Dienstag, 13. Mai 1950 180. Jahrgang 9 E - meinem it vom die 1 - $ f L - h s r i s S 0 3 ti i» 3 0 ff 1 2 32 - 0 3 E r, ein Interview gewährt, in welchem er u. a. crus- führte: Bei den Haager Verhandlungen habe ich bereits Gelegercheit zur Zusammenarbeit mit den Ministerpräsidenten und Auherrministeim zahlreicher europäischer Mächte gehabt. Sie weiter auszn bauen und auf die Vertreter der anderen im Völkerbund vereinten Staaten auszud^nen, ist mein Bestreben. Ich halte es für unerläh- lich, bah u. a. auch das Abrüstungspro- ‘ ~" * erfährt 7?=,e blem eine stärkere Förderung als das bisher der Fall war. Ich muh Bedauern darüber Ausdruck geben, dah nächste Tagung der Abrüstungskommission deS Völkerbundes erst auf November angesetzt ist. Der Standpunkt der deutschen Negierung in der Abrüstungsfrage ist offen bar- gelegt. Dos deutsche Volk unterstützt ihn in völliger Geschlossenheit. Wenn dann und wann CEr|d)etnt lügl'ch,außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte (Siebener FamilienblLtter Heimat im Bild Die Scholle Olonais Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Träger- lohn, auch bei Richter- scheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsorechanschlüsse unterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnach« richten Hnjeiger Sieben, poftscheckkonto: firantfurt am Main 11686. Handlungen zwischen Italien und Frankreich zu nächst auf diplomatischem Wege geführt werden werden, nimmt jedoch an, dah nach der gegenwärtigen Lage sich in kürzerer Zeit di« Aussichtslosigkeit dieser Verhandlungen ergeben dürfte. Eurtius fordert Abrüstung. Die Aufgabe des Völkerbunds. Genf, 12. Mai. WTB. Reichsauhenminister Dr. Curtius hat dem „Journal de Geneve" Genf, 13. Mai. (SIL Funkspruch.) Im Vordergründe des allgemeinen Interesses stehen auf der Ratstagung bte auf der Londoner Flottenkonserenz beschlossenen italienisch-französischen Sonderverhandlungen. Im Hinblick auf die großen grundsätzlichen Gegensätze, die zwischen den beiden Ländern in der letzten Zeit in wachsendem Mähe festzustellen sind, wird der Ausgang dieser Verhandlungen allgemein äuherst pessimistisch beurteilt. Am Dienstag findet eine erste Zusammenkunft zwischen Driand und Grandi statt, von der man zunächst eine Klärung wenigstens über die Formen der Ausnahme der Verhandlungen erwartet. In unterrichteten Kreisen weist man jedoch daraus hin, dah außer der großen Streitfrage der F l o t t e n g l e i ch h e i t eine außerordentliche Schwierigkeit die italienische Forderung auf Erfüllung des Abkommens von 1916 bildet, in dem Frankreich der italienischen Regierung die Abtretung des Tschad-Gebietes zwischen Tripolis und den französischen mittelafrikanischen Kolonien zu- gesagt hatte. Im Jahre 1919 waren die Bedingungen Frankreichs für die Erfüllung dieses Abkommens derart, daß sie von Italien nicht durchgeführt werden konnten. Runmehr wird von der italienischen Regierung von neuem die Abtretung des Tschadgebietes gefordert. In gut unterrichteten Kreisen herrscht der Eindruck, daß die Der- 5ä? 531 Frankreich und Italien. Wenig Hoffnung für die Gonderverhandlungen •Sgf*? Auftakt zur Genfer Ratstagung. Erstes Debüt des Reichsaußenministers Or. Curtius in Genf. - Fortsetzung der Flotten, besprechungen zwischen Italien und Frankreich. yH j *3= K, er» u.x c = @o 3 »L 3 a - '«3 nS2. £ $ * • * Ä9||g Doch eine Mehrheit für den Panzerkreuzer? Tie Unterstützung der äußersten Rechten. Berlin, 12. Mai. (Priv.-Tel.) Wie wir von unterrichteter parlamentarischer Seite hören, sind trotz der Abstimmung im Hausbaltsausschuß gegen die erste Rate für den Panzerkreuzers die Versuche noch nicht abgebrochen worden, eine Mehrheit für das Schiff noch für den Etat 1930 zustande au bringen. Schon auf der letzten Besprechung der Fraktionsführer mit dem Reichskanzler sind aus Streifen der Rechten Andeutungen gemacht worden, daß man sich bemüht, mit den Ratio n a l f o z i a l i st e n, den Bauernparteien, den ganzen Deutschnationalen, der Volkspartei, Teilen des Zentrums, der Bayerischen Volksportei und der Demokraten eine Mehrheit zusammenzustellen. Diese Koalition sollte sich also nicht mit den in der Regierung vertretenen Parteien decken, und nur für den Panzerkreuzer zusammenkommen. Ihre Mehrheit wäre außerordenllich gering und zudem erscheint es äußerst zweifelhaft, ob es wirklich gelingt, die Nationalsozialisten in diese Aktion einzu- soannen. Die Fraktionsführerbesprechung hat zu diesen Koalitionsversuchen ihrerseits keine Stellung genommen, die Demokraten haben aber zum Ausdruck gebracht, daß sie sich alle Konsequenzen vorbehalten, wenn aus den Kreisen der Regierung heraus eine derartige Taktik unterstützt werben sollte. Wer sich wie Deutschland eben erst anschickt, den Voung-Plan durchzuführen und aus seiner internationalen Anerkennung die selbstverständlichen innerpolitischen Folgerungen durch umsassende San.erungsrnahnahmen für die Reichsfinanzen und durch den Versuch einer Aktivierung des landwirtschaftlich gebundenen Kapitals zu ziehen, der befindet sich nicht in der glücklichen Lage, bedingungslos eine Zollpolitik unter europäischem Vorzeichen treiben zu können So grundsätzlich wünschenswert auch uns ein radikaler Abbau der überhöhten europäischen Zollmauern erscheint, so selbstverständlich ist es, daß wir gerade jetzt, um die Durchführung des neuen Plans auch nur einige Zeit garantieren zu können, darauf bedacht fein müssen, unsere Handelsund Zahlungsbilanz auch mit den groben Mitteln zollpolitischer Schutzmaßnahmen zu verbessern, wenn sich nicht etwa die Gläubigerländer aus freien Stücken zu einer stärkeren Ausnahme deutschen Exports entschließen sollten. Nicht minder wichtig find für die Entwicklung der europäischen Machtverhältnisse aber wohl die Erörterungen, die auf alle Fälle vertraulich zwischen den einzelnen Ratsdelegationen der Großmächte über die Anpassung des Kel- logg-Paktes an die Dölkerbunds- sahungen geführt werden. Selbstverständlich wird Frankreich bestrebt fein, hierbei wieder seine Sicherheitstheorien in den Vordergrund zu rücken, und ebenso selbstverständlich wird Driand sich im Bunde mit den Außenministern Polens und der Tschechoslowakei bemühen, die bekannte Lo- carno-Interpretation des Artikels 16 der Dun- dessatzungen praktisch wertlos zu machen, um auch Deutschland zwingen zu können, bei der Organisierung eines Dölkerbundkrieges aktiv tätig zu sein. Hier liegen zahlreiche Fallstricke für die deutschen Unter Händler, die sorgsamste Beachtung erheischen, wenn nicht wertvolles politisches Terrain, das noch Stresemann erobert hat, verloren gehen soll. Oie Eröffnungssitzung Curtius berichtet über die Ergebnisse der Zollsricdensionfercnz. (Senf, 12. Mai. (WTB.) Der Völkern b u n b 8 r a t ist heute vormittag um 11 Uhr unter bem Vorsitz bes neuen Ralspräsidenten. des jugoslawischen Außenministers M a r i n k o w i t s ch. zu seiner 59. Tagung zusammcngetreten. Die Ratstagung begann wie üblich mit einer vertraulichen Sitzung, die u. a. die e n d g ü l t i g e Absetzung des ungarisch-rumänischen Optantenstreits von den Ratsgefchästen brachte. Diese Frage, die den Rat fast ununterbrochen sieben Jahre beschäftigte und ihn wiederholt vor schwierige juristische und politische Probleme stellte, gilt nach Regelung der Ostreparationen als erledigt. Außerdem erledigte der Rat in der vertraulichen Eröffnungssitzung eine Reihe von budgetären und administrativen Fragen. Die öffentliche Sitzung des Völkerbundsrates begann mit der Berichterstattung über die Konvention zur Stabilisierung der europäischen Handelsbeziehungen, wie sie aus den Beratungen der sogenannten Zollfriedenskonferenz hervorgegangen ist. Außenminister Dr. Curtius erstattete den Bericht, der dann gipfelte, daß, wenn sich auch der ursprünglich geplante Zollfrieden nicht habe erreichen lassen, doch die Anerkennung der Wechselwirkung der internationalen Handelspolitik durch eine internationale Konvention eine erste Etappe auf dem Wege zu der geplanten gemeinsamen Wirt- schastsaktion des Völkerbundes darstelle. Der Bericht wurde einstimmig genehmigt, nachdem Dr. Curtiils die englische Anregung zur Annahme empfohlen hatte, auch die außerhalb der Konvention stehenden Staaten zu den künftigen Verhandlungen heranzuziehen. jm Schatten der Aufrüstung Gerüchte, daß die pünktlich« Rhein! and - c ä u m u n g zu dem äußersten Termin vom 30. Juni auf gewiss« technisch« und politisch« Schwierigkeiten stoße und dah deshalb Lriand in Genf mit dem deutschen Außenminister Dr. Curtius neue Verhandlungen zu führen gedenke, wollen nicht verstummen. Bis zum Beweise des Gegenteils möchten wir trotzdem glauben, dah ihnen kein konkreter politischer Sachverhalt zugrunde liegt, da wir uns nicht gut denken können, daß Briand es wagen sollte, eine derartige Illoyalität vor der Weltöffentlichkeit zu verantworten. Immerhin ist die Tatsache dieser Ausstreuungen allein schon bezeichnend genug für die Atmosphäre, die Dr. Curtius diesmal bei der F^uyjahrstagung des Rates vorfindet. Sein Debüt als Berichterstatter über den Verlauf und die Ergebnisse der Genfer Zollfriedenskonferenz soll zwar nicht ohne Eindruck geblieben fein, und das ist gut so. Denn wir müssen dem Nachfolger Dr. Stresemanns in seinem persönlichen wie im Interesse Deutschlands den denkbar besten Start auch auf diesem Terrain wünschen, das ihm bis dahin fremd geblieben war und auf das er sich ohne den Staatssekretär von Schubert als berufenen Ratgeber begeben mußte. Aber es ist doch Ironie des Schicksals, dah öie beiden wirtschaftlich und politisch wichtigsten Probleme der Ratstagung, die Frage des Zollfriedens sowohl wie die der politischen Friedenssicherung gerade jetzt in einer internationalen Stimmung verhandelt werden müssen, die nach dem negativen Ausgang der Londoner Flottenkonserenz alles andere als friedensfreundlich ist. Im Gegenteil, die Tagung des Völkerbundsrats steht durchaus im Schatten einer allgemeinen Aufrüstung auf der ganzen Linie, worunter man ja nicht nur militärische Mahnahmen zu verstehen braucht. Vielleicht sind sogar die Zurüstungen auf wirtschaftspolitischem Gebiete, bi« Fragen der europäischen Zolltarife und