:&-• K.l! §ungcrr «ÄH Qu. ^"d füt y, 9;mc'nbf^ue aJCn auf bem ^*-ilancr i • l>ngt bit lc,m ®for und Ql da- 'm, “..W btn ÄJMantt «J »flion« ‘ton. 5)ii ®c. l"'chen tzäuscr ''.Dieser Tage seitdem Ober, fliürat. Mh. leine ‘Senil«, t sondern sich illung der hie. md durch die ^e Verdienste > hiesigen 'M lomenschildchkii vslonzensreund en Vogelschutz Ü. 3n Aner. ; Obergärtner ioitWtiQm« treue Dienste idrdireltor Dr. beiden Psingsl- I des Turn« (DT.) als Säst erem Städtchen. cmcin|anK®5b» c sich auch der ) die einen sehr Graben-Linde- ientamtSsekretär ch um das Zu- besonders der- 1 kleinen Dior- jung sand am igci aus dem ereins ein gro- ilches von der iid einigen ein- vurde und eine odt hatte. Die vorbildlich. DaS -»erdientcm Dei- uhirncn wurde - delden ersten b und Gedern t Mte endete, en sprach Leh- Gedern an den Mittvirken beim sGroben-Lindenl t die sreundliche die Dc;ichungcn der von bleiben-^ j. Die Depslan- c Vudings- t Apselbüu- ig erwiesen-, eachsenen^VauE ick sind bereits nur nochschv^, 1 Di- der Der- im Dorldere'ch m* I- *£ lbauinanlage oe" 5 Sbaum Lemins ige EberM J Ade und wohs' 1 Aompott. W* ?S Nij> K'S s» *-.b ben volksparteilichen Forbe- rungeo verknüpst wirb. D i e Volkspartei lehnt aber jebroebe Erhöhung ber bireften Steuern, roie auch ber i n- direkten Steuern ab. Da» R 0 t 0 pfer wirb als vollkommen untragbar bezeichnet, ba e» in dieser Form neben ber steuerlichen Mehrbe- laftung auch eine soziale Ungerechtigkeit im höchsten Grabe barstellt. Die Volkspartei wirb in ihrer Fraktionssitzung am fommenben Montag zu bem Deckungsprogramm Stellung nehmen, unb es steht zu erwarten, bah habet ihre ablehnenbe I Haltung eine enlsprechenbe Formulierung erfährt. Das Reichskabinett tritt morgen nachmittag zusammen. 3n dieser Sitzung soll neben bem Aus- gabensenkungsgesetz auch zu der Frage der weiteren Taktik ber Reichsregierung Stellung genommen werden, 3n den hiesigen politischen Kreisen erwartet man zumindest eine Umbildung de» Kabinett» Brüning. Sollte da» nicht möglich sein, so glaubt man an eine Miederkunst ber (ßrofjen Koalition unter Zentrum»- f ü f) r u n g, wobei e» noch fraglich ist, ob e» vorher zu einer Auslösung de» Reichstage» kommt. Auf jeben Fall sieht man da» vorliegende Deckung»- programm de» Kabinetts Brüning al» u n - durchführbar an, zumal schon jetzt feststeht, dah für diese» Programm niemals eine parlamentarische Mehrheit zu finden ist. Oer Reichsrat macht Echwierigkeiten. Berlin, 12. Juni (Eigene Meldung.) Wie wir erfahren, wirb ber Reichsrat bas Molbcnhauer- fche Finanzprogramm unter keinen Umständen unverändert annehmen. E» ist vielmehr zu erwarten, bah erhebliche Abänberungsan träge gestellt werben Der Rotopferge danke in ber jetzigen Form stützt auf ben lebhaften Wider- Iprud) bes Reichsrates, ba durch bie Ver- fchiebung bei der (Einfomnwnfteuer ber ganze Finanzausgleich in Frage gestellt würbe. Man muh beshalb batnlt rechnen, bah Im Reichsrat anbere Deckungsvorfchläge gemacht werben, unb zwar steht babei In erster Linie eine nochmalige Erhöhung ber verbrauchssler>ern jur Debatte. • Schon jetzt kann man aber daraus Hinweisen, dah auch hierfür nur schwer eine Mehrheit zu erzielen sein wird, weil bie Widekstöude gegen eine neue Belastung ber Berbraucherschast durch eine etroaige nochmalige Bier- ober ^igurettenfteuer- erhöhung Im Reichstage autzerorbentlich grotz sinb. Als „Ausweg" aus diesen Schwierigkeiten nennt man jetzt schon die Vertagung de» ganzen Amerikanische Kredite für Deutschland? Die Gründung einer Finanzierungelgcsellschast geplant. B c r l i n. 12. Juni. (ERB.) Wie erinnerlich, sind vor einiger Zeit in Verbindung mit den Deckungsvorlagen der Regierung in der Presse Andeutungen über grohe Anleihen gemacht worden, an denen auch das Ausland beteiligt sein soll. Die „Voss. Zig." glaubt in der Lage zu fein, über Verhandlungen, die angeblich bereits seit Monaten zwecks Aufnahme von Aus- landkrediten geführt werden, einige konkrete Angaben machen zu können. Danach handelt eS sich zunächst um einen Kredit von 80 biS 100 Millionen Mark, den die amerikanische Untergesell- schast der Londoner Schroeder-Gruppe. die 3. Henry Schroeder Banking Corporation in Reuyork, langfristig zur Verfügung Hellen will. Dieser Kredit ist aber dem genannten Blatt zufolge nur ein Teil eine- weitumfangreicheren Projektes. ES soll die Gründung einereigenen Finanzierungsgesellschaft geplant sein, deren Ausgabe darin bestehen würde, in den nächsten drei Jahren Anleihen für produktive Bauzwecke, sur Meliorationen, für die Aufführung von Talsperren und ähnlichem auszulegen. Die Anleihen sollen in erster Linie in Amerika plaziert werden. Die neue Finanzierungsgesellschaft werde, wie daS Blatt wekter mitteilt, mit einem Aktienkapital von 150 Millionen Mark auSgestattet werden und ferner mit 150 Millionen offenen Reserven und 100 Millionen stillen Reserven arbeiten. AIS finanzielle Grundlage sollen die Forderungen deS Reiches an die öffentlichen Körperschaften dienen. Diese Forderungen betragen im ganzen etwa 400 Millionen Mark und sollen vom Reich an die ReichSkreditgesellschast übertragen werden, die sic als Treuhänder zu verwalten hätte. Die Verwaltung Der neuen FlnanzierungSgesellschast soll in die Hände der vom Reich mitkontrollierten Deutschen Bau- und Bodenbank gelegt werden. 2,6 Millionen Arbeitslose. Bei den Arbeitsämtern find zur Zeit rund 2,6 Millionen Arbeitssuchende angemeldet, von denen fast 1,9 Millionen als Haupt- unb Ärifenunter» stützungSempfänger anzusprechen sind. DaS bedeutet eine s 0 ungünstige Verschärfung der Derhältnifse auf dem Ar beitS- markt, dah wir alle Ursache haben, mit großer Sorge dem Herbst und Winter entgegenzusehen. Soweit es sich um die Arbeitslosenversicherung selbst handelt, werden durch diese Entwicklung deS Arbeitsmarktes alle Vorausberechnungen über den Haufen geworfen, weil nun auch die von der Reichsregierung beabsichtigten DeckungSmittel nicht auSreichen, die sreigefetzten Arbeiter zu versorgen. Weder die Landwirtschaft, noch der Baumarkt haben sich alS fähig erwiesen, eine auch nur verhältnismäßig große Zahl von Arbeitslosen auszunchmen und unterzubringen. Dah wir nicht mit drei oder gar vier Millionen Arbeitslosen wieder in den Winter hineinmarschieren dürfen, ist ohne weitere» für den klar, der toi* lich sozial empfindet. ES ift ein verzweifelter Versuch der Reichsregierung. durch eine Erhöhung der öffentlichen Abgaben und Steuern finanziell^ Mittel für die Ankurbelung der Wirtschaft zu beschaffen. Die Wirtschaftskrise, deren greifbarer Ausdruck die Zahl der Arbeitslosen ist. ist in der Hauptsache auf die Mihgriffe der öffentlichen Hand zurückzuführen. Sie hat sich 1927 28 durch Ausweitung der wirtschaftlichen Unternehmungen so stark verausgabt, dah ein Rückschlag unvermeidlich wurde Das bietet keinen Anreiz, der öffentlichen Hand noch einmal finanzielle Mittel zuzusühren, denn es kommt nicht darauf an, den ArbeitSmarkt vorübergehend zu entlasten, sondern darauf, die Wirtschaft dadurch anzukurbeln, dah sie ohne Erschütterung von der fiskalischen Seite her sich für absehbare Dauer einzurichten vermag. Die eifenschasfende Industrie hat durch die Senkung ber Eisenpreise den Weg für die verarbeitende Industrie frei gemacht, durch eine Preissenkung auf der ganzen Linie die Wettbewerbsfähigkeit auf den In- und AuSlandmärkten- zu erhöhen. Aber die Senkung der Produktionskosten ist tatsächlich nur zu erreichen, wenn vor allem die öffentliche Last um einige Milliarden Mark gedrosselt wird. Stellen wir unS doch einmal vor, dah die WirtfchastSkrife bei hochgehaltenen Pro- duktioirskosten sich weiter verschärft, dah also auch die Zahl der Arbeitslosen und der Zwang zu ihrer älnterstüyung zunimmt. 3c mehr sich aber die WirtfchastSkrife verschärft, desto geringer wird bic^Srgicbigfeit der Steuerquellen, zumal dann, wenn unsere Steuerpolitik so wie bisher jeden Ertrag der wirtschaftlichen Arbeit wegsteuert. Dann werden Reich, Lander und Gemeinden ohnedies gezwungen sein, die Ausgaben zu drosseln, ohne dah Einsprüche unb Verwahrungen irgend etwas daran ändern könnten. Don dieser Entwicklung sind wir nicht mehr weit entfernt, denn eine Arbeitslosenzahl von 2,6 Millionen im Hochsommer ist ein Warnungs- zeichen, daS alle Parteien zur 'Besinnung bringen mühte. Die Arbeitslosenunterstützung Ein Vierteljahr Anschütz = 140 Mill. Mk. Berlin, 13.9uni. Die in diesem Jahr autzer- orbentlid) langsam absinkende Kurve der Arbeitslosigkeit bedeutet für die Reichsanftalt die Unmöglichkeit, au» eigenen Mitteln die Unterstützungen zu decken. Aus den Beilragseinganaen bei dem jetzigen Satz von 3,5 Prozent kann die Reichsanstatt im Jahresdurchschnitt etwa 980 000 .tzauptunterstutzungs- empfdngcr versorgen. Der Durchschnitt der vergangenen Monate April unb Mai liegt aber wesentlich hoher, man kann ihn mit grober Schatzung für April mit etwa 1,86 und im Mai mit rund 1,6 Millionen Hauplunterstützungsempfä tigern annehmen Am 31 Mal betrug bie Zahl der Hauptunter- stützungsempfänger immer noch 1 550 900, und nur bei allergunfiigfter Rechnung wird man für den lausenden Monat einen Durchschnitt von etwa 1,2 Millionen annehmen dürfen. Aus ber Differenz zwischen der im Durchschnitt au» den eigenen Bei- tragseingangcn unterstützten Hauptunterstützungs- empfangern unb der monatlichen Durchschnittszahl ergibt sich, datz bei Zugrundelegung der reinen Unterst ützungsöusgaben mit der Mindestsumme von monatlich 76 Mark pro Kops im April bie Reichs- anstatt einen Zuschutzbcbars von m i n b r • ftens 67 bi» 70 Millionen hatte. Im Mai sind bie Aufwendungen, die nicht auS eigenen Kräften für die Hauptunterstutzungs- empsänger ausgebracht werden konnten, auf etwa 47 biS 50 Millionen gesunken, und für den Ium muh man immer noch mit einem zusätzlichen Bedarf von mindestens 17 Millionen rechnen, der aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht genügen wird, und eher 20 bie 25 Millionen beträgt. Rach dieser sehr vorsichtigen Rechnung wird die ReichSanftalt also im ersten Vierteljahr deS neuen Haushalts allein einen Zuschutz von leiten des Reiches in der Höhe von 1 30 b i S 14 5 Millionen mindestens benötigen. Da die ReichSanftalt nach dem Gesetz vom 28. April 1930 mit Sicherheit nur über 200 Millionen im Iahrc an ReichS- zufchüssen verfügen kann, würde allein durch die Ausgaben der drei ersten HauShaltSmonate rund */t dieser Gelder in Anspruch genommen worden sein, noch ehe bie eigentliche Winter- arbeitSlosigkeit eingetreten ist Die 130 biS 145 Millionen zeigen mit erschreckenber Deutlichkeit, welche Belastung für die Arbeitslosenversicherung die ungünstige ArbeitSmarktentwicklung bedeutet. - • • _ „ . Deckungsprogrammes bi» z u m tz c r b ft, woraus bann die Notwendigkeit entstünde, nod>- mal» einen Rotetat zu machen, denn ber jetzige Not- haushalt läuft bekanntlich am 3D. Zuni ab. Äe weiter aber die Entscheidungen hinausgezögert werden, desto lmihrscheinlickzer wird es, bah diese Regierung überhaupt nicht mehr ba.l» kommt, sie au treffen, sondern datz i in tz e r b st erst Reieh-tags- wählen stattsinden. Durch eine tatkräftige Führung hätte es die Regierung an sich noch in der Hand, diese Entwicklung zu vermeiden. Äolopser und Länderanfprüche. Berlin, 12.3unl. (TU) Die (tzefetzentwürse über da» 'Rotopser und die Ledig e n st c 11 e r werden dem Reichs rat In dieser Woche voraussichtlich nicht mehr zugehen können, da sich, wie die „Bossische Zeitung" berichtet, Zweifelsfragen ergeben haben, die noch geklärt werden müßten. 0 ine Hauptrolle spielt dabei die steuerliche Beziehung zwischen Reich und Landern. Die Länder haben auf 75 Prozent des Einkommensteuerertrages Anspruch. Das Rotopser, da» rein äutzerlich al» ein auf bestimmte Gruppen von Steuerpflichtigen begrenzter Zuschlag zur Einkommensteuer barstellt, soll aber in vollem Umfange dem Reiche zuflietzen. Daraus ergäben sich Widerstände ber Länder. Das Reichsfinanzministerium bemühe sich bei ber Ausarbeitung der Vorlage, bas Rotopser so wenig wie möglich als einen Zuschlag zur Einkommensteuer erscheinen zu lassen. Diese Absicht des Relchssinanzminlsterium» flehe aber Im Widerspruch zu der Aussassung Innerhalb der Regierungsparteien, dah ein Rotopser nur bei Einführung eine» allgemeinen Zuschlages zur Einkommensteuer möglich sei. In diesem Sinne werde von parlamentarischen Gruppen eine Umgestaltung der Vorlage angestrebt, für die dann eine Mehrheit zu gewinnen wäre, etwa mit Hilfe i oziai Folge werde sein, datz die Regierungsvorlage nicht mehr von Pi Mokdenyauer burchgesührt würbe und ein Wechsel im Reichssinanzminifterium erfolgen bürste. Willschaflspattei und Rotopser. Eine Anfrage an die Regiernng. Berlin, 12. Juni. (TU) Die Wirt- f ch a s t S p a r k e t bat im Reichstag sollende Anfrage an d te R e g i e r u n g eingebracht: Die Reichsregierung soll nach unwidersprochenen Rachrichten zu Lasten der sogenannten Fest - angestellten eine S o n d e r st e u e r in Höhe von 4 Prozent deS Einkommen« planen. Wenn diese Steuer aus die Angestellten au-gedehnt wird, so würde diese Belastung BevölkerungS- kreise treffen, die heute schon kauin in der Lage sind, bie für ihr Alter. Krankheit und Invalidität erfordern dien Rücklagen zu machen und deshalb toirtschastlich erheblich schwächer aestellt sind. alS die durch Pension für Alter und Krankheit. sowie ErwerbSunsähigkeit gesicherten Beamten. Ift die Reichsregierung bereit, bei der Ausarbeitung deS diesbezüglichen Gefetzeniwurfe« diefem Gesichtspunkt Rechnung zu tragen unb die in Aussicht genommene Belastung der Angestelltenschast ganz sollen zu lassen bzw. lediglich aus diejenigen ..Fest- befoldeten" zu begrenzen, bei denen ihrem Ver- tragSverhältniS, ihrer Stellung und ihres Ein- kommens nach eine unmittelbare Rotlage durch Erwerbsunfähigkeit nicht eintreten kann? ©er Etondpunki der Christlichen Gewerkschosten. Düsseldorf, 12. Iuni. (TU.) Der Haupt- vorstand deS Gesamtverbandes der Ehristlichen Gewerkschaften hielt hier am 11. und 12. Iuni eine von Vertretern aller Verbände gutbefuchte Tagung ah, auf der insbesondere die gegenwärtige WirilchaftSlage Gegenstand der Erörterungen war. Auf der Tagung kam zum Ausdruck, datz die Ehristlichen Ge- werttchasten die Bemühungen unterstützten, durch