zweifellos die Konsequenz haben, daß eine neue große Lohnbewegung die ganze deutsche Wirtschaft erschüttern wird. Die Parteien, die diesem Agrar- programm zustimmen, stellen damit einen Wechsel auf Lohnerhöhungen aus. Die Gewerkschaften werden sie zwingen, diesen Wechsel zu honorieren. Abg. B l e n k l e (Komm.) wendet sich gegen die Warenfraussteuer, die die Lebenshaltung der arbeitenden Massen verteuere. Mg Peine (Soz.) bekämpft die gestaffelte Amsahsteuer. Das Gesetz zur Vorbereitung der Finanzreform wird von der Tagesordnung ab- gesetzt, da die Ausschußberatungen darüber noch nicht beendet sind. Dann folgen Oie weiteren Abstimmungen. Die Zölle für Benzin und Benzol werden nach Ablehnung der sozialdemokratischen Aenderungsanträge mit den Stimmen der Regierungsparteien und der Rechten angenommen in der Fassung der Regierungsvorlage. Bei der Ausgleichs st euer auf Mineralöle beantragen die Regierungsparteien die Wiederaufhebung der im Ausschuß beschlossenen Befreiung des Petroleums von der Steuer. Dieser Antrag wird in namentlicher Abstimmung mit 244 gegen 178 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen angenommen. . Das Agrarprogramm der Regierungsparteien wird in einfacher Abstimmung angenommen. Dagegen stimmen die Sozial- Demokraten, Kommunisten und von der Demotrati- m Fraktion die Abgeordneten L e m m e r und Rönneburg. An genommen wird eine Entschließung der Regierungsparteien, wonach die Einnahmen aus Den Mineralölzöllen für Zwecke des Wege- und Straßenbaues verwandt werd^i sollen. Ferner wird die Entschließung '^6lerungsparteien angenommen, die die Edrg.e Vorlage eines Gesetzes über die ü |t 0 11 f e verlangt. Die Aenderung der Tabaksteuer wird nach der Kompromißfassung der Regie- rungsparteien in namentlicher Abstimmung mit 241 gegen 184 Stimmen angenommen. Dafür stimmen auch die meisten Deutschnationalen. In einfacher Abstimmung wird dann auch die Aenderung der Zuckersteuer beschlossen. Hierauf wird in namentlicher Absttmmung mit 215 gegen 208 Stimmen das Bier steuer- ko m p r o m iß der Regierungsparteien a n g e - wogegen stimmten Sozialdemokraten. Komnninist«i, Rationalsozialisten und verschiedene Deutschnationwk. O7?‘CJ?n^Vn0 Der Umsatzsteuer von 0 75 auf 0,85 Prozent wird nut 220 gegen 204 Stimmen beschlossen. ..Die Warenhaussteuer in der vom AuS- N ^-bgelehnten Fassung der Regierungspar- hmm wird mit 214 gegen 204 Stimmen bei dner Enthaltung angenommen. Bei beiden Abstimmungen stimmte der Zen- ^umsabgeordnete Schlack mit der Oppositimi. stimntte^ Stegerwald mit Ja '»TL ?fLrla-9e snr Aenderung des Branntweinmonopols wird nach Ab- lehnung deutschnationaler Aenderungsanträge eine Ausschußentschließung, die Abwehrmatznahmen gegen die Schädiguna ^ Deutschen Weinbaues und der deutschen XWÄ MgelWtete Dem- n a»f e ofe ™ Öttinnicn E/>i 213 gegen 204 ^bennÄn“?n Ä-' Ä unh ffrSok0 inruöl9cn Kranken., Heil-, ;reQg”rb m,t 240 s-s-n 185P6&=n 'ab 8a". promiBfaffunfl der megierlngsjcrteion ängJno”^ Die Aufbringungsumlage wird n n n» muniften und Der Zentrumsabgeordnete Schlack.! Der deuW-österreichWe Handelsvertrag Erfolgreicher Abschluß der Verhandlungen. (DTB.) Die deutsch, o st e r r e ich l s ch e n Handelsvertrags» bre seit einigen Wochen in Berlin stattgefunden haben, sind am 12. April zum A b sch l u ß gebracht worden. Gleichzeitig Handetsvartrag sind ein Vertrag über Die Rechtshilfe in Zollsachen sowie ein Abkom- men über den kleinen Grenzverkehr heute unterzeichnet worden. 3m Anschluß an die Tln- «reibukS- „i pDnelI2eÄ.' rillte. S-r noinmen« g Siebe" 1 y11,1 i yetport*11- Äfe! „@r«f ’e Schweiz um • Die aus emer ü mann herv°rgehl Zeppelin !ür i"? tagnachmittag Ml Zer genaue ■■ :> ) JFlMETEOR äK\DMIRAL|J^WELIOS [7 “38-17 '"48-1/ “SS" RM. In allen durch unsere Urkunde gekennzeichneten Geschäften erhältlich ' RM. 36: SHELL AUTOOELE |Ung der Bevölkerung geführt hat. 3n beiden Städten haben nun auch die Studenten sich der Bewegung angeschlossen. theater: „Das Parfüm meiner Frau', 20 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Tonfilm „Dich Odwedwsl, Cdmtaterung ?- SHELL-FÜHRER befragen! Aus der prvvinzialbouptstadl Gießen, den 14. April 1930. Ansprüche Ansprüche zu stellen, ist eine .furchtbar" einfache Sache, und heutzutage versteht man das auch. Ach, andere Zeiten haben es auch verstanden, und stellte man keine, so wäre bald das Leben ohne richtige Triebkraft. Denn stellt man Ansprüche an das Leben, fordert man von ihm, daß es mehr Annehmlichkeiten, inehr Freiheiten, mehr Freuden gebe, so muß man selbst dem Leben mehr geben, muh stärkere Kräfte, mehr Fleiß, mehr Ausdauer einsehen. Hat man einigermaßen etwas erzielt von den Vorteilen, die man erstrebte, schon sind die Ansprüche wieder gewachsen, neue Wünsche und Forderungen find aufgetaucht und locken und fordern. Sie zu befriedigen, ist Ziel neuen Strebens. Wieder regen sich neue Kräfte, neuer Antrieb ist gegeben. Kaum hat man neu angekurbelt, so wiederholt sich schon das alte Spiel, und wir stehen vor derselben Situation. Man sage nichts gegen die Ansprüche. Stellte man sie nicht, hätte man sie nicht von je