der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den europäischen Nationen in ihren unmittelbaren Folgewirkungen für die geringe Friedensstimmung zwischen den beteiligten Mächten sogar noch ernsthafter und schwerwiegender als etwa Reden, wie sie der italienische Dölkerbundsdelegierte, Außenminister Grandi, kürzlich erst zum Hellen Entsetzen der ganzen französischen Oesfentlichkeit gehalten hat. Zu einer großen Aussprache über die zoll- politischen Maßnahmen ist es im Anschluß an den Bericht von Curtius zwar nicht gekommen; selbst die Polen, von denen man einen Vorstoß gegen die neue deutsche Agrargesetzgebung erwartete, haben es für klüger gehalten, sich zunächst mit der deutschen Delegation außerhalb der offiziellen Ratsverhandlungen ins Benehmen zu setzen. Das bedeutet natürlich nicht, daß die wichtigen Fragen der europäischen Wirtschaftspolitik damit überhaupt nicht erörtert würden. Man muh vielmehr im Gegenteil annehmen, daß der Fragebogen Briand s, dessen letztes Ziel ja eine Art paneuropäischer Wirtschaftsbund ist, zu lebhaften Diskussionen von Delegation zu Delegation Veranlassung geben wird. Die deutsche Abordnung hat allen Grund, gerade diesen unterirdischen Erörterungen gegenüber größte Vorsicht und äußerstes Mißtrauen walten zu lassen. Denn in den geschickten Händen der Sachwalter des Quai d'Orsay sind auch Wirtschaftsfragen ein immer wieder gern benutztes Instrument zur Festigung und zum Ausbau der französischen Vormachtstellung aus dem Kontinent gewesen stehen. Um was es in der Hauptsache geht, ist aus den Berichten über die Sitzungen des Finanzausschusses bekannt, doch sei es nod) einmal wiederholt, Um ein Anwachsen des Fehlbetrags im Staatshaushalt ins ilngemeffene zu verhindern, hat die Regierung ein ^Sofortprogramm" vorgelegt (ein weiteres Programm auf lange Sicht soll folgen, bei dem die Denkschrift des Sparkommissars die Hauptrolle spielen wird), mit dem sie die Einsparung von 6—7 Millionen (der Hälfte des Defizits I) zu erreichen hofft. Sie wälzt dabei sehr erhebliche Beträge auf die Gemeinden und Gemeindeverbände ab, indem sie den Zuschuß für die Versicherung der Gemeindebeamten streicht, di« Verpflegungssätze in den Heil- und Pflegeanstalten erhöht für jede Schulstelle 200 Mk. einfordert, den Beitrag für die Provinzialstr aßen kürzt u. dgl. mehr. Sie erhöht die Gebührensätze der Gerichte, Dermessungsämter, höheren Schulen (schon seit Herbst 1929) usw., scheut Nicht vor versteckten Steuererhöhungen zurück (Gewerbesteuer) und spart dazu große unb kleine Beträge ein, indem sie mit harter Hand Streichungen vornimmt bei Theater, Schule (von der Hochschule bis zur Volksschule), Polizei, Danunterhal- tung der Staatsgebäude und demjenigen Teil der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz, der zur Bezuschussung von Neubauten bestimmt ist. Nl kann meine Einstellung zu den Völkerbunds- Problemen nicht besser zusammerrf assen als durch den Leitsatz, den Dr. Stresemann in seiner Rede beim Eintritt Deutschlands in den Völkerbund prägte: »Rur auf der Grundlage einer Gemeinschaft. die alle Staaten ohne Unterschied in voller Gleichberechtigung umspannt, können Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit die wahren Leitsterne des Menschenschicksals werden." Deutschland und der Völkerbund. Das frühere Mitglied der Informationsabteilung des Völkerbundes Dr. Max V e e r veröffentlicht in einer Genfer Zeitschrift einen viel beachteten Aufsatz über die Stellung Deutschlands im Völkerbunde. Darin wird der Nachweis geführt, daß Deutschland zwar im Völkerbunde sei, jedoch noch weit entfernt davon sei, im Völkerbund die Rolle zu spielen, die Deutschland gebühre und die im eigensten Interesse des Völkerbundes unbedingt notwendig fei. Die übrigen Mächte hätten bisher noch keineswegs begriffen, wie wichtig es für den Völkerbund wäre, daß Deutschland als vollberechtigtes Mitglied entscheidend mitarbeite und dem Völkerbund neue Ideen und neue Kräfte zuleite. Die Bedeutung der deutschen Mitarbeit und der damit notwendigerweise verbundenen inneren älmgestalutng des Völkerbundes würde heute noch in keiner Weise wirklich verstanden. Die großen Gründer st aaten des Völkerbundes wären als glückliche Inhaber der Macht noch heute der Ansicht, daß die beste Politik die sei, die in der Aufrechterhaltung ihrer Machtstellung und der Zurückweisung jedes anderen Einflusses bestände. Diese Auffassung stehe aber im schroffen Gegensatz zu der Grundidee des Völkerbundes. Die großen Gründermächte hatten eigentlich alles tun müssen, um Deutschland so eng wie möglich mit der Völkerbundsarbeit zu verbinden und Deutschlands Mitarbeit eine entscheidende Stelle zu sichern. Eine gute Politik hätte Deutschland verstehen lassen, daß der Völkerbund auch eine deutsche Angelegenheit, nicht nur eine Sache der übrigen Mächte sei. Deutschland wäre voll im Recht, wenn es noch heute im Völkerbund ein Machtmittel sehe, dessen Aufgabe es sei, den in Versailles geschaffenen Zustand aufrechtzuerhalten. Deutschland könne jedoch seiner Geschichte und fulturetien Bedeutung nach erwarten, daß endlich die gegenseitige Anpassung und Angleichung im Völkerbund mit Deutschland vorgenommen würde. Ie- doch fei heute noch der Ausgleich zwischen Deutschland und dem Völkerbund in keiner Weise erfolgt, da die Kräfte, die den Völkerbund zu festbeftimmten Zwecken geschaffen hätten, und einen maßgebenden Einfluß besäßen, noch immer jede Entwicklung und Ausgestaltung des Völkerbundes ablehnten. Das Schicksal des Völkerbundes und des Friedens werde zu einem großen Teil davon abhängen, wie weit die Gegenseite zu Opfern fähig fei, die nur in ihrem eigenen Interesse lägen und die Deutschland zu einem Teil des Völkerbundes machten. Oos Verhältnis zu Moskau. Botschafter von Dirkien wird energisch. Berlin, 12.Mai. (Priv.-Tel.) Die schon feit längerer Zeit latent vorhandenen Schwierigkeiten der deutfch-mssischen Beziehungen haben nun dazu geführt, daß der deutsche Botschafter in Moskau mit größter Energie auf Klarstellung der Situation drängt. Versuche in dieser Richtung sind wiederholt gemacht worden, aber ohne Erfolg. Die deutschen Wünsche und Beschwerden richten sich vor allem auf die auf russischer Seite zu beobachtenden einseitigen Deutungen der bestehenden wirtschaftspolitischen Vertragsbestim- mungen, und um solche Maßnahmen von feiten der russischen Regierung, die dem O et ft des Rapallo - Abkommens keinesfalls entsprechen. Ein weiterer Anlaß der deutsch- russi chen Auseinandersetzungen bilden die Fragen, die sich aus der Beziehung der kommu- nistischenPartei zu Moskau ergeben und schließlich auch die von Moskau ausgehende kommunistische Rund funkp r op ag and a in deutscher Sprache. Es ist ein sehr ausgedehnter Komplex, den Herr v. Dirksen in Moskau zur Sprache bringen muß, aber es scheint, daß man nicht mehr gewillt ist, die russische Verschleppungstaktik und die Absicht, die für Deutschland wichtigen Fragen zu bagatellisieren, ohne deutlichen Widerspruch hinzunehmen. Die Haudelsve frage. Anpassung an die neuen Zölle. — Eier und Südfrüchte. Berlin, 12. Mai. (Priv.-Tel.) In den kommenden Wochen haben die beteiligten Stellen des Auswärtigen Amtes und der in Frage kommenden Reichsministerien die schwierige Ausgabe, die auf Grund der Agrargesetze notwendig gewordenen handelsvertraglichen Besprechungen mit dem Ausland durchzuführen. Wie wir hören, werden zunächst die deutsch-italienischen Verhandlungen in Angriff genommen werden, wozu eine einleitendeVorbesprechung in Berlin etwa am 15. stattfinden soll. Hierbei handelt es sich um den E i e r z o l l, daneben aber auch um Südfrüchte, Wein ufw. Die Verhandlungen mit Italien dürften auf ziemlich breiter Basis geführt werden, da ohnedies der vor 5 Jahren abgeschlossene deutsch-italienische Handelsvertrag im Dezember abläuft. In der Praxis der letzten Iahre hatten sich zeitweilig durch den italienischen Verwaltungsprotektionis- mus handelspolitische Schwierigkeiten zwischen Deutschland und Italien ergeben, aber in der letzten Zeit trat diese italienische Methode nicht mehr so stark in Erscheinung. — Ebenfalls in nächster Zeit sollen die Verhandlungen mit Jugoslawien durchgeführt werden, wobei es sich auch hier wiederum um den Eierzoll handelt. Man will entsprechend den ursprünglichen Dispositionen die Wirtschaftsverhandlungen mit dem Ausland nach den Waren- tategorien durchführen, und es scheint, daß man zunächst die Fragen des Eier- und Süd- früchtezolls erledigt, um bann schrittweise zu den anderen Zollproblemen vvrzudringen. Minister Treviranus über die Ziele der Volkskonservaiiven Vereinigung. WSR. Frankfurt a. M., 12. Mai. Die Dolkskonservative Vereinigung veranstaltete eine öffentliche Kundgebung, auf der der Reichsminister für die besetzten Gebiete Treviranus sprach. Der Weg von der Billion zur Reichsmark liegt hinter uns, vor uns die Rückkehr zum Groschen und Pfennig. Man kann der in allen Teilen des Reiches notleidenden Wirtschaft ebensowenig über Rächt mit, neuen Gesetzen und Subventionen helfen, wie der Arbeitslosennot durch schematische Reformen der Arbeitslosenversicherung, Abbau der Leistungen oder ähnliche Schlagwortsforderungen steuern. Die Reichsregierung hat eine Erbschaft aus dem Rachkriegsjahrzehnt angetreten, die nicht bilanzmäßig auf einen Stichtag abgestellt werden kann, aber deren Auswirkungen von Woche zu Woche größere Schatten vorauswerfen. Deshalb wird sich die Regierungsarbeit nicht mit einer Kassenfanterung, die zunächst auf dem Papier steht, mit einem Versuch zur Behebung der landwirtschaftlichen Preiskrise angesichts ungeheurer Vorräte und mit einem Ostgrenz-Programm begnügen können. Sie muh in den Rahmen eines viel umfassenderen Gesundungswerkes der Arbeitsbeschaffung hineingestellt werden. Die schmale parlamentarische Basis zwingt die Regierung ?u fortgesetzter Rücksichtnahme auf die u n g e - lärte Haltung der Rechtsopposition, die sich von Fall zu Fall die parlamen- tarife Entscheidung über das Schicksal des Reichstages Vorbehalten hat. Diese Opposition wirkt nicht fördernd auf die unumgängliche Reformarbeit, sondern durchaus hemmend. Die Auseinandersetzungen innerhalb der