gemeinsame Arbeit ber Arbeitgeber und der Gewerkschaften die schwierige Gesamllage überwinden zu Helsen. Gegen ble Aussassung, dah ber Abbau ber Löhne ba» Mittel fei, um ble Arbeitslosigkeit Zu beheben, rnützten sich ble Ehristlichen Gewerk- I schoflen nachbrücklichsl wenden. Sie seien jedoch bereit, an einer Senkung der Produktionskosten 1 ber Mirtschast mitzuarbeiien, vor allem in der 1 Richtung einer Senkung ber burch ben über- I spannten verwaitungsapparat bedingten össent- lichen Lasten unb eine Herabsetzung ber Preise. Der Hauptvorstand de- GefamtverbandeS der Ehristlichen Gewerkschaften brachte ferner zum Ausdruck, datz der derzeitigen Arbeitslosigkeit und Rot weiter DolkSkreise nur mit autzerordentlichcn Matz nahmen begegnet werden könne, insbesondere mühte die Arbeitslosenversicherung durch besonder« gesetzlich« Mahnahmen leistnngSsähiger er- halten bleiben. Mit Befremden müßten die Christlichen Gewerkschaften den Man gcl an wirklichem Gcineinschaftssi nn in weiten Kreisen unseres Volkes feststellen, der insbesondere auch in dein Widerstand gegen das von der Regierung angekündigte Notopfer 311111 Ausdruck komme. Angesichts der Rot von Millionen von Volksgenossen sollte die ßeiftung eines VotopferS von allen in gesicherter StelMng Befindlichen eine Selbstverständlichkeit sein. Der Hauptvorstand beschloß, daß die Angestellten der Christlichen Gewerkschaften neben den gewerblichen Sonderbeiträgen und neben ihren Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung ein weiteres Notopfer bringen, um die Mittel der Arbeitslosenfürsorge ihrer Verbände zu stärken. Oie Rechsfinanzen tm JRj. 1929/30. Berlin, 12. Juni. (WTB.) Im Rechnungsjahr 1 9 2 9/30 beläuft sich das Defizit im Gesamthaushalt des Deutschen Reiches nach nunmehrigen endgültigen Feststellungen auf 1283,7 Mill. Mark, gegen 1058,9 Mill. Mark im Rechnungsjahr 1928/29. Der Stand der auf Reichsmark lautenden Schuld, einschließlich der Dawesanleihe des Deutschen Reiches, wird per 31. März 1930 auf 8452,6 Mill. Mk. gegen 8416,8 Mill. Mark am 31. Dezember 1921 und der Stand der schwebenden Schuld am 31. März 1930 auf 1938,4 Mill. Mark gegen 1735,9 Mill. Mark am 28. Februar 1930 angegeben. der amerikanische Teil der Voung- anleihe überzeichnet. Reuhork, 12. Juni. (WTB.) Rach Mitteilung des Emissionskonsortiums ist der amerikanische Anteil der Bounganleihe überzeichnet worden. Oie deutsch-russischen Verhandlungen. Berlin, 12. Juni. CRB. (Eigene Meldung.) Bekanntlich sind seit einiger Zeit zwischen der deutschen Regierung und der Sowjetrogierung diplomatische Llnterhal tungen über den Stand und die Entwicklung der deutschrussischen Beziehungen gepflogen worden. Cs handelt sich einmal um Fragen allgemein politischer Art und ferner um eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten, die sich aus den Wirtschaftsverträgen ergeben haben. Diese Besprechungen sind, wie wir von zuständiger Seite erfahren, jetzt zu einein gewissen Abschluß gekommen. Die konkreten Fragen wirtschaftlicher Art werden, wie das in den Verträgen vorgesehen ist, von der Schlichtungskommission erledigt werden. Die Schlichtungskommission ist auf Grund des Vertrages vom Januar 1929 eingesetzt worden. Sie tritt am 16. Juni in Moskau zusammen. Ob über die Fragen allgemein politischer Art eine gemeinsame Mitteilung veröffentlicht wird, steht noch nicht fest. Der Schlichtunas- kommission gehören aus deutscher Seite der Reichsminister a. D. von Raumer und der Dirigent der Ostabtcilung des Auswärtigen Amts v o n M o l t k e an. Dazu treten noch eimge Sachverständige. Gtahlhelm gegen Hitler. Berlin, 12. Juni. (Eigene CNB.-Meldung.) Der Bundesvorstand des Stahlhelm faßte folgenden Beschluß: „Die NSDAP, hat am 23. Mai offiziell auf eine Anfrage des Stahlhelm erklärt, daß ein eingetragenes Mitglied ihrer Partei nicht gleichzeitig Mitglied eines Wehrbundes, also auch nicht des Stahlhelm sein könne. Die Stahlhelmführung bedauert diese Entsä)eidung im vaterländischen In- teresse, zumal sic bisher grundsätzlich den Stand- Sankt vertreten hat, daß die Kameraden eingetragene Mitglieder bei allen nationalen Parteien sein können. Die Stahlhelmführung sieht sich nunmehr zu nachstehendem Befehl veranlaßt: Eingedenk seiner, der Stahlhelmfahne gelobten Treue, hat jeder Stahlhel mkamerad der ein- getragenes Mitglied der NSDAP, ist, diese Mitgliedschaft a u f z u g e b>e n. Dieser Befehl tritt sofort in Kraft." Nationalsozialisten demonstrieren gegen das Üniformverbot. Berlin, 13.Juni. (TH. Funkspruch.) Eine Gruppe Nationalsozialisten demonstrierte gestern abend in der Dlücherstrahe tm Südwesten Berlins gegen das Üniformver- b o t des Preußischen Innenministers. Die Polizei nahm den Fahnenträger und einige Mann aus dem Zuge fest und brachte sie zur Wache in Der Därwaldstraße. Darauf sangen die übrigen Teilnehmer vor der Wache Lieder und brachen in Heilrufe auf Hitler aus. Die Polizei nahm insgesamt 31 Personen fest und brachte sie zum Polizeipräsidium. Beschwerde in München. München, 12. Juni. (TU.) Wie der „Völkische Beobachter" mitteilt, hat die National- sozialistische Partei gegen das p o l i z eilt ch e V c r b o t der für Sonntag geplanten Versammlung bei der Regierung für Oberbayern Beschwerde eingelegt. Staatsminister Dr. F r i ck, der in der Versammlung sprechen sollte, hat telegraphisch gegen das über ihn verhängte Sprechverbot Einspruch erhoben. Italienisch-polnische Liebereinstimmung. Warschau, 12. Juni. (TU.) Nach einer polnischen halbamtlichen Meldung hat die Unterredung zwischen dem italienischen Außenminister Grandi und Marschall Pilsudski in Drus- kicnniki zwei volle Stunden gedauert und auch politische Fragen berührt, die für beide Staaten von Interesse sind. „Die Unterhaltung hatte einen außer- ordentlich herzlichen Charakter. Desgleichen, so heißt es weiter, hatten auch die beiden Außenminister Grandi und Zaleski Gelegenheit, sich über eine Neihe von aktuellen politischen Problemen auszusprechen, wobei festgestellt wurde, daß zwischen beiden Staaten keinerlei Meinungsver- chicdenheiten bestehen. Es wurde vielmehr estgestellt, daß die wirtschaftlichen Beziehungen zwi- chcn beiden Ländern geeignet sind, sich immer mehr zu entwickeln und daß sic große Möglichkeiten für die Zukunft besitzen. Schließlich konnten die beiden Minister die Uebercinjtimmung in den wichtigsten augenblicklichen politi- Schul debatte tm Hessischen Landtag Darmstadt, 12. Juni. (WHP.) Vizepräsident Blank eröffnet die Sitzung des Hessischen Landtages um 10.30 Ahr zur Fortsetzung der Etatsberatung bei der 6. Hauptabteilung M i n i- fterium fü r Kultus und Bildungs- wesen. Abg. Winter (Zentr.) bedauert den Schulabbau in einer Zeit geistiger, sittlicher und wirtschaftlicher Revolution. Der Anwille der Elternschaft gegen die erfolgten Am- schulungcn bestehe heute noch in starkem Maße. Der Redner lehnt für seine Person den Schulabbau ab. Von der Regierung wünschen wir Abstellung von Härten, insbesondere bei den „Halb"- Lehrern. Der Werkunterricht darf nicht zum Selbstzweck führen, wie es vielfach eingetreten ist. Den Zustrom ländlichen Lehrernachwuchsel wünschen wir durch den numerus clausus nicht gehemmt zu sehen. Die Landbundanträge hätten uns 1000 stellungslose Junglehrer gebracht: den volksparteilichen Schulanträgen, insbesondere hinsichtlich der Sonderklassen, stimmt der Redner in weitem Amsange zu. Die höheren Schulen sind in Gefahr, durch den starken Schülerzustrom ihren Charakter als Auslese der geistig Besten zu verlieren. Abg. Dr. Müller (Cbbb.) fordert Einheitlichkeit der Schulbücher, die sich beinahe jährlich ändern. Die Erteilung des Religionsunterrichts in der Simultanschule muh unbedingt in christlich-positivem Sinne erfolgen. Solange die Städte nur die jetzigen geringen Polizeilasten zu tragen haben, lehnt der Landbund die Erhöhung der Schulbeiträge der Landgemeinden ab. Die Experimente mit der Berufsschule auf dem Lande müssen endlich aufhören. Die gewerblichen Fortbildungsschulen können den anerkannten Kammern unterstellt werden. Durch die Amstellung der Lehrerbildung vom Seminar auf pädagogische Institute ist der Lehrernachwuchs vom flachen Lande gehemmt worden, da die Ausbildung zu teuer geworden ist. Den Zustrom ländlichen Lehrernachwuchses fimmel mit. Die für die Deamtcnlaufbahn und die „Manschettenberufe" notwendigen Kräfte sind auf ein Lebensalter hinaus bereits vorhanden. Abg. Birnbaum (D. Bp.) bedauert die Ablehnung der volksparteilichen Anträge auf Abbau in der Zentrale, um den Qlbbau an der Volksschule zu vermeiden. Wenn der Staat an der Volksschule sparen muß, sind zuerst die Sonderklassen heranzuziehem denn die achtklassige Volksschule wollen wir unbedingt erhalten. Die früheren Mittelschulen hätten sich durchaus bewährt. Wenn begabte Schüler nach drei Jahren für die höhere Schule reif sind, sollte ihnen der Aebertritt ermöglicht werden. Leider ist der volksparteiliche Antrag auf Streichung der Schulgelderhöhung von der Koalition abgelebt worden. Die Abbaumahnahmen der Regierung und die Aeberfüllung der Klassen haben mit Recht zu den schweren Klagen der Elternschaft geführt. In den Volksschulen sollte die Klassenstärke 40 bis 45, in den höheren Schulen 30 bis 35 Schüler nicht übersteigen. Wir wünschen vermehrte Abhaltung von Glternaussprache- abenben mit der Lehrerschaft. Mit der hessischen I Simultanschule, wenn sie in dem notwendigen christlichen Geist geführt wird, sind wir völlig einverstanden. Sie muh aber auch unseren vaterländischen Schulforderungen entsprechen. 3n der Schulgestaltung muh die Heiligkeit des Menschenlebens und der Natur in den Vordergrund gerückt werden, um viele der heutigen Auswüchse zu unterbinden. Das Jugendherbergswesen und Jugendwandern bedarf der Förderung, wenn wir auch gewisse Schattenseiten der Schmälerung der Elternrechte nicht verkennen. Wir wünschten, daß alle parteipolitischen Absichten von der Jugend ferngehalten bleiben. In den Schulen sind mehr als 30 Schulstunden nicht notwendig. Die Pflege des Deutschtums im Ausland und der Kolonialgedanke sollten im Anterricht stärker betont werden. An dem Dildungswerk haben Frau und Mann gleichberechtigt mitzuarbeiten. Abg. Reiber (Dem.) beklagt die Versandung der Reichsschulgesetzgebung. In Hessen vermissen wir noch immer das Gesetz über die höheren Schulen. Wir weisen den Vorwurf zurück, daß der Religionsunterricht von der Lehrerschaft ungenügend erteilt werde. Das Landeskirchenamt habe'nie Klage geführt. Die große fulturreattionäre Offensive wird die Demokraten auf dem Posten finden. Den Volks- schulabbau lehnt eine Minderheit der demokratischen Fraktion ab. Die Erhöhung der Klassenstärke können wir unter keinen Amständen mit» machen. Das rückwirkende Abbauverfahren ist nicht zu billigen. Ist bei dem Abbau konfessionell paritätisch verfahren worden? Von „Halb-" und „Zweidrittellehrern" wird jetzt noch zwangsmähig der volle Dienst gefordert. Der Staat darf keine Lehrer behalten, die den heutigen Staat Umstürzen wollen. Aus dem Gesehgebungsausschuß. Die obligatorische Trichinenschau. Darmstadt, 12. Juni. (WHP.) Der G e - sehgebungsausschuh des Hessischen Landtags behandelte heute nachmittag in zweiter Lesung den Gesetzentwurf über die obligatorische Trichinenschau. Die Frage der Hausschlachtung wurde in folgendem neu ein» gefügten Artikel 2 geregelt: „Bei den in Art. 1 genannten Tieren, deren Fleisch ausschließlich im eigenen Haushalt des Besitzers verwendet wer» den soll, darf die Antersuchung unterbleiben. Eine gewerbsmäßige Verwendung des Fleisches, bei welchem auf Grund des Absatzes 1 die Untersuchung unterbleibt, ist verboten. Als eigener Haushalt im Sinne des Absatzes 1 ist der Haushalt der Kasernen, Krankenhäuser, Erziehungsanstalten, Speiseanstalten, Gefangenenanstalten, Armenhäuser und ähnlicher Anstalten, sowie der Haushalt der Schlächter, Gast-, Schank- und Speisewirte nicht anzusehen." In Artikel 1 wurde von der obligatorischen Trichinenschau außerdem noch befreit „das zum Reiseverbrauch mitgeführte Fleisch". Die Artikel 3—7 des Gesetzes werden dann im Wortlaut der Regierungsvorlage angenommen. lch c n Fragen fcststcllcn,. sowie dcr Hoffnung Ausdruck verleihen, daß die nahe bevorstehende Zusammenarbeit der beiden Regierungen in wirksamer Weise zur Festigung des Friedens und zum Wohle Europas beitragen möchte. Königinwitwe Maria in Bukarest. B u k a r e ft, 12. Juni. (WTB.) Die Königin- witwe Maria traf heute abend in Bukarest ein. Zu ihrem Empfang hatten sich sänitliche Mitglieder der königlichen Familie auf dem Bahnhof eingefunden, unter ihnen auch König Carol, der mit seiner Mutter ein überaus herzliches Wiedersehen feierte. Ferner waren anwesend der Sohn des Königs, Thronfolger Michael, der Bruder des Königs, Prinz Nikolaus, Prinzessin H c - le na und die ehemalige griechische Königin Elisabeth. Könginwitwe Maria von Rumänien lieh am Mittwochabend auf ihrer Durchfahrt durch Wien durch den rumänischen Geschäftsträger, Dr. Z a - b o r o w f k i, folgendes mitteilen: „Ich reife in mein Land zurück, um dem König nützlich sein zu können, da ich weiß, daß er eine große und bedeutungsvolle Sendung zu erfüllen hat. Ich bin überzeugt daß sich die ganze Königliche Familie um den König sammeln wird und hoffe, Prinzessin Helena bald als K ö n i g i n zu sehen. Mein sehnlichster Wunsch ist, dah es dem König gelingen möge, die politischen Parteien und alle lebendigen Kräfte Rumäniens um sich zu scharen, um die große Arbeit, die ihn erwartet, vollenden zu können. Tie neue äiöniqm von Rumänien. Bukarest, 13. Juni. (TH. Funkspruch.) Durch einen Erlaß König Carols hat seine geschiedene Gemahlin, Prinzessin Helene, das Recht erhalten, den Titel „M a j e st ä t" zu führen, was einer Proklamation zur Königin gleichkvmmen dürfte. Gescheiterte Kabinettsbildung. Bukarest, 12. Juni. (WTB.) Der vom König mit der Kabinettsbildung betraute General Presan hat den Auftrag zurückgegeben. Oie Flottenabrüstung. (Line Rede des amerikanischen Staatssekretärs Stimion. Washington, 13. Juni. (WTB.) Staatssekretär S t i in s on ermahnte in einer Rundfunkrede die öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten, die Opposition und die Propaganda gegen den Flottenpaktein- a u ft e 11 e n und die