Noch immer keine Entscheidung Aus- eine an- zugelassen. Kapitän Lis erklärt wiederum, das mErtmi- nicrtc Dokument vom 15. 3uni 1925 9eiefen zu haben, jedoch habe er der Unterschrift keine Bedeutung beigemessen und ihm keine Beachtung geschenkt, obwohl er allerdings angibt, das Dokument sei von Ulih unterschrie- Annahme von Anzelae» für die Tagesnummer vir zum Nachmittag vorher» Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re. klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorfchrist 20% mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Wie polen „liquidiert" Oer kritische Tag. Das Kabinett will am Freitag die Entscheidung herbeiführen. Berlin, 10.April. ((Eigene Meldung.) Die heutigen parlamentarischen Verhandlungen drehten sich um zwei Problenze: Einmal um den versuch, ein Kompromiß in der Biersteuerfrage zu finden, das auch der Bayerischen Volkspart e i die Zustimmung möglich machte. Die Bayerische Volkspartei war aber schließlich nur bereit, eine Erhöhung von 40 Prozent zuzugestehen. Dafür verlangte sie eine Ueberweisung an Bayern, die einer Erhöhung von 75 Prozent entsprochen hätte. Diese Konzession haben die übrigen Regierungsparteien abgelebt, und so ist die Frage, welche Haltung die Bayerische Votkspartei bei der morgigen Abstim- tnung zur zweiten Lesung der Deckungsvorlagen einnehmen wird, noch vollkommen offen. Zum zweiten ging es bei den heutigen Besprechungen darum, die Verbindung abzubiegen, die die Deutsch- nationalen zwischen Agrar- und Finanzfragen durch ihren Antrag schaffen wollen, der die Erhöhung der Agrar Zölle an die Benzolzollvorlage anfügt. Der taktische Gegenzug der Regierungsparteien ist ein Snitiatio- gcsctz. das heute von ihnen unterschrieben wurde — auch von der Bayerischen Volkspartei — und das am morgigen Freitag im Reichstag eingebracht werden wird. Das Jnitiativgeseh ist an die Regelung der Finanzfragen gebunden. Es enthält das Agrarprogramm, wie es die Regierungsparteien am Dienstagabend vereinbart haben. 3n ihren Kreisen wird übrigens betont, daß die Regierungsvorlagen in vielen Punkten höhere Zollsätze vorsieht als der deutschnationale Antrag. In dem außerdem eine Reihe von Zollpositionen fehlen. Die Benzol- und Benzinvorla<-e wird nun von neuem an den Ausschuß verwiesen, obgleich sie noch als erster Punkt auf der morgigen Tagesordnung steht. Man will auf diese Weise den Vorrang beseitigen, den die deutschnationale Taktik den Agrarfragen geben würde. Man befürchtete, daß die Deutschnationalen bei den Finanzsragen leichter Schwierigkeiten machen könnten, wenn die Agrarfragen vorweggenommen wären. Diese Befürchtung wird aber nicht auf allen Seiten geteilt, weit die zweite und dritte Lesung der Agrarfragen doch erst hinter der Erledigung der Deckungsvorlage rangieren wird. Der Kanzler hat die Verhandlungen mit den Parteiführern heute abend unterbrochen, um der Bayerischen Volkspartei noch einmal Gelegenheit zu geben, die Situation unter sich zu besprechen. Ls kam hinzu, daß er sich nicht wohl- fühlte. Rach dieser Sitzung der Bayerischen Volkspartei waren in der Wandelhalle alle möglichen Gerüchte verbreitet. Richtig ist daran, daß der Kanzler am morgigen Freitag unter allen Umständen eine Entscheidung herbei- führen will. Staatssekretär Meißner war heute abend längere Zeit im Reichstage und man schließt daraus, daß die Forderung des Kanzlers nach Klar- heil auchdenWünschendesReichspräfi- denten entspricht. Sollten sich in den morgigen Reichstagsverhandlungen wesentliche Schwierigkeiten ergeben, so würde die Regierung die Vollsitzung unterbrechen lassen, um in einer Kabinetts- sitzung ihre Entscheidung zu treffen. Rach Lage der Dinge könnte sie nur die Auflösung bedeuten. 3n Kreisen, die dem Kabinett nahestehen, beurteilt man die Lage aber durchaus ruhig und glaubt, daß es soweit nicht kommen werde. Dieser Opti- Beauffragf, zu untersuchen, ob die i photographische Platte d i e 21 u f rra Originals dcr inkriminierten Bescheinigung darstelle oder nur d i e Aufnahme der Photographie derselben. Rechtsanwalt Dr. Baj stellt hierauf den 2lntrag, den ^chrtttsach- verständigen und Sachverständigen für Photographie. Professor Bischof aus Lausanne der bereits in Kattowitz weilt, in dieser Eigenschaft zuzulassen. Bemerkenswerterweise schließt sich der Staatsanwalt diesem 2Intrag an, da er o.fenbar selbst Zweifel an der Zuverlässigkeit des Sachverständigen Krohl hegt. Rach kurzer Beratung wird Professor Bischof als Sachverständiger deutsche Minderheit hat in Polen immer mit reinen Händen um ihre Heimat gekämpft. Ob die Polen das auch von sich sagen können, als sie selbst im Deutschen Reiche noch Minderheit waren, das steht auf einem rnismus hat offenbar feinen Grund in Besprechungen, die heute nachmittag mit führenden Mitgliedern der deutschnationalen Fraktion (attgefunben haben. Oie Haltung her Oeutschnationalen. Tic Abändcrungsanträgc zum Agrarprogramm. Berlin, 10.April. (Tel.-Un.) Nach dem cheiden der Bayerischen Volkspartei aus den Steuer- planen der Negierung liegt die Entscheidung über das Schicksal der Negierung bei den Deutschnatio- nalen. Dem Vernehmen nach stehen die Deutsch- nationalen auf dem Standpunkt, daß die Forderung der Negierung auf Verbindung des Steuerprogramms mit dem 21 g r a r Programm nicht zu rechtfertigen ist, da zur Durchführung des Agrarprogramms der Regierung Brüning keinerlei geldliche Auswendungen erforderlich sind. Auch bestünde di« Gefahr, deren Blatte. Oer ill h-prozeß. Kattowitz, 10. April. (WTB.) Zu Beginn der heutigen Dormittagssihung des Ulih-Pro- zesses protestiert Rechtsanwalt Dr. Baj gegen das Verhalten des Vorsitzenden der ersten Instanz, Dr. Herlinger, der in der gestrigen Rach- mittagssitzung dem Staatsanwalt private Aufzeichnungen aus dem er st en Prozeß in auffälliger Weise zur Verfügung stellte, nachdem vorher der der Verhandlung ebenfalls beiwohnende Leiter der politischen Polizei davon Kenntnis genommen hatte. Der Staatsanwalt erwidert, daß Herlinger lediglich zur Aufklärung der bei der Vernehmung des Sachverständigen Kwieezinski entstandenen Unklarheiten die Protokollierung des Sachverhalts aus der ersten Instanz vorgelegt habe. Prof. Krohl vermag als Schriftsachverständiger, obwohl ihm zahlreiche Photographien der fraglichen Bescheinigung vorgelegt werden, heute nicht mehr anzugeben, aus Grund welcher Photographie er sein erstinstanzliches Gutachten abgegeben habe. Er weih nur noch, daß er das betreffende Dokument mit seinem Zeichen Der- . ' ~ - «.«-.ftififor sehen habe. Der Sachverständige wird daraufhin | gar, seiner Ansicht nach sei Ulitz ein preußischer vorliegende | Staatsbürger. Gegen diese Behauptung fetzte sich chme des | der Angeklagte ganz entschieden zur Wehr. Erscheint täglich,außer Sonntage und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Famllienblätler Heimat im Dlld Die Scholle. monats=Beiug$prel$: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn. auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zemsprechanschlüsse «nterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen, pokscheckkonto: $ran!furt am Main 11686. DasDekkungsprogrammvordemMchsiag Moidenhauer begründet die Kompromißvorlage. - Oie Sozialdemokraten fordern erneut ein Notopfer. daß das Agrarprogramm nach einer-etwaigen A.i- nahm« der Stenergeses;« ver schlechterl werden könnte. Außerdem sei das Agrarprogramm in seiner gegenwärtigen Form durchaus ungenügend, da es kein Moratorium für den O st e n enthalte und die Ermächtigung dem Kabinett und nicht dem Reichsernährungsminister gegeben werden solle. Die deutschnationale Reichstagsfraktion brachte am Donnerstag ihre Anträge zur Agrarfrage zusammcn- gefaßt als A b a n d e r u n g s a n t r a g zu dem Gesetzentwurf über Zolländerungen beiBenzinundBenzol, der zu den Dcckungs- vorlagen gehört, ein. Die Einträge betreffen die Ermächtigung zur Erhöhung der Getreidezölle, die Wiederherstellung des Z 12 des F I e i s ch- befchaugefetzcs, die Erhöhung des Schweinezolls auf 27 Mark, wenn der Preis im Durchschnitt zweier Wochen niedriger als 75 Mk. ist und auf 36 Mk., wenn der Schweinepreis infolge der Einfuhr niedriger als 75 Mk. ist, die Ermächtigung an die Reichsrcgierung, den WertderEin« fuhr scheine entsprechend den wirtschaftlichen Bedürfnissen festzusetzen usw. ben gewesen. Die Rachmittagssihung brachte zunächst eine Gegenüberstellung zwischen Kapitän Lis und Ulitz. Der Zeuge legte ein Schreiben vor, das bei der Haussuchung im Bücherschrank des An- geklagten gefunden wurde. Cs handelte sich um ein Schreiben einer deutschenSchul- behörde an einen Lehrer. Der Zeuge Lis erblickte in diesem Dokument ein typi- I sches Geheimdokument, und erflärteJo- flat Wenn "cd Polen ernst damit wäre, in ein nachbarliches Verhältnis zu Deutschland zu treten, so hätte es dies nicht besser beweisen können als dadurch, daß es die Kattowiher und Bromberger Prozesse gegen die Führer der deutschen Minderheit niederschlug. Polen hätte ja auch von sich aus alle Veranlassung, das beschämende Schauspiel des Ulih-Prozesses vor- her abzuwürgen, um nicht noch einmal vor der öffentlichen Meinung der ganzen Erde einer i niederträchtigen Fälschung übersührt zu werden. Wenn der frühere polnische Außenminister । Zaleski das deutsch-polnische Liquidationsab- , kommen als einen glänzenden Ersolg Polens binausschrie, so hätte er sich persönlich auch nichts dabei vergeben, wenn er bei dieser Gelegenheit das Unrecht wieder gutmachte, das er seinerzeit in Gens gegen Otto Ulih beging. Es steht nicht fest, warum bet den Verhandlungen über das Liquidationsabkommen die Prozesse gegen die deutschen Minderheitsführer anscheinend vergessen wurden. Jedenfalls hätte es dem Geist eines solchen Abkommens entsprochen, die Friedfertigkeit durcy Taten und nicht durch ein Lippenbekenntnis zu bezeugen. Das mehr- als dunkle Kapitel, in dem der rücksichtslose Feldzug der Polen gegen die deutsche Minderheit sowohl in Ostober- schlesien wie in Polen und Westpreußen verzeichnet steht, hätte dann wenigstens einen Abschluß erfahren, bei dem Polen zum erstenmal in seinem Feldzug gegen die Deutschen ein Plus- zeichen hätte buchen können. Die polnische Regierung hat es anders beschlossen: Vie läßt den Ulitz-Prozeß noch einmal abrollen, der entweder mit einer Riederlage für Polen enden muß, oder aber mit einem Iustizverbrechen, das Polen für alle Zeiten deklassieren muß. Otto Ulitz mag den Polen verhaßt sein, weil er ein kernhast deutscher Mann ist, dessen Hei- matliebe in tiefster Seele dafür zeugt, daß er nicht eine Tat begehen würde, die dieser Heimat und die deutschen Menschen, die noch in ihr leben, in Gefahr und Bedrängnis bringen würde. Otto Ulitz wird beschuldigt, wohlverstanden von dem polnischen Behörden, daß er als Vorsitzender des Deutschen Dolksbundes wenigstens in einem Falle die Flucht eines Militärpflichtigen übet die Grenze begünstigt habe. Cs gehört schon politischer und nationaler Haß dazu, um einem Wanne wie Otto Allitj, der wußte, daß er von allen Seiten überwacht und bespitzelt wurde, eine Tat zuzutrauen, die selbst, wenn sie sollen mit dem Ziel, di: Wirtschaft zu entlasten. Vordringlich sind diese Deckungsvorlagen, mit denen das Defizit des Etats 1930 ausgeglichen und die Durchführung des Schul- dentilgungsgefetzes gesichert werden soll. Es ist nicht Schuld der Reichsregierung, wenn der Etat 1930 dem Reichstag noch nicht zugeleitet werden konnte. Er beschäftigt gegenwärtig noch den Reichsrat. Der Etat ist aber so sparsam ausgestellt worden, daß a u f Einsparungen durch Streichungen nicht gerechnet werden kann. Die Deckungsoor- Ingen haben im Ausschuß ein für die Regierung nicht gerade günstiges Geschick gehabt. Die hinter der Regierung stehenden Parteien haben sich inzwischen auf ein Kompromiß geeinigt, durch das die nach den Ausschußbeschlüssen entstehenden Lücken wieder ausgefüllt werden sollen. Die Bier st euer soll danach um 50 v.H. erhöht werden, die Umsatzsteuer allgemein um 0,10 v. H., bei Umsätzen über 1 Million um weitere 0,5 v. 5). Die Regierung hat sich dieses Kompromiß zu eigen gemacht, obgleich sie starke Bedenken gegen die Erhöhung der Umsatz st euer hegt. Sie glaubte aber, dem Kompromiß zustimmen zu müssen, um die Durchführung der ihr übertragenen Ausgabe nicht zu gefährden. Andere Möglichkeiten zur Deckung des Defizits sind nicht vorhanden, denn der Dor- schlageinesRotopfersdurch Zuschläge zur Einkommen st euer würde im Wider- spruch stehen zur Tendenz des Finanzprogramms, die direkten Steuern abzubauen. Die Regierung hält fest an dem Willen, die Auf- gäbe der Kassensanierung und der steuerlichen Entlastung der Wirtschaft mit allen verfassungsmäßigen Mitteln durchzusühren. Es ist eine Fülle von Ole n be r u n g i an- trägen eingegangen, darunter auch ein umfangreicher Antrag der Deutschnationalen, der das zollpolitische Agrarprogramm gleichzeitig mit den Rach diesem Zwischenfall kam der Sachverständige Krohl wieder au Wort. Es stellte sich schließlich heraus, daß er die Messungen nicht an dem dafür vorgesehenen Dokument vorgenommen hatte, sondern an einer Vergrößerung. Er hielt im übrigen sein Gutachten aus der ersten Instanz aufrecht, insbesondere, daß die fragliche Unterschrift echt sei. Der Sachverständige Bischof erllärt, daß die Unterschrift nicht echt sei, da er nicht einsehen könne, warum sie trotz des vorhandenen großen Raumes auf dem fraglichen Dokument so klein ausgekührt worden sei. Er hielt im übrigen sein Gutachten aus der ersten Instanz vollkommen aufrecht. Auf verschiedene Fragen erklärte der Sachverständige, daß eine m i - kroskopische Untersuchung nur auf einem Original, nicht aber bei einer Photographie möglich sei. Die Aehn - lichkeit zweier Unterschriften allein genüge auf keinen Fall für die Feststellung der Echtheit. Professor Krohl« Hinweis, daß auf der inkriminicrien Te'chein gung der Zwischenraum zwischen dem „u“ und dein „1“ in der Unterschrift kleiner sei als in dem Original, erklärte der Sachverständige damit, daß möglicherweise Ulih ausnahmsweise diesen großen Absatz gemacht habe, oder aber der Fälscher habe nach einer derartigen Ausnahmevorlage die Unterschrift nachgezogen. General-Anzeiger für Oberhessen vnick md Verlag: vrLHNche UnIverMIr-vuch- und Ltelndnickerel N. Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschästrftell-: SchuIstM« T- nr 86 Mts Blatt ISO. r-hrg-ng S«itaj, u. Bptil 1930 GietzeimAiMiger Benzin- und Denzolzöllen erledigen will. Dis agrarpolitischen Forderungen sind nämlich in die Form von deutschnationalen Aenderungs- anträgen zum „Gesetz über Zolländerungen", da« die O^nzin- und Benzolzölle behandelt, gebracht worden. Abg. Keil (Soz): Das neue Kabinett glaubte au führen, mußte aber bald erleben, daß es geführt wurde, und zwai: von Herrn Hugenberg. DaS als Deckungsprogramm zurechtgeschusterte Flickwcrk läßt alle Grundsätze einer vernünftigen Finanzpolitik vermissen. Wenn schon der bedenkliche Weg beschritten wird, daß eine Regierung ihre Politik durch Mahnungen des Reichspräsidenten bestinJnen läßt, dann sollte die Regierung doch auch *bte vom Reichspräsidenten warm befürwortete Forderung eines Rotopfers erfüllen. Die sozialdemokratische Fraktion beantragt heute die Erhebung eines Roiopsers in Form eines Zuschlages von 10 Prozent zur Einkommensteuer bei allen Einkommen über 8000 Mark. Das Deckungskompromiß der Regierungsparteien bringt zwar noch keine wirkliche Sanierung, aber es bringt der Wirtschaftspartei den Erfolg der Warenhaussteuer, die eine Verletzung aller wirtschaftlichen Vernunft darstellt, da sie die Waren verteuert, ohne dem Kleinhandel zu nützen. Reichskanzler Brüning kann seine Vorlagen nur durchsetzen, wenn er den Deutschnationalen für ihre Zustimmung einen Wucherpreis zahlt. Wenn die Regierungsparteien damit in den Wahlkampf ziehen, werden sie ihr blaues Wunder erleben. Abg. Ende (Komm.) führt aus, die Sozialdemokratie könne nicht von sich die Verantwortung ab- wälzen für das unsoziale Finanzprogramm Moldenhauers. Unter der Kanzlerschaft Müllers habe die Sozialdemokratie denselben Vorlagen zugestimmt, die sie jetzt bekämpft. Die neue Re- gierung wolle im Bunde mit der römischen Kirche den Kampf gegen Sowjctrußland aufnehmen. Der neue Berliner Bischof Dr. Schreiber sei einer der schlimmsten Kriegshetzer. (Präsident Löbe ruft den Redner zur Sache und erteilt dem Abg.Iadasch sKomm.j wegen wiederholter Zwischen- rufe zwei Ordnungsrufe.) Die Kommunisten würden es begrüßen, wenn dieser Reichstag aufgelöst würde. Weiterberatung: Freitag. Oie Sanierung -er Arbeitslosenversicherung Kompromitzantrag und Negieruugsvorlagc im Sozialpolitischen Ausschuß abgelehnt. Berlin, 10. April. (DDZ.) Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstags beschäftigte sich am Donnerstag mit dem Regierungsentwurf über die Sanierung der Arbeitslosenversicherung. Ministerialdirektor Dr. Weigert (Rcichs- arbcitsministerium) erläuterte den Inhalt der Vorlage. Danach habe der Vorstand der Reichsanstalt den Beitrag einheitlich für das Reichsgebiet bis auf 4 Prozent zum Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben fcstzusehen. In Artikel 2 wird bestimmt, daß der für die nächsten fünf Iahre aus Zolleinnahmen jährlich an die Invalidenverstcherung abzuführende Betrag von 40 Millionen Mark nunmehr zur Entlastung des Reichshaushalts auf zehn Iahre verteilt werden soll. Abg. Auf hä u ser (Soz.) erklärte, daß sich die sozialdemokratische Fraktion auf den Boden derRegierungsvorlage stellen wird. Sie verlange jedoch die Streichung des Artikels 2. Don den hinter der Reichsregierung stehenden Parteien wurde folgende Entschließung eingebracht: „Wenn die Entwicklung des Arbeitsmarktes bis zum I.Iuni 1930 die Besorgnis begründet, daß die Durchschnittszahl der von der Arbeitslosenversicherung unterstützten Arbeitslosen im Haushaltsjahr 1930 höher sein wird als 1,2 Millionen, so hat die Reichsregierung das im Gesetz zur Vorbereitung der Finanzreform vorgesehene Gesetz zur Sicherung des Ausgleiches zwischen Einnahmen und Ausgaben der Arbeitslosenversicherung so rechtzeitig vorzulegen, daß spätestens vom l.Iuli 1930 ab dieser Ausgleich gesichert ist." Vorsitzender Abg. Esser (Zentr.) erklärte, daß diese Entschließung lediglich den Zweck Hobe, die endgültige Lösung sobald wie möglich unter den derzeitigen parlamentarischen Verhältnissen herbeizuführen. Er bestreite, daß die Atmosphäre jetzt den Abbaubestrebungen günstiger sei als früher. Von allen hinter der Regierung stehenden Parteien wurde ein Kompromißantrag cingebracht, der den, schon in der vorigen Regierung mit Ausnahme der Sozialdemokraten zustande gekommenen Kompromiß entspricht. Danach bleibt es bis auf weiteres bei dem Beitrag von 3V2 Prozent, für 1930 soll der Reich szuschuß 130 Millionen betragen: reichen dennoch die Mittel nicht aus, so soll das Reich Darlehen gewähren mit der Maßgabe, daß die Regierung eine Gesetzesvorlage einbringt, die entweder durch Erhöhung des Beitrags die Rückzahlung ermöglicht oder durch eine Reform des Gesetzes die notwendigen Mittel sicherPellt. Ministerialdirektor Dr. Weigert erklärte, daß die Regierung einen ungedeckten Bedarf für 1 930 von 226 Mill. Mk. er- rechnet hat, wobei von durchschnittlich 1,2 Millionen Arbeitslosen im Monat ausgegangen wird. Dieser Bedarf soll jetzt wie folgt gedeckt werden: § 1 des Kompromihentwurfs sieht die Verlängerung der Beitragshöhe von 3,5 Prozent bis auf weiteres vor. . § 2 sieht für das Iahr 1930 einen Reichs- - zuschuß von 150 Mill. Mk. vor. Rach § 2 der ursprünglichen Vorlage sollen weitere 80 Mill. Mk. aus der Industrieauf- bringungsanleihe dem Rotstock zugeführt werden. Daraus ergibt sich, daß der Bedarf von 226 Mill. Mk. gedeckt ist. Voraussetzung ist, daß die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen mtit wesentlich überholt wird. — Rach längerer Debatte wurde der Kompromißantrag der Regierungsparteien mit 12 gegen 12 Stimmen del Stimmenthaltung der Deutschnationalen abgelehnt. Dagegen hatten die Sozialdemokra- ten und Kommunisten gestimmt. Mit allen ge- gen 9 sozialdemokratische Stimmen wurde dann auch die ursprüngliche Regierungsvorlage abgelehnt. Der Konflikt des Reiches mitThüringen Berlin 10. April. (ENB. Eig. Meldung.) Der Beauftragte des thüringischen Staatsministeriums, Staatsminister Baum, der gestern abend i n B e r- 1 l.".e '"getroffen ist, um mit dem Reichsinnen. Minister Dr. W i r th über den Konflikt Thüringen— Reich zu verhandeln, hat heute vormittag im Reichs- '""enministerimn feine er st en Besprechungen geführt. Die Verhandlungen, an denen auch der thüringische Bevollmächtigte im Reichsrat m ?a&n ftCr ®r* " 3 c 1 teilnahm, haben, wie wir Horen zu einer Annäherung des beiderseitigen Standpunktes geführt, so daß der Konflikt als bei gelegt gelten kann. Im Laufe des Heuti. thürinauZnWr\bent Elchen den Beauftragten der lerinm Staatsregierung und dem Jnnenmini' Lum ""eh eine Reihe weiterer Verhandlungen qe- '" denen über die Aufhebung öer Zuschußsperre gesprochen werden dürste.9 Aus aller Welt. Eine Rheinfahrt des „Graf Zeppelin". ^.L^.sL^'^^-Rmerika-Linie mitteilt, wird «J jS, -Graf Zeppelin" außer der schon bekanntgegebenen M i t t e l m e e r s a h r t am ?