politischen Rechtsparteien über die Berechtigung und Rot- wendigkeit unbedingter Regation und positiver Mitarbeit sind weiter im Fluß und werden nicht zur Ruhe kommen, bis die klare Scheidung zwischen Rihilisten und Aktivisten auf der Rechten durchgekämpft ist. Gerade in der sogenannten Demokratie ist ein le benskräf - tiger Konservatismus unerläßlich im politischen Leben, zumal wenn ein Staat Zeiten des Riederbruchs zu überwinden hat. Die Frage nach der Umbildung der deutschenP arteten löst heute mehr Anteilnahme aus als die Sorge um die Behebung der wirtschaftlichen Röte, die die gesamte öffentliche Hand so entscheidend in Mitleidenschaft ziehen. Man sollte mit einer rechnerischen Zusammenfassung von Mandatsziffern und Parteizahlen sich nicht darüber hinweg täuschen, daß die politische Willensbildung von unten herauf einsehen mutz. Zum Regieren gehört immer die Cntschlutzfreu- digkeit von Persönlichkeiten und die in der praktischen Politik unumgängliche Zusammenarbeit wird besser durch Wcchltartelle und Fraktionsgemeinschaften erreicht als durch Fusion der Parteigruppen. Aus dieser Erkenntnis ist der jüngste Auftrag des Reichspräsidenten geboren, dem die jetzige Regierung die Entstehung verdankt. Der deutsche Wahlsieg in Oberschlesien. Das zweite Plebiszit. Mit fünfzehnmonatiger Verspätung sind am Sonntag die Wahlen zum schlesischen Sejm vorgenommen worden, obwohl auf Grund der Verfügung die Reuwahlen nach einer Auflösung spätestens innerhalb 75 Tagen vollzogen sein müssen. Aber die polnischen Rationalisten stolpern über solche Kleinigkeiten nicht. Der Sejm wurde seinerzeit aufgelöst, weil er die Auslieferung des Deutschen lllitz verweigerte, der dann unmittelbar darauf verhaftet wurde, mehrere Monate in -Unter- suchungshaft saß, in zweiter Instanz aber selbst von den polnischen Gerichten freigesprochen werden muhte. Inzwischen hat der Wojwode Grazhnski nach seiner Methode regiert, und er hat Wohl geglaubt, daß diese fünfzehn Monate genügen würden, um den Widerstand der Gegner seines Systems zu brechen. Er hat sich schwer geirrt Obwohl alle Arten des Terrors gegen bie Deutschen ausgespielt wurden, obwohl Wahlversammlungen gesprengt, Plakate herabgerissen und Zettelverteiler so schwer verprügelt wurden, datz sie ins Krankenhaus gebracht werden mutzten — von dem harmlosen Scherz des Fenstereinschlagens ganz abgesehen — haben die Deutschen Erfolge errungen, die überall im polnischen finger überraschten. Gegenüber den letzten Wahlen von 1922 ein sehr starker Zuivachs, aber auch noch ein Gewinn gegenüber den Wahlen zum polnischen Sejm 1928, und das, trotzdem in den letzten Jahren weit über hunderttausend Deutsche abwanderten, deren Plätze durch waschechte Polen von der Pilsudski-Couleur erseht wurden. Die deutsche Fraktion zieht a l s ft d r t ft e in den Sejm ein. Sie wird vielleicht sogar ein Drittel der gesamten Mandatsstärke erreichen und mehr als 150 000 Stimmen auf sich vereinigen. Der Zusammenschluß der Deutschen hat sich bewährt, während die Polen die übliche Zersplitterung zeigen und dadurch bei der Gesamtverrechnung noch schlechter abschneiden. Korfanty hat das Wort geprägt, daß diese Sejmwahl das zweite Plebiszit sein sollte. Die Deutschen Haden dieses Wort aufgegriffen. Sie haben bewiesen, daß keine Gewalt ihre Gemeinschaft brechen konnte. Sie Haden noch einmal gegen das schwere Unrecht Verwahrung eingelegt, bas durch die Aufteilung Oderschlestens begangen wurde. Und diese deutschen Stimmen werden hoffentlich schwer genug wiegen, um auch im Völkerbund eine Vergewaltigung unserer Kultur, wie sie bisher versucht wurde, künftig unmöglich zu machen. Das ist für uns das Wichtigste. Für die mnerpolnifche Entwicklung aber ist bie Wahl von mindestens ebenso ausschlaggebenber Bedeutung. Der Wojewode hat eine schwere politische und moralische Riederlage erlitten trotz ungeheurer Geldmittel, trotz des amtlichen Wahlapparats sammelte er nicht einmal den fünften Teil der Stimmen um sich, wurde sogar von der Partei Korfanths, des ehemaligen Deutschenfressers, noch überholt. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, datz der neue Sejm ein Mitz- trauensvotum gegen den Wojewoden mit gewaltiger Mehrheit annehmen wird. Kein Wunder, wenn Herr Grazhnski den Wunsch hat, diesem neuen Debakel durch seinen Rücktritt zuvorzukom- men. Die Versuche Warschaus, aus Oberschlesien eine polnische Satrapie zu machen, sind endgültig gescheitert. Das amtliche Gesamtergebnis. 6 altow 1 h, 13. Mal. (MTV. Funksprnch.) Rach dem bereits vorliegenden amtlichen Gesamtergebnis der schlesischen Wahlen waren insgesamt 662 767 Wahlberechtigte in die Listen eingetragen. Gültige Stimmen wurden abgegeben 601514, so daß also 9 0,7 Prozent vorn Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Aus bie Listen der Deutschen Wahlgemelnschaft entfielen 179 853 Stimmen gleich 15 Mandate, auf die Liste der Deutschen Sozialdemokraten entfielen 25489 Stimmen gleich 1 Mandat, auf die Liste storf anty 136 701 Stimmen gleich 13 Mandate, auf die Sanacja- Ciffc (Regierungspartei) 116785 Stimmen gleich 10 Mandate, polnische Sozialisten 52 260 Stimmen gleich 4 Mandate, Kommunisten 27 454 Stimmen gleich 2 Mandate, polnische Rationalarbeiterpartei 41 396 Stimmen gleich 3 Mandate; außerdem entfielen auf die kleineren polnischen Listen 21 573 Stimmen, die jedoch größeren Parteien zugeschlagen wurden. Die Organisation der Internationalen Zahlungsbank. Basel, 12. Mai. (TU.) Die Derwaltungsrats- sitzuna der B. I. Z. am Montag galt der Erledigung gewisser Formalitäten, um die Eröffnung der Dank am Samstag, dem 17. Mai, vornehmen zu können. Ferner wurden die Beschlüsse der ersten Verwaltungsratssitzung am 22. und 23. April genehmigt, insbesondere auch hinsichtlich der B e - teiligungderLänderander Bank. Im Verfolg dieser Beschlüsse werden die sieben Hauptländer 112 000 Aktien zugeteilt erhalten, während die Schweiz, Schweden und Holland je 4000 Aktien übernehmen. Die Auflegung dieser Aktien soll am 20. Mai erfolgen. Die Hinzuziehung der Tschechoslowakei, Ungarns und Bulgariens wird hingegen erst später erfolgen. Auch die Ernennung weiterer Verwaltungsratsmitglieoer wurde vertagt. Weiter wurde der Organisationsplan der Dank genehmigt, wobei festgestellt wurde, daß die Einzelheiten der Bildung der einzelnen Abteilungen in Zusammenarbeit zwischen dem Generaldirektor Quesnan und den deutschen Vizegeneraldirektor Dr. Hülsen erfolgen soll. Des weiteren wurde die Poungplananleihe besprochen. Dem Vernehmen nach gestalteten sich die Besprechungen über diesen Punkt jedoch außerordentlich schwierig. Die Entscheidung über die Auflegung der Poungplananleihe wurde daher erneut verschoben und von den Beschlüssen der Bankierskonferenz abhängig gemacht, die am Donnerstag in Basel zusammentreten soll. Der Prozeß gegen Gandhis Rachfolger Tyabji. I a I a l p u r, 12. Mai. (WTB.-Funkspruch.) Heute bereits begann hier der Prozeß gegen Gandhis Nachfolger Tyabji und feine 59 Mitangeklagten. Außer Pressevertretern waren nur einige bevorzugte Personen, darunter Frau Gandhi und einige ihrer Freiwilligen, zugelassen. Vor dem Gerichtsgevaude hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt, die nationale Lieder fang. Als der Vorsitzende bemerkte, daß Frau Gandhi und ihre Gefährtinnen ansingen zu ftrM***«. verbot er es ihnen. Tyabji weigerte sich, an der Verhandlung teilzunehmen und verlas eine kurze Erklärung, in der er seiner Freude über seine und seiner Gefährten Verhaftung Ausdruck verlieh und bestätigte, daß seine Verhaftung völlig recht- mäßig erfolgt sei. Zum Schluß sagte Tyabji, England habe seit 150 Jahren zu seinem eigenen w i r t s ch a sl i che n Vorteil Indien zugrunde gerichtet. Die anderen 59 Angeklagten betonten nacheinander übereinstimmend, daß sie die indische Regierung zu stürzen wünschten. Der Prozeß wurde dann auf Dienstag vertagt, f Gandhis Sohn auf dem Wege nach Dharasana. 91 a of a r i, 13. Mai. (Reuter. Funkspruch.) Der Sohn Gandhis, M a n i l a l, machte sich gestern abend auf den Weg nach Dharasana, jener Stadt, gegen deren Salzdepot sich der Vormarsch des verhafteten Nachfolgers Gandhis, Tyabji, gerichtet hatte. Man erwartet, daß ungefähr 3 00 Freiwillige heute vormittag Dharasana erreichen werden. Aus aller Welt. Die Bluttaten in Ratibor. Die Polizei in Ratibor hat ihre Feststellungen über den unter dem Verdacht der Täterschaft festgenommenen Schlächter Leopold P a u s e r, der aus Brünn stammt, nach Berlin gemeldet. Die Berliner Polizeibehörden haben sich mit der Brünner Polizei in Verbindung gesetzt, um Einzelheiten über Pauser zu erfahren. Von allem aber prüft man noch, ob Pauser vielleicht m i t den Düsseldorfer VerbrecheninVer- bindung zu bringen ist. Veranlassung dazu gibt die Tatsache, datz im vergangenen Jahre, als die Untersuchungskommission in Düsseldorf arbeitete, ein Mann aus Brünn wiederholt Eingaben an sie machte. In einer Form, die auf einen hohen Bildungsgrad schließen lieh, teilte der Briefschreiber mit, daß er an derselben Veranlagung wie der Massenmörder leide und sie zu bekämpfen versuche. Er schilderte, daß er sich genau in die Psyche des Täters zu versetzen vermöge. Als durch den bekannten Hinweis des Täters die Leiche der Hausangestellten Hahn in Papendelle gefunden wurde, und die Zeitungen darüber berichteten, ging aus Brünn ein umfangreiches Telegramm ein. In ihm teilte er mit, datz der Täter offenbar deshalb sein Mordgeheimnis gelüftet habe, um sich von dem Grabfetischismus, der ihn verraten könne, zu befreien. Der Schreiber äußerte weiter, daß der Täter sonst gezwungen fei, das Grab seines Opfers immer wieder aufzusuchen. Don Düsseldorf aus setzte man sich mit Brünn in Verbindung. Von dort kam die Rachricht, datz der Schreiber nach seinem letzten Telegramm in eine Irrenanstalt hätte übergeführt werden müssen. Ob irgendwelche Zusammenhänge zwischen Pauser und dem in Irrsinn verfallenen Driefschreiber bestehen, wird zur Zeit geprüft. DieDeutschlandfahrl des Junkers-Großflugzeugs G 38. Wie wir von gut unterrichteter Seito-chören, wird das neue Junkers-Großflugzeug G 38, über das wir am vorigen Samstag einen informierenden Artikel brachten, am