Regierung, sowie die pakt- freundlichen Senatoren darin zu unterstützen, daß der Vertrag noch in diesem Sommer ratifiziert werde. Eine dkrxogerung bis zum Herbst gebe lediglich den Militärs die erwünschte Gelegenheit, ihre Hetzkampagne zu betreiben, bis wieder Mißtrauen zwischen den Völkern entstehe und der in mühsamer Arbeit auf- gebaute Flottenpakt, selbst wenn er schließlich ratifiziert wird, seine Wirksamkeit und damit seinen Zweck einbüßt. In scharfen Worten wandte sich Stimson gegen die Admirale, die nur in einer möglichst starken Flotte eine Sicherheit für den Weltfrieden sähen, und beglückwünschte Amerika dazu, dah seine Verfassung die Entscheidung über diese Fragen der Regierung und dem Kongreß Vorbehalte, nicht aber den berufsmäßigen Kriegern, die durch ihre militärische Erziehung einseitig und „halb- blind" geworden seien und nicht sehen könnten, daß man durch allzustarke Rüstungen den Krieg nicht vermeide, sondern provoziere. Amerika benötige nicht mehr eine so große Flotte, wie im Weltkriege. Der Londoner Pakt sei ein großer Schritt vorwärts auf dem Pfade der Entwicklung der Abrüstungsidee, di? nicht auf einmal, sondern nur dank ständigen Mühens um ihre Verwirklichung allmählich ihr Ziel erreichen könne. Ein italienischer Offizier als Spion in Güdfrankreich. Paris, 13. Juni. (WTB. Funkspruch.) Nach einer Meldung des „Journal" aus Nizza, soll dort vor vier Tagen der italienische faschistische Offizier Fortunato Volle verhaftet worden sein, dcr in Südfrankreich häufig Reisen unternahm. Mon soll bei ihm Pläne und Skizzen über die französische Militärorganisation in der Dauphinö gefunden haben. Aus aller Welt. Furchtbares Antonwbilunglück. Kassel, 13. Juni. (WTB.) Wie das „Kasseler Tageblatt" ^ius Veckerhagen (Weser) berichtet, ereignete sich gestern abend ein außerordentlich schweres Qlutomobilun- glück am Hemelberg. Das Mindener Pionierbataillon passierte mit mehreren Personenwagen, einer großen Anzahl von Motorrädern und 25 bis 30 Lastautomobilen mit Anhänger die Straße von Hemelberg nach Veckerhagen. Infolge Versagens einer Bremse fuhr der erste Lastkraftwagen in einer unübersichtlichen Kurve mit großer Geschwindigkeit a u f eine kleine Brücke a uf und stieß dort gegen eine Mauer, wobei er sich quer über d i e Straße legte. Ihm folgten mehrere Lastautos, die den ersten Wagen rammten und mit furchtbarer Wucht über öie Brücke hinweg in eine Tiefe von vier bis fünf Meter stürzten. 3m ganzen sind vier Lastautos des Zuges, der die Kurve zu passieren hatte, auf die Brücke gerast. Rach Berichten von Augenzeugen sind etwa a ch t Schwer - und zehn Leichtverletzte fest- gestellt worden. Ob sich auch in den in die Tiefe gestürzten Wagen noch Soldaten befinden, konnte im Augenblick noch nicht festgestellt werden. Brand eines titanischen Städtchens. K o w n o, 12. 3uni. (WTB ) Das bei Ponewjesh gelegene Städtchen Rosalima steht seit heute morgen in Flammen. Dis gegen 12 Hhr mittags waren bereits über 20 Häuser mit sämtlichenWirtschaftsgebäudennie- bergebrannt. Zur Bekämpfung des Feuers wurden sämtliche Feuerwehren der Umgebung herangezogen. Auch die Kownoer Feuerwehr ist zur ®ranbftefte auSgerückt, obwohl dieser Ort Ser neue deutsche Gesandte in Setgrad im Amt. -* Gesandter Ulrich von Hassel, der Nachfolger des verstorbenen deutschen Gesandten in Jugoslawien Dr. Köster, hat in Belgrad sein Beglaubigungsschreiben Überreicht. etwa 100 Kilometer von Kowno entfernt liegt Da das Feuer bei der herrschenden Trockenheit! mit unheimlicher Schnelligkeit um sich greift, besteht die Gefahr, daß das ganze Städtchen niederbrennt. Die Bewohner verlassen Hals über Kopf die bedrohten Häuser. Deutsche Preisträger der Wiener Akademie. 3n einer feierlichen Sitzung der Akademie der Wissenschaften wurden aus Deutschland zu korrespondierenden Mitgliedern der Archäologe Professor Dr. Wilhelm D o e r p f e l d und der Professor der Geographie an der Universität Heidelberg Dr. Alfred Hettner gewählt. Die Akademie der Wissenschaften verlieh den Hans-Girg-Preis für Botanik dem Professor für Botanik an der Universität Göttingen Dr. Fritz Wettstein-Westersheim und den von der Aerztevereinigung Semmering gestifteten Preis für Höhenphysiologie und Höhenpathologie dem Assistenten Dr. Robert Mark an der Universität Würzburg. Ein Flugzeug ins Wasser gefallen. Berlin, 13.3uni. (CNB.) Das auf dem Wege von Kiel nach Königsberg befindliche Junkersflugzeug D 1 45 9 beabsichtigte, mit fünf Passagieren auf dem Jasmunder See bei K ö s l i n eine Zwis chenlandung vorzunehmen, die bereits von vier anderen Flugzeugen vorher glatt durchgeführt worden war. 1) 1459 wurde, so berichtet das „B. T.", beim Aufsetzen der Schwimmer glatt vom Rumpf abgerissen. Das Flugzeug versackte sofort im Wasser. Mit Hilfe der Insassen der vier übrigen Flugzeuge, die sich in der Nähe aufhielten, wurden der Pilot und sämtliche fünf Passagiere gerettet. Vier Insassen eines Autos ertrunken. Riga, 12. Juni. (WTB.) Ein mit fünf Personen besetztes Auto stürzte in den B l a s l a - F l u ß (Rordlettland). Der Chauffeur konnte sich retten, die übrigen Ins assen ertranken. Ein Auto von stürzenden Felsen zerschmettert. Paris, 12.Juli. Wie Havas aus Grenoble berichtet, löste sich während eines Gewitters an der Straße Grenoble—La Börarde ein Felsstück und stürzte auf einen vorüberfahrenden Kraftwagen, der mit neun Personen besetzt war. Zwei der Insassen wurden getötet. 2000 Kilometer zum Zahnarzt. Der Weg zum Zahnarzt erscheint so manchem recht lang aber keiner hat wohl je einen längeren Weg zu diesem so notwendigen, aber so wenig angenehmen Ziel gemacht als ein kanadischer Trapper namens F. Jacobson. Während seiner Arbeit am Krönungs-Golf im wilden Norden von Kanada bekam dieser Mann plötzlich heftige Zahnschmerzen und sah sich nach einem Arzt um, aber in der Hingebung der nächsten 2000 Kilometer war keiner zu finden. Zuerst reifte er mit seinem Hundeschlitten 21 Tage bis nach Aklawik, dem nächsten Ort, der immerhin 1250 Kilometer entfernt war. Doch hier gab es keinen, der ihn sachkundig von seinen Schmerzen hätte befreien können. Daraufhin mietete er sich ein Flugzeug und flog nach der Stadt Whitehorse im Jukon-Gebiet. Auch da fand er nicht, was er suchte. Nun setzte er sich auf den Zug und fuhr nach einer Stadt in Alaska, von wo er den Dampfer nach Vancouver nahm. Hier erst konnte er den so lange gesuchten Zahnarzt in Nahrung setzen, indem er sich von ihm den schlimmen Zahn ausziehen ließ. Er hatte also eine Reise von 32 Tagen machen und mehr als 2000 Kilometer zurücklegen müssen, um sich von seinem Zahnschmerz zu befreien. Das ist ein schönes Beispiel der Hartnäckigkeit, das man allen denen, die sich so gern um den Besuch beim Zahnarzt herumdrücken, zur Nachahmung empfehlen möchte. Berliner Börse. Berlin, 13. Juni. (WTB. Funkspruch.) Nachdem die Kurse an der gestrigen Frankfurter Abendbörse bei anhaltender Geschäftsstille eher zur Schwäche neigten, konnte man im heutigen Frühverkchr noch keine Tendenz erkennen, da sich die Spekulation voll- kommen abwartend verhielt. Kurse waren noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,83, London gegen Mailand 92,7250, London gegen Spanien 40,60, London gegen Schweiz 25,0713, London gegen Kabel 4,8584, London gegen Berlin 20,3613, Kabel gegen Berlin 4,1910, London gegen Buenos 42,06. ""-»w Bro entfernt stezi. chenden Trockenheit it um sich greift, anzeVtädtchcn rhner verladen Hals iu|er. Dienet Akademie. j der Akademie der KuWand zu kor- itgliedern der IhelmDoerpfeld raphie an der United Lettner gi* liffenf^ffen verlieh ifanif dem Profesivr M Göttingen Dr. 's heim und den immetmg aeWelm und ßvyenpatho- >betl M a t! an der - kr Nachfolger bes en in Sugoltamitn em Beglaubigunzs. cht- iffet gefallen. D) Das aus dem asberg befindlich- !459 beabWtigtc, m Satmunbcr lf chenlandung Mt andrten Flug- Mrl worden war. das,M‘. beim att vomÄumPs •uq versackte so- ' Hilfe der Insassen die sich in der W ilot und sämtliche ttet jfos ertrunken. । Ein mit fünf 5^ ‘Sl'iS en Insaflen er Jelfen ^djmetled. w5 aus Grenoble •“’U’» Zersonen W getötet. »J** wohl 1«* aber aß ein ®s •Mfi* der«nden. °y hier gab war. D^tzchmer. g von mietete 9 Daraufhl" 6|dhl =t auf *» von dem er 6r hat« iehen 2J ^d mehr jen machen, um gen ^''List-m LeE das f" tnM^den « 3cm -Lahnlnng en, iu 5'* ..Jtai»'” r"ntf«r| tur l- K.7e Lndon Mfnte < Q27250, : ie elterliche Einstellung zum Kinde abgeht, dann damit auch ein gewißer Aachteil, nämlich die Aeigung, alles beim Kinde schön zu finden, in ihm ein Wunderkind zu erblicken, Ser Lehrer wird in der Regel unbefangener und deshalb nicht selten richtiger urteilen. Wer also kennt das Kind am besten? Die Eltern oder der Lehrer? Wir können nicht den einen Teil allein nennen; beide haben reichlich Gelegenheit, das Kind zu beobachten und aus der Erfahrung zum rechten Urteil zu gelangen. Wenn beide Erzieher nicht immer übereinftunmen, so liegt es zum fotzen Teil an der verschiedenen Einstellung und besonders daran, daß die Eltern ihr Kind mehr als Einzelwesen, daheim im Hause kennen lernen, der Lehrer es dagegen mehr als Glied einer größeren Gemeinschaft sieht. Wenn eine verschiedene Beurteilung so leicht möglich ist, ist die gegenseitige Aussprache um so nötiger. Wenn sie in guter Absicht und mit der nötigen Ruhe geführt wird, werden Eltern und Lehrer dadurch neue Einblicke gewinnen, Irrtümer werden aufgeklärt und beseitigt werden. Es ist nicht nur für das Kind, sondern auch für Eltern und Lehrer am besten, wenn Einigkeit zwischen beiden Erziehern herrscht und nicht das quälende Gefühl im Herzen zurückbleibt, daß das Kind falsch, oder etwa gar bewußt ungerecht beurteilt und behandelt wird. D. K. u. S. Elektro-Koch- und Äraweranstaltungen Die Hausfrauen-Deratungsstell«, deren segensreiches Wirken bereits bei anderen Gelegenheiten gebührend heroorgehoben wurde, veranstaltete gestern nachmittag zusammen mit der Elektrogemein- schäft ndsiiiic-O sehr leichter Ost y massiger Svdsoowesi q stürmische» «lorowesl Oie Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenoen Zählen gehen die Temperetur en. Pie Limen verbinden Orte mit gicicn •uf Heercsnieeeu umocrechnricn Lultoruch Wettervoraussage. Heber dem nördlichen Deutschland und dem Küstengebiet hat sich eine flache Storung gebildet, unter derem Einfluß während der verflossenen Rächt stellenweise Gewitterstörungen und auch Riederschläge auftraten. Von der Rordsee bringt die Störung etwas kühlere Luft südwärts, wobei zunächst auf dem überhitzten Festlande sich Gewitterstörungen bilden dürsten. Die Beeinflussung ist jedoch nur vorübergehend, denn mit dem folgenden Darometeranstieg gewinnt der hohe Druck über den britischen Inseln wieder über Deutschland an Raum. Infolgedessen ist erneut heiteres und trockenes Wetter bei ansteigenden Temperaturen zu erwarten. Aussichten für Samstag: Vorübergehende Gewitterstörungen mit einzelnen Riederschlägen und leichte Ab^hlung. Aussichten für Sonntag: Vielfach heiter und trocken, wieder wärmer. / Reiferodferblenff. Westerland auf Sylt: 18 Grad, Rord- westwind, Gewitter. Vaden-Baden: 21 Grad, Südwestwind, heiter. Berchtesgaden: 17 Grad, Ostwind,heiter. Gelbe RaucherzLhne. „Nach langem Suchen endstch das Nichtige für meine Zähne. Nach dreimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, trotzdem diefelbm durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nicht, anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont." B.. Horst Berg. — Chlorodont: Zahnpaste 00 Pf. und 1 Mk., Zahnbürsten, Mundwaster 1 Mk. bei höchster Qualität. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haben. sein. wird bei der Herstellung wertvoller Orientcigaretten verlangt, und deshalb muß diese Eigenschaft die wichtigste Tugend der OVA-MÄDCHEN Die pflegliche Behandlung hochempfindlicher Edeltabake beansprucht ununterbrochene Aufmerksamkeit, denn es handelt sich um die Qualität der Orientcigarette REEMTSMA nr.l 1.95 200 Bade-Anzüge zum Aussuchen, schwarz, m.farb. Besatz prima Trikot, auch extra weit nur -t 0.75 Damen-Bade-Anzüge 4 QC moderne Muster ..4.50, 2.75, leUU reine Wolle 10.50, 9.75, 4159 A Ein außergewöhnliches Sonder-Angebot 439 4 D Gießen, Goslar a. H., Wiesbaden, den 11. Juni 1930. Vereine Badehosen Badeanzüge 5 Prozent Bar-Rabatt! H. Kaess Nachf Inhaber: Wilhelm Horn und Sohn Telephon 2773 Kreuzplatz 15 4389 D erbeten. 4391D ilnschltehend: Klein&Stiefel 88D den Mustern die gut in Qualität und herrlich in 6i B 4386D Limburg, den 13. Juni 1930. 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Monats- Hauptversammlung Samötag, den 14. Juni abends 8.30 llbr Reftaur. Hardtterrasse. Sonn, 20.17 U rmterga 182S: Weimar Dichter geboren. Sonutaa.l5.Juui: Familien-SnazierM nach Rödgen »u Mitglied Balzer. Abmarsch 15 Uhr v. Schützenhaus. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 4397 D scheu A Reichs zahlens Mch ui Zahl' ordne ten zu 1 Dem lc Franste mente t ja noch tage c anderen Äcich ui aus ungc ist foirfl sparni Milliardi fische ( schätzt toc eine Kü Gerade von Huw feit ei nen ver 8s wäre auch tut Spätere ilnb vi rung de rung Äeichstc batten Gefolgen mus ist tobt sich von sein brauch zi die tatsc ist recht wenn ein die heute mus |au Wortung Titel der /orte da, dos müh 2or4.Juni.. abends 8*° Uhr vorsllmossltzlillg. 9 Ubr inonatsoerfammlunfl. Tagesordnung: 1. Eingänge. 2. Aus« nähme neuer Mit» glteder.3.Tratnings- und Regattafragen. 4. BerfckiedeneS. Zahlreichen Besuch erwartet [43880 der Vorstand. Hauptversammlung am Samötag, dem 28. Juni 1930, vormittags 11 Ubr, im Ratbaus zu Oberlabuttern. Tagesordnung: 1. Bericht über die Jahre 1927—1929; 2. Rechnungöab- läge und Entlastung des Vorstandes für 1927-1929; 3. Neuwahl von Vorstand und Ausschuß; 4. Wahl von Rechnungsprüfern für 1930; 5. Ort der nächsten Hauptversammlung; 6. Vortrag über die Haienanlage inOberlahnstein mit Berücksichtigung deS UmfchlagverkehrS von der Lahn; 7. Sonstiges iAnregung^ Anfragen, Muteilungen usw.) Nach d.Versammlung gesell.veisawmenselu Waschseide 70 70 cm breit, Kunstseide be- f X druckt.................... I V-5, Beiderwand AA 70 cm br„ schöne moderne AU Streifen................... VW Und wieder erstaunlich billig in Sommerstoffen^ Ein 6 Alles Anvs uni Uentüi sthen.Allc 'm Slast.: Tie Kv Ml, da ^Marz > Mw Klagen, totoatje, otangt a ^ucht bv Diei ?