gestellt, wo wären wir heute. Unendlich vieles, dessen wir uns heute erfreuen, wäre nicht vorhanden: denn um es zu erreichen, müßten die Ansprüche, die die Menschen stellten, als Antrieb wirken. Zeiten, in denen die Menschen in Selbstbescheidung dahintrieben, sind tote Zeiten der Weltgeschichte. Als die Menschen unzufrieden waren, als sie Ansprüche stellten, trieben sie auch die Dinge ein beträchtlich Stück vorwärts. Es ist rucht immer bequem gewesen, Anspruch und Erfüllung unter einen Hut zu bringen. Aber es ist möglich gewesen, zum Teil wenigstens: und aus dem Unerfüllten sprang neuer Antrieb hervor. Die Unersättlichkeit des alten Rom hat viel Unglück über die Welt gebracht: aber doch auch nicht nur Unglück, sondern auch manche glückliche Entwicklung. Nervenkranke u.Nervös-Erßchöpfte.Spexlalknranatalt Holhelm Im Taonui bei Frankf.a.M. — Prospekte durch Sonntaa, d. 13. April 1930, ß^mgs im hessischen Muß. 2. April. Der Fi« essischen Land- r ersten Lesung age8 für 1930 zu ere Sie Qlbftimmun» j rückständigen An- Einung oder Sieber« Lniregm sand ein lnnahme ans Tor- ff es, welchen Wert anheim gegebenen en. Siebet die Land- än der Universi- n Hochschule ent« ine längere Debatte, ehr mager. Die Ae- zur zweiten Lesung . Pie bisherigen >en und durch, noch- ventuel! weitere ulszunuhrn. Wj* 1 noch einmal viel deren Anträge würdigt. 2n der zweiten oll die Abstimmung sung mit Stimmen- äge wiederholt wer- [eine Verhandlungen liebet auf. her Königin neben. tg T- msfc auf -.OH und oer 7^, -r MÄ je. mrkM a ift Wf*. ytet MN ■nu gelhastnns ÄH'S ^ereionn. SLSZ SNZ Sä» Atung der Wahl. '"Knim dienen. Der ; ®lrtl) har sich im , dieser Menden Not- 'blichen Reform herrschen im -eme Reform erzwin. 0115 gewerlschMch„ Wen die Etnschrän« Listen Wahlsystems itt ^laldrmokratie, bereu ert bleiben wird, Strlinübttl igene m.-Muna) wissen will, besteht die vchen die Zentrale. tischen Deutschen Berlin zu verlegen, Mischen Beobachter-', im München nach Ber« ■e,s S "®t lvili der nö einige anv ÄSb 'ÄL^tag reichten. Nach verschiedenen musikalischen Darbietungen hielt die Leiterin der hiesigen Hausfrauenbe« ratungsstellc, Frau Dr. K o c o p e , einen interessanten Vortrag über „Zeitgemäßes Backen". Die Rednerin wies einleitend auf die Bedeutung des 3udcrs bei der Herstellung von Backwaren hin, um sich dann weiter mit der Entstehung der Backkunst zu beschäftigen. Sie vertrat dabei die Auffassung, daß bei den alten Backöfen das Backen wirklich eine Kunst gewesen sei, während bei der Benutzung eines Gas- oder elektrischen Backofens die Herstellung von Backwerk kinderleicht fei. Das Zeigte auch die kleine Waldtraut, ein etwa ^jähriges Mädchen, das sowohl auf dem Gas«, wie auch auf bem elektrischen Herd gu,gelungenes Gebäck anfertigte. Früher habe man bei der Herstellung von Backwerk nur Hefe und Sauerteig verwendet, während heute das Backpulver eine sehr bedeutende Rolle spiele. Weiter trat die Rednerin der Auffassung entgegen, daß das Kuchenbacken etwas Kostspieliges sei, ober eine Verschwendung darstellc. Die Vortragende besprach hierauf die Anfertigung von Kuchen und Backwerk, sowie da» Backen selbst, um bann noch auf eine Reihe von erprobten Zutaten hinzuweisen. Um ben Hausfrauen die Herstellung von Backwerk aller Art praktisch vor- zuführcn, wurden an beiden Seiten des Saales von Damen der Frauenocreine Siudjen, Torten und Kleingebäck auf Gas- und elektrischen Backöfen hergestellt und Kostproben zur Verteilung gebracht. Die Vortragende erläuterte die Herstellung dieser Backwaren. Ihre Ausführungen mürben von den mit ber Zubereitung beschäftigten Damen entsprechend ergänzt. Sämtliches Backwerk wurde in elektrischen und Gasöfen, weiche die beiden städtischen Werke ausgestellt hatten, hergestellt. Auch eine Reihe anderer Firmen war durch die Ausstellung von Küchengeräten und Backzutaten an dem Abend beteiligt. Der übrige Teil der Veranstaltung wurde durch musikalische Darbietungen bei Stoffe: Kuchen in bester Weise ausgefüllt. nworxeniov s neuer. 3 naro Dtdtcn» wofxio. • otdeext • * schnee aörauoeirx «Nebel KGrwn«er^)Windslille-CKKW leichte» Os» d nassioe» Südsüdwest Q stürmische' xordwesl Oie ptene fiieoen mit dem winde. Pie beiden Stationen jtenenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte °"t gleiche« ul neeresniveau umocrechnetee Uilldrucn Wettervoraussage. Der Einfluß der oberitalienischen Störung verursachte über Deutschland verbreitete Aieder- schläge, wobei der gleichzeitige Kaltlufteindruck merkliche Abkühlung mit sich brachte. Die Wetterlage bleibt unter der Borherrschaft der Kaltluft vorerst unbeständig, Riederschläge treten in Form von Schauern auf und ferner bleibt es kühl. Es" ist aber anzunehmen, daß mit dem von Westen ansetzenden Tarometeranstieg im Laufe der Woche wieder eine Besserung eintritt. Wettervorhers age für Dienstag: Kühles, unbeständiges Wetter mit Regenschauern. Verantwortlich für Politik: i. 23.: Ernst Blumschein. ** In die Lahn gestürzt. Am Samstagnach- mittag stürzte gegenüber der Militärbadeanstalt ein älterer Mann, ber mit zwei Eimern in der Lahn Wasser holen wollte unb babei