morgigen Mittwoch gegen 6 Uhr in Dessau zu feiner großen Deutschland-Rundfahrt aufsteigen. Möglicherweise wird das Großflugzeug auf der Route Frankfurt—Köln auch das südliche O b e r f) e f» s e n und die Gießener Gegend überfliegen. Schwere Schlagwetterexplosion auf Concordia-Hindenburg. Auf der Concordia-Grube Hindenburg ist ein Gebirgsschlag bis über Tage bemerkt worden. Um 10.27 Tlhr erfolgte eine Schlagwetterexplosion, der acht Bergleute zum Opfer gefallen sind: drei wurden schwer verletzt. Die Mitteilung des Oberbergamtes über die Katastrophe besagt: Durch den Durchschlag, der heute vormittag auf der Concordia-Grube erfolgte, wurden einige Arbeiter verschüttet bzw. abgeschnitten. Zu ihrer Bergung bildete sich eine Rettungskolonne unter Führung eines Steigers. Etwa zehn Minuten nach 'bem Gebirgsschlag erfolgte eine Schlagwetterexplosion, durch die nun auch die Rettungskolonne in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich außerordentlich schwierig, da das Gebirge sehr unruhig war. Die Todesopfer sitzd ein Steiger-Stellvertreter, ein Schlosser, drei Anschläger, drei Füller und ein Häuer. Hindenburg bei einem Berliner Studenlen-Gottesdienfi. Unter starker Beteiligung der Studentenschaft aller Berliner Hochschulen fand am Sonntag in der Dreifaltigkeitskirche der Semesteranfangs-Gottesdienst statt. An dem Gottesdienst beteiligten sich etwa 50 Korporatiostren und Verbände, außerdem eine große Schar aus der freien Studentenschaft. Reichspräsident von Hindenburg, der in Begleitung des Staatssekretärs Dr. Meißner erschienen war, empfing vor Beginn der Feier den neugegründeten Arbeitsausschuß der evangelischen Studentenschaft. Der Arbeitsausschuß umfaßt weiteste Kreise der Berliner Studentenschaft, sowohl der Korporationen wie der freien Studenten und hat sich das Ziel gesetzt, an seinem Tell die Studentenseelsorg« zu fördern. Schweres Erdbeben in Persien. Schwere Erdbeben haben in Nordwestpersien fast 3000 Todesopfer gefordert. Die Erdstöße in der Gegend von Täbris lassen nun an Stärke und Häufigkeit nach. Zwischen Salmas und Urmia t)at sich ein gewaltiger Spalt von über drei Kilometer Breite gebildet. Aus dem Erdinnern ergießt sich aus mehreren Kanälen schwarzes Wasser in den Urmiasee. Die Wetterlage. ~La Coruna Montag/m IZ.föai' 3o. ~5a II Tours ADerdeen- tV.nr int Norzföy, Köst sr, Pari 11 10 SS? Wien O Wolkenlos.® neuer 3 naiö Gedeckt. ewoikiq. OGedeckt. «Heget * Schnee c* Graupein e Neoei K Gewitter (§)wmdstilie.O> sehr leichter Osi massiger Südsüdwest (5 stürmischer Nordwesl Die Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeiaen Stationen stehenden Zart« *1/5-10 Magent o\X. I. zz^zzzzz —:jan Mayen__ len gehen die Temperatur an. Pie Linien «romdeo Orte mit gleichem auf neeresniveau umgerechneten Luftdruck 'LvcNrrvo raussage. Unter dem Einfluß des südwestlichen Hochs hat es sich in den gestrigen Nachmittagsstunden vorüber- gehend aufgeheitert, und am Abend war der Himmel vollkommen klar. Jedoch schon in der Nacht nahm die Bewölkung wieder zu, denn eine neue Störung rückt vom Ozean heran und führt ein ausgedehntes Regengebiet mit sich. Seine Ausläufer werden auch unserem Bezirk erneutes Schlechtwetter bringen. Unter Zurückdrehen der Winde mehr nach Süden hin werden die Temperaturen zunächst etwas ansteigen. Beim Aufgleiten der ozeanischen Warmluft an den noch über Deutschland lagernden Kaltluftresten wird es weiterhin zu wolkigem Wetter mit Niederschlägen kommen. Wettervoraussage fürMittwoch: Unfreundliches, meist wolkiges Wetter mit einzelnen Niederschlägen, zunächst etwas wärmer. Lufttemperaturen am 12. Mai: mittags 11,3 Grad Celsius, abends 7,6 Grad: am 13. Mai: morgens 7,9 Grad. Maximum 13,1 Grad, Minimum 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 12. Mair abends 13,1 Grad; am 13. Mai: morgens 8 Grad.— Niederschläge 1,2 mm. — Sonnenscheindauer eine halbe Stunde. z Sie beitst^ .n ineweni M m-iterlchütt^ mid) E andere raWgeDon N «s-s1 t* MV - lonntc stfjfe; titS» « gälten »ft alles 7' s««» * W«til M verdienen, das 2lrde> auch Ausdruck für Iw nachteiligen Sinne, fr viel ordentlicher gestel Doch nicht allein die fremd an, sondern al loar etwas Fremdes i nicht wohltühien tonnt« Ich muhte daran schnell bereit sind, W teilen, kaum daß wi haben. Dir tarnen n Urteil, wenn wir tri und Dingen in nä Dir würden vielten wo vir achten und lieben lernen, wo wi M gar keine Mühe. zulvMen, sondern bi tigen Bekanntschaft, stinnnt. Dah wir auf wirklich wvhlbegründ wohl seWerständlich. Uni noch etwas an Angenommen, ich we Tisch, mit diesem Ger richten wie mein Sol lange dauern, und i mich heute fremd anmi des. Vertrautes schätze uns ia an etwas un gut ist, wie es ist. (5 Vas wir aus tzewof ist aber auch nicht schlecht ansehen, nur die Stacheln zu fühl und jeder Mensch \ - Tageskale Christengemeinschaft Neuerung: Vortrag' (Kopenhagen) „Sötte; im normen Seiftes. ~ MMs A ? Osmalösgartei ffrafee: Ion. und epre ■Hu$ dem £? uns geschriebe. °us °m 31. Mai abs Erstellungen: Premierenbesetz *ie liebe, dum toSÜ$temiere), Di Mabonnement ß Q <25 1 £* tn -ochS S^S f*yS inflU Ln (iu«9 bE 5^t L^ft *nnW; rtd);Un- lijfÄ*? g^morg^ gjloi- , @r^ MlNtzFal- fe flIg @rK Es ist interessant das Urteil neuer Raucher der MAKEDON-Zigaretten zu hören. Alle, die unsere hochwertigen Marken kennen gelernt haben, erklären begeistert, so zufrieden damit zu sein, daß es Ihnen unmöglich erscheint, jemals auf eine andere Marke zurückzukommen. Diese spontane Feststellung der neuen Raucher unserer Zigaretten ist die beste Empfehlung für unsere Marken: M A K E D O N CIGARETTENFABRIK G.M.B.H., MAINZ A. RH. in Großen-Vnsetk *- Handwerkerlagung | ausschusses des Stadtrats nach mehrwöchigen eingehenden Verhandlungen, vorbehaltlich der Zu- itimmunn des Stadtrates, verabschiedet worden Die ' . . n : ___fftrtinh hör Am Sonntagnachmittag sand in Drohen- Buseck eine Tagung deS Bezirksverbands Dießen im Hessischen Handwerks- und Gewerbeverband mit nachfolgender Hano- überspcmnten Sozialpolitik. Das Handwerk wolle keinen Abbau, nur mühten die Soziallasten für Stadtverwaltung wird nunmehr auf Grund der Entscheidungen des Finanzausschusses die erfordere lichen Beschlüsse des Stadtrats vorbereiten Der Stadtrat soll sich mit dem Voranschlag in einer offent. lichen Sitzung am Dienstag nächster Woche besten. lestpersien fast istöße in Lee Stärke und ) Urmia bat n über VA CÖÄWÄW N' laxys Mrr 7? Trab, ^freien. Ä o-fer- aus SB-5on •te •zr ^rgers. Etwa lag erfolgte . durch bie itleidmschaft a gestalteten das @e* e Todes« c. emSchlos. 1 ein Häuer erdlenfl. odentenschaft ßoniüag in mefteran« In dem ®ot« korpvraüotzrn . )e Schar aus Präsident gleitung M schienen bat, neugeglünde' evangeli- Lrbeitsaus- berliner 6hi* nen wie bet 3iel gefetzt, seelsvrge U>AS RESULTAT UNSE RER QUALITÄTSPOLITIK schäftigen *♦ Das Maienblasen beginnt morgen Mittwoch. um 19 Uhr vom Turme der Iohanneskirche mit folgenden Vortragsstücken. Choral „Wie groh ist des Allmächtigen Güte"; Chor aus „Nachtlager von Granada" von Kreutzer; Volkslied „Die Linden- wirtin" von Schubert. »* Die Reichs - Jugendwettkämpfe 1930 in fieHen. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen weist die hessischen schulen darauf hin, daß auch in diesem Jahre Wettkampfe der Schuljugend in den nächsten Sommermonaten veranstaltet werden. Diese Reichs-Iugendwettkampfe sollen der ganzen Schuljugend Gelegenheit geben, ihre Kräfte im friedlichen Wettbewerb zu messen, und Knaben und Mädchen anregen, auch nach Beendigung der Schulzeit sich den namentlich von den Vereinen für Leibesübungen gepflegten Bestrebun- Am andern Tisch. Die Umstände erforderten eS, dah ich mich letzthin einmal für eine halbe Stunde am Arbeitstisch meines Kollegen niederlieh. Ein Schreiner baute an meinem Tisch. Mein Kollege war »um Mittagessen gegangen. Ich wollte meine Zeit ausnützen und arbeitete nun am anderen die Wirtschaft tragbar sein. Der Redner behandelte dann in längeren Ausführungen die Wichtigkeit des Zusammen» schlusses de «Handwerks, außerdem auch die Bedeutung der Mitarbeit in öffentlichen Körperschaften. Der einzelne könne nichts erreichen. I Auch in der Organisation bedürfe es der Mitarbeit jedes einzelnen. 3n der anschliehenden Aussprache wurde von verschiedenen Rednern die Rotwendigkeit der Schaffung eines Hand- werkervcreins im Buseckertal zum Ausdruck gebracht Maurermeister Harbach (Großen-Bu- | seck) streifte kurz die Ursachen der Auflösung des früheren Ortsgewerbevereins und wies dar- auf hin, dah großes Interesse für tau Zu- sammenschluh der Gewerbetreibenden in Groyen- Duseck und Umgebung bestehe, allerdings sei bei einzelnen Orten der Umgebung der Gedanke erwogen worden, in diesen Orten eigene Handwerkervereine ins Leben zu rufen. Demgegenüber schlug Syndikus Röhr vor für Gro- Hen-Buseck und Umgebung einen Verein zu bilden, und zwar für die Orte Grohen-Duseck, Beuern, Alten-Duseck, Trohe, Rödgen und evtl, noch Oppenrod und Burkhardsfelden. Für den neu zu gründenden Verein zeichneten sich sofort 38 Gewerbetreibende ein. Die Erledigung der weiteren Obliegenheiten und die Klärung der Frage der Zugehörigkeit der einzelnen Orte zu dem neuen Verein soll einer späteren Versammlung Vorbehalten bleiben. 3m weiteren OJcrlauj der Verhandlungen sprach Syndikus Rohr noch über die Versorgung des Handwerks im Alter und bei KrankhÄt, sowie über die Möglichk^- ten der Kreditgewährung durch Fürsorgeeinrich- tungen des Handwerks. Er wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Kapital- wirtschaft innerhalb des Handwerks hin. Die übrigen Verhandlungen bezogen sich auf allgemeine Handwerkerfragen und -wünsche. grühung und einem Hinweis auf die Verhandlungen der vorausgegangenen Dezirksausschuy- fitzung Kenntnis von dem Zweck der Versammlung, worauf Syndikus Röhr in einem kurzen Referat auf die Bedeutung deS Zusammenschlusses des Handwerks hinwies. Er schilderte die ungünstige Lage der Wirtschaft und deren Ursach 4% Türkische Vagdadbahn-Aul Serie 1 6,45 _ 6,7 6,5 4% be»ol. Serie N..... —— 6% Rumänisch, vereinh. Reni, von 1903 ...... . 9,8 _ 9,8 «%% fRumtaW vereinh. Rente von 1918 ........ 