Ur. 60 (Elftes Blatt 180. Jahrgang Mittwoch, 12. März 1930 Eriche «ni «0 glich, außer Sonntags und Feiertag» Beilagen. Die Illustriert, (Siebene» Famllienblütter Heimat im Bild Die Scholle Monat,. Bezugrpreir: 2.20 Reichsmark und 30 9teid)sp|ennig für Tröget- lohn, auch bei Richter» scheinen emjelner'Jlummern infolge höherer Gewalt, /iernforechanschlüsfe dnterSammelnummer2251 Anschrift |ür Drahtnachrichten Anzeiger (Sieben. paNschecktonto: .Stottffurtam Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen vrrck vnd verloo: vrühl'sche Univerfilülr-Vuch' und Steinörnderei R. Lanqe tn Stehen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: SchuMahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vi» zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Breite örtlich 8, ausroärtt 10 Netchspfennig, füi Re- klameanzeigen von 70 mni Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" mehr. Chefredakteur Dr Frredr Wilh Gange. Verantwortlich für Politik Df Fr Wilh Gange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blurnschein und für »en Anzeigenteil Ma; Filter^ sämtlich m (Biegen Annahme der Vounggesehe in Zweiter Lesung. Das Zentrum stimmt zu, nachdem der Reichspräsident bestimmte Zusicherungen für die Durchführung der Finanzsanierung gegeben hat. - Auch das Liquidationsabkommen mit Polen wird angenommen. Zm Reichstag konnten am Dienstag nun endlich die ersten Abstimmungen über die Pounggesetze steigen. Im Hause selbst herrschte eine drangvoll fürchterliche Enge, wie sie nur an großen Tagen zu beobachten ist, das Reichskabinett war fast vollzählig unter der Führung des Kanzlers erjchie nen. auch die Fraktionen hatten beinahe den letzten Mann auf die Beine gebracht Ebenso stark wie der Sitzungssaal waren auch die Tribünen besetzt. Verschiedene Diplomaten hatten es sich nicht nehmen lassen, dieser ersten Abstimmung über die Poungyesetze beizuwohnen, auch das Publikum hatte sämtliche Tribünenplätze mit Beschlag belegt Selbstverständlich fehlten die Vertreter der.in- und ausländischen Presse nicht, die auf der Pressetribüne Kopf an Kopf standen, so daß kaum eine Stecknadel zur Erde fallen konnte Die immer wieder hinaus- geschobenen Austimmungen begannen aber nicht unmittelbar nach der (Eröffnung der Sitzung Man ließ sich etwas Zeit und erledigte zunächst einige Kleinigkeiten, die die Tagesordnung schmückten Dann aber war der Augenblick gekommen, der von den Parteien eine klare Stellungnahme verlangte. Das Zentrum ließ erklären, daß es auf Grund der jüngsten finanzpolitischen Verhandlungen nun- mehr doch in der Lage sei, für die Pounggesetze zu stimmen. Lebhafte Aha!-Rufe auf allen Seiten des Hauses begleiteten diese Festellung. Die Bayerische Volkspartei dagegen ließ sich vom Zentrum nicht ins Schlepptau nehmen. Sie erklärte sich noch nicht für zufriedengestellt und verkündete Stimmenthaltung Dann begaben sich die Reichs- tagsdiener mit den Urnen in den Sitzungssaal hin- unter, sammelten die Karten ein Darauf erfolgte Auszählung Allzu groß war die Spannung allerdings jetzt nicht mehr, wobei Ueberajchungen nicht zu erwarten waren Sitzungsbericht. Berlin, 11. März. (D. D. Z.) Präsident Lobe eröffnet die Sitzung der Reichstags mit der Mitteilung von dem Eintritt des Abgeordneten Bart- schat (Dem.) an Stelle des ausaeschiedenen Abgeordneten Hellpach (Dem.). Der Wohnungs- ausschuß beantragt, die Rovelle zum Gesetz über den Geldentwertunasansgleich bei bebauten Grundstücken entgegen dem Einspruch des Reichsrcstes in der vom Reich tag beschlossenen Fassung nunmehr mit qualifizierter Mehrheit nochmals an- zunchmen. Es handelt sich dabei um den Rückfluß aus den Hauszins st euerhypo- theken und um die Verwendung dieser Mittel ausschließlich für den Wohnungsbau. Abg. Lipinski (Soz.) erklärt als Berichterstatter, die Rückflüsse au8 den Hauszinssteuerhypotheken würden jährlich 1 2 0 b i s 150 Millionen ergeben, also einett recht erheblichen Betrag, mit dem der Wohnungsbau wesentlich gefördert werden könnte. Abg. Troßmann (B. D. P.) äußert in TIebercinstimmung mit dem Reich ^ratseinspruch Bedenken gegen die Aufrechterhaltung des Reichstagsbcschlusses. Es sei zu befürchten, daß mit dieser Einschränkung der Befugnisse der Länder und Gemeinden der Wohnungsbau nicht gefördert, sondern gehemmt werde. Abg. Tremmel (Ztr.) bezeichnet den Einspruch des Reichsrates als einen Versuch, die für den Wohnungsbau bestimmten Mittel a n - deren Zwecken zuzusühren. Das widerspreche dem Dolksintercsse. Der jetzt vom Reichsrat angefochtene Reichstagsbcschluß sei keineswegs ein Eingriff in die Rechte der Länder. Der Ausschußantrag auf Ausrechterhaltung des früheren Reichstagsoeschlusses unter Zurück- weifung des Reichsratseinspruches wird dann in namentlicher Abstimmung mit 421 gegen 42 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Die bei solchen wiederholten Beschlußfassungen erforderliche qualifizierte Mehrheit ist damit erreicht. — Gegen 4-3'4 Uhr beginnen die die Abstimmungen über die Houng-Gesehe. Vorher verliest Abg. Dr. Brüning (Zentr.) folgende Erklärung des Zentrums: Da durch die neuerliche Entwickelung der Finanzverhandlungen, insbesondere aber auch durch die heute ab- gebenen bedeutsamen Erklärungen nunmehr d i e feste Gewähr gegeben ist, daß die die Voraussetzung für eine Zustimmung des Zentrums bildende sofortige Sicherung der Finanzen so erfolgen wird, daß rechtzeitig die erforderlichen Kasseneingänge fließen, hat sich die Zentrumssraktion in ihrer Mehrheit entschlossen, den vorliegenden Gesehen aus geiamtpolitischen Erwägungen ihre Zu- stimmung zu geben (Lärm und Lachen rechts) unter Erneuerung ihres Appells an alle zur Regierung stehenden Parteien, die zur Erreichung der unaufschiebbaren politischen Rotwendigkeit der Finanzsanierung erforderlichen Maßnahmen auf parlamentarischem Boden zu verwirklichen. (Unruhe rechts.) Abg. Leicht (DVP.), der mit großer Heiterkeit vom Hause begrüßt wird, erklärt dann für seine Fraktion. Da durch die neuerliche Entwickelung der Finanzverhandlungen zwar das Was, aber nicht das W i e uns genügend festgelegt erscheint, werden wir uns der Stimme ent- ) a [ t e u. (Allgemeine große Heiterkeit.) Es folgt dann die namentliche Abstimmung über den Artikel 1 des Gesetzes über die Haager Konferenz. Darin wird dem Pariser Sachverständigenplan und den Vereinbarungen über iir Rhe nlan.räumung zugcsti.nmt Legen die Vorlage stimmen die Deutschnationalen, Rationalsozialiften, Eh.istlich-Rationale Arbeitsgemeinschaft, Wirtschaftspartei und Kom- muniften, während sich die Bayerische Volkspartei und die Deutsche Bauerirpartei der Stimme enthalten. Artikel 1 wird mit 263 Stimmen gegen 174 Stimmen bei 25 Enthaltungen angenommen. Artikel 2, der die Rebenabkornrnen enthält, wird mit 261 gegen 173 bei 25 Enthaltungen angenommen. In einfacher Abstimmung wird der Rest des Gesetzes angenommen unter Ablehnung der nationalsozialistischen Anträge, nach denen die Räu- mungsamnestie erweitert und die Rede des Außenministers Dr Eurtius öffentlich angeschlagen werden soll. Artikel 2 enthält die Zustimmung zur endgültigen Fassung des Sachverständigenplans und zu den Einzelvereinbarungen über die internationale Bank, die Moratoriums- tlaufel usw. Die Artikel 3 und 4 betreffen das deutsch-belgische Markabkommen und die Räu- mungsamnestie. Ein Antrag der Deutschnationalen, den verfassungsändernden Charakter der Vounggesetze festzustellen, wird abgelehnt. Vor der Abstimmung über den Gesetzentwurf, der die Liquidationsabkommen mit den verschiedenen Mächten umfaßt, wird besonders in namentlicher Abstimmung entschieden über das in diesem Gesetzentwurf.enthaltene.deutsch-polnische Liquidati onsabkommen. Die Abstimmung ergibt die Annahme des Abkommens mit 224 gegen 206 bei 29 Enthaltungen. (Pfuirufe.) Mit 254 gegen 177 Stimmen bei 7 Enthaltungen wird das deutsch-englische Liqui- dattonsa'okommen genehmigt. Auch die übrigen Liquidationsabkommen werden daraus angenommen. Aus den amtlichen Abstimmungslisten ergibt sich, daß sich an der Abstimmung über den Gesetzentwurf über die Haager Konferenz, und zwar über den Artikel I, der die 3u ft immun g zum Voung-Plan und zur Rheinlandräumung vorsieht, drei Mitglieder der Fraktion der Deutschen Volkspartei nicht beteiligt haben und zwar die Abgeordneten v. Gilsa, H u e ck und K ö n g e t e r. Dom Zentrum haben sich die Abgeordneten Bornefeld - Ettmann und F e i k m a y r der Stimme ,enthalten, während der Abg. Dr. Föhr- Baden gegen die Voung-Gesetze gestimmt hat. Bei der Abstimmung über das Polenabkommen haben sich die Abgeordneten Decker- ArnSberq und Gerig vom Zentrum, die Abgeordneten von Gilsa und Dr. Hugo von der Deutlchen Volkspartei, sowie der Abgeordnete Koch-Weser von den Demokraten nicht beteiligt - Der Stimme enthalten haben sich außer den Vertretern der Bayerischen Volkspartei, zwei volksparteiliche Abgeordnete, nämlich Dr. Becker- Hessen und ©ramm, sowie elf Abgeordnete des Zentrums, nämlich die Abgeordneten Crone-Münzebrock, Dr. Drees, Feilmayr, Hofmann-Ludwig Hafen, Dr. Klöckner, Dr. Krone, Reyses, Dr. Schreiber, Tremmel, Frau Weber und Wilkens. Gegen das Polenabkommen haben acht Abgeordnete der Deutschen Dolks- partei und 18 Abgeordnete des Zentrums gestimmt und zwar von der Deutschen Volks- Partei die Abgeordneten Günter, Dr. Hofs, Hueck, Janson, Köngeter, Dr. Leutheußer, Schmid-Düsseldorf und Dr. Schnee, vom Zentrum die Abgeordneten Beck-Oppeln, Blum- Krefeld, Dorneseld-Ettmann, Diez. Damm, Ehrhardt, Fahrenbrach, Dr. Föhr-Baden, Hartwig- Oppeln, Dr. Hermes, Jmbusch, Dr. Köhler, Reumann, Dr. Perlitius, Dr. Schetter-Köln, Schlack, Ulitzka und Warnke. Ist die Regierungskrise vertagt? Die Reichsreg erung hält an ihrem Jinanzprogramm fest. - Kein Ultimatum an die Vortöpartei. Oer Reichspräsident greift ein Die Zustimmung des Zentrums zum ?)oungvlan Berlin, 11. März. (ERB.) Der Reichspräsident empfing heute mittag den Vorsitzenden dec Zentrumsfraktion des Reichtages Dr. Brüning, lieber die Unterredung wird aus Zentrumskreisen mitgeteilt, daß der Reichspräsident erkennen lieh, dah eine Annahme des goungplans mit einer nur geringen Mehrheit ihn vor die Frage stellen würde, ob der Joungplan erneut zum Volksentscheid gestellt werden soll Der Vorsitzende der Zentrumssraktion betonte, dah die Zentrumsfraktion aus vaterländischem verantwor- tungsbewuhlsein unbedingte Sicherheit dafür haben müsse, dah rechtzeitig die Gesetze zur Sicherung der Reichsfinanzen in Kraft treten. Der Reichspräsident erklärte darauf, bah er ö o n derselben Notwendigkeit überzeugt sei und dah er von allen oerfassungs- mähige n Mitteln Gebrauch machen werde, um die rechtzeitige Regelung der Finanzfragen zu verwirklichen. Der Vorsitzende der Zenlrumsfraktion gab in einer daraus folgenden Sitzung der Fraktion von dem Inhalt dieser Unterredung mit dem Reichspräsidenten Kenntnis, wie wir von unterrichteter Seite erfahren, befchloh das Zentrum bei der Reichstagsabstimmung über den Zoungplan nunmehr dem plan zuzu stimmen, da inzwischen von mah- gebendster Seile der Fraktion Sicherungen gegeben sind, dah die Finanzsanierung bis zum 1 April entsprechend den Forderungen des Zentrums durchgeführt wird. Oos Finanzprogramm der Weimarer Koalition. Fortfall der Hap talertragsstcuer. Besteuerung von Lurusgctränken. — Die Lteuer.cnknngcn. Berlin, 11 März. (OB.) Das Finanzprogramm, auf das sich die vier Parteien der Weimarer Koalition geeinigt haben, schlieht sich in den wesentlichen Punkten dem Programm Mol- denhauers und der Reichsregierung an. Vie größte und wichtigste Verschiebung in dem Programm ergab sich aus der Notwendigkeit, mit der Bayerischen Volkspartei eine andere Regelung der Biersteuererhöhung zu finden. Ferner haben sich, wie die „Germania" berichtet, die vier Parteien auf eine in dem ursprünglichen Finanzprogramm nicht vorgesehene Maßnahme von großer Bedeutung einigen können. Es ist nämlich gelungen, eine Vereinbarung darüber zu treffen, dah d i e Kapitalertrags st euer für festverzinsliche werte ab 1.Oktober beseitigt werde. Diese Mahnahme ist deshalb von groher Bedeutung, weil sie die Anlage des ausländischen Geldes in festverzinslichen werten erheblich erleichtert. Der durch diese Beseitigung ausfallende Betrag soll dadurch gedeckt werden, dah auch die erste Einfuhr, die bisher umsatzsteuerfrei war, von diesem Zeitpunkte an der Umsatz- ft e u e r unterliegt. Die Besteuerung der Mineralwässer hat den Wunsch auskommen lassen, auch Luxusgetränke mit einer geringen Steuer zu belegen bzw. die bereits vorhandenen Steuern zu erhöhen. So soll die S e 11 ft e u e r bei einem Flaschenpreis bis zu 10 Mark von einer Mark auf 1,50 Mark erhöht werden und in den höheren Preislagen von 1,50 auf 2 Mark. Ferner sollen Qualitätsweine in Flaschen in der Form einer O^meinöege- tränteffeuer mit einer geringen Steuer belegt werden Offene und billige weine werden von der Steuer nicht betroffen. Ueber diese beiden Punkte sind noch keine endgültigen Vereinbarungen getroffen. Es ist auch gelungen, über die sehr umstrittene Frage der gesetzlichen Sicher ft ellung der für 1931 geplanten Steuersenkungen durch eine von allen Parteien angenommene Formulierung Hinwegzukommen. Man kam dahin überein, für den (Etat des Jahres 1931 im ordentlichen haushalt Steuersenkungen in höhe von 600 Millionen Mark vorzunehmen, sofern bis zum 3 1. März 1931 weitere 5 0 0 Millionen Mark schwebende Schuld in langfristige Anleihen umgewandelt sind. Ferner soll die Reichsregierung im Einvernehmen mit dem Reichssparkommissar ein Sparprogramm ausarbeiten, das dem Reichstag vorgelegt werden soll. Oie Regierung behalt die Initiai've. Moldcnßauers Programm wird dem Rcichsrat vornelegt. Berlin, 11. März. (VDI.) Gegen 3 Uhr nachmittags begannen im Reichstage die interfrahio- nellen Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern der sogenannten Weimarer Koalition. Demokraten und Zentrum (jähen in ihren oorangegangenen Fraktionssihungeu beschlos. sen, dem neuen Finan; plan jujuftira- m e n , während die Sozialdemokraten sich nur z u weiteren Verhandlungen bereit erklärten, ihre Bedenken gegen Einzelheiten, namentlich gegen die geplanten Steuersenkungen aber aufrechterhielten. Die Besprechung des Reichskanzlers mit den Parteiführern der Regierungsparteien ohne Deutsche Volkspartei war nur von kurzer Dauer. Der Reichskanzler nahm die Vorschläge dieser Parteien für das Deckungsprogramm entgegen und erklärte, die Vorschläge p r ü - sen zu wollen- 3n der Sitzung der vereinigten Ausschüsse des Reichsrates, in der mit der Beratung der neuen Steuergesehe begonnen wurde, erklärte der Reichsfinanzmini st er: Die Reichsregierung habe dem Reichsrat ihre Deckungsvorlage zur Beschlußfassung vorgelegt und nur diese Gesetzesvorlage sei Gegenstand der Verhandlungen. Er gebe diese Erklärung sowohl als Reichsfinanzminister wie auch im Kamen des Reichskanzlers ab, der ihn ausdrücklich zu ihr ermächtigt habe. Die Regierung werde die Vorlage, wenn sie durch den Reldjsraf verabschiedet sei, a v den Reichstag bringen Die zur Zeit im Gange befindlichen Besprechungen zwischen ei n- je Inen Parteigruppen hätten, wenn überhaupt, so lediglich für die Haltung der Parteien Im Reichstag Bedeutung. Die Regierung denke nicht daran, in dieser Frage d l e Führung aus der Hand z u geben. * Der Film der Parlamentarischen Entwicklung zeigt durch diese Erklärungen heute wieder ein ganz anderes Bild: Rach allgemeiner Auffassung ist die Krise vertagt. Der Reichskanzler hat sich daraus beschränkt, den Bericht entgegenzunehmen, den die Vertreter der vier Parteien der Weimarer Koalition ihm über ihre Einigung erstattet haben. Er hat darauf verzichtet, der Deutschen Volkspartei diesen Vorgang offiziell zur Kenntnis zu bringen und damit die Krise im Augenblick vermieden. Die heutigen Abstimmungen bei der zweiten Lesung des Boungplanes haben außerdem gezeigt, daß der Voungplan auch bei der morgigen dritten Lesung glatt über die parlamentarische Bühne gehen wird, da die Bayerische Volkspartei, die sich heute der Stimmen enthalten hat, im Laufe des Abends erst über ihre endgültige Haltung Beschluß fassen will. Jedenfalls hat auch das Abstimmungsergebnis dazu beigetragen, daß die ganze Lage im Reichstag wesentlich ruhiger angesehen wird. Cs ist damit zu rechnen, dah der Moldenhauersche Finanzplan anfangs nächster Woche im Reichstag eingebracht wird. Es wird sich dann fragen, ob die Parteien der Weimarer Koalition schon bei der ersten Lesung ihr Programm entweder a l S Abänderungsanträge oder als Initial ivgesehentwurs vorlegen oder ob sie erst in oder nach den Ausschuhverhandlungen hervortreten. In parlamentarischen Kreisen beurteilt man diesen Zeitgewinn als ein günstige- Zeichen. Oie Reichspolizeiftunde. Tas Gaststättengcsetz im Reichstagsansfck uh. Berlin, 11. März. (VDZ.) Bei der Weiter- Beratung des Gaststättengesetzes im Volkswirtfchaft- lichen Ausschuß des Reichstages wurde gegen den scharfen Protest Preußens der Beschluß erster Lesung b e ft ä t i g t, wonach im ganzen Reiche um 1 Uhr Polizeistunde sein soll. Die obersten Landesbehörden dürfen Ausnahmen zulasten. Für diese Vorschrift stimmten Sozialdemokraten, Zentrum, Kommunisten und die Abgeordneten Dr. Strachmann (Dnl.) und Dr. Mumm (Chr.