ausrutschte, so unglücklich, baß er mit blutig geschlagenem Gesicht ins Wasser fiel. Einige zufällig in ber Nähe befinbliche Ruberer brachten ben Verunglückten ans Land unb stellten auch Wiederbelebungsversuche an. Der Mann wurde dann mit einem telephonisch herbeigerufenen Krankenwagen in die Medizinische Klinik über- geführt, wo er sich, wie wir inzwischen hören, er» freulicherweise bald erholte und sich auf dem Wege der Besserung befindet. ** E i n Gießener Komponist im Rundfunk. Willi v. Moellendorff, Gießen (früher Berlin), hat soeben ein Streichquintett in f-Moll, Op. 37, vollendet, dessen Uraufführung am Gründonnerstag durch das „Westfälische Streichquartett" (Friß Frier), dem das Werk auch gewidmet ist, im Rundfunk zu Münster i. W. und gleichzeitig im Kölner Sender ftattfinben wird. ** Hausfrauen - Unterhaltungsabend. Die Hausfrauenberatung und die Gießener Frauenoereine, sowie das Elektrizitäts- unb bas Gaswerk hatten am Donnerstagabend zu einem Un- tcrhaltungsabend im Cafö Leib eingelaben. Der Besuch der Veranstaltung war überaus stark, so daß die vorhandenen Sitzplätze bei weitem nicht aus» Freilich darf man auch nicht übersehen, daß Ansprüche ihre Grenze wahren müssen, wenn sie nicht starke Rachteile ergeben sollen. Wer Ansprüche stellt, die sich nicht erfüllen lassen, ist ein Tor. Wer Ansprüche stellt, die sich nur dadurch erfüllen lassen, daß auf der anderen Seite beträchtliche Rachteile entstehen, handelt unklug. Anspruch und Opser dafür müssen einander die Waage halten. Richt immer ist das der Fall, und es sind nicht die zu beneidenden Menschen, die dem Götzen Anspruch so dienen, daß sie in diesem Dienst viel Wertvolleres hm- geben, ohne die Gewähr zu haben, daß die Erfüllung des Anspruchs zu erreichen ist. Und noch ein«: Man kann und soll Ansprüche an das Leben stellen. Aber man muh dafür auch die notwendigen Opfer bringen. Diel zu oft aber find die Ansprüche riesengroß, die Leistungen dafür aber unverhältnismäßig gering. Schauen wir nur einmal näher hin, wozu ein gewisses Geltungsbedürfnis verführt. Sind es nicht Ansprüche. denen keine rechte Gegenleistung gegenübersteht, wenn man eine große Rolle im öffentlichen Leben zu spielen sucht, während einem Herkommen, Beruf und Fähigkeiten eine geringere Rolle zugedacht haben? Sind es gerechte Ansprüche, wenn man trachtet, nur recht schnell auf der Stufenleiter des Erfolges emporzu- klimmen. ohne daß man dafür Leistungen und Fähigkeiten zu bieten hat. die dazu berechtigen könnten? Man findet es nicht selten. Und manche wenig angenehme Erscheinung unserer Zeit geht darauf zurück. Allerdings mag das ein Trost fein: Wenn die Gegenleistung fehlt, hat die Herrlichkeit nur kurze Dauer. Und was nutzt schon ein Scheinerfolg mit dem Leben einer Eintagsfliege! Der Sturz von einer gewissen Höhe allerdings. oder auch nur das Herabsteigenmüssen von ihr ist unangenehm: weit unangenehmer als das Untenbleibcnmüssen. Und die Mitwelt kann bos» halt sein unb übt im allgemeinen keine Rücksicht. 8. Taten für Dienstag 15. April 1800: der britische Seefahrer James Clarke Roß geboren; — 1832: ber Dichter und Zeichner Wil- Helm Busch in Wiedensahl geboren. Bornotizcn — Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Das heutige Gastspiel Max Adalbert« „Das Parfum meiner grau“ beginnt um 20 Uhr. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Eine weitere DienStagabonnement-Dorstellung findet am Mittwoch, 16. April, statt. Es wird (der Karwoche wegen) nicht die Operette „3n der So- hannisnacht" gegeben, sondern Fritz von Umnchs Drama „LouiS Ferdinand, Prinz von Preußen . das in den Gießener Theaterkreisen sehr großes Interesse gefunden hat. Am Ostersonntag wird aus dem gleichen Grund nicht der Schwank «Weekend im Paradies“ in Szene gehen, sondern zum letzten Male »Katharina Knie". Bolksstuck von Zuckmaher. Die Erstaufführung der Operette „3n der Iohannisnacht“, Spielleitung Intendant Dr. Prasch, ist am Dienstag, den 22. April. Am 2. Osterfeiertag wird das Reue Operettentheater, Frankfurt a. M., ein einmaliges Gastspiel mit der erfolgreichen Operette „Panne um Mitternacht" geben. Spielleitung Adolf Wiesner. Direktion des Reuen Operettentheaters: Georg Land. Turnen und Sport einig Der Hauptausschuß ber D.T. hat mit 31:5 Stimmen bem EtnigungsoertragberTur- nerschaft mit ber Deutschen Sportbe- härbe unb bem Fußballbund zugestimmt, ebenso würbe ber Vertrag ber D. T. mit bem Deutschen Schwimmverband angenommen. Mittelrheinkreis-Walblauf. Die Waldlaufmeisterschaft des Mittelrheinkreises würbe am Sonntag in W i es» haben zum Austraa gebracht. In ber über 7500 Meter führenben Meisterklasse siegte Scho n s, To. Völklingen, in 23:05,4 Min. über ben vorjährigen Meister unb Favoriten, Schneider, Mainz, ber 23:17,2 benötigte. Dritter würbe Schaaf, To. Bernfelb in 23:20.4. Den Mannschaftslauf gewann die Turngesellschaft Koblenz vor Tgs. Darmstadt und lurnerbunb Wiesbaden. Die westdeutschen Sndlümpse. Schalke 04 und Benrath Vertreter für die D. F. v.