16,85 17 IX ebimtarM* bmtafc. Rott 6,075 —- 8,06 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- hird l-Uhr- JTiir« Echluß- kurs Anfang- Kurs Datum 11. 5. 12 d. 11. 5- 12. 5. Hamburg-Amerika Paket . . Hamburg-Südam. Dampsschifl . 7 116 116,25 116 115.75 . 8 175,5 Hansa Dampsschtsf..... 10 — — 162 Norddeutscher Lloyd .... . 8 116 116,25 116.13 116 13 Allgemeine Deutsche Crcditanst. 10 115.75 — 116 116 Barmer Bankverein . . 10 126,5 — 126 5 126 5 Berliner Handelsgesellschaft 12 180 — 180 5 180 Commerz, und Prival-Bank . 11 153.25 153.25 153 65 152,4 Darmstädter und Nalionalbank Deutsche Bank und 12 232.75 — 232,75 232,5 Disconlo-Gesellschast,. . . 10 143,4 — 143,4 143.5 Dresdner Bank ...... 10 144 25 144,75 144.4 144 4 Reichsbank ....#••• 12 302,5 - 302,75 302,75 A.C.G........... . 8 172,5 186 173,13 172,75 186.5 172,6 185.4 Bergmann........ . 9 Sleklr. LleferungSgcsclllchaft. 10 159 — 160,25 159 5 Licht und Kraft...... 10 168 167 167 167.75 Fellen & Guilleaume . . Gesellschaft für Elektrische 125 125,75 124 75 125,25 Unternehmungen .... 10 168 — 168 167,13 Homburger ElektrizltülS-Wekke Rheinische Elektrizität . . . 10 . S _ — 138,5 148 5 — Schlesische Elektrizität. . . . 10 — — 164 Schuckect & Go. . . , , e , 11 — — 194 192,5 Siemen« & Halske . . • • . 16 247 247 247,25 247 TranSradio ...... . 8 — 132,75 131,5 Lohmever L Co.. ..... 10 170 — 169 168,5 Huberu« . . . ...... . 0 70.5 — 70.75 — Deutsche Erdöl . ..... . 6 — 102,75 102,5 Essener Steinkohle ..... . 8 - — 143 Gelsenkirchener ...... . 8 140 141 140,5 141 Harpener . ....... . 0 126 127 127.5 Hoesch Elsen. ....... B'A — — 109 108.75 )ise Bergbau . ...... 10 — — 216,75 217 5 Klöcknerwerke ....... . 4 102 — 101 5 102 Köln-Reuessen. ...... . 7 —■ — 106,9 106,25 Mannesmann-Möhreo ... . 7 105 — 105 105 75 Mansselder Bergbau .... . 7 79 80 79,75 81.9 Oberschles. Eisenbedarf . . . . 6 Oberschles. Kokswerke ... . 7 •— * 110,75 110 25 Phönix Bergbau .... 6Vi 100 100,5 100,4 100 75 Rheinische Brmmkohlca . . Rueinstahl ..... . 10 231 5 —— 231.5 230 5 . e 121 —• 121 13 121,6 Riebcck Mo ata» ...... U — 108,5 Frankfurt a. Dl. Serlln SchluK- kur4 l«Uhr» Kur^ Schluß- für# Anfang- Kurs Datum 11- ' 12- !,- 11. 5. 12. b. Bereinigte Stahlwerke . Otavi Minen..... 97,5 — 97,5 97 75 . ; 6'/. — 54,75 53,13 54.5 Kaliwerke Aschersleben . e . 10 224 5 224 75 225,4 Kaliwerke Westeregeln . e . 10 228 — 228,5 —— Kaliwerke SaUdctsurtü . • • 15 402 — 402 399 6 I. G. Farben-Industrte. - . 12 184,13 185,25 184.4 135,5 Dynamit Nobel .... e e . 6 88 88.4 Scheideanstalt..... e • . 9 152 — — — Goldschmidt ..... M e . 6 69 —— 69 68 RütgerSwerke ..... . 6 71 — 71 70,4 . 8 115 — 115,9 — Philipp Holzmann . . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. . . 7 101 _ 101,5 — e e 10 135 5 — — — e e 10 144 — — — Wavb & Nreytag . . . • • . 8 95 94.9 94 — Schultheis Pavenhoser . 15 — - 305 306 Ostwerke....... 12 —— — 260 261 W tu ........ e ■ 18 109,5 109 111 108,5 Bemverg....... 14 135 — 134,75 132 5 Zcllstoft Waldhof . . . 3»/, —— —— 181,25 181 Zellstoff Aschaffenburg . e e 12 147 147,5 147 148 5 Charlottenburger Wasser M e . 8 — — 105 105,25 Dessauer GaS..... M e . 9 — — 166 5 167 Daimler Motoren . . . M M . 0 — 39 39,5 Deutsche Linoleum . . e • e • 247 — 246 5 246 75 Maschinenbau A.-G. • • e e . 0 — — 53,75 54 25 Mai Automobil . . . o e . o — — 19 — Orcnsteln & Koppel . • . 6 — — 84,4 84.75 Leonhard Tietz . . • • 10 — 152 152 5 Sven» ko . . • • — — 346 345 üranksurter Malchina> . - « . 4 31.25 30,5 — Gritzncr . . . . 6 36,25 37 — Heyltgenstaedi . . . . Iunghan»...... . 0 — — . 6 44.5 44 — Lechwerke......... Matnkrastwerke Höchst a. M.. . 8 . 8 106 5 95 — — Mag . . . 10 123,5 123 123 ®ebr Norder..... Ä M 10 103,5 W ■■ Voigt & Haeffne, . . « Süddeutsche Sudes • • . 9 — 194,5 — e e 10 161 - 161 *• Banknoten. Äerlln, l l.Mal Geld Dries Amerikanische Moten ..... 4,168 4.188 Belgische Noten ....... 58,31 58,55 Dänische Noten..... . . 111,73 112 17 Englische Noten........ 20,305 20.385 Holländische Noten...... 16,415 168.06 16,475 168,74 Ztalicnische Noten ...... 21,98 22,06 Norwegische Noten...... 111,73 112,17 Deutsch'Ocstcrr,5100 Kronen 58 92 59,16 Rumänische Noten...... 2,46 2,48 Schwedische Noten...... 119.03 112.47 Schweizer Noten....... 80,94 81.26 Spanische Noten..... . 51.00 51.20 Tschechoslowakische Noten . . 12,405 12.465 Ungarische Noten 73.00 73,30 Devisenmarkt Berlin — Aranksurl a. 2U. 11. Mai 12. Mat Amtliche Notierung Amtliche Notierung ®eio Lriel Geld Dries Amst-- Rott. 168,40 168.74 168.41 168,75 Buen.-AireS 1.609 1.613 1.596 1,600 Brff.-Antw. 58.40 58,52 85.41 58,53 Chrisftania - 111.98 112,20 111 99 112.21 Kopenhagen 112,00 112,22 112,01 112.23 Stockbolni . H2.29 112,51 112,31 112.53 Hcisingfors. 10,544 10,564 10,543 10.563 Italien. . . London. . . 1.955 >1,995 21.955 21.995 20 342 20,382 20,342 20,382 Nenvork . . 1,1865 4,1945 4,1865 4,1945 llnrid.... 16,42 16,46 16.42 16.46 Schweiz .. 81.02 81.18 80.99 81.15 Spanien. . 51,07 51,17 51,07 51,17 Japan . . . Rio de Fan- 2,068 2,072 2,068 2,072 1.497 0.499 0,497 0,499 Wien in D-- Oest. adgest. 59.04 59,16 59,04 59,16 Prag . . . . Belgrad . . 12.408 12,428 12.407 12,427 7.403 7.41? 7,393 7.407 Budapest. . 73,14 73.28 73 13 73.27 Bulgarien. Ltstabon . 3,037 18,78 3,043 18,82 3,035 18,83 3,041 18,87 Danzig. . . Konstantin. 81,32 1,785 81,48 1,789 81,31 1,784 81.47 1,788 Athen. . . Lanada 5,435 5,450 5,435 5,445 4,176 3,856 4,184 4,176 4 185 Um uai). . 3.364 3,846 3,854 Latrp .. . 20,86 20,90 20.865 20,905 4:0 ( sahgeschwächi stellte sie s len Gegner. Technisch auch meist überlegen, diesmal nichts gehnrai Schlller.'Deilbu HUer, durch Iugendli Mrn diel zu schasse l. Mzeri in Rügung gelang TSkV i» «M« Leitung J Wh.« Unterstützung s hle Wn9J?rn S mehr M und Henrich, trotz- S an die in* de i&oBeWoW Die Siebener verstanden - den gegebenen DerMnist •ÄH ein Uebergem ; Gegner. Kombma (Ierfen. 1900 Mf uberai Ule sich dadurch meisl^ 2a5 Verständnis der to 1 G gut. 2en Zornigen M oor der Ponse, in dem e i «rwondelle. Den zweite pelle Hellmann in c i zeit, während zum Sä | ;er ersolgreich mar. 1 S Mindestens die doppelte «n liehen die Platzbesi tob nicht gelang, die gu '$ überwinden. .y Die Ju 1. fugend: D. V • bürg l.2gd. 2:1 (2; l lieferten sich in der cc ' geglichenen Ramtf. 3 dominierte Marburg I M ausholen. 1900 verleid:, 2. 3ugend:Deil MM G'^/es ^inen y I ^nn ? Ltirfieibe'1' kÄ$,s | $•«*$**! !'VS-- i'“' I HpiMerein'guN! 1900 Sikhen (C'911^ ( u 3n der Vorschau to ke /Higa vvraussi- na$ Kassel fahren N ^Vieler ersetzt t Umstellung bedingte vornherein mit einer j ^hte. Sie verlor den Mauf nach ist . ! ^uhoch ausgefall |i ^^ochen. Wohl tut L Zusammenarbeit etwas schnellere j mXr W/W w 70 Fig A l. W08, bziv. Pvnkle. 102 10 10 if.3.08, r6e£/ ske, lit>. f.3.08, 14 Sek.-, öchöfer, MW.; tv., 1,30 Tücter; Met; 3. W LOS, 1,20 ®et »alt», 3.1.2.08. । Meter; 3. Klein, r, Mtv., 5,« R <5et; 2. fflfcr. um, 3.1.3.08. ^D)vmai,Mtv. 1. Mtv., 32,1 b-lch» Ä W klVä! W., 6,84 Mettt! Baum, 3. f. 3.06, «,5-41 Staub: l.M Mtv, 1ZM' i/,; 4. Wr, HI Punkte 113 2- 08,12,5 Set; tb.,‘ 4. Eckhardt, 8-08,2,34 Mm. Mtv.; 4. Darth, : 1. Ml.2. 08, t Mtv, 1043 Wer; 3. Simon, mm, 5. f. 3.08. Darth, Mtv.; non, 3.1.3.08, taub: 1. Stroh. Iti). Mtv., 2,42 Mer; 4. Simon, ' ll 513 J Mtv., litt ®.f.i oj In.1«’™* 3.f.i oe, M: 1.Holfr trcmmel, Mtv *■ M« Beta; luetet. \ Mtv, 1,521- Meter letn; 4. Seipp, ! Ieichtathleti!4m l Ferman'» Oven Wohl, len wieder r Ei erst- und -'N »ä I ■1 ‘1 $8,y 112 n 20.3Ö 16,475 168,7* y,N 112-1 112-8 81 26 51.20 12.485 73-30 HL Mil 85. 1)1 ä„? 112,0 ,,2iä 10-5« 21,955 w'8 i'L 2,068 M* 59,04 tS !!. 1,78* J,435 4,176 3'$ 20, 168 ,31 ,73 .305 ,415 8.06 1,9 1,73 g.92 2,46 2,03 H),S4 >1,0° 1,405 73.0° coolMi I fW «.53 112-S lltg "2Z 11 s r>Ä 20,3» "i iS lanlos, um zur CBcrbefferunfl führen. Es blieb beim Stand der Gäste besonderen Beifall. den Kunsthandels gehend behandel. Zwecken dienen. /iAStAail. * .ab an) 22.10 miD Gießen Harbtattee Heuchelheim Wind Hof Abendstern Barren Pferd Freiübung - Reck (ab \ an Zahl hatte stellt. Zur Kample in Mannschaft Gast. Die 7.SU *7.26 7.22' *7.18 7.15 7.14 *7.11 7.07 7.oo 202 Punkte 196 „ 198 „ 201 „ Preis 70 Pfg Kunst und Wissenschaft verband Deutscher kunstoereine, Gau Südwestdeutschland. wird von alieinlieführler Firma mit großem Kundenstamm gegen Gebalt u. Brootnon gesucht. SchrtstUche Singebote unter 3621V an den Gießener Anzeiger erbeten. an dem vorzüglichen Ticßencr Tormann scheiterten. Zusarnmenfostend kann wohl gesagt werden, daß, wenn Heuchelheim von Anfang des Spiels an komplett gewesen wäre, das Ergebnis günstiger gelautet hätte. Arbeiter-Turn- und Gportbunv. Vezirksmannfchaft — wieseck 1 7:4. Anläßlich eines Lehrkursus für Fußballtccbniker and im Wetzlarer Stadion am Sonntag dieses Spiel statt. Infolge des Regens war der Platz überaus glatt und ließ eine volle Entfaltung der Gegner nicht zu. Die Bezirksmannschaft konnte drei Tore vorlegen, während Wieseck. das mit Ersatz aus sei« ner Id-Mannschaft spielte, nur ein Tor erzielen konnte. Bis Halbzeit führten die Bereinigten 5:2. Nach Seitenwechsel kam Wieseck besser in Fahrt, war dann etwas im Vorteil und konnte zwei Tore aufholen. Bei den nur wenigen Durchbrüchen der Vereinigten konnten diese durch zwei Selbsttore obiges Resultat Herstellen. Der übrige JufjbaQ. In Wieseck standen sich die 2. Jugend der Ein« heimischen und die Jugend Lollars gegenüber. Nach flottem Spiel trennten sich die Mannschaften mit dem Unentschieden 2:2. Die 3. Jugend Wiesecks muhte im Spiel gegen die Jugend Daubringens eine 2:0.Riederlage hinnehmen. Geräte-Wettkampf Launsbach-Wiefeck. Bei dem ersten Georgii-Schwimmen der D. T. am 10. und 11. Mai in Stuttgart errang die Staffel der 1. Komp. 3.21. 15 einen überlegenen ersten Sieg und den Wanderpreis der 5. Division in der 4x50-Meter Deliebig-Staffel für Deichswehr in der guten Zeit von 2:27,4. Don sieben Mannschaften der 5. Division und acht Mannschaften der (Stuttgarter Polizei erreichten rltffz. Wallner, Lltffz. John, Obergren. 3 o ste n und Schwa lly die beste Zeit. Dom Anfang an lag die Mannschaft in Führung und konnte mit Obergren. 