^gvw Äeldvil langen nr SmS 9Nli( S: tokenoi r°Ölein'i &H. ■46er 6r «14b«, »laut S e"l 0 Äet? ■S6 | Vermietungen | Freundl. möbliert. Iimmev in der Nähe d. 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Die Wirtschastspartei hat die erste Anregung gegeben, daS Kabinett folgt ihr, und wir können uns zunächst einmal grundsätzlich darüber unterhalten, ob es denn unbedingt notwendig ist, daß wir einen Reichstag von ungefähr einem halben Tausend Abgeordneten beschäftigen. Das alte Deutsche Reich hat sich mit weniger als vierhundert begnügt — ganz zuletzt waren es einige mehr —. inzwischen tft Deutschland kleiner geworden; der AusgabcnkrciS freilich" etwas größer, und in der parlamentarischen Demokratie sollte auch die Stellung deS Reichstags eine andere geworden sein. Aber rein zahlenmäßig braucht sich das nicht ousAuwirken. Rach unserer bescheidenen Ansicht würde eine Zahl von dreihundertfünfzig Abgeordneten vollkommen genügen, um die Arbeiten zu bewältigen und würdig zu repräsentieren. Dem löst! sich auch nicht cntgegenhalten, daß Frankreich und England sehr viel stärkere Parlamente haben. Der Vergleich hinkt, weil bei uns ja noch die ebenfalls stark übersetzten Landtage einen Teil der Funktionen haben, die in anderen Staaten zentralisiert sind. Wenn man Reich und Länder zusammenrechnet, kommen wir auf ungefähr zweitausend Abgeordnete, und daS ist wirklich des Guten zuviel. Erhebliche Ersparnisse lassen sich dabei, gemessen an den Milliardenetats, nicht machen, aber der moralische Eindruck soll doch auch nicht unterschätzt werden, zumal wenn Hand in Hand damit eine Kürzung der Diäten verbunden wird. Gerade beim Reichstag aber würde ein Ausfall von hundert Abgeordneten die Notwendigkeit eines Reubaues, der einige Millionen verschlingen soll, überflüssig machen. ES wäre dann im altenHause auf einige Jahre — auch für die Bibliothek — noch Platz genug, das Spätere wäre dann der Zukunst zu überlassen. Unö vielleicht ergäbe sich aus der Rationalisierung der Zahl dann auch eine Rationalisierung der Arbeit. Die Bemühungen des Reichstagspräsidenten um eine Belebung der Debatten sind bisher nur von sehr bescheidenen Erfolgen gekrönt gewesen. Unser Parlamentarismus ist in seinen ganzen Formen erstarrt. Er tobt sich in vorbereiteten Reden aus, anstatt von seinen wirklichen Einsluhmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Die Zahl der Abgeordneten, die tatsächlich in den Kommissionen arbeiten, ist recht gering, daran würde sich nichts ändern, wenn ein Bruchteil der Drohnen beseitigt würde, die heute nur an dem Honig des Parlamentarismus saugen, ohne auch ein Stück der Verantwortung mit übernehmen zu wollen. Denn der Titel des .,M. d. R." ist nicht nur für die Visitenkarte da. wenn er ernst genommen wird — und daS mühte doch eigentlich die selbstverständliche Voraussetzung sein —. bedeutet er Arbeit. Daran aber können drcihundertfünfzig Abgeordnete. die wirklich arbeiten, sehr viel mehr schaffen, als fünfhundert, die in ihrer Würde nur eine angenehme Zugabe sehen. Taten für Lamstag, 14 Juni. Sonnenaufgang 3.44 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. — Mondaufgang 23.20 Uhr, Mond» untergang 6 Uhr. 1828: Grohherzog Karl August von Sachsen- Weimar in Gradeh gestorben; — 1880: der Dichter Walter von Molo in Sternberg i. M. geboren. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen 400 Jahre Augsburgische Konfession. Am 22. Juni beginnen in Augsburg die Festlichkeiten zur Feier des 400. Jubiläums der Augsburgischen Konfession, die im Jahre 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg von Philipp Melanchthon dem Kaiser überreicht wurde nnb seitdem die Grundlage des evangelischen Glaubensbekenntnisses bildet. — Links: Martin Luther mit dem Schwan, ein Iubiläumsblatt von 1730, zur (Erinnerung an die Augsbur- gische Konfession. — Rechts: Philipp Melanchthon, der geistige Vater der Augsburgischen Konfession. Wandlung -er Jugend. Don Dr. Heinz Oähnhardt, 1. Vorsitzender des Reichsausschusses der deutschen Iugendverdände. Selten wohl — so will es ihm jedenfalls scheinen — sah der Heranwachsende Mensch sich einer so früh- und vorzeitigen, dazu kritischen und widerspruchsvollen Beurteilung ausgesetzt wie heute. Alles soll mit ihm kommen, die bessere Zukunft der Ration und eine neue sinnvollere Ordnung des Lebens, seine eigenen Aeherungen aber begegnen dem Vorwurfe., dah er sich von der vorbildlichen Lebensart früherer Geschlechter abwende unfähig Erbe zu wahren und neues Erbe zu bilden. Von der Oessentlichkeit so gut wie unbemerkt, hat sich in der Jugend ein Wandel vollzogen. Zwar ist das Phänomen der Jugendbewegung heute allgemein erkannt und anerkannt, nachgeahmt und analysiert, man vergibt aber, daß die Träger dieser Bewegung heute nicht mehr im biologischen Sinne, äugend sind, sondern bereits als eine neue Gesellschaftsschicht in die Gesamtheit von Volk und Staat hineinwachsen. Es dient der Klarheit, wenn man für die Gegenwart nicht bei einer Betrachtung der Jugendbewegung, die in der ursprünglichen Art nicht mehr ist, sondern bei der aus ihr enMandenen »Jungen Generation" ansetzt. Denn es ist diese »Junge Generation", es sind die aus der Jugendbewegung. dem Frontsoldatentum und den neuen geistigen, künstlerischen und politischen Bewegungen der Zeit entstammenden Menschen zwischen 25 und 40, die, in gleichem Erlebnis und Erbe verbunden, heute mit ihrem Anspruch auf Geltung und Wirksamkeit ein Moment der Unruhe bilden. Diese »Junge Generation" ist in sich keine geschlossene geistige Einheit, sie lebt aber im Bewußtsein der Einheit der Ausgabe. Zu ihr gehören Erwin Pifcator und Martin Luserke . Paul Hindemith und Fritz Iöde, Kultusminister Grimme und Reichsminister Trevi- ranus. jchrge Protestanten und Katholiken, Rationalsozialisten und Sozialisten. Tiefe »Jungen" sind weniger kompromißsreudig und strenger in der grundsätzlichen Auffassung als die »Alten'. Aber eher bereit als diese, auch die Funktion des anderen anzuerkennen und in ehrlicher Selbst einschränkung und Arbeitsteilung einen jeden vor seiner eigenen Türe kehren zu lassen. Aus der Erkenntnis, daß auf einen gemeinsamen Inhalt verzichtet werden muß. ergibt sich eine gemeinsame Haltung ari- ftänbiger Verläßlichkeit und menschlicher Verbundenheit. Jahre gemeinsamen Kampfes und gemeinsamer Rot um das Volk, die im Anfang des Werdens dieser Generation waren, haben sie scharf abgegrenzt gegen die, die vor ihr waren und die nach ihr kommen. Denn inzwischen wächst eine neue Jugend heran. Krieg, Revolution und Inflation sind für sie nicht mehr erlebte Wirklichkeiten, sondern geschichtliche Erinnerungen. Dafür ist selbstverständliche Wirklichkeit, was für die Vorangegangenen noch Kamps und Zweifel bedeutete: Großstadt, Technik und Zivilisation. Diese, biologisch gesehen, echte Jugend unserer Gegenwart zieht nicht mehr kämpferisch die Totalität des Seins in Frage, ringt nicht mehr radikal «m geistige Erneuerung. Sie lebt wieder in jener sorglosen und unbeschwerten Daseinsfreude, der Gegenwart zugewandt, die der Jugend der Jahrhundertwende und des großen Krieges verloren ging. Sie ist nicht nur Bewegung, sondern wieder Ruhe und Zustand, wieder Vorstufe, Vorbereitung und Erwartung, nicht mehr ein aus eigener Kraft gestaltetes abgegrenztes Jugendreich. Damit ist d i e Aufgabe der Jugenderziehung neu gestellt. Die jüngsten wachsen nicht mehr aus selbsteigenem schöpferischem Vermögen in die Formen der Jugendbewcgueng und in die Wertwelt der ..Jungen Generation- hinein, diese verjüngend und erneuernd. Vielmehr macht sich e i n stärkeres Verlangen nach neuerFüh- rung und Autorität geltend, ebenso wie allgemein gültige jugendliche Lebensformen sich wieder herau-dilden Der Jugendliche, der einem Vereine ober Bunde angehört, steht der Gegenwart nicht mehr so kritisch gegenüber wie einst, er ist ein ungleich naivcreS Kind seiner Zeit, gegen deren Dämonien er gleichzeitig gefeiter ist alS seine Vorgänger. Dieser Jugend gegenüber kann eine Führung nicht mehr nur Sprachrohr und Ausdruck eines GefolgschaftSwillenS fein, deren bisherige Dynamik nicht mehr vorhanden, sie hat die neue Pflicht der büdungs- mähigen Formung und deS zuchtvollen Vorleben-. Kirche und Schule. T Leihgestern, 12. Juni. Ein schöner Brauch fand in den letzten Jahren in unserer Gemeinde Eingang, nämlich die Feier des goldenen KonfirmationSjubiläumS. Auch dieses Jahr wieder am zweiten Psingstfeiertag versammelten sich die noch lebenden Männer und Frauen, die. im Jahre 1880 in unserer Kirche konfirmiert worden waren, um gemeinsam den Tag der 50. Wiederkehr ihres KonsirmationS- tages festlich zu begehen. Der OrtSgeistliche, Pfarrer Jäger, predigte über den einstigen KonfirmationStext: 2. Thirn. 2. V. 22. Am Rachmittag fand eine gemeinsame schlichte Feier bei Kaffee und Kuchen statt. • Stumpertenrod, 12. Juni. Die diesjährigen Pfingsten sind für die Stumpertenröder Mädchen und Burschen und wohl auch für die Gemeinde durch den Besuch von Offenbarer Jugend, unter der unser Psarrer Geißler vor seinem hiesigen Wirken arbeitete, zu Freudentagen geworden. Im Gottesdienst am ersten Feiertage wirkten die Gäste durch Gesang bei der Ausgestaltung desselben mit Am Abend trafen sich die hiesige Jugend und ihre Gäste auf einer Wiese, wo uns durch Volkstänze und entsprechende ßieber unter Anleitung des Pfarrers der tiefe Sinn des »rechten Tanzen-" erschlossen wurde. Es waren rechte Stunden der Erhebung. Am zweiten Psingstfeiertage sand wieder. wie alljährlich, der WaldgotteSdienst in der Helperstruth statt, die zwischen Stumpertenrod und Köddingen liegt. Hierzu kamen die Bewohner beider Dörfer in großer Zahl zusammen. Alnfer Pfarrer legte seinen Worten Apostelgeschichte 2, 3 und 4 zu Grunde. Er zeigte in lebendiger Veranschaulichung unseres Volkstums, wie neuer Geist in „neuen Zungen" bei den Menschen einzieht und ihr Leben so umgestaltet, daß ein „neues Singen" und ein „neues Feiern" von Festen in unserem gefährdeten! Volksleben entstehen kann und man sich auch in „neuer Sprache und Tat" mit dem Rächst er zu rechter christlicher Gemeinschaft finden faniu Der Schüler- und Männerchor von Köddingen unter Leitung von Lehrer Schmandt und der Musikverein von Stumpertenrod halsen durch Musikvortrag und Lied in feiner Weise mit, diese Feststunde zu verschönern. 4 Wingershausen, 12. Juni. Die schöne, sich crfrculid'ertoeife auf durch Het'en ausbrei- tcnde itte der „Goldene nKonfirmaiion" ist letzt auch in unser Kirchspiel einaezogen. Die zu Pfingsten 1880 Konfirmierten haben durch eine für Wingershausen und Eichelsachsen gemeinsame Feier, die am Pfingstmontag-Äachmittag in Eichelfachfen stattfand, den Anfang gemacht. Von den 18 Konfirmanden des Jahrgangs konnten elf, auch die nach auswärts verzogenen, anwesend fein. Unter den Fehlenden sind nicht weniger als sechs, die infolge schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse, z. T schon bald nach der Konfirmation, nach Amerika ausgewandert waren Der Festgottesdienst in der überfüllten Kirche, der durch die Chöre der beiden Gemeinden bereichert wurde und der in dem Bekenntnis und der gemeinsamen Abendmahlsfeier der 64 jährig n Konfirmanden feinen Höhcvunkt batte, war außerordentlich eindrucksvoll. Sonntag in Schottland. Don Liesbet Dill. Gin Sonntag in Glasgow. Und es regnet . . . Alles ist geschlossen, Restaurationen und Cafes. Kinos und Theater. Museen und Galerien, selbst die Kirchentüren sind mit eisernen Hängeschlössern versehen. Alles ist „shut“. Selbst die Motorcoatches stehen im Stall. Keine Rundfahrten, keine Vergnügungen. Die Kohle Schottlands hat alle Häufet fo schwarz gerußt, daß sie wie gewichste eiferne Ofen glänzen. Schwarz zieht der Fluß unter Glasgows Drücken einher. Sein Wasser gleißt trübe wie schlechte Tinte. Keine Anlagen, kein Baurn, kein Garten hebt diese grau- schwarze, oleigraue Rüchternheit auf. Zusammenge- drängt auf einen Raum liegt die große Stadt, um- rauchl von Fabriken, einem Wald von Schornsteinen und Mietskasernen. Was fängt der Fremde an, der am Sonntag nach Glasgow gerät? Im Hotel liegen alle Sofas und Sessel voll Sonntagsruhe haltenden Engländern und Amerikanern. Sie haben die Deine über die Lehnen hängen und rauchen und lesen „Novels“. Die grauen Häuser mit den herabgelassenen Läden, ohne Dal- kon-, ohne Dlumen, ohne Vorhänge, sind zum Sterben langweilig. Kausen kann man nichts. Zwei Schaufenster sah ich, deren Läden nicht herabgelassen waren, ein — Grab-Dukettgeschäft und ein ganzes Schaufenster voll von Rachtgeschirren . . . Glasglocken, an denen noch die Visitenkarten der Geber hängen. „A token of respect and esteem from the neigbours“ ... oder „From the Sunday school children“. Im Kino rollt ein Film mit deutschen Schützengrabenaufnahmen aus dem Krieg, „The worlds war, as seen through german spectacels“, her Weltkrieg in deutscher Darstellung. Hinterher gibt es „The Hon and the mouse“. Aber Sonntags ist auch dieses düstere Vorstadtkino geschlossen. Dillenstraßen mit freundlichen Häusern, die fein und sauber aussehen, in 'Blumengärten. Der Park ist ein grüner Wald. Der Regen hat die ‘Säume frischgewaschen. Diese Dillen und „Bungalows" werden straßenweise gebaut. Es scheint kein Mangel daran zu sein. Das Schild »Zu verkaufen" oder »zu vermieten ", das man bei uns überhaupt nicht mehr sieht, findet man fehr häufig in großen und kleinen Städten Englands und Schottlands, lind entzückend eingerichtet kleine Häuschen an der See in Bade- orten werden für 20 000 Schilling angeboten, soviel man davon haben will... Zum Schluß noch der „Zug der Römisch-Katholischen Stimme". Männer mit Schottenröcken und Schvttenbüten und Durscben in der „Wandervogeltracht" der Hochländer. Die übrigen Mitmarschie- renden hatten weihe Schärpen um, und im Hotel stand eine halbe Stunde lang die Welt still, weil alle Kellner und Zimmermädchen die Köpfe aus den Fenstern hingen, um den endlosen Zug zu sehen in dessen Mitte zwei Geistliche mit Regenschirmen marschierten. Im Lesezimmer meines Hotels wurde gerade der Tee serviert und die schweigenden Amerikaner und Schotten nahmen endlich die Deine von den Sesseln und Solas, um eine Tasse Tee am Kaminfeuer zu trinken, und den grauen Sonntag schreibend, lesend und rauchend zu Ende zu bringen, mit der .Sunday Post", die voll Aufnahmen des Herzogs von Vork und feiner schönen Gattin ist, die ich in Edinburgh sah, Truppen besichtigend, Paraden abhaltend und einen Lord bestattend.. Die Kathedrale liegt zu Füßen eines gigantischen Kirchhoss. dessen Orabmäler der Schönheit der Stadt entsprechen. Riesenhafte Obelisken, Tempel und Statuen. terrassenförmig aufgebaut, umwallt vom fchwar- zen Rauch, dem Atem dieser ruhigen Stadt. Ein Küster empfängt mich in der leeren Kathedrale. Ich wünsche diese schöne ernste Kirche zu sehen, die aus dem 12. Jahrhundert stammt und in der schottischen Geschichte eine große Rolle gespielt hat, gestürmt und zerstört wurde 1559, als alle Dilder verbrannt und die alten Glasfenster eingeworfen wurden von dem Pöbel. Die arme Kathedrale. Run hat man ihr neue Glasfenster eingesetzt, die zwar auch bunt sind, nur nicht schön. . . Aber die Kathedrale wird am Sonntag nicht gezeigt. Die Krypta ist „shut“, die toten Dischöfe wollen auch ihre Sonntagsruhe haben. Der Küßet legt den Finger auf den Mund: „Service?