-Rat.). Der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstages hat sich also nicht dazu aufraffen können, seinen Beschluß über die Cin-Uhr-Reichspolizei- stunde rückgängig zu machen. Er hat ihn allerdings etwas abgemildert. In Zukunft soll die Ein-TIHr-Polizeistunde die äußerste Greirze sein, die aber überschritten werden kann, wenn besondere örtliche Verhältnisse eine Ausnahme rechtfertigen. Die oberste Landesbehörde oder die ihr untergeordneten Stellen sollen bestimmen. Mann Ausnahmen zulässig sind. Wir glauben nicht, dah auch diese Fassung im Reichstags- plenum eine Mehrheit finden wird, weil diese Polizeistunde eine Einschränkung des Alkohol- konsums doch nicht mit sich bringen wird Vielmehr werden Nachtlokale, in denen der Alko- holgenuh hinter verschlossenen Türen fortgesetzt wird, wieder wie Pilze aus dem Voden schießen, so dah große Teile unserer Polizei zur Bekämpfung dieser Lokale ange.eht werden müssen und damit dem allgemeinen Sicherheitsdienst ent zogen werden Es wäre vielleicht besser, auf die Polizeistunde zu verzichten, weil sich dann der Schankstättenschluh automatisch regelt und in den meisten Fällen die Mitiernachtstunde kaum überschreiten dürfte Schwierige parlamentarische Lage in Sachsen. Dresden, 11. März (CAB.) Die demokratische Landtogsfraktion hat einen Beschluß gefaßt, in dem sie mit Bedauern davon Kenntnis nimmt, dah die Deutsche Dolkspartei jegliche Verhandlungen mit der Sozialdemokratie über die Regierungsbildung a b g e l e h n t und damit den einzigen Weg, der zu einer Regierung aus breiterer Grundlage geführt hätte, versperrt habe Die Fraktion müsse es jetzt den Parteien der Rechten, die die Regierung Bünger gestürzt haben, und der Volkspartei überlassen, die Krise zu lösen. Eine Rekonstruktion des bisherigen Kabinetts unter anderer Leitung werde, da aussichtslos, von der Fraktion nicht unterstützt werden. — Durch diese Stellungnahme der Demokraten ist es unmöglich gemacht, daß in Sachsen überhaupt eine Regierung zustande kommt. Da weder die Große, noch die alte Koalition möglich ist, dürften R e u - wählen als einziges Mittel übrigbleiben. Frankreichs Niederlage in London. Die Ablehnung derSicherheitsforderunften Poris, 12. Mär;. (WIB. Funkspruch.) Der amerikanische Staatssekretär Stimson erklärte, daß Amerika hinsichtlich der Sicherheitssorderungen Frankreichs keinerlei verpslichtungen übernehmen könne; der offenbar amtlich beeinflußte Sonderberichterstatter der Haoas-Agentur meint dazu, man müsfe jetzt die Hoffnung aufgeben, daß in London ein politisches Abkommen zustande kommen werde, das die Abrüstung der fünf Seemächte erleichtern würde. Das Problem der Abrüstung müsse jetzt ausschließlich von der technischen Seite behandelt werden. Die Hauptschwierigkeit in dieser Hinsicht liege bei der italienischen Delegation, die sich trotz aller dringlichen Vorstellungen noch immer weigere, ihre Tonnagebedürfnisse in den verschiedenen Schlsfs- fategorien zu präzisieren, und die sich daraus beschränke, die Flottengleichheit mit Frank- re i ch zu verlangen Wenn eine derartige Auffassung sich vom Standpunkt des Prestiges erklären lassen, so sei sie doch unhaltbar, wenn man mit den Tatsachen rechne Der „Daily Telegraph" schreibt, nach Bekannt werden der Erklärung der amerikanischen Delegation sei geiferns abend in französischen Kreisen zugegeben worden, dah die politische Seite der Flotten- konserenz abgetan sei und daß damit auch Frankreichs Hauptinteresse an der Konferenz verschwinde vriand habe zwar aus den Wert der zustande gekommenen abstrakten Vereinbarungen hingewiesen und sei der Ansicht gewesen, daß ihre Wichtigkeit eine sofortige Vollsitzung rechtfertigen würde, aber die italienischen Delegierten hätten widersprochen, und auch die Amerikaner und Engländer hätten keinerlei Begeisterung über das Erreichte gezeigt Sollte Vriand in den abzuschliehenden Vertrag einen Absatz einzufügen wünschen, daß die Frage der Sicherheit später erörtert werden könnte, so würden Großbritannien und Amerika schwerlich ihr Einoer st ändniv erklären. • Die französische Sicherheitspolitik ist erledigt — wenigstens soweit die Beziehungen zu England und Amerika in Betracht kommen Drrand mußte seine Forderungen gegenüber den Bedenken der Angelsachsen immer weiter einschränken, der Mittelmeerpakt wurde aufgegeben zugunsten des Planes eines sog. Konsultativpaktes und schließlich sprach man nur noch von der Zurückstellung der Sicherheitsfrage auf eine spätere Konferenz. Aber nicht einmal dieses letzte Zugeständnis, das von der französischen Presse als ganz wertlos betrachtet wurde, wollten Stimson und Macdonald der von ihnen gefürchteten Sanktionspolitik Frankreichs machen. Damit aber verzichten sie auch aus die Möglichkeit, mit Frankreich über eine Herabsetzung seines Mammuthprogramms zu verhandeln, denn die darin enthaltenen Zahlen sind — Man- ?els neuer Sicherheitsgarantien — als a b s o - ute Bedürfnisse des über alle Weltmeere verstreuten französischen Imperiums bezeichnet worden. Wenn nicht eintritt, was ein politisches Wun- der genannt werden müßte, so bleibt der mit so großem Optimismus begrüßten Flottentonferenz, die durch Regelung einiger besonders schwieriger Einzelprobleme den Weg für die Abrustungs- arbeit des Völkerbundes frei machen sollte, nichts anderes übrig als den Abrüstungsgedanken endaültigzu begraben und sich höchstens noch um die k u r z s r i st i g e „Limitierung" des Flottenbaues, wie sie den Franzosen von Anfang an vorschwebte, zu bemühen Die Arbeit — oder vielmehr die Liquidierung — der Konferenz wird von den Staatsmännern auf die Marinetechniker über gehen, die versuchen werden, aus Grund der einzelnen Bauprogramme, deren Kürzung dann nur noch in unwesentlichen Einzelheiten erwartet werden kann, eine, bis 1936 gültige Tabelle der Flottenbedürfnisse zusammenzustellen und damit ein vorläufiges Aufyören des Wettrüstens au ermöglichen. Die Initiative liegt dann wieder beim Völkerbund, dessen Aufgabe freilich durch den Verlauf der Londoner Konferenz eher kompliziert alS erleichtert werden dürfte. Dr. Luther zum Mchsbankpräsidenien gewählt. Berlin, 11 Mär; (WIB.) Die Reichsbank teilt mit: Der Generalrat der Reichsbonk wählte e i n ft i m m i g in seiner heutigen Sitzung an Stelle des ausscheidenden Reichsbankpräsidenten Dr Hjalmar Schacht den Reichskanzler a. D Dr Hans Luther zum Präsidenten des Reichsbank- dircklvriums mit Wirkung vom 3 April dieses Jahres, an welchem Tage die Ucbergabe der Amtsgeschäfte stattsindet. Die Bestätigung des Herrn Reichspräsidenten für die Wahl des neuen Reichsbankpräsidenten ist nachgesucht worden Die Wahl des Nachfolgers des Reichsbankpräsi- öenten Dr Schacht hat, wie es nach Lage der Dinge bei dem bedeutendsten Geldinstitute des Deutschen Reiches auch nicht anders möglich war, nicht lange auf l i ch warten lassen Und selten ist ein so bedeutsamer Posten so wenig unv stritten gewesen, wie der des Präsidenten der Reichsbank Das dürfte aber nicht da ran gelegen haben daß zur Zeit wenig Männer für einen derartigen Posten in Deutschland vorhanden sind, sondern vielmehr daran, daß heute fein anderer als der ehemalige Reichskanzler Dr H Luther ein solches Ansehen in der ganzenWelt genießt, das notwendig ist, um die deutsche Währung auch fernerhin vor Erschütterungen zu bewahren Dr. Luther, der gestern 51 Jahre alt geworden ist. ist von Haus aus kein Bankfachmann. Seine ganze öffentliche Wirksamkeit hat ihn aber im Laufe der Zeit zu einer der kompetentesten Persönlichkeiten auf wirtschaftlich-finanziellem Gebiete herangebildet. Die Anfänge seiner Entwicklung fand er in der Kommunalpolitik und schon im Jahre 1918 konnte er das Amt des Oberbürgermeisters von Essen übernehmen. Von diesem Platz aus begann seine politische Entwicklung. Bereits im Dezember 1922 trat er unter Beibehaltung seines Postens in Essen in das Kabinett Cuno ein, wo sein Rame im Zusammenhang mit dem R u h r e i n s a 1 l dadurch besonders populär wurde, daß er die Forderung des französischen Generals, ihn vor dem Rathause zu empfangen, ablehnte, mit der Begründung, daß er nur in seinem Amtszimmer zu sprechen sei. Er gehörte sodann auch dem Kabinett Stresemann an. und zwar hatte er dabei den Posten des Reichsfinanzministers inne, wo es ihm gelang, das Budget auszugleichen und die Rentenmarkverordnung herauszubringen, so dah er noch heute in dem Streite um die Vaterschaft der Rentenmark als die Mutter der stabilen Währung anerkannt wird. Rachdem das Kabinett Marx nach den Dezemberwahlen von 1924 zurücktreten mußte, übernahm er das Amt des Reichskanzlers und dabei gelang es ihm. im Oktober 1925 gemeinsam mit Dr. Stresemann in Locarno die Grund age au schaffen, die für die weitere Zeit der deutschen Politik maßgebend war Aul diese Weise hat er, der auch vorher an der Londoner Konferenz und am Abschluß der Dawesanleihe teilnahm, eine reiche Erfahrung sammeln können, die ihm nunmehr a n der Spitze der Reichsbank in hohem Maße zustatten kommen dürfte Dr Luther zog sich dann nach seiner Reich kanzlerschaft aus ein anderes Gebiet zurück, das aber gerade in finanzieller und wirtscho'tlicher Hinsicht für das weitere Schicksal Deutschlands von ausschlaggebender Bedeutung ist. und das ist die Reform des Reiches an Haupt und Gliedern. Im Januar 1928 wurde Luther zum Vorsitzenden des Bundes zur Erneuerung des Reiches gewählt, der seitdem einen großen Anteil an den Resormarbeiten nahm und für sich wohl in Anspruch nehmen darf, die wertvollsten Pionierdienste aus diesem Gebiete geleistet zu haben. Somit kann die Wahl dieser bewährten Persönlichkeit zum Präsidenten der Reichsbank nur begrüßt werden und man darf annehmen, dah Dr Luther selbst in diesem neuen Arbeitsgebiete ein reiches Betätigungsfeld zur Erfüllung seiner Pläne vorfindet. Eine erste Unterredung mit dem neuen Reichsbankpräsidenten. Frankfurt a. M.. 11 März. Reichskanzler a. D Dr Luther gewährte dem Frankfurter Vertreter des WTD. eine Unterredung, in der er sich in großen Zügen über die von ihm einzuschlagende Reich bankpolitik aussprach. Welche Politik gedenken Sie in der Frage der Auslandanleihen zu versolgen? Dr. Luther »Daß unmittelbar und unzweifelhaft produktive Anleihen für die deutsche Volkswirtschaft nützlich sind, ist unbestreitbar. Ob darüber hinaus die Hereinnahme von Auslandgeld verantwortet werden kann, hängt davon ab, wie viel begründetes Vertrauen man m die zukünftige Gesamtentwickelung Deutschlands seht, aus jeden Fall ist Umsicht und Zurückhaltung geboten. Wie beurteilen Sie persönlich diese zukünftige Entwicklung'? Dr Luther „Die, tote jedermann weih, großen Schwierigkeiten der Gegenwart werden vielfach dadurch noch übersteigert, daß man allzu laut von einer Vertrauenskrise spricht. Man sollte umgekehrt den Ton nach der positiven Richtung legen und immer wieder die Gesichtspunkte unterstreichen, die das Vertrauen in die deutsche Zukunft rechtfertigen. Das deutsche Volk hat auch nach dem Kriege s o Außerordentliches in wirtschaftlicher Wiederaufbauarbeit geleistet, daß es gar nicht einzusehen ist, warum diese lebendige Kraft sich nicht mehr durchsetzen sollte. Sie wird sich u m so sicherer durchsetzen, je ruhiger die Entwicklung sich vollAieht." Sie haben deswegen also auch keinerlei Befürchtungen wegen einer Gefährdung unserer Wä hrung in naher und ferner Zukunft? Dr. Luther: „Die Fragestellung trifft nicht den Kern Die deutsche Währung ist durch .die gesetzlich gewährte Unabhängigkeit der Reichsbank, für deren Rotwendigkeit das deutsche Volk nach den schrecklichen Erfahrungen der Inflationszeit das vollste Verständnis besitzt, vollauf gesichert Obendrein sind die mit der Festigkeit der deutschen Währung verbundenen in- und ausländischen Interessen so groß, daß sie auch etwa entgegenstehende Kräfte und Verhältnisse bestimmt überwinden werden." Spielen Sie mit dieser letzteren Bemerkung auf den Voungplan und die von dort etwa kommenden Gefahren an? Dr. Luther: „Man kann den jetzt amtlich sogenannten Reuen Plan nicht isoliert betrachten Die großen Lasten, die er für Deutschland enthält, sind ebenso tote die große Arbeitslosigkeit und die Wirtschaftsnot, in der wir uns befinden, auf die allgemeine Bedrängnis von Reich und Volt zurückzuführen. Es ist Aufgabe der verantwortlichen Reichspolitik, hier den Ausweg durch ein Gesamtprogramin zu zeigen, bei dem es nicht nur auf die Einzelheiten an- kommen wird, sondern ebenso sehr auf die Gewinnung eines verstärkten Vertrauens im In- und Auslande zum deutschen Staatswesen. Hinsichtlich des Maßes von Lasten, die das deutsche Volk tragen kann, möchte ich auf das Hinweisen, was ich bei den Vorverhandlungen über den Dawesplan als Reichsfinanzminister immer wieder gesagt habe, daß es nämlich ganz wesentlich darauf ankommt, in welchem Umfange das Ausland di e deutschen Ausfuhrerzeugnisse aufzunehmen bereit ist und auf- nimmt Cs ist eine wichtige Ausgabe auch des Reichsbankpräsidenten, auf dem Wege wechselseitigen Verstehens außerhalb Deutschlands eine immer klarere Anschauung von den wirtschaftlichen Möglichkeiten und 2c- bensnotwendigkeiten des deutschen Volkes zu verbreiten, wobei das Ausland auch um das unerläßliche Maß deutscher Sozia 1 po 1 i - t i k wissen muß." Welche besonderen Erfahrungen werden Sie aus Ihrer privatwirischastlichen Tätigkeit der letzten Jahre in das neue Amt hinübernehmen? Dr. Luther: „Meine privatwirtschaftliche Arbeit, deren Hauptteil seit vorigem Frühjahr im Realkreditwesen lag, hat mir Tag für Tag bestätigt, w i e unerträglich die hohen Kapitalzinsen für die deutsche Wirtschaft im ganzen, und zwar nicht weniger für die Binnenwirtschaft als für die deutschen Ausfuhrmöglichkeiten sind. Es kann kein Zweifel fein, daß z. B. für die gesamte Woh - nungswirtschast und namentlich auch für die Landwirtschaft die Zinshöhe von ausschlaggebender Bedeutung ist. Welche Möglichkeiten sehen Sie, auf eine Sen- kung der Zinssätzeeinzuwirken? Dr Luther: Das Schwergewicht der sich hier bietenden Möglichkeiten liegt durchaus in der allgemeinen Politik, in der der Gesichtspunkt der Kapitalbildung immer mehr in den Vordergrund treten muß Daß die Reichsbank im Rahmen ihrer Zuständigkeit diesem Gesichtspunkt ebenfalls größte Beachtung schenkt ist selbstverständlich Bis zu welchem Grade die Diskontpolitik der Reichsbank den Zinssatz für langfristige Anlagen zu beeinfluffen vermag, ist neuerdings zum Problem geworden. Oie Reform der inneren Verwaltung in Hessen. Oie Beratung des Znueue ats vor dem Finanzausschuß. Darmstadt, ll.März (WHP.) Im Finanzausschuß des Hessischen Landtags begann die Beratung der Kapitel des Haushalts deS Innenministeriums, das insgesamt 22,? Millionen Mark an Ausgaben erfordert Einleitend gab der Innenminister eine zusammen- lassende Darlegung der aktuellen Probleme der Verwaltungsresorm. Der Reichssparkommissar anerkannte die zweistufige Verwaltung als durchaus zweckmäßig und emp- lahl sie als vorbildlich für eine gesamtdeutsche Reform Wegen der im Gange befindlichen Reformarbeiten könnten die Beamten in der Zentralstelle zur Zeit nicht vermindert werden. Auch die sachlichen Ausgaben leien auf ein Mindestmaß herabgesetzt Durch eine Aenderung der Kreisgrenzcn und die Aufhebung einiger KrelSämter könne et Einsparungen in Aussicht stellen Die dazu notwendigen Vorlagen wolle er aber nur 1 in Angriff nehmen, wenn der Landtag ihm die Ermächtigung gebe, die Kreisgrenzen allein durch das Ministerium fest- zusetzen. In der Debatte forderte der Redner der Deutschen Dolkspartei eine Dezentralisation der Ausgaben von der Zentrale auf die lokalen Stellen, wodurch eine ganze Reihe von Seamtenftellen in der Zentrale c l n g e f Part werden könnten, ohne daß eine Vermehrung der Beamten- stellen bei den lokalen Behörden notwendig werde. Den lokalen Stellen werde durch die Vergrößerung ihrer Zuständig'eitcn ein großer Teil der Arbeit abgenommen, die durch die heute notwendige umfangreiche Berichterstattung an das Ministerium erforderlich sei Die von dem Minister geforderte Ermächtigung lehne bk Deutsche Volkspartei entschieden ab I Zu einer Aenderung der Krcisgrenzen, die lediglich Im Interesse der Bevölkerung läge, brauche der Minister kein Ermächtigungsgesetz, weil der Landtag hierzu ohne weiteres sein Einverständnis geben würde. Der Reichsspar- kommissar habe bei der Aufhebung von sieben Kreisämtern z. B. eine Ersparnis von nur 1 1 6 000 Mk errechnet, bei einer gleichzeitigen einmaligen Mehrausgabe von einer Million. Durch die Verzinsung und Tilgung dieser Mehrausgaben toüroe aber jede Ersparnis illusorisch gemacht Die Vollspartei wolle eine Aushebung von Kreisämtern nur, wenn nachgewiesen fei, daß die zu erwartenden Ersparnisse nicht nur auf dem Papier stünden und die Ersparnisse im richtigen Verhältnis zu den mit dieser Aushebung verbundenen indirekten La st en der Bevölkerung stehen. Auch die Vertreter der übrigen Parteien schlossen sich hinsichtlich der Dezentralisation den Ausführungen des oolksparteilichen Redners an. Das Zentrum lehnte allerdings ebenfalls ein Ermächtigungsgesetz ab. Ter Redner der Volksrechtspartei wies noch darauf hin, daß eine Beförderung nicht ordnungsmä- ßig vorgebildeter Personen in akademischen Stellen bei der Verwaltung nach den jetzigen Bestimmungen unstatthaft sei Bei der Abstimmung fand lediglich ein sozialdemokratischer Antrag Annahme, der einen Ministerialrat and einen Vortragenden Rat in Innenministerium auf den Inhaber bc.il- ligt Die übrigen Anträge wurden meist bei Stimmenthaltung des Zentrums abgelehnt. Das Kapitel 27 (Ministerium des Innern) wird genehmigt. Aus aller Welt Slosch-Sarasani oenauft feinen Zirkus. Der Direktor und Eigentümer des Zirkus Sar- rafani HansStofch veröffentlicht In der „Berliner Morgenpost" ein Inserat, in dem eS heißt Gedrängt durch unendliche Schwierigkeiten, die sich der Fortführung meines Unternehmens auf der jetzt erreichten künstlerischen Höhe ent- gcgenftelkn, eingeengt von einem Sta- cheldrahtzaun untragbarer gesetzlicher Bestimmungen und behordli- cher Vorschriften, durchSte uern erdrosselt. habe ich mich schweren HerzenS entschließen müssen, meinen Zirkus öffentlich zum Derkau s anAubieten. Denn gerade das Berliner Gastspiel hat mir erneut deutlich gezeigt, dah eine Weiterführung des Unternehmens sinnlos ist, scheitern muh an der La st der Unkosten, von deren Höhe sich der Laie keine Vorstellung macht. Lin Geständnis des versicherungsfchwindlers Tetzner. Der des Mordes und Mordversuches beschuldigte Kaufmann Tetzner hat in der Untersuchungshaft endlich ein Geständnis abgelegt Danach hat er den Unbekannten, den er zwischen Leipzig und Hof zur Mitfahrt eingeladen hatte, mit Benzin übergossen und das Benzin entzündet, so daß der Unglückliche bei vollem Bewußtsein verbrannte. Tetzner hat jetzt auch den zuerst abgeleugneten Mordversuch an dem Mechaniker Ortner zugegeben Seine Frau, so wird von ihm versichert, habe von dem Plane gewußt und ihn gebilligt, dagegen werden die Verdachtsmomente gegen die ebenfalls, verhaftete Kassiererin Nagel aus Regensburg, die der Mitwisserschaft beschuldigt wird, immer mehr entkräftet, so daß ihre Haftentlassung in Aussicht genommen ist. Oie Wetterlage. ■—=—u. ......Thorsten '•-c ?ydiSr!QJ Tours txro ^Mni Pans -ru M Dienstaa, ll.ftarz. igßOJ11 abds. ZT ttaytn. O wortenlos <3 neue/ O naio oedeext ® wortig. < Gedeckt eRegei> ♦ Schnee »Graupeln «Nebel KGrw.t'er.^windstille XV •eichte« Os« nassige« Südsüdwest stormijcne- lordwesl fcie Ptene fliegen mu dem wmdt Oie oe«oen Stationen stenenden Zahlen geben die Temperatu« an Die umen verbinden Orte mu gleich« tut Meeresmveau umoerechnete» Luftdruck LScttcrvoraussagc. Der Temperaturrückgana hat weiter angehalten und zu verbreitetem Nachtfrost geführt Im Küstengebiet lagen heute morgen die Werte etwas über Null, dagegen im Btnnenlande bis zu 4 Grad minus Die zur Zeit bestehende Verschiedenheit der Druckoerteilung laß, auch keine bestimmte Luftzufuhr erkennen Flacher hoher Druck hat sich von Südwesten her über Deutschland ausgebreitet, an den Störungen und Tiefausläufer grenzen Für unser Gebiet dürste sich zunächst keine wesentlich« Aenderung der Wetterlage bemerkbar machen. |fl daß namentlich die Temperaturen nachts weiter unter den Gefrierpunkt finken. Wettervoraussage für DonnerS- t a g Rcbeliges und wolkiges Wetter, leichter Rachtfrost, meist trocken. Witterungsausfichten für Frei- t a g Temperaturen nachts in Gefrierpunktnähe, stellenweise nebelig, sonst wolkig mit Aufheiterung und vorwiegend trocken Lufttemperaturen am 11 Marz mittags 7,3 Grat Celsius, abends 2,9 Grad, am 12 März: morgens — 1,7 Grad Maximum 7,5 Grad, Minimum — 2,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 11 März abends 6,4 Grad; am 12 März: morgens 2,3 Grad Celsius. — Niederschlag 0,2 nun. —» Sonenscheindauer 64 Stunden. 