°-dI°°sah-, am 25. »to am ß iL ™öc\^lsen nach der Schweiz ?? nhor ' und Südamerika am m’iH Fahrt nach dem ist hVi6L" V1 n VoNN unternehmen. Dort ft be, gunsttger Witterung eine Zwischen, l and u ng vorgesehen. Diese Fahrt erhält einen fi?18 ^^ch, daß sie zur Zeit der wird b * ? m bcr Rheinebene ausgeführt ©rohe Diebstähle im wiener Arsenal . Unbekannte Täter.sind vom Hofe aus in das ^Cna befindliche im Hochparterre gelegene flpmnAun!1 wlh? ™ ’ b29 "icht unler militärischer Bewachung steht, eingebauten. U. a rourhen stöhlen zwei Vitrinen mit 10 0 M a r i a -T h e /c» I icn-örben von der Zeit der Befreiungskriege bis zur letzigen Zeit, weiter aus der Zeit der heitskriege ein großer füberner vergoldeter P f o st e n non der F l e i s ch h a u e r i n n u n g mit D u ° taten gefüllt, eine Augsburger Schmiedearbeit "US dem 17. Jahrhundert, ein silbernes Hufeisen öer Themntder Beraleute, zahlreiche gol! dene und silberne T a p f e r k e i t s m e d a i l l e n nnd aus der Zeit des Feldmarschalks Radetzky d । c beiden Schlüssel der Fe st ung Venedig nach der Erstürmung Venedigs im Jahre 1849, sowie der aus Stahl hergestellte vergoldete Schlüssel der Stadt Mailand, den Feldmarschall Radetzky im Jahre 1848 Kaiser Franz Joseph über- sandte, ferner ein goldenes Halsband mit Diamantenkreuz, ein Geschenk der österreichischen Armee an den Fürsten Colloredo-Mans- seid. Genau vor 40 Jahren, in der Nacht zum 10. April, ist der M a r s ch a l l st a b Radetzkys, den Kaiser Franz Joseph und die gesamte Armee dem Feldmarschall zum Geschenk gemacht hatten, gestohlen woroen. Schiedsspruch im Herren- und Damen-Mahschneidergewerbe. Von dem von den Streitparteien im Maßschneidergewerbe gewählten unparteiischen Kollegium wurde nach 13stündiger Verhandlung ein Schiedsspruch gefällt, der die Arbeitszeitver- schlechterungen des Braunschweiger Schiedsspruchs beseitigt und die Lohne um 2 bzw. 1 Pfennig erhöht. Der Schiedsspruch soll bis zum 1. März 1931 gelten. Die Parteien haben sich bis Samstag, den 12. d. M., über die Annahme des Schiedsspruchs zu entscheiden. Nachspiel zu den Wormser kommunislenunruheu. Vor dem Wormser Amtsgericht hatte sich am Dienstag der Arbeiter. Adam Jünger aus Worms zu verantworten. Der Angeklagte hatte am 25. Januar d. I. während der Erwerbslosen- und Kommunistenunruhen in der Siegfriedstraße Amts- aerichtsrat Trautwein überfallen und schwer mißhandelt. Obwohl die vernommenen Zeugen nicht in der Lage waren, den Täter in der Person des Angeklagten Jünger wieder zu erkennen, verurteilte ihn das Gericht zu zehn Monaten Gefängnis sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens. In der Urteilsbegründung wurde zum Ausdruck gebracht, daß der Angeklagte diesen Akt lediglich aus Rache unternommen habe, aufgewühlt durch die damaligen Unruhen in Worms. Der Staatsanwalt hatte V/s Jahre Gefängnis beantragt. Berlins 100 000. Kraftwagen. Berlins 100 000. Kraftwagen wurde vom Kraftverkehrsamt zugelassen. Auf dem Hof des Kraftverkehrsamtes in der Dlücherstraße stand unter zahlreichen abzunehmenden Wagen der mit Frühlingsblumen und grünen Rauken geschmückte Iu- bilar, Berlins 100 000. Wagen, ein Mercedes- Sport-Zweisiher mit der Dummer IA 75 075, neben ihm ein großer Mercedes-Personenwagen mit Berlins erster Zulassungsnummer 1 A 1, der dem Inhaber des Kaufhauses Rudolf He r- Aog gehört, der bereits seit 30 Iahren diese Dummer führt. Bei der Lieberreichung der Zulassungspapiere sprach der Leiter des Kraftverkehrsamtes dem Besitzer des 100 000. Wagen, dem Berliner Iuwelier Wernev, herzlichste Glückwünsche aus. Deutsche Ehrenmitglieder des Pariser Instituts für Soziologie. Das Pariser Institut für Soziologie hat den britischen Ministerpräsidenten M a c b o n a l b, den britischen Außenminister Henberson, ben früheren deutschen Reichskanzler Hermann Müller und den deutschen Außenminister Dr. Curtius zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der Königin von Schweden letzte Fahrt. Oer Trauerzug in Berlin. Berlin, 10. April. (WTB.) Heute abend um 6.50 Llhr lief der Sonderzug, der die sterblichen Lleberreste der Königin von Schweden nach ihrer Heimat bringt, auf dem Bahnhof Lichterfeld-Ost ein. Das Gebäude hatte halbmast geflaggt. Eine riesige Menge umsäumte den Verladebahnhof, den Vorplatz und den Bahnsteig der Stadtbahn. Unter den Trauergästen, die sich im Wartesaal versammelten, bemerkte man den schwedischen Gesandten Graf a f Wirsen, ferner Prinz Eitel Friedrich, Prinz August Wilhelm, Prinz zu Wied. Dom Auswärtigen Amt war Gesandtschaftsrat v. P l e s s e n anwesend. Gleich nach der Ankunft des Zuges begaben sich der König von Schweden und die Prinzessin Ingrid mit der Trauergemeinde nach dem Waggon, in dem der von einer schwedischen Flagge bedeckte Sarg auf- gestellt ist, und verrichteten ein kurzes Gebet. Sodann stiegen der König und ein Teil der Trauergäste wieder in den Zug, der um 6.57 Uhr abfuhr. Oas Eintreffen dek schwedischen Kriegsschiffe. S w i n e m ü n ö e, 10. April. (WTB.) Die ch w e d i f ch e Flotte, die die sterbliche Hülle der Schwedenkönigin nach Stockholm überführen soll, traf, wie vorgesehen, heute früh um 8 Uhr )ter ein und machte am Bollwerk f e st. Beim Einlaufen in den Hafen wurde der Landungssalut von der Festung aus gegeben, der mit 21 Schuh erwidert wurde. Das Geschwader, das aus den Panzerschiffen ,D r o 11 n i n g Viktoria und „König GuftafV.", ferner aus den beiden Torpedobootszerstörern „Ehren- k j o l d" und »R o r d e n s k 1 o l d" besteht, steht unter dem Kommando des höchsten Befehlshabers der schwedischen Marine, Admiral A ck e r m a r k. Sämtliche Schiffe hatten Halbmast geflaggt. Vormittags wurden die üblichen Besuche bei Behörden, Konsulat und Marineleitung abge- Zn Swinemünde. Sroinemünbe, 11. April. (WTB. Funkspruch.) Der aus vier Wagen bestehende Sonberzug mit ber sterblichen Hülle ber Königin von Schweben traf um 12.20 Uhr nachts auf dem Bahnhof in Swinemünde ein. Außer einer gewaltigen Menschenmenge hatten sich die Spitzen ber militärischen und ber zivilen Behörden zum Empfang ein« gefunden. Das Auswärtige Amt war durch GrafoonTattenbach vertreten. Dem Trauerzug voran schritt die Geistlichkeit unter Führung des Generalsuperintendenten D. Kähler (Stettin), der am Sarge eine kurze ergreifende Ansprache hielt. Er feierte die Königin als gute Landesmutter und edle Helferin, ihr Leben fei der Wohltätigkeit gewidmet gewesen. Der König, in Begleitung des Prinzen Karl und des schwedischen Gesandten in Berlin, Grafen af Wirsön, knieten am Sarge nieder und beteten. Dann dankte der König allen, die zum Empfange gekommen waren, und sagte, es fei gut, daß die ( ile Königin ausgelitten habe, sie habe schweres Leid ertragen. Während die Schiffskapelle des Flaggschiffs „D r o 11 n i n g Victoria" einen schwedischen Trauermarsch anftimmte, wurde der Sarg, dem der König und seine Begleiter folgten, über die Landungsbrücke getragen und auf dem Achterdeck aufgebahrt. Die Marineartillerie präsentierte das Gewehr, von der Festungsbatterie fd)allten die Schüsse des Trauersaluts herüber. Schwedische Matrosen tragen Kränze und Blumen. Sofort nach Beendigung der offiziellen Trauerfeierlichkeiten legten die vier schwedischen Schiffe gegen 2 Uhr früh vom Bollwerk ab und gingen i n See. Die zweite und vierte deutsche Halbflottille aus Swinemünde gaben dem schwedischen Geschwader das Ehrengeleit bis zum Morgengrauen. von drei Mächten zu unterzeichnen. Die amerikanischen Vorschläge fanden im allgemeinen eine günstige Aufnahme. Man teil! sich alle Mühe geben, die Flotten-, konserenz vor Ostern abzuschließen. Morgen vormittag findet eine Sitzung der Delegationsführer statt, um die allgemeinen Präliminarien des Vertrages zu erwägen, der das Ergebnis der Konferenz bilden soll. Der dritte Teil des von den Amerikanern vor- geschlagenen vorläufigen Abkommens soll, wie gemeldet, die Tonnagezahlen enthalten, die von den drei Mächten Großbritannien. Amerika und Iapan vereinbart worden sind. Diese Zahlen sind niemals offiziell mit* geteilt worden. Wie von zuständiger Stelle verlautet, sind annähernd folgende Tonnagezahlen vereinbart worden: Kreuzer mit achtzölligen Geschützen: Britisches Reich 146 800 Tonnen: Amerika 180000Tonn.; Iapan 108400Sonnen. Kreuzer mit sechszölligen Geschützen: Großbritannien 192 200; Amerika 143 600, Iapan 100 450 Tonnen. Zerstörer: Britisches Reich und Amerika 170 000; Iapan 105 000 Tonnen. LI - Doote : Britisches Reich, Amerika und Iapan je 62 700 Tonnen. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß auf der Anfang nächster Woche ftattfinbenben Plenarsitzung eine Mitteilung über die Punkte erfolgen wird, über die sich alle fünf Mächte einig geworden sind. Auf französischer Seite wird erklärt, daß diese Plenarsitzung das Ende der Konferenz als solche bedeute. Die Besprechungen zwischen den drei europäischen Mächten Großbritannien, Frankreich und Italien werden jedoch fortgesetzt werden. Weiter verlautet, baß wenigstens für den Augenblick die berüchtigte Formel zur Auslegung des Art. 16 der Völkerbundssatzung zu den Akten gelegt ist. Wahrscheinlich wird sie jedoch auf einer künftigen Sitzung des Völkerbunds- rates wieder aufgeworfen werden. Wie man ferner hört, hat die französische Delegation die Versicherung gegeben, daß die französisch« Regierung die Absicht habe, ihr Flöt t e n Programm r e ft - los durchzus (ihren. Von britischer Seite wird betont, daß der Abschluß eines vorläufigen Dreimächtepaktes bedeuten würde, daß die spezifisch europäischen Fragen bis zu einem gewissen Maße später geregelt werden müssen. Zuerst sollen die «Franzosen und.Italiener ihre Meinungsverschiedenheiten wegen der Parität in Ordnung bringen. Die französischen Tonnagezahlen bleiben bis dahin in der Schwebe. Auf britischer Seite gibt man sich der Hoffnung hin, daß beide Länder spater auf diplomatischem Wege ein Uebereintommcn er-. zielen werden. Abessinien nach -em Tode der Kaiserin Zaodiiu London, 11. April. (WTB. Funkspruch.) lieber die Ereignisse in Abessinien meldet der Korrespondent der „Times" in Addis Abeba: Die Kaiserin Zaoditu, die am 2. April gestorben war, wurds noch am Abend desselben Tages im Grabe ihres Vaters Menelik II. in aller Stille beigesetzt. Der Abuna (Patriarch) und die Bischöfe kamen am anderen Morgen zusammen und erörterten die Frage der Wahl des neuen Kaisers Später erschien Ras Tafari in der Versammlung. Der Abi na gab ihm bekannt, daß er zum Kaiser gewählt worden sei. Am folgenden Tage, dem 4. April, beglückwünschte das diplomatische Korps den neuen Kaiser. Nach äthiopischem Brauch wird die Krönung keinesfalls vor Ablauf von 40 Tagen, das ist die Trauerzeit für die verstorbene Kaiserin stattfinden. Ferner muß auch dos Ende der Regenzeit abgewartet werden. Der einflußreichste der abessinischen Fürsten, Ras H a i I u von Godscham, ist unterwegs, um König Tafari als Kaiser anzuerkennen. in der üblichen weife ratifiziert werden. In der Zwischenzeit zwischen der Unterzeichnung und der Ratifizierung wird das Unterhaus bestimmt Gelegenheit erhalten, seiner Ansicht über den Inhalt des Abkommens Ausdruck zu verleihen. Macdonald erflärt im Unterhaus: London, 10. April. (WTB.) heute abend gegen 9-30 Uhr gab Macdonald im Unterhaus eine Erklärung über die Flollenkonferenz ab. Er freue sich, sagen zu können, daß heute vormittag ein endgültiges Abkommen zwischen den vereinigten Staaten, Iapan und Großbritannien über den TNarinever- frag erreicht worden sei, das alle Schiffskategorien umfaßt, verschiedene strittige Punkte, die zu Beginn der Konferenz von Zeit zu Zeit den Fort- schritt auf dem Wege zur Abrüstung behinderten, seien geregelt worden. Die Unterschiede in den Marinebedürfnissen Frankreichs und Italiens hätten sich als zu verwickelt erwiesen und seien bisher nicht gelöst worden. Es werde daher auf der nächsten Vollsitzung vorgeschlagen, daß die jetzt erreichten Vereinbarungen unterzeichnet werden, und daß d i e K o n- feren; vertagt werde unter der Voraussetzung, daß Frankreich, Italien und England ihre Bemühungen fortsehen werden, um zu einer Vereinbarung zu gelangen, die im Einklang stehe mit der Vereinbarung, die zwischen den vereinigten Staaten, Iapan und England selbst erreicht worden sei. Rach der Erklärung des Premierministers sagte Baldwin, der einzige Punkt, über den ich heute Aufklärung hoben möchte, ist der Drei möchte- vertrag. Ich möchte wissen, wann und ick welcher weise diese Vereinbarung Gültigkeit erhalten wird. Der liberale Abgeordnete Sir Herbert Samuel sprach sein Bedauern darüber aus, daß es nicht gelungen sei, den Erfolg v o l l ft ä n d i g zu gestalten. Macdonald erwiderte: Was die Methoden oer Inkraftsetzung angeyt, so ist mir nicht bekannt, in welcher weise dies nadj ber )apa- nl scheu Verfassung vollzogen wird. In den vereinigten Staaten wird das Abkommen kJ1 2Cn?1 ""rgelegt werden und ich nehme an, M bies fobalb wie möglich geschehen ro<,LU V betrifft, so wird das Abkommen, wenn es die Form eine» vertrage, erhalten soll. Die Flottenkonferenz endet mit einem Dreimächtepakt. Keine Möglichkeit einer Generaleinigung. — Oie europäischen Mächte verhandeln weiter. Unmittelbar nach seiner Unterhausrede erschien Macdonald abends auf einem Essen der britischen Handelskammern. In einer Rede kam er auch auf die Flottenkonferenz zu sprechen und bemerkte: Infolge des sehr verwickelten Charakters der Probleme über den man nicht überrascht zu sein braucht, da er ganz natürlich ist, wird es ein wenig länger dauern, bis das Drei- Mächte-Abkommen zu einem FÜnf - Mächte - Abkommen erweitert wird. Wenn die japanischen und amerikanischen Delegierten die Arbeit beendet haben, die sie in erster Linie angeht, werden sie nach Hause gehen, während die Franzosen, die Italiener und wir selbst den Weg fort» setzen werden, um das Flottenabkommen vollständig zu machen. Macdonald gab seiner Freude Ausdruck, den amerikanischen Botschafter zu sehen, da das Werk, das nunmehr eine neue Etappe erreicht habe, im Juni vorigen Jahres von General Dawes und ihm, Macdonald, in Angriff genommen worden sei. Oer Oreimo'chtepakt. Einigung über die Tonnage. — Frankreich und Italien. London, 10. April. (WTB.) Wie verlautet, haben die Amerikaner den Delcgationsführern Wakatsuki, Briand, Macdonald und Grandi Vorschläge für einen Fünfervertrag unterbreitet, dem der Dreiervertrag angegliedert werden soll. Dieser Fünfervertrag soll aus drei Teilen bestehen. Der erste würde Bestimmungen über eine Pause im Bau von Groß- k a m p f s ch i f f e n, über eine beschleunigte Auher- dienststellung der überzähligen und überalterten Schiffe sowie über das Kompromiß in der Frage her Gesamt- und Kategorietonnage und der unter keine Kategorie fallenden Spezial- chiffe enthalten. Der zweite Teil soll die Be- timmungen i'iber die Humanisierung der Unterseebootswaffe, der dritte das Dreimächteabkommen umfassen. Der erste I und der zweite Teil wären von fünf, der dritte 1 Oie Wetterlage. Donnerstag A 1D flnril I.Q.nD 7n abrt<; @5 Vai. Paris Trt'anKi «7 A*] o 40 1 Wltn 1 G worxenfos o neuer, o naib oedeexr. ® wolkig. ® gedeckt • Reoei^ * Schnee »Graupeln * Nebel K Gewißer.© Windstille *Q-x sehr leichte, os» £ nassige» Südsüdwest b stürmische -iordwesl Die Piene fliegen mit dem winde Die oeioen Stationen stenenoen Zahlen geben die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte rnn gleichet» Meeresniveau umoerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Flacher hoher Druck bildet eine Brücke von dem britischen nach dem nordöstlichen Hoch hin. In seinem Bereich herrscht trockenes Wetter, über Bewölkung und Dunstbildung treten noch auf, die von Bewölkungsabnahme und Aufheiterung unterbrochen werden. Eine merkliche Teinperaturänderuna findet da- bei nicht statt. Wettervoraussage für Samstag. Bewölkt, dunstig mit Aufheiterung 9 aMttcrunggaugfid)tcn für Sonn- t ag. Fortdauer der herrschenden Wetterlage. Lufttemperaturen am 10. April: mittags 12,5 Grad 84 ®rQb; am April: morgens 5,2 Grad. Maximum 13,7 Grad, Minimum 0,7 Grad. "7 \rbt^j,e^QtuJen in 10 cm Tiefe am 10. April: abends 10,6 Grad; am 11. April: morgens 6,2 Grad. — Sonnenschemdauer 2% Stunden, des teuren Erweiterungsbaues (86 000 Ml.) schon wieder Raummangel herrsche. Auch für die -weite Klasse der Volksschule, die fast 70 Schüler stark wird, (Abbau!) sind einige Bänke zu beschaffen. Der angeforberte Betrag von 225 Mark wird gleichfalls bewilligt. — Für den früheren Schäfer Schmitt soll tne Stadt 2548 Mark Beiträge für dessen 2lufnahme in die Hessische Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte und Bedienstete zahlen. Die Summe ist der auf die Stadt als Arbeitgeber entfallende Betrag (’/s) und erstreckt sich aus die Zeit vom 1. 3anuat 1909 bis 31. Dezember 1927. In einem ähnlich gelagerten Fall ist die Stadt Homberg im Schied-- Eßt mehr Roggenbrot! c- aws-r lWLanbw,rt Margarete Geyer geb. Wettich EJSll-Betten (Stahl u. Holz) Polster. Sdilafzimm.^tahlmatr. Kinderb.Chaisel. ».Private. Ratenzl. Katal.fr. Eisenmöbelfabrik Suhl |MM evtl, nut Bureau, für sofort od. sväter au mieten gesucht. Sckr. Angeb. unter 29421) a.d.Gteb.AnA. W.**j wszut SOtOMlAPt spara A, I S&F-EIER stets frisch, fachmännisch geleuchtet und preiswert DeutscheTrinkeier 1.35 I Siedelet, extra .... 1.10 Magnet-E er.......1.20 | Siedeier ...........-.98 Bei Einkauf von 25 Stück weitere Preisermäßigungen S&F-BUTTER ist zur Zeit ganz besonders billig Tafelbutter, feine Molkerei-Butter...........»/, Pfund -.85 Teebutter, vom Feinen das Feinste.........1/1 Pfund -.95 2732 C und außerdem 5% Rückvergütung S&F-BUTTER ist zur Zeit ganz besonders billig Tafelbutter, feine Molkerei-Butter...........»/, Pfund -.85 Teebutter, vom Feinen das Feinste.........1/1 Pfund -.95 FEINKOST • MARMELADEN e KAFFEE e TEE • KAKAO: GUT UND BILLIG SCHADE & FULLGRABE SCHADE & FULLGRABE FRÖHLICHE OSTERN Likör-Eier y* Pfund -.20 h Dose -.60 Tafel-Rotwein -.80 28er Dürkheimer Feuerberg ..1.00 Verlangen Sie unsere Konservenpreisliste! 28er Oberingelneimer 1.40 Schnittbohnen .. Gemüse-Erbsen Gemischt. Gemüse Leipziger Allerlei Weißer Tischwein....... 28er Edenkobener...... 28er Oppenheimer...... 28er Niersteiner Domtal Reichgefülltes Osterkörbchen stück nur -.60 Magnetmehl........... doppelt gesiebt und gelockert Auszugsmehl feines ... Vl H. o. Gl. ......-.88 .........95 .......1.20 .......1.50 -.62 -.82 1.00 BACKARTIKEL die erprobten S & F-Qualitäten Spara-Margarine'Pfd\v-.4O Moenus Gold Margarine statt Butter, ^Pfimd-W. /I Sp-1 rtlh. PerlhühnerEier...stück -.05 Milch-Schokolade mit Oster-Etiketten... 3 Tafeln -.95 Sultaninen kalifornische,%Pfd. -.1 o und alle anderen Backartikel preiswert KONSERVEN WEIN VOM FASS Infolge des schnellen Verkaufs stets frisch und reinschmeckend WeißerTischwein- Rfi Liter Tafel-Rotwein..............Liter -.70 Aepfelwein, Frankfurter Liter -.40 WEIN inFLASCHEN SÜSSE OSTERSACHEN Schokolade-Hasen Stück von -.10 an Waffelnester......stück -.10 Waffel-Hasen.....stück -.10 Waffel-Eier.........stück -.05 Schokolade-Eier st. von -.25 an Neuenweg 28 Samstag, den 12., und Sonntag, den 13. April, großes Elektrola-Schall- platten-Konzert u. a. Opern, Operetf u. Ouvertüren gesungen von Caruso,Tauber usw. Samstag bis 4 Uhr Verlängerung! _____________________________________2950D | Stellenangebote| Wöchentl. einmal sachverständige Person izurPfleae eines Personen -Kraftwagens gesucht. Schr. Angeb. u. 294ID an d. Gieh. Anz mit Angabe der Dergütungsansor. umgebend erbeten. Tüchtiger Rockschneiöer der einige Stücke miimachi. für nach Ostern gesucht, ©dir. Ängeb. unter 024)9 an den Gietz. Anz. [Stellengesuche^ Bass. allere Frau sucht Beichastiaung von 9—15 Uhr gegen Taschengeld. Scbr. Angebote unt. 02479 an den Gien. An-. 224er Samstag, 0.12. Avril. 20 Uhr: «35D Zusammenkunft „Zum Andres". Samstag, irr. 4., abendS: W3D P. Gnnh. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Wir machen unsere Akttglteder nochmals auf d'e am Samstag, dem 12. d. M.. 8.30 Uhr abends, im Peretnsheim stattfindende IabrcS- Hauvtversammlg. aufmerksam. 2951D Der Vorstand. Tuberkulose- Fürsorge-Geld Lotterie Zieh.sicher 25. 26.April 125CSCI Höchstgewinn auf 1 Doppellos 6C!CC Hauptgewinn auf 1 Doppellos 5CSCSCI Preis 50 Pf. Doppellos 1 Mk. Porto u.Liste 30Pf. OhDacto&'S- Alle liess. lotlerie-Einn. il Verkaufsstellen. Etsenvmm- Mlvemlenverejn Gietzea Samstag, d. 12. April, abends 8'/, Uhr Versammlung im Vcreinslokal i^Stadt Wetzlar"). Tagesordnung: 1. Sommerau, flug. 2. verschiedenes. Es wird um zahl» reiche Beteiligung d. Mitglieder gebeten. Per Vorstand, KavallerievereiDCieO. e.V. Samslag. ö. 12. Avril, abends 8‘ ? Uhr tm Vercinölokal «Hess. Hof). Um recht Zahlreiche Betetligung w. gebeten. 