“ flüstert er . . . „Yes“. Er öffnet einen Vorhang und läßt mich in einen andern Teil der Kirche eintreten, mitten in den Gottesdienst. Eine Orgel spielt, ich setze mich zu den andern, man stellt die „Holy Bible" vor mich hin — und sie fingen. Psalme mit vielen Lersen „Seven“, flüstert mein Rachbar. ein rothaariger Schotte, schiebt mir das Gesangbuch hin . . Der Herr Pfarrer hat ein Glas Wasser auf feiner Kanzel neben sich stehen undpredigt den Glasgowern mächtig ins Gewissen- Das müllen schlimme Leute hier fein. Ich verstehe nur die Schlagworte und höre, dah es sich um ernste Dinge handeln muh... Am halb eins ist der „Service“ beendet. Die Presbyter sammeln mit den Klingelbeuteln Geld ein und tragen es in feierlichem Zug nach dem Altar, wo es der Pfarrer auf einem großen silbernen Tablett entgegennimmt. Dann betrachtet man die zerfetzten Kriegsfahnen von 1689 bis 1919 draußen in der Halle, und die Kränze an den Solbatengrabtafeln aus blauen 'Blättern und blutrotem Mohn. Auf einmal ist der Pfarrer wieder da Um mich her stehen lauter Menschen, die junge Frau neben mir hält ein Kind auf dem Rrm. das getauft wird. Ich bin in eine Taufe geraten. Was nun? Der Regen hat aufgehört, ich möchte einen Ausflug machen - wenn man hier Sonntags Ausflüge machen könnte! Die Zeitungen find alle gelefen uno zu kaufen gibt es ja nichts. So bleibt mir, mich kurzentfchloffen auf einen roten Omnibus zu schwingen. der einen durch und um die ganze Stadt fährt für 2 Pence- . . Er war ganz leer, denn von eins bis zwei ißt man hier zu Mittag. Und der Schaffner, der fönst nichts zu tun hatte, hat sich iu mir gefotzt auf meinen Omnibusbalkon und mir alle Sehenswürdigkeiten gezeigt. Die innere Stadt und Geschäftsstraßen, das Arbeiterviertel und das Hofpital, alle schwär; verräucherten, mit Hängeschlössern geschloffenen Kirchen, den Zoo und den Park, der weit draußen vor Glasgow beginnt Hier lichtet sich Glasgow. . . Neues von Friedrich Schnack. Der noch immer zu wenig bekannte und gelesene Unterfrante Friedrich Schnack ist vor kurzem als erster mit dem neu gestifteten Preis der Dichterakademie Ausgezeichnet worden und hat damit gewissermaßen auch offiziell eine Bestätigung und Anerkennung gesunden, auf die er. wie kaum ein anderer, sich längst auf Grund feiner Leistung ein Recht erworben hat. Zwei Rcuerscheinungen geben willkommenen Anlaß, abermals und mit allem Rachdruck auf diesen Dichter aufmerksam zu machen. Da ist zunächst ein Roman „Der Sternenbaum“ (213 Seiten 8°. Geb. 6.— Mk. bei Jakob Hegner in Hellerau). — 10), ein schönes, stilles und ganz ans dichterischem Herzen geschriebenes Buch, die Geschichte eines Beinen armen Holzfällerbuben im bayerischen Wald; es begleitet seinen unscheinbaren. mit vielen Leiden und manchen geringen Freuden bestellten Lebensweg von der Geburt am Weihnachtstag durch fiinfzehu 3ahre bis wieder zu einem heiligen Abend: unterm Sternenbaum beginnt und endet die so einfache und fast märchenhafte Schilderung, in der eine kindliche Traumwelt und eine harte Wirklichkeit auf wunderbare Art miteinander verschmolzen sind; das Ganze ist in einer beseelten, schlichten und im besten Sinne poetischen Sprache erzählt, fließend und rund und manchmal wie eine alte, fromme Legende zu lesen. DaS Buch ist in der Werkstatt des Verlages mustergültig ausgestattet worden und so schon äußerlich ein Schmuckstück jeder gepflegten Bibliothek. — Ferner Haden wir von Friedrich Schnack ein neues Raturbuch anzuzeigen, das unter dem Titel »3 m Wunderreich der Falter"' vor kurzem erschienen ist (Erlebnisse und Abenteuer. 190 Seiten 8'' mit 111 Bildern im Text von Dr. Paul Denso. Ganzleinen 9 — Mk. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1930. — 178.) — Hier haben wir eine Fortsetzung und Ergänzung des früher bereits besprochenen „Leben- der Schmetterlinge", eine Sammlung lebendiger, farbiger, abenteuerlicher und geheimnisvoller Erlebnisse mit den zartesten und zauberhaften Geschöpfen, au- tiefer Kenntnis und leidenschaftlicher Versenkung in die rätselhafte und wandelbare Welt ihrer flüchtigen Wesenheit ausgezeichnet. Erstaunlich. loaS hier ein Mensch, Künstler und Forscher zugleich, von dem aus vielen Wundem zusammengesetzten Dasein der farbigen Tag- und Racht- falter eindringend und anschaulich zu berichten weiß. Eine stattliche Auswahl großartiger Photographien von Paul Denso erhöht und bereichert die AiLchaulichung der Schilderung und macht das Buch zu einer einzigartigen Sammlung seltenster Raturdokumente. -y- Lochschulnachnchien. Der ordentliche Professor der Botanik und Direktor des pslanzenphysiologischen Instituts an bet ilni&erfität Berlin, Dr. $anä Kniep, scheidet auf seinen Antrag zum 1. Oktober d. I. aus dem preußischen Staatsdienst aus. Er folgt einem Rufe an die Universität Freiburg i.2. als Rachfolger von Friedrich Oltmcmns. Die Ernennung des o. Professors Dr. Hermann Wehl von der Technischen Hochschule in Z ü r i ch zum ordentlichen Professor der Mathematik an der Uniberfität Göttingen als Rachfolger David Hilberts ist erfolgt Schmeling Weltmeister im Boxen. Sharkeb in der vierten Runde disqualifiziert. R euy ork, 13. Juni. WTB. Der mit großer Spannung erwartete W e l t m e i st e r s ch a f t s -- kam Pf im Schwergewichtsboxen zwischen Max Schmeling und Jack Sharkey nahm ein überraschend schnelles Ende. In der vierten Runde brachte Sharkey einen regelwidrigen Schlag an, der Sharkeys sofortige Disqualifikation zur Folge hatte. Max Schmeling wurde zum Sieger erklärt. Einze heiten des Kampsverlaufs. 1. Runde: Sharkey eröffnet den Kampf mit einem linken Haken an Schmelings Kopf. Schmeling kommt vorerst nicht zum Schlag und muß zwei weitere Linke Sharkeys hinnehmen, denen zwei Rechte folgen. Schmeling versucht, in Rah- kampf zu kommen, aber Sharkey trennt sich immer von seinem Gegner und schießt dann wieder seine Linke ab. Gegen Ende der Runde gelingt Schmeling ein Körperhaken, dem zwei rechte Gerade folgen: alle Schläge sind aber nicht mit voller Kraft gekommen und hinterlassen keine Wirkung. Die erste Runde geht überlegen an den Amen- kaner. 2. Runde. Schmeling übernimmt die Offensive und kann bei Sharkey einen schweren Rechten anbringen, worauf der Amerikaner den Chlinch sucht. Im Infighting wartet Sharkey auf den Augenblick, in dem Schmeling die Deckung öffnet: er findet die Gelegenheit und schlägt eine schwere Linke mit voller Kraft in die Lücke. Der Deutsche zuckt zusammen, läßt sich an die Seile rennen und schießt urplötzlich seine Rechte ab. Sharkey nimmt sie voll und scheint etwas erschüttert. Er weicht aus. Schmeling trifft dann noch zweimal links, worauf Sharkey wild zu schlagen beginnt. Cs gibt einen Schlagaustausch, bei dem Sharkey wieder die Oberhand gewinnt. Ein linker Kinnhaken Schmelings kommt ebenso schwach durch, wie ein darauf folgender rechter, Llpercut gegen Sharkeys Körper. Der Amerikaner schlägt rechts vorbei und verliert fast das Gleichgewicht. Dann trifft er wieder zweimal hintereinander mit seiner Linken Schmelings Kopf. Auch diese Runde geht wieder an Sharkey. 3. Runde. Der Amerikaner beginnt den Kampf sehr will»?-- Man merkt cs ihm an, daß er eine schnelle Entscheidung sucht. Der Deutsche wird mehrere Male bedenklich getroffen, ohne daß sich bei ihm allerdings eine besondere Wirkung zeigt. Gegen Ende der Runde kommt Sharkey noch einmal mit einef lehr schweren Rechten auf den Körper durch, worauf Schmeling den Chlinch suchte 4. R u n d e. Der Amerikaner geht auch diesmal wieder in ungestümem Angriff auf Schmeling los und landet kurz hintereinander links und rechts am Kinn. Schmeling befreit sich durch einen recht schwachen Kinnhaken, worauf Sharkey in den Chlinch geht. Zwei weitere genaue Treffer । Schmelings bringen den Amerikaner, in Wut. Es gibt einen wilden Schlagwechsel, bei dem viele ; Schwinger in die Luft gehen. Mitte der Runde geht Schmeling zum Angriff über. Zweimal trifft seine - Rechte Sharkeys Körper. Dann kommt das Ende. Sharkey hatte eben zwei Rechte abgefeuert, die schwach trafen, da schlägt er einen schweren linken Magenhaken hinterher, der aber zu tief geht. Wie vom Blitz getroffen, stürzt Schmeling zu Boden und windet sich unter Schmerzen. Ungeheurer Tumult seht ein. Die Sekundanten und Wenager erscheinen in den Seilen und es dauert geraume Zeit, ehe der Ringrichter verkünden kann, daß Sharkey disqualifiziert und Max Schmeling der W e l t m e i st e r t i t e l zugesprochen worden ist. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Zum Abschluß der Fußballsaison 1929 30 hat die Spielveceinigung 1900 für den morgigen Samstag nochmals cm: fpielstarke Ligamannschaft aus dem benachbarten Rordmainkceis des Süddeutschen Fußball- und Leichtathletik-Ber- bendes nach hier verpflichtet. Das Sviel findet auf dem 1900-Sportplah an der Liebigshöhe statt. Man wird in den Gälten, dem Fußballfvortver- ein Bergen bei Frankfurt a. M., eine recht spielstarke Mannschaft L-nrenlernen, die in der Tabelle der Rordmainkreisliga einen guten Miltel- platz einnimmt. Die Gästeelf zeigte bei ihrem letzten Auftreten hier auf dem Waldsportplatz technisch und taktisch sehr schöne spielerige Leistungen und unterlag nur knapp. Die Süddeutschen spielen ein schnelles Spiel mit schönem Flachpaß und gutem Stellungsvermögen. Sie sollten durch ihre bessere körperliche ^Konstitution den Einheimischen von vornherein überlegen sein. 1900 wird höchstwahrscheinlich auf die noch in Ferien weilenden Studenten Adelberger und Katz bei der Mannschaftsaufstellung verzichten müssen, ist aber zur Zeit in der Lage, guten Ersah zu stellen. Diese blauwcihe Vertretung sollte bestimmt in der Lage sein, den Gegner zur restlosen Hergabe seines Könnens zu zwingen, so daß der Sieger, der nicht vorauszusagen ist, erst mit dem Schlußpfiff des Spielleiters feststehen sollte. Alle unteren, sowie Jugend- und Schülermannschaften unterliegen bereits der Sperre, die vom 15. Juni bis zum 9. August dauert. Man hofft, daß sich alle Spieler, mehr wie seither, am nunmehr beginnenden Training beteiligen, um zum 30. Stiftungsfest am 10. August wohlgerüstet dazustehen. V. f. B. Am kommenden Samstag findet auf dem Wald- sportplah das letzte Fußballtreffen der Saison statt. Es ist zugleich auch das letzte Spiel einiger Turnen, Sport und Spiel. älterer Aktiven, die nach auswärts verziehen. Gegner sind die erste Mannschaft Aßlars und die Ligareserve des Platzvereins, die zu diesem Abschiedsspiel in derselben Besetzung antritt, in der sie mehrere Jahre hindurch zusammenstand. Der Ausgang dieses sicherlich interessant werdenden Treffens ist ungewiß. — Don der Ligareserve ist noch nachzuverichten, daß sie am zweiten Pfingstfeiertag Gast beim Sportverein Dreihausen war, gegen den sie infolge zahlreichen Ersatzes mit 1:6 verlor. Don der Jugend seien noch kurz die Ergebnisse ihrer Pfingstspiele angegeben. Die erste Jugcndmannschast lieferte am zweiten Feiertag der gleichen des Fußballvereins Ffm.-Cschers- heim ein fälliges Rückspiel. Sie verlor nach flottem Kampf knapp mit 2:3. — Die dritte Jugendelf gewann am Pfingstsonntag gegen die Erste Sinns mit 4:2, mußte sich aber tags darauf der körperlich stärkeren ersten Jugend Burgs mit 0:5 beugen. — Die erste Schülermannschaft verlor gegen die durch einige Jugendliche verstärkte Schülerelf Butzbachs mit 1:2. Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900. ö. Am kommenden Sonntag herrscht im blau- weWen Lager Hochbetrieb. Etwa 70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen schickt die Abteilung zu den verschiedenen Wettkämpfen in Weilburg, Frankfurt und Marburg. Die Aktiven bestreiten in stärkster Aufstellung die Gauveranstaltung in Weilburg und haben es wohl nicht schwer, sich durchzusetzcn, da man gerade bei ihnen bewährte Kräfte hat. Besonders werden die Läufer in ihren Konkurrenzen dominieren, während die Springer und Werfer auf gute Kräfte aus Wetzlar und dem DfB. Gießen treffen. Immerhin darf man mit einem guten ^Abschneiden auch der Springer rechnen. Weniger gute Aussichten haben diesmal die Werfer, da einerseits die Ausschreibung nicht sehr günstig lautet und anderseits die Besten noch nicht recht in Form sind. Die Staffeln sind in den kurzen Strecken» durchaus offen, dagegen haben die 1900er in der Mittelstreckenstaffel wieder die besten Aussichten. Bor recht schwierigen Aufgaben stehen die Jugendlichen bei den nationalen Wettkämpfen der Frankfurter Eintracht. Die gerade in diesem Jahre sehr gute 4xl00-Meter-Staffel der A- Klasse muß ihr Rennen leider mit Ersatz bestreiten, wodurch ein Erfolg schon in Frage gestellt ist. In den von ihr bestrittenen Einzel- kämpsen läßt sich keine Vorhersage geben, da man keinen Maßstab zu den übrigen Teilnehmern kennt. Die B-Klasse stützt sich auf gute Einzelkräfte. wobei besonders das Abschneiden eines neuen Mittelstreckentalentes interessiert. Die C* Klasse greift nur mit einem Jugendlichen in die Geschehnisse ein. In Marburg trägt der Bezirk Hessen-Hannover seine Meisterschaften für Frauen aus. Die vor- wärtsstrebenden Blauweihen bestreiten hier alle Stafscln, teilweise mit mehreren Mannschaften, und können auf einige Erfolge rechnen. Auch in den Einzelkämpfcn hofft man diesmal auf Sieg und Platz, da mit großem Eifer dem Training obgelegen wurde. V.f.B. Leichtathletik. Die Rationalen leichtathletischen Wettkämpfe des Sportvereins „Viktoria" 1911 Altendiez am ersten Pfingstfeiertag hatten eine ganz ausgezeichnete Besetzung zu verzeichnen. Wenn trotz starker Konkurrenz die drei- Teilnehmer des VfB., Mohl, Jakob und Büttner vier erste und einen zweiten Sieg errangen, so stellt das ihrem Können das beste Zeugnis aus. Mohl hatte Pech: sein Stoß von 13,55 Meter konnte nicht anerkannt werden, da er um wenige Zentimeter übergetretcn hatte. Der Veranstalter hatte nämlich anstatt eines vorschriftsmäßigen Stoßbalkens einen unzulänglichen Ersah in Form eines slachen Eiscnrings, der naturgemäß leicht zum Lieber- treten führte. Mohl war nachher sehr vorsichtig und konnte dann, immerhin als erster, nur 13,03 Meter erreichen. Die Konkurrenzen, in denen die VfBer siegten, und ihre Ergebnisse sind: Kugel Klasse,: 1. Mohl, VfB. 08, 13,03 Meter: 2. Maus, FV. Bonn, 12,63 Meter: 3. Blum, Koblenz, 11,78 Meter. Diskus Kl. II: 1. Mohl, DfB.08, 36,95 Meter: 2. Abelshausen, FD. Bonn, 36,80 Meter: 3. Maus, FD. Bonn, 32,70 Meter. Kugel Kl. III: 1. Jakob, VfB. 08, 10,38 Meter: 2. Abelshausen, FD. Bonn, 10,27 Meter: 3. Christ, FSpV. Frankfurt, 9,92 Meter. Hochsprung K l. II: 1. Jakob, VfB. 08, 1,68 Meter: 2. Knöppler, SpV. Wiesbaden, 1,68 Meter (durch Stechen entschieden): 3. Hopsenmüller, SpVgg. 