- meifterfdjaft — Köln-Sül, erneut geschlagen. Bei den westdeutschen Endspielen war am Sonntag bas völlige Versagen von K ö l n - Sülz 07 die Ueberraschung bes Tages. Die Kölner würben vom D. f. L. Benrath mit nicht weniger als 5:0 (2:0) Treffern geschlagen. Benrath unb Schalke können schon heute als westbeutsche Vertreter gelten. Zwischen beiben Mannschaften fällt bei ihrem Zusammentreffen am 27. April die Ent- scheidung im Kampf um den Meistertitel. Zn der Trostrunde gab es am Sonntag folgende Ergebnisse: Preußen Krefeld — Hagen 72 2:1 nach Verlängerung: S. C. M.-Gladbach — Sp. 23. Kassel 3:2 (2:0). Preußen Krefeld und S. C. Mün- cheN'Glabbach kommen nun am 27. April in ber Dorschlußrunbe zusammen, ber Sieger aus biefem Spiel trifft bann im Schlußsoiel auf bie bereits für bas Endspiel bereitstehende Fortuna Düsseldorf. Süddeutsche Fußballmeisterschaft Infolge des in Wien ausgetragenen Repra- sentativspiels Riederösterreich gegen Süddeutsch- land, das von den Wienern glatt mit 3:0 Toren gewonnen wurde, war das Berbanbsspielpro- gramm nur sehr mager. In der Runde der Meister fand nur ein Spiel zwischen den beiben Tabellenletzten statt. F. C. Freiburg schlug auf eigenem f Platze Wormatia Worms mit 4:2 Toren' In der Runde der Zweiten und Dritten gab es in beiden Abteilungen auch nur drei Treffen. Die Gruppe R o r d w e st sah in dem L. V. Wiesbaden einen ihrer Meisterschaftsanwärter Pausieren. Aber die beiden anderen Mitbewerber — 758 gewannen ihre Spiele sehr glatt. F. Sp. D. Frankfurt, der seinerzeit in Reckarau 1:1 gespielt hatte, besiegte auf eigenem Boden den V. f. L. Reckarau mit 3:1 Toren. Phönix Ludwigshafen holte sich in Saarbrücken die Punkte mit einem hohen 5:1-Sieg über Sportfreunde Saarbrücken. Der Tabellenletzte, Rotweih Frankfurt, schlug den B. f. L. Reu-Isenburg knapp aber nicht unverdient mit 1:0 Toren. Die Gruppe S ü d o st hat bereits in dem diesmal spielfreien 1. F. C. Nürnberg ihren Abteilungssieger ermittelt. In den drei zum Austrag gebrachten Spielen verloren sämtliche Platzbesiher beide Punkte. Der A S. B. R ü r n - berg unterlag dem K. F. B. Karlsruhe mit einem deutlichen 0:4. Union Böckingenhielt sich gegen den 6. CB. 1 8 60 mit 0:2 Toren nicht einmal schlecht. Jahn Regensburg kam gegen Phönix Karlsruhe nur zu einem 1:3. Aiederöflerreich-SüddeuWand 3:0 (1:0) Dem fRepräfcntatiotreffcn in Wien zwischen der Berufsspielermannschaft Niederösterreichs und den 2Imateuren Siiddeutschlands maß man in Oesterreichs Hauptstadt die Bedeutung eines „Länderkampfes" bei. Die Veranstaltung fand vor 50 000 Zuschauern statt. Die Wiener spielten gut, ohne Überragend zu arbeiten, zeigten sich technisch und taktisch ihren Gästen überlegen und erfochten schließlich einen Sieg von 3:0 Toren, ber nicht unverdient war. Süddeutsche Damenhandballmeifterschast. Eintracht Frankfurt Meister. In Darmstadt standen sich am Sonntag im Endspiel um die süddeutsche Damen- Handballmeisterschaft die Mannschaften des 1. F.C. Nürnberg und der Frankfurter Eintracht gegenüber. Nach einem interessanten, im Felde gleichwertigen Spiele siegten die Frankfurterinnen auf Grund besseren Wurfvermögens im Sturm mit 3:1 (2:1) unb sicherten sich bamit erstmals ben Titel eines sübdeutschen Meisters. Oxford schiäqt Cambridge mit 2 Langen Das große traditionelle englische Achterrennen der Universitäten Oxford unb Cambridge, das von 100 000 Zuschauern besucht war, endete am Samstag trotz ungünstiger Verhältnisse mit einem Sieg von Oxford. Oxford konnte mit einem Vorsprung von zwei Längen in ber guten Zeit von 19:15 Minuten gewinnen. Aus aller Welt. Ligurd Ibsen f. Freiburg, 14. April. (WTB. Funkspruch.) Im Alter von 71 Jahren ist der frühere vor- wegische Ministerpräsident Sigurd 3 b 1 en heute morgen gegen 8,30 Llhr nach langer Krankheit hier verstorben. Der Heimgegangene hatte schon au früherer Zeit in Freiburg Stellung von einem Leiden gesucht, dessen Berschlimmerung einen neuerlichen Aufenthalt in Freiburg not- wendet machte. Ein vor einigen Wochen öorge- nommenet operativer Eingriff hatte die erhoffte Befferung gebracht, jedoch nicht verhindern tonnen daß andere Komplikationen eintraten, me Aum Ableben führten Sigurd Ibsen war der Sohn des Dichter« Henrik Ibsen und ist nicht nur als Politiker, sondern auch als Schriftsteller bekannt geworden. Bon 1903 bis 1905' war er norwegischer Staatsminister. Als Schriftsteller ist er durch sein Drama „Robert Frank bekannt geworden,^ das auch ins Deutsche überseht wurde. „Graf cppclins" Fahrten. Friedrichshasen, 12. April. (WTB.) Das Luftschiff .G r a f_ Zeppelin ift heute nachmittag nach neunstündiger Fahrt in die Schweiz um 4.45 Uhr glatt gelandet. Die Fahrt hatte über 6t. ©allen Zurich, Lau- sänne, Bern, Interlaken in das Iungfraugebiet geführt. Bei der Rückfahrt wurde Basel bet teilweise schlechter Sicht überflogen. Wie aus einer Hnterrebung mit Kapitän Lehmann hervorgeht, wird der Start des „®raf Zeppelin" für die Spanienfahrt am Montagnachmittag zwischen 16 und 18 ilfyr erfolgen. Der genaue Zeitpunkt hängt von dem Ergebnis der letzten Wetterprüfung ab. lieber den CGkg, den das Luftschiff nehmen wird, ist noch nichts Bestimmtes festgelegt: doch dürste der gleiche Weg wie bei der