29540 Der Vorstand. ton eia! 16er Samstagabend 8l/4 Uhr «fwD Generalversammlang im „Poftkeller". eni bieteni a n 3 MerlmlosB- al B v D iß !N r. 79 er licke tai6 dir. !X‘ nS >b. edier r. n. doch in Aussicht genommen, auch den Sommer hindurch die Fühlungnahme unter den Vereins- Mitgliedern durch in größeren Zwischenräumen erfolgende gemeinsame Veranstaltungen aufrecht- zucrhalten. In einem Schlußwort, in dem der Ortspsarrer dem Verein auch fernerhin äußeres Wachstum und innere Erstarkung und Festigung wünschte, fand die Feier ihren Abschluß. + Grünberg, 10. April. Der zweite diesjährige Schweinemarkt zeigte einen starken Auftrieb: 22 Läufer und 430 Ferkel. Vei flottem Handel war der Markt bald'geräumt, ein Teil Käufer ging leer aus. Durchschnittlich lagen die Preise etwas höher als auf dem vor vier Wochen stattgehabten Markte. Es kosteten Ferkel bis sechs Wochen alt 38 bis 40 Mk., sechs bis acht Wochen alt 40 bis 48 Mk., acht bis dreizehn Wochen alt 48 bis 55 Mk., Läufer 55 bis 65 Mk. Der Frosch zuckte die Achseln und ich steckte den Bleistift ein. Es hat wirklich keinen Wert, einen Artikel nach dem andern über Tuskulum zu schreiben. Wer kümmert sich heute noch um eines der vielen Schlösser in den Castelli Romani, um die Italiensehnsucht wandernder nordischer Künstler und Dichter, denen ein Kaiser einst hier Heim und Sonne bot? Manchmal kommen ja Deutsche und wundern sich, lieber das herrenlose Gut. Einer, hat mir der Froschkönig erzählt, ist in seiner Erbostheit schon einmal den steilen Weg nach Frascati zurückgerast -unö hat kurzerhand, als hinge es von fünf Minuten ab, nach Doorn telegraphiert. Andere sind in Berlin „vorstellig geworden". Genützt hat das eine so viel wie das andere. Denn ihrer Rationaltugend getreu müssen sich die Deutschen immer so lange herumftreiten, bis sich der lachende Dritte einstellt. Der kam schließlich in Gestalt des italienischen Staates, fragte nicht lange, wem die Falconieri gehöre, sondern sand sie schön und steckte sie in seinen großen Mantelsack. ' Ietzt ist das Märchen ganz aus. „Ia, so hat dein letzter Artikel geendet. Aber das stimmt nicht. Die Zeit bleibt nämlich nicht stehen hier, wenn es auch so aussieht. Soll ich dir erzählen, was in den letzten Jahren vor- gesallen ist? Du machst einen so ununterrichteten Eindruck I" 3d) fühlte mich in meiner Iournalrstenehre verletzt: . „Ra, erlaube mal! Ich weih so gut tote du, daß die guten Leutchen in Frascati zuerst einen ösfentlichen Park aus der Villa machen wollten und die Römer ein Künstlerheim und das Kultusministerium —“ „Froschperspektive! Wie ich da sitze auf dem Beckenrand, glaube mir: die Italiener wissen so wenig wie die Deutschen, was sie eigentlich wollen. Sie verstehen die Villa Falconieri nicht, wissen nicht um ihr Geheimnis —“ „Lind dann ist schließlich der Völkerbund gekommen, er hat ja seine Finger überall drin, und der Filin , Hier prustete der Froschkönig los. daß uy mich der Errungenschaften der Reuzeit schämte. Es ist wahr, die Italiener haben etnen_ Film von dem Märchen gedreht und eine römische Zeitung schrieb, sie wolle aus Vaterlandsliebe nichts darüber sagen. Aber cs läßt sich nicht leugnen, daß sich Völkerbund und Film schließlich zusammentaten und in der Villa das Internationale Lehrfilminstitut einrichteten. Der Frosch tauchte an diesem Tage in den Schlamm unter und so oft auch eme Tipp- Prinzessin an den Beckenrand klopfte, er kam nicht hoch. Er war tief beleidigt. Lehrfilm- Jnstitutt Warum nicht gleich Kataste^mt! Die Herrschaften verstanden offenbar von Poesie nicht einen Hauch. Liebrigens war die Sache auch unpraktisch. Von Frascati nach Rom fährt man immerhin eine gute Stunde, mit der Straßenbahn auch zwei oder zweieinhalb, sie nimmt es nicht so genau. Diesen unbequemen Zuständen ein Ende zu machen, nahm der Fürst T o r l o n i a , der schon Mussolini ein würdiges Heim geboten hat, in der gleichen Villa draußen vor der Porta Pia das Institut auf. Lehrfilm und Duce, zwei bemerkenswerte Gäste. „Lind was macht das Institut mit deinem Reich," fragte ich den Froschkonig. „Es hat ein Archiv daraus gemacht," grollte er, „eine Schuttablagerungsstätte für Akten und Bücher und Schriften, die kein Menfch liest." „Du sprachst vorhin von einem Geheimnis?" Da setzte der liebe Frosch das Krönlein wieder auf, das er im Zorn neben sich hingestülpt hatte wie einen Filzhut, und tuschelte mir etwas tns Ohr, das klang wie aus der geheimnisvollen Tiefe des grundlosen Zhpressensees herauf Iedes Märchen habe eine Seele, wenn ich recht verstand, und man könne nicht das eine vom anderen lösen, ohne beides zu zerstören. Sie Seele der Villa Falconieri aber hätten Dichter hineingelegt, deren Sprache nicht die italienische war, und die Italiener fühlten das. sogar in den Ministerien, und der Duce habe mit dem anderen Gast in der Villa Torlonia gesprochen, geflüstert vielmehr, es solle nicht gleich an die große Glocke kommen und daher wäre es eigentlich ein Wagnis, so etwas einem Iournalisten zu verraten, aber da meine Artikel, wie man wisse, doch bald vergessen würden, Madonna mia, das sei ja mit allem Laub so, und übrigens die Deutschen Kurz, fuhr ich auf, die Deutschen könnten also jetzt die Villa Falconieri zurück haben??? „Pst! Pst! Richt so laut! Man braucht es doch nicht gleich in Berlin zu hören. Wenn die Herren dort nur entfernt so eine Möglichkeit wittern, geht es schon schief. Die Bureaukraten wissen mit einem Märchen nicht umzugehn. Ia, es ist wahr: wenn sie dem Lehrfilm-Institut eine Tauschwohnung, so heißt man das doch, offerieren, dann zieht das muffige Archiv hier aus. „Lind das Märchen wieder ein! Lieber, lieber Froschkönig, wie sage ich s nur meinen Lesern?" Der König des Zypressensees kratzte sich mit seinem klobigen Finger unter dem Kronenrand und meinte, ich könne ja nach fünf Jahren wieder einen Artikel über die Villa Falconier: schreiben, den fünften. Einer wie der andere versinke wie ein Stein im Wasser. Dort fummeln sie sich an wie das welke Laub, und einst werde der See ausgefüllt fein und dann würden die Herren in Berlin aufwachen und sich die Augen reiben. Dann aber sei das Märchen wirklich und endgültig und ganz und gar aus. ’Xt iis W JU im Olt' »8- lg. >1U cd. Hochfchulnachrichten. Line Deutsche Studentens^aft an der Universität Wien. Der Akademische Senat der Wiener Universität hat für die Studierenden ein Studentenrecht ausgearbeitet, das an den Anschlagtafeln des Rektorats veröffentlicht wurde. In der Veröffentlichung heißt es u. a.: Rach dem Weltkriege haben sich an allen deutschen Hochschulen die Studenten deutscher Volkszugehörigkeit und Muttersprache zu Deutschen Studentenschaften zusammengeschlosfen und diese wieder zu einem großen über die Staatsgrenzen reichenden Verband. Der Akademische Senat der Wiener Universität hat nun beschlossen, von seinem Recht der Aufsicht und Disziplin für den akademischen Bereich Gebrauch zu machen, der deutschen Studentenschaft der Universität Wien die schon lange erstrebte Stellung auf akademischem Boden zu schaffen und ihre gewählte Vertretung als die Vertreter aller Studierenden deutscher Volkszugehörigkeit und Muttersprache anzuerkennen. Zugleich eröffnet er durch allgemeine Rormen den Studierenden anderer Volkszugel, ö.igkcit und Muttersprache den Weg, um sie z u Organisationen mit gleichen Rechten und Ps lichten zusammen- shliehen. Ein Zwang wird jedoch nicht ausgeübt. Die wichtigsten Bestimmungen der Studentenordnung lauten. Die ordentlichen Hörer der Universität Wien, welche gleicher Abstammung und Muttersprache sind und mindestens ein Prozent aller ordentlichen Hörer zählen, werden als eine Studentennation angesehen. Die deutsche Studentennation wird ..Deutsche Studentenschaft" genannt Die übrigen Studentennationen werden nach ihrer Volkszugehörigkeit bezeichnet. Ieder Studentennation steht es zu, eine Vertretung zu wählen. Fragen der Parteipolitik und des Glaubensbekenntnisses sind von der Beratung und Beschlußfassung der Studentennation und ihrer Vertretung ausgeschlossen. Zu diesem Studentenrecht hat der Vorstand der Deutschen Studentenschaft eine Kundgebung erlassen, in der er betont, daß es die Anerkennung der Arbeiten und Ziele der Deutschen Studentenschaft darftellc. Der Volkstums- begriff, die Grundlage ihres Aufbaues sei rechtlich verankert. De Deutsche Studentenschaft sei an der zweitältesten und zweitgrößten deutschen Hochschule anerkannt Sie werde wie bisher bestrebt sein, in Gemeinschaft mit den deutschen Studentenschaften aller deutschen Hochschulen im Sinne ihres vornehmsten Zieles zu wirken, nämlich der Mitarbeit an den Aufgaben der deutschen Hochschulen gegenüber dem deutschen Volke. Oberhessen. Landkreis Gictzen. u Großen-Linden, 9. April. In der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde der Einbau einer Schleuse in das Wehr des K l e e b a ch s bei der Mühle Tank beschlossen. Hierdurch soll bei Hochwasser eine Ucker- schwemmung verhindert und eine bessere Regulierung des Wasserstandes im Mühlbach erreicht werden. Die Kosten für diese Neuanlage sollen sich aus rd. 1000 Mk. belaufen. Für den Voranschlag 1 930 wird ein _entsprechen- der Betrag für die Fürsorge und für die Fortführung des Schulhausbaues gewünscht. Eine endgültige Stellungnahme zu dem Voranschlag erfolgte noch nicht. Die ausgesteuerten Erwerbslosen, bis jetzt sieben Männer, sollen innerhalb der Gemeinde produktiv beschäftigt werden. Rach Erledigung von Arbeiten im Gemeindewald und des Crdabhubs bei der neuen Villa Falconieri. Von Gustav D. Eberlein, P Frascati, im Frühling. Steil und steinig- der Weg. Hohe Mauern, die niemals enden, laufen auf beiden Seiten mit und bleiben stehen stumm und traurig, wenn der Wanderer stehenbleibt. Klagende Vogelstimmen in den Lüften, ein verwunschenes Schloß ... fern uni) einsam ein Kaiser. ... Steineichen stemmen sich von innen gegen die Mauern, als wollten sie heraus aus der Einsamkeit, unter Menschen. Pinienschirme kleben schwarz im unendlichen Blau, die nahen Zypressen warten wie Säulen aus verklungener Zeit, die am Ende der Landschaft schreiten hintereinander wie betende Pilger in den Himmel hinein. Der ist tief. Die Menschen wollen hinein in die Einsamkeit und schauen wie Kinder durch die vergitterten Tore. Vermoost die Wege, grasüberwucherte Alleen entführen den Blick ins bämmergninc Unbestimmte. Bettler hocken davor, wunschlos und wissend. Fällt eine Münze, fällt keine, sie wenden kaum den Kopf. Gebrochenen Tones schlägt die Glocke im Pförtnerhaus an. Dcun dritten Klagen schlürfen unsichere Füße über den Kies. ... Und ich wandere. An dem Schloß vorder. Einen feuchtschattigen Hain hinauf, bis dorthin, wo die schwarzgrünen Zypressen stehen und einen anschauen mit erloschenen Augen. Sie stehen kerzengerade, bis in den Tod getreue Wächter, um das weite Becken herum, den berühmten See. der untief oder grundlos ist, man kann es nicht sagen. So flaschengrün und schillerig wie die Flügeldecken des Skarabäus lastet das Wasser darin. In schlafendem Schweigen. Plötzlich springt ein Frosch auf den Beckenrand und räuspert sich. „Ah, schön guten Tag, lieber FroschkönigI Wir haben schon einmal die Ehre gehabt, glaube ich —“ Der streicht sich würdig den Bauch, kratzt sich mit dem klobigen Finger unter dem Kronenrand und deutet dann auf mein Rotizbuch: „Olle Kamellen! Das alles hast du ja schon einmal geschrieben — von dem angeblich verwunschenen Schloß und den langweiligen Zypressen da „Es ist wahr, lieber Froschkönig — du siehst mich bestürzt —" „Run, nun, keine Angst, ich sag's ja nicht weiter. Und übrigens wird es deine Zeitung gar nicht merken und deine Leser erst recht nicht. Die Iournalisten erzählen ja so viele Märchen. Wan liest sie und vergißt sie." L »Wie die Villa Falconieri!"^ s. Aus dem Horlvsstal, 8. April. ES ist jetzt wieder die Zeck gekommen, wo der Vet« laus der jungen Gänschen beginnt, oaji täglich kann man Bauersfrauen mit Heillelkorben unterwegs sehen, die auf der cvuche nach jungen Gänsen sind. Insolge des Wasserreichtums wird in den meisten Orten des Tales die Gänsezucht noch stark betrieben, denn durch Auszucht unv Mast von Gänsen suchen die Bäuerinnen matt nur gute Dettscdem zu gewinnen, sondern omch im Herbst ein Stück Geld zu erübrigen. Der Preis beträgt für das Stück 1,50 Mk.. ist also gegen das Vorjahr, wo die Brutergebnisse infolge des starken Frostes sehr gering waren, zuräckgegangen. Kreis Schotten. -l-Wingershausen. 10. April. Am Sonntag“ sand hier ein Bezirkstag des .Hass i a' - Bezirks Vogelsberg statt. Der erste Vorsitzende des hiesigen Kriegervercins, Kam. Weber gedachte in seiner Begrüßungsansprache auch der Gefallenen, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Hierauf nahm der Bezirksvorsitzende Scriba, Schotten, die Ehrung verschiedener Kameraden vor, denen für 40iahrige Mitgliedschaft die entsprechenden Auszeichnungen den „Hassia" ausgehändigt wurden. Nachdem der Schriftführer L. Straub, Rudingshain den Iahresbericht erstattet hatte, wurde Kam. Förster Frank, Stornsels. einstimmig zum Bezncks- schiehleiter wiedergcwählt und als weiteres Mitglied in den Bezirksvorstand entsandt. Als Qkr- trclcr zum „Hassia"-Tag in Alsseld wurde Kam. Studiendirektor Hertsch, Schotten, bestimmt. Nachdem man noch den Bericht des Obmanns sur Rentenwesen, Kam. Duchard, Schotten und einen Vortrag des Kam. Em r ich, Sichelsachsen, entgegengenommen hatte, sand die Tagung, die der Musikverein Eichelsachsen durch seine Darbietungen bereicherte, ihren Abschluß. ± Rudingshain, 10. April. In unserem Dorfe sind in diesem Jahre nur sechs ftonfir- manben vorhanden, und zwar ein Knabe und fünf Mädchen. Im benachbarten B u s e n b o r n hat man in diesem Jahre überhaupt keine Konfirmanden. * Dodenhausen II, 9. April. Der hiesige Sportverein „Germania" veranstaltet am 3. August d. I. einen Sportwerbetag, bei dem für die Wettkämpfe hervorragende Preise zur Verfügung stehen sollen. Der Sportplatz ist in tadelloser Weise fertiggestellt. Mit den Wettkämpfen wird bei genügender Beteiligung em Stafettenlauf verbunden sein. Gesellige Vcran- I staltungen sollen den Abschluß der sportlichen Kämpfe bilden. Kreis Alsfeld. ch O t t e r b a ch, 9. Avril. Nachdem kürzlich unsere I Nachbargemeinde Rülfenrod ihr Sch u l - haus zum Preise von 6500 Mark versteigert hat, wurde nun auch das alte Sch u lh aus unserer Gemeinde versteigert. Die Kauflust war nur sehr gering, so daß sich das Höchstgebot aus nur 2750 Mark belief. Das von den. Gemeinden Otterbach und Rülfenrod errichtete neue Schulhaus wurde im vorigen Herbst I im Rohbau fertiggestellt und soll zu Anfang dieses Sommers seiner Bestimmung übergeben I werden. preuhen. 1 Kreis Wetzlar. ch Launsbach, 10. April. Die Wasser lei- tungsarbeiten in unserem Orte schreiten rüstig voran. Die Hauptleitung ist bereits in mehreren i Straßen fertig. Um eine gerechte Verteilung des i Wassergeldes zu gewährleisten, sollen an sämtliche Anschlüsse Wassermesser eingebaut werden. Die i Hauptstraße soll nunmehr auch gleich kanalisiert werden. ' Daten für Samstag, 12. April. Sonnenaufgang 5.13 Uhr, Sonnenuntergang 18.50 Uhr. — Mondaufgang 18.04 Uhr. Monduntergang 5 08 Utjr 1809: Andreas Hofer erstürmt Innsbruck: — 1888: der Chemiker und Industrielle L. Nobel in Cannes gestorben: — 1899: Jer Augenarzt Karl Alfred Grafe in Weimar gestorben. ______________ Löwen enweg 28 12, und Sonntag, April, großes la-Sd* i-tazert perett u.Ouvertwen iCarusoJauberusw. 4 Uhr Verlängerung! Försorgß'Celd Lotterie Zieh,sicher 25. ZMpril ilaCC Höchitgewinn aul 1 DoppellM 60CC SM Dor zehn Jahren: Frankfurt von den Franzosen beseht. Das Hauptquartier der Franzosen im Hotel Imperial, kurz nach der Besetzung. Vor zehn Jahren zu Ostern 1920, besetzten französische Divisionen ohne vorherige Ankündigung Frankfurt a. M. als Repressalie gegen den Einmarsch von Reichswehrtruppen tn die entmilitarisierte Zone des Ruhrgebiets. Gleich am ersten Tage tarn es zu einem Blutbad, bei dem acht Zivilisten getötet und 24 verwundet wurden. Eineinhalb Monate spater wurde Frankfurt von der Besatzung wieder frei. eser elegante endliche Mantel lott. Karo Oderlweed mH ckengürtel und hübscher Wm..ganz Aaaa ft selde ge- jQUÖ :ert, kostet nur Uv 2721A Sanderoerlehr auf derlandstraße Die Arbeitsmarktlage und die allgemeine Wirtschaftslage ist auch am Wander verkehr der Land st raße nicht spurlos vorubergcgan- aen. Es zeigen sich vielmehr gewisse Wechsel- oeziehunHen und es hat in den vergangenen Jahren die Beobachtung gemacht werden können, daß der Wanderverkehr beträchtlich zu- genommen hat. Es liegen zwar keine absch.ießen- den Zohlen vor. gelegentliche Stichproben einzelner Kommunen zeigen jedoch ein sehr beträchtliches Ansteigen. So sind z B. in einer hessischen Landstadt im Iahre 1926 2158 im Jahre 1927 2072, im Iahre 1928 2576 und im vergangenen Iahre bis zum Oktober 2796 Wanderer gezählt worden. Man hat nun diesen Wanderverkehr eingehend untersucht und zunächst Ermittlungen übet Berus und Alter der Wanderer gemacht. Zunächst ist die Feststellung interessant, daß fast zwei Drittel aller Wanderburschen zu der großen Gruppe der u n g e l e r n t e n u n d a n - gelernten Arbeiter gehören. Em Drittel sind Handwerker. Bon den einzelnen Berufsgruppen stellen die Lohnarbeiter wechselnder Delchästigungsart die meisten Wanderer, dann folgen die Schlosser, Schmiede und Klempner. Rach den Feststellungen bei den Arbeitsämtern sind Lohnarbeiter am häufigsten unter den Wanderburschen zu finden, dann folgen M e - tallarbeiter, landwirtschaftliche Arbeiter, Schneider, Schuster und Sattler. Bäcker, Metzger, Maurer und Zimmerer sowie Kellner Tischler, Stellmacher. Fabrikarbeiter und Kaufleute nehmen nur einen ganz geringen Prozentsatz em. Ganz seltene Gäste der Landstraße smd Buchbinder, Drucker und Schriftsetzer. Die 2llters- gruppierung der Wanderer innerhalb der großen Hauptgruppen und innerhalb der Fachgruppen und Handwerke läßt interessante Schlüsse auf den Sinn des Wanderns der betreffenden Gruppe zu. Am zahlreichsten sind die Wanderer von 20 bis 25 Iahren, in allen Gruppen, außer bei den Buchbindern, Druckern und Schriftsetzern. In diesen Dcrusen sind die unter 20 Iahre alten Wanderer die stärkste Gruppe. Bei den wandernden Handwerkern steht die Altersgruppe der „Jüngsten" allgemein an zweiter Stelle. Bei den Arbeitern und sonstigen Berufen dagegen steht an zweiter Stelle die Gruppe im Alter von 25 bis 30 Iahren. Bei der zunehmenden Wanderlust ist in der letzten Zeit die Wandererfürsorge stark ausgebaut worden. Es ist jedoch notwendig, die Wanderarbeitsstätten an den großen Wanderstraßen weiter auszubauen, um dem wachsenden Wanderverkehr die soziale Problematik zu nehmen. Weiter sind Bestrebungen im Gange, die Wanderfürsorge dahingehend auszubauen, indem man eine einheitliche Regelung der Wan- derersürsorge für das ganze Reich schafft. Vom Reichsstädtebund ist im Verfolg dieser Anregung die Forderung erhoben worden, daß Reich, Länder, Kommunen und freie Wohlfahrtspflege ein festes System der Wandererfürsorge schassen. Bei der Ausstellung der hierfür notwendigen Richtlinien wird das Beispiel Württembergs maßgebend sein, wo die Wanderersürsorge von allen deutschen Ländern am fortschrittlichsten ist. iti f* M W imstrakr 7. [2M8D -le Büdingn ilwtin Emil Bleck. Schule soll unter fachmännischer Leitung mit Wege- und Straßenbau begonnen werden. xy. Hausen, 9. April. Heute wurde hier unter Beteiligung eines großen Trauergesolges aus allen Tellen unserer Bevölkerung A l t b ü r • germeifter G g. Müller III. z u Grabe getragen. Der Verstorbene hat ein Alter von 79 Iahren erreicht. Bürgermeister Müller war ein ruhiger, fleißiger Mann, ein treuer, biederer Charakter, der allgemein hohe Achtung genoß. Fast ein Dierteljahrhundcrt — 23 Iahre — stand er an der Spitze unserer Gemeinde. Als im neuen Jahrhundert neue Ausgaben für die Gemeindeverwaltung auftraten, da zeigte der Entschlafene Llmsicht und Weitblick und half innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eine Anzahl größerer Arbeiten zum Wohle der Gemeinde zur Ausführung bringen. Während der Amtszeit von Bür- germcifter Müller erfolgten der Dau unserer neuen Schule und der Wasserleitung, die Kanalisation und Entwässerung des Dorfes, die Anlage der elektrischen Beleuchtung und die Hauptarbeiten der Feldbereinigung. Die Gemeinde Hausen ist dem Entschlasenen, der auch in den. schweren Kriegsjahren das Bürgermeister- und Standesamt führte, zu großem Danke verpflichtet. * A11en - Buseck, 9. April. Gestern abend hielt der hiesige Frauenverein im Rühl- schen Saale feine Abschlußfeier für das vergangene Winterhalbjabr. Rach einer Eröffnungsansprache des Ortsgeistlichen, die einen Rückblick gab auf die örtlichen Veranstaltungen des Vereins im letzten Winter und seine Betätigung im Landesverband der evang. Frauenvereine, folgten im Wechsel gemeinsame Lieder, dann Vorträge von Gedichten und Darbietung eines I jugcndlich-srischen Einakters durch die Töchter von Vereinsmitgliedern. Wenn auch die seither allwöchentlich am Montagabend stattfindenden Zusammenkünfte nunmehr aufhören, so wurde Hauptgewinn aul 1 DoppellM 3ööö ifert** 'WU eimft11* “SltffllUM &4. ~~z Turnen, Sport und Spiel. AusdemMielrhelnlreisderD.r. Kreisturntaft = Wie bereits bekannt, hält der M i t t e l r h e i n - kreis der D T. seinen diesjährigen Kreis- turn tag im Gebiete des Turngaues Hessen am 3. und 4. Mai in Bad-Nauheim ab. Das große Turnerparlament, das alle zwei Jahre tagt, zählt rund 400 Abgeordnete aus 26 Gauen, darunter 24 Vertreter unseres Heimatgoues Hessen. Am Samstag, 3. Mai, trifft der .Kreisausschuß, der aus etwa 70 Mitgliedern besteht, in einer Sitzung die letzten Vorbereitungen für den eigentlichen Turntag, der am Sonntag, 4. Mai, eine Fülle von Arbeit zu erledigen hat. U. a. ist der Festort für das 35. Kreisturnfest 1932 zu bestimmen, ferner sind entscheidende Neuwahlen zum Kreisvorstand und zum Vorstand des Kreisturnausschusses zu tätigen. Nicht weniger als zehn Anträge, zumeist von Gauturntagen einge> bracht, stehen zur Beratung, u. a. auch ein Antrag des Gaues Hessen, der in Aufhebung von Beschlüssen des Kreisvorstandes und des Kreisausschusses die Rückführung der nach Auflösung des Feldberggaus erst dem Gau Hessen, dann aber dem Main-Taunus-Gau zugeteilten Vereine von Usingen, Brandoberndorf Anspach, Wernborn, Hausen-Eschbach und Ober-Rosbach in den Gau Hessen fordert. Kreis-Waldlauf in Wiesbaden. Der Mittclrheinkreis der Deutschen Turner- fchaft bringt am kommenden Sonntag in Wiesbaden seine diesjährige Waldlauf-Meisterschaft zur Durchführung. Insgesamt haben über 200 Turner aus 50 Vereinen zu dieser Veranstaltung, die als Vorprobe für die am 27. April ebenfalls in Wiesbaden stattfindenden deutschen Waldlausmeisterschaften der DT. gilt, ihre Meldungen abgegeben. Die Kreismeisterschaften werden auch in diesem Jahr wieder in drei Klassen ausgetragen. Gauvorturnerstunde im Gau Hessen (O.T.). Am vorigen Sonntag versammelten sich in der Turnhalle des Tv. 1846 in Gießen etwa 100 Turnwarte und Vorturner, um unter der Leitung von Gauoberturnwart Will noch einmal den gesamten Arbeitsstosf des Jahres durchzuturnen. Mit frohem Turnerliede begann die Arbeit. Ein frischer Aufmarsch, dann begannen die allgemeinen Freiübungen. Sie weckten, vor allem als die vom Standpunkt der Körperbewegung und vom Standpunkt musikalischer Gestaltungskraft sehr gute Musik dazu kam, Helle Begeisterung. Die Turnfeste dieses Jahres werden in den Freiübungen Glanzpunkte turnerischer Arbeit und Treue sein. Im Mittelpunkt des zweiten Teiles der Arbeit standen die Pflicht- übungen an den Geräten und der Kugelst oh. Gauoberturnwart Will zeigte darm „Keulenübungen neuzeitlicher Art". Bewegung vom Schwerpunkt aus und Mitarbeit des ganzer, Körpers sind die Grundzüge. Heber das ganze Gesicht lachten dann alle Turner, als der Männerturnwart Textor Spiele „mit gebundenen Füßen" und „auf allen Vieren" zeigte. Turnertum ist halt auch eine frohe Angelegenheit. . Am Vachmittag wurde Gauvorturner- -tag gehalten. Das Gauturnfest in Kirchhain (5. bis 1. Juli) wurde in den Grundzügen noch einmal aufgezeigt. Unklarheiten und Zweifel über die Gestaltung der Hebungen beseitigt. Für das Kreisturnfest wurde mitgeteilt, daß nähere Mitteilungen über verschiedene Punkte noch erfolgen würden. Allseitig wurde gewünscht, daß die Hebungen vom Kreis zeitiger vorgelegt werden möchten. Die Gauvorturner st unden wird der Gauoberturnwart auf allgemeinen Wunsch immer um 10 Uhr beginnen lassen. Der Gauwanderwart regte an, daß die diesjährigen Wanderungen in drei Bezirksgruppen gehalten werden sollten. Arn 18. Mai wird in Gießen eine Vorturner stunde für Kinder- und Iugendwarte gehalten werden. Die Grundthemen sind: „Laufen, Springen, Raufen" und „Spiel-, Gruppen- und Volkstanz". Turner W i e g a n d t aus Gießen hielt dann einen packenden Vortrag über die „Dorturnerausbildung in den Vereinen". Die praktische und theoretische Arbeit vom Sonntag hat gezeigt, daß unter der Leitung von Gauoberturnwart Will Tüchtiges im Gau geschafft wird und dem Führer eine Schar treuer Turnwarte und Vorturner zur Seite steht. W. Spielvereinigung 1900 Gießen. „Viktoria" Aschaffenburg (Ost-rNainSreismeisler) bei der Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. 