1900, 1,55 Meter. (Jakob zeigte sich von seiner besten Seite. Er ist talentiert und kann seine Leistungen noch verbessern.) Dreikampf Kl. I: 1. Blum, Koblenz, 135 Punkte: 2. Mohl, VfB. 08, 133 P.: 3. Maus, FV. Bonn, 118 P. Am nächsten Sonntag starten die Leichtathleten bei drei verschiedenen Veranstaltungen. Während die Damen an den in Marburg stattfindenden Bezirksfrauenwettkämpfen teilnehmen, fahren die Aktiven nach Weilburg zu den Gauwettkämpfen. Die Jugend vertritt den VfB. bei dem Rationalen Jugendsportfest der Frankfurter Eintracht. - In Marburg dürften wohl die Damen der Mädchenklasse gute Aussichten aus Erfolg haben. Hier ist in Frl. Fr. Fischer, Frl. M. M ü l l e r und Frl. H. K r a u s e gutes Material vorhanden. Mit Frl. E. Müller bestreiten sie die 4x100 Meter. Frl. M. Müller und H. Krause haben außerdem noch für 75 Meter und Weitsprung und Frl. Fr. Fischer für Kugelstoßen gemeldet. In der Frauenklasse setzt man große Hoffnung auf die 3x800-Meter-Staffel, die in der Besetzung Frl. Schwarz, Frl. Fr. Müller und Frl. Etzelmüller läuft. Frl. Etzel-müller hat noch die 800 Meter belegt, dazu noch Frl. L u h und Frl. S t ü h l e r das Diskuswerfen. — In Weilburg beteiligen sich sämtliche Aktiven an den Kämpfen um die Gaumeisterschaft. Don Mohl, Heise, Jakob, Büttner, Koch und Müller kann man erwarten, daß sie sich durchzusetzen verstehen und den DfB. gut vertreten. Mohl hat das Kugelstoßen, Diskus- und Hammerwerfen, Jakob den Hochsprung, Heise den5000-Meter-, Büttenerden 400-Meter- und Müller den 800-Meter-Lauf belegt. Koch stößt die Kugel in Klasse III. — Wohl die schwerste Aufgabe hat die Jugend in Frankfurt, wo sie auf stärkste Konkurrenz aus Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Mannheim usw. trifft. 2n Klasse A starten Kirch Heimer und Seipp über die 100 und Jäger über die 400 Meter. L u h hat für Kugelstoßen und Speerwerfen gemeldet. In der B-Klasse bestreiten Stroh und Paulus die 100, Schäfer und Simon die 800 Meter. Lieber das Abschneiden der DfB.er kann nichts vorausgesagt werden. Erfolge der Gießener Landsmannschaften in Eoburg. Trotz der starken und guten Besetzung der Wettkämpfe konnten die Gießener Landsmannschaften beim 5. Sportfest der Deutschen Landsmannschaft in Coburg folgende Siege erringen. Die Landsmannschaft Chattia errang in der Seniorenklasse durch G u y o t zwei erste Siege im 100-Meter-Lauf und im Fünfkampf. Damit geht der wertvolle Wanderpreis für den Sieger im Fünfkampf endgültig in ihren Besitz über. Ferner errang G u y o t noch einen zweiten Sieg über 400 Meter und einen dritten Sieg im Speerwerfen. Durch Schmelz drei dritte Siege in der Seniorenklasse im Dreikampf, Kugelstoßen und Weitsprung. In den Wettkämpfen für Alte Herren errang Dr. Müller (Chattia AH.) drei zweite Siege im 100 Meter und 400 Meter, ferner im Kugelstoßen. In den Mannschaftskämpfen wurde die Landsmannschaft Chattia unter starker Beteiligung und harten Dor- und Endkämpfen dritter Sieger im Faustballspiel hinter dem viermaligen Meister Rhenania Jena und Spandovia Berlin, ferner dritter Sieger in der 4xl00-Meter-Staffel hinter Borussia Stuttgart und Teutonia Heidelberg. Bei der Gesamtwertung stand Chattia mit 22 Punkten an vierter Stelle von über 100 Landsmannschaften. Die Landsmannschaft Darmstadtia errang durch Küthe den ersten Sieg im Fünfkampf für Junioren. Die Landsmannschaft Mero- vingia durch Dr. T ö n g e s den zweiten Sieg im 1500 Meter für Senioren. Gaugruppenspiele in Zauftball der O.T. Rach dem Gau ist in der Spielreihe der D. T. die nächste Einheit die Gaugruppe. Der Gau Hessen gehört der Gruppe Main-Lahn an, die die Gaue Main-Taunus, Main-Offenbach-Hanau, Frankfurt, Kinzig und Hessen umfaßt. Mit den Meistern dieser Gaue zusammen werden die des Gaues Hessen, Tv. 1 8 4 6 Gießen in der Turnerklasse und Mtv. Gießen bei den Turnerinnen, um den ersten Platz kämpfen. Für die 46er wird es allerdings ein Streiten um den zweiten Platz sein, da der' erste wohl für die anderen unerreichbar vom langjährigen D. T.-Meister Licht-Luft-Frankfurt gehalten wird. Diese Mannschaft, die in den letzten 15 Jahren noch keine fünf Spiele verloren hat, wird auch diesmal wieder erster werden. Anders steht es mit den Turnerinnen des Mtv. Obwohl die Mannschaften aus Frankfurt starke Gegner sind, dürfte doch diese Mannschaft um den ersten Platz spielen können. Es läßt sich beim Spiel der Turnerinnen, dem die Güte und Feinheit des Turnerspiels fehlt, am allerwenigsten etwas über den Spielausgang sagen. Auf alle Fälle werden beide Mannschaften den Gau Hessen würdig vertreten. Handball im Männerturnverein (O.T). To. 1861 Reu-Jsenburg I — Mtv. Gießen I 3:14 (3:6). Am ersten Pfingstfeiertag kam auf dem Mtv.- Plah ein Handball-Freundschaftsspiel zwischen der ersten Mannschaft des Tv. 1861 Reu-Jsen- burg und der gleichen des Mtv. Gießen zum Austrag. Der hohe 14:3-Sieg der Mtver entsprach vollkommen dem Spielverlauf und ist dem schönen Zusammenspiel aller Mannschaftsteile zuzuschreiben. 1. 3gb. Tv. 1861 Reu-3senburg — 1. 3gb. Mtv. Gießen 2:11. Dor dem Spiel der ersten Mannschaften trugen die ersten Jugendmannschaften der beiden Vereine ebenfalls ein Freundschaftsspiel aus. Auch die Mtv.-Jugend zeigte sich ihren Gegnern jederzeit überlegen und konnte «nach schönem Spielen einen hohen ll:2-Sieg erringen. 1. Schüler Tv. Grohen-Linben — 1. Schüler Mtv. Gießen 1:4 (0:2). Ebenso wacker hielt sich die erste Schülermannschaft, die am zweiten Feiertag einer Einladung des Tv. Großen-Linden Folge geleistet hatte. Die Jüngsten konnten das Spiel mit 4:1 siegreich gestalten. Turugau Lahn-Oünsberg. Handball. Tv. Ahbach 1 — Tv. Dorlar I 4:2 (2:2). Zu einem Freundschaftsspiel trafen sich diese Gegner am ersten Pfingstfeiertag in Ahbach. Während in der ersten Hälfte Dorlar leicht überlegen spielte und zwei Tore vorlegte, die der Platzverein noch vor der Pause wettmachte, war Ahbach in der zweiten Hälfte wesentlich besser und errang einen verdienten Sieg. To. Ruttershausen I — Tv. Wieseck I 6:6 (5:3). Einen unerwarteten Ausgang nahm dieses Spiel in Ruttershausen. Wieseck, welches mit einigen Ersatzleuten erschien, mußte alles aus sich herausgeben, um nicht geschlagen den Platz zu verlassen. Die erste Hälfte verlief bei leichter Lieberlegenheit von Ruttershausen. Die Mannschaft hatte sich bis dahin einen Vorsprung von zwei Toren gesichert und konnte kurz nach der Pause sogar auf 6:3 erhöhen. Wieseck nahm nun eine Llmstellung vor, die sich durchaus bewährte, und brachte es tatsächlich noch fertig, bis zwei Minuten vor Schluß den AusgleiH zu schaffen. Nausport >m Lahngau? Am kommenden Sonntag findet die 150-Kilo- meter-„Zuverlässigkeitsfahrt" des Lahngaues im BDR. mit Start und Ziel Gießen statt. Rachdem die 50- und 100-Kilometerfahrten abgehalten worden sind, wird diese 150-Kilometerfahrt den Gaumeister im Straßenfahren für 1930 bringen. Es wird einen spannenden Kampf geben, waren doch schon an de>n vorhergegangenen Rennen gute Fahrer am Start. Die Strecke der A^-Klasse 150 Kilometer geht ab Feldschlößchen über Wetzlar, Herborn, Dillenburg, Laasphe, Biedenkopf, Marburg mit Ziel Karlsruh, während die B- Klasse, 89 Kilometer, zwischen Herborn und Gladenbach die Hauptstrecke verläßt und über Gladenbach dem Ziele zusteuert. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Der kommende Sonntag sieht Raunheim I. tnt Kampf um die Punkte in Lollar als Gast. Obwohl die Gäste ein kleines Plus besitzen, ist es möglich, daß Lollar die Gäste mit einer Riederlage nach Hause schickt. Gießen I. ist in Kinzenbach zu Gast und wird - wohl von dort einen sicheren Sieg mit nach Hause bringen. Wieseck I.b hat die erste Mannschaft Grünbergs zu Gast. Hier dürften die Plahbesitzer die besseren sein und die Gäste wohl mit einer Riederlage heimschicken. Gießens Jugend wird sich im Spiel gegen Wetzlars Jugend in Wetzlar zwei wertvolle Punkte holen. Watzenborn ist in Beuern zu Gast und dürfte ebenfalls Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen. Handball. Am Samstagabend veranstalten die Handballes in Wieseck einen Schiedsrichter-Kursus für Handball-Schiedsrichter. Am kommenden Sonntagvormittag findet in Wißmar die Vorprobe zum Bezirksfest am 28. und 29. Juni statt. Das Programm bringt: Probe der Massenübungen nach Musik und Durchnahme aller Hebungen zum Bezirks- und Kreisfest. Zu gleicher Zeit tagen die Kampfrichter für Geräte und Leichtathletik, um sich mit der neuen Bundeswer- tungsordnung vertraut zu machen. Der 17. Bundestag desArbeiter-Turn- und Sportbundes fand vom 1. bis 6.Juni in Köln statt. Etwa 250 Delegierte aus allen Teilen Deutschlands nahmen daran teil. Am 1. Juni, abends, fand im großen Messesaal die feierliche Eröffnung des Bundestages statt. Nach Begrüßung durch den Kreisvertreter H i r f ch f e l d (Köln), den Bundesvorsitzenden Gellert (Leipzig), der einen kurzen Rückblick über die Entwicklung des Bundes gab und den Bundestag für eröffnet erklärte, sprachen noch Oberbürgermeister Dr. Adenauer Köln für die Stadt und Dr. Billstein für das Stadtamt für Leibesübungen. Am 2. Juni vormittags begannen die Beratungen. Turner, Fußballer, Schwimmer und Frauen tagten jeweils für sich, um die internen Fragen der einzelnen Sparten zu klären. Erst am 3. Juni begann dann die Gesamttagung. Rach einem ausführlichen Berichte des Bundesvorsihenden Gellert, Leipzig, der eine gute Entwicklung der Gesamtbewegung zeigte, referierte der Bundesschulleiter Bene d ix, Leipzig, über die Entwicklung der Bundesschule. Seit ihrem Bestehen haben 3878 Teilnehmer in 136 Lehrgängen der Bundesschule ihre Ausbildung erhalten. Der Vorsitzende des Bundes-Ausschusses, Schwalbe. Dresden, berichtete über die Tätigkeit des Ausschusses und bestätigte die Maßnahmen des Bundesvorstandes. Rach einer Aussprache wurde das Verhalten des Bundesvorstandes gutgeheißen. Den Abschluß der Tagung brachte dann die einstimmige Wiederwahl des Bundesvorstandes. Die neuen Bundesstatuten fanden Annahme. Rach diesen findet der Bundestag nur noch alle drei Jahre statt. Der nächste Bundestag findet in Magdeburg statt. jean Weisel, Giefaen, Sonnenstrabe 6, Telephon Nr. 3888 In Apolh.u.Drog. Dose uiube 0.60 u!20 Für die Gesundheit Penaten Creme kühlt,heilt A u.Wund sein! Mfrttches tVnerahasse Wer Tag für Tag ODOL gebraucht, hat reinen Hauch, selbst wenn er raucht --------- -------------------j WT f ■>. • Swaouu m die Handballer Kursus für Hand« poribund. 2kaim-eiml. bn ’ als @aft, 06- 'besitzen, ist tf t einer Dieder. Tast und wird 1 mit nach tzmise schast Tiünbngs bescher die beste« einer Diederlage im Spiel gegen zwei wertvolle Gast und durste mit nach Hause für öle fieiu>eit 1,6:6 (5:3). ite* $ ix Ä bi« 2; flau? l9b,e ao-ÄUb. .N^ue- im "EDachdem °bgcha'.^ Eersahrt den dl a9e£nbrin9cn- PI geben, Loren W Acnnen e°e der blasse über Den. Je. Diedenlops, wahrend die B. erborn und Via. : und über mittag findet in issest am 28. und iringt: Probe der Durchnahme aller ireissest. $u fllei- ir sür Gerate und neuen Bundeswer- in. •beifer-Iurn- 11. bis 6.3uni in aus allen Teilen \\. Am Uuni, \ die seieckche Er- Rach Degrühurg hseld (Köln), den Leipzig), der einen ickiung des Bun^s iffnet erklärte, spra- Dr Adenauer lillftein für das nnen die Deratun- mmcr und Frauen > internen (MS^n , tzlft am 3.3uni infl. Aach einem ia erhallen. f r ss*Ä I Ä-J S». >■»' tmirbcfl Ihre Äugen ganz groß und tntll Gin unendliches Weh lieft die gequälte Frau aufschluchzen. wltim erkenne ich, baft du mich nicht liebtest." .34) sah in dir ha8 Bild reinsten IrauentumS. — Nun ist das Dild getrübt." ,3a — dann — freilich .. Er wendete sich abermals zur Tür. dann dreht« er sich um, als habe er noch etwa» beracffcn und streckte ihr die Hand hin. Sie griff zögernd danach. Wie er diese zarte Frauenbund spürte, die jetzt so gar keine Wärme zu ihm htnüberströmen lieft, wäre er beinahe schwach geworden. .Leb wohl, Äonflany!" .Peter!" .Wohin, fragst du? — SS gibt nichts Vollkommenes auf der Welt. Die Liebe eines Weites ist vielleicht das klnvollkommenste. — Menschen, die Leid erfahren, betäuben sich, ö» gibt da allerlei Gifte." Sie schüttelte den Kopf und unterbrach ihn. .Sin Irrtum. Pcterl Menschen, die Leid erfahren, fallen durch dieses Leid hindurch zum Hö- heren " Mit cncrgif4>er Bewegung wies er diese Er» flärung von sich. .SS gibt genug Rauschgifte", sagte er hart. .Mein Rauschgift ist daS Spiel ... 