Atlantikfahrt geflogen werden. Der Ankermast in Sevilla ist noch nicht fertig, unb baä Luftschiff wird daher von einer bereit- stehenden Haltemannschaft in Empfang genommen werden. Rach ein bis zwei Stunden, in welcher Zeit die Pasfagiere zum Teil ausgetaufcht werden und neue Fracht und Post übernommen wird, wird die Heimfahrt nach Friedrichshafen angetreten. Die Rückkunft wird für Mittwochabend erwartet. (Lrdstötzc in Italien Rom. 14. April. (WTB. Funkspruch.) Aus den Abruzzen und aus Umbrien werden Erdstöße gemeldet. In ber Rächt zum Sonntag wieberholten sich diese in den Ortschaften Altamura und M a t c r a dreimal hintereinander. Die Erdstöße waren von bonnerartigem Getöse begleitet. Schäden sind bis jetzt nicht zu verzeichnen.. (^ascrplosion in einem amerikanischen Bergwerk. — 21 Tote I a c o m a (Washington), 13. April. In der Koh- l e n g r u b e „Carbobabo" ber Pacific Co al Company ereignete sich gestern nbcnb im zweiten Stollen eine überaus heftig Gasexplosion. 21 Berleute büßten ihr Leben ein. FESTPREIS REGENMÄNTEL überall in Front □ Mtm B ipuf$ o n is-o 6 O -VT. Die Bluse ist wieder modern zum Kostüm in vielen Qualitäten zum Jackenkleid Plockstraße 14 25»A sucht 30401 > 02548 3043 D geiucht, 3020 D Besclilagoahmelreie erlernen 02544 Heuchelheim, den 10. April 1930. 3039 D Vereine 02545 3022V befindlichen, der Gemeinde Winne den 16. April 1930, eine Woche au d7r gebracht werden. 3031V Der Voran rod für das ! Fran Httbner, Land- graf-BbllivpS-Vl.5 f. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, den 11. April 1930. m oor- 3034V Schön möhL Zimmer »u vermieten 02551 Neustadt 41 1. Pbotohaus Winterhofi Kreazplatz Mit Gültigkeit vom 1. Mai . 1930 tritt zum Binnentarif der Kleinbahn Gießen- Bieder der Nachtrag 34 in Kraft. Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen. (3028V Frankfurt (Main), den 12. April 1930. Bereinigte Kleinbahnen-Aktiengesellschaft. 3 tuet schöne MlMiiiM in bester GcschäuS- läge, auch für Arzt oder Rechtsanwalt geeignei. geg. mouat- heb 120R t)t. au riet* mieien. Schriitliche Vlnncb. unt. 02546 an den Gien. Anzeiger. tümpel, Regenfäf Jauchegruben, i einem zur Bertil. ! auf seinem Grundstück Schnaken zur Brut )en Gewässer (Wasserte, Bassins, Wasserlachen, bortaruben usw.) mit In tiefer Trauer zugleich im Namen aller Hinterbliebenen Walther Kindt Pßa5^r b«ei«st Hühneraugen, Hornhaut, Schwielen und Warzen und zwar schnell und sicher. Hilft cs Ihnen ausnahmsweise nicht dann erhalten Sic sofort Ihr Geld zurück! Großen-Buseck,Varel I.O., Düsseldorf, Gießen, Stettin, 13. April 1930 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 16. April, nachmittags 3 Uhr, aut dem Neuen Friedhof xu Gießen statt. , f f rr /--VSSSVl, UIHIUUC UC schlossen, wozu auch die Ausmärker bei zuiragen hoben. Bersrod, den 12. April 1930. Bürgermeisterei Bersrod für Winnerod. Lecker. Hessisches Kulturbauamt Gießen. Steinbach, Regierungsbaurat Für die beim Heimgange unserer Heben Entschlafenen erwiesenen Aufmerksamkeiten lür die überaus groben Beileidsbezeugungen und Kranzspenden sowie für die wohltuenden Worte des Herrn Plärrers sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Faber L, Kaufmann. Leihgestern, den 12. April 1930. futjrung maßgebend; sie liegt mit den Der- dmgungsunterlagen bei uns offen An- gebotsvordrucke, getrennt für Liefer'unaen und Arbeitsleistungen, können von uns kostenlos bezogen werden. Eröffnung der Angebote Samstag, den 26. April 1930 ÄitJ?. Ä?“* Bureau Gießen, den 14. April 1930. Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen Dammstraße 24 — Telephon Nr. 4039 Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen der Apparalebau-Aklieugefellfchaff in Gießen wird eingestellt, da eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Kon kursmasse nicht vorhanden ist. 3046V Gießen, den 2. April 1930. Hessisches Amtsgericht. Linoleum Teppiche in verschiedenen Größen mit kleinen Fehlern sind wieder eingetroffen Tapetenhaus Ferd. Nennstiel IM Ml Maschinenfabrik Fulda GA Beschluß in dem Konkursverfahren über das Vermögen des Albert Schindler von Steinbach (Kreis Gießen). Das Konkursverfahren wird aufgehoben, uochdem der in dem Vergleichstermin vom 22. Februar 1930 angenommene Zwangs- vemleich rechtskräftig bestätigt worden ist. Gießen, den 8. April 1930. _________Hessisches Amtsgericht. 50% Platz- n. Kraft- Ersparnis erzielen Sie mit unseren Elektro- riemenlosen Holzbearbeitungs- Maschinen Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die überaus zahlreichen Kranzspenden sowie für die ehrenden Nachrute am Grabe unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Familie Friedr. Wilh. Steinmüller Familie Walter Germer Rundfunk-Geräte in großer Auswahl werden kostenlos vorgeführt Rudolf Rüdiger Gießen, Walltorstraße 35 2i43A Todesanzeige Heute nacht 2 Uhr entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden, Im Alter von 37 Jahren, meine innlgstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter meiner beiden kleinen Kinder, unsere herzensgute Tochter und Schwester, unsere liebe Schwiegertochter und Schwägerin Frau Else Kindt geb Koppen AuskünitelnRechtö-, Liras'.Hamil.'Anne- lenenoeiten, Gesuche, Bernage, Beobach, fungen. Ueberwachg. und Erintfflunnen vreiSw^ streng dfSkr. u. an all. Orfen ert. ft erledigt Detektiv- Bnreaa-n.Ar.