1900 hat für die Ligamannschaft abermals eine süddeutsche Mannschaft verpflichtet, die durch hervorragende Resultate in den letzten Wochen aufmerken ließ. „Viktoria" Aschaffenburg gab schon mehreremals Gastspiele in Gießen und wußte dabei stets außerordentlich zu gefallen. In welcher Ausstellung der Gastgeber 1900 den Aschaffenburgern ent gegentreten wird, steht zur Stunde noch nicht fest, da die Mitwirkung des im Jugendopfertagspiel verletzten Spielers Katz noch in Frage steht. Man neigt nicht zu der Annahme, daß die Einheimischen als Sieger aus diesem Spiel hervorgehen, wenn sie auch aus Ehrgeiz dem Gegner heftigsten Widerstand leisten werden. 1 Einen schweren Gang hat die L t g a re s e r oe - £.rt£nf Q-Qft D0,rl ?ie in Heuchelheim der dortigen Llgamannschaft In einem Freundschaftsspiel entgegentreten muß Die Leistungen der Gießener sind in letzter Zeit so schwach, daß man von vornherein alle Siegeschancen aufgeben kann, es sei denn, daß man sich diesmal zu besonderen Taten aufraf en wurde, wozu die 1900er eigentlich in der se,n sollten und auch die Mannschastsaufstel- • lung Gewahr bietet. " . . ®ic dr^te Mannschaft folgt einer Ein- ladung der zweiten Ehringshausens im Krei. Wetzlar. Man schätzt die Gegner so ziemlich vorrniszusagen^^^lsprechend ist der Ausgang nicht d-r v!-rt-n Els stand b-l lieber, schrift dieser Zeilen noch nicht endgültig fest r?pi€e! ber Negen Aschaffenburg fpielt die erste Jugend gegen die erste Jugend vom R a se n f p o r t o e r e i n „Germania^ 08 marbu rg und vorher die beiden zweiten Jugend- Mannschaften. Zwei Begegnungen, die bei den aner« guten Leistungen beiderseits erst mit dem Schlußpfiff des Unparteiischen entschieden sein Ueber voraussichtliche Spiele der dritten Jugend, sowie der Schülermannschaften schweben zur Zeit noch Verhandlungen, über deren Ergebnis man noch nicht informiert ist. s. f. B. Die Ligamannschaft ist am kommenden Sonntag spielfrei. Dagegen sind alle anderen aktiven Mannschaften, die Alte-Herren-Elf, sowie die Jugend- und Schülerabteilung auf dem Plan. Die ßigareferoe fährt nach Weilburg, um der Ersten des dortigen Fußballoereins ein Gesellschaftsspiel zu liefern. Die V. f. B.-Elf steht vor einer nicht gerade leichten Aufgabe, zumal Weilburg auch noch den nicht zu unterschätzenden Vorteil des eigenen Platzes hat. Sie hat zwar am Sonntag in Nidda durch ihren 2:1°Sieg über dessen erste gezeigt, daß sie wieder recht gut in Form ist, wird aber im F. V. Weilburg einen bedeutend schwereren Gegner finden und kaum mit einem Siege rechnen können. Im besten Fall sollte sie ein Unentschieden erzwingen können, wobei Voraussetzung ist, daß sie in stärkster Aufstellung fährt. Die 3. Mannschaft empfängt zum Gesellschaftsspiel die 1. Steinbachs, gegen die sie in der Verbandsspielsaison um die Punkte zu kämpfen hatte. Die letzte Begegnung, die eigentlich ein Verbandsspiel hätte fein sollen, aber als solches nicht gewertet werden konnte, endete mit einem 3:1-Sieg Steinbachs. Die V. f. B.-Elf hat eine ganze Reihe von Sonntagen nicht gespielt und muß daher schon in bestmöglichster Besetzung antreten, wenn sie gewinnen will. Mit der 1. Mannschaft Steinbachs kommt auch dessen zweite, die der vierten des Platzvereins ein fälliges Gesellschaftsspiel liefern will. Das Vorspiel auf dortigem Platz vor längerer Zeit gewann V. f. B. mit 5:1. Auch das am vergangenen Sonntag ausgetragene letzte Verbandsspiel entschied 23. f. B. mit 2:0 für sich, so daß man auch diesmal wieder mit einem glatten Sieg des Gastgebers rechnen kann. Die A. - H. - M a n n s ch a f t versucht sich nach langer Pause erstmals wieder in einem Spiel auf eigenem Platz gegen die e r st e Mannschaft Biebers. Obgleich man den Alten Herren zweifellos die größere Spielerfahrung und bessere Technik zusprechen muß, werden sie Mühe haben, sich gegen die größere Schnelligkeit und Ausdauer der Aktiven zu behaupten. Die erste Iugendmannschaft hat die gleiche des Sportvereins Alsfeld- Hopfgarten zu Gast, über deren Spielstärke nichts bekannt ist, so daß der Ausgang des Treffens nicht vorausgesagt werden kann. Die zweite Iugendelf hat sich die erste vom D. f.R. Li ch eingeladen, die bisher Pflichtspielgegner der dritten Jugend des V. f. B. war und diese im letzten Treffen mit 1:4 schlagen konnte. Man darf also von der zweiten Jugend erwarten, daß sie ein besseres Resultat herausholt. Ebenfalls auf eigenem Platz steht die dritte Jugend der gleichen Mannschaft der Spielvereinigung 1 900 gegenüber. Der Ausgang ist offen. Für die Schülermannschaften stehen die Gegner noch nicht fest. Am vergangenen Sonntag trug eine kombinierte Schülermannschaft gegen die erste des Wetzlarer Sportvereins ein Gesell- schaftsspiel aus, das torlos endete. Hanoball im Männerturnverein (O.T) Für den nächsten Sonntag hat sich die erste Mannschaft des M. T. V. die gleiche des Turnvereins Wehlar-Riedergirmes nach hier verpflichtet. Die Riedergirmeser Mannschaft ist kampferprobt und gut eingespielt und hat eine Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 258. Don A. QL Elkhan. Weih zieht und setzt in zwei Zügen matt. 2 8 6 5 3 7 4 1 h 3 8 7 6 5 4 2 Weiß. Schwarz. d e a d dem 9. Dd8-c7 10. SbS-c6 c3-c4 Ld2-c3 De2xd3 Dd3-e2 1. d2-d4 2. Sgl-f3 3. e2-e3 4. Sbl-d2 5. Lfl-d3 6. c2-c3 7. Ddl-e2 Weiß: Ahues. Schwarz: Dr. Aljechin. 1. Sg8-f6 2. b7-b6 3. Lc8-b7 4. c7-c5 5. e7-e6 6. Lf8-e7 7. Sl6-d5 9. . . . 10. Sfl —g3 11. Lei -d2 12. Sd5-b4 13. Sb4xd3-H 14. Sc6-b4 Gin verfehlter Damenausfall, der von Weltmeister schlagend widerlegt wird. 1g 0-0 18- u-°-° Weih: 6 Steine. Ka5; De3; Tb7; Lai; Sc5. g5. Schwarz: 8 Steine. Kf6; Dh8; Tb2, g6; Sg8, h6; Ba3, f5 Partie Nr 183. Zu der 9. Runde des internationalen Meisterturniers zu San Remo am 27. Januar 1930. Damenindische Verteidigung. 12. 13. 14 15 liegen bk beiden Drohungen Sc3+ und Lxg2 Durfte es kaum etwas andere« geben. *9- • • iq f7-f5 h%£h?re2 2(L- h7~h5! die Oeffnung der b-Lime zu erzwingen. 21. Sg3xh5 v Das Schlagen des Springers wäre völlig ver- fetzlt, da die beiden schwarzen Läufer dann einen noch größeren Wirkungskreis erhielten. 5- --- 15. Th8-g8 b- 22-23 16. Sb4-c6 W s«5? Die Aufstellung des Weihen wird von Rubinstein empfohlen. An Stelle des 7. Zuges hätte jedoch besser 0—0 geschehen sollen, gefolgt von Tel, damit der Anziehende zu dem geplanten Vorstoß e4 gelangen könnte und der weihe Läufer dann das Rückzugsfeld fl hätte. Nachdem sich Ahues die Hauptchance des e-Dauernvor° stohes selbst genommen hat, verdient die schwarze Stellung den Vorzug. 8. d4xc5 8. b6xc5 9 Sd2 — f 1 ? Was soll der Spr. hier? Stark und drohend stand er auf c4, mit Bedrohung der Punkte a5 d6 und e5. 11. g7 - g5! Um dem Gegner für immer die Lust am Vor- ftofi e4 zu nehmen. Gleichzeitig beginnt damit die Einleitung zum späteren Königsangriff. Da Al- lechin im Zentrum vollständig gesichert steht, kann er sich auf dieses scheinbar riskante Unternehmen ruhig einlaffen. Sonst würde der Vormarsch der Dauernmasse verhängnisvoll werden. 21. . . . 21. Tg8-g6 Um auf h8 den Turm nicht der indirekten Bedrohung des Läufers c3 auszusetzen. 22 f2 -14? Weiß verspricht sich von der nun entstehenden Springerstellung auf f4 allzuviel. 22 .... 22. g5xf4 23. Sh5xf4 23. Tg6-h6 24. H2-H3 24. Td8-g8 Die scharfen Geschütze treten in Aktion. 25. Lc3xe5 25. Dc7xe5 26. Sd2-f3 26. De5 —g7 27. Tal-dl 27. e6-e5! 28. Sf4-d5 28. Th6xh3 29 De2-d2 29. Lb7xd5 Geschieht im gegebenen Augenblick, da Weiß mit dem Bauern wiedernehmen muh. 3U. c4xd5 30. e5 —e4 31. d5-d6 Auch jeder andere Zug würde den Zusammenbruch der weihen Partie nicht mehr aufhalten können. Z. B. 31. Sh2, Ld6! und gew., oder 31. Sei, Tgh8 mit der vernichtenden Drohung 32.Thl-f-, LH4+ ne st Dg4+. 31..... 31. e4xf3 32. Tflxf3 32. Th3xf3 33. d6xe7 33. Dg7xe7 und Weih gab auf. Ein des Weltmeisters würdiger Sieg. Lösung des Problems Rr. 256. Don Pimenow und Umnow. 1. Sc6—a5! usw. » Richtige Losungen zum Problem Rr. 254 sandten ein: Ew. Riese, Ehr. Römer, L. i. R., Marie Kretschmar, Gießen; L. Pfaff, Launsbach. Jubiläum der Offenbacher Schachgesellschaft. Das in der Osterwoche aus Anlaß des 50» jährigen Jubiläums der Offenbacher Schachgesellschaft stattfindende Turnier um die hessische Meisterschaft weist eine zahlreiche und außerordentlich starke Besetzung auf. Gemeldet haben: Orth, Darmstadt (mittelrheinischer und hessischer Meister); San.-Rat Dr. O. Wolff (mittelrheinischer Meister), Dleutgen und Treer, Mainz; Dr. Davidsohn und Röhrich, Gießen; Dr. lShweiß» guth, Alsfeld; Seeh, Eberstadt; Anthes, Fischer, Dr. Thomae und Dr. Riemann aus Offenbach. Auch im Hauptturnier find recht gute Rainen vertreten, so daß man auf den Ausgang beider Turniere gespannt sein darf. Wie bereits in einer der vorhergehenden Schachspalten erwähnt, spielt Schachmeister W. Orbach in der Offenbacher Schachgesellschaft am 13. April gegen etwa 30 Spieler simultan. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Werbung. „Ihr Heiratsantrag ist eine einfache Unverschämtheit. Wie können Sie es wagen, elender Kerl, ohne Pfennig, dreimal geschieden, zweimal vorbestraft, Sie frecher Patron. Seh'n Sie augenblicklich zu, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat, oder der Portier von Papa schmeißt Sie die Treppe runter!“ „Soll ich das als einen Korb an» sehn?" Peinliche Situation. In der Sekunda benehmen sich die Schüler, das soll Vorkommen, äußerst flegelhaft, so daß der Ordinarius sich zu seinem Verdruß schließlich gezwungen sah, Beschwerde beim Herrn Direktor AU führen und ihn zu bitten, der Probe halber doch einmal morgens mit ihm gemeinsam das Klassenzimmer zu betreten und sich so selbst davon zu überzeugen, daß er nicht zu viel gesagt habe. Dies geschah am nächsten Morgen. Als nun beide Herren, nachdem sie sich von dem ohrenbetäubenden Lärm in der Sekunda überzeugt hatten, das Zimmer betraten, war natür» lidj im Augenblick Ruhe, alles schaute gespannt aus die beiden, als der Herr Direktor auch schon seine Ansprache begann, und zwar meinte er, neben dem Lehrer stehend: „Ich will nur von vornherein gestehen, daß ich mit einem großen Ekel dieses Zimmer betrete .. (Lust. DL) ganze Anzahl erstllassiger Kräfte in ihren Reihen. Die M. T. V.-Mannschaft wird in stärkstrnöglich- fter Aufstellung antreten müssen und wird trotzdem noch ihre Last haben, wenn sie ein einigermaßen annehmbares Resultat erzielen wilL Vor dem Spiel der ersten Mannschaften treffen sich die ersten Iugendmannschasten beider Vereine ebenfalls zu einem Handball- Freundschaftsspiel. Aus diesem Treffen werden aller Voraussicht nach die Einheimischen als Sieger hervorgehen, da sie über eine größere Spielerfahrung als die Gäste verfügen, doch ist hierbei vorausgesetzt, daß die M. T. V.er ein ähnliches Spiel wie an den vergangenen Sonntagen vorführen. „ Deutsche Zugendkrast7 Gießen — Rockenberg 2:1. Am vorigen Sonntag hatte die Gießener D. I. K. zwei Mannschaften von Rockenberg zur Einweihung ihres neuen Sportplatzes auf dem Trieb zu Gast. Rach dem Anpfiff entwickelte sich ein flottes Spiel, welches Gießen in der ersten Viertelstunde zur Führung brachte. Rockenberg drängte dann vergeblich zum Ausgleich. Kurz darauf konnte Gießen das zweite Tor erzielen. 3 Minuten vor Halbzeit sandte Rockenberg seinen Ehrentreffer ein. In der zweiten Halbzeit flaute Gießen infolge eines Ersatzes aus der Jugend merklich ab, doch konnte Rockenberg zu einem Ausgleich nicht kommen. Beiden Mannschaften fehlt es noch an der nötigen Technik und Ausdauer, Gießen — Rockenberg (Schülermaunfchaflen) 0:0. Rachmittags spielte Rockenbergs Schülerelf gegen die gleiche der Gießener, wobei der Kampf mit Unentschieden endete. Beide Mannschaften hatten mit einigen Ausnahmen flinke Spieler, die bei eifrigem Training noch viel versprechen. Handball im Lahn-Dünsberg-Gau. Rach Beendigung derel versprechen. >ünsberg-Sau. Schrunde 1930 HenftanO; ’• verl. imentsch. VN«. 0 2 22 L 8 0 8 i 8 1 1 1 11 0 2 30 ist somit Tor« ngaben sind die Spick chast des Turnveieint die sich nur an der । sehr gute MItale . Kinzenbach schied im und muhte sich daher enplah begnügen. iö Sportbund. r Zrühjahrsrunde fin- nfag folgende Spiele i'eßen / uni) Heu- ibcQIlanWienMr» each/liche Spidftätle. in diesem Spiet eil ein, doch ti\tb S)cu- in diesem W Mt ch Diesecl I und ier tressen sich Mei vhs Hai Äieseä den L, ob es ihm aber ge- für sich M behalien, . her Gaste in Frage Ib die erste Wann- cgner. Auch in diesem ischen alles h-rgebe. Dehlarer nicht mit Hause fahren lassen schweren Gang nach m gegen die dortige smeister) den Kamps Eine 2U-d°-l°«'^' |ie sein wird, hangt ihre Kräfte. Hin ^LanseM um d-n Ä‘--e «rar» |ü°miÄbSr6, 2n«. QHän* UdAsL ^Ä?in Darinstadt lreisfest e >.75. l.,toV Gegen Pilfcl, Mitesser Starke A. Drogerie C. üVintcrboff, Mremplab 9/10. Hindertdura-Troaerie, SeiterSweg 68a. an sie richten konnte. Mochte sie nun schlafen oder wachen — «r muhte den Grund kennenlernen für ihre plötzliche Antipathie gegen gefiederte Schlangen unb so beschloh er tatsächlich, auf der Treppe zu ihrem Hause auf ihre Heimkehr zu warten. Auf seinem Wge hatte er in GroSvenor Square vorgesprochen und erfahren, bah Mr. Crewe schon seit neun ill)t morgen« in die Litt) gegangen war. Er hatte ein Bureau in der Gegend von St. Martin« Le Grand — e« bestand aus zwei Räumen in dem obersten Geschah eine« hohen Gebäude« und diente ihm mehr als Adresse denn als GeschäNSlokal. Er tarn nicht oft zur City und ein Clerk genügte, um die Geschäfte abzuwickeln, die in diesem kleinen Bureau gemacht wurden. Crewe war seit dem frühen Morgen beschäftigt. eine Liste all seiner Börsenpapiere auf- zustellen und ihren Wert abzu'chäyen. Mr. Leicester Crewe war keinen telepathischen Dinflüssen unterworfen, aber an diesem Morgen war er mit der Absicht aufgewacht, alle seine Dankpapiere zu verkaufen und sich an einen Platz zurückzuziehen, an dem man ihn nicht erreichen konnte, und der möglichst auherhalb dcS Machtbereiche« der gefiederten Schlange lag. SS war ihm klar, dah die gefiederte Schlange niemand anders al« William Lane selbst war. Dieser unbarmherzige Lane, der Farmer ohne Gnade und Mitleid tötete, und besten Drohung brei weitere Leben überschattete, war ein ganz anderer geworden unb hatte nichts mehr mit bem schweigsamen Mann zu tun, der damals auf der Anklagebank in Old 'Ballen sah, und ohne mit einer MuSkel zu zucken, das Urteil anhörte, das über ihn gefällt wurde. lFortsetzung folgt.) Felolarblfle und Leck Pumps die große Mode, mit brauner . Ä Boxkalf-Oamltur und einfarbig, 1 11 SÜ bester Sitz, außerordentlich III preiswert.................... R" abend auSzugehen." Sie hörte plötzlich auf zu sprechen. das Gefühl, bah sie ihm etwa« sagen wollte, unb darin täuschte er sich auch nicht. Aber obgleich er darauf wartete, sagte er nichts mehr und hielt ihr die Hand zum Abschied hin. „Gehen Sie jetzt zu Ihrer gefieberten Schlange zurück?" Er war bestürzt, al« sie ble Augen schloh unb zitterte. „Rein, nein — keine gefieberten Schlangeni' sagte sie schaudernd. „Leben Sie wohl." Sie war verschwunden, ehe er noch eine Frage Zweifarbige Trotteurschuhe echt Chcvreaux und Kalbleder, - _ wunderv Zusammenstellungen, I fj Sh neueste Farben m. überzogenem I / und Lederabsatz............. hti Herren-Kragen Stehumlegkragen und Stehkragen mit Ecken la .flako, 4 fach u. 5 fach, n rn Einheitspreis 1.— U.JU ,,Hefro“. der bequeme, n rn halbsteife Kragen.....0.75 v.iÄJ Hosenträger, feste* Q QC Gummiband, m. Lederp. U.ylJ Hosenträger. 11 flemml- < rn band mit Rolleder.....2L5 l»Uv Garnituren: Hosenträger, Sockenhalter und fl Ärmelhalter im Karton «.LV) Leder*portgtirtcl n QT la Qnnlitftt .... 1.75,1.25 V.7U Sportetuteeu, (1 f)C kräftige Qualität, 2.75 L.W SportstrUmpfe. kräftige Qualität, mel. a ne mit buntem Rand - - 3.50 LA U Et Alleinige Niederlage der berühmten romsaiRnr AAA Serien-Kleider als Oster-Angebot MM V in den Preislagen 15.—, 20.—, 30.— Mark m ^eine gr ^"gbau de ^’Wenen D Knßillegungei ^rke A.-T. k ES?!««» ‘m bc®b^hflt 5inb. w .-^cUtDett von eine Din rugsaktien 5 o« «* für -en ■> k^fgX1 SS 8 jiafcnU- jur M«era! Die »**« stf® umfaßt mit rum> a ÄÄ ninq und Erneuer S ist die Sm und der 3 '® :da Sli-tsiosferMM ausgegangen, * nicht mgl'ch gerne lungen bezogen V4 gelang glieder entsallen. i ansschlaggebend g« ©eitere Steigerung v erwarten sind, 1 fanden lieber üdtchaupt verbind Isegelmg ist auch mit den Ländern c schen Deutschland, nen internationale AnderLpitzelx Tonnen dl die ; Quote der W Stickstoff ist gest 1932 33 jährlich auf bie efufftoii tntfallenbe Quote iazu, so verfügt samtquote von ru 840 000 Tonnen I deutsche Slickstoffsl tionskontingent vor erreicht damit übe an Stickstoff MtmÄui Die anhaltende ßischen Staat M einigen inet m gegeben. 5 Mt ztvar nnd! ti aber über Ul verbleibt, wird ci M) verzinst. 5 Gelder, die zwei i>ri der SiaaEt verändert x\ < ans ein bis dre n y/e n Konto „H“ (gi y/s (6*/8) pro; gen daraus ' gütet. ^V^^-Ueii ^nhegn •5SjäS’,fc J°n “nKh^-’San! 6r®fi K.tz ‘tXä." W ■** Teppiche Sonder-Angebot zur Eröffnung meiner neuen erw eiterten Verkaufsräume Ein großer Posten Teppiche, bestes deutsches Fabrikat, schwerste durchgeknüpfte, fehlerfreie Ware, in schönsten Mustern. Größe 200x300 cm, per Stück Mk. 155. — . Andere Qualitäten ebenfalls in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Heinrich Hochftätter Brandplatz 1 Ecke Sdilofegasse 2844 A Beachten Sie unser Sonderfenster! Eine Gelegenheit! Schwarz und farbige Woll- und Seidenkleider! Alle Größen! Gebr. Imheuser,amMarkt; Gestern abend entschlief sanft nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, unsere Hebe'Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Erb geb. Hofmann im Alter von 35 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Erb, Res.-Lokomotivführer i.R. nebst Kindern und allen Angehörigen Wieseck (Neuenweg), den 11. April 1930. Gestern verschied nach langem schweren Leiden unsere liebe Tante Fräulein Marie Ockel im Alter von 88 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Nordanlage 9>, den 10, April 1930. Die Beerdigung findet Samstag, den 12. April, vormitt, um 11 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt _____________________________________________________________________02485 SMMWW Eingang Ecke Volksbad. Kein Laden. Wtgta Erzparni» hoher Ladeamlete 1 Treppe hoch Nene elegante Herren-Anzüge, em- und zweireihig, von Mk. 25.— an. Sport-Anzüge. 4teihg, tn allen Gröhen. Manchester-Anzüge von Mk. 35.— an. Fraeh- und Smoking-Anzüge in jeder Preislage. gonfitmonoen-MeinBlfloii. Mk. 20.- on Auch Anzüge für Burschen n. Jünglinge von Mk. 18.— an. Ein groger Posten Kinder-Anzüge von Pik. 10.— an. Frübjahrsmäntel von ll)ik. 25.— an. Lodenmäntel von Mk. 16.— an. Gummimäntel von Mk. 12.— an. Lodenjoppen von Mk. 12.— an. Windlacken v. Mk. 10.- an. Gestreifte Hosen von Mk. 6 — an. Schwarze Hosen für Kellner und Musiker von Mk. 12.— an. Hosen für korpulente Herren von Mk. 12.— an. Knickerbocker von Mk. 12.— an. Manchester-Hosen von Mk. 10.— an. Manchester-Sport-Hosen in jeder Art, von ML 8.50 an. forote feldgraue Hosen au sehr niedr. Preisen. Schwarze Eisenbahner-Joppen sehr billig. Blaue Arbeits-Anzüge von Mk. 7.— an. Ein Posten neue Herrenwesten pro Stück Mk. 3.50. Neue schwarze Sommermäntel für korvulente Damen zu staunend billigen Preisen xw Keines vcriäume das günstige Angebot! -MR Gebrauchte Anzüge, noch sehr gur erhalt., v. Mk. 12.