3ch werde daran zugrunde gehen. Mag es so fein! — 3m Grunde ist vielleicht alles, alle- nur ein Spiel." Bitter, aber ohne jede Klage klangen diese Worte. Konstanze sah. wie sich die Tür öffnete und schloh. Sie hatte nicht mehr die Kraft, etwa- zu rufen, oder eine Bewegung zu machen. Lang« blieb sie aus dem gleichen Fleck und starrte nach der Tür, die sich soeben hinter dem Geliebten für immer geschlossen hatte. * * * Konstanze hatte sürS erste "ötc Musikstunden bei Professor Scholl abgesagt. Der alte Herr ahnte irgendeinen lieferen Schmerz feiner Schülerin. Konstanze aber ging durch ihre Tage wie eine, die nicht von dieser Welt ist. 3bre Rächte aber wurden ein einziger wacher Wehruf nach Peter. Ganz allmählich kristallisierte sich aus ihrem dumpfen Schmerz die unbarmherzig« Gewißheit, baft sie ben Geliebten für immer verloren hatte. Ein paarmal setzte sie an, ihm zu schreiben, ihm auseinanderzufetzen, waS sie zu dem Schritt, den er verdammte, getrieben hatte. 3edeSmal -er- rift sie den Bogen. Ein zwingende- Gefühl des Stolzes hielt sie ab von dtefer Demütigung. (Fortsetzung folgt.) Konstanze. Roman von Rarl Heinz Doigt. Urheber-Rechtsschutz Berlag Oskar Mrister. Werda,, 35. Fortsetzung. Nachdruck verboten Rach langem, langem Ringen hatte sich Konstante durchgekämpft. Sie wollte Peters Frau werden. Später einmal wollte sie ihm alles beichten, wollte ihm erzählen von der Stunde mit Kurt Helbing. Dann mochte er über sie richten, mochte den Stab brechen über sie oder mochte ihr verzeihen. Sie würde daS eine wie daS andere tragen. Sie würde also Peters Frau werden! — Der Weg lag ja frei.— Unb schon glitten ihre Gedanken hinüber au Lothar Das Bild, das sie sich von ihrem Manne im tiefsten 3nncm bewahrt hatte, wollte so gar nicht zu dem passen, was Peter ihr von Lothar berichtet hatte. — Lothar an der Seite einer Filmschauspielerin! — Das kam ihr unglaubhaft, ja beinahe lächerlich vor. Lothar, der Mann des Geldes, der Mann der Arbeit und des Schaffens gab sich mit Frauen aus einer ihm gänzlich fernstehenden Gesell- schastsklaffe ab! .Vielleicht bin ich schuld, baft er in andere Dahnen gekommen ist", dachte sie und wehrte sich sogleich sehr energisch gegen diesen Gedanken. Sie durste jetzt an Lothar nur noch denken im Zusammenhang mit dem Wunsch, die Scheidungsangelegenheit möglichst rasch abzuwickeln, sie fürchtete sich vor dieser Auseinandersetzung.— Dun, Peter würde wohl alles regeln! — Man nahm sich einen Anwalt. ES war ja heut durchaus nicht mehr schwer, die Ehe zweier Menschen als nichtig erklären zu lassen. — Unb bann kam eine Stunde, die ihr eine Offenbarung brachte: Sie muftte mit Peter die Stadt verlassen. Das wirksamste Mittel war, ihm ben Boden seiner Epielleidenschast zu entziehen. Sie würden irgendwo in der Einsamkeit leben, abgeschieden von ben Verführungen der Welt. Dort würde Peter genesen. Dort würde er Sammlung für seine Kunst und sich selbst wiedersinden. Sie war so beglückt von dieser ileberlegung, baft sie aufatmete und alles Schwere von ihrer Seele absiel. Rach allen Wirrnissen winkte irgendwo im Verborgenen ein stilles Glück-- Es geschah jetzt zuweilen, baft Peter sie lange innig anschaute und bann war eS ihr, als fäfte «in brennendes Brandmal in ihrem Gesicht, und um dieses Kainszeichen zu verbergen, senkte sie baS Haupt unb mieb seinen Blick. ES fiel ihr auf, baft er nie über Kurt Helbing sprach. — Wochen waren seit seiner Abfahrt von München vergangen. Konstanze nahm an, ermässe nun schon einige Zeit in Amerika sein — Denn sie sich bei diesen ^Überlegungen ertappte, erschrak sie. Kurt Helbing muhte tot fein für sie. 3ebcn Gedanken an diesen Mann empfand sie alS cinc Untreue gegen Peler. Der Sommer ging dahin wie eine schreitende Göttin mit auSftreuendem Füllhorn. Die ankommenden Züge brachten gan^e Regimenter von Fremden aus den Bergen. Dte Datur rüstete sich für die kälteste Hälfte der Jahreszeit, aber noch immer waren die Tage warm. Roch immer zeichnete die Sonne, die durch das Blattwerk d«S Englischen GartenS siel, goldige Flecken aus die Wege, auf denen schon ab und zu ein welke- Blatt lag. Mit heimlicher Freude gewahrte Konstanze Pc- terS Schaffensdrang, ör vollendete in kurzer Zeit eine Reih« Bilder, die er gut verkaufte. Schon jubelte Konstanze: DaS Laster ist besiegt!' Sein kürzliche- Unglück war ein letztes Auf- flaJcm seiner Epielleidenschaft. Sie sah ihre Güte und ihre Opser belohnt. Da trat eines Tages Peter zu ganz ungewöhnlicher Stunde bei ihr ein. Er war bleich unb hatte gerötete Augen. DaS Zucken seines Gesicht-, das sie seit langem vermisst hatte, war stärker als jemals. Er grüftte sie stumm unb Konstanze hatte große fragenbe Augen _3ch muh dich sprechen, Konstanze." Seine Stimme klang unheimlich schneidend. Eine geheime Erregung schwang in dem Ton. Gr zog einen Brief aus der Tasche. Seine Hände zitterten. .Von Helbing", sagte er, und Konstanze griff darnach. Sie fühlte ein grausames Gespenst in ihrer Rahe. Sic überflog die Zeilen unb erbleichte. .Lieber Peter! Wenn Du diese Zeilen liest, bin ich schon ein stiller Mann. Der Dries geht nur im Falle meine- Todes an Dich. 3ch fühle, baft der Tod mich umrauscht. Du tociftt nicht, Peter, was der Mensch emp- sindet, wenn er die Gewiftheit hat, baft jebe Stunbe ihm bie Reise ins 3enseitS bringen kann. — 3ch habe Furcht, vor ben Richter zu treten, bevor ich nicht meine Seele erleichtert habe. 3ch habe eine Schuld auf mich geloben. Ich habe Dich betrogen. Meine Hand zittert. Mit Mühe nur führe ich die Feder. Es schmerzt mich zu wissen, baft ich Dir wehe tun muh. Aber ich muß meine Schuld bekennen, nur so kann ich ruhig sterben. — Man kann ein solches Geheimnis, wie ich es in mir berge, nicht mit inS Grab nehmen. Man muß es von sich tun. Ich toiTT eS nicht lange umschreiben. Aus schnöbe Weise habe ich einstmals Konstanze gekauft. Ich will mich um nichts besser machen, als ich in Wahrheit bin. Für baS Geld, mit dem ich Deine Spielschulden bezahlt«, opfert« sich Konstanz«. Für Dich, Peter. Run ist meine Seele erleichtert. Run kann ich sterben. — Ich gönne Dir das Glück, Peter, Dir an der Seite KonstanzeS ein neues Leben aufbauen zu können, von ganzem Herzen. Ich bitte Dich, verzeihe mir und beurteile Kvnstanzes Rolle in diesem ganzen Spiel nicht falsch. — Sie tat es au» reinster, tiefster Liebe zu Dir. um Dich zu reiten. — Keine Frau ist wie Konstanze. Es gibt keine zweite Konstanz« Emmerstorfs. Unb nun will ich scheiden von Dir. Peter.— Denke später, wenn bas Leben Euch sür dauernd vereint hat, unb Ihr Euch im ruhigen Glück Eurer Häuslichkeit sonn', auch einmal zurück an Deinen unglücklichen Kurt Helbing." Konstanze wußte nur dumpf. waS sie gelesen hatte. Die dünnen, farblosen Buchstaben HelbingS schoben sich vor ihren Augen ineinander unb bildeten eine formlose Masse. Eie hielt ben Dries in ben Händen und starrte zu Peter hinüber. Eie dachte in diesem Augenblick nicht daran, baft der Bries in ihren Hänben der letzte Gruß eines Toten war, sie dachte nur an das eine: „Run weift er es. noch ehe ich ihm gebeichtet habe." .Ist bas die Wahrheit?" Sein Gesicht war bleich unb seine Lippen zuckten. Eie senkte demütig den Kopf. SS war ein Rik- ken, eine Bejahung seiner Frage. Peter antwortete nichts. Er war im "Begriff, bas Zimmer zu verlassen. Ein leiser Zuruf von ihr ließ ihn sich umtoenben. .Ich wollte bir alles sagen — Peter — wenn ich deine Frau bin —" kam es stockend von ihren Lippen. Da trat ein Lächeln deS EPotts um Peters Mund. Dieses Lächeln verwundete Konstanz.' mehr, als es die schwersten Anklagen vermocht hätten. .Ich bin mit dem Vorsatz umgegangen, Peter, dich zu bitten, alle Schritte zu tun, baß nichts mehr unserer Verbindung im Wege steht. Heute, morgen hätte ich es getan. — Run kommt mir dieses zuvor. — Du wirst mir nicht glauben. — Vielleicht verachtest du mich gar. .Ich finde feine Entschuldigung, Konstanze Ich mag vielleicht anders empfinden als du. Wir Männer empfinden stets anders als ihr Frauen. Mein Gefühl sagt mir, du hättest mich die Waffe gegen mich richten lassen sollen. Ich versteh« dein Opfer nicht, Konstanze." Sonntag, den 15. Juni 1930, nachmittags 3 Uhr Wald-Missionsfest veranstaltet von der Evangelischen Stadtmission, Löberstraße 14, auf der «04d Waldbühne, Lieber Straße Posaunen- u.Gesangschor-Vorträge, Ansprachen v. Mlssionssekr. Domay, Lieh, früher China, u. a. Jedermann Ist herzlichst eingeladen. Bei ungünstiger Witterung findet die Veranstaltung im Saale der Stadtmission, Löberstraße 14, statt Berlin W 57, Alvenelebcnntraßc, am BrOhl'sche Druckerei, OieBen, Schulstraße 7, Anruf Nr. 2251 M Ql RABATT auf alle nicht herabgesetzten Preise, I v/ wenige Markenartikel ausgenommen. 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Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag. 14. Juni. Torabend 7.45 Uhr: morgens 8.30 Uhr: abends 8.55 und 9.35 Uhr. Israelitische RellgionSgesellschaft. Sabbatfeier den 14. Juni. Freitag abend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8 Uhr; nachmittags 4 Uhr: Sabbatausgang 9.35 Uhr. — Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr: abends 7.15 Uhr. 3m Schweizer Meisterschoftsturnier siegten folgende Teilnehmer- P. Iohner mit 5’ , Punkten. H. Iohner und Seal mit je 41 < Punkten, Dr. Äaegeli mit 4 Punkten: eS folgen. Gypli mit 3, Dr. Frey mit 2*/s. W. tzcnncbergcr und Dr. Toellmh mit je 2 Punkten. In Swinemünde beginnt am 22. Juni ein vom Berliner Verband veranstaltetes Turnier, an welchem austcr sechs jüngeren deutschen Meistern je zwei Meister aus Dänemark und Schweden teilnehmen. An dem Ende Juni zu Scarborough statt- findenden internationalen Turnier nehmen auster sechs einheimischen Meistern AhueS, Colle, Grünseid, Maroczy, Rubinstein und Dr. Tartakover folgt abgebaut: Für Formeisen (Frachtbasis Oberhausen, von 138 aus 134 Wk., für Formeisen (FrachtbasiS Neinkirchen) von 132 aus 128 Ml., für Stabeisen (Frachtbasis Oberhausen) von 141 aus 137 Mark, für Stabeisen (Frachtbasis Neunkirchen) von 135 aus 131 TU., für Grobbleche von 158 auf 153 TU., für Mittelbleche von 165 auf 160 Mark, für Universaleisen von 146 auf 142 TU., für Bandeisen für die nördlichen Absatzgebiete von 164 auf 159 TU., für Bandeisen für Süddeutschland von 160 auf 155 TU., für Walzdraht von 172 auf 167 TU., für Grubenschienen von 142 auf 138 TU. Die Halbzeugpreise sind um 3,50 TU. ermäßigt worden. Ueberdies wurde beschlossen, den Auspreis für Diemens-Martin- stahl um 2 TU. zu senken. Der Feinblech- und der Rohrenver- band schlossen sich grundsätzlich der Preissen- tungsaktion an. Sie werden in den nächsten Tagen entsprechende Beschlüsse fassen. gegen Madrid 40.80, gegen Schweiz 25,0750, Holland 12,0850. teilungen, Lösungen usw. sind zu die Dchachredaktion deS „Gießener Problem Nr. 267. Ton Dr. A. Stroemer, Detmold gegen Anfang gut behauptet. SpekulationSwerte konnten etwas mehr Interesse aus sich lenken. Am Geldmarkt war Tagcsgeld mit 3 Prozent infolge des Medio- etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1905, gegen Psund 20,360, London gegen Kabel 4,8590. gegen Paris 123.81. gegen Mailand 92.76, Letzte Nachrichten. Das Automobilunglück bei Veckerhagen Kassel, 13. Juni. (WTB. Funkspruch.) Zu dem schweren Unglück bei Teckerhagen (vgl. die Meldung aus Seile 2. — D. Red.), von dem das Mindener Pionierbataillon gestern abend betroffen wurde, teilt da- hiesige Reichswehrgruppenkommando mit, dah vom Standortkommando Hofgeismar ein Funkspruch eingegangen ist, der die Zahl der Schwerverletzten mit fünf, die der Leichtverletzten mit sechs angibt. Gin Privatbericht aus Hannoversch« Münden dagegen besagt, dah im dortigen Krankenhaus sieben Schwerverletzte untergebracht sind, von denen einige im Lause des Tages in das Kasseler Garnisonlazarett übergeführt werden sollen. Nähere Einzelheiten über das Unglück waren bisher noch nicht zu erfahren. Weist am Zuge erzwingt das Remis. Weist: 8 Steine. Kgl; Tf7; Lg4; Sc7; Ba5, c4, d3, h3. Schwarz: 8 Steine. Kd6; DgS; Lb8; Ba7, c5, d4, h4 st5. Lösung de- Problems Nr. 264. Ton A. Ros. 1. Lb—a7! usw. Aus dcr Lchachwclt. Im Tkifterturnicr dos Pfälzischen Schachbundes zu Kaiserslautern siegte Hussong, Ludwigs- Hasen. mit 4 Punkten vor Ahucs, Berlin, und Weistgcrber, Saarbrücken, mit je 3*/3 Punkten, 2. bis 3. Preis geteilt. Dr. Thönes, Speyer, 2 Punkte. 4. Preis: Best, Kaiserslautern, und Hüther, Zweibrücken, je 1 Punkt, 5. bis 6. Preis geteilt. 3m Mitteldeutschen Meisterturnier zu Zwickau (18 Teilnehmer, sieben Runden nach Schweizer System) siegten 1. Helling. Berlin, 6V2 Punkte: 2. Flohr, Prag, 5'/_> Punkte; 3. bis 6. Blumisch. Leipzig. Gilg. Mährisch-Ostrau. Mieses, Leipzig. Dr. Palitsch. Dresden, je 4 Punkte. • Rheinmühlen AG., Düsseldorf- Reisholz. Die GB. beschloh. au- dem nach 80 739 TU. Abschreibungen sich einschl. 11 629 TU. Vortrag ergebenden Reingewinn von 126 330 TU. eine Dividende von 4 Proz. zu verteilen. 9590 Mark werden vorgetragen. Rach dem Bericht hat das Geschäft im 3ahre 1929 unter einer starken Absatzkrise gelitten. ' Bayerische Motorenwerke AG., München. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 30. 3uni einzuberufenden GV. aus dem nach 2 304 118 (1 848 301) Mark Abschreibungen einschließlich 52 930 (156 660) TU. Vortrag verbleibenden Reingewinn von 1 321 547 (2 809 384) Mark eine Dividende von 7 (14) Prozent auf das Kapital von 16 Mill. TU. vorzuschlagen. Der nach Abzug der Aussichtsratstantieme von 27 646 (116 454) TU. verbleibende Rest von 173 901 TU. foll vorgetragen werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M. 13. 3uni. Tendenz: leicht erholt. — Trotz der freundlichen Ausnahme der Voung-Anleihe war die Börse im Vormittagsverkehr immer noch ziemlich gedrückt, und zwar verstimmten die schwächeren Auslandbörsen und die neuen steuerlichen Lasten. Zu Beginn des offiziellen Marktes machte sich jedoch eine leicht Erholung bemerkbar. Das Bekanntwerden der raschen -Unterbringung und die lieber» zeichnung der Emission liest die ungünstigen Momente in den Hintergrund treten. Vereinzelt waren kleine Austräge angekommen, doch nahm das Geschäft keine grösteren Formen an, fv dah doch im allgemeinen die Kulisse auf sich selbst angewiesen war. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten zumeist Kurserholungen bi« z u 1 Prozent ein. Am Elektromarkt eröffneten AEG. leicht erholt, Felten und Schuckert waren gut behauptet, während Siemens, die an der gestrigen Abendbörse ziemlich stark gedrückt waren, 2 Prozent gewinnen konnten. Etwas mehr Interesse bestand noch für Deutsche Linoleum, die 2 Pro;., nach Berücksichtigung des Dividendeabschlags, anzogen. Ebenso waren Aschafsen- burger Zellstoff nach Abzug der Dividende 1,5 Prozent fester. Am Montanmarkt war die Umsatztätigkeit weiter sehr bescheiden. So ergaben sich auch bei den wenig zustande gekommenen Erstnotierungen leichte Kurserholungen. Gefragter waren noch Schissahrtsaktien, die bis zu 1 Prozent gewinnen konnten. Banken lagen wenig verändert. I. G. Farben eröffneten 1 Prozent höher. Am Rentenmarkt war die Umsahtätigkeit weiter gering. Deutsche Renten lagen uneinheitlich. Altbesih etwas hoher, Neubesitzanleihe da- gegen 0.25 Prozent schwächer. Im Verlaufe war das Geschäft weiter sehr still, die Kurse waren Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RebaktionStisch. Gauner. Wumm und Mumm sind zwei feine Brüder. Kürzlich waren sie auf einer Hochzeit. Plötzlich sieht Ißunim, rote Mumm ein Dutzend silberne Löffel verschwinden läßt. Er saust sofort auf ihn los. „Halb und halb?" „Was?" „Die Löffel." „Quatsch. Mause dir doch alleine, was du brauchst." Wütend wuchtet Wumm weiter. Plötzlich erhellt sich sein Gesicht. „Meine Damen und Herren," klopft er an sein Glas, „ich möchte Ihnen jetzt ein Zauberkunststück vermachen. Man bringe mir zwölf silberne Löffel." Es geschieht. Wumm steckt sie in seine Tasche. Sagt Hokuspokus, macht Mengenge, drei Kreuze über den Tisch, Schwamm darüber. „Meine Damen und Herren," kündet er dann, „die Löffel sind bei mir verschwunden. Ich habe sie weggezaubert. In die linke Rocktasche von Mumm. Ueberzeugen Se sich!" Mumm mußte seine gemausten Löffel herausgeben. Wumm darf seine behalten. Und wird außerdem noch belobt. Moral: Wer zuletzt klaut, klaut am besten. (Lust. Bl.) Weiß. Weist zieht und setzt in drei Zügen matt. Weist: 7 Steine. Kb3; Dd6; Tc2; La7, hl; Sc3, h3. Schwarz: 9 Steine. Ke3; Db6; Tel, kl; Sbl; Bb5, c7, e6, kb. Endspiel Nr. 85. * Ton H. Rinck, Barcelona. Schwarz. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orb ach. Berliner Börse. Berlin, 13. Juni. Auch zu Beginn der heutigen Börse halte sich an dem geringen Geschäft und an der bestehenden Interesselosigkeit des Publikums nichts geändert. Wieder war die U m s a tz t L t i g k e i t in der Hauptsache auf die berufsmäßige Spekulation gestellt und bewegte sich in eng st en Grenzen. Die günstigen Meldungen über das Ergebnis bei der 5prozenti- gen Deutschen ReichSanleihe von 1930 im 3n- und Auslande hatte auf die Tendenz keinen Einfluß. Auch die geplanten Kreditbeschaffungen, die ein FinairzierungSankurbelungs- programm mit Hilfe deS Auslandes sein sollen, wurden zwar beachtet, vermochten aber nicht, eine stärkere Wirkung hervorzurufen, so daß sich die ersten Notierungen nach einem abweichenden Vormittagsverkehr zwar nicht ganz einheitlich gestalteten, aber im allgemeinen nicht wesentlich veränderten. Von dem Hervortreten des Interesses für Spritaktien erfuhr die Stimmung aber eine gewisse Anregung und war nicht unfreund- lich. Man wollte wissen, daß die Ostwerke-AG. mit dem Reiche wegen eines Spritmonopols verhandele. Der Kurs der Ostwerke befestigte sich schon anfangs um 3 Prozent und gewann im Verlaufe auf Deckungen weitere 2 Proz. Schultheis, die 1,25 Proz. höher eröffneten, zogen im Verlaufe um 2,25 Proz. an. Sonst waren noch Deutsche Telephon und Kabel zunächst recht sest, später pluS 8 Proz. wesentlich gebessert. Deutsche Linoleum und Aschaffenburger Zellstoff notierten heute exklusive Dividende. Deutsche Anleihen ruhig. Von Ausländern Bosnier weiter leicht befestigt. Mexikaner bis 0,5 Prvz. schwächer. Der Psandbriesmarkt war unregelmäßig. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Tagesgeld 2,75 bis 5 Proz.; Monatsgeld 4,75 bis 6 Prozent; Warenwechsel etwa 4 Proz. Auch nach den ersten Kursen war daS Geschäft weiter sehr ruhig. Als die Spekulation aber merkte, daß sich das in den letzten Tagen vorhandene Auslandsangebot verringert zu haben schien, bekundete sie Deckungs- neiaung, so daß überwiegend leichte Kurserholungen eintraten. Eine Eonderbewegung hatten Schwachstromwerte; hier scheinen die Zu- sammenschlußbestrebungen noch nicht beendet zu fein. Vogel Telegraph traten im Verlaufe stärker in den Vordergrund und gingen mit 93,5 Proz. nach 91 Proz. um. Salzdetfurth holten ihren 2proz. Anfangsverlust wieder ein. Walter, Koblenz, gewinnt die Mittelrheinische Schachmeisterschaft. Der 10. Kongreß deS Mittelrheinischen Schach- bundeS nahm einen wohlgelungenen Verlauf. An den drei Turnieren beteiligte» sich 48 Spieler, ein Zeichen dasür. wie daS Schachspiel im Aufblühen begriffen ist. Den 1. Preis im Meisterschaststurnier und zugleich zum ersten Male den Titel eines Tlittel- rhein-Meistcrs errang Walter, Koblenz, mit -f- 6 Zählern aus sieben Partien. Walter, der nun schon seit Jahren sich vergeblich um den Meistertitel bemühte, konnte diesmal endlich durchs Ziel laufen. Sein Srsolg ist vollauf verdient. Bleut gen, fein schärfster Konkurrent, versagte gegen ihn völlig und mußte sich demzusolge mit dem 2. Preise begnügen. Unter ihrer Stärke haben diesmal Orth und Dr. Bechstedt gespielt. Beiden scheint eS an Ucbung zu mangeln. Don den neugebackenen Meistern hat sich nur Klau er. Baumbach, bewährt, der mit Bechstedt an 4. bis 5. Stelle landete und zum Teil sehr gut gespielt hat. Schlußstand im Meisterschaftsturnier: Walter, Koblenz, + 6 Punkte, 1. Preis; Bleut gen, Mainz, -4- 5 Punkte, 2. Preis: Orth, Darmstadt, - 4 Punkte, 3. Preis; eS folgen: Dr. Bechstedt, Wetzlar, und flauer, Baumbach, + 3l/t Punkte: Benkner, Frankfurt, H-21/* Punkte; Wenger, Frankfurt, -f- 2 Punkte; LempeliuS, Neuwied, +11 , Punkte. — 3m Hauptturnier erlangten Gleichstand: Drescher, Hanau, und Stein, Koblenz, -s-5Punkte aus sechs Partien; 3. Präger, Frankfurt, + 4*/s Punkte: 4. bis 5. C n e q u i ft und Roß. Frankfurt, David, Trier, je + 4 Punkte. — Das Nebenturnier gewann D i 11 c r, Frankfurt-Sachsenhausen, + 4 Punkte aus vier Partien, vor Frl. Oppenheimer, Bad Homburg, und Kreis, Wiesbaden, je 3 Punkte. Rohstahlgemeinschaft in der gestrigen Sitzung einen Preisabbau beschlossen, sich auf alle neuen Käufe rückwirkend Wirtschaft. Oer Abbau der Eisenpreise. Gemäß der dem ReichSarbeitSminister gegebenen Zusicherung, in Abänderung der Ar- beitgebererklärung zum Oeynhausener Schiedsspruch, die Verdienste anstatt bis ^u 10 Prozent nur bis zu 7 5 Prozent zu vermindern, jedoch die Preise über das Ausmaß der tatsächlich gesparten Beträge hinaus zu ermäßigen, haben die VerkausSverbände der Deutschen 8 7 6 5 4 3 2 1 Schwarz. 8 7 6 5 4 3 2 1 a b c d e f g h 3 8 7 6 5 4 2 1 a % W/. b T* 'M c d e f L ß h 8 6 5 4 3 2 1 Weih. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Rcichsbankdiskont 4,5 o. H., Lombardzinsfuß 5,5 o. H. Datum b% -UutidK yiciajeaiuutpc von 192? ......... 7% Drilliche Reichranleihe von 1929 .......... Teurfd-e Anl.-AbtSs.-Schultz mii IMueloi.-Stethteii....... Trtfll. ohne Siullos.-Rechie . . . 8% HeN. Bollsstaat von 1929 (rücdoblb. 102%)...... Obersten Provinz - Snlelhe mt: «uslos.Rechten....... Deutsche flomm. Eammelabl. Anleihe Serie 1....... 8% Rrantl. Hov-Bonk Goldpse XIIt unlündbar bis 1934 . . . 7% RtanH. Hvv -Bank «oldpse unkündbar bi« 1932 ..... . 13 6. 12 6. 13 6. — — 88,6 — 104,5 — 104 — 57.7 57,75 57,9 57,75 9,35 9,1 9,4 9,13 96 — 96 — 57 — — — 57,9 — 58,8 — 101 — — — 94,5 — - - 89 — — — 101 — 96,75 — 96,5 — - — 95,5 — - — 96 — - — — — 3.75 3,75 2,4 — 2,3 2,25 23,4 — 23,65 23 20.2 • — 20,4 — — 17,13 — 2,3 —— 2,25 2,25 6 —* 5,9 6 6 — 6,05 6,1 6 6 5,75 6 10 — 10,1 — 17,075 — 17,13 — 8,15 — 8,15 — Itranffurl a. M. Berlin Schluß für« t-Uhr- Rur« Schluß« fur» Anfang- flurd Votum 12 6 13 6 12 6 13 b vamburfl-iömtnlä ‘1‘alet . . . i 110,25 110,9 110 Hamburg-teübam. Tampsschifs . 8 — — — — Hama Tampsschiss..... 10 — — — — Norddeutscher Lloyd .... . 8 110.75 111 111,75 — Allgemeine Deutsche Treditanst. 10 114,5 —— 114,75 115 Barmer Bankverein .... 10 125,5 —— 125.75 125.75 Berliner Handelsoelelllchast . 12 170 — 170,25 169.25 dommen- und Pnvat.Bank . 11 148,5 148,5 148.5 143.5 Darmstädter und Rarwnalbank Deutsche Bant und 12 225,5 — 225 225 Tiseonto-SeseUschast, . . . 10 139,25 — 139.5 139 Dresdner Bant...... 10 140 140 14G 140 Reichs baut ...... 12 280 281.5 280 281 ........... . 8 157,5 158,25 157,9 158,13 Bergmarm........ . 9 — — 185.25 —- Itleln. Ltelerungsgesellschast. 10 — — 148 75 — Licht und Uralt...... 10 157 — 153 155,4 Helten & »uUIecume . . . «esellschast für Elektrisch« IV* 117 117 116 116.6 Unternedmungen .... 10 155,5 155 154.75 Hamburger Eletrnzliä 14-Werte 10 —- — 136.9 — «heroische Elektrizität . . . -chlesische EiektriziUll. . . . . V — — — — 10 — —— 159 159 Schuckert & Go. ...... 11 174 174 174 173.6 Siemen« & Halske..... IC 237 239 239 238 Dranrradio . ....... . fc — — —— Latzmeyer & Cs....... 10 — — 167,25 - Buderus......... . 5 74 — 74 5 74 Deutsche Erdöl...... . 6 — — 95 94,5 Essener Steinkohle ..... . b — — — Gelsenkirchener...... . 8 134.5 135 134,5 134,75 Harnen er......... 123 — 123 65 123.6 Harsch Eisen ...... 6S — - 100.5 — Ilse Bergbau ....... 10 224 100 — 100 224 100.13 100 Söln-Reueslen....... — —— 98.25 98 ManneSmann-Röbren . . • • 99.25 99,75 99 100 Mansseloer Serabau .... • • 70 — 70 —— Oberichlel. Sisenbedars . . . . 6 — — — — cberschles. SoUwerte . . . . . 7 — • 104.65 104.25 Pböntr Bergbau...... 6K 90,5 — 90,65 — Rheinische Braunkohlen . . 10 — — 222,25 224,25 Rbeinsiadl........ . 6 116,5 — 116,5 116,5 Rteöed Ttontan...... 7,2 — - Hrankturi a. M. Berlin Schluß. § lur# 1-llhr. Äur< Schluß« ?ur# tUr.fany Hur# Datum 12 & 13 6 ir 6 13. 6 < — —- 218.75 215.75 Kalin erke Cdterrgrln . 10 219.5 — 219.5 219 5 Kaliwerke Sakzdetfunh . • 15 400 399,5 400,5 398,5 tz. 9. Garden .Industrie . 12 166,5 167,5 167,4 166,9 ^tinarntt Nobel .... . f. — — 34,5 — Erbet b-anftall..... . 149,5 — —— «oldschmibt..... . r, 57,5 — 58,5 59.5 Nütgerrweeke..... . f 65,1 — 65 65,25 Metällgelelllchaft. . . . . t 117 117 —- 117,75 Tbiltcp Hol,mann . . . . 7 96 — 97 — Zementwerk Heidelberg 10 — — — — Cementw.-rk flcrlftaM. . 10 — — — — Wavb & Frevtag . . . . 8 — — 85 — Schul thell Patzcnhoser . 15 - - 310.5 311,75 Lltwerke....... 12 - 256 259 «Tu......... 15 95 — 95.13 94 Remberg....... 14 110 - 108,5 107,5 ZeMolt eaJbbof . . . e 13* , 163 - 163 163,5 Zellstoss S-tbaffenbura . 12 124.5 135,25 — Lbarlottenburger Efa-Ier e . k — — 101,25 100.75 Idauei <*a4..... . s — 157 156,25 Daimler Motoren . . . . 0 — 36 36.5 Deutsche Linoleum . . 230 217,5 229 216.5 Malchinenbau. . ( — 19,75 49,25 Rai. AuwmoLck .... . 0 — 17,5 _ Srenitetn & flcppel . . . 6 — — 73,5 75 Leonbard Dietz .... 10 150 — 152 151,5 Sventka....... 314 — 314 314 Franksurter Maschinen . . 4 — — 27,5 — fflrir-er....... . € — — 37 — Herltgenita-dt . . . . e . 0 — — — Iunghanz....... Lech werke....... . 6 . 8 41,25 40 98 41,5 — Mmnliastwerke Hcchlt a.M. . 8 — — — Murg......... 10 — — 116 117 ®ehr Roeder ..... • 10 — — Voigt & Haesfner . . , • . 9 152 — —- bittzdeupche Zucker . . • 10 — — 156,5 Banknoten. Serltn, 12 Juni «elb Arles Bmenkantlche Noten...... 4,17 4.19 Belgische Noten ....... 58,37 58,61 Dänische Noten ....... 111.73 112.17 Englische Roten........ 20,305 20,385 Französische Noten....... 16,415 16.475 Holländische Noten ....... 167,96 168.64 tzraltenische Roten........ 21.96 22,04 Norwegische Noten....... 111,73 112.17 Deutsch-Leits «reich, 4 100 Schilling 59,03 59.27 Rumänische Noten....... 2,465 2,485 Schweditche Noten....... 112,08 112,52 Schweizer Noten ........ 81,00 81,32 Spanische Noten........ 48.90 49.10 Tschechoslowakische Roten..... 12,425 12,485 Ungarische Nölen........ 73,02 73.32 veoifcnmarkl Berlin — Frankfurt a M 12 Juni 13 .Juni «mtliche «elb Dotierung 2*rir' Amtliche Dotierung Geld »ries ÄM't.. :1t ott. 168,31 168,65 168.37 168,71 8uen.-aire8 1.573 1.577 1,563 1,567 Br-> Intw 58.41 58.53 58,46 112.26 Kbrifliania. 112,01 112,23 112,04 112.27 Hopenbaacu 112,02 112,24 112,05 112,62 etcrtbolm . 112,35 112,57 112.42 58.58 HeÜrngforL. 10,543 10,563 10.541 10.561 Italien. . . 21,93 21,97 21.94 21,98 London. . . 20 339 20,379 20.346 20.386 '.'leuvork . . 4,187 4,195 4,187 4.197 PortS. . . . 16,43 16,47 16,435 16,475 Schweiz . . 81.13 81,29 81.00 81.26 Spani.'N. 49,30 49,40 49,15 49,60 (Tapan . . . 2,070 2,074 2.068 2,072 ‘kto de Jan >.482 0,484 0,470 0,472 Dien in T-' Ccft. abfleft 59.07 59,19 59.09 59,21 Prag . . . . Bclzrad . . 12.44 12.49 12.42 12,44 7,408 7,422 7,408 7,422 Dtidaocst. . 73.21 73,35 73,21 73,35 Lul ariea . 3,035 3,041 3,035 3,041 Lissabon . . 18,82 18,86 18,80 18,84 Tcmjia. . . 81,32 81,48 81,32 81,43 Äonft^nttn. 1,784 1.789 1,785 1,789 Sitten. . . 5,425 5,435 5,425 5,435 Lanada . . llra 7vcN). . 4,189 4,192 4,185 4,193 3,756 3,764 4.706 3,714 Cairo ... 20,86 20,90 20,86 20,90 Möbelfabrik Carl Stückrath, Asterweg 471 11 11 erhältlich In der 03834 Samenhandlung Stheel, Mäosharß 17 Wäscheabt, Innenspiegel, Marmor, schönes Modell, M.775. M.750. 6 Rindlederstühle, beste Arbeit M.070, runder Tisch, 1 Sessel und 2 Stühle dem (3830 neuesten Modelle vorführen. 4004 A M .Pomona" - Stäubemittel > D e k a 1 i t "-Srltzmlttel Franko- Lleferung Zahlungserleichterung Küche. 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Davon abgesehen bleibt das Coffein bei derartigen Verfahren in seiner vollen Wirksamkeit erhalten. Es ist eine Täuschung und Irreführung, wenn von irgendeiner Seite behauptet wird, daß Kaffee, in dem die Kaffee» gerbsäure „abgebaut11 sei, dadurch unschädlich für Herz- und Nervenleidende und für ooffeinempfindliohe Personen würde. Der Bestandteil des Kaffees, der gewöhnlich ein Kaffeeverbot des Arztes veranlaßt, ist das Coffein. Kaffee Hag ist ooffeinfrei, unschädlich für jung und alt, für Gesunde "* und Kranke. Wir bitten alle diejenigen, denen anderer Kaffee mit der Begründung angepriesen wird, in ihm sei das Coffein „gebunden“, oder das Coffein sei „un? schädlich" gemacht, oder dieser andere Kaffee sei ebenso unschädlich wie coffeinfreier Kaffee, uns von diesen unwahren Behauptungen Mitteilung zu machen, um uns Gelegenheit zu geben, gegen die Verbreiter durch eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs und Irreführung ebenso vorzugehen, wie wir es gegen den Fabrikanten getan haben. 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