3 osten, dem besten Schwimmer des Dataillons einen Dorsprung von sieben Meter erkämpfen. 1900 Gießen komb. — Fußballmannschaft I. Bail Z. K 15. Am Mittwochabend findet dieses Treffen auf dem 1900-Sportplatz statt. 1900 tritt vorwiegend mit Ligafpielern an. Da auch die Militärmannschafl über sehr gute Kräfte verfügt, ist nicht vorauszu- sagen, wer als Sieger aus dem Kampfe hervorgeht. Der Sieger dürfte wahrscheinlich erst mit dem Schlußpfiff des Unparteiischen feststehen. Gießener Schwimm-Verein. Als Abschluß des Wintertrainings 1929,30 veranstaltete der Gießener Schwimm-Der- ein am vergangenen Samstagabend ein Ab - schwimmenim hiesigen Dolksbad, das Zeugnis ablegen sollte von dem Können der aktiven Schwimmerinnen und Schwimmer. Eine stattliche *6.17 6.12 *6.08, 6.05, 6.04 *6.01 5.54 5.50 V. f. B. 3n der Dorschau war schon gesagt worden, daß die Liga voraussichtlich stark ersatzgeschwächt nach Kassel fahren würde. Tatsächlich muhten fünf Spieler ersetzt werden, was auch noch eine Umftcllung bedingte, so dah die Mannschaft von vornherein mit einer glatten Riederlage rechnen muhte. Sie verlor denn auch mit 0:6. Dem Spielverlauf nach ist die Tordifferenz allerdings etwas zu hoch ausgefallen, ein 0:3 hätte ihm eher entsprochen. Wohl war „Hessen 09" in der Zusammenarbeit etwas besser, in erster Linie war es aber das schnellere Erfassen der sich bietenden Torgelegenheiten, das ihm seine Erfolge brachte. Auch D. f. B. hatte eine Anzahl sehr günstiger Ehancen, die aber aud Mangel an Entschlossenheit nicht ausgenutzt wurden. Technisch konnten beide Mannschaften keine besonderen Leistungen zeigen, da das infolge des Dauerregens grund- ab f „ Krofdorf-Gleiberg des Resultats zu führen. Es blieb beim etanb von 3:0 für Kassel bis etwa eine Viertelstunde: vor Schluß. Erst dann gelang es dem stabileren und angriffsfreudigeren Sturm der „Hessen", innerhalb kurzer Zeit noch dreimal einzusenden und somit das Endergebnis auf 6:0 zu stellen. 3n Anbetracht der Umstände kann dieses Resultat nicht als Maßstab für das wirkliche Kräfteverhältnis beider Mannschaften dienen. Das Rückspiel sollte hierüber besseren Aufschluß Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. Zu den leichtathletischen Wettkämpfen des Sportvereins „Germania" Hörbach (Dillkreis) batte bie Leichtathletikabteilung der Spieloereinigung 1900 einige Jungmannmitglieder (Jahrgange 1910/11) entsandt. Die 1900er, die auf die besten Vertreter des VfB. Gießen und einiger Landoereine stießen, schlugen sich recht tapfer. Heber 1OO Meter siegte Ui ns ernenn sicher in 12,1 vor Jak o b (D siB. ®Uen) unb Petars II (1900). Bei den 800 Me- tern gab es einen scharfen Kampf zwischen dem V f B er Büttner und dem Spieloereinigungs- mann G l a g o w. Ersterer konnte den Lauf knapp für sich entscheiden. An dritter Stelle kam Gust. Rod) (1900) ein. Einen weiteren dritten Platz belegte Peters II im Kugelstoßen. Born Sonntag, 4. Mai, ist nachträglich zu berichten daß es bei den leichtathletischen Wettkämpfen In Burg (Dillkreis) dem 1900er Paul gelang, den für V f B. Gießen startenden Bataillonsmeister -eise über 1500 Meter zu schlagen. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 Gießen (Liga) — v. S. C. Oberrad (Liga) 4:0 (1:0). Die Bttiegnung sand auf dem völlig überschwemm- tcn 19W?Sportplatz statt. Der Platzregen hatte aus dem Spielseld einen See gemacht, und so tzlich das Spiel eher einem Wasserball-, denn einem ^utzball- spiel Unter der Leitung des Schiedsrichters S p u r k (Butzbach) entwickelte sich bis zur Pause ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem Seitenwechsel mar 1900 ständig weit überlegen und die Gaste hatten nicht mehr viel zu bestellen, da deren Läuferreihe das Rennen aufgab und der untätige Sturm es an jeder Unterstützung fehlen ließ. Die überlastete Verteidigung konnte dann die Gießener Treffer nicht mehr verhindern. 1900 hatte Ersatz für Sack, Katz, Jäckel und Henrich, trotzdem schlug sich die Mannschaft, an die infolge der fchlechten Bodenverhältnisse große Ansorderungen gestellt wurde, recht gut Die Gießener verstanden es besser, ihre Spieltaktik den gegebenen Verhältnissen anzupassen und erlangten damit ein Uebergewicht über den süddeutschen Gegner. Jedes Kombinationsspiel blieb im Wasser stecken. 1900 war überaus schnell und eifrig und setzte sich dadurch meist in den Besitz des Balles. Das Verständnis der Spieler untereinander war recht gut. Den Torreigen eröffnete Adelberger vor der Pause, in dem er einen Handelfmeter glatt verwandelte. Den zweiten und dritten Treffer erzielte Heitmann in der Mitte der zweiten Halbzeit, während zum Schluß nochmals Adelberger erfolgreich war. Alle Tore waren unhaltbar. Mindestens die doppelte Anzahl der sichersten Chan- cen ließen die Platzbesitzer aus, während es Oberrad nicht gelang, die guten Gießener Schliißleute zu überwinden. Die Zugendspielc. 1. Jugend: D. f. D. Kurhesfen Marburg 1.3gb. 2:1 (2:0). Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Halbzeit einen aus- geglichenen Kampf. 3n der zweiten Halbzeit dominierte Marburg konnte aber nur ein Tor ausholen. 1900 verteidigte gut und geschickt. 2. 3 ugend : We i Iburg 1. 3 g d. 2:4. Er- satzgefchwächt stellte sie sich in Weilburg dem ft arten Gegner. Technisch war 1900 besser, spielte auch meist überlegen, doch dem Sturm wollte diesmal nichts gelingen. Schülev:Weilburg 1:0. Die 'Weilburger Schüler durch Jugendliche verstärkt, machten den 1900cm viel zu schaffen. Diese konnten in der 1. Halbzeit in Führung gehen. Trotz aller Qln- strengung gelang Weilburg der Ausgleich nicht. los gewordene Spielfeld eine einigermaßen erakie Dalibehandlung nicht zuließ. Ohne besonders feldüberlegen gewesen zu sein, lag der Gastgeber bei der Pause bereits mit 3:0 in Führung. Auch nach dem Wechsel verstand es D. f. D.. das Spiel größtenteils ossenzuhalten. Seine Angriffe waren aber zu planlos, um Insgesamt 797 Punkte Anschließend boten beide Mannschaften noch einige Sondervorführungen. Hierbei fand das Flachturnen Der Verband Deutscher Kunst ver eine, Gau Südwestdeutschland, hielt vor kurzem in Darmstadt eine T a g u n g ab, bei welcher die Kunstvereine Mannheim, Karlsruhe. Speyer, Wiesbaden. Heidelberg, Druchsal, Stuttgart, Darmstadt und Gießen vertreten waren. Die Derhandlungen drehten sich hauptsächlich um die Heranziehung der Schichten der Devölkerung, die bisher den Bestrebungen der Kunstvereine wegen ihrer sozialen Einstellung oder der Rot der Zeit nur wenig Interesse entgegenbrachten. Es wurde eine Reihe wichtiger Anregungen — Dorträge, Führungen, Programmausstellungen, Derbindung mit anbeten Organisationen — zur Durchführung vorgeschlagen. Dann wurde u. a. die wirtschaftliche Lage der bildenden Künstler, Dersicherungsprobleme und schließlich die Frage des unreellen fliegenden Kunsthandels und dessen Dekämpfung eingehend behandelt. Don Wichtigkeit ,st auch der Beschluß, wonach die Mitglieder der einzelnen Kunstvereine auch in den Kunstvereinen anderer Städte soweit sie dem Derband angeschlossen sind, gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte treten Eintritt haben. Die Tagung diente im übrigen dem Austausch der Erfahrungen im Betrieb der Kunstvereine, die in erster Linie zur Zeit den Künstlern die Möglichkeit der Ausstellung und des Derkaufs bieten und dabei gemeinnützigen sich dem Starter zur Verfügung gc- Srweiterung und Verschönerung der sportlicher Hinsicht war die Sport- des Marburger Schwimmvereins zu Erössnung der Wettkämpfe erfolgte durch den Vorspruch eines 3ugendfchwimmers, der ein Aufruf an alle fein sollte, dem Schwimm- Wasserball im T. Ä. 1846 Giessen. Anläßlich der Gauvorschwimmerftunde sand ein Wasserballspiel zwischen den 1. Mannschaften des Tv. Hanau und des Tv. 184 6 Gießen statt. Da die Hanauer im letzten Spiel mit 10 Sieger geblieben waren rechnete man auch diesmal mit einem knappen Ausgang. Es sah zu Anfang nicht nach einem Siege der Gießener aus. Das Zusammenspiel war äußerst schlecht. Es wurde erst besser nach dem ersten Ersolrn Dann aber klappte es um so besser. Durch die Schußfreudigkeit des Sturmes fiel ein Tor nach dem andern. Bei Halbzeit stand das Spiel schon 5:0 für die Einheimischen. Trotzdem wurden nicht alle Gelegenheiten ausgenützt. Es wurde zuviel kombiniert und zu lange mit dem Ball geschwommen. Weite Schüsse sah man überhaupt nicht. Obwohl Hanau nach der Pause die betzerc Halste innehatte, dauerte die Ueberlegenheit der 1846er an. Den Gästen gelang cs kurz vor Schluß, das verdiente Ehrentor zu erzielen. Das Schluß- resultat lautete 9:1 für Gießen. Handball in Heuchelheim. To. Heuchelheim I — To. 1846 Gießen I. u. 11. komb. 0:3. Diese Mannschaften standen sich am Sonntag in Heuchelheim im Gesellschaftsspiel gegenüber. Da die Gäste wegen der ungünstigen Witterung das cpicl zunächst abgesagt hatten, bann aber doch apiraten, mußten die Einheimischen in den ersten 10 Minuten mit nur 8 Mann spielen. Gießen konnte in bie|er Zeit schon 2 Tore vorlegen. Bis zum Seitenwechsel änderte sich bann an bem Torverhältnis nichts mehr. Erst in der Mitte ber zweiten Halbzeit konnte Gießens Sturm noch zu einem weiteren Erfolg kom- men, währenb die Bemühungen ber Einheimischen Durchgesicbter, saft trockener, leichter Fciuiaud, Körnung 0—2 112 mm; leichter, beücr, granulierter Schlacken- faitb,ab Station Oberscheld-Hochofen prompt u.oretßro liefert).Ferner empfehlen rotr unsere langiäbrig bestens bewährten Hocholen-Zementschwemmst.t,,l Schwemm- Steinplatten 60x85x9,6 cm, Zement- Schlackensteine sow. Künstlichen Bimskies „Thermoslt“ 3—15 mm. Anfragen erb. an: Hoch9fenscliwemmsl3infäbrik Oberscheld ß.m.b.B. Oberscheld 3673 v Fernruf: Amt DlUenbarQ 327. Oele/Fette/Seife Bet Landwirten gut eingeführter, solider, tüchtiger Vertreter fport zu huldigen. 3n dem barausfolgenden ersten Rennen, Herren-Lagenstaffel 4,\4 Dahnen, sah man Gießen mit zwei und Marburg mit einer Mannschaft am Start. Gießen, verstärkt durch seinen alten Kämpen Fritz Pascoe, ber nach dreijährigem Aufenthalt in Afrika wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, konnte dank der hervorragenden Leistung des Rückenschwimmers (Karl Schaum), den übrigen das Rachsehen geben. Zweiter wurde Marburg und dritter Gießens 2. Mannschaft. 