— an, auch für korpul. Herren. Frack-, Smoking-, Gehroek- n. Cutaway-Anzüge sehr billig. Hosen sowie Kellner-Westen ankerst pretswürdtg. W Ein Versuch lohnt! -MR 1948A ymeWkvMe-Aus LBofeoiioelfl W ©lesen. Seltersroeg 58.1 ireuoe. r Lichtspielhaus ■"wwffn-iy Sonntag, den 13. April, vormittags 11.15 Uhr D Ku Itu r-Fi I m-Frü h vorstel i u n g Zwei Meisterwerke der Kamera I I. Das unbekannte Paris I Als Impressionen eines Malers zeigt der Film „Paris“ von Andrd Sauvage. Der Künstler ist Mitglied der Avantgarde jener Bewegung, die den Film von den Fesseln verstaubter Traditionen befreit. Wir sehen durch seine Augen ein neues Paris, das kein Dichter oder Maler uns bisher ■ enträtselt hat B II. Auf griechischen Meeren I Hier sehen wir die unendlichen Schönheiten der uralten Heimstätten H europäischer Kultur. Besonders reizvoll der Wechsel zwischen byzan- tischen Klöstern und den ewigen Denkmälern antiker Kunst Jugendliche haben Zutritt. - Kleine Preisei ■ --—------ 2940 C Bitte merken Sie sich für: Photo-Arbeiten jeglicher Art — und für den Kauf von Photo-Apparaten die nachstehenden Photo-Handlungen Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. April 1930, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus aus statt Diese entwickeln und kopieren Ihre Negative einwandfrei, schnell und billigst. — Auch finden Sie hier reichliche Auswahl in Photo - Apparaten und Zubehör aller maßgebenden Fabriken. Anweisung und Auskünfte jederzeit gerne und kostenlos. — Auf Wunsch Teilzahlungen Emil Karn Central-Drogerie Schulstraße August Noll Kreuz-Drogerie Bahnhofstraße Sultaninen ... .0.80, 0.90, l.OO, 1.20 Mk. Korinthen .... Rosinen, große Kokosjett..... Weizenmehl ... Zucker, gemahlen Zucker, kristall .. Mandeln....... Haselnußkerne... ......0.60,1 00 Mk. ...........0.70 Mk. 0.60, 0.70, 0.65 Mk. Margarine, Block-Schokolade, Orangeat, Zitronat, Backpulver, Danillinzucker, Trüffelstreusel usw. Apfelsinen (Blut und Blond) in allen Preislagen niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiniiiiiiii \ 5% Rückvergütung in Edeka-Sparmatten! | TiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiimifT 2939 A 0.26, 0.26, 0.30 Mk. ...........0.35 Mk. ...........0 34 Mk. 2.00, 2.20, 2.40 Mk. ......1.60, 2.00 Mk. Backariikel der Ed-Ia- Geschäfte bereiten der klugen Hausfrau durch ihre Qualität eine besondere Ostersreude! täfctto’-Sjc&u&e 8.™ 1O.’5(W12.’514? Die Auswahl in entzückenden Damenschuhen und vornehm-gediegenen Herrenschuhen ist dieses Mal besonders reichhaltig. 2I44A Schuhhaus Meyer Gießen Hans Noll Ludwigsplatz-Drogerie Neustadt-Drogerie W. Kilbinger N achf. Löwen-Drogerie Seltersweg Carl Seibel Germania-Drogerie Frankfurter Straße Apoth.E.Guth Viktoria-Drogerie Marktstraße 2937 D Ml oennleiet einen fahrbaren Sleinbrecher mit Sorlieriromrnel tn gutem Anstande auf 6 bis 8 Wochen? Schrillt. Angebote unter 2911D an den (Atest. An-teiger. Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Balmiiolstraße 30 Ein Wort an die Eltern u. kanfm. Lehrlinge zur Berufswahl hat unser Geschäftsführer Mack im Kähmen eines frohsinnigen Elternabends am Samstag, dem 12. April, im „Hopfeld“ abds. 81/, Uhr, zu sagen, zu dem wir alle Eltern und Lehrlinge herzlich einladen. 2932D Der Vorstand der Ortsgruppe Gießen des G.D.A. Mausburg 12 Gieben Mausburg 12 Zreltag, April 1950 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Nr. 86 Drittes Blatt Salzdeifurthkonzems entläufchten etwas, unb die Spekulation nahm Tauschoperationen vor, so dah Wirtschaft Alkaliwerke in den Reingewinn von Banknoten. $ranffuh a. M. Äeriln Schluß-1 l«Uf?r« Schluß« 1 Ansang- für» I ff»r< furd | fiurrf 11. 4 Datum Datum 11. 4. 113,25 177,4 172,75 175,13 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.7N. 75,75 259 171,5 74,75 142 125,5 193 261,5 178 193,4 261,5 72.6 72,25 109,75 104,75 237 107 109,5 108 129,75 184 74,5 102,75 141,75 113,5 106 111 107,75 109,75 105,25 237 117 109,5 133 91,5 118 148 151,5 41,5 254,5 35 303 018 , 18 057 243 „ 174,5 130 182 148 113 158 113 117,25 134 175 162 241 151 154,75 295,75 173,13 200 174,75 130,25 184,5 111,5 117,25 134 175.5 162 240 150,75 154,5 291,75 172 16'/. 10 , 10 , 15 Derwaltungsvermögen Finanzvermögen Darmstädter und 9tationalbanl Deutsche Bank und Tisconlo-Gesellschaft, . . . Dresdner Bank ...... Reichebank . . ...... AEG........... Ctaoi Minen .... Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke SaUdctiunh 13'/, 12 . 8 , . V . 0 > * Ö , . 0 , . 6 , 10 vorgetragen. • Confolidierte 174,65 83 I 72,25 71,13 I 109,75 | gingen um etwa 1,5 Proz. zurück. Bemerkenswert fest legen weiterhin Sch^esische-Derliner Gas plus 1,13 Proz. Man sprach hier von Fusions- absichten mit einem verwandten Unternehmen. Einem Kraftwagenführer am Bahnhof, der sich in trunkenem Zustande befand, war von einem Polizeibeamten das Fahren verboten worden. Er wurde darüber derart aufgebracht, dah er diesem zurief, er solle doch nur ruhig sein, er habe ja.schon Aepfel gestohlen. Der Angeklagte gab selbst zu, dah hieran kein wahres Wort sei. Die Aeuherung wurde von den Kraftwagen- Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Prioal-Bank . Allgemeine DeutscheCreditanst. Barmer Bankverein . . ®. garben.Inbustrte Dynamit Nobel . . . SchcideanstaU.... Goldschmidt ...» Rütgerswerke .... Metallgelelllchafl. . . 34,5 37 | 107 98 102,5 218 160 Amtsgericht Gießen. • Gießen, 8. April. auf die Stammaktien vorgeschlagen werden. 242 626 (167 966) Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen. • Kaliwerke Salzdetfurth 21.-®. Salzdetfurth. Aus einem Reingewinn von 4 398 451 (3 800 405) Ml. sollen wieder 6 Prozent Dividende auf die Vorzugsaktien und 15 Prozent auf die Stammaktien vorgefchlagen werden. Auf neue Rechnung werden 187 951 (186 905) Mk. Dessauer GaL..... Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . . Maschinenbau . • Nal. Automobil . . . Orenstein & Koppel . • Leonhard Dietz .... Sveueko ..... ffranlfuttet Maschine» . Gritzner.......... 6 Heyligenstaedt ....... 0 Iunghans..........6 Lechwerke..........6 Maintrastverke Höchst a.DL. . 8 Miag ........10 Gebr. Roeder.......10 Voigt & Haeffner .••••* 0 Lüddeutsche Zucke, . • • . M) Hamburg-Amerika Pakei ... 7 Hamburg. Südam. Dampfschiss. 8 Hansa Tampfschiss.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 “ - " ~ 10 10 12 11 12 10 10 12 . 8 Bergmann.........9 Elektr. LiescrungSgesellschast. 10 Licht und ftrafi ... - 10 Westeregeln. Auf den Reingewinn von 2 453 400 (2 430 210) Mk. soll wieder die Erteilung einer Dividende von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien und von 10 Prozent auf die Stammaktien vorgeschlagen werden. Dorgetragen werden sollen auf neue Rechnung 241 400 Wertvermögen -- - - Das Gesamtvermögen beträgt also 71 562 555 Mk. Die städtischen Schulden betragen am 1. Januar 1930 gleich 35 Millionen Mark. 10 4 99,75 61,65 222,5 227 382 10 4 111,5 Schultheis Payenhoser . Cftmcrfe....... Aku ........ Bemberg....... Zellstoff Waldhos . . . Zellstoff Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser 10 4 hT~ 172 157,5 111,13 117,25 134 175,5 162 239,25 151,13 154,5 290,25 171,5 I 200 i 173,5 I 131 183 138 175,5 191,5 259 170 74,65 102.75 143 141,75 126 230,75 107,25 111 110 107,65 74,9 108,5 105,13 235 117,65 10 4 iöö" 223,5 228 384 I (171 210) Mark. Frankfurter Börse. F r a n k f u r t a. M., 11. April. Tendenz: fester. Die heutige Börse eröffnete in fester Haltung. Die innerpolitische Lage scheint doch jetzt einer endgültigen Klärung entgegengehen zu wollen, und schon von dieser Tatsache ausgehend war man im heutigen Vormittagsverkehr recht zuversichtlich gestimmt. Die günstige Verfassung der Geldmarktlage und die festen internationalen Börsen blieben ebenfalls nicht ohne Einfluß auf die Stimmung. Das Geschäft war im allgemeinen nicht sehr umfangreich, da der Auftragseingang wieder sehr gering war. Rur Spezialaktien traten auf Meinungskäufe der Kulisse mehr in den Vordergrund bei teilweise ganz erheblichen Kursbesserungen gegenüber der gestrigen Abendbörse. An der Spitze standen I.-G.-Farben, die 2,5 Proz. fester eröffneten. Eine Meldung, wonach Zakob Goldschmidt in den Aufsichtsrat der I.-G.-Farben- industrie eintreten werde, regte an. Am Elektromarkt konnten Siemens 2,5 Proz. anziehen, die übrigen Werte dieses Marktes zogen 1,5 Proz. an. Kunstseideaktien lagen gut behauptet. Am Montanmarkt war die Kursgestaltung bei kleinstem Geschäft nicht ganz einheitlich. Buderus lagen 1 Proz. fester, während Gelsenkirchen und Rheinstahl bis zu 1 Proz. nachgaben. Lebhafter war das Geschäft am Schiffahrtsmarkt, bei geringen Besserungen. Haussegünstige Gerüchte führten hier zu Deckungen, besonders bei Terminware. QI.-®, für Verkehrswesen lagen bis zu 1,75 Prozent fester. Am Zellstoffmarkt kam Material heraus, so daß Waldhof, nachdem dieses Papier in den letzten Tagen etwas gebessert war wieder 2,5 Prozent einbüßten, Bauunter- nehmungsmarkt etwas fester. Die Absahziffern der Salzdetsurthgruppe veranlaßten an diesem Markte Abschwächungen bis zu 2,5 Prozent. Am Rentenmarkt traten deutsche Anleihen bei erneut gebessertem Kurse mehr hervor. 3m Verlaufe machte sich eine stärkere Zurückhaltung bemerkbar. Die politische Lage bot immer noch Anlaß zur Besorgnis, und die Kulisse schritt vereinzelt zu Gewinnsicherungen, so dah gegenüber den Anfangsnotierungen auf fast allen Märkten Rückgänge bis zu 1 Prozent eintraten. 3m Freiverkehr waren plötzlich Adlerwerke lebhaft gehandelt, die sprunghaft von 82 auf 88 Prozent anzogen. Die Grundstimmung war recht widerstandsfähig. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Prozent notiert. Am Devisenmarkt lag das Pfund etwas fester. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1819, gegen Pfund 20,3825, gegen Paris 124,22, London gegen Kabel 4,8657, gegen Mailand 92,81, gegen Madrid 39,05, gegen Schweiz 25,10, gegen Holland 12,11. Berliner Börse. Berlin, 11. April. Rach einem freundlichen, aber ziemlich ruhigen Dormittagsverkehr eröffnete die heutige Börse in überraschend f e st e r Haltung. Zwar lagen Orders in größerem -Umfange wieder nicht vor, das bestehende Interesse für einige Spezialpapiere genügte aber und veranlaßte die Spekulation, zu Deckungen und Rückkäufen zu schreiten. Die Einberufung des Reichsbahnrates zum l.Mai, die gegen Schluß der gestrigen Börse als Daissemoment gewertet tourto, fand heute eine ruhigere Beurteilung, da ein Tariferhöhungsantrag keine Aussichten auf Erfolg haben dürfte. Die Abschlüsse des Reiten & Guilleaume . . 1¥i Geiellschast für Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Werle 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 SchuckeN & Co. ...••• 11 Siemen« & Halske . • • • • 16 DranSradio ...» 8 Labmever L Eo...... - 10 Buderue . ..••••• ® Deutsche Erdvl . ...... 6 Essener Steinkohle .••••• 8 Gelsenkirchener ... 8 Harpen er ........ 0 Hoesch Eisen..... 6% Ilse Bergbau ....... 10 Älötfnerroerte ..••••••« Köln-Neuesten...... • • * Mannesmann-Röhre« . • • . < Mansselber Bergbau.....7 Lberschles. Eisenbedarl .... 6 CberidM frctirotde. • • . . 7 Phönir Bergbau . . .... 6^ Rheinische Brawtkohle» • • 10 «heinktahl ........6 Rieheck KdHä .••••• U sche Vermögen wie folgt zusammen: — - 18 202 264 Mk. Oer Aufsichtsrat der Hekoga für den Ruhrgas-Bertrag. ® arm ft ab t, 10. April (WTB.) 3n der heuti- gen Aufsichtsratssitzung der Hekoga wurde bei drei Stimmenthaltungen gegen eine Stimme folgender Beschluß gefaßt: Der Auf- sichtsrat nimmt zu stimmend Kenntnis von den Verhandlungen, die seit der letzten Aufsichts- ratsfitzung anfangs 3anuar d. 3. vom Vorstand geführt wurden. Der Aufsichtsrat ist mit dem Vertragsentwurf in der nunmehr vorliegenden Fassung — vorbehaltlich des einen mit der Saar noch schwebenden Punktes hinsichtlich des Gebietes IV — einverstanden und empfiehlt ihn der Generalversammlung zur Annahme^ Zur Erneuerung beS StWoMndilatt. Die Verhandlungen zur Erneuerung des Stick- stoffsyndikats sind schneller zum Abschluß ge- kommen, als man erwartet hatte. Das neue Syndikat ist auf die Dauer von sieben Jahren, beginnend mit dem l.Juli b. 3., in Aussicht genommen und umfaßt mit rund 98 v. S). fast die gesamte deutsche Stickstosf produzierende Industrie. Der Verlängerung und Erneuerung des Deutschen Stickstoffsyndikats ist die Einigung zwischen den Ruhrzechen und der 3.-G.-Farbenindustrie als der größten Stickstofferzeugern Deutschlands und der Welt vorausgegangen, ohne die ein neues Stickftoffsyndikat nicht möglich gewesen wäre. Die letzten Verhandlungen bezogen sich einzig und allein auf die Re - gelang der Quoten, die auf jedes der Mit- glieder entfallen. Die derzeitige Kapazität ist dabei ausschlaggebend gewesen, und daraus folgt, daß weitere Steigerungen der Stickstofserzeugung nicht zu erwarten sind, sondern im (Gegenteil bei der bestehenden U e b e r p r o d u k t i o n in der Welt überhaupt verhindert werden sollen. Durch diese Regelung ist auch der Weg für eine Verständigung mit den Ländern geebnet, die bisher nicht dem zwischen Deutschland, England und Chile abgeschlossenen internationalen Stickstoffvertrag angehören. An der Spitze der Quoten steht mit jährlich 840 000 Tonnen N die 3. - G. > F a r b e n i n d u st r ie. Die Quote der Ruhrgesellschasten für den synthetischen Stickstoff ist gestaffelt und beträgt im Geschäftsjahr 1932 .33 jährlich 160 000 Tonnen: rechnet man die auf die Stickstofferzeugung der deutschen Kokereien entfallende Quote von jährlich rund 90 000 Tonnen dazu, so verfügt der Ruhrbergbau über eine Gesamtquote von rund 250 000 Tonnen N gegenüber 840 000 Tonnen N der Farbenindustrie. Das neue deutsche Stickstoffsyndikat verfügt über ein Produk- tionskontingent von rund 1.2 Millionen Tonnen und erreicht damit über die Hälfte der Weltproduktion an Stickstoff. Zinsermäßigungen bei der Seehandlung. Die anhaltende Geldflüssigkeit hat der Preußischen Staatsbank (Eeehandlung) Anlaß zu einigen weiteren Z i n s e rm ä tz i g u n- gen gegeben. Der Rormalsah für Tagesgeld bleibt zwar unverändert (3V« Prozent), sofern es aber über Ultimo April bei der Staatsbank verbleibt, wird es mit 5 Prozent (bisher 5Vi Prozent) verzinst. Die Zusahvergütung für tägliche Gelder, die zweimal hintereinander über Ultimo bei der Staatsbank belassen werden, bleibt unverändert V< Prozent. Der Satz für Einlagen auf ein bis drei Monate fest ist von 53/s Prozent auf SVs Prozent herabgesetzt. Darlehen auf Konto „H“ (auf einen Monat fest) werden mit 57/e (6Va) Prozent berechnet und für Einzahlungen darauf 45/8 (47/8) Prozent Haben-Zinsen vergütet. ♦ • Keine größeren Stillegungen im Bergbau des Stahlvereins. Entgegen verschiedenen Meldungen in letzter Zeit über Zechenstillegungen bei der Vereinigten Stahlwerke A.-G. erfährt WTB.-Handelsdienst, daß trotz der bestehenden Absatzschwierigkeiten größere Stillegungen im Bergbau des Stahlvereins nicht beabsichtigt sind. • Kaliwerke Aschersleben. Aus einem Reingewinn von 2 462 066 (2 423 755) Mark soll wieder eine Dividende von 6 v. H. auf die Vorzugsaktien und eine solche von wieder 10 v. H. Philipp Holzmarm ...... 7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Cementwerk Karlstadt. ... 10 Wavb & Kreytog......8 Ansang- Kurs 11- 4- iöö" 61,75 221,5 224.5 I 381,5 Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Rcichsbankdiskont 5 o. $)., Lombardzinsfuß 6 v. H. firanffurt a. Dl. | Serlin Schluß-l i-Uhr« I Schluß-1 Anfang« kur« j Kur- s kur» \ fiur< Schluß-1 t-Uhr- Schluß- turS | Kurs füri * * • - w abgeben wollen: die von ihm gebrauchte Aeuße- I I rung fei ein Scherz gewesen. Die Behauptungen die Kaliwerte bis zu 2,5p'roz. Verluste erlitten, konnten nicht widerlegt werden, und es ersolgte Sehr großes Geschäft hatten Reichsbank (Plus Freisprechung. 5.5 Proz.f. für tue angeblid) Amerika als «auf« £>ü8 Vermöge" Stadt Offenbach, auftrat, und 3.-G.-Farben, für die ausschlag- ” •< /w» gebend die Erfolge des Hydrier-Derfahrens in Offenbach a. M 9^ OtynL Amerika anregten, außerdem wurde der demnächst Stadtverwaltung hat letzt an die MAUe zu erwartende Eintritt zweier Großvankdirektoren der des Stadtrats unter Beachtung der Richt- in den Aufsichtsrat der I.-G.-Farben vorteilhaft hmen des Deutschen Stadtelages em Tetmo« gewertet. Schiffahrtsaktien hatten au8 den be- g e n s v e r z e i ch n i s herausgegeton. Rach dem kannten Gründen einen größeren Markt. Die Ge- | Stande vom 1. 3anuar 1930 fetzt sich das ft a £> t rüchte von einem Freigabebonds erhielten sich. Sonst fielen noch Schantungoahn mit plus 3,5, Deutsche Linoleum plus 2,75, Schlesische-Berlincr Gas plus 2,5, Aku plus 2,75 Proz. und Svenska plus 2,25 Mark durch Festigkeit auf. Besonders schwach lagen dagegen Rheinstahl auf die herab- geftimmten Abschlußerwartungen. Trotz des drohenden englischen Textilstreiks erfuhren die Tex- I (SinGCfOtlöt. "Äm^über den letzten Tagen. Der Sah für Tagesgeld Die untere film t tra^e stellte sich auf 2,5 bis 5 Proz. Monatsgeld 6 bis Der Einsender der Zeilen vom 4. AprilI hat ton 7 Proz.. Warenwechsel etwa 4,75 Proz. Rach den meisten Bewohnern sowie den täglichen Wlantcn ersten Kursen wurde es allgemein wieder ruhiger, der untereri Minikstraße aus dem Herzen gespiochen. Die Ungewißheit in der Politik kam zu ihrem Zufällig sah ich vorige Woche als ein^ ^beres Last- Recht und bei einzelnen Werten traten kleine auto mit guter Geschwindigkeit die Straße durchfuhr, Kursrückgänge ein. Recht schwach lagen wieder daß ein derartiger Staub aufgewirbelt wurde, datz Waldhof, die nach ziemlich widerstandsfähigem es zwei dicht nachfolgenden, gut be etzten ^rsonen. Beginn 2 25 Proz. verloren. Auch Spritaktien autos nicht möglich war, weiterzufahren. Der Be- „mnon t.m puJn 1 s SRrnv Aurüd. Bemerkens- ! sonnenhcit dieser beiden Kraftfahrer war es zu danken, daß unter Umständen ein größeres Unglück verhütet wurde. Beide fuhren sofort an die rechte Straßenseite und hielten so lange, bis die Staubwolken sich verzogen hatten und das Gesichtsfeld wieder frei war. Ferner wäre ick dem Einsender dankbar gewesen, wenn er nickt allein den Zugang der Straße bei trockenem, sondern auch bei nassem Wetter angeführt hätte. Bei nassem oder Tauwetter ist der Bürgersteig unpassierbar. Der ganze Dreck und Schmutz bleibt an den Füßen hängen und wird den Anwohnern in das Haus geschleppt. Diese sind wirklich nicht zu beneiden. Hier wäre cs wirklich an der Zeit, daß sich unsere Stadtväter dieser kleinen, aber guten Steuerzahler annehmen und für schnelle, gründliche Abhilfe — alles andere hat keinen Zweck — Sorge tragen würden. Der an der Klinikstraße führern am Bahnhof, sowie auch von Bahnhofs- I gelegene freie Platz ist für die Kinder als Spielplatz Passanten gehört. Sie enthält eine schwere Der- freigegeben, nur mit der Ausnahme, daß die Kinder leumderische Beleidigung und trug dem Ange» keinen Fußball spielen dürfen. Unsere Fugend ist doch klagten eine Geldstrafe von 60 Mark nun einmal für diesen Sport eingestellt, und wo ein Auch wurde der Polizeibeamte für befugt anders sollen sie denselben °usuben? Entweder fort SB6Ä8S »SÄ » ÄÄS S-SS einem Gaste unmittelbar an dem Stuhle, auf dem dann doch immer lahrlic.) ein par hundert Mark er saß seine Geldbörse zur Erde, ohne daß er der Stadtkasse zufliehen. es merkte. Der Angeklagte, der dort ebenfalls Kirchliche Nachrichten. Gast war, hob sie auf und nahm sie an sich. liraelitiftbe Gemeinden. 3hr Inhalt warnicht^^-trüchtttch. Der Mann Israelitische Rcligionsgemeiuto. Gottesdienst in der verausgabte aldbalb miSZ Synagoge (Südanlage). Sonntag, den 13., und dere, die er freihtelt. Der Angeklagte wußte 7 » den 14 April: Passahfest, fraglos, wem die Börse gehörte: ihr Gewahr- \ «h . trabend 8 Uhr: morgens 8.30 Uhr: sam war von dem Eigentümer noch nicht «uf- P^digt - Montag: Vorabend 7 Uhr; mor- gegeben worden .Deshalb liegt keine <^nd- V g3» abends 7.30 und 8.05 Uhr. Unterschlagung, sondern Diebstahl vor. Am Tage » » vorher hatte der nämliche Angeklagte aus der 2,CwlC VIOwriWlCn« Küche der Wirtschaft einige Mark, eine Akten- . . mappe und eine Anzahl Lebensmittel, die er I Einigung in her Brersteuersrage. in der letzteren barg, entwendet. Die Wirts- Berlin 11.April. (MTV. Drahtmeldung.) wie leute entdeckten den Diebstahl, als em Ei aus „fnL * in Tirrhanblunacn der Re- oietungsparfden Deute mIUtq gelungen ein ftc, m- begangene Gelegenheitsdiebstähle handelt, die der promiß über die Biersteuer frage zu vollauf geständige Angeklagte zu bereuen scheint, finden. Diese Vereinbarung lauft auf annähernd 5 0 war das Gericht der Ansicht, daß hier der v. h. hinaus. Eine Freigrenze für kleinere Braue- Strafzweck auch ohne eine Gefängnisstrafe erreicht t€jen fällt fort. Es ist durch besondere Linzeladma- werden könne und erkannte statt einer an sich (jjUngen Vorsorge getroffen, um den bayerischen verwirkten Gefängnisstrafe von insgesamt einem Bedürfnissen besonders Rechnung zu tragen, so daß ■Monat und einer Woche auf eine Geldstrafe a mi) der D a y e r i, che u Doltoparlei mög- 3n \JateV ’ÄftunL® & ein junger Hilf«, "ch war dem 2 » st' m m u n g arbeitet, als er über den Markt ging, einen geben. Damit sind die Schwierigkeiten die in dieser an eine Haustür gelehnten Schirm stehen, den I Frage bestanden, behoben. Die Parteien, einer an sich nahm. Ein Augenzeuge rief ihm zu, schließlich der Bayerischen volkspar- was er damit machen wolle; er antwortete: fei, haben bereits einen Antrag unterzeichnet, der „der wird verkloppt". Der Augenzeuge hat dann f.cufc im Reichstage eingebracht wird. Die deutfch- wohl den Vorfall der Polizei hinterbracht, denn nationale Reichstagsfraktion beriet heute nachmittag diese erschien am anderen Tage in der Frühe „od). Mit der Linigunq in der Biersteuer- Ä am |Ä -ch di- üboL =agc heute ait- mittag den Schirm als Fundsache bei der Polizei 1 gemein optimistischer beurteilt. Jranffurt a. M. Dtrlin Serlin, 10. Apüi Geld »rief 4,172 4,192 'J/otrn . ....... 