0.8. Also: Schont und schützt die Kätzchen! be> :r; Wenn ho •JU I 1781: der ’frt.0 der Brotverbrauch zurück-- des Hygiene-Museums in dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der leschäflsstelle auf zur anbei. sammlung bei Sieck. Näheres in der heutigen Anzeige. © erjudjes bt|# in her Untir» i5 abgelegt i, den er zwi> ur Milsahrl lergojlen und j der Unglüifliihe verbrannte. rft abgeleugneten haniker Ort« iirb oon ihm oer« ußl und ihn ge« »-Momente gegen Nagel aus Re- ie/djulbigl ivirb, f/aflentlaflung zurückzusühren, daß geht. Der Direktor Oer Fehlbetrag im Ma nzer Haushaltsplan. WEN. Mainz, 11. März. Oberbürgermeister Dr. K ü l b teilt mit, dah der Haushaltsplan für 1930 heule mit einem Fehlbetrag von 1 1 66 000 Mark abschl.eßt. Dabei ist die D i e r st e u e r. über deren Einführung der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung zu beschließen haben wird, bereits berücksichtigt. Sie ist mit 240 000 Mark in den Einnahmen vorgesehen. Zur D e ck u n g des Fehlbetrages werden vorgeschla- gen: Erhöhung der städtischen Gebäudesteuer von 60 auf 75 Pf., was eine 3pro§. Erhöhung der Friedensmiete bedeutet, Erhöhung der Aus- schlagLziffern für die Landsteuer von 30 aus 50 Pf., Erhöhung des Was erpreises um 3 Pf. Eine Erhöhung des Licht- und Kraltstromes nach den Einlachzählern ist nicht vorgesehen. Dagegen wird eine Erhöhung des Preises für den Strom, der nach Doppeltari zählern außerhalb der Sperrzeit abgegeben wird, um 5 Pf. vorgeschlagen. Der noch verbleibende Nest von 140 000 Mk. soll durch eine Erhöhung des Gaspreises von 20 auf 21 Pf. gedeckt werden. Architekt Karl Friedrich Schinkel in geboren: - 1860: der Komponist Kirche und Gchule. Für Vereinigung der evangelischen Kirchen im Rhein-Main-Gebiet. WSN. Frankfurt a. M., 11. März. Die Freie VolkskirchNche Bereinigung für Hessen hielt ihre diesjährige Hauptversammlung ab, die aus allen Teilen des Landes gut besucht war. 3m Mittelpunkt der Verhandlungen standen zwei besonders wichtige Fragen. Professor Martin Schmidt von der Simultanen Lehrerakademie in Frankfurt a. M. sprach über „Der Zusammenschluß der evangelischen Landeskirchen im Rhein- Main-Gebi et". Der Redner zeigte die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der fünf Landeskirchen : Hessen-Darmstadt, Hessen Kas el, Hessen-Nassau, Frankfurt a. M. und Waldeck zu einer Kirche, die dann etwa 2*/^ Millionen Glieder umfaßen würde. Die Versammlung nahm einmütig folgende Entschließung an: „Die in Frankfurt a. M. tagende Hauptversammlung der Freien vollskirchlichen Vereinigung für Hessen billigt aufs wärmste die Forderung nach ener- gi'cher Arbeit zur Vereinigung derevan- geli schon Kirchen im Nhein -Main- Gebiet auf unitarischer Grundlage: sie wird dieses Ziel mehr als bisher in den Mittelpunkt ihres Arbeitsprogramms stellen." Eine weitere Entschließung bedauert die geplante Einsparung von 200 Lehrerstellen. Sollte sie unumgänglich fein, so wird völlige konfessionelle Parität erwartet. Mensch gewesen wäre. OaS Roggenbrot. ** Schont di e Haselnuß- und Weidenkätzchen! Durch die warme Frühlingssonne der letzten- Zeit angelockt, sind die ersten Frühlingsboten, Haselnuß- und Weidenkätzchen, auf- geblüht. Leider werden die schön geschmückten Zweige oft von Kindern, selbst auch Erwachsenen abgerissen. Schont die Natur, damit sich recht viele Menschen an ihr erfreuen können! Aus diesem Grunde aber nicht allein sollte man diese ersten herrlichen Frühlingszeichen unberührt lassen. Nehmt auch Rücksicht auf die Bienchen, die es in der ersten Frühlingszeit schwer haben, ihre Vrut zu ernähren. Sie sind auf die Blüten der Kähchenträger angewiesen, und sie sind es, die man eben beobachten kann, wie sie mit gefüllten Höschen den gelben Dlütenstaub in Mengen aus den Haselnuß- und Weidenkätzchen heim- tragen. Es wäre ein großer Schaden, wenn unsere Dienen immer mehr abnehmen: sie tragen Bestäubung der Obstbäume, Sträucher und derer Däume in Wald und Flur wesentlich Der Vortragende, Archivrat Thiele, Berlin, erinnerte zunächst an die schwere Bedrängnis unseres Vaterlandes im Westen, im besetzten Gebiet. Nicht nur das besetzte Gebiet müsse frei werden, sondern zu unserer endgültigen nationalen Befreiung gehöre auch, daß der polnische ! Korridor beseitigt werde: solange dieser bestehe, ' gebe es keinen wahren Frieden. Der Redner erörterte dann die franzöl ischen Bestrebungen auf Gewinnung und Festhaltung der Rheingrenze, die aber zum Scheitern gekommen seien und heute schon stark abgeklungen wären. Wenn Deutschland diese Bestrebungen auch nicht außer Acht lassen dürse, so müsse es doch alles Gewicht auf den deutschen Osten legen. Dort könne unter einer einheitlichen und zielbewussten politischen Führung die bis jetzt noch ausstehende Entscheidung über die Gewinnung von Lebensraum für unser Volk erzielt werden. Der Redner besprach in diesem Zusammenhänge die Verschiedenheit der Abstammung der heute im polnischen Staate vereinigten Völkerschaften, er wies hin auf die gemeinsamen Besorgnisse der nach dem Kriege neuerstandenen Oststaaten vor dem Bol chewis- mus, und aus die Bedeutung, die auch Deutschland der wichtigen Zukunftsfrage der Abwehr des Bolschewismus beimessen müsse. Wenn Deutschland dort ordnend und führend auftrete, so könne es sein Ansehen und seine Geltung in hohem Maße mehren und eine wirkliche Sicherung gegen den Bolschewismus auch für sich schaffen. Der Osten sei für uns auch wichtig als Raum für die Betätigung der deutschen Wirt- schäft und Schaffenskraft. Nachdem der Redner in großen Zügen die imperialistischen Bestrebungen Polens gegen die deutschen Ostgebiete besprochen und dabei auch auf die immer mehr steigende Abwanderung von Arbeitskräften aus Ostpreußen nach dem Westen des Reiches hingewiesen hatte, forderte er eine einheitliche gesunde deutsche Ostpolitik, frei von allen pazifistischen Gedankengängen, einzig und allein geleitet von der berechtigten Verteidigung der nationalen Belange Deutschlands. 3n diesem Zusammenhang sprach sich der Redner mit großer Schärfe gegen das jetzt zur Entscheidung stehende deutsch-polnische Abkommen aus. Sodann wandte er sich in einer sehr eingehenden Außerordentlich wichtig für den Verbrauch des Roggenbrotes scheint auch der Prozentsatz der Ausmahlung zu sein. Das der Kleie beraubte Roggenbrot schmeckt fade und daraus ist es nur n jirhii. 's öirtug Seit In der „fy, ,f> in dem d Schwierigkeiten, unternehmen- to W ent« einem ßta« net aeseh. d behvrdu. sie uern er« Venn Herzent is öffentlich 1 Dem gerade erneut deutlich g des Unter« ö an berOnJ e sich bet M * Die Osterferien der Schulen ginnen in diesem Jahre am 6. April. Letzter Unterrichtstag ist der 5. April. Der Unterricht Neuruppin o Hugo Wolf in Windischgräh geboren. Wenn Ihre Empfehlungsanzeije in der Freitags- oder in de Samstagsnummer des G eßener Anzeigers du-ch sorgfältige, wirksame Satzausstattung werben soll ...» *»»"'*”* unb »i nnet ' iA 11'* A. > 6k*1«« Si.ä"e Ä s /ebner $ ÖQCQul hin ^"ungsmb. ui o(q. ll5M»-« Ösozial. 7 einen Mi. ft 5qi i.n Haber k j,. ft "ich bei .^rlehnt. ^nnernj tritb Aus der prvvinzialbuuptstadt Gießen, den 12. März, 1930. (Seiten (offen Es ist gar feine so leichte Kunst, den andern gelten zu lassen, und nicht alle beherrschen sie. Das heißt, nicht alle bringen es fertig, sich elbst. die eigenen und nicht immer schätzenswerten Bergungen so zu beherrschen, dah sie den andern gelten lai.en, mag, er nun Fähigkelle.a besitzen, die ihn auszeichnen, oder Eigen chasten, Die wert mehr zu tadeln als zu loben wären. Ruch unsere bedeu enden Men chen haben das nicht immer vermocht Immerhin findet man bei ihnen doch viel öfter, als man gemeinhin annimmt, die Sachlichkeit und Selbstüberwindung, die erforderlich find, wenn es gilt, den andern gelten zu lassen. Ein reizendes Gelchlchtchcn wird von Papa Haydn erzäh.t. Freunde hallen ihm zugetragen, daß sich Beethoven nicht freund.ich über ferne Kunst geäußert habe. Zorn war in Haydn. Am Abend traf er mit Musikern zusammen, dre für Beethoven schwärmten. Da wurde es Haydn zu bunt, er schlug auf den Tisch und schrie Sch uh jetzt mit dem Gewäsch! Immer nur Beethoven! Lächerlich so viel Getue um ihn." Die anderen sahen ihn verb.üfft an. Aber schon letzte Haydn seine Gedanken fort: „Ein paar Sonaten hat er geschrieben. Was ist schon dran. Die Appassionata, ja, das ist ein schönes Werk unb hat meisterliche Stellen." Nachdenklrch sah Haydn vor sich hin und sprach nun mehr zu sich, als zu den anöcrn: „Das Violinkonzert von Beet- Hoven, ja, das ist vollkommen." Unb nun strahl- len die Augen Haydns. „Und die Eroica? Die ist göttlich." Aller Zorn war ausgelöscht. Haydn beugte sich vor dem Größeren, wenn man schon diesen Ausdruck dafür gebrauchen will. 2lber rückt er uns nicht dadurch viel näher, gewinnt er nicht dadurch erst recht in unfern Augen? Wenn er Beethovens Werke abgelehnt hätte aus Neid, wenn er nur sich und feine Werke hätte gelten lassen wollen, wäre er uns ein großer Musiker, aber ein kleiner Mensch. So finden wir in ihm auch den großen Menschen. Wie oft aber wirb ganz anders verfahren! Man lehnt ab, weil man das Große neben sich nicht verträgt, weil man für die eigene Bedeutung fürchtet, und hält den Lauf der Dinge doch nicht auf, aber man setzt sich ins Unrecht und kommt zu dem Rufe, ein Neid 1 ing zu sein. Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Biel ernster ist die Gefahr, daß durch mißgünstiges Der- hallen leicht ein wertvolles Werk unterdrückt wird, uni) einen fchweren Weg hat, ein Werk, das der Menschheit in wertvollster Weise zu b.enen berufen märe. Und selbst wenn wir diesen Einfluß nicht haben, wenn unsere Sucht, nicht gelten zu lassen, nur im Kleinen wirkt und einen Menschen hemmt, Ein rbei'n-mainischer Städteausschuß. WSN. Frankfurt a. M. 11.März. Der Hauptau schuß der Frankfurter Stabtvcrorb- netenversammlung genehmi'te elnrn Antrag, der fordert, daß ein Städteausschuß unter Beteiligung der Städte Darmstadt, Frank- furt, Mainz, Offenbach und Wiesbaden gebildet werde mit der besonderen Ausgabe, die gemeinsamen Interessen der genannten rhein-mainischen Städte auf dem Gebiete der Verkehrswerbung, des Derlehrs selbst, der industriellen Entwicklung und der kulturpoliti chen Fragen zu wahren und ein Gegeneinanderarbei- tcn dieser Städte zu vermeiden. Wieder zweiRaubüberfäUe in Frankfurt WSN. F va n k f u r t a. M., 11. März. In der Nacht zum 10. März wurde in der Ostendstraße eine junge Hausangestellte von einem unbclannten Täter überf allen und ihrer Handtasche mit zirka 30 Mk. Inhalt beraubt. — Heute früh gegen 1,30 Uhr wurde in der Gutzkow straße ein Schuhmacher überfallen und erheblich verletzt. Die beiden unbekannten Täter, die es auf eine Beraubung abgesehen hatten, haben auf die Hilferufe des Opfers hin die F.ucht ergriffen. Geraubt wurde nichts. Der Schuhmacher befand sich bis gegen 1 Uhr in einer Wirtschaft in der Fahrgasse. Von dort ist der ilcbcrfallene mit einem Unbekannten, der ebenfalls in der Wirtschaft anwesend gewesen ist, und der vorgab, in der Gutzkowstraße zu wohnen, nach Sachsenhausen gegangen. Unterwegs wurde der Uebcrsallene angehalten, etwas zu bezahlen. Bald darauf wurde von dem Unbekannten eine Zigarre und Feuer verlangt. Als der Schuhmacher beide Ansinnen ablehnte, wurde er von dem Unbekannten, wahrscheinlich mit einem stumpsen Geg:nstand, zu Boden geschlagen. Eine zweite unbekannte Per- s o n, die sofort anwesend war, hat ebenfalls auf den ilcbcrfallenen mit der Faust ein- geschlagen. Oie Nachforschungen nach dem poliziffenmörder. WSN. F r a n t f u r t a. OH., 11. März. Bei den Nachforschungen nach dem der Mordtat an dem Polizeioberwachtmeister Kern dringend verdächtigen Kürschner Herbert Sch u I le wurde in Erfahrung gebracht, daß er vermutlich am letzten Sonntag, dem Tattage, gegen 7 Uhr vormittags in Begleitung einer Frauensperson, beide mit Fahrrädern, in Offenbach gesehen wurde. Nach Angaben eines Zeugen fragte er nach einer Fahrradreparaturwerkstatt. Die Kriminalpolizei bittet alle Personen, insbesondere alle Inhaber von Auto- und Fahrradreparaturwerk st ätten, die am letzten Sonntagvormittag die beiden verdächtig erscheinenden Personen auf dem Wege nach Offenrach oder von Offenbach in anderer R chtung gesehen haben, um Mitteilung, die für den weiteren Gang der Untersuchung von größter Wichtigkeit ist. Besprechung der Kriegsschuldfrage zu, wobei er zuerst in großen Zügen auf die po.itische Konstellation vor dem Kriege einging und hierauf ausführlich über die Machenschaften unserer Kriegsfeinde zur Konstruierung einer deutschen Alleinschuld am Weltkriege sprach. Gegen die erlogene Behauptung über die deutsche Kriegsschuld nahm der Redner unter Zustimmung der Versammlung mit größter Entschiedenheit Stellung, und er forderte zu unermüdlichem und entschiedenstem Kampf aller Deutschen gegen diese ungeheuer.iche und unwahre Beschuldigung Deutschlands auf, da doch letzten Endes alle Rot unseres Dolles nur auf dieser völlig unbegründeten und unwahren Behauptung beruhe. Tia Vcrsamm ung dankte dem Vortragenden mit lebhaften Beifall. Taten für Tonncrstaq, 13 Marz. Sonnenaufgang 6.21 Uhr, Sonnenuntergang 18 Uhr. - Mondaufgang 16.14 Uhr, Monduntergang 6.17 Uhr. wird am 28. April wieder ausgenommen. •• Eine treue Mieterin. Am 15. März sind 25 Jahre verflossen, daß Frau Elise Kühn als Mieterin in dem Hause Druchstrahe 5 wohnt. Dieses Jubiläum ist in gleicher Weise ehrend für die Mieterin, wie für den Vermieter. * V. H. C. Gießen. Eine teilweise Begehung der blauen Keilmarkierung unternahm am Sonntag der V. H. C. Gießen in der Stärke von 85 Personen. Am Gallschen Tonwerk vorbei führte der Weg auf hübschen Waldpfaden Aur Mittagsrast nach Watzenborn. Während des Aufenthaltes war Die Sonne eifrig an der Arbeit, um den herrschenden dichten Frühnebel zu verdrängen. Rach hartnäckigem Kampfe gelang ihr dies auch und siegreich behauptete sie hierauf das Feld, um den Wanderern auf der ganzen Strecke das Geleite zu geben. Den blauen Keilen nach ging es jetzt auf wachsweichen Feldwegen zum Pfahlgraben, der in diesem Teil noch sehr gut erhalten ist. Das gewaltige Kulturwerk aus der Römerzeit hatte hier seine nördlichste Ausdehnung, was durch ein schlichtes Denkmal mit lateinischer Inschrift gekennzeichnet ist. Nahezu drei Stunden, zumeist durch schöne Waldung, währte der Marsch an dem alten Grenzwall entlang, der kurz vor dem» Endziel Butzbach verlassen wurde. Einen hübschen Blick aus die Wetterau genoß man noch von der Höhe oberhalb des Butzbacher Wasserbehälters, und hinab ging es in das freundliche Städtchen. Die Schlußrast wurde im „Deutschen Haus" abgehalten, wo sich auch eine große Anzahl dortiger Clubgenossen mit ihren Familien zur Begrüßung eingefunöen hallen. Bei Ansprachen, Sang und Tanz entschwanden nur zu schnell die Stunden bis zur Heimfahrt. srK bis c-ii w »rt*' 10 ert?’ fltfp 12 'M'«, ' ” J a 0'2 Der gewaltige Ueberschuß an Roggen, der unsere Landwirtschaft auss scywerste ge.ährdet, hat nun Regierungsmaßnahmen veranlaßt, die vielleicht zu vermeiden gewesen wären, wenn man dieser Frage nicht nur in den Kreisen der Landwirtschaft, sondern auch in medizinischen Kreisen größeres Interesse getoiomet hätte. Heute sind die Dinge nun so ernst geworden, daß wahrscheinlich die Frage des Roggenbrots nicht nur durch propagandistische Maßnahmen allein, sondern nur noch durch Gefehesmaßnah- men gelöst werden kann. Diese Gesehesmaß- nahmen werden um so leichter von der Bevölkerung ertragen und verstanden werden, je intensiver gleichzeitig auch die medizinische Aufklärung dabei mitwirkt. In den medizinischen Zeitschriften mehren sich die Aufsätze der Mediziner, die sich für einen stärkeren Verbrauch von Roggen- und vor allen Dingen Vollkornbrot auch im Interesse der Volksgesundheit aus- fprechen. In der „Münchener Medizinischen Wochen- schriff hat schon Ende des vorigen Jahres Professor Dr. Hartmann sich für ein Voll- tornbrot ausgesprochen, das aus zwei Teilen Roggen und einem Teil Weizen besteht. Diese Anteile entsprechen etwa dem Anbau der beiden Getreidearten im Deutschen Reiche. Diese beiden Getreidemengen sollen in der Mühle zusammen fein aemahlen werden, dazu eine kleine Menge von Kartosselwalzmehl, etwa 2,5 bis 5 Prozent, zur Förderung der Haltbarkeit und nach Erfahrung der Bäcker auch Der Backfähigkeit. Das Getreide wird nach mehrfacher Reinigung sein gemahlen und dabei eine Heine Menge gröbster Kleie fortgenommen. Aus diesem Mehl wird vom Bäcker ein sehr schmackhaftes, bekömmliches, sehr haltbares und gut sättigendes Brot gebacken. Pros. Hartmann hat mit diesem Brot, das sich nach seiner Darstellung außerordentlich schnell eingeführt hat, sehr günstige Erfahrungen erzielt. Hartmann weist nun neuerdings daraus hin, es sei vom volkswirtschaftlichen Standpunkt außerordentlich bedauerlich, daß die Bedeutung des Roggens für die Ernährung so sehr unterschätzt wird. Das Roggenbrot sei aromatischer, geschmackvoller und wirke dadurch appetit- und verdauungsanregend. Hartmann weist auch darauf hin, daß die von ihm vorgeschlagene Mischung das Backen erleichtert. Bei den Verhandlungen im Reichsverein für Ernährung über die Brotfrage führte kürzlich der Vertreter dcr Landwirtschaft Oekonomierat Dr. Meyer aus. Die deutsche Landwirtschaft habe das größte Interesse daran, daß das ihrem Boden und Klima am besten angepahte Getreide, der Roggen, seinen Vorrang als Brotgetreide beraubtet. Da volkswirtschaftlich orientierte Propaganda viel weniger wirksam sei, als diätetisch orientierte, so sollten sich Landwirtschaft und Medizin zu einer Roggenbrotvrvvaganda verbinden. Professor Hartmann hat wahrscheinlich recht, wenn er betont, dah die meisten Leute gar nicht wissen, ob sie Weizen- oder Roggenbrot erhalten, obwohl sie das erstere schon am Hartwerden deS Beschnittenen und am schnellen Altgebackenwerden erkennen können. W' Die Vorzüge eines pflanzlichen Abführmittels. Bon Dr. med. Griebel, Frankfurt a. 2TL Wer unter Stuhltrug^eit und Verstopfung, die häufig mit allgemeinem Unbehagen, Mattigkeit. Kopfschmerzen und Sch aflos gleit verbunden sind, zu leiden hat, gebraucht am zweckmäßigsten ein aussch ichlich aus pflanz ichen Bestandle l:n her- gestelltes Absü^rmitlll. Li.s.s steigert nicht nur die Absonderung der Verdauungss-fte, sondern bewirkt auch, daß der Darm zur Weiterbeförderung und Ausscheidung der Stoflwechse.schlacken, die sich durch die Verstopfung angesammelt haben, genügend angeregt wird. Dabei greift es die Darmschleimhaut nicht an und verursacht weder Leibschmerzen noch Uebelkeit. Als Abführmittel dieser Art haben sich die rein pflanzlichenApotheler Richard Brandts Schweizerpillen, die man in jeder Apotheke erhält, hervorragend bewährll 992v Dresden betont deshalb mit Recht: „Im Hin» k blick auf eine sparsame, ausgiebige und bekömmliche Volksernährung müssen wir Derlan- gen, daß die Grundlage Der Volksernährung von einem Vollkornbrot zur besseren Ausnützung und besseren Bekömmlichkeit aus feinst gemahlenem Mehl ohne grobe Kleieteile hergestellt wird." Gefallenen - Gedenkfeier. Die Dezirksgruppe Gießen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräbersürsorge veranstaltet, wie bisher alljähr. ch, auch am kommenden Sonntag wieder eine Gedenkfeier z u Ehren unserer gefallenen Krieger. Die Seiet findet in der Reuen Aula der Universität statt und beginnt pünktlich um 12 Uhr. Die Gedenk» aniprache wird Universitätsprofessor Dr. Eger halten. Zur Ausgestaltung der Feier werden Der Tauerjche Gesangverein unter Leitung seines Chormeisters Gör lach, Frau Dr. Fischer, Ä.u illchrer Franz Dauer, Helmut Bayers- Dorf und Heinz Eger Mitwirken. Der Dolksbund Deutsche Kriegllgräberfürsorge als vollkommen überparteiliche Organisation will an diesem Gedenktage zu Ehren unserer gefallenen Brüder alle Schichten unseres Dolles vereinigen. An diesem Tage und bei dieser Seiet soll alles beiseite gclassen werden, was sonst politisch oder konfessionell trennend ist. Nur das Gemeinsame unseres Dolkes, Dank und Ehre für unsere gefallenen Brüder, soll der Feiet auch in unserer Stadt das Gepräge geben. Man darf daher wohl mit Bestimmtheit annchmen, daß alle Sch.chten unserer Mitbürger sich zu dieser Gedenkfeier vereinigen werden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Deutschlands Ostfrage. Kamps der Kriegsschuldlüge. Am Montagabend fand im Cafe Leib auf Einladung der Ardeitsg.meinsHaft der Militär« und Regimentsvereine eine Versammlung statt, die einem Vorträge des Archivrats a. D. Thiele, Berlin, über „Die Not der deutschen Ostmark" galt. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Landgerichtstat Trümpert, bezeichnete in seinen Cinsührungsworten die Frage des deutschen Ostcns als bedeutsame Schicksalsfrage des ganzen deutschen Volkes. Vom deutschen Osten sei mit besonderer Berechtigung zu sagen: Volk in Not! Denn dort bestehe die große polnische Gefahr für das Deutschtum. Das gesamte deutsche Volk müsse sich der Ausgabe bewußt sein, daß alle mitkämpfen und mithelfen müßten, um das Deutschtum im Osten zu erhalten, damit dieses Land Dem deutschen Volke nicht auch noch verloren gehe. seine Kräfte so zu entfalten, wie es ihm und Der Mitwelt dienlich wäre, laben wir eine Schuld auf uns und tragen Verantwortung dafür. Läßt sich dicse Verantwortung auch nicht handhaben wie irgendeine andere Schuld, so bleibt uns mindestens der Makel, der auch einem Haydn geblieben wäre, wenn er nicht eben doch ein gr_o&er Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Freitag, den 14. März. Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 6 Uhr: Passionsandacht: Pfarrer Lenz. — Elifabeth-Kleinkinder- schule. 8: Passionsandacht: Pfarrer llic. Waas. katholische Gemeinden. Freitag, den 14. März. Gießen. 18.30 Uhr: Fastenandacht. Lich. 19.30 Uhr: Fastenandacht. Sprechstunden der Rcdaition. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachm tlag geschlossen Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefugtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Weekend im Paradies", 20 bis 22.15 Uhr. — Einheitsoerbanb der Eisenbahner Deutsch ands, Ortsoerwaltung Gießen: Dcffentlidjer Vortrag mit Lichtbildern, Thema: Erregung und Ermüdung, ihr Nachweis und ihre Bedeutung für die Entstehung von Unfällen, insbesondere im Eisenbahnbetriebe, 17.30 Uhr, im Großen Hörsaal des Unioersitätsge- bäubes. — Freie Innung ber Gastwirte von Gießen urb Umg.: Protest-Derfammluna, Cafe Leib, 17 Uhr. — Lichtspielhaus Lahnhofstraße: „Die Spionin". — Astoria-Lichtspiele: „Masken" unb „Luftpiraten". — Aus Dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr „Weekend im Paradies'. Dieser Schwank wird zur Zeit an fast allen größeren Bühnen aufgeführt. — Freitag Premiere: „Die Sache, die sich Liebe nennt" (This thing called lovej, Komödie in Drei Akten von Edwin Burke. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Karl Lerbs Bei Der Uraufführung bekam der Verlag telegraphiert: „Ein Lachlalvenabend!" Spielleitung Karl V o 1 ck. — Bund „Haus unb Schul e". Am nächsten Freitag, 14. März, 20 Uhr, f.nbet im Johannessaal ein Famil enabend statt. Pfarrer A u s f ej d wird einen Vortrag mit Lichtbildern halten über Das Thema: „Unser Katechismus im B.ld unb im Lied". Man beachte die heutige Anzeige. — Der Tierschuhverein Gießen beruft in unserem heutigen Anzeigenteil die diesjährige Generalversammlung auf nächsten Montagabend in das Kaufmännische Vereinshaus ein. Interessenten seien auf die Anzeige besonders hingewiesen. — FreiwilligeGai Ische Feuerwehr Nächsten Samstagabend ordentliche Hauptver- Grob. Versicherungs-Konzern mit allen Branchen sucht für Blefien and Umgebung Herren, die im Außendienst bereits mit gut Eifoly.tätig waren (lewährt werden festes !• inkommen und Reisesnesen. Auch Herren, die noch nichtim Versicherungsfach tätig waren.finden Berücksichtigung und können eingenrbeitet werden. Gefl. Angebote erbeten unter D71B8 an Annoncenlreix, Main*. 2107V in bester Lage, mit umfangreichen Büro- und Lagerräumen sowie kleinerWohnung, sämtlich sofort beziehbar, sehr preiswert und bei ganz geringer Anzahlung zu verkaufen. Wo, sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. aosoo Extra-Angebot! Italiener Blutorangen süße, vollsaitige Früchte, Dtzd, M. 1.45,1.15,0.95 Steckzwiebel, Pfund 50 Pfennig Wilk. Hankel Wwe. 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Wir danken ferner für die dem Entschla'enen zuteil gewordenen Ehrungen seitens der Burschenschaft Germania sowie für die zahlreichen Kranzspenden. Familie Löbsack. Mctltt welcher bei Wirten und Kantinen gut ein- geführt ist, Vnaeträume und Fuhrpark beicht. CAÜrte für iesteRechnung Bedingung! Angebote von nur wirklich ersten Aer- kaufslräiien erbeten unter O. 8. 100. DerVorilaii. | Rückgratverkrümmung I A OUänzenbe Eriolge ohne Be Plötzlich u. unerwartet verschied unsere treue Gehilfin Fräulein Else Volkmer. Wir verlieren durch ihren Tod eine treue Mitarbeiterin und werden ihr allezeit ein ewiges Andenken bewahren. Philipp Buchberger und Frau Gießen (Bahnhofstraße 90-92), 12. 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H-ate vor- ttag fanden die technischen Dorträge if der ersten wissenschaftlichen (Segelf lug- igung in Darmstadt chr Ende. Dach mehren Kommissionssihungen, über die Angaben cht gemacht wurden, sprach Diplomingenieur a a r m a n n , Frankenhausen, über .Die Aus- crtung technischer Erfahrungen für die Weiter- jttoidlung der Segelflugzeuge". Heber die leit- und Segelflugschulung sprach der bekannte Flieger ©tarnet von der Wasserkuppe, wäh- ■enb Diplorn-Jng. Hirth aus Stuttgart über ) e Bedeutung des Segelfluges für Motorflug i3ch interessante Einzelheiten gab. Dipl.-Jng. ü' d e to von der Akademischen Fliegergruppe karmstadt behandelte noch Grundsätzliches zum Entwurf und Bau von Segelflugzeugen. In- icnieur Hrfinus, Frankfurt a. M., sprach 'inn das Schlußwort an die Tagungsteilnehmer. 5os Ergebnis der Tagung sei außerordentlich befriedigend für die Deranstalter gewesen und Kibc den Teilnehmern reiche Anregungen gebracht. Am Dachmittag fand auf dem Flugplatz eine HlugveranHaltung statt. Dabei wurde ein ; luganhängeaggregat des Höhen- Jrschungsinstitutes vorgeführt. Das Schleppflugzeug mit seinem Anhänger wurde von kobenhausen nach hier überführt und erregte in bet Stadt lebhafte Aufmerksamkeit. Die Aka» kinische Fliegergruppe und die Firma Müller, vriesheim, führten ihre neuen Apparate vor. Die zunächst verbotenen Startversuche 11 n e 8 Segelflugzeuges der Hessenflieger hinter einem Auto wurden spüle r doch noch vorgenommen und verliefen sehr interessant. Professor Eberhard vom Höhen- lorschungsinstitut war mit seinem Freiballon zu einer Fahrt aufgestiegen. W bilduno oelM WafWnldrflta riiti.ÄnMtm äeunnlönbiiivfl 1 n Gien. Mote. 3eami.40i1ab«tit ^iivr.mb2»intni und ILIadit.n. mit gut. b?lt in sich. Vrbtn?' iiellmiB- penfionJ' berechn lviinichi öte Pelainnich mn «■ bilbakfliilelntmlpt Aller-, von neuntl Mlmlindei.tbenb welche mit all. dä»i' litten Atdetien w traut ist, Aintti Mol nnen iu lernen. timöft. er wünW- Liw. o'i. fünd wcht ^Otietchwssen. 8v= chnst mit Biid irnl. Oin.b.QVeii.M. Strtoren *ößeÄi "'S«. »--««"LÄ Toünrr^z von dUbr ee, T^'Äunitt^ va"°°'t!n.!^" tuns6- < Stil lebiei« i 'S MMk ilMM von üileichiir. übet “öueritr-i'locibtiit bis Siiönnlnße. Abzuaei>cngeA.bk. >bletchlir<'sie_^ Q Vereinig _ zStfli ick ZML tfflil MS' t«fewS ‘ft«? Internationaler Zusammenschluß der Segelflugbewegung WSD. Darmstadt, 10. März In Derfolg bet zwischen der Dhön - Rossitten - Geieilschaft und mehreren ausländischen kegelflugorganisationen bereits be- 3 ■ ? ■ ■ - L di Dk Köniagrätzerstraße in Berlin wird zum Gedächtnis an Den verstorbenen Reichsaußenminister in „Stresemannstrahe" umgetauft. Beethovens Pastorale und Leonoren-Ouvettüre Ur. 3. 3um III. Symphonie-Konzert des Konzertvereins. Dach den Kämpfen mit dem Schicksal, von deren Beethovens fünfte Symphonie kündet, erscheint es als eine natürliche Reaktion, daß .in dem Meister die Liebe zum Idyllischen erdacht, und sein überaus starkes Derbundensein mit der unberührten Datur läßt die Pastoral- tzpmphonie herauswachsen. ■3eit seines Lebens hatte Beelhoven eine Sehn- *ud)t nach dem Freien. Hier konnte er sich un° cVtnbert durch den Verkehr mit seiner Umwelt irnerlich sammeln. „Wie froh bin^ ich, einmal m Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können! Kein Mensch kann tii» Land so lieben wie ich! Geben doch Wälder, Felsen, Bäume den Widerhall, den der Mensch vLnscht." (An Therese Malfatti.) „Ist es )»H, als wenn jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande." „O, Gott, welche Herrlichkeit in trec solchen Waldgegend. In den Höhen ist Rmfje, Ruhe Ihm zu dienen." Am treffendsten vielleicht Richard Wagner in seiner i)«ethopen-Studie das Innere des Meisters bekochtet. „Die äußere Welt war Beethoven ganz triold)cn, nicht etwa, weil Erblindung ihn ihres riAblickes beraubte, sondern weil Taubheit sie mdlich seinem Ohre fernhielt. Doch nun er» leuchtete sich des Musikers Auge von innen. 3er$t warf er den Blick auf die Erscheinung, die, >u.rch sein inneres Licht beschienen, in wunder- )o[lem Reflexe sich wieder seinem Innern mit- ttilte. Jetzt spricht wiederum nur das Wesen >:i Dinge zu ihm und zeigt ihm diese in dem nchigen Lichte der Schönheit. Jetzt versteht er feit Wald, den Dach, die Wiese, den blauen Aether, die heitere Menge, das liebende Paar, Vt Gesang der Vögel, den Zug der Wolken, )vs Brausen des Sturmes, die Wonne der selig kioegten Ruhe. Da durchdringt all fein Sehnen mb Gestalten diese wunderbare Sjciterteit, die nft durch ihn der Musik zu eigen geworden ist. Le löst die Klage, so innig ureigen allen Tönen, beschwichtigt sich zum Lächeln: die Welt gewinnt Hre Kinderunschuld wieder. ,Mit mir seid ihr knie im Paradiese!' Wer hörte sich dieses irlöserwort nicht zurufen, wenn er der Pastoral- Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Mittwoch, 12. März 1950 Die letzte Fahrt des Grohadmirals von Tirpitz: Der Sara des Großadmirals Tirpitz wird auf einer Geschützlafette zum Münchner Waldfriedhof gebracht. •- ■M 4: rri ■■ V • stehenden freundschaftlichen Beziehungen ist anläßlich der zu Ende gegangenen ersten wissenschaftlichen Segelflugtagung in Darmstadt ein Zusammenschluß der in Darmstadt anwesenden Vertreter des deutschen, französischen, belgischen, holländischen, italienischen, ungarischen und amerikanischen Segelflugs erfolgt, um eine enge Zusammenarbeit dieser Lände r in wissenschaftlicher, wie sportlicher Hinsicht auf dem Gebiete des Segelflugs herbeizuführen. Es wurde beschlossen, diese Organisation „Internationale S t u d i e n k o m m i s s i o n für den motorlosen Flug" zu benennen. Die vorbereitenden Arbeiten wurden einstimmig der Rhön-Rossitten-Gesellschoft übertragen. Die endgültige Gründung wird erfolgen, sobald die Genehmigung des in Darmstadt getroffenen Abkommens durch die zuständigen Stellen der betreffenden Länder vorliegt. Auch von Seiten des Oesterreichischen Aeroklubs und der englischen Aeronautical Society, die verhindert waren, Vertreter zu der Darmstädter Tagung zu entsenden, liegt bereits die prinzipielle Einverständniserklärung zur Beteiligung an der .Internationalen Studienkommission für den motorlosen Flug" vor. Oberbeffen. Evanaelische Zraueniagmig in Rödgen. .. Der Kreisverband Gießen des Verbandes evang.-kirchlicher Frauenvereine in Hessen hielt am Sonntag eine von etwa .350 Mitgliedern besuchte Tagung in Rödgen ab. In dem Eröffnungsgottesdienst in der dichtbesehten Kirche predigte der Ortsgeistliche, Pfarrer Bönning, über das Evangelium von Maria unck Martha und das Iesuswort über Maria: „Sie hat getan, was sie konnte". Anschaulich zeichnete er ein Bild von der Last, die gerade die Gegenwart auf die Schultern der beut- Symphonie lauscht." Hans Pfitzner beurteilt das Werk als die beglückendste der Symphonien Beethovens. Wegen ihres außermusikalischen Inhaltes zählt man diele Symphonie zur Programmmusik, die ja zumal gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine besondere Pflege erfuhr: besonders reisende Orgelvirtuosen boten damals oft in ihrem Programm eine musikalisch-illustrie- rende Darstellung des Gewitters. Diese äußeren Anregungen mögen sich vielleicht bei der Anlage des Werkes mit ausgewirkt haben, aber dennoch muß es besonders betont werden, daß Beethoven ein äußerliches musikalisches Abschildern von Vorgängen völlig ferngelegen hat In dem Programm zur Uraufführung der Symphonie setzte der Meister der Heberschrift ..Erinnerung an das Landleben" hinzu: „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei." Damit kennzeichnete er seine Stellung zu dem leitenden Programm und weist der Musik ihr ureigenstes Gebiet zu, Aufschluß über unser Innerstes zu geben, wie es auf die von außen herkommenden Eindrücke reagiert; das Programm ist ihm keine Fessel für die Phantasie, sondern es stellt nur eine Basis dar, von der aus sich das geistige Erleben der Datur- erscheinung im Musikalischen ausstrahlt. Hnb für den innerlich mitgehenden Hörer des. Werkes sollen die Heberschriften, die Beethoven den einzelnen Sähen vorausschickt, Fingerzeige, Wegweiser sein, um ihm in seinem Empfinden beim Erleben der Datur folgen zu können. Dem Inhalt des Werkes ist auch sein Stil völlig angepaht. Im Vergleich zur fünften Symphonie, die ja mit der Pastorale zusammen uraufgeführt wurde, finden wir nicht die Straffe des architektonischen Aufbaues mit seinen gipfelnden Höhepunkten, sondern ein weiches Fliehen des Motivischen, dem Innerlich-Erfülltsein Raum gebend. Dem ist auch die Klangfarbe angemessen; so treten die Trompeten erst im dritten Satz dazu, und Pikkoloflöte, Posaunen und Pauke geben der Gewitterschilderung ein farbkräftiges Gepräge. Der erste Sah trägt das Motto: „Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande." Die Einheitlichkeit der festgelegten Stimmung wird in dem ganzen ©ah gewahrt, denn alle weiteren auftretenden schematischen Gebilde entwickeln sich aus diesem Anfangsmotiv. Das Andante schildert eine „Szene am Dach" —; ein schen Frau legt, und die Hilfe, die bet Christenglaube ihr bei der Lösung ber ihr gestellten Aufgaben bietet. Die anschließenben Derhanblungen würben im ©aal von Wagner geführt; -bie Bewirtung bet Gäste mit Kaffee hatte der Verein von Rödgen übernommen. Anwesend waren außer ihm die Vereine von Annerod, Alfen-Dufed, Trohe, Bersrod, Lindenstruth, Saasen und Wie- seck; auch aus Gießen waren in Begleitung ber Vorsitzenben des Kreisverbandes, Frau Else K r e u be r, verschiebene Mitglieber erschienen. Hauptgegenstanb ber Verhandlungen war das Thema: „Die Rot ber Landwirt schäft und die Hilfe durch die evangelischen Frauenvereine" Den einleitenden Vortrag hielt die Vorsitzende Einige Zahlen, zeigten erschreckend, wie deutsches Geld von Jahr zu Jahr in steigendem Maße für Auslandware weit über die im Friedensvertrag uns auf erlegten Pflichten ins Ausland geht, während die deutsche Landwirtschaft ihre Erzeugnisse nicht absehen kann. Es muh doch zu denken geben, wenn deutsches, faul gewordenes Obst im Bodensee versenkt wird, während an seinen Hfem Wagen auf Wagen mit italienischen Apfelsinen heranrollt! Tut jede dem großen Evangelischen Frauenbund ange- hörenbe Frau hier durch Rückkehr zur Einfachheit und Steigerung ber heimatlichen Probuktion in ihrem Hause ihre Pflicht, bann wird eine Besserung nicht audbleiben. Besprochen wurden weiter verschiedene Verbandsangelegenheiten. Der Gießener Kreisvetband ist ber größte der hessischen Kreisvetbänbe und kann nur durch Teilung in Hnterbezirke seine auch für die Stärkung des Bandes zwischen Stadt und Land so wichtige Arbeit tun. Der Chor des Frauenvereins Lindenstruth fang unter Leitung von Lehrer Hahn trefflich drei Chöre, wie auch gemeinsamer Gesang die Versammlung begann und beschloß. Hm zur Inangriffnahme örtlicher Aufgaben zu ermuntern, berichtete Pfarrer Bönning über die dortige Kleinkinderschularbeit, Schwelgen in den Schönheiten, die auf den Komponisten einftrömen, ein Erleben des Idyllischen im Geiste der Musik, doch nicht abmalend, zeichnend. sondern nur im Klanglichen zum Hörer sprechend. Zum Schluß erhalten Rachtigall, Wachtel und Kuckuck das Wort. Mit innerer Beglücktheit klingt ber Sah aus. In eine frohe, übermütige Tanzstimmung („Lustiges Zusammensein der Landleute"-, führt der dritte Sah ein. Es ist als machte es dem Meister besondere Freude, hier die schlendrige Art ber Dorsmusikanten mit ihrer Rachlässigkeit im Rhythmischen zu karikieren. Die Oboe kommt immer um einen Taktteil zu spät zu ber eintönigen Begleitung, und das Fagott poltert mit den primitiven Grundbässen dazu. Mögen im Dreivierteltakt sich die Dorfschönen gedreht haben, im Mittelsah stampfen die Burschen mit unverfälschter Hrgewachsenheit im Zweitakt. Der Sah im Dreivierteltakt kehrt wieder, jedoch läßt eine plötzliche Generalpause ahnend innehalten, und wenn man sich gerade wieder in ber schönsten Stimmung fühlt, bricht der Sah jäh ab. Tremoli in den Bässen künden Unheil, hastende Diolinfiguren mögen auf die sich flüchtend zerstreuenden Tänzer beuten; der Sturm bricht los. ein Gewitter erhebt sich mit elementarer Gewalt. Den Höhepunkt ber Naturerscheinung beutet ein starres Derweilen im Fortissimo des Orchesters auf dem verminderten Septakkord an, dazu das Heulen der Dässe. Das Unwetter verzieht sich, und der „Hirtengelang" kündet „frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturme". Klarinette, Schalmei und Horn stimmen diesen sich in einer einzigen Grundstimmung ausstrahlenden Lobgesang an. „Es ist ein Lobgesang aller Kreatur, gewaltig aufsteigend und zum Schlüsse anschwellend zum allgemeinen, volltönenden, heidnischen Ratur- hymnus. — Er schweigt, der Abend senkt sich nieder. Friede der Felder — — — Abendschein. Ganz von fern noch die letzte Schalmei;--das Hohelied der freundlichen Ratur tlingt aus." • (Hans Pfitzner.) Beethovens Ouvertüre Leonore Rr. 3 war zu ber Wiederaufnahme ber Oper „ Fidelio" im Jahre 1806 gespielt worden. Sie stellt eine gestraffte Umarbeitung ber Leonoren-Ouvertüre Rr. 2 dar und kann als eine symphonische Dichtung über das Leonoren-Drama aufgesaßt werben. Die freie thematische Entwicllung nimmt verschiedentlich auf bie Musik ber Oper Bezug, so auf Florestans Arioso; ber Trompetenruf, viele besuchten bann noch die reizende Klein- kinberschule. ein Lebenswerk des verstorbenen Pfarrers Groth. Seiner gedachte mit warmen Worten der die Grüße des Dekanats überbringende Dekanstellvertreter, Pfarrer Sattler (Wieseck). Zur Uebemahme ber Tagung 1931 erklärte sich ber Verein von Alten-Buseck durch Pfarrer Hartmann bereit. Einen Rachruf widmete die Vorsitzende der am Donnerstag in Saasen zur Ruhe gebetteten Der einsvorsitzenden, Frau Lehrer Herber; ihr Andenken wurde in ber üblichen Weise geehrt. Aus dem Bad-Nauheimer Siadlrat. 4 Bad-Rauheirn, 11. März. Zu 'Beginn der heutigen Sitzung beS © tadtrats gab Bürgermeister Dr. A h l Kenntnis von ber Heber* reichung bes Ehrenbürgerbriefes ber Stadt Bad-Rauhcim an Frau Luise Kerckh off in Los Angeles durch Vermittlung des Auswär* tmen Amtes. Frau K e r ck h o f f hat in herzlicher Weise den Dank für die Ehrung ausgesprochen Gleichzeitig stellte Bürgermeister Dr. Ahl ausdrücklich fest, daß Mitteilungen, wie sie dieser Tage über den Bau des Kerckhoff-Instituts verbreitet worden seien, jeder Grundlage entbehrten. Ein Antrag, den Punkt „Verlegung des Stadthauses" in öffentlicher, nicht in geheimer Sitzung zu behandeln, fand keine Mehrheit. Das Stadthausprojekt wurde in geheimer Sitzung behandelt. Die Beratungen wurden aber nicht zu Ende geführt und werben am Donnerstag nochmals eine nichtöffentliche Sitzung beschäftigen. In ber öffentlichen Sitzung nahm die Reufestsetzung des Stromtarifs ab 1. April einen breiten Raum ein. Richt weniger als sieben Anträge waren dazu gestellt worden. Auf Antrag von Bürgermeister Dr. A h l erfolgte Zurückverweisung des Gegenstandes an den Verwaltungsrat des Lichtwerks. Beschlossen wurde dann u. a., das Dermessungs* amt Friedberg mit der Aufnahme eines neuen ber im Drama die Ankunft des Ministers verkündet und damit dem Schicksal deS Helden die rettende Wendung bringt, stellt die Verbindung mit dem Geschehen ber Oper her; ihm antwortet aus bem Orchester das Thema aus dem Kerker- quartett „Ah, bu bist gerettet". Das Erwachen ber Hoffnung steigert sich zum Siegesjubel in ber Stretta mit strahlenber Mächtigkeit unb bem Kraftbewußtsein wiedererlangter Freiheit. Ein Werk, das. für sich gesehen, mit der Große seines architektonischen Aufbaues unb ber übertoältigen- ben Wirkung ber Stimmungen des Bangens, des Zagens, des Hoffens und des Jubels einzig in ber gesamten Oubertüren-ßiteratur basteht. Dr. H. Rotkäppchen. Jedes Kind stellt sich das Rotkäppchen mit einem roten Mützchen vor, wie es auch auf den Bildern zu dem Märchen zu sehen ist. Es kommt ihm dabei nicht zum Bewußtsein, dah da ein kleiner Teil der Bekleidung der ganzen Gestalt den Ramen gegeben hat. Aber auch die Erwachsenen, auch die Maler, wissen nicht, daß die Kappe ursprünglich keine Kopfbedeckung war, sondern ein Mantel für den ganzen Körper. Man könnte das noch erschließen aus den Wörtern Rachtkäppchen und Kinderkappe, die ein Schlafgewand von mehr als Hemdenlänge bezeichnen, auch aus dem Sprichwort: Gleiche Brüder, gleiche Kappen — an der Ordenstracht erkannte man die zusammengehörigen Ordensbrüder. Die Tarnkappe war ein den ganzen Körper umhüllender Mantel. Das Wort Kappe ist spätlateinischen Hrsprungs: cappa war ein auch den Kops deckendes Obergewand für Männer und Frauen, das ja noch heute getragen wird, freilich unter dem englischen Ramen Cape. Besonders berühmt war die Kappe des heiligen Martin, der sie, d. h. seinen Mantel, mit dem Dettler teilte. Das Wort für die Tracht der Mönche, Gelehrten, Bergleute u. a. wurde dann beschränkt auf die Kopfbedeckung, die wir auch als Kapuze oder Capuchon kennen. Sie wurde, mit Schellen versehen, das Kennzeichen des Rar- ren: jedem Rarren gefällt seine Kappe. Aber noch immer gebrauchen wir das Zeitwort Verkappen nicht vom Aufsehen einer Art Mütze, sondern vom Hnkenntlichmachen nicht bloß deS Kopses, sondern des ganzen Körpers oder deS wahren Wesens. C. At, Ortsbauplans für das gesamte Stadtgebiet zu beauftragen. Es werden 39 Einzelpläne in zehnfacher Ausfertigung -um Preise von 4800 Mk angefertigt Der Veränderung des Ortsbauplans, die wegen Verbreiterung eines Teils der Friedrichstraße notwendig ist. wurde zugestimmt Für die Freiwillige Feuerwehr wurden 3800 Mark für Beschaffung eines Mannschaftskraftwagens und 2100 Mk für eine Motorspritze bewilligt. 