3n der Herren- Freistilstaffel 6x4 Dahnen sah man wiederum Gießens Mannschaft in Front. Vei der Damen-Druststafsel 5 2 Dahnen' erwiesen sich die Gießener Damen als die Besten. Die ferner vorgesehenen Wettkämpfe gegen Marburg (Herren- jugend-Druststaffel 5v2 Dahnen und Damen- Cagenftaffcl 3 2 Dahnen) mußten die Gießener unter sich austragen, weil Marburg auf eine Teilnahme verzichtete. Die Wettkämpfe wurden ergänzt durch interne Dereinskämpfe, an denen die gesamte Jugend des Gießener S. D. teilnahm und teilweise mit ansehnlichen Leistungen aufwartete. Die Springer kamen auch auf ihre Kosten; sie zeigten durch Dorführung eines Kunstspringens befriedigende Leistungen. Am Streckentauchen beteiligten sich nur wenige Schwimmer, von denen zwei das Bassin dreimal durchschwammen. Kurz gezeigt wurde die Kunst, Ertrinkende zu retten. Diel Geschicklichkeit bewiesen die Damen des Gießener S. D. bei der Vorführung im Legen von Figuren und im Reigenschwimmen. Das dürfte sicherlich ein Verdienst des derzeitigen 1. Vorsitzenden des Gießener S.V., Stadtver- messungsinspektor Lang, fein, dem keine Mühe zu viel war. um diese wirklich stattlichen Leistungen der Damen nach eifrigem Training zu erzielen. Den humoristischen Teil der Veranstaltung und zugleich den Abschluß bildete das Wasserballspiel einer Regermannschast aus Kamerun gegen Hornberghausen. Ausgepicht und schwarz bemalt erschienen die Regerwasserballer im Bad, ein Geschrei vollführend, das zusammen mit ihrer Aufmachung die Lachmuskeln in Tätigkeit setzte. Richt weniger interessant war die Weiße Hombcrghausener Mannschaft zurechtgemacht. Das Spiel an sich konnte natürlich unter diesen Voraussetzungen nur als Scherz ausgenommen werden. Eine ansehnliche Zuschauerzahl hatte sich eingefunden, die die Darbietungen mit 3nteresse verfolgten. ' „ Rodheim „, an Bieber_____ab * =» Zug hält nur nach Bedarf. . x = Züge 5 und 6 verkehren versuchsweise Mittwochs, Samstags, Sonn- und Feiertags. W ----- Werktags. 1 = £dfevon den Zeitangaben bedeutet: Zug verkehrt nur an bestimmten Tagen oder nur während einer bestimmten Zeitdauer. an. ab^ ‘ In Launsbach standen sich am vergangenen Sonn« tag je eine Mannschaft dieser Vereine gegenüber, um in einer Kürübung an Barren, Pferd, Reck und einer Kürfreiübung ihre Kräfte zu messen. Im öor- kcimpf siegte Wieseck mit 17 Punkten Dorspruna. Glänzende Leistungen wurden geboten, und aufmerksam wurden di« Uebungen der völlig gleichwertigen Mannschaften verfolgt. Bereits beim ersten Gerät (Barren) führte L-aunsbach mit 5 Punkten Vorsprung, um diesen am nächsten Gerät (Pserd) auf 11 Punkte zu erhöhen. In den Freiübungen holte Wieseck 6 Punkte auf. Am letzten Gerät (Reck) waren die Leistungen der Gäste um ein Betracht, liebes besser als die der Einheimischen, doch reichte es nicht, um das den Leistungen entsprechende Gleichgewicht auch in der Punktzahl herzustellen. Rach- stehend das Gesamtresultat: Launsbach geben. Das Treffen der Ligareserve gegen Sportverein 1914 Schotten kam nicht zum Hustrag. Die dritte Mannschaft hatte nicht, tote angesagt, die erste Steinbergs, sondern Rieder- Ohmens zu Gast. Rieder-Ohmen mußte sich trotz allem Eifer mit 0:4 geschlagen bekennen. Auf dem aufgeweichten Boden kam ber V. f. B.- Elf ihr besseres Zuspiel sehr zustatten, während Rieder-Ohmen durch die Bodenverhältnisse stark behindert war. . , .. Das Spiel der vierten Mannschaft gegen R i e d e r - W e i s e l s zweite wurde beim Stand von 2:1 für die Einheimischen (Rie- der-Weisel) des Wetters wegen abgebrochen. Trotz des schlechten Wetters und der nicht minder schlechten Bodenverhältnisse liehen sich die A. °H. - Mannschaften Dillenburgs und des Plahvereins nicht abhalten, das vereinbarte Freundschaftsspiel auszuiragen. De Gäste zeigten die besseren Leistungen und gaben der V. f.B.-Elf mit 5:3 das Rachsehen. Als einzige 3ugendmannschaft war die dritte auf dem Plan. Sie war Gegner der ersten 3ugend des V. f.R. Butzbach auf dortigem Platz und brachte einen anerkennenswerten 3H-Sieg heim. ©portDerl Romp.l5.Inf.RgtGiessen To. Arzheim (Koblenz) — 1. Komp. 15.3.-K Gießen 1:10 (1:7). Am Sonntag standen sich am Ehrenbreitstein die Mannschaften des Tv. Arzheim (Meisterklasse) und der I.Komp. 3. R. 15 zum Austrag eines Freundschaftsspieles gegenüber. Beide Mann- schäften lieferten sich ein schnelles Spiel, tn dem die Kompanie-Mannschaft auf Grund besserer Spieltechnik Sieger bleiben konnte. Tv. Rieder-Ohmen I — 1. Komp. 15. 3.-K H Gießen 0:9 (0:2). 3n einem schonen Kampfe konnte auch die zweite Mannschaft der 1. Kompanie einen-Sieg über die eifrige erste Elf von Rieder-Ohmen erringen. Schwimmen in der 1. Komp. Vievertalbahn Endgültiger; Entwurf rum sahvvian gültig ab 15. Mai 1Q3C Wieseck 197 Punkte 190 „ 204 „ 203 „ 794 Punkte In den ersten 10 Jahren nur die milde, reine, nach ärztlicher Vorschrift für die zarte Haut der Kleinen besonders hergestellte NIVEA KINDERSEIFE Schonend dring! ihr seidenweicher Schaum in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde, kräftige Hamatmung. Und was das bedeutet, merken wir Erwachsenen an uns selbst: Wohlbefinden und Gesundheit hängen von ihr ab.^ W 29/30 3U0 Stationen N I W | \ Nr- 3. Kl. 1 3. Kl. । Sonnengebräunte, gesunde Haut erhalten Sie, wenn Sie Ihren Körper vor Luft- und Sonnenbädern mit NIVEA-CBEME einreiben, — auch bei bedecktem Himmel, denn auch Wind und Luft bräunen den Köroer. Aber ftodten muss Ihr Körper sein bei direkter Sonnenbestrahlung. Und gut mit Nivea-Creme vorher einreibenl Das vermindert die Gefahr des schmerzhaften Sonnenbrände». 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Äl. 1 3..gl. | U,O0 0,90 2,50 3,25 4,25 4,25 5,45 6.25 8.20: 1U.20 13.2V 15.30 17.40 19.20, 20.30 *6.29 *8.24 *10.24 *13.24 *15.84 *17.44 *19.24 •20.84 6.34 *6.37 8.29; *8.32 10.29 *10.32 13.29 15.39 17.49 19.29 20.39 •13.K *15.42 *17.52 •19.32 *20.42 6.89 8.351 *10.35 13.35 15.45 17.55 19.35 20.45 6.40 8.36, 10.36 13.88 15.46 17.56 19.36 20.46 *6.43 *8.89 *10.39 *13.41 *15.49 *17.59 •19.59 20.49 6,80 1,80 6.48 8.44 10.44 13.46 15.54 18.04 19.44 20.54 6,55 8.50: 10.50 13.52 16.00 18,10 19.50 21.00 biet selbsloerslä Rfjeinlanbr l^roinben mi hücflid) betont, l ein (Enlgegenfomi verständlich, der beiden Minis ^vssassung b e st mit der Häumun 'chvh verschwind, toN derRäu 11 vom franjöfi in Zwei ff® einer ei |öo e ta fi o n M interessiert. Mrt worden. S"? °°n Tin; ^«Morden, B 7-°Ugew V Hb eine, ^etnational. Die aV Ws 5i» S, °n° Di- ^e?°bti Ltzr Süostigel' Sens, Ö. der Ratstagung w sprechmgen JiW weil diese ist lllnachst die erf dch eine der !f. 13, Ä SS MS fr 5g 5#nn Vi'Ä^enbl J«*; St L§L Ss.t .fe-s SlnHjnielg» 61 W Nie deutsch wessen Feierlichkeit gespeist und gekurvten wurde, als wäre diese Tätigkeit etwas überaus Ernstes und Wichtiges. Irgendwoher ertönten die gedämpften Klänge eines versteckten Orchesters. Bekannte Opernmelodien zumeist. Dazwischen einmal ein Violin- solo von Ponchielli. Emmerstorff lieh zwei raffinierte Gedecke servieren mit acht Gängen. Das etwas grelle Licht der Lampe über ihrem Tisch warf seine Strahlen auf Julias rotes Haar. Run blendete ihn diese Farbe. — Eine tückische Farbe, eine überaus gierige Farbe war dieses Rot. Julia Koromitzky plauderte, wie sie zu plaudern gewohnt war. Es bereitete Lothar ein gewisses Vergnügen, sie so mit Appetit essen zu sehen. Aber sie trank wenig. Sie nippte nur zuweilen von dem ölgelben Weine. Das sah aus, als sauge ein Schmetterling zart und vorsichtig Rektor aus dem Kelche einer Blüte. Sie gab ihm bereitwilligst freundliche Antworten auf seinö Fragen. Ihre Augen lachten und überhaupt schien alles in diesem zarten und durch die etwas reichlich auf getragenen Toilettenmittel noch durchsichtiger wirkenden Gesicht zu lachen. Lothar begriff nicht, was ihn an dem Aeuhe- ren dieses Mädchens so fesselte. — War es der pikante Reiz, der von jeder kleinsten Bewegung dieser Rotblonden ausging? „Sie hat ihren Körper wunderbar in der Gewalt", mußte er denken. „Sie beherrscht jede Muskel, deren Spiel ein anmutig-ästhetischer Anblick ist. — Welch wundervolle Figur muß diese Frau im Sattel zeigen!" Run kamen sie auf das frühere Gesprächsthema zurück. „Wie gelangten Sie eigentlich zum Film?" fragte Emmerstorff, indem er eine Krebsschere zerriß. „Das ist ein kleiner Schundroman. — Ich bin in Erfurt geboren und erzogen worden. Mein Vater war dort ein ganz kleiner Beamter. Ich war'eigentlich schon immer mehr ein Junge, als ein Mädchen. — Kurz und gut, als ich so vierzehn Jahre alt geworden, fiel es meiner Mutter plötzlich ein, daß es wohl nun bald nicht mehr anginge, mit den Knaben der Rachbarschaft weiter herumzutollen und die dümmsten Streiche anzustiften. Ich verstand das nicht, nein wirklich. Ich hatte vielleicht gedacht, das könnte mein ganzes Leben lang so weitergehen. Ra schon, ich kam auf eine Handelsschule, lernte Stenographie, Buchführung, Maschinenschreiben und so schöne Dinge Da lernte ich meine erste Liebe kennen. Eine dumme Dackfischliebe, wissen Sie? Es war ein Primaner vom Gymnasium, der meinetwegen nachher das consilium abeundi bekam. Der arme Junge tat mir leid, aber ich konnte doch eigentlich gar nichts dafür. Seine Eltern zogen dann in eine andere Stadt und, wie ich von einer Freundin hörte, ist er jetzt wohlbestellter Doktor der Philosophie und lebt in Bremen." Die machte eine Pause und Lothar goß rotes Blut in ihr Dordeauxglas. Jetzt trank sie und ihm war es, als sähe er den schwarzroten Wein durch die Haut ihrer zarten Kehle schimmern. Er betrachtete sie schweigend mit großen, hellen Augen. „Ach, meine törichten Erzählungen langweilen Sie", sagte sie, indem sie das Glas niedersetzte. Er wandte den Blick nicht von ihr ab und bat: „Bitte, sprechen Sie weiter. Alles was Sie angeht, interessiert mich." „Direkt von der Handelsschule fort wurde ich in einem größeren Bureau als Kontoristin an* gestellt. Ich hatte damals ein schönes Geben, konnte zu Hause wohnen, bekam etn leidliches Gehalt und hatte viel Freunde. — „Das Leben ist schön", dachte ich in dieser Zeit und wußte nicht, daß es auch noch etwas anderes auf der Welt gab als Vergnügen. — Damals traute