58,29 58.53 TÄnilLe Noien . ....... 111,78 112,22 tfnofifÄ? Noten. ..**•*! 20,33 20,41 ...... 18.385 16,445 Är.rfnnbiCrf}- ...... 167,76 168,44 htnlipnilfhe ‘/Jntrn ...... 22,11 22,19 Norwegische Noten...... 111,78 112,22 Deutsch-k^esterr, ä ioo Kronen 58.66 59.10 Rumänische Noten...... 2,47 2,49 Schwedische Noten...... 112,23 112,67 Schweiler Noten....... 81.04 81.36 Spanische Noten....... 52,59 52,81 Tschechoslowakische Noten . . 12,37 12,43 Ungarische Noten . ... 72.90 73.20 Datum 10 4 11- 4 10 4 11. 4. 6% Deutsche Rcichsanleche von 1927 . ..... 7% Deutsche ReichrmUeche 87,1 — 86,9 100,1 — con 1929 ..... 100 — —— Deutsche Anl..AblL1..Lchuld mit - Aueios.-Ncchten ■ ■ • 55,25 — 55,5 55,4 Deegl. ohne AuSlos.-Rcchte . - - 8% Hess. VollSstaat von 1929 11,05 93 11,2 11,2 93 11,3 (rückzahld. 102%) - - - - Oberhessen Provinz - Anleihe mit AuSIos.-Rechten Deutsche Komm. Sammeiabi. 51,5 53,5 Anleihe Serie 1 • 6% Urants. Hvv.-Bcmk Goldpse. 53 97.5 — XIII unkündbar bis 1934 7% ixranH. Hyp.-Bank Goldpse. 89,75 unkündbar b;4 1932 *v.% Rheinische Hvv.-Bank Slau. Goldpse. — 85 — 8% Pr. LanveSpsandbrlesanstalt, 98 98 Psanvbriese R. 17 8% Pr LanbespsandbUesanstalt, — 95 Äomm.«Ctil, M. 16 7% Pr. Lanvesvsandbriesanstalt, 95 — — Psanvbriese R. 10 S.C.G. abg. BorkriegS-Obligatio. 89,5 — 89,5 »en. rürfÄablbat 1932 95 — — 4% Oesterrerchiiche «Soldrente 28,5 — — 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche 4,5 — 4,4 — Rente — —— — — 4% Ungarische Goldrente 26.25 26,2 26,4 — 4% Ungarische Staatirentf v. 1910 22,4 — — — *Vi% vesgt. von 1913 —- —— 23,13 23,25 4% Ungarische Kronenrente 2.65 — 2,65 2,6 4% Türkische Zollanlerbe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl 7,5 7.65 — 7,5 — Serie 1 —— 7,6 7,5 4% VeSgl. Serie 11 6% Rumänische vereinh. Rente 7,65 9,75 — 7,6 — von 1903 — 9,75 — iy,% RumLnlsche veretnh. Rente 16,4 16,4 von 1913 - • 1% Rumänische vereinh. «ent, . 8,05 ■ 1 108,5 109,25 10- April 11. April 133,5 । Amtliche Notierung Amtliche Notierung 90,5 _ Geld »ritt Geld Dries «mst.-Nott. 168,05 168,39 168.09 168,43 Butn.Aire4 1,658 1,662 1.652 1,656 — 298 299 Brss-Autw 58,41 58,53 53,41 58,53 *** 249,5 251,6 Christiania. 112,05 112,27 112,05 112,27 118 115,25 118 .Kopenhagen 112,06 112,08 112,08 112.30 — 145,5 145,25 Stockholm . 112,49 112,71 112,48 112,70 191 193,5 193 Helnngfors- 10,535 10,558 10,537 10,557 — 151 152 Italien. . . 21,945 21,985 21,945 21.935 — 104,75 105,25 London. . . 20.359 20,399 20,36 20,40 — 174 — Neuvork . . 4,185 4,193 4,185 4,193 — 41,13 41,25 Poris.... 16,385 16,425 16,385 16,425 — 253,5 256,25 Schwetz .. 81,11 81,27 81,13 81,29 — 50 49,75 Spanien . . 52,30 52,40 52,45 52,55 — — — Japan . . . 2,068 2,072 2,068 2,072 — /8,7b 79,5 •Hio de Jan. 0.491 0,493 0.488 0.490 — 153,25 153 Wien in — 354 357,25 Lest, abgett- 58.965 59,085 58.97 59,09 Prag . . . . 12,395 12,415 12,397 12,417 —— — — Äelzrad . . 7,403 7,417 7,403 7.417 — 39,9 — Dudavest. . 73,08 73,22 73.09 73.23 _ — Bulariea. 3.034 3,040 3,034 3,040 — 37,5 — Lissabon . . 18,78 18,32 13,78 18,82 106,5 — Tamig • . . 81,41 81,57 81,39 81,55 — — Konst ntto. 1,784 1,788 1,785 1.789 — 132 133 Athen. . 5.45 5,46 5,44 5,45 — Canada . . 4,183 4,191 4,183 4,191 — 218 •w Uru uay. . 3,896 3,904 3.916 3,924 — 159,76 — ... 20,87 20,91 20,875 20,915 n Damenschuhen Herrensdiuhea s reichhaltig. Ba&DöoßÄ 30 tan die Eltern nfm. Lehrlinge ihl hat unser Geschäft* ’?m Kähmen «!««>'* sinnigen । nabends Ch einladen. 7^ 'nnbi£eSS. Preislage, ifloojty Tw« x. Se^ igr fcorpn* i. °"' en ö°n Mk. 8.50 an- * anten Ausführungen 14.50, 12.50, 9.50. 8.95 weiß gedoppelt 14.50, 12.50. 10.50 teilweise kombiniert 15.90. 12.50, 10.90 Gießen, Bahnhofstr. 58 Konfirmandenschuhe schön, gut, billig. CITROVANILLE 163D GEGEN SCHMERZ RANE SWMMMMWM ALGIE NSCHMERZ Asterweg 41 Asterweg 41 Am Montag ist Schluß unwiderruflich Schluß des Jubiläums-Preisausschreibens! sofortige Verlosung Mk. 2.25 SOa Mk. 3.50 5.50 5.50 Gießen / Am Oswaldsgarten 2639A .«Ml in Lirfe, Nußbaum, polysanber poliert und Siche In reicher Auswahl / Aparte Können / Billigste Preise Einige zurückgesehfe Modeste bedeutend im Preise ermäßigt / Franfo-Lieferung / Zahlungserleichterung M etzlar Eisenmarkt 2 In bekannten guten Qualitäten und größter Auswahl zu denkbar niedrigsten Preisen im to c, Modefarb Damen-Spangenschuhe schicke Mod. in den neuen Frühjahrsfarb. 16.50,13.90,12.50,10.90 Elegante Herren-Halbschuhe gefällige Formen, Spätestens Montag nachmittag, denn um 6 Uhr ist Schluß der Veranstaltung. 60 praktische Haushalts- und Küchengeräte winken als Gewinne, darunter ein emaillierter Irischer Ofen, eine Waschmaschine, eine Eismaschine und vieles andere. Wie leicht kann Ihnen das Glück hold sein. Es kostet ja nichts als einen zwanglosen Besuch bei Aparte, modefarbige Pumps geschmackv.Kom- binationen 17.50. 13.90, 12.50 erfolgen kann. Die Preise sind zur allgemeinen Besichtigung in meinen Geschäftsräumen ausgestellt Herr Rechtsanwalt und Notar Ernst Schneider, Gießen, trifft gemeinsam mit der Geschältsleitung schon Vorbereitungen, damit Damen-Handschuhe Glaceleder, Mk.8 —,6. —, Damen-Handschuhe Waschleder-Schlüpfer..: Kinder-Söckchen mit Wollrand Fulda Marktstraße 17 Celta-Seide Damenstrümpfe Bemberg-Seide Damenstrümpfe solche mit steifen Deinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Fuller 1 Ehlöffel voll echtes RASSOLK mengen, verlangen Sie nur echtes Rasfol in Origtnalflafchen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engel, apotheke Dietzen. Zu haben in allen Apotheken. 91 Ho Gfcfhmoino besonders auch kränkliche, ^Ujiveme, zurückgedlieveneund Braune Herren Halbschuhe schnittige Formen. 16.50, 12.50 Q75 1 1 50. 14 90 ” Kommen Sie nodi in letzter Stunde! *2c •! 3® H -tt Größe 3. .Mk 0.75, 0.70, 0.65 jede weit. Größe plus 5-10H Kinder-Wadensöckchen Kinder-Kniestrümpfe Größe 5 ab 90 Strümpfe und Sorten Achten Sie auf meine Strumpf-Sparkarte __________________________________________________________2757A Alle Strümpfe nur in ausgesuchter erster Wahl - vollständig fehlerlos Schluß — doch alles freut sich, mein verehrtes Publikum auf die Preisverteilung — und ich mich über die zahlreiche Beteiligung und das große Interesse, das meinem Lager entgegengebracht wurde. Wirklich, die wenigsten ahnten, welche Fülle und Auswahl In meinen Lägern vorhanden ist — Mancher kam aus dem Staunen nicht heraus. Wollten Sie nicht auch noch kommen? Am Montag, dem 14. April, ist toWlLLE WIRKUNG OHNE HERZKLOWEN-OHNE MAGENBESCHWERDEN ---IN PULVER-UND OBLATENPACKUNG--- Die große Mode: Weiße Cachenez Kunstseide Mk. 4.75, 3.75,2 -, reine Seide Mk. 12.-, 9.-,8.- Beschäfts-Drucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge „ Postkarten bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäftskarten Damenstrümpfe feiner Seidenflor ... Mk. 2.— Damenstrümpfe schwerer Seidenflor Mk. 2.25 Damenstrümpfe Bemberg-Seide, extrafein mit nahtloser Sohle.... Mk. 4.50 Damenstrümpfe Seide mit Flor platt. Mk. 3.50 Damenstrümpfe Bemberg-Seide m. Flor platt extraschwer Mk. 5.- Damen-Strandsöckchen in großer Auswahl Damen-Handschuhe Waschleder imitiert mit Steppstich Mk. 1.60 Damen-Handschuhe mit Umschlag. Mk. 2.75,1.50 Damen- Handschuhe Waschleder... Mk. 8 —, 5.50 zt-hMsi Spezialgeschäft JIT 9. Srode Frankfurter Strafte 19 Der billige Bodenbelag Mk. 2.10 per qm. Tapetenhaue Ferd. Nennstiel PlockstraBe 14. _________________________ 2888A |Lack-Spangenschuhe runde Form Größe 31-35, -27-30, 25-Äi, 23-24, . 6.50 5.75 4.95 3.95 18-22. Damen-Lack-Spangenschuhe verschied.m Odern e, w L W Nr. 87 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Samstag, 12. April 1930 Sie Liatsberalung im hessischen Finanzausschuß. Sondergebäudestcuer. - Gewerbesteuer. Darm ft ab t. ll. April. (WHP) 3m Finanzausschuh des Hessischen Land- tags wurde heute die Aussprache über das Kapitel 10 (L a nde s st e u e rn) zu Ende flc- I^Der Minister wandte sich gegen den Dor- Wurf, dah ein noch größerer Betrag a!8_ zwei Millionen Mark der Wirtschaft entzogen würden. Die volksparteilichen Vertreter hielten jedoch daran fest, dah neben den im Sofort» Programm gestrichenen zwei Millionen für den Wohnungsbau weitere 9 bis 12 Millionen Marr Privatgelder und Hypotheken der Wirtschaft mcht zur D^fügung stehen würden. Von Regierungsseite wurde erklärt, dah entsprechend den gesetzlichen D-stimmungen bei einer Friedensmicte von etwa 70 Millionen de-c Betrag von 9,9 Millionen im Etat für den Wohnungsbau den gesetzlichen Bestimmungen entspreche. Der Minister gab auch zu, dah heute ein Mangel ajn ersten Hypotheken nicht mehr bestehe. 3m nächsten Jahre werde bereits der Betrag von 9,9 Millionen Mark für die Tilgung rmd Verzinsung der früher aufgenommenen Anleihen benutzt werden müssen. Ein Vertreter des Landbundes regte an, in diesem 3ahre überhaupt leine Mittel für den Reubau, sondern alles für die Tilgung der Anlechen einzustellen. Der Antrag wurde jedoch wegen des Widerspruchs der übrigen Parteien zurückgezogen. Die Sozialdemokraten forderten weiter, die Sondergsväudesteuer nach der wirklichen Rentabilität des Hauses zu berechnen. Heute basiere die Steuer auf einer fünfprozentigen Durchschnittsrentabilität. Ramentlich für die Städte errechneten sich Vie Sozialdemokraten ein erhöhtes Steuereinkommen. Die Regierung erwiderte jedoch, dah ihre Erhebungen bei einem Baublock in Mainz eine Durchschnittsverzinsung von nur 5,6 Prozent, in Darmstadt von nur 5.2 Prozent bei einer guten Geschäftslage ergeben hätten. Ein volksparteilicher Antrag, die noch zur Verfügung stehenden 900 000 Mk. aus der Rechnung von 1929 sofort für Wohnungsbauzuschüsse auszuwerfen, wurde durch die zusagende Reqierungsantwort für erledigt erklärt. Ein Zentrumsantrag, wonach die Darlehen an die hessischen Siedler im Osten nur mit 2 Prozent verzinst und mit 1 Prozent getilgt werden sollen, wurde der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Diese teilte mit, dah Hessen in bezug auf die anderen Länder an der Spitze der Ostsiedlung stehe. Von volksparteilicher Seite wurde erneut eine schärfere Erfassung der Wander- lager zur Wandergewerbe st euer gefordert. Heute gebe es schon ganze Automobilkolonnen in Odenwald und Vogelsberg, die sogar fertige Möbel zum Kauf anböten. Die Sozialdemokraten verlangten, die gesamte Wandergewerbesteuer den Gemeinden zu überlassen, denen eine leichtere Erfassung der Steuerpflichtigen möglich fei. Ein Landbundantrag, als SteuerbemessungS- grundlage den Ertragswert des Reichsbewer- tungsgcsehes festzusehen, wird der Regierung als Material überwiesen. Abgelehnt werden volksparteiliche Anträge, den den Betrag von 7,52 Mill. Mk. übersteigenden Steucrertrag für die Feldbereinigung zur Zinsverbilligung zu benutzen und die Gewerbesteuer von 7,85 Mill, auf 7,20 Mill, herabzusetzen. Alle übrigen Anträge zum Kapitel der Sondergebäudesteuer wurden bis zur zweiten Lesung zurückgestellt. — Gegen zwei Stimmen fand das Kapitel Annahme. Von sozialdemokratischer Seite wurde eine R e • Vision öer Äesoldungsordnung gefordert mit dem Ziel einer Senkung der hohen Beamtengehälter, welchem Vorgehen sich auch die Gemeinden anschliehen wollen. Die Regie- rung brachte ihre hiergegen bestehenden Bedenken zum Ausdruck. Von deutschnationaler Seite würde eine zehn- prozentige Senkung der Staatsausgaben. Streichung der Ausgaben für die Gesandtschaft in Berlin und Erhöhung der Gemeindezuschüsse für die staatliche Polizei von 1200 auf 1800 Mark verlangt. Der Ausschuh setzte seine Beratungen am Samstag fort. Die Karwoche bleibt sihungssrei. Das Plenum wird voraussichtlich am 13. Mai zufammenkommen. Preußen. Palmsonntag. Fast zweitausend Jahre liegen zwischen jenem Tage, an dem Christus seinen Siegeszug in Jeru- falcm hielt, und unserem heutigen Palmsonntage. Was für ein Tag muh das gewesen sein, und welch ein Mensch, dah er die Herzen einer Weltmenschheit gefangennahm durch seine Lehre, die erst nach seinem Tode sich in ihrer unwiderstehlichen Kraft offenbarte. Wie mag das Volk gejauchzt haben, als „sein" Befreier, der König der Armen und Verachteten, der Freund und Helfer der Kranken und Schwachen durch die Straßen der hochgebauten Stadt zog. Was aber auch hatte er gewagt! Der Erbärmlichkeit, Lüge und Heuchelei die Maske abgerissen, die Wechsler und Händler aus dem Tempel gejagt, aus dem Hause seines Gottvaters, aus dem sie ein Geschäftshaus gemacht hatten, in dem Feilschen und Handeln betrieben wurde. Er, der Sohn dessen, vor dem Geldwerte keine Werte sind, vor dem nur die Seele des Menschen etwas gilt, hatte gewagt, der Macht entgegenzutreten, die alle unter ihr Zepter zwang. Nun ritt er durch die Straßen Jerusalems, und das Volk legte Palmenzweige auf feinen Weg und breitete Kleider vor ihm aus zum Zeichen der Huldigung. Was war das für ein Tag! Selig die Jünger, — selig das Volk. Keiner dachte daran, daß auf diesen Tag der Freude herbstes, bitterstes Leid folgen würde, daß mit dem Hosianna zugleich das ,Kreu- zige" geboren wurde, — außer einem: Christus selbst. Er wußte, daß er den Leidenskelch schon an diesem Tage in der Hand hielt. Verbissen standen seine Widersacher und suchten aus der Schar der Jünger den heraus, den sie eines Verrates fähig hielten. Arm waren sie alle, die sein stetes Gefolge bildeten, aber nur von einem konnte man erwarten, daß er dem Klang des Goldes.nicht widerstehen würde: Judas'. Er würde die dreißig Silberlinge nicht ad- weisen ... Mochte auch der „Befreier" sich als Volkskönig dünken, mochte auch das Volk jubeln und Hosianna schreien, das Kreuz auf Golgatha warf schon am Palmsonntag seine Schatten voraus. * In jungen Frühlingstagen liegt heute der Palm- fonntag, der auf die bevorstehende Osterzell hinweist. Es ist ein schöner Brauch in deutschen Landen, — mit Ausnahme vielleicht der Großstädte, die schon im März die Konfirmation ihrer jungen Bürger stattfinden lassen —, den Palmsonntag dazu zu benutzen, um die gläubige Schar zum erstenmal zum Tisch des Herrn zu führen. Sie treten nun in den Lebenskampf hinaus mit vielem Mute und reger Lebensfreude, sie sehen es nicht, und wollen's auch nicht sehen, daß mit dem Abschluß der Schulzeit viele Jahre folgen, die ernste Anspannung und großen Fleiß erfordern. Trotzdem wird der Erfolg nicht immer gleich zu erreichen sein, es wird Rückschläge geben, harte und böse Tage mit vielem Ungemach, die durchschritten sein wollen. Schatten legen sich auf die jungen Geben, die nm Palmsonntag zwar noch nicht recht erkannt werden. Sich von ihnen nicht betrüben, noch einschüchtern lassen, unaufhaltsam auf die große Auferstehung, auf den Sieg des Lichts marschieren, das ist die beste Mahnung des Palmsonntags, der den Stifter des christlichen Bekenntnisses zum ersten und einzigen Male in weltlichem Glanze sah. M. G. Kreis Wetzlar. <> Lützellinden, 12.April. Gestern abend zwischen 6 und 7 Uhr befand sich der Gewerkschaftssekretär Jochem aus Gießen mit einem Hanomag- Kleinauto auf der Fahrt zwischen hier und Klein- Linden. Unterwegs geriet das Auto plötzlich in Brand und brannte bis auf die Eisenteile nieder. Der Autofahrer konnte sich nur dadurch retten, daß er sofort aus dem brennenden Wagep heraussprang. Kreis Marburg. ][ Marburg, 10. April. Der heutige Schwei» ne mar ft war mit 712 Schweinen, darunter 19 Läufern, beschickt. 6 Wochen alte Ferkel kosteten 30 bis 35 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 35 bis 45 Mark. 8 bis 13 Wochen alte 45 bis 55 Mark und Läufer 60 bis 80 Mark je Stück. Der Handel war flott. 0 Fronhausen (ßaljn), 9. April. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wurde die Wahl des Schulvorstandes vorgenommen, wobei sich die Vertretung auf einen Wahlvorschlag geeinigt hatte: es wurden gewählt: Oekonom Johannes Lauer, Landwirte Johannes V o r m s ch l a g und I. Jakob Kraft, Stellwerksmeister i. R. Heinrich Dörner, Assistent H. P a u s ch und Rangierführer Georg Spengler, ferner gehören dem Schulvorstand aus Grund gesetzlicher Vorschrift an der jeweilige Geistliche (Pfarrer Weber), Lehrer Schick, I m m e l und Möller, Lehrerin A l - tendurg und Bürgermeister Schnabel. Mm eine ausreichendere Sicherstellung der Waffe r z u s u h r für alle Teile des Dorfes zu erreichen, soll der Ginbau eines Elektromotors in die Pumpanlage vorgenommen werden. Man beschloß einstimmig die Einholung entsprechender Kostenvoranschläge. Für die hiesige Freiwillige Feuerwehr ist die Anschaffung von Bekleidungsstücken notwendig geworden. Von den Kosten in Hohe von rund 1500 Mark trägt die Brandversicherungskammer 500 Mark, au« dem Gemeindehaushalt sollen ebenfalls 500 Mk. gedeckt werden, während die restlichen 500 Mk. aus einer Spende entnommen werden sollen. Dein Vorschläge wurde einstimmig zugestimmt. Für die Anschaffung eines Schulfunkappara- t e s stellt die Gemeindekasse 50 Mark zur Verfügung, den Restbetrag muß die Schulverbandskasse decken. Die Vorlage wurde mit 9 gegen 4 Stimmen angenommen. — Dieser Tage fand die Besichtigung und ilebergabe der vollendeten Lahnregulierung bei Roth und Fron- hausen statt. Hierzu waren Vertreter der Regierung in Kassel, Landrat Schwebe!, Marburg, die Kreisbauräte, sowie die Gemeindevertretungen von Fronhausen und Roth erschienen. Die Gemeindevertretungen unterzeichneten die Mcbernaljmcbebingungcn mit der Maßgabe, daß kleinere Reparaturen durch die Kreisaufsichtsbehörde zu erledigen sind. Beigeordneter T ö r - n e r sprach im Ramen der Gemeindevertretung von Fronhausen dem Landrat Schwebel und allen beteiligten Stellen, die zu der Lahnregulierung Mittel zur Verfügung gestellt hatten, den Dank der Gemeinde Fronhausen aus. Einige Wünsche der Gemeinde Roth wegen weiterer Verbesserungen an der Lahnstrecke Riederwalgern— Roth mußten wegen Mangels an Mitteln vorläufig zurückgestellt werden. machen jedes Antlitz ansprechend und schön. Oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont-Zahnpaste erzielen Sie einen wundervollen Elfenbeinglanz der Zähne, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont - Zahnbürsta mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. — Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. — Man verlange nur echt Chlorodont in blau-weiß-grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück. Konfirmanden-Schuhe Kinder-Schuhe gut und billig Jedes Kind erhält ein schönes Geschenk ran! 3003C 1904. Iflr Knaben und Mädchen, gut n. preiswert 2753 A 29820 Rate be- RM. 5 — Gießen, den 11. April 1930. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. 4,— 3 — 2,— muß vor der 29. Adonnementsvorstellung erfolgt sein. Gießen, den 11. April 1930. Der Oberbürgermeister. I. V.: Klingspor. Giefaen Mäusburg 12 Die zu zahlende achte (letzte) trägt für: Bekanntmachung. Ich mache darauf aufmerksam, daß das Ausgießen oder Einleiten von Schmutzwasser in die Straßenrinnen verboten ist. Zuwiderhandlungen unterliegen den Rechtsfolgen des § 42 der Polizeiverord- nunq die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Stadt Gießen betr., vom 1. August Bekanntmachung Die Lieferung von 300 Zentner Hafer Bekanntmachung. Der beratene Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für das Rechnungsjahr 1930 liegt von Samstag, den 12. April 1930, eine Woche lang auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Zeit können Einwendungen hiergegen vorgebracht werden. 30080 Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, wozu auch die Ausmärker herangezogen werden. Mainzlar, den 11. April 1930. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Göbelnrod für das Rj. 1930 liegt vom 14. April ab eine Woche auf der Bürgermeisterei offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Einwendungen können während der Offen- legungsfrist schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. 29770 Göbelnrod, den 11. April 1930. Hessische Bürgermeisterei. Weber. ist zu vergeben. Bedingungen können bei der unterzeichneten Verwaltung eingesehen werden. killvieie Animi« werd, sachgemäß iu vreiswen ge» stimmt u. revar. Gießen. VloM^l iclcobou 2403. Verkauf v. neuen u. gebr. Klan Meiner verehrt. Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich mein Arbeitsverhältnis mit der Fa.Musikhaus R.Scbönau Gießen, Selterswcsr 91, in der freundl. Weise eelöst habe und am 15. April 1930 meine Spezial-Reparaturwerkstatt für Flügel, Pianos, Harmoniums« und pneum. Musikwerke 1b Gießen, Seltersweg 79a, Tel. 3616 eröffne, bür sau bei e und solide Arbeit bei mäßiger Berechnung werde ich bemüht sein. Ich bitte um «üt. Unterstützung meines jungen Unternehmens m,t* Erwin Zollinger Klaviertechniker und gepr. Kein Stimmer Stadttheater-Abonnement Die Einlösung des achten (letzten) Ab- fchnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse — Johannesltraße 3 — zu erfolgen, und zwar: 2896C Dienstag, den 15. April, für die Diens- lags Abonnenten, Mittwoch, den 16. April, für die Mittwochs-Abonnenten, Donnerstag, den 17. April, für die Freitags-Abonnenten in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und 16 bis 18 Uhr. Rach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Rr. 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt die lieber« sendung der Abonnementskarten. Unterrichtsfächer« Handelskunde m. Handelsrecht u. Schriftverkehr, kaufm. Rechnen, Buchführung (modernste Methoden), Volkswirtschaftslehre, Werbekunde, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftsgeschichte, Warenkunde und Technologie, Englisch, Französisch, Bürgerkunde, Deutsch, Reichskurzschrift, Maschinenschreiben, (10- Finger - Dlindschreib- methode), Schönschreiben, Rund- u. Plakatschrift. Beginn 1. Mai 1. Höhere Handelsschule für Schüler nur mit Obersekundareife. Dauer 2 Semester. Schulgeld 12 Raten zu 17.