«kUBttel Inh.K.Gerz.Bal-Nea- heim, Karat r. 17. Vermietungen | Zn beiter Billenlage tit eine schöne 4-Zimm. - Wobno. mit Zeniralbeiuing. ^>ad usiv., möbliert ober unniöblien, au uetinieicn. Cchriiti. An ragen unt. <>2542 an den (Mief? Anz. Zwei Garagen mit Zubebör, sowie f(Döner groBer Houm auch als Bureau geeignet, in beste: Vage, elektr. 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Muhl Alfred Dauber, Direktor der vereinigten Glanzstoff-Fabriken Hans Joachim Dauber Wolfgang Dauber Anita Dauber Minna Hagemann, geb. Muhl. Elberfeld, Chemnitz und Schotten, 12. April 1930. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 15. April, nachmittags 33/, Uhr, in der Kirche statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 3025 V I. Ai Krause Gießen, den 14. April 1930. MuielslnW. Montag. 14. Avril 7.30 Uhr 130300 VkeisWkW. SP.-D0.19O9 celGlfllvleill-AtHellg. Das rvadntraining beginnt morg.DienS- tag. den 15. April. Trainingötage: DienSiag und Don- nerörag ab 6 Uh», Sonmag, ab 10 Ubt vormtffaaS. 3045 D Nau o-Adkeliuna. Trainingstagc: Freirag ab 6 Uur u Sonnfagvormitiag ab 10 Ubt. Allen Damen, Ak« tiven. Jugendlichen und Schulern ronb hiermit der regel- mälr. Train.-Beluch I zur Pflicht gemacht. | WMermillelweri tudit für den Ver» trieb seinerFabrikate an die Vnnbfunb- schalt gute Vertreter geg. hohe Provision. 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Heute Sonntagmorgen 10'/, Uhr entschlief sanft an den Folgen einer tückischen Krankheit unsere liebe, unvergeßliche Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte und Gote Fräulein Erika Emma Brücke! im blühenden Alter von 18 Jahren In tiefer Trauer; Familie Brückel nebst allen Angehörigen. Klein-Linden, Leihgestern. Dutenhofen, Frankfurt a. M., den 13. April 1930. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Frankfurter Straße 65 aus statt ----- -----------3029 D wMlMstt. 10 D [Stellengesuche) Mädchen vom Lande (33 I.l, in allen Hausarb. erfahren, sucht Stellung in Prioat-Haushalt, wo Gelegenhell ge- bo:en wird, sich im Kochen au vervoll- kommnen. Schrtül. Angeb. unter 0-552 an d. Gien. 8ln». erb. .. Bei dem Postamt Gießen (Bahnhof- ftratze) find infolge Einrichtung einer wammelheizungsanlage überzählig gewordene vefen, die sich zum Teil zum Heizen größerer Raume eignen, zu verkaufen. 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Weißnähen foroie Au* bessern tönuen anüändtge Mädchen gründlich Oer Lerwaliun L IuZzügen aus den IiqiMegeanstalt. de 1 j des Chemischen - $n Bericht über d l.«andsangelegenheitc ™igt Mus leitete Prol «inet chmatorischen öieAetaluntzdes- ein. Der Mner W fit M schlotz sür t mögen in Einnahme Mark. Demgegenüber M ab mit 4 646 miss Mark. (Wir | ckchnd im „Gieß. Ü | rid^ttD.S.,) Dieser i I führen, ich für dos H I Ctrohenverbesfe I aufnehmi oorgei I vermiIiMMr emächi I verbessemz in den Je I Kapitalien im I Mark flufjimeirnnn. Da I Millionen Mark, mithin I genommen. Der Prov | RW/ auf Me geld j aN der smf)tnigkn I honen achunehmen ur I "achlau,'nähme bit in I W nngefammelten bz 1*9 der Strahenfll ■ wurde dadurch tri I HBun^ptoyamm für | Dfuhren. I Von einer weiter ^nhesfen mit nei bie nächste Zeit obi ö*0j nicht stärker j I keil ]u schass, bi | langfnitige St InL^^igen Schi |^n betrogt 4 0er L-k< 'S' Ä * " Öie Sei ünbefanr "’n ©ein Ssäs EWi SM Ed prompt nk e^5 9 eine j[:n»etn?*,|eltf J'r ein Ä irisch träume ftu?U9te3 G 'er, •Jfe ""d sie Q" /Die 8? °°n ikr "• merl eie unb k o"r kiiifj? fPiirie l'9’n9 hi Kf «N plovl mi die Stelle der 6 ?JftVgcordne 7 Santo, -iphas llleu.v' üotoirt und Durgerr win, Ma, »Lan Mirt Anton Sd üiiien, (Zentr.). A ‘Ben **«985 eum 'Piche sa* 6r ein9etrotten haus »erführen. hren übet bas &t. tau-MugeWMaif gestellt, Ho’eETJ 15 entfprefynbe iorv * \\l W> iril 1930. AwtLMtzt. snnstiel lös u ?! Auswahl werden 38 vorgeführt olf Rödiger 'Walltotstraße 35 imuhnJie un nötigem Licht Si< •jbellchtele undvei Schon von M. 55 >a w die bud lallttative. 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Bon einer weiteren Belastung der Provinz Oberheffen mit neuen Strahenfchuldcn mutz für die nächste Zeit abgesehen werden, um die Provinz nicht stärker zu belasten und die Möglich- kett zu schassen, die kurzfristigen Schulden in langfristige Schulden umzuwandeln. 