25 Jahre Ernst-Ludwig-Schule in Bad-Nauheim. 4 Bad-Rauheim, ll. März. Die hiesige Ern st- Ludwig-Schule (Oberrealschule und Aeformrealghmnasium i. E.) kann in diesem Frühjahr auf ein 25jähriges Bestehen zurück- blicken Die Schule, die sich jederzeit der besonderen Förderung der Stadtverwaltung erfreuen durste, hat sich in der verhältnismäßig kurzen Zeit von der Höheren Bürgerschule über die Realschule zur Vollanstalt entwickelt. 1911 konnte erstmals die Einjährigenprüfung abgelegt werden. 1924 entließ die Vo lanstalt die ersten Abiturienten Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens findet am 29 und 30. März eine schlichte Jubiläumsfeier statt. Am 29. März treffen sich die ehemaligen Lehrer und Schüler zu einer Wiedersehensfeier im Sprudel-Hotel. Der 30. März bringt den akademischen Festakt und ein Iubiläumssestspiel. Erster Leiter der Anstalt war der inzwischen verstorbene Pros. Dr. Karl Zimmer. jetziger Direktor ist Oberstudiendirektor Dr. M o l z. 40 Jahre Bürgermeister cZ Allendors a. d Lumda, 11 März 'Am 10. April begeht unser Bürgermeister Chri- st i a n Rein jein 40jähr. Amtsjubiläum Aus seinen Antrag Yin veschtoß Der Gemeinderat in seiner längsten Sitzung ihn in Anbetracht seiner großen Verdienste um das Wohl unserer Stadt von diesem Tage ab in den Ruhestand zu versetzen und chm eine jährliche Ehrenpension von 1800 Mk zu gewähren. Weiterer Ausbau des Alsfelder Mseums H Alsfeld, 11 März Eine recht erhebliche Erweiterung hat das hiesige Museum des Geschichts- und A i t e r t u m s v e r- eins der Stadt Alsfeld, das in den Räumen des ehrwürdigen Hochzeitshauses am Marktplatz untergebracht ist. in den letzten Monaten erfahren. Die Stadtverwaltung hatte das seither noch nicht ausgebaute dritte Stockwerk des Gebäudes Herrichten lassen und dem Verein zur Erweiterung des Museums zur Verfügung gestellt Die neu gewonnenen Räume präsentieren sich sehr vorteilhaft. Gegenwärtig ist der Museumsverwalter. Beigeordneter Weih, damit beschäftigt. die Räu ne einzurichten Die Reu - ertoerbungen stellen eine sehr wertvolle Bereicherung der seitherigen Museumsschätze dar. ganz besonders hinsichtlich der Erinnerungen an den Weltkrieg, die außerordentlich zahlreich gestiftet worden sind. Die Eröffnung der neuen Museumsabteilung soll im Frühjahr erfolgen. Das Alsfelder Museum wird alsdann eine Reichhaltigkeit der Sammlungen besitzen, wie sie nur wenige Heimatmuseen in Hessen auf- zuweisen haben. Landkreis Gießen. u. Älein-ßinben. 10 März Unter außer- ordentlich starker Beteiligung feiner Mitglieder hielt am Samstagabend im Turnerheim der hiesige Spar- und Darlehenskassenverein seine diesjährige Generalversammlung ab Rach herzlichen Begrüßungs- Worten durch den Vorsitzenden des Aussichtsrats. Kaufmann Hermann I u n g . trua der Rechner des Vereins. Julius Jung, die Bilanz des Jahres 1929 vor. Aus dem Jahresbericht des Direktors. Schreinermeister Wilhelm Fey fei folgendes entnommen Die Spareinlagen des Vereins betrugen am Ende des Berichtsjahres 157 154,40 Mark, die durch den Kassenboten des Vereins umgesetzten Sparmarken erreichten den stattlichen Betrag von 12 037 Mark. An Hhpo- thekengeldern sind insgesamt 55 000 Mark ausgeliehen worden, während das Gesamtguthaben bei den Genossen auf rund 170 000 Mark ange- wachsen ist Der Gesamtumsatz an Wechseln bezifferte sich auf 60 000 Mark. Der Umsatz aller Einnahmen und Ausgaben in 1929 erreichte rund l 500 000 Mark. Die im Berichtsjahr erfolgte gesetzliche Revision ergab keine Beanstandungen, der Kassenbestand am Jahresende betrug 3417 Mark. Trotz der überaus schlechten allgemeinen Wirtschaftslage im Jahre 1929 verlief das Geschäft so normal wie in früheren Jahren. Daß der Verein auf guter Grundlage ruht und daß die Geschäftsführung in berufenen Händen liegt, beweist das Anwachsen der Mitgliederzahl von 142 am Anfang auf 158 am Schluß des Jahres 1929 Das statutengemäß ausscheidende Vorstandsmitglied Philipp Klein wurde wiedergewählt, während für ein infolge Krankheit zurückgetretenes Vorstandsmitglied Ehr. Jung durch Reuwahl in den Vorstand berufen wurde. Die beiden satzungsgemäß ausscheidenden Aussichtsratsmitglieder, Weihbindermeister Ludwig D i e h m a n n und Kohlenhändler Heinrich Weigel, wurden wiedergewählt. Der Vorstand setzt sich jetzt aus folgenden Herren zusammen: Direktor Wilhelm Feh, Stellvertreter Philipp Klein, Rechner Julius Jung. Vorstandsmitglieder August Langsdorf und Christian Jung. Dem Aussichtsrat gehören an Hermann Jung als Vorsitzender, ferner Ludwig Vieh- mann, Heinrich Fischer, Wilhelm Lenz, Heinrich Weigel und Karl Klein. Derbands- revisor Hartmann (Gießen) sprach in längeren Ausführungen über den heutigen Geldverkehr und gab über Fragen, die aus der Versaw! ‘jng heraus gestellt wurden, Auskunft. ! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 9. März. Die überaus milde Witterung hat den Landwirten erlaubt schon im Januar und Februar Arbeiten zu verrichten, die sonst in das Frühjahr fallen Besonders ausfallend ist es. daß in diesem Winter viele Ob ft bäume, meistens ältere, umgeschlagen worden sind Es mag dies mit dem schlechten Absatz der Obsternte im letzten Jahre Zusammenhängen Aber auch fast alle Fuhren. Ausstreuen des Düngers usw konnten erledigt werden In diesen Tagen begannen die Landwirte mit der Aussaat des Hafers zu einem 3eih)unft. der nur ausnahmsweise vorkommt. Die Winterfrucht steht glänzend, auch die Kleeäcker versprechen alles Gute, und nur hier und da an besonders trockenen und warmen Abhängen sieht man Mäuse Doch dürsten sich diese Rager bei dem anhaltenden guten Wetter rasch vermehren. Sehr erwünscht wäre ein guter, durchdringender Regen, denn die Feuchtigkeit. die uns der Winter brachte, war äußerst gering Auch in den Gärten wird schon fleißig gearbeitet. ♦ Leihgestern, 9. März, lieber das Thema „Schutzzollpolitik. Landwirtschaft und Arbeiterschaft" sprach an drei Abenden der hiesigen Volkshochschule Dr. G u m bei (Gießen) Rach einer Erläuterung über das Wesen der verschiedenen Zollarten gab der Vortragende einen geschichtlichen ileberblid über die Schutzzollpolitik vom Merkantalismus bis zur Gegenwart Die Frage, ob der Schutzzoll der Landwirtschaft den erhofften Erfolg bringe, verneinte der Redner und stützte seine Ansicht durch Hinweise auf die landwirtschaftliche Getreide- und Schweinekrise der letzten Jahre Als Mittel, der Landwirtschaft Hilfe zu bringen, empfahl Dr Oumbel das Getreidemonopol und die Verarbeitung der Kartoffel zu Kartoffelflocken unter staatlicher Kontrolle Zum Schlüsse wurde noch auf die enge Verflochtenheit von Landwirtschaft und Industrie hmgewiesen und die Forderung erhoben, daß der Staat und die ihm untergeordneten Körperschaften alles tun müsse, was zur Abschwächung der landwirtschaftlichen und Jndustriekrise beitragen könne In der anschließenden Aussprache wurde das Für und Wider zu den vorgetragenen Vorschlägen lebhaft erörtert Zugleich wurde der Wunsch geäußert, daß auch im nächsten Winter « Eine Medaille für Hessen-Rassaus scheidenden Ober- Präsidenten: Die Schwander-Medaille. die aus Anlaß des Rücktritts Dr Schwanders, der mehr als zehn Jahre Oberpräsident von Hessen-Nassau war, von Prof A Bocke. Kassel, geschaffen wurde. die Volkshochschule einen volkswirtschaftlichen Kurs in den Kreis ihrer Darbietungen aufnehmen möge gck Großen-Duseck, 11. März. Morgen begeht der hiesige Postagent Heinrich Pf es- f e r sein 3 0. D i e n st j u b i l ä u m. Bei ihrem großen Umsatz stellt die Agentur an ihren Inhaber erhebliche körperliche und geistige Anforderungen. denen der nun schon in vorgeschrittenem Alter stehende Jubilar in vollem Maße stets gerecht wurde. Sein gefälliges und gerechtes Wesen haben ihm die Hochachtung weitester Kreise ein- gebracht s Beuern, 11. März. Dieser Tape verstarb die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, die Witwe Margarethe Müller, im Alter von 84 Jahren. Runmehr ist das älteste Glied unserer Gemeinde Frau Friederike Kutscher, geb. Schneider, die Witwe des Glasers Kutscher. Abgesehen von Schwerhörigkeit erfreut sie sich noch völliger körperlicher und geistiger Rüstigkeit. s. Allendors a. d. L d a., 10. März. Am Freitag gegen Abend wurde hier eine außer- Me blonde Sklavin. Roman von Hermann IReid 26 Fortsetzung •JlathD’-ud verboten Dr Rönnederg atmete hastig Schweißtropfen standen auf seiner Stirne Aus Dem Grund seiner Augen lauerte Angst die Angst des von seinem Verfolger in die Enge getriebenen Wildes. Schulhofs sagte daraus rasch: „Sind Die wirklich überzeugt, daß er selbst sich so gut getroffen hat?" Der Arzt fuhr auf „Was soll diese Frage?" „Das sollen Sie gleich hören. Herr Dr. Rönne- berg, Ihr Attest entsprach nicht den Tatsachen weil der Schauspieler Witte sich nicht selbst getötet hat. sondern von fremder Hand erschossen worden ist!" ..Was Sie nicht sagen!" rief der Arzt und lachte schrill. „Es ist so, wie ich behaupte!" „Dann wissen Die mehr als ich, mein Herr! Mir wurde damals von Herrn Honnecker gesagt. daß der junge Herr sich erschossen habe und bei meiner nachherigen Untersuchung konnte ich auch die Wahrheit Dieser Behauptung feft- stellen! Ich denke, daß Ihnen diele Erklärung genügt und ich möchte unsere Unterredung nun abschliehen!" Er machte Anstalten, sich zu erheben: aber Schulhoss zwang ihn durch eine befehlende Geste, sitzenzubleiben „Einen Augenblick noch. Herr Doktor! Ich werde Sie nicht mehr lange belästigen! Zuvor aber wollen wir das Versteckspiel beendigen! Ich weiß aus absolut zuverlässiger Quelle, daß der Schauspieler Witte durch fremde Hand getötet worden ist!" „Da wäre ich neugierig, diese Quelle kennenzulernen!" Schulhofs wartete kurz, bann sagte er schnell, eindringlich ..Diese Quelle ist Herr Honnecker selbst!" Entsetzt sah der Arzt den anderen an. Es schien, als wolle seine Selbstbeherrschung zu- sammenbrechen „Herr Honnecker? ..." stammelte er. „3a! In meiner Gegenwart hat er die Beschuldigung. ihren Gatten erschossen zu haben. Frau Eva Witte ins Gesicht geschleudert! Und von Frau Witte, die mir nahesteht, weiß ich ferner, daß Honnecker damals Die. Herr Dr Rönnederg bestimmt hat. diesen Mord dadurch zu vertuschen, daß Sie ein Zeugnis ausstellten, wonach der Ermordete durch Delbsttötung aus dem Leben geschieden feil" „Das ist nicht wahr!" schrie Dr. Rönnederg in wilder Verzweiflung. Schulhoff empfand Mitleid mit bet Rot deS puderen Ader er mußte dis zum Ende gehen ..Warum wollen Die es leugnen. Herr Doktor? . . Das Motiv Ihrer Handlungsweise ist ja menschlich begreiflich Die wollten Ihren Sohn retten I Für ihn taten Die was Sie sonst niemals getan hätten!" Im Zimmer wurde es todesstille. Gebrochen, keines Widerstandes mehr fähig faß der Arzt da. Sein Gesicht war ganz fahl Rur die Augen tchienen darin noch zu leben ruhelos irrten sie umher. Plötzlich erhob er sich. Mit müden, schleppenden Schritten ging er zum Fenster Lange sah er hinaus Endlich wandte er sich wieder Schulhofs zu. Grenzenlose Riedergeschlagenheit stand in seinen Zügen Mit der rechten Hand machte er eine hilflos? Geste Deine Stimme klang sterbens- matt. als er langsam stockend begann: „Ich weih nicht, wer Die sind ..., ich weiß auch nicht, aus welchem Grunde Die diese Dinge, die ich schon längst vergessen gewähnt hatte, nun wieder ausaraden .." Er atmete hastig es schien ihm schwer zu werden, das Folgende zu sagen: „Ja .... ich habe es getan .... ich habe gegen meine Becusspflich! gehandelt und jenes falsche Zeugnis abgegeben . . ich habe mich dagegen gewehrt ..., aber ich hatte ja nut die Wahl, entweder den Sohn im Gefängnis zu sehen .. oder das andere zu tun . Da habe ich mich für meinen Sohn entschieden .. Er machte eine lange Pause. Deine Gedanken kehrten zu vergangenen Zeiten zurück. Ein weicher Zug kam in fein Antlitz „Ich mühte Ihnen so vieles lagen ..., von früher .. um Ihnen alles klar zu machen .. von meinem heißen Bemühen, mir die Zuneigung meines Kindes zu erringen, das mir gegenüber immer scheu und verschlossen blieb ... Ich konnte es Willy ja nicht immer zeigen, wie lieb ich ihn hatte .. trotz seiner Fehler . wir sind eben beide etwas herbe, oenchlossene Menschen Aber er war das einzige was mir aus meinem an Enttäuschungen reichen Leben geblieben war ., der einzige Inhalt der paar Jahre, die ich noch zu leben hatte .. Ein Stöhnen kam aus seiner Brust. „Da geschah das Furchtbare: die Betrügereien, die Willy begangen hatte Ich zerbrach mir den Kopf wie ich die Verfehlungen gutmachen könnte, alles Mögliche versuchte ich. aber ich besah ja nicht so viel Geld, um das veruntreute zu ersetzen Können Die ermessen, was ich damals durchgemacht habe? Der einzige Sohn sollte in- Gefängnis wandern .. Spott und Schande erdulden . und ich konnte Ujn nicht davor bewahren! .. Da kam. gerade als ich schon alle Hossnung aufgegeben hatte, Honnecker zu mir Er wußte von Willy- Verfeh.ungen. er versprach mir. die ganze Sache aus der Well zu schassen und sogar I meinem Sohn bei sich eine Stellung zu geben. vorausgesetzt, daß ich ihm einen Gefallen erweise Ich erklärte mich zu allem bereit. Run rückte er mit seinem Anliegen heraus Etwas derartiges hatte ich allerdings nicht erwartet Ich wies sein Ansinnen zurück verzweifelt sträubte ich mich dagegen .., aber Honnecker batte nur ein kaltes Entweder — Oder! Er versicherte mir. kein Mensch würde je etwas davon erfahren Rur er wisse davon und die Frau des Ermordeten, die ihn erschossen habe, und daß sie für alle Zeiten reinen Mund halten werde, sei selbstverständlich!" Dr Rönnederg sank wieder in sich zusammen. .Ich kämpfte lange mit mir ..., endlich ging ich mit Honnecker! Ich wollte meinen Sohn retten ., er war noch so jung . ..sein Geben lag vor ihm .... i ch war mit dem meinen bald zu Ende . ., durfte ich da an mich denken? . Etwas Erschütterndes war in den Worten des greifen Mannes Schulhofs stand auf und reichte ihm die Hand. .Ich verstehe Sie. Herr Doktor! Vielleicht hätte ich in Ihrer Lage ebenso gehandelt. Und Die dürfen überzeugt fein, daß durch mich niemand etwas von der Dache erfährt, wenn Die mir noch eine Frage beantworten." Der andere hob fragend den Kopf. „Ist es Ihre unumstößliche Gewißheit, daß Frau Witte es war. die ihren Mann erschossen hat?" Dr Rönnederg fuhr zurück Grenzenloses Entsetzen stand in seinem Gesicht Da wußte Schulhofs daß sein Verdacht ihn nicht getrogen hatte. Eva Witte hatte den tödlichen Schuh nicht abgegeben. „Wer sollte es sonst gewesen fein?“ fragte der Arzt bebend. „Die Sache trug sich damals so zu: Frau Witte trat ihrem Gatten, als er in betrunkenem Zustand in ihr Schlafzimmer eindringen wollte entgegen; wenn sie auf ihn geschossen hätte, hätte der Schuh doch von vorne in den Körper einbringen müssen, nicht wahr! Erinnern Die sich nun. wo sich Der Ginschuhkanal befand? Die haben den Toten doch untersuchtI" „Daran kann ich mich heute nicht mehr erinnern!" antwortete Dr. Rönnederg gepreßt. „Geben Die sich Mühe. Herr Doktor, vielleicht fällt es Ihnen doch noch ein!" Der Arzt richtete sich plötzlich starr auf. Deiner leibst nicht mehr mächtig, schrie er Schulhofs an „Run sagen Sie endlich, wohinaus Die mit Ihrem Gesrage wollen!" Schulhoss blickte den anderen durchdringend an „Ich will wissen, ob zutrifft was ich vermute dah nicht Frau Witte, sondern Honnecker den Schauspieler erschollen hat, um dessen Frau in seine Hand zu bekommen!" Dr. Rönnederg stieh ein heiseres Lachen aus Er wollte den Blicken DchulhoffS ausweichen, aber diese ließen ihn nicht loS. »5 'Sell Weil Vorsitzende erstattete, ging hervor, daß der Der- I r1'2? ein im verflossenen Geschäftsjahre wiederum recht gute züchterische Erfolge au verzeichnen hat und | ;tS Jfarl mit seinen Resultaten zufrieden sein kann Der “@;£>rg Mitgliederstand hat sich aus der seitherigen Höhe D Am gestrigen^ I Hirsch" Die* -pezial sich, dem sein ge- Mitgliederstand hat sich aus der seitherigen Höh, gehalten. Das Andenken des verstorbenen Ehren» Dein Gesicht verzerrte sich Keuchend flog Atem + Grünberg, 9. März. Am Samstagabend fand im .Hotel Hirt gewöhnlich große Schar Wildgänse bemerkt Sie überflogen unfern Ort und zogen etwa in nördlicher Richtung auf Rordeck zu weiter Wir haben also anscheinend nicht nodj einmal mit einem Kälterückfblag zu rechnen Z Allendors a. d. L d a., 10 März. Gestern nachmittag hielt der Geilügelzuchterver- ein Allendors a d. Lumda und Um- >erige ordentliche Hauptversammlung des Männeraesangvereins statt. In seinem Jahresberichte konnte der Vorsitzende feststellen, daß ein reger Besuch der Gesangsstunden stattgefunden habe, bei einem derzeitigen Stande von 43 Sängern stellt sich die durchschnittliche Besucherzahl auf 37 Sänger pro Singstunde. Dadurch war es auch dem Chormeister des Mitgliedes Eberhard R a n f t wurde in der Üblichen Weise geehrt Der von dem Kassenwart Ranft vorgetragene Kassenbericht ergab ein erfreuliches Bild. Trotzdem der Verein im vergangenen Geschästsjahre neben den gewöhnlichen mehrere größere Ausgabeposten zu bestreiten hatte, verblieb noch ein kleiner Kasfenbestand Die Rönnebergs Hände die das Zeitungsblatt hielten zitterten. Gr wankte Ein ungeheurer Kampf schien sich in ihm abzuspielen ..Soll Ihr Sohn im Gefängnis sitzen während dieser Mörder frei herumläuft?" rief Schulhofs. Da kam ein wilder Laut über die Lippen des Arztes Er ballte die Zeitung zu einem Knäuel und warf ihn jäh zu Boden. Roch nie zuvor hatte Schulhoff ein menschliches Antlitz gesehen, in dem so abgrundtiefer, zerfleischender Haß geloht hatte, wie nun in Gesicht Dr. Rönnebergs. (Fortsetzung folgt.) Ho! JJ 'Demeillde Itmh ^iii Süribt ■ ?1>s < ** a.n8tb6k 1 Kung del i fcn)cit«ru Een und D Eni) nach «J Eft eine Sic ET ifer Nl iufl Nul t in dec Siedlung tn von l ll! wird n etedgarte- schlechten E gebaut ve tahe verbrc bfcn werden, fcefic abzule Kl man ein- M Alsfe b* Siehe Echans; zur Anssi hi-cierisch auf k'H’.ung bot eie ' ' ;:.cr l |h.' Beifall ü »r.lröoU toa »im Deleuä r=cr. Horns» Wc abgehalte fc amtlichen WMhr feine, Md Verbreit ift iicier Tag li tiftöere JÖrkt Word Manch *’(£ Gurbc noch. ’u i W'Lum fipunM« zu bk ! lit "ßoljoe Dien, «l Sn0en d i, Don er! öcr Äer .. •ecM,?1?5 rr v ,uroiv 2 'M B,*ie (g'l^Iq Prüfung der Rechnung, vorgenommen durch die Mitglieder Friedrich Schneider und Ludw g K r i e b . gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, j und es wurde daher