— RM. 2. Handelsoberklasse für Schüler mit höherer Schulbildung. Dauer 1 oder 2 Semester. Schulgeld 6 Raten zu 30.— RM. und 12 Raten zu 27— RM. 3. Zweijährige Handelsschule für Schüler mit 8-jährigem Schulbesuch. Dauer 4 Semester. Schulgeld 24 Raten zu 16— RM. 4. Ein- und V2 jährige Handelsfachschule für Schüler jeder Art. Schulgeld 12 Raten zu 23.— RM. und 6 Raten zu 25.— RM. 5. Cinzelkurse in Buchführung, Maschinen- schreiben, Stenographie und Plakatschrift. Dauer 10 Wochen. (Rachm. oder abends.) Auskünfte und Prospekte kostenlos durch die Direktion, Gießen, Goethestrahe 32. 2796A Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Anaebote für die Haferüeserung" mit dem Muster bis zum 23. April 1930, vormittags 11 Ahr, einzu- reichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Zuschlagsfrist sechs Tage. Das einzureichende Hafermuster, 1 kg enthüllend, muß getrennt von dem Angebot verpackt mit der Aufschrift „Muster zum Angebot für Haferlieferung" versehen sein. Gießen, den 11. April 1930. Verwaltung der Veterinär-Kliniken und -Institute. Bekanntmachung. Von Grundstücken, die an die Straßenkanäle angeschlossen sind, darf kein Niederschlagswasser über den Bürgersteig ab- fließen, was besonders eintritt, wenn die Hof- ober Regenrohrsinkkasten nicht regelmäßig gereinigt werden. Die Unterlassung der Reinigung unterliegt den Rechtsfolgen des § 42 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Stadt Gießen betr., vom 1. August 1904. Gießen, den 11. April 1930. 3003C Der Oberbürgermeister. 3.93.: l)r. Hamm. Vogtsche PrivalHantelslehransiallen Gießen / Herborn Direktion: Gießen, Goethestraße 32 / Telephon 2464 r, , ■ In gefalzten Bogen Druckschriften Mew=rm b In gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, eorg- fältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr. Industrie und Gewerbe, Behörden und Landwirtschaft. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert durch die ßrühl’sche Druckerei, Gießen, Schulstr, 7, Anruf 2251 Proszeniumsloge, Rangloge und 1. Rang (Reihe 1—2) 1 Rang (Reihe 3—4), Sperrsitz (Reihe 1—11) Logenrückplatz, 1. Rang (Reihe 5—6), Sperrsitz (Reihe 12—14) Sperrsitz (Reihe 15—18), 2. Rang (Reihe 1) 2. Rang (Reihe 2—3) 2 Rang (Reibe 4—5) Die Einlösung der Abonnements Bekanntmachung. Ich mache darauf aufmerksam, daß vor der Reuherstellung oder Veränderung von Grundstücksentwässerungen die baupolizeiliche Genehmigung hierzu einzuholen ist und daß Arbeiten an Entwässerungsanlagen nur durch Installateure oder Un- ternehmer ausgeführt werden dürfen, die den hierzu erforderlichen Zulassungsschein besitzen. Zuwiderhandlungen unterliegen den Rechtsfolgen des § 42 der Polizeiverord- nung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Stadt Gießen betr., vom 1. August 1904. Gießen, den 11. April 1930. 3003C Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. II. Zuchtvieh-Versteigerung des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhefsen in Lauterbach am Mittwoch, dem 23. April 1930. Zur Versteigerung sind gemeldet rund 70 Fleckoiehbullen, hierunter eine größere Anzahl Leistungsbullen. 2969D Beginn der Versteigerung 11 Ahr vormittags. Gemeinden und Zuchtgenossenschaften ist hier beste Gelegenheit geboten, gute Zuchttiere zu erwerben. Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen. AUTOMOBILE lager • Sämtliche neue Opel-Modelle sofort lieferbar. 02522 Wir haben die Generalvertretung der Adam Opel A.-G.in Rüsselsheim für Oberhessen übernommen und eröffnen unsere Betriebe am 12.April1930 in Gießen, Frankfurter Straße 52-56. Motorwagen -Verkaufsgesellschaft m. b.H. Ausstellung der modernen Opel-Modelle 1930 - Reparaturwerkstätte • Reichhaltiges Ersatzteil- in Schmuck / R UND DEUTSCHE E N Uhren in Gold und Silber / Eigene Werkstätte ---- - - - ______ 2983 D nS^.vbe,t V-1 ,v(*‘ Carl Brück c»1" Juwelier Gießen, Kreuzplatz Nr. 8 Fernruf 3602 Große Auswahl Juwelen / Silbergerät und Bestecken Unser Geschäftsbericht für dasjahr 1929 ist erschienen. Er kann durch unser Archiv und unsere Niederlassungen auf mündliche oder schriftliche Anforderung kostenlos bezogen werden DEUTSCHE BANK UND DISCONTO-GESELLSCHAFT BERLIN Bllllllllllillllllllllllllllllllllilllilililiillllllllllilililiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiii TEPPICHE LÄUFERSTOFFE BETTVORLAGEN VERBINDER FELLE TAPETEN LINOLEUM OTTO TÄUBERT GIESSEN/LAHN SELTERSWEG 70 ------ Z855A Lahnkiesel Perl kies jS) Silberkies prompt und billig eS LRflösamen, Fernsor.3659 -- 176D 3um Svühiahvsvutz empfehle ich mein reichhaltiges Lager in Besen und Bürstenwaren forole alle ArlenPutzarukeln. Ausklopfer, «chwamme und Fensterleder, Bobner, Bolruerwacho u. Lobabcize, Scheuer, «ebner und StaudtU.per. Auch werden Nevarak. an Bohnern gut auSgef. 21830 Ludwig Kohlermann IV. (3nh.: L. Helder ich) Bleichstraße 12 •»••eeeeaeeeeeeeeeeeeeeee Zum Osterfeste ein c7Clavier der erhabene Mittier für Freude, Trost und Erbauung. SPianofjaus 3Z. Sdjönaugießen Fernruf 3269 Seltersweg 91 Fernruf 3269 Marken: Bechstein, Blüthner, Feurich. Schiedmayer, Rönisch, Thürmer und andere. Preise ab Mk. 1050. - Kleine Monatsraten Preise ab Mk. 1050.- 1072A 3 Der Maßschuh beugt Fußleiden vor, behebt alte Fußleiden, trägt dem persönlichen Geschmack Rechnung, hat lange Lebensdauer, ist also im Tragen wirtschaftlich! ___________________________________2678 D Absatzferkel Haben Sie Bedarf an Ferkeln, so können Sie am vorteilhaftesten den Einkauf bei dem größten Ferkelversand Westfalen- tätigen. Tausende von Dankschreiben und Nachbestellungen langjähriger Kunden beweisen fachmännische sowie reelle Bedienung. Unten stehendes Geschäft ist nur allein in der Lage, derartige Dankschreiben und Nachbestellungen aufzuweisen. Offeriere freibleibend Ferkel der berühmten schweren westfälischen sowie hannoverschen Rasse. Selbige sind langgestreckt, breitbucklig mit Schlappohren, seuchenfrei, die 6eften zur Zucht und Mast. Liefere hiervon jeden Posten wie folgt: 6- 8wöch.25-29^, S-lOwöch.29-33^ 10-12 „ 33-39^,12-15 „ 39-52^ pro Stück ab hier gegen Nachnahme Garantie für prima Tiere und beste Fresser sowie gesunde Ankunft noch 14 Tage nach Emvfang Es kommen nur allerbeste Tiere äum Versand Verpackung nehme zurück. Lasten Sie sich nicht irrefübren durch billigere Angebote. Verpackung ist der Jahreszeit entsprechend eingerichtet. Viehversand Fortkord Sckiloß-Holte 29 (öeSf.) Sämtliche Artikel zur MenplleOe erhalten Sie gut und preiswert im Spezialgeschäft Karl Egner, Gießen Bahnhotskolonnade.Tel.4191 Bestbewährte laM. Bediennnfi Zu allen Krankenkassen zugelassen Verlobungs - Anzeigen iioiertdie BrühPsche Druckerei i||ISperrholz h a ln Eiche, Gaboon u. Kieler 3-25mm 2 jä »' ° Breiter und Dielen aller Stärken, Zs SS schwedische und bayerische Hobel- S6*** breiter, Spalterlatten, Eichen- u. L o Buchen-Schnittwaren liefern in an=.B allen Stärken |137D iiljüüoen Bin & 69.. Wn jio® Telephon 3949. Latten in allen Stärken prompt Uelerbar Für die GKevßmkse fiodien. 5djoeiöern, Bügeln, flnnöotöeir können noch Schülerinnen ausgenommen werden. 296od Meldungen an Alice-Schule Steinstr. 10 Äureau von 12-1 und 2-3 Uhr. HerrenaFrühjahrsmäntel 5 Prozent Barzahlungs-Rabatt! 2933 A iniunniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Burschen? und Knabenanzuge neueste Formen und Farben, besonders günstige Preise OamensFruhjahrsmäntel wunderschöne Auswahl, flotte Formen, gute Stoffe Mk. 12.50 15.00 18.00 24.00 28.00 Herren.’Anzüge hervorragende Qualitäten, allerbeste Paßformen Mk. 35.00 48.00 55.00 58.00 68.00 Carl Horn Inh«; Karl Horst Marktstraße Nr, 28 2959 D ---------, Karl Seibert Sandgruben Wieseck-GieOen Fernsprecher 3998 elegant, preiswert schön, gut In vielen Farben modernen 2721A Nowack Ti GROSSE METEORFAHRT Genua - Rom - Neapel - Palermo - Taormina- Malta - Tripolis Sfax-Tunis Marseille. Abfahrt 2(1. April Ankunft Marseille 14. Mai. Preis für die Seefahrt von HM. 490.- an. Del Bergenske Dampskibsselskab. Bergen (Norwegen). Ausführliche Programme durch: Rudolf Sonntag, Gießen, Seltersweg Nr. 58 jUiröücrBubH) Moderne Beleuchtung Gestelle zu nebenstehenden Formen 35 0...........Mk. 0.75 40 0...........Mk. 0.80 50 0...........Mk. 1.00 55 0 ...........Mk. 1.10 Sämtl. Zubehör zur Selbstanfertigung! BeleuchtungshausAfemann Ecke Ludwigstrabe — Bismarckstrabe 11 ________02530 Gefütterte la Seidenschinne: 40S 7. HO®IQ- 450 11- 350 7« 50- a- 50- 13.- 55- 15.- 40- L« ZEICHNUNGS-EINLADUNG IN DER ZEIT VOM 12. BIS 30. APRIL 1930 LEGEN WIR ZUR ZEICHNUNG AUF: REICHSMÜNDELSICHERE GM 4 000 000.- 8%ige GOLDMARK- KOM MUNAL-OBLIGATION EN REIHE XX ZUM VORZUGSKURSE VON 94,50% GESAMTKONDIGUNG BIS ZUM 1. JULI 1935 AUSGESCHLOSSEN IM FALLE DER KÜNDIGUNG ODER AUSLOSUNG RÜCKZAHLUNG MIT 100% DIE NOTIERUNG DIESER REIHE AN DEN BÖRSEN ZU BERLIN, FRANKFURT A. M., KÖLN, DÜSSELDORF UND ESSEN IST MIT 95 o/Q |N AUSSICHT GENOMMEN. DIE LOMBARDFÄHIGKEIT BEI DER REICHSBANK IN KLASSE A WIRD ALSBALD BEANTRAGT STÜCKE ZU GM 100.-, 200.-, 600.-, 1000.- UND 6000.- ZEICHNUNGEN NEHMEN ALLE BANKEN, BANKIERS, KREDITGENOSSENSCHAFTEN, SPAR- UND GIROKASSEN, SOWIE DIE ANSTALT UND DEREN ZWEIGSTELLE IN FRANKFURT A. M. DIREKT ENTGEGEN. — AUSFÜHRLICHE PROSPEKTE UND ZEICHNUNGSSCHEINE SIND BEI DIESEN STELLEN ERHÄLTLICH. - HÖHE DER ZUTEILUNG UND FRÜHERER ZEICHNUNGSSCHLUSS BLEIBEN VORBEHALTEN. PREUSSISCHE LANDESPFANDBRIEFANSTALT KÖRPERSCHAFT DES ÖFFENTLICHEN RECHTS MOHRENSTRASSE 7-8 BERLIN W 8 FERNSPR.I Zentr. 8033-37 GRUNDKAPITAL UND OFFENE RESERVEN ÜBER 31 MILLIONEN RM NEUE MAINZER STR. 25 ZWEIGSTELLE IN FRANKFURT A. M. FERNSPR.I HANSA 25757 Waagen und Gewichte aller Art empfiehlt u. stellt eichfähig her 02507 Karl Schmidt, Gießen, Neuenweg 42, Tel. 3075 Asbest- Platten 1,2. 3,4 und 5 mm, wieder nm Lager. 6783 D CarlSchunck Allein-Verkauf der berühmten 5 C MUHE Mäusburg 12 GIESSEN Mäusburg 12 2753 A Nur ein Allelnhersteller Hackerbräu München „NÄHRBIER" Ist nach dem bauer. Reinheits- gesetz nur aus Malz, ohne Zusatz von Zucker gebrauL Die sonst angebotenen, sogenannten „Gesundheitsbiere" bestehen zum großen Teil aus Zucker und sind Einfachbiere, was auf der Etikette vermerkt sein muß (Einfachbier). Es ist daher beim Einkauf auf diesen Umstand ganz besonders zu achten. Will man sichergehen, für seine Gesundheit ein reines Bier zu erhalten, das ausschließlich aus Malz, ohne Zucker, hergestellt ist, so verlange man das allein in der Hackerbrauerei München nach dem bayerischen Reinheitsgesetz gebraute „NÄHRBIER“. Man hüte sich vor Nachahmungen und achte auf den Namenszug Zu haben in allen elnschläg. Geschäften Zum Osterfest ^^Wäsche Schürzen^/ '—^Steppdecken C.Röhr&Co. 2905 A Westfalin DER DEUTSCHE SEPARATOR tandrvirlf1 Kauft keine minderwertipm IRasthlnCfl sondern den guten Westfalin Separator Zuletzt''Silberne Senkmünze der deutsch Sand- ruirtsdiaftsgesellsdiaft- RAMESOHl&SCHMIDTAGOELDELW. »uv Dias« drei wesentlichen Eigenschaften der gediegene» Familien-Drucksache Persönlich I Bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen AuafOhrun^e* erten zu m&SIgen Preisen die BrQhl'sche Druckerei, Gletten, SchulstraSe 7, Anruf Nr. 1291 Lillig, allb^ehtt4 [V pP! 5of11 Ohne Sdilackz. ohne ■■■■: , I ’ I L FRb I*» M Ki- ®rf < K ”j«t!iufii L--7 i-Snan« W 6,14 T*x Somermodr das man Ml Mimikry belegt ntiS}.*'6? ’ Tiere Iw ,n ihrer Umwelt o darum, um von werden. Sw sin Blattwerk lebM. auf dem Daldb memode nun t dieses Änpaliur zückende Sommei und Linienlühru bensreudiges ha. Diesen, die uns freier Ferientag' das unbedingt V schmiegsame, dai in weite zi-sl'g ober weit ausla Wruck umgest kicher als schla' Lackes, die nie' Jmtzrimeesivsie Numeniusss. 1 Vrundsarbe. k fen, niedliche 1 eigenartig, ab! Wunderschöner mttagskkel'öcr, Men. toeit, a einfarbige, halb Jas elegante ftg noch mit d bä kleine Klei khantung, Lussc sein, toito aber eines der so fe’ Die überhaupt kLMerNeid 19; das Tape seine in jeder Form, tome Mit, si interessant auch die mehrere Et taktische Regie aufallen. Ein mit Archen, ttu Tunigur. dir x SMsrn zch, voll toirlt. rund, lange gegen den 2li 5orm. flun gut auf - tc he sich als s tangangeseyte, Etvirktohnc E>n zweites S?na entzücken! dle gebluste Tai »einen dunkelbl {?’ Rleibeä sei MWe bl. Dien Von Ds, S. Gedanken •S0? '4 in «ba4t. i ?' > »ft ®fe®» derbare ^6 der Saut. jS .,0 mit eii!jl'li^ SK derbeLd'e 7 >fer ?rM| S Z 4t, Kreuzplatz 6 Strümpfe Wäsche 1.05, 0.95, 1.95, 0.55 0.95, 0.85, .1.15, einsätzen 5.50, 0.60 0.00 Modewaren Handschuhe 0.95 0.90, 1.15 .1.95, 3.75 1.65, Kragen mit Manschetten 1.95, Bindekragen Batist mit Spitze ... Bindekragen Cr6pe de Chine Barnen Handschuhe Seide mit farbiger Stulpe.... Barnen Handschuhe Waschleder, gute Qualität. Bindekragen Seidenrips mit Spitze Barnen Strümpfe Mako, gute Qualität .... Herren-Oberhemden weih, solide Qualität mit schönen Trikolin- Kinder-Strümpfe Baumwolle, farbig, guteQualit., 0.70, 0.65, Kinder-Strümpfe Baumwolle,merceres.,laQualit., 1.10, 0.95, Kinder-Söckchen gute Qualität, schöne moderne Farben. .0.65, Bamen-Schlüpfer Seidentrikot, gute Qualität . Bamen-Schlüpfer Mako, schöne helle Farben .... Bamen-Schlüpfer Mako mit Seide Kinder-Schlüpfer Mako, schöne helle Farben Kinder-Schlüpfer Mako mit Seide, gute Qualität . Bamen-Handschuhe Trikot mit Umschlag, moderne Farben. .1.95, Barnen Handschuhe Trikot, la Qualität Barnen Strümpfe Waschseide, moderne Farben 1.85, 1.50, Bamen-Strümpfe Seide mit Flor, beste Qualität... .2.75, 2.40, Kostümkragen Stück Herren-Socken nicht einlaufend, gute haltbare Ware 0.80, 0.60, Herren-Socken Mako, einfarbig und gemustert . .1.15, 0.90, Herren Socken Seidenflor, schöne moderne Muster . .1.20, ..... 1.45 Herren-Kragen a ra halbsteif, gutes Bielefelder Fabrikat . U. lU Herren Kragen H gestärkt, gutes Bielefelder Fabrikat.. Uewü Bamen-Trikotröcke * Seide, m. Spitze, alle mod. Färb., 4.50, 2.75, .1.25, 0.90, 0.60 . 0.95, 0.75, 0.50 Gröhe Auswahl! Seidene Damen-Schals und Cachenez Frdr. Teipel Bahnhofstrafae 45 Markt 16 Hillebrandstrahe 2 Beachten Sie bitte meine Spezial-Schaufenster --- ----------2716 A Billig!!!'weil m gute Qualitäten find! Sonder-Angebot! Sämtliche Model le sind la Werkstattarbeit Besichtigung ohne Kaufzwang 2978 A Achtung! Ausschneiden! Achtung! Waschen Sie immer nur mit der | SEIDEN-SEIFE Bei Abgabe dieses Inserats erhält jede Le- 1 serio in den nntenbezeichneten Geschäften > TRAMA-Generalvertrieb Kleiß-LiDüen-Gießen, Telephon 4293 Einige Bezirksvertretungen noch frei! 02496 Chaiselongues, Chaiselonguedecken Matratzen in allen Preislagen Gießen: Frdr. Teipel, Markt 16 Karl Jockei, Blockstraße 1t Hess. Leinenhaus C. 0. Reuter, Seltersweg H. Plank, Seltersweg Robert Müller. Bahnhofstraße54 Wilh. Horn u. Sohn, Kreuzpl. 15 Adolf Plack, Neuen Bäue Karl Beck, Neuenweg 15 B. Elsoffer, Marktstraße Peter Volk Ww., Lieber Straße Willy Werner, Lieber Straße 61 Hildebrandt & Co.. Lieber Str. 19 Otto Rückert, Walltorstraße 45 Jakob Schäfer, Ludwigs!r.'57 Oskar Schön, Frankfurter Str. Peter Rolling1, Bismarcks!raße Friedr. Kopp, Blsmurckstraße Jakob Maternus. Frankf. Str. Ernst Unverzagt, Steinstraße Frau E. Niebergall, Kolw. Wioseclx: Heinr. Kümmel. Kolw Jenchelhelm: Wilhelm Römer 111. Ww„ Drogerie Karl Kreiling I. Ww., Strumpfg. Wilh. Knapp. Kolonialwaren Fritz Sack, Kolonialwaren Wilhelm Volkmann II., Kolw. Wilhelm Stork, Kolonialwaren Klein-Linden: Frdr. Schimmel, Kolw. Krofdorf: E. Moos Nchf., Inh.: 0. Becker Lollar: Frau K. Zimmermann Witwe. Strumpfh. Otto Frank. Kolw. und Strumpfgesch. Eodgen: Ludwig Becker. Kolonialw. Allenäorl L.: Konr. Glock, Kolonialw. Bodheim: Karl Mank. Progerie Karl Bender. Kolonialwaren Ludw. Bender, Krofdorfer Straße 9 Bieber: Karl Thome, Kolonialwaren Königsberg: Frau Marie Brück, Kolw. Großon-Bnseck: Wilh. Rühl. Kolw. Otto Reuter, Kolonial waren Alten-Bnseck: Ludw. Schwalb, Kolw. Wilh. Rühl. Kolonialwaren Grttnberg: Frau K. SchmiererWw., Klw. Lauter: Karl Pitz, Kolonial waren Freienseen: Frau Ferd. Horst Witwe, Kolonialwaren Lang-Göns: Wilh. Müller IV, Kolw. Großazi-Liuden: K. Steinmetz. . nicht nur in der Natur, sondern auch „modisch" bescheren, ilnb es ist viel, viel 0chönc0 Vor allem hat die kommende Frühlings- und Sommermode in ihrem ganzen Gehabe etwas das man mit dem naturgeschichtlichen Ramen Mimikry belegen könnte. Vielleicht wissen bi« Samen noch aus der Schule her, daß Mimikry jenes Spiel der Ratur ist, wonach Pflanzen und Tiere sich in ihrem Aeuhern ganz und gar ihrer Umwelt anzupassen vermögen und zwar darum, um von ihren Feinden nicht gesehen zu werden. Sie sind also z. B. grün, wenn sie im Blattwerk leben, grau oder erdahnlich, wenn sie auf dem Waldboden Hausen usw. Unsere Sommermode nun betont in gewissem Sinne auch dieses Anpassungsvermögen, sie schafft entzückende Sommerkleider, die in Material, Schnitt und Linienführung etwas blumig Frisches farbenfreudiges haben, hineinpassen in die bunten Wiesen, die uns verlocken zum Genießen sonnig freier Ferientage. Die Linienführung vor allem, das unbedingt schlanke, bis über die Hüften anschmiegsame, das erst von den Knien abwärts in weite zipflige, blattartigc, flatternde, immer aber weit ausladende Teile zerfällt, erweckt den Eindruck umgestülpter Blütendolden. Der Oberkörper als schlanker Kelch — das Zerflattern des Rockes, die vielblättrige Blüte. Durchgemusterte Zmprimeestoffe mit wundervollen eingestreuten Blumentusss, dazu der halblange Mantel in der Grundfarbe. Orientalisches Muster, bunte Streifen, niedliche Tupfen — alles bewegt, belebt — eigenartig, abwechslungsreich, schon im Material. Wunderschöner gemusterter Musselin für Rach- n'ittagskleider, immer mit langen, angelegten Röcken, weit ausfallend, geteilt und immer die gens auch in wundervollen, kostbaren Ausführungen zu überaus eleganten Abendkleidern verarbeitet, von ganz besonderem Effekt sind. Auch zu ihnen gehört immer der leichte Seidenmantel. Es ist erfreulich, daß unsere Mode diesmal jedem strengen Diktat ausweicht, konziliant alles Schöne gelten läßt, dem sie nur eine gewisse Richtung gibt, die dann individuell befolgt — oder umgangen werden kann. Sie hat damit auch dem Kriegsgeschrei für und gegen den langen Rock ein Ende gemacht, denn wenn auch das „kniefrei" glücklicherweise wirklich überwunden ist, so ist damit dem feschen kurzen Kleide doch der Weg offen gelassen, nur soll es eben doch bis an die Wade reichen. Genauer — das Trotteurkostüm oder das Lauflleidchen „soll" dreißig bis fünkunddreißig Zentimeter vom Boden sein, das Heine Abendkleid bis an die Knöchel reichen! Aber, die Mode ist eben jetzt sehr liebenswürdig und läßt sich ein paar Zentimeter gerne abschmeicheln — besonders dann , wenn es sich um sehr hübsche Beine handelt. Wenn nicht — dann bitte lieber fünf Zentimeter zugeben! Drei Frauen. Wien - Stockholm — Zürich. Von Or. Eugenie Schwarzwald. In einer schlaflosen Rächt letzthin kam ich auf den Gedanken, zusammenzuzählen, wievielen Frauen ich in meinem Leben begegnet bin, die ich hätte heiraten mögen, wenn ich ein Mann gewesen wäre. Um sechs Uhr morgens war ich aus Ermüdung bei Rümmer 768 eingeschlafen. Als ich erwachte, wußte ich nur mehr von dreien. Don denen will ich erzählen. Die Reihenfolge ist keine Klassifikation. 