3;e kurzfristigen Schulden für Verbesserung der D-Stratzen betragen 4,1 Millionen Mark. anstatt der genehmigten 2 Millionen rwr 1,13 Millionen n^fzunehmen und anstelle der ausgefallenen Ik.rpitalaufnahme die in den Jahren 1927, 1928 und 1929 angesammelten bzw. bereiigestellten Mittel für Tilgung der Straßenschuld in Anspruch zu nehmen. Ob es in absehbarer Zeit gelingt, diese kurzfristigen Schulden zu konsolidieren, läßt sich zur Zeit noch nicht Voraussagen. Es verbietet aber auch der derzeitige Geldmarkt und eine vorsichtige Verwaltung ein weiteres Anwachsen der kurzfristigen Schulden. Aus der Kraftfahrzeugsteuer werden für Verzinsung und Tilgung der Stratzenschuld rund 800 000 Mk. benötigt, der Rest wird zur Verbesserung der v-Strahen verwendet. Es ist zwar richtig, daß die Kraftfahrzeugsteuer ständig höhere Beträge liefert. Es wäre ober verfehlt, darin eine Verbesserung der finanziellen Lage der Provinz Oberheffen auf dem Gebiete der Stratzenunterhaltung erblicken zu wollen. Das Gegenteil ist richtig. Das ständige Anwachsen der Zahl der Kraftfahrzeug« bewirkt eine viel stärkere Abnutzung der Strotzen, mit welcher der Zuwachs an Kraft- fahrzeugsteuer nicht Schritt hält. Die Ergebnisse der letzten Verkehrszählung liegen noch nicht vollständig vor, trotzdem kann man heute schon sagen, datz der Verkehr sich seit der letzten Zählung vor 4 Jahren im Durchschnitt etwa verdoppelt hat. Der Personen- und Lastkraftwagenverkehr hat stellenweise das Dreifache des Verkehrs vor 4 3ah- ren erreicht. Der Verkehr aus den Hauptstratzen- züoen hat bedeutend stärker zugenommen, als auf den übrigen Straßen. Es ist schwer, auf Grund der beiden ersten deutschen Verkehrszählungen einen Schlutz auf die Weiterentwicklung des Strahcnverkehrs zu ziehen. Don den insgesamt 470 Kilometer O-Stratzen sind bis jetzt mit schweren und halbschwercn Decken versehen 152 Kilometer. Durch Oberflächenbehandlung wurden befestigt 88 Kilometer, zusammen 240 Kilometer oder rund 50 Prozent. Die Länge der alten Staatsstraßen beträgt nach Abzug der O-Strahen rund 200 Kilometer. §iervon sind 32 Kilometer mit Kleinpflaster oder berflächenbehandlung versehen = 16 Prozent. Wollte man die noch rückständigen l)-Stratzen und die alten Staatsstrahen mit halbschweren Decken versehen, so würden bei Zugrundelegung von nur 35 000 Mk. pro Kilometer 14 Millionen Mark benötigt werden. Die Länge der Ortsdurchfahrten in der Provinz Oberheffen darf durchschnittlich zu 600 Meter angenommen werden. Für 432 oberhessische Gemeinden beträgt somit die Gesamtlänge der Ortsdurchfahrten rund 250 Kilometer. 3m Zug der ll-Strahen sind noch rund 70 Kilometer und bei den alten Staats- stratzen noch rund 30 Kilometer auszudauen. Rechnet man den Kilometer nur mit etwa 40 000 011?., so kommt man bei Halbierung der Kosten zwischen Provinz und Gemeinden zu einem Anteil der Provinz auf 2 Millionen Mark. Bei dem obigen Aufwand von 14 Millionen Mark ist noch nicht berücksichtigt, datz einige Stratzen- strecken. z. B. Frankfurt—Gießen, im Lause der Zeit unbedingt verbreitert werden müssen, da sie nur in einer Breite von 5 Meter mit einer festen Decke versehen sind und für den ständig wachsenden Verkehr zu schmal werden. Ferner find nicht berücksichtigt etwa notwendige Drückenbau- tcn, Herstellungen von größeren llmgehungsstra- tzen und Verbesserung in der Linienführung der Straßen. Der Kredit für die Strahmunterhaltung kann nicht beliebig erhöht werden, da dies zu untragbaren Steuerausschlägen führen würde. Wollte man der Provinz neue Lasten durch Aenderung des Gesetzes ausladen, so würde dies zu einer weiteren Verschlechterung der Stratzen führen, da Wittel nicht vorhanden find. Cs wäre unbe- 'Gießen. 12. April 1930. 3m Sitzungssaals des Aegierung-gebäudes trat Beute mittag derProvinzialtagderPro- gina Oberhessen zu seiner diesjährigen ^deutlichen Tagung unter dem Vorsitz des ^kt>- »nz aldirektors Graes zusammen. Zu der Ta- IMg waren sämtliche 35 Provinzialtagsabgeord- «ten erschienen. Aach Feststellung der Präsenzliste erfolgte zu- -üchst durch Provinzialdirektor G r a e f die Verpflichtung her neuen Provinzialtagsmitglieder, de an die Stelle der in den Provinzialausschuh ^wählten Abgeordneten bzw. für den durch Nandatsverzicht ausgeschiedenen Rechtsanwalt Zch rüder, Friedberg, neu in den Provinzial- !og berufen wurden. Die neuen Mitglieder sind: Parteisekretär Heinrich Häuser. Hießen, (Soz.): Lagerhalter Fritz Kreß. Alten» itadt, (Soz.)! Postbeamter Wilh. Funck, Leihgestern, (Soz.): Landwirt Ernst Alfred Rompf, 2ang-Göns, (Landbd.): Landwirt Ernst Sch los- irr' Lauter. (Landbd.I; Landwirt 3ohannes Lbgevrtoeter Mnllc: t zum Widerstand fltffi hätten und die AiMr er Menge mit Stirn L Außerdem mrdtvi I in Worms bcanltcn ckundete, er habe » Vorgehen öcr_ Er habe gehört, ^ Sritzner ..... • • Heuliarnkaedl ....... IuugoanS ....... Seitwrrte......... Mainkraitwerkr HSchü a. M.. - ...... ®ebr. «Debet ...... Botgt & Haeffaer •••••• EüdbeuiiLe Ri?8n • • • . <% Ceftcnetdmthe «olbrentt <,20% Ceflerreldifldje Stlberrenie 4% CefterreldMbf Gmbeitlldie Rente 1% UngarilLe Goldrenle 1% Ungarifcbe iet, die darauf zurück« :ch dir Lchüffe aut da i am Drin erhalten ein Tefchäft am ÜHrt in der Defchäftsloelt 8t nt der Polizei!", .Nut- isfe bei der HMahtt auf dem Markt wollte i : der Meiiumg, daß bit der polizeilichen 2u'« ugchen, deshalb nicht n, Weil sie zu groß ge« rill erst abends öchüsir reizenden Rufe w . habe. Als Die Situation bedrohlich wurde, habe er ländische 8,25 bii 10,50, dänische 8.50 bis 10,50, belgische 8.30 bi- 8,Z0, Schlesier 7,50 biS 7.75, bayerisch« 7,50 biS 7,75, norddeutsche 8 bis 8,25. Frankfurter Schlachtviehma.kt. Franks urt 6(. Ä * tf H * bit . jtulf'* । M'W1 e‘”e< 01* l<‘a* Frankfurt a. m. Berlin Schlußkur« 1-Uhr- flur* Schlußkur» Sfnfa, g> flurd Datum 12 4 14 4 12 4 14 4 6% Teutidic Rridfiameiie von 1927 37,1 _ 86.9 _ 7% teutfd» SeldKanleOit von 1929 100 _ 100,1 _ Tenifch, «ill.