ich noch allen Männern, so, wie ich heute an allen zweifle." „Sie sind ungerecht", sagte Emmerstorff und er fühlte, wie ihm der Wein ins Blut getreten war. „Sprechen wir lieber darüber nicht, Herr Emmerstorff", sagte sie mit einer kurzen Handbewegung, als wolle sie dies alles schnell von sich schieben. „Ich wechselte dann oft meine Stellungen Die Chefs wurden zudringlich und die anderen männlichen Angestellten nicht minder. Ich gebe zu, ich war hübsch und die Männer waren hinter mir her. Aber ich war stolz, Herr Em- merstorff, damals schon, als dumme Göhre von achtzehn Jahren." Ihr Auge glühte, als sie das sagte, und er wünschte sich mit einer wütenden Heftigkeit, diese Frau zu besitzen. „Ich ging damals viel aus, trotzdem meine Eltern das nicht gern sahen, ich tanzte oft und ließ mich ausführen: Theater, Lichtspielhäuser. Kabaretts, Tanzdielen und so weiter. Da wollte es der -Zufall, daß ich auf einem Filmball in Erfurt den Regisseur der Union-Gesellschaft kennenlernte. Ich tanzte mit ihm die halbe Rächt durch. Als ich dann allein mit ihm im Auto saß, raunte er mir so törichte Sachen ins Ohr, dcch ich daran glauben muhte, ob ich wollte oder nicht. Sie waren süß und versprachen mir eine glänzende Zukunft. — „Er ist ein Heuchler", schrie es in mir und ich stellte mich taub gegen das, was er mir vorschlug. Aber ich hörte es dennoch. Er wollte mich zum Film bringen. Versprach mir binnen vier Wochen ein glänzendes Engagement. (Fortsetzung folgt.) Kurhaus Bad-Nauheim Großer Bühnensaal Donnerstag, 15.Mai 1930, 8Uhrabds.: Uraufführung: Der Schachtmeister Heimatspiel mit Musik In 4 Aufzügen von Carl Piorkow, Bad-Nauheim. Mltwlrkende: 60 Bad-Nauheimer Einwohner und 20 Mitglieder des staatl. Kurorchesters. Preise d.Plätze: Logenplatz!.Reihe6.20RM.,2.Reihe 5.20, 1. Saalplatz 5.20, 2. Saalplatz 4.20, 3. Saalplatz 3.20, 4. Saalplatz 2.20, unnum. Saalplatz 1.20, Mittelempore 1.Reihe 3.20, unnumerierter Platz 1.20 RM. Kartenvorverkauf ab 9. Mai In Gießen: Musikallen. Handlung ErnstChallier,Neuenweg 10.Tel- 2671 und Hapag-Reisebüro Loeb, Seltersweg 93, Telephon 4197. [3858D la Seefische, Filets Maifische 34,4A Zander / Hechte Fischhaus Cuxhaven Marktstrabe 14 • Telephon 2417 SctaieBstieio* von Markenartikel-Firma für sof. gesucht. Schriftliche Angebote unter 03190 an den Gtehener Anzeiger erbeten. Jetzt beste Pflanzzeit für ein prächtiges Gladiolenbeet Zwiebeln nur I. 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Schr. Angeb. unt. 3721D an den Gieß.Anz. „Wir litten beide jahrelang an Verstopfung. Alle Mittel wie Pillen und Tee haben wir versnobt, dem Leiden abzuhelfen, aber alles war vergebens. Nachdem wir jetzt jahrelang Neo-Kruschen-Salz nehmen, und zwar regelmäßig frühmorgens eine Messerspitze in Kaffee oder Tee, sind wir vollständig von der Verstopfung befreit, wir können nur jedem Menschen das Neo-Kruschen-Salz mit bestem Gewissen empfehlen. Diese Angaben können Sie zu jeder Zeit der Oeffentlichkeit übergeben. gez. Unterschrift.“ (Originalbrief kann jederzeit eingesehen werden.)! Sie müssen Ihren Körper nicht nur äußerlich waschen und baden und sich nach außen hin sauber halten, sondern mindestens ebenso wichtig ist die innerliche Reinigung, denn davon hängt das gute und regelmäßige Arbeiten Ihres ganzen inneren Systems, Ihres Verdaniungs-Apparates und die Ausscheidung der Massen ab, die sonst bei längerem Verweilen und bei Stauungen in den Därmen unangenehmste Störungen hervorrufen. Viele Menschen leben sorglos ihren Tag dahin und wundern eich, weshalb eie nicht so frisch und rüstig wie andere Menschen sind. Das hängt natürlich mit der ganzen Lebensweise zusammen, — der eine Mensch überwacht eich und sein Inneres, während der andere Mensch sich um nichts kümmert. Beginnen auch Sie noch heute mit Kruschen Sie werden begeistert sein, denn Ihr System wird zu kräftiger Arbeit angeregt und Sie werden sich mit der Zeit elastischer und frischer fühlen. Sie werden vielleicht bald selbst sagen: loh bin ein ganz anderer Mensch geworden. 1 Original glas Kruschen kostet in Apotheken und Drogerien Mark 3,—, sein Inhalt reicht für 1OO Tage. Aber achten Sie auf die zelb- sohwarze Packung und auf den Namen ,Jieo- Kruschen-Salz“. Die ganze Welt nimmt Kruschen und was sich in der ganzen Weht bewährt bat, wird auch Ihnen gut tun. Nachdruck verboten. 10. Fortsetzung. sein Ge< Cafe Cdmend t- Eilen Sie zum Vorverkauf! DIENSTAG GIESSEN Nur 3 Tage Oswaldsgarten 3699 D| Eilen Sie zum Vorverkauf! Herr hat! Keine von allen aber übertrifft angetrautes Weib!" Der Wagen raste mit achtzig Kilometer schwindigkeit dem Westen Berlins zu. — Dann sahen sie in einem kleinen Weinrestaurant, in dem Lothar bekannt war. Es war eines jener eleganten Lokale, in denen die Tritte der Gäste in schweren, echten Teppichen versanken, und in denen mit einer ge° Konstanze. Vornan von Karl Heinz Voigt. Urheber-Rechtsschutz Verlag Oskar Meister, Werdau. „Bei welcher Gesellschaft sind Sie engagiert?" fragte Lothar mit einem Blick auf die schlanken Linien Julias. „Bei der „Llrania-Film-Gesellschaft". Wir drehen jetzt das Drama: „Die Frau ohne Rainen". Ich spiele die Rolle der Haustochter." Sie schlug ein helles Lachen an. „Und ich spiele die Zofe", ergänzte Lilly von dem Hofe. Lothar schüttelte den Kopf und meinte: „Das ist nichts. Sie müssen versuchen, bei einer großen Filmgesellschaft anzukommen, gnädiges Fräulein." „Die Protektion fehlt, Herr Emmerstorff", sagte Julia, schob ihre Unterlippe vor und legte ihre gepuderte Stirn in waagerechte Falten. „Ich werde Ihnen ein Engagement bei der Ikarus-Film-A.-G. in Berlin-Dahlem verschaffen", sagte er mit bestimmtem Tone, und mit einem kurzen Blick auf Ludwig Warburg fügte er hinzu. „Wollen Sie heute abend, mein Gast sein, gnädiges Fräulein? Dann können wir alles Rähere besprechen." „Aber gerne", lachte sie schalkhaft, sandte rasch einen forschenden Blick zu Warburg, der ihn mit bösem, huschendem Gesichtsausdruck erwiderte. „Sie speisen also heute mit mir." Diese Worte hatten wie ein Befehl aus dem Munde dieses großen, eleganten und breitschulterigen Mannes geklungen. Es war, als gebe es gegen diesen Befehl keine Widerrede. Trotzdem Lilly von dem Hofe sich hier zurück- gesetzt fühlte, wagte auch sie keinen Einwand. Sie hängte sich an den Arm Ludwig Warburgs und schritt mit ihm in gespielter Gleichgültigkeit dem Totalisator zu. Lothar Emmerstorff folgte mit Julia hinterdrein. Beim zweiten Rennen gewann der Hengst „Herkules" aus dem Stalle des Freiherrn von Altenhofer. Es waren Herrenreiter von Ramen im Sattel gewesen. Von den Tribünen klang wildes Rufen und Schreien. Lothar Emmerstorff hatte zweihundert Mark gewonnen. Er überließ Ludwig Warburg das Geld. „Run habe ich Julia verkauft", empfand Warburg und schob das Geld nachlässig in die Tasche. Paul, der Chauffeur, aber dachte, als Em- merstorff mit Julia in das Auto stieg: „Diesmal ist sie rot! Welch schöne Frauen der Dunkler Anzug erbeten. 03203 Itnd morgen . Vormittage 10 Uhr zu A. Fischers Zoo Vormittags 11 Uhr zur Raubtierfütterung, zum Konzert der Donkosaken und zu den öffentlichen Proben. Nachmittags 4 Uhr Zur Familien- und Kindervorstellung mit gleichem Programm wie abends. (Kinder zahlen zu dieser Vorstellung halbe Eintrittspreise.) Abends 8 Uhr Zar Sensationsvorstellanfi des Zoo-Zirkus A. Fischer und Donnerstag... Wiederum vormittags 10 Uhr zu A. Fischers Zoo Vormittags 11 Uhr zur Raubtierfütterung, zum Konzert der Donkosaken und zu den öffentlichen Proben. Nachmittags 4 Uhr zur Fremden- und Familien Vorstellung mit dem gewaltigen Spielplan. Abends 8 Uhr zur großen Abschieds- und Dankvorstellung mit garantiert vollständigem Programm. Vorverkauf: Zigarrenhaus Moeser, Seltersweg 38 und Bahnhofsplati, Theater-Cafe Ernst Ludwig Das brachte Ludwig Warburg auf einen anderen Gedanken. „Ehe ich vergesse", sagte er eindringlich und zwinkerte mit den Augen, „für das nächste Rennen kann ich Ihnen einen guten Tip geben." Emmerstorff, vielleicht mehr aus dem unbestimmten Bedürfnis heraus, mit Warburg noch in etwas engere Fühlung zu geraten, als aus dem Verlangen, sich am Wetten zu beteiligen, sagte: „Ich bitte darum." Der andere nickte befriedigt und setzte eine wichtige Miene auf. „Bei Gewinn darf ich um zwanzig Prozent Beteiligung bitten." Er dämpfte seine Worte und sprach nur noch im Flüstertöne: „Setzen Sie auf die Farben Rot-Gelb. Es ist „Herkules" aus dem Stalle des Freiherrn von Attenhofer. Jockei: Rittmeister a. D. Dleßheim. Leicht wie eine Feder. Ich kann Ihnen fast Garantie geben../' „Gut. ich setze", antwortete Lothar ohne Zögern. „Das erste Rennen hat soeben begonnen", sagte Ludwig Warburg. „Der Einsatz für das zweite erfolgt später. Darf ich Sie mittlerweile meinen Damen vorstellen?" „Diese Frau muh dir gehören", dachte Lothar Emmcrstorff, indem er Julia Koromitzky ein paar scherzhafte Artigkeiten sagte, und sein markantes Gesicht lächelte. „Sie hat Augen wie ein sprungbereiter Panther und das feste, starke Gebiß eines jungen Wolfes." Das Rot des Haares glänzte im Scheine der Sonne und spielte in den seltsamsten unbekanntesten Farbtönen. Lilly von dem Hofe, ihre Kollegin, aber besaß die sanften, dunklen Augen eines Zebras. Auf Lothars Frage klagte Julia, daß das Leben am Film nicht leicht sei, und dabei machte sie ein Gesicht, als nähme sie das Leben überaus tragisch. „Aber ich werde hochkommen", rief sie, und em trotziger Zug zeigte sich um ihren mit Lippenpomade gefärbten Mund. „Glauben Sie, daß ich groß werden kann? Eine Berühmtheit?" fragte sie den still lächelnden Emmerstorff. „Wenn Sie das Streben haben? — Warum nicht?" „Linser Beruf ist überfüllt und die Intrigen unter Kollegen und Kolleginnen sind ekelhaft", meinte sie, und Lilly von dem Hofe gab ihr hierin recht. Denn5000Menschen strömen heute abend 8 Uhr zur Eröffnungs -Vorstellung in den Riesen-Zoo-Zirkus c'Morgen SYlittwodjaßend Sonder-SKon^ert mit verftürktet fKauskapelle. 3720D A. Fischer dem europäischen Bamum & Bailey Sind auch Sie unter den 5000? Kommen Sie bestimmt zu dem gewaltigsten Zirkusschauspiel aller Zeiten Abends: Gesellschafts-Tanz Morgen, Mittwoch, 4 Uhr Tanz-Tee 13. Mai 8 Uhr abends