6 m m t): Eine zarte Gestalt, ein liebes kluges Gesicht mit treuherzigen Augen. Herrliche Hände, von der Ratur geschaffen, wohlzutun. Eine wunderbare Altstimyie, im Gesang selbst dem Verstocktesten zu Herzen gehend, aber sogar bei der Bestimmung des Spcisczttiels Liebe ausströrncndp Sie hat viele kleine Freuden, wie man sie eben jetzt in Wien hat: das alte Kleid, das sich noch wenden laßt, entzückt sie, Kartofselnudcln sind ihre Lieblingsspeise. Eie liebt die Kunst, wie die meisten Menschen nur sich selbst lieben, und ist der Ratur so nahe verwandt, wie der eigenen Haut. Unkritisch aus Ueberzeugung, geht sie nur mit einem Menschen nicht milde um: mit sich selbst. Wie letzthin, als sie in den Spiegel blickend mit gut gespieltem Entsetzen aus rief: „Um Gottcswillen. das kann doch nicht mein Ernst sein!" Sie kann sich um ihre Karriere nicht kümmern, weil die ihres Mannes, der auch ein Künstler ist, sie wesentlich mehr interessiert. _ Elsa: Wenn Elsa in einen Raum tritt, glätten sich die Wogen, erheitern sich die Mienen, verbessert sich die Luft. Entweder hat sie gerade ein Buch gelesen, von dem sie mit einem Feuereifer spricht, der allen Rezensenten zu wünschen wäre, ober sie hat auf der Sttahenbahn etwas erlebt. Kein Mensch erlebt auf der Straßenbahn so viel wie sie. Gern erzählt sie auch Anekdoten aus ihrer Stockholmer Schulzeit; wenn das alles vorgckommen sein soll, muß sie jede Klasse dreimal wiederholt haben. Am liebsten stellt sic mimisch ihre Blamage dar, als sie einmal zum Film gehen wollte. Ihre Heiterkeit scheint unzerstörbar. Rur Seelenkundige erkennen, daß diese auf dem Boden tragischer Erlebnisse erwachsen ist. Das merkt man am besten, wenn sie das Wort Sibirien ausspricht. Dort hat sie, deutschen Soldaten Hilfe bringend. Unaussprechliches erlebt. Sie spricht auch nie davon, sie hat Besseres zu tun. Sie muh ihren Mann, der ein bedeutender Operateur ist, bewundern, ihren Freundinnen schwedische Weihnachtskerzen besorgen und alle trösten, die Trost brauchen. Verena: Was zuerst auffällt: Verena ist bemüht, so wenig Platz wie möglich einzuneh- men. Richt ihrem Leib, nicht ihren Ideen, nicht ihrer Ungeduld und nicht ihrer Stimme gestattet sie, sich breit zu machen. Sie unterdrückt sogar ihre Schönheit und erlaubt ihr nicht was ihr leicht fiele — andere zu überstrahlen. Ebenso hält sie cs mit ihrem Geist. Er dient ihr, andere zu erleuchten, nicht zu verdunkeln. Ihre eigene Gelehrsamkeit gilt ihr nichts, weil sie sie am Originalgenie ihres Gatten mißt. Dom Ruhm und den Ehren, die die Welt zu vergeben hat, hält sie nichts. Diele glauben, dies sei Bescheidenheit, andere sprechen, besser informiert, von Welt- wcisheit und Weltweite. Am ehesten aber ist ihre Uneitelkeit ein Zeichen von Raturverbundenheit. Sie ist so unbewußt aufgewachsen wie eine Pflanze, hat ihre Kinder so selbstverständ- lich geboren wie ein edles Tier und wird sich einmal auflösen wie alle elbischen Wesen, zu denen sie unbedingt gehört, obgleich sie in ihrer gegenwärtigen Form eine handfeste Zürcher Ehefrau und Mutter ist. Sie ist eben alles. — Diese drei Frauen, so verschieden sie sind, einiges haben sie doch gemeinsam: Humor, Selbstkritik und Eelbstpersiflage. Geistreich sind sie auch, weil es leicht ist, geistreich zu sein, wenn man die Wahrheit spricht. Und noch eins: sie brauchen alle sehr wenig Geld, um sich und andere froh zu machen. Wer von solchen Frauen mehr wissen will. der schreibe an mich. Karte genügt. Goll Der Erwachsene mit Dem KmDe spielen? Von Nelly Wo'.ffheim. Daß die Frage auftaucht, ob der Erwachsene mit dem Kinde spielen soll, ist ein Zeichen für den Wände, der pädagogischen 2Iu ja, u g Wahrend man es früher zu ben Qualitäten einer guten Mutier rechnete, wenn sie hübsch mit den Kindern zu spielen verstand und es einem Kinder- sräulein besonders hoch anrechncte, wenn sie sich viel und in anregender Weise mit dem Kinde spielend abgab, steht man diesen Fähigkeiten heute nicht so absolut bejahend gegenüber. Moderne Pädagogik nimmt im allgemeinen den Standpunkt ein, daß ein Kind sich am besten durch Sechsttätigkeit und selbstgestaltetes Spiel entwickelt. Die geeigneten Beschäftigungsrnateria- lien und Spielrnatcrialien — das durchaus nicht etwa nur fertiges Spielzeug sein sollte — sind dem Kinde zur Verfügung zu stellen, dann aber lasse man es — am besten in einer Gemeinschaft von Kindern — mit seinen Spielen allein. Spiel ist ein Erlebnis nur bann, wenn es aus dem Innersten bes Kindes kommt. Das K i n d s e l b st soll seine Spiele erfinden und ausgestalten; es ist der Zweck des Spiels, dem Kinde Gelegenheit zu geben, seine Phantasien barzustellen, sie in irgenbeiner Weise in Wirklichkeit umzusehen unb baburch aus bem Innenleben herauszuholen. Spielen zu häufig Erwachsene mit bem Kinde, werden bleiern Entwicklungsmöglichkeiten genommen; Phantasie unb ber Antrieb zum Han- beln (benn Spiel ist eine ber wichtigsten Hand- lungen bes kleineren Kindes) wird unterbunden, und manche Kinder verlernen dabei die Fähigkeit, allein intensiv zu spielen. Denn beim Zusammenspiel von Erwachsenen mit Kindern wird es nur wenigen Menschen gelingen, sich in einer wünschenswerten Weise zur^ckzustellen, dem Kinde die führende Rolle zu überlassen. Diel zu leicht ist der Erwachsene der Tonangebende, Dorschreibende, Erfindende; Kinder fügen sich beim Spiel, wie ja auch meist im realen Leben, viel zu sehr ber Autorität bes Erziehers unb gehen auf feine Anregungen willig ein. Besonbers wirb bies bei sehr gefügigen unb anschmiegsamen Kindern zutresfen. aber gerade sie sollte man nach Möglichkeit zu geistiger Unabhängigkeit hinlenken. Dertreten wir den Standpunkt, daß Kinder im Spiel ihre eigenen Wege gehen sollen, so müssen wir es als eine Gefahr erkennen, wenn eine Persönlichkeit nur für das Kind im Hause ist. Wo eine Erzieherin — sei es eine Kindergärtnerin ober ein einfaches Kinberfräulein mit bem Kinbe lebt, ist es burchaus wünschenswert, baß man ihr burch Pflichten im Haushalt Arbeitsgelegenheit gibt, bie sie vom Kinbe abzieht. Denn Kinder wissen ihre Umgebung an sich zu binden, sie werden durch bereitwillige Menschen verwöhnt und dazu geführt, immer jemanden zur Hilf« in Anspruch zu nehmen, sei cs im praktischen Leben ober beim Spiel. So finb auch bie Kinber fast mehr au beklagen, deren Mütter immer Zeit für sie haben, als bie, bie sich zu viel selbst überlassen bleiben. Hier einen richtigen Ausgleich zu schaffen, ist bas Er- strebensmcrte. Run soll ein schönes Zusammenspiel zwischen Erwachsenem unb Kinb nicht etwa aus ber Kinderstube verschwinben; es hieße bas Kinb mit dem Babe ausschütten, wenn wir bie mobeme päda- gogische Einstellung so auslegen wollten. Extra- freube, Sonntagsfeier sei solch eine Spiel stunbe. unb wohl bem Kinbe. bas eine Mutter hat, bie zu spielen versteht. Bis ins Alter hinein können Erinnerungen an solche frohe Gemeinschaft lebendig bleiben; für Kinder und Mütter bedeuten sie — gerade wenn sie als etwas Ausnahms- weises dastehen — Gewinn. mußten 185 Wasserzusatzes d) 57 3 2 86 Proben, 37 • Das ideala A bführ-Konfek! Besen, um den ein wollene« Tuch gebunden ist, ab. — Die Lampenschirme müssen frisch gemacht werden, weil fleckige oder zerrissene häßliches Aussehen Dem Milchverkehr wandte das Amt seine ganz besondere Aufmerksamkeit zu. Die Zahl der untersuchten Milchproben hat in diesem Jahre eine wesentliche Zunahme erfahren. 3m ganzen tour- Den 2400 Milchproben (Vorzugsmilch, Vollmilch, Magermilch) untersucht. Von diesen beanstandet werden, und zwar: bei der Herstellung von Fleischwurst festgestellt und beanstandet. Milch. Beanstandungen erfolgten wegen zu geringen Säuregehaltes und wegen Schmutzgehaltes. Maggiwürze war durch Wasserzusatz in Höhe von etwa 20 Prozent verfälscht worden. hygienische, physiologisch-chemische und gerichtliche Untersuchungen. Zahlreiche Untersuchungen von Abwasser und Flußwasser waren erforderlich, um die Ursache De« im letzten Sommer häufig aufgetretenen Fischsterbens aufzuklären. Infolge der langanhaltenden Trockenperiode des letzten Sommers war der Wasserstand in den Bächen und Flüssen, die als Vorfluter für die Zuleitung von indu- ftneilen und städtischen Abwässern dienten, stark zurückgegangen, wodurch die Verdünnung des zugeleiteten Abwassers zu gering war. Einer- se'ts wirkten die dem Vorfluter zugeleiteten Abwasser direkt giftig auf den Fischbestand ein .(Phenole), anderseits gingen städtische Abwässer in Fäulnis Über, was zu einem Sauerstoffmangel im Wasser und zum Ersticken der Fische führte. Dvs Dadewasser des Gießener Volksbades wurde einer chemischen und bak- teriowgischen Untersuchung unterzogen. Die Ergebnisse bestätigten auch in diesem Jahre toie- i>er, daß die Reinigungs- und Chlorierungsanlage gut funktioniert. Das gereinigte und chlorierte QSaffer erwies sich bei der Zuführung in das Bassin als vollkommen keimfrei. Verschiedentlich mußten Lebens- und Futter- mittel, nach deren Genuß angeblich Gesundheitsstörungen eingetreten waren, auf Gifte unter» fucht werden. Die Untersuchungsergebnisse bestätigten nur in einem Falle diesen Verdacht. Hier bestand ein zur Fütterung verabreichtes Viehsalz aus Salpeter, was das Verenden der gefütterten Tiere herbeigeführt hatte. 3n mehreren Tiermagen wurde Strychnin und Arsen gefunden und damit die Ursache des Verendens festgestellt. 3n fünf Fällen waren Leichenteile auf stark wirkende Arzneimittel bzw. Gifte zu untersuchen. 3n einem Falle konnte der Nachweis eines Giftes (Morphium) erbracht werden. Braune Flecken an den Kleidern einer auf* gefundenen Leiche, sowie an einem Messer konnten als Blut identifiziert werden. 3m erbrochenen Mageninhalte eines Mannes war Aetznatron festgestellt worden. Cs war dem Betreffenden zur Fastnachtszelt aus Scherz eine ätzende Flüssigkeit als Likör gereicht worden. 3n verschiedenen Fällen wurde auch der Verkauf von Ziegenmilch als Kuhmilch festgestellt und beanstandet. Gegenüber dem Vorjahre haben dw Verfälschungen erfreulicher- welse erheblich abgenommen. Während im Vorjahre noch 13,5 Prozent Der Lieferproben beanstandet werden mußten, betrug in diesem Zähre die Beonstandungsziffer nur 8,5 Prozent, teilweise warm allerdings die Verfälschungen außerordentlich stark. 3n vier Fällen betrugen die Wasscrzusähe über 70 Prozent. Zu dieser Besserung im Milchverkehr haben zweifellos die von den Gerichten erkannten Strafen beigetragen, die in einzelnen Fällen recht empfindlich waren. So wurde in einem Falle eine Guts- beslhcrsfrau zu 3000 Mk. Geldstrafe verurteilt. 3n sieben Fällen wurden Gesängnisstrafen verhängt, darunter eine solche von fünf Monaten Der durchschnittliche Fettgehalt der im Verkehr erhobenen Milchproben betrug 3,53 Prozent Die in den Verkehr gebrachte Vorzugsmilch, sowie die den Kindern in den Schulen verab- rekf)te Milch wurde besonders scharf kontrolliert Beanstandungen brauchten aber nicht ausae- sprachen werden. Buffer. ®ln zu hoher Wassergehalt bildete in mehreren fallen den Grund zur Beanstandung. Häufig wurlen Proben unter dem Verdachte eines Zusatzes von Margarine eingeliefert. Dieser Q3er- Dacßt konnte jedoch in keinem Falle bestätigt werden. Cs handelte sich meistens um Butter Die infolge Lichteinwirkung mißsarbig oder talgig geworden war, oder bei der infolge Rüben- futterung Der Kühe ein unangenehmer Geschmack aufgetreten war. Folgen der schweren Verätzung« ist der Betreffende spater verstorben. Em Enthaarungsmittel, bei dessen Gebrauch Entzündungen der Haut eingetreten waren, bestand aus Calciumsulfid. Angeblich unschädliche Rattengifte enthielten Arsenik, was zur Vergiftung mehrerer Haustiere führte. Technische Untersuchungen. Die Untersuchungsergebnisse gaben über die Zusammensetzung der Eigenschaften der zur Untersuchung übergebenen Objekte Auskunft und ließen in verschiedenen Fällen erkennen, daß die Ware vielfach nicht den vereinbarten Lieferungsbedingungen entsprach. Turnen, Sport und Spiel. Handball im Lahn'Oünsberg.Gau. Turnverein Launsbach. Kommenden Sonntag fährt die erste Mannschaft zum Freundschaftsrückspiel zur ersten des Turn- Vereins Treis. Das Vorspiel endete 6:2 für Treis. Die Zweite Mannschaft, die zum erftanmal spielt, empfangt den Neuling Ruttershausen £ a) wegen b) Der Sahresbericht des Chemischen Untersuchungsamtes für die Pro- vinzOberhessen für das 3ahr 1 929, Der heute Den Provinzialtag beschäftigen wirb, gibt einen Ueberblick über Die Tätigkeit Des OlmteS, Die sich auf Die allgemeine Lebensmittel» und Weinkontrolle in Den StäDten unD CanDgemeinDen Der Provinz, auf Untersuchung gen von AuslanDwaren, sowie auf sonstige behördliche und private Untersuchungen erstreckt. Die Zahl der Untersuchungen hat im Berichtsjahre gegenüber dem Vorjahre ganz wesentlich zugenommen. Es wurden 3787 Untersuchungen gegenüber 2352 des Vorjahres auSgeführt. Diese Untersuchungen verteilen sich auf 3567 Rahrungsmiltcluntersuchun- gen, 163 hygienische, physiologisch-chemische und gerichtliche Untersuchungen, 57 techn sche Untersuchungen. 3n Verbindung mit diesen Untersuchungen wurden zahlreiche kleinere und 70 ausführliche Gutachten erstattet. Für Molkereien wurden 6400 Fettbestimmungen in der Milch ausgeführt. bcn untersuchten Lebensrnitteln mußten 8,6 Proz. wegen Verfälschung, Derdorbenseins, oder anormaler Beschaffenheit beanstandet werben. Gegenüber dem Vorjahre, in dem die Beanstandungsziffer 13,7 Proz. betrug, ist eine ■ wesentliche Besserung eingetreten. Beanstandungen mußten bei folgenden Lebensrnitteln eintreten: Ulchl, Brot, Telgwaren. Don den untersuchten Proben Buttergebacke- nes mußten 40 Proz. beanstandet werden, weil nicht Butter, sondern Margarine oder ein sonstiges Richtbutterfett Verwendung g.funden hatte. Milchbrötchen wurden beanstandet, weil sie ohne Milch hergestellt worden waren. Speiseeis, Limonaden. Dem Speiseeisverkauf auf Der Straße wurde besondere _ Aufmerksamkeit gewidmet. 3n zahl- reichen Fällen mußten Beanstandungen erfolgen da die zur Herstellung benutzten Grundstoffe nicht von einwandfreier Beschaffenheit und die daraus hergestellten Produkte nicht als Rorrnal- ware anzusprechen waren. Limonaden enthielten vielfach künstlichen Süß- stoff (Saccharin bzw. Dulcin), Der nicht Defloriert war. Auch gaben irreführende Bezeich- nungen der Limonaden wiederholt Anlaß iu einer Beanstandung. Durst und Fleischwaren. Verschiedentlich wurde Die Verwendung von Stärkemehl und Eiweißbindemittel (Trockenmilch) Derkehrsverem Bad-Nauheim. . Bad-Nauheim, 10.April-Mie wir vor Zeit schon berichteten, ist es dem verdienst- lichen Bemühen von Bürgermeister Dr. Ahl und der Führer der größeren Wirtschafwverbände am -Platze gelungen, Der seitherigen Verkehrskommission ein festeres Gefüge zu geben und sie auf breiterer xr sc?n Einen Verkehrsverein umzuwan» dein. In dieser Form findet die private Verkehrsorganisation, die mit und neben Der BaD- und Kurverwaltung der Verkehrsförderung dienen will, Die «ympalhie weiter Kreise Der verkehrspolitisch inter» ejfierten Bevölkerung. Dafür ist Die MitglieDerzahl, Die m ganz kurzer Zeit bereits Die 300 (Darunter in größerer ^a^ auch korporative MitglieDer) erreicht hat, ein Beweis. Gestern abenD fand Die eigentliche Grün» Dungsoersammlung statt, Die von Dem Bei- geordneten Kissel geleitet wurDe, Der sich als langiahriaer bewährter VerkebrssreunD unD Ehren- mitglieb Der Verkehrskommission um Die Ueberfüh- rung Der Verkehrskommission in einen Verkehrsoer- ein sehr oerDient gemacht hat. BeigeorDneter Kis. e l ehrte vor Eintritt in Die TagesorDnung Die Der- Dienfte, Die sich Der verstorbene Bürgermeister i. R. Dr. Kayser in 27jähriger Mitarbeit in Der Der» kehrskommission um Die Verkehrssache erworben hat. Die unter Der geschätzten Mitarbeit von Bürger- metfter Dr. A h l entworfene Satzung Des neuen Bereins fanD nach kurzer Beratung und ganz geringfügigen AenDerungen Die Zustimmung Der Versammlung. Die Organe Des Vereins sind der Vorstand Der Gesamtausschuß und Die MitglieDerver- VorstanD finD Die sechs großen Wirtschaftsgruppen Der StaDt vertreten, ferner Der Bürgermeister unD Der Kurdirektor. Dem Gesamt- HnUh5^, bcrr -ln beäug auf Zusammensetzung und Starke Der seitherigen Verkehrskommission ent- spricht, gehören außer Dem VorstanD unD 15 von Der MitglieDerversammlung zu wählenDen Mitglie- Dern noch Vertreter Der StaDtoerwaltung, Des StaDt- rats. Der BaD- unD Kurverwaltung unD Der Der- V^bkb°rden (Polizei, Post, Dahn) an. Dem Aus- schuv. f°aen Vertretung Der MitglieDer wichtige Entscheidungen zu, u. a. Die Aufstellung Des Voran- schlags und Die Wahl Des Vorstandes. Von Der legieren Bestimmung machte Die GrünDungsversamm- ümg eine Ausnahme: sie nahm selbst Die Wahl Des V o rfitze n D e n vor. Die auf Diplom-Jngenieur 6 e r fiel, unD ließ sich auch Die Vertreter Der Wirtschaftsgruppen im VorstanD nennen: Hotelier Ellermann (Hotina): StaDtrat Steuer- !*a 9 e l (Hausbesitzerverein): Sanitätsrat Dr. H a h n (Aerzte-Veremiyung): Kaufmann Simon (Einzel- handel): Gastwirt Engel (Gastwirte-Verein): Elck- troingenieur Etzel (Handwerk und Gewerbe). Die Zum Gesamtausschuß nahm auf die paritätische Vertretung Der körperschaftlichen und der Elnzelmitglieder gebührend Rücksicht. Es wurden von, der Versammlung mit großer Mehrheit ge- wählt: Kaufmann E. G. Aletter, Hotelier Au- tor, Rechtsanwalt und Notar Dr Brücher Bäckermeister G o h e r t, Medlzinalrat Dr. G rü n-' b a um, Sanitätsrat Dr. Heß, Hotelier Hanke, Kaufmann Maag, Fabrikant Dr. Möhr in a Lehrer Oßwald, Hotelier Seeber, Frau Dr. Schoenewald, Rechtsanwalt Dr. Stahl' BaDeroärter Hrck. Stamm, Telegrapheninspektor Vonderschmitt. Die Lebensmittelkonirolle in Oberhessen Aus dem Tätigkeitsbericht des Chemischen LlntersuchungsamteS für die Provinz O.erheffen. Don Direktor Wrede. worfen wird, muß von Möbeln befreit werden. Man rücke sie zusammen und befördere sie, nachdem man sie gereinigt hat, in einen anderen Raum, woselbst sie zugedeckt stehenbleiben. Schränke und ganz schwere Stücke machen davon eine Ausnahme, da man sie nur von den Wänden rückt. Aus den einzelnen Fächern nehme man alles, was sich darin befindet, heraus. Run reibe man sie mit einem Staubtuch ab und wische das Holz mit einem feuchten Lappen nach. Bevor die Feuchtigkeit getrocknet ist, soll der 3nhalt nicht wieder hineinaelegt werden. Ratsam ist es, an Stelle des Schrankpapiers Linoleum zu verwenden, das man mit kleinen Reißzwecken befestigt. Linoleum Ist haltbar und leicht zu reinigen. — Del dem großen Hausputz dürfen die Bücher nicht vernachlässigt werden. Eine Unmenge Staub, der den Menschen ebenso schadet, wie den Büchern, sitzt zwischen den einzelnen Seiten. So werden Die Bände aus dem Schrank genommen und zuerst gründlich ausgeklopst: man schlage sie mit der Flachfeite aneinander und pinsele Rücken, die oberen und unteren Ränder, auch den Rand an der Aufschlagseite, ordentlich dus. Bei dieser Gelegenheit kann auch das Bücherverzeichnis, das auf der 3nncnfeite des Schrankes angebracht sein soll, kontrolliert werden. — Häßliche F1 e f » ken in den Tapeten entfernt man, indem man sie mit einem Stück Brot bearbeitet. Am besten eignet sich dazu der weiche 3nhalt der Semmel. Man nehme ihn heraus und tupfe die Flecken auf der Tapete damit ab. Ratürlich muß die Tupffläche des Brotes mehrere Male erneuert werden. Wenn die Flecken unsichtbar geworden sind, kehre man die Wände mit einem Schirme der Wohnung ein V verleihen. — Geschnitzte Möbel reinige man mit einem Pinsel, da das Tuch die feinen Verzierungen nicht genügend reinigen kann. — Fei tflecke auf dem Parkett lassen sich durch Benzin beseitigen. Ein Lappen in Benzin getaucht, nimmt das Fett ab, und wenn die betreffende Stelle mit Bohnerwachs eingerieben und blankgeputzt wird, ist der Fleck nicht mehr zu sehen. — Das Klopfen der Teppiche gilt immer noch als unentbehrlich, und doch sollte die moderne Hausfrau sich diese Arbeit ersparen. Der Staubsauger entfernt den in dem Gewebe sitzenden Schmutz viel zuverlässiger und hat den Vorteil, daß er nicht Bakterien in die Luft streut. Wenn man ein Uebriges tun will, sauge man den Teppich auf beiden Seiten. Um ihm die Schönheit seiner Farben wiederzugeben, befeuchte man ihn auf der rechten ©eite mit Essigwasser, mit gebrühten Teeblättern oder mit rohem Sauerkohl und fege ihn nachher mit dem Handfeger noch einmal ab. — Der große Hausputz ist in einer geräumigen Wohnung viel leichter zu bewerkstelligen, als in kleinen Räumen. Stets sollte man ihn nach dem Prinzip beginnen, nicht alle Zimmer auf einmal in einen möglichst unwohnlichen Zu stand zu versehen. Bei aller Liebe zur Hygiene soll man einen Raum behalten, wo der Hausherr den müden Kopf Zur Ruhe legen kann. Mit Organisation und Umsicht kann auch das größte Scheuerfest des 3ahres in einiger Gemütlichkeit vor sich gehen. Dein. 3n einem Falle mußte ein Traubenwein wegen Obstweinzusatzxs beanstandet werden. Wegen starker Verdünnung mit Zuckerwasser mußte eine ganze Weinsendung beschlagnahmt werden. Branntwein. Trinkbranntweinen gab ein zu geringer Alkoholgehalt wiederholt Anlaß zu Beanstan- dungen. 3nfolge der Herabsetzung der Mindest- alkoholgrenze von 35 Vol.-Prozent auf 32 Vol- Prozent haben die Beanstandungen wegen zu ^W^^Eoholgehaltes wesentlich nachgelassen. Me hylalkohol oder sonstige gesundheitsschädliche Stoffe konnten in keinem Falle nachgewiesen werden. Wasser, Mineralwasser. Versuchungen ÜDn Wasser und Mineral- wasser beschäftigten das Amt in diesem 3ahre wieder ganz außerordentlich stark. Es wurden untersucht: Trink- und Gebrauchswasser 323 Proben natürliches Mineralwasser 141 n ' Das Wasser der zentralen Wasserversorgungsanlagen der Landgemeinden und Der Städte "ach wie vor in regelmäßigen Zeit- abfjbmtten Der chemischen und zum größten Teil der bakterio-ogischen Rachprüfung. 3n einigen Fallen konnte auf Grund des chemischen und des bakteriologischen Untersuchungsbefundes Der Rachweis erbracht werben, Daß Oberflächenwasser in das Quellwasser eingedrungen war. Das Wasser Der Gießener Hoch- und r u d l e 11 u n g wurDe monatlich einer ausführlichen bakteriologischen Kontrolle unD im Rovember auch einer ausführlichen chemischen Untersuchung unterzogen. Es entsprach In jeDer Beziehung Den QInforDerungen, Die an ein gutes UnD1 nf" UnZ> Gebrauchswasser zu stellen .^ei einzelnen Mineralwassern konnte sest- aestellt werden, Daß ein Zufluß von Süßwafser TtattgefunDcn hatte. Gegen einige Mineralwasser- betriebe mutzte eingeschritten werDen, weil Die hygienischen Verhältnisse bei Der Gewinnung und Verarbeitung unzureichend waren. Essig, Gewürze. * Fettentzuges „ Wasserzusatzes bei gleichzeitigem Fettentzuge „ Schmutzgehaltes „ anormaler Be chaffenheit (von Ratirr aus zu geringer Fettgehalt, Milch kranker Kühe) Sigella Sigella das meistgekaufle Bohnerwachs fest und flüssig; weiß und hellgelb, nicht färbend, oder als Bodenbeize (Farbwachs) gelb, braun, rotbraun usw. Für die Güte und Preiswürdigkeit bürgt die Herkunft aus der Sidolfabrik Siegel & Co.. Cöln f.n W JSS? Bii LS 3k per «Nische Siiniinen - ndionol« $ Jeichskanzler $ ! «Ti» N die Regierung da ivoiden war, wie mäßig in Eimiahn tonnte, ist kam z» Als der Veichsla hräfidenien den 2 nmg ohne parietr hei er diesen Aus gönnen, Wenigstem Legierungsschöviu fall in ein SM Müller ge-vu der Lvrsicht jed- ziehen. Die Degi nigftenä den De verfahrenen Pai nicht unbedingt n Regier ung8mcl)tfy abgesehen davon, wegen der Part« Zeit ein pro^lemal Wird. Ss War ein bet Starren d. Illg hinter ben Hei schanzen. Das geti bürg innetpoiitis lann, Darf nicht in kachf der Parteii Dirklichkeit Hande ge'ahkeii der Aegi M eine 6iaatih H die Soj alben Ditleln versuchte, Worsene Aeg vor allem für $nbe in beloxro Stlbft tvenn 1 gelingt, bie tzt alle Klippen h bringen, so bei l>e auch mit dc des Sinanj- wird. Der Aei über dem Partei £>t geraten. Es Aeichshaushalt fi sondern Darauf, •ft. die ungehi llra 11Q ft Weiter,! Wltono der Aich insbesondere in 5, »Eceibsländigl, Gerung noch letner Weise feT schwebenden Lch . ttUct1enlu nur du Ausgleich |Ofr S 3ieI- die f inden an ein- L<7u ^irtun0!ni,d Ichen 6iea 2 M M, um ’l»! b SW rssä:1 Mm ®ic ®5.” “Ih Skt >