dem Rechner Entlastung erteilt Bei der Vorstandswahl wurde der alte Vorstand wiedergewählt. Zur Zeit gehören dem Vorstände an Bahnassistent Wilhelm Rachti- galt. Allendors, 1, Vorsitzender. Maurermeister Heinr. Käs II., Allendors, 2.Vorsitzender. Weiß- binbermeifter Christ Ranft, Allendors, Rechner. Lokomotivführer Emil Manns, Allendors, Schriftführer, Postassistent Friedr. Schneider, Allendors. Gifenbahnbeamter i. R. Wilh. Walter VII., Daubringen, und Landwirt Heinrich Rein. Winnen, als Beisitzer. Mit Rücksicht auf die im kommenden Dezember in Gießen stattfindende größere Bezirksausstellung beschloß der Verein, die diesjährige lokale Geflügelschau schon im Rovernber an einem noch näher zu bezeichnenden Tage au veranstalten. h Kesseloach, 11. März. Die landwirtschaftliche Bezugs - und Absatzgenossenschaft Kessel bach hielt dieser Tage bei Mitglied Heinrich Echomber ihre Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1929 ab. Der Vorsitzende des Aussichtsrats^ Wilhelm Dieh II., leitete die Versammlung Aus seinem Bericht, sowie aus Dem Revisionsbericht, den er zur Kenntnis gab, ging hervor, daß die Genoffenschaft unter mustergültigen Führung weiter vorwärts schreitet und Beanstandungen nicht stattfanden. Wenn auch die Bilanzsumme infolge der örtlichen Zersplitterung sich in kleinen Zahlen bewegt, so konnte doch gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung des Warenbezugs von 60 v H. festgestellt werden. Aus dem Reingewinn konnte außer den gesetzlichen Abschreibungen wieder eine Waren Dividende von 3 v. H. an die Mitglieder verteilt werden. Rach Erledigung des geschäftlichen Teils vereinigte ein gemütliches Beisammensein die Mitglieder in schönster Harmonie. Von dem Resultat dieser Versammlung dürfte eine weitere Dorwärtsentwickelung der Genossenschaft zu erwarten sein. „Honnecker war im Zimmer, als der tödliche Schuh fiel!" fuhr Schulhoff fort. ..Schon lange war es sein Bestreben, die Wittesche Ehe zu zerstören. um dann bei der Frau, wie er toäfcnle, leichteres Spiel zu hoben! Der Zusammensllh zwischen den beiden Gatten tn jener verhängnisvollen Rächt war von Honnecker selbst herbeigeführt: und als er dann die Gelegenheit für günstig fand, knallte er Reinhold Witte nieder! So und nicht anders hat sich die Sache zugetragen: davon bin ich felsenfest überzeugt!" Dr. Ronneberg schüttelte langsam den Kopf. „Sie irren sich ..., so war es nicht ..." Schulhofs faßte den anderen an beiden Schultern. „Die lügen!" sagte er hart. „Sie wollen nichts lagen, weil Die auch heute noch Honnecker fürchten! Aber glauben Die mir. feine Macht ist bald zu Ende! Ein Wort von mir über diese Sache«, und der Mann ist verloren!" Ein gequältes Lächeln irrte über das fcagerdi Gesicht des Arztes. „Da unterschätzen Sie Herrn Honnecker! .. ." Schulhofs überlegte blitzschnell So kam er nicht weiter! Auch hier reckte sich die Angst vor ber.; Ungeheuer Honnecker wie eine unuberfieigbate Mauer vor ihm auf. Run galt es, den letzten Pfeil abzuschießen. „Ober halten Sie sich noch immer Honnecker gegenüber zur Dankbarkeit verpflichtet?" sagte er. „Weil er damals die Dache mit Ihrem Sohns j verwendet hat. um Die für feine verbrecherischen Pläne auszunühen?" 2 Xibba, Lfincifrer kmci Doh Enn CRuIlm fai C. Schube Mne Geschäft n- Mcnhai k?. man schoi kennen unb Eint’ imo ( troffen, 3to ■ n cn, die se fcen müssen Er zog die Zeitung. Die er am Morgen eingesteckt hatte, aus Der Tasche. „Ich habe Ihnen vorhin wegen Ihres DohneS nicht die volle Wahrheit gesagt. Herr Doktor. Hier lesen Die!" Dr Rönnederg riß ihm die Zeitung aus Der Hund Er las. Seine Lippen bewegten als spräche er jedes Wort nach das auf Blatte stand. „0o well hat der Schuft Ihren Sohn trieben!" sagte Schulhofs auspeitschend „Das war fein Dani für Ihren großen Dienst' Zu Grunde hat er ihn gerichtet! Jetzt kommt Ihr Sohn doch noch ins Gefängnis, vor dem Die ihn bewahren wollten!" : im bena 9leid3^ ' reine j ’S Ai gebung feine Jahreshauptversammlung im Saale der Gastwirtschaft „3um Bahn- Hot" ab Der Vorsitzende Rachtigall eröffnete die gut besuchte Versammlung mit einer kurzen f ' Begrüßungsansprache, in welcher er insbesondere auf die Wichtigkeit und Rützlichkeit der Geflügel- zücht hinwies. Aus dem Jahresbericht, den bet Nachdruck verboten Ohne Gewahr 11. Marz 1930 27. Zichungslag Eßt Roggenbrot! !• 160101 284751 101097 84864 88357 91514 97473 93423 (80.) Das in zweiter Auflage vorliegende 185313 Prämien zu je in allen Preislagen 2J77A Holzverkauf! 2050C Marktstraße 14 Tel. 2417. Der Oberbürgermeister. I. V.: I)r. S e i b. 1758D FeniBDrecher 3659. 176D 01654 151672 201394 234124 329797 63621 78694 85860 129944 153794 177387 211738 237208 260876 277374 307300 339580 355530 382694 102934 132640 157830 183536 213584 241080 265331 283648 318895 344083 359501 385299 155458 215561 117036 126949 136085 163107 191096 210310 218648 232754 262540 273542 291850 310925 333621 348937 359423 371816 112486 126031 133073 161928 179575 201720 216472 226216 247562 272810 287128 306096 320413 347436 356550 369779 384253 116810 126493 134945 162659 190145 206409 217258 228988 248785 273492 291117 307308 329574 348500 357069 370139 391600 107040 142084 170657 194931 225660 242377 268977 288692 321445 345261 374405 390401 142284 172437 206000 236559 243639 269757 293014 331498 378391 397946 1053'2 137941 167387 193160 216809 24I344 266799 287839 319104 344615 365926 388394 119708 128399 138353 175520 192495 211357 220532 236734 263447 276269 294546 313479 334568 351544 359522 377207 Man verlange Druckschrift Inhaber und Leiter: 123683 129508 151332 176637 200206 212001 221300 245894 264347 279151 295759 316009 336208 355950 360581 380220 141972 174638 20M4 5 236776 244762 277308 304088 337S-62 354229 379853 399391 LnnN vor I Für ta Mjahpiilz Tlektr. Staubsauger u. Bohner ür halbe und ganze Tage zu verleihe«. Georg Appel. Settersweg 56 124337 129398 152698 179071 200857 215'82 225791 247399 265158 282151 304067 318 ■'07 341117 356282 366707 381414 teilt wird, abzugeben. Gießen, den 5. März 1930. Nntt SS 'bl wurde der ch 3eil gehören <5crctnnju9ju0 5. Äldfle 34. Preußlscb.Lüdbtvlfch« (260. Preuß.) !Uassen.Lotterie Wilh. Reimherr. Hoffentlich wird von der dadurch gebotenen Möglichkeit zur Erlernung der Einheitskurzfchrift zochlceich Georauch gemacht, insbesondere von denen, die die Kurzschrift im Berufsleben benötigen, T Ober-Ohmen, 9. März. Heute hielt die hiesige Landwirtschaftliche Credit- und Bezugsaenos senschaft ihre 8. ordentliche Generalversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht des Direktors Otterbcin ging hervor, daß der Warenverkehr gegen das Vor- jahr im allgemeinen nachgelassen hat. Insgesamt wurden bezogen: 6792 Zentner Dünge- und Futtermittel. Kohlen usw. im Cinkausswert von 29 340 Ml. Rechner Schott erstattete die Rechnungsablage vom 31. Dezember 1929. Die Aktivposten betrugen 92 846 Mk.. die Passivposten 91 900 Mk. Der Reingewinn von 1929 in Höhe von 976 Mk ist somit niedriger als in den Borjahren. An Spareinlagen sind 55 000 Mk. vorhanden. Bon den ausscheidenden Aufsichtsrats- und Borstandsmitgliedern wurde Konrad Diehl wiedergcwählt, wahrend Ioh. Rühl und Karl Stein neugewählt wurden. >t insgesamt verkauft. ('eiern, den 7. März 1930. Hessische Bürgermeisterei Gedern. Müller, . Homberg, 11. März. Ein in derStadt- e abgehaltener Anfängerkursus zur Erlernung amtlichen deutschen Einheitslurzschrift geht i^chr seinem Ende zu. Um die weitere Pflege Verbreitung der Kurzschrift zu fördern, t-icser Tage ein Reichseinheits kurz- 3m «ravz lScsnndcS Blut — — Ober-Ohmen, 11. März. Die hiesige Kredit- und B e z u g s g e n o s s e n s ch a f t hielt dieser Tage ihre diesjährige Generalversammlung ab. Direktor O t t e r b e i n erstattete den Jahresbericht und gab einen kurzen Rückblick über das Warengeschäft. Der Gesamtwarenumschlag bezifferte sich auf 6792 Zentner zu 29 340 Mk. Rechner Schott entwickelte ein Bild der Finanzgebarung. Die Aktiven beliefen sich auf 92 843,81 Mk., die Passiven auf 91 907 Mk., so daß sich ein Reingewinn von 939,81 Mk. ergab. Der Reingewinn wird je zur Hälfte der Betriebsrücklage und dem Reservefonds überwiesen. In den Borstand wurde ein Mitglied neu-, in den Aufsichtsrat ein ausfchei- dendes wieder- und für ein anderes ein solches aus Unter-Seibertenrod gewählt, damit diesem Dorfe die nötige Vertretung werde. 4 Nieder-Gemünden, 11. März. Der hie- sige Frauenverein veranstaltete am Sonntag im Saale der Wirtschaft von Schäfer seinen diesjährigen Familienabend. Die Veranstaltung war, auch aus den Rachbarorten, so stark besucht, daß der Saal die Gäste kaum fassen konnte. Rach der Begrüßungsansprache des Pfarrers Reichert folgten abwechselnd Gedichte, Spiele, Reigen und- zwei Theaterstücke, die sämtlich in hohem Maße befriedigten und den Mit- wirkenden mit wohlverdientem Beifall gedankt wurden. Außerdem wurde noch mancherlei andere gesellige Unterhaltung geboten, wodurch der ganze Abend einen wertvollen, genußreichen Inhalt bekam. hat schon manch verkrüppeltes Dein, manche- orthopädisch mühsam zu behandelndes Leiden verschuldet. Preußen. Ärcrs Biedenkopf. T Aus dem südlichen Hinterland, 8. Mürz. In den letzten Tagen entfaltete die Vo l k s n a tio n a le R e i chs v e r ei ni g un g im südlichen Teile unseres Kreises eine eifrige Tätigkeit. 3n Wilsbach, Roßbach, Crumbach, Frankenbach, Bischoffen, Oberweidbach, Fellingshausen, Riederweidbach und Raunheim wurden Versammlungen abgehalten. Wider alles Erwarten waren die Deranstaltungen sehr gut besucht, und in allen Orten zeigte sich das große Interesse, das dieser neuen Sammlungsbewegung ent- gegengevracht wird. Aus den meisten Orten ist die Anmeldung zur Bolksnationalen Reichsvereinigung vom größten Teil der Versammlungsteilnehmer schon eingegangen, so daß voraussichtlich kein Ort ohne Ortsgruppe der V. R. bleiben wird. On der heutigen Nachnnttagsziedung wurden Gewinn« über 150 M. gezogen 2 in 5000 M. 231507 10 <"«pinnt m 3000 W 534 8 6 3901 216925 258751 Verpachtung. Das Sägewerk Lrdkaulerweg 20 ist mit den vorhandenen Einrichtungen zu verpachten. Angebote sind bis zum 1. April 1930 auf dem Stadthaus, Bergstraße — Zimmer Nr. 28 —, wo auch Auskunft er- i W 3nW«i ZvrWnde ieWfa, MangMtunben fall' derzeitigen Stör'! i die durWnitlfat „ . gn pro Lingfa'--ffchcif tverei n Homberg (Oberhessen) ge- em Chorineisier H fgriirtet worden. Vorsitzender des Vereins ist , et, Blto t't die Wurzel von Gesundheit und Schaffenskraft VörNoser Blntreloigunöstee leistet jetzt gute Dtensic Kräuterhaus Jung, Schulstratze 5. anns, Qfflefcj % Schneidn' Dilh. BnAtoict Heinritz c Näsicht qu1 J ä statt- ™9 deichivh dn J ©eKugeUdjau Ito 9 näher zu bezrch. z- Die landlolii. idAkfatzaenvl' m Meier Loge fe ihre Deneraivt:' iahr 1929 ab. % Wilhelm Dir, //., 18 seinen M iricht, ben tt u daß die iührung weiter Sendungen nicht fielt» nzsumme infolge der in kleinen Wn nüber dein Wrjahir bezugS von S) n tz, i Reingewinn konnte iner. oti bei töt!: i| fort, ^on ler Mtefche Ehe zu' ftau. wie er VÄ ! Der ZufaMeni in jener verhäng'' mecker fe5Ü Ssr r -je Selegenhei/ h* inhold Ditte nted« h die Sache fiV» est überzeugt!" langiam den N r es nicht, ren an beiden Schs 368387 373497 378275 248 Cttoirne iu 300 W. 2844 3398 9591 14044 22353 25216 27512 29874 35051 36474 36792 38516 42846 43335 43942 49322 57194 67431 70526 ----- ---------------102979 159652 ______ ______ ___ - - 227768 260972 262219 262967 27,983 36.-516 304266 314298 324424 327146 336857 34.100 349159 374232 378490 391778 196 ettomve w 300 eil. 3316 4078 6816 8003 9028 10078 11164 23757 32157 41995 60277 53904 ----- 68291 72632 73583 75915 76074 77'39 80395 81694 82089 83890 84716 87. 30 ----- ------ ------ 114224 126932 I Steinfurth, 9. März. In der gestrigen 4ng des Gemeinderats wurde üoer Oie Weiterung des Ortsbauplans be- :n und Beschlüsse gefaßt. Der Ortrbauplan i> nach Südosten hin erweitert, und zwar so, । eine Straße von der Sodeler Straße in ater Flucht auf die Wisselsheimer Straße liuft. Dadurch entstehen zunächst neun Bau- t;e in der Größe von 503 Quadratmeter Siedlungshäuser. Das Gelände gehört den :ttn von Löw in Wiesbaden. Das Bautest wird noch nicht erschlossen. Zunächst soll Steckgartenweg, der sich seither in einem t schlechten Zustand befand, als Ortsstraße gebaut werden. Gleichzeitig soll die neue afje verbreitert und mit Kanalisation ver- ’U werden, um das Wasser aus der Skdeler cfe abzuleiten. Ueber die Höhe der Kosten Wl man einen Voranschlag einholen. Kreis Büdingen. -i*.L Didda, 11. März. Sattlermeister Hermann IßÄnc i be r verkaufte fein am Mark Platz gc» ||eg:iic8 Wohnhaus an Bäckermeister Her- iiu i Rullmann hier. Ersterer erwarb dann l>o- 6. Schubert das in der neuen Straße ge- Itegmc Geschäftshaus, worin bisher eine Hut- in) Mühenhandlung betrieben wurde. — Hier ifjc: man schon mit den Gartenarbeiten iBcfrrncn und vielfach Aussaaten von frühen CEilni» und Gemüsesamen vorgenommen. Auch Ifc ' iten, Zwiebeln, Schwarzwurz und ähnliche OEiin.cn, die sehr lange zur Keimung in der Erde Ufa müssen, werden bereits gesät. Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II irinS. Berufsschullehrer ©engnageT, mog- durch seine zielbewußte Arbeit das Winter- urt des Vereins zu einem vollen Erfolg zu Uten. Der Verein beteiligte sich als Mit- t?> des Lahntalsängerbundes an dem Bundes- k in Wellburg, ebenso an einem Sänger- ik im benachbarten Weickartshain. Er nahm gleicher Weise wie die übrigen hiesigen i^ine am Iugendfeste und an der Gefallenen- ihm am Totensonntag teil, außerdem wirkte .»et ter Konfirmation und am Weihnachts- I-Sdienst durch den Vortrag einiger Chöre L Die Rechnungsablage ergab einen günstigen »chluh. Bei der Dorstandswahl wurde der jl Ohm-Lumdatal-Sängerbundes) und Queck- m (Bundes'est des Chattia^Dettergau-Sanger- ilreS) zu beteiligen. Kreis Friedberg. Ön der heutigen Bonnittaasziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 »etotTiue ,v 10000 W. 278515 2 ffttoinn« »o 5000 W. 337705 10 Fetoinne in 3000 TL 13911 48553 248685 281811 321230 14 »etoinnt in 2000 M. 6020 22482 63309 64343 f» I W mi>o unbl iei1 1 Hl* Ä ' rL*?betUm 5 A chten hm 2 £V*in kann 5 täti9tn M Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langsdorf liegt vom 13. b. Dl. bis einschließlich 19. b. Dl. auf der Bürgermeisterei offen. Einwendungen können innerhalb dieser Frist schrifllich oder zu Protokoll bei der unterzeichneten Bürgermeisterei vorge- bracht werden. 2086V Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Langsdorf, den 11. März 1930. Hess. Bürgermeisterei. Kneipp. ^50 @«toinne >u 1000 M. 18752 33392 34965 51435 68791 75130 82677 186601 230987 244475 245798 263790 273799 283695 287089 296859 299399 306763 310533 311263 337494 337440 385665 391742 395200 78 »tto'.nne >u 500 M. 1597 2923 6415 6799 11626 24499 42884 51904 74371 106276 130820 139662 — ------ 160101 170355 183304 191826 244866 271621 278452 2837-56 298894 321795 322171 323009 336703 333597 351124 360540 366636 Tapetenhaus Ferd. Nennstiel ezialhaus fürTapeten und Linoleum ♦ Gegründet 1875 ♦ Gießen, Plockstraße 14, Fernsprecher Nr. 3636 Im Gewlnnrade verblieben: 2 500000, 2 Gewinne zu je 25000, 8 zu je 10(00, S zu je 5000, 80 zu je 3000, 54 zu ]e 2f>00, 130 W je 1000 256 zu ie 500. 802 zu ff 300 M. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ober« Bessingen liegt vom 12. d. Dl. bis einschl 18. d. Dl. auf dem Amtszimmer des Bür« germeisters offen. Einwendungen hiergegen sind innerhalb dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll bei der unterzeichneten Bürgermeisterei vorzubringen. 2090V Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Ober-Bessingen, den 11. März 1930. Hess. Bürgermeisterei. Keil. Duhholzversteigerung. ^Die Freiherrlich Sctzencksche Oberförsterei Schweinsberg verkauft am Mittwoch, dem 26. Dlän d. 3., von vormittags 10 Uhr ab, in der Gastwirtschaft Kraft in Schweinsberg im Anschluß an die Submission zirka 230 km Eichen-Abschnitte 4. bis 7. Kl., zum Teil Furnierholz, und zirka 150 fm Kie- fern-Abschnitte 2. bis 5. Kl. 21000 Bedingungen und NumMerverzeichnisie sind durch die Oberförsterei zu beziehen, letztere gegen Erstattung der geringen Schreibgebul)ren. Schweinsberg, den 11. März 1930. Freiherrlich Schenckjche Oberförsterei. Wen« Wdimim private höhere Lehranstalt. Real« und Realgymnasium-Lehrpian Äestgeleit. Schülerheim / Sorgfältige lleberwachung der Arbeitsstunden eibungen ttieto eine ;■ v an die Silgllebet trigung des ae’tä1? jt£ gemütliches leifam« fchönstet Harmonie Serfammfung dürfte «n, telung der ®eno'to ,l3| Bücheriisch. — Das MarkuS-Evangelium der Greiner-Bibel. Felsberg-Verlag, Jugenheim. Bergstraße. — 19) — Die im Auftrage der Freunde der Greincr-Bibel vom Felsterg-Berlag hcrausgegcbcne illustrierte Bibel ist von Daniel Greiner mit Holzschnitten versehen, von Kleukens gedruckt und von Wilhelm Lucken textlich revidiert worden. Das ganze Werk ist auf zwei Bände berechnet und soll in Lieferungen erscheinen, von denen die erste mit dem Markus-Evangelium hier vorlicgt. Greiner selbst schreibt über sein Wer? u. a. folgendes: . Die äußere Rotwen- digkeit und Berechtigung einer neuen Bilderbibel ergab sich mir nicht nur aus den vielfach an mich gerichteten Fragen und Aufforderungen, eine im besten Sinne des Wortes moderne Bilderbibel zu schaffen. Vielmehr empfand ich doch selbst angesichts des vorhandenen, zum Teil großartigen Bildmaterials, das in den schon-erschienenen Bilderbibeln niedergelegt ist, das Fehlen einer Bilderbibel, die aus dem Geist unserer Zeit heraus geboren ist: unserer, vor ungeheuren Geschehnissen stehenden, in allen Lebensfragen tieferschütterten Zeit: mir schien, es fehle eine Dilderbibcl, die den unsterblichen Geisteswert dieses großartigen L.teraturdokumentes auch für unferre Zeit und die nachfolgenden Geschlechter und für ihren Gang durch das Znferno der kommenden gewaltigsten Erschütterungen und Reu- gestaltungen bewähre.. — Kreisschulrat O. Kinkel: Deutsche Staatsbürgerkunde im Anschluß an die Reichsverfassung. Zweite vollständig umgearbeitete Auflage, in Halbleinen dauerhaft gebunden 2,50 Mk. Verlag Emil Roth, Gießen. Buch bemüht sich, zum Reuaufbau einer Staatsgesinnung beizutragen und wünscht die Staatsbürgerkunde in der Schule als Wittel für die Erziehung der 2ugend zur demokratischen Staatsidee. 3n diesem Sinne wird die Reichsverfassung als Grundlage des Unterrichts in der Staatsbürgerkunde un einzelnen zergliedert und besprochen. Besondere Behandlung erfahren auch noch Rechtspflege, Finanz» und Steuerwesen. Rach dem Wunsch des Verfassers soll diese zweite Auslage den Schülern in die Hand gegeben werden, nachdem die erste vorzugsweise in den Händen der Lehrer geblieben war. — Steuerabzüge. Was kann bei der Einkommensteuer und Körperschast- steuer abgezogen werden? Bearbeitet von R. Ritter f. Herausgeber der „Deutschen Steuer-Zeitung", und W. Stern, Rechtsanwalt, Frankfurt a. M. Achte Auflage, neubearbeitet von W. Stern. Preis kart. 2,80 Mk. Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin W10. (52.) — Die Rechtsprechung und Verwaltungspraxis haben in den letzten beiden Jahren auch die Fragen, welche Abzüge bei der Veranlagung zur Einkommensteuer und Körperschaststeuer vom Einkommen zulässig sind, was steuerfrei und steuerpflichtig ist und inwieweit Ermäßigungen der Einkommensteuer eintre'.en können, in vielfacher Beziehung weiter geklärt. Die neuen Bestimmungen über die Abzugsfähigkeit des Verlustvortrages haben für buchführende Steuerpflichtige eine wesentliche Erleichterung gebracht. — D. Reumann-Reurode: Gerade Beine und gesunde Füße. Tie Beseitigung von Bein- und Fußschwächen. Zweite verbesserte Auflage. Mit. 14 Abbildungen. Kart. 1,60 ML Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig (50). — Gerade Beine und gesunde Füße — dafür können in den meister Fällen die Eltern selbst sorgen. Wenn sie nur immer wüßten, wann und wie sie mit der Bekämpfung von Dein- und Fußschwächen anfangen müßten, würde unnennbares Elend verhütet. Der Irrtum, daß sich auch in dieser Hinsicht die Ratur selbst am besten hilft, Kreis Alsfeld. M Alsfeld, 11. März. Am Sonntag brachte I Gießene r Stadttheater Maug- n8 Schauspiel „Sie heilige Flamme" !t zur Aufführung. Die Aufführung war schau- !erisch auf voller Höhe. Eine hervorragende iftung bot Frau Prasch-Grevenberg I Mutter des unglücklichen Maurice Tabret. Beifall war stark und ehrlich. Sehr stim- •x Am geflriß'A ^poll war dcö Vühnenbill) mit recht fjoUl tzwch ™ IMinen Beleuchtungseffekten. Lmmfuxi» öd - - • • ‘ ' - - Donnerstag, den 13. März, nachmittags 2 Ahr, versteigere ich im Löw en, Aenenweg2S dah.,zwangsw. geg. Barzahl.: drei Fahrräder, eine Sprungfeder-Matratze, eine Schondecke, drei Kopfkeile, einen Warenschrank, 15 Kinderklapp- stühle, zwei Holländer, zwölf Pferdchen, acht Puppenwagen, drei Schreibmaschinen, drei Kassenschränke, eine Waschmaschine, zwei Herde, einen Gasherd, eine Vitrine, eine elektrische Ständer- lampe, drei Sofas, sechs Büfetts, einen Bilderschrank, zwölf Bilder, zwei Kredenzen, ein Vertiko, drei Trumeau- spiegel, fünf Kartons Schokolade, eine Ladeneinrichtung, eine Registrierkasie, drei Tische mit zwölf Stühlen, zwei Chaiselongues, einen Serviertisch, eine Storbmöbelgacnitur, einen Regulator, zwei Kleiderschränke, ein Eisenbett, zwei Schreibtischsessel, einen Rauchtisch, vier Innenvorhänge, fünf Zugrolleaux, zwei Teppiche, zwei Rohrsessel, eine Blumen- krippe, zwei Klubsessel, einen Bücherschrank, eine Nähmaschine, einen Küchen- schrank, eine Friseurtoilette, einen Dauerwellenapparat. 2108D Dem Gerichtvollzieher in Gießen Steinstraße 13 — Telephon 4101 Wissenschaftliche Werke Sondergeoiet der Brühl’schen Druckerei 376847 20 ®«t»inn» jn 2000 W. 46350 49371 84692 109187 200656 219844 222898 226325 268633 29'01 32 ®»toiure w 1000 -M. 24178 59295 78936 83936 99597 103570 104690 160685 195077 2m29 221095 228202 268756 303239 324892 '< ; ;8 66 »ttoinn. |U 500 6617 23998 25568 10 65952 68437 83228 89271 122257 141466 1 >4 ----- ------ 186653 197378 205079 221329 Grau-und U MU Weiß-Stück Hwk von bester Quält- tat und größter ™ dWMW WWM Erpriebiukeit zu billigstem Preis C. Rübsamen, Gießen r L Gemeinde Gedern verkauft im Wege V. Ichriftlichen Angebots zirka 350 fm hie W ZaiA M'Elistaminholz la-—Zs-Klasse hessischer eine unubet'lel9; csnitrung. Die Gebote sind getrennt Aalt es, k)en «r uh* ftlafien ein'ureichen. Das Holz ist mit llhbf gemessen und geschält. 2049v , j^mer Holz kann in drei Losen, aber auch wifiAtetT' üjfeslamt verkauft werden, deshalb müssen Thretn Angebote die Gebote für je ein Los 8 . n-rbrecher'^ u« zirka 115 fm und für insgesamt zirka S® 6n enlhatten. Andere Angebote sind miotaei' itnvOig. er ain lm;ebote sind verschloßen mit der Auf- che. 0of Mn-l ,^olzoerkauf" vis spätesten» wegen Dienstag, den 18. Dlär; grsagf 9er1 mittags 12 Uhr aus dttktBürgermeisterei Gedern einzusenden, die 3ellu"°.len fii Mchlagsfrist 14 Tage. Die Verkaufs. Lippen fao’f y. bietinijungen der Gemeinde werden durch na<6 CflB M.-echen von Geboten anerkannt. h floi V kstunft erteilt nach vorheriger Benach. ^eucheno tiHhixung der Gemeindeforstwart Klos, . f Mein. , u Ihren f.; ferner werden gemäß vorstehender Be- ' • litrL.nad)ung verkauft aus verschiedenen ' Großen SÄfri!ten: 2e-i |OS k- Z^lLll-Ruhrollen: 1 m lang, 5,7 rm; 2 m i8, vor oen birg, 56,05 rm. *an9 ,u J-'if-u losehol;: 2 m lang 1. Kl. 15 rm; 2. Kl. h(1i 3eifu"L< !3 rm ; 3. Kl. 65 rm; 1 m lang, 4,5 rm. )ie 0 (jjn oNgeo K^Mubenholz: 1,25 m lang, dreiseitig mäb!-"' k^ift, Zirka 27 rm. i fifien Gebote hierfür sind getrennt nach sönE fief 0® . Ä:|(ijen einzureichen. Das Holz wird je- N.C., die «JL M ‘ Ze.tunS Cjj t» b-e Hoheit yU Dlrettor MendelssohN'Sartholdy • Gießen/Fernruf 2735________ !o 5® ellfif ttifo.fi., IaB.fl5eliuoo.fi. la üodnngen, siWes Msllel siiiAZWlslel?ils,iste.WllWk!. §°°«.Me,sMe Bntle(,£anoeler CG.Kleinhenn Babnbofstr. 59 i893D Tel 3866. In meinen vollständig neu hergerichteten Geschäfts-Räumen finden Sie: Große Auswahl modernerTapeten Qualitätsware' See» und Flußfische Fisch-Filets ül706 Alles iu größter Auswahl! Fischhaus Cuxhaven tfrX Sie finden dort alle landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte in bester Qualität A. J.Tröster - Butzbach I3KD Lichtspielhaus Gießen Reinhold Horneffer 0170) 2073D 20JID Herborn Giessen 1490D liefert 01714 I763A Anerkannt sauberste Qualitäts-Arbeit 2103 V Auch die Betten [1635D iem'ter. Astoria-Lichtspiele und vieles andere. 01717 h. Benner II., Auktionator. 3fjr SKeim ßraudjt neue Tapeten! Tapetenßaus Otto Täußert ßietet stets reicßßattige OZuswaß! 1070A 2Q06C Wenn nicht, dann besichtigen Sie meine Ausstellung Im Fabrikhof am Faselmarkt, Donnerstag, den 13. März Die Verlobung unserer Tochter (Srld mit dem Gerichtsassessor Herrn Dr. iur. Reinhold Hör- neffer geben wir hierdurch bekannt Modernisieren und Aufarbeiten alter Polstermöbel Gleiwih, den 7. März 1930 Jlleberwollflraße 26 ÄerliN'Hatensee, den 7. März 1930 Murkgraf'Mbrechi'Gtraße 10 Lichtbilder-Vortrag von Herrn Pfarrer Ausfeld über: Familienabend Zur Aufführung gelangt: Geora Appel, SelterSweg 56. niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimi Dampisägewsrk Lollar B. Nubn, A. G. ändern ihre Formen und Farben. Dieses Modell in grün mit weißem Fußbreit steht in unserem Schaufenster. ogtsahe Privat-Handelslehranstalten Ä Ä . Der Krieg im Dunkel Greta Garboi„ Die Spionin Versteigerung. Donnerstag, den 13. März 1930, von 2 Uhr ab, versteigere ich Brandgaste 3: zwei Nähmaschinen, ein Fahrrad, eine Chaiselongue, mehrere Kleiderschränke und Schreibtische, drei Sofas, Betten mit Federzeug, Tische, Stühle, eine Kommode, Waschtische, zwei Schrank-Grammophone, zirka 100 Rehstangen, Bilder Ferner: Anny Ondra in ihrem entzückenden Lustspiel Der erste Kuß Eine groteske Angelegenheit in 7Akten Des Riesenerfolges wegen bis einschl. Freitag, den 14.3. verlängert 21)981 Generaldirektor Königlicher Bergmeister a. D. Heinrich Stähler u. Frau Gertrud, geb. Zimmer Meine Verlobung mit Fräulein (Lrla Stähler zeige ich ergebens! an sondern daö Berechnen nnd das Erkennen aus der Handschrift von Cvarakier und Schicksal, wie Ortö-, Stellen- nnd Berufs- wechsel, Veränderungen, Umstellungen, ÄuSgang wichtiger Er- eignifse nsw. ai'S Vergangenheit, Ge enwarr und Zukunft aus nur nrcna wissenschaftlicher Basis. Wer Bluff, Marien legen oder Wahrsagen vermutet, der bleibe meiner Sprechstunde fern. Sprechstunden von 10—1 und von 3—7 Ubr. tt. Gautzich, Psychocharakterologie z. 3. Gienen t Separater Ein- nnd Ausgang). Der Glock enguh zu Breslau Historisches Volksstück in 3 Akten. Vorverkauf: RM. 0,50, Abendkasse: RM. 0,80. Karten zu haben im Kath. Vereinshaus; Schuhhaus H. Pfeiffer, Wolken jzasse 16: Kaufhaus Elsoffer Zijzarrenh. Andreii.Wali- torstr.; VVasserhäuschon Frankfurter Str, u. h. d. Mitgliedern. charakterologie, d. h. kein Wahrsagen! KurzgeschnuteneS Anmachholz Haben Sie schon eine jjHäSSicl*1-Maschine? WMGMMMlMhr. Samstag, den 22. März, abdS 8* ..Ubt 9[öeotliioe6ouDnierfflMlDno bei Kamerad E. Sicrk. 20880 Tagesordnung: 1. Jahresbericht; 2. Kassenbericht; 3. RechnunaSprllfung; 4. Auszeichnung von Kameraden seilens der Wehr; 5. Etwaige Anträge aemäff Satz 20 der Salzungen; ti. BerfchtedeneS. Etwaige Anträge find Ins zum 20. März Lelm 1. Hauvlmann elnzureichen. Uniform: ArbeitSauSrllstung und Helm. Der Vorstand. Sewseld (Staatlich anerkannte Anstalt.) 1. Hauswirtschaftliche Iahreskurse. Gründliche und gediegene Ausbildung. Halbjährige Einfuhrungs- kurse in die Hauswirtschaft. Wahlweise Ausbildung im Maschinenschreiben und in der Ein- heitskurzschrift. \ 2. Die Schulaufsichtsbehörde Hot die Genehmigung erteilt, daß bei genügender Beteiligung eine Sonderklasse an der Haushaltungsschule eingerichtet wird, in welcher nach dem Lehrplan der L). II der Höheren Fachschule unterrichtet wird, um den Schülerinnen den Uebergang auf die U. I der Höheren Fachschule zu ermöglichen. Aufnahmebedingung: Lyzeumsreife. 3. Diätschwesternkurse. Dauer etwa acht Monate. Leitung: Dr. med. Range, Stadtarzt für das' Kurbad Hersfeld und leitender Arzt des Sana- toriums Wigbertshöhe. Prospekte, Auskünfte und Anmeldungen durch die Direktion der Haushaltungsschule Hersfeld, Neumarkt 11 (Lyzeumsgebäude). Der kommissarische Direktor: C h r i st i a n s e n. Spezial-Wet kstätten Gebr. Seelbach Südanlage Nr. 20 - Telephon Nr. 3627 i77iD Kapok- Matratzen aus la Kapok fertigen wir selbst an:73.~. 80.-, 85.-, 92.-, 99.-, 115.-, 136.-. Heute letzter Tag: Stuart Webbs in Masken Ab Donnerstag bis Sonntag, den 16. März, wieder ein Sensations-Film mit unerhörter Spannung: Die Jagd nach der Erbschaft Ävöe Ntfi ein» aud «Mu und fi Weit a’ ir, ?Q6 dies iS? 3 D ™ ein,, 'ttnet 'm.»6 °>it Zun, labe JUJ? b0 «Iler fi,l! sS- Polstermöbel in Stoff und Leder Miiei £ ein schö 0«r,. Kbrif errate wTianni, be grbeiM.^ 6drl Düll d Deichsp jjcher aber Milchasi' »lag. der «ezu gefuhrl ZorschertM Set bffnungsreve ^isprccheno, ■ allgemeine * 1 kiSeten und - nr öen bei . : (216cm auch Utibcn hat- G ^.etlichen aus >t Verfahre Rtn tzandwr ■4 heute zr Lrchnil alle ; tSif|enld)aft ■MSenbfler • ■ mens icar. i Gemeingut, Selveckschaft i kurch öie I rr Ilcberzeug SLebensha Dieser sich berzeugunk . für 6d)l i bearbeite1 id die T :dcn, unb r seine A itSgebiet । nk zusamn ebermi hen, W »2. bei kur -gen des . schlingen üb ■ Stilione, a* sowohl bei ferner Arbk , fcomit die P iber bie 2li i tocit ablicgei Uct mechanisc »u Zerstorun; schein Gedäch fünf Zeppe. ' Tmcrikasohr teilen unbti euch bereits le ien wird llchon seit e k; den Flu t Daschinensch M>e ilebeltä Jan diesem Air Betrieb Heben roller - ben: Denn ' Mangel fen ''s- fer Gag, giner Nasch pie Lager vi Werursacht. IDas Jnslii Wn geradezu Bnagilaal ist Geisterhände rP[wt b°tgi fipittg delvx 'lUen nut i Wteit. Di« 5aH, jj, Willst du sehen freud’ge Mienen, f spiel den Eltern, Tanten, allen Anverwandten BAU ERMANN’s Boston-Walzer. Er cefällt ihnen! Preis 80 Pf. Zu beziehen durch die Musik- u. Buchhandlungen taMz-fn Hieb Ginlaöung zur SMMsMUlW auf Montag, den 17. März, 20 Ubr, Kaufm. Bercinsdaus, Nordanlage 15. TageSordnuna: 1. Erstattung des Jahresberichtes 2. Vorlage der Nechnung für 1929 und Enllaitung des Rechners 3. Voritandöwahl 4. Verschiedenes. 2076V Evil. Anliäge find späiesrenS 3 Tage vorher bei dem Vorsitzenden emzuretchen. Für den Vorstand: W. Fritzel, 1. Vorsitzender. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIU Baöio Kttlngen erhellt billigst unter Garantie des beit. EmpkangeS. Prima Referenden. Beachten Ste bitte meine Schau- C. Röhr & Co. 1751 Bund „Haus und Schule“ Familien-Atenil Freitag,den 14. März, abends 8Uhr, im lohannessaal Wie gestattet sich Ihre Zukunst? LV Nur 2 Tage! K Morgen Donnerstag, den 13. März, und übermorgen, Freitag, den 14. März, find in («ieffcn im „Hotel Kobel", iRähe Bahnhof! Sprechstunden für experimentelle Psycho- L Höhere Handelsschule (Obervekundareife) II. Han- delsfachachule 111. Abendkurse. Einzelunterricht Beginn des neuen Schuljahres 1. Mai Druckschriften kostenl. Direktion Gießen Goetheatr. 32 GiefaenerKonzertverein Donnerstag, 13. März, 1930 Uhr, im Stadttheater Drittes Symphonie-Konzert Das Landestheater-Ordiester aus DarmStadt Leitung: Dr. Stefan Temesvary Solistin: Meta Kerdyk (Sopran) aus Berlin Beethoven: Sechste Symphonie (Pastorale) Mozart: Konzertarie Bella mia fiamma Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 Eintrittskarten: RM. 5.—, 4.— und 2.50 bei Ern et Challier (Fernruf 2071) und abends an der Kasse. Studentenkarten RM. 150 bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis. (19071) Deutscher Bolkstrauertag 1930 Gedenk-Feier zu Ehren unserer gefallenen Krieger Sonntag, den 16. JHürz 1930, mittags 12 Uhr pünktlich, in der Neuen Aula der Universität: Gedenkansprache: Universitätsprofeffor Dr. Eger. Weiter wirken mit: Der Bauersche Gesangverein, unter Leitung seines Ehormeisters Görlach, Frau Elfriede Fischer (Klavier), Musihehrer Franz Bauer jr. (Violine), Helmut Bayersdorf (Violine), Heinz Eger (Cello). Die Einwohnerschaft Gießens wird zur Teilnahme herzlichst eingeladen. Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang eine freiwillige Spende erbeten. Oie Ausgabe der plahnummern, die auf die Programme gedruckt sind, erfolgt am Eingang. Saaiöffnung 11)4 Uhr. Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Hessen, Bezirksgruppe Gießen Trümpert. „Unser Katechismus im Bild und im Lied“ GiefoenerTheater-V ereinigung, gegr.1926 Sonnlag, den 16. Marx, abends 8 Uhr Im Kathol. Verelnshans Mittwoch, 12. März 1950 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) !lr. 60 Drittes Blatt Aus Natur und Technik 'M Sonch, um 101930 OTto Plenen, Elbing Berlin löbe hjnchebtsq Mikrophon Breslau Diese-' ar die Untersuchung der Fixstern-Konstitution wenden, wobei es sich herausstellte, daß Spettrallinien bei Sternen nicht nur mit Temperatur, sondern auch mit dem Druck auf an- die der 12 W erfitdt: ’.x Witten mi(: Da iiers 05rM,Jfou . ($iolint),Atlmtrt erzliihst eiiMen. om Mont eine nmtrn, die auf dir löffnung il’A Uhr. rfürforge pe öitfitn en. diesem Beispiel erkennen, welche ungeheure, He" Betriebssicherheit erhöhende und Menschenleben rettende Bedeutung diese Forschungen Haien: Denn wenn man erst die Ursache dieser aus ihrer Lichtintensität zu bestimmen und sogar direkt nach einer neuen Jnterserenzmethode. D nach stellte man fest, daß z. B. der Helle rote Stern im „Orion“, Beteigeuze, und noch mehr der hellste Stern im „Skorpion", Antares, Aie- (von den Zwisthenrerjfärkern Q Sind nur die Hauptpunkte genannt) (Die an der Firn tagung in/nehmen ' den Orte sind unterstrichen) aus gleicher Materie aufgebaut sind, die sich nur in Abhängigkeit von Temperatur und Druck verschieden äußert. Endlich gelang es sogar bei einigen Fixsternen, ihre Durchmesser indirekt s e n st e r n e sind mit Dimensionen, die diejenigen unserer Sonne um mehr als das -Zweihundert- bis Dreihundertfache Übertressen. zeigt, daß es zweckmäßig war. dem Institut die Erforschung aller Schwingungsvorgänge, sowohl u'dui3 jnv usöuniHvjiD o;q . ji'Lx, 2 diq jr.v d; *u3ß da auf diese Weise die ©.laprungen auf einem Gebiete ohne weiteres für die anderen Gebiete nutzbar gemacht werden können. Jeder Funkgast hat ja wohl schon in feinem Empfänger Fern- sichten gehört und weiß also, daß man Bilder auch hören kann. 3m Hcinrich-Herh-Institut kann man auch Töne mit dem Fernseher untersuchen, wobei ganz eigenartige Bilder, sich nach der einen oder der anderen Richtung bewegende Gitter der verschiedensten Gestalt auftreten. Dies ist aber nur ein Beispiel für die vielen Arten, mit denen man den Tönen zu Leibe geht. Auch sonst ist das Institut mit allen neuzeitlichen Hilfsmitteln au.gestattet, z. B. mit einer Personensuchanlage mit Glühlampen und selbstverständlich mit einer umfangreichen, selbsttätigen Fernsprcchanlage. Das Heinrich-5-,ertz-3nstitut für Schwingungs- sorschung ist nach unserer festen Heberzeugung nur ein ganz kleiner Anfang auf einem ungeheuer wichtigen Gebiete, das die Technik noch in ungeahnter Weise befruchten wird. Die ganze Schwingungsforschung ist ja erst durch die Fun- kerei ins Leben gerufen worden, also nur wenige Jahre alt. Man braucht nur an die Fortschritte des Rundfunks und an das Fernsehen zu erinnern, um zu erkennen, was sie schon geleistet hat. Sie wird sich zweifellos auch noch andere Gebiete erobern und uns Dinge bescheren, die wir heute noch nicht einmal ahnen. wird, ohne kostspielige Derstärkerlampen arbeitet und durch seinen starken Laut,prccher die Möglichkeit bietet, sich ohne Kopfhörer telephonisch zu unterhalten. Der Direktor kann auf diese Wei.c Zuordnungen erteilen, Briefe diktieren oder Konferenzen abhalten, ohne sich in die entfernt liegenden einzelnen Abteilungen des Betriebes zu begeben oder seine Mitarbeiter von ihrer Arbeit fortzuholen. Bisher haben freilich nur verhältnis- mäßig wenige Großbetriebe von dieser Erleichterung Gebrauch gemacht, und der Apparat wurde überdies meist lediglich dazu benutzt, kleinere Entfernungen auszuschalten. Schon im vergangenen Jahr hat man einmal das Experiment im Grotten angestellt und die Elektrotechniker Verbände Hollands, Oesterreichs und Hngarms an dem Kongreß deutscher Elektrotechniker in Aachen teilnehmen lassen: die Redner der befreundeten Organisationen hatten es dabei nicht nötig, zu dienert Tagung weite Reisen zu unternehmen und große Reisespesen zu machen. Daß man im Haag, In Wien und in Budapest die Reden hören konnte, die in Aachen gehalten wurden, wird im Zeitalter des Radios niemand in Erstaunen sehen: daß aber die ausländischen Elektrotechniker zu diesen Reden Zwischenrufe machen, ihren Beifall äußern und Gegenreden halten konnten, also tatsächlich in großer Zahl an dem Kongreß teilnahmen. obwohl sie viele hundert Kilometer entfernt weil en, war das große Erlebnis, die Sensation, die ungeahnte Perspektiven eröfsnet. Dem Kongreß der Elektrotechniker folgte soeben eine Tagung des Vereins deutscher Ingenieure, die gleichzeitig in Berlin, Breslau, Eibing, Frankfurt a. O., Hindenburg und Königsberg stattfand. Am 7. Marz versammelte man sich in Berlin im prunkvollen Vortragssaal des Ingenieurhauses zu einem Diskussionsabend. Durch das Entgegenkommen der Reichspost und großer Clektrizitätsunternehmen waren Fernsprechverbindungen mit den Städten in Ost-Deutschland hergestellt, wobei auch ein Hnterfeetabel bei Pillau benutzt wurde. Die Berliner Zentrale stand nun in dauernder Verbindung mit den östlichen Städten, deren Bezirksvereine sich ebenfalls in Vortragssälen versammelt hatten, in denen Lautsprecher, Mikrophon und eine Leinwand zu sehen waren. Hm die Ferntagung durchzuführen, wurden 4800 Kilometer Leitungen und über 80 Verstärker in Anspruch genommen. Wie bei Kongressen, die in einem Raum stattfinden, gab es einen Vorsitzenden, der das Wort erteilte, nur daß die Redner bis zu 1000 Kilometer entfernt waren. Der Vorsitzende amtierte in Berlin, als erster Redner sprach Direktor Knoop vom Reichsausschuß für Arbeitszeitermittlung, dann kamen die Diskussionsredner der anderen Städte zu Wort, der Vortragende in Berlin erwiderte auf die Einwendungen, und zum Schluß hörte man noch aus Elbing das Deutschlandlied, mit großer Klarheit auf der Orgel gespielt. So waren fast dieselben Bedingungen hergestellt, als wenn alle 1400 Beteiligten in einem Saal beieinander gesessen hätten. Sogar die Person des jeweiligen Redners war zu sehen. So oft sich einer der fremden Orte zum Wort meldete, erschien an den übrigen Orten auf der Leinwand des Dortragssaales das Bild des Redners und sogar das Bild des Gebäudes, in dem der Diskutierende sprach. Wie bei anderen Kongressen, setzte der Vorsitzende bestimmte Redezeiten fest, befragte, wenn es notwendig war. die über ganz Deutschland verstreute Versammlung und erbrachte auf diese Weise den Beweis, daß es nicht unumgänglich notwendig ist, viele Stunden auf der Eisenbahn zu verbringen, um an einem Kongreß teilzunehmen. Das Thema, oas zur Erörterung stand, war so gewählt, daß es in der Tat die verschiedensten Städte im Reich interessieren mußte. Man sprach über den Wert oder den Unwert der Rationalisierung, die ja zu einem erheblichen Teil für die Arbeitslosigkeit mit verantwortlich gemacht wird. Direktor Knoop verteidigte die Rationalisierung, ohne sich darüber unklar zu sein, daß Fehler begangen wurden und manche Rachteile sogar unvermeidlich sind. Aber die Diskussionsredner waren meist entgegengesetzter Meinung. Am Schluß war man überzeugt, daß die kritiklose Hebertragung amerikanischer Methoden auf deutsche Verhältnisse Schaden anrichten muß und auch Schaden angerichtet hat. Die Tatsache der Rationalisierung ist ja nicht so neu wie das erst seit einigen 3ah- ben 7.Mfz iW »-k 10 Lautsprecher Berlin drahtlos über den Ozean gesandt werden. Dennoch berührt es sogar den blasiert gewordenen Zeitgenossen eigentümlich, wenn er in das Bureau eines Großindustriellen tritt und dort den Direktor eines Unternehmens in angeregter Unterhaltung mit einem unsichtbaren Partner findet, ohne daß ein Telephon im Zimmer zu erblicken ist. Man könnte glauben, er unterhielte sich mit einer Person, die unter einer Tarnkappe versteckt im Raum weile. Dieses Wunder wird durch ein kleines Kästchen vollbracht, einen Apparat, der einfach an die Lichtleitung angeschlossen Df,u"9 m« Sräuhln ch an Moderne Himmelskunde Von Or. Adolf Marcuse, Professor an der Uniüerjifät Äerlin. 