-Sblö'.-SLuld mit Kuelsl.-Redjten 15.6 55,9 55.4 55.6 ohne Au-Iof.-RoLte 11,25 11.4 11.13 11.25 8% Hkfl. SolMftaat von 1929 (rud)ablh. 102%) _ — 93,5 ütK-rbeffen Provinz • Anleibr mit iluv'loi.-Äfditen — _ — — Deutfd* Äomm. SammelatL .'inleibf Gf-rir i _ 53,3 5% .Iranf! Hyp.-Ban« Soldvle XIII unkündbar di» 1934 _ — _ f% ."rtanff Hyp.-Bank «oldvle unkündbar bi« 1932 90 l%% Rdcinifch, Hov.-Ban» Liau. «olbpft. 85.95 _ _ 8% Br- Can Beipf anDbriefan flalt, Pfonddrirfr R 17 98 _ 97 6% Pr ÜanDMDlanBbtlelanflalt, ffomm.-Cbl. R. ie 95 _ 95 _ ?% Pr. Lande«vsanBbrtefanüaU, Psanbdrirfe R 10 89,5 — 89,5 _ Ü.E.G abg. Vorkrieg«.cbligatio. nen. rüdtablbai 1932 95 — — Zerlln, 12. April Ofelb äritl Ämcnkanl'che 'J/oten..... 4.172 4,192 58,37 58.61 Dänische Noten ...... 111.86 112,30 Englische Noten ...... 20.34 20,42 Französische Noten 16.385 16,445 Holländische Noten ..... 167.76 168,44 (italienische Noten...... 22.06 22,14 Norwegische Noten...... 111,78 112,22 Deutsch-Teste rr,4100 Kronen 58,82 59.06 Rumänische Noten...... 2,47 2.49 Schwedische Noten...... 112,26 112.70 Schweizer Noten....... 81,10 81.42 52,49 52.71 Tschechoslowakische Noten . . 12,37 12.43 Ungarische Noten 72,95 73 25 110 11M 109,5 109 12. April 14- April 134 Amtliche Notierung Amtliche Dotierung 91,5 — 1 92 _ Selb »riet (Selb »rief ÄMit- Rott. 168,12 168,46 168,14 168,48 Buen-Airei 1.641 1,645 1.637 1.641 — 299,5 300 Brss.-Antw- 58.435 58,555 58,44 58,56 251,5 253,5 Cdristiania - 112.08 112,30 112,07 112,29 118 120,75 117.13 119.75 .QoDtnbagen 112,16 112,38 112,10 112.32 150 152,5 148 Stockbolm - 112,51 112,74 112,55 112,77 193 190,5 192 HelsingiorS. 10,54 10,56 10,539 10,559 153 — 153 154.5 Italien. . . 21.95 21,99 21.94 21.98 106,25 106 London. . . 20.364 20.404 20,358 20,398 — 172.5 173,25 Neovork . . 4,1865 4.1945 4.1855 4.1935 41,5 41,25 41,75 TariS.... 16.395 16,435 16.385 16,425 252,5 255,5 250.25 255.25 Schwei; .. 81,13 81,29 81,135 81,295 — 49,5 49.5 Svai-.ien. 52,52 52,62 52,23 52.35 — — 18.75 Japan - - . 2,068 2,072 2,070 2,074 151 — 79 155 155 Rio de Jan- Wien in D- 0.491 0,493 0.492 0.494 361 — 361 362.5 Ceft adgest 58,975 59,095 58.985 59.105 Prag .... 12.404 12,424 12.40 12.42 34,5 35.25 — Helirad . . 7,405 7,419 7,407 7.421 41 — 40,5 — Dudavrft. . 73,12 73,26 73,13 73.27 — —• Buliarieu . 3,034 3,040 3,034 3.040 37 — 39 — Lissabon . 18.78 18,82 18,78 18.82 106 — — Tanüg. . . 81,40 81.56 81,37 81.53 97.75 — — — flonft nkio. 1,784 1,788 1,785 1.789 13? — 132 132 Ntden. . . 5,45 5,46 5,425 5.455 103 — — Canada 4,183 4,191 4,183 4.191 218 —- 218 — Uru uav. . 3,916 3,924 3,916 3.924 160 — 159,75 Cairo ... 20,88 20,92 20,875 20.915 AUTOMOBILE lager •Sämtliche neue Opel-Modelle sofort lieferbar. 02522 z Wir haben die Generalvertretung der Adam Opel A.-6. in Rüsselsheim für Oberhessen übernommen und eröffnen unsere Betriebe am 12. 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Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren........ Eigene Wertpapiere Konsortialbeteiligungen Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen .... Debitoren in laufender Rechnung . Bankgebäude .......... _____________Summa der Aktiva Passiva Aktienkapital Reserven ......... Kreditoren .... Akzepte Pensions-Fonds für Beamte . . . Sonstige Passiva Gewi n n-Saido.......... Summa der Passiva 2622021680 RM. 60000000 60000000 2383555054 90183712 5000000 11483741 11799172 2622021680 RM. Lf 56706018,60 7268 751,25 11799172,17 75773942 02 RM. 38044150,07 E s =3 ES o O o c <= *-> JO r*> o. *F ö> o 18 - Z-® öo=^-rg,®cS o. c- c *f a- 3 5 C 3 P * ,3=X>ff» '° - • — o-gpCp*sc ä. _ -, c 43*=-g 2K^Z p® pZ-L sZ 9 o ■e St» c Z.Z Ws«* PZ p'gf E G = a ■ NZ.^ -&g Eto g •e Z*E ^üf 3-e o -■ -Z 55 3 E 255 « 2 -N-L- «fi- u ZS gS ß U zS-s-^^I p-^ ._ P _ P -___= = U± eAHZZs, (9 -- — a 55 e es -e <£ X— a' £^Ae s^z G E'a £Z 8 = in §Z Z§EL-LZ S KZ Z s LÄSL ^sr z «-! E3 5*2 ss . 3 E ^~c Z2§tv S^°s -Es E c se §z^ L u-E: S® h 3 —2 Z2-« -,Eg-c fiZoxi L -5> G , c §Ej?c = - u 2=. c E So§^ = S±®^ f&s LS Z-Ti ef -° ES 3««8 —2. z '•Ä 6 = e o f £ ö LEL W-W^eE^ . CT ri *?— 3 C J- LE-L CB :O = -E-gg *JKBS ="w* e * ° = GZ u. t O . BJgEgÄ ®Qz IZ =-§e7 tf 5 Z 3 . Z5.Ee:?' “äö- ~ eil: Ja* cs &A k. — Z 3 — t- Q© gfex äJä=»i- c^a « r £ A ^ZLZT- § G Z L-Z L L 2 Q. re — 5 u Z Z 3 D p §§£Ä®|5C7±Gccy s^5 = 5^S'§‘S.ig! a E .et* icx.ft c ,. §Z3~ t!^ Ezr ä^E? XZX« r £1 §*U i» £ *69 ■ 2Ä 8£g «*- <2 A O 3 dCEG- c'p'^gK'Z Z£e3i=.nE e^gfssq X“SQ —' c k- C t^vEiS^g .E^ L- 3 p 3 L ..@=^2 m(D 3 3A Z »67-2, e --2 e qP c ^--K £ F a p .. V e2g- B-Z ^ = g=ä=Sf£ V Z = ä 5 ^“*~ 4# *X ß xi 3 o —* cSca«?k3c *§toZ (9K 3Z E G ÜZJ^|=-^=2o <5?~ o L e*- ° 3 5 =f tl”s A- = C ” ® €~ Et 5, -3^ - o IsHZöxßZzLL 3 o Sfig .E^o ■f v£c E I sl»!^ 1=-= _ = ;!£. = £ = ■*£ •“^'EslsS-ag s8tHlifrfd«s :o*§»5-e c c K _ K -2 i§|ro»-E| «* c .. e- T -R ,. 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