5- N Übertragener Frequenzbereich 300 bis 3000Hertz Polstermöbel nomie geht aber noch erheblich weiter. Aus Messungen von Linienverschiebungen im photographisch aufgenommenen Spektrum der Fixsterne hat man jetzt für etwa 3000 Sterne auch die Radialgeschwindigkeit oder die Bewegungen in Richtung der Gesichtslinie finden können. Die neuere Stellurastronomie ist in der Hauptsache als ein Kind der letzten Jahre zu bezeichnen und stellt vielleicht das größte Problem der Himmelskunde dar, das hier auch nur . angedeutet werden kann. Cs handelt sich dabei um Entfernungen und Bewegungen der Fixsterne, Sternhaufen und Rebelgebilde im Weltall, um ihre Beschaffenheit und um ihre Entwicklungsgeschichte. Die unser Sonnensystem unmittelbar umgebende Welt von Fixsternen im Milchstraßensystem ist im Vergleich zu den fernsten Rebel- aebilden mit Entfernungen von etwa einer Million Lichtjahre (ungefähr 10 Quadrillionen Kilometer) eine verhältnismäßig kleine Stemwolk. _ ihre Intensität ändern. Sv fand man, daß alle Sterne Ferner konntö man in allerneuesten Zeit sogar die Ergebnisse der modernen Atomtheorie Kongreßreden auf der Welle! Sernfaguna der Ingenieure. - Diskussionsredner in 1OOO km Entfernung. Reisen und Reisespesen überflüssig! -1400 Delegierte in 6 verschiedenen Städten. Von Dr. (Siegfried Kurth. eine wirklich wissenschaftliche Hohe erreichen, nachdem Photographie, Photometrie und Spektralanalyse gesunden und in die Astronomie eingeführt waren. Das Studium der Oberflächen von Himmelskörpern bleibt allerdings bisher zumeist noch beschränkt auf die Bestandteile unseres Sonnensystems und konnte neuerdings nur auf die Weltsysteme der Rebelgebilde erweitert werden. Die Fixsterne selbst, also die Sonnen fernster Welten, erscheinen sogar in den größten Linsenfernrohren von über einem Meter Oessnung und in den gewaltigsten Spiegelteleskopen mit 21/? Meter Oessnung nur als Punkte, ohne die Möglichkeit, irgendwelche Einzelheiten zu erkennen. Die Aufschlüsse über den physikalischen Zustand und die chemische Zusammensetzung der Gestirne gelangen der modernen Astronomie vollständig und in geradezu bewundernswerter Weise durch die geschickte Anwendung der Spektralanalyse. Auf astronomische Probleme angewandt, läßt sich aus dieser Lehre von der Lichtzerlegung folgendes herleiten. Besteht das Spektrum eines Gestirns nur aus Hellen Linien ohne Farbenschattierung, so ist es eine leuchtende Gasmasse, wie z. D. die Rebelflecken. Treten im Spektrum eines Himmelskörpers alle Farben von Rot bis Violett und zugleich dunkle Linien auf, so hat der lichtsendende Körper einen dichten, selbstleuchtenden Kem, von einer gasförmigen, glühenden Hülle umgeben, wie z. D. die Fixsterne und auch unsere Sonne. Das Spektrum eines Sterns gibt aber nicht nur über die stoffliche Zusammen- ^tzung Aufschluß, sondern nach den neueren llnteittuchungsmethoden auch über Temperatur und Farbenindex des betreffenden Himmelskörpers. So fand man, daß die heißesten Sterne etwa 22000 Grad Celsius und die kühlsten nur ungefähr 3000 Grad Celsius Temperatur haben. Die Anwendung der Spektralanalyse in der Astro- gerichtet sind. Schaltkanäle in den Fluren gestatten es, beliebige Laboratorien miteinander zu verbinden, und Fenster in den Zwischenwänden erlauben Versuche mit langen Lichtstrahlen. Ein Raum ist so gebaut, daß er einen möglichst großen Rachhall liefert, und zwar dauert dieser ei manchen Tönen bis zu 8 Sekunden. Man versteht darin sein eigenes Wort nicht. Einen Kilometer weit sausen die Schallwellen in diesem Raum herum, ehe sie von den Wänden aufgezehrt sind. Legt man in diesen Raum schalldämpfende Platten, so kann man messen, wie sich dadurch der Rachhall verkürzt, und daraus kann man Schlüsse auf die Güte der Platten ziehen. Zur Prüfung der Schalldurchlässigkeit von Baust offen wird mit diesen ein Fenster zwischen zwei Räumen ausgefüllt, und es wird zu beiden Seiten des zu prüfenden Stoffes je ein Mikrophon angebracht. In einem der Räume werden dann Töne erzeugt, so daß man durch Vergleichung der beiden Mikrophonströ.ne die Durchlässigkeit ermitteln kann. Ein anderer Raum wieder ist so gebaut, daß er einen möglichst geringen Rachhall hat. Er istunit schalldämpfenden Wänden versehen, in die zum Einfangen der tiefen Töne zahllose, etwa fingerdicke Löcher gebohrt sind. Die Messung mechanischer Schwingungen geschieht vielfach elektrischen Mitteln, zum Beispiel dadurch, daß man sie eine Belegung eines Schiebekondensators am schwingenden Gegenstand befestigt, während die andere feststeht. Schon diese Tatsache Der Verein Deutscher Ingenieure hat soeben eine Tagung abgehalten, deren Teil- nehmer sich in sechs versch'edenen Städten befanden. Rach einem in Berlin gehaltenen Vortrag sprachen Dislu.fionsredner in Breslau, Elbing, Frankfurt a. O., Hindenburg und Königsberg. Untere Generation hat das Wundern verlernt. Sie findet es selbstverständllch, daß räumliche Entfernungen spielend überwunden, Gespräche mit Blitzeseile durch die Welt gefunkt, Bilder treffe sich dokumentiert an jenem Wissenszweige, fcc Exaktheit der Raturwis.enschaft mit Idealls- iiti einer höheren Weltanschauung vereinigt. Zs dürfte daher von allgemeinem Interesse liin, einen kurzen Heberblick über dieHaupt - Probleme der modernen Astronomie zu geben, in.tr Wissenschaft, deren Entwicklung nunmehr l:it etwa fünf Jahrtausenden eine fontinuier- Ifx und durchaus stetige gewesen ist. Sie Bestimmung der scheinbaren Lage und Bewegung eines Gestirns am Firmament nit Hilfe von Meßinstrumenten ist eine Auf- (a6e, die seit Jahrtausenden die Astronomie clkr Völker beschäftigt. Die Festlegung von Ireinbaren Bewegungen im Bereich fernster Äeltsysteme gelang erst in den letzten Jahr- xhoten, die unsere Kenntnis vom Weltall ent- Ihebenb erweiterten. Wie man aus den schein- facm Bewegungen der Gestirne auf ihre wahren ?a}ncn im Hnwerfum schließen kann, das lehrt Schema der Fernleitungen der „Ferntagung Ost" des Vereins Deutscher Ingenieure, bei der die Bezirksoeceine in Berlin, Breslau, Elbing, Frankfurt a. O., Hindenburg und Königsberg untereinander durch behelfsmäßige Kabel verbunden waren. Jeder der Sitzungssäle war mit Mikrophon und Lautsprecher ausgerüstet, die es gestatteten, vom Sprechen auf Hören umzuschalten. uns die Himmelsmechanik, die vielleicht einen der größten Triumphe menschlichen Geistes darstellt. Vor Kopernikus, also bis etwa zur Mitte des 16. Jahrhunderts, lag die Mechanik des Himmels noch in ihren ersten, recht unbedeutenden Anfängern Erst das Dreigestirn Kopernikus, Kepler und R e w t o n hat dieses schwierige Gebiet der theoretischen Astronomie auf eine höhere Stufe der Entwicklung gebracht. Ja, man kann ohne Hebertreibung sogar behaupten, daß das von R e w t o n gegen Ende des 17. Jahrhunderts gefundene Gesetz der allgemeinen Massenanziehung die Zauberformel zur Lösung der Probleme in der Himmelsmechanik bildet. Aber das Rewtonsche Gesetz ebenso wie die In demselben enthaltenen Keplerschen Regeln entwickelten sich aus dem ^genannten Zweikörperproblem, bei dem nur je ein Planet um die Sonne bewegt, angenommen wird. Dies trifft in Wirklichkeit nicht zu, da viele Planeten die Sonne umlaufen. Erst das 19. und 20. Jahrhundert brachte für dieses Mehrkörperproblem die mathematisch-mechanische Lösung in den sog. Storungs- Rechnungen, deren an und für sich ziemlich komplizierte Formeln dadurch vereinfacht werden können, daß die Anziehung der Sonne allein wegen ihrer großen Masse die Anziehungswirkungen der Planeten aufeinander wesentlich überragt. In den letzten Jahrzehnten ist diese Störungstheorie noch wesentlich vervollkommnet und verfeinert worden. So entstanden neue Methoden zur Bahnbestimmung auch außerhalb unseres Sonnensystems in den fernen Welten der Doppelsterne, sogar innerhalb der Sternhaufen. Die Hntersuchungen übet Aussehen, Beschaffenheit und Veränderungen der Himmelskörper begannen mit der Erfindung des Fernrohrs am Anfang des 17. Jahrhunderts, konnten aber erst im Laufe des 19. Jahrhunderts 1 -'Mängel kennt, fo ist die heutige Technik natürlich n der Lage, sie abzustellen. Jede Schwingung A lein er Maschine ist schädlich, und wenn sie nur QualltätS^" lie Lager von Wellen ausschlägt und Geräusche verursacht. j Das Institut ist zur Vornahme dieser Prüfun- geradezu mustergültig eingerichtet. Der Dor- wrgssaal ist das reine Zauberkabinett, in dem Geisterhände die Fenster verdunkeln, wenn Licht- lili'er vorgeführt werden sollen, und Heinzel- - ninnd)cn die riesigen Wandtafeln auf- und ab- »aK i?Lrt8 bewegen. Daß dort die Elektrizität in ^Vl* ilbtn nur denkbaren Formen und Spannungen . n Mr 362' aic Verfügung steht, ist fast eine Selbstverständ- elepnon • j77|D kHkit. Dies ist auch in allen andern Räumen tec Fall, die auch sonst aufs zweckmäßigste ein- 3n einer Zelt wie der unserigen, wo neben tz'valligen Fortschritten in Raturwissenschaft und .cchnik auch frühe Mystik ihre Wunderblüten treibt, ist es immer lehrreich, sich über die Gven- lar und Erfolge eines Wissensgebietes volle KI arbeit zu verschaffen, das wie kaum ein anderes kl Menschheit Innerstes packt und bewegt. dies in der Tat bei der Astronomie ki Fall Ist, erkennt man am besten, wenn man, di« der Verfasser, eine Reihe von Radio-Vor- träten über Ergebnisse der Himmelskunde hält, totiei aus einem größtmöglichen und ganz ver- K ieben gearteten Hörerkreise durch briefliche linbgc6ungcn ein geradezu verblüffendes 3n- Hindenburq ^==^r~ _.Gleiwitz 2-—. id l.----J poK- tratz" ■ & c° , -a _ , . Neuk/rch -Höhe . • Frankfurt 0- vxvo-jLaak’m—»----- Leitungsnetz 'für die Fern tagung des V.D;J. jfni sb . ..... zj ßerhn -Königsberg 9 Ferst-650km jZ y*. Stettin Königs bg Berlin - Elbing lOVerst • 750km n u/ali> euch bereits gezeigt — infolge dringender Ar- DOStOn• Wdi« k-ten wird im Institut für Schwingungssorschung ItjDix seit einigen Monaten gearbeitet —. daß [usik-wBuchhanil: Den glugAcugmuftem, bei denen die meisten Maschinenschäden eingetreten sind, Schwingungen Hebeltäter waren, und man kann gerade ttöffiung des Seinrich-Serh-Znflituts für Schwingungssorschung. Don Max Fischer. Dieser Tage ist das Heinrich-Hertz-3n- Uut s ü r Schwingungssorschung in ? < r l i n feierlichst eröffnet worden. Man hat int ein schönes Heim auf dem Erweiterungs- runbe der Technischen Hochschule, auf dem ©e- inbe ber ehemaligen Freunbschen pHafdjtncn- hbrlf errichtet unb zu feinem Leiter einen Mann rnannt, ber bie Gewähr für ein ersprießliches -Icbeiten bieses Instituts bietet: Professor Dr. 1-icl Willi Wagner, ber frühere Praßbent rö Reichspostzentralamtes, vereinigt in glück- Her aber seltener Weise die Gründlichkeit I'llenschaftllcher Forschung mit praktischem Einhlag, ber schon bei seinem früheren Arbeiten nzu geführt hat, die werwollen Ergebnisse seiner jsrschertätigkelt schneller, als es sonst geschieht, er Technik dienstbar zu machen. In seiner Er- istnungsrede wies er denn, dieser Einstellung mklprechend, darauf hin, wie ungeheuer fich die dl gemeine Lebenshaltung nicht nur des Ge- iH>eten und Wohlhabenden — als Beispiel zeigte r den bei Kerzenlicht arbeitenden Goethe — ordern auch insbesondere die des Arbeiters ge- oben hat. Er führte weiter aus, wie bet neu- e tuchen aus bem Handwerk geborenen Technik ie Verfahren nicht mehr genügen können, die cm Handwerk den Fortschritt brachten, sondern jR heute zur Erzielung von Fortschritten in ber itcbnil alle Mittel gut genug sind, bie die Disfenschaft bietet, ein Gebaute, bessen hervor- .ugendster Vertreter bekanntlich Werner Sie- nen s war. Diese C.k nntnis ist in Ane.i'a schon iGemeingut, und es sind dort insbesondere die Gewerkschaften, die bie Förderung der Technik tureb die Wissenschaft verlangen, weil sie von c Ueberzeugung durchdrungen sind, daß dadurch iic Lebenshaltung der Arbeiter verbessert wird. Dieser sich auch bei uns Bahn brechenden 1!c berzeugung verdankt das Heinrich-Hertz-Insti- tü für Schwingungssorschung seine Entstehung. Cü bearbeitet ein Gebiet, in dem die Erkenntnis tnt> die Technik noch in den Kinderschuhen ’fcclcn, unb muß sich vielfach die Grundlagen »jac seine Arbeiten selbst schassen. 3n fein Arbeitsgebiet gehören nicht nur die mit bem Rund- jkiml zusammenhängenben elektrischen Fragen, wie ‘jllebermittlung der Sprache, Fern - Zsehen, W e 11 e n a u & b r e i t u n g, namentlich bei kurzen Wellen, sondern auch alle Fra - wen des Schalles, also insbesondere For- Mchungen über das Wesen der Töne und der Mciltöne, aus denen sie zusammengesetzt sind, 04 5 106 5 104 104.75 von ,927 87.5 — 87.2 Hamburg-Südam Dampsschiss 8 — - — — 7% Deutsche flleld)?anlcU)f Hama Tamvilchiss . 10 — — i44,5 — von 1929 98,13 - 8.25 — Rorddeutscher Liohd . . 8 106 108.75 105.75 107,25 Scutfdie Anl.-Ablöi.-Schuiv mit Allgemeine DeutscheCreditanst. 10 20.5 '20,5 121.25 Auslos.-Rechten 30,75 51 i0,6 51 Barmer Bankverein 10 128 128,5 128 128,5 Desgl. ohne Auslos.-Rechte 8,45 8.6 8.4 8.6 Berliner Handelsgeieilschast 12 180 — 180 180.25 8% Helt. iHoirsftaat von 1926 Eommerz- und Privat-Bank 11 154.5 155,5 154,5 155.5 äüdtablb. 102%) 85,5 — 86 — Darmstädter und Nationalbank 12 231,5 — 230.5 230,5 Oberhesjen Provinz - Anleihe mli Deutsche Bank und Ausioi.-Rechten 49 — — — DiSeonto-Kelellschast, . . 10 146 — >45,75 146 Deutsche Komm. Sammeiabl. Dresdner Bank...... 10 '47 147.25 146 147.5 Anleihe Serie l 6% .trant|. Hnp.-Bant Aoldpse 49 — 49.5 — Reichsbank ...... 12 283 282.5 284.25 XIII unkünvbar bis 1981 96.5 — — • 21.EG.......... . 8 < 63 164.75 -62,13 164.4 7% ittanll Hnp.-Bank Kolvvie Bergmann........ 9 200 202 202 unkündbar bis 1932 85.5 — — — Elektr. Likserung-geseMchaft 10 — — 164 «y,% Rbeiniiche Hnp.-Bank Licht und Krall 10 68,5 — 167 167.25 Stau. Äoldpie. 2.25 — — — .tzelten & Guilleaume Geielischasi für Elektrische iS 125 — 124 125,5 8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt. Piandbriele R. 17 97 — 97 — Unternehmungen 10 '71,5 172,25 ■70,75 172.5 8% Pr i-andespsandbrtesanstalt, Hamburger Eiektrtmäte-Werke 10 — - — — Komm.-Lbi. R. 10 94 94 * Rheinische Elektrizität . . 9 * - 40,5 142 7% Pr Lanvesplanddrielanstalt. Schlesische Elektrizität. . . . 10 — — — 166.5 Plandbrieie R to 89 — 89 — Schurke« & (So. .... 11 '88 187,5 184,5 187.5 A.E.G. abfl. Borkrieg«. Obligatio- Siemens & Halske ..... u -50 — 246,25 252,5 neu. rückrablbar 1932 s2 — — — Transradio . ....... . 8 — • — Labmeuer & Co....... lf 164 — 163 — 4% Ccitem-muiche cSoldrente — —- _ _ . 6 75 77 75.9 4,20% Lesterreichische Silberrentr 4% cesterrrichiich, Einheitliche 1.75 - - — Drilliche Erdöl . ..... Eijener Steinkohle ..... . 6 . 8 101 101 99,25 -41.5 101.25 Reine 4% Ungarische (Solbrente 4% Ungarische Staaisrcnte v. 1910 26 — 26 3.3 Gelsenkirchener ..... Harpener ...... Hoeich Eisen ...... - 8 . 0 6V. H9 32,5 37 5 131 138.65 >32,5 108 139 25 132 109,25 4Vt% oMfli. von 1913 d — .'4 4 — fblr Bergbau ...... tu — 250.5 251 4% Ungarische Kronenrenre — — 43 2,4 jklocknerwerke ..... '04,5 - 103.75 ■05.5 4% lürfihtw Hollanleide von Ifln .3 — n.3 -.45 Köln-Neueilen ... . 7 105 75 10t 1% Türkische Bagdadbabn-Anl ,25 Mannesmann-Röhreo . . . . 7 -05.75 i08.4 104.65 107,9 Serie l — 6,2 — Pianoseider Bergbau . . . 7 05.5 105 104.25 104.75 4% desgl. Serie II *.25 — 6,2 — Lberschlei Eilenbevark . 5 67 — 5% Rumänische oerrind Rente 10.8 Lberschles Kok,werke . . . . 7 — — 8.9 100.5 von 1903 — 10.9 — Pbonir Bergbau - . . 6'A 01.5 102 -01.75 102.13 4y,% Rumänische vereinh. Rente 17,13 Rheinische ÄrauiUohlca . . 10 232 — 230.5 234 von 1913 17 — — Rbeinstahl ...... . 6 115 * H3.9 115.6 4% Rumänische vereinb. Rente . 6,75 •— 8,8 - Riedeck Mont«...... 97 - — 97,25 ;?ranttun a vi. Berlin uß»! kN- 1 t»ubr» fit re Schluß» l Amanq» 1ur< flurd Datum II d 12 - II 3 12- d Beremigre StahlweNe 95.75 — 95,75 96 Olavi Minen 16'/, — — 56.75 57.6 Kaliwerke Aschersleben . . 1< 214 215,5 212.5 214,75 Kaliwerke Westeregeln . . 10 ■16.5 —— 215.5 216,5 Kaliwerke Salzdetfurth . . 15 358 — 357.75 363 I. G- ,tzarben-Indusme . . 12 |64.25 164.75 162,5 164,4 Tnnamil Nobel .... . . 6 76.5 78 CcheideanstaU..... . . 9 147 — Goldichmidl ..... • . . 5 18,5 — 68 25 68 Rütgerowerke ..... . . 6 76 77.5 76 77.25 Metallgeielllchafl. . . . . . 8 107 107,5 i 6.5 — PHUWV Holzmann . . . . . V 96 96,5 98 Zementwerk Heidelberg . 10 '27.75 127,75 — Eementwerk Rarlflabi. . e . 10 141.5 Wavß & srrevtag . . . - 8 82.5 — Schultdets Payenhoter . . 15 - - 268 270 Cftroerte ...... • . 12 — — 209.5 210.9 Aku ..... . 18 '04.5 106 102.75 105.75 Bemberg ...... . 14 153 — 151 157 gellktoss Daldbos . . . 18'/. 209 10 205,5 208.75 Rrllftoff Aschasienburg . . 12 -53.25 — 150.25 153 75 Ebarlottenburger Waiier e . . 8 — — 97.25 98,5 Teiiauer Gao . . . . 9 — 169 170,5 Daimler Motoren . . . . O 18.5 39 38.4 39.6 Teutiche Linoleum . . 244 — 242 245 . . O — — 15,5 46 25 Rai. Automobil . . . . o — — - — Orentlein & Stoppel . • . . 6 — — 73 73.75 Leonhard Tiey . . . . 10 — 159 -54 159 SvenSka - • ■ 333 .tronltunet Maichine« . . . 4 37 — 37 — Grinn er . . e . . 6 38 — 40 — Heviigenstaedi . . . . . O — — — — 3unflbane . . . . . 6 39 — 40 • LeMwerke .... 8 05 — — Mainkrastwerke Höchst a. M. 8 107 107 — — Miag • . . . 10 130 129,5 129 Gebr. Roeder . . . . 10 107 — — — Boigi & Haessner . • • Süddeutsche Auto . . e . . 9 . 10 218 153,25 218 153 — vanlnolen. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. D Serlin, l l .Mch, ruikriianume Dloien..... Belgische Noten ..... • <* *e(b 4,187 58.30 —r»r 58,54 Dänische Noten ....... H1.96 H2.40 20.375 20.455 16,395 16.455 Holländische Noten ..... 168,01 168.69 22 08 22.16 Norwegische Noten .... T' Uifdi Ccftcrr,ä 100 Kronen H1.96 112.40 58,93 59,17 Numänilche Noten...... 2,469 2,489 Schwedtsche Noten...... 112.33 H2.77 81,2; 52.05 12.37 81.55 Svanische Noten....... Tschechoilowaklsche Noten . . 52.25 12.43 Ungarische Noten . . . 73.05 73.35 il. 2)idn 12- Mär, Amtlich Notierung Amtliche Dotierung Geld Sri । Seid Sve^ 21llt't.»Nott. >68,26 >68.60 167.93 168 27 Bu n Aires 1.569 1.573 1.567 1.571 Brss- Antw- 58.42 58,54 58.35 58.47 Christianta. '12.19 112.41 112.25 112.55 Rop.-nbnfl/n 112,23 112,45 112.08 112 30 Ltocklwlm . H2.54 112,76 112.39 112.61 LelnngforS. (Italien. . . 10.548 21.97 10,568 22.01 10,536 21,94 10.576 21.91 London. . . 20.393 20,433 20.358 20.391 Neunort . . l 1940 4,2020 4.1885 4.1905 Parts.... -6.405 16,445 16.38 16.41 Schwei; . . Soa i:n - 81.15 81.31 81,02 81 11 52.15 52.18 51.42 51 52 Jovan . . . 2.066 2.070 2.063 2.067 "io de Jan. Wien in D-» 9.491 0.493 0.488 58,99 0.490 59.11 Oft abflcit -9,06 -2,42t >9.16 Prag . . . 12.44t 12.413 12,433 Bel irad . . 7,405 7,419 7 400 7.414 Dndav'll . . 73.23 73.37 73,16 73.30 Hui arten 3.027 3.043 3.034 3,040 Vifiabon . 18.87 18.86 18.81 18.85 T°n;ig - • . Sonst ntin. 1,52 1.784 81.6t 1,781 81.43 1.785 81.55 1,789 Athen- . . 5.425 5,435 5,425 5.435 Lanada 4.176 4,184 4.170 4,178 Um uat). . 3.706 3,714